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Von Himalaya unter der Antarktis bis Lemuren singen Oper

Ein Gehirn = zwei Organe?

Dass linke und rechte Hirnhälfte unterschiedliche Funktionen steuern, ist bekannt. Auch, dass graue und weiße Substanz eigene Aufgaben haben, wissen wir. Aber hätten Sie gedacht, dass Ihr Gehirn eigentlich zwei unabhängige Organe sind? Demnach entwickelt sich das Hinterhirn, das unter anderem Herzschlag und Atmung steuert, aus anderen Zellen als das Mittel- und Vorderhirn, die uns Reflexe und Denkvermögen verleihen. Dennoch gehen beide im frühesten Entwicklungsstadium auf das sogenannte Ektoderm zurück, dessen Bildung beim Menschen etwa drei Wochen nach der Befruchtung beginnt. Bereits in dieser Phase „entstehen gleichzeitig zwei parallele Gehirnvorläufer“, so die Forscher aus Kalifornien, einschließlich unterschiedlicher aktiver Gene. Hühner, Zebrafische und Meereswürmer weisen diese Unterteilung ebenfalls auf. (ger)

Römischer Münzschatz in NRW entdeckt

Auf einem Acker bei Wesseling in Nordrhein-Westfalen haben Archäologen einen Schatz aus mehr als 900 römischen Silbermünzen ausgegraben. Der Großteil des Geldes stammt aus der Zeit von Kaiser Hadrian der 117–138 n. Chr. regierte und stellt mit insgesamt 3,1 Kilogramm Silber ein beträchtliches Vermögen dar. „Damit handelt es sich um den größten Münzschatz aus dieser Zeit in Deutschland, weltweit ist es der fünftgrößte“, erklärt Landesarchäologe Dr. Erich Claßen. Wieso und von wem das wertvolle Gut vergraben wurden, ist nicht bekannt. Der Schatzfund wird nun erstmalig im LVR-Landesmuseum Bonn gezeigt. (kms)

Ein Teil der über 900 entdeckten Münzen bei Wesseling in Nordrhein-Westfalen.

Foto: Marcel Zanjani/LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

Himalaya unter der Antarktis

99,5 Prozent der Antarktis ist heute von Eis bedeckt. Daher lassen sich Rückschlüsse auf die Geologie im Untergrund nur anhand voreiszeitlicher Spuren und Fernerkundungen wie Bohrkernen ziehen. Ein solches Blickfenster machten sich Geologen um Bei Chen von der Australischen Nationaluniversität zunutze. Ihre Studie ergab, dass sich unter der Eisdecke 650 bis 450 Millionen Jahre alte Schichten befinden, die zu jener Zeit entstanden, als sich der Großkontinent Gondwana bildete. Dabei könnte ein Gebirge von der Größe des Himalayas entstanden sein, das später vollständig erodierte und heute nur noch als riesige Ansammlung von Sediment unter dem Ewigen Eis ruht. (kms)

Selbst heilende Pilz-Kleidung

Rund 65 Prozent aller Fasern auf dem Weltmarkt sind aus Kunststoff, was der Umwelt schadet. Um die Textilindustrie nachhaltiger zu machen, suchen Forscher seit Langem nach Alternativen – einschließlich Pilzen. Bisherige Bemühungen scheiterten daran, dass bei der Herstellung die Pilzzellen starben und ein zerbrechliches Endprodukt entstand. Nun haben chinesische Forscher das fadenförmige Myzel der Puppen-Kernkeule (Cordyceps militaris) benutzt, um flexible, lebende Stoffbahnen zu fertigen. Ihr Stoff konnte jegliche Farben annehmen, vor UV-Strahlen schützen und Muster wachsen lassen. Außerdem konnte der Prototyp eines Kleides seine eigenen Risse mit Wasser und Pilzflicken heilen. Trotz der positiven Ergebnisse handelt es sich bei der Entwicklung noch nicht um ein tragfähiges und alltagstaugliches Kleidungsstück. (ts)

