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Netflix-Bergsteiger Purja stirbt am Broad Peak – Laura Dahlmeier verunglückte in der gleichen Region

Als erster Mensch hatte er alle Achttausender innerhalb einer Saison bestiegen. Jetzt ist der nepalesischstämmige Extremsportler Nirmal Purja nach Angaben seiner Firma tot.
Alle Mitglieder seiner Gruppe starben nach einem schweren Lawinenunglück am Donnerstag am Broad Peak – ein Berg mit rund 8.050 Metern Höhe – in Pakistan, bestätigte der Alpine Club Pakistan dpa am Samstagabend.
„In tiefer Trauer und mit unermesslichem Herzschmerz bestätigen wir, dass Nirmal Purja in tragischer Weise sein Leben nach der Lawine am Broad Peak verloren hat“, erklärte Purjas Unternehmen Elite Expeditions.
Purja auf dem Gipfel des Everest. (Archivbild)

Purja auf dem Gipfel des Mt. Everest. (Archivbild)

Foto: Nirmal Purja/PA Wire/dpa

Rekordbergsteiger aus Netflix-Doku

„Der tragische Tod von sechs Nepalesen und vier weiteren ausländischen Bergsteigern, darunter Weltrekordhalter Nirmal Purja, im pakistanischen Karakorum-Gebirge, schockiert uns“, schrieb der nepalesische Premier Balendra Shah auf Facebook.
Auch Bergsteiger Reinhold Messner würdigte Purja: „Was bleibt, ist nicht nur die Trauer über seinen Tod, sondern auch die Erinnerung an ein Leben, das er in vollen Zügen gelebt hat“, schrieb er auf Instagram. Es sei ein Privileg, ihn gekannt zu haben.
Die zehnköpfige Expedition sei von Nirmal Purja, dem bekannten nepalesischstämmigen Alpinisten mit britischer Staatsangehörigkeit, geleitet worden, hieß es vom ACP. Purja – auch bekannt unter dem Namen Nims Dai – machte unter anderem international Schlagzeilen, nachdem er 2019 in Rekordzeit alle 14 Achttausender innerhalb von sieben Monaten erklommen hatte. Im August 2023 wurde sein Rekord von einer Norwegerin und einem Nepalesen im Team übertroffen.
In einer Mischung aus Trotz und Selbstbewusstsein nannte Purja seine damalige Mission „Project Possible“ (Projekt Möglich). „Als ich von dem Projekt erzählte, haben die Leute gelacht“, sagte er damals der dpa in Nepals Hauptstadt Kathmandu. „Sie sagten, das wäre nicht möglich.“
Nach einem Lawinenabgang werden zehn Bergsteiger im pakistanischen Karakorum-Gebirge vermisst. (Symbolbild)

Nach einem Lawinenabgang werden zehn Bergsteiger im pakistanischen Karakorum-Gebirge vermisst. (Symbolbild)

Foto: Olivier Matthys/EPA/dpa

Netflix-Produktion machte ihn weltweit bekannt

Die Netflix-Produktion „14 Peaks: Nothing is Impossible“ widmet sich seiner Leistung. Sie zeigt die extremen Wetterbedingungen, denen Bergsteiger in den Höhen ausgesetzt sind und handelt von dem Balanceakt zwischen Leben und Tod bei Purjas Extrem-Expedition.
Zuvor veröffentlichte er unter dem Namen Nimsdai Purja eine Autobiografie, die zum Bestseller wurde. Eine deutsche Fassung erschien im Jahr 2022 unter dem Titel „Jenseits des Möglichen: 1 Mann, 6 Weltrekorde, 14 Achttausender“.
Nirmal Purja hat den Mount Everest und die dreizehn anderen Achttausender der Welt in sieben Monaten bestiegen. (Archivbild)

Nirmal Purja hat den Mount Everest und die dreizehn anderen Achttausender der Welt in sieben Monaten bestiegen. (Archivbild)

Foto: Prakash Mathema/AFP/dpa

Den Broad Peak zu besteigen sei ursprünglich nicht Teil seines Plans gewesen, schrieb Purja am Montag auf der Plattform X. Nach einer Besteigung des Gasherbrum II – einem weiteren pakistanischen Achttausender – fehle ihm lediglich die Besteigung des Broad Peak, um der erste Mensch zu sein, der alle 14 Achttausender ohne Sauerstoff zweimal bestiegen habe, schrieb er.
Die britische BBC berichtete, dass Purja seine Liebe zum Bergsteigen während seiner Zeit als Elitesoldat der britischen Marine fand. Er sei von Königin Elizabeth II. 2018 ausgezeichnet worden. Auch sein Vater und ältere Brüder seien bereits Teil der britischen Streitkräfte gewesen, berichtet der Sender.

Laura Dahlmeier starb in der gleichen Region

Vor fast genau einem Jahr kam die Deutsche Laura Dahlmeier am 28. Juli 2025 beim Bergsteigen am Laila Peak ums Leben. Die Unglücksorte liegen nah beieinander.
Die 31-jährige ausgebildete Bergführerin war mit ihrer Seilpartnerin unterwegs, als sie beim Abstieg auf einer Höhe von 5.700 Metern von einem Steinschlag am Kopf getroffen wurde. Sie war mutmaßlich sofort tot.
Trotz umgehend eingeleiteter Rettungsmaßnahmen konnte aufgrund der anhaltenden Steinschlaggefahr und schwieriger Wetterbedingungen niemand zu ihr vordringen.
Die Rettungsaktion wurde schließlich eingestellt, da es Dahlmeiers ausdrücklicher und niedergeschriebener Wille war, dass in einem solchen Fall niemand sein Leben riskieren dürfe, um sie zu bergen. Ihr Leichnam verblieb am Berg, wo sie ihre letzte Ruhestätte fand.
Mit öffentlichem Gedenken an Laura Dahlmeier hatte sich ihre Heimatgemeinde zunächst zurückgehalten. (Archivbild)

Gedenken an Laura Dahlmeier.

Foto: Str/dpa

Suche nach Purja

2021 gelang Purja gemeinsam mit neun weiteren Nepalesen die erste Winterbesteigung des K2 an der Grenze zwischen Pakistan und China. Einem größeren Publikum wurde der Bergsteiger 2021 durch eine Netflix-Dokumentation bekannt.
Vor seinem letzten Aufstieg schrieb Purja vor einigen Tagen im Onlinedienst X: „Broad Peak, ich bitte um nichts weiter als einen sicheren Aufstieg und eine sichere Rückkehr.“
Der Broad Peak ist der zwölfthöchste Berg der Erde und liegt im Karakorum-Gebirge auf der Grenze zwischen Pakistan und China. Die Region im hohen Norden Pakistans zieht jährlich viele internationale Bergsteiger-Expeditionen an.
Die Einsatzkräfte hatten am Samstag laut Polizeiangaben erneut nach den verbliebenen Vermissten gesucht, nachdem die Suche am Vortag wegen schwieriger Wetterbedingungen in dem „äußerst herausfordernden Gebiet“ unterbrochen worden war. Zum Einsatz kamen unter anderem Hubschrauber der Armee.
Bergretter bereiten sich am Freitag auf eine Suchmission am Broad Peak vor. (Handout)

Bergretter bereiten sich am Freitag auf eine Suchmission am Broad Peak vor. (Handout)

Foto: Uncredited/Alpine Club of Pakistan/AP/dpa

Die Lawine hatte die Expeditionsteilnehmer am Donnerstag erfasst, als die Gruppe in rund 6600 Metern Höhe zum Gipfel des Broad Peak aufstieg. Nach Angaben von Naila Kiani vom pakistanischen Alpinismus-Verein ACP deuten Daten der Ortungsgeräte darauf hin, dass die Bergsteiger mehrere hundert Meter den Hang hinabgeschleudert wurden.
Als Achttausender sei der Broad Peak ein schwieriger Berg und es habe auch in der Vergangenheit immer wieder Unfälle dort gegeben, sagt Irfanullah Baig, ein pakistanischer Bergsteiger.
„Die Temperaturen in den Ortschaften am Fuß der Berge steigen auf 40 Grad. Damit gibt es keine stabile Schneedecke mehr und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Schneeschmelze jederzeit Lawinen auslöst“, sagte der Fachmann. (dpa/afp/red)
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Netflix-Bergsteiger Purja verunglückt in Pakistan – Laura Dahlmeier starb in der gleichen Region

