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8. Oktober: CDU-Streit in Magdeburg | Weg frei für Sondierungen | Rubios Botschaft an Europa

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CDU-Streit in Magdeburg

Sachsen-Anhalts CDU-Landtagsfraktion droht eine Spaltung. Wie der MDR berichtet, erwägen einige der 15 Abgeordneten, ihre Fraktion zu verlassen und eine eigene parlamentarische Gruppe zu bilden. Der frühere Bildungsminister Marco Tullner bestätigte, dass dies für ihn eine Option sei. Hintergrund sind interne Konflikte, unter anderem über den Umgang mit der AfD.

Weg frei für Sondierungen

Linke, Grüne und SPD haben ihre Vorgespräche in Berlin abgeschlossen. Bedenken der möglichen Koalitionspartner zu Antisemitismus und der mutmaßlichen Nähe einzelner Linken-Politiker zu Clanmitgliedern gelten vorerst als ausgeräumt. Damit ist eine zentrale Bedingung für Sondierungen erfüllt. Laut einer bundesweiten „Spiegel“-Ipsos-Umfrage befürworten 37 Prozent ein rot-rot-grünes Bündnis, 42 Prozent lehnen es ab.

Rubios Botschaft an Europa

Die USA wünschen sich „ein starkes Europa“. Bei einem Besuch in Athen sagte US-Außenminister Marco Rubio viele westliche Nationen hätten ihre antiken Wurzeln verloren. Sie hätten ihre Regierungsgewalt nach und nach an externe „globale Bürokratien“ übertragen. Er sei überzeugt, dass Europa aus seinem „langen Schlaf“ erwachen könne.

Medienberichte treiben Ölpreise

Ein Barrel Rohöl der Sorten Brent und WTI verteuert sich um mehr als fünf Prozent. Grund sind Medienberichte über mögliche neue US-Angriffe auf den Iran noch vor den Kongress-Zwischenwahlen Anfang November. Befürchtet werden weitere Engpässe bei der Ölversorgung. Die US-Regierung hat die Berichte nicht offiziell bestätigt.

Schüsse am Tuttlinger Rathaus

Die Polizei hat im baden-württembergischen Tuttlingen einen bewaffneten Mann erschossen. Nach Angaben des Landeskriminalamts hatte der 27-jährige Afghane im Innenhof des Rathauses auf die Beamten geschossen. Diese erwiderten das Feuer. Trotz anschließender Reanimationsversuche starb der Mann noch vor Ort.
 
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Rubio warnt in Athen: Westliche Nationen stehen vor der Wahl zwischen Souveränität und Knechtschaft


In Kürze:

  • US-Außenminister Marco Rubio spricht in Athen an einem Ort, der als Wiege der klassischen Demokratie gilt.
  • Er argumentiert, dass viele westliche Nationen den Bezug zu den Werten ihrer antiken Wurzeln verloren hätten.
  • Rubio plädiert dafür, angesichts neuer Bedrohungen und Angriffe die Institutionen und Bündnisse neu aufzubauen.

 
Am Mittwoch, 7. Oktober, hielt US-Außenminister Marco Rubio in Athen eine Rede, in der er warnte, dass westliche Nationen ihre Souveränität aufgäben und die Werte vernachlässigten, die ihre Zivilisation geprägt hätten.
Er sagte, dass die USA und Europa an einem entscheidenden Scheideweg stünden.
„Der Kurs, den wir einschlagen, wird darüber entscheiden, ob der Westen seinen Platz an der Spitze der Welt behält oder sich mit einer Zukunft des Bedeutungsverlusts, der Knechtschaft und des Niedergangs abfindet.“
Rubio sprach auf der Pnyx in Athen, einem Hügel mit Blick auf die Akropolis. Hier tagte einst die Volksversammlung des antiken Athens und er symbolisiert heute die Wiege der Demokratie.

US-Außenminister Marco Rubio hält am 7. Oktober 2026 in Athen eine Rede auf dem Pnyx-Hügel, wo die alten Athener ihre demokratischen Versammlungen abhielten. Im Hintergrund der antike Parthenon-Tempel auf der Akropolis.

