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Geplante Pflegereform auf der Kippe: Karin Prien prüft Sparmaßnahmen

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will die Reform des Elterngelds offenbar noch einmal prüfen. Sie plädiere nach den Debatten des Sommers dafür, „dass wir uns noch mal zusammensetzen und schauen, ob die Sparmaßnahmen beim Elterngeld in diesem Umfang zielführend und gerechtfertigt sind“, sagte Prien dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“.
Zu der Frage, ob ob sie sich vorstellen könne, die Bezugsdauer von 14 Monaten beizubehalten, antwortete die Ministerin: „Dafür bin ich offen.“ Die Koalition berate derzeit noch über verschiedene Modelle. „Die müssen wir durchrechnen und schauen, was wir mit einer moderateren Reform an Einsparungen erreichen können.“

Elterngeld

Priens Ressort muss wie alle Ministerien Einsparungen erzielen. Im Sommer hatte es unter der Maßgabe harter Sparvorgaben einen Entwurf für eine Elterngeldreform ausgearbeitet und zur Abstimmung an die anderen Ressorts gegeben. Die Familienleistung ist der mit Abstand größte Posten im Etat des Ministeriums.
Auch die Aufteilung der Elterngeldmonate zwischen den Partnern könnte sich laut Prien noch ändern. „Wir müssen vor allem die Bedürfnisse der Eltern stärker in den Blick nehmen. Die Verkürzung auf zwölf Monate bei einer anderen Aufteilung der Partnerschaftsmonate ist für viele Familien nur schwer zu realisieren.“
Den bisherigen Plänen zufolge sollten die maximale Bezugsdauer von 14 auf 12 Monate gekürzt und die sogenannten Vätermonate erhöht werden. Zugleich sollten die Beträge leicht steigen. Für jedes Elternteil sind laut dem Entwurf je drei Monate Elterngeld reserviert. Sechs weitere Monate können sich die Partner untereinander aufteilen. Die Pläne stießen auf viel Kritik.

Familienpflegegeld

Prien will 2027 ein Konzept für ein Familienpflegegeld in Anlehnung an das Elterngeld präsentieren. Sie werde dazu im ersten Halbjahr 2027 einen Vorschlag vorlegen. „Wir sind mitten in den Vorbereitungen – und ich hoffe, dass die Haushälter dem auch zustimmen“, so die CDU-Politikerin weiter.
Angedacht ist eine Lohnersatzleistung für Menschen, die vorübergehend aus dem Job aussteigen, um Angehörige zu pflegen. Der Großteil der Pflegebedürftigen in Deutschland wird im familiären Umfeld zu Hause versorgt.
Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD nur vage festgehalten: „Wir prüfen, wie perspektivisch ein Familienpflegegeld eingeführt werden kann“, so die Familienministerin. Sie hatte damals auch gesagt, eine solche Leistung könne nur kommen, wenn die wirtschaftliche Lage das zulasse.
Auf die Frage, ob das Projekt angesichts der Haushaltsnot beerdigt werden müsse, sagte Prien nun: „Keineswegs. Ich halte daran fest.“ Sie argumentierte, „eine Familienpflegezeit würde zunächst zusätzliche Kosten verursachen. Doch diese würden sich schnell wieder amortisieren.“
In Studien zeige sich, dass eine gut konzeptionierte finanzielle Unterstützung für Pflegende dazu führe, dass sie unterm Strich mehr arbeiten könnten – mit entsprechenden positiven volkswirtschaftlichen Effekten.
„Frauen, die Angehörige pflegen, geraten bisher oft in die Teilzeitfalle, aus der sie nie mehr herauskommen.“ Könnten sie es sich aber finanziell leisten, für die Pflege eine gewisse Zeit ganz auszusteigen, verhindere man das.

Kritik wegen Kürzungen

Seit den jüngsten Wahlschlappen für CDU und SPD in den Ländern diskutieren die Koalitionspartner Kurskorrekturen bei verschiedenen Reformvorhaben. Auch die umstrittenen Kürzungspläne beim Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende stehen in der Regierung in Frage.
Unmut äußerte Prien darüber, dass sie wegen der strikten Sparvorgaben von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) an verschiedenen Stellen Kürzungen verkünden und dafür Kritik einstecken musste, während andererseits plötzlich Geld zur Senkung der Spritpreise da sei. „Das ärgert mich sehr“, sagte Prien.
„Der Tankrabatt ist nur eine vorübergehende Maßnahme, deren Wirkung schnell verpufft. Die kostet aber sehr viel Geld“, monierte Prien. Außerdem würden die Mittel hier mit der Gießkanne verteilt. „Ich verstehe es, wenn Menschen es als ungerecht empfinden, dass dafür Geld da ist, während wir beim Unterhaltsvorschuss kürzen.“ (afp/dts/red)
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Razzia wegen Geldwäsche-Netzwerk um „Hells Angels“

Mit einer großangelegten Razzia geht die Polizei mit mehr als 1.000 Einsatzkräften in Deutschland und anderen europäischen Ländern seit dem Morgen gegen ein Geldwäsche-Netzwerk um die Rocker der „Hells Angels“ vor.
Laut der zuständigen Polizei in Duisburg sollen auch mehrere Haftbefehle vollstreckt werden. Insgesamt sollen Vermögenswerte in Höhe von 48,6 Millionen Euro beschlagnahmt werden.

Gegen Netzwerk von Geldwäschern sowie eine „kriminelle Vereinigung“

Wie eine Sprecherin der Polizei sagte, richtet sich der Einsatz gegen ein internationales Netzwerk von Geldwäschern sowie gegen eine kriminelle Vereinigung. Bei dieser handelt es sich nach dpa-Informationen  um die „Hells Angels“. Insgesamt werden laut Polizei mehr als 100 Objekte durchsucht, es gibt 71 Beschuldigte.
Darunter sind laut den Ermittlungsbehörden „Verantwortliche eines bundes- und europaweit tätigen Geldwäschenetzwerks und hochrangige Mitglieder einer Rockergruppierung.“
Ihnen werde „insbesondere die Bildung einer kriminellen Vereinigung, räuberische und gewerbsmäßige Erpressung, banden- und gewerbsmäßiger Betrug und gewerbsmäßige Geldwäsche vorgeworfen“, hieß es in einer Mitteilung. Außerdem gehe es um Waffendelikte, Körperverletzung und Steuerhinterziehung.
Laut „BILD“ laufen die Ermittlungen bereits seit mehr als vier Jahren. Ausgangspunkt war demnach eine spektakuläre Schießerei auf dem Hamborner Altmarkt im Mai 2022. Bei der Auseinandersetzung in dem Stadtteil von Duisburg mit mehr als 100 Beteiligten waren damals Rocker mit Mitgliedern einer türkisch-libanesischen Großfamilie aneinandergeraten.

Zahlreiche Durchsuchungen in NRW – Großeinsatz in Duisburg

Ein dpa-Reporter beobachtete am Mittwochmorgen einen sehr großen Polizeieinsatz mit Spezialeinsatzkräften an der Adresse eines einflussreichen „Hells Angels“-Rockers in Duisburg.
Die Polizei berichtete von zahlreichen Durchsuchungsmaßnahmen in NRW. Parallel dazu finden den Angaben zufolge Durchsuchungen von sechs Objekten in den Ländern Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Berlin und Bayern sowie von sieben Objekten in Belgien, Bulgarien und den Niederlanden in eigener Zuständigkeit statt.
Einsatzkräfte der Polizei stehen am Mittwochmorgen vor einem Haus in Duisburg

Einsatzkräfte der Polizei stehen am Mittwochmorgen vor einem Haus in Duisburg.

Foto: Christoph Reichwein/dpa

Federführend bei den Ermittlungen sind die Staatsanwaltschaft Duisburg und das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität in NRW ist ebenfalls involviert.
„Der Fall verdeutlicht exemplarisch die Verflechtung krimineller Gruppierungen im Bereich der Organisierten Kriminalität und der internationalen Wirtschaftskriminalität“, so die Ermittler.
„Durch professionelle Verschleierungshandlungen werden dabei erhebliche Geldbeträge einem künstlichen Wirtschaftskreislauf zugeführt und durch Straftaten erlangtes Vermögen unter anderem in Firmen und Grundbesitz investiert.“ (dpa/red)
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Berufestudie: Viele Menschen arbeiten nur noch fürs Geld

In Deutschland sinkt offenkundig die Identifikation vieler Menschen mit ihrem Job: 59 Prozent arbeiten laut einer YouGov-Umfrage für die neue Ausgabe der alljährlichen Berufestudie des Versicherers HDI nur noch oder hauptsächlich des Geldes wegen.
Das sind 17 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr, zugleich liegt der Wert fast doppelt so hoch wie vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019.
Viele würden lieber heute als morgen das Arbeiten einstellen: In der Altersgruppe von 15 bis 54 Jahren sagte ebenfalls mehr als die Hälfte (54 Prozent), dass sie so schnell wie möglich mit der beruflichen Arbeit aufhören würden, wenn sie es finanziell nicht mehr nötig hätten. Bei den dem Ruhestand näher rückenden Älteren von 55 bis 64 Jahren waren es sogar 63 Prozent.

„Spürbarer Wertewandel“

Im vergangenen Jahr waren sowohl die älteren als auch die jüngeren Befragten noch erheblich motivierter gewesen – die Älteren im Vergleich sogar noch etwas stärker. Der bislang hohe Stellenwert des Berufs in den älteren Jahrgängen schwinde viel stärker als in anderen Altersgruppen, kommentierten die Auftraggeber.
„Die Ergebnisse zeigen einen spürbaren Wertewandel in der Einstellung zur Arbeit“, sagte Holm Diez, Vorstandsmitglied bei HDI Deutschland.
In der noch nicht dem Ruhestand in näherer Zukunft entgegenblickenden Altersgruppe bis 54 sagte zumindest noch eine Mehrheit von 54 Prozent, ein Leben ohne Arbeit sei für sie nicht vorstellbar.

KI ein zweischneidiges Schwert

Ein Hauptthema der Umfrage war die Künstliche Intelligenz, die demnach gemischte Gefühle in der arbeitenden Bevölkerung auslöst.
Jeweils ein mehr oder weniger gutes Viertel erwartet demnach – oder erlebt bereits – in drei Feldern positive Effekte: Entlastung von Routinearbeiten, bessere persönliche Arbeitsergebnisse und höhere Produktivität.
Auf der anderen Seite rechnen 42 Prozent damit, dass der Einsatz von KI Stellenabbau nach sich zieht. Neun Prozent haben diese Erfahrung demnach im eigenen Umfeld bereits gemacht.

IT-Entwickler gefährdet – aber KI kann nicht kochen

Was die durch KI besonders gefährdeten Berufe betrifft, gab es unter den Befragten keinen ganz großen Konsens, aber doch eine klare Richtung: 41 Prozent glauben, dass die Technologie menschliche Entwickler in der Informationstechnologie überflüssig macht.
Es folgen in der Reihe KI-bedrohter Berufe Finanz- und Steuerberater (38 Prozent), Werbung und Marketing (36 Prozent) und Verwaltungsangestellte (35 Prozent). Am wenigsten gefährdet sind demnach Köche und Köchinnen – nur drei Prozent glauben, dass KI Männer oder Frauen am Herd ersetzen kann.
Die Demoskopen befragten vom 10. Juni bis 3. Juli insgesamt 3.844 Erwerbstätige. Die Ergebnisse sind laut HDI repräsentativ sowohl für ganz Deutschland als auch die einzelnen Bundesländer. (dpa/red)
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Elterngeld für 14 Monate, neues Familienpflegegeld: Karin Prien prüft Reform

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will die Reform des Elterngelds offenbar noch einmal prüfen. Sie plädiere nach den Debatten des Sommers dafür, „dass wir uns noch mal zusammensetzen und schauen, ob die Sparmaßnahmen beim Elterngeld in diesem Umfang zielführend und gerechtfertigt sind“, sagte Prien dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“.
Zu der Frage, ob ob sie sich vorstellen könne, die Bezugsdauer von 14 Monaten beizubehalten, antwortete die Ministerin: „Dafür bin ich offen.“ Die Koalition berate derzeit noch über verschiedene Modelle. „Die müssen wir durchrechnen und schauen, was wir mit einer moderateren Reform an Einsparungen erreichen können.“

Elterngeld

Priens Ressort muss wie alle Ministerien Einsparungen erzielen. Im Sommer hatte es unter der Maßgabe harter Sparvorgaben einen Entwurf für eine Elterngeldreform ausgearbeitet und zur Abstimmung an die anderen Ressorts gegeben. Die Familienleistung ist der mit Abstand größte Posten im Etat des Ministeriums.
Auch die Aufteilung der Elterngeldmonate zwischen den Partnern könnte sich laut Prien noch ändern. „Wir müssen vor allem die Bedürfnisse der Eltern stärker in den Blick nehmen. Die Verkürzung auf zwölf Monate bei einer anderen Aufteilung der Partnerschaftsmonate ist für viele Familien nur schwer zu realisieren.“
Den bisherigen Plänen zufolge sollten die maximale Bezugsdauer von 14 auf 12 Monate gekürzt und die sogenannten Vätermonate erhöht werden. Zugleich sollten die Beträge leicht steigen. Für jedes Elternteil sind laut dem Entwurf je drei Monate Elterngeld reserviert. Sechs weitere Monate können sich die Partner untereinander aufteilen. Die Pläne stießen auf viel Kritik.

