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Haushaltsausschuss billigt Rüstungsprojekte für 9,5 Milliarden

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am Mittwoch 16 weitere Beschaffungsvorhaben der Bundeswehr mit einem Gesamtvolumen von mehr als 9,5 Milliarden Euro gebilligt.

Neue Fregatten beschlossen

Den größten Einzelposten bildet die Beschaffung neuer Fregatten des Typs Meko A-200 DEU für die Deutsche Marine. Vier Schiffe sollen für rund 6,3 Milliarden Euro fest beauftragt werden. Zudem wurde eine Option auf vier weitere Fregatten vorgesehen, deren Auslösung jedoch einer gesonderten Zustimmung des Haushaltsausschusses bedarf. Das Volumen dieser Option beläuft sich auf weitere 5,3 Milliarden Euro.
Die erste Fregatte soll 2029 an die Marine übergeben werden. Mit den Schiffen sollen insbesondere die Fähigkeiten zur U-Boot-Jagd gestärkt und Nato-Verpflichtungen erfüllt werden.

Investitionen in Luftwaffe

Ebenfalls genehmigt wurde die nächste Entwicklungsstufe des Projekts „Combat Fighter System of System Nucleus“ (CFSN). Das nationale Forschungs- und Entwicklungsprogramm soll die Grundlage für künftige vernetzte Luftkampfsysteme schaffen, bei denen bemannte Kampfflugzeuge gemeinsam mit unbemannten Begleitsystemen operieren.
Die nun freigegebene Finanzierung umfasst unter anderem die Entwicklung unbemannter Experimentierplattformen (UCAV), Bodenkontrollstationen sowie Test- und Analyseinfrastrukturen.

Laser und Digitalisierung

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung eines Hochenergielaserwaffensystems für die Marine. Die Lasertechnologie soll insbesondere zur Abwehr kleiner, schwer zu erfassender Ziele wie Drohnen eingesetzt werden und die Nah- und Nächstbereichsverteidigung von Kriegsschiffen verbessern.
Nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums bietet die Technologie langfristig auch wirtschaftliche Vorteile, da sie ohne konventionelle Munition auskommt.
Neben diesen drei Großvorhaben billigte der Haushaltsausschuss 13 weitere Beschaffungsvorlagen. Dazu zählen unter anderem modulare Sanitätseinrichtungen, Optiken für Sturmgewehre, Mehrzweckkampfboote für Spezialkräfte der Marine, geschützte und ungeschützte Militärfahrzeuge, Munition verschiedener Kaliber, gehärtete IT-Komponenten sowie ein gebrauchtes Flugzeug des Typs Bombardier Global 6000 für das Aufklärungsprojekt Pegasus.
Außerdem wurden Mittel für das IT-Folgeprojekt Herkules sowie für ein gemeinsames Raumfahrtvorhaben zur schnellen Verbringung militärischer Fähigkeiten in den Orbit freigegeben.
Mit den Beschlüssen setze die Bundesregierung den Ausbau zentraler Fähigkeiten der Bundeswehr in den Bereichen Marine, Luftwaffe, Digitalisierung und Logistik fort, hieß es aus dem Verteidigungsministerium. (dts/red)
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Trump: USA erwägen weitere Angriffe gegen Iran

US-Präsident Donald Trump hat weitere Angriffe gegen den Iran in Aussicht gestellt. Die USA würden Iran „wahrscheinlich“ erneut angreifen, sagte Trump am 8. Juli am Rande eines NATO-Gipfels in Ankara.
„Sie verhalten sich sehr schlecht – wie schon seit 47 Jahren – und wir haben sie vergangene Nacht hart getroffen, nachdem sie angegriffen hatten“, sagte Trump über den Iran, als er auf eine mögliche Wiederaufnahme umfassender Kampfhandlungen angesprochen wurde.
„Ich werde sie heute Abend wahrscheinlich wieder hart treffen“, sagte Trump vor Reportern. „Ich werde ihm eine kleine Warnung geben. Wir werden ihn heute Abend hart treffen, aber wir werden sehen, wie sich alles entwickelt.“
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der ebenfalls an dem Treffen teilnahm, sagte: „Heute Abend werden wir – falls nötig und auf Ihren Befehl hin, Herr Präsident – noch stärker und noch tiefer zuschlagen, denn das sind die Konsequenzen.“
Der US-Präsident äußerte sich nur wenige Stunden, nachdem er erklärt hatte, die Waffenruhe sei nach den iranischen Angriffen auf US-Militärstandorte im Persischen Golf beendet.
„Für mich ist sie vorbei“, antwortete Trump auf die Frage von Reportern in Ankara nach dem Status der Waffenruhe. Diese war verlängert worden, nachdem beide Länder im vergangenen Monat eine Absichtserklärung unterzeichnet hatten, um Zeit für Gespräche über ein umfassenderes Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran zu schaffen.
„Es ist einfach Zeitverschwendung, mit ihnen zu verhandeln“, fügte Trump hinzu – wenige Stunden nach den US-Angriffen auf iranische Ziele.
Iranische Vertreter verurteilten die US-Angriffe und erklärten, sie verstießen sowohl gegen die Waffenruhe als auch gegen die Absichtserklärung.

USA könnten Blockade gegen den Iran wieder einführen

Das US-Zentralkommando (CENTCOM) teilte am 7. Juli auf X mit, seine Streitkräfte hätten eine Reihe von Angriffen gegen den Iran durchgeführt, „um einen hohen Preis dafür aufzuerlegen, dass Handelsschiffe mit unschuldigen zivilen Besatzungen auf einer internationalen Wasserstraße angegriffen wurden“.
„Die US-Angriffe sind eine Reaktion auf iranische Angriffe auf drei Handelsschiffe, die die Straße von Hormus durchquerten“, erklärte das Zentralkommando. „Die nachgewiesene iranische Aggression war ungerechtfertigt, gefährlich und ein klarer Verstoß gegen die Waffenruhe.“
Als Reaktion darauf erklärte das Korps der Islamischen Revolutionsgarden, es habe am 8. Juli 85 wichtige US-Militärstandorte in Bahrain und Kuwait angegriffen. Gleichzeitig berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur, Teheran werde die „Beschränkungen der Schifffahrt“ in der Straße von Hormus aufrechterhalten.
Trump sagte am 8. Juli in Ankara außerdem, die Vereinigten Staaten könnten die Blockade gegen den Iran wieder in Kraft setzen.
„Wir haben die Blockade aufgehoben. Wir könnten sie wieder einführen – und sie würde sich nur gegen den Iran richten“, sagte er.
Trump erklärte außerdem, die Vereinigten Staaten würden im Bedarfsfall iranische Kraftwerke und Meerwasserentsalzungsanlagen angreifen.
„Ich möchte das nicht tun, aber wenn wir müssen, werden wir sie ausschalten“, sagte er.

Keine Atomwaffen für den Iran

Trump bekräftigte zudem seine Entschlossenheit, dem Iran den Besitz von Atomwaffen zu verwehren. Er betonte, dass sich der Konflikt auf die Denuklearisierung konzentriere und „nicht auf einen Regimewechsel“.
„Ich bin nicht zufrieden mit ihnen“, sagte Trump. Er erklärte, die Vereinigten Staaten führten Gespräche über die Denuklearisierung und erzielten dabei offenbar Fortschritte, bevor der Iran öffentlich behaupte, es habe keinerlei Fortschritte gegeben.
„47 Jahre lang waren sie der Tyrann des Nahen Ostens – und jetzt sind sie es nicht mehr“, sagte Trump. „Sie dürfen keine Atomwaffe besitzen. Dafür bin ich hier.“
(Der Originalartikel erschien in der englischsprachigen Epoch Times; deutsche Bearbeitung: lw)
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Grüne und Linke ziehen gegen GKV-Reform vor Gericht

Es ist eines der größten Reformprojekte der schwarz-roten Bundesregierung: die milliardenschwere Reform zur Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge. Doch Grüne und Linke wollen die für Freitag geplante Schlussabstimmung im Bundestag vor der Sommerpause verhindern und haben dagegen am Mittwoch Eilanträge beim Bundesverfassungsgericht eingereicht.
Sie werfen der Koalition vor, auf den letzten Metern zahlreiche Änderungen eingebracht zu haben, deren Auswirkungen sich in so kurzer Zeit nicht ernsthaft prüfen ließen.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) wies die Kritik zurück. „Ich glaube, die Änderungsanträge sind allen so rechtzeitig zugegangen, dass man sich auch damit befassen konnte“, sagte sie. Viele Punkte seien mit den Fraktionen schon in den vergangenen Wochen besprochen worden.
Warken betonte, es sei „wichtig, den Zeitplan auch zu halten“. Denn im Herbst müssten dann Entscheidungen über Zusatzbeiträge und Vergütungssteigerungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) getroffen werden.
Grüne und Linke scheiterten am Mittwoch zum Auftakt der Plenardebatte mit einem Geschäftsordnungsantrag, um die Abstimmung von der Tagesordnung zu nehmen. Dies forderte in der Debatte auch die AfD. Die Koalitionsfraktionen Union und SPD wiesen den Antrag aber mit ihrer Mehrheit zurück.
Schon vor dem Votum hatte der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen das Bundesverfassungsgericht per Eilantrag angerufen, um die Abstimmung am Freitag zu verhindern. Er machte dabei „erhebliche Zweifel“ geltend, dass das Vorgehen der Koalition „den verfassungsrechtlichen Anforderungen an ein ordnungsgemäßes parlamentarisches Gesetzgebungsverfahren genügt“.
Durch die vielen Änderungen handele es „sich faktisch um ein weitgehend neu gefasstes Gesetz“, das nicht in wenigen Tagen geprüft werden könne.
Ähnlich argumentierte auch der Linken-Politiker Ates Gürpinar, der gleichfalls mit einem Eilantrag nach Karlsruhe ging. „Es geht hier nicht um irgendein Gesetz, sondern um den massivsten Einschnitt in die gesundheitliche Versorgung der letzten Jahrzehnte“, erklärte er.
„Die Belastung der Versicherten, der Patientinnen und Patienten, der arbeitenden Menschen im Gesundheitssystem ist drastisch.“ Und unter den Änderungen auf insgesamt 279 Seiten seien Anträge, „die Posten in Milliardenhöhe verschieben“.
„Sie schreiben hier auf 280 Seiten ein komplett neues Gesetz mit massiven und unvorhersehbaren Auswirkungen für über 70 Millionen gesetzlich Versicherte und sämtliche Bereiche des Gesundheitswesens“, sagte auch der AfD-Abgeordnete Martin Sichert.
Er warnte vor einem „massiven Kahlschlag im Gesundheitswesen“, der „zu einem Massensterben der Krankenhäuser, Apotheken und ambulanten Pflege führen“ werde. Auch Sichert drohte mit dem Gang nach Karlsruhe, weil die Koalition versuche, das Parlament mit ihren Änderungen „kurzfristig zu überrumpeln“.
In der Debatte wurden auch Vergleiche zu der Klage des CDU-Abgeordneten Thomas Heilmann vom Sommer 2023 gegen das Heizungsgesetz der Ampel-Koalition gezogen. Auch hier sah Heilmann seine Rechte als Abgeordneter verletzt, weil es kurzfristig eine Reihe von Änderungen gab. Das Verfassungsgericht stoppte damals die Abstimmung im Eilverfahren. Eine Entscheidung in der Hauptsache steht noch aus und soll am 23. Juli fallen.
SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese räumte in der Debatte über den Absetzungsantrag am Mittwoch ein, dass es bis zu der Entscheidung im Heilmann-Verfahren bei einer „gewissen rechtlichen Unsicherheit“ bleibe. Er betonte aber auch Unterschiede der Vorgänge damals und heute.
Bei der Gesundheitsreform gehe es um Änderungen, die auch vor Wochen schon diskutiert worden seien und im wesentlichen aus den Vorschlägen der GKV-Finanzkommission kämen. Damit seien die Gesamtumstände andere und die Änderungen an sich nicht neu.
Wann Karlsruhe entscheidet, war am Mittwoch offen. Die Linke rief aber bereits zu einer Protestkundgebung am Freitagvormittag vor dem Reichstag auf.
Die gesetzliche Krankenversicherung steckt tief in den roten Zahlen: Im kommenden Jahr wird ohne Reformen ein Defizit von über 15 Milliarden Euro erwartet. 2030 könnte die Lücke auf rund 40 Milliarden Euro ansteigen.
Der Gesetzentwurf der Bundesregierung „zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung“ sieht deshalb massive Einschnitte sowie zusätzliche Kosten für Versicherte vor. (afp/red)
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8. Juli: Waffenstillstand „vorbei“ | Trump dominiert NATO-Gipfel | Brandmauer bleibt

Waffenstillstand „vorbei“

US-Präsident Donald Trump stellt den bestehenden Waffenstillstand mit dem Iran offen infrage. Weitere Gespräche mit iranischen Vertretern bezeichnete er als Zeitverschwendung. Zugleich stellte er es seinen Unterhändlern frei, die Gespräche fortzuführen. Zuvor hatte der Iran erneut drei Tanker in der Straße von Hormus angegriffen, es folgten gegenseitige Raketen- und Drohnenangriffe.

Trump dominiert NATO-Gipfel

Beim NATO-Gipfel in Ankara hat US-Präsident Donald Trump der Ukraine die Erlaubnis zum Bau von Patriot-Luftabwehrraketen gegeben. Er hofft auf ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs. Bei einer Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Stoltenberg bezeichnete Trump außerdem Spanien als „schrecklichen NATO-Partner” und kündigte an, das Handeln mit ihm einzustellen.

Brandmauer bleibt

Die Mittelstandsunion der CDU Brandenburg hält an der Abgrenzung zur AfD fest. Der Landesverband lehnte die Aufhebung des Unvereinbarkeitsbeschlusses ab. Zwei Vorstandsmitglieder hatten zuvor argumentiert, man könne „in Ostdeutschland nicht 30–40 Prozent der Wähler ausgrenzen“. Der geänderte Beschluss fordert stattdessen eine sachorientierte Debattenkultur.

Chatkontrolle in EU

Das EU-Parlament hat den Weg für eine erneute Verlängerung der Übergangsregelung zur Chatkontrolle freigemacht. Anbieter wie Meta, Google oder Microsoft dürfen somit weiterhin private Kommunikation auf Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs prüfen. Eine dauerhafte EU-Regelung gibt es jedoch nicht. Datenschützer warnen vor anlassloser Überwachung, Eingriffen in die Privatsphäre und möglichen Fehlalarmen durch KI.

Amoklauf am Gymnasium

An einem Gymnasium im oberbayerischen Schongau wurden mindestens zwei Mädchen durch Messerstiche schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Der 16-jährige mutmaßliche Täter wurde nach der Tat festgenommen. Es gibt möglicherweise weitere Verletzte. Die Polizei sprach von einer einstelligen Opferzahl und schloss eine Beziehungstat nicht aus.
 
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Wo brachte Hannibal seine Elefanten über die Alpen?


In Kürze:

  • Hannibals Alpenüberquerung mit 30.000 Männern und 37 Elefanten gilt heute als legendär, auch wenn die exakte Route bis heute unbekannt ist.
  • Historiker favorisierten bislang die nördliche Route über den Bergpass Col du Clapier zwischen Frankreich und Italien.
  • Deutsche Forscher berechneten nun den für die Reise benötigten Energiebedarf aller damals Beteiligten und zeigen den südlichen Weg als den besten und kürzesten auf.

 
Laut Geschichtsbüchern war im Jahr 218 v. Chr. der karthagische Feldherr Hannibal mitsamt 30.000 Soldaten und 37 Elefanten auf dem Weg von Spanien nach Rom. Sein Weg führte ihn dabei unweigerlich auf der einen oder anderen Route über die Alpen. Doch welchen Weg ist seine Armee gegangen?
Insgesamt diskutierten Wissenschaftler vier mögliche Routen:
  1. nördliche Route entlang des Flusses Isère und über den Pass Col du Clapier in die Po-Ebene
  2. nördliche Route entlang des Flusses Isère und über den Pass Col du Mont Cenis in die Po-Ebene
  3. mittlere Route vom Tal der Isère über das Pelvoux-Massiv in die Po-Ebene
  4. südliche Route durch das Tal der Drôme über die Cottischen Alpen in die Po-Ebene
Die Route von Hannibal bei der Überquerung der Alpen

Während des Zweiten Punischen Krieges soll Hannibal mit 37 Kriegselefanten von Spanien über die Alpen nach Italien marschiert sein.

Als wahrscheinlichster Weg galt bislang die nördliche Route, bei der Hannibal mit seiner Armee den Bergpass Col du Clapier nahm. Eine neue Studie, vorgelegt von Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Universität Oxford, zeigt jedoch, dass ein anderer Weg sinnvoller sei.

Energieaufwand vergleicht Wege nach Rom

Um die Wahrscheinlichkeit alternativer Routen zu bewerten, nutzten die Forscher um Dr. Emilio Berti von der Friedrich-Schiller-Universität Jena einen bioenergetischen Ansatz. Im Fokus stand der Energiebedarf der Reise, insbesondere für die Kriegselefanten.
Die Ergebnisse sprechen dafür, dass Hannibal die Alpen über den südlichen Weg und den Pass Col de la Traversette überquerte. Mithilfe von Routenmodellen und Höhendaten berechnete das Team den Energieaufwand für jede der infrage kommenden Routen. Genutzt wurden bioenergetische Modelle, die mit Daten heutiger Afrikanischer Elefanten den Energieverbrauch in Abhängigkeit von Körpermasse und Geländeneigung berechnen.
Der Untersuchung zufolge wäre der Col de la Traversette die kürzeste und zugleich die energieeffizienteste Route gewesen. Der Energieaufwand für die gesamte Armee hätte bei 5,42 Terajoule (TJ) gelegen.
Die zweitbeste Route sei der Mittelweg über den Col de Montgenèvre und hätte 6,02 TJ erfordert. Die Route über den Col du Clapier belegte mit 6,28 TJ den dritten Platz, während die Überquerung des Col du Mont Cenis mit 6,45 TJ den höchsten Energieaufwand verursacht hätte.
Mögliche Routen und Energieverbrauch von Hannibal, seinen Männern und seinen Elefanten

Die Karte zeigt die drei möglichen Routen, die Hannibal bei der Überquerung der Alpen genommen haben könnte, wobei die beiden nördlichen Routen zu einer zusammengefasst sind (A). Außerdem sind die Energiekosten gemäß den Routen für einen Mann, ein Pferd und einen Elefanten dargestellt (B). Die Farben in den Höhenprofilen zeigen den kumulativen Energieaufwand für Hannibals Armee beim Marsch entlang der jeweiligen Route (C).

Im Vergleich zur Traversette-Route hätten die Wege über den Col de Montgenèvre, den Col du Clapier und den Col du Mont Cenis für die Armee jeweils 11 Prozent, 16 Prozent oder 19 Prozent mehr Energie erfordert.

Körperliche Belastung nicht nur für Elefanten

Die Ergebnisse verdeutlichen zudem die enorme körperliche Belastung, die der Marsch durch die Alpen für die Armee bedeutete. Den Modellrechnungen zufolge hätten die Soldaten auf der Traversette-Route rund 19 Prozent ihrer Körperfettreserven verloren, was die hohen Todeszahlen erklären könnte.
Für die Kriegselefanten ergaben die Berechnungen hingegen einen Verlust von lediglich etwa 4 Prozent ihrer Energiereserven. Dies könnte der Grund dafür sein, dass viele Elefanten die Alpenüberquerung überlebten. Alles in allem bietet die aktuelle Untersuchung alternative Denkanstöße und neue Erkenntnisse, die sich mit dem Wissen aus antiken Quellen verbinden lassen.
„Die Frage nach Hannibals genauer Route wird seit Generationen diskutiert. Die neue Analyse beseitigt zwar nicht alle Unklarheiten, liefert aber zusätzliche Argumente für die Traversette-Route. Sie zeigt, dass diese Route den Anforderungen eines Marsches einer großen Armee mit Elefanten durch anspruchsvolles Gelände am besten entsprochen hätte“, erklärt Dr. Emilio Berti vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig und der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Bis heute ist unklar, warum Hannibal während der Punischen Kriege überhaupt Elefanten einsetzte. Möglicherweise sollten sie in den ersten Schlachten gegen die Römer einen taktischen Überraschungseffekt erzielen. Ebenso denkbar ist, dass Hannibal hoffte, mit ihnen die keltischen Stämme Norditaliens zu beeindrucken und sie als Verbündete zu gewinnen.
Fresko von Hannibal auf seinem Elefanten

Ein Fresko in den Kapitolinischen Museen, Rom, zeigt Hannibal auf seinem Elefanten beim Feldzug in Italien.

Die Studie erschien am 6. Juli 2026 in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“.
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Krieg gegen Iran geht weiter – Trump dominiert den NATO-Gipfel

Der amerikanische Präsident Donald Trump erklärte den Waffenstillstand mit dem Iran während des NATO-Gipfels in Ankara für beendet. Trump fügte demzufolge hinzu, die Friedensgespräche könnten zwar fortgesetzt werden, seien jedoch „Zeitverschwendung“.

Militärischer Schlagabtausch zwischen den USA und Iran

Vorausgegangen waren gegenseitige militärische Angriffe am 7. und 8. Juli. Der Iran soll Handelsschiffe in der Straße von Hormus attackiert haben, darunter einen Flüssiggas-Tanker aus Katar und einen saudischen Öltanker. Die USA widerriefen daraufhin die vor drei Wochen erteilte Genehmigung für iranische Erdölexporte. Wie die Wirtschaftsplattform „Traiding Economics“ am 8. Juli berichtete, sei der Rohölpreis aufgrund der erneuten Spannungen am Persischen Golf prompt um 6 % auf 74,5 US-Dollar pro Barrel angestiegen.
Gemäß der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA hätten die“ Islamischen Revolutionsgarden“ (IRGC) bekannt gegeben, dass sie „eine erste Vergeltungsaktion gegen einen US-Angriff gestartet“ hätten, bei der 85 amerikanische Militäreinrichtungen in der Region „ins Visier genommen“ worden seien. In einem weiteren IRNA-Beitrag gibt Teheran den USA die Alleinschuld an dem jüngsten Ausbruch von Feindseligkeiten.

