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TICKER Fußball-WM: Neueste Entwicklungen um Kimmich & Co.


Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 01:00 Uhr: Panama gegen Kroatien in Toronto, Kanada
  • 04:00 Uhr: Kolumbien gegen Demokratische Republik Kongo in Guadalajara, Mexiko (Übertragung: ARD)
  • 21:00 Uhr: Schweiz gegen Kanada in Vancouver, Kanada (Übertragung: ARD)
  • 21:00 Uhr: Bosnien-Herzegowina gegen Katar in Seattle, USA
  • 00:00 Uhr: Schottland gegen Brasilien in Miami, USA
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am morgigen Donnerstag, dem 25.06., um 22:00 Uhr gegen Ecuador statt.

 
GESTERN23:18 Uhr

Für Bosnien-Herzegowina geht der Traum weiter

Mit einem Sieg gegen Katar hat sich Bosnien-Herzegowina den Traum von der K.o.-Runde bei der WM erfüllt. Die Mannschaft von Trainer und Ex-Bundesligaprofi Sergej Barbarez bezwang den Außenseiter aus dem Emirat mit 3:1 (2:1).
Vor 66.925 Zuschauern in Seattle sorgten Kerim Alajbegovic (29.), Sultan Al-Brake per Eigentor (34.) und Ermin Mahmic (80.) für die Tore der Bosnier, die zum zweiten Mal nach 2014 bei einer Weltmeisterschaft dabei sind.
Die Mannschaft um den 40 Jahre alten Stürmerstar Edin Dzeko liegt in der Abschlusstabelle von Gruppe B auf Rang drei. Die nun vier Punkte werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit reichen, um als einer der acht besten Gruppendritten weiterzukommen. Katar ist dagegen ausgeschieden und wartet weiter auf den ersten Sieg bei einer WM.
 
GESTERN23:07 Uhr

Schweiz gewinnt gegen Kanada

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat die Schweiz gegen Gastgeberland Kanada mit 2:1 gewonnen und damit die Vorrunde auf Platz 1 der Tabelle von Gruppe B abgeschlossen. Kanada ist trotz der Niederlage Gruppenzweiter und zieht ebenfalls sicher ins Sechzehntelfinale ein.
Die Partie Schweiz gegen Kanada begann nach einer torlosen ersten Halbzeit mit einem schnellen Tor der Schweiz durch Ruben Vargas (46.). Wenig später baute Johan Manzambi die Führung der Schweiz auf 2:0 aus (57.). Kanada kämpfte sich jedoch zurück ins Spiel, als Promise David ein Tor erzielte (76.). Trotz intensiver Bemühungen gelang es Kanada nicht mehr, den Ausgleich zu erzielen.
 
GESTERN18:54 Uhr

Klopp lobt deutsche Mannschaft: „Fußball spielen können wir“

Startrainer Jürgen Klopp ist vom bisherigen Auftreten der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM angetan, sieht defensiv aber auch noch Steigerungspotenzial.
„Wir haben gesehen: Fußball spielen können wir. Ich mag die Art und Weise, wie wir spielen. Wir haben verschiedene Abläufe“, sagte der 59-Jährige bei einem Besuch des Adidas Home of Soccer, einem Fantreff in New York. „Defensiv können wir gern noch ein bisschen mehr Griff kriegen. Dann kann es weit gehen bei diesem Turnier.“ Klopp lobte besonders den Teamgeist der DFB-Auswahl.
Auch Sami Khedira, Weltmeister von 2014, hob die Widerstandsfähigkeit des DFB-Teams hervor. Er zollte sowohl der Mannschaft als auch Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der Medienrunde am Hudson River ein „großes Lob“.
Ob Nagelsmann angesichts des bereits feststehenden Gruppensiegs beim Vorrundenabschluss gegen Ecuador am Donnerstag in East Rutherford rotieren sollte? Das müsse der Trainer entscheiden, betonte Klopp. „Meine Meinung war immer: Niemand weiß so gut über meine Mannschaft Bescheid wie ich. In dem Fall weiß niemand so gut Bescheid über die Mannschaft wie Julian. Er wird die richtige Entscheidung treffen.“
Es gebe für „alles Argumente“. Was man nicht außer Acht lassen dürfe: „Ecuador spielt um alles“, sagte er. „Die haben richtig gut gespielt. Die treffen nur die Kiste nicht bisher. Wir sollten nicht davon ausgehen, dass das ein Leben lang so bleibt. Da müssen wir schon arbeiten.“
 
GESTERN14:26 Uhr

Elefant in Kölner Zoo tippt vor drittem Deutschland-Spiel auf Ecuador

Vor dem dritten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft am Donnerstagabend hat der Elefantenbulle Tarak im Kölner Zoo auf einen Sieg von Ecuador getippt. Der Tipp des Tierorakels fand heute morgen gut sichtbar für die Zoobesucher im Bullenbereich der Elefantenanlage statt, wie der Kölner Zoo mitteilte.
Der viereinhalb Tonnen schwere Elefantenbulle musste sich demnach wie bereits zuvor zwischen drei Fußbällen entscheiden – einem schwarz-rot-goldenen, einem mit den Farben Ecuadors und einem neutralen für Unentschieden.
Den Ball mit Deutschlandflagge habe Tarak als letztes ausgewählt, teilte der Zoo weiter mit. Tarak hatte bei den zwei ersten Gruppenspielen mit seinem Tipp auf die deutsche Elf jeweils richtig gelegen.
 
GESTERN10:02 Uhr

Mexiko-Stadt verbietet vor WM-Spiel teilweise den Alkoholverkauf

Vor dem letzten Gruppenspiel von Gastgeber Mexiko bei der Fußball-WM gegen Tschechien verbietet die Hauptstadt Mexiko-Stadt teilweise den Verkauf von Alkohol. Die Regelung gelte von Mittwochnachmittag bis Donnerstagmorgen (Ortszeit). Das teilte die Stadtverwaltung mit.
Betroffen sind unter anderem Supermärkte und Lebensmittelläden in der Innenstadt. Alkoholkonsum in Restaurants und Bars bleibt erlaubt.
Das Verbot gilt in der Gegend um das Unabhängigkeitsmonument Ángel de la Independencia sowie dem historischen Zentrum mit dem zentralen Platz Zócalo. Dort gibt es ein Fan-Fest mit Großbildleinwänden. Alkoholkonsum auf öffentlichen Straßen ist in Mexiko-Stadt bereits untersagt.
Beim mexikanischen Sieg gegen Südkorea in der vergangenen Woche feierten laut Behörden rund 400.000 Menschen am Ángel de la Independencia, weitere 200.000 auf dem Zócalo. Größere Verletzungen oder Schäden gab es nicht. Reinigungskräfte sammelten anschließend rund 40 Tonnen Müll ein.
Mexiko trifft heute um 19:00 Uhr Ortszeit (Donnerstag, 3:00 Uhr MESZ) auf Tschechien. Die mexikanische Auswahl steht bereits als Gruppensieger fest.
 
GESTERN6:09 Uhr

Kolumbien gewinnt dank Munoz

1:0 lautet der Endstand im Spiel zwischen Kolumbien und der Demokratischen Republik Kongo. Die Partie begann mit einem hohen Tempo der Kolumbianer, die in den ersten 20 Minuten das Spiel dominierten. Ein Abseitstor des Kolumbianers Daniel Munoz wurde jedoch nicht anerkannt. Nach der Trinkpause verlor Kolumbien etwas an Schwung, doch die Afrikaner konnte keine Tore erzielen.
In der zweiten Halbzeit versuchten die Kongolesen, mehr Druck aufzubauen, doch es fehlte ihnen an Durchschlagskraft. Kolumbien kontrollierte nach dem 1:0 von Munoz (76.) das Spielgeschehen. Die Einwechslungen auf beiden Seiten brachten keine Wende.
Mit diesem Sieg hat Kolumbien die K.o.-Phase der Weltmeisterschaft erreicht. Am letzten Spieltag geht es am Sonntag gegen Portugal um den Gruppensieg. Die DR Kongo hingegen muss im letzten Gruppenspiel gewinnen, um sich die Möglichkeit auf das Weiterkommen zu bewahren.

Daniel Munoz (#2) schoss für Kolumbien zwei Tore, stand jedoch einmal im Abseits.

Foto: Luke Hales/Getty Images

 
GESTERN3:11 Uhr

Kroatien siegt, Panama fliegt

Kroatien hat sich gegen Panama mit 1:0 durchgesetzt. In der ersten Halbzeit präsentierte sich Panama überraschend stark und hatte durch Rodriguez die beste Möglichkeit, in Führung zu gehen. Kroatien tat sich dagegen schwer, Lösungen gegen die Abwehr der Mittelamerikaner zu finden.
Nach der Pause erhöhte Kroatien den Druck und wurde durch den Treffer von Ante Budimir belohnt (54). Panama gab sich nicht geschlagen, drängte auf den Ausgleich und übte viel Druck auf Kroatien aus – doch vergeblich.
Am Ende reichte der knappe Vorsprung für Kroatien, um die drei Punkte zu sichern. Für beide Teams war es ein wichtiges Spiel, da eine Niederlage das vorzeitige Ausscheiden bedeutet hätte. Für Kroatien besteht also noch Hoffnung auf ein Weiterkommen in der Weltmeisterschaft, während für Panama Schluss ist.
 
23. Juni21:56 Uhr

England gegen Ghana in Boston

Erneut gab es bei der Fußball-WM ein Unentschieden: dieses Mal zwischen England und Ghana. Die erste Halbzeit war geprägt von einem hohen Ballbesitzanteil der Engländer, die jedoch kaum zu klaren Torchancen kamen. Ghana verteidigte geschickt und setzte auf schnelle Konter.
In der zweiten Halbzeit erhöhte England den Druck und kam durch Kane und Saka zu weiteren Chancen, die jedoch auch nicht zu etwas Zählbarem führten. Ghana blieb durch Konter gefährlich und hätte beinahe durch Adu die Führung erzielt, doch der Schiedsrichter entschied auf Abseits.
England verpasste damit die Chance, sich vorzeitig den Gruppensieg zu sichern, während Ghana eher zufrieden ist. Beide Teams haben nun die Möglichkeit, im letzten Gruppenspiel das Weiterkommen in die K.O.-Phase perfekt zu machen.

Harry Kane (#9) und seine englischen Teamkollegen hatten sich beim Spiel gegen Ghana einen anderen Spielstand erhofft.

Foto: Mauro Pimentel/AFP via Getty Images

Reece James (#24) von England verhindert einen siegriechen Torschuss durch Antoine Semenyo (#11) von Ghana.

Foto: Buda Mendes/Getty Images

 
23. Juni21:11 Uhr

Portugal schlägt Usbekistan souverän

Portugal hat mit einem souveränen 5:0 gegen Usbekistan gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Roberto Martinez bestimmte die Begegnung von Beginn an und setzte den WM-Neuling früh unter Druck – etwa durch ein Tor von Cristiano Ronaldo (6.). Nur elf Minuten später erhöhte Nuno Mendes mit einem direkt verwandelten Freistoß auf 2:0 (17.).
Usbekistan fand kaum Wege, sich aus der portugiesischen Dominanz zu befreien. Ein vermeintlicher Anschlusstreffer durch Azizjon Ganiev wurde nach einer Videoüberprüfung wegen eines vorangegangenen Fouls aberkannt. Kurz vor der Pause sorgte Ronaldo mit seinem zweiten Treffer des Abends für die Vorentscheidung (39.). Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierte Portugal das Geschehen. Ein Eigentor von Abduqodir Khusanov führte zum 4:0 (60.). Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Rafael Leao (87.).
Mit dem klaren Erfolg verschafft sich Portugal eine deutlich bessere Ausgangslage für das abschließende Gruppenspiel, während Usbekistan nach der zweiten Niederlage im Turnierverlauf weiter unter Druck steht.

Joao Cancelo (#20, Portugal) wird von Abbosbek Fayzullaev (#22, Usbekistan) gefoult. Infolgedessen wird das von Azizjon Ganiev (#19, Usbekistan) erzielte Tor nach Videoüberprüfung aberkannt.

Foto: Charlotte Wilson/Getty Images

Cristiano Ronaldo (l.) und sein Teamkollege Nuno Mendes (r.) beim Spiel gegen Usbekistan.

Foto: Ronaldo Schemidt/AFP via Getty Images

 
23. Juni11:07 Uhr

Nagelsmann: „Wir wollen das Spiel gegen Ecuador gewinnen“

Deutschland war bei allen zuvor 20 WM-Teilnahmen in 92 Jahren noch nie vor dem letzten Gruppenspiel ganz sicher Erster. Dass nun auch nur einer mit den Gedanken schon zum ersten Zwischenrunden-Duell in Foxborough abdriftet, will Nagelsmann vermeiden.
„Wir versuchen, uns auf unseren Weg zu konzentrieren. Wir versuchen, ein paar kleine Dinge anzupassen. Und wenn man sich ernsthaft auf das nächste Spiel vorbereitet, ist man auch auf die K.-o.-Spiele vorbereitet“, beschrieb der 38-Jährige sein Konzept.
„Wir wollen das Spiel gegen Ecuador gewinnen. Wir werden sehen, wer unser nächster Gegner ist, und das bereiten wir vor“, sagte Nagelsmann.
Erst am späten Samstagabend wird wohl feststehen, wer tatsächlich der erste K.o.-Gegner ist. Ungewöhnlich spät. Für eine seriöse Vorbereitung im Nagelsmann-Stil ist das fast zu spät. Schottland, Paraguay oder Australien sind die wahrscheinlichsten Optionen. Doch vorerst geht es gegen Ecuador.

Ein Bus mit dem deutschen Nationaltrainer Julian Nagelsmann (l) neben Rudi Völler, dem Sportdirektor des DFB, und den Spielern der deutschen Nationalmannschaft fährt am 20. Juni 2026 zum Toronto Stadium.

Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

 
23. Juni10:04 Uhr

Antonio Rüdiger kommt statt Schlotterbeck

Wenn die deutschen Fußballer am 25. Juni im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador spielen, wird nach dem Aus von Schlotterbeck der Mann mit der Nummer 2 – Antonio Rüdiger – seinen Platz im Finalstadion von East Rutherford einnehmen.
Bundestrainer Julian Nagelsmann lobte Rüdiger explizit nach dem 45-Minuten-Einsatz gegen die Ivorer: „Antonio, finde ich, hat es gut gemacht, sehr konzentriert. Es war nicht leicht, wenn du so ins Spiel reinkommst. Es so gut zu machen, finde ich super, wenn du diesen krassen Spielrhythmus aus den letzten zwei, drei Wochen nicht hast.“
Jetzt muss der robuste Zweikämpfer schnell den WM-Rhythmus aufnehmen. „Als Fußballer ist es nicht einfach, auf der Bank zu sitzen“, sagte der jahrelang als Stammspieler gesetzte Vize-Kapitän. Seine Rückstufung hatte er klaglos hingenommen. „Es sei den Jungs gegönnt“, sagte er mit Blick auf die Konkurrenten Tah und Schlotterbeck.
Innerhalb der Mannschaft ist Rüdiger anerkannt. Joshua Kimmich hielt beim Start ins WM-Jahr im März ein Plädoyer für ihn. „Ich habe manchmal das Gefühl, wir in Deutschland vergessen, was der Toni die letzten drei, vier Jahre abgeliefert hat“, sagte Kimmich mit Blick auf dessen Leistungen und Status bei Real Madrid.
 
23. Juni7:03 Uhr

Algerien dreht das Spiel

Jordanien hat am zweiten Spieltag der Gruppe J 1:2 gegen Algerien verloren und ist damit aus dem Turnier ausgeschieden. Zunächst ging Jordanien durch Nizar Al-Rashdan in Führung (36.). Nach einem misslungenen Seitenwechsel und einer ungewollten Vorlage gelang Algerien in der zweiten Halbzeit die Wende.
Die Wüstenfüchse zeigten sich nach der Pause entschlossen und drängten auf den Ausgleich, der durch Nadhir Benbouali per Kopf erfolgte (69.). In den Schlussminuten erhöhte Algerien den Druck weiter und Amine Gouiri drehte schließlich das Spiel zugunsten der Algerier mit seinem Tor (82.).
Jordanien steht nach der Niederlage als Gruppenletzter mit 0 Punkten fest. Argentinien führt die Gruppe als sicherer Gruppensieger mit sechs Punkten an, dahinter folgen Österreich und Algerien mit jeweils drei Punkten. Am letzten Spieltag trifft Jordanien am Sonntag auf Argentinien – Algerien spielt zeitgleich gegen Österreich.
 
23. Juni4:13 Uhr

Norwegen vorzeitig weiter

Norwegen hat sich gegen den Senegal mit 3:2 durchgesetzt und feiert den zweiten Sieg bei diesem Turnier. Die Skandinavier gingen kurz vor der Halbzeitpause durch Marcus Holmgren Pedersen in Führung (43.).
In der zweiten Halbzeit erhöhte Erling Haaland auf 2:0 (48.). Senegal verkürzte wenig später durch Ismaila Sarr (53.), der nach einem Pass von Mane den Ball ins Netz beförderte. Doch Norwegen ließ sich nicht beirren und stellte flugs den alten Abstand wieder her (58.).
Es war erneut Haaland, der einen Abpraller nutze und den Ball ins Tor beförderte. Im weiteren Verlauf des Spiels versuchte Senegal, den Druck zu erhöhen. Zwar gelang Ismaila Sarr der Anschlusstreffer zum 3:2 (90+3) – doch das reichte nicht zum Sieg.
Damit hat Norwegens Fußball-Nationalteam bei der WM vorzeitig die K.-o.-Runde erreicht. Beim letzten Vorrundenspiel gegen Frankreich müssen sie gewinnen, um Platz 1 in der Gruppe I zu sichern. In dem Duell geht es auch um den möglichen deutschen Achtelfinal-Gegner. Senegal indes droht nach der zweiten Niederlage das Aus.
 
