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15.08.2026 | Entwarnung bei Waldbrand in Rheinland-Pfalz: Feuer ist unter Kontrolle | Ökonomin Grimm sagt steigende Preise voraus

HEUTE7:50 Uhr

Niedrigwasser: Ökonomin Grimm sagt steigende Preise voraus

Wirtschaftsweise Veronika Grimm warnt vor steigenden Preisen durch Niedrigwasser und Transportprobleme auf deutschen Flüssen. Besonders Chemie und Energie seien betroffen. DB Cargo will zudem bis zu 900 alte Güterwaggons reaktivieren, um Schiffstransporte zu ersetzen.

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HEUTE7:32 Uhr

Entwarnung bei Waldbrand in Rheinland-Pfalz: Feuer ist unter Kontrolle

Der Waldbrand bei Langenscheid in der Vordereifel ist unter Kontrolle. Die Evakuierungswarnungen für Arft und Langenfeld wurden aufgehoben. Rund 220 Einsatzkräfte bleiben über Nacht vor Ort. Betroffen waren etwa 50 Hektar Fläche.

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HEUTE7:17 Uhr

Reisewirtschaft trotz Iran-Krieg im Aufwind

Die deutsche Reisewirtschaft erlebt trotz der Folgen des Iran-Kriegs einen überraschend starken Sommer. Der Gesamtmarkt wächst laut DRV um ein Prozent auf 57 Milliarden Euro, während Fernreisen um 14 Prozent zurückgingen. Viele Urlauber sparen vor Ort statt auf Reisen zu verzichten.
Solo-Reisen werden für Reiseveranstalter zum wichtigen Geschäft. (Symbolbild)

Solo-Reisen werden für Reiseveranstalter zum wichtigen Geschäft. (Symbolbild)

Foto: Clara Margais/dpa

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HEUTE7:00 Uhr

CDU-Politikerin Winter: Merz bleibt bis zum Ende der Legislatur

CDU-Spitzenkandidatin Wiebke Winter fordert ihre Partei auf, sich weniger mit internen Debatten zu beschäftigen. Spekulationen über einen Kanzlertausch weist sie zurück. Bei der Bundespräsidentenwahl solle nicht das Geschlecht, sondern das Profil der Kandidatin oder des Kandidaten entscheidend sein.

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HEUTE6:45 Uhr

Bis zu 45 Grad: Pflegeheime kämpfen mit extremer Hitze

Eine Verdi-Befragung zeigt extreme Hitze in Pflegeeinrichtungen. Gemessen wurden bis zu 45 Grad, 40,9 Prozent meldeten mehr als 30 Grad. Beschäftigte berichten von Kreislaufproblemen, Dehydrierung und möglichen Hitzetoten.

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HEUTE6:27 Uhr

Bauarbeiter finden in Belgien Gold im Wert von neun Millionen Euro

Bauarbeiter haben im belgischen Dendermonde rund 50 Goldbarren und zahlreiche Goldmünzen im Wert von etwa neun Millionen Euro entdeckt. Der Fund wurde bei Renovierungsarbeiten in Kellerwänden einer Wohltätigkeitsorganisation gemacht. Die Polizei sperrte die Baustelle ab.

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HEUTE6:20 Uhr

Wagenknecht erhöht Druck auf Thüringer BSW

Sahra Wagenknecht erhöht den Druck auf das Thüringer BSW und fordert das Ende der Koalition mit CDU und SPD. Die Regierungsbeteiligung habe dem BSW Glaubwürdigkeit gekostet und der AfD genutzt. Intern wird zudem über einen Sonderparteitag im Herbst spekuliert.

Sahra Wagenknecht (Archiv)

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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HEUTE6:10 Uhr

UNO: Alle 30 Minuten stirbt in Demokratischer Republik Kongo ein Mensch durch Ebola

In der Demokratischen Republik Kongo stirbt laut UN derzeit etwa alle 30 Minuten ein Mensch an Ebola. Mehr als 2.000 Menschen sind bereits tot. Seit dem Ausbruch im Mai wurden 4.566 Fälle bestätigt. Besonders betroffen ist die Provinz Ituri im Osten des Landes.

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HEUTE5:58 Uhr

Umfrage: CDU in Berlin wieder knapp vor Linken

Fünf Wochen vor der Berlin-Wahl liegt die CDU laut Insa mit 20 Prozent knapp vor der Linken (19) und der AfD (17). Grüne kommen auf 16, SPD auf 15 Prozent. Linke, SPD und Grüne erreichen zusammen 50 Prozent, CDU, SPD und Grüne 51 Prozent.

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Waldbrand im Hürtgenwald: Hunderte Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen

Hunderte Feuerwehrkräfte kämpfen im Hürtgenwald in der Eifel weiter gegen den großen Waldbrand. In der Nacht wurde in besonders gefährdeten Bereichen der Personaleinsatz am Boden fast verdoppelt, wie der Sprecher der Feuerwehren im Kreis Düren, Peter Berndgen, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Viele zusätzliche Löschzüge wurden in diese Bereiche geführt.
Die Wetterbedingungen sorgten in der Nacht für vorsichtigen Optimismus. Der Wind habe die Löscharbeiten zuletzt begünstigt, heißt es in einem Beitrag auf X:

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Im Fokus steht die am frühen Freitagmorgen evakuierte Ortschaft Gey, deren rund 2.000 Bewohner bei Verwandten und Freunden unterkamen. Zwei Bergepanzer der Bundeswehr schlugen nach Angaben Berndgens auch in der Nacht Schneisen im Bereich des Ortsteils. Damit sollte ein Übergreifen des Feuers möglichst verhindert werden.

Tagelanger Einsatz erwartet

Die Feuerwehr stelle sich auf einen tagelangen Einsatz ein, sagte Berndgen. Alle zwölf Stunden machten sich rund 500 Einsatzkräfte aus NRW auf den Weg zum Schichtwechsel ins Brandgebiet. Die Einsatzplanung reiche derzeit bis Montag.
Der Einsatz der Löschhubschrauber wurde bei Tageslicht wieder aufgenommen. Mit Einbruch der Dunkelheit mussten die Helikopter am Boden bleiben. Heute Nachmittag will sich auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) vor Ort ein Bild von der Lage im Brandgebiet machen.
Der Waldbrand ist nach Einschätzung der Landesregierung wohl der größte in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen. NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) ging bei einem Besuch der Einsatzkräfte von einer betroffenen Fläche von 200 Hektar bis 300 Hektar aus.
Bei Tageslicht sollen die Löschhubschrauber wieder fliegen.

Bei Tageslicht sollen die Löschhubschrauber wieder fliegen.

Foto: Thomas Banneyer/dpa

Mehrere Feuerwehrleute verletzt

Bei dem großen Waldbrand gab es bislang fünf Verletzte. Eine ältere Person habe Herzprobleme bei der Evakuierung bekommen, sagte der Dürener Landrat Ralf Nolten (CDU) Landrat Nolten der dpa. Außerdem seien vier Einsatzkräfte leicht verletzt worden. Darunter seien eine Schnittverletzung und Kreislaufprobleme.
Die Löscharbeiten werden durch Weltkriegsmunition auf dem Gelände erschwert. Der Hürtgenwald war 1944 und 1945 Schauplatz schwerer Kämpfe zwischen deutschen und US-amerikanischen Truppen. Hürtgenwald liegt im Westen Nordrhein-Westfalens nahe der belgischen Grenze und hat knapp 9.000 Einwohner.

Bundeswehr und Bundesländer helfen

In Zusammenhang mit mehreren aktuellen Waldbränden in NRW übernahm das Landesinnenministerium die Koordinierung. Die sogenannte Koordinierungsgruppe des Krisenstabs der Landesregierung wurde aktiviert. Sie koordiniert auch die Verfügbarkeit der Einsatzkräfte und Spezialgeräte. Neben Hubschraubern der NRW-Polizei waren auch Helikopter aus Hessen und Rheinland-Pfalz sowie der Bundespolizei und Bundeswehr zur Brandbekämpfung im Einsatz.
NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) und Gorißen appellierten an die Bevölkerung, Wälder derzeit nicht zu betreten. „Brände können sich rasant schnell ausbreiten und Fluchtwege abschneiden“, mahnten sie.
Auch in der Nacht kämpfen Feuerwehrleute gegen die Flammen.

Auch in der Nacht kämpfen Feuerwehrleute gegen die Flammen.

Foto: Thomas Banneyer/dpa

Weiterer Brand nur 60 Kilometer entfernt

Nur rund 60 Kilometer Luftlinie entfernt von Hürtgenwald brach am Freitag ein größerer Wald- und Wiesenbrand im rheinland-pfälzischen Landkreis Mayen-Koblenz aus. Dort brannten rund 50 Hektar, wie ein Sprecher des Landkreises sagte. Mehrere Häuser eines Ortsteils wurden evakuiert – die Evakuierung zweier anderer Orte wurde aber abgewandt. Bei der Bekämpfung waren etwa 300 Kräfte stundenlang im Einsatz. Nach offiziellen Angaben wurden sieben Feuerwehrleute leicht verletzt.
Auch an anderen Orten in Deutschland waren kleinere Waldbrände aktiv. (dpa/red)
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15.08.2026 | Entwarnung bei Waldbrand in Rheinland-Pfalz: Feuer ist unter Kontrolle | Winter: Merz bleibt bis zum Ende der Legislatur

HEUTE7:32 Uhr

Entwarnung bei Waldbrand in Rheinland-Pfalz: Feuer ist unter Kontrolle

Der Waldbrand bei Langenscheid in der Vordereifel ist unter Kontrolle. Die Evakuierungswarnungen für Arft und Langenfeld wurden aufgehoben. Rund 220 Einsatzkräfte bleiben über Nacht vor Ort. Betroffen waren etwa 50 Hektar Fläche.

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HEUTE7:17 Uhr

Reisewirtschaft trotz Iran-Krieg im Aufwind

Die deutsche Reisewirtschaft erlebt trotz der Folgen des Iran-Kriegs einen überraschend starken Sommer. Der Gesamtmarkt wächst laut DRV um ein Prozent auf 57 Milliarden Euro, während Fernreisen um 14 Prozent zurückgingen. Viele Urlauber sparen vor Ort statt auf Reisen zu verzichten.

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CDU-Politikerin Winter: Merz bleibt bis zum Ende der Legislatur

CDU-Spitzenkandidatin Wiebke Winter fordert ihre Partei auf, sich weniger mit internen Debatten zu beschäftigen. Spekulationen über einen Kanzlertausch weist sie zurück. Bei der Bundespräsidentenwahl solle nicht das Geschlecht, sondern das Profil der Kandidatin oder des Kandidaten entscheidend sein.

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HEUTE6:45 Uhr

Bis zu 45 Grad: Pflegeheime kämpfen mit extremer Hitze

Eine Verdi-Befragung zeigt extreme Hitze in Pflegeeinrichtungen. Gemessen wurden bis zu 45 Grad, 40,9 Prozent meldeten mehr als 30 Grad. Beschäftigte berichten von Kreislaufproblemen, Dehydrierung und möglichen Hitzetoten.

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HEUTE6:27 Uhr

Bauarbeiter finden in Belgien Gold im Wert von neun Millionen Euro

Bauarbeiter haben im belgischen Dendermonde rund 50 Goldbarren und zahlreiche Goldmünzen im Wert von etwa neun Millionen Euro entdeckt. Der Fund wurde bei Renovierungsarbeiten in Kellerwänden einer Wohltätigkeitsorganisation gemacht. Die Polizei sperrte die Baustelle ab.

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HEUTE6:20 Uhr

Wagenknecht erhöht Druck auf Thüringer BSW

Sahra Wagenknecht erhöht den Druck auf das Thüringer BSW und fordert das Ende der Koalition mit CDU und SPD. Die Regierungsbeteiligung habe dem BSW Glaubwürdigkeit gekostet und der AfD genutzt. Intern wird zudem über einen Sonderparteitag im Herbst spekuliert.

