Das Kernkraftwerk Paks in Ungarn am 31. Juli 2026 mit seiner Wasserentnahmestelle und dem Kaltwasserkanal an der Donau. Angesichts einer anhaltenden Hitzewelle und Lufttemperaturen von über 35 Grad Celsius ist der Wasserstand der Donau auf einen Rekordtiefstand gesunken. - Foto: Attila Kisbenedek / AFP via Getty Images
In Kürze:
Mehrere Kernkraftwerke in der EU schalten wegen zu hoher Flusstemperaturen ab.
In Ungarn bricht fast die Hälfte der gesicherten Leistung weg.
Wegen befürchteten Strommangels hat Rumänien den Notstand ausgerufen.
In Frankreich sind 18 von 57 Reaktoren nicht in Betrieb.
In mehreren Ländern Europas drosseln aktuell die Betreiber von Kernkraftwerken (KKW) ihre Reaktoren. Grund dafür sind die anhaltenden sommerlichen Temperaturen sowie zu niedrige Flusspegelstände.
Die Leistung aller Atommeiler in der Europäischen Union lag zu Wochenbeginn am 27. Juli noch bei rund 70 Gigawatt (GW, oder 70.000 Megawatt). Am Sonntagmorgen zeigen die Leistungsdaten des Stromportals „Energy Charts“ nur noch knapp 53 GW an. Das ist ein Rückgang um 24,5 Prozent, also um fast ein Viertel.
Öffentliche Stromerzeugungsdaten der Kernkraft und die Verbrauchskurve (Last) in der Europäischen Union vom 27. Juli bis 2. August 2026.
Wärmeres Flusswasser ist rein aus technischer Sicht nicht unbrauchbar für ein KKW. Es kann die Anlage ebenfalls ausreichend abkühlen. Hintergrund ist vielmehr, dass die Meiler die Flüsse nicht zusätzlich aufheizen dürfen.
Die Brennstäbe im Kernreaktor geben Temperaturen von mehreren Hundert Grad Celsius ab. Diese Wärmeenergie können die Anlagen zu rund einem Drittel in Strom umwandeln. Die übrige Abwärme muss abgeführt werden. KKW, die an Flüssen liegen, entnehmen dazu Flusswasser und fügen diesem die Abwärme zu. Anschließend leitet der Kühlkreislauf das erwärmte Wasser in den Fluss zurück.
Im Sommer kann diese zusätzliche Wassererwärmung für manche Lebewesen in den Flüssen problematisch sein. Im schlimmsten Fall kann es zu erhöhtem Fischsterben kommen.
Daher gibt es in den EU-Ländern bestimmte Regelungen. Sie schreiben vor, wie warm das Flusswasser maximal sein darf, um es für die Kühlung der Meiler zu verwenden. Der Energieexperte Leonhard Gandhi erklärte: „Der Grenzwert für die Flusstemperatur liegt an vielen Standorten bei etwa 25 Grad Celsius, wobei je nach Kraftwerk und Genehmigung auch Ausnahmeregelungen möglich sind.“
Im Verhältnis der Stromproduktion eines Landes ist Ungarn am stärksten betroffen. Das osteuropäische Land hat nur ein KKW mit vier Reaktoren am Standort Paks, rund 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Budapest. Im Normalbetrieb erzeugen diese fast die Hälfte des ungarischen Stroms. Der Anteil der Kernenergie am Strommix lag in diesem Jahr bis dato bei rund 44 Prozent.
Seit Montag, 27. Juli, begann laut den Stromdaten des Portals „Energy Charts“ jedoch die schrittweise Drosselung der Leistung der Anlage. Am Sonntagmorgen speiste sie nur noch rund 173 Megawatt (MW) ins ungarische Netz ein. In der Spitze und vor der Drosselung erbrachte das Kraftwerk noch rund 1.850 MW.
Öffentliche Stromerzeugungsdaten der Kernkraft und die Verbrauchskurve (Last) in Ungarn vom 27. Juli bis 2. August 2026.
In Kürze schaltet das KKW Paks dann wegen zu niedriger Pegelstände der Donau komplett ab. „Nach aktuellen Berechnungen (…) könnte das am Dienstag oder Mittwoch geschehen“, sagte Ministerpräsident Peter Magyar am Freitag, 31. Juli, bei einer Pressekonferenz am Kraftwerk. Der Betreiber der Anlage hatte die Abschaltung „unvermeidlich“ genannt. Es ist die erste Komplettabschaltung dieses KKW seit seiner 44-jährigen Existenz.
Der Fluss hat an seinem Unterlauf stellenweise nur ein Drittel des im Juli durchschnittlich gemessenen Wasserstands. Der Wetterdienst Hungaromet sagt Ungarn in den kommenden sechs Tagen eine Hitzeperiode mit Temperaturen von bis zu 41 Grad Celsius voraus.
Der ungarische Regierungschef Magyar rief die Industrie auf, ihren Stromverbrauch einzuschränken, um eine Energiekrise zu vermeiden. Zudem soll die Beleuchtung öffentlicher Gebäude eingestellt werden, um Strom zu sparen. Spätestens ab Montag, 3. August, könne es zu Engpässen bei der Stromversorgung kommen, hatte Magyar angekündigt. Seiner Einschätzung nach könne die Krisensituation wegen des erwarteten heißen Sommers noch Wochen andauern.
Die Bevölkerung in Ungarn ist weiterhin aufgerufen, während der Spitzenverbrauchszeit zwischen 17 und 22 Uhr keinen zusätzlich Strom zu verbrauchen – etwa durch das Aufladen von Elektroautos und den Betrieb von Klimaanlagen.
An einem durchschnittlichen Sommerabend würden 6.000 Megawatt Strom verbraucht, aufgrund der Hitze steige dieser Wert um 20 Prozent, erläuterte Magyar. Man setze nun die Stromreserven des Landes ein und kümmere sich um Importe.
Rumänien schaltet ab – und ruft Notstand aus
Wegen der hohen Temperaturen und des ausbleibenden Regens sind die Pegelstände der Donau mancherorts auf ein Rekordtief gesunken. Die Donau verläuft auch an der rumänisch-bulgarischen Grenze und versorgt das einzige KKW Rumäniens in der Stadt Cernavoda mit Kühlwasser.
Aufgrund der Bedingungen hat der Betreiber am Dienstag, 28. Juli, bereits den ersten der beiden Reaktoren der Anlage heruntergefahren. Ebenso ist die Abschaltung des zweiten Reaktors angekündigt. Von rund 1.185 MW sank die Leistung des KKW somit auf rund 625 MW.
Öffentliche Stromerzeugungsdaten der Kernkraft und die Verbrauchskurve (Last) in Rumänien vom 27. Juli bis 2. August 2026.
Aufgrund eines drohenden Strommangels hat das Land für den gesamten August den Notstand ausgerufen. Es laufen bereits Verhandlungen mit einigen Nachbarländern wie der Ukraine, Bulgarien, aber auch mit dem etwas weiter entfernten Griechenland, um bei Bedarf zusätzlichen Strom zu importieren.
Eine Komplettabschaltung des rumänischen KKW über rund drei Wochen erlebte die Anlage in Cernavoda in diesem Jahr bereits im Mai. Aufgrund einer technischen Störung wurde der Reaktor 2 am 4. Mai automatisch vom Netz getrennt. Der Reaktor 1 fuhr hingegen für eine planmäßige Wartung am 10. Mai auf null herunter. Die übrigen Stromquellen sowie Kraftwerke aus anderen Ländern hielten das rumänische Stromnetz am Laufen.
Das EU-Land mit den meisten Kernreaktoren, Frankreich, kann die meisten seiner Anlagen weiterhin betreiben. Von den 57 vorhandenen Reaktoren sind aktuell 18 außer Betrieb (Stand: 2. August 2026). Manche wurden aufgrund planmäßiger Wartung heruntergefahren, andere wegen der hohen Temperaturen.
Eine hitzebedingte Abschaltung traf das Kernkraftwerk Golfech. Beide Reaktoren stehen still. Die Temperatur des kühlenden Flusses Garonne ist inzwischen auf 28 Grad angestiegen.
Während die Leistung aller französischen KKW am Wochenbeginn noch bei bis zu 45 GW lag, sank sie bis Sonntag auf nur noch rund 37 GW ab. Das sind 17,8 Prozent weniger.
Um die Stromversorgung weiterhin sicherzustellen, müssen die Netzbetreiber vielerorts flexible Kraftwerke hochfahren. Dazu zählen Gas- und Kohlekraftwerke. Stand Sonntagmittag haben die fossilen Kraftwerke in der EU in dieser Woche (KW 31) bereits mehr Strom produziert als in der Woche zuvor.
Polizei, Guardia Civil und Militär bleiben in Ceuta mit einem Großaufgebot im Einsatz. - Foto: Antonio Sempere/AP/dpa
Nach dem beispiellosen Ansturm von Migranten kehrt in Ceuta allmählich wieder Alltag ein. Geschäfte, Cafés und Restaurants, die in der spanischen Nordafrika-Exklave wegen der chaotischen Szenen aus Angst tagelang geschlossen waren, öffneten wieder.
Auf den Straßen waren viele Bewohner mit Einkaufstaschen unterwegs, an den Stränden spielten Familien mit Kindern, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete. Die politische Debatte über die Ursachen und Konsequenzen der Krise mit Dutzenden Todesopfern dürften Spanien und die EU dagegen noch lange beschäftigen.
Nach Angaben der spanischen Regierung sind die meisten der rund 50.000 bis 60.000 Menschen, die nach verschiedenen Schätzungen vor allem am Mittwoch und Donnerstag aus Marokko in die Exklave gelangt waren, inzwischen wieder zurückgekehrt. In Ceuta patrouillieren noch 3.000 wegen der Krise entsandte Sicherheitskräfte. Sie sollen dort nach Angaben des Innenministeriums „so lange wie nötig“ bleiben.
Laut RTVE hielten sich noch einige hundert Neuankömmlinge in Ceuta auf. Die Lage sei aber entspannt. Versuche, über das Meer in die Exklave zu gelangen, seien nicht zu beobachten, berichtete eine Reporterin des Senders.
Regionalpräsident Juan Jesús Vivas zeichnete ein anderes Bild. Er bestritt, dass die Normalität zurückgekehrt sei. Er bezifferte die Zahl der noch in Ceuta gebliebenen Migranten „auf Tausende“. Vivas gehört der konservativen Volkspartei PP von Oppositionsführer Alberto Nuñez Feijóo an, der der linken Zentralregierung die alleinige Schuld an dem Ansturm gibt und von einer „Invasion“ spricht.
Einige Ankömmlinge halten sich in Ceuta noch versteckt
Einige Marokkaner hielten sich zwar noch versteckt, „aber nach und nach gehen sie alle zurück“, zitierte RTVE Bewohner an den Stränden der Exklave. Der Sender sprach auch mit einigen derjenigen, die nicht zurückwollen und sich in Seitenstraßen und Parks, zwischen Häusern oder auf den Hügeln verstecken.
Oder unter einer Straßentreppe, wie Humad und dessen Freund Hachim. „Ich suche hier ein besseres Leben. Ich habe in Marokko nur meine Mutter und meinen kleinen Bruder, der krank ist und Insulin braucht“, erzählt der 20-Jährige. Sein erst 17 Jahre alter Freund Hachim sei ein guter Fußballer und träume davon, beim FC Barcelona zu spielen.
Andere Träume platzten brutal, wie jene ihres Freundes Mohamed. Der 19-Jährige sei wenige Meter vor der Küste ertrunken, erzählt Humad. „Er konnte schwimmen. Aber an der Grenzanlage waren so viele Menschen. Ich habe versucht, ihm zu helfen, aber er war zu weit weg“. „Es sind viele Menschen gestorben. Ich habe ihm zugerufen: „Los, Mohamed, los!“ Aber dann sah ich ihn nur noch dort …“ Den Satz kann der junge Mann nicht mehr zu Ende bringen.
Bereits 72 Todesopfer geborgen
Die Einsatzkräfte bargen weitere Leichen. Inzwischen liegt die Zahl der Toten bei mindestens 72, wie die Behörden mitteilten. Einsatzkräfte suchen das Meer weiter ab. Die Zeitung „El País“ zitierte einen anonymen Polizeibeamten mit den Worten: „Es gibt mehr Tote im Meer.“ Die meisten Todesopfer ertranken bei dem Versuch, schwimmend von Marokko aus in die Exklave an der Straße von Gibraltar zu gelangen.
Schnell verwirklichte die Zentralregierung die Ankündigung von Ministerpräsident Pedro Sánchez, mit einer rund 500 Meter langen aufblasbaren orangefarbenen Barriere ein weiteres Hindernis an der Grenze zu schaffen. Die schwimmende Sperre, die je nach Wellengang etwa 30 bis 70 Zentimeter aus dem Wasser ragt und bis zu einem Meter in die Tiefe reicht, soll verhindern, dass Migranten schwimmend nach Ceuta gelangen. Die Barriere ist im Grunde eine Verlängerung des Grenzdamms an Land im Meer.
Die Lücke im Gesetz
Die Barriere solle auch dazu beitragen, dass die Kontrolle und Überwachung des Gebiets verbessert werde, heißt es vom Innenministerium. Mit der neuen Sperre, die durch eine Bojenkette verstärkt wird, will Madrid aber nicht zuletzt eine Lücke schließen, die nach Einschätzung mancher Beobachter durch ein Urteil des Obersten Gerichts entstanden war.
Das Gericht hatte Anfang Juli entschieden, dass Migranten, die über einen unbefestigten Grenzabschnitt wie das Meer nach Spanien gelangen, Anspruch auf eine individuelle Prüfung ihres Asylbegehrens haben. Eine sofortige Zurückweisung ist demnach nur zulässig, wenn sie zuvor einen Zaun oder eine andere Grenzsperre überwunden haben.
EU-Innenminister beraten am Dienstag über die Krise
In der EU verschärft sich die Debatte über den Schutz der Außengrenzen. Er erwarte, dass die EU-Kommission dem Thema „absolute Priorität einräumt, um das Schengen-System offener EU-Binnengrenzen nicht weiter zu gefährden“, sagte Außenminister Johann Wadephul der „Bild am Sonntag“.
Am Dienstag wollen die EU-Innenminister per Videokonferenz über die Krise beraten. Das Treffen könnte auch der Aussprache dienen – waren in den vergangenen Tagen deutliche Risse zwischen den EU-Partnern sichtbar geworden. Italien und Dänemark initiierten einen offenen Brief, in dem Madrid indirekt vorgeworfen wird, mit jüngsten migrationspolitischen Entscheidungen unerwünschte Signale gesendet zu haben. 22 der 27 EU-Staats- und Regierungschefs unterzeichneten ihn, auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).
Sánchez kritisierte die Reaktion einiger EU-Partner als von „Vorurteilen, Falschmeldungen, Unwissenheit oder politischen Interessen“ getrieben. Ceuta gehöre nicht zum Schengen-Raum, schrieb er an die EU-Spitze. Migranten könnten von dort nicht ohne Weiteres in andere EU-Staaten weiterreisen. (dpa/red)
Senioren soll auch ermöglicht werden, länger zu arbeiten – es fehlen viele Arbeitskräfte (Symbolbild). - Foto: jacoblund/iStock
Der Protest mehrerer ostdeutscher CDU-Ministerpräsidenten gegen eine Abschaffung der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte hat neue kontroverse Debatten auch in der Koalition in Berlin ausgelöst.