Zank um Grönland

Für die Europäer und Kanadier stellt der erneute Kriegsausbruch am Golf einen herben Rückschlag für ihre Bemühungen dar, mit den USA über die Zukunft der NATO zu verhandeln.
Trump hatte zuvor schon die Hoffnungen auf harmonische Gespräche in Ankara kleiner gemacht, als er anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan den Anspruch der USA auf Grönland erneuerte. Die arktische Großinsel „sollte von den Vereinigten Staaten kontrolliert werden, nicht von Dänemark“, wird Trump zitiert.
Grönland ist ein autonomes Gebiet mit eigener Regierung, gehört aber offiziell als Überseegebiet zu Dänemark, ist jedoch nicht Teil der EU. Dänemark ist nicht bereit, über eine Abtretung Grönlands an die USA zu verhandeln. Dazu Trump: „Das hat meinem Verhältnis zur NATO geschadet, denn Grönland hilft Dänemark nicht“, soll Trump bei der Pressekonferenz hinzugefügt haben.
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen reagierte auf Trumps Aussagen diplomatisch, indem sie darauf verwies, ihr Land sei im Falle eines Angriffs „bereit, jeden Zentimeter der NATO einschließlich unseres eigenen Territoriums zu verteidigen“, und werde darauf vertrauen, dass die NATO-Verbündeten ihrer Verpflichtung zur gegenseitigen Verteidigung nachkämen. Dies berichtete etwa die Nachrichtenagentur Associated Press.
Frederiksen hatte offenbar mit Trumps erneuten Grönland-Vorstoß gerechnet. Denn laut AP hatte sie bereits im Vorfeld des Treffens der NATO-Staats- und Regierungschefs gesagt: „Wir hoffen, dass alle, einschließlich aller Verbündeten, das Selbstbestimmungsrecht des grönländischen Volkes respektieren werden.“ Grönland stehe „nicht zum Verkauf“.

Trump: „Spanien ist ein schrecklicher Partner“

Auch der NATO-Partner Spanien wurde von Trump in Ankara scharf kritisiert. Während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte soll Trump gesagt haben: „Spanien ist ein schrecklicher Partner in der NATO. Sie beteiligen sich nicht. Sie zahlen nicht. Ich will nichts mit Spanien zu tun haben“.
Er habe außerdem dazu aufgefordert, „jeglichen Handel mit Spanien“ einzustellen, „einschließlich Besuchen“. Weiterhin soll Trump gesagt haben: „Es gibt noch ein paar andere, aber insbesondere Spanien.“ Trump bezog sich mit seiner Schelte wohl auf weitere NATO-Mitglieder, die seiner Meinung nach nicht genug für die militärischen Fähigkeiten innerhalb des Bündnisses ausgeben.
Hintergrund seiner Abneigung gegen Spanien dürften zwei Gründe sein: Zum einen hatte Madrid den USA zu Beginn des Iran-Krieges Ende Februar verwehrt, von amerikanischen Militärstützpunkten in Spanien Angriffe auf den Iran zu fliegen. Zum anderen ist Spanien das einzige Mitglied des Militärbündnisses, das sich im vergangenen Jahr nicht dazu verpflichtet hat, 5 % seines BIP bis 2035 für Verteidigung auszugeben.

Trump hofft auf baldiges Ende des Ukraine-Krieges

Auf der NATO-Website gab der Generalsekretär des Bündnisses, Mark Rutte, bekannt: „Die vor uns liegende Aufgabe ist klar: Die Zusagen der Bündnispartner müssen in konkrete Ergebnisse umgesetzt werden.“ Dazu würden „höhere Investitionen“ zählen, sowie „eine gesteigerte Industrieproduktion und anhaltende Unterstützung für die Ukraine“. All dies trage zu einer „stärkeren NATO und mehr Sicherheit“ bei.
Darum geht es den Europäern am meisten: eine geeinte Haltung für die Unterstützung der Ukraine gegen Russland. Denn einer der Punkte der Tagesordnung handelt sich nur davon. Dazu heißt es seitens der NATO weiter: „Unsere Sicherheit ist untrennbar mit der Ukraine verbunden.“ Der Gipfel in Ankara soll auf die bisherige Unterstützung der NATO für die Ukraine aufbauen und „dem Land dabei helfen, seinen dringenden Verteidigungsbedarf zu decken“.
Bereits am 7. Juli, dem ersten Tag des NATO-Treffens, verbreitete Trump Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges in der Ukraine. „Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit Präsident Putin“, sagte Trump laut Reuters während eines Treffens mit Erdoğan. „Wir hatten ein langes Gespräch“ und danach habe er direkt mit Selenskyj gesprochen. „Ich glaube, beide wollen eine Einigung erzielen.“ Er denke, dass dies „hoffentlich bald“ geklärt werde. Wie die Agentur weiter berichtet, will Selenskyj, der am NATO-Gipfel teilnimmt, mit Trump auch über den Bedarf der Ukraine an Luftabwehrsystemen sprechen.

Gastgeber Türkei hofft auf F-35-Kampfjets

Die Türkei misst dem Gipfeltreffen laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu „große Bedeutung“ bei. Erdogan bot sich als unterstützender Vermittler für die Ukraine und den Iran an und spricht mit Trump auch über die Situation im Gaza-Streifen. Vor seinem Treffen mit Trump gab sich Erdoğan gegenüber der Presse zuversichtlich, „die Sicherung des Friedens in der Region“ zu verbessern. „Wir hoffen, dass auf dem Gipfel eine entsprechende Entscheidung getroffen wird, und ich glaube, dass diese Möglichkeit besteht“, wird Erdoğan zitiert.
Erdogan äußerte zudem, bei Trump eine „positive Entscheidung“ über den Kauf von amerikanischen F-35-Kampfjets erreichen zu können. Er wisse, dass die bereits erfolgte Zusage derzeit geprüft werde. Aber er sei überzeugt, dass Trump zu seinem Wort stehe.
Trump hatte in seiner ersten Amtszeit im Jahr 2019 beschlossen, den NATO-Partner Türkei keine F-35 zu liefern. Grund: Erdoğan hatte sich damals entschlossen, das russische Raketenabwehrsystem S-400 für die türkischen Streitkräfte anzuschaffen. Die Amerikaner argumentierten, das russische System gefährde die F-35-Kampfflugzeuge.
 
 
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Geheimnisse des Lebens: Was wir gewinnen, wenn wir älter werden

Seit einigen Jahren schneide ich meine Haare kürzer, da sie mit der Zeit dünner geworden sind. Eines Tages, in nicht allzu ferner Zukunft, werde ich sie wohl komplett rasieren müssen. Als Teenager hatte ich noch dichte, dunkle Locken. Diese Zeit kommt mir vor, als wäre sie gestern gewesen. Allerdings ist schon ein Jahrzehnt vergangen.
Der Verlust meiner Haare hat mich überrascht. Ich dachte, ich müsste mir erst in meinen Vierzigern oder Fünfzigern darüber Sorgen machen. So viel Glück hatte ich dann wohl doch nicht. Und doch bin ich in gewisser Weise – zumindest in guten Momenten – dankbar dafür. Dadurch wurde mir bewusst: Das Leben vergeht sehr schnell und ich sollte jeden Moment wertschätzen. Jedes Mal, wenn ich jetzt in den Spiegel schaue, werde ich an meine Sterblichkeit erinnert – mein persönliches Memento mori.
Natürlich bin ich keineswegs alt. Aber das erste Kapitel meines Lebens ist bereits abgeschlossen und es ist viel schneller vergangen, als ich erwartet habe. Ältere und Weisere sagen mir, dass es im ganzen Leben so ist – es vergeht schneller, als wir uns vorstellen können.
Doch was fangen wir mit dieser Erkenntnis an?
Mir scheint, das Altern erfordert eine ständige Anpassung der Perspektive, denn wir alle altern permanent. Nachdem ich das frühe Erwachsenenalter hinter mir gelassen habe, muss ich über meine derzeitige Rolle im Leben nachdenken. Mit zwei kleinen Töchtern spüre ich, dass sich meine Aufmerksamkeit zunehmend auf sie verlagern muss.
Im Teenageralter oder den frühen Zwanzigern fühlt man sich noch wie der Held in der eigenen Geschichte. Jetzt erkenne ich jedoch, dass ich mich als Vater darauf konzentrieren muss, die Geschichte von jemand anderem zu fördern. Und darin liegt wohl eine tiefere Freude als in der Selbstbezogenheit der Jugend. Wenn Geben erfüllender ist als Nehmen, dann sollte ich umso erfüllter sein, je älter ich bin und je mehr Weisheit und Ressourcen ich an andere weitergeben kann.

Was die moderne Kultur über das Altern sagt

Mit zunehmendem Alter und Weisheit erwachsen viele Segnungen und Vorteile. Nur sind es nicht jene, die wir typischerweise in der Populärkultur lobpreisen. Unsere Kultur schätzt das Altern nicht besonders. Entlehnen wir unsere Orientierung von der Mainstream-Musik und den meisten Filmen, glauben wir, dass es darauf ankomme, so lange wie möglich jung, attraktiv und vorzugsweise wohlhabend zu sein – und das am besten für immer. An der Spitze der Billboard-Charts stehen Lieder, die größtenteils Themen behandeln, die mit der Jugend verknüpft sind: Partys feiern, trinken, sich verlieben, sich trennen.
In dieser Welt der Popmusik scheint sich alles Interessante im Alter zwischen 15 und 35 Jahren abzuspielen. Wenn in einem Lied der Körper einer Person erwähnt wird, dann geht es selten um Falten. Es gibt nur wenige Lieder über friedliche und erfüllte Ehen oder über Paare, die gemeinsam das mittlere oder hohe Alter erkunden, statt sich ständig neu zu verlieben, sich gerade zu trennen oder sich jedes Wochenende zu betrinken.
Dieses in der Popmusik vermittelte Bild der Jugend ist nicht ganz zutreffend. Abgesehen von ein paar Jahren im Studium können die meisten von uns kein immerwährendes Partyleben führen oder ständig leidenschaftliche Romanzen erleben. Doch selbst wenn dieses Bild tatsächlich auf die Jugend zuträfe, wäre es nur eine Momentaufnahme eines ziemlich kurzen Lebensabschnitts. Das hieße, der Höhepunkt der menschlichen Erfahrung läge im Alter von etwa 20 Jahren und alles Weitere wäre nur eine enttäuschende Nachspielzeit. Ein großer Teil der Popkultur existiert in einer Welt wie „Nimmerland“, in der niemand jemals älter wird oder sich Gedanken über die Bedeutung des Alterns macht.

Die Transformation der Jahre

Natürlich existiert „Nimmerland“ nicht und Gevatter Zeit ist unbesiegbar. Niemand bleibt ewig jung. „Alle Feuer erlöschen früher oder später“, schreibt die norwegische Literaturnobelpreisträgerin Sigrid Undset gegen Ende von „Kristin Lavransdatter“. Ihre historische Romantrilogie erzählt von den Konsequenzen jugendlicher Leidenschaft und davon, wie diese unweigerlich in Bitterkeit und Bedauern umschlägt oder sich in etwas völlig anderes, Transzendenteres verwandelt.
Am Anfang von Platons „Staat“ diskutieren Sokrates und ein alter Mann namens Kephalos über das Alter. Da Sokrates ein weiser Mann ist und Respekt vor den Alten hat, sagt er: „Wirklich, Kephalos, antwortete ich, unterhalte ich mich gern mit besonders alten Männern; denn ich meine, man muß sich bei ihnen erkundigen als Vorgängern auf einem Pfade, den auch wir vielleicht werden gehen müssen, wie derselbe beschaffen ist, ob rauh und beschwerlich oder leicht und bequem. Und so möchte ich auch dich fragen, was du davon hältst, da du bereits die Jahre erreicht hast, welche die Dichter als ‚Schwelle des Alters‘ bezeichnen, ob für einen beschwerlichen Teil des Lebens, oder was du sonst darüber aussagst?“
Kephalos hat eine unerwartete Perspektive. Er antwortet, dass er im Alter eine neu gefundene Freiheit entdeckt habe, da die Begierden und Leidenschaften, die ihn in der Jugend gequält hätten, abgeklungen seien. Im Alter habe man „in diesen Beziehungen vollkommenen Frieden und Freiheit. Wenn nämlich die Anspannung durch die Begierden aufgehört hat und sie nachgelassen haben, so wird allerdings das Wort des Sophokles wahr: von sehr zahlreichen tollen Gebietern kommt man los“.

Wunderschöne Geschichten, wunderschöne Seelen

Dieser Frieden geht Hand in Hand mit der Verringerung der körperlichen Kräfte. Während wir altern, schwindet die Anmut aus dem Körper wie ein sterbendes Abendglühen. Dies ist kein leichter Verlust. Es wird immer etwas Schauderhaftes am Altern geben, es wird immer den Hauch des Grabes mit sich bringen. Es ist herzzerreißend, das Prinzip des Verfalls in unseren eigenen Körpern und den Körpern derer, die wir lieben, am Werk zu sehen.
Und doch besteht eine umgekehrte Beziehung zwischen dem Niedergang des Körpers und dem Wachstum der Seele. Und darin liegt eine Hoffnung, die den Verfall vielleicht überwinden kann. Die Anmut des Körpers verblasst, ja. Aber die Schönheit ist nicht verschwunden. Sie zieht sich lediglich nach innen zurück, wie der Keim des Lebens im Winter, verborgen in der Erde. Wenn ein Mensch gut gelebt hat, verinnerlicht er seine äußere Schönheit und vervollkommnet sein Herz.
Es ist allerdings auch nicht völlig wahr, dass ein alter Körper keine Schönheit besitzt. Zugegebenermaßen ist es eine andere Art von Schönheit. Die Linien des Gesichts, die Beugung des Rückens, die Flecken auf der Haut – was sind all diese Dinge, wenn nicht das Zeugnis eines erfüllten Lebens, geschrieben auf den Körper? Der ältere Körper trägt die Zeichen all der getragenen Lasten, durchstandenen Leiden, erlittenen Verluste und angenommenen Freuden. In einem erfüllten Leben ist das eine schöne Sache.
Mein 2010er Toyota Corolla hat mehrere Hageldellen auf der Motorhaube und dem Dach. Ich werde sie niemals reparieren lassen und werde dieses Auto auch niemals verkaufen. Sie entstanden, als ein ungewöhnlicher Sturm von den Ebenen im westlichen South Dakota aufzog. Meine Frau und ich waren in unseren Flitterwochen. Diese Spuren haben eine Bedeutung. Sie sind Teil unserer Vergangenheit, ein einzigartiges Zeichen, das kein anderes Fahrzeug hat oder haben könnte. Sie sind wie die Falten oder das dünner werdende Haar – wenn wir sie an uns selbst oder unseren Geliebten sehen, werden sie zu Objekten der Liebe statt des Hasses, die wir gemeinsam erlebt haben. Diese Zeichen sind wie kleine Webknoten im großen Wandteppich des Lebens, der auf dem Webstuhl der Zeit entsteht.
Alte Häuser haben schiefe Linien, verwitterte Farbe, schräge Böden und vermackte Holzteile – wir nennen das „Charakter“. Das Haus ist nicht so glatt und makellos wie ein Neubau, aber es hat etwas, das das neue Haus nicht hat: Erinnerungen, Geschichte, Durchhaltevermögen und Bedeutung sind in seine blanken Oberflächen eingraviert. Jeder Makel macht das Haus einzigartig. Dies ist ebenso auf den älteren Menschen zutreffend. Ein erfülltes Leben gipfelt – so ist zu hoffen – in einem alten Mann oder einer alten Frau mit Charakter. Er oder sie besitzt tiefe Brunnen, gefüllt mit Erfahrung, Weisheit und Tugend, die in der Jugend noch nicht vorhanden waren.

Die Welt erwacht zum Leben

Es gibt die Veränderungen des Körpers und es gibt die Veränderungen des Geistes  – letztere sind leichter in einem positiven Licht zu sehen. Hierbei handelt es sich natürlich um das sprichwörtliche Wachstum an Weisheit. Aber es gibt noch mehr als das, zumindest laut G. K. Chesterton. Es entsteht eine Verschiebung der Perspektive: Die Welt erwacht noch stärker zum Leben, während man altert. In seinem Werk „On the Pleasures of No Longer Being Very Young“ [Über die Freuden, nicht mehr sehr jung zu sein] schrieb er:
„Ein Genuss des Älterwerdens ist, dass vieles jünger zu werden scheint; frischer und lebendiger, als wir es einst annahmen. […] Es ist etwas Besonderes, in einer Welt voller lebendiger und bedeutungsvoller Dinge zu leben, anstatt in einer Welt toter und bedeutungsloser Dinge. Und es ist die rebellische Jugend, selbst die gerechte, die ihre Umgebung als tot und bedeutungslos wahrnimmt. Es ist das Alter, ja sogar die zweite Kindheit, die erkennt, dass alles einen Sinn hat und dass das Leben selbst niemals gestorben ist.“
Dies erinnert mich an meinen Großvater, der in seiner Jugend und im mittleren Alter ein geschäftiger, hochproduktiver Mann war. Dafür habe ich großen Respekt. Jetzt findet er Freude daran, die Vögel von seiner Terrasse aus zu beobachten. Ich vermute, in seiner Jugend hätte er kein großes Interesse daran gehabt. Vielleicht erkennt er jetzt aber selbst in den kleinsten Dingen einen tieferen Sinn.

Zwei Seelen, die schon viel miteinander erlebt haben.

Foto: jacoblund/iStock

Die Hoffnung wächst

Ich möchte schließen, indem ich das Thema der Hoffnung anspreche. Verblasst die Hoffnung mit dem Alter? Tatsächlich ist es laut Chesterton das Gegenteil. Er schrieb:
„Man sagt gewöhnlich, die Hoffnung gehöre der Jugend und verleihe ihr die Flügel eines Schmetterlings; doch ich neige zu der Ansicht, dass die Hoffnung die letzte Gabe ist, die dem Menschen zuteilwird – und die einzige, die der Jugend nicht gegeben ist. Die Jugend ist vor allem jene Zeit, in der der Mensch lyrisch, fanatisch und poetisch sein kann; doch sie ist zugleich die Zeit, in der er verzweifeln kann. Das Ende jeder Episode erscheint ihr wie das Ende der Welt. Die Fähigkeit jedoch, über alles hinweg zu hoffen, das Wissen, dass die Seele ihre Abenteuer überlebt, diese große Inspiration kommt erst im mittleren Alter. Gott hat diesen guten Wein bis zuletzt aufgehoben. Erst von den Rücken der älteren Herren sollten die Flügel des Schmetterlings hervorbrechen.“
Platon stimmt zu. Gegen Ende des oben zitierten Gesprächs sagt Kephalos zu Sokrates: „[…] dem aber, der sich keines Unrechts bewußt ist, dem steht immer frohe Hoffnung zur Seite, und die gute Alterspflegerin, wie Pindar sich ausdrückt. Denn anmutig, Sokrates, sagt er, wer gerecht und heilig das Leben verbringe, von solchem weicht nie des Herzens Labsal, die freudvolle Alterspflegerin, Hoffnung, die am allermeisten der Erdensöhn’ unstäten Sinn lenkt.“
Und welche größere Quelle der Hoffnung gibt es als treue Liebe? Es ist immer noch wahr – was auch immer die Trennungslieder andeuten mögen –, dass es eines der romantischsten Dinge ist, die man zu jemandem sagen kann: „Ich möchte mit dir alt werden.“ Und eines der romantischsten Dinge, die man vollbringen kann, ist, es tatsächlich zu tun. Hier werden wahre Liebe und Hoffnung auf die Probe gestellt – nicht im hellen Aufblühen des Frühlings des Lebens, sondern im bernsteinfarbenen Herbst des Lebens, seinem langen Sonnenuntergang, der geduldig ertragen wird, Seite an Seite, bis in die Dämmerung.
So wie es in einem Lieblingslied aus meinen Teenagerjahren heißt: „Auch wenn sich Gesichter verändern – mein Herz bleibt dasselbe.“
Der Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „What We Gain as We Grow Older“. (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: sm)
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Ex-BMW Kommunikationschef Gaul: „Ich würde heute kein Autowerk mehr in Deutschland bauen“


In Kürze:

  • Deutsche Autobauer stehen unter Druck, sind laut dem Ex-Kommunikationschef von BMW aber weiterhin wettbewerbsfähig.
  • Richard Gaul: China ist weniger Bedrohung als oft dargestellt; entscheidend sind Kosten, Märkte und Strukturen.
  • Gaul: Die Branche muss lokaler denken, flexibler produzieren und Technologieoffenheit bewahren.

