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Griechenland schützt historische Stätten mit eigenem Brandmeldesystem

Griechenland stattet seine historischen Stätten mit einem modernen Feuermeldesystem aus, um sie vor Waldbränden zu schützen. Der neue Mechanismus sei bereits unter Realbedingungen erfolgreich am Fuße der Akropolis von Mykene auf der Halbinsel Peloponnes getestet worden, erklärte das Kulturministerium am Donnerstag. Insgesamt soll das System an 22 historischen Stätten installiert werden.

Kamerasystem erkennt Brände in Echtzeit

Der Mechanismus „nutzt eine Kombination aus Daten von Wärmebild- und optischen Kameras“, die in Echtzeit an die örtliche Feuerwehr geschickt würden. Bei dem Test an der Akropolis von Mykene am 31. Juli sei ein Feuer schnell erkannt worden, erklärte das Ministerium weiter.
Bis Ende August sollen sechs neue Systeme in Betrieb genommen werden, unter anderem an der Akropolis in Athen, am Nestor-Palast und im Kloster Hosios Lukas. Acht weitere folgen im September.
Griechenland erlebt jeden Sommer verheerendere Brände. An einem einzigen Tag können dutzende Feuer ausbrechen. Seit Anfang 2026 kam es im Zusammenhang mit diesen Bränden zu 305 Festnahmen, davon 272 wegen Fahrlässigkeit und 33 wegen Brandstiftung. (afp/red)
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Neue Kameras schützen Griechenlands Kulturerbe vor Bränden

Griechenland baut ein landesweites Netz zur Früherkennung von Waldbränden an wichtigen archäologischen Stätten.
Diese Anlagen sollen mögliche Brände frühzeitig erkennen und der Feuerwehr in Echtzeit Bilder und Daten liefern. Dies berichtet die Athener Zeitung „Kathimerini“ unter Berufung auf das Umwelt- und Bürgerschutzministerium.
Acht der Systeme sind bereits in Betrieb. Sie überwachen unter anderem die berühmten archäologischen Stätten von Olympia, Mykene und Epidauros.
Touristen in Athen gehen an einem heißen Tag bei ihrem Besuch des Parthenon-Tempels auf dem Akropolis-Hügel.

Touristen in Athen bei ihrem Besuch des Parthenon-Tempels auf dem Akropolis-Hügel.

Foto: Angelos Tzortzinis/dpa

Wie hilfreich die Technik sein kann, zeigte sich am 31. Juli: Damals wurde ein Brand bei Mykene von dem Überwachungssystem erkannt. Um 9:44 Uhr löste es nach Angaben der Behörden automatisch Alarm aus und übermittelte Bilder und weitere Informationen an das zuständige Kontrollzentrum.
Der Brand konnte daraufhin rasch gelöscht werden, berichtete das Nachrichtenportal Flash.gr. In den kommenden Wochen sollen sechs weitere Anlagen in Betrieb gehen, unter anderem in der archäologischen Stätte rund um die Akropolis von Athen sowie in Knossos auf Kreta.

Wärmebildkameras und Löschkanonen

Die Anlagen verfügen über optische und Wärmebildkameras, teilweise mit einem Rundumblick von 360 Grad. Schwenk- und neigbare Kameras ermöglichen eine gezielte Überwachung verdächtiger Bereiche. An ausgewählten Standorten sollen zudem mobile Löschkanonen eine erste Brandbekämpfung ermöglichen.
Das Projekt ist Teil des griechischen Zivilschutzprogramms „Aigis“ und wird aus Mitteln des EU-Aufbau- und Resilienzfonds finanziert. Ziel ist es, Brände an besonders wertvollen Kultur- und Naturstätten möglichst früh zu erkennen und dadurch die Reaktionszeit der Einsatzkräfte zu verkürzen. (dpa/red)
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Dublin-Regeln: Deutschland will Asylsuchende nach Italien zurückführen


In Kürze:

  • Deutschland will mit dem neuen EU-Asylsystem Dublin-Rückführungen nach Italien und Griechenland wieder aufnehmen.
  • Italien verweist auf Vereinbarungen zu Altfällen und lehnt eine bedingungslose Rücknahme ab.
  • Rom fordert zudem, die von europäischen NGO-Schiffen nach Italien gebrachten Migranten einzubeziehen.
  • Die EU-Kommission kritisiert Italien wegen bislang abgelehnter Überstellungen.

 
Zwischen Deutschland und Italien gibt es erneut Unstimmigkeiten wegen der Rückführung von Asylsuchenden nach dem Dublin-System. Auch mit Griechenland könnte es Konflikte geben. Anlass dafür ist die deutsche Forderung an beide Länder, nach dem Inkrafttreten des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) Dublin-Rückführungen zu akzeptieren.
Italien will dies nicht bedingungslos akzeptieren – Griechenland hat sich bislang noch nicht zu den jüngsten Forderungen aus Berlin geäußert. Das GEAS ist am 12. Juni 2026 anwendbar geworden und hat das bisherige Dublin-System durch die neue Verordnung über Asyl- und Migrationsmanagement ersetzt.

Deutschland sieht Italien grundsätzlich für Dublin-Fälle in der Pflicht

Wie die Zeitung „Il Sole 24 Ore“ berichtet, will die deutsche Regierung Asylsuchende nach Italien zurücküberstellen, die von dort aus nach Deutschland weitergereist sind. Die Bundesregierung beruft sich dabei auf die Dublin-Regeln. Demnach ist grundsätzlich jener Staat für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig, in dem die erste Einreise erfolgt ist.
Deutschland betrachtet Rückführungen in die Erstaufnahmestaaten als Voraussetzung für das Funktionieren des gesamten Systems. Ein Sprecher des deutschen Bundesinnenministeriums verwies auf die Verbindlichkeit des GEAS. In Berlin erwarte man daher, „dass ab diesem Datum erneut Überstellungen nach Italien und Griechenland erfolgen“.
Italien hingegen will keine Altfälle zurücknehmen. Aus Rom heißt es, für einen Teil der Fälle gebe es bereits Vereinbarungen über einen „Schlussstrich“ bei der Frage der Zuständigkeit. Darüber hinaus erklärte die Regierung von Giorgia Meloni, dass Deutschland selbst zur Belastung Italiens als Erstaufnahmeland beitrage. Schließlich unternehme die Bundesregierung nichts, um die Schiffe der „Seenotretter“-NGOs zu stoppen, die Asylsuchende nach Italien bringen.

Vereinbarung zum „Schlussstrich“ bei Altfällen

Die „Schlussstrich“-Vereinbarung für Fälle aus der Zeit vor dem 12. Juni 2026 sei mit Deutschland und anderen wichtigen EU-Staaten getroffen worden, heißt es aus Rom. Für Fälle, die vor diesem Datum aktenkundig geworden seien, sei Italien demnach nicht mehr zur Rücknahme verpflichtet.
Außerdem beruft sich Rom darauf, dass es bei Schutzsuchenden, die nach dem 12. Juni nach Italien gelangt seien, noch zu früh für eine Bestandsaufnahme sei. So lasse sich derzeit noch nicht feststellen, wie viele von ihnen tatsächlich später in andere EU-Länder weitergereist seien. Zwischen dem 12. Juni und dem 7. Juli hat die deutsche Bundesregierung der EU-Kommission zufolge zwölf Übernahmeersuchen an Italien gerichtet. Die italienischen Behörden hätten alle abgelehnt.
Am Mittwoch, 19. August, wollte Deutschland demnach die etwa 22-jährige Somalierin Abdirisaq Warsame nach Italien überstellen. Sie war im März über Italien nach Deutschland gelangt und hatte dort Asyl beantragt. In Berlin steht man auf dem Standpunkt, dass aufgrund der Dublin-Regeln Italien für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei.

Streit um NGO-Seenotrettung und Ersteinreise

Bereits seit 2022 hatte Italien jedoch Dublin-Überstellungen weitgehend verweigert. Im Dezember 2025 hatten die zuständigen Minister in Berlin und Rom eine Vereinbarung über die Erledigung von Altfällen unterzeichnet.
Demgegenüber betonte ein Sprecher des deutschen Bundesinnenministeriums gegenüber „La Repubblica“, Deutschland fordere für alle Asylsuchenden seit Jahresbeginn konsequent die Anwendung der europäischen Regeln. Insbesondere hätten auch Italien und Griechenland im Vorjahr bilateralen Vereinbarungen zugestimmt, die Dublin-Verfahren ab Inkrafttreten des neuen EU-Systems wieder anzuwenden.
Dies bedeute, dass Deutschland alle Asylsuchenden, die erstmals in Italien EU-Territorium betreten hätten, auch dorthin zurücküberstellen wolle. In Rom betrachtet man Deutschland hingegen in vielen Fällen als Flaggenstaat der Seenotretter-NGO-Schiffe und damit als Ersteinreisestaat. Im Rahmen eines „Kompensationsmechanismus“ solle – so heißt es aus Rom – berücksichtigt werden, dass die Migranten erst durch diese Schiffe nach Italien gelangt seien.

NGOs weisen Darstellung der Regierung in Rom zurück

Die EU-Kommission hatte am 15. Juli kritisiert, dass Italien weiterhin Überstellungen aus anderen EU-Staaten nicht in ausreichendem Maße ermögliche. Auch könne ein aufnehmender Staat eine Überstellung nicht einfach ablehnen, hieß es aus Brüssel, sondern müsse gegebenenfalls einen Alternativtermin anbieten.
Wie viele Personen tatsächlich betroffen wären, ist noch unklar. Dies hängt von zahlreichen weiteren Faktoren sowie den jeweiligen Einzelfällen ab. Die NGOs weisen die Vorwürfe aus Rom zurück. Gegenüber der Nachrichtenagentur „Ansa“ heißt es von „SOS Humanity“, dass in den vergangenen Jahren im Durchschnitt weniger als zehn Prozent der in Italien angekommenen Menschen von Such- und Rettungs-NGOs gerettet worden seien.
Zudem sei die private Seenotrettung erst notwendig geworden, nachdem Italien seine eigene Rettungsoperation „Mare Nostrum“ eingestellt habe. Seenotrettung sei eine völkerrechtliche Verpflichtung und keine politische Gefälligkeit. Daher könne die Tätigkeit der entsprechenden NGOs auch nicht als Grundlage für eine Gegenrechnung gegenüber Deutschland herangezogen werden.
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Waldbrände in Deutschland und weltweit – So ist die Lage wirklich


In Kürze:

  • Mit dem Sommerwetter kämpfen Feuerwehren in Deutschland und Europa weiter gegen Waldbrände.
  • Für mehr als 90 Prozent der Waldbrände ist laut WWF der Mensch verantwortlich.
  • Weltweit liegen CO₂-Emissionen und verbrannte Flächen durch Waldbrände bislang unter den Werten vieler Vorjahre.
  • In Deutschland liegen die CO₂-Emissionen durch Waldbrände dagegen über den Werten vieler Vorjahre.
  • Europäische Versicherungsunternehmen sehen sich wegen Waldbränden mit steigenden Verlusten konfrontiert.

 
Hochsommerliche Temperaturen und Trockenheit begünstigen aktuell vielerorts die Ausbreitung von Waldbränden – in Deutschland und international. Einzelne Schlagzeilen können dabei schnell den Eindruck einer teils noch nie dagewesenen Entwicklung der Ausweitung von Bränden erwecken. Diese wird schließlich oftmals dem Klimawandel zugeschrieben.
Zunächst vorweg: Jeder Waldbrand stellt eine ernste Gefahr für Mensch und Natur dar. Feuer, wenn es unkontrolliert lodert, ist oftmals lebensbedrohlich. Gleichzeitig ist eine richtige Einordnung ebenso wichtig. Der Blick auf die wahren Ursachen der Brände und der Vergleich mit Daten aus der Vergangenheit bringt Klarheit.

Mehrere Waldbrände in Deutschland

Am Freitag, 14. August, loderte ein Waldbrand in der nordrhein-westfälischen Gemeinde Hürtgenwald. Die Flammen waren bis auf wenige Hundert Meter an den Ortsteil Gey herangerückt. Wegen der akuten Gefährdung mussten am frühen Freitagmorgen alle rund 1.800 Bewohner des Ortsteils ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

Aktuelle Waldbrandsituation im Hürtgenwald beim Ortsteil Gey. Die rötlichen Punkte stellen Brände dar.

Foto: Bildschirmfoto FireMap.Live

Darüber hinaus gab es in Deutschland am Freitag, 14. August, drei weitere größere Waldbrände. Nahe der saarländischen Stadt Ottweiler im Landkreis Neunkirchen war die Feuerwehr seit Donnerstagnachmittag im Einsatz. Zwar hatte sie den Waldbrand unter Kontrolle, Andreas Kuhn, Sprecher der Feuerwehren, gab jedoch noch keine endgültige Entwarnung. „Auf der rund 3,6 Hektar großen Brandfläche in einem 10 Hektar (ha) großen Waldstück befinden sich weiterhin zahlreiche Hotspots und Glutnester“, teilte er mit.
Rund 100 Einsatzkräfte waren mit Löscharbeiten nahe der rheinland-pfälzischen Ortsgemeinde Bengel beschäftigt. „Der Brand ist unter Kontrolle. Es gibt nur noch Glutnester“, informierte eine Sprecherin der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich am Freitagmorgen.
Seit Dienstagabend, 11. Augustbrannten zudem Waldflächen nahe der sächsischen Kreisstadt Plauen. In der Nacht zum Freitag waren dort rund 130 Einsatzkräfte im Einsatz. Sie versuchten, neu aufflammende Glutnester einzudämmen oder zu löschen. Zudem setzte die Feuerwehr eine Drohne ein, um Glutnester effektiver aufzuspüren. Nach Angaben der Stadt handelte es sich um einen der größten Brände der vergangenen Jahrzehnte in der Region.

Feuer auch in Europa

Die hohen Temperaturen begünstigen auch im Ausland zahlreiche Brandherde. Auch am Wochenende kämpften Feuerwehrleute besonders in Frankreich, Kroatien und Griechenland gegen die Feuer.
So brennt etwa seit Donnerstag, 13. August, ein Waldgebiet bei der südwestfranzösischen Gemeinde Luglon. Die zerstörte Fläche umfasst inzwischen rund 1.600 Hektar. Etwa 650 Menschen wurden bislang vorsorglich evakuiert. Auch in anderen Regionen Frankreichs brennen kleinere Waldgebiete.

Die geschätzte Waldbrandfläche von Luglon im Südwesten Frankreichs am Freitag, 14. August 2026.

Foto: Bildschirmfoto Google Maps

In Kroatien trieb starker Wind am Freitag einen Waldbrand in den küstennahen Ferienort Omiš nahe der Stadt Split. Die Feuer erfassten neben Waldgebieten auch Siedlungen. Laut lokalen Medien wurden 14 Menschen ins Krankenhaus eingeliefert, sieben davon befanden sich in lebensbedrohlichem Zustand.
Griechenland hat aufgrund mehrerer Waldbrände unlängst landesweit die höchste Waldbrandwarnstufe ausgerufen. Das Mittelmeerland leidet noch immer unter den Folgen von Bränden in diesem Monat. Bei Kassandria auf der Halbinsel Kassandra waren die Einsatzkräfte am Wochenende weiterhin mit den Folgen eines Waldbrandes beschäftigt. Landesweit herrscht weiterhin eine hohe bis extreme Brandgefahr. In den vergangenen Wochen haben die Sommer-Waldbrände in Griechenland fünf Menschen getötet und Tausende Hektar Wald zerstört.

Meist menschengemachte Waldbrände

Dabei sind Hitze und Trockenheit nicht die unmittelbare Ursache eines Waldbrandes. Sie schaffen jedoch Bedingungen, unter denen sich ein entstandenes Feuer schneller ausbreiten kann.
Laut der Umweltorganisation WWF haben nur rund 4 Prozent der Waldbrände natürliche Ursachen, etwa durch Blitzeinschläge. Für weit über 90 Prozent ist demnach der Mensch verantwortlich – beispielsweise durch Unachtsamkeit oder vorsätzliche Brandstiftung. Immer wieder tauchen Videos auf, die Menschen beim Legen von Feuer zeigen.
In Frankreich hat das Innenministerium kürzlich verkündet, dass die Behörden in diesem Sommer bereits 420 Personen festgenommen haben. Ihnen wird vorgeworfen, Brände in den französischen Départements absichtlich oder versehentlich ausgelöst zu haben. Unter den Festgenommenen sind 166 Minderjährige.
In bestimmten Fällen sind Feuer oder Waldbrände allerdings nicht grundsätzlich als Katastrophe anzusehen. Ökosysteme, die an Feuer angepasst sind, benötigen gelegentliche Brände, um sich zu verjüngen und zu regenerieren.

