Categories
ticker vital

Den Alltag entschleunigen: 5 Tipps gegen Hektik

Die Hektik ist, wie die meisten Dinge im Leben, eine Entscheidung, auch wenn es sich in dem Moment nicht so anfühlen mag. Der Haken ist, dass der Moment der Entscheidung oft lange vor dem Moment des Ergebnisses liegt.
Es ist in etwa so, als würde man versuchen, sein Fahrzeug aus hoher Geschwindigkeit sofort zum Stehen zu bringen. Die Entscheidung, zu schnell zu fahren, wurde vor dem Ergebnis getroffen – und nun muss man mit den Konsequenzen leben.
Wer aufhören will, sich zu hetzen, muss über die Entscheidungen nachdenken, die er bereits im Vorfeld trifft und die diese Hektik erst notwendig machen. Das bedeutet, Kompromisse einzugehen – und meiner Erfahrung nach mögen die meisten Menschen keine Kompromisse. Sie gehen lieber den Weg des geringsten Widerstands und beschweren sich über die Ergebnisse, als sich der Realität zu stellen, dass man nicht alles auf einmal haben kann.
Der Vorteil hingegen ist, dass die meisten Menschen unterschätzen, wie viel sie wirklich aus dem Leben herausholen können, wenn sie bereit sind, bestimmte Dinge anderen vorzuziehen. Ich schätze ein langsameres Leben, weil es mir ermöglicht, mehr wertvolle Zeit mit den Menschen zu verbringen, die ich liebe. Daher bin ich bereit zu akzeptieren, dass manche Gewohnheiten – wie zu lange aufzubleiben, ständig am Handy zu hängen und zu versuchen, zu viele Dinge in meinen Tag zu stopfen – diesem Ziel im Wege stehen.
Wenn auch Sie Wert auf ein langsameres Leben legen, dann möchte ich Sie ermutigen, die Illusion loszulassen, dass irgendjemand das für Sie verwirklichen wird. Ein langsameres Leben ohne Hektik liegt in Ihrer Reichweite; Sie müssen sich nur dafür entscheiden.

Fünf Tipps, um das Leben zu entschleunigen

Möchten Sie einen Gang herunterschalten? Hier sind einige Methoden, die in meinem eigenen Leben und bei den Menschen, die ich am besten kenne, funktioniert haben.

1. Stehen Sie früher auf, als Sie müssen

Der einfachste Weg, mehr Zeit im Tag zu haben, ist, mit einem großen Zeitpuffer zu beginnen. Wenn Sie sich morgens mehr Zeit einräumen, können Sie einen gemächlichen Start in den Tag genießen.
Ob Sie diese Zeit nun mit einem warmen Getränk, gemütlichem Lesen oder ein paar leichten Hausarbeiten füllen – ich bin mir sicher, dass Sie das angenehme Gefühl genießen werden, dem Tag einen Schritt voraus zu sein, anstatt ihm hinterherzulaufen.

2. Gehen Sie früh los, damit Sie sich Zeit lassen können

Wenn Sie einen Termin haben oder unterwegs sein müssen, bedeutet frühes Aufstehen auch, das Haus frühzeitig zu verlassen. Ich gebe ehrlich zu, dass dies nicht gerade meine Stärke ist, aber dank meiner Frau genieße ich diesen Vorteil. Dank ihrer Begeisterung kommen wir sonntagmorgens früh in die Kirche und haben noch ein wenig zusätzliche Zeit, um mit unseren Freunden zu plaudern. Bei Beginn des Gottesdienstes sind wir dann in einem besseren Geisteszustand, um voll und ganz dabei zu sein.

3. Machen Sie eine Sache nach der anderen und bringen Sie jede Sache zu Ende

Eine Möglichkeit, das Leben zu entschleunigen, besteht darin, sich ganz auf die jeweilige Aufgabe zu konzentrieren.
Von einer Sache zur nächsten zu springen, macht den Tag unruhig und zerlegt die Aufmerksamkeit in kleine Häppchen. Man fühlt sich gehetzt, obwohl man wahrscheinlich insgesamt weniger schafft. Dies ist vielleicht einer der Fälle, in denen Entschleunigung kaum Nachteile mit sich bringt.