23. Juni2:54 Uhr

Historisches Regenduell zwischen Frankreich und Irak mit 3:0 beendet

Bei der Fußball-WM hat Frankreich sich in einem Regenduell mit 3:0 gegen den Irak durchgesetzt. Wegen zwischenzeitlichem Gewitter war die Partie zwei Stunden lang unterbrochen und das Stadion vorübergehend geräumt worden.
Die Partie begann mit einem dominanten Auftritt der Franzosen, die von Beginn an Druck aufbauten. Der Irak hatte Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden und musste sich gegen die Angriffe der „Équipe Tricolore“ behaupten, was nicht immer gelang. Kylian Mbappé eröffnete den Torreigen mit einem kraftvollen Schuss aus der Distanz (14.). Nach der Trinkpause in der ersten Halbzeit zeigte der Irak eine kurze Phase der Besserung, konnte jedoch keine nennenswerten Chancen herausspielen.
Wegen eines drohenden Gewitters wurde das Spiel zur Halbzeit zunächst für 30 Minuten unterbrochen. Die Fans wurden aufgefordert, ihre Plätze zu verlassen und in geschützten Stadion-Bereichen Unterschlupf zu suchen.
In den USA gilt: Eine Sportveranstaltung wird für 30 Minuten unterbrochen, sobald ein Blitz in einem Umkreis von etwa 15 Kilometern einschlägt. Bei jedem weiteren Blitzschlag kommen weitere 30 Minuten hinzu. So dauerte es in Philadelphia letztlich mehr als zwei Stunden, bis es auf dem Rasen weiterging.
Nach der XXL-Halbzeitpause verpasste der neue irakische Torhüter Ahmed Basil den Ball nach einem missglückten Rückpass, was Mbappé in ein Tor verwandelte (54.). Wenig später (66.) machte Dembélé den Deckel drauf zum 3:0-Endstand. Der Sieg bringt Frankreich einem Gruppensieg von Gruppe I große Schritte weiter, während der Irak nach der zweiten Niederlage in der Gruppenphase unter Druck steht.
 
23. Juni0:05 Uhr

Spiele am Dienstag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 02:00 Uhr: Norwegen gegen Senegal in New York, USA
  • 05:00 Uhr: Jordanien gegen Algerien in San Francisco, USA (Übertragung: ZDF)
  • 19:00 Uhr: Portugal gegen Usbekistan in Houston, USA (Übertragung: ARD)
  • 22:00 Uhr: England gegen Ghana in Boston, USA (Übertragung: ARD)
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Donnerstag, dem 25.06., um 22:00 Uhr gegen Ecuador statt.
 
22. Juni21:21 Uhr

Messi alleiniger WM-Rekordtorschütze

Lionel Messi ist zum alleinigen Rekordtorschützen der Fußball-Weltmeisterschaft aufgestiegen. Der argentinische Offensivstar erzielte im zweiten Gruppenspiel gegen Österreich zwei Tore (18. WM-Treffer) und überholte damit den deutschen Ex-Weltmeister Miroslav Klose (16. WM-Treffer).
Einen noch größeren Erfolg winkt nur Kylian Mbappé: Der Franzose erzielte bislang 14 WM-Tore. Mbappé ist elf Jahre jünger und hat wohl mindestens noch ein weiteres Turnier vor sich, während Messi seine sechste und letzte Weltmeisterschaft spielt. Der argentinische Kapitän wird in zwei Tagen 39 Jahre alt.

Lionel Messi (#10, Argentinien) im Zweikampf mit Nicolas Seiwald (#6, Österreich) und Xaver Schlager (#4) während des WM-Gruppenspiels J zwischen Argentinien und Österreich am 22. Juni 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas.

Foto: Francois Nel/Getty Images

Klose hatte sich schon vor Turnierstart quasi damit abgefunden, die Bestmarke zu verlieren. „Ich rechne damit, dass mein Rekord in diesem Turnier fällt“, hatte der heutige Trainer des Zweitligisten 1. FC Nürnberg der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt. „Durch das größere Teilnehmerfeld gibt es mehr Spiele und damit mehr Möglichkeiten, Tore zu schießen.“
 
22. Juni21:05 Uhr

2:0 – Argentinien besiegt Österreich dank Messis Rekordtoren

In seinem zweiten Gruppenspiel der Fußball-WM 2026 hat sich Argentinien mit 2:0 gegen Österreich durchgesetzt. Die Führung erzielte Lionel Messi, der aus dem Rückraum flach ins linke Eck traf (39.). Zuvor hatte Messi bereits in der 9. Minute einen Elfmeter verschossen.

Lionel Messi (#10) von Argentinien jubelt über sein Tor zum 2:0 für sein Team im WM-Gruppenspiel J zwischen Argentinien und Österreich am 22. Juni 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas.

Foto: Stacy Revere/Getty Images

Die Partie begann mit hohem Tempo, und Argentinien übernahm schnell die Kontrolle. Österreich zeigte sich jedoch kämpferisch und hielt gut dagegen. Trotz einiger guter Chancen auf beiden Seiten blieb es zur Halbzeit bei der knappen 0:1-Führung für die Südamerikaner. In der zweiten Hälfte versuchte Österreich, den Druck zu erhöhen, doch die argentinische Abwehr stand sicher.

Lionel Messi (Nr. 10, verdeckt) von Argentinien jubelt mit seinen Teamkollegen nach seinem Tor zum 2:0 im WM-Gruppenspiel J zwischen Argentinien und Österreich am 22. Juni 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas. 

Foto: Stacy Revere/Getty Images

In der Schlussphase verwalteten die Argentinier ihre Führung clever und ließen den Ball in den eigenen Reihen laufen, während Österreich vergeblich auf die zündende Idee wartete. Trotz der Bemühungen gelang es den Österreichern nicht, den Ausgleich zu erzielen. In der Nachspielzeit sorgte erneut Messi für die Entscheidung (90+5), der damit bislang alle fünf argentinischen Tore bei diesem Turnier erzielt hat.

Lionel Messi (#10) und die argentinischen Spieler applaudieren den Fans nach dem 2:0-Sieg der Mannschaft im WM-Gruppenspiel J zwischen Argentinien und Österreich am 22. Juni 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas.

Foto: Francois Nel/Getty Images

 
22. Juni18:47 Uhr

Unwetterwarnung auch vor Norwegen-Spiel

Ebenso warnt der US-Wetterdienst vor Hochwasser vor dem Norwegenspiel. Das WM-Gruppenspiel zwischen Norwegen und Senegal findet am Dienstagnacht um 2:00 Uhr statt. Für das Gebiet rund um das Stadion, das sich in East Rutherford befindet, wurden starker Regen und mögliche Überschwemmungen vorhergesagt.
Die Warnung gilt für Teile von New York City und New Jersey. Es schließt auch das Gebiet um das Stadion ein, in dem am 19. Juli das WM-Finale steigen soll.
 
22. Juni18:45 Uhr

Mehrere WM-Spiele wegen Unwetter gefährdet

Kurz vor dem Spiel zwischen Frankreich und dem Irak in Philadelphia gibt es eine akute Unwetterwarnung. Der US-Sender CBS berichtet, es könnte zu einer kurzfristigen Absage oder Verschiebung kommen. Genau über dem Lincoln Financial Field in Philadelphia sei eine Unwetterfront vohergesagt worden. Dort findet heute das zweite Gruppenspiel der beiden Teams  um 23:00 Uhr statt.
Die Meteorologen warnen vor „zerstörerischen Winden, heftigen Blitzen und der Gefahr vereinzelter Tornados“. Das Risiko für die Durchführung unter freiem Himmel sei unmöglich. Sowohl für die Teams als auch für die Fans sei dies zu gefährlich. Starkregen und Sturzfluten seien möglich und der Flugverkehr könnte beeinträchtigt sein. Die FIFA überlegt deshalb auch, das offizielle Rahmenprogramm in der Stadt abzusagen – etwa das Public Viewing.
 
22. Juni15:57 Uhr

Schlotterbeck über sein WM-Aus

Nico Schlotterbeck hat auf seinem Instagram-Account bei seinen Fans um Verständnis gebeten. „Ich brauche noch etwas Zeit, um das Ganze zu verarbeiten.“ Nach Bekanntwerden seines verletzungsbedingten WM-Aus habe er noch „keine ausführlichen Worte“ gefunden.
Die deutschen Fußball-Fans fordert er aber auf, die DFB-Elf weiter anzufeuern. „Was jetzt zählt, ist die Mannschaft“, schrieb der Dortmunder Innenverteidiger weiter. Demnach verdiene das deutsche Team „die volle Unterstützung aller Deutschen“.
„Lasst uns zusammenstehen und zeigen, dass wir in guten wie in schwierigen Momenten hinter dieser deutschen Mannschaft stehen und sie auf ihrem Weg zum WM-Titel unterstützen!“
 

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Julian Nagelsmann musste die bittere Nachricht vom Ausfall seines starken Aufbauspielers in der Abwehr hinnehmen – ein Turnierschock auch für den Bundestrainer. „Schlotti wird uns auf dem Platz als herausragender Verteidiger sehr fehlen, vor allem auch sein exzellenter Spielaufbau. Es hätte seine WM werden können“, äußerte Nagelsmann.
Schlotterbeck will nicht nach Dortmund abreisen, sondern im WM-Quartier in den USA bleiben. „Das spricht für unseren Teamgeist“, sagte Sportdirektor Rudi Völler. Auch Nagelsmann sieht die Botschaft: „Es ist ein schönes Zeichen, dass er zunächst hier im Mannschaftskreis bleibt, denn er hat auch neben dem Platz Einfluss.“
 
22. Juni13:40 Uhr

WM-Aus für Schlotterbeck

Nico Schlotterbeck fällt laut Medienberichten für den Rest der WM aus. Der Innenverteidiger von Borussia Dortmund hat sich im Spiel gegen die Elfenbeinküste einen Bänderriss im linken Sprunggelenk zugezogen und wird der Deutschen Nationalmannschaft damit nicht mehr zur Verfügung stehen.
Der Ausfall trifft das Team hart, da Schlotterbeck als Stammkraft im Spielaufbau und einziger Linksfuß in der Innenverteidigung eingeplant war. Für das Gruppenspiel gegen Ecuador rückt nun vor allem Antonio Rüdiger in den Fokus der Startelf.
Musste gegen die Elfenbeinküste vorzeitig runter und kann bei der WM nicht mehr spielen: Nico Schlotterbeck.

Musste gegen die Elfenbeinküste vorzeitig runter und kann bei der WM nicht mehr spielen: Nico Schlotterbeck.

Foto: Tom Weller/dpa

 
22. Juni10:40 Uhr

Undav: Joker oder Startelf?

Deniz Undav hat sich bei der WM als wirkungsvoller Joker der Deutschen Nationalmannschaft etabliert. Mit starken Werten in seinen bisherigen Einsätzen drängt der Stürmer des VfB Stuttgart zunehmend in die Startelf und sorgt für eine breite Debatte über seine Rolle im Team. Fans, Experten und Mitspieler sehen in ihm aktuell einen der formstärksten deutschen Offensivspieler des Turniers.
Bundestrainer Julian Nagelsmann steht damit vor einer Grundsatzentscheidung: weiter auf Undav als „Impact-Spieler“ von der Bank setzen oder ihn aufgrund seiner aktuellen Form von Beginn an bringen.
Während einige Argumente für die bewährte Joker-Rolle sprechen, etwa frische Impulse in der zweiten Halbzeit, spricht seine Effizienz und Torgefahr auch klar für einen Startelfeinsatz. Vor dem Gruppenspiel gegen Ecuador wird intern über mögliche Anpassungen in der Offensive diskutiert.
Alle lieben Deniz Undav.

Alle lieben Deniz Undav.

Foto: Christian Charisius/dpa

 
22. Juni7:00 Uhr

Darum darf Nagelsmann keinen Feldspieler mehr nachholen

Aus deutscher Sicht sorgt weiterhin die Verletzung von Nico Schlotterbeck für Sorgen. Einen Tag nach dem 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste lag noch keine genaue Diagnose vor. Sollte der Innenverteidiger für den Rest des Turniers ausfallen, kann Bundestrainer Julian Nagelsmann keinen Ersatzspieler nachnominieren. Laut FIFA-Regeln dürfen verletzte Feldspieler nur bis 24 Stunden vor dem ersten Turnierspiel ersetzt werden – diese Frist ist bereits abgelaufen.

Sollte Schlotterbeck langfristig ausfallen, muss Deutschland mit dem bestehenden Kader weitermachen. Dieser würde sich dann auf 22 Feldspieler und drei Torhüter reduzieren. Eine Ausnahme gelten nur für Torhüter: Bei einem Ausfall könnte weiterhin ein Ersatz nachberufen werden. Dafür steht bereits Jonas Urbig bereit.

Julian Nagelsmann war nach Schiedsrichter-Entscheidungen erzürnt.

Julian Nagelsmann war nach Schiedsrichter-Entscheidungen erzürnt.

Foto: Christian Charisius/dpa

 
22. Juni5:09 Uhr

Ägypten feiert gegen Neuseeland ersten WM-Sieg

Ägypten hat bei der Fußball-WM Geschichte geschrieben und mit einem 3:1 gegen Neuseeland den ersten WM-Sieg der Verbandsgeschichte gefeiert. Dabei begann die Partie aus ägyptischer Sicht alles andere als optimal. Finn Surman brachte Neuseeland nach einer Ecke mit 1:0 in Führung (15.). Die Nordafrikaner hatten lange Probleme, die kompakte Defensive der „All Whites“ zu knacken.
Nach der Pause drehte Ägypten jedoch auf. Mostafa Zico köpfte nach einer Flanke von Mohamed Hany zum 1:1 (58.). Wenig später sorgte Starspieler Mohamed Salah mit einem präzisen Abschluss für die Führung (67.). Nach einer Ecke von Salah machte Trezeguet mit einem Kopfball zum 3:1 alles klar (82.). Ägypten übernimmt mit dem Sieg und vier Punkten die Tabellenführung in Gruppe G. Iran und Belgien folgen mit jeweils zwei Zählern, Neuseeland bleibt bei einem Punkt.
Kapitän Taremi hatte nach dem Spiel zwei Botschaften, die ihm wichtig waren.

Kapitän Taremi hatte nach dem Spiel zwei Botschaften, die ihm wichtig waren.

Foto: Andre Penner/AP/dpa

 
22. Juni2:09 Uhr

Uruguay und Kap Verde trennen sich 2:2

Uruguay und Kap Verde haben sich bei der Fußball-WM mit 2:2 getrennt. Kap Verde erwischte den besseren Start: Kevin Pina brachte den Außenseiter mit einem Freistoß aus rund 30 Metern in Führung (21.).
Uruguay antwortete kurz vor der Pause durch Maxi Araujo (44.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte drehte Agustin Canobbio die Partie und sorgte für die 2:1-Führung der Südamerikaner (45+6).
Nach dem Seitenwechsel schlug Kap Verde zurück. Helio Varela nutzte einen Fehler in der uruguayischen Defensive und erhöhte auf 2:2 (61.). Uruguay glaubte in der 68. Minute bereits an die erneute Führung, doch ein Treffer wurde nach Video-Überprüfung wegen Abseits aberkannt.
Beide Mannschaften hatten in der Schlussphase weitere Chancen, konnten den Siegtreffer jedoch nicht mehr erzielen. So blieb es bei einem 2:2-Unentschieden.
Der Außenseiter jubelt: Kevin Pina (Nr. 6) und seine Teamkollegen feiern das erste Tor in der WM-Geschichte Kap Verdes.

Der Außenseiter jubelt: Kevin Pina (Nr. 6) und seine Teamkollegen feiern das erste Tor in der WM-Geschichte Kap Verdes.

Foto: Lynne Sladky/AP/dpa

 
22. Juni0:05 Uhr

Spiele am Montag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 03:00 Uhr: Neuseeland gegen Ägypten in Vancouver, Kanada
  • 19:00 Uhr: Argentinien gegen Österreich in Arlington, USA
  • 23:00 Uhr: Frankreich gegen Irak in Philadelphia, USA
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Donnerstag, dem 25.06., um 22:00 Uhr gegen Ecuador statt.
 
21. Juni21:54 Uhr

Drama in LA: Belgien und Iran enden torlos

Im zweiten Spiel der Gruppe G bei der Weltmeisterschaft 2026 trennten sich die Nationalmannschaften von Belgien und dem Iran in Los Angeles nach einer packenden ersten Halbzeit vorerst unentschieden. Nachdem beide Teams mit Remis in das Turnier gestartet waren, standen beide Seiten unter erheblichem Zugzwang.
Belgien dominierte trotz des Ausfalls von Jérémy Doku das Mittelfeld, fand jedoch gegen die disziplinierte iranische Defensive kaum Lösungen. Der Iran setzte Nadelstiche und erzielte durch Mehdi Taremi nach einer Freistoßvariante vermeintlich die Führung (25.), die jedoch nach Video-Überprüfung wegen Abseits und Behinderung zurückgenommen wurde. Belgien erhöhte vor der Pause den Druck, blieb aber ohne Torerfolg, wodurch es beim 0:0 zur Halbzeit blieb.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Belgien das Tempo. Die beste Chance vergab Maxim De Cuyper in der 59. Minute, dessen gefährlicher Schuss vom iranischen Gegenspieler mit einer Parade entschärft wurde. In der 67. Minute schwächte sich Belgien selbst, als Nathan Ngoy nach einer Notbremse die Rote Karte sah. Trotz der Unterzahl blieben die Belgier spielbestimmend, verloren aber an Durchschlagskraft. Der Iran verteidigte das Unentschieden mit großem läuferischen Einsatz und sicherte sich so einen wertvollen Punkt.

Der iranische Stürmer (#9), Mehdi Taremi, und der belgische Mittelfeldspieler (#7), Kevin De Bruyne.

Foto: Patrick T. Fallon/AFP via Getty Images

Der iranische Verteidiger (#2), Saleh Hardani, und der belgische Verteidiger (#5), Maxim De Cuyper, kämpfen um den Ball.

Foto: Etienne Laurent/AFP via Getty Images

 
21. Juni21:02 Uhr

Belgien und Iran: Erste Partie gegeneinander

Belgien gilt trotz des holprigen Starts als klarer Favorit. Die KI-Modelle prognostizieren einen Sieg für die „Roten Teufel“ aufgrund der deutlich höheren Kaderqualität und Breite der Bank. Die Daten-Analyse von Experten deutet auf eine torarme Partie hin (eine Wahrscheinlichkeit von 66 Prozent für „Unter 2,5 Tore“). Es wird erwartet, dass der Iran extrem tief stehen und verteidigen wird.

Gesamtansicht vor dem Spiel der Gruppe G der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Belgien und dem Iran im Los Angeles Stadium am 21. Juni 2026 in Inglewood, Kalifornien.