2026 bisher wenig Brände weltweit

Anhand der Waldbrandmeldungen aus Deutschland, Europa und anderen Regionen entsteht der Eindruck, dass 2026 ein besonders „feuriges“ Jahr ist. Die Daten von Copernicus, dem Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union, zeigen jedoch ein anderes Bild.
Bei weltweiter Betrachtung zeigen die Daten, dass 2026 bisher ein deutliches Negativrekordjahr ist. Das bedeutet: In diesem Jahr wurden bislang so wenig CO₂-Emissionen durch Waldbrände verzeichnet wie seit 2003 nicht mehr. Da pro verbrannter Fläche normalerweise ähnlich viel CO₂ freigesetzt wird, lassen sich aus den Emissionsdaten Rückschlüsse auf die verbrannte Fläche ziehen.
Vom 1. Januar bis zum 13. August lagen die weltweiten CO₂-Emissionen durch Waldbrände im vergangenen Jahr bei gut 900 Megatonnen (Mt). In diesem Jahr waren es im gleichen Zeitraum bisher rund 707 Mt – ein Rückgang von etwa 22 Prozent. Vor 2025 lagen die Werte sogar noch höher, den bisherigen Höchststand gab es 2003 mit mehr als 1.400 Mt. Europa hat in diesem Jahr bislang rund 11 Mt CO₂ durch Waldbrände emittiert.
 
Die geringe verbrannte Fläche in diesem Jahr bestätigt auch das Datenportal „Our World in Data“. Dieses zeigt die weltweiten jährlichen Gesamtflächen seit 2012, die durch Waldbrände verbrannt wurden.
Auch hier liegt das laufende Jahr bislang auf dem niedrigsten Niveau und könnte einen neuen Negativrekord erreichen. Während im vergangenen Jahr in den ersten 31 Wochen 140 Millionen ha abgebrannt sind, waren es in diesem Jahr im gleichen Zeitraum 119 Millionen ha.

Deutschland mit hohen Waldbrand-Emissionen

Anders sieht es hingegen in Deutschland aus. Hier zeigen die Copernicus-Daten für das laufende Jahr einen Rekordwert. Waldbrände haben in diesem Jahr bis einschließlich zum 13. August mit 0,21 Mt so viele CO₂-Emissionen freigesetzt wie seit 2003 nicht mehr. Von diesem Aspekt her könnte man eine Rekordzahl an Waldbränden vermuten.
Bei der Betrachtung der verbrannten Fläche ist die Bundesrepublik jedoch laut „Our World in Data“ noch klar vom Rekord der vergangenen Jahre entfernt. Hier liegt das Jahr 2026 in den ersten 31 Wochen mit rund 6.000 ha auf Platz 3 – hinter 2022 und dem Spitzenreiter 2025, die zu diesem Zeitpunkt bereits jeweils mehr als 8.000 ha verbrannte Fläche aufwiesen.

Geringe Margen bei europäischen Versicherern

Die aktuellen Waldbrände sind derweil auch für europäische Versicherungsunternehmen ein akutes Thema. Laut der „Global Insurance Database“ des Informationsportals „GlobalData“ sehen sich diese mit steigenden Verlusten konfrontiert.
Besonders knapp wurde es 2024 in Frankreich. Dort beliefen sich die Prämien für Naturkatastrophen- und Brandversicherungen auf insgesamt 2,07 Milliarden Euro, während die Schadenssumme auf 1,9 Milliarden Euro kletterte.
Dies verdeutlicht, wie gering die Margen in diesem Hochrisikosegment sein können und wie schwierig das Jahr 2026 für die Versicherer werden könnte. Denn bezogen auf die verbrannte Landesfläche hat Frankreich mit rund 99.100 ha bis zur 31. Woche bereits alle Jahre seit 2012 übertroffen. Dabei dauern die Waldbrände im Nachbarland noch an. Je näher sie Ortschaften und Städte erreichen, desto höher können die Schäden ausfallen.
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Weltbild im Wandel: Als in der Antike die Sonne im Zentrum stand


In Kürze:

  • Heute herrscht das heliozentrische Weltbild mit seiner Sonne im Mittelpunkt vor, das mit dem preußischen Astronomen Nikolaus Kopernikus verbunden wird.
  • Die Kopernikanische Wende sorgte mit der Abkehr vom seit Jahrtausenden etablierten, geozentrischen Weltbild für große Aufregung.
  • Tatsächlich war die Idee aus dem 16. Jahrhundert keine neue, sondern hatte ihre Wurzeln in der Antike.

 
Das berühmteste Beispiel für Wissen, das seiner Zeit voraus war und dann in Vergessenheit geriet, sind frühe astronomische Entdeckungen. Bis ins 16. Jahrhundert dominierte das geozentrische Modell die gebildete Welt. Unverrückbar stand hier die Erde und damit der Mensch im Mittelpunkt des Universums, um die sich Sonne, Mond und Planeten drehten.
Diese Theorie, aufgestellt von bekannten Philosophen und verfeinert von Astronomen, hatte ihre Wurzeln im antiken Griechenland. Sie hielt sich über Jahrhunderte, bis ein Mann namens Nikolaus Kopernikus mit einer scheinbar neuen Theorie aufwartete: der Sonne im Zentrum. Doch was als wissenschaftliche Neuheit erschien, war in Wahrheit bereits vor über 2.000 Jahren entdeckt worden.

Ein starres Modell

Schon in der Antike versuchten die Menschen, unseren Planeten mit all seinen Eigenheiten und natürlichen Gesetzen zu verstehen. Doch der Drang nach Wissen blieb nicht auf die Erde beschränkt. So versuchten frühe Astronomen zu verstehen, in welcher Beziehung die Erde und andere Planeten zu Sonne, Mond und Sternen stehen.
Einer dieser ersten „Forscher“ war der griechische Mathematiker Eudoxos von Knidos (um 397–338 v. Chr.). Er vermutete, dass alle Himmelskörper in perfekten Bahnen um die kugelförmige, stillstehende Erde kreisen.
Auf dieser Vorstellung baute der griechische Philosoph Aristoteles (384–322 v. Chr.) seine Theorie eines geozentrischen Weltbildes auf und schrieb sie in seinem Werk „Über den Himmel“ nieder.

Die Büste von Aristoteles aus Marmor ist die römische Kopie eines griechischen Bronze-Originals.

Demnach bilde die Erde den Mittelpunkt, um die sich in verschiedenen Sphären andere Himmelskörper bewegen. Der Mond läge in der innersten und langsamsten Sphäre, während die Sterne an der äußersten und schnellsten Sphäre säßen. Zudem würden die Planeten und die Sonne aus der Quintessenz bestehen, dem fünften und nicht irdischen Element, das die besonderen Eigenschaften der Himmelskörper erkläre.

Verrückte Welt mit Lücken

Doch bereits in der Antike war Aristoteles‘ Modell nicht perfekt und wies erhebliche Lücken auf. So konnten die Astronomen damit beispielsweise nicht erklären, wieso die Planeten Mars und Jupiter gelegentlich rückwärts über den Himmel ziehen.
Dafür gab es zwei Lösungen: Der griechische Astronom und Mathematiker Aristarchos von Samos (um 310–230 v. Chr.) soll erstmals die These aufgestellt haben, dass sich die Erde um ihre eigene Achse dreht und um die Sonne kreist. Seine ursprünglichen Schriften zu diesem Thema sind nicht erhalten geblieben, sodass wir seine Ideen hauptsächlich durch Verweise anderer Autoren, darunter Archimedes, kennen.
Nur wenig später lieferte der griechische Mathematiker Apollonios von Perge (um 265–190 v. Chr.) ebenfalls eine Lösung – ohne das Weltbild sprichwörtlich auf den Kopf zu stellen: Er behob den Makel, dass sich die Planeten rückwärts bewegten, indem er die Epizykeltheorie ins Leben rief. Diese besagt, dass Himmelskörper separat von einer großen Umlaufbahn, dem sogenannten Deferenten, ihre eigenen kleineren Kreise ziehen, dem Epizykel, womit rückläufige Bewegungen von Planeten möglich sind.

Das Schema zeigt die Bewegung eines Planeten nach der Epizykeltheorie.

Aber auch dann schien das Modell nicht recht zu den Beobachtungen am Himmel zu passen. Der Astronom Hipparchos von Nicäa (um 190–120 v. Chr.) entwickelte das geozentrische Modell weiter und verbesserte zahlreiche astronomische Berechnungen. Seine Ideen fanden jedoch zu seiner Zeit keinen Anklang.
Dies änderte sich rund 300 Jahre später mit Claudius Ptolemäus (um 100–160 n. Chr.), der das geozentrische Weltbild um die Epizykeltheorie erweiterte. Seiner Vorstellung nach stand die Erde im Mittelpunkt des Universums, während Sonne, Mond und Planeten sie auf verschiedenen Kreisbahnen umkreisten. Um die beobachteten unregelmäßigen Bewegungen der Planeten zu erklären, führte Ptolemäus zusätzliche Kreisbewegungen, sogenannte Epizykel, sowie einen weiteren Bezugspunkt, den Äquantenpunkt, ein.
Obwohl das geozentrische Weltbild nach Ptolemäus immer noch Unstimmigkeiten aufwies, sollte es für die nächsten 1.400 Jahre die Sicht auf die Welt prägen.

Drei Astronomen auf der Spur der Wahrheit

Diese Ära endete 1543 mit der Veröffentlichung von „De revolutionibus orbium coelestium“ durch Nikolaus Kopernikus (1473–1543). In seinem Modell umkreisten die Erde und andere Planeten folgerichtig die Sonne, während nur noch der Mond um uns kreiste.
Geozentrisches und heliozentrisches Weltbild im Vergleich

Vergleich des geozentrischen Weltbildes (o.) und des heliozentrischen Weltbildes (u.).

Unterstützt wurde Kopernikus durch die Studien von weiteren bekannten Astronomen: Galileo Galilei (1564–1641) und Johannes Kepler (1571–1630). Während Galilei mit seinem Teleskop die Himmelsbeobachtung verbesserte und zahlreiche Beweise gegen das geozentrische Weltbild sammelte, entdeckte Johannes Kepler, dass die Planetenbahnen keine perfekten Kreise, sondern Ellipsen sind.

Ideen der Zeit voraus

Das neue Weltbild weckte bekanntlich Unmut bei den damaligen Obrigkeiten. Viele Gelehrte, die das heliozentrische Weltbild vertraten, wurden von der Katholischen Kirche als Ketzer bezeichnet und beschuldigt, falsche Lehren zu verbreiten. Doch der Versuch, die Kopernikanische Wende zu verhindern, gelang letztlich nicht und das heliozentrische Weltbild, das eigentlich seit fast 2.000 Jahren bekannt war, etablierte sich.
Kopernikus selbst entwickelte das Weltbild vermutlich nicht völlig neu. Laut einer 2025 veröffentlichten Studie soll auch der arabische Astronom Ibn asch-Schatir (1304–1375) die Mängel im geozentrischen Modell gekannt haben. Schon 200 Jahre vor Kopernikus schlug er vor, nicht die Erde, sondern die Sonne ins Zentrum zu stellen. Der Studie zufolge könnten Gemeinsamkeiten zwischen den Modellen Ibn asch-Schatirs und Kopernikus‘ auf einen Wissenstransfer hindeuten.
Doch letztlich waren weder Kopernikus noch Ibn asch-Schatir vermutlich die ersten Astronomen, die die Sonne ins Zentrum des (antiken) Kosmos stellten. Dies bleibt Aristarchos vorbehalten, dessen Idee jedoch jahrhundertelang eine Randerscheinung blieb. Vielleicht war es für sie der falsche Zeitpunkt und die Menschheit noch nicht bereit dafür.
Heute wissen wir, dass sich die Sonne ihrerseits bewegt und wir nur eines von unzähligen Sonnensystemen in einer von noch mehr Galaxien sind. Was tatsächlich im Zentrum des Universums steht, bleibt auch heute noch unbekannt.
Weitere Artikel aus der Reihe „Rätselhafte Relikte“ finden Sie hier.
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Waldbrände in Europa: Waldbrand im belgischen Hohen Venn breitet sich aus

Im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der deutschen Grenze breitet sich ein Waldbrand rasch aus. Bis zum frühen Samstagnachmittag verwüsteten die Flammen nach Behördenangaben mindestens 1600 Hektar Wald – rund 50 Kilometer entfernt vom Brandgebiet in der deutschen Eifel bei Hürtgenwald. Die Löscharbeiten dauerten an, ebenso wie im Südwesten Frankreichs und auf dem Balkan.

Belgien: Feuer nahe Monschau außer Kontrolle

Das Feuer in Belgien war am Freitagnachmittag nahe der deutschen Gemeinde Monschau ausgebrochen und breitete sich in der Nacht und am Vormittag rasch aus. Ein AFP-Journalist sah in der nahegelegenen Stadt Eupen, wie in der Ferne Rauch aufstieg und den Himmel gelb färbte.
Die Behörden riefen bislang noch nicht offiziell zu Evakuierungen auf. Dörfer wie Surbrot, nur eine Viertelstunde von der deutschen Grenze entfernt, könnten am Samstag aber evakuiert werden. „Es besteht die Gefahr, dass die Flammen die Wohngebäude erreichen, aber wir tun alles, um sie zu schützen“, sagte ein Behördensprecher.
Verstärkung aus ganz Belgien und Deutschland wurde mobilisiert. EU-Krisenkommissarin Hadja Lahbib teilte mit, dass zwei Hubschrauber aus den Niederlanden, einer aus Tschechien sowie zwei Löschflugzeuge aus Schweden auf dem Weg seien.

Deutschland: Brand im Hürtgenwald vorerst gestoppt

Auf der anderen Seite der Grenze breitete sich der Waldbrand in der nordrhein-westfälischen Eifel über Nacht nicht weiter aus. 1400 Einsatzkräfte kämpften unter anderem mit Löschhubschraubern gegen den bislang größten und folgenschwersten Waldbrand des Sommers in Deutschland. Der am Freitag geräumte Ortsteil Gey blieb aus Sicherheitsgründen vorerst evakuiert.

Ein Hubschrauber wirft am 15. August 2026 bei Düren Wasser auf den Waldbrand im Hürtgenwald ab. Das Feuer hat bereits mehr als 200 Hektar vernichtet und ist der größte jemals in NRW verzeichnete Waldbrand. Gestern wurden 2000 Bewohner aus Gey evakuiert.

Foto: Sascha Schuermann/Getty Images

Frankreich: Neues Feuer im Kiefernwald der Landes

Im Südwesten Frankreichs war am Donnerstag in einem trockenen Kiefernwald ein neues Feuer ausgebrochen. Es verwüstete inzwischen mindestens 1580 Hektar. Die Einsatzkräfte konnten die Flammen am Freitag zunächst ausbremsen, in der Nacht zum Samstag flammten sie aber wieder auf. Insgesamt 650 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.
Rund 500 Feuerwehrleute und vier Löschflugzeuge waren nahe dem Dorf Luglon im Einsatz, knapp hundert Kilometer südlich von Bordeaux. Ende Juli hatte ein riesiger Brand in der Region mehr als 40.000 Hektar zerstört und rund 220.000 Menschen zur Flucht gezwungen. Die Einsatzkräfte rechnen damit, das Gebiet noch Wochen und Monate beobachten zu müssen.

Ein Feuerwehrmann steht auf seinem Einsatzfahrzeug, während ein Löschflugzeug am 15. August 2026 über dem Waldbrand nahe Luglon im Südwesten Frankreichs fliegt. Das Feuer hat bereits fast 1600 Hektar vernichtet.

Foto: Gaizka Iroz / AFP via Getty Images

Spanien: Brand in Aragonien ausgebremst

In Spanien wüteten die Flammen in der Region Aragonien weiter. Der Waldbrand hat inzwischen 15.000 Hektar Vegetation vernichtet. Die Feuerwehrleute haben die Flammen nach eigenen Angaben aber ausgebremst, sodass sie sich vorerst nicht weiter auf Wohngebiete und zwei alte Klöster zubewegen. 18 Dörfer blieben am Samstag evakuiert.