Als erster Mensch hatte er alle Achttausender innerhalb einer Saison bestiegen. Jetzt ist der nepalesischstämmige Extremsportler Nirmal Purja nach Angaben seiner Firma tot.
Alle Mitglieder seiner Gruppe starben nach einem schweren Lawinenunglück am Donnerstag am Broad Peak – ein Berg mit rund 8.050 Metern Höhe – in Pakistan, bestätigte der Alpine Club Pakistan dpa am Samstagabend.
„In tiefer Trauer und mit unermesslichem Herzschmerz bestätigen wir, dass Nirmal Purja in tragischer Weise sein Leben nach der Lawine am Broad Peak verloren hat“, erklärte Purjas Unternehmen Elite Expeditions.
Purja auf dem Gipfel des Everest. (Archivbild)

Purja auf dem Gipfel des Mt. Everest. (Archivbild)

Foto: Nirmal Purja/PA Wire/dpa

Rekordbergsteiger aus Netflix-Doku

„Der tragische Tod von sechs Nepalesen und vier weiteren ausländischen Bergsteigern, darunter Weltrekordhalter Nirmal Purja, im pakistanischen Karakorum-Gebirge, schockiert uns“, schrieb der nepalesische Premier Balendra Shah auf Facebook.
Auch Bergsteiger Reinhold Messner würdigte Purja: „Was bleibt, ist nicht nur die Trauer über seinen Tod, sondern auch die Erinnerung an ein Leben, das er in vollen Zügen gelebt hat“, schrieb er auf Instagram. Es sei ein Privileg, ihn gekannt zu haben.
Die zehnköpfige Expedition sei von Nirmal Purja, dem bekannten nepalesischstämmigen Alpinisten mit britischer Staatsangehörigkeit, geleitet worden, hieß es vom ACP. Purja – auch bekannt unter dem Namen Nims Dai – machte unter anderem international Schlagzeilen, nachdem er 2019 in Rekordzeit alle 14 Achttausender innerhalb von sieben Monaten erklommen hatte. Im August 2023 wurde sein Rekord von einer Norwegerin und einem Nepalesen im Team übertroffen.
In einer Mischung aus Trotz und Selbstbewusstsein nannte Purja seine damalige Mission „Project Possible“ (Projekt Möglich). „Als ich von dem Projekt erzählte, haben die Leute gelacht“, sagte er damals der dpa in Nepals Hauptstadt Kathmandu. „Sie sagten, das wäre nicht möglich.“
Nach einem Lawinenabgang werden zehn Bergsteiger im pakistanischen Karakorum-Gebirge vermisst. (Symbolbild)

Nach einem Lawinenabgang werden zehn Bergsteiger im pakistanischen Karakorum-Gebirge vermisst. (Symbolbild)

Foto: Olivier Matthys/EPA/dpa

Netflix-Produktion machte ihn weltweit bekannt

Die Netflix-Produktion „14 Peaks: Nothing is Impossible“ widmet sich seiner Leistung. Sie zeigt die extremen Wetterbedingungen, denen Bergsteiger in den Höhen ausgesetzt sind und handelt von dem Balanceakt zwischen Leben und Tod bei Purjas Extrem-Expedition.
Zuvor veröffentlichte er unter dem Namen Nimsdai Purja eine Autobiografie, die zum Bestseller wurde. Eine deutsche Fassung erschien im Jahr 2022 unter dem Titel „Jenseits des Möglichen: 1 Mann, 6 Weltrekorde, 14 Achttausender“.
Nirmal Purja hat den Mount Everest und die dreizehn anderen Achttausender der Welt in sieben Monaten bestiegen. (Archivbild)

Nirmal Purja hat den Mount Everest und die dreizehn anderen Achttausender der Welt in sieben Monaten bestiegen. (Archivbild)

Foto: Prakash Mathema/AFP/dpa

Den Broad Peak zu besteigen sei ursprünglich nicht Teil seines Plans gewesen, schrieb Purja am Montag auf der Plattform X. Nach einer Besteigung des Gasherbrum II – einem weiteren pakistanischen Achttausender – fehle ihm lediglich die Besteigung des Broad Peak, um der erste Mensch zu sein, der alle 14 Achttausender ohne Sauerstoff zweimal bestiegen habe, schrieb er.
Die britische BBC berichtete, dass Purja seine Liebe zum Bergsteigen während seiner Zeit als Elitesoldat der britischen Marine fand. Er sei von Königin Elizabeth II. 2018 ausgezeichnet worden. Auch sein Vater und ältere Brüder seien bereits Teil der britischen Streitkräfte gewesen, berichtet der Sender.

Laura Dahlmeier starb in der gleichen Region

Vor fast genau einem Jahr kam die Deutsche Laura Dahlmeier am 28. Juli 2025 beim Bergsteigen am Laila Peak ums Leben. Die Unglücksorte liegen nah beieinander.
Die 31-jährige ausgebildete Bergführerin war mit ihrer Seilpartnerin unterwegs, als sie beim Abstieg auf einer Höhe von 5.700 Metern von einem Steinschlag am Kopf getroffen wurde. Sie war mutmaßlich sofort tot.
Trotz umgehend eingeleiteter Rettungsmaßnahmen konnte aufgrund der anhaltenden Steinschlaggefahr und schwieriger Wetterbedingungen niemand zu ihr vordringen.
Die Rettungsaktion wurde schließlich eingestellt, da es Dahlmeiers ausdrücklicher und niedergeschriebener Wille war, dass in einem solchen Fall niemand sein Leben riskieren dürfe, um sie zu bergen. Ihr Leichnam verblieb am Berg, wo sie ihre letzte Ruhestätte fand.
Mit öffentlichem Gedenken an Laura Dahlmeier hatte sich ihre Heimatgemeinde zunächst zurückgehalten. (Archivbild)

Gedenken an Laura Dahlmeier.

Foto: Str/dpa

Suche nach Purja

2021 gelang Purja gemeinsam mit neun weiteren Nepalesen die erste Winterbesteigung des K2 an der Grenze zwischen Pakistan und China. Einem größeren Publikum wurde der Bergsteiger 2021 durch eine Netflix-Dokumentation bekannt.
Vor seinem letzten Aufstieg schrieb Purja vor einigen Tagen im Onlinedienst X: „Broad Peak, ich bitte um nichts weiter als einen sicheren Aufstieg und eine sichere Rückkehr.“
Der Broad Peak ist der zwölfthöchste Berg der Erde und liegt im Karakorum-Gebirge auf der Grenze zwischen Pakistan und China. Die Region im hohen Norden Pakistans zieht jährlich viele internationale Bergsteiger-Expeditionen an.
Die Einsatzkräfte hatten am Samstag laut Polizeiangaben erneut nach den verbliebenen Vermissten gesucht, nachdem die Suche am Vortag wegen schwieriger Wetterbedingungen in dem „äußerst herausfordernden Gebiet“ unterbrochen worden war. Zum Einsatz kamen unter anderem Hubschrauber der Armee.
Bergretter bereiten sich am Freitag auf eine Suchmission am Broad Peak vor. (Handout)

Bergretter bereiten sich am Freitag auf eine Suchmission am Broad Peak vor. (Handout)

Foto: Uncredited/Alpine Club of Pakistan/AP/dpa

Die Lawine hatte die Expeditionsteilnehmer am Donnerstag erfasst, als die Gruppe in rund 6600 Metern Höhe zum Gipfel des Broad Peak aufstieg. Nach Angaben von Naila Kiani vom pakistanischen Alpinismus-Verein ACP deuten Daten der Ortungsgeräte darauf hin, dass die Bergsteiger mehrere hundert Meter den Hang hinabgeschleudert wurden.
Als Achttausender sei der Broad Peak ein schwieriger Berg und es habe auch in der Vergangenheit immer wieder Unfälle dort gegeben, sagt Irfanullah Baig, ein pakistanischer Bergsteiger.
„Die Temperaturen in den Ortschaften am Fuß der Berge steigen auf 40 Grad. Damit gibt es keine stabile Schneedecke mehr und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Schneeschmelze jederzeit Lawinen auslöst“, sagte der Fachmann. (dpa/afp/red)
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„Mit unermesslichem Herzschmerz“: Leichnam von bekanntem Bergsteiger Nirmal Purja gefunden

