Category: ticker
In Kürze:
- Odysseus ist einer der bekanntesten Helden der griechischen Mythologie.
- Seine Irrfahrt nach dem gewonnenen Krieg gegen Troja erzählt der griechische Dichter Homer in dem Epos „Odyssee“.
- Auf seiner zehnjährigen Reise begegnet Odysseus nicht nur Riesen, Monstern, Sirenen und einer Zauberin, sondern auch der Konsequenz.
- Jeder Fehltritt von ihm und seinen Männern endet mit einer göttlichen Bestrafung und lehrt früher wie heute, wie wir richtig handeln sollten.
Wer war Odysseus?

Diese Marmorstatue soll den griechischen Helden Odysseus darstellen.
Foto: gemeinfrei
Die „Odyssee“ – das Vorbild heutiger Romane
„Sage mir, Muse, die Taten des vielgewanderten Mannes,
Welcher so weit geirrt nach der heiligen Troja Zerstörung,
Vieler Menschen Städte gesehn und Sitte gelernt hat
Und auf dem Meere so viel unnennbare Leiden erduldet,
Seine Seele zu retten und seiner Freunde Zurückkunft.
Aber die Freunde rettet’ er nicht, wie eifrig er strebte;
Denn sie bereiteten selbst durch Missetat ihr Verderben […]“

Odysseus ist wieder in Ithaka und beseitigt die Freier in seinem Zuhause.
Foto: gemeinfrei
Zehn Jahre Irrfahrt – und ihre Lehren daraus

Ungefähre Reiseroute von Odysseus gemäß der Erzählung „Odyssee“ von Homer und Lokalisierungsversuchen von Forschern.
Foto: Epoch Times; dikobraziy/iStock
1. Troja

„Blick auf das brennende Troja“, ein Gemälde von Johann Georg Trautmann (1713–1769).
Foto: gemeinfrei
2. Land der Kikonen
3. Land der Lotophagen

Odysseus bringt seine von Lotusfrüchten beeinflussten Männer zu seinen Schiffen.
Foto: gemeinfrei
4. Insel der Kyklopen

„Odysseus und Polyphem“, gemalt von Arnold Böcklin (1827–1901).
Foto: gemeinfrei
„Vater! Erderschütterer und Meeresgott! Hier ist dein Sohn Polyphem. Möge Odysseus niemals den Weg nach Hause finden. Sollten die Erinnyen aber verlangen, dass er zu seiner Familie zurückkehrt, soll ihm das nur nach Jahren der Tortur und des Leids gelingen, ganz allein mit all seinen Schätzen, nachdem er seine Gefährten und Schiffe verloren hat.“
5. Insel des Aiolos

„Aiolos überreicht Odysseus die Winde“, gemalt von Isaac Moillon (1614–1673).
Foto: gemeinfrei
6. Land der Laistrygonen

Diese künstlerische Darstellung zeigt Odysseus bei den Laistrygonen.
Foto: gemeinfrei
7. Insel Aiaia der Zauberin Kirke

Das Fresko von Giovanni Battista Trotti (1555–1619) zeigt die Zauberin Kirke, die Odysseus’ Männern ihre menschliche Gestalt zurückgibt.
Foto: gemeinfrei
8. Die Unterwelt

„Theresias erscheint dem Ulysseus [Odysseus] während der Opferung“, ein Gemälde von Johann Heinrich Füssli (1741–1825).
Foto: gemeinfrei
9. Insel der Sirenen

„Odysseus und die Sirenen“, ein Gemälde von Herbert James Draper (1863–1920).
Foto: gemeinfrei
10. Meerenge der Skylla und des Charybdis

„Odysseus vor Skylla und Charybdis“, ein Gemälde von Henry Fuseli (1741–1825).
Foto: gemeinfrei
11. Insel Thrinakia von Sonnengott Helios

„Die Gefährten des Odysseus rauben die Rinder des Helios“ von dem Maler Pellegrini Tibaldi (1527–1596).
Foto: gemeinfrei
12. Ogygia von Nymphe Kalypso

„Hermes befiehlt Calypso, Odysseus freizulassen“ von Gerard de Lairesse (1641–1711).
Foto: gemeinfrei
13. Scheria

