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Mehrere Menschen sterben bei Badeunfällen

Seit dem 26. Juni sind mehrere Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Gestern ertrank laut Polizei ein 27-Jähriger im Neckar bei Heidelberg, ein 30-Jähriger starb in einem Badesee bei Neuhofen südlich von Mannheim.
Im Herner Meer am Rhein-Herne-Kanal in Nordrhein-Westfalen wurde zudem ein Kind vermisst. In Hessen wurde südwestlich von Frankfurt ein 40-Jähriger tot aus dem Waldsee Raunheim geborgen.
Bereits am 26. Juni war im Seepark Lünen bei Dortmund ein 45 Jahre alter Mann von Besuchern aus dem Wasser gezogen worden. Der Mann starb laut Polizeiangaben später im Krankenhaus.

Badeseen und Flüsse können gefährlich sein

Ein acht Jahre alter Junge wurde nach zweistündiger Suche tot aus einem Badesee in Isernhagen bei Hannover geborgen. Das Kind habe sich den ersten Hinweisen zufolge im Wasser aufgehalten und sei dann nicht mehr zu sehen gewesen, teilte die Polizei mit.
Ebenfalls nach stundenlanger Suche wurden die Leichen von zwei Schwimmern am 26. Juni im Bodensee gefunden. Die älteren Männer waren am Donnerstag vor den Augen ihrer Frauen in den See gesprungen und verschwunden.
In Heidelberg waren Polizei, Rettungskräfte und Taucher im Einsatz, um den 27-Jährigen aus dem Neckar zu bergen. Die anschließende Reanimation blieb erfolglos. Der 30-Jährige war in der Nähe von Mannheim mit Freunden an einem Badesee und ging allein ins Wasser. Nachdem die Freunde den Mann aus den Augen verloren hatten, alarmierten sie die Rettungskräfte. (dpa/red)
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Ende des Tankrabatts: Lieber noch mal volltanken – nur wann?

Zwei Monate lang gilt der Tankrabatt – bald läuft er aus. Noch bis Monatsende sind die Steuerentlastungen wirksam.
Für Sprit, der am 1. Juli das Tanklager oder die Raffinerie verlässt, gilt dann wieder die alte, höhere Steuer. Inklusive Mehrwertsteuer macht das 16,7 Cent pro Liter aus.
Der Kraftstoffmarktexperte des ADAC, Christian Laberer, sagt: „Es ist zu befürchten, dass die Preise in etwa um diese Summe nach oben gehen werden.“

Was passiert bei der 12-Uhr-Regel?

Hier gibt es eine Besonderheit, denn nach der geltenden 12-Uhr-Regel, dürfen die Preise nur um 12:00 Uhr mittags angehoben werden, nicht um Mitternacht, wenn der Steuerrabatt endet. Eine Ausnahme für das Ende des Tankrabatts ist laut Wirtschaftsministerium nicht vorgesehen.
Möglicherweise werden daher Tankstellen bereits am 30. Juni mittags die Preise stärker anheben oder am Nachmittag langsamer senken. Bei vielen wird der große Preissprung wohl am 1. Juli mittags kommen.
Da für die Steuer nicht der Verkaufszeitpunkt, sondern dessen Lieferung entscheidend ist, dürften die allermeisten Tankstellen am Vormittag des 1. Juli noch steuerlich verbilligten Sprit haben. Teilweise auch darüber hinaus.
„Eigentlich dürften die Preise erst in den ersten Juli-Tagen steigen“, sagt Laberer, hält das aus den Erfahrungen mit dem ersten Tankrabatt im Jahr 2022 aber für unwahrscheinlich.

Kostet Sprit dann wieder mehr als 2 Euro pro Liter?

„Wenn die Entspannung bei den Ölpreisen anhält, müssten die Spritpreise fairerweise auch ohne Tankrabatt unter 2 Euro bleiben“, sagt Laberer. Darauf deuten die Preise der letzten Tage zumindest bei Diesel hin. Bei Benzin wird es knapp.

Wann sollten Autofahrer tanken?

„Auf jeden Fall noch im Juni und am späten Vormittag“, rät Laberer. „Da es kurz vor dem täglichen Preissprung um 12:00 Uhr, wenn Benzin am billigsten ist, möglicherweise Schlangen an den Tankstellen geben könnte, sollte man dabei nicht zu knapp kalkulieren.“
Das gilt angesichts der Unsicherheit, wann die Preise steigen, auch für den Tag: „Mit dem 29. Juni ist man wahrscheinlich auf der sicheren Seite.“

Was hat die Aktion gekostet?

Den Bund kostet der Tankrabatt rund 1,6 Milliarden Euro – das war die Schätzung des Finanzministeriums.
Wie viel die Steuerentlastung am Ende wirklich gekostet hat, wird erst in mehreren Monaten klar sein, heißt es von dort. Die von der Koalition eingesetzte Taskforce begründete das Auslaufen des Tankrabatts auch mit den Kosten.
„Der Steuereuro kann nur einmal ausgegeben werden“, sagt der CDU-Politiker Sepp Müller als ein Leiter der Taskforce. „Deshalb investieren wir ihn lieber in eine Einkommensteuerreform, die dauerhaft entlastet.“ Die Reform soll zum 1. Januar 2027 wirken, Details sind allerdings offen.

Wurde der Steuerrabatt vollständig weitergegeben?

Das ist umstritten. Der Branchenverband en2x versichert, dass dies geschehen sei. Die Monopolkommission und das Ifo-Institut haben bei Untersuchungen der Weitergabe dagegen Defizite festgestellt.
Auf Basis der ersten sechs Wochen des Rabatts schätzt die Monopolkommission, dass konservativ gerechnet etwa 100 bis 200 Millionen Euro an Steuerentlastungen nicht bei den Verbrauchern angekommen sind. Bei Diesel war die Weitergabe den Experten zufolge etwas schlechter als bei Benzin.

Was hat der Tankrabatt einem typischen Autofahrer gebracht?

Der finanzielle Effekt hält sich in Grenzen. Einem typischen Dieselfahrer mit 17.000 Kilometern pro Jahr und einem Verbrauch von 7 Litern auf 100 Kilometern hätte er bei kompletter Weitergabe rein rechnerisch rund 33 Euro gebracht – bei geschicktem Tanken vielleicht einige Euro mehr.
Bei einem typischen Benziner mit 9.500 Kilometern im Jahr und 8 Litern auf 100 Kilometern wären es 21 Euro.

Plant die Koalition neue Entlastungen?

Neue Entlastungen im Anschluss an den Tankrabatt sind zunächst nicht geplant. Laut einer Umfrage befürwortet allerdings eine Mehrheit weitere Erleichterungen von hohen Preisen.
Dass es danach „auf jeden Fall“ neue Entlastungsmaßnahmen geben sollte, finden 49 Prozent der Befragten, wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im dpa-Auftrag ergab. Zumindest „eher ja“ dazu sagen weitere 21 Prozent. Folge-Entlastungen für tendenziell nicht angebracht halten 22 Prozent der Befragten.
Die Taskforce der Koalition will die Preisentwicklung nach dem Auslaufen des Tankrabatts genau beobachten. Die Politik habe dem Kartellamt zusätzliche Instrumente an die Hand gegeben, um gegen zu hohe Preise vorzugehen.
„Ändert sich die Lage ab 1. Juli dramatisch, können wir schnell reagieren“, sagte Unions-Fraktionsvize Müller. „Sollte sich zeigen, dass weitere Entlastungen notwendig werden, müssen diese deutlich zielgerichteter sein als eine pauschale Senkung der Energiesteuer.“
Eine mögliche Maßnahme wäre eine temporäre Anhebung der Pendlerpauschale, was allerdings nicht sofort wirken würde. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte vor der Entscheidung über den Tankrabatt eine Senkung der Dieselsteuer für die Güter- und Logistikbranche ins Spiel gebracht. Forderungen aus der SPD nach einem staatlichen Spritpreisdeckel erteilte sie eine Absage.
SPD Fraktionsvize Armand Zorn sieht dies anders. Er halte „die Einführung eines Spritpreisdeckels nach Luxemburger Vorbild für sinnvoll“, sagt er. „Wir müssen die Gewinnmargen für die Mineralölwirtschaft begrenzen.“

Wie fällt das Fazit aus?

„Der Tankrabatt war von Anfang an als zeitlich begrenzte Maßnahme konzipiert“, sagte Müller. „Ziel war, in der Zeit rasanter Preissteigerungen schnell zu entlasten.“ Das habe funktioniert.
Ähnlich sieht das Zorn, der zudem darauf verweist, dass der Rabatt die Inflation gedämpft habe. Auch Laberer zieht ein positives Fazit: „Es ist gut, dass die Autofahrer besonders in der Zeit der hohen Preise direkt entlastet wurden“, sagt er.
Allerdings gab und gibt es unter anderem von Wirtschaftswissenschaftlern auch viel Kritik an der Maßnahme. Sie sei sozial nicht ausgewogen, schlecht für die Umwelt und dämpfe die eigentlich sinnvolle Wirkung der hohen Preise auf den Verbrauch. (dpa/red)
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Er brachte die Nouvelle Cuisine nach Deutschland: Koch Eckart Witzigmann wird 85

Als Eckart Witzigmann in den 70er Jahren als einer der ersten die Nouvelle Cuisine aus Frankreich nach Deutschland brachte, schlug dem Koch viel Missmut entgegen.
Große Teller, kleine Portionen, hohe Preise – das Münchner Restaurant „Tantris“ war anfangs kaum besucht. Doch dann folgten die ersten guten Zeitungskritiken und ein Stern des „Guide Michelin“ – und Witzigmanns Karriere nahm Fahrt auf.
Als erster Koch in Deutschland erarbeitete er sich drei Sterne und wurde zum „Koch des Jahrhunderts“ gekürt. Am Samstag wird der Österreicher 85 Jahre alt.

Eigentlich sollte er Schneider werden

Geboren wurde Witzigmann am 4. Juli 1941 in Hohenems im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Der Vater war erfolgreicher Schneidermeister und schickte den Sohn mit 14 in die Handelsschule, um ihn zu seinem Nachfolger zu machen. Doch Witzigmann hatte andere Pläne.
1957 begann er eine Lehre zum Koch im Hotel „Straubinger“ im Alpenkurort Bad Gastein. Dort habe er einen großartigen Lehrmeister gehabt, erinnerte sich Witzigmann später in einem Interview.
Dieser sei nicht nur ein guter Pädagoge gewesen, sondern habe ihn auch „raus in die Welt bugsiert“. So folgten weitere Lehrstationen etwa im bayerischen Bad Reichenhall, im schweizerischen Pontresina oder im nordrhein-westfälischen Königswinter.
Mit 24 Jahren gelang Witzigmann der erste Coup: als erster Ausländer überhaupt wurde er im berühmten Restaurant der Gebrüder Haeberlin im Elsass eingestellt. Im „Auberge de l’Ill“ lernte der junge Österreicher die Nouvelle Cuisine kennen. „Das war für mich eine andere Welt, was die Qualität, die Großzügigkeit, die Mengen betraf“, sagte Witzigmann im vergangenen Jahr im Sender Servus TV.

Der österreichische Koch und Kochlegende Eckart Witzigmann am 7. November 2013 in Berlin anlässlich der Vorstellung der Ausgabe 2014 des Michelin-Führers.

Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images

Harter Anfang in München

Es folgten Stationen in bekannten Restaurants in Stockholm, London oder Washington, bis Witzigmann eines Tages einen Anruf aus München erhielt. Der Bauunternehmer Fritz Eichbauer berichtete ihm von seinem Plan, ein Gourmetrestaurant in der bayerischen Landeshauptstadt zu schaffen, für das er noch einen Chefkoch brauchte.
Witzigmann sagte zu, zog nach München und konnte nun erstmals sein gesammeltes Wissen über die moderne produktfokussierte Küche einsetzen.
Doch der Anfang war hart. „Diese Art von Küche war damals verschrien“, erinnerte sich Witzigmann einst in einem Interview mit dem Sender „München TV.“
„Es hat mich wahnsinnig viel Mühe gekostet, durchzuhalten.“
Doch es lohnte sich. Nach den ersten wohlwollenden Zeitungsberichten folgten 1973 der erste und 1974 der zweite Stern für das „Tantris“ – die seinerzeit höchste vergebene Auszeichnung in Deutschland.
Das „Tantris“ brummte, doch 1979 zog Witzigmann weiter und machte sich mit einem eigenen Restaurant in München selbstständig. Schon im Jahr der Eröffnung des „Aubergine“ erkochte er drei „Michelin“-Sterne – als erster Koch in Deutschland überhaupt.
Die kommenden Jahre waren geprägt von viel Ruhm, viel Arbeit und auch der ein oder anderen ausschweifenden Feier. Die Familie – mit seiner Frau Monika hatte Witzigmann 1970 eine Tochter und 1974 einen Sohn bekommen – kam dabei zu kurz, wie er später oftmals sagte. 1988 folgte die Scheidung.

Die Chefköche der Regierungen: Eckart Witzigmann (2. Reihe 4.r) bei einem Treffen in Berlin am 19. Juli 2012. Der Chefkoch des deutschen Bundeskanzlers war damals Ulrich Kerz (1. Reihe 2.r).

Foto: Andreas Rentz/Getty Images)

Die höchste Auszeichnung, die sich ein Koch erträumen kann

Ein weiterer Tiefpunkt für Witzigmann folgte 1993, als er mit Kokain erwischt und zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt wurde. Unmittelbar nach der Verurteilung entzog ihm die Stadt München die Konzession für das „Aubergine“, Witzigmanns einstiger Schüler Alfons Schuhbeck sprang ein.
Doch nach zwei Jahren musste das Nobelrestaurant wegen finanzieller Probleme für immer schließen.
Ausgerechnet in dieser turbulenten Lebensphase erhielt Witzigmann 1994 die höchste Auszeichnung, die sich ein Koch erträumen kann: Der Gourmetführer „Gault-Millau“ kürte ihn zum „Koch des Jahrhunderts“. Bis heute wurde diese Ehre nur vier Köchen weltweit zuteil – und keinem weiteren Koch in Deutschland.

