Tag: Poel
In Kürze:
- Ergebnis der DNA-Untersuchung von Buckelwal aus chinesischem Labor
- Falscher Umgang mit Proben könnte zu DNA-Abweichungen geführt haben
- Untersuchungsergebnisse sollen demnächst veröffentlicht werden

Tierärztin Kirsten Tönnies spricht während einer Pressekonferenz in Hamburg zum Buckelwal Timmy.
Foto: Marcus Brandt/dpa
DNA-Abweichung durch falsche Lagerung?

„Timmy“ bewegt sich in der Bucht nahe Wismar.
Foto: Screenshot/Reutersvideo
Tagelang kämpften Helfer im April in der flachen Kirchsee-Bucht auf der Ostseeinsel Poel bei Wismar um das Leben des gestrandeten Buckelwals „Timmy“. Trotz des großen Einsatzes starb das Tier einige Tage nach seinem Transport in die Nordsee.
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus will sich dennoch mit einem Fest bei den Ehrenamtlichen bedanken, die an der Rettungsaktion beteiligt waren.
Grillfest auf der Insel Poel
Rettungsversuch blieb ohne Erfolg
Eine private Initiative um den Media-Markt-Gründer Walter Gunz und die Unternehmerin Karin Walter-Mommert hatte den mehrfach an der deutschen Ostseeküste gestrandeten Meeressäuger vor Poel in einen mit Wasser gefluteten Lastkahn bugsiert und in die Nordsee gebracht.
Die Aktion galt als teilweise umstritten, da einige Wissenschaftler von dem Rettungsversuch abgeraten hatten und die Überlebenschancen des Tieres als sehr gering einschätzten.
Bei einer Pressekonferenz zur Auswertung der Tracking-Daten des Wals am 12. Juni betonte Backhaus, der Rettungsversuch sei „rechtlich und fachlich vertretbar“ gewesen. Zugleich räumte der Umweltminister selbstkritisch ein, dass Deutschland auf die Strandung eines großen Wals nicht vorbereitet sei. „Es fehlen Standards, es fehlen eingespielte Abläufe“, sagte er. Auch die Zuständigkeiten auf Bundes- und Länderebene seien nicht ausreichend definiert. (dpa/red)
In Kürze:
- Pressekonferenz mit Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus zum Fall Timmy.
- Der Tracker am Wal sammelte mehr als 90.000 Daten, die nun ausgewertet werden.
- Die Rettungsaktion stand zweimal kurz vor dem Abbruch.
- Deutschland ist nicht auf die Strandung eines großen Wals vorbereitet.
Noch 215 Kilometer geschwommen

Nach Wochen der vergeblichen Versuche sollte der Wal in die Nordsee gebracht werden.
Foto: Philip Dulian/dpa
Untersuchungen gaben bisher keine Erkenntnisse

Umweltminister Backhaus stellt Ergebnisse der Senderauswertung vor.
Foto: Jens Büttner/dpa






