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Der 30-Gramm-Mythos
Worauf es tatsächlich ankommt
Pragmatismus schlägt Perfektion
Das Zeitfenster nach dem Training ist größer, als man denkt
Hilft Protein vor dem Schlafengehen?
Warum der Zeitpunkt mit zunehmendem Alter an Bedeutung gewinnt
Auch die Proteinqualität zählt
Die 80-Prozent-Regel für den Erfolg
Zuerst erschienen auf theepochtimes.com unter dem Titel „The Protein Rules That Actually Matter“. (deutsche Bearbeitung kr)
In Kürze:
- Auf dem Meeresgrund der Nord- und Ostsee befinden sich rund 1,6 Millionen Tonnen an Altmunition.
- Im Laufe der Jahrzehnte zersetzen sich die Materialien und gefährliche Schadstoffe gelangen in die marine Umwelt.
- Zur Bergung hat die Bundesregierung ein Sofortprogramm in die Wege geleitet.
- Die Kosten dafür liegen im dreistelligen Millionenbereich. Verfahren stecken noch in der Erprobung.
- Für Badegäste besteht keine unmittelbare Gefahr. Verwechslungsgefahr besteht bei Strandfunden.
Epoch Times: Guten Tag, Herr Sichermann. Wie ist die momentane Lage in Nord- und Ostsee bezüglich Altmunition?
Welche Folgen hat das für die marine Tierwelt? Welche Folgen hat das für den Menschen, etwa Badegäste?

Auswirkungen der Munitionsaltlasten in Nord- und Ostsee.
Foto: BMUKN
Wie realistisch sind die Pläne oder Versprechen der Regierung, diese Altmunition zu bergen? Gibt es Auflagen, die erfüllt werden müssen?

Ablauf des Sofortprogramms Munitionsaltlasten in Nord- und Ostsee. Foto: BMUKN
Welche Herausforderungen gibt es im Vorfeld oder Prozess der Bergung?
Welche Verfahren gibt es hierzulande? Welche sind erprobt?
Und wie wird das im Ausland gehandhabt?
Welche Kosten verursacht diese Altmunition in der Ostsee? Wie viel die in der Nordsee?
Aktuell sind mehrere große Bauprojekte in Nord- und Ostsee geplant wie Windparks. Inwieweit beeinflussen die Schadstoffe der Altmunition diese Vorhaben?
Wie lange wird es ungefähr dauern, bis Nord- und Ostsee komplett frei von gefährlicher Munition sind? Ist das überhaupt möglich?
Vielen Dank.
Mit 40 Jahren schien Dr. Joseph Maroon am Ziel seiner Träume zu sein. Doch innerhalb einer einzigen Woche brach sein Leben zusammen. Sein Vater starb im Alter von 60 Jahren, seine Ehe scheiterte und ein schweres Burnout riss den Neurochirurgen aus dem Operationssaal.
„Ich wechselte von Gehirn-OPs am offenen Schädel zum Dienst an einer heruntergekommenen Raststätte, die mein Vater hoch verschuldet hinterlassen hatte“, erinnert sich Maroon. „Ein Jahr lang briet ich Hamburger und betankte Lkw, voller Verzweiflung über meinen Absturz.“
Übergewichtig, depressiv und körperlich am Ende, hatte Maroon den Tiefpunkt erreicht. Seine Genesung sollte schließlich nicht nur seine eigene Gesundheit retten, sondern auch sein Verständnis der Wechselwirkung von Körper und Geist grundlegend verändern.
Der Lauf, der alles veränderte
Die Wende brachte die Einladung des Bankiers, der die Hypothek der Raststätte hielt. Er bat Maroon zu einer gemeinsamen Laufrunde.
„Wir liefen vier Runden auf der Sportanlage. Ich schwor mir: Nie wieder! Doch in dieser Nacht schlief ich zum ersten Mal seit Monaten durch“, so Maroon.
Aus den ersten Schritten wurden längere Distanzen, später Radfahren, Schwimmen und schließlich Triathlons. Mit der körperlichen Ausdauer kehrte auch die mentale Klarheit zurück. Durch die Bewegung kurbelte er die körpereigene Produktion von Botenstoffen wie Serotonin wieder an; sein Gedächtnis schien sich wieder zu schärfen.
