Tag: Geschichte
In Kürze:
- Heute herrscht das heliozentrische Weltbild mit seiner Sonne im Mittelpunkt vor, das mit dem preußischen Astronomen Nikolaus Kopernikus verbunden wird.
- Die Kopernikanische Wende sorgte mit der Abkehr vom seit Jahrtausenden etablierten, geozentrischen Weltbild für große Aufregung.
- Tatsächlich war die Idee aus dem 16. Jahrhundert keine neue, sondern hatte ihre Wurzeln in der Antike.
Ein starres Modell

Die Büste von Aristoteles aus Marmor ist die römische Kopie eines griechischen Bronze-Originals.
Foto: gemeinfrei
Verrückte Welt mit Lücken

Das Schema zeigt die Bewegung eines Planeten nach der Epizykeltheorie.
Foto: gemeinfrei
Drei Astronomen auf der Spur der Wahrheit

Vergleich des geozentrischen Weltbildes (o.) und des heliozentrischen Weltbildes (u.).
Foto: gemeinfrei
Ideen der Zeit voraus
In Kürze:
- Vor rund 2.000 Jahren entstand in Ägypten mit dem Heronsball eine frühe Form der Dampfmaschine.
- Der Entwickler der sogenannten Aeolipile war Heron von Alexandria, auf den auch die Erfindung von Wasserorgeln und münzbetriebenen Automaten zurückgeht.
- Zwar nutzte die „Windkugel“ das Prinzip der Dampfkraft, doch als Energiequelle oder zum Antrieb im eigentlichen Sinne kam sie wahrscheinlich nie zum Einsatz.
Entwickelt in einer antiken Ideenschmiede

Die Zeichnung des 9. Jhs. soll den antiken Mathematiker und Ingenieur Heron von Alexandria zeigen.
Foto: gemeinfrei
Die Kunst, eine Kugel zum Drehen zu bringen

Schematische Zeichnung des Heronsballs aus dem Jahr 1876.
Foto: gemeinfrei
Kuriosum ohne praktischen Nutzen?
Nachbau eines Heronsballs in einem griechischen Museum.
Aus einem Prinzip wird eine Dampfmaschine

Aufbau und Prinzip der Newcomen Dampfmaschine.
Foto: gemeinfrei
In Kürze:
- Eine Sonnenfinsternis sorgt seit jeher für Staunen und Furcht bei den Menschen – auch bei den Gebildeten und Gewöhnlichen des Römischen Reiches.
- Zwar kannten sie die kosmische Ursache des Naturphänomens, aber dennoch glaubten sie, dass ihnen damit die Götter eine Botschaft vermitteln wollten.
- Römische Politiker deuteten sie oft als schlechte Omen, Missfallen der Götter oder ungünstige Zeitpunkte für ihre Bestrebungen.
Frühe Erforschung der Sonnenfinsternis

Das Werk von Pierre Brébiette (1598–1650) zeigt zwei Philosophen beim Beobachten einer Finsternis.
Foto: gemeinfrei
Zeichen der Götter
Sonnenfinsternis aus der Sicht römischer Politiker

Das Relief am Konstantinsbogen in Rom zeigt den römischen Sonnengott Sol mit seinem Himmelswagen.

Zur Zeit der Kreuzigung Jesu soll sich eine Sonnenfinsternis ereignet haben.
Foto: Timacoch/iStock
Die Erfahrung der einfachen Menschen

Das Gemälde „Astronomen beobachten eine Sonnenfinsternis“ von Antoine Caron (1521–1599).
Foto: gemeinfrei
Was da alles so zum Vorschein kommt

Das Niedrigwasser der Donau legte ein Motorrad aus dem Zweiten Weltkrieg frei – sowie die sterblichen Überreste zweier Wehrmachtssoldaten.
Foto: Gabor-Kohlrusz/Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge/dpa
Die Wracks der Nazi-Schiffe bei Prahovo

In der flachen Donau werden bei Prahovo in Serbien die Wracks von Nazi-Kriegsschiffen sichtbar.
Foto: Darko Vojinovic/AP/dpa

Knochen eines Mammuts tauchten im bulgarischen Abschnitt der Donau auf.
Foto: —/Regionales Geschichtsmuseum Russe an der Donau/dpa
Die Gefahren der Relikte

