Tag: Geschichte
In Kürze:
- Der Staatsmann Cassiodor lebte in der Zeit, als das große Römische Reich und damit die antike Hochkultur am Zerfallen war.
- Im betagten Alter hat sich der begabte Mann von der Politik abgewandt, um ein christliches Kloster zu gründen.
- Sein Ziel war es zusammen mit seinen Glaubensbrüdern antike Werke aufzuspüren, zu kopieren oder zu übersetzen und so für die Nachwelt zu erhalten.
- Für Cassiodor war ein fundiertes Denken durch sorgfältiges Studium eines der Mittel gegen kulturellen Verfall und Krieg.
Ein Reich in Trümmern
Der Niedergang der Goten
Cassiodor: Ein kluger Staatsmann mit scharfsinnigem Geist

Künstlerische Darstellung von Cassiodor aus dem Jahr 1177.
Foto: gemeinfrei
Langsame Abkehr von der Politik

Cassiodor, dargestellt in der Schedel’schen Weltchronik von 1493.
Foto: gemeinfrei
Cassiodor gründet das Vivarium

Mögliche Darstellung des heute nicht mehr erhaltenen Klosters Vivarium.
Foto: gemeinfrei
„Von göttlicher Liebe bewegt, habe ich mit Gottes Hilfe diese Einführungsbücher für euch verfasst, die an die Stelle eines Lehrers treten sollen. Ich glaube, dass sich durch sie, so Gott will, der Aufbau der Heiligen Schrift und ein kompakter Überblick über die weltliche Literatur erschließen lassen.“

Selbststudium und das Lesen großer Werke aus aller Welt gehörte zum Alltag von Mönchen und hohen Geistlichen.
Foto: gemeinfrei
Ein Ort voller schöner und guter Dinge

Abschriften, die von Mönchen in Klöstern angefertigt wurden, waren oft kunstvoll verziert.
Foto: gemeinfrei
Das Vermächtnis von Cassiodor

Ein Mönch bei seiner täglichen Arbeit im Scriptorium eines Klosters.
Foto: gemeinfrei
Langes Register von grausamen Verbrechen an Zivilisten
In Serbien wird der Völkermord geleugnet
GdP kündigt rechtliche Schritte an
Vorwürfe aus DDR-Zeit

Ostdeutscher Grenzsoldat (Symbolbild)
Foto: Aliaksandr Litviniuk / iStock
Hüber bereits zuvor in der Kritik
Kamerasystem erkennt Brände in Echtzeit
In Kürze:
- Heute herrscht das heliozentrische Weltbild mit seiner Sonne im Mittelpunkt vor, das mit dem preußischen Astronomen Nikolaus Kopernikus verbunden wird.
- Die Kopernikanische Wende sorgte mit der Abkehr vom seit Jahrtausenden etablierten, geozentrischen Weltbild für große Aufregung.
- Tatsächlich war die Idee aus dem 16. Jahrhundert keine neue, sondern hatte ihre Wurzeln in der Antike.
Ein starres Modell

Die Büste von Aristoteles aus Marmor ist die römische Kopie eines griechischen Bronze-Originals.
Foto: gemeinfrei
Verrückte Welt mit Lücken

Das Schema zeigt die Bewegung eines Planeten nach der Epizykeltheorie.
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Drei Astronomen auf der Spur der Wahrheit

Vergleich des geozentrischen Weltbildes (o.) und des heliozentrischen Weltbildes (u.).
Foto: gemeinfrei
Ideen der Zeit voraus
In Kürze:
- Vor rund 2.000 Jahren entstand in Ägypten mit dem Heronsball eine frühe Form der Dampfmaschine.
- Der Entwickler der sogenannten Aeolipile war Heron von Alexandria, auf den auch die Erfindung von Wasserorgeln und münzbetriebenen Automaten zurückgeht.
- Zwar nutzte die „Windkugel“ das Prinzip der Dampfkraft, doch als Energiequelle oder zum Antrieb im eigentlichen Sinne kam sie wahrscheinlich nie zum Einsatz.
Entwickelt in einer antiken Ideenschmiede