„Odysseus am Hofe des Alkinoos“ von Francesco Hayez (1791–1882).
Foto: gemeinfrei

Ein Papyrus aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. mit einem Ausschnitt aus der „Odyssee“.
Foto: Zunkir/Wikimedia Commons | CC BY-SA 4.0
Das prophezeite Ende
Buchtipp: „Odyssee“
Seitenzahl: 352
ISBN: 978-3-351-04212-7

Das Buch „Odyssee“ von Stephen Fry.
Foto: Verlag Aufbau
In Kürze
- KPCh ordnet mehr politische Schulungen und ideologische Vorgaben in katholischen Kirchen an.
- Gläubige berichten von Überwachung, Reisebeschränkungen und staatlicher Kontrolle.
- Kritiker sehen eine weitere Einschränkung der Religionsfreiheit in China.
Kirchen müssen politische Vorgaben umsetzen
Gläubige berichten von wachsender Überwachung
Kontakte ins Ausland eingeschränkt
Politische Schulungen verdrängen das Gemeindeleben
Behörden greifen auch in den Gottesdienst ein

Chinesische Katholiken knien und beten am 9. April 2017 während der Palmsonntagsmesse in einer sogenannten Untergrund- oder nicht offiziell anerkannten Kirche nahe Shijiazhuang in der Provinz Hebei.
Foto: Kevin Frayer/Getty Images
Vatikan-Abkommen bleibt umstritten
„Das größte bildungspolitische Projekt“
Einheitliche Standards
30 Minuten pro Woche und Kind
Erfahrungen aus Startchancen-Schulen
Sommersonne als trügerische Sicherheit
Die Gefahr der Überdosierung
Warum ich jeden Spiegel messe – und warum das der entscheidende Schritt ist
Fazit
Beleites: Hymne einer Diktatur
In Kürze:
- München hat wegen Trockenheit und hoher Wasserverbräuche eine befristete Allgemeinverfügung zum Wassersparen erlassen.
- Zwischen 9 und 19 Uhr gelten unter anderem Verbote für Poolbefüllung, Gartenbewässerung und private Wasserspiele.
- Bei Verstößen drohen Bußgelder von 50 Euro bis zu 50.000 Euro.
- Die Maßnahmen gelten zunächst bis zum 1. August und können je nach Wetterlage verlängert oder angepasst werden.
Wasserknappheit: München verzichtet auf das Reinigen der Fenster im Rathaus
Bußgelder bis zu 50.000 Euro drohen
Stadtwerke sollen Wasserstrategie für München erarbeiten
Mehrere Regionen schränken Wasserentnahme ein
In Kürze:
- Nach einem Steinwurf auf einen Streifenwagen im Juni hat die Polizei in Kiel eine DNA-Reihenuntersuchung im Hochhaus „Weißer Riese“ durchgeführt.
- Mehr als 80 Prozent der angetroffenen Bewohner gaben freiwillig eine DNA-Probe ab; zusätzlich gingen neue Hinweise bei den Ermittlern ein.
- Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines mutmaßlichen Tötungsdelikts, da der herabgeworfene Stein tödliche Folgen hätte haben können.
Amtsgericht Kiel hatte DNA-Reihenuntersuchung genehmigt
Etwa 100 Beamte und zwei Drohnen im Einsatz
Verwandtensuche teilweise erlaubt – freie DNA-Recherche in privaten Datenbanken nicht
Ringen um das Präsidentenamt
Anfrage an die EU-Kommission gestellt?

