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Saugroboter explodiert: Australier lebensgefährlich verletzt

Die Explosion eines Saugroboters hat einen 25 Jahre alten Mann im australischen Perth lebensgefährlich verletzt.
Das Gerät sei Ende vergangener Woche in der Küche seines Hauses im Vorort Brabham plötzlich in Flammen aufgegangen, berichtete der Sender „Sky News Australia“ unter Berufung auf die Feuerwehr und die Familie des Mannes. Das Opfer erlitt bei dem Unglück Verbrennungen an 75 Prozent seines Körpers.
Die autonomen Saugroboter, die selbsttätig Böden reinigen, haben vor rund 20 Jahren weltweit die Märkte erobert. Auch in Deutschland sind die Smart-Home-Geräte sehr beliebt.
Viele Besitzer geben den automatisch arbeitenden Haushalthilfen Spitznamen.

Ein Saugroboter: Viele Besitzer geben den automatisch arbeitenden Haushalthilfen Spitznamen.

Foto: Jens Büttner/dpa

Monatelange Genesungsphase

Der Mann wird nach Angaben seiner Mutter auf einer Spezialstation für Brandverletzungen behandelt und muss sich voraussichtlich noch mehreren chirurgischen Eingriffen unterziehen. „Ihm steht ein unglaublich langer Weg bevor, mit mehreren Operationen, umfangreicher medizinischer Behandlung, Rehabilitation und monatelanger Genesungsphase“, teilte sie mit.
Durch die Explosion hätten der 25-Jährige, seine Verlobte und Mitbewohner zudem ihr Zuhause verloren, schrieb die Mutter weiter. Das Haus ist demnach derzeit unbewohnbar. „Neben dem langen Weg der Genesung stehen sie nun vor der herzzerreißenden Aufgabe, ihr Leben von Grund auf neu aufzubauen.“

War der Akku defekt?

Nach Angaben der Feuerwehr von Westaustralien wurden bei der Explosion Fenster aus dem Haus gerissen und Wände durch das Feuer geschwärzt. Vier Löschfahrzeuge rückten aus und brachten den Brand unter Kontrolle.
Die Brandermittler stuften die Ursache derweil als Unfall infolge eines Defekts an dem Saugroboter ein. Das Gerät wurde zur weiteren Untersuchung an die zuständige Behörde übergeben.
Nach Angaben der Feuerwehr ist dies die erste gemeldete Explosion eines Saugroboters in dem Bundesstaat. Ob ein Defekt des Lithium-Ionen-Akkus oder ein anderer elektrischer Fehler das Unglück verursacht hat, sollen weitere Untersuchungen klären. (dpa/red)
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Social-Media-Verbot: Australien verdoppelt Geldstrafe für Verstöße der Konzerne

Gut sechs Monate nach der Einführung des weltweit ersten Social-Media-Verbots für Kinder und Jugendliche will Australien Verstöße der Konzerne mit höheren Geldstrafen ahnden.
Wie die Regierung mitteilte, wird die Höchststrafe für systematische Verstöße auf 99 Millionen australische Dollar (59,9 Millionen Euro) verdoppelt. Die Internet-Aufsichtsbehörde soll zudem umfassendere Befugnisse erhalten.
Sie gehe möglichen Verstößen durch Facebook, Instagram, Snapchat, Tiktok und Youtube „aktiv“ nach, erklärte die Regierung.

Minderjährige umgehen die Sperren

Australien war mit seinem im Dezember in Kraft getretenen Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige weltweiter Vorreiter. Seitdem erließen mehrere weitere Länder ähnliche Vorschriften, auch in Deutschland wird über das Thema diskutiert.
Eine am Donnerstag im Fachmagazin „British Medical Journal“ veröffentlichte Studie kam jedoch zu dem Ergebnis, dass das Verbot bisher kaum Auswirkungen auf das Nutzungsverhalten australischer Teenager hatte.
Minderjährige umgehen demnach die per Gesetz erlassenen Beschränkungen, indem sie beispielsweise Fake-Accounts erstellen oder Konten nutzen, die auf ältere Personen registriert sind.
„Es ist klar, dass die großen Tech-Konzerne nicht genug tun, um das Gesetz einzuhalten“, konstatierte nun Premierminister Anthony Albanese.
Es seien „immer noch zu viele Kinder“ in den Onlinenetzwerken aktiv. Mit der Neuregelung verdeutliche die Regierung, „wie ernst wir jede Nichteinhaltung durch die Social-Media-Unternehmen nehmen“.

Regierung will „nicht klein beigeben“

Kommunikationsministerin Anika Wells ergänzte, die Plattform-Betreiber hätten bisher „Tricks direkt aus dem Taktikhandbuch der Tech-Giganten“ angewendet und „nur das absolute Minimum“ getan.
Die Tech-Konzerne gehörten aber „zu den reichsten und mächtigsten Unternehmen der Welt, und wir meinen es ernst damit, sie zur Verantwortung zu ziehen“. Die Regierung werde „nicht klein beigeben“.
Die australische Aufsichtsbehörde kann die Unternehmen künftig zu Nachweisen darüber verpflichten, welche Maßnahmen sie ergreifen, um zu verhindern, dass Unter-16-Jährige ein Konto eröffnen.
Zur Überprüfung der Angaben kann sie zudem Informationen und Unterlagen anfordern – von den Betreibern selbst, aber auch von Dritten wie den Anbietern für die Altersüberprüfung oder den App-Store-Betreibern. (afp/red)
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Chinas Spionagekrieg gegen den Westen eskaliert

Seit Jahrzehnten nutzt China seinen Zugang zu westlichen Märkten, Technologien sowie akademischen und wissenschaftlichen Einrichtungen, um seine Wirtschaft aufzubauen und seinen mittlerweile beeindruckenden Technologiesektor auszubauen. Vieles davon geschah durch gegenseitige Vereinbarungen, manches jedoch durch heimliche Machenschaften, Diebstahl, Bestechung und Spionage.

Die „Five Eyes“ schlagen Alarm

Heute warnen Geheimdienste der „Five Eyes“-Allianz – bestehend aus den USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland – dass Peking sowohl den Umfang als auch die Professionalität seiner Spionageoperationen drastisch ausgeweitet hat. Jüngste gemeinsame Warnungen deuten darauf hin, dass Chinas Geheimdienstapparat sich nicht mehr ausschließlich auf den Diebstahl von Technologie und Geschäftsgeheimnissen konzentriert.
Zunehmend richten sich Pekings Spionageaktivitäten gegen Regierungsmitarbeiter, Militärangehörige, kritische Infrastruktur, Telekommunikationsnetze und sogar gegen Privatpersonen, die über nützliche Zugänge oder Informationen verfügen.
Das Ergebnis ist eine anhaltende Geheimdienstkampagne, wie sie seit dem Kalten Krieg nicht mehr zu beobachten war.
Im Juni 2026 gab das Five-Eyes-Bündnis eine seltene gemeinsame Warnung heraus, wonach chinesische Geheimdienste über LinkedIn, Indeed, Upwork und andere berufliche Netzwerkplattformen aggressiv nach Informanten suchen. Geheimdienstvertreter berichten, dass chinesische Agenten sich als Personalvermittler, Berater, Thinktank-Mitarbeiter und Forschungsunternehmen ausgeben, um Personen mit Zugang zu sensiblen Informationen ausfindig zu machen.
Dem gemeinsamen Bericht zufolge gehören zu den Zielen Personal im Verteidigungssektor, Außenpolitikexperten, Militärangehörige, Auftragnehmer der Regierung, Journalisten, Wissenschaftler und Mitarbeiter von Thinktanks. Das Ziel ist klar: der Erwerb vertraulicher militärischer, politischer, wirtschaftlicher und technologischer Informationen, die Peking einen strategischen Vorteil verschaffen können.
Britische Geheimdienstmitarbeiter berichten, dass Tausende Personen mit Verbindungen zum Parlament, zum öffentlichen Dienst und zu Verteidigungseinrichtungen auf diese Weise angesprochen wurden.
Sie haben richtig gelesen: Tausende.

Pekings bevorzugte Methoden

Chinas Geheimdienstmodell unterscheidet sich von der traditionellen Spionage nach sowjetischem Vorbild.
Anstatt sich hauptsächlich auf professionelle Geheimdienstmitarbeiter zu verlassen, setzt Peking auf ein breit gefächertes Netzwerk, das Geheimdienste, militärische Organisationen, staatliche Unternehmen, Universitäten, Tarnfirmen, Cybereinheiten und Akteure aus der Privatwirtschaft umfasst.
Die Strategie ist einfach: Informationen aus Tausenden Quellen sammeln und diese zu verwertbaren Erkenntnissen zusammenführen.
Dieser Ansatz umfasst fortlaufende Versuche, durch Cyberangriffe in staatliche und private Netzwerke einzudringen, den Diebstahl geistigen Eigentums sowie die Anwerbung von Insidern. Wie oben erwähnt, umfasst er auch die bekannte Praxis der Informationsbeschaffung im akademischen und Forschungsbereich, Einflussoperationen und die Überwachung chinesischer Gemeinschaften im Ausland sowie die Nutzung beruflicher Netzwerkplattformen.

