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Hat München sein Wasserproblem selbst verursacht?


In Kürze:

  • In München gilt seit 15. Juli eine befristete Allgemeinverfügung zum Wassersparen unter Androhung hoher Bußgelder.
  • Zwischen 9 und 19 Uhr gelten unter anderem Verbote für PoolbefüllungGartenbewässerung und private Wasserspiele.
  • Die öffentliche Begründung spiegelt gerade diese zeitliche Einschränkung nicht wider, doch die Ursache liegt anscheinend woanders:
  • Während der Untergrund ausreichend Wasser liefert, wurden die städtischen Wasserspeicher in den letzten Jahrzehnten nicht angemessen ausgebaut
  • Die Einschränkungen dienen nicht zum Schutz angeblich knappen Grundwassers, sondern der veralteten Infrastruktur.

 
Private Springbrunnen, Wasserspiele und Bewässerungsanlagen dürfen in München seit Mitte Juli tagsüber nicht mehr betrieben werden; Autos und Terrassen, Wände oder Dächer nicht mehr gewaschen werden; Badebecken und Regentonnen nicht befüllt und selbst Gärten dürfen – im Zeitraum von 9 bis 19 Uhr – nicht aus dem öffentlichen Versorgungsnetz bewässert werden.
Als Begründung verweist die bayerische Landeshauptstadt auf eine drohende Wasserknappheit infolge der anhaltenden Trockenheit. Bei wiederholten Verstößen drohen Strafen von bis zu 50.000 Euro. Angesichts der zeitlichen Einschränkungen, erscheinen die Maßnahmen seltsam, denn wer bis 8:59 Uhr Pool und Regentonnen gefüllt hat, kann darin anschließend ungestraft planschen oder daraus den Garten bewässern.
Die von Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) erlassene Allgemeinverfügung zur Einschränkung der Wasserentnahme selbst liefert keine ausführliche Begründung. Diese kann lediglich beim Referat für Klima- und Umweltschutz eingesehen oder angefordert werden. Auch das stellt einen eher unüblichen Vorgang dar.
Nach Medienberichten aber begründet die Stadt den Schritt mit der Trockenheit nach der jüngsten Hitzewelle sowie einem deutlichen Anstieg des Wasserverbrauchs. Der Oberbürgermeister erklärte hierzu:
„Nach einem außergewöhnlich trockenen Winter und Frühling sind die vorhandenen Ressourcen der Wasserversorgung Münchens derzeit äußerst strapaziert.“
Weiter sagte Krause:
„Ich bitte alle Münchnerinnen und Münchner, sich an die Regeln zu halten, damit sich die Grundwasserpegel erholen. Wasser ist unser kostbarstes Lebensmittel, lassen Sie uns damit sorgsam umgehen.“

Wie ist die tatsächliche Versorgungslage?

Nach Angaben der Stadtwerke München stammen rund 75 Prozent des Trinkwassers aus dem Mangfalltal, 15 Prozent aus dem Loisachtal und etwa 10 Prozent als Reserve aus der Münchner Schotterebene. Da drei Viertel der Versorgung aus dem Mangfalltal stammen, kommt der Entwicklung des dortigen Grundwasserstandes besondere Bedeutung zu.
Die veröffentlichten Messdaten des Bayerischen Landesamtes für Umwelt zeigen jedoch, dass sich der Grundwasserstand derzeit im Bereich des langjährigen Mittels bewegt. Aus den Grundwasserständen allein lässt sich daher kein akuter Wassernotstand ableiten.

Wo liegt dann das eigentliche Problem?

Ein Blick auf die Versorgungsstruktur liefert eine mögliche Erklärung: Aus dem Mangfalltal werden laut den Stadtwerken München rund 2.800 Liter Wasser pro Sekunde – etwa 10.000 m³ pro Stunde – über ein Gefälle von rund 100 Höhenmetern nach München geleitet. Die Förderkapazität einer solchen Leitung ist aufgrund hydraulischer Randbedingungen und der Rohrreibungsverluste begrenzt.
Auf Grundlage der von den Stadtwerken veröffentlichten Versorgungsanteile ergibt sich auf Basis der oben genannten Menge eine tägliche Förderung von etwa:
  • rund 250.000 m³ aus dem Mangfalltal,
  • etwa 50.000 m³ aus dem Loisachtal,
  • rund 32.000 m³ aus der Münchner Schotterebene.
Insgesamt stehen damit ungefähr 332.000 m³ Trinkwasser pro Tag zur Verfügung. Dieses Wasser gelangt zunächst in Hochbehälter und nicht unmittelbar zu den Verbrauchern.

Die Bedeutung der Hochbehälter

Nach Angaben der Stadtwerke München verfügen die drei zentralen Trinkwasserhochbehälter – Kreuzpullach, Deisenhofen und Forstenrieder Park – über ein gemeinsames Speichervolumen von rund 306.000 m³ beziehungsweise 306 Millionen Litern. Dieses Volumen entspricht ungefähr dem durchschnittlichen Tagesverbrauch der Landeshauptstadt.
Ihre eigentliche Aufgabe besteht jedoch nicht in einer langfristigen Bevorratung, sondern im Ausgleich täglicher Verbrauchsschwankungen. Während der Verbrauch in den Morgen- und Nachmittagsstunden besonders hoch ist, werden die Speicher nachts wieder aufgefüllt.

Wo entsteht der Engpass?

Bei einem üblichen Tagesverbrauch von etwa 300.000 bis 350.000 m³ reicht die verfügbare Förderleistung für eine sichere Versorgung aus. Während der jüngsten Sommertage stieg der Wasserverbrauch nach Angaben der Stadt jedoch zeitweise auf über 400.000 m³ pro Tag. Damit entstand rechnerisch ein tägliches Defizit von rund 50.000 m³.
Unter der Annahme eines dauerhaft derart hohen Verbrauchs, würden die Hochbehälter kontinuierlich entleert. Das vorhandene Speichervolumen wäre dann nach wenigen Tagen weitgehend aufgebraucht. Rechnerisch wäre nach etwa sechs Tagen mit erheblichen Versorgungsproblemen zu rechnen.
Vor diesem Hintergrund erscheint die Allgemeinverfügung – einschließlich ihrer zeitlichen Ausprägung – als kurzfristige Maßnahme zur Stabilisierung der Versorgung grundsätzlich nachvollziehbar. Ob die öffentliche Begründung mit einer allgemeinen Wasserknappheit die eigentliche Ursache des Problems vollständig und richtig beschreibt, erscheint dagegen diskussionswürdig.

Wurde die Infrastruktur ausreichend ausgebaut?

Eine mögliche Erklärung liegt in der langfristigen Entwicklung Münchens: Die Einwohnerzahl der Landeshauptstadt ist in den vergangenen 20 Jahren um rund 25 Prozent gewachsen. Gleichzeitig wurden laut im Internet verfügbaren Informationen weder die Speicherkapazitäten der Hochbehälter in vergleichbarem Umfang erweitert, noch die Wassergewinnung entsprechend ausgebaut.
Dass die Versorgung dennoch über viele Jahre funktionierte, dürfte vor allem auf einen sparsameren Wasserverbrauch und effizientere Nutzung zurückzuführen sein. Diese Einsparungen konnten den steigenden Bedarf bislang weitgehend kompensieren.
Die außergewöhnlich hohen Verbrauchsspitzen während der jüngsten Hitzeperiode scheinen dieses System jedoch an seine Leistungsgrenze gebracht zu haben.

Ein weiteres Risiko

Hinzu kommt ein strukturelles Risiko: Rund 75 Prozent des Münchner Trinkwassers stammen aus einem einzigen Gewinnungsgebiet.
Sollte dieses Gebiet durch technische Störungen, Verunreinigungen oder außergewöhnliche Naturereignisse beeinträchtigt werden oder gleichzeitig eine der beiden übrigen Versorgungsquellen ausfallen, könnte die Versorgung der Landeshauptstadt erheblich erschwert werden.
Gerade vor dem Hintergrund einer wachsenden Bevölkerung stellt sich daher die Frage, ob die Trinkwasserinfrastruktur Münchens ausreichend resilient und redundant an heutige und an die zukünftigen Anforderungen angepasst ist.
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Münchens Wasserstreit: Notfallmaßnahme oder überzogene Reaktion?


In Kürze:

  • Seit dem 14. Juli gelten in München weitreichende Einschränkungen beim Wasserverbrauch.
  • Stadt und Wissenschaftler verweisen auf Trockenheit, sinkende Quellschüttungen und hohen Verbrauch.
  • Kritiker sehen keinen akuten Wassermangel, sondern ein Problem der Fördergrenzen und politischen Kommunikation.
  • Langfristig soll eine neue Wasserstrategie die Versorgung sichern.

 
In München sorgt die Allgemeinverfügung zum Wassersparen vom 14. Juli 2026 weiterhin für Konfliktstoff. Bis dato ist die Maßnahme bis 1. August befristet. Ob das Referat für Klima- und Umweltschutz der Landeshauptstadt sie verlängern wird, ist noch unklar. Als eine der sichtbarsten Auswirkungen der Allgemeinverfügung gilt die Abdeckung des bekannten Fischbrunnens am Marktplatz.

Was in München vorerst bis zum 1. August für den Verbrauch von Wasser gilt

Die Allgemeinverfügung untersagt unter anderem das Befüllen privater Pools und das Bewässern von Rasenflächen. Das Gießen privater Gärten ist nur zwischen 19:00 Uhr und 8:59 Uhr erlaubt. Zudem verbietet die Anordnung die Autowäsche außerhalb gewerblicher Waschanlagen, die Reinigung von Terrassen und Höfen mit Wasser sowie die Entnahme von Wasser aus Flüssen, Seen und Bächen. Verstöße können mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.
Dem seit Mai im Amt befindlichen Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) zufolge hätten freiwillige Sparappelle nicht mehr ausgereicht, um einer drohenden Wasserknappheit entgegenzuwirken. Obwohl es bereits im Juni Appelle zum Wassersparen gegeben habe, sei der Verbrauch weiter deutlich gestiegen.
Die Stadt verweist darauf, dass rund 75 Prozent des Münchner Trinkwassers aus dem Mangfalltal stammen. Die dortigen Quellen lieferten derzeit jedoch deutlich weniger Wasser als üblich. Das Bayerische Landesamt für Umwelt spricht davon, dass sich derzeit zwischen 70 und 80 Prozent der Grundwasserstände im Freistaat auf niedrigem Niveau befinden.

Niederschlagsdefizit hemmt Neubildung von Grundwasser

Neben einer seit etwa 20 Jahren sinkenden Grundwasserneubildung verschärft ein bereits seit dem vergangenen Winter beobachtetes außergewöhnliches Niederschlagsdefizit die Lage. Hydrologen wie Harald Kunstmann von der Universität Augsburg sprechen vom Frühjahr 2026 als dem trockensten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881.
Gegenüber dem BR erklärt Kunstmann, der Klimawandel sei der wesentliche langfristige Faktor hinter dieser Entwicklung. Dieser verändere zwar wenig an der gesamten Niederschlagsmenge, aber an deren zeitlicher Verteilung. Die Sommer würden trockener, die Winter etwas feuchter bei gleichzeitig weniger Schneefall. Schnee schmelze schneller, zudem steige die Verdunstung. Dadurch gelange insgesamt weniger Wasser dauerhaft ins Grundwasser.
Kritiker wie der frühere Sportjournalist Waldemar Hartmann sprechen hingegen von einem „Panikerlass“. Er verweist auf „amtliche Stellen“, die bestätigt hätten, dass es in und um München weder einen Wassernotstand gebe noch gegeben habe. Deshalb habe auch keine Gemeinde im Umland der Landeshauptstadt vergleichbare Einschränkungen erlassen. Das Portal „NIUS“, für das Hartmann kommentiert, kritisiert zudem, Oberbürgermeister Krause dramatisiere die Lage und stütze sich auf Durchschnittswerte, ohne historische Einzelwerte offenzulegen.

Sommergewitter sorgen für keine substanzielle Entlastung

Von einem akuten Wassermangel sprechen auch die Stadt selbst und die Stadtwerke nicht. Allerdings sei das Wasserangebot aufgrund der Trockenheit deutlich zurückgegangen. Die Quellen im Mangfalltal lieferten zeitweise nur etwa 65 Prozent der üblichen Wassermenge.
Gleichzeitig sei der Verbrauch, der normalerweise bei etwa 300 Millionen Litern liege, deutlich angestiegen. Zeitweise habe er Spitzenwerte zwischen 360 und mehr als 400 Millionen Litern erreicht. Im Durchschnitt habe der Verbrauch etwa ein Fünftel über dem üblichen Niveau gelegen. Aus Sicht der Stadtwerke und der Stadt München macht dies Maßnahmen zur kurzfristigen Senkung des Verbrauchs erforderlich.
Das Landesamt für Umwelt sieht bis auf Weiteres auch keinen Grund zur Entwarnung wegen der Sommergewitter, die in den Wochen seit der Hitzewelle im Juni vermehrt aufgetreten seien. Deren Wirkung sei nur begrenzt. Auf den ausgetrockneten Böden fließe der Starkregen größtenteils oberflächlich ab. Für die Neubildung von Grundwasser sei hingegen langsames und stetiges Versickern erforderlich. Eine nachhaltige Entspannung sei erst nach einem außergewöhnlich niederschlagsreichen Winter zu erwarten.

