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Shen Yun in Toronto: Zwischen Drohungen, Politik und dem finalen Applaus

Als sich am Abend des 28. Juni im Four Seasons Centre for the Performing Arts in Toronto zum letzten Mal in dieser Saison der Vorhang für Shen Yun hob, schloss sich ein Kreis, der Ende März mit einer Bombendrohung begonnen hatte. Seitdem stand unausgesprochen die Frage im Raum, ob sich eine Bühne in einem freien Land per E-Mail aus der Ferne lahmlegen lässt.
Am 29. März schien genau das zu geschehen. Eine Stunde vor einer Nachmittagsvorstellung erreichte das renommierte Theaterhaus eine Drohung: Im Gebäude sowie am Parlamentshügel seien Sprengsätze platziert. Rund 2.000 Menschen wurden daraufhin aus dem Saal gebracht. Die Polizei rückte an und durchsuchte das Gebäude, stufte die Drohung jedoch als unbegründet ein. Dennoch sagte das Four Seasons Centre die Vorstellung ab. Zwei Tage später wurden unter Verweis auf „eskalierende Drohungen“ auch die übrigen fünf Aufführungen gestrichen. Damit blieb für fast 10.000 Ticketinhaber unklar, ob und wann die Vorstellungen stattfinden würden.
Nach Angaben der Veranstalter war Toronto der erste Fall, in dem eine solche Drohung tatsächlich zur Absage von Shen-Yun-Aufführungen führte. Die 2006 in New York von chinesischen Künstlern gegründete Kompanie war in den vergangenen zwei Jahren über 150-mal Ziel ähnlicher Falschdrohungen, ohne dass es an einem anderen Ort zu Absagen kam – weder in Washington noch in Paris noch in Berlin. Nur in Toronto hatte die Drohung Konsequenzen.

Programm und kultureller Hintergrund von Shen Yun

Wer den Trubel um Shen Yun verstehen will, muss einen Blick ins Programm werfen. Die Kompanie zeigt nach eigenen Angaben ein „China vor dem Kommunismus“: 5.000 Jahre Kultur, klassischen chinesischen Tanz, Legenden und historische Szenen, begleitet von einem Orchester, das chinesische und westliche Instrumente verbindet. Ergänzt wird das durch animierte Bühnenbilder, in denen die Tänzer scheinbar zwischen Himmel und Erde wechseln.
Dargestellt wird ein China, das älter ist als die Volksrepublik: geprägt von Dynastien, Mythen, moralischen Erzählungen und religiösem Glauben. Genau darin liegt auch der Konfliktpunkt mit Peking. Shen Yun präsentiert ein China ohne Parteiparolen, ohne Mao-Kult und ohne kommunistische Ideologie – und verweist zugleich auf die Verfolgung der spirituellen Gruppe, die das Regime seit Jahren aus dem öffentlichen Leben verdrängen will.
Screenwriter Peter Campbell enjoyed Shen Yun at the Four Seasons Centre for the Performing Arts in Toronto on June 28, 2026. Daniella Wollensak/The Epoch Times

Drehbuchautor Peter Campbell bei Shen Yun im Four Seasons Centre for the Performing Arts in Toronto. Daniella Wollensak/The Epoch Times

Erfahrung des Publikums und persönliche Geschichte einer Falun-Gong-Praktizierenden

Wie der Abend beim Publikum ankam, beschrieb der Drehbuchautor Peter Campbell, der die letzte Vorstellung besuchte: „Es ist großartig, vom ersten Moment an. Sobald sich der Vorhang hebt, ist es schön – ich habe jede Sekunde geliebt.“ Besonders beeindruckt habe ihn die Kombination aus Tanz und animierten Bühnenbildern, durch die die Darsteller scheinbar aus der Projektion heraustreten und wieder in sie hineingehen. Campbell weiter: „Der Hintergrund ist mehr als nur ein Hintergrund.“
Die meisten der Künstler praktizieren Falun Gong, eine spirituelle Disziplin, die auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht basiert und in China seit 1999 verfolgt wird. Für Nancy Zhang, die Moderatorin des Shen-Yun-Ensembles, das ursprünglich in Toronto auftreten sollte, ist diese Verfolgung keine abstrakte Geschichte. Sie war acht Jahre alt, als ihre Eltern nach der Arbeit nicht nach Hause kamen. Beide waren verhaftet worden, weil sie Falun Gong praktizierten. Der Vater wurde in ein Umerziehungslager gebracht und die Mutter zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. „Für ein Kind wird diese Art von Angst normal“, sagte sie später, „aber so sollte das nicht sein.“
Dass sie diese Angst nun auch im Ausland wieder erlebt – wenn auch nicht durch direkte staatliche Repression, sondern durch Drohungen gegen Theater, Veranstalter und Publikum –, empfindet sie als besonders beunruhigend. Ihre Frage zielt auf einen größeren Zusammenhang ab: „Wenn wir nicht einmal in Übersee frei sprechen können, verwandelt sich dann nicht der Westen in China?“
Nancy Zhang, ist Moderatorin eines der insgesamt acht Shen Yun Ensembles. Foto: Frederico Vidovix/The Epoch Times

Nancy Zhang ist Moderatorin eines der insgesamt acht Shen-Yun-Ensembles und weiß, was Verfolgung in einem kommunistischen Land wie China bedeutet.

