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Student in Trier erstochen – Tatverdächtiger nach Messerangriff festgenommen

Ein Tötungsdelikt hat sich am Mittwochmorgen, 15. Juli, auf der Robert-Schuman-Allee in Trier ereignet. Wie das örtliche Polizeipräsidium mitteilte, hatten Zeugen gegen 09:55 Uhr eine verletzte Person gemeldet. Eine weitere Person habe diese angegriffen und sei geflüchtet. Es sei ein Messer bei dem Angriff zum Einsatz gekommen.
Im Zuge der eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen gelang es, den Tatverdächtigen zu stellen und die vorläufige Festnahme auszusprechen. Mehrere Personen wurden Zeugen des Vorfalls und standen den Beamten für sachdienliche Angaben zur Verfügung. Die Einsatzkräfte riefen zudem einen Notfallseelsorger zum Tatort.

Universität Trier ruft zu gemeinsamer Gedenkminute auf

Wie lokale Medien berichten, waren beide beteiligten Personen 22 Jahre alt. Die Polizei hatte das Alter ursprünglich mit jeweils 23 angegeben. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen durch Rettungskräfte gelang es nicht, das Leben des Opfers zu retten. Bei diesem handelt es sich bisherigen Angaben zufolge um einen Studenten. Die Universität Trier hat dies mittlerweile auf ihrer Website bestätigt und für Donnerstagmittag zu einer gemeinsamen Gedenkminute aufgerufen.
Beim mutmaßlichen Täter soll es sich um einen afghanischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Trier handeln. Derzeit ermittelt eine Mordkommission zum Hergang, zur Tatwaffe und zu möglichen Motiven der Tat. Es ist auch nicht bekannt, ob sich die beiden Tatbeteiligten im Vorfeld des Angriffs gekannt haben.
Die Polizei hat ein Hinweisportal zur Tat geschaltet. Zeugen, deren Personalien der Polizei noch nicht bekannt sind, werden gebeten, sich auf diesem Weg oder unter der Telefonnummer 0651 983-43900 zu melden. Außerdem ersuchen die Ermittlungsbehörden darum, ihnen gegebenenfalls vorhandene Fotos oder Filmaufnahmen der Tat zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig warnt die Polizei davor, diese über soziale Medien zu verbreiten.
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Steinwurf auf Polizeiwagen: DNA-Massenabgleich im Kieler „Weißen Riesen“ beendet


In Kürze:

  • Nach einem Steinwurf auf einen Streifenwagen im Juni hat die Polizei in Kiel eine DNA-Reihenuntersuchung im Hochhaus „Weißer Riese“ durchgeführt.
  • Mehr als 80 Prozent der angetroffenen Bewohner gaben freiwillig eine DNA-Probe ab; zusätzlich gingen neue Hinweise bei den Ermittlern ein.
  • Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines mutmaßlichen Tötungsdelikts, da der herabgeworfene Stein tödliche Folgen hätte haben können.

 
In Kiel hat am Dienstag, dem 14. Juli, eine groß angelegte DNA-Reihenuntersuchung im sogenannten Weißen Riesen stattgefunden. Beamte der Bezirkskriminalinspektion Kiel und der Bereitschaftspolizeiabteilung aus Eutin waren dafür von etwa 6:00 Uhr morgens bis zum späten Vormittag im Einsatz. Den richterlichen Beschluss zur Durchführung der Untersuchung hatte das Amtsgericht Kiel auf Antrag der zuständigen Staatsanwaltschaft ausgestellt.