Abgeordnete, darunter der ungarische Ministerpräsident Peter Magyar (erste Reihe, M. l.) und Außenministerin Anita Orbán (r.), stimmen am 13. Juli 2026 bei der außerordentlichen Sitzung des Parlaments im Abgeordnetenhaus in Budapest, Ungarn, über eine Verfassungsänderung ab.
Foto: Attila Kisbenedek / AFP via Getty Images
Rückgewinnung staatlicher Vermögenswerte
Orbán-Amt soll aufgelöst werden
Staatsrundfunk zeitweilig abgeschaltet
Protest des Polnische Journalistenverband
Deutschland soll nicht bei Verteidigung sparen
Was macht Merz nach einem AfD-Wahlsieg?
Kürzungen im Sozialbereich
Reformkurs: „Die Koalition hat Tritt gefasst“
ASML – das wertvollste Unternehmen Europas
Börsenkurs der Niederländer steigt
Abwärts ging es für IBM
Große Rechnersysteme im Umbruch
Lockerungen bei Lkw-Fahrverbot
Ausgabe papierhafter Kassenbelege schrittweise abschaffen
In Kürze
- 1,6 Millionen Tonnen Weltkriegsmunition bedrohen Nord- und Ostsee.
- Die Munition ist fast vollständig korrodiert, Schadstoffe treten aus.
- Fische in den Gebieten erkranken viermal häufiger an Tumoren.
- Zum Umgang mit Munition im Meer gibt es keine einheitliche Gesetzgebung.
- Badeurlaube sind noch möglich.
Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden Waffen und Munition schnell entsorgt. Schiffe, beladen mit Bomben, Granaten und Minen, fuhren aufs Meer hinaus und warfen die Ladung über Bord.
Niemand dachte seinerzeit daran, dass diese Altlasten Jahrzehnte später einmal zur Gefahr werden könnten. Der Expertenkreis „Munition im Meer“ hat dazu Daten an das Umweltbundesamt (UBA) weitergeleitet. Diese zeigen, dass hunderte Quadratkilometer des Meeresbodens davon betroffen sind. Allein in der deutschen Ostsee liegen schätzungsweise 300.000 Tonnen Munition.