Studien bestätigen Maroons Erfahrung: Regelmäßiger Sport, von Gehen bis Kraftsport, kann Depressionen lindern, indem er Entzündungen hemmt, Stresshormone abbaut und die Gehirnstruktur stärkt.
Maroon bringt seine Erkenntnis auf den Punkt: „Wir wissen, dass der Geist den Körper krank machen kann: Herzinfarkte, Schlaganfälle, Reizdarmsyndrom. Aber der Körper kann umgekehrt auch den Geist heilen.“
Die vier Säulen der Balance
Die Bewegung war seine Rettungsleine, doch Fitness allein reichte nicht aus. In seinem Buch „Square One: A Simple Guide to a Balanced Life“ entwickelte Maroon ein Modell für ein ausgewogenes Leben. Es ruht auf vier Säulen: Beruf, Familie, Spiritualität und körperliche Gesundheit.
Rückblickend erkennt er: „In der Krise glich mein Leben einem flachen EKG – nur Arbeit, keine Familie, keine Besinnung.“
Fünf Grundpfeiler für körperliche und geistige Gesundheit
Innerhalb des körperlichen Bereichs definiert Maroon fünf Grundpfeiler: gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, Schadstoffvermeidung, Stressabbau und ausreichender Schlaf.
Zwei biologische Faktoren hebt er besonders hervor:
Die Darm-Hirn-Achse: Hochverarbeitete Nahrung schädigt die Darmflora und schürt Entzündungen im gesamten Körper. Eine gestörte Darmflora steht heute im Verdacht, neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson zu begünstigen. Maroon rät daher zu ballaststoffreicher Kost und fermentierten Lebensmitteln.
Oxidativer Stress und Schutzstoffe: Instabile freie Radikale schädigen mit der Zeit Gehirnzellen. Dagegen nutzt das Gehirn vor allem Glutathion, ein körpereigenes Antioxidans. Forschungen zeigen, dass ein Absinken dieses Schutzschilds eng mit Nervenerkrankungen zusammenhängt.
Neuanfang in jedem Alter
Zuerst erschienen auf theepochtimes.com unter dem Titel „How a Brain Surgeon Recovered From Midlife Burnout and Stays Active at 85“. (deutsche Bearbeitung: kr)
In Kürze:
- China dominiert den E-Lkw-Markt: Mehr als neun von zehn weltweit verkauften Elektro-Lkw wurden 2025 in China abgesetzt.
- Europa steht unter Zugzwang: Strengere CO₂-Vorgaben und der Ausbau der Ladeinfrastruktur treiben den Markt für elektrische Lastwagen voran.
- Deutsche Hersteller bekommen neue Konkurrenz: Chinesische Anbieter drängen nach Europa – doch Service, Ersatzteile und Werkstattnetze bleiben wichtige Hürden.
Vom Nischenprodukt zum Massenmarkt
Der Kaufpreis ist nicht alles
Europas Servicenetze als Schutzwall
Deutschland baut zugleich den Markt
Neue Konkurrenten aus China
Wettbewerb mit offenem Ausgang
In Kürze:
- Immer mehr Vermieter in Frankreich verkaufen anstatt zu vermieten.
- Die wirtschaftlichen und regulatorischen Belastungen nehmen zu.
- Der Rückzug zeigt sich bereits deutlich am Wohnungsmarkt.
Eine Vermietung wird zum Albtraum

Verkaufsschilder an den Fenstern eines zum Verkauf stehenden Hauses in Calais, Nordfrankreich.
Foto: Philippe Huguen/AFP via Getty Images
Wenn sich Vermieten nicht mehr rechnet
„Immobilien sind so schwer zu verwalten geworden“
Immer mehr Mietwohnungen werden verkauft statt vermietet
Eine Generation, die mit gleichzeitigen Krisen konfrontiert ist
Über das Klima hinaus: Die Schwierigkeit, sich eine Zukunft vorzustellen
Sorgen können zu einer Form von Klarheit werden
Weniger Materialismus, mehr Verbundenheit und Sinn
In Kürze:
- 6,3 Millionen Wahlberechtigte entscheiden am 13. September über 2.182 kommunale Vertretungen in Niedersachsen.
- Insgesamt stehen 29.501 Mandate zur Wahl; dafür gibt es 68.061 Kandidaturen.