Foto: Frederico Vidovix/The Epoch Times

Internationale Einflussnahme und politische Reaktionen auf Shen Yun

Kanada behandelt solche Vorgänge inzwischen als Sicherheits- und Demokratiethema. Im Hintergrund steht der lange Arm eines autoritären Staates: Druck auf Exilgruppen, Drohungen gegen Kritiker, Überwachung von Diaspora-Gemeinschaften, Desinformation und diplomatische Interventionen. Bei Shen Yun führte diese Strategie zu einem Theaterabend mit evakuiertem Saal. Dieselbe E-Mail-Adresse, die das Four Seasons bedrohte, ging auch an das Theater in Vancouver. Die dortige Cybercrime-Einheit verortete eine mit dem Konto verknüpfte Telefonnummer in China. Schon im letzten Jahr hatten taiwanische Ermittler eine ähnliche Drohung in die nordchinesische Stadt Xi’an zurückverfolgt, in die Nähe einer Forschungseinrichtung des Konzerns Huawei.
Der sichtbarste politische Hinweis kam jedoch nicht aus einer E-Mail, sondern aus einem Sitzungszimmer: In Vancouver trafen sich Vertreter des chinesischen Konsulats mit einem städtischen Mitarbeiter und sprachen über Shen Yun. Quellen zufolge hätten die Diplomaten eine Absage der Aufführungen gewünscht; die Stadt erklärte dagegen, es habe keinen Druck gegeben, musste später jedoch Teile ihrer Darstellung korrigieren. Shen Yun spielte in Vancouver schließlich dennoch.
Auch in Deutschland ist Shen Yun bereits zum Gegenstand chinesischer Intervention geworden. Schon im Februar 2014 versuchte ein Vertreter der chinesischen Botschaft, einen Auftritt in Berlin zu verhindern. Jörg Seefeld, der damalige Leiter der Eventabteilung des Stage-Theaters am Potsdamer Platz, schilderte, wie der Diplomat zunächst Interesse am Haus zeigte und anschließend fragte, ob sich der Vertrag mit der Kompanie nicht annullieren lasse; stattdessen könnten politisch unbedenkliche Ensembles vermittelt werden. Seefelds Antwort fiel knapp aus: „Ich bin aus der DDR. Bei den Chinesen ist es wie damals bei unseren Machthabern: Die haben Angst.“ Die Aufführung fand dennoch statt – ebenso wie 2026 in der Deutschen Oper Berlin.
Die Bundesregierung hat die Verfolgung von Falun Gong wiederholt thematisiert. Die Menschenrechtsbeauftragte Bärbel Kofler erklärte zum 20. Jahrestag der Kampagne, China gehe „mit äußerster Härte“ gegen die Bewegung vor, und forderte Peking zur Einhaltung der Menschenrechte auf.
Dass Shen Yun im Juni im Four Seasons Centre auftreten konnte, war das Ergebnis von Gesprächen, öffentlicher Unterstützung und politischer Rückendeckung. Die Veranstalter verhandelten, Abgeordnete setzten sich für Nachholtermine ein und Bürger wandten sich mit Petitionen und Briefen an die Verantwortlichen. Das Theater setzte schließlich fünf Vorstellungen neu an, dieses Mal mit Metalldetektoren, Spürhunden und verstärkter Polizeipräsenz.
Tammy Peterson enjoyed Shen Yun at the Four Seasons Centre for the Performing Arts in Toronto on June 28, 2026. Allen Zhou/The Epoch Times

Die Podcasterin Tammy Peterson sah Shen Yun im Four Seasons Center for the Performing Arts in Toronto, Kanada.

Foto: Allen Zhou/The Epoch Times

Abschluss der Aufführung und Reaktionen auf Shen Yun

Der kanadische Menschenrechtsanwalt David Matas, der sich seit Jahrzehnten mit der Lage in China befasst, sah das Besondere des jüngsten Shen-Yun-Auftritts in Toronto in der Verbindung von künstlerischer Schönheit und menschenrechtlichem Zeugnis. Die Aufführung spreche nicht nur über Freiheit, sondern mache sichtbar, was verloren gehe, wenn sie verschwinde. Die Podcasterin Tammy Peterson, die der Show beiwohnte, sprach von einer hoffnungsvollen Botschaft auch für den Westen: „Es liegt an uns, einander zu lehren, dass es ein Fundament unserer Kultur gibt, das unverzichtbar ist, wenn wir überleben wollen.“
Der Vorhang, der im März geschlossen blieb, hob sich schließlich im Juni. An diesem letzten Abend der Aufführungen in Toronto war nicht die Drohung das letzte Bild, sondern der tosende Applaus.
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Chinas transnationale Repression nimmt Kanzleramt ins Visier