Foto: Mark Schiefelbein/Pool/AFP via Getty Images

Das Erbe des antiken Griechenlands

Anknüpfend an ein Thema aus seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar, die wegen ihrer Kritik am „kontrollierten Niedergang“ des Westens international für Aufsehen sorgte, kritisierte Rubio den Trend unter westlichen Führungspersönlichkeiten, sich für den Wohlstand des Westens schuldig zu fühlen.
„Im Laufe der Zeit begannen wir im Westen, uns gerade für die Dinge zu schämen, die uns außergewöhnlich machten“, sagte er.
„Es war uns peinlich, dass uns unsere Errungenschaften vom Rest der Welt abhoben. Unser Wohlstand wurde irgendwie zu einer Quelle von Schuldgefühlen.“
In seiner Rede griff Rubio immer wieder auf das Erbe des antiken Griechenlands zurück, das er als Fundament der westlichen Zivilisation bezeichnete. Er argumentierte, dass viele westliche Nationen den Bezug zu den Werten ihrer antiken Wurzeln verloren hätten.
„Wir glaubten nicht mehr daran, dass wir unsere Größe verdient und uns erarbeitet hatten. Das Wort ‚Nationalismus‘ wurde zu einem Schimpfwort, und so rissen wir unsere Denkmäler nieder“, sagte Rubio.
„Wir haben unsere eigene Geschichte verurteilt und zu vielen Orten unseren Kindern beigebracht, sich für die Länder zu schämen, die sie einmal erben würden.“
Und weiter: „Dabei haben wir unsere Grenzen geöffnet, unsere Industrie ausgelagert und zugelassen, dass unsere Streitkräfte verkümmerten und zerfielen.“

Rubio: Westen übergab Regierungsgewalt an externe „globale Bürokratien“

Rubio argumentierte, dass westliche Länder ihre Regierungsgewalt allmählich an externe „globale Bürokratien“ übergeben hätten. Dies habe zu Schwäche und einer Machtlücke geführt, die Gegner ausgenutzt hätten, um ihre wirtschaftliche und geopolitische Stärke auszubauen, während der westliche Einfluss geschwunden sei.
Anschließend lobte er die „America First“-Politik von US-Präsident Donald Trump und wies darauf hin, dass die USA entscheidende Schritte unternähmen, um die nationale Leistungsfähigkeit zu stärken – indem sie kritische Lieferketten sicherten, die heimische Industrie und die Verteidigungsfähigkeit wiederaufbauten sowie die Energieproduktion steigerten.
Rubio sagte, die Trump-Regierung wolle die klassischen Ideen der Politik und Staatskunst aus dem antiken Griechenland „wiederbeleben“. Diese Bemühungen seien „nicht nur für unser Land [die Vereinigten Staaten], sondern für unsere gesamte Zivilisation“ bestimmt.
Er zeigte sich überzeugt, dass Europa aus seinem „langen Schlummer“ erwachen könne.
„Ich denke, auch hier können wir viel von den Menschen im antiken Griechenland lernen“, sagte er, „denn sie wussten, dass an der Loyalität gegenüber der eigenen Nation nichts Egoistisches oder Falsches war – ebenso wenig wie daran, vor allem anderen für die Verteidigung ihrer Interessen zu kämpfen.“
„Es sind die Griechen, von denen der Westen sein Pflichtbewusstsein, eine unzerbrechliche Loyalität zu seinem Kodex, seiner Sache, seinem Land geerbt hat.“