Er kocht noch selbst für sich

In den 90er Jahren versuchte sich Witzigmann dann unter anderem mit einem Theater- beziehungsweise Zirkusrestaurant, das Projekt endete rund zehn Jahre später mit einem Insolvenzantrag. Seit 2003 fungiert er als Patron für das Restaurant „Ikarus“ im österreichischen Salzburg, wo im Monatswechsel unterschiedliche Starköche das Sagen haben.
Seinen Wohnsitz hat Witzigmann immer noch in München, regelmäßig ist er beim Einkaufen auf dem Viktualienmarkt anzutreffen. Für sich und seine Lebensgefährtin kocht er oft selbst, wie er vor einigen Jahren einem Prominentenmagazin verriet. „Das ist für mich keine Strafe.“
Was die Gerichte angeht, ist Witzigmann privat offenbar sehr genügsam. Rahmspinat mit Spiegelei könne ihn zum Beispiel beglücken, sagte er bei „Servus TV“. „Oder ein einfacher Teller Spaghetti.“ (afp/red)
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Heute nochmal viel Sonne – Unwettergefahr nimmt zu

Für Sonntag sagt der Deutsche Wetterdienst Temperaturen von bis zu 42 Grad voraus, es drohen auch landesweit heftige Gewitter. Es besteht Unwetterpotential durch heftigen Starkregen, schwere Sturmböen und großen Hagel.
Auch extremes Unwetter mit bis zu 50 Litern pro Quadratmeter sei nicht ausgeschlossen. In der Nacht zum Montag werden erneut schwere Gewitter mit Starkregen erwartet.

Temperaturen von 32 bis 42 Grad

Die Höchstwerte im Osten und Südosten erreichen 39 bis 41 Grad, in der Lausitz bis 42 Grad. In den übrigen Teilen Deutschlands werden 32 bis 38 Grad erwartet, an der Küste kühler.
Die Meteorologen registrierten nach vorläufigen Angaben mit 41,5 Grad die höchste Temperatur in Deutschland. Den vorläufige Höchstwert maßen sie um 16:20 Uhr in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt, wie der Wetterdienst auf Anfrage mitteilte.
Der Temperaturrekord für Deutschland fiel am 26. Juni in Saarbrücken-Burbach mit 41,3 Grad. Es handelt sich ebenfalls um einen vorläufigen Wert – bei neuen Rekorden erfolgt automatisch noch eine Kontrolle der Messstation.
Der DWD teilte gleich mehrere bundesweite Rekorde mit: An 46 Stationen gab es mindestens 40,0 Grad, an insgesamt 250 Stationen so hohe Temperaturen wie nie zuvor. Zudem wurden an 211 weiteren Stationen Rekordwerte für Juni gemessen. (dpa/red)
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TICKER Fußball-WM: Neueste Entwicklungen um Kimmich & Co.


Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 01:30 Uhr: Kolumbien gegen Portugal in Miami, USA
  • 01:30 Uhr: Demokratische Republik Kongo gegen Usbekistan in Atlanta, USA
  • 04:00 Uhr: Jordanien gegen Argentinien in Dallas, USA
  • 04:00 Uhr: Algerien gegen Österreich in Kansas City, USA (Übertragung: ZDF) – letztes Spiel der Vorrunde
  • 21:00 Uhr: Südafrika gegen Kanada in Los Angeles, USA (Übertragung: ARD)
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Montag, den 29. Juni, um 22:30 Uhr gegen Paraguay statt.

 
HEUTE6:21 Uhr

Österreich zittert kurz

Mit dem vor dem Spiel von vielen erwarteten Unentschieden haben sich Österreich und Algerien ihren Platz im Sechzehntelfinale der Fußball-WM gesichert. Vor 69.045 Zuschauern endete das Spiel 3:3.
Mit der ersten guten Chance des Spiels ging Österreich zunächst durch Marko Arnautovic in Führung (28.). Nun waren die Algerier gefordert, eine Niederlage hätte schließlich das Aus bedeutet. Und in der Tat drängten die Nordafrikaner auf den Ausgleich. Diesen erzielte Rafik Belghali (45.) mit einem starken Solo-Schuss kurz vor Abpfiff der ersten Halbzeit.
In der zweiten Halbzeit stand Österreich wieder unter Druck. Ein weiteres Gegentor und das Team Austria hätte die Heimreise antreten müssen. Doch die Österreicher kamen gut aus der Kabine und gingen schnell wieder durch Marcel Sabitzer in Führung (55.). Jetzt war es wieder Algerien, das gefordert war – und das durch Riyad Mahrez erneut lieferte (60.). Zum Ende hin überschlugen sich die Ereignisse: Erst traf Algerien, erneut durch Riyad Mahrez (90.+3), doch der neu eingewechselte Sasa Kalajdzic konterte schnell Österreichs Schock (90.+6).
 
 

Ergebnisse der Grupp J: Argentinien sichert sich mit drei Siegen Tabellenplatz 1. Österreich dank des besseren Torverhältnisses Platz 2. Algerien ist ebenfalls weiter.

Foto: ts/Epoch Times

 
HEUTE6:13 Uhr

Argentinien feiert WM-Jubiläumssieg

Mit Lionel Messi als treffsicherer Joker hat Argentinien einen Jubiläumssieg gefeiert. Der Titelverteidiger setzte sich zum WM-Gruppenabschluss trotz einer XXL-Rotation in der Startelf gegen Jordanien mit 3:1 (2:0) durch und holte seinen 50. Sieg bei Fußball-Weltmeisterschaften. Erfolgreicher sind in der WM-Geschichte nur Rekordweltmeister Brasilien (78) und Deutschland (70).
Den Führungstreffer erzielte Giovani Lo Celso (19.) im Messi-Stil mit links und einem Freistoß-Schlenzer in den Winkel. Es war zugleich das erste argentinische Tor bei dieser WM, das nicht von Messi erzielt wurde. Noch in der ersten Halbzeit legte Lautaro Martínez (31.) per Foulelfmeter nach.
Die zweite Halbzeit hatte gerade begonnen, da forderten die Fans mit „Messi, Messi“-Rufen die Einwechslung ihres Lieblings. Zunächst aber erzielte Neuling Jordanien sein Anschlusstor durch Musa Al-Taamari (55.) zum 1:2. Nach einer Stunde kam dann Messi ins Spiel und schoss 15 Minuten vor Ende der Partie (80.) das entscheidende Tor zum 3:1-Sieg.
 
HEUTE3:43 Uhr

Kongo besiegt Usbekistan

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat Kongo das Spiel gedreht und Usbekistan mit einem 3:1-Sieg aus dem Turnier geworfen. Zunächst hatte Usbekistan in Atlanta den besseren Start und Eldor Shomurodov sorgte für den Führungstreffer zum 0:1 (10.). Trotz einiger Chancen und Gelber Karten verlief die restliche Halbzeit torlos.
In der zweiten Halbzeit visierte Kongo den Ausgleich an und das Spielgeschehen ereignete sich vermehrt in der Spielfeldhälfte der Usbeken. Yoane Wissa erzielte dann das ersehnte Ausgleichtor für Kongo (68.) und leitete damit die Wende ein. Schließlich folgten zwei weitere Tore durch Fiston Mayele (78.) und erneut Yoane Wissa (90.+1).
Mit seinem Sieg sicherte sich Kongo Platz 3 der Gruppe K und schoss Usbekistan aus der Fußball-WM 2026. In der selben Gruppe belegt Kolumbien den ersten Platz vor dem WM-Favoriten Portugal.
 

Ergebnisse der Gruppe K: Ein torloses Unentschieden gegen Portugal hält Kolumbien auf Tabellenplatz 1. Außerdem weiter sind Portugal und die Demokratische Republik Kongo.

Foto: ts/Epoch Times

 
HEUTE3:36 Uhr

Portugal verpasst Gruppensieg mit 0:0

WM-Mitfavorit Portugal und Kolumbien haben sich mit einem 0:0-Unentschieden getrennt. Die Partie begann lebhaft, mit einem Kolumbien, das früh Druck ausübte und durch Jhon Córdoba die erste gute Chance hatte. Portugal antwortete mit einem gefährlichen Vorstoß über Joao Félix, dessen Abschluss jedoch knapp über das Tor ging.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Kolumbien den Druck und kam durch Luis Suárez und James Rodríguez zu weiteren Gelegenheiten. Portugals Torhüter Diogo Costa zeigte jedoch eine starke Leistung und hielt sein Team im Spiel. Auf der anderen Seite verpasste Cristiano Ronaldo eine gute Möglichkeit, als er aus einer Abseitsposition heraus knapp das Tor verfehlte. Trotz intensiver Bemühungen auf beiden Seiten blieb es am Ende beim torlosen Unentschieden.
Für beide war schon vorher ein Weiterkommen sicher. Nun geht aber Kolumbien als Gruppenerster ins Sechzehntelfinale gegen Ghana, während Portugal sich als Gruppenzweiter mit Kroatien auseinandersetzen muss.
 
HEUTE1:14 Uhr

2:0 für England gegen Panama

Bei der Fußball-WM hat zum Abschluss der Gruppe L England gegen Panama mit 2:0 gewonnen. Die Partie begann mit wenigen Chancen auf beiden Seiten. England dominierte zwar das Spielgeschehen, konnte jedoch in der ersten Halbzeit keine entscheidenden Akzente setzen. Panama verteidigte engagiert und ließ den Favoriten kaum zur Entfaltung kommen.
In der zweiten Halbzeit erhöhte England das Tempo und wurde schließlich belohnt. Nach einer Ecke von Bukayo Saka kam der Ball zu Jude Bellingham, der aus kurzer Distanz zum 1:0 traf (62.). Wenig später (67.) legte Harry Kane per Kopfball das 2:0 nach. Panama versuchte, zurück ins Spiel zu finden, blieb jedoch in der Offensive meistens harmlos.
Ein Weiterkommen von England und Ghana war bereits sicher. Nun zieht England als Gruppenerster, Kroatien als Gruppenzweiter ins Sechzehntelfinale. Ghana ist Gruppendritter, aber dank eines Sieges und eines Unentschiedens sicher weiter. Panama scheidet als Gruppenletzter aus.
 

Ergebnisse der Gruppe L: England, Kroatien und Ghana sichern sich den Einzug ins Sechzehntelfinale. Panama verlässt sieg- und torlos das Turnier.

Foto: ts/Epochtimes

 
HEUTE1:08 Uhr

2:1 zwischen Kroatien und Ghana

Kroatien folgt Ghana in die K.o.-Phase der WM 2026 und verlängert die Nationalmannschaftskarriere von Altstar Luka Modrić um mindestens ein weiteres Spiel. Vor 68.324 Zuschauern in Philadelphia erzielten Petar Sucic (31.) und Nikola Vlasic (83.) nach Vorlage von Modric die Treffer für den Favoriten. Derrick Luckassen (73.) hatte zwischenzeitlich für Ghana ausgeglichen.
Die Auswahl von Trainer Zlatko Dalic gewann das letzte Spiel der Vorrunde gegen Ghana mit 2:1 (1:0) und qualifizierte sich als Gruppenzweiter hinter England für das Sechzehntelfinale. Der viermalige Afrikameister hatte schon vor dem Anpfiff sein Ticket für die Alles-oder-Nichts-Spiele sicher. Für Kroatien folgt nun ein Duell mit Portugal und Cristiano Ronaldo.
 
GESTERN21:31 Uhr

Schweden trainiert – vor eingestürzter Tribüne

Die Schweden trainieren derzeit im Dallas Stadion des FC Dalles in Dalles. Sie konnten des gesamten Platz nutzen – doch in Hintergrund ist zu sehen, dass eine Tribüne eingestürzt ist. Verletzt wurde niemand.
Das Stadion befindet sich derzeit im Umbau und wird für 182 Millionen Dollar (rund 160 Mill. Euro) renoviert. Vermutet wird durch den Manager der schwedischen Nationalmannschaft, dass etwas abgerissen werden sollte und in die falsche Richtung gefallen ist. 

Die schwedischen Spieler trainieren im FC Dallas Stadiom (Toyota Stadion) in Dallas.

Foto: Paul Ellis/AFP via Getty Images

 
GESTERN17:43 Uhr

Völler verbreitet Zuversicht vor Paraguay

DFB-Sportdirektor Rudi Völler richtet den Fokus zum Start in die K.o.-Phase alleine auf den nächsten Gegner Paraguay.
„Jetzt geht die WM richtig los! Und der Glaube ist da, dass wir alles rausholen, dass wir absolut ans Limit gehen, ein richtig gutes Spiel machen und natürlich in die nächste Runde einziehen“, sagte der 66-Jährige zum Sechzehntelfinale der Fußball-Nationalmannschaft am Montag in Foxborough: „Das ist ein K.o.-Spiel: Runde weiter oder nach Hause fahren.“
Mit anschließenden Top-Gegnern wie dem möglichen Achtelfinalgegner Frankreich, der Niederlande (Viertelfinale) und Spanien (Halbfinale) mochte sich Völler in Winston-Salem noch nicht beschäftigen.
Er traut dem DFB-Team trotz des Stimmungsdämpfers beim 1:2 im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador alles zu in Amerika. „Wir haben eine Mannschaft, die an richtig guten Tagen, wenn sie wirklich am Limit ist, jeden schlagen kann.“
 
GESTERN14:23 Uhr

US-Bundesbehörden beschlagnahmen fast 400 illegale WM-Internetstreams

Wie das US-Justizministerium mitteilte, haben die US-Bundesbehörden fast 400 Internetseiten beschlagnahmt, die illegal die FIFA-Weltmeisterschaftsfinals streamten und damit gegen das Urheberrecht verstießen.
„Die unerlaubte Übertragung von Spielen der Weltmeisterschaft verstößt gegen geistige Eigentumsrechte und fördert kriminelle Organisationen“, sagte Ivan Arvelo, Direktor des Nationalen Koordinierungszentrums für geistige Eigentumsrechte.
Laut dem US-Justizministerium wurden Server und Domains in Peru und Bulgarien ins Visier genommen. Beide Länder sind bekannte Zentren der Online-Piraterie und stehen im Verdacht, mit illegalen Streaming-Angeboten für Spiele der Weltmeisterschaft in Verbindung zu stehen. Weitere Operationen fanden in Kroatien, Rumänien, Polen und Kolumbien statt.
„Wenn Sie Ihr Netzwerk für illegale Streaming-Seiten öffnen, gehen Sie ein erhebliches Risiko ein“, sagte Eric Weindorf, Sonderagent und Leiter des Washingtoner Feldbüros der US-Einwanderungs- und Zollbehörde.
 