Sahra Wagenknecht (Archiv)

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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HEUTE6:10 Uhr

UNO: Alle 30 Minuten stirbt in Demokratischer Republik Kongo ein Mensch durch Ebola

In der Demokratischen Republik Kongo stirbt laut UN derzeit etwa alle 30 Minuten ein Mensch an Ebola. Mehr als 2.000 Menschen sind bereits tot. Seit dem Ausbruch im Mai wurden 4.566 Fälle bestätigt. Besonders betroffen ist die Provinz Ituri im Osten des Landes.

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HEUTE5:58 Uhr

Umfrage: CDU in Berlin wieder knapp vor Linken

Fünf Wochen vor der Berlin-Wahl liegt die CDU laut Insa mit 20 Prozent knapp vor der Linken (19) und der AfD (17). Grüne kommen auf 16, SPD auf 15 Prozent. Linke, SPD und Grüne erreichen zusammen 50 Prozent, CDU, SPD und Grüne 51 Prozent.

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Trump: Straße von Hormus soll „schon bald“ US-Territorium werden – Iran widerspricht

Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt und spielt eine zentrale Rolle im aktuellen Konflikt zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die strategisch wichtige Meerenge nach einem Sieg über den Iran zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären zu wollen.
Bei einer politischen Veranstaltung in New York kündigte Trump an, dieser Schritt werde „schon bald“ erfolgen. „Nachdem wir den Iran besiegt haben, der gerade sehr deutlich besiegt wird, werde ich die Straße von Hormus schon bald zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären“, sagte der US-Präsident.
Trump machte zunächst keine Angaben dazu, wie ein solcher Gebietsanspruch rechtlich oder praktisch umgesetzt werden soll. Die Äußerung dürfte jedoch den Streit um die Kontrolle der Meerenge weiter verschärfen.

Trump beansprucht Kontrolle über wichtige Handelsroute

Trump hatte bereits zuvor erklärt, die USA hätten „vollständige Kontrolle“ über die Meerenge. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er: „Ich denke, wir werden sie behalten.“ Die US-Seeblockade bezeichnete er als „eine Mauer aus Stahl“ und fügte hinzu: „Es gibt nichts, was der Iran dagegen tun kann.“
Bei seiner Rede verteidigte Trump zudem den US-Militäreinsatz gegen den Iran. Washington könne „nicht zulassen, dass der Iran eine Atomwaffe besitzt“. Den Iran bezeichnete er als „den weltweit führenden staatlichen Sponsor des Terrorismus“. Zugleich erklärte Trump, die Amerikaner zahlten „ein winziges bisschen mehr für ihr Benzin“, damit „ein sehr böses Land“ keine Atomwaffe bekomme.
Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und zählt zu den wichtigsten Transportwegen für Öl und Gas weltweit. Rund 20 Prozent des weltweiten Öl- und Flüssiggasangebots passieren die Meerenge auf dem Weg zu den internationalen Märkten.
Oman und Iran verhandeln über Schifffahrt in der Meerenge. (Archivbild)

Oman und Iran verhandeln über Schifffahrt in der Meerenge. (Archivbild)

Foto: Wen Xinnian/Xinhua/dpa

Iran weist Trumps Anspruch zurück

Die iranische Führung wies Trumps Äußerungen entschieden zurück. Vize-Außenminister Kazem Gharibabadi erklärte: „Die Straße von Hormus war iranisch, ist iranisch und wird iranisch bleiben.“ Die für die Weltwirtschaft wichtige Meerenge werde „nur auf Befehl des Iran geöffnet und geschlossen“.
Teheran betrachtet die Straße von Hormus als Teil seiner Hoheitsgewässer. Nach internationalem Recht gilt die Meerenge jedoch als internationale Wasserstraße, durch die Schiffe grundsätzlich frei passieren können.
Zuletzt versuchte der Iran, Gebühren für die Durchfahrt zu erheben. Zudem drohte Teheran damit, die Meerenge geschlossen zu halten, solange die USA mehrere Forderungen nicht erfüllen. Dazu zählen unter anderem die Beendigung der US-Angriffe, das Ende der Seeblockade und die Aufhebung der Sanktionen.

Schiffsverkehr erheblich beeinträchtigt

Seit Beginn des Krieges zwischen dem Iran sowie den USA und Israel ist der Schiffsverkehr in der Meerenge erheblich gestört. Nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate wurde zuletzt erneut ein Schiff des staatlichen Ölkonzerns Adnoc angegriffen. Verletzte wurden dabei nicht gemeldet.
Die Störungen haben die Energiepreise weltweit beeinflusst. In den USA lag der durchschnittliche Benzinpreis am 14. August laut dem amerikanischen Automobilverband bei 4,08 Dollar (rund 3,50 Euro) pro Gallone (rund 4 Liter). Vor Beginn des Konflikts Ende Februar waren es demnach 2,98 Dollar (rund 2,55 Euro).

Waffenruhe und Verhandlungen unter Druck

Trumps Ankündigung fällt in eine Phase, in der die Bemühungen um ein Ende des Konflikts ins Stocken geraten sind. Eine vereinbarte 60-tägige Waffenruhe läuft am Wochenende aus. Ob sie verlängert wird oder eine neue Vereinbarung zustande kommt, ist bislang offen.
Die Straße von Hormus ist an ihrer schmalsten Stelle nur rund 39 Kilometer breit. Iran und Oman beanspruchen jeweils eine Zwölf-Seemeilen-Zone. Dadurch überschneiden sich die Hoheitsgewässer der beiden Anrainerstaaten.
Die US-Regierung hat zuletzt signalisiert, den wirtschaftlichen Druck auf den Iran weiter erhöhen zu wollen. Finanzminister Scott Bessent erklärte, Washington strebe eine „wirtschaftliche Isolation“ des Landes an.
„Wir sind von Epic Fury zu Economic Fury übergegangen. Und auf Anweisung des Präsidenten haben wir das Niveau noch einmal erhöht“, sagte Bessent. Zugleich kündigte er weitere Maßnahmen an: „Wir werden Maßnahmen ergreifen, wie sie in der Geschichte der wirtschaftlichen Isolation eines Landes noch nie gesehen wurden.“
Nach seinen Angaben sollen verstärkter wirtschaftlicher Druck und anhaltende Seebeschränkungen miteinander verbunden werden. Diese sollen den Warenverkehr in den Iran und aus dem Land heraus verhindern.

US-Finanzminister Scott Bessent spricht bei einem Treffen im US-Finanzministerium in Washington, D.C. am 29. Mai 2025. Bessent nahm an einer öffentlichen Sitzung der Kommission für Finanzbildung und -aufklärung teil.

Foto: Anna Moneymaker/Getty Images.

Umsetzung von Trumps Vorstoß unklar

Ob Trump seinen angekündigten Gebietsanspruch tatsächlich umsetzen will, bleibt offen. Bereits zuvor hatte er eine stärkere Kontrolle der Straße von Hormus gefordert und zeitweise eine Maut für die Durchfahrt in Aussicht gestellt. Eine weitere Eskalation könnte den internationalen Schiffsverkehr beeinträchtigen und die Öl- und Energiepreise weltweit weiter steigen lassen.
Mit Material der Nachrichtenagenturen
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Trump Says He’ll Declare the Hormuz Strait a US Territory ‘Pretty Soon’“. (deutsche Bearbeitung: zk)
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15.08.2026 | Umfrage: CDU in Berlin wieder knapp vor Linken | Ebola-Epidemie im Kongo: Alle 30 Minuten ein Todesopfer

HEUTE6:27 Uhr

Bauarbeiter finden in Belgien Gold im Wert von neun Millionen Euro

Bauarbeiter haben im belgischen Dendermonde rund 50 Goldbarren und zahlreiche Goldmünzen im Wert von etwa neun Millionen Euro entdeckt. Der Fund wurde bei Renovierungsarbeiten in Kellerwänden einer Wohltätigkeitsorganisation gemacht. Die Polizei sperrte die Baustelle ab.

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HEUTE6:20 Uhr

Wagenknecht erhöht Druck auf Thüringer BSW

Sahra Wagenknecht erhöht den Druck auf das Thüringer BSW und fordert das Ende der Koalition mit CDU und SPD. Die Regierungsbeteiligung habe dem BSW Glaubwürdigkeit gekostet und der AfD genutzt. Intern wird zudem über einen Sonderparteitag im Herbst spekuliert.

Sahra Wagenknecht (Archiv)

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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UNO: Alle 30 Minuten stirbt in Demokratischer Republik Kongo ein Mensch durch Ebola

In der Demokratischen Republik Kongo stirbt laut UN derzeit etwa alle 30 Minuten ein Mensch an Ebola. Mehr als 2.000 Menschen sind bereits tot. Seit dem Ausbruch im Mai wurden 4.566 Fälle bestätigt. Besonders betroffen ist die Provinz Ituri im Osten des Landes.

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Umfrage: CDU in Berlin wieder knapp vor Linken

Fünf Wochen vor der Berlin-Wahl liegt die CDU laut Insa mit 20 Prozent knapp vor der Linken (19) und der AfD (17). Grüne kommen auf 16, SPD auf 15 Prozent. Linke, SPD und Grüne erreichen zusammen 50 Prozent, CDU, SPD und Grüne 51 Prozent.

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15.08.2026 | Umfrage: CDU in Berlin wieder knapp vor Linken | Winter: Merz bleibt bis zum Ende der Legislatur

HEUTE7:00 Uhr

CDU-Politikerin Winter: Merz bleibt bis zum Ende der Legislatur

CDU-Spitzenkandidatin Wiebke Winter fordert ihre Partei auf, sich weniger mit internen Debatten zu beschäftigen. Spekulationen über einen Kanzlertausch weist sie zurück. Bei der Bundespräsidentenwahl solle nicht das Geschlecht, sondern das Profil der Kandidatin oder des Kandidaten entscheidend sein.

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HEUTE6:45 Uhr

Bis zu 45 Grad: Pflegeheime kämpfen mit extremer Hitze

Eine Verdi-Befragung zeigt extreme Hitze in Pflegeeinrichtungen. Gemessen wurden bis zu 45 Grad, 40,9 Prozent meldeten mehr als 30 Grad. Beschäftigte berichten von Kreislaufproblemen, Dehydrierung und möglichen Hitzetoten.

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HEUTE6:27 Uhr

Bauarbeiter finden in Belgien Gold im Wert von neun Millionen Euro

Bauarbeiter haben im belgischen Dendermonde rund 50 Goldbarren und zahlreiche Goldmünzen im Wert von etwa neun Millionen Euro entdeckt. Der Fund wurde bei Renovierungsarbeiten in Kellerwänden einer Wohltätigkeitsorganisation gemacht. Die Polizei sperrte die Baustelle ab.

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HEUTE6:20 Uhr

Wagenknecht erhöht Druck auf Thüringer BSW

Sahra Wagenknecht erhöht den Druck auf das Thüringer BSW und fordert das Ende der Koalition mit CDU und SPD. Die Regierungsbeteiligung habe dem BSW Glaubwürdigkeit gekostet und der AfD genutzt. Intern wird zudem über einen Sonderparteitag im Herbst spekuliert.

Sahra Wagenknecht (Archiv)

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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HEUTE6:10 Uhr

UNO: Alle 30 Minuten stirbt in Demokratischer Republik Kongo ein Mensch durch Ebola

In der Demokratischen Republik Kongo stirbt laut UN derzeit etwa alle 30 Minuten ein Mensch an Ebola. Mehr als 2.000 Menschen sind bereits tot. Seit dem Ausbruch im Mai wurden 4.566 Fälle bestätigt. Besonders betroffen ist die Provinz Ituri im Osten des Landes.