Familienpflegegeld

Prien will 2027 ein Konzept für ein Familienpflegegeld in Anlehnung an das Elterngeld präsentieren. Sie werde dazu im ersten Halbjahr 2027 einen Vorschlag vorlegen. „Wir sind mitten in den Vorbereitungen – und ich hoffe, dass die Haushälter dem auch zustimmen“, so die CDU-Politikerin weiter.
Angedacht ist eine Lohnersatzleistung für Menschen, die vorübergehend aus dem Job aussteigen, um Angehörige zu pflegen. Der Großteil der Pflegebedürftigen in Deutschland wird im familiären Umfeld zu Hause versorgt.
Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD nur vage festgehalten: „Wir prüfen, wie perspektivisch ein Familienpflegegeld eingeführt werden kann“, so die Familienministerin. Sie hatte damals auch gesagt, eine solche Leistung könne nur kommen, wenn die wirtschaftliche Lage das zulasse.
Auf die Frage, ob das Projekt angesichts der Haushaltsnot beerdigt werden müsse, sagte Prien nun: „Keineswegs. Ich halte daran fest.“ Sie argumentierte, „eine Familienpflegezeit würde zunächst zusätzliche Kosten verursachen. Doch diese würden sich schnell wieder amortisieren.“
In Studien zeige sich, dass eine gut konzeptionierte finanzielle Unterstützung für Pflegende dazu führe, dass sie unterm Strich mehr arbeiten könnten – mit entsprechenden positiven volkswirtschaftlichen Effekten.
„Frauen, die Angehörige pflegen, geraten bisher oft in die Teilzeitfalle, aus der sie nie mehr herauskommen.“ Könnten sie es sich aber finanziell leisten, für die Pflege eine gewisse Zeit ganz auszusteigen, verhindere man das.

Kritik wegen Kürzungen

Seit den jüngsten Wahlschlappen für CDU und SPD in den Ländern diskutieren die Koalitionspartner Kurskorrekturen bei verschiedenen Reformvorhaben. Auch die umstrittenen Kürzungspläne beim Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende stehen in der Regierung in Frage.
Unmut äußerte Prien darüber, dass sie wegen der strikten Sparvorgaben von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) an verschiedenen Stellen Kürzungen verkünden und dafür Kritik einstecken musste, während andererseits plötzlich Geld zur Senkung der Spritpreise da sei. „Das ärgert mich sehr“, sagte Prien.
„Der Tankrabatt ist nur eine vorübergehende Maßnahme, deren Wirkung schnell verpufft. Die kostet aber sehr viel Geld“, monierte Prien. Außerdem würden die Mittel hier mit der Gießkanne verteilt. „Ich verstehe es, wenn Menschen es als ungerecht empfinden, dass dafür Geld da ist, während wir beim Unterhaltsvorschuss kürzen.“ (afp/dts/red)
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30.09.2026 | Negative Pegelwerte am Rhein | Großrazzia gegen Geldwäsche-Netzwerk und „Hells Angels“ | Alternativer Nobelpreis geht an KI-Expertin |

HEUTE7:17 Uhr

Lula oder Bolsonaro: Brasilien wählt einen neuen Präsidenten

Bei der Präsidentenwahl am Sonntag in Brasilien tritt Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva gegen Senator Flávio Bolsonaro an. Ein Sieg des Sohnes des inhaftierten früheren Präsidenten Jair Bolsonaro könnte den Rechtsruck stärken; Lula steht für eine linke Entwicklung. Bolsonaro wäre stärker auf die USA ausgerichtet, zudem würde der Agrarsektor laut Fachleuten „sein sofortiges Veto“ gegen jede Distanzierung vom Handel mit China einlegen.

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HEUTE6:48 Uhr

Preis für Deutschlandticket soll auf fast 67 Euro steigen

Der Koordinierungsrat Deutschlandticket von Bund, Ländern, kommunalen Spitzenverbänden und Verkehrsbranche berät heute abschließend über den Preis. Ein Betrag von fast 67 Euro sei möglich, im Gespräch seien 66,90 Euro, berichtet die „Rheinische Post“. Berechnet wird der Preis anhand eines Kostenindex, der unter anderem Personal-, Energie- und Betriebskosten berücksichtigt. Derzeit kostet das Ticket 63 Euro.

Deutschlandticket.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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HEUTE6:35 Uhr

Groß angelegte Razzia gegen Geldwäscher und „Hells Angels“

Mit einer groß angelegten Razzia geht die Polizei mit mehr als 1.000 Einsatzkräften in Deutschland und anderen europäischen Ländern seit dem Morgen gegen ein Geldwäsche-Netzwerk und Rocker der „Hells Angels“ vor. Laut der Polizei Duisburg sollen mehrere Haftbefehle vollstreckt werden. Laut dpa-Informationen werden 140 Objekte durchsucht. Federführend sei die Staatsanwaltschaft Duisburg.

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HEUTE6:32 Uhr

Negative Pegelwerte – Rekordniedrigwasser des Rheins

Beim Rhein-Pegel Kaub in Rheinland-Pfalz sind die Werte kürzlich erstmals in den negativen Bereich gesunken. In Düsseldorf könnten die Werte bis Ende der Woche auf minus 11 Zentimeter fallen – so wenig wie noch nie zuvor. Wegen ausbleibenden Regens ist die Schifffahrt am Mittelrhein stark eingeschränkt; Schiffe fahren mit weniger Ladung.

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HEUTE6:23 Uhr

2,6 Millionen Menschen von Hochwasser in Thailand betroffen

Bei Überschwemmungen in Teilen Thailands sind mindestens 22 Menschen gestorben. Mehr als 2,6 Millionen Menschen in 29 Provinzen und der Hauptstadt Bangkok sind betroffen. Obwohl die Niederschläge in Bangkok nachgelassen haben, steigen die Pegel steigen. Auch der Flugverkehr am Hauptflughafen Suvarnabhumi ist weiter beeinträchtigt, vor allem die Bodenabfertigung.
Tagelanger Starkregen hatte das Hochwasser ausgelöst.

Tagelanger Starkregen hatte das Hochwasser ausgelöst.

Foto: Sakchai Lalit/AP/dpa

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HEUTE6:12 Uhr

Alternativer Nobelpreis geht an KI-Expertin aus den USA

Der Alternative Nobelpreis geht in diesem Jahr an die KI-Forscherin Timnit Gebru, die pakistanische Menschenrechtsanwältin Jalila Haider, den Georgischen Verband Junger Juristen und die Rural Women’s Assembly im südlichen Afrika. Gebru wird für ihre Kritik an Machtkonzentration und KI-Risiken geehrt. Die Verleihung ist am 1. Dezember in Stockholm.

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HEUTE5:50 Uhr

Merz nimmt an Treffen von Wirtschaftsinitiative „Made for Germany“ teil

Bundeskanzler Friedrich Merz hält ab 17:30 Uhr einen Impulsvortrag auf dem Jahrestreffen der Wirtschaftsinitiative „Made for Germany“ in Berlin. Auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil wird sprechen. Die branchenübergreifende Initiative vereint 147 Unternehmen und Investoren, darunter Siemens, die Deutschen Bank, den Axel-Springer-Verlag, Volkswagen und Vonovia.

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HEUTE5:44 Uhr

Nach Minenexplosion an der Grenze von Süd- und Nordkorea

Südkorea fordert von Pjöngjang nach den Explosionen am 21. September in der entmilitarisierten Zone eine Entschuldigung. Drei Offiziere wurden schwer verletzt. Seoul vermutet nordkoreanische Minen und spricht von einem Waffenstillstandsbruch; Nordkorea weist die Vorwürfe zurück und droht im Falle einer Eskalation mit Vergeltung.
 
Mit Material von Nachrichtenagenturen

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Von Himalaya unter der Antarktis bis Lemuren singen Oper

Ein Gehirn = zwei Organe?

Dass linke und rechte Hirnhälfte unterschiedliche Funktionen steuern, ist bekannt. Auch, dass graue und weiße Substanz eigene Aufgaben haben, wissen wir. Aber hätten Sie gedacht, dass Ihr Gehirn eigentlich zwei unabhängige Organe sind? Demnach entwickelt sich das Hinterhirn, das unter anderem Herzschlag und Atmung steuert, aus anderen Zellen als das Mittel- und Vorderhirn, die uns Reflexe und Denkvermögen verleihen. Dennoch gehen beide im frühesten Entwicklungsstadium auf das sogenannte Ektoderm zurück, dessen Bildung beim Menschen etwa drei Wochen nach der Befruchtung beginnt. Bereits in dieser Phase „entstehen gleichzeitig zwei parallele Gehirnvorläufer“, so die Forscher aus Kalifornien, einschließlich unterschiedlicher aktiver Gene. Hühner, Zebrafische und Meereswürmer weisen diese Unterteilung ebenfalls auf. (ger)

Römischer Münzschatz in NRW entdeckt

Auf einem Acker bei Wesseling in Nordrhein-Westfalen haben Archäologen einen Schatz aus mehr als 900 römischen Silbermünzen ausgegraben. Der Großteil des Geldes stammt aus der Zeit von Kaiser Hadrian der 117–138 n. Chr. regierte und stellt mit insgesamt 3,1 Kilogramm Silber ein beträchtliches Vermögen dar. „Damit handelt es sich um den größten Münzschatz aus dieser Zeit in Deutschland, weltweit ist es der fünftgrößte“, erklärt Landesarchäologe Dr. Erich Claßen. Wieso und von wem das wertvolle Gut vergraben wurden, ist nicht bekannt. Der Schatzfund wird nun erstmalig im LVR-Landesmuseum Bonn gezeigt. (kms)

Ein Teil der über 900 entdeckten Münzen bei Wesseling in Nordrhein-Westfalen.