Die Zeichnung des 9. Jhs. soll den antiken Mathematiker und Ingenieur Heron von Alexandria zeigen.
Foto: gemeinfrei
Die Kunst, eine Kugel zum Drehen zu bringen

Schematische Zeichnung des Heronsballs aus dem Jahr 1876.
Foto: gemeinfrei
Kuriosum ohne praktischen Nutzen?
Nachbau eines Heronsballs in einem griechischen Museum.
Aus einem Prinzip wird eine Dampfmaschine

Aufbau und Prinzip der Newcomen Dampfmaschine.
Foto: gemeinfrei
In Kürze:
- Eine Sonnenfinsternis sorgt seit jeher für Staunen und Furcht bei den Menschen – auch bei den Gebildeten und Gewöhnlichen des Römischen Reiches.
- Zwar kannten sie die kosmische Ursache des Naturphänomens, aber dennoch glaubten sie, dass ihnen damit die Götter eine Botschaft vermitteln wollten.
- Römische Politiker deuteten sie oft als schlechte Omen, Missfallen der Götter oder ungünstige Zeitpunkte für ihre Bestrebungen.
Frühe Erforschung der Sonnenfinsternis

Das Werk von Pierre Brébiette (1598–1650) zeigt zwei Philosophen beim Beobachten einer Finsternis.
Foto: gemeinfrei
Zeichen der Götter
Sonnenfinsternis aus der Sicht römischer Politiker

Das Relief am Konstantinsbogen in Rom zeigt den römischen Sonnengott Sol mit seinem Himmelswagen.

Zur Zeit der Kreuzigung Jesu soll sich eine Sonnenfinsternis ereignet haben.
Foto: Timacoch/iStock
Die Erfahrung der einfachen Menschen

Das Gemälde „Astronomen beobachten eine Sonnenfinsternis“ von Antoine Caron (1521–1599).
Foto: gemeinfrei
Was da alles so zum Vorschein kommt

Das Niedrigwasser der Donau legte ein Motorrad aus dem Zweiten Weltkrieg frei – sowie die sterblichen Überreste zweier Wehrmachtssoldaten.
Foto: Gabor-Kohlrusz/Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge/dpa
Die Wracks der Nazi-Schiffe bei Prahovo

In der flachen Donau werden bei Prahovo in Serbien die Wracks von Nazi-Kriegsschiffen sichtbar.
Foto: Darko Vojinovic/AP/dpa

Knochen eines Mammuts tauchten im bulgarischen Abschnitt der Donau auf.
Foto: —/Regionales Geschichtsmuseum Russe an der Donau/dpa
Die Gefahren der Relikte

Eine kontrollierte Unterwassersprengung am Flussbett der Donau im Dorf Izvoarele am 3. August 2026. Die Sprengung diente dazu, das Flussbett zu vertiefen und eine größere Wassermenge zu den Kühlsystemen des Kernkraftwerks Cernavoda umzuleiten.
Foto: Daniel Mihalescu/AFP via Getty Images
Was uns die Funde über die Geschichte verraten

Diese Luftaufnahme zeigt den niedrigen Wasserstand der Donau unterhalb der Vidin-Calafat-Brücke in der Nähe von Vidin, Bulgarien, am 5. August 2026.
Foto: Dimitar Kyosemarliev/AFP via Getty Images
In Kürze:
- Das älteste Seismoskop, ein Gerät zur Erkennung von Erdbeben, wurde 132 n. Chr. von dem chinesischen Universalgenie Zhang Heng gebaut.
- Laut Schriftquellen zeigte der Apparat in Form eines Bronzegefäßes im Jahr 138 die Richtung eines über 400 Kilometer entfernten Erdbebens korrekt an.
- Möglich macht dies ein ausgeklügeltes, bis heute teils unerklärtes Schwingsystem im Inneren des Gefäßes, das einen Drachen eine Kugel speien und in das Maul einer Kröte fallen lässt.

