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Mit 14 nach Amerika: Junge deutsche Tänzerin lässt sich nicht von Peking einschüchtern

Der klassische chinesische Tanz ist ihre Leidenschaft. Wenn Tara McDonnell aus Meißen die internationale Bühne betritt, ist alle Anspannung verflogen, selbst wenn wenige Stunden vorher Polizisten wegen einer Bombendrohung mit ihren Spürhunden das Theater oder ihre Garderobe durchsucht haben. „Das ist inzwischen zur Routine geworden“, sagt sie.
Die 21-Jährige gehört zu einer der acht Tanzgruppen von Shen Yun. Das aus New York stammende Künstlerensemble, das seinem Publikum die 5.000 Jahre alte traditionelle Kultur Chinas präsentiert, muss ständig mit Sabotage rechnen. Ob Bombendrohungen oder zerstochene Tourbusreifen – die grenzüberschreitende Bedrohung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh), die seit ihrer Machtübernahme traditionelle und spirituelle Werte unterdrückt, ist für die Künstler allgegenwärtig.
Seit 2021 gehört Tara aus Meißen dem Ensemble an. Auch wenn sie in Deutschland aufgewachsen ist, so ist ihr die traditionelle chinesische Kultur nicht fremd. Angefangen hat alles damit, dass ihre Eltern Falun Gong, auch Falun Dafa genannt, praktizierten – eine tief in der traditionellen chinesischen Kultur verwurzelte Kultivierungsmethode, die auf den Werten Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht basiert.
In China wird Falun Gong hingegen seit 27 Jahren brutal verfolgt. Und das wird auch in den Tanzstücken von Shen Yun thematisiert – ebenso wie historische Heldengeschichten, ethnische Tänze und lustige Szenen. Jedes Jahr touren die Gruppen des 2006 gegründeten Ensembles mit einem völlig neuen Programm um die Welt und erreichen ein Millionenpublikum. Einst saß auch Tara unter den Zuschauern.
„Schon als Kind habe ich Shen-Yun-Aufführungen gesehen. Ich mochte sie wirklich sehr. Es war schon immer mein Traum, bei Shen Yun mitzumachen“, sagt sie im Gespräch mit Epoch Times.

Ein Traum wird wahr

Mit 14 Jahren war es dann endlich so weit: Die aus Sachsen stammende Schülerin wurde an der Fei-Tian-Kunstakademie in New York aufgenommen. Zwei Jahre später ging sie als Praktikantin zum ersten Mal mit Shen Yun auf Tournee. Mittlerweile verfügt sie über fünf Jahre Tourneeerfahrung.
Dabei gestaltete sich ihr Einstieg in den klassischen chinesischen Tanz alles andere als einfach. „Ich habe quasi bei null angefangen. Zuerst musste ich meinen Körper dehnen und alle Grundbewegungen beherrschen, bevor ich wirklich mit dem Tanzen beginnen konnte“, schildert sie.
Während dieser Zeit habe sie wirklich viel gelernt, darunter Ausdauer und Selbstdisziplin – Eigenschaften, die für eine Tänzerin unentbehrlich sind, um das Weltklasseniveau zu erreichen, für das Shen Yun vom Publikum hochgelobt wird.
Da der Tanzunterricht ausschließlich in chinesischer Sprache stattfindet, hat Tara während ihrer Ausbildung „ganz selbstverständlich“ Chinesisch gelernt. Über die Jahre hat sich ihr Verständnis für die traditionelle chinesische Kultur, die ebenfalls Teil der Ausbildung ist, immer weiter vertieft.
„Je mehr ich über die traditionelle chinesische Kultur erfuhr, desto beeindruckender fand ich sie“, sagt die junge Tänzerin. Sie sei derart tiefgründig, dass es immer wieder Neues zu entdecken gebe.