Foto: Marcel Zanjani/LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

Himalaya unter der Antarktis

99,5 Prozent der Antarktis ist heute von Eis bedeckt. Daher lassen sich Rückschlüsse auf die Geologie im Untergrund nur anhand voreiszeitlicher Spuren und Fernerkundungen wie Bohrkernen ziehen. Ein solches Blickfenster machten sich Geologen um Bei Chen von der Australischen Nationaluniversität zunutze. Ihre Studie ergab, dass sich unter der Eisdecke 650 bis 450 Millionen Jahre alte Schichten befinden, die zu jener Zeit entstanden, als sich der Großkontinent Gondwana bildete. Dabei könnte ein Gebirge von der Größe des Himalayas entstanden sein, das später vollständig erodierte und heute nur noch als riesige Ansammlung von Sediment unter dem Ewigen Eis ruht. (kms)

Selbst heilende Pilz-Kleidung

Rund 65 Prozent aller Fasern auf dem Weltmarkt sind aus Kunststoff, was der Umwelt schadet. Um die Textilindustrie nachhaltiger zu machen, suchen Forscher seit Langem nach Alternativen – einschließlich Pilzen. Bisherige Bemühungen scheiterten daran, dass bei der Herstellung die Pilzzellen starben und ein zerbrechliches Endprodukt entstand. Nun haben chinesische Forscher das fadenförmige Myzel der Puppen-Kernkeule (Cordyceps militaris) benutzt, um flexible, lebende Stoffbahnen zu fertigen. Ihr Stoff konnte jegliche Farben annehmen, vor UV-Strahlen schützen und Muster wachsen lassen. Außerdem konnte der Prototyp eines Kleides seine eigenen Risse mit Wasser und Pilzflicken heilen. Trotz der positiven Ergebnisse handelt es sich bei der Entwicklung noch nicht um ein tragfähiges und alltagstaugliches Kleidungsstück. (ts)

T. rex war Warmblüter

Für viele erinnern Dinosaurier optisch eher an Echsen als an die Vorfahren unserer Vögel. Dabei war der König der Fleischfresser – Tyrannosaurus rex – ein gar nicht so kaltblütiges Reptil, wie viele denken. Tatsächlich haben US-amerikanische Paläontologen um Robert Eagle ganz ohne Messen der Körpertemperatur entdeckt, dass T. rex ein Warmblüter war. Hierfür fühlten sie „Thomas“, einem Tyrannosaurus-Skelett aus Los Angeles auf den Zahn. Denn ein warmblütiges Tier weist in seinem Zahnschmelz weniger chemische Bindungen auf als ein kaltblütiges Tier. Das Ergebnis: 36 °C – fast genauso viel wie bei Menschen. Damit ist der Beweis erbracht, dass der Tyrann unter den Echsen ein schneller Räuber war und keine träge, sich in der Sonne aalende Bestie. (kms)

Sonne wird vorhersehbar

Zu wissen, wann unsere Sonne erneut in ihrem Aktivitätsmaximum ist, hilft den Menschen, sich auf mögliche technische Störungen durch Sonneneruptionen vorzubereiten. Um deren Vorhersage zu verbessern, haben sich Forscher um Sandra Chapman von der University of Warwick mit dem elfjährigen Sonnenzyklus und seinem alles andere als sanften Wechsel beschäftigt. Dabei entdeckten sie, dass der abrupte „Umschaltpunkt“ von einem zum nächsten Zyklus und die Zahl seiner Sonnenflecken einen Hinweis auf die Stärke des kommenden Zyklus liefert. Was genau das für die Zukunft bedeutet, wird sich in zwei Jahren zeigen: dann beginnt der neue Zyklus 26. Erste Prognosen deuten auf eine ähnlich starke Sonne wie im aktuellen Zyklus hin. (ts)
Sonneneruption, aufgenommen von der Sonde «Solar Orbiter»

Sonneneruption, aufgenommen von der Sonde „Solar Orbiter“

Foto: Solar Orbiter/EUI Team/ESA & NASA/dpa

Was wäre, wenn Yellowstone ausbricht?

Vor etwa 631.000 Jahren ereignete sich in der heutigen USA eine Katastrophe: der Supervulkan Yellowstone brach aus. Würde unsere moderne Zivilisation ein solches Ereignis überleben? Dieser Frage gingen Ilan Kelman, Professor für Gesundheit, und der Geologe Matthew Blackett nach. Beide kommen zu dem Entschluss: „Ja, aber …“ Zunächst sorgt der Ausbruch für enorme Mengen Asche und weit verwüstete Landschaften. Alle Überlebenden werden in den folgenden Monaten mit Erkrankungen durch schlechte Luft, verschmutztes Wasser und andere Spätfolgen konfrontiert. Lieferketten und Stromnetze brechen zusammen, Industrie und Landwirtschaft kommen zum Erliegen und die globale Temperatur sinkt um bis zu 1,5 °C. Insgesamt könnte die Weltbevölkerung auf 7,9 Milliarden Menschen sinken – davon hätten 4,8 Milliarden keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser. (kms)

Lemuren performen wie Opernsänger

Oft staunen wir, wie Opernsänger mit Leichtigkeit in höchsten Tönen singen. Nun haben Forscher der University of Warwick herausgefunden, dass der Indri (Indri indri), der weltweit einzige bekannte singende Lemur, offenbar eine auffallend ähnliche Gesangstechnik einsetzt. Dabei koordinieren die Primaten aus Madagaskar ihre Mundöffnung mit der Frequenz ihrer Gesänge. Kurz gesagt: Je höher die Tonhöhe des Gesangs, desto weiter öffnen Indris ihren Mund, um ihn zu singen. Dieses Talent nutzen die Affen, um sich über große Entfernungen mit anderen Gruppen austauschen zu können. (kms)

Der Indri ist weltweit der einzige bekannte singende Lemur.

Foto: Artush/iStock

Unordnung für grünen Wasserstoff

Platin, Iridium und Ruthenium sind für die Wasserelektrolyse ebenso wichtig wie verflucht: Sie sind (zu) teuer. Eine mögliche Lösung fanden indische Forscher um Prof. Ranganathan in sogenanntem einschichtigen amorphen Kohlenstoff. Anders als die höchst geordnete Struktur in Graphen verfügt dieser über Unregelmäßigkeiten, Verzerrungen sowie Berge und Täler. Genau jene begünstigen laut Berechnungen die Bildung von Wasserstoff und könnten – so sich die Ergebnisse bestätigen – die Platinmetalle als Katalysatoren ersetzten. Ob, und wann sie tatsächlich zum Einsatz kommen ist offen. Sowohl die experimentelle Bestätigung als auch Untersuchungen zur Gesamtreaktion, zur Herstellung und zur Haltbarkeit stehen aktuell noch aus. (ts)

Beeren gegen Fett

Fettansammlung in Muskelzellen stellt ein großes Gesundheitsproblem dar, das durch Faktoren wie fettreiche Ernährung, Bewegungsmangel und Alterung begünstigt wird. Sie verringern die Fähigkeit des Körpers, Glukose und Fettsäuren effizient zu verwerten, was die metabolische Flexibilität und die Insulinresistenz beeinträchtigt. Ein einfaches Mittel dagegen, kommt aus dem Obstregal, wie eine neue Studie aus Japan zeigt. Laut den Forschern um Professor Takakazu Mitani hilft das natürlich vorkommende Polyphenol in Heidelbeeren, Trauben und anderen Beeren eine übermäßige Fettansammlung zu verhindern. (ger)

Beeren verhindern eine übermäßige Fettansammlung in den Muskeln.

Foto: Zakharova_Natalia/iStock

Erde wird runder – und weniger rund

Entgegen der kindlichen Vorstellung ist der Erdball keine perfekte Kugel, sondern an ihren Polen leicht abgeflacht und am Äquator gewölbt. Doch natürliche Prozesse wie schmelzendes Eis oder Plattentektonik verändern die Form. Und um das besser zu verstehen, hat der griechische Geologe Prof. Christoforos Kotsakis satellitengestützte Messdaten untersucht. Dabei entdeckte er, dass sich die Pole zu heben und der Äquator abzusenken scheint, womit die Erdmasse runder wird. Gleichzeitig flacht laut Daten das masseabhängige Schwerefeld stärker ab, womit die tatsächliche Erdform möglicherweise unrunder wird. (ts)

Sprache entstand am Lagerfeuer

Sprache und Feuer gelten als Marker des Menschseins – und beides könnte in puncto Erfindung enger miteinander verknüpft sein, als bislang erwartet. Eine Theorie besagt, dass unsere Vorfahren zunächst mittels Gesten kommunizierten. Das ist jedoch zeitlich begrenzt, denn im Dunkeln sind Handzeichen schwer bis nicht mehr wahrnehmbar. Forscher um Catherine Hobaiter von der Universität St. Andrews vermuten deshalb, dass Geschichtenerzählen am Lagerfeuer wesentlich zur Sprachentwicklung beitrug. Weil das Licht zu schwach war, hätten die frühen Menschen zu den Gesten auch Laute benötigt, um sich zu unterhalten. Dies wiederum soll letztlich die sozialen Bindungen untereinander gestärkt und Wissen vermittelt haben, wodurch der Mensch zu seinem erfindungsreichen Ich kam. (kms)

Einer Theorie zufolge könnte Lagerfeuer bei der Entwicklung der Sprache geholfen haben.

Foto: Dmytro Aslanian/iStock

Strand, Meer, Mars

Weite Sandstrände und das Rauschen der Wellen im weiten Ozean: Was wie Urlaub in der Südsee klingt, soll die Vergangenheit des Mars vor Milliarden Jahren gewesen sein. Den Beweis wollen chinesische Forscher mit ihrem Rover „Zhurong“ erbracht haben, der 2021 auf dem Roten Planeten landete. Seine Bilder zeigen Schichten, die nicht wie Sanddünen, Einschlagskrater oder Lavaströme aussehen. Vielmehr seien sie Spuren von Wellen, die an der Küste brandeten und allmählich die von den Flüssen ins Meer gespülten Sedimente verteilten und ablagerten. Dies stützt die Annahme, dass der Mars einst große eisfreie Gewässer besaß und nicht wie heute ein zumindest oberflächlich kalter, trockener und staubiger Planet war. (ts)

Gehen bringt Verdauung in Schwung

Die Darmgesundheit spielt eine entscheidende Rolle für das allgemeine Wohlbefinden, wobei Verstopfung eines der am weitesten verbreiteten Verdauungsprobleme ist. Dennoch bleibt sie oft unbemerkt oder unbehandelt, bis sie das tägliche Leben beeinträchtigt. Unter den vielen Ansätzen zur Behandlung von Verstopfung sticht körperliche Aktivität als eine der einfachsten und am häufigsten empfohlenen Maßnahmen hervor, wie eine neue Studie von japanischen Forschern untermauert. So zeigten Yohei Otaka und Kollegen, dass bereits wenige Minuten Bewegung nach dem Essen den Darm in Schwung bringt. Wie passend, dass dies die letzte Meldung in dieser Übersicht ist. (ger)

Bereits wenige Minuten laufen kann die Verdauung in Bewegung bringen und Verstopfungen vorbeugen.

Foto: Anton Borisov/iStock

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Die Handelsspannungen zwischen Europa und China spitzen sich zu