 
Die deutsche Automobilindustrie steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Schwache Absatzmärkte, wachsende Konkurrenz aus China, hohe Kosten und der schwierige Übergang zur Elektromobilität setzen die Hersteller unter Druck. Dennoch sieht Richard Gaul, ehemaliger Kommunikationschef von BMW und seit rund 50 Jahren Kenner der Branche, die Zukunft der deutschen Autobauer keineswegs düster. Im Interview mit Epoch Times erklärt er, warum die deutschen Hersteller besser aufgestellt sind, als vielfach behauptet, welche Fehler Politik und Manager gemacht haben und weshalb sich die Automobilindustrie grundlegend verändern muss, um im globalen Wettbewerb zu bestehen.
Herr Gaul, wie ernst ist die Lage der deutschen Automobilindustrie? Erleben wir lediglich eine schwierige Phase oder verändert sich die Branche grundlegend?
Die Antwort liegt dazwischen. Die gegenwärtige Situation ist schwieriger als viele Krisen der Vergangenheit, auch wenn es schon damals gewaltige Herausforderungen gab. Heute haben wir es allerdings nicht mit einer einzelnen Belastung zu tun, sondern mit einer Vielzahl von Problemen gleichzeitig: Steuern, Energiepreise, die Stimmung rund um das Auto und vor allem die Debatten über Zölle.
Die deutsche Automobilindustrie galt über Jahrzehnte hinweg als eine der erfolgreichsten Branchen des Landes. Was ist von diesem Erfolgsmodell geblieben?
Die Frage ist mir zu negativ gestellt. Die deutsche Automobilindustrie ist nach wie vor eine der wichtigsten Branchen des Landes. Sie wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch diese Krise bewältigen. Ob alle Marken langfristig weltweit bestehen bleiben, ist eine andere Frage.
Grundsätzlich verfügt die deutsche Automobilindustrie weiterhin über einen erheblichen Standortvorteil: Forschung und Entwicklung in Deutschland. Wenn die Sonne scheint, holt man bekanntlich keinen Regenmantel heraus. Die gegenwärtigen Belastungen führen nun dazu, dass notwendige Veränderungen beschleunigt werden. Volkswagen beispielsweise hatte schon lange zu viele Beschäftigte. Aufgrund der Aktionärsstruktur und des Einflusses des Landes Niedersachsen wurde dieses Problem jedoch nie grundlegend gelöst. Jetzt findet offenbar eine tiefgreifende Restrukturierung statt. Am Ende wird Volkswagen wahrscheinlich besser dastehen als zuvor.
Lange Zeit war China der wichtigste Wachstumsmarkt der deutschen Hersteller. Heute kommen von dort einige ihrer stärksten Konkurrenten. Haben die deutschen Autobauer diese Entwicklung unterschätzt?
Man hat vor allem nicht damit gerechnet, dass China selbst so schnell in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten würde. Das Land befindet sich in einer schweren Krise, insbesondere die Immobilienprobleme halten seit Jahren an.
Vor etwa zehn Jahren erzielten die deutschen Hersteller noch große Gewinne in China und den Vereinigten Staaten. Heute fällt China als bedeutender Gewinnbringer weitgehend aus. Wenn die Menschen wirtschaftliche Probleme haben, kaufen sie sich keinen teuren Sportwagen aus Deutschland. Der Ergebnisbeitrag aus China ist deshalb dramatisch geschrumpft. In den Vereinigten Staaten sehen wir eine ähnliche Entwicklung, wenn auch nicht in derselben Schärfe. Die beiden wichtigsten Ertragsmärkte bringen weniger Geld als früher. Dabei darf man eines nicht vergessen: Die deutschen Automobilhersteller machen nach wie vor Gewinne.
Gleichzeitig drängen chinesische Hersteller auf den europäischen Markt. Was machen sie besser als ihre deutschen Konkurrenten?
Besser machen sie zunächst einmal nichts. Ihre Produkte sind vor allem billiger. Ich bin seit rund 50 Jahren in der Automobilindustrie tätig. Vor 40 Jahren kamen die Japaner, vor 20 Jahren die Koreaner. Jetzt kommen die Chinesen. So ist der Lauf der Welt: Neue Wettbewerber treten auf.
Allerdings tun sich die chinesischen Hersteller in Deutschland schwerer, als es die öffentliche Wahrnehmung vermuten lässt. Wenn in den Medien Bilder von großen BYD-Frachtern gezeigt werden, entsteht schnell der Eindruck, der Markt werde geradezu überrollt. Tatsächlich kommen die chinesischen Hersteller Schritt für Schritt.
Woran liegt das?
Unter anderem am deutschen Vertriebssystem. Die Bedeutung eines funktionierenden Händlernetzes war vielen Newcomern aus China offenbar nicht in vollem Umfang bewusst. Sie müssen nun mühsam eigene Strukturen aufbauen und Händler finden, die ihre Marken vertreten. Das dauert.
Kann die deutsche Automobilindustrie verlorene Marktanteile in China zurückgewinnen?
Die Situation vor zehn Jahren war außergewöhnlich. Vor allem der Volkswagen-Konzern hatte mit seinen Marken einen absurd hohen Marktanteil. Dass solche Marktanteile nicht dauerhaft zu halten sein würden, sobald chinesische Hersteller wettbewerbsfähige Fahrzeuge anbieten, war abzusehen. Volkswagen hat so lange wie möglich von den bestehenden Strukturen profitiert. Jetzt muss sich der Konzern anpassen.
Ich würde es so zusammenfassen: Ich mache mir keine Sorgen um die deutsche Automobilindustrie. Ich mache mir Sorgen um die Automobilindustrie in Deutschland.
Was ist der Unterschied?
Angesichts der strukturellen Belastungen werden die deutschen Hersteller ihre Produktion in Deutschland zumindest nicht ausbauen. Stattdessen werden sie ihre Produktion an anderen Standorten verstärken. Das muss nicht unbedingt China sein. Das größte Einzelwerk von BMW befindet sich beispielsweise inzwischen in den Vereinigten Staaten. Auch Ungarn wird als Produktionsstandort wichtiger. Dort liegen die Energie- und Personalkosten erheblich niedriger. Natürlich werden Automobilhersteller solche Standorte nutzen. Genau deshalb mache ich mir Sorgen um die Automobilproduktion in Deutschland.
Deutschland wollte bei der Elektromobilität einmal Vorreiter sein. Heute entsteht häufig der Eindruck, dass chinesische Hersteller und Tesla das Tempo bestimmen. Was ist schiefgelaufen?
Bis vor wenigen Jahren hat weltweit kaum ein Hersteller mit Elektroautos Geld verdient. Die deutschen Hersteller waren deshalb bei der Markteinführung zurückhaltend. Warum sollte man Autos in großen Stückzahlen verkaufen, mit denen sich kein Gewinn erzielen lässt?
Inzwischen hat sich die Situation geändert. Auch die deutschen Hersteller verfügen inzwischen über ein breites Angebot an Elektroautos. Technologisch führende Fahrzeuge kommen heute durchaus aus Deutschland. Mercedes und BMW bieten große Reichweiten und moderne Batterietechnologie. Die Technologieführerschaft liegt keineswegs grundsätzlich in China. Man muss auch berücksichtigen, dass viele chinesische Hersteller bislang vor allem in günstigeren Marktsegmenten stark sind.
Dennoch stehen gerade deutsche Hersteller bei der Elektromobilität unter erheblichem Druck.
Interessanterweise haben diejenigen Unternehmen die größten Probleme beziehungsweise Gewinneinbrüche, die besonders stark auf Elektromobilität gesetzt haben. Volkswagen hat ganze Werke für Elektroautos umgebaut. Heute gibt es dort teilweise Kurzarbeit, weil die Nachfrage hinter den Erwartungen zurückbleibt.
Wurde der Verbrennungsmotor politisch und strategisch zu früh abgeschrieben? Oder halten die deutschen Hersteller zu lange an dieser Technologie fest?
Schon die politische Fragestellung „entweder oder“ ist falsch. Es geht um ein Sowohl-als-auch. Unter den deutschen Herstellern ist BMW besonders erfolgreich, und BMW bietet alle Antriebsarten an. In denselben Werken und teilweise auf denselben Produktionslinien entstehen Elektroautos, Diesel-, Benzin- und Hybridfahrzeuge sowie teilweise sogar Wasserstofffahrzeuge.
Der Kunde entscheidet, was er kaufen möchte. Der Fehler der Politik bestand darin, zu glauben, man könne diese Entscheidung vorschreiben. Und der Fehler mancher Manager bestand darin, den politischen Vorgaben zu sehr zu vertrauen.
Ich selbst fahre seit drei Jahren ein Elektroauto. Dass dem Elektroauto die Zukunft gehört, steht für mich außer Frage. Ob der entscheidende Durchbruch nun 2030, 2033, 2035 oder 2037 erfolgt, ist letztlich nicht entscheidend. Elektroautos werden sich mittelfristig durchsetzen, während Benzin- und Dieselfahrzeuge an Bedeutung verlieren werden. Aber es wird große Regionen auf der Welt geben, in denen die notwendige Ladeinfrastruktur auf absehbare Zeit fehlen wird. Dort werden Verbrennungsmotoren noch lange eine Rolle spielen.
Bei Verbrennungsmotoren hatten die deutschen Hersteller einen technologischen Vorsprung. Beginnt der Wettbewerb mit dem Elektroauto wieder bei null?
Im Wesentlichen ja. Bei Verbrennungsmotoren hatten die Deutschen einen erheblichen technologischen Vorsprung. Beim Elektroauto wurden die Karten neu gemischt. Aber auch dort sind die deutschen Hersteller keineswegs schlecht aufgestellt. Mein derzeitiges Elektroauto hat eine Reichweite von rund 550 Kilometern. Das Nachfolgemodell kommt auf etwa 850 Kilometer. Eine solche Entwicklung zeigt, wie schnell die Technologie voranschreitet.
Lange hieß es, das Auto der Zukunft werde zum „Smartphone auf Rädern“.
Das ist ein schöner Satz, aber inhaltlich Unsinn. Ein Auto hat vier etwa handtellergroße Flächen, die über Leben und Tod entscheiden: die Kontaktflächen der Reifen mit der Straße. Wer die grundlegenden Anforderungen des Automobilbaus nicht beherrscht, wird langfristig am Markt keine Chance haben oder zumindest sehr viel Lehrgeld bezahlen müssen.
Angenommen, Sie müssten heute über den Bau eines neuen Werkes entscheiden. Würden Sie es in Deutschland errichten?
Nein.
Warum nicht?
Deutschland ist zu teuer. Ich würde das Werk in Europa bauen, möglichst in räumlicher Nähe zum Forschungs- und Entwicklungsstandort. Bei BMW wäre das München, bei Audi Ingolstadt, bei Mercedes Stuttgart und bei Volkswagen Wolfsburg. Ein Produktionsstandort sollte so gelegen sein, dass das Management ihn bei Bedarf schnell erreichen kann.
Aber ich würde nicht in Deutschland bauen. Die Energiepreise sind zu hoch. Hinzu kommt das demografische Problem. Zwar haben wir genügend Ingenieure, die Autos entwickeln können, aber zunehmend zu wenige Menschen, die sie bauen.
China unterstützt seine Industrie strategisch, die Vereinigten Staaten schützen ihren Markt. Deutschland und Europa setzen stark auf Regulierung. Ist die Politik im globalen Wettbewerb zu naiv?
Die Automobilhersteller sind nicht naiv. Die Politik ist häufig zu langsam. Die Automobilindustrie ist seit Jahrzehnten eine globale Industrie. Die Unternehmen sind international aufgestellt und beschäftigen Menschen aus allen wichtigen Märkten. Wer China verstehen will, muss die Chinesen fragen, die für das eigene Unternehmen arbeiten.
Um zu verstehen, was in einzelnen Ländern und Märkten geschieht, muss man Menschen aus diesen Regionen in die Unternehmen holen und ihnen zuhören. Der Staat als Regulierer ist dagegen fast immer zu spät.
Welchen Anteil haben die Manager der deutschen Autokonzerne selbst an der heutigen Situation?
Natürlich haben sie Fehler gemacht. Wer den Vorgaben der Politik blind gefolgt ist, hat heute größere Probleme als diejenigen, die gesagt haben: Die Politik mag ihre Ziele formulieren, aber wir müssen unsere Entscheidungen aufgrund unserer eigenen Marktkenntnisse treffen.
Volkswagen beispielsweise hat sehr stark auf Elektromobilität gesetzt und die Produktion teilweise zu schnell umgestellt. BMW verfolgt einen anderen Ansatz und baut unterschiedliche Antriebsarten auf denselben Linien. Trotzdem ist das Unternehmen bei Elektroautos sehr erfolgreich.
Volkswagen hat zudem zeitweise darauf gesetzt, dass ein Elektroauto anders aussehen müsse als ein Benziner oder Diesel. Die Nachfrage nach diesen Fahrzeugen ist nicht so stark gestiegen wie erwartet. Nun muss der Konzern umsteuern und wieder mehr Verbrenner produzieren. In drei oder fünf Jahren kann die Situation schon wieder anders aussehen und die Nachfrage nach Elektroautos deutlich steigen.
Wird es Unternehmen wie BMW, Mercedes und Volkswagen in 20 Jahren noch geben?
Nicht in ihrer heutigen Form. Sie sehen heute schließlich auch völlig anders aus als vor 20 Jahren und vor 20 Jahren sahen sie anders aus als vor 50 Jahren. Unternehmen müssen sich ständig verändern.
Ich glaube, dass Forschung und Produktion künftig räumlich stärker voneinander getrennt sein werden. Schauen Sie sich Apple an. Das Unternehmen entwickelt seine Produkte in den Vereinigten Staaten, dort sitzen Forschung, Marketing und Design. Produziert wird dagegen weitgehend in Asien.
Eine ähnliche Entwicklung wird es in der Automobilindustrie geben. Forschungs- und Entwicklungsstandorte müssen nicht mehr zwangsläufig dort liegen, wo der Großteil der Fahrzeuge produziert wird. Produktionswerke in unmittelbarer Nähe der Entwicklungszentren wird es weiterhin geben. Aber ein wachsender Anteil der Produktion dürfte dort stattfinden, wo kostengünstiger produziert werden kann.
Gleichzeitig müssen die Hersteller ihre Fahrzeuge stärker an einzelne Märkte anpassen. Ist die Idee vom „Weltauto“ damit gescheitert?
Ja, die Vorstellung, ein einziges Auto für die ganze Welt zu bauen, ist vorbei. Die deutschen Hersteller passen ihre Werke und Produkte schon heute stark an die jeweiligen lokalen Gegebenheiten an. Ein Beispiel ist China: Käufer großer und teurer Limousinen sitzen dort häufig auf der Rückbank, während deutsche Kunden eher selbst fahren. Deshalb gibt es für den chinesischen Markt Modelle mit deutlich verlängertem Radstand.
Solche Unterschiede werden künftig noch wichtiger. Fahrzeuge müssen an die lokale Nachfrage angepasst werden – dazu gehört auch der Preis. Deshalb brauchen internationale Unternehmen Mitarbeiter aus den jeweiligen Regionen. Entscheidend ist allerdings, dass ihnen auch zugehört wird. Es reicht nicht aus, wenn ein lokaler Manager seinen Markt versteht, seine Erkenntnisse aber in der Konzernzentrale nicht ankommen. Die Wünsche der Kunden müssen bis in die Bereiche Forschung und Entwicklung vordringen.
Die Automobilindustrie muss also lokaler und zugleich globaler werden?
Genau. Sie muss lokal denken, aber global produzieren und managen. Und dazu sind die deutschen Hersteller grundsätzlich in der Lage.
Müssen wir uns dann um die Zukunft der deutschen Automobilindustrie keine Sorgen machen?
Nein, um die deutsche Automobilindustrie mache ich mir keine grundsätzlichen Sorgen. Die Zukunft der Automobilproduktion in Deutschland ist allerdings eine andere Frage. Die Rahmenbedingungen müssen sich dramatisch verändern und verbessern, damit die industrielle Automobilproduktion hierzulande langfristig eine Zukunft hat.
Vielen Dank für das Gespräch!
Das Gespräch führte Patrick Langendorf.
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Mehrere Verletzte an Gymnasium: Was wir wissen und was nicht

Bei einem Vorfall an einem Gymnasium im oberbayerischen Schongau sind nach Angaben der Polizei mehrere Menschen verletzt worden. Ein mutmaßlicher Täter wurde festgenommen. Was zu dem Vorfall bislang bekannt ist und welche Fragen noch offen bleiben:

Was wir wissen

  • Vorfall: Am Welfen-Gymnasium in Schongau hat es nach Angaben der Polizei einen Vorfall gegeben, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden.
  • Amoklage: Nach dem Vorfall deutet laut einem Polizeisprecher vieles auf eine Amoklage hin.
  • Festnahme: Der mutmaßliche Täter ist laut der Polizei nach dem Vorfall festgenommen worden. Es handele sich um einen Mann.
  • Ungefähre Zahl der Verletzten: Ein Polizeisprecher sprach von einer einstelligen Zahl an Verletzten.
  • Einsatz: Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, dass sie mit zahlreichen Beamten am Gymnasium im Einsatz sei. Menschen vor Ort wurden aufgerufen, das Areal zu meiden.
  • Ort: Das Welfen-Gymnasium liegt in Schongau, eine Kleinstadt am Ufer des Lechs im westlichen Oberbayern mit mehr als 12.000 Einwohnern.
  • Anlaufstelle: Für Angehörige und Eltern von Schülern wurde eine Anlaufstelle am Feuerwehrhaus eingerichtet.

Was wir nicht wissen

  • Details zu den Verletzten: Wie viele Menschen genau verletzt wurden und wie schwer sie verletzt sind, wird laut der Polizei derzeit noch abgeklärt.
  • Ablauf des Vorfalls: Unklar ist, wie sich der Vorfall am Gymnasium genau abgespielt hat und wie die Menschen verletzt wurden.
  • Details zum Täter: Informationen zum festgenommenen, mutmaßlichen Täter teilte die Polizei bislang nicht mit.
  • Motiv: Auch zu einem möglichen Motiv des Vorfalls machte die Polizei bislang keine Angaben.
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Dauernd müde? Warum Ihren Zellen der Saft ausgeht und was Sie dagegen tun können

Kennen Sie das? Sie fühlen sich ständig erschöpft, obwohl Sie eigentlich genug schlafen. Und egal, wie viel Kaffee Sie trinken: Der erhoffte Energieschub bleibt aus. Das liegt oft daran, dass die Kraftwerke in unseren Zellen – die Mitochondrien – im Laufe der Jahre an Effizienz verlieren.
Ab etwa der Mitte des Lebens bauen diese winzigen Strukturen ab. Sie produzieren weniger Energie, regenerieren sich langsamer und befeuern stattdessen schleichende Entzündungsprozesse im Körper. Das Ergebnis ist, dass dieselben Aktivitäten, die uns früher leicht fielen, uns plötzlich müde machen können. Man kann sich das wie einen stotternden Automotor vorstellen, bei dem nicht der Wagen streikt, weil wir zu schnell fahren, sondern weil die Ventile verschlissen sind.
Doch die Altersforschung hat einen Hoffnungsträger ausgemacht: Eine natürliche Verbindung namens Urolithin A könnte den zellulären Rückgang verlangsamen und die Funktion der Zellkraftwerke revitalisieren.
„Urolithin A wirkt direkt auf diesen Prozess ein, und zwar durch Mitophagie, also den Abbau erkrankter und funktionsgestörter Mitochondrien“, erklärte Cynthia Thurlow, amerikanische Gesundheitsexpertin und Buchautorin, gegenüber der Epoch Times in einer E-Mail.

Die Müllabfuhr der Zelle aktivieren

Der menschliche Körper kann prinzipiell Urolithin A selbst bilden, aber nicht jeder profitiert davon. Selbst der tägliche Verzehr von Granatäpfeln, Walnüssen, Himbeeren oder Brombeeren führt oft nicht zu einer effizienten Produktion. Obwohl diese Lebensmittel die Bildung von Urolithin A anregen können, hängt die tatsächliche Ausbeute maßgeblich vom individuellen Darm-Mikrobiom, der Darmflora, ab.
Nur etwa 40 Prozent der Menschen besitzen laut Studien die passenden Darmbakterien, um Urolithin A in nennenswerten Mengen selbst herzustellen.
Genau hier kommen Nahrungsergänzungsmittel ins Spiel. Während die Aufnahme über die Nahrung stark schwankt, zeigt die Forschung, dass eine direkte Supplementierung mit Urolithin A zu einer bis zu sechsmal höheren Plasmakonzentration führte, als ein Glas Granatapfelsaft zu trinken.

Das große Ganze: Kein Ersatz für einen gesunden Lebensstil

Urolithin A ist allerdings kein Wundermittel, das einen ungesunden Lebensstil wettmacht. Es funktioniert am besten als Teil einer umfassenden Strategie.
„Ich rate meinen Patienten immer, zuerst an den Grundlagen zu arbeiten“, betont Thurlow und meint: „Veränderungen im Lebensstil sind das Fundament, Nahrungsergänzungsmittel der nächste Schritt.“
Einen weitaus größeren Einfluss auf die Gesundheit der Mitochondrien als jedes einzelne Nahrungsergänzungsmittel haben:
  • Krafttraining & Bewegung: Regen die Zellen zur Neubildung an.
  • Ernährung: Eine ausreichende Proteinzufuhr liefert die Bausteine.
  • Schlaf & Entspannung: Reduzieren zellulären Stress.
Interessanterweise wirkt Urolithin A auf ganz ähnlichen biologischen Wegen wie Sport: Es sorgt für eine nachhaltige, langfristige Erneuerung der Zellkraftwerke statt für ein kurzes, künstliches Aufputschen.

Was die Wissenschaft sagt

Die klinische Datenlage wächst und liefert Belege für die positiven Eigenschaften von Urolithin A in klinischen Studien am Menschen:

  • Die JAMA-Studie (Senioren): Eine im Fachmagazin JAMA Network Open veröffentlichte Studie mit 66 Senioren (65 bis 90 Jahre) zeigte, dass nach einer viermonatigen Einnahme von 1.000 Milligramm Urolithin A täglich die Muskelausdauer der Teilnehmer stark anstieg. Sie schafften im Schnitt eine Steigerung um 95 Muskelkontraktionen vor der Ermüdung, während die Placebogruppe nur eine Steigerung um 12 Kontraktionen erreichte. Gleichzeitig beobachteten die Forscher auch niedrigere Entzündungsmarker im Blut bei den Senioren, die Urolithin A einnahmen.
  • Die Studie für die Generation 40+: Eine kleine randomisierte, placebokontrollierte Studie aus dem Jahr 2025 untersuchte 50 Erwachsene in der Lebensmitte. Auch hier verbesserten sich die mitochondrialen Biomarker sowie Werte, die mit der Alterung des Immunsystems zusammenhängen.

Da Mitochondrien fast jedes biologische System mit Energie versorgen, profitiert nicht nur die Muskulatur, sondern auch Immunzellen. Funktionieren sie besser, sinkt das Risiko für chronische, altersbedingte Entzündungen.

Geduld ist gefragt: Was Sie erwarten können

Wer Urolithin A einnimmt, sollte keinen sofortigen „Kick“ wie nach einem Espresso erwarten. „Es ist kein Akut-Mittel“, stellt Thurlow klar. Die zelluläre Reinigung braucht Zeit. Die meisten Menschen bemerken erste Veränderungen nach sechs bis acht, oft auch erst nach zwölf Wochen – also in etwa dem Zeitraum, den auch ein neues Sportprogramm braucht, um sichtbare Erfolge zu zeigen.

Die Effekte sind subtil, aber nachhaltig:

  • Eine schnellere Regeneration nach dem Sport
  • Weniger ausgeprägter Muskelkater
  • Ein konstanteres Energieniveau über den Tag verteilt

Am Ende reagiert jeder Körper anders. Wie gut das Nahrungsergänzungsmittel tatsächlich anschlägt, hängt von der Genetik, der Aufnahmefähigkeit des Darms und dem individuellen Stress, dem die eigenen Mitochondrien ausgesetzt sind, ab. Doch die zelluläre Altersforschung zeigt: Mehr Energie im Alltag entsteht nicht dadurch, dass wir uns mehr abverlangen – sondern indem wir unseren Zellen helfen, wieder richtig zu arbeiten.

Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Zuerst erschienen im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Urolithin A: A Compound That May Help Rejuvenate Aging Mitochondria“. (deutsche Bearbeitung kr)

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TICKER Fußball-WM: Alle Entwicklungen bis zum Finale


Bei der Fußball-WM finden am heutigen Tag keine Spiele statt.