Eine kontrollierte Unterwassersprengung am Flussbett der Donau im Dorf Izvoarele am 3. August 2026. Die Sprengung diente dazu, das Flussbett zu vertiefen und eine größere Wassermenge zu den Kühlsystemen des Kernkraftwerks Cernavoda umzuleiten.
Foto: Daniel Mihalescu/AFP via Getty Images
Was uns die Funde über die Geschichte verraten

Diese Luftaufnahme zeigt den niedrigen Wasserstand der Donau unterhalb der Vidin-Calafat-Brücke in der Nähe von Vidin, Bulgarien, am 5. August 2026.
Foto: Dimitar Kyosemarliev/AFP via Getty Images
In Kürze:
- Das älteste Seismoskop, ein Gerät zur Erkennung von Erdbeben, wurde 132 n. Chr. von dem chinesischen Universalgenie Zhang Heng gebaut.
- Laut Schriftquellen zeigte der Apparat in Form eines Bronzegefäßes im Jahr 138 die Richtung eines über 400 Kilometer entfernten Erdbebens korrekt an.
- Möglich macht dies ein ausgeklügeltes, bis heute teils unerklärtes Schwingsystem im Inneren des Gefäßes, das einen Drachen eine Kugel speien und in das Maul einer Kröte fallen lässt.

Nachbau eines Seismoskops von Zhang Heng in einem Museum für chinesische Kultur im kanadischen Calgary.
Der Zeit voraus

Replik des Seismoskops von Zhang Heng im Museum von Macau.
Zhang Heng: Ein frühes Universalgenie

Gedenkstatue von Zhang Heng an seinem Grab im chinesischen Nanyang.
Beben in Hunderten Kilometern Entfernung erkannt
Die erste Seite des Buches „Hou Hanshu“, in dem vieles über die Geschichte des Alten Chinas überliefert ist.
Foto: gemeinfrei
Wie funktionierte das Seismoskop?

Vereinfachte Konstruktionszeichnung des Seismoskops von Zhang Heng.
Foto: gemeinfrei
Vom Seismoskop zum Seismografen
In Kürze:
- Über 15 Millionen Katzen machen sie zum häufigsten Haustier Deutschlands, noch vor dem Hund.
- Die älteste Beziehung zwischen Mensch und Samtpfote reicht bis in die Steinzeit zurück.
- Heute ist bekannt, dass die Hauskatze von der Afrikanischen Wildkatze abstammt.
- Erst um das Jahr 0 breitete sich der domestizierte Stubentiger mit den Römern in Europa aus.
Der wilde Vorfahre unserer Katze

Die Afrikanische Wildkatze (Felis lybica lybica), auch Falbkatze genannt, ist der Vorfahre unserer Hauskatzen.
Foto: slowmotiongli/iStock
Samtpfoten auf dem Weg nach Europa

Eine Leopardkatze (Prionailurus bengalensis), auch Bengalkatze genannt.
Heiliger Stubentiger

Ob sich Katzen ihrer göttlichen Behandlung im Alten Ägypten noch immer bewusst sind?
Die Katze in China: Das einzige Tier mit Seele
Helfer des Teufels und der Jungfrau Maria
Auf die Katz’ gekommen
In Kürze:
- Archäologische Entdeckungen zeigen, dass Popcorn seit mindestens 6.700 Jahren zubereitet wird.
- In der Moderne war der Snack zunächst nur auf US-amerikanischen Jahrmärkten zu finden.
- Mit der Erfindung des Kinos und den ersten Tonfilmen wurde der knusprige Puffmais zum absoluten Renner – auch außerhalb der USA.
- In Kinos anderer Länder gibt es neben Popcorn in landesspezifischen Geschmacksrichtungen auch Eis und Ameisen zu kaufen.
Das Popcorn in der Suppe

Mais ist seit Jahrhunderten ein wichtiges Lebensmittel in Mittelamerika.
Foto: gemeinfrei

In einer langstieligen Pfanne wie dieser wurde vor der Erfindung der Popcornmaschine der Snack zubereitet.
Foto: gemeinfrei
Vom Jahrmarkt ins Kino

Blick ins Innere des Byrd Theatre, einem US-amerikanischen Filmpalast aus dem Jahr 1928.
Ein erschwinglicher Luxus

Filmplakat des ersten Kinofilms mit Tonspur: „Der Jazzsänger“ (1927).
Foto: gemeinfrei

Trotz des Zweiten Weltkriegs waren in den USA die Kinos gut besucht und Popcorn der beliebteste Snack.
Das Popcorn und seine (un)gewöhnlichen Begleiter

Popcorn gibt es inzwischen in sämtlichen Geschmacksrichtung: von salzig über süß bis herzhaft.