Nach dem Lawinenunglück im Norden Pakistans ist der Leichnam des international bekannten nepalesisch-britischen Bergsteigers Nirmal Purja gefunden worden. Das teilte Purjas Alpinismus-Unternehmen Elite Expeditions am Samstag mit. „In tiefer Trauer und mit unermesslichem Herzschmerz bestätigen wir, dass Nirmal Purja in tragischer Weise sein Leben nach der Lawine am Broad Peak verloren hat“, erklärte die Firma.
Am Vorabend hatte die Regionalregierung von Gilgit-Baltistan mitgeteilt, dass die Leichname von drei anderen Mitgliedern der internationalen Bergsteigergruppe gefunden worden seien. Dabei handelte es sich um eine US-Amerikanerin, eine Omanerin und einen Nepalesen.
Die Rettungskräfte hatten ihre Suche nach vermissten Mitgliedern der Gruppe am Samstag fortgesetzt, nachdem die Suche am Freitag wegen schwieriger Wetterbedingungen unterbrochen werden musste. Auf Drohnenaufnahmen seien weitere Leichen zu erkennen, erklärte die Regionalregierung.
Die Lawine hatte die zehnköpfige Expedition am Donnerstag erfasst, als die Gruppe in rund 6600 Metern Höhe zum Gipfel des 8047 Meter hohen Broad Peak aufstieg. Nach Angaben von Naila Kiani vom pakistanischen Alpinismus-Verein ACP deuten Daten der Ortungsgeräte darauf hin, dass die Bergsteiger mehrere hundert Meter den Hang hinabgeschleudert wurden.
Der 43-jährige Purja hatte zuletzt versucht, als erster Mensch alle 14 Achttausender der Erde zweimal ohne zusätzlichen Sauerstoff zu besteigen. Purja hatte bereits 2019 alle 14 Achttausender innerhalb von sechs Monaten und sechs Tagen bestiegen. 2021 gelang ihm gemeinsam mit neun weiteren Nepalesen die erste Winterbesteigung des K2 an der Grenze zwischen Pakistan und China.
Der Broad Peak im Karakorum-Gebirge ist der zwölfthöchste Berg der Welt. Er wurde 1957 erstmals von einer österreichischen Expedition bestiegen. (afp)
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Bayern: Achtjähriger stirbt nach Badeunfall in Freibad

Drei Tage nach einem Badeunfall in einem Freibad in Bayern ist ein achtjähriger Junge gestorben. Das Kind starb am Montagabend in einem Klinikum, wie das Polizeipräsidium Oberfranken in Bayreuth mitteilte.
Der Achtjährige war am Freitag mit Freunden in einem Freibad in Naila im Landkreis Hof. Später entdeckten Badegäste den Jungen leblos im Nichtschwimmerbecken und begannen umgehend mit Wiederbelebungsversuchen.
Anschließend wurde er in eine Klinik gebracht, wo er trotz intensivmedizinischer Behandlung nun starb. Die Kriminalpolizei leitete Ermittlungen zum Unfallhergang ein.(afp/red)
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Tatverdächtiger erschossen – Hintergründe der tödlichen Attacke beim CSD

Nach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin ist der Tatverdächtige bei einem Polizeieinsatz getötet worden. Das teilte die Berliner Polizei mit. Bei einem Einsatz in einer Kleingartenanlage in Berlin-Spandau sei der mutmaßliche Täter mit einer Stichwaffe auf die Einsatzkräfte zugelaufen, daraufhin habe das Berliner SEK auf ihn geschossen. „Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen durch die Berliner Feuerwehr verstarb er noch am Einsatzort“, so die Polizei.
Die Ermittlungen zu dem Anschlag am Rande des CSD übernahm die Bundesanwaltschaft als oberste Anklagebehörde in Deutschland.

Eine Tote und viele Verletzte bei Anschlag am Samstag

Der CSD in Berlin war am Samstagabend abgebrochen worden, nachdem ein Auto am Rande der Großveranstaltung in eine Menschenmenge gefahren war. Eine Frau wurde getötet, 29 weitere Menschen wurden verletzt. Ihr Zustand ist nach Angaben der Polizei vom Nachmittag nicht mehr lebensbedrohlich.
Der Fahrer verließ laut Polizei das Auto und floh. Er sei mutmaßlich auch mit einer Machete auf Passanten losgegangen, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) in Berlin. Die Ermittler gehen von einem islamistischen Terroranschlag aus. Darauf deute alles hin, so Dobrindt.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner zeigte sich am Abend erleichtert darüber, dass der Tatverdächtige gestellt wurde. „Dass die Berliner Polizei innerhalb von 24 Stunden den Tatverdächtigen hat, ist ein großer Erfolg der Ermittlungsbehörden“, sagte der CDU-Politiker im RBB. „Und da bin ich sehr dankbar.“

Abdul B. versuchte, sich dem IS anzuschließen

Am Morgen hatte die Polizei ein Foto veröffentlicht, mit dem sie nach dem 21 Jahre alten Abdul B. fahndete. Der Tatverdächtige hatte sich den Erkenntnissen zufolge radikalisiert und gehörte der islamistischen Szene an. Nach Angaben der Behörden ist er in Berlin geboren, aufgewachsen und deutscher Staatsbürger. Er habe einen libanesischen Hintergrund, seine Mutter sei 2002 in Deutschland eingebürgert worden, sagte Dobrindt.
Im vergangenen Jahr versuchte Abdul B. laut Berliner Generalstaatsanwaltschaft mehrfach, sich im Ausland der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen. Im Juli 2025 wurde er im Libanon festgenommen und saß dort drei Monate in Haft. Nach seiner Entlassung sei Abdul B. am 17. November nach Deutschland zurückgekehrt und noch am Flughafen BER erneut festgenommen worden.
Er war dann monatelang in Untersuchungshaft in Deutschland, bevor er im Mai 2026 laut Generalstaatsanwaltschaft von einem Jugendschöffengericht am Amtsgericht Tiergarten unter anderem wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt wurde. Das Gericht hob demnach einen bestehenden Haftbefehl auf, „da die Untersuchungshaft vorrangig der Sicherung des Strafverfahrens dient und keine vorweggenommene Strafe darstellt“.
Die Verurteilung ist nicht rechtskräftig, weil die Generalstaatsanwaltschaft Berufung eingelegt hat. Sie hatte demnach eine höhere, nicht mehr bewährungsfähige Jugendstrafe und die Aufrechterhaltung des Haftbefehls beantragt. In der Verhandlung hatte sich Abdul B. laut Mitteilung „überwiegend geständig“ gezeigt und vom IS distanziert.
Noch Anfang dieses Monats durchsuchten Ermittler nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft seine Wohnung in Berlin-Schöneberg. Hintergrund war demnach ein Anfangsverdacht wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Es sei aber nur eine Spielzeugwaffe gefunden worden. Der „Bild“ zufolge sollte Abdul B. am Montag zu einem Deradikalisierungskurs.

Jähes Ende eines bunten Festes

Am Samstag hatten Hunderttausende Menschen beim CSD auf den Berliner Straßen gefeiert. Mehr als 80 Trucks mit Musik fuhren Richtung Tiergarten zur großen Abschlussparty am Brandenburger Tor.
Die Feierstimmung nahm gegen 22.00 Uhr ein jähes Ende, als ein weißer Van in der Nähe des Potsdamer Platzes in die Menschenmenge fuhr. Die lebensbedrohlich und schwer verletzten Menschen wurden alle in Krankenhäuser gebracht, der Veranstaltungsort geräumt.

Gedenken an Opfer

Nach dem Anschlag wurde am Sonntagmittag mit einer Andacht in der Berliner St. Marienkirche an die Opfer erinnert, an der unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) und Bildungsministerin Karin Prien (CDU) teilnahmen.
Im Anschluss besuchte der Kanzler den Ort des Anschlags im Tiergarten, legte weiße Blumen ab und hielt unter anderem mit Dobrindt und Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) kurz inne, um der Opfer zu gedenken.