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Umfrage: CDU in Berlin wieder knapp vor Linken

Fünf Wochen vor der Berlin-Wahl liegt die CDU laut Insa mit 20 Prozent knapp vor der Linken (19) und der AfD (17). Grüne kommen auf 16, SPD auf 15 Prozent. Linke, SPD und Grüne erreichen zusammen 50 Prozent, CDU, SPD und Grüne 51 Prozent.

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Experiment im Labor: Zeit läuft vorwärts, langsamer oder steht still


In Kürze:

  • „Was ist Zeit?“ ist eine der ältesten Fragen, der Menschen seit mehr als 2.000 Jahren nachgehen.
  • Ein britischer Forscher hat in seinem Labor ein kleines Universum erschaffen und erstmals Zeit ohne Uhr gemessen.
  • Anhand 24.000 ultrakalter Atome erkannte er, dass Zeit vorwärts und langsamer laufen, aber auch stillstehen kann – je nachdem, wie viel Aufmerksamkeit wir ihr schenken.

 
Kennen Sie auch diesen Moment? Sie sitzen vor einer unangenehmen Aufgabe oder sehnen sich nach etwas, ein Blick zur Uhr, doch die Zeiger wollen sich einfach nicht bewegen. Es scheint fast, als stünde die Zeit still. Andererseits verfliegt sie, wenn man nicht ihr, sondern den schönen Dingen seine Aufmerksamkeit schenkt. Als wäre die Zeit, wie Albert Einstein glaubte, relativ.
Doch was ist eigentlich Zeit? Dies ist eine der größten Fragen der Wissenschaft, auf die Naturforscher, Philosophen und Theologen seit Jahrtausenden eine Antwort suchen. Um aus physikalischer Sicht einen Beitrag zu dieser Thematik zu liefern, hat ein Wissenschaftler der Universität Birmingham in seinem Labor ein „Mini-Universum“ erschaffen. Damit zeigt er, wie man den Fluss der Zeit messen kann, ohne dabei eine Uhr zu verwenden, und indirekt, wie sie sich verhält.

Die Frage aller wissenschaftlichen Fragen

Seit der Mensch seine Umgebung und ihre Gesetze erforscht, gibt es unterschiedliche Vorstellungen vom Wesen der Zeit. Zunächst sahen Gelehrte wie Platon (427–347 v. Chr.) oder Augustinus von Hippo (354–430) darin eine irdische „Erfindung“, womit die Zeit mit der Welt entsteht und vergeht. Diese Vorstellung ist auch im christlichen Glauben mit dem Tag des Jüngsten Gerichtes vertreten.
Später entwickelte sich die Idee hin zu einer absoluten Zeit, wie Isaac Newton (1643–1727) und Immanuel Kant (1724–1804) sie vertraten, wonach diese unabhängig von Mensch und Erde existiert.
Mit den technischen Fortschritten lieferten Naturwissenschaftler zahlreiche neue Theorien zur Zeit. Einer von ihnen war der Schweizer Physiker Albert Einstein mit seiner Relativitätstheorie. Er entdeckte, dass aufgrund unterschiedlich starker Bewegungen oder Gravitationsfelder die Zeit gefühlt und je nach Blickpunkt mal langsamer und mal schneller laufen kann.
Albert Einstein um 1921 in Wien

Für Albert Einstein war Musik ein wichtiger Teil in seinem Leben. Nicht nur ihr Empfinden, sondern auch ihre zeitliche Abfolge ist relativ.

Die Quantenmechanik scheint diese Theorie, dass Zeit relativ ist, zu unterstützen. So vergeht das Leben eines Menschen, der aus unzähligen Atomen besteht, im Laufe eines Jahrhunderts, während die winzigen Atome selbst nicht altern und zeitlos sind. Doch wie sieht das außerhalb der Erde aus?

Besitzt das Universum so etwas wie Zeit?

Einige physikalische Theorien, wie etwa die Wheeler-DeWitt-Gleichung (eine Kombination aus Quantenmechanik und Relativitätstheorie), legen nahe, dass dem Universum auf seiner tiefsten Ebene keine Zeit innewohnt.
Stattdessen existiere der Kosmos als einziger, unveränderlicher Quantenzustand, wo Teilchen sowohl wellenartige als auch teilchenartige Eigenschaften aufweisen. Dabei wird das Universum als Ganzes ohne externe Uhr betrachtet.
Jegliches Zeitgefühl müsse sich demnach aus den internen Beziehungen zwischen den Teilen ergeben, was auch als relationale Zeit bezeichnet wird. Diese Theorie war zwar nicht neu, jedoch noch nie direkt im Labor getestet worden. Das wollte Giovanni Barontini, Professor für Physik an der Universität Birmingham in England, mit seinem Mini-Universum im Labor ändern.
Giovanni Barontini, Professor für Physik an der Universität Birmingham, hat in seinem Labor ein „Mini-Universum“ erschaffen und erstmals Zeit ohne Uhr gemessen. Foto: University of Birmingham

Giovanni Barontini, Professor für Physik an der Universität Birmingham, hat in seinem Labor ein „Mini-Universum“ erschaffen und erstmals Zeit ohne Uhr gemessen.

Foto: University of Birmingham

Mini-Universum im Labor

Prof. Barontini nutzte dafür eine Wolke aus 24.000 ultrakalten Atomen, auch Bose-Einstein-Kondensat genannt. Sie weist eine Temperatur von nur wenigen Milliardstel Grad über dem absoluten Nullpunkt auf. Damit erschuf der Physiker ein hermetisch abgeschlossenes Quantensystem, das ein einfaches „Universum“ nachahmt.
Die Teilchen wurden mit einer durch einen Laserstrahl gebildeten dünnen Barriere eingefangen und geteilt, um einen beobachteten („hellen“) und einen unbeobachteten („dunklen“) Bereich zu erzeugen. Die Atome konnten sich zwischen dem „hellen“ und dem „dunklen“ Bereich bewegen, ansonsten war das System jedoch von der Außenwelt isoliert. Damit hatte es auch nichts, was als Uhr dienen konnte.

Die „Wolke“ im Inneren der Glaszelle ist eine magnetooptische Falle für Atome. Hier herrschen Temperaturen von etwa 0,0001 Grad über dem absoluten Nullpunkt.

Foto: University of Birmingham

Die Atome im „hellen“ Bereich bewegten sich in der Falle hin und her und flossen in regelmäßigen Abständen über die Barriere hinaus. Barontini bezeichnete diese Momente als „Urknall“. Kamen die Atome jedoch wieder zurück in die Barriere, bezeichnete der Physikprofessor dies als „Big Crunch“. Dabei handelt es sich um ein hypothetisches Szenario, bei dem sich die Expansion des Kosmos umkehrt.
Anschließend verfolgte er, wie Entropie – ein Maß für Unordnung oder Streuung der Atome und ihrem Verhalten innerhalb eines Systems – zwischen den beiden Hälften ausgetauscht wurde, während die Atome die Barriere überquerten. Anstatt eine Uhr im Labor zur Ordnung der Ereignisse heranzuziehen, entwickelte er eine „entropische Zeit“. Diese war ausschließlich dadurch definiert, wie viel Entropie zwischen den beiden Hälften des Systems floss.

Die drei Phasen der Zeit

Professor Barontini testete die Theorie der „entropischen Zeit“ anhand seines Universums im Labor und fand überraschend drei Phasen der Zeit:
  • floss Entropie, also nahm die Streuung der Teilchen im hellen Bereich zu oder ab, lief die Zeit vorwärts
  • verlangsamte sich der Austausch der Atome, verlangsamte sich auch die Uhr
  • erreichten beide Hälften ein Gleichgewicht, also gab es keinen Entropiefluss mehr, stand die Zeit still
„Die Studie liefert den ersten kontrollierten experimentellen Beweis dafür, dass ‚Zeit‘ durch Veränderungen innerhalb eines Systems definiert werden kann und nicht als die externe ‚tickende Uhr‘, die wir als Zeit verstehen“, erklärte Prof. Barontini.

Zeitgefühl erklärt durch Unwissenheit oder Schrödingers Katze

Sowohl die Zeit selbst als auch die Richtung, in die eine Zeit fließt (sogenannte Zeitpfeil), könnten demnach aus einer Quelle stammen: einem Beobachter, der auf Informationen verzichtet.
Als Barontini beschloss, den dunklen Bereich nicht zu betrachten, verzichtete er auf das Wissen über diese Hälfte des Systems. Dieser Akt der Unwissenheit, der in der Entropie kodiert ist, war es, der in der anderen Hälfte die Zeit entstehen ließ. Dies erinnert stark an Schrödingers Katze, die gleichzeitig tot und lebendig ist – je nachdem, ob man in den Karton sieht oder nicht.
„Sowohl die Zeit als auch der Pfeil der Zeit – vielleicht entstehen sie einfach aus Unwissenheit“, resümiert Barontini. „Um Zeit zu haben und zu beobachten, muss man auf gewisse Freiheitsgrade verzichten.“
Schenken wir in unliebsamen Momenten den Uhren also keine Aufmerksamkeit, können wir uns vielleicht künftig schneller den schönen Momenten im Leben widmen.
Die Studie erschien am 11. Juni 2026 in der Fachzeitschrift „Physical Review Research“.
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Hmmm – köstliches Zitronen-Buttermilch-Sorbet in der Sommerhitze genießen

Dieses Zitronen-Buttermilch-Sorbet ist ein Dessert, das weit mehr ist als nur die Summe seiner Zutaten. Es ist spritzig, fruchtig und unglaublich erfrischend und erfordert nur wenige Zutaten. Die Buttermilch verleiht ihm eine besondere Cremigkeit und Textur, welche es von herkömmlichem Sorbet abhebt. Es ist der perfekte Abschluss eines sommerlichen Essens.
Eine Eismaschine sorgt für die cremigste Konsistenz. Falls Sie keine haben, kein Problem: Hier finden Sie auch eine Version ohne Rühren.

Zutaten für das Zitronen-Buttermilch-Sorbet

Für die Eismaschine eignet sich am besten fettarme Buttermilch, die darin deutlich fester wird. Ohne Verwendung einer Eismaschine, ergibt Buttermilch aus Vollmilch eine cremigere Konsistenz. Hier kommt die überaus kurze Zutatenliste
Für 4 Portionen benötigen wir:
  • 2 Tassen fettarme (oder Vollfett-)Buttermilch
  • 3 Esslöffel Zitronensaft
  • 1 Tasse Zucker
  • 1 Esslöffel Maissirup
  • eine Prise Salz
Nährwertangaben
Kalorien: 261 kcal
Kohlenhydrate: 61 g
davon Zucker: 61 g
Eiweiß: 4 g
Fett: 1 g
davon gesättigte Fettsäuren: 1 g
Cholesterin: 5 mg
Natrium: 222 mg
Zutaten für ein Zitronen-Buttermilch-sorbet, hausgemacht. Foto: Jennifer Segal

Zutaten, um ein Zitronen-Buttermilch-Sorbet selbst herzustellen.

Foto: Jennifer Segal

Schritt für Schritt zum guten Gelingen

Schritt 1 – Die Basis zubereiten: In einer großen Schüssel Buttermilch, Zitronensaft, Zucker, Maissirup und Salz verquirlen. Die Mischung ist anfangs etwas körnig – das ist normal. Die Mischung einige Minuten ruhen lassen und gelegentlich umrühren, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Die Schüssel in den Kühlschrank stellen und die Mischung etwa ein bis zwei Stunden lang gut durchkühlen lassen. Diesen Schritt nicht überstürzen – er sorgt für die richtige Konsistenz des Sorbets.
Profi-Tipp: Um sicherzustellen, dass sich der gesamte Zucker aufgelöst hat, testen Sie die Mischung, indem Sie sie zwischen den Fingern verreiben. Sie sollte sich nicht körnig anfühlen. Wenn der Zucker vor dem Kühlen nicht vollständig aufgelöst ist, erhält das fertige Sorbet eine sandige Konsistenz.
Die Basis des Zitronen-Buttermilch-Sorbets, hausgemacht. Foto: Jennifer Segal

Die Basis des Zitronen-Buttermilch-Sorbets, ob mit oder ohne Eismaschine.