Politiker von CDU und CSU pochten darauf, an dem besprochenen Aus für die „Rente mit 63“ festzuhalten. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf stellte hingegen klar, dass die Abschaffung eine Forderung der Union, nicht aber der SPD sei.
CDU: Mit SPD ist vereinbart, die Rentenvorschläge in Gesamtheit umzusetzen
Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) drang darauf, den Vorschlag der Rentenreform-Kommission für die Abschaffung der vorgezogenen abschlagsfreien Rente umzusetzen.
„Was die Rente mit 63 anbelangt, glaube ich, dass der Vorschlag, den die Alterssicherungskommission gemacht hat, ein wirklich kluger Vorschlag ist“, sagte Frei der „BILD“. Dies sei auch „gerecht im Sinne der Generationengerechtigkeit“.
Der Fraktionschef verwies auch auf diesbezügliche Absprachen zwischen Union und SPD hinsichtlich der Kommissionsvorschläge: „Wir haben uns in der Koalition darauf verständigt, dass wir dieses Gesamtkunstwerk, das es ist, auch in seinen Grundzügen so umsetzen möchten.“
Der Vorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, warnte im Berliner „Tagesspiegel“ vor einem „leichtfertigen Spiel“ mit bereits getroffenen Absprachen zur Rentenreform. Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Tilman Kuban forderte ein Festhalten an den von der Kommission empfohlenen Maßnahmen. „Das Rentenpaket ist der Auftakt, um Deutschland wieder auf Kurs zu bringen“, sagte er dem „Tagesspiegel“.
CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann mahnte in der „Augsburger Allgemeinen“ zur Koalitionsdisziplin. „Diese Reform verfolgt ein klares Ziel: Wir wollen die Rente verlässlich und generationengerecht ausgestalten.“
SPD: Umdenken in Ost-CDU „richtiges Signal“
Klüssendorf (SPD) sagte der „BILD“-Zeitung vom Samstag, die Abschaffung der „Rente mit 63“ sei „immer eine zentrale Forderung der CDU“ gewesen. Für die SPD wäre die Abschaffung der abschlagsfreien Rente für Menschen mit mindestens 45 Versicherungsjahren hingegen allenfalls „ein schmerzhafter Bestandteil eines Gesamtpakets zur Rentenreform“.
„Menschen, die sehr lange gearbeitet und ihre Beiträge gezahlt haben, sollten die Möglichkeit haben, früher abschlagsfrei in Rente zu gehen“, betonte der SPD-Generalsekretär. Insofern sei ein Umdenken auch in der CDU „ein richtiges Signal“, verwies er auf die Forderungen der ostdeutschen Länderchefs.
Für ihn sei die Möglichkeit, nach 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in Rente gehen zu können, „eine Frage von Respekt und Solidarität“, sagte auch der SPD-Politiker Ralf Stegner im „Tagesspiegel“ vom Sonntag.
Wenn nun auch CDU-Ministerpräsidenten diese Möglichkeit erhalten wollten, „sollten wir gemeinsam einen Weg finden können“, fügte er hinzu. Ohne einen „guten Kompromiss“ werde die Rentenreform im Bundestag keine Mehrheit finden, warnte Stegner.
Was hatten drei Ost-CDU-Ministerpräsidenten vorgeschlagen?
Die drei CDU-Ministerpräsidenten in Ostdeutschland – Michael Kretschmer (Sachsen), Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) und Mario Voigt (Thüringen) – hatten am Donnerstag gemeinsam gefordert, die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren doch zu erhalten.
Sie begründeten dies damit, dass eine Abschaffung die Menschen in Ostdeutschland besonders hart treffen würde, wo viele im Alter ausschließlich auf die gesetzliche Rente angewiesen sind. Ähnlich äußerten sich auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (beide SPD).
Gegen das Aus für die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren wandte sich erneut der Sozialverband VdK. Diese Pläne stießen Menschen vor den Kopf, „die lange gearbeitet und lange eingezahlt haben“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele der „Rheinischen Post“. Es sei wichtig, dass bei der Reform „niemand unter die Räder kommt“.
Die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte sei „absolut richtig angesichts der Lebensleistung der Menschen, die so lange gearbeitet haben“, sagte auch die Linken-Sozialexpertin Sarah Vollath der Nachrichtenagentur AFP. Sie begrüßte daher den Vorstoß der Ost-Ministerpräsidenten, sah darin jedoch in erster Linie ein Wahlkampfmanöver vor den Landtagswahlen im September.
Die abschlagsfreie Rente können derzeit Menschen in Anspruch nehmen, die mindestens 45 Versicherungsjahre nachweisen können. Dies galt ursprünglich ab einer Altersgrenze von 63 Jahren, diese steigt jedoch schrittweise auf 65 Jahre an. Für den Geburtsjahrgang 1961 beträgt der Grenzwert 64,5 Jahre. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) bereitet derzeit einen Gesetzentwurf für eine Rentenreform auf Grundlage der Kommissionsvorschläge vor. (afp/red)
Menschen ruhen sich an einem schwülen Sommertag am 27. Juni 2026 in einem Park in Berlin aus. - Foto: Maryam Majd/Getty Images
Die Menschen in Deutschland müssen sich erneut auf ein paar schweißtreibende Tage mit hochsommerlichen Temperaturen bis zu 38 Grad und Gewittern einstellen. Erst in der zweiten Wochenhälfte wird es etwas kühler, erklärt der Meteorologe Nico Bauer vom Deutschen Wetterdienst.
Die Hitze breitet sich am Montag von Süden weiter nach Norden aus. Die Temperaturen steigen im Südwesten auf bis zu 37 Grad. Am Nachmittag drohen einzelne heftige Gewitter, lokal besteht laut DWD auch Unwettergefahr.
Abkühlung wird es in der Nacht auf Dienstag kaum geben. In den Ballungsräumen im Westen Deutschlands wird vielerorts eine Tropennacht mit Tiefsttemperaturen von über 20 Grad erwartet. Zudem treten einzelne Schauer und Gewitter auf.
Am Dienstag wird der Höhepunkt dieser Hitze erwartet. Die Höchstwerte liegen verbreitet zwischen 30 und 38 Grad.
Der Schwerpunkt wird im Südosten Deutschlands liegen. Örtlich besteht erneut Unwettergefahr durch heftigen Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen.
Schwülheiß und gewittrig wird es auch am Mittwoch in Teilen Deutschlands. Im Nordwesten werden vergleichsweise moderate Höchstwerte zwischen 25 und 29 Grad erwartet. „Nach Südosten hin geht das Schwitzen bei Spitzenwerten von bis zu 35 Grad und großer Schwüle aber weiter“, sagt Bauer.
Am Donnerstag ist dem Meteorologen zufolge die größte Hitze erst einmal vorbei. Die Höchsttemperaturen werden bei 24 bis 30 Grad erwartet. (dpa/red)
Menschen an Bord von Schlauchbooten bewegen sich am 2. August 2026 auf der marokkanischen Seite der neuen schwimmenden Barriere, die Spanien zur Verstärkung der Sicherheit in der Nähe des Grenzposten der spanischen Enklave Ceuta errichtet hat. - Foto: Henry Nicholls/AFP via Getty Images
HEUTE13:20 Uhr
Leiche von Netflix-Bergsteiger noch nicht geborgen
Die Leiche des bekannten Extremsportlers Nirmal Purja ist zwar gefunden, aber zunächst nicht vom Berg gebracht worden. Das Rettungsteam habe den Körper des Nepalesen auf etwa 5.700 Metern Höhe am Berg Broad Peak erreicht, sagt der Alpine Club Pakistan. Auch Hubschrauber der Armee sin dim Einsatz. Die Bedingungen für die Bergung am zwölfthöchsten Berg der Erde seien „sehr schwierig“.
Israel hat mehrere Angriffe im Gazastreifen durchgeführt, die Hamas meldet 16 Tote. Laut Hamas wurden auch Lager für Medikamente zerstört oder beschädigt. Die israelische Armee sprach von Einsätzen gegen Waffenlager der Hamas. Eines der Waffenlager habe sich neben einem Krankenhaus befunden und als Versteck gedient.
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HEUTE12:28 Uhr
Union pocht wegen Ceuta auf weitere deutsche Grenzkontrollen
Unions-Fraktionsvize Günter Krings fordert, die Grenzkontrollen an allen deutschen Außengrenzen bei Bedarf zu intensivieren. Wer aus Spanien kommend in Deutschland Asyl beantragt, sollte grundsätzlich zurückgewiesen werden, da Spanien zuständig sei. Er wirbt für mehr Zusammenarbeit mit Marokko, insbesondere zu Abschiebungen, zur Bekämpfung der Schleuserkriminalität und einer verlässlichen Grenzsicherung.
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HEUTE12:12 Uhr
Erneuter Gefängnisaufstand in Sri Lanka – Hunderte Soldaten im Einsatz
Nach dem zweiten Gefängnisaufstand binnen eines Monats setzte Sri Lanka hunderte Soldaten ein, um weitere Ausschreitungen in der etwa vierfach überlegten Haftanstalt Mahara zu verhindern. Ein Häftling kam bei dem Aufstand ums Leben, sechs wurden verletzt. Laut Polizei ist die Lage unter Kontrolle. Die Insassen zerstörten mehrere Gebäude, darunter die Küche und das Gefängniskrankenhaus.
Am 2. August 2026 patrouillieren Militärangehörige vor dem Mahara-Gefängniskomplex am Stadtrand von Colombo.
Foto: Ishara S. Kodikara/AFP via Getty Images
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HEUTE11:40 Uhr
Streit im Nürnberger Flughafen – Elf Passagiere von Flug ausgeschlossen
In Nürnberg eskalierte ein Streit auf dem Flughafen – zwei Gruppen mit insgesamt etwa 20 Beteiligten stritten sich um ihre Plätze in der Warteschlange am Check-in-Schalter. Ein 29-Jähriger schlug laut Polizei einem 43-Jährigen ins Gesicht, woraufhin es zu einer Schlägerei zwischen den Gruppen kam. Elf der Beteiligten wurden von ihrem Flug ausgeschlossen, die Grenzpolizei Nürnberg-Flughafen ermittelt.
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HEUTE11:29 Uhr
Mann bei Unwetter von Baum erschlagen – Nationalpark gesperrt
Im Nationalpark Sächsische Schweiz ist am Freitagabend ein 28-jähriger Mann bei einem Unwetter von einem Baum erschlagen worden. 13Menschen sind verletzt, drei kamen ins Krankenhaus. Bei einem Gewitter gab es starken Windbruch, der Spielbetrieb auf der Felsenbühne Rathen ist eingestellt. Der Nationalpark Sächsische Schweiz warnt vor dem Betreten des betroffenen Gebiets.
FC Bayern auf Asientour – begeisterter Empfang in Südkorea
Der FC Bayern München ist zur Asientour in Südkorea eingetroffen. Am Flughafen in Jeju wurden das Team und Kapitän Manuel Neuer begeistert begrüßt. In zwei Tagen spielt das Team gegen den koreanischen Club Jeju SK FC, danach in Hongkong im Rahmen des Audi Football Summit gegen den Europa-League-Sieger Aston Villa.
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HEUTE10:38 Uhr
KKH: Stressdiagnosen bei Berufstätigen auf Höchststand
Laut KKH-Analyse entfielen 2025 knapp 119 Krankheitstage je 100 Versicherte auf akute Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen. Im Vorjahr waren es 112 Tage, 2017 noch 66 Tage. Als Ursachen gelten Dauerstress und anhaltender mentaler Druck, wie ein zu hohes Arbeitspensum, ständige Überstunden, geringes Gehalt und Existenzängste, Konflikte mit Kollegen und Vorgesetzten.
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HEUTE10:13 Uhr
Baumstammwerfen und Dudelsackklänge in Schottland
Heute finden im hohen Norden Schottland die traditionellen Mey Highland Games 2026 statt. Zu den Höhepunkten gehören neben Baumstammwerfen, Hammerwurf oder Steinstoßen auch Highland Dancing und Auftritte von Pipe Bands.
Eine Gruppe von Highland-Dudelsackspielern während der „Mey Highland Games 2026“ am 1. August 2026 auf dem John O’Groats Showground in John O’Groats, Schottland.
Foto: Martin Grimes/Getty Images
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HEUTE9:58 Uhr
Waldbrand erreicht US-Großstadt – Tausende zur Evakuierung aufgefordert
Ein rasch wachsender Waldbrand hat die Großstadt Spokane im Nordwesten der USA erreicht und tausende Menschen zur Flucht gezwungen. Gouverneur Bob Ferguson rief den Notstand aus. Das Old-Trails-Feuer breitete sich bislang auf über 1.400 Hektar aus, Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet. Die Nationalgarde wurde mobilisiert.
Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hält mehr Fußfesseln bei terroristischen Gefährdern für möglich, auch wenn keine konkrete Anschlagsgefahr vorläge. Dazu müssten Tatsachen auf ein beträchtliches Terrorismusrisiko hindeuten. Längerer Präventivgewahrsam dürfte nach geltendem Verfassungsrecht aber ausscheiden. Änderungen im Jugendstrafrecht seien denkbar.
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HEUTE9:17 Uhr
Waldbrände in Griechenland – 13 Menschen festgenommen, 3 Feuerwehrleute tot
50 Kilometer westlich von Athen bekämpfen über 500 Feuerwehrleute einen großflächigen Waldbrand am Kithairon-Gebirge vor Ort. Starke Winde treiben das Feuer in Richtung der Stadt Megara. Laut Feuerwehr wurden bislang landesweit 13 Menschen wegen fahrlässiger Brandstiftung festgenommen, landesweit wurden mehr als 12.000 Hektar zerstört. Drei Feuerwehrleute kamen ums Leben, zwei auf Kreta und einer auf der Halbinsel Peloponnes.
Westlich von Athen brennt es weiterhin.
Foto: Michael Varaklas/AP/dpa
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HEUTE9:10 Uhr
Spaniens Liga-Boss fordert Rücktritt von Infantino
Spaniens Liga-Chef Javier Tebas fordert den Rücktritt von FIFA-Präsident Gianni Infantino. Nach massiver Kritik gab dieser zuvor seinen Plan auf, Anteile an den kommerziellen FIFA-Rechten an private Investoren zu verkaufen. Infantino, der sich im März 2027 in Rabat (Marokko) erneut für vier Jahre zum FIFA-Boss wählen lassen will, wird weiterhin von einigen Staaten unterstützt.
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HEUTE8:53 Uhr
Niedriger Donau-Pegelstand: Ungarn schaltet sein KKW ab
Wegen weiter sinkender Donaupegel wird Ungarns Kernkraftwerk in Paks am 3. August erstmals seit 44 Jahren vollständig abgeschaltet. In der Nacht zum 2. August wurde bereits einer der letzten beiden Reaktoren heruntergefahren, die Leistung des Kraftwerks sank auf 240 Megawatt. Das KKW deckt 40 Prozent des ungarischen Strombedarfs.
Das Kernkraftwerk Paks in Ungarn am 31. Juli 2026 mit seiner Wasserentnahmestelle und dem Kaltwasserkanal an der Donau.