Der Zug rollte gerade in den Berliner Hauptbahnhof ein, als das Handy von Chan Wai Man* vibrierte. Nummer: unbekannt. Er nahm ab. Eine weibliche Stimme meldete sich am anderen Ende der Leitung – erst auf Englisch, dann auf Chinesisch, gleichmäßig, maschinenartig, als kämen die Worte von einem Tonband: „Es liegt ein wichtiges Dokument in der chinesischen Botschaft in Berlin für Sie bereit. Kommen Sie es abholen.“
Chan verstand sofort, dass dies keine freundliche Einladung war. Es war vielmehr eine Erinnerung: Man weiß, wo er sich aufhält. Chan informierte umgehend die Polizei.
„Ich bin auf der schwarzen Liste der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh)“, erklärte der chinesische Dissident in einem Gespräch mit Epoch Times. Seit über 20 Jahren lebt Chan in Deutschland unter ständiger Bedrohung durch die KPCh. Gegen ihn soll ein Kopfgeld ausgesetzt worden sein.
Was Chan erlebt, ist kein Einzelfall.

Transnationale Repression folgt einem System

Eine Analyse der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung des in Deutschland lebenden oppositionellen Aktivisten Ray Wong Toi-yeung aus Hongkong zeigt: Chinas transnationale Repression in Deutschland folgt einem strategischen System. Hinter den Übergriffen steht ein komplexes Zusammenspiel staatlicher und nicht staatlicher Akteure. Chinesische Dissidenten würden demnach innerhalb Deutschlands systematisch eingeschüchtert, bestraft und zum Schweigen gebracht.
Die Organisation Freedom House mit Sitz in Washington, D.C. dokumentiert hierzu eine Bandbreite an illegalen Praktiken: von Morddrohungen über Entführungen bis hin zu illegalen Rückführungen.
Darüber hinaus nutzt die KPCh ihren wirtschaftlichen und politischen Einfluss, um Regierungen dazu zu bewegen, Zielpersonen festzunehmen, Aufenthaltsrechte zu entziehen oder Auslieferungen zu ermöglichen.
Häufig werden auch Angehörige in China unter Druck gesetzt. Hinzu kommen physische Gewalt und Einschüchterungen durch verdeckte Akteure im Ausland.

Eine Frage des Machterhalts

Doch warum betreibt die KPCh diesen Aufwand, um Kritiker im Ausland zu verfolgen?
Der Hongkong-Aktivist Wong sieht darin vor allem ein Ziel: den Machterhalt. Die transnationale Repression diene dem chinesischen Regime, die Kontrolle über den politischen Diskurs zu sichern – weltweit.
„Die KP Chinas sieht abweichende Meinungen, egal ob sie in China oder im Ausland geäußert werden, als einen direkten Angriff auf ihre Legitimität und politischen Ambitionen an“, schreibt Wong.
Solche „abweichenden Meinungen“ können auch den persönlichen Glauben betreffen, wie im Fall von Chan. Der Hongkonger praktiziert Falun Gong, auch Falun Dafa genannt – eine traditionelle, buddhistisch geprägte spirituelle Disziplin.
In den 1990er-Jahren war Falun Gong in China sehr beliebt. Schätzungen zufolge praktizierten es bis zu 100 Millionen Menschen. Der damalige Parteichef Jiang Zemin sah in der Popularität der spirituellen Bewegung eine Bedrohung für seine Autorität und ordnete 1999 ihre Ausrottung an. Diese bis heute andauernde Verfolgung schließt Verhaftungen, Folter bis hin zu Tötungen ein.

Ein „großer Irrtum“ der KPCh

Chan engagiert sich in Europa seither gegen diese anhaltende Verfolgung in China. „Die KPCh glaubt, wenn sie mich beseitigt, könnte sie Falun Gong ein Stück weit beseitigen“, erklärte er. Dies sei ein „großer Irrtum“. Die KPCh habe nicht verstanden, was Falun Gong eigentlich ist.
Menschen, die Falun Gong praktizieren, beschreiben die Disziplin als einen Weg der Selbstkultivierung. Dieser basiert auf meditativen Übungen sowie auf den Grundsätzen Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Ziel sei es, sich diesen universellen Werten im eigenen Leben anzunähern – für viele ein persönlicher Glaubensweg.

Deutsche Theater im Visier

Die Repression der KPCh im Ausland trifft längst nicht mehr nur einzelne Dissidenten. Auch kulturelle Veranstaltungen in Deutschland geraten ins Visier, wie mehrere Vorfälle zeigen. Dahinter steht der Versuch, Einfluss darauf zu nehmen, was Menschen in Deutschland sehen können und was nicht.
Seit 2025 berichten mehrere Theater in Deutschland von Drohbotschaften im Zusammenhang mit Gastspielen von Shen Yun Performing Arts. Das New Yorker Tanzensemble wurde 2006 von Falun-Gong-Praktizierenden gegründet.
Die Künstler bringen mit Tanz und Musik die traditionelle chinesische Kultur auf die Bühne – ein „China vor dem Kommunismus“. Gleichzeitig machen die Aufführungen auf die Verfolgung von Falun Gong aufmerksam.