Kroatien und Serbien: Mehrere Brände unter Kontrolle

In Kroatien brachten Feuerwehrleute zwei größere Brände unter Kontrolle. Auf der Insel Dugi kämpften sie mit zwei Löschflugzeugen die ganze Nacht gegen Flammen in einem Kiefernwald. Drei weitere Löschflugzeuge waren über den Oliven- und Weinbergen der Halbinsel Pelješac im Einsatz.
In der Region Omiš südlich von Split ermitteln die Behörden die Ursache eines schweren Brandes. Dort war in der Nacht zum Freitag ein Mensch ums Leben gekommen, rund 40 weitere wurden verletzt.
Im Nachbarland Serbien zählten die Behörden am Samstag 25 aktive Brände. Der größte hat sich auf 2500 Hektar ausgebreitet. Im Naturschutzgebiet der Banater Sandwüste kämpften rund 300 Einsatzkräfte gegen die Flammen.

Griechenland: Hohe Brandgefahr durch starke Winde

Auch in Griechenland blieb die Waldbrandgefahr wegen heftiger Windböen hoch. In den vergangenen 24 Stunden brachen mehr als 50 Brände aus. Die meisten konnten rasch gelöscht oder unter Kontrolle gebracht werden. (afp/red)
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Legte der Heronsball den Grundstein für die Dampfmaschine?


In Kürze:

  • Vor rund 2.000 Jahren entstand in Ägypten mit dem Heronsball eine frühe Form der Dampfmaschine.
  • Der Entwickler der sogenannten Aeolipile war Heron von Alexandria, auf den auch die Erfindung von Wasserorgeln und münzbetriebenen Automaten zurückgeht.
  • Zwar nutzte die „Windkugel“ das Prinzip der Dampfkraft, doch als Energiequelle oder zum Antrieb im eigentlichen Sinne kam sie wahrscheinlich nie zum Einsatz.

 
Wenn es um die Dampfmaschine geht, glauben viele Menschen bis heute, dass der schottische Erfinder James Watt (1736–1819) diese erstmals während der Industriellen Revolution entwickelte. Doch dem ist nicht so, denn Watt verfeinerte lediglich die Erfindung des Briten Thomas Newcomen (1663–1729).
Doch auch Newcomen war nicht der Erste, der die erste Art einer Wärmekraftmaschine baute. Das Prinzip, mechanische Bewegung durch Dampfdruck zu erzeugen, um damit etwa Kolben, Räder oder Pumpen zu betreiben, wurde bereits vor rund 2.000 Jahren entdeckt.

Entwickelt in einer antiken Ideenschmiede

Den ersten bekannten Apparat dieser Art entwickelte der antike Mathematiker und Ingenieur Heron von Alexandria († nach 62 n. Chr.). Sein kreativer Schaffensort war die berühmte Bibliothek von Alexandria, wo Heron Schriften aus der gesamten, damals bekannten Welt studieren und allerlei physikalische Experimente durchführen konnte.
Es ist nicht auszuschließen, dass Heron dabei die Werke des ptolemäischen Erfinders Ktesibios (ca. 300–222 v. Chr.) und des römischen Ingenieurs Vitruv (ca. 80–15 v. Chr.) in den Händen hielt. Beide Gelehrte der vorchristlichen Zeit kannten bereits einen Apparat, der mittels kochendem Wasser einen starken Luftzug erzeugte.
Sehr wahrscheinlich sammelte Heron zur Zeit des römisch besetzten Ägyptens zahlreiche solche Erfindungen und wissenschaftliche Prinzipien und schrieb diese in eigenen Schriften nieder. Bis heute sind unter anderem die Werke „Dioptra“ („Buch der Optik“), Automata („Buch der Maschinen“), Pneumatika („Buch der Pneumatik und Hydraulik“) und Metrika („Buch der Messung“) bekannt.
Zwischen zahlreichen ausgeklügelten Konstruktionen wie einer Wasserorgel oder einem münzbetriebenen Weihwasserspender, die alle in Tempeln zum Einsatz kamen, beschrieb Heron auch den Aufbau und die Funktion einer Vorrichtung namens „Aeolipile“. Übersetzt bedeutet dies in etwa „Windkugel“, ist sprachlich an den griechischen Windgott Aiolos angelehnt und lässt die Art des Apparates bereits erahnen.

Die Zeichnung des 9. Jhs. soll den antiken Mathematiker und Ingenieur Heron von Alexandria zeigen.

Die Kunst, eine Kugel zum Drehen zu bringen

Bei seiner Aeolipile, die auch Heronsball genannt wird, handelte es sich um einen dreifüßigen Kessel, an dem eine Kugel über zwei Rohre so befestigt ist, dass sie sich drehen konnte. Der Kessel selbst ist geschlossen und mit Wasser gefüllt, während die Kugel zwei gegenläufig gebogene Austrittsdüsen besitzt.
Stellt man diesen Apparat nun über eine Hitzequelle, in der Antike ein gut geschürtes Holzfeuer, wird das Wasser im Kessel erhitzt und es entsteht Wasserdampf. Dieser sucht sich den Weg des geringsten Widerstands und strömt durch die Rohre in die Kugel, wo er schließlich aus den Düsen austritt.
Der Heronsball – schematische Zeichnung

Schematische Zeichnung des Heronsballs aus dem Jahr 1876.

Unter Berücksichtigung der Newtonschen Gesetze erzeugt der druckvoll entweichende Dampf mittels Rückstoßeffekt ein Drehmoment und die Kugel rotiert – wie ein Rasensprenger im Garten. Dabei wird thermische Energie in Rotationsenergie umgewandelt.
Um eine Windkugel erfolgreich zu betreiben, benötigte man jedoch saubere Handwerksarbeit und optimale Bedingungen. So müssen die Düsen tangential und nicht radial zur Rotationsachse ausgerichtet sein, damit die Kugel den maximalen Schwung erreicht. Wichtig ist auch eine leichtgängige Kugel, da ein Widerstand ebenso die Leistung verringert. Hinzu kommt, dass die Düsen nicht in die gleiche Richtung angebaut sein dürfen und das Wasser ausreichend stark erhitzt werden muss, da sonst kein Schub entsteht. [Mehr dazu]

Kuriosum ohne praktischen Nutzen?

Der Heronsball war somit eines der frühesten bekannten Instrumente, das Dampfdruck in Drehbewegung umwandelte – auch moderne Dampfturbinen machen sich dieses Prinzip zunutze. Allerdings diente er weder als Energiequelle noch als Antriebsart im Sinne einer Dampfmaschine.
Dass es dieses Gerät gab, wissen wir nur aus Schriftquellen – ein echtes Exemplar konnten Archäologen bislang nicht entdecken. Außerdem scheint diese Erfindung in der Antike praktisch nie verwendet worden zu sein. Schon damals galt der Heronsball als reines Kuriosum. Sein praktischer Nutzen wurde offenbar nicht erkannt.

Nachbau eines Heronsballs in einem griechischen Museum.

Wieso diese Erfindung nie in großem Umfang im antiken Alltag zum Einsatz kam, ist nicht genau bekannt. Bis damit wirklich eine Fabrik angetrieben oder etwas in Bewegung gesetzt wurde, vergingen wahrscheinlich rund 1.500 Jahre.

Aus einem Prinzip wird eine Dampfmaschine

Die erste dampfgetriebene Maschine meldete der spanische Universalgelehrte Jerónimo de Ayanz y Beaumont (1553–1613), der auch als „spanischer da Vinci“ bekannt ist, im Jahr 1606 zum Patent an.
Anders als die vorherigen Apparate kam diese frühe Dampfmaschine tatsächlich für Arbeitszwecke zum Einsatz – dem Auspumpen von Wasser in Bergwerken. Doch auch dieses Gerät war nicht dauerhaft funktionstüchtig und wurde im Laufe der nächsten 100 Jahre durch andere Erfinder stetig verbessert.
1712 war es dann soweit: Der Brite Thomas Newcomen baute eine Kolben antreibende atmosphärische Dampfmaschine. Mit dieser konnten zunächst lediglich Pumpvorgänge in Bergwerken getätigt werden. Sie hatte einen Wirkungsgrad von 0,5 Prozent.

Aufbau und Prinzip der Newcomen Dampfmaschine.

Dank zahlreicher Weiterentwicklungen gelang es James Watt schließlich 1769, den Wirkungsgrad zu erhöhen und die Dampfmaschine im großen Stil für die Industrie anwendbar zu machen. Der französische Offizier und Erfinder Nicholas Cugnot nutzte sie erstmals zum Antrieb eines Wagens und der britische Ingenieur und Maschinenbauer Richard Trevithick setzte sie schließlich auf Schienen.
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Erneut Waldbrand nahe Athen – Feuer in Südfrankreich unter Kontrolle

Erneut ist nahe der griechischen Hauptstadt Athen ein Waldbrand ausgebrochen. Fast 200 Feuerwehrleute und Dutzende Löschfahrzeuge waren am Montagmorgen nahe Kouvaras, etwa 60 Kilometer südöstlich von Athen, im Einsatz. Die Behörden ordneten die Evakuierung des nahegelegenen Dorfes Agios Stylianos an.

Starker Wind erschwert Löscharbeiten

Heftige Windböen behinderten laut dem Fernsehsender ERT News die Löscharbeiten. Dennoch waren zwei Löschflugzeuge und vier Hubschrauber im Einsatz.
Bereits Anfang des Monats hatte ein schwerer Waldbrand nordwestlich von Athen mehr als 11.000 Hektar Vegetation und Dutzende Häuser im Badeort Porto Germeno zerstört. Wegen des heftigen Windes mussten die Löschflugzeuge damals zeitweise am Boden bleiben.
Die Flammen breiteten sich über ein Gebiet von mehr als 40 Kilometern aus und konnten erst nach fünf Tagen unter Kontrolle gebracht werden.

Waldbrand in Südfrankreich unter Kontrolle

In Südfrankreich konnten Feuerwehrleute am Montagmorgen einen am Vortag ausgebrochenen Waldbrand nordwestlich von Montpellier unter Kontrolle bringen.
Mehr als 270 Feuerwehrleute und sechs Löschflugzeuge waren im Einsatz. Drei Feuerwehrleute wurden nach Behördenangaben verletzt.

Feuer in der Drôme breitet sich weiter aus

Im Département Drôme im Südosten Frankreichs kämpft die Feuerwehr unterdessen weiter gegen einen vor einer Woche ausgebrochenen Waldbrand.
Das Feuer breitete sich nach Behördenangaben in gebirgigem Gebiet bislang auf mehr als 400 Hektar aus und bewegte sich am Montag bergabwärts auf zwei Dörfer zu. Aus anderen Regionen wurden Löschzüge als Verstärkung erwartet. (afp/red)
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Waldbrand durch Windkraftanlagen? U-Haft für Elektro-Unternehmer nahe Athen

Nach dem schweren Waldbrand nahe der griechischen Hauptstadt Athen sind der Chef einer Elektro-Installationsfirma und ein weiterer Unternehmer wegen des Verdachts der Brandstiftung in Untersuchungshaft genommen worden. Die beiden Männer seien zuvor von Mittwoch- bis Freitagmorgen einem „Marathon“-Verhör unterzogen worden, berichteten griechische Medien am Freitag. Die Ermittler werfen ihnen demnach „Brandstiftung in einem Waldgebiet“ sowie Sachbeschädigung an Versorgungseinrichtungen vor.
Die Installationsfirma eines der Verdächtigen steht demnach in Verbindung mit einem Windpark in der Brandregion. Ersten Ermittlungen zufolge war der Waldbrand westlich von Athen am Freitag vergangener Woche von Funkenflug an Stromkabeln nahe dem Badeort Agios Vassilios 85 Kilometer nordwestlich von Athen ausgelöst worden.

Weitflächige Schäden

Starker Wind fachte die Flammen an, mehr als 10.000 Hektar Vegetation gingen in Flammen auf, mehr als 120 Gebäude im Badeort Porto Germeno am Golf von Korinth wurden beschädigt. Etwa 40 Gebäude wurden von Experten als abrissreif eingestuft, wie die griechische Nachrichtenagentur ANA berichtete. Dutzende weitere seien vorerst unbewohnbar.
Unterdessen herrscht in Griechenland weiterhin höchste Waldbrand-Alarmstufe. Allein zwischen Mittwoch und Donnerstag brachen laut Feuerwehr 44 neue Brände in Wäldern und auf Feldern aus. (afp/red)
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Funken aus Kabeln für Windkraftanlagen könnten Großbrand nahe Athen ausgelöst haben

Kabelleitungen einer Windkraftanlage auf dem Berg Poikilo haben in der vergangenen Woche möglicherweise einen Großbrand in Griechenland ausgelöst. Das Feuer tobt seit dem 31. Juli vor den Toren der Hauptstadt.
Der Brand brach in der Region Böotien nordwestlich von Athen aus und breitete sich anschließend in der Region Westattika aus. Das Feuer, verstärkt durch starke Winde, vernichtete Tausende Hektar Waldflächen und richtete auch hohen Sachschaden an, da auch viele Häuser in Flammen aufgingen.

Kabel lösten offenbar Funkenflug aus

Wie die griechische Wirtschaftszeitung „Fortune Greece“ berichtete, sind im Zuge der Ermittlungen zu den Ursachen des Feuers zwei Männer – ein Elektroingenieur und ein Bauunternehmer – festgenommen worden. Gegen sie haben Behörden ein Ermittlungsverfahren wegen Brandstiftung mit bedingtem Vorsatz in einem besonders schweren Fall eingeleitet.
Bisherige Untersuchungen ergaben, dass das Feuer aufgrund von Funken in einem privaten Stromübertragungsnetz für elektrische Energie aus Windkraftanlagen ausgebrochen sein könnte. Ermittelt wird auch gegen den Eigentümer der Windkraftanlagenanlage. Er habe aber noch nicht ausfindig gemacht werden können, heißt es im Bericht.
Am vergangenen Samstag waren Feuerwehr, Küstenwache sowie private Boote im Einsatz, um 254 Menschen vom Strand von Agios Vasilios zu evakuieren. Sie hatten dort Schutz gesucht, nachdem dicke Rauchschwaden den einzigen Fluchtweg aus dem Dorf abgeschnitten hatten.

Gewaltige Schadensbilanz

Laut einer Schätzung des Wetterdienstes meteo.gr am Nationalen Observatorium zerstörten die Flammen in Westattika und Böotien insgesamt rund 13.300 Hektar Fläche, berichtet das Nachrichtenportal „newsit“. 11.272 Hektar entspricht zweimal die Fläche des Starnberger See.
Der Schaden an den Wäldern der Region sei verheerend. So seien etwa 90 Prozent der Flächen des Berges Pateras den Flammen zum Opfer gefallen, ebenso weite Teile des Kithairon-Gebirges, das für seine seltenen Tannen- und Zedernwälder bekannt ist.
Besonders schwer getroffen hat es laut dem Nachrichtenportal „in“ den kleinen Badeort Porto Germeno, der etwa 70 Kilometer nordwestlich von Athen am Fuße des Kithairon-Gebirges liegt. Mehr als 100 Häuser verbrannten alleine dort, die einst von einem grünen Kiefernwald bewachsene Umgebung gleicht nun einer trostlosen Mondlandschaft.
Wie griechische Medien weiter berichten, brennt es zwar auch am sechsten Tag immer noch, doch mittlerweile haben die Einsatzkräfte die Flammen unter Kontrolle und löschen nur noch kleine Brandnester. Allerdings besteht weiterhin die Gefahr, dass einzelne Brandherde erneut aufflammen. Um zu patrouillieren, sind viele Feuerwehrleute in dem Katastrophengebiet.
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Waldbrände: Bei Madrid unter Kontrolle, bei Athen neue Brandherde

Immer wieder werden Orte evakuiert, brennen Wälder und Häuser, verenden Nutz- und Wildtiere: Westlich der griechischen Hauptstadt Athen sind weiterhin unzählige kleine und große Brandherde aktiv. Auch andere Regionen kommen nicht zur Ruhe.
In den Niederlanden brennt es in einem Naturschutzgebiet, im US-Bundesstaat Washington kämpfen Tausende Feuerwehrleute gegen Großbrände, rund 65.000 Menschen mussten sich dort bislang vor den Flammen in Sicherheit bringen.
In Frankreich bleibt die Alarmbereitschaft hoch – in Spanien entspannt sich die Lage. Ein Überblick:

Griechenland

23 Löschflugzeuge und elf Löschhubschrauber, dazu Hunderte Einsatzkräfte am Boden – und doch sind die Wald- und Buschbrände westlich von Athen bislang nicht in den Griff zu bekommen.
Die sehr starken Winde hatten die Flammen am Wochenende so weit ausgebreitet, dass die Rettungskräfte nun immer wieder auch in Regionen anrücken müssen, wo Glutnester neu entflammen. Satellitenbilder zeigen unzählige Brandherde auf einer Fläche von gut 30 mal 30 Kilometern.
Elf Ortschaften mussten am 3. August evakuiert werden, darunter der Küstenort Psatha am Golf von Korinth, wo die Flammen anschließend auch Häuser erreichten.
Schätzungen zufolge sind bislang 8.000 Hektar verbrannt, also eine Fläche von 80 Quadratkilometern – fast so groß wie die Stadt Weimar. Die Waldbrandgefahr bleibt hoch – auf Stufe vier von fünf in der betroffenen Region.
Ein Löschhubschrauber wirft Wasser über einem Waldbrand nordwestlich von Athen ab.