München will langfristige Wasserstrategie vorlegen

Professor Jörg E. Drewes vom Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft der TU München erklärt, die Allgemeinverfügung sei eine „Notfallmaßnahme“. Perspektivisch solle Trinkwasser nicht mehr für jede Form der Nutzung eingesetzt werden. Für Zwecke wie Bewässerung, Autowäsche oder die Versorgung öffentlicher Grünanlagen reichten auch Regenwasser oder aufbereitetes Brauchwasser aus. Andere Länder nutzten solche Systeme bereits deutlich intensiver.
Drewes spricht sich zudem für ein besseres Wassermanagement aus. Erforderlich sei eine genauere Erfassung des tatsächlichen Wasserverbrauchs. Daten zu Grundwasser- und Pegelständen müssten transparenter aufbereitet werden. Bürger sollten Informationssysteme wie NIWIS nutzen können, um nachvollziehen zu können, warum Kommunen Sparmaßnahmen verhängen.
Wie der BR berichtet, sei zwar grundsätzlich ausreichend Wasser vorhanden. Allerdings stoße die Versorgung an Fördergrenzen, weil die Quellen derzeit deutlich weniger lieferten, während der Verbrauch gestiegen sei. Zudem bestehe ein anhaltender Konflikt zwischen München und den Anrainergemeinden im Mangfall- und Loisachtal. Dadurch dürften die Münchner Stadtwerke nur eine wasserrechtlich genehmigte Höchstmenge fördern, die zuletzt nahezu ausgeschöpft gewesen sei.
Die Stadt hat angekündigt, eine langfristige Wasserstrategie zu erarbeiten. Diese soll sich mit Fragen der Infrastruktur, möglicher zusätzlicher Förderkapazitäten sowie wasserrechtlicher Genehmigungen befassen.
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Zwang zur Nierenspende: Verdächtige in Rumänien festgenommen

In Rumänien sind ein Mann und eine Frau festgenommen worden, die einen anderen Mann dazu gezwungen haben sollen, in Deutschland seine Niere zu Transplantationszwecken zu spenden.
Wie die für organisiertes Verbrechen zuständige Staatsanwaltschaft DIICOT in Bukarest mitteilte, wurde damit ein europäischer Haftbefehl auf Antrag aus München vollstreckt.
Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in München bestätigte die Festnahmen auf Anfrage der dpa und kündigte an, die Auslieferung zu beantragen. Ein Haftrichter im westrumänischen Timisoara (Temesvar) solle nun über die Auslieferung der festgenommenen Rumänen nach Deutschland entscheiden.
Die Festgenommenen seien „herausragende Mitglieder“ einer „verbrecherischen Gruppe“ in Timisoara, berichtete DIICOT. Der Vorwurf laute auf „schwerer Menschenhandel zum Zwecke der Organentnahme“. Rumänischen Medienberichten zufolge handelt es sich um ein Ehepaar.

Opfer wurde mit Drohung gegen seine Eltern erpresst

Der festgenommene Mann habe wegen eines schweren Nierenleidens ein Spenderorgan benötigt und zusammen mit der Frau das ebenfalls aus Rumänien stammende Opfer dazu gezwungen, einer Spende seiner Niere zuzustimmen – erpresst mit der Drohung, dass seine Eltern in Rumänien getötet werden könnten, berichtete DIICOT.
Das Opfer sei in einer Wohnung in München festgehalten worden. Die Verdächtigen hätten ihm seine Ausweise weggenommen und jeden Kontakt zu dessen Familie verhindert.
Zudem habe das Opfer für die Verdächtigen unbezahlt arbeiten sowie Auto-Kaufverträge unterschreiben müssen. Zur Nierenspende sei es in einer deutschen Klinik gekommen. Das Opfer habe dabei wahrheitswidrig angegeben, ein Neffe des Verdächtigen zu sein.
Die Verdächtigen wurden nun in der südwestrumänischen Kleinstadt Caransebes gefasst. Bereits im März dieses Jahres hatten rumänische Ermittler im nahegelegenen Timisoara Hausdurchsuchungen vorgenommen, wo die Gruppe mehrere Immobilien besitzt.
Zeitgleich fanden hierzu auch in München Hausdurchsuchungen statt, wie die Staatsanwaltschaft in der bayerischen Landeshauptstadt bestätigte. (dpa/red)
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15. Juli: Wassersparen in München | Merz vor Presse | Bürokratieabbau

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Wassersparen in München

Wegen Trockenheit, steigendem Wasserverbrauch und „strapazierten“ Ressourcen hat die Stadt München eine Allgemeinverfügung erlassen. Zwischen 9 und 19 Uhr ist die Entnahme von Wasser aus dem öffentlichen Netz u. a. zur Poolbefüllung, Gartenbewässerung oder privaten Autowäsche verboten. Bußgelder reichen von 50 bis 50.000 Euro. Die Maßnahmen gelten zunächst bis 1. August.

Merz vor Presse

Bundeskanzler Friedrich Merz lässt bei der Sommerpressekonferenz persönliche Konsequenzen nach den Landtagswahlen im Herbst offen, falls die AfD stark abschneidet. Er zeigt sich zuversichtlich, AfD-Erfolge durch Reformpolitik verhindern zu können. Außerdem verteidigte Merz die hohe Neuverschuldung mit der Sicherheitslage und betonte Reformen in Rente, Pflege und Krankenkassen.

Bürokratieabbau

In Berlin hat die Regierung einige Maßnahmen zum Bürokratieabbau verabschiedet. Beschlossen wurde beispielsweise die Digitalisierung von ärztlichen Überweisungen zu Fachärzten. Zudem gelten Lkw-Fahrverbote nur noch an bundesweit einheitlichen Feiertagen. Und über die Pflicht zur Ortskenntnis für Taxis sollen künftig die Bundesländer entscheiden.

Kein automatischer Schutz

Wehrfähige ukrainische Männer sollen es schwerer haben, in der EU Schutz zu bekommen und zu arbeiten. Darauf einigten sich die EU-Innenminister in Brüssel. Zukünftig sollen sie einen Nachweis der Ukraine erbringen müssen, dass sie rechtmäßig ausgereist oder vom Wehrdienst befreit sind. Männer, die sich bereits in der EU aufhalten, sind davon nicht betroffen.

Für immer Sommerzeit

Das US-Repräsentantenhaus hat ein Gesetz verabschiedet, das die zweimal jährliche Zeitumstellung abschaffen und die Sommerzeit dauerhaft einführen soll. Der „Sunshine Protection Act“ muss nun den Senat passieren. Befürworter sprechen von mehr Alltagstauglichkeit, Kritiker warnen vor dunkleren Wintermorgen.
 
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Wasserknappheit: München schränkt Wassernutzung ein – Bußgelder bis zu 50.000 Euro


In Kürze:

  • München hat wegen Trockenheit und hoher Wasserverbräuche eine befristete Allgemeinverfügung zum Wassersparen erlassen.
  • Zwischen 9 und 19 Uhr gelten unter anderem Verbote für Poolbefüllung, Gartenbewässerung und private Wasserspiele.
  • Bei Verstößen drohen Bußgelder von 50 Euro bis zu 50.000 Euro.
  • Die Maßnahmen gelten zunächst bis zum 1. August und können je nach Wetterlage verlängert oder angepasst werden.

 
In München gelten ab heute mehrere Einschränkungen im Bereich des Umgangs mit Wasser. Am Tag zuvor hat das Referat für Klima- und Umweltschutz der bayerischen Landeshauptstadt eine Allgemeinverfügung erlassen. Diese dient der „Regelung der Nutzung von Trinkwasser und der Entnahme von Grundwasser und aus oberirdischen Gewässern“.
Die „Allgemeinverfügung zum Wassersparen“ untersagt mehrere Formen von Entnahme von Wasser aus dem öffentlichen Versorgungsnetz und von Grundwasser. Einige Beschränkungen gelten nur temporär. Vorerst gilt die Allgemeinverfügung, befristet bis zum 1. August. Eine Verlängerung des Zeitraums ist bei andauernder Trockenheit möglich – bei erheblicher Entspannung auch eine Verkürzung. Entwickeln sich Klima und Wetterlage sowie der dadurch bedingte mengenmäßige Zustand der Gewässer ungünstig, kann es „zu weiteren Einschränkungen durch eine Allgemeinverfügung kommen“.

Wasserknappheit: München verzichtet auf das Reinigen der Fenster im Rathaus

In der Zeit von 9:00 bis 19:00 Uhr ist die Entnahme von Wasser etwa zum Befüllung und Betrieb privater Pools und ähnlicher Badebecken untersagt. Auch gilt das Entnahmeverbot für private Springbrunnen, Wasserspiele, Bewässerungsanlagen und sogar Regentonnen. Hausgärten, aber auch Klein- und Schrebergartenanlagen dürfen in diesem Zeitraum nicht aus dem öffentlichen Versorgungsnetz bewässert werden.
Ausnahmen gelten für Flächen und Bereiche, die gewerblicher oder öffentlicher Nutzung dienen. Auch wassersparende Bewässerung und Beregnung mit Tröpfchenfunktion, land- und forstwirtschaftliche Bewässerung und jene von Friedhöfen bleiben gestattet.
Aber selbst in diesem Bereich sind bereits Einschränkungen wahrnehmbar. So haben die Stadtwerke schon zu Beginn des Monats den Fischbrunnen am Marktplatz abgedeckt. Außerdem will die Stadt auf die Fensterreinigung in öffentlichen Gebäuden wie dem Rathaus verzichten.

Bußgelder bis zu 50.000 Euro drohen

Fortan ist auch das Autowaschen nur noch in gewerblichen Anlagen erlaubt – solange es nicht um sicherheitsbedingt gebotene Reinigungen von Einsatzfahrzeugen geht. Privatpersonen ist es bis auf Weiteres nicht gestattet, Hochdruckreiniger oder Bürsten zum Einsatz zu bringen, um Terrassen, Wände, Dächer oder Höfe abzuspritzen oder zu bewässern.
Abgesehen von behördlich vorgeschriebenen Maßnahmen dürfen auch Verantwortliche auf Baustraßen oder Baustellen nicht mehr Wasser zur Verminderung der Staubentwicklung zum Einsatz bringen. Die Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern im Stadtgebiet der bayerischen Landeshauptstadt ist – mit wenigen Ausnahmen – sogar vollständig untersagt. Zu diesen gehören geringfügiger Gemeingebrauch, Viehtränke oder thermische Nutzungen mit vollständiger Rückleitung.
Widerrufliche Ausnahmegenehmigungen sind vorgesehen, wenn „überwiegende Gründe des Wohls der Allgemeinheit dies erfordern“ oder ein Verbot oder eine Beschränkung eine unbillige Härte herbeiführen würden. Für einfache Verstöße gegen die Allgemeinverfügung drohen Bußgelder in einer Größenordnung von 50 bis 1.000 Euro. Wiederholte oder grobe Verstöße können bereits Zahlungen von bis zu 10.000 und schwere oder gewerbliche von bis zu 50.000 Euro nach sich ziehen.

Stadtwerke sollen Wasserstrategie für München erarbeiten

Die Landeshauptstadt begründet den Schritt mit der Trockenheit infolge der jüngsten Hitzewelle und einem Anstieg der Wassernutzung. Der seit Mai regierende Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) erklärte, dass der Wasserverbrauch in jüngster Zeit erneut deutlich angestiegen sei. Er betont:
„Nach einem außergewöhnlich trockenen Winter und Frühling sind die vorhandenen Ressourcen der Wasserversorgung Münchens derzeit äußerst strapaziert.“
Der Wasserverbrauch liege im Schnitt in der Stadt bei etwa 300 Millionen Litern, zuletzt sei dieser jedoch auf mehr als 360 Millionen Liter angestiegen. Der Oberbürgermeister wies die Stadtwerke München (SWM) an, eine Wasserstrategie zu erarbeiten. Diese solle Wege aufzeigen, die Wasserversorgung der Stadt angesichts veränderter klimatischer Bedingungen dauerhaft zu gewährleisten.
Der Vorsitzende der SWM-Geschäftsführung, Dr. Florian Bieberbach, kündigte an, die Stadtwerke brächten ergänzend zur Allgemeinverfügung der Stadt eine Wasser-Sparanordnung heraus. Der Versorger erweitere die Vorgaben auch über die Stadtgrenzen hinaus auf das gesamte Wasserversorgungsnetz.

Mehrere Regionen schränken Wasserentnahme ein

Das Trinkwasser Münchens stammt dem SWM zufolge aus Grundwasser und dem Mangfalltal. Dort sinke jedoch der Wasserspiegel, der Fluss führe immer häufiger Niedrigwasser und die entnehmbare Menge sinke. Pro Kopf und Jahr verbrauche ein Einwohner der Stadt München rund 40.000 Liter Wasser. Im Sommer liege der Verbrauch um etwa 25 bis 33 Prozent über dem Schnitt.
Verbote und Beschränkungen der Wasserentnahme gibt es bislang nur in einzelnen Landkreisen. Die meisten davon liegen in Bayern und Baden-Württemberg. Aber auch im Landkreis Potsdam-Mittelmark (Brandenburg) und in Darmstadt (Hessen) und weiteren Landkreisen gibt es Allgemeinverfügungen zur Wassernutzung.
 
 
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14.07.2026 | Trump nimmt doch keine 20-Prozent-Gebühr in der Straße von Hormus | Wetterdienst warnt vor schweren Gewittern

HEUTE17:41 Uhr

Wetterdienst warnt vor schweren Gewittern

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor teils schweren Gewittern in vielen Regionen Deutschlands. Betroffen seien Teile der Bundesländer Niedersachsen, Hessen, Thüringen, Sachsen, Rheinland-Pfalz und Bayern, teilten die Meteorologen mit. Die aktuellen Warnungen gelten für die Zeit von Dienstag 17 Uhr bis in die Nacht zum Mittwoch.

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HEUTE17:21 Uhr

Trump nimmt doch keine 20-Prozent-Gebühr in der Straße von Hormus

US-Präsident Donald Trump hat beschlossen, doch keine 20-prozentige Erstattungsgebühr für den Warenverkehr durch die Straße von Hormus zu verlangen. Auf der Grundlage „äußerst fruchtbarer Gespräche mit führenden Vertretern des Nahen Ostens“ habe er beschlossen, diese durch „Handels- und Investitionsabkommen“ zu ersetzen, die verschiedene Golfstaaten mit den USA abschließen würden, teilte Trump mit.

