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VW: Arbeitnehmer enttäuscht von Vorstand – Gewerkschaft warnt vor Streiks

Nach einer Reihe von Betriebsversammlungen des Volkswagen-Konzerns hat sich der niedersächsische IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger enttäuscht von den Äußerungen des Konzernvorstands zu den Sparplänen bei dem kriselnden Autobauer gezeigt. Die Erwartungen seien „unglaublich groß“ gewesen, sagte Gröger am Montag nach der letzten Versammlung in Hannover.
Im Großen und Ganzen falle die Bilanz nun aber „schon ein Stück weit enttäuschend“ aus, denn den Beschäftigten sei keine klare Zukunftsperspektive über 2030 hinaus aufgezeigt worden.
„Also man kann ja wohl erwarten, dass es einen konkreten Plan gibt, wie man dieses Unternehmen“ und die vielen Beschäftigten „in die Zukunft bringt“, fuhr Gröger fort. In seiner Rede bei der Versammlung kritisierte er die Kommunikation des Konzerns laut Redetext als „absolutes Desaster“.

Standorte Emden, Zwickau, Neckarsulm und Hannover gefährdet

Volkswagen steckt wie auch die anderen deutschen Autobauer in der Krise. Konzernchef Oliver Blume hat deshalb weitere Sparbemühungen angekündigt und weitere 50.000 Stellenstreichungen in den Raum gestellt, die Hälfte davon in Deutschland. Zudem stehen die VW-Werke Emden, Zwickau sowie das Audi-Werk in Neckarsulm ab 2030 auf der Kippe. Auch der Standort in Hannover ist gefährdet.
Finanzvorstand Arno Antlitz bestätigte dies am Montag bei der Betriebsversammlung. „Aufgrund der großen Kostenunterschiede zu anderen europäischen Werken haben wir – aus heutiger Sicht – für vier deutsche Standorte keine wirtschaftliche Nachbelegung, wenn die aktuellen Produkte Anfang der 30er Jahre auslaufen. Darunter ist auch das Werk Hannover“, sagte Antlitz nach Konzernangaben.

Gröger pocht auf Verträge

IG-Metall-Bezirksleiter Gröger verwies auf eine Einigung mit dem Vorstand aus dem Jahr 2024. Damals war bereits die Rede von möglichen Werksschließungen gewesen. Die traditionell starken Arbeitnehmervertreter im VW-Konzern sowie das Land Niedersachsen als Anteilseigner rangen der Konzernspitze damals als Kompromiss ein Sparprogramm ab, das einen sozialverträglichen Abbau zehntausender Stellen bis 2030 vorsah.
Der Vorstand dürfe das 2024 Vereinbarte nicht in Frage stellen, fuhr Gröger fort. „An geschlossene Verträge hält man sich.“ Die Beschäftigten hätten „geliefert“, sagte der Gewerkschafter. „Jetzt ist der Vorstand an der Reihe.“
Gröger versicherte, „konstruktiv“ mit dem Management zusammenzuarbeiten. „Aber bleibt der Vorstand auf der falschen Richtung, dann scheuen wir den Konflikt nicht.„In seiner Rede warnte er: Wenn der Vorstand die damalige Vereinbarung wieder infrage stellen wolle, „dann wird der Werkboden an allen Standorten brennen“.  „Wir werden uns mit aller Macht dagegen stellen.“ (afp/red)
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Wadephul will Energiepartnerschaft mit Tunesien ausbauen

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) ist auf seiner Reise nach Nordafrika am Montag in Tunis mit dem tunesischen Staatschef Kais Saied und seinem Amtskollegen Mohammed Ali Nafti zusammengekommen. Deutschland wolle künftig noch stärker mit Tunesien zusammenarbeiten, um „gegenseitige Potenziale“ etwa bei der „Versorgung mit klimafreundlicher Energie“ zu nutzen, sagte Wadephul bei einem Pressekonferenz. Außerdem gratulierte er den Tunesiern zum 70. Jahrestag der Staatsgründung.
Zum Irankrieg und der weiterhin de facto geschlossenen Straße von Hormus sagte Wadephul, die Konfliktparteien müssten „zügig zu einer Einigung kommen“, damit die freie Schifffahrt wieder gewährleistet sei. Blockaden träfen „die Versorgung vieler Menschen weltweit ins Mark“.

Auch Migration ist Thema

Ein weiteres Thema seiner Reise sei die Migration, sagte Wadephul der ARD. „Ein wichtiger Grund für die Migration ist natürlich der Terrorismus, der Islamismus, der sich ausbreitet, insbesondere in der Sahelregion“, sagte er. „Mich interessiert hier, wie können wir zusammenarbeiten für Stabilität zu sorgen im Sahel. Wenn die Menschen nicht fliehen müssen, dann werden sie nicht fliehen.“ Von den nordafrikanischen Ländern erwarte er, „dass sie mit uns kooperieren, dass sie nicht einfach Menschen durchschleusen, wie das früher geschehen ist“.
Nach seinem Aufenthalt in Tunesien reist Wadephul weiter nach Algerien. Dort ist ebenfalls ein Treffen mit dem Außenminister geplant. Außerdem wird Wadephul von Präsident Abdelmadjid Tebboune empfangen, der erst im Juli Berlin besuchte. Wadephul wird auf seiner Reise von einer Wirtschaftsdelegation begleitet.
Vor seiner Abreise hatte Wadephul Algerien als „strategischen Partner in der Energie- und auch in der Sicherheitspolitik“ bezeichnet. Das nordafrikanische Land sei bereits heute einer der wichtigsten Gaslieferanten für die EU. „Als zukünftiger Lieferant mit riesigem Potenzial für die Produktion von grünem Wasserstoff wird Algeriens Bedeutung noch einmal zunehmen“, erklärte der Bundesaußenminister. (afp/red)
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Studie: Parteien verlieren Vertrauen bei Wählern mit Migrationsgeschichte


In Kürze:

  • Neue Studie belegt rückläufiges Vertrauen in Parteien bei Wählern mit Einwanderungsgeschichte
  • Wahlverhalten unterscheidet sich zum Teil deutlich zwischen Herkunftsgruppen
  • Einwanderer sehen wenig Sinn in eigenem parteipolitischem Engagement

 
Wie viele Wähler mit Einwanderungsgeschichte bei den bevorstehenden Landtagswahlen im September zu den Urnen schreiten werden, ist schwer einzuschätzen.
Eine Studie über die Wahlneigungen in diesem Bevölkerungssegment hat jüngst das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung vorgelegt. Diese lässt erkennen, dass es für die Parteien nicht leichter wird, dort Wähler anzusprechen.

Stimmberechtigte mit und ohne Einwanderungsgeschichte befragt

Die Studie „Stabilität und Wandel“ beruht auf Daten aus dem Winter 2023/24 und dem darauffolgenden Winter 2024/25 – jenem vor der Bundestagswahl. Befragt wurden 2.631 Wahlberechtigte aus unterschiedlichen Einwanderergruppen als auch ohne Einwanderungsgeschichte. Und diese lassen eine ähnliche Entwicklung wie innerhalb der Mehrheitsgesellschaft erkennen: Das Vertrauen in Politik und Parteien sinkt.
Im abgefragten Zeitraum gingen in fast allen befragten Gruppen die potenziellen Wähleranteile aller Parteien zurück. Es gab nur wenige Ausnahmen.

SPD verliert bei türkeistämmigen Wählern

Bei allen anderen Parteien und unter allen Gruppen von Befragten sank jeweils das Wählerpotenzial. Allerdings vollzog sich dies nicht in jeder analysierten Wählergruppe im gleichen Ausmaß.
So büßte die SPD bei Befragten ohne Einwanderungsgeschichte leicht an Potenzial ein (von 69 auf 68 Prozent). Ihr Potenzial bei Wahlberechtigten mit Bezug zur früheren Sowjetunion war besonders stark rückläufig (von 64 auf 53 Prozent). Nicht so deutlich war der Rücklauf bei EU-Einwanderern (von 77 auf 71 Prozent) und im MENA/Türkei-Segment (von 71 auf 60 Prozent).
MENA steht für die Region Naher Ost und Nordafrika.
Für die Sozialdemokraten dürfte vor allem der schwindende Rückhalt unter türkei- und MENA-stämmigen Wählern eine herbe Enttäuschung darstellen. In früheren Jahrzehnten hatte sie es geschafft, die Stimmen aus diesem Wählersegment fast geschlossen auf sich zu vereinen.
Allerdings ist das Wählerpotenzial von CDU und CSU in dieser Gruppe noch deutlicher zurückgegangen – nämlich von 67 auf 50 Prozent. Damit hat auch die Union unter Wählern mit MENA- oder Türkei-Bezug nach einem Aufwärtstrend in der Ära Merkel deutlich an Terrain verloren.
Von früheren Sowjetbürgern und deren Nachkommen können sich nur noch 62 Prozent vorstellen, CDU oder CSU zu wählen – zuvor waren es noch 73 Prozent.

FDP stürzte in allen Gruppen deutlich ab

Die Grünen verloren – mit Ausnahme von Einwanderern aus der Türkei und dem MENA-Raum – in allen erhobenen Gruppen zwischen 3 und 6 Prozent.
Ein Potenzial von 45 Prozent haben die FDP und die AfD unter den Wählern mit eigenen oder familiären Wurzeln in der ehemaligen Sowjetunion. Nur maximal 29 Prozent können sich demgegenüber vorstellen, für die Linke zu stimmen. Die FDP hat auch unter befragten Einwanderern aus EU-Staaten nur noch ein Potenzial von 40 Prozent (minus 10) und 32 Prozent unter MENA/Türkei-Einwanderern (minus 14).
Das Potenzial der Linken war unter Wählern mit MENA/Türkei-Bezug mit 45 Prozent am höchsten – allerdings waren es den Ergebnissen zufolge 2023/24 noch 59 Prozent gewesen. Unter Befragten mit EU-Einwanderungsgeschichte waren es 41 Prozent (minus 3).
Für die AfD lag das höchste Wählerpotenzial unter Eingewanderten mit Bezug zur früheren Sowjetunion. Bei solchen mit familiären EU-Wurzeln waren es 21 Prozent (minus 2) und bei solchen mit MENA/Türkei Bezug 16 Prozent (minus 4).

AfD mit großem Unterschied nach Herkunft

Wie repräsentativ die Zahlen heute noch sind, ist ungewiss. Die politische Stimmung hat sich seit der Bundestagswahl noch einmal deutlich verändert. Es wird jedoch deutlich, dass sich die Wahlneigungen unter Wählern unterschiedlicher Einwanderergruppen zum Teil erheblich unterscheiden.
Die Studie zeigt auch, dass die kategorische Ablehnung bestimmter Parteien variiert. So ist diese gegenüber der AfD unter türkei- oder MENA-stämmigen Deutschen am höchsten, unter jenen mit familiärem Sowjetbezug hingegen deutlich geringer. Gleichzeitig gehen einzelne Wählergruppen mit ambivalenten Einstellungen gegenüber bestimmten Parteien situationsabhängig unterschiedlich um.
Beispielsweise war der Anteil der Linkspartei in stark von Einwanderung aus MENA-Ländern oder der Türkei geprägten Bezirken wie Berlin-Neukölln deutlich gestiegen. Der kurdischstämmige Ferat Koçak wurde dort direkt im vergangenen Jahr in den Bundestag gewählt – offenkundig auch mit Stimmen aus der Türkei oder arabischstämmigen Wählergruppen.
Vor allem in der türkeistämmigen Wählergruppe war dieser aufgrund seiner Nähe zu PKK-nahen Gruppierungen umstritten. Demgegenüber scheinen Teile davon über diesen Umstand hinweggesehen zu haben und ihn für seine Position zum Gazakonflikt gewählt zu haben.

Außenpolitische Konflikte können Wahlverhalten beeinflussen

Generell spielen in bestimmten Wählermilieus mit Einwanderungsgeschichte nicht ausschließlich deutschlandbezogene Themen eine Rolle, sondern auch solche, die mit der Herkunftsregion ihrer Familien zusammenhängen.
So führte die Verabschiedung der Armenien-Resolution durch den Deutschen Bundestag im Juni 2016, bei der die Ereignisse in der Endphase des Osmanischen Reichs offiziell als Völkermord eingestuft wurden, zur Gründung einer Partei, die speziell türkeistämmige Einwanderer ansprechen sollte.
So scheint der Krieg in Gaza Wirkung auf das Wahlverhalten einzelner Wählersegmente mit Einwanderungsgeschichte, insbesondere Muslime, im Jahr 2025 gehabt zu haben. Darüber hinaus spielt jedoch auch eine generelle Entfremdung von den politischen Entscheidungsprozessen in Deutschland eine Rolle.

Junge Menschen mit Einwanderungsgeschichte fühlen sich in deutschen Parteien fremd

Anfang des Vorjahres hatte der Sachverständigenrat für Integration und Migration die Studie „Jung und vielfältig, aber noch nicht politisch beteiligt?“ vorgelegt.
Diese benennt eine Reihe widriger Strukturen und genereller Vorbehalte, die „migrantisch wahrgenommene Menschen“ von politischem Engagement abhalten. Dies betreffe insbesondere auch jüngere Menschen mit Einwanderungsgeschichte.
So bezeichneten 45,1 Prozent der in Deutschland geborene Menschen mit Einwanderungsgeschichte bis 35 Jahre fehlendes Vertrauen in die Politik als hemmenden Faktor für eine Partizipation. 38 Prozent gaben an, sich von keiner der in Deutschland aktiven Parteien vertreten zu fühlen.
Als weitere Hindernisse für ein politisches Engagement nannten Befragte fehlende Ansprache, eine zu sehr auf die Mehrheitsbevölkerung ausgerichtete politische Bildung oder Unnahbarkeit des politischen Betriebes als Faktor für Nichtengagement.
An politischen Parteien kritisieren Eingewanderte häufig „Stammtisch-Strukturen“ und „ausgeprägte Hierarchien“. Diese führten dazu, dass sie sich in diesen nicht heimisch fühlten. Zudem sähen sie ohne eigene Netzwerke keine Möglichkeiten, wirksam zu werden.
Basierend auf den Zahlen des Mikrozensus aus dem Jahr 2023 wird in Berlin davon ausgegangen, dass etwa 40 Prozent der dortigen Bevölkerung eine Einwanderungsgeschichte aufweist. Der Anteil der Wahlberechtigten, auf die dies zutrifft, ist entsprechend am höchsten. Demgegenüber dürfte er sich in Sachsen-Anhalt bei etwa 2 Prozent und in Mecklenburg-Vorpommern nur leicht darüber bewegen. Speziell auf Einwanderercommunitys ausgerichtete Parteien kandidieren bei keiner der bevorstehenden Landtagswahlen.
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Kubicki fordert Taurus-Drohung gegen Russland

FDP-Chef Wolfgang Kubicki fordert nach dem mutmaßlich von Russland gesteuerten Drohnenangriff auf den Leipziger Flughafen eine klare diplomatische Reaktion.
„Ein vernünftiger Mensch würde jetzt den russischen Botschafter einbestellen, ihm mitteilen: Bisher haben wir Taurus nicht geliefert, aber sollte das fortfahren mit der hybriden Bedrohung von Deutschland, dann werden wir alles dafür tun, dass die Ukraine die Waffen bekommt, die sie brauchen, um sich gegen Russland massiv zu wehren“, sagte Kubicki am Montag im Sender ntv.