Diese Kombination aus Archivfotos, die am 7. Mai 2026 erstellt und am 2. März 2026 aufgenommen wurden, zeigt Bill Yuen Chung Biu (l.) und Peter Wai Chi Leung, die beide wegen Beihilfe für den Geheimdienst von Hongkong angeklagt sind.

Foto: Carlos Jasso/AFP via Getty Images

Das breite Spektrum dieser Aktivitäten ermöglicht es Peking, riesige Mengen an Informationen zu sammeln und gleichzeitig eine glaubwürdige Abstreitbarkeit aufrechtzuerhalten.

Kritische Infrastruktur als primäres Ziel von „Volt Typhoon“

Die vielleicht besorgniserregendste Entwicklung betrifft Chinas Eindringen in die westliche kritische Infrastruktur.
US-Geheimdienste, darunter das FBI, die NSA und die CISA, haben gewarnt, dass eine von China staatlich geförderte Hackergruppe namens „Volt Typhoon“ mindestens fünf Jahre lang Zugriff auf Teile der amerikanischen kritischen Infrastruktur hatte, bevor sie entdeckt wurde.
Die Ziele erstrecken sich Berichten zufolge über das gesamte Spektrum von Industrie, Vertrieb und weiteren Bereichen. Dazu gehören Luftfahrt, Bahnverkehr, Seeverkehr, Pipelines, Kommunikationssysteme und die Wasserversorgung.
Was Volt Typhoon besonders alarmierend macht, ist die Einschätzung der Behörden, dass die Operation über die reine Informationsbeschaffung hinausgeht. US-Behörden gehen davon aus, dass sich die Hacker möglicherweise bereits in den Infrastrukturnetzwerken „positioniert haben“, um diese im Falle einer zukünftigen Krise oder eines Konflikts potenziell lahmzulegen.
Dies stellt eine erhebliche Eskalation gegenüber herkömmlicher Spionage dar.
Im Jahr 2023 machte Microsoft die Gruppe Volt Typhoon erstmals öffentlich bekannt.
Die Gruppe nutzte sogenannte „Living-off-the-Land“-Techniken, was bedeutet, dass sie sich auf legitime Admin-Tools stützte, die bereits in den Netzwerken der Opfer vorhanden waren, anstatt leicht nachweisbare Malware einzusetzen.
Dieser Ansatz ermöglichte es den Akteuren, über lange Zeiträume unentdeckt zu bleiben, während sie Informationen sammelten und sich langfristigen Zugriff verschafften. Guam, Standort wichtiger US-Militäreinrichtungen und Kommunikationsinfrastruktur im Pazifik, gehörte zu den bekannt gemachten Zielen.
Eine weitere, mit China verbundene Operation, bekannt als „Salt Typhoon“, konzentrierte sich Berichten zufolge auf Telekommunikationsnetze.
Sicherheitsexperten und Geheimdienstmitarbeiter bringen die Kampagne mit groß angelegten Spionageaktivitäten gegen die Kommunikationsinfrastruktur in Verbindung. Berichten zufolge zielte die Operation darauf ab, Zugang zu sensiblen Telekommunikationsdaten zu erlangen, darunter auch zur Kommunikation von Regierungsvertretern und Entscheidungsträgern.

Ein Fahndungsplakat des FBI zeigt Mitarbeiter des chinesischen Technologieunternehmens Anxun (i-Soon) Information Technology Co., Ltd., die mutmaßlich auf Anweisung und in enger Abstimmung mit dem chinesischen Ministerium für Staatssicherheit und dem Ministerium für öffentliche Sicherheit Angriffe auf Opfer weltweit verübt haben sollen.

Foto: FBI

Analysten beschreiben „Salt Typhoon“ als eine der umfangreichsten Cyberspionagekampagnen, die jemals gegen westliche Kommunikationsnetzwerke gerichtet waren.

Online-Rekrutierungsmaßnahmen

Die jüngste Sorge betrifft Chinas Nutzung sozialer und beruflicher Netzwerke.
Laut den Five-Eyes-Geheimdiensten geben sich chinesische Militärgeheimdienstler zunehmend als Personalvermittler aus, die Beratungsaufträge, Forschungsaufträge oder politische Analyseprojekte anbieten. Die ersten Anfragen wirken harmlos. Im Laufe der Zeit werden die Zielpersonen dazu verleitet, immer sensiblere Informationen preiszugeben.
Beamte beschreiben dies als ein hochskalierbares Modell, das in der Lage ist, Tausende potenzielle Quellen gleichzeitig zu erreichen.
Die Belege für Chinas umfassende Spionagekampagnen stammen aus mehreren Quellen, wobei Regierungen zunehmend länderübergreifende Warnungen herausgeben.
Staatliche Geheimdienste haben gemeinsame Warnungen herausgegeben. Cybersicherheitsfirmen, darunter Microsoft, haben unabhängig voneinander Einbrüche dokumentiert. Strafrechtliche Verfahren haben Rekrutierungsnetzwerke und Spionageaktivitäten aufgedeckt. Technische forensische Untersuchungen führen die Operationen auf Infrastrukturen und Methoden zurück, die mit vom chinesischen Staat unterstützten Akteuren in Verbindung stehen.

Was wird dagegen unternommen?

Westliche Regierungen haben reagiert, indem sie ihre Cyberabwehr verstärkt, den Austausch von Geheimdienstinformationen intensiviert, Technologietransfers eingeschränkt, Exportkontrollen verschärft und Spionagefälle strafrechtlich verfolgt haben.
Das Five-Eyes-Bündnis tritt zunehmend öffentlich auf, um chinesische Operationen offenzulegen. Die Geheimdienste scheinen davon auszugehen, dass eine öffentliche Zuschreibung für Peking Kosten verursacht und potenziellen Zielen hilft, Rekrutierungsversuche zu erkennen, bevor Schaden entsteht.
Wird genug getan, um Chinas Eindringen und seinen Zugang zu kritischen Geheimdienstinformationen, fortschrittlichen Technologien und anderen sensiblen Bereichen einzudämmen?
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt lautet die Antwort: „Nein.“

Wird dies zu einem Krieg führen?

Sind Chinas umfangreiche Spionageaktivitäten ein Vorbote eines Krieges?
Nicht unbedingt. Spionage ist ein normaler Bestandteil des internationalen Wettbewerbs, und jede Großmacht betreibt sie in gewissem Maße.
Chinas Eindringen in kritische Infrastrukturen erhöht jedoch den Einsatz. Wenn die Geheimdienste recht haben, dass einige Operationen darauf abzielen, Störungen im Falle einer Taiwan-Krise vorzubereiten, verschwimmt die Grenze zwischen Spionage und Konflikt.
Das derzeitige Risiko eines direkten militärischen Konflikts zwischen China und den USA ist nach wie vor relativ gering, ist jedoch höher als jemals in den vergangenen Jahrzehnten. Die meisten Analysten halten Cyberoperationen, wirtschaftlichen Zwang, technologischen Wettbewerb und Druck über Stellvertreter für weit wahrscheinlicher als einen offenen Krieg.
Dennoch ist die Lektion klar. Pekings Geheimdienstkampagne wird immer umfassender, tiefgreifender und ehrgeiziger. Die Warnung der Five Eyes legt nahe, dass westliche Regierungen die chinesische Spionageaktivitäten zunehmend nicht mehr als eine Ansammlung isolierter Vorfälle betrachten, sondern als langfristige strategische Bemühung, die darauf abzielt, das Kräfteverhältnis zugunsten Chinas zu verschieben.
Ist eine tiefgreifende und koordinierte Reaktion der westlichen Nationen wahrscheinlich?
Vielleicht nicht, aber sie erscheint notwendiger denn je.
Der Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „China’s Expanding Spy War Against the West“. (deutsche Bearbeitung: ks)
 
 
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2,7 Tonnen: Rekordmenge Kokain in Australien entdeckt

In geheimen unterirdischen Bunkern in einem Vorort von Sydney hat Australiens Polizei 2,7 Tonnen Kokain entdeckt – die größte jemals im Land sichergestellte Menge. Die Drogen, die unter Schiffscontainern gelagert waren, hätten auf dem Schwarzmarkt einen geschätzten Wert von rund 816 Millionen australischen Dollar (knapp 500 Millionen Euro) gehabt, teilte die Bundespolizei mit. Die Menge habe etwa drei Millionen einzelnen Deals entsprochen.
Dem Zugriff gingen größere Ermittlungen gegen ein internationales Drogennetzwerk voraus. Zusammen mit bereits zuvor beschlagnahmten 178 Kilogramm Kokain und 142 Kilogramm Methamphetamin wurden damit mittlerweile mehr als drei Tonnen Drogen aus dem Verkehr gezogen.
Das synthetisch hergestellte Crystal Meth bezeichnet eine Kristallform von Methamphetamin, was wiederum eine Abwandlung des Aufputschmittels Amphetamin ist.