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HEUTE17:15 Uhr

Grenzkontrollen zwischen Spanien und Gibraltar

An der Grenze zwischen Spanien und dem britischen Gebiet Gibraltar gelten ab morgen die Schengen-Regeln – Grenzkontrollen bei der Ein- und Ausreise in das seit dem Brexit nicht mehr zur EU gehörende Gebiet entfallen. Die Grenzkontrollen galten als das letzte große ungelöste Problem des Brexits vor sechseinhalb Jahren.

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HEUTE17:12 Uhr

Evakuierung von Ortschaft nahe der Müritz aufgehoben – Feuer lodert weiter

Die Evakuierung der Ortschaft Granzin wegen eines Waldbrands im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern ist aufgehoben. Das Feuer brennt am Boden weiter, etwa 25 Hektar sind mittlerweile verbrannt. Heute drehte der Wind und bewegt das Feuer nun in Richtung der Ortschaft Speck. Rund 200 Einsatzkräfte sind vor Ort. Da sich in dem Gebiet noch alte Munition befindet, war auch ein Munitionsbergungsdienst im Einsatz.

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HEUTE16:59 Uhr

Artemis-Crew dankt europäischen Ingenieuren

Die Crew der Mondmission „Artemis 2“ bedankte sich persönlich bei den Ingenieuren in Deutschland und Europa. Ihrer Arbeit habe man sein Leben anvertraut, sagte der US-Amerikaner Victor Glover bei einem Besuch bei Airbus in Bremen. Das an die „Orion“-Kapsel angedockte Servicemodul ESM (European Service Module) war für die Versorgung mit Sauerstoff, Wasser sowie Strom zuständig, auch für den Antrieb der Raumkapsel, und wird im Bremer Werk gebaut.

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HEUTE16:55 Uhr

München verbietet Rasenbewässerung

München senkt den Wasserverbrauch: ab sofort dürfen keine privaten Pools mehr befüllt oder Rasen bewässert werden. Auch das Abpumpen von Wasser aus Seen und Flüssen ist untersagt. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro. Verboten ist beispielsweise auch das Gießen und die Beregnung von privat genutzten Haus- und Kleingärten oder Schrebergärten in der Zeit von 9:00 bis 19:00 Uhr.

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HEUTE16:32 Uhr

Unwetterschäden im Norden: Hagel und Starkregen sorgen für hunderte Einsätze

Starke Unwetter haben im Norden Deutschlands für erhebliche Schäden gesorgt. In Mecklenburg-Vorpommern (Ludwigslust-Parchim) fielen enorme Hagelmengen und Regen. Es gab über 160 Feuerwehreinsätze wegen beschädigter Dächer, überfluteter Keller und umgestürzter Bäume. Auch in der Region Hannover (ca. 1.000 Einsätze), Heidenau, Celle und Elmshorn kam es zu Hagel, Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen.

Überflutete Wege in Elmshorn/Schleswig-Holstein (Symbolbild).

Foto: Alexander Koerner/Getty Images

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HEUTE16:29 Uhr

Guatemala: Archäologen entschlüsseln Namen eines Maya-Astronomen

Archäologen haben in Guatemala erstmals den vollständigen Namen eines Maya-Astronomen und Mathematikers entschlüsselt: Sak Tahn Waax („Fuchs mit weißer Brust“). In der Stätte San Bartolo-Xultún entdeckten sie eine vollständige mathematische und astronomische Formel sowie über 50 Mikrotexte. Es ist die einzige bekannte Arbeit eines Mathematikers aus der klassischen Maya-Zeit (250–900 n. Chr.).

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HEUTE16:12 Uhr

Auto gerät in Oberbayern in Gegenverkehr – drei Tote

Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Fahrzeuge bei Stammham (Landkreis Eichstätt) sind am Montagnachmittag drei Menschen ums Leben gekommen. Ein Auto geriet in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal mit einem Kleintransporter zusammen. Der 32-jährige Autofahrer und der 48-jährige Transporterfahrer starben noch an der Unfallstelle. Ein 27-jähriger Beifahrer erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Straße war sechs Stunden gesperrt.

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HEUTE16:09 Uhr

Høiby wird in den Hausarrest entlassen

Marius Borg Høiby (29), ältester Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, wird aus der Untersuchungshaft in den Hausarrest entlassen. Die Staatsanwaltschaft zog ihre Berufung gegen den Entscheid des Bezirksgerichts Oslo zurück, meldete NRK. Høiby wurde im Juni zu vier Jahren Haft verurteilt (noch nicht rechtskräftig) wegen zweier Vergewaltigungen und Gewalt gegen eine Ex-Freundin. Trotz Wiederholungsgefahr entschied das Gericht auf Hausarrest mit Fußfessel.
Marius Borg Høiby (l) hat mehrfach versucht, aus der U-Haft freizukommen, um bei seiner kranken Mutter Mette-Marit (r) zu sein. (Archivbild)

Marius Borg Høiby (l) hat mehrfach versucht, aus der U-Haft freizukommen, um bei seiner kranken Mutter Mette-Marit (r) zu sein. (Archivbild)

Foto: Lise Aserud/NTB/dpa

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HEUTE16:03 Uhr

Bayern: 16-Jähriger unter Extremismusverdacht

Ein 16-Jähriger hat in Schongau zwei 13-jährige Mädchen mit einem Messer schwer verletzt. Es gibt Hinweise auf ein extremistisches Motiv. Die Generalstaatsanwaltschaft München ermittelt wegen versuchten Mordes. Der Täter war bereits bekannt und sitzt in U-Haft.

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HEUTE15:43 Uhr

Bundespräsident legt Kranz für Ahrtal-Flutopfer nieder

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal der Opfer gedacht. Bei seinem Besuch in Bad Neuenahr-Ahrweiler erinnerte er an das Leid der Betroffenen und würdigte zugleich die große Solidarität nach der Katastrophe. Bei der Flut im Juli 2021 starben 184 Menschen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

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HEUTE15:23 Uhr

Mehrere Tote bei Gebäudebrand in Brüssel gefunden

Bei einem Brand in der Brüsseler Innenstadt sind nach übereinstimmenden Medienberichten mehrere Tote gefunden worden. In einem Aufzug des sich im Umbau befindlichen Gebäudes wurden demnach mehrere leblose Menschen entdeckt.

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HEUTE15:19 Uhr

JVA-Mitarbeiter sollen Häftlinge mit Drogen versorgt haben

In Nordrhein-Westfalen wird gegen acht Justizbeamte der JVA Rheinbach ermittelt. Sie stehen im Verdacht, Gefangene gegen Bezahlung mit Handys und Drogen versorgt zu haben. Am Dienstag wurden Wohnungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie die JVA durchsucht. Die Ermittlungen begannen nach Anzeigen der Gefängnisleitung.

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HEUTE14:38 Uhr

Streeck: Meinetwegen kann die Tabaksteuer noch höher gehen

Der Suchtbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), unterstützt die geplante Anhebung der Tabaksteuer. Eine Zigarettenschachtel könnte dadurch bis 2030 im Schnitt 11,78 Euro kosten. Streeck sieht darin einen Anreiz, mit dem Rauchen aufzuhören oder gar nicht erst anzufangen. Die Tabakbranche warnt hingegen vor einem wachsenden Schwarzmarkt und sinkenden Steuereinnahmen.

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HEUTE14:30 Uhr

Prien verteidigt geplante Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) verteidigt die geplanten Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss. Künftig soll die Leistung nur noch bis zum 16. statt bis zum 18. Lebensjahr gezahlt werden. Prien begründet dies mit stark gestiegenen Kosten und fordert mehr Druck auf säumige Unterhaltszahler. Kritik kommt unter anderem von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).

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HEUTE14:27 Uhr

57 Verletzte beim Stiertreiben in Pamplona

Beim Stiertreiben im nordspanischen Pamplona sind in diesem Jahr 57 Menschen verletzt worden. Vier Teilnehmer wurden von Stieren aufgespießt, darunter ein Deutscher. Beim San-Fermín-Fest rennen jedes Jahr Tausende Menschen auf einer 848 Meter langen Strecke vor den Tieren her. Die Tradition lockt Touristen aus aller Welt an, fordert aber immer wieder Verletzte und Todesopfer.

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HEUTE12:36 Uhr

Medienaufsicht: KI-Nachrichtenangebote fallen unter Regeln für Medien

KI-generierte Nachrichtenüberblicke von Google und Perplexity fallen in Deutschland nach Einschätzung der Medienaufsicht unter das Medienrecht. Die ZAK sieht die Angebote als Medienintermediäre und will künftig prüfen, ob sie journalistische Vielfalt und Transparenz gewährleisten. Gegen die Einstufung können die Anbieter vorgehen.

Smartphone mit Facebook- und Meta-KI-Logo: Symbol für die zunehmende Verbindung von sozialen Medien und künstlicher Intelligenz. (Symbolbild).

Foto: Imen Ben Youssef / Hans Lucas / AFP via Getty Images

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HEUTE12:12 Uhr

Berliner Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen mutmaßlichen Serienvergewaltiger

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen einen 68-jährigen Mann wegen 22 mutmaßlicher Vergewaltigungen an 14 Frauen erhoben. Der Verdächtige soll Frauen über Datingplattformen kennengelernt, mit Schlafmittel und Alkohol sediert und die Taten gefilmt haben. Die Ermittler gehen von insgesamt 58 möglichen Opfern aus.

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HEUTE11:57 Uhr

Gedenken an Flutkatastrophe: Versicherer warnen vor Extremwetterlagen

Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal warnt der Versichererverband GDV vor weiteren Extremwetterlagen. Deutschland müsse schneller in Hochwasserschutz und Klimaanpassung investieren. Allein Elementarschäden verursachten seit 2002 im Schnitt rund zwei Milliarden Euro pro Jahr.
Die Flutkatastrophe hinterließ eine Schneise der Verwüstung. (Archivfoto)

Die Flutkatastrophe hinterließ eine Schneise der Verwüstung. (Archivfoto)

Foto: Boris Roessler/dpa

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HEUTE11:53 Uhr

„Qualifizierungsgeld“ für Umschulung im Betrieb wird kaum genutzt

Das 2024 eingeführte Qualifizierungsgeld wird kaum genutzt: Bis Ende 2025 profitierten weniger als 400 Beschäftigte von der Förderung, abgerufen wurden nur rund 550.000 Euro statt der eingeplanten Hunderte Millionen. Kritiker sehen den Grund vor allem im hohen bürokratischen Aufwand für Unternehmen.

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HEUTE11:26 Uhr

Madonna über Album-Erfolg

Madonna feiert den Erfolg ihres neuen Albums „Confessions on a Dance Floor II“. Die 67-jährige Pop-Ikone dankte ihren Fans für den großen Zuspruch. Das am 3. Juli erschienene Album erreichte Platz eins der US-Charts und führte weltweit in 13 Ländern die Hitlisten an.

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HEUTE10:13 Uhr

Schleswig-Holstein: Baby kommt auf Autobahnrastplatz zur Welt

In Schleswig-Holstein ist auf einem Rastplatz an der Autobahn 7 ein kleiner Junge zur Welt gekommen. Die werdende Mutter war am Freitag gemeinsam mit ihrem Mann auf dem Weg ins Krankenhaus, als die Geburt überraschend auf dem Rastplatz Brokenlande einsetzte, wie die Polizei in Neumünster am Dienstag berichtete. Noch vor Eintreffen der ersten Einsatzkräfte erblickte das Baby das Licht der Welt. Ein Rettungshubschrauber landet am Rastplatz – Mutter und Sohn sind wohlauf.

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HEUTE8:56 Uhr

Reeder kritisieren Idee einer Schutzgebühr für Hormus

Die deutschen Reeder kritisieren die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump scharf, künftig eine Art Schutzgebühr für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu erheben. Laut dem Verband Deutscher Reeder sind derzeit etwa 20 Schiffe in deutschem Eigentum oder unter deutschem Management in der Region unterwegs. Ursprünglich saßen rund 50 Schiffe mit deutschem Bezug im Persischen Golf fest – drei dieser Schiffe seien seither angegriffen worden.

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HEUTE8:49 Uhr

Mutmaßlicher Brandanschlag legt Zugverkehr lahm

Nach einem Brand an der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Cuxhaven ruht der Zugverkehr. Bei Neu Wulmstorf brannte in der Nacht laut Polizei ein Verteilerkasten, es wird von Brandstiftung ausgegangen. Das Feuer beschädigte laut Bahn die Schieneninfrastruktur, Zugfahrten im Abschnitt zwischen Hamburg-Neugraben und Buxtehude in Richtung Stade seien derzeit nicht möglich, eine Prognose zur Dauer der Sperrung auch nicht. Der Schienenersatzverkehr ist angelaufen.

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HEUTE8:45 Uhr

Südkorea profitiert vom Chip-Boom

Die südkoreanische Wirtschaft profitiert vom Erfolg der Chip-Hersteller des Landes. Das Finanzministerium in Seoul hob seine Wachstumsprognose für 2026 um einen Prozentpunkt auf drei Prozent. Vor allem Samsung und SK Hynix bedienen die weltweit stark gestiegene Nachfrage. Die Regierung startete einen „Zukunftsfonds“, um mit zusätzlichen Steuereinnahmen Investitionen auch in regionale Entwicklung und Bildung anzukurbeln.

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HEUTE8:08 Uhr

US-Regierung zahlt Zollgebühren an Unternehmen zurück

Im bisherigen US-Steuerjahr mit Beginn im Oktober 2025 zahlte die US-Regierung 81 Milliarden Dollar (ca. 71 Milliarden Euro) an Unternehmen wegen der Zollpolitik Trumps zurück. Das teilte das Finanzministerium mit. Im gesamten Vorjahr waren es fünf Milliarden Dollar. Ein Ministeriumsvertreter bestätigte, dass die meisten Rückzahlungen auf das Urteil des Supreme Court im Februar zurückgehen.

