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Spitzensportler Böhlmark – Seine größte Entdeckung war der Mensch

Vor sechs Jahren durchquerte der Spitzensportler Jonas Böhlmark die Ostsee mit dem Stand-Up-Paddleboard (SUP). Eine 280 Kilometer lange Reise, die ihn 43 schlaflose Stunden kostete. Alle seine Fingernägel verfärbten sich blau, einer fiel ihm sogar aus. Im darauffolgenden Jahr beschloss er, mit seinem Freund Axel Bergsten bis zur russischen Grenze Ski zu fahren.
Die Reise verlief jedoch nicht ganz so, wie sie es geplant hatten. Aufgrund von Pandemie-Beschränkungen mussten sie nach 43 Tagen umkehren. Es war eine Reise von fast 1.200 Kilometern, von Grövelsjön im Westen Schwedens nahe der norwegischen Grenze bis nach Karesuando im Norden in den schwedischen Bergen, nahe der Grenze zu Finnland.

Der Hintergrund seiner Reisen

Die Reise war nicht in erster Linie eine körperliche Herausforderung, sondern diente dazu, das Bewusstsein für psychische Erkrankungen zu schärfen und das Stigma rund um die bipolare Störung abzubauen. Die Krankheit wurde bei ihm im Alter von 19 Jahren diagnostiziert.
Bei einer bipolaren Störung können Betroffene zwischen manischen und depressiven Phasen wechseln. In manischen Phasen fühlen sie sich oft ungewöhnlich energiegeladen, stark und leistungsfähig – manchmal sogar so, als könnten sie alles bewältigen. In depressiven Phasen hingegen können Energie, Antrieb und Ausdauer nahezu vollständig verschwinden.
Nach seinem Abenteuer in Richtung russischer Grenze begann er, an seinem Buch zu schreiben. Er nannte es „Die bipolare Bibel“ – ein ehrliches und offenes Buch darüber, wie es sein kann, an einer bipolaren Störung zu erkranken und damit zu leben. Das Buch ist eine autobiografische Erzählung über sein Leben, seine bipolare Störung und seinen Weg ins Abenteuer.

Ein Buch wie ein Weg

Anhand seiner eigenen Erfahrungen möchte er zeigen, dass die Krankheit nicht das Leben eines Menschen bestimmen muss. In dem Buch verwebt sich die Geschichte seiner Krankheit mit seinen sportlichen Leistungen und Abenteuern. Manie, Depression, Psychosen, Training, Medikamente und Selbstbeherrschung werden Teil derselben Erzählung. Für Jonas ist körperliche Aktivität nicht nur eine Freizeitbeschäftigung – sie ist auch zu einem Weg geworden, sich besser zu fühlen und die Kontrolle zurückzugewinnen.
Das Buch nahm Gestalt an, als Jonas sich selbst in einer intensiven Lebensphase befand. Seitdem ist es gemeinsam mit seinen Abenteuern gewachsen. Das Ziel ist es, Menschen zu erreichen, die selbst mit einer bipolaren Störung leben, sondern auch Angehörige und andere, die verstehen möchten, wie es ist, mit dieser Erkrankung zu leben.
Er erklärt:
„Viele Menschen, die mit einer bipolaren Störung leben, haben ein sehr schweres Leben. Ich möchte zeigen, dass es trotzdem möglich ist, ein erfülltes und aktives Leben zu führen. Viele sagen, sie seien bipolar, aber ich halte das für eine falsche Ausdrucksweise. Man sollte sich nicht mit seiner Krankheit identifizieren. Ich habe eine bipolare Störung, aber ich bin nicht meine Krankheit.“
Das Buch entstand in den Jahren 2021 und 2022 und wurde auch ins Englische und Spanische übersetzt. Nach seinem jüngsten Abenteuer, welches internationale Aufmerksamkeit erregte, sollte dies relevant werden.

Sein längstes Abenteuer

Im September 2022, noch bevor sein Buch einen Verlag gefunden hatte, begab sich Jonas zusammen mit seinem Freund Axel auf das, was sein längstes Abenteuer werden sollte. Die Reise begann in Lyngen, hoch im Norden von Norwegen. Der Plan war, nach Süden in Richtung Treriksröset zu laufen, am Dreiländereck zu Schweden und Finnland. Der Plan war, nach Süden in Richtung Treriksröset zu laufen und dann den Torne-Fluss mit dem Stand-Up-Paddleboard bis nach Haparanda zu befahren.
Nach einiger Zeit nimmt die Reise eine Wende: Axel kehrte nach Hause zu seiner Familie und seiner Arbeit zurück. Was als gemeinsames Abenteuer begann, setzte Jonas nun alleine fort. Seine Reise führte ihn weiter nach Helsinki, der Hauptstadt Finnlands, weiter nach Tallinn, der Hauptstadt von Estland, dann nach Malmö, ganz im Süden von Schweden und wieder nach Norden, nach Mora, in Mittelschweden und Kiruna in Nordschweden, bis nach Narvik, einer Hafenstadt an der norwegischen Nordatlantikküste. Er lief, er radelte und er paddelte.
Danach entstand die Idee, mit dem SUP die Küste Europas entlang bis nach Gibralter zu paddeln, dem Tor zu Afrika, der einen Seite der Säulen des Herakles, wie man die europäischen und afrikanischen Felsen beidseits der Meerenge in der Antike nannte. Die Reise dauerte gut drei Jahre. Es gab nur leichtes Gepäck und geschlafen wurde unter freiem Himmel.
„Dieses Abenteuer hat mir sehr gutgetan. Es hat mir geholfen, meine bipolare Störung unter Kontrolle zu halten. Die tägliche körperliche Aktivität, der Aufenthalt im Freien und die klaren Routinen waren für mich wie Medizin. Ich musste in diesen Jahren keine Schlaftabletten einnehmen.“
Doch Jonas wollte noch weiter, weiter in Richtung Afrika, immer weiter nach Süden paddeln, an der Westküste Marokkos entlang.

Die Frage der Frau in Sagres

Jonas hatte sich schon vorbereitet und das meiste besorgt, was man für so eine Reise braucht. Er sah ein weiteres langes Abenteuer vor sich. Doch dann, irgendwo unterwegs, begann er sich zu fragen, warum er eigentlich weitermachte. Es ging schon nicht mehr nur um die Freude am Paddeln, sondern immer mehr darum, etwas zu tun, was noch niemand zuvor getan hatte.
Schließlich beschloss er, eine Pause einzulegen. Er erkannte, dass er nicht wollte, dass es nur noch darum ging, anderen etwas zu beweisen. Er wollte es doch um seiner selbst willen tun.
Diese Erkenntnis hängt mit einer Frage zusammen, die ihm eine Frau in Sagres in Portugal gestellt hatte: „Was würdest du tun, wenn du niemandem etwas beweisen müsstest?“
Die Frage ließ ihn nicht mehr los. Jonas liebt es nach wie vor, auf seinem SUP zu stehen und zu paddeln. Aber das muss nicht bedeuten, dass jede Reise länger, schwieriger oder extremer sein muss als die vorherige.
Jonas Böhlmark möchte das Stigma rund um die bipolare Störung abbauen. In „Die Bipolar-Bibel“ teilt er seine persönlichen Erfahrungen und zeigt Wege aus der Krise auf. Foto: Privat

Jonas Böhlmark möchte das Stigma rund um die bipolare Störung abbauen. In „Die Bipolar-Bibel“ teilt er seine persönlichen Erfahrungen und zeigt Wege aus der Krise auf.

Foto: Privat

Die Magie der Natur erleben

Es gibt andere Dinge, die ihm wichtig sind.
„Die Morgenstunden haben etwas Besonderes an sich. Man wacht auf, baut sein Lager ab und weiß, dass der ganze Tag noch vor einem liegt. Dann schnappt man sich sein SUP, geht hinunter zum Wasser und stellt sich auf das Brett. Wenn ich auf das SUP steige, passiert etwas in meinem Körper. Alles wird ruhig, und ein fast schon magisches Gefühl stellt sich ein. Das erlebe ich nun schon seit mehreren Jahren.“
Für Jonas ist körperliche Aktivität einer der wichtigsten Faktoren für sein Wohlbefinden. Er beschreibt die letzten Jahre als eine Zeit, in der es ihm sehr gut ging und er keine schwerwiegenden Episoden hatte. Das Training wird zu einer zusätzlichen Medizin und zu einem Weg, sich von schlechten Phasen zu erholen und mehr Kontrolle über sein Befinden zu erlangen.
„Bewegung tut jedem gut, aber für Menschen mit einer bipolaren Störung ist sie besonders wichtig. Ich würde mir wünschen, dass Ärzte den Betroffenen körperliche Aktivität verschreiben – und zwar nicht nur einmal pro Woche. Wenn es einem schlecht geht, muss man sich anstrengen und jeden Tag trainieren. Als Angehöriger ist es gut, wenn man dabei hilft, da es schwierig sein kann, aus eigener Kraft den ersten Schritt zu machen.“
Doch das Training ist nicht das Einzige, was Jonas als entscheidend hervorhebt.

Die eigenen Schwächen meistern

Mindestens ebenso wichtig ist die Selbstkontrolle. In seinem Buch beschreibt er, wie sich der manische Zustand als enorme Freude – als brennender Energieschub – anfühlen kann, aber dass er letztendlich zu nichts Gutem führt. Wie eine Droge, die einen dazu bringt, verheerende Entscheidungen zu treffen, mit denen man dann leben muss.
„Bei der Selbstbeherrschung geht es darum, das zu tun, von dem man weiß, dass man es tun muss, auch wenn man keine Lust dazu hat. Egal, wie müde ich bin, ich nehme jeden Abend meine Medikamente ein. Das ist in etwa so wie Zähneputzen. Man tut es, weil man weiß, dass es wichtig ist. Ich weiß, dass Alkohol nicht gut für mich ist, und deshalb trinke ich nicht.“
Sowohl das Buch als auch die Abenteuer sind für Jonas eine Möglichkeit, die bipolare Störung zu normalisieren. Ein bisschen so, wie Diabetes sich von einem Stigma zu einer Krankheit gewandelt hat, die jeder kennt.

„Die Menschheit ist wirklich wunderbar“

Als ich ihn frage, was die wichtigsten Erkenntnisse sind, die er während seiner Abenteuer gewonnen hat, bekomme ich eine unerwartete Antwort. Es geht nicht um körperliche Leistungen oder tiefe Einsichten über sich selbst – sondern um die innewohnende Güte anderer Menschen.
„Die Menschheit ist wirklich wunderbar. Ich habe ganz Westeuropa bereist. Ich bin langsamer unterwegs gewesen als die meisten anderen. Überall begegne ich freundlichen, guten und hilfsbereiten Menschen.“
Jonas stand in den letzten Jahren durchschnittlich vier bis sechs Stunden täglich auf seinem SUP. Sein Gepäck passt in einen wasserdichten Beutel, den er auf dem Brett mitnimmt. Kein Neoprenanzug, kein Notruftelefon, kein Begleitboot, das überprüft, ob es ihm gut geht – und keine Sponsoren.
Keine sichtbaren Sponsoren zu haben, ist eine bewusste Entscheidung von Jonas. Das erschwert seine finanzielle Situation erheblich und verschafft ihm weniger Medienpräsenz. Aber gleichzeitig schafft es Freiheit. Er muss weder Bilder noch Ergebnisse liefern noch sich danach richten, was andere von ihm erwarten.

Ohne Netz und doppelten Boden

In erster Linie geht es bei dieser Entscheidung um Jonas’ Beziehung zur Natur. Während seiner Abenteuer hat er Jahre damit zugebracht, Tag und Nacht im Freien zu verbringen. Die Natur ist ihm mittlerweile so nah, dass sie sich fast lebendig anfühlt. Wenn er sich um die Natur kümmert, wird sich die Natur auch um ihn kümmern. Er reagiert sehr empfindlich auf Müll und findet es widersprüchlich, die Natur zu nutzen, um Marken zu stärken, die eine Konsumgesellschaft unterstützen.
Jonas’ Abenteuer ist in vielerlei Hinsicht gefährlich. Ohne Begleitboot ist er alleine auf seinem SUP. Sollte etwas passieren, gibt es niemanden, der schnell zu Hilfe eilen könnte. Es gibt nur ihn selbst und die Natur.
Die Ausrüstung muss solange durchhalten, wie es nur geht. Das Board wurde schon so oft repariert, dass die Flicken mittlerweile ein Teil davon geworden sind. Derzeit schläft er in zwei kaputten Schlafsäcken, die einander ergänzen müssen. Ein Zelt besitzt er nicht. Stattdessen schläft er unter freiem Himmel, oft an Stränden oder in Waldgebieten.
Es ist ein spartanisches Leben ohne Dinge, die sonst selbstverständlich sind. Die Beschaffung von Essen, Wasser, Schlaf und einem Platz zum Schlafen wird Teil der Tagesplanung.
„Vier Jahre auf Reisen haben mir eine Perspektive auf Menschen eröffnet, denen man in den Nachrichten nicht so oft begegnet.“
Er hat oft Hilfe von fremden Menschen erhalten, und wenn er krank wurde, ging diese Hilfe manchmal über einen Teller Essen oder ein repariertes Brett hinaus. Zweimal, als er im Krankenhaus operiert wurde, sind Menschen, die er kaum kannte, zu seinen Freunden geworden und haben ihm ihr Zuhause geöffnet. In Frankreich wohnte er etwa zwei Monate lang bei einer 63-jährigen Frau und ihren Freunden. Für Jonas sind solche Begegnungen ein Beweis dafür, dass das Bild vom Menschen, das in den Nachrichten oft vermittelt wird, nicht die ganze Wahrheit ist.
Dieser Eindruck verstärkte sich noch in Gegenden, in denen die Menschen selbst echten Hunger erlebt haben und aus eigener, körperlicher Erfahrung wissen, wie es ist, in einer prekären Lage zu sein.
Eine wichtige Sache, die man beachten sollte, wenn man an einer bipolaren Störung leidet ist – und das gilt auch für alle Menschen –, sich um seine Beziehungen zu kümmern. Während meines Abenteuers habe ich sehr viele nette Menschen kennengelernt.
Diese Beziehungen sind zu einem großen Teil des Abenteuers geworden. Als er sich auf den Weg machte, ging es anfangs vor allem um die eigene Leistung, doch nach mehreren Jahren auf den Straßen haben die Menschen, denen er begegnet ist, für ihn eine immer größere Bedeutung erlangt.

Vier Jahre auf Reisen haben Jonas Böhlmarks Lebenseinstellung verändert. Jetzt sind es Beziehungen, Natur und Freiheit, die ihm am wichtigsten sind.

Foto: Privat

Eine neue Sicht auf die Zukunft

Das ist auch etwas, das offenbar seine Vorstellung von dem verändert hat, was er in der Zukunft erreichen möchte. Bei einem Abenteuer geht es also nicht unbedingt darum, ständig den nächsten Schritt zu machen, weiter zu paddeln oder etwas zu tun, was noch niemand zuvor getan hat. Stattdessen sind es die Beziehungen, die wichtig geworden sind, und die Natur und die Möglichkeit, selbst über den eigenen Alltag zu bestimmen.
Nun bleibt die Frage, was er mit all dem anfangen soll, was er erlebt hat, und wie ein Leben nach dem Abenteuer aussehen soll.
Das Buch ist auch ein Teil davon. Doch es ist nicht sicher, dass Jonas’ „Bipolare Bibel“ zuerst auf Schwedisch erscheinen wird. Während seiner Reise entlang des europäischen Kontinents hat er große mediale Aufmerksamkeit erhalten. In Schweden wird er jedoch selten erwähnt. Jonas beschreibt, wie er heute auf dem Rückweg als Held empfangen wird, jetzt, wo er in Portugal paddelt und weiter nach Norden fährt.
Eigentlich möchte er nach Grövelsjön in Dalarna, Westschweden, zurückkehren und als Naturführer arbeiten oder Wildniscamps organisieren. Aber er hat Angst, dass er von seiner Leidenschaft nicht leben kann. Dank der öffentlichen Aufmerksamkeit rund um sein Rekordabenteuer wäre ein entsprechender Lebensunterhalt in Südeuropa möglich.
Nach vier Jahren des Reisens zu Land und Wasser hat er jedoch bisher nicht genug. Jonas spricht davon, so lange weiter zu paddeln, bis er einen Grund findet, sich niederzulassen. Vielleicht eine Frau, mit der er eine Familie gründen kann, oder etwas so Einfaches wie eine friedliche Arbeit an einem von Europas Stränden.
Es geht nicht mehr darum, etwas zu tun, was noch niemand zuvor getan hat, sondern darum, zu verstehen, was er eigentlich will.
Gleichzeitig hat das Abenteuer ihn grundlegend verändert. Nach über vier Jahren unter freiem Himmel ist das einfache Leben zur neuen Normalität geworden. Als wir miteinander sprechen, hat Jonas einen Schlafplatz unter einem Sonnenschirm an einem Strand in Südeuropa gefunden. Es ist spät am Abend, und ich höre, wie der Wind heult. Er hat keine Wohnung, in die er nach Hause gehen kann, und keinen Arbeitstag, der am nächsten Morgen auf ihn wartet. Nur das SUP, sein Gepäck und den morgigen Tag.
Der Artikel erschien im Original auf epochtimes.se unter dem Titel „Hans största upptäckt var människan“. (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: sm)
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Spitzensportler Böhlmark: Seine größte Entdeckung war der Mensch

Vor sechs Jahren durchquerte der Spitzensportler Jonas Böhlmark die Ostsee mit dem Stand-Up-Paddleboard (SUP). Eine 280 Kilometer lange Reise, die ihn 43 schlaflose Stunden kostete. Alle seine Fingernägel verfärbten sich blau, einer fiel ihm sogar aus. Im darauffolgenden Jahr beschloss er, mit seinem Freund Axel Bergsten bis zur russischen Grenze Ski zu fahren.
Die Reise verlief jedoch nicht ganz so, wie sie es geplant hatten. Aufgrund von Pandemie-Beschränkungen mussten sie nach 43 Tagen umkehren. Es war eine Reise von fast 1.200 Kilometern, von Grövelsjön im Westen Schwedens nahe der norwegischen Grenze bis nach Karesuando im Norden in den schwedischen Bergen, nahe der Grenze zu Finnland.

Der Hintergrund seiner Reisen

Die Reise war nicht in erster Linie eine körperliche Herausforderung, sondern diente dazu, das Bewusstsein für psychische Erkrankungen zu schärfen und das Stigma rund um die bipolare Störung abzubauen. Die Krankheit wurde bei ihm im Alter von 19 Jahren diagnostiziert.
Bei einer bipolaren Störung können Betroffene zwischen manischen und depressiven Phasen wechseln. In manischen Phasen fühlen sie sich oft ungewöhnlich energiegeladen, stark und leistungsfähig – manchmal sogar so, als könnten sie alles bewältigen. In depressiven Phasen hingegen können Energie, Antrieb und Ausdauer nahezu vollständig verschwinden.
Nach seinem Abenteuer in Richtung russischer Grenze begann er, an seinem Buch zu schreiben. Er nannte es „Die bipolare Bibel“ – ein ehrliches und offenes Buch darüber, wie es sein kann, an einer bipolaren Störung zu erkranken und damit zu leben. Das Buch ist eine autobiografische Erzählung über sein Leben, seine bipolare Störung und seinen Weg ins Abenteuer.

Ein Buch wie ein Weg

Anhand seiner eigenen Erfahrungen möchte er zeigen, dass die Krankheit nicht das Leben eines Menschen bestimmen muss. In dem Buch verwebt sich die Geschichte seiner Krankheit mit seinen sportlichen Leistungen und Abenteuern. Manie, Depression, Psychosen, Training, Medikamente und Selbstbeherrschung werden Teil derselben Erzählung. Für Jonas ist körperliche Aktivität nicht nur eine Freizeitbeschäftigung – sie ist auch zu einem Weg geworden, sich besser zu fühlen und die Kontrolle zurückzugewinnen.
Das Buch nahm Gestalt an, als Jonas sich selbst in einer intensiven Lebensphase befand. Seitdem ist es gemeinsam mit seinen Abenteuern gewachsen. Das Ziel ist es, Menschen zu erreichen, die selbst mit einer bipolaren Störung leben, sondern auch Angehörige und andere, die verstehen möchten, wie es ist, mit dieser Erkrankung zu leben.
Er erklärt:
„Viele Menschen, die mit einer bipolaren Störung leben, haben ein sehr schweres Leben. Ich möchte zeigen, dass es trotzdem möglich ist, ein erfülltes und aktives Leben zu führen. Viele sagen, sie seien bipolar, aber ich halte das für eine falsche Ausdrucksweise. Man sollte sich nicht mit seiner Krankheit identifizieren. Ich habe eine bipolare Störung, aber ich bin nicht meine Krankheit.“
Das Buch entstand in den Jahren 2021 und 2022 und wurde auch ins Englische und Spanische übersetzt. Nach seinem jüngsten Abenteuer, welches internationale Aufmerksamkeit erregte, sollte dies relevant werden.

