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Wie Deutschlands Autokrise Stuttgart ins Minus treibt

In Kürze:

  • Stuttgart verzeichnet 2025 mit 711,7 Millionen Euro das höchste Haushaltsdefizit seiner Geschichte.
  • Sinkende Gewerbesteuereinnahmen treffen auf steigende Ausgaben, während die Automobilindustrie einen tiefgreifenden Strukturwandel durchläuft.
  • Der Fall Stuttgart zeigt, wie eng die Finanzlage deutscher Industriestädte mit der Wettbewerbsfähigkeit ihrer Unternehmen verbunden ist.

 
Über Jahrzehnte galt Stuttgart als Musterbeispiel deutscher Wirtschaftskraft. Kaum eine andere Region ist so eng mit dem Erfolg der Industrie verbunden. Im „Regionalranking 2026“ zählt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) die Region erneut zu den wirtschaftsstärksten Deutschlands. Weltkonzerne wie Mercedes-Benz, Porsche und Bosch haben hier ihren Stammsitz. Dazu kommen Hunderte mittelständische Zulieferer und Maschinenbauer. Die Region erwirtschaftet seit Jahren einen erheblichen Teil der industriellen Wertschöpfung Baden-Württembergs und zählt zu den innovationsstärksten Standorten Europas.
Von diesem Erfolg profitierte nicht nur die Wirtschaft. Auch die Stadt selbst lebte von der Ertragskraft ihrer Unternehmen. Hohe Gewerbesteuereinnahmen verschafften ihr finanzielle Spielräume für Schulen, Kindertagesstätten, den öffentlichen Nahverkehr oder den Ausbau der Infrastruktur. Stuttgart gehörte damit zu den Kommunen, deren Haushalt lange als vergleichsweise solide galt. Dieses Bild hat sich innerhalb kurzer Zeit verändert.
Für das Haushaltsjahr 2025 weist die Landeshauptstadt Baden-Württembergs ein Defizit von 711,7 Millionen Euro aus. Nach Angaben der Stadtverwaltung ist dies das höchste Minus ihrer Geschichte. Noch 2023 hatte Stuttgart einen Rekordüberschuss von 1,5 Milliarden Euro erzielt. Inzwischen rechnet die Stadtverwaltung bis 2031 mit einem zusätzlichen Konsolidierungsbedarf von rund 700 Millionen Euro. Bereits für das laufende Jahr erwartet sie eine weitere Verschlechterung der Haushaltslage. Wie konnte sich die Finanzlage einer der wirtschaftsstärksten Städte Deutschlands innerhalb weniger Jahre so deutlich verschlechtern?

Wenn Unternehmen weniger verdienen, spüren es die Rathäuser

Die Gewerbesteuer ist die wichtigste eigene Einnahmequelle deutscher Städte. Sie hängt unmittelbar von der Ertragslage der Unternehmen ab. Entwickeln sich Betriebe erfolgreich, steigen in der Regel auch die Einnahmen der Kommunen. Gehen die Gewinne zurück, fällt meist auch die Gewerbesteuer geringer aus.
Genau das zeigt sich derzeit in Stuttgart. Nach außergewöhnlich hohen Gewerbesteuereinnahmen in den Jahren 2022 und 2023 sanken die Nettoerträge 2025 auf 732 Millionen Euro. Gleichzeitig stiegen die Ausgaben der Stadt weiter. Seit 2021 erhöhten sich die ordentlichen Aufwendungen um rund 1,2 Milliarden Euro beziehungsweise 34 Prozent. Dazu zählen vorwiegend Personal-, Sozial- und Sachkosten. Damit konnte Stuttgart seine laufenden Ausgaben zum zweiten Mal in Folge nicht mehr vollständig aus den laufenden Erträgen finanzieren.
Für die Stadt hat das unmittelbare Folgen. Der finanzielle Spielraum schrumpft, Investitionen müssen stärker priorisiert und zusätzliche Einsparmöglichkeiten gesucht werden. Genau darauf zielt das „Haushaltssicherungskonzept 2030+“ ab, mit dem die Verwaltung den Haushalt bis Anfang der 2030er-Jahre wieder strukturell ausgleichen will.

Stuttgart stellt sich auf Jahre des Sparens ein

Mit dem Haushaltssicherungskonzept hat die Stadt auf die veränderte Finanzlage reagiert. Bis Anfang der 2030er-Jahre soll der Haushalt schrittweise wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Geplant sind unter anderem eine Überprüfung von Ausgaben, eine Neubewertung kommunaler Aufgaben und weitere Konsolidierungsmaßnahmen. Das Regierungspräsidium Stuttgart hat den Doppelhaushalt zwar genehmigt, zugleich aber deutlich gemacht, dass der eingeschlagene Sparkurs fortgesetzt werden muss.
Für Stuttgart wird somit der finanzielle Spielraum kleiner. Künftige Ausgaben müssen stärker gegeneinander abgewogen werden als in den Jahren hoher Gewerbesteuereinnahmen.
Die eigentliche Ursache dieser Entwicklung liegt allerdings nicht in der Stadtverwaltung. Sie ist eng mit der wirtschaftlichen Lage der Region verbunden. Denn kaum ein anderer deutscher Ballungsraum hängt so stark vom Erfolg der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer ab wie Stuttgart.

Die Industrie im Umbruch

Die Probleme der Stadt fallen in eine Zeit, in der sich die Automobilindustrie neu erfinden muss. Jahrzehntelang verdienten die Hersteller vor allem mit Fahrzeugen, deren Technik kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Heute müssen sie Milliarden in Elektroantriebe, Batterien und Software investieren, und das in einem Markt, der deutlich härter umkämpft ist als noch vor wenigen Jahren.
Besonders spürbar ist der Wandel in China. Der Markt galt lange als wichtigster Wachstumsmotor deutscher Premiumhersteller. Inzwischen haben chinesische Autohersteller vor allem bei Elektroautos deutlich aufgeholt und gewinnen Marktanteile. Gleichzeitig drängen chinesische Hersteller nach Europa und verschärfen dort den Wettbewerb. Für Mercedes-Benz, Porsche und andere Hersteller bedeutet das: Sie müssen hohe Investitionen stemmen, während der Druck auf Preise und Gewinne wächst.
Wie die Unternehmen darauf reagieren, zeigt sich auch in der Region Stuttgart. Porsche und der Gesamtbetriebsrat vereinbarten Ende Juli ein Zukunftspaket. Der Sportwagenhersteller will rund 2,1 Milliarden Euro in die Standorte Zuffenhausen und Weissach investieren. Gleichzeitig sollen bis 2035 weitere 5.000 Stellen sozialverträglich abgebaut werden. Porsche begründet die Maßnahmen mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig zu stärken. Zudem solle das Zukunftspaket dazu beitragen, die Produktivität weiter zu steigern und die Personalkosten nachhaltig zu senken.
Auch Mercedes-Benz arbeitet daran, seine Kosten dauerhaft zu senken. Mit dem Programm „Next Level Performance“ plant der Konzern unter anderem, seine Fixkosten zu reduzieren, Produktionsabläufe effizienter zu gestalten und Investitionen gezielter zu steuern.
Auch Bosch reagiert mit einem umfangreichen Anpassungsprogramm auf den Wandel der Automobilindustrie. Der Zulieferer plant bis Ende 2030 den Abbau von rund 13.000 Stellen, insbesondere an deutschen „Mobility-Standorten“. Als Gründe nennt das Unternehmen die anhaltend schwache Entwicklung des weltweiten Fahrzeugmarktes, den verzögerten Hochlauf von Zukunftstechnologien wie Elektromobilität und Wasserstoff, den Strukturwandel der Branche sowie den hohen Preis- und Wettbewerbsdruck. Gleichzeitig müsse Bosch umfangreiche Investitionen in seine Zukunft leisten und diese weitgehend aus eigener Kraft finanzieren.
Von einem Rückzug der Industrie kann dennoch keine Rede sein. Die Unternehmen investieren weiterhin Milliarden in Forschung, Entwicklung und neue Produktionsanlagen. Gleichzeitig richten sie ihre Strukturen auf einen Markt aus, der langsamer wächst und deutlich umkämpfter ist als noch vor wenigen Jahren.

Was Stuttgart über Deutschland verrät

Für Stuttgart bleibt dieser Wandel nicht ohne Folgen. Die Industrie prägt die Wirtschaftskraft der Region und stellt auch die wichtigste Einnahmequelle der Stadt dar. Das Rekorddefizit ist deshalb mehr als eine kommunale Haushaltszahl. Es verdeutlicht, wie eng die Finanzkraft vieler deutscher Industriestädte mit der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Unternehmen verbunden ist. Stuttgart macht diesen Zusammenhang besonders deutlich, weil kaum eine andere Großstadt so stark von einer Branche geprägt wird. Sollte sich der Strukturwandel der Automobilindustrie länger hinziehen als erwartet, dürfte diese Entwicklung auch für andere Industriestandorte an Bedeutung gewinnen.
Stuttgart ist damit mehr als ein Einzelfall. Die Entwicklung zeigt, wie unmittelbar sich wirtschaftliche Veränderungen auf die Finanzen einer Kommune auswirken können. Solange die Industrie wächst, profitieren auch die Städte. Gerät sie unter Druck, verändert sich dieser Zusammenhang.
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Chinas Militär in der Krise: Xis Säuberungen hinterlassen Lücken


In Kürze

  • Beim „1. August“-Bankett der KPCh war kein Mitglied der Zentralen Militärkommission anwesend.
  • Chinas Partei- und Militärchef Xi Jinping hat seit 2022 mehrere hochrangige Militärführer entfernt und Führungspositionen neu besetzt.
  • Analysten sehen darin Hinweise auf Spannungen innerhalb der chinesischen Militärführung.

 
Die chinesische Militärführung steht erneut im Fokus: Beim offiziellen Empfang zum 99-jährigen Bestehen der Volksbefreiungsarmee (PLA) fehlten erstmals die Mitglieder der Zentralen Militärkommission (CMC), des obersten Führungs- und Entscheidungsgremiums des chinesischen Militärs. Analysten sehen darin ein mögliches Zeichen für die Folgen der umfangreichen Säuberungen von Staats- und Militärchef Xi Jinping sowie für anhaltende Veränderungen innerhalb der Armeeführung.

Kein CMC-Mitglied beim wichtigen Militärtermin

Das chinesische Verteidigungsministerium veranstaltete am 31. Juli im Großen Saal des Volkes in Peking einen Empfang zum „Tag der Armeegründung am 1. August“. Die staatliche Nachrichtenagentur „Xinhua“ berichtete, dass Verteidigungsminister Dong Jun an der Veranstaltung teilnahm und eine Rede hielt.
Auffällig war jedoch, dass kein Mitglied der Zentralen Militärkommission erwähnt wurde. Auch Zhang Shengmin, stellvertretender Vorsitzender der CMC und neben Xi Jinping das einzige verbliebene Mitglied des Gremiums, wurde in der offiziellen Berichterstattung nicht genannt.
Der Bericht sprach lediglich von „Führungen verschiedener Abteilungen der Organe der Zentralen Militärkommission und relevanter, in Peking stationierter Militäreinheiten“, die an der Veranstaltung teilgenommen hätten.

Umbesetzungen nach früheren Säuberungen

Dong Jun übernahm im Dezember 2023 das Amt des Verteidigungsministers nach dem Sturz seines Vorgängers Li Shangfu. In einer ungewöhnlichen Abweichung von der bisherigen Praxis wurde Dong jedoch bislang nicht zum Mitglied der Zentralen Militärkommission ernannt.
Nach Einschätzung von Analysten steht diese ungewöhnliche Zusammensetzung der Militärführung im Zusammenhang mit den umfassenden Umbesetzungen, die Xi Jinping innerhalb der Volksbefreiungsarmee durchführte. Seit dem Parteitag der KPCh im Jahr 2022 wurden mehrere hochrangige Militärfunktionäre aus ihrem Amt entfernt, wodurch wichtige Positionen in der Führungsebene neu besetzt werden mussten.
Xi Jinping hat seit dem 20. Parteitag der KPCh im Oktober 2022 fünf der sieben Mitglieder der aktuellen Zentralen Militärkommission entlassen. Übrig geblieben sind nur noch Xi selbst und Zhang Shengmin. Zudem ließ Xi zahlreiche hochrangige Militärfunktionäre absetzen, darunter Kommandeure und politische Kommissare der Marine, der Luftwaffe und der Raketentruppe. Ihnen wurde nachgesagt, nicht ausreichend loyal gegenüber Xi zu sein.
Die Maßnahmen führten nach Einschätzung von Beobachtern zu einem Machtvakuum in der obersten Führung des chinesischen Militärs. Viele wichtige Positionen blieben bislang unbesetzt.
Analysten, die zuvor mit der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times gesprochen hatten, erklärten, dass Xis Vorgehen zu weitverbreiteter Unzufriedenheit im Militär und zu verstärktem Widerstand innerhalb der Partei geführt habe.

Chinas Präsident Xi Jinping (vorn) während der Eröffnungssitzung des 20. Parteitags der Kommunistischen Partei Chinas in der Großen Halle des Volkes in Peking am 16. Oktober 2022.

Foto: Noel Celis/AFP via Getty Images

Fehlende Generäle zeigen Veränderungen in der Führung

Der in den USA ansässige China-Analyst Li Linyi sagte gegenüber Epoch Times, dass gemäß der üblichen Praxis der KPCh nur Funktionäre mit dem Rang eines Mitglieds der Zentralen Militärkommission oder höher in offiziellen Berichten erwähnt werden, wenn sie an einer Veranstaltung teilnehmen.
Bei früheren Empfängen zum 1. August seien die amtierenden CMC-Mitglieder deshalb stets anwesend gewesen und von den staatlichen Medien aufgeführt worden.
„Die Abwesenheit aller Mitglieder der Zentralen Militärkommission hat den Status des ‚1. August‘-Banketts faktisch herabgestuft“, sagte Li. „Dies war vor allem das Ergebnis des Zusammenbruchs der Personalstruktur der Kommission durch Xi Jinpings Säuberungen.“

Immer weniger Spitzenfunktionäre beim Armee-Empfang

Frühere offizielle Berichte zeigen, wie stark sich die Zusammensetzung der Teilnehmer beim jährlichen Empfang zur Armeegründung verändert hat.
So nahmen im Jahr 2023 die vier CMC-Mitglieder Li Shangfu, Liu Zhenli, Miao Hua und Zhang Shengmin am Bankett teil. 2024 waren drei Mitglieder der Zentralen Militärkommission anwesend: Liu Zhenli, Miao Hua und Zhang Shengmin. Verteidigungsminister Dong Jun nahm ebenfalls teil und hielt eine Rede.
Beim Empfang im Jahr 2025 waren nur noch die CMC-Mitglieder Liu Zhenli und Zhang Shengmin vertreten, während Dong erneut anwesend war und eine Rede hielt. Im Jahr 2026 nahm schließlich nur noch Dong Jun teil und hielt die Ansprache.

Chinas Verteidigungsminister Dong Jun trifft am 31. Mai 2024 am Rande des Shangri-La-Dialogs in Singapur zu einem bilateralen Gespräch mit US-Verteidigungsminister Lloyd Austin ein.

Foto: Roslan Rahman / AFP via Getty Images.