Kritik an Merz

Kubicki kritisierte zugleich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für dessen Reaktion auf den Vorfall. Merz hatte mit Blick auf die mutmaßlichen Urheber gesagt, sie „werden dafür bezahlen“. Wenn Russland hinter den Drohnenangriffen stecke, „muss es eine harte diplomatische Antwort geben“, sagte Kubicki.
Das Problem sei jedoch, „dass wir einen Kanzler haben, der auf dem diplomatischen Parkett genauso erratisch und unbeholfen reagiert wie in der Innenpolitik“. Man wisse bei ihm nie, wie es ausgehe: „Zwischen Verharmlosung und Überreaktion ist alles denkbar.“
Bei allen vergleichbaren Zwischenfällen der Geschichte sei „ein ausgewogenes und rationales Handeln notwendig“ gewesen. Dazu sei Merz nicht in der Lage, sagte Kubicki. Er warnte: „Wer die Eskalationsleiter raufsteigt, muss auch wissen, wie er wieder runterkommt. Ich sehe nicht, dass Friedrich Merz das weiß.“ (dts/red)
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31. August: Investitionen aus dem Ausland legen zu | Rave-Mörder festgenommen | Reiche zieht Bilanz

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Investitionen aus dem Ausland legen zu

Ausländische Unternehmen haben 2025 rund 86 Milliarden Euro in Deutschland investiert – 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus einer Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft hervor. Investitionen aus den USA gingen um fast 44 Prozent zurück, während die aus Großbritannien um 284 Prozent auf 26 Milliarden Euro stiegen. Die aus China wuchsen um rund 51 Prozent.

Mutmaßlicher Rave-Mörder festgenommen

Nach Schüssen während eines schweizer Techno-Raves ist ein 43-jähriger Schweizer festgenommen worden. Die Ermittlungen zum genauen Tathergang sowie dem möglichen Motiv sind weiterhin im Gange. Aktuell gehen die Behörden von einem Einzeltäter aus. Bei dem Rave wurden am frühen Sonntagmorgen eine 22-jährige Italienerin getötet und fünf weitere Personen verletzt, einige davon schwer.

Reiche zieht Bilanz

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche will Deutschland wieder attraktiver für Investoren machen. Statt Geld in die Wirtschaft zu pumpen, soll der Staat die Kosten senken, die er selbst durch Vorgaben verursacht. Zudem soll der Deutschlandfonds bis zu 130 Milliarden Euro an privaten Investitionen mobilisieren. Außerdem ist eine internationale Investorenkonferenz im Oktober geplant.

Strengere Regeln für drei Internetdienste

Brüssel nimmt künftig ChatGPT, Reddit und Roblox unter die Lupe. Die drei Dienste überschreiten die EU-Schwelle von 45 Millionen Nutzern und müssen deshalb unter anderem strengere Vorgaben beim Kinder- und Jugendschutz einhalten und den Digital Services Act befolgen. Die Brüsseler Internetwächter haben auf Grundlage des Gesetzes bereits zahlreiche Verfahren etwa gegen TikTok, Facebook, Instagram, Snapchat und große Pornoplattformen eröffnet.

Merz hält an Attestpflicht fest

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hält an der Einführung einer Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag fest. Darauf habe sich die Koalition bereits verständigt. Dabei sollen Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen jedoch Ausnahmen ermöglichen. Nun soll ein entsprechender Gesetzentwurf erarbeitet werden. Zuvor hatte Arbeitsministerin Bärbel Bas die Regelung bezweifelt.
 
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Online-Modehändler Shein vor Börsengang nur mit 22,6 Milliarden Euro bewertet

Der asiatische Online-Modehändler Shein ist vor seinem für Dienstag geplanten Börsengang in Hongkong mit umgerechnet 22,6 Milliarden Euro bewertet worden. Das Unternehmen strebt nach eigenen Angaben vom Montag mit dem Gang aufs Parkett Einnahmen in Höhe 1,5 Milliarden Euro an. Die Bewertung fällt damit deutlich niedriger aus als 2022, als Shein im Rahmen einer Finanzierungsrunde mit fast 86 Milliarden Euro bewertet worden war.
Wie aus am Montagabend eingereichten Börsenunterlagen hervorgeht, will das Unternehmen mit Sitz in Singapur 280 Millionen Aktien zum Startpreis von je 48,56 Hongkong-Dollar (5,34 Euro) ausgeben. Pläne für einen Börsengang in New York und London waren zuvor gescheitert.

Rasantes Wachstum während Corona-Pandemie

Die Plattform, die für extrem niedrige Preise und schnell gelieferte Kleidung bekannt ist, war während der Corona-Pandemie rasant gewachsen. Das Wachstum hat jedoch deutlich nachgelassen, zudem sieht sich Shein zunehmend regulatorischem Druck in Europa und den USA ausgesetzt. Die Kritik an dem Onlinehändler ist groß. Die Vorwürfe reichen von systematischem Plagiieren über eine schlechte Umweltbilanz bis hin zu Zwangsarbeit.
Im vergangenen Jahr hatte Shein einen Jahresüberschuss von 2,06 Milliarden Dollar ausgewiesen. Zuletzt stand jedoch ein Quartalsverlust von 99 Millionen Dollar zu Buche, nachdem die USA die Befreiung von Einfuhrzöllen für Kleinsendungen aufgehoben hatten. In einem ähnlichen Schritt führte die EU im vergangenen Monat einen Zoll von drei Euro pro Artikel für Sendungen mit einem Wert von weniger als 150 Euro ein. (afp/red)
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Nach Kritik von Bas: Merz hält an Plänen für Attestpflicht fest

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hält an der Einführung einer Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag von Arbeitnehmern fest. Darauf habe sich die Koalition bereits verständigt, und „diese Vereinbarung gilt und bildet die Grundlage für die weitere Arbeit innerhalb der Bundesregierung“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Montag in Berlin. Zuvor hatte Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) die Sinnhaftigkeit der Pläne angezweifelt.
Die geplanten Änderungen sollten den „Missbrauch“ von Krankschreibungsregeln eindämmen, sagte Kornelius. Zugleich habe die Koalition „verabredet, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer Abweichungen im Tarifvertrag und in Betriebsvereinbarungen vornehmen können“. Auf dieser Grundlage werde nun ein Gesetzesvorschlag erarbeitet.
Die fachlich zuständige Bundesarbeitsministerin Bas war zuvor von dem Vorhaben abgerückt. „Wenn ich eine Pflicht einführe und anschließend 95 Ausnahmen reinschreibe, stellt sich die Frage, ob man das überhaupt noch braucht“, sagte sie den Funke-Zeitungen vom Samstag. (afp/red)
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„Jeder kann eine Kugel abbekommen“: Brüsseler Staatsanwalt schlägt Alarm


In Kürze:

  • 170 Schießereien: Seit 2025 wurden in Brüssel rund 170 Schießereien registriert, 69 davon 2026.
  • Drogenbanden: Die Mehrheit der Fälle steht laut Staatsanwalt im Zusammenhang mit Konflikten zwischen Drogenbanden.
  • Mehr Mittel gefordert: Moinil verlangt zusätzliche Ermittler und Maßnahmen gegen Bandenchefs, die ihre Aktivitäten teilweise aus dem Gefängnis oder dem Ausland steuern.

 
Nach mehreren Schießereien in den vergangenen Tagen hat Brüsseler Staatsanwalt Julien Moinil erneut Alarm geschlagen. Er warnt vor der zunehmenden Gewalt und fordert zusätzliche Mittel für Polizei und Justiz.
Der Staatsanwalt zog am Freitag, 28. August, eine alarmierende Bilanz. „Ich bin ein besorgter Staatsanwalt“, erklärte er und warnte: „Jeder kann eine Kugel abbekommen.“
Die überwiegende Mehrheit der Schießereien steht nach Einschätzung der belgischen Justiz im Zusammenhang mit dem Drogenhandel.
Seit Anfang 2025 wurden in der belgischen Hauptstadt rund 170 Schießereien registriert, 69 davon seit Beginn des Jahres. Nach Angaben des Staatsanwalts wurden dabei im vergangenen Jahr zwei Menschen getötet.

Der Brüsseler Staatsanwalt Julien Moinil während einer Pressekonferenz zum Polizeieinsatz im Stadtteil Peterbos in Anderlecht am 12. Juni 2025, in Brüssel.

Foto: Marius Burgelman/BELGA MAG/AFP via Getty Images

Polizeistation mit Kalaschnikow beschossen

Ende August kam es in Brüssel erneut zu einer Serie von Schießereien. Einer der schwerwiegendsten Vorfälle ereignete sich an einer Polizeistation. Zwei maskierte Männer eröffneten mit einer Kalaschnikow das Feuer auf das Gebäude.
Für Moinil stehen diese Angriffe hauptsächlich im Zusammenhang mit Konflikten zwischen mehreren kriminellen Gruppen. „Offensichtlich haben sie einen Streit und daher haben wir eine Dynamik von Vergeltungsmaßnahmen“, erklärte er.
Seiner Ansicht nach besteht die Gefahr, dass die Gewalt anhält, solange die Verantwortlichen der Netzwerke nicht festgenommen werden. Viele Anführer halten sich demnach im Ausland auf und führen ihre Aktivitäten von dort aus weiter.
Der Staatsanwalt prangerte auch die Rolle einiger inhaftierter Drogenhändler an.
Nach seinen Angaben ordnen mehrere Bandenchefs weiterhin Schießereien aus ihren Gefängniszellen heraus an. Um dem entgegenzuwirken, fordert Moinil erneut die Installation von Mobilfunkstörsendern in den Haftanstalten. Die Forderung hat er bereits mehrfach erhoben.

Mehr als 80 Ermittler fehlen

Moinil geht außerdem davon aus, dass die Behörden die Ressourcen der Kriminalpolizei stärken müssen.
Seiner Ansicht nach sind diese Einheiten entscheidend, um die Strukturen der Netzwerke aufzudecken und kriminelle Organisationen dauerhaft zu zerschlagen.
Nach Angaben des Staatsanwalts fehlen der Brüsseler Kriminalpolizei derzeit mehr als 80 Ermittler. „Ich habe keine zusätzlichen Mittel erhalten“, beklagte er.

Junge Franzosen angeworben

Ein weiteres Thema, das den belgischen Behörden Sorgen bereitet, ist die Rekrutierung von Jugendlichen.
Die Staatsanwaltschaft beobachtet nach Angaben Moinils die Anwerbung Dutzender Franzosen, häufig Minderjähriger, aus Nordfrankreich oder Marseille. Diese Jugendlichen werden von kriminellen Organisationen für verschiedene Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Drogenhandel eingesetzt.
„Wir hatten das bereits festgestellt, aber jetzt nimmt es ein sehr beunruhigendes Ausmaß an“, sagte Moinil.
Der Staatsanwalt erklärte, er habe sich mit den Behörden aus Marseille und Lille ausgetauscht, um dieses Phänomen zu erörtern. Seiner Einschätzung nach nutzen die Banden die Verwundbarkeit der Jugendlichen aus, um ihre Reihen ständig zu erweitern.

Auch Menschen ohne Aufenthaltsstatus im Fokus

Der Staatsanwalt verwies zudem auf Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis, die in Drogengeschäfte verwickelt sein sollen.
Moinil verwies auf den jüngsten Fall von rund 20 ausländischen Staatsangehörigen, die im Rahmen von Ermittlungen wegen Drogenhandels festgenommen worden seien. Nach seiner Darstellung blieben diese Personen trotz ihrer Festnahme im Land.
„Das Ausländeramt hat diese 20 Personen freigelassen“, sagte Moinil. „In einem Land, das normal funktioniert, muss eine Person, die keinen Aufenthaltstitel hat und Kokain verkauft, abgeschoben werden“, fügte er hinzu.
Nach Einschätzung des Staatsanwalts profitieren die kriminellen Banden sowohl von der prekären Lage bestimmter Menschen ohne Aufenthaltsstatus als auch von der Rekrutierung französischer Minderjähriger. Beide Gruppen würden den Organisationen ein leicht ersetzbares „gigantisches Reservoir an Arbeitskräften“ bieten.

3.500 Luxusfahrzeuge beschlagnahmt

Trotz dieser Situation betont die belgische Justiz, dass sie den Druck auf die Drogenbanden aufrechterhält.
Nach Angaben von Moinil wurden seit 2025 in Brüssel rund 350 Bars und Restaurants wegen Verbindungen zum Drogenhandel geschlossen. Außerdem seien rund 3.500 Luxusfahrzeuge beschlagnahmt worden.
Moinil hatte die Behörden bereits nach einer früheren Welle von Schießereien alarmiert und zusätzliche Mittel für Justiz und Polizei gefordert.
Mehr als ein Jahr nach seinen ersten Warnungen ist er der Ansicht, dass die notwendigen Ressourcen nicht ausreichen, während die Gewalt im Zusammenhang mit dem Drogenhandel in der belgischen Hauptstadt anhält.
Dieser Artikel erschien im Original auf epochtimes.fr unter dem Titel „« N’importe qui peut se prendre une balle » : le procureur de Bruxelles tire la sonnette d’alarme. (deutsche Bearbeitung: zk)
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Wie Cassiodor und sein Kloster den Westen bewahrten


In Kürze:

  • Der Staatsmann Cassiodor lebte in der Zeit, als das große Römische Reich und damit die antike Hochkultur am Zerfallen war.
  • Im betagten Alter hat sich der begabte Mann von der Politik abgewandt, um ein christliches Kloster zu gründen.
  • Sein Ziel war es zusammen mit seinen Glaubensbrüdern antike Werke aufzuspüren, zu kopieren oder zu übersetzen und so für die Nachwelt zu erhalten.
  • Für Cassiodor war ein fundiertes Denken durch sorgfältiges Studium eines der Mittel gegen kulturellen Verfall und Krieg.