Sein längstes Abenteuer

Im September 2022, noch bevor sein Buch einen Verlag gefunden hatte, begab sich Jonas zusammen mit seinem Freund Axel auf das, was sein längstes Abenteuer werden sollte. Die Reise begann in Lyngen, hoch im Norden von Norwegen. Der Plan war, nach Süden in Richtung Treriksröset zu laufen, am Dreiländereck zu Schweden und Finnland. Der Plan war, nach Süden in Richtung Treriksröset zu laufen und dann den Torne-Fluss mit dem Stand-Up-Paddleboard bis nach Haparanda zu befahren.
Nach einiger Zeit nimmt die Reise eine Wende: Axel kehrte nach Hause zu seiner Familie und seiner Arbeit zurück. Was als gemeinsames Abenteuer begann, setzte Jonas nun alleine fort. Seine Reise führte ihn weiter nach Helsinki, der Hauptstadt Finnlands, weiter nach Tallinn, der Hauptstadt von Estland, dann nach Malmö, ganz im Süden von Schweden und wieder nach Norden, nach Mora, in Mittelschweden und Kiruna in Nordschweden, bis nach Narvik, einer Hafenstadt an der norwegischen Nordatlantikküste. Er lief, er radelte und er paddelte.
Danach entstand die Idee, mit dem SUP die Küste Europas entlang bis nach Gibralter zu paddeln, dem Tor zu Afrika, der einen Seite der Säulen des Herakles, wie man die europäischen und afrikanischen Felsen beidseits der Meerenge in der Antike nannte. Die Reise dauerte gut drei Jahre. Es gab nur leichtes Gepäck und geschlafen wurde unter freiem Himmel.
„Dieses Abenteuer hat mir sehr gutgetan. Es hat mir geholfen, meine bipolare Störung unter Kontrolle zu halten. Die tägliche körperliche Aktivität, der Aufenthalt im Freien und die klaren Routinen waren für mich wie Medizin. Ich musste in diesen Jahren keine Schlaftabletten einnehmen.“
Doch Jonas wollte noch weiter, weiter in Richtung Afrika, immer weiter nach Süden paddeln, an der Westküste Marokkos entlang.

Die Frage der Frau in Sagres

Jonas hatte sich schon vorbereitet und das meiste besorgt, was man für so eine Reise braucht. Er sah ein weiteres langes Abenteuer vor sich. Doch dann, irgendwo unterwegs, begann er sich zu fragen, warum er eigentlich weitermachte. Es ging schon nicht mehr nur um die Freude am Paddeln, sondern immer mehr darum, etwas zu tun, was noch niemand zuvor getan hatte.
Schließlich beschloss er, eine Pause einzulegen. Er erkannte, dass er nicht wollte, dass es nur noch darum ging, anderen etwas zu beweisen. Er wollte es doch um seiner selbst willen tun.
Diese Erkenntnis hängt mit einer Frage zusammen, die ihm eine Frau in Sagres in Portugal gestellt hatte: „Was würdest du tun, wenn du niemandem etwas beweisen müsstest?“
Die Frage ließ ihn nicht mehr los. Jonas liebt es nach wie vor, auf seinem SUP zu stehen und zu paddeln. Aber das muss nicht bedeuten, dass jede Reise länger, schwieriger oder extremer sein muss als die vorherige.
Jonas Böhlmark möchte das Stigma rund um die bipolare Störung abbauen. In „Die Bipolar-Bibel“ teilt er seine persönlichen Erfahrungen und zeigt Wege aus der Krise auf. Foto: Privat

Jonas Böhlmark möchte das Stigma rund um die bipolare Störung abbauen. In „Die Bipolar-Bibel“ teilt er seine persönlichen Erfahrungen und zeigt Wege aus der Krise auf.

Foto: Privat

Die Magie der Natur erleben

Es gibt andere Dinge, die ihm wichtig sind.
„Die Morgenstunden haben etwas Besonderes an sich. Man wacht auf, baut sein Lager ab und weiß, dass der ganze Tag noch vor einem liegt. Dann schnappt man sich sein SUP, geht hinunter zum Wasser und stellt sich auf das Brett. Wenn ich auf das SUP steige, passiert etwas in meinem Körper. Alles wird ruhig, und ein fast schon magisches Gefühl stellt sich ein. Das erlebe ich nun schon seit mehreren Jahren.“
Für Jonas ist körperliche Aktivität einer der wichtigsten Faktoren für sein Wohlbefinden. Er beschreibt die letzten Jahre als eine Zeit, in der es ihm sehr gut ging und er keine schwerwiegenden Episoden hatte. Das Training wird zu einer zusätzlichen Medizin und zu einem Weg, sich von schlechten Phasen zu erholen und mehr Kontrolle über sein Befinden zu erlangen.
„Bewegung tut jedem gut, aber für Menschen mit einer bipolaren Störung ist sie besonders wichtig. Ich würde mir wünschen, dass Ärzte den Betroffenen körperliche Aktivität verschreiben – und zwar nicht nur einmal pro Woche. Wenn es einem schlecht geht, muss man sich anstrengen und jeden Tag trainieren. Als Angehöriger ist es gut, wenn man dabei hilft, da es schwierig sein kann, aus eigener Kraft den ersten Schritt zu machen.“
Doch das Training ist nicht das Einzige, was Jonas als entscheidend hervorhebt.

Die eigenen Schwächen meistern

Mindestens ebenso wichtig ist die Selbstkontrolle. In seinem Buch beschreibt er, wie sich der manische Zustand als enorme Freude – als brennender Energieschub – anfühlen kann, aber dass er letztendlich zu nichts Gutem führt. Wie eine Droge, die einen dazu bringt, verheerende Entscheidungen zu treffen, mit denen man dann leben muss.
„Bei der Selbstbeherrschung geht es darum, das zu tun, von dem man weiß, dass man es tun muss, auch wenn man keine Lust dazu hat. Egal, wie müde ich bin, ich nehme jeden Abend meine Medikamente ein. Das ist in etwa so wie Zähneputzen. Man tut es, weil man weiß, dass es wichtig ist. Ich weiß, dass Alkohol nicht gut für mich ist, und deshalb trinke ich nicht.“
Sowohl das Buch als auch die Abenteuer sind für Jonas eine Möglichkeit, die bipolare Störung zu normalisieren. Ein bisschen so, wie Diabetes sich von einem Stigma zu einer Krankheit gewandelt hat, die jeder kennt.

„Die Menschheit ist wirklich wunderbar“

Als ich ihn frage, was die wichtigsten Erkenntnisse sind, die er während seiner Abenteuer gewonnen hat, bekomme ich eine unerwartete Antwort. Es geht nicht um körperliche Leistungen oder tiefe Einsichten über sich selbst – sondern um die innewohnende Güte anderer Menschen.
„Die Menschheit ist wirklich wunderbar. Ich habe ganz Westeuropa bereist. Ich bin langsamer unterwegs gewesen als die meisten anderen. Überall begegne ich freundlichen, guten und hilfsbereiten Menschen.“
Jonas stand in den letzten Jahren durchschnittlich vier bis sechs Stunden täglich auf seinem SUP. Sein Gepäck passt in einen wasserdichten Beutel, den er auf dem Brett mitnimmt. Kein Neoprenanzug, kein Notruftelefon, kein Begleitboot, das überprüft, ob es ihm gut geht – und keine Sponsoren.
Keine sichtbaren Sponsoren zu haben, ist eine bewusste Entscheidung von Jonas. Das erschwert seine finanzielle Situation erheblich und verschafft ihm weniger Medienpräsenz. Aber gleichzeitig schafft es Freiheit. Er muss weder Bilder noch Ergebnisse liefern noch sich danach richten, was andere von ihm erwarten.

Ohne Netz und doppelten Boden

In erster Linie geht es bei dieser Entscheidung um Jonas’ Beziehung zur Natur. Während seiner Abenteuer hat er Jahre damit zugebracht, Tag und Nacht im Freien zu verbringen. Die Natur ist ihm mittlerweile so nah, dass sie sich fast lebendig anfühlt. Wenn er sich um die Natur kümmert, wird sich die Natur auch um ihn kümmern. Er reagiert sehr empfindlich auf Müll und findet es widersprüchlich, die Natur zu nutzen, um Marken zu stärken, die eine Konsumgesellschaft unterstützen.
Jonas’ Abenteuer ist in vielerlei Hinsicht gefährlich. Ohne Begleitboot ist er alleine auf seinem SUP. Sollte etwas passieren, gibt es niemanden, der schnell zu Hilfe eilen könnte. Es gibt nur ihn selbst und die Natur.
Die Ausrüstung muss solange durchhalten, wie es nur geht. Das Board wurde schon so oft repariert, dass die Flicken mittlerweile ein Teil davon geworden sind. Derzeit schläft er in zwei kaputten Schlafsäcken, die einander ergänzen müssen. Ein Zelt besitzt er nicht. Stattdessen schläft er unter freiem Himmel, oft an Stränden oder in Waldgebieten.
Es ist ein spartanisches Leben ohne Dinge, die sonst selbstverständlich sind. Die Beschaffung von Essen, Wasser, Schlaf und einem Platz zum Schlafen wird Teil der Tagesplanung.
„Vier Jahre auf Reisen haben mir eine Perspektive auf Menschen eröffnet, denen man in den Nachrichten nicht so oft begegnet.“
Er hat oft Hilfe von fremden Menschen erhalten, und wenn er krank wurde, ging diese Hilfe manchmal über einen Teller Essen oder ein repariertes Brett hinaus. Zweimal, als er im Krankenhaus operiert wurde, sind Menschen, die er kaum kannte, zu seinen Freunden geworden und haben ihm ihr Zuhause geöffnet. In Frankreich wohnte er etwa zwei Monate lang bei einer 63-jährigen Frau und ihren Freunden. Für Jonas sind solche Begegnungen ein Beweis dafür, dass das Bild vom Menschen, das in den Nachrichten oft vermittelt wird, nicht die ganze Wahrheit ist.
Dieser Eindruck verstärkte sich noch in Gegenden, in denen die Menschen selbst echten Hunger erlebt haben und aus eigener, körperlicher Erfahrung wissen, wie es ist, in einer prekären Lage zu sein.
Eine wichtige Sache, die man beachten sollte, wenn man an einer bipolaren Störung leidet ist – und das gilt auch für alle Menschen –, sich um seine Beziehungen zu kümmern. Während meines Abenteuers habe ich sehr viele nette Menschen kennengelernt.
Diese Beziehungen sind zu einem großen Teil des Abenteuers geworden. Als er sich auf den Weg machte, ging es anfangs vor allem um die eigene Leistung, doch nach mehreren Jahren auf den Straßen haben die Menschen, denen er begegnet ist, für ihn eine immer größere Bedeutung erlangt.

Vier Jahre auf Reisen haben Jonas Böhlmarks Lebenseinstellung verändert. Jetzt sind es Beziehungen, Natur und Freiheit, die ihm am wichtigsten sind.

Foto: Privat

Eine neue Sicht auf die Zukunft

Das ist auch etwas, das offenbar seine Vorstellung von dem verändert hat, was er in der Zukunft erreichen möchte. Bei einem Abenteuer geht es also nicht unbedingt darum, ständig den nächsten Schritt zu machen, weiter zu paddeln oder etwas zu tun, was noch niemand zuvor getan hat. Stattdessen sind es die Beziehungen, die wichtig geworden sind, und die Natur und die Möglichkeit, selbst über den eigenen Alltag zu bestimmen.
Nun bleibt die Frage, was er mit all dem anfangen soll, was er erlebt hat, und wie ein Leben nach dem Abenteuer aussehen soll.
Das Buch ist auch ein Teil davon. Doch es ist nicht sicher, dass Jonas’ „Bipolare Bibel“ zuerst auf Schwedisch erscheinen wird. Während seiner Reise entlang des europäischen Kontinents hat er große mediale Aufmerksamkeit erhalten. In Schweden wird er jedoch selten erwähnt. Jonas beschreibt, wie er heute auf dem Rückweg als Held empfangen wird, jetzt, wo er in Portugal paddelt und weiter nach Norden fährt.
Eigentlich möchte er nach Grövelsjön in Dalarna, Westschweden, zurückkehren und als Naturführer arbeiten oder Wildniscamps organisieren. Aber er hat Angst, dass er von seiner Leidenschaft nicht leben kann. Dank der öffentlichen Aufmerksamkeit rund um sein Rekordabenteuer wäre ein entsprechender Lebensunterhalt in Südeuropa möglich.
Nach vier Jahren des Reisens zu Land und Wasser hat er jedoch bisher nicht genug. Jonas spricht davon, so lange weiter zu paddeln, bis er einen Grund findet, sich niederzulassen. Vielleicht eine Frau, mit der er eine Familie gründen kann, oder etwas so Einfaches wie eine friedliche Arbeit an einem von Europas Stränden.
Es geht nicht mehr darum, etwas zu tun, was noch niemand zuvor getan hat, sondern darum, zu verstehen, was er eigentlich will.
Gleichzeitig hat das Abenteuer ihn grundlegend verändert. Nach über vier Jahren unter freiem Himmel ist das einfache Leben zur neuen Normalität geworden. Als wir miteinander sprechen, hat Jonas einen Schlafplatz unter einem Sonnenschirm an einem Strand in Südeuropa gefunden. Es ist spät am Abend, und ich höre, wie der Wind heult. Er hat keine Wohnung, in die er nach Hause gehen kann, und keinen Arbeitstag, der am nächsten Morgen auf ihn wartet. Nur das SUP, sein Gepäck und den morgigen Tag.
Der Artikel erschien im Original auf epochtimes.se unter dem Titel „Hans största upptäckt var människan“. (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: sm)
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Autohersteller Volvo baut weltweit 2.500 Stellen ab

Der von Chinesen kontrollierte schwedische Autobauer Volvo Cars streicht nach einem desaströsen Quartal mit einem neuen Sparprogramm weitere Tausende Jobs.
Vorstandschef Hakan Samuelsson baut weltweit rund 2.500 Stellen ab, um die jährlichen Ausgaben um rund 5 Milliarden schwedische Kronen (450 Mio. Euro) zu senken, wie das Unternehmen am Freitag in Göteborg mitteilte.
Allein 2.000 Arbeitsplätze sollen in der schwedischen Heimat wegfallen. Einerseits würden Beraterverträge beendet und natürliche Weggänge genutzt, andererseits sollen Mitarbeiter Abfindungsangebote erhalten.
Im dritten Quartal rutschte der Autobauer unter anderem wegen der Krise in China tief in die roten Zahlen. Volvo lieferte in den drei Monaten bis Ende September mit rund 141.300 Autos 11 Prozent weniger Fahrzeuge aus, der Umsatz rutschte um fast ein Viertel auf 66,9 Milliarden Kronen ab.
Der Verlust vor Zinsen und Steuern lag bei 5,6 Milliarden Kronen nach einem operativen Gewinn von 6,4 Milliarden ein Jahr zuvor. Unter dem Strich betrug der Verlust 5,7 Milliarden Kronen (513 Mio. Euro). Im Vergleichszeitraum hatte Volvo noch einen Gewinn von 4,5 Milliarden Kronen ausgewiesen.

Umsatz in China fast halbiert

Dass es für die Schweden nicht gut läuft, hatte sich bereits abgezeichnet.
Anfang Oktober hatte Samuelsson den Jahresausblick kassiert. „Das dritte Quartal war sehr enttäuschend“, schrieb er nun in seinem Brief an die Aktionäre. Dabei habe sich eine schwache Entwicklung nicht nur in China, sondern auch in den USA gezeigt.
Damit habe die Hälfte des Konzerns keinen Gewinnbeitrag geliefert, so der Manager.
In China befinde sich der Markt für angestammte Premiummarken in einem ernsten Rückgang, schrieb Samuelsson. Der Umsatz für Volvo brach dort im Jahresvergleich nahezu um die Hälfte ein. Auch die deutschen Hersteller Mercedes-Benz, BMW und die VW-Tochter Audi leiden in dem einstigen Wachstumsmarkt unter hoher Konkurrenz und sinkenden Preisen.
In den USA belasteten Volvo den Angaben zufolge weiter sowohl die Einfuhrzölle auf EU-Autos als auch wegfallende Kaufanreize für Autos mit Elektroantrieben.
Samuelsson hatte bereits im vergangenen Jahr einen Jobabbau durchgezogen. Von ehemals 43.000 Beschäftigten im Vorjahreszeitraum waren in den ersten neun Monaten 2026 im Schnitt noch rund 39.300 an Bord.
Volvo wird vom chinesischen Autokonzern Geely kontrolliert. Der schwedische Lkw-Bauer Volvo AB ist seit Jahrzehnten von dem Autobauer getrennt. (dpa/red)
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15. Oktober: Kerosinmangel am Flughafen Frankfurt | Böhmermann-Video | Notfallversorgung beschlossen

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Kerosinmangel am Flughafen Frankfurt

Am Frankfurter Flughafen droht ein Engpass bei der Kerosinversorgung. Deshalb lässt die Lufthansa ihre Maschinen an anderen Flughäfen zusätzlich tanken. Ursachen hierfür sind Anlieferungsausfälle über Binnenschiffe aufgrund des niedrigen Rheinpegels und Wartungsarbeiten an einer Kraftstoff-Pipeline. Der Flughafenbetreiber schließt Lieferengpässe jedoch aus. Laut Lufthansa sind Flugstreichungen derzeit nicht zu erwarten, da der Füllstand des Tanklagers eine Versorgung für 14 Flugtage sicherstellt.

Böhmermann-Video

Der Satiriker Jan Böhmermann hat sich in einer Folge seines „ZDF Magazin Royale“ erneut Ärger eingehandelt. Er fährt darin einen Simson-Moped und wird von einem Lkw überfahren. Diese Szene wird als Anspielung auf den AfD-Politiker Ulrich Siegmund verstanden, der im Landtagswahlkampf regelmäßig mit einem blauen Simson-Moped unterwegs war. Laut ZDF gingen Programmbeschwerden „im unteren dreistelligen Bereich“ ein.

Notfallversorgung beschlossen

Im Notfall sollen Patienten zielgenauer und besser versorgt werden. Zu diesem Zweck hat der Bundestag eine Reform der Notfallversorgung beschlossen. Künftig soll eine Ersteinschätzung vor Ort oder telefonisch klären, ob Patienten in eine Arztpraxis, eine Notdienstpraxis oder die Notaufnahme vermittelt werden – je nach Schwere des Falls mit oder ohne Rettungsdienst.

Kritik an Zuckersteuer

Die geplante Zuckersteuer stößt in der Lebensmittelbranche auf breite Ablehnung. Verbände warnen vor höheren Preisen, zusätzlicher Bürokratie und einer fraglichen gesundheitspolitischen Wirkung. Nach dem gestrigen Kabinettsbeschluss hofft die Branche auf Änderungen im parlamentarischen Verfahren, darunter längere Übergangsfristen.

Verhärtete Fronten in Brüssel

Im Streit um den künftigen billionenschweren EU-Haushalt für die Jahre von 2028 bis 2034 ist kein Kompromiss in Sicht. Kanzler Friedrich Merz sprach beim EU-Gipfel in Brüssel von „sehr, sehr schwierigen Verhandlungen“. Wohlhabende Länder wie Deutschland, Österreich und Schweden fordern einen sparsameren Haushalt. Empfängerländer fordern dagegen keine weiteren Einschnitte.
 