Doku „Unbroken“ zeigt Hintergründe

Wie es auf dem Campus aussieht und zugeht, zeigt der Dokumentarfilm „Unbroken – The Untold Story of Shen Yun“ („Unbeugsam – Die unerzählte Geschichte von Shen Yun“), der derzeit an ausgewählten Standorten in Deutschland zu sehen ist. Bei der Filmpremiere in ihrer Heimatstadt Meißen am 26. Mai war auch Tara mit dabei.
Im Mittelpunkt des Films steht die Familie Browde. Die beiden Brüder Jesse und Lucas absolvierten wie Tara an der Fei-Tian-Akademie für klassischen chinesischen Tanz ihre professionelle Ausbildung. Auf den weltweit führenden Bühnen werden sie mit Einschüchterungsversuchen durch das kommunistische Regime Chinas konfrontiert, die in den vergangenen Jahren immer weiter eskalierten – von der Sabotage der Tourbusse über Druck auf Theater und inszenierte Bombendrohungen bis hin zu einer länderübergreifenden „Fake News“-Kampagne, wonach den Künstlern von Shen Yun Arztbesuche verwehrt blieben und keine angemessene Gage gezahlt würde.
Wie der Film zeigt, steht der Vater der beiden Brüder, Levi Browde, zwischen dem Schutz seiner Kinder und der Aufdeckung der Wahrheit unter enormem Druck.
Die Doku zeigt den unmittelbaren Kampf zwischen Glauben, Freiheit und dem Totalitarismus anhand der Entwicklungsgeschichte der jungen Menschen, die während ihrer Ausbildung zu Künstlern heranwachsen und trotz der von der KPCh verübten langjährigen Unterdrückung schließlich zu „unbeugsamen“ Menschen werden.

Spürhunde, Bombendrohungen und Evakuierung

Auch für Tara gehören die Einschüchterungsversuche und Bombendrohungen „fast schon zum Alltag“. An ihre erste Bombendrohung kann sie sich noch lebhaft erinnern:
„Das war bei einer Aufführung in Puerto Rico. Damals klopfte die Polizei an die Tür unserer Garderobe und drehte mit ihren Hunden eine kurze Runde“, schildert sie gegenüber Epoch Times. „Das war schon ein sehr krasses Erlebnis.“
Vor zwei Jahren im Kennedy Center in Washington, D.C. spitzte sich die Situation zu. Damals wurde nicht nur das Theater, sondern der gesamte Gebäudekomplex evakuiert. Sogar im Fernsehen wurde darüber berichtet.
„Wir mussten bis 15 Uhr im Hotel bleiben“, schildert Tara, obwohl der Aufbau bereits am Vormittag vonstattengehen sollte. Zuerst habe es so ausgesehen, als würde die Bombendrohung den gewünschten Erfolg erzielen. Das Theater wollte die Vorstellung schon absagen. Nachdem aber keine Hinweise auf Sicherheitsrisiken gefunden werden konnten, durften die Künstler das Gebäude schließlich betreten.
Trotz großer Verspätung gelang es dem Team von Shen Yun, die Proben und Aufbauarbeiten innerhalb weniger Stunden abzuschließen. Die Vorstellung konnte wie geplant stattfinden.
Vor allem im vergangenen Jahr habe sie oft Spürhunde gesehen. „2 Stunden vor Beginn der Vorstellung kommt die Polizei mit Polizeihunden und durchsucht Reihe für Reihe den gesamten Zuschauerraum. Ehrlich gesagt haben wir uns schon so daran gewöhnt, dass wir es gar nicht mehr beachten. Es ist einfach dieses Gefühl von: ‚Oh, da sind sie schon wieder.‘“

Kunst, die verbindet

Tara und ihre Kollegen sehen in derartigen Vorfällen „eher einen Ansporn“: „Wenn so etwas passiert, müssen wir weitermachen. Wir müssen die Dinge klarstellen“, sagt Tara. „Aber wir wissen auch, dass viele Zuschauer dadurch möglicherweise nicht mehr wiederkommen wollen oder sich nicht trauen, die Vorstellung zu besuchen“, was sie sehr bedauert.
Sie hofft, dass sich Theater – wie auch in Deutschland in der Vergangenheit geschehen – nicht länger von den Agenten der KPCh beeinflussen lassen und ihrem Publikum Shen Yun präsentieren. Denn „Kunst ist universell und überwindet alle sprachlichen oder ähnlichen Grenzen und Barrieren“.
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Undercover in Kasachstan: China-Experte enthüllt dramatisches Ausmaß des Organraubs


In Kürze:

  • Eine abenteuerliche Reise in einem 2003er Toyota nach Kasachstan, die in Deutschland begann
  • Ein riesiges Krematorium in der Nähe eines Krankenhauses in Xinjiang, das Organtransplantationen durchführt
  • Zeugeninterviews mit Überlebenden der Arbeitslager liefern Belege für Organraub an politischen Häftlingen

 
Wer über zwei Jahrzehnte hinweg Zehntausende Fälle mutmaßlichen Organraubs untersucht und mit Zeugenaussagen über Folter, Missbrauch und Vergewaltigung konfrontiert ist, betrachtet die Welt mit anderen Augen. Die Enthüllungen des US-amerikanischen Investigativjournalisten Ethan Gutmann brachten ihm nicht nur schlaflose Nächte und Albträume ein, sondern auch einen großen Bekanntheitsgrad bei den chinesischen Sicherheitsbehörden ein.
Zudem trugen seine Nachforschungen dazu bei, dass mehrere Gesetze in den USA und anderen Staaten zur Bekämpfung des illegalen Organhandels auf den Weg gebracht wurden. Im Jahr 2017 wurde er für den Friedensnobelpreis nominiert.
Nach seinem Buch „The Slaughter“, in dem es um Pekings Massenmord an politischen Häftlingen, insbesondere an Falun-Gong-Praktizierenden, geht, rückt Gutmann mit seinem im März 2026 erschienenen Werk „The Xinjiang Procedure“ abermals den staatlich organisierten Organraub in China in den Fokus.

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Was er bei seinen Recherchen entdeckte, erscheint vielen Menschen kaum vorstellbar: Konzentrationslager und Gehirnwäscheeinrichtungen, die sich in unmittelbarer Nähe von Massenkrematorien und auf Organtransplantationen spezialisierten Krankenhäusern befinden, wodurch der sogenannte Organtourismus in China ein neues Ausmaß erreicht.
Für sein neues Buch begab sich Gutmann auf eine abenteuerliche Reise nach Kasachstan, dem Nachbarland der chinesischen Provinz Xinjiang. Dort wollte er Flüchtlinge aus den chinesischen Arbeitslagern befragen. Zuvor ließ er sich von zwei Geheimdiensten beraten, um sicherzugehen, dass er bei seinem Vorhaben möglichst unentdeckt bleibt, wie Gutmann im Gespräch mit Epoch Times erklärte.

In einem 2003er Toyota unterwegs, mit Kompass und Straßenkarte ausgestattet

Seine Reise begann in Deutschland, wo er sich zunächst ein Auto, einen alten Toyota, Baujahr 2003, organisierte. Warum? In den Fahrzeugen, die vor 2005 gebaut wurden, sind noch keine Chips verbaut, die eine Überwachung ermöglichen würden.
Ebenso waren Laptop und Smartphone keine Option für den Investigativjournalisten. Stattdessen nutzte Gutmann für seine Dokumentation analoge Kameras und Tonbandgeräte. Anders als bei digitalen Geräten lassen sich deren Aufnahmen nicht auf Knopfdruck kontrollieren – ein Sicherheitsvorteil an Grenzübergängen.
Und auch an ein Navi war nicht zu denken. Diese Funktion erfüllten ein Kompass und eine deutsche Straßenkarte von Kasachstan unter der Leitung von Gutmanns Tochter. Die auf dem Autodach befestigten Skier sowie unzählige Reiseführer und Zeichnungen des schwer ausfindig zu machenden Schneeleoparden sollten bei den Kontrollen für Ablenkung sorgen.

Ethan Gutmann macht während der Reise nach Kasachstan einen Kompass-Check.

Foto: Josephine de Haan-Montez

Während seiner jahrelangen Untersuchungen dokumentierte Gutmann zahlreiche Zeugenaussagen. Er sprach sowohl mit hochrangigen Polizeibeamten und chinesischen Ärzten, die in den Organraub verwickelt waren, als auch mit Menschen, „die buchstäblich durch die Hölle gegangen sind“.
„Je mehr ich mich in das Thema vertiefte, desto mehr stieß ich auf Berichte über Folter von unvorstellbarem Ausmaß“, sagte er.
Im Gespräch mit Epoch Times betonte Gutmann, dass er nichts gegen Chinesen oder China als Land habe. Prinzipiell liebe er das Land sogar, in dem er mehrere Jahre gelebt habe. Er habe jedoch etwas gegen das System, gegen die Art und Weise, wie das chinesische Regime mit seiner Bevölkerung umgeht. Neben Falun-Gong-Praktizierenden und Uiguren werden auch sogenannte Hauschristen, Tibeter und andere Minderheiten von Peking brutal verfolgt.