- In 395 Kommunen werden außerdem Landräte, Bürgermeister, Oberbürgermeister oder der Regionspräsident direkt gewählt.
- Besonderes Augenmerk gilt eine Woche nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt dem Abschneiden der AfD.
Wer steht in Niedersachsen zur Wahl?
AfD kann auch im Westen auf signifikante Zugewinne hoffen
Kontroverse um Wahlprüfungen – vier AfD-Kandidaten nicht zu Beamtenwahlen zugelassen
Staatsrechtler uneinig über Legitimität der Vorprüfung
Wird die VW-Krise die Wahl in Niedersachsen beeinflussen?
Die Schüler in Deutschland erzielten bei PISA so schlechte Ergebnisse wie nie zuvor. Inzwischen verfehlt etwa jeder dritte Jugendliche das Mindestniveau. Wie der Schulalltag an deutschen Schulen aussieht und was die Ursachen für die schlechten PISA-Ergebnisse sein könnten, darüber haben wir mit dem Realschullehrer und Buchautor Jonas Schreiber gesprochen.
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Herr Schreiber, wenn Sie an Ihr erstes Jahr als Lehrer zurückdenken, was hat sich seitdem im Schulalltag verändert?
Generell sind die Anforderungen an die Schüler deutlich reduziert worden. Das merke ich natürlich an den Prüfungen, die ich durchführe, aber auch daran, wie ich meine Arbeitsblätter gestalten muss. Die Lesekompetenzen sind zurückgegangen. Das heißt, ich muss deutlich mehr umgangssprachliche Wörter erklären, sei es auf Arbeitsblättern oder im Unterricht. Letztens hat beispielsweise ein Achtklässler gefragt, was eine Dachrinne ist.
Worauf führen Sie das zurück?
Das hat viele Ursachen. Ein Grund ist sicherlich das Elternhaus, in dem weniger vorgelesen wird. Zudem wird teilweise zu Hause überhaupt kein Deutsch gesprochen. In den PISA-Studien war von knapp 30 Prozent der Jugendlichen die Rede, bei denen zu Hause überwiegend kein Deutsch gesprochen wird.
Das erschwert den Spracherwerb und schränkt die Möglichkeiten, dem Unterricht zu folgen, ein. Hinzu kommen die wachsende Digitalisierung und die verstärkte Handynutzung, die Einfluss auf die Sprachentwicklung, die Lesekompetenz und die Fähigkeit, strukturiert zu denken, haben.
Aber was können Schüler heute leistungstechnisch nicht mehr oder nicht mehr so gut, was vor zehn Jahren noch selbstverständlich war?
Bildung wird nicht mehr so hoch gehängt. Das sagen mir die Schüler auch ins Gesicht. Wenn ich etwas jedoch nicht mehr so sehr schätze, dann gebe ich mir auch weniger Mühe und mache nur noch das Nötigste. Gleichzeitig werden die Prüfungsanforderungen herabgesetzt. Dadurch kommen die Schüler zwar leichter durchs Schulleben. Das reduziert aber logischerweise auch die Endergebnisse und somit die eigene Leistungsfähigkeit.
Was aber würde passieren, wenn man die Leistungsanforderungen hoch lässt und diese gar nicht erfüllt werden können?
Ich glaube, die Anforderungen wurden vor allem deshalb abgesenkt, damit niemand an seiner eigenen Leistungsgrenze scheitern muss. In den Medien wird das Abitur und das Studium immer als das Allerwichtigste dargestellt. Das sehe ich als Realschullehrer anders — auch handwerkliche Berufe werden gebraucht und sind genauso wertvoll.
Bei mir endet die Realschule mit der Mittleren Reife. Was danach kommt, entscheidet aber der Notenschnitt: Wer an die Fachoberschule will und von dort ans Studium, braucht in Deutsch, Mathematik und Englisch einen bestimmten Durchschnitt. Damit hängt an jeder einzelnen Note plötzlich eine Lebensentscheidung. Genau da entsteht der Druck — von den Eltern, die den akademischen Weg für ihr Kind schon festgelegt haben, obwohl eine praktische Ausbildung viel besser passen würde.
Diesen Druck spürt man als Lehrkraft bei jeder Schulaufgabe, und er wirkt immer in eine Richtung: mildere Aufgaben, großzügigere Bewertung, mehr Wiederholungsmöglichkeiten.