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Spritpreise unter der Lupe: Tanken kostet in den USA halb so viel – was Unterschiede der EU-Länder ausmacht

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Bewusst niedrige Spezifität und ganz oben, damit die Story-Regeln darunter weiterhin gewinnen. */ .ets ul{list-style:disc outside} .ets ol{list-style:decimal outside} .ets strong,.ets b{font-weight:bold} .ets h1,.ets h2,.ets h3,.ets h4,.ets h5,.ets h6{font-weight:bold} /* ===== ET Scrollytelling Spritpreise – alle Regeln unter .ets gekapselt ===== */ .ets{ /* Farben nach www.epochtimes.de */ –ets-ink:#262626; –ets-grey:#525151; –ets-grey-2:#696969; –ets-line:#D8D8D8; –ets-red:#CC3114; –ets-red-2:#E44C2F; –ets-navy:#003965; –ets-soft:#F8F8F8; –ets-head:64px; –ets-f-head:’ET-Headline’,serif; –ets-f-text:’ET-Text’,serif; –ets-f-sans:’ET-Sans’,sans-serif; –ets-f-sub:’ET-Headline’,serif; color:var(–ets-ink); background:#FFFFFF; font-family:var(–ets-f-text); font-size:18px; line-height:1.55; -webkit-font-smoothing:antialiased; } .ets *,.ets *::before,.ets *::after{box-sizing:border-box} .ets img{max-width:100%;display:block} .ets a{color:var(–ets-ink)} .ets a:hover{color:#000} /* Einstieg */ .ets-hero{max-width:760px;margin:0 auto;padding:72px 24px 40px} .ets-kicker{font-family:var(–ets-f-sans);font-size:13px;font-weight:700;letter-spacing:.12em;text-transform:uppercase;color:var(–ets-red);margin:0 0 14px} .ets-hero h1{font-family:var(–ets-f-head);font-weight:400;font-size:clamp(38px,6vw,64px);line-height:1.05;margin:0 0 14px} .ets-sub{font-family:var(–ets-f-sans);font-size:clamp(18px,2.2vw,22px);font-weight:600;color:var(–ets-grey);margin:0 0 28px} .ets-hero p.ets-lead{font-size:20px;margin:0 0 32px} .ets-questions{background:var(–ets-soft);padding:22px 26px;border-top:4px solid var(–ets-red)} .ets-questions h2{font-family:var(–ets-f-sub);font-size:19px;margin:0 0 10px} .ets-questions ol{margin:0 !important;padding-left:22px !important;font-size:17px} .ets-questions li{margin:4px 0 !important} .ets-scrollhint{font-family:var(–ets-f-sans);font-size:14px;color:var(–ets-grey);text-align:center;margin:40px 0 0} .ets-scrollhint span{display:inline-block;animation:ets-bob 1.8s ease-in-out infinite} @keyframes ets-bob{0%,100%{transform:translateY(0)}50%{transform:translateY(6px)}} /* Sektion 1 (Einleitung) und Sektion 2 (Die Preisunterschiede) teilen sich eine fixierte Bühne mit derselben Weltkarte. intro: Titel/Vorspann, Karte unten (Zoom 1,15 -> 0,86), „Darum geht es“ fliegt von links herein europe: Karte zoomt in die Lupe · usa: Karte schiebt auf Amerika (+25 %) · g1: Karte klein und blass, Grafik 1 fliegt herein */ .ets-c1{position:relative;display:grid} .ets-c1__stage{grid-area:1/1;position:sticky;top:var(–ets-head);height:calc(100vh – var(–ets-head));height:calc(100svh – var(–ets-head));overflow:hidden;background:#FFFFFF;z-index:0} .ets-c1__steps{grid-area:1/1;position:relative;z-index:2;width:100%;max-width:1280px;margin:0 auto;padding:0 24px 60vh;pointer-events:none} .ets-c1__step{min-height:90vh;display:flex;align-items:center} .ets-c1__step > *{pointer-events:auto} .ets-c1__step–spacer{min-height:200vh} .ets-c1__step–usa{min-height:140vh} .ets-c1__step .ets-card{max-width:380px;background:#FFFFFF;padding:20px 22px;box-shadow:0 10px 30px rgba(38,38,38,.14)} .ets-c1__step .ets-box{max-width:420px} /* Karte */ .ets-c1__map{position:absolute;inset:0;z-index:0} .ets-c1__map img{position:absolute;left:0;top:0;max-width:none;height:auto;transform-origin:0 0; 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font-family:var(–ets-f-head);font-weight:400 !important;font-size:clamp(28px,3.8vw,48px);line-height:1.1;text-wrap:balance; opacity:0;transform:translateX(-110%);transition:transform 1s cubic-bezier(.2,.75,.2,1),opacity .6s ease} .ets-s4__stage:not([data-state=”none”]) .ets-s4__title{opacity:1;transform:none} .ets-s4__chartwrap{position:absolute;left:0;top:0;transform-origin:0 0;opacity:0; transition:transform 1s cubic-bezier(.45,0,.2,1),opacity .6s ease} .ets-s4__stage:not([data-state=”none”]) .ets-s4__chartwrap{opacity:1} .ets-s4-chart .ets-bar{transition:width 2s cubic-bezier(.25,.8,.3,1)} .ets-s4-box{position:absolute;z-index:2;left:max(24px,calc((100% – 1232px)/2));width:min(400px,calc(100% – 48px));margin:0; opacity:0;transform:translateX(-115%);transition:transform .8s cubic-bezier(.2,.75,.2,1),opacity .5s ease,top .6s ease} .ets-s4 .ets-card.ets-s4-box{background:#FFFFFF;padding:20px 22px;box-shadow:0 10px 30px rgba(38,38,38,.14);max-width:none} .ets-s4__stage[data-state=”a”] .ets-s4-a,.ets-s4__stage[data-state=”b”] .ets-s4-a,.ets-s4__stage[data-state=”b”] .ets-s4-b{opacity:1;transform:none} /* „Was die Preisunterschiede ausmacht“ und „Ausnahmen“ scrollen von unten herein und schieben die vorherigen Boxen nach oben hinaus */ .ets-s4-c,.ets-s4-d{opacity:1;transform:translateY(110vh);transition:transform 1s cubic-bezier(.45,0,.2,1)} .ets-s4__stage[data-state=”c”] .ets-s4-c,.ets-s4__stage[data-state=”d”] .ets-s4-d{transform:none} .ets-s4__stage[data-state=”c”] .ets-s4-a,.ets-s4__stage[data-state=”c”] .ets-s4-b, .ets-s4__stage[data-state=”d”] .ets-s4-a,.ets-s4__stage[data-state=”d”] .ets-s4-b{opacity:1;transform:translateY(-120vh);transition:transform 1s cubic-bezier(.45,0,.2,1)} /* „Ausnahmen“ wird unter „Was die Preisunterschiede ausmacht“ angefügt, beide bleiben stehen */ .ets-s4__stage[data-state=”d”] .ets-s4-c{transform:none} @media (max-width:900px){ .ets-s4__title{top:12px;left:14px;max-width:calc(100% – 28px)} .ets-s4-box{left:14px;width:auto;right:14px;top:auto!important;bottom:12px} .ets-s4__stage[data-state=”b”] .ets-s4-a{opacity:0;transform:translateX(-115%)} .ets-s4__stage[data-state=”d”] .ets-s4-c{transform:translateY(-120vh)} } @media (prefers-reduced-motion:reduce){ .ets-s4__title,.ets-s4__chartwrap,.ets-s4-box,.ets-s4-chart .ets-bar{transition:opacity .3s ease!important} } /* Sektion 5: CO₂-Preis – Überschrift und Lead stehen fest, Grafik baut sich darunter auf */ .ets-s5{position:relative;display:grid} .ets-s5__stage{grid-area:1/1;position:sticky;top:var(–ets-head);height:calc(100vh – var(–ets-head));height:calc(100svh – var(–ets-head));overflow:hidden;background:#FFFFFF;z-index:0} .ets-s5__steps{grid-area:1/1;position:relative;z-index:-1;pointer-events:none} .ets-s5__step{height:85vh} .ets-s5__step–start{height:95vh} .ets-s5__step–full{height:80vh} .ets-s5__step–a{height:55vh} .ets-s5__step–end{height:120vh} .ets-s5__head{position:absolute;z-index:3;top:22px;left:max(24px,calc((100% – 1232px)/2));right:max(24px,calc((100% – 1232px)/2));margin:0} .ets-s5__head h2{margin:0 0 12px;font-family:var(–ets-f-head);font-weight:400;font-size:clamp(28px,3.8vw,48px);line-height:1.1;text-wrap:balance} .ets-s5__head p{margin:0;max-width:820px;font-size:19px;line-height:1.5} .ets-s5__head strong{font-family:var(–ets-f-sans);font-weight:700} .ets-s5__chartwrap{position:absolute;left:0;top:0;transform-origin:0 0;opacity:0; transition:transform 1s cubic-bezier(.45,0,.2,1),opacity .6s ease} .ets-s5__stage:not([data-state=”none”]) .ets-s5__chartwrap{opacity:1} .ets-g5c{transform:scale(0);transition:transform 2s cubic-bezier(.25,.8,.3,1)} .ets-s5__stage.is-built .ets-g5c{transform:none} .ets-s5-box{position:absolute;z-index:2;left:max(24px,calc((100% – 1232px)/2));width:min(400px,calc(100% – 48px));margin:0; opacity:0;transform:translateX(-115%);transition:transform .8s cubic-bezier(.2,.75,.2,1),opacity .5s ease} .ets-s5 .ets-card.ets-s5-box{background:#FFFFFF;padding:20px 22px;box-shadow:0 10px 30px rgba(38,38,38,.14);max-width:none} .ets-s5__stage[data-state=”a”] .ets-s5-a{opacity:1;transform:none} /* „So funktioniert der CO₂-Preis“ scrollt von unten herein und schiebt die vorherige Box nach oben hinaus */ .ets-s5-b{opacity:1;transform:translateY(110vh);transition:transform 1s cubic-bezier(.45,0,.2,1)} .ets-s5__stage[data-state=”b”] .ets-s5-b{transform:none} .ets-s5__stage[data-state=”b”] .ets-s5-a{opacity:1;transform:translateY(-120vh);transition:transform 1s cubic-bezier(.45,0,.2,1)} @media (max-width:900px){ .ets-s5__head{top:12px;left:14px;right:14px} .ets-s5__head p{font-size:16px} .ets-s5-box{left:14px;width:auto;right:14px;top:auto!important;bottom:12px;max-height:70%;overflow:auto} } @media (prefers-reduced-motion:reduce){ .ets-s5__chartwrap,.ets-s5-box,.ets-g5c{transition:opacity .3s ease!important} } /* Sektion 6: Ein Kraftstoff, zwei Preise – Karte bildschirmfüllend, Zoom von Schwedt auf die ganze Grafik */ .ets-s6{position:relative;display:grid} .ets-s6__stage{grid-area:1/1;position:sticky;top:var(–ets-head);height:calc(100vh – var(–ets-head));height:calc(100svh – var(–ets-head));overflow:hidden;background:#FFFFFF;z-index:0} .ets-s6__steps{grid-area:1/1;position:relative;z-index:-1;pointer-events:none} .ets-s6__step{height:110vh} .ets-s6__step–end{height:140vh} .ets-s6__head{position:absolute;z-index:4;left:0;right:0;top:0;background:#FFFFFF;padding:22px max(24px,calc((100% – 1232px)/2)) 14px} .ets-s6__head h2{margin:0;font-family:var(–ets-f-head);font-weight:400;font-size:clamp(28px,3.8vw,48px);line-height:1.1;text-wrap:balance} .ets-s6__mapwrap{position:absolute;left:0;top:0;transform-origin:0 0;transition:transform 1.4s cubic-bezier(.45,0,.2,1)} .ets-g6-arc{stroke-dasharray:var(–len,600);stroke-dashoffset:var(–len,600);transition:stroke-dashoffset 1.6s cubic-bezier(.45,0,.25,1) .5s} .ets-g6-head,.ets-g6-lbl{opacity:0;transition:opacity .5s ease} .ets-s6__stage.is-arrows .ets-g6-arc{stroke-dashoffset:0} .ets-s6__stage.is-arrows .ets-g6-head{opacity:1;transition-delay:1.9s} .ets-s6__stage.is-arrows .ets-g6-lbl{opacity:1;transition-delay:1.4s} .ets-g6-hd,.ets-g6-totem{opacity:0;transform:translateY(24px);transition:opacity .7s ease,transform .9s cubic-bezier(.2,.75,.2,1)} .ets-s6__stage.is-totem .ets-g6-hd,.ets-s6__stage.is-totem .ets-g6-totem{opacity:1;transform:none;transition-delay:.9s} .ets-g6-col{clip-path:inset(100% 0 0 0);transition:clip-path 2s cubic-bezier(.25,.8,.3,1)} .ets-s6__stage.is-cols .ets-g6-col{clip-path:inset(0 0 0 0)} .ets-g6-foot{opacity:0;transition:opacity .8s ease} .ets-s6__stage.is-cols .ets-g6-foot{opacity:1} .ets-g6-tt{opacity:0;transition:opacity .8s ease} .ets-s6__stage[data-state=”d”] .ets-g6-tt{opacity:1} .ets-s6-box{position:absolute;z-index:3;left:max(24px,calc((100% – 1232px)/2));width:min(380px,calc(100% – 48px));margin:0; opacity:1;transform:translateY(110vh);transition:transform 1s cubic-bezier(.45,0,.2,1)} .ets-s6 .ets-card.ets-s6-box{background:#FFFFFF;padding:18px 22px;box-shadow:0 10px 30px rgba(38,38,38,.16);max-width:none;font-size:17px} .ets-s6 .ets-box.ets-s6-box{max-width:none;box-shadow:0 10px 30px rgba(38,38,38,.16)} .ets-s6__stage[data-state=”a”] .ets-s6-a,.ets-s6__stage[data-state=”b”] .ets-s6-b,.ets-s6__stage[data-state=”c”] .ets-s6-c{transform:none} .ets-s6__stage[data-state=”b”] .ets-s6-a,.ets-s6__stage[data-state=”c”] .ets-s6-a,.ets-s6__stage[data-state=”c”] .ets-s6-b, .ets-s6__stage[data-state=”d”] .ets-s6-a,.ets-s6__stage[data-state=”d”] .ets-s6-b,.ets-s6__stage[data-state=”d”] .ets-s6-c, .ets-s6__stage[data-state=”e”] .ets-s6-a,.ets-s6__stage[data-state=”e”] .ets-s6-b,.ets-s6__stage[data-state=”e”] .ets-s6-c{transform:translateY(-120vh)} /* Box A bleibt auf Höhe „PCK-Raffinerie Schwedt“, Box B unter der linken Preisanzeige – Position per JS, Bewegung 1 s */ .ets-s6-a,.ets-s6-b,.ets-s6-c{transition:transform 1s cubic-bezier(.45,0,.2,1),top 1s cubic-bezier(.45,0,.2,1),left 1s cubic-bezier(.45,0,.2,1)} .ets-s6__head{transition:transform .8s cubic-bezier(.45,0,.2,1)} .ets-s6__stage[data-state=”e”] .ets-s6__head{transform:translateY(-110%)} .ets-s6__stage[data-state=”e”] .ets-g6-tt{opacity:1} .ets-s6__stage[data-state=”e”] .ets-s6-d{opacity:0;transform:translateX(-115%);transition-delay:0s} /* Sektion 7: weiße Box mit 85 % Deckkraft fliegt über der Vollbild-Grafik ein */ .ets-s7-box{width:min(560px,calc(100% – 48px));background:rgba(255,255,255,.85);padding:28px 30px 30px;box-shadow:0 12px 36px rgba(38,38,38,.18); opacity:0;transform:translateX(-115%);transition:transform 1s cubic-bezier(.2,.75,.2,1),opacity .6s ease} .ets-s7-box h2{margin:0 0 14px;font-family:var(–ets-f-head);font-weight:400;font-size:clamp(28px,3.4vw,40px);line-height:1.1} .ets-s7-box p{margin:0;font-size:18px;line-height:1.55} .ets-s6__stage[data-state=”e”] .ets-s7-box{opacity:1;transform:none;transition-delay:.3s} /* „Tanktourismus an der Grenze“ fliegt nach der grauen Kartenbox von links herein */ .ets-s6-d{opacity:0;transform:translateX(-115%);transition:transform .9s cubic-bezier(.2,.75,.2,1),opacity .5s ease} .ets-s6__stage[data-state=”d”] .ets-s6-d{opacity:1;transform:none;transition-delay:.7s} @media (max-width:900px){ .ets-s6__head{padding:12px 14px 10px} .ets-s6-box{left:14px;width:auto;right:14px;top:auto!important;bottom:12px} .ets-s6 .ets-card.ets-s6-box{font-size:16px} .ets-s6-box{left:14px!important} .ets-s7-box{padding:20px 20px 22px} .ets-s7-box p{font-size:16px} } @media (prefers-reduced-motion:reduce){ .ets-s6__mapwrap,.ets-s6-box,.ets-g6-arc,.ets-g6-col,.ets-g6-hd,.ets-g6-totem{transition:opacity .3s ease!important} } /* Scrollytelling */ .ets-scrolly{position:relative;max-width:1280px;margin:0 auto;padding:0 24px;display:grid; grid-template-columns:minmax(300px,4fr) minmax(0,7fr);gap:40px} .ets-stage{grid-column:2;grid-row:1;position:sticky;top:calc(var(–ets-head) + 16px); height:calc(100vh – var(–ets-head) – 32px);height:calc(100svh – var(–ets-head) – 32px)} .ets-steps{grid-column:1;grid-row:1;padding:20vh 0 40vh} .ets-fig{position:absolute;inset:0;margin:0;display:flex;flex-direction:column;align-items:center;justify-content:center;gap:8px} .ets-fig img{max-height:calc(100% – 34px);width:auto;max-width:100%;object-fit:contain;background:#FFFFFF} .ets-fig figcaption{font-family:var(–ets-f-sans);font-size:13px;color:var(–ets-grey)} .ets-fig figcaption a{color:var(–ets-grey)} .ets.js .ets-fig{opacity:0;transform:translateX(90px) scale(.96);pointer-events:none; transition:opacity .7s ease,transform .9s cubic-bezier(.2,.75,.2,1)} .ets.js .ets-fig.is-past{transform:translateX(-90px) scale(.96)} .ets.js .ets-fig.is-active{opacity:1;transform:none;pointer-events:auto} .ets-step{min-height:78vh;display:flex;align-items:center} .ets-step:first-child{min-height:60vh} .ets-card{background:#FFFFFF;border-left:0;padding:4px 0;font-size:18px;max-width:440px} .ets-card p{margin:0 0 12px} .ets-card p:last-child{margin:0} .ets-card strong{font-family:var(–ets-f-sans);font-weight:700} .ets-chapter{font-family:var(–ets-f-head);font-weight:400;font-size:clamp(26px,3vw,34px);line-height:1.15;margin:0 0 14px} /* Infoboxen im Stil der Printgrafiken */ .ets-box{background:var(–ets-soft);padding:24px 26px 26px;max-width:460px;box-shadow:0 10px 30px rgba(35,31,32,.10)} .ets-box–beige{background:var(–ets-soft)} .ets-box–orange{background:var(–ets-soft)} .ets-box__bar{width:96px;height:4px;background:var(–ets-red);margin:0 0 14px} .ets-box–orange .ets-box__bar{background:var(–ets-red)} .ets-box h3{font-family:var(–ets-f-sub);font-weight:700;font-size:20px;line-height:1.25;margin:0 0 10px} .ets-box p{font-size:16px;line-height:1.5;margin:0 0 10px} .ets-box p:last-child{margin:0} .ets-box ol{list-style:none;margin:0 !important;padding:0 !important;counter-reset:ets} .ets-box li{position:relative;padding-left:46px !important;margin:0 0 16px !important;font-size:16px;line-height:1.5;counter-increment:ets} .ets-box li:last-child{margin:0 !important} .ets-box li::before{content:counter(ets);position:absolute;left:0;top:0;width:32px;height:32px;border-radius:50%; background:var(–ets-red);color:#FFFFFF;font-family:var(–ets-f-sans);font-weight:700;font-size:16px;display:flex;align-items:center;justify-content:center} .ets-box li b{display:block;font-family:var(–ets-f-sub);font-size:18px;margin-bottom:2px} .ets.js .ets-reveal{opacity:0;transform:translateY(40px);transition:opacity .7s ease,transform .8s cubic-bezier(.2,.75,.2,1)} .ets.js .ets-reveal.is-visible{opacity:1;transform:none} .ets.js .ets-box li{opacity:0;transform:translateX(-16px);transition:opacity .5s ease,transform .6s ease} .ets.js .ets-box.is-visible li{opacity:1;transform:none} .ets.js .ets-box.is-visible li:nth-child(2){transition-delay:.25s} .ets.js .ets-box.is-visible li:nth-child(3){transition-delay:.5s} /* Fortschritt */ .ets-progress{position:sticky;top:var(–ets-head);z-index:40;height:3px;background:transparent} .ets-progress span{display:block;height:3px;width:0;background:var(–ets-red);transition:width .15s linear} /* Abschluss */ .ets-outro{max-width:760px;margin:0 auto;padding:40px 24px 64px} .ets-outro h2{font-family:var(–ets-f-head);font-weight:400;font-size:clamp(28px,3.4vw,38px);margin:0 0 14px} .ets-sources{border-top:1px solid var(–ets-line);margin-top:40px;padding-top:12px;font-family:var(–ets-f-sans);font-size:13px;line-height:1.5;color:var(–ets-grey)} /* Mobil: Grafik oben fixiert, Text läuft darüber */ @media (max-width:900px){ .ets{font-size:17px} .ets-scrolly{display:block;padding:0 14px} .ets-stage{position:sticky;top:var(–ets-head);height:52vh;height:52svh;z-index:3;background:#FFFFFF; border-bottom:1px solid var(–ets-line);padding:6px 0} .ets-fig{inset:6px 0} .ets-fig img{max-height:calc(100% – 26px)} .ets-steps{position:relative;z-index:1;padding:6vh 0 30vh} .ets-step{min-height:62vh;align-items:center} .ets-step:first-child{min-height:40vh} .ets-card{max-width:none} .ets-box{max-width:none} .ets-hero{padding-top:48px} } @media (prefers-reduced-motion:reduce){ .ets.js .ets-fig,.ets.js .ets-reveal,.ets.js .ets-box li{transition:opacity .3s ease;transform:none!important} .ets-scrollhint span{animation:none} } /* Umschalter: wird per story.js direkt nach .login_placeholder eingefügt (mobil: neben dem Seitenmenü), liegt also außerhalb von .ets. Deshalb eigene Kopien der Variablen (hell / dunkel). */ :is(#ets-spritpreise-theme,#ets-spritpreise-theme-mobile){–ets-grey:#525151;–ets-line:#D8D8D8;–ets-red:#CC3114;–ets-f-sans:’ET-Sans’,sans-serif; display:flex;align-items:center;gap:8px;font-family:var(–ets-f-sans);font-size:13px;color:var(–ets-grey); transition:color .35s ease} :is(#ets-spritpreise-theme,#ets-spritpreise-theme-mobile).ets–dark{–ets-grey:#B4B4B4;–ets-line:#474747;–ets-red:#E0401F} :is(#ets-spritpreise-theme,#ets-spritpreise-theme-mobile),:is(#ets-spritpreise-theme,#ets-spritpreise-theme-mobile) *{box-sizing:border-box} :is(#ets-spritpreise-theme,#ets-spritpreise-theme-mobile) .ets-theme__lbl{font-weight:500} :is(#ets-spritpreise-theme,#ets-spritpreise-theme-mobile) .ets-theme__grp{display:flex;border:1px solid var(–ets-line);border-radius:999px;padding:2px;background:transparent} :is(#ets-spritpreise-theme,#ets-spritpreise-theme-mobile) button{appearance:none;border:0;background:transparent;color:var(–ets-grey);font:inherit;font-weight:700;padding:5px 12px;border-radius:999px;cursor:pointer;line-height:1.1} :is(#ets-spritpreise-theme,#ets-spritpreise-theme-mobile) button[aria-pressed=”true”]{background:var(–ets-red);color:#FFFFFF} :is(#ets-spritpreise-theme,#ets-spritpreise-theme-mobile) button:focus-visible{outline:2px solid var(–ets-red);outline-offset:2px} /* Farbwechsel beim Umschalten – ohne .ets-card/.ets-box, sonst wird deren Einflieg-Bewegung überschrieben */ .ets,.ets-c1__stage,.ets-s4__stage,.ets-s5__stage,.ets-s6__stage,.ets-sl__stage{transition:background-color .35s ease,color .35s ease} @media (max-width:640px){ :is(#ets-spritpreise-theme,#ets-spritpreise-theme-mobile) .ets-theme__lbl{display:none} :is(#ets-spritpreise-theme,#ets-spritpreise-theme-mobile){font-size:12px} :is(#ets-spritpreise-theme,#ets-spritpreise-theme-mobile) button{padding:4px 9px} } /* Symbole (Heroicons Mond / Sonne): nur unter 530px statt der Wörter „dunkel“ / „hell“ */ :is(#ets-spritpreise-theme,#ets-spritpreise-theme-mobile) .ets-theme__ico{display:none;width:18px;height:18px} @media (max-width:529.98px){ :is(#ets-spritpreise-theme,#ets-spritpreise-theme-mobile) .ets-theme__txt{display:none} :is(#ets-spritpreise-theme,#ets-spritpreise-theme-mobile) .ets-theme__ico{display:block} :is(#ets-spritpreise-theme,#ets-spritpreise-theme-mobile) button{padding:4px 7px} } /* Mobil (unter 530px): .login_placeholder wird beim Scrollen durch „Teilen“ ersetzt. Deshalb ersetzt ein zweiter Umschalter dort das Element neben [data-testid=”side-menu”] (Suche, Leseliste), das story.js mit data-ets-replaced markiert. */ #ets-spritpreise-theme-mobile{display:none} @media (max-width:529.98px){ #ets-spritpreise-theme.ets-has-mobile{display:none} [data-ets-replaced]{display:none !important} /* Seitenmenü (.w-10 = 40px) auf die Breite des Burgers (22px) verkleinern, damit die Pille mehr Platz hat; 6px Abstand zur Pille. Greift nur, wenn unser Umschalter direkt daneben steht. */ [data-testid=”side-menu”]:has(+ #ets-spritpreise-theme-mobile){width:auto !important;flex:none;margin-right:6px} /* passt sich dem freien Platz neben dem Burger an (max. 60px): Pille und Symbole schrumpfen mit */ #ets-spritpreise-theme-mobile{display:flex;flex:1 1 0;min-width:0;max-width:60px;container-type:inline-size} #ets-spritpreise-theme-mobile .ets-theme__grp{width:100%;min-width:0} #ets-spritpreise-theme-mobile button{flex:1 1 0;min-width:0;display:flex;align-items:center;justify-content:center;padding:3px 4px} #ets-spritpreise-theme-mobile .ets-theme__ico{flex:none;width:clamp(8px,calc(50cqi – 11px),16px);height:auto;aspect-ratio:1} } /* ===== Dunkle Fassung (Umschalter „Version: dunkel / hell“) ===== */ .ets.ets–dark{–ets-ink:#EDEDED;–ets-grey:#B4B4B4;–ets-grey-2:#9A9A9A;–ets-line:#474747;–ets-bg:#2E2E2E;–ets-bg-2:#242424;–ets-bg-3:#1A1A1A;–ets-bg-4:#101010;–ets-red:#E0401F;–ets-red-2:#F0623F;–ets-navy:#6E9EC4;–ets-soft:#242424;background:var(–ets-bg)} .ets.ets–dark a:hover{color:#FFFFFF} .ets–dark .ets-c1__stage{background:var(–ets-bg)} .ets–dark .ets-c1__step .ets-card{background:var(–ets-bg-2);box-shadow:0 10px 30px rgba(0,0,0,0.45)} .ets–dark .ets-c1__fade{background:linear-gradient(var(–ets-bg),rgba(46,46,46,0))} .ets–dark .ets-c1__fade::before{background:var(–ets-bg)} .ets–dark .ets-s1-hero{background:var(–ets-bg-2);box-shadow:0 10px 32px rgba(0,0,0,0.32)} .ets–dark .ets-s1-qwrap .ets-questions{box-shadow:0 10px 32px rgba(0,0,0,0.45)} .ets–dark .ets-c1__stage .ets-scrollhint{background:rgba(36,36,36,.92)} .ets–dark .ets-c1__title{background:rgba(46,46,46,.94)} .ets–dark .ets-c1__mapcap{background:rgba(36,36,36,.9)} .ets–dark .ets-s4__stage{background:var(–ets-bg)} .ets–dark .ets-s4 .ets-card.ets-s4-box{background:var(–ets-bg-2);box-shadow:0 10px 30px rgba(0,0,0,0.45)} .ets–dark .ets-s5__stage{background:var(–ets-bg)} .ets–dark .ets-s5 .ets-card.ets-s5-box{background:var(–ets-bg-2);box-shadow:0 10px 30px rgba(0,0,0,0.45)} .ets–dark .ets-s6__stage{background:var(–ets-bg)} .ets–dark .ets-s6__head{background:var(–ets-bg)} .ets–dark .ets-s6 .ets-card.ets-s6-box{background:var(–ets-bg-2);box-shadow:0 10px 30px rgba(0,0,0,0.51)} .ets–dark .ets-s6 .ets-box.ets-s6-box{box-shadow:0 10px 30px rgba(0,0,0,0.51)} .ets–dark .ets-s7-box{background:rgba(26,26,26,.85);box-shadow:0 12px 36px rgba(0,0,0,0.58)} .ets–dark .ets-fig img{background:transparent} .ets–dark .ets-card{background:transparent} .ets–dark .ets-box{box-shadow:0 10px 30px rgba(0,0,0,0.32)} .ets–dark .ets-stage{background:var(–ets-bg)} .ets–dark .ets-s1-hero{background:rgba(36,36,36,.94)} .ets–dark .ets-c1__map img{background:transparent} /* Sektion 3b: Fünf Länder im Vergleich (Grafik 7) – Überleitung vor „Europäische Energiesteuer im Vergleich“ lead: Überschrift + Vorspann wie die Einleitung · chart: Liniengrafik scrollt herein und baut sich auf · boxes: drei Textboxen nebeneinander */ .ets-sl{position:relative;display:grid; –sl-blue:#4E82AE;–sl-orange:#EA7B2C;–sl-red:#C8161F;–sl-band:#E3DED6;–sl-axis:#231F20;–sl-tick:#5F5A55} .ets-sl__stage{grid-area:1/1;position:sticky;top:var(–ets-head);height:calc(100vh – var(–ets-head));height:calc(100svh – var(–ets-head));overflow:hidden;background:#FFFFFF;z-index:0} .ets-sl__steps{grid-area:1/1;position:relative;z-index:-1;pointer-events:none} .ets-sl__step{height:85vh} .ets-sl__step–lead{height:95vh} .ets-sl__step–end{height:130vh} /* Bühne: Vorspann oben (bleibt stehen), darunter Grafik und Boxen – alles auf einem Bildschirm */ .ets-sl__body{position:absolute;z-index:2;top:18px;bottom:12px;left:max(24px,calc((100% – 1232px)/2));right:max(24px,calc((100% – 1232px)/2)); display:flex;flex-direction:column} /* Vorspann wie ganz oben die Einleitung */ .ets-sl-hero{position:relative;z-index:3;margin:0;padding:24px 34px 24px;background:#FFFFFF;box-shadow:0 10px 32px rgba(38,38,38,.10); transition:transform .9s cubic-bezier(.2,.75,.2,1),opacity .5s ease} /* Beginn: Block fliegt von links herein (wie die Infotexte 1 bis 3 der vorherigen Sektion) */ .ets.js .ets-sl__stage[data-state=”none”] .ets-sl-hero{opacity:0;transform:translateX(-110%)} .ets-sl-hero h2{font-family:var(–ets-f-head);font-weight:400;font-size:clamp(30px,3.8vw,48px);line-height:1.05;margin:0 0 12px} .ets-sl-hero .ets-lead{font-size:19px;line-height:1.5;margin:0;max-width:1000px} .ets-sl-chart{margin-top:clamp(14px,2.6vh,28px);padding-top:clamp(10px,2vh,18px);border-top:1.5px solid var(–sl-axis); 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transition:clip-path .8s cubic-bezier(.45,0,.2,1) 1.2s,opacity .4s ease 1.2s} .ets-sl-eu span{position:absolute;top:-2px;left:0;transform:translateX(-50%);padding:0 4px;background:inherit; font-family:var(–ets-f-sans);font-size:12px;font-weight:600;color:var(–sl-tick);white-space:nowrap;line-height:1} .ets-sl-m{position:absolute;top:24px;width:0;height:90px;left:var(–x);color:var(–c); transition:left 1.6s cubic-bezier(.25,.8,.3,1) .5s,opacity .4s ease .5s} .ets-sl-m__dot{position:absolute;left:-7px;top:77px;width:14px;height:14px;border-radius:50%;background:var(–c);box-shadow:0 0 0 2px #FFFFFF} .ets-sl-m__stem{position:absolute;left:-.6px;top:42px;width:1.2px;height:36px;background:var(–c)} .ets-sl-m__lbl{position:absolute;top:0;white-space:nowrap;line-height:1.1} .ets-sl-m__lbl b{display:block;font-family:var(–ets-f-sans);font-size:14px;font-weight:700;color:var(–ets-ink)} .ets-sl-m__lbl em{display:block;font-style:normal;font-family:var(–ets-f-head);font-size:17px;margin-top:3px} .ets-sl-m–c .ets-sl-m__lbl{left:0;transform:translateX(-50%);text-align:center} .ets-sl-m–r .ets-sl-m__lbl{right:-6px;text-align:right} .ets-sl-m–l .ets-sl-m__lbl{left:-6px;text-align:left} .ets-sl-m–blue{–c:var(–sl-blue)} .ets-sl-m–orange{–c:var(–sl-orange)} .ets-sl-m–red{–c:var(–sl-red)} /* Aufbau der Grafik erst, wenn sie hereingescrollt ist */ .ets.js .ets-sl__stage:not(.is-built) .ets-sl-axis{transform:scaleX(0)} .ets.js .ets-sl__stage:not(.is-built) .ets-sl-tick,.ets.js .ets-sl__stage:not(.is-built) .ets-sl-band{opacity:0;transition-delay:0s} .ets.js .ets-sl__stage:not(.is-built) .ets-sl-eu{clip-path:inset(100% -200px 0 -200px);opacity:0;transition-delay:0s} .ets.js .ets-sl__stage:not(.is-built) .ets-sl-m{left:0;opacity:0;transition-delay:0s} /* Drei Textboxen nebeneinander, erscheinen gleichzeitig */ .ets-sl-cols{display:grid;grid-template-columns:repeat(3,1fr);gap:clamp(20px,3vw,44px);margin-top:clamp(12px,2.6vh,28px); 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Wissen