Foto: Harry How/Getty Images

 
21. Juni20:06 Uhr

Spaniens demontiert Saudi-Arabien mit 4:0

Mit einer fulminanten Offensiv-Show überrollte die Selección chancenlose Saudi-Araber bereits in der ersten Halbzeit durch ein Tor von Lamine Yamal (10.) und einen Doppelpack von Mikel Oyarzabal (21./24.).
Nach dem Seitenwechsel schaltete der Europameister zwar merklich einen Gang zurück, schraubte das Ergebnis durch ein Eigentor der Saudis (49.) dennoch auf ein hochverdientes 4:0. Ein spätes fünftes Tor durch Ferran Torres wurde kurz vor dem Abpfiff nach einer hauchdünnen Video-Entscheidung zurückgenommen.

Rodri (Nr. 16) und die spanischen Spieler applaudieren den Fans nach dem 4:0-Sieg ihrer Mannschaft im Spiel der Gruppe H der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien im Atlanta Stadium am 21. Juni 2026 in Atlanta, Georgia.

Foto: Mattia Ozbot/Getty Images

Ein spanischer Fan posiert vor dem Spiel der Gruppe H der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien am 21. Juni 2026 im Atlanta Stadium in Atlanta, Georgia, für Fotos.

Foto: Justin Setterfield/Getty Images

Der spanische Stürmer Nr. 10, Dani Olmo (l.), kämpft am 21. Juni 2026 im Atlanta Stadium in Atlanta beim Fußballspiel der Gruppe H der Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien mit dem saudischen Verteidiger (#5), Hassan Al-Tambakti, um den Ball.

Foto: Roberto Schmidt/AFP via Getty Images

 
21. Juni17:32 Uhr

Wiedergutmachung der „La Roja“ oder die nächste Überraschung der Falken?

Spanien, als Europameister und einer der Turnierfavoriten, startete mit einem enttäuschenden Unentschieden gegen Kap Verde – ein schwacher Auftakt für die hochklassig besetzte Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente.
Die „La Roja“ dominiert normalerweise durch Ballbesitz, starkes Mittelfeld und junge Talente wie Lamine Yamal, der voraussichtlich von Beginn an spielen wird. Gegen Saudi-Arabien wird ein aggressiver, torhungriger Auftritt erwartet, um die Frustration loszuwerden und die Gruppe anzuführen.
Saudi-Arabien holte einen respektablen Punkt gegen Uruguay (1:1) und zeigt sich kampfstark. Die Mannschaft unter Trainer Georgios Donis setzt auf kompakte Defensive und Konter, bleibt aber offensiv limitiert. Historisch haben die Saudis gegen europäische Teams bei WM-Spielen große Probleme (10 Niederlagen aus 11 Spielen).

Fans strömen vor dem Spiel der Gruppe H der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien am 21. Juni 2026 im Atlanta Stadium in Atlanta, Georgia, zum Stadion.

Foto: Justin Setterfield/Getty Images

Die spanischen Spieler wärmen sich vor dem Fußballspiel der Gruppe H der Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien im Atlanta Stadium in Atlanta am 21. Juni 2026 auf.

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Die Spieler Saudi-Arabiens wärmen sich vor dem Spiel der Gruppe H der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien im Atlanta Stadium am 21. Juni 2026 in Atlanta, Georgia, auf.

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21. Juni14:01 Uhr

„Ohne Furcht auftreten“

Heute spielt Kap Verde gegen den ehemaligen Weltmeister und Copa-America-Sieger Uruguay. Die „Blauen Haie“ galten als Außenseiter in ihrer Gruppe mit Spanien, Uruguay und Saudi-Arabien. Gegen Spanien erspielten sie ein vielbeachtetes 0:0.
„Das Geheimnis ist ganz einfach: Unsere größte Stärke ist der Zusammenhalt in der Mannschaft“, sagte Mittelfeldspieler Kevin Pina laut FIFA. „Wir sind alle entspannt. Wir kennen unsere Qualität und wissen, was wir tun.“
„Nach dem ersten Spiel haben wir gemerkt: Das ist nichts Außergewöhnliches, davor muss man keine Angst haben“, so Pina. „Klar, da stehen Spieler mit enormer Qualität auf dem Rasen. Aber sobald du den Platz betrittst, sind alle gleich. Am Ende entscheidet, wer es mehr will – wer bereit ist, für die Sache alles zu geben.“
Cheftrainer Bubista sagte: „Wir sind nicht hergekommen, um nur dabei zu sein. Wir sind gekommen, um zu konkurrieren. Mein Team hat keinen Grund, nervös zu sein.“ Ihr Ziel sei, ohne Furcht aufzutreten, ganz gleich, wer ihnen gegenüberstehe.

Der spanische Spieler Pedri (Nr. 20) wird von Kevin Pina (Nr. 6) aus Kap Verde während des Spiels Spanien und Kap Verde im Atlanta Stadium am 15. Juni 2026 in Atlanta, Georgia, zu Fall gebracht.

Foto: Florencia Tan Jun/Getty Images

 
21. Juni8:28 Uhr

Neuer Nationalheld in Curaçao: Der alles-haltende Torwart

Der Torwart von Curaçao hat im WM-Spiel gegen Ecuador alles gehalten, was auf seinen Kasten kommt. Nach 15 Paraden steigt eine ganz besondere Party. Den ersten WM-Punkt ihrer Geschichte feierten die Karibik-Kicker erst überschwänglich mit ihren Fans im Stadion und danach ausgelassen mit dem niederländischen Königspaar König Willem-Alexander und Königin Máxima in der Kabine. Als König der Niederlande ist Willem-Alexander zugleich Staatsoberhaupt aller Länder des Königreichs – Curaçao gehört dazu.
Schon nach dem 1:7 im ersten Spiel gegen Deutschland hatte sich ein Traum von Room erfüllt, als er sich das Trikot von Manuel Neuer sicherte. In der Vergangenheit hatte er schon einmal das Shirt mit Lionel Messi getauscht. „Jetzt habe ich das Messi-Trikot und das Neuer-Trikot. Mehr kann ich nicht erreichen“, sagte die neue Torwart-Ikone.

Eloy Room #1 aus Curaçao dankt den Fans nach dem 0:0-Unentschieden im Spiel zwischen Ecuador und Curaçao im Kansas City Stadium am 20. Juni 2026 in Kansas City, Missouri.

Foto: Charlotte Wilson/Getty Images

 
21. Juli7:55 Uhr

Japan gewinnt 4:0 gegen Tunesien

Japan hat sein zweites Gruppenspiel gegen Tunesien mit 4:0 gewonnen und damit einen großen Schritt Richtung Sechzehntelfinale gemacht. Früh ging Japan durch Daichi Kamada in Führung (4.), der den Ball mit der Hacke ins Tor beförderte. Ayase Ueda erhöhte auf 2:0, nachdem er sich an der Strafraumecke durchsetzte (31.).
In der zweiten Halbzeit dominierte Japan weiterhin das Spielgeschehen. Junya Ito erzielte das 3:0, als er nach einem perfekten Pass alleine vor dem tunesischen Torhüter auftauchte und souverän abschloss (69.). Den Schlusspunkt setzte erneut Ueda mit einem Kopfball (84.).
Tunesien fand kaum Mittel gegen die kompakte Defensive der Japaner und konnte sich nur selten in gefährliche Abschlusspositionen bringen. Damit half auch der kurzfristige Trainerwechsel nichts: Für Tunesien und Coach Hervé Renard ist die Fußball-WM 2026 vorzeitig beendet.
 
21. Juni6:15 Uhr

DFB sorgt sich um Schlotterbeck

Nico Schlotterbeck: Der Innenverteidiger verletzte sich im Spiel gegen die Elfenbeinküste am Sprunggelenk und musste nach rund 15 Minuten ausgewechselt werden. Laut Nagelsmann besteht der Verdacht auf eine Innenbandverletzung, eine genaue Diagnose soll ein MRT bringen.
Wie schwer ist Nico Schlotterbeck (m) verletzt?

Wie schwer ist Nico Schlotterbeck (m) verletzt?

Foto: Jan Woitas/dpa

21. Juli5:10 Uhr

Unentschieden von Curaçao hilft Deutsche Elf

Das sensationelle 0:0 des WM-Debütanten Curaçao gegen Ecuador macht Deutschland bereits vor dem letzten Gruppenspiel uneinholbar zum Sieger der Gruppe E. Der Punkt für das Unentschieden gegen Ecuador sorgt nicht nur für deutsche Planungssicherheit, sondern auch für eine der großen Geschichten dieser WM.
Torwart Eloy Room von Curaçao verhinderte mit starken Paraden den möglichen Sieg der Südamerikaner und avancierte zum Helden des Außenseiters. Der 37-Jährige, eigentlich Zweitligaprofi in den USA, wurde nach Abpfiff von seinen Mitspielern gefeiert und sorgt auch in sozialen Medien für viel Aufmerksamkeit.
Der Torhüter von Curaçao, Eloy Room (l), und der Torhüter von Ecuador, Hernán Galindez, umarmen sich nach dem WM-Gruppenspiel.

Der Torhüter von Curaçao, Eloy Room (l.), und der Torhüter von Ecuador, Hernán Galindez (r.), umarmen sich nach dem WM-Gruppenspiel.

Foto: Reed Hoffmann/AP/dpa

 
21. Juli4:01 Uhr

Deutschland vorzeitig Gruppensieger

Deutschland ist bereits vor dem letzten Gruppenspiel als Gruppensieger durch. Grund dafür ist das 0:0 zwischen Curaçao und Ecuador, das der DFB-Elf rechnerisch Platz 1 nicht mehr nehmen kann. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann steht nach dem 2:1 gegen die Elfenbeinküste bei 6 Punkten.
Trotz einer möglichen Niederlage gegen Ecuador im letzten Gruppenspiel am Donnerstag (22:00 Uhr MESZ) bleibt Deutschland aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs gegen die Elfenbeinküste Gruppenerster.
Ausblick K.o.-Phase:
  • Sechzehntelfinale: 29. Juni (22:30 Uhr MESZ) in Foxborough gegen einen der besten Gruppendritten
  • Achtelfinale: 4. Juli (23:00 Uhr MESZ) in Philadelphia gegen den Sieger aus Gruppe I
  • Viertelfinale: 9. Juli in Foxborough
  • Halbfinale: 14. Juli in Arlington
  • Finale: 19. Juli in East Rutherford
Deutschland hat damit eine günstige Ausgangslage und kennt bereits den kompletten möglichen Turnierpfad bis ins Finale.
Der frühere Bremer Tahith Chong wehrte sich mit Curaçao tapfer.

Der frühere Bremer Tahith Chong wehrte sich mit Curaçao tapfer.

Foto: Charlie Riedel/AP/dpa

 
20. Juni0:05 Uhr

Spiele am Sonntag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 02:00 Uhr: Ecuador gegen Curaçao in Kansas City, USA
  • 06:00 Uhr: Tunesien gegen Japan in Monterrey, Mexiko
  • 18:00 Uhr: Spanien gegen Saudi-Arabien in Atlanta, USA
  • 21:00 Uhr: Belgien gegen Iran in Philadelphia, USA
  • 00:00 Uhr: Uruguay gegen Kap Verde in Miami, USA
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Donnerstag, dem 25.06., um 22:00 Uhr gegen Ecuador statt.
 
21. Juli0:01 Uhr

Deutschland hat gewonnen

Bei der Fußball-WM hat Deutschland gegen die Elfenbeinküste mit 2:1 gewonnen. Nachdem die Anfangsphase schnell und stark umkämpft war, brachte Deutschland den Ball in der ersten Halbzeit zweimal ins gegnerische Netz, wobei beide Treffer nicht gegeben wurden. Das erste Tor war ungültig, da es ein Foul gegen den Torwart gab, das zweite wegen einem Offensivfoul – dieses wurde erst 10 Sekunden später abgepfiffen. Stattdessen ging die Elfenbeinküste in der ersten Halbzeit durch Franck Kessié (30.) in Führung.
Das deutsche Team reagierte zunächst lange Zeit konsterniert, bevor Deniz Undav den Ausgleich erzielen konnte (68.). Und Undav war es auch, der in der Nachspielzeit den Siegtreffer brachte (90+4). Damit ist Deutschland erst das zweite Team bei dieser WM, das einen Rückstand gedreht hat.
„Ich versuche einfach, meinen Job zu machen“, sagte Undav bei einer späteren Pressekonferenz dazu.
 
20. Juni21:06 Uhr

Nagelsmann setzt auf die 7:1-Siegerelf mit Sané

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft beginnt im zweiten WM-Spiel gegen die Elfenbeinküste mit der Siegerelf vom 7:1 gegen Curaçao. Auch der kritisierte Flügelstürmer Leroy Sané zählt in Toronto wieder zur Formation. Mit einem Sieg gegen die Ivorer, die ihre erste Partie in Gruppe E gegen Ecuador mit 1:0 gewonnen hatten, kann die DFB-Elf vorzeitig den Einzug in die K.-o.-Phase perfekt machen.
Nagelsmann hatte bei der Pressekonferenz zum Spiel ein Plädoyer für den 30 Jahre alten Sané gehalten. „Ich wüsste jetzt nicht, warum ich ihn nicht spielen lassen soll. Ich bin keiner, der sich treiben lässt von irgendwelchen Meinungen von außen. Sondern wir haben eine Meinung im Trainerteam, eine Meinung in der Mannschaft und auch Dinge gesehen auf dem Feld, die sehr gut waren.“
Die Fans sind unterwegs ins Stadion – in Toronto leben mehr als 100.000 Menschen mit deutscher Abstammung.

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20. Juni21:05 Uhr

Niederlande gegen Schweden: 5:1

Die Niederlande ging in Houston im Spiel gegen Schweden früh durch Brian Brobbey mit 2:0 in Führung (5./17.). In der zweiten Halbzeit fiel das erste Tor bereits nach zwei Minuten durch Cody Gakpo – erneut durch die Niederlande (47.). Wenig später setzte Gakpo mit einem weiteren Treffer nach (54.). Fünf Minuten später gelang den Schweden durch Anthony Elanga den Rückstand auf 4:1 zu verkürzen (59.). Kurz vor dem Abpfiff traf noch einmal die Niederlande (89.), und zwar Crysencio Summerville.

Fans der niederländischen Nationalmannschaft feiern das zweite Tor im Houston Stadium am 20. Juni 2026 in Houston, Texas.

Foto: Alex Slitz/Getty Images

Die Niederländer zeigten sich über weite Strecken des Spiels dominant und nutzten die Schwächen in der schwedischen Defensive konsequent aus. Die Skandinavier gaben nicht auf und versuchten, durch schnelle Umschaltmomente zum Erfolg zu kommen. Letztlich reichte es jedoch nicht, um die gut organisierte Abwehr der Niederländer ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.
In der Tabelle von WM-Gruppe F sind die Niederländer nach nunmehr zwei Spielen mit vier Punkten auf Platz 1, dahinter kommen die Schweden mit drei Punkten. Japan und Tunesien haben jeweils erst eine Partie absolviert, sie sind derzeit mit einem bzw. null Punkten auf Platz 3 und 4 – haben aber theoretisch noch alle Möglichkeiten.

Brian Brobbey (#19) aus den Niederlanden jubelt nach dem zweiten Tor seiner Mannschaft beim Spiel zwischen den Niederlanden und Schweden im Houston Stadium am 20. Juni 2026 in Houston, Texas.

Foto: Molly Darlington/Getty Images

 
20. Juni19:14 Uhr

Der Brief eines ivorischen Fußballers

Es sind die schönen, aber auch die traurigen Momente im Leben, die einen Menschen prägen. Das weiß auch Yan Diomande von der Elfenbeinküste. Der 19-Jährige, der heute gegen Deutschland und früher bei RB Leipzig spielte, verlor 2025 seine kleine Schwester Roxane. Kurz vor dem Beginn der WM schrieb Diomande einen offenen Brief an seine verstorbene Schwester.
„Weißt du noch, als mir jemand ein gefälschtes United-Trikot geschenkt hat und ich mit dem schwarzen Filzstift ‚Ronaldo 7‘ auf den Rücken geschrieben habe? Wir kannten weder Armut noch Reichtum. Wir kannten nur das Glück“, erinnert sich Diomande. „Du warst derjenige, der immer daran geglaubt hat, dass ich der nächste Cristiano werden könnte, während alle anderen gelacht haben.“
Sie war die größte Unterstützerin ihres Bruders. Zwar wurde er von großen Vereinen zu Probetrainings eingeladen, doch nie unter Vertrag genommen. Wie Diomande in seinem Brief schreibt, lehnten ihn viele ab, ohne einen Grund zu nennen. Trotzdem glaubte seine kleine Schwester weiter fest an seinen Erfolg. Und sie sollte recht behalten. „Wir haben es geschafft! Alles, was du gesagt hast, ist eingetroffen. […] Dein Bruder spielt für die Elfenbeinküste,“, schreibt Diomande.
Noch immer schmerzt den ivorischen Fußballer der Verlust seiner Schwester. Doch er hat sich eines zum Ziel gemacht: „Ich versuche, Gottes Plan zu vertrauen. […] Alles, was ich auf dem Fußballplatz tue, tue ich für dich“, so Diomande.
„Ich will nicht reich sein. Ich sehe, was es mit Menschen macht, sogar mit der Familie. […] Ich werde genau das tun, was du vorhergesagt hast, ich schwöre es. Noch bevor ich richtige Fußballschuhe hatte, hast du allen erzählt: ‚Mein Bruder wird der Größte der Welt werden.‘ Ich werde beweisen, dass du Recht hattest […]“, beendet Diomande seinen Brief.
Yan Diomande erlöste Leipzig mit der Führung.

Yan Diomande spielte in der vergangenen Saison für RB Leipzig.

Foto: Jan Woitas/dpa

 
20. Juni15:33 Uhr

Gündogan verteidigt Sané

Der frühere Fußball-Nationalelfkapitän Ilkay Gündogan ärgert sich über die Kritik an Nationalspieler Leroy Sané. „Ich glaube, die Leute verstehen Leroy nicht. Und ich glaube, dass sie ihm Unrecht tun“, schreibt der 35-Jährige in seiner Kolumne für den „Spiegel“.
Nach dem 7:1 der DFB-Elf zum WM-Auftakt gegen Curaçao hatte es Debatten darüber gegeben, ob Sané aus der Startelf genommen werden sollte. „Leroy polarisiert. Das verstehe ich. Aber als Spieler ist es mental unheimlich schwer, damit umzugehen“, so Gündogan.
Oft habe Sané das Gefühl, dass die Leute nur darauf warteten, dass er etwas falschmache. Gündogan sagte, er merke, dass Sané mental nicht immer so frei sei, wie er es für sein assoziatives Spiel bräuchte.
Sané brauche die Freiheit, Fehler machen zu dürfen. „Aber wenn ständig die Angst mitspielt, dass nach dem ersten Fehler im Spiel sofort wieder Kritik aufkommt: Wie soll Leroy da dauerhaft funktionieren?“, fragte Gündogan.
Gündogan und Sané spielten ab 2016 bei Manchester City und später in der Nationalelf zusammen. Gündogan führte die Elf des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bei der EM 2024 in Deutschland an. Er hat 82 Länderspiele absolviert und an vier großen Turnieren für den DFB teilgenommen.
 