Kurzfristig kommen die Schüler dadurch leichter durch. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Ein Mathematikprofessor hat mir erzählt, dass viele Studienanfänger die Grundkompetenzen in Mathematik gar nicht mitbringen und erst einmal ein Semester lang nachlernen müssen. Wir verlegen das Scheitern also nur nach hinten, dahin, wo es teurer wird. Eigentlich sollte jeder das machen, wofür er sich begeistert und was ihm Spaß macht.
Oft werden Lehrermangel, große Klassenstärken und die Herausforderung durch einen hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund als Gründe für eine schlechte Unterrichtsqualität genannt. Sind das tatsächlich die ausschlaggebenden Faktoren?
Sie haben jetzt viele Punkte genannt, die da reinspielen. Wenn ich mir allerdings die Hattie-Studie anschaue, eine der größten neuseeländischen Meta-Studien zu den Qualitätsfaktoren für gutes Lernen, dann ist die Anzahl der Lehrkräfte beziehungsweise die Klassenstärke nur eine sehr geringe Einflussgröße. Entscheidend sind stattdessen die Kompetenz der Lehrer und die Qualität der Beziehung zwischen Lehrer und Schüler.
Ich freue mich auch über Klassengrößen zwischen 15 und 20 Schülern. Doch ich weiß, dass dafür das nötige Lehrpersonal fehlt und dass dies extrem viel kosten würde. Ein weiterer Punkt ist die Migration. Seit Beginn der Migrationswelle im Jahr 2015 sind die Leistungsergebnisse in den Schulen gesunken.
An meinen Schulen lag der Migrationsanteil meistens zwischen 50 und 80 Prozent. Diese Schüler besitzen in der Regel bereits die deutsche Staatsbürgerschaft. Ob sie sich als Deutsche fühlen, ist eine andere Geschichte. Oft sagen mir diese Schüler offen ins Gesicht, dass sie keine Deutschen sind.
Dann erkläre ich ihnen: „Wenn du die deutsche Staatsbürgerschaft hast, dann bist du deutsch.“ Das ist ein komplexes Problem, das wir aktuell noch gar nicht angehen, das aber dringend gelöst werden muss. Diesen Schülern fehlt eine Identität innerhalb unserer Gemeinschaft. Das macht den Schulalltag zusätzlich schwierig.
Nach den PISA-Ergebnissen merkte Bundeskanzler Friedrich Merz an, dass Bildung und Erziehung nicht an den Staat „outgesourct“ werden könnten, sondern dass auch die Familie Verantwortung trage. Wie sehen Sie das?
Definitiv. Kindern, die zu mir kommen – sei es in der Realschule oder in der Grundschule – und kein Deutsch können, können wir nicht mehr so helfen, wie es notwendig wäre. Denn ich muss meinen Unterricht für die anderen Kinder durchziehen und dafür sorgen, dass die Klasse funktioniert.
Das bedeutet, dass wir deutlich früher mit sprachlicher Förderung beginnen müssen. Entweder als Gemeinschaft, wie es bereits in einigen Bundesländern mit Vorklassen vor der Grundschule praktiziert wird, in denen das Kind die deutsche Sprache lernt. Oder aber – und das ist auch mein Plädoyer – die Familie gewinnt wieder deutlich an Wertigkeit und übernimmt mehr Verantwortung.
Ein Negativbeispiel ist: Im Restaurant oder im Urlaub sieht man oft, dass viele Eltern ihren Kleinkindern oder Grundschulkindern ein Handy oder Tablet in die Hand drücken, damit das Kind ruhig ist und sie ihre Ruhe haben. Eigentlich müsste sich ein Elternteil mit dem Kind beschäftigen und es erziehen, dass es in besonderen Situationen oder an bestimmten Orten leise sein muss oder sich aufs Essen konzentriert. Das sollte selbstverständlich sein.
Welchen Einfluss haben digitale Geräte auf die Lernfähigkeit?
Aufgrund des Social-Media-Konsums ist die Aufmerksamkeitsspanne extrem gering geworden. Denn dort gibt es alle paar Sekunden einen neuen Reiz und Inhalt. Dadurch haben Kinder verlernt, sich über einen längeren Zeitraum mit etwas zu beschäftigen oder sich auf etwas zu konzentrieren. In der Schule haben sie dann Probleme, ein Arbeitsblatt konzentriert zu lesen und den Inhalt zu verstehen.