Spritpreise unter der Lupe

Unterschiede zwischen europäischen Ländern und den USA

Im brandenburgischen Schwedt wird Kraftstoff sowohl für Deutschland als auch für Polen raffiniert. Obwohl Benzin und Diesel in derselben Anlage entstehen, zahlen Autofahrer in Deutschland mehr als in Polen. Noch größer wird der Abstand mit Blick über den Atlantik: In den USA kostet 1 Liter Normalbenzin umgerechnet nur etwa halb so viel wie im EU-Durchschnitt, obwohl das Rohöl zu vergleichbaren Preisen auf dem Weltmarkt gehandelt wird. Ein detaillierter Blick auf die Preise an den Zapfsäulen.

Darum geht es:

  1. Woraus setzt sich der Preis an der Zapfsäule zusammen?
  2. Weshalb tanken Autofahrer in den USA so viel günstiger?
  3. Wie schaffen es manche Länder im europäischen Vergleich, günstiger zu bleiben?
  4. Warum ist der gleiche Kraftstoff in Deutschland teurer als in Polen?
  5. Was bringt der Tankrabatt, der seit dem 1. Oktober in Deutschland gilt?

Weiterscrollen

Die Preisunterschiede

Bestandteile der Zapfsäulenpreise

Zusammensetzung des Benzinpreises, Anteile in Prozent

EuropaEU-Durchschnitt, Super 95 (5. Oktober 2026)27 %Energiesteuerund AbgabenMengensteuer je Liter(geschätzt)18 %MehrwertsteuerSteuersatz Ø 21 % aufNettopreis undEnergiesteuer(geschätzt)27 %RohölBrent: 100 $ je Barrel28 %Raffinerie, Logistikund HandelVerarbeitung, Transport,Tankstelle, Marge(geschätzt)Steueranteil45 %
USALandesdurchschnitt, Normalbenzin (Mai 2026)12 %SteuernBundes- undStaatssteuern52 %Rohöl22 %Raffinierung15 %Vertrieb undMarketingSteueranteil12 %

Quellen: EU-Kommission (Weekly Oil Bulletin), Tax Foundation, U.S. Energy Information Administration (EIA); Stand 5.10.2026 (USA-Anteile: Mai 2026). EU-Anteile: eigene Berechnung (geschätzt). Infobox: EIA, Tax Foundation, EU-Energiesteuerrichtlinie 2003/96/EG, Europäische Umweltagentur (EEA). Grafik: Epoch Times

Super 95 je Liter (USA: Normalbenzin):unter 1,50 €1,50 bis 1,79 €1,80 bis 1,99 €2,00 bis 2,19 €ab 2,20 €keine AngabeStand der Preise (inklusive Steuern und Abgaben): beschriftete EU-Staaten Tagesdurchschnitte vom 9.10.2026 aus nationalen Quellen (Deutschland: Super E5; Niederlande: Stand 5.10.2026); Einfärbung der übrigen EU-Staaten nach EU-Kommission, Stand 28.9.2026; USA: Regular 87, Wochendurchschnitte der EIA vom 5.10.2026, umgerechnet mit 1 Gallone = 3,785 Liter und 1 € = 1,1225 $ (EZB, 2.10.2026). Quellen: fuel-prices.eu nach nationalen Quellen, Markttransparenzstelle für Kraftstoffe, EU-Kommission (Weekly Oil Bulletin), U.S. Energy Information Administration (EIA).Preise: EU-Staaten 9.10.2026 (Niederlande 5.10.), übrige EU 28.9.2026; USA 5.10.2026 (1 € = 1,1225 $, EZB 2.10.2026). Quellen: fuel-prices.eu, Markttransparenzstelle, EU-Kommission, EIA. Grafik: Epoch Times · Weltkarte vollständig ansehen

Am teuersten in der EU tankt man in Dänemark und den Niederlanden. Super kostet dort rund 2,43 Euro je Liter.

Deutschland liegt mit 2,18 Euro für Super E5 (Stand: 9. Oktober) im oberen Feld. Deutlich günstiger sind Schweden mit 1,70 Euro und Kroatien mit 1,75 Euro.

Und in den USA? Normalbenzin kostet im Landesdurchschnitt umgerechnet rund 1 Euro je Liter. Selbst im teuren Kalifornien sind es nur rund 1,47 Euro.

Im EU-Durchschnitt kostete ein Liter Super am 5. Oktober 2,01 Euro, in den USA ein Liter Normalbenzin umgerechnet 1,02 Euro. Diesel kostete in der EU 2,15 Euro, in den USA 1,46 Euro.

Den größten Unterschied bewirken die Steuern. In der EU entfallen 27 Prozent des Preises auf die Energiesteuer und weitere Abgaben und 18 Prozent auf die Mehrwertsteuer – zusammen fast die Hälfte.

Der Mehrwertsteuersatz liegt im Schnitt bei rund 21 Prozent. Weil er auf den Preis aufgeschlagen wird, macht er am Endpreis 18 Prozent aus.

In den USA sind nur 12 Prozent des Benzinpreises Steuern. Mehr als die Hälfte, 52 Prozent, entfällt dort auf das Rohöl selbst.

Fünf Länder im Vergleich

In unserer Übersicht werden anstelle von 27 EU-Staaten fünf ausgewählte Länder dargestellt. Sie bilden die Spannweite der Spritpreise in Europa ab und machen sichtbar, wie stark der Staat den Preis an der Zapfsäule bestimmt: Rohöl und seine Verarbeitung in der Raffinerie kosten überall ungefähr gleich viel, die Besteuerung ist dagegen sehr unterschiedlich. Die angegebenen Preise beziehen sich in der Regel auf den 9. Oktober 2026, abweichende Daten sind entsprechend gekennzeichnet. Da die Preise täglich stark schwanken können, stellen wir einen stichtagbezogenen Vergleich dar.

Preise: Tagesdurchschnitte vom 9.10.2026, für Deutschland Super E5 inklusive Tankrabatt; Niederlande: Stand 5.10.2026. EU-Schnitt: Weekly Oil Bulletin, 28.9.2026. Rangfolge nach den Preisen aller 27 EU-Staaten vom 28.9.2026.