GESTERN10:25 Uhr

Trinkpausen sorgen für Debatte

Erholungspausen auch bei 20 Grad, Pfiffe von den Rängen, aber auch Fürsprecher. Die Trinkpausen bei dieser WM sorgen für Diskussionen.
Der eigentliche Grundgedanke ist der Schutz der Fußballer. Die Debatte entzündet sich unter anderem an der Festlegung, dass die Pausen bei dieser Weltmeisterschaft für jedes Spiel gelten – egal ob die Temperatur 35 oder 20 Grad beträgt.
Neben dem eigentlichen Sinn, dem Trinken, ist die Unterbrechung für viele Trainer eine willkommene Möglichkeit, kurz mit den Spielern zu reden, sie zu motivieren, zu beruhigen oder taktische Dinge anzusprechen. Bundestrainer Julian Nagelsmann nutzte sie nach dem zwischenzeitlichen 1:1 gegen Curaçao im ersten deutschen Spiel bei dieser WM, um seine Mannschaft zu ordnen.
Bundestrainer Julian Nagelsmann (M/r) nutzte die Trinkpause, um taktische Dinge zu erklären. (Archiv)

Bundestrainer Julian Nagelsmann (M/r) nutzte die Trinkpause, um taktische Dinge zu erklären. (Archivbild)

Foto: Federico Gambarini/dpa

Die meisten Coaches bei der WM befürworten die Pausen oder beschweren sich zumindest nicht darüber. „Es ist wie ein kleiner Timeout und es macht es leichter, den Spielern Anweisungen zu geben“, sagte Algeriens Trainer Vladimir Petkovic. Unter anderem Österreichs Coach Ralf Rangnick und Belgiens Trainer Rudi Garcia äußerten sich ebenfalls positiv.
Nagelsmann kam die Unterbrechung im Curaçao-Spiel zwar entgegen, generell sieht er aber nur begrenzte Einfluss-Möglichkeiten. „Du kannst in den drei Minuten keine komplette taktische Analyse machen“, erklärte der 38-Jährige. „Es bleiben nur 30, 40 Sekunden Zeit, einzugreifen. Aber die Zeit reicht nicht, um etwas komplett umzustellen.“
Werbepause für TV-Sender
Dass die Pausen auch gemacht werden, wenn es gar nicht heiß ist, sorgt für große Kritik. Ein Vorwurf: Es geht mal wieder nur ums Geldverdienen. Wenn Pause ist, kann man Werbung machen.
Das britische TV-Netzwerk ITV erwartet die kommerziell erfolgreichste Fußballübertragung seiner Geschichte. Die Werbeeinnahmen sind 30 Prozent höher als bei der EM 2024. In den USA werden Werbeblöcke gezeigt, die Pausen werden von Unternehmen „präsentiert“. In der ARD, dem ZDF und Magenta TV zeigen auch die Rechteinhaber in Deutschland im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten Werbung in den Unterbrechungen.
 
GESTERN7:09 Uhr

Siegtor in den letzten Minuten aberkannt

Das Spiel zwischen Ägypten und Iran endet mit einem 1:1-Unentschieden. Im WM-Stadion von Seattle traf zunächst Mahmoud Saber für Ägypten (5.) und wenig später Ramin Rezaeian für den Iran (14.). Mehdi Taremi scheiterte zudem mit einem Foulelfmeter an Ägyptens Torwart Ufa Schobeir (11.).
In der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit schoss Shoja Khalilzadeh dann das vermeintliche Tor zum 2:1 für den Iran. Nach einer Videoüberprüfung zogen die Schiedsrichter den Treffer zurück, da sich Khalilzadeh im Abseits befand.

Ergebnisse der Gruppe G: Belgien und Ägypten sind sicher weiter, Neuseeland sicher ausgeschieden. Iran kann noch hoffen.

Foto: ts/Epoch Times

 
GESTERN7:04 Uhr

Belgien gewinnt 5:1 gegen Neuseeland

Belgiens Fußballer haben ein Aus in der Gruppe G dank Doppeltorschütze Leandro Trossard abgewendet und den Einzug in die Runde der letzten 32 geschafft. Das Team um Starspieler Kevin De Bruyne gewann in Vancouver ungefährdet mit 5:1 (1:0) gegen Neuseeland.
Doppeltorschütze Trossard (28./50.), De Bruyne (66.), Romelu Lukaku (86.) und Alexis Saelemaekers (90.+4) sorgten mit ihren Treffern für den Erfolg der Belgier vor 52.497 Zuschauern. Elijah Just (84.) konnte zumindest den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:3 für die Neuseeländer erzielen.
 
GESTERN6:00 Uhr

Deutschland spielt gegen Paraguay

Die deutsche Elf trifft bei der WM im Sechzehntelfinale auf Paraguay. Durch den Sieg Spaniens gegen Uruguay herrscht für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann nun endgültig Klarheit über den Gegner im ersten K.-o.-Duell. Das Spiel gegen die Südamerikaner findet am Montagabend um 22:30 Uhr nahe Boston statt.
Das bislang letzte WM-Duell zwischen den beiden Nationen gab es bei der Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea. Damals siegte Deutschland im Achtelfinale dank eines späten Treffers von Oliver Neuville mit 1:0.

Oliver Neuville im Duell mit zwei Fußballern aus Paraguay bei der WM 2002.

Foto: Sandra Behne/Bongarts/Getty Images

Für die Verteilung der Gruppendritten gab es aufgrund des komplexen WM-Modus insgesamt 495 Szenarien – alle verbliebenen ergeben nun schon vor Abschluss der kompletten Vorrunde Paraguay als deutschen Gegner. Schottland und Schweden fielen als letzte mögliche Alternativen heraus.
Außerdem steht der weitere Weg durch das Turnier bei einem möglichen Sieg schon fest. Sollte Deutschland weiterkommen, geht es gegen den Sieger der Partie zwischen Topfavorit Frankreich und Schweden, die am Dienstag um 23:00 Uhr in East Rutherford, USA, aufeinandertreffen.
 
GESTERN4:17 Uhr

Unentschieden im zweiten Duell der Gruppe H

In der zweiten Partie der Gruppe H hatten die Zuschauer in Houston, USA, wenig zu jubeln. Der afrikanische Inselstaat Kap Verde beendete das Spiel gegen Saudi-Arabien mit einem 0:0-Unentschieden. Damit gelang Kap Verde, einem Land mit nur 600.000 Einwohnern, die Sensation: Sie stehen in der K.-o.-Runde.
Zum Abschluss von WM-Gruppe H ist Spanien auf Platz 1, Kap Verde nach drei Unentschieden auf Platz 2, Uruguay landet auf Platz 3 ohne Chancen auf ein Weiterkommen, für Saudi-Arabien ist die WM als Gruppenletzter ebenfalls vorbei.

Ergebnisse der Gruppe H: Spanien und Kap Verde schaffen den Einzug in die K.o-Phase. Uruguay und Saudi-Arabien sind ausgeschieden.

Foto: ts/Epoch Times

 
GESTERN4:14 Uhr

Spanien gewinnt mühevoll

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat sich Spanien am Abend nur mit viel Mühe und mit einem 1:0 gegen Uruguay durchgesetzt. Die La Roja starteten stark, setzten Uruguay von Beginn an unter Druck und dominierten das Spielgeschehen. Der entscheidende Treffer fiel jedoch erst zum Ende der ersten Halbzeit durch Alex Baena (42.).
In der zweiten Halbzeit erhöhte Uruguay den Druck und spielte offensiver, um den Ausgleich zu erzwingen. Doch die Spanier verteidigten geschickt und ließen kaum Chancen zu. In der Schlussphase des Spiels wurde Agustin Canobbio nach einem rüden Foulspiel mit der Roten Karte des Feldes verwiesen, was die Hoffnungen Uruguays weiter schmälerte.
 
GESTERN0:05 Uhr

Spiele am Samstag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 02:00 Uhr: Uruguay gegen Spanien in Guadalajara, Mexiko
  • 02:00 Uhr: Kap Verde gegen Saudi-Arabien in Houston, USA
  • 05:00 Uhr: Neuseeland gegen Belgien in Vancouver, Kanada
  • 05:00 Uhr: Ägypten gegen Iran in Seattle, USA
  • 23:00 Uhr: Panama gegen England in New York, USA
  • 23:00 Uhr: Kroatien gegen Ghana in Philadelphia, USA
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Montag, den 29. Juni, um 22:30 Uhr gegen Paraguay statt.
 
26. Juni23:10 Uhr

Senegal besiegt Irak mit 5:0

Mit einem Sieg hat Senegal seine Chance auf den Einzug in die K.-o.-Phase der Fußball-WM deutlich verbessert und das Turnier für Irak vorzeitig beendet. In Überzahl kamen die Westafrikaner beim 5:0 (1:0) zu ihrem ersten Erfolg bei der Weltmeisterschaft und dürfen auf einen Platz im Sechzehntelfinale hoffen.
Vor 43.036 Zuschauern erzielten Habib Diarra (4.), Ismaila Sarr (56.), Pape Gueye (59./71.) und Iliman Ndiaye (82.) die Tore für den ursprünglichen Afrika-Cup-Gewinner, dem der Titel mehrere Wochen nach dem siegreichen Skandal-Finale gegen Marokko vom Kontinentalverband aberkannt worden war.
Für die Iraker, die nach einer frühen Roten Karte für Rebin Sulaka (14.) lange in Unterzahl spielen mussten, endete die zweite WM-Teilnahme nach 1986 genauso wie die Premiere vor 40 Jahren: Sie müssen nach drei Vorrunden-Niederlagen ohne Erfolgserlebnis die Heimreise antreten.

Erbegnisse der Gruppe I: Frankreich überholt Norwegen dank einen 4:1 gegen die Skandinavier. Beide Mannschaften sind weiter. Senegal hat es nicht mehr selbst in der Hand. Für den Irak ist die WM beendet.

Foto: ts/Epoch Times

 
26. Juni22:00 Uhr

Dembélé-Hattrick schockt Norwegen

Frankreich dominiert dank Dembélés Effizienz das Spiel und gewinnt 4:1 gegen Norwegen. Die Nordmänner, ohne den in der Startelf stehenden Erling Haaland, zeigten sich defensiv anfällig, konnten aber durch Aasgaard kurzzeitig verkürzen.
Für die Équipe Tricolore war das Tor von Ousmane Dembélé ein Traumstart (7.) und brachte Frankreich früh in Führung. Wenig später folgte das nächste Tor: Erneut bediente Real-Madrid-Star Kylian Mbappé seinen Teamkollegen Dembélé, der den Ball im Tor versenkte (20.). Bereits eine Minute später kam die Antwort der Norweger mit einem Treffer von Thelo Aasgaard (21.). Doch noch in der ersten Halbzeit folgte das dritte Tor Frankreichs durch Dembélé (32.).
In der zweiten Halbzeit schaltete die Équipe Tricolore spürbar einen Gang zurück, behielt aber die Kontrolle über das Geschehen. Die Norweger zeigten dennoch großen Kampfgeist, jedoch ohne Tore erzielen zu können. Als sich alle bereits an das 3:1 glaubten, schlugen die Franzosen noch einmal zu und Désiré Doué erzielte das 4:1 (90+4).
 
26. Juni17:04 Uhr

Nagelsmann plant keine Kimmich-Versetzung ins Mittelfeld

Julian Nagelsmann plant nach der ersten Niederlage der Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft keine radikalen Umbauten. Der Bundestrainer schloss nach dem 1:2 gegen Ecuador im für die Tabelle nicht mehr wichtigen letzten Gruppenspiel vor allem eine Versetzung von Kapitän Joshua Kimmich ins Mittelfeld für das erste K.-o.-Spiel am Montag in der Runde der letzten 32 aus. Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha haben weiter sein Vertrauen.
„Ich will auf Felix und Pavlo nicht verzichten. Ich finde, dass sie es gut machen. Im Fußball kann man nichts ausschließen, aber ein Wechsel ist akut nicht geplant“, sagte Nagelsmann bei der Pressekonferenz in East Rutherford mit Blick auf das Sechzehntelfinale gegen einen noch nicht feststehenden Gruppendritten. Kimmich selbst sagte dazu: „Das ist einzig und alleine die Entscheidung des Trainers. Und wo er das Gefühl hat, wo ich am besten weiterhelfen kann. Da spiele ich dann.“

Julian Nagelsmann, Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft, verlässt nach der 1:2-Niederlage das Spielfeld in East Rutherford, New Jersey.

Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

 
26. Juni16:57 Uhr

Wie Nagelsmann das Zauberduo „Wusiala“ starkredet

Er kommt einfach nicht, der große „Wusiala“-Moment. Bei der Heim-Europameisterschaft 2024 legten Jamal Musiala und Florian Wirtz als erste Torschützen einen Knallstart hin. Im Zusammenspiel zauberten sie und ergänzten sich fast schon blind. Deutschland feierte ein neues, junges Zauber-Duo. Und zwei Jahre später? Geht das Warten auch nach dem dritten WM-Spiel und dem tabellarisch folgenlosen 1:2 gegen Ecuador weiter.
Die beiden Offensivstars finden nicht in den erhofften Turnier-Flow. Auch wenn der Bundestrainer im Endspielstadion vor den Toren New Yorks lauten Zweifeln an den kreativen Dribblern verbal energisch entgegentrat. Julian Nagelsmann glaubt fest daran, dass es in der K.-o.-Phase klick macht bei „Wusiala“.
Zum 23 Jahre alten Liverpool-Star Wirtz (44 Länderspiele/11 Tore) sagte Nagelsmann: „Flo war sehr bemüht, hat Gas gegeben. Es fehlt das Fortune in der einen oder anderen Situation. Es fehlt ihm so ein bisschen das Tor, die Dosenöffner-Aktion. Aber das wird kommen, ganz sicher.“
Zum ebenfalls 23 Jahre alten Bayern-Ass Musiala, der in der WM-Saison monatelang verletzt ausgefallen war, äußerte der Bundestrainer: „Bei Jamal, da geht es nur um Rhythmus. Er war über ein Jahr weg bei uns. Ihm müssen wir Rhythmus geben. Wir wissen alle, was für Fähigkeiten er hat. Das müssen wir alle gemeinsam aus ihm rauskitzeln – er auch. Er hat ja schon getroffen.“ Beim 7:1 gegen Curaçao. „Er muss an sich glauben und nicht so viel nachdenken.“

Jamal Musiala (r.) aus Deutschland feiert gemeinsam mit seinen Teamkollegen Joshua Kimmich (m.) und Florian Wirtz (l.) das vierte Tor seiner Mannschaft während des internationalen Freundschaftsspiels zwischen Deutschland und Finnland am 31. Mai 2026 in Mainz, Deutschland.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

 
26. Juni6:14 Uhr

Türkei besiegt USA knapp

Die Türkei hat im Spiel gegen die USA kurz vor Abpfiff der Partie das 3:2 erzielen können. In der Partie gerieten die Türken früh in Rückstand, als Auston Trusty den Ball ins Tor beförderte (3.). Doch die Mannschaft von Vincenzo Montella zeigte Kampfgeist und glich wenig später aus durch Arda Güler aus (10.). Noch in der ersten Halbzeit gingen die Türken dann durch Baris Yilmaz in Führung (31.).
Zu Beginn der zweiten Halbzeit erzielte die USA durch Sebastian Berhalter den Ausgleich (49.). In der Nachspielzeit gelang Kaan Ayhan den entscheidenden Treffer für die Türkei (90+8). Trotz des Sieges ist das WM der Türkei längst besiegelt, während die USA trotz Niederlage Erster der Gruppe D ist.
Im parallelen Spiel zwischen Paraguay und Australien – ebenfalls aus der Gruppe D – gab es ein 0:0 Unentschieden. Australien ist mit einem Sieg, einer Niederlage und einem Unentschieden als Gruppenzweiter fix. Ob es für Paraguay als Dritter der Gruppe bei der WM weitergeht, ist noch offen.
 
