Ein Mitarbeiter montiert am 18. März 2025 in der Leica-Fabrik Wetzlar eine Leica-Kamera. Die in Wetzlar gegründete Marke mit dem roten Punkt fasziniert nach wie vor und behauptet ihre Nischenposition in einem Markt, der von japanischen Giganten wie Sony, Canon und Nikon dominiert wird. - Foto: Kirill Kudryavtsev/AFP via Getty Images
Der Kamerahersteller Leica hat in einem schwierigen Marktumfeld erstmals seit Jahren einen Umsatzrückgang verbucht. In dem Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr gaben die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent auf 573 Millionen Euro nach, wie das Unternehmen in Wetzlar mitteilte. Unter dem Strich schrieb die Leica Camera Gruppe schwarze Zahlen.
Neben geopolitischen Unsicherheiten und nachteiligen Wechselkurseffekten machte Leica auch verschärfte Zollregelungen für die Entwicklung verantwortlich und sprach trotz des Umsatzminus von einem „robusten Ergebnis“.
Einen konkreten Ausblick für das laufende Geschäftsjahr gab der Vorstandsvorsitzende Andreas Voll nicht, erklärte aber, die aktuelle Geschäftsentwicklung bestätigt die Ausrichtung, auf innovative Produkte im Premiumsegment und das globale Vertriebsnetz zu setzen sowie neue Zielgruppen anzusprechen. „Dazu gehören mehr Frauen, aber auch jüngere Menschen und neue kreative Communities“, erklärte Voll.
Neben der schwierigen weltwirtschaftlichen Entwicklung haben auch verschärfte Zollregelungen Leica im vergangenen Geschäftsjahr zu schaffen gemacht. (Archivbild)
Foto: Andreas Arnold/dpa
Konsumzurückhaltung im wichtigen US-Markt
Nicht nur die einzelnen Geschäftsbereiche, sondern auch die Umsätze in den unterschiedlichen Regionen entwickelten sich im vergangenen Geschäftsjahr unterschiedlich. Den größten Teil der Leica-Erlöse macht der Geschäftsbereich Foto aus, wichtigster Einzelmarkt sind die USA, wo die Konsumstimmung zuletzt schwächelte.
Nach Brancheneinschätzungen sei der weltweite Markt für Fotoapparate im vergangenen Jahr zwar nach Stückzahlen leicht gewachsen, doch griffen die Kunden häufiger zu günstigeren Modellen, so dass das weltweite Umsatzvolumen rückläufig gewesen sei, sagte ein Leica-Sprecher.
Im Foto-Geschäft verlor Leica im Jahresvergleich Umsätze. Dagegen wuchs das Mobile-Geschäft kräftig, und die Sparte Sportoptik habe sich erneut stabil entwickelt. Das Geschäft mit Uhren und Accessoires, Heimkinoprojektoren und Brillengläsern sei ebenfalls positiv verlaufen.
Auch künftig will das Unternehmen mit Produktneuheiten bei den Kunden punkten. So hatte Leica im Oktober mit der M EV1 die erste M-Kamera mit einem integrierten elektronischen Sucher eingeführt; das „M“ steht für „Messsucher“. Hinzu kamen etwa das kompakte Objektiv Leica Noctilux M-35 und die spiegellose Systemkamera SL3 Reporter sowie der tragbare Heimkino-Beamer Cine Compact 1.
Am 18. März 2025 in der Leica-Fabrik Wetzlar. Obwohl das Unternehmen Leica, das Optik und Mikroskope herstellt, bereits 1869 vom Unternehmer Ernst Leitz gegründet wurde, stellte es erst 1925 sein erstes 35-mm-Kameramodell vor, das den Grundstein für die moderne Fotografie legte.
Foto: Kirill Kudryavtsev/AFP via Getty Images
Die Markteinführung der Ende Februar am Rande der Mobilfunkmesse MWC in Barcelona vorgestellten Neuauflage des Leica Leitzphone ist nach den Worten von Voll „sehr erfolgreich verlaufen“.
Die Erwartungen seien übertroffen worden, hieß es vom Unternehmen, Verkaufszahlen wurden aber nicht genannt. Leica arbeitet bei dem Smartphone mit dem chinesischen Hersteller Xiaomi zusammen.
Online-Umsätze legen zu
Das weltweite Netzwerk von Leica-Stores sei im vergangenen Geschäftsjahr gezielt in bislang noch nicht erschlossenen Regionen erweitert worden. Insgesamt gehören weltweit rund 120 Stores zum Vertriebsnetz von Leica.
Seine Umsätze erwirtschaftet das Unternehmen auch über Auktionen und den Online-Handel – dieser trug im vergangenen Geschäftsjahr fünf Prozent mehr zum Gesamtumsatz der Gruppe bei. (dpa/red)
Hilfskräfte versorgten die Fahrgäste des Zuges. - Foto: Pascal Höfig/NEWS5/dpa
Auf einer Fahrt durch Unterfranken mit rund 200 Kilometern pro Stunde hat sich bei einem ICE aus ungeklärter Ursache eine Waggontür geöffnet.
Der Lokführer habe den Schnellzug sofort gestoppt, teilte die Bundespolizei mit. Der ICE kam am Eingangsportal eines Tunnels bei Karlstadt (Landkreis Main-Spessart) zum Stehen und wurde evakuiert. Verletzt wurde niemand.
Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend auf der Fahrt von München nach Dortmund. An Bord des ICE 528 befanden sich 238 Fahrgäste. Sie wurden aus dem Zug gebracht und von Hilfskräften versorgt.
Nach dem Nothalt durften die Fahrgäste den ICE verlassen.
Foto: Pascal Höfig/NEWS5/dpa
Suche in der Dunkelheit
Weil laut Bundespolizei zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass jemand aus dem Zug gestürzt und verletzt worden war, suchten Einsatzkräfte von Bundes- und Landespolizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten den Streckenabschnitt vor dem Schönraintunnel mit Drohne, Hundestaffel sowie Hubschrauber und Wärmebildtechnik ab.
Die Suche sei aufgrund des unwegsamen Geländes und der Dunkelheit aufwendig gewesen, hieß es. Gefunden wurde niemand.
Der Zug wurde schließlich zwecks Ursachensuche in den Bahnhof von Lohr am Main gebracht. (dpa/red)
Elektro-Lkws an Oberleitungen. - Foto: Bernd Settnik. Foto: AP/dpa
In Kürze:
Hessen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein beteiligten sich mit Teststrecken für E-Highways.
Laut BdSt-Schwarzbuch flossen insgesamt mehr als 100 Millionen Euro Fördermittel.
Eine weitere Förderung kam nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts nicht mehr zustande.
Das Bundesverkehrsministerium förderte über einen Zeitraum von fünf Jahren auf drei Autobahnabschnitten in Hessen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein sogenannte E-Highways. Ende 2024 liefen die Versuchsphasen aus. Seither sind die Anlagen abgeschaltet. Unklar ist, ob und wer für den Rückbau zuständig ist, da die Initiatoren die Projekte nicht weiterverfolgen.
Unterschiedliche Resonanz in der Industrie
Aktuell gibt es dazu Diskussionen in Schleswig-Holstein. Wie der „Norddeutsche Rundfunk“ (NDR) berichtet, weisen verschiedene Behörden die Zuständigkeit dafür zurück. So sieht das Landesverkehrsministerium das Energiewende-Ministerium in der Verantwortung. Für den eigentlichen Abriss sei wiederum das Bundesverkehrsministerium zuständig. Das Bundesverkehrsministerium verweist auf das Bundesumweltministerium, und dieses sieht die Autobahn GmbH in der Pflicht. Diese verweist wiederum zurück an Land und Bund.
Die Pläne stießen seinerzeit auf unterschiedliche Resonanz in der Industrie. Technologiekonzerne und Zulieferer wie Siemens und Continental befürworteten das Vorhaben. Siemens Mobility und die Continental-Tochter CES erklärten im August 2021, „das Lkw-Oberleitungssystem flächendeckend in ganz Europa zur Verfügung zu stellen“.
Ganz anders sah man das bei Daimler Truck. „Die Oberleitungstechnologie ist ausgemachter Blödsinn und Verschwendung volkswirtschaftlicher Ressourcen“, sagte der damalige Chef des Stuttgarter Nutzfahrzeugherstellers, Martin Daum. Das Unternehmen setze auf leistungsstarke Batterien, der Bau von Oberleitungs-Lkw sei daher nicht vorgesehen.