Analysten sehen wachsende Probleme für Xi Jinping

„Dies ist eine wahre und konkrete Darstellung der Lage, in der sich Xi Jinping derzeit befindet. Xi ist isoliert und von seinen eigenen Verbündeten verlassen“, sagte Yuan Hongbing, ein chinesischer Rechtswissenschaftler im australischen Exil, der nach eigenen Angaben über Insiderinformanten der KPCh verfügt, gegenüber Epoch Times.
In Pekings offiziellen Kreisen kursiere laut Yuan das Gerücht: „Die Vereinigten Staaten mussten keinen Finger rühren. Xi Jinping selbst führte einen ‚Enthauptungsschlag‘ und eine vollständige Vernichtung gegen die Kommandostruktur der PLA [Volksbefreiungsarmee] – die ‚Parteiwache‘ der KPCh – durch.“

Xi betont Kontrolle über das Militär

Am 30. Juli, kurz vor dem Armeegründungstag der KP in China, hielt das Politbüro des Zentralkomitees der KPCh, das oberste Führungsgremium der Partei, eine Gruppensitzung zum Thema nationale Verteidigung und Militär ab.
Bei dem Treffen bekräftigte Xi Jinping erneut die Notwendigkeit, „die uneingeschränkte Gehorsamkeit des Militärs gegenüber den Befehlen der Partei“ sicherzustellen.
Die Rhetorik der KPCh und die wiederholte Betonung ihrer Führung, dass „das Militär immer dem Kommando der Partei folgen muss“, haben öffentliche Kritik ausgelöst. Kritiker sehen darin einen Widerspruch zum allgemeinen Prinzip, dass die Streitkräfte eines Landes dem Staat und nicht einer einzelnen politischen Partei dienen sollten.
Im Jahr 2021 machte sich der chinesische Musikproduzent, Schriftsteller und Talkshow-Moderator Gao Xiaosong in seiner Sendung „Xiaosong Qitan“ über den Slogan der KPCh lustig. Er erklärte, ein Militär, das ausschließlich dem Kommando einer Partei folge, werde als „Schutzstaffel“ bezeichnet.
Die Schutzstaffel (SS) – im Chinesischen auch als „Parteiwache“ bezeichnet – war eine paramilitärische Organisation unter Adolf Hitler und der NSDAP im nationalsozialistischen Deutschland.
In der Folge wurde Gao nach Angaben der Epoch Times Ziel staatlicher Zensur. Seine Aussage, die PLA sei die „SS der KPCh“, wurde jedoch wiederholt von internationalen Medien aufgegriffen und fand bei Teilen der chinesischen Öffentlichkeit Zustimmung.

Kritik an der politischen Kontrolle der Armee

In einem Beitrag auf Pincong, einem chinesischsprachigen Online-Diskussionsforum im Ausland, wurden Regierungen und Medien weltweit dazu aufgefordert, den Begriff „SS der KPCh“ zur Bezeichnung der PLA zu verwenden. Dieser Vorschlag stieß bei mehreren Nutzern auf Zustimmung.
„‚Befreiung‘ ist ein positives Wort, [aber] die vergangenen Jahrzehnte haben gezeigt, dass die KPCh dem chinesischen Volk keine Befreiung, sondern Sklaverei, Bedrohungen und Unterdrückung gebracht hat“, hieß es in dem Beitrag.
„Die PLA der KPCh ist sogar brutaler und bösartiger als die SS der Nazis im Zweiten Weltkrieg, dennoch kann man sich keinen passenderen Begriff vorstellen.“

Ehrengarden der chinesischen Volksbefreiungsarmee (PLA) während einer Begrüßungszeremonie für den russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Großen Halle des Volkes am 20. Mai 2026 in Peking, China.

Foto: Maxim Shemetov – China Pool/Getty Images

Xis Kampf um Loyalität

Rechtswissenschaftler Yuan zufolge sehe sich Xi Jinping verpflichtet, die absolute Führung der Partei über das Militär ständig zu betonen und zu verstärken, weil es in Wirklichkeit darum gehe, die uneingeschränkte Loyalität des gesamten KPCh-Apparats einschließlich der Streitkräfte gegenüber seiner eigenen Person weiter zu festigen.
„Es ist jedoch unmöglich, dass eine einzelne Person von anderen absolute Loyalität verlangen kann. Eine solche Forderung von Xi Jinping widerspricht sowohl der grundlegenden menschlichen Natur als auch der politischen Logik“, sagte er.
Dadurch sei Xi gezwungen, eine massive Säuberung nach der anderen durchzuführen, erklärte Yuan. „Was Xi Jinping jetzt erlebt, ist, dass er allein ist und von all seinen früheren Vertrauten getrennt wurde.“
Am diesjährigen „1. August“ habe Xi erneut die Notwendigkeit betont, die absolute Führung der Partei über das Militär zu stärken. Nach Yuans Einschätzung liege dies daran, dass „die KPCh nun die Partei der persönlichen absoluten Herrschaft von Xi Jinping“ sei.
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Berlin hält Zahlen zu Visa-Ablehnungen für China-Forscher geheim

Die Bundesregierung hält die Zahl abgelehnter Forschungsvisa für chinesische Wissenschaftler unter Verschluss. Das geht aus der Antwort des Auswärtigen Amts auf eine schriftliche Frage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Marcel Emmerich hervor, über die das „Handelsblatt“ berichtet.
Die Angaben zu abgelehnten Anträgen wurden demnach als Verschlusssache („Nur für den Dienstgebrauch“) eingestuft.

Zahlen könnten diplomatische Spannungen auslösen

Zur Begründung verweist die Bundesregierung auf eine frühere Antwort aus dem Jahr 2023. Veröffentlichte Zahlen könnten zu „unsachgemäßen Schlussfolgerungen“ führen und diplomatische Spannungen auslösen.
Als Beispiel nennt sie Vorwürfe der Türkei, Deutschland habe Visa aus politischen Gründen verschärft. Ähnliche Vorwürfe anderer Staaten könnten bilaterale Beziehungen oder die Rolle Deutschlands als Vermittler in internationalen Konflikten belasten.
Die Geheimhaltung fällt in eine anhaltende Debatte über Forschungssicherheit.
Hintergrund sind unter anderem Untersuchungen zu Forschungskooperationen des Helmholtz-Zentrums für Informationssicherheit Cispa mit chinesischen Einrichtungen sowie Warnungen von Sicherheitsexperten vor Risiken bei Kooperationen deutscher Hochschulen mit militärnahen Universitäten in China.

2024 über 3.200 Anträge bearbeitet

Das Auswärtige Amt veröffentlichte lediglich Zahlen zu bearbeiteten Forschungsvisa. 2024 bearbeiteten die Behörden insgesamt 3.273 Anträge chinesischer Staatsangehöriger zu Forschungszwecken, nach 2.147 im Jahr 2021.
2025 sank die Zahl auf 2.627, im ersten Halbjahr 2026 wurden 856 Anträge abschließend bearbeitet. Wie viele Visa die Behörden aus Sicherheitsgründen ablehnten, bleibt unklar.
Emmerich kritisierte die Geheimhaltung. Er sagte der Zeitung, Hochschulen fehlten „verbindliche Schutzstandards, ausreichende Beratung und eine wirksame Sicherheitsstrategie gegen Wissenschaftsspionage“.
Zugleich mahnte der Grünen-Politiker einen differenzierten Umgang mit Forschern aus autoritär regierten Staaten an. Wer frei forschen wolle, sei willkommen.
Wer im Auftrag autoritärer Regime spioniere, müsse konsequent gestoppt werden. Die Bundesregierung schweige sich aber genau zu dieser Differenzierung aus. (dts/red)
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China: Neue Sicherheitsregeln für Roboterautos ab Juli 2027

Chinas Regierung hat Sicherheitsregeln für die wachsende Flotte von Roboterautos im Land angekündigt. Sie sollen ab Juli 2027 in Kraft treten, teilte Peking am Dienstag mit. Vorgeschrieben ist dann vor allem ein Deaktivierungssystem.
Hintergrund ist ein Unfall im vergangenen Jahr mit einem automatisiert fahrenden Auto des Herstellers Xiaomi, bei dem in China drei junge Menschen gestorben waren.

Regeln für automatisiertes Fahren der Stufen 3 und 4

Die neuen Sicherheitsregeln sollen für automatisiertes Fahren auf Niveau 3 und 4 gelten.
Niveau 3 bedeutet, dass ein Auto die Steuerung zeitweilig selbst übernimmt, der Fahrer aber jederzeit bereit zum Eingreifen sein muss.
Niveau 4 steht für vollautomatisiertes Fahren. Das Auto fährt dabei in bestimmten Bereichen, etwa in einem Parkhaus oder einem Stadtviertel, komplett selbst.

Hersteller müssen Grenzen der Technik deutlich machen

Autohersteller müssen künftig nach Angaben des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologien gewährleisten, dass ihre Fahrsysteme ein Sicherheitsniveau erreichen, das auch mit einem Menschen am Steuer erreicht wird.
Sie müssen die Käufer ihrer Autos klar auf die Grenzen der Technologie hinweisen. Außerdem sollen sie eine „unsachgemäße Nutzung“ oder einen Missbrauch der Technik verhindern.
Bei Autos mit Fahrsystemen auf Niveau 3 müssen die Hersteller sicherstellen, dass das System erkennt, ob ein Autofahrer in der Lage ist, das Steuer zu übernehmen.

Internationale Regeln für autonomes Fahren

Anfang Juli hatten sich die Mitgliedsländer der UNO auf künftige Zulassungsregeln für autonom fahrende Autos geeinigt. China hatte den Text unterstützt. (afp/red)
 
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Japan Regierung bezeichnet weitere Aufrüstung als „unerlässlich“

Japan sieht angesichts der wachsenden militärischen Aktivitäten Chinas, Nordkoreas und Russlands dringenden Bedarf für einen weiteren Ausbau seiner Streitkräfte.
Es sei „unerlässlich“, Japans Verteidigungsfähigkeiten mit einem stärkeren „Gefühl der Dringlichkeit und Krise als je zuvor“ auszubauen und umzustrukturieren, erklärte Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi im am 4. August veröffentlichten jährlichen Verteidigungsweißbuch.

US-Kriegsminister Pete Hegseth (l) unterhält sich mit dem südkoreanischen Verteidigungsminister Ahn Gyu-back (r) und dem japanischen Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi in Singapur am 30. Mai 2026.

Foto: Mohd Rasfan/AFP via Getty Images

Japan reagiert auf China

China verstärke seine militärischen Fähigkeiten und weite seine Aktivitäten rund um Japan über die sogenannte erste Inselkette hinaus bis zur zweiten Inselkette aus, heißt es in dem Regierungsbericht.
Als Beispiele nennt das Weißbuch Einsätze chinesischer Flugzeugträger sowie zwei Fälle im Juni und Juli 2025, in denen sich chinesische und japanische Flugzeuge ungewöhnlich stark angenähert hätten.
Japanische Kampfjets stiegen demnach in den zwölf Monaten bis Ende März 595 Mal auf, davon 366 Mal wegen chinesischer und 214 Mal wegen russischer Flugzeuge. Im Vorjahr waren es insgesamt 704 Einsätze gewesen.

Beschränkungen für Waffenexporte gelockert

Japan hat bereits seine Verteidigungsausgaben erhöht, Raketen auf abgelegenen Inseln stationiert und Fähigkeiten für Gegenangriffe aufgebaut. Im April lockerte Tokio zudem seine selbst auferlegten Beschränkungen für Waffenexporte erheblich.
Das Weißbuch warnt zugleich vor Schwächen der heimischen Rüstungsindustrie, die Beschaffung und Innovation gefährden könnten.
Koizumi verwies außerdem auf die „unerschütterliche“ Allianz mit den USA sowie die engere Sicherheitszusammenarbeit mit den Philippinen, Australien und Südkorea.
China wirft Japan dagegen eine Rückkehr zum „Militarismus“ vor. Die Beziehungen hatten sich weiter verschlechtert, nachdem Japans Regierungschefin Sanae Takaichi im vergangenen Jahr einen japanischen Militäreinsatz im Fall eines chinesischen Angriffs auf Taiwan nicht ausgeschlossen hatte. (afp/red)
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Kupfer: Das Öl des 21. Jahrhunderts

Ich sage es seit Jahren: Wir stehen am Anfang eines neuen Rohstoffsuperzyklus. Gold hat geliefert. Silber hat geliefert. Uran hat geliefert. Und jetzt kommt das Metall, ohne das die gesamte moderne Welt stillsteht.
Kupfer.
Kein Stromnetz ohne Kupfer.
Kein E-Auto ohne Kupfer.
Kein Rechenzentrum, keine KI, keine Windkraftanlage, keine Wärmepumpe.
Wer Elektrifizierung sagt, muss Kupfer sagen. Punkt.
Und was macht der Preis? Er schreibt Geschichte. Und keiner bemerkt es. Still und leise erreicht er Rekord nach Rekord.
Im Jahr 2025 legte Kupfer an der Londoner Metallbörse (London Metal Exchange, LME) um rund 43 Prozent zu. Im Januar 2026 folgte das erste Allzeithoch bei rund 13.400 US-Dollar pro Tonne, im Mai folgte der nächste Rekord.
Und heute? Kupfer notiert bei rund 13.600 Dollar – nur wenige Prozent unter dem Hoch. Das ist keine Spekulationsblase, die kommt und geht.
Das ist ein Markt, der ein neues Preisniveau akzeptiert hat. Während alle auf Aktien und Tech starren, läuft hier im Hintergrund die eigentliche Story. Wie immer merken es die meisten erst, wenn es zu spät ist.
In meinem vorletzten Buch aus dem Jahr 2020 mit dem Titel „Die größte Chance aller Zeiten“ widmete ich Kupfer ein ganzes Kapitel, und kurze Zeit später startete der rasante Aufstieg des Kupferpreises. Auch in meinem letzten Kupfervideo vor einigen Monaten kündigte ich weitere Rekorde folgerichtig an.

Das Angebot ist strukturell kaputt

Hier wird es spannend. Denn dieser Preisanstieg ist kein Zufall. Er ist Mathematik.
Die großen Minen werden alt. Die Erzgehalte sinken seit Jahren. Neue Minen? Fehlanzeige! Die Projektpipeline? Leer.
Chile – das Saudi-Arabien des Kupfers mit rund einem Viertel der globalen Minenproduktion – lieferte zuletzt die schwächste Produktion seit rund zwei Jahrzehnten.
Und dann kam auch noch das Wetter: Im Juli 2026 legte ein Wintersturm mit tagelangen Regenfällen die zentralen Bergbauregionen lahm – geflutete Gruben, beschädigte Transportwege, Notfallsitzungen der Regierung mit Codelco, Antofagasta und Teck. Die Mine Collahuasi meldete schon vorher ein Produktionsminus von über 19 Prozent – wegen Wassermangels. Erst sieben Jahre Dürre, dann Sturzfluten: Die Unwetter treffen das wichtigste Kupferland der Welt.

Kupferbleche.

Foto: Nordroden/iStock

Und eine neue Mine? Von der Entdeckung bis zur ersten Tonne vergehen locker 10, 15 oder gar 20 Jahre, je nach Jurisdiktion und Finanzierung. Man kann das Angebot nicht einfach hochfahren wie eine Druckerpresse.
Jetzt zur Kapitalseite – und die ist der eigentliche Skandal. Die Beratungsfirma Wood Mackenzie beziffert den Investitionsbedarf für neue Kupferkapazitäten bis 2035 auf über 210 Milliarden Dollar (etwa 182 Milliarden Euro). Investiert wurden in den letzten sechs Jahren gerade einmal 76 Milliarden Dollar (rund 66 Milliarden Euro). Es müsste also fast das Dreifache fließen – und zwar ab sofort. Eine einzige neue Großmine kostet 2 bis 5 Milliarden Dollar (1,7 bis 4,3 Milliarden Euro) und braucht im Schnitt 17 Jahre von der Entdeckung bis zur Produktion.
Wer soll das stemmen, wenn ESG-Vorgaben und Politik das Kapital jahrelang aus dem Bergbau getrieben haben? Der Finanzdienstleistungskonzern S&P Global warnt bereits vor einer Angebotslücke von 10 Millionen Tonnen bis 2040.
JPMorgan hat die Prognose für das Minenwachstum 2026 auf magere 1,4 Prozent zusammengestrichen. Eine halbe Million Tonnen weniger als noch zu Jahresbeginn erwartet. Die US-Großbank rechnet mit einem Defizit von rund 330.000 Tonnen raffiniertem Kupfer – allein 2026.
Jahrzehntelange Unterinvestition trifft jetzt auf explodierende Nachfrage. Das ist das Rezept für jeden Superzyklus der Geschichte. Und: Nach wie vor sind die Investoren unterinvestiert in die verhassten Rohstoffe, und da wittere ich als antizyklischer Investor wie immer eine Chance.