26. Juni3:12 Uhr

Japan sichert zweiten Platz gegen Schweden

In der Nacht hat sich Japan durch ein 1:1 im Duell mit Schweden den zweiten Platz in Gruppe F und somit den direkten Einzug in die K.o.-Runde gesichert. Im Parallelspiel hat die Niederlande ihre Pflichtaufgabe gegen Tunesien mit 3:1 erledigt und den 1. Platz in der Gruppe verteidigt.
Im Spiel Japan gegen Schweden tasteten sich beide Mannschaften zunächst ab und wollten keine Fehler machen. In der ersten Halbzeit gab es wenige klare Torchancen. Nach der Halbzeitpause nahm das Spiel an Fahrt auf. In Führung ging dann Japan durch Daizen Maeda (56.). Schweden ließ sich davon nicht beirren und glich wenig später aus durch Anthony Elanga aus (62.). Trotz Bemühungen bliebt das restliche Spiel torlos.
Trotz des Unentschiedens zieht auch Schweden als einer der besten Gruppendritten in das Sechzehntelfinale ein. In der Partie Niederlande gegen Tunesien stand das Ausscheiden in der Gruppenphase für die Nordafrikaner schon vor dem letzten Gruppenspiel fest. Für die Niederlande geht es in der ersten K.o.-Runde am Dienstag (30.6.) gegen Marokko.
 
26. Juni0:05 Uhr

Spiele am Freitag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 01:00 Uhr: Tunesien gegen Niederlande in Kansas City, USA
  • 01:00 Uhr: Japan gegen Schweden in Dallas, USA
  • 04:00 Uhr: Türkei gegen USA in Los Angeles, USA
  • 04:00 Uhr: Paraguay gegen Australien in San Francisco
  • 21:00 Uhr: Norwegen gegen Frankreich in Boston, USA
  • 21:00 Uhr: Senegal gegen Irak in Toronto, Kanada
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Montag, den 29. Juni, um 22:30 Uhr statt. Der Gegner ist derzeit noch unbekannt.
 
25. Juni23:59 Uhr

Deutschland 1:2 Ecuador / Curaçao 0:2 Elfenbeinküste

Deutschland hat sein letztes Gruppenspiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Ecuador mit 1:2 verloren. Die Partie begann mit einem schnellen Treffer von Leroy Sané (2.), der nach einer Vorlage von Florian Wirtz per Linksschuss traf. Es war laut diverser Statistik-Experten der früheste deutsche Treffer bei einer WM seit 1934. Doch Ecuador ließ sich nicht beirren und glich bereits wenig später durch Nilson Angulo aus (9.).
Während für Deutschland schon vor dem Fußballabend ein Weiterkommen sicher war, musste Ecuador gewinnen, um das Sechzehntelfinale zu erreichen. Die Südamerikaner präsentierten sich flink, kraftvoll und bereiteten den Deutschen zunehmende Sorgen. Auch der in der zweiten Halbzeit wieder eingewechselte „Joker“ Deniz Undav konnte nicht punkten. Stattdessen erhöhte Ecuador den Druck und belohnte sich mit dem Siegtreffer (78.).
In der parallel in Gruppe E ausgetragenen Partie gewann die Elfenbeinküste gegen Curacao mit 2:0. Deutschland ist trotzdem Sieger der Gruppe E. Außerdem kommt die Elfenbeinküste als Gruppenzweiter in die K.-o.-Runde. Ecuador ist mit vier Punkten auf Platz 3 der Tabelle ebenfalls gut genug für ein Weiterkommen, Curaçao scheidet aus.

Deutschland konnte das Momentum aus dem 7:1 gegen Curacao nicht mitnehmen, bleibt aber Gruppenerster. Die Elfenbeinküste ist ebenfalls sicher weiter, auch Ecuador hat gute Chancen als einer der acht besten Gruppendritter in die K.o.-Phase einzuziehen.

Foto: ts/Epoch Times

 
25. Juni15:50 Uhr

Reaktionen von Fans

 
25. Juni13:02 Uhr

Gündogan kritisiert TV-Experten

Der frühere Fußball-Nationalelfkapitän Ilkay Gündogan sieht den Einfluss von Expertenmeinungen kritisch. „Manche wollen heute selbst die Stars sein. Für Spieler kann das Folgen haben“, so Gündogan. Unsachliche Kritiken würden ihn ärgern. „Sie ziehen Spieler runter, besonders, wenn sie sensibel sind. Und glauben Sie mir: Viele von uns Fußballern sind sensibel.“
Die Äußerung von TV-Experte Jürgen Klopp in Richtung Bundestrainer Julian Nagelsmann zu WM-Beginn, Nagelsmann würde „noch“ die Aufstellung machen, empfand Gündogan als „flapsigen Spruch“ und „etwas unglücklich“. Aber: „Anders als Spieler dürfen Trainer nicht zu sensibel sein. Julian ist das nicht“, so Gündogan.
Gündogan führte die Elf des Deutschen Fußball-Bundes bei der EM 2024 in Deutschland an.
 
25. Juni9:35 Uhr

Undav bleibt Joker

Julian Nagelsmann wird gegen Ecuador die Startelf lediglich auf zwei Positionen verändern. „Wir werden die Wechsel vornehmen, die wir müssen“, kündigte der Bundestrainer an.
Antonio Rüdiger wird im Abwehrzentrum Nico Schlotterbeck ersetzen, für den das Turnier nach einer schweren Bänderverletzung am linken Fuß vorzeitig beendet ist.
David Raum ersetzt auf der linken Außenverteidigerposition Nathaniel Brown. Der Frankfurter klagt über muskuläre Probleme an den Adduktoren und absolvierte beim Abschlusstraining in Winston-Salem ein individuelles Programm. Für Rüdiger und Raum ist es jeweils der erste WM-Einsatz in der Startformation.
Der dreifache Torschütze Undav soll wie zuvor wieder Schwung von der Bank bringen. „Im Laufe des Spiels werden wir wieder versuchen, gute Entscheidungen zu treffen“, sagte Nagelsmann zu Wechseln.
Stürmer der deutschen Elf: Deniz Undav

Deniz Undav beim Freundschaftsspiel gegen Finnland am 31. Mai 2026.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

Der 29-jährige Undav, der die Pressekonferenz gemeinsam mit Nagelsmann bestritt, akzeptiert seine Joker-Rolle, wie er erklärte. „Wenn ich unzufrieden wäre, wäre ich nicht hier“, sagte der Stürmer des VfB Stuttgart. Jeder Spieler kenne seine Rolle: „Ich bin zweimal von der Bank gekommen – und wir haben die Spiele gewonnen. Wichtig ist, dass wir als Mannschaft so weit wie möglich kommen.“
Trotz seiner nur 58 Minuten mischt Undav mit seinen drei Treffern unter den Toptorjägern der WM mit. Angeführt wird die Torschützenliste von Weltmeister Lionel Messi mit fünf Treffern. Auch Undav ist von dem Argentinier begeistert, der gestern 39 wurde. „Ich genieße seine Spiele. Er läuft zwar nur noch sieben oder acht Kilometer im Spiel. Aber was er mit dem Ball macht, ist überragend.“
 
25. Juni8:01 Uhr

Südafrika feiert und feiert und feiert

Nach dem historischen Einzug in die K.-o.-Phase der WM gab es bei Südafrikas Fußballern kein Halten mehr. Trainer Hugo Broos sank überwältigt auf die Knie, seine Schützlinge tanzten auf dem Rasen ausgelassen eine Polonaise.
„Das ist ein sehr emotionaler Moment. Ich habe immer an diese Mannschaft geglaubt. Selbst in den vergangenen Wochen, als die Kritik sehr, sehr hart war“, sagte Trainer Broos.
Die Zusammenarbeit mit den Spielern sei für ihn „vielleicht etwas Einzigartiges. Ich bin zwar der Trainer, aber eigentlich auch nicht. Ich sehe mich eher als ihren Freund. Es ist eine fantastische Beziehung“, schilderte Broos das Verhältnis und stellte fest: „Ich denke, was wir bisher geleistet haben, ist schon ein kleines Wunder.“

Die südafrikanischen Spieler grüßen die Fans, als sie nach dem 1:0-Sieg gegen die Republik Korea am 24. Juni 2026 im Monterrey-Stadion in Guadalupe, Mexiko, den Platz verlassen.

Foto: David Ramos/Getty Images

 
25. Juni5:22 Uhr

Mexiko schießt Tschechien ins Aus

Tschechien hat sein letztes Vorrundenspiel mit 3:0 verloren. Gegner Mexiko stand schon vorher als Sieger von Gruppe A fest und hatte es in der Partie während der ersten Halbzeit ruhig angehen lassen. Tschechien hingegen musste gewinnen, um sich eine Chance auf das Weiterkommen zu bewahren, konnte jedoch keine hochkarätigen Chancen herausspielen.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Tschechien den Druck, was Mexiko die Möglichkeit gab, Fehler auszunutzen. So brachte Mateo Chavez die Mexikaner spät in Führung (55.), nachdem Tschechien den Ball auf Höhe der Mittellinie verlor. Mexiko nutzte die sich bietenden Räume weiter aus und erhöhte durch Julian Quinones auf 2:0 (61.). Kurz vor dem Schlusspfiff setzte Alvaro Fidalgo den Schlusspunkt und traf zum 3:0-Endstand (90+4.).
Mexiko wird damit am 30. Juni gegen einen Drittplatzierten aus den Gruppen C, E, F, H oder I antreten. Zudem ist in Gruppe A Südafrika als Zweiter sicher und damit ebenfalls im Sechzehntelfinale. Südkorea muss dagegen als Dritter auf ein Weiterkommen hoffen. Für Tschechien ist die WM schon sicher zu Ende.
 

Platzierungen der Gruppe A: Mexiko und Südafrika sind sicher weiter und bestreiten am 28. Juni um 21:00 Uhr in Los Angeles das erste Sechzehntelfinale. Südkorea muss für das Weiterkommen auf Schützenhilfe aus anderen Gruppen hoffen. Von zwölf Gruppendritten kommen nur acht weiter.

Foto: ts/Epoch Times

 
25. Juni5:10 Uhr

Historisch: Südafrika übersteht erstmals WM-Vorrunde

Südafrika hat bei seiner vierten WM-Teilnahme erstmals die K.-o.-Phase erreicht und damit nationale Fußball-Geschichte geschrieben. Das Team des belgischen Trainers Hugo Broos gewann das letzte Vorrundenspiel gegen Südkorea mit 1:0 (0:0) und schloss die Gruppe A als Zweiter ab.
Die Ausgangslage war klar: Den Asiaten reichte ein Remis zum sicheren Weiterkommen. Südafrika dagegen musste voll auf Sieg spielen. Den besseren Start erwischte Südkorea, doch trotz mehrerer Chancen erzielten die Südkoreaner um Bayern-Profi Min-jae Kim kein Tor. Die erste Halbzeit verlief insgesamt torlos.
In der zweiten Halbzeit verlief das Spiel aus der Südkoreaner trotz Auswechslungen weiterhin müde. Stattdessen blieb Südafrika am Drücker und belohnte sich nach gut einer Stunde. Vor 51.243 Zuschauern in Monterrey sorgte Thapelo Maseko mit seinem Treffer in der 63. Minute für grenzenlosen Jubel bei Bafana Bafana.
Im Sechzehntelfinale trifft Südafrika am Sonntag in Inglewood bei Los Angeles auf Co-Gastgeber Kanada. Südkorea beendete die Vorrunde mit drei Punkten auf Rang drei und muss jetzt um das Weiterkommen zittern.
 
25. Juni2:18 Uhr

Marokko besiegt Haiti

Die Partie Marokko gegen Haiti begann mit einem überraschenden Führungstreffer für Haiti, als Lenny Joseph mit der Hacke traf (10.). Marokko glich durch Achraf Hakimi aus, der nach einem abgefälschten Schuss über die Torlinie drückte (39.). Kurz vor der Halbzeitpause gelang Haiti erneut die Führung durch Wilson Isidor (43.). Doch Marokko ließ sich nicht beirren und glich noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch Ismael Saibari aus (45+1.).
In der zweiten Halbzeit übernahm Marokko zunehmend die Kontrolle. Soufiane Rahimi brachte die Nordafrikaner dann erstmals in Führung (78.). Den Schlusspunkt setzte Gessime Yassine in der 89. Minute. Trotz des doch am Ende deutlichen Sieges reichte es für Marokko nur für den zweiten Platz in der Gruppe und einen Punktegleichstand mit Brasilien. Für Haiti ist dagegen die WM beendet.
 

Platzierungen der Gruppe C: Brasilien und Marokko stehen sicher im Sechzehntelfinale. Schottland kann hoffen. Haiti ist raus.

Foto: ts/Epoch Times

 
25. Juni2:11 Uhr

Brasilien durch Sieg gegen WM-Liebling Gruppenerster

Brasilien hat souverän mit 3:0 gegen Schottland gewonnen und sich somit den Gruppensieg in Gruppe C gesichert. Bereits früh nutzte Vinicius Junior einen Fehler der Schotten aus und brachte die Selecao in Führung (7.). Kurz vor der Halbzeit erhöhte Vinicius Junior per Kopf nach einer Flanke auf 2:0 (45+3.).
In der zweiten Halbzeit setzte Brasilien seinen dominanten Auftritt fort. Matheus Cunha traf nach einem sehenswerten Spielzug zum 3:0 (60.). Die Schotten hatten kaum Chancen und konnten die brasilianische Abwehr nicht in Bedrängnis bringen. Superstar Neymar feierte nach 981 Tagen sein Comeback im Nationalteam und wurde in der 76. Minute eingewechselt.
 