Die erste Strecke, an der das Pilotprojekt startete, war ein zehn Kilometer langer Abschnitt (je fünf Kilometer pro Richtung) auf der A5 bei Darmstadt in Südhessen. Es fand Erwähnung im „Schwarzbuch“ des Bundes der Steuerzahler. Der Verband kritisierte die hohen Kosten und die aus seiner Sicht ungewisse Zukunft der Oberleitungstechnologie. Insbesondere stellte er infrage, ob sich ein solches System angesichts des europaweiten Güterverkehrs durchsetzen könne.
Urteil zieht weiterer Förderung den Stecker
Der Steuerzahlerbund rechnete für den Bau des 2019 in Betrieb genommenen Streckenabschnitts Kosten in Höhe von fast 30 Millionen Euro vor. 2022 beschloss die Bundesregierung den Ausbau der Strecke um weitere sieben Kilometer in südlicher Richtung. Als Begründung nannte sie die Untersuchung längerer Ladeabschnitte und Ladezeiten, das Ladeverhalten bei unterschiedlich langen Strecken, die Erprobung neuer Oberleitungs-Lkw-Typen sowie die Gewinnung weiterer Forschungsdaten.
Den zusätzlichen Ausbau unterstützte der Bund mit weiteren 22 Millionen Euro. Wartung und Instandhaltung schlugen seit 2019 mit jährlich 400.000 Euro zu Buche. Somit flossen etwa 54,4 Millionen Euro alleine in den E-Highway an der A5.
Mehr als 30 Millionen Euro kostete dem BdSt zufolge der Testabschnitt in Schleswig-Holstein. Das Bundesumweltministerium nannte hingegen Ausgaben in Höhe von rund 23 Millionen Euro. Für Baden-Württemberg gab das Verkehrsministerium des Bundeslandes Kosten in Höhe von 28 Millionen Euro an. 26,4 Millionen finanzierte der Bund aus dem Förderprogramm „Erneuerbar Mobil“, 1,6 Millionen Euro betrug der Anteil Baden-Württembergs.
Trotz positiver Ergebnisse der Testphasen aus Hessen, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg führte die Bundesregierung die Förderung eines weiteren Ausbaus der Oberleitungsinfrastruktur nicht fort. Hintergrund war ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom November 2023, das den zweiten Nachtragshaushalt 2021 des Bundes für verfassungswidrig und damit für nichtig erklärte.
Vorgesehen war, 60 Milliarden Euro ungenutzter Corona-Kreditermächtigungen in den Klima- und Transformationsfonds (KTF) zu übertragen. Nach dem Urteil entstand im KTF eine entsprechende Finanzierungslücke. In der Folge konnte die Bundesregierung die Förderung „klimaschonender Nutzfahrzeuge“ und der dazugehörigen Infrastruktur nach eigenen Angaben „nicht wie geplant weiterführen“.
Der Main Tower, der auch die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) beherbergt. - Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Gewinneinbruch für Deutschlands drittgrößte Landesbank Helaba im ersten Halbjahr: Belastungen im gewerblichen Immobiliengeschäft haben der Landesbank Hessen-Thüringen die Zwischenbilanz verhagelt. Der Vorsteuergewinn fiel mit 194 (Vorjahr: 458) Millionen Euro nicht einmal halb so hoch aus wie ein Jahr zuvor, auch der Überschuss schrumpfte um mehr als die Hälfte auf 148 (342) Millionen Euro.
„Dieses Halbjahresergebnis entspricht nicht unseren Erwartungen“, räumte Helaba-Chef Thomas Groß ein. Die Gewinnprognose für das Gesamtjahr schraubte der Vorstand nach unten: Statt zwischen 600 und 700 Millionen Euro Vorsteuerergebnis werden noch rund 500 Millionen Euro erwartet.
Nach Ergebnissen auf Rekordniveau im Gesamtjahr 2026 hatte sich die Helaba auch wegen der unsicheren Weltlage auf einen Gewinnrückgang eingestellt, allerdings nicht in diesem Maße.
Helaba legt mehr Geld für weitere Rückschläge zurück
Das Halbjahresergebnis sei „deutlich geprägt von den Auswirkungen der anhaltenden geopolitischen Verwerfungen, dem damit einhergehenden Anstieg des Marktzinsniveaus und der weiterhin verhaltenen konjunkturellen Entwicklung in Deutschland“, erklärte die Landesbank.
Insbesondere das Geschäft mit Gewerbeimmobilien, in dem die Helaba stark engagiert ist, sei belastet. Weil wegen des Homeoffice-Trends weniger Büroflächen gebraucht werden, ist der Markt für solche Immobilien in vielen Ländern seit einiger Zeit unter Druck.
Die Helaba erhöhte ihre Vorsorge für mögliche Kreditausfälle vor allem wegen der Probleme bei Gewerbeimmobilien im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um 53 Prozent auf 198 Millionen Euro. (dpa/red)
Nach der Autofahrt in der Fußgängerzone von Hofgeismar mit mehreren Verletzten gehen die Ermittlungen weiter. - Foto: Florian Wiegand/dpa
Nach der folgenschweren Autofahrt durch eine Fußgängerzone mit mehreren Verletzten im nordhessischen Hofgeismar laufen die Ermittlungen zu dem Vorfall weiter. Dabei waren am Freitag nach ersten Angaben der Polizei acht Menschen verletzt worden. Die Behörden und Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) gehen von einem Unfall aufgrund eines medizinischen Notfalls aus.
Vier der Verletzten waren vorsorglich in Krankenhäuser gebracht worden, sie hatten nach Polizeiangaben Schürfwunden, Prellungen oder Schocks davongetragen. Schwere Verletzungen sollen bei keinem der verletzten Passanten vorgelegen haben.
Poseck hatte am Freitag deutlich gemacht, dass er keine vorsätzliche Tat sieht. „Nach allen mir vorliegenden Informationen ist in Hofgeismar von einem tragischen Unfallgeschehen infolge eines medizinischen Notfalls auszugehen“, hatte er laut Mitteilung erklärt. Seine Gedanken seien bei den Verletzten „und denjenigen, die durch den Vorfall in Angst und Schrecken versetzt wurden. Ich wünsche ihnen, dass sie schnell und vollständig genesen“, so der Minister, der sich auch bei den Einsatzkräften bedankte.
Der Vorfall hatte in der Kleinstadt mit knapp 16.000 Einwohnern große Aufregung ausgelöst. Laut Hauptamtsleiter Chris Dworak war sofort die Frage aufgekommen, welchen Hintergrund der Vorfall haben könnte. Das Telefon habe nicht mehr stillgestanden.
Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) behält die weiteren Ermittlungen gegen 17 Frankfurter Polizisten im Blick.
Foto: Andreas Arnold/dpa
Hohe Sicherheitsmaßnahmen in Hessens Innenstädten
Mit Blick auf den Schutz vor solchen und anderen Vorfällen mit Autos erklärte Poseck, die Sicherheitsmaßnahmen seien in den Innenstädten in Hessen bereits allgemein hoch. „Fußgängerzonen sind häufig bereits durch Poller abgesichert“, so der Minister. „Das Unfallgeschehen in Hofgeismar bietet aus meiner Sicht keinen Anlass, weitere Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen und noch mehr Poller einzusetzen.“ Es handele sich um einen tragischen Einzelfall. „So etwas lässt sich leider niemals und nirgendwo komplett ausschließen. Innenstädte müssen auch grundsätzlich erreichbar bleiben.“
Das Auto war nach Polizeiangaben nach einer mehrere Hundert Meter langen Irrfahrt gegen ein Kaufhaus-Schaufenster geprallt. Der Fahrer des Wagens, bei dem es sich laut Polizei um einen 68 Jahre alten Mann aus Hofgeismar (Landkreis Kassel) handelt, wurde von einem Notarzt behandelt. Er wurde ins Krankenhaus gebracht und befand sich laut Polizei in einem kritischen Zustand. Passanten hätten zuvor bei dem Mann in seinem Auto Erste Hilfe geleistet.
Offizielle Statistiken, wie häufig es zu medizinischen Notfällen hinter dem Steuer von Autos kommt, gibt es derweil laut Automobilclub ADAC nicht. Im konkreten Fall sei auch nicht bekannt, um welche Art Notfall es sich handelte. Ganz allgemein gelte aber, dass Autofahrer, die gesundheitliche Beeinträchtigungen bei sich feststellen, ihren Wagen möglichst rasch und sicher zum Stillstand bringen und bei Bedarf – sofern ihnen dies möglich ist – den Notruf verständigen sollten, wie ein Sprecher des ADAC Hessen-Thüringen sagte.