E-Mails bedrohen auch Bundeskanzleramt

Vor den geplanten Aufführungen Anfang 2026 erhielten deutsche Theater E-Mails mit offenen Drohungen. In einer davon hieß es auf Deutsch:
„Das Bundeskanzleramt und der Konzertsaal an der Spree im Bezirk Mitte wurden mit Sprengstoff und improvisierten Zündern präpariert. Um eine Explosion zu verhindern, stellen Sie bitte umgehend die Aufführungen von Shen Yun ein und kündigen Sie sämtliche Verträge und Kooperationen mit Shen Yun Performing Arts.“

In einer Drohmail wird das Bundeskanzleramt als angeblicher Anschlagsort genannt, um die Absage von Shen-Yun-Aufführungen zu erzwingen. Bildschirmfoto.

Foto: Deutscher Falun Dafa Verein

In einer weiteren Nachricht auf Englisch wurden auch Mitarbeiter des Theaters bedroht:
„Sollten die Shen-Yun-Aufführungen stattfinden, wären die Mitarbeiter des Theaters, einschließlich ihrer Familien, in Gefahr; sie könnten entführt oder in Autounfälle verwickelt werden! Natürlich würden Frauen mit Sicherheit vergewaltigt und ermordet werden! Bitte überlegen Sie sich das gut.“

Auch die Theatermitarbeiter und ihre Familien wurden bedroht. Bildschirmfoto.

Foto: Deutscher Falun Dafa Verein

Auch im vergangenen Jahr kam es in Deutschland zu vergleichbaren Drohungen gegen Theater:
„Ich schwöre auf Jesus! Eine große Menge Sprengstoff wurde im Theater deponiert. Wenn Shen Yun Art Troupe auftritt, werden die Bomben explodieren!“

Mehrere Theatermitarbeiter erhielten 2025 Drohmails in schwedischer Sprache. Bildschirmfoto.

Foto: Deutscher Falun Dafa Verein

In allen bislang untersuchten Fällen kam die deutsche Polizei zu dem Ergebnis, dass sich die Drohungen nicht als konkrete Gefährdung bestätigten.

Welttournee im Schatten anhaltender Bedrohungen

Nach Angaben des Falun Dafa Information Center war Shen Yun seit 2006 weltweit von fast 350 Vorfällen betroffen – teilweise täglich.
Dies umfasst unter anderem Drohungen mit angeblichen Massenschießereien, Vergewaltigungen von Tänzerinnen, Brandstiftung sowie Gewaltdrohungen gegen Kinder der Künstler.
Zusätzlich gab es Dutzende falsche Bombendrohungen, die wiederholt zu Evakuierungen von Theatern geführt haben – unter anderem in den USA, Kanada, Frankreich, Australien, Großbritannien und weiteren Ländern.

Deutschland verschärft Strafrecht

Die Bundesregierung räumte in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage Anfang des Monats ein, dass die Bedrohung Deutschlands durch Aktivitäten chinesischer Nachrichtendienste in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen habe.
Wie konkret diese Bedrohung ist, zeigt ein jüngster Fall: Jian G., ein deutscher Staatsbürger mit chinesischer Herkunft, wurde Ende September 2025 zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Das Dresdner Gericht sah es als erwiesen an, dass er für einen chinesischen Geheimdienst gearbeitet und gezielt Oppositionelle in Deutschland ausgespäht hatte.
Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung kürzlich eine Gesetzesverschärfung auf den Weg gebracht. Wer im Auftrag einer fremden Macht eine „vorsätzliche rechtswidrige Tat“ begeht, muss seit Anfang April mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe rechnen.
Darüber hinaus soll auch die Erfassung und Auswertung entsprechender Vorfälle verbessert werden. Dazu zählen Anpassungen im polizeilichen Meldesystem sowie der Ausbau systematischer Lagebilder, um das bislang lückenhafte Gesamtbild zu transnationaler Repression schrittweise zu vervollständigen.
Für Chan bleibt das Thema Sicherheit derweil Teil seines Alltags, weshalb er zusätzliche Schutzmaßnahmen treffen muss. Gleichzeitig erinnert er sich an einen Satz seiner Großmutter: „Wenn man nichts Böses tut, braucht man keine Angst zu haben, auch wenn jemand nachts an die Tür klopft.“
 
*Anm. d. Red.: Da die Kommunistische Partei Chinas Falun-Gong-Praktizierende bis heute auch außerhalb Chinas verfolgt, wurde der Name der betroffenen Person zum Schutz anonymisiert.
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Bombendrohung in Toronto: Bekenner beruft sich nach Shen-Yun-Absage auf KP Chinas

Der Absender von per E-Mail versandten Bombendrohungen an ein Theater in Toronto prahlte damit, Verbindungen zum kommunistischen Regime in China zu haben. Dies geht aus zwei kürzlich veröffentlichten E-Mails hervor, die beim Veranstalter von Shen Yun Performing Arts eingegangen sind.
Nach zwei nahezu ausverkauften Aufführungen am Vortag hat das Theater Four Seasons Centre for the Performing Arts in der kanadischen Großstadt am 29. März eine Veranstaltung des US-Ensembles für klassischen chinesischen Tanz Shen Yun abgesagt.
Grund dafür war eine per E-Mail eingegangene Bombendrohung gegen das Theater von einem Absender mit chinesischem Namen. Die Polizei konnte jedoch keine reale Bedrohung feststellen.
Das Four Seasons Centre entschied sich auch für die Absage der fünf nachfolgenden Veranstaltungen. Diese hätten vom 30. März bis zum 5. April stattfinden sollen.
Der lokale Veranstalter von Shen Yun hatte zuvor vergeblich versucht, das Theater umzustimmen. Er hatte den Verantwortlichen dargelegt, dass eine solche falsche Bombendrohung eine gängige Masche der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) sei. Deren Ziel bestehe darin, die Aufführungen von Shen Yun zu unterdrücken. Er erklärte auch, dass in allen früheren Bedrohungsfällen die Veranstaltungen nach Entwarnung der Polizei fortgesetzt werden konnten.