Ein anderes Thema ist die zunehmende Digitalisierung an Schulen. Bei uns hat jedes Kind ab der siebten Klasse die Möglichkeit, ein iPad zu bekommen. Ab der fünften Klasse gibt es sogenannte iPad-Koffer. Das heißt, wir sollen sehr viel mit iPads arbeiten. Als Lehrkraft habe ich natürlich die Herausforderung, zu kontrollieren, dass die 30 Kinder im Unterricht nicht mit den iPads spielen.
Gleichzeitig soll ich unterrichten, die Fortschritte der Schüler beobachten und herausfinden, wer Unterstützung braucht. Daher haben viele von uns Lehrern die Nutzung der iPads mittlerweile stark reduziert. Natürlich ist das iPad super geeignet, wenn die Schüler mal etwas suchen und recherchieren sollen.
Wie kann man die Motivation fördern, sich zu bilden, und wie kann man Freude am Lernen und an der Schule vermitteln?
Ich glaube, man muss viel Demut und Dankbarkeit vorleben, dafür, dass wir in einem Land leben dürfen, in dem es uns so gut geht und in dem wir uns nicht vor Krieg und Tod fürchten müssen.
Den Kindern sollten aber auch Grenzen gesetzt werden. Du kannst nicht heute das und morgen das haben. Wir kaufen dir nicht alles und auch nicht zu jeder Zeit, sondern zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen oder Weihnachten gibt es Geschenke. Außerdem sollte Bildung als wertvolles und wichtiges Gut vermittelt werden, denn damit kannst du im Leben viel erreichen und Wissen anhäufen. Das sehe ich als Aufgabe des Elternhauses.
Wie würde Ihr idealer Schulalltag aussehen?
Die Bürokratie müsste deutlich reduziert werden. Gleichzeitig muss es wieder möglich sein, den Eltern transparent und direkt die Schulleistung und das Sozialverhalten ihrer Kinder zu vermitteln. Ich habe beides im Auftrag, Bildung und Erziehung, und stehe auch zu beidem — nur frisst die Erziehung inzwischen den größten Teil meiner Stunde: zuhören, warten können, jemanden ausreden lassen, alles Dinge, die früher von zu Hause kamen. Hinten runter fällt die Bildung — und genau dafür bin ich ausgebildet.
Was man sofort machen könnte: Erstens eine verpflichtende Vorklasse für jeden, der kein Deutsch kann: Wer bei der Einschulung kein Deutsch spricht, lernt es vorher — nicht nebenher im Regelunterricht, wo es weder ihm noch den anderen 29 Schülern hilft.
Zweitens verpflichtende Förderstunden am Nachmittag in den Kernfächern für die, die zurückliegen — verpflichtend, nicht freiwillig, denn freiwillig kommen genau die nicht, die es bräuchten. Das bindet wenige Lehrerstunden und wirkt sofort.
Warum haben Sie als Lehrer das Buch „Realtalk: Lehreralltag“ geschrieben?
Ich hatte einen Neuntklässler, der diese Klassenstufe bereits zum dritten Mal durchlief. Erneut war er dabei, das Klassenziel zu verfehlen. Der Vater bat daher um ein Gespräch. Pünktlich um 07:30 Uhr standen der Vater und ein Mann im Anzug vor der Tür. Vom Sohn war nichts zu sehen. Er kam wie so häufig zu spät.
Daraufhin sagte ich scherzhaft zur Schulleitung: „Der Herr im Anzug wird doch jetzt nicht der Anwalt sein.“ Tatsächlich war dies aber der Fall. Der Vater warf uns vor, wir würden dem Sohn mit Absicht schlechte Noten geben. Früher saßen Lehrer und Eltern gemeinsam zusammen und versuchten für das Kind eine gute Lösung zu finden.
Ich liebe meinen Beruf und möchte noch 40 Jahre als Lehrer arbeiten, denn es ist einfach schön, mit den Schülern zu arbeiten. Aber so, wie es jetzt ist, ist ein konstruktives Lehren nicht mehr möglich. Das sieht man auch an den mittlerweile hohen Aussteigerzahlen im Lehrberuf. Das Buch soll ein Weckruf sein, dass wir auf einem absteigenden Ast sind und wohin wir wieder zurück müssen.