Im vergangenen Juni gaben sich die Europäische Union und China bis Oktober Zeit, um Wege zum Abbau der Ungleichgewichte im bilateralen Handel zu finden. An den hohen chinesischen Handelsüberschüssen hat sich seither jedoch nichts geändert. Europa bleiben nun nur noch wenige Wochen, um einen neuen Kurs festzulegen.
Die EU wird voraussichtlich dem amerikanischen Beispiel folgen und Zölle sowie andere Handelsbeschränkungen verhängen. Welche Form diese Beschränkungen genau annehmen werden, dürfte allerdings erst später klar werden.
Viele der heutigen Probleme zwischen Europa und China begannen vor etwa 18 Monaten in Washington. Damals beklagte US-Präsident Donald Trump, chinesische Importe hätten die industrielle Basis Amerikas ausgehöhlt. Er hob die Zölle insgesamt an, insbesondere auf chinesische Waren, und verhängte weitere Handelsbeschränkungen gegenüber China.
Infolgedessen brachen die in den USA erzielten Umsätze chinesischer Unternehmen ein – zwischen Januar 2025 und Januar 2026 um ungefähr die Hälfte. Die stark exportabhängige chinesische Wirtschaft brauchte neue Märkte, um die einst so bedeutende amerikanische Nachfrage zu ersetzen, und Europa wurde zu einer Antwort darauf.
Die chinesischen Exporte in die EU stiegen vom vierten Quartal 2024 bis zum zweiten Quartal 2026, dem jüngsten Zeitraum, für den Daten vorliegen, um mehr als 10 Prozent. Dieser Trend allein beunruhigte europäische Politiker und Unternehmen. Noch beunruhigender war jedoch, dass das Wachstum überwiegend bei Spitzenprodukten stattfand, die seit Langem mit europäischer Produktion verbunden sind. Anfang 2026 häuften sich auf dem gesamten Kontinent Klagen über den Schaden, den der Handel mit China europäischen Unternehmen und der Industrie zufügte.
Beispielhaft dafür ist ein Bericht des französischen Hochkommissariats für Strategie und Planung, der im Februar 2026 erschien. Darin hieß es, der Handel mit China bedrohe „das Herzstück der europäischen Industrie“. Schon der Titel sprach Bände: „Die chinesische Dampfwalze“.
Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), warnte, dass eine „Säule“ der europäischen Wirtschaftskraft – die Industrie im mittleren Technologiesegment – erodiere. Sie stellte fest, dass China inzwischen in knapp 40 Prozent der Branchen, in denen der Euroraum einen Wettbewerbsvorteil hat, direkt mit ihm konkurriere – gegenüber rund 25 Prozent Anfang der 2000er-Jahre.
EZB-Berichte haben unter anderem die Automobilindustrie und Halbleiter als Bereiche hervorgehoben, in denen chinesische Produkte Beschäftigung und industrielle Kapazitäten in Europa besonders bedrohten.
Die europäischen Beschwerden über Chinas Handelspraktiken konzentrieren sich auf zwei Bereiche.
Zum einen hält Chinas Zentralbank, die Chinesische Volksbank, den Wechselkurs der chinesischen Währung Yuan niedrig. Dadurch können chinesische Hersteller ihre Produkte auf den Weltmärkten mit einem deutlichen Preisvorteil anbieten.
Zum anderen ist Peking bereit, bevorzugte Industriezweige zu subventionieren und auf andere Weise zu unterstützen. Die Europäer wiesen ausdrücklich darauf hin, dass gerade die Branchen und Unternehmen, die am meisten exportieren, die stärkste Unterstützung aus Peking erhalten.
Pekings Subventionen kamen im Juni bei Gesprächen zwischen dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao und EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič zur Sprache. Wang bot an, Chinas Handelsüberschuss durch Kaufabkommen für europäische Waren sowie durch eine Senkung chinesischer Zölle auf europäische Produkte zu verringern. Bei diesen Gesprächen setzten die Europäer eine Frist von drei Monaten für Anzeichen einer Verbesserung. Sie endet im Oktober.
Die Zwischenzeit hat wenig Anzeichen für eine Verbesserung gebracht. Im Gegenteil: Die Probleme scheinen sich verschärft zu haben. Im Juli, dem ersten Monat nach den Verhandlungen im Juni und dem jüngsten Monat, für den vollständige Daten vorliegen, vervierfachte sich beispielsweise Chinas Handelsüberschuss gegenüber Schweden im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Gegenüber Finnland und Rumänien wuchs er über 90 Prozent, gegenüber Deutschland um knapp 90 Prozent und gegenüber Polen um rund 30 Prozent. Bei den übrigen Mitgliedstaaten fielen die Anstiege überwiegend geringer aus. Nur gegenüber drei EU-Ländern wuchs Chinas Überschuss nicht.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärt, sie sei bereit, „alle Instrumente“ einzusetzen, die ihr zur Verfügung stünden, um die Lage anzugehen. Jede Maßnahme wird jedoch Zeit brauchen.
Im Oktober muss sie ihre Vorschläge den Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten vorlegen und eine zweifellos schwierige Debatte führen. Und selbst wenn von der Leyen eine Einigung erzielt, wird es dauern, bis eine EU-Maßnahme Wirkung zeigt.
Bei dem unvermeidlichen Ringen unter den Europäern werden zwei Themen die Beratungen überschatten. Das eine ist die Zukunft der EU-Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge, die im Oktober 2024 in Kraft traten, um Pekings Subventionen entgegenzuwirken. Das andere betrifft die Gebühren, die Europa seit Juli auf kleine Pakete von außerhalb der EU erhebt – und damit insbesondere auf Sendungen aus China.
Die Zölle auf Elektrofahrzeuge haben es vollständig verfehlt, Zugeständnisse Pekings zu erreichen oder die Flut chinesischer Importe einzudämmen. Die Juli-Daten zeigen, dass die chinesischen Lieferungen von Plug-in-Hybridfahrzeugen in die EU gegenüber dem Vorjahresmonat um 118,3 Prozent gestiegen sind, in Frankreich um mehr als 1.000 Prozent und in den Niederlanden um mehr als 300 Prozent.
Deutschland, Europas größter Automobilproduzent und wichtigster Konkurrent Chinas, importierte im Juli fast 41 Prozent mehr Elektrofahrzeuge aus China als ein Jahr zuvor. Die Gebühren auf kleine Pakete dagegen ließen die chinesischen Exporte geringwertiger Waren in die EU im Juli um 30 bis 40 Prozent einbrechen.
Diese unterschiedlichen Ergebnisse spiegeln wahrscheinlich weniger wirtschaftliche Faktoren als vielmehr Pekings Prioritäten wider. Das chinesische Regime nimmt den Verlust kleiner Geschäfte mit geringwertigen Waren deutlich weniger ernst als Einbußen bei Elektrofahrzeugen, die einen Schwerpunkt von Pekings Programm „Made in China 2025“ bilden.
Zweifellos half Peking seinen Elektrofahrzeugherstellern, die Auswirkungen der EU-Zölle zu überstehen, ließ jedoch zu, dass die europäischen Gebühren den Handel mit kleinen Paketen beeinträchtigten. Solche Realitäten werden die bevorstehenden Beratungen in Europa erheblich erschweren.
Zusätzlich erschwert wird die Situation dadurch, dass Peking offenbar entschlossen ist, sich gegen sämtliche Maßnahmen der Europäer zu stellen. Bereits jetzt hat Peking chinesischen Unternehmen und Individuen untersagt, an der Subventionsuntersuchung der EU anlässlich der geplanten Übernahme des deutschen Elektronikhändlers Ceconomy durch den chinesischen Konzern JD.com mitzuwirken.
Im Mai hatte es dasselbe bei der Untersuchung gegen den Flughafenscannerhersteller Nuctech getan. Statt auf Entgegenkommen zu setzen, warf Chinas Justizministerium der EU eine „unzulässige extraterritoriale Rechtsanwendung“ vor und drohte mit Vergeltung.
Europa und China stehen zweifellos vor einer Neuauflage des Tanzes, den Peking 2025 mit Washington aufgeführt hat.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Trade Tensions Between Europe and China Are Coming to a Head“. (deutsche Bearbeitung: zk)
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Kfz-Versicherung: Neue Typklassen für MiIlionen Autofahrer

Die Versicherer haben für die Autos von 7,4 Millionen Menschen in Deutschland die Typklassen erhöht, in denen sich Unfallzahlen und Reparaturkosten widerspiegeln.
Auf der anderen Seite werden die Typklassen aber auch für 5,1 Millionen Autofahrer günstiger, wie der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft mitteilte. Zwei Beispiele: Der VW T7 Multivan 2.0 TDI wird in der Haftpflicht um zwei Klassen günstiger, der Citroen C5 1.2 um zwei Klassen teurer.

Viel zu tun: Eine fünfstellige Zahl von Automodellen wird bewertet

Das sind nur zwei von über 33.000 Automodellen, die in die Statistik einfließen. Denn die Versicherer nehmen alle Autotypen auf, die in Deutschland zugelassen sind, auch jahrzehntealte Oldtimer.
Die Haftpflicht spiegelt dabei die Schäden wider, die Autofahrer bei Unfällen an anderer Leute Eigentum anrichten. In der Teilkasko sind zusätzlich Hagelschäden, Wildunfälle oder Diebstahl mitversichert. Selbstverschuldete Schäden am eigenen Auto deckt nur eine Vollkasko-Police.
Das Typklassen-System ist durchaus komplex: So gibt es 16 Typklassen in der Haftpflicht, nummeriert von 10 bis 25. In der Vollkasko sind es sogar 25 Typklassen (10-34). Für die große Mehrheit der Autobesitzer ändert sich in diesem Jahr nichts: Gut zwei Drittel behalten die bisherigen Typklassen ihrer Autos.

Hohe Reparaturkosten, hohe Typklasse in der Kasko-Versicherung

„Als Faustregel gilt: Je teurer ein Auto und dessen Ersatzteile sind, desto höher fällt meist die Kasko-Typklasse aus“, sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.
Faustregel ist seit jeher, dass in der Anschaffung günstige Kleinwagen auch in den Kasko-Typklassen günstig sind. So ist der Renault Twingo in der niedrigsten Vollkasko-Typklasse zehn einsortiert, der Fiat Panda in elf.
In der Vollkasko weit oben angesiedelt sind hingegen Porsche Panamera 4 E-Hybrid (30) und der Range Rover 3.0 TD (29).

Besonders günstig eingestuft: „Knutschkugel“ und „Ente“

Am günstigsten in allen Versicherungsarten fahren jedoch die Besitzer historischer Kleinwagen. Sehr niedrige Typklassen in allen drei Arten der Kfz-Versicherung haben beispielsweise die in den 1950er Jahren als „Knutschkugel“ bekannte BWM Isetta und die „Ente“, der Citroen 2CV.
Die Gründe haben die Statistiker des GDV nicht ermittelt. Von diesen historischen Automodellen sind nur noch wenige zugelassen – abgesehen davon werden sie mutmaßlich von ihren Besitzern liebevoll gepflegt und nur noch selten gefahren.

Nicht nur das Auto spielt eine Rolle, auch das Alter des Fahrers

Die Typklasse ist einer der Faktoren bei der Berechnung der Kfz-Versicherungsbeiträge. Einfluss hat auch der Wohnort, der in Form der Regionalklasse Eingang in die Kfz-Versicherung findet.
Eine große Rolle spielt aber auch das Alter der Besitzer: Alte Autofahrer ab Mitte sechzig verursachen ebenso wie sehr junge Menschen hinter dem Steuer erheblich mehr Unfälle als Menschen mittleren Alters. Daher sind die Versicherungsbeiträge in der Mitte des Lebens auch erheblich günstiger. (dpa/red)
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Es gibt nicht nur einen Schufa-Score

Die Auskunftei Schufa hat vor einigen Jahren eine „Transparenzoffensive“ ausgerufen und als bisherigen Höhepunkt im März 2026 einen neuen Schufa-Score veröffentlicht. Dieser bewertet die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Verbraucher seine Schulden begleichen wird.
Das Versprechen der Schufa: Anders als bei vorherigen Scores der Schufa können Verbraucher alle Kriterien und ihre Gewichtung sehen und dann mit richtigem Verhalten dazu beitragen, dass ihr Score sich verbessert und die Verbraucher dadurch bessere Chancen auf beispielsweise einen Kredit bei einer Bank oder einen Mobilfunkvertrag haben.
Im Rahmen dieser Transparenzoffensive ist über Monate hinweg der Eindruck erweckt worden, dass es künftig nur noch einen Schufa-Score geben wird. Das sei aber nicht der Fall, berichten die „Süddeutsche Zeitung“ und der NDR.

Hypothekenscore und Daten-Kauf

Internen Unterlagen zufolge biete die Schufa den Banken und Unternehmenskunden schon seit Sommer 2025 mit dem Hypothekenscore mindestens einen weiteren Score an, heißt es weiter.
Dieser komme offenbar bei langfristigen Hypotheken-Geschäften zum Einsatz und werde anders berechnet als der neue Schufa-Score. In der App sehen die Verbraucher diesen Score aber nicht, breit kommuniziert habe die Schufa diesen und seine Kriterien oder Gewichtung auch nie.
Zusätzlich können den Recherchen zufolge Firmenkunden auch Informationen über Verbraucher kaufen. Diese flößen dann theoretisch in die Entscheidungen über Kredite oder Verträge ein. Die Menschen sähen dann in der App einen Score, der aber womöglich nicht die Grundlage für die Entscheidung bei Banken oder anderen Großkunden sei.

Kritik vom Verbraucherschutz

Kritik gibt es an dem Vorgehen vor allem von Verbraucherschützern. Claudio Zeitz-Brandmeyer, Referent beim Verbraucherzentrale Bundesverband, fragt sich, wo der Transparenzgewinn der Schufa-Offensive liege, wenn es neben dem neuen Score auch weitere Scores gebe, die der Verbraucher nicht kenne.
Er sagte, man hätte erwartet, „dass die Schufa darüber öffentlich spricht und transparent informiert“. „So könnte man den Eindruck gewinnen, dass da wieder etwas im Verborgenen stattfinden soll.“
Die Schufa selbst zeigt sich auf Anfrage von NDR und „Süddeutscher Zeitung“ irritiert. Man habe nie kommuniziert, dass es nur einen Score gebe. Das Ziel sei es immer gewesen, dass aus rund 50 Bonitätsscores nur „wenige übrigbleiben“.