Die Nachfrage: Elektrifizierung von allem

Auf der anderen Seite der Gleichung: ein unstillbarer Hunger.
Knapp 60 Prozent der Kupfernachfrage kommt aus Elektrotechnik und Energie. China und die USA stecken Billionen in die Erneuerung ihrer Stromnetze. Dazu Verteidigung, Infrastruktur – und der größte Elefant im Raum: Künstliche Intelligenz.
Jedes Rechenzentrum ist ein Kupferfresser. Die KI-Revolution wird nicht mit Software gebaut, sondern mit Kabeln, Transformatoren und Kühlung. Deshalb predige ich die Schaufelstrategie: Nicht der Goldgräber wird reich, sondern der Schaufelverkäufer.
Und dann die Mobilität:

Elektrifizierung frisst Kupfer.

Foto: Marc Friedrich

Ein E-Auto benötigt drei- bis viermal mehr Kupfer als ein Verbrenner. Ausgerechnet die Politik, die uns die Elektrifizierung per Dekret verordnet hat, hat vergessen, woher das Metall dafür kommen soll. Planwirtschaft ohne Rohstoffplan. Typisch.

Was die Banken sagen

Was die Banken sagen.

Foto: Marc Friedrich

Goldman Sachs rief für 2026 eine Spanne von 10.000 bis 11.000 Dollar aus. JPMorgan war deutlich bullisher: 12.500 Dollar für das zweite Quartal, im Jahresschnitt gut 12.000. Und die Realität? Sie steht bei 13.600.
Der Markt hat die Banken bereits überholt – schon wieder. Es sind übrigens dieselben Häuser, die Gold bei 2.000 Dollar für teuer hielten. Die Analysten laufen dem Preis hinterher, nicht umgekehrt. Das kennen wir aus jedem Superzyklus.

Die Risiken – denn ich bin kein Träumer

Wer euch nur die Bullenstory erzählt, will euch etwas verkaufen. Also Klartext:

Defizit oder Überschuss.

Foto: Marc Friedrich

Erstens: Die International Copper Study Group hat ihre Bilanz für 2026 revidiert – von 150.000 Tonnen Defizit auf 96.000 Tonnen Überschuss. Defizit oder Überschuss, je nachdem, wen man fragt. Kurzfristig kann das den Boden unter dem Preis wegziehen.
Zweitens: China schwächelt. Die Nachfrage nach raffiniertem Kupfer dürfte Ende 2025 um 8 Prozent gefallen sein. Der größte Käufer der Welt hustet – und der Kupfermarkt bekommt Fieber.
Drittens: Trumps Zollchaos. Section 232 – seit April 2026 gelten Zölle von 50 Prozent auf Kupferhalbzeuge, dazu Sonderregeln, Ausnahmen und laufende Folgeberichte zu raffiniertem Kupfer. Das verzerrt die Handelsströme, treibt Lagerbestände in die USA und entlastet paradoxerweise kurzfristig Europa durch umgeleitete Ware. Volatilität, die mit Fundamentaldaten nichts zu tun hat – und jederzeit in beide Richtungen ausschlagen kann.
Kurzfristig also: Achterbahn. Wer schwache Nerven hat, steigt besser gar nicht erst ein.

Mein Fazit

Langfristig ist der Fall glasklar. Physische Knappheit trifft auf monetäre Entwertung. Die Notenbanken werden weiter drucken, die Staaten weiter Schulden machen – und Sachwerte werden die Gewinner sein.
Gold ist die Versicherung. Bitcoin ist die Rebellion.
Und Kupfer? Kupfer ist die Wette auf die reale Welt. Die Angebotslücke ist keine Meinung, sie ist Geologie plus Mathematik. Und beides lässt sich nicht per Pressekonferenz wegregulieren.
Man kann Geld drucken. Kupfer nicht.
Wie investieren?
Physisch Kupfer zu kaufen ergibt keinen Sinn, allein schon wegen der Lagerung und der 19 Prozent Mehrwertsteuer.
Die beste Wette ist ein breit gestreuter ETF oder Einzelaktien. Diese sind auch ein Hebel auf den Kupferpreis. Mein Analystenteam und ich haben uns auf die Suche begeben und die besten Kupferaktien der Welt im „Friedrich Report“ gefunden.
Wir schauen uns die Aktien ganzheitlich – an nach Zyklus, Makrobild und Sentiment, sowohl fundamental als auch charttechnisch mit klaren Einstiegs- und Ausstiegskursen.
Dies ist ein Meinungsbeitrag und keine Anlageberatung. Prognosen und persönliche Einschätzungen können von der tatsächlichen Entwicklung abweichen. Der Autor bewirbt seinen eigens herausgegebenen „Friedrich Report“.
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3. August: Bundesweiter Blitzermarathon | Streit um Rentenpaket | „Fiskalische Fußfessel“ von Javier Milei

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Streit um Rentenpaket

Die geplante Abschaffung der „Rente mit 63“ sorgt weiter für politischen Streit. Während DIW-Präsident Marcel Fratzscher die Abschaffung als entscheidend für die Stabilisierung der Rentenversicherung verteidigt, bringt die SPD Nachbesserungen für Härtefälle ins Spiel. Im Osten stellen sich drei CDU-Politiker gegen die Abschaffung. AfD und Linke sehen das eher als Wahlkampfmanöver.

Bezahlte Journalisten-Reisen

Bezahlte Journalistenreisen nach China sorgen für eine neue Debatte über mögliche Einflussnahme des Regimes auf westliche Medien. Auslöser ist eine US-Recherche um das chinesische Netzwerk C100 in den USA. Die Organisation finanzierte Riesen, wählte die Teilnehmer aus, und bestimmte, mit welchen Personen sich die Journalisten trafen. Kritiker sprechen daher von einer möglichen Einflussnahme. Das Thema der Transparenz berührt auch deutsche Medien.

Mileis „fiskalische Fußfessel“

Argentiniens Präsident Javier Milei hat Ende Juli ein neues Gesetzespaket für strengeren Regeln im Staatshaushalt vorgestellt. Vorgesehen ist unter anderem das Aussetzen der Gehälter von politischen Spitzen und Abgeordneten, wenn über mehrere Monate ein Minus im Haushalt besteht. Zudem sollen nicht essentielle Ausgaben dann automatisch pausiert werden. Erst wenn der Kongress Maßnahmen zum Haushaltsausgleich beschließt, dürfte der Regelbetrieb wieder aufgenommen werden.

Bundesweiter Blitzermarathon

Heute begann der sogenannte Blitzermarathon. Daher müssen Autofahrer in dieser Woche mit vermehrten Tempokontrollen rechnen – insbesondere an Unfallschwerpunkten. Die Aktion fällt diesmal mitten in die Ferienzeit und trifft viele Urlauber. Der ADAC kritisiert den Zeitpunkt: Die Kontrollen sollten nicht den Eindruck erwecken, „in erster Linie der Einnahmeerzielung zu dienen“.

Gaza-Friedensplan

Israel setzt seine Angriffe im Gazastreifen fort – und das trotz eines von den USA unterstützten Plans zur Entwaffnung der Hamas. Palästinensische Behörden berichten von mindestens 18 Toten und Schäden an einem Krankenhaus in Deir al-Balah. Israel erklärt, Hamas-Waffenlager angegriffen zu haben. Der Friedensplan sieht einen Waffenstillstand, die Entwaffnung der Hamas und eine neue Verwaltung des Gazastreifens vor.
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Bezahlte China-Reisen für US-Journalisten – eine Transparenzfrage auch für Deutschland


In Kürze:

  • China-Reisen im Fokus: Journalistin Natalie Winters untersuchte anhand öffentlicher Unterlagen, wie C100 Journalistenreisen nach China organisierte und finanzierte.
  • 60.000 Dollar Reiseprogramm: C100 übernahm Kosten, wählte Teilnehmer aus und plante Treffen. Eine Delegationsreise 2012 für fünf Journalisten kostete rund 60.000 US-Dollar.
  • Deutschland ohne vergleichbares FARA-System: Während die USA mit FARA bestimmte Tätigkeiten im Auftrag ausländischer Akteure offenlegen, gibt es in Deutschland kein vergleichbares Register.

 
Journalismus lebt vom Zugang. Reporter reisen in Länder, sprechen mit Politikern, besuchen Unternehmen und versuchen, sich vor Ort ein eigenes Bild zu machen. Gerade bei Staaten wie China, die international kontrovers diskutiert werden, gehören solche Reisen zum journalistischen Alltag.
Doch wenn Reisen von Regierungen oder staatsnahen Organisationen organisiert und bezahlt werden, stellt sich eine grundsätzliche Frage: Wo endet legitimer Austausch – und wo beginnt mögliche Einflussnahme? Diese Frage stellt sich nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland, wo vergleichbare Aktivitäten schwerer nachvollziehbar sind.
Diese Debatte wurde durch eine Recherche der US-Journalistin Natalie Winters neu entfacht. Sie untersuchte Programme, über die amerikanische Journalisten nach China eingeladen wurden. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die Reise selbst, sondern auch die Frage, wer solche Delegationen organisiert, finanziert und welche Kontakte dadurch entstehen.

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Committee of 100 und Journalistenreisen nach China

Im Mittelpunkt der Recherche stehen Unterlagen des Committee of 100 (C100). Die Organisation wurde 1989 gegründet und versteht sich nach eigener Darstellung als Netzwerk chinesischstämmiger Amerikaner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur, das den Austausch zwischen China und den USA fördern möchte.
C100 organisierte zwischen 2007 und 2014 ein Journalisten-Delegationsprogramm mit Reisen nach China. Nach Angaben der Organisation handelte es sich um professionelle Austauschprogramme.
Auf Nachfrage der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times bestätigte C100, dass die Organisation die Reisekosten übernahm, die Teilnehmer auswählte, die Reiserouten festlegte und bestimmte, mit welchen Personen sich die Journalisten trafen.
Winters bezeichnete das Programm als „Propaganda-Pipeline“. C100 weist diese Darstellung zurück und erklärte, es habe keinen Austausch von Berichterstattung gegen Reisen gegeben. Die Teilnehmer hätten ihre redaktionelle Unabhängigkeit behalten.

60.000 Dollar für eine neuntägige Reise

Ein Reisebericht aus dem Jahr 2012, der auf der Website von C100 mit „Internal Use“ („Interner Gebrauch“) gekennzeichnet war, bezifferte die Kosten einer neuntägigen Delegationsreise für fünf Journalisten auf etwa 60.000 US-Dollar.
Teilnehmer waren Vertreter von The New York Times, The Atlantic, der Financial Times, Foreign Affairs und New York Public Radio (WNYC). Die Reise führte durch Peking, Shanghai und Hangzhou.
Zum Programm gehörten Besichtigungen, Unternehmens- und Kulturbesuche sowie rund 20 organisierte Treffen mit chinesischen Regierungsvertretern, Wissenschaftlern, Medienvertretern, Studenten und Wirtschaftsführern.
Der Bericht erklärte, das Programm habe darauf abgezielt, die Wahrnehmung Chinas zu verbessern und die Teilnehmer dazu zu bringen, ihre Erfahrungen mit beruflichen Kollegen zu teilen.

Teilnehmer berichten über veränderte Sicht auf China

In den C100-Unterlagen wurden auch Aussagen der Teilnehmer festgehalten.
Winnie O’Kelley, damals stellvertretende Wirtschaftsredakteurin bei The New York Times, erklärte demnach, sie werde mit mehreren Ideen für Geschichten zurückkehren und ihre Arbeit im Asien-Bereich teilweise neu ausrichten.
Gary Silverman, damals US-Nachrichtenchef und stellvertretender Chefredakteur der Financial Times, sagte laut Bericht, er werde künftig nicht mehr über China schreiben, ohne das während der Reise Gelernte zu berücksichtigen.
Der WNYC-Moderator Brian Lehrer wurde mit der Aussage zitiert, seine Wahrnehmung Chinas habe sich „in 100 Arten“ verändert.
Jonathan Tepperman, damals Chefredakteur von Foreign Affairs, erklärte, die Reise habe ihm ein „viel tieferes, subtileres und nuancierteres“ Verständnis Chinas vermittelt.
C100 verwies nach der Reise unter anderem auf veröffentlichte Beiträge von Clive Crook bei The Atlantic sowie weitere Arbeiten von Teilnehmern.
US-Präsident Donald Trump hat eine Milliarden-Klage gegen die renommierte «New York Times» eingereicht.

The New York Times.

Foto: Mark Lennihan/AP/dpa

Chinesischer Einfluss auch in Deutschland?

Während Winters ihre Recherche auf öffentlich zugängliche Unterlagen des Foreign Agents Registration Act (FARA) stützen konnte, wäre eine vergleichbare Untersuchung in Deutschland deutlich schwieriger. Anders als die USA verfügt Deutschland über kein spezielles Transparenzgesetz für Tätigkeiten im Auftrag ausländischer Auftraggeber.
Das deutsche Lobbyregister erfasst zwar Interessenvertretung gegenüber Bundestag und Bundesregierung, bietet jedoch keinen vergleichbaren Einblick in Verträge, Kommunikationsaufträge oder PR-Mandate ausländischer Organisationen.
Der Bundesverfassungsschutz warnt seit Jahren, dass China neben klassischer Diplomatie auch Wirtschaftsverbände, Wissenschaftskooperationen, Kultur- und Austauschprogramme sowie persönliche Netzwerke nutzt, um Einfluss auszuüben.
Auch in Deutschland arbeiten PR-Agenturen mit chinesischen staatlichen Institutionen zusammen. So wird etwa das Fremdenverkehrsamt der Volksrepublik China in Deutschland von der Agentur One Billion Voices als Presseagentur betreut. Der Fall zeigt, wie eng touristische, wirtschaftliche und politische Kommunikation teilweise miteinander verbunden sein können.
Auch Medienreisen und Austauschprogramme chinesischer Institutionen finden in Deutschland statt. Wie umfangreich solche Aktivitäten sind und wer sie finanziert, lässt sich jedoch deutlich schwerer nachvollziehen als in den USA.

C100 verteidigt das Programm

C100 erklärte gegenüber der Epoch Times, das Journalistenprogramm sei ein offener professioneller Austausch gewesen, der zuletzt 2014 stattfand.
Die Organisation erklärte, Ziel sei es gewesen, amerikanischen Redakteuren einen direkten Einblick in ein Land zu ermöglichen, über das häufig aus der Distanz berichtet werde.
„Der Zweck des Programms war Verständnis durch direkte Erfahrung“, teilte C100 mit. Die Teilnehmer hätten ihre Reisen offengelegt und ihre redaktionelle Unabhängigkeit behalten.
Die Organisation beantwortete jedoch keine weiteren Fragen dazu, ob die Finanzierung der Reisen gegenüber Lesern, Zuhörern oder Arbeitgebern ausdrücklich offengelegt wurde.

Medienhäuser äußern sich nicht

The New York Times, The Atlantic, die Financial Times, Foreign Affairs und WNYC wurden gefragt, ob sie die Reisen genehmigt hatten, ob Kosten übernommen wurden und welche Regeln damals für gesponserte Reisen galten.
Die Medienhäuser und die beteiligten Journalisten antworteten bis zur Veröffentlichung nicht.