Ein Löschhubschrauber wirft Wasser über einem Waldbrand nordwestlich von Athen ab.

Foto: Petros Giannakouris/AP/dpa

Niederlande

Im Osten der Niederlande nahe der deutschen Grenze brennt seit Montag in einem Naturschutzgebiet ein Großfeuer. Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot im Einsatz, um den Brand in De Rosmolen bei der Ortschaft Oostrum zu bekämpfen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Drei Löschhubschrauber der Armee sind im Einsatz. Ein Campingplatz mit etwa 300 Urlaubern wurde vorsorglich evakuiert. Der Bahnverkehr zwischen Nimwegen und Venray wurde eingestellt. Anwohner wurden aufgefordert, wegen des starken Rauches Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Frankreich

In Frankreich warnt der Wetterdienst für heute vor einer erhöhten Waldbrandgefahr im Nordwesten des Landes. Die Gefahr dürfte auch im Mittelmeerraum wegen zunehmender Winde im Verlauf der Woche erneut auf die höchste Alarmstufe ansteigen.
Generell sind die meisten Feuer unter Kontrolle, die Lage im Land gilt als stabil. Angespannt bleibt die Situation vor allem im südfranzösischen Département Var, wo 1.500 Feuerwehrleute gegen das Ausbreiten eines wieder aufgeflammten Brandes kämpfen.

Luftaufnahme einer abgebrannten Monokultur aus Seekiefern im Waldgebiet „Landes de Gascogne“ im Südwesten Frankreichs am 1. August 2026.

Foto: Pierre Larrieu/Hans Lucas/AFP via Getty Images

Bei Bordeaux durften Bewohner weiterer Orte zurück nach Hause. Im Ort Le Porge an der Atlantikküste fand zuvor noch ein Einsatz zur Minenräumung statt, da der Kampfmittelräumdienst ein Arsenal von Weltkriegsmunition entdeckt hatte. Nach Angaben der Präfektur vom Montagabend wurden fast 400 Granaten und Munition geborgen.

Spanien

Im Vergleich zu den vergangenen Wochen hat sich die Lage in Spanien weiter entspannt.
Nach Angaben des Waldbrandportals „Incendios Forestales“ waren am Abend landesweit 47 Wald- und Vegetationsbrände aktiv. Es handelte sich überwiegend um kleinere Feuer. Die meisten davon wurden aus den Regionen Kastilien und León, Katalonien, Valencia und Kastilien-La Mancha gemeldet.
Die Großbrände rund um die Hauptstadt Madrid lodern zum Teil noch weiter, sind aber unter Kontrolle.

US-Bundesstaat Washington

Im Bundesstaat Washington im Nordwesten der USA haben drei Großbrände ganze Wohngebiete verwüstet. Gent Welsh von der Nationalgarde in dem Westküstenstaat verglich die Zerstörung in der betroffenen Region rund um die Stadt Spokane mit einem „Kriegsgebiet“.
Behördenangaben zufolge brannten dort mehr als 700 Häuser und andere Gebäude ab. Verletzte oder Tote seien bislang nicht gemeldet worden, hieß es am Montag (Ortszeit).
Spokane im US-Bundesstaat Washington nach dem Waldbrand: Nur Schornsteine stehen noch

Spokane im US-Bundesstaat Washington nach dem Waldbrand: Nur Schornsteine stehen noch

Foto: Lindsey Wasson/AP/dpa

Die Feuer seien vermutlich die „schlimmste Naturkatastrophe“ in dieser Region, sagte Washingtons Gouverneur Bob Ferguson. Dave Upthegrove, Beauftragter für staatliche Ländereien, sprach von einer „historischen Waldbrandsaison“, die schon relativ früh im Sommer verheerende Ausmaße erreicht habe.
Seinen Angaben zufolge brennen derzeit in dem Bundesstaat 17 größere Feuer auf einer Fläche von über 100.000 Hektar Land. Rund 5.000 Einsatzkräfte kämpften in dem Bundesstaat gegen die Brände an.
Allein im Raum Spokane waren mehr als 65.000 Menschen dazu aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen – mehr als ein Drittel der Bevölkerung. (dpa/red)
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02.08.2026 | Gruppen-Schlägerei am Nürnberger Flughafen | Seebarrieren vor Ceuta | Leiche von Netflix-Bergsteiger noch nicht geborgen

HEUTE13:20 Uhr

Leiche von Netflix-Bergsteiger noch nicht geborgen

Die Leiche des bekannten Extremsportlers Nirmal Purja ist zwar gefunden, aber zunächst nicht vom Berg gebracht worden. Das Rettungsteam habe den Körper des Nepalesen auf etwa 5.700 Metern Höhe am Berg Broad Peak erreicht, sagt der Alpine Club Pakistan. Auch Hubschrauber der Armee sin dim Einsatz. Die Bedingungen für die Bergung am zwölfthöchsten Berg der Erde seien „sehr schwierig“.
HEUTE12:55 Uhr

Israel greift im Gazastreifen an

Israel hat mehrere Angriffe im Gazastreifen durchgeführt, die Hamas meldet 16 Tote. Laut Hamas wurden auch Lager für Medikamente zerstört oder beschädigt. Die israelische Armee sprach von Einsätzen gegen Waffenlager der Hamas. Eines der Waffenlager habe sich neben einem Krankenhaus befunden und als Versteck gedient.

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HEUTE12:28 Uhr

Union pocht wegen Ceuta auf weitere deutsche Grenzkontrollen

Unions-Fraktionsvize Günter Krings fordert, die Grenzkontrollen an allen deutschen Außengrenzen bei Bedarf zu intensivieren. Wer aus Spanien kommend in Deutschland Asyl beantragt, sollte grundsätzlich zurückgewiesen werden, da Spanien zuständig sei. Er wirbt für mehr Zusammenarbeit mit Marokko, insbesondere zu Abschiebungen, zur Bekämpfung der Schleuserkriminalität und einer verlässlichen Grenzsicherung.

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HEUTE12:12 Uhr

Erneuter Gefängnisaufstand in Sri Lanka – Hunderte Soldaten im Einsatz

Nach dem zweiten Gefängnisaufstand binnen eines Monats setzte Sri Lanka hunderte Soldaten ein, um weitere Ausschreitungen in der etwa vierfach überlegten Haftanstalt Mahara zu verhindern. Ein Häftling kam bei dem Aufstand ums Leben, sechs wurden verletzt. Laut Polizei ist die Lage unter Kontrolle. Die Insassen zerstörten mehrere Gebäude, darunter die Küche und das Gefängniskrankenhaus.

Am 2. August 2026 patrouillieren Militärangehörige vor dem Mahara-Gefängniskomplex am Stadtrand von Colombo.

Foto: Ishara S. Kodikara/AFP via Getty Images

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HEUTE11:40 Uhr

Streit im Nürnberger Flughafen – Elf Passagiere von Flug ausgeschlossen

In Nürnberg eskalierte ein Streit auf dem Flughafen – zwei Gruppen mit insgesamt etwa 20 Beteiligten stritten sich um ihre Plätze in der Warteschlange am Check-in-Schalter. Ein 29-Jähriger schlug laut Polizei einem 43-Jährigen ins Gesicht, woraufhin es zu einer Schlägerei zwischen den Gruppen kam. Elf der Beteiligten wurden von ihrem Flug ausgeschlossen, die Grenzpolizei Nürnberg-Flughafen ermittelt.

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HEUTE11:29 Uhr

Mann bei Unwetter von Baum erschlagen – Nationalpark gesperrt

Im Nationalpark Sächsische Schweiz ist am Freitagabend ein 28-jähriger Mann bei einem Unwetter von einem Baum erschlagen worden. 13  Menschen sind verletzt, drei kamen ins Krankenhaus. Bei einem Gewitter gab es starken Windbruch, der Spielbetrieb auf der Felsenbühne Rathen ist eingestellt. Der Nationalpark Sächsische Schweiz warnt vor dem Betreten des betroffenen Gebiets. 

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HEUTE11:05 Uhr

FC Bayern auf Asientour – begeisterter Empfang in Südkorea

Der FC Bayern München ist zur Asientour in Südkorea eingetroffen. Am Flughafen in Jeju wurden das Team und Kapitän Manuel Neuer begeistert begrüßt. In zwei Tagen spielt das Team gegen den koreanischen Club Jeju SK FC, danach in Hongkong im Rahmen des Audi Football Summit gegen den Europa-League-Sieger Aston Villa.

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HEUTE10:38 Uhr

KKH: Stressdiagnosen bei Berufstätigen auf Höchststand

Laut KKH-Analyse entfielen 2025 knapp 119 Krankheitstage je 100 Versicherte auf akute Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen. Im Vorjahr waren es 112 Tage, 2017 noch 66 Tage.  Als Ursachen gelten Dauerstress und anhaltender mentaler Druck,  wie ein zu hohes Arbeitspensum, ständige Überstunden, geringes Gehalt und Existenzängste, Konflikte mit Kollegen und Vorgesetzten.

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HEUTE10:13 Uhr

Baumstammwerfen und Dudelsackklänge in Schottland

Heute finden im hohen Norden Schottland die traditionellen Mey Highland Games 2026 statt. Zu den Höhepunkten gehören neben Baumstammwerfen, Hammerwurf oder Steinstoßen auch Highland Dancing und Auftritte von Pipe Bands.

Eine Gruppe von Highland-Dudelsackspielern während der „Mey Highland Games 2026“ am 1. August 2026 auf dem John O’Groats Showground in John O’Groats, Schottland.

Foto: Martin Grimes/Getty Images

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HEUTE9:58 Uhr

Waldbrand erreicht US-Großstadt – Tausende zur Evakuierung aufgefordert

Ein rasch wachsender Waldbrand hat die Großstadt Spokane im Nordwesten der USA erreicht und tausende Menschen zur Flucht gezwungen. Gouverneur Bob Ferguson rief den Notstand aus. Das Old-Trails-Feuer breitete sich bislang auf über 1.400 Hektar aus, Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet. Die Nationalgarde wurde mobilisiert.

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HEUTE9:37 Uhr

Papier: Fußfessel-Ausweitung verfassungsrechtlich möglich

Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hält mehr Fußfesseln bei terroristischen Gefährdern für möglich, auch wenn keine konkrete Anschlagsgefahr vorläge. Dazu müssten Tatsachen auf ein beträchtliches Terrorismusrisiko hindeuten. Längerer Präventivgewahrsam dürfte nach geltendem Verfassungsrecht aber ausscheiden. Änderungen im Jugendstrafrecht seien denkbar.

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HEUTE9:17 Uhr

Waldbrände in Griechenland – 13 Menschen festgenommen, 3 Feuerwehrleute tot

50 Kilometer westlich von Athen bekämpfen über 500 Feuerwehrleute einen großflächigen Waldbrand am Kithairon-Gebirge vor Ort. Starke Winde treiben das Feuer in Richtung der Stadt Megara. Laut Feuerwehr wurden bislang landesweit 13 Menschen wegen fahrlässiger Brandstiftung festgenommen, landesweit wurden mehr als 12.000 Hektar zerstört. Drei Feuerwehrleute kamen ums Leben, zwei auf Kreta und einer auf der Halbinsel Peloponnes.
Westlich von Athen brennt es weiterhin.

Westlich von Athen brennt es weiterhin.

Foto: Michael Varaklas/AP/dpa

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HEUTE9:10 Uhr

Spaniens Liga-Boss fordert Rücktritt von Infantino

Spaniens Liga-Chef Javier Tebas fordert den Rücktritt von FIFA-Präsident Gianni Infantino. Nach massiver Kritik gab dieser zuvor seinen Plan auf, Anteile an den kommerziellen FIFA-Rechten an private Investoren zu verkaufen. Infantino, der sich im März 2027 in Rabat (Marokko) erneut für vier Jahre zum FIFA-Boss wählen lassen will, wird weiterhin von einigen Staaten unterstützt.

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HEUTE8:53 Uhr

Niedriger Donau-Pegelstand: Ungarn schaltet sein KKW ab

Wegen weiter sinkender Donaupegel wird Ungarns Kernkraftwerk in Paks am 3. August erstmals seit 44 Jahren vollständig abgeschaltet. In der Nacht zum 2. August wurde bereits einer der letzten beiden Reaktoren heruntergefahren, die Leistung des Kraftwerks sank auf 240 Megawatt. Das KKW deckt 40 Prozent des ungarischen Strombedarfs.
Kernkraftwerke

Das Kernkraftwerk Paks in Ungarn am 31. Juli 2026 mit seiner Wasserentnahmestelle und dem Kaltwasserkanal an der Donau.  

Foto: Attila Kisbenedek / AFP via Getty Images

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HEUTE8:42 Uhr

Vor Ceuta: Seebarrieren installiert

An der Seegrenze zwischen der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika und Marokko wurden eine 500 Meter lange schwimmende Barrieren sowie Bojenketten installiert. Damit will Spanien eine Gesetzeslücke schließen. Laut dem Obersten Gerichtshof ist eine sofortige Zurückweisung von Migranten nur dann zulässig, wenn ein Zaun oder eine andere Sperre überwunden werden muss. Heute seien bisher keine Versuche zu beobachten, über das Meer nach Ceuta zu gelangen.

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HEUTE8:29 Uhr

„The Sopranos“: Vincent Pastore mit 80 Jahren gestorben

US-Schauspieler Vincent Pastore (Mafia-Kult-Serie „The Sopranos“) ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Pastore kam 1946 in New York auf die Welt, er stammte aus einer US-italienischen Familie. Er war Soldat bei der US-Marine und Nachtclub-Besitzer, bevor er Schauspieler wurde. In „The Sopranos“ spielte er einen Mafioso, der Informant für die US-Bundespolizei FBI wird.

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HEUTE8:19 Uhr

Kolumbien: 14 Verletzte bei Sprengstoffanschlag auf Polizeiwache

Sechs Tage vor der Vereidigung des neuen kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella wurden bei einem Lkw-Sprengstoffanschlag mindestens 14 Menschen verletzt. Dieser detonierte vor einer Polizeiwache in der Stadt Cucutá. Die Regierung machte die Guerrilla-Gruppe ELN verantwortlich und setzte mehr als 56.000 Euro für Hinweise zur Ergreifung der Täter aus.

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HEUTE7:49 Uhr

Moskau meldet 635 abgefangene Drohnen aus der Ukraine

In mehr als einem Dutzend Regionen haben die russischen Streitkräfte in der Nacht 635 ukrainische Drohnen „abgefangen und zerstört“, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Behörden in der Region Saratow im Südwesten Russlands meldeten, dass bei einem ukrainischen Drohnenangriff zwei Menschen getötet worden seien. Die Region liegt über 700 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.

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HEUTE7:02 Uhr

EU-Dringlichkeitssitzung zum Streit um Migrationskrise in Ceuta

Die Krise in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika führt zu einem schwerem Streit in der EU, für den 4. August ist eine Dringlichkeitssitzung angesetzt. 22 EU-Staaten kritisieren Spaniens Migrationspolitik – Spaniens sozialistischer Regierungschef Pedro Sánchez spricht von einer „egoistischen“ und „rechtswidrigen“ Reaktion. Wadephul fordert absolute Priorität des Grenzschutz, Klingbeil Solidarität mit Spanien.
HEUTE6:52 Uhr

FDP erstmals wieder bei 5 Prozent

Die FDP erreichte in der aktuelle INSA-Umfrage erstmals seit anderthalb Jahren wieder die Fünf-Prozent-Hürde. Im „Sonntagstrend“ klettern die Liberalen um einen Punkt auf fünf Prozent. Unverändert bleiben: AfD mit 28 Prozent, CDU/CSU bei 21 Prozent, Grüne mit 14 Prozent, SPD mit 12 Prozent und Linke mit 11 Prozent. Das BSW erreichte 4 Prozent. Den Sonntagstrend erhebt INSA wöchentlich für die „BILD am Sonntag“.