Neuer Score als zentraler Score

Der neue Schufa-Score solle dabei der zentrale Score sein, der bis 2028 für gut 80 Prozent der Scores stehen soll. Daneben aber werde es voraussichtlich einen Hypothekenscore sowie Chancenscores, Inkassoscores und B2B-Scores geben, teilte eine Sprecherin auf Anfrage mit.
Dass der Hypothekenscore heute schon eingesetzt wird und etwa 300-mal die Woche übermittelt wird, bestätigt das Unternehmen. Das sei vergleichsweise wenig, der neue Schufa-Score werde etwa 300.000-mal die Woche ausgeliefert, so SZ und NDR.
Sobald der neue Hypothekenscore am Markt für Immobilienkredite relevant für Verbraucher werde, werde die Schufa auch diesen Score mit allen Kriterien in der Schufa-App ausweisen und erläutern, heißt es auf Anfrage.
Auch, dass einige Großkunden aggregierte Bonitätsinformationen kaufen könnten, soll die Schufa bestätigt haben. „Banken und andere Unternehmen entscheiden nach ihren internen Richtlinien und Kriterien, ob und zu welchen Konditionen sie einen Kreditvertrag anbieten“, hieß es gleichzeitig.
Wie die zusätzlichen Informationen bei beispielsweise Banken oder Unternehmen verwendet würden, könne die Schufa nicht sagen, deshalb könne sie darüber auch keine erweiterte Auskunft geben. (dts/red)
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30.09.2026 | Negative Pegelwerte – Rekordniedrigwasser am Rhein | Alternativer Nobelpreis geht an KI-Expertin aus den USA

HEUTE6:35 Uhr

Groß angelegte Razzia gegen Geldwäscher und „Hells Angels“

Mit einer groß angelegten Razzia geht die Polizei nach dpa-Informationen in Deutschland und europaweit seit dem Morgen gegen ein Geldwäsche-Netzwerk und Rocker der „Hells Angels“ vor. Laut der zuständigen Polizei in Duisburg sollen auch mehrere Haftbefehle vollstreckt werden.

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HEUTE6:32 Uhr

Negative Pegelwerte – Rekordniedrigwasser des Rheins

Beim Rhein-Pegel Kaub in Rheinland-Pfalz sind die Werte kürzlich erstmals in den negativen Bereich gesunken. In Düsseldorf könnten die Werte bis Ende der Woche auf minus 11 Zentimeter fallen – so wenig wie noch nie zuvor. Wegen ausbleibenden Regens ist die Schifffahrt am Mittelrhein stark eingeschränkt; Schiffe fahren mit weniger Ladung.

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HEUTE6:23 Uhr

2,6 Millionen Menschen von Hochwasser in Thailand betroffen

Bei Überschwemmungen in Teilen Thailands sind mindestens 22 Menschen gestorben. Mehr als 2,6 Millionen Menschen in 29 Provinzen und der Hauptstadt Bangkok sind betroffen. Obwohl die Niederschläge in Bangkok nachgelassen haben, steigen die Pegel steigen. Auch der Flugverkehr am Hauptflughafen Suvarnabhumi ist weiter beeinträchtigt, vor allem die Bodenabfertigung.
Tagelanger Starkregen hatte das Hochwasser ausgelöst.

Tagelanger Starkregen hatte das Hochwasser ausgelöst.

Foto: Sakchai Lalit/AP/dpa

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HEUTE6:12 Uhr

Alternativer Nobelpreis geht an KI-Expertin aus den USA

Der Alternative Nobelpreis geht in diesem Jahr an die KI-Forscherin Timnit Gebru, die pakistanische Menschenrechtsanwältin Jalila Haider, den Georgischen Verband Junger Juristen und die Rural Women’s Assembly im südlichen Afrika. Gebru wird für ihre Kritik an Machtkonzentration und KI-Risiken geehrt. Die Verleihung ist am 1. Dezember in Stockholm.

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HEUTE5:50 Uhr

Merz nimmt an Treffen von Wirtschaftsinitiative „Made for Germany“ teil

Bundeskanzler Friedrich Merz hält ab 17:30 Uhr einen Impulsvortrag auf dem Jahrestreffen der Wirtschaftsinitiative „Made for Germany“ in Berlin. Auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil wird sprechen. Die branchenübergreifende Initiative vereint 147 Unternehmen und Investoren, darunter Siemens, die Deutschen Bank, den Axel-Springer-Verlag, Volkswagen und Vonovia.

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HEUTE5:44 Uhr

Nach Minenexplosion an der Grenze von Süd- und Nordkorea

Südkorea fordert von Pjöngjang nach den Explosionen am 21. September in der entmilitarisierten Zone eine Entschuldigung. Drei Offiziere wurden schwer verletzt. Seoul vermutet nordkoreanische Minen und spricht von einem Waffenstillstandsbruch; Nordkorea weist die Vorwürfe zurück und droht im Falle einer Eskalation mit Vergeltung.
 
Mit Material von Nachrichtenagenturen

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Spanische Regierung beschließt Maßnahmenpaket für Mieter

Nach tagelangen Protesten gegen hohe Mieten und die Wohnungsnot hat die spanische Regierung am Dienstag ein Gesetzespaket verabschiedet, das die Verlängerung von befristeten Mietverträgen und ein Moratorium für Zwangsräumungen vorsieht.
Ob das Maßnahmenpaket durchs Parlament kommt, ist aber unklar. Die Proteste hatten sich an der Zwangsräumung der Wohnung der 87-jährigen Maricarmen Abascal in Madrid entzündet. Laut deren Anwältin kann die Rentnerin wieder zurück in ihre alte Wohnung.

Stopp von Räumungen bis 2030 und Kaufverbot für Fonds

Die linksgerichtete Regierungskoalition habe nach zähen Verhandlungen ein Gesetzespaket gebilligt, das einen Stopp von Zwangsräumungen für schutzbedürftige Menschen bis zum Jahr 2030 und die Verlängerung von zeitlich begrenzten Mietverträgen beinhaltet, erklärte die spanische Gesundheitsministerin Mónica García Gómez am Dienstag im Onlinedienst X. Außerdem soll es spekulativen Investmentfonds nicht mehr möglich sein, Wohnungen zu kaufen. Die Vermietung von Wohnraum an Touristen soll stark beschränkt werden.
Noch vor einem Monat sei das jetzt Beschlossene „unvorstellbar“ gewesen, fügte die Ministerin hinzu. Sie dankte den Demonstranten, die die neuen Maßnahmen durch ihre Proteste ermöglicht hätten. „Ohne euch hätte das nicht geklappt.“ Justizminister Félix Bolaños erklärte bei X, der Tag sei „ein schlechter Tag für Spekulanten“.

Parlamentarische Mehrheit unsicher

Die Maßnahmen sind Teil von zwei Gesetzesvorhaben der Regierung, die allerdings noch im Parlament verabschiedet werden müssen, in dem die Koalition keine Mehrheit hat. Ein ähnliches Gesetzespaket, das unter anderem einen Mietendeckel vorsah, war Anfang des Jahres an der Ablehnung der konservativen Opposition gescheitert.
Ministerpräsident Pedro Sánchez hofft, dass er angesichts der Proteste die parlamentarischen Hürden überwinden kann. Auf die Unterstützung der oppositionellen konservativen Volkspartei PP und der ultrarechten Partei Vox kann er dabei aber nicht setzen. Medienberichten zufolge könnten die Gesetzespakete am Freitag im Parlament behandelt werden.
Auch bei den Sozialisten und beim linken Koalitionspartner Sumar gibt es unterschiedliche Meinungen zu den Maßnahmen. Erst vor wenigen Wochen hatten sich die Sozialisten im Parlament bei einer Abstimmung über einen Sumar-Gesetzesvorschlag enthalten, der Investmentfonds den Kauf von Wohnungen verbieten sollte. Die katalanische Regionalpartei Junts wiederum warnt davor, private Wohnungsbesitzer zu kriminalisieren.

Fall Abascal löste landesweite Proteste aus

Die 87-jährige Maricarmen Abascal war am Mittwoch vergangener Woche auf einer Trage aus ihrer zwangsgeräumten Wohnung in Madrid geholt worden, nachdem ein Investor den Mietpreis nach Angaben des Mieterverbands um 275 Prozent auf 2650 Euro erhöht hatte. Sie hatte 70 Jahre lang in der Wohnung gelebt. Der Fall löste massive Proteste in Spanien aus.
Am Montagabend erklärte ihre Anwältin Beatriz Duro, sie habe mit den Eigentümern der Immobilie eine Einigung über die Rückkehr der Rentnerin in ihre alte Wohnung erzielt. Die Miete werde „ähnlich sein wie die, die sie bislang bezahlt hat“, sagte Duro weiter. Abascal könne in ihre Wohnung im Madrider Stadtteil Retiro zurückkehren, sobald sie das Krankenhaus verlässt, in dem sie seit der Zwangsräumung wegen Erschöpfung behandelt wird. Sie müsse den Vertrag allerdings noch unterzeichnen.

Proteste gehen weiter

Das Schicksal der Rentnerin hatte zu landesweiten Protesten geführt. Am Dienstag harrten noch immer zahlreiche Protestierende auf dem zentralen Madrider Platz Puerta del Sol aus. Die Regionalregierung drohte deshalb mit der Räumung des Zeltlagers. Weitere Protestcamps wurden inzwischen in Málaga und Sevilla errichtet.
Dass die Proteste angesichts des Maßnahmenpakets der Regierung erlahmen, ist unwahrscheinlich. So begrüßte der spanische Mietervereinigung die Einigung zwar. Aktivistin Valeria Racu erklärte aber, sie rufe für das Wochenende zu landesweiten Protesten auf. „Es geht gerade erst los“, sagte sie.

Mieten als Problem Nummer eins

Drastisch gestiegene Mieten und Wohnraummangel sind Umfragen zufolge für die Spanier schon seit geraumer Zeit das Problem Nummer eins im Land. Laut dem Immobilienportal Idealista haben sich die Durchschnittsmieten in Spanien in zehn Jahren fast verdoppelt. Die spanische Zentralbank schätzt, dass landesweit mehr als 700.000 Wohnungen fehlen. (afp/red)
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Milliarden für Bremerhaven – Marinehafen in Emden geplant

Die Bundeswehr rüstet auf, und das wird auch an der Nordseeküste sichtbar: Noch in diesem Jahr beginnt die Truppe, den Hafen in Bremerhaven für Bundeswehr und Nato mit einer Milliardeninvestition zu ertüchtigen. Außerdem wird nach dpa-Informationen im ostfriesischen Emden ein neuer Militärhafen für die Marine gebaut.
In Emden braucht die Marine nach dpa-Informationen eine Fläche von 40 Hektar, mit einer Option auf weitere 10 Hektar. Der neue Marinehafen soll Liegeplätze für sieben Fregatten, zehn Minensucher und zehn Schlepper bieten. Voraussichtlich soll dort eine vierstellige Zahl an Soldaten und zivilen Mitarbeitern tätig sein. Der bislang einzige Marinehafen an der Nordsee ist in Wilhelmshaven.

Rekordsumme für Hafen als Nato-Drehscheibe

Im Bremer Rathaus unterzeichnete Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) eine Absichtserklärung, wie der Hafen in Bremerhaven bis 2031 als Nato-Drehscheibe ertüchtigt werden soll. Der Bund investiert dafür rund 1,35 Milliarden Euro. Eine Rekordsumme, wie Pistorius betonte. „Das ist die größte Investition hier“, sagte der SPD-Politiker.
Der Bremer Senat beteiligt sich mit 200 Millionen Euro, weitere Gelder kommen von Privatinvestoren. Monatelang hatten Bund, Bundeswehr, das Land Bremen und die Hafenwirtschaft darum gerungen, wohin das Geld fließen soll. Ziel ist der Ausbau der zivil-militärischen Infrastruktur der Überseehäfen und der Hinterlandanbindung.
Am Ende fiel die Entscheidung auf mehr als 40 Maßnahmen: So sollen unter anderem eine neue Schwerlastbrücke und mehrere Schwerlastflächen im Hafen, ein Teil der Stromkaje, ein Verbindungskanal mit Drehbrücke sowie verschiedene Binnenkajen im Kaiserhafen gebaut und ertüchtigt werden. Hinzu kommen Vertiefungen von Hafenbecken, eine neue Feuerwache sowie der Ausbau von Straßen und Bahnverbindungen. Auch der Flughafen Bremen soll profitieren, etwa mit mehr Logistikfläche.
Die Investition ist nach Angaben des Verteidigungsministers notwendig, weil sich die Bedrohungslage zuletzt deutlich verändert habe. „Wir sind die Drehscheibe für militärische Verlegung im Ernstfall“, betonte Pistorius. „Ein wichtiger Baustein für die Umsetzung des Operationsplans Deutschland ist damit gesetzt.“

Was bislang über die Pläne für den Marinehafen bekannt ist

Längst nicht so weit sind die Überlegungen für den neuen Marinehafen in Emden, zu dem sich Pistorius auf Nachfrage zunächst nicht äußern wollte. Details werden kommende Woche erwartet. Am 5. Oktober ist dort eine Pressekonferenz mit Pistorius und Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) angesetzt.
Beide wollen dann das „weitere Vorgehen hinsichtlich eines möglichen neuen Marinestützpunktes erläutern“, wie es heißt. Dabei sein sollen auch der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Wilhelm Tobias Abry, und Emdens erster Stadtrat Horst Jahnke (SPD).
Für die Standortsuche hatte sich die Marine in den vergangenen Monaten mehrere Küstenorte angeschaut. Darunter war auch der Hafen von Bremerhaven, wo wie auch in Emden schon jetzt militärische Güter etwa bei Truppentransporten und Verlegeübungen umgeschlagen werden.
Zum Auswahlverfahren, den Kriterien und den möglichen Orten wurden keine Einzelheiten bekanntgegeben. Das Verteidigungsministerium hatte zuletzt auf neue Erfordernisse verwiesen, auch durch den geplanten Aufwuchs der Streitkräfte.