Zu diesem Bericht hat Lydia Roeber beigetragen.

Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „China-Focused Influence Program Courted Senior US Media Figures With Sponsor-Paid Trips“. (deutsche Bearbeitung: rb)
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Säuberungswelle in Chinas Finanzsektor: Wackelt die Neue Seidenstraße?


In Kürze:

  • Der chinesische Bankensektor erlebt seit einem Jahr eine Säuberungswelle im Namen der Antikorruption.
  • Der jüngste Fall betrifft den ehemaligen Präsidenten der China Development Bank, Ouyang Weimin.
  • Laut Experten könnte die „Neue Seidenstraße” Pekings dadurch ins Wanken geraten.

 
Gegen den ehemaligen Präsidenten der China Development Bank (CDB), Ouyang Weimin, wurde eine Untersuchung eingeleitet. Er ist der jüngste Fall eines Bankfunktionärs in China, der im Zuge der einjährigen Antikorruptionskampagne ins Visier genommen wurde.
Laut Experten könnte ein zunehmendes Vorgehen gegen Korruption bei chinesischen Staatsbanken Pekings „Neue Seidenstraßen“-Projekt zum Scheitern bringen. Das würde die ohnehin schon trüben wirtschaftlichen Aussichten des Landes weiter verschärfen.
Die Zentrale Disziplinarkommission der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und die Nationale Aufsichtskommission Chinas gaben am 19. Juli bekannt, dass gegen Ouyang ermittelt wird.
Ihm werden „schwerwiegende disziplinarische und rechtliche Verstöße“ vorgeworfen, teilten die beiden wichtigsten Antikorruptionsbehörden Pekings mit. Sie gaben keine Einzelheiten zu seinen mutmaßlichen Straftaten bekannt.
Laut dem offiziellen Sprachrohr der KPCh, „People’s Daily Online“, arbeitete Ouyang von 1991 bis 2011 bei Chinas Zentralbank. Danach wurde er Vizegouverneur der südchinesischen Provinz Guangdong, bevor er 2019 zur CDB wechselte, wo er als Präsident und stellvertretender Parteisekretär tätig war. Diese Ämter bekleidete er bis 2023.
Laut der chinesischen Nachrichtenagentur „Xinhua“ ist die CDB ein zentraler Finanzier der Neuen Seidenstraße, auch Belt and Road Initiative (BRI) genannt, die im Wesentlichen ein Infrastruktur- und Investitionsbündnis ist, um die wirtschaftliche Dominanz des Westens herauszufordern.
Analysten wie die vom US-Thinktank Jamestown Foundation sehen die BRI jedoch als „Schuldenfalle“ für die teilnehmenden Länder.
Im vergangenen Jahr gerieten mehrere Führungskräfte der CDB ins Visier der Ermittler, darunter Wang Xuedong, ein ehemaliger leitender Experte, gegen den im Oktober ermittelt wurde, sowie Qin Mengzheng, ein ehemaliges Mitglied des Exekutivkomitees und leitender Experte, der im November aus der Partei ausgeschlossen wurde.

Finanzsektor in China: „Hochrisikobranche“ 

Wang Guo-chen, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Chung-Hua-Institut für Wirtschaftsforschung in Taiwan, sagte gegenüber Epoch Times, die umfassende Säuberungswelle unter den Führungskräften der CDB offenbare eine massive Krise im chinesischen Finanzsektor.
„Die Zahlungsausfälle bei Konsumkrediten in China haben Rekordhöhen erreicht und spiegeln das enorme Ausmaß der faulen Kredite des Landes wider“, so Wang.
„Pekings Vorgehen gegen Finanzbeamte scheint darauf abzuzielen, diese Zahlungsausfälle zu beheben, doch dieser Ansatz könnte weitere Instabilität auslösen.“
Wang zufolge zwingt die chinesische Führung Bankiers dazu, scheiternde Unternehmen über Wasser zu halten, nimmt sie aber ins Visier, wenn diese vorgeschriebenen Kredite unweigerlich ausfallen.
„Diese widersprüchlichen Anforderungen machen den chinesischen Finanzsektor zu einer Hochrisikobranche“, sagte er. „Politische Rivalen können diese Kreditunterlagen jederzeit als Waffe einsetzen, um Gegner auszuschalten.“

Thailändische Rettungskräfte während der Rettungsarbeiten am eingestürzten Gebäude des neuen thailändischen Rechnungshofs am 31. März 2025 in Bangkok.

Foto: Lauren DeCicca/Getty Images

Die Krise der Neuen Seidenstraße verschärft sich 

Wang sagte, die mangelhafte Bauausführung im Rahmen der „Neuen Seidenstraße“ habe umfassendere Untersuchungen ausgelöst, in die letztlich auch Führungskräfte der CDB verwickelt wurden.
Ein Mangel, der durch das Erdbeben in Burma im Jahr 2025 unterstrichen wurde, als ein 30 Stockwerke hohes Gebäude als einziges Gebäude in Bangkok einstürzte, sei dadurch offenkundig geworden. „Peking hat vermutlich schwere Korruption aufgedeckt, was die laufenden Ermittlungen zu Auslandsinvestitionen und -projekten ausgelöst hat“, so Wang.
Das harte Vorgehen stehe laut Wang im Zusammenhang mit dem desolaten Zustand der chinesischen Wirtschaft und dem Versuch des Regimes, illegale Einkünfte zu beschlagnahmen.
„China kann es sich nicht länger leisten, Projekte zu finanzieren, die lediglich korrupte Funktionäre bereichern. Deshalb prüft es diese Vorhaben genau, um das Geld zurückzuholen, die Verluste einzudämmen und die Schäden zu begrenzen“, sagte er.
Das chinesische Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal nach offiziellen Angaben um 4,3 Prozent und blieb damit unter dem unteren Ende des von Peking für das Gesamtjahr angestrebten Ziels von 4,5 bis 5 Prozent. Dieses Ziel stellt bereits das schwächste seit Jahrzehnten dar.
Antonio Graceffo, Epoch-Times-Kolumnist und Autor von „Beyond the Belt and Road: China’s Global Economic Expansion“ (etwa auf Deutsch: Jenseits des Neuen Seidenstraßen-Projekts: Chinas globale wirtschaftliche Expansion), sagte der Epoch Times, dass die laufenden Antikorruptionskampagnen angesichts der bereits bestehenden Probleme mit den BRI-Krediten den Zusammenbruch des globalen Projekts nur beschleunigen würden.
„50 bis 70 Prozent der BRI-Projekte haben nie Einnahmen generiert, sodass die Kreditnehmer nicht in der Lage sind, sie zurückzuzahlen“, sagte Graceffo.
Ein hartes Durchgreifen verschärfe die Situation nur noch, sodass am Ende ein Land mit einer halbfertigen Autobahn oder einem halbfertigen Staudamm zurückbleibe.
Laut Graceffo werde das harte Vorgehen die bestehenden Probleme langfristig nur verschärfen. Die BRI werde weit hinter den von Peking behaupteten Erfolgen zurückbleiben und letztlich scheitern.
„Die BRI wird niemals in vernünftiger Weise realisiert werden“, sagte er. „China kann jederzeit Erfolge für sich beanspruchen, aber in Wirklichkeit ist das Geld im Grunde verschwendet.“

Die Belt and Road Initiative der KP Chinas: China in Rot, die Mitglieder der Asiatischen Infrastruktur-Investitionsbank in Orange. Die vorgeschlagenen Korridore in schwarz (Seidenstraße zu Lande) und blau (Seidenstraße zu Wasser).

Foto: CC BY-SA 4.0

Lahmende Wirtschaft 

Laut Graceffo haben die zunehmenden Ermittlungen eine starke abschreckende Wirkung auf chinesische Finanzmanager und führen zu zusätzlicher politischer Unsicherheit, die letztendlich ausländisches Kapital aus China vertreibt.
„Wenn ausländische Investoren das Risiko in China bewerten, müssen sie nun wirklich berücksichtigen, dass dies ein weiteres Risiko darstellt“, so Graceffo.
„Es werden Kredite vergeben, die aber nicht zurückgefordert werden können, oder der Kreditnehmer wird verhaftet.“
Laut Angaben des chinesischen Handelsministeriums sanken die ausländischen Direktinvestitionen in China von Januar bis Mai 2026 im Vergleich zum gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr um 8,6 Prozent auf 327,29 Milliarden Yuan (42,15 Milliarden Euro).

„Bankmanager als Sündenböcke“

Wang sagte, die anhaltenden Entlassungen würden die staatlichen Finanzverantwortlichen dazu veranlassen, Risiken zu vermeiden. Dies werde die Rolle des Bankensektors bei der Stützung des Wachstums weiter einschränken.
„Bankmanager dienen seit Langem als Sündenböcke für die staatlich verordnete Kreditvergabe – ein seit Jahren bestehendes Problem“, sagte er.
„Unter diesen Umständen werden die chinesischen Finanzinstitute die Forderungen Pekings nur minimal erfüllen, was zu einer düsteren Finanzlage führen wird.“
Wang fügte hinzu, dass der chinesische Staatschef Xi Jinping voraussichtlich auch nach dem für Ende 2027 geplanten 21. Parteitag Chinas an der Macht bleiben werde. Auf diesem Führungstreffen werden voraussichtlich wichtige Personalentscheidungen getroffen. Das sei ein schlechtes Omen für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.
„Da Xi voraussichtlich keinen Nachfolger benennen wird, bleiben die Aufstiegschancen für wichtige Bankmanager weiterhin gering, sodass sie wenig Anreiz haben, eine stärkere Fiskalpolitik voranzutreiben“, sagte Wang.
„Da diese Führungskräfte die Einhaltung der Vorschriften nur vortäuschen, wird die Wirksamkeit der chinesischen Konjunkturmaßnahmen untergraben.“
Die zunehmenden Forderungen des Regimes an die Banken würden laut Wang die allgemeinen wirtschaftlichen Aussichten des Landes beeinträchtigen.
„Dieser Teufelskreis wird akute Probleme in Chinas Geldpolitik, der Finanzlage und der gesamten Wirtschaft auslösen.“
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „China’s Bank Purges Deepen Economic Woes, Accelerate BRI Collapse: Analysts“. (deutsche Bearbeitung xy)
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Mahjong-Boom in den USA: Wie ein altes Spiel neue Freundschaften schafft

Während viele Menschen im Alter mit Einsamkeit und einem kleiner werdenden sozialen Umfeld kämpfen, entsteht in den USA eine ungewöhnliche Gemeinschaft rund um ein jahrhundertealtes Spiel aus China: Mahjong. In einem Vorort von Memphis treffen sich Frauen regelmäßig zum gemeinsamen Spielen, Lachen und Austauschen – nicht nur wegen der Spielsteine, sondern vor allem wegen der Verbindung untereinander.
Es ist ein Donnerstagnachmittag in einem Barbecue-Restaurant. Dutzende Frauen sitzen an Tischen, vor sich Reihen kleiner Spielsteine, und legen konzentriert Muster. Sie lachen, sprechen miteinander und bleiben ständig in Bewegung. „Lunch and Play“ nennt die Gruppe MahJ Squad 901 dieses gemeinsame Ritual.
Gegründet wurde die Gemeinschaft von den Schwestern Patricia Ford und Sandy Sissom kurz nach der Corona-Pandemie in der Nähe von Memphis. „Wir haben einfach angefangen zu spielen, und die Runde wurde immer größer und größer“, sagt Sissom. Heute bringen sie Mahjong auch anderen Menschen in der gesamten Region Mid-South näher.
Der Anstoß dafür kam aus einer persönlichen Erfahrung innerhalb der eigenen Familie. Die Schwestern beobachteten, wie ihre Mutter im Alter immer mehr Freunde verlor. „Wenn man älter wird, wird der Kreis kleiner“, sagt Sissom. Deshalb wollten sie eine Gemeinschaft schaffen, die groß und vielfältig genug ist, damit niemand das Gefühl hat, am Ende allein zurückzubleiben.
Mahjong ist dabei weniger das eigentliche Ziel als vielmehr das verbindende Element. Das Spiel schafft einen festen Anlass für regelmäßige Treffen, gemeinsame Erlebnisse und neue soziale Kontakte.
Mahjong – ausgesprochen etwa „Ma-dschong“ – entstand im China des 19. Jahrhunderts, vermutlich in der Region um Ningbo und Shanghai gegen Ende der Qing-Dynastie. Der Name bedeutet wörtlich „Sperling“. Einer verbreiteten Erklärung zufolge geht die Bezeichnung auf das Geräusch der Spielsteine beim Mischen zurück, das an das Klappern und Zwitschern einer aufgescheuchten Spatzenschar erinnert.

Mitglieder des MAHJ Squad 901 spielen Mahjong in einem Gemischtwarenladen in Memphis, Tennessee. Die Gruppe wurde von zwei Schwestern nach der COVID-19-Pandemie gegründet, um soziale Kontakte zu etablieren.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Patricia Ford, Jacki Thrapp/The Epoch Times

In Memphis wird allerdings nicht die klassische chinesische Variante gespielt, sondern American Mah Jongg, eine im 20. Jahrhundert in den USA entwickelte Form des Spiels. Sie unterscheidet sich unter anderem durch zusätzliche Jokersteine und eine jährlich wechselnde Spielkarte, auf der die gültigen Gewinnkombinationen festgelegt sind. Gespielt wird in der Regel zu viert. Ziel ist es, eine Hand aus 14 Steinen zusammenzustellen, die exakt einer der vorgegebenen Kombinationen auf der Karte entspricht.
Was zunächst einfach klingt, erfordert viel Übung und Konzentration. Da die Karte jedes Frühjahr erneuert wird, können sich die Spielerinnen nicht dauerhaft auf einmal gelernte Muster verlassen. Mit jeder neuen Saison müssen sie neue Kombinationen verstehen, Strategien anpassen und sich wieder auf die veränderten Regeln einstellen.

Ordnung aus dem Chaos

Am Anfang jeder Partie steht der sogenannte „Charleston“: Dabei geben die Spielerinnen reihum nicht benötigte Steine weiter – drei nach rechts, drei an die gegenüberliegende Spielerin und drei nach links. Dieses kreisförmige Tauschen dient dazu, die eigene Hand zu ordnen und erste Strategien zu entwickeln, bevor der eigentliche Wettkampf mit Ziehen und Ablegen der Steine beginnt.
Wer als Erste eine gültige Kombination vervollständigt, ruft „Mahjong“ und gewinnt die Runde. Spielerinnen vergleichen das Spiel häufig mit einer Mischung aus Schach, Bridge und Rommé – kombiniert mit der sozialen Atmosphäre eines regelmäßigen Treffens, bei dem Strategie, Austausch und Geselligkeit zusammenkommen.
Die Schauspielerin Julia Roberts, die Mahjong bereits lange vor dem aktuellen Trend für sich entdeckte, beschrieb den Reiz des Spiels einmal als den Versuch, aus zufällig gezogenen Steinen Ordnung zu schaffen. Da sich die Spielsituation mit jedem Zug verändert, erfordert jede Runde neue Entscheidungen, Anpassungsfähigkeit und Konzentration.
Mahjong Spielerinnen in einem Restaurant in Memphis, Tennesse im Juni 2026.