Quellen: fuel-prices.eu, EU-Kommission (Weekly Oil Bulletin), Markttransparenzstelle für Kraftstoffe, Tax Foundation nach EU-Steuerdatenbank, Rat der EU. Grafik: Epoch Times. Stand: 9.10.2026.

Europäische Energiesteuern im Vergleich

Super 95

Energiesteuer in Cent je Liter
MwSt.
Preis 9.10.
Niederlande
84,5
regulär 100,21−15,7
21 %
2,43 €*
Dänemark
71,7
25 %
2,43 €
Deutschland
51,41
regulär 65,45−14,04
19 %
2,18 €
Kroatien
39,7
regulär 51,2−11,5
25 %
1,75 €
Schweden
21,4
regulär 42,9−21,5
25 %
1,70 €
EU-Mindestsatz 35,9 Cent

Diesel

Energiesteuer in Cent je Liter
MwSt.
Preis 9.10.
Dänemark
56,9
25 %
2,52 €
Niederlande
55,2
regulär 65,43−10,2
21 %
2,51 €*
Deutschland
33,00
regulär 47,04−14,04
19 %
2,23 €
Kroatien
26,0
regulär 40,6−14,6
25 %
1,85 €
Schweden
14,0
regulär 35,5−21,5
25 %
2,04 €
EU-Mindestsatz 33,0 Cent
geltende Energiesteuer
befristete Senkung (Entlastung)
EU-Mindestsatz (Richtlinie 2003/96/EG)
Deutschland: Tankrabatt vom 1.10. bis 31.12.2026, Energiesteuer −14,04 Cent je Liter (mit MwSt. rund −17 Cent).
Kroatien: EU-Ausnahmegenehmigung vom 1.8.2026 bis 31.1.2027: bis zu 21,95 Cent (Benzin) und 22,5 Cent (Diesel) unter dem EU-Mindestsatz, dazu staatliche Höchstpreise. Stand 6.10.2026: Benzin 3,8 Cent über, Diesel 7 Cent unter dem Mindestsatz.
Schweden: EU-Ausnahmegenehmigung vom 1.7. bis 30.11.2026: bis zu 2,40 Kronen (rund 22 Cent) je Liter unter dem EU-Mindestsatz.
Niederlande: Verbrauchsteuersenkung bis 31.12.2026.
Dänemark: keine befristete Entlastung.
Preise: Tagesdurchschnitte vom 9.10.2026 aus nationalen Quellen, für Deutschland Super E5. *Niederlande: Stand 5.10.2026, keine Tageswerte.

Quellen: fuel-prices.eu (Tagespreise 9.10.2026 nach nationalen Quellen; Steuersätze Schweden nach EU-Kommission, Stand 5.10.2026; Kroatien nach kroatischer Regierungsverordnung, Stand 6.10.2026), Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (Deutschland, 9.10.2026), Rijksoverheid (Niederlande: Verbrauchsteuer regulär und befristet gesenkt, 2026), Tax Foundation nach EU-Steuerdatenbank (übrige und reguläre Steuersätze, Stand 1.1.2026), Deutscher Bundestag, Rat der EU (Kroatien: Dok. 10873/26; Schweden: Durchführungsbeschluss 2026/1295). Nationale CO₂-Steuern sind in den Sätzen enthalten, soweit sie erhoben werden (etwa in Schweden); in Deutschland kommt der CO₂-Preis nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz hinzu.

Wie hoch die Spritsteuer ausfällt, entscheidet jedes EU-Land selbst – grundsätzlich jedoch nicht unter den EU-Mindestsätzen von 35,9 Cent (Benzin) und 33,0 Cent (Diesel) je Liter.

Die Niederlande verlangen auf Super 84,5 Cent je Liter, Dänemark 71,7 Cent. In Deutschland sind es derzeit 51,41 Cent – dank Tankrabatt 14,04 Cent weniger als regulär.

Der CO₂-Preis

Zusätzlich verlangen manche Länder einen CO₂-Preis. In Deutschland macht er 14,8 Cent je Liter Super und 16,2 Cent je Liter Diesel aus – mit Mehrwertsteuer rund 18 bzw. 19 Cent.

Dänemark erhebt 27,6 Cent je Liter Benzin; die Abgabe ist dort Teil der Energiesteuer. Schweden hat seine CO₂-Steuer bis Ende November von 29,3 auf 7,8 Cent gesenkt. Die Niederlande und Kroatien erheben keine CO₂-Steuer auf Kraftstoff.

Ein Kraftstoff, zwei Preise

Besonders deutlich wird der Steuereffekt an der Oder. Die PCK-Raffinerie in Schwedt versorgt Berlin und Brandenburg und liefert auch nach Westpolen.

An der Zapfsäule kostet Super in Berlin und Brandenburg 2,18 Euro, in Polen höchstens 1,58 Euro. Bei Diesel sind es 2,23 gegenüber 1,79 Euro.

Rohöl, Raffinerie, Transport und Handel kosten auf beiden Seiten fast gleich viel: 117 bzw. 118 Cent je Liter. Den Unterschied machen Energiesteuer, CO₂-Preis und Mehrwertsteuer. Polen hat Mehrwertsteuer und Akzise bis Jahresende deutlich gesenkt.

Stand: 9. Oktober 2026 (Preisvergleich EU/USA: 5. Oktober 2026). Alle Werte gerundet.

Quellen: EU-Kommission (Weekly Oil Bulletin), U.S. Energy Information Administration (EIA), fuel-prices.eu nach nationalen Quellen, Markttransparenzstelle für Kraftstoffe, Tax Foundation, Rat der EU, Deutscher Bundestag, Skatteverket, Skatteministeriet, Deutsche Emissionshandelsstelle/ADAC, polnisches Energie- und Finanzministerium (Dz.U. 1288, 1289), NBP, PCK Raffinerie; eigene Berechnungen. Grafiken: Epoch Times.

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Wirtschaftsnobelpreis geht an zwei US-Ökonomen

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht in diesem Jahr an die beiden US-Forscher Robert E. Hall und Michael Woodford. Sie werden für „die mikroökonomischen Grundlagen der makroökonomischen Stabilisierung“ ausgezeichnet. Das gab die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm bekannt.
Auf Grundlage ihrer Modelle könnten gut abgestimmte fiskal- und geldpolitische Maßnahmen die wirtschaftlichen Ausschläge nach oben und unten abmildern, sagte die Generalsekretärin der Akademie, Ellen Moons, bei der Preisverkündung.

Jetzt sind alle Preise verkündet

Der Preis für Wirtschaftswissenschaften wird traditionell am Montag nach den anderen Nobelpreisen bekanntgegeben. Er geht als einziger der Preise nicht auf das Testament des schwedischen Industriellen und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel (1833-1896) zurück. Der Wirtschaftspreis wurde 1968 nachträglich gestiftet und 1969 erstmals vergeben. Deshalb nennt die Nobel-Stiftung ihn nicht offiziell Nobelpreis, sondern Preis der Schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften in Gedenken an Alfred Nobel. Wie die anderen Auszeichnungen wird er am 10. Dezember, dem Todestag Nobels, verliehen – und zwar in der schwedischen Hauptstadt Stockholm.
In der vergangenen Woche waren bereits Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Frieden verkündet worden. Unter den drei Medizin-Preisträgern sind mit Peter Hegemann und Georg Nagel diesmal zwei deutsche Forscher. Die berühmte Auszeichnung für Literatur ging in diesem Jahr an die kanadische Dichterin, Übersetzerin und Essayistin Anne Carson. Den Friedensnobelpreis bekam die südafrikanische Spitzenjuristin Navanethem Pillay für ihren Einsatz gegen Völkermord und für Menschenrechte.

Rund eine Million Euro für kluge Köpfe

2025 ging der prestigeträchtige Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften zur einen Hälfte an den israelisch-amerikanischen Wirtschaftshistoriker Joel Mokyr, zur anderen Hälfte an den Franzosen Philippe Aghion und den Kanadier Peter Howitt. Sie wurden für ihre Forschung zum stetigen Wachstum von Volkswirtschaften ausgezeichnet.
Dotiert ist der Preis in diesem Jahr wie die anderen Auszeichnungen auch mit zwölf Millionen schwedischen Kronen – das entspricht etwas mehr als einer Million Euro. (dpa/red)
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Literaturnobelpreis für Kanadierin Anne Carson

Die kanadische Dichterin und Autorin Anne Carson wird in diesem Jahr mit dem prestigeträchtigen Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Das gab die Schwedische Akademie in Stockholm bekannt. Die 76-Jährige bekommt die Auszeichnung für ihr „kühnes und erfinderisches Werk, das im spielerischen Dialog mit der klassischen Tradition neue Formen für die zeitgenössische Literatur geschaffen hat“, wie die Ständige Sekretärin der Akademie, Ingrid Carlberg, bei der Verkündung sagte.
Sie habe kurz mit der Preisträgerin am Telefon sprechen können, sagte Carlberg. „Sie war sehr überrascht. Wir hatten nicht viel Zeit zu sprechen, aber sie hat mir erzählt, dass sie gerade in Island ist, um dem Wind zuzuhören.“
Der Literaturnobelpreis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung der Welt. Jedes Jahr gehen dafür etwa 200 Nominierungen ein. Wer für den Preis vorgeschlagen wird, unterliegt wie bei allen Nobelpreisen für 50 Jahre der Geheimhaltung.

Höheres Preisgeld als in den Vorjahren

Die Nobelpreise sind in diesem Jahr mit zwölf Millionen schwedischen Kronen und damit einer Million Kronen mehr als in den Vorjahren dotiert. Umgerechnet entspricht das Preisgeld mehr als einer Million Euro.
Die literarische Auszeichnung wird in der alljährlichen Nobelwoche traditionell als vierter der Nobelpreise bekanntgegeben. Seit Montag waren bereits Preisträger in den wissenschaftlichen Kategorien Medizin, Physik und Chemie verkündet worden. Unter den drei Medizin-Nobelpreisträgern sind mit Peter Hegemann und Georg Nagel auch zwei deutsche Forscher.

Preise für Frieden und Wirtschaftswissenschaften stehen noch aus

Zum Abschluss der Woche wird am Freitag verkündet, wer den diesjährigen Friedensnobelpreis erhält.
Zuletzt wird am Montag der Preis in der Kategorie Wirtschaftswissenschaften vergeben. Die Auszeichnung wird erst seit 1969 verliehen und ist die einzige, die nicht auf das Testament des schwedischen Industriellen und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel (1833-1896) zurückgeht. Überreicht werden alle Preise am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters. (dpa/red)
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PISA-Ergebnisse im Einbruch – andere Leistungstests zeigen besseres Bild


In Kürze:

  • Die PISA-Ergebnisse haben sich international verschlechtert – eine Ausnahme ist Estland.
  • Migration und soziale Medien erklären den Rückgang nur teilweise.
  • Hinterfragt wird, wie wichtig der PISA-Test für die 15-Jährigen ist – der keine Folgen für sie hat.
  • Ähnliche Tests mit 16- bis 19-Jährigen zeigen deutliche Verbesserungen der Teilnehmer.
  • Der Unterschied ist die Motivation: Die jungen Erwachsenen werden für ihre Teilnahme bezahlt.

 
Die PISA-Ergebnisse in Naturwissenschaften, Mathematik und Lesen bei 15-Jährigen haben deutlich nachgelassen. Doch andere Leistungstests bestätigen den Absturz nicht in gleichem Maße.
Forscher suchen nach einer Erklärung – und stoßen dabei auch auf die Frage, wie ernst Jugendliche einen Test nehmen, der keine Folgen für sie hat.

Ein deutlicher Rückgang

Der Rückgang ist international zu beobachten. Im Lesen ist das durchschnittliche PISA-Ergebnis seit 2018 um 28 Punkte gesunken. Das entspricht etwa anderthalb Jahren Lernfortschritt. In Mathematik entspricht der Rückgang etwa einem Jahr.
Länder wie Frankreich, Deutschland und die Niederlande verzeichnen ihre bisher niedrigsten Ergebnisse. In diesen Ländern ist der Anteil der 15-Jährigen, die grundlegende Kenntnisse in Leseverständnis und Mathematik nicht erreichen, auf fast jeden Dritten gestiegen.
An der Spitze stehen vor allem asiatische Bildungssysteme: Singapur, Taiwan, China, Südkorea und Japan. Estland ist das bestplatzierte europäische Land.
„Die Esten nehmen diese Prüfungen sehr ernst“, sagt Eve Eisenschmidt, Professorin für Bildungsmanagement an der Pädagogischen Hochschule Tallinn, gegenüber Epoch Times.
PISA wird von der OECD seit 2000 durchgeführt und untersucht unter anderem die Kompetenzen von 15-Jährigen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Ein allgemeiner Abwärtstrend begann 2018.

Andere Tests zeigen ein anderes Bild

Wie viel des PISA-Rückgangs tatsächlich auf schlechtere Leistungen zurückgeht, ist nicht eindeutig.
Bildungsforscher Gabriel Heller Sahlgren weist auf zwei Auffälligkeiten hin: Zum einen zeigen andere, vergleichbare Leistungsmessungen keinen ebenso markanten Rückgang. Zum anderen sind die Veränderungen bei PISA in einigen Ländern innerhalb weniger Jahre ungewöhnlich groß.
In Dänemark beispielsweise sind die PISA-Ergebnisse im Lesen seit 2022 um das Äquivalent von anderthalb Jahren Lernzeit gesunken. Heller Sahlgren, der für das schwedische Institutet för Näringslivsforskning tätig ist, erklärt:
„Es ist nicht möglich, dass sich etwas in der Schule innerhalb von drei Jahren so stark verschlechtert hat.“
Auch zehn führende norwegische Sozialwissenschaftler kommen zu einem ähnlichen Schluss. Nationale Tests in Norwegen, die dieselben Inhalte wie PISA messen, zeigen keinen entsprechenden Einbruch. Das spreche dafür, dass bessere Messmethoden erforderlich sind, schreiben die Wissenschaftler in einem Gastbeitrag der Zeitung „Aftenposten“.

Migration erklärt den Rückgang nur teilweise

Eine allgemein anerkannte Ursache für die schlechteren Ergebnisse ist ein gestiegener Anteil neu zugewanderter Schüler.
In Ländern wie Deutschland und Schweden fallen die Ergebnisse deutlich besser aus, wenn nur Schüler mit einheimischem Hintergrund betrachtet werden. Eine Studie kommt etwa zu dem Ergebnis, dass Migration fast ein Drittel des Rückgangs in Schweden zu Beginn der 2000er Jahre erklären könnte.
Für die jüngste Entwicklung reicht diese Erklärung jedoch offenbar nicht aus. Auch Schüler mit einheimischem Hintergrund erzielten schlechtere Ergebnisse.
Eine naheliegende Erklärung ist die rasante Verbreitung sozialer Medien und die stark gestiegene Bildschirmzeit von Jugendlichen. Die intensive Nutzung digitaler Medien könnte insbesondere das Lesen verändern.
Heller Sahlgren verweist darauf, dass Digitalisierung und die intensive Handynutzung dazu führen können, dass längere Texte weniger konzentriert und stärker fragmentiert gelesen werden. Auch die OECD diskutiert den Zusammenhang von Mediennutzung und Aufmerksamkeitsspanne von Jugendlichen.
Eine weitere Ursache könnte überraschend banal sein: Die Motivation, den Test überhaupt ernst zu nehmen.

Wenn eine Prüfung keine Folgen hat

PISA-Ergebnisse fließen nicht in die Schulnoten der Teilnehmer ein. Für die Jugendlichen hat es deshalb normalerweise keine unmittelbaren Konsequenzen, ob sie eine Aufgabe richtig oder falsch beantworten.
„Vieles deutet darauf hin, dass sich die Prüfungsmotivation in mehreren Ländern verändert hat“, sagt Heller Sahlgren. Schüler könnten demnach weniger bereit sein, sich bei einer Prüfung anzustrengen, von der sie keinen persönlichen Vorteil erwarten. Der Forscher sagt weiter:
„Es gibt Anzeichen dafür, dass die Schüler keine Zeit für eine Prüfung aufwenden wollen, die für ihre Noten keine Rolle spielt. Der Anteil derjenigen, die falsch antworten, weil sie zu schnell antworten, steigt. In Schweden nimmt er lawinenartig zu.“
Auch in den OECD-Zahlen zeigt sich, dass immer mehr Schüler den Test besonders schnell ablegen und gleichzeitig ungewöhnlich viele Fehler machen. Von 2018 bis 2025 stieg dieser Anteil von 3,9 Prozent auf 11,1 Prozent.
Ein Teil der schlechten PISA-Ergebnisse könnte damit nicht auf einen entsprechenden Verlust von Wissen und Fähigkeiten zurückgehen, sondern darauf, dass Schüler weniger Energie in die Prüfung stecken.

Was finanzielle Anreize verändern können

Ein schwedisch-deutsches Forschungsteam untersuchte 2024 die Ergebnisse der Schüler im PISA-Test mit Ergebnissen in benotungsrelevanten Prüfungen. Sie stellten fest, dass Schüler sich bei PISA zwar „in hohem Maße angestrengt haben, sich jedoch noch mehr angestrengt hätten, wenn dies Auswirkungen auf ihre Note gehabt hätte.“ Eine der untersuchten Schülergruppen schnitt im Vergleich zu ihren Ergebnissen in den nationalen Prüfungen unterdurchschnittlich ab.
Ein weiteres Experiment liefert einen ähnlichen Hinweis. In einer Untersuchung des amerikanischen Forschungsinstituts National Bureau of Economic Research absolvierten einige chinesische und amerikanische Schulklassen einen PISA-Test. Einigen Schülern wurde mitgeteilt, dass sie – basierend auf ihrer Leistung – bezahlt würden, während andere keinen besonderen Anreiz erhielten.
In den USA erzielten die Schüler mit finanzieller Belohnung im Durchschnitt rund 20 Punkte mehr als diejenigen ohne finanziellen Anreiz. Das entspricht ungefähr einem Jahr Lernfortschritt. Bei den chinesischen Schülern gab es keinen Unterschied.

Ein Vergleich mit anderem Test

Auch ein anderer von der OECD durchgeführter Test liefert Hinweise. PIAAC (Programme for the International Assessment of Adult Competencies) misst die Lese- und Rechenfähigkeiten von Erwachsenen über 16 Jahren.
Heller Sahlgren hat sich insbesondere die Testergebnisse schwedischer 16- bis 19-Jähriger angesehen – also einer Altersgruppe, die etwas älter ist als die PISA-Teilnehmer. Er sagt:
„Es handelt sich um ungefähr dieselbe Art von Fragen, und bei PIAAC sehen wir eine deutliche Verbesserung von 2012 bis 2023.“
Der entscheidende Unterschied liegt in den Rahmenbedingungen: Die Teilnehmer an PIAAC erhalten für ihre Teilnahme 900 schwedische Kronen (rund 80 Euro). Der Test wird zu Hause unter Aufsicht eines Prüfers durchgeführt.
Der Vergleich ist kein Beweis dafür, dass finanzielle Anreize Testergebnisse verbessern. Er wirft jedoch die Frage auf, welchen persönlichen Stellenwert die Teilnehmer dem PISA-Test beimessen.