Heimische Zubereitung von „Hormigas culonas“ – gerösteten Ameisen.
Die wahre Suche nach dem Heiligen Gral
Voynich-Manuskript: Ein Blick in das geheimnisvollste Buch der Welt
30.000 Jahre vor Gizeh: Liegt die älteste Pyramide der Welt in Europa?
Fluch der Mumie – Wahrheit oder Fiktion?
Gewebe des Mysteriums: Das Turiner Grabtuch
Wurde die Schwerkraft schon 200 Jahre vor Newton entschlüsselt?
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Außerirdische Erscheinung: Die mysteriösen Turmschädel
In Kürze:
- Wissenschaftler haben in Kenia rund 1,4 Millionen Jahre alte fossile Fußspuren entlang eines alten Seeufers entdeckt.
- Die Abdrücke stammen von acht Individuen der Art Paranthropus boisei, die zur Homininen-Gruppe gehören und als Verwandte des Menschen gelten.
- Entgegen der Erwartung, deuten die Spuren darauf hin, dass die Art mit bis zu 1,80 Meter Größe und etwa 75 Kilogramm Körpergewicht viel größer war als andere frühe Vorfahren.
Große Fußspuren, große Körper

Laut den Wissenschaftlern lebte die Art Paranthropus boisei parallel mit frühen Arten der Gattung Homo.
Immer wieder ans Seeufer

Kevin Hatala und Kollegen beim Austausch über die alten Fußabdrücke, die 2023 im Norden Kenias ausgegraben wurden.
Foto: Kay Behrensmeyer via MPI
Ein Fotoalbum der Vergangenheit
In Kürze:
- Heute existieren rund 7.500 gesprochene oder gebärdete Sprachen. Vor rund 12.000 Jahren könnten es 4.500 bis 6.200 Sprachen gewesen sein.
- Dazwischen steig die Sprachenvielfalt möglicherweise sogar auf mehrere Zehntausend Sprachen vor 1.000 bis 3.000 Jahren.
- Der Rückgang der sprachlichen Vielfalt setzte offenbar mit der Ausbreitung großer Staaten und Imperien ein – lange vor dem Kolonialismus Europas.
- Heutige Sprachen stellen eine kleine, historisch verzerrte Auswahl und Relikte der früheren Sprachenvielfalt dar.
Geschichte ohne schriftliche Zeugnisse rekonstruieren
„Eine erste Überraschung war, dass es unmittelbar vor der Einführung der Landwirtschaft weltweit vermutlich keinen außergewöhnlich großen Sprachreichtum gab“, so sagt Russell Gray.
Zehntausende Sprachen
„Das überraschendste Ergebnis ist, dass dieser Höhepunkt offenbar erst sehr spät erreicht wurde. Die größte sprachliche Vielfalt könnte demnach nicht in der Altsteinzeit, sondern erst in Zeiten expandierender Staaten und früher Imperien bestanden haben“, ergänzte Claire Bowern von der Yale University.

Heute existierende Sprachen und ihr Gefährdungsstatus (erstellt auf Basis einer Kartenvorlage von „Natural Earth“ unter Verwendung von Daten aus Glottolog 5.3 und Informationen aus GlottoScope). In der Grafik sind Sprachen, die nur wenige oder keine Sprecher mehr haben, rot bzw. orange gekennzeichnet. Nicht gefährdete Sprachen sind gelb; Sprachen, deren Sprechende zu einer dominanteren Sprache überwechseln, hellgrün und bedrohte Sprachen grün.
Foto: Claire Bowern/Yale University via Max-Plank-Gesellschaft
Sprachenverlust vor Beginn des modernen Kolonialismus
Heutige Sprachen haben einen Flaschenhals durchlaufen
Ein Modell, keine prähistorische Volkszählung
Was hat es mit dem Haus auf sich?
Was war besonders am Umbau?
Wie groß war die Anziehungskraft für Neonazis?
Was ist jetzt anders?
Gab oder gibt es Kritik?
Wie wird andernorts mit dem Nazi-Erbe umgegangen?
Tagesplatte für zwei Mark
„Wäre Zufall, wenn die Flasche richtig weit geschwommen wäre“
In Kürze:
- Champagner gilt heute als Luxusgetränk und wird mit französischer Weinanbaukunst in Verbindung gebracht.
- Tatsächlich stammt die Grundlage aus Frankreich, doch erhielt der Schaumwein erst in England seine Bläschen, Glasflaschen und Korken.