Foto: Attila Kisbenedek / AFP via Getty Images
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HEUTE8:42 Uhr
Vor Ceuta: Seebarrieren installiert
An der Seegrenze zwischen der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika und Marokko wurden eine 500 Meter lange schwimmende Barrieren sowie Bojenketten installiert. Damit will Spanien eine Gesetzeslücke schließen. Laut dem Obersten Gerichtshof ist eine sofortige Zurückweisung von Migranten nur dann zulässig, wenn ein Zaun oder eine andere Sperre überwunden werden muss. Heute seien bisher keine Versuche zu beobachten, über das Meer nach Ceuta zu gelangen.
„The Sopranos“: Vincent Pastore mit 80 Jahren gestorben
US-Schauspieler Vincent Pastore (Mafia-Kult-Serie „The Sopranos“) ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Pastore kam 1946 in New York auf die Welt, er stammte aus einer US-italienischen Familie. Er war Soldat bei der US-Marine und Nachtclub-Besitzer, bevor er Schauspieler wurde. In „The Sopranos“ spielte er einen Mafioso, der Informant für die US-Bundespolizei FBI wird.
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HEUTE8:19 Uhr
Kolumbien: 14 Verletzte bei Sprengstoffanschlag auf Polizeiwache
Sechs Tage vor der Vereidigung des neuen kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella wurden bei einem Lkw-Sprengstoffanschlag mindestens 14 Menschen verletzt. Dieser detonierte vor einer Polizeiwache in der Stadt Cucutá. Die Regierung machte die Guerrilla-Gruppe ELN verantwortlich und setzte mehr als 56.000 Euro für Hinweise zur Ergreifung der Täter aus.
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HEUTE7:49 Uhr
Moskau meldet 635 abgefangene Drohnen aus der Ukraine
In mehr als einem Dutzend Regionen haben die russischen Streitkräfte in der Nacht 635 ukrainische Drohnen „abgefangen und zerstört“, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Behörden in der Region Saratow im Südwesten Russlands meldeten, dass bei einem ukrainischen Drohnenangriff zwei Menschen getötet worden seien. Die Region liegt über 700 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.
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HEUTE7:02 Uhr
EU-Dringlichkeitssitzung zum Streit um Migrationskrise in Ceuta
Die Krise in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika führt zu einem schwerem Streit in der EU, für den 4. August ist eine Dringlichkeitssitzung angesetzt. 22 EU-Staaten kritisieren Spaniens Migrationspolitik – Spaniens sozialistischer Regierungschef Pedro Sánchez spricht von einer „egoistischen“ und „rechtswidrigen“ Reaktion. Wadephul fordert absolute Priorität des Grenzschutz, Klingbeil Solidarität mit Spanien.
Die FDP erreichte in der aktuelle INSA-Umfrage erstmals seit anderthalb Jahren wieder die Fünf-Prozent-Hürde. Im „Sonntagstrend“ klettern die Liberalen um einen Punkt auf fünf Prozent. Unverändert bleiben: AfD mit 28 Prozent, CDU/CSU bei 21 Prozent, Grüne mit 14 Prozent, SPD mit 12 Prozent und Linke mit 11 Prozent. Das BSW erreichte 4 Prozent. Den Sonntagstrend erhebt INSA wöchentlich für die „BILD am Sonntag“.
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HEUTE5:40 Uhr
Zwei Deutsche starben – Absturz von Kleinflugzeug in Peru
Beim Absturz eines Kleinflugzeugs von AeroDiana sind in Peru 13 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch zwei Deutsche. Die Cessna Caravan C-208 stürzte kurz nach dem Start zu einen Rundflug über die Nazca-Linien ab. Das Verkehrsministeriums bestätigte den Tod von sieben Italienern, zwei Deutschen und zwei Spaniern. Die Opfer waren zwischen 24 und 78 Jahre alt.
Das Wrack des Kleinflugzeugs am 1. August 2026 im Stadtteil Vista Alegre in Nazca, Peru.
Foto: Mariajulia Vareman/AFP via Getty Images
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HEUTE4:26 Uhr
Trump: Neue Angriffe auf den Iran vorerst ausgesetzt
Die USA verzichten laut US-Präsident Donald Trump vorübergehend auf weitere Angriffe auf den Iran. Die USA seien vom Iran und von weiteren Ländern in der Region darum gebeten worden, weil sich eine neue Vereinbarung abzeichne, schrieb Trump auf Truth Social. Ein solcher Deal müsse aber schnell erzielt werden. Auch Israel verzichte vorerst auf Angriffe.
Russische Behörden: Drei Tote bei Explosion in Moskau
Bei einem Bombenanschlag in einem italienischen Restaurant am Kudrinskaja-Platz in Moskau sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. 21 weitere sind verletzt. Das Nationale Anti-Terror-Komitee teilte mit, dass eine Frau mit einem Sprengsatz das Restaurant betreten wollte. Die Explosion tötete demnach die Frau, den Sicherheitsmann und einen Besucher des Restaurants.
Menschen an Bord von Schlauchbooten bewegen sich am 2. August 2026 auf der marokkanischen Seite der neuen schwimmenden Barriere, die Spanien zur Verstärkung der Sicherheit in der Nähe des Grenzposten der spanischen Enklave Ceuta errichtet hat. - Foto: Henry Nicholls/AFP via Getty Images
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Am 2. August 2026 patrouillieren Militärangehörige vor dem Mahara-Gefängniskomplex am Stadtrand von Colombo.
Foto: Ishara S. Kodikara/AFP via Getty Images
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HEUTE11:40 Uhr
Streit im Nürnberger Flughafen – Elf Passagiere von Flug ausgeschlossen
In Nürnberg eskalierte ein Streit auf dem Flughafen – zwei Gruppen mit insgesamt etwa 20 Beteiligten stritten sich um ihre Plätze in der Warteschlange am Check-in-Schalter. Ein 29-Jähriger schlug laut Polizei einem 43-Jährigen ins Gesicht, woraufhin es zu einer Schlägerei zwischen den Gruppen kam. Elf der Beteiligten wurden von ihrem Flug ausgeschlossen, die Grenzpolizei Nürnberg-Flughafen ermittelt.
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HEUTE11:29 Uhr
Mann bei Unwetter von Baum erschlagen – Nationalpark gesperrt
Im Nationalpark Sächsische Schweiz ist am Freitagabend ein 28-jähriger Mann bei einem Unwetter von einem Baum erschlagen worden. 13Menschen sind verletzt, drei kamen ins Krankenhaus. Bei einem Gewitter gab es starken Windbruch, der Spielbetrieb auf der Felsenbühne Rathen ist eingestellt. Der Nationalpark Sächsische Schweiz warnt vor dem Betreten des betroffenen Gebiets.
FC Bayern auf Asientour – begeisterter Empfang in Südkorea
Der FC Bayern München ist zur Asientour in Südkorea eingetroffen. Am Flughafen in Jeju wurden das Team und Kapitän Manuel Neuer begeistert begrüßt. In zwei Tagen spielt das Team gegen den koreanischen Club Jeju SK FC, danach in Hongkong im Rahmen des Audi Football Summit gegen den Europa-League-Sieger Aston Villa.
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HEUTE10:38 Uhr
KKH: Stressdiagnosen bei Berufstätigen auf Höchststand
Laut KKH-Analyse entfielen 2025 knapp 119 Krankheitstage je 100 Versicherte auf akute Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen. Im Vorjahr waren es 112 Tage, 2017 noch 66 Tage. Als Ursachen gelten Dauerstress und anhaltender mentaler Druck, wie ein zu hohes Arbeitspensum, ständige Überstunden, geringes Gehalt und Existenzängste, Konflikte mit Kollegen und Vorgesetzten.
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HEUTE10:13 Uhr
Baumstammwerfen und Dudelsackklänge in Schottland
Heute finden im hohen Norden Schottland die traditionellen Mey Highland Games 2026 statt. Zu den Höhepunkten gehören neben Baumstammwerfen, Hammerwurf oder Steinstoßen auch Highland Dancing und Auftritte von Pipe Bands.
Eine Gruppe von Highland-Dudelsackspielern während der „Mey Highland Games 2026“ am 1. August 2026 auf dem John O’Groats Showground in John O’Groats, Schottland.
Foto: Martin Grimes/Getty Images
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HEUTE9:58 Uhr
Waldbrand erreicht US-Großstadt – Tausende zur Evakuierung aufgefordert
Ein rasch wachsender Waldbrand hat die Großstadt Spokane im Nordwesten der USA erreicht und tausende Menschen zur Flucht gezwungen. Gouverneur Bob Ferguson rief den Notstand aus. Das Old-Trails-Feuer breitete sich bislang auf über 1.400 Hektar aus, Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet. Die Nationalgarde wurde mobilisiert.
Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hält mehr Fußfesseln bei terroristischen Gefährdern für möglich, auch wenn keine konkrete Anschlagsgefahr vorläge. Dazu müssten Tatsachen auf ein beträchtliches Terrorismusrisiko hindeuten. Längerer Präventivgewahrsam dürfte nach geltendem Verfassungsrecht aber ausscheiden. Änderungen im Jugendstrafrecht seien denkbar.
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HEUTE9:17 Uhr
Waldbrände in Griechenland – 13 Menschen festgenommen, 3 Feuerwehrleute tot
50 Kilometer westlich von Athen bekämpfen über 500 Feuerwehrleute einen großflächigen Waldbrand am Kithairon-Gebirge vor Ort. Starke Winde treiben das Feuer in Richtung der Stadt Megara. Laut Feuerwehr wurden bislang landesweit 13 Menschen wegen fahrlässiger Brandstiftung festgenommen, landesweit wurden mehr als 12.000 Hektar zerstört. Drei Feuerwehrleute kamen ums Leben, zwei auf Kreta und einer auf der Halbinsel Peloponnes.
Westlich von Athen brennt es weiterhin.
Foto: Michael Varaklas/AP/dpa
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HEUTE9:10 Uhr
Spaniens Liga-Boss fordert Rücktritt von Infantino
Spaniens Liga-Chef Javier Tebas fordert den Rücktritt von FIFA-Präsident Gianni Infantino. Nach massiver Kritik gab dieser zuvor seinen Plan auf, Anteile an den kommerziellen FIFA-Rechten an private Investoren zu verkaufen. Infantino, der sich im März 2027 in Rabat (Marokko) erneut für vier Jahre zum FIFA-Boss wählen lassen will, wird weiterhin von einigen Staaten unterstützt.
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HEUTE8:53 Uhr
Niedriger Donau-Pegelstand: Ungarn schaltet sein KKW ab
Wegen weiter sinkender Donaupegel wird Ungarns Kernkraftwerk in Paks am 3. August erstmals seit 44 Jahren vollständig abgeschaltet. In der Nacht zum 2. August wurde bereits einer der letzten beiden Reaktoren heruntergefahren, die Leistung des Kraftwerks sank auf 240 Megawatt. Das KKW deckt 40 Prozent des ungarischen Strombedarfs.
Das Kernkraftwerk Paks in Ungarn am 31. Juli 2026 mit seiner Wasserentnahmestelle und dem Kaltwasserkanal an der Donau.
Foto: Attila Kisbenedek / AFP via Getty Images
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HEUTE8:42 Uhr
Vor Ceuta: Seebarrieren installiert
An der Seegrenze zwischen der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika und Marokko wurden eine 500 Meter lange schwimmende Barrieren sowie Bojenketten installiert. Damit will Spanien eine Gesetzeslücke schließen. Laut dem Obersten Gerichtshof ist eine sofortige Zurückweisung von Migranten nur dann zulässig, wenn ein Zaun oder eine andere Sperre überwunden werden muss. Heute seien bisher keine Versuche zu beobachten, über das Meer nach Ceuta zu gelangen.
„The Sopranos“: Vincent Pastore mit 80 Jahren gestorben
US-Schauspieler Vincent Pastore (Mafia-Kult-Serie „The Sopranos“) ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Pastore kam 1946 in New York auf die Welt, er stammte aus einer US-italienischen Familie. Er war Soldat bei der US-Marine und Nachtclub-Besitzer, bevor er Schauspieler wurde. In „The Sopranos“ spielte er einen Mafioso, der Informant für die US-Bundespolizei FBI wird.
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HEUTE8:19 Uhr
Kolumbien: 14 Verletzte bei Sprengstoffanschlag auf Polizeiwache
Sechs Tage vor der Vereidigung des neuen kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella wurden bei einem Lkw-Sprengstoffanschlag mindestens 14 Menschen verletzt. Dieser detonierte vor einer Polizeiwache in der Stadt Cucutá. Die Regierung machte die Guerrilla-Gruppe ELN verantwortlich und setzte mehr als 56.000 Euro für Hinweise zur Ergreifung der Täter aus.
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HEUTE7:49 Uhr
Moskau meldet 635 abgefangene Drohnen aus der Ukraine
In mehr als einem Dutzend Regionen haben die russischen Streitkräfte in der Nacht 635 ukrainische Drohnen „abgefangen und zerstört“, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Behörden in der Region Saratow im Südwesten Russlands meldeten, dass bei einem ukrainischen Drohnenangriff zwei Menschen getötet worden seien. Die Region liegt über 700 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.
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HEUTE7:02 Uhr
EU-Dringlichkeitssitzung zum Streit um Migrationskrise in Ceuta
Die Krise in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika führt zu einem schwerem Streit in der EU, für den 4. August ist eine Dringlichkeitssitzung angesetzt. 22 EU-Staaten kritisieren Spaniens Migrationspolitik – Spaniens sozialistischer Regierungschef Pedro Sánchez spricht von einer „egoistischen“ und „rechtswidrigen“ Reaktion. Wadephul fordert absolute Priorität des Grenzschutz, Klingbeil Solidarität mit Spanien.
Die FDP erreichte in der aktuelle INSA-Umfrage erstmals seit anderthalb Jahren wieder die Fünf-Prozent-Hürde. Im „Sonntagstrend“ klettern die Liberalen um einen Punkt auf fünf Prozent. Unverändert bleiben: AfD mit 28 Prozent, CDU/CSU bei 21 Prozent, Grüne mit 14 Prozent, SPD mit 12 Prozent und Linke mit 11 Prozent. Das BSW erreichte 4 Prozent. Den Sonntagstrend erhebt INSA wöchentlich für die „BILD am Sonntag“.
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HEUTE5:40 Uhr
Zwei Deutsche starben – Absturz von Kleinflugzeug in Peru
Beim Absturz eines Kleinflugzeugs von AeroDiana sind in Peru 13 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch zwei Deutsche. Die Cessna Caravan C-208 stürzte kurz nach dem Start zu einen Rundflug über die Nazca-Linien ab. Das Verkehrsministeriums bestätigte den Tod von sieben Italienern, zwei Deutschen und zwei Spaniern. Die Opfer waren zwischen 24 und 78 Jahre alt.
Das Wrack des Kleinflugzeugs am 1. August 2026 im Stadtteil Vista Alegre in Nazca, Peru.
Foto: Mariajulia Vareman/AFP via Getty Images
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HEUTE4:26 Uhr
Trump: Neue Angriffe auf den Iran vorerst ausgesetzt
Die USA verzichten laut US-Präsident Donald Trump vorübergehend auf weitere Angriffe auf den Iran. Die USA seien vom Iran und von weiteren Ländern in der Region darum gebeten worden, weil sich eine neue Vereinbarung abzeichne, schrieb Trump auf Truth Social. Ein solcher Deal müsse aber schnell erzielt werden. Auch Israel verzichte vorerst auf Angriffe.