25. Juni0:05 Uhr

Spiele am Donnerstag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 00:00 Uhr: Schottland gegen Brasilien in Miami, USA
  • 00:00 Uhr: Marokko gegen Haiti in Atlanta, USA
  • 03:00 Uhr: Tschechien gegen Mexiko in Mexiko-Stadt
  • 03:00 Uhr: Südafrika gegen Südkorea in Monterrey, Mexiko
  • 22:00 Uhr: Ecuador gegen Deutschland in New York, USA
  • 22:00 Uhr: Curaçao gegen Elfenbeinküste in Philadelphia, USA
 
24. Juni23:02 Uhr

Schweiz ist Gruppensieger

Die Schweiz hat Kanada in Gruppe B mit 2:1 besiegt und sich damit den Gruppensieg gesichert. Durch den Erfolg darf die Nati in die K.-o.-Phase einziehen und spielt am 3. Juli (Gegner noch unbekannt), während Kanada seine WM-Reise mit einem Spiel gegen Südafrika am 28. Juni fortsetzt. Auch für Bosnien-Herzegowina geht es in das Sechzehntelfinale, nicht aber für Katar.

Silvan Widmer (#3) und seine Schweizer Teamkollegen haben sich mit einem 2:1 gegen Kanada in die K.o.-Runde geschossen.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

Die Ergebnisse der Gruppe B.

Foto: ts/Epoch Times

 
24. Juni23:54 Uhr

Klopp über deutsche Elf: „Fußball spielen können wir“

Startrainer Jürgen Klopp ist vom bisherigen Auftreten der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM angetan, sieht defensiv aber auch noch Steigerungspotenzial.
„Wir haben gesehen: Fußball spielen können wir. Ich mag die Art und Weise, wie wir spielen. Wir haben verschiedene Abläufe“, sagte der 59-Jährige bei einem Besuch des Adidas Home of Soccer, einem Fantreff in New York. „Defensiv können wir gern noch ein bisschen mehr Griff kriegen. Dann kann es weit gehen bei diesem Turnier.“ Klopp lobte besonders den Teamgeist der DFB-Auswahl.
Auch Sami Khedira, Weltmeister von 2014, hob die Widerstandsfähigkeit des DFB-Teams hervor. Er zollte sowohl der Mannschaft als auch Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der Medienrunde am Hudson River ein „großes Lob“.
Ob Nagelsmann angesichts des bereits feststehenden Gruppensiegs beim Vorrundenabschluss gegen Ecuador heute rotieren sollte? Das müsse der Trainer entscheiden, betonte Klopp. „Meine Meinung war immer: Niemand weiß so gut über meine Mannschaft Bescheid wie ich. In dem Fall weiß niemand so gut Bescheid über die Mannschaft wie Julian. Er wird die richtige Entscheidung treffen.“
Jürgen Klopp (r.) beim Plausch mit 2014er-Weltmeister Sami Khedira.

Jürgen Klopp (r.) beim Plausch mit 2014er-Weltmeister Sami Khedira.

Foto: Federico Gambarini/dpa

 
(Mit Material der Nachrichtenagenturen.)
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THW in Venezuela eingetroffen – Washington stellt 150 Millionen Dollar Hilfsgelder zur Verfügung

Einen Tag nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela sind Helfer aus Deutschland in dem südamerikanischen Land eingetroffen.
Das 48-köpfige Team einer auf Erdbeben-Einsätze spezialisierten Bergungseinheit des Technischen Hilfswerks sei „heute Nacht“ (Ortszeit) am Flughafen Caracas eingetroffen, teilte THW- Präsidentin Sabine Lackner mit. Die Einsatzkräfte würden nun gemeinsam mit internationalen Partnern beginnen, die Lage zu erkunden.
Zu den ersten Prioritäten gehörten demnach die Abstimmung der Einsatzstellen und Einsatzoptionen sowie die Prüfung logistischer Rahmenbedingungen – „damit wir so schnell wie möglich mit der Suche nach Vermissten beginnen können“.
Die Zahl der Toten ist auf 1.430 gestiegen. Mehr als 3.200 Menschen seien verletzt worden, teilte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mit. 50.000 Menschen gelten als vermisst.

THW: Ein „Wettlauf gegen die Zeit“

Im Einsatzland starte nun „ein Wettlauf gegen die Zeit“, sagte die THW-Präsidentin. Das Team werde in zwei Schichten arbeiten. So sei es möglich, rund um die Uhr nach Vermissten zu suchen.
Mit dabei sind laut THW auch vier Suchhunde-Teams. Ziel ist es demnach, Überlebende in den Trümmern aufzuspüren.

Evakuierte Bewohner des Gebäudes „Misión Vivienda OPP 54 ‚Carlos Escarra‘“ schliefen am Paseo Los Ilustres, da ihr Haus strukturelle Schäden davongetragen hat.

Foto: Edilzon Gamez/Getty Images

Der internationale Flughafen Simón Bolívar in Venezuela wurde am Samstag teilweise wieder eröffnet. Eine der Start- und Landebahnen sei wieder in Betrieb, sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter Journalisten.
Demnach landeten auf dem Flughafen US-Militärtransportflugzeuge mit Hilfsgütern. Später sollten zudem mobile Krankenhäuser eintreffen.

USA gibt 150 Millionen Dollar Hilfsgelder frei

Auch liege nun das Marineschiff „USS Fort Lauderdale“ vor der venezolanischen Küste – was weitere Rettungsflüge rund um die besonders schlimm betroffene Küstenstadt La Guaira ermöglichen würde.
Die US-Helfer seien somit „in der Lage, Menschen bei Bedarf mit Hubschraubern zu den medizinischen Einrichtungen auf diesem Schiff zu fliegen und es für die Führung, Kontrolle und Logistik sowie für den Lufttransport zu nutzen“.
Die USA gaben bereits Hilfsgelder in Höhe von rund 150 Millionen Dollar (rund 132 Millionen Euro) frei. In den kommenden Tagen erwarte er die Ankündigung eines „weiteren Hilfspakets in neunstelliger Höhe“.

27. Juni 2026: Eingestürzte Gebäude in Catia La Mar im Bundesstaat La Guaira. Es wird von wachsender Wut über den Mangel an offizieller Hilfe zur raschen Rettung von Überlebenden berichtet.

Foto: Federico Parra/AFP via Getty Images

Star- und Landebahn aufgerissen

Laut dem Beamten ist eine der Start- und Landebahnen des internationalen Flughafens durch die Beben „vollständig aufgerissen und unbenutzbar“. Das US-Militär werde auch „bei der Koordination der Flüge im Kontrollturm helfen“. Der Flughafen ist ihm zufolge angesichts der vielen internationalen Akteure und Hilfsorganisationen „sehr überlastet“.
Die Vereinten Nationen schätzen, dass fast sieben Millionen Menschen von den verheerenden Beben betroffen sein könnten. Dies sei nach der Auswertung verfügbarer Daten festgestellt worden, erklärte die Internationale Organisation für Migration. Allein in Caracas umfassen die Schätzungen zwei Millionen Menschen.

Kritik an Regierung wächst

Angehörige und Freiwillige berichten von erheblichen Verzögerungen bei der staatlichen Hilfe. In zahlreichen betroffenen Vierteln versuchen Anwohner nach eigenen Angaben weiterhin mit bloßen Händen oder einfachen Werkzeugen, Verschüttete zu retten, da schwere Bergungsmaschinen fehlen.
Auch in der Hauptstadt Caracas nimmt die Kritik an der Regierung zu. Während eines Besuchs der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodriguez in einem zerstörten Stadtviertel protestierten zahlreiche Anwohner lautstark gegen das aus ihrer Sicht unzureichende Krisenmanagement.

Spenden, die im Sammelzentrum der Universidad Central de Venezuela eingegangen sind.

Foto: Edilzon Gamez/Getty Images

Die Regierung unterstrich hingegen ihre Erfolge: Rund 60 Prozent der Stromversorgung hätten in den besonders betroffenen Gebieten mittlerweile wiederhergestellt werden können.
Innenminister Diosdado Cabello kündigte unterdessen an, den Zugang zur besonders schwer betroffenen Region La Guaira vorübergehend einzuschränken. Damit wolle man erreichen, dass Rettungseinsätze nicht zu behindert werden, sowie epidemiologische Vorsichtsmaßnahmen einhalten. (afp/dts/red)
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Erneut Waldbrand in der Gohrischheide – Ortschaften derzeit nicht bedroht

Fast genau ein Jahr nach einem verheerenden Waldbrand in der Gohrischheide an der Landesgrenze von Sachsen zu Brandenburg ist dort erneut ein Feuer ausgebrochen.
Der Brand breitete sich sehr schnell aus, wie Zeithains Bürgermeister Mirko Pollmer (parteilos) sagte. Das Gebiet im Landkreis Meißen ist munitionsbelastet, was Löscharbeiten erschwert. Ortschaften seien aktuell nicht bedroht.

Mehr als 19 Hektar betroffen

Die betroffene Fläche sei von zunächst drei auf inzwischen mehr als 19 Hektar angewachsen. Die Temperaturen haben am späten Nachmittag einer Erkundungsdrohne derart zugesetzt, dass sie zunächst nicht mehr fliegen konnte, sagte Pollmer. Deswegen sei es schwierig, genauere Angaben zum Ausmaß zu machen.
Rund 100 Einsatzkräfte aus Sachsen und Brandenburg seien im Einsatz. Es werde zudem ständig nachalarmiert. Außerdem sei ein gepanzertes Löschfahrzeug auf dem Weg in die Gohrischheide. Ob auch Löschhubschrauber eingesetzt werden können, sei noch nicht klar, sagte Pollmer.

Direkte Brandbekämpfung derzeit nicht möglich

Die Feuerwehr kann das Feuer wegen der Munitionsbelastung derzeit nicht direkt bekämpfen. „Eine aktive Brandbekämpfung durch unsere Kameraden ist erneut nicht möglich aufgrund der Munitionsbelastung“, sagte Pollmer.
Die Einsatzkräfte stünden stattdessen an munitionsfreien Wegen und beobachteten die Ausbreitung des Feuers.
Der Brand war nach Angaben Pollmers gegen 15:00 Uhr auf der belasteten Fläche im Bereich des ehemaligen Flugfeldes und nördlich der früheren Bunkeranlage ausgebrochen. Dort habe es bereits 2022 einen größeren Brand gegeben.Das Feuer breite sich schnell aus.
Die Gohrischheide gilt wegen der dort im Boden liegenden Altmunition als besonders schwierig für Löscharbeiten. (Archivbild)

Die Gohrischheide gilt wegen der dort im Boden liegenden Altmunition als besonders schwierig für Löscharbeiten. (Archivbild)

Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Altmunition erschwert Löscharbeiten

Die Gohrischheide gilt wegen der dort im Boden liegenden Altmunition als besonders schwierig für Löscharbeiten. Teile des Naturschutzgebietes auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz können von Feuerwehrkräften wegen der Explosionsgefahr nicht betreten werden.
Ein Feuer brennt bei einem Wald- und Vegetationsbrand in der Gohrischheide im Landkreis Meißen.

2025: Wald- und Vegetationsbrand in der Gohrischheide im Landkreis Meißen.

Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Vor einem Jahr größter Waldbrand seit Jahrzehnten

Erst vor einem Jahr hatte sich in der Gohrischheide ein verheerender Waldbrand entwickelt. Er war am 1. Juli 2025 ausgebrochen. Erst knapp zwei Wochen später gab die Feuerwehr Entwarnung.
Die Forstverwaltung stufte das Feuer als größten Waldbrand der vergangenen Jahrzehnte in Sachsen ein. Rund 2.400 Hektar und damit mehr als drei Viertel des Naturschutzgebietes waren betroffen. Ermittlungen ergaben, dass das Feuer durch Selbstentzündung von Munition im Boden entstanden war.
Zeithains Bürgermeister Pollmer sagte, die Situation der wiederholten Waldbrände in der Gohrischheide sei „sehr unbefriedigend“. Wie in den Vorjahren könne die Feuerwehr nicht aktiv an das Feuer ran, „weil wir keine geschützte Technik haben“.
Nach dem Großfeuer im vorigen Jahr war erneut politisch diskutiert worden, ob das Gebiet von der Munition befreit werden kann. Eine vollständige Räumung sei aus Kostengründen unmöglich, hieß es. Die Räumung eines Hektars kostet demnach etwa eine Million Euro. (dpa/red)
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Völlers Botschaft vor Paraguay: „Da geht es um alles“

Wer am Morgen mit einer Kaffeetasse in der Hand im flotten Schritt und einem Lächeln im Gesicht zur Arbeit kommt, der kann keine größeren Sorgen haben. Oder doch?
Rudi Völler ist bei seinem Auftritt vor dem ersten K.o.-Spiel der Fußball-Nationalmannschaft gegen Paraguay erneut in die Rolle des WM-Mutmachers und Verteidigers von Bundestrainer Julian Nagelsmann geschlüpft.
„Der Glaube ist da, dass wir am Montag alles herausholen, dass wir absolut ans Limit gehen, was ja auch selbstverständlich ist, ein richtig gutes Spiel machen und natürlich in die nächste Runde einziehen wollen“, sagte der DFB-Sportdirektor im Teamquartier in Winston-Salem.

Rudi Völler, Sportdirektor des DFB, während einer Pressekonferenz am 27. Juni 2026 in Winston-Salem, North Carolina.

Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Ecuador-Rückschlag abhaken

Die Nachwirkungen des 1:2-Rückschlags zum Abschluss der Gruppenphase gegen Ecuador wollte Völler relativieren. Die öffentliche Debatte um den absoluten Siegeswillen der DFB-Elf sei angesichts des vorab gesicherten ersten Gruppenplatzes müßig.
Der ganze Fokus ist nun auf Paraguay als nächstem Gegner im ersten Alles-oder-Nichts-Spiel ausgerichtet.
„Es wird jetzt natürlich am Montag ganz anders sein. Da geht es um ein K.o.-Spiel. Da geht es um alles, um eine Runde weiterzukommen oder nach Hause zu fahren. Das wissen die Spieler“, sagte Völler.

