Tag: Bundesverfassungsgericht
In Kürze:
- Ex-Verfassungsgerichtspräsident Papier fordert eine Senkung der Sperrklausel auf drei Prozent.
- Linke und AfD sprechen sich für Änderungen aus, die Union lehnt eine Reform ab.
- Der knappe BSW-Wahlausgang mit 4,981 Prozent verschärft die Debatte.

Ein Mikrofon ist auf dem Rednerpult vor einer Wahlveranstaltung der Christlich Demokratischen Union (CDU) im GENO-Haus am 8. März 2026 in Stuttgart, Süddeutschland, zu sehen.
Foto: Silas Stein / AFP via Getty Images
Zwischen Wahlgleichheit und stabilen Mehrheiten

BSW-Logo am 06.12.2025
Foto: via dts Nachrichtenagentur
Linke unterstützt Drei-Prozent-Vorschlag – AfD will Abschaffung
Entscheidung über Reform bleibt offen
Das alte Heizungsgesetz
CDU-Politiker ging es zu schnell
Bundesverfassungsgericht stoppte die 2. und 3. Lesung
Verfassungsgericht verwarf die Klage
Nun kommt das Gebäudemodernisierungsgesetz
In Kürze:
- SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf fordert eine Reform der Erbschaftsteuer und will Ausnahmen bei der Übertragung großer Vermögen neu regeln.
- Kleinere Erbschaften und Unternehmen sollen durch Freibeträge geschützt, hohe Erbschaften und Schenkungen dagegen stärker besteuert werden.
- Zudem bringt Klüssendorf eine Vermögensteuer von einem Prozent für Vermögen ab 100 Millionen Euro ins Spiel.
Die Verschonungsbedarfsprüfung im Fokus
Eine Million Euro im Leben
Fünf Millionen Euro für Unternehmen
Erwartete Mehreinnahmen
Ein Prozent ab 100 Millionen Euro
Freitagmorgen wird es noch einmal spannend
Wie die Koalition in den Sommer starten will
„Deswegen werden wir diesen Weg gehen, auch wenn Sie mit allen Mitteln versuchen, das bis morgen zu verhindern.“
Verflixter Juli
In Kürze:
- Die Bundesregierung plant die Änderung des Arbeitszeitgesetzes.
- So sollen auch Bäckereien an Sonn- und Feiertagen 8 Stunden arbeiten dürfen.
- Verbände und Parteien diskutieren das Thema kontrovers.
- Die Zahl der Bäckereibetriebe ist seit 2015 um rund 3.500 zurückgegangen.
Verband sieht Gleichstellung im Wettbewerb
Längere Arbeitszeiten machen die Branche unattraktiver
Öffnungszeiten sind Sache der Länder
In Kürze:
- Gebäudemodernisierungsgesetz befindet sich noch im parlamentarischen Verfahren.
- Ein neues Gutachten hält die Lockerung des Heizungsgesetzes für verfassungswidrig.
- Ein Gutachten für die CDU/CSU-Fraktion sieht dagegen keine verfassungs- oder europarechtlichen Hindernisse.
Reiche verspricht mehr „Freiheit im Heizungskeller“
Freshfields: Abschwächung des Klimaschutzes verstößt gegen das Grundgesetz
Argumentation ähnlich wie in Greenpeace-Gutachten vom Februar
CDU/CSU sieht Spielraum bei den Klimaschutzinstrumenten
In Kürze:
- Luisa Neubauer und Campact unterstützen die angekündigten Sitzblockaden gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt.
- Die Initiatoren berufen sich auf ein Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte, das Erfolgsaussichten für ein AfD-Verbotsverfahren sieht.
- Thüringens Innenminister Georg Maier betont, dass Verhinderungsblockaden nicht von der Versammlungsfreiheit gedeckt seien.
- Ein Parteiverbot kann ausschließlich vom Bundesverfassungsgericht ausgesprochen werden; das GFF-Gutachten entfaltet keine unmittelbare Rechtswirkung.
Neubauer und Campact rufen „demokratische Mitte“ zu Protest gegen AfD auf
Parteitag als gesetzliche Pflicht einer Partei
Dobrindt skeptisch gegenüber neuen Erkenntnissen aus GFF-Gutachten zur AfD
In Kürze:
- Ein privat finanziertes Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte hält ein AfD-Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht für aussichtsreich.
- Die Autoren stützen sich ausschließlich auf öffentlich zugängliche Quellen und werten mehr als 2.500 Belege aus.
- Finanziert wurde das Projekt durch eine Spendenkampagne sowie Unterstützung mehrerer Nichtregierungsorganisationen.
- Ob das Gutachten politischen Einfluss auf die Debatte über ein Verbotsverfahren haben wird, ist derzeit offen.
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Projektleiter Moini betont Ergebnisoffenheit
Gutachten: AfD in zwei Bereichen verfassungswidrig – Demokratieprinzip und Menschenwürde
GFF: Keine Anhaltspunkte für Wesensverwandtschaft mit Nationalsozialismus
Wer ist die GFF?
Auswirkungen auf Verbotsdebatte ungewiss
Bas und Klingbeil sehen Handlungsdruck
Morgenluft für potenzielle AfD-Reformer wie Maximilian Krah?
In Kürze:
- Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat laut dem „Spiegel“ Reformmodelle zur Entlastung bei der Einkommensteuer im Umfang von 10 oder 20 Milliarden Euro vorgelegt.