4. Schaffen Sie Raum für ruhige Momente in Ihrem Alltag

Nur sehr selten haben wir in dieser Welt die Gelegenheit, lange Phasen des Alleinseins zu genießen. Früher hörte ich Podcasts, wann immer sich die Gelegenheit bot – sei es im Auto, beim Spazierengehen oder bei der Hausarbeit. Später wurde mir klar, dass ich meinem Gehirn damit die Chance raubte, die Erlebnisse des Tages vollständig zu verarbeiten.
Heute nutze ich meine morgendlichen Spaziergänge einfach dazu, meine Gedanken sanft zu ordnen oder in jede beliebige Richtung schweifen zu lassen. Es ist oft überraschend, wohin mich diese unbewussten Gedanken letztendlich führen.

5. Gehen Sie ins Bett, ohne alles auf Ihrer Liste abgehakt zu haben

Das ist vielleicht die schwierigste Gewohnheit auf dieser Liste, denn sie stellt einen der Kernwerte unserer Gesellschaft infrage: Produktivität. Ich glaube zwar daran, sich anzustrengen, um schwierige Dinge zu bewältigen, und nach Spitzenleistungen zu streben. Doch diese Logik hat ihre Grenzen.
Für die meisten von uns ist die Grenze jener Punkt, der sich knapp außerhalb unserer Reichweite befindet. Wir wollen immer mehr tun, als wir können, und sind daher nie zufrieden mit der Arbeit, die wir tatsächlich leisten.
Geben Sie Ihr Bestes und gehen Sie mit dem Wissen ins Bett, dass morgen wieder tolle Arbeit auf Sie wartet.

Prioritäten setzen entfaltet Superkräfte

Ich habe zwar mit einer unbequemen Wahrheit begonnen – eine Erinnerung daran, dass es im Leben nichts umsonst gibt –, schließe aber mit einer ermutigenden Botschaft. Indem Sie entscheiden, was Ihnen am wichtigsten ist, und all Ihre Anstrengungen darauf konzentrieren, diese Dinge zu verfolgen, werden Sie im Vergleich zu den Menschen um Sie herum Superkräfte entwickeln.
Das Leben muss kein Wirbelwind sein, der an Ihnen vorbeirauscht und Sie überfordert zurücklässt. Sie können sich ab heute für ein langsameres, erfüllenderes Tempo entscheiden – eine Entscheidung, die allein bei Ihnen liegt.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Rushing Is a Choice: 5 Tips to Slow Your Life Down“. (redaktionelle Bearbeitung: as)
Categories
meinung ticker

Alle wollen essen – doch was tun, wenn man zu müde zum Kochen ist?

Wenn in Ihrem Haushalt das Geld ausgeht und Sie nicht genau wissen, wohin es fließt, hätte ich eine Vermutung: Fast Food. In einem stressigen Haushalt sind die Eltern oft müde, und das kann schnell dazu führen, dass man zwei- oder dreimal pro Woche Essen bestellt. Kommt Ihnen das bekannt vor?
Das Letzte, was man dann braucht, ist jemand, der einem sagt, man solle sich zusammenreißen und vorausplanen. Deshalb werde ich das auch nicht tun. Stattdessen erzähle ich Ihnen, was mir geholfen hat, als ich in einer ähnlichen Situation war – mit zwei Jungen im Abstand von 17 Monaten, selbstständig und hoch verschuldet – und was ich seitdem gelernt habe.

Fünf beliebte Gerichte in Rotation

Überlegen Sie sich fünf einfache Menüs, von denen Sie wissen, dass Ihre Familie sie essen wird – eines für jeden Wochentag. Diese müssen weder aufwendig noch besonders raffiniert sein. Beispiel: Montag – Spaghetti mit Tomatensoße und Salat. Dienstag – Hackbraten, Ofenkartoffeln, grüne Bohnen und so weiter.