50 Sicherheitskräfte für ein Krematorium

Gutmanns Zeugenaussagen über Vergewaltigung, Folter, Hinrichtungen und medizinische Tests geben den Berichten über Arbeitslager in Xinjiang, in denen das chinesische Regime laut internationalen Organisationen mindestens 1 Million Uiguren und andere muslimische Minderheiten gefangen hält, ein menschliches Gesicht.
Zwei Lager mit einer Kapazität für rund 33.000 Menschen sowie 16.000 Menschen wurden – wie Satellitenbilder belegen – direkt neben dem Infektionskrankenhaus in Aksu errichtet.
Das Krankenhaus ist eine ehemalige psychiatrische Klinik für „sogenannte extremistische Muslime“, die  zu einem Transplantationskrankenhaus umfunktioniert wurde. Nördlich davon – nur 900 Meter von den beiden Lagern entfernt – wurde ein großes Krematorium errichtet.

Zwei „Umerziehungslager“, eines für 16.000 Menschen und eines für 33.000 Menschen, welches um ein bereits bestehendes Krankenhaus (das Aksu-Infektionskrankenhaus) herum errichtet wurde, sowie ein großes Krematorium, das 900 Meter von beiden Lagern entfernt liegt.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Gulchehra Hoja

Im gesamten Gebiet Xinjiang ist laut Gutmann der Bau von neun Krematorien in Auftrag gegeben worden. Das erste sei in Ürümqi, der Hauptstadt von Xinjiang, gebaut worden.
„Dafür wurden 50 Sicherheitskräfte eingestellt. Das ist unvorstellbar“, sagte er. Das Gehalt lag bei etwa 1.200 US-Dollar (1.050 Euro) im Monat, „ein Vermögen“ für die Region. Die Stellen seien nur auf Chinesisch und nicht auf Uigurisch ausgeschrieben worden.
„Das ist der Tod im industriellen Ausmaß“, so sein Fazit.
Bemerkenswert sei nicht nur die Tatsache, dass Sicherheitskräfte ein Krematorium überwachen sollen, sondern auch der Umstand, dass Muslime – zu denen die meisten Uiguren gehören – ihre Toten normalerweise bestatten und nicht verbrennen.

Internationaler Flughafen für Organexport

In etwa 20 Minuten Entfernung zu dem Krankenhaus in Aksu befinde sich zudem der Flughafen Aksu mit internationaler Anbindung und einer sogenannten „Green Lane“ für schnelle Sicherheitskontrollen, die für den Export menschlicher Organe genutzt werde.
In Aksu lebende Uiguren haben sich in Gesprächen mit Gutmann über den Geruch verbrannter Knochen beklagt. Eine Nomadenfamilie, die Weideflächen oberhalb des Krematoriums nutzte, habe den Gestank nicht mehr ertragen können und meide inzwischen das Gebiet.
„Das Aksu-Infektionskrankenhaus führt nachweislich Organentnahmen durch und muss die Leichname anschließend entsorgen“, sagt Gutmann.
„Die Nachlässigkeit bei solchen Dingen und die Tatsache, dass so etwas überhaupt sichtbar wird, sind ein Zeichen für die enorme Arroganz der Kommunistischen Partei Chinas und dass sie […] annehmen, dass sie einfach so weitermachen könnten.“

Ethan Gutmann (M.) im Gespräch mit einem Flüchtling aus Xinjiang in Almaty, Kasachstan.