Auf Autobahnen etwa sollte das Fahrzeug möglichst auf den Seitenstreifen oder einen Parkplatz gelenkt werden, sofern der Autofahrer oder die -fahrerin dazu in der Lage ist. Es gehe um den Schutz der eigenen Gesundheit, aber auch den anderer Verkehrsteilnehmer. Medizinische Notfälle könnten letztlich jeden Autofahrenden treffen. (dpa/red)
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BGH-Urteil zu Maskenattesten
Gegen einen Facharzt lief über fünf Jahre ein Verfahren wegen des mutmaßlich falschen Ausstellens von Maskenbefreiungsattesten. Nach 29 Verhandlungstagen und 200 Zeugenaussagen wurde er in 26 von 264 Fällen rechtskräftig zu einer Geldstrafe von 15.000 Euro verurteilt. Im Interview mit der Epoch Times spricht der Arzt exklusiv über Details und erläutert, weshalb er politischen Einfluss vermutet.
Die anhaltende Trockenheit hat in der Landwirtschaft zu Futterknappheit geführt. Den Landwirten stehen 30 bis 40 Prozent weniger Grundfutter als üblich zur Verfügung. Einige Betriebe müssen deshalb ihre Tiere vorzeitig verkaufen. In einzelnen Regionen geraten Schlachthöfe dadurch kurzfristig an ihre Kapazitätsgrenzen.
Im Zusammenhang mit dem Waffenfund in der Nähe von Berlin im vergangenen Jahr ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen einen Tatverdächtigen wegen des Verdachts der Agententätigkeit und der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Dies bestätigte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt heute bei einer Pressekonferenz.
Die Aufarbeitung kommt voran. Laut Bundesfinanzministerium wurden 208 Cum-Ex-Vorgänge rechtskräftig abgeschlossen und Steuergelder in Höhe von knapp 3,6 Mrd. Euro zurückgefordert oder Erstattungen abgelehnt. Bei Cum-Cum waren es 96 Fälle und 840 Millionen Euro Steuergeld.
Heute Morgen ist ein 68-Jähriger mit gesundheitlichen Problemen in Hofgeismar, Hessen, mit einem Mercedes in eine Fußgängerzone gerast. Dabei erfasste er Passanten und prallte gegen ein Kaufhaus. Es gibt acht Verletzte, darunter keine Schwerverletzten.
Rettungskräfte sind vor Ort. (Symbolbild) - Foto: Jens Büttner/dpa
Ein Auto ist am Freitagmorgen im hessischen Hofgeismar mit hoher Geschwindigkeit durch eine Fußgängerzone gegen ein Kaufhaus gefahren. Zeugen berichteten, dass der Fahrer zuvor an einem Zebrastreifen medizinische Probleme gehabt haben soll, teilte das Polizeipräsidium Nordhessen mit. Der Vorfall ereignete sich gegen 10:30 Uhr in der Mühlenstraße, als der Mercedes in die Fußgängerzone fuhr und mehrere Passanten erfasste.
Der 68-jährige Fahrer aus Hofgeismar wurde nach notärztlicher Behandlung in ein Krankenhaus gebracht, sein Zustand soll kritisch sein. Insgesamt wurden acht Personen verletzt, darunter vier, die vorsorglich in Krankenhäuser gebracht wurden. Schwere Verletzungen sollen nach bisherigen Informationen nicht vorliegen.
Gutachter untersucht schweren Unfall
Die Polizei und der Rettungsdienst sind mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Ein Gutachter ist in die Ermittlungen eingebunden, um die Unfallursache zu klären. In der Fußgängerzone entstand ein hoher Sachschaden, der noch nicht genau beziffert werden kann. Die Unfallstelle ist derzeit abgesperrt.
Fotos der „Hessische/Niedersächsischen Allgemeinen“ (HNA) zeigen Tischplatten, Sitzpolster und Regale, die auf der Straße liegen. Dazwischen liegen Eimerchen mit Straßenmalkreiden für Kinder. In einem Video sieht man ein Feuerwehrauto, rot-weiße Absperrbänder und Warnhütchen. Der abgesperrte Bereich liegt in einer Fußgängerzone, die von Fachwerkhäusern gesäumt ist. (dts/dpa/red)
Rettungskräfte sind vor Ort. (Symbolbild) - Foto: Jens Büttner/dpa
Im nordhessischen Hofgeismar ist ein Auto gegen die Hauswand eines Kaufhauses gefahren. „Zuvor hatte der Wagen, der mit hoher Geschwindigkeit durch die Fußgängerzone gefahren sein soll, offenbar mehrere Personen erfasst“, teilte das Polizeipräsidium mit. Mindestens ein Mensch soll dadurch am Freitagmorgen verletzt worden sein.
„Laut Zeugen soll der Mann bereits medizinische Probleme gehabt haben, unmittelbar bevor das Fahrzeug in die Fußgängerzone fuhr“, so das Polizeipräsidium Nordhessen. Polizei und Rettungsdienst sind mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Der Fahrer des Pkw werde von einem Notarzt behandelt. Über die Schwere der Verletzungen gibt es laut Polizei noch keine genauen Informationen.
Fotos der „Hessische/Niedersächsischen Allgemeinen“ (HNA) zeigen Tischplatten, Sitzpolster und Regale, die auf der Straße liegen. Dazwischen liegen Eimerchen mit Straßenmalkreiden für Kinder. In einem Video sieht man ein Feuerwehrauto, rot-weiße Absperrbänder und Warnhütchen. Der abgesperrte Bereich liegt in einer Fußgängerzone, die von Fachwerkhäusern gesäumt ist. (dpa/red)
Gewann insgesamt vier WM-Medaillen: Darja Varfolomeev. - Foto: Marijan Murat/dpa
Mit der Goldmedaille um den Hals sang Darja Varfolomeev bei der Siegerehrung inbrünstig die deutsche Nationalhymne mit und genoss die Ovationen des begeisterten Publikums. Mit insgesamt drei Gold-Triumphen und einmal Bronze sorgte die 19 Jahre alte Ausnahmeathletin bei der Heim-WM in der Rhythmischen Sportgymnastik einmal mehr für Superlative.
„Ich bin sehr glücklich. Ich habe mich heute sehr sicher auf der Fläche gefühlt. Egal mit welchem Gerät: Ich habe immer gewusst, dass ich es schaffen kann“, sagte Varfolomeev und richtete einen speziellen Gruß an die Fans: „Ich bin dankbar für diese besondere Atmosphäre. Ihr wart immer an meiner Seite und habt mich beflügelt.“
Nach dem Sieg im Mehrkampf am Freitag war sie zum Abschluss der Titelkämpfe in Frankfurt am Main auch mit dem Band und dem Ball die Beste. Zudem gab es Bronze mit dem Reifen. Die Olympiasiegerin avancierte damit zum umjubelten WM-Star in der mit 4.500 Zuschauern ausverkauften Festhalle.
Varfolomeev begeistert das Publikum
Im Trophäenschrank von Varfolomeev, die als Zwölfjährige aus Westsibirien zunächst allein nach Deutschland kam und der Sportart hierzulande mit ihren Erfolgen zu großer Popularität verholfen hat, liegen nun bereits 14 WM-Goldmedaillen und 17 weitere internationale Plaketten. Eine atemraubende Ausbeute in ihrer noch jungen Karriere.
Auch vor heimischer Kulisse in Frankfurt hielt Varfolomeev dem Druck mit beeindruckender Nervenstärke stand. Mit ihren Auftritten brachte die Vorzeigeathletin vom TSV Schmiden die Stimmung auf den Rängen beinahe zum Überkochen. Jede technische Schwierigkeit, von denen Varfolomeev einige im Repertoire hatte, wurde vom euphorischen Publikum mit lauten Jubelschreien gefeiert.
Auch bei der Jury kamen ihre Vorstellungen gut an. Im Band-Finale legte sie als zweite Starterin 30,500 Punkte vor und lag am Ende hauchdünn vor der Bulgarin Stiljana Nikolowa (30,450). Einige Stunden zuvor hatte sie für ihre fehlerfrei vorgetragene Ball-Übung 30,350 Punkte erhalten. Damit verwies Varfolomeev die unter neutraler Flagge startenden Russinnen Sofija Ilterjakowa (29,800) und Maria Borisowa (29,150) deutlich auf die weiteren Medaillenplätze.