20. Juni11:11 Uhr

Wieder Gebete nach dem Spiel

Das Gebet der Fußballer aus Deutschland und Curaçao nach dem Abpfiff der Partie am letzten Sonntag sorgte für Freude und Überraschung. Ungeachtet der teils negativen Reaktionen kündigte der Bayern-Spieler Jonathan Tah in einem Interview an, dass er und sein Teamkollege Felix Nmecha weiter mit ihren Gegner nach dem Spiel beten wollen.
Auch für das Spiel gegen die Elfenbeinküste ist dies geplant – jenem Land, aus dem der Vater von Jonathan Tah gebürtig stammt. Entstanden sei das Ritual nach dem letzten Testspiel der Weltmeisterschaft gegen die USA.

Jonathan Tah vor dem Qualifikationsspiel zur Weltmeisterschaft 2026 zwischen Luxemburg und Deutschland am 14. November 2025.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

„Felix hat mich angesprochen, ob ich Bock hätte, weil wir im Privaten öfter mal gemeinsam beten, oder Zeit zusammen verbringen und darüber sprechen. Er kannte einen Spieler von da und hat dann gesagt: ‚Lass uns das wieder nach dem Spiel machen.‘ Ich bin dabei und wir werden das auch weiter fortführen.“
Tah begründet sein Vorhaben mit einer positiven Botschaft an die Welt. „Weil es, glaube ich, ein schönes Zeichen ist. Dass es am Ende – auch wenn die WM so präsent ist gerade – um noch mehr geht als Fußball. Es geht um Liebe, es geht um Nächstenliebe. Es geht um Frieden. Dankbarkeit. Das sind die Werte, die wir nach außen vermitteln wollen“, so Tah.
 
20. Juni10:50 Uhr

Deutscher Schiri bekommt Hilfe – wegen Krämpfen

In der Nachspielzeit kam es in der Partie zwischen USA und Australien zu einem kurzen Schockmoment. Der 45-jährige deutsche Schiedsrichter Felix Zwayers saß auf dem Rasen des Stadions in Seattle und ließ sich von den Profis Krämpfe aus der linken Wade drücken. Als er wieder aufstehen und die Partie regulär beenden konnte, klatschten die 66.925 Fans voller Respekt.
Wie es nun für den erfahrenen Schiedsrichter aus Berlin weiter geht und ob es sich nur um Krämpfe oder gar eine Verletzung handelte, ist offen. Für Zwayer war der Vorfall besonders ärgerlich, weil er mit seinem WM-Debüt den 2:0-Erfolg der USA zuvor souverän geleitet hatte.
Zwar verteilte der deutsche Schiedsrichter sieben Gelbe Karten und damit mehr als jeder Referee bei diesem WM-Turnier zuvor – jedoch verschaffte er sich mit einer klaren Linie Respekt bei den Profis.
Fußball-WM: Schiri bei Spiel zwischen USA und Australien mit Krampf

Der australische Fußballer Aiden O’Neill (#13) hilft dem am Boden liegenden deutschen Schiedsrichter Felix Zwayer beim Lösen seines Krampfes.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

 
20. Juni7:34 Uhr

Deutscher Kapitän Kimmich gibt Ausblick auf heutiges Vorrundenspiel

Heute Abend um 22:00 Uhr bestreitet Deutschland sein zweites Vorrundenspiel gegen die Elfenbeinküste. Im Vorfeld sprach Joshua Kimmich, der Kapitän der Deutschen Nationalmannschaft über den kommenden Gegner.
So visiert die Deutsche Elf ihren nächsten Sieg an, um weiter an der Tabellenspitze von Gruppe E zu bleiben. Das dies gegen „die Elefanten“ nicht einfach wird, wissen die Fußballer um Kimmich. Besonders einen Spieler der Elfenbeinküste hebt der Kapitän lobend hervor: Yan Diomande vom RB Leipzig.
„Ich habe ziemlich früh in der Saison schon einiges von David Raum über ihn gehört. Er hat eine überragende Saison gespielt, obwohl es bei Leipzig nicht immer konstant bergauf ging. Trotzdem hat er immer konstant gut gespielt und sehr spektakuläre Leistungen gebracht. Gerade sein Dribbling ist schon außergewöhnlich […]“, so Kimmich laut FIFA.
Dennoch zeigt sich Kimmich optimistisch, dass die Deutsche Elf im Vergleich zur Weltmeisterschaft 2018 stärker abschneidet.

Joshua Kimmich beim Freundschaftsspiel gegen Finnland am 31. Mai 2026.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

 
20. Juni7:11 Uhr

Paraguay bezwingt die Türkei

Trotz langer Überzahl nach einer frühen Roten Karte hat die Türkei ihr WM-Gruppenspiel gegen Paraguay mit 0:1 verloren und ist nach zwei Niederlagen vorzeitig ausgeschieden. Torschütze Matías Galarza traf früh (2.) zur frühen Führung für Paraguay.
Nachdem Miguel Almirón wegen einer neuen Regel die Rote Karte sah, musste Paraguay die gesamte zweite Hälfte in Unterzahl spielen. Die Türkei erhöhte danach deutlich den Druck, konnte aber keine Tore erzielen. Paraguay verteidigte leidenschaftlich und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.
Für die Mannschaft von Trainer Vincenzo Montella ist die erste WM-Teilnahme seit 2002 damit früh beendet und eine große Enttäuschung. Paraguay hingegen hält sich durch den Sieg im Rennen um das Sechzehntelfinale.
Die Türkei um Merih Demiral hadert.

Die Türkei um Merih Demiral hadert.

Foto: Eugene Hoshiko/AP/dpa

 
20. Juni6:13 Uhr

Historische Rote Karte wegen neuer Mund-Regel

Paraguays Miguel Almirón hat bei der Fußball-WM eine historische Rote Karte erhalten. Der Schiedsrichter verwies ihn erstmals wegen einer neuen FIFA-Regel des Feldes, nachdem er in einem Disput mit einem Gegner die Hand vor den Mund gehalten hatte, um seine Worte zu verdecken.
Der Videoassistent meldete die Szene, woraufhin der Schiedsrichter eingriff und den Platzverweis aussprach. Die Aktion gilt als erster Anwendungsfall der neu eingeführten Regel, die diskriminierendes oder schwer überprüfbares Verhalten in solchen Situationen verhindern soll.
Miguel Almirón hielt sich die Hand vor dem Mund und flog dafür vom Platz.

Miguel Almirón hielt sich die Hand vor dem Mund und flog dafür vom Platz.

Foto: Jeff Chiu/AP/dpa

 
20. Juni4:30 Uhr

Brasilien schlägt Haiti

Brasilien hat bei der WM den ersten Sieg gefeiert und mit einem 3:0 gegen Haiti die Weichen Richtung Sechzehntelfinale gestellt. Nach dem enttäuschenden 1:1 zum Auftakt gegen Marokko stand die Seleção unter Druck, lieferte aber vor allem in der ersten Halbzeit eine überzeugende Leistung ab.
Gewinner der Partie war Ex-Bundesliga-Profi Matheus Cunha, der mit einem Doppelpack (23./36.) die Führung ermöglichte. Kurz vor der Pause erhöhte Vinícius Júnior auf 3:0 (45+3). Haiti, erstmals seit 1974 wieder bei einer Weltmeisterschaft vertreten, hielt anfangs engagiert dagegen, konnte die individuelle Klasse der Brasilianer jedoch nicht ausgleichen.
Nach der Vorentscheidung in der ersten Halbzeit kontrollierte das Team von Trainer Carlo Ancelotti die Partie weitgehend souverän. Einziger Wermutstropfen für Brasilien: Barça-Star Raphinha musste kurz vor der Halbzeit wegen Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden. Mit vier Punkten aus zwei Spielen bleibt Brasilien auf Kurs Richtung K.o.-Runde, während für Haiti nach der zweiten Niederlage das WM-Aus feststeht.
Der Brasilianer Matheus Cunha feiert gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen den Führungstreffer seiner Mannschaft gegen Haiti bei der Fußball-WM.

Der Brasilianer Matheus Cunha feiert gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen den Führungstreffer seiner Mannschaft gegen Haiti bei der Fußball-WM.

Foto: Petr David Josek/AP/dpa

Brasiliens Offensiv-Ass Raphinha musste angeschlagen raus.

Brasiliens Offensiv-Ass Raphinha musste angeschlagen raus.

Foto: Matt Slocum/AP/dpa

 
20. Juni4:10 Uhr

Iran protestiert gegen FIFA-Reisebeschränkungen

Der iranische Fußballverband hat die FIFA scharf kritisiert und wegen Einschränkungen seiner Nationalmannschaft eine formelle Beschwerde angekündigt. Verbandschef Hedajat Mombeini sprach von einer Missachtung von Regeln und warnte vor einem „dunklen Fleck“ in der WM-Geschichte.
Hintergrund ist, dass der Iran laut Verband erst einen Tag vor dem Gruppenspiel gegen Belgien in die USA einreisen darf. Ein früherer Antrag sei abgelehnt worden, das Team müsse entsprechend kurzfristig nach Los Angeles reisen.
Die FIFA verweist auf ihre Turnierregeln, die eine Anreise meist erst am Vortag eines Spiels vorsehen, in Ausnahmefällen jedoch auch frühere Reisen erlauben. Auch politische Spannungen und Visa-Regelungen spielen in der Organisation der iranischen WM-Teilnahme eine Rolle.
Gianni Infantino bekräftigt beim FIFA-Kongress, dass der Iran bei der WM dabei sein soll.

Gianni Infantino bekräftigt beim FIFA-Kongress, dass der Iran bei der WM dabei sein soll.

Foto: Darryl Dyck/The Canadian Press/AP/dpa

 
20. Juni4:00 Uhr

Ismael Saibari glänzt bei WM – Bayern-Interesse und Zukunftsfragen ausgeblendet

Ismael Saibari hat sich bei der Fußball-WM mit seinem nächsten Treffer weiter in den Fokus gespielt, bleibt bei Fragen zu seiner Zukunft aber zurückhaltend. Nach dem 1:0-Sieg gegen Schottland sprach der Marokkaner von einem persönlichen Karrierehöhepunkt und zeigte sich vor allem glücklich über seine ersten WM-Tore.
Bereits zum Auftakt hatte Saibari beim 1:1 gegen Brasilien getroffen und damit seine starke Turnierform bestätigt. Ob er als „Entdeckung der WM“ gelte, ließ er offen und verwies auf die Bewertung durch andere.
Parallel wächst das Interesse großer Vereine. Der FC Bayern München soll den Offensivspieler der PSV Eindhoven schon länger beobachten, Medien berichten sogar von einem bereits absolvierten und bestandenen Medizincheck während des Turniers. Eine offizielle Bestätigung steht jedoch noch aus.
Marokkos Ismael Saibari soll vor einem Wechsel zum FC Bayern stehen.

Marokkos Ismael Saibari soll vor einem Wechsel zum FC Bayern stehen.

Foto: Charles Krupa/AP/dpa

 
20. Juni2:15 Uhr

Marokko schlägt Schottland 1:0

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat Marokko Schottland mit 1:0 besiegt. Die Entscheidung fiel früh durch Ismael Saibari (2.). Marokko kontrollierte anschließend vor allem die erste Halbzeit und erspielte sich weitere Möglichkeiten, ohne die Führung auszubauen. Schottland kam offensiv kaum zur Geltung und blieb lange weitgehend harmlos.
Nach der Pause steigerten sich die Schotten deutlich und erarbeiteten sich mehrere Chancen. Besonders Scott McTominay hatte den Ausgleich auf dem Fuß, zudem sorgte eine strittige Szene im Strafraum für Diskussionen, als ein möglicher Elfmeter nicht gegeben wurde. Marokko verteidigte die Führung jedoch konsequent und brachte den knappen Sieg über die Zeit.
Bei fast jedem Ballkontakt ausgebuht: Marokkos Achraf Hakimi (r).

Bei fast jedem Ballkontakt ausgebuht: Marokkos Achraf Hakimi (r).

Foto: Martin Rickett/PA Wire/dpa

 
20. Juni0:10 Uhr

USA schlagen Australien 2:0 – zweiter Sieg im zweiten WM-Gruppenspiel

Die USA haben bei der Fußball-WM auch ihr zweites Gruppenspiel gewonnen und Australien in Seattle mit 2:0 besiegt. Australien geriet mit einem Eigentor früh ins Hintertreffen (11.). Anschließend kontrollierte die US-Auswahl das Spielgeschehen über weite Strecken, während Australien offensiv kaum Akzente setzen konnte. Kurz vor der Pause erhöhte die Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino auf 2:0 (43.). Weil zunächst ein Abseits vermutet wurde, wurde das Tor erst nach Video-Überprüfung bestätigt.
Im zweiten Durchgang kam Australien etwas besser ins Spiel und sorgte durch Nestory Irankunda für mehr Tempo – doch nicht für Tore. Die USA verteidigten die Führung souverän und sicherten sich den zweiten Sieg im zweiten Spiel.
Der US-Amerikaner Weston McKennie jubelt nach dem Sieg seiner Mannschaft gegen Australien bei der Fußball-WM.

Der US-Amerikaner Weston McKennie jubelt nach dem Sieg seiner Mannschaft gegen Australien bei der Fußball-WM.

Foto: Manu Fernandez/AP/dpa

 
20. Juni0:05 Uhr

Spiele am Samstag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 00:00 Uhr: Schottland gegen Marokko in Boston, USA
  • 02:30 Uhr: Brasilien gegen Haiti in Philadelphia, USA
  • 05:00 Uhr: Türkei gegen Paraguay in San Francisco, USA
  • 19:00 Uhr: Niederlande gegen Schweden in Houston, USA
  • 22:00 Uhr: Deutschland gegen Elfenbeinküste in Toronto, Kanada
 
(Mit Material der Nachrichtenagenturen.)
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Vorbild für Deutschland: Wie Schweden die Rente finanziert

Alle an den Kapitalmarkt: Das praktiziert Schweden schon lange. In Deutschland empfiehlt die Rentenkommission der Regierung nun eine neue Kapitalsäule in der Rente.
Beiträge von Arbeitgebern und Beschäftigten sollen „nach schwedischem Vorbild“ zentral verwaltet und am Kapitalmarkt angelegt werden. Deshalb ein Blick auf die Rente in Schweden:

Das schwedische Modell der „Prämienrente“

Die Rentenversicherten sind dort gezwungen, einen Teil ihres Einkommens zu investieren – über die sogenannte Prämienrente.
Zwar fließt der Großteil des schwedischen Rentenbeitrags – 16 von 18,5 Prozent – ähnlich wie in Deutschland in eine klassische umlagefinanzierte Rente. Die übrigen 2,5 Prozent gehen in die Prämienrente: Das Geld wird in Fonds angelegt, die die Schweden selbst auswählen können.
Wer sich nicht aktiv für einen Fonds entscheidet – und das ist oft der Fall -, dessen Einkünfte landen automatisch im staatlichen Standardfonds. Daneben gibt es viele weitere zugelassene Alternativen, aus denen sich die Schweden bedienen können.

Staatliche Fonds investieren je nach Alter

Auch wenn er zwischendurch – etwa in der Finanzkrise – Einbrüche verbucht hat, hat sich vor allem die Investition in den staatlichen Fonds AP7 Såfa in der Vergangenheit für die Schweden ausgezahlt. Der Fonds investiert global, setzt auch auf Derivate und hat vergleichsweise niedrige Gebühren.
Solange der oder die Rentenversicherte jung ist, wird das Geld komplett in Aktien angelegt – später steigt der Anteil festverzinslicher Papiere, um das Risiko zu verringern.
Eine größere Debatte über die Risiken der Geldanlage gibt es in Schweden nicht: Das Vertrauen in den Staat ist relativ groß.

Alle können selbst entscheiden, wann sie in Rente gehen

In Schweden gibt es kein reguläres Renteneintrittsalter – alle können ab einem gewissen Alter selbst entscheiden, wann sie in Rente gehen.
Aktuell ist das etwa für die Jahrgänge ab 1963 frühestens mit 64 Jahren möglich. Die Zahl ist an die Lebenserwartung gekoppelt, wird also perspektivisch weiter steigen. In der Regel fällt die Rente umso höher aus, je mehr jemand verdient und je später die Person in Rente geht.
In Schweden zahlen alle ins Rentensystem ein – auch Selbstständige, wie es in Deutschland nun ebenfalls diskutiert wird, aber auch Beamte, was die Kommission hierzulande nicht vorschlägt. (dpa/red)
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Mehr Gewalt durch Kinder: Schweden will Strafmündigkeit auf 14 Jahre senken


In Kürze:

  • Die geplante Herabsetzung des Strafalters auf 13 Jahre war nicht durchsetzbar.
  • Schweden steht bei Bombenanschlägen und Schießereien europaweit mit an der Spitze.
  • Netzwerke heuern Jugendliche ab elf Jahren für kriminelle Taten an.
  • 18-jähriger Norweger sollte 25.000 Euro für einen Auftragsmord bekommen.

 
Die schwedische Regierung hat Pläne angekündigt, das Alter der Strafmündigkeit auf 14 Jahre zu senken. Abgerückt ist sie hingegen von dem Vorhaben, gewalttätige Straftäter bereits ab 13 Jahren in speziellen Hafteinrichtungen unterzubringen.