 
Im 6. Jahrhundert, als das Römische Reich endgültig niederging, strebten rivalisierende Könige nach der absoluten Herrschaft über Italien. Ihre Intrigen brachten Verwüstung über das Land, das Dichter, Redner und Förderer hervorgebracht hatte. Der Krieg zerstörte Denkmäler, Lehreinrichtungen und Bibliotheken, gefährdete die Schriftkultur und bedrohte das Fortbestehen des kulturellen Erbe Roms.
Doch die Hoffnung blieb. Inmitten der Ruinen seiner von Konflikten heimgesuchten Heimat zog sich ein frommer Politiker aufs Land zurück und gründete ein Kloster. Das religiöse Zentrum sollte Bücher bewahren und Weisheit schützen. Doch warum wandte sich der Mann namens Cassiodor (um 490–580) in Zeiten des Krieges den Ideen zu?

Ein Reich in Trümmern

Historiker führen den Zusammenbruch des Römischen Reiches oft auf die Einfälle der „Goten“ zurück, einen Sammelbegriff für germanische Stämme aus Nord- und Osteuropa. Die Goten wanderten teilweise wegen des Hunnenkönigs Attila (um 406–453) nach Westen aus – einem wilden, blutrünstigen Eroberer, dessen Feldzüge ihm den Ruf als „Geißel Gottes“ einbrachten.
Attilas Angriffe zwangen die Westgoten, Ostgoten und andere Völker dazu, unter anderem in die römisch besetzten Gebiete im heutigen Deutschland und Österreich einzufallen. Auch wenn sie nicht immer erfolgreich waren, schädigten ihre regelmäßigen Überfälle die Infrastruktur Roms und beschleunigten dessen Niedergang.
Der Zusammenbruch des Römischen Reiches, das sich bereits im Jahr 395 in ein östliches und ein westliches Reich teilte, vollzog sich schrittweise. Wissenschaftler legen jedoch meist das Jahr 476 als Zerfallsdatum fest.
Odoaker (um 433–493), ein gotischer Feldherr und ehemaliger römischer Soldat, setzte mit dem jungen Romulus Augustulus (460–530) den letzten weströmischen Kaiser ab. Anschließend gründete er ein neues Königreich und annektierte den Großteil der römischen Gebiete in und um Italien. Romulus war der mythische Gründer Roms, und Augustus war Roms erster Kaiser. Dass der letzte Herrscher des vereinten Großreiches beide Namen trug, birgt eine gewisse Ironie.
Ein Teil von Roms Glanz lebte im Oströmischen Reich weiter. Seit dem frühen 4. Jahrhundert wurde es von Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, aus regiert. Kaiser Konstantin der Große (272–337) machte die antike Metropole per Dekret zur neuen Hauptstadt. Zudem erklärte der römische Kaiser das Christentum zur offiziellen Staatsreligion des Reiches, was zur Spaltung des Reiches in Ost und West maßgeblich beitrug.
Während die Goten die westlichen Gebiete Roms einnahmen, blieb Konstantinopel der formelle Sitz des Oströmischen Reiches. Sein Fortbestehen sicherte einen Großteil des kulturellen Erbes, das durch die gotischen Einfälle bedroht war.

Der Niedergang der Goten

Odoakers Königreich hielt jedoch nicht lange. Der oströmische Kaiser Zenon (um 425–491) beauftragte einen ostgotischen Stamm unter der Führung von Théoderich dem Großen (um 451–526) in Italien einzufallen. Théoderich eroberte Odoakers Ländereien, zwang ihn in Ravenna zur Kapitulation und ermordete ihn bei einem Bankett, das als Versöhnungszeremonie ausgegeben wurde.
Danach beanspruchte Théoderich den Thron für sich und wurde Herrscher des Ostgotenreichs. Obwohl er zunächst unter dem Befehl des oströmischen Kaisers stand, galt seine Loyalität seinem eigenen Volk, weshalb er häufig in oströmische Gebiete einfiel.
Als Théoderich 526 starb, folgte ihm sein Enkel auf den Thron. Wie Romulus Augustulus war auch Athalarich (516–534) noch sehr jung. Er führte ein ausschweifendes Leben und starb im Alter von nur 18 Jahren.
Athalarichs Tod stürzte das Ostgotenreich ins Chaos. Der oströmische Kaiser Justinian I. (482–565) nutzte diese Instabilität aus und startete einen großangelegten Feldzug, um die italienischen Gebiete zurückzuerobern und Roms früheren Glanz wiederherzustellen. Als einer von vielen „Gotenkriegen“ dauerte der Konflikt fast zwei Jahrzehnte.
Unzählige Kriege gingen Justinians Feldzug voraus. Doch fast keiner von ihnen weckte das gleiche Verlangen nach Bewahrung der Kultur. Während die kämpfenden Heere im gesamten Mittelmeerraum Orte des Lebens und des Lernens zerstörten, traten einige wenige Verfechter der Bildung in Erscheinung. Der bemerkenswerteste unter ihnen war Cassiodor, ein Politiker, der sein späteres Leben der Förderung der Literatur widmete.

Cassiodor: Ein kluger Staatsmann mit scharfsinnigem Geist

Flavius Magnus Aurelius Cassiodorus Senator (um 490–580) wurde in der Nähe von Catanzaro in Süditalien als Spross einer langen Reihe angesehener Politiker und Feldherren geboren. Er begann eine politische Laufbahn neben seinem Vater, der der wichtigste Berater von Théoderich dem Großen war. Als fähiger Diplomat und kluger Stratege stieg Cassiodor schnell auf.
Seine erfolgreiche Karriere lässt auf eine gründliche juristische Ausbildung schließen. Cassiodor studierte zudem griechische und lateinische Literatur, wahrscheinlich mit Unterstützung privater Lehrer. Diese umfassende Bildung machte ihn zu einem überzeugenden Redner. Oft soll er damit beauftragt worden sein, offizielle Briefe für die gotischen Herrscher zu verfassen.
Künstlerische Darstellung von Cassiodor

Künstlerische Darstellung von Cassiodor aus dem Jahr 1177.

Gegen Ende seiner politischen Laufbahn veröffentlichte Cassiodor eine Auswahl seiner Korrespondenz unter dem lateinischen Titel „Variae“ (zu Deutsch: „Sammelwerk“). Die Briefe zeugen von einem neugierigen, scharfsinnigen Geist.
Zwischen formellen Sätzen an Herrscher und Gesandte schweifte Cassiodor oft zu Themen wie Musik, Mathematik und Philosophie ab. In einer Nachricht an einen Verwaltungsbeamten in Süditalien sprach er liebevoll von seiner Heimatstadt, wo „das Leben ohne Kummer vergeht, da niemand die widrigen Jahreszeiten fürchtet“.

Langsame Abkehr von der Politik

Kurz nach Justinians Gotenkrieg brach Cassiodor nach Konstantinopel auf, wo er sieben Jahre lang Theologie studierte und seinen christlichen Glauben vertiefte. Die Zeit fernab der Politik ermöglichte es ihm, zahlreiche historische Darstellungen, philosophische Abhandlungen und theologische Kommentare zu verfassen.
Viele seiner längeren Werke stützten sich auf griechische Quellen. Griechisch war die Sprache von Platon (um 428–347 v. Chr.) und Aristoteles (384–322 v. Chr.), deren Schulen die wichtigsten Bildungszentren des Mittelmeerraums waren.
Später studierten und übersetzten römische Persönlichkeiten wie der begabte Redner Cicero (106–43 v. Chr.) die Lehren der beiden griechischen Philosophen. Zudem war Griechisch die Sprache des Neuen Testaments und der frühen Bibelkommentare, die für Christen wie Cassiodor von großer Bedeutung waren.
Cassiodor, dargestellt in der Schedel’schen Weltchronik von 1493

Cassiodor, dargestellt in der Schedel’schen Weltchronik von 1493.

Mit dem Schwinden der Verbindungen zum griechisch- und lateinischsprachigen Oströmischen Reich schwand auch die Kenntnis der antiken Sprache und ihrer Texte. Wie sein Kollege Boethius (um 480–526) sah Cassiodor diese zunehmende Entfernung von Griechenland als große Gefahr an.
Sein langer Aufenthalt in Konstantinopel verschaffte ihm eine einzigartige Position, um eine Brücke zwischen der lateinischen und der griechischen Welt zu schlagen. Er unterrichtete privat Griechisch und übersetzte griechische Texte ins Lateinische. In seinen späteren Lebensjahren wandte er sich von der Politik ab und kehrte nach Italien zurück, wo er seine bedeutendsten Spuren hinterließ.

Cassiodor gründet das Vivarium

Die Familie von Cassiodor besaß ein großes Anwesen in der Nähe seines Geburtsortes in Catanzaro. Dort, an den Ufern des Ionischen Meeres, das das östliche und westliche Mittelmeer miteinander verband, gründete er ein Kloster.
Wie Cassiodor im Gründungstext des Vivariums zugab, war sein ursprünglicher Plan, eine christliche Schule in Rom zu errichten. Er sicherte sich Geld und Unterstützung von Papst Agapetus I. (489–536), doch das Projekt scheiterte „aufgrund der andauernden Kriege und tobenden Schlachten in Italien“. Da dieser Wunsch nicht in Erfüllung ging, wählte der ehemalige Politiker seine Heimatstadt als Alternative.
Das Vivarium umfasste einen gemeinschaftlichen Wohnbereich für Mönche sowie abgeschiedene Gebäude für Einsiedler, die in Einsamkeit leben wollten. Der Komplex verfügte über eine große Bibliothek und einen Lesesaal für Besucher. Gemäß dem christlichen Prinzip der Nächstenliebe bot er zudem den Bedürftigen Unterkunft und den Kranken medizinische Versorgung.
Mögliche Darstellung vom Kloster Vivarium, das Cassiodor gründete

Mögliche Darstellung des heute nicht mehr erhaltenen Klosters Vivarium.

Das Kloster hatte keine zentrale Autorität. Obwohl ältere Mönche den jüngeren Mitgliedern Griechisch und andere Fächer beibrachten, hatte jeder viel Zeit für das Selbststudium. Cassiodor schrieb an seine Glaubensbrüder:
„Von göttlicher Liebe bewegt, habe ich mit Gottes Hilfe diese Einführungsbücher für euch verfasst, die an die Stelle eines Lehrers treten sollen. Ich glaube, dass sich durch sie, so Gott will, der Aufbau der Heiligen Schrift und ein kompakter Überblick über die weltliche Literatur erschließen lassen.“
Durch Cassiodor gehörte das Selbststudium zum Alltag von Mönchen

Selbststudium und das Lesen großer Werke aus aller Welt gehörte zum Alltag von Mönchen und hohen Geistlichen.

Ein Ort voller schöner und guter Dinge

Das Spektrum des Vivariums umfasste Werke früherer Schriftsteller, „die wir zu Recht preisen und den späteren Generationen in aller Herrlichkeit verkünden“, so Cassiodor. Die Werke sollten von großem Nutzen für jeden sein, „der die Quelle sowohl des weltlichen Wissens als auch des Heils der Seele ergründen möchte“.
Obwohl es sich formal um eine christliche Einrichtung handelte, bestand der Hauptzweck des Vivariums darin, Handschriften zu bewahren. Die Mönche hatten die Aufgabe, griechische und lateinische Werke aufzuspüren, zu kopieren, zu übersetzen und mit Anmerkungen zu versehen, in der Hoffnung, sie für die Nachwelt zu erhalten.
Die meisten Bücher in ihrer Bibliothek behandelten christliche Themen, seien es Abschriften der Heiligen Schrift oder Bibelkommentare. Doch die umfangreichen Sammlungen des Vivariums umfassten praktisch jeden Autor und jedes Genre, das zu jener Zeit verfügbar war.
Entgegen der Kritik anderer Christen ermutigte Cassiodor seine Kollegen offen dazu, nichtchristliche Autoren wie Cicero und Aristoteles zu studieren und zu bewahren, deren Lehren in Rhetorik und Ethik er als unverzichtbar erachtete, um ein vielseitig gebildeter Mensch zu werden.
Das Vivarium und seine Werke stießen bei Gelehrten schnell auf Interesse, nicht zuletzt wegen ihrer würdevollen Gestaltung. Bewegt von Platons Vorstellung, dass schöne Dinge auch gut sind, betonte Cassiodor die Notwendigkeit, elegante, kunstvoll verzierte Handschriften anzufertigen. Er ging sogar so weit zu behaupten, dass die Anfertigung einer schönen Handschrift heiliger Texte für einen Christen ein „heiliges Werk“ sei.
In den Augen von Cassiodor war es eine Notwendigkeit, kunstvoll verzierte Handschriften anzufertigen

Abschriften, die von Mönchen in Klöstern angefertigt wurden, waren oft kunstvoll verziert.

Das Vermächtnis von Cassiodor

Nur wenige Klöster im 5. Jahrhundert hatten sich solch anspruchsvollen intellektuellen Aufgaben gewidmet. Ihr Interesse an Handschriften war sporadisch, und ihre Bemühungen waren unkoordiniert. Cassiodor etablierte mit dem sorgfältigen Anfertigen von Abschriften und Übersetzungen einen Standard für künftige Klostertätigkeiten.
Entgegen seinen Hoffnungen brachte das lange Mittelalter mehr Krieg und Instabilität mit sich. Oftmals unberührt von politischen Wechselfällen wurden Klöster wie das Vivarium zu Bastionen der Kultur und Zentren des Lernens.
Es ist Cassiodor zu verdanken, dass zahlreiche antike Werke von christlichen Mönchen kopiert und so erhalten geblieben sind

Ein Mönch bei seiner täglichen Arbeit im Scriptorium eines Klosters.

Dass die Werke von Platon und Aristoteles, Abschriften der Bibel und andere grundlegende Texte Jahrhunderte voller Konflikte und Vernachlässigung im Westen überstanden haben, ist fast ausschließlich den Mönchen zu verdanken, die sich in ganz Europa als Schreiber betätigten.
Cassiodors weltprägendes Engagement für das Wissen entsprang der Überzeugung, dass eine blühende Zivilisation von guten Ideen lebt. In seinen Augen fußte eine funktionierende Gesellschaft auf fundiertem Denken. Ein sorgfältiges Studium sei demnach eines der Mittel gegen Krieg und kulturellen Verfall. Letztlich war das Ziel also nicht der eigennützige Zeitvertreib, sondern die Bewahrung von Wissen, die Entdeckung von Weisheiten und die Gestaltung einer besseren Zukunft.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „How a Monastery Helped Preserve the West“. (redaktionelle Bearbeitung: kms)
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Schweden kauft vier französische Fregatten für gut vier Milliarden Euro

Schweden hat vier französische Fregatten im Wert von 4,3 Milliarden Euro bestellt. Die schwedische Regierung unterzeichnete am Montag in Stockholm im Beisein des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und des schwedischen Regierungschefs Ulf Kristersson einen entsprechenden Vertrag.
Die Zeremonie fand an Bord der französischen Fregatte Amiral Ronarc’h statt, die zur selben Klasse zählt wie die von Schweden bestellten Schiffe des französischen Unternehmens Naval Group.
Das erste Exemplar soll 2030 geliefert werden. Macrons Besuch in Schweden stehe für eine „neue Etappe“ in der Verteidigungszusammenarbeit, betonte das französische Präsidialamt. Frankreich hatte seinerseits im Dezember zwei Aufklärungsflugzeuge vom Typ GlobalEye des schwedischen Herstellers Saab für mehr als eine Milliarde Euro bestellt.