Foto: Jennifer Segal

Schritt 2 – Rühren, mit oder ohne Eismaschine:
Version A: Die gekühlte Masse in eine Eismaschine geben und gemäß der Bedienungsanleitung rühren. Das Eis wird nicht so dickflüssig wie herkömmliches Eis sein, sondern eher die Konsistenz von Softeis haben.
Version B: Keine Eismaschine? Die Mischung in eine flache Schale füllen und 1 bis 2 Stunden einfrieren, bis der Rand fest ist, die Mitte aber noch weich. Gut umrühren und weitere 2 bis 3 Stunden fest werden lassen. Die Konsistenz ist dann etwas eisiger, aber trotzdem lecker.
Gekühlte Grundmasse für ein Zitronen-Buttermilch-Sorbet, hausgemacht. Foto: Jennifer Segal

Gekühlte Grundmasse.

Foto: Jennifer Segal

Schritt 3 – Einfrieren: Die Mischung in einen gefriergeeigneten Behälter füllen und die Oberfläche glatt streichen. Mindestens 3 Stunden einfrieren, oder bis die Masse fest genug zum Portionieren ist.

Portionierfertiges Zitronen-Buttermilch-Sorbet, hausgemacht. Foto: Jennifer Segal

Portionierfertiges Zitronen-Buttermilch-Sorbet. Guten Appetit!

Foto: Jennifer Segal

Lecker-eisiges Finale

Schritt 4 – Jetzt wird serviert: Das Zitronen-Buttermilch-Sorbet kann jetzt in zuvor gekühlte Schüsseln oder Dessertgläser gefüllt und am besten sofort serviert werden. Im Gefrierschrank hält sich das Sorbet etwa eine Woche.
Profi-Tipp: Kühlen Sie Ihre Schüsseln vor dem Servieren 10 Minuten im Gefrierschrank – ein kleiner Schritt mit großer Wirkung. Da Sorbet weniger Fett als Eiscreme enthält, schmilzt es schneller. Eine kalte Schüssel gibt Ihnen mehr Zeit, es zu genießen.
Dieser Artikel wurde ursprünglich auf OnceUponaChef.com veröffentlicht und erschien auch auf theepochtimes.com unter dem Titel „Lemon Buttermilk Sorbet“. (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: sm)
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14. August: Waldbrände in Deutschland | Mutmaßliche IS-Mitglieder festgenommen | Massenandrang auf Ceuta befürchtet

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Waldbrände in Deutschland

Die Waldbrandlage hat sich im Saarland, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen zugespitzt. Besonders dramatisch war die Situation in Hürtgenwald. Über 2.000 Menschen wurden evakuiert. Es kamen auch Löschhubschrauber und zwei Pionierpanzer zum Einsatz. Vor allem von alter Munition geht eine hohe Gefahr aus. Die örtlichen Behörden meldeten heute Mittag, dass sich die Lage bei schwächerem Wind entspannt habe.

Beschäftigungstiefstand in der Autoindustrie

Die deutsche Autoindustrie hat so wenig Beschäftigte wie seit 2005 nicht mehr. Zum Ende des ersten Halbjahres 2026 waren in der Branche 42.300 Menschen weniger beschäftigt als noch ein Jahr zuvor. Mit rund 906.000 Beschäftigten ist die Automobilindustrie nach dem Maschinenbau die zweitgrößte Branche Deutschlands.

Mutmaßliche IS-Mitglieder festgenommen

In Sachsen wurden zwei Männer wegen des Verdachts auf IS-Mitgliedschaft festgenommen. Sie sollen zwischen 2016 und 2017 als Kämpfer für die Terrororganisation aktiv gewesen sein. Bei den Durchsuchungen wurden elektronische Geräte und Dokumente sichergestellt.

Massenandrang auf Ceuta befürchtet

In den sozialen Medien sind zuletzt vermehrt arabische Beiträge erschienen, die auf einen Massenandrang morgen, am 15. August, in Ceuta hinweisen. Bei dem Andrang Ende Juli sind Dutzende Menschen gestorben. Zwar kehrte der Großteil der über 70.000 Menschen zurück, die Situation vor Ort bleibt jedoch angespannt.

Strafmündigkeit herabgesetzt

Schweden hat das Alter der Strafmündigkeit von 15 auf 14 Jahre gesenkt. Damit sind Haftstrafen von bis zu 18 Jahren für Personen unter 18 Jahren möglich. Dies ist eine Reaktion auf die zunehmende Gewalt, da Banden immer häufiger Minderjährige unter 15 Jahren für Anschläge rekrutieren.
 
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300 Hektar in Flammen: Lage im Hürtgenwald bleibt dynamisch und kritisch

Fast 2000 Menschen evakuiert, hunderte Helfer am Boden und mehrere Löschhubschrauber in der Luft: Bei Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen haben die Einsatzkräfte den ganzen Freitag gegen den bislang größten und folgenschwersten Waldbrand des Sommers in Deutschland gekämpft. Die Flammen dehnten sich nach Behördenangaben bis auf 300 Hektar aus und bedrohten weiter den in der Nacht zu Freitag geräumten Ortsteil Gey.

Lage bleibt kritisch – Wind als entscheidender Faktor

Eine Entspannung der Situation in dem zur Eifel zählenden Gebiet war zunächst nicht in Sicht. Mit Sorge blickten die Einsatzkräfte vor allem auf die Entwicklung des Windes, der die Flammen in der Nacht zeitweise mit rasender Geschwindigkeit antrieb und bis in Baumkronen schlagen ließ. Einer Sprecherin des Landkreises Düren zufolge konzentrierten sich die Helfer weiterhin darauf, ein Übergreifen der Flammen auf den evakuierten Ortsteil zu verhindern. Das Feuer befand sich weiter 150 bis 200 Meter vor Gey.
„Die Lage ist dynamisch, da sich der Wind dreht“, hieß es am Nachmittag in einer Mitteilung des Landkreises. Es würden weitere Einsatzkräfte zur Unterstützung angefordert. Eine schnelle Rückkehr der in der Nacht in Sicherheit gebrachten rund 1800 Bewohner der Siedlung zeichnete sich nach Angaben der Sprecherin zunächst nicht ab. Demnach liefen Planungen an, diese über Nacht unterzubringen und zu betreuen.

Hunderte Kräfte, Hubschrauber und Bundeswehr im Einsatz

Mehr als 200 Kräfte von Feuerwehr, Technischen Hilfswerk, Bundeswehr und weiteren Organisationen waren am Freitag im Einsatz. Hubschrauber unterstützten durch Wasserabwürfe aus der Luft, auch Wasserwerfer der Polizei sowie Panzer der Bundeswehr waren laut Behörden vor Ort.
In den brennenden Wald wurden in der Nacht außerdem Schneisen gezogen, um die Ausbreitung der Flammen einzudämmen, hieß es vom Landkreis. Außerdem wurde mit Gegenfeuern gearbeitet, um den Brand einzudämmen.
Dürens Landrat Ralf Nolten (CDU) ging nach eigenen Angaben von einem längeren Einsatz aus. „Wir sind noch lange nicht durch“, sagte er vor Ort. Der Wind sei für die weitere Dynamik entscheidend.
Für zusätzliche Probleme sorgen seinen Angaben nach Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg, die die Einsatzkräfte gefährden könnten. In der Nacht habe es immer wieder „geknallt“, sagte er. Der Landkreis berichtete davon, dass auch tagsüber von den Einsatzkräften Explosionen gehört wurden. Am Ende des Kriegs gab es im Hürtgenwald südöstlich von Aachen heftige Kämpfe.

Weitere Brände und Hitzewelle in Deutschland

Bundesweit kämpfen Einsatzkräfte bei anhaltend heißem und trockenem Wetter seit Tagen gegen zahlreiche Wald- und Flächenbrände. In weiten Teilen des Landes herrschen aktuell Temperaturen von weit mehr als 30 Grad.
Die Hitzewelle dauert nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts noch bis zum Wochenende, es werden örtlich bis zu 39 Grad erreicht. Erst ab Samstag ist demnach hierzulande mit Regenfällen zu rechnen.
Auch in der Verbandsgemeinde Vordereifel in Rheinland-Pfalz wütete ein großer Wald- und Wiesenbrand mit massiver Rauchentwicklung, wie der Landkreis Mayen-Koblenz mitteilte. Die Bewohner der Gemeinden Langenfeld und Arft wurden per Warnapps aufgefordert, sich auf eine Evakuierung vorzubereiten. Laut Verbandsgemeinde handelte es sich zunächst allerdings lediglich um eine „vorbereitende Maßnahme“.

Unterstützung aus Bund und Land – Appell an die Bevölkerung

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) dankte allen Einsatzkräften „für ihren unermüdlichen und oft bis zur Erschöpfung reichenden Einsatz“. Er selbst lasse sich über die Entwicklung der Waldbrände „laufend“ unterrichten, schrieb er im Portal X. Der Bund werde durch Bundespolizei und Bundeswehr unterstützen, wo immer dies möglich sei.
Bei Hürtgenwald halfen Polizei und Bundeswehr bei Löscharbeiten nach eigenen Angaben mit Hubschraubern samt Wasserabwurfbehältern, die Polizei entsandte zudem vier Wasserwerfer. Landwirte unterstützten nach Kreisangaben bei der Wasserversorgung. Feuerwehren aus anderen Teilen Nordrhein-Westfalens wurden entsandt – darunter Kräfte eines speziellen Waldbrandmoduls, das zuletzt in Spanien im Einsatz war.
Über dem Brandgebiet stand derweil eine riesige Rauchwolke. Behörden riefen Bewohner in umliegenden Gemeinden wegen „Geruchsbelästigung und Rauchniederschlag“ auf, sich sofort in geschlossene Räume zu begeben und keine Fenster und Türen zu öffnen. Evakuierte wurden in eine Sammelstelle in einer Schule im etwas entfernten Düren gebracht.
„Die Einsatzkräfte kämpfen unermüdlich gegen die Flammen“, erklärte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) in Düsseldorf. Gemeinsam mit Landeslandwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) appellierte er an die Bevölkerung, sich von den Bränden fernzuhalten und die Helfer nicht zu behindern.
Generell sollten Wälder wegen der aktuell hohen Waldbrandgefahr nicht betreten werden. Waldbrände könnten sich „rasend schnell ausbreiten und Fluchtwege abschneiden“.
Evakuierungsmaßnahmen wegen Waldbränden sind hierzulande eher selten, kommen aber vor. Im vergangenen Jahr etwa wurden in der Gohrischheide in Sachsen aus Sicherheitsgründen einige Ortsteile geräumt, im Sommer 2022 waren in Brandenburg mehrere Dörfer mit hunderten Einwohnern betroffen. Häuser oder Menschen kamen dabei aber nicht zu Schaden.(afp/red)
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Schweden: Wie die Schulwahl die Gesellschaft prägt

Gebt mir eine Kristallkugel, und ich werde vorhersagen, welche Entscheidungen die heutigen schwedischen Schüler beim Wechsel in die Oberstufe später im Leben treffen werden. Es geht um ihr Studium, ihre Arbeitsplätze, ihre Rentenentwicklung und nicht zuletzt ihr zukünftiges Wahlverhalten. Natürlich handelt es sich dabei nur um grobe Trends auf Makroebene, und es gibt Einzelpersonen, die aus dem Muster ausbrechen. Das war schon immer so. Doch die Grundzüge scheinen sowohl in Schweden als auch in Finnland, zwei vergleichbaren Ländern mit ähnlichen Schulsystemen, dieselben zu sein. Interessant ist, dass sich diese Trends offenbar im letzten Jahrzehnt, vielleicht sogar noch länger, gehalten haben.