Das synthetisch hergestellte Crystal Meth bezeichnet eine Kristallform von Methamphetamin, was wiederum eine Abwandlung des Aufputschmittels Amphetamin ist.

Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa

Verdächtige festgenommen

Die Ermittler fanden das Kokain in Kunststoffbehältern, die unter falschen Böden von Schiffscontainern auf einem Grundstück im Vorort Londonderry im Westen Sydneys versteckt waren. Zwei Männer im Alter von 21 und 25 Jahren hätten versucht zu fliehen, seien aber von Beamten gestellt und festgenommen worden.
Ihnen wird vorgeworfen, im Besitz einer kommerziellen Menge illegal importierter Drogen gewesen zu sein. Im Falle einer Verurteilung droht ihnen lebenslange Haft. Zuvor waren im Rahmen der im Mai angelaufenen Ermittlungen bereits sechs Verdächtige festgenommen worden.
Nach Angaben der Behörden kam die Ladung zunächst an der Küste des Bundesstaates Queensland im Nordosten Australiens an. Die Polizei geht davon aus, dass die Drogen anschließend im Auftrag einer organisierten kriminellen Gruppe nach Sydney transportiert wurden. Die Ermittlungen gegen das Netzwerk und zur Herkunft des Rauschgifts dauern an.

Ermittlungen zur Herkunft der Drogen

Bundespolizei-Chef Stephen Jay betonte, der Plan, fast drei Tonnen Kokain auf den Markt zu bringen, zeige, wie gut organisiert und entschlossen die kriminellen Netzwerke seien. Australien gilt wegen der im weltweiten Vergleich sehr hohen Kokainpreise als besonders lukrativer Absatzmarkt für internationale Drogenschmuggler. (dpa/red)
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Gefährliche Vogelgrippe erstmals auf Australiens Festland

Das derzeit kursierende Vogelgrippe-Virus H5N1 ist erstmals auf australischem Festland nachgewiesen worden. Tests bestätigten den Fall bei einer Raubmöwe, wie Australiens Regierung am Samstag mitteilte. Damit habe die bei vielen Vogel- und Geflügelarten häufig tödlich verlaufende Infektionskrankheit nun auch den letzten Kontinent erreicht, der bislang von H5N1 verschont geblieben sei.
Der erkrankte Vogel, der auch Subantarktikskua oder Braune Skua genannt wird, ist laut australischen Medien vor wenigen Tagen an einem abgelegenen Strand in einem Nationalpark im Bundesstaat Western Australia entdeckt worden. Der Fundort liegt etwa 700 Kilometer südöstlich von Perth. Das Tier sei zunächst isoliert worden und kurz darauf gestorben.
Zudem werde ein Verdachtsfall geprüft, nachdem in der Region ein weiterer geschwächter Vogel, ein Riesensturmvogel, gefunden worden sei, teilte Australiens Regierung mit. Es handele in beiden Fällen um ziehende Meeresvogelarten, die gelegentlich nach Australien kommen.

Sorge vor Massenausbreitung

Experten warnen in australischen Medien vor Ausbrüchen des Virus in Wildtierpopulationen. Auch einheimische Säugetierarten seien gefährdet. Landwirtschaftsministerin Julie Collins gab aber zunächst Entwarnung: „Ich kann bestätigen, dass es derzeit noch keine Anzeichen für ein Massensterben gibt und auch keine Anzeichen für eine Infektion bei Geflügel vorliegen.“
Die Behörden seien vorbereitet und arbeiteten an der Umsetzung geeigneter Maßnahmen, sagte Australiens oberste Veterinärbeamtin Beth Cookson. Sie bat darum, Kontakt mit kranken oder toten Vögeln zu meiden. Für die Bevölkerung selbst besteht laut australischen Behörden aber ein geringes Gesundheitsrisiko. Weitere Untersuchungen sollen genauere Informationen darüber liefern, wie diese gefährliche Variante der Vogelgrippe nun nach Australien gelangt sei.

Verschiedene Subtypen der Vogelgrippe

Die Vogelgrippe wird auch Geflügelpest genannt. Seit mehreren Jahren grassiert die größte je dokumentierte Vogelgrippewelle, die sich über mehrere Erdteile erstreckt. Der Erreger befällt vor allem Vögel, wurde aber auch bei mehreren Säugetieren gefunden. Der Subtyp H5N1 kann in seltenen Fällen auch auf den Menschen übertragen werden.

Zugvögel als Überträger der Geflügelpest

Zugvögel sind nach Angaben der Fachleute Überträger der Geflügelpest, die bei vielen Vogel- und Geflügelarten oft tödlich endet. Die Zahl der tot aufgefundenen Tiere spiegele allerdings nicht die tatsächliche Viruslast in der Wildvogel-Population wider. Viele Wasservögel würden das Virus über den Kot ausscheiden, ohne selbst schwer zu erkranken, hieß es. (dpa/red)
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US-Armee plant Waffenlager in Australien – außerhalb von Chinas Reichweite

Die US-Armee plant den Aufbau eines Waffenlagers für das Marine Corps an der Südostküste Australiens. Das geht aus Ausschreibungsunterlagen hervor, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegen. US-Beamte bestätigten die Planungen.
Demnach ist vorgesehen, 30 Millionen Dollar (26 Millionen Euro) in den Bau von Lagerhallen und Büros im Bundesstaat Victoria zu investieren.
Das Waffenlager, das voraussichtlich bis 2028 seine volle Kapazität erreichen wird, soll zunächst in Melbourne untergebracht werden. Später soll es in Lagerhäuser verlegt werden, die nächstes Jahr auf einem australischen Militärstützpunkt in Bandiana entstehen sollen.

Gegen den Einfluß von Peking

Der Aufbau des ersten Waffenlagers des Marine Corps in Australien erfolgt vor dem Hintergrund von Bestrebungen der USA, dem wachsenden militärischen Einfluss Chinas in der Region entgegenzutreten. Der geplante Standort im Südosten Australiens liegt außerhalb der Reichweite der meisten chinesischen Raketen.
Das Marine Corps ist eine von sechs Teilstreitkräften der US-Armee. Die Einheit begann während des Kalten Krieges damit, Militärgüter an verschiedenen Standorten weltweit zu stationieren.
Unter anderem lagern Waffen, Munition und Armeefahrzeuge auf Schiffen und Höhlen in Norwegen. Das erste US-Waffenlager im asiatisch-pazifischen Raum soll noch in diesem Jahr auf den Philippinen errichtet werden.

US-Soldaten sind auf australischen Stützpunkten stationiert

Australien erlaubt keine ausländischen Militärstützpunkte auf seinem Staatsgebiet. Das Land hat ein Sicherheitsbündnis mit den USA geschlossen und beherbergt eine zunehmende Zahl an US-Soldaten, die rotierend auf australischen Stützpunkten stationiert sind.
Ein Sprecher des Marine Corps sagte AFP, die Aktivitäten in Australien dienten dazu, „einsatzbereite Ausrüstung und Nachschub für Einsätze und Übungen im gesamten indopazifischen Raum bereitzustellen“.
Ziel sei es, die Reaktionsfähigkeit der US-Armee und die Zusammenarbeit mit Verbündeten und Partnern in der Region zu verbessern. Das australische Verteidigungsministerium reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
Das US-Verteidigungsministerium hatte den Kongress im April um Mittel in Höhe von 500 Millionen Dollar für das kommende Jahr gebeten, um die Lagerung von Ausrüstung und Treibstoff für die US-Armee im asiatisch-pazifischen Raum auszuweiten. (afp/red)
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Weißer Hai sorgt für politische Diskussionen

Kristallklares Wasser, kaum Wellengang, Rettungsschwimmer am Strand: Die Bedingungen für einen entspannten Badetag am berühmten Coogee Beach in Sydney wirken nahezu perfekt.
Dann der Schock: Nur etwa 30 Meter vom Ufer des australischen Traumstrandes wird eine 35-Jährige am Wochenende von einem großen Hai attackiert – einem Weißen Hai, so wird vermutet. Die junge Mutter überlebt schwer verletzt – aber der Vorfall hat eine Debatte neu entfacht, die Australien seit Jahrzehnten begleitet.
Die Frau erlitt laut ihren Angehörigen lebensbedrohliche Verletzungen am linken Bein, ein Arm musste amputiert werden. „Sie wird umfassende und fortlaufende Pflege, Unterstützung und Rehabilitation benötigen“, zitierte der Sender ABC aus einer Mitteilung.
„Als Familie sind wir schockiert und zutiefst betroffen, dass dies unserer geliebten Partnerin, Tochter und Mutter, die so lebensfroh und voller Energie war, widerfahren konnte.“

Rufe nach Hai-Keulungen

Was nun? Der jüngste Vorfall ist kein Einzelfall: In den vergangenen Monaten nahm die Zahl der Haiangriffe im Bundesstaat New South Wales deutlich zu.
Im Januar registrierten die Behörden vier Vorfälle innerhalb von nur 48 Stunden, Medien sprachen von einer „außergewöhnlichen“ Häufung. Die Regierung steht zunehmend unter Druck. Rufe nach „Shark Culls“ – Hai-Keulungen – werden wieder lauter.
Der Coogee Beach ist ein beliebter Strand in Sydney.