1. April 2026: Zuschauer warten vergeblich vor dem Four Seasons Centre for the Performing Arts in Toronto. Die dortige Shen-Yun-Aufführung wurde aufgrund einer falschen Bombendrohung abgesagt.

Foto: Teng Dongyu/Epoch Times

Neue E-Mails vom Verfasser der Drohschreiben

Nun tauchten zwei weitere E-Mails des gleichen Absenders auf. Sie wurden dem Veranstalter, der Falun Dafa Association of Toronto, zugestellt. Darin prahlt der Absender mit seinen Verbindungen zur KPCh.
Joel Chipkar, Sprecher der Falun Dafa Association of Canada, sagte: „Diese zwei neuen E-Mails zeigen, wie der Absender zugibt, dass die Drohungen gegen das Four Seasons Centre Täuschungen waren – was auch die Polizei vor Ort feststellte – und sie mit der Kommunistischen Partei Chinas in Verbindung standen.“
Das im Bundesstaat New York ansässige Shen Yun wurde 2006 von einer Gruppe klassischer chinesischer Künstler gegründet. Die Mission des Ensembles für klassischen chinesischen Tanz und Musik ist die Wiederbelebung der traditionellen Kultur Chinas.
Nach Angaben des Ensembles praktizieren seine Künstler Falun Gong, auch bekannt als Falun Dafa. Diese spirituelle Disziplin basiert auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht und wird seit 1999 von der KPCh in China verfolgt.

Abgesagte Shows von Shen Yun in Toronto wegen einer falschen Bombendrohung.

Foto: Bildschirmfoto shenyun.com

Weltweite Kampagne der Einschüchterung

Die erste Droh-E-Mail ging am 29. März um 12:55 Uhr Ortszeit ein, kurz vor Veranstaltungsbeginn um 14 Uhr. Mehrere Mitarbeiter des Four Seasons Centre hatten diese von einem Gmail-Konto mit einem in chinesischen Schriftzeichen geschriebenen chinesischen Namen erhalten.
Aus Sicherheitsgründen wurde das Publikum evakuiert und die Polizei alarmiert. Diese bestätigte kurz nach ihrem Eintreffen, dass keine glaubwürdige Bedrohung vorliege. Dennoch wurde die Aufführung vom Theater abgesagt.
Der Text der Droh-E-Mail war auf Schwedisch verfasst. Darin hieß es: „Viele Sprengkörper wurden im Four-Seasons-Theater und im Parlament in Kanada platziert. Wenn die Shen-Yun-Aufführung nicht abgesagt wird und weiterhin gezeigt wird, sind Explosionen im Parlament und im Four-Seasons-Theater geplant.“
Wie bereits in vielen früheren Fällen von E-Mail-Drohungen gegen Shen Yun wurden europäische Sprachen verwendet. Im vergangenen Jahr erhielt das Living Arts Centre in Mississauga etwa eine E-Mail-Drohung auf Tschechisch. Die Veranstaltungen an jenem Spielort wurden fortgesetzt, nachdem die Polizei bestätigt hatte, dass die Bombendrohung nicht glaubwürdig war.
Der Shen-Yun-Veranstalter legte Beweise dafür vor, dass dasselbe E-Mail-Konto verwendet wurde, um Drohungen an mehrere Veranstaltungsorte weltweit zu senden.
So wurden Theater in Birmingham, Großbritannien; Rouen, Frankreich; Busan, Südkorea, und anderen Orten bedroht. Dasselbe Konto sei auch für eine Bedrohung im Januar in Kanadas Hauptstadt verwendet worden. Darin sei gewarnt worden, dass das Parlament in Ottawa bombardiert werde, falls Shen Yun in Kanada auftreten sollte.
Im vergangenen Jahr wurden E-Mail-Drohungen gegen die Veranstaltungsorte von Shen Yun in Taiwan untersucht. Die dortige Kriminalpolizei konnte die E-Mail bis in die Großstadt Xi’an in Zentralchina zurückverfolgen.