Mahjong-Spielerinnen in einem Restaurant in Memphis, Tennesse, am 19.Juni 2026.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Patricia Ford, Jacki Thrapp/The Epoch Times

Mahjong hat Amerika schon einmal erobert

Dass ausgerechnet Mahjong diese Rolle übernimmt, ist in den USA nicht neu. Als das Spiel in den 1920er-Jahren nach Amerika gelangte, löste es eine landesweite Begeisterung aus, die den heutigen Aufschwung noch deutlich übertraf.
Joseph Park Babcock, ein Vertreter des Ölkonzerns Standard Oil, gehörte zu den Personen, die Mahjong in den Vereinigten Staaten populär machten. Er vereinfachte die Regeln für amerikanische Spieler und trug dazu bei, dass das Spiel schnell in wohlhabenden Gesellschaftskreisen Fuß fasste. Selbst im Weißen Haus spielten Präsident Warren G. Harding und seine Frau Mahjong.
Auch in Hollywood fand das Spiel Anhänger. Berichten zufolge gehörten Stummfilmstars wie Mildred Davis und Bessie Love zu den begeisterten Spielerinnen. In Los Angeles veranstaltete ein Gastronom für seine prominenten Gäste sogar eigene „Mahjong-Tees“, für die sie zeitgenössischen Berichten zufolge teilweise ihre Studioverpflichtungen unterbrachen.
Der Import nahm bald enorme Ausmaße an. Im Jahr 1923 waren Mahjong-Sets aus Shanghai das sechstgrößte Exportgut der Stadt in die Vereinigten Staaten. Die Nachfrage war so hoch, dass sogar Rinderknochen aus Kansas und Chicago nach China geliefert wurden, um daraus Spielsteine für den amerikanischen Markt herzustellen.
Der Revenue Act von 1924 belegte Mahjong-Sets mit einer zehnprozentigen Steuer. Diese Maßnahme sorgte für Unmut in der Branche. Die Bostoner Spielefirma Hillson legte sogar eine Petition dagegen ein – jedoch ohne Erfolg.
Doch die große Mahjong-Welle verschwand fast so schnell, wie sie entstanden war. Mit dem Börsencrash von 1929 und der folgenden Weltwirtschaftskrise verlor das Spiel seinen Status als gesellschaftliches Symbol der Wohlhabenden. Teure Spielsets und aufwendige Mahjong-Abende passten nicht mehr in eine Zeit wirtschaftlicher Unsicherheit.
Mahjong verschwand jedoch nie vollständig. Es überlebte in kleineren Gemeinschaften, besonders unter jüdischen Frauen in New York. Dort wurde es nicht als vorübergehender Trend, sondern als soziales Ritual über Generationen hinweg weitergegeben. Man traf sich regelmäßig, spielte gemeinsam, tauschte sich aus und pflegte Freundschaften.

Die Rückkehr

Nach der Corona-Pandemie nahm die Begeisterung für Mahjong erneut zu. Gruppen wie jene in Memphis trafen offenbar ein Bedürfnis vieler Frauen, ihre sozialen Kontakte wieder auszubauen und regelmäßige persönliche Begegnungen zurück in ihren Alltag zu holen.
Im April 2026 ermittelte die Spieleplattform Bam Good Time anhand öffentlicher Verzeichnisse 1.026 Mahjong-Clubs in den gesamten Vereinigten Staaten. Private Spielrunden und kleinere Gruppen dürften in dieser Zahl allerdings nicht vollständig erfasst sein.
Neben dem sozialen Aspekt bietet Mahjong auch eine geistige Herausforderung. Eine im Jahr 2020 veröffentlichte Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass ältere Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung nach zwölf Wochen regelmäßigem Mahjong-Spielen bei Tests zu exekutiven Funktionen bessere Ergebnisse erzielten als eine Vergleichsgruppe.
Mit der wachsenden Popularität entdecken auch Händler und Luxusmarken das Potenzial des Spiels. Marken wie Tiffany & Co., Prada und Coach bieten eigene Mahjong-Sets an. Hermès verkaufte beispielsweise Sets aus Palisanderholz und Kalbsleder für 42.000 US-Dollar. Louis Vuitton bietet ein handgefertigtes „Vanity Mahjong“-Set aus Corian und Holz für rund 63.000 US-Dollar an, das ausschließlich über einen Concierge-Service erhältlich ist.
Für die Freude am Spiel ist solcher Luxus jedoch nicht notwendig. Ein ansprechendes Set für vier Personen ist in den USA bereits ab etwa 50 US-Dollar und in Deutschland ab etwa 40 Euro erhältlich. Der eigentliche Wert von Mahjong liegt ohnehin weniger im Material der Steine als in der Regelmäßigkeit, mit der Menschen zusammenkommen.
„Es ist nicht nur etwas für alte Damen“, sagt Sissom und lacht. „Wir bringen es vielen jungen Frauen bei.“
Jüngere Spielerinnen lernen die Regeln von erfahrenen Mahjong-Spielerinnen, neue Teilnehmerinnen kommen hinzu – und aus einem einfachen Treffen an einem Donnerstagnachmittag entsteht allmählich ein festes Ritual.
Auch in Deutschland gibt es Freunde des chinesischen Gesellschaftsspiels Mahjong (oder auch Mah-Jongg geschrieben).

Auch in Deutschland gibt es Freunde des chinesischen Gesellschaftsspiels Mahjong (oder auch Mah-Jongg geschrieben).

Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Mahjong in Deutschland

Viele Menschen in Deutschland verbinden mit Mahjong vor allem ein Computerspiel, bei dem gleiche Steine paarweise vom Bildschirm entfernt werden. Mit dem traditionellen Mahjong, das von vier Personen mit Spielsteinen gespielt wird, hat diese digitale Variante jedoch nur wenig gemeinsam.
In Deutschland ist Mahjong bislang vor allem durch Vereine, Regionalgruppen und den Turnierbetrieb sichtbar. Seit 2002 gibt es die Deutsche Mah-Jongg Liga, die neue Spielrunden fördern und verschiedene Spielvarianten vermitteln möchte. Eine mit den USA vergleichbare Welle gemeinschaftlicher Mahjong-Treffen ist derzeit zwar nicht erkennbar, aber auch nicht ausgeschlossen – denn private Spielrunden erscheinen in keiner offiziellen Statistik.
Ob die neue amerikanische Begeisterung für Mahjong auch nach Deutschland überspringt, bleibt abzuwarten. Gesellschaftsspiele erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit, und für eine Partie braucht es nicht viel: vier Spieler, einen Satz Steine und die Bereitschaft, einige Stunden gemeinsam ohne Bildschirm zu verbringen.
In East Memphis wird derweil weiter gemischt, getauscht und überlegt. Aus den Steinen entstehen neue Kombinationen – und aus einzelnen Spielerinnen wächst eine Gemeinschaft.
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Geheimdienste bestätigten: China habe in US-Wahlen eingegriffen

In Kürze:

  • Vier US-Geheimdienste bestätigen Teile von Trumps Vorwürfen gegen China.
  • Das Weiße Haus stuft den Zugriff auf Wählerdaten als Wahlbeeinflussung ein.
  • Demokraten widersprechen der Bewertung.

 
Die Leiter von vier US-Geheimdiensten und Sicherheitsbehörden haben zentrale Teile der Behauptung von Präsident Donald Trump bestätigt, wonach China durch gezielte Angriffe auf amerikanische Wählerregistrierungsdaten in die US-Wahlen eingegriffen habe.
Ein am 30. Juli von der Taskforce für Regierungstransparenz des Weißen Hauses veröffentlichtes Informationsblatt erklärt, dass China und seine Stellvertreter Wählerdaten von bis zu 220 Millionen Amerikanern gekauft, gestohlen oder gehackt hätten. Darunter sollen sich auch Informationen befunden haben, die nicht öffentlich zugänglich waren.
Nach Darstellung der Task Force erfüllt dieses Vorgehen die offizielle Definition der US-Geheimdienste für eine Wahlbeeinflussung. Demnach gilt bereits das gezielte Vorgehen einer ausländischen Macht gegen die Infrastruktur oder Daten der Wählerregistrierung als Wahlbeeinflussung – unabhängig davon, ob sich dadurch das tatsächliche Wahlergebnis verändert.
„Diese Definition umfasst das gezielte Vorgehen einer ausländischen Macht gegen die Infrastruktur oder die Daten der Wählerregistrierung“, heißt es in dem Informationsblatt unter Berufung auf freigegebene Dokumente der US-Geheimdienste.
Nach Angaben des Weißen Hauses wurde das Informationsblatt von den Leitern des Amtes des Direktors der Nationalen Nachrichtendienste, der National Security Agency (NSA), der CIA sowie des Ministeriums für Innere Sicherheit genehmigt.
Darüber hinaus hätten sich Vertreter dieser Behörden sowie des FBI vor Trumps Ansprache am 16. Juli mit dem Weißen Haus abgestimmt und die in der Rede verwendeten Sachverhaltsdarstellungen aus Geheimdienstdokumenten genehmigt, erklärte die Task Force.

Was die Geheimdienste unter Wahlbeeinflussung verstehen

In seiner Rede am 16. Juli sagte Trump, China habe sich über einen längeren Zeitraum in die US-Wahlen eingemischt. Dazu hätten auch „Bemühungen, die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl 2020 zu beeinflussen“, gehört, aus der Joe Biden als Sieger hervorging.
Weder Trump noch die Leiter der US-Geheimdienste erklärten jedoch, dass China das Wahlergebnis von 2020 tatsächlich verändert habe.

WASHINGTON, D.C. – 16. Juli: US-Präsident Donald Trump wendet sich am 16. Juli 2026 im East Room des Weißen Hauses in Washington, D.C., an die Nation. Er spricht zum Thema Wahlsicherheit. (Archivbild)

Foto: Saul Loeb/Pool – Getty Images

Nach Angaben der Geheimdienstchefs gehören Wählerregistrierungsdaten zur Wahlinfrastruktur. Werden diese manipuliert, könne sich das auf den Ablauf einer Wahl auswirken.
„Gegner könnten Daten verändern, um einzelne Wähler oder Wählergruppen potenziell an der Stimmabgabe zu hindern, was zu Verzögerungen am Wahltag führen oder Wähler dazu zwingen könnte, vorläufige Stimmzettel zu verwenden“, erklärte die Task Force unter Berufung auf Dokumente der Geheimdienstgemeinschaft.
Weiter heißt es, Registrierungsdaten – die teilweise öffentlich zugänglich oder käuflich zu erwerben seien – könnten genutzt werden, um weitere Einfluss- oder Einmischungsversuche gezielt auszurichten.
Nach Darstellung der Arbeitsgruppe ist die Wahleinmischung eine Unterform der Wahlbeeinflussung. Sie richte sich gegen technische Aspekte des Wahlprozesses, darunter die Wählerregistrierung, die Stimmabgabe, die Auszählung und die Bekanntgabe der Wahlergebnisse.
Das Informationsblatt gilt als bislang deutlichste institutionelle Bestätigung zentraler Teile von Trumps Vorwürfen. Einige Demokraten hatten diese zuvor unter Hinweis auf eine frühere Einschätzung der Geheimdienste zurückgewiesen, wonach China sich nicht in die Präsidentschaftswahl 2020 eingemischt habe.

Trump ordnet Untersuchung an

In seiner Ansprache vom 16. Juli bezeichnete Trump Chinas Zugriff auf die Wählerdaten als „den größten Missbrauch von Wahldaten in der Geschichte“ und als „beispiellosen Albtraum für die Wahlsicherheit“.
Er erklärte, die US-Geheimdienste hätten festgestellt, dass China versucht habe, die Ergebnisse der Zwischenwahlen sowie später der Präsidentschaftswahl 2020 zu beeinflussen.
Außerdem sagte Trump, die Geheimdienste hätten bereits 2020 Kenntnis davon gehabt, dass China in 18 Bundesstaaten zig Millionen Wählerdaten gekauft, gestohlen oder gehackt habe. Einige Beamte hätten diese Erkenntnisse jedoch zurückgehalten oder heruntergespielt.
Trump beauftragte daraufhin das Justizministerium, die CIA, das FBI und das Amt des Direktors der Nationalen Nachrichtendienste mit einer Untersuchung. Sie sollen klären, warum die Informationen zurückgehalten wurden und gegebenenfalls strafrechtliche Schritte einleiten.

Kritik aus den Reihen der Demokraten

Der demokratische Senator Mark Warner aus Virginia, ranghöchstes Mitglied des Geheimdienstausschusses des Senats, warf Trump vor, die Enthüllungen für politischen Einfluss auf die bevorstehenden Zwischenwahlen zu nutzen.

Mark Warner warf Präsident Donald Trump vor, die neuen Enthüllungen für politischen Einfluss auf die bevorstehenden Zwischenwahlen zu nutzen. (Archivbild)

Foto: Ken Cedeno / AFP via Getty Images

Warner verwies auf die frühere Einschätzung der Geheimdienste, wonach China keine Einflussoperation zur Veränderung des Wahlausgangs 2020 durchgeführt habe.
„China ist ein ernst zu nehmender strategischer Konkurrent und ist absolut bestrebt, seine Interessen auf Kosten der USA durchzusetzen“, erklärte Warner.
Zugleich betonte er, die Geheimdienste seien zu dem Schluss gekommen, dass China zwar eine Einflusskampagne erwogen, diese letztlich aber nicht umgesetzt habe. Außerdem habe keine ausländische Regierung Stimmenzahlen manipuliert, Wahlmaschinen gehackt oder die Integrität der Wahlinfrastruktur beeinträchtigt.

Freigabe weiterer Dokumente angekündigt

Trump bezeichnete das amerikanische Wahlsystem in seiner Rede als „so kaputt und so anfällig, dass niemand es möglicherweise verteidigen kann“.
„Es ist nicht zu verteidigen“, sagte der Präsident.
Zudem kündigte er an, dass zahlreiche bislang als geheim eingestufte Dokumente aus dem Zeitraum von Januar 2020 bis Juni 2026 freigegeben und veröffentlicht werden sollen. Nach seinen Angaben stützen diese Unterlagen seine Vorwürfe.
„Dies ist eine Cyberbedrohung, die direkt auf das Herz unserer Demokratie abzielt“, sagte Trump.
Der Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel: „US Intelligence Chiefs Back Trump’s Claim China Interfered in American Elections“. (redaktionelle Bearbeitung: vm)
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Erneute Sicherheitsdebatte um chinesische Elektrobusse in Europa


In Kürze:

  • Zürich bestellt Elektrobusse von Yutong und Daimler Buses Schweiz.
  • Sicherheitsprüfungen zeigen mögliche digitale Zugriffsmöglichkeiten bei chinesischen Bussen.
  • Auch Deutschland diskutiert über Risiken und Lieferketten.

 
Chinesische Elektrobusse werden künftig auch in Europa immer häufiger eingesetzt, so auch in der Schweiz. Zürich setzt bei einem Teil seiner neuen Busflotte nun auf einen Hersteller aus China – eine Entscheidung, die für Diskussionen sorgt.
Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) erneuern ihre Busflotte um 20 Elektrobusse für rund 17 Millionen Franken. „Die Klimaziele von Stadt und Kanton Zürich machen einen elektrifizierten und zuverlässigen öffentlichen Verkehr notwendig“, erklärten die VBZ.
Für Diskussionen sorgt allerdings die Auswahl der Hersteller. Die bisherigen Verträge mit der deutschen Firma MAN sowie dem Schweizer Unternehmen Hess werden aufgrund von Liefer- und Qualitätsproblemen nicht weiter verlängert.
Den Auftrag für acht Elektro-Standardbusse erhält nun die Firma Yutong France, eine Tochtergesellschaft des chinesischen Unternehmens Yutong. Zwölf Elektro-Gelenkbusse sollen von Daimler Buses Schweiz hergestellt werden.