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HEUTE5:40 Uhr

Zwei Deutsche starben – Absturz von Kleinflugzeug in Peru

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs von AeroDiana sind in Peru 13 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch zwei Deutsche. Die Cessna Caravan C-208 stürzte kurz nach dem Start zu einen Rundflug über die Nazca-Linien ab. Das Verkehrsministeriums bestätigte den Tod von sieben Italienern, zwei Deutschen und zwei Spaniern. Die Opfer waren zwischen 24 und 78 Jahre alt.

Das Wrack des Kleinflugzeugs am 1. August 2026 im Stadtteil Vista Alegre in Nazca, Peru.

Foto: Mariajulia Vareman/AFP via Getty Images

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HEUTE4:26 Uhr

Trump: Neue Angriffe auf den Iran vorerst ausgesetzt

Die USA verzichten laut US-Präsident Donald Trump vorübergehend auf weitere Angriffe auf den Iran. Die USA seien vom Iran und von weiteren Ländern in der Region darum gebeten worden, weil sich eine neue Vereinbarung abzeichne, schrieb Trump auf Truth Social. Ein solcher Deal müsse aber schnell erzielt werden. Auch Israel verzichte vorerst auf Angriffe.
HEUTE2:44 Uhr

Russische Behörden: Drei Tote bei Explosion in Moskau

Bei einem Bombenanschlag in einem italienischen Restaurant am Kudrinskaja-Platz in Moskau sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. 21 weitere sind verletzt. Das Nationale Anti-Terror-Komitee teilte mit, dass eine Frau mit einem Sprengsatz das Restaurant betreten wollte. Die Explosion tötete demnach die Frau, den Sicherheitsmann und einen Besucher des Restaurants.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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02.08.2026 | Gruppen-Schlägerei am Nürnberger Flughafen | Seebarrieren vor Ceuta | Leiche von Netflix-Bergsteiger noch nicht geborgen

HEUTE13:20 Uhr

Leiche von Netflix-Bergsteiger noch nicht geborgen

Die Leiche des bekannten Extremsportlers Nirmal Purja ist zwar gefunden, aber zunächst nicht vom Berg gebracht worden. Das Rettungsteam habe den Körper des Nepalesen auf etwa 5.700 Metern Höhe am Berg Broad Peak erreicht, sagt der Alpine Club Pakistan. Auch Hubschrauber der Armee sin dim Einsatz. Die Bedingungen für die Bergung am zwölfthöchsten Berg der Erde seien „sehr schwierig“.
HEUTE12:55 Uhr

Israel greift im Gazastreifen an

Israel hat mehrere Angriffe im Gazastreifen durchgeführt, die Hamas meldet 16 Tote. Laut Hamas wurden auch Lager für Medikamente zerstört oder beschädigt. Die israelische Armee sprach von Einsätzen gegen Waffenlager der Hamas. Eines der Waffenlager habe sich neben einem Krankenhaus befunden und als Versteck gedient.

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HEUTE12:28 Uhr

Union pocht wegen Ceuta auf weitere deutsche Grenzkontrollen

Unions-Fraktionsvize Günter Krings fordert, die Grenzkontrollen an allen deutschen Außengrenzen bei Bedarf zu intensivieren. Wer aus Spanien kommend in Deutschland Asyl beantragt, sollte grundsätzlich zurückgewiesen werden, da Spanien zuständig sei. Er wirbt für mehr Zusammenarbeit mit Marokko, insbesondere zu Abschiebungen, zur Bekämpfung der Schleuserkriminalität und einer verlässlichen Grenzsicherung.

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HEUTE12:12 Uhr

Erneuter Gefängnisaufstand in Sri Lanka – Hunderte Soldaten im Einsatz

Nach dem zweiten Gefängnisaufstand binnen eines Monats setzte Sri Lanka hunderte Soldaten ein, um weitere Ausschreitungen in der etwa vierfach überlegten Haftanstalt Mahara zu verhindern. Ein Häftling kam bei dem Aufstand ums Leben, sechs wurden verletzt. Laut Polizei ist die Lage unter Kontrolle. Die Insassen zerstörten mehrere Gebäude, darunter die Küche und das Gefängniskrankenhaus.

Am 2. August 2026 patrouillieren Militärangehörige vor dem Mahara-Gefängniskomplex am Stadtrand von Colombo.

Foto: Ishara S. Kodikara/AFP via Getty Images

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HEUTE11:40 Uhr

Streit im Nürnberger Flughafen – Elf Passagiere von Flug ausgeschlossen

In Nürnberg eskalierte ein Streit auf dem Flughafen – zwei Gruppen mit insgesamt etwa 20 Beteiligten stritten sich um ihre Plätze in der Warteschlange am Check-in-Schalter. Ein 29-Jähriger schlug laut Polizei einem 43-Jährigen ins Gesicht, woraufhin es zu einer Schlägerei zwischen den Gruppen kam. Elf der Beteiligten wurden von ihrem Flug ausgeschlossen, die Grenzpolizei Nürnberg-Flughafen ermittelt.

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Mann bei Unwetter von Baum erschlagen – Nationalpark gesperrt

Im Nationalpark Sächsische Schweiz ist am Freitagabend ein 28-jähriger Mann bei einem Unwetter von einem Baum erschlagen worden. 13  Menschen sind verletzt, drei kamen ins Krankenhaus. Bei einem Gewitter gab es starken Windbruch, der Spielbetrieb auf der Felsenbühne Rathen ist eingestellt. Der Nationalpark Sächsische Schweiz warnt vor dem Betreten des betroffenen Gebiets. 

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HEUTE11:05 Uhr

FC Bayern auf Asientour – begeisterter Empfang in Südkorea

Der FC Bayern München ist zur Asientour in Südkorea eingetroffen. Am Flughafen in Jeju wurden das Team und Kapitän Manuel Neuer begeistert begrüßt. In zwei Tagen spielt das Team gegen den koreanischen Club Jeju SK FC, danach in Hongkong im Rahmen des Audi Football Summit gegen den Europa-League-Sieger Aston Villa.

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KKH: Stressdiagnosen bei Berufstätigen auf Höchststand

Laut KKH-Analyse entfielen 2025 knapp 119 Krankheitstage je 100 Versicherte auf akute Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen. Im Vorjahr waren es 112 Tage, 2017 noch 66 Tage.  Als Ursachen gelten Dauerstress und anhaltender mentaler Druck,  wie ein zu hohes Arbeitspensum, ständige Überstunden, geringes Gehalt und Existenzängste, Konflikte mit Kollegen und Vorgesetzten.

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Baumstammwerfen und Dudelsackklänge in Schottland

Heute finden im hohen Norden Schottland die traditionellen Mey Highland Games 2026 statt. Zu den Höhepunkten gehören neben Baumstammwerfen, Hammerwurf oder Steinstoßen auch Highland Dancing und Auftritte von Pipe Bands.

Eine Gruppe von Highland-Dudelsackspielern während der „Mey Highland Games 2026“ am 1. August 2026 auf dem John O’Groats Showground in John O’Groats, Schottland.

Foto: Martin Grimes/Getty Images

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Waldbrand erreicht US-Großstadt – Tausende zur Evakuierung aufgefordert

Ein rasch wachsender Waldbrand hat die Großstadt Spokane im Nordwesten der USA erreicht und tausende Menschen zur Flucht gezwungen. Gouverneur Bob Ferguson rief den Notstand aus. Das Old-Trails-Feuer breitete sich bislang auf über 1.400 Hektar aus, Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet. Die Nationalgarde wurde mobilisiert.

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Papier: Fußfessel-Ausweitung verfassungsrechtlich möglich

Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hält mehr Fußfesseln bei terroristischen Gefährdern für möglich, auch wenn keine konkrete Anschlagsgefahr vorläge. Dazu müssten Tatsachen auf ein beträchtliches Terrorismusrisiko hindeuten. Längerer Präventivgewahrsam dürfte nach geltendem Verfassungsrecht aber ausscheiden. Änderungen im Jugendstrafrecht seien denkbar.

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Waldbrände in Griechenland – 13 Menschen festgenommen, 3 Feuerwehrleute tot

50 Kilometer westlich von Athen bekämpfen über 500 Feuerwehrleute einen großflächigen Waldbrand am Kithairon-Gebirge vor Ort. Starke Winde treiben das Feuer in Richtung der Stadt Megara. Laut Feuerwehr wurden bislang landesweit 13 Menschen wegen fahrlässiger Brandstiftung festgenommen, landesweit wurden mehr als 12.000 Hektar zerstört. Drei Feuerwehrleute kamen ums Leben, zwei auf Kreta und einer auf der Halbinsel Peloponnes.
Westlich von Athen brennt es weiterhin.

Westlich von Athen brennt es weiterhin.

Foto: Michael Varaklas/AP/dpa

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HEUTE9:10 Uhr

Spaniens Liga-Boss fordert Rücktritt von Infantino

Spaniens Liga-Chef Javier Tebas fordert den Rücktritt von FIFA-Präsident Gianni Infantino. Nach massiver Kritik gab dieser zuvor seinen Plan auf, Anteile an den kommerziellen FIFA-Rechten an private Investoren zu verkaufen. Infantino, der sich im März 2027 in Rabat (Marokko) erneut für vier Jahre zum FIFA-Boss wählen lassen will, wird weiterhin von einigen Staaten unterstützt.

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HEUTE8:53 Uhr

Niedriger Donau-Pegelstand: Ungarn schaltet sein KKW ab

Wegen weiter sinkender Donaupegel wird Ungarns Kernkraftwerk in Paks am 3. August erstmals seit 44 Jahren vollständig abgeschaltet. In der Nacht zum 2. August wurde bereits einer der letzten beiden Reaktoren heruntergefahren, die Leistung des Kraftwerks sank auf 240 Megawatt. Das KKW deckt 40 Prozent des ungarischen Strombedarfs.
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Das Kernkraftwerk Paks in Ungarn am 31. Juli 2026 mit seiner Wasserentnahmestelle und dem Kaltwasserkanal an der Donau.  

Foto: Attila Kisbenedek / AFP via Getty Images

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HEUTE8:42 Uhr

Vor Ceuta: Seebarrieren installiert

An der Seegrenze zwischen der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika und Marokko wurden eine 500 Meter lange schwimmende Barrieren sowie Bojenketten installiert. Damit will Spanien eine Gesetzeslücke schließen. Laut dem Obersten Gerichtshof ist eine sofortige Zurückweisung von Migranten nur dann zulässig, wenn ein Zaun oder eine andere Sperre überwunden werden muss. Heute seien bisher keine Versuche zu beobachten, über das Meer nach Ceuta zu gelangen.

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HEUTE8:29 Uhr

„The Sopranos“: Vincent Pastore mit 80 Jahren gestorben

US-Schauspieler Vincent Pastore (Mafia-Kult-Serie „The Sopranos“) ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Pastore kam 1946 in New York auf die Welt, er stammte aus einer US-italienischen Familie. Er war Soldat bei der US-Marine und Nachtclub-Besitzer, bevor er Schauspieler wurde. In „The Sopranos“ spielte er einen Mafioso, der Informant für die US-Bundespolizei FBI wird.

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HEUTE8:19 Uhr

Kolumbien: 14 Verletzte bei Sprengstoffanschlag auf Polizeiwache

Sechs Tage vor der Vereidigung des neuen kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella wurden bei einem Lkw-Sprengstoffanschlag mindestens 14 Menschen verletzt. Dieser detonierte vor einer Polizeiwache in der Stadt Cucutá. Die Regierung machte die Guerrilla-Gruppe ELN verantwortlich und setzte mehr als 56.000 Euro für Hinweise zur Ergreifung der Täter aus.

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HEUTE7:49 Uhr

Moskau meldet 635 abgefangene Drohnen aus der Ukraine

In mehr als einem Dutzend Regionen haben die russischen Streitkräfte in der Nacht 635 ukrainische Drohnen „abgefangen und zerstört“, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Behörden in der Region Saratow im Südwesten Russlands meldeten, dass bei einem ukrainischen Drohnenangriff zwei Menschen getötet worden seien. Die Region liegt über 700 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.

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HEUTE7:02 Uhr

EU-Dringlichkeitssitzung zum Streit um Migrationskrise in Ceuta

Die Krise in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika führt zu einem schwerem Streit in der EU, für den 4. August ist eine Dringlichkeitssitzung angesetzt. 22 EU-Staaten kritisieren Spaniens Migrationspolitik – Spaniens sozialistischer Regierungschef Pedro Sánchez spricht von einer „egoistischen“ und „rechtswidrigen“ Reaktion. Wadephul fordert absolute Priorität des Grenzschutz, Klingbeil Solidarität mit Spanien.
HEUTE6:52 Uhr

FDP erstmals wieder bei 5 Prozent

Die FDP erreichte in der aktuelle INSA-Umfrage erstmals seit anderthalb Jahren wieder die Fünf-Prozent-Hürde. Im „Sonntagstrend“ klettern die Liberalen um einen Punkt auf fünf Prozent. Unverändert bleiben: AfD mit 28 Prozent, CDU/CSU bei 21 Prozent, Grüne mit 14 Prozent, SPD mit 12 Prozent und Linke mit 11 Prozent. Das BSW erreichte 4 Prozent. Den Sonntagstrend erhebt INSA wöchentlich für die „BILD am Sonntag“.

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HEUTE5:40 Uhr

Zwei Deutsche starben – Absturz von Kleinflugzeug in Peru

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs von AeroDiana sind in Peru 13 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch zwei Deutsche. Die Cessna Caravan C-208 stürzte kurz nach dem Start zu einen Rundflug über die Nazca-Linien ab. Das Verkehrsministeriums bestätigte den Tod von sieben Italienern, zwei Deutschen und zwei Spaniern. Die Opfer waren zwischen 24 und 78 Jahre alt.

Das Wrack des Kleinflugzeugs am 1. August 2026 im Stadtteil Vista Alegre in Nazca, Peru.

Foto: Mariajulia Vareman/AFP via Getty Images

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HEUTE4:26 Uhr

Trump: Neue Angriffe auf den Iran vorerst ausgesetzt

Die USA verzichten laut US-Präsident Donald Trump vorübergehend auf weitere Angriffe auf den Iran. Die USA seien vom Iran und von weiteren Ländern in der Region darum gebeten worden, weil sich eine neue Vereinbarung abzeichne, schrieb Trump auf Truth Social. Ein solcher Deal müsse aber schnell erzielt werden. Auch Israel verzichte vorerst auf Angriffe.
HEUTE2:44 Uhr

Russische Behörden: Drei Tote bei Explosion in Moskau

Bei einem Bombenanschlag in einem italienischen Restaurant am Kudrinskaja-Platz in Moskau sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. 21 weitere sind verletzt. Das Nationale Anti-Terror-Komitee teilte mit, dass eine Frau mit einem Sprengsatz das Restaurant betreten wollte. Die Explosion tötete demnach die Frau, den Sicherheitsmann und einen Besucher des Restaurants.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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02.08.2026 | Seebarrieren vor Ceuta installiert | FC Bayern auf Asientour | 13 Menschen in Griechenland wegen Brandstiftung festgenommen

HEUTE11:05 Uhr

FC Bayern auf Asientour – begeisterter Empfang in Südkorea

Der FC Bayern München ist zur Asientour in Südkorea eingetroffen. Am Flughafen in Jeju wurden das Team und Kapitän Manuel Neuer begeistert begrüßt. In zwei Tagen spielt das Team gegen den koreanischen Club Jeju SK FC, danach in Hongkong im Rahmen des Audi Football Summit gegen den Europa-League-Sieger Aston Villa.

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HEUTE10:38 Uhr

KKH: Stressdiagnosen bei Berufstätigen auf Höchststand

Laut KKH-Analyse entfielen 2025 knapp 119 Krankheitstage je 100 Versicherte auf akute Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen. Im Vorjahr waren es 112 Tage, 2017 noch 66 Tage.  Als Ursachen gelten Dauerstress und anhaltender mentaler Druck,  wie ein zu hohes Arbeitspensum, ständige Überstunden, geringes Gehalt und Existenzängste, Konflikte mit Kollegen und Vorgesetzten.

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HEUTE9:58 Uhr

Waldbrand erreicht US-Großstadt – Tausende zur Evakuierung aufgefordert

Ein rasch wachsender Waldbrand hat die Großstadt Spokane im Nordwesten der USA erreicht und tausende Menschen zur Flucht gezwungen. Gouverneur Bob Ferguson rief den Notstand aus. Das Old-Trails-Feuer breitete sich bislang auf über 1.400 Hektar aus, Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet. Die Nationalgarde wurde mobilisiert.