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HEUTE7:19 Uhr

USA will Seeblockade gegen Iran wieder aufnehmen

Washington kündigte an, die Seeblockade gegen iranische Häfen am Abend wieder aufzunehmen. US-Militär werde „die Schiffe des Iran oder dessen Kunden daran hindern, ein- oder auszulaufen“, schrieb US-Präsident Trump. Für alle anderen Frachtschiffe würden die USA ab sofort eine Abgabe von „20 Prozent auf alle transportierten Güter“ erheben.
HEUTE7:00 Uhr

Weitere nächtliche Angriffe im Nahen Osten

Die US-Armee hat die dritte Nacht in Folge Ziele im Iran bombardiert. Der Einsatz dauerte laut CENTCOM rund fünf Stunden. Der Iran griff nach eigenen Angaben Ziele in Bahrain an, es sei mit Raketen und Drohnen ein Militärstützpunkt ins Visier genommen worden. Die VAE warfen dem Iran vor, zwei ihrer Öltanker in der Straße von Hormus angegriffen zu haben.

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HEUTE6:37 Uhr

Großbrand nahe Paris: Ermittler nehmen zwei Verdächtige fest

Nach dem Ausbruch eines Großbrandes im Wald von Fontainebleau südlich von Paris sind zwei Verdächtige wegen „vorsätzlicher oder fahrlässiger Brandstiftung“ festgenommen worden. Das sagte Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez. Mehr als 1.300 Hektar des Waldes sind abgebrannt. Rund tausend Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. 600 Feuerwehrleute waren vor Ort, auch Löschflugzeuge kamen zum Einsatz.

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HEUTE6:33 Uhr

Merz und weitere Staatschefs bei Militärparade in Paris

Bundeskanzler Friedrich Merz und zwei Dutzend weitere Staats- und Regierungschefs sollen heute in Paris der Militärparade zum französischen Nationalfeiertag beiwohnen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte die Vertreter der Partnerländer in der Pro-Ukraine-Koalition zu den Feierlichkeiten am 14. Juli eingeladen. Etwa 500 Soldaten aus Ländern, die zur „Koalition der Willigen“ zählen, sollen bei der Parade mitmarschieren – auch einige Bundeswehrsoldaten.
HEUTE6:13 Uhr

YouGov: Deutschland entwickelt sich in eine falsche Richtung

Die AfD kommt in der aktuellen Umfrage des Instituts YouGov auf 27 Prozent, CDU/CSU bleiben bei 20 Prozent, die Grünen bei 14 Prozent, SPD und Linke je 12 Prozent, FDP 5 Prozent, das BSW 4 Prozent. Drei von vier Bundesbürger (74 Prozent) denken, dass sich Deutschland generell in die falsche Richtung entwickelt.

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HEUTE5:20 Uhr

Waldbrand in Andalusien: Neun Ausländer unter den Opfern

Nach dem folgenschweren Waldbrand in Andalusien haben die spanischen Behörden bisher mehrere Todesopfer identifiziert. Fünf Briten, drei Belgier, eine Französin und einen Spanier seien bei dem Feuer ums Leben gekommen, teilte das für die Koordinierung der gerichtsmedizinischen Arbeiten zuständige Gremium mit.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen
 

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14.07.2026 | Trump nimmt doch keine 20-Prozent-Gebühr in der Straße von Hormus | München verbietet Rasenbewässerung

HEUTE17:21 Uhr

Trump nimmt doch keine 20-Prozent-Gebühr in der Straße von Hormus

US-Präsident Donald Trump hat beschlossen, doch keine 20-prozentige Erstattungsgebühr für den Warenverkehr durch die Straße von Hormus zu verlangen. Auf der Grundlage „äußerst fruchtbarer Gespräche mit führenden Vertretern des Nahen Ostens“ habe er beschlossen, diese durch „Handels- und Investitionsabkommen“ zu ersetzen, die verschiedene Golfstaaten mit den USA abschließen würden, teilte Trump mit.

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HEUTE17:15 Uhr

Grenzkontrollen zwischen Spanien und Gibraltar

An der Grenze zwischen Spanien und dem britischen Gebiet Gibraltar gelten ab morgen die Schengen-Regeln – Grenzkontrollen bei der Ein- und Ausreise in das seit dem Brexit nicht mehr zur EU gehörende Gebiet entfallen. Die Grenzkontrollen galten als das letzte große ungelöste Problem des Brexits vor sechseinhalb Jahren.

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HEUTE17:12 Uhr

Evakuierung von Ortschaft nahe der Müritz aufgehoben – Feuer lodert weiter

Die Evakuierung der Ortschaft Granzin wegen eines Waldbrands im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern ist aufgehoben. Das Feuer brennt am Boden weiter, etwa 25 Hektar sind mittlerweile verbrannt. Heute drehte der Wind und bewegt das Feuer nun in Richtung der Ortschaft Speck. Rund 200 Einsatzkräfte sind vor Ort. Da sich in dem Gebiet noch alte Munition befindet, war auch ein Munitionsbergungsdienst im Einsatz.

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HEUTE16:59 Uhr

Artemis-Crew dankt europäischen Ingenieuren

Die Crew der Mondmission „Artemis 2“ bedankte sich persönlich bei den Ingenieuren in Deutschland und Europa. Ihrer Arbeit habe man sein Leben anvertraut, sagte der US-Amerikaner Victor Glover bei einem Besuch bei Airbus in Bremen. Das an die „Orion“-Kapsel angedockte Servicemodul ESM (European Service Module) war für die Versorgung mit Sauerstoff, Wasser sowie Strom zuständig, auch für den Antrieb der Raumkapsel, und wird im Bremer Werk gebaut.

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HEUTE16:55 Uhr

München verbietet Rasenbewässerung

München senkt den Wasserverbrauch: ab sofort dürfen keine privaten Pools mehr befüllt oder Rasen bewässert werden. Auch das Abpumpen von Wasser aus Seen und Flüssen ist untersagt. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro. Verboten ist beispielsweise auch das Gießen und die Beregnung von privat genutzten Haus- und Kleingärten oder Schrebergärten in der Zeit von 9:00 bis 19:00 Uhr.

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HEUTE16:32 Uhr

Unwetterschäden im Norden: Hagel und Starkregen sorgen für hunderte Einsätze

Starke Unwetter haben im Norden Deutschlands für erhebliche Schäden gesorgt. In Mecklenburg-Vorpommern (Ludwigslust-Parchim) fielen enorme Hagelmengen und Regen. Es gab über 160 Feuerwehreinsätze wegen beschädigter Dächer, überfluteter Keller und umgestürzter Bäume. Auch in der Region Hannover (ca. 1.000 Einsätze), Heidenau, Celle und Elmshorn kam es zu Hagel, Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen.

Überflutete Wege in Elmshorn/Schleswig-Holstein (Symbolbild).

Foto: Alexander Koerner/Getty Images

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HEUTE16:29 Uhr

Guatemala: Archäologen entschlüsseln Namen eines Maya-Astronomen

Archäologen haben in Guatemala erstmals den vollständigen Namen eines Maya-Astronomen und Mathematikers entschlüsselt: Sak Tahn Waax („Fuchs mit weißer Brust“). In der Stätte San Bartolo-Xultún entdeckten sie eine vollständige mathematische und astronomische Formel sowie über 50 Mikrotexte. Es ist die einzige bekannte Arbeit eines Mathematikers aus der klassischen Maya-Zeit (250–900 n. Chr.).

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HEUTE16:12 Uhr

Auto gerät in Oberbayern in Gegenverkehr – drei Tote

Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Fahrzeuge bei Stammham (Landkreis Eichstätt) sind am Montagnachmittag drei Menschen ums Leben gekommen. Ein Auto geriet in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal mit einem Kleintransporter zusammen. Der 32-jährige Autofahrer und der 48-jährige Transporterfahrer starben noch an der Unfallstelle. Ein 27-jähriger Beifahrer erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Straße war sechs Stunden gesperrt.

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HEUTE16:09 Uhr

Høiby wird in den Hausarrest entlassen

Marius Borg Høiby (29), ältester Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, wird aus der Untersuchungshaft in den Hausarrest entlassen. Die Staatsanwaltschaft zog ihre Berufung gegen den Entscheid des Bezirksgerichts Oslo zurück, meldete NRK. Høiby wurde im Juni zu vier Jahren Haft verurteilt (noch nicht rechtskräftig) wegen zweier Vergewaltigungen und Gewalt gegen eine Ex-Freundin. Trotz Wiederholungsgefahr entschied das Gericht auf Hausarrest mit Fußfessel.
Marius Borg Høiby (l) hat mehrfach versucht, aus der U-Haft freizukommen, um bei seiner kranken Mutter Mette-Marit (r) zu sein. (Archivbild)

Marius Borg Høiby (l) hat mehrfach versucht, aus der U-Haft freizukommen, um bei seiner kranken Mutter Mette-Marit (r) zu sein. (Archivbild)

Foto: Lise Aserud/NTB/dpa

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HEUTE16:03 Uhr

Bayern: 16-Jähriger unter Extremismusverdacht

Ein 16-Jähriger hat in Schongau zwei 13-jährige Mädchen mit einem Messer schwer verletzt. Es gibt Hinweise auf ein extremistisches Motiv. Die Generalstaatsanwaltschaft München ermittelt wegen versuchten Mordes. Der Täter war bereits bekannt und sitzt in U-Haft.

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HEUTE15:43 Uhr

Bundespräsident legt Kranz für Ahrtal-Flutopfer nieder

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal der Opfer gedacht. Bei seinem Besuch in Bad Neuenahr-Ahrweiler erinnerte er an das Leid der Betroffenen und würdigte zugleich die große Solidarität nach der Katastrophe. Bei der Flut im Juli 2021 starben 184 Menschen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

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HEUTE15:23 Uhr

Mehrere Tote bei Gebäudebrand in Brüssel gefunden

Bei einem Brand in der Brüsseler Innenstadt sind nach übereinstimmenden Medienberichten mehrere Tote gefunden worden. In einem Aufzug des sich im Umbau befindlichen Gebäudes wurden demnach mehrere leblose Menschen entdeckt.

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HEUTE15:19 Uhr

JVA-Mitarbeiter sollen Häftlinge mit Drogen versorgt haben

In Nordrhein-Westfalen wird gegen acht Justizbeamte der JVA Rheinbach ermittelt. Sie stehen im Verdacht, Gefangene gegen Bezahlung mit Handys und Drogen versorgt zu haben. Am Dienstag wurden Wohnungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie die JVA durchsucht. Die Ermittlungen begannen nach Anzeigen der Gefängnisleitung.

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HEUTE14:38 Uhr

Streeck: Meinetwegen kann die Tabaksteuer noch höher gehen

Der Suchtbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), unterstützt die geplante Anhebung der Tabaksteuer. Eine Zigarettenschachtel könnte dadurch bis 2030 im Schnitt 11,78 Euro kosten. Streeck sieht darin einen Anreiz, mit dem Rauchen aufzuhören oder gar nicht erst anzufangen. Die Tabakbranche warnt hingegen vor einem wachsenden Schwarzmarkt und sinkenden Steuereinnahmen.

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HEUTE14:30 Uhr

Prien verteidigt geplante Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) verteidigt die geplanten Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss. Künftig soll die Leistung nur noch bis zum 16. statt bis zum 18. Lebensjahr gezahlt werden. Prien begründet dies mit stark gestiegenen Kosten und fordert mehr Druck auf säumige Unterhaltszahler. Kritik kommt unter anderem von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).

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HEUTE14:27 Uhr

57 Verletzte beim Stiertreiben in Pamplona

Beim Stiertreiben im nordspanischen Pamplona sind in diesem Jahr 57 Menschen verletzt worden. Vier Teilnehmer wurden von Stieren aufgespießt, darunter ein Deutscher. Beim San-Fermín-Fest rennen jedes Jahr Tausende Menschen auf einer 848 Meter langen Strecke vor den Tieren her. Die Tradition lockt Touristen aus aller Welt an, fordert aber immer wieder Verletzte und Todesopfer.

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HEUTE12:36 Uhr

Medienaufsicht: KI-Nachrichtenangebote fallen unter Regeln für Medien

KI-generierte Nachrichtenüberblicke von Google und Perplexity fallen in Deutschland nach Einschätzung der Medienaufsicht unter das Medienrecht. Die ZAK sieht die Angebote als Medienintermediäre und will künftig prüfen, ob sie journalistische Vielfalt und Transparenz gewährleisten. Gegen die Einstufung können die Anbieter vorgehen.

Smartphone mit Facebook- und Meta-KI-Logo: Symbol für die zunehmende Verbindung von sozialen Medien und künstlicher Intelligenz. (Symbolbild).

Foto: Imen Ben Youssef / Hans Lucas / AFP via Getty Images

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HEUTE12:12 Uhr

Berliner Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen mutmaßlichen Serienvergewaltiger

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen einen 68-jährigen Mann wegen 22 mutmaßlicher Vergewaltigungen an 14 Frauen erhoben. Der Verdächtige soll Frauen über Datingplattformen kennengelernt, mit Schlafmittel und Alkohol sediert und die Taten gefilmt haben. Die Ermittler gehen von insgesamt 58 möglichen Opfern aus.

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HEUTE11:57 Uhr

Gedenken an Flutkatastrophe: Versicherer warnen vor Extremwetterlagen

Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal warnt der Versichererverband GDV vor weiteren Extremwetterlagen. Deutschland müsse schneller in Hochwasserschutz und Klimaanpassung investieren. Allein Elementarschäden verursachten seit 2002 im Schnitt rund zwei Milliarden Euro pro Jahr.
Die Flutkatastrophe hinterließ eine Schneise der Verwüstung. (Archivfoto)

Die Flutkatastrophe hinterließ eine Schneise der Verwüstung. (Archivfoto)

Foto: Boris Roessler/dpa

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HEUTE11:53 Uhr

„Qualifizierungsgeld“ für Umschulung im Betrieb wird kaum genutzt

Das 2024 eingeführte Qualifizierungsgeld wird kaum genutzt: Bis Ende 2025 profitierten weniger als 400 Beschäftigte von der Förderung, abgerufen wurden nur rund 550.000 Euro statt der eingeplanten Hunderte Millionen. Kritiker sehen den Grund vor allem im hohen bürokratischen Aufwand für Unternehmen.