Transatlantische Beziehungen neu aufbauen

Er betonte zudem, dass die transatlantischen Beziehungen nicht als „Nullsummenspiel“ betrachtet werden sollten, bei dem eine Seite nur auf Kosten der anderen gewinnt.
Vertreter der US-Regierung haben dieses Thema im Zusammenhang mit der Lastenteilung im Verteidigungsbereich wiederholt angesprochen.
Rubio lobte die jüngste Vereinbarung zwischen den USA, Grönland und Dänemark zur Stärkung der Verteidigung der Insel. „Alle drei Partner sind als Gewinner aus der Vereinbarung hervorgegangen“, sagte er.
Bevor er seine Rede beendete, warnte Rubio vor einem sich abzeichnenden globalen Machtwettbewerb, ohne dabei bestimmte Länder zu nennen.
„Wir sehen uns erneut mit Verwundbarkeit, Aggression, Terrorismus und einer ganzen Reihe neuer Bedrohungen und Angriffe konfrontiert“, sagte er, „und deshalb müssen wir unsere Institutionen und unsere Bündnisse neu aufbauen, um diesen Bedrohungen gemeinsam zu begegnen“.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „In Athens, Rubio Warns Western Nations Face a Choice Between Sovereignty and Servitude“. (deutsche Bearbeitung: ks)
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Militärflugzeug stürzt bei Flugshow nahe Athen ab: Beide Piloten tot

Bei einer Flugshow in der Nähe der griechischen Hauptstadt Athen ist am Samstag ein Militärflugzeug abgestürzt. Die beiden Piloten der F-4 Phantom kamen dabei ums Leben, wie die griechische Nachrichtenagentur ANA berichtete.
Die Umstände des Absturzes waren zunächst unklar. Örtlichen Medien zufolge konnten die Piloten nicht mehr den Schleudersitz aktivieren.

Absturz kurz nach Start

Das Flugzeug sei gerade erst gestartet, als es plötzlich an Höhe verloren habe und abgestürzt sei, sagte ein Journalist des Rundfunksenders ERT am Unglücksort.
Unmittelbar nach dem Absturz ereignete sich eine Explosion, während tausende Menschen die jährlich stattfindende „Athens Flying Week“ besuchten.

Waldbrand nach Explosion

ERT zufolge waren neun Flugzeuge und vier Helikopter der Feuerwehr im Einsatz, um einen Waldbrand zu löschen, der durch den Absturz ausgelöst wurde.
Die Flugshow wurde abgesagt, Verteidigungsminister Nikos Dendias begab sich an die Unglücksstelle.
Die F-4 Phantom ist ein US-Mehrzweckflugzeug aus der Zeit des Kalten Krieges. Die griechische Luftwaffe hat derzeit noch 36 modernisierte Maschinen dieses Typs in Betrieb, wie es auf deren Website heißt. (afp/red)
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Erneut Waldbrand nahe Athen – Feuer in Südfrankreich unter Kontrolle

Erneut ist nahe der griechischen Hauptstadt Athen ein Waldbrand ausgebrochen. Fast 200 Feuerwehrleute und Dutzende Löschfahrzeuge waren am Montagmorgen nahe Kouvaras, etwa 60 Kilometer südöstlich von Athen, im Einsatz. Die Behörden ordneten die Evakuierung des nahegelegenen Dorfes Agios Stylianos an.

Starker Wind erschwert Löscharbeiten

Heftige Windböen behinderten laut dem Fernsehsender ERT News die Löscharbeiten. Dennoch waren zwei Löschflugzeuge und vier Hubschrauber im Einsatz.
Bereits Anfang des Monats hatte ein schwerer Waldbrand nordwestlich von Athen mehr als 11.000 Hektar Vegetation und Dutzende Häuser im Badeort Porto Germeno zerstört. Wegen des heftigen Windes mussten die Löschflugzeuge damals zeitweise am Boden bleiben.
Die Flammen breiteten sich über ein Gebiet von mehr als 40 Kilometern aus und konnten erst nach fünf Tagen unter Kontrolle gebracht werden.

Waldbrand in Südfrankreich unter Kontrolle

In Südfrankreich konnten Feuerwehrleute am Montagmorgen einen am Vortag ausgebrochenen Waldbrand nordwestlich von Montpellier unter Kontrolle bringen.
Mehr als 270 Feuerwehrleute und sechs Löschflugzeuge waren im Einsatz. Drei Feuerwehrleute wurden nach Behördenangaben verletzt.