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HEUTE9:37 Uhr

Papier: Fußfessel-Ausweitung verfassungsrechtlich möglich

Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hält mehr Fußfesseln bei terroristischen Gefährdern für möglich, auch wenn keine konkrete Anschlagsgefahr vorläge. Dazu müssten Tatsachen auf ein beträchtliches Terrorismusrisiko hindeuten. Längerer Präventivgewahrsam dürfte nach geltendem Verfassungsrecht aber ausscheiden. Änderungen im Jugendstrafrecht seien denkbar.

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HEUTE9:17 Uhr

Waldbrände in Griechenland – 13 Menschen festgenommen, 3 Feuerwehrleute tot

50 Kilometer westlich von Athen bekämpfen über 500 Feuerwehrleute einen großflächigen Waldbrand am Kithairon-Gebirge vor Ort. Starke Winde treiben das Feuer in Richtung der Stadt Megara. Laut Feuerwehr wurden bislang landesweit 13 Menschen wegen fahrlässiger Brandstiftung festgenommen, landesweit wurden mehr als 12.000 Hektar zerstört. Drei Feuerwehrleute kamen ums Leben, zwei auf Kreta und einer auf der Halbinsel Peloponnes.
Westlich von Athen brennt es weiterhin.

Westlich von Athen brennt es weiterhin.

Foto: Michael Varaklas/AP/dpa

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HEUTE9:10 Uhr

Spaniens Liga-Boss fordert Rücktritt von Infantino

Spaniens Liga-Chef Javier Tebas fordert den Rücktritt von FIFA-Präsident Gianni Infantino. Nach massiver Kritik gab dieser zuvor seinen Plan auf, Anteile an den kommerziellen FIFA-Rechten an private Investoren zu verkaufen. Infantino, der sich im März 2027 in Rabat (Marokko) erneut für vier Jahre zum FIFA-Boss wählen lassen will, wird weiterhin von einigen Staaten unterstützt.

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HEUTE8:53 Uhr

Niedriger Donau-Pegelstand: Ungarn schaltet sein KKW ab

Wegen weiter sinkender Donaupegel wird Ungarns Kernkraftwerk in Paks am 3. August erstmals seit 44 Jahren vollständig abgeschaltet. In der Nacht zum 2. August wurde bereits einer der letzten beiden Reaktoren heruntergefahren, die Leistung des Kraftwerks sank auf 240 Megawatt. Das KKW deckt 40 Prozent des ungarischen Strombedarfs.
Kernkraftwerke

Das Kernkraftwerk Paks in Ungarn am 31. Juli 2026 mit seiner Wasserentnahmestelle und dem Kaltwasserkanal an der Donau.  

Foto: Attila Kisbenedek / AFP via Getty Images

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HEUTE8:42 Uhr

Vor Ceuta: Seebarrieren installiert

An der Seegrenze zwischen der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika und Marokko wurden eine 500 Meter lange schwimmende Barrieren sowie Bojenketten installiert. Damit will Spanien eine Gesetzeslücke schließen. Laut dem Obersten Gerichtshof ist eine sofortige Zurückweisung von Migranten nur dann zulässig, wenn ein Zaun oder eine andere Sperre überwunden werden muss. Heute seien bisher keine Versuche zu beobachten, über das Meer nach Ceuta zu gelangen.

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HEUTE8:29 Uhr

„The Sopranos“: Vincent Pastore mit 80 Jahren gestorben

US-Schauspieler Vincent Pastore (Mafia-Kult-Serie „The Sopranos“) ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Pastore kam 1946 in New York auf die Welt, er stammte aus einer US-italienischen Familie. Er war Soldat bei der US-Marine und Nachtclub-Besitzer, bevor er Schauspieler wurde. In „The Sopranos“ spielte er einen Mafioso, der Informant für die US-Bundespolizei FBI wird.

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HEUTE8:19 Uhr

Kolumbien: 14 Verletzte bei Sprengstoffanschlag auf Polizeiwache

Sechs Tage vor der Vereidigung des neuen kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella wurden bei einem Lkw-Sprengstoffanschlag mindestens 14 Menschen verletzt. Dieser detonierte vor einer Polizeiwache in der Stadt Cucutá. Die Regierung machte die Guerrilla-Gruppe ELN verantwortlich und setzte mehr als 56.000 Euro für Hinweise zur Ergreifung der Täter aus.

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HEUTE7:49 Uhr

Moskau meldet 635 abgefangene Drohnen aus der Ukraine

In mehr als einem Dutzend Regionen haben die russischen Streitkräfte in der Nacht 635 ukrainische Drohnen „abgefangen und zerstört“, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Behörden in der Region Saratow im Südwesten Russlands meldeten, dass bei einem ukrainischen Drohnenangriff zwei Menschen getötet worden seien. Die Region liegt über 700 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.

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HEUTE7:02 Uhr

EU-Dringlichkeitssitzung zum Streit um Migrationskrise in Ceuta

Die Krise in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika führt zu einem schwerem Streit in der EU, für den 4. August ist eine Dringlichkeitssitzung angesetzt. 22 EU-Staaten kritisieren Spaniens Migrationspolitik – Spaniens sozialistischer Regierungschef Pedro Sánchez spricht von einer „egoistischen“ und „rechtswidrigen“ Reaktion. Wadephul fordert absolute Priorität des Grenzschutz, Klingbeil Solidarität mit Spanien.
HEUTE6:52 Uhr

FDP erstmals wieder bei 5 Prozent

Die FDP erreichte in der aktuelle INSA-Umfrage erstmals seit anderthalb Jahren wieder die Fünf-Prozent-Hürde. Im „Sonntagstrend“ klettern die Liberalen um einen Punkt auf fünf Prozent. Unverändert bleiben: AfD mit 28 Prozent, CDU/CSU bei 21 Prozent, Grüne mit 14 Prozent, SPD mit 12 Prozent und Linke mit 11 Prozent. Das BSW erreichte 4 Prozent.

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HEUTE5:40 Uhr

Zwei Deutsche starben – Absturz von Kleinflugzeug in Peru

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs von AeroDiana sind in Peru 13 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch zwei Deutsche. Die Cessna Caravan C-208 stürzte kurz nach dem Start zu einen Rundflug über die Nazca-Linien ab. Das Verkehrsministeriums bestätigte den Tod von sieben Italienern, zwei Deutschen und zwei Spaniern. Die Opfer waren zwischen 24 und 78 Jahre alt.

Das Wrack des Kleinflugzeugs am 1. August 2026 im Stadtteil Vista Alegre in Nazca, Peru.

Foto: Mariajulia Vareman/AFP via Getty Images

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HEUTE4:26 Uhr

Trump: Neue Angriffe auf den Iran vorerst ausgesetzt

Die USA verzichten laut US-Präsident Donald Trump vorübergehend auf weitere Angriffe auf den Iran. Die USA seien vom Iran und von weiteren Ländern in der Region darum gebeten worden, weil sich eine neue Vereinbarung abzeichne, schrieb Trump auf Truth Social. Ein solcher Deal müsse aber schnell erzielt werden. Auch Israel verzichte vorerst auf Angriffe.
HEUTE2:44 Uhr

Russische Behörden: Drei Tote bei Explosion in Moskau

Bei einem Bombenanschlag in einem italienischen Restaurant am Kudrinskaja-Platz in Moskau sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. 21 weitere sind verletzt. Das Nationale Anti-Terror-Komitee teilte mit, dass eine Frau mit einem Sprengsatz das Restaurant betreten wollte. Die Explosion tötete demnach die Frau, den Sicherheitsmann und einen Besucher des Restaurants.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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Villa Kérylos: Wie das antike Griechenland eine Renaissance an der französischen Riviera erlebt

Inmitten von Glanz und Glamour der französischen Riviera wirkt die Villa Kérylos wie ein seltener Vogel – im wahrsten Sinne des Wortes, denn „kérylos“ bedeutet „Meerschwalbe“ oder „Eisvogel“ und gilt in der griechischen Mythologie als gutes Omen.
Das außergewöhnliche Gebäude in Beaulieu-sur-Mer bei Nizza entsprang einer Zusammenarbeit zwischen dem Mäzen Théodore Reinach (1860–1928) und seinem Freund, dem Architekten Emmanuel Pontremoli (1865–1956), der auch an archäologischen Ausgrabungsstätten tätig war. Der in Frankreich in einer jüdischen Familie geborene Reinach war eine vielseitige Persönlichkeit. Er war Archäologe, Historiker, Jurist, Mathematiker, Musikwissenschaftler und Numismatiker, kannte sich also auf dem Gebiet von Münzen aus. Sein Schwerpunkt lag jedoch auf der Erforschung des antiken Griechenlands.
Die zwischen 1902 und 1908 als Ferienhaus erbaute weiß verputzte Villa ist ein Ort mit besonderer Ausstrahlung. Das Gebäude wirkt wie eine griechische Residenz aus hellenistischer Zeit. Es vereint den Komfort und die Bautechniken der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, einer Epoche, die in Frankreich als Belle Époque (schöne Epoche) bekannt ist.
Die Villa Kérylos ist ein „Gesamtkunstwerk“. Die Architektur, die Gärten und die Einrichtung erinnern an die Adelshäuser der Insel Delos aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. Die Inneneinrichtung umfasst zeitgemäße Fresken, Mosaike, Textilien, Geschirr und Möbel sowie eine Sammlung von Antiquitäten und die großflächige Verwendung von Marmor, Bronzen und Edelhölzern. Die meisten Möbel wurden von Reinach nach historischen Vorbildern entworfen. Der Tischler Louis-François Bettenfeld setzte die Entwürfe um.
Nach Reinachs Tod wurde die Villa dem Institut de France vermacht. Es gab jedoch eine Bedingung: Seine Nachkommen durften dort weiterhin wohnen. Im Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten die Nationalsozialisten das Haus. Sie deportierten seinen Sohn Julien, der in der Villa lebte, in das Konzentrationslager Bergen-Belsen und vernichteten Reinachs Aufzeichnungen. Der Gärtner brachte die Einrichtungsgegenstände zur sicheren Aufbewahrung in ein Museum. Julien überlebte, doch Reinachs anderer Sohn Léon, die Schwiegertochter und ihre beiden Kinder kamen in Auschwitz ums Leben.
Nach dem Krieg wurde die Villa an die Familie Reinach zurückgegeben, die sie bis Mitte der 1960er-Jahre weiter bewohnte. 1966 stellte die französische Regierung das Gebäude unter Denkmalschutz. Heute ist die Villa als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich und ermöglicht einen besonderen Einblick in ihre bewegte Geschichte.

Die Wände des beeindruckenden „Andron“, des Empfangsraums für Männer, sind mit italienischem Marmor verkleidet. Am hinteren Ende des Salons befindet sich ein Hausaltar aus Carrara-Marmor, der als Ort für Opfergaben diente. Das Mosaik im Raum zeigt die berühmte Legende von Theseus, der den Minotaurus tötet.

Die Räume im Erdgeschoss verteilen sich um einen offenen Innenhof mit einer Säulenreihe, die den Hof umsäumt. Dieses Element war ein wesentlicher Bestandteil antiker griechischer Häuser und sorgte für Licht und Luftzirkulation. Hier befinden sich ein Dutzend dorische Säulen aus Carrara-Marmor und sechs Wandfresken. Mediterrane Pflanzen verleihen dem Raum eine besondere Atmosphäre.

Der „Oikos“ ist ein Raum, der den Künsten gewidmet ist. Sein Stuckfries mit Flachreliefs zeigt Musikinstrumente und eine Reihe ausgefallener Theatermasken, die ein wesentlicher Bestandteil antiker griechischer Aufführungen waren. Ein Schrank aus Zitronenholz (ganz rechts) verbirgt ein Miniaturklappklavier, das zwar nicht der damaligen Zeit entspricht, aber auf Wunsch von Reinachs Frau hinzugefügt wurde.

Foto: Région Provence-Alpes-Côte d’Azur – Inventaire général/Roucaute, Gérard; Heller, Marc

Foto: Région Provence-Alpes-Côte d’Azur – Inventaire général/Roucaute, Gérard; Heller, Marc

Die Außenanlage der Villa lädt zum Verweilen ein.

Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Villa Kérylos: Ancient Greece Reincarnated on the French Riviera“. (redaktionelle Bearbeitung: sua)
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Waldbrände in Griechenland außer Kontrolle

Bei starkem Wind breiten sich in Griechenland aktuell mehrere große Wald- und Buschbrände aus. Die größten Fronten liegen rund 60 Kilometer westlich von Athen entfernt, die gewaltigen Rauchwolken sind von der Hauptstadt aus deutlich zu sehen.
Zuletzt wurden in den betroffenen Regionen am Morgen vorsorglich erneut mehrere Ortschaften evakuiert. In der Bucht des Ortes Porto Germeno wurden zwölf Menschen durch die Küstenwache vom Strand aus über das Meer gerettet, wie die Zeitung „Kathimerini“ berichtete. Dort verbrannten auch mindestens zehn Häuser, wie der Sender Ertnews zeigte.
Starker Wind begünstigt, dass sich die Flammen rasend schnell ausbreiten. In der Region sind 325 Feuerwehrleute sowie Freiwillige, 92 Fahrzeuge, 18 Löschflugzeuge und 7 Hubschrauber im Einsatz, wie die Feuerwehr auf der Plattform X mitteilte. Auch die Polizei ist im Dauereinsatz, um den Verkehr in der Region nahe der beliebten Halbinsel Peloponnes zu regeln. Im Norden der Peloponnes brennt es ebenfalls an zwei Fronten.
Von Athen aus sind die Rauchwolken der Brände westlich der griechischen Hauptstadt zu sehen.

Von Athen aus sind die Rauchwolken der Brände westlich der griechischen Hauptstadt zu sehen.

Foto: Lefteris Partsalis/XinHua/dpa

Verbesserte Situation auf Kreta

Den großen Waldbrand im Süden der Urlaubsinsel Kreta hat die Feuerwehr mittlerweile im Griff. Allerdings seien weiterhin rund 220 Feuerwehrleute im Einsatz, berichtete „Kathimerini“. Wegen der starken Winde seien Löscharbeiten aus der Luft immer noch nicht möglich, gleichzeitig heizten die Windböen bestehende Glutnester an, so dass immer neue kleinere Brände aufflammten. Unterdessen laufen die Untersuchungen zur Brandursache; es wird gemutmaßt, dass das Feuer durch Schäden an Strommasten entstanden sein könnte.