Experten: Angriffe dieser Art kaum zu verhindern

Berlins Regierender Bürgermeister Wegner verteidigte die Sicherheitsmaßnahmen beim CSD als sehr gut. „Wir haben beim CSD eine hohe Sicherheit gehabt“, sagte Wegner am Nachmittag in der Nähe des Tatorts. „Die Strecke des CSD wurde nicht getroffen.“ Dort sei der Täter nicht drauf gekommen, weil die Polizei, die Sicherheitsbehörden den CSD abgesichert hätten. Dobrindt rief gleichwohl die Veranstalter von Großveranstaltungen und CSDs auf, ihre Sicherheitskonzepte zu überprüfen.
Taten wie der Angriff auf den Berliner CSD lassen sich nach Einschätzung von Experten praktisch nicht verhindern. „Ich glaube, dass ein Staat oder auch die Europäische Union, eine Staatengemeinschaft, sehr viele Maßnahmen ergreifen kann, damit die Menschen in Deutschland sicher sind“, sagte der Terrorismusexperte der Konrad-Adenauer-Stiftung, Felix Neumann. Eine hundertprozentige Sicherheit sei aber nicht möglich. (dpa/red)
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Eine Tote, 29 Verletzte – Hintergründe der tödlichen Attacke beim CSD

Nach dem Angriff eines Autofahrers am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) gehen die Ermittler von einem „islamistischen Terroranschlag“ aus. Darauf deute alles hin, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) in Berlin.
Die Bundesanwaltschaft soll die Ermittlungen übernehmen, wie Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) ankündigte. Der Generalbundesanwalt übernimmt Ermittlungen in der Regel nur bei schweren Straftaten, die sich gegen die innere oder äußere Sicherheit Deutschlands richten. Dazu zählen etwa Terrorismus oder Spionage.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sprach vom „Gift des Terrorismus“ und rief dazu auf, sich durch solche Taten nicht einschüchtern zu lassen. Er nahm am Nachmittag zusammen mit Justizministerin Hubig und Bildungsministerin Karin Prien (CDU) an einer Andacht in der St. Marienkirche teil.
Bei dem Angriff mit dem Auto sowie anschließend mit einer Stichwaffe, mutmaßlich eine Machete, wurde laut Dobrindt ein Mensch getötet, 29 wurden verletzt. Sie befanden sich laut Polizei am Nachmittag nicht mehr in Lebensgefahr.

Mutmaßlicher Täter schon in der Vergangenheit „auffällig“ und verurteilt

Berichten zufolge soll der mutmaßliche Täter bei einem Polizeieinsatz in einer Spandauer Kleingartenanlage erschossen worden sein.
Der 21.Jährige hat sich Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden zufolge radikalisiert und gehört der islamistischen Szene an, wie Dobrindt sagte. Der Mann sei schon in der Vergangenheit „auffällig“ geworden. Dobrindt sprach von einem „hohen Maß von Straftaten“ und einer „islamistischen Radikalisierung“ des 21-Jährigen. In der Vergangenheit sei der Beschuldigte zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden, sagte der Innenminister. Dagegen habe die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt.
Der Tatverdächtige sei 2005 in Deutschland geboren und deutscher Staatsbürger, sagte der Innenminister. Der Mann habe einen libanesischen Hintergrund, seine Mutter sei 2002 in Deutschland eingebürgert worden.
Am Morgen veröffentlichte die Polizei ein Foto, mit dem sie nach dem 21 Jahre alten Abdul B. fahndet.

Polizei schließt weitere Tatverdächtige nicht aus

Der Täter war mit seinem Transporter laut Polizeisprecher Florian Nath am Ahornsteig, einem Parkweg parallel zur Lennéstraße, unterwegs gewesen. Dort habe er mehrere Menschen angefahren, möglicherweise auch umgefahren, bevor das Fahrzeug einen Baum gerammt habe. Dobrindt zufolge attackierte er im Anschluss mit einer Stichwaffe, mutmaßlich einer Machete, weitere Passanten und verletzte einige schwer.
Die Polizei nahm nach dem Angriff mehrere Menschen in Gewahrsam. Von Tatverdächtigen sprach Polizeisprecher Nath dabei aber nicht. Er sagte zugleich: „Wir haben immer noch die Ermittlungshypothese, dass es nicht nur ein Tatverdächtiger sein könnte.“

Jähes Ende eines bunten Festes

Zehntausende Menschen hatten den ganzen Samstag beim Christopher Street Day (SCD) auf den Berliner Straßen gefeiert. Mehr als 80 Trucks mit Musik fuhren Richtung Tiergarten zur großen Abschlussparty am Brandenburger Tor. Die Feierstimmung nahm gegen 22.00 Uhr ein jähes Ende, als der weiße Van in der Nähe des Potsdamer Platzes in die Menschenmenge fuhr.
Die lebensbedrohlich und schwer verletzten Menschen wurden alle in Krankenhäuser gebracht. In der Nacht sagten die CSD-Veranstalter zwei für Sonntag geplante Veranstaltungen ab. Der Bundesopferbeauftragte Roland Weber bot Betreuung für Opfer und Angehörige an.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) verteidigte die Sicherheitsmaßnahmen beim CSD als sehr gut. „Wir haben beim CSD eine hohe Sicherheit gehabt“, sagte Wegner am Nachmittag in der Nähe des Tatorts. „Die Strecke des CSD wurde nicht getroffen.“ Dort sei der Täter nicht drauf gekommen, weil die Polizei, die Sicherheitsbehörden den CSD abgesichert hätten. Dobrindt rief gleichwohl die Veranstalter von Großveranstaltungen und CSDs auf, ihre Sicherheitskonzepte zu überprüfen.

Debatte über Sicherheit

Merz kündigte Beratungen in der Regierung über Konsequenzen des Tags an.
Der CDU-Innenpolitiker Günter Krings forderte in der „Rheinischen Post“ ein härteres Strafmaß für islamistische Attentäter – sollte sich bewahrheiten, dass es sich im Berliner Fall um einen solchen handele. Auch strengere Regeln bei der Einbürgerung brachte er ins Gespräch.
Sein Parteikollege Alexander Throm sagte dem „Tagesspiegel“, alle in Arbeit befindlichen Sicherheitsgesetze müssten unmittelbar nach der Sommerpause verabschiedet werden.
„Schützt die Berliner vor gewaltbereiten Islamisten“, schrieb die Berliner AfD-Landesvorsitzende Kristin Brinker auf X. Sie brachte die Tat in Zusammenhang mit einer aus ihrer Sicht „katastrophalen Migrationspolitik der vergangenen Jahre“ und einem vermeintlichen „Kuschelkurs gegenüber gewaltbereiten Islamisten“.

Staatsoberhaupt: Angriff auf offene Gesellschaft

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeigte sich indes „erschüttert und entsetzt“ über den Angriff in Berlin. „Diese Tat ist ein Angriff auf unsere offene Gesellschaft, auf unsere Art zu leben und zusammenzuleben“, sagte er in Hamm, wo er an einem Tempelfest der Hinduistischen Gemeinde in Deutschland teilnahm.
Der CDU-Spitzenkandidat für die bevorstehende Abgeordnetenhauswahl in Berlin, Stefan Evers, drückte auf der Plattform X sein Entsetzen aus und schrieb: „Es trifft unsere Stadt mitten ins Herz.“
Die Queerbeauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch (SPD), schrieb bei Instagram: „Wenn die Feinde unserer Freiheit Hass und Gewalt säen, werden sie keine Angst ernten, sondern mehr Zusammenhalt, mehr Vielfalt und mehr Sichtbarkeit.“ (dpa/afp/red)
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„Islamistischer Terroranschlag“: Was bisher über den mutmaßlichen Angreifer bekannt ist

Nach der blutigen Attacke beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin gehen die Ermittler nach Angaben von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) von einem „islamistischen Terroranschlag“ aus. Nach dem flüchtigen Verdächtigen Abdul B. werde unter anderem an Bahn- und Flughäfen sowie an Grenzen „mit sehr hohem Einsatz“ gesucht, sagte der Minister am Sonntag in Berlin. Der 21-Jährige sei als Angehöriger der islamistischen Szene bekannt.
Der geflüchtete Verdächtige hat nach Justizangaben im vorigen Jahr vergeblich versucht, sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien anzuschließen. Außerdem postete er im sozialen Netzwerk Instagram 2024 verbotene Propaganda der Gruppe, wie das Kammergericht und die Generalstaatsanwaltschaft in Berlin am Sonntag gemeinsam mitteilten.

Verurteilung wegen Vorbereitung einer schweren Straftat

Das Amtsgericht Tiergarten verurteilte den 21-Jährigen demnach am 12. Mai in einem von der Generalstaatsanwaltschaft Berlin angestrengten Verfahren wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie zweifacher Zuwiderhandlung gegen ein Verbot nach dem Vereinsgesetz zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten Haft.
Die Entscheidung über eine Strafaussetzung zur Bewährung wurde laut Generalstaatsanwaltschaft und Kammergericht für ein halbes Jahr zurückgestellt, ein bestehender Untersuchungshaftbefehl aufgehoben.
Den Angaben zufolge versuchte B. – bei dem es sich um einen in Berlin geborenen deutschen Staatsangehörigen handelt – im Mai vergangenen Jahres zunächst vergeblich versucht, über Mauretanien in die Türkei zu reisen. Am 20. Mai soll er dann über den Hauptstadtflughafen BER über die Türkei in den Libanon geflogen sein, um von dort weiter zum IS nach Syrien zu gelangen. Er habe sich laut Feststellungen des Gerichts dem „bewaffneten Kampf“ der islamistischen Organisation anschließen wollen.