Warum Estland besser abschneidet

Bei PISA ist Estland ein auffälliges Gegenbeispiel zu vielen westeuropäischen Ländern. Das Land hatte bis 2006 ähnliche Ergebnisse wie das oft gelobte Finnland, seither überholt es sein Nachbarland, das gleichzeitig absackt.
Eve Eisenschmidt sieht einen Teil der Erklärung in kulturellen Faktoren. Sie sagte Epoch Times: „Bildung ist stark kulturell geprägt. Im Allgemeinen herrscht in Estland die Einstellung, dass man hart arbeiten muss. Wenn man etwas tut, dann macht man es ernsthaft.“
Nur ein sehr geringer Teil der Schüler breche die Prüfung ab. Auch historische Erfahrung spielen ihrer Einschätzung nach eine Rolle. Und weiter:
„Man muss auch unsere frühere lange Zeit der Besetzung durch eine fremde Macht berücksichtigen. Wir sagen oft, dass Bildung der Schlüssel zu einer besseren Zukunft ist.“
Hinzu kommen strukturelle Faktoren. Bildung habe in den vergangenen Jahren für die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit an Bedeutung gewonnen. „Der Zusammenhang zwischen Bildung und Wirtschaft ist mittlerweile allgemein anerkannt.“ Außerdem gebe es Kooperationen zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor.
Als weitere Gründe nennt Eisenschmidt die weitgehende Autonomie der Schulen und den anspruchsvollen nationalen Lehrplan. „Bestimmte Lerninhalte der 5. Klasse in Estland werden in anderen Ländern erst in der 7. Klasse vermittelt. Dies bringt jedoch auch Herausforderungen und Stress mit sich.“

Bildungsdebatte gefordert

Eine eindeutige Erklärung für den internationalen PISA-Rückgang gibt es bislang nicht.
Bildungsforscher Gabriel Heller Sahlgren sagt, dass die ehrliche Antwort auf die Frage nach den Ursachen des PISA-Phänomens darin besteht, dass niemand wirklich Bescheid weiß.
Er hält deshalb die Diskussion über Schulreformen, die in vielen Ländern geführt werden, grundsätzlich für sinnvoll. Ein reformiertes Bildungssystem könnte Schülern auf unterschiedliche Weise dazu anregen, bessere Leistungen zu erbringen.
„Doch diese Reformen werden die Anreize, bei Tests zu bestehen, die keine Bedeutung haben, nicht beeinflussen.“
 
Dieser Artikel erschien im Original bei der schwedischen Epoch Times unter dem Titel „Brett ras i kunskapstest skakar om Europas länder“. (deutsche Bearbeitung ks)
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Chemie-Nobelpreis geht an Forscher aus Frankreich und Japan

Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an Henri B. Kagan und Kenso Soai. Das teilte die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm mit.
Die Preisträger wurden „für die Entdeckung nichtlinearer Effekte und der Autokatalyse in der asymmetrischen organischen Synthese“ ausgezeichnet. Kagan und Soai hätten ein chemisches Rätsel gelöst, das über ein Jahrhundert lang Chemiker beschäftigt habe: die spontane Entstehung von Homochiralität. Homochiralität beschreibt die Eigenschaft, dass in lebenden Organismen nur eine von zwei möglichen Spiegelbildvarianten von Molekülen wie Aminosäuren vorkommt. Diese Entdeckung hat bedeutende Auswirkungen auf die Entwicklung von Molekülen, die mit lebenden Organismen interagieren, wie beispielsweise in der Pharmaindustrie.
Kagan machte 1986 den ersten entscheidenden Schritt, als er eine neue Methode zur Manipulation chemischer Reaktionen entdeckte, die es ihm ermöglichte, ein größeres Übergewicht einer der Spiegelbildvarianten zu erzeugen, als zuvor für möglich gehalten wurde. Soai setzte diesen Fortschritt fort und entwickelte 1995 die erste chemische Reaktion mit dem Potenzial zur Homochiralität. Im Jahr 2003 gelang es ihm schließlich, eine Reaktion zu präsentieren, bei der nur eine der beiden möglichen Spiegelbildvarianten gebildet wurde. Diese Entdeckungen seien entscheidend für Chemiker, die Reaktionen zur Herstellung von Arzneimitteln entwerfen, so die Begründung.

Deutsche erhalten Nobelpreis für Medizin

Am Montag hatte das Karolinska-Institut bereits verkündet, dass der Nobelpreis für Medizin in diesem Jahr an die deutschen Wissenschaftler Peter Hegemann und Georg Nagel sowie den US-Amerikaner Karl Deisseroth geht. Sie wurden „für ihre Entdeckungen im Bereich der lichtgesteuerten Ionenkanäle und der Optogenetik“ ausgezeichnet.
Tags darauf durfte sich dann der US-belgische Astrophysiker Francis Halzen über den Physik-Nobelpreis „für entscheidende Beiträge zum Neutrino-Observatorium IceCube und zur Entdeckung von hochenergetischen Neutrinos astrophysikalischen Ursprungs“ freuen.
Am Donnerstag wird die Akademie den Träger des Literaturnobelpreises publik machen. Der Träger des Friedensnobelpreises wird am Freitag in Oslo bekannt gegeben. In der kommenden Woche folgt noch der Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften.
Der Nobelpreis gilt als die höchste Auszeichnung in den berücksichtigten Disziplinen und wird jedes Jahr an Alfred Nobels Todestag, dem 10. Dezember, verliehen. Der Friedensnobelpreis wird in Oslo übergeben, alle anderen Preise in Stockholm. (dts/red)
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Physik-Nobelpreis geht an Geisterteilchen-Forscher aus den USA

Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an den belgisch-amerikanischen Teilchenforscher Francis Halzen für entscheidende Beiträge zum Neutrino-Observatorium „IceCube“ und zur Entdeckung hochenergetischer Neutrinos astrophysikalischen Ursprungs. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit.
Halzen erkannte demnach, dass sich das Eis am Südpol zur Verfolgung von Teilchen nutzen lässt, die als Neutrinos bekannt sind. Seine Vision und seine wissenschaftliche Führungsrolle seien von grundlegender Bedeutung für „IceCube“ gewesen – ein Kubikkilometer Eis, der mit Sensoren ausgestattet ist. Mit dem Observatorium können Forscher Neutrinos aus extrem energiereichen Prozessen im fernen Universum erfassen.
Neutrinos – auch Geisterteilchen genannt – zählen zu den geheimnisvollsten Elementarteilchen. Sie besitzen keine elektrische Ladung und fast keine Masse und reagieren nur sehr schwach mit normaler Materie. Daher ist der Nachweis äußerst schwierig. Ein Neutrino sei ein geisterhafter Bote aus dem Weltraum, sagte der Vorsitzende des Physik-Nobelkomitees, Mark Pearce.
Im Mittel treffen in jeder Sekunde zehn Milliarden Neutrinos auf jeden Quadratzentimeter der Erdoberfläche. Wenigstens einige davon nachweisen sollen große Detektoranlagen wie „IceCube“ im antarktischen Eis.

Forscher enthält umgerechnet eine Million Euro

Die renommierteste Auszeichnung für Physiker ist in diesem Jahr mit insgesamt zwölf Millionen schwedischen Kronen dotiert, umgerechnet rund einer Million Euro.
Die Nobelstiftung hatte das Preisgeld kürzlich auf zwölf Millionen Kronen angehoben. „In diesem Jahr feiern wir das 125-jährige Bestehen des Nobelpreises. Aus diesem Anlass freuen wir uns, das Preisgeld um eine Million erhöhen zu können“, sagte die Geschäftsführerin der Nobelstiftung, Hanna Stjärne im September.
„Mit der Erhöhung stärken wir die langfristige Bedeutung des Nobelpreises und stellen sicher, dass der finanzielle Teil des Preises seinen Wert dauerhaft behält.“ Der Betrag wurde seit der ersten Verleihung im Jahr 1901 schon mehrfach angepasst.

Medizin-Nobelpreis für zwei Deutsche

Am Montag war der Nobelpreis für Medizin zwei deutschen und einem US-amerikanischen Forscher zuerkannt worden. Für ihre Entdeckungen auf dem Feld der Optogenetik werden Peter Hegemann (71) von der Humboldt-Universität Berlin, Georg Nagel (73) von der Uni Würzburg sowie der US-Forscher Karl Deisseroth (54) ausgezeichnet.
Die Optogenetik ist eine Methode, mit der sich Zellen mit Hilfe von Licht präzise an- und abschalten lassen. Damit lasse sich zum Beispiel zeigen, wie Nervenzellen im lebenden Gehirn Erinnerungen, Gefühle und Verhaltensweisen prägen, hieß es zur Begründung.
Am Mittwoch wird bekanntgegeben, wer den diesjährigen Chemie-Nobelpreis erhält. Am Donnerstag und Freitag folgen die Bekanntgaben für den Literatur- und den Friedens-Nobelpreis. Der Reigen endet am kommenden Montag mit dem von der schwedischen Reichsbank gestifteten Wirtschafts-Nobelpreis.
Die feierliche Überreichung der Auszeichnungen findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel. Bereits am 30. September waren in Stockholm die diesjährigen Träger des Right Livelihood Awards bekanntgegeben worden, der gemeinhin als Alternativer Nobelpreis bezeichnet wird. (dpa/red)
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Nobelpreis für Physik geht an Francis Halzen

Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an den belgisch-amerikanischen Neutrinoforscher Francis Halzen für entscheidende Beiträge zum Neutrino-Observatorium „IceCube“ und zur Entdeckung hochenergetischer Neutrinos astrophysikalischen Ursprungs. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit. (dpa/red)
Mehr dazu in Kürze.
(dts/red)
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Medizin-Nobelpreis geht an zwei Deutsche und einen US-Forscher

Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an die beiden Deutschen Peter Hegemann und Georg Nagel sowie den US-Forscher Karl Deisseroth. Ausgezeichnet werden ihre Entdeckungen im Bereich lichtgesteuerter Ionenkanäle und Optogenetik, wie das Karolinska-Institut in Stockholm mitteilte. Hegemann forscht an der Humboldt-Universität Berlin, Nagel an der Universität Würzburg. Die Forscher erhalten jeweils ein Drittel des Preisgelds von umgerechnet rund einer Million Euro.
Optogenetik ist eine Methode, mit der sich Zellen – meist Neuronen – mit Hilfe von Licht präzise an- oder abschalten lassen. Sie kombiniert genetische und optische Techniken, um in lebendem Gewebe und sogar in frei beweglichen Tieren gezielt zelluläre Aktivität zu steuern.
Hegemann und Nagel entdeckten das Protein Kanalrhodopsin (Channelrhodopsin), das Zellen empfindlich für Licht macht. Deisseroth setzte das Gen für dieses Protein in Neuronen von Ratten ein. Dadurch konnte er diese Nervenzellen mit Licht aktivieren.

Preisgeld kürzlich angehoben

Die bedeutendste Auszeichnung für Mediziner ist mit zwölf Millionen schwedischen Kronen dotiert, umgerechnet rund einer Million Euro. Die Nobelstiftung hat das Preisgeld kürzlich erst auf zwölf Millionen Kronen angehoben. „In diesem Jahr feiern wir das 125-jährige Bestehen des Nobelpreises. Aus diesem Anlass freuen wir uns, das Preisgeld um eine Million erhöhen zu können“, sagte die Geschäftsführerin der Nobelstiftung, Hanna Stjärne, im September. Der Betrag wurde seit der ersten Verleihung im Jahr 1901 schon mehrfach angepasst.

Erster Preis ging an deutschen Bakteriologen

Vor dem diesjährigen Preis haben seit 1901 insgesamt 232 Menschen den Medizin-Nobelpreis erhalten. Der erste ging an den deutschen Bakteriologen Emil Adolf von Behring für die Entdeckung einer Therapie gegen Diphtherie.
Mit dem Medizin-Preis startete der Nobelpreis-Reigen. Am Dienstag und Mittwoch werden die Träger des Physik- und des Chemie-Preises benannt. Es folgen die für Literatur und für Frieden. Die Reihe der Bekanntgaben endet am kommenden Montag mit dem von der schwedischen Zentralbank gestifteten sogenannten Wirtschaftsnobelpreis.

Preisverleihung am 10. Dezember

Die feierliche Übergabe aller Auszeichnungen findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel (1833-1896). Bereits am 30. September waren in Stockholm die diesjährigen Träger des Right Livelihood Awards bekanntgegeben worden, der gemeinhin als Alternativer Nobelpreis bezeichnet wird. (dpa/red)
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Tesla ohne Tarifvertrag – kann Volkswagen ähnlich handeln?


In Kürze:

  • Tesla bleibt in Schweden trotz jahrelangem Arbeitskampf ohne Tarifvertrag.
  • Auch Teslas Werk in Grünheide ist nicht tarifgebunden.
  • Kann Volkswagen einen ähnlichen Weg wie Tesla gehen und sich aus der Tarifbindung lösen?

 
Tesla hat in Schweden erreicht, was die Gewerkschaft IF Metall fast drei Jahre verhindern wollte: Der Autobauer bleibt ohne Tarifvertrag. Im August stellte IF Metall ihre Arbeitskampfmaßnahmen ein. Tesla bleibt ohne Tarifvertrag.
Der Ausgang des Konflikts ist auch für die deutsche Autoindustrie interessant. Volkswagen streicht Zehntausende Stellen und versucht, seine Arbeitskosten um Milliarden zu senken, allerdings gemeinsam mit IG Metall und Betriebsrat. Tesla verfolgt einen anderen Weg: Das Unternehmen hielt am tariflosen Modell fest und nahm dafür einen jahrelangen Arbeitskampf in Kauf.
Damit lohnt der Vergleich zweier sehr unterschiedlicher Wege: Wie viel leichter kann ein Autobauer ohne Tarifvertrag seine Personalkosten senken? Und wäre ein solcher Weg für Volkswagen überhaupt möglich?

Warum Schweden besonders ist

Der Konflikt in Schweden begann am 27. Oktober 2023. IF Metall rief damals die Beschäftigten der schwedischen Tesla-Werkstätten zum Streik auf, nachdem Verhandlungen über einen Kollektivvertrag ohne Ergebnis geblieben waren. Andere Gewerkschaften unterstützten den Arbeitskampf. Dass Tesla den Konflikt so lange durchhielt, fällt in Schweden besonders auf. Nach Angaben der staatlichen Schlichtungsstelle, die dem schwedischen Arbeitsministerium unterstellt ist, waren 2025 insgesamt 88 Prozent der Beschäftigten von Kollektivverträgen erfasst. In der Industrie lag der Anteil sogar bei 96 Prozent.
Ein Kollektivvertrag ist das schwedische Gegenstück zum deutschen Tarifvertrag. Dabei einigen sich Gewerkschaften und Arbeitgeber gemeinsam auf feste Regeln für alle Beschäftigten. Der Vertrag regelt wichtige Dinge wie Mindestlöhne, Arbeitszeiten, Urlaub und Extra-Renten. Da Schweden keinen gesetzlichen Mindestlohn kennt, werden Lohnuntergrenzen weitgehend über Kollektivverträge geregelt. Daneben legen die Verträge weitere Arbeitsbedingungen fest.
Tarifverträge haben daher eine zentrale Funktion bei der Regelung des Arbeitsmarktes. IF Metall beschreibt sie als Grundlage des schwedischen Modells: Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände handeln wesentliche Arbeitsbedingungen aus, statt sie dem Staat und der Politik zu überlassen.
Tesla blieb dennoch außerhalb dieses Systems. Der Fall zeigt damit eine Grenze gewerkschaftlicher Durchsetzungsmacht: Selbst in einem Land mit nahezu flächendeckender Tarifbindung in der Industrie kann ein Unternehmen den Abschluss eines Kollektivvertrags ablehnen und versuchen, den daraus entstehenden Arbeitskampf durchzuhalten. Auch in Deutschland gilt die Tarifautonomie, sodass Unternehmen rechtlich nicht verpflichtet sind, einen Tarifvertrag abzuschließen.

Jeder Zweite arbeitet ohne Tarifbindung

Nach dem Tarifvertragsgesetz entsteht Tarifbindung insbesondere durch die Mitgliedschaft in einem tarifgebundenen Arbeitgeberverband oder dadurch, dass ein Unternehmen selbst einen Tarifvertrag abschließt. Unter bestimmten Voraussetzungen können Tarifverträge allerdings für allgemein verbindlich erklärt werden.
Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zeigen: 2025 arbeiteten lediglich 49 Prozent der Beschäftigten in Deutschland in einem tarifgebundenen Betrieb. Ein Unternehmen ohne Tarifvertrag kann Vergütung und andere Arbeitsbedingungen grundsätzlich stärker selbst gestalten. Vollkommen freie Hand erhält die Unternehmensleitung dadurch aber nicht. Betriebsräte haben beispielsweise bei Arbeitszeiten und bestimmten Fragen der betrieblichen Lohngestaltung gesetzliche Mitbestimmungsrechte. Bei größeren Umstrukturierungen müssen sie ebenfalls beteiligt werden. Das regelt das Betriebsverfassungsgesetz.
Auch Personalabbau wird ohne Tarifvertrag nicht beliebig einfach. Betriebsbedingte Kündigungen müssen nach dem Kündigungsschutzgesetz durch dringende betriebliche Gründe gerechtfertigt sein und unterliegen einer Sozialauswahl. Tariflosigkeit bedeutet deshalb mehr Gestaltungsspielraum, nicht aber die Abwesenheit arbeitsrechtlicher Grenzen.

Warum VW nicht einfach aussteigen kann

Tesla zeigt, dass ein tarifloses Modell auch in Deutschland möglich ist. Die Gigafactory von Tesla im brandenburgischen Grünheide ist nicht tarifgebunden. Zwar gibt es dort einen Betriebsrat und die IG Metall ist im Werk organisiert, einen Tarifvertrag mit Tesla gibt es jedoch nicht. Die Gewerkschaft versucht seit Jahren, ihre Position im Werk auszubauen und einen Tarifvertrag durchzusetzen.
Für Volkswagen sieht das anders aus. Die Volkswagen AG verhandelt einen eigenen Haustarifvertrag mit der IG Metall. Bestehende Verpflichtungen verschwinden nicht durch eine einseitige Entscheidung des Unternehmens. Das Tarifvertragsgesetz sieht vor, dass eine bestehende Tarifbindung bis zum Ende des Tarifvertrags fortbesteht. Auch danach können Regelungen zunächst weitergelten, bis sie durch andere Vereinbarungen ersetzt werden. Hinzu kommen individuelle Arbeitsverträge, Betriebsvereinbarungen und die gesetzlichen Rechte des Betriebsrats. Volkswagen könnte seine Personalkosten deshalb nicht kurzfristig dadurch frei gestalten, dass der Konzern seine bisherige Tarifstruktur verlässt.
Aufhebungsverträge gegen Abfindungen sind dagegen möglich. Volkswagen nutzt dieses Instrument bereits. 2024 verbuchte der Konzern Belastungen von 900 Millionen Euro im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Senkung der Personalkosten in der Verwaltung, darunter Aufhebungsverträge.
Der Unterschied zu Tesla liegt daher hauptsächlich in der Ausgangslage. Volkswagen muss seine Kosten innerhalb bereits bestehender Tarif- und Mitbestimmungsstrukturen verändern.

Wie viel VW trotz Tarifbindung spart

Dass das möglich ist, zeigt Volkswagen selbst. Im Dezember 2024 vereinbarten Volkswagen AG, Arbeitnehmervertretung und IG Metall das Programm „Zukunft Volkswagen“. Bis 2030 sollen an den deutschen Volkswagen-Standorten mehr als 35.000 Stellen wegfallen. Gleichzeitig sollen die technischen Produktionskapazitäten dauerhaft um 734.000 Fahrzeuge sinken.
Volkswagen beziffert die durch den Tarifabschluss vereinbarte Entlastung bei den Arbeitskosten auf 1,5 Milliarden Euro pro Jahr. Zusammen mit weiteren Struktur- und Produktionsmaßnahmen sollen mittelfristig Einsparungen von mehr als vier Milliarden Euro jährlich entstehen. Im Mai 2026 berichtete Volkswagen über erste Ergebnisse. Tarifeinigungen und Personalabbau hätten 2025 nachhaltige Kosteneffekte von rund einer Milliarde Euro gebracht. Für mehr als 28.000 geplante Abgänge bei der Volkswagen AG bestanden bereits verbindliche Vereinbarungen.

Wie viel ist tarifliche Flexibilität wert?