 
HEUTE13:40 Uhr

Klinsmann: Kap Verde brachte Argentinien „arg in Bedrängnis“

Jürgen Klinsmann gehört während der WM zur technischen Studiengruppe der FIFA. Diese analysiert alle Spiele auf neue technische Trends. In einem Zwischenfazit der FIFA sagt er: „Wir haben viele herrliche Überraschungen erlebt. Dank der insgesamt 48 Teams gab es mehr Außenseiter, die sich gut geschlagen haben.“
Konkret nannte er Kap Verde, dessen Team Argentinien „arg in Bedrängnis“ gebracht habe. Die Mannschaften seien „aus gutem Grund“ dabei. „Wenn man sich in einer Region wie Afrika durchsetzt, muss man ein gutes Team haben. Die Debütanten sorgen bei diesem Turnier für viel Freude und viele überraschende Momente. “
Auch bei den Zuschauerzahlen sei die Bilanz fantastisch. „Alle Stadien sind ausverkauft, die Atmosphäre ist gigantisch, und überall in den USA und darüber hinaus herrscht Partystimmung.“
Er sieht die WM sowohl auf als auch neben dem Spielfeld ein riesiger Erfolg. Alle aus dem Ausland angereisten Fans sind von dem, was sie erlebt und gesehen haben, zweifellos total begeistert.“
 
HEUTE10:17 Uhr

2014er-Weltmeister könnten Deutschland helfen

DFB-Sportdirektor Rudi Völler wünscht sich mehrere 2014er-Weltmeister in entscheidender Rolle beim Deutschen Fußball-Bund. „Da gibt es welche, die nach mir oder auch mit mir, Thema werden können“, sagte Völler in einer Medienrunde mit „Bild“, „Frankfurter Rundschau“, der „Funke Mediengruppe“, „Kicker“ und „Süddeutscher Zeitung“ in Frankfurt am Main.
„Da gibt es einige dabei, die das wollen und das wird auch so kommen“, sagte der 66-Jährige weiter und forderte: „Die Generation ist auch ein bisschen in der Pflicht, vielleicht mal Verantwortung zu übernehmen.“ Namentlich nannte der Weltmeister von 1990 Per Mertesacker, Mats Hummels, Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira.
„Hoffentlich habe ich niemanden vergessen. Das sind Namen, die kann ich mir alle vorstellen, irgendwann mal beim DFB in irgendeiner Rolle, ob mit mir oder nach mir“, befand Völler, der seinen bis 2028 laufenden Vertrag beim DFB erfüllen will.
Mertesacker, der mehrere Jahre Leiter der Nachwuchsabteilung des FC Arsenal war, hatte sich bereits für einen Posten beim DFB angeboten. Auch Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte Mertesacker dem DFB schon empfohlen.
Zwei Ex-Weltmeister - aber auch zwei für den DFB? Thomas Müller (l) und Mats Hummels. (Archivbild)

Zwei Ex-Weltmeister – aber auch zwei für den DFB? Thomas Müller (l) und Mats Hummels. (Archivbild)

Foto: Tom Weller/dpa

 
GESTERN21:35 Uhr

Schweiz im Viertelfinale

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat die Schweiz das Achtelfinale gegen Kolumbien mit 4:3 im Elfmeterschießen gewonnen. Nach 90 und nach 120 Minuten stand es 0:0. Beide Mannschaften hatten in der regulären Spielzeit Mühe, klare Torchancen zu kreieren.
Kolumbien hatte durch Gustavo Puerta die beste Gelegenheit in der ersten Halbzeit, doch der Schweizer Torhüter Gregor Kobel parierte vorbildlich. Auf der anderen Seite scheiterte Fabian Rieder mit einem gefährlichen Schuss an Kolumbiens Keeper Camilo Vargas.
In der Verlängerung erhöhte Kolumbien den Druck und kam zu mehreren Abschlüssen, doch die Schweizer Abwehr hielt stand. Im Gegenzug versuchten sie ebenfalls, zum Torerfolg zu kommen, doch die kolumbianische Defensive um Davinson Sánchez und Yerry Mina zeigte sich stabil. Im Elfmeterschießen hatten die Schweizer letztlich die besseren Nerven.
Damit trifft die Schweiz am Samstag im Viertelfinale auf Argentinien.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 8.7.). Die Schweiz löste das letzte Viertelfinalticket nach einem 0:0-Unentschieden gege Kolumbien erst im Elfmeterschießen. Damit spielen noch sechs europäische Mannschaften um Titel und Pokal.

Spielbaum der WM 2026 (Stand 8.7.). Die Schweiz löste das letzte Viertelfinalticket nach einem 0:0-Unentschieden gege Kolumbien erst im Elfmeterschießen. Damit spielen noch sechs europäische Mannschaften um Titel und Pokal.

Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock

 
GESTERN19:54 Uhr

Argentinien dreht Achtelfinale gegen Ägypten

Argentinien hat im WM-Achtelfinale gegen Ägypten einen 0:2-Rückstand noch gedreht und sich mit einem 3:2-Erfolg den Einzug ins Viertelfinale gesichert. Der Außenseiter erwischte am Dienstag in Atlanta den besseren Start.
Yasser Ibrahim brachte Ägypten früh per Kopf in Führung (15.). Die große Chance zum schnellen Ausgleich vergab Lionel Messi, dessen Strafstoß in der 21. Minute von Torhüter Mostafa Shoubeir gehalten wurde. Im weiteren Verlauf bestimmte der Titelverteidiger weite Strecken der Partie, scheiterte jedoch immer wieder am stark aufgelegten ägyptischen Schlussmann. Messi traf zudem mit einem Freistoß nur den Pfosten.
Nach dem Seitenwechsel glaubte Ägypten zunächst an das 2:0, doch ein Treffer von Mostafa Zico wurde nach Videobeweis wegen eines vorausgegangenen Fouls aberkannt. Wenige Minuten später erhöhte Zico nach einem Konter dann wirklich auf 2:0 (67.). Argentinien gab sich jedoch nicht geschlagen. Cristian Romero verkürzte nach einer Flanke von Messi per Kopf auf 1:2 (79. Minute). In der 84. Minute sorgte Messi mit seinem achten Turniertor für den Ausgleich zum 2:2.
In der Nachspielzeit gelang dem Titelverteidiger schließlich die komplette Wende: Nach einer Flanke köpfte Enzo Fernandez in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum 3:2 ein. Damit spielt Argentinien im Viertelfinale gegen den Sieger der noch ausstehenden Begegnung zwischen der Schweiz und Kolumbien.
 
GESTERN4:18 Uhr

Dritter Gastgeber raus

Bei der Fußball-WM hat sich Belgien mit einem überzeugenden 4:1-Sieg gegen Gastgeber USA den Einzug ins Viertelfinale gesichert. Die Roten Teufel zeigten in dem vom Skandal um die zurückgenommene Rot-Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun überschatteten Achtelfinale von Beginn an eine starke Leistung.
Bereits früh ging Belgien durch Charles De Ketelaere in Führung (9.). Die USA konnten später durch Malik Tillman ausgleichen (31.), dessen Freistoß von Vanaken unhaltbar abgefälscht wurde. Doch nur zwei Minuten später stellte De Ketelaere mit einem Kopfball nach einer Flanke von Trossard den alten Abstand wieder her.
In der zweiten Halbzeit nutzte Belgien einen Fehler von US-Keeper Freese, der zu lange zögerte, um den Ball zu klären. Hans Vanaken traf aus 30 Metern ins leere Tor und erhöhte auf 3:1 (57.). Romelu Lukaku setzte in der Nachspielzeit nach einem Ballverlust der USA den Schlusspunkt (90.+3). Mit diesem Sieg trifft Belgien im Viertelfinale am Freitag um 21:00 Uhr auf Spanien.

Spielbaum der WM 2026 (Stand 7.7.). Alle drei Gastgeber sind im Achtelfinale ausgeschieden, zuletzt unterlag die USA gegen Belgien. Im Favoriten-Duell Portugal-Spanien zitterte sich Spanien weiter.

Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock

 
GESTERN0:05 Uhr

Spiele am Dienstag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) im Achtelfinale gegeneinander an:
  • 02:00 Uhr: USA gegen Belgien in Seattle, USA (Übertragung: ARD)
  • 18:00 Uhr: Argentinien gegen Ägypten in Atlanta, USA (Übertragung: ARD)
  • 22:00 Uhr: Schweiz gegen Kolumbien in Vancouver, Kanada (Übertragung: ARD)
 
6. Juli23:21 Uhr

Spanien lässt Ronaldos WM-Traum platzen

Spanien hat sich im WM-Achtelfinale mit 1:0 gegen Portugal durchgesetzt. Das entscheidende Tor fiel erst in der Nachspielzeit durch Mikel Merino (90.+1), der nach einem Steckpass von Ferran Torres die portugiesische Defensive überlistete und mit einem Flachschuss ins kurze Eck traf.
Die Partie begann intensiv, mit Chancen auf beiden Seiten während der ersten 45 Minuten. In der zweiten Halbzeit blieb das Spiel spannend, doch beide Teams taten sich schwer, klare Torchancen zu kreieren. Spanien erhöhte später den Druck und brachte frische Kräfte wie Ferran Torres und Mikel Merino, die letztlich den Unterschied machten. Mit diesem Sieg zieht Spanien ins Viertelfinale ein und trifft dort auf den Sieger der Partie zwischen den USA und Belgien.
Für  den 41-jährigen Ronaldo bleibt der WM-Titel mit Portugal verwehrt – trotz seiner beeindruckenden Karriere. Zwar hatte der mehrfache Weltfußballer seinen Abgang aus der Nationalmannschaft bislang nicht verkündet, doch eine Rückkehr von Ronaldo bei der WM 2030 als dann 45-Jähriger gilt als nahezu ausgeschlossen.
Sicher ist dagegen der Abschied von Trainer Roberto Martínez: „Es stimmt, dass dies mein letztes Spiel für die portugiesische Nationalmannschaft ist“, so der 52-Jährige unmittelbar nach dem 0:1 gegen Spanien.
 
6. Juli15:20 Uhr

Balogun darf gegen Belgien spielen

Die USA können im WM-Achtelfinale gegen Belgien auf Stürmer Folarin Balogun setzen. Die FIFA wies den Einspruch des belgischen Verbands gegen die ausgesetzte Rotsperre als unzulässig zurück. Damit ist der 25-Jährige für das Duell in Seattle spielberechtigt.
In 13 Absätzen erklärte der Fußball-Weltverband FIFA die umstrittene Entscheidung und die Abläufe aus ihrer Sicht. Demnach habe Baloguns Rote Karte Bestand und auch die automatische Sperre von einer Partie, die eine solche Tatsachenentscheidung nach sich zieht. Die Entscheidung zur Roten Karte wurde damit nicht zurückgezogen. Die FIFA habe aber das Recht, eine Strafe anzupassen und zur Bewährung auszusetzen.
Zum Warum, diesen Schritt zu gehen, gab es in der langen Stellungnahme nur einen Satz: „Die Aussetzung der Vollstreckung der genannten Sperre wurde unter Berücksichtigung aller besonderen Umstände des Vorfalls sowie der verfügbaren Beweismittel beschlossen.“ Was die besonderen Umstände sind und auf welche Beweismittel sich die FIFA stützte, wurde nicht mitgeteilt.
 
6. Juli5:48 Uhr

Neymar tritt aus Nationalteam zurück

Altstar Neymar hat nach Brasiliens Achtelfinal-Aus bei der Fußball-WM seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft verkündet. „Ich habe es versucht, ich habe es wirklich versucht. Jetzt ist es zu Ende“, sagte der 34-Jährige nach der 1:2-Niederlage gegen Norwegen. „Ich habe hier angefangen, ich habe hier aufgehört.“
Für die Brasilianer endete die WM so früh wie seit 36 Jahren nicht mehr. Neymar brach nach der Niederlage im Final-Stadion von East Rutherford in Tränen aus. Der einstige Topstürmer des FC Barcelona bestritt insgesamt 130 Länderspiele für den Rekordweltmeister und ist noch vor Pelé Rekordtorschütze des Landes.
Gegen Norwegen wurde er eingewechselt und erzielte per Foulelfmeter in der Nachspielzeit sein 80. Tor für die Seleção. Sein Debüt hatte er 2010 in einem Testspiel gegen die USA (2:0) ebenfalls in East Rutherford gefeiert – und dabei auch sein erstes Tor für die brasilianische Nationalmannschaft erzielt.
Neymar jubelt nach Brasiliens Sieg gegen Schottland.

Neymar jubelt nach Brasiliens Sieg gegen Schottland.

Foto: Lynne Sladky/AP/dpa

 
6. Juli5:13 Uhr

England siegt 3:2

Im WM-Achtelfinalspiel hat sich England mit 3:2 gegen Co-Gastgeber Mexiko durchgesetzt. Die Partie, die aufgrund eines Gewitters mit einstündiger Verspätung begann, bot den Zuschauern im Aztekenstadion ein spannendes Duell.
Jude Bellingham brachte die Engländer zunächst mit einem Kopfball in Führung (36.). Nur zwei Minuten später erhöhte Bellingham auf 2:0, dank Vorarbeit von Harry Kane. Doch Mexiko ließ sich nicht beirren und verkürzte noch vor der Pause (42.) durch Julian Quinones auf 1:2.
In der zweiten Halbzeit blieb das Spiel intensiv. Die Partie wurde zudem zunehmend hitziger, was sich in mehreren Gelben Karten und einer Roten Karte für Jarell Quansah zeigte. Aber England blieb auch in Unterzahl dran und erhielt in der 58. Minute einen Elfmeter, den Kane souverän zum 3:1 verwandelte. Mexiko kämpfte auch im Anschluss weiter und kam in der 69. Minute durch einen von Raul Jimenez verwandelten Strafstoß nochmal heran.
Mit dem Sieg zieht England ins Viertelfinale ein und trifft dort am Samstag um 23:00 Uhr auf Norwegen.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 6.7.). Mit Mexiko ist der zweite Gastgeber aus dem Turnier ausgeschieden. Publikumsliebling Norwegen hat seinerseits Brasilien ins Aus geschossen und trifft am Samstag, 11.7., auf England.

Spielbaum der WM 2026 (Stand 6.7.). Mit Mexiko ist der zweite Gastgeber aus dem Turnier ausgeschieden. Publikumsliebling Norwegen hat seinerseits Brasilien ins Aus geschossen und trifft am Samstag, 11.7., auf England.

Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock

 
6. Juli2:00 Uhr

Wieder Anpfiff verschoben

Wieder Regen und Gewitter. Wieder wird ein Spiel verschoben. Das Achtelfinale zwischen Mitgastgeber Mexiko und England wird wegen der Wetterbedingungen in Mexiko-Stadt vorerst um eine Stunde verschoben. Neue Anstoßzeit ist damit 19:00 Uhr Ortszeit (03:00 Uhr MESZ). „Die Sicherheit aller Beteiligten hat für die FIFA oberste Priorität“, hieß es im Live-Ticker des Weltverbandes.
Schon das Sechzehntelfinale gegen Ecuador im ehrwürdigen Aztekenstadion hatte aus Sicherheitsgründen wegen eines Gewitters mit 60 Minuten Verspätung begonnen. Mexiko gewann die Partie 2:0.
 
6. Juli1:00 Uhr

Spiele am Montag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) im Achtelfinale gegeneinander an:
  • 02:00 Uhr: Mexiko gegen England in Mexiko City, Mexiko
  • 21:00 Uhr: Portugal gegen Spanien in Dallas, USA (Übertragung: ZDF)
 
6. Juli0:11 Uhr

Norwegen rudert ins Viertelfinale

Bei der Fußball-WM hat Norwegen im Achtelfinale Brasilien mit 2:1 besiegt. Nach Frankreich, den Niederlanden, Deutschland, Belgien und Kroatien hat mit Norwegen nun zum sechsten Mal in Folge ein europäisches Team einen WM-Titel für Brasilien verhindert.
Das Spiel begann mit einer dominanten Anfangsphase der Norweger, die jedoch zunächst keine Tore erzielten. Brasilien hatte in der ersten Halbzeit die Gelegenheit, durch einen Elfmeter in Führung zu gehen, doch Bruno Guimaraes scheiterte am norwegischen Torhüter Nyland. Der vereitelte mehrere Chancen der Brasilianer.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Norwegen, schoss aber keine Tore. Brasilien versuchte, durch Einwechslungen wie Neymar und Endrick das Spiel zu beleben, fand jedoch keine Lücke in der norwegischen Abwehr. Erling Haaland beförderte schließlich mit geballter Wikinger-Kraft den Ball per Kopf in brasilianische Tor und holte die 1:0 Führung (79.). In der 90. Minute legte er per Linksschuss nach. Kurz vor Ende bekam Brasilien nochmal einen Elfmeter, den Neymar sicher verwandelte, doch das Spiel endete 2:1 für Norwegen.
 
5. Juli21:08 Uhr

Das historische „Angstgegner-Phänomen“

Auf der einen Seite steht die erfolgreichste Fußballnation des Planeten, Brasilien. Auf der anderen Seite steht die skandinavische Urgewalt Norwegen, die nach 28 Jahren Abwesenheit wieder auf der größten Bühne der Welt auftrumpft.

Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, was dieses Spiel so elektrisierend macht. Norwegen ist eine der wenigen Nationalmannschaften, gegen die Brasilien noch nie gewonnen hat. In vier Begegnungen gab es zwei Unentschieden und zwei Siege für die Skandinavier. Unvergessen ist die WM 1998, als Norwegen die Seleção in der Gruppenphase sensationell mit 2:1 schlug.

 
5. Juli20:34 Uhr

US-Star Balogun darf nach Rot doch spielen

Beim Sieg über Bosnien-Herzegowina sah Folarin Balogun die Rote Karte nach einem Foul. Eigentlich sollte der wichtige Torjäger der USA gegen Belgien gesperrt sein. Doch nun kommt es anders.
Co-Gastgeber USA kann im Achtelfinale der Fußball-WM doch mit Folarin Balogun planen. Der 25-Jährige ist trotz seiner Roten Karte aus dem Sechzehntelfinale im Duell mit Belgien am Dienstag (2:00 Uhr/ARD) spielberechtigt, wie der Weltverband FIFA am Sonntag bestätigte.
Als Begründung nannte die FIFA Artikel 27 des Disziplinarreglements, wonach Baloguns Sperre für ein Jahr zu Bewährung ausgesetzt wird. Sollte sich der Angreifer in dieser Zeit „einen weiteren Verstoß gleicher Art und Schwere“ erlauben, werde die Sanktion vollstreckt. Sollte sich Balogun bei dieser WM kein weiteres Vergehen leisten, steht schon jetzt fest, dass die Strafe dann zu einem Zeitpunkt folgen würde, der nicht annähernd so wichtig ist wie nun beim Achtelfinale gegen Belgien.
Balogun darf nach seinem Platzverweis wieder spielen.

Balogun darf nach seinem Platzverweis wieder spielen.

Foto: Jeff Chiu/AP/dpa

 
5. Juli2:00 Uhr

Spiele am Sonntag

Folgende Mannschaft tritt bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) im Achtelfinale gegeneinander an:
  • 22:00 Uhr: Brasilien gegen Norwegen in New York, USA
 
5. Juli1:22 Uhr

Frankreich siegt 1:0 gegen Paraguay

Bei der Fußball-WM hat Frankreich das Achtelfinale gegen Deutschland-Bezwinger Paraguay knapp mit 1:0 gewonnen. Das entscheidende Tor erzielte Kylian Mbappé in der 70. Minute per Elfmeter.
Die Partie begann mit einem dominanten Frankreich, das von Beginn an Druck auf die Defensive Paraguays ausübte. Paraguay beschränkte sich weitgehend auf die Verteidigung und versuchte, mit gelegentlichen Kontern für Entlastung zu sorgen. Das torlose Remis zur Halbzeitpause konnten die Mittelamerikaner klar als Triumph verbuchen.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Frankreich den Druck weiter. Nach einem Foul an Désiré Doué im Strafraum entschied der Schiedsrichter nach Video-Überprüfung auf Elfmeter. Mbappé verwandelte souverän und brachte die Équipe Tricolore in Führung.
Paraguay bemühte sich in der Schlussphase um den Ausgleich, erzielte jedoch keine Treffer. Damit trifft Frankreich am Donnerstag im Viertelfinale auf das Team aus Marokko, das Co-Gastgeber Kanada aus dem Turnier gekegelt hat.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 4.7.). Neben Marokko (3:0 gegen Co-Gastgeber Kanada) hat auch Frankreich das Ticket für das Viertelfinale gelöst. Die beiden historisch eng verbundenen Länder treffen am Donnerstags in Boston aufeinander.

Spielbaum der WM 2026 (Stand 4.7.). Neben Marokko (3:0 gegen Co-Gastgeber Kanada) hat auch Frankreich das Ticket für das Viertelfinale gelöst. Die beiden historisch eng verbundenen Länder treffen am Donnerstags in Boston aufeinander.

Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock

 
4. Juli21:07 Uhr

Kanada gegen Marokko endet 0:3

Marokko hat Co-Gastgeber Kanada aus dem Turnier geworfen und steht als erstes Team im Viertelfinale der Fußball-WM. Die Auswahl von Nationaltrainer Mohamed Ouahbi hatte beim 3:0 (0:0) in Houston mehr Mühe als erwartet. Azzedine Ounahi traf nach einer schwachen ersten Halbzeit zweimal (50. und 82. Minute). Soufiane Rahimi ließ Marokko in der Nachspielzeit noch einmal jubeln (90.+8).
Nach Platz vier bei der WM 2022 wartet auf Marokko nun im Viertelfinale entweder der große Favorit Frankreich oder Paraguay. Offen ist, ob Bayern-Neuzugang Ismael Saibari dann wieder mitspielen kann – der Offensivstar musste verletzungsbedingt in der 22. Minute ausgewechselt werden.
Für Kanada endet dagegen das Turnier – das Team von Jesse Marsch verabschiedet sich mit dem Erfolg, dank der ersten WM-Punkte überhaupt so weit gekommen zu sein wie noch nie.

Jonathan David (#10) aus Kanada schießt im Achtelfinalspiel der WM zwischen Kanada und Marokko am 4. Juli 2026 im Houston Stadium in Texas auf das Tor von Yassine Bounou (#1) aus Marokko. Das Spiel endete 3:0 für Marokko.

Foto: Alex Slitz/Getty Images

Spielbaum der WM 2026 (Stand 4.7.). Im ersten Achtelfinale der WM hat Marokko 3:0 gewonnen. Damit ist Gastgeber Kanada aus dem Turnier ausgeschieden. Im zweiten Spiel des Tages treten um 23:00 Uhr Frankreich und Paraguay gegeneinander an.

Spielbaum der WM 2026 (Stand 4.7.). Im ersten Achtelfinale der WM hat Marokko 3:0 gewonnen. Damit ist Gastgeber Kanada aus dem Turnier ausgeschieden. Im zweiten Spiel des Tages treten um 23:00 Uhr Frankreich und Paraguay gegeneinander an.

Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock

 
4. Juli16:22 Uhr

Fahrplan für Jürgen Klopp

Nach den gegenseitigen Bereitschaftsbekundungen für eine Zusammenarbeit werden zwischen dem Deutschen Fußball-Bund und dem Bundestrainer-Wunschkandidaten Jürgen Klopp die nächsten Schritte geplant und abgestimmt.
Wie aus dem Verband zu vernehmen ist, soll demnach Präsident Bernd Neuendorf (64) gemeinsam mit Ligapräsident und DFB-Vize Hans-Joachim Watzke (67) im Laufe der kommenden Woche in die USA reisen. Dort will das Duo direkt mit Klopp (59) über die Nachfolge von Julian Nagelsmann sprechen. Das berichtete zuerst die „Bild“-Zeitung.
Klopp ist bei der Fußball-WM in Amerika weiterhin als Experte für „MagentaTV“ im Einsatz. Er hat sein WM-Quartier in New York. Darum dürfte das Treffen mit der DFB-Spitze dort stattfinden.
Ob Sportdirektor Rudi Völler (66) auch in der künftigen Sportlichen Leitung der Nationalmannschaft eine tragende Rolle einnehmen wird, hängt nach dpa-Informationen ebenfalls von der Neubesetzung des Bundestrainerpostens ab. Offenbar steht deswegen auch ein zeitnaher Austausch zwischen Völler und Klopp im Raum. Völlers DFB-Vertrag läuft noch bis zur EM 2028.
Jürgen Klopp hat die Gespräche mit dem DFB bestätigt. (Archiv-Foto)

Jürgen Klopp hat die Gespräche mit dem DFB bestätigt. (Archiv-Foto)

Foto: Bradley Collyer/PA Wire/dpa

 
4. Juli11:15 Uhr

Kolumbien beeindruckt weiter

Noch jeweils ein Sieg und dann treffen in Kansas City im Viertelfinale Argentinien und Kolumbien aufeinander. Es wäre eine Neuauflage des Endspiels der Copa América von 2024.
Im Achtelfinale bekommt es Kolumbien nun am 7. Juli in Vancouver mit der Schweiz zu tun. Argentinien spielt am selben Tag in Atlanta gegen Ägypten. Werden beide Teams ihrer Favoritenrolle gerecht, kommt es zum Showdown in Kansas City.
Kolumbiens Trainer Nestor Lorenzo wollte so weit noch nicht vorausschauen. Er warnte vor den Schweizern. „Die Schweizer sind wie eine geölte Maschine. Das wird nicht einfach“, sagte der Argentinier, für den ein Duell mit Lionel Messi und Co. auch persönlich ein Highlight wäre.
 
4. Juli6:39 Uhr

König Charles III. hasst Fußball

Dies dürfte die Millionen englischen Fußball-Fans nicht entzücken: Inmitten der Weltmeisterschaft hat Prinz William enthüllt, dass König Charles III. absolut nichts für diesen Sport übrig hat. „Mein Vater hasst Fußball“, sagte der britische Thronfolger am Freitag in einem Podcast mit US-Footballstar Travis Kelce.
Der als enthusiastischer Fußball-Fan bekannte William kündigte unter anderem an, dass er zum WM-Finale in die USA kommen werde, wenn das englische Team einzieht. Auf die Frage, ob er seine Fußballleidenschaft von seinem Vater habe, antworte der britische Kronprinz: „Absolut nicht. Mein Vater hasst Fußball.“
WM: Der Engländer Harry Kane jubelt nach seinem Tor zum 1:1 gegen die DR Kongo neben Jude Bellingham.

Schlüsselspieler im englischen Team ist Harry Kane.

Foto: Bradley Collyer/PA Wire/dpa

 
4. Juli6:24 Uhr

Klopp wäre bereit

Jürgen Klopp hat Gespräche mit dem Deutschen Fußball-Bund für das Bundestrainer-Amt bestätigt, rechnet aber nicht mit einer kurzfristigen Einigung. „Ich bin mittlerweile mehr als aufgetankt, also ich bin bereit“, sagte Klopp gegenüber „MagentaTV“. Auf die Frage, was zu einer Unterschrift noch fehle, antwortete Klopp mit einem Wort: „Zeit“.
Zunächst müsse er mit seinem jetzigen Arbeitgeber Red Bull die Vertragsangelegenheiten klären, wo er derzeit Chefstratege ist. Aber auch mit dem DFB rechnet der 59-Jährige mit grundlegenden Verhandlungen. „Es werden intensive Gespräche sein müssen, weil natürlich die Probleme, die wir aktuell haben, nicht an der Personalie Julian Nagelsmann hängen“, sagte Klopp.
Nagelsmann hatte am Freitag – vier Tage nach dem WM-Aus der Fußball-Nationalmannschaft in der ersten K.-o.-Runde gegen Paraguay – das Amt aufgegeben. Den 38-Jährigen lobte Klopp ausdrücklich: „Julian ist ein außergewöhnlicher Trainer. Das wird er in seinem Trainerleben noch ganz oft beweisen dürfen“, sagte Klopp.
 
4. Juli6:01 Uhr

Achtelfinale zwischen England und Mexiko wird nicht verlegt

Das Achtelfinale zwischen Co-Gastgeber Mexiko und England soll entgegen vorheriger Gerüchte wie ursprünglich geplant angepfiffen werden. Britische Medien berichteten am Abend, es bleibe bei der Anstoßzeit am Sonntag 18:00 Uhr (02:00 Uhr MESZ) im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt.
Zuvor war über die Vorverlegung der Partie um bis zu sechs Stunden wegen der Sorge vor schweren Gewittern debattiert worden. Der Weltverband FIFA hatte diese Gespräche nicht bestätigt. Den mexikanischen und den englischen Verband trafen die Medienberichte über eine Verlegung unvorbereitet.
Im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt wird die Fußball-WM 2026 heute offiziell eröffnet

Im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt wurde die Fußball-WM 2026 offiziell eröffnet.

Foto: Hector Vivas/Getty Images

 
4. Juli12:00 Uhr

Spiele am Samstag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) im Achtelfinale gegeneinander an:
  • 19:00 Uhr: Kanada gegen Marokko in Houston, USA (Übertragung: ZDF)
  • 23:00 Uhr: Paraguay gegen Frankreich in Philadelphia
 
(Mit Material der Nachrichtenagenturen.)
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08.07.2026 | Mehrere Verletzte an Gymnasium | Trump will „alle Handelsbeziehungen mit Spanien“ abbrechen

HEUTE13:48 Uhr

Mehrere Verletzte an Gymnasium

Bei einer mutmaßlichen Gewalttat am Welfen-Gymnasium im oberbayerischen Schongau sind am Mittwoch mehrere Menschen verletzt worden. Wie die Polizei in Rosenheim mitteilte, wurde ein mutmaßlicher Täter festgenommen. Die Anzahl der Verletzten und die Schwere der Verletzungen werde noch abgeklärt – was genau sich an der Schule zutrug, war zunächst unklar.
 

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HEUTE13:25 Uhr

ADAC: Tankrabatt-Ende lässt Spritpreise kräftig steigen

Nach dem Ende des staatlichen Tankrabatts steigen die Preise wieder. Super E10 kostet im bundesweiten Mittel 2,024 Euro (+ 10,1 Cent mehr als in der Vorwoche). Das teilte der ADAC mit. Diesel liegt bei 1,953 Euro je Liter (+ 9,4 Cent). Grundsätzlich hält der Automobilclub das aktuelle Preisniveau an den Tankstellen für zu hoch.
 

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HEUTE12:59 Uhr

Neues Heizungsgesetz soll bis Freitag beschlossen werden

Das neue Heizungsgesetz soll noch in dieser Woche beschlossen werden. Der zuständige Bundestagsausschuss hat heute den Weg dafür freigemacht. Jetzt sollen sich zügig das Bundestagsplenum und der Bundesrat mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz befassen. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über einen Eilantrag der Linken-Fraktion fehlt noch.
 

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HEUTE12:53 Uhr

EU-Parlament ratifiziert erweitertes Handelsabkommen mit Mexiko

Das Europaparlament hat einem erweiterten Handelsabkommen mit Mexiko zugestimmt. Es sieht den Abbau zahlreicher Zölle vor. Profitieren sollen europäische Hersteller wie Maschinenbauer, Pharmaunternehmen und Hersteller von Bauteilen für den Verkehrssektor. Für Agrarprodukte wie Käse, Butter, Geflügel- und Schweinefleisch gelten zollfreie Einfuhrquoten.
 

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HEUTE12:42 Uhr

Syrischer Übergangspräsident al-Scharaa trifft sich mit Trump

Am Rande des NATO-Gipfels soll der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa mit US-Präsident Donald Trump zusammenkommen – auf Einladung des türkischen Präsidenten.  Trump hatte vorgeschlagen, Syrien solle sich militärisch „um die Hisbollah kümmern“. Al-Scharaa wies das zurück, er strebe „wirtschaftliche Beziehungen“ mit dem Libanon an, „keine militärischen“.
 

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HEUTE12:11 Uhr

Polizeibeauftragter verzeichnet starke Zunahme an Eingaben

Immer mehr Bürger und Beamte wenden sich mit Anliegen an den Polizeibeauftragten des Bundes, Uli Grötsch (SPD). Er verzeichne eine Steigerung der Eingaben um 58 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, sagte Grötsch bei der Präsentation seines dritten Tätigkeitsberichts. Besonders stark nahmen Eingaben von Bürgern zu – die Zahl stieg um mehr als 70 Prozent auf 323. Von Beschäftigten der Polizeibehörden des Bundes kamen 98 Eingaben (+25 Prozent).
Der Polizeibeauftragte des Bundes, Grötsch, verzeichnet eine starke Zunahme der Eingaben.

Der Polizeibeauftragte des Bundes, Grötsch, verzeichnet eine starke Zunahme der Eingaben.

Foto: Soeren Stache/dpa

 

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HEUTE11:48 Uhr

Kühler an der Küste, heißer im Südwesten

Heißer im Südwesten und kühler im Nordosten: Das Wetter zeigt sich mit Blick auf die Temperaturen recht zweigeteilt. Die Sonnenscheindauer nimmt vom Südwesten her zu, dort werden laut Wetterdienst am Freitag bis 34 Grad Celsius möglich. Im Nordosten bleibt es mit 23 bis 27 Grad kühler. Am Wochenende kann es vereinzelt Gewitter geben.
 

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HEUTE11:35 Uhr

EU-Kommission erlaubt Ausweitung deutscher Industriehilfen

Die EU-Kommission hat nach Angaben aus Berlin die Ausweitung der deutschen Subventionen der Stromkosten in der Industrie genehmigt. Damit könnten 20 weitere Industriezweige bei ihren Stromkosten entlastet werden – unter anderem die organische Chemie und die Glasindustrie. Zudem darf die Bundesregierung künftig 80 statt bislang 75 Prozent der Stromkosten kompensieren. Die Änderung gilt rückwirkend ab dem 2025.
 

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HEUTE11:07 Uhr

Mercedes: Jeder 8. verkaufte Pkw ist ein E-Auto

Ein deutliches Minus in China hat bei Mercedes-Benz erneut für einen Absatzrückgang gesorgt. Der Autobauer verkaufte im zweiten Quartal 511.900 Pkw und Vans (-6 Prozent zu 2Q. 2025). Außerhalb Chinas legte der Gesamtabsatz um 3 Prozent zu. Der Pkw-Absatz sank um 8 Prozent auf 417.800 Fahrzeuge. Rund jeder achte verkaufte Pkw von Mercedes war ein E-Auto. Die Van-Sparte verzeichnete ein Absatzplus von einem Prozent.
 

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HEUTE10:32 Uhr

Trump will „alle Handelsbeziehungen mit Spanien“ abbrechen

US-Präsident Donald Trump will wegen des Streits um Spaniens Engagement in der NATO den Handel mit dem EU-Land einstellen. „Ich will nichts mit Spanien zu tun haben. Alle Handelsbeziehungen mit Spanien sollten abgebrochen werden“, sagte Trump heute beim NATO-Gipfel. Der Beziehungsabbruch soll demnach „sofort“ vollzogen werden, Spanien sei „ein schrecklicher NATO-Partner“. Spaniens Verteidigungsausgaben steigen bislang kaum. Inwiefern die USA den Handel mit einem einzelnen EU-Land abbrechen können, ist fraglich – der EU-Außenhandel liegt in der Verantwortung Brüssels.

US-Präsident Donald Trump (r) trifft sich mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte (l) zu bilateralen Gesprächen im Präsidentenpalast Beştepe während des NATO-Gipfels am 8. Juli 2026 in Ankara, Türkei.

Foto: Win McNamee/Getty Images

 

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HEUTE10:23 Uhr

Apple scheitert vor EU-Gericht

Apple muss sich in der EU an strengere Regeln halten. Das EU-Gericht in Luxemburg wies die Klage des US-Konzerns gegen seine Einstufung als sogenannter Torwächter – ein Digitalunternehmen mit besonders großer Marktmacht – für den App Store und das mobile Betriebssystem iOS ab. Damit treffen Apple bestimmte Pflichten, die einen fairen Wettbewerb gewährleisten sollen. (Az. T-1079/23 u.a.)
 

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HEUTE10:10 Uhr

Merz: Russland hat „keine Chance“ auf Sieg in der Ukraine

Bundeskanzler Friedrich Merz hat beim NATO-Gipfel in der Türkei Unterstützung für die Ukraine bekräftigt. „Wir werden der Ukraine weiter helfen“, sagte Merz vor Beginn der heutigen Beratungen. Deshalb sei eine Initiative zur Unterstützung Kiews im Volumen von 70 Milliarden Euro auf den Weg gebracht worden. Russland habe „keine Chance, diesen Krieg zu gewinnen“, und „keine Chance, die Kriegsziele zu erreichen“.
 

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HEUTE10:02 Uhr

Bundespräsident Steinmeier zieht an den Spreebogen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zieht aus Schloss Bellevue aus und arbeitet ab dem 10. Juli am Spreebogen. Seine Standarte wird in unmittelbarer Nähe zu Bundestag und Kanzleramt neu gesetzt. Schloss Bellevue und die gesamte Liegenschaft mit Verwaltungsgebäude, Hauptwache, Außenanlagen und Infrastruktur wird in den kommenden Jahren grundlegend saniert.

Schloss Bellevue wird saniert – der Bundespräsident residiert in der Zwischenzeit am Spreebogen in unmittelbarer Nähe von Bundestag und Kanzleramt (Archivbild).

Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

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HEUTE9:42 Uhr

Iran: Explosionen in der Hafenstadt Buschehr

Die regierungsnahe iranische Nachrichtenagentur „Mehr“ meldete eine Reihe von Explosionen in der Hafenstadt Buschehr im Südwesten des Landes. Dort befindet sich das einzige zivile Atomkraftwerk des Iran. Buschehr liegt vor der Ölinsel Charg.
 

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HEUTE9:19 Uhr

Umfrage: Mangelndes Wissen bremst Altersvorsorgedepot

Das für Anfang 2027 geplanten staatlich geförderte Altersvorsorgedepot stößt laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Postbank auf grundsätzliche Interesse. 38 Prozent der Erwerbstätigen können sich eine Nutzung vorstellen. Besonders hoch ist die Zustimmung mit 60 Prozent bei Menschen, die bereits in Wertpapiere investieren. Viele Zögern, weil ihnen Wissen über Chancen, Risiken und Funktionsweise fehlt. Für 46 Prozent kommt das Depot nicht infrage.
 

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HEUTE8:59 Uhr

Olympia ohne Nordische Kombination

Das Internationale Olympische Komitee hat entschieden, die Sportart Nordische Kombination aus dem Programm der Winterspiele für 2030 zu nehmen. Nordische Kombination verbindet Skispringen und Skilanglauf. Wer den besten Sprung hatte, startet als Erster. Sie den ersten Olympischen Winterspielen 1924 gehörte sie zum Olympischen Programm. 
 

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HEUTE8:30 Uhr

Bahnstrecke Nürnberg – Regensburg eröffnet erst am 31. Juli

Die Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Nürnberg – Regensburg verschiebt sich auf den 31. Juli. Laut Deutsche Bahn dauere die sicherheitstechnische Überprüfung der neuen Stellwerkstechnik auf der Strecke noch an. Es ist bereits die zweite Generalsanierung, die nicht planmäßig fertig wird, das Sanierungsprogramm für Hauptstrecken soll nun überprüft werden. Die Arbeiten auf der Strecke Hagen – Wuppertal – Köln sowie Hamburg – Hannover liegen hingegen im Plan.
Die Sanierungsarbeiten zwischen Nürnberg und Regensburg dauern länger als geplant. (Archivbild)

Die Sanierungsarbeiten zwischen Nürnberg und Regensburg dauern länger als geplant. (Archivbild)

Foto: Armin Weigel/dpa

 

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HEUTE8:16 Uhr

KfZ-Versicherung: Ältere zahlen drauf

Wer mit 65 Jahren online eine Versicherung für sein Auto abschließt, bezahlt immer mehr für den Tarif als ein 45-Jähriger. Gleichzeitig bekommt der Ältere weniger Angebote. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft. Selbst wer jahrelang unfallfrei fahre, müsse oftmals im Alter einen höheren Tarif bezahlen.
 

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HEUTE7:53 Uhr

Ifo-Institut kritisiert Buchungstricks im Bundeshaushalt

Das Ifo-Institut findet Buchungstricks im Bundeshaushalt, um die vorgeschriebene Investitionsquote von Zehn-Prozent-Quote zu erreichen. Den Münchner Analysten fielen besonders 4,2 Milliarden Euro auf, die bisher für den Bau von Straßen und Schienen aus dem Sondervermögen Infrastruktur kommen sollten und nun im Etat des Verteidigungsministeriums gebucht sind. Damit fallen sie unter die „Bereichsausnahme Verteidigung“ und können ebenfalls über Schulden finanziert werden.
 

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HEUTE7:37 Uhr

Kiew von Explosionen erschüttert

Kiew ist von mehreren Explosionen erschüttert worden. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge brannten mehrere Lagerhallen sowie ein weiteres „Nicht-Wohngebäude“. In zwei Bezirken von Charkiw wurden laut offiziellen Behörden Raketeneinschläge registriert. Heute werden Gespräche zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump am Rande des NATO-Gipfels in Ankara erwartet.
 

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HEUTE7:21 Uhr

Castortransport durch NRW verlief ohne Zwischenfälle

Der fünfter Castortransport von Jülich bei Aachen nach Ahaus in Münsterland ist nach Polizeiangaben ohne Zwischenfälle verlaufen. Der Konvoi erreichte in der Nacht das Brennelementezwischenlager Ahaus, teilt die Polizei in Münster mit. Kleinere Kundgebungen verliefen demnach störungsfrei. Auf der rund 170 Straßenkilometer langen Strecke gab es zeitweise Verkehrsbehinderungen.
Ein Schwerlasttransporter verlässt mit einem Castor-Behälter den Standort Jülich. (Archivbild)

Ein Schwerlasttransporter verlässt mit einem Castor-Behälter den Standort Jülich. (Archivbild)

Foto: Christoph Reichwein/dpa

 

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HEUTE7:12 Uhr

Ungarn: Orbán-nahe staatliche Medien stellen Sendebetrieb ein

Ungarns staatliche TV-und Radiosender haben ihren Betrieb vorläufig eingestellt. Dem voraus gegangen ist eine Überprüfung von Arbeitsweise und Finanzierung. Regierungschef Peter Magyar hatte nach seinem Amtsantritt Reformen zur Stärkung der Unabhängigkeit der Staatsmedien angekündigt. M1, der wichtigste Staatssender, entschuldigte sich und kündigte die Wiederaufnahme des Programms vorerst ohne Nachrichten an.

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HEUTE6:55 Uhr

Ukraine schließt neue Drohnen-Abkommen

Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat das Land Drohnen-Abkommen mit Estland, den Niederlanden und Dänemark unterzeichnet. Weitere Abkommen mit Deutschland, Norwegen, Finnland und Kanada seien geplant. Die Abkommen sind auf jedes Land individuell zugeschnitten. Meist beinhalten sie, dass Kiew Unterstützung bei Drohnentechnologie im Austausch gegen Lizenzgebühren, Investitionen und andere militärische Ausrüstung zur Verfügung stellt.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj biete der NATO am Rande des Gipfels in Ankara Zusammenarbeit bei der Drohnenproduktion an.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj biete der NATO am Rande des Gipfels in Ankara Zusammenarbeit bei der Drohnenproduktion an.

Foto: Hussein Malla/AP/dpa

 

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HEUTE6:40 Uhr

Bahn setzt auf KI – um über Verspätungen zu informieren

Die Deutsche Bahn will Fahrgäste auf Zugreisen besser und schneller über Verspätungen, Zugausfälle oder kurzfristige Gleiswechsel informieren. Das besagt ein neues Sofortprogramm zur besseren Kundenkommunikation, das heute vorgestellt wird. Es ist das dritte Paket, mit denen die Bahn Reisen trotz der Verspätungen verbessern will. Das erste Programm befasst sich mit mehr Sicherheit und Sauberkeit an den Bahnhöfen, das zweit mit mehr Komfort in Fernzügen.
 

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HEUTE6:32 Uhr

Russische Mannschaftssportler dürfen wieder an Olympia teilnehmen – ohne Flagge

Das Internationale Olympische Komitee hebt einen Teil der Beschränkungen gegen russische Sportler auf. Auch in Mannschaftssportarten können sie sich nun wieder für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles qualifizieren. Sie dürfen jedoch vorerst weiterhin nicht unter russischer Flagge antreten. Auch die russische Nationalhymne soll nicht gespielt werden. Die Ukraine kritisierte die Entscheidung als „unbegründet“ und „verfrüht“.
 

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HEUTE6:01 Uhr

Großflächiger Netzausfall legt Australien zeitweise lahm

In Australien fiel das Mobilfunknetz des Telekommunikationsanbieters Telstra großflächig aus und legte den Kontinent zeitweise lahm. Zugverbindungen, Flugverkehr, Notrufe und auch Bezahlsysteme waren massiv betroffen. Laut Telstra war ein Fehler in einem System zur Zeitsynchronisierung des Mobilfunknetzes die Ursache. Es wird nicht von einem Cyberangriff ausgegangen.
 

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HEUTE5:25 Uhr

Instabiler New Yorker Wolkenkratzer löst Großalarm aus

Ein New York hat ein womöglich einsturzgefährdeter Wolkenkratzer in der East 42nd Street zum Großalarm geführt. Zwei tragende Säulen in dem 37-stöckigen Turm hatten sich verformt. New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani sagte, „das Gebäude bleibt instabil“. Derzeit gebe es keine  Verletzten. Derzeit wird der frühere Hauptsitz des Pharmakonzerns Pfizer in ein Wohngebäude umgebaut. Laut Feuerwehr hängen die Böden zwischen dem 21. und 26. Stock durch.
Ein eingeknickter Stützpfeiler ist durch ein Fenster zu sehen.

Ein eingeknickter Stützpfeiler ist durch ein Fenster zu sehen.