Pistorius sieht Bedarf für weiteren Marinehafen

Der Verteidigungsminister hatte Mitte Juli bei einem Truppenbesuch in Ostfriesland den Bedarf für einen zweiten Marinehafen an der deutschen Nordseeküste betont. „Das ist zum einen eine Frage der Absicherung“, sagte der SPD-Politiker damals. Im Ernstfall brauche Deutschland einen zweiten Hafen, um ausweichen zu können und um Erreichbarkeiten sicherzustellen.
„Und es geht natürlich auch darum, die Kapazitäten zu schaffen, die es braucht, wenn im Ernstfall Hunderttausende von Alliierten mit Material und Personal durch Deutschland ziehen und davor eben in Deutschland anlanden müssen“, sagte der Verteidigungsminister damals.

Landesregierung warb für Emden

Die Staatskanzlei in Hannover hatte sich zuletzt für Emden als einen Marinestandort ausgesprochen. Bis 1997 hatte es in der größten Stadt Ostfrieslands einen Marinestützpunkt gegeben. Niedersachsen sei Bundeswehrland Nummer Eins, hatte eine Sprecherin von Ministerpräsident Olaf Lies auf Anfrage zuletzt gesagt. Entsprechend habe die Landesregierung „großes Interesse an einem starken Standort Emden“.
Der Emder Hafen verfügt laut der landeseigenen Hafeninfrastrukturgesellschaft Niedersachsen Ports (NPorts) unter allen niedersächsischen Häfen über das größte noch ungenutzte Flächenpotenzial. Ein Areal wäre der sogenannte Rysumer Nacken, eine Hafenerweiterungsfläche an der Ems westlich der Seehafenstadt und im Eigentum des Landes. Die Stadt Emden, NPorts und das Land überlegen seit Jahren, wie die Fläche zur weiteren Entwicklung des Hafens genutzt werden kann – bislang gab es Pläne für eine zivile Nutzung.

Wo die Marine schon stationiert ist

Der aktuell einzige Marinehafen an der Nordseeküste liegt in Wilhelmshaven. Es ist auch der größte Bundeswehr-Standort überhaupt. Neben dem Marinestützpunkt zählen dazu unter anderem ein Marinearsenal und ein Logistikzentrum. Am Marinestützpunkt ist die Einsatzflottille 2 stationiert – einer der drei Großverbände der Deutschen Marine. Dazu gehören Fregatten, Einsatzgruppenversorger und Flottentanker. (dpa/red)
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Bund will schnelle Zusagen von Orcel bei Commerzbank

Die Bundesregierung pocht im Übernahmeringen um die Commerzbank auf verbindliche Zusagen von Unicredit-Chef Andrea Orcel. Damit will sie erreichen, dass der Manager sich zu Bedingungen bekennt, die Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) nach einem Treffen mit Orcel formuliert hatte – darunter, dass die Commerzbank eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Frankfurt bleibt, ihr Mittelstandsgeschäft ausbauen kann und wesentliche Entscheidungen in Deutschland fallen.
„Wir erwarten jetzt, dass der CEO der Unicredit diese Zusagen zeitnah gibt“, hieß es aus Regierungskreisen. „Das Ziel muss sein, am Ende eine tragfähige Wachstumsstrategie für die Commerzbank zu erreichen.“ Man habe den Eindruck, eine gemeinsame Basis gefunden zu haben und mit klaren Zusagen der Unicredit rechnen zu können: „Zum Standort Deutschland, zu den Rechten der Beschäftigten der Commerzbank und zu einem konstruktiven Dialog mit dem Betriebsrat im weiteren Prozess.“
Zuvor hatte die „Financial Times“ („FT“) unter Berufung auf informierte Personen berichtet, dass Unicredit-Chef Andrea Orcel bei der geplanten Commerzbank-Übernahme aufs Tempo drückt und auf Konfrontation zum Bund geht. Demnach wolle Orcel alle zehn Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner austauschen und Vorstandschefin Bettina Orlopp absetzen.
Das wolle Orcel über eine außerordentliche Hauptversammlung erreichen, die nach Erhalt aller nötigen behördlichen Freigaben stattfinden soll. In einem grundlegenden Szenario würde es bis Ende Februar dauern, Kontrolle über die Commerzbank zu erlangen, im besten Fall aber schon im Januar.

Orlopp: Habe Vertrag bis 2029

Commerzbank-Chefin Orlopp bekräftige gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt, sie habe einen Vertrag bis 2029. „Meine Voraussetzung ist natürlich, dass ich das Vertrauen des Aufsichtsrates habe und mir mit dem Aufsichtsrat über die Strategie einig bin.“
Orcel wolle auch den Forderungen der Bundesregierung eine Absage erteilen, weiter mit zwei Sitzen im Commerzbank-Aufsichtsrat vertreten zu sein, schreibt die „FT“. Damit würde Orcel den Bund brüskieren, nachdem Finanzminister Klingbeil bei einem Treffen mit dem Unicredit-Chef im September auf Bedingungen gepocht hatte und von konstruktiven Gesprächen die Rede war.
Der Bund ist mit einem Anteil von gut 13 Prozent zweitgrößter Aktionär der Commerzbank – eine Folge der Rettung des Dax-Konzerns in der globalen Finanzkrise. Der Bund hat daher ein Wort bei der geplanten Übernahme mitzureden, kann diese aber auch nicht verhindern. Die Unicredit könnte den Staatsanteil abkaufen, der dem Bund zwei Sitze im Aufsichtsrat sichert, das wäre aber wegen des hohen Commerzbank-Kurses aber teuer. Ein Sprecher der Unicredit wollte sich auf Anfrage nicht zum „FT“-Bericht äußern.
Zu den Äußerungen aus der Bundesregierung erklärte die Unicredit, man begrüße den Dialog mit ihr, lehne aber die Forderung nach Zusagen ab. „Angesichts der Art dieser Gespräche sind wir der Auffassung, dass es nicht an uns ist, uns jetzt zu laufenden Gesprächen öffentlich zu äußern.“ Es wäre unangemessen, Einzelheiten öffentlich zu kommentieren, bevor die Gespräche abgeschlossen seien.

Bei Commerzbank droht Stellenabbau

Die Unicredit hatte im September 2024 einen Aktienverkauf des Bundes für den Einstieg bei der Commerzbank genutzt und hat inzwischen Zugriff auf fast 50 Prozent der Anteile. Eine Genehmigung der Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) steht noch aus, eine Entscheidung wird im Oktober erwartet. Die EZB hat aber wiederholt deutlich gemacht, dass sie grenzüberschreitenden Bankenfusionen positiv gegenübersteht. (dpa/red)
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Britischer Premier Burnham sieht im Brexit mehr Schaden als Nutzen

Der britische Premierminister Andy Burnham sieht im Brexit mehr Schaden als Nutzen für sein Land und prüft verschiedene Optionen für die künftigen Beziehungen Großbritanniens zur Europäischen Union. Beim nächsten EU-Großbritannien-Gipfel werde er darlegen, wie eine langfristige Zusammenarbeit aussehen könne, sagte Burnham am Dienstag auf dem Labour-Parteitag in Liverpool.

„Ein Jahrzehnt niedrigen Wachstums“

„Der Brexit hat mehr geschadet als genutzt“, sagte Burnham in seiner ersten Parteitagsrede als Labour-Chef über den 2016 per Referendum beschlossenen EU-Austritt seines Landes. Großbritannien müsse wieder zu „einem höheren Niveau von Wachstum und Wohlstand“ zurückfinden. Das Brexit-Votum habe „ein Jahrzehnt niedrigen Wachstums“ ausgelöst und das Land geschwächt. Auch die Kontrolle über die Einwanderung sei schwieriger geworden, „als wir die Zusammenarbeit mit unseren europäischen Partnern verloren haben“.

Gipfel soll Optionen für langfristige EU-Beziehung klären

„Wir werden Großbritannien keinen klaren Weg für den Rest dieses Jahrhunderts geben, solange wir uns nicht für eine langfristige Beziehung mit dem entscheiden, was noch immer unser größter Markt ist“, sagte Burnham mit Blick auf die EU. Beim EU-Großbritannien-Gipfel wolle er deshalb „die verschiedenen Optionen für die langfristige Beziehung Großbritanniens mit unseren europäischen Partnern“ vorstellen und nach einem möglichen Konsens suchen.
Bei dem Treffen soll es zudem um die Zusammenarbeit bei Migration und Vorteile für besonders vom Brexit betroffene britische Industrien gehen. Der ursprünglich für Juli geplante Gipfel war nach dem Sturz von Burnhams Vorgänger Keir Starmer verschoben worden.

Brexit-Votum 2016, Austritt 2020

Am 23. Juni 2016 hatte eine knappe Mehrheit von 51,9 Prozent der Briten für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU gestimmt. Vollzogen wurde der Brexit dann Ende Januar 2020, Anfang 2021 verließ Großbritannien nach einer Übergangsphase die Zollunion und den EU-Binnenmarkt. (afp/red)
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Berlin-Besuch: Kasachstans Präsident Tokajew preist Beziehungen zu Putin

Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew hat bei einem Besuch in Berlin seine „exzellenten Beziehungen“ zu Kreml-Chef Wladimir Putin gepriesen. „Was auch immer in der Ukraine passiert, wir werden niemals vergessen, dass Russland und die Ukraine unsere Freunde sind“, sagte Tokajew am Dienstag, den 29. September bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).
Mit Blick auf Russland wies der kasachische Präsident auf die mehr als 7500 Kilometer lange gemeinsame Grenze hin. Tokajew sagte auch, das in Zentralasien gelegene Kasachstan bestehe auf der „Achtung und Wahrung des Grundsatzes der territorialen Integrität aller Staaten“.

Merz: Russland nicht an ernsthaften Gesprächen interessiert

Merz bekräftigte die deutsche Unterstützung für die Ukraine und sah das jüngste Gespräch zwischen Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow als Beleg für Russlands fehlende Bereitschaft zu ernsten Friedensverhandlungen.
„Die anschließende Bewertung dieses Gesprächs durch Russland hat gezeigt, dass Russland offensichtlich überhaupt nicht an ernsthaften Gesprächen zum jetzigen Zeitpunkt interessiert ist“, sagte der Bundeskanzler.

Zusage weiterer Hilfe für die Ukraine

„Wir werden deswegen alle unsere Anstrengungen unternehmen, der Ukraine weiter behilflich zu sein, sie zu unterstützen“, fuhr Merz fort. Dies gelte „nicht nur militärisch, sondern auch politisch, finanziell, ökonomisch“. „Wir können nur noch einmal die russische Regierung auffordern, an den Verhandlungstisch zu kommen, ernsthafte Gespräche zu führen, um diesen Krieg zu beenden“, sagte Merz.
„Aber wenn Russland dazu nicht bereit ist, dann sind wir in der Lage und wir sind auch bereit, die Ukraine noch über eine lange Zeit zu unterstützen.“ Russland werde den Krieg „nicht gewinnen“ und „selbst massiven Schaden nehmen“.

Erstes Außenministertreffen seit Kriegsbeginn

Wadephul und Lawrow hatten sich am Samstag am Rande der UN-Generaldebatte in New York getroffen. Es war das erste Treffen der Außenminister Deutschlands und Russlands seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine vor mehr als viereinhalb Jahren. Wadephul sagte im Anschluss, bei dem Gespräch seien die „fundamentalen Unterschiede“ bei der Beurteilung des Krieges deutlich geworden. (afp/red)
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Alle wollen essen – doch was tun, wenn man zu müde zum Kochen ist?