Vielen Dank für das Interview!

Das Buchcover von „Realtalk: Lehreralltag“
Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Jonas Schreiber
In Kürze:
- Die AfD liegt kurz vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern vor der SPD.
- Im Mittelpunkt des Wahlkampfs stehen Wirtschaft, Bildung, Migration, Energie und soziale Fragen.
- Auch bei einem AfD-Wahlsieg ist offen, wer anschließend eine Mehrheit bilden und die Landesregierung führen kann.
AfD führt, Rennen bleibt offen
Schwesig gegen Holm
Wirtschaft, Bildung und Migration
Wer kann nach der Wahl regieren?
In Kürze:
- Bei einer Verteidigung der Kongressmehrheit plant Donald Trump Gesetzesverschärfungen für Grenzschutz (SAVE Act), Wahlrechte und niedrigere Medikamentenpreise.
- Die Republikaner setzen zur Mobilisierung stark auf den Schutz traditioneller Familienwerte und warnen vor sozialistischer Politik.
- Gegen die hohe Inflation verspricht Trump jedem erwachsenen US-Bürger einen umstrittenen 5.000-Dollar-Bonus.
- Weniger als zwei Monate vor den Zwischenwahlen liegt die Partei beim Kernthema Lebenshaltungskosten laut Umfragen hinter den Demokraten zurück.
Trumps Agenda für die Zeit nach den Zwischenwahlen
„Trump sagte: „Vor weniger als zwei Jahren hat das amerikanische Volk uns das Mandat erteilt, Amerika zu retten; innerhalb von 19 Monaten habe ich jedes einzelne meiner Versprechen erfüllt, und ich glaube, dass ich weitaus mehr erreicht habe.“

US-Präsident Donald Trump betritt am 10. September 2026 am zweiten Tag des ersten Republikaner-Parteitags zu den Zwischenwahlen die Bühne im American Airlines Center in Dallas, um Erfolge seiner Regierung hervorzuheben und Unterstützung für die Kandidaten zu mobilisieren.
Foto: Kevin Dietsch/Getty Images
Republikaner betonen die Ablehnung des Sozialismus
Vance spricht über Familienwerte
„Den Radikalen, die meine Familie und die von Tausenden, ja Millionen anderer Familien in unserem Land zerstören wollen, haben wir eine einfache Botschaft: Haltet euch von unseren Kindern fern.“

Ankündigung durch JD Vance: US-Vizepräsident JD Vance kündigt US-Präsident Donald Trump an, der am 10. September 2026 als Hauptredner am zweiten Tag des ersten Republikaner-Parteitags zu den Zwischenwahlen die Bühne im American Airlines Center in Dallas, Texas, betritt.
Foto: Andrew Harnik/Getty Images
Wirtschaft und Lebenshaltungskosten im Fokus des Wahlkampfs
Der „Trump-Bonus“ in Höhe von 5.000 Dollar
In Kürze:
- Bei Deutschlands Schülern gibt es Mängel in allen Bereichen des Lernens.
- Lehrer schildern die Gründe für das schlechte PISA-Abschneiden aus ihrem Arbeitsalltag.
- Viele Kinder sind nicht mehr in der Lage, einfachste Aufgaben zu lösen.
- Forscherin fordert bei Problemen ein frühzeitiges Gegensteuern.
Nur maximal neun Prozent gehören zur Leistungsspitze
Die Lust am Lesen fehlt bei fast allen Kindern
Kritik an schneller Digitalisierung
Pandemie-Maßnahmen steuerten ebenfalls ihren Teil bei
Große Lücken bei der Allgemeinbildung
Bildungserfolg hängt stark von der sozialen Herkunft ab
In Kürze:
- Bei Deutschlands Schülern gibt es Mängel in allen Bereichen des Lernens.
- Lehrer schildern die Gründe für das schlechte PISA-Abschneiden aus ihrem Arbeitsalltag.
- Viele Kinder sind nicht mehr in der Lage, einfachste Aufgaben zu lösen.
- Forscherin fordert bei Problemen ein frühzeitiges Gegensteuern.