Heute werden die edlen Getränke oft mit Korken verschlossen und in Glasflaschen gelagert. Beides gab es in Frankreich lange Zeit nicht und ist eine fremdländische Erfindung.
Foto: Natx33/iStock
Der Champagner-Mythos

Statue des Benediktinermönches Dom Pérignon, der als Erfinder des Champagners gilt.
Bläschen, Flaschen und Korken

Das Gemälde „The Oyster Lunch“ von Jean-François de Troy (1679–1752) ist die älteste künstlerische Darstellung vom Trinken des Champagners.
Foto: gemeinfrei
Das Paradoxon?

Weinberge in der Champagne, Frankreich.
Foto: southtownboy/iStock
In Kürze:
- Odysseus ist einer der bekanntesten Helden der griechischen Mythologie.
- Seine Irrfahrt nach dem gewonnenen Krieg gegen Troja erzählt der griechische Dichter Homer in dem Epos „Odyssee“.
- Auf seiner zehnjährigen Reise begegnet Odysseus nicht nur Riesen, Monstern, Sirenen und einer Zauberin, sondern auch der Konsequenz.
- Jeder Fehltritt von ihm und seinen Männern endet mit einer göttlichen Bestrafung und lehrt früher wie heute, wie wir richtig handeln sollten.
Wer war Odysseus?

Diese Marmorstatue soll den griechischen Helden Odysseus darstellen.
Foto: gemeinfrei
Die „Odyssee“ – das Vorbild heutiger Romane
„Sage mir, Muse, die Taten des vielgewanderten Mannes,
Welcher so weit geirrt nach der heiligen Troja Zerstörung,
Vieler Menschen Städte gesehn und Sitte gelernt hat
Und auf dem Meere so viel unnennbare Leiden erduldet,
Seine Seele zu retten und seiner Freunde Zurückkunft.
Aber die Freunde rettet’ er nicht, wie eifrig er strebte;
Denn sie bereiteten selbst durch Missetat ihr Verderben […]“

Odysseus ist wieder in Ithaka und beseitigt die Freier in seinem Zuhause.
Foto: gemeinfrei
Zehn Jahre Irrfahrt – und ihre Lehren daraus

Ungefähre Reiseroute von Odysseus gemäß der Erzählung „Odyssee“ von Homer und Lokalisierungsversuchen von Forschern.
Foto: Epoch Times; dikobraziy/iStock
1. Troja

„Blick auf das brennende Troja“, ein Gemälde von Johann Georg Trautmann (1713–1769).
Foto: gemeinfrei
2. Land der Kikonen
3. Land der Lotophagen

Odysseus bringt seine von Lotusfrüchten beeinflussten Männer zu seinen Schiffen.
Foto: gemeinfrei
4. Insel der Kyklopen

„Odysseus und Polyphem“, gemalt von Arnold Böcklin (1827–1901).
Foto: gemeinfrei
„Vater! Erderschütterer und Meeresgott! Hier ist dein Sohn Polyphem. Möge Odysseus niemals den Weg nach Hause finden. Sollten die Erinnyen aber verlangen, dass er zu seiner Familie zurückkehrt, soll ihm das nur nach Jahren der Tortur und des Leids gelingen, ganz allein mit all seinen Schätzen, nachdem er seine Gefährten und Schiffe verloren hat.“
5. Insel des Aiolos

„Aiolos überreicht Odysseus die Winde“, gemalt von Isaac Moillon (1614–1673).
Foto: gemeinfrei
6. Land der Laistrygonen

Diese künstlerische Darstellung zeigt Odysseus bei den Laistrygonen.
Foto: gemeinfrei
7. Insel Aiaia der Zauberin Kirke

Das Fresko von Giovanni Battista Trotti (1555–1619) zeigt die Zauberin Kirke, die Odysseus’ Männern ihre menschliche Gestalt zurückgibt.
Foto: gemeinfrei
8. Die Unterwelt