Tausende Bandenmitglieder

Anfang des Monats wollte der schwedische Justizminister Gunnar Strömmer das Alter von 15 auf 13 Jahre senken. Am 11. Juni erklärte er jedoch, es gebe dafür im Parlament keine ausreichende Unterstützung. „Wir werden daher vorschlagen, das Alter der Strafmündigkeit auf 14 statt auf 13 Jahre zu senken“, sagte Strömmer vor Journalisten.
Derzeit werden Personen unter 15 Jahren, die im Verdacht stehen, eine schwere Straftat begangen zu haben, in eine von den Sozialdiensten betriebene Jugendeinrichtung eingewiesen. Zu einer Gefängnisstrafe können sie nicht verurteilt werden. Strömmer gab an, dass im Jahr 2025 mehr als 50 Kinder unter 15 Jahren im Verdacht standen, einen Mord oder versuchten Mord begangen zu haben.
In den vergangenen 20 Jahren erlebte Schweden einen starken Anstieg der Bandenkriminalität und der drogenbezogenen Gewalt. Das Land weist inzwischen eine der höchsten Raten an Schießereien und Bombenanschlägen in Europa auf, wobei Dutzende dieser Taten von Minderjährigen verübt wurden. Die schwedische Polizei schätzt die Anzahl der aktiven Bandenmitglieder auf 17.500. Hinzu kommen etwa 50.000 Personen, die in loser Verbindung zu diesen Gruppen stehen.
Magnus Lindgren, ehemaliger Polizeichef der Provinz Uppsala und derzeitiger Generalsekretär der Stiftung „Safer Sweden“, erklärte im vergangenen Jahr gegenüber Epoch Times, dass es in Schweden etwa 15.000 „hochgefährliche Kriminelle“ gebe. Diese verteilten sich zu gleichen Teilen auf Rockergruppen, Fußballhooligans und Kriminelle aus rund 60 Vierteln mit hoher Kriminalitätsrate.
Banden der organisierten Kriminalität, wie das „Foxtrot-Netzwerk“, nutzten dabei soziale Medien, um Jugendliche für Gewalttaten – darunter Bombenanschläge und Morde – zu rekrutieren. Darunter befänden sich auch Elfjährige.

Mehr Befugnisse für die Polizei

Die anonym agierenden Anwerber schalten Anzeigen in speziellen Gruppen sozialer Medien und bieten Geldzahlungen über Banking-Apps an. Die EU-Strafverfolgungsbehörde Europol rief im April 2025 die Einsatzgruppe „GRIMM“ ins Leben. Damit will sie gegen das sogenannte „Violence-as-a-Service“-Modell (Gewalt als Dienstleistung) vorgehen. Dabei sollen nach Angaben der Behörde häufig „junge Täter“ zum Einsatz kommen.
Nach den Wahlen im Jahr 2022 bildete Ulf Kristersson, Vorsitzender der konservativ-liberalen Moderaten, eine Regierung, der auch die Christdemokraten und die Liberalen angehören. Sie stützt sich jedoch maßgeblich auf die rechten Schwedendemokraten. Diese waren im Wahlkampf gegen Einwanderung und für eine härtere Strafjustiz eingetreten.
Die Regierung Kristersson reformierte das schwedische Strafrechtssystem grundlegend. So räumte sie der Polizei mehr Befugnisse ein und bestrafte Gewaltverbrechen härter. Den neuen Plänen zufolge sollen diesbezüglich verurteilte 14-Jährige in speziellen Hafteinrichtungen untergebracht werden.
Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes empfiehlt, das Mindestalter für die Strafmündigkeit auf nicht weniger als 14 Jahre festzulegen. Dies entspricht dem Durchschnitt in der Europäischen Union.
Schwedische Netzwerke der organisierten Kriminalität sind auch in Dänemark, Norwegen und Finnland sowie in den Niederlanden und Belgien aktiv. In den beiden letztgenannten Ländern befinden sich mit Rotterdam und Antwerpen die beiden wichtigsten Häfen für die Einfuhr von in Frachtgut versteckten Drogen.
Am 12. März 2025 verhängte das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums Sanktionen gegen Rawa Majid, den mutmaßlichen Anführer des „Foxtrot-Netzwerks“. Es handelt sich dabei um eine der größten Gruppierungen der organisierten Kriminalität in Schweden.

„Ich dachte, sie würden mich umbringen“

Laut OFAC handelte die Bande mit Drogen. Zudem soll sie im Auftrag der iranischen Regierung Anschläge auf Israelis und Juden in Europa verübt haben.
Die Polizei nahm im März 2025 den norwegischen Jugendlichen Johannes Natland im englischen Huddersfield fest. Er steht derzeit in London vor Gericht; dort plädierte er im Verfahren wegen Verschwörung zum Mord im Auftrag des Foxtrot-Netzwerks auf „nicht schuldig“. Natland, der zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt war, war bei seiner Festnahme im Besitz von zwei Handfeuerwaffen sowie 17 Schuss Munition. Er gab zu, dass die Waffen ihm gehörten.
Wie die BBC berichtete, sagte Natland diese Woche vor Gericht aus. Demnach seien ihm 25.000 Euro für einen Auftragsmord angeboten worden. Er habe jedoch geplant, sich selbst in den Fuß zu schießen, um sich der Tat zu entziehen. „Ich dachte, wenn ich ablehne, gerate ich in große Gefahr – sie würden meiner Familie etwas antun“, sagte Natland. „Ich dachte, sie würden mich umbringen.“ Epoch Times bat Natlands Anwalt, Paul Hynes, um eine Stellungnahme, erhielt jedoch bisher keine Antwort.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Sweden Plans to Lower Criminal Age to 14 Amid Rise in Violent Crime by Children“. (deutsche Bearbeitung: os)
 
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Schweden fängt russische Kampfjets über Ostsee ab

Die schwedischen Streitkräfte haben am Freitag zwei russische Kampfflugzeuge abgefangen, die sich über dem südlichen und nördlichen Teil der Ostsee dem schwedischen Luftraum näherten. Dieser wurde letztlich nicht verletzt, teilte die Armee am Samstag, 13. Juni, mit.
Man habe schnell reagiert, als die russischen Flugzeuge der Typen Su-24 Fencer und Su-34 Fullback entdeckt wurden. Zwei Staffeln des Typs Saab JAS 39 Gripen seien gestartet, um das eigene Territorium zu verteidigen, den russischen Kampfflugzeugen zu begegnen und sie zu identifizieren.
An der Reaktion auf den Vorfall über dem südlichen Teil der Ostsee war auch ein dänischer Kampfjet beteiligt.
Schweden war 2024 anlässlich des Ukrainekriegs dem Verteidigungsbündnis NATO beigetreten. Nach Artikel 5 des Nordatlantikvertrags wird ein bewaffneter Angriff gegen ein NATO-Mitglied als Angriff gegen alle bewertet.
Die Vertragsstaaten sollen sich gegenseitig beistehen, wenn es einen bewaffneten Angriff gibt, und alle Maßnahmen ergreifen, die sie für nötig halten, um die Sicherheit des nordatlantischen Gebiets wiederherzustellen und zu erhalten. (dts/red)
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Schwedens Königspaar feiert Goldene Hochzeit – nur Estelle fehlt

Das Wetter spielte mit – und das ist bei solchen Anlässen ja fast das Wichtigste. Schwedens Königspaar Carl XVI. Gustaf (80) und Silvia (82) feierten ihre Goldene Hochzeit in Stockholm mit allem, was ein royales Fest in Skandinavien ausmacht.
Nach einem Gottesdienst schipperten sie mit der königlichen Barkasse durch die Gewässer der Hauptstadt, gefolgt von einer offenen Kutschfahrt vorbei an jubelnden Zaungästen. Die Fahrt sollte an einer Konzertbühne in der Stadt enden, auf der Musik aus den vergangenen 50 Jahren dargeboten werden sollte.
Eine Zeitreise in die Vergangenheit dürfte auch das geplante Konzert in der Königlichen Oper für Carl XVI. Gustaf und Silvia am Abend werden. Dort hatten sie auch am Vorabend ihrer Hochzeit am 19. Juni 1976 einem Konzert gelauscht.
Die Kultband Abba hatte zu Ehren von Königin Silvia damals „Dancing Queen“ dargeboten. Ausklingen lässt das Königspaar den Abend mit einem Dinner mit Familie und Freunden.

Nur eine fehlt bei der Royal-Feier

Königin Silvia ganz in Rot, ihr Gatte in einem schnieken Anzug, feierten gemeinsam mit ihrer Familie. Nur Prinzessin Estelle, die Tochter von Kronprinzessin Victoria, fehlte: Sie ist gerade auf einer Sprachreise im Ausland.
Auch das norwegische Königspaar reiste zu Ehren des Goldhochzeits-Paars an. Aus Gesundheitsgründen nahmen Harald V. und Sonja aber nicht an allen Programmpunkten teil.
Dass die Party auf diesen Samstag fiel und nicht auf den eigentlichen Stichtag am kommenden Freitag, liegt daran, dass das wohl wichtigste schwedische Fest in diesem Jahr genau an dem Tag gefeiert wird: An Mittsommer tanzen viele Schweden mit Blumenkränzen auf dem Kopf um die Mittsommerstange.
Die Goldhochzeit markiert nicht nur 50 Jahre Ehe zwischen Carl XVI. Gustaf und Silvia, sondern auch ein halbes Jahrhundert für Silvia als Königin. Diesen Titel bekam sie mit der Hochzeit mit ihrem Mann, der damals schon König war.
Kennengelernt hatte sie ihn einige Jahre zuvor bei den Olympischen Spielen in München, wo die Deutsche Silvia Sommerlath damals als Hostess arbeitete. Gemeinsam hat das Paar drei Kinder – Kronprinzessin Victoria (48), Prinz Carl Philip (47) und Prinzessin Madeleine (44) – und neun Enkelkinder. (dpa/red)
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Buckelwal Timmy lebte nach der Freilassung noch mehrere Tage – Todesursache weiter unklar

 

In Kürze:

  • Pressekonferenz mit Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus zum Fall Timmy.
  • Der Tracker am Wal sammelte mehr als 90.000 Daten, die nun ausgewertet werden.
  • Die Rettungsaktion stand zweimal kurz vor dem Abbruch.
  • Deutschland ist nicht auf die Strandung eines großen Wals vorbereitet.

 
Der unter dem Namen Timmy bekannt gewordene Buckelwal hat nach seiner Freilassung im Meer offenbar noch mindestens vier Tage gelebt. Wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Freitag in Schwerin sagte, verendete der Wal laut den Trackerdaten „zwischen dem 6. und 7. Mai“, nachdem er am 2. Mai aus einem Lastkahn in die offene Nordsee entlassen worden war. Insgesamt habe der Tracker zwischen dem 2. bis 7. Mai über 90.000 Daten geliefert, so Backhaus im Verlauf einer Pressekonferenz am Freitag, 12. Juni.

Noch 215 Kilometer geschwommen

„Danach bricht das Signal ab“, sagte Backhaus. Der Buckelwal sei anschließend „mehr oder weniger gedriftet“. Der an der Rückenfinne angebrachte Tracker habe unter Wasser keine Daten mehr geliefert. Insgesamt habe der Wal nach seiner Freilassung noch 215 Kilometer zurückgelegt. Die genaue Todesursache sei weiterhin unklar.
„Die Trackerdaten beantworten nicht alle Fragen“, so Backhaus weiter. Sie zeigten aber, dass der Wal nicht unmittelbar nach der Freilassung verendet sei. „Das ist für mich eine entscheidende Feststellung“, betonte der Minister.
Am 14. Mai war vor der dänischen Insel Anholt im Kattegat zwischen Dänemark und Schweden ein Walkadaver entdeckt worden. Kurz darauf bestätigten dänische und deutsche Behörden, dass es sich um Timmy handelte.
Backhaus wies zudem darauf hin, dass man in Mecklenburg-Vorpommern – wo Timmy gestrandet war – zweimal kurz vor dem Abbruch der Rettungsaktion gestanden habe. „Das habe ich noch nie öffentlich gesagt“, so der Umweltminister. Einmal habe es die Initiative selbst erwogen, weil sie der Auffassung war, „es sei zu bürokratisch und dauere alles zu lange“. Das konnten wir dann durch Gespräche mit beiden Investoren der Rettung ausräumen, „weil wir in kürzester Zeit Entscheidungen getroffen haben, die rechtssicher waren“.
Auch Backhaus selbst habe ein vorzeitiges Ende in Erwägung gezogen, weil das erste Konzept mit zwei Pontons sowie einer Netz- und Planenkonstruktion nicht umsetzbar war.
Nach Wochen der vergeblichen Versuche sollte der Wal in die Nordsee gebracht werden.

Nach Wochen der vergeblichen Versuche sollte der Wal in die Nordsee gebracht werden.

Foto: Philip Dulian/dpa

Untersuchungen gaben bisher keine Erkenntnisse

Der gut zwölf Meter lange Buckelwal tauchte erstmals Anfang März im Hafen von Wismar auf. Er irrte danach wochenlang vor der deutschen Ostseeküste umher und strandete mehrfach vor Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Zuletzt lag er vor der Insel Poel.
Obwohl Experten das schwer angeschlagene und geschwächte Tier nach mehreren gescheiterten Hilfsversuchen schon aufgegeben hatten, duldete Backhaus Mitte April den Rettungsversuch einer Privatinitiative. Die Aktivisten brachten Timmy in einem Lastkahn aus der Ostsee und entließen ihn am 2. Mai im Kattegat ins offene Meer.
Den Behörden in Mecklenburg-Vorpommern wurden nun von dem Tracker aufgezeichnete Bewegungsdaten zur Verfügung gestellt, die ausgewertet wurden. Weitere Daten unter anderem zu Wassertemperatur, Tauchtiefe, geschwommenem Radius, Geschwindigkeit und auch Untersuchungen zu den Organen sollen laut Backhaus in einigen Wochen oder Monaten übermittelt und wissenschaftlich ausgewertet werden.
Bei der Untersuchung des Kadavers in Dänemark Anfang Juni sei „nichts Ungewöhnliches“ entdeckt worden – „weder am, noch im Wal“, sagte Backhaus. Es habe keine schwerwiegenden inneren oder äußeren Verletzungen gegeben, auch Reste eines Fischernetzes seien nicht gefunden worden. Auch die Untersuchungen auf Bakterien, Viren oder Krankheiten habe keinen Aufschluss gegeben.
Umweltminister Backhaus stellt Ergebnisse der Senderauswertung vor.

Umweltminister Backhaus stellt Ergebnisse der Senderauswertung vor.

Foto: Jens Büttner/dpa

Aus dem Kadaver soll Biokraftstoff hergestellt werden

Es gebe „nach heutigem Erkenntnisstand keine belastbaren Hinweise“, dass der Transport oder die Freisetzung des Meeressäugers zu seinem Tod oder zur Gefährdung beigetragen hätten, sagte Backhaus. „Der Rettungsversuch war aus unserer Sicht rechtlich und fachlich vertretbar.“
Der Umweltminister betonte auch selbstkritisch, dass Deutschland auf die Strandung eines großen Wals nicht vorbereitet sei. „Es fehlen Standards, es fehlen eingespielte Abläufe“, erläutert er. Auch die Zuständigkeiten auf Bundes- und Länderebene sei nicht „ausreichend definiert“. Das müsse sich ändern, „wir brauchen klare Strukturen“.
Aus dem Kadaver des Buckelwals soll Biokraftstoff hergestellt werden, aus dem restlichen Material soll nach Angaben der dänischen Behörden Fleisch- und Knochenmehl gemacht werden, das ebenfalls als Biokraftstoff genutzt werden kann, etwa bei der Zementherstellung.
(Mit Material der Nachrichtenagenturen)
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Jugendlicher übernimmt Mordauftrag: Dreieinhalb Jahre Haft in Köln

Wegen der Übernahme eines bezahlten Mordauftrags ist ein 18-Jähriger vom Landgericht Köln zu einer Jugendstrafe von dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.
Das Gericht sah es am Donnerstag, 11. Juni als erwiesen an, dass sich der in Schweden lebende Angeklagte im September vergangenen Jahres über einen Messengerdienst gegen Geld in unbekannter Höhe hatte anwerben lassen.

Vom Mordauftrag zur Festnahme

Nach Feststellungen des Gerichts war der damals 17-Jährige für den Mordauftrag nach Köln gereist. Er erhielt von seinen Auftraggebern unter anderem eine Schusswaffe, ein Handy und Informationen über den zu Tötenden.
Der Jugendliche begab sich demnach zwischen dem 9. und dem 11. Oktober dreimal zur Anschrift des Opfers, traf dieses aber nicht an.
Am 11. Oktober erfuhr die deutsche Polizei durch schwedische Behörden von dem Plan und nahm den Angeklagten fest, seither sitzt er in Untersuchungshaft.

Gericht weist Ausrede des Täters zurück

Schuldig gesprochen wurde er wegen sogenannten Sichbereiterklärens zu einem Mord sowie Waffenrechtsverstößen. Der Prozess fand laut Gericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Der schwedische Staatsbürger legte in der Verhandlung demnach ein Teilgeständnis ab. Seinen Angaben nach sollte der Auftrag lediglich darin bestehen, das Opfer durch Beinschüsse zu verletzen.
Das glaubte das Gericht aber nicht – unter anderem wegen des großen Aufwands bei der Tatplanung und der Tatsache, dass das Opfer wenige Wochen später durch Schüsse lebensgefährlich verletzt wurde. (afp/red)
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Schweden zieht umstrittenen Vorstoß zur Inhaftierung 13-Jähriger zurück

Nach heftiger Kritik hat die schwedische Regierung ihr umstrittenes Vorhaben zurückgezogen, straffällig gewordene Kinder bereits ab dem Alter von 13 Jahren zu inhaftieren. Justizminister Gunnar Strömmer sagte, die Regierung wolle in den kommenden Wochen einen überarbeiteten Entwurf vorlegen.
In diesem sei das Alter von derzeit 15 dann auf 14 Jahre abgesenkt. Eigentlich sollte das schwedische Parlament am 15. Juni über den Entwurf abstimmen. Strömmer erwartet nun, dass das Gesetz bis August verabschiedet wird.
„Die Dinge sind im Parlament ein bisschen unsicher, deshalb haben wir uns entschieden, in dieser Situation verantwortungsvoll zu handeln, indem wir heute Morgen die Entscheidung trafen, den Entwurf zurückzuziehen“, sagte Strömmer vor Journalisten. „Ich glaube, die meisten fühlen sich mit 14 besser.“

Es geht um Mord und schwere Straftaten

Die konservative Regierung in Stockholm hatte die geplante Absenkung des Strafmündigkeitsalters von 15 auf 13 Jahre Ende Januar angekündigt. Dabei geht es um Jugendliche, die des Mordes oder anderer schwerer Straftaten beschuldigt wurden.
Die geplante Änderung war in Schweden auf viel Kritik gestoßen. Eine Mehrheit der 126 von der Regierung zu Rate gezogenen Behörden und Organisationen hatte sich kritisch geäußert oder den Entwurf abgelehnt, darunter die Polizei und der Justizvollzugsdienst.
Eine von der Regierung eingesetzte Kommission hatte schon ursprünglich vorgeschlagen, das Alter für schwere Straftaten auf 14 zu senken, die Regierung entschied dann aber, es noch weiter auf 13 Jahre abzusenken. Die oppositionellen Sozialdemokraten befürworten eine Altersgrenze von 14 Jahren.