Der Coogee Beach ist ein beliebter Strand in Sydney.

Foto: Anna Kucera/AAP/dpa

Landwirtschaftsministerin Tara Moriarty, die auch für das Hai-Management zuständig ist, wollte sich Medien gegenüber nicht auf ein grundsätzliches Nein zu Keulungen festlegen. „Wir schließen nichts aus“, sagte sie.
Diese Aussage reichte, um eine alte Frage aufzuwerfen, die Australien schon lange polarisiert: Sollen Haie gezielt getötet werden, um das Risiko für Schwimmer zu senken?

Weiße Haie werden nicht getötet

Befürworter argumentieren, jeder verhinderte Angriff rechtfertige drastische Maßnahmen. Wissenschaftler und Naturschützer halten dagegen: Haie seien hochmobile Wanderer. Getötete Tiere würden rasch durch andere ersetzt. Einen eindeutigen Nachweis, dass Abschuss- oder Fangprogramme Attacken dauerhaft reduzieren, gebe es nicht.
Die Debatte hat allerdings noch einen anderen Haken. Fachleute gehen davon aus, dass es sich bei dem Angreifer von Coogee um einen Weißen Hai handelte – und genau diese Art steht in Down Under unter strengem Schutz.
Der Regierungschef von New South Wales, Chris Minns, stellte deshalb rasch klar, dass eine Keulung nicht infrage komme. Anders verhält es sich bei Bullenhaien, die ebenfalls für Angriffe in der Region verantwortlich gemacht werden. Hier wollte Minns mögliche Maßnahmen nicht grundsätzlich ausschließen.

Hainetze, Köderleinen, Drohnen, Überwachung

New South Wales setzt bislang auf einen Mix aus klassischen Hainetzen, SMART-Drumlines (Köderleinen, bei denen gefangene Haie rasch geortet und dann wieder freigelassen werden), elektronischer Überwachung markierter Tiere und Drohnen.
Rund 30 Millionen australische Dollar (18,3 Millionen Euro) investiert der Bundesstaat jedes Jahr in den Schutz von Badegästen.
Doch der jüngste Angriff wirft eine unbequeme Frage auf: Funktioniert das System? Denn ausgerechnet über Coogee waren am Wochenende keine Überwachungsdrohnen im Einsatz.
Der Grund: Flugbeschränkungen wegen der Nähe zum Flughafen Sydney. Insgesamt werden rund 80 Strände im Bundesstaat aus der Luft überwacht – oft sind aber diejenigen ausgenommen, die in der Anflugschneise des Airports liegen.
Viele Strände in Australien werden von Drohnen überwacht.

Viele Strände in Australien werden von Drohnen überwacht.

Foto: Anna Kucera/AAP/dpa

Drohnen als Lösung?

Für Steven Pearce, Chef von Surf Life Saving NSW, zeigt der Vorfall die Grenzen des bestehenden Systems. Seine Organisation betreibt nach eigenen Angaben das größte Drohnenüberwachungsprogramm der Welt und führt jährlich mehr als 100.000 Flüge durch. Die Sichtbedingungen am Tag der Attacke seien außergewöhnlich gut gewesen, zitierten ihn Medien.
„Kristallklares Wasser, kein Surf, kaum Menschen im Wasser. Wenn Drohnen geflogen wären, hätten wir wahrscheinlich viele Meeresbewohner sehen können“, sagte Pearce.
Er sieht in der Technologie die Zukunft der Strandüberwachung: Drohnen seien „deutlich besser als Hainetze“, um die Anwesenheit eines Tiers möglichst früh zu erkennen und Badegäste rechtzeitig zu warnen.

Warum greifen Haie Menschen an?

Für Wissenschaftler gelten Menschen nicht als natürliche Beute von Haien, die die Erde schon seit Hunderten Millionen Jahren bevölkern. Viele Angriffe beruhen vermutlich auf Verwechslungen.
Aus der Tiefe betrachtet können die Silhouetten von Schwimmern oder Surfern einer Robbe oder anderen Beutetieren ähneln. Das Problem: Schon ein einziger „Probebiss“ eines mehrere Meter langen Raubtiers kann lebensgefährliche Verletzungen verursachen.
Der Druck wächst mit jeder neuen Attacke. Experten warnen, dass sich die Bedingungen entlang der australischen Küsten verändern. Wärmere Gewässer und veränderte Wanderbewegungen könnten dazu führen, dass Menschen und große Raubfische häufiger aufeinandertreffen.
Die Regierung hat in diesem Jahr zusätzliche Millionenbeträge in die Haiabwehr investiert – unter anderem in Drohnenprogramme, Forschung und Überwachung. Ob das genügt, bleibt abzuwarten. Ministerin Moriarty betonte: „Wir teilen den Ozean mit wilden Tieren. Eine perfekte Lösung gibt es nicht.“ (dpa/red)
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Deutschland und Australien wollen engere Sicherheitskooperation

Deutschland und Australien wollen ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit intensivieren.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) begrüßten am Montag in Berlin den stellvertretenden Premierminister und Verteidigungsminister von Australien, Richard Marles, sowie die australische Außenministerin Penny Wong.
Beide Länder bekräftigten ihre Entschlossenheit, gemeinsame sicherheitspolitische Herausforderungen auf der Grundlage „gemeinsamer Werte und Interessen“ anzugehen.

Vertiefte Zusammenarbeit im Indopazifik geplant

Die Minister verurteilten den Ukrainekrieg und forderten den vollständigen Rückzug Russlands. Sie bekräftigten die Notwendigkeit eines umfassenden Waffenstillstands und riefen die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung auf, um den Druck auf Russland zu erhöhen.
Zudem forderten sie den Iran auf, die freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten, und verurteilten die Eskalationen in der Region.
Im Indopazifik-Raum wollen Deutschland und Australien die Zusammenarbeit vertiefen und die „Widerstandsfähigkeit“ stärken. Die Minister unterstrichen die Bedeutung des Völkerrechts und der Freiheit der Schifffahrt.
Sie bekräftigten ihre Ablehnung einseitiger Maßnahmen zur Änderung des Status quo in der Taiwanstraße und vereinbarten, die Verteidigungszusammenarbeit zu intensivieren, einschließlich der Verbesserung gemeinsamer Übungen und der Erleichterung des Transports von Verteidigungspersonal. (dts/red)
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Drohnenarmee unter Wasser: Das größte Marineprojekt Australiens


In Kürze:

  • AUKUS entwickelt Unterwasserdrohnen bis 2027
  • Milliardeninvestitionen in australische Marineinfrastruktur
  • Ausbau der militärischen Abschreckung im Indopazifik

 
Die USA, Australien und Großbritannien haben eine Partnerschaft zur Entwicklung unbemannter Unterwasserdrohnen bis 2027 angekündigt. US-Kriegsminister Pete Hegseth stellte den Plan beim Treffen der AUKUS-Verteidigungsminister am 30. Mai in der US-Botschaft in Singapur vor.
„Das Vorzeigeprojekt wird eine Reihe hochgradig anpassungsfähiger, für verschiedene Missionen einsetzbarer Nutzlasten [für unbemannte Unterwasserfahrzeuge] liefern“, sagte Hegseth während einer Pressekonferenz am 30. Mai. Diese seien darauf ausgelegt, Unterwasseroperationen zu unterstützen und „unseren gemeinsamen Vorteil im maritimen Bereich zu wahren“.
AUKUS ist ein trilaterales Verteidigungsbündnis zwischen den USA, dem Vereinigten Königreich und Australien. Ziel ist es seit 2021, dem wachsenden Einfluss Chinas im Indopazifik entgegenzuwirken.