Zum Start des Finaltages hatte Varfolomeev mit dem Reifen ebenfalls einen starken Auftritt hingelegt. 30,400 Punkte bedeuteten Rang drei. Zur Goldmedaille, die Taisiia Onofriichuk aus der Ukraine gewann, fehlten nur 0,3 Zähler. Zweite wurde Titelverteidigerin Sofia Raffaeli aus Italien (30,500).
Gruppe geht leer aus
Nur in der Entscheidung mit den Keulen musste die Sportlerin des Jahres von 2024 tatenlos zuschauen, wie sich Nikolowa den WM-Sieg sicherte. Wegen eines kleinen Fehlers hatte Varfolomeev in der Qualifikation nur Rang neun belegt und das Finale knapp verpasst.
Für sie war das ein ärgerlicher Schönheitsfleck. „Natürlich wollte ich in allen vier Gerätefinals dabei sein“, hatte sie nach dem kleinen Fauxpas am Donnerstag eingeräumt. Der war aber spätestens nach dem glanzvollen WM-Abschluss vergessen.
Im Schatten von Varfolomeev ging die deutsche Gruppe leer aus. Nach Platz vier im Mehrkampf am Samstag reichte es für das Quintett mit Alisa Datsenko, Anja Kosan, Alina Ott, Helena Ripken und Anna-Maria Shatokhin auch in den Gerätefinals nicht zur erhofften Medaille. Am Ende standen Platz sechs mit drei Reifen und zwei Paar Keulen sowie Rang acht mit fünf Bällen. Gold ging in beiden Entscheidungen an Brasilien. Den Mehrkampf-Titel hatte sich am Vortag Spanien gesichert. (dpa/red)
Die Feuerwehr kämpfte am 12. August gegen einen Waldbrand auf sieben Hektar im Vogtland. - Foto: Mike Müller/dpa
Weiterhin gibt es in Deutschland zahlreiche Wald- und Flächenbrände. Im Düsseldorfer Umland kämpften Einsatzkräfte gestern gegen kilometerlange Flächenbrände entlang einer Bahnstrecke, wie die Feuerwehren in Kaarst und Meerbusch mitteilten.
Aufgrund des Großeinsatzes musste ein Zug in Kaarst mit rund 150 Fahrgästen auf freier Strecke halten und letztlich evakuiert werden.
Laut Feuerwehrangaben hatte sich die Böschung an der dortigen Bahnstrecke aus bislang ungeklärter Ursache auf einer Länge von rund zwei Kilometern entzündet. Der Bahnverkehr wurde in der Folge unterbrochen, weshalb der Zug mit 150 Fahrgästen halten musste.
In dem nicht klimatisierten Zug klagten einige Fahrgäste wegen der Hitze über Kreislaufbeschwerden, sie wurden durch Rettungskräfte versorgt. Die Fahrgäste konnten schließlich mit Ersatzbussen weiterfahren.
In Sundern im Sauerland bekämpften nach Angaben der dortigen Feuerwehr 250 Einsatzkräfte einen Waldbrand, der am späten Mittwoch zunächst nach wie vor nicht ganz unter Kontrolle war.
Im hessischen Hattersheim waren zeitweise mehr als 200 Einsatzkräfte mit Löscharbeiten an einem rund 15.000 Quadratmeter großen Wiesen- und Waldbrand beschäftigt. Die Nachlöscharbeiten dauerten laut Feuerwehr in der Nacht zu Donnerstag an.
Gestern arbeiteten Feuerwehren auch im sächsischen Plauen an einen großen Waldbrand. Weil das steile Gelände mit Einsatzfahrzeugen nicht befahrbar ist, musste zunächst zu Fuß gelöscht werden. Später kam ein Löschhubschrauber zum Einsatz, weitere sollten folgen.
Laut Stadt waren etwa sieben Hektar Wald in dem Gebiet südlich von Plauen von dem Brand betroffen. Am Mittwoch hieß es, die offenen Flammen seien erfolgreich eingegrenzt worden, der Boden sei noch sehr heiß.
Der Einsatz sollte voraussichtlich bis in die Nacht zum Donnerstag dauern. Anwohner waren dazu aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Mehrere Straßen mussten gesperrt werden.
Auch andernorts musste die Feuerwehr ausrücken. Im hessischen Dörnigheim brannten 5.000 Quadratmeter Stadtwald, in Nordrhein-Westfalen ein Straßengraben an einer Bundesstraße. Auch etwa aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wurden kleinere Einsätze gemeldet. (afp/red)
Ein Containerschiff am 7. August 2026 auf dem Rhein im Shell Energy and Chemicals Park Rheinland-Nord in Godorf bei Köln. Die Industrieproduktion und die Exporte in Deutschland sind im Juni leicht gestiegen. - Foto: Ina Fassbender/AFP via Getty Images
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) sieht trotz der anhaltenden Niedrigwasserlage auf wichtigen Wasserstraßen derzeit keine Versorgungsengpässe.
„Stand jetzt ist die Versorgung gewährleistet“, sagte Bilger der „Rheinischen Post“ vor einer Schaltkonferenz mit den Verkehrsministern der Länder an diesem Mittwoch. Je mehr Güterverkehr von der Wasserstraße auf Schiene und Straße verlagert werde, desto geringer sei das Risiko von Versorgungsproblemen.
Die Beratungen mit den Ländern dienten der Abstimmung, man werde auch über zusätzliche Maßnahmen sprechen. Denn es sei davon auszugehen, dass die Niedrigwasserproblematik bis Ende August anhalte. Deshalb müsse man weiter handeln.
Bilger setzt sich für den Ausbau der Flüsse in Deutschland ein. Grundsätzlich sollten alle ein Verständnis dafür haben, dass die Wasserstraße Unterstützung verdiene, weil sie der „umweltfreundlichste Verkehrsträger“ sei, sagte er dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“.
Schiffe am 7. August 2026 auf dem Rhein in Godorf bei Köln.
Foto: Ina Fassbender/AFP via Getty Images
Vertrauen in die Binnenschifffahrt könne nur bestehen, wenn es nicht regelmäßig zu Niedrigwasserproblemen komme. Deswegen brauche es einen Ausbau der Wasserstraße, um langfristig für mehr Zuverlässigkeit zu sorgen, so Bilger.
Die Kritik von Naturschutzverbänden, die einen Ausbau ablehnen und stattdessen für lebendige Flüsse werben, ist ihm bekannt. „Ich werde darüber auch mit den Umweltverbänden sprechen“, sagte er mit Blick auf seine Ausbaupläne.
Niedrigwasserschiffe weiter fördern – Lob für die Bahn
Der Minister setzte sich ebenso dafür ein, die Förderung von Niedrigwasserschiffen in voller Höhe beizubehalten. Diese war von zunächst 36 Millionen Euro für 2027 zwischenzeitlich aus Haushaltsgründen halbiert worden.
„Das Anliegen bringen wir in die parlamentarischen Haushaltsberatungen ein“, sagte Bilger. Parallel würden die erforderlichen europäischen Abstimmungen vorangetrieben, damit eine Fortführung der Förderung nicht unnötig verzögert werde. Die Rückmeldung der Branche zu dem Thema sei deutlich gewesen.
Die Pegelstände im Rhein in NRW wie hier in Duisburg fallen weiter
Foto: Federico Gambarini/dpa
Der Deutschen Bahn sprach Bilger ein Lob aus: „Ich bin dankbar, dass die Bahn sich umgehend gekümmert und zusätzliche Kapazitäten bereitgestellt hat.“ Dazu gehörten weitere Waggons, deren Zahl noch steigen solle. Entscheidend seien aber auch die verfügbaren Strecken und das notwendige Personal. Dazu bleibe man im Austausch mit der Bahn, sagte Bilger.
Bauindustrie: Erste Engpässe angekündigt
Die Bauindustrie sieht die Lage kritischer. „Lieferengpässe für erste Baustoffe sind von den Lieferanten bereits angekündigt worden für den Fall, dass die Situation noch länger anhält, wovon derzeit auszugehen ist“, sagte Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“.
Flächendeckende Baustopps sehe er aktuell nicht. Je länger und ausgeprägter die Niedrigwasserphase allerdings anhalte, desto größer werde das Risiko von Engpässen, höheren Logistikkosten und Verzögerungen.
