In Kürze:
- Die deutsche Fassung der vielfach ausgezeichneten Dokumentation „State Organs“ beleuchtet den systematischen Organraub in China.
- Bundestagsabgeordneter Max Lucks fordert eine moralische Außenpolitik und gezielten internationalen Druck auf Peking.
- Lokale Spitzenpolitiker zeigten sich nach der Vorführung tief bewegt und bezogen klar Stellung.
- Die Menschenrechtsorganisation DAFOH plädiert für weltweite Verbote des Organhandels sowie den Aufbau internationaler Kronzeugenprogramme.
Das Plakat zum Dokumentarfilm „State Organs“.
Foto: Zhentong Zhang/Epoch Times
Grüner Bundestagsabgeordneter sieht internationale Verpflichtung
Aus seinen moralischen Grundsätzen leitet Max Lucks eine konkrete außenpolitische Verpflichtung ab. „Das bedeutet auch eine internationale Verantwortung. Es ist notwendig, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um Druck auf ein Land wie China auszuüben,“ so Lucks.
Max Lucks ist Bundestagsabgeordneter.
Foto: Zhentong Zhang/Epoch Times
„Wir dürfen nicht wegsehen“: Kommunalpolitik bezieht Stellung
Der Landrat des Kreises Recklinghausen, Bodo Klimpel, zeigte sich nach der Vorführung sichtlich bewegt von den gezeigten Staatsverbrechen. „Für mich ist das, was dort geschieht, schlicht unvorstellbar. Deshalb dürfen wir nicht wegsehen, sondern müssen Verantwortung übernehmen und für diejenigen sprechen, die keine Stimme haben,“ sagte Klimpel.
„Dieser Film fordert uns dazu auf, Mitgefühl zu zeigen, und erinnert uns daran, dass Menschenrechte niemals selbstverständlich sind.“ Er fügte hinzu: „Möge dieser Film uns nicht nur berühren, sondern auch dazu bewegen, die Werte zu verteidigen, die unsere Freiheit und unsere demokratische Gesellschaft ausmachen: Menschlichkeit, Würde und Respekt vor jedem einzelnen Leben.“
Bodo Klimpel ist Landrat von Recklinghausen.
Foto: Zhentong Zhang/Epoch Times
Claudia Schweppe, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Recklinghausen, sagte: „Der Dokumentarfilm ‚State Organs‘, den wir soeben gesehen haben, ist eindringlich und berührend. Er lässt einen keinesfalls unberührt zurück. Er zeigt in beklemmender Klarheit, wie der systematische Organhandel in China organisiert ist und welches unfassbare menschliche Leid dahintersteckt.“
Sie warnte davor, das Problem als fern von Europa zu betrachten. Auch hierzulande gebe es Strukturen und Grauzonen, die zeigten, dass das Thema „viel näher ist, als wir denken“.
Claudia Schweppe ist stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Recklinghausen.
Foto: Zhentong Zhang/Epoch Times
Blick hinter die Kulissen staatlicher Machtstrukturen
Der Film „State Organs“ wurde bereits mit rund 50 internationalen Auszeichnungen und Nominierungen gewürdigt. Die Reaktionen im Publikum zeigten deutliche Betroffenheit über die im Film dargestellten Vorwürfe.
„Ich hätte nicht gedacht, dass diese Praktiken von den chinesischen Behörden aktiv unterstützt werden“, sagte die pensionierte Beamtin Karin Weiß nach der Vorführung. „Davon hatte ich vorher überhaupt keine Ahnung. Ehrlich gesagt, ist das wirklich erschütternd.“
Die pensionierte Beamtin Karin Weiß.
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Die Lehrerin Christine Löbus(rechts).
Foto: Zhentong Zhang/Epoch Times
Unternehmensberater Felix Mandel zog einen drastischen Vergleich, um die Verfolgung zu beschreiben. Er sagte: „Stellen wir uns vor, wir würden so agieren wie das chinesische Regime. Sollten wir in Yoga-Studios einbrechen, Menschen gewaltsam festnehmen, foltern und erschießen, um ihre Organe zu rauben? Man darf niemanden verletzen und niemandem die Freiheit, die Würde und das Selbstbestimmungsrecht nehmen.“
Der Unternehmensberater Felix Mandel.
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Medizinische Ethik und die Forderung nach Gesetzesverschärfungen
Andreas Weber ist Repräsentant von DAFOH.
Foto: Zhentong Zhang/Epoch Times






