Foto: Josephine De Haan

Gutmann hofft, mit seinen Enthüllungen dazu beitragen zu können, diesen unmenschlichen Gräueltaten ein Ende zu setzen.
„Jetzt kommen Menschen aus den Lagern heraus, die tatsächlich dort gearbeitet haben. Eine von ihnen hat Darmreinigungen durchgeführt, bevor den Menschen die Organe entnommen wurden“, so Gutmann.
„Das sind unumstößliche Zeugenaussagen und wir stoßen immer wieder auf neue Berichte. Aber zum ersten Mal sehe ich ein kleines Licht am Ende des Tunnels. […] Vielleicht werden diese Enthüllungen Auswirkungen auf China haben.“
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Tränen, Applaus und viel Anerkennung: Warum Shen Yun weltweit für Aufsehen sorgt

Mitte Mai beendete Shen Yun, das weltberühmte in New York ansässige Ensemble für klassischen chinesischen Tanz und Musik, seine Saison 2026. Diese außergewöhnliche Tanzproduktion sorgt mit ihren Auftritten in über hundert Städten in den Vereinigten Staaten, Lateinamerika, Europa und Ostasien für große Aufmerksamkeit. Dabei zog das Ensemble mit seinen abwechslungsreichen Tanzgeschichten selbst Generäle, Politiker, Künstler, katholische Priester und protestantische Pastoren in seinen Bann. Schon jetzt freuen sich viele Zuschauer darauf, wenn Shen Yun Ende des Jahres mit seinem neuen Programm auf die nächste Welttournee geht.
Für einen emotionalen Höhepunkt der 20. Jubiläumssaison sorgte am 16. April Doug Mastriano, Senator des US-Bundesstaates Pennsylvania. Er überreichte acht Shen-Yun-Künstlern – vier Tänzern und vier Musikern – im Miller Theater in Philadelphia die „Pennsylvania-Freiheitsmedaille“, eine von vielen Auszeichnungen, die dem Ensemble in dieser Saison übergeben wurden. Jeder von ihnen ist entweder selbst direktes Opfer religiöser Verfolgung in China oder hat Angehörige, denen dieses Schicksal widerfahren ist.
„Danke, dass ihr dort ein Licht in der Dunkelheit seid“, so der Senator zu den Künstlern.

Vier-Sterne-General verurteilt Verfolgung

Am 17. Januar besuchte Charles Flynn, ein pensionierter Vier-Sterne-General der US-Armee, die Aufführung von Shen Yun im Opernhaus des Trump-Kennedy-Centers in Washington, D.C. – und sorgte damit für den ersten Höhepunkt der Spielsaison.
„Die Farben, die Geschichten sowie die Qualität des Tanzes und der Musik waren einfach wunderschön“, so sein Fazit.
Besondere Bedeutung maß er dem Teil der Tanzgeschichten bei, dessen Tragweite sich vielen Zuschauern vielleicht nicht bewusst seien: die anhaltende Verfolgung von Falun-Dafa-Praktizierenden durch die KPCh im heutigen China.
„Außerhalb Chinas werden nicht genügend Informationen darüber verbreitet, was dort geschieht“, sagte Flynn.

Charles Flynn, ein pensionierter Vier-Sterne-General der US-Armee, genoss am Nachmittag des 17. Januar 2026 eine Shen-Yun-Aufführung im Kennedy Center Opera House in Washington.

Foto: Frank Liang/The Epoch Times

Am 11. April besuchte Tony Lyons, Gründer und Präsident von Skyhorse Publishing, im David H. Koch Theater in Manhattan eine Aufführung von Shen Yun. Wie er schilderte, wusste er bis zu diesem Abend nicht, dass es sich um ein amerikanisches Ensemble handelt, das im Bundesstaat New York von Künstlern gegründet und ausgebildet wurde, die vor religiöser Verfolgung geflohen waren. Die Bemühungen von Shen Yun entsprächen genau der Arbeit, die er in seinem eigenen Fachgebiet zu leisten versuche, sagte er – nämlich etwas Wirkungsvolles in einer Kultur aufzubauen, deren Traditionen zunehmend in Vergessenheit geraten. „Das war wirklich authentisch“, sagte Lyons.
Jim Beckwith, ein pensionierter Rechtsprofessor aus North Carolina und ehemaliger Herausgeber der Wirtschaftsrechtszeitschrift der Anwaltskammer des Bundesstaates, besuchte Shen Yun am 8. März in Raleigh. „Ich bin hierhergekommen, weil es eine moralische Frage ist“, äußerte er. Die Bewahrung einer alten Kultur sei die Grundlage jeder Zivilisation. Das sei etwas, das die marxistische Ideologie nicht hervorbringen könne.
Auf anderen Kontinenten war die Resonanz auch so groß, obwohl Peking oft direkten Druck auf lokale Politiker ausübte, damit sie nicht die Vorstellungen besuchten. In Buenos Aires kam der Provinzabgeordnete Juan José Esper am 9. April zur Premiere von Shen Yun im Teatro Ópera und bedankte sich persönlich beim künstlerischen Leiter des Ensembles: „Ich danke Ihnen, dass Sie sich auch für Argentinien entschieden haben.“

Juan José Esper, Provinzvertreter von Buenos Aires, besucht am 9. April 2026 eine Aufführung von Shen Yun Performing Arts im Teatro Ópera in Buenos Aires, Argentinien.