Wasserstraßen seien für den Transport großer Mengen schwerer Güter von besonderer Bedeutung. Bitumen beispielsweise komme in der Asphaltproduktion zum Einsatz und werde in großen Mengen auf Binnenschiffen transportiert. Gerade bei großen Mengen lasse sich ein Binnenschiff nicht ohne Weiteres durch Lkw oder Züge ersetzen, so Müller.
Hinzu komme, dass die Schiffe derzeit nicht mehr voll beladen werden könnten, weil der Tiefgang dann zu groß wäre. Das erhöhe die Kosten je transportierter Tonne.
Für die Bauwirtschaft bedeute das zunächst vor allem: Die Versorgung mit Baustoffen kann teurer und schwieriger planbar werden, warnte der Verbandschef. (dpa/dts/afp/red)
In dem betroffenen Waldgebiet bei Rodenbach stehen Nachlöscharbeiten an. - Foto: Andreas Arnold/dpa
Nach anhaltender Hitze und Trockenheit halten Wald- und Vegetationsbrände in mehreren Bundesländern die Einsatzkräfte auf Trab.
Bei Rodenbach in Südhessen nahe der Landesgrenze zu Bayern kämpften diese nach Behördenangaben seit Montag gegen mehrere Feuer, die sich zu einem größeren Brandgeschehen entwickelt hatten. Menschen wurden per App zum Wassersparen aufgerufen, weil die Reserven für die Löscharbeiten benötigt wurden.
Wasser sparen zugunsten der Waldbrände
Nach Angaben des Landkreises Main-Kinzig waren Feuerwehren aus rund einem Dutzend Gemeinden im Einsatz, um die Feuer in teilweise schwer zugänglichem Gebiet einzudämmen.
Einsatzkräfte aus dem benachbarten Bayern halfen. Ein Polizeihubschrauber unterstützte die Löscharbeiten durch Wasserabwürfe aus der Luft, wie die Polizei Offenbach mitteilte.
Die Feuerwehr kämpft im Tagesverlauf gegen Glutnesters.
Foto: Andreas Arnold/dpa
Die Kreiswerke Main-Kinzig riefen die Menschen am späten Montagabend über Warn-Apps dazu auf, ihren Wasserverbrauch „ab sofort auf das absolut Notwendigste zu reduzieren“.
Grund sei der hohe Wasserbedarf bei den Waldbrandlöscharbeiten. Auf Duschen, Baden und das Bewässern von Gärten sollte verzichtet werden. „Jeder Liter zählt“, hieß es.
„Bitte verzichten Sie möglichst auf Duschen, Baden, das Bewässern von Gärten sowie wasserintensive Tätigkeiten.“ Der Aufruf richtet sich an die Bewohner von Freigericht, Bruchköbel sowie Langenselbold und Umland.
Brandstiftung als Ursache nicht ausgeschlossen
Die Warnung vom Abend galt heute zunächst weiter. Grund für die Situation sei zum einen die große Ausdehnung des Brandes und damit verbunden der hohe Wasserbedarf gewesen, aber auch die angespannte Versorgungslage angesichts der wochenlangen Trockenheit in der Region, sagte der Landkreis-Sprecher.
Mittlerweile laufe zwar wieder mehr Wasser in die Hochbehälter, als ausfließe, dennoch gelte die Warnung vorläufig weiter.
Der Großbrand nahe Rodenbach hatte auf einer Waldfläche von rund 55 Hektar gewütet, ist aber mittlerweile unter Kontrolle. Nun stehe für die Feuerwehr die Bekämpfung von Glutnestern an, sagte der Sprecher.
Waldbrände an der A7, in NRW und anderswo
Waldbrände gab es auch anderswo. Die Polizei sperrte die Autobahn 7 bei Hannoversch Münden in Südniedersachsen zeitweise voll wegen der starken Rauchentwicklung eines Feuers. Erst im Laufe der Nacht zum Montag kam die Aufhebung der Sperrungen.
Bei Olsberg in Nordrhein-Westfalen kämpfen Einsatzkräfte nach Angaben der örtlichen Feuerwehr am Dienstag weiter gegen einen Waldbrand, der am Montag ausgebrochen und durch starke Winde angefacht worden war. Zeitweise waren demnach 180 Helfer mit 36 Fahrzeugen im Einsatz und konnten ein Übergreifen der Flammen auf hohe Baumbestände verhindern.
Weitere Feuer loderten unter anderem bei Volkach in Nordbayern und bei Bad Schwalbach in Südhessen und bei Hilgert in Rheinland-Pfalz.
Auch im hessischen Rheingau-Taunus-Kreis gab es einen Waldbrand. Hier standen zwischen Hohenstein-Breithardt, Born und Bad Schwalbach-Adolfseck rund 8.000 Quadratmeter Wald in Flammen. Laut Brand- und Katastrophenschutz kam es zu einem Großeinsatz, drei Feuerwehrleute sind leicht verletzt. (dpa/afp/red)
Am Rhein in Duisburg sind breite Sandbänke sichtbar. (Archivbild) - Foto: Christoph Reichwein/dpa
Deutschlands großen Flüssen Rhein, Elbe und Donau fehlt Wasser, ebenso wie vielen anderen Wasserläufen. Am Wochenende werden neue Tiefststände erwartet. Besserung ist vorerst nicht in Sicht – und die Folgen belasten bereits die Wirtschaft. Ein Überblick:
Wie ist die aktuelle Lage?
Nach Angaben der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) führen deutsche Flüsse derzeit an vielen Stellen Niedrigwasser. Regenschauer lassen die Wasserstände nur kurz steigen. „Insgesamt überwiegt die weiterhin sinkende Tendenz“, heißt es in einem Bericht. Laut dem Informationssystem Niwis wiesen zuletzt rund 44 Prozent der Messstellen im Rhein extrem niedriges Wasser aus, 16 Prozent in der Elbe und circa 78 Prozent der Donau-Messstellen.
In Köln erwarten die Behörden an diesem Wochenende einen historischen Niedrigwasserstand von 67 Zentimetern – zwei Zentimeter weniger als im Oktober 2018. „Die Wasserstände am Rhein sind auf einem sehr niedrigen Niveau und sind in den letzten Tagen weiter gefallen“, sagt Fabian Spieß, stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB).
Niedrigwasserphasen sind Experten zufolge nicht ungewöhnlich, treten aber normalerweise erst im Spätsommer und Herbst auf. Wenig Regen und hohe Temperaturen lassen unter anderem Wasserstände sinken. Laut BfG führt der Klimawandel langfristig dazu, dass Niedrigwasserereignisse intensiver werden, weil mehr Wasser verdunstet.
Der niedrige Wasserstand der Donau legt Sandbänke frei.
Foto: Armin Weigel/dpa
Welche Auswirkungen gibt es auf die Güterschifffahrt?
Ein Fahrverbot gibt es bei Niedrigwasser nicht, wie Spieß berichtet. Anders als bei Hochwasser entscheide jeder Schiffsführer selbst, wann es sich nicht mehr lohne, zu fahren. „Die Schifffahrt fährt, solange es physikalisch und sicher möglich ist.“ Allerdings sinke die Lademenge, weshalb mehr Schiffe eingesetzt werden müssten. Moritz Axt vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Rhein sagt, Fahrten würden bei sinkenden Pegelständen weniger wirtschaftlich.
Die Binnenschifffahrtsgesellschaft HGK Shipping unterhält eine Flotte von mehr als 300 Schiffen, die vor allem auf dem Rhein und seinen Nebenflüssen unterwegs sind. Sollte der August ähnlich warm und trocken sein, sei es möglich, dass die Güterschifffahrt auf Rheinabschnitten zeitweise eingeschränkt werde, sagt der Chef der HGK-Gruppe, Steffen Bauer.
Welche Folgen hat das Niedrigwasser für die Wirtschaft?
„Die Lage ist ernst. Der Rhein ist eine zentrale Schlagader für den Güterverkehr in Deutschland“, sagt Thilo Schaefer vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW). Höhere Transportkosten seien die Folge. Der Druck auf Straße und Schiene nehme zu, wobei nur begrenzt ausgewichen werden könne. Deshalb drohten Engpässe in Lieferketten.
Betroffen sind Experten zufolge vor allem Branchen, die auf große Mengen an Rohstoffen und Vorprodukten angewiesen sind – etwa Chemie, Stahl und Mineralöl. „Dort lässt sich der Ausfall des Rheintransports kurzfristig nur sehr begrenzt kompensieren“, sagt Schaefer.