Foto: Angelina Katsanis/AP/dpa

 

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HEUTE4:53 Uhr

Nach Beben in Venezuela: Suchteams ziehen ab

In Venezuela konzentrieren sich Rettungskräfte nun auf die Beseitigung der Trümmer und die Versorgung der Betroffenen. Die Zahl der Toten steigt offiziell auf 3.685. UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher traf am gestern in Venezuela ein. Die aktiven Such- und Bergungsarbeiten gelten weitgehend als abgeschlossen. Viele internationale Rettungsteams haben Venezuela bereits verlassen – nun beginnt der Wiederaufbau.
 

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HEUTE4:40 Uhr

Bäckerei-Insolvenzen um 40 Prozent gestiegen

Im ersten Halbjahr meldeten bundesweit 63 Bäckereien Insolvenz an – 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das teilte die Auskunftei Creditreform mit. Erfasst sind dabei Bäckereien und Konditoreien, die selbst backen und verkaufen, keine reinen Verkaufsfilialen ohne eigene Herstellung. Auch größere Bäckereiketten wie die Mecklenburger Backstuben GmbH, die Bäcker Lampe GmbH & Co. KG, die Keim & Brecht OHG sowie die Bäckerei Kayser GmbH sind betroffen.
 
Was gestern passierte: Kurznachrichten vom 7. Juli 2026.
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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Brandmauer bleibt: CDU-Verband in Brandenburg lehnt Annäherung an AfD ab


In Kürze:

  • Der Vorstand der MIT Brandenburg hat einen Antrag zur Lockerung der CDU-Brandmauer gegenüber der AfD abgelehnt.
  • Beschlossen wurde stattdessen ein Leitantrag für eine stärker sachorientierte politische Debattenkultur.
  • Die Mittelstandsunion bekräftigt, dass die AfD derzeit kein Kooperationspartner sei, lässt aber eine theoretische Perspektive für die Zukunft erkennen.

 
Die Mittelstandsunion der CDU (MIT) in Brandenburg wird keine Annäherung an die AfD vollziehen. Das hat der Landesvorstand am Dienstagabend, 7. Juli, in einer überregional, mit Interesse erwarteten Sitzung beschlossen. Zwei Vorstandsmitglieder hatten einen Antrag eingebracht mit dem Ziel, auf ein Ende der sogenannten Brandmauer hinzuwirken. Um zu verhindern, dass von der CDU zur AfD abgewanderte Wähler dauerhaft verloren gingen, sollte nach dem Willen der Antragsteller der Unvereinbarkeitsbeschluss von 2018 hinterfragt werden.

MIT Brandenburg setzt auf sachorientierte Debatten statt Ende der „Brandmauer“

Die Mehrheit der Funktionsträger des Wirtschaftsverbandes lehnte eine solche Form der Annäherung ab. Stattdessen verabschiedete die MIT Brandenburg am Dienstag einen geänderten Beschluss. Darin war von einer Aufhebung des Unvereinbarkeitsbeschlusses gegenüber der von Brandenburgs Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestuften Partei keine Rede mehr.
Wie Brandenburgs CDU-Generalsekretär Julian Brüning mitteilte, hat der MIT-Vorstand Teile des Textes beibehalten. Die MIT Brandenburg fordert demnach die Landes-CDU dazu auf, sich in der Bundespartei für eine „sachorientierte politische Debattenkultur einzusetzen“. In dieser sollen „politische Entscheidungen auf Grundlage von Inhalten getroffen werden“.
Dies würde bedeuten, dass Anträge oder sonstige Initiativen der AfD nicht von vornherein abgelehnt werden sollen. Stattdessen soll anhand ihres Inhalts geprüft werden, ob die CDU das darin verfolgte Anliegen mittragen könne.

Der Beschluss lässt theoretische Perspektive offen

Auch findet sich eine Passage, die zumindest theoretisch die Tür für eine künftige Zusammenarbeit offenlässt. So heißt es im Beschluss vom Dienstag:
„Solange die AfD ihre nationalistischen Flügel nicht eindämmen will oder kann, fehlt jegliches Fundament für eine Kooperation.“
Diese Formulierung lässt den Umkehrschluss zu, dass ein Ende der „Brandmauer“ aus Sicht der CDU möglich wäre, sollte sich die AfD von jenen Inhalten abwenden, die der Verfassungsschutz als Grundlage für seine Einstufungsentscheidung betrachtet.
Nach derzeitigem Stand gilt jedoch, dass die AfD „für uns kein Partner“ sei, so Brüning. Bereits im Vorfeld des Beschlusses hatte der Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag, Steeven Bretz, bei einer Pressekonferenz auf „klare Beschlusslagen im Landes- und Bundesverband“ hingewiesen.

Antragsteller sehen bisherige Strategie der Union als gescheitert

Bretz fügte hinzu, es sei „Strategie der AfD, die CDU zu zerstören“. Wer nun eine Debatte über die Abgrenzung der Union von der AfD anheize, müsse sich „darüber im Klaren sein, dass er damit der Union nicht nütze“. Auch der Landesvorsitzende der MIT, Eckehard Frisch, und der Ehrenvorsitzende Uwe Feiler hatten sich im Vorfeld deutlich gegen den Antrag zweier Vorstandsmitglieder ausgesprochen.
Feiler erklärte gegenüber der „Deutschen Presse-Agentur“, es stehe „eine breite, breite Mehrheit hinter diesem Unvereinbarkeitsbeschluss, so auch ich“. Mit einer Mehrheit für die Aufhebung sei nicht zu rechnen. Insbesondere bei Themen wie Europa, NATO und Russland gebe es mit der AfD keine Schnittmengen. Auch der CDU/CSU-Fraktionsgeschäftsführer im Bundestag, Steffen Bilger, sprach von einer „ganz klaren Minderheitsmeinung“, welche die Antragsteller repräsentierten.
Ausgegangen war der Antrag von den Vize-Landeschefs der MIT, Frank Goral und Ferdinand Fiedler. Diese hatten die „Brandmauer“ als falsch bezeichnet. Man könne „in Ostdeutschland nicht 30 bis 40 Prozent der Wähler ausgrenzen“. Die Strategie, mit der Bundesparteichef Friedrich Merz die AfD „halbieren“ wollte, sei gescheitert. Deshalb müsse man AfD-Wähler „mit den politischen Konzepten der Union“ zurückgewinnen.

Auch MIT-Bundeschefin Connemann hatte sich gegen den Antrag ausgesprochen

Brandenburgs AfD-Landeschef René Springer spricht von „überholten Beschlüssen“, an denen die CDU festhalte. Diese müsse sich entscheiden, ob sie diese Situation aufrechterhalten wolle oder „den Mut findet, den Willen der Wähler wieder ernst zu nehmen“.
Der parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Brandenburger Landtag, Dennis Hohloch, äußerte sich ebenfalls zu der Debatte. Er erklärte, die CDU täte „gut daran, wenn Herr Redmann und sein Landesvorstand diesen Brandmauerbeschluss aufheben würden“. Hohloch wollte sich gegenüber dem RBB nicht zu der Frage äußern, ob es im Vorfeld des Antrages Gespräche mit den Protagonisten gegeben hätte.
Gegen eine Veränderung der Beschlusslage hatte sich im Vorfeld der Abstimmung auch die Bundesvorsitzende der MIT, Gitta Connemann, ausgesprochen. Gegenüber der „WELT“ erklärte sie, die AfD sei „kein Partner für den Mittelstand“. Deren Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik führe „mit Vollgas ins Abseits“.
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08.07.2026 | Trump will „alle Handelsbeziehungen mit Spanien“ abbrechen | Neues Heizungsgesetz soll bis Freitag beschlossen werden

HEUTE12:59 Uhr

Neues Heizungsgesetz soll bis Freitag beschlossen werden

Das neue Heizungsgesetz soll noch in dieser Woche beschlossen werden. Der zuständige Bundestagsausschuss hat heute den Weg dafür freigemacht. Jetzt sollen sich zügig das Bundestagsplenum und der Bundesrat mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz befassen. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über einen Eilantrag der Linken-Fraktion fehlt noch.
 

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HEUTE12:53 Uhr

EU-Parlament ratifiziert erweitertes Handelsabkommen mit Mexiko

Das Europaparlament hat einem erweiterten Handelsabkommen mit Mexiko zugestimmt. Es sieht den Abbau zahlreicher Zölle vor. Profitieren sollen europäische Hersteller wie Maschinenbauer, Pharmaunternehmen und Hersteller von Bauteilen für den Verkehrssektor. Für Agrarprodukte wie Käse, Butter, Geflügel- und Schweinefleisch gelten zollfreie Einfuhrquoten.
 

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HEUTE12:42 Uhr

Syrischer Übergangspräsident al-Scharaa trifft sich mit Trump

Am Rande des NATO-Gipfels soll der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa mit US-Präsident Donald Trump zusammenkommen – auf Einladung des türkischen Präsidenten.  Trump hatte vorgeschlagen, Syrien solle sich militärisch „um die Hisbollah kümmern“. Al-Scharaa wies das zurück, er strebe „wirtschaftliche Beziehungen“ mit dem Libanon an, „keine militärischen“.
 

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HEUTE12:11 Uhr

Polizeibeauftragter verzeichnet starke Zunahme an Eingaben

Immer mehr Bürger und Beamte wenden sich mit Anliegen an den Polizeibeauftragten des Bundes, Uli Grötsch (SPD). Er verzeichne eine Steigerung der Eingaben um 58 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, sagte Grötsch bei der Präsentation seines dritten Tätigkeitsberichts. Besonders stark nahmen Eingaben von Bürgern zu – die Zahl stieg um mehr als 70 Prozent auf 323. Von Beschäftigten der Polizeibehörden des Bundes kamen 98 Eingaben (+25 Prozent).
Der Polizeibeauftragte des Bundes, Grötsch, verzeichnet eine starke Zunahme der Eingaben.

Der Polizeibeauftragte des Bundes, Grötsch, verzeichnet eine starke Zunahme der Eingaben.

Foto: Soeren Stache/dpa

 

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HEUTE11:48 Uhr

Kühler an der Küste, heißer im Südwesten

Heißer im Südwesten und kühler im Nordosten: Das Wetter zeigt sich mit Blick auf die Temperaturen recht zweigeteilt. Die Sonnenscheindauer nimmt vom Südwesten her zu, dort werden laut Wetterdienst am Freitag bis 34 Grad Celsius möglich. Im Nordosten bleibt es mit 23 bis 27 Grad kühler. Am Wochenende kann es vereinzelt Gewitter geben.
 

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HEUTE11:35 Uhr

EU-Kommission erlaubt Ausweitung deutscher Industriehilfen

Die EU-Kommission hat nach Angaben aus Berlin die Ausweitung der deutschen Subventionen der Stromkosten in der Industrie genehmigt. Damit könnten 20 weitere Industriezweige bei ihren Stromkosten entlastet werden – unter anderem die organische Chemie und die Glasindustrie. Zudem darf die Bundesregierung künftig 80 statt bislang 75 Prozent der Stromkosten kompensieren. Die Änderung gilt rückwirkend ab dem 2025.
 

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HEUTE11:07 Uhr

Mercedes: Jeder 8. verkaufte Pkw ist ein E-Auto

Ein deutliches Minus in China hat bei Mercedes-Benz erneut für einen Absatzrückgang gesorgt. Der Autobauer verkaufte im zweiten Quartal 511.900 Pkw und Vans (-6 Prozent zu 2Q. 2025). Außerhalb Chinas legte der Gesamtabsatz um 3 Prozent zu. Der Pkw-Absatz sank um 8 Prozent auf 417.800 Fahrzeuge. Rund jeder achte verkaufte Pkw von Mercedes war ein E-Auto. Die Van-Sparte verzeichnete ein Absatzplus von einem Prozent.
 

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HEUTE10:32 Uhr

Trump will „alle Handelsbeziehungen mit Spanien“ abbrechen

US-Präsident Donald Trump will wegen des Streits um Spaniens Engagement in der NATO den Handel mit dem EU-Land einstellen. „Ich will nichts mit Spanien zu tun haben. Alle Handelsbeziehungen mit Spanien sollten abgebrochen werden“, sagte Trump heute beim NATO-Gipfel. Der Beziehungsabbruch soll demnach „sofort“ vollzogen werden, Spanien sei „ein schrecklicher NATO-Partner“. Spaniens Verteidigungsausgaben steigen bislang kaum. Inwiefern die USA den Handel mit einem einzelnen EU-Land abbrechen können, ist fraglich – der EU-Außenhandel liegt in der Verantwortung Brüssels.

US-Präsident Donald Trump (r) trifft sich mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte (l) zu bilateralen Gesprächen im Präsidentenpalast Beştepe während des NATO-Gipfels am 8. Juli 2026 in Ankara, Türkei.

Foto: Win McNamee/Getty Images

 

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HEUTE10:23 Uhr

Apple scheitert vor EU-Gericht

Apple muss sich in der EU an strengere Regeln halten. Das EU-Gericht in Luxemburg wies die Klage des US-Konzerns gegen seine Einstufung als sogenannter Torwächter – ein Digitalunternehmen mit besonders großer Marktmacht – für den App Store und das mobile Betriebssystem iOS ab. Damit treffen Apple bestimmte Pflichten, die einen fairen Wettbewerb gewährleisten sollen. (Az. T-1079/23 u.a.)
 

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HEUTE10:10 Uhr

Merz: Russland hat „keine Chance“ auf Sieg in der Ukraine

Bundeskanzler Friedrich Merz hat beim NATO-Gipfel in der Türkei Unterstützung für die Ukraine bekräftigt. „Wir werden der Ukraine weiter helfen“, sagte Merz vor Beginn der heutigen Beratungen. Deshalb sei eine Initiative zur Unterstützung Kiews im Volumen von 70 Milliarden Euro auf den Weg gebracht worden. Russland habe „keine Chance, diesen Krieg zu gewinnen“, und „keine Chance, die Kriegsziele zu erreichen“.
 

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HEUTE10:02 Uhr

Bundespräsident Steinmeier zieht an den Spreebogen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zieht aus Schloss Bellevue aus und arbeitet ab dem 10. Juli am Spreebogen. Seine Standarte wird in unmittelbarer Nähe zu Bundestag und Kanzleramt neu gesetzt. Schloss Bellevue und die gesamte Liegenschaft mit Verwaltungsgebäude, Hauptwache, Außenanlagen und Infrastruktur wird in den kommenden Jahren grundlegend saniert.

Schloss Bellevue wird saniert – der Bundespräsident residiert in der Zwischenzeit am Spreebogen in unmittelbarer Nähe von Bundestag und Kanzleramt (Archivbild).

Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

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HEUTE9:42 Uhr

Iran: Explosionen in der Hafenstadt Buschehr

Die regierungsnahe iranische Nachrichtenagentur „Mehr“ meldete eine Reihe von Explosionen in der Hafenstadt Buschehr im Südwesten des Landes. Dort befindet sich das einzige zivile Atomkraftwerk des Iran. Buschehr liegt vor der Ölinsel Charg.
 

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HEUTE9:19 Uhr

Umfrage: Mangelndes Wissen bremst Altersvorsorgedepot

Das für Anfang 2027 geplanten staatlich geförderte Altersvorsorgedepot stößt laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Postbank auf grundsätzliche Interesse. 38 Prozent der Erwerbstätigen können sich eine Nutzung vorstellen. Besonders hoch ist die Zustimmung mit 60 Prozent bei Menschen, die bereits in Wertpapiere investieren. Viele Zögern, weil ihnen Wissen über Chancen, Risiken und Funktionsweise fehlt. Für 46 Prozent kommt das Depot nicht infrage.
 

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HEUTE8:59 Uhr

Olympia ohne Nordische Kombination

Das Internationale Olympische Komitee hat entschieden, die Sportart Nordische Kombination aus dem Programm der Winterspiele für 2030 zu nehmen. Nordische Kombination verbindet Skispringen und Skilanglauf. Wer den besten Sprung hatte, startet als Erster. Sie den ersten Olympischen Winterspielen 1924 gehörte sie zum Olympischen Programm. 
 

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HEUTE8:30 Uhr

Bahnstrecke Nürnberg – Regensburg eröffnet erst am 31. Juli

Die Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Nürnberg – Regensburg verschiebt sich auf den 31. Juli. Laut Deutsche Bahn dauere die sicherheitstechnische Überprüfung der neuen Stellwerkstechnik auf der Strecke noch an. Es ist bereits die zweite Generalsanierung, die nicht planmäßig fertig wird, das Sanierungsprogramm für Hauptstrecken soll nun überprüft werden. Die Arbeiten auf der Strecke Hagen – Wuppertal – Köln sowie Hamburg – Hannover liegen hingegen im Plan.
Die Sanierungsarbeiten zwischen Nürnberg und Regensburg dauern länger als geplant. (Archivbild)

Die Sanierungsarbeiten zwischen Nürnberg und Regensburg dauern länger als geplant. (Archivbild)

Foto: Armin Weigel/dpa

 

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HEUTE8:16 Uhr

KfZ-Versicherung: Ältere zahlen drauf

Wer mit 65 Jahren online eine Versicherung für sein Auto abschließt, bezahlt immer mehr für den Tarif als ein 45-Jähriger. Gleichzeitig bekommt der Ältere weniger Angebote. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft. Selbst wer jahrelang unfallfrei fahre, müsse oftmals im Alter einen höheren Tarif bezahlen.
 

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HEUTE7:53 Uhr

Ifo-Institut kritisiert Buchungstricks im Bundeshaushalt

Das Ifo-Institut findet Buchungstricks im Bundeshaushalt, um die vorgeschriebene Investitionsquote von Zehn-Prozent-Quote zu erreichen. Den Münchner Analysten fielen besonders 4,2 Milliarden Euro auf, die bisher für den Bau von Straßen und Schienen aus dem Sondervermögen Infrastruktur kommen sollten und nun im Etat des Verteidigungsministeriums gebucht sind. Damit fallen sie unter die „Bereichsausnahme Verteidigung“ und können ebenfalls über Schulden finanziert werden.
 

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HEUTE7:37 Uhr

Kiew von Explosionen erschüttert

Kiew ist von mehreren Explosionen erschüttert worden. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge brannten mehrere Lagerhallen sowie ein weiteres „Nicht-Wohngebäude“. In zwei Bezirken von Charkiw wurden laut offiziellen Behörden Raketeneinschläge registriert. Heute werden Gespräche zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump am Rande des NATO-Gipfels in Ankara erwartet.
 

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HEUTE7:21 Uhr

Castortransport durch NRW verlief ohne Zwischenfälle

Der fünfter Castortransport von Jülich bei Aachen nach Ahaus in Münsterland ist nach Polizeiangaben ohne Zwischenfälle verlaufen. Der Konvoi erreichte in der Nacht das Brennelementezwischenlager Ahaus, teilt die Polizei in Münster mit. Kleinere Kundgebungen verliefen demnach störungsfrei. Auf der rund 170 Straßenkilometer langen Strecke gab es zeitweise Verkehrsbehinderungen.
Ein Schwerlasttransporter verlässt mit einem Castor-Behälter den Standort Jülich. (Archivbild)

Ein Schwerlasttransporter verlässt mit einem Castor-Behälter den Standort Jülich. (Archivbild)

Foto: Christoph Reichwein/dpa

 

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HEUTE7:12 Uhr

Ungarn: Orbán-nahe staatliche Medien stellen Sendebetrieb ein

Ungarns staatliche TV-und Radiosender haben ihren Betrieb vorläufig eingestellt. Dem voraus gegangen ist eine Überprüfung von Arbeitsweise und Finanzierung. Regierungschef Peter Magyar hatte nach seinem Amtsantritt Reformen zur Stärkung der Unabhängigkeit der Staatsmedien angekündigt. M1, der wichtigste Staatssender, entschuldigte sich und kündigte die Wiederaufnahme des Programms vorerst ohne Nachrichten an.

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HEUTE6:55 Uhr

Ukraine schließt neue Drohnen-Abkommen

Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat das Land Drohnen-Abkommen mit Estland, den Niederlanden und Dänemark unterzeichnet. Weitere Abkommen mit Deutschland, Norwegen, Finnland und Kanada seien geplant. Die Abkommen sind auf jedes Land individuell zugeschnitten. Meist beinhalten sie, dass Kiew Unterstützung bei Drohnentechnologie im Austausch gegen Lizenzgebühren, Investitionen und andere militärische Ausrüstung zur Verfügung stellt.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj biete der NATO am Rande des Gipfels in Ankara Zusammenarbeit bei der Drohnenproduktion an.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj biete der NATO am Rande des Gipfels in Ankara Zusammenarbeit bei der Drohnenproduktion an.

Foto: Hussein Malla/AP/dpa

 

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HEUTE6:40 Uhr

Bahn setzt auf KI – um über Verspätungen zu informieren

Die Deutsche Bahn will Fahrgäste auf Zugreisen besser und schneller über Verspätungen, Zugausfälle oder kurzfristige Gleiswechsel informieren. Das besagt ein neues Sofortprogramm zur besseren Kundenkommunikation, das heute vorgestellt wird. Es ist das dritte Paket, mit denen die Bahn Reisen trotz der Verspätungen verbessern will. Das erste Programm befasst sich mit mehr Sicherheit und Sauberkeit an den Bahnhöfen, das zweit mit mehr Komfort in Fernzügen.
 

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HEUTE6:32 Uhr

Russische Mannschaftssportler dürfen wieder an Olympia teilnehmen – ohne Flagge

Das Internationale Olympische Komitee hebt einen Teil der Beschränkungen gegen russische Sportler auf. Auch in Mannschaftssportarten können sie sich nun wieder für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles qualifizieren. Sie dürfen jedoch vorerst weiterhin nicht unter russischer Flagge antreten. Auch die russische Nationalhymne soll nicht gespielt werden. Die Ukraine kritisierte die Entscheidung als „unbegründet“ und „verfrüht“.
 

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HEUTE6:01 Uhr

Großflächiger Netzausfall legt Australien zeitweise lahm

In Australien fiel das Mobilfunknetz des Telekommunikationsanbieters Telstra großflächig aus und legte den Kontinent zeitweise lahm. Zugverbindungen, Flugverkehr, Notrufe und auch Bezahlsysteme waren massiv betroffen. Laut Telstra war ein Fehler in einem System zur Zeitsynchronisierung des Mobilfunknetzes die Ursache. Es wird nicht von einem Cyberangriff ausgegangen.
 

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HEUTE5:25 Uhr

Instabiler New Yorker Wolkenkratzer löst Großalarm aus

Ein New York hat ein womöglich einsturzgefährdeter Wolkenkratzer in der East 42nd Street zum Großalarm geführt. Zwei tragende Säulen in dem 37-stöckigen Turm hatten sich verformt. New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani sagte, „das Gebäude bleibt instabil“. Derzeit gebe es keine  Verletzten. Derzeit wird der frühere Hauptsitz des Pharmakonzerns Pfizer in ein Wohngebäude umgebaut. Laut Feuerwehr hängen die Böden zwischen dem 21. und 26. Stock durch.
Ein eingeknickter Stützpfeiler ist durch ein Fenster zu sehen.