Engere Verteidigungszusammenarbeit

Die Verteidigungsminister beider Länder, Catherine Vautrin und Pal Jonson, unterzeichneten außerdem einen Vertrag über eine engere Verteidigungszusammenarbeit.
Macron und Kristersson wollten anschließend an Bord der Fregatte ein Zweiergespräch führen. Anschließend ist eine Begegnung Macrons mit dem schwedischen König Carl XVI. Gustav geplant.
Schweden zählt neben Deutschland zu den acht Ländern, mit denen Frankreich bei der nuklearen Abschreckung enger zusammenarbeiten will. Das erste Treffen der Beteiligten fand im April unter französisch-schwedischem Vorsitz statt. Frankreich will sich zudem an den Nato-Einheiten beteiligen, die unter schwedischem Kommando in Finnland stationiert werden. (afp/red)
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Reiche fordert gebündelten Mittelstandsfonds

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) fordert eine dauerhafte Senkung der sogenannten Lohnnebenkosten in Deutschland auf unter 40 Prozent. „Ziel sollte sein, die Lohnnebenkosten wieder dauerhaft unter 40 Prozent zu drücken“, schreibt Reiche in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“.
Dafür brauche es eine konsequente Anpassung der Lebensarbeitszeit an die demografischen Gegebenheiten sowie Reformen der sozialen Sicherungssysteme. Auch ein flexibleres Arbeitsrecht sei notwendig, das den Unternehmen mehr Spielraum einräume und zusätzliche Beschäftigung erleichtere, schreibt Reiche.
Zudem fordert die Ministerin, mehr privates Kapital für Unternehmen zu mobilisieren. „Rund 3,5 Billionen Euro liegen auf deutschen Bankkonten. Das entspricht fast sieben Bundeshaushalten“, heißt es in dem Beitrag. Zugleich müssten junge Unternehmen ihr Wachstum im Ausland finanzieren.

Nach Vorbild der US-amerikanischen Small Business Administration

Reiche plädiert deshalb für die Gründung eines Fonds für den deutschen Mittelstand nach dem Vorbild der US-amerikanischen Small Business Administration. „Der Fonds würde die bisherigen Förder- und Absicherungsangebote, die sich auf Bund, Länder, KfW und Bürgschaftsbanken verteilen, bündeln, privates Kapital freisetzen und Betriebsübernahmen vereinfachen“, schreibt die Ministerin.
Deutschland soll nach den Vorstellungen von Reiche bis 2030 dauerhaft auf ein Wirtschaftswachstum von mehr als einem Prozent kommen. „Mein Ziel für 2030 ist klar: Deutschland wird dauerhaft wieder mehr als ein Prozent Wirtschaftswachstum generieren, und gehört zur wirtschaftlichen Spitzengruppe in Europa“, schreibt sie.
Für neues Wachstum muss Deutschland nach Reiches Einschätzung vor allem auf Hochtechnologie und technologiebasierte Dienstleistungen setzen. Genannt werden unter anderem Robotik und industrielle Künstliche Intelligenz, Mikroelektronik und Quantentechnologie, Biotechnologie und klimafreundliche Technologien sowie Raumfahrt und neue Kerntechnologien. (dts/red)
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Chinas diskrete Beteiligung an strategischen Unternehmen in Europa


In Kürze:

  • Die chinesische Zentralbank agiert über die State Administration of Foreign Exchange (SAFE) in Europa.
  • SAFE hält Minderheitsbeteiligungen an Unternehmen und Immobilien in acht europäischen Ländern.
  • Experten warnen vor mangelnder Transparenz:: Es sei besser zu wissen, wer Immobilien oder kritische Infrastruktur besitzt.

 
Eine der chinesischen Zentralbank unterstellte Behörde hat über mehr als ein Jahrzehnt hinweg ein umfangreiches Netzwerk von Beteiligungen in den Bereichen Infrastruktur, Energie, Immobilien und Finanzen in Europa aufgebaut.
Dabei kamen Holdinggesellschaften in Luxemburg und Offshore-Gesellschaften in der Karibik zum Einsatz. Das geht aus einer internationalen Untersuchung des Organized Crime and Corruption Reporting Project (OCCRP) hervor.
Hinter den Investitionen steht die State Administration of Foreign Exchange (SAFE), die Behörde, die unter der Aufsicht der chinesischen Zentralbank die Devisenreserven des Landes verwaltet.
Nach Recherchen der OCCRP ist es der Behörde gelungen, über ein komplexes Geflecht von Unternehmen beträchtliche Vermögenswerte in Europa aufzubauen. Die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse dieser Beteiligungen sind nur schwer nachvollziehbar.

Recherche in Unternehmensregistern europäischer Länder

Journalisten ermittelten die Vermögenswerte, indem sie Daten aus Unternehmensregistern mehrerer europäischer Länder zusammentrugen und miteinander abglichen.
Die Recherche zeigt, dass SAFE Minderheitsbeteiligungen an Unternehmen und Immobilien in acht europäischen Ländern hält. Dazu gehören ein Glasfaserunternehmen in Frankreich, Windparks in Großbritannien und ein spanisches Gasunternehmen, das in der Region Madrid fast eine Million Kunden versorgt, berichtet das OCCRP.
Darüber hinaus investierte die Behörde in Immobilien. Dazu zählen Gebäude in Belgien, die von der Bundespolizei und mehreren Einrichtungen der EU-Kommission genutzt werden.
Bis Dezember letzten Jahres hielt SAFE auch 37,5 Prozent am schwedischen Unternehmen A-train, das den Arlanda Express betreibt. Inzwischen befindet sich das Unternehmen vollständig im Besitz der schwedischen Investmentgruppe EQT.

Luxemburg, Britische Jungferninseln, Hongkong

Laut OCCRP wurden die Investitionen über ein Netzwerk von Holdinggesellschaften in Luxemburg abgewickelt. Diese wiederum gehören Unternehmen, die unter anderem auf den Britischen Jungferninseln und in Hongkong registriert sind.
Die komplexe Konstruktion erschwert es der Öffentlichkeit nachzuvollziehen, wer letztlich die Kontrolle über die Vermögenswerte ausübt.
Der Einsatz von Holdinggesellschaften und Offshore-Strukturen ist unter internationalen Investoren grundsätzlich nicht ungewöhnlich. Mehrere von OCCRP befragte Experten warnen jedoch, dass die eingeschränkte Transparenz besonders problematisch sein kann, wenn es um Investitionen in kritische Infrastruktur und gesellschaftlich relevante Bereiche geht.
Brad Setser, Forscher beim Council on Foreign Relations und ehemaliger Beamter des US-Finanzministeriums, sagte dem OCCRP: „SAFE hat in letzter Zeit erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Größe seiner Investitionen zu verschleiern, daher ist es eindeutig daran interessiert, sich aus dem Rampenlicht herauszuhalten.“

Unklare Verhältnisse schaffen Risiken

Der deutsche Europaabgeordnete Engin Eroğlu warnte unterdessen davor, dass unklare Eigentumsverhältnisse Sicherheitsrisiken bergen und die Kontrolle der Behörden über strategische Vermögenswerte erschweren könnten.
Gegenüber dem OCCRP sagte er: „Wir wissen bereits aus den USA, dass chinesische Unternehmen, von denen einige in staatlichem Besitz sind, speziell Land neben militärischen Einrichtungen kaufen. Ein ähnliches Problem könnte daher in Europa auftreten, wenn wir keinen klaren Überblick über diesen nicht transparenten Ansatz erhalten.“
Laut OCCRP sind Chinas Investitionen in Europa in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Die Autoren führen dies auf zwei Entwicklungen zurück: Zum einen haben die chinesischen Behörden die Kontrolle über Auslandsinvestitionen verschärft. Zum anderen führte die EU strengere Vorschriften zur Prüfung ausländischer Investitionen in strategischen Sektoren ein. Brüssel wollte den Mitgliedstaaten damit bessere Möglichkeiten geben, Risiken im Zusammenhang mit ausländischem Eigentum an gesellschaftlich wichtiger Infrastruktur zu bewerten.
Alex Cobham, Geschäftsführer des Tax Justice Network, warnte gegenüber OCCRP: „Wir sollten Angst vor Anonymität haben. Es ist besser für uns alle zu wissen, wer Immobilien oder kritische Infrastruktur besitzt.“
Der Artikel erschien im Original auf epochtimes.se unter dem Titel „Kinas centralbank har byggt upp nätverk av dolt ägande i Europa“. (deutsche Bearbeitung ks)
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Ausländische Investitionen in Deutschland legen deutlich zu

Ausländische Unternehmen haben 2025 rund 86 Milliarden Euro in Deutschland investiert. Das entspricht einem Anstieg von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) auf Basis von Daten der Deutschen Bundesbank zeigen.
Nach einem Rückgang der Investitionen um fast 32 Prozent im Jahr 2024 stabilisierten sich die Auslandsinvestitionen wieder. Der Gesamtwert für 2025 lag um fast elf Prozent über dem Median der Jahre 2015 bis 2024. Die Investitionen aus den USA gingen um fast 44 Prozent zurück, während das Vereinigte Königreich seine Investitionen um 284 Prozent auf 26 Milliarden Euro steigerte.

Vereinigtes Königreich liegt vor den USA

Mit einem Anteil von fast 31 Prozent an allen ausländischen Investitionen in Deutschland liegt das Vereinigte Königreich damit klar vor den USA. Chinesische Investitionen legten zwar um rund 51 Prozent zu, blieben mit 199 Millionen Euro aber ein Randphänomen: Ihr Anteil liegt bei gerade einmal 0,2 Prozent. Auch die Investitionen aus Chile und Saudi-Arabien legten kräftig zu, um jeweils über 40 Prozent.
Der größte Teil des ausländischen Investitionskapitals kam weiterhin aus Europa. Die EU-Staaten (ohne Deutschland) investierten rund 43 Milliarden Euro in Deutschland, was gut 50 Prozent aller ausländischen Investitionen entspricht. Zählt man das Vereinigte Königreich hinzu, kommen mehr als 80 Prozent der ausländischen Investitionen aus Europa. (dts/red)
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China bestraft Internetnutzer wegen kritischen Berichten zur Himalaya-Sturzflut

Chinas Behörden gehen wegen des Vorwurfs der Verbreitung von Falschinformationen zur verheerenden Sturzflut im Himalaya gegen zehn Menschen vor. Sie hätten im Internet angedeutet, dass die Zahl der Toten und Vermissten deutlich höher sei als offiziell angegeben, teilte das Büro für Cybersicherheit des Ministeriums für öffentliche Sicherheit am Montag mit. Den Betroffenen drohten Geldstrafen und bis zu zehn Tage Haft.
Ein Mensch mit dem Nachnamen Liu etwa schrieb den Angaben zufolge im Internet, dass infolge der Sturzflut mehr als 3.000 Menschen in China gestorben seien. Laut den bisherigen offiziellen Angaben kamen in der autonomen Region Tibet in China 16 Menschen ums Leben und in Nepal 903. In Tibet werden demnach 546 Menschen vermisst, in Nepal 4247.

Chinesisches Außenministerium weist Vorwürfe der Beschönigung zurück

Das chinesische Außenministerium gab an, Informationen zum Unglück würden „offen, transparent und zügig“ verbreitet. Es wies Vorwürfe zurück, die Behörden hätten Bilder zurückgehalten oder die Zahl der Opfer beschönigt. „Die Bevölkerung billigt keine böswillige Verleumdung, keine Sensationsmache und keine Ausschlachtung der Katastrophe“, sagte ein Ministeriumssprecher.
Die Sturzflut hatte am vergangenen Mittwoch im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet im Himalaya ganze Ortschaften zerstört. Die autonome Region Tibet ist für ausländische Journalisten nahezu unzugänglich. In der Regel können sich Medienvertreter nur im Rahmen von behördlich organisierten Besuchen dorthin begeben.
Rettungskräfte beiderseits der Grenze suchen weiter nach Überlebenden. Die Arbeit wurde am Montag durch widrige Wetterbedingungen erschwert, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur „Xinhua“ meldete. Auf Bildern des Staatsfernsehens waren Einsatzkräfte zu sehen, die etwa durch den Schlamm wateten. (afp/red)
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Steigende Energiepreise treiben Inflation auf 2,9 Prozent

Hohe Energiepreise treiben die Teuerung in Deutschland erneut bis knapp unter die Drei-Prozent-Marke. Wie schon im April erreichte die Inflationsrate im August 2,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen errechnet hat. Stärker gestiegen sind die Verbraucherpreise in Europas größter Volkswirtschaft zuletzt im Dezember 2023 mit damals 3,7 Prozent.
„Die mit 2,9 Prozent etwas höhere Inflation im August ist wie in den Vormonaten auf stärker gestiegene Preise für Kraftstoffe und Heizöl zurückzuführen“, sagte Silke Tober, Inflationsexpertin des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der arbeitnehmernahen Hans-Böckler-Stiftung.
Nach dem Ölpreisschock infolge des Irankrieges hatte die Bundesregierung im Mai und Juni für etwas Entlastung gesorgt: Die Energiesteuer auf Benzin und Diesel wurde vorübergehend um knapp 17 Cent pro Liter gesenkt. Doch nach dem Auslaufen dieses Tankrabatts sprang die Inflationsrate direkt um 0,5 Punkte auf 2,8 Prozent im Juli nach oben.

Energiepreise ziehen stark an – Lebensmittel kaum teurer

Zentraler Preistreiber war auch im August Energie. Fürs Tanken und Heizen mussten Verbraucher 10,5 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor.
Nahrungsmittel verteuerten sich dagegen nur leicht um 0,1 Prozent, in den drei Monaten zuvor waren die Lebensmittelpreise jeweils um 0,4 Prozent gestiegen. Von Juli auf August des laufenden Jahres zogen die Verbraucherpreise den vorläufigen Angaben der Wiesbadener Statistiker zufolge um 0,2 Prozent an.