- Geplant sind verschobene Tarifgrenzen und ein späteres Greifen des Spitzensteuersatzes.
- Zur Finanzierung diskutiert die SPD höhere Steuern für Spitzenverdiener, große Erbschaften und Vermögen.
- Die Union warnt vor Belastungen für Familienunternehmen und lehnt eine Vermögensteuer weiterhin ab.
Klingbeil will 95 Prozent der Steuerpflichtigen bei Einkommensteuer entlasten
Welche Anpassung akzeptiert die Union beim Reichensteuersatz?
SPD legt Konzept zur Erbschaftsteuer vor – und hofft auf Rückenwind aus Karlsruhe
Kann Klingbeil das 20-Milliarden-Paket auf diesem Wege gegenfinanzieren?
In Kürze:
- Verteidigung von Johanna Findeisen hinterfragt Einsatz von HessenDATA
- Analyseplattform basiert auf der Software Gotham des US-Unternehmens Palantir
- Innenministerium bestätigte Einsatz der Software zur Unterstützung der Ermittlungen gegen das Reuß-Netzwerk
- Bundesverfassungsgericht fordert strenge Voraussetzungen für automatisierte Datenanalysen
- Mögliche Beweisverwertungsverbote müssten im Einzelfall geprüft werden
Innenminister bestätigt „erhebliche“ Bedeutung von Palantir-Software für „Reichsbürger“-Ermittlungen
Software in mehreren Bundesländern im Einsatz
Klagen von Verbänden gegen Palantir-Einsatz in Karlsruhe noch anhängig
Hat Software-Nutzung die Ermittlungen erst ausgelöst – oder diese nur unterstützt?
In Kürze:
- AfD-Politiker Ulrich Siegmund kündigt weitreichenden Umbau der Verwaltung in Sachsen-Anhalt an.
- Gewerkschaften und Politiker warnen vor einem Angriff auf Neutralität und Funktionsfähigkeit des Staatsapparats.
- Das Beamtenrecht erlaubt zwar den Austausch politischer Beamter, setzt aber klare verfassungsrechtliche Grenzen.
- Im Fall umfassender Umbauten wären hohe Kosten und zahlreiche Gerichtsverfahren zu erwarten.
Kritik an AfD-Plänen zur Umbesetzung von Verwaltungsstellen in Sachsen-Anhalt
Landesrecht kann „politische Beamte“ definieren – aber nicht uferlos
Bundesverfassungsgericht setzt enge Grenzen für politische Beamtenstatus-Regelungen
Besonderes politisches Vertrauensverhältnis nur für bestimmte Positionen erforderlich
Verfassungsschutz zeigt: Politische Beamte können abgelöst werden – müssen aber nicht
Politischer Stellenwechsel in der Verwaltung bei Regierungswechseln
Welle von Prozessen und Explosion der Gerichtskosten zu befürchten
Fragezeichen bezüglich der Personaldecke der AfD
In Kürze:
- Das Bundeskabinett hat ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz beschlossen, das das bisherige Heizungsgesetz entschärfen soll.
- Öl- und Gasheizungen sollen weiterhin eingebaut werden dürfen – verbunden mit einer schrittweisen Beimischung sogenannter klimafreundlicher Brennstoffe.
- Kritiker aus den Reihen der Grünen und der Union selbst halten mögliche Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht für wahrscheinlich.
- Streitpunkt ist, ob die Lockerungen mit dem Klimabeschluss von Karlsruhe aus dem Jahr 2021 vereinbar sind.
Reiche verspricht „alltagstaugliches“ Heizungsgesetz
Klimabeschluss erhob Netto-Null zum Verfassungsauftrag
Umweltjurist: Heizungsgesetz nicht sakrosankt – zusätzliche Emissionen jedoch zu kompensieren
In Kürze:
- 44 IPCC-Autoren haben drei Klimamodelle im Rahmen einer Neubewertung als „unplausibel“ erklärt und zurückgezogen: RCP8.5, SSP5-8.5. und SSP1-1.9.
- Erstere Szenarien prognostizierten Erwärmungen von bis über 5 Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts.
- Sie dienten damit tausenden Wissenschaftlern und Regierungen weltweit als Grundlage für Studien und Klimapolitik.
- Mit dem Wegfall der wissenschaftlichen Grundlage müssten diese Arbeiten und Gesetze ebenfalls revidiert oder mindestens grundlegend überarbeitet werden.
IPCC-Autoren verabschieden sich von Katastrophenszenarien
Eine weitreichende Entscheidung?
„Ohne zusätzliche Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels gilt derzeit ein globaler Temperaturanstieg um mehr als 3 °C bis zum Jahr 2100 als wahrscheinlich.“

Vorhergesagte Erderwärmung laut verschiedenen Klimamodellen bis Ende des aktuellen Jahrhunderts.
Was sind die neuen IPCC-Weissagungen?

Entwicklung der CO₂-Emissionen aus fossilen Kraftstoffen und Industrie (FFI) im 21. Jahrhundert nach Vorhersage verschiedener Klimamodelle. Das Szenario mit den höchsten Emissionen (SSP5-8.5) wurde von den verantwortlichen Autoren revidiert. Das neue „Hoch“-Szenario geht von 40 Prozent geringeren Emissionen aus. Das neue „Sehr-Niedrig“-Szenario repliziert im Wesentlichen das ebenfalls zurückgezogene Szenario SSP1-1.9.
Die Klimakatastrophe findet nicht statt. Und nun?





















