Milliarden für den Ausbau der Australischen Navy

Angehörige der US-Marine sollen schrittweise in Australien stationiert werden, sagte Hegseth. Gleichzeitig bereiten die dortigen Behörden Investitionen von bis zu 5 Milliarden australischen Dollar (etwa 3,8 Milliarden Euro) in die Basis HMAS Stirling vor, einen wichtigen Stützpunkt der Royal Australian Navy.
Australien hat zudem zugesagt, 8 Milliarden australische Dollar (rund 4,9 Milliarden Euro) in die Werft in Henderson im Südwesten des Landes sowie 21 Milliarden australische Dollar (rund 13 Milliarden Euro) in die Osborne-Werft im Südosten zu investieren.
Die Milliardeninvestitionen sollen den Bau von U-Booten im Rahmen der Partnerschaft unterstützen. Die USA erklärten, sie wollten dabei „so schnell wie möglich“ vorgehen, um die gemeinsame U-Boot-Präsenz im Indopazifik zu stärken.

Vize-Premier Marles: „Bedeutsamer Moment“

Die Auslieferung der Drohnen ist ab 2027 geplant. In einer gemeinsamen Erklärung der AUKUS-Verteidigungsminister heißt es, das Projekt solle die Fähigkeiten zum Schutz von Infrastruktur am Meeresboden sowie zur Nutzung moderner Überwachungs-, Aufklärungs- und Angriffstechnologien stärken.
Zudem geht es um logistische Operationen sowie um die Überlegenheit in der U-Boot- und Überwasserkriegsführung, in der Minenabwehr, der elektronischen Kriegsführung und bei Einsätzen in umkämpften Küstengewässern.
Australiens stellvertretender Premierminister Richard Marles bezeichnete die Partnerschaft als „bedeutsamen Moment“. Die Streitkräfte würden dadurch „sehr schnell mit den fortschrittlichsten Gefechtstechnologien“ ausgestattet. Moderne Sensoren und Waffensysteme für Unterwasserdrohnen würden gemeinsam entwickelt, sagte Marles am 30. Mai.

Neue Werft für U-Boote geplant

Eine dritte Phase der Partnerschaft umfasst den Bau von U-Booten in Australien, die ab Anfang der 2040er Jahre ausgeliefert werden sollen.
Marles betonte, dass die Arbeiten zum Aufbau einer U-Boot-Bauwerft auf dem Gelände der Osborne-Werft bereits begonnen hätten. Es handele sich um das größte einzelne Industrieprojekt in der Geschichte des Landes.
„All dies stellt das wichtigste Element der militärischen Fähigkeiten Australiens seit mehr als einem Jahrhundert dar – eigentlich seit der Gründung der Marine – und wird durch die Zusammenarbeit mit dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten ermöglicht. Ich bin sowohl Pete [Hegseth] als auch [dem britischen Verteidigungsminister] John [Healey] zutiefst dankbar für ihre enorme Unterstützung bei der Verwirklichung dieses Vorhabens“, sagte Marles.
Bereits im Februar hatte Australien erste Investitionen von umgerechnet 2,4 Milliarden Euro für den Bau der Werft angekündigt. Geplant sind atomgetriebene und konventionell bewaffnete U-Boote. Das Programm steht im Zentrum der australischen Verteidigungsstrategie und könnte laut Regierungsprognosen über 30 Jahre bis zu 235 Milliarden US-Dollar (rund 212 Milliarden Euro) kosten.
Zudem ist vereinbart, dass Australien bereits im Einsatz befindliche Atom-U-Boote der Virginia-Klasse erhält – anstelle einer Mischung aus neuen und bereits im Dienst stehenden Einheiten. Marles bezeichnete diese Anpassung als „kosteneffiziente“ Lösung.
Mit Material der Nachrichtenagenturen
Der Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „AUKUS Reveals Project to Develop Underwater Drones by 2027“. (deutsche Bearbeitung ks)
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USA, Indien, Australien und Japan „zutiefst besorgt“ über Chinas Expansionsdrang

Angesichts des Expansionsdrangs Chinas haben sich die USA, Indien, Japan und Australien „zutiefst besorgt“ über die Lage im Süd- und Ostchinesischen Meer geäußert.

Quad kritisiert Chinas Vorgehen ohne direkte Nennung

US-Außenminister Marco Rubio und seine Kollegen aus Indien, Japan und Australien nannten beim Treffen der sogenannten Quad-Gruppe in Neu-Delhi China nicht ausdrücklich, spielten aber offensichtlich auf Peking an.
So kritisierten die Chefdiplomaten in ihrer Erklärung unter anderem „gefährliche Manöver von Militärflugzeugen“ sowie „Ramm- und Blockadeaktionen im Südchinesischen Meer“.
Zudem äußerten sie sich besorgt über die Militarisierung umstrittener Gebiete in den Gewässern, auf die China weitreichende Ansprüche erhebt.
„Wir bekräftigen unsere entschiedene Ablehnung jeglicher destabilisierender oder einseitiger Maßnahmen, einschließlich der Anwendung von Gewalt oder Zwang, die den Frieden und die Stabilität in der Region gefährden“, hieß es in der Erklärung weiter.

Quad als Gegengewicht zu China

Die Quad-Gruppe wird als Gegengewicht zu China angesehen. Unter anderen blicken die USA und Japan mit Sorge auf die Aufrüstung der chinesischen Marine.
Die chinesische Regierung hatte zuvor zum Treffen der Vierer-Gruppe erklärt, internationale Zusammenarbeit dürfe sich „nicht gegen eine dritte Partei“ richten. China unterstütze keine „exklusiven Cliquen oder Block-Konfrontationen“.

Freier Handel und neue Kooperationen

Die Quad-Außenminister verurteilten in ihrer Erklärung zudem die Pläne des Iran, in der Straße von Hormus Gebühren zu erheben.
Diese sind Teil der iranischen Reaktion auf die US-israelischen Angriffe auf den Iran. Die Minister betonten die Notwendigkeit eines „unbeeinträchtigten globalen Handelsverkehrs durch die Straße von Hormus und das Rote Meer“.
Bereits zuvor hatten die Quad-Staaten bei dem Treffen eine engere Zusammenarbeit bei der Überwachung der Seeschifffahrt angekündigt. Rubio sagte, die vier Länder wollten der zivilen Schifffahrt bessere Echtzeitinformationen bereitstellen.
Außerdem wollen sie enger bei der Stärkung von Lieferketten für Rohstoffe zusammenarbeiten, die unter anderem für die Technologiebranche wichtig sind. Insbesondere bei Seltenen Erden verfügt China über eine bedeutende Marktmacht. (afp/red)
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Leuchtdrohnen stürzen ins Wasser: Große Lichter-Show in Sydney abgesagt

Nach dem spektakulären Absturz dutzender Leuchtdrohnen ist eine beliebte Lichter-Show in Sydney für die kommenden Tage abgesagt worden.
Auf im australischen Fernsehen verbreiteten Videoaufnahmen war zu sehen, wie bei der Aufführung am Vergnügungsviertel Darling Harbour am Montagabend insgesamt 89 bunt leuchtende Drohnen ins Wasser stürzten. „Soll das so sein?“, fragte einer der Zuschauer verwirrt. „Ich glaube nicht“, antworteten andere.
Nach Angaben des verantwortlichen Unternehmens SkyMagic war vermutlich eine Änderung der Drohnen-Funkfrequenz für das Geschehen verantwortlich.
Wegen der „unvorhergesehenen technischen Schwierigkeiten“ wurden die für den 26. und 27. Mai geplanten weiteren Aufführungen abgesagt.
Die Drohnen-Show gehörte zum jährlich stattfindenden Festival Vivid Sydney. Dabei gibt es Lichter-Spektakel, Feuerwerke und Kunstinszenierungen zu sehen. Vivid Sydney ist ein jährliches Fest der Kreativität, Innovation und Technologie, das vom 22. Mai bis zum 13. Juni 2026 stattfindet. (afp/red)
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Erneut tödlicher Hai-Angriff vor der Küste Australiens