Mit eigener Schule und Sporthalle

So sollen die Kinder in den Gefängnissen von erwachsenen Häftlingen getrennt werden und nachts elf Stunden lang in ihren Zimmern eingeschlossen sein, wie Strömmer mitteilte. Bei erwachsenen Häftlingen gilt für die Nacht eine 14-Stunden-Regel.
Überdies sollen die inhaftierten Kinder zur Schule gehen und Zugang zu einem eigenen Pausenhof, einer Sporthalle und einer Krankenstation haben. Die Regelung soll zunächst für fünf Jahre eingeführt werden.

Banden rekrutieren mit Absicht Minderjährige

Schweden kämpft seit mehr als einem Jahrzehnt gegen zunehmende Gewalt im Zusammenhang mit der organisierten Kriminalität. Hauptsächlich ist diese auf Konflikte zwischen rivalisierenden Banden und Kämpfe um die Kontrolle des Drogenmarktes zurückzuführen.
Die Banden rekrutieren zunehmend Minderjährige unter 15 Jahren für Anschläge und Schusswaffenangriffe, da ihnen bisher im Falle einer Festnahme keine Haftstrafe droht. (afp/red)
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Alabali Radovan nach Sipri-Warnung: Konflikte unserer Zeit „menschengemacht“

Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) sieht die Krisen und Konflikte unserer Zeit angesichts jüngsten Warnungen von Friedensforschern vor Atomwaffen als „menschengemacht“. „Es liegt also auch in unserer Macht, sie zu beenden“, erklärte die Ministerin am Montag anlässlich des Jahresberichts 2026 des schwedischen Friedensforschungsinstituts Sipri. Krieg sei „keine Naturgewalt“ und Frieden „keine naive Hoffnung – sondern harte politische Arbeit“.
Gegenüber Aggressoren sei Abschreckung „unabdingbar“, führte Alabali Radovan aus. Aber wer heute nur auf Aufrüstung setze, „denkt zu kurz“. „Atomwaffen und Panzer schaffen Abschreckung, Frieden aber entsteht durch Perspektiven für Menschen“, erklärte die Ministerin. Im Zuge dessen sei Entwicklungspolitik „unverzichtbar im Dreiklang mit Diplomatie und Verteidigung, um die Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen“.

Warnung vor Wettrüsten

Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri warnt vor einer wachsenden Bedeutung von Atomwaffen in der internationalen Sicherheitspolitik. Staaten setzten Atomwaffen zunehmend als Instrumente nationaler Machtpolitik ein und machten damit jahrzehntelange Bemühungen um eine Verringerung der Zahl und der Rolle von Atomwaffen rückgängig, erklärte Sipri anlässlich der Veröffentlichung seines 57. Jahrbuchs am Montag.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Sipri in seinem jährlichen Bericht vor einem „gefährlichen nuklearen Wettrüsten“ gewarnt. Der neue Bericht beschreibt nun eine weitere Zuspitzung dieser Entwicklung: Die neun Atommächte USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Nordkorea und Israel setzten demnach im vergangenen Jahr ihre Programme zur Modernisierung und Ausweitung ihrer Atomwaffenarsenale fort. (afp/red)
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Finnland bekommt neues NATO-Hauptquartier

Die NATO baut ihre Präsenz in Schweden und Finnland aus. Heute begannen neu geschaffene Einheiten in den beiden nordischen Ländern ihren Einsatz, teilte die Militärallianz mit.
Die sogenannten Forward Land Forces (FLF) umfassen eine Kampfgruppe im schwedischen Boden sowie ein multinationales Hauptquartier in Rovaniemi in Finnland.
Die Region sei „eine der strategisch bedeutendsten, mit einem Umfeld, das zu den schwierigsten der Welt zählt“, erklärte der Oberbefehlshaber der NATO-Truppen in Europa, US-General Alexus Grynkewich.
Die Entscheidung zur Schaffung der Forward Land Forces in Finnland war 2024 beim NATO-Gipfel in Washington getroffen worden.
Das lange bündnisfreie Finnland, das eine mehr als 1.300 Kilometer lange Grenze zu Russland hat, war der NATO im April 2023 beigetreten. Grund für die Kehrtwende war der Ukrainekrieg. Auch Schweden gab deswegen seine traditionelle Neutralität auf und trat 2024 der NATO bei. (afp/red)
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gesellschaft

Fährt die EU mit? Neue Vorschrift richtet Kameras auf Autofahrer

Eine EU-Verordnung schreibt ab Juli 2026 den Einbau des Sicherheitssystems „Advanced Driver Distraction Warning“ (ADDW) in Neuwagen vor. Dahinter verbirgt sich ein Fahrerkontrollsystem, das mit Kameras und akustischen Signalen die Verkehrssicherheit verbessern soll.
Verordnung 2019/2144 zielt darauf ab, Unfälle schon im Vorfeld zu vermeiden. Das ADDW-System soll mithilfe von Kameras erkennen, wenn der Fahrer abgelenkt ist und die Konzentration verliert, beispielsweise indem er zu lange von der Straße wegschaut.
Die ständige Überwachung des Fahrers während der Fahrt wirft auch sicherheits- und datenschutzrechtliche Fragen auf.

Zwei Fahrerkontrollsysteme

Laut ADAC führt die EU schrittweise zwei Fahrerüberwachungssysteme ein.
Gegenüber Epoch Times erklärte Sprecher Fabian Faehrmann, dass zuerst das „Driver Drowsiness and Attention Warning“ (DDAW) zur Vorschrift wurde. Dieses soll den Fahrer vor den Gefahren aufgrund von Übermüdung oder Sekundenschlaf am Steuer bewahren.
Während DDAW somit körperliche Zustände erkennen soll, soll ADDW vor problematischem Verhalten warnen. ADDW beobachtet dafür kontinuierlich das Fahrverhalten des Fahrers oder die Bewegungen des Fahrzeugs. Dafür werden auch Kameras im Fahrzeuginnenraum genutzt, um etwa das Schließen der Augenlider oder die Blinzelfrequenz zu messen.
„Für DDAW gelten die Anforderungen für neue Fahrzeugtypen seit dem 6. Juli 2022 und für alle Neuzulassungen seit dem 7. Juli 2024“, so Faehrmann. „Für ADDW folgen die entsprechenden Pflichten später, nämlich für neue Fahrzeugtypen seit dem 7. Juli 2024 und für alle Neuzulassungen ab dem 7. Juli 2026.“

Zunächst haben Kameras wie die Rückfahrkamera das Umfeld des Fahrzeugs sichtbarer gemacht. Nun finden diese technischen Augen immer mehr Einzug in den Innenraum.

Foto: Kwangmoozaa/iStock

Warnsysteme, die ablenken können

Der schwedische Motorjournalist Peter Esse, der die Gesetzesänderung geprüft hat, sieht in den Systemen, die eigentlich vor Ablenkung und Müdigkeit schützen sollen, jedoch eine Gefahr.
Er teilte der schwedischen Ausgabe der Epoch Times mit, dass sich bei Fahrzeugen mit dem neuen System herausgestellt hat, dass sie selbst den Fahrer ablenken können. Seiner Aussage nach besteht die Gefahr, dass man durch all die Warnsignale stärker abgelenkt werde als ohne.
Laut ADAC hätten Tester bei Autotests festgestellt, dass die Systeme unterschiedlich fein abgestimmt sind. Teilweise waren sie störend, teilweise auch unauffällig.
Die Erfassung von Daten mithilfe von installierten Mikrofonen und Kameras in neueren Pkw ist inzwischen stark verbreitet. Das umfassende Sammeln von Informationen geschieht dabei oftmals ohne Wissen des Fahrers.
Die Mikrofone, die nicht Teil der gesetzlich vorgeschriebenen EU-Systeme wie DDAW oder ADDW sind, sind im Normalfall aktiviert, um Sprachbefehle zu erkennen. Dies könnte die technische Voraussetzung dafür schaffen, Informationen aus dem Fahrzeuginnenraum zu erfassen.
EU

Bei sensiblen Gesprächen ist eine mögliche Überwachung im Fahrzeug unerwünscht.

Foto: Antonio_Diaz/iStock

Die schwedische Polizei hat mittlerweile beschlossen, sämtliche solcher Systeme aus ihren Dienstfahrzeugen zu entfernen. Gegenüber der schwedischen Ausgabe der Epoch Times erklärte Göran Bolinder von der nationalen Fahrzeugversorgung der Polizei, dass sie diese Systeme als Sicherheitsrisiko betrachte. Bolinder sagte: „Es darf auf keinen Fall möglich sein, unsere Fahrzeuge zu verfolgen oder extern Informationen über uns zu gewinnen.“
Eine Anfrage der Epoch Times an die Polizei Berlin, ob auch sie solche Systeme ausgebaut habe, blieb bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung unbeantwortet.

Datenschutzbedenken

Neben Bedenken von Sicherheits- und Schutzbehörden berühren die neuen Sicherheitssysteme auch die EU-Datenschutz-Grundverordnung und allgemeine Datenschutzgesetzgebungen.
Der ADAC weist darauf hin, dass bei kamerabasierten Ablenkungswarnsystemen vorgesehen ist, dass die erfassten Daten nicht zur Identifizierung von Personen genutzt werden dürfen.
Die EU-Verordnung schreibt zudem vor, dass die „ereignisbezogene Datenaufzeichnung […] innerhalb eines geschlossenen Systems erfolgen [soll], bei dem die gespeicherten Daten überschrieben werden“. Das heißt, Daten, die für die von der EU vorgeschriebenen Sicherheitssysteme erfasst werden, sollen nicht gespeichert werden und das Auto nicht verlassen.
Laut dem Automobilklub seien die Cybersicherheitsanforderungen hoch, weshalb die Fahrzeuge „sehr stark gegen externe Zugriffe abgeschirmt sind“, so Faehrmann.

Wie werden die Systeme geprüft?

Das bedeutet allerdings auch, dass eine unabhängige Überprüfung solcher Systeme anspruchsvoll ist. Aus Sicht des ADAC ist deshalb Transparenz entscheidend. Es müsse klar sein, wie die Datenverarbeitung in Fahrzeugen konkret erfolgt.
Dazu teilte der Pressesprecher der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit mit, dass die Untersuchung von Fahrzeugen im Hinblick auf Cybersicherheit in Deutschland im Rahmen der Marktbeobachtung erfolge, insbesondere durch das Kraftfahrt-Bundesamt.
Das bedeute, dass die Behörden den Markt ständig beobachten. Egal ob mit oder ohne konkrete Auffälligkeiten, sie führen regelmäßige, geplante Stichprobenprüfungen durch. Bei besonderer Auffälligkeit oder besonderem Risiko prüfen sie entsprechend intensiver.

Vielschichtige Datensammlung

Neben DDAW und ADDW sammelt auch das sogenannte eCall-System Daten im Auto. Das Notfallsystem ruft automatisch die Notrufnummer 112 an, wenn das Fahrzeug in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt wird. Das soll Rettungseinsätze beschleunigen und die Zahl der Verkehrstoten senken. Dieses System ist ebenfalls eine Vorgabe der EU.
Ferner sammelt der Fahrzeughersteller Daten, um das Fahrzeug weiterentwickeln zu können.
Hinzu kommen sogenannte Komfortfunktionen. Dazu gehören unter anderem Systeme, die helfen, den Pkw auf einem großen Parkplatz wiederzufinden.
Zudem werden etwa Daten zum Kraftstoffverbrauch weitergegeben. All dies sind Informationen, über die der Hersteller verfügt. Die Datenweitergabe jedoch lässt sich im Gegensatz zum gesetzlich vorgeschriebenen eCall-System deaktivieren.
Autohersteller und Technologieunternehmen bestreiten, dass eine Abhörung der Fahrzeuginsassen stattfindet. Gleichzeitig gibt es jedoch dokumentierte Fälle, in denen Hacker es geschafft haben, über Sicherheitslücken im Infotainmentsystem Fernzugriff auf die Mikrofone des Fahrzeugs zu erlangen.

Wertvolle Daten

Ein weiterer Aspekt der Datenerfassung ist der Wert der gesammelten Daten. Die Unternehmensberatung McKinsey & Company schätzte im Jahr 2021, dass der Markt für den Verkauf und die Nutzung von Fahrzeugdaten bis zum Jahr 2030 einen Wert von 250 bis 400 Milliarden US-Dollar (rund 220 bis 350 Milliarden Euro) erreichen könnte.
Durch Datenschutzgesetze sollen Autobesitzer künftig besser erkennen können, welche Daten bei der Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen weitergegeben werden.
EU

Autos sollen künftig verstärkt die Umgebung und aktuelle Geschwindigkeitsbegrenzungen erkennen – und bei Bedarf selbst handeln.

Foto: igoriss/iStock

Weitere automatische Systeme

Die neue EU-Gesetzgebung bringt weitere technische Anforderungen mit sich. Eine davon ist das adaptive Bremslicht oder Notbremslicht. Dabei handelt es sich laut Bundesverkehrsministerium „um eine Lichtsignalfunktion, die hinter dem Fahrzeug befindlichen Verkehrsteilnehmern anzeigt, dass das vor ihnen fahrende Fahrzeug mit einer für die jeweiligen Straßenverhältnisse starken Verzögerung gebremst wird“.
Relativ neu ist die automatische Notbremsung. Sie bremst das Fahrzeug bei Gefahr automatisch ab, ohne dass der Fahrer darauf Einfluss nehmen kann.
Im Weiteren müssen die Neufahrzeuge mit einem sogenannten Intelligent Speed Assistance-System (ISA) ausgestattet sein. Das ISA soll Geschwindigkeitsbegrenzungsschilder erkennen, diese mit Kartendaten abgleichen und den Fahrer bei zu hoher Geschwindigkeit warnen. Manche Hersteller erzeugen dabei auch einen Widerstand im Gaspedal.
(Mit Material der schwedischen Epoch Times)
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Selbstfahrender Bus kracht am ersten Einsatztag in Göteborg mit Straßenbahn zusammen

Gleich am ersten Tag seines Einsatzes mit Fahrgästen ist ein autonom fahrender Bus im schwedischen Göteborg mit einer Straßenbahn zusammengekracht.

Straßenbahn fuhr auf Bus auf

Wie die Verkehrsbetriebe am Montag mitteilten, „bremste der selbstfahrende Bus mit Passagieren an Bord und von hinten fuhr eine Straßenbahn auf“. Es habe keine Verletzten gegeben.
Der Bus war zwar schon seit Ende März im Zentrum von Göteborg unterwegs, aber Montag war der erste Tag für Fahrten mit Passagieren. Ein Fahrer war mit an Bord, um eingreifen zu können. Der Bus wurde nun zur Inspektion gebracht.

Testbetrieb bis 2027 genehmigt

Die schwedische Verkehrsbehörde hatte grünes Licht für den Testbetrieb mit Passagieren bis Ende Juli 2027 gegeben.
Selbstfahrende Busse und Shuttles in Europa fahren mit lokalen Erlaubnissen, von Stadt zu Stadt, oft auch auf privaten Straßen.
Die EU hat noch keine europaweite Erlaubnis für autonom fahrenden öffentlichen Nahverkehr oder Taxis ohne Fahrer erteilt. (afp/red)
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Nur Steine und Vögel: Studentin aus Halle gewinnt schwedische Insel

Sie ist rund 180 Meter lang, etwas mehr als 50 Meter breit, von Kormoranen besiedelt – und liegt an der Westküste von Schweden. Die kleine Insel Marsten wird nun ein Jahr lang von der Studentin Miriam Wiskemann aus Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt verwaltet.
Wie die schwedische Tourismusagentur bekanntgab, ist die 27-Jährige eine der Gewinnerinnen der internationalen Kampagne „Your Swedish Island“.
Schweden hat offiziell 267.570 Inseln – und damit so viele wie kein anderes Land auf der Welt. Fünf Inseln waren bei der Aktion im Angebot; für jeweils ein Jahr.
Es habe 2.242 Bewerbungen aus 100 Ländern gegeben, hieß es. Die anderen Gewinner kommen aus Kanada, den USA, den Niederlanden und der Schweiz.

Keine Unterkünfte auf der Insel – nur Steine und Vögel

„Es gibt keine besonderen Pflichten“, sagte die aus Düsseldorf stammende Miriam Wiskemann. Wichtig sei nur, dass schwedische Jedermannsrecht nicht einzuschränken, das besagt, dass andere Personen das Grundstück weiterhin besuchen oder durchqueren dürfen.
Die 27 Jahre Kunststudentin Miriam Wiskemann aus Halle (Saale) ist für ein Jahr Verwalterin einer schwedischen Insel.

Die 27 Jahre Kunststudentin Miriam Wiskemann aus Halle (Saale) ist für ein Jahr Verwalterin einer schwedischen Insel.

Foto: Privat/-/dpa

Ein Jahr auf der Insel bleiben muss Wiskemann nicht. Auf Marsten gibt es laut Gemeinde ohnehin keine Unterkünfte. Die Insel besteht nur aus Steinen und wurde in den 1990er Jahren von Kormoranen besiedelt.
Sie ist nur per Kajak oder SUP erreichbar und liegt rund sechs Kilometer vor der Westküste Schwedens in einem Schärengarten nahe einem Naturschutzgebiet.
Ende August oder Anfang September will Miriam Wiskemann zusammen mit einer Freundin „ihre“ Insel besuchen. „Der Hauptgewinn ist eigentlich die Reise dahin“, sagt sie.
Neben der Urkunde, die sie als Verwalterin der Insel auszeichnet, gibt es nach Angaben der Veranstalter einen Reisegutschein in Höhe von 20.000 Schwedischen Kronen (rund 1.800 Euro).

Mit einminütigem Instagram-Video zur Insel

Die 27-Jährige ist Illustratorin und studiert an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle (Saale). Den Aufenthalt wolle sie auch für ihre Bachelorarbeit nutzen, berichtete sie.
Vor allem die Natur inspiriere und begeistere sie in Schweden. Daher habe sie nach dem Abitur auch zunächst ein paar Semester Skandinavistik studiert und Schwedisch gelernt. Zuletzt habe sie ein Jahr in Stockholm gelebt.
Wiskemann hatte mit einem einminütigen Instagram-Video an dem Wettbewerb der schwedischen Behörden teilgenommen. (dpa/red)
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Rubio: Brauchen „Plan B“ zur Öffnung der Straße von Hormus

US-Außenminister Marco Rubio hat beim Nato-Außenministertreffen in Schweden für einen „Plan B“ zur Öffnung der Straße von Hormus geworben.
Alle würden ein Abkommen mit dem Iran begrüßen, das die Öffnung der für den globalen Öl- und Gasmarkt zentralen Meerenge beinhalte, sagte Rubio in Helsingborg.
Falls sich der Iran aber weigere, die Meerenge zu öffnen, und beschließe, sie zu kontrollieren und Mautgebühren für die Durchfahrt zu erheben, brauche man einen „Plan B“.
„Ich habe diesen Punkt heute angesprochen. Ich habe viel Zustimmung erhalten, (…) aber wir haben heute keine Ankündigung für Sie“, fuhr Rubio fort.