Abendessen am Wochenende

Bitten Sie Ihren Partner, ein Abendessen am Wochenende zuzubereiten, und geben Sie ihm einen Namen wie „Papas leckeres Abendessen“, oder lassen Sie die Kinder einen Namen aussuchen. So bleibt nur ein Familienabend oder ein besonderer Anlass übrig, um Pizza zu bestellen.
Hängen Sie Ihren Wochenplan an den Kühlschrank. So weiß jeder, was ihn erwartet – auch Sie. Das erleichtert Ihnen auch den Einkauf. Wenn die Kinder älter werden und Sie mutiger werden, können Sie Ihr Repertoire erweitern. Vorerst bleiben Sie aber bei den fünf Gerichten im Wechsel.

Doppelte Portionierung

Sobald Sie Ihr Grundrezept haben und genügend Zutaten zur Verfügung stehen, verdoppeln Sie die Menge. Beispiel: Hackbraten. Es ist kaum aufwendiger, das Rezept zu verdoppeln und zwei Portionen zuzubereiten. Kochen Sie eine für heute Abend und frieren Sie die zweite für nächste Woche ein. Hier geht es um mehr Zeit für den Koch!

Abends den Tisch im Voraus decken

Ich weiß, das klingt jetzt vielleicht komisch, aber es funktioniert wirklich. Decken Sie den Tisch für den nächsten Tag – und zwar bevor Sie abends ins Bett gehen. Ich habe diesen Tipp von Emilie Barnes, der Autorin von „More Hours in My Day“ (auf Deutsch etwa: Mehr Stunden am Tag; Harvest House), gelernt. Ein schön gedeckter Tisch am Morgen signalisiert unbewusst, dass das Abendessen wichtig ist. Wir essen gemeinsam am Tisch und nicht vor dem Fernseher. So denken Sie schon lange vor dem Schlafengehen ans Abendessen. Kleiner Tipp: Selbst ein Fünfjähriger kann den Tisch decken, also delegieren Sie diese Aufgabe ruhig.
Tischdecken können auch die Kleinen schon. Foto: Tom Merton/iStock

Tischdecken können auch die Kleinen schon.

Foto: Tom Merton/iStock

Die Spüle reinigen – nanu?

Vielen Dank an Marla Cilley alias FlyLady, Ordnungsexpertin und Autorin des Buches „Sink Reflections“ (zu Deutsch etwa: Spiegelungen/Reflexionen im Spülbecken). Bevor Sie ins Bett gehen, räumen Sie die Spüle komplett leer – entweder spülen Sie das Geschirr ab oder räumen es in die Spülmaschine. Schrubben Sie sie, spülen Sie sie gründlich aus und polieren Sie sie anschließend mit einem Handtuch. Fünf Minuten für ein besseres Lebensgefühl. Es ist wirklich ein wunderbares Gefühl, morgens in eine leere, saubere und glänzende Spüle zu blicken, egal wie der Rest des Hauses aussieht.

Die Tage sind lang, die Jahre kurz

Es gibt wohl kaum eine schwierigere Aufgabe auf der Welt als die Erziehung kleiner Kinder – und gleichzeitig keine erfüllendere. Machen Sie das gemeinsame Abendessen zu einem festen Bestandteil Ihres Tages, solange Ihre Kinder noch klein sind. Diese Tradition wird Ihnen später, wenn sie älter sind, viel Freude bereiten. Auch wenn sie es Ihnen nie sagen werden, wird das Abendessen für sie zu einem verlässlichen Bestandteil in einer ansonsten unsicheren Welt. Genießen Sie diese kostbaren Tage und glauben Sie mir: Es wird leichter!
Gemeinsames Familienessen – auch Jahre nach der Kindheit ein Anker im Leben. Foto: Drazen Zigic/iStock

Ein gemeinsames Familienessen ist auch Jahre nach der Kindheit ein Anker im Leben.

Foto: Drazen Zigic/iStock

Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „What to Do When You’re Too Tired to Cook“. (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: sm)