Die Debatte hat für deutsche Hersteller auch deshalb Gewicht, weil Arbeit hierzulande vergleichsweise teuer ist. Nach Angaben von Destatis kostete eine Arbeitsstunde 2025 durchschnittlich 45 Euro. Bei einem EU-Durchschnitt von 34,90 Euro waren die Arbeitskosten in Deutschland damit rund 29 Prozent höher.
Für einen Autobauer zählt allerdings nicht allein der Stundenlohn. Wirtschaftlich relevant ist auch, wie schnell Schichten verändert, Personalbestände angepasst oder Beschäftigte für neue Aufgaben eingesetzt werden können. Das gewinnt an Bedeutung, wenn gleichzeitig bestehende Werke ausgelastet und hohe Investitionen in Elektroautos, Batterien und Software finanziert werden müssen.
Ein Tarifvertrag kann diesen Spielraum begrenzen, weil er unter anderem Entgelt und Arbeitsbedingungen festlegt. Die schwedische Gewerkschaft IF Metall hält dem ein wirtschaftliches Argument entgegen. Tarifverträge regeln laut der Gewerkschaft neben Löhnen unter anderem Beschäftigungsformen, Betriebsrenten, Arbeitszeiten, Urlaub und Kündigungsfristen. Nach Darstellung von IF Metall entstehen für Arbeitgeber dadurch langfristige und verlässliche Regeln für die jeweilige Branche.
Hinzu komme die Friedenspflicht. Während ein Kollektivvertrag gilt, dürfen Arbeitgeber und Arbeitnehmer nach Darstellung von IF Metall keinen Arbeitskampf führen, um bessere Bedingungen als die vereinbarten durchzusetzen. Die Gewerkschaft sieht darin einen Grund dafür, dass es in Schweden vergleichsweise wenige Arbeitskämpfe gibt.
Ob Tesla mit seinem tariflosen Kurs tatsächlich Kosten spart, kann nicht gesagt werden. Dafür müsste man wissen, was der fast dreijährige Arbeitskampf in Schweden das Unternehmen gekostet hat. Solche Zahlen liegen nicht vor. Hinzu kommt: Hohe Personalkosten entstehen nicht allein durch Tarifverträge. Auch Sozialabgaben, Produktivität, Qualifikation und die Auslastung der Werke spielen eine Rolle.
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Schweden: Magdalena Andersson vor Comeback als Regierungschefin

Sie gilt als pragmatisch und geradeheraus – und als ungeduldige Chefin. „Ich hätte gerne alles schon gestern erledigt“, sagt Magdalena Andersson. Die 59-jährige Sozialdemokratin steht vor dem Comeback als schwedische Regierungschefin.
Der Mitte-Links-Block um sie ging aus der Parlamentswahl am vergangenen Sonntag als knapper Sieger hervor. Die vehemente Verfechterin des schwedischen Sozialstaates gilt vielen Schweden wegen ihrer unprätentiösen Art als vertrauenswürdig.

Zurück an die Regierungsspitze

Keine Inszenierung, kein Überschwang: Diese Haltung könnte „Magda“, wie Andersson in Schweden gemeinhin genannt wird, wieder dahin führen, wo sie schon einmal war, wenn auch nur zehn Monate lang: an die Spitze der schwedischen Regierung.

Erste Regierungschefin seit 1720

2021 hatte die damalige Finanzministerin das Ministerpräsidenten-Amt von ihrem sozialdemokratischen Parteifreund Stefan Löfven übernommen, der nach sieben Jahren als Regierungschef nicht noch einmal in eine Parlamentswahl ziehen wollte. Seinerzeit war sie die erste Regierungschefin seit der Abdankung von Königin Ulrika Eleonora im Jahr 1720.

Zehn turbulente Monate, dann die Niederlage

Es folgten zehn turbulente Monate an der Spitze der Regierung, in denen sie das Land durch die Corona-Pandemie steuern musste und nach dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine im Februar 2022 den Antrag zum Nato-Beitritt Schwedens stellte. Im September 2022 verlor sie dann aber die Parlamentswahl gegen den Mitte-Rechts-Block von Ulf Kristersson, dessen Regierung von den rechtsradikalen Schwedendemokraten unterstützt wurde.

Kurs in der Mitte – Sozialstaat und harte Linie

Obwohl sie dem linken Flügel der Sozialdemokraten zugerechnet wird, hat Andersson den Kurswechsel ihrer Partei hin zur Mitte als Oppositionsführerin in den vergangenen Jahren mitgetragen. Dabei trat sie zuletzt einerseits als entschiedene Verfechterin des berühmten skandinavischen Sozialstaats auf und kündigte höhere Steuern für Banken und wohlhabende Schweden an.
Gleichzeitig versprach sie jedoch, den harten Kurs der rechten Regierung in der Sicherheits- und Einwanderungspolitik weiterführen zu wollen.

Wahlkampf um Wohnen und Lebenshaltungskosten

Die ultrarechten Schwedendemokraten hatten bei der Parlamentswahl erstmals wieder Stimmen verloren – gegen den Trend in anderen Teilen Europas. Beobachtern zufolge dürfte das vor allem daran liegen, dass die schwedischen Mitte-Parteien die Forderungen der Rechten im Laufe der Jahre übernommen haben, vor allem in der Migrationspolitik.
Der Wahlkampf war deshalb eher von sozialen Themen wie Wohnen und Lebenshaltungskosten bestimmt – einem Kernbereich der Sozialdemokraten.

Vergleich mit Angela Merkel

Hinzu kommt, dass viele Schweden Andersson für besonders vertrauenswürdig halten, was ihr schon Vergleiche mit der früheren Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eingebracht hat. „Sie hat eine Art zu sprechen, die bei vielen Menschen Vertrauen weckt“, sagte der Stockholmer Politikwissenschaftler Jan Teorell der Nachrichtenagentur AFP. „Ich glaube, Merkel war für sie ein Stück weit ein Vorbild.“
Die Politikwissenschaftlerin Marja Lemne von der Universität Södertörn wiederum beschreibt Andersson als „hartnäckig und zielstrebig“ sowie als „sehr kompetent in Wirtschaftsfragen“.
Hinter der pragmatischen Fassade hat die in Uppsala geborene Andersson, die zwei Kinder hat und mit einem Wirtschaftsprofessor verheiratet ist, der Pferdeschwanz trägt, dann doch Überraschungen zu bieten: Sie ist Fan der Heavy-Metal-Band „System of a Down“. Und ihren 40. Geburtstag feierte sie mit einer Party ganz im Stil von „Sex and the City“. (afp/red)
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Vorläufiges Ergebnis: Mehrheit für Opposition in Schweden

Bei der Parlamentswahl in Schweden hat die von den Sozialdemokraten angeführte Opposition nach Auszählung aller Stimmen eine knappe Mehrheit geholt.
Laut dem vorläufigen Wahlergebnis kommen die vier Parteien, die die Sozialdemokratin Magdalena Andersson als Ministerpräsidentin unterstützen, gemeinsam auf 176 von 349 Sitzen. Dazu zählt neben Sozialdemokraten, Linken und Grünen auch die liberale Zentrumspartei.
Das konservative Lager aus der bisherigen Drei-Parteien-Regierung und den Schwedendemokraten unterlag mit 173 Mandaten. Das endgültige Wahlergebnis soll erst am Wochenende feststehen.
Die Wahlbeteiligung lag nach der vorläufigen Zählung bei 84,8 Prozent (2022: 84,2 Prozent).

Sozialdemokraten bleiben stärkste Kraft

Die drei Regierungsparteien gewannen alle leicht an Stimmen hinzu, kamen aber trotzdem nicht auf eine Mehrheit.
Die Sozialdemokraten blieben mit 28 Prozent der Stimmen stärkste Kraft im Reichstag, mussten aber einen Rückgang verschmerzen (2022: 30,3 Prozent) – genau wie die Schwedendemokraten (17,5 Prozent; 2022: 20,5 Prozent), die erstmals bei einer Parlamentswahl Verluste hinnehmen mussten.
Wer nun mit wem eine Regierung bilden kann, ist unklar. Dafür sind auf beiden Seiten Kompromisse nötig. Die Zentrumspartei hatte vorab erklärt, nicht mit den Linken regieren zu wollen. Die Linken hatten wiederum bei einem Sieg des sozialdemokratisch angeführten Lagers Anspruch auf Ministerposten erhoben.
Möglich ist die Zusammenarbeit mit einer oder mehreren Parteien außerhalb einer Koalition. Minderheitsregierungen sind in Schweden üblich. Zum Ministerpräsidenten kann gewählt werden, wer keine absolute Mehrheit im Parlament gegen sich hat. (dpa/red)
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Tesla setzt sich durch: Schwedens längster Streik endet ohne Tarifvertrag


In Kürze:

  • Nach 1.027 Tagen hat IF Metall den Streik gegen Tesla in Schweden ohne Tarifvertrag beendet.
  • Tesla konnte den Arbeitskampf unter anderem durch internationale Ersatzkräfte und Abfindungen für Streikende überstehen.
  • Der Fall wirft Fragen zur Zukunft des schwedischen Tarifmodells und zur internationalen Handlungsfähigkeit der Gewerkschaften auf.

 
Europas Gewerkschaften warnen nach dem Ende des Streiks gegen Tesla in Schweden vor einem Unterlaufen der Tarifkultur. Am 27. Oktober 2023 waren 40 Mechatroniker in zehn Werkstätten in den Streik getreten. In weiterer Folge hatte der Arbeitskampf über 1.027 Tage angehalten. Am 19. August 2026 beendete ihn die Metallarbeitergewerkschaft IF Metall – ohne ihr Ziel eines Tarifvertrages erreicht zu haben.

Breite Solidarität für Arbeitskampf gegen Tesla – etwa 100 Maßnahmen

Wie auch in anderen Ländern, darunter Deutschland, hat Tesla sich geweigert, für die Beschäftigten an seinen schwedischen Standorten Tarifverträge abzuschließen. Eine Produktionsstätte betreibt der Autobauer dort nicht, allerdings eine Reihe von Werkstätten. Anfänglich hatten sich 40 Mechatroniker an dem Streik beteiligt, phasenweise waren es bis zu 80 bei IF Metall organisierte Beschäftigte.
Sie blieben in ihrem Arbeitskampf nicht allein. Insgesamt 14 Gewerkschaften aus vier Ländern solidarisierten sich mit den Streikenden. Im Laufe des fast drei Jahre anhaltenden Streiks führten diese etwa 100 Kampfmaßnahmen durch. So verweigerten Hafenarbeiter das Entladen von Tesla-Fahrzeugen, Postmitarbeiter die Zustellung und Transportarbeiter blockierten die Fahrzeuge.
Auch Reinigung, Abfallwirtschaft und Elektroinstallationen wurden verweigert. Insgesamt investierte IF Metall eigenen Angaben zufolge etwa 65 Millionen schwedische Kronen (ca. 5,76 Millionen Euro) in den Arbeitskampf. Zu den Kosten für die Konfliktentschädigung an die Streikenden kamen noch jene für Streikposten, Verwaltung, Werbung und Gerichtsverfahren.

Gewerkschaften sahen schwedische Tarifkultur infrage gestellt

Für die Gewerkschaften ging es um mehr als nur eine Tarifvereinbarung für die etwa 400 Beschäftigten in schwedischen Tesla-Werkstätten. Es war für sie auch eine symbolträchtige Auseinandersetzung. Tesla sollte zum Präzedenzfall für die Widerstandsfähigkeit des schwedischen Tarifmodells werden.
Rund 90 Prozent aller Beschäftigten auf dem schwedischen Arbeitsmarkt und 98 Prozent jener in Unternehmen wie Tesla in Schweden sind durch Tarifverträge abgesichert. Die Verweigerungshaltung des Autokonzerns wird deshalb gerade dort als außerordentlich ungewöhnlich wahrgenommen. Allerdings beruht das Tarifmodell in Schweden allein auf gesellschaftlichen, nicht auf gesetzlichen Normen.
Tesla spielte seinerseits alle Möglichkeiten aus, über die das Unternehmen aufgrund seiner internationalen Struktur verfügt. Der Konzern versuchte, die Auswirkungen des Streiks abzufedern, indem er Mitarbeiter aus anderen europäischen Ländern einsetzte, Arbeiten ins Ausland verlagerte oder alternative Transportwege organisierte. Es sollen Beschäftigte aus insgesamt 14 Ländern zum Einsatz gekommen sein. Dabei nutzte man Lücken und Möglichkeiten des europäischen Rechtsrahmens.

Beschäftigte aus den Verträgen gekauft – IF Metall musste Streik beenden

Der Streik endete, nachdem es Tesla gelungen war, die meisten der streikenden Arbeiter mithilfe hinreichend attraktiver Abfindungsmodelle aus dem Unternehmen herauszukaufen. Vertragssekretär der Landsorganisationen i Sverige (LO) Veli-Pekka Säikkälä zufolge hatte Tesla die Beschäftigten dafür bezahlt, ihre Arbeitsverhältnisse zu beenden. Als kaum noch Beschäftigte übrig waren, die den Streik fortgeführt hätten, entschloss sich IF Metall, diesen zu beenden.
Für Tesla war der Arbeitskampf ebenfalls teuer. Der schwedische Rundfunk schätzte die Kosten für das Unternehmen auf etwa 67 Millionen Kronen (ca. 5,94 Millionen Euro). Dazu kamen Kosten für Gerichtsverfahren, aus dem Ausland eingeflogene Ersatzkräfte sowie zusätzliche logistische Maßnahmen.
IF Metall bezeichnete den Ausgang des Arbeitskampfes als Niederlage mit Blick auf das Nichterreichen des eigentlichen Ziels – nämlich einer Tarifvereinbarung. Allerdings verweist die Gewerkschaft auch darauf, dass Tesla im Laufe des Arbeitskampfes viele Verbesserungen bezüglich der Arbeitsbedingungen einführte.

Tesla weist Kritik an Arbeitsbedingungen zurück

So habe der Konzern Teilzeitpension und Versicherungspakete geschaffen, die üblicherweise auch Elemente einer Tarifvereinbarung gewesen wären. Damit hätten sich die Bedingungen Tarifbedingungen angenähert. Tesla selbst meint dazu, Beschäftigte verfügten ohnehin über gleichwertige oder bessere Bedingungen. Es gebe gesetzlich garantierte Leistungen wie betriebliche Altersvorsorge, attraktive Arbeitszeiten und sichere Arbeitsbedingungen.
Tesla konnte sich im längsten Arbeitskampf der schwedischen Geschichte durchsetzen, weil er auf seine internationale Organisation bauen konnte. Demgegenüber blieben die Gewerkschaften und ihre Arbeitskampfmaßnahmen an nationale Grenzen und Instrumente gebunden. Diese Problematik besteht auch in Deutschland – wo die IG Metall sich bislang gegenüber Tesla ebenfalls erfolglos um die Einrichtung eines Betriebsrats und um Tarifvereinbarungen bemüht.
Für die Gewerkschaften lautet die Lehre aus dem erfolglosen Marathon-Arbeitskampf in Schweden, dass es für sie nicht ausreicht, ihre Mitglieder zu organisieren. Es kommt auch darauf an, sie zu mobilisieren. Deshalb mahnen gewerkschaftsnahe Think-Tank-Mitarbeiter wie German Bender zu größeren Anstrengungen hin zu international koordinierten Solidaritätsaktionen.

EU-Betriebsräte zwar bei großen internationalen Unternehmen vorgesehen – aber zahnlos

Darüber hinaus fordern sie die Anpassung von EU-Regeln, um das Unterlaufen nationaler Standards durch grenzüberschreitendes Verschieben von Arbeitskräften und Tätigkeiten zu erschweren. Vor dem Hintergrund der EU-Grundfreiheiten dürfte es hier jedoch wenig Spielraum geben. Auch die sogenannten EU-Betriebsräte haben ihrer Konstruktion zufolge nur Informations- und Beratungs-, aber keine Mitbestimmungsrechte.
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Arktis-Gipfel: Europäische Staaten fordern stärkere EU-Rolle

Zwölf europäische Länder fordern angesichts der wachsenden geopolitischen Bedeutung der Arktis ein größeres Engagement der EU in der Region.
„Wir fordern die Europäische Union auf, in der europäischen Arktis eine strategischere und proaktivere Rolle einzunehmen“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Teilnehmer eines EU-Arktis-Gipfels, die am Montag unter anderem von Deutschland, Frankreich, Dänemark und Schweden unterzeichnet wurde.
Sie verwiesen auf die „erhebliche und langfristige Bedrohung, die von Russland ausgeht“. Angesichts der Bestrebungen Moskaus, seinen Einfluss in der Arktis auszubauen, sowie der „Zunahme hybrider Aktivitäten“ sei eine Stärkung der Arktispolitik der EU notwendig.

Merz sieht geopolitischen Hotspot

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) betonte nach den Beratungen im finnischen Rovaniemi, die Arktis sei zu einem „geopolitischen Hotspot“ geworden. Die Region sei „für Europas Sicherheit und Stabilität von entscheidender Bedeutung“, fügte er hinzu.
„Russland baut hier seine militärischen Kapazitäten aus und nutzt seine Präsenz täglich für hybride Aktivitäten.“ Mit „hybriden“ Aktivitäten sind getarnte aggressive Handlungen gemeint.
„Wir sollten den Fokus der Europäischen Union auf diese Region verstärken, um die Bemühungen der Nato zu ergänzen“, sagte der Kanzler. Die Region berge auch „riesige wirtschaftliche Chancen“, etwa mit Blick auf wichtige Rohstoffe, Energie und Schifffahrt.

Neue EU-Strategie geplant

Bei dem zweitägigen Arktis-Gipfel berieten die Staats- und Regierungschefs mehrerer EU-Länder sowie Vertreter der EU-Institutionen über die Arktisstrategie der Europäischen Union.
Eine überarbeitete Version der 2021 verabschiedeten Strategie soll noch im Herbst vorgestellt werden. (afp/red)
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14. September: KI-Entwicklung verlangsamen | Kommunalwahlen Niedersachsen | Zahlungsverzug

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KI-Entwicklung verlangsamen

US-Präsident Donald Trump lehnt den Vorschlag großer KI-Unternehmen ab, eine Pause bei der Entwicklung Künstlicher Intelligenz einzulegen. Die USA habe einen Vorsprung vor China und solle die Leitplanken setzen. Es wäre nicht gut, wenn Peking dies täte. Ein Abgeordneter des Kongresses schlug vor, KI auf die gleiche Weise zu überwachen wie Atomkraft. Die Abgeordneten fordern KI-Unternehmen zu gemeinsamen Treffen auf.

Kommunalwahlen Niedersachsen

Die Kommunalwahlen in Niedersachsen brachten Verluste für CDU, SPD und Grüne. AfD und Linke legten zu. Die CDU wird Bürgermeister etwa in Celle, Hameln und Wolfsburg stellen, die SPD in Braunschweig und die Grünen in Göttingen. In Salzgitter wurde die AfD mit 27,4 Prozent stärkste Kraft im Stadtrat. Die Wahlbeteiligung stieg auf knapp 65 Prozent.

Zahlungsverzug

Hohe Strom- und Gaspreise übersteigen bei Millionen Haushalten in Deutschland die finanziellen Möglichkeiten. Etwa 3,8 Millionen Menschen lebten 2025 in Haushalten, die bei Rechnungen von Energieversorgern im Zahlungsverzug waren. Das waren laut Statistischem Bundesamt 4,6 Prozent der Bevölkerung. Der Anteil war jedoch niedriger als ein Jahr zuvor mit 5,0 Prozent.

Mutmaßliche russische Spionin angeklagt

Die Bundesanwaltschaft hat die mutmaßliche Russland-Spionin Ilona W. angeklagt. Spätestens seit Oktober 2023 soll die Deutsch-Ukrainerin geheimdienstliche Kontakte in die russische Botschaft gehabt und für Moskau spioniert haben. Sie sei durch ihre Arbeit gut in Politik und Militär vernetzt gewesen. Seit Januar sitzt sie in Untersuchungshaft.

Parlamentswahl Schweden

In Schweden deutet sich ein knappes Wahlergebnis an. Die Mitte-Rechts-Koalition von Regierungschef Ulf Kristersson kommt auf 173 Sitze im Parlament. Die linke Opposition hat drei Sitze mehr. Bisher sind 94 Prozent der Wahlbezirke ausgezählt. Laut dem Regierungschef gibt es im neuen Parlament eine nicht-sozialistische Mehrheit. Das sei sein Ausgangspunkt für Regierungsverhandlungen.
 
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Schwedens Parlamentswahl: Kristersson rechnet mit komplizierter Regierungsbildung


In Kürze:

  • In Schweden sind aktuell 94 Prozent der Wahldistrikte ausgezählt.
  • Die Mitte-Rechts-Koalition des Regierungschefs kommt derzeit auf 173 Sitze im Parlament.
  • Die linke Opposition erreicht derzeit 176 Sitze.
  • Regierungschef Ulf Kristersson kündigt an, mit anderen Parteien Kontakt aufzunehmen.
  • Mit dem endgültigen Wahlergebnis ist Ende der Woche zu rechnen.