Nur maximal neun Prozent gehören zur Leistungsspitze
Die Lust am Lesen fehlt bei fast allen Kindern
Kritik an schneller Digitalisierung
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Große Lücken bei der Allgemeinbildung
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Eine Stadt brennt: Die Fotografie „brennende Stadt“ von Flint Gennaris erscheint in der Kollektion „9/11 … NYC … The Days After.“
Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Art for Healing NYC
„Habe das Pentagon brennen sehen“
„Freunde waren telefonisch nicht erreichbar“
Deutsche Schule blieb auf
„Wir sollten ein Zeichen setzen, dass wir vor Terrorismus nicht einknicken.“

Ein Mann steht in den Trümmern des World Trade Centers.
Foto: Doug Kanter/AFP/GettyImages
Bewusste Schweigezeit
„Herr, wärst du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben.“
Was hat Lazarus mit dem 11. September zu tun?
Welttrauertag am 11. September
„Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe.“
In Kürze:
- CDU, Linke und AfD liegen in der jüngsten Umfrage nur zwei Prozentpunkte auseinander.
- Die bisherige schwarz-rote Koalition hätte nach der INSA-Modellrechnung keine Mehrheit mehr.
- Ohne Beteiligung der AfD wären nach aktuellem Stand voraussichtlich drei Parteien für eine Regierungsmehrheit nötig.
Drei Parteien kämpfen um Platz eins
Evers übernimmt für Wegner
Mieten, Sicherheit und Verkehr
Wer kann nach der Wahl regieren?
In Kürze:
- Serviceroboter und KI helfen gegen Personalmangel und übernehmen verschiedene Aufgaben.
- Die Reaktionen der Gäste reichen von Begeisterung bis zur Bevorzugung persönlicher Bedienung.
- Für den Gastgeber Silvio Kuhnert stehen Kochen, Singen und die persönliche Betreuung der Gäste im Mittelpunkt.
- Technik unterstützt den Menschen, kann echte Gastfreundschaft und Nähe aber nicht ersetzen.
Restaurantbesitzer Martin Kaufung meldet sich zu Wort
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Roboter im Hotel: Die Meinungen sind so bunt wie das Frühstücksbuffet

Mehrwert statt Bedienungsanleitung: Je nützlicher und einfacher Roboter werden, desto eher dürften auch die Skeptiker mit ihnen warm werden. (Symbolbild)
Foto: Larisa Stefanuyk / iStock
Science-Fiction im Vogtland – Zwischen Tradition und Zukunft
KI als digitaler Haustechniker
„Im Grunde habe ich damit einen digitalen Mitarbeiter, der das gesamte technische Wissen des Hauses kennt und mir bei solchen Problemen sofort weiterhelfen kann“, sagt Kuhnert.
Doch wie kommen die digitalen Helfer bei seinen Gästen an?
Digitalisierung schafft Freiraum für echte Gastfreundschaft
„Denn so haben meine Frau und ich mehr Zeit, um persönlich mit Gästen zu sprechen und sie zu betreuen.“

(Archivbild)
Foto: Silvio Kuhnert / Grüner_Baum_Taltitz

(Archivbild)
Foto: Silvio Kuhnert / Grüner_Baum_Taltitz
In Kürze:
- Laut einer Studie sind alle Länder der Welt nicht optimal auf große, für viele tödliche Katastrophen vorbereitet.
- Ein Atomkrieg, Naturkatastrophen oder ein langandauernder Blackout würde das alltägliche Leben weltweit komplett in Chaos versetzen.
- Am besten schneidet im internationalen Vergleich Australien ab.
- Wäre Deutschland für längere Zeit stromlos, würde vieles zusammenbrechen.
- Die Studie soll die Menschen sensibilisieren – jeder kann sich auch selbst vorbereiten.
Welche Katastrophen berücksichtigt die Studie?

Bricht ein kleiner Vulkan wie hier in Island aus, ist das meist ein spannendes Naturspektakel, das man aus sicherer Entfernung bestaunen kann. Bricht jedoch ein weitaus großflächigerer Supervulkan aus, kann er unter Umständen die ganze Welt für längere Zeit mit gigantischen Aschewolken verdunkeln.