Feuer in der Drôme breitet sich weiter aus

Im Département Drôme im Südosten Frankreichs kämpft die Feuerwehr unterdessen weiter gegen einen vor einer Woche ausgebrochenen Waldbrand.
Das Feuer breitete sich nach Behördenangaben in gebirgigem Gebiet bislang auf mehr als 400 Hektar aus und bewegte sich am Montag bergabwärts auf zwei Dörfer zu. Aus anderen Regionen wurden Löschzüge als Verstärkung erwartet. (afp/red)
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Funken aus Kabeln für Windkraftanlagen könnten Großbrand nahe Athen ausgelöst haben

Kabelleitungen einer Windkraftanlage auf dem Berg Poikilo haben in der vergangenen Woche möglicherweise einen Großbrand in Griechenland ausgelöst. Das Feuer tobt seit dem 31. Juli vor den Toren der Hauptstadt.
Der Brand brach in der Region Böotien nordwestlich von Athen aus und breitete sich anschließend in der Region Westattika aus. Das Feuer, verstärkt durch starke Winde, vernichtete Tausende Hektar Waldflächen und richtete auch hohen Sachschaden an, da auch viele Häuser in Flammen aufgingen.

Kabel lösten offenbar Funkenflug aus

Wie die griechische Wirtschaftszeitung „Fortune Greece“ berichtete, sind im Zuge der Ermittlungen zu den Ursachen des Feuers zwei Männer – ein Elektroingenieur und ein Bauunternehmer – festgenommen worden. Gegen sie haben Behörden ein Ermittlungsverfahren wegen Brandstiftung mit bedingtem Vorsatz in einem besonders schweren Fall eingeleitet.
Bisherige Untersuchungen ergaben, dass das Feuer aufgrund von Funken in einem privaten Stromübertragungsnetz für elektrische Energie aus Windkraftanlagen ausgebrochen sein könnte. Ermittelt wird auch gegen den Eigentümer der Windkraftanlagenanlage. Er habe aber noch nicht ausfindig gemacht werden können, heißt es im Bericht.
Am vergangenen Samstag waren Feuerwehr, Küstenwache sowie private Boote im Einsatz, um 254 Menschen vom Strand von Agios Vasilios zu evakuieren. Sie hatten dort Schutz gesucht, nachdem dicke Rauchschwaden den einzigen Fluchtweg aus dem Dorf abgeschnitten hatten.

Gewaltige Schadensbilanz

Laut einer Schätzung des Wetterdienstes meteo.gr am Nationalen Observatorium zerstörten die Flammen in Westattika und Böotien insgesamt rund 13.300 Hektar Fläche, berichtet das Nachrichtenportal „newsit“. 11.272 Hektar entspricht zweimal die Fläche des Starnberger See.
Der Schaden an den Wäldern der Region sei verheerend. So seien etwa 90 Prozent der Flächen des Berges Pateras den Flammen zum Opfer gefallen, ebenso weite Teile des Kithairon-Gebirges, das für seine seltenen Tannen- und Zedernwälder bekannt ist.
Besonders schwer getroffen hat es laut dem Nachrichtenportal „in“ den kleinen Badeort Porto Germeno, der etwa 70 Kilometer nordwestlich von Athen am Fuße des Kithairon-Gebirges liegt. Mehr als 100 Häuser verbrannten alleine dort, die einst von einem grünen Kiefernwald bewachsene Umgebung gleicht nun einer trostlosen Mondlandschaft.
Wie griechische Medien weiter berichten, brennt es zwar auch am sechsten Tag immer noch, doch mittlerweile haben die Einsatzkräfte die Flammen unter Kontrolle und löschen nur noch kleine Brandnester. Allerdings besteht weiterhin die Gefahr, dass einzelne Brandherde erneut aufflammen. Um zu patrouillieren, sind viele Feuerwehrleute in dem Katastrophengebiet.
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5. August: Drohnen am Flughafen Leipzig | Kritik an Wahlkampfauftritten | Festnahmen wegen Großbrand

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Drohnen am Flughafen Leipzig

Zwei Drohnenvorfälle am Flughafen Leipzig/Halle haben die Behörden in Alarmbereitschaft versetzt. Zunächst wurde eine Drohne in der Nähe eines ukrainischen Frachtflugzeugs mit einem unbekannten Sprengsatz gefunden. Spezialkräfte entschärften den Fund. Zudem kollidierte ein zweites unbekanntes Flugobjekt mit einem Frachtflugzeug, das wegen des Polizeieinsatzes durchstarten musste. Das Flugzeug landete sicher in Hannover.