T. rex war Warmblüter

Für viele erinnern Dinosaurier optisch eher an Echsen als an die Vorfahren unserer Vögel. Dabei war der König der Fleischfresser – Tyrannosaurus rex – ein gar nicht so kaltblütiges Reptil, wie viele denken. Tatsächlich haben US-amerikanische Paläontologen um Robert Eagle ganz ohne Messen der Körpertemperatur entdeckt, dass T. rex ein Warmblüter war. Hierfür fühlten sie „Thomas“, einem Tyrannosaurus-Skelett aus Los Angeles auf den Zahn. Denn ein warmblütiges Tier weist in seinem Zahnschmelz weniger chemische Bindungen auf als ein kaltblütiges Tier. Das Ergebnis: 36 °C – fast genauso viel wie bei Menschen. Damit ist der Beweis erbracht, dass der Tyrann unter den Echsen ein schneller Räuber war und keine träge, sich in der Sonne aalende Bestie. (kms)

Sonne wird vorhersehbar

Zu wissen, wann unsere Sonne erneut in ihrem Aktivitätsmaximum ist, hilft den Menschen, sich auf mögliche technische Störungen durch Sonneneruptionen vorzubereiten. Um deren Vorhersage zu verbessern, haben sich Forscher um Sandra Chapman von der University of Warwick mit dem elfjährigen Sonnenzyklus und seinem alles andere als sanften Wechsel beschäftigt. Dabei entdeckten sie, dass der abrupte „Umschaltpunkt“ von einem zum nächsten Zyklus und die Zahl seiner Sonnenflecken einen Hinweis auf die Stärke des kommenden Zyklus liefert. Was genau das für die Zukunft bedeutet, wird sich in zwei Jahren zeigen: dann beginnt der neue Zyklus 26. Erste Prognosen deuten auf eine ähnlich starke Sonne wie im aktuellen Zyklus hin. (ts)
Sonneneruption, aufgenommen von der Sonde «Solar Orbiter»

Sonneneruption, aufgenommen von der Sonde „Solar Orbiter“

Foto: Solar Orbiter/EUI Team/ESA & NASA/dpa

Was wäre, wenn Yellowstone ausbricht?

Vor etwa 631.000 Jahren ereignete sich in der heutigen USA eine Katastrophe: der Supervulkan Yellowstone brach aus. Würde unsere moderne Zivilisation ein solches Ereignis überleben? Dieser Frage gingen Ilan Kelman, Professor für Gesundheit, und der Geologe Matthew Blackett nach. Beide kommen zu dem Entschluss: „Ja, aber …“ Zunächst sorgt der Ausbruch für enorme Mengen Asche und weit verwüstete Landschaften. Alle Überlebenden werden in den folgenden Monaten mit Erkrankungen durch schlechte Luft, verschmutztes Wasser und andere Spätfolgen konfrontiert. Lieferketten und Stromnetze brechen zusammen, Industrie und Landwirtschaft kommen zum Erliegen und die globale Temperatur sinkt um bis zu 1,5 °C. Insgesamt könnte die Weltbevölkerung auf 7,9 Milliarden Menschen sinken – davon hätten 4,8 Milliarden keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser. (kms)

Lemuren performen wie Opernsänger

Oft staunen wir, wie Opernsänger mit Leichtigkeit in höchsten Tönen singen. Nun haben Forscher der University of Warwick herausgefunden, dass der Indri (Indri indri), der weltweit einzige bekannte singende Lemur, offenbar eine auffallend ähnliche Gesangstechnik einsetzt. Dabei koordinieren die Primaten aus Madagaskar ihre Mundöffnung mit der Frequenz ihrer Gesänge. Kurz gesagt: Je höher die Tonhöhe des Gesangs, desto weiter öffnen Indris ihren Mund, um ihn zu singen. Dieses Talent nutzen die Affen, um sich über große Entfernungen mit anderen Gruppen austauschen zu können. (kms)

Der Indri ist weltweit der einzige bekannte singende Lemur.