Drei Verbände der Recycling- und Rohstoffwirtschaft warnen gemeinsam, die Versorgung der Stahlindustrie sei gefährdet. Binnenschiffe könnten nur noch ein Drittel bis die Hälfte der üblichen Ladung transportieren. Frachtkosten auf einzelnen Verbindungen hätten sich verdrei- bis vervierfacht. Hinzu kämen Kosten wegen Verzögerungen und Umplanungen.
Ausgetrocknet ist eine Sandbank an der Niedrigwasser führenden Donau.
Foto: Armin Weigel/dpa
Was bedeutet das für Verbraucher?
Schaefer hält für möglich, dass sich Verbraucher auf höhere Preise einstellen müssen – etwa bei Baustoffen und Energieprodukten. Der Geschäftsführer des Tankstellenverbands ZTG, Jürgen Ziegner, warnte jüngst im „Handelsblatt“ vor möglichen Engpässen in der Spritversorgung, sollten Wasserstände des Rheins an wichtigen Stellen weiter sinken. Sollte die Niedrigwassersituation länger anhalten, könnten Spritpreise vor allem im Süden steigen.
Kreuzfahrtanbieter müssen zudem Touren umplanen oder absagen. Die Reederei Phoenix Reisen aus Bonn bietet Kunden bereits an, Reisen über Donau, Mosel und Rhein umzubuchen. Nicko Cruises aus Stuttgart und A-Rosa aus Rostock sagten bereits mehrere Donau-Reisen ab, wie sie mitteilten. Das hat Folgen für Gastronomie, Hotellerie und Einzelhandel entlang der Flüsse.
Wie groß ist der gesamtwirtschaftliche Schaden?
Das Niedrigwasser könne das Bruttoinlandsprodukt zwischen Juli und September um 0,1 bis 0,2 Prozent dämpfen, sagt Stefan Kooths, Direktor der Forschungsgruppe Konjunktur und Wachstum am Kiel Institut für Weltwirtschaft. „Man kann den Wertschöpfungsausfall grob auf 1 bis 2 Milliarden Euro im dritten Quartal beziffern.“ IW-Ökonom Schaefer nennt keine Zahlen. „Eine Schadenssumme lässt sich erst dann seriös abschätzen, wenn klarer ist, wie lange die Einschränkungen andauern.“
Der Rhein bei Köln
Foto: Oliver Berg/dpa
Wie wird auf das Niedrigwasser reagiert?
Unternehmen wie HGK Shipping setzen spezielle Schiffe ein, die auch bei niedrigen Wasserständen fahren können. Angedacht sind mancherorts Fahrrinnenvertiefungen – etwa im Rhein zwischen St. Goar und Mainz. Der Bundesverband Spedition und Logistik fordert den Bund anlässlich der Entwicklung auf, in die Wasserstraßen zu investieren. Auch die anderen Verkehrsträger müssten wegen begrenzter Kapazitäten gestärkt werden.
Wie sind die Aussichten?
In den nächsten Tagen sei an den großen Flüssen überwiegend mit weiter fallenden Wasserständen zu rechnen, teilt die BfG mit. Die Niedrigwassersituation werde voraussichtlich weiter anhalten, sich räumlich ausweiten und bei ausbleibenden Niederschlägen weiter verschärfen. Moritz Axt vom WSA Rhein sagte: „Entspannung kann es erst geben, wenn großflächige, langanhaltende Niederschläge im Einzugsgebiet fallen.“ (dpa/red)
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft. (Symbolbild) - Foto: Bernd Weißbrod/dpa
HEUTE10:33 Uhr
Inflation kräftig gestiegen
Die Inflationsrate stieg im Juli in mehreren Bundesländern deutlich. In NRW stieg sie von 2,1 im Juni auf 2,7 Prozent, in Bayern von 2,5 auf 2,8 sowie in Baden-Württemberg von 2,1 auf 2,5. Als wichtiger Grund wird die Rücknahme des Tankrabatts angenommen. Bundesweit dürfte die Rate von 2,3 auf 2,6 bis 2,8 Prozent steigen. Die Daten des Statistischen Bundesamtes werden am Nachmittag erwartet.
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HEUTE10:14 Uhr
Deutsche Wirtschaft wächst um 0,2 Prozent
Deutschlands BIP legte im zweiten Quartal nach vorläufigen Zahlen um 0,2 Prozent zum Vorquartal zu. Die Exporte stiegen, die Konsumausgaben entwickelten sich laut dem Statistischen Bundesamt „verhalten“. Die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal korrigierte das Amt von 0,3 auf 0,4 Prozent nach oben. Ein spürbarer Aufschwung wird erst ab 2027 erwartet.
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HEUTE10:03 Uhr
Nach CSD-Anschlag: Technoparade in Berlin abgesagt
Angesichts des Anschlags auf den Berliner Christopher Street Day ist die diesjährige Technoparade „Zug der Liebe“ abgesagt worden. Die Auflagen für den Nachfolger der Loveparade am 29. August wäre zu hoch – es würde von „physischen Wegfahrsperren über lückenlose Personenkontrollen bis hin zu einer massiv aufgerüsteten Polizeipräsenz“ reichen, so die Veranstalter.
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HEUTE9:58 Uhr
Angriffe auf die Ukraine
In der Nacht griffen russische Streitkräfte die Ukraine nach Angaben aus Kiew mit 74 Raketen und 284 Drohnen an. Laut örtlichen Behörden gab es dadurch in der Stadt Krywyj Rih sechs Tote sowie weitere Verletzte. Angegriffen wurden auch die östliche Region Poltawa und die westukrainische Stadt Lwiw.
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HEUTE9:38 Uhr
Zwei weitere Logistikzentren in Russland angegriffen
Russischen Angaben zufolge griff die Ukraine mit Drohnen zwei weitere Logistikzentren des russischen Onlinehändlers Wildberries – der mit Amazon verglichen wird – an. In der westrussischen Region Pensa wurden dabei mehr als 200 Mitarbeiter evakuiert, es brach ein Brand aus. Auch in Sarapul brannte das Logistikzentrum nach dem Angriff.
Erdüberlastungstag: Grüne fordern Regierung zum Handeln auf
Zum sogenannten Erdüberlastungstag am 30. Juli fordern die Grünen von Umweltminister Carsten Schneider und der Bundesregierung mehr Klimaschutz. Grünen-Ko-Fraktionschefin Britta Haßelmann warnt vor Hitzetoten, Waldbrandgefahr und zu hohem Rohstoffverbrauch.
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HEUTE8:54 Uhr
Neuer Verkehrsminister lehnt generelles Tempolimit auf Autobahnen ab
Der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger schließt ein generelles Tempolimit auf Autobahnen aus. Für ihn ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung keine gute Idee, Bilger kommt es auf die Sicherheit und den Fluss des Verkehrs an. Einen neuen Tankrabatt schloss er aus. Für die Bahn kündigte er eine Neubewertung der Korridorsanierungen an.
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HEUTE8:37 Uhr
Opel-Mutterkonzern wieder in Gewinnzone
Der Autokonzern Stellantis steigerte seinen Umsatz im zweiten Quartal gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 43,5 Milliarden Euro. Das teilte der Opel-Mutterkonzern in Amsterdam mit. Vor allem in Nordamerika nahmen die Verkaufszahlen zu, in Europa blieb das Geschäft in den roten Zahlen.
Opel blickt auf eine lange Tradition im Fahrzeugbau zurück.
Foto: Andreas Arnold/dpa
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HEUTE7:31 Uhr
Brand im Bergwald in den Chiemgauer Alpen
Die Feuerwehr ist in den Chiemgauer Alpen in einem Großeinsatz nahe der Lackenbergwand. Die Bevölkerung wurde bei Unterwössen vor starker Rauchentwicklung gewarnt. Es brennt im Gipfelbereich auf knapp 1.000 Metern Seehöhe, über Nacht vergrößerte sich die Brandstelle. Die Feuerwehr arbeitet mit Kreisregnern und Löschhubschaubern. Teile des Brandgebietes sind nicht mit Fahrzeugen erreichbar.
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HEUTE6:53 Uhr
Heute bis zu 39 Grad und schwere Gewitter
Der Deutsche Wetterdienst erwartet heute bis zu 39 Grad und nahezu bundesweit starke Wärmebelastung; danach kühlt es kurz ab. Ab Nachmittag sind in Teilen von Hessen, Thüringen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt schwere Gewitter mit Sturm- bis orkanartigen Böen möglich.