Vor der Küste Australiens ist es abermals zu einem tödlichen Hai-Angriff gekommen. Ein 39-jähriger Speerfischer wurde nach Polizeiangaben vom Sonntag am Korallenriff Kennedy Shoal an der Nordostküste des Landes noch an Land gebracht, wo er dann aber seinen schweren Kopfverletzungen erlag.
Erst vor einer Woche war in einer Urlaubsregion im Westen Australiens ein Mann bei einem Hai-Angriff getötet worden. Insgesamt starben in diesem Jahr schon drei Menschen durch Hai-Attacken in Australien.
Nach Angaben der Polizei waren die Rettungskräfte gegen Mittag (Ortszeit) zur Bootsrampe Hull River Heads gerufen worden. Der Rettungsdienst erklärte, der Mann sei noch an der Bootsrampe gestorben. Der Ort liegt etwa 160 Kilometer südlich der bei Urlaubern beliebten Stadt Cairns, wo der Getötete lebte.
„Er wurde von einer anderen Person, die zum Zeitpunkt des Angriffs mit ihm im Wasser war, aus dem Wasser gezogen“, sagte Elaine Burns von der Polizei des Bundesstaates Queensland. „Das ist eine ziemlich schreckliche Sache, wenn sie vor einem passiert“, fügte sie hinzu. Sie rief Besucher auf, sich „weiter an unserer schönen Küste zu erfreuen und auf die Umgebung zu achten“.
Drei Männer wurden nach Polizeiangaben betreut, die einen Notruf an die Küstenwache abgesetzt hatten und dann gemeinsam mit ihrem verletzten Freund eine Stunde lang an Land gefahren waren. An der Bootsrampe warteten dann die Rettungskräfte, die dem Mann aber nicht mehr helfen konnten.
Gererd Pike von dem Bootsverleih „Hooked Up Fishing“ sagte der Nachrichtenagentur AFP, er hätte etwa zehn Kilometer von dem bei Anglern beliebten Riff entfernt eine große Zahl aggressiver und „unberechenbarer“ Bullenhaie gesehen. Sein Fang sei von einer Gruppe Haien gefressen worden. „Wir hätten nicht einmal unsere Zehen ins Wasser gehalten“, sagte Pike.
Ein anderer Bootverleiher, Rob Parsonage von „Mission Beach Dive“, sagte, Hai-Angriffe seien in der Region „überhaupt nicht üblich“. Laut Daryl McPhee von der Bond University in Queensland gab es in dem Bundesstaat seit 2020 jetzt insgesamt sechs tödliche Hai-Attacken.
Seit 1791 hat es in Australien etwa 1300 Zwischenfälle mit Haien gegeben, mehr als 250 davon endeten tödlich. Im vergangenen Jahr war im September ein Surfer an einem beliebten Strand in Sydney von einem Weißen Hai getötet worden, im Dezember kam eine Schwimmerin bei einem Hai-Angriff an einem abgelegenen Strand nördlich von Sydney ums Leben.
Die steigende Zahl von Wassersportlern führt dazu, dass auch die Zahl der Hai-Angriffe zunimmt. Besonders betroffen sind Surfer, denen Haie in die Extremitäten beißen, weil die Raubfische sie für Robben halten. (afp/red)
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Aktivisten festgenommen und verspottet: Australien bestellt israelischen Botschafter ein


In Kürze:

  • Israel stoppt Flottille mit 54 Booten auf dem Weg nach Gaza
  • Über 400 Aktivisten aus 39 Ländern festgenommen
  • Australien reagiert mit diplomatischen Konsequenzen gegen Israel

 
Die australische Außenministerin Penny Wong hat das Außenministerium (DFAT) angewiesen, den israelischen Botschafter in Australien einzubestellen. Anlass ist die internationale Kritik an einem Video, in dem sich über die Festsetzung propalästinensischer Aktivisten lustig gemacht wird.

Aktivisten gefesselt und zu Boden gezwungen

Israels Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, hatte auf X ein Video veröffentlicht, das mit Kabelbindern gefesselte Aktivisten zeigt, die gezwungen werden, auf dem Boden zu knien. Die Organisatoren geben an, dass die Flottille aus etwa 54 Booten humanitäre Hilfsgüter in den Gazastreifen transportierte. Israel behauptet hingegen, die Gruppe unterhalte Verbindungen zur Hamas, die in Australien als Terrororganisation eingestuft ist.
An Bord der Boote waren mehr als 400 Aktivisten aus 39 Ländern, darunter elf Australier.
In dem Video mit dem Titel „Welcome to Israel“ spricht Ben-Gvir auf Hebräisch direkt in die Kamera: „Mit großem Stolz – große Helden. Seht euch an, wie sie jetzt aussehen: keine Helden, gar nichts.“
Die Aufnahmen zeigen eine festgenommene Frau, die „Freiheit für Palästina!“ ruft, während Einsatzkräfte sie in eine sitzende Position bringen. Anschließend schwenkt die Kamera über eine Gruppe kniender Festgenommener, deren Hände auf dem Rücken gefesselt sind.
Senatorin Wong erklärte, Australiens Botschafter in Israel habe bei der dortigen Regierung formell gegen das Videomaterial protestiert und die sofortige Freilassung aller australischen Staatsbürger gefordert.
„Die Bilder, die der israelische Minister Ben-Gvir veröffentlicht hat, sind schockierend und inakzeptabel“, betonte Wong. Australien habe daher Sanktionen gegen ihn verhängt. „Wir verurteilen sein Handeln sowie das entwürdigende Vorgehen der israelischen Behörden gegenüber den Inhaftierten.“

Sanktionen gegen Ben-Gvir

Die australische Bundesregierung hatte bereits im vergangenen Jahr Sanktionen gegen Ben-Gvir verhängt. Sie begründete dies damit, dass er Gewalt gegen Palästinenser im Westjordanland geschürt habe, indem er die Ausweitung israelischer Siedlungen in dem umstrittenen Gebiet unterstützte.
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu kritisierte Ben-Gvirs Vorgehen. „Israel hat jedes Recht, provokante Flottillen von Hamas-Terrorunterstützern daran zu hindern, in unsere Hoheitsgewässer einzudringen und den Gazastreifen zu erreichen“, sagte er. Die Art und Weise, wie Ben-Gvir mit den Aktivisten umgegangen sei, stehe jedoch „nicht im Einklang mit Israels Werten und Normen“. Er habe die zuständigen Behörden angewiesen, „die Provokateure so schnell wie möglich auszuweisen“.
Israel betonte zudem, dass die Mitglieder der Flottille zu keinem Zeitpunkt gefährdet worden seien. Bei der Festnahme sei keine scharfe Munition eingesetzt worden. Ben-Gvir, ein Vertreter der rechtsnationalen Bewegung Israels, verteidigte das Video. Er begründete dies damit, dass sein Land nicht entschieden genug gegen jene vorgehe, die er als „Terrorunterstützer“ bezeichnete. „Vom israelischen Außenminister wird erwartet, dass er begreift: Israel lässt sich nicht länger herumschubsen“, schrieb er auf X. „Jeder, der unser Hoheitsgebiet betritt, um den Terror zu unterstützen und sich mit der Hamas zu solidarisieren, wird eine Ohrfeige kassieren – und wir werden nicht die andere Wange hinhalten“, betonte er.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Australian Foreign Minister Summons Israeli Ambassador Over Video Mocking Flotilla Detainees“. (deutsche Bearbeitung: os)
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Australien: Schwerster Diphtherie-Ausbruch seit Jahrzehnten

Australien geht gegen den schwersten Ausbruch von Diphtherie seit Jahrzehnten vor. Über 220 Menschen sind infiziert. Besonders der Norden des Landes ist betroffen.
Grund für die Ausbreitung seien vor allem stark gesunkene Impfquoten, berichtete der Sender ABC unter Berufung auf die Regierung in Canberra. Neue Daten zeigten, dass die Quote der üblichen Schutzimpfungen für Kinder, zu denen auch eine Grundimmunisierung gegen Diphtherie gehört, das fünfte Jahr in Folge gesunken sei.
Die Behörden bereiten ein Unterstützungspaket vor, um Impfkampagnen auszuweiten und den angespannten Gesundheitssektor zu entlasten.
Gesundheitsminister Mark Butler sprach von einem „sehr besorgniserregenden“ Ausbruch. „Um das in den richtigen Kontext zu setzen: Wir erfassen die Fallzahlen landesweit seit etwa 35 Jahren, und dies ist mit Abstand der größte Diphtherie-Ausbruch, den wir je erlebt haben“, sagte er. Die Zahl der Erkrankungen liege etwa 30 Mal höher als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

Was ist Diphtherie?

Diphtherie ist eine hochansteckende bakterielle Infektionskrankheit. Die respiratorische Form kann Nase, Rachen und Atemwege befallen, während die sogenannte kutane Diphtherie die Haut betrifft.
Sie verbreitet sich durch Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen oder durch direkten Kontakt mit infizierten Wunden. Trotz Antibiotika sterben laut der Gesundheitsbehörden etwa zehn Prozent der Patienten mit schweren Atemwegssymptomen.
Besonders betroffen von dem Ausbruch sind indigene Gemeinschaften im Northern Territory, wo die Menschen oft auf engem Raum leben und Personalmangel im Gesundheitswesen herrscht.
Mittlerweile gibt es auch Fälle in anderen Bundesstaaten. Die Krankheit galt in Australien seit den 1950er Jahren als nahezu ausgerottet.