Vorbereitete Marinemission und Bedarf an einem Plan B

Der US-Außenminister verwies darauf, dass ein internationales Bündnis unter der Führung Frankreichs und Großbritanniens bereits eine mögliche Marinemission nach einem Ende der Kampfhandlungen vorbereitet.
Zugleich betonter er: „Aber wir brauchen einen Plan B für den Fall, dass jemand schießt – wie öffnet man dann die Meerenge wieder?“ Er wisse nicht, ob das unbedingt eine Nato-Mission sein müsse, „aber es wären sicherlich Nato-Länder, die dazu beitragen können“.
Rubio hob dabei hervor, dass die USA nicht auf Hilfe von Verbündeten angewiesen seien: „Die Vereinigten Staaten könnten es tun, aber es gibt Länder, die Interesse daran bekundet haben, möglicherweise an so etwas teilzunehmen, falls es tatsächlich so weit kommt.“ Konkrete Länder nannte er dabei nicht.
Die Öffnung der Straße von Hormus ist einer der zentralen Streitpunkte in den stockenden Verhandlungen zwischen Washington und Teheran.
Der Iran hatte die Meerenge durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen nach Beginn des Kriegs weitgehend unpassierbar gemacht. Die USA reagierten darauf mit einer eigenen Blockade von Schiffen, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen.

EU ebnet Weg für Sanktionen gegen Iran

Die EU hat den Weg für Sanktionen gegen Einzelpersonen und Organisationen im Iran wegen der Blockade der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus geebnet. „Die Maßnahmen des Iran gegen Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, verstoßen gegen das Völkerrecht“, erklärte am Freitag der Europäische Rat.
Der Rat beschloss nach eigenen Angaben, bestehende Sanktionen gegen den Iran auszuweiten. Die Maßnahmen sollen nun auch auf „Personen und Organisationen“ angewendet werden, „die an den Handlungen des Iran beteiligt sind“, welche die Freiheit der Schifffahrt in der Region bedrohten.
Zu den möglichen Sanktionen gehören Verbote der Einreise und Durchreise in der EU und das Einfrieren von Vermögenswerten. Europäischen Unternehmen und Bürgern ist es zudem untersagt, mit Menschen Geschäfte zu tätigen, die auf der Sanktionsliste stehen. Die EU nannte zunächst keine Namen von Personen oder Organisationen, gegen die sich die neuen Sanktionen richten sollen.
Der Iran blockiert die insbesondere für den Handel mit Öl und Flüssiggas immens wichtige Straße von Hormus seit Beginn des Krieges mit den USA und Israel Ende Februar weitestgehend.
Die Blockade hat die Weltmärkte erschüttert und die Öl- und Spritpreise in die Höhe schießen lassen. Die USA verhängten ihrerseits eine Seeblockade gegen iranische Häfen. Seit dem 8. April gilt in dem Konflikt eine brüchige Waffenruhe. (dpa/afp/red)
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Wadephul begrüßt US-Entsendung von 5.000 Soldaten nach Polen

Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat sich positiv zur Ankündigung von US-Präsident Donald Trump geäußert, 5000 „zusätzliche Soldaten“ nach Polen zu entsenden.
Er begrüße die Entscheidung „sehr“, sagte Wadephul am Rande eines Treffens der NATO-Außenminister im schwedischen Helsingborg am Freitag, 22. Mai. „Das ist eine gute Entscheidung.“
„Es ist immer klar gewesen, dass die USA auch gewisse Verschiebungen vornehmen würden“, sagte Wadephul über die unterschiedlichen Ankündigungen zu Verlegungen von US-Truppen in Europa in den vergangenen Wochen.
„Was wir jetzt hören, das irritiert uns überhaupt nicht“, sagte der Außenminister. Alle Gespräche deuteten darauf hin, dass die US-Truppenverlegungen „in einer sehr abgestimmten Art und Weise“ geschähen.
US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag überraschend in seinem Onlinedienst Truth Social angekündigt, „5000 zusätzliche Soldaten“ nach Polen zu entsenden. Er begründete dies mit seinem guten Verhältnis zu Polens rechtsnationalem Präsidenten Karol Nawrocki.
Erst vergangene Woche hatten hochrangige US-Militärvertreter bekanntgegeben, dass die USA die geplante Entsendung von 4000 Soldaten nach Polen gestoppt hätten. US-Vizepräsident JD Vance sagte am Dienstag vor Journalisten im Weißen Haus, die Verlegung sei lediglich verschoben und nicht gestrichen worden.

Abzug aus Deutschland und Tomahawk-Stationierung

Anfang Mai kündigte das US-Verteidigungsministerium an, 5000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor wiederholt bemängelt, dass sich die anderen NATO-Länder im Irankrieg nicht an der Sicherung der Straße von Hormus beteiligten. Scharfe Kritik übte Trump auch an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der den USA eine fehlende Strategie vorgeworfen hatte.
Zudem stoppte Washington die geplante Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern in Deutschland.
Wadephul sagte dazu in Helsingborg, es würden weitere Gespräche mit den USA über die Stationierung von Langstreckenwaffen in Deutschland geführt.
„Wir laden die Vereinigten Staaten von Amerika ein, bei ihren vorherigen Plänen zu bleiben“, betonte er. Deutschland sei aber auch bereit, solche Waffensysteme zu kaufen.

Rubio: US-Truppenverlegungen sind „keine Bestrafung“

US-Außenminister Marco Rubio hat der Auffassung widersprochen, seine Regierung setze die Stationierung von US-Truppen als Druckmittel gegenüber den europäischen NATO-Verbündeten ein.
„Das ist keine Bestrafung, sondern einfach ein fortlaufender Prozess“, sagte Rubio beim Treffen der NATO-Außenminister im schwedischen Helsingborg. Die USA hätten „globale Verpflichtungen“, die erforderten, „dass wir ständig neu prüfen, wo wir Truppen stationieren“, fügte er hinzu.
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NATO-Außenminister-Treffen in Schweden: Lastenteilung und Ukraine

Vor dem Hintergrund einer voraussichtlich reduzierten US-Präsenz in Europa setzen die NATO-Außenminister am Freitag, 22. Mai, ihre Beratungen im schwedischen Helsingborg fort (10.00 Uhr).
Dabei geht es vor allem um die Vorbereitung des NATO-Gipfels Anfang Juli in Ankara. Auf der Agenda stehen unter anderem die Unterstützung der Ukraine, der Ausbau der Rüstungskapazitäten und die verstärkte Übernahme von Verantwortung durch die Europäer innerhalb der Allianz.
Neben diesen Themen wird es auch um den Iran-Krieg und das Verhältnis zwischen den USA und ihren Verbündeten gehen.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sagte vor seinem Abflug nach Schweden, Deutschland sehe sich mit Blick auf einer größere Rolle Europas in der NATO in einer „Führungsposition“.
Ziel sei „eine neue Lastenverteilung, die Deutschlands und Europas wirtschaftlichem und militärischem Potenzial entspricht“. (afp/red)
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Nato-Außenministertreffen begonnen – Rubio beklagt mangelnde Unterstützung im Iran-Krieg

Vor dem Hintergrund des stark angespannten Verhältnisses zwischen den USA und westlichen Verbündeten sind im schwedischen Helsingborg die Nato-Außenminister zusammengekommen.
Zum Beginn des zweitägigen Treffens in Schloss Sofiero waren am Donnerstag, 21. Mai auch der schwedische Regierungschef Ulf Kristersson und König Carl XVI anwesend, wie Fotos zeigten. Für Deutschland nahm Außenminister Johann Wadephul (CDU) teil.
Bei dem Treffen soll es eigentlich um die Vorbereitung des Nato-Gipfels in Ankara Anfang Juli gehen. Der Iran-Krieg und der geplante US-Truppenabzug aus Europa dürften jedoch die Gespräche dominieren.

Trump und Rubio: Zu wenig Hilfe der Nato im Iran-Krieg

US-Außenminister Marco Rubio beklagte im Vorfeld erneut die mangelnde Unterstützung anderer Nato-Staaten im Iran-Krieg. US-Präsident Donald Trump verlange nicht, „dass sie ihre Kampfjets schicken“, sagte Rubio im US-Bundesstaat Florida vor seinem Abflug nach Schweden.
„Aber sie weigern sich, überhaupt etwas zu machen“, sagte der US-Außenminister vor Journalisten. „Wir waren darüber sehr verärgert.“
Trump hatte wiederholt klargemacht, dass er sich von Deutschland und anderen Nato-Verbündeten nicht ausreichend unterstützt fühle.

USA und Israel starten Angriffe

Die USA und Israel hatten Ende Februar den Iran-Krieg mit Angriffen auf die Islamische Republik begonnen.
Als Reaktion griff Teheran Ziele in Israel und in der Golfregion an und blockierte weitgehend die für den Welthandel bedeutende Straße von Hormus vor seiner Küste. Die USA blockieren ihrerseits iranische Häfen. (afp/red)
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Selbsterkenntnisse: Von der Krise zum Neuanfang

Per Lundins Weg zur Arbeit mit der Persönlichkeitsentwicklung begann beim Militär. Dort absolvierte er eine einwöchige, obligatorische Ausbildung mit Fokus auf Gruppendynamik, Führung und Selbsterkenntnis. Das Ziel war, sich seiner eigenen Verhaltensweisen bewusster zu werden. Es ging darum, zu erkennen, wie man unter Druck reagiert und wie das eigene Handeln andere beeinflusst.
Die Ausbildung handelte jedoch nicht nur von praktischer Führung. Sie öffnete ihm auch einen Zugang zu einem tieferen Verständnis für die Vielfältigkeit der Menschen. Er verstand besser, wie Menschen die Welt unterschiedlich interpretieren und zu völlig verschiedenen Auffassungen gelangen können – selbst in grundlegenden Fragen.
„Das ist entscheidend dafür, dass wir einander verstehen können. Kriege werden geführt, weil Menschen unterschiedlich denken und nicht die Fähigkeit haben, zu verstehen, warum [das so ist]“, sagt Per Lundin.

Per Lundin verändert sein Leben

Wir treffen uns vor Lundins Zuhause. Es ist ein ausgebautes rotes Ferienhaus auf einem abschüssigen Grundstück mit hohen Eichen. Auf dem angrenzenden Grundstück steht ein neu gebautes grünes Haus, Wand an Wand.

Es ist nicht lange her, da hatten Lundin und seine Frau noch die Wände zwischen dem Ferienhäuschen und dem Neubau herausgerissen. Doch dazu später mehr. In seinem roten Ferienhaus im Bohème-Stil erzählt Per Lundin aus seinem Leben …

Nach seiner Militärzeit arbeitete Per Lundin in Unternehmen, die sich auf Persönlichkeitsentwicklung und Führungskräftetraining spezialisiert hatten. Sein Schwerpunkt lag dabei auf Firmenkunden, denen er Kurse und Weiterbildungen anbot. Die Kurse waren damals wie heute erlebnisbasiert, und er war ein gefragter Dozent.
Per Lundin leitet das Unternehmen Potential, wo er Teilnehmer zu mehr Selbstbewusstsein führt. Foto: Anton Anderberg

Per Lundin leitet das Unternehmen Potential, in dem er Teilnehmer zu mehr Selbstbewusstsein führt.

Foto: Anton Anderberg

Aber irgendetwas passte nicht. Er hatte nicht das Gefühl, wirklich mit dem verbunden zu sein, worüber er sprach. Nach zwölf Jahren im Beruf schrieb er eine Abschiedsrede und hörte auf. Zusammen mit seiner Frau, die Gartengestalterin ist, begann er, im Landschaftsbau zu arbeiten.

Glück als gesellschaftliche Idee

In seiner Abschiedsrede ging Per Lundin auf einige grundlegende Dinge ein, die für ihn auch heute noch aktuell sind. Er sprach über die Idee, dass wir selbst – wenn auch unbewusst – die Vorlage dafür schaffen, wie wir uns glücklich fühlen sollen.
Die Gesellschaft, die Medien, Freunde und soziale Medien schaffen einen Maßstab dafür, was als ein gutes Leben angesehen wird. Dies sei dann das, was wir erreichen müssten, um uns mit uns selbst im Reinen zu fühlen. Die Liste der Ideale wird ständig erweitert. Den Pool, der sich jetzt unentbehrlich anfühlt, kannten wir vor 15 Jahren nicht einmal, geschweige denn, dass wir ihn gebraucht haben.
Wenn wir unsere Ziele erreichen, stellt sich auch nicht unbedingt ein Gefühl von langanhaltendem Glück ein. Denn der Maßstab ist veränderlich, weil wir ständig nach mehr streben. Diese äußeren Ideale schaffen auch eine Angst, nicht dazuzugehören. Lundin meint:
„Die vielleicht größte Angst, die wir in uns tragen, ist nicht das Scheitern, sondern nicht dazuzugehören. Als falsch, anders oder unzulänglich in den Augen anderer entlarvt zu werden. Diese Angst steuert uns oft mehr, als wir selbst verstehen. Wir passen uns an, spielen bestimmte Seiten herunter, verstärken andere und wählen Wege, die sich eher sicher als wahr anfühlen. Schließlich kann man ein ganzes Leben führen, das nach außen hin funktioniert – aber bei dem im Inneren etwas nicht stimmt.“

Das Schicksal hatte andere Pläne

Es sollte mehr als 15 Jahre dauern, bis Per Lundin Ende 2025 wieder anfing, in der Persönlichkeitsentwicklung zu arbeiten. Wahrscheinlich war der entscheidende Grund dafür sein grüner Neubau.
Das Haus wurde von seiner Frau Cajsa entworfen und von ihm selbst gebaut. Sie hatten den Plan, von Stockholm wegzuziehen. Sie wollten auf die schwedische Ostseeinsel Öland, dorthin, wo sie ihr Haus gebaut hatten. Doch das Schicksal wollte es anders.
Während der Bauzeit des Hauses stiegen die Zinsen auf das Vierfache an und die Auftragslage im Garten- und Landschaftsbau brach ein. Die Eheleute standen mit einem neugebauten Haus und hohen Zinsen da – und sie hatten nur geringe Einkommensmöglichkeiten. So entschieden sie sich, das neue Haus zu verkaufen und in die ältere Kate daneben einzuziehen. Dort fehlte allerdings der Abwasseranschluss, da dieser auf dem anderen Grundstück war.
„Wir gingen von dem Punkt, an dem wir unser Traumhaus gebaut hatten, dazu über, es zu verkaufen und in eine kleine Kate von 32 Quadratmetern zu ziehen. Wir konnten uns Geld für einen Anbau leihen und haben jetzt eine Toilette im Haus. Diese krisengetriebene Reise hat mich stärker in meinen Idealen verankert. Sonst würde ich jetzt nicht hier sitzen und mit dir sprechen. Das ist auch der Grund, warum ich wieder im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung arbeite“, so Per Lundin.

Am richtigen Platz – und alles fließt

Einen Teil der Veränderung beschreibt Per Lundin als eher existentiell. Nach der Wirtschaftskrise und der Zeit ohne Aufträge erlebte er eine deutliche Verschiebung seines Lebensgefühls: Er müsse nicht auf die gleiche Weise wie früher kämpfen.
Das innere Erleben, am richtigen Platz im Leben zu sein, habe die mentalen und emotionalen Hürden in seiner Arbeit verringert. Dinge hätten begonnen, sich natürlich zu fügen, Kontakte seien geknüpft worden und neue Möglichkeiten seien entstanden. Er sagt:
„Früher war es, als würde man stromaufwärts rudern. Jetzt ist es, als würde ich in einem Boot mit Segeln sitzen und nur steuern. Es fühlt sich an, als würde ich mich mit der Strömung bewegen.“
In seinen neuen Kursen wendet sich Per Lundin in erster Linie an Privatpersonen statt an Unternehmen.

Drei zwischenmenschliche Ängste

Laut Lundin gebe es drei grundlegende Ängste, die unser Verhalten im Umgang mit anderen Menschen beeinflussen. Seine Argumentation basiere auf den Theorien des amerikanischen Psychologen Will Schutz über zwischenmenschliche Bedürfnisse.
Es gehe um die Angst, ignoriert, entlarvt oder abgewiesen zu werden – nicht bedeutungsvoll zu sein, nicht auszureichen oder nicht gemocht zu werden. Diese Antriebe würden oft im Stillen wirken, aber in hohem Maße steuern, wie wir uns anpassen, reagieren und unsere Leben formen.
Per Lundin erzählt davon, wie der Mensch langsam aber sicher Konzepte und Abwehrmechanismen aufbaut; Verhaltensweisen, die sowohl konstruktiv als auch hemmend sein können.
„Unser Verhalten wird von unserer inneren Geschichte gesteuert. Wenn es mir sehr wichtig ist, rücksichtsvoll zu sein, werde ich in die Defensive gehen, sobald jemand das infrage stellt. Denn wenn ich nicht rücksichtsvoll bin, wer bin ich dann?“

Mehr Freiheit durch Bewusstheit

Er nennt sie Anhaftungen: jene Aspekte in uns, die wir für unsere Identität als wichtig erachten. Sie müssen nicht zwangsläufig negativ interpretiert werden, doch wenn wir uns ihrer bewusst sind, widerstehen wir dem Instinkt, in die Defensive zu gehen. Dieses Bewusstsein schenkt uns mehr Freiheit bei der Wahl dessen, wer wir sein wollen.
Hier kommt auch der soziale Aspekt ins Spiel. Die Angst, infrage gestellt zu werden, kann Hindernisse im sozialen Zusammenspiel schaffen. Wenn das Infragestellen zudem mit einem Infragestellen der gesamten eigenen Identität verknüpft ist, kann es schwierig sein, entspannt und offen zu sein. Man tastet ab und folgt, anstatt sich selbst treu zu sein.
Per Lundin spricht darüber, wie er dies durch verschiedene Übungen bewusst machen möchte. Wir alle tragen eine innere Geschichte in uns und suchen oft unbewusst nach Bestätigung dafür, dass diese Geschichte wahr ist. Er sagt:
„Wir suchen Bestätigung für die Konzepte, die wir innerlich von uns erschaffen. Sehe ich mich selbst als unattraktiv, werde ich die Blicke anderer negativ interpretieren. Sehe ich mich stattdessen als attraktiv, werden die Blicke anderer dies bestätigen. Auch wenn die anderen gar nichts mit mir zu tun haben.“
Sich selbst kennenzulernen, hat viel damit zu tun, seine Gedanken und Gefühle zu beobachten. Innezuhalten und einen Schritt zurückzutreten, anstatt instinktiv zu reagieren. Aber man kann sich auch täuschen, wenn man glaubt, dass sich alles nur um innere Konzepte oder äußere Erwartungen dreht.