Täter macht sich über Kanada lustig

Der Veranstalter in Toronto erklärte, dass in den vergangenen zwei Jahren weltweit 150 Bedrohungen gegen Shen-Yun-Aufführungen eingegangen seien. Jedes Mal hätten die Vorstellungen jedoch fortgesetzt werden können, nachdem die Polizei Entwarnung gegeben hatte.
In der am 3. April beim Toronto-Veranstalter eingegangenen E-Mail in chinesischer Sprache hieß es: „Der Vorfall im Toronto Four Seasons Centre war mein erfolgreichster … Haha!“ In der E-Mail bezeichnete der Absender die KPCh als sein „Mutterland“ und beschimpfte kanadische Politiker als „unbedeutend“.
„Ich denke, dass Kanadas unbedeutende Politiker vollkommen belanglos sind. … Kanada ist es kaum wert, ernst genommen zu werden. … Nicht einmal die Kommunistische Partei meines Mutterlandes konnte den Shen-Yun-Moderator zum Weinen bringen, doch ich habe es tatsächlich geschafft“, heißt es in der E-Mail.
Eine weitere E-Mail, die wenige Minuten später vom selben Absender gesendet wurde, prahlte erneut mit der Sabotage: „Hahaha! Was könnt ihr mir schon anhaben!? Hahaha! Die Polizei auf der ganzen Welt sind wie Hunde … sie rennen auf meinen Befehl überall herum! Hahaha!“
Die Polizei von Toronto teilte der Epoch Times mit, dass die Angelegenheit untersucht werde.

Konsulate üben Druck auf Spielstätten aus

Die Aufführungen von Shen Yun finden unter dem Motto „China vor dem Kommunismus“ statt. Es gibt viele dokumentierte Fälle, in denen die KPCh im Laufe der Jahre Shen Yun ins Visier genommen hat.
Im Jahr 2024 erhielten zwei chinesische Agenten in den Vereinigten Staaten Gefängnisstrafen, nachdem sie versucht hatten, einen Mitarbeiter der US-Steuerbehörde IRS zu bestechen, um eine Untersuchung gegen Shen Yun einzuleiten.
Chinesische Konsulate üben zudem oft Druck auf Spielstätten weltweit aus, um Buchungen von Shen Yun zu stornieren. Grzegorz Grabowski, Präsident des Kultur- und Kongresszentrums Jordanki in Torun, Polen, sagte gegenüber Epoch Times im Jahr 2024, dass er eine solche Anfrage in jenem Jahr abgelehnt habe.
Er habe dem chinesischen Konsul, der ihn in dieser Angelegenheit besucht hatte, mitgeteilt, dass er den Vertrag für die Aufführung von Shen Yun an seinem Zentrum nicht kündigen werde.

Wiederaufnahme der Toronto-Vorstellungen gefordert

Der Veranstalter von Shen Yun in Toronto bittet nun das Four Seasons Centre, die Shen-Yun-Aufführungen neu anzusetzen, damit Kanadier, die Tickets gekauft haben, die Möglichkeit erhalten, die Aufführungen zu sehen.
„Wenn die Polizei entscheidet, dass kein Risiko für die öffentliche Sicherheit besteht, muss das Recht der Kanadier, Vorstellungen zu besuchen, gewahrt bleiben, auch wenn die Kommunistische Partei Chinas dies missbilligt“, sagte Chipkar von der Falun Dafa Association of Canada.
„Wir fordern das Four Seasons Centre auf, bei Bedrohungslagen gemäß den branchenüblichen Standards zu reagieren und das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückzugewinnen, indem es Shen Yun wieder einlädt.“
In der vergangenen Woche veröffentlichte die Canadian Opera Co., die das Theater besitzt und betreibt, eine Erklärung zur Absage der Shows. Darin wurde erklärt, dass man „aus einem Übermaß an Vorsicht“ gehandelt habe.
Das Four Seasons Centre und die Canadian Opera Co. reagierten nicht auf Anfragen der Epoch Times zur Stellungnahme. Ebenso hielten sich das Büro des kanadischen Premierministers und das kanadische Außenministerium bedeckt.
Die auf nationaler Ebene zuständige Royal Canadian Mounted Police verwies die Anfrage zur Stellungnahme an die lokal zuständige Polizeibehörde.

Abgeordneter fordert „Aufschrei der Empörung“

Der Abgeordnete Garnett Genuis erklärte gegenüber NTD, einem Schwestermedium der Epoch Times, dass er den Organisatoren der Show mitgeteilt habe, er werde sich „lautstark zu diesem Thema äußern“.
Er sagte, dass er besorgt darüber sei, dass eine künstlerische Darbietung in Kanada aufgrund von Drohungen abgesagt werde. „Es ist wirklich empörend, dass diese anonymen Drohungen in der Lage waren, eine Kunst- und Kulturvorstellung in diesem Land zu stoppen, und ich denke, wir sollten einen Aufschrei der Empörung hören“, so Genuis.
„Wir wissen, dass Shen Yun vor Herausforderungen steht, nicht weil es unter Kanadiern umstritten ist, sondern weil eine ausländische Regierung es nicht mag.“
Die Abgeordnete Judy Sgro erklärte in einer Stellungnahme, sie verurteile das „eskalierende Muster der aus dem Ausland gesteuerten Einschüchterung, das hier auf kanadischem Boden stattfindet“.
„Diese Organisation wurde Ziel einer koordinierten Kampagne von Drohungen, einschließlich falscher Bombendrohungen, von denen einige zu Akteuren zurückverfolgt wurden, die mit der Kommunistischen Partei Chinas in Verbindung stehen“, sagte Sgro am 3. April.
„Sie stellen einen bewussten Versuch dar, einzuschüchtern, zum Schweigen zu bringen und die rechtmäßige kulturelle Ausdrucksform in Kanada zu stören.“
Der Abgeordnete Marc Dalton sagte, die falschen Bombendrohungen seien eine „weltweite Taktik, um die Aufführungen von Shen Yun zu sabotieren“, und forderte das Four Seasons Centre auf, die Wiederaufnahme der Shows im Theater zu gestatten.
„Angesichts der Tatsache, dass die Polizei von Toronto erklärt hat, dass Bombendrohungen gegen […] Shen Yun unbegründet sind und als böswilliger Unfug erscheinen, hoffe ich, dass das Four Seasons Centre die Fortsetzung der verbleibenden Produktionen zulassen wird“, sagte er am 2. April.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Emails Show Shen Yun Threat Sender Boasted of CCP Links After Toronto Show Cancellations“. (deutsche Bearbeitung: sm)
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Shen-Yun-Absage in Toronto nach Fake-Bombendrohung – Politiker fordert Regierung zum Handeln auf