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HEUTE11:26 Uhr

Madonna über Album-Erfolg

Madonna feiert den Erfolg ihres neuen Albums „Confessions on a Dance Floor II“. Die 67-jährige Pop-Ikone dankte ihren Fans für den großen Zuspruch. Das am 3. Juli erschienene Album erreichte Platz eins der US-Charts und führte weltweit in 13 Ländern die Hitlisten an.

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HEUTE10:13 Uhr

Schleswig-Holstein: Baby kommt auf Autobahnrastplatz zur Welt

In Schleswig-Holstein ist auf einem Rastplatz an der Autobahn 7 ein kleiner Junge zur Welt gekommen. Die werdende Mutter war am Freitag gemeinsam mit ihrem Mann auf dem Weg ins Krankenhaus, als die Geburt überraschend auf dem Rastplatz Brokenlande einsetzte, wie die Polizei in Neumünster am Dienstag berichtete. Noch vor Eintreffen der ersten Einsatzkräfte erblickte das Baby das Licht der Welt. Ein Rettungshubschrauber landet am Rastplatz – Mutter und Sohn sind wohlauf.

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HEUTE8:56 Uhr

Reeder kritisieren Idee einer Schutzgebühr für Hormus

Die deutschen Reeder kritisieren die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump scharf, künftig eine Art Schutzgebühr für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu erheben. Laut dem Verband Deutscher Reeder sind derzeit etwa 20 Schiffe in deutschem Eigentum oder unter deutschem Management in der Region unterwegs. Ursprünglich saßen rund 50 Schiffe mit deutschem Bezug im Persischen Golf fest – drei dieser Schiffe seien seither angegriffen worden.

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HEUTE8:49 Uhr

Mutmaßlicher Brandanschlag legt Zugverkehr lahm

Nach einem Brand an der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Cuxhaven ruht der Zugverkehr. Bei Neu Wulmstorf brannte in der Nacht laut Polizei ein Verteilerkasten, es wird von Brandstiftung ausgegangen. Das Feuer beschädigte laut Bahn die Schieneninfrastruktur, Zugfahrten im Abschnitt zwischen Hamburg-Neugraben und Buxtehude in Richtung Stade seien derzeit nicht möglich, eine Prognose zur Dauer der Sperrung auch nicht. Der Schienenersatzverkehr ist angelaufen.

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HEUTE8:45 Uhr

Südkorea profitiert vom Chip-Boom

Die südkoreanische Wirtschaft profitiert vom Erfolg der Chip-Hersteller des Landes. Das Finanzministerium in Seoul hob seine Wachstumsprognose für 2026 um einen Prozentpunkt auf drei Prozent. Vor allem Samsung und SK Hynix bedienen die weltweit stark gestiegene Nachfrage. Die Regierung startete einen „Zukunftsfonds“, um mit zusätzlichen Steuereinnahmen Investitionen auch in regionale Entwicklung und Bildung anzukurbeln.

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HEUTE8:08 Uhr

US-Regierung zahlt Zollgebühren an Unternehmen zurück

Im bisherigen US-Steuerjahr mit Beginn im Oktober 2025 zahlte die US-Regierung 81 Milliarden Dollar (ca. 71 Milliarden Euro) an Unternehmen wegen der Zollpolitik Trumps zurück. Das teilte das Finanzministerium mit. Im gesamten Vorjahr waren es fünf Milliarden Dollar. Ein Ministeriumsvertreter bestätigte, dass die meisten Rückzahlungen auf das Urteil des Supreme Court im Februar zurückgehen.

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HEUTE7:19 Uhr

USA will Seeblockade gegen Iran wieder aufnehmen

Washington kündigte an, die Seeblockade gegen iranische Häfen am Abend wieder aufzunehmen. US-Militär werde „die Schiffe des Iran oder dessen Kunden daran hindern, ein- oder auszulaufen“, schrieb US-Präsident Trump. Für alle anderen Frachtschiffe würden die USA ab sofort eine Abgabe von „20 Prozent auf alle transportierten Güter“ erheben.
HEUTE7:00 Uhr

Weitere nächtliche Angriffe im Nahen Osten

Die US-Armee hat die dritte Nacht in Folge Ziele im Iran bombardiert. Der Einsatz dauerte laut CENTCOM rund fünf Stunden. Der Iran griff nach eigenen Angaben Ziele in Bahrain an, es sei mit Raketen und Drohnen ein Militärstützpunkt ins Visier genommen worden. Die VAE warfen dem Iran vor, zwei ihrer Öltanker in der Straße von Hormus angegriffen zu haben.

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HEUTE6:37 Uhr

Großbrand nahe Paris: Ermittler nehmen zwei Verdächtige fest

Nach dem Ausbruch eines Großbrandes im Wald von Fontainebleau südlich von Paris sind zwei Verdächtige wegen „vorsätzlicher oder fahrlässiger Brandstiftung“ festgenommen worden. Das sagte Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez. Mehr als 1.300 Hektar des Waldes sind abgebrannt. Rund tausend Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. 600 Feuerwehrleute waren vor Ort, auch Löschflugzeuge kamen zum Einsatz.

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HEUTE6:33 Uhr

Merz und weitere Staatschefs bei Militärparade in Paris

Bundeskanzler Friedrich Merz und zwei Dutzend weitere Staats- und Regierungschefs sollen heute in Paris der Militärparade zum französischen Nationalfeiertag beiwohnen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte die Vertreter der Partnerländer in der Pro-Ukraine-Koalition zu den Feierlichkeiten am 14. Juli eingeladen. Etwa 500 Soldaten aus Ländern, die zur „Koalition der Willigen“ zählen, sollen bei der Parade mitmarschieren – auch einige Bundeswehrsoldaten.
HEUTE6:13 Uhr

YouGov: Deutschland entwickelt sich in eine falsche Richtung

Die AfD kommt in der aktuellen Umfrage des Instituts YouGov auf 27 Prozent, CDU/CSU bleiben bei 20 Prozent, die Grünen bei 14 Prozent, SPD und Linke je 12 Prozent, FDP 5 Prozent, das BSW 4 Prozent. Drei von vier Bundesbürger (74 Prozent) denken, dass sich Deutschland generell in die falsche Richtung entwickelt.

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HEUTE5:20 Uhr

Waldbrand in Andalusien: Neun Ausländer unter den Opfern

Nach dem folgenschweren Waldbrand in Andalusien haben die spanischen Behörden bisher mehrere Todesopfer identifiziert. Fünf Briten, drei Belgier, eine Französin und einen Spanier seien bei dem Feuer ums Leben gekommen, teilte das für die Koordinierung der gerichtsmedizinischen Arbeiten zuständige Gremium mit.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen
 

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C. H. Beck darf Mehrheit am Buchverlag dtv übernehmen

Der Buchverlag C. H. Beck darf die Mehrheit an der dtv Verlagsgesellschaft übernehmen. Diese Entscheidung zu den beiden Münchner Verlagen gab das Bundeskartellamt in Bonn bekannt. C. H. Beck ist schon jetzt Miteigentümer, nun bekommt es den bisherigen dtv-Unternehmensanteil der Ganske Verlagsgruppe hinzu und wird dadurch Mehrheitseigentümer.
Der Carl Hanser Verlag und eine andere Firma bleiben als Co-Gesellschafter an Bord. C. H. Beck wird aber „die alleinige Kontrolle über dtv ausüben“, wie das Kartellamt es formuliert. Nach Verlagsangaben erfolgt die Übernahme zum 1. Juli. Der Kaufpreis wurde nicht mitgeteilt.
dtv wurde 1960 als reiner Taschenbuchverlag für Zweitveröffentlichungen gegründet, der Unternehmensname geht auf Deutscher Taschenbuchverlag zurück.
Schon seit längerem hat er auch Hardcover im Sortiment. Es geht um Belletristik, Biografien, Sachbücher, Ratgeber sowie um Kinder- und Jugendbücher.
Zu aktuellen Verkaufserfolgen von dtv gehören eine Thomas-Mann-Biografie von Tilmann Lahme sowie „Der Weg“ von Wolfgang Büscher, eine Reiseerzählung aus der Sahara. Der Verlag veröffentlicht pro Jahr rund 400 Buchtitel. dtv gehört laut Kartellamt zu den größten konzernunabhängigen Publikumsverlagen im deutschsprachigen Raum.

Wettbewerbshüter sieht Übernahme gelassen

C. H. Beck hat eigenen Angaben zufolge gut 900 Mitarbeiter, die Firma kommt auf circa 1.200 Neuerscheinungen pro Jahr. Neben Literatur geht es auch um die Bereiche Recht, Steuern, Wirtschaft, Sachbuch und Wissenschaft.
Von dem Münchner Verlag wurde etwa die „Balkan-Odyssee“ von Marie-Janine Calic verlegt, für diesen Titel gab es in diesem Jahr den Preis der Leipziger Buchmesse in der Sachbuch-Kategorie. Das Buch wirft einen Blick auf die Flucht von Künstlern vor den Nazis zwischen 1933 und 1941.
„C. H. Beck verfügt insbesondere im Bereich juristischer Fachinformationen über eine starke Marktstellung“, sagte Kartellamtschef Andreas Mundt. Der Zusammenschluss betreffe vor allem die Bereiche Belletristik, Sachbuch, Ratgeber sowie Kinder- und Jugendbuch. „In diesen Segmenten stehen die Beteiligten im Wettbewerb mit einer Vielzahl weiterer Verlage.“

Sieben Generationen, ein Verlag

Der Rückzug der Ganske-Gruppe aus dem dtv-Eigentümerkreis wird damit begründet, dass diese Firma ihre strategische Ausrichtung weiter schärfen und Ressourcen gezielt auf zukünftige Wachstumsfelder konzentrieren wolle.
„Für C. H. Beck ergibt sich dadurch die erfreuliche Möglichkeit, unser langjähriges Engagement als Gesellschafter des dtv auszubauen und die erfolgreiche Entwicklung des dtv weiter konstruktiv zu begleiten“, sagte Jonathan Beck, Mitglied der Geschäftsführung des 1763 gegründeten Verlags. Beck kommt aus der siebten Generation der Verlegerfamilie. (dpa/red)
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24. Juni: Stilllegung des Gasnetzes | Bundesweite Bahnstörung | Wasserentnahme verboten

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Stilllegung des Gasnetzes

Bis Ende Juni müssen alle deutschen Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern ihre Kommunale Wärmeplanung vorlegen. Mehrere Städte, darunter Mannheim und Stuttgart, planen die Stilllegung ihrer Gasnetze bis 2035. München, Hamburg und Berlin wollen bis 2045 aus dem Erdgas aussteigen. Für Millionen Menschen bedeutet das den Umstieg auf neue Heizsysteme.

Bundesweite Bahnstörung

Eine Störung im digitalen Bahnfunk hat den Zugverkehr in ganz Deutschland für mehrere Stunden lahmgelegt. Alle Züge wurden in Bahnhöfen angehalten, Fahrgäste saßen fest, die S-Bahn-Systeme in mehreren Städten fielen aus. Am Morgen lief der Verkehr wieder an. Die Bahn nennt den Austausch einer technischen Komponente als Ursache. Hinweise auf Sabotage gebe es nicht. Politiker fordern Konsequenzen.

Wasserentnahme verboten

Ab Freitag ist in Stuttgart die Wasserentnahme aus Bächen, Flüssen oder Seen verboten. Für den privaten Verbrauch darf dort nichts mehr abgeschöpft oder abgepumpt werden. Bei Verstößen drohen Geldbußen von bis zu 100.000 Euro. Das Verbot gilt vorerst bis zum 31. August und soll dem Natur- und Umweltschutz dienen.

Niederlage für „Spiegel“

Im Eilverfahren gegen den „Spiegel“ hat das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg im Fall Ulmen/Fernandes Grenzen der Verdachtsberichterstattung gezogen. Dem Magazin wird es untersagt, den Eindruck zu erwecken, Christian Ulmen habe Deepfake-Videos seiner Ex-Frau hergestellt oder verbreitet. Berichte zu Fotos, Fake-Profilen und Gewaltvorwürfen bleiben hingegen größtenteils zulässig.

Trump-kritische Resolution

Der US-Senat hat mit 50:48 Stimmen eine Resolution verabschiedet, die Präsident Donald Trump zum Ende des Irankriegs drängt und weitere Militärschritte an die Zustimmung des Kongresses knüpft. Die Resolution konnte durch vier republikanische Stimmen eine Mehrheit finden. Trump nannte die Abstimmung „schlecht getimt und bedeutungslos“. Die Resolution ist nicht bindend.
 
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EU genehmigt Millionen-Beihilfe für deutsche Halbleiterproduktion

Die Europäische Kommission hat eine deutsche Beihilfe in Höhe von 76 Millionen Euro genehmigt, um das Münchner Start-up Quantum Diamonds beim Bau einer neuen Produktionsstätte für Halbleiter-Testsysteme zu unterstützen.
Das teilte die Brüsseler Behörde mit. Die Maßnahme soll im Einklang mit dem europäischen Chip-Gesetz die Position und Autonomie der EU in der Halbleiterwertschöpfungskette stärken.