Wenn in Ihrem Haushalt das Geld ausgeht und Sie nicht genau wissen, wohin es fließt, hätte ich eine Vermutung: Fast Food. In einem stressigen Haushalt sind die Eltern oft müde, und das kann schnell dazu führen, dass man zwei- oder dreimal pro Woche Essen bestellt. Kommt Ihnen das bekannt vor?
Das Letzte, was man dann braucht, ist jemand, der einem sagt, man solle sich zusammenreißen und vorausplanen. Deshalb werde ich das auch nicht tun. Stattdessen erzähle ich Ihnen, was mir geholfen hat, als ich in einer ähnlichen Situation war – mit zwei Jungen im Abstand von 17 Monaten, selbstständig und hoch verschuldet – und was ich seitdem gelernt habe.

Fünf beliebte Gerichte in Rotation

Überlegen Sie sich fünf einfache Menüs, von denen Sie wissen, dass Ihre Familie sie essen wird – eines für jeden Wochentag. Diese müssen weder aufwendig noch besonders raffiniert sein. Beispiel: Montag – Spaghetti mit Tomatensoße und Salat. Dienstag – Hackbraten, Ofenkartoffeln, grüne Bohnen und so weiter.

Abendessen am Wochenende

Bitten Sie Ihren Partner, ein Abendessen am Wochenende zuzubereiten, und geben Sie ihm einen Namen wie „Papas leckeres Abendessen“, oder lassen Sie die Kinder einen Namen aussuchen. So bleibt nur ein Familienabend oder ein besonderer Anlass übrig, um Pizza zu bestellen.
Hängen Sie Ihren Wochenplan an den Kühlschrank. So weiß jeder, was ihn erwartet – auch Sie. Das erleichtert Ihnen auch den Einkauf. Wenn die Kinder älter werden und Sie mutiger werden, können Sie Ihr Repertoire erweitern. Vorerst bleiben Sie aber bei den fünf Gerichten im Wechsel.

Doppelte Portionierung

Sobald Sie Ihr Grundrezept haben und genügend Zutaten zur Verfügung stehen, verdoppeln Sie die Menge. Beispiel: Hackbraten. Es ist kaum aufwendiger, das Rezept zu verdoppeln und zwei Portionen zuzubereiten. Kochen Sie eine für heute Abend und frieren Sie die zweite für nächste Woche ein. Hier geht es um mehr Zeit für den Koch!

Abends den Tisch im Voraus decken

Ich weiß, das klingt jetzt vielleicht komisch, aber es funktioniert wirklich. Decken Sie den Tisch für den nächsten Tag – und zwar bevor Sie abends ins Bett gehen. Ich habe diesen Tipp von Emilie Barnes, der Autorin von „More Hours in My Day“ (auf Deutsch etwa: Mehr Stunden am Tag; Harvest House), gelernt. Ein schön gedeckter Tisch am Morgen signalisiert unbewusst, dass das Abendessen wichtig ist. Wir essen gemeinsam am Tisch und nicht vor dem Fernseher. So denken Sie schon lange vor dem Schlafengehen ans Abendessen. Kleiner Tipp: Selbst ein Fünfjähriger kann den Tisch decken, also delegieren Sie diese Aufgabe ruhig.
Tischdecken können auch die Kleinen schon. Foto: Tom Merton/iStock

Tischdecken können auch die Kleinen schon.

Foto: Tom Merton/iStock

Die Spüle reinigen – nanu?

Vielen Dank an Marla Cilley alias FlyLady, Ordnungsexpertin und Autorin des Buches „Sink Reflections“ (zu Deutsch etwa: Spiegelungen/Reflexionen im Spülbecken). Bevor Sie ins Bett gehen, räumen Sie die Spüle komplett leer – entweder spülen Sie das Geschirr ab oder räumen es in die Spülmaschine. Schrubben Sie sie, spülen Sie sie gründlich aus und polieren Sie sie anschließend mit einem Handtuch. Fünf Minuten für ein besseres Lebensgefühl. Es ist wirklich ein wunderbares Gefühl, morgens in eine leere, saubere und glänzende Spüle zu blicken, egal wie der Rest des Hauses aussieht.

Die Tage sind lang, die Jahre kurz

Es gibt wohl kaum eine schwierigere Aufgabe auf der Welt als die Erziehung kleiner Kinder – und gleichzeitig keine erfüllendere. Machen Sie das gemeinsame Abendessen zu einem festen Bestandteil Ihres Tages, solange Ihre Kinder noch klein sind. Diese Tradition wird Ihnen später, wenn sie älter sind, viel Freude bereiten. Auch wenn sie es Ihnen nie sagen werden, wird das Abendessen für sie zu einem verlässlichen Bestandteil in einer ansonsten unsicheren Welt. Genießen Sie diese kostbaren Tage und glauben Sie mir: Es wird leichter!
Gemeinsames Familienessen – auch Jahre nach der Kindheit ein Anker im Leben. Foto: Drazen Zigic/iStock

Ein gemeinsames Familienessen ist auch Jahre nach der Kindheit ein Anker im Leben.

Foto: Drazen Zigic/iStock

Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „What to Do When You’re Too Tired to Cook“. (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: sm)
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Bremen: Pistorius plant Kauf von 16 neue Airbus-Transportmaschinen – Typ A400M

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) plant den milliardenschweren Kauf von 16 neuen Maschinen des Transportflugzeugs A400M. Dazu führe sein Ministerium bereits sehr gute Gespräche mit dem Hersteller Airbus, sagte Pistorius am Dienstag, den 29. September in Bremen.
Demnach verfügt die Bundeswehr bisher über 53 solche Maschinen. 16 von ihnen seien aber nur für logistische Einsätze ausgelegt und nicht für taktische Einsätze im Gefecht. Ihnen fehle etwa die nötige Raketenabwehr zum Selbstschutz.

Alte Logistikmaschinen sollen an Partner verkauft werden

„Die aktuelle Sicherheitslage“ erfordere es, die Einsatzfähigkeiten der A400M-Flotte zu überdenken, sagte Pistorius beim Besuch des Airbus-Werks in Bremen. Ziel ist es demnach, schrittweise bei Airbus 16 neue Maschinen für taktische Einsätze zu erwerben und die Flugzeuge für logistische Einsätze an Partnerländer zu verkaufen.
Der Kauf könne auch industrielle Kapazitäten und Arbeitsplätze im Airbus-Werk Bremen sichern, betonte der Minister. Zunächst müsse aber noch der Bundestag der Beschaffung zustimmen.

A400M seit 2014 Nachfolger der Transall

Der A400M ist seit Ende 2014 bei der Bundeswehr als Nachfolger des Transportflugzeugs Transall im Einsatz. Das Flugzeug kann bis zu 37 Tonnen Fracht transportieren und hat je nach Beladung eine Reichweite von 3300 bis 8700 Kilometer.
Die Maschine mit vier Propellern kann dabei neben Soldaten auch Panzer oder gar Hubschrauber an ihren Bestimmungsort bringen und auch kurze und unbefestigte Start- und Landebahnen nutzen. Zur Luftbetankung und zum Krankentransport kann der A400M ebenfalls eingesetzt werden. Alle Airbus A400M der Luftwaffe sind am Standort Wunstorf beim Lufttransportgeschwader 62 stationiert. (afp/red)
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Bericht: Berlin will chinesische Übernahme am Hamburger Hafen verhindern


In Kürze:

  • Laut einem Bericht des „Handelsblatts“ will die Bundesregierung die geplante Übernahme von 80 Prozent der Hamburger Spedition Zippel durch Cosco offenbar verhindern.
  • Neben Sicherheitsbedenken geht es um mögliche strategische Abhängigkeiten und den Zugang zu sensiblen Informationen über deutsche Lieferketten.
  • Mehrere Bundesministerien und der Verfassungsschutz sollen sich gegen den Einstieg des chinesischen Staatskonzerns ausgesprochen haben.

 
In der Bundesregierung denkt man offenbar an eine Verhinderung des geplanten Erwerbs des deutschen Logistikunternehmens Zippel durch den chinesischen Staatskonzern Cosco. Dies berichtete das „Handelsblatt“ am Dienstag, 29. September. Das Medium will von einem diesbezüglichen Vermerk in einer unter Verschluss stehenden Akte Kenntnis erlangt haben.
In der Bundesregierung gibt es offenbar „erhebliche Sicherheitsbedenken“ angesichts des geplanten Geschäfts. Die Rede ist von „strategischen Abhängigkeiten“, die „im Zuge politischer Verwerfungen als Druckmittel genutzt werden könnten“.
Auch in der EU-Kommission soll es Bedenken geben. Diese habe das Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) laut „Handelsblatt“ vor der Übernahme gewarnt.

Cosco will Anteil von 80 Prozent an Zippel erwerben

Bei Zippel handelt es sich um ein mittelständisches Speditionsunternehmen, das in Hamburg ansässig ist. Sein Fokus liegt auf dem Transport auf Schiene, per Schiff und per Lkw im Hinterlandverkehr. Hauptsächlich befördert Zippel Güter von den Nordseehäfen ins Binnenland.
Der chinesische Staatskonzern Cosco, eines der größten Logistikunternehmen der Welt , beabsichtigt, einen Mehrheitsanteil von 80 Prozent an Zippel zu erwerben. Im Februar 2026 hat das Bundeskartellamt seine wettbewerbsrechtliche Freigabe für das Vorhaben erteilt. Allerdings wies es bereits bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass Fragen der Außenwirtschaft oder Sicherheitspolitik nicht Gegenstand der kartellrechtlichen Prüfung seien.
Das außenwirtschaftliche Investitionsprüfverfahren läuft unterdessen beim BMWE. In diesem Rahmen habe beispielsweise das Bundesamt für Verfassungsschutz bereits eine interne Stellungnahme übermittelt, so das „Handelsblatt“. Darin spreche sich der Inlandsgeheimdienst gegen einen Einstieg des chinesischen Konzerns bei Zippel aus.

Erwerb von Kuka durch Midea als früher Weckruf

Dem „Handelsblatt“ zufolge sprechen sich neben dem BMWE auch das Außen-, das Verteidigungs-, das Innen- und das Finanzministerium gegen den geplanten Kauf aus. In diesem Kontext verweisen die Verantwortlichen auf eine zunehmende Zahl an strategischen Übernahmen deutscher Unternehmen durch chinesische Akteure. Im konkreten Fall gibt es in Berlin und in Brüssel Bedenken, dass sensible Informationen an die kommunistische Führung in Peking gelangen könnten.
Im Fall einer Zippel-Übernahme gebe es etwa Befürchtungen, dass Peking Einblicke in die Lieferketten wichtiger Unternehmen gewinnen könnte. Diese Informationen könnten etwa im Kontext von Transporten in die Ukraine sicherheitsrelevant sein. Eine endgültige Entscheidung des Kabinetts stehe noch aus, aber nach derzeitigem Stand sei davon auszugehen, dass es keine Zustimmung zu der Übernahme geben werde.
In den vergangenen Jahren ist die Bundesregierung generell restriktiver geworden, was den Erwerb deutscher Unternehmen durch chinesische Unternehmen anbelangt. Ein Weckruf war dabei die Übernahme des Augsburger Robotik-Aushängeschildes Kuka durch den chinesischen Haushaltsgerätehersteller Midea vor zehn Jahren.
Nach Befürchtungen vor dem Abfluss von Know-how in Zukunftsbranchen, geht es auch um innerdeutsche Logistik und Verteidigungsfähigkeit. Dabei geht es um die Rolle von Zippel bei Transporten für die Bundeswehr und im NATO-Rahmen.