Russische Behörden: Drei Tote bei Explosion in Moskau
Bei einem Bombenanschlag in einem italienischen Restaurant am Kudrinskaja-Platz in Moskau sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. 21 weitere sind verletzt. Das Nationale Anti-Terror-Komitee teilte mit, dass eine Frau mit einem Sprengsatz das Restaurant betreten wollte. Die Explosion tötete demnach die Frau, den Sicherheitsmann und einen Besucher des Restaurants.
Trauer nach CSD-Anschlag am 28. Juli 2026. - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Eine Woche dem islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin deuten sich schnelle Gesetzesverschärfungen an.
„Ich bin davon überzeugt, dass der Bundesinnenminister und die Bundesjustizministerin in den nächsten Wochen – vermutlich noch im August – entsprechende Vorschläge unterbreiten werden“, sagte Unionsfraktionschef Thorsten Frei der „Bild am Sonntag“ mit Blick auf Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Justizministerin Stefanie Hubig (SPD).
„Wir haben in der Vergangenheit gezeigt, dass Beraten und Diskutieren nicht heißt, es auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu verschieben, sondern wir können sehr schnell agieren und auch umsetzen, wenn es notwendig ist, und das müssen wir auch“, sagte Frei.
In Berlin hatte ein dort geborener mutmaßlicher Islamist vor gut einer Woche mit einem Auto mehrere Menschen angefahren und weitere vermutlich mit einer Machete attackiert. Eine Frau aus Polen starb, 31 Menschen wurden verletzt.
Der zunächst flüchtige 21-Jährige wurde einen Tag danach von Polizisten gestellt und erschossen, als er sie nach Polizeiangaben angriff. Abdul B. war von der Polizei als sogenannter Gefährder eingestuft. Er war zu einer noch nicht rechtskräftigen Jugendstrafe verurteilt und auf freiem Fuß.
Vorschläge aus der Union
Innenminister Dobrindt hatte sich für einen verstärkten Einsatz elektronischer Fußfesseln und eine bundesweit einheitliche Regelung zur Präventivhaft für Gefährder ausgesprochen. Zudem nannte er die Anwendung des Jugendstrafrechts bei erwachsenen Gefährdern „inakzeptabel“.
„Gefährder besser kontrollieren“
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch zeigt sich offen für einen strengeren Umgang mit Gefährdern. „Es ist deutlich, dass wir mit dem Islamismus ein Problem haben“, sagte Miersch der Funke-Mediengruppe.
„Darum müssen wir aus meiner Sicht auch bei bestimmten Vereinen und Gruppen noch genauer hinschauen und Gefährder besser kontrollieren, auch wenn wir den Strafverfolgungsbehörden und Gerichten nicht für jeden Einzelfall den Umgang vorschreiben können.“
Er denke etwa an eine Präventivhaft für Gefährder, was aber in der Zuständigkeit der Länder liege, so Miersch. „Wir müssen gemeinsam mit den Bundesländern darüber sprechen, ob wir eine einheitliche Regelung und einen bundesgesetzlichen Rahmen finden, um Gefährder in Präventivhaft nehmen zu können.“ Auch zur elektronischen Fußfessel gebe es unterschiedliche Länderregeln, die bisher kaum genutzt würden.
Im konkreten Fall liege das eigentliche Versäumnis im fehlenden Informationsaustausch zwischen den Sicherheitsbehörden und der Justiz. Miersch: „Genau da müssen wir ansetzen. Und da erwarte ich Vorschläge des Innenministers.“
Umfrage zum Sicherheitsgefühl
Einer Umfrage zufolge hat das Sicherheitsgefühl bei rund vier von zehn Deutschen abgenommen. 38 Prozent der vom Meinungsforschungsinstitut Civey Befragten gaben an, dass ihr Sicherheitsgefühl seit dem Anschlag eindeutig oder eher abgenommen habe.
Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA für die „Bild am Sonntag“ ergab, dass jeder Zweite bei Innerer Sicherheit und Migration besonders großen Handlungsbedarf sieht.
Parade in Hamburg
Trotzdem demonstrierten am Samstag in Hamburg rund 300.000 Menschen für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Unter dem Motto „Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst!“ zog eine Parade von 60 Lastwagen als fahrende Bühnen von Firmen, Vereinen, Parteien und evangelischer Kirche durch die Innenstadt.
Im vergangenen Jahr waren etwa 260.000 Menschen gekommen. Paraden gab es auch in Bonn und weiteren Städten sowie im Ausland in Amsterdam, Stockholm und Brighton. (dpa/red)
Der Gwadar Hafen, eines der Hauptprojekte der Neuen Seidenstraße, in Pakistan. (Archivfoto) - Foto: Amelie Herenstein/AFP/Getty Images
In Kürze:
Der chinesische Bankensektor erlebt seit einem Jahr eine Säuberungswelle im Namen der Antikorruption.
Der jüngste Fall betrifft den ehemaligenPräsidenten der ChinaDevelopmentBank, Ouyang Weimin.
Laut Experten könnte die „Neue Seidenstraße” Pekings dadurch insWanken geraten.
Gegen den ehemaligen Präsidenten der China Development Bank (CDB), Ouyang Weimin, wurde eine Untersuchung eingeleitet. Er ist der jüngste Fall eines Bankfunktionärs in China, der im Zuge der einjährigen Antikorruptionskampagne ins Visier genommen wurde.
Laut Experten könnte ein zunehmendes Vorgehen gegen Korruption bei chinesischen Staatsbanken Pekings „Neue Seidenstraßen“-Projekt zum Scheitern bringen. Das würde die ohnehin schon trüben wirtschaftlichen Aussichten des Landes weiter verschärfen.
Die Zentrale Disziplinarkommission der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und die Nationale Aufsichtskommission Chinas gaben am 19. Juli bekannt, dass gegen Ouyang ermittelt wird.
Ihm werden „schwerwiegende disziplinarische und rechtliche Verstöße“ vorgeworfen, teilten die beiden wichtigsten Antikorruptionsbehörden Pekings mit. Sie gaben keine Einzelheiten zu seinen mutmaßlichen Straftaten bekannt.
Laut dem offiziellen Sprachrohr der KPCh, „People’s Daily Online“, arbeitete Ouyang von 1991 bis 2011 bei Chinas Zentralbank. Danach wurde er Vizegouverneur der südchinesischen Provinz Guangdong, bevor er 2019 zur CDB wechselte, wo er als Präsident und stellvertretender Parteisekretär tätig war. Diese Ämter bekleidete er bis 2023.
Laut der chinesischen Nachrichtenagentur „Xinhua“ ist die CDB ein zentraler Finanzier der Neuen Seidenstraße, auch Belt and Road Initiative (BRI) genannt, die im Wesentlichen ein Infrastruktur- und Investitionsbündnis ist, um die wirtschaftliche Dominanz des Westens herauszufordern.
Analysten wie die vom US-Thinktank Jamestown Foundation sehen die BRI jedoch als „Schuldenfalle“ für die teilnehmenden Länder.
Im vergangenen Jahr gerieten mehrere Führungskräfte der CDB ins Visier der Ermittler, darunter Wang Xuedong, ein ehemaliger leitender Experte, gegen den im Oktober ermittelt wurde, sowie Qin Mengzheng, ein ehemaliges Mitglied des Exekutivkomitees und leitender Experte, der im November aus der Partei ausgeschlossen wurde.
Wang Guo-chen, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Chung-Hua-Institut für Wirtschaftsforschung in Taiwan, sagte gegenüber Epoch Times, die umfassende Säuberungswelle unter den Führungskräften der CDB offenbare eine massive Krise im chinesischen Finanzsektor.
„Die Zahlungsausfälle bei Konsumkrediten in China haben Rekordhöhen erreicht und spiegeln das enorme Ausmaß der faulen Kredite des Landes wider“, so Wang.
„Pekings Vorgehen gegen Finanzbeamte scheint darauf abzuzielen, diese Zahlungsausfälle zu beheben, doch dieser Ansatz könnte weitere Instabilität auslösen.“
Wang zufolge zwingt die chinesische Führung Bankiers dazu, scheiternde Unternehmen über Wasser zu halten, nimmt sie aber ins Visier, wenn diese vorgeschriebenen Kredite unweigerlich ausfallen.
„Diese widersprüchlichen Anforderungen machen den chinesischen Finanzsektor zu einer Hochrisikobranche“, sagte er. „Politische Rivalen können diese Kreditunterlagen jederzeit als Waffe einsetzen, um Gegner auszuschalten.“
Thailändische Rettungskräfte während der Rettungsarbeiten am eingestürzten Gebäude des neuen thailändischen Rechnungshofs am 31. März 2025 in Bangkok.
Foto: Lauren DeCicca/Getty Images
Die Krise der Neuen Seidenstraße verschärft sich
Wang sagte, die mangelhafte Bauausführung im Rahmen der „Neuen Seidenstraße“ habe umfassendere Untersuchungen ausgelöst, in die letztlich auch Führungskräfte der CDB verwickelt wurden.
Ein Mangel, der durch das Erdbeben in Burma im Jahr 2025 unterstrichen wurde, als ein 30 Stockwerke hohes Gebäude als einziges Gebäude in Bangkok einstürzte, sei dadurch offenkundig geworden. „Peking hat vermutlich schwere Korruption aufgedeckt, was die laufenden Ermittlungen zu Auslandsinvestitionen und -projekten ausgelöst hat“, so Wang.
Das harte Vorgehen stehe laut Wang im Zusammenhang mit dem desolaten Zustand der chinesischen Wirtschaft und dem Versuch des Regimes, illegale Einkünfte zu beschlagnahmen.
„China kann es sich nicht länger leisten, Projekte zu finanzieren, die lediglich korrupte Funktionäre bereichern. Deshalb prüft es diese Vorhaben genau, um das Geld zurückzuholen, die Verluste einzudämmen und die Schäden zu begrenzen“, sagte er.
Das chinesische Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal nach offiziellen Angaben um 4,3 Prozent und blieb damit unter dem unteren Ende des von Peking für das Gesamtjahr angestrebten Ziels von 4,5 bis 5 Prozent. Dieses Ziel stellt bereits das schwächste seit Jahrzehnten dar.
Antonio Graceffo, Epoch-Times-Kolumnist und Autor von „Beyond the Belt and Road: China’s Global Economic Expansion“ (etwa auf Deutsch: Jenseits des Neuen Seidenstraßen-Projekts: Chinas globale wirtschaftliche Expansion), sagte der Epoch Times, dass die laufenden Antikorruptionskampagnen angesichts der bereits bestehenden Probleme mit den BRI-Krediten den Zusammenbruch des globalen Projekts nur beschleunigen würden.
„50 bis 70 Prozent der BRI-Projekte haben nie Einnahmen generiert, sodass die Kreditnehmer nicht in der Lage sind, sie zurückzuzahlen“, sagte Graceffo.
Ein hartes Durchgreifen verschärfe die Situation nur noch, sodass am Ende ein Land mit einer halbfertigen Autobahn oder einem halbfertigen Staudamm zurückbleibe.
Laut Graceffo werde das harte Vorgehen die bestehenden Probleme langfristig nur verschärfen. Die BRI werde weit hinter den von Peking behaupteten Erfolgen zurückbleiben und letztlich scheitern.
„Die BRI wird niemals in vernünftiger Weise realisiert werden“, sagte er. „China kann jederzeit Erfolge für sich beanspruchen, aber in Wirklichkeit ist das Geld im Grunde verschwendet.“
Die Belt and Road Initiative der KP Chinas: China in Rot, die Mitglieder der Asiatischen Infrastruktur-Investitionsbank in Orange. Die vorgeschlagenen Korridore in schwarz (Seidenstraße zu Lande) und blau (Seidenstraße zu Wasser).
Foto: CC BY-SA 4.0
Lahmende Wirtschaft
Laut Graceffo haben die zunehmenden Ermittlungen eine starke abschreckende Wirkung auf chinesische Finanzmanager und führen zu zusätzlicher politischer Unsicherheit, die letztendlich ausländisches Kapital aus China vertreibt.
„Wenn ausländische Investoren das Risiko in China bewerten, müssen sie nun wirklich berücksichtigen, dass dies ein weiteres Risiko darstellt“, so Graceffo.
„Es werden Kredite vergeben, die aber nicht zurückgefordert werden können, oder der Kreditnehmer wird verhaftet.“
Laut Angaben des chinesischen Handelsministeriums sanken die ausländischen Direktinvestitionen in China von Januar bis Mai 2026 im Vergleich zum gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr um 8,6 Prozent auf 327,29 Milliarden Yuan (42,15 Milliarden Euro).
Wang sagte, die anhaltenden Entlassungen würden die staatlichen Finanzverantwortlichen dazu veranlassen, Risiken zu vermeiden. Dies werde die Rolle des Bankensektors bei der Stützung des Wachstums weiter einschränken.
„Bankmanager dienen seit Langem als Sündenböcke für die staatlich verordnete Kreditvergabe – ein seit Jahren bestehendes Problem“, sagte er.
„Unter diesen Umständen werden die chinesischen Finanzinstitute die Forderungen Pekings nur minimal erfüllen, was zu einer düsteren Finanzlage führen wird.“
Wang fügte hinzu, dass der chinesische Staatschef Xi Jinping voraussichtlich auch nach dem für Ende 2027 geplanten 21. Parteitag Chinas an der Macht bleiben werde. Auf diesem Führungstreffen werden voraussichtlich wichtige Personalentscheidungen getroffen. Das sei ein schlechtes Omen für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.
„Da Xi voraussichtlich keinen Nachfolger benennen wird, bleiben die Aufstiegschancen für wichtige Bankmanager weiterhin gering, sodass sie wenig Anreiz haben, eine stärkere Fiskalpolitik voranzutreiben“, sagte Wang.
„Da diese Führungskräfte die Einhaltung der Vorschriften nur vortäuschen, wird die Wirksamkeit der chinesischen Konjunkturmaßnahmen untergraben.“
Die zunehmenden Forderungen des Regimes an die Banken würden laut Wang die allgemeinen wirtschaftlichen Aussichten des Landes beeinträchtigen.
„Dieser Teufelskreis wird akute Probleme in Chinas Geldpolitik, der Finanzlage und der gesamten Wirtschaft auslösen.“
1. August 2026: An der Seegrenze zwischen der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika und Marokko werden schwimmende Barrieren installiert. - Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
HEUTE11:05 Uhr
FC Bayern auf Asientour – begeisterter Empfang in Südkorea
Der FC Bayern München ist zur Asientour in Südkorea eingetroffen. Am Flughafen in Jeju wurden das Team und Kapitän Manuel Neuer begeistert begrüßt. In zwei Tagen spielt das Team gegen den koreanischen Club Jeju SK FC, danach in Hongkong im Rahmen des Audi Football Summit gegen den Europa-League-Sieger Aston Villa.
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KKH: Stressdiagnosen bei Berufstätigen auf Höchststand
Laut KKH-Analyse entfielen 2025 knapp 119 Krankheitstage je 100 Versicherte auf akute Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen. Im Vorjahr waren es 112 Tage, 2017 noch 66 Tage. Als Ursachen gelten Dauerstress und anhaltender mentaler Druck, wie ein zu hohes Arbeitspensum, ständige Überstunden, geringes Gehalt und Existenzängste, Konflikte mit Kollegen und Vorgesetzten.