Inflationsrate könnte weiter steigen

Nach Einschätzung der Bundesbank könnte sich das Leben in Deutschland in den nächsten Monaten vorübergehend weiter verteuern. Denn der Iran-Konflikt schwelt weiter, mit der Folge, dass die für den internationalen Energiehandel wichtige Meerenge Straße von Hormus faktisch blockiert bleibt.
Autofahrer in Deutschland bekommen das an der Zapfsäule zu spüren. Nach Einschätzung des ADAC könnte 2026 das bislang teuerste Tankjahr überhaupt werden. Und je länger die Energiepreise hoch bleiben, umso größer die Gefahr, dass auch andere Preise steigen, weil zum Beispiel Transport und Kühlung von Lebensmitteln teurer werden. Dazu kommen die Folgen von Hitze und Trockenheit, die die Ernte schmälern.

Tariflöhne steigen wohl stärker als die Preise

Je höher die Teuerungsrate, umso geringer die Kaufkraft der Menschen: Sie können sich für einen Euro dann weniger leisten und halten sich mit größeren Anschaffungen zurück. Der private Konsum, der in guten Zeiten eine wichtige Stütze der Konjunktur ist, schwächelt seit Monaten.
Millionen Tarifbeschäftigte können zumindest darauf hoffen, dass sie nach Abzug der Inflation dieses Jahr etwas mehr Geld im Portemonnaie haben. Unter dem Strich könnte ein realer Lohnzuwachs von 0,7 Prozent bleiben, wie das WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung errechnet hat. Allerdings wird sich erst am Ende des Jahres zeigen, ob die Rechnung aufgeht, denn die Teuerungsrate könnte noch steigen und in einigen großen Branchen gibt es bisher keine Tarifabschlüsse, die das WSI berücksichtigen konnte.

Hebt die EZB die Leitzinsen an?

Weil zuletzt auch die Inflation im Euroraum stieg – im Juli auf 2,9 Prozent – erwarten Volkswirte, dass die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrer nächsten Sitzung am 10. September die Leitzinsen im Euroraum zum zweiten Mal in diesem Jahr anheben wird. Mit höheren Zinsen kann die Notenbank die Inflation dämpfen, weil dann Kredite teurer werden und die Nachfrage gebremst wird. Die EZB strebt für den Euroraum mittelfristig eine Teuerungsrate von 2,0 Prozent an. Bei dieser Marke sieht sie ihr oberstes Ziel erfüllt: für stabile Preise und einen stabilen Euro zu sorgen.
Derzeit liegt der für Banken und Sparer wichtige Einlagenzins im Euroraum bei 2,25 Prozent. EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel sprach sich jüngst in einem Interview für höhere Leitzinsen zur Eindämmung der Inflationsrisiken aus. Beim aktuellen Leitzins sei es unwahrscheinlich, dass die Inflation mittelfristig auf das anvisierte Ziel von 2,0 Prozent zurückkehre, sagte Schnabel: „Daher wird eine weitere Straffung erforderlich sein.“ (dpa/red)
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Reiche zieht Bilanz: Deutschland soll wieder zum Investitionsstandort werden


In Kürze:

  • Wirtschaftsministerin Katherina Reiche will Deutschland wieder zu einem attraktiven Investitionsstandort machen.
  • Ihr Ministerium verweist auf mehr als 8,5 Milliarden Euro jährliche Entlastung durch Bürokratieabbau.
  • Mit dem Deutschlandfonds sollen öffentliche Mittel private Investitionen von bis zu 130 Milliarden Euro mobilisieren.

 
Um Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche war es in den vergangenen Wochen sehr ruhig geworden. Das lag nicht nur an der allgemeinen parlamentarischen Sommerpause. Reiche war, wie es aus dem Ministerium hieß, aufgrund eines notwendigen medizinischen Eingriffs vorübergehend nicht für öffentliche Termine verfügbar. Nun ist sie wieder zurück und zieht eine erste Bilanz ihrer bisherigen Amtszeit.

Reiche: Deutschland soll wieder Ziel von Investitionen werden

Anlässlich der Veröffentlichung des 12-seitigen Papiers erklärte Reiche, Deutschland solle weg vom „Standort der Bedenken“ – und stattdessen wieder „Standort der Investitionen“ werden. Dafür hat das Ministerium seinen eigenen Angaben zufolge bereits einige Maßnahmen ergriffen. Vor allem im Bereich der Bürokratieentlastungen betrachtet sich das Ressort von Ministerin Reiche als führend innerhalb der gesamten Bundesregierung.
Die Ministerin betont, dass es Deutschland nicht an Ideen fehle. Der Weg von der Innovation zur alltäglichen Umsetzung in der Realwirtschaft scheitere jedoch häufig an Hindernissen. Ein neuer Wachstumsschub sei möglich, so Reiche. Diesen könnten jedoch nicht Subventionen herbeiführen, sondern nur neue Technologien, unternehmerischen Mut und privates Kapital.
Um die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, müsse man „Wachstumsbremsen“ beseitigen. Dazu gehörten insbesondere hohe Energiekosten, Bürokratie und lange Genehmigungsverfahren.

Rückbau von Bürokratie soll Entlastung von 8,5 Milliarden Euro gebracht haben

Reiche streicht heraus, dass von ihr veranlasste Abbaumaßnahmen im Bereich der Berichts- und Dokumentationspflichten bisher mehr als 8,5 Milliarden Euro jährlich an Erfüllungsaufwand eingespart hätten. Das Ziel für die Zukunft laute 10 Milliarden. Zu Beginn ihrer Amtszeit seien 325.000 zusätzliche Stellen für die jährliche Bürokratiebewältigung erforderlich gewesen.
Statt Geld in die Wirtschaft zu pumpen, solle – so die Überlegung – der Staat die Kosten senken, die er selbst durch Vorgaben verursache. Auch in der Energiepolitik sieht das Ministerium unter Reiche einen Paradigmenwechsel. Bisher habe die Politik lediglich den Ausbau erneuerbarer Energien gefördert, gleichzeitig aber Systemkosten und Netzinfrastruktur zu wenig beachtet. Deshalb wolle man den Ausbau der Erneuerbaren stärker am tatsächlichen Bedarf des Netzes ausrichten. Kritik gibt es dafür insbesondere aus den Reihen der Grünen, die der Ministerin vorwerfen, den Ausbau zu bremsen.
Reiche kündigt ein Monitoring als Faktenbasis an. Ausgehend von dessen Erkenntnissen werde man den Zubau stärker steuern und eine Begrenzung der Kosten für Redispatch-Maßnahmen und das System selbst veranlassen. Am Ziel eines Erneuerbaren-Anteils von 80 Prozent am Bruttostromverbrauch bis 2030 halte man jedoch fest, heißt es im Papier weiter.

Reiche verweist auf Entlastung für Stromkunden – Preisniveau bleibt aber hoch

Die Ministerin erwähnt auch mehrere Maßnahmen zur konkreten Entlastung bei Strom und Energie. So sollen ab 2027 jährlich 6,5 Milliarden Euro als Netzentgeltzuschuss die Übertragungsnetzkosten senken. Schon jetzt profitierten etwa 600.000 Unternehmen aus Industrie sowie Land- und Forstwirtschaft von der Stromsteuersenkung.
Diese bringe eine jährliche Entlastung von bis zu 4 Milliarden Euro. Ursprünglich sollten laut Koalitionsvertrag alle Haushalte und Unternehmen in den Genuss einer Stromsteuersenkung kommen. Von einer vollständigen Umsetzung dieses Ziels nahm das Kabinett jedoch aufgrund haushaltspolitischer Sachzwänge vorerst Abstand.
Die Strompreiskompensation will das Ministerium für 31 Industriesektoren von 75 auf 80 Prozent ausweiten. Dieser sogenannte Industriestrompreis ist für einen Zeitraum von 2026 bis 2030 vorgesehen. Durch die vollständige Abschaffung der Gasspeicherumlage will Reiche ein Entlastungsvolumen von weiteren mehr als 3 Milliarden Euro erschließen. Insgesamt ist die Rede von zweistelligen Milliardenbeträgen an jährlichen Entlastungen für Industrie, Handwerk und Verbraucher. Derzeit sind die Strompreise in Deutschland dennoch nach wie vor im weltweiten Maßstab weit oben angesiedelt.

Internationale Investorenkonferenz für Oktober geplant

Um die angesprochenen Wachstumsziele zu forcieren, will Reiche auch den sogenannten Deutschlandfonds ausbauen. Nach Vorstellung des Ministeriums sollen öffentliche Investitionen im Umfang von etwa 30 Milliarden Euro in Bereiche wie Deep-Tech, KI, Biotech, Defence-Tech, Netze oder Rohstoffe eine Hebelwirkung hervorrufen.
Durch zusätzliches privates Kapital könne man Gesamtinvestitionen von bis zu 130 Milliarden Euro mobilisieren, so die Erwartung. Bereits über die WIN-Initiative sei es gelungen, privates Wagniskapital in einer Höhe von 2,6 Milliarden Euro zu beschaffen. Reiche geht davon aus, dass öffentliche Mittel privates Kapital nicht ersetzen, aber die private Investitionsbereitschaft fördern können.
Große Hoffnungen setzt man in Reiches Ministerium auch auf eine internationale Investorenkonferenz, die für 19. und 20. Oktober in Berlin geplant ist. Dort soll es um Themen wie Infrastruktur, Künstliche Intelligenz, Deep Tech und weitere Schlüsseltechnologien gehen. Im Jahr 2027 soll es eine ähnliche Konferenz geben. Zudem wolle man das Weltwirtschaftsforum in Davos nutzen, um Investitionen einzuwerben.

Vier Handelsabkommen als Teil der Bilanz

Reiche streicht zudem die Rolle Deutschlands als Standort für Start-ups heraus. Allein im ersten Halbjahr habe es 3.053 Neugründungen gegeben – darunter 36 sogenannte Unicorns mit einer Bewertung von mindestens einer Milliarde US-Dollar. Rund 522.000 Jobs seien im Segment der Start-ups entstanden, heißt es im Papier. Im Vorjahr habe das Wagniskapital-Volumen 7,2 Milliarden betragen. Im Rüstungsbereich seien 50 Prozent des gesamten europäischen Wagniskapitals nach Deutschland geflossen.
In der Bilanz des Bundeswirtschaftsministeriums sind auch die vier Handelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten, Indien, Australien und Chile als Erfolge der bisherigen Anstrengungen aufgeführt. Ab 2032 wolle man auch den Start eines technologieoffenen, marktlichen Kapitalmarktes ermöglichen.
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31.08.2026 | Merz warnt vor AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt | Apple-Chef übergibt an Nachfolger

HEUTE20:08 Uhr

Merz warnt vor AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt

Bei einem Besuch in Sachsen-Anhalt kurz vor der Wahl hat Bundeskanzler Friedrich Merz vor den Folgen einer AfD-Regierung gewarnt. „Sachsen-Anhalt darf kein Experimentierfeld für Wutbürger werden“, sagte Merz am Montagabend bei einem Auftritt mit Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) in Quedlinburg. Merz bat die Wähler, der CDU die Stimme zu geben.

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HEUTE19:05 Uhr

Messi tritt aus argentinischer Nationalmannschaft zurück

Lionel Messi (39) beendet nach 21 Jahren seine Karriere in der argentinischen Nationalmannschaft. Der Weltmeister von 2022 absolvierte 207 Länderspiele und erzielte 125 Tore. Für Inter Miami, wo sein Vertrag bis Ende 2028 läuft, spielt er weiter.

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HEUTE18:53 Uhr

Deutsche-Post-Konzern wird in DHL umbenannt

Die Deutsche Post heißt ab Dienstag offiziell DHL. Die Umbenennung wurde im Mai bei der Hauptversammlung in Bonn beschlossen. 2023 war bereits der Markenname „Deutsche Post DHL“ in „DHL“ geändert worden. Der Name Deutsche Post bleibt für das Deutschlandgeschäft erhalten.

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HEUTE18:35 Uhr

Zahl der Ebola-Fälle im Kongo steigt auf mehr als 6.000

In der Demokratischen Republik Kongo wurden seit Beginn des Ebola-Ausbruchs Mitte Mai 6.041 Infektionen registriert, 2911 Infizierte starben. Die Epidemie betrifft mehrere Provinzen im Norden und Osten und ist der schlimmste Ebola-Ausbruch in der Geschichte des Landes.

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HEUTE18:16 Uhr

Apple-Chef Tim Cook übergibt an seinen Nachfolger John Ternus

Bei Apple übernimmt am Dienstag John Ternus (51) den Vorstandsvorsitz von Tim Cook (65). Cook wird Verwaltungsratschef und bleibt dem Konzern als Mentor erhalten. Ternus soll Apple ins KI-Zeitalter führen. Am 9. September stellt er neue Produkte vor, erwartet wird ein faltbares iPhone.

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HEUTE17:15 Uhr

Steinmeier trifft deutschsprachige Staatsoberhäupter in Österreich

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier reist ab Dienstag für zwei Tage nach Österreich. In Innsbruck und Alpbach nimmt er mit den Staatsoberhäuptern Belgiens, Liechtensteins, Luxemburgs und der Schweiz an einem Treffen teil. Themen sind Gletscher, Klimawandel und „How Europe Wins“.

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HEUTE16:50 Uhr

Gesamtmetall fordert „massive Einsparungen“ im Gesundheitswesen

Gesamtmetall lehnt die von Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) befürwortete fünfjährige Übergangszeit bis zur Abschaffung der „Rente mit 63“ ab. Hauptgeschäftsführer Oliver Zander nennt sie „nicht finanzierbar“ und warnt für 2028 vor Sozialbeiträgen von 45 Prozent, für Kinderlose mit Ehepartner von 48 Prozent.

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HEUTE16:27 Uhr

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident zurückhaltend bei AfD-Verbot

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) äußerte sich zurückhaltend zu Forderungen nach einem AfD-Verbot. Er wolle die AfD in Wahlen schlagen und sich erst nach genauer Prüfung dazu äußern. Schulze warnte davor, dass AfD und BSW über den Umweg Sachsen-Anhalt lediglich ihre persönliche Machtbasis in Berlin erweitern wollten.

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HEUTE15:16 Uhr

Trotz U-Haft: Høiby darf zu Begräbnis von Harald V.

Der älteste Sohn der neuen norwegischen Königin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, darf trotz Hausarrest am Begräbnis des gestorbenen Königs Harald V. teilnehmen. Die norwegische Polizei bestätigte entsprechende Medienberichte. Die Anklage genehmigte demnach einen entsprechenden Antrag Høibys.
Marius Borg Høiby ist im Juni zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Archivbild)

Marius Borg Høiby ist im Juni zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Archivbild)

Foto: Heiko Junge/NTB Scanpix/AP/dpa

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HEUTE15:04 Uhr

Deutschland genehmigt Einreise von Taliban-Vertretern – für „technische Fragen“

Die Bundesregierung genehmigte einer technischen Delegation der radikalislamischen Taliban-Regierung die Einreise nach Deutschland. Sie soll afghanische Auslandsvertretungen für mehr Abschiebungen leistungsfähiger machen, etwa durch Reparaturen an Geräten für Passetiketten. Die Delegierten seien vor der Einreise einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen worden, so ein Außenamtssprecher.