Nachbau eines Seismoskops von Zhang Heng in einem Museum für chinesische Kultur im kanadischen Calgary.
Der Zeit voraus

Replik des Seismoskops von Zhang Heng im Museum von Macau.
Zhang Heng: Ein frühes Universalgenie

Gedenkstatue von Zhang Heng an seinem Grab im chinesischen Nanyang.
Beben in Hunderten Kilometern Entfernung erkannt
Die erste Seite des Buches „Hou Hanshu“, in dem vieles über die Geschichte des Alten Chinas überliefert ist.
Foto: gemeinfrei
Wie funktionierte das Seismoskop?

Vereinfachte Konstruktionszeichnung des Seismoskops von Zhang Heng.
Foto: gemeinfrei
Vom Seismoskop zum Seismografen
In Kürze:
- Über 15 Millionen Katzen machen sie zum häufigsten Haustier Deutschlands, noch vor dem Hund.
- Die älteste Beziehung zwischen Mensch und Samtpfote reicht bis in die Steinzeit zurück.
- Heute ist bekannt, dass die Hauskatze von der Afrikanischen Wildkatze abstammt.
- Erst um das Jahr 0 breitete sich der domestizierte Stubentiger mit den Römern in Europa aus.
Der wilde Vorfahre unserer Katze

Die Afrikanische Wildkatze (Felis lybica lybica), auch Falbkatze genannt, ist der Vorfahre unserer Hauskatzen.
Foto: slowmotiongli/iStock
Samtpfoten auf dem Weg nach Europa

Eine Leopardkatze (Prionailurus bengalensis), auch Bengalkatze genannt.
Heiliger Stubentiger

Ob sich Katzen ihrer göttlichen Behandlung im Alten Ägypten noch immer bewusst sind?
Die Katze in China: Das einzige Tier mit Seele
Helfer des Teufels und der Jungfrau Maria
Auf die Katz’ gekommen
In Kürze:
- Archäologische Entdeckungen zeigen, dass Popcorn seit mindestens 6.700 Jahren zubereitet wird.
- In der Moderne war der Snack zunächst nur auf US-amerikanischen Jahrmärkten zu finden.
- Mit der Erfindung des Kinos und den ersten Tonfilmen wurde der knusprige Puffmais zum absoluten Renner – auch außerhalb der USA.
- In Kinos anderer Länder gibt es neben Popcorn in landesspezifischen Geschmacksrichtungen auch Eis und Ameisen zu kaufen.
Das Popcorn in der Suppe

Mais ist seit Jahrhunderten ein wichtiges Lebensmittel in Mittelamerika.
Foto: gemeinfrei

In einer langstieligen Pfanne wie dieser wurde vor der Erfindung der Popcornmaschine der Snack zubereitet.
Foto: gemeinfrei
Vom Jahrmarkt ins Kino

Blick ins Innere des Byrd Theatre, einem US-amerikanischen Filmpalast aus dem Jahr 1928.
Ein erschwinglicher Luxus

Filmplakat des ersten Kinofilms mit Tonspur: „Der Jazzsänger“ (1927).
Foto: gemeinfrei

Trotz des Zweiten Weltkriegs waren in den USA die Kinos gut besucht und Popcorn der beliebteste Snack.
Das Popcorn und seine (un)gewöhnlichen Begleiter

Popcorn gibt es inzwischen in sämtlichen Geschmacksrichtung: von salzig über süß bis herzhaft.

Heimische Zubereitung von „Hormigas culonas“ – gerösteten Ameisen.
Die wahre Suche nach dem Heiligen Gral
Voynich-Manuskript: Ein Blick in das geheimnisvollste Buch der Welt
30.000 Jahre vor Gizeh: Liegt die älteste Pyramide der Welt in Europa?
Fluch der Mumie – Wahrheit oder Fiktion?
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Wurde die Schwerkraft schon 200 Jahre vor Newton entschlüsselt?
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Außerirdische Erscheinung: Die mysteriösen Turmschädel
In Kürze:
- Wissenschaftler haben in Kenia rund 1,4 Millionen Jahre alte fossile Fußspuren entlang eines alten Seeufers entdeckt.
- Die Abdrücke stammen von acht Individuen der Art Paranthropus boisei, die zur Homininen-Gruppe gehören und als Verwandte des Menschen gelten.
- Entgegen der Erwartung, deuten die Spuren darauf hin, dass die Art mit bis zu 1,80 Meter Größe und etwa 75 Kilogramm Körpergewicht viel größer war als andere frühe Vorfahren.
Große Fußspuren, große Körper