Amtsgericht Kiel hatte DNA-Reihenuntersuchung genehmigt

Anlass des Einsatzes war ein Vorfall in dem Mehrfamilienhaus am Kurt-Schumacher-Platz 1, der sich in der Nacht vom 1. auf den 2. Juni ereignet hatte. Gegen etwa 0:45 Uhr hatten Unbekannte mutmaßlich aus dem 22-stöckigen Wohnhaus ein 10 mal 20 mal 5 Zentimeter großes Stück einer Gehwegplatte auf einen Streifenwagen geworfen.
Der Pflasterstein durchschlug die Frontscheibe und verletzte die 25-jährige Beamtin auf dem Beifahrersitz an der Hand und am Sprunggelenk. Da ein solcher Angriff grundsätzlich tödliche Folgen haben kann, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts.
Die Beamtin und ihr 59-jähriger Kollege waren wegen einer Beschwerde über eine Ruhestörung zu der Adresse gerufen worden und hatten ihren Streifenwagen dort abgestellt. Die 25-Jährige ist bis heute dienstunfähig. Nach Einschätzung der Ermittler wurde der Stein von einem der höher gelegenen Balkone geworfen. Für Hinweise, die zur Identifizierung und Verurteilung des Täters führen, setzte die Polizei eine Belohnung von 1.000 Euro aus.

Etwa 100 Beamte und zwei Drohnen im Einsatz

Den Forensikern gelang es, an der mutmaßlichen Tatwaffe DNA-Spuren zu sichern. Da belastbare Hinweise darauf vorliegen, dass der Stein von einer Person geworfen wurde, die sich zur Tatzeit im Gebäude aufhielt, beantragte die Staatsanwaltschaft eine DNA-Reihenuntersuchung. Freiwillig teilnehmen konnten alle im Wohnhaus gemeldeten oder tatsächlich dort lebenden Personen, die zum Tatzeitpunkt mindestens 14 Jahre alt waren.
Nach Angaben der Ermittlungsbehörden willigten mehr als 80 Prozent der im Gebäude angetroffenen Personen in die DNA-Entnahme ein. Die Proben sollen nach dem Abgleich vernichtet werden. Zudem gingen bei den Ermittlern durch Gespräche mit Teilnehmern Hinweise ein, die für die Aufklärung des Falls von Bedeutung sein könnten.
In dem Wohnhaus, in dem die DNA-Reihenuntersuchung stattfand, leben nach Angaben der Polizei mehr als 250 Menschen. Rund 100 Beamte waren im Einsatz, um das Gebäude etagenweise abzusichern und die Personalien der angetroffenen Personen aufzunehmen. Wann die DNA-Auswertung abgeschlossen sein wird, ist noch unklar. Ziel der Maßnahme ist es, den Kreis möglicher Tatverdächtiger einzugrenzen und Bewohner sowie regelmäßig im Gebäude anwesende Personen auszuschließen.

Verwandtensuche teilweise erlaubt – freie DNA-Recherche in privaten Datenbanken nicht

Während der DNA-Reihenuntersuchung kamen auch zwei Drohnen zum Einsatz. Sie sollten verhindern, dass sich im Gebäude anwesende Personen der Kontrolle entziehen, etwa durch ein Verstecken auf Balkonen oder dem Dach. Gegen 11.15 Uhr war die Maßnahme abgeschlossen. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei weiterhin unter der Telefonnummer 0431/1603333 entgegen.
Voraussetzungen und Abläufe von DNA-Reihenuntersuchungen regelt in Deutschland Paragraf 81h StPO. Sie sind nur zum Zwecke der Aufklärung bestimmter strafbarer Handlung zulässig. Das Gesetz nennt Verbrechen gegen das Leben, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder die sexuelle Selbstbestimmung. Proben dürfen Ermittlungsbehörden nur mit Einwilligung der Betroffenen nehmen. Verwendung finden dürfen sie lediglich zur Feststellung des DNA-Identifizierungsmusters und des Geschlechts.
Erlaubt ist den Ermittlern zudem der Abgleich mit DNA-Spuren von Verwandten in gerader Linie sowie von Angehörigen bis zum dritten Grad der Seitenlinie. Dies bildet den gesetzlichen Kern des sogenannten „Familial Searchings“. Anders als in den USA dürfen deutsche Ermittlungsbehörden jedoch nicht frei in privaten kommerziellen Genealogie-Datenbanken wie MyHeritage oder Ancestry nach Übereinstimmungen suchen.
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Hessen: Mann soll Mutter im Beisein der Großmutter angezündet haben