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HEUTE13:50 Uhr

Italien und Spanien verlängern gegenseitige Grenzkontrollen

Die italienische Regierung hat die nach dem Massenandrang von Migranten in Ceuta eingeführten Grenzkontrollen für Spanien um 15 Tage verlängert. Die Kriterien, die zur Einführung der Grenzkontrollen am 1. August geführt hätten, bestünden fort. Die spanische Regierung verlängerte ihrerseits ebenfalls die Grenzkontrollen für Italien um 15 Tage.

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HEUTE13:29 Uhr

Spanien: Vorwürfe wegen Ceuta Richtung Russland und Israel

Spaniens linker Regierungschef Pedro Sánchez hat sozialen Netzwerken mit „Verbindungen zu Russland und Israel“ vorgeworfen, mit Falschmeldungen den Massenandrang auf Ceuta Ende Juli angeheizt zu haben. Er kritisierte auch eine „internationale rechtsextreme Bewegung“, die das Thema Migration „stets nutzt, um nicht nur Spanien, sondern auch Europa anzugreifen und zu spalten“. Am 28. August hielten sich noch 5.000 Migranten in dem Gebiet auf.

Migranten am 31. August 2026 im Stadtteil Loma Colmenar in Ceuta. Der spanische Ministerpräsident sagte, der Zustrom von Migranten in die spanische Enklave werde noch untersucht, er schloss jedoch jegliche Verantwortung seitens der marokkanischen Behörden aus.

Foto: Antonio Sempere/AFP via Getty Images

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HEUTE13:26 Uhr

Israel unterzeichnet Rüstungsabkommen mit Griechenland für drei Milliarden Euro

Israels und Griechenland haben einen Rüstungsvertrag im Wert von drei Milliarden Euro für den Bau des mehrschichtiges Luftabwehrsystems „Achilles Shield“ abgeschlossen. Der Vertrag umfasst Abwehrsysteme vom Typ David’s Sling, Barak MX und Spyder sowie Luftüberwachungsradare. Ein weiterer Vertrag im Wert von 26 Millionen Euro fetrofft Anti-Drohnen-Systeme.

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HEUTE12:45 Uhr

DAK-Umfrage zu Longevity: Innerer Schweinehund bremst

Die meisten Deutschen wollen etwas für ihre persönliche Gesundheitsvorsorge tun und sich mehr bewegen, viele scheitern aber am Zeitmangel oder am inneren Schweinehund. Das zeigt eine DAK-Gesundheit-Umfrage. Fast drei Viertel der Befragten würde regelmäßig Sport treiben oder mehr Bewegung in ihren Alltag integrieren, 71 Prozent setzen auf soziale Kontakte. Für fast jeden Zweiten ist das Älterwerden natürlich, sie sehen keinen Anlass, etwas für eine längere gesunde Lebensspanne zu tun.

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HEUTE12:17 Uhr

Bundesregierung prüft Hilfen für Nepal nach Sturzflut

Nach der Sturzflut in der Grenzregion zwischen Nepal und China prüft die Bundesregierung Hilfen – Nepal bat um Geräten zur Identifizierung wie DNA-Testkits sowie Kühlmöglichkeiten für sterbliche Überreste. Zudem bittet das nepalesische Finanzministerium die internationale Gemeinschaft um humanitäre Hilfe und Wiederaufbau. Bisher sind 903 Todesfälle bestätigt, über 10.000 Menschen wurden in Nepal in Sicherheit gebracht.

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HEUTE12:11 Uhr

EU-Kommission: ChatGPT fällt unter strengere EU-Regeln

Mit ChatGPT stellt die EU-Kommission erstmals ein KI-Sprachmodell unter verschärfte Beobachtung. Der KI-Chatbot des US-Unternehmens OpenAI wird als „sehr große Suchmaschine“ eingestuft und unterliegt so künftig den „strengsten Vorschriften des Gesetzes über digitale Dienste“. ChatGPT habe die dafür vorgesehene Schwelle von durchschnittlich 45 Millionen Nutzern in der EU überschritten.

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HEUTE11:54 Uhr

Tödliche Messerattacke in Rosenheimer Bahnhof: Verdächtiger in Psychiatrie

Nach einem tödlichen Messerangriff auf eine Frau im Bahnhof von Rosenheim ist der 27-jährige Tatverdächtige in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht worden. Es wurde Unterbringungshaftbefehl wegen Mordes gegen den Deutschen ohne festen Wohnsitz erlassen. Er soll in der Nacht zum Sonntag eine 31-jährige Britin im Bahnhof mit einem Messer angegriffen haben.
Leere Züge am Bahnhof Rosenheim in Bayern.

Züge am Bahnhof Rosenheim in Bayern.

Foto: Uwe Lein/dpa

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HEUTE11:40 Uhr

Gesamtumsätze mit Unterhaltungselektronik sinken

Die Gesamtumsätze mit Fernsehern, Audiogeräten und Digitalkameras sind das sechste Jahr in Folge rückläufig. Einzig Audio- und Videozubehör sowie Digitalkameras sind in diesem Jahr leicht im Plus. Das besagt eine neue Bitkom-Studie. Der Markt für Unterhaltungselektronik wird demnach 2026 um 2,4 Prozent von 7,8 auf 7,6 Milliarden Euro zurückgehen.

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HEUTE11:08 Uhr

Brandenburg: Mann tötet Frau auf offener Straße

In Brandenburg ist am Morgen eine 24-jährige Frau auf offener Straße getötet worden. Die Einsatzkräfte wurden laut Polizei um 6:30 Uhr alarmiert. Als sie eintrafen, hatte der Tatverdächtige bereits die Flucht ergriffen. Aufgrund von Zeugenhinweisen konnte der 29-jährige Mann gestellt und festgenommen werden.

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HEUTE11:03 Uhr

14 Millionen Euro für autonomes Fahren – ÖPNV im Fokus

Das Bundesverkehrsministerium will autonomes Fahren vor allem im Nahverkehr und Gütertransport mit bis zu 14 Millionen Euro fördern. Gefördert werden sollen Vorhaben im Regel- oder Erprobungsbetrieb, die Beschaffung von Fahrzeugen mit autonomen Fahrsystemen sowie die Umrüstung von Fahrzeugen.

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HEUTE10:48 Uhr

Ökonomen warnen vor staatlicher Wohnungsbaugesellschaft

Ökonomen warnen vor der Gründung einer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft. Es gebe „große verfassungsrechtliche Risiken“, da die Zuständigkeit für Wohnungsbau laut Grundgesetz bei den Ländern liegt. Darauf verweist die Hans-Böckler-Stiftung. Union und SPD vereinbarten Anfang Juli eine Wohnungsbaugesellschaft für bezahlbares Wohnen, bei der „der Bund künftig im großen Stil Wohnungen bauen kann“.
Eine Baustelle mit neuen Wohnungen in neu gebauten Mehrfamilienhäusern. Der Abruf staatlicher Zuschüsse zu Bausparverträgen hat ein Rekordniveau erreicht.

Eine Baustelle mit neuen Wohnungen in neu gebauten Mehrfamilienhäusern.

Foto: Patrick Pleul/dpa

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HEUTE10:32 Uhr

Inflation legt weiter zu

Die Inflationsrate in Deutschland steigt in den meisten Bundesländern weiter an: in NRW von 2,7 Prozent im Juli auf 2,9 Prozent im August, in Bayern (2,8 auf 2,9), Baden-Württemberg (2,5 auf 2,6) oder Sachsen-Anhalt (2,7 auf 3,2). In Rheinland-Pfalz (3,1) und Berlin (2,9) blieb die Rate konstant. Wichtiger Treiber waren erneut die Energiepreise. Bundesweit dürfte die Inflationsrate auf 2,9 oder 3,0 Prozent steigen.

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HEUTE10:30 Uhr

Radikalisierung: BfV sieht Blackbox-Algorithmen als Problem

Zur Online-Radikalisierung junger Menschen tragen laut einer Analyse des Verfassungsschutzes neben psychologischen Faktoren auch intransparente Algorithmen von Internet-Plattformen bei. Diese setzten verstärkt auf „kontroverse und hoch interaktive Inhalte“. Nutzer würden nach unverfänglichen „semi-politischen Inhalten“ allmählich in eine Echokammer geführt, in der immer radikalere und stark emotionalisierende Inhalte verbreitet würden.

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HEUTE10:20 Uhr

Wadephul: EU muss attraktiver werden

Außenminister Johann Wadephul bedauert, dass Islands Einwohner gegen Gespräche über einen EU-Beitritt ihres Landes gestimmt haben. Vor 13 Jahren waren die Verhandlungen unterbrochen worden, vor allem wegen der Fischerei. Das Ziel einer EU-Norderweiterung solle trotzdem nicht aufgegeben werden – neben Island könnte auch Norwegen dazugehören.

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HEUTE9:53 Uhr

Heckler & Koch macht so viel Gewinn wie noch nie

Gewehrfabrikant Heckler & Koch hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2026 auf 263,9 Millionen Euro und damit um 47,1 Prozent gesteigert. Der Gewinn stieg von 11,8 Millionen Euro auf 40,8 Millionen. Ein Grund: Ende 2026 bewilligte der Bundestag eine Aufstockung eines Sturmgewehr-Rahmenvertrages auf 250.000 Stück. Gleichzeitig legte das Unternehmen ein weiteres Investitionsprogramm von 230 Millionen Euro bis Ende 2028 auf.
Sturmgewehre, die HK bei der Waffenmesse Eurosatory in Paris vorgestellt hat.

Sturmgewehre, die HK bei der Waffenmesse Eurosatory in Paris vorgestellt hat.

Foto: Wolf von Dewitz/dpa

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HEUTE9:22 Uhr

Sturzflut im Grand Canyon: Ein Toter, Suche nach Vermissten

Bei einer Sturzflut im Grand-Canyon-Nationalpark ist ein 46-Jähriger ums Leben gekommen, etwa 15 weitere gelten als vermisst. Von der Sturzflut erfasst wurde demnach ein bei Touristen beliebtes Gebiet: die Phantom Ranch und der Bright Angel Canyon. Die Flut beschädigte laut US-Medien Campingplätze und Wanderwege im Nationalpark. Bis zum Sonntagmorgen seien 62 Menschen von der Phantom Ranch und dem unteren North Kaibab Trail gerettet worden.

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HEUTE9:11 Uhr

Deutsche Bahn stellt 5.200 Auszubildende ein

Bei der Deutschen Bahn DB starten zum 1. September rund 5.200 Menschen ihre Ausbildung oder ihr duales Studium. Rund 1.000 von ihnen starten in der Schieneninstandhaltung als Elektroniker, Mechatroniker und Gleisbauer. Weitere rund 1.000 lernen in der Zugverkehrssteuerung, rund 800 sind angehende Lokführer.

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HEUTE8:58 Uhr

IG Metall: Zeichen bei VW stehen auf Konflikt

Die Industriegewerkschaft Metall wirft dem VW-Vorstand schädliche Außendarstellung vor. Die Kommunikation von VW-Chef Oliver Blume zum verschärften Sparkurs sei ein „Super-Gau“. Bei den Produktstrategien sei Volkswagen auf dem Weg der Besserung, sagte Niedersachsens IG-Metall-Bezirkschef Thorsten Gröger. Streiks wären ab Januar 2027 möglich.

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HEUTE8:51 Uhr

Sumatra: Vulkan Sinabung spuckt 3.500 Meter hohe Aschewolke

Der Vulkan Sinabung auf der indonesischen Insel Sumatra ist ausgebrochen, es entstand binnen der einen Stunde des Ausbruch eine rund 3.500 Meter hohe Aschewolke. Berichte über Verletzte oder Tote lagen zunächst nicht vor. Für den 2.460 Meter hohen Vulkan gilt derzeit die zweite von vier Warnstufen. Für den Gipfel gilt eine drei Kilometer weite Sperrzone, an der Südostflanke sind es bis zu viereinhalb Kilometer.
Die Aschesäule über dem Vulkan war dreieinhalb Kilometer hoch.

Die Aschesäule über dem Vulkan war dreieinhalb Kilometer hoch.

Foto: Geological Ageny Indonesia/dpa

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HEUTE8:02 Uhr

Nepals Regierungschef: „Wir werden diese Krise überwinden“

Nepals Regierungschef Balendra Shah rief angesichts der Flutkatastrophe zu Durchhaltewillen und Zusammenhaltauf. Die Überschwemmungen am Bhotekoshi-Flusses machten es extrem schwierig, einen vollständigen Überblick über den Verlust an Menschenleben sowie die Zerstörungen zu gewinnen. Es kamen in Nepal mindestens 903 Menschen ums Leben. Über 4.200 werden vermisst, davon 592 Ausländer. China spricht für Tibet von mindestens 16 Toten und 540 Vermissten.
Viele Menschen bangen weiter um vermisste Angehörige.

Viele Menschen bangen weiter um vermisste Angehörige.

Foto: Dar Yasin/AP/dpa

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HEUTE7:55 Uhr

Über 130 Millionen Preisgeld: Golfer Scheffler löst Woods ab

Scottie Scheffler hat Tiger Woods von der Spitze der Preisgeld-Rangliste verdrängt. Der 30 Jahre alte Weltranglistenerste erhielt für seinen Sieg beim Saisonfinale der PGA Tour in Atlanta 10 Millionen Dollar (und spielte bisher rund 130.390.600 Dollar in seiner Karriere an Preisgeldern ein. Scheffler gewann im East Lake Golf Club mit einem Gesamtergebnis von 264 Schlägen vor dem Norweger Viktor Hovland und dem Amerikaner Ryan Gerard (268).

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HEUTE7:12 Uhr

Präsidenten Russlands, Chinas und des Iran bei Gipfel in Kirgistan

In Kirgistan beginnt heute ein Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, zu dem unter anderen der russische Präsident Wladimir Putin, Chinas Staatschef Xi Jinping sowie der iranische Präsident Massud Peseschkian erwartet werden. Etwa ein Dutzend Regierungschefs begehen bei dem zweitägigen Treffen in der Hauptstadt Bischkek das 25-jährige Bestehen des Bündnisses.

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HEUTE6:43 Uhr

Union fordert Ende der Grundsicherung für per Haftbefehl Gesuchte

Die Unionsfraktion verlangt, dass das Arbeitsministerium zügig seinen Aktionsplan gegen Sozialleistungsmissbrauch vorlegt. Das berichtet die „Rheinische Post“. Wer in Deutschland per Haftbefehl gesucht werde und sich vor der Polizei verstecke, bekomme weiter die volle Sozialleistung. Im Juli sollte Ministerin Bas dazu einen Plan vorlegen, was bisher nicht geschehen sei. Hintergrund sei der Datenschutz, durch den die Jobcenter nicht die passenden informationen erhalten.