„Theresias erscheint dem Ulysseus [Odysseus] während der Opferung“, ein Gemälde von Johann Heinrich Füssli (1741–1825).
Foto: gemeinfrei
9. Insel der Sirenen

„Odysseus und die Sirenen“, ein Gemälde von Herbert James Draper (1863–1920).
Foto: gemeinfrei
10. Meerenge der Skylla und des Charybdis

„Odysseus vor Skylla und Charybdis“, ein Gemälde von Henry Fuseli (1741–1825).
Foto: gemeinfrei
11. Insel Thrinakia von Sonnengott Helios

„Die Gefährten des Odysseus rauben die Rinder des Helios“ von dem Maler Pellegrini Tibaldi (1527–1596).
Foto: gemeinfrei
12. Ogygia von Nymphe Kalypso

„Hermes befiehlt Calypso, Odysseus freizulassen“ von Gerard de Lairesse (1641–1711).
Foto: gemeinfrei
13. Scheria

„Odysseus am Hofe des Alkinoos“ von Francesco Hayez (1791–1882).
Foto: gemeinfrei

Ein Papyrus aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. mit einem Ausschnitt aus der „Odyssee“.
Foto: Zunkir/Wikimedia Commons | CC BY-SA 4.0
Das prophezeite Ende
Buchtipp: „Odyssee“
Seitenzahl: 352
ISBN: 978-3-351-04212-7

Das Buch „Odyssee“ von Stephen Fry.
Foto: Verlag Aufbau
In Kürze:
- Der neue Kinofilm über Robin Hood entfachte in den sozialen Medien eine Debatte über die Verunglimpfung des englischen Nationalhelden in Strumpfhosen.
- Ein Blick auf die ältesten erhaltenen Quellen vermittelt jedoch den Eindruck, dass der Name nicht immer mit vorbildlichem Verhalten verbunden wurde.
- Besonders in der Neuzeit scheint sich das Bild vom „Beschützer der Armen“ etabliert zu haben – unter anderem durch nachgewiesene gute Taten.
- Forscher sind sich jedoch immer noch uneinig, ob es einen Mann namens Robin Hood überhaupt gab und wenn ja, wer er war.
Heldenmut in Strumpfhosen

Auf Comicmessen verkleiden sich Fans als Superheld „Green Arrow“.
Foto: Mike Coppola/Getty Images
Gedichte mit Mönchen, Töpfern und Gewalt

Erste Seite der Ballade „A Gest of Robyn Hode“, gedruckt im 16. Jahrhundert.
Foto: gemeinfrei

Hood im Duell mit Gehilfe Little John.
Foto: gemeinfrei
Ein Name älter als die Balladen
- Von „Hooder“, also jener Personen- und Berufsgruppe, die im Mittelalter die häufig getragenen Kapuzen herstellten.
- „Hood“ ist die umgangssprachliche Form für „Wood“ (deutsch: Wald oder Holz) und bezeichnete früher Menschen, die in Waldregionen lebten oder beruflich mit diesen in Verbindung standen.

Kriminelle tragen häufig Kapuzen und verstecken sich im Wald, um nicht entdeckt zu werden.
Wer war nun der berühmte Robin Hood?
Robin Hood alias Roger Godberd

Darstellung von Simon de Montfort (1208–1265), dem 6. Earl of Leicester.
Foto: gemeinfrei
Kriminelle im Sherwood Forest
Robin Hood als guter Mann

Das Relief an der Burg Nottingham Castle zeigt Richard Löwenherz, wie er Robin Hood und seine Geliebte Maid Marian vermählt.
Theorien zum Earl of Huntington
Nur eine mythologische Figur?

Kobolde sind zahlreich in der irischen, keltischen und deutschen Folklore vertreten und können gute Geister, aber auch kleine Bösewichte sein.
Foto: gemeinfrei
Robert Hod aus York
Die Brüder Richard und John Deyville
Keine reale Person?
Held und Vorbild des Volkes

Es gibt viele Theorien über Robin Hood – unter anderem, dass es nie eine reale Person wie ihn gab.
Foto: gemeinfrei
Staatsanwaltschaft sieht keine Anzeichen für Straftaten
Identität der Toten unklar

Stadtheimatpfleger Thorsten Wendt hält den Knochenfund für außergewöhnlich.
Foto: Moritz Frankenberg/dpa














































