Todesfall wird untersucht

Rund ein Viertel der Patienten mit der gefährlicheren Atemwegsform der Krankheit müsse im Krankenhaus behandelt werden, hieß es. Zudem untersuchen die Behörden derzeit einen möglichen Todesfall – es wäre der erste Diphtherie-Tote in Australien seit fast zehn Jahren.
Nach Daten der WHO wurden 2018 weltweit etwa 16.600 Diphtheriefälle aus 39 Ländern gemeldet. Die mit Abstand meisten Erkrankungen gab es in Indien.
In Deutschland treten heute kaum noch Fälle auf. „Man sollte sich sowohl zum eigenen Schutz als auch zur Aufrechterhaltung des Gemeinschaftsschutzes in der Bevölkerung aber weiterhin gegen Diphtherie impfen“, rät das Robert Koch Institut. (dpa/red)
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Mehrheit befürwortet Social-Media-Verbot für Kinder unter 14

Zwei Drittel der Menschen in Deutschland (66 Prozent) sprechen sich für die Einführung eines Verbots von sozialen Medien für Kinder unter 14 Jahren aus.
Dies ist das zentrale Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation (bidt), die auf der Medienkonferenz re:publica in Berlin vorgestellt wurde.
Die Studie wirft ein Schlaglicht auf eine zunehmend emotional geführte gesellschaftliche Debatte. Spätestens seit Australien im Dezember 2025 ein entsprechendes Verbot für Kinder unter 16 Jahren in Kraft gesetzt hat, werden auch hierzulande und auf EU-Ebene Forderungen nach ähnlichen Einschränkungen lauter.
Doch während der Wunsch der Bürger nach Regulierung immens ist, warnte auf der re:publica die Wissenschaft vehement vor vorschnellen Maßnahmen.

Verbot nur für jüngere Kinder

Die Umfragedaten zeigen ein differenziertes Stimmungsbild: Die Zustimmung zu einem Verbot hängt massiv von der gesetzten Altersgrenze ab.
Während das Verbot für unter 14-Jährige auf breite Zustimmung stößt, nimmt die Befürwortung mit steigendem Alter deutlich ab. Für die Altersgruppe der unter 18-Jährigen wendet sich das Blatt komplett: Hier sind mehr Menschen gegen ein Verbot als dafür.
Unsicher sind die Befragten allerdings, ob ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche überhaupt umgesetzt werden kann. 59 Prozent der Bevölkerung glauben schlichtweg nicht daran, dass ein gesetzliches Verbot die Nutzung durch Kinder tatsächlich verhindern kann.
Selbst unter den Befürwortern eines solchen Schritts ist mehr als die Hälfte (55 Prozent) skeptisch, was dessen Wirksamkeit angeht.

Widerspruch aus der Wissenschaft

In Berlin verwiesen die Forschende des bidt, des Center for Advanced Internet Studies (CAIS) und des Weizenbaum-Instituts darauf, dass die Einführung des Verbots in Australien, vor allem mit den Risiken für die mentale Gesundheit junger Menschen begründet worden sei.
Die Perspektiven Jugendlicher seien jedoch vor der Entscheidung kaum berücksichtigt worden.
„Pauschale Social-Media-Verbote ersetzen oft die Debatte über wirksame Plattformregulierung“, sagte Josephine B. Schmitt, wissenschaftliche Koordinatorin am CAIS.
„Sie suggerieren politische Handlungsfähigkeit, verschieben die Verantwortung aber auf junge Menschen, statt Plattformen konsequent zu regulieren.“
Soziale Medien seien für Jugendliche nicht nur Risikoräume, sondern auch Orte für Information, Austausch, Selbstorganisation und gesellschaftliche Teilhabe, sagte Schmitt. „Verbote lösen viele Probleme nicht, sondern verschieben sie in weniger sichtbare Räume.“

Plattformen in die Verantwortung nehmen

Der Psychologe und Wirtschaftsinformatiker Hannes-Vincent Krause forderte, in einem angstgetriebenen Diskurs nicht in „blinden Aktionismus“ zu verfallen. Ein Verbot sei wissenschaftlich weder in seiner Notwendigkeit noch in seiner Effektivität tragbar.
Statt pauschaler Plattformverbote brauche es eine klare Regulierung von problematischen Inhalten durch die Provider und eine angemessene Vermittlung von Medienkompetenz.
Für die Studie befragte Statista+ Research im Auftrag des bidt online 2.500 Personen ab 16 Jahren in Deutschland, um Einstellungen der Bevölkerung zu einem Verbot sozialer Medien für Kinder und Jugendliche zu erfassen. Die dargestellten Ergebnisse sind repräsentativ für die Bevölkerung der Bundesrepublik. (dpa/red)
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Australien verschärft Steuerpolitik bei Immobilieninvestoren und Kapitalgewinnen


In Kürze:

  • Negative Gearing ist ab Juli 2027 nur noch bei Neubauten möglich.
  • Kapitalgewinne aus Immobilien, Aktien und Kryptowährungen werden mit mindestens 30 Prozent besteuert.
  • Ermessens-Trusts unterliegen künftig ebenfalls einer Mindeststeuer von 30 Prozent.

 
Die australische Labour-Regierung unter Anthony Albanese hat im Bundeshaushalt 2026/27 weitreichende Änderungen bei der Besteuerung von Immobilieninvestitionen, Kapitalgewinnen und sogenannten Discretionary Trusts angekündigt.
Ziel der Reformen ist es nach Regierungsangaben, Wohnkosten zu senken, das Steuersystem zu reformieren und die Mietpreise langfristig zu entlasten.
Finanzminister Jim Chalmers erklärte am 13. Mai beim National Press Club in Canberra, die Modellrechnungen seines Ministeriums gingen nur von „geringen Auswirkungen“ auf die Mieten aus. „Die Immobilienpreise werden weiter steigen, allerdings langsamer – etwa 2 Prozent langsamer, was ungefähr 19.000 australischen Dollar (11.700 Euro) weniger an Wertzuwachs entspricht“, sagte Chalmers.
Parallel dazu verweist die Regierung auf geplante Investitionen in den Wohnungsbau, die das Angebot erhöhen und so zusätzlichen Druck vom Mietmarkt nehmen sollen.
Chalmers deutete außerdem an, dass der Rahmen darauf abzielt, künftige Steuersenkungen für Arbeitnehmer mit regulärem Gehalt zu finanzieren – im Gegensatz zu Personen mit passiven Einkünften aus Investitionen. „Mein Ziel bei der künftigen Steuerreform ist es, mehr Steuererleichterungen für Arbeitnehmer zu schaffen. Deshalb habe ich diese Struktur entwickelt.“
Im Kern sollen steuerliche Vorteile für Immobilieninvestoren und komplexe Trust-Strukturen reduziert werden. Dadurch erwartet die Regierung höhere Staatseinnahmen und zusätzliche Impulse für den Wohnungsbau. Die Mittel sollen später gezielt zur Entlastung von Lohnsteuerzahlern eingesetzt werden.

Was bedeutet Negative Gearing?

Eine Person kann die negative Verzinsung (Negative Gearing) nutzen, wenn die Kosten für die Immobilie höher sind als die Mieteinnahmen. Dies kann der Fall sein, wenn die Summe aus Hypothekenzahlungen, Instandhaltungskosten, Grundsteuer und Versicherungsbeiträgen die Mieteinnahmen übersteigt.
Anleger akzeptieren diese Verluste häufig in der Erwartung, dass die Immobilie im Laufe der Zeit an Wert gewinnt und so langfristige Kapitalgewinne erzielt, die die anfänglichen Verluste übersteigen.
Im Vorfeld dieses Haushaltsplans konnten Anleger zudem Verluste aus anderen steuerpflichtigen Einkünften wie Löhnen abziehen und so ihre Gesamtsteuerlast senken.
Die Regeln ändern sich nun, doch der umfassende Schutz für bestehende Anleger bleibt bestehen.

Negative Gearing wird eingeschränkt

Die Regierung schränkt die Verrechnung von Mietverlusten bei bestehenden Immobilien ein. Eigentümer, die derzeit Negative Gearing nutzen, können dies weiterhin tun. Allerdings soll die Regelung ab dem 1. Juli 2027 auf Neubauten beschränkt werden. Die Möglichkeit der negativen Verzinsung in anderen Anlageklassen, wie beispielsweise Aktien, bleibt bestehen.

Zu Neubauten zählen Häuser, die auf unbebauten Grundstücken errichtet werden, oder Sanierungsprojekte, bei denen mehr Wohnungen geschaffen als ersetzt werden.
Abriss- und Wiederaufbauprojekte oder Renovierungen, die die Gesamtzahl der Wohneinheiten nicht erhöhen, sind hingegen nicht begünstigt. Wer später ein neu errichtetes Gebäude vom ursprünglichen Eigentümer erwirbt, verliert die entsprechende Vergünstigung.
Gewerbeimmobilien, breit gestreute Trusts und Pensionsfonds, einschließlich selbstverwalteter Fonds, sind nicht betroffen.