Rettigs erstaunliches „Messer“-Zitat

Deutlich drastischer und ziemlich offenherzig hatte zuvor DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig die Lage im DFB-Quartier kommentiert.
„Wir wissen, dass wir nun das Messer am Hals haben in den K.o.-Spielen“, sagte der 63-Jährige bei „MagentaTV“. Klartext, den Völler in dieser Deutlichkeit nicht mitging. Für ihn steht das Prinzip Hoffnung im Vordergrund.
Nagelsmann hat die Vorbereitung jedenfalls modifiziert. Viel steht auch für ihn persönlich am Montag in Foxborough auf dem Spiel. Keine Entspannung. Kein Tag am Pool für Kai Havertz und Co.
Stattdessen bei schwül-heißem Südstaaten-Wetter eine Trainingsschicht am Nachmittag, wenn die Hitze besonders drückend ist auf dem mit schwarz-rot-goldenen Banderolen hermetisch abgeschlossenen Platz im Spry Stadium.
Sogar beim Spielersatztraining der Reservisten am Vortag sei die notwendige Mentalität schon wieder zu spüren gewesen, berichtete Völler in seiner Funktion als erster Optimismus-Beauftragter. „Das war außergewöhnlich gut. Die Jungs ziehen toll mit, super mit“, sagte der 66-Jährige.
„Jetzt geht die WM richtig los“, verkündete Völler. Nagelsmann hat also keine Zeit zu verlieren. Mehrfach beschrieb Völler die bisherigen Turnierentscheidungen des Bundestrainers als gut und richtig. Auch die gegen Ecuador vorgenommen Einwechslungen. Zusammenstehen müsse man jetzt. Die Kritik von außen akzeptieren, nicht überbewerten.

Ein Blick ins Stadion während des Spiels der Gruppe E der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Ecuador und Deutschland im New York New Jersey Stadium am 25. Juni 2026 in East Rutherford, New Jersey.

Foto: Al Bello/Getty Images

Kimmich fordert: „Dinge ansprechen“

Stellvertretend kommentierte Kapitän Joshua Kimmich: „Wir müssen die Dinge ansprechen, die wir nicht gut gemacht haben. Das wird der Trainer auch sicherlich tun. Und dann müssen wir unsere Schlüsse daraus ziehen.“
Bei einem Aus gegen Paraguay wäre der Gruppensieg kein Plus-Argument mehr. Wie 2018 und 2022 wäre Deutschland nicht mehr dabei, wenn die letzten 16 Teams den Titel ausspielen.
Aber allein dieser Gedanke darf in den Köpfen keinen Raum einnehmen. Paraguay kam nur als Gruppendritter hinter den USA und Australien weiter. Es ist keine Fußball-Großmacht wie Frankreich, die im Achtelfinale der Kontrahent werden könnte.
Bei Paraguay werden auch bei Völler Erinnerungen wach. 2002 waren die Südamerikaner auch der erste deutsche K.o-Gegner. Im Jeju World Cup Stadium von Seogwipo in Südkorea erzielte Oliver Neuville in der 88. Minute den erlösenden Siegtreffer im WM-Achtelfinale. Ein klassischer Arbeitssieg. „Da könnte ich diesmal auch sehr gut mit leben, auf jeden Fall“, sagte Völler.
Völler stellte eine klare Forderung an die Offensivabteilung mit Havertz und den in Zauber-Kurzarbeit steckenden Wirblern Jamal Musiala und Florian Wirtz. „Um die ganz großen Ziele zu erreichen, müssen diese Spieler liefern. Sie wissen auch, dass noch Luft nach oben ist“, sagte Völler.

Oliver Baumann während einer Trainingseinheit am 26. Juni 2026 in Winston-Salem, North Carolina.

Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Physis als Knackpunkt

Eine weitere Völler-Forderung: Weniger Ballverluste im Mittelfeld. Diese Schwachstelle hätten die Gegner erkannt. Und in Paraguay wartet ein Team, das sich genau darauf ausrichten wird. Da muss man gegenhalten können.
Wird die Physis wieder zum DFB-Problem? „Fußball muss gewürzt werden mit Leidenschaft, Intensität und Emotionalität. Wenn es für dich einfach nur Kicken ist, dann wirst du nicht weit kommen“, warnte Jürgen Klopp als MagentaTV-Experte vor einem frühen Scheitern.
Nagelsmann sieht keine generelle schnelle Abhilfe, was die Robustheit angeht. Er nannte aber einen Ausweg.
„Körperlichkeit ist schwer zu trainieren, weil die Spieler eine gewisse Konstitution haben. Da muss man den Ball in der einen oder anderen Situation früher wegspielen, um einem direkten Zweikampf aus dem Weg zu gehen“, forderte der Bundestrainer. (dpa/red)
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Wegen Böschungsbrand: Bahnverkehr am Stuttgarter Hauptbahnhof eingestellt

Wegen eines Böschungsbrands nahe dem Stuttgarter Hauptbahnhof ist der Bahnverkehr eingestellt worden.
Das teilte ein Sprecher der Bundespolizei mit. Betroffen von der Sperrung sind sowohl S-Bahn als auch Nah- und Fernverkehr, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte. Der Fernverkehr wird demnach großteils über Esslingen am Neckar umgeleitet.

Feuerwehr fuhr mit Zug zur Brandstelle

Wie die Bahn am Mittag auf X mitteilte, wurde der S-Bahn-Verkehr in der Innenstadt zeitweise gestoppt. Die Löscharbeiten des Böschungsbrands dauerten am Nachmittag an.
Zwischen dem Stuttgarter Hauptbahnhof und Stuttgart-Vaihingen sowie zwischen Bad Cannstatt / Feuerbach und dem Stuttgarter Hauptbahnhof ist laut der Bahn weiterhin kein S-Bahn-Verkehr möglich. Außerhalb dieser Abschnitte wird demnach versucht, einen eingeschränkten Betrieb aufzubauen.
Laut dem Bundespolizeisprecher war eine starke Rauchentwicklung zu sehen. Die Feuerwehr Stuttgart teilte auf X mit, dass die Brandstelle schwer zu erreichen gewesen sei.
Die Deutsche Bahn stellte deshalb einen Zug zur Verfügung, damit die Einsatzkräfte zu dem etwa 10 Quadratmeter großen Böschungsbrand gelangen konnten, wie ein Bahnsprecher sagte.

Gleissperrungen wegen Vegetationsbrand bereits am Vortag

Bereits am Freitag hatte ein Kurzschluss an einer Oberleitung den Bahnverkehr am Stuttgarter Hauptbahnhof zeitweise schwer beeinträchtigt.
Zwischenzeitlich waren 12 von 16 Gleisen des Kopfbahnhofs gesperrt, auf S-Bahn-Linien gab es massive Störungen. Auslöser war laut Feuerwehr ein Vegetationsbrand im Gleisvorfeld, den Bahnmitarbeiter gelöscht hatten. Die Bundespolizei ermittelt zur Brandursache. (dpa/red)
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THW in Caracas eingetroffen – Washington gibt 150 Millionen Dollar Hilfsgelder frei

Einen Tag nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela sind Helfer aus Deutschland in dem südamerikanischen Land eingetroffen.
Das 48-köpfige Team einer auf Erdbeben-Einsätze spezialisierten Bergungseinheit des Technischen Hilfswerks (THW) sei „heute Nacht“ (Ortszeit) am Flughafen Caracas eingetroffen, teilte THW- Präsidentin Sabine Lackner mit.
Die Einsatzkräfte würden nun gemeinsam mit internationalen Partnern beginnen, die Lage zu erkunden.
Zu den ersten Prioritäten gehörten demnach die Abstimmung der Einsatzstellen und Einsatzoptionen sowie die Prüfung logistischer Rahmenbedingungen – „damit wir so schnell wie möglich mit der Suche nach Vermissten beginnen können“.

THW: Ein „Wettlauf gegen die Zeit“

Das verheerende Doppel-Beben hatte sich am Mittwoch im Abstand von nur 39 Sekunden westlich der Hauptstadt Caracas ereignet. Die beiden
Erdstöße hatten eine Stärke von 7,2 und 7,5, es gab zudem dutzende Nachbeben. Zahlreiche Gebäude stürzten ein oder wurden schwer beschädigt. Die venezolanischen Behörden gaben die Zahl der Toten zuletzt mit mindestens 920 an. 50.000 Menschen gelten als vermisst.
Im Einsatzland starte nun „ein Wettlauf gegen die Zeit“, sagte die THW-Präsidentin. Das Team werde in zwei Schichten arbeiten. So sei es möglich, rund um die Uhr nach Vermissten zu suchen.
Mit dabei sind laut THW auch vier Suchhunde-Teams. Ziel ist es demnach, Überlebende in den Trümmern aufzuspüren.

Evakuierte Bewohner des Gebäudes „Misión Vivienda OPP 54 ‚Carlos Escarra‘“ schliefen am Paseo Los Ilustres, da ihr Haus strukturelle Schäden davongetragen hat.

Foto: Edilzon Gamez/Getty Images

Der internationale Flughafen Simón Bolívar in Venezuela wurde am Samstag teilweise wieder eröffnet. Eine der Start- und Landebahnen sei wieder in Betrieb, sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter Journalisten.
Demnach landeten auf dem Flughafen US-Militärtransportflugzeuge mit Hilfsgütern. Später sollten zudem mobile Krankenhäuser eintreffen.

USA gibt 150 Millionen Dollar Hilfsgelder frei

Auch liege nun das Marineschiff „USS Fort Lauderdale“ vor der venezolanischen Küste – was weitere Rettungsflüge rund um die besonders schlimm betroffene Küstenstadt La Guaira ermöglichen würde.
Die US-Helfer seien somit „in der Lage, Menschen bei Bedarf mit Hubschraubern zu den medizinischen Einrichtungen auf diesem Schiff zu fliegen und es für die Führung, Kontrolle und Logistik sowie für den Lufttransport zu nutzen“.
Die USA gaben bereits Hilfsgelder in Höhe von rund 150 Millionen Dollar (rund 132 Millionen Euro) frei. In den kommenden Tagen erwarte er die Ankündigung eines „weiteren Hilfspakets in neunstelliger Höhe“.

27. Juni 2026: Eingestürzte Gebäude in Catia La Mar im Bundesstaat La Guaira. Es wird von wachsender Wut über den Mangel an offizieller Hilfe zur raschen Rettung von Überlebenden berichtet.

Foto: Federico Parra/AFP via Getty Images

Star- und Landebahn aufgerissen

Laut dem Beamten ist eine der Start- und Landebahnen durch die Beben „vollständig aufgerissen und unbenutzbar“. Das US-Militär werde auch „bei der Koordination der Flüge im Kontrollturm helfen“. Der Flughafen ist ihm zufolge angesichts der vielen internationalen Akteure und Hilfsorganisationen „sehr überlastet“.
Die Vereinten Nationen schätzen, dass fast sieben Millionen Menschen von den verheerenden Beben betroffen sein könnten.
Dies sei nach der Auswertung verfügbarer Daten festgestellt worden, erklärte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Samstag. Allein in Caracas umfassen die Schätzungen zwei Millionen Menschen. (afp/red)
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Temperaturrekord in Deutschland: 41,5 Grad gemessen

Den zweiten Tag in Folge hat der Deutsche Wetterdienst nach vorläufigen Angaben einen Temperaturrekord in Deutschland registriert.
Der vorläufige Höchstwert von 41,5 Grad wurde um 16:20 Uhr in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt gemessen, wie der Wetterdienst auf Anfrage mitteilte.
Gestern war mit 41,3 Grad in Saarbrücken bereits ein neuer Rekordwert gemessen worden.
Auch die Messstation im Saarbrücker Stadtteil Burbach wies dem Sprecher zufolge am Samstag mit 41,4 Grad erneut einen höheren Wert aus. Zuvor waren zudem im rheinland-pfälzischen Andernach und in Genthin in Sachsen-Anhalt sehr hohe Temperaturen von 41,1 Grad gemessen worden.

Die Daten sind erst vorläufig

Nicht ausgeschlossen ist, dass die Temperaturen am Samstag noch weiter steigen. Der Rekord am Freitag war gegen 17:00 Uhr gemessen worden.
Die Daten sind noch vorläufig. Insbesondere bei möglichen neuen Temperaturrekorden würden die Messstationen stets kontrolliert, sagte der DWD-Sprecher. Die offizielle Bestätigung, ob tatsächlich ein neuer Temperaturrekord vorliegt, dürfte daher erst nach dem Wochenende vorliegen.
Frühere Berechnungsmodelle des DWD hatten bereits für heute die Möglichkeit ergeben, dass sogar die 42 Grad geknackt werden könnten. Der Schwerpunkt der Hitzewelle verschiebt sich derzeit mehr und mehr nach Osten.(afp/red)
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Temperaturrekord in Deutschland: 41,5 Grad gemessen

Den zweiten Tag in Folge hat der Deutsche Wetterdienst nach vorläufigen Angaben einen Temperaturrekord in Deutschland registriert.
Der vorläufige Höchstwert von 41,5 Grad wurde um 16:20 Uhr in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt gemessen, wie der Wetterdienst auf Anfrage mitteilte.
Gestern war mit 41,3 Grad in Saarbrücken bereits ein neuer Rekordwert gemessen worden.
Auch die Messstation im Saarbrücker Stadtteil Burbach wies dem Sprecher zufolge am Samstag mit 41,4 Grad erneut einen höheren Wert aus. Zuvor waren zudem im rheinland-pfälzischen Andernach und in Genthin in Sachsen-Anhalt sehr hohe Temperaturen von 41,1 Grad gemessen worden.

Die Daten sind erst vorläufig

Nicht ausgeschlossen ist, dass die Temperaturen am Samstag noch weiter steigen. Der Rekord am Freitag war gegen 17:00 Uhr gemessen worden.
Die Daten sind noch vorläufig. Insbesondere bei möglichen neuen Temperaturrekorden würden die Messstationen stets kontrolliert, sagte der DWD-Sprecher. Die offizielle Bestätigung, ob tatsächlich ein neuer Temperaturrekord vorliegt, dürfte daher erst nach dem Wochenende vorliegen.
Frühere Berechnungsmodelle des DWD hatten bereits für heute die Möglichkeit ergeben, dass sogar die 42 Grad geknackt werden könnten. Der Schwerpunkt der Hitzewelle verschiebt sich derzeit mehr und mehr nach Osten.