Der Ausblick ist kritisch

Für sämtliche Brände im Land können Meteorologen bislang keine Entwarnung geben – es soll weiterhin sehr stark winden. Am Samstag gilt für die Region um Athen und die Südhälfte der Insel Euböa mit Stufe 5 der höchste Grad der Waldbrandgefahr. Die zweithöchste Stufe umfasst Teile Kretas, der Halbinsel Peloponnes und Ägäisinseln wie die Kykladen und Chios sowie Lesbos in der östlichen Ägäis. (dpa/red)
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Waldbrände: Optimismus in Frankreich, Sorge in Griechenland und der Türkei

Während sich die Waldbrandlage in Frankreich und Spanien entspannt und Tausende Evakuierte nach Hause zurückkehren, ist die Situation in Griechenland und der Türkei weiter angespannt.
  • FRANKREICH
An der französischen Atlantikküste haben inzwischen 144.000 der 224.000 evakuierten Menschen nach Hause zurückkehren können. Innenminister Laurent Nuñez sagte in den Abendnachrichten, dass „man davon ausgehen kann, dass das Schlimmste hinter uns liegt“. Er fügte hinzu: „Wir sind optimistisch, bleiben aber weiterhin sehr wachsam.“
Wie die Präfektur in Bordeaux mitteilte, waren am Abend noch zwei Brandherde auf der Halbinsel Cap Ferret und südlich des Ortes Lacanau aktiv. Weitere am Vortag aufgeflammte Brände in Südfrankreich, im Burgund sowie im Wald von Fontainebleau bei Paris brachte die Feuerwehr unter Kontrolle.
  • SPANIEN
In Spanien sind die verheerenden Waldbrände in den Regionen Madrid, Ávila und Toledo inzwischen weitgehend eingedämmt, die meisten Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen wurden aufgehoben. Erleichterung gab es auch aus der Provinz Castellón im Osten des Landes: Der große Waldbrand im Gebiet Vall d’Uixó nördlich von Valencia breitet sich nach Behördenangaben nicht weiter aus.
Das Innenministerium teilte mit, dass der Notstand auf die zweite von vier operativen Stufen herabgestuft wurde. „Auch wenn sich die Lage positiv entwickelt, ist es unerlässlich, Vorsicht walten zu lassen und sich jederzeit an die Anweisungen der Behörden zu halten“, erklärte das Ministerium. Die Brandbekämpfung in den betroffenen Regionen im Nordwesten dauert an.
  • GRIECHENLAND
Die Waldbrandlage auf Kreta spitzt sich weiter zu. Orkanartige Nordwinde fachen die Flammen immer wieder an und machen die Löscharbeiten zu einem gefährlichen Kraftakt. Nahe der Ortschaft Preveli brach ein weiterer Brand aus. Wegen der dichten Rauchschwaden musste die Küstenwache rund 50 Menschen aus einem Küstenabschnitt in Sicherheit bringen.
Die Feuerwehr kämpft bereits den zweiten Tag in Folge gegen die Flammen – viele Einsatzkräfte sind laut Behörden völlig erschöpft. Auch Löschflugzeuge und Hubschrauber können wegen der extremen Windverhältnisse nur eingeschränkt eingesetzt werden.
Gleichzeitig wurden auf den Ägäis-Inseln Andros, Kalymnos und Paros weitere Brände gemeldet. Erst ab heute Abend wird mit einer Entspannung der Lage gerechnet. Bereits am Mittwoch kamen bei den Bränden drei Feuerwehrleute ums Leben, vier weitere wurden verletzt.
  • TÜRKEI
Einsatzkräfte in der Türkei kämpfen weiter gegen zahlreiche Waldbrände im Süden und Westen des Landes, die durch starke Winde angefacht werden. Seit Mittwoch habe man landesweit bei 169 Bränden eingegriffen, 163 davon seien am Donnerstagabend vollständig unter Kontrolle gebracht worden, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur den Forstminister Ibrahim Yumakli.
Der Waldbrand, der am Dienstag im Bezirk Kaş in Antalya ausgebrochen war, wurde nach intensiven Löschmaßnahmen aus der Luft und vom Boden aus unter Kontrolle gebracht, ebenso der Brand im westtürkischen Isparta. Ein Sturm in Antalya habe die Löscharbeiten erschwert, sagte Yumakli. Es seien landesweit 21 Flugzeuge, 69 Helikopter, etwa 500 Löschfahrzeuge und mehr als 3.500 Kräfte im Einsatz. (dpa/red)
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Neue Waldbrände in Südeuropa: Tausende evakuiert – Entspannung in Bordeaux und Madrid

Von einer Hitzewelle und kräftigem Wind angefachte Brände greifen in Südeuropa um sich und treiben zahlreiche Menschen aus ihren Häusern. In Frankreich, Spanien, Griechenland und der Türkei flammten neue Brände auf, Tausende weitere Menschen wurden evakuiert. Allerdings konnten in Frankreich und Spanien dort, wo es gelungen war, die Flammen einzugrenzen, Evakuierte in ihre Häuser zurückkehren.

Frankreich

Brignoles, Fontainebleau
In mehreren Regionen Frankreichs brachen erneut Waldbrände aus. Betroffen ist im südfranzösischen Departement Var der Bereich der Kleinstadt Brignoles. Dort mussten 600 bis 700 Menschen evakuiert werden. Ein erneutes Feuer wurde auch aus dem Wald von Fontainebleau südlich von Paris gemeldet.
Dijon
Ein größerer Brand brach im Burgund in Couchey in der Nähe der Großstadt Dijon aus. 125 Hektar Fläche wurden bereits in Mitleidenschaft gezogen, teile das Departement am Abend mit. 150 Feuerwehrleute, 78 Löschfahrzeuge und zwei Löschhubschrauber waren im Einsatz. Wegen des gesundheitsgefährdenden Rauchs wurde die Bevölkerung aufgerufen, sich möglichst nicht draußen aufzuhalten und Türen und Fenster geschlossen zu halten.
Entspannung in Bordeaux
An der Atlantikküste bei Bordeaux, wo die bislang massivsten Brände der Saison in Frankreich auf einer Fläche von 42.000 Hektar gewütet hatten, konnte die Feuerwehr ein erneutes Ausbreiten des Brandes mit einem Großaufgebot verhindern.
Weitere 84.000 Evakuierte können in ihre Häuser zurückkehren, da sich die Waldbrandlage spürbar entspannt hat. Wie die Präfektin von Bordeaux, Sophie Brocas, am Morgen entschied, können die Bewohnerinnen und Bewohner von neun vorsorglich evakuierten Orten nach Hause zurück.
Da die Waldbrände noch nicht vollkommen unter Kontrolle sind, wurden die Menschen allerdings aufgefordert, ihre Mobiltelefone für mögliche Anweisungen der Behörden eingeschaltet zu lassen und für eine mögliche erneute Evakuierung vorbereitet zu bleiben. Insgesamt 224.000 Menschen waren in der Region evakuiert worden. Am Dienstagabend konnten bereits 60.000 Menschen in drei evakuierte Gemeinden zurückkehren.
Außerdem werde in der betroffenen Region bei Bordeaux die seit Tagen gesperrte wichtige Autobahn A63 ab 14 Uhr wieder in beide Richtungen für den Verkehr freigegeben, kündigte die Präfektin an.
Wie der regionale Feuerwehrkommandant, Matthieu Jomain, zuvor erklärt hatte, entwickele sich die Lage positiv, aber man müsse weiterhin vorsichtig bleiben. Er berichtete, dass „die Nacht sehr ruhig verlaufen ist“, wobei die Brandfläche weiterhin bei 42.000 Hektar liege, „aber dennoch sechs neue Brandherde bekämpft wurden“. Regenfälle in der Region erleichterten die Löscharbeiten der Feuerwehr.

Spanien

Parque Nacional Arribes del Duero
In Spanien ist nun in einem Nationalpark an der Grenze zu Portugal ein großes Feuer ausgebrochen. Wegen erheblichen Risiken für die Anwohner seien zwölf Ortschaften rund um die Gemeinde Fermoselle innerhalb des Parque Nacional Arribes del Duero evakuiert worden, teilte die Regionalregierung der Gemeinschaft Kastilien und León mit. Rund 950 Menschen wurden in der betroffenen Region im Nordwesten Spaniens laut Medienberichten in Sicherheit gebracht.
Entspannung in Madrid
In einigen Gebieten Spaniens entspannt sich die Lage inzwischen langsam weiter. Der Brand sei seit mehreren Tagen kaum vorangeschritten und es gebe „kaum noch Flammen“, teilte die Präfektur der Region Madrid am Donnerstag mit. Die Wetterbedingungen in der Nacht hätten es ermöglicht, das Gebiet „zu kühlen und den Brandrand zu festigen, der sich deutlich stabilisiert hat“, hieß es weiter.
Die Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen werden nach und nach aufgehoben. Allerdings dürfen noch rund 9.500 Menschen, alle in der Autonomen Gemeinschaft Madrid, weiterhin nicht in ihre Häuser zurückkehren und befinden sich weiterhin in Notunterkünften.
Die Präfektur wies zugleich darauf hin, dass angesichts der aktuellen Hitzewelle neue Brände drohten. In dem Gebiet westlich von Madrid hatten die Flammen 25.000 Hektar Land vernichtet.

Griechenland

Kreta
Mehrere Waldbrände wüten derzeit in Griechenland, der schlimmste im Süden der Insel Kreta. Dort kamen zwei Feuerwehrleute bei Löscharbeiten ums Leben – sie hatten in ihrem Fahrzeug im dichten Rauch die Orientierung verloren.
Ein örtlicher Gemeindevertreter sagte dem Sender ERT, das Feuer auf der Urlaubsinsel Kreta sei „außer Kontrolle“ und bereits mehr als 15 Kilometer lang. Die beiden Feuerwehrleute seien am Rande eines Berges nahe der Stadt Rethymno im Westen von Kreta in ihrem Löschfahrzeug von den Flammen eingeschlossen worden, berichtete der Sender.
Der Wind wehte so stark, dass Löschhubschrauber und -flugzeuge wieder abdrehen und landen mussten. Die Feuerwehr auf Kreta entsandte nach eigenen Angaben mehr als 150 Feuerwehrleute und acht Löschflugzeuge zur Bekämpfung der Flammen. „Der Wind ändert ständig die Richtung, man wird sehr schnell eingeschlossen“, sagte der Bürgermeister des Dorfs Agios Vasileios, Yiannis Tatarakis, der Nachrichtenagentur AFP.
Am Abend wurde zusätzlich zu mehreren Bergdörfern auch der bei Urlaubern beliebte Küstenort Agia Galini evakuiert – rund 6.000 Touristen teils mit Booten aus der Region geholt worden, berichteten griechische Medien. Etwas weiter westlich im Küstenort Agios Pavlos wurden 29 Menschen von der Küstenwache über das Meer in Sicherheit gebracht.
„Es war eine albtraumhafte Nacht“, sagte Vizegouverneurin der Insel Kreta, Maria Lioni, im griechischen Fernsehen.
Paros, Lesbos und Peloponnes
Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 74 Stundenkilometern wüteten weitere Brände auf den Inseln Paros und Lesbos sowie in den Bezirken Messenien und Lakonien auf der Halbinsel Peloponnes. Den örtlichen Behörden zufolge wurden rund zehn Dörfer auf Paros vorsorglich evakuiert. Auf Lesbos kämpften 50 Feuerwehrleute und sechs Löschflugzeuge gegen die Flammen in der Nähe einer Mülldeponie.
Entwarnung gibt es nicht: Die starken Winde sollen in den kommenden Tagen in weiten Teilen Griechenlands anhalten. Das Bürgerschutzministerium warnt vor anhaltend hoher Waldbrandgefahr.

Türkei

Antalya und Çanakkale
Waldbrände wüteten auch in mehreren Urlaubsregionen in der Türkei, angefacht wurden sie von heftigen Winden. Staatschef Recep Tayyip Erdogan sprach am Mittwoch von 90 neuen Brandherden, von denen die meisten aber unter Kontrolle gebracht worden seien.
Nach seinen Angaben kämpften 3.000 Einsatzkräfte in den Provinzen Mugla, Balikkesir, Antalya und Çanakkale im Süden und Westen des Landes gegen die Brände. Zum Einsatz kamen dabei rund 20 Löschflugzeuge, 58 Hubschrauber und 420 Feuerwehrlastwagen.
Mugla
An einem Brandherd in der Provinz Mugla an der Südwestägäis waren fünf Flugzeuge und 18 Hubschrauber, mehr als 90 Fahrzeuge sowie hunderte Einsatzkräfte im Einsatz, wie das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft im Onlinedienst X mitteilte.
„Mit den Löschmaßnahmen unserer Teams aus der Luft und am Boden arbeiten wir unermüdlich daran, das Feuer vollständig unter Kontrolle zu bringen“, erklärte das Ministerium.
Medienberichten zufolge war die Autobahn zwischen den bei Urlaubern beliebten Städten Antalya und Fethiye wegen des Rauchs für den Verkehr gesperrt. Der private Sender NTV berichtete zudem, dass die antike Stätte von Olympos für Besucher nicht mehr zugänglich war.
In Mugla entstand der Brand nach Angaben der Präfektur in einer landwirtschaftlichen Gegend und breitete sich dann in ein Waldgebiet aus. Den Angaben zufolge wurden 202 Menschen sowie die Bewohner eines Krankenhauses in Sicherheit gebracht.
Balikkesir
Ein weiterer Brand loderte am Mittwoch in einem bewaldeten Gebiet in der Region Balikkesir entlang der Straße, welche die Ägäismetropole Izmir mit der Meerenge der Dardanellen verbindet.
Die Türkei hatte wegen der Waldbrände in Südeuropa je zwei Löschflugzeuge nach Frankreich und nach Spanien entsandt.
(dpa/afp/red)
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Brandgefahr: Forscher sieht gemeinsame Ursachen und Lösungen in Spanien, Frankreich, Italien


In Kürze:

  • Die Brandgefahr in Südeuropa ist weiterhin hoch.
  • Weltweit nimmt die verbrannte Fläche seit Jahrzehnten ab, dennoch steigen die Schäden.
  • Gründe dafür sind Veränderungen in der Landwirtschaft sowie der Lebensweise der Menschen.
  • Die meisten Brände werden vom Menschen verursacht.
  • Einfache Maßnahmen tragen zum Brandschutz bei: Auf europäischer Ebene ebenso wie im eigenen Garten.

 
Teile Südeuropas werden in letzter Zeit von schweren Bränden heimgesucht. So brennt es im Südwesten Frankreichs bei Bordeaux, zuvor südlich von Paris bei Fontainebleau. In Spanien vereinigten zwei große Brände zu einem Großfeuer südwestlich von Madrid. Bis zum 26. Juli vernichteten die Flammen bei Madrid rund 32.000 Hektar Land und 42.000 Hektar bei Bordeaux.
Die Brandgefahr ist vor allem im Südwesten Europas weiterhin hoch. Im Süden Großbritanniens, in Frankreich, Süddeutschland sowie in Teilen Spaniens und Mitteleuropas war sie Mitte Juli laut EFFIS, dem Europäischen Dienst für Waldbrandinformationen, extrem hoch.
In der gesamten EU verbrannten bis zum 15. Juli bei insgesamt 1.083 Bränden 167.000 Hektar Land. Beide Zahlen liegen deutlich über dem Durchschnitt des Zeitraums 2006–2025.

Waldbrandgeschehen in der EU vom 20. bis 27. Juli 2026. Farben zeigen die Aktualität der Datenpunkte (lila: jünger als sechs Stunden, rosa: vor 6–12 Stunden, rot: 12–24 Stunden, orange: 1–7 Tage), somit stellen nicht alle Punkte aktive Feuer dar.

Brennt es mehr oder weniger als früher?

Viele Menschen fragen sich daher: „Brennt es heute mehr oder weniger als früher?“ Kurz gesagt, es brennt weltweit weniger, insbesondere verglichen mit der Situation vor längerer Zeit. Jedoch hat sich der Charakter der Brände verändert.
In Afrika, Amerika und Teilen Asiens brannten früher große Teile der Savannen – manchmal auf natürliche Weise, manchmal, weil Menschen die Weideflächen verbessern wollten.
In Nord- und Osteuropa, damals dünner besiedelt, waren große Waldbrände üblich. Sie hatten aber nicht die gleichen Folgen wie heute, da nur wenige menschliche Strukturen betroffen waren.
Im Mittelmeerraum sieht die Situation anders aus. Diese Region wird seit tausenden Jahren vom Menschen genutzt. Dort sind die Brände heute schwerwiegender als früher. Nicht weil, es häufiger brennt, sondern weil mehr Menschen dort leben.

Verbuschung und Brachen führen zu mehr Bränden

„In Südeuropa, insbesondere am Mittelmeer, ist ein recht deutlicher Trend zu beobachten, dass die Brände größer und gefährlicher geworden sind“, sagt Waldbrandforscher Johan Sjöström gegenüber Epoch Times. Der Fachmann des schwedischen Forschungsinstitut Rise sieht als einen wichtigen Grund, dass die Landschaft in Südeuropa vor 50 bis 60 Jahren deutlich anders aussah als heute:
„Sie war voller kleiner landwirtschaftlicher Betriebe und Weideland. Heute ist beispielsweise Katalonien zu 70 Prozent von Wald bedeckt, doch in den 1960er Jahren gab es Wald fast ausschließlich in den Pyrenäen.“
In vielen Regionen würden kleine landwirtschaftliche Betriebe aufgegeben, da sie wirtschaftlich unrentabel seien. Stattdessen werde das Land aufgeforstet – oft mit schnellwachsenden Bäumen wie Kiefern und Eukalyptus – oder es läge brach. Die aufgegebenen Weideflächen verwildern. Auch Naturschutz kann zu mehr Brandmaterial in den Wäldern führen.

Am 26. Juli 2026 in Saint-Jean-d’Illac, etwa 30 km von Bordeaux entfernt brennt ein Kiefernwald. Die über 220.000 evakuierten Menschen können „erst dann in ihre Häuser zurückkehren, wenn das Feuer unter Kontrolle gebracht wurde“, sagte der örtliche Präfekt.