 
Der Sieger der Parlamentswahl in Schweden ist noch ungewiss. Die von den Sozialdemokraten angeführte linke Opposition kommt nach Auszählung von 94 Prozent der Stimmen voraussichtlich auf 176 Sitze im Parlament, die Mitte-Rechts-Koalition von Regierungschef Ulf Kristersson voraussichtlich auf 173 Sitze.
Zur linken Opposition werden die Linkspartei, die Sozialdemokraten, die Grünen und die Zentrumspartei gezählt. Die Mitte-Rechts-Koalition umfasst die Liberalen, die Christdemokraten, die Moderaten und die Schwedendemokraten.
Im Laufe der Wahlnacht auf Montag schwankten die Zahlen um 174 bis 175 Sitze für die linke Opposition. Angesichts des knappen Wahlausgangs zwischen beiden politischen Lagern könnte es noch einige Tage dauern, bis das endgültige Ergebnis feststeht.
Die Wahlbehörden wollten am Mittwoch, 16. September, mit der Auszählung der Stimmen beginnen, die am Wahlabend noch nicht vorlagen.

Ulf Kristersson ist bereit für eine breitere Regierungsbildung

Regierungschef Ulf Kristersson zeigt sich nach dem knappen Wahlergebnis offen für eine breitere Regierung. „Ich werde Kontakt zu anderen Parteien aufnehmen“, sagte er in seiner Rede bei der Wahlparty der Moderaten.
Er präzisierte nicht, welche Parteien er kontaktieren will oder welche Regierungskonstellation er sich vorstellt.
„Wenn es nun nach der Wahl Voraussetzungen für eine Form der Zusammenarbeit gibt, die Wachstum und Sicherheit fördert, die die Arbeitswelt und schwedische Unternehmen stärkt und die die Geldbörsen hart arbeitender Familien schützt, dann werde ich diese Frage mit großer Aufgeschlossenheit prüfen“, sagte Kristersson.
Zudem werde er dem endgültigen Ergebnis nicht vorgreifen. „Dieses Wahlergebnis kann zu einer komplizierten Regierungsbildung führen. Wie es ausgeht, bleibt abzuwarten. Es kann einige Zeit dauern. Aber wir haben es nicht eilig. Richtig ist wichtiger als schnell.“
Seiner Meinung nach gebe es im neuen Parlament eine nicht-sozialistische Mehrheit, was sein Ausgangspunkt für Regierungsverhandlungen sei. Er werde prüfen, „innerhalb dieser nicht-sozialistischen Parlamentsmehrheit eine funktionsfähige Regierungskonstellation zu finden, die Unterstützung für die Wirtschaftspolitik erhält, für die sich die schwedischen Wähler ausgesprochen haben.“
„Die Wähler sagen Nein zu höheren Steuern auf Arbeit, Nein zu höheren Steuern auf Unternehmen, Nein zu höheren Steuern auf Ersparnisse und Nein zur Hypothekensteuer.“

Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson (Mitte), Vorsitzender der konservativen Moderaten, spricht in den frühen Morgenstunden des 14. September 2026 bei der Wahlparty der Moderaten in Stockholm.

Foto: Christine Olsson/TT/TT News Agency/AFP via Getty Images

Opposition mit hauchdünnem Vorsprung

Im Falle eines Wahlsiegs des Regierungslagers wird eine vergleichsweise unkomplizierte Regierungsbildung erwartet – bei der linken Opposition wird wegen teils sehr unterschiedlicher Positionen der vier Parteien mit längeren Verhandlungen gerechnet.
Sollten die Oppositionsparteien – die Sozialdemokratische Partei, die Zentrumspartei, die Linkspartei und die Grünen – zusammen 175 Sitze erreichen, wird Kristersson respektieren, dass die sozialdemokratische Spitzenkandidatin Magdalena Andersson Möglichkeiten zur Regierungsbildung prüfe.
„Derzeit liegen wir in Führung“, sagte Andersson am Wahlabend. Sollte sich der hauchdünne Vorsprung ihres Bündnisses bestätigen, werde Schweden „eine neue Regierung haben“, sagte sie und hoffte auf ein Comeback als Regierungschefin.
Es sehe allerdings „nach einem sehr knappen Rennen aus“, räumte sie ein. „Wir Sozialdemokraten werden stets bereit sein, Verantwortung für das Ergebnis zu übernehmen.“
Bei ihrer Stimmabgabe am Sonntag sprach sie von einer Richtungswahl. Es gehe um die Wahl zwischen einer Regierung, die erstmals „vollständig von den Schwedendemokraten dominiert“ werde oder einer Regierung, „die von mir geführt wird und die Schweden in einem neuen Geist der Zusammenarbeit führen wird“.
Innerhalb des Oppositionsbündnisses – insbesondere zwischen der Linkspartei und der Zentrumspartei.
Vor der Wahl sagte die Vorsitzende der Zentrumspartei, Elisabeth Thand Ringqvist, dem Sender SVT, ihre Partei würde eher Neuwahlen in Kauf nehmen als eine Regierung unter Beteiligung der Linkspartei. Sie brachte eine Alternative mit den Christdemokraten anstelle der Linken ins Spiel. Die Linken fordern wiederum für die Unterstützung von Andersson als Regierungschefin Ministerposten.

Schwedens Sozialdemokraten-Chefin Magdalena Andersson (l.) und ihr Ehemann Richard Friberg erhalten ihre Stimmzettel, bevor sie am 13. September 2026 in einer Schule in Nacka ihre Stimme bei der schwedischen Parlamentswahl abgeben.

Foto: Stefan Jerrevang/TT News Agency/AFP via Getty Images

Schwedendemokraten mit Stimmverlusten

Die Schwedendemokraten, bisher zweitstärkste Kraft im Parlament, erlitten bei der Wahl deutliche Verluste.
„Wir haben zwar noch nicht das vollständige Wahlergebnis, aber es ist offensichtlich, dass wir im Vergleich zu unserem Ergebnis vor vier Jahren einige Prozentpunkte verloren haben“, sagte Parteichef Jimmie Åkesson während der Wahlparty.

Der Vorsitzende der rechtsgerichteten Schwedendemokraten, Jimmie Åkesson, trifft in den frühen Morgenstunden des 14. September 2026 zu einer Rede bei der Wahlparty seiner Partei in Solna nahe Stockholm ein.

Foto: Jonathan Nackstrand/AFP via Getty Images

Die Schwedendemokraten, die in den Umfragen vor der Wahl bei rund 20 Prozent gelegen hatten, büßten erstmals seit ihrem Einzug ins Parlament im Jahr 2010 an Zustimmung ein und erreichten laut Teilergebnissen nur noch 17,6 Prozent.
(Mit Material der epochtimes.se und der Nachrichtenagenturen.)
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13.09.2026 | Russland schließt neue Gespräche mit USA und Ukraine nicht aus | Verkehrsminister gegen Pkw-Maut | Nochmal 30 Grad möglich

HEUTE12:48 Uhr

Filmfestival von Venedig: Goldener Löwe geht an Regisseurin May el-Toukhy für „Woman Unknown“

Der Film „Woman Unknown“ der dänisch-ägyptischen Regisseurin May el-Toukhy ist beim Festival von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet worden. Die Gaza-Dokumentation „Naza“ erhielt den Spezialpreis der Jury. Drei weitere Preise gingen an Filme, die vom Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB) geförderte wurden: der Regiepreis für „DAU“ und zwei für „Falling House“. John Malkovich wurde bester Schauspieler.
Die Hauptgewinnerin des Abends: Regisseurin May el-Toukhy.

Die Hauptgewinnerin des Abends: Regisseurin May el-Toukhy.

Foto: Scott A Garfitt/Invision/AP/dpa

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HEUTE12:29 Uhr

Russland schließt neue Gespräche mit USA und Ukraine im Oktober nicht aus

Moskau schließt neue trilaterale Gespräche mit der Ukraine und den USA zur Ukraine im Oktober nicht aus. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sprach sich gleichzeitig gegen ein Treffen von Putin und Selenskyj beim G20-Gipfel im Dezember in den USA aus. Eine solche Begegnung könne nur in der russischen Hauptstadt stattfinden.

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HEUTE12:14 Uhr

Noch einmal richtig Sommer – bis 30 Grad möglich

Zu Wochenbeginn wird es noch einmal warm bis heiß in Deutschland. Der Wetterdienst erwartet im Südwesten bis 27 Grad, am Dienstag am Oberrhein bis 30 Grad. Danach folgen wechselhaftes und kühleres Wetter, Regen und Schauer. Im Nordwesten ist mehr Niederschlag zu erwarten als im Süden oder Südosten.

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HEUTE12:11 Uhr

Linienbus fährt gegen Baum: Elf teils schwer Verletzte in Berlin

Bei einem Unfall mit einem Linienbus in Berlin-Neukölln sind am Samstagabend elf Menschen teils erheblich verletzt worden. Ein Mensch kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus, drei weitere wurden als schwerverletzt eingestuft. Der Bus fuhr gegen einen Baum neben einer Straße, die Ursache ist unklar.

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HEUTE11:50 Uhr

Frankreich entschuldigt sich bei den USA

Frankreichs UN-Vertretung bedauert einen kritischen Kommentar zum US-Abstimmungsverhalten vom 24. Juli gegen die Verlängerung des Mandats von UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk. Damit besänftigt Paris einen seit Juli schwelenden Streit mit den USA. Die Meinungsverschiedenheit stünde weder einem engen Dialog mit den USA im Weg, noch würden sie die Allianz beider Länder in Frage stellen. Washington begrüßte die Erklärung.
UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk.

UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk.

Foto: Salvatore Di Nolfi/Keystone/dpa

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HEUTE11:39 Uhr

230 Menschen wegen Waldbrands auf kroatischer Insel Brac evakuiert

Wegen eines Waldbrands sind auf der kroatischen Insel Brac etwa 230 Bewohner und Touristen in Sicherheit gebracht werden. Das Feuer sei weiterhin „aktiv“, die Situation habe sich „nach einer extrem schwierigen Nacht“ am Morgen verbessert. Laut Feuerwehr seien zwei Menschen leicht verletzt, es gebe Schäden an Fassaden von Gebäuden. Es brannte auf etwa 3.500 Hektar, rund 220 Feuerwehrleute sind im Einsatz.

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HEUTE11:10 Uhr

Berliner BSW-Spitzenkandidat verteidigt Zusammenarbeit mit AfD in Sachsen-Anhalt

Eine Woche vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin nennt der dortige BSW-Spitzenkandidat Alexander King die Schnittmengen zwischen seiner Partei und der AfD als „überschaubar“. Zugleich verteidigte er Sondierungen und sachliche Zusammenarbeit beider Parteien in Sachsen-Anhalt. Er selbst lehne die AfD-Politik der „Remigration“ ebenso ab wie die Pläne für die Mieten- und Sozialpolitik.

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HEUTE11:01 Uhr

Polanski nicht mehr Trainer bei Gladbach

Borussia Mönchengladbach hat sich nach nur drei Spieltagen in der Fußball-Bundesliga von Trainer Eugen Polanski getrennt. Das bestätigte der Club einen Tag nach der 0:5-Niederlage beim SC Freiburg.

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HEUTE10:59 Uhr

Bauministerin verteidigt Wohngeld-Kürzungen

Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) verteidigt die geplanten Kürzungen beim Wohngeld. Der Bundeshaushalt stehe insgesamt unter besonders großem Konsolidierungsdruck, das gehe auch an ihrem Ministerium nicht vorbei. Für Nachbesserungen im parlamentarischen Verfahren ist sie offen.

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HEUTE10:22 Uhr

Chile: Mehr als 280 Festnahmen bei Demonstrationen

Bei Demonstrationen zum Gedenken an die Opfer der Pinochet-Diktatursind in Chile 284 Menschen festgenommen worden. Erstmals gab es in diesem Jahr keine offiziellen Gedenkveranstaltungen. Bei den Protesten warfen Demonstranten mit Steinen und Stöcken nach Sicherheitskräften. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. Laut Sicherheitsministers Arrau gab es 198 „Gewaltvorfälle“.

Am 11. September 2026 kam es in Santiago zu Zusammenstößen zwischen der Bereitschaftspolizei und Demonstranten während eines Marsches für die Opfer der Diktatur von Augusto Pinochet (1973–1990) anlässlich des 53. Jahrestags des Staatsstreichs, durch den Pinochet an die Macht gekommen war.

Foto: Javier Torres/AFP via Getty Images

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HEUTE10:12 Uhr

Richterbund fordert Streichung der Weisungsbefugnis gegenüber Staatsanwaltschaften

Nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt fordert der Deutsche Richterbund eine Abschaffung der Weisungsbefugnis von Justizministerien gegenüber Staatsanwaltschaften. Bislang eröffne das Gesetz den Justizministerien die Möglichkeit, „bis in einzelne Strafverfahren hineinzuregieren“. Politische Eingriffe in Strafverfahren sollten verhindert werden. 

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HEUTE9:51 Uhr

Feuerwehr rettet Möwe von Rheinbrücke: Einsatz mit spontanem Applaus

In Mainz hat die Feuerwehr eine in einem Stahlseil verfangene Möwe mit einer Drehleiter vom Ausleger einer Rhein-Brücke gerettet. Für die von vielen Passanten verfolgte Rettungsaktion wurde am Samstagabend auch die Brücke zeitweise gesperrt. Es gab „spontanen Applaus“ nach der Befreiung – die Möwe flog unverletzt davon.

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HEUTE9:05 Uhr

Bilger plant keinen neuen Anlauf für Pkw-Maut

Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) plant derzeit keinen neuen Anlauf für eine Pkw-Maut. Sein Fokus liege darauf, die vielen Infrastrukturmilliarden aus dem Sondervermögen in die Umsetzung zu bringen und die Finanzierung für die Zukunft sicherzustellen. Bilger war an den früheren Plänen der Pkw-Maut unter dem damaligen Verkehrsminister Andreas Scheuer beteiligt.

Steffen Bilger (Archiv)

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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HEUTE8:36 Uhr

Mehr als 7.000 Ebola-Fälle in der DR Kongo

Bei der schwersten Ebola-Epidemie in der Geschichte der DR Kongo sind seit Mitte Mai 7.022 Ebola-Fälle registriert. 3.400 Infizierte starben. Die Regierung geht davon aus, dass die Ausbreitung der Epidemie ihren Höhepunkt bereits überschritten haben könnte.

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HEUTE7:47 Uhr

Auf geht’s zur Wiesn: Bier, Schampus, Sicherheit

Am 19. September beginnt das Münchner Oktoberfest. In den 16 Festtagen werden rund 6 Millionen Besucher erwartet. Die Maß kostet 14,80 bis 15,90 Euro, es gibt auch kostenloses Trinkwasser. Erstmals wird OB Dominik Krause (Grüne) die erste Maß anzapfen. Rund 600 Polizeibeamte sind im Einsatz. Ein neues Koordinierungs- und Beobachtungszentrum sowie Videoüberwachung sollen Überfüllung und andere Probleme verhindern.
Am Samstag beginnt das Münchner Oktoberfest. (Archivbild)

Am Samstag beginnt das Münchner Oktoberfest. (Archivbild)

Foto: Felix Hörhager/dpa

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HEUTE7:31 Uhr

US-Armee setzt Seeblockade durch – 100 Schiffe in zwei Monaten gestoppt

Die US-Armee hat laut CENTCOM im Zuge ihrer Seeblockade iranischer Häfen in den vergangenen zwei Monaten rund 100 Handelsschiffe gestoppt: „Kein einziges Schiff hat die Blockade ohne die Genehmigung der US-Streitkräfte passiert“. In dieser Woche verstärkten beide Seiten ihre Angriffe. Die USA beschossen mehrere iranische Öltanker, der Iran attackierte am Mittwoch nach eigenen Angaben 20 Schiffe bei deren Versuch, die Straße von Hormus zu durchqueren. 

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HEUTE7:14 Uhr

Huthis weiten Angriffe gegen Saudi-Arabien aus

Die pro-iranischen Huthis haben einen Armeestützpunkt im Süden Saudi-Arabiens mit Drohnen und Raketen angegriffen. Die jemenitischen Regierungstruppen meldeten derweil Angriffe auf Huthi-Stellungen. Laut dem Jemen kontrollieren die Huthi nun weite Teile des Jemen, die Hauptstadt Sanaa sowie die Meerenge Bab al-Mandab, die den Golf von Aden mit dem Roten Meer verbindet. Seit Juli wurden laut UNO mindestens 76.000 Menschen vertrieben.

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HEUTE7:06 Uhr

Für Besucher geöffnet: Es ist Tag des offenen Denkmals

Beim Tag des offenen Denkmals öffnen am Sonntag bundesweit mehr als 6.000 Denkmäler und historische Gebäude ihre Türen. Besonders im Fokus steht in diesem Jahr Bamberg, wo auch die Eröffnungsveranstaltung stattfindet. Allein in dieser Stadt öffnen über 50 Denkmäler und Bauwerke.
Auch das Bamberger Rathaus wird am Denkmaltag geöffnet. (Archivbild)

Auch das Bamberger Rathaus wird am Denkmaltag geöffnet. (Archivbild)

Foto: Pia Bayer/dpa

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HEUTE6:31 Uhr

Kommunalwahl in Niedersachsen

Heute werden in Niedersachsen 2.200 Kommunalparlamente, Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte sowie Landräte und hauptamtliche Bürgermeister gewählt. Bei der Kommunalwahl 2021 wurde die CDU landesweit stärkste Kraft vor SPD und Grünen. Wahlergebnisse werden zunächst örtlich und regional ermittelt, ein vorläufiges Landesergebnis liegt erst am Montagmorgen vor.

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HEUTE6:23 Uhr

Mindestens sechs Tote bei neuem Fährunglück vor Indonesiens Küste

Bei einem Fährunglück vor der Küste Indonesiens sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen; 115 wurden gerettet. Noch über 120 Passagiere werden vermisst. Behindert werden die Rettungsarbeiten von schlechtem Wetter und 2,5 Meter hohen Wellen.

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HEUTE6:15 Uhr

Bilger: Für Wiedereinführung von Familienreservierung

Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) drängt laut einem Bericht auf die Wiedereinführung der abgeschafften vergünstigten Familienreservierung in Fernverkehrszügen. Ein generelles Tempolimits auf deutschen Autobahnen lehnt er ab. Viele Menschen würden schon heute mit dem Tempomat oder wegen der Spritpreise freiwillig langsamer fahren. Auch bei der Verkehrssicherheit sehe er „keinen nennenswerten Effekt“.

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HEUTE5:40 Uhr

Enges Rennen zwischen Mitte-Rechts-Bündnis und Linken bei Wahl in Schweden erwartet

Schweden wählt ein neues Parlament, die Wahllokale öffnen um 8 Uhr. Das regierende Mitte-Rechts-Bündnis und die von den Sozialdemokraten angeführten Opposition liegen in Umfragen nahezu gleichauf. Der konservative Regierungschef Ulf Kristersson führt eine Minderheitsregierung, die im Parlament auf die Stimmen der Schwedendemokraten (rund 20 Prozent) angewiesen ist. Künftig wollen diese mitregieren und fordern Ministerposten.

Im Zentrum von Stockholm, Schweden, sind am 7. September 2026 Wahlplakate mit dem Vorsitzenden der Schwedendemokraten, Jimmie Åkesson (r), und Kandidaten anderer politischer Parteien zu sehen.

Foto: Jonathan Nackstrand/AFP via Getty Images

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HEUTE5:20 Uhr

Entgleister Zug in Frankreich: Ermittler sehen keine Hinweise auf einen Anschlag

Nach dem Entgleisen eines TER-Regionalzug mit 186 Passagieren in Nordwestfrankreich gehen die Ermittler nicht von einem Anschlag aus. Es gab 44 Verletzte. Auf der Strecke sei ein Schienenteil gefunden worden, erklärte Staatsanwalt Gallois. Der Präsident der Region Normandie, Hervé Morin, sagte, es sei von einem „kriminellen Akt“ auszugehen. Das 250 bis 300 Kilogramm schwere Schienenstück sei nicht „einfach so auf die Gleise gelangt“.

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HEUTE5:07 Uhr

Libyen weist CNN-Bericht zu ukrainischer Nutzung von Stützpunkt zurück

Libyens Regierung hat einen CNN-Bericht zurückgewiesen, wonach sie der Ukraine die Nutzung eines Armeestützpunkts für Angriffe auf Schiffe der russischen Schattenflotte erlaubt habe. Libyens Verteidigungsministerium weise „kategorisch die Existenz jeglicher Vereinbarung, Abmachung oder Abstimmung zurück, die die Nutzung“ dieses Stützpunkts ermöglichen würde. CNN berichtete, dass seit Ende 2025 ukrainische Drohnenbediener im Nordwesten Libyens im Einsatz seien.
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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