Sicherheitsbedenken nach Prüfung

In Norwegen, Dänemark und Großbritannien sorgten Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit chinesischen Elektrobussen bereits im vergangenen Jahr für Schlagzeilen.
Auslöser war eine Sicherheitsprüfung der norwegischen Verkehrsgesellschaft Ruter im Oktober vergangenen Jahres. Das Unternehmen untersuchte einen neuen Elektrobus von Yutong unter kontrollierten Bedingungen und stellte dabei fest, dass das Fahrzeug über sogenannte Over-the-Air-Updates (OTA) verfügt. Diese Technologie ermöglicht Softwareaktualisierungen und Diagnosen aus der Ferne.
Nach Angaben von Ruter besteht bei dem getesteten Fahrzeug eine digitale Verbindung zu bestimmten Steuerungssystemen, darunter Batterie- und Energieversorgungskomponenten. Die Kommunikation erfolgt über ein Mobilfunkmodul mit einer rumänischen SIM-Karte. Theoretisch könnte ein solcher Zugang missbraucht werden, um Funktionen des Fahrzeugs zu beeinflussen oder den Betrieb einzuschränken.
Yutong wies die Vorwürfe zurück und erklärte, man habe lediglich Zugriff auf Nebenfunktionen. Ruter kündigte jedoch strengere Beschaffungsvorgaben und zusätzliche Schutzmechanismen an.
Infolge der Berichte aus Norwegen leitete auch die dänische Behörde für Zivilschutz und Krisenmanagement laut „The Guardian“ eine Untersuchung ein. Das größte dänische Verkehrsunternehmen Movia betreibt 469 in China gefertigte Elektrobusse, darunter 262 Fahrzeuge des Herstellers Yutong.

Sicherheitsdebatte auch in Deutschland

Die Sicherheitsdebatte um chinesische Elektrofahrzeuge ist längst auch in Deutschland angekommen. Im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz fahren seit Februar Elektrobusse des chinesischen Herstellers BYD (Build Your Dreams).
Die DB Regio bestellte E-Busse desselben Herstellers, die im baden-württembergischen Ettlingen bereits seit 2021 über die Straßen rollen. Jüngst sorgte die Ankündigung der Deutschen Bahn, eine neue Flotte von Elektro-Überlandbusse des Herstellers BYD einzusetzen, erneut für Aufregung.
Der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter warnte in einem Statement gegenüber der Fachzeitschrift „ingenieur.de“ vor „erheblichen Sicherheitsrisiken bei chinesischen Herstellern“. Aus wirtschaftspolitischer Sicht sei es zudem sinnvoller, Aufträge an europäische Unternehmen zu vergeben.
Der Grünen-Bundestagsfraktionsvize Konstantin von Notz verwies auf Warnungen deutscher Sicherheitsbehörden vor einem möglichen strategischen Einfluss der chinesischen Staatsführung. Es müsse gewährleistet sein, „dass im Fall der Fälle eine weitreichende Manipulation kritischer Verkehrsinfrastruktur und das Abschalten ganzer Flotten aus der Ferne ausgeschlossen werden können“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).
Vor diesem Hintergrund forderten Abgeordnete der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einem Antrag eine genaue Überprüfung der gesamten Lieferkette von Elektrobussen, um Manipulationen kritischer Verkehrsinfrastruktur durch ferngesteuerte Komponenten auszuschließen.
Die Deutsche Bahn weist die Vorwürfe zurück. Die bei BYD bestellten Busse „erfüllen alle geltenden Zulassungs- und Sicherheitsanforderungen und können daher in Deutschland betrieben werden“.
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COVID-Anhörung: Fauci betonte über 100 Mal, sich nicht selbst belasten zu müssen

Dr. Anthony Fauci hat am 29. Juli die Beantwortung von Fragen eines US-Senatsausschusses verweigert. Anlass der Anhörung war die Veröffentlichung eines Tagebuchs, das er während seiner Zeit in der US-Regierung geführt hatte.
„Obwohl mir diese Entscheidung schwerfällt, werde ich aus Respekt vor der Legislative und nach jahrzehntelanger Zusammenarbeit mit dem Kongress auf Anraten meiner Anwälte von meinem Recht aus dem Fünften Verfassungszusatz Gebrauch machen und Ihre Fragen nicht beantworten“, erklärte der 85-Jährige in seiner Eröffnungsrede.
Fauci leitete von 1984 bis 2022 das Nationale Institut für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) der National Institutes of Health.
Im Verlauf der Anhörung berief er sich mehr als 100 Mal auf den Fünften Verfassungszusatz und verweigerte jede Aussage.
Der fünfte Verfassungszusatz besagt, dass niemand „in einem Strafverfahren gezwungen werden darf, gegen sich selbst auszusagen“. Fauci erhielt 2025 eine präventive Begnadigung.

Abstimmung kommende Woche

Nach Bundesrecht ist es strafbar, wenn eine vom Kongress vorgeladene Person „die Beantwortung von Fragen verweigert, die für die Untersuchung relevant sind“, und in bestimmten Fällen Informationen vor dem Kongress zurückhält. Fauci, der aufgrund einer Vorladung des Senatsausschusses für Innere Sicherheit und Regierungsangelegenheiten erschien, könnte wegen eines Vergehens oder Verbrechens angeklagt werden.
Der Vorsitzende des Ausschusses, Senator Rand Paul (Republikaner aus Kentucky), teilte Reportern nach der Anhörung mit, dass der Ausschuss nächste Woche darüber abstimmen werde, ob er eine Anklage gegen Fauci wegen Missachtung des Kongresses empfehlen solle.

Senator Raul: Schutz greift möglicherweise nicht bei Begnadigung

Ausschussvorsitzender Senator Rand Paul (Republikaner aus Kentucky) kündigte nach der Anhörung an, dass der Ausschuss in der kommenden Woche darüber abstimmen werde. „Wir glauben, dass er sich angesichts seiner möglichen Haftung und seiner Begnadigung nicht auf den Fünften Verfassungszusatz hätte berufen müssen. Möglicherweise greift dieser Schutz bei einer Begnadigung gar nicht“, sagte Paul.
Die Vorladung sei rechtmäßig gewesen, und die Fragen hätten Faucis Entscheidungen als NIAID-Direktor und als Chefberater des Präsidenten betroffen.
David Schertler, der Anwalt von Fauci, wurde aus der Anhörung entfernt, weil er versucht hatte, mit Senatoren zu sprechen. Schertler reagierte nicht umgehend auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.
Die Anhörung fand statt, nachdem Paul ein Tagebuch veröffentlicht hatte , das Fauci während seiner Zeit als Leiter der Regierungsmaßnahmen gegen COVID-19 geführt hatte. Die Tagebucheinträge widerlegten einige von Faucis öffentlichen Äußerungen, darunter seine Behauptung, er sei nie an der Schließung von Schulen beteiligt gewesen.
In einem Eintrag vom März 2020 schilderte Fauci ein Gespräch mit dem damaligen New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio und schrieb: „Ich habe ihn aufgrund meiner öffentlichen Äußerungen und unseres heutigen Gesprächs davon überzeugt, die Schulen in NYC zu schließen.“
Dann sagte er, er habe mit dem Stabschef des kalifornischen Gouverneurs Gavin Newsom gesprochen.
„[Der Stabschef] sagte, dass der Gouverneur aufgrund meiner heutigen und gestrigen Fernsehauftritte beschlossen habe, die Schulen in Kalifornien sowie die Bars und Restaurants zu schließen“, schrieb er.
Fauci schilderte auch ein Gespräch, das er kurz nach dem Auftreten von COVID-19 in Wuhan, China, mit Wissenschaftlern geführt hatte. Neun von elf Wissenschaftlern hielten es für möglich, dass Menschen eine Struktur des Virus, die sogenannte Furin-Spaltstelle, eingefügt hätten. Ein später veröffentlichter Forschungsantrag beschrieb Experimente, bei denen eine Furin-Spaltstelle in ein Fledermaus-Coronavirus eingefügt werden sollte. Die Arbeiten sollten möglicherweise in China stattfinden.
„Das war entweder ein außergewöhnlicher Zufall oder ein eindeutiger Beweis“, sagte Paul am 29. Juli.
Fauci sagte wiederholt öffentlich, dass COVID-19 wahrscheinlich natürlichen Ursprungs sei und nicht aus einem Labor stamme, und er sagte, dass seine Behörde niemals Gain-of-Function-Experimente finanziert habe.

Trump: Fauci versuchte, China zu schützen

Präsident Donald Trump schrieb am 29. Juli auf Truth Social, dass er von Anfang an gesagt habe, COVID-19 stamme aus einem Labor in Wuhan.
„Fauci war entschieden anderer Meinung und versuchte stets, China zu schützen“, schrieb Trump. Ein Generalinspektor stellte fest , dass das NIAID riskante Experimente in einem Labor in Wuhan finanziert hatte und dass keine angemessene Überwachung der Experimente durchgeführt wurde.
„Ihr Hauptanliegen war es, die Tatsache zu verbergen, dass Sie die Finanzierung dieser gefährlichen Forschung genehmigt haben“, sagte Paul während der Anhörung zu Fauci.
Senator Gary Peters, der ranghöchste Demokrat im Ausschuss, sagte, dass Pauls Untersuchung über die Ursprünge von COVID-19 darauf abzielte, zu einem vorbestimmten Ergebnis zu gelangen und voreingenommen sei.
Er sagte außerdem, die Regierung müsse daran arbeiten, die Bemühungen zur Vorbereitung auf künftige Gesundheitskrisen zu verbessern und die von der Trump-Regierung in Bezug auf Impfstoffe und andere Gesundheitsfragen ergriffenen Maßnahmen überwachen.
„Ich könnte noch viele weitere Themen ansprechen, mit denen wir uns künftig befassen müssen, um dieses Land zu schützen“, sagte Peters. „Das tun wir in diesem Ausschuss nicht. Genau dafür wurde dieser Ausschuss geschaffen; genau das hat er in der Vergangenheit getan. Wir sollten uns wieder darauf konzentrieren.“

Der Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Fauci Invokes 5th Amendment More Than 100 Times During Senate COVID Hearing“. (redaktionelle Bearbeitung il)

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29. Juli: Sondersitzung zu CSD-Anschlag | Steinmeier ernennt drei neue Minister | BMW streicht 8.000 Stellen

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Sondersitzung zu CSD-Anschlag

Wegen Unklarheiten um den CSD-Anschlag, kam am Mittwoch der Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses zu einer Sondersitzung zusammen. Die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel erklärte, dass die Überwachung von Abdul B. nichts erbracht habe, was eine Fußfessel oder eine Präventivhaft gerechtfertigt hätte. Auch hätte nichts auf eine bevorstehende terroristische Straftat hingewiesen. Viele andere Fragen blieben weiterhin ungeklärt.

Steinmeier ernennt drei neue Minister

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat drei neuen Ministern die Ernennungsurkunden überreicht. Carsten Linnemann ist nun Gesundheitsminister, Nina Warken Kanzleramtsministerin und Steffen Bilger Verkehrsminister. Im Laufe des Tages nahmen die drei ihre Amtsgeschäfte auf. Vereidigt werden sie wegen der parlamentarischen Sommerpause jedoch erst im September.

BMW streicht 8.000 Stellen

BMW will bis Ende 2027 rund 8.000 Stellen weltweit abbauen. Der Stellenabbau soll über natürliche Fluktuation sowie ein Abfindungsprogramm auf freiwilliger Basis erfolgen. Betroffen sind dabei vor allem Büroarbeitsplätze. Es wird damit gerechnet, dass in Deutschland mehr als 4.000 Stellen wegfallen könnten.

Brandanschlag im Wallfahrtsort

Kurz vor dem internationalen Jugendfestival in Medjugorje in Bosnien-Herzegowina hat ein Mann einen Außenaltar in Brand gesetzt und mehrere Marienstatuen mit Graffiti beschmiert. Die Polizei konnte den Tatverdächtigen festnehmen.

Mädchen an Gen-Experiment gestorben

Bei einem umstrittenen Genexperiment in China starb ein sechsjähriges Mädchen mit einer seltenen Krankheit. Es verstarb im März 2025, nach der weltweit ersten klinischen Genbearbeitung per Virus-Injektion. Die Eltern zahlten rund 860.000 US-Dollar und fordern Konsequenzen, denn die Risiken seien nicht klar kommuniziert worden.
 
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Gen-Experiment an 6-jährigem endet tödlich: Familie in China erhebt schwere Vorwürfe


In Kürze:

  • Shanghai Jiaotong Universität untersucht tödliche Genbearbeitungsstudie nach dem Tod eines Kindes.
  • Die Familie kritisiert Risiken, fehlende Warnungen und fordert den Rückzug wissenschaftlicher Arbeiten.
  • Der Fall wirft neue Fragen zur Sicherheit und Ethik von Genmedizin auf.

 
Ein umstrittenes Genexperiment in China sorgt international für Aufmerksamkeit: Eine führende chinesische Universität hat eine Untersuchung eingeleitet, nachdem bekannt wurde, dass ein 6-jähriges Mädchen während einer experimentellen Genbearbeitungsstudie ums Leben kam. Der Fall wirft neue Fragen zu den Risiken, der Sicherheit und der ethischen Kontrolle moderner Gentherapien auf.
Die Medizinische Fakultät der Shanghai Jiaotong Universität, eine der renommiertesten Forschungseinrichtungen Chinas, erklärte am 26. Juli, dass sie die Genbearbeitungsforschung einer ihrer Forscher überprüft. Die Universität teilte mit, sie „misst der Angelegenheit große Bedeutung bei und hat eine spezielle Arbeitsgruppe eingerichtet, um eine umfassende Untersuchung durchzuführen.“
Die in New York ansässige gemeinnützige Wissenschaftsaufsichtsorganisation „Retraction Watch“ und die renommierte Fachzeitschrift „Science“ hatten am 23. Juli im Namen der trauernden Familie den Tod des 6-jährigen Mädchens öffentlich gemacht. Das Kind hatte an einer experimentellen klinischen Studie teilgenommen, die von Forschern der Shanghai Jiaotong Universität am angeschlossenen Xinhua-Krankenhaus durchgeführt worden war.

Diagnose und genetische Ursache der Erkrankung

Das Mädchen wurde im März 2023 mit einer globalen Entwicklungsverzögerung diagnostiziert, wie ihre Eltern gegenüber „Science“ berichteten. Eine spätere Genomsequenzierung deutete auf eine Einzelbasenmutation im CHD3-Gen als Ursache hin. Diese seltene Mutation verursacht das Snijders-Blok-Campeau-Syndrom, eine genetische Erkrankung, die ein wichtiges Protein für die Gehirnentwicklung beeinträchtigt. Dadurch kam es bei dem Mädchen zu Schwierigkeiten bei der motorischen Entwicklung und den sprachlichen Fähigkeiten, die besonders deutlich wurden, als sie vier Jahre alt war.
Nach Angaben des Genetikers Philippe Campeau von der Universität Montréal, der die Verbindung zwischen der Erkrankung und dem CHD3-Gen aufgedeckt hatte, beeinträchtigt das Syndrom in der Regel nicht die Lebenserwartung. Die Beschwerden können jedoch sehr unterschiedlich ausfallen: Sie reichen von milden Formen, bei denen beispielsweise nur ein leicht vergrößerter Kopf auffällt, bis zu schweren Verläufen mit geistigen Beeinträchtigungen, Krampfanfällen und Herzproblemen.

Weltweit erste klinische Genbearbeitungsstudie und Tod des Kindes

Das Mädchen sollte durch die experimentelle Behandlung seiner Erkrankung geheilt werden. Sie starb unerwartet im März 2025, nur sieben Tage nach Beginn der weltweit ersten klinischen Genbearbeitungsstudie. Nach Angaben ihrer Eltern hatte sie jedoch vergleichsweise mildere Symptome.
Die Familie erklärte gegenüber der Wissenschaftsaufsichtsorganisation, dass sie von dem Forscherteam in China unter der Leitung des Neurowissenschaftlers Qiu Zilong überzeugt worden sei, ein experimentelles Verfahren zu finanzieren. Dabei sollte ein einzelnes Nukleotid in den Chromosomen der behandelten Zellen verändert werden, indem ein T in dem mutierten Gen der Tochter in ein C umgewandelt werden sollte. Die Eltern und Verwandten wurden aufgefordert, insgesamt 860.000 US-Dollar (ca. 750.000 Euro) für das Experiment bereitzustellen.
Nach dem Tod des Mädchens erstatteten die Wissenschaftler die Gelder zurück. Das Krankenhaus wurde zudem von lokalen Behörden mit einer Geldstrafe belegt, wie die Eltern gegenüber Science berichteten.