Ein eingeknickter Stützpfeiler ist durch ein Fenster zu sehen.

Foto: Angelina Katsanis/AP/dpa

 

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HEUTE4:53 Uhr

Nach Beben in Venezuela: Suchteams ziehen ab

In Venezuela konzentrieren sich Rettungskräfte nun auf die Beseitigung der Trümmer und die Versorgung der Betroffenen. Die Zahl der Toten steigt offiziell auf 3.685. UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher traf am gestern in Venezuela ein. Die aktiven Such- und Bergungsarbeiten gelten weitgehend als abgeschlossen. Viele internationale Rettungsteams haben Venezuela bereits verlassen – nun beginnt der Wiederaufbau.
 

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HEUTE4:40 Uhr

Bäckerei-Insolvenzen um 40 Prozent gestiegen

Im ersten Halbjahr meldeten bundesweit 63 Bäckereien Insolvenz an – 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das teilte die Auskunftei Creditreform mit. Erfasst sind dabei Bäckereien und Konditoreien, die selbst backen und verkaufen, keine reinen Verkaufsfilialen ohne eigene Herstellung. Auch größere Bäckereiketten wie die Mecklenburger Backstuben GmbH, die Bäcker Lampe GmbH & Co. KG, die Keim & Brecht OHG sowie die Bäckerei Kayser GmbH sind betroffen.
 
Was gestern passierte: Kurznachrichten vom 7. Juli 2026.
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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NATO-Chef Rutte warnt nach Chinas Raketentest vor „gefährlicher Naivität“


In Kürze:

  • NATO-Generalsekretär Mark Rutte warnt nach Chinas Raketentest vor einer Unterschätzung der Führung in Peking.
  • Die USA kritisieren den raschen Ausbau des chinesischen Atomwaffenarsenals und fordern mehr Transparenz.
  • Mehrere Staaten im Indopazifik, darunter Japan, Australien und die Philippinen, verurteilen den Test als Provokation.

 
NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat vor Bedrohungen durch China und einer Naivität gegenüber der kommunistischen Führung gewarnt. Anlass ist der Test einer atomwaffenfähigen Langstreckenrakete. Peking hat den Raketentest am Montag, 6. Juli, von einem Atom-U-Boot aus im Pazifik gestartet. Der Start erfolgte um 12:01 Uhr Ortszeit – das Geschoss schlug in eine der „vorgesehenen Endzonen“ im Pazifik ein, erklärte ein Sprecher.
Der Raketentest fand in einer sensiblen Region statt, die bislang von Übungen dieser Art weitgehend verschont geblieben war. Zudem informierte die chinesische Führung die Anrainerstaaten erst 90 Minuten vor dem Start. Für eine eigene Risikobewertung blieb ihnen damit kaum Zeit. Chinas Außenministeriumssprecherin Mao Ning bezeichnete den Test hingegen als „normale Übung“ zur Ausbildung der Streitkräfte und zur Überprüfung der Zuverlässigkeit der Waffensysteme. Diese sei „nicht gegen ein bestimmtes Land oder Ziel gerichtet“ gewesen.

Raketentest und gemeinsame Übung mit Russland am selben Tag

Im Vorfeld des NATO-Gipfels in Ankara zog Rutte auf einer Pressekonferenz eine Verbindung zwischen der Lage in Europa und dem Raketentest im Pazifik. „Die Schauplätze sind verflochten und verbunden. Was im Indopazifik geschieht, ist auch für den transatlantischen Raum von Bedeutung“, erklärte er. Der chinesische Raketentest erfolgte am selben Tag, an dem die chinesische Marine nahe Tsingtau an der Ostküste des Landes eine gemeinsame Übung mit russischen Streitkräften durchführte.
Rutte erklärte, die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern zeige, dass die Bedrohungen nicht isoliert betrachtet werden könnten. China sei gemeinsam mit Nordkorea und dem Iran ein „Schlüssel-Ermöglicher“ des „unprovozierten Angriffskrieges“ Russlands gegen die Ukraine. Auch dies sei „ein Beweis dafür, dass wir nicht naiv sein dürfen. Ich kann euch versichern, dass wir ein Auge darauf haben“.
Auch in den USA blieb der Raketentest nicht unbemerkt. Das US-Außenministerium erklärte am Montag, man habe Pekings Test einer unbewaffneten Interkontinentalrakete registriert. Diese sei im Südpazifik eingeschlagen.

Rätsel um den Typ der verwendeten Rakete

Die USA kritisierten Pekings „raschen und undurchsichtigen Ausbau seines Atomwaffenarsenals“. Dieser bereite der Region und der Welt große Sorgen. Weiter hieß es in der Erklärung: „In einer Zeit, in der die Vereinigten Staaten härter denn je daran arbeiten, die nukleare Proliferation zu verhindern, tut China das Gegenteil.“
Das US-Außenministerium forderte China auf, sich „an ernsthaften Gesprächen über die Rüstungskontrolle zu beteiligen“. Außerdem solle sich die Führung in Peking zu einem regelmäßigen Benachrichtigungsverfahren für alle Starts von Interkontinentalraketen und Weltraumraketen verpflichten, entsprechend den gegenseitigen Verpflichtungen der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats. Die USA blieben „ihren Verteidigungsverpflichtungen gegenüber unseren Verbündeten und Partnern verpflichtet“.
Die Führung in Peking äußerte sich nicht dazu, um welchen Raketentyp es sich gehandelt habe. Aus Taiwan hieß es, vermutlich sei eine JL-2 eingesetzt worden – die zweite Generation einer U-Boot-gestützten ballistischen Rakete. Das staatsnahe chinesische Medienformat „Global Times“ brachte hingegen die Möglichkeit ins Spiel, dass bereits der modernere Typ JL-3 getestet worden sein könnte.

China baut Atom- und Raketenarsenal weiter aus

Das Pentagon gibt für die Rakete eine Reichweite von etwa 6.200 Meilen (knapp 10.000 Kilometer) an. Damit könnte die Waffe, die im Vorjahr bei der jährlichen Militärparade in Peking präsentiert wurde, Washington und große Teile des US-Festlands erreichen. Die chinesische Führung hatte ihr Raketenprogramm über Jahre hinweg weitgehend im Verborgenen aufgebaut.
Nur zwei vollständige Tests ballistischer Raketen über dem Pazifik machte China öffentlich – einen im Jahr 1980 und einen weiteren im Jahr 2024. Das US-Außenministerium sprach von einem „raschen und undurchsichtigen“ Ausbau des chinesischen Atomwaffenprogramms, der der Region und der Welt große Sorgen bereite.
Kritik kam auch aus den Anrainerstaaten des Pazifiks. Japans Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi kündigte an, die Entwicklung aufmerksam weiterzuverfolgen. Auf X erklärte Koizumi, China baue seine Militärausgaben „auf einem hohen Niveau“ weiter aus und erweitere seine nuklearen und raketentechnischen Fähigkeiten. Dazu gehörten auch Interkontinentalraketen. Dies geschehe mit nur geringer Transparenz.

Anrainerstaaten verurteilen Raketentest als „Provokation“

Der Präsidentenpalast in Taiwan äußerte sich nach Angaben der halbstaatlichen Nachrichtenagentur „Central News Agency“ ebenfalls zu dem Raketentest. Demnach wolle die chinesische Führung „die internationale Gemeinschaft einschüchtern“. Australiens Premierminister Anthony Albanese bezeichnete den Test als „provokativen Akt“, der die Region destabilisieren solle.
Auch Neuseeland und die Salomonen äußerten Besorgnis. Die philippinische Regierung forderte Peking auf, „verantwortungsvoll zu handeln“. Das Verteidigungsministerium in Manila erklärte am Dienstag auf X, der Test sei eine „rücksichtslose Machtdemonstration“. Der Raketenstart „dient keinem friedlichen Zweck und ist ein kalkulierter Akt der Provokation und des Hohns gegen diejenigen, die Chinas illegalen Expansionismus und Zwang ablehnen“, erklärte das Ministerium.
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08.07.2026 | Trump will „alle Handelsbeziehungen mit Spanien“ abbrechen | Apple scheitert vor EU-Gericht

HEUTE11:48 Uhr

Kühler an der Küste, heißer im Südwesten

Heißer im Südwesten und kühler im Nordosten: Das Wetter zeigt sich mit Blick auf die Temperaturen recht zweigeteilt. Die Sonnenscheindauer nimmt vom Südwesten her zu, dort werden laut Wetterdienst am Freitag bis 34 Grad Celsius möglich. Im Nordosten bleibt es mit 23 bis 27 Grad kühler. Am Wochenende kann es vereinzelt Gewitter geben.
 

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HEUTE11:35 Uhr

EU-Kommission erlaubt Ausweitung deutscher Industriehilfen

Die EU-Kommission hat nach Angaben aus Berlin die Ausweitung der deutschen Subventionen der Stromkosten in der Industrie genehmigt. Damit könnten 20 weitere Industriezweige bei ihren Stromkosten entlastet werden – unter anderem die organische Chemie und die Glasindustrie. Zudem darf die Bundesregierung künftig 80 statt bislang 75 Prozent der Stromkosten kompensieren. Die Änderung gilt rückwirkend ab dem 2025.
 

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HEUTE11:07 Uhr

Mercedes: Jeder 8. verkaufte Pkw ist ein E-Auto

Ein deutliches Minus in China hat bei Mercedes-Benz erneut für einen Absatzrückgang gesorgt. Der Autobauer verkaufte im zweiten Quartal 511.900 Pkw und Vans (-6 Prozent zu 2Q. 2025). Außerhalb Chinas legte der Gesamtabsatz um 3 Prozent zu. Der Pkw-Absatz sank um 8 Prozent auf 417.800 Fahrzeuge. Rund jeder achte verkaufte Pkw von Mercedes war ein E-Auto. Die Van-Sparte verzeichnete ein Absatzplus von einem Prozent.
 

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HEUTE10:32 Uhr

Trump will „alle Handelsbeziehungen mit Spanien“ abbrechen

US-Präsident Donald Trump will wegen des Streits um Spaniens Engagement in der NATO den Handel mit dem EU-Land einstellen. „Ich will nichts mit Spanien zu tun haben. Alle Handelsbeziehungen mit Spanien sollten abgebrochen werden“, sagte Trump heute beim NATO-Gipfel. Der Beziehungsabbruch soll demnach „sofort“ vollzogen werden, Spanien sei „ein schrecklicher NATO-Partner“. Spaniens Verteidigungsausgaben steigen bislang kaum. Inwiefern die USA den Handel mit einem einzelnen EU-Land abbrechen können, ist fraglich – der EU-Außenhandel liegt in der Verantwortung Brüssels.
 

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HEUTE10:23 Uhr

Apple scheitert vor EU-Gericht

Apple muss sich in der EU an strengere Regeln halten. Das EU-Gericht in Luxemburg wies die Klage des US-Konzerns gegen seine Einstufung als sogenannter Torwächter – ein Digitalunternehmen mit besonders großer Marktmacht – für den App Store und das mobile Betriebssystem iOS ab. Damit treffen Apple bestimmte Pflichten, die einen fairen Wettbewerb gewährleisten sollen. (Az. T-1079/23 u.a.)
 

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HEUTE10:10 Uhr

Merz: Russland hat „keine Chance“ auf Sieg in der Ukraine

Bundeskanzler Friedrich Merz hat beim NATO-Gipfel in der Türkei Unterstützung für die Ukraine bekräftigt. „Wir werden der Ukraine weiter helfen“, sagte Merz vor Beginn der heutigen Beratungen. Deshalb sei eine Initiative zur Unterstützung Kiews im Volumen von 70 Milliarden Euro auf den Weg gebracht worden. Russland habe „keine Chance, diesen Krieg zu gewinnen“, und „keine Chance, die Kriegsziele zu erreichen“.
 

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HEUTE10:02 Uhr

Bundespräsident Steinmeier zieht an den Spreebogen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zieht aus Schloss Bellevue aus und arbeitet ab dem 10. Juli am Spreebogen. Seine Standarte wird in unmittelbarer Nähe zu Bundestag und Kanzleramt neu gesetzt. Schloss Bellevue und die gesamte Liegenschaft mit Verwaltungsgebäude, Hauptwache, Außenanlagen und Infrastruktur wird in den kommenden Jahren grundlegend saniert.
 

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HEUTE9:42 Uhr

Iran: Explosionen in der Hafenstadt Buschehr

Die regierungsnahe iranische Nachrichtenagentur „Mehr“ meldete eine Reihe von Explosionen in der Hafenstadt Buschehr im Südwesten des Landes. Dort befindet sich das einzige zivile Atomkraftwerk des Iran. Buschehr liegt vor der Ölinsel Charg.
 

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HEUTE9:19 Uhr

Umfrage: Mangelndes Wissen bremst Altersvorsorgedepot

Das für Anfang 2027 geplanten staatlich geförderte Altersvorsorgedepot stößt laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Postbank auf grundsätzliche Interesse. 38 Prozent der Erwerbstätigen können sich eine Nutzung vorstellen. Besonders hoch ist die Zustimmung mit 60 Prozent bei Menschen, die bereits in Wertpapiere investieren. Viele Zögern, weil ihnen Wissen über Chancen, Risiken und Funktionsweise fehlt. Für 46 Prozent kommt das Depot nicht infrage.
 

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Olympia ohne Nordische Kombination

Das Internationale Olympische Komitee hat entschieden, die Sportart Nordische Kombination aus dem Programm der Winterspiele für 2030 zu nehmen. Nordische Kombination verbindet Skispringen und Skilanglauf. Wer den besten Sprung hatte, startet als Erster. Sie den ersten Olympischen Winterspielen 1924 gehörte sie zum Olympischen Programm. 
 

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HEUTE8:30 Uhr

Bahnstrecke Nürnberg – Regensburg eröffnet erst am 31. Juli

Drei Wochen länger als gedacht: die Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Nürnberg – Regensburg verzögert sich auf den 31. Juli. Die sicherheitstechnische Überprüfung der neuen Stellwerkstechnik auf der Strecke dauere noch an, erklärte die Deutsche Bahn. Die Arbeiten auf der Strecke Hagen – Wuppertal – Köln sowie Hamburg – Hannover liegen im Plan. In zwei Tagen enden dort der Schienenersatzverkehr sowie die Umleitungen für Fern- und Güterzüge.
Die Sanierungsarbeiten zwischen Nürnberg und Regensburg dauern länger als geplant. (Archivbild)

Die Sanierungsarbeiten zwischen Nürnberg und Regensburg dauern länger als geplant. (Archivbild)

Foto: Armin Weigel/dpa

 

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HEUTE8:16 Uhr

KfZ-Versicherung: Ältere zahlen drauf

Wer mit 65 Jahren online eine Versicherung für sein Auto abschließt, bezahlt immer mehr für den Tarif als ein 45-Jähriger. Gleichzeitig bekommt der Ältere weniger Angebote. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft. Selbst wer jahrelang unfallfrei fahre, müsse oftmals im Alter einen höheren Tarif bezahlen.
 

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HEUTE7:53 Uhr

Ifo-Institut kritisiert Buchungstricks im Bundeshaushalt

Das Ifo-Institut findet Buchungstricks im Bundeshaushalt, um die vorgeschriebene Investitionsquote von Zehn-Prozent-Quote zu erreichen. Den Münchner Analysten fielen besonders 4,2 Milliarden Euro auf, die bisher für den Bau von Straßen und Schienen aus dem Sondervermögen Infrastruktur kommen sollten und nun im Etat des Verteidigungsministeriums gebucht sind. Damit fallen sie unter die „Bereichsausnahme Verteidigung“ und können ebenfalls über Schulden finanziert werden.
 

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HEUTE7:37 Uhr

Kiew von Explosionen erschüttert

Kiew ist von mehreren Explosionen erschüttert worden. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge brannten mehrere Lagerhallen sowie ein weiteres „Nicht-Wohngebäude“. In zwei Bezirken von Charkiw wurden laut offiziellen Behörden Raketeneinschläge registriert. Heute werden Gespräche zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump am Rande des NATO-Gipfels in Ankara erwartet.
 

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HEUTE7:21 Uhr

Castortransport durch NRW verlief ohne Zwischenfälle

Der fünfter Castortransport von Jülich bei Aachen nach Ahaus in Münsterland ist nach Polizeiangaben ohne Zwischenfälle verlaufen. Der Konvoi erreichte in der Nacht das Brennelementezwischenlager Ahaus, teilt die Polizei in Münster mit. Kleinere Kundgebungen verliefen demnach störungsfrei. Auf der rund 170 Straßenkilometer langen Strecke gab es zeitweise Verkehrsbehinderungen.
Ein Schwerlasttransporter verlässt mit einem Castor-Behälter den Standort Jülich. (Archivbild)

Ein Schwerlasttransporter verlässt mit einem Castor-Behälter den Standort Jülich. (Archivbild)

Foto: Christoph Reichwein/dpa

 

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HEUTE7:12 Uhr

Ungarn: Orbán-nahe staatliche Medien stellen Sendebetrieb ein

Ungarns staatliche TV-und Radiosender haben ihren Betrieb vorläufig eingestellt. Dem voraus gegangen ist eine Überprüfung von Arbeitsweise und Finanzierung. Regierungschef Peter Magyar hatte nach seinem Amtsantritt Reformen zur Stärkung der Unabhängigkeit der Staatsmedien angekündigt. M1, der wichtigste Staatssender, entschuldigte sich und kündigte die Wiederaufnahme des Programms vorerst ohne Nachrichten an.

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HEUTE6:55 Uhr

Ukraine schließt neue Drohnen-Abkommen

Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat das Land Drohnen-Abkommen mit Estland, den Niederlanden und Dänemark unterzeichnet. Weitere Abkommen mit Deutschland, Norwegen, Finnland und Kanada seien geplant. Die Abkommen sind auf jedes Land individuell zugeschnitten. Meist beinhalten sie, dass Kiew Unterstützung bei Drohnentechnologie im Austausch gegen Lizenzgebühren, Investitionen und andere militärische Ausrüstung zur Verfügung stellt.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj biete der NATO am Rande des Gipfels in Ankara Zusammenarbeit bei der Drohnenproduktion an.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj biete der NATO am Rande des Gipfels in Ankara Zusammenarbeit bei der Drohnenproduktion an.

Foto: Hussein Malla/AP/dpa

 

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HEUTE6:40 Uhr

Bahn setzt auf KI – um über Verspätungen zu informieren

Die Deutsche Bahn will Fahrgäste auf Zugreisen besser und schneller über Verspätungen, Zugausfälle oder kurzfristige Gleiswechsel informieren. Das besagt ein neues Sofortprogramm zur besseren Kundenkommunikation, das heute vorgestellt wird. Es ist das dritte Paket, mit denen die Bahn Reisen trotz der Verspätungen verbessern will. Das erste Programm befasst sich mit mehr Sicherheit und Sauberkeit an den Bahnhöfen, das zweit mit mehr Komfort in Fernzügen.
 

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HEUTE6:32 Uhr

Russische Mannschaftssportler dürfen wieder an Olympia teilnehmen – ohne Flagge

Das Internationale Olympische Komitee hebt einen Teil der Beschränkungen gegen russische Sportler auf. Auch in Mannschaftssportarten können sie sich nun wieder für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles qualifizieren. Sie dürfen jedoch vorerst weiterhin nicht unter russischer Flagge antreten. Auch die russische Nationalhymne soll nicht gespielt werden. Die Ukraine kritisierte die Entscheidung als „unbegründet“ und „verfrüht“.
 

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HEUTE6:01 Uhr

Großflächiger Netzausfall legt Australien zeitweise lahm

In Australien fiel das Mobilfunknetz des Telekommunikationsanbieters Telstra großflächig aus und legte den Kontinent zeitweise lahm. Zugverbindungen, Flugverkehr, Notrufe und auch Bezahlsysteme waren massiv betroffen. Laut Telstra war ein Fehler in einem System zur Zeitsynchronisierung des Mobilfunknetzes die Ursache. Es wird nicht von einem Cyberangriff ausgegangen.
 

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HEUTE5:25 Uhr

Instabiler New Yorker Wolkenkratzer löst Großalarm aus

Ein New York hat ein womöglich einsturzgefährdeter Wolkenkratzer in der East 42nd Street zum Großalarm geführt. Zwei tragende Säulen in dem 37-stöckigen Turm hatten sich verformt. New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani sagte, „das Gebäude bleibt instabil“. Derzeit gebe es keine  Verletzten. Derzeit wird der frühere Hauptsitz des Pharmakonzerns Pfizer in ein Wohngebäude umgebaut. Laut Feuerwehr hängen die Böden zwischen dem 21. und 26. Stock durch.
Ein eingeknickter Stützpfeiler ist durch ein Fenster zu sehen.

Ein eingeknickter Stützpfeiler ist durch ein Fenster zu sehen.

Foto: Angelina Katsanis/AP/dpa

 

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HEUTE4:53 Uhr

Nach Beben in Venezuela: Suchteams ziehen ab

In Venezuela konzentrieren sich Rettungskräfte nun auf die Beseitigung der Trümmer und die Versorgung der Betroffenen. Die Zahl der Toten steigt offiziell auf 3.685. UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher traf am gestern in Venezuela ein. Die aktiven Such- und Bergungsarbeiten gelten weitgehend als abgeschlossen. Viele internationale Rettungsteams haben Venezuela bereits verlassen – nun beginnt der Wiederaufbau.
 

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HEUTE4:40 Uhr

Bäckerei-Insolvenzen um 40 Prozent gestiegen

Im ersten Halbjahr meldeten bundesweit 63 Bäckereien Insolvenz an – 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das teilte die Auskunftei Creditreform mit. Erfasst sind dabei Bäckereien und Konditoreien, die selbst backen und verkaufen, keine reinen Verkaufsfilialen ohne eigene Herstellung. Auch größere Bäckereiketten wie die Mecklenburger Backstuben GmbH, die Bäcker Lampe GmbH & Co. KG, die Keim & Brecht OHG sowie die Bäckerei Kayser GmbH sind betroffen.
 
Was gestern passierte: Kurznachrichten vom 7. Juli 2026.
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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deutschland ticker

Discounter Netto begrenzt Eierkauf auf zwei Packungen

Maximal zwei Packungen Eier pro Einkauf – das gilt derzeit für Kunden des in Nord- und Ostdeutschland vertretenen Discounters Netto. Das bestätigte das Unternehmen auf dpa-Nachfrage.
Hintergrund sei die angespannte Situation auf dem Eiermarkt, sagte eine Sprecherin. „Tierkrankheiten in regionalen Legehennenbeständen wirken sich auf die Verfügbarkeit von Eiern aus. Davon sind auch zwei unserer regional bezogenen Eierartikel betroffen, die wir vorübergehend nur eingeschränkt beziehen können.“
Gemeinsam mit den Lieferanten arbeite man daran, die Warenverfügbarkeit sicherzustellen. Erwartet wird, dass sich die Lage ab kommender Woche entspannt. Zuvor hatte die „BILD“ über das Thema berichtet.