Der erste Trend

Dieser betrifft die Wahl des Gymnasialzweigs. Als besonders anspruchsvoll gelten die Gymnasialzweige Naturwissenschaften und Technik. In Finnland sind es die Fächer „Mathematik für Fortgeschrittene“ und „Physik“, die die höchsten Anforderungen stellen.
Neben den auf ein Hochschulstudium vorbereitenden Zweigen gibt es in Schweden berufsbildende Gymnasien und in Finnland entsprechende Berufsschulen. In Schweden besteht der Ausbildungsgang „Pflege und Betreuung“ zu etwa 14 Prozent aus Männern und zu 86 Prozent aus Frauen. Der Ausbildungsgang „Elektrotechnik und Energie“ weist 96 Prozent Männer und nur 4 Prozent Frauen auf. Die berufliche Bildung der Sekundarstufe II in Finnland weist entsprechende Unterschiede auf: 15–20 Prozent Männer und 80–85 Prozent Frauen im Bereich des Sozial- und Gesundheitswesens. In den technischen Berufsausbildungen sind etwa 75–80 Prozent Männer und 20–25 Prozent Frauen. Auch die Ausbildungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) werden von Männern dominiert: 75 Prozent.
Nach dem hochschulvorbereitenden Gymnasium nehmen etwa 70–85 Prozent der Schüler in Schweden und 75–85 Prozent in Finnland ein Studium an einer Universität oder Hochschule auf. Die übrigen treten direkt ins Berufsleben ein, wobei etwa drei Viertel im privaten Sektor und ein Viertel im öffentlichen Sektor arbeiten.
Aus internationaler Sicht gehören sowohl Schweden als auch Finnland zu den OECD-Ländern mit der stärksten geschlechtsspezifischen Segregation bei der Berufswahl. Gleichzeitig gehören sie aber auch zu den Ländern mit der größten Gleichstellung beim Bildungsniveau. Das bedeutet, dass die geschlechtsspezifischen Unterschiede in erster Linie damit zusammenhängen, welche Ausbildungsgänge die Menschen wählen – und nicht mit dem Zugang zu Bildung.
In Finnland absolvieren weniger Männer eine Ausbildung im Gesundheitswesen als in Schweden, während in Schweden etwas mehr Frauen eine technische Ausbildung absolvieren als in Finnland. Dennoch ist die Geschlechterverteilung deutlich ungleicher als in vielen südeuropäischen Ländern. Dies wird gemeinhin als das nordische Gleichstellungsparadoxon bezeichnet und stellt ein interessantes Forschungsgebiet dar.
Junge schwedische Absolventen im Sommer 2017. Foto: HasseChr/iStock

Junge schwedische Absolventen im Sommer 2017.

Foto: HasseChr/iStock

Die Wahl des Arbeitsplatzes

Bei der Berufswahl sowie der Lohn- und Rentenentwicklung zeigen sich ebenfalls Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Nach dem Abschluss einer Ausbildung im Gesundheitswesen arbeitet der Großteil der Absolventen sowohl in Schweden als auch in Finnland im öffentlichen Sektor. In Schweden ist diese Dominanz am größten: Über 80 Prozent sind im öffentlichen Sektor tätig. Ärzte beider Geschlechter arbeiten etwas häufiger im privaten Sektor: 20–30 Prozent in beiden Ländern.
Es ist überraschend, dass das Wahlverhalten so stark von Geschlecht und Tätigkeit im öffentlichen oder privaten Sektor abhängt.
In den Bereichen Technik und Informations- und Kommunikationstechnologie zeigt sich ein gegenteiliges Bild: Diplom-Ingenieure und Technologie-Magister arbeiten sowohl in Schweden als auch in Finnland zu 85–90 Prozent im privaten Sektor, unter anderem in der Industrie, in Technologieunternehmen, in der IT, in Beratungsunternehmen und in der Telekommunikation. Der öffentliche Sektor umfasst das Verteidigungswesen, Universitäten sowie staatliche und kommunale Behörden. Etwa 4–5 Prozent der Absolventen sind Diplom-Ingenieure.
Das Gehaltsniveau liegt im öffentlichen Sektor im Allgemeinen niedriger, während die Privatwirtschaft je nach Branche deutlich höhere Gehälter für Hochqualifizierte sowie größere Möglichkeiten zum Branchen- oder Unternehmenswechsel bietet, wodurch sich andere Aufstiegsmöglichkeiten ergeben. Entsprechend verläuft natürlich auch die Rentenentwicklung anders: Die Männer und die wenigen Frauen, die in der Privatwirtschaft tätig sind, können tendenziell mit höheren Einkommen und damit auch besseren Renten rechnen. Die Frauen und die wenigen Männer, die sich für das Gesundheits- und Pflegewesen – oder den Lehrerberuf, der mit dem Gesundheitswesen vergleichbar ist – entschieden haben, arbeiten dagegen in stark regulierten Vergütungssystemen mit geringeren Aufstiegsmöglichkeiten und vergleichsweise niedrigeren Renten, obwohl die Studiendauer bei akademischen Berufen ähnlich lang sein kann.
Pia Heikkilä vom „Hufvudstadsbladet“, der auflagenstärksten schwedischsprachigen Tageszeitung in Finnland, sieht Gefahren darin, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung bestimmte Bereiche meidet. Denn es geht potenzielles Fachwissen verloren, wenn das Geschlecht die Berufswahl bestimmt. Der dadurch segregierte Arbeitsmarkt ist weniger flexibel und trägt zum Lohngefälle zwischen Frauen und Männern bei. Da weniger Frauen IT und Technik studieren, haben sie weniger Einfluss auf die rasante digitale Entwicklung, auch im Bereich der KI, während gleichzeitig Kindern, Patienten und Senioren männliche Pädagogen und Pflegekräfte fehlen. Ihre Schlussfolgerungen sind zutreffend und verdienen sowohl in Schweden als auch in Finnland Beachtung.

Unterschiede bei den nationalen Wahlen

Betrachten wir die Unterschiede bei den nationalen Wahlen auf allen drei Ebenen: Laut dem schwedischen Statistikamt (SCB) wählt eine deutliche Mehrheit der Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Schweden die linken Parteien. Da der öffentliche Sektor stark von Frauen dominiert wird, ist dies ein deutliches Muster.
In Finnland verteilen sich die Stimmen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst ziemlich gleichmäßig auf die Sozialdemokratische Partei Finnlands (SDP) und die Nationale Sammlungspartei (KOK), gefolgt von den Grünen, der Linkspartei sowie den kleineren Parteien. Blockübergreifende Regierungen sind eher die Regel als die Ausnahme.
In Schweden tendieren die Beschäftigten im privaten Sektor und Unternehmer größtenteils zu den Moderaten, dicht gefolgt von den Schwedendemokraten und den Sozialdemokraten. Die Zentrumspartei genießt unter Unternehmern nach wie vor eine stärkere Unterstützung als in vielen anderen Gruppen, doch historisch gesehen hat die Partei ihre frühere Sonderstellung eingebüßt. Gleichzeitig gewinnen die Schwedendemokraten bei den Kleinunternehmern an Boden.

Ein Blick in die Zukunft

Was bedeutet dies langfristig für die Entwicklung dieser Länder? Was bedeutet es für den Fachkräftemangel im Vergleich zum Mangel an hochtechnologischen Fachkräften, für die Ambivalenz der freien Wahl und für den Grundsatz, dass jeder Einzelne das Recht auf Wahlfreiheit und Selbstverwirklichung hat?
Schweden und Finnland sind nicht das autokratische China oder kommunistische Diktaturen, in denen die familiäre Herkunft und der Bedarf des Staates an hochtechnologischen Ausbildungen und fachkundigen Fachkräften die Zulassung zu Ausbildungsgängen bestimmen könnten. Doch auch in demokratischen Ländern kann der Staat die Studienplätze in Ausbildungsgängen für Berufe mit hohem Arbeitskräftebedarf erhöhen und ebenso beschließen, die Plätze in gefragten Ausbildungsgängen für Berufe zu reduzieren, bei denen eine verstärkte Ausbildung von der Gesellschaft nicht als Priorität angesehen wird.
Der Staat soll in einer Demokratie die freie Wahl der Schüler oder Studenten nicht lenken, kann aber vielleicht durch Anreize einen größeren Teil von ihnen in Mangelberufe und hochtechnologische Fachrichtungen lenken. Dies erfordert jedoch andere Wahlmöglichkeiten als die derzeitigen Entscheidungen in der Oberstufe. Wir müssen zudem berücksichtigen, wie KI die Spielregeln verändert. Bestimmte Berufe könnten dezimiert oder ersetzt werden, während Handwerksberufe, Pflegeberufe und die Medizin stets handwerkliches Geschick und berufliche Fachkompetenz erfordern werden. Eine solche Steuerung birgt zudem die Gefahr, dass Schüler von den Geisteswissenschaften und den bildenden Künsten abgehalten werden, die seit der Antike als Garanten einer kulturell und gesellschaftlich hochstehenden Gesellschaft gelten.
Tragen die Wahl der Oberstufe und des Berufs sowie künftige Arbeitsplätze im öffentlichen oder privaten Sektor zu einer zunehmenden Polarisierung in Schweden und Finnland bei? Gibt es einen Einfluss auf das Wahlverhalten, der sich von dem in den mittel- oder südeuropäischen Ländern und wahrscheinlich auch von der Entwicklung in Norwegen und Dänemark unterscheidet?
Es ist überraschend, dass das Wahlverhalten so stark nach Geschlecht und Tätigkeit im öffentlichen oder privaten Sektor gespalten ist. Schweden nimmt dabei aufgrund der langen Regierungszeit der Sozialdemokraten eine besondere Stellung ein. Vor der bevorstehenden Wahl hält die SAP zudem eine Einparteienregierung für möglich, die sich im Parlament auf wechselnde Mehrheiten stützen würde. Dass eine solche Regierung vermutlich schwächer ist als eine Mehrheitsregierung, versteht sich von selbst, doch mit Blockaden und roten Linien entstehen Probleme, ebenso wie durch die Polarisierung in der heutigen schwedischen Gesellschaft.
Das Wahlsystem mit den von den Parteihierarchien aufgestellten Listen ist an sich schon ein demokratisches Problem. In einigen vergleichbaren europäischen Ländern ermöglichen stärker personenbezogene Wahlsysteme eine größere persönliche Rechenschaftspflicht der gewählten Abgeordneten. Dort können Wähler stärker über die persönliche Unterstützung einzelner Kandidaten Einfluss auf die Zusammensetzung des Parlaments nehmen, anstatt ausschließlich über von den Parteien vorgegebene Listen.
Der Artikel erschien im Original auf epochtimes.se unter dem Titel „Elevers skolval formar samhället“. Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: (sm)
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Die Kraft des Spielens: Warum Erwachsene das genauso brauchen wie Kinder

Kinder verbringen einen großen Teil ihrer Zeit mit Spielen. Und das zu Recht. Laut dem National Institute for Play (NIP) mit Sitz in Kalifornien ist „das Spielen entscheidend dafür, wie sich Menschen und andere Spezies entwickeln, funktionieren und innovativ sind“.
Das NIP erklärt, dass das Spielen tief in unseren Nervenstrukturen verankert ist. Es ist fest in unserer Biologie verwurzelt. Affektive Neurowissenschaftler haben sieben primäre emotionale Systeme identifiziert, mit denen wir geboren werden. Dazu gehört auch das Spielen. Spielkreisläufe im Mittelhirn aktivieren weitreichende neuronale Netzwerke und stärken somit die neuronalen Verbindungen, die mit Sozialisation, Bewegung und emotionaler Regulierung zusammenhängen.