Kritik an Wahlkampfauftritten

Schauspieler Dieter Hallervorden hat bei mehreren Wahlkampfauftritten für die CDU in Sachsen-Anhalt Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius angegriffen. Dies stößt auf parteiinterne Kritik. Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Die derzeit regierende CDU liegt in Umfragen deutlich hinter der AfD.

Festnahmen wegen Großbrand

Seit sechs Tagen brennen westlich von Athen Wälder. Tausende Hektar Waldfäche wurden bereits zerstört. Ermittler vermuten Kabelleitungen einer Windkraftanlage als Ursache und nahmen einen Bauunternehmer sowie einen Elektroingenieur fest. Nach dem Betreiber der Windkraftanlage wird gefahndet.

Schifffahrt auf Rhein erschwert

Angesichts des Niedrigwassers im Rhein verlagern viele betroffene Unternehmen der chemischen Industrie ihre Transporte auf die Schiene oder den Lkw. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger hat für morgen eine Fachkonferenz in Bonn einberufen. Dort will er mit Vertretern der betroffenen Branchen über die aktuelle Lage beraten.

SpaceX auf Billionen-Kurs

SpaceX hat die Erwartungen der Analysten übertroffen. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 92 Prozent auf 7,8 Milliarden US-Dollar – rund 6,75 Milliarden Euro. Das Unternehmen setzt auf künstliche Intelligenz, Starlink und Starship. Bis zum Jahr 2030 erwartet Elon Musk einen Jahresumsatz von einer Billion US-Dollar. Gleichzeitig bleiben hohe Investitionen und Börsenrisiken.
 
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Streiks im Tourismus-, Gast- und Baugewerbe in Griechenland

In Griechenland sind Beschäftigte aus dem Tourismus-, Gaststätten- und Baugewerbe in den Streik getreten. Sie fordern unter anderem bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne.
Etwa 1500 Demonstranten versammelten sich am Mittwoch, 24. Juni, vor dem Arbeitsministerium in Athen und protestierten gegen die „Hungerlöhne“ in den wirtschaftlichen Schlüsselbranchen des Landes.

Tourismus auf Rekordkurs

Griechenlands Tourismussektor hatte 2025 mit fast 38 Millionen Übernachtungen das dritte Rekordjahr in Folge verzeichnet.
Der Arbeitnehmervertreter der Hotel-Kette Marriott in Griechenland, Giorgos Chatzousas, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Zahl der Mitarbeiter im Tourismus schrumpfe Jahr für Jahr, während die Zahl der Besucher steige.
„Die Arbeit wird immer mehr und die Gehälter kommen nicht nach. Eine Reinigungskraft, die hunderte Zimmer putzt, die für 250 Euro die Nacht vermietet werden, verdient nicht mehr als 1000 Euro im Monat.“ Mit diesen Gehältern sei angesichts stetig steigender Kosten kein würdevolles Leben möglich, sagte Chatzousas. Der Mindestlohn beträgt in Griechenland derzeit 910 Euro im Monat.

Auch Bauarbeiter legen Arbeit nieder

Neben Mitarbeitern in der Tourismusbranche sind auch Beschäftigte in der Baubranche in den Ausstand getreten, insbesondere auf der großen Ellinikon-Baustelle in einem Athener Vorort, wo auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens ein Luxus-Komplex mit Wohnungen, Hotels und einem Geschäftszentrum entsteht.
Die Gewerkschaft der Arbeiter fordert bessere Sicherheitsstandards auf der Baustelle und wehrt sich gegen steigenden Druck zur Fertigstellung des umstrittene Bauvorhabens. (afp/red)
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Salmonellen-Alarm bei Hühnerfleisch aus Brasilien – EU verschärft Importregeln