Laut den Wissenschaftlern lebte die Art Paranthropus boisei parallel mit frühen Arten der Gattung Homo.
Immer wieder ans Seeufer

Kevin Hatala und Kollegen beim Austausch über die alten Fußabdrücke, die 2023 im Norden Kenias ausgegraben wurden.
Foto: Kay Behrensmeyer via MPI
Ein Fotoalbum der Vergangenheit
In Kürze:
- Heute existieren rund 7.500 gesprochene oder gebärdete Sprachen. Vor rund 12.000 Jahren könnten es 4.500 bis 6.200 Sprachen gewesen sein.
- Dazwischen steig die Sprachenvielfalt möglicherweise sogar auf mehrere Zehntausend Sprachen vor 1.000 bis 3.000 Jahren.
- Der Rückgang der sprachlichen Vielfalt setzte offenbar mit der Ausbreitung großer Staaten und Imperien ein – lange vor dem Kolonialismus Europas.
- Heutige Sprachen stellen eine kleine, historisch verzerrte Auswahl und Relikte der früheren Sprachenvielfalt dar.
Geschichte ohne schriftliche Zeugnisse rekonstruieren
„Eine erste Überraschung war, dass es unmittelbar vor der Einführung der Landwirtschaft weltweit vermutlich keinen außergewöhnlich großen Sprachreichtum gab“, so sagt Russell Gray.
Zehntausende Sprachen
„Das überraschendste Ergebnis ist, dass dieser Höhepunkt offenbar erst sehr spät erreicht wurde. Die größte sprachliche Vielfalt könnte demnach nicht in der Altsteinzeit, sondern erst in Zeiten expandierender Staaten und früher Imperien bestanden haben“, ergänzte Claire Bowern von der Yale University.

Heute existierende Sprachen und ihr Gefährdungsstatus (erstellt auf Basis einer Kartenvorlage von „Natural Earth“ unter Verwendung von Daten aus Glottolog 5.3 und Informationen aus GlottoScope). In der Grafik sind Sprachen, die nur wenige oder keine Sprecher mehr haben, rot bzw. orange gekennzeichnet. Nicht gefährdete Sprachen sind gelb; Sprachen, deren Sprechende zu einer dominanteren Sprache überwechseln, hellgrün und bedrohte Sprachen grün.
Foto: Claire Bowern/Yale University via Max-Plank-Gesellschaft
Sprachenverlust vor Beginn des modernen Kolonialismus
Heutige Sprachen haben einen Flaschenhals durchlaufen
Ein Modell, keine prähistorische Volkszählung
Was hat es mit dem Haus auf sich?
Was war besonders am Umbau?
Wie groß war die Anziehungskraft für Neonazis?
Was ist jetzt anders?
Gab oder gibt es Kritik?
Wie wird andernorts mit dem Nazi-Erbe umgegangen?
Tagesplatte für zwei Mark
„Wäre Zufall, wenn die Flasche richtig weit geschwommen wäre“
In Kürze:
- Champagner gilt heute als Luxusgetränk und wird mit französischer Weinanbaukunst in Verbindung gebracht.
- Tatsächlich stammt die Grundlage aus Frankreich, doch erhielt der Schaumwein erst in England seine Bläschen, Glasflaschen und Korken.

Heute werden die edlen Getränke oft mit Korken verschlossen und in Glasflaschen gelagert. Beides gab es in Frankreich lange Zeit nicht und ist eine fremdländische Erfindung.
Foto: Natx33/iStock
Der Champagner-Mythos

Statue des Benediktinermönches Dom Pérignon, der als Erfinder des Champagners gilt.
Bläschen, Flaschen und Korken

Das Gemälde „The Oyster Lunch“ von Jean-François de Troy (1679–1752) ist die älteste künstlerische Darstellung vom Trinken des Champagners.
Foto: gemeinfrei
Das Paradoxon?

Weinberge in der Champagne, Frankreich.
Foto: southtownboy/iStock



















































