Foto: Artush/iStock

Unordnung für grünen Wasserstoff

Platin, Iridium und Ruthenium sind für die Wasserelektrolyse ebenso wichtig wie verflucht: Sie sind (zu) teuer. Eine mögliche Lösung fanden indische Forscher um Prof. Ranganathan in sogenanntem einschichtigen amorphen Kohlenstoff. Anders als die höchst geordnete Struktur in Graphen verfügt dieser über Unregelmäßigkeiten, Verzerrungen sowie Berge und Täler. Genau jene begünstigen laut Berechnungen die Bildung von Wasserstoff und könnten – so sich die Ergebnisse bestätigen – die Platinmetalle als Katalysatoren ersetzten. Ob, und wann sie tatsächlich zum Einsatz kommen ist offen. Sowohl die experimentelle Bestätigung als auch Untersuchungen zur Gesamtreaktion, zur Herstellung und zur Haltbarkeit stehen aktuell noch aus. (ts)

Beeren gegen Fett

Fettansammlung in Muskelzellen stellt ein großes Gesundheitsproblem dar, das durch Faktoren wie fettreiche Ernährung, Bewegungsmangel und Alterung begünstigt wird. Sie verringern die Fähigkeit des Körpers, Glukose und Fettsäuren effizient zu verwerten, was die metabolische Flexibilität und die Insulinresistenz beeinträchtigt. Ein einfaches Mittel dagegen, kommt aus dem Obstregal, wie eine neue Studie aus Japan zeigt. Laut den Forschern um Professor Takakazu Mitani hilft das natürlich vorkommende Polyphenol in Heidelbeeren, Trauben und anderen Beeren eine übermäßige Fettansammlung zu verhindern. (ger)

Beeren verhindern eine übermäßige Fettansammlung in den Muskeln.

Foto: Zakharova_Natalia/iStock

Erde wird runder – und weniger rund

Entgegen der kindlichen Vorstellung ist der Erdball keine perfekte Kugel, sondern an ihren Polen leicht abgeflacht und am Äquator gewölbt. Doch natürliche Prozesse wie schmelzendes Eis oder Plattentektonik verändern die Form. Und um das besser zu verstehen, hat der griechische Geologe Prof. Christoforos Kotsakis satellitengestützte Messdaten untersucht. Dabei entdeckte er, dass sich die Pole zu heben und der Äquator abzusenken scheint, womit die Erdmasse runder wird. Gleichzeitig flacht laut Daten das masseabhängige Schwerefeld stärker ab, womit die tatsächliche Erdform möglicherweise unrunder wird. (ts)

Sprache entstand am Lagerfeuer

Sprache und Feuer gelten als Marker des Menschseins – und beides könnte in puncto Erfindung enger miteinander verknüpft sein, als bislang erwartet. Eine Theorie besagt, dass unsere Vorfahren zunächst mittels Gesten kommunizierten. Das ist jedoch zeitlich begrenzt, denn im Dunkeln sind Handzeichen schwer bis nicht mehr wahrnehmbar. Forscher um Catherine Hobaiter von der Universität St. Andrews vermuten deshalb, dass Geschichtenerzählen am Lagerfeuer wesentlich zur Sprachentwicklung beitrug. Weil das Licht zu schwach war, hätten die frühen Menschen zu den Gesten auch Laute benötigt, um sich zu unterhalten. Dies wiederum soll letztlich die sozialen Bindungen untereinander gestärkt und Wissen vermittelt haben, wodurch der Mensch zu seinem erfindungsreichen Ich kam. (kms)

Einer Theorie zufolge könnte Lagerfeuer bei der Entwicklung der Sprache geholfen haben.