In Kürze:

  • Salmonellenfund in Hühnerfleisch-Lieferung aus Brasilien in Griechenland
  • Wiederholte Beanstandungen brasilianischer Tierprodukte in der EU
  • EU verschärft Importvorgaben wegen Antibiotika-Regeln

 
Die Ankunft einer Lieferung gefrorenen Hühnerfleischs aus Brasilien hat in Griechenland einen Gesundheitsalarm ausgelöst. Kontrolleure wiesen in 80 Prozent der analysierten Proben Salmonellen nach. Der Vorfall, der auf einer Pressekonferenz des Panhellenischen Verbandes der öffentlichen Geotechniker bekannt gegeben wurde, ereignete sich bereits Anfang Mai, kurz nach dem vorläufigen Inkrafttreten des umstrittenen Handelsabkommens Mercosur am 1. Mai.

Veterinärdienste klagen über massive Personalnot

Aufgrund der Dauer des Seetransports – von Brasilien nach Griechenland dauert er zwischen 20 und 45 Tagen – lässt sich daher nicht exakt sagen, ob die Lieferung bereits unter die Bedingungen des Abkommens fiel. Laut Verband analysierten Veterinärlabore in Agia Paraskevi am Stadtrand von Athen die Proben und stellten fest, dass fast drei Tonnen kontaminiert waren.
Die Lieferung wurde umgehend zurückgesandt, wie die Agrarplattform „tridge“ auf ihrer Internetseite meldete. Der Verband kritisiert zudem, dass die griechischen Veterinärdienste unter massiver Personalnot litten. So seien nur etwa 40 Prozent der vorgesehenen Stellen besetzt.
Die brasilianische Vereinigung für tierische Proteine, die Brazilian Association of Animal Protein, hat zu dem Vorfall bislang keine Stellung genommen.

Wiederholte Beanstandungen und neue EU-Importverbote für Brasilien

In den vergangenen Monaten und Vorjahren wurden wiederholt einzelne Sendungen von Lebensmitteln aus Brasilien, insbesondere Geflügelprodukte, wegen Salmonellenbefall und anderen gesundheitsbedrohenden Problemen beanstandet und an den EU-Grenzen zurückgewiesen. Das zeigt ein Blick auf das „Rapid Alert System for Food and Feed“ (RASFF) – das europäische Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel. Es dient dazu, gesundheitsgefährdende Produkte schnell zwischen allen EU-Staaten zu melden, um sie vom Markt zu nehmen oder an der Grenze zu stoppen.
Weil Brasilien die Anforderungen zum Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung bislang nicht einhält, dürfen ab dem 3. September 2026 bestimmte tierische Produkte aus dem südamerikanischen Land nicht mehr in die EU exportiert werden. Unter anderem gehören neben Geflügel und Eiern auch Rindfleisch dazu. An diesem Tag treten neue EU-Vorschriften in Kraft.
Eier

Eier.

Foto: Sanny11/iStock

EU untersagt Einsatz von Antibiotika

Die EU untersagt den Einsatz von Antibiotika in der Tier- und Geflügelhaltung, wenn diese ausschließlich dem schnelleren Wachstum oder einer höheren Produktion dienen. Zudem dürfen Tiere nicht mit Wirkstoffen behandelt werden, die der Humanmedizin vorbehalten sind. Um gleiche Bedingungen für europäische Landwirte und Importeure zu gewährleisten, verlangt die EU von Handelspartnern detaillierte Angaben zum Einsatz antimikrobieller Mittel in der Tierhaltung.
EU-Agrarkommissar Christophe Hansen betonte: „Unsere Landwirte gehören weltweit zu denen mit den strengsten Gesundheits- und Antimikrobialstandards. Es ist daher nur konsequent, dass importierte Waren denselben Anforderungen entsprechen.“ Nach Angaben der Kommission konnte Brasilien bislang nicht überzeugend nachweisen, dass seine Produktionssysteme die EU-Vorgaben einhalten.