Cosco-Deal im Hamburger Hafen sorgte für Konflikt in der Ampel

Der Widerstand der Bundesregierung gegen den geplanten Zippel-Deal steht auch im Zusammenhang mit einem strategisch ebenfalls relevanten Einstieg von Cosco im Hamburger Hafen.
Im Jahr 2021 hatten die Hamburger Hafen und Logistik AG und Cosco eine Beteiligung von 35 Prozent am Containerhafen-Terminal Tollerort vereinbart.
Während der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz, ehemals Erster Bürgermeister Hamburgs, die Vereinbarung auch in ihrer ursprünglichen Form für unbedenklich hielt, entbrannte in der damaligen Ampelkoalition ein Konflikt. Am Ende beschloss das Kabinett im Jahr 2022, die Beteiligung nur im Umfang von 24,9 Prozent zuzulassen. Scholz hatte betont, dass es sich um eine Minderheitsbeteiligung an einem Terminal einer Betreibergesellschaft in einem großen Hafen handele.
Angesichts der Vielzahl an Beteiligten ging Scholz nicht davon aus, dass die Gefahr eines „falschen Einflusses auf Infrastrukturen“ bestehe. Zudem blieben Grund und Boden des Hafens in staatlichem Eigentum.
Im Fall von Zippel wäre hingegen eine Mehrheitskontrolle über einen logistischen Schlüsselakteur im Gespräch gewesen, der auch militärisch relevante Transporte abwickelt. Dies ist der Bundesregierung offenbar in der gegebenen Sicherheitslage zu heikel.
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Trump bestreitet Gespräche über US-Waffenverkäufe an China


In Kürze:

  • Trump bestreitet Gespräche über US-Waffenverkäufe an China.
  • US-Botschafter David Perdue hatte von einem entsprechenden Angebot berichtet.
  • Im Mittelpunkt des Treffens zwischen Trump und Xi stand auch die Taiwan-Frage.

 
US-Präsident Donald Trump hat bestritten, mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping über den Verkauf von US-Waffen gesprochen zu haben, obwohl er andeutete, dass Peking daran interessiert sein könnte, diese zu kaufen.
„Davon habe ich noch nie gehört“, sagte Trump am Montag, 28. September, im Oval Office gegenüber Reportern, als er zu den Angaben des US-Botschafters in China, David Perdue, über das Gipfeltreffen der Staatschefs befragt wurde.
„Sie würden sie wahrscheinlich gern kaufen, weil wir tatsächlich bessere Ausrüstung herstellen als sie. Also ist es vielleicht eine gute Idee. Aber wir haben das nicht besprochen“, sagte Trump. „Er [Perdue] könnte über Taiwan gesprochen haben.“
Perdue sagte am Sonntag, dass Trump Xi gefragt habe, ob er Waffen von den Vereinigten Staaten kaufen wolle.
„Präsident Trump sagt immer wieder: ‚Hey, wir verkaufen Waffen an andere Menschen auf der ganzen Welt‘“, sagte Perdue am Sonntag bei „Fox News Sunday“ während einer Diskussion über Waffenverkäufe an Taiwan. „Er hat Präsident Xi tatsächlich irgendwann gefragt, ob er welche kaufen möchte.“

US-Recht verbietet Waffenverkäufe an China

Perdue machte keine weiteren Angaben zu diesem Austausch – auch nicht dazu, was das Angebot ausgelöst habe oder wie Xi darauf reagiert habe. Unklar ist auch, ob dies während Xis jüngstem Staatsbesuch in den Vereinigten Staaten oder bei einem früheren Treffen mit Trump geschah.
Die Vereinigten Staaten setzten Waffenverkäufe an China 1989 nach dem Massaker auf dem Tian’anmen-Platz aus, als die Kommunistische Partei Chinas Truppen und Panzer entsandte, um unbewaffnete Studentenproteste für politische Reformen in Peking niederzuschlagen, wobei Tausende Menschen getötet wurden.
Das US-Außenministerium teilte der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times in einer Erklärung mit, dass „US-Recht Waffenverkäufe an China verbietet und es weder ein Angebot noch einen Plan gibt, Waffen an China zu verkaufen“.
Auch das Weiße Haus teilte Epoch Times mit, dass die US-Regierung „keine Pläne hat, Waffen an China zu verkaufen“.
Auf die Frage nach Perdues Darstellung bei der Pressekonferenz am Montag in Peking hat der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Guo Jiakun, diese weder bestätigt noch dementiert. Er sagte lediglich, China stärke seine Verteidigungsfähigkeiten stets „auf Grundlage seiner Bedürfnisse“.
Perdues Äußerungen erfolgten vor dem Hintergrund zunehmender Fragen zur Einsatzbereitschaft der Volksbefreiungsarmee angesichts der sich ausweitenden Säuberungen unter chinesischen Militärführern und in Rüstungsunternehmen. Nur wenige Tage vor seiner Reise nach Washington entließ Xi den ranghöchsten General des Landes und beschuldigte ihn der Illoyalität und Korruption.

Verzögerter Waffenverkauf an Taiwan

Xi verließ Washington am 25. September nach einem zweitägigen Staatsbesuch, zu dem auch ein bilaterales Gipfeltreffen mit Trump gehörte. Xi nutzte das Treffen, um Pekings Position zu Taiwan zu bekräftigen, einer selbstverwalteten Demokratie, die das kommunistische Regime als eigenes Territorium beansprucht. Laut chinesischer Darstellung bat Xi Washington, „die Unabhängigkeit Taiwans abzulehnen“.
Perdue sagte bei „Fox News Sunday“, dass Xi und Trump jedes Mal über Taiwan gesprochen hätten, wenn sie sich trafen, und bekräftigte, dass es keine Änderungen an der jahrzehntealten Position Washingtons gegenüber Taiwan gebe.
„Wir unterstützen keine Unabhängigkeit, und wir unterstützen keinen Zwang“, sagte Perdue.
Trotz fehlender formeller diplomatischer Beziehungen verbindet Washington und Taipeh ein enges Verhältnis. Die Vereinigten Staaten sind gesetzlich verpflichtet, Taiwan Mittel zur Selbstverteidigung zur Verfügung zu stellen.
Die verzögerte Genehmigung eines Waffenverkaufs im Wert von 14 Milliarden US-Dollar (rund 12,3 Milliarden Euro) hat jedoch Bedenken hinsichtlich einer möglichen Änderung der US-Position im Indopazifik ausgelöst.
Trump empfängt Xi zum Staatsbesuch.

Trump empfängt Xi zum Staatsbesuch.

Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Botschafter bekräftigt Unterstützung für Taiwan

Auf die Frage, ob die Trump-Regierung die Unterstützung für Taiwan einschränke, um Xi entgegenzukommen, sagte Perdue: „Das ist absolut nicht der Fall.“
Die Regierung habe bereits ein Rekordpaket für Waffenverkäufe an Taiwan im Wert von 11 Milliarden US-Dollar (rund 9,7 Milliarden Euro) genehmigt, und Gespräche über weitere Verkäufe liefen weiter, merkte der Botschafter an.
„Präsident Trump hat Taiwan bereits 50 Prozent mehr Waffen verkauft als jeder andere Präsident seit 1979“, sagte er. „Und deshalb akzeptiere ich nicht die Prämisse, dass er nicht alles tut, was wir für Taiwan tun sollten.“
Im Gespräch mit Reportern am 26. September bestätigte Trump, dass Taiwan bei seinem Treffen mit Xi zur Sprache gekommen sei.
„Im Moment ist alles in Ordnung. Es geht einfach weiter“, sagte Trump vor seiner Abreise aus dem Weißen Haus. „Wir haben nicht viel Zeit damit verbracht, über Taiwan zu sprechen. Er versteht sehr gut, wie ich darüber denke.“
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Trump Denies Discussing US Arms Sales to China in Xi Summit“. (deutsche Bearbeitung: zk)
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Nach Wahlsieg der Linken: Union stellt Berliner Finanzierung infrage


In Kürze:

  • Unionsländer stellen die Berliner Hauptstadtfinanzierung für den Fall einer linken Landesregierung infrage.
  • CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek bringt einen möglichen Entzug von Bundesmitteln ins Gespräch.
  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert zudem eine Debatte über den Länderfinanzausgleich.
  • Berlin erhielt 2025 mit 4,2 Milliarden Euro den höchsten Zuschlag im Finanzkraftausgleich.

 
Der neu unterzeichnete Vertrag zwischen dem Bund und dem Land Berlin zur Hauptstadtfinanzierung ist gerade erst zwei Wochen alt – und schon stellen ihn Teile der Union infrage. Auch der Länderfinanzausgleich ist wieder Streitthema, seit bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus in der Hauptstadt die Linke mit deutlichem Abstand stimmenstärkste Partei geworden ist.
Am Sonntag, 27. September, hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Fraktionschefs der unionsgeführten Länder nach München eingeladen. Dabei ging es unter anderem auch um das künftige Verhältnis zur Hauptstadt, sollte diese eine von der Linkspartei geführte Regierung bekommen.

Warnung vor Duldung von Antisemitismus in Berlin

Im Anschluss an das Treffen äußerte sich der Chef der CSU-Fraktion im Maximilianeum, Klaus Holetschek, gegenüber Reportern. Er drohte der Hauptstadt mit finanziellen Konsequenzen, sollte diese unter Führung der Linken einen zu radikalen ideologischen Kurs einschlagen. In diesem Fall könnten die unionsgeführten Länder einen gemeinsamen Vorstoß zum Entzug von Bundesmitteln erwägen.
Holetschek erklärte: „Sollte Berlin eine Landesregierung bekommen, die Antisemitismus und Judenhass im Programm hat, werden wir eine gemeinsame Initiative starten, auch zur Frage, wer finanziert die Hauptstadt.“
Die Spitzenkandidatin der Linken in Berlin, Elif Eralp, hat sich wiederholt von antisemitischen Auffassungen distanziert. Auch der Bundesparteitag der Partei hatte sich im Juni – wenn auch verbunden mit scharfer Kritik an der Politik der Regierung in Jerusalem – zum Existenzrecht Israels bekannt. Außerdem verabschiedete er eine Resolution „Gegen jeden Antisemitismus“.
Gleichzeitig kam es im Wahlkampf zu antisemitischen Vorfällen am Rande von Veranstaltungen der Partei. Dabei wurde insbesondere der Bezirksverband Neukölln thematisiert. So trat auf Einladung des Verbandes ein Rapper auf, der in einem Song Todeswünsche gegen die israelische Armee äußerte.

Söder will „extremistische und antidemokratische Politik“ nicht belohnen

Die direkt ins Abgeordnetenhaus gewählte Neuköllner Linkspolitikerin Vanessa Emde erklärte auf Israel gemünzt, sie spreche generell „Staaten das Existenzrecht ab“. An der Wahlparty des Neuköllner Verbandes nahm Ibrahim Ibrahim teil. Seinem Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitee schreibt der Verfassungsschutz eine Scharnierfunktion zwischen Sympathisanten der Terrororganisationen PFLP und Hamas zu.
Bereits in der Vorwoche hatte Ministerpräsident Söder am Rande der Herbstklausur der CSU angekündigt, mit Amtskollegen über eine Neuordnung des Länderfinanzausgleichs sprechen zu wollen. Es könne nicht sein, so Söder, dass „extremistische und antidemokratische Politik“ belohnt werde. Zudem „nervt uns langsam ohne Ende“, dass „wir für die Schwäche anderer und für falsche Politik bezahlen sollen“.
Der Vertrag zur Hauptstadtfinanzierung regelt die Finanzierung von Aufgaben, die Berlin kraft seiner Stellung als Bundeshauptstadt zukommen. Dazu kommen Beteiligungen des Bundes an den zusätzlichen Aufgaben, die Berlin als Hauptstadt im Bereich von Sicherheit und Kultur wahrzunehmen hat.

Berlin derzeit größter Profiteur – aber auch Bayern erhielt lange Geld aus Finanzausgleich

Auch beim Länderfinanzausgleich gehört Berlin regelmäßig zu den größten Nettoempfängern. Im Jahr 2025 war die Hauptstadt mit 4,2 Milliarden Euro erneut der größte Nettoempfänger innerhalb dieses Systems. Vor allem in sozialen Medien regt sich Kritik am Vorstoß aus der CSU. Nutzer machen darauf aufmerksam, dass auch Bayern in der Zeit von 1950 bis 1986 sowie kurzzeitig 1992 Nutznießer des Länderfinanzausgleichs gewesen sei.
Kritiker werfen Söder zudem vor, mit zweierlei Maß zu messen: Nach dem AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt hatte er eine Streichung von Mitteln des Länderfinanzausgleichs für Sachsen-Anhalt im Fall einer AfD-Regierung als „absurd“ bezeichnet. Der Mechanismus, so Söder, bedürfe einer Reform. Er dürfe jedoch nicht „zur Bestrafung eines ganzen Landes“ genutzt werden.