Foto: NTD

Im selben Theater saß am nächsten Abend der renommierte argentinische Dramatiker und Regisseur Pepe Cibrián – eine führende Persönlichkeit der Musicalszene seines Landes. Für ihn war es ein sehr emotionaler Besuch, da er hier selbst so oft aufgetreten war. Sein Fazit nach der Aufführung: „Sie sollten kommen, denn die Aufführung ist einzigartig“ – eine solche Gelegenheit biete sich nicht alle Tage.

Italienischer Senator wirbt für Shen Yun

In der italienischen Stadt Avellino zog es am 20. Februar Senator Sergio Rastrelli zu Shen Yun. Er outete sich als großer Fan. Für ihn ist die Produktion eine Hommage an die chinesische Kultur, die schon vor der Zeit der Kommunistischen Partei existierte. Italien sieht er in der Verantwortung, diese Kultur weiterhin zu präsentieren.
„Es ist eine prächtige, großartige und bewegende Aufführung“, sagte er.
Die Theater dürften dem Druck durch die chinesische Regierung nicht nachgeben, sondern sollten Shen Yun zeigen.
Bereits vor der Premiere waren alle 64.000 Eintrittskarten für die Tournee in Italien ausverkauft.

Besinnung auf das Göttliche

Auch die Zuschauer, die als Künstler tätig sind, brachten Shen Yun großen Respekt für die technische Leistung entgegen. Einige waren zu Tränen gerührt. Am 14. März genoss der international bekannte irisch-amerikanische Sänger und Komponist John Kelly mit seiner Frau, der spanischen Sopranistin Maite Itoiz, die Nachmittagsvorstellung in Logroño, Spanien. Kelly, bekannt durch die mit Platin ausgezeichneten „The Kelly Family“, fand schon allein das Live-Orchester von unschätzbarem Wert. Der Tanz habe ihn auf eine Weise berührt, die er nicht für möglich gehalten hätte.
„Es geht um etwas Höheres als uns selbst, nämlich, wie ich sagen würde, eine göttliche Kraft“, sagte Kelly.
Seiner Frau ging es ähnlich. „Sobald sich der Vorhang öffnete und ich die himmlische Welt sah, hatte ich Tränen in den Augen. Ja, es war wirklich wunderschön“, schilderte sie. Die Eröffnungsszene, in der himmlische Gestalten auf die Erde gesandt wurden, weckte in ihr eine Art tief vergrabene Erinnerung: das Gefühl, dass alle Menschen von einem Ort kommen, den sie ihr Zuhause nennen könnten, und immer noch darauf hoffen, dorthin zurückzukehren.

John Kelly, international renommierter irisch-amerikanischer Sänger, Musiker und Komponist, mit seiner Frau, der Sopranistin Maite Itoiz.

Foto: Bartolomé Suau/Epoch Times

Derartige Reaktionen waren in dieser Saison nichts Ungewöhnliches. Auf allen Kontinenten, auf denen Shen Yun auftrat, gab es ähnliche Stimmen aus dem Publikum. Der in Rom tätige römisch-katholische Priester Evilázio Cavalcante besuchte am 15. Februar eine Shen-Yun-Aufführung im Auditorium della Conciliazione, einem Konzertsaal nur wenige Schritte vom Vatikan entfernt. Durch die Vorstellung habe das Publikum die wahren Werte der chinesischen Kultur erleben können, sagte er: Güte und Freundlichkeit. Aus seiner Sicht seien die Zuschauer in eine Art der Besinnung eingetaucht.
„Die Aufführung ist wirklich wunderschön und voller Farben“, sagte er.