Ein im Bau befindliches Haus am 20. Februar 2025 vor neu errichteten Häusern in einer Wohnsiedlung in Sydney, Australien.

Foto: David Gray/AFP via Getty Images

Was ist die Kapitalertragsteuer?

Die Kapitalertragsteuer wird fällig, wenn eine Person ein Wirtschaftsgut verkauft und dabei einen Gewinn erzielt. Bislang konnten Privatpersonen, Trusts und Personengesellschaften ihre Kapitalertragsteuer um 50 Prozent reduzieren, wenn sie den jeweiligen Vermögenswert länger als zwölf Monate gehalten hatten.
Im Haushaltsplan wird dieser Rabatt durch ein neues System ersetzt.

Änderungen bei der Kapitalertragsteuer

Ab dem 1. Juli 2027 will die australische Regierung einen pauschalen Mindeststeuersatz von 30 Prozent auf Kapitalgewinne einführen. Betroffen wären zahlreiche Vermögenswerte, darunter Aktien, Kryptowährungen und Anlageimmobilien. Die endgültige Steuerhöhe soll zusätzlich an die Inflation angepasst werden.
Das selbst genutzte Eigenheim bleibt weiterhin von der Kapitalertragsteuer ausgenommen. Auch bestehende Steuervergünstigungen für kleine Unternehmen sollen unverändert bestehen bleiben.
Empfänger von Einkommensbeihilfen, einschließlich Altersrenten- und Arbeitslosengeldempfängern, sind in dem Jahr, in dem sie Gewinne erzielen, von der Mindeststeuer befreit.

30-Prozent-Mindeststeuer auf diskretionäre Trusts

Der Haushalt zielt auch auf die „Einkommensaufteilung“ über diskretionäre Trusts ab, ein Rechtsinstrument, das häufig von Familien oder Geschäftsinhabern genutzt wird, um ihre Steuerlast zu senken.
Künftig sollen Treuhänder solcher Trusts einer Steuer von 30 Prozent unterliegen, bevor Gelder an die Begünstigten ausgeschüttet werden. Diskretionäre Trusts sind eine Form von Treuhandkonstruktionen, die vor allem in Australien, Großbritannien und anderen Ländern mit Common-Law-Systemen verbreitet sind und häufig zur Vermögensverwaltung genutzt werden.
Begünstigte erhalten Gutschriften für Steuern, die bereits vom Treuhänder gezahlt wurden.
Ausgenommen von dieser Maßnahme sind feste Trusts, breit gestreute Trusts, Rentenfonds, spezielle Behinderten-Trusts, gemeinnützige Trusts und bestimmte Einkünfte wie Erträge aus der Primärproduktion.
Das Finanzministerium rechnet durch die Neuregelung mit zusätzlichen Einnahmen von rund 4,5 Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro) über fünf Jahre.

Opposition spricht von gebrochenen Wahlversprechen

Der finanzpolitische Sprecher der Opposition, Tim Wilson, kritisierte den Haushaltsplan scharf. Dieser sei „voller gebrochener Versprechen, höherer Steuern, sinkender Lebensstandards und – erschreckenderweise – weniger Wohnungen“.
Auf sozialen Medien erklärte Wilson, besonders Mieter würden unter den neuen Maßnahmen leiden. Selbst die Haushaltsunterlagen würden einräumen, dass höhere Mieten drohten.
Außerdem werde es weniger Neubauten geben, während Wohneigentum für Menschen schwieriger erreichbar werde – insbesondere für sogenannte Rentvestors, die zur Miete wohnen und gleichzeitig eine Immobilie als Kapitalanlage besitzen, sowie für Erstkäufer.
Der Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Key Things to Know About Labor’s Overhaul to Negative Gearing, CGT“. (redaktionelle Bearbeitung il)
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Straße von Hormus: Australien will sich an multinationaler Militärmission beteiligen

Australien will sich an einer möglichen „multinationalen Militärmission“ unter Führung Frankreichs und Großbritanniens zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus beteiligen.
Zur Unterstützung einer „unabhängigen und strikt defensiven“ Mission werde Australien ein Aufklärungsflugzeug vom Typ Wedgetail E-7A beisteuern. Dieses ist bereits in der Region stationiert, um die Vereinigten Arabischen Emirate vor Drohnenangriffen des Iran zu schützen, sagte Verteidigungsminister Richard Marles nach Beratungen von rund 40 Ländern.
Eine solche Militärmission könne die diplomatischen Bemühungen und deeskalierende Maßnahmen „ergänzen“, fügte Marles hinzu. Es handele sich zugleich um ein Bekenntnis zur Sicherheit des weltweiten Handels.

Europa berät über seine Rolle

Unter dem Eindruck des Irankriegs und der weltweiten wirtschaftlichen Folgen erörtert Europa derzeit, wie seine Rolle nach Ende des Konflikts bei der Sicherung des Schiffsverkehrs aussehen könnte. Frankreich und Großbritannien hatten Gespräche über eine mögliche Marinepräsenz in der Region angestoßen.
Die Straße von Hormus ist für den weltweiten Öl- und Gashandel bedeutend. Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Irankrieg begonnen. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. (afp/red)
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Australischer Bergbauriese Fortescue muss für Zerstörung indigener Stätten zahlen

Wegen der Zerstörung kultureller Stätten einer indigenen Volksgruppe ist das australische Bergbauunternehmen Fortescue zu einer Entschädigungszahlung in Millionenhöhe verurteilt worden.
Der auf den Abbau von Eisenerz spezialisierte Konzern müsse insgesamt rund 150 Millionen australische Dollar (92 Millionen Euro) zahlen, entschied ein Bundesgericht.
Dabei handelt es sich australischen Medienberichten zufolge um die höchste Entschädigungssumme, die jemals auf Grundlage der Gesetze zur Anerkennung der Landrechte indigener Völker verhängt wurde.

124 Kulturerbe-Stätten wurden zerstört

Durch die Bergbauaktivitäten des Unternehmens in der Region Pilbara im Westen des Landes seien 124 als Kulturerbe eingestufte Stätten der Volksgruppe der Yindjibarndi „vollständig zerstört“ worden, führte Bundesrichter Stephen Burley in der schriftlichen Urteilsbegründung aus.
Weitere indigene Stätten seien ausgegraben, von Straßen überdeckt oder überflutet worden. Insgesamt seien über das Land der Volksgruppe vier große Tagebauminen, eine Eisenbahnstrecke, eine Halde mit Bergbauabfällen sowie Deponien und ein Materiallager verstreut – zudem sei ein Gebiet von 135 Quadratkilometern eingezäunt worden.
Basierend auf dem Marktwert des Grundstücks sprach das Gericht der Volksgruppe eine nach Angaben Burleys „relativ geringe“ Entschädigung von rund 100.000 australischen Dollar zu. Zugleich ordnete das Gericht jedoch an, dass die Entschädigung für den kulturellen Verlust gesondert zu bewerten sei: mit 150 Millionen australischen Dollar.

Organisation forderte 800 Millionen australische Dollar als Ausgleich

Diese Summe bleibt indes deutlich hinter den Forderungen der Organisation Yindjibarndi Ngurra Aboriginal Corporation zurück. Diese hatte mehr als 800 Millionen australische Dollar als Ausgleich für wirtschaftliche Verluste sowie einer Milliarde Dollar für kulturelle Verluste geltend gemacht.
Fortescue hatte sich hingegen für eine kulturelle Entschädigung von höchstens acht Millionen australischen Dollar ausgesprochen, zugleich aber anerkannt, dass es einen Anspruch auf Entschädigung gebe.
Die australischen Ureinwohner hatten den Kontinent vor schätzungsweise mindestens 60.000 Jahren erstmals besiedelt. Nach der Ankunft der ersten britischen Siedler im Jahr 1788 wurden sie unterdrückt und diskriminiert.

Benachteiligung der Indigenen dauert an

Auch heute noch gelten viele von ihnen als gesellschaftlich benachteiligt – so haben Angehörige indigener Völker beispielsweise eine rund acht Jahre kürzere Lebenserwartung als der Rest der Bevölkerung.
Die Indigenen-Interessenvertretung National Native Title Council erklärte am Dienstag, dass die „Beharrlichkeit des Volkes der Yindjibarndi“ eine Inspiration auch „für andere traditionelle Landbesitzer“ sei, weiterhin für das zu kämpfen, was ihnen zustehe.
Der Geschäftsführer der Dachorganisation, Jamie Lowe, kritisierte gleichwohl, dass die Landrechte der Volksgruppe zwar schon seit mehr als zwei Jahrzehnten anerkannt seien – sie aber dennoch vier Jahre vor Gericht habe kämpfen müssen, um eine Entschädigung zu erhalten. (afp/red)