Methode der Genbearbeitung und ungeklärte Risiken

Obwohl die klinische Studie nach dem Tod des Mädchens nie in einer medizinischen Fachzeitschrift veröffentlicht wurde, berichteten „Science“ und „Retraction Watch“ über Details des Versuchs. Demnach injizierten die Forscher zwei neuartige gentechnisch veränderte Viren in die Rückenmarksflüssigkeit des Kindes. Diese Methode gilt derzeit als eines der am häufigsten eingesetzten Transportsysteme für Genbearbeitungstherapien. Es handelte sich um den ersten Versuch, diese spezielle Form der Genbearbeitung zur Behandlung eines Menschen einzusetzen.
Nach Angaben der Familie stellte das Ethikkomitee des Krankenhauses als Todesursache eine schwere Immunreaktion auf die Behandlung fest. Die Eltern erklärten zudem, dass das Risiko eines möglichen Todes in den Aufklärungsunterlagen für das Verfahren nicht ausdrücklich genannt worden sei.

Forschung an Mäusen und spätere Veröffentlichung in „Nature“

Qiu und seine Mitautoren veröffentlichten im Februar 2026 eine damit verbundene Studie in der Fachzeitschrift „Nature“, in der das CHD3-Genbearbeitungsverfahren an Mäusen untersucht wurde. Der Gutachter der Studie, Philippe Campeau, erklärte gegenüber „Science“, dass ihm das Ausmaß der vorgenommenen Veränderungen nicht aufgefallen sei, als die Mausstudie erneut eingereicht wurde.
Die ursprünglichen Experimente dieser Studie wurden nach Angaben der Familie von ihr finanziert . Bei der überarbeiteten Version waren jedoch die genetischen Daten der Familie sowie ein Hinweis auf ihre „Teilnahme und Unterstützung“ entfernt worden.
Campeau stimmte der Veröffentlichung der Arbeit schließlich zu. In der Studie wurde lediglich darauf hingewiesen, dass es weiterhin eine große Herausforderung sei, „die Lücke zwischen präklinischer Forschung und klinischer Umsetzung zu überbrücken.“

Forderung der Familie nach Rückzug der Studie

Die Eltern des Kindes teilten „Science“ mit, dass sie beim Dekan der Medizinischen Fakultät einen formellen Antrag gestellt hätten, die Veröffentlichung der Mausmodell-Studie zurückzuziehen. Sie begründeten dies damit, „zu verhindern, dass weitere Kinder leiden und unser Blut und unsere Tränen nicht vergeblich fließen.“
Nach Angaben von „Science“ wurde das Experiment auch an Affen durchgeführt. Anschließend genehmigte das Ethikkomitee am 2. Januar 2025 die klinische Studie mit dem Kind. Weitere Forschungsergebnisse, die am 17. Februar veröffentlicht wurden, deuteten darauf hin, dass Affen, die ähnliche Genbearbeitungstherapien erhielten, mittelschwere bis schwere Leberschäden entwickelten.

Stellungnahme der Universität und von „Nature“

Die Jiaotong Universität erklärte in ihrer Stellungnahme, dass sie „der Forschungsintegrität und den Forschungsnormen stets große Bedeutung beigemessen hat und sich entschieden dagegen ausspricht, medizinisch-wissenschaftliche Forschung unter Verletzung der Forschungsethik durchzuführen.“
„Die Medizinische Fakultät wird diese Angelegenheit auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse ernsthaft behandeln“, erklärte die Universität. „Wir schätzen die Besorgnis und die Aufsicht aus allen Bereichen der Gesellschaft.“
Auch die Fachzeitschrift Nature äußerte sich zu dem Fall. Ein Sprecher teilte der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times per E-Mail mit: „Wir prüfen die Angelegenheit sorgfältig nach einem etablierten Verfahren.“
Am selben Tag, an dem „Science“ den Bericht der Familie über den Tod ihrer Tochter veröffentlichte, wurde die Shanghai Jiaotong Universität auf eine Liste des Pentagons aufgenommen, die Forschungseinrichtungen aufführt, die als potenzielle Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA eingestuft werden.
Die zivile Universität gehört damit zu 87 weiteren chinesischen Institutionen, die ab dem Haushaltsjahr 2026 von bestimmten Projekten ausgeschlossen werden sollen, die US-Bundesmittel oder wissenschaftliche Kooperationen mit amerikanischen Einrichtungen beinhalten.

Zukunft der Gentherapien

Wissenschaftler in China und weltweit arbeiten daran, als Erste sichere Genbearbeitungstherapien für Patienten verfügbar zu machen. In dieser frühen Entwicklungsphase konzentriert sich der Großteil der Forschung auf die Behandlung lebensbedrohlicher Erkrankungen.
Erste Erfolge gibt es bereits: Ein Team aus Philadelphia erzielte im vergangenen Jahr einen bedeutenden Fortschritt, indem es Lipid-Nanopartikel nutzte, die per intravenöser Infusion verabreicht wurden, um einen Säugling mit einer lebensbedrohlichen Lebererkrankung zu behandeln.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Chinese University Reviewing Gene Editing Research as Family Discloses Daughter’s Death“. (deutsche Bearbeitung: zk)
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Guangxi: Hochwasseropfer berichten von Tagen des Hungers


In Kürze:

  • Die Menschen in der südchinesischen Region Guangxi leiden unter den Folgen massiver Überschwemmungen.
  • In der Region herrscht akute Lebensmittelknappheit.
  • Freiwillige haben Hilfsküchen errichtet, um Helfer und Flutopfer mit den vorhandenen Lebensmitteln zu versorgen.
  • Laut einem Helfer teilten die Behörden mit, dass Freiwilligenorganisationen keinen Anspruch auf Hilfsgüter hätten.

 
Schwere Überschwemmungen haben in der südchinesischen Region Guangxi ganze Dörfer verwüstet und zahlreiche Gemeinden von der Außenwelt abgeschnitten. Einige Anwohner überlebten tagelang nur mit Regenwasser und Baumblättern.
Nach tagelangen Starkregenfällen brach am 6. Juli die Staumauer des Liulan-Reservoirs in der kreisfreien Stadt Hengzhou im Süden Chinas. Die reißenden Fluten und die dadurch verursachten Schäden zerstörten ganze Dörfer. Auch andere Stauseen, darunter Liulan und Yunbiao, liefen über oder erlitten Dammbrüche. Freiwillige Rettungskräfte berichteten, dass unpassierbare Straßen und Versorgungsengpässe die Hilfsmaßnahmen behindert hätten.
Mehrere Freiwillige, die an den Rettungsaktionen teilnahmen, berichteten der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times von weggespülten Straßen und Brücken. Dadurch seien ganze Gemeinden von der Außenwelt abgeschnitten worden.
Sie stellten zudem die Verteilung öffentlicher Spenden infrage und erklärten, dass die Hilfsküchen vor Ort auch Wochen nach der Katastrophe weiterhin mit Versorgungsengpässen zu kämpfen hätten. Aus Angst vor möglichen Repressalien wollten sie anonym bleiben.

Eine Frau geht am 8. Juli 2026 am Dorf Liulan in der Stadt Hengzhou in der südwestchinesischen Region Guangxi an Häusern vorbei, die beim Dammbruch des Liulan-Stausees am 6. Juli zerstört wurden. Sie verdeutlichen das Ausmaß der Zerstörung durch die Überschwemmungen.

Foto: Greg Baker/AFP via Getty Images

Dorf nach Stauseebrüchen verwüstet

Besonders hart traf es die Bewohner des Dorfes Yabi in der Gemeinde Yunbiao, das flussabwärts des Liulan-Stausees liegt. Das Dorf mit mehr als 2.000 Einwohnern verlor infolge der Überschwemmung die Strom- und Kommunikationsversorgung und war vollständig von der Außenwelt abgeschnitten.
Ein örtlicher Freiwilliger beteiligte sich tagelang an den Rettungsmaßnahmen. Er berichtete der Epoch Times:
„Das Wasser aus beiden Stauseen traf Yabi direkt. Zahlreiche Häuser wurden weggespült. Es war das am stärksten betroffene Dorf in der Gemeinde Yunbiao.“
Die Bewohner hätten kaum Zeit gehabt, zu fliehen, so der Freiwillige. „Wer schnell reagierte, rannte in die Berge oder kletterte auf die Dächer. Wer langsamer war, wurde einfach von der Flut mitgerissen.“ Er schilderte, dass nach den Informationen, die er vor Ort gesammelt habe, in einem Teil des Dorfes mit 73 Haushalten noch 28 Menschen vermisst würden.
Laut offiziellen Zahlen, die das chinesische Regime am 9. Juli veröffentlichte, gab es in ganz Guangxi 39 Tote und neun Vermisste.

Überlebende ernährten sich von Baumblättern

Aufgrund weggespülter Straßen konnten Rettungskräfte viele Ortschaften mehrere Tage lang nicht erreichen. „Die Dorfbewohner hatten zwei Tage und drei Nächte lang nichts zu essen“, sagte der Freiwillige. „Die Menschen, die in die Berge geflohen waren, überlebten, indem sie Baumblätter aßen.“
Als die Freiwilligen schließlich mit Hilfsgütern eintrafen, nahmen die verzweifelten Bewohner diese dankbar entgegen. Laut dem Freiwilligen sei die Straßenverbindung erst am 9. oder 10. Juli wiederhergestellt worden. Als er das Dorf betrat, habe ihn der Anblick der Zerstörung zu Tränen gerührt. „Der ganze Ort war von Trümmern übersät. So viele Häuser wurden weggespült. Die Dorfbewohner waren von Kopf bis Fuß mit Schlamm bedeckt“, sagte er.
Zudem habe das Hochwasser zahlreiche Opfer mitgerissen, fügte er hinzu. „Ich habe persönlich eine Leiche gesehen, die in Trümmern eingewickelt war. Außerdem lagen dort die Kadaver von Schweinen und anderen Tieren.“
Da so viele Gebäude eingestürzt waren, hätten die Behörden die Aufräumarbeiten in Teilen des Dorfes ausgesetzt, bis die beschädigten Bauwerke begutachtet werden könnten. Bewohner, deren Häuser zerstört wurden, sollten vorübergehend in einer örtlichen Mittelschule untergebracht werden.
Ein Freiwilliger aus dem Dorf Song in Hengzhou war selbst von der Überschwemmung betroffen. Er berichtete, seit Beginn der Katastrophe an vorderster Front an den Hilfsmaßnahmen beteiligt gewesen zu sein.

Ein Mann sammelt Regenwasser vor einer Häuserreihe, die bis zum zweiten Stock überflutet wurde, als am 9. Juli 2026 in der Nähe von Gantang in der südwestchinesischen Region Guangxi ein Stausee brach.

Foto: Greg Baker/AFP via Getty Images

Berggemeinden völlig von der Außenwelt abgeschnitten

Die Bewohner der Berggemeinde Zhenlong sahen sich inmitten des Chaos einer weiteren Krise gegenüber: der völligen Isolation. Ein weiterer freiwilliger Helfer war fünf Tage lang in einer Gemeinschaftsküche in Zhenlong im Einsatz. Er berichtete der Epoch Times, dass die Katastrophe alles übertroffen habe, was er bisher erlebt habe.
„Ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll“, sagte er. „Als jemand, der in Guangxi geboren und aufgewachsen ist, ist dies die schlimmste Katastrophe, die ich je gesehen habe.“
Der Helfer sagte, die Zerstörung gehe weit über gewöhnliche Überschwemmungen hinaus. „Das war nicht nur starker Regen“, sagte er. „Die Stauseen sind gebrochen. Das Hochwasser fegte durch die flussabwärts gelegenen Dörfer und setzte seinen Weg bis nach Guigang fort.“
Nachdem das Wasser zurückgegangen war, kehrten viele Bewohner in ihre Dörfer zurück und mussten feststellten, dass von ihren Häusern nichts mehr übrig war. „Es ist, als wäre ihr ganzes Leben auf null zurückgesetzt worden“, sagte der Freiwillige.
Im Gegensatz zu den vollständig zerstörten Dörfern blieben viele Berggemeinden zwar erhalten, waren jedoch nicht mehr erreichbar, da Erdrutsche Straßen und Brücken zerstört hatten. „Die Straße wurde bisher nur bis zum Ortszentrum wieder freigegeben“, sagte er. „Die Straßen, die von der Stadt in die Dörfer führen, sind immer noch blockiert.“

Tagelang mit Regenwasser überlebt

Ohne Strom, Mobilfunkempfang oder Internetzugang waren einige Dörfer völlig von der Außenwelt abgeschnitten. „Ältere Menschen, Kinder und Frauen haben überlebt, indem sie Regenwasser getrunken haben“, sagte der Freiwillige. „Das gesamte Wasser im Dorf hatte sich in schlammiges Wasser verwandelt. Deshalb sammelten sie Regenwasser, wann immer es regnete. Sie hielten drei Tage lang durch, bevor endlich Hilfsgüter bei ihnen ankamen.“
Da schweres Gerät viele Bergdörfer nicht erreichen konnte, mussten Freiwillige die Hilfsgüter zu Fuß heranschaffen. „Die einzige Möglichkeit bestand darin, dass freiwillige Wanderhelfer alles Stück für Stück trugen“, erklärte der zweite Freiwillige.
Er schätzte, dass die Straßen zu mindestens sieben oder acht Dörfern weiterhin unpassierbar seien. Die am weitesten abgelegenen Dörfer seien nur nach einer sieben- bis achtstündigen Wanderung zu erreichen. Die Wege hätten sich als gefährlich erwiesen. Der Freiwillige berichtete, dass ein Helfer bei dem Versuch, Hilfsgüter zu liefern, ums Leben gekommen sei.
„Wir sagen den Leuten immer wieder, dass sie ihre Grenzen nicht überschreiten sollen“, sagte er. „Selbst diejenigen von uns, die regelmäßig in den Bergen wandern, haben damit zu kämpfen. Das ist nichts, was man auf die leichte Schulter nehmen sollte.“
Um die Belastung zu verringern, trafen Dorfbewohner, die die isolierten Gemeinden verlassen konnten, die Freiwilligen manchmal auf den Bergpfaden, um die Hilfsgüter selbst zurückzutragen.

Hilfsküchen kämpfen mit Lebensmittelknappheit

In sicheren Gebieten haben Freiwillige Gemeinschaftsküchen eingerichtet, in denen sie Mahlzeiten für Rettungskräfte und vertriebene Bewohner zubereiten. Der zweite Freiwillige sagte, sie hätten sieben oder acht Küchen organisiert. Zuvor waren Berichte erschienen, denen zufolge Rettungskräfte Schwierigkeiten hatten, warme Mahlzeiten zu erhalten. „Jede Küche bereitet täglich zwischen 8.000 und 10.000 Mahlzeiten zu“, sagte er.
Er fügte hinzu, dass die begrenzten Ressourcen die Freiwilligen dazu zwängen, bei der Essensausgabe Prioritäten zu setzen. Vorrang habe das Personal der Volksbefreiungsarmee erhalten, das zur Unterstützung der Rettungsmaßnahmen eingesetzt worden sei. „Erst danach, wenn noch Mahlzeiten übrig sind, erhalten die Katastrophenopfer etwas“, sagte er.
Wochen nach der Überschwemmung berichteten Freiwillige, die eine der verbliebenen Gemeinschaftsküchen betreiben, dass sie aufgrund schwindender Vorräte Schwierigkeiten hätten, den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Ein Küchenmitarbeiter betreibt eine Freiwilligenküche in der Gemeinde Yunbiao. Gegenüber Epoch Times erklärte er, dass fast jede zweite unabhängig organisierte Hilfsküche bereits geschlossen worden sei.
„Im Moment bin ich der Einzige, der im gesamten Gebiet von Hengzhou noch aktiv ist“, sagte der Helfer. „Alle anderen haben bereits alles getan, was sie konnten.“ Am dringendsten fehlten Fleisch und Einweglebensmittelbehälter – beides unverzichtbar für die Zubereitung und Verteilung von Mahlzeiten.