Munitionsreste am Meeresboden am Ausgang der Kieler Förde.
Foto: Forschungstauchzentrum CAU Kiel/dpa/dpa
Wo ist die Gefahr?
Die Kartierungen verzeichnen für den deutschen Ostseebereich insgesamt 50 munitionsbelastete Flächen. Darunter acht große, definierte Munitionsversenkungsgebiete. Zu den bekanntesten und stark belasteten Zonen gehören die Kolberger Bucht, die Lübecker Bucht und die Gewässer vor Usedom.
Die Kolberger Heide ist ein rund 12 Quadratkilometer großes Versenkungsgebiet. Es liegt nordöstlich der Kieler Außenförde. Laut historischen Rekonstruktionen des GEOMAR-Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel liegen hier über 1.000 Großobjekte, wie Grundminen, Torpedos und Fliegerbomben. Teils sollen diese nur zwei Kilometer vom Badestrand entfernt im flachen Wasser liegen, teilte der Naturschutzbund Deutschland (NABU) mit.
In der Lübecker Bucht liegen schätzungsweise 35.000 Tonnen konventionelle Munition. Neue Untersuchungen, die im Fachmagazin Nature publiziert wurden, dokumentieren in diesem Areal unter anderem die erhebliche Verklappung von Gefechtsköpfen der V1-Marschflugkörper.
Das flache Küstengebiet rund um die Gewässer vor Usedom ist vor allem wegen Fehlwürfen britischer Brandbomben im Zweiten Weltkrieg belastet. Laut den behördlichen Grundlagenberichten liegen hier nach Schätzungen etwa 1,2 Tonnen freier, weißer Phosphor.
Wer trägt die Verantwortung?
Jahrzehntelang war völlig unklar, wem diese Munition rechtlich gehört und wer für die Kosten der Bergung aufkommen muss. Mit dem Untergang des Deutschen Reiches 1945 wandelten sich die Eigentumsverhältnisse an Kriegsmaterial mehrmals durch Besatzungsrecht, Konfiskation und Sondergesetze der Alliierten.
Aus dieser Sachlage heraus entwickelte sich ein jahrelanger, politischer Streit um das Geld. Die betroffenen Küstenbundesländer wie Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern forderten eine finanzielle Beteiligung des Bundes.
Sie argumentierten, dass die Meere eine gesamtdeutsche Aufgabe seien. Der Bund verwies wiederum auf die Zuständigkeit der Länder für die Gefahrenabwehr vor ihren Küsten.
Kompetenzzentrum Munitionsbergung
Die Lösung der Finanzierung erfolgte schließlich, als der Bund ein Sofortprogramm in Höhe von 100 Millionen Euro auflegte. In diesem Zusammenhang fiel der Startschuss für das neue Bundeskompetenzzentrum Munitionsbergung aus dem Meer in Rostock.
Dort bündeln der Bund und die Küstenbundesländer Erkenntnisse, Kapazitäten und operative Ressourcen zum Thema Bergung und Entsorgung von Altmunition aus dem Meer. Inzwischen hat die Bundesregierung zugesichert, in Vorleistung zu treten und die laufenden Unterhaltskosten der Bergung in den kommenden sechs Jahren mit 50 Millionen Euro jährlich allein zu finanzieren. Danach soll mit den Ländern über eine solidarische Lastenteilung verhandelt werden.
Die Experten in Rostock koordinieren nicht nur die anstehenden Pilotbergungen in Mecklenburg-Vorpommern in der Wismarbucht, sondern treiben auch die Entwicklung moderner Unterwasser-Roboter voran. Weiterhin bereitet das Kompetenzzentrum den Einsatz einer schwimmenden Verbrennungsplattform vor.
Entsorgung auf dem offenen Meer
Die spezialisierten Roboter greifen die Altmunition vom Meeresboden auf und heben sie auf die Plattform. Dort wird das Material vollautomatisch durch Maschinen zerlegt. Anschließend wird der Sprengstoff an Bord bei hohen Temperaturen verbrannt. Damit keine giftigen Gase in die Luft entweichen, wirken Spezialfilter dem entgegen. Das übrig gebliebene Metall wird recycelt.
Mit dieser Lösung gehen allerdings auch Sicherheitsrisiken einher. Auf dem offenen Meer ist eine solche Industrieplattform ein mögliches Angriffsziel. Experten der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) warnen in einer Studie unter anderem vor Sabotage oder Angriffen aus der Luft.
Weiterhin stellen Unfälle eine zusätzliche Bedrohung dar. Beispielsweise könnte ein manövrierunfähiger Frachter die Verbrennungsplattform rammen. Nautische Experten der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) weisen darauf hin, dass ein solcher Zusammenstoß gravierende Folgen haben könnte.
Risiko Metall im Salzwasser
Die Metallhüllen der Munition in den Risikogebieten sind fast vollständig korrodiert.
Das giftige Sprengstoffpulver liegt offen im Wasser und löst sich langsam auf. Der weiße Phosphor vor Usedom sieht im nassen Zustand wie Bernstein aus. Wenn Spaziergänger ihn beispielsweise aufsammeln und er trocknet, kann er sich von selbst entzünden.
Forscher des Thünen-Instituts für Fischereiökologie untersuchten im DAIMON-Projekt, wie sich das Gift auf Tiere auswirkt. Sie fanden heraus, dass Fische aus den betroffenen Gebieten viermal häufiger an Tumoren erkranken. Die Schadstoffe werden ebenfalls von Muscheln aufgenommen, wodurch das Gift damit auch in die Nahrungskette gelangt.
Baden in der Ostsee noch möglich?
Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel messen die Wasserqualität regelmäßig. In einer im Fachmagazin Chemosphere veröffentlichten Arbeit schätzten sie, dass in der südwestlichen Ostsee bereits mehrere tausend Kilogramm der Chemikalien im Wasser schweben. Dennoch gibt das Umweltbundesamt Entwarnung für Badegäste, da sich die Schadstoffe bei der Größe der Ostsee verdünnen. Jedoch können nach Ansicht von Experten Schadstoffe zukünftig auch in die menschliche Nahrungskette gelangen. Dazu schreibt das Bundesumweltministerium:
„Diese Gefahr für die Umwelt nimmt von Jahr zu Jahr zu. Das ist insbesondere in der Ostsee ein Problem, weil sich ihr Wasser – durch den vergleichsweise kleinen Anschluss an Nordsee und Atlantik über den Skagerrak – nur etwa alle 100 Jahre austauscht. Dadurch steigt die Konzentration von Schadstoffen im Wasser der Ostsee mit der Zeit immer mehr.“
In Kürze
- 1,6 Millionen Tonnen Weltkriegsmunition bedrohen Nord- und Ostsee.
- Die Munition ist fast vollständig korrodiert, Schadstoffe treten aus.
- Fische in den Gebieten erkranken viermal häufiger an Tumoren.
- Zum Umgang mit Munition im Meer gibt es keine einheitliche Gesetzgebung.
- Badeurlaube sind noch möglich.
Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden Waffen und Munition schnell entsorgt. Schiffe, beladen mit Bomben, Granaten und Minen, fuhren aufs Meer hinaus und warfen die Ladung über Bord.
Niemand dachte seinerzeit daran, dass diese Altlasten Jahrzehnte später einmal zur Gefahr werden könnten. Der Expertenkreis „Munition im Meer“ hat dazu Daten an das Umweltbundesamt (UBA) weitergeleitet. Diese zeigen, dass hunderte Quadratkilometer des Meeresbodens davon betroffen sind. Allein in der deutschen Ostsee liegen schätzungsweise 300.000 Tonnen Munition.