Foto: Thorir Ingvarsson/iStock
Deutschland wenig resilient
Australien am besten gewappnet

Entscheidend bei der Krisenbewältigung ist unter anderem ein gut funktionierendes Gesundheitssystem. Wie gut es in welchem Land ist, zeigt der Weltweite Gesundheitssicherheitsindex (Global Health Security Index)
Foto: Jehn et. al, CC BY 4.0
Ziel ist die Sensibilisierung
Vorbereitung für alle Fälle
In Kürze:
- Betrüger übernehmen eine Mobilfunknummer, um SMS-Sicherheitscodes abzufangen und auf Konten zuzugreifen.
- Plötzlicher Netzverlust, unerwartete Passwortänderungen oder unbekannte Transaktionen können auf einen Angriff hindeuten.
- Bei Verdacht sofort Mobilfunkanbieter und Bank informieren. Authenticator-Apps bieten eine sichere Alternative zur SMS.
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Die Telefonnummer wird zum Angriffsziel
„Der Hacker erhält die Zwei-Faktor-Authentifizierung per SMS.“
Eine Schwachstelle bei der Authentifizierung per SMS
Diese Warnsignale sollten Sie ernst nehmen
- plötzlich können keine Anrufe mehr getätigt oder empfangen werden,
- SMS können nicht mehr gesendet oder empfangen werden,
- der Zugriff auf bestimmte Apps funktioniert nicht mehr,
- man erhält Benachrichtigungen über Änderungen von Passwörtern, die man selbst nicht vorgenommen hat.
So können Sie das Risiko einer Übernahme verringern
Ein hoher Xylit-Spiegel im Blut könnte das Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich erhöhen. Zu diesem Ergebnis kommt eine groß angelegte Beobachtungsstudie mit Daten von über 17.700 Teilnehmenden aus zwei Langzeituntersuchungen, die Ende August auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) vorgestellt wurde.
Demnach erlitten Personen mit den höchsten Xylit-Werten signifikant häufiger Herzinfarkte, Schlaganfälle oder verstarben an den Folgen, und das unabhängig von klassischen Risikofaktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhten Blutfettwerten.
Da es sich um eine reine Beobachtungsstudie handelt, lässt sich zwar ein statistischer Zusammenhang, aber noch kein direkter ursächlicher Beweis erbringen. Dennoch schlagen Fachleute Alarm:
„Künstliche Süßstoffe werden konsumiert, weil man sie für gesünder als Zucker hält. Zudem gelten sie bei Aufsichtsbehörden allgemein als sicher“, sagt Dr. Marco Witkowski vom Universitätsklinikum Charité in Berlin. „Unsere Daten zeigen jedoch, wie wenig wir über die kardiovaskuläre Sicherheit von Xylit wissen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass immer mehr Lebensmittel damit angereichert werden.“
Natürlicher Stoff mit Nebenwirkungen
Xylit (auch als Birkenzucker bekannt) ist ein natürlich vorkommender Zuckeralkohol, der in manchen Obst- und Gemüsesorten sowie Holzfasern vorkommt. Das weiße, kristalline Pulver besitzt eine ähnliche Süßkraft wie Haushaltszucker und steckt heute in zahlreichen zuckerfreien Kaugummis, Zahnpasten, Getränken und Lebensmittel-Produkten.
Neben den potenziellen Gefahren für das Herz-Kreislauf-System ist bekannt, dass Xylit in größeren Mengen den Magen-Darm-Trakt belasten und Symptome wie Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall auslösen kann.
Tödliche Gefahr für Hunde
Besondere Vorsicht gilt zudem für Haustierhalter: Für Hunde ist Xylit hochgradig giftig. Schon geringe Mengen können zu lebensbedrohlichem Blutzuckerabfall, schwerem Leberversagen oder Tod führen. Bei Verdacht auf Aufnahme sollte umgehend eine Tierarztpraxis aufgesucht werden.
Produkte, die als „zuckerfrei“ oder „ohne Zuckerzusatz“ beworben werden, enthalten nicht zwingend Xylit. Die Industrie greift auf eine Vielzahl weiterer Alternativen zurück, darunter natürliche Süßungsmittel wie Stevia oder Erythrit sowie synthetische Stoffe wie Aspartam, Sucralose und Saccharin.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Zuerst erschienen auf theepochtimes.com unter dem Titel „Common Sugar Substitute Associated With Higher Heart Attack and Stroke Risk, Study Finds“. (deutsche Bearbeitung kr)
AfD spürt „enormen Rückenwind“
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