Foto: Romain Perrocheau/AFP via Getty Images

Verwilderte Buschlandschaften im mediterranen Klima Südeuropas sind leicht entflammbar. Sie bestehen aus verschiedenen Nadelgehölzen und Grasarten, die im Sommer verdorren. Die Vegetation ist niedrig, sodass Flammen alle Teile erfassen können. Sonne und Wind drängen tiefer ein als beispielsweise in einem schwedischen Wald, erklärt Sjöström.
„Diese veränderte Landnutzung ist ein wichtiger Faktor für die Zunahme der Großbrände. Sie wird natürlich durch trockenere und wärmere Sommer noch verstärkt.“ Im Norden Europas trocknen derartige Flächen nicht so schnell aus, sie sind relativ widerstandsfähig gegen Feuer.

Besonderheiten der Jahre 2025 und 2026

Spanien, das gerade einen seiner tödlichsten Waldbrände erlebt hat, verzeichnete 2025 ein „schwarzes Jahr“ in Bezug auf Waldbrände. Die Brandfläche betrug rund 400.000 Hektar. Das entspricht etwa 4,5-mal der Fläche von Berlin, einem Viertel des Bundeslandes Schleswig-Holstein oder etwa der Gesamtfläche von Mallorca.
Sjöström stellte für beide Jahre eine „unglückliche Kombination aus reichlichen Niederschlägen im Winter und trockenem, warmem Sommerwetter“ fest. Anders gesagt: Wenn es im Winter und Frühjahr viel regnet, wächst die Vegetation üppig. Später im Jahr, wenn die Vegetation vertrocknet, ist die Brandlast höher.

Anwohner versuchen mit einfachsten Mitteln am 24. Juli 2026, ihre Region vor dem Brand zu schützen – bei Cebreros in der Nähe von Ávila, 80 km westlich von Madrid.

Foto: Cesar Manso/AFP via Getty Images

Die häufigste Brandursache bleibt der Mensch

Brennbares Material allein erzeugt jedoch kein Feuer. Die eigentliche Brandursache ist meist der Mensch selbst: Laut dem WWF werden 96 Prozent der Waldbrände in Deutschland vorsätzlich oder fahrlässig etwa durch eine achtlos weggeworfene Zigarette, Asche aus einem Grill, die noch glimmte, eine zerbrochene Glasflasche oder den heißen Auspuff einer Forstmaschine – durch Menschen verursacht.
Bei jedem Fünften (20,6 Prozent) ließ sich laut Bundesregierung Brandstiftung nachweisen. Nur die wenigsten Feuer entzünden sich durch einen technischen Defekt einer Hochspannungsleitung oder gar Blitzschlag. Weltweit sind die Zahlen ähnlich.
So geht man in Frankreich derzeit davon aus, dass der Großbrand bei Bordeaux auf forstwirtschaftliche Arbeiten zurückgeht. Im Zusammenhang mit dem Brand in Fontainebleau wurden mehrere Verdächtige festgenommen – es wird Brandstiftung vermutet. Gleiches gilt für den Brand im französischen Var.
In Spanien weist die Regierungsbeauftragte für die Autonome Gemeinschaft Valencia, Pilar Bernabé, für die Brände westlich von Madrid darauf hin: Es „scheine nicht so“, als sei der Brand auf natürliche Ursachen zurückzuführen. Es werde in alle Richtungen ermittelt.
Allein im Jahr 2025 wurden in Griechenland über 300 Menschen wegen Brandstiftung festgenommen.

Menschen auf dem Land leben eher wie Städter

Der schwedische Waldbrandexperte sieht jedoch noch einen anderen wichtigen Grund: Die Lebensweise der Menschen hat sich in der industrialisierten Welt stark geändert. Wer heute auf dem Land lebe, führe nicht immer ein ländliches Leben, sondern oft ein urbanes. Das verändere die Umgebung.
Sjöström zufolge möchten viele Landbewohner schöne Häuser mit Gärten – keine Weiden und Felder. Das habe Konsequenzen sowohl für das Brandrisiko als auch für die Gefährlichkeit von Bränden.
„Früher waren bestimmte Teile der Welt Wildnis, während in anderen Teilen Menschen lebten. Diese Trennung beginnt sich aufzulösen. Deshalb sind wir einer anderen Gefährdung ausgesetzt“, sagt er.
Mit anderen Worten: Wo früher eine Weide war, wuchert heute brennbares Unterholz. Wo einst Felder waren, stehen heute Villen. Natürlich brennt es dann heißer und der Schaden ist größer – auch wenn die Zahl der Feuerbrünste etwas anderes erwarten lässt.

Brände in Frankreich, Italien, Portugal, Spanien und Griechenland

Statistiken der Europäischen Umweltagentur (EUMED5) zeigen seit 1980 einen leicht rückläufigen Trend hinsichtlich der verbrannten Fläche in den Mittelmeerländern Frankreich, Italien, Spanien und Griechenland. Ausnahme ist Portugal, dort nahm die verbrannte Fläche zu.
Aufgrund unterschiedlicher Wetterbedingungen sind die jährlichen Schwankungen groß. Auf eine fast rekordgroße Brandfläche im Jahr 2017 folgte beispielsweise 2018 die bislang kleinste Brandfläche in den fünf Ländern: 2017 brannte es auf rund 1,03 Millionen Hektar (10.340 Quadratkilometer), wobei vor allem Portugal betroffen war. 2018 verbrannten 182.000 Hektar (1.820 Quadratkilometer), meist in Mittel- und Nordeuropa.
Auch Daten von Our World in Data zeigen einen abnehmenden Trend: Weltweit nimmt die Brandfläche ab, was auch in Afrika auffällt. Große Brandflächen gab es hingegen in den vergangenen Jahren in Nord- und Südamerika und Ozeanien. Europa blieb bisher meist davon verschont und die Daten deuten noch nicht auf ein Ausnahmejahr hin.
Aber, Sjöström bilanziert, „es gibt eine Zunahme wirklich schwerer Brände, bei denen Menschen ums Leben kommen. Die 250 größten Brände der letzten vier Jahrzehnte ereigneten sich fast alle gegen Ende dieses Zeitraums.“

Seit 2002 ist die Brandfläche weltweit und auf den meisten Kontinenten einen rückläufigig. Am stärksten betroffen sind Buschland und Savanne. Grafik: Our World in Data, CC BY 4.0

Bodenfeuchtigkeit und Wind: Brandgefahr steigt

Die Brandgefahr wird anhand eines meteorologischen Modells berechnet. Es berücksichtigt den Feuchtigkeitsgehalt in verschiedenen Schichten des potenziellen Brennstoffs – an der Bodenoberfläche, etwas tiefer im Boden und in der Tiefe – in Kombination mit dem Wind.
Dieser Brandgefahrenindex FWI stieg zwischen 1980 und 2012 für Europa insgesamt an, insbesondere in den südlichen und östlichen Teilen.
„Dies steht in einem eindeutigen Zusammenhang mit dem Klimawandel. Der Anstieg war überall dort zu verzeichnen, wo ein mediterranes Klima herrscht, wie in Kalifornien, Südafrika und Südaustralien“, sagt Johan Sjöström.
Dass die verbrannte Fläche im Mittelmeerraum dennoch leicht zurückgegangen ist, wertet die Europäischen Umweltagentur als Zeichen dafür, dass verbesserte Brandbekämpfung und Präventionsmaßnahmen Wirkung gezeigt haben.

Das Klima ist nur ist nur ein Faktor

Sorgt also auch das Wetterphänomen El Niño für mehr Brände in Europa? Bekannt ist, dass Meteorologen für dieses Jahr die Entwicklung eines starken El Niño erwarten. Das Phänomen kann das Wetter in weiten Teilen der Welt beeinflussen.
Dabei verändern sich Wind- und Meeresströmungen nahe des Äquator im Pazifik. Winde treiben dann nicht – wie es normal ist – feuchte Luft nach Westen, also Australien und Südostasien, sondern vermehrt in Richtung der Westküste Südamerikas.
Während in manchen Regionen Regen ausbleibt und es zu Trockenheit kommt, gibt es anderenorts starke Niederschläge und Überschwemmungen. Unter anderem wird es an der Westküste Südamerikas und in den Südstaaten der USA meist regnerischer, während es in Südafrika, Australien und Indonesien zu schwerer Dürre kommen kann.
Auf Mittel- und Südeuropa hat ein El Niño schwächere und weniger direkte Auswirkungen. Die Winter sind häufiger milder, es gibt Hinweise auf erhöhte Wahrscheinlichkeit für nassere Winterphasen in Teilen Mitteleuropas. Im Sommer sind die Zusammenhänge weniger eindeutig: sie könnten in einigen Regionen wärmer und trockener sein.
Allerdings kann für Europa aus dem Wetterphänomen keine direkte erhöhte Brandgefahr abgeleitet werden, es kann jedoch ein möglicher Einflussfaktor von vielen sein.

Gegenmittel: Schafe, Ziegen, bestimmte Baumarten meiden

Welche Maßnahmen empfiehlt der Fachmann, um sowohl das Auftreten von Bränden als auch deren Gefährlichkeit zu verringern?
„In Südeuropa müssen wirtschaftliche Anreize für eine strategischere Landnutzung geschaffen werden“, sagt Sjöström. Derzeit können Waldgebiete direkt an leicht entflammbare Buschgebiete grenzen, die früher Weideland oder Kleinbauernhöfe waren.
„An anderen Stellen muss man die Landschaft fragmentieren, damit sich die Brände eindämmen lassen. Ganz einfach: Weidetiere wieder ansiedeln. Schafe und Ziegen. Und vielleicht etwas vorsichtig sein, wie man bestimmte Bäume pflanzt“, sagt Sjöström.
Für sein Land, Schweden, schlägt er vor, den Anteil von Birken zu erhöhen. Dann würde Moos, das eine Voraussetzung für Waldbrände in Schweden bildet, nicht so hoch werden können.
Hausbesitzern wird europaweit empfohlen, den Garten und insbesondere den Bereich um das Haus von brennbarem Material wie Holz und Unrat freizuhalten und keine Nadelbäume in der Nähe zu pflanzen.
Mit Material der schwedischen Epoch Times.
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EU-Bericht: Italien blockiert Rücknahme von Asylbewerbern

Italien blockiert einem EU-Bericht zufolge die Rücküberstellung von Schutzsuchenden aus anderen Mitgliedsländern. In den ersten drei Wochen nach Inkrafttreten des neuen EU-Asylsystems haben die italienischen Behörden zwölfmal abgelehnt, Schutzsuchende wieder aufzunehmen, für die sie zuständig wären, wie aus einer Analyse der EU-Kommission hervorgeht.
Aus Kreisen der Bundesregierung heißt es, dass sich die genannten Fälle nach hiesiger Kenntnis nicht auf Deutschland, sondern ausschließlich auf andere Mitgliedsstaaten bezögen. In den ersten drei Wochen seit Inkrafttreten der Asylreform habe es keine Fälle zwischen Italien und Deutschland gegeben, auf die die neuen Regeln anzuwenden gewesen wären.
Der EU-Bericht macht aber deutlich, dass es keine Hinweise darauf gebe, dass sich die italienischen Behörden aktiv mit anderen Mitgliedstaaten über die praktischen und logistischen Schritte für Rücküberstellungen nach Italien abstimmten.
Die EU-Kommission teilte zu dem Bericht mit, Italien habe zwar große Anstrengungen bei der Umsetzung der neuen Asylregeln unternommen, es seien aber konkrete Schritte erforderlich, um sicherzustellen, dass die Rücküberstellungen tatsächlich stattfänden.

Wichtiger Teil der neuen EU-Asylregeln

Die Analyse betrachtet die ersten drei Wochen der Umsetzung der neuen Regeln, die am 12. Juni mit der EU-Asylreform (Geas) in Kraft getreten waren. Sie konzentriert sich lediglich auf Zypern, Spanien, Griechenland und Italien, da die vier Länder mit wichtigen EU-Außengrenzen ein Recht auf Unterstützung anderer Mitgliedsländer haben.
Dafür sollen sie im Gegenzug aber auch Asylbewerber zurücknehmen, die regelwidrig zum Beispiel nach Deutschland weitergezogen sind. Denn: Grundsätzlich ist das Mitgliedsland für Asylverfahren zuständig, in dem Schutzsuchende erstmalig in der EU ankommen.
Jahrelang gab es daher Streit zwischen den Mitgliedsländern. Während sich die Staaten an den Außengrenzen mit den vielen Flüchtlingen alleingelassen fühlten, pochten Länder wie Deutschland und Frankreich auf die Zuständigkeitsregeln. Die EU-Asylreform sollte einen Ausgleich schaffen und den Streit befrieden.

Griechenland, Zypern und Spanien stehen besser da

Während Zypern und Spanien der EU-Kommission keine Sorgen bereiten, ist die Brüsseler Behörde bei Griechenland mit einem Urteil noch zurückhaltend. Die bisherigen griechischen Maßnahmen zeigten die Bereitschaft des Landes, die Umsetzung der neuen Regeln sicherzustellen, heißt es.
Acht Anfragen für die Übernahme von Asylsuchenden hat Griechenland von anderen Mitgliedsländern laut Bericht bisher bekommen. Als der Bericht erstellt wurde, hatten die griechischen Behörden noch Zeit für eine Rückmeldung, da die gesetzlichen Fristen noch nicht abgelaufen waren.
Da die neuen Regeln seit weniger als einem Monat angewendet würden, müssten die Ergebnisse dieser ersten Bewertung als vorläufig betrachtet werden, teilt die EU-Kommission mit. Eine umfangreichere Analyse soll im Oktober folgen. Sollten sich Länder wie Italien nicht an die Regeln halten, könnten sie den Anspruch auf Solidarität verlieren.
Ein EU-Beamter sagte, die Analyse zeige, dass die EU-Kommission genaustens verfolge, ob die Regeln umgesetzt würden.

Dobrindt verhandelte mit Griechenland und Italien

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte Ende vergangenen Jahres nach eigenen Angaben Vereinbarungen zu den Rückübernahmen mit Italien und auch Griechenland getroffen. Der „Bild“-Zeitung sagte er Anfang Dezember 2025: „Wir haben uns mit Griechenland und Italien darauf verständigt, dass sie Migranten wieder zurücknehmen, die über ihre Länder die Europäische Union betreten haben.“
Aus dem griechischen Migrationsministerium hatte es daraufhin geheißen, Griechenland habe dafür erreicht, dass es bis zum Inkrafttreten der europäischen Asylreform keine Asylbewerber zurücknehmen müsse. Wenn jemand also illegal nach Griechenland und bis zum 12. Juni 2026 weiter nach Deutschland reiste, wurde die Person nicht zurück nach Griechenland gebracht. Das hatte in der Vergangenheit ohnehin kaum noch funktioniert.

Verzögert sich Ende der Grenzkontrollen deshalb?

Die Bundesregierung hatte in der Vergangenheit eine vollständige Umsetzung der EU-Asylregeln auch mit dem Ende der umstrittenen deutschen Grenzkontrollen verknüpft, die im September 2024 eingeführt worden waren.
Langfristig setzt Dobrindt darauf, dass die Reformen des Migrationssystems funktionieren, um wieder aus Grenzkontrollen auszusteigen. Die sind im Schengen-Raum den Regeln nach eigentlich nicht dauerhaft vorgesehen.

EU-Kommissar: Ende der Grenzkontrollen an der Zeit

Der EU-Migrationskommissar Magnus Brunner bekräftigte daher zuletzt seine Forderung nach einem Ende der deutschen Grenzkontrollen. Es sei jetzt an der Zeit, die innereuropäischen Grenzkontrollen schrittweise abzuschaffen, sagte Magnus Brunner der dpa und anderen Mitgliedern des Nachrichtenagentur-Netzwerks European Newsroom (enr) in Brüssel.
Brunner begründete seine Forderung damit, dass die EU-Außengrenzen besser geschützt würden und die Zahlen der illegalen Grenzübertritte dramatisch zurückgegangen seien. Die EU-Behörde Frontex hatte im ersten Halbjahr etwa ein Drittel weniger irreguläre Grenzübertritte an den Außengrenzen Europas verzeichnet.
Auch der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, sprach sich für die Aufhebung der deutschen Grenzkontrollen aus. „Diese Kontrollen bringen fast nichts und verstoßen gleichzeitig gegen grundlegendes europäisches Recht“, sagte der frühere SPD-Chef der Deutschen Presse-Agentur.
Leider bleibe ein Aufschrei bisher aus. „Aber ich glaube, wenn jetzt viele Menschen in den Urlaub fahren und dann später bei der Rückreise nach Deutschland im Stau stehen, dann wird da einiger Ärger entstehen.“ (dpa/red)