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HEUTE6:19 Uhr
UN-Sicherheitsrat: Abstimmung über Guterres-Nachfolge beginnt
Heute beginnt im UN-Sicherheitsrat die mehrstufige Auswahl eines Nachfolgers für UN-Generalsekretär António Guterres. Vier Frauen und drei Männer kandidierten, darunter die Michelle Bachelet und Rafael Grossi. Die geheimen Abstimmungen können Vetomächte wie die USA, China und Russland blockieren.
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HEUTE6:11 Uhr
Hoher Schaden nach Brand am Marktplatz von Lauterbach
Gestern brach ein Feuer in einem Restaurant am Marktplatz der Altstadt von Lauterbach in Hessen aus. Fünf Menschen sind verletzt. Mehrere Fachwerkhäuser wurden beschädigt, es wird mit mindestens fünf Millionen Euro Schaden gerechnet. Drei Häuser seien wohl vom Brand selbst betroffen, sagte ein Polizeisprecher am frühen Morgen, weitere zwei sind unbewohnbar.
Das Feuer breitete sich sehr schnell aus.
Foto: –/Fuldamedia/dpa
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HEUTE5:45 Uhr
Zahl der Toten durch Erdbeben in Japan steigt auf 28
Im Südwesten Japans sind bei dem Erdbeben mittlerweile 28 Menschen als tot gemeldet worden. Rettungskräfte suchen weiter nach Überlebende. Vor allem in den Trümmern eines teilweise eingestürzten Einkaufszentrums in der Stadt Kashima wurden noch Eingeschlossene vermutet. Hunderte Rettungskräfte sind vor Ort, bisher wurden zehn Menschen herausgeholt.
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HEUTE5:22 Uhr
Neue Waldbrände in Südeuropa – Tausende evakuiert
Hitze und starke Wind fachen in Frankreich, Spanien, Griechenland und der Türkei neue Brände an, Tausende weitere Menschen wurden evakuiert. In Frankreich brennt es neu nahe Brignoles, der Großstadt Dijon sowie erneut in Fontainebleau. In Spanien brennt es nun zusätzlich in einem Nationalpark an der Grenze zu Portugal, in Griechenland auf Kreta sowie nahe dem Touristenort Agia Galini.
Menschen beobachten Blitze eines Gewitters am Großen Feldberg im Taunus. - Foto: Jan Eifert/dpa
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Zwei weitere russische Logistikzentren angegriffen
Russischen Angaben zufolge griff die Ukraine mit Drohnen zwei weitere Logistikzentren des russischen Onlinehändlers Wildberries – der mit Amazon verglichen wird – an. In der westrussischen Region Pensa wurden dabei mehr als 200 Mitarbeiter evakuiert, es brach ein Brand aus. Auch in Sarapul brannte das Logistikzentrum nach dem Angriff.
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HEUTE9:09 Uhr
Erdüberlastungstag: Grüne fordern Regierung zum Handeln auf
Zum sogenannten Erdüberlastungstag am 30. Juli fordern die Grünen von Umweltminister Carsten Schneider und der Bundesregierung mehr Klimaschutz. Grünen-Ko-Fraktionschefin Britta Haßelmann warnt vor Hitzetoten, Waldbrandgefahr und zu hohem Rohstoffverbrauch.
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Neuer Verkehrsminister lehnt generelles Tempolimit auf Autobahnen ab
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Foto: Andreas Arnold/dpa
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Heute bis zu 39 Grad und schwere Gewitter
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Hoher Schaden nach Brand am Marktplatz von Lauterbach
Gestern brach ein Feuer in einem Restaurant am Marktplatz der Altstadt von Lauterbach in Hessen aus. Fünf Menschen sind verletzt. Mehrere Fachwerkhäuser wurden beschädigt, es wird mit mindestens fünf Millionen Euro Schaden gerechnet. Drei Häuser seien wohl vom Brand selbst betroffen, sagte ein Polizeisprecher am frühen Morgen, weitere zwei sind unbewohnbar.
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Foto: –/Fuldamedia/dpa
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Zahl der Toten durch Erdbeben in Japan steigt auf 28
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Der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger schließt ein generelles Tempolimit auf Autobahnen aus. Für ihn ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung keine gute Idee, Bilger kommt es auf die Sicherheit und den Fluss des Verkehrs an. Einen neuen Tankrabatt schloss er aus. Für die Bahn kündigte er eine Neubewertung der Korridorsanierungen an.
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Heute bis zu 39 Grad und schwere Gewitter
Der Deutsche Wetterdienst erwartet heute bis zu 39 Grad und nahezu bundesweit starke Wärmebelastung; danach kühlt es kurz ab. Ab Nachmittag sind in Teilen von Hessen, Thüringen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt schwere Gewitter mit Sturm- bis orkanartigen Böen möglich.
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UN-Sicherheitsrat: Abstimmung über Guterres-Nachfolge beginnt
Heute beginnt im UN-Sicherheitsrat die mehrstufige Auswahl eines Nachfolgers für UN-Generalsekretär António Guterres. Vier Frauen und drei Männer kandidierten, darunter die Michelle Bachelet und Rafael Grossi. Die geheimen Abstimmungen können Vetomächte wie die USA, China und Russland blockieren.
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Hoher Schaden nach Brand am Marktplatz von Lauterbach
Gestern brach ein Feuer in einem Restaurant am Marktplatz der Altstadt von Lauterbach in Hessen aus. Fünf Menschen sind verletzt. Mehrere Fachwerkhäuser wurden beschädigt, es wird mit mindestens fünf Millionen Euro Schaden gerechnet. Drei Häuser seien wohl vom Brand selbst betroffen, sagte ein Polizeisprecher am frühen Morgen, weitere zwei sind unbewohnbar.
Das Feuer breitete sich sehr schnell aus.
Foto: –/Fuldamedia/dpa
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Zahl der Toten durch Erdbeben in Japan steigt auf 28
Im Südwesten Japans sind bei dem Erdbeben mittlerweile 28 Menschen als tot gemeldet worden. Rettungskräfte suchen weiter nach Überlebende. Vor allem in den Trümmern eines teilweise eingestürzten Einkaufszentrums in der Stadt Kashima wurden noch Eingeschlossene vermutet. Hunderte Rettungskräfte sind vor Ort, bisher wurden zehn Menschen herausgeholt.
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Neue Waldbrände in Südeuropa – Tausende evakuiert
Hitze und starke Wind fachen in Frankreich, Spanien, Griechenland und der Türkei neue Brände an, Tausende weitere Menschen wurden evakuiert. In Frankreich brennt es neu nahe Brignoles, der Großstadt Dijon sowie erneut in Fontainebleau. In Spanien brennt es nun zusätzlich in einem Nationalpark an der Grenze zu Portugal, in Griechenland auf Kreta sowie nahe dem Touristenort Agia Galini.
Der Sitzungssaal des UN-Sicherheitsrates in New York. - Foto: Michael Kappeler/dpa
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UN-Sicherheitsrat: Abstimmung über Guterres-Nachfolge beginnt
Heute beginnt im UN-Sicherheitsrat die mehrstufige Auswahl eines Nachfolgers für UN-Generalsekretär António Guterres. Vier Frauen und drei Männer kandidierten, darunter die Michelle Bachelet und Rafael Grossi. Die geheimen Abstimmungen können Vetomächte wie die USA, China und Russland blockieren.
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Hoher Schaden nach Brand am Marktplatz von Lauterbach
Gestern brach ein Feuer in einem Restaurant am Marktplatz der Altstadt von Lauterbach in Hessen aus. Fünf Menschen sind verletzt. Mehrere Fachwerkhäuser wurden beschädigt, es wird mit mindestens fünf Millionen Euro Schaden gerechnet. Drei Häuser seien wohl vom Brand selbst betroffen, sagte ein Polizeisprecher am frühen Morgen, weitere zwei sind unbewohnbar.
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Zahl der Toten durch Erdbeben in Japan steigt auf 28
Im Südwesten Japans sind bei dem Erdbeben mittlerweile 28 Menschen als tot gemeldet worden. Rettungskräfte suchen weiter nach Überlebende. Vor allem in den Trümmern eines teilweise eingestürzten Einkaufszentrums in der Stadt Kashima wurden noch Eingeschlossene vermutet. Hunderte Rettungskräfte sind vor Ort, bisher wurden zehn Menschen herausgeholt.
Blick auf die Zentrale der Deutschen Bank im Frankfurter Bankenviertel. - Foto: Helmut Fricke/dpa
Sprudelnde Gewinne im Geschäft mit Wertpapieren, Währungen und mit der Begleitung von Börsengängen haben der Deutschen Bank im zweiten Quartal einen Milliardengewinn auf Rekordniveau beschert.