Festnahme im Libanon und Rückkehr nach Deutschland

Allerdings wurde der Verdächtige im Juli 2025 im Libanon festgenommen und dort von einem Militärgericht zu drei Monaten Haft verurteilt. Nach der Verbüßung kehrte er im November vergangenen Jahres nach Deutschland zurück und wurde noch am Flughafen BER in Untersuchungshaft genommen, in der er bis zu seiner Verurteilung vor zweieinhalb Monaten verblieb.
Für das Gericht war bei Rückstellung der Entscheidung über Bewährung und der Aufhebung des Haftbefehls demnach unter anderem entscheidend, dass B. bereits drei Monate in einem libanesischen Gefängnis sowie weitere sechs Monate in deutscher Untersuchungshaft verbracht hatte.
Untersuchungshaft diene vorrangig der Sicherung des Strafverfahrens und sei keine „vorweggenommene Strafe“, hieß es in der Mitteilung. B. habe sich unter anderem geständig eingelassen und vom IS distanziert, zudem sei es durch ihn zu keinen konkreten Rechtsgütergefährdungen gekommen.
Verschiedene Medien hatten am Sonntag bereits zuvor über die versuchte Ausreise des Verdächtigen zum IS und das Urteil berichtet. Das Urteil war auch bereits von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bestätigt worden. Dieser hatte aber keine Einzelheiten dazu genannt.
Die Generalstaatsanwaltschaft legte der gemeinsamen Mitteilung zufolge Berufung gegen das Urteil vom Mai ein, dieses ist deshalb noch nicht rechtskräftig. Demnach hatte sie eine Aufrechterhaltung des Haftbefehls und eine höhere Strafe gefordert, die nicht mehr bewährungsfähig wäre.

Durchsuchung wegen Waffenverdachts

Demnach kam es vor etwa drei Wochen zudem zu einer Durchsuchung bei dem flüchtigen Beschuldigten wegen eines Anfangsverdachts auf Verstöße gegen das Waffengesetz. Es wurde demnach aber nur eine Spielzeugwaffe gefunden, weshalb das Verfahren anschließend eingestellt werden musste.
B. soll am Samstagabend beim Berliner CSD mit einem Kleintransporter in eine Menschenmenge gerast und anschließend mutmaßlich mit einer Machete auf weitere Betroffene losgegangen sein. Eine Frau starb, weitere 29 Menschen wurden nach Angaben von Dobrindt bei der Tat im Bereich des Tiergartens verletzt. Die Ermittler gehen von einem islamistischen Anschlag aus. Nach B. wird gefahndet, er befindet sich auf der Flucht.
(afp/dpa/red)
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Mutmaßlicher CSD-Todesfahrer soll IS-Anhänger sein

Nach der Todesfahrt beim Berliner CSD gehen die Ermittler offenbar davon aus, dass der Täter ein Anhänger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ sein soll. Das berichten am Sonntag mehrere Medien unter Berufung auf Behördenangaben.
Ob der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernimmt, ist unterdessen noch unklar. Er soll sich aber bereits mit den örtlichen Behörden in Verbindung gesetzt haben.
Nach dem mutmaßlichen Täter wird mittlerweile europaweit gefahndet Das BKA soll die Behörden in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Frankreich, der Schweiz und Österreich um Mithilfe ersucht haben, berichtet „Focus Online“.

Mehrere Täter und Stichwaffen möglich

Der 21-jährige Abdul B. soll am Samstag gegen 22 Uhr mit einem Kleintransporter in den Berliner Tiergarten gerast sein, wo CSD-Teilnehmer gerade feierten.
Dabei fuhr er schließlich gegen einen Baum und flüchtete. Ob er einen Mittäter hatte, ist noch unklar.
Die Behörden sprechen mittlerweile davon, dass „eine oder mehrere Personen“ sich aus dem Fahrzeug entfernt haben sollen. Des Weiteren sollen mehrere Personen „durch Stichwerkzeuge verletzt“ worden sein.
Die Veranstaltung war nach der Tat abgebrochen worden, über eine Stunde lang war aber öffentlich kaum bekannt, was passiert war – offensichtlich sollte damit Panik vermieden werden.
Vorübergehend setzte die Polizei bei der Suche auch einen Hubschrauber über dem Tiergarten ein, dabei soll dem Vernehmen nach auch eine Wärmebildkamera zum Einsatz gekommen sein. Nach letzten Angaben waren bei der Tat am Samstagabend eine Frau getötet und 16 weitere verletzt worden. (dts/red)
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„Verdacht eines Anschlags“: Ermittler fahnden nach 21-Jährigem

Wegen des „Verdachts eines Anschlags“ mit mindestens einem Todesopfer haben die Ermittler einen 21-jährigen Tatverdächtigen öffentlich zur Fahndung ausgeschrieben.
Die Polizei Berlin warnte am Sonntag davor, den mutmaßlich islamistischen Verdächtigen Abdul B. anzusprechen. Er sei „möglicherweise bewaffnet und gefährlich“. 16 weitere Menschen waren am Samstagabend im Tiergarten verletzt worden, drei von ihnen lebensgefährlich.
Die Polizei und die Generalstaatsanwaltschaft Berlin baten in einer im Onlinedienst X veröffentlichten Erklärung um Unterstützung bei der Suche nach dem flüchtigen Tatverdächtigen.
Der Mann habe eine schlanke Statur, sei etwa 1,90 Meter groß und habe schwarze Haare, erklärte die Polizei. Sie veröffentlichte im Internet ein Foto des Verdächtigen.
Abdul B. sei verdächtig, am Samstagabend gegen 22 Uhr im Bereich des Tiergartens mehrere Menschen mit einem fahrenden Fahrzeug verletzt zu haben, erklärte die Polizei. „Eine oder mehrere Personen“ hätten sich anschließend aus dem Fahrzeug entfernt. Des Weiteren seien möglicherweise „mehrere Personen durch Stichwerkzeuge verletzt“ worden.

Großaufgebot der Polizei im Einsatz

Die Polizei fahndete unter „Hochdruck“ mit einem Großaufgebot nach dem Täter oder den Tätern, wie ein Polizeisprecher am späten Samstag sagte. Der Verdächtige sei „polizeibekannt als Angehöriger des islamistischen Milieus hier in Berlin“.
Er fügte hinzu: „Wir haben weiterhin noch keinerlei Hinweise auf seine konkreten Motivationshintergründe oder auch den genauen Ablauf oder seinen Tatbeitrag als solchen.“
Die Polizei sprach von „mehreren hundert Einsatzkräften“, die teils schwer bewaffnet seien. Bei der Suche wurden in der Nacht auch Hubschrauber mit Wärmekameras eingesetzt. (dts/dpa/red)
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Auto rast in Menschenmenge – Tatverdächtiger aus „islamistischem Milieu“

Nach der Todesfahrt beim Berliner CSD sucht die Polizei einen Tatverdächtigen aus dem „islamistischen Milieu“.
Der Mann sei identifiziert worden und „polizeibekannt“, aber noch nicht festgenommen, sagte ein Polizeisprecher Florian Nath gegen 2:20 Uhr in der Nacht vor Journalisten am Tatort. Die Fahndung laufe auf Hochtouren. Der Sprecher kündigte an, dass wahrscheinlich in Kürze eine Öffentlichkeitsfahndung gestartet werde.
Vorübergehend setzte die Polizei bei der Suche auch einen Hubschrauber über dem Tiergarten ein, dabei soll dem Vernehmen nach auch eine Wärmebildkamera zum Einsatz gekommen sein.