Das Gehirn entwickelt sich spielend

Für Kinder ist die Spielzeit entscheidend für ihre Entwicklung und ihr Lernen – vom Kleinkind bis in die Jugend hinein und darüber hinaus. Spielen hilft Säuglingen dabei, ihre Koordination und ihre Blickverfolgungsfähigkeiten zu entwickeln, während Kleinkinder dadurch sowohl körperliche als auch emotionale Widerstandsfähigkeit aufbauen. Kinder, denen beim Spielen ein angemessenes Maß an Freiheit gewährt wird, entwickeln zudem Kreativität. Denn ihre grenzenlose Vorstellungskraft kann dann frei schweifen und sie können an allem in ihrer Umgebung Spaß haben. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Förderung spielerischer Neugier die Lernergebnisse verbessert, während ein Mangel an Spiel mit emotionalen und Verhaltensproblemen in Verbindung gebracht wird.
Durch Fantasie und Spiel beginnen Kinder, die Welt zu begreifen, zu träumen, zu gestalten und zu experimentieren. Sie lernen, dass einige der wichtigsten menschlichen Aktivitäten Dinge sind, die wir um ihrer selbst willen tun – aus purer Freude daran und nicht unbedingt, um praktische Ergebnisse zu erzielen. Das Spielen weckt zudem Interessen und Neigungen, die den Charakter prägen und sich zu lebenslangen Beschäftigungen oder sogar Berufen entwickeln können. Das Kind, das sich leidenschaftlich für Ritterspiele begeistert, studiert später vielleicht Geschichte, während dasjenige, das von Legosteinen fasziniert ist, einen Weg in Richtung Ingenieurwesen einschlägt. Auf diese Weise kann das Spielen zu einem Tor zur Berufung werden.

Auch Erwachsene dürfen spielen

Aber nicht nur Kinder brauchen Verspieltheit in ihrem Leben. Die biologische Veranlagung zum Spielen verschwindet nicht einfach mit dem Alter; wir alle brauchen ein gewisses Maß an Spaß im Leben. Das NIP stellt fest: „Spielen ist ein grundlegender biologischer, psychologischer und sozialer Mechanismus, der prägt, wie wir über die gesamte Lebensspanne hinweg lernen, uns anpassen, Beziehungen knüpfen und uns entfalten. […] Wenn Spielen fehlt oder dauerhaft unterdrückt wird, sehen Forscher einen Zusammenhang zwischen diesem Mangel und Depressionen, einer beeinträchtigten sozialen Entwicklung sowie Schwierigkeiten bei der Emotionsregulation und beim Lernen.“
Die konkreten Vorteile für Erwachsene sind vielfältig. Unter anderem regt das Spielen die Kreativität an, baut stressbedingte Anspannung ab, verbessert die Gehirnfunktion und vertieft die Beziehungen zu anderen.
In seinem Buch „Essentialism: The Disciplined Pursuit of Less“ („Essentialismus: Die konsequente Suche nach Weniger“) empfiehlt der US-amerikanische Autor und Unternehmensstratege Greg McKeown Erwachsenen, insbesondere Berufstätigen, regelmäßig Zeit zum Spielen einzuplanen. Dazu müssen wir die Vorstellung ablehnen, dass Spielen trivial sei – ein Konzept, das wir uns aneignen, wenn wir die Kindheit hinter uns lassen.
Warum legt McKeown so großen Wert auf das Spielen? Zum einen hilft es uns, neue Denkweisen zu entwickeln. Das kann uns dabei unterstützen, Probleme zu lösen und in jedem Unterfangen herausragende Leistungen zu erbringen. McKeown schrieb über eine Studie mit Grizzlybären, die ergab, dass die Bären, die am meisten spielten, im Allgemeinen am längsten überlebten, da das Spielen sie darauf vorbereitet hatte, kreativ zu denken und Probleme zu lösen. Das Gleiche gilt für uns.
McKeown schreibt: „Spielen erweitert unseren Horizont auf eine Weise, die es uns ermöglicht, Neues zu erkunden: neue Ideen zu entwickeln oder alte Ideen in einem neuen Licht zu betrachten. Es macht uns neugieriger, aufgeschlossener für Neues und engagierter.“
Spielen ermöglicht es Menschen jeden Alters, neue Fähigkeiten zu erlernen und fördert gleichzeitig Experimentierfreude und lebenslange Neugier. Foto: Jevtic/iStock

Spielen ermöglicht es Menschen jeden Alters, neue Fähigkeiten zu erlernen, und fördert gleichzeitig Experimentierfreude und lebenslange Neugier.

Foto: Jevtic/iStock

Spielen für mehr Wohlbefinden

Aristoteles sagte bekanntlich: „Wir arbeiten, um Muße zu haben.“ Spiel und Muße sind zwar etwas unterschiedliche Kategorien, stehen aber in Zusammenhang, da beide als Ziel der Arbeit verstanden werden können – und nicht nur als Pausen von der Arbeit. Aristoteles vertritt hier die Ansicht, dass die wichtigsten, zutiefst menschlichen Dinge, die wir tun – zum Beispiel nach Wahrheit streben, mit anderen in Verbindung treten oder Schönheit schätzen –, nicht direkt mit den praktischen Aspekten der Arbeit verbunden sind. Vielmehr arbeiten wir, um die Möglichkeit zu haben, uns diesen befreienden, humanisierenden Aktivitäten zu widmen.
Das Spiel – auch wenn es weniger ernst ist als das, was Aristoteles als „Muße“ betrachtete – hilft uns dennoch dabei, uns daran zu erinnern, dass das Leben mehr zu bieten hat, als nur Ein- und Ausstempeln und sich anschließend auf das Sofa fallen zu lassen.
Beim Spielen geraten wir oft in einen „Flow-Zustand“, in dem die Zeit verschwindet und praktische Sorgen, Nöte und Ziele in den Hintergrund treten. Wir sind, wie ein Kind, einfach nur lebendig.
Spielen ist keine Frage des Alters. Foto: koldo studio/iStock

Spielen ist keine Frage des Alters.

Foto: koldo studio/iStock

Auch der gemeinschaftliche Aspekt des Spielens verdient besondere Beachtung. Die Teilnahme an interaktiven, unbeschwerten Aktivitäten bietet etwas, das eine Familie oder eine Gruppe von Freunden gemeinsam erleben kann. Aufgrund dieser Interaktivität entstehen durch das Spielen viel leichter Bindungen als durch das gemeinsame Starren auf einen Bildschirm oder, was wahrscheinlicher ist, auf getrennte Bildschirme.
Wie könnte das in der Praxis aussehen? Hier ein paar Ideen:
  • Organisieren Sie einen Spieleabend mit der Familie oder Freunden.
  • Verbringen Sie Zeit nicht nur damit, Ihre Kinder oder Enkelkinder zu beobachten, sondern tatsächlich mit ihnen zu spielen.
  • Nehmen Sie eine Sportart wieder auf, die Sie in Ihrer Jugend ausgeübt haben, oder probieren Sie eine neue aus.
  • Nehmen Sie sich Zeit, einfach nur mit jemandem, den Sie lieben, zusammen zu sein – ganz ohne geplante Aktivitäten – und schauen Sie, was Ihnen gemeinsam einfällt.
  • Probieren Sie ein neues Hobby oder Handwerk aus.
  • Spielen oder hören Sie Musik.
  • Erkunden Sie die Natur.
  • Erzählen Sie sich Geschichten und lachen Sie gemeinsam.
Spielen ist die wilde Welt, in der man sich skurrilen und unnötigen Dingen hingibt – was sich letztlich doch als ziemlich notwendig für unser Wohlbefinden herausstellt. Ein gewisses Maß an Freude an den Dingen um ihrer selbst willen, einfach das Leben durch Aktivitäten zu genießen, die Freude bereiten, bleibt unser ganzes Leben lang unverzichtbar.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „The Power of Play: Why Adults Need Play as Much as Kids“. (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: sm)
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Italo-Einstieg im Fernverkehr wird zum Rechtsstreit

Die Deutsche Bahn muss nach einem Beschluss der Bundesnetzagentur ihren Wettbewerbern auf bestimmten Strecken mehr Platz machen – und geht nun gerichtlich gegen diese Entscheidung vor.
Die für die Infrastruktur zuständige Bahn-Tochter DB InfraGo werde vor dem Verwaltungsgericht Köln ein Eilverfahren gegen den Beschluss anstreben, teilte der bundeseigene Konzern mit. Ziel sei es, „die rechtliche Grundlage, Verhältnismäßigkeit und praktische Umsetzbarkeit der behördlichen Anordnungen gerichtlich klären zu lassen“.

Worum geht es?

Hintergrund des Streits ist ein möglicher neuer Konkurrent der Bahn im Fernverkehr: Das italienische Verkehrsunternehmen Italo hat angekündigt, ab 2028 in den deutschen Markt einsteigen zu wollen und nimmt dabei zunächst zwei Hauptkorridore in den Blick: München-Köln-Dortmund und München-Berlin-Hamburg.
Italo hatte dafür Beschwerde bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) gegen die Art und Weise eingelegt, wie die ohnehin begrenzten Schienenkapazitäten in Deutschland vergeben werden. Das italienische Unternehmen wollte damit erreichen, dass die Rahmenbedingungen für neue Wettbewerber verbessert werden.

Wie hat die Bundesnetzagentur entschieden?

Die Bundesnetzagentur hat daraufhin entschieden, dass die für die Vergabe der Trassen zuständige InfraGo auf bestimmten Strecken mindestens ein Viertel der Kapazitäten an Wettbewerber vergeben muss. Das gilt demnach nur für stark ausgelastete Korridore mit ausgewiesenen Kapazitätsobergrenzen, wie es etwa für die Knoten München und Frankfurt geplant ist.
Diese sogenannte Wettbewerbsklausel gilt der BNetzA zufolge aber nur für Unternehmen, die einen vertakteten Verkehr anbieten. „Das bedeutet im Grundsatz, dass die Verbindung mindestens viermal täglich in zweistündigem Abstand zur gleichen Minute angeboten wird“, teilte die Behörde mit.

Warum klagt die Bahn?

Die Bahn kritisiert, dass die Trassenvergabe durch den Beschluss deutlich komplizierter werden könnte. Die Verkehrsunternehmen melden jedes Jahr bei DB InfraGo die Trassen an, auf denen sie während einer Fahrplanperiode unterwegs sein wollen.
Immer wieder kommt es dabei zu Konflikten, denn die Kapazitäten sind eng begrenzt – Fern-, Nah- und Güterverkehr teilen sich in Deutschland dasselbe Schienennetz.
Für den Netzfahrplan 2026 etwa musste die DB InfraGo eigenen Angaben zufolge deshalb mehr als 5.600 Konflikte regeln. Das sei in den meisten Fällen auch gelungen, heißt es im Konzern. Die Kompromisse seien vor allem dadurch ermöglicht worden, dass Anbieter von vertakteten Verkehren ihren Takt aufgegeben haben, so dass auf der jeweiligen Trasse zeitliche Verschiebungen möglich wurden.
Doch mit der Wettbewerbsklausel der BNetzA hätten Fernverkehrsunternehmen keine Motivation mehr, den Takt aufzugeben. Schließlich sehe der Beschluss vor, dass nur vertaktete Verkehre bei der Vergabe der Trassen zum Zug kommen können. Kompromisse würden dadurch deutlich erschwert.

Wäre mehr Wettbewerb im Fernverkehr nicht gut für die Fahrgäste?

Der Fernverkehr in Deutschland wird zu 95 Prozent von der Deutschen Bahn dominiert. Der bekannteste Wettbewerber ist das Münchner Unternehmen Flix, das für 2028 ebenfalls eine neue Offensive im Fernverkehr angekündigt hat – mit Dutzenden neuen Zügen und Verbindungen. Ein weiterer Konkurrent, so die Hoffnung, könnte dafür sorgen, dass die Fahrpreise sinken und sich die Qualität erhöht.
In der Branche gibt es allerdings auch Befürchtungen. So warnt etwa der Bundesverband Schienennahverkehr, dass der Konflikt um Trassen am Ende zulasten des Regionalverkehrs gehen und damit die Anbindung insbesondere ländlicher Regionen gefährden könnte.
„Ein gut organisierter Wettbewerb muss auch ein gutes Angebot auf den weniger nachgefragten Verbindungen fernab der großen Städte sicherstellen“, teilte der Geschäftsführer des Interessenverbands Allianz pro Schiene, Dirk Flege, mit. Ein besseres Angebot im Fernverkehr bekämen die Fahrgäste nur, wenn der Bund den Wettbewerb ordne und ihm klare Regeln gebe.

