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Wegen Jesus-Beitrag: CDU-Politikerin Bosbach reicht Beschwerde gegen Böhmermann ein

Jan Böhmermann hat sich erneut Ärger wegen einer Aussage eingehandelt. Der umstrittene Moderator der ebenso umstrittenen ZDF-Sendung „Magazin Royale“ hat dieses Mal den Zorn der Bundestagsabgeordneten Caroline Bosbach auf sich gezogen. Diese hat beim Fernsehrat des Senders Beschwerde eingereicht, weil Böhmermann ihrer Ansicht nach in der Sendung „Wie die Kirche im Osten die AfD bekämpft“ vom 2. Oktober Jesus Christus verunglimpft hat.

Bosbach: Verunglimpfend und verletzend

So sagte der 45-Jährige vor einem im Hintergrund gezeigten Kruzifixes: „In der Kirche wird auch nicht eine dusselige Deutschlandfahne angebetet, sondern was Anständiges. Ein genderfluider, bineugieriger, halbnackter POC Otter, eine smoking hot skinny legend, an einem auf dem Kopf stehenden Teufelssymbol, check it out.“
POC steht für Person of Color und bezeichnet Menschen, die von Rassismus betroffen sind. „Otter“ ist im Schwulenslang ein „eher schlanker bis athletischer, deutlich behaarter Mann“.
Aus Sicht der Christdemokratin „hat das ZDF hier den Bogen nicht überspannt, sondern reißen lassen“, schreibt sie auf Instagram. Für die Verächtlichmachung christlicher Glaubensinhalte gebe es im öffentlich-rechtlichen Programm zahlreiche Beispiele. „Aber das hier schießt dem Fass den Boden aus“, schimpft sie. Die Darstellung von Jesu Christi sei verunglimpfend und verletzend“.
Das ZDF verstoße gegen seine eigenen Qualitäts- und Programmrichtlinien. Es müsse darauf zu achten, „dass Sendungen und Telemedienangebote den religiösen Glauben nicht verächtlich machen oder herabwürdigen“. In ihrer Beschwerde, die gemeinsam mit dem Böhmermann-Beitrag auf Instagram veröffentlicht hat, betont sie, dass Satire „gesetzliche Programmgrundsätze nicht außer Kraft“ setzten.

Politikerin sieht unnötiges schüren von Konflikten

Religiöse Themen und kultische Handlungen müssten „mit der ihnen gebührenden Ehrfurcht und Sorgfalt“ dargestellt werden. „Und ich frage mich: Würde das ZDF Mohammed genauso darstellen?“ schreibt sie am Ende ihres Instagram-Posts.
Die 36-jährige Politikerin, die seit 2025 dem Bundestag angehört, wirft dem ZDF zudem vor, einen “interreligiösen Kampf“ anzuzetteln und „unnötig gesellschaftliche Konflikte“ zu schüren.
Die Sendung vom 2. Oktober hatte bereits für Aufregung gesorgt, weil Böhmermann in einem Einspieler auf einem Motorroller der Marke Simson Schwalbe von einem Lkw überfahren wird. Kritiker verstanden das als Anspielung auf den AfD-Politiker Ulrich Siegmund, der während seines Wahlkampfes auf einem ebensolchen Zweirad unterwegs war.
Der Sender wies die Kritik zurück. Das „ZDF Magazin Royale“ behandele satirisch aktuelle Themen. Teil davon sei es auch, „ironische Mehrdeutigkeit als Stilmittel zu nutzen, um Pointen zu erzeugen“. Auf bestimmte Personen sei kein Bezug genommen worden. Allerdings kommt Siegmund in der Sendung mehrfach vor, auch wird er auf einer Simson dargestellt.