Das Vorsteuerergebnis des DAX-Konzerns war mit 2,68 Milliarden Euro nur minimal geringer als im gleichen Zeitraum des Rekordjahres 2007, wie Deutschlands größtes Geldhaus in Frankfurt mitteilte.
Dazu trug die Investmentbank mit einem Sprung um etwa 60 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro fast die Hälfte bei – jene Sparte also, von der sich die Deutsche Bank nach den Skandalen und teuren Rechtsstreitigkeiten der Vergangenheit unabhängiger machen wollte.
Die Erträge, also die gesamten Einnahmen, in der Sparte stiegen mit rund 3,2 Milliarden Euro auf den höchsten Wert seit der Neuaufstellung des Geschäftsbereichs im Jahr 2019.
Unter dem Strich stehen für Deutschlands größtes Geldhaus für den Zeitraum April bis Juni 1,64 Milliarden Euro Gewinn – zehn Prozent mehr als ein Jahr zuvor, aber etwas weniger als 2007. Angesichts der guten Ergebnisse, die die Markterwartungen übertrafen, will die Bank weitere 500 Millionen Euro in den Rückkauf eigener Aktien stecken.
Konzernchef Sewing will Rendite nach oben treiben
„Zusammen mit unseren bisherigen Rekordergebnissen in diesem Jahr stärken diese Entwicklungen unsere Zuversicht, dass wir unsere Ziele für 2028 übertreffen können“, sagte Konzernchef Christian Sewing.
Der Manager, der die Führung des Geldhauses nach etlichen Krisenjahren im April 2018 übernommen hatte, will die Eigenkapitalrendite auf mehr als 13 Prozent steigern. Im zweiten Quartal lag sie bei 11 Prozent. Diese Rendite zeigt, wie effizient Banken ihr Kapital zur Erzielung von Gewinnen einsetzen.
Künstliche Intelligenz (KI) eröffne „neue Möglichkeiten, Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen und zusätzliche Einsparungen zu erzielen“, bekräftigte Sewing. Die Bank will bis 2028 für einen Euro Ertrag weniger als 60 Cent aufwenden. Im ersten Halbjahr waren es noch fast 61 Cent.
Getrübt wurde der Aufschwung zuletzt erneut durch Ermittlungen der Justiz. Nachdem Ermittler von Staatsanwaltschaft und Bundeskriminalamt (BKA) bereits im Januar die Zentrale des größten deutschen Geldhauses durchsucht hatten, folgte im Juli eine weitere Durchsuchung.
Diesmal ging es um Beweise für fragwürdige Aktiengeschäfte aus früheren Postbank-Zeiten. Die Deutsche Bank ist in diesem Fall Rechtsnachfolgerin der Postbank.
Nach sechs Monaten auf Rekordkurs
Die Bank sieht sich auf gutem Weg, ihre Erträge im Gesamtjahr 2026 wie geplant auf rund 33 Milliarden Euro zu steigern. Nach sechs Monaten stehen rund 17,2 Milliarden Euro Erträge in der Zwischenbilanz.
Der Halbjahresgewinn von rund 3,6 Milliarden Euro unter dem Strich kommt nicht ganz an das Ergebnis von 2007 heran: Im letzten Jahr vor dem Höhepunkt der Finanzkrise entfielen auf die Aktionäre der Deutschen Bank in den ersten sechs Monaten knapp 3,9 Milliarden Euro.
Im Gesamtjahr 2025 hatte die Deutsche Bank mit gut 9,7 Milliarden Euro das bisher höchste Vorsteuerergebnis ihrer Geschichte erzielt. Unter dem Strich standen 6,1 Milliarden Euro Überschuss. Höher war der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn nur im Rekordjahr 2007 mit damals rund 6,5 Milliarden Euro. (dpa/red)
Neuer Weltrekordhalter: Marcel Paul. - Foto: Jason Tschepljakow/dpa
Marcel Paul aus Hessen hat mit einem umgebauten Bobby-Car einen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt.
Der 34-Jährige erreichte nach Angaben des Rekord-Instituts für Deutschland auf einer Bergstraße in Österreich 149,875 Stundenkilometer. Damit war Paul deutlich schneller als bei seinem Rekord von 2022, als er 130,72 km/h erreichte.
Die Strecke mit bis zu 16 Prozent Gefälle war 2,4 Kilometer lang. Paul räumte ein, dass die Abfahrt diesmal besonders schwierig war. „Das lag an einigen leichten Kurven, in denen ich die Ideallinie fahren musste“, sagte der Elektrotechnik-Ingenieur der dpa.
Neuer Weltrekordhalter: Marcel Paul.
Foto: Jason Tschepljakow/dpa
Gute Trainingsbedingungen in der Heimat
Paul kommt aus Gedern im hessischen Wetteraukreis. Dort habe er sehr gute Trainingsbedingungen. Eine Strecke, auf der er rund 100 Stundenkilometer erreiche, liege sehr nahe an seinem Haus, sagte Paul. Im Sommer übe er etwa einmal die Woche.
In den vergangenen Jahren hatte der Bobby-Car-Experte eine Pause eingelegt. Stattdessen war er auf der Suche nach der perfekten Straße für einen Rekordversuch.
Offiziell gemessen: Mit 149,875 Kilometern pro Stunde ist Marcel Paul mit einem Bobby-Car gerast.
Foto: Jason Tschepljakow/dpa
Bremsweg war 230 Meter lang
Sein Ziel war es nicht zuletzt, seinen Rekord von 148,45 Stundenkilometern, den er 2023 mit einem E-Bobby-Car aufgestellt hatte, diesmal ohne Motor zu überbieten.
Nebenbei stellte er auf der gleichen Strecke – der Sellraintalstraße – auch eine Bestleitung mit einem serienmäßigen Rutschauto auf. Dabei erreichte er laut Rekord-Institut 108,892 km/h.
Zum Bremsen verwendet Paul nach eigenen Angaben normale Hallenturnschuhe. „Diesmal war der Bremsweg 230 Meter lang“, sagte der Rekordhalter. (dpa/red)
Neuer Weltrekordhalter: Marcel Paul. - Foto: Jason Tschepljakow/dpa
Marcel Paul aus Hessen hat mit einem umgebauten Bobby-Car einen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt.
Der 34-Jährige erreichte nach Angaben des Rekord-Instituts für Deutschland auf einer Bergstraße in Österreich 149,875 Stundenkilometer. Damit war Paul deutlich schneller als bei seinem Rekord von 2022, als er 130,72 km/h erreichte.
Die Strecke mit bis zu 16 Prozent Gefälle war 2,4 Kilometer lang. Paul räumte ein, dass die Abfahrt diesmal besonders schwierig war. „Das lag an einigen leichten Kurven, in denen ich die Ideallinie fahren musste“, sagte der Elektrotechnik-Ingenieur der dpa.
Neuer Weltrekordhalter: Marcel Paul.
Foto: Jason Tschepljakow/dpa
Gute Trainingsbedingungen in der Heimat
Paul kommt aus Gedern im hessischen Wetteraukreis. Dort habe er sehr gute Trainingsbedingungen. Eine Strecke, auf der er rund 100 Stundenkilometer erreiche, liege sehr nahe an seinem Haus, sagte Paul. Im Sommer übe er etwa einmal die Woche.
In den vergangenen Jahren hatte der Bobby-Car-Experte eine Pause eingelegt. Stattdessen war er auf der Suche nach der perfekten Straße für einen Rekordversuch.
Offiziell gemessen: Mit 149,875 Kilometern pro Stunde ist Marcel Paul mit einem Bobby-Car gerast.
Foto: Jason Tschepljakow/dpa
Bremsweg war 230 Meter lang
Sein Ziel war es nicht zuletzt, seinen Rekord von 148,45 Stundenkilometern, den er 2023 mit einem E-Bobby-Car aufgestellt hatte, diesmal ohne Motor zu überbieten.
Nebenbei stellte er auf der gleichen Strecke – der Sellraintalstraße – auch eine Bestleitung mit einem serienmäßigen Rutschauto auf. Dabei erreichte er laut Rekord-Institut 108,892 km/h.
Zum Bremsen verwendet Paul nach eigenen Angaben normale Hallenturnschuhe. „Diesmal war der Bremsweg 230 Meter lang“, sagte der Rekordhalter. (dpa/red)