Ein Auto fährt bei CSD in Menschenmenge am 26.07.2026.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Ein Toter und 16 Verletzte

Nach letzten Angaben waren am Samstagabend eine Person getötet und 16 weitere verletzt worden, als eine Person gegen 22 Uhr mit einem Kleintransporter in den Berliner Tiergarten raste, wo CSD-Teilnehmer gerade feierten. Dabei fuhr er schließlich gegen einen Baum und flüchtete. Die Veranstaltung wurde abgebrochen.
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sprach von einem „Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft“.
Vertreter der Bundesregierung zeigten sich unterdessen betroffen. „Diese feige, abscheuliche Attacke auf friedlich feiernde Menschen erschüttert mich zutiefst“, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) in der Nacht.
Eine Sprecherin des Ministeriums sagte, Dobrindt stehe „in engem Kontakt mit den Sicherheitsbehörden des Bundes und des Landes Berlin“, er lasse sich „fortlaufend über die Lage in Berlin berichten und hat dem Land Berlin die volle Unterstützung des Bundes angeboten“. Zuvor sprach Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) von einer „abscheulichen Tat“.
Rettungskräfte versorgten die Verletzten.

Rettungskräfte versorgten die Verletzten.

Foto: Andreas Rabenstein/dpa

Was wir wissen:

  • Kurz vor 22:00 Uhr wurde das Fest abgebrochen. Nach Angaben der Polizei kam es im Tiergarten nahe dem Potsdamer Platz zu einem größeren Polizeieinsatz.
  • Wie ein Polizeisprecher berichtete, war ein weißer Wagen dort über den Ahornsteig parallel zur Lennéstraße gefahren und fuhr mehrere Menschen an oder um, bevor er einen Baum rammte.
  • Eine Frau starb noch vor Ort an ihren Verletzungen. Laut Feuerwehr wurden von den 16 Verletzten 3 lebensbedrohlich und 8 schwer verletzt. Zudem gebe es fünf leicht verletzte Menschen. Die lebensbedrohlich und schwer verletzten Menschen seien alle in Krankenhäuser gebracht worden.
  • Der Fahrer verließ laut Polizei das Auto und floh.
  • „Wir fahnden mit Hochdruck nach tatverdächtigen Personen“, sagte Polizeisprecher Florian Nath.
  • In der Nacht teilte die Polizei mit, sie habe einen mutmaßlichen Tatverdächtigen identifiziert. Sprecher Florian Nath: „Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet.“ Nach dem 21-Jährigen soll mit einem Foto öffentlich gefahndet werden.
  • Die Polizei prüft, ob es nach der Fahrt eine „zweite Tatphase“ gab, während der Menschen mit einer Stichwaffe verletzt wurden. Zeugen hätten von am Boden liegenden Opfern mit Stichverletzungen berichtet, sagte Nath.

Was wir nicht wissen:

  • Der genaue Ablauf des Geschehens und die Hintergründe der Tat inklusive des Motivs waren am Morgen noch unklar.
  • „Wir wissen momentan noch nichts über irgendwelche Motivlagen, über die Person des Täters oder Ähnliches“, sagt ein Polizeisprecher kurz vor Mitternacht.
  • Offen ist, ob es sich um einen Einzeltäter handelt oder ob es Komplizen gibt und ob aktuell noch von einer konkreten Gefahr auszugehen ist. Laut der Polizei machten Zeugen unterschiedliche Aussagen dazu, ob es ein oder mehrere Täter gibt.
  • Ob eine Stichwaffe zum Einsatz kam, wird laut der Polizei geprüft, ist bislang aber nicht bestätigt.
Der Christopher Street Day ist ein Festtag von Lesben, Schwulen und anderen „queeren“ Personen, der seit Jahrzehnten zu verschiedenen Terminen begangen wird. Die größten Umzüge anlässlich des CSD gibt es jedes Jahr in Berlin und Köln. (dts/dpa/red)
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Lieferwagen fährt bei Berliner CSD in Menschenmenge – Mindestens ein Toter

Am Rande des Christopher Street Day in Berlin hat ein Lieferwagenfahrer mindestens eine Person getötet. 14 weitere Menschen würden wegen Verletzungen derzeit behandelt, sagte Polizeisprecher Florian Nath am Abend. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Polizei im Bereich des Tiergartens. Der CSD wurde daraufhin abgebrochen.
„Wir fahnden mit Hochdruck nach tatverdächtigen Personen“, sagte Polizeisprecher Nath in einem veröffentlichten Video bei X. Die Polizei sei mit zahlreichen Polizisten und Rettungskräften im Einsatz. Alle Besucherinnen und Besucher wurden gebeten, den Bereich zu verlassen.
Polizisten leuchteten den Bereich zwischen Potsdamer Platz und der Südseite des Tiergartentunnels aus, wie ein dpa-Reporter berichtete. Sie suchten nach Spuren.
„Wir haben eine Polizeilage“, sagte der Polizeisprecher. „Bitte meiden Sie den Bereich und umfahren ihn weiträumig“, hieß es von der Polizei.
Hunderttausende Menschen feierten in der Hauptstadt den CSD. Am Abend trat unter anderem Sarah Connor bei der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor auf.
Gegen 22.00 Uhr wurde das Fest dann abrupt abgebrochen. Nach Angaben eines dpa-Reporters vor Ort wurden die Besucher auf der Ostseite des Brandenburger Tors zunächst nicht über die Lage informiert. Viele verfolgten das Geschehen und die Nachrichten allerdings auf dem Handy. Der Bereich direkt am Brandenburger Tor war abgesperrt. (dpa/red)
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Auto fährt bei Berliner CSD in Menschenmenge – Mehrere Verletzte

Der Christopher Street Day in Berlin ist am Samstag Abend abgebrochen worden. Nach Angaben der Polizei gibt es eine Lage mit mehreren Verletzten.

Was wir wissen:

  • Hunderttausende Menschen haben am Samstag in Berlin den Christopher Street Day gefeiert.
  • Gegen 22.00 Uhr wird das Fest plötzlich abgebrochen. Nach Angaben der Polizei kommt es zu dem größeren Polizeieinsatz im Tiergarten.
  • Die Polizei berichtet, ein Fahrzeug habe mehrere Menschen angefahren. Man behandele mehrere verletzte Personen.
  • Alle Besucherinnen und Besucher werden gebeten, den Bereich zu verlassen.
  • „Wir fahnden mit Hochdruck nach tatverdächtigen Personen“, erklärt Polizeisprecher Florian Nath in einem Video auf X.
  • Die Polizei ist mit zahlreichen Polizisten und Rettungskräften im Einsatz.
(dpa/dts)
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Waldbrand-Experte kritisiert Löschstrategie im Müritz-Nationalpark

Ein internationaler Fachmann für Waldbrandmanagement kritisiert die Löschstrategie beim Brand im Müritz-Nationalpark scharf. Lindon Pronto, Mitgründer der Initiative Waldbrand-Klima-Resilienz, bezeichnete den Einsatz im „Spiegel“ als „fachlich schwer nachvollziehbar“ und warf den Behörden in Mecklenburg-Vorpommern vor, bewährte Alternativen ignoriert zu haben.
Der als freier Berater tätige Deutsch-Amerikaner erklärte, der Einsatz von Kreisregnern sei im Kampf gegen das Feuer untauglich. Es sei unsinnig, pauschal solche riesigen Forstflächen zu bewässern, vor allem im Sommer bei Hitze, Wind und Wasserknappheit.

Brandenburg bot Minenräumer an

Wenn er sich im Ausland umsehe, dann mache das niemand so. Auch Wasserabwürfe aus Hubschraubern seien wenig sinnvoll, so Pronto: Aus der vorgeschriebenen Sicherheitshöhe von 1.000 Metern verdunste das Wasser, bevor es den Boden erreiche.
Rein wasserbasierte Taktiken könnten Feuer zwar verlangsamen, aber nicht zuverlässig stoppen oder löschen, sagte Pronto. Dem Experten zufolge hat Brandenburg angeboten, einen ferngesteuerten Minenräumer des Typs MV-4 einzusetzen, der für Brände auf munitionsbelastetem Gelände geeignet sei.
Mecklenburg-Vorpommern habe abgelehnt. „Der MV-4 war die Geheimwaffe, die den Unterschied hätte ausmachen können. Stattdessen steht er nach wie vor ungenutzt in einer Garage in Brandenburg.“
Ein Bundeswehr-Hubschrauber wirft Löschwasser über einem Waldbrand im Müritz-Nationalpark ab

Ein Bundeswehr-Hubschrauber wirft Löschwasser über einem Waldbrand im Müritz-Nationalpark ab