Im mittelhessischen Hünfelden soll ein Mann nach Polizeiangaben seine 76-jährige Mutter im Rahmen eines Streites angegriffen und angezündet haben. Die Frau sei noch vor Ort an ihren Verletzungen gestorben, teilte die Polizei mit.
Der 45-jährige Tatverdächtige sei zunächst vom Tatort geflüchtet. Im Rahmen einer Fahndung, bei der auch ein Polizeihubschrauber, Polizeihunde sowie eine Einheit des hessischen Polizeipräsidiums zum Einsatz kamen, sei der Mann am Abend gefunden und festgenommen worden.

103-jährige Großmutter muss schwer verletzt ins Krankenhaus

Den Angaben zufolge waren die Beamten zunächst am frühen Abend zu einem Brand in einem Wohnhaus im Hünfeldener Ortsteil Kirberg gerufen worden. Vor Ort sei die leblose 76-jährige Frau aufgefunden worden.
Die 103 Jahre alte Großmutter des Mannes, die sich ebenfalls vor Ort aufhielt, sei zudem mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Sie soll bei dem mutmaßlichen Tötungsdelikt auch anwesend gewesen sein.
Die Umstände und Hintergründe der Tat seien noch offen und Gegenstand der Ermittlungen, erklärte die Polizei. Weitere Auskünfte können zum jetzigen Zeitpunkt nicht gegeben werden. So blieb zunächst offen, welcher Art die Verletzungen der 103-Jährigen waren.
Vor Ort waren am Abend zahlreiche Beamte im Einsatz. Sie sperrten unter anderem eine Straße ab, an dem Wohnhaus wurden Spuren gesichert. Die Gemeinde Kirberg hat rund 2.400 Einwohner und liegt im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg. (dpa/red)
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Mann in Sachsen erschossen – zwei Verdächtige festgenommen

Im sächsischen Strehla ist ein Mann erschossen worden. Die Polizei nahm zwei Tatverdächtige fest, wie die Beamten am Freitag, 12. Juni, in Dresden mitteilten. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.
Zeugen alarmierten am Donnerstagabend die Beamten, nachdem vor einem Haus in Strehla im Landkreis Meißen Schüsse gefallen waren. Die Rettungskräfte fanden einen 42-jährigen tödlich verletzten Mann.
Mit Unterstützung eines Hubschraubers suchten die Einsatzkräfte nach den mutmaßlichen Tätern, zu denen Zeugenangaben vorlagen. Kurze Zeit später nahmen Beamte in Riesa zwei 37 und 41 Jahre alte Männer Männer fest.
Deren Beteiligung an der Tat sei Gegenstand der Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts. (afp/red)
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40-Jähriger bei Streit in bayerischer Flüchtlingsunterkunft erstochen

In einer Flüchtlingsunterkunft im bayerischen Herrsching am Ammersee ist ein 40-Jähriger bei einem Streit erstochen worden.
Ein 36-jähriger Verdächtiger wurde unmittelbar nach der Tat am Mittwoch in seinem Wohncontainer in der Unterkunft festgenommen, wie die Polizei in Ingolstadt am Freitag, 5. Juni, mitteilte.
Die Hintergründe des Geschehens waren noch unklar.
Nach Polizeiangaben handelte es sich bei beiden Männern um afghanische Staatsbürger. Während der Auseinandersetzung soll der 36-Jährige ein Messer gezogen und mehrfach auf seinen Kontrahenten eingestochen haben.
Zeugen alarmierten Polizei und Rettungsdienst. Der schwerstverletzte 40-Jährige starb nach erfolgloser Reanimation in einem Krankenhaus.
Ein Richter ließ den Verdächtigen am Donnerstag in Untersuchungshaft nehmen, er kam in eine Justizvollzugsanstalt. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck und die Staatsanwaltschaft München II ermitteln. (afp/red)