Auch Dänemark verzeichnet einen neuen Rekord

Auch in Dänemark ist am Samstag mit 37,0 Grad ein neuer Temperaturrekorden verzeichnet worden. Er sei in Odum nördlich der Stadt Aarhus gemessen worden, teilte das Dänische Meteorologische Institut (DMI) im Onlinedienst X mit.
Die bisherige Rekordtemperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1874 war demnach im August 1975 mit 36,4 Grad erreicht worden.

Tschechien ist ebenfalls warm

An einer Wetterstation in Doksany nördlich von Prag wurden 40,6 Grad Celsius gemessen, wie der nationale Wetterdienst mitteilte. Die Temperaturen stiegen aber noch weiter an. „Daher ist dies womöglich noch nicht der Endwert“, fügte die Behörde hinzu.
Die bisherige Höchstmarke in Tschechien liegt bei 40,4 Grad Celsius. Der Wert wurde 2012 in Dobrichovice südwestlich der Hauptstadt gemessen. Der am Samstag gemessene Wert von mehr als 40 Grad Celsius ist dem Wetterdienst zufolge für den Monat Juni ein Novum.
(afp/red)
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Bahnverkehr am Stuttgarter Hauptbahnhof eingestellt

Wegen eines Böschungsbrands nahe dem Stuttgarter Hauptbahnhof ist der Bahnverkehr eingestellt worden. Das teilte ein Sprecher der Bundespolizei mit. Betroffen von der Sperrung sind sowohl S-Bahn als auch Nah- und Fernverkehr, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte. Der Fernverkehr wird demnach großteils über Esslingen am Neckar umgeleitet.
Wie die Bahn am Mittag auf X mitteilte, wurde der S-Bahn-Verkehr in der Innenstadt zeitweise gestoppt. Die Löscharbeiten des Böschungsbrands dauerten am Nachmittag an. Zwischen dem Stuttgarter Hauptbahnhof und Stuttgart-Vaihingen sowie zwischen Bad Cannstatt / Feuerbach und dem Stuttgarter Hauptbahnhof ist laut der Bahn weiterhin kein S-Bahn-Verkehr möglich. Außerhalb dieser Abschnitte wird demnach versucht, einen eingeschränkten Betrieb aufzubauen.
Laut dem Bundespolizeisprecher war eine starke Rauchentwicklung zu sehen. Die Feuerwehr Stuttgart teilte auf X mit, dass die Brandstelle schwer zu erreichen gewesen sei. Die Deutsche Bahn stellte deshalb einen Zug zur Verfügung, damit die Einsatzkräfte zu dem etwa 10 Quadratmeter großen Böschungsbrand gelangen konnten, wie ein Bahnsprecher sagte.

Gleissperrungen wegen Vegetationsbrand bereits am Vortag

Bereits am Freitag hatte ein Kurzschluss an einer Oberleitung den Bahnverkehr am Stuttgarter Hauptbahnhof zeitweise schwer beeinträchtigt. Zwischenzeitlich waren 12 von 16 Gleisen des Kopfbahnhofs gesperrt, auf S-Bahn-Linien gab es massive Störungen. Auslöser war laut Feuerwehr ein Vegetationsbrand im Gleisvorfeld, den Bahnmitarbeiter gelöscht hatten. Die Bundespolizei ermittelt zur Brandursache. (dpa/red)
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Hitze bleibt — teils heftige Unwetter erwartet

Nahezu ganz Deutschland schwitzt am Wochenende bei Temperaturen um 40 Grad – Abkühlung versprechen die Meteorologen erst zum Start in die neue Woche. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartete im Tagesverlauf Temperaturen von bis zu 41 Grad an. Lokal seien auch 42 Grad nicht ausgeschlossen. Die Deutsche Bahn und weitere Eisenbahnunternehmen raten wegen der Hitze von nicht dringend notwendigen Reisen im Fern- und Regionalverkehr ab.
Noch vor 12 Uhr am Mittag berichtete eine DWD-Sprecherin bereits von hohen Werten. Um 11.45 Uhr seien es bereits 36,0 Grad im niedersächsischen Faßberg oder auch 36,3 Grad in Röllbach in Unterfranken gewesen, sagte sie der dpa.
Die Deutsche Bahn und weitere Eisenbahnunternehmen rieten wegen der Hitze am Wochenende von nicht dringend notwendigen Reisen im Fern- und Regionalverkehr ab. „Die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland ist an diesem Wochenende stark von der Rekord-Hitze betroffen. Auch der Schienenverkehr leidet unter den Extrem-Temperaturen“, heißt es in der online veröffentlichten Bahn-Mitteilung. Das Bahnunternehmen National Express, das Regionalzüge in Nordrhein-Westfalen betreibt, wollte wegen der Hitze am Samstagnachmittag den Betrieb für sechs Stunden einstellen.

Verbreitete Gewittergefahr in der Nacht auf Sonntag

Etwas kühler sollte es den Angaben zufolge nur im äußersten Norden des Landes sein. Am Nachmittag und Abend werden in Nordseenähe und von den westlichen Mittelgebirgen bis in den Nordosten hinein kräftige Gewitter erwartet. Auch Unwetter mit heftigem Starkregen, Hagel und Sturmböen seien nicht auszuschließen, warnt der DWD.
Am späteren Abend und in der Nacht steigt dann im Norden und Nordwesten des Landes die Unwettergefahr durch verbreitete Gewitter. Die Temperaturen bringen bei Werten zwischen 26 und 17 Grad in der Nacht zum Sonntag nur wenig Abkühlung. Lediglich in einigen Senken- und Muldenlagen wird es noch kühler.

Waldbrandgefahr in Teilen des Landes sehr hoch

Auch am Sonntag erwartet die Menschen von Franken bis nach Brandenburg wieder hohe Temperaturen: 39 bis 41 Grad, in der Lausitz bis 42 Grad, melden die Meteorologen. Im Rest des Landes fallen die Temperaturen auf Höchstwerte zwischen 32 und 38 Grad. Erneut besteht im Tagesverlauf die Gefahr schwerer Gewitter mit schweren Sturmböen, heftigem Starkregen und großkörnigem Hagel. Richtung Osten und Südosten ist es demnach länger sonnig und trocken.
Anhaltende Trockenheit lässt auch die Waldbrandgefahr in Teilen Deutschlands steigen. Vor allem in Brandenburg, in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns sowie in Sachsen und Sachsen-Anhalt steht auf dem Waldbrand-Gefahrenindex mit Blick auf Sonntag die höchste Warnstufe. Zum Start in die neue Woche soll das Risiko für Waldbrände deutschlandweit wieder sinken.

Regen bringt zum Wochenstart Abkühlung

In der folgenden Nacht soll es vor allem über der Mitte Deutschlands hinweg bis in den Osten und im Süden ungemütlich werden. Der DWD warnt dort vor schweren Unwettern mit Sturmböen, Starkregen und teils anhaltendem kräftigem Regen. Tiefstwerte zwischen 23 und 17 Grad werden erwartet.
Zum Start in die neue Woche bringen vereinzelte Schauer im Nordwesten sowie Regen und teils kräftige Gewitter im Rest des Landes eine spürbare Abkühlung. Mit 25 bis 29 Grad sei zu rechnen, lokal im Osten und Südosten auch bis 31 Grad. An der Küste ist es erneut etwas kühler. (dpa/red)
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Röwekamp setzt Frist für mögliche Rückkehr der Wehrpflicht

Der CDU-Verteidigungspolitiker Thomas Röwekamp hat bis Mitte 2027 eine Entscheidung gefordert, ob sich durch den neuen freiwilligen Wehrdienst die Rekrutierungsziele der Bundeswehr erreichen lassen.
Er habe daran „unverändert erhebliche Zweifel“, sagte der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag der Nachrichtenagentur AFP. Wenn der freiwillige Wehrdienst nicht ausreiche, „dann werden wir zur Wehrpflicht zurückkehren müssen“. Darüber müsse „bis zum 31. Juli nächsten Jahres“ entschieden werden.

Bundeswehr-Bilanz

Die Bundeswehr hatte am Mittwoch eine erste Bilanz für den am 1. Januar gestarteten neuen Wehrdienst vorgelegt. Demnach wurden fast 300.000 Fragebögen an den ersten betroffenen Jahrgang verschickt, in denen das Interesse für die Bundeswehr bekundet werden konnte. 530 Angeschriebene verpflichteten sich dabei für einen freiwilligen Wehrdienst im laufenden Jahr.
„Es ist auf jeden Fall angezeigt, dass wir jetzt erstmal ein Jahr, einen vollen Jahrgang abwarten“, sagte Röwekamp zu den Zahlen. „Erst dann wird man ein Gesamtbild zeichnen können. Im ersten Halbjahr nächsten Jahres müssen wir aber nochmal sehr grundlegend über die Frage reden, ob wir mit der Freiwilligkeit die sehr ambitionierten Aufwuchsnotwendigkeiten bei der aktiven Truppe und den Reservistinnen und Reservisten erreichen.“
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will über den neuen Wehrdienst die Nato-Vorgabe erreichen, bis 2035 im Krisen- oder Kriegsfall 460.000 Soldaten bereitzustellen. Dazu soll die Zahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten von derzeit rund 185.000 auf mindestens 260.000 steigen. Die Zahl der Reservisten soll von 60.000 auf 200.000 erhöht werden.
Er halte es „für machbar“, über den freiwilligen Wehrdienst „am Ende das Aufwuchsziel für die Reservistinnen und Reservisten zu erreichen“, sagte Röwekamp. „Meine große Sorge ist der Aufwuchs bei den Zeit- und Berufssoldaten – weil das diejenigen sind, die den Kampfjet fliegen, das Schiff navigieren, den Panzer fahren, die Patriot-Abwehrstellung bedienen.“
Hier müsse „im Prinzip jedes Jahr das Ziel von 10.000 zusätzlichen Soldatinnen und Soldaten“ erreicht werden.

Wehrpflicht bleibt als Option

Das Gesetz zum neuen Wehrdienst sieht zwar keine Rückkehr zu der seit 2011 ausgesetzten allgemeinen Wehrpflicht vor. Es öffnet aber die Tür zu einer sogenannten Bedarfswehrpflicht für den Fall, dass angestrebte Personalstärken über das Freiwilligen-Modell nicht erreicht werden. Nötig dafür wäre ein neuer Bundestagsbeschluss.
Bei der Bedarfswehrpflicht würde nur ein Teil der wehrdienstfähigen jungen Männer verpflichtet. „Wir müssen nicht einen ganzen Jahrgang von 350.000 Männern einziehen“, sagte Röwekamp dazu. „Die Erfahrung zeigt, dass von den Wehrdienstleistenden letztlich ein Viertel bereit ist, Zeit- oder Berufssoldat zu werden, nachdem sie die Truppe kennengelernt haben.“
Mit Blick auf Schülerproteste gegen den Wehrdienst äußerte Röwekamp gleichzeitig Verständnis, dass es bei jungen Menschen „eine Verunsicherung“ gebe.
„Wir haben seit dem Aussetzen der Wehrpflicht im Jahr 2011 mit der jungen Generation gar nicht mehr über die Fragen von Krieg und Frieden und Verteidigungsnotwendigkeit geredet“, sagte er. „Und deswegen treffen wir sie damit relativ unvorbereitet.“
Er werbe „deshalb sehr dafür, dass wir mit dieser Generation reden und nicht nur über sie reden“, sagte der CDU-Politiker. Ziel müsse es sein, junge Menschen zu überzeugen, „dass das nicht irgendein Parteiprogramm ist, sondern wegen der Bedrohung durch Russland eine militärische Notwendigkeit“. (afp/red)
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Bahn-Chaos verursacht Milliardenschäden für die Industrie

Baustellen und Störungen bei der Deutschen Bahn verursachen nach Darstellung wichtiger Industriebranchen Milliardenschäden in der deutschen Wirtschaft. Das berichtet die „Welt am Sonntag (WamS)“ unter Berufung auf Unternehmen und Verbände aus der Stahl-, Chemie- und Autobranche.
Besonders hart betroffen ist demnach die Stahlindustrie, für die die Schiene ein zentraler Verkehrsträger ist. Fast 50 Prozent der Transportmengen werden laut Wirtschaftsvereinigung Stahl per Zug befördert, darunter Rohstoffe wie Erz, Schrott und Kohle sowie fertige Stahlprodukte. „Wir haben unsere Hochofenproduktion drosseln müssen“, sagte ein Sprecher des Stahlkonzerns Salzgitter der „Wams“.
Auch der Stahlkonzern ArcelorMittal berichtete demnach von erheblichen Problemen. „Die Situation an unserem Standort Eisenhüttenstadt hat eine kritische Zuspitzung erreicht“, sagte ein Sprecher der deutschen Landesgesellschaft. „Unsere Erzreserven dort sind weit unter den notwendigen Sicherheitsreserven.“
Der Verband der Automobilindustrie bestätigte der „WamS“ eine Reduzierung der verfügbaren Transportkapazitäten auf der Schiene. Seit 2022 werde in der Branche deswegen wieder mehr Verkehr auf die Straße verlagert.
Auch die Chemieindustrie ist betroffen. Nach Angaben des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) werden jährlich knapp 25 Millionen Tonnen chemische Erzeugnisse mit Zügen durch Deutschland transportiert, darunter viele Gefahrgüter und Rohstoffe für die Produktion. Zuletzt komme es „immer wieder auch zu Beeinträchtigungen der Produktion“, wenn Rohstoffe verspätet einträfen oder Produkte wegen begrenzter Lagerkapazitäten nicht abgefahren werden könnten.
„Die Bahn muss dringend nachsteuern“, forderte VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup. Vor allem bei Planung, Koordination und Priorisierung gebe es Handlungsbedarf. „Der Güterverkehr muss auf Umleitungsstrecken Vorrang erhalten“, sagte Große Entrup. (afp/red)
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Rente, Steuern, Flüge — was sich im Juli ändert

Während die Uhr für die diesjährige Steuererklärung tickt, könnte deren Abgabe für manche Menschen einfacher werden. Zwei Gruppen können sich zudem auf mehr Geld auf dem Konto freuen. Was sich im Juli alles ändert:

Renten steigen

Die mehr als 21 Millionen Rentner bekommen höhere Bezüge. Diese steigen um 4,24 Prozent. Eine Beispielrechnung: Wer eine monatliche Rente von rund 1.000 bezieht, bekommt etwa 42,40 Euro mehr. Die Rente wird jährlich an die Lohnentwicklung angepasst.