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HEUTE6:27 Uhr

Neuer Apple-Chef muss iPhone-Konzern durch KI-Ära steuern

John Ternus übernimmt am 1. September den Apple-Chefposten von Tim Cook. Zu seinen ersten Ankündigungen könnte der Einstieg von Apple ins Geschäft mit faltbaren Smartphones gehören. Ternus war zuvor für Geräte zuständig.
Am Rande der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni musste John Ternus, damals noch designierter Apple-Chef, für viele Selfies posieren. (Archivbild)

Am Rande der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni musste John Ternus, damals noch designierter Apple-Chef, für viele Selfies posieren. (Archivbild)

Foto: Andrej Sokolow/dpa

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HEUTE6:21 Uhr

Verband: Deutschland kommt beim Lkw-Ladenetz kaum voran

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Lastwagen kommt laut dem Verband der Automobilindustrie zu langsam voran. Im Juli waren 88 Standorte mit 355 Ladepunkten für schwere Nutzfahrzeuge in Betrieb. Bis 2030 sind hierzulande 4.200 öffentliche Ladepunkte geplant. E-Lkw-Fahrer seien im Fernverkehr nur mit superschnellen MCS-Ladesäulen in der Lage, die gesetzlichen Lenk- und Pausenzeiten einzuhalten.

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HEUTE5:50 Uhr

Erstes Ministertreffen von Mekka-Verteidigungsbündnis in Istanbul

Minister des neuen Militärbündnisses aus Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan kommen erstmals in Istanbul zusammen. Es soll ein mit den Außen- und Verteidigungsministern sowie Militärchefs der drei Länder besetzter gemeinsamer verteidigungspolitischer „Strategie-Ausschuss“ gebildet werden. Zudem wird über eine Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten, Kooperationen in der Rüstungsindustrie und die Kompatibilität der Armeen beraten.
HEUTE5:36 Uhr

Außenminister Wadephul besucht Tunesien und Algerien

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) besucht mit einer Wirtschaftsdelegation zwei Tage Tunesien und Algerien. Es sind sowohl Gespräch mit den Außenministern beider Staaten geplant. In Tunesien Treffen mit Vertretern deutscher Unternehmen im Land und tunesischer Start-ups. In Algerien wird Wadephul von Präsident Abdelmadjid Tebboune empfangen. Er wirbt für engere Zusammenarbeit mit den nordafrikanischen Ländern.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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31.08.2026 | Apple-Chef übergibt an Nachfolger | Steinmeier trifft deutschsprachige Staatsoberhäupter in Österreich

HEUTE18:35 Uhr

Zahl der Ebola-Fälle im Kongo steigt auf mehr als 6.000

In der Demokratischen Republik Kongo wurden seit Beginn des Ebola-Ausbruchs Mitte Mai 6.041 Infektionen registriert, 2911 Infizierte starben. Die Epidemie betrifft mehrere Provinzen im Norden und Osten und ist der schlimmste Ebola-Ausbruch in der Geschichte des Landes.

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HEUTE18:16 Uhr

Apple-Chef Tim Cook übergibt an seinen Nachfolger John Ternus

Bei Apple übernimmt am Dienstag John Ternus (51) den Vorstandsvorsitz von Tim Cook (65). Cook wird Verwaltungsratschef und bleibt dem Konzern als Mentor erhalten. Ternus soll Apple ins KI-Zeitalter führen. Am 9. September stellt er neue Produkte vor, erwartet wird ein faltbares iPhone.

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HEUTE17:15 Uhr

Steinmeier trifft deutschsprachige Staatsoberhäupter in Österreich

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier reist ab Dienstag für zwei Tage nach Österreich. In Innsbruck und Alpbach nimmt er mit den Staatsoberhäuptern Belgiens, Liechtensteins, Luxemburgs und der Schweiz an einem Treffen teil. Themen sind Gletscher, Klimawandel und „How Europe Wins“.

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HEUTE16:50 Uhr

Gesamtmetall fordert „massive Einsparungen“ im Gesundheitswesen

Gesamtmetall lehnt die von Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) befürwortete fünfjährige Übergangszeit bis zur Abschaffung der „Rente mit 63“ ab. Hauptgeschäftsführer Oliver Zander nennt sie „nicht finanzierbar“ und warnt für 2028 vor Sozialbeiträgen von 45 Prozent, für Kinderlose mit Ehepartner von 48 Prozent.

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HEUTE16:27 Uhr

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident zurückhaltend bei AfD-Verbot

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) äußerte sich zurückhaltend zu Forderungen nach einem AfD-Verbot. Er wolle die AfD in Wahlen schlagen und sich erst nach genauer Prüfung dazu äußern. Schulze warnte davor, dass AfD und BSW über den Umweg Sachsen-Anhalt lediglich ihre persönliche Machtbasis in Berlin erweitern wollten.

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HEUTE15:16 Uhr

Trotz U-Haft: Høiby darf zu Begräbnis von Harald V.

Der älteste Sohn der neuen norwegischen Königin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, darf trotz Hausarrest am Begräbnis des gestorbenen Königs Harald V. teilnehmen. Die norwegische Polizei bestätigte entsprechende Medienberichte. Die Anklage genehmigte demnach einen entsprechenden Antrag Høibys.
Marius Borg Høiby ist im Juni zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Archivbild)

Marius Borg Høiby ist im Juni zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Archivbild)

Foto: Heiko Junge/NTB Scanpix/AP/dpa

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HEUTE15:04 Uhr

Deutschland genehmigt Einreise von Taliban-Vertretern – für „technische Fragen“

Die Bundesregierung genehmigte einer technischen Delegation der radikalislamischen Taliban-Regierung die Einreise nach Deutschland. Sie soll afghanische Auslandsvertretungen für mehr Abschiebungen leistungsfähiger machen, etwa durch Reparaturen an Geräten für Passetiketten. Die Delegierten seien vor der Einreise einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen worden, so ein Außenamtssprecher.

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HEUTE13:50 Uhr

Italien und Spanien verlängern gegenseitige Grenzkontrollen

Die italienische Regierung hat die nach dem Massenandrang von Migranten in Ceuta eingeführten Grenzkontrollen für Spanien um 15 Tage verlängert. Die Kriterien, die zur Einführung der Grenzkontrollen am 1. August geführt hätten, bestünden fort. Die spanische Regierung verlängerte ihrerseits ebenfalls die Grenzkontrollen für Italien um 15 Tage.

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HEUTE13:29 Uhr

Spanien: Vorwürfe wegen Ceuta Richtung Russland und Israel

Spaniens linker Regierungschef Pedro Sánchez hat sozialen Netzwerken mit „Verbindungen zu Russland und Israel“ vorgeworfen, mit Falschmeldungen den Massenandrang auf Ceuta Ende Juli angeheizt zu haben. Er kritisierte auch eine „internationale rechtsextreme Bewegung“, die das Thema Migration „stets nutzt, um nicht nur Spanien, sondern auch Europa anzugreifen und zu spalten“. Am 28. August hielten sich noch 5.000 Migranten in dem Gebiet auf.

Migranten am 31. August 2026 im Stadtteil Loma Colmenar in Ceuta. Der spanische Ministerpräsident sagte, der Zustrom von Migranten in die spanische Enklave werde noch untersucht, er schloss jedoch jegliche Verantwortung seitens der marokkanischen Behörden aus.

Foto: Antonio Sempere/AFP via Getty Images

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HEUTE13:26 Uhr

Israel unterzeichnet Rüstungsabkommen mit Griechenland für drei Milliarden Euro

Israels und Griechenland haben einen Rüstungsvertrag im Wert von drei Milliarden Euro für den Bau des mehrschichtiges Luftabwehrsystems „Achilles Shield“ abgeschlossen. Der Vertrag umfasst Abwehrsysteme vom Typ David’s Sling, Barak MX und Spyder sowie Luftüberwachungsradare. Ein weiterer Vertrag im Wert von 26 Millionen Euro fetrofft Anti-Drohnen-Systeme.

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HEUTE12:45 Uhr

DAK-Umfrage zu Longevity: Innerer Schweinehund bremst

Die meisten Deutschen wollen etwas für ihre persönliche Gesundheitsvorsorge tun und sich mehr bewegen, viele scheitern aber am Zeitmangel oder am inneren Schweinehund. Das zeigt eine DAK-Gesundheit-Umfrage. Fast drei Viertel der Befragten würde regelmäßig Sport treiben oder mehr Bewegung in ihren Alltag integrieren, 71 Prozent setzen auf soziale Kontakte. Für fast jeden Zweiten ist das Älterwerden natürlich, sie sehen keinen Anlass, etwas für eine längere gesunde Lebensspanne zu tun.

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HEUTE12:17 Uhr

Bundesregierung prüft Hilfen für Nepal nach Sturzflut

Nach der Sturzflut in der Grenzregion zwischen Nepal und China prüft die Bundesregierung Hilfen – Nepal bat um Geräten zur Identifizierung wie DNA-Testkits sowie Kühlmöglichkeiten für sterbliche Überreste. Zudem bittet das nepalesische Finanzministerium die internationale Gemeinschaft um humanitäre Hilfe und Wiederaufbau. Bisher sind 903 Todesfälle bestätigt, über 10.000 Menschen wurden in Nepal in Sicherheit gebracht.

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HEUTE12:11 Uhr

EU-Kommission: ChatGPT fällt unter strengere EU-Regeln

Mit ChatGPT stellt die EU-Kommission erstmals ein KI-Sprachmodell unter verschärfte Beobachtung. Der KI-Chatbot des US-Unternehmens OpenAI wird als „sehr große Suchmaschine“ eingestuft und unterliegt so künftig den „strengsten Vorschriften des Gesetzes über digitale Dienste“. ChatGPT habe die dafür vorgesehene Schwelle von durchschnittlich 45 Millionen Nutzern in der EU überschritten.

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HEUTE11:54 Uhr

Tödliche Messerattacke in Rosenheimer Bahnhof: Verdächtiger in Psychiatrie

Nach einem tödlichen Messerangriff auf eine Frau im Bahnhof von Rosenheim ist der 27-jährige Tatverdächtige in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht worden. Es wurde Unterbringungshaftbefehl wegen Mordes gegen den Deutschen ohne festen Wohnsitz erlassen. Er soll in der Nacht zum Sonntag eine 31-jährige Britin im Bahnhof mit einem Messer angegriffen haben.
Leere Züge am Bahnhof Rosenheim in Bayern.

Züge am Bahnhof Rosenheim in Bayern.

Foto: Uwe Lein/dpa

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HEUTE11:40 Uhr

Gesamtumsätze mit Unterhaltungselektronik sinken

Die Gesamtumsätze mit Fernsehern, Audiogeräten und Digitalkameras sind das sechste Jahr in Folge rückläufig. Einzig Audio- und Videozubehör sowie Digitalkameras sind in diesem Jahr leicht im Plus. Das besagt eine neue Bitkom-Studie. Der Markt für Unterhaltungselektronik wird demnach 2026 um 2,4 Prozent von 7,8 auf 7,6 Milliarden Euro zurückgehen.

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HEUTE11:08 Uhr

Brandenburg: Mann tötet Frau auf offener Straße

In Brandenburg ist am Morgen eine 24-jährige Frau auf offener Straße getötet worden. Die Einsatzkräfte wurden laut Polizei um 6:30 Uhr alarmiert. Als sie eintrafen, hatte der Tatverdächtige bereits die Flucht ergriffen. Aufgrund von Zeugenhinweisen konnte der 29-jährige Mann gestellt und festgenommen werden.

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HEUTE11:03 Uhr

14 Millionen Euro für autonomes Fahren – ÖPNV im Fokus

Das Bundesverkehrsministerium will autonomes Fahren vor allem im Nahverkehr und Gütertransport mit bis zu 14 Millionen Euro fördern. Gefördert werden sollen Vorhaben im Regel- oder Erprobungsbetrieb, die Beschaffung von Fahrzeugen mit autonomen Fahrsystemen sowie die Umrüstung von Fahrzeugen.

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HEUTE10:48 Uhr

Ökonomen warnen vor staatlicher Wohnungsbaugesellschaft

Ökonomen warnen vor der Gründung einer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft. Es gebe „große verfassungsrechtliche Risiken“, da die Zuständigkeit für Wohnungsbau laut Grundgesetz bei den Ländern liegt. Darauf verweist die Hans-Böckler-Stiftung. Union und SPD vereinbarten Anfang Juli eine Wohnungsbaugesellschaft für bezahlbares Wohnen, bei der „der Bund künftig im großen Stil Wohnungen bauen kann“.
Eine Baustelle mit neuen Wohnungen in neu gebauten Mehrfamilienhäusern. Der Abruf staatlicher Zuschüsse zu Bausparverträgen hat ein Rekordniveau erreicht.

Eine Baustelle mit neuen Wohnungen in neu gebauten Mehrfamilienhäusern.

Foto: Patrick Pleul/dpa

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HEUTE10:32 Uhr

Inflation legt weiter zu

Die Inflationsrate in Deutschland steigt in den meisten Bundesländern weiter an: in NRW von 2,7 Prozent im Juli auf 2,9 Prozent im August, in Bayern (2,8 auf 2,9), Baden-Württemberg (2,5 auf 2,6) oder Sachsen-Anhalt (2,7 auf 3,2). In Rheinland-Pfalz (3,1) und Berlin (2,9) blieb die Rate konstant. Wichtiger Treiber waren erneut die Energiepreise. Bundesweit dürfte die Inflationsrate auf 2,9 oder 3,0 Prozent steigen.

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HEUTE10:30 Uhr

Radikalisierung: BfV sieht Blackbox-Algorithmen als Problem

Zur Online-Radikalisierung junger Menschen tragen laut einer Analyse des Verfassungsschutzes neben psychologischen Faktoren auch intransparente Algorithmen von Internet-Plattformen bei. Diese setzten verstärkt auf „kontroverse und hoch interaktive Inhalte“. Nutzer würden nach unverfänglichen „semi-politischen Inhalten“ allmählich in eine Echokammer geführt, in der immer radikalere und stark emotionalisierende Inhalte verbreitet würden.

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HEUTE10:20 Uhr

Wadephul: EU muss attraktiver werden

Außenminister Johann Wadephul bedauert, dass Islands Einwohner gegen Gespräche über einen EU-Beitritt ihres Landes gestimmt haben. Vor 13 Jahren waren die Verhandlungen unterbrochen worden, vor allem wegen der Fischerei. Das Ziel einer EU-Norderweiterung solle trotzdem nicht aufgegeben werden – neben Island könnte auch Norwegen dazugehören.