Wie geht es nun weiter?

Bis zu einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts bleibt der Beschluss der BNetzA bestehen. Wann ein Urteil im Eilverfahren fällt, ist völlig offen. Inwiefern Italo seinen Markteinstieg von der BNetzA-Entscheidung beziehungsweise dem Urteil des VG Köln abhängig macht, ist nicht bekannt. (dpa/red)
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Wer vom Ziel nicht weiß – von Christian Morgenstern

Wer vom Ziel nicht weiß

Wer vom Ziel nicht weiß,
kann den Weg nicht haben,
wird im selben Kreis
all sein Leben traben;
kommt am Ende hin,
wo er hergerückt,
hat der Menge Sinn
nur noch mehr zerstückt.
Wer vom Ziel nichts kennt,
kann’s doch heut erfahren;
wenn es ihn nur brennt
nach dem Göttlich-Wahren;
wenn in Eitelkeit
er nicht ganz versunken
und vom Wein der Zeit
nicht bis oben trunken.
Denn zu fragen ist
nach den stillen Dingen,
und zu wagen ist,
will man Licht erringen;
wer nicht suchen kann,
wie nur je ein Freier,
bleibt im Trugesbann
siebenfacher Schleier.
Christian Morgenstern (1871–1914)
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Hamburger Finanzbeamtin soll wegen Cum-Ex-Affäre vor Gericht

Erstmals soll eine Vertreterin des Staates im Zuge des Cum-Ex-Skandals vor Gericht. Das Oberlandesgericht (OLG) Köln ließ die Anklage gegen die Hamburger Finanzbeamtin Daniela P. wegen Beihilfe zur versuchten Steuerhinterziehung zu, wie eine Gerichtssprecherin am Freitag bestätigte.
Zunächst hatte der WDR darüber berichtet. P. steht demnach im Verdacht, der Hamburger Warburg-Bank geholfen zu haben, zu Unrecht vereinnahmtes Steuergeld zunächst zu behalten.
Die Warburg-Bank war jahrelang an Cum-Ex-Geschäften beteiligt gewesen. Mit dem Verschieben von Aktien wurden dabei die Behörden ausgetrickst, so dass nicht gezahlte Kapitalertragsteuern zurückerstattet wurden.
Ab 2016 stand im Raum, dass die Bank zu Unrecht eingestrichene Gelder zurückzahlen muss. Die Kölner Staatsanwaltschaft wirft der Finanzbeamtin P. vor, als Sachgebietsleiterin im hamburgischen Finanzamt für Großunternehmen versucht zu haben, dies zu verhindern.
Laut der Anklageschrift, welche im Juni vergangenen Jahres eingereicht wurde, soll P. unter anderem ihren Vorgesetzten unvollständige und teils falsche Informationen geliefert haben. Das Landgericht Bonn ließ die Anklage jedoch nicht zu. Es liege „keine ausreichende Wahrscheinlichkeit“ vor, dass P. sich strafbar gemacht habe, zitierte der WDR aus der Entscheidung vom März.
Das Oberlandesgericht widersprach dem mit einem Beschluss vom Montag. „Anders als das Landgericht hat der Senat nach Aktenlage und deren vorläufiger Bewertung einen hinreichenden Tatverdacht, der für die Eröffnung des Hauptverfahrens erforderlich ist, als gegeben angesehen“, erklärte die Gerichtssprecherin. Es handele sich um eine „komplexe Beweislage“, die gerichtlich zu bewerten sei.
Hinter dem Cum-Ex-Skandal steht das womöglich umfassendste System der Steuerhinterziehung in der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Die Praxis war seit Anfang der 2000er Jahre bei vielen Banken im In- und Ausland üblich.
2021 bestätigte der BGH, dass sie strafbar ist. Es gab in dem Zusammenhang schon mehrere Verurteilungen anderer Angeklagter. Bislang wurden aber ausschließlich Banken und ihre Mitarbeiter belangt.
Der Hamburger Cum-Ex-Skandal rund um die Warburg-Bank reicht ohnehin bereits in die Politik hinein, denn sie betrifft auch den damaligen Ersten Bürgermeister der Hansestadt und späteren Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).
Er hatte den Chef der Bank, Christian Olearius, mehrmals getroffen. An den Inhalt der Gespräche habe er aber keine Erinnerung, sagte Scholz in einem entsprechenden Untersuchungsausschuss.(afp/red)
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„Team Freiheit“-Wahlkampagne stößt auf Kritik: „Haben offenbar einen Nerv getroffen“

Mit den Slogans für seine Werbekampagne zur anstehenden Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat das Team Freiheit für Wirbel unter den politischen Mitbewerbern gesorgt.
Mit provokanten Sprüchen wie „Ganz Mecklenburg-Vorpommern hasst das Finanzamt“, „Staats-abtragend“ oder „Steuern sind Raub“ zeigt sich die Kleinpartei um die ehemalige AfD-Politikerin Frauke Petry und den kurzzeitigen thüringischen FDP-Ministerpräsidenten Thomas L. Kemmerich libertär und antietatistisch.
Mitglieder der Schweriner Regierungsparteien SPD und Linke reagierten darauf mit scharfer Kritik.
Hennis Herbst, Vorsitzender des Landesverbandes der Linken in Mecklenburg-Vorpommern, warf dem Verein vor, mit seiner Wahlkampagne das Finanzamt als Feindbild zu „markieren“ und Hass gegen den Staat und die Menschen, die für ihn arbeiten, zu säen. Er erklärte zudem, dass das Team Freiheit damit zeige, dass es eine „Klientelpartei von Superreichen“ sei.

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Gegenüber Epoch Times erklärte Petry, die Reaktion der Mitbewerber bestätige den Spruch „getroffene Hunde bellen“. Im Internet hingegen gebe es viel Zuspruch, was zeige, dass man offenbar einen Nerv getroffen habe. „Ich glaube, wir sprechen einfach aus, was eine ganze Reihe von Wählern denkt.“
Für Kemmerich sei man auch eine „Klientelpartei“. „Und zwar für die Leistungsträger der Gesellschaft. Die haben keine Lobby mehr. Rechts und links wird in deren Taschen gegriffen und das Symptom dafür ist halt das Finanzamt.“

Team Freiheit will AfD unterstützen

Laut Petry sei das Team Freiheit die einzige Partei in Deutschland, die sich dem Staat kritisch widmet. „Früher haben das mal die Linken gemacht, aber nur, solange sie selbst nicht in Amt und Würden waren.“ Inzwischen würden sie den Staat als Machtinstrument gegen die Bürger missbrauchen.
„Wir kennen etliche Mitarbeiter verschiedener Finanzämter. Die finden die Kampagne großartig, weil sie ausreichend Humor haben, um zu verstehen, worum es dabei geht.“
In Mecklenburg-Vorpommern seien die Regierungsparteien aufgrund massiver Affären aufgefallen, über die man reden müsse. „Ob es sich um verbrannte Steuerakten handelt, die Stiftung von Frau Schwesig oder Projekte in Schwerin, wo ein CDU-SPD-Geklüngel herrscht.“
Petry befürchtet, dass sich trotz einer AfD, die in Mecklenburg-Vorpommern in Umfragen über 30 Prozent erreicht, nichts ändern würde, wenn niemand mit ihr zusammenarbeitet. Daher zeigt sie sich offen für eine Unterstützung der AfD: „Deswegen ist einer unserer Slogans auch ‚Brandmauer weg‘.“
Sie zeigt sich kämpferisch, was einen möglichen Wahlerfolg betrifft: „Es heißt, man braucht 50.000 Stimmen für die Fünf-Prozent-Hürde und wir kämpfen um jede einzelne.“
In der INSA-Umfrage Anfang August liegt die AfD in dem nördlichen Bundesland mit 36 Prozent als stärkste Partei vor der SPD mit 29 Prozent. Die Linke folgt mit 11 Prozent, die CDU mit 10 Prozent. Die Grünen stehen bei 5 Prozent und FDP sowie das BSW würden unter der Fünf-Prozent-Hürde bleiben.
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Petry zu „Team Freiheit“-Wahlkampagne: „Haben offenbar einen Nerv getroffen“

Am Montag (10.8.) stellte der Verein „Team Freiheit“ seine Wahlplakate für die anstehende Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern vor. Die verwendeten Slogans zogen massive Kritik der Schweriner Regierungsparteien SPD und Linke nach sich. Darüber sprachen wir mit dem Vereinsvorsitzenden Thomas L. Kemmerich und der Vereinsgründerin Frauke Petry.
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Spanien: Chinesisches Autowerk an Marinehafen sorgt für Sicherheitsbedenken


In Kürze:

  • Chinas SAIC plant in Spanien ein großes Werk für Elektroautos – direkt an einem wichtigen Marinehafen.
  • Spanische Sicherheitsexperten warnen vor möglichen Risiken durch Spionage, Sabotage für die militärische Infrastruktur.
  • Ein NATO-Berater mahnt Europa, strategische Abhängigkeiten durch chinesische Investitionen nicht zu unterschätzen.

 
Der staatliche chinesische Autokonzern SAIC baut seine Präsenz in Europa weiter aus. Wie „La Voz de Galicia“ im Mai berichtete, wird der Elektroautobauer in mehreren Phasen seine erste Fabrik in Europa errichten. Der Konzern plant, in einer ersten Phase etwa 200 Millionen Euro in die Standorte in Ferrol und As Pontes zu investieren.
Im Jahr 2028 sollen laut „Euractiv“ die Baumaßnahmen abgeschlossen sein.

SAIC bald Tür an Tür mit staatlichem Rüstungsriesen Navantia?

Der Standort im Außenhafen von Ferrol in der Region Galizien hat in spanischen Sicherheitskreisen Bedenken hervorgerufen. In unmittelbarer Nähe befindet sich sensible militärische Infrastruktur. Die Bucht von Ferrol ist ein bedeutender spanischer Marinestützpunkt. Schon jetzt liegen dort fünf Fregatten des Typs F-100, die regelmäßig an NATO-Einsätzen teilnehmen.
Dazu kommt der staatliche Rüstungskonzern Navantia, der unter anderem moderne Kriegsschiffe für die spanische Marine baut.
Das geplante SAIC-Gelände befindet sich an der Hafeneinfahrt und damit an einer Route, die auch spanische Marineschiffe auf dem Weg in den Atlantik nutzen.
Der Hafen von Ferrol wird sowohl militärisch als auch zivil genutzt. Im Juni hatte SAIC ein Logistikschiff entsandt, um die Infrastruktur des Hafens mit Blick auf die geplante Investition zu begutachten.

Investition in Spanien ruft Argwohn in Sicherheitskreisen hervor

Während sich die Regionalregierung über die Aussicht auf Steuereinnahmen und neue Arbeitsplätze freut, hat das spanische Institut für Strategische Studien (IEEE) Bedenken geäußert. In einem kürzlich veröffentlichten Papier warnt der vom Verteidigungsministerium finanzierte Thinktank vor wachsendem Einfluss des kommunistischen Regimes in Peking auf Europa.
Chinesische Seestreitkräfte, so heißt es darin, könnten Handelshäfen in aller Welt für Spionage und Sabotage nutzen. Außerdem sei die chinesische Präsenz an solchen Orten auch mit potenziellen militärischen Nutzungsmöglichkeiten verbunden. Der Verfasser des Papiers, Abel Romero Junquera, spricht von der Möglichkeit, „Einfluss und Kontrolle über Hafenterminals auf der ganzen Welt“ auszuüben.
Stellen des Regimes könnten die Hafeninfrastruktur auch „für Spionage und die Beschaffung von Geheimdienstinformationen“ nutzen. Ferner wäre China potenziell in einer besseren Lage, die zivilen und militärischen Aktivitäten Dritter auszuspionieren.