Es geht um neue Quantensensoren

Deutschland hatte das Projekt „IPF-ATEST“ zur Genehmigung eingereicht, welches die Entwicklung und Herstellung fortschrittlicher Mess- und Inspektionssysteme für die Halbleiterindustrie umfasst.
Diese Systeme basieren auf neuartigen Quantensensoren, die hochauflösende und dreidimensionale Inspektionen moderner Chips ermöglichen. Es wird die erste Produktionsstätte dieser Art in der EU sein. Die Beihilfe wird als direkter Zuschuss gewährt.
Die Beihilfe sei „erforderlich und geeignet“, um die Resilienz der europäischen Halbleiter-Lieferkette zu gewährleisten, hieß es. Zudem habe die Maßnahme „weitreichende positive Auswirkungen“ auf das europäische Halbleiter-Ökosystem und stärke die Versorgungssicherheit in Europa.
Das Unternehmen würde die Investition ohne öffentliche Unterstützung nicht in Europa tätigen, schrieb die EU-Kommission weiter. Die Höhe der Beihilfe richte sich zudem nach einer nachgewiesenen Finanzierungslücke.

Mehr Halbleiter für die EU

Das Unternehmen hatte im Dezember einen Investitionsplan in Höhe von 152 Millionen Euro bekanntgegeben, um die Produktionsstätte aufzubauen.
Das Unternehmen habe sich unter anderem verpflichtet, bei Engpässen Aufträge vorrangig zu erfüllen, in der Frühphase einen Teil der Anlage Start-ups und akademischen Laboren zur Verfügung zu stellen und potenzielle projektbezogene Gewinne, die über die derzeitigen Erwartungen hinausgehen, mit Deutschland zu teilen.
Die Verpflichtungen sollen sich positiv auf die Halbleiter-Wertschöpfungskette der EU auswirken, indem die Versorgung gesichert werde und Arbeitskräfte qualifiziert werden.
Die EU-Kommission prüft standardmäßig, ob geplante Beihilfen durch Mitgliedstaaten an Unternehmen den europäischen Wettbewerb verzerren könnten. In diesem Fall machte sie keine Bedenken geltend. (dts/dpa/red)
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17. Juni: Musk-Anwalt prüft weiter | AfD-Beobachtung in Bayern | Anschlagsplan im Weißen Haus vereitelt

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Musk-Anwalt prüft weiter

Nach einem Teilerfolg für Elon Musk und seinen Anwalt Joachim Steinhöfel gegen das ZDF kündigt dieser weitere Schritte an. Er schlägt vor, sich die ZDF-Berichterstattung über Musk der vergangenen drei Jahre anzuschauen, um mögliche weitere Klagen einzureichen. Das ZDF hat zwar beanstandete Falschaussagen entfernt, die geforderte Unterlassungserklärung lag heute morgen jedoch noch nicht vor.

G7 reduziert Rohstoffabhängigkeit

Die G7-Staaten wollen Obergrenzen für die Einfuhr bestimmter Rohstoffe festlegen. Ziel ist es, die Abhängigkeit von Lieferanten außerhalb der G7 – darunter China – zu verringern. In einer gemeinsamen Erklärung hieß es: Bei seltenen Erden und Permanentmagneten soll die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten bis zum Jahr 2030 unter 60 Prozent sinken.

AfD-Beobachtung in Bayern

Die AfD darf durch das bayerische Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet werden. Das hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entschieden. Bereits 2021 hatten die Verfassungsschützer in München die AfD als Gesamtpartei zum Beobachtungsobjekt erklärt. Die Partei legte Berufung ein. Nach Auffassung des Gerichts greifen die damals vorgebrachten Gründe nicht.

Gentechnik in der EU

Lebensmittel, die mithilfe moderner gentechnischer Verfahren entwickelt wurden, dürfen in der EU künftig ohne spezielle Kennzeichnung in Supermärkten verkauft werden. Das Europäische Parlament stimmte mehrheitlich dafür, viele dieser Züchtungen von den bisherigen EU-Gentechnikregeln auszunehmen. Zudem sind nun auch Patente auf gentechnisch verändertes Saatgut möglich.

Anschlagsplan im Weißen Haus vereitelt

FBI und Secret Service haben einen möglichen Terroranschlag auf das Weiße Haus und die Kampfsportveranstaltung UFC 250 vereitelt. Fünf Verdächtige wurden festgenommen. Geplant war ein Angriff mit Drohnen, Sprengstoff und Scharfschützen. Die Täter wollten laut Ermittlern durch Gewalt einen gesellschaftlichen Zusammenbruch herbeiführen.
 
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Robotaxis und autonomes Fahren auf dem Vormarsch

In Kürze:

  • Silicon Valley ist Vorreiter beim autonomen Fahren.
  • Tests laufen in vielen deutschen Städten mit verschiedenen Fahrzeugen.
  • Im Eifelkreis Bitburg-Prüm bringt ein selbstfahrender Tesla Bewohner zur Schule oder zum Arzt.
  • Die Frage nach der Haftung bei Unfällen ist kompliziert.

Carla lacht etwas nervös. Die Berlinerin macht gerade Urlaub in Kalifornien und hat per App ihr erstes Robotertaxi gerufen.

Wenige Sekunden später biegt das Fahrzeug in die ruhige Wohnstraße in Los Altos ein. Schon von Weitem ist klar: Das ist kein gewöhnliches Auto. Auf dem Dach sitzt die markante Einheit mit Kameras, Radar- und Lasersensoren. Als der Wagen vorfährt, flackern auf einem Display Carlas Initialen – ein kleines Detail, das signalisiert, dass dieses Auto hier ist, um genau sie abzuholen.

Die Tür öffnet sich automatisch. Wo normalerweise ein Fahrer sitzen würde, ist niemand, kein Fahrer, kein kurzer Small Talk über das Wetter, nur ein weißer Jaguar SUV, dessen Sensoren und Kameras unablässig die Umgebung erfassen. Auf einem Bildschirm erscheint die Begrüßung: „Welcome, Carla.“ Dann folgt die Aufforderung, den Sicherheitsgurt anzulegen. Ein Fingertipp auf „Start Ride“ und das Auto setzt sich lautlos in Bewegung.

Die Fahrt zum Supermarkt dauert kaum 10 Minuten. Das Lenkrad bewegt sich selbstständig durch die Kurven. Das Fahrzeug hält präzise an Stoppschildern und reagiert auf Radfahrer, Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer. Als ein Mann mit Kinderwagen die Straße überquert, bremst der Wagen frühzeitig und sanft ab.

Waymo setzt aktuell umgebaute Elektroautos der britischen Marke Jaguar ein. (Archivbild)

Foto: Andrej Sokolow/dpa

Schnell hat Carla das Gefühl, dass es völlig normal ist, von einer Maschine durch die Straßen chauffiert zu werden. Vom Beifahrersitz aus gesehen dreht sich einfach nur das Lenkrad vor dem leeren Fahrersitz. Erst beim Aussteigen wird ihr bewusst, wie ungewöhnlich dieses Erlebnis eigentlich ist: Sie hat eine komplette Autofahrt zurückgelegt, ohne dass ein Mensch das Auto gesteuert hat.

Was für Carla aus Berlin in Los Altos wie eine Reise in die Zukunft wirkt, ist im Silicon Valley längst Alltag. Die Wurzeln reichen bis ins Jahr 2009 zurück, als Google sein Self-Driving-Car-Projekt startete. Daraus entstand später Waymo, heute der weltweit führende Anbieter autonomer Robotaxis. Bis Ende 2025 legten die Fahrzeuge mehr als 170 Millionen Meilen ohne Fahrer am Steuer zurück, davon allein rund 53 Millionen Meilen in der San Francisco Bay Area. Laut Unternehmensdaten und Studien sollen Waymo-Fahrzeuge im Vergleich zu menschlichen Fahrern deutlich seltener in schwere Unfälle verwickelt sein. Die Zahl der Unfälle mit Verletzten liegt laut Waymo um 82 Prozent niedriger, schwere Verletzungsunfälle sogar um 92 Prozent.

Während Robotaxis in Kalifornien längst zum Straßenbild gehören, steckt die Technologie in Deutschland noch in den Anfängen. Zwar laufen erste Pilotprojekte und Testfelder, doch von einem regulären fahrerlosen Taxidienst ist man hierzulande noch weit entfernt.

Bis 2035 sollen 500 autonome Busse in München fahren

Ab Herbst 2026 will die Verkehrsgesellschaft München im Zuge einer Testphase einen fahrerlosen Solobus sowie sogenannte Bus-Platoons mit mehr als einem Fahrzeug und fahrerlose On-Demand-Shuttles auf verschiedenen Strecken der bayerischen Landeshauptstadt testen. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, sitzt ein Sicherheitsfahrer im Bus, um im Notfall eingreifen zu können. Auch sind zunächst Leerfahrten geplant, heißt es seitens der Verkehrsgesellschaft. Erst zu einem späteren Zeitpunkt der Testphase sollen ausgewählte Fahrgäste dabei sein, die die Fahrten dann beurteilen. Vorgesehen ist, dass bis 2035 rund 500 autonome Linienbusse die Menschen in München von A nach B bringen.
In Hamburg testet das städtische Verkehrsunternehmen Hochbahn autonome Fahrzeuge, in Berlin haben die dortigen Verkehrsbetriebe im Oktober 2025 eine Testphase mit autonomen Kleinbussen im Nordwesten der Stadt gestartet. In Hessen und im Rhein-Main-Gebiet fahren im Projekt „KIRA“ (KI-basierter Regelbetrieb autonomer On-Demand-Verkehr) autonome Shuttles im öffentlichen Straßenverkehr mit Testnutzern in definierten Einsatzgebieten, darunter Darmstadt sowie umliegende Städte.
Weitere Testfelder bestehen in Braunschweig, wo sich ein wichtiges Forschungs- und Erprobungszentrum für autonome Systeme befindet. Leipzig, Herford und Monheim am Rhein erproben autonome Shuttleprojekte im regionalen Verkehr.
Im Eifelkreis Bitburg-Prüm läuft derzeit ein bundesweit einmaliges Pilotprojekt, wie die „WELT“ berichtet. In dem ländlichen Gebiet bringt ein selbstfahrender Tesla Bewohner zur Schule oder zum Arzt. Das Projekt tragen der Eifelkreis, die Verbandsgemeinde Arzfeld und der Autobauer Tesla. Einmalig ist das Projekt deshalb, weil das Auto mit dem Software-Update „Full Self-Driving“ fährt, das bundesweit noch nicht zugelassen ist. Aus Sicherheitsgründen sitzt ein Fahrer mit im Auto, um im Notfall eingreifen zu können.

Mehrheit der Deutschen würde nicht ins Robotaxi steigen

Eine repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.000 Personen ab 16 Jahren zeigt, dass die Deutschen autonomen Verkehrsmitteln offen gegenüberstehen. 99 Prozent der Befragten gaben an, grundsätzlich bereit zu sein, ein autonomes Verkehrsmittel zu nutzen. Besonders hohe Zustimmung erhielten autonome U- und S-Bahnen mit 72 Prozent, gefolgt von Bussen (70 Prozent) und Shuttles (68 Prozent). Auch autonome Privatfahrzeuge (57 Prozent) und Taxis (56 Prozent) stoßen auf Akzeptanz, während autonome Flugzeuge (27 Prozent) und Schiffe (34 Prozent) deutlich weniger Zuspruch finden.
Der Digitalverband vertritt die Interessen der Digitalwirtschaft und positioniert sich als Befürworter der Technologie. Umfragen von anderen Herausgebern zeigen weniger Enthusiasmus in der Bevölkerung bezüglich der Nutzung autonomer Fahrzeuge. So ergab eine repräsentative Civey-Umfrage aus dem letzten Jahr, dass 62 Prozent der Deutschen nicht in ein Robotaxi steigen würden.

Sechs Level beschreiben autonomes Fahren

Um den Entwicklungsstand beim autonomen Fahren einheitlich zu beschreiben und technische Systeme vergleichbar zu machen, wurden sechs SAE-Level entwickelt. Sie ordnen Fahrzeuge nach dem Grad der Automatisierung: von reiner Fahrersteuerung bis zum vollständig autonomen Fahren ohne menschliches Eingreifen. Gleichzeitig legen sie fest, in welchem Umfang der Fahrer Verantwortung behält und wann das System Fahraufgaben übernimmt. Die Klassifikation dient Herstellern, Forschungseinrichtungen und Behörden als gemeinsame Grundlage für Entwicklung, Bewertung und Regulierung automatisierter Fahrfunktionen.
Um den Entwicklungsstand beim autonomen Fahren deutlich zu machen, schuf die Organisation SAE International, früher Society of Automotive Engineers, die heute weltweit gebräuchliche Einteilung in fünf Automatisierungsstufen. In ihnen ist festgelegt, welche Fahraufgaben das System übernimmt und wann der Fahrer verantwortlich bleibt. Level 0 bedeutet, dass der Mensch alles steuert. Bei Level 1 und 2 übernehmen Assistenz- und Teilautomatisierungssysteme einzelne oder mehrere Fahraufgaben. In bestimmten Situationen selbstständig fährt das Fahrzeug ab Level 3.
Level 4 ermöglicht hoch automatisiertes Fahren in festgelegten Einsatzbereichen. Level 5 steht für vollautonome Fahrzeuge ohne Lenkrad oder Pedale. Hersteller, Forschungseinrichtungen und Behörden nutzen die Einteilung als gemeinsame Grundlage für Entwicklung, Bewertung und Regulierung automatisierter Fahrfunktionen. Ein ausgebautes 5G-Netz ist für den umfänglichen Einsatz von Robotaxis im öffentlichen Raum wichtig, aber einzelne autonome Fahrzeuge können auch ohne flächendeckendes 5G operieren, solange ihre Sensoren und Onboardsysteme ausreichend sind.