Am 29. März musste in Toronto eine Veranstaltung des New Yorker Tanzensembles Shen Yun aufgrund einer Bombendrohung abgesagt werden. Die Vorstellung war im Four Seasons Centre for the Performing Arts geplant. Der konservative kanadische Abgeordnete Garnett Genuis zeigte sich entrüstet über den Vorfall und betonte, dass Aufführungen wie die von Shen Yun in Kanada nicht gestört werden dürften. Dabei müsse die künstlerische Freiheit unbedingt gewahrt bleiben, so Genuis.
Ein Aushang im Four Seasons Centre for the Performing Arts in Toronto informierte die Besucher am 29. März 2026 darüber, dass Shen Yuns Sonntagsvorstellung abgesagt wurde. Foto: Epoch Times

Ein Aushang im Four Seasons Centre for the Performing Arts in Toronto informierte die Besucher am 29. März 2026 darüber, dass Shen Yuns Sonntagsvorstellung abgesagt wurde.

Foto: Epoch Times

Die Bombendrohung erreichte das Theater kurzfristig. Nach einer Untersuchung erklärte die Polizei von Toronto, dass sie sich als unbegründet erwiesen habe. Die lokalen Veranstalter gaben an, dass die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) hinter der Drohung stecken könnte. Ziel sei demnach, die Aufführung zu sabotieren, die den Zuschauern – nach eigenem Motto – ein „China vor dem Kommunismus“ näherbringen will.

Shen Yun Performing Arts mit einem tibetischen Frauentanz zu Ehren der Götter.

Foto: Shen Yun

„Die Kanadier sollten darüber sehr besorgt sein“, sagte der Abgeordnete Genuis gegenüber der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times. „Der verdächtige Kontext und die Umstände erfordern meiner Meinung nach eine entschiedene und energische Reaktion der politischen Führung.“
Genuis betonte, dass der Vorfall vom 29. März von den Strafverfolgungsbehörden und den zuständigen Stellen untersucht werden müsse. Wichtig sei zudem, dass die kanadische Regierung eine klare Haltung gegen ausländische Einmischung einnehme. „Wir müssen sicherstellen, dass solche Veranstaltungen künftig nicht mehr abgesagt werden“, so der Abgeordnete. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Drohungen, Einschüchterungen oder Einmischungen den künstlerischen Ausdruck verhindern.“

Der konservative Abgeordnete Garnett Genuis, Mitglied des Parlaments von Kanada am 30. März 2026 in Toronto.

Foto: Teng Dongyu/The Epoch Times

Parlamentarier: „Wir müssen wachsam bleiben, um unsere Freiheit zu schützen“

Der kanadische Falun Dafa Verein, der lokale Veranstalter der Shen-Yun-Aufführungen in der Region, erklärte, dass das in New York ansässige klassische chinesische Tanz- und Musikensemble regelmäßig Ziel von vorgetäuschten Drohungen durch Agenten der Kommunistischen Partei Chinas sei, die die Veranstaltungen sabotieren sollen. Der Vorfall vom 29. März markiere jedoch das erste Mal, dass eine Aufführung aufgrund einer falschen Bombendrohung kurz vor Beginn vom Theater abgesagt werden musste.
Auch im vergangenen Jahr erhielten unter anderem Theater in Taiwan Drohungen. In einem Fall konnten taiwanesische Ermittler den Ursprung bis zu einer Einrichtung in Xi’an, China, zurückverfolgen. Zudem wurden im Jahr 2024 in den Vereinigten Staaten zwei chinesische Agenten zu Gefängnisstrafen verurteilt, da sie versucht hatten, einen Mitarbeiter der Steuerbehörde (IRS) zu bestechen, um eine Untersuchung gegen Shen Yun einzuleiten. Bei dem „Mitarbeiter“ handelte es sich jedoch um einen verdeckten Ermittler des FBI.
Toronto, 29. März 2026 – Ein Shen-Yun-Moderator zeigt vor dem Four Seasons Centre for the Performing Arts eine Ehrenurkunde der liberalen Abgeordneten Judy Sgro. Foto: Xinxin Teng/The Epoch Times

Toronto, 29. März 2026: Vor dem Four Seasons Centre for the Performing Arts zeigt ein Shen-Yun-Moderator eine Ehrenurkunde der liberalen Abgeordneten Judy Sgro.