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HEUTE9:58 Uhr
Waldbrand erreicht US-Großstadt – Tausende zur Evakuierung aufgefordert
Ein rasch wachsender Waldbrand hat die Großstadt Spokane im Nordwesten der USA erreicht und tausende Menschen zur Flucht gezwungen. Gouverneur Bob Ferguson rief den Notstand aus. Das Old-Trails-Feuer breitete sich bislang auf über 1.400 Hektar aus, Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet. Die Nationalgarde wurde mobilisiert.
Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hält mehr Fußfesseln bei terroristischen Gefährdern für möglich, auch wenn keine konkrete Anschlagsgefahr vorläge. Dazu müssten Tatsachen auf ein beträchtliches Terrorismusrisiko hindeuten. Längerer Präventivgewahrsam dürfte nach geltendem Verfassungsrecht aber ausscheiden. Änderungen im Jugendstrafrecht seien denkbar.
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HEUTE9:17 Uhr
Waldbrände in Griechenland – 13 Menschen festgenommen, 3 Feuerwehrleute tot
50 Kilometer westlich von Athen bekämpfen über 500 Feuerwehrleute einen großflächigen Waldbrand am Kithairon-Gebirge vor Ort. Starke Winde treiben das Feuer in Richtung der Stadt Megara. Laut Feuerwehr wurden bislang landesweit 13 Menschen wegen fahrlässiger Brandstiftung festgenommen, landesweit wurden mehr als 12.000 Hektar zerstört. Drei Feuerwehrleute kamen ums Leben, zwei auf Kreta und einer auf der Halbinsel Peloponnes.
Westlich von Athen brennt es weiterhin.
Foto: Michael Varaklas/AP/dpa
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HEUTE9:10 Uhr
Spaniens Liga-Boss fordert Rücktritt von Infantino
Spaniens Liga-Chef Javier Tebas fordert den Rücktritt von FIFA-Präsident Gianni Infantino. Nach massiver Kritik gab dieser zuvor seinen Plan auf, Anteile an den kommerziellen FIFA-Rechten an private Investoren zu verkaufen. Infantino, der sich im März 2027 in Rabat (Marokko) erneut für vier Jahre zum FIFA-Boss wählen lassen will, wird weiterhin von einigen Staaten unterstützt.
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HEUTE8:53 Uhr
Niedriger Donau-Pegelstand: Ungarn schaltet sein KKW ab
Wegen weiter sinkender Donaupegel wird Ungarns Kernkraftwerk in Paks am 3. August erstmals seit 44 Jahren vollständig abgeschaltet. In der Nacht zum 2. August wurde bereits einer der letzten beiden Reaktoren heruntergefahren, die Leistung des Kraftwerks sank auf 240 Megawatt. Das KKW deckt 40 Prozent des ungarischen Strombedarfs.
Das Kernkraftwerk Paks in Ungarn am 31. Juli 2026 mit seiner Wasserentnahmestelle und dem Kaltwasserkanal an der Donau.
Foto: Attila Kisbenedek / AFP via Getty Images
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HEUTE8:42 Uhr
Vor Ceuta: Seebarrieren installiert
An der Seegrenze zwischen der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika und Marokko wurden eine 500 Meter lange schwimmende Barrieren sowie Bojenketten installiert. Damit will Spanien eine Gesetzeslücke schließen. Laut dem Obersten Gerichtshof ist eine sofortige Zurückweisung von Migranten nur dann zulässig, wenn ein Zaun oder eine andere Sperre überwunden werden muss. Heute seien bisher keine Versuche zu beobachten, über das Meer nach Ceuta zu gelangen.
„The Sopranos“: Vincent Pastore mit 80 Jahren gestorben
US-Schauspieler Vincent Pastore (Mafia-Kult-Serie „The Sopranos“) ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Pastore kam 1946 in New York auf die Welt, er stammte aus einer US-italienischen Familie. Er war Soldat bei der US-Marine und Nachtclub-Besitzer, bevor er Schauspieler wurde. In „The Sopranos“ spielte er einen Mafioso, der Informant für die US-Bundespolizei FBI wird.
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HEUTE8:19 Uhr
Kolumbien: 14 Verletzte bei Sprengstoffanschlag auf Polizeiwache
Sechs Tage vor der Vereidigung des neuen kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella wurden bei einem Lkw-Sprengstoffanschlag mindestens 14 Menschen verletzt. Dieser detonierte vor einer Polizeiwache in der Stadt Cucutá. Die Regierung machte die Guerrilla-Gruppe ELN verantwortlich und setzte mehr als 56.000 Euro für Hinweise zur Ergreifung der Täter aus.
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HEUTE7:49 Uhr
Moskau meldet 635 abgefangene Drohnen aus der Ukraine
In mehr als einem Dutzend Regionen haben die russischen Streitkräfte in der Nacht 635 ukrainische Drohnen „abgefangen und zerstört“, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Behörden in der Region Saratow im Südwesten Russlands meldeten, dass bei einem ukrainischen Drohnenangriff zwei Menschen getötet worden seien. Die Region liegt über 700 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.
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HEUTE7:02 Uhr
EU-Dringlichkeitssitzung zum Streit um Migrationskrise in Ceuta
Die Krise in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika führt zu einem schwerem Streit in der EU, für den 4. August ist eine Dringlichkeitssitzung angesetzt. 22 EU-Staaten kritisieren Spaniens Migrationspolitik – Spaniens sozialistischer Regierungschef Pedro Sánchez spricht von einer „egoistischen“ und „rechtswidrigen“ Reaktion. Wadephul fordert absolute Priorität des Grenzschutz, Klingbeil Solidarität mit Spanien.
Die FDP erreichte in der aktuelle INSA-Umfrage erstmals seit anderthalb Jahren wieder die Fünf-Prozent-Hürde. Im „Sonntagstrend“ klettern die Liberalen um einen Punkt auf fünf Prozent. Unverändert bleiben: AfD mit 28 Prozent, CDU/CSU bei 21 Prozent, Grüne mit 14 Prozent, SPD mit 12 Prozent und Linke mit 11 Prozent. Das BSW erreichte 4 Prozent.
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HEUTE5:40 Uhr
Zwei Deutsche starben – Absturz von Kleinflugzeug in Peru
Beim Absturz eines Kleinflugzeugs von AeroDiana sind in Peru 13 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch zwei Deutsche. Die Cessna Caravan C-208 stürzte kurz nach dem Start zu einen Rundflug über die Nazca-Linien ab. Das Verkehrsministeriums bestätigte den Tod von sieben Italienern, zwei Deutschen und zwei Spaniern. Die Opfer waren zwischen 24 und 78 Jahre alt.
Das Wrack des Kleinflugzeugs am 1. August 2026 im Stadtteil Vista Alegre in Nazca, Peru.
Foto: Mariajulia Vareman/AFP via Getty Images
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HEUTE4:26 Uhr
Trump: Neue Angriffe auf den Iran vorerst ausgesetzt
Die USA verzichten laut US-Präsident Donald Trump vorübergehend auf weitere Angriffe auf den Iran. Die USA seien vom Iran und von weiteren Ländern in der Region darum gebeten worden, weil sich eine neue Vereinbarung abzeichne, schrieb Trump auf Truth Social. Ein solcher Deal müsse aber schnell erzielt werden. Auch Israel verzichte vorerst auf Angriffe.
Russische Behörden: Drei Tote bei Explosion in Moskau
Bei einem Bombenanschlag in einem italienischen Restaurant am Kudrinskaja-Platz in Moskau sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. 21 weitere sind verletzt. Das Nationale Anti-Terror-Komitee teilte mit, dass eine Frau mit einem Sprengsatz das Restaurant betreten wollte. Die Explosion tötete demnach die Frau, den Sicherheitsmann und einen Besucher des Restaurants.
1. August 2026: An der Seegrenze zwischen der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika und Marokko werden schwimmende Barrieren installiert. - Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
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Niedriger Donau-Pegelstand: Ungarn schaltet sein KKW ab
Wegen weiter sinkender Donaupegel wird Ungarns Kernkraftwerk in Paks am 3. August erstmals seit 44 Jahren vollständig abgeschaltet. In der Nacht zum 2. August wurde bereits einer der letzten beiden Reaktoren heruntergefahren, die Leistung des Kraftwerks sank auf 240 Megawatt. Das KKW deckt 40 Prozent des ungarischen Strombedarfs.
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Vor Ceuta: Seebarrieren installiert
An der Seegrenze zwischen der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika und Marokko sind schwimmende Barrieren installiert wurden. Sie sollen weitere illegale Migrationsbewegungen erschweren.
„The Sopranos“: Vincent Pastore mit 80 Jahren gestorben
US-Schauspieler Vincent Pastore (Mafia-Kult-Serie „The Sopranos“) ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Pastore kam 1946 in New York auf die Welt, er stammte aus einer US-italienischen Familie. Er war Soldat bei der US-Marine und Nachtclub-Besitzer, bevor er Schauspieler wurde. In „The Sopranos“ spielte er einen Mafioso, der Informant für die US-Bundespolizei FBI wird.
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Kolumbien: 14 Verletzte bei Sprengstoffanschlag auf Polizeiwache
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Moskau meldet 635 abgefangene Drohnen aus der Ukraine
In mehr als einem Dutzend Regionen haben die russischen Streitkräfte in der Nacht 635 ukrainische Drohnen „abgefangen und zerstört“, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Behörden in der Region Saratow im Südwesten Russlands meldeten, dass bei einem ukrainischen Drohnenangriff zwei Menschen getötet worden seien. Die Region liegt über 700 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.
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EU-Dringlichkeitssitzung zum Streit um Migrationskrise in Ceuta
Die Krise in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika führt zu einem schwerem Streit in der EU, für den 4. August ist eine Dringlichkeitssitzung angesetzt. 22 EU-Staaten kritisieren Spaniens Migrationspolitik – Spaniens sozialistischer Regierungschef Pedro Sánchez spricht von einer „egoistischen“ und „rechtswidrigen“ Reaktion. Wadephul fordert absolute Priorität des Grenzschutz, Klingbeil Solidarität mit Spanien.
Die FDP erreichte in der aktuelle INSA-Umfrage erstmals seit anderthalb Jahren wieder die Fünf-Prozent-Hürde. Im „Sonntagstrend“ klettern die Liberalen um einen Punkt auf fünf Prozent. Unverändert bleiben: AfD mit 28 Prozent, CDU/CSU bei 21 Prozent, Grüne mit 14 Prozent, SPD mit 12 Prozent und Linke mit 11 Prozent. Das BSW erreichte 4 Prozent.
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Zwei Deutsche starben – Absturz von Kleinflugzeug in Peru
Beim Absturz eines Kleinflugzeugs von AeroDiana sind in Peru 13 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch zwei Deutsche. Die Cessna Caravan C-208 stürzte kurz nach dem Start zu einen Rundflug über die Nazca-Linien ab. Das Verkehrsministeriums bestätigte den Tod von sieben Italienern, zwei Deutschen und zwei Spaniern. Die Opfer waren zwischen 24 und 78 Jahre alt.
Trump: Neue Angriffe auf den Iran vorerst ausgesetzt
Die USA verzichten laut US-Präsident Donald Trump vorübergehend auf weitere Angriffe auf den Iran. Die USA seien vom Iran und von weiteren Ländern in der Region darum gebeten worden, weil sich eine neue Vereinbarung abzeichne, schrieb Trump auf Truth Social. Ein solcher Deal müsse aber schnell erzielt werden. Auch Israel verzichte vorerst auf Angriffe.
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HEUTE2:44 Uhr
Russische Behörden: Drei Tote bei Explosion in Moskau
Bei einem Bombenanschlag in einem italienischen Restaurant am Kudrinskaja-Platz in Moskau sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. 21 weitere sind verletzt. Das Nationale Anti-Terror-Komitee teilte mit, dass eine Frau mit einem Sprengsatz das Restaurant betreten wollte. Die Explosion tötete demnach die Frau, den Sicherheitsmann und einen Besucher des Restaurants.
Mahjong Spielübersicht. - Foto: Illustration The Epoch Times, Shutterstock
Während viele Menschen im Alter mit Einsamkeit und einem kleiner werdenden sozialen Umfeld kämpfen, entsteht in den USA eine ungewöhnliche Gemeinschaft rund um ein jahrhundertealtes Spiel aus China: Mahjong. In einem Vorort von Memphis treffen sich Frauen regelmäßig zum gemeinsamen Spielen, Lachen und Austauschen – nicht nur wegen der Spielsteine, sondern vor allem wegen der Verbindung untereinander.
Es ist ein Donnerstagnachmittag in einem Barbecue-Restaurant. Dutzende Frauen sitzen an Tischen, vor sich Reihen kleiner Spielsteine, und legen konzentriert Muster. Sie lachen, sprechen miteinander und bleiben ständig in Bewegung. „Lunch and Play“ nennt die Gruppe MahJ Squad 901 dieses gemeinsame Ritual.
Gegründet wurde die Gemeinschaft von den Schwestern Patricia Ford und Sandy Sissom kurz nach der Corona-Pandemie in der Nähe von Memphis. „Wir haben einfach angefangen zu spielen, und die Runde wurde immer größer und größer“, sagt Sissom. Heute bringen sie Mahjong auch anderen Menschen in der gesamten Region Mid-South näher.
Der Anstoß dafür kam aus einer persönlichen Erfahrung innerhalb der eigenen Familie. Die Schwestern beobachteten, wie ihre Mutter im Alter immer mehr Freunde verlor. „Wenn man älter wird, wird der Kreis kleiner“, sagt Sissom. Deshalb wollten sie eine Gemeinschaft schaffen, die groß und vielfältig genug ist, damit niemand das Gefühl hat, am Ende allein zurückzubleiben.
Mahjong ist dabei weniger das eigentliche Ziel als vielmehr das verbindende Element. Das Spiel schafft einen festen Anlass für regelmäßige Treffen, gemeinsame Erlebnisse und neue soziale Kontakte.
Mahjong – ausgesprochen etwa „Ma-dschong“ – entstand im China des 19. Jahrhunderts, vermutlich in der Region um Ningbo und Shanghai gegen Ende der Qing-Dynastie. Der Name bedeutet wörtlich „Sperling“. Einer verbreiteten Erklärung zufolge geht die Bezeichnung auf das Geräusch der Spielsteine beim Mischen zurück, das an das Klappern und Zwitschern einer aufgescheuchten Spatzenschar erinnert.
Mitglieder des MAHJ Squad 901 spielen Mahjong in einem Gemischtwarenladen in Memphis, Tennessee. Die Gruppe wurde von zwei Schwestern nach der COVID-19-Pandemie gegründet, um soziale Kontakte zu etablieren.
Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Patricia Ford, Jacki Thrapp/The Epoch Times
In Memphis wird allerdings nicht die klassische chinesische Variante gespielt, sondern American Mah Jongg, eine im 20. Jahrhundert in den USA entwickelte Form des Spiels. Sie unterscheidet sich unter anderem durch zusätzliche Jokersteine und eine jährlich wechselnde Spielkarte, auf der die gültigen Gewinnkombinationen festgelegt sind. Gespielt wird in der Regel zu viert. Ziel ist es, eine Hand aus 14 Steinen zusammenzustellen, die exakt einer der vorgegebenen Kombinationen auf der Karte entspricht.
Was zunächst einfach klingt, erfordert viel Übung und Konzentration. Da die Karte jedes Frühjahr erneuert wird, können sich die Spielerinnen nicht dauerhaft auf einmal gelernte Muster verlassen. Mit jeder neuen Saison müssen sie neue Kombinationen verstehen, Strategien anpassen und sich wieder auf die veränderten Regeln einstellen.