Juristische Herausforderungen

Die im Straßenverkehr eingesetzten Testfahrzeuge erfassen Daten, die in das Training und die Optimierung von KI-Systemen einfließen. Gleichzeitig stehen Hersteller und Entwickler vor mehreren Herausforderungen, erläutert das Portal „energie-experten.org“. Dazu zählen die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben, der sichere Umgang mit selten auftretenden und schwer vorhersehbaren Verkehrssituationen sowie die Auswertung der großen Datenmengen, die autonome Fahrzeuge täglich generieren.
Verursacht ein autonom fahrendes Auto einen Unfall, haftet nach deutschem Recht in erster Linie der Halter für Schäden. Geregelt ist das in Paragraf 7 Straßenverkehrsgesetz. Hersteller und Softwareentwickler kommen für Geschädigte dagegen nur über das Produkthaftungs‑ oder Deliktsrecht in Betracht, erläutert das Portal „juraforum.de“. Dadurch verteilt sich die Verantwortung beim autonomen Fahren auf mehrere Beteiligte. Halter, Fahrer, Hersteller und Softwareentwickler können jeweils haftbar sein.
Weitere Verantwortlichkeiten regeln die Paragrafen 1a bis 1j des Straßenverkehrsgesetzes sowie das 2022 in Kraft getretene Gesetz zum autonomen Fahren. Dabei hängt die Verantwortung von dem jeweiligen Entwicklungsstandslevel des Fahrzeugs ab.
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Universum der Schönheit: Ernst von Siemens Musikpreis an Jordi Savall

Es ist unter anderem die Zeit, die Jordi Savall sich nimmt – vielmehr seine Lebenszeit, die er gibt, hingibt, um vergessene Musik uns vorangegangener Generationen wieder zum Leben zu erwecken. Er forscht, recherchiert, entziffert – ohne auf sofortige, schnelle Ergebnisgarantie zu setzen.
Nun wurde der Gambist Savall für sein Lebenswerk mit dem Ernst von Siemens Musikpreis geehrt. Im würdigen Rahmen des Prinzregententheaters in München konnte ihm der Preis persönlich überreicht werden. Das voll besetzte Haus mit rund tausend Plätzen zollte dem 85-Jährigen begeisterten Applaus.

Savall: „Wir wissen, dass die Schönheit der Musik immer die Kraft haben wird, uns zu erretten“

Es ist beileibe nicht die erste Auszeichnung, die Savall sein Eigen nennen darf. 17 davon sind dieser vorangegangen, wie Laudator Edouard Mätzener, selbst Violinist und mehrfach ausgezeichnet, in seiner Rede anmerkt. Mätzener lernte den Maestro bei einem Videointerview kennen, das ihn zunächst – sprachlich bedingt – völlig aus dem Konzept brachte.
Doch lassen Sie uns zuerst die Sprache in den Fokus nehmen, in der Savall im Laufe seines Lebens ein Virtuose geworden ist: die Musik. Es ist der Klang der Stimmen und Instrumente, der einen nach dieser Ehrungsfeier begleitet und wie einen Schatz mit sich trägt.
Savall konzipierte hierfür ein Programm unter dem Titel „Pro Pacem“ – ein musikalisches Plädoyer für den Frieden vom Mittelalter bis in unsere Zeit. Dass dies nicht Worte bleiben, sondern sich auf allen Ebenen des Seins transportiert, ist das, wofür Jordi Savall im hohen Alter von allen Seiten geehrt wird.
Sobald die ersten Töne seiner von ihm gegründeten Ensembles La Capella Reila de Catalunya und Hespèrion XXI erklingen – Savall selbst dabei an der Gambe und von dort aus dirigierend –, entsteht eine Atmosphäre, welche die Herzen zur Ruhe kommen lässt. Aus dieser inneren Stille heraus wird der Frieden erfahrbar, für den Menschen über die Jahrhunderte im Gesang und mit Musik gebetet haben.
Gleichsam einem Zelt öffnen die Musiker den geistigen Raum nach oben – wohlwissend, dass die Überwindung menschlicher Differenzen nur in dieser Ausrichtung nach oben, auf diesem „Umweg“ und mit dem Rückhalt an universellen Werten gelingen kann.

Tabea Zimmermann verliest die Würdigung zum Ernst von Siemens Musikpreis an Jordi Savall.

Foto: Ernst von Siemens Musikstiftung/AstridAckermann

Jordi Savall bei der Preisverleihung des Musikpreises der Ernst von Siemens Stiftung an ihn, am 23. Mai 2026 im Prinzregententheater in München.

Foto: Ernst von Siemens Musikstiftung/Astrid Ackermann

Frieden im Herzen

„Der Titel Pro Pacem verweist nicht nur auf den Wunsch nach Frieden und Konfliktfreiheit, sondern auch auf das Streben nach innerer Harmonie und einem tiefen Dialog zwischen Völkern und Glaubensrichtungen“, schreibt Jordi Savall dazu im Programmheft. Und weiter: „Da pacem Domine (Herr, gib uns Frieden) ist der zentrale liturgische Text, der das gesamte Konzert durchdringt …“
In sich wandelnden Formationen – als A-cappella-Gesang, rein instrumental oder in Kombination mit menschlicher Stimme – wird diese Hoffnung in die Welt getragen. Faszinierend dabei ist, wie die Stücke – obwohl über acht Jahrhunderte entstanden und aus unterschiedlichen Kulturen – wunderbar miteinander harmonieren.

Allen eigen ist eine demütige Schlichtheit, die sich in der Interpretation durch Savall und seine Ensembles transportiert. Ob es die Vertonung des Psalms 137 von Salomone Rossi (1570–1630) für vier Männerstimmen ist, eine Schütz-Motette oder ein traditionelles südafrikanisches Lied namens Indodana, das Jehovah und seinen Sohn besingt und bei dem sich die Sängerinnen kreisförmig formieren: Alle Stücke strahlen Größe und Erhabenheit aus, denn sie besingen nichts Geringeres als das Herz des Lebens.

Für Jordi Savall ist es eine innere Verpflichtung, Musik lebendig und immer wieder neu erfahrbar werden zu lassen, auch und gerade bei Alter Musik.

Foto: Ernst von Siemens Musikstiftung/Astrid Ackermann

Höchst interessant ist auch eine anonyme Hymne an die Jungfrau Maria in arabischer Sprache aus der syrisch-maronitischen Tradition, eine katholische Gemeinschaft mit Ursprüngen im Libanon.
Der Reigen schließt sich mit einer von Savall an Arvo Pärt im Jahr 2004 in Auftrag gegebenen Komposition anlässlich der damaligen Anschläge in Madrid. Fast möchte man sich wünschen, auf das Klatschen zu verzichten, um die Musik aller Stücke in der Stille nachhallen lassen zu können.

Ohne Musik könnte man nicht leben

Warum wird Jordi Savall der mit rund einer Viertelmillion dotierte Ernst von Siemens Preis nun genau verliehen? Dies in wenigen Sätzen beschreiben zu wollen, gleicht dem Unterfangen, eine ganze Welt mit ein paar Worten skizzieren zu wollen.
Festzuhalten ist, dass Jordi Savall schon recht früh die Gnade zuteil wurde, zu wissen, zu erfahren und letztlich zu entscheiden, wofür er geboren wurde. Wie so oft ist es ein leidvolles Ereignis, das zur Erkenntnis verhilft. Er erkrankt mit elf Jahren an Typhus und entdeckt, dass es das geistige und seelische Brot ist, das er wirklich zum Überleben braucht: Puschkin, Beethoven, Brahms und viele andere.
Sein nächster entscheidender Wendepunkt im Alter von vierzehn ist die Begegnung mit Mozarts Requiem und die Entscheidung, Cello zu lernen. Dieser Herausforderung nähert er sich zunächst als Autodidakt und vertraut auf seine Ohren. Disziplin und Ausdauer sind dabei die Wegbegleiter seiner Leidenschaft, 8 Stunden Cellospiel sein tägliches Pensum.
Später wird er am Conservatori Superior de Música del Liceu in Barcelona studieren, und es werden immer wieder die Begegnungen mit Menschen sein, anderen Musikern, die ihm Inspiration sind und die Weichen für die Zukunft stellen. So lernt er die Gambe kennen, entdeckt sie für sich auf seine eigene Weise und mit ihr das Interesse an Notenrepertoire, dessen er in geduldiger Suche in Bibliotheken in Paris, Brüssel und London fündig wird. Es sind ganze Musikwelten, die er so wieder lebendig werden lässt.
Eine glückliche Fügung will es, dass der Direktor des Goethe-Instituts in Barcelona die sogenannte Alte Musik sehr schätzt – das Musikrepertoire vor und aus der Zeit des Barock, dem sich Savall so intensiv widmet. Dies hat zur Folge, dass Savall 1968 mithilfe eines Stipendiums an die Schola Cantorum Basiliensis in der Schweiz gehen kann.
Fünf Jahre später, bis 1993, wird er dort Lehrer sein, immer getragen von der Frage, wie Musik unmittelbar erfahrbar wird und lebendig bleibt. Obwohl er zu diesem Zeitpunkt bereits vielfach konzertiert und gefragt ist, gewährleistet erst diese Stelle den Lebensunterhalt. In dieser Zeit ist es auch, als er die Meditation für sich entdeckt, deren Praxis er bis heute treu ist.

„Vive Jordi, Vive l’Europe“

Mätzeners sprühende Begeisterung in seiner Laudatio ob des Menschen Savall sowie seiner zahlreichen Initiativen springt regelrecht auf das Publikum über. „Offene Ohren, feine Antennen, Großzügigkeit und Vertrauen – das ist es, was Jordi für mich ausmacht“, sagt Mätzener. „Vive Jordi, Vive l’Europe“ ist der krönende Schluss.

Edouard Mätzener, Laudator für Jordi Savall.

Foto: Ernst von Siemens Musikstiftung/AstridAckermann

Aber auch allein die nüchternen Fakten sprechen für sich: Savall gründete sechs Ensembles, darunter große Orchester oder Vokalensembles. Von 1975 bis heute spielte er über 200 Aufnahmen ein, die meisten unter seinem eigenen Label Alia Vox (eine andere Stimme), welches er 1998 mit der Sopranistin Montserrat Figueras gründete, seiner inzwischen verstorbenen ersten Frau.
Er komponierte die Musik zu sechs Filmen, darunter „Tous les matins du monde“ (deutscher Titel: „Die siebente Saite“), der sich 2 Millionen Mal verkaufte. Sein Kammerorchester Le Concert des Nations ist legendär, denn die Verbindung von jungen und erfahrenen Berufsmusikern ist für beide Seiten sehr befruchtend und damit auch für das Publikum.
Diese Melange aus Erfahrungswissen und Aufbruchskraft setzt Savall auch bei seinen zwölftägigen Akademien ein. Hierfür möchte Savall einen Teil des Preisgeldes verwenden. Auch das Projekt „Orpheus 21“ soll von der Auszeichnung profitieren. Savall rief dieses ins Leben, um nach Europa geflüchtete Musikerinnen und Musiker aus orientalischen Ländern, zu unterstützen, indem sie in Ensembles spielen und konzertieren können und damit wieder sichtbar werden.

Musiker, Forscher, Vermittler, Leiter

Und da wäre auch noch Prometheus 21 zu nennen: eine Initiative, die Ensembles vereint, und sich für die Forschung, Weitergabe und institutionelle Unterstützung der europäischen Musik und damit auch der vielen freischaffenden Musiker einsetzt. Denn Savall weiß, wie er in seiner Rede betont, dass nur die Weitergabe des Wissens, welches in den letzten Jahrzehnten wiederentdeckt wurde, es vor dem erneuten Vergessen bewahren wird.
In Bezug auf das Bewahren des Wissen ist es nur folgerichtig, dass Mätzener statt dem erwarteten Ja zum Englischen als Interviewsprache eine Ablehnung von Savall erhält. Es sei an der Zeit, unsere europäischen Sprachen mit Stolz zu vertreten, bemerkte Savall und schlug ihm vor auf Französisch oder Deutsch zu kommunizieren.
Somit setzt die Ernst von Siemens Musikstiftung mit ihrer Wahl für Jordi Savall beim diesjährigen Musikpreis auch ein deutliches Zeichen. Sie unterstützt das gesellschaftliche Engagement eines großen Musikers und seiner vielen Kollegen und Mitarbeiter, die ihn auf diesem Weg begleiten. Sie ehren einen Musiker, der etwas zu sagen hat.
Dass es für Savall immer um das Verbindende in der Musik geht, das sich durch das Wahrnehmen und Respektieren des anderen speist, wird in vielem deutlich. Nicht zuletzt im großen Blumenstrauß, den er entgegennimmt und der zur Freude und Anerkennung aller Musiker auf der Bühne verbleibt.

La Capella Reial de Catalunya und Hespèrion XXI beim Programm „Pro Pacem“. Bei seiner Rede bedankt sich Savall bei allen, auch seinen Ensembles, die ihm mit Unterstützung, Rat und Freundschaft zur Seite standen. Auch ging der Dank an seine Eltern, seine erste Frau und seine beiden Kinder.

Foto: Ernst von Siemens Musikstiftung/AstridAckermann

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Spionagevorwurf gegen Ehepaar: China soll gezielt europäische Hochtechnologie ins Visier nehmen


In Kürze:

  • Das festgenommene Ehepaar soll für einen chinesischen Nachrichtendienst tätig gewesen sein.
  • Es knüpfte Kontakte zu Wissenschaftlern und Forschungseinrichtungen.
  • Das kommunistische Regime hat wichtige Technologien im Visier.
  • Europa war bislang gegenüber Chinas technologischem Raubbau zu wenig wachsam.

 
Die jüngste Festnahme zweier mutmaßlicher Spione der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) in Deutschland offenbart einen kleinen Teil einer langjährigen globalen Kampagne des Regimes, die darauf abzielt, „sensible Technologien durch Diebstahl zu erlangen“. Dies erläuterte Lin Tsung-nan, Professor für Elektrotechnik an der National Taiwan University, gegenüber der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times. Ihm zufolge laufen zentrale Schlüsselsektoren der europäischen Wirtschaft Gefahr, durch diese Operationen ausgehöhlt zu werden.