Foto: Xinxin Teng/The Epoch Times

Für Genuis ist klar: „Die künstlerischen Botschaften, die Shen Yun vermittelt, sind solche, die die KPCh ablehnt.“ Der Parlamentarier fügte hinzu: „Shen Yun wird aufgrund seiner Bemühungen, traditionelle chinesische Kultur zu präsentieren, ins Visier genommen. Wir müssen wachsam sein, um die Bewahrung und den Schutz unserer Freiheit in diesem Land sicherzustellen.“

Polizei nimmt Drohungen „sehr ernst“

Die Polizei von Toronto teilte der Epoch Times mit, dass die Ermittlungen zu dem Vorfall noch andauern. Die nationale Polizeibehörde RCMP (Royal Canadian Mounted Police) betonte in einer früheren Stellungnahme, dass sie Drohungen gegen die öffentliche Sicherheit „sehr ernst“ nehme und dass „unser Hauptaugenmerk jederzeit auf der Sicherheit und dem Schutz der Öffentlichkeit liegt“.
Die lokalen Veranstalter erklärten, dass Ticketinhaber der abgesagten Sonntagsvorstellung ihre Karten gegen Tickets für eine der kommenden fünf Aufführungen Anfang April in Toronto eintauschen oder alternativ Gutscheine erhalten könnten. Zudem hätten die Theaterbetreiber zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen eingeführt, um künftige Vorfälle zu verhindern.
Toronto, 29. März 2026 – Der konservative Abgeordnete Roman Baber mit einem Shen-Yun-Programmheft vor dem Four Seasons Centre for the Performing Arts, neben einem Shen-Yun-Moderator. Foto: Epoch Times

Toronto, 29. März 2026: Der konservative Abgeordnete Roman Baber mit einem Shen-Yun-Programmheft vor dem Four Seasons Centre for the Performing Arts neben einem Shen-Yun-Moderator.

Foto: Epoch Times

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Eine Mission zur Rettung der traditionellen Kultur

Shen Yun wurde im Jahr 2006 von einer Gruppe führender klassischer chinesischer Künstler im Ausland mit dem Ziel gegründet, Chinas traditionelle Kultur wiederzubeleben. Das Ensemble gibt an, dass seine Künstler die spirituelle Disziplin Falun Dafa, auch bekannt als Falun Gong, praktizieren. Diese wird seit 1999 vom kommunistischen Regime in China verfolgt.
Der Falun Dafa Verein in Toronto berichtete, dass es bereits über 150 gefälschte Bomben- und Todesdrohungen gegen Shen Yun weltweit gegeben habe, die meisten davon per E-Mail. Joel Chipkar, Sprecher der Vereinigung, erklärte dazu: „Dieser Vorfall ist nicht isoliert, sondern Teil einer koordinierten globalen Kampagne – einer von der KPCh gesteuerten transnationalen Repression gegen Shen Yun Performing Arts.“
Bereits am 15. März war eine Aufführung von Shen Yun im Großraum Toronto, im Living Arts Centre in Mississauga, Ziel einer Bombendrohung. Die Bezirkspolizei stufte die Drohung jedoch als nicht glaubwürdig ein; dennoch verzögerte sich der Beginn der Aufführung um 1,5 Stunden.

Shen Yun Performing Arts gab am Abend des 28. März 2026 im ausverkauften Four Seasons Centre for the Performing Arts von Toronto seine zweite Vorstellung der Saison.

Foto: May Huang/The Epoch Times

Premierminister Carney und fünf weitere Regierungschefs von Drohungen betroffen

Anfang dieses Jahres wurde Kanadas Premierminister Mark Carney Ziel von Drohungen, die die Absage der Shen-Yun-Aufführungen forderten. Die Nachrichten wurden an die Veranstalter der Aufführungen gesendet. Ähnlich erging es den Staats- und Regierungschefs von Australien, Italien, Österreich, Dänemark und Südkorea. In den fast identischen digitalen Drohbriefen wurden lediglich Namen und Länder angepasst.
Ende Februar musste der australische Premierminister Anthony Albanese sogar aus seiner Residenz in Canberra evakuiert werden, nachdem eine E-Mail an lokale Shen-Yun-Moderatoren verschickt worden war. Darin wurde mit Bombenanschlägen auf Albaneses Wohnsitz gedroht, sollten die Shen-Yun-Aufführungen wie geplant stattfinden.
Garnett Genuis hat Shen Yun bereits mehrfach gesehen. Er betonte, dass das Ensemble dem Publikum die Möglichkeit gebe, die Vielfalt und den Reichtum der chinesischen Kultur kennenzulernen. Gleichzeitig zeige es, dass die KPCh China nicht repräsentiere. „Wir müssen an der Spitze stehen, wenn es darum geht, unsere Freiheiten in diesem Land zu bewahren und zu schützen“, so der kanadische Abgeordnete.

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Der Artikel erschien im Original bei theepochtimes.com unter dem Titel „Shen Yun’s Cancellation in Toronto After Fake Bomb Threat Requires Strong Response From Canadian Leaders: MP“. (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: sm)