Ordnung aus dem Chaos
Am Anfang jeder Partie steht der sogenannte „Charleston“: Dabei geben die Spielerinnen reihum nicht benötigte Steine weiter – drei nach rechts, drei an die gegenüberliegende Spielerin und drei nach links. Dieses kreisförmige Tauschen dient dazu, die eigene Hand zu ordnen und erste Strategien zu entwickeln, bevor der eigentliche Wettkampf mit Ziehen und Ablegen der Steine beginnt.
Wer als Erste eine gültige Kombination vervollständigt, ruft „Mahjong“ und gewinnt die Runde. Spielerinnen vergleichen das Spiel häufig mit einer Mischung aus Schach, Bridge und Rommé – kombiniert mit der sozialen Atmosphäre eines regelmäßigen Treffens, bei dem Strategie, Austausch und Geselligkeit zusammenkommen.
Die Schauspielerin Julia Roberts, die Mahjong bereits lange vor dem aktuellen Trend für sich entdeckte, beschrieb den Reiz des Spiels einmal als den Versuch, aus zufällig gezogenen Steinen Ordnung zu schaffen. Da sich die Spielsituation mit jedem Zug verändert, erfordert jede Runde neue Entscheidungen, Anpassungsfähigkeit und Konzentration.
Mahjong-Spielerinnen in einem Restaurant in Memphis, Tennesse, am 19.Juni 2026.
Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Patricia Ford, Jacki Thrapp/The Epoch Times
Mahjong hat Amerika schon einmal erobert
Dass ausgerechnet Mahjong diese Rolle übernimmt, ist in den USA nicht neu. Als das Spiel in den 1920er-Jahren nach Amerika gelangte, löste es eine landesweite Begeisterung aus, die den heutigen Aufschwung noch deutlich übertraf.
Joseph Park Babcock, ein Vertreter des Ölkonzerns Standard Oil, gehörte zu den Personen, die Mahjong in den Vereinigten Staaten populär machten. Er vereinfachte die Regeln für amerikanische Spieler und trug dazu bei, dass das Spiel schnell in wohlhabenden Gesellschaftskreisen Fuß fasste. Selbst im Weißen Haus spielten Präsident Warren G. Harding und seine Frau Mahjong.
Auch in Hollywood fand das Spiel Anhänger. Berichten zufolge gehörten Stummfilmstars wie Mildred Davis und Bessie Love zu den begeisterten Spielerinnen. In Los Angeles veranstaltete ein Gastronom für seine prominenten Gäste sogar eigene „Mahjong-Tees“, für die sie zeitgenössischen Berichten zufolge teilweise ihre Studioverpflichtungen unterbrachen.
Der Import nahm bald enorme Ausmaße an. Im Jahr 1923 waren Mahjong-Sets aus Shanghai das sechstgrößte Exportgut der Stadt in die Vereinigten Staaten. Die Nachfrage war so hoch, dass sogar Rinderknochen aus Kansas und Chicago nach China geliefert wurden, um daraus Spielsteine für den amerikanischen Markt herzustellen.
Der Revenue Act von 1924 belegte Mahjong-Sets mit einer zehnprozentigen Steuer. Diese Maßnahme sorgte für Unmut in der Branche. Die Bostoner Spielefirma Hillson legte sogar eine Petition dagegen ein – jedoch ohne Erfolg.
Doch die große Mahjong-Welle verschwand fast so schnell, wie sie entstanden war. Mit dem Börsencrash von 1929 und der folgenden Weltwirtschaftskrise verlor das Spiel seinen Status als gesellschaftliches Symbol der Wohlhabenden. Teure Spielsets und aufwendige Mahjong-Abende passten nicht mehr in eine Zeit wirtschaftlicher Unsicherheit.
Mahjong verschwand jedoch nie vollständig. Es überlebte in kleineren Gemeinschaften, besonders unter jüdischen Frauen in New York. Dort wurde es nicht als vorübergehender Trend, sondern als soziales Ritual über Generationen hinweg weitergegeben. Man traf sich regelmäßig, spielte gemeinsam, tauschte sich aus und pflegte Freundschaften.
Die Rückkehr
Nach der Corona-Pandemie nahm die Begeisterung für Mahjong erneut zu. Gruppen wie jene in Memphis trafen offenbar ein Bedürfnis vieler Frauen, ihre sozialen Kontakte wieder auszubauen und regelmäßige persönliche Begegnungen zurück in ihren Alltag zu holen.
Im April 2026 ermittelte die Spieleplattform Bam Good Time anhand öffentlicher Verzeichnisse 1.026 Mahjong-Clubs in den gesamten Vereinigten Staaten. Private Spielrunden und kleinere Gruppen dürften in dieser Zahl allerdings nicht vollständig erfasst sein.
Neben dem sozialen Aspekt bietet Mahjong auch eine geistige Herausforderung. Eine im Jahr 2020 veröffentlichte Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass ältere Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung nach zwölf Wochen regelmäßigem Mahjong-Spielen bei Tests zu exekutiven Funktionen bessere Ergebnisse erzielten als eine Vergleichsgruppe.
Mit der wachsenden Popularität entdecken auch Händler und Luxusmarken das Potenzial des Spiels. Marken wie Tiffany & Co., Prada und Coach bieten eigene Mahjong-Sets an. Hermès verkaufte beispielsweise Sets aus Palisanderholz und Kalbsleder für 42.000 US-Dollar. Louis Vuitton bietet ein handgefertigtes „Vanity Mahjong“-Set aus Corian und Holz für rund 63.000 US-Dollar an, das ausschließlich über einen Concierge-Service erhältlich ist.
Für die Freude am Spiel ist solcher Luxus jedoch nicht notwendig. Ein ansprechendes Set für vier Personen ist in den USA bereits ab etwa 50 US-Dollar und in Deutschland ab etwa 40 Euro erhältlich. Der eigentliche Wert von Mahjong liegt ohnehin weniger im Material der Steine als in der Regelmäßigkeit, mit der Menschen zusammenkommen.
„Es ist nicht nur etwas für alte Damen“, sagt Sissom und lacht. „Wir bringen es vielen jungen Frauen bei.“
Jüngere Spielerinnen lernen die Regeln von erfahrenen Mahjong-Spielerinnen, neue Teilnehmerinnen kommen hinzu – und aus einem einfachen Treffen an einem Donnerstagnachmittag entsteht allmählich ein festes Ritual.
Auch in Deutschland gibt es Freunde des chinesischen Gesellschaftsspiels Mahjong (oder auch Mah-Jongg geschrieben).
Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Mahjong in Deutschland
Viele Menschen in Deutschland verbinden mit Mahjong vor allem ein Computerspiel, bei dem gleiche Steine paarweise vom Bildschirm entfernt werden. Mit dem traditionellen Mahjong, das von vier Personen mit Spielsteinen gespielt wird, hat diese digitale Variante jedoch nur wenig gemeinsam.
In Deutschland ist Mahjong bislang vor allem durch Vereine, Regionalgruppen und den Turnierbetrieb sichtbar. Seit 2002 gibt es die Deutsche Mah-Jongg Liga, die neue Spielrunden fördern und verschiedene Spielvarianten vermitteln möchte. Eine mit den USA vergleichbare Welle gemeinschaftlicher Mahjong-Treffen ist derzeit zwar nicht erkennbar, aber auch nicht ausgeschlossen – denn private Spielrunden erscheinen in keiner offiziellen Statistik.
Ob die neue amerikanische Begeisterung für Mahjong auch nach Deutschland überspringt, bleibt abzuwarten. Gesellschaftsspiele erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit, und für eine Partie braucht es nicht viel: vier Spieler, einen Satz Steine und die Bereitschaft, einige Stunden gemeinsam ohne Bildschirm zu verbringen.
In East Memphis wird derweil weiter gemischt, getauscht und überlegt. Aus den Steinen entstehen neue Kombinationen – und aus einzelnen Spielerinnen wächst eine Gemeinschaft.
An der Seegrenze zwischen der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika und Marokko sind schwimmende Barrieren installiert wurden – das Bild wurde am 1. August 2026 vom Stadtrand der marokkanischen Stadt Fnideq im Norden Marokkos aus aufgenommen. - Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
Die Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika hat zu schwerem Streit in der EU geführt. Die EU-Innenminister werden sich am Dienstag in einer Dringlichkeitssitzung mit den „Entwicklungen in Ceuta“ befassen, wie die irische EU-Ratspräsidentschaft im Onlinedienst X ankündigte.
Während mehrere EU-Mitgliedstaaten die spanische Regierung kritisierten, warf Spaniens sozialistischer Regierungschef Pedro Sánchez einigen EU-Ländern eine „egoistische“ und „rechtswidrige“ Reaktion vor.
Spitzen gegen spanische Regierung
Die Dringlichkeitssitzung der EU-Innenminister wurde auf der einen Seite von Sánchez, auf der anderen Seite von den Staats- und -Regierungschefs von 22 der 27 EU-Mitglieder gefordert. In einem gemeinsamen Schreiben der 22 Staats- und -Regierungschefs hieß es, die jüngsten Geschehnisse in der an Marokko angrenzenden spanischen Exklave Ceuta erforderten eine „unverzügliche und koordinierte europäische Antwort“.
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Spanische Sicherheitskräfte eskortieren Migranten am 1. August 2026 an der Grenze zwischen Ceuta und Marokko in der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika.
Foto: Henry Nicholls / AFP via Getty Images
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1. August 2026: An der Seegrenze werden schwimmende Barrieren installiert.
Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
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Spanische Soldaten bewachen Migranten in Ceuta, bevor sie zurück eskortiert werden.
Foto: Jorge Guerrero/AFP via Getty Images
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Am 1. August 2026 überqueren Migranten den Grenzübergang zwischen Ceuta und Marokko in Ceuta.
Foto: Henry Nicholls/AFP via Getty Images
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Marokkanische Sicherheitskräfte geraten am 31. Juli 2026 in der Nähe der Stadt Fnideq an der marokkanisch-spanischen Grenze mit Migranten aneinander, die versuchen, illegal die Grenze zu übertreten.
Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
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Am 31. Juli 2026: Wasserwerfer im Einsatz auf marokkanischer Seite.
Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
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Migranten am 1. August 2026 entlang der Küste in der Nähe des Grenzzauns – aufgenommen aus Ceuta.
Foto: Henry Nicholls/AFP via Getty Images
Es dürfe nicht zugelassen werden, „dass massenhafte und unkontrollierte Grenzübertritte, die Instrumentalisierung von Migration oder andere hybride Bedrohungen den Eindruck erwecken, es sei möglich, illegal in die Europäische Union einzureisen“.
Zudem dürfe nicht zugelassen werden, „dass eine illegale Einreise anschließend in einen legalen Aufenthalt übergehen kann“, hieß es in dem Schreiben, das auch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unterzeichnet war. Dies kann als Spitze gegen die spanische Regierung verstanden werden, die im Frühjahr damit begonnen hatte, hunderttausenden irregulär Eingereisten eine Aufenthaltsgenehmigung zu erteilen.
Initiiert wurde der Brief von der italienischen Ministerpräsidentin Georgia Meloni und ihrer dänischen Kollegin Mette Frederiksen. Auch die Regierungen von Ungarn, Schweden und Polen zählten zu den Unterzeichnern, nicht jedoch die von Spaniens Nachbarländer Frankreich und Portugal.
Meloni fordert Aussetzen der Schengen-Regeln mit Spanien
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßte den Vorstoß. Es müsse ein Prozess eingeleitet werden, „um unsere europäische Widerstandsfähigkeit zu stärken“, erklärte sie. Zugleich verwies die Kommissionspräsidentin ebenso wie die spanische Regierung darauf, dass „keine einzige Person das spanische Festland oder den übrigen Teil der EU erreicht hat“.
Meloni schrieb im Onlinedienst X, die von Italien vertretene Linie werde „von einer immer größeren Zahl“ europäischer Länder geteilt.
Am 30. Juli hatte Meloni ein Aussetzen der Schengen-Regeln mit Spanien ins Gespräch gebracht. Unterstützung erhielt sie von Finnland und Dänemark. Italien führte schließlich für zunächst einen Monat wieder Kontrollen im Flug- und Schiffsverkehr mit Spanien ein.
Sánchez warnt vor egoistischer Reaktion der EU
Madrid bezeichnete Drohungen anderer Länder mit einem Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum als „demagogisch“. Von der Nachrichtenagentur AFP befragte Juristen erklärten, eine solche Maßnahme sei nach geltendem EU-Recht nicht möglich. Für Ceuta gilt die Freizügigkeit des sonstigen Schengen-Raums nicht.
Spaniens Regierungschef Sánchez forderte seinerseits angesichts der europäischen Kritik am Umgang seines Landes mit der Krise in Ceuta eine Sondersitzung der EU-Innenminister.
In einem Brief an die Spitzen der europäischen Institutionen schrieb der Sozialist, „im gegenwärtigen internationalen Kontext“ könne sich die EU eine „egoistische, spaltende und rechtswidrige Reaktion“ nicht leisten. Die spanische Linksregierung fährt in der Migrationspolitik einen liberalen Kurs.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) rief die EU-Kommission dazu auf, dem Schutz der Außengrenzen absolute Priorität einzuräumen. „Die Lage in Ceuta in den vergangenen Tagen war ein absoluter Stresstest, den wir bestanden haben“, sagte Wadephul der „Bild am Sonntag“. „Die Situation hat gerade auch die Anfälligkeit Europas gezeigt.“
„Ich erwarte daher, dass die EU-Kommission dem Schutz der Außengrenzen absolute Priorität einräumt, um das Schengen-System offener EU-Binnengrenzen nicht weiter zu gefährden“, sagte der Außenminister. Die Krise zeige auch wie wichtig es sei, „gemeinsam schnell gegen Falschinformationen vorzugehen, die Menschenleben gefährden und die tragischerweise auch dutzende Menschenleben in und um Ceuta gefordert haben“.
Wadephul betonte in der „Bild am Sonntag“, dass eine effektive Migrationspolitik nicht ohne Drittstaaten funktioniere. „Um illegale Migration zu kontrollieren brauchen wir Partner außerhalb Europas, wie in diesem Fall Marokko. Spanien und Marokko haben es gemeinsam geschafft, diese Krise, die auch in Europa logischerweise größte Sorgen ausgelöst hat, schnell zu lösen. Das begrüße ich sehr.“
Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil forderte Solidarität mit Spanien. Ceuta sei „Ziel einer offenbar gesteuerten Migrationsbewegung“ geworden, erklärte Klingbeil am Samstag in Berlin. Die Menschen seien instrumentalisiert worden „in dem Versuch, Europa zu spalten“. Deshalb stehe „die Geschlossenheit Europas und die Solidarität mit Spanien jetzt an erster Stelle“.
Er forderte, genau zu klären, „was zu dieser Bewegung geführt hat und wer dafür verantwortlich war“. Zudem verwies der SPD-Chef darauf, dass viele Kritiker Spaniens bewusst ignorierten, „dass von Ceuta aus keine Einreise ohne Grenzkontrollen auf das europäische Festland möglich ist“.
60.000 Menschen stürmten Ceuta – Sánchez macht „Schleusermafia“ verantwortlich
Auslöser des Streits war die Ankunft zehntausender Migranten in Ceuta. Im Verlauf der Woche waren bis zu 60.000 Menschen von Marokko auf dem Land- oder Seeweg in das Gebiet gekommen, wie der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska vor Ort sagte.