Introvertiert oder extrovertiert

Bestimmte Persönlichkeitsmerkmale sind zu einem großen Teil angeboren. Per Lundin greift insbesondere die Begriffe „Introvertiertheit“ und „Extrovertiertheit“ auf, die ihren Ursprung in den Theorien von Carl Gustav Jung haben.
Demnach neigt das extrovertierte Individuum dazu, Energie in sozialen Kontexten und durch äußere Reize zu gewinnen, während das introvertierte Individuum in höherem Maße durch Stille und Zeit für sich selbst Kraft schöpft. Es geht also auch darum, seine angeborenen Charakterzüge zu verstehen – Dinge, die wir nicht ändern können.
Nach einer Krise wandte sich Per Lundin wieder seinem Interesse an Selbsterkenntnis zu. Nun mit einer tieferen Verankerung in sich selbst und einer stärkeren Überzeugung von deren Bedeutung. Foto: Anton Anderberg

Nach einer Krise wandte sich Per Lundin wieder seinem Interesse an Selbsterkenntnis zu. Nun mit einer tieferen Verankerung in sich selbst und einer stärkeren Überzeugung von deren Bedeutung.

Foto: Anton Anderberg

Einen Kurs zu belegen, ist jedoch nicht der einzige Weg. Per Lundin erzählt von einem Treffen mit einem Handwerker, der sich nie für Persönlichkeitsentwicklung oder Selbsterkenntnis interessierte. Dennoch ist diese Person einer der genuinsten und echtesten Menschen, die er je getroffen habe.
„Du musst keinen Kurs besuchen, um dich selbst zu verstehen. Du kannst dein ganzes Leben ohne Kurse leben und trotzdem zu denselben Dingen kommen. Es gibt Menschen, die nie ein Buch darüber gelesen und nie eine Ausbildung absolviert haben, und dennoch haben sie eine tiefe Selbsterkenntnis. Es geht nicht darum, was du tust, sondern darum, wie aufmerksam du dir selbst gegenüber bist, in dem, was du tust.“

Ein Zeichen für Veränderung

Wenn im Inneren etwas unstimmig ist, kann es ein Zeichen und an der Zeit sein, sich selbst zu erforschen. Es kann sich bemerkbar machen, indem man spürt, dass man nicht in Übereinstimmung mit seinen Werten lebt, oder indem man das Gefühl hat, am falschen Platz zu sein. Diese Reibung ist nicht immer deutlich. Es kann sich als ein vages Gefühl der Unzufriedenheit zeigen, als Rastlosigkeit oder mit dem wiederkehrenden Gedanken, dass etwas fehlt.

Per Lundin meint dazu:

„Du musst nichts tun. Du musst nicht einmal deinem Herzen folgen. Aber spürst du eine Sehnsucht, eine Neugier, die an dir zieht, dann finde ich, dass du sie ernst nehmen solltest. Ich glaube sogar, dass man krank werden kann, wenn man das ignoriert.“
Der Artikel erschien im Original bei epochtimes.se mit dem Titel „Han vände krisen till en nystart“. (redaktionelle Bearbeitung: sm)
„Das ist entscheidend dafür, dass wir einander verstehen können. Kriege werden geführt, weil Menschen unterschiedlich denken und nicht die Fähigkeit haben zu verstehen, warum [das so ist]“, sagt Per Lundin.

Per Lundin verändert sein Leben

Wir treffen uns vor Lundins Zuhause. Es ist ein ausgebautes rotes Ferienhaus auf einem abschüssigen Grundstück mit hohen Eichen. Auf dem angrenzenden Grundstück steht ein neu gebautes grünes Haus, Wand an Wand.

Es ist nicht lange her, da hatten Lundin und seine Frau noch die Wände zwischen dem Ferienhäuschen und dem Neubau herausgerissen. Doch dazu später mehr. Sobald ich das rote Ferienhaus betrete, beeindruckt mich der Bohème-Stil – und bald schon erzählt Per Lundin aus seinem Leben …

Nach seiner Militärzeit arbeitete Per Lundin in Unternehmen, die sich auf Persönlichkeitsentwicklung und Führungskräftetraining spezialisiert hatten. Sein Schwerpunkt lag dabei auf Firmenkunden, denen er Kurse und Weiterbildungen anbot. Die Kurse waren damals wie heute erlebnisbasiert, und er war ein gefragter Dozent.
Per Lundin leitet das Unternehmen Potential, wo er Teilnehmer zu mehr Selbstbewusstsein führt. Foto: Anton Anderberg

Per Lundin leitet das Unternehmen Potential, in dem er Teilnehmer zu mehr Selbstbewusstsein führt.

Foto: Anton Anderberg

Aber irgendetwas passte nicht. Er hatte nicht das Gefühl, wirklich mit dem verbunden zu sein, worüber er sprach. Nach zwölf Jahren im Beruf schrieb er eine Abschiedsrede und hörte auf. Zusammen mit seiner Frau, die Gartengestalterin ist, begann er im Landschaftsbau zu arbeiten.

Glück als gesellschaftliche Idee

In seiner Abschiedsrede ging Per Lundin auf einige grundlegende Dinge ein, die für ihn auch heute noch aktuell sind. Er sprach über die Idee, dass wir selbst – wenn auch unbewusst – die Vorlage dafür schaffen, wie wir uns glücklich fühlen sollen.
Die Gesellschaft, die Medien, Freunde und soziale Medien schaffen einen Maßstab dafür, was als ein gutes Leben angesehen wird. Dies sei dann das, was wir erreichen müssten, um uns mit uns selbst im Reinen zu fühlen. Die Liste der Ideale wird ständig erweitert. Den Pool, der sich jetzt unentbehrlich anfühlt, kannten wir vor 15 Jahren nicht einmal, geschweige denn, dass wir ihn gebraucht haben.
Wenn wir unsere Ziele erreichen, stellt sich auch nicht unbedingt ein Gefühl von langanhaltendem Glück ein. Denn der Maßstab ist veränderlich, weil wir ständig nach mehr streben. Diese äußeren Ideale schaffen auch eine Angst, nicht dazuzugehören. Lundin meint:
„Die vielleicht größte Angst, die wir in uns tragen, ist nicht das Scheitern, sondern nicht dazuzugehören. Als falsch, anders oder unzulänglich in den Augen anderer entlarvt zu werden. Diese Angst steuert uns oft mehr, als wir selbst verstehen. Wir passen uns an, spielen bestimmte Seiten herunter, verstärken andere und wählen Wege, die sich eher sicher als wahr anfühlen. Schließlich kann man ein ganzes Leben führen, das nach außen hin funktioniert – aber bei dem im Inneren etwas nicht stimmt.“

Das Schicksal hatte andere Pläne

Es sollte mehr als 15 Jahre dauern, bis Per Lundin Ende 2025 wieder anfing, in der Persönlichkeitsentwicklung zu arbeiten. Wahrscheinlich war der entscheidende Grund dafür sein grüner Neubau.
Das Haus wurde von seiner Frau Cajsa entworfen und von ihm selbst gebaut. Sie hatten den Plan, von Stockholm wegzuziehen. Sie wollten auf die schwedische Ostseeinsel Öland, dorthin, wo sie ihr Haus gebaut hatten. Doch das Schicksal wollte es anders.
Während der Bauzeit des Hauses stiegen die Zinsen auf das Vierfache an und die Auftragslage im Garten- und Landschaftsbau brach ein. Die Eheleute standen mit einem neugebauten Haus und hohen Zinsen da – und sie hatten nur geringe Einkommensmöglichkeiten. So entschieden sie sich, das neue Haus zu verkaufen und in die ältere Kate daneben einzuziehen. Dort fehlte allerdings der Abwasseranschluss, da dieser auf dem anderen Grundstück war.
„Wir gingen von dem Punkt, an dem wir unser Traumhaus gebaut hatten, dazu über, es zu verkaufen und in eine kleine Kate von 32 Quadratmetern zu ziehen. Wir konnten uns Geld für einen Anbau leihen und haben jetzt eine Toilette im Haus. Diese krisengetriebene Reise hat mich stärker in meinen Idealen verankert. Sonst würde ich jetzt nicht hier sitzen und mit dir sprechen. Das ist auch der Grund, warum ich wieder im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung arbeite“, so Per Lundin.

Am richtigen Platz – und alles fließt

Einen Teil der Veränderung beschreibt Per Lundin als eher existentiell. Nach der Wirtschaftskrise und der Zeit ohne Aufträge erlebte er eine deutliche Verschiebung seines Lebensgefühls: Er müsse nicht auf die gleiche Weise wie früher kämpfen.
Das innere Erleben, am richtigen Platz im Leben zu sein, habe die mentalen und emotionalen Hürden in seiner Arbeit verringert. Dinge hätten begonnen, sich natürlich zu fügen, Kontakte seien geknüpft worden und neue Möglichkeiten seien entstanden. Er sagt:
„Früher war es, als würde man stromaufwärts rudern. Jetzt ist es, als würde ich in einem Boot mit Segeln sitzen und nur steuern. Es fühlt sich an, als würde ich mich mit der Strömung bewegen.“
In seinen neuen Kursen wendet sich Per Lundin in erster Linie an Privatpersonen statt an Unternehmen.

Drei zwischenmenschliche Ängste

Laut Lundin gebe es drei grundlegende Ängste, die unser Verhalten im Umgang mit anderen Menschen beeinflussen. Seine Argumentation basiere auf den Theorien des amerikanischen Psychologen Will Schutz über zwischenmenschliche Bedürfnisse.
Es gehe um die Angst, ignoriert, entlarvt oder abgewiesen zu werden – nicht bedeutungsvoll zu sein, nicht auszureichen oder nicht gemocht zu werden. Diese Antriebe würden oft im Stillen wirken, aber in hohem Maße steuern, wie wir uns anpassen, reagieren und unsere Leben formen.
Per Lundin erzählt davon, wie der Mensch langsam aber sicher Konzepte und Abwehrmechanismen aufbaut; Verhaltensweisen, die sowohl konstruktiv als auch hemmend sein können.
„Unser Verhalten wird von unserer inneren Geschichte gesteuert. Wenn es mir sehr wichtig ist, rücksichtsvoll zu sein, werde ich in die Defensive gehen, sobald jemand das infrage stellt. Denn wenn ich nicht rücksichtsvoll bin, wer bin ich dann?“

Mehr Freiheit durch Bewusstheit

Er nennt sie Anhaftungen; jene Aspekte in uns, die wir für unsere Identität als wichtig erachten. Sie müssen nicht zwangsläufig negativ interpretiert werden, doch wenn wir uns ihrer bewusst sind, widerstehen wir dem Instinkt, in die Defensive zu gehen. Dieses Bewusstsein schenkt uns mehr Freiheit bei der Wahl dessen, wer wir sein wollen.
Hier kommt auch der soziale Aspekt ins Spiel. Die Angst, infrage gestellt zu werden, kann Hindernisse im sozialen Zusammenspiel schaffen. Wenn das Infragestellen zudem mit einem Infragestellen der gesamten eigenen Identität verknüpft ist, kann es schwierig sein, entspannt und offen zu sein. Man tastet ab und folgt, anstatt sich selbst treu zu sein.
Per Lundin spricht darüber, wie er dies durch verschiedene Übungen bewusst machen möchte. Wir alle tragen eine innere Geschichte in uns und suchen oft unbewusst nach Bestätigung dafür, dass diese Geschichte wahr ist. Er sagt:
„Wir suchen Bestätigung für die Konzepte, die wir innerlich von uns erschaffen. Sehe ich mich selbst als unattraktiv, werde ich die Blicke anderer negativ interpretieren. Sehe ich mich stattdessen als attraktiv, werden die Blicke anderer dies bestätigen. Auch wenn die anderen gar nichts mit mir zu tun haben.“
Sich selbst kennenzulernen, hat viel damit zu tun, seine Gedanken und Gefühle zu beobachten. Innezuhalten und einen Schritt zurückzutreten, anstatt instinktiv zu reagieren. Aber man kann sich auch täuschen, wenn man glaubt, dass sich alles nur um innere Konzepte oder äußere Erwartungen dreht.

Introvertiert oder extrovertiert

Bestimmte Persönlichkeitsmerkmale sind zu einem großen Teil angeboren. Per Lundin greift insbesondere die Begriffe Introvertiertheit und Extrovertiertheit auf, die ihren Ursprung in den Theorien von Carl Gustav Jung haben.
Demnach neigt das extrovertierte Individuum dazu, Energie in sozialen Kontexten und durch äußere Reize zu gewinnen, während das introvertierte Individuum in höherem Maße durch Stille und Zeit für sich selbst Kraft schöpft. Es geht also auch darum, seine angeborenen Charakterzüge zu verstehen – Dinge, die wir nicht ändern können.
Nach einer Krise wandte sich Per Lundin wieder seinem Interesse an Selbsterkenntnis zu. Nun mit einer tieferen Verankerung in sich selbst und einer stärkeren Überzeugung von deren Bedeutung. Foto: Anton Anderberg

Nach einer Krise wandte sich Per Lundin wieder seinem Interesse an Selbsterkenntnis zu. Nun mit einer tieferen Verankerung in sich selbst und einer stärkeren Überzeugung von deren Bedeutung.

Foto: Anton Anderberg

Einen Kurs zu belegen, ist jedoch nicht der einzige Weg. Per Lundin erzählt von einem Treffen mit einem Handwerker, der sich nie für Persönlichkeitsentwicklung oder Selbsterkenntnis interessierte. Dennoch ist diese Person einer der genuinsten und echtesten Menschen, die er je getroffen habe.
„Du musst keinen Kurs besuchen, um dich selbst zu verstehen. Du kannst dein ganzes Leben ohne Kurse leben und trotzdem zu denselben Dingen kommen. Es gibt Menschen, die nie ein Buch darüber gelesen und nie eine Ausbildung absolviert haben, und dennoch haben sie eine tiefe Selbsterkenntnis. Es geht nicht darum, was du tust, sondern darum, wie aufmerksam du dir selbst gegenüber bist, in dem, was du tust.“

Ein Zeichen für Veränderung

Wenn im Inneren etwas unstimmig ist, kann es ein Zeichen und an der Zeit sein, sich selbst zu erforschen. Es kann sich bemerkbar machen, indem man spürt, dass man nicht in Übereinstimmung mit seinen Werten lebt oder das Gefühl hat, am falschen Platz zu sein. Diese Reibung ist nicht immer deutlich. Es kann sich als ein vages Gefühl der Unzufriedenheit zeigen, als Rastlosigkeit oder mit dem wiederkehrenden Gedanken, dass etwas fehlt.

Per Lundin meint dazu:

„Du musst nichts tun. Du musst nicht einmal deinem Herzen folgen. Aber spürst du eine Sehnsucht, eine Neugier, die an dir zieht, dann finde ich, dass du sie ernst nehmen solltest. Ich glaube sogar, dass man krank werden kann, wenn man das ignoriert.“
Der Artikel erschien im Original bei epochtimes.se mit dem Titel „Han vände krisen till en nystart“. (redaktionelle Bearbeitung: sm)
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Spritpreise: Schweden kündigt weitere Senkung der Kraftstoffsteuern an

Zur Eindämmung der Belastungen für Verbraucherinnen und Verbraucher durch die Energiepreissteigerungen infolge des Iran-Krieges will Schweden die Steuern auf Kraftstoffe weiter senken. Wie die Regierung in Stockholm am Mittwoch mitteilte, soll sich die zeitlich befristete Steuersenkung auf 2,4 Kronen je Liter (umgerechnet 0,22 Euro) belaufen.
Dies werde dazu führen, dass der Preis für einen Liter Benzin oder Diesel an den Zapfsäulen unter Berücksichtigung der Mehrwertsteuer etwa drei Kronen (0,27 Euro) günstiger ausfalle.
„Wir stehen derzeit vor der schwersten globalen Energiekrise, die die Welt je erlebt hat“, sagte Energieministerin Ebba Busch bei einer Pressekonferenz. „Die Lage im Nahen Osten bleibt instabil, und wir werden auf die Probe gestellt werden“, fügte sie hinzu.
Finanzministerin Elisabeth Svantesson wies zudem darauf hin, dass Schwedens Wirtschaft „noch das gesamte laufende Jahr über“ von den Auswirkungen des Kriegs beeinflusst werde, selbst wenn dieser morgen ende.
Gelten sollen die Steuersenkungen vom 1. Juli bis zum 30. November. Zustimmen muss diesem Tankrabatt allerdings noch die EU, da Schweden die Steuern auf Kraftstoffe bereits auf das zulässige Mindestmaß abgesenkt hat.
Die Kosten der Maßnahme werden auf rund 7,7 Milliarden Kronen geschätzt. Sie ist Teil eines von der Regierung vorgestellten Krisenpakets, das ein Gesamtvolumen von 17,5 Milliarden Kronen hat. (afp/red)
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Merz: Stärke der NATO hängt nicht allein von Truppenzahl ab

Bundeskanzler Friedrich Merz blickt trotz der Spannungen mit den USA und des angekündigten Abzugs von US-Truppen aus Deutschland weiter optimistisch auf den Zusammenhalt der NATO.
„Die Stärke der NATO hängt nicht allein von der Truppenzahl ab, sondern von gemeinsamen Zielen, und diese Einigkeit besteht nach wie vor“, sagte Merz bei einer Pressekonferenz in Stockholm.
„Ich habe keinen Zweifel daran, dass die USA ein großes Interesse daran haben, einen starken europäischen Teil der NATO an ihrer Seite zu haben, und umgekehrt.“
Das US-Verteidigungsministerium hat angekündigt, rund 5.000 der etwa 39.000 in Deutschland stationierten US-Soldaten abzuziehen. Die Ankündigung erfolgte vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzler Merz.
Merz war in seiner Funktion als CDU-Parteichef zu Gast beim Parteitag der Konservativen von Schwedens Regierungschef Ulf Kristersson in Stockholm. (dpa/red)