Wissenschaftler nach China eingeladen

Die deutsche Polizei nahm am 20. Mai in München ein Ehepaar unter dem Vorwurf der Spionage für China fest. So sollen sie hochentwickelte Technologien gesammelt haben, die für militärische Zwecke geeignet sind. Dies geht aus einer Erklärung der Bundesanwaltschaft vom selben Tag hervor. Xuejun C. und Hua S. – beide deutsche Staatsangehörige – sollen „für einen chinesischen Nachrichtendienst tätig sein“, hieß es darin weiter.
Die beiden sollen Kontakte zu zahlreichen Wissenschaftlern an deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen geknüpft haben. Dabei handelte es sich insbesondere um Lehrstuhlinhaber mit den Schwerpunkten Luft- und Raumfahrttechnik, Informatik sowie Künstliche Intelligenz (KI). Dazu gaben sie sich als Dolmetscher oder Mitarbeiter der Automobilindustrie aus.
Einige dieser Forscher lockten sie unter dem Vorwand, bezahlte Vorträge vor einem zivilen Publikum zu halten, nach China. Dort sprachen sie dann jedoch vor Mitarbeitern „staatlicher Rüstungsunternehmen“, so die Staatsanwaltschaft.
Der Fall in München ist nicht Deutschlands erste Begegnung mit chinesischer Spionage. Im Februar verurteilte ein deutsches Gericht einen US-Bürger zu zwei Jahren und acht Monaten Haft, weil er einem chinesischen Geheimdienst angeboten hatte, sensible Informationen des US-Militärs weiterzugeben. Im September 2025 verhängte ein deutsches Gericht eine Haftstrafe von vier Jahren und neun Monaten gegen einen ehemaligen Mitarbeiter des deutschen Bundestagsabgeordneten und damaligen Europaabgeordneten Maximilian Krah. Der Mann war als Agent für den chinesischen Geheimdienst tätig. Die KPCh wies die Spionagevorwürfe zurück.

Eine koordinierte Spionagekampagne

Die Fälle deuteten eher auf eine umfassendere, von Peking gesteuerte Operation hin als auf bloße Einzelfälle ziviler Aktivitäten, sagte William Chih-tung Chung, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für nationale Verteidigungs- und Sicherheitsforschung in Taiwan.
„Es handelt sich um eine koordinierte Spionagekampagne, die vom gesamten Staatsapparat in Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor vorangetrieben wird“, erklärte er gegenüber Epoch Times.
Chung merkte an, dass die deutsche Staatsangehörigkeit der beiden Verdächtigen darauf hindeute, dass die KPCh lokale Mittelsmänner einsetze, um über akademische und wirtschaftliche Tarnorganisationen nachrichtendienstliche Informationen zu beschaffen. Dies bestätige die defensive Haltung der Europäischen Union. „Da diese Taktiken häufig rechtliche Grauzonen ausnutzen, bleibt es ohne eindeutige Beweise äußerst schwierig, eine Verurteilung zu erwirken“, sagte er.
Dieser Vorfall unterstreiche einmal mehr, warum die EU China als „systemischen Rivalen“ betrachte. Dieser Begriff ist eine von drei Bezeichnungen, mit denen der Staatenbund das chinesische Regime seit 2019 belegt. Die beiden anderen lauten „Kooperationspartner“ und „wirtschaftlicher Wettbewerber“.
Lin stimmte dem zu und merkte an, dass die Verhaftungen wahrscheinlich nur einen Bruchteil der weitreichenden globalen Spionageaktivitäten Pekings darstellten.
„Über Deutschland hinaus haben chinesische Agenten gezielt westliche Nationen wie die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich ins Visier genommen. Das deutet auf von oben gesteuerte Operationen hin“, so Lin weiter. „Es ist kein Geheimnis, dass Peking seine Geheimdienstnetzwerke methodisch zu Waffen gemacht hat, um im Ausland industriellen und technologischen Diebstahl zu inszenieren.“
Im April erklärte das Weiße Haus in einem internen Memo, dass ausländische Stellen – vorwiegend mit Sitz in China – „gezielte, im industriellen Maßstab angelegte Kampagnen“ betreiben, „um sich führende US-KI-Systeme anzueignen“.

Illegale Methoden

Lin warnte davor, dass ein solcher Diebstahl China in die Lage versetzen könnte, rasche Fortschritte bei seinen Verteidigungs- und Militärkapazitäten zu erzielen.
„Unabhängige Innovation erfordert ein ständiges Vorgehen nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum. Die Aneignung von Dual-Use-Technologien wie der KI ermöglicht es dem Regime jedoch, einen Großteil dieses Prozesses zu umgehen.“ Peking sei bereit, jedes erforderliche Mittel einzusetzen, um seinen Aufstieg zu beschleunigen. Im Wettbewerb mit den USA verfolge Peking eine Strategie, die es als „Überholen in der Kurve“ bezeichnet.
Dual-Use-Technologien bezeichnen Materialien, Software oder Systeme, die sowohl zivile als auch militärische Anwendungsmöglichkeiten besitzen.
Lins Einschätzung aufgreifend erklärte Chung, China greife zu verdeckten und illegalen Methoden, um sein Streben nach der Vorherrschaft in den Bereichen KI und Quantentechnologie voranzutreiben. „Die KPCh nutzt die militärisch-zivile Fusion, um ihre Aktivitäten zur Nachrichtengewinnung und Infiltration auszuweiten. Das sind Schritte, die die Modernisierung ihrer Waffensysteme erheblich beschleunigen und ihren militärischen Ausbau stärken könnten“, sagte er.
Die zivil-militärische Fusion ist eine Strategie, bei der die KP Chinas zivile Technologien erwirbt, die zugleich militärischen Zwecken dienen. Chung merkte jedoch an, dass die institutionellen Mängel Pekings zu gravierend seien, als dass gestohlenes Know-how den Mangel an echter Innovation ausgleichen könnte.
„China sieht sich einer tief verwurzelten Korruption gegenüber, während es seinem starren politischen System an jener Flexibilität und Dynamik mangelt, die in westlichen Demokratien zu beobachten sind.“ Folglich dürfte der Diebstahl geistigen Eigentums allein kaum dazu führen, China über Nacht in ein technologisches Schwergewicht zu verwandeln. „Das Land hat diesbezüglich noch einen langen Weg vor sich.“

Es droht eine Aushöhlung der europäischen Wirtschaft

Lin warnte davor, dass Europa gegenüber Chinas technologischem Raubbau weniger wachsam gewesen sei. Sollte sich dieser ungebremst fortsetzen, könne das zu einer Aushöhlung der Schlüsselbereiche der europäischen Wirtschaft führen.
„Europa war China gegenüber weniger wachsam. So hat die EU es dem Regime ermöglicht, angeschlagene westliche Unternehmen zu kaufen und sensible Technologien zu stehlen“, sagte er. „Dies könnte Europas technologischen Vorsprung weiter untergraben und seine langfristigen wirtschaftlichen Aussichten infrage stellen.“
Chung sagte, diese Ausbeutung stelle Risiken für die nationale Sicherheit, die technologische Souveränität, demokratische Systeme sowie die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Verteidigungsindustrie in der EU dar. „Die gravierendste Sorge ist der Verlust fortschrittlicher Technologien sowie von Dual-Use-Technologien aus europäischen Ländern“, sagte er. Dies ermögliche es China, seine militärischen Fähigkeiten innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums und zu geringeren Kosten auszubauen.
Chung warnte davor, dass solche Aktivitäten die politische Autonomie der EU untergraben und das Misstrauen gegenüber der KPCh in der gesamten Region im Laufe der Zeit vertiefen könnten. „Der chinesische Staatschef Xi Jinping traf erst kürzlich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammen – und dies, obwohl Moskau nach wie vor die primäre Sicherheitsbedrohung für Europa darstellt“, sagte er.  „Chinas Technologiespionage sowie seine autoritären Ambitionen, den Westen herauszufordern, haben den Argwohn der EU weiter verstärkt.“
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Arrest of German Couple for Alleged Spying for the CCP Reveals EU Economic Risk: Analysts“. (deutsche Bearbeitung: os)
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Sammelklage gegen Amazon mit 220.000 Klägern wird in München verhandelt

Am Oberlandesgericht München wird am Dienstag, 19. Mai, eine Sammelklage gegen den US-Konzern Amazon verhandelt, der sich mehr als 220.000 Verbraucher angeschlossen haben.
Hintergrund ist die Einführung von Werbung auf dem Amazon-Streamingangebot Prime Video: Abonnierte Kunden mussten Werbung akzeptieren oder eine werbefreie Variante für 2,99 Euro extra im Monat zubuchen.
„Im Kern geht es darum, ob der Online-Riese laufende Verträge nachträglich verschlechtern und Kund*innen vor die Wahl stellen darf: Werbung akzeptieren oder mehr bezahlen“, erklärte die Verbraucherzentrale Sachsen.
In unterer Instanz hatte das Landgericht München im vergangenen Jahr im Sinne der Verbraucherschützer entschieden. Nun wollen sie Schadenersatz für betroffene Verbraucher erzwingen. Eine Entscheidung wird am Dienstag noch nicht erwartet. (afp/red)
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20.000 Euro für Hinweise zu gestohlenem Keltengoldschatz von Manching

Im Fall des vor mehr als drei Jahren aus einem Museum im bayerischen Manching gestohlenen historischen keltischen Goldschatzes ist eine Belohnung von 20.000 Euro für Hinweise zu dessen Verbleib ausgelobt worden.
Es werde weiterhin nach den fehlenden Teilen des Schatzes gesucht, teilte das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) am Montag, 18. Mai, in München mit.
Der rund 2000 Jahre alte Goldschatz war im November 2022 aus dem Kelten- und Römermuseum Manching gestohlen worden.

Hunderte Goldmünzen verschwunden

Ein Teil der Beute konnte später gefunden werden, der größte Teil fehlt aber weiterhin. Dabei handelt es sich unter anderem um 411 Goldmünzen mit einem geschätzten Gewicht von rund drei Kilogramm.
Die nun ausgelobte Belohnung setzt sich den Angaben zufolge aus Beiträgen des Landeskriminalamts, der Archäologischen Staatssammlung München sowie des Zweckverbands Kelten- und Römermuseum Manching zusammen.

Ermittler prüfen neue Hinweise

Anfang Mai hatten Kunstfahnder des bayerischen LKA das Haus und ein Nebengebäude des Hauptverdächtigen in einem Dorf bei Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern mithilfe von Röntgen- und Radartechnik durchsucht.
Der vermisste Goldschatz wurde jedoch nicht gefunden. Laut LKA hatten neue Erkenntnisse den Verdacht erhärtet, dass der Hauptverdächtige unterstützt von seiner Lebensgefährtin einen Großteil der Beute „professionell versteckt“ haben könnte.
Der mutmaßliche Haupttäter und drei mutmaßliche Komplizen in Alter zwischen damals 44 und 52 Jahren waren im Juli 2025 vom Landgericht Ingolstadt wegen des Schatzdiebstahls und mehrerer weiterer Einbrüche zu Haftstrafen zwischen knapp fünf und elf Jahren verurteilt worden.
Das Urteil gegen den Hauptverdächtigen ist noch nicht rechtskräftig.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass drei der vier Beschuldigten am 22. November 2022 nachts in das Kelten-Römer-Museum in Manching eingebrochen waren und den dort aufbewahrten Goldmünzenschatz aus der Keltenzeit gestohlen hatten.
Die mehr als 480 Münzen hatten ein Gesamtgewicht von rund 3,7 Kilogramm.
Der Materialwert des 1999 gefundenen historischen Schatzes lag bei etwa 1,3 Millionen Euro. Von den Münzen tauchten nach der Festnahme der Verdächtigen im Juli 2023 nur etwa 500 Gramm in eingeschmolzener Form wieder auf.
Ermittelt wird auch gegen die Lebensgefährtin des Hauptverdächtigen. Sie soll nach LKA-Angaben mehrfach angeboten haben, beim Absetzen eingeschmolzenen Golds zu helfen. Auch soll sie häufiger Bargeld aus krimineller Herkunft von ihrem Freund bekommen haben. (afp/red)
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Beleidigung von Bundeswehrsoldaten: Polizei lässt heimlich gefilmtes Video löschen

Ein Internetvideo, das eine anlasslose Beleidigung von vier Bundeswehrsoldaten auf offener Straße zeigt, hat die Polizei in München auf den Plan gerufen.
Wie die Beamten in der bayerischen Hauptstadt am Sonntag, 17. Mai, mitteilten, ermitteln sie gegen den 46-jährigen mutmaßlichen Urheber; sie setzten die Löschung des Videos um.
Die Aufnahme des Verdächtigen war demnach zwischenzeitlich von mehr als 200.000 Nutzern aufgerufen worden.

Soldaten heimlich gefilmt

Nach Polizeiangaben ging der zunächst noch unbekannte Mann am Freitag auf einer Straße im Stadtteil Ludwigsvorstadt auf die uniformierten Soldaten zu und beleidigte sie.
Wie sich später herausstellte, filmte er dies heimlich mit seinem Mobiltelefon und veröffentlichte das Video mit den klar erkennbaren Bundeswehrangehörigen auf einer Videoplattform im Internet. Daraufhin nahm die Münchner Polizei die Ermittlungen auf.
Die Beamten identifizierten einen 36-jährigen kasachischen Staatsbürger als mutmaßlichen Urheber.

Polizei lässt Aufnahme löschen

Gegen ihn wird nun wegen Beleidigung sowie eines Verstoßes gegen das Kunsturhebergesetz ermittelt. Dies bezieht sich auf den Eingriff in das Persönlichkeitsrecht der unfreiwillig abgebildeten Soldaten.
Das Video wurde vor diesem Hintergrund gelöscht, zum möglichen Motiv des Verdächtigen äußerten sich die Beamten nicht. (afp/red)