Es gab chaotische Szenen, mindestens 67 Migranten kamen nach Angaben der spanischen Regierung auf dem Weg nach Ceuta ums Leben. Nach Angaben des spanischen Innenministeriums kehrte mittlerweile „fast die Gesamtheit“ der angekommenen Migranten nach Marokko zurück.
Reporter der Nachrichtenagentur AFP sahen, wie weitere zumeist junge Migranten am Samstagmorgen unter Beobachtung der Sicherheitskräfte die Grenze nach Marokko überquerten. Laut dem spanischen Innenministerium wurde im Meer vor Ceuta eine etwa 500 Meter lange schwimmende Barriere ausgelegt.
Was genau den Ansturm der Migranten auslöste, war weiterhin unklar. Die marokkanischen Behörden gaben keine offizielle Erklärung dazu ab. Sánchez machte von der „Schleusermafia“ verbreitete Gerüchte über eine angeblich geöffnete Grenze für die Geschehnisse verantwortlich. (afp/dpa/red)
An der Seegrenze zwischen der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika und Marokko sind schwimmende Barrieren installiert wurden – das Bild wurde am 1. August 2026 vom Stadtrand der marokkanischen Stadt Fnideq im Norden Marokkos aus aufgenommen. - Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
Die Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika hat zu schwerem Streit in der EU geführt. Die EU-Innenminister werden sich am Dienstag in einer Dringlichkeitssitzung mit den „Entwicklungen in Ceuta“ befassen, wie die irische EU-Ratspräsidentschaft im Onlinedienst X ankündigte.
Während mehrere EU-Mitgliedstaaten die spanische Regierung kritisierten, warf Spaniens sozialistischer Regierungschef Pedro Sánchez einigen EU-Ländern eine „egoistische“ und „rechtswidrige“ Reaktion vor.
Spitzen gegen spanische Regierung
Die Dringlichkeitssitzung der EU-Innenminister wurde auf der einen Seite von Sánchez, auf der anderen Seite von den Staats- und -Regierungschefs von 22 der 27 EU-Mitglieder gefordert. In einem gemeinsamen Schreiben der 22 Staats- und -Regierungschefs hieß es, die jüngsten Geschehnisse in der an Marokko angrenzenden spanischen Exklave Ceuta erforderten eine „unverzügliche und koordinierte europäische Antwort“.
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Spanische Sicherheitskräfte eskortieren Migranten am 1. August 2026 an der Grenze zwischen Ceuta und Marokko in der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika.
Foto: Henry Nicholls / AFP via Getty Images
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Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
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Spanische Soldaten bewachen Migranten in Ceuta, bevor sie zurück eskortiert werden.
Foto: Jorge Guerrero/AFP via Getty Images
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Am 1. August 2026 überqueren Migranten den Grenzübergang zwischen Ceuta und Marokko in Ceuta.
Foto: Henry Nicholls/AFP via Getty Images
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Marokkanische Sicherheitskräfte geraten am 31. Juli 2026 in der Nähe der Stadt Fnideq an der marokkanisch-spanischen Grenze mit Migranten aneinander, die versuchen, illegal die Grenze zu übertreten.
Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
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Am 31. Juli 2026: Wasserwerfer im Einsatz auf marokkanischer Seite.
Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
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Migranten am 1. August 2026 entlang der Küste in der Nähe des Grenzzauns – aufgenommen aus Ceuta.
Foto: Henry Nicholls/AFP via Getty Images
Es dürfe nicht zugelassen werden, „dass massenhafte und unkontrollierte Grenzübertritte, die Instrumentalisierung von Migration oder andere hybride Bedrohungen den Eindruck erwecken, es sei möglich, illegal in die Europäische Union einzureisen“.
Zudem dürfe nicht zugelassen werden, „dass eine illegale Einreise anschließend in einen legalen Aufenthalt übergehen kann“, hieß es in dem Schreiben, das auch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unterzeichnet war. Dies kann als Spitze gegen die spanische Regierung verstanden werden, die im Frühjahr damit begonnen hatte, hunderttausenden irregulär Eingereisten eine Aufenthaltsgenehmigung zu erteilen.
Initiiert wurde der Brief von der italienischen Ministerpräsidentin Georgia Meloni und ihrer dänischen Kollegin Mette Frederiksen. Auch die Regierungen von Ungarn, Schweden und Polen zählten zu den Unterzeichnern, nicht jedoch die von Spaniens Nachbarländer Frankreich und Portugal.
Meloni fordert Aussetzen der Schengen-Regeln mit Spanien
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßte den Vorstoß. Es müsse ein Prozess eingeleitet werden, „um unsere europäische Widerstandsfähigkeit zu stärken“, erklärte sie. Zugleich verwies die Kommissionspräsidentin ebenso wie die spanische Regierung darauf, dass „keine einzige Person das spanische Festland oder den übrigen Teil der EU erreicht hat“.
Meloni schrieb im Onlinedienst X, die von Italien vertretene Linie werde „von einer immer größeren Zahl“ europäischer Länder geteilt.
Am 30. Juli hatte Meloni ein Aussetzen der Schengen-Regeln mit Spanien ins Gespräch gebracht. Unterstützung erhielt sie von Finnland und Dänemark. Italien führte schließlich für zunächst einen Monat wieder Kontrollen im Flug- und Schiffsverkehr mit Spanien ein.
Sánchez warnt vor egoistischer Reaktion der EU
Madrid bezeichnete Drohungen anderer Länder mit einem Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum als „demagogisch“. Von der Nachrichtenagentur AFP befragte Juristen erklärten, eine solche Maßnahme sei nach geltendem EU-Recht nicht möglich. Für Ceuta gilt die Freizügigkeit des sonstigen Schengen-Raums nicht.
Spaniens Regierungschef Sánchez forderte seinerseits angesichts der europäischen Kritik am Umgang seines Landes mit der Krise in Ceuta eine Sondersitzung der EU-Innenminister.
In einem Brief an die Spitzen der europäischen Institutionen schrieb der Sozialist, „im gegenwärtigen internationalen Kontext“ könne sich die EU eine „egoistische, spaltende und rechtswidrige Reaktion“ nicht leisten. Die spanische Linksregierung fährt in der Migrationspolitik einen liberalen Kurs.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) rief die EU-Kommission dazu auf, dem Schutz der Außengrenzen absolute Priorität einzuräumen. „Die Lage in Ceuta in den vergangenen Tagen war ein absoluter Stresstest, den wir bestanden haben“, sagte Wadephul der „Bild am Sonntag“. „Die Situation hat gerade auch die Anfälligkeit Europas gezeigt.“
„Ich erwarte daher, dass die EU-Kommission dem Schutz der Außengrenzen absolute Priorität einräumt, um das Schengen-System offener EU-Binnengrenzen nicht weiter zu gefährden“, sagte der Außenminister. Die Krise zeige auch wie wichtig es sei, „gemeinsam schnell gegen Falschinformationen vorzugehen, die Menschenleben gefährden und die tragischerweise auch dutzende Menschenleben in und um Ceuta gefordert haben“.
Wadephul betonte in der „Bild am Sonntag“, dass eine effektive Migrationspolitik nicht ohne Drittstaaten funktioniere. „Um illegale Migration zu kontrollieren brauchen wir Partner außerhalb Europas, wie in diesem Fall Marokko. Spanien und Marokko haben es gemeinsam geschafft, diese Krise, die auch in Europa logischerweise größte Sorgen ausgelöst hat, schnell zu lösen. Das begrüße ich sehr.“
Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil forderte Solidarität mit Spanien. Ceuta sei „Ziel einer offenbar gesteuerten Migrationsbewegung“ geworden, erklärte Klingbeil am Samstag in Berlin. Die Menschen seien instrumentalisiert worden „in dem Versuch, Europa zu spalten“. Deshalb stehe „die Geschlossenheit Europas und die Solidarität mit Spanien jetzt an erster Stelle“.
Er forderte, genau zu klären, „was zu dieser Bewegung geführt hat und wer dafür verantwortlich war“. Zudem verwies der SPD-Chef darauf, dass viele Kritiker Spaniens bewusst ignorierten, „dass von Ceuta aus keine Einreise ohne Grenzkontrollen auf das europäische Festland möglich ist“.
60.000 Menschen stürmten Ceuta – Sánchez macht „Schleusermafia“ verantwortlich
Auslöser des Streits war die Ankunft zehntausender Migranten in Ceuta. Im Verlauf der Woche waren bis zu 60.000 Menschen von Marokko auf dem Land- oder Seeweg in das Gebiet gekommen, wie der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska vor Ort sagte.
Es gab chaotische Szenen, mindestens 67 Migranten kamen nach Angaben der spanischen Regierung auf dem Weg nach Ceuta ums Leben. Nach Angaben des spanischen Innenministeriums kehrte mittlerweile „fast die Gesamtheit“ der angekommenen Migranten nach Marokko zurück.
Reporter der Nachrichtenagentur AFP sahen, wie weitere zumeist junge Migranten am Samstagmorgen unter Beobachtung der Sicherheitskräfte die Grenze nach Marokko überquerten. Laut dem spanischen Innenministerium wurde im Meer vor Ceuta eine etwa 500 Meter lange schwimmende Barriere ausgelegt.
Was genau den Ansturm der Migranten auslöste, war weiterhin unklar. Die marokkanischen Behörden gaben keine offizielle Erklärung dazu ab. Sánchez machte von der „Schleusermafia“ verbreitete Gerüchte über eine angeblich geöffnete Grenze für die Geschehnisse verantwortlich. (afp/dpa/red)
An der Seegrenze zwischen der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika und Marokko sind schwimmende Barrieren installiert wurden – das Bild wurde am 1. August 2026 vom Stadtrand der marokkanischen Stadt Fnideq im Norden Marokkos aus aufgenommen. - Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
Die Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika hat zu schwerem Streit in der EU geführt. Die EU-Innenminister werden sich am Dienstag in einer Dringlichkeitssitzung mit den „Entwicklungen in Ceuta“ befassen, wie die irische EU-Ratspräsidentschaft im Onlinedienst X ankündigte.
Während mehrere EU-Mitgliedstaaten die spanische Regierung kritisierten, warf Spaniens sozialistischer Regierungschef Pedro Sánchez einigen EU-Ländern eine „egoistische“ und „rechtswidrige“ Reaktion vor.
Spitzen gegen spanische Regierung
Die Dringlichkeitssitzung der EU-Innenminister wurde auf der einen Seite von Sánchez, auf der anderen Seite von den Staats- und -Regierungschefs von 22 der 27 EU-Mitglieder gefordert. In einem gemeinsamen Schreiben der 22 Staats- und -Regierungschefs hieß es, die jüngsten Geschehnisse in der an Marokko angrenzenden spanischen Exklave Ceuta erforderten eine „unverzügliche und koordinierte europäische Antwort“.
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Spanische Sicherheitskräfte eskortieren Migranten am 1. August 2026 an der Grenze zwischen Ceuta und Marokko in der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika.
Foto: Henry Nicholls / AFP via Getty Images
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Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
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Marokkanische Sicherheitskräfte geraten am 31. Juli 2026 in der Nähe der Stadt Fnideq an der marokkanisch-spanischen Grenze mit Migranten aneinander, die versuchen, illegal die Grenze zu übertreten.
Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
Es dürfe nicht zugelassen werden, „dass massenhafte und unkontrollierte Grenzübertritte, die Instrumentalisierung von Migration oder andere hybride Bedrohungen den Eindruck erwecken, es sei möglich, illegal in die Europäische Union einzureisen“.
Zudem dürfe nicht zugelassen werden, „dass eine illegale Einreise anschließend in einen legalen Aufenthalt übergehen kann“, hieß es in dem Schreiben, das auch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unterzeichnet war. Dies kann als Spitze gegen die spanische Regierung verstanden werden, die im Frühjahr damit begonnen hatte, hunderttausenden irregulär Eingereisten eine Aufenthaltsgenehmigung zu erteilen.
Initiiert wurde der Brief von der italienischen Ministerpräsidentin Georgia Meloni und ihrer dänischen Kollegin Mette Frederiksen. Auch die Regierungen von Ungarn, Schweden und Polen zählten zu den Unterzeichnern, nicht jedoch die von Spaniens Nachbarländer Frankreich und Portugal.
Meloni fordert Aussetzen der Schengen-Regeln mit Spanien
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßte den Vorstoß. Es müsse ein Prozess eingeleitet werden, „um unsere europäische Widerstandsfähigkeit zu stärken“, erklärte sie. Zugleich verwies die Kommissionspräsidentin ebenso wie die spanische Regierung darauf, dass „keine einzige Person das spanische Festland oder den übrigen Teil der EU erreicht hat“.
Meloni schrieb im Onlinedienst X, die von Italien vertretene Linie werde „von einer immer größeren Zahl“ europäischer Länder geteilt.
Am 30. Juli hatte Meloni ein Aussetzen der Schengen-Regeln mit Spanien ins Gespräch gebracht. Unterstützung erhielt sie von Finnland und Dänemark. Italien führte schließlich für zunächst einen Monat wieder Kontrollen im Flug- und Schiffsverkehr mit Spanien ein.
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Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) rief die EU-Kommission dazu auf, dem Schutz der Außengrenzen absolute Priorität einzuräumen. „Die Lage in Ceuta in den vergangenen Tagen war ein absoluter Stresstest, den wir bestanden haben“, sagte Wadephul der „Bild am Sonntag“. „Die Situation hat gerade auch die Anfälligkeit Europas gezeigt.“
„Ich erwarte daher, dass die EU-Kommission dem Schutz der Außengrenzen absolute Priorität einräumt, um das Schengen-System offener EU-Binnengrenzen nicht weiter zu gefährden“, sagte der Außenminister. Die Krise zeige auch wie wichtig es sei, „gemeinsam schnell gegen Falschinformationen vorzugehen, die Menschenleben gefährden und die tragischerweise auch dutzende Menschenleben in und um Ceuta gefordert haben“.
Wadephul betonte in der „Bild am Sonntag“, dass eine effektive Migrationspolitik nicht ohne Drittstaaten funktioniere. „Um illegale Migration zu kontrollieren brauchen wir Partner außerhalb Europas, wie in diesem Fall Marokko. Spanien und Marokko haben es gemeinsam geschafft, diese Krise, die auch in Europa logischerweise größte Sorgen ausgelöst hat, schnell zu lösen. Das begrüße ich sehr.“
Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil forderte Solidarität mit Spanien. Ceuta sei „Ziel einer offenbar gesteuerten Migrationsbewegung“ geworden, erklärte Klingbeil am Samstag in Berlin. Die Menschen seien instrumentalisiert worden „in dem Versuch, Europa zu spalten“. Deshalb stehe „die Geschlossenheit Europas und die Solidarität mit Spanien jetzt an erster Stelle“.
Er forderte, genau zu klären, „was zu dieser Bewegung geführt hat und wer dafür verantwortlich war“. Zudem verwies der SPD-Chef darauf, dass viele Kritiker Spaniens bewusst ignorierten, „dass von Ceuta aus keine Einreise ohne Grenzkontrollen auf das europäische Festland möglich ist“.
60.000 Menschen stürmten Ceuta – Sánchez macht „Schleusermafia“ verantwortlich
Auslöser des Streits war die Ankunft zehntausender Migranten in Ceuta. Im Verlauf der Woche waren bis zu 60.000 Menschen von Marokko auf dem Land- oder Seeweg in das Gebiet gekommen, wie der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska vor Ort sagte.