Lage auf dem Eiermarkt seit längerem angespannt

Große Lebensmittelhändler wie ALDI, Edeka, Lidl, Kaufland oder REWE begrenzen die Einkaufsmengen bislang nicht, wie eine dpa-Umfrage ergab.
Die Situation auf dem Eiermarkt gilt bereits seit Monaten als schwierig. Eine gestiegene Nachfrage und ein wegen mehrerer Tierseuchen eingeschränktes Angebot belasten die Versorgung. Vereinzelt kommt es im Einzelhandel deshalb zu Engpässen.
Marktanalystin Margit Beck von Marktinfo Eier und Geflügel betont jedoch: „Ein nationaler Eiernotstand ist derzeit nicht zu verzeichnen. Regionale Ausfälle durch Newcastle Disease dürften zu den beobachteten Engpässen geführt haben.“
Nach Angaben eines REWE-Sprechers ist die Mengenknappheit im Großraum Berlin am stärksten sichtbar. Die Erzeuger seien dort stärker betroffen als anderswo.
„So kann es vorkommen, dass in Berliner Märkten nicht immer die volle Auswahl an Marken, Packungsgrößen und Haltungsformen angeboten werden kann. Frischeier gibt es aber immer.“
Netto mit dem Hund im Logo ist nur im Norden und Osten Deutschlands präsent. (Archivbild)

Netto mit dem Hund im Logo ist nur im Norden und Osten Deutschlands präsent. (Archivbild)

Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/ZB

Zwei Handelsketten, ein Name

Die Netto ApS & Co. KG ist Teil der dänischen Salling Group und nicht zu verwechseln mit dem größeren Netto Marken-Discount mit Sitz in Bayern, der zu Edeka gehört.
Der Discounter mit den Markenfarben Schwarz und Gelb hat seinen deutschen Firmensitz in Stavenhagen in Mecklenburg-Vorpommern und betreibt nach eigenen Angaben rund 340 Märkte mit rund 6.000 Beschäftigten in acht Bundesländern – in Ostdeutschland, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Der erste Markt wurde 1990 eröffnet. (dpa/red)
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ausland ticker

EU-Parlament bringt Übergangsregel zur Chatkontrolle zurück


In Kürze:

  • Das EU-Parlament hat per Dringlichkeitsverfahren die Grundlage für eine Verlängerung der Übergangsregelung zur Chatkontrolle geschaffen.
  • Tech-Konzerne können weiterhin freiwillig private Nachrichten automatisiert auf Missbrauchsdarstellungen und Grooming überprüfen.
  • Datenschützer warnen vor anlassloser Überwachung, Eingriffen in die Privatsphäre und möglichen Fehlalarmen durch KI.
  • Eine dauerhafte EU-Verordnung zur Chatkontrolle bleibt wegen anhaltender Meinungsverschiedenheiten zwischen Parlament, Rat und Kommission blockiert.

 
Auf Initiative der Europäischen Volkspartei (EVP) hat das EU-Parlament den Weg für eine erneute Verlängerung der im April ausgelaufenen Übergangsregelung zur sogenannten Chatkontrolle freigemacht. Mit 331 zu 304 Stimmen bei elf Enthaltungen votierten die Abgeordneten am Dienstag, 7. Juli, für einen Dringlichkeitsantrag. Parlamentspräsidentin Roberta Metsola hatte diesen auf Betreiben der Mitgliedsstaaten und der EVP-Fraktion auf die Tagesordnung gesetzt.
Damit kann das Parlament noch vor der Sommerpause am Donnerstag über eine weitere Verlängerung der Übergangsregelung abstimmen. Findet diese eine Mehrheit, würde es Tech-Konzernen wie Meta, Google oder Microsoft wieder erlaubt, freiwillig und ohne konkreten Verdacht ihre Dienste nach Material zu durchsuchen, das sexuellen Kindesmissbrauch darstellen könnte.

Bedenken verhinderten eine dauerhafte EU-Verordnung zur Chatkontrolle

Eines konkreten Verdachts bedarf es dabei nicht. Die Anbieter hatten bislang automatisiert private Nachrichten, E-Mails oder Messenger-Dienste nach entsprechendem Material gescannt. Einerseits gelten diese Maßnahmen als potenziell hilfreich im Kampf gegen Kindesmissbrauch und bei der Identifizierung von Tätern.
Andererseits gibt es Bedenken bei Datenschutzbehörden, Bürgerrechtsorganisationen und IT-Experten. Sie warnen davor, dass eine anlasslose Überwachung privater Kommunikation und eine Beeinträchtigung der Privatsphäre unbescholtener Bürger Grundrechte verletzen könnten. Außerdem seien die eingesetzten KI-Systeme nicht unfehlbar und könnten durch Fehlalarme Unschuldige in heikle Lagen bringen. Im Kern würde die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung dadurch geschwächt oder durchbrochen.
Eine dauerhafte Verordnung auf EU-Ebene, die Kinderschutz und den Schutz persönlicher Daten und der Privatsphäre in Einklang bringen könnte, ist noch nicht in Sicht. Im Mai 2022 hatte die EU-Kommission einen ersten Verordnungsentwurf vorgelegt. Dieser hätte Anbieter von Kommunikationsdiensten oder sozialen Medien grundsätzlich zur Prüfung von Kommunikation und Dateien auf Missbrauchsmaterial und Grooming verpflichtet. Daher rührt auch die Bezeichnung „Chatkontrolle“.

Datenschützer warnen vor Massenüberwachung

Dieses Vorhaben stieß auf erhebliche Bedenken – unter anderem auch beim Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI). Generell lagen die Positionen der Mitgliedstaaten weit auseinander. Auch Rat und Parlament konnten keine Einigung über den Verordnungsentwurf erzielen.
Da sich der Streit um Themen wie Verschlüsselung, Verhältnismäßigkeit oder anlasslose Massenüberwachung nicht beilegen ließ, einigte man sich auf eine Übergangslösung. Diese trat 2021/22 in Kraft. Sie erlaubte den Diensten die freiwillige Kontrolle in Form automatisierten Scans nach Missbrauchsdarstellungen und Grooming. Meta & Co. mussten nicht befürchten, sich damit Ärger auf der Grundlage der ePrivacy-Richtlinie einzuhandeln.
Die Übergangsregelung war befristet, sie wurde mehrfach verlängert. Im April 2026 lief sie jedoch aus, ohne dass sich EU-Staaten und Parlament auf eine Anschlussregelung einigen konnten. Im März stimmte das EU-Parlament mit 311 zu 228 Stimmen gegen die Verlängerung der Übergangsregel.

Dauerhafte Lösung über Chatkontrolle weiterhin nicht in Sicht

Kurz vor der Sommerpause übten mehrere EU-Kommissare Druck auf das Parlamentspräsidium aus. Sie befürchteten Rückschläge im Kampf gegen Kindesmissbrauch, falls große Tech-Konzerne ihre freiwilligen Kontrollen nicht fortsetzen könnten. Trotz des Appells mehrerer Datenschutzaufsichtsbehörden der Mitgliedstaaten setzte Parlamentspräsidentin Roberta Metsola eine erneute Abstimmung im Dringlichkeitsverfahren auf die Tagesordnung.
Da sich die angestrebte Regelung bereits in der zweiten Lesung befindet, könnte sie nur mit einer absoluten Mehrheit von 361 Stimmen aller Abgeordneten abgelehnt werden. Da im März bereits keine ausreichende Mehrheit gegen eine Verlängerung zustande kam und am letzten Tag vor der Sommerpause zahlreiche Abgeordnete möglicherweise nicht mehr anwesend sein werden, gilt eine weitere Verlängerung der Übergangsregelung als wahrscheinlich. Ein Scheitern der Abstimmung am Dienstag hätte hingegen eine Weiterleitung des Entwurfs an den zuständigen Innenausschuss zur Folge gehabt. Eine dauerhafte EU-Verordnung zum Kinderschutz ist damit jedoch weiterhin nicht näher gerückt.
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08.07.2026 | Merz: Russland hat „keine Chance“ auf Sieg | Bundespräsident zieht aus Schloss Bellevue aus

HEUTE10:10 Uhr

Merz: Russland hat „keine Chance“ auf Sieg in der Ukraine

Bundeskanzler Friedrich Merz hat beim NATO-Gipfel in der Türkei Unterstützung für die Ukraine bekräftigt. „Wir werden der Ukraine weiter helfen“, sagte Merz vor Beginn der heutigen Beratungen. Deshalb sei eine Initiative zur Unterstützung Kiews im Volumen von 70 Milliarden Euro auf den Weg gebracht worden. Russland habe „keine Chance, diesen Krieg zu gewinnen“, und „keine Chance, die Kriegsziele zu erreichen“.
 

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HEUTE10:02 Uhr

Bundespräsident Steinmeier zieht an den Spreebogen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zieht aus Schloss Bellevue aus und arbeitet ab dem 10. Juli am Spreebogen. Seine Standarte wird in unmittelbarer Nähe zu Bundestag und Kanzleramt neu gesetzt. Schloss Bellevue und die gesamte Liegenschaft mit Verwaltungsgebäude, Hauptwache, Außenanlagen und Infrastruktur wird in den kommenden Jahren grundlegend saniert.
 

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HEUTE9:42 Uhr

Iran: Explosionen in der Hafenstadt Buschehr

Die regierungsnahe iranische Nachrichtenagentur „Mehr“ meldete eine Reihe von Explosionen in der Hafenstadt Buschehr im Südwesten des Landes. Dort befindet sich das einzige zivile Atomkraftwerk des Iran. Buschehr liegt vor der Ölinsel Charg.
 

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HEUTE9:19 Uhr

Umfrage: Mangelndes Wissen bremst Altersvorsorgedepot

Das für Anfang 2027 geplanten staatlich geförderte Altersvorsorgedepot stößt laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Postbank auf grundsätzliche Interesse. 38 Prozent der Erwerbstätigen können sich eine Nutzung vorstellen. Besonders hoch ist die Zustimmung mit 60 Prozent bei Menschen, die bereits in Wertpapiere investieren. Viele Zögern, weil ihnen Wissen über Chancen, Risiken und Funktionsweise fehlt. Für 46 Prozent kommt das Depot nicht infrage.
 

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HEUTE8:59 Uhr

Olympia ohne Nordische Kombination

Das Internationale Olympische Komitee hat entschieden, die Sportart Nordische Kombination aus dem Programm der Winterspiele für 2030 zu nehmen. Nordische Kombination verbindet Skispringen und Skilanglauf. Wer den besten Sprung hatte, startet als Erster. Sie den ersten Olympischen Winterspielen 1924 gehörte sie zum Olympischen Programm. 
 

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HEUTE8:30 Uhr

Bahnstrecke Nürnberg – Regensburg eröffnet erst am 31. Juli

Drei Wochen länger als gedacht: die Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Nürnberg – Regensburg verzögert sich auf den 31. Juli. Die sicherheitstechnische Überprüfung der neuen Stellwerkstechnik auf der Strecke dauere noch an, erklärte die Deutsche Bahn. Die Arbeiten auf der Strecke Hagen – Wuppertal – Köln sowie Hamburg – Hannover liegen im Plan. In zwei Tagen enden dort der Schienenersatzverkehr sowie die Umleitungen für Fern- und Güterzüge.
Die Sanierungsarbeiten zwischen Nürnberg und Regensburg dauern länger als geplant. (Archivbild)

Die Sanierungsarbeiten zwischen Nürnberg und Regensburg dauern länger als geplant. (Archivbild)

Foto: Armin Weigel/dpa

 

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HEUTE8:16 Uhr

KfZ-Versicherung: Ältere zahlen drauf

Wer mit 65 Jahren online eine Versicherung für sein Auto abschließt, bezahlt immer mehr für den Tarif als ein 45-Jähriger. Gleichzeitig bekommt der Ältere weniger Angebote. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft. Selbst wer jahrelang unfallfrei fahre, müsse oftmals im Alter einen höheren Tarif bezahlen.
 

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HEUTE7:53 Uhr

Ifo-Institut kritisiert Buchungstricks im Bundeshaushalt

Das Ifo-Institut findet Buchungstricks im Bundeshaushalt, um die vorgeschriebene Investitionsquote von Zehn-Prozent-Quote zu erreichen. Den Münchner Analysten fielen besonders 4,2 Milliarden Euro auf, die bisher für den Bau von Straßen und Schienen aus dem Sondervermögen Infrastruktur kommen sollten und nun im Etat des Verteidigungsministeriums gebucht sind. Damit fallen sie unter die „Bereichsausnahme Verteidigung“ und können ebenfalls über Schulden finanziert werden.
 

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HEUTE7:37 Uhr

Kiew von Explosionen erschüttert

Kiew ist von mehreren Explosionen erschüttert worden. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge brannten mehrere Lagerhallen sowie ein weiteres „Nicht-Wohngebäude“. In zwei Bezirken von Charkiw wurden laut offiziellen Behörden Raketeneinschläge registriert. Heute werden Gespräche zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump am Rande des NATO-Gipfels in Ankara erwartet.
 

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HEUTE7:21 Uhr

Castortransport durch NRW verlief ohne Zwischenfälle

Der fünfter Castortransport von Jülich bei Aachen nach Ahaus in Münsterland ist nach Polizeiangaben ohne Zwischenfälle verlaufen. Der Konvoi erreichte in der Nacht das Brennelementezwischenlager Ahaus, teilt die Polizei in Münster mit. Kleinere Kundgebungen verliefen demnach störungsfrei. Auf der rund 170 Straßenkilometer langen Strecke gab es zeitweise Verkehrsbehinderungen.
Ein Schwerlasttransporter verlässt mit einem Castor-Behälter den Standort Jülich. (Archivbild)

Ein Schwerlasttransporter verlässt mit einem Castor-Behälter den Standort Jülich. (Archivbild)

Foto: Christoph Reichwein/dpa

 

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HEUTE7:12 Uhr

Ungarn: Orbán-nahe staatliche Medien stellen Sendebetrieb ein

Ungarns staatliche TV-und Radiosender haben ihren Betrieb vorläufig eingestellt. Dem voraus gegangen ist eine Überprüfung von Arbeitsweise und Finanzierung. Regierungschef Peter Magyar hatte nach seinem Amtsantritt Reformen zur Stärkung der Unabhängigkeit der Staatsmedien angekündigt. M1, der wichtigste Staatssender, entschuldigte sich und kündigte die Wiederaufnahme des Programms vorerst ohne Nachrichten an.

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HEUTE6:55 Uhr

Ukraine schließt neue Drohnen-Abkommen

Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat das Land Drohnen-Abkommen mit Estland, den Niederlanden und Dänemark unterzeichnet. Weitere Abkommen mit Deutschland, Norwegen, Finnland und Kanada seien geplant. Die Abkommen sind auf jedes Land individuell zugeschnitten. Meist beinhalten sie, dass Kiew Unterstützung bei Drohnentechnologie im Austausch gegen Lizenzgebühren, Investitionen und andere militärische Ausrüstung zur Verfügung stellt.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj biete der NATO am Rande des Gipfels in Ankara Zusammenarbeit bei der Drohnenproduktion an.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj biete der NATO am Rande des Gipfels in Ankara Zusammenarbeit bei der Drohnenproduktion an.

Foto: Hussein Malla/AP/dpa

 

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HEUTE6:40 Uhr

Bahn setzt auf KI – um über Verspätungen zu informieren

Die Deutsche Bahn will Fahrgäste auf Zugreisen besser und schneller über Verspätungen, Zugausfälle oder kurzfristige Gleiswechsel informieren. Das besagt ein neues Sofortprogramm zur besseren Kundenkommunikation, das heute vorgestellt wird. Es ist das dritte Paket, mit denen die Bahn Reisen trotz der Verspätungen verbessern will. Das erste Programm befasst sich mit mehr Sicherheit und Sauberkeit an den Bahnhöfen, das zweit mit mehr Komfort in Fernzügen.
 

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HEUTE6:32 Uhr

Russische Mannschaftssportler dürfen wieder an Olympia teilnehmen – ohne Flagge

Das Internationale Olympische Komitee hebt einen Teil der Beschränkungen gegen russische Sportler auf. Auch in Mannschaftssportarten können sie sich nun wieder für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles qualifizieren. Sie dürfen jedoch vorerst weiterhin nicht unter russischer Flagge antreten. Auch die russische Nationalhymne soll nicht gespielt werden. Die Ukraine kritisierte die Entscheidung als „unbegründet“ und „verfrüht“.
 

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HEUTE6:01 Uhr

Großflächiger Netzausfall legt Australien zeitweise lahm

In Australien fiel das Mobilfunknetz des Telekommunikationsanbieters Telstra großflächig aus und legte den Kontinent zeitweise lahm. Zugverbindungen, Flugverkehr, Notrufe und auch Bezahlsysteme waren massiv betroffen. Laut Telstra war ein Fehler in einem System zur Zeitsynchronisierung des Mobilfunknetzes die Ursache. Es wird nicht von einem Cyberangriff ausgegangen.
 

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HEUTE5:25 Uhr

Instabiler New Yorker Wolkenkratzer löst Großalarm aus

Ein New York hat ein womöglich einsturzgefährdeter Wolkenkratzer in der East 42nd Street zum Großalarm geführt. Zwei tragende Säulen in dem 37-stöckigen Turm hatten sich verformt. New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani sagte, „das Gebäude bleibt instabil“. Derzeit gebe es keine  Verletzten. Derzeit wird der frühere Hauptsitz des Pharmakonzerns Pfizer in ein Wohngebäude umgebaut. Laut Feuerwehr hängen die Böden zwischen dem 21. und 26. Stock durch.
Ein eingeknickter Stützpfeiler ist durch ein Fenster zu sehen.

Ein eingeknickter Stützpfeiler ist durch ein Fenster zu sehen.

Foto: Angelina Katsanis/AP/dpa

 

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HEUTE4:53 Uhr

Nach Beben in Venezuela: Suchteams ziehen ab

In Venezuela konzentrieren sich Rettungskräfte nun auf die Beseitigung der Trümmer und die Versorgung der Betroffenen. Die Zahl der Toten steigt offiziell auf 3.685. UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher traf am gestern in Venezuela ein. Die aktiven Such- und Bergungsarbeiten gelten weitgehend als abgeschlossen. Viele internationale Rettungsteams haben Venezuela bereits verlassen – nun beginnt der Wiederaufbau.
 

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HEUTE4:40 Uhr

Bäckerei-Insolvenzen um 40 Prozent gestiegen

Im ersten Halbjahr meldeten bundesweit 63 Bäckereien Insolvenz an – 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das teilte die Auskunftei Creditreform mit. Erfasst sind dabei Bäckereien und Konditoreien, die selbst backen und verkaufen, keine reinen Verkaufsfilialen ohne eigene Herstellung. Auch größere Bäckereiketten wie die Mecklenburger Backstuben GmbH, die Bäcker Lampe GmbH & Co. KG, die Keim & Brecht OHG sowie die Bäckerei Kayser GmbH sind betroffen.
 
Was gestern passierte: Kurznachrichten vom 7. Juli 2026.
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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Olympia-Aus für Nordische Kombination – Sportler sind entsetzt

Das Olympia-Aus für die Nordische Kombination lässt die deutschen Athleten und Funktionären geschockt und mit Zukunftsängsten zurück. „Mir fällt es enorm schwer, Worte zu finden“, sagte der dreimalige Olympiasieger und Bundestrainer Eric Frenzel.
„Für uns ist die Entscheidung niederschmetternd und sehr enttäuschend“, bemerkte Horst Hüttel, Sportdirektor im Deutschen Skiverband. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte am 7. Juli entschieden, die Kombination nach mehr als 100 Jahren aus dem Programm der Winterspiele für 2030 zu nehmen.
„Uns hat es den Boden unter den Füßen weggezogen“, schilderte Johannes Rydzek, einer der Athletensprecher im Ski- und Snowboard-Weltverband Fis, im „Morgenmagazin“ des ZDF. Der zweimalige Olympiasieger, der jüngst seine aktive Karriere beendet hatte, meinte:
„Die Entscheidung hat so weitreichende Folgen für unsere Sportart, das können wir noch nicht abschätzen.“

Große Sorgen um Nachwuchs

Sportarten wie die Nordische Kombination sind sehr von Fördergeldern und Sponsoren abhängig – ohne die große Olympia-Bühne scheint offen, wie eine Finanzierung künftig funktionieren soll.
Rydzek berichtete von einer Zusage des DSV, dass es bis zur nächsten Weltmeisterschaft 2027 in Falun noch so weitergehe wie bislang. „Aber wie lange, das weiß man nicht“, sagte er.
Der erfahrene Athlet dachte dabei vor allem an Nachwuchssportler, die sich nun fragen werden: „Auch wenn ich den Sport liebe, habe ich überhaupt eine Perspektive, ihn professionell ausüben zu können?“
Schlusspunkt in Italien: Die Kombination fällt aus dem Programm. (Archivbild)

Schlusspunkt in Italien: Die Kombination fällt aus dem Programm. (Archivbild)

Foto: Daniel Karmann/dpa

Optimisten hatten zuletzt noch gehofft, dass die Nordische Kombination im Olympia-Programm bleibt und 2030 in den französischen Alpen sogar erstmals Frauen um Medaillen kämpfen können.
Doch daraus wird nun nichts. Das IOC begründete seine Entscheidung damit, dass die Sportart beim Publikum nicht beliebt sei und sie zudem in zu wenigen Ländern ausgeübt werden.

Wie groß ist die Hoffnung auf ein Comeback 2034?

Bundestrainer Frenzel kann das nicht glauben. Er hoffe, „dass man hier beim IOC die Größe hat“ und die der Entscheidung zu Grunde liegenden Studien und Zahlen öffentlich macht. „Das haben wir als traditionsreiche Sportart verdient.“
IOC-Präsident Kirsty Coventry äußerte Verständnis für den Frust und die Trauer der Kombinierer und betonte, dass ein Comeback bei Olympia 2034 möglich sei. Was dafür nötig ist, das wird sich zeigen.
DSV-Funktionär Hüttel sagte: „Wir werden nach vorn blicken und hoffen, diese Chance für 2034, die dann im nächsten Jahr aller Voraussicht nach wieder auf die Agenda des IOC kommt, mit neuer Kraft und einem neuen Fis-Präsidenten Alexander Ospelt anzugehen.“ (dpa/red)