Steuererklärung mit einem Klick

Statt langem Brüten über der Steuererklärung könnte es für bestimmte Gruppen schneller gehen: Ab 1. Juli soll die Steuererklärung per App auf dem Smartphone oder Tablet mit nur einem Klick für die ersten Anwendergruppen bundesweit verfügbar sein. In der ersten Runde dabei sein können rund 11,5 Millionen Menschen. Zu dieser Gruppe gehören ledige, kinderlose Arbeitnehmer sowie Rentner und Pensionäre.
Wer sich in der „MeinElster+“-App angemeldet hat, bekommt vom Finanzamt eine fertige Steuererklärung und eine Vorschau auf den Steuerbescheid mit den bei den Finanzbehörden bereits vorhandenen Steuerdaten für das Steuerjahr 2025. Diese Erklärung kann bei Einverständnis mit nur einem Klick abgesendet werden oder noch angepasst werden.

Frist für die Abgabe der Steuererklärung

Apropos Steuererklärung, die für das Kalenderjahr 2025 muss bis zum 31. Juli 2026 abgegeben werden. Für Menschen, die sich steuerlich beraten lassen, verlängert sich die Frist auf den 30. April 2027.

Aus Bürgergeld wird Grundsicherung

Für die Menschen, die Bürgergeld beziehen, gelten schärfere Regeln bis hin zu möglichen Total-Sanktionen. Neu ist auch der Name Grundsicherungsgeld, die Höhe der Sozialleistung ändert sich aber nicht.
Außerdem wird die sogenannte Karenzzeit abgeschafft, in der Leistungsbezieher mehr Vermögen behalten durften. Wer Vermögen oberhalb festgelegter Freibeträge hat, muss dieses für seinen Lebensunterhalt einsetzen, bevor es Grundsicherungsgeld gibt.

Ticketsteuer

Bei Flügen aus Deutschland wird ab Juli weniger Ticketsteuer fällig. Mit der Gesetzesänderung, die der Bundestag im Mai verabschiedet hat, sinkt die Abgabe je nach Strecke um einen Betrag zwischen 2,50 Euro und 11,40 Euro pro Flug. Ob Flugtickets dadurch günstiger werden, hängt allerdings davon ab, ob die Airlines die Ersparnis an die Kunden weiterreichen. Angesichts stark gestiegener Kerosinpreise gilt das zumindest als zweifelhaft.
Wie stark die Ticketsteuer sinkt, hängt vom Zielort des jeweiligen Flugs ab: Bei Kurzstrecken geht sie von derzeit 15,53 Euro auf 13,03 Euro zurück, bei Mittelstrecken von 39,34 Euro auf 33,01 Euro und bei Langstreckenflügen von 70,83 Euro auf 59,43 Euro.

Onlineshopping in Nicht-EU-Ländern wird teurer

Vom Kopfhörer bis zur Handyhülle, vom T-Shirt bis zu Modeschmuck: Wer im Netz Waren aus Ländern außerhalb der EU bestellt, muss ab dem 1. Juli mit höheren Kosten rechnen. Denn von diesem Zeitpunkt an wird für Sendungen mit einem Warenwert von unter 150 Euro eine pauschale Zollgebühr von 3 Euro pro Warenkategorie erhoben – zusätzlich zur bereits bestehenden Einfuhrumsatzsteuer, wie die Verbraucherzentrale Berlin erklärt.
Darüber hinaus verlangen einige Versanddienstleister eine Servicepauschale für die Zollanmeldung, wenn der Absender dies nicht schon erledigt hat. So kommt man gerade bei niedrigpreisigen Artikeln schnell in einen Bereich, wo sich die Bestellung bei einem Händler aus einem Nicht-EU-Land eigentlich nicht mehr lohnt: Eine Handyhülle im Wert von 7 Euro könne so am Ende knapp 20 Euro kosten, nennen die Verbraucherschützer ein Beispiel.
Innerhalb der EU fallen Steuern und Zölle grundsätzlich weg – Ausnahmen gelten lediglich für Kaffee, Alkohol sowie Tabakwaren und deren Ersatzprodukte.

Kölner Dom kostet Eintritt

Der Kölner Dom kostet für Besucher ab dem 1. Juli zwölf Euro Eintritt. Damit sollen die gestiegenen Kosten für Pflege, Schutz und den laufenden Betrieb des Doms gedeckt werden. Es gibt allerdings auch einige Ausnahmen. So soll der Dom jährlich an bestimmten Tagen kostenfrei für alle sein. Zudem soll das Weltkulturerbe für Gottesdienstbesucher und Betende kostenfrei bleiben.

Punktehandel wird strafbar

Zu schnell oder bei Rot gefahren? Bei Verkehrsverstößen füllt sich schnell das Punktekonto in Flensburg. Doch die Punkte auf jemand anderen abzuwälzen, klappt ab 1. Juli nicht mehr. Paragraf 4c im Straßenverkehrsgesetz verbietet das nun ausdrücklich. Verstöße und Versuche können mit Bußgeldern in Höhe von bis zu 30.000 Euro geahndet werden.

Leichterer Abschuss von Wölfen

Mehr Schutz von Weidetieren – durch eine Aufnahme als jagdbare Tierart im Bundesjagdgesetz können Wölfe in Deutschland leichter abgeschossen werden. Die Länder können damit die Jagd in Regionen erlauben, in denen sich der Wolf in einem günstigen „Erhaltungszustand“ befindet, wo er also gute Chancen auf einen langfristigen Fortbestand hat. Als Jagdzeit ist dann der Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Oktober vorgesehen.
Wenn ein Wolf Weidetiere getötet oder verletzt hat, darf er unabhängig von Erhaltungszustand und Jagdzeit geschossen werden. Zudem können die Länder Gebiete bestimmen, in denen die Jagd auf den Wolf erforderlich ist, weil Weidetiere dort schwer vor ihm zu schützen sind.

Pflege-Mindestlöhne steigen in erstem Schritt

Die Mindestlöhne für Beschäftigte in der Altenpflege sollen weiter steigen. Für Pflegehilfskräfte kommt eine erste Anhebung zum 1. Juli von derzeit 16,10 Euro auf 16,52 Euro pro Stunde, wie die Bundesregierung in einer Verordnung festgelegt hat. (dpa/red)
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Neuer Hitzerekord in Deutschland: 41,3 Grad in Saarbrücken

Bisher lag der Hitzerekord in Deutschland bei 41,2 Grad – gemessen 2019 in Tönisvorst und Duisburg-Baerl in Nordrhein-Westfalen. In Großbritannien wurde den dritten Tag in Folge der Hitzerekord für Juni geknackt. In ganz Europa sorgt die Hitze für Probleme bis hin zu Todesfällen.
Erst kurz vor dem Allzeit-Hitzerekord hatte der Deutsche Wetterdienst mit 40,9 Grad einen neuen Juni-Hitzerekord gemeldet. Dieser war ebenfalls in Saarbrücken gemessen worden. Auch an zahlreichen weiteren Wetterstationen wurden am Freitag Temperaturen über 40 Grad gemessen. Der DWD betonte allerdings, dass es sich um vorläufige Messungen handele.
In Deutschland gilt flächendeckend eine Warnung vor Hitze – und die Hitzewelle dürfte noch bis Anfang kommender Woche dauern. Am Samstag werden zudem vom westlichen Mittelgebirgsraum über Nordrhein-Westfalen bis nach Niedersachsen einzelne kräftige Gewitter, auch Unwetter, erwartet, in der Nacht zu Sonntag dann im Nordwesten und Norden einzelne Gewitter mit Unwetterpotenzial. Am Sonntag soll bei anhaltender Hitze die Unwetterneigung mit Starkregen, Hagel und Sturmböen allgemein zunehmen.
Angesichts der extremen Hitze strichen mehrere deutsche Städte Veranstaltungen. In Leipzig sagte die Oper eine für Samstag geplante Premiere ab. Die Stadt Köln sagte das am Sonntag im Rheinpark geplante Kinder- und Familienfest ab. Die Stadt Cottbus sagte das ebenfalls für Sonntag geplante Spreekonzert ab – wegen Temperaturprognosen von bis zu 43 Grad.
In München hielt die Stadt hingegen am Christopher Street Day (CSD) für Samstag fest. Es werde „heiß und voll“, Besucher sollten Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 verwenden, regelmäßig Wasser trinken und eine Kopfbedeckung mitbringen, hieß es. Außerdem seine Trinkwasserstellen aufgebaut und Wasser-Sprühstationen geplant.

Hitzewelle in Europa

Unter der aktuellen Hitzewelle leiden weite Teile Europas. In Großbritannien wurden in Wattisham im Südosten Englands am Freitag 36,9 Grad gemessen – laut der Wetterbehörde Met Office wurde damit den dritten Tag in Folge ein neuer Hitzerekord für Juni verzeichnet. Mehrere Sehenswürdigkeiten in London wurden wegen der Hitze geschlossen, unter anderem die Tower Bridge. Hunderte Schulen blieben am Freitag ganz oder teilweise geschlossen.
Auch in Ländern wie Spanien, Frankreich und Italien ächzen die Menschen unter außergewöhnlich hohen Temperaturen. Die französische Regierung befürchtet zahlreiche Hitzetote. „Wir sind besorgt über landesweite Todesfälle zu Hause“, erklärte das Gesundheitsministerium. Ein in Marseille in einem geparkten Auto entdecktes Kleinkind starb am Freitag an den Folgen eines Hitzschlags. In Spanien starben bereits mehr als 200 Menschen wegen der extremen Temperaturen.
Die Pariser Gay Pride, die am Samstagnachmittag stattfinden sollte, wurde wegen der Hitze und der angespannten Lage in Frankreichs Krankenhäusern verschoben. In den Niederlanden wurde ein mehrtägiges Techno-Festival abgebrochen. In Belgien mussten zwei liegengebliebene Eurostar-Züge evakuiert werden, darunter ein Zug von Köln nach Paris mit 400 Reisenden an Bord. (afp/red)
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Mercedes verschärft Sparkurs – Sonderzahlung wird verschoben

Der Autobauer Mercedes-Benz verschärft seinen Sparkurs. Der Dax-Konzern verschiebt eine für den Juli vorgesehene tarifliche Sonderzahlung auf das kommende Jahr. Das geht aus einem Schreiben an die Beschäftigten in Deutschland hervor, welches der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Um welche Summe es insgesamt geht, war zunächst unklar.
Bei der Sonderzahlung handelt es sich um den jährlichen „Transformationsbaustein“, der 18,4 Prozent vom regelmäßigen individuellen Monatsentgelt beträgt.
Die strukturellen Kosten in Deutschland – insbesondere die Arbeitskosten – seien im internationalen Vergleich nicht wettbewerbsfähig, hieß es.
Zugleich will das Management mit dem Betriebsrat in den kommenden Wochen über eine Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich sprechen, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Laut Tarifvertrag arbeiten die Beschäftigten zurzeit 35 Stunden in der Woche.

Vorstand: Situation dramatisch

In dem Brief schrieb der Vorstand, dass man „weiterhin mit Hochdruck die Kosten senken“ müsse, um bei den Preisen für die Produkte wettbewerbsfähig zu bleiben.
„Trotz all unserer Anstrengung ist die Situation heute in Deutschland dramatisch“, hieß es darin. Jede Vergabe neuer Produkte, jede Zuweisung von Aufgaben an deutsche Standorte verschlechtere die relative Kostenposition von Mercedes.
Mercedes hat seit längerem mit Rückschlägen zu kämpfen. Im ersten Quartal dieses Jahres sank das Konzernergebnis um 17,2 Prozent. 2025 war der Gewinn um knapp die Hälfte von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro eingebrochen, nachdem es schon 2024 schlechter gelaufen war.
Zölle, negative Wechselkurseffekte und der intensive Wettbewerb in China hätten die Ergebnisse belastet, hieß es. Rückläufig waren auch Absatz und Umsatz.
Die Schwaben hatten darauf reagiert und vor etwas mehr als einem Jahr ein Sparprogramm aufgelegt, wobei Mercedes von einem Programm zur Leistungssteigerung („Next Level Performance“) sprach. (dpa/red)
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Haushaltsausschuss gibt grünes Licht für Bundes-Einstieg beim Panzerbauer KNDS

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat grünes Licht für den Einstieg des Bundes beim Rüstungskonzern KNDS gegeben. Dies verlautete am Freitag aus Parlamentskreisen.
Der Bund will eine Beteiligung von 40 Prozent an dem Hersteller des Leopard-2-Kampfpanzers übernehmen. Die Kosten für den Einstieg werden nach einem „Spiegel“-Bericht auf bis zu 7,2 Milliarden Euro geschätzt.
Deutschland und Frankreich hatten Anfang der Woche die Einigung auf eine Beteiligung des Bundes verkündet. Aktuell halten der französische Staat und die deutsche Eigentümerfamilie Wegmann jeweils 50 Prozent an KNDS.
Der französische Anteil soll im Zuge eines Börsengangs auf 40 Prozent sinken, der Bund übernimmt einen Anteil in derselben Höhe von der Wegmann-Familie. Die restlichen 20 Prozent sollen an die Börse gebracht werden.
Der „Spiegel“ berichtete, der Kaufpreis für die 40 Prozent an KNDS sei noch nicht festgelegt. Bund und Eigentümerfamilien hätten sich auf eine „Kaufpreisformel“ verständigt, zitierte das Magazin aus vertraulichen Unterlagen für den Haushaltsausschuss.
Die Formel basiere auf dem Ausgabepreis für die Aktien „zuzüglich eines marktüblichen Paketaufschlags“ und berücksichtige außerdem die weitere Kursentwicklung.
KNDS ist aus der Fusion von Krauss-Maffei Wegmann und dem französischen Unternehmen Nexter hervorgegangen. Das Unternehmen hatte am Mittwoch seinen Börsengang angekündigt.
Ein genauer Termin dafür ist derzeit noch offen, in einer geheimen Vorlage des Bundesverteidigungsministeriums ist aber von Anfang Juli die Rede.
KNDS stellt neben dem Kampfpanzer Leopard 2 auch Artilleriesysteme, Schützenpanzer und Munition her. In Deutschland unterhält das Unternehmen elf seiner weltweit 34 Standorte.
Werke gibt es unter anderem in Hamburg, den nordrhein-westfälischen Städten Remscheid und Mühlheim an der Ruhr und im thüringischen Ebeleben. In Frankreich gibt es zehn KNDS-Standorte. (afp/red)