Munitionsreste am Meeresboden am Ausgang der Kieler Förde.
Foto: Forschungstauchzentrum CAU Kiel/dpa/dpa
Wo ist die Gefahr?
Die Kartierungen verzeichnen für den deutschen Ostseebereich insgesamt 50 munitionsbelastete Flächen. Darunter acht große, definierte Munitionsversenkungsgebiete. Zu den bekanntesten und stark belasteten Zonen gehören die Kolberger Bucht, die Lübecker Bucht und die Gewässer vor Usedom.
Die Kolberger Heide ist ein rund 12 Quadratkilometer großes Versenkungsgebiet. Es liegt nordöstlich der Kieler Außenförde. Laut historischen Rekonstruktionen des GEOMAR-Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel liegen hier über 1.000 Großobjekte, wie Grundminen, Torpedos und Fliegerbomben. Teils sollen diese nur zwei Kilometer vom Badestrand entfernt im flachen Wasser liegen, teilte der Naturschutzbund Deutschland (NABU) mit.
In der Lübecker Bucht liegen schätzungsweise 35.000 Tonnen konventionelle Munition. Neue Untersuchungen, die im Fachmagazin Nature publiziert wurden, dokumentieren in diesem Areal unter anderem die erhebliche Verklappung von Gefechtsköpfen der V1-Marschflugkörper.
Das flache Küstengebiet rund um die Gewässer vor Usedom ist vor allem wegen Fehlwürfen britischer Brandbomben im Zweiten Weltkrieg belastet. Laut den behördlichen Grundlagenberichten liegen hier nach Schätzungen etwa 1,2 Tonnen freier, weißer Phosphor.
Wer trägt die Verantwortung?
Jahrzehntelang war völlig unklar, wem diese Munition rechtlich gehört und wer für die Kosten der Bergung aufkommen muss. Mit dem Untergang des Deutschen Reiches 1945 wandelten sich die Eigentumsverhältnisse an Kriegsmaterial mehrmals durch Besatzungsrecht, Konfiskation und Sondergesetze der Alliierten.
Aus dieser Sachlage heraus entwickelte sich ein jahrelanger, politischer Streit um das Geld. Die betroffenen Küstenbundesländer wie Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern forderten eine finanzielle Beteiligung des Bundes.
Sie argumentierten, dass die Meere eine gesamtdeutsche Aufgabe seien. Der Bund verwies wiederum auf die Zuständigkeit der Länder für die Gefahrenabwehr vor ihren Küsten.
Kompetenzzentrum Munitionsbergung
Die Lösung der Finanzierung erfolgte schließlich, als der Bund ein Sofortprogramm in Höhe von 100 Millionen Euro auflegte. In diesem Zusammenhang fiel der Startschuss für das neue Bundeskompetenzzentrum Munitionsbergung aus dem Meer in Rostock.
Dort bündeln der Bund und die Küstenbundesländer Erkenntnisse, Kapazitäten und operative Ressourcen zum Thema Bergung und Entsorgung von Altmunition aus dem Meer. Inzwischen hat die Bundesregierung zugesichert, