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Alle wollen essen – doch was tun, wenn man zu müde zum Kochen ist?

Wenn in Ihrem Haushalt das Geld ausgeht und Sie nicht genau wissen, wohin es fließt, hätte ich eine Vermutung: Fast Food. In einem stressigen Haushalt sind die Eltern oft müde, und das kann schnell dazu führen, dass man zwei- oder dreimal pro Woche Essen bestellt. Kommt Ihnen das bekannt vor?
Das Letzte, was man dann braucht, ist jemand, der einem sagt, man solle sich zusammenreißen und vorausplanen. Deshalb werde ich das auch nicht tun. Stattdessen erzähle ich Ihnen, was mir geholfen hat, als ich in einer ähnlichen Situation war – mit zwei Jungen im Abstand von 17 Monaten, selbstständig und hoch verschuldet – und was ich seitdem gelernt habe.

Fünf beliebte Gerichte in Rotation

Überlegen Sie sich fünf einfache Menüs, von denen Sie wissen, dass Ihre Familie sie essen wird – eines für jeden Wochentag. Diese müssen weder aufwendig noch besonders raffiniert sein. Beispiel: Montag – Spaghetti mit Tomatensoße und Salat. Dienstag – Hackbraten, Ofenkartoffeln, grüne Bohnen und so weiter.

Abendessen am Wochenende

Bitten Sie Ihren Partner, ein Abendessen am Wochenende zuzubereiten, und geben Sie ihm einen Namen wie „Papas leckeres Abendessen“, oder lassen Sie die Kinder einen Namen aussuchen. So bleibt nur ein Familienabend oder ein besonderer Anlass übrig, um Pizza zu bestellen.
Hängen Sie Ihren Wochenplan an den Kühlschrank. So weiß jeder, was ihn erwartet – auch Sie. Das erleichtert Ihnen auch den Einkauf. Wenn die Kinder älter werden und Sie mutiger werden, können Sie Ihr Repertoire erweitern. Vorerst bleiben Sie aber bei den fünf Gerichten im Wechsel.

Doppelte Portionierung

Sobald Sie Ihr Grundrezept haben und genügend Zutaten zur Verfügung stehen, verdoppeln Sie die Menge. Beispiel: Hackbraten. Es ist kaum aufwendiger, das Rezept zu verdoppeln und zwei Portionen zuzubereiten. Kochen Sie eine für heute Abend und frieren Sie die zweite für nächste Woche ein. Hier geht es um mehr Zeit für den Koch!

Abends den Tisch im Voraus decken

Ich weiß, das klingt jetzt vielleicht komisch, aber es funktioniert wirklich. Decken Sie den Tisch für den nächsten Tag – und zwar bevor Sie abends ins Bett gehen. Ich habe diesen Tipp von Emilie Barnes, der Autorin von „More Hours in My Day“ (auf Deutsch etwa: Mehr Stunden am Tag; Harvest House), gelernt. Ein schön gedeckter Tisch am Morgen signalisiert unbewusst, dass das Abendessen wichtig ist. Wir essen gemeinsam am Tisch und nicht vor dem Fernseher. So denken Sie schon lange vor dem Schlafengehen ans Abendessen. Kleiner Tipp: Selbst ein Fünfjähriger kann den Tisch decken, also delegieren Sie diese Aufgabe ruhig.
Tischdecken können auch die Kleinen schon. Foto: Tom Merton/iStock

Tischdecken können auch die Kleinen schon.

Foto: Tom Merton/iStock

Die Spüle reinigen – nanu?

Vielen Dank an Marla Cilley alias FlyLady, Ordnungsexpertin und Autorin des Buches „Sink Reflections“ (zu Deutsch etwa: Spiegelungen/Reflexionen im Spülbecken). Bevor Sie ins Bett gehen, räumen Sie die Spüle komplett leer – entweder spülen Sie das Geschirr ab oder räumen es in die Spülmaschine. Schrubben Sie sie, spülen Sie sie gründlich aus und polieren Sie sie anschließend mit einem Handtuch. Fünf Minuten für ein besseres Lebensgefühl. Es ist wirklich ein wunderbares Gefühl, morgens in eine leere, saubere und glänzende Spüle zu blicken, egal wie der Rest des Hauses aussieht.

Die Tage sind lang, die Jahre kurz

Es gibt wohl kaum eine schwierigere Aufgabe auf der Welt als die Erziehung kleiner Kinder – und gleichzeitig keine erfüllendere. Machen Sie das gemeinsame Abendessen zu einem festen Bestandteil Ihres Tages, solange Ihre Kinder noch klein sind. Diese Tradition wird Ihnen später, wenn sie älter sind, viel Freude bereiten. Auch wenn sie es Ihnen nie sagen werden, wird das Abendessen für sie zu einem verlässlichen Bestandteil in einer ansonsten unsicheren Welt. Genießen Sie diese kostbaren Tage und glauben Sie mir: Es wird leichter!
Gemeinsames Familienessen – auch Jahre nach der Kindheit ein Anker im Leben. Foto: Drazen Zigic/iStock

Ein gemeinsames Familienessen ist auch Jahre nach der Kindheit ein Anker im Leben.

Foto: Drazen Zigic/iStock

Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „What to Do When You’re Too Tired to Cook“. (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: sm)
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„Genug gearbeitet“ – Mitarbeiter: Wenn Menschen Systeme spiegeln

„Warum denken die nicht mit?“ Diese Frage klingt nach Ärger. Manchmal ist sie berechtigt. Häufig ist sie unvollständig. Denn Menschen denken nicht im luftleeren Raum mit. Sie denken in Rahmenbedingungen, Rollen, Erlaubnissen, Erfahrungen und Konsequenzen.
Wenn Mitarbeiter passiv wirken, kann das viele Ursachen haben: zu wenig Klarheit, zu viel Kontrolle, schlechte Erfahrungen mit Vorschlägen, fehlende Entscheidungsspielräume oder eine Kultur, in der Fehler schneller bestraft werden als Lernen belohnt wird.
Das bedeutet nicht, dass Verhalten egal ist. Es bedeutet nur: Führung sollte Verhalten nicht zu früh als Charakterfrage behandeln.
Ein Unternehmer beklagte, dass sein Team keine Verantwortung übernehme. Im Gespräch stellte sich heraus: Jede Entscheidung musste am Ende doch noch einmal über seinen Tisch – nicht offiziell, aber praktisch. Das Team hatte gelernt: Selbstständigkeit lohnt sich nur begrenzt. Am Ende entscheidet ohnehin der Chef.
Der Wendepunkt war unbequem. Nicht das Team musste zuerst anders werden, sondern der Rahmen. Es wurden drei Entscheidungsräume definiert:
  • Das entscheidet das Team allein.
  • Hier wird informiert, aber nicht gefragt.
  • Hier braucht es vorher Abstimmung.
Nach wenigen Wochen wurde klar: Die Menschen waren nicht grundsätzlich unselbstständig. Sie waren trainiert auf Rückversicherung.
Genug gearbeitet. Genug daran gearbeitet, Symptome zu korrigieren, ohne das System anzusehen.
Führung bedeutet, die Wechselwirkung ernst zu nehmen. Was erzeugt unser System? Welche Verhaltensweisen belohnen wir unbewusst? Was bestrafen wir, obwohl wir es offiziell wollen?
Wenn Sie mehr Eigenverantwortung wollen, prüfen Sie:
  • Gibt es echte Entscheidungsspielräume?
  • Wird ein guter Versuch anerkannt, auch wenn er nicht perfekt war?
  • Sind Fehler Lernstoff oder Beweismaterial?
  • Wird Verantwortung wirklich übergeben oder nur Arbeit verteilt?
Gerade im Mittelstand ist diese Frage entscheidend. Viele Unternehmen sind aus der Kraft einzelner Personen gewachsen. Das ist eine Stärke. Aber ab einer bestimmten Größe wird dieselbe Stärke zum Engpass. Wenn alles am Inhaber hängt, lernen andere, danebenzustehen.
Der Satz „Die Menschen müssen mehr mitdenken“ ist erst dann fair, wenn das System Mitdenken auch zulässt.
Genug gearbeitet. Welches Verhalten Ihres Teams ist vielleicht weniger Widerstand als eine logische Reaktion auf Ihren Rahmen?
Rolf Hempel | www.b-steps.de/summit | b-steps summit