Pastor legt nach Bombendrohung 700 Kilometer zurück

Am 8. April flog Pastor Brandon Pringle aus Calgary mit seiner Frau Karina fast 700 Kilometer quer durch Westkanada nach Vancouver, um sich Shen Yun anzusehen. Als einen der Gründe, diesen weiten Weg auf sich zu nehmen, führten die beiden die Bombendrohungen an, die zur Absage der Aufführungen in Toronto Ende März und Anfang April geführt hatten. Sprengstoffe konnte die kanadische Polizei bei den Untersuchungen nach eigenen Angaben nicht finden. Die Drahtzieher hinter den Drohungen stehen laut Ermittlern mit Peking in Verbindung.
Aufgrund des anhaltenden Drucks wurden die Shen-Yun-Vorstellungen seitens des Veranstalters auf den 25. bis 28. Juni verschoben. Sie sollen dann unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. „Wir fühlten uns wirklich gesegnet, als uns unsere Eintrittskarten bestätigt wurden“, schilderte der Pastor.

Shen Yun sorgt für Dominoeffekt

Bei manchen Zuschauern spielt Shen Yun eine derart große Rolle, dass sie ihren Alltag danach ausgerichtet oder Gruppenfahrten organisiert haben. Am 13. Mai, dem Abschlussabend der Japan-Tournee von Shen Yun in Tokio, besuchte ein begeisterter Fan namens Masuo Nobuhisa seine 21. Shen-Yun-Vorstellung in diesem Jahr! Damit erhöhte sich die Anzahl der von ihm gesehenen Aufführungen auf rund 50. Viele Chinesen flogen extra nach Japan, nur um eine Vorstellung von Shen Yun zu sehen, da dies in ihrer Heimat nicht möglich ist.
In Kalifornien brachte ein Professor für Bildende Kunst aus Sacramento, der Shen Yun im Vorjahr gesehen hatte, in diesem Frühjahr 55 seiner Studenten im Rahmen eines Klassenausflugs mit.
In Brasilien machte es die Inhaberin eines Reisebüros am 26. April einer Gruppe von 24 Personen möglich, Shen Yun zu besuchen. Gemeinsam reisten sie aus dem rund 650 Kilometer entfernten Florianópolis an, um die Nachmittagsvorstellung in Curitiba zu sehen. Für die Unternehmerin war es das erste Mal mit einer Gruppe, nachdem sie Shen Yun im Jahr 2024 allein gesehen hatte.
Auch in Frankreich haben lokale Reisebüros damit begonnen, Ausflugspakete rund um die Shen-Yun-Tournee anzubieten. Am 14. März hielten mehr als ein Dutzend Reisebusse an einem einzigen Veranstaltungsort.
In der japanischen Stadt Kamakura kam am 18. April Shoji Tōko, eine Lehrerin für Teezeremonie, zur Aufführung von Shen Yun, was in ihr eine tiefe Trauer erweckte. Warum? Der Weg des Tees, so merkte sie an, habe vor Jahrhunderten von China nach Japan geführt. Beim Anblick der Vorführung habe sich die Lehrerin unentwegt fragen müssen, wie diese Kultur China aus den Händen entgleiten konnte, die es einst der Welt geschenkt hatte.
„Warum haben sie solch großartige chinesische Philosophien und Traditionen einfach aufgegeben?“ Das sei ihr ein Rätsel.
Am 9. Mai war die Krankenschwester Ana Lúcia Chagas Silva zusammen mit ihrem Mann, einem erfahrenen brasilianischen Manager, in Porto Alegre, Brasilien, zu Gast bei Shen Yun. „Vor allem die Schlussszene, in der das Göttliche erscheint, strahlte eine enorme Energie aus“, sagte sie. Sie beschrieb das gelbe Licht, das über die Bühne strömte, als eine Art Brücke: eine Verbindung, die, bereits in jedem Menschen vorhanden sei – man müsse sich nur noch dafür öffnen.
Shen Yun hat die Spielsaison 2026 bereits beendet. Weitere Informationen und Ankündigungen finden Sie auf der offiziellen Website von Shen Yun: de.shenyun.com.
Epoch Times ist langjähriger Medienpartner von Shen Yun Performing Arts und berichtet seit der Gründung von Shen Yun im Jahr 2006 über die Veranstaltungen und Reaktionen des Publikums.