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HEUTE9:53 Uhr

Heckler & Koch macht so viel Gewinn wie noch nie

Gewehrfabrikant Heckler & Koch hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2026 auf 263,9 Millionen Euro und damit um 47,1 Prozent gesteigert. Der Gewinn stieg von 11,8 Millionen Euro auf 40,8 Millionen. Ein Grund: Ende 2026 bewilligte der Bundestag eine Aufstockung eines Sturmgewehr-Rahmenvertrages auf 250.000 Stück. Gleichzeitig legte das Unternehmen ein weiteres Investitionsprogramm von 230 Millionen Euro bis Ende 2028 auf.
Sturmgewehre, die HK bei der Waffenmesse Eurosatory in Paris vorgestellt hat.

Sturmgewehre, die HK bei der Waffenmesse Eurosatory in Paris vorgestellt hat.

Foto: Wolf von Dewitz/dpa

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HEUTE9:22 Uhr

Sturzflut im Grand Canyon: Ein Toter, Suche nach Vermissten

Bei einer Sturzflut im Grand-Canyon-Nationalpark ist ein 46-Jähriger ums Leben gekommen, etwa 15 weitere gelten als vermisst. Von der Sturzflut erfasst wurde demnach ein bei Touristen beliebtes Gebiet: die Phantom Ranch und der Bright Angel Canyon. Die Flut beschädigte laut US-Medien Campingplätze und Wanderwege im Nationalpark. Bis zum Sonntagmorgen seien 62 Menschen von der Phantom Ranch und dem unteren North Kaibab Trail gerettet worden.

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HEUTE9:11 Uhr

Deutsche Bahn stellt 5.200 Auszubildende ein

Bei der Deutschen Bahn DB starten zum 1. September rund 5.200 Menschen ihre Ausbildung oder ihr duales Studium. Rund 1.000 von ihnen starten in der Schieneninstandhaltung als Elektroniker, Mechatroniker und Gleisbauer. Weitere rund 1.000 lernen in der Zugverkehrssteuerung, rund 800 sind angehende Lokführer.

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HEUTE8:58 Uhr

IG Metall: Zeichen bei VW stehen auf Konflikt

Die Industriegewerkschaft Metall wirft dem VW-Vorstand schädliche Außendarstellung vor. Die Kommunikation von VW-Chef Oliver Blume zum verschärften Sparkurs sei ein „Super-Gau“. Bei den Produktstrategien sei Volkswagen auf dem Weg der Besserung, sagte Niedersachsens IG-Metall-Bezirkschef Thorsten Gröger. Streiks wären ab Januar 2027 möglich.

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HEUTE8:51 Uhr

Sumatra: Vulkan Sinabung spuckt 3.500 Meter hohe Aschewolke

Der Vulkan Sinabung auf der indonesischen Insel Sumatra ist ausgebrochen, es entstand binnen der einen Stunde des Ausbruch eine rund 3.500 Meter hohe Aschewolke. Berichte über Verletzte oder Tote lagen zunächst nicht vor. Für den 2.460 Meter hohen Vulkan gilt derzeit die zweite von vier Warnstufen. Für den Gipfel gilt eine drei Kilometer weite Sperrzone, an der Südostflanke sind es bis zu viereinhalb Kilometer.
Die Aschesäule über dem Vulkan war dreieinhalb Kilometer hoch.

Die Aschesäule über dem Vulkan war dreieinhalb Kilometer hoch.

Foto: Geological Ageny Indonesia/dpa

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Nepals Regierungschef: „Wir werden diese Krise überwinden“

Nepals Regierungschef Balendra Shah rief angesichts der Flutkatastrophe zu Durchhaltewillen und Zusammenhaltauf. Die Überschwemmungen am Bhotekoshi-Flusses machten es extrem schwierig, einen vollständigen Überblick über den Verlust an Menschenleben sowie die Zerstörungen zu gewinnen. Es kamen in Nepal mindestens 903 Menschen ums Leben. Über 4.200 werden vermisst, davon 592 Ausländer. China spricht für Tibet von mindestens 16 Toten und 540 Vermissten.
Viele Menschen bangen weiter um vermisste Angehörige.

Viele Menschen bangen weiter um vermisste Angehörige.

Foto: Dar Yasin/AP/dpa

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Über 130 Millionen Preisgeld: Golfer Scheffler löst Woods ab

Scottie Scheffler hat Tiger Woods von der Spitze der Preisgeld-Rangliste verdrängt. Der 30 Jahre alte Weltranglistenerste erhielt für seinen Sieg beim Saisonfinale der PGA Tour in Atlanta 10 Millionen Dollar (und spielte bisher rund 130.390.600 Dollar in seiner Karriere an Preisgeldern ein. Scheffler gewann im East Lake Golf Club mit einem Gesamtergebnis von 264 Schlägen vor dem Norweger Viktor Hovland und dem Amerikaner Ryan Gerard (268).

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HEUTE7:12 Uhr

Präsidenten Russlands, Chinas und des Iran bei Gipfel in Kirgistan

In Kirgistan beginnt heute ein Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, zu dem unter anderen der russische Präsident Wladimir Putin, Chinas Staatschef Xi Jinping sowie der iranische Präsident Massud Peseschkian erwartet werden. Etwa ein Dutzend Regierungschefs begehen bei dem zweitägigen Treffen in der Hauptstadt Bischkek das 25-jährige Bestehen des Bündnisses.

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Union fordert Ende der Grundsicherung für per Haftbefehl Gesuchte

Die Unionsfraktion verlangt, dass das Arbeitsministerium zügig seinen Aktionsplan gegen Sozialleistungsmissbrauch vorlegt. Das berichtet die „Rheinische Post“. Wer in Deutschland per Haftbefehl gesucht werde und sich vor der Polizei verstecke, bekomme weiter die volle Sozialleistung. Im Juli sollte Ministerin Bas dazu einen Plan vorlegen, was bisher nicht geschehen sei. Hintergrund sei der Datenschutz, durch den die Jobcenter nicht die passenden informationen erhalten.

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Neuer Apple-Chef muss iPhone-Konzern durch KI-Ära steuern

John Ternus übernimmt am 1. September den Apple-Chefposten von Tim Cook. Zu seinen ersten Ankündigungen könnte der Einstieg von Apple ins Geschäft mit faltbaren Smartphones gehören. Ternus war zuvor für Geräte zuständig.
Am Rande der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni musste John Ternus, damals noch designierter Apple-Chef, für viele Selfies posieren. (Archivbild)

Am Rande der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni musste John Ternus, damals noch designierter Apple-Chef, für viele Selfies posieren. (Archivbild)

Foto: Andrej Sokolow/dpa

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HEUTE6:21 Uhr

Verband: Deutschland kommt beim Lkw-Ladenetz kaum voran

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Lastwagen kommt laut dem Verband der Automobilindustrie zu langsam voran. Im Juli waren 88 Standorte mit 355 Ladepunkten für schwere Nutzfahrzeuge in Betrieb. Bis 2030 sind hierzulande 4.200 öffentliche Ladepunkte geplant. E-Lkw-Fahrer seien im Fernverkehr nur mit superschnellen MCS-Ladesäulen in der Lage, die gesetzlichen Lenk- und Pausenzeiten einzuhalten.

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Erstes Ministertreffen von Mekka-Verteidigungsbündnis in Istanbul

Minister des neuen Militärbündnisses aus Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan kommen erstmals in Istanbul zusammen. Es soll ein mit den Außen- und Verteidigungsministern sowie Militärchefs der drei Länder besetzter gemeinsamer verteidigungspolitischer „Strategie-Ausschuss“ gebildet werden. Zudem wird über eine Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten, Kooperationen in der Rüstungsindustrie und die Kompatibilität der Armeen beraten.
HEUTE5:36 Uhr

Außenminister Wadephul besucht Tunesien und Algerien

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) besucht mit einer Wirtschaftsdelegation zwei Tage Tunesien und Algerien. Es sind sowohl Gespräch mit den Außenministern beider Staaten geplant. In Tunesien Treffen mit Vertretern deutscher Unternehmen im Land und tunesischer Start-ups. In Algerien wird Wadephul von Präsident Abdelmadjid Tebboune empfangen. Er wirbt für engere Zusammenarbeit mit den nordafrikanischen Ländern.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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Mission zum Mars: Rover „Idefix“ bereit zum Start

In wenigen Wochen steht der Start einer Raumsonde samt Rover zum Mars an. „MMX“ (Martian Moons eXploration) werde nach Planung der japanischen Raumfahrtbehörde Jaxa voraussichtlich am 19. Oktober starten, teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit.
Das mögliche Startfenster zum Mars erstreckt sich demnach bis zum 7. November. Im Zuge der Mission soll der deutsch-französische Rover „Idefix“ 2029 auf dem Marsmond Phobos landen. 2031 sollen dann mit einem Rückkehrmodul erstmals Proben von Phobos und damit aus dem Marssystem zur Erde gebracht werden.
„Idefix“ solle die Marsmond-Oberfläche 100 Tage lang erkunden, teilte das DLR mit. „Unser Rover „Idefix“ und das „MMX“-Raumschiff unserer japanischen Partner starten als eine Einheit ihre Reise ins Marssystem“, sagten DLR-Projektleiter Markus Grebenstein und Projektleiter Julien Baroukh von der französischen Raumfahrtbehörde CNES in einer gemeinsamen Mitteilung.
Erst bei Phobos trennten sich ihre Wege. „Dort wird „Idefix“ Geschichte schreiben – als erster Rover, der jemals Spuren auf einem Marsmond hinterlässt.“

Das Leichtgewicht landet direkt

Besonders an „Idefix“ ist dem DLR zufolge seine kompakte Bauart. Der Rover sei nur so groß wie ein Getränkekasten und wiege etwa 25 Kilogramm, habe im Wesentlichen aber dennoch alle Elemente eines vollwertigen Wissenschafts-Rovers.
„Aufgrund seines geringen Gewichts und der geringen Schwerkraft wird „Idefix“ direkt auf Phobos landen können, ohne die Hilfe eines Landevehikels.“
Die „MMX“-Sonde soll nach rund einjähriger Flugzeit 2027 den Mars erreichen und in seine Umlaufbahn einschwenken.
Voraussichtlich um den Jahreswechsel 2028/2029 wird die Muttersonde dann den Rover aus einer Höhe von etwa 40 Metern über der Oberfläche in den freien Fall Richtung Phobos schicken, hieß es. Einmal gelandet, richte er sich selbstständig auf und sei dann einsatzbereit.

Rätselhafte Entstehung

Die Marsmonde Phobos und Deimos sind neben dem Erdmond die beiden einzigen Monde im inneren Sonnensystem. Sie sind viel kleiner als der Erdmond und nicht kugelförmig, sondern unregelmäßig geformt.
Der größte Durchmesser von Phobos beträgt knapp 27 Kilometer, der von Deimos 15 Kilometer. Auf Phobos herrschen dem DLR zufolge extreme Temperaturen von minus 150 bis 30 Grad.
Die Mission zu Phobos soll die Frage klären helfen, ob die beiden Monde eingefangene Asteroiden sind oder aber nach einem Meteoriteneinschlag auf dem Mars entstanden. (dpa/red)
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Tatverdächtiger festgenommen – Deutsche unter Verletzten des Schweizer Technofestivals

Nach den tödlichen Schüssen bei einer Techno-Party im schweizerischen Aarau haben die Behörden einen Verdächtigen festgenommen.
Es handele sich um einen 43-jährigen Schweizer, teilte die Polizei am Montag mit. Er wurde demnach in der Nacht kurz vor 1 Uhr im Zuge der Fahndungsmaßnahmen angehalten und daraufhin „unter dringendem Tatverdacht“ festgenommen.
Die Ermittlungen zum genauen Hergang der Tat sowie zu den Hintergründen und dem möglichen Motiv sind weiterhin im Gang. Zum aktuellen Zeitpunkt gehen die Behörden von einem Einzeltäter aus.
Nach Polizeiangaben wurden die Schüsse an zwei verschiedenen Orten abgegeben – auf dem Rave-Gelände in Aarau und in der Nähe eines angrenzenden Wohnwagenlagers.

Terrorakt, Amoklauf oder andere Straftat?

Ermittler wollten sich bisher nicht festlegen, ob sie einen Terrorakt, einen Amoklauf oder eine Abrechnung im kriminellen Milieu untersuchen – und ob es einen oder mehrere Täter gibt.
Eine 22-jährige Italienerin wurde bei den Schüssen getötet. Vier Schweizer Männer und eine deutsche Frau erlitten leichte bis schwere Verletzungen, wie die Aargauer Kantonspolizei nach Angaben der Nachrichtenagentur „Keystone-SDA“ am späten Abend mitteilte. Die Verletzten im Alter von 24 bis 31 Jahren wurden ins Krankenhaus gebracht.
Die Schüsse am frühen Sonntagmorgen waren nach Angaben der Ermittler aus mindestens zwei Waffen abgegeben worden. Es seien unterschiedliche Hülsen von Patronen gefunden worden, die zu einer Pistole oder Maschinenpistole sowie zu einem Sturmgewehr passten.
Ob das auf zwei Täter hindeute oder ein Schütze beide Waffen nutzte, ließ die Polizei offen. Das Motiv hinter den Schüssen ist weiterhin unklar.

Erste Notrufe kurz nach dem Ende des Raves

Kurz nach dem Ende des Raves, zu dem der Veranstalter rund 3.500 Besucher erwartet hatte, gingen bei der Polizei die ersten Notrufe ein. Augenzeugen schilderten, dass viele Schüsse gefallen seien.
Da der Ernst der Lage laut Polizei sofort deutlich wurde, rückten die Einsatzkräfte mit einem Großaufgebot aus. Zum Zeitpunkt der Schüsse hielten sich demnach noch weit mehr als 100 Personen auf dem Festivalgelände auf.
Der Vorfall spielte sich bei einem seit Jahren etablierten Rave-Event auf dem Gelände des Aargauischen Rennvereins ab – etwa 40 Kilometer westlich von Zürich. Das italienische Todesopfer wohnte in der Region.

Deutsche Polizei an Fahndung beteiligt

Die Ermittler baten darum, Video- und Bildmaterial an den Instagram-Kanal der Kantonspolizei Aargau zu senden. An den allgemeinen Fahndungsmaßnahmen war routinemäßig auch die Polizei auf deutscher Seite beteiligt, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Freiburg sagte.
Angaben zu den konkreten Maßnahmen machte er nicht. Der Kanton Aargau liegt an der deutschen Grenze, eine Flucht bis nach Deutschland dauert nach Polizeiangaben von Aarau aus nur etwa 40 Minuten. (dpa/afp/red)