Sicherheitsfrage: Bleibt Spanien im Krisenfall handlungsfähig?

Gegenüber „Euractiv“ erklärte ein NATO-Sprecher, im Bündnis sei man sich Risiken dieser Art bewusst. China versuche fortlaufend, strategische Vorteile zu erlangen. Institutionelle Kooperationsvereinbarungen mit staatlich kontrollierten oder verbundenen Einrichtungen spielten dabei eine bedeutende Rolle.
Auch Spanien, so bemerkte Verteidigungs- und Sicherheitsexperte António Brás Monteiro gegenüber dem Medium, verfüge über rechtliche Mechanismen zur Überprüfung ausländischer Investitionen mit potenziell sensiblen Nebeneffekten auf kritische Infrastruktur und nationale Sicherheit. Die Herausforderung bestehe jedoch darin, die Mechanismen auf dem neuesten Stand zu halten.
Allerdings, so Monteiro, bewerteten europäische Regierungen strategische Investitionen „oft als isolierte geschäftliche Transaktionen“. Eines Tages stünden sie jedoch infolge eines kumulativen Effekts in Abhängigkeiten, die gegen sie instrumentalisiert werden könnten. Spanien müsse sich die Frage stellen:
„Wenn Europa morgen mit einer schweren Sicherheitskrise konfrontiert wäre, hätte Spanien dann weiterhin vollständige operative Freiheit über diese Infrastruktur?“

Regionalregierung stuft SAIC-Investition als „strategisches Industrieprojekt“ ein

Die galizische Regionalregierung hat das Vorhaben als „strategisches Industrieprojekt“ eingestuft und das Genehmigungsverfahren beschleunigt. Regionalpräsident Alfonso Rueda begrüßte das Vorhaben als wichtig, um der drohenden Deindustrialisierung der Region entgegenzuwirken.
Angesichts der Kritik aus Sicherheitskreisen erklärte Rueda, er sei „schockiert“ über die Berichte. Gleichzeitig lässt der Politiker der konservativen PP Zweifel an der Substanz der geäußerten Bedenken erkennen:
„Es ist ein wenig überraschend, dass zum jetzigen Zeitpunkt das größte Risiko für die nationale Sicherheit von einem Automobilwerk ausgehen soll, das sich in Ferrol ansiedeln will.“
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Streit mit den Eltern, kaum Zeit für Freunde: Macht Ihr soziales Leben Sie schleichend krank?

Wer gute Freundschaften pflegt und enge soziale Bindungen hat, dem geht es einer aktuellen Studie zufolge sowohl körperlich als auch psychisch besser. Zu diesem Ergebnis kommen Forschende der Kütahya Health Sciences University in der Türkei. Der Einfluss guter familiärer Beziehungen in der Kindheit auf das Wohlbefinden falle dagegen schwächer aus, schreibt das Team um Veli Durmus im Fachjournal „Journal of Mental Health“.
Für die Untersuchung wurden die Angaben von 204.907 Menschen ab 18 Jahren ausgewertet. Die Daten stammen aus der ersten Phase der sogenannten Global Flourishing Study (GFS), für die Menschen aus 22 Ländern in Europa, Amerika, Asien, Ozeanien, dem Nahen Osten und Afrika zu Faktoren für ein gelingendes Leben befragt wurden.
Am zufriedensten mit ihren Freundschaften und Beziehungen scheinen laut der Studie die Menschen in Indonesien zu sein, in Japan hingegen wurden die niedrigsten Werte ermittelt. Die Teilnehmenden bewerteten selbst, wie zufrieden sie mit ihren Freundschaften, ihren Beziehungen und ihrer psychischen sowie körperlichen Gesundheit sind. Die Forschenden berücksichtigten daneben auch das Einkommen und den Bildungsstand der Befragten.

Soziales Umfeld verändert sich im Lauf des Lebens

Diejenigen, die am zufriedensten mit ihren Freundschaften und Beziehungen waren, berichteten auch am häufigsten von einer insgesamt besseren psychischen und körperlichen Gesundheit. Wer die Beziehungen zu seinen Eltern in der Kindheit als positiv erinnert, zeigte ähnliche Ergebnisse, jedoch schwächer ausgeprägt. Der Einfluss von Beziehungen in der Kindheit sei nicht unveränderlich, betont Durmus. Freundschaften, Partnerschaften und andere soziale Kontakte könnten die Wirkung früherer Erfahrungen im weiteren Leben verstärken oder abschwächen.
Durmus zieht daraus den Schluss, „dass Beziehungen in der Kindheit zwar eine Rolle spielen, jedoch kein vollständiges Bild wiedergeben“. Das soziale Umfeld eines Menschen verändere sich im Laufe des Lebens ständig und Freundschaften, Partnerschaften und andere Beziehungen könnten den Einfluss früherer Erfahrungen verstärken oder abmildern, erklärte der Wissenschaftler. Er fordert die Politik auf, den Einfluss dieser emotionalen und sozialen Bindungen auf die psychische und körperliche Gesundheit zu berücksichtigen, wenn Strategien für die Gesundheitspolitik entwickelt werden.
Gute soziale Beziehungen seien eine „universelle Säule“ des Wohlbefindens, resümiert die Studie. Die Aussagekraft der Ergebnisse ist jedoch begrenzt, weil die Daten lediglich auf Selbstauskünften beruhen. Sie spiegeln damit die subjektive Einschätzung der Befragten wider. (dpa/red)
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Übersicht zu Waldbränden: Diese Teile von Deutschland sind besonders betroffen


In Kürze:

  • Waldbrand bedroht die Eifel: Die Gemeinde Hürtgenwald wurde wegen eines sich ausbreitenden Waldbrandes evakuiert.
  • Mehrere Brandherde: Auch im Saarland, in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt kämpfen Einsatzkräfte gegen größere Wald- und Flächenbrände.
  • Hohe Waldbrandgefahr: Für zahlreiche Regionen Deutschlands wird angesichts von Hitze und Trockenheit eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr erwartet.

 
Am Freitag, 14. August, hat sich die Waldbrandlage in Deutschland an mehreren Stellen zugespitzt.
Ein Fokus liegt dabei auf die Gemeinde Hürtgenwald in der Eifel in Nordrhein-Westfalen.
Aber auch im Saarland, in Niedersachsen und in Sachsen-Anhalt sind Feuerwehren gegen größere Wald- und Flächenbrände im Einsatz.
Dazu kommt eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr in mehreren weiteren Bundesländern.

Flammen rücken bis auf 400 Meter an Ortsteil heran

Beim großen Waldbrand bei Hürtgenwald leitete die zuständige Feuerwehr am frühen Morgen von Freitag, 14. August, die Evakuierung des Ortsteil Gey ein. Zuvor hatte sich nach Angaben der Polizei der Wind gedreht und die Lage vor der von 1.800 Menschen bewohnten Ortschaft verschärft. Der Waldbrand hatte sich weiter in Richtung Gey ausgebreitet und kam bereits auf etwa 400 Meter heran.
In der Nacht hat die Dunkelheit die Brandbekämpfung aus der Luft eingeschränkt. Ein Löschhubschrauber kam zum Einsatz. Einsatzkräfte beschrieben die Situation als unübersichtlich. Der Landkreis Düren berief einen Krisenstab ein, der die Lage im Blick behalten soll.
Aufgrund der anhaltenden Gefahr forderten die zuständigen Behörden die Bewohner der Ortschaft dazu auf, ihre Häuser zu verlassen. Sie sollten nur die wichtigsten Gegenstände wie Ausweisdokumente oder dringend benötigte Medikamente mitnehmen. Am Freitagmorgen hieß es, die Evakuierung sei abgeschlossen.

Waldbrände in mehreren Bundesländern

Hürtgenwalds Bürgermeister, Stephan Cranen, sprach gegenüber dem WDR von einer Evakuierung, die „vorsichtshalber“ angeordnet worden sei. Von drei Bränden sei es gelungen, zwei in den Griff zu bekommen. Allerdings habe der dritte sich „in der Nacht leider noch weiter ausgebreitet Richtung Gey und auch Richtung des alten Munitionslagers in Düren“. Man hoffe jedoch, die Lage jetzt in den Griff zu bekommen.
Die Behörden veranlassten außerdem die Sperre mehrerer Straßen und Waldgebiete.
Hürtgenwald ist unterdessen nicht die einzige von Waldbränden betroffene Gemeinde.
So standen dem „Deutschlandfunk“ zufolge bei Ottweiler in Saarland am Freitagmorgen noch bis zu 10 Hektar Wald in Flammen. Vier der mehreren hundert im Einsatz befindlichen Feuerwehrleute mussten wegen der Belastung durch Rauch und Hitze medizinisch behandelt werden.

Autobahn A1 in Richtung Bremen mehrere Stunden gesperrt

In Benneckenstein im Harz in Sachsen-Anhalt konnten die Einsatzkräfte am Donnerstag mit 250 Mann und einem Löschfahrzeug einen größeren Waldbrand unter Kontrolle bekommen. Auch eine Rauchwarnung ist mittlerweile aufgehoben. Allerdings ist davon auszugehen, dass in den kommenden Tagen noch Nachlöscharbeiten erforderlich sein werden.
In Magdeburg-Cracau wurde eine Rauchwarnung im Zusammenhang mit dem Brand eines Getreidefelds erlassen.
Für mehrere Stunden musste am Donnerstag laut „buchholz-aktuell.de“ die Autobahn A1 in Richtung Bremen zwischen dem Buchholzer Dreieck und Rade gesperrt werden.
Grund dafür war eine Brandentwicklung am Seitenstreifen, die in weiterer Folge auf angrenzende Waldflächen übergriff. Mehr als 100 Feuerwehrleute bekämpften den Brand auf einer Fläche von etwa 5.000 Quadratmetern.

Hitze und Trockenheit können auch am Wochenende Brände begünstigen

Für das Wochenende sind weitere Brände zu befürchten, in zahlreichen Regionen Deutschlands ist von einer erheblichen Waldbrandgefahr auszugehen.
In NRW, dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gilt die Lage als angespannt.
In nahezu allen Teilen von Niedersachsen wurde am Donnerstag die zweithöchste Warnstufe ausgerufen. Lediglich an der Küste und in Teilen des Harzes geht man von einem geringeren Risiko aus.

Bis zu 39 Grad und Gewitter erwartet

In vielen Teilen Deutschlands werden am Wochenende noch einmal Temperaturen zwischen 32 und 39 Grad erwartet.
Einige Regionen rechnen mit Gewittern, die Blitzschlag als zusätzlichen Risikofaktor für Waldbrände schaffen.
Für Samstag sind in einigen Regionen höchste Warnstufe möglich. In Baden-Württemberg wiesen dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge zuletzt sämtliche 61 erfassten Stationen mindestens die dritthöchste Gefahrenstufe auf.
Auch Bayern und auch die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg sind von erhöhter Gefahr betroffen. Eine hohe Warnstufe bedeutet nicht automatisch, dass bereits Brände ausgebrochen sind. Sie beschreibt eine abstrakte Gefahrenlage. Davon sind konkrete Gefahren- oder Evakuierungslagen zu unterscheiden.

Bundesfeuerwehr als Teil des SPD-Hitzeschutzplans

Angesichts der hohen Zahl an Waldbränden sprach sich Esra Limbacher, einer der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, in der „Rheinischen Post“ für eine „Bundesfeuerwehr“ aus.
Diese solle den regionalen Einheiten als Unterstützungseinheit für besonders große Waldbrände zur Verfügung stehen. Limbacher gehört zu den Autoren des jüngst vorgelegten Hitzeschutzplans der SPD – und die Idee ist auch in diesem bereits verankert.
Mit Material der Nachrichtenagenturen