Freiwillige berichten von fehlender Unterstützung durch die Gemeindeverwaltung

Der Mitarbeiter berichtete, er habe bei der Gemeindeverwaltung von Yunbiao um Hilfe gebeten. Dort habe man ihm jedoch mitgeteilt, dass unabhängig organisierte Küchen keinen Anspruch auf offizielle Hilfsgüter hätten. „Die Regierungsmitarbeiter sagten, sie hätten ihre eigenen Regeln und Verfahren“, erklärte er. „Reis, Speiseöl und Fleisch werden nicht an von Freiwilligen betriebene Küchen verteilt.“
Dem Mitarbeiter zufolge teilten ihm die Beamten außerdemmit, dass Hilfsgüter über festgelegte staatliche Kanäle verteilt würden, während Freiwilligenorganisationen außerhalb dieses Systems stünden. Zudem habe er keine Informationen darüber, wie öffentliche Spenden verteilt worden seien.
„Es mögen Milliarden Yuan gespendet worden sein, aber wie viel davon tatsächlich in Yunbiao angekommen ist, wissen wir nicht“, sagte er.
Ein dritter Freiwilliger, der zuvor in der Yunbiao-Hilfsküche gearbeitet hatte, berichtete der Epoch Times, dass Spenden aus der Bevölkerung die von Freiwilligen betriebene Küche nicht erreicht hätten.
„Die Küche wurde von Freiwilligen eingerichtet, nicht von der Regierung“, sagte er. „Jetzt fehlt es uns an Gemüse und Fleisch, aber von uns wird trotzdem erwartet, dass wir täglich 10.000 Mahlzeiten zubereiten. Wir wissen nicht, wo das gespendete Geld gelandet ist.“
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Flood Survivors in Southern China Describe Days of Hunger as Volunteers Struggle to Deliver Aid“ (Übersetzung und deutsche Bearbeitung: mf)
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Erdbeben und Erdrutsche in China fordern Dutzende Tote

In China erschütterten Erdbeben der Stärke 5,7 und 5,8, vor etwa einer Stunde und lösten Erdrutsche im Kreis Xinghai in der Provinz Qinghai aus.

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Erst am letzten Wochenende hatte in der weiter nördlich gelegenen Provinz Gansu nahe der Stadt Dingxi eine plötzliche Flut in einem Feriencamp zehn Menschen das Leben gekostet. 23 weitere Menschen wurden verletzt.

Erdrutsch bei Chongqing: Opferzahl steigt auf 41

Nach dem tödlichen Erdrutsch nahe der südwestchinesischen Metropole Chongqing haben die Behörden 30 weitere Todesopfer bestätigt. Diese seien per DNA-Test identifiziert worden, teilten die Helfer im Kreis Pengshui mit. Dort hatte am 17. Juli ein Bergsturz Wohnhäuser an einer bewohnten Straße unter sich begraben.
Damit liegt die Opferzahl nun bei 41, nachdem die Behörden am vergangenen Donnerstag 11 Tote und 50 Vermisste bestätigt hatten. Wie viele Menschen noch vermisst werden, teilten die Rettungskräfte nicht mit.

Bewohner blicken auf einen Erdrutsch im Kreis Hanyuan in Sichuan. (Archivbild)

Foto: STR/AFP via Getty Images

Zuletzt waren sie auf einen verschütteten Kleinbus in den Trümmern gestoßen und hatten darin und um das Wrack herum menschliche Überreste entdeckt.
Mindestens zehn Wohnhäuser waren durch die Gerölllawine und massiven Felsbrocken verschüttet worden. Anwohner hatten am Unglückstag laut Medienberichten noch Steinschläge bemerkt, woraufhin Dutzende noch versucht hatten, sich in Sicherheit zu bringen.

Unglücke in regenreicher Saison

Rund 1.100 Menschen aus dem Gebiet waren nach dem Unglück evakuiert worden. Die meisten von ihnen kamen in Hotels unter. Zehn Menschen wurden am Tag des Bergsturzes verletzt.
Warum die Tausende Kubikmeter Erd- und Felsmassen von dem Hang abbrachen, ist bislang noch unklar. In der Gegend wie auch in anderen Teilen Chinas hatte es zuletzt stark geregnet.
In den regenreichen Sommermonaten kommt es in China immer wieder zu tödlichen Überflutungen oder Erdrutschen. (dpa/red)
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Mercedes: Konzerngewinn steigt auf rund 1,09 Milliarden Euro

Der Autobauer Mercedes-Benz hat im zweiten Quartal deutlich weniger Autos verkauft und im Autogeschäft 26 Prozent weniger Gewinn erzielt als im Vorjahr. Der Absatz ging um knapp sieben Prozent auf 417.865 Fahrzeuge zurück, wie der Stuttgarter Konzern am Dienstag mitteilte. Demnach konnten Steigerungen bei den Verkaufszahlen in Europa um vier und in den USA um zehn Prozent einen Einbruch in China um 30 Prozent nicht ausgleichen.
Belastet wurde das Ergebnis zusätzlich durch eine Sonderabschreibung in China in Höhe von 704 Millionen Euro. Mercedes-Benz betonte jedoch, dass der chinesische Markt weiterhin eine hohe strategische Bedeutung für den Konzern habe.
Trotz der schwächeren Entwicklung im Autogeschäft stieg der Konzerngewinn erstmals seit 2023 wieder gegenüber dem Vorjahr. Er erhöhte sich von 957 Millionen Euro auf rund 1,09 Milliarden Euro und damit um 13,5 Prozent. Das operative Ergebnis (Ebit) legte um 21,5 Prozent auf rund 1,55 Milliarden Euro zu. Gestützt wurde das Ergebnis vor allem durch Sparmaßnahmen, Effizienzsteigerungen sowie das starke Van-Geschäft und die Finanzdienstleistungssparte.
Zum höheren Konzerngewinn trugen außerdem ein Sonderertrag aus dem geplanten Verkauf der Leasingtochter Athlon.

Prognose gesenkt – E-Auto- und Van-Geschäft legen zu

Die Prognose für das Gesamtjahr passte Mercedes-Benz nach unten an und erwartet nun einen Gesamtabsatz leicht unter Vorjahresniveau. Auch beim Konzernumsatz rechnet das Unternehmen nun mit einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Im zweiten Quartal sank der Umsatz um 3,3 Prozent auf rund 32 Milliarden Euro, knapp 23 Milliarden davon entfielen auf das Autogeschäft.
Zugleich erhöhte das Unternehmen die Erwartung an den Anteil von E-Autos am Gesamtabsatz von 23 auf 25 Prozent. Im zweiten Quartal verkaufte Mercedes den Angaben nach 52.852 Elektroautos – 51 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Wachstumstreiber war vor allem Europa, wo der Absatz um 87 Prozent zulegte.
Auch im Bereich Kleinlaster liefen die Geschäfte gut. Der Absatz erhöhte sich im Jahresvergleich leicht auf rund 94.000 Fahrzeuge. Der Umsatz stieg um gut fünf Prozent, das operative Ergebnis verbesserte sich um knapp drei Prozent. Einen weiteren wichtigen Beitrag zum positiven Konzernergebnis leistete die Finanzdienstleistungssparte, deren operativer Gewinn um 70 Prozent zulegte.

Halbjahresbilanz bleibt rückläufig

Die Halbjahresbilanz fällt allerdings weiterhin schwächer aus als im Vorjahr. Der Konzerngewinn sank in den ersten sechs Monaten um 6,3 Prozent auf rund 2,52 Milliarden Euro. Der Umsatz ging um 4,1 Prozent zurück, das operative Ergebnis verringerte sich um 3,1 Prozent.
Mercedes-Benz hatte bereits 2025 einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet. Der Konzerngewinn halbierte sich damals von 10,4 auf 5,3 Milliarden Euro. Als Reaktion verschärfte der Autobauer im Juni 2026 sein Sparprogramm. (afp/red)
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Mercedes: Höherer Gewinn mit sinkenden Verkaufszahlen

Der Autobauer Mercedes-Benz hat im zweiten Quartal deutlich weniger Autos verkauft und im Autogeschäft 26 Prozent weniger Gewinn erzielt als im Vorjahr. Der Absatz ging um knapp sieben Prozent auf 417.865 Fahrzeuge zurück, wie der Stuttgarter Konzern am Dienstag mitteilte. Demnach konnten Steigerungen bei den Verkaufszahlen in Europa um vier und in den USA um zehn Prozent einen Einbruch in China um 30 Prozent nicht ausgleichen.
Belastet wurde das Ergebnis zusätzlich durch eine Sonderabschreibung in China in Höhe von 704 Millionen Euro. Mercedes-Benz betonte jedoch, dass der chinesische Markt weiterhin eine hohe strategische Bedeutung für den Konzern habe.
Trotz der schwächeren Entwicklung im Autogeschäft stieg der Konzerngewinn erstmals seit 2023 wieder gegenüber dem Vorjahr. Er erhöhte sich von 957 Millionen Euro auf rund 1,09 Milliarden Euro und damit um 13,5 Prozent. Das operative Ergebnis (Ebit) legte um 21,5 Prozent auf rund 1,55 Milliarden Euro zu. Gestützt wurde das Ergebnis vor allem durch Sparmaßnahmen, Effizienzsteigerungen sowie das starke Van-Geschäft und die Finanzdienstleistungssparte.
Zum höheren Konzerngewinn trugen außerdem ein Sonderertrag aus dem geplanten Verkauf der Leasingtochter Athlon.

Prognose gesenkt – E-Auto- und Van-Geschäft legen zu

Die Prognose für das Gesamtjahr passte Mercedes-Benz nach unten an und erwartet nun einen Gesamtabsatz leicht unter Vorjahresniveau. Auch beim Konzernumsatz rechnet das Unternehmen nun mit einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Im zweiten Quartal sank der Umsatz um 3,3 Prozent auf rund 32 Milliarden Euro, knapp 23 Milliarden davon entfielen auf das Autogeschäft.
Zugleich erhöhte das Unternehmen die Erwartung an den Anteil von E-Autos am Gesamtabsatz von 23 auf 25 Prozent. Im zweiten Quartal verkaufte Mercedes den Angaben nach 52.852 Elektroautos – 51 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Wachstumstreiber war vor allem Europa, wo der Absatz um 87 Prozent zulegte.
Auch im Bereich Kleinlaster liefen die Geschäfte gut. Der Absatz erhöhte sich im Jahresvergleich leicht auf rund 94.000 Fahrzeuge. Der Umsatz stieg um gut fünf Prozent, das operative Ergebnis verbesserte sich um knapp drei Prozent. Einen weiteren wichtigen Beitrag zum positiven Konzernergebnis leistete die Finanzdienstleistungssparte, deren operativer Gewinn um 70 Prozent zulegte.

Halbjahresbilanz bleibt rückläufig

Die Halbjahresbilanz fällt allerdings weiterhin schwächer aus als im Vorjahr. Der Konzerngewinn sank in den ersten sechs Monaten um 6,3 Prozent auf rund 2,52 Milliarden Euro. Der Umsatz ging um 4,1 Prozent zurück, das operative Ergebnis verringerte sich um 3,1 Prozent.
Mercedes-Benz hatte bereits 2025 einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet. Der Konzerngewinn halbierte sich damals von 10,4 auf 5,3 Milliarden Euro. Als Reaktion verschärfte der Autobauer im Juni 2026 sein Sparprogramm. (afp/red)
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Mercedes: Höherer Gewinn mit sinkenden Verkaufszahlen

Der Autobauer Mercedes-Benz hat im zweiten Quartal deutlich weniger Autos verkauft und im Autogeschäft 26 Prozent weniger Gewinn erzielt als im Vorjahr. Der Absatz ging um knapp sieben Prozent auf 417.865 Fahrzeuge zurück, wie der Stuttgarter Konzern am Dienstag mitteilte. Demnach konnten Steigerungen bei den Verkaufszahlen in Europa um vier und in den USA um zehn Prozent einen Einbruch in China um 30 Prozent nicht ausgleichen.
Belastet wurde das Ergebnis zusätzlich durch eine Sonderabschreibung in China in Höhe von 704 Millionen Euro. Mercedes-Benz betonte jedoch, dass der chinesische Markt weiterhin eine hohe strategische Bedeutung für den Konzern habe.
Trotz der schwächeren Entwicklung im Autogeschäft stieg der Konzerngewinn erstmals seit 2023 wieder gegenüber dem Vorjahr. Er erhöhte sich von 957 Millionen Euro auf rund 1,09 Milliarden Euro und damit um 13,5 Prozent. Das operative Ergebnis (Ebit) legte um 21,5 Prozent auf rund 1,55 Milliarden Euro zu. Gestützt wurde das Ergebnis vor allem durch Sparmaßnahmen, Effizienzsteigerungen sowie das starke Van-Geschäft und die Finanzdienstleistungssparte.
Zum höheren Konzerngewinn trugen außerdem ein Sonderertrag aus dem geplanten Verkauf der Leasingtochter Athlon.

Prognose gesenkt – E-Auto- und Van-Geschäft legen zu

Die Prognose für das Gesamtjahr passte Mercedes-Benz nach unten an und erwartet nun einen Gesamtabsatz leicht unter Vorjahresniveau. Auch beim Konzernumsatz rechnet das Unternehmen nun mit einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Im zweiten Quartal sank der Umsatz um 3,3 Prozent auf rund 32 Milliarden Euro, knapp 23 Milliarden davon entfielen auf das Autogeschäft.
Zugleich erhöhte das Unternehmen die Erwartung an den Anteil von E-Autos am Gesamtabsatz von 23 auf 25 Prozent. Im zweiten Quartal verkaufte Mercedes den Angaben nach 52.852 Elektroautos – 51 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Wachstumstreiber war vor allem Europa, wo der Absatz um 87 Prozent zulegte.
Auch im Bereich Kleinlaster liefen die Geschäfte gut. Der Absatz erhöhte sich im Jahresvergleich leicht auf rund 94.000 Fahrzeuge. Der Umsatz stieg um gut fünf Prozent, das operative Ergebnis verbesserte sich um knapp drei Prozent. Einen weiteren wichtigen Beitrag zum positiven Konzernergebnis leistete die Finanzdienstleistungssparte, deren operativer Gewinn um 70 Prozent zulegte.

Halbjahresbilanz bleibt rückläufig

Die Halbjahresbilanz fällt allerdings weiterhin schwächer aus als im Vorjahr. Der Konzerngewinn sank in den ersten sechs Monaten um 6,3 Prozent auf rund 2,52 Milliarden Euro. Der Umsatz ging um 4,1 Prozent zurück, das operative Ergebnis verringerte sich um 3,1 Prozent.
Mercedes-Benz hatte bereits 2025 einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet. Der Konzerngewinn halbierte sich damals von 10,4 auf 5,3 Milliarden Euro. Als Reaktion verschärfte der Autobauer im Juni 2026 sein Sparprogramm. (afp/red)