Foto: Dmytro Aslanian/iStock

Strand, Meer, Mars

Weite Sandstrände und das Rauschen der Wellen im weiten Ozean: Was wie Urlaub in der Südsee klingt, soll die Vergangenheit des Mars vor Milliarden Jahren gewesen sein. Den Beweis wollen chinesische Forscher mit ihrem Rover „Zhurong“ erbracht haben, der 2021 auf dem Roten Planeten landete. Seine Bilder zeigen Schichten, die nicht wie Sanddünen, Einschlagskrater oder Lavaströme aussehen. Vielmehr seien sie Spuren von Wellen, die an der Küste brandeten und allmählich die von den Flüssen ins Meer gespülten Sedimente verteilten und ablagerten. Dies stützt die Annahme, dass der Mars einst große eisfreie Gewässer besaß und nicht wie heute ein zumindest oberflächlich kalter, trockener und staubiger Planet war. (ts)

Gehen bringt Verdauung in Schwung

Die Darmgesundheit spielt eine entscheidende Rolle für das allgemeine Wohlbefinden, wobei Verstopfung eines der am weitesten verbreiteten Verdauungsprobleme ist. Dennoch bleibt sie oft unbemerkt oder unbehandelt, bis sie das tägliche Leben beeinträchtigt. Unter den vielen Ansätzen zur Behandlung von Verstopfung sticht körperliche Aktivität als eine der einfachsten und am häufigsten empfohlenen Maßnahmen hervor, wie eine neue Studie von japanischen Forschern untermauert. So zeigten Yohei Otaka und Kollegen, dass bereits wenige Minuten Bewegung nach dem Essen den Darm in Schwung bringt. Wie passend, dass dies die letzte Meldung in dieser Übersicht ist. (ger)

Bereits wenige Minuten laufen kann die Verdauung in Bewegung bringen und Verstopfungen vorbeugen.

Foto: Anton Borisov/iStock

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gesellschaft

Studie zeigt psychische Folgen extremer Isolation

Wenn Menschen monatelang unter Extrembedingungen in einer kleinen Gruppe leben, hat das weitreichende Auswirklungen auf die Psyche. Das zeigt eine Studie an der Besatzung einer entlegenen Antarktis-Forschungsstation.
„Bei längerer Isolation stärkt ständige Nähe Beziehungen nicht unbedingt, sondern kann viel mehr Spannungen, Misstrauen und psychische Belastungen verstärken“, berichten Forschende mehrerer Universitäten, darunter Zürich, Bern und Würzburg, in der Fachzeitschrift „PNAS“ („Proceedings of the National Academy of Sciences“).
Dies sollte man bei künftigen Weltraummissionen berücksichtigen.
Das Autorenteam untersuchte zehn Monate lang die zwölfköpfige Besatzung der französisch-italienischen Antarktisstation Concordia, die an einem der entlegensten Orte der Erde auf etwa 3.200 Metern Höhe liegt. Dabei ging es unter anderem um Teamdynamik, soziales Miteinander, Misstrauen und Einsamkeit.
Fazit: „Unter Extrembedingungen nehmen Einsamkeit, Misstrauen und Konflikte zu, während Zusammenhalt und Leistungsfähigkeit sinken“, schreibt die maßgeblich beteiligte Universität Bern.

„Wir haben in der Gruppe deutliche Paranoia gemessen“

Weil ein Zugang im antarktischen Winter von Mitte Februar bis Mitte November nicht möglich ist, lebte und arbeitete die Besatzung in völliger Abgeschiedenheit.
Die zwölf Forscher trugen Sensoren, die erfassten, wann sie sich wie lange mit wem trafen, und sie füllten mehrfach Fragebögen aus.
Einige Teammitglieder hätten nach ein paar Monaten geglaubt, dass andere über sie sprechen oder sie beobachten würden, berichtet der Würzburger Psychiater Sebastian Walther. Diese Personen hätten angenommen, dass die anderen ihr Schaden wollten, sagte Walther der dpa.
Er wertet dies nach gängigen Kriterien als Paranoia, die es auch in leichter Ausprägung gebe: „Wir haben in der Gruppe der Expedition deutliche Paranoia gemessen. Aber das ist natürlich weit entfernt von einem paranoiden Verfolgungswahn wie bei schweren psychischen Erkrankungen.“