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Was genau den Ansturm der Migranten auslöste, war weiterhin unklar. Die marokkanischen Behörden gaben keine offizielle Erklärung dazu ab. Sánchez machte von der „Schleusermafia“ verbreitete Gerüchte über eine angeblich geöffnete Grenze für die Geschehnisse verantwortlich. (afp/dpa/red)
Das Gesetz sieht vor, dass unter Voraussetzungen wieder neue Gasheizungen eingebaut dürfen. (Symbolbild) - Foto: Sina Schuldt/dpa
Die Deutsche Umwelthilfe will das neue Heizungsgesetz vor dem Bundesverfassungsgericht kippen. Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz sagte dpa: „Jetzt wissen wir, wie dieses Gesetz final aussieht. Unser Anwalt Remo Klinger arbeitet nun die Verfassungsbeschwerde aus. Wir werden im September so weit sein, dass wir sie beim Bundesverfassungsgericht einreichen.“
Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz – so der offizielle Name – wurde in der vergangenen Woche im Bundesgesetzblatt verkündet.
„Das Schwerwiegendste ist: Das Ziel der Klimaneutralität 2045 kann mit diesem Gesetz nicht erreicht werden“, sagte Metz. „Nach 2044 wird nach wie vor der Einbau von Öl- und Gasheizungen möglich sein wird. Dieses Verbot ist gefallen. Das gab es vorher im Gebäudeenergiegesetz.“
Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz sieht vor, dass neben einer Wärmepumpe, einem Fernwärmeanschluss, hybriden Heizungsmodellen oder einer Biomasseheizung weiterhin auch neue Gas- und Ölheizungen eingebaut werden können – Voraussetzung ist, dass diese ab 1. Januar 2029 einen schrittweise zunehmenden Anteil CO2-neutraler Brennstoffe wie Biomethan nutzen.
Für bestehende Heizungen soll von 2028 an eine „Grüngasquote“ eingeführt werden. Diese soll anfangs bis zu ein Prozent betragen – Details sind aber unklar.
Der Kern des von der Ampel-Regierung beschlossenen früheren Heizungsgesetzes fiel weg, nämlich dass jede neu eingebaute Heizung mit 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden sollte.
Zum neuen Heizungsgesetz wurden auch von anderen Verbänden sowie Experten verfassungsrechtliche Bedenken geäußert.
„Unbekannte Kosten“ bei Biogasen
„Mieterinnen und Mieter haben keinerlei Entscheidungsfreiheit darüber, welche Technologie in ihren Keller eingebaut wird“, sagte Metz. „Das Gesetz eröffnet wieder die Möglichkeit, Öl- und Gasheizungen einzubauen, mit unbekannten Kosten, die auf die Menschen zukommen.“
Er bezog sich dabei auf die sogenannte Biotreppe. Diese sieht vor, dass zunehmend Biogase verwendet werden müssen. „Das kann sehr teuer werden – weil nicht klar ist, ob diese Biogase überhaupt zur Verfügung stehen werden. Die Biotreppe ist auch nur bis 2040 geregelt. Alles Weitere bleibt offen und unklar.“
Eine wesentliche Rolle bei der Verfassungsbeschwerde werde der Grundgesetz-Artikel 20a spielen, sagte Metz. „Wenn die Klimaneutralität im Gebäudesektor verfehlt wird, wird insgesamt die Zielerreichung infrage gestellt, weil der Gebäudesektor ein wesentlicher Sektor ist.“
Das Gebäudemodernisierungsgesetz sei das Herzstück der Gebäudepolitik. „Der Artikel 20a wird infrage gestellt und damit die Freiheit der zukünftigen Generationen.“
Der Grundgesetz-Artikel 20a besagt, dass der Staat „auch in Verantwortung für die künftigen Generationen“ die natürlichen Lebensgrundlagen schützt.
In einem ersten Schritt müsse das Bundesverfassungsgericht die Beschwerde zur Entscheidung annehmen, sagte Metz. „Davon gehen wir aus. Bei einer Verfassungsbeschwerde zum Tempolimit war dies zwar nicht der Fall, weil die damaligen Beschwerdeführer nur auf eine einzelne Maßnahme klagten. Das Gebäudemodernisierungsgesetz aber bezieht sich auf den gesamten Gebäudesektor mit sehr vielen CO2-Emissionen. Und es bedeutet einen deutlichen Rückschritt beim Klimaschutz, der so nicht zulässig ist.“
Falls die Beschwerde zur Entscheidung angenommen werde, dauere es bei optimistischer Schätzung ein Jahr oder anderthalb Jahre, bis es zu einer Entscheidung komme. „Wenn wir Erfolg haben, erklärt das Bundesverfassungsgericht das Gesetz oder Teile davon für verfassungswidrig. Das Gesetz müsste nachgebessert werden.“
Das Bundesverfassungsgericht entschied 2021 in einem wegweisenden Urteil, Artikel 20a verpflichte den Staat zum Klimaschutz. Das Gericht stellte fest: Einschneidende Schritte zur Senkung von schädlichen Treibhausgasemissionen dürfen nicht zulasten der jungen Generation auf die lange Bank geschoben werden.
Das Gericht trug der Bundesregierung auf, das Klimaschutzgesetz nachzubessern. Die Umwelthilfe hatte Verfassungsbeschwerden von jungen Menschen sowie vom Klimawandel Betroffenen aus dem Ausland unterstützt. Der Anwalt Klinger hatte die Kläger vertreten. (dpa/red)
Von den alten Griechen inspiriert: Die Villa Kérylos in Beaulieu-sur-Mer bei Nizza. - Foto: Alpes Maritimes/iStock
Inmitten von Glanz und Glamour der französischen Riviera wirkt die Villa Kérylos wie ein seltener Vogel – im wahrsten Sinne des Wortes, denn „kérylos“ bedeutet „Meerschwalbe“ oder „Eisvogel“ und gilt in der griechischen Mythologie als gutes Omen.
Das außergewöhnliche Gebäude in Beaulieu-sur-Mer bei Nizza entsprang einer Zusammenarbeit zwischen dem Mäzen Théodore Reinach (1860–1928) und seinem Freund, dem Architekten Emmanuel Pontremoli (1865–1956), der auch an archäologischen Ausgrabungsstätten tätig war. Der in Frankreich in einer jüdischen Familie geborene Reinach war eine vielseitige Persönlichkeit. Er war Archäologe, Historiker, Jurist, Mathematiker, Musikwissenschaftler und Numismatiker, kannte sich also auf dem Gebiet von Münzen aus. Sein Schwerpunkt lag jedoch auf der Erforschung des antiken Griechenlands.
Die zwischen 1902 und 1908 als Ferienhaus erbaute weiß verputzte Villa ist ein Ort mit besonderer Ausstrahlung. Das Gebäude wirkt wie eine griechische Residenz aus hellenistischer Zeit. Es vereint den Komfort und die Bautechniken der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, einer Epoche, die in Frankreich als Belle Époque (schöne Epoche) bekannt ist.
Die Villa Kérylos ist ein „Gesamtkunstwerk“. Die Architektur, die Gärten und die Einrichtung erinnern an die Adelshäuser der Insel Delos aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. Die Inneneinrichtung umfasst zeitgemäße Fresken, Mosaike, Textilien, Geschirr und Möbel sowie eine Sammlung von Antiquitäten und die großflächige Verwendung von Marmor, Bronzen und Edelhölzern. Die meisten Möbel wurden von Reinach nach historischen Vorbildern entworfen. Der Tischler Louis-François Bettenfeld setzte die Entwürfe um.
Nach Reinachs Tod wurde die Villa dem Institut de France vermacht. Es gab jedoch eine Bedingung: Seine Nachkommen durften dort weiterhin wohnen. Im Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten die Nationalsozialisten das Haus. Sie deportierten seinen Sohn Julien, der in der Villa lebte, in das Konzentrationslager Bergen-Belsen und vernichteten Reinachs Aufzeichnungen. Der Gärtner brachte die Einrichtungsgegenstände zur sicheren Aufbewahrung in ein Museum. Julien überlebte, doch Reinachs anderer Sohn Léon, die Schwiegertochter und ihre beiden Kinder kamen in Auschwitz ums Leben.
Nach dem Krieg wurde die Villa an die Familie Reinach zurückgegeben, die sie bis Mitte der 1960er-Jahre weiter bewohnte. 1966 stellte die französische Regierung das Gebäude unter Denkmalschutz. Heute ist die Villa als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich und ermöglicht einen besonderen Einblick in ihre bewegte Geschichte.
Die Wände des beeindruckenden „Andron“, des Empfangsraums für Männer, sind mit italienischem Marmor verkleidet. Am hinteren Ende des Salons befindet sich ein Hausaltar aus Carrara-Marmor, der als Ort für Opfergaben diente. Das Mosaik im Raum zeigt die berühmte Legende von Theseus, der den Minotaurus tötet.
Die Räume im Erdgeschoss verteilen sich um einen offenen Innenhof mit einer Säulenreihe, die den Hof umsäumt. Dieses Element war ein wesentlicher Bestandteil antiker griechischer Häuser und sorgte für Licht und Luftzirkulation. Hier befinden sich ein Dutzend dorische Säulen aus Carrara-Marmor und sechs Wandfresken. Mediterrane Pflanzen verleihen dem Raum eine besondere Atmosphäre.
Der „Oikos“ ist ein Raum, der den Künsten gewidmet ist. Sein Stuckfries mit Flachreliefs zeigt Musikinstrumente und eine Reihe ausgefallener Theatermasken, die ein wesentlicher Bestandteil antiker griechischer Aufführungen waren. Ein Schrank aus Zitronenholz (ganz rechts) verbirgt ein Miniaturklappklavier, das zwar nicht der damaligen Zeit entspricht, aber auf Wunsch von Reinachs Frau hinzugefügt wurde.
Spanische Sicherheitskräfte eskortieren Migranten am 1. August 2026 zum Grenzübergang zwischen Ceuta und Marokko in der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika. Die meisten der 60.000 Migranten, die aus dem benachbarten Marokko nach Ceuta kamen waren, sind zurückgekehrt. - Foto: Henry Nicholls/AFP via Getty Images
HEUTE7:02 Uhr
EU-Dringlichkeitssitzung zum Streit um Migrationskrise in Ceuta
Die Krise in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika führt zu einem schwerem Streit in der EU, für den 4. August ist eine Dringlichkeitssitzung angesetzt. 22 EU-Staaten kritisieren Spaniens Migrationspolitik – Spaniens sozialistischer Regierungschef Pedro Sánchez spricht von einer „egoistischen“ und „rechtswidrigen“ Reaktion. Wadephul fordert absolute Priorität des Grenzschutz, Klingbeil Solidarität mit Spanien.
Die FDP erreichte in der aktuelle INSA-Umfrage erstmals seit anderthalb Jahren wieder die Fünf-Prozent-Hürde. Im „Sonntagstrend“ klettern die Liberalen um einen Punkt auf fünf Prozent. Unverändert bleiben: AfD mit 28 Prozent, CDU/CSU bei 21 Prozent, Grüne mit 14 Prozent, SPD mit 12 Prozent und Linke mit 11 Prozent. Das BSW erreichte 4 Prozent.
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HEUTE5:40 Uhr
Zwei Deutsche starben – Absturz von Kleinflugzeug in Peru
Beim Absturz eines Kleinflugzeugs von AeroDiana sind in Peru 13 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch zwei Deutsche. Die Cessna Caravan C-208 stürzte kurz nach dem Start zu einen Rundflug über die Nazca-Linien ab. Das Verkehrsministeriums bestätigte den Tod von sieben Italienern, zwei Deutschen und zwei Spaniern. Die Opfer waren zwischen 24 und 78 Jahre alt.
Trump: Neue Angriffe auf den Iran vorerst ausgesetzt
Die USA verzichten laut US-Präsident Donald Trump vorübergehend auf weitere Angriffe auf den Iran. Die USA seien vom Iran und von weiteren Ländern in der Region darum gebeten worden, weil sich eine neue Vereinbarung abzeichne, schrieb Trump auf Truth Social. Ein solcher Deal müsse aber schnell erzielt werden. Auch Israel verzichte vorerst auf Angriffe.
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HEUTE2:44 Uhr
Russische Behörden: Drei Tote bei Explosion in Moskau
Bei einem Bombenanschlag in einem italienischen Restaurant am Kudrinskaja-Platz in Moskau sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. 21 weitere sind verletzt. Das Nationale Anti-Terror-Komitee teilte mit, dass eine Frau mit einem Sprengsatz das Restaurant betreten wollte. Die Explosion tötete demnach die Frau, den Sicherheitsmann und einen Besucher des Restaurants.
Bei der Explosion in Moskau wurden mehrere Menschen getötet. - Foto: Sergei Vedyashkin/Moscow News Agency/AP/dpa
HEUTE6:52 Uhr
FDP erstmals wieder bei 5 Prozent
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US-Präsident Donald Trump am 31. Juli 2026 während einer Kabinettssitzung in Camp David in Maryland, flankiert von Außenminister Marco Rubio (l) und Verteidigungsminister Pete Hegseth (r). - Foto: Aaron Schwartz/AFP via Getty Images
Präsident Donald Trump erklärte am 1. August, dass die Vereinigten Staaten alle noch ausstehenden Angriffe auf den Iran aussetzen, damit dessen Führung „rasch ein Abkommen abschließen“ könne.
Angesichts der Drohungen beider Seiten mit unmittelbar bevorstehenden Angriffen erklärte Trump kurz nach 22 Uhr Ostküstenzeit in einem Beitrag, dass die USA auf Bitten des Irans und anderer Länder des Nahen Ostens vorerst „von jeglichen Angriffen absehen“ würden.
„Aufgrund dieser Bitte habe ich zugestimmt, zum künftigen Wohl der WELT und ebenso zum Fortbestand eines erfolgreichen und prosperierenden Irans den Angriff auszusetzen, sofern es gelingt, rasch eine Einigung zu erzielen“, sagte der Präsident.
Iran muss sich an die Bedingungen halten
Trump erklärte, die Vereinigten Staaten seien weiterhin „bereit zum Angriff auf die Islamische Republik Iran – mit einem Ausmaß an militärischem Terror, Stärke und Macht, wie es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gesehen wurde“.
Der Iran müsse nachweisen, dass er sich an die Vorgaben des aktuellen Abkommens halte, so Trump. Dazu gehörten die sofortige und vollständige Öffnung der Straße von Hormus für den internationalen Seeverkehr sowie ein „Ende der nuklearen Bedrohung durch den Iran“.
Er sagte, Israel habe zugestimmt, keinen Angriff zu starten, sofern der Iran die Bedingungen des Abkommens einhält.
US-Präsident Donald Trump am 31. Juli 2026 während einer Kabinettssitzung in Camp David in Maryland, flankiert von Außenminister Marco Rubio (l) und Verteidigungsminister Pete Hegseth (r). - Foto: Aaron Schwartz/AFP via Getty Images
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Der Iran müsse nachweisen, dass er sich an die Vorgaben des aktuellen Abkommens halte, so Trump. Dazu gehörten die sofortige und vollständige Öffnung der Straße von Hormus für den internationalen Seeverkehr sowie ein „Ende der nuklearen Bedrohung durch den Iran“.
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