Foto: Jens Büttner/dpa

Pronto: Auf Wetterumschwung zu hoffen, ist keine Strategie

Angesichts von mehr als 150 Millionen Euro, die Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben der Landesregierung in Waldbrandvorsorge investiert hat, zeige das Feuer im Nationalpark, dass erhebliche fachliche und operative Lücken bestünden, so der Experte.
Pronto, der zwischen 2007 und 2014 selbst als Feuerwehrmann in Kalifornien gegen Großbrände gekämpft hat, forderte ein unabhängiges nationales Kompetenzzentrum für Vegetationsbrandmanagement. Sein Fazit: Einfach nur auf einen Wetterumschwung zu hoffen, sei keine Strategie. (dts/red)
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Venezuela: Keine deutschen Opfer bekannt – Deutschland schickt weitere Helfer

Nach der Erdbeben-Katastrophe in Venezuela gibt es weiterhin keine Hinweise auf deutsche Opfer. Das sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin. Nach seinen Angaben hat sich eine niedrige dreistellige Zahl deutscher Staatsbürger in die Krisenvorsorgeliste des Ministeriums eingetragen. Wie viele Deutsche tatsächlich in dem südamerikanischen Land sind, ist allerdings unklar, weil für sie keine Meldepflicht besteht.
Bei zwei schweren Beben waren in Venezuela nach offiziellen Angaben mindestens 1.450 Menschen ums Leben gekommen. Zehntausende werden noch vermisst.
Nach Regierungsangaben sind in Venezuela bereits zwei deutsche Such- und Rettungsteams im Einsatz – eines vom Technischen Hilfswerk und eines von der deutschen Organisation @fire. Zudem bereite sich gerade ein medizinisches Notfallteam der Johanniter auf seinen Einsatz vor, um Verletzte vor Ort mit dem Notwendigsten zu versorgen.

Temporäre Basis eingerichtet

Um Personal und Hilfsgüter ins Katastrophengebiet zu bringen, hat die deutsche Luftwaffe eine temporäre Basis auf der Karibikinsel Aruba errichtet, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Seit Freitag seien bereits fünf Flugzeuge abgehoben, weitere Hilfsflüge seien in Planung.
Bereits am Donnerstagabend waren die ersten deutschen Helfer nach Venezuela aufgebrochen.
Unterstützt von speziell ausgebildeten Suchhunden sowie technischer Ausrüstung wie Akustikmikrofonen, Kameras und sogenannten Searchcams suchen sie nach Überlebenden unter den Trümmern.

Rettungskräfte beobachten am 28. Juni 2026 von einem beschädigten Gebäude aus einen Hubschrauberflug über das Gebiet nach dem Erdbeben, das Venezuela und andere Regionen der Karibik  in Carabellada, La Guaira, Venezuela, erschütterte.

Foto: Jesus Vargas/Getty Images

Bislang fünf Hilfsflüge

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums hat die Luftwaffe seit Freitag bereits fünf Hilfsflüge durchgeführt. Unter anderem brachte ein Airbus tschechisches Rettungspersonal und Hilfsgüter zunächst nach Curacao und anschließend weiter nach Caracas. Zudem wurde auf Aruba eine temporäre Luftwaffenbasis eingerichtet. Im Laufe des Tages sind weitere Versorgungsflüge geplant.
Zu möglichen Schwierigkeiten bei den Hilfseinsätzen äußerte sich die Bundesregierung zurückhaltend. Man arbeite mit „Hindernissen“, die angesichts des Ausmaßes der Naturkatastrophe jedoch erwartbar seien. Venezuela war von zwei Erdbeben mit einer Stärke von jeweils über 7 erschüttert worden. Gemeinsam mit internationalen Partnern arbeite man daran, bestehende Probleme möglichst schnell zu überwinden.
Zur Zusammenarbeit mit den venezolanischen Behörden hieß es, das Land habe das EU-Katastrophenschutzverfahren aktiviert und nehme die angebotene internationale Hilfe an. Die humanitäre Unterstützung erfolge grundsätzlich staatsfern.
Erkenntnisse zu möglichen deutschen Opfern liegen der Bundesregierung weiterhin nicht vor. In der Krisenvorsorgeliste „Elefand“ des Auswärtigen Amts sind nach Angaben des Ministeriums aktuell eine niedrige dreistellige Zahl deutscher Staatsangehöriger in Venezuela registriert. Das Auswärtige Amt rief Deutsche vor Ort erneut dazu auf, sich in die Liste einzutragen, um im Notfall schnell kontaktiert werden zu können.
Bislang sind von den Behörden in Venezuela 1.450 Tote und 3.150 Verletzte bestätigt worden. Rund 50.000 Menschen werden allerdings noch vermisst. (dts/red)
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Deutschland schickt weitere Helfer nach Venezuela

Nach dem schweren Doppel-Erdbeben in Venezuela schickt Deutschland weitere Hilfe.
Die Luftwaffe werde in Kürze ein medizinisches Notfallteam der Johanniter-Unfall-Hilfe in das südamerikanische Land transportieren, das in den besonders stark betroffenen Regionen eine medizinische Basisversorgung übernehmen soll, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes (AA) am Montag auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur. Die örtlichen Gesundheitseinrichtungen seien überlastet. Die Finanzierung erfolge über die internationale Katastrophenhilfe des AA.
Bereits am Donnerstagabend waren die ersten deutschen Helfer nach Venezuela aufgebrochen. Derzeit arbeiten zwei deutsche Such- und Rettungsteams des Technischen Hilfswerks (THW) sowie der Organisation „At Fire“ in den betroffenen Gebieten.
Unterstützt von speziell ausgebildeten Suchhunden sowie technischer Ausrüstung wie Akustikmikrofonen, Kameras und sogenannten Searchcams suchen sie nach Überlebenden unter den Trümmern. Wie viele Menschen bislang gerettet werden konnten, konnte das Auswärtige Amt am Montag allerdings nicht beziffern.

Rettungskräfte beobachten am 28. Juni 2026 von einem beschädigten Gebäude aus einen Hubschrauberflug über das Gebiet nach dem Erdbeben, das Venezuela und andere Regionen der Karibik  in Carabellada, La Guaira, Venezuela, erschütterte.

Foto: Jesus Vargas/Getty Images

Bislang fünf Hilfsflüge

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums hat die Luftwaffe seit Freitag bereits fünf Hilfsflüge durchgeführt. Unter anderem brachte ein Airbus tschechisches Rettungspersonal und Hilfsgüter zunächst nach Curacao und anschließend weiter nach Caracas. Zudem wurde auf Aruba eine temporäre Luftwaffenbasis eingerichtet. Im Laufe des Tages sind weitere Versorgungsflüge geplant.
Zu möglichen Schwierigkeiten bei den Hilfseinsätzen äußerte sich die Bundesregierung zurückhaltend. Man arbeite mit „Hindernissen“, die angesichts des Ausmaßes der Naturkatastrophe jedoch erwartbar seien. Venezuela war von zwei Erdbeben mit einer Stärke von jeweils über 7 erschüttert worden. Gemeinsam mit internationalen Partnern arbeite man daran, bestehende Probleme möglichst schnell zu überwinden.
Zur Zusammenarbeit mit den venezolanischen Behörden hieß es, das Land habe das EU-Katastrophenschutzverfahren aktiviert und nehme die angebotene internationale Hilfe an. Die humanitäre Unterstützung erfolge grundsätzlich staatsfern.
Erkenntnisse zu möglichen deutschen Opfern liegen der Bundesregierung weiterhin nicht vor. In der Krisenvorsorgeliste „Elefand“ des Auswärtigen Amts sind nach Angaben des Ministeriums aktuell eine niedrige dreistellige Zahl deutscher Staatsangehöriger in Venezuela registriert. Das Auswärtige Amt rief Deutsche vor Ort erneut dazu auf, sich in die Liste einzutragen, um im Notfall schnell kontaktiert werden zu können.
Bislang sind von den Behörden in Venezuela 1.450 Tote und 3.150 Verletzte bestätigt worden. Rund 50.000 Menschen werden allerdings noch vermisst. (dts/red)
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Elf Tote bei Absturz von Kleinflugzeug im Osten Frankreichs

Bei einem Flugzeugabsturz im Osten Frankreichs sind elf Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich nach Angaben des örtlichen Präfekten am Sonntag in der Nähe von Nancy.
Bei den Toten handele es sich um zehn Passagiere und den Piloten. Innenminister Laurent Nuñez wollte zum Unglücksort reisen.
Medien berichteten, dass eine Gruppe von Fallschirmspringern an Bord der Maschine gewesen sei. Die Polizei rief die Menschen auf, das Gebiet um den Flugplatz in Tomblaine strikt zu meiden. (afp/red)
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Elf Tote bei Absturz von Kleinflugzeug im Osten Frankreichs