Wichtige Erkenntnisse für Langzeit-Weltraummissionen

Und auch mehr physische Nähe wirkte sich nicht automatisch positiv auf die Antarktiscrew aus. „Personen mit vielen Kontakten berichteten häufiger von Konflikten, wachsendem Misstrauen und geringerer Leistungsfähigkeit“, fast die federführend beteiligte Universität Zürich (UZH) ein Resultat zusammen.
Denkbar sei, dass einsame Personen zwar vermehrt Kontakt suchen, dieser ihnen jedoch nicht ausreichend Unterstützung geboten habe.
Das Team sieht in den Ergebnissen wichtige Erkenntnisse für geplante Langzeit-Weltraummissionen, etwas zu Mond und Mars, aber auch für andere extreme Arbeitsumgebungen wie etwa U-Boote und Offshore-Plattformen.
„Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, soziale Dynamiken früh zu erkennen und Teams gezielt zu unterstützen“, kommentierte UZH-Co-Autor Jan Schmutz. (dpa/red)
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ausland

Dutzende Staaten beraten in Japan über Schutz der Antarktis

Eine internationale Konferenz zum Schutz der Antarktis hat am Dienstag (12. Mai) in Hiroshima begonnen. Vertreter von rund 50 Staaten beraten in den kommenden anderthalb Wochen unter anderem über einen besseren Schutz von Kaiserpinguinen und den wachsenden Tourismus am Südpol.
Die Region und die dort lebenden Tiere leiden zunehmend unter dem Klimawandel, zugleich spielt die Antarktis eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Erdklimas.

Antarktisschutz erfordert internationale Zusammenarbeit

„Die Gespräche, die hier in Hiroshima stattfinden, sind in einer Zeit, in der die Antarktis zunehmend von globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel betroffen ist, von besonderer Bedeutung“, sagte der Exekutivsekretär des Sekretariats des Antarktisvertrags, Francisco Berguno, vor Journalisten.
„Der Kontinent spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulierung des Erdklimas und der Ozeane, und sein Schutz erfordert langfristiges Denken, umsichtiges Management und internationales Vertrauen.“
Berguno betonte, die in Hiroshima getroffenen Entscheidungen trügen dazu bei „sicherzustellen, dass die menschliche Tätigkeit in der Antarktis weiterhin sorgfältig geregelt, umweltverträglich und von der Wissenschaft geleitet wird“.
Bei den angestrebten Maßnahmen zum Schutz der Kaiserpinguine zeigten sich Experten aber wenig zuversichtlich, dass in Japan Entscheidungen fallen. Vor allem Russland und China blockieren diese.
Die Zahl der Tiere ist deutlich zurückgegangen, weil die durch Treibhausgasemissionen verursachte Erwärmung zu einem frühzeitigen Rückgang des Meereises führt, auf dem sie leben, jagen und sich fortpflanzen.
„Diese Ikonen des Eises könnten bis zum Ende dieses Jahrhunderts durchaus den gefährlichen Abhang in Richtung Ausrottung hinabrutschen, wenn wir nicht jetzt handeln“, mahnte der Chefberater der Umweltschutzorganisation WWF für die Pole und Ozeane, Rod Downie, einen Schutz der Kaiserpinguine an.

Tourismus in der Antarktis nimmt stark zu

Ebenfalls weit oben auf der Tagesordnung in Hiroshima steht der starke Anstieg der Touristenzahlen: In der Saison 2024/2025 besuchten fast 120.000 Menschen die Antarktis.
Die Delegierten sollen über mögliche Beschränkungen von Gebieten oder Aktivitäten sowie über mögliche Quoten nachdenken. Fachleute warnen, dass die bestehenden Regelwerke der zunehmenden Vielfalt touristischer Aktivitäten in der Region nicht Rechnung tragen.
Vom Kajakfahren und Heißluftballonfahren bis hin zum Motorradfahren wird mittlerweile alles angeboten.
„Wie der Tourismus in der Antarktis reguliert und gesteuert werden soll, ist zu einem Schlüsselthema geworden“, betonte Hideki Uyama vom japanischen Außenministerium, der den Vorsitz der Tagung inne hat. (afp/red)