Bei einem Flugzeugabsturz im Osten Frankreichs sind elf Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich nach Angaben des örtlichen Präfekten am Sonntag in der Nähe von Nancy.
Bei den Toten handele es sich um zehn Passagiere und den Piloten. Innenminister Laurent Nuñez wollte zum Unglücksort reisen.
Medien berichteten, dass eine Gruppe von Fallschirmspringern an Bord der Maschine gewesen sei. Die Polizei rief die Menschen auf, das Gebiet um den Flugplatz in Tomblaine strikt zu meiden. (afp/red)
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„Nie wieder eine Bar“: Aus Schweizer Unglücksbar soll ein Jugendzentrum werden

Nach der Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana mit 41 Toten soll die betroffene Bar zu einem Jugendzentrum umgestaltet werden.
Der Regierungschef des Kantons Wallis, Christophe Darbellay, sagte der Zeitung „Le Temps“, die Bar „Le Constellation“ werde „nie wieder eine Bar sein“. Stattdessen plant die Regierung einen Ort, „der der Jugend gewidmet ist“.
Im Untergeschoss der Bar war in der Silvesternacht ein Brand ausgebrochen. 41 zumeist junge Menschen kamen ums Leben, 115 weitere Menschen wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass durch an Flaschen befestigte Feuerwerksfontänen den Brand auslösten, als sie der mit Schaumstoff verkleideten Decke zu nahe kamen.
Die Kantonsbehörden planen auch ein Denkmal für die Opfer. Wie Darbellay in dem Interview sagte, soll es „schön, friedlich und zugänglich“ sein, um ein „würdiges“ Erinnern an die Toten und Verletzten sowie die Helfer zu ermöglichen.
Außerdem ist für den kommenden 1. Januar, den ersten Jahrestag der Katastrophe, eine Gedenkfeier geplant. (afp/red)
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Offenbar Kleinflugzeug in höchstes Hochhaus in Chinas Hauptstadt geflogen

Nach Angaben von Augenzeugen und Videos in sozialen Medien schlug die Maschine in die oberen Stockwerke ein, woraufhin ein Loch in der Glasfassade klaffte.
Trümmerteile fielen auf Gehwege und Grünflächen herab, es kam zu kleineren Bränden. Das Gebäude mit 108 Stockwerken und Platz für bis zu 12.000 Beschäftigte wurde evakuiert.
Videos zeigen Feuerwehrleute bei Löscharbeiten sowie Trümmerteile, darunter offenbar Teile des Flugzeugs, vor dem Gebäude. Die Polizei riegelte das Hochhaus und umliegende Straßen weiträumig ab.
Rettungswagen und Reinigungstrupps waren vor Ort. Die Pekinger Polizei gab zunächst keine Stellungnahme ab. Bisher liegen keine offiziellen Angaben zu möglichen Verletzten oder Toten vor.

Details zum Flugzeug und Betreiber

Bei dem Flugzeug handelt es sich um eine zweisitzige, einmotorige Leichtsportmaschine vom Typ Sunward SA60L Aurora (auch Aurora 7) mit der Registrierung B-12PP.
Die Maschine wurde von der Firma Beijing Dongshi Shuangyue General Aviation betrieben, die private Pilotenausbildung, Rundflüge und Flugzeugmanagement anbietet. Der Stützpunkt liegt auf dem Shifosi General Airport in Pinggu.
Das Flugzeug galt als Schulungsmaschine und wurde in chinesischen Medien früher als Beispiel für erfolgreiche heimische Flugzeugproduktion hervorgehoben.
Der Vorfall ereignete sich laut Zeugenaussagen gegen 17:40 bis 18:00 Uhr. Ein Passant berichtete von einem lauten Knall. Eine betroffene Mitarbeiterin namens Lin erzählte der South China Morning Post, sie sei gegen 18 Uhr evakuiert worden und habe in der Eile weder Ausweis noch Tasche mitgenommen.

Sicherheits- und Luftraumfragen

Der Citic Tower liegt im zentralen Geschäftsviertel (CBD) Pekings, im inneren Ring, nur wenige Kilometer von Zhongnanhai, dem Sitz der chinesischen Staats- und Parteiführung, sowie in der Nähe des CCTV-Gebäudes entfernt.
In Peking gelten besonders strenge Luftraumbeschränkungen. Seit Mai 2026 gibt es neue umfassende Luftraumkontrollvorschriften, die Freizeit- und Vergnügungsflüge sowie den Einsatz von Consumer-Drohnen faktisch verbieten.
Jeder Flug eines Leichtflugzeugs erfordert eine strenge Genehmigung von Zivilluftfahrtbehörde und Luftwaffe. Drohnen sind in der Innenstadt komplett untersagt.
Augenzeugen und Kommentatoren äußerten Verwunderung, wie die Maschine die mehrstufige Luftraumüberwachung durchbrechen konnte. Einige zogen Vergleiche zu den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA, betonten jedoch, dass es sich hier um ein sehr kleines Flugzeug handle.
Berichten zufolge kreisten nach dem Vorfall Hubschrauber der bewaffneten Polizei über Gebieten in der Nähe des Flughafens.

Reaktionen und Informationslage

Viele Gebäudebewohner mussten über Treppenhäuser evakuiert werden, da die Aufzüge gesperrt waren. Augenzeugen beschrieben den Vorfall als „sehr seltsam“. Eine Frau äußerte Schock: „Das hier ist Peking. Im Ausland passiert so etwas öfter, aber in China dürfte es eigentlich nicht passieren.“
In China wurden Fotos und Videos des Vorfalls rasch aus sozialen Medien entfernt. Auch internationale Berichte sind innerhalb der chinesischen Firewall weitgehend blockiert. Im Ausland zirkulieren die Aufnahmen jedoch weiter.
Die Behörden haben bisher keine detaillierten Informationen zur Ursache, zur Anzahl der Personen an Bord oder zum genauen Hergang veröffentlicht. Die Ermittlungen laufen.
Der Citic Tower, Hauptsitz der staatlichen CITIC Group, wurde Ende 2018 fertiggestellt und überragt andere Gebäude der Stadt um etwa 190 Meter. Er gilt als architektonisches Wahrzeichen Pekings.
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Peking: Offenbar Kleinflugzeug in höchstes Hochhaus in Chinas Hauptstadt geflogen

In Peking ist offenbar ein Kleinflugzeug in den höchsten Wolkenkratzer der chinesischen Hauptstadt geflogen. Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, klaffte in der Glasfassade eines der oberen Stockwerke des 528 Meter hohen Citic Tower am Freitag ein Loch.
Ein Video eines Augenzeugen zeigte Feuerwehrleute beim Löschen eines Brands sowie ein offenbar von einem Kleinflugzeug stammendes Trümmerteil auf dem Boden vor dem Gebäude.
Die Polizei sperrte das Hochhaus ab. Auch Rettungswagen und Reinigungstrupps waren im Einsatz. Die Pekinger Polizei lehnte eine Stellungnahme zu dem Vorfall ab.
Der Augenzeuge, der nicht namentlich genannt werden wollte, sagte AFP: „Ich weiß nicht, warum das Flugzeug hier reingeflogen ist. Es ist wirklich sehr seltsam.“
Ein Mann, der in dem Wolkenkratzer gearbeitet hatte, sagte: „Auf dem Weg nach draußen habe ich Trümmer gesehen. Es sah aus wie ein Teil eines Flugzeugs.“
Eine Frau sagte, sie habe das Hochhaus über das Treppenhaus verlassen müssen, weil die Aufzüge gesperrt worden seien. „Ich bin in Eile dutzende Stockwerke hinuntergelaufen“, berichtete sie.
Eine andere Frau sagte, sie sei schockiert. „Das hier ist Peking. Im Ausland passiert so etwas öfter, aber in China dürfte es eigentlich nicht passieren.“
Ein Student sagte, er habe in einem Online-Forum für Flugzeugfans von dem Absturz erfahren und sei sofort hergekommen. Fotos und Beiträge im Internet seien aber schnell gelöscht worden.
Der Civic Tower hat 108 Stockwerke, in den darin untergebrachten Büros können bis zu 12.000 Menschen arbeiten. In China unterliegt die Luftfahrt strengen Beschränkungen, insbesondere in Peking.
Seit April ist der Verkauf von Drohnen in der chinesischen Hauptstadt verboten und für jede Nutzung muss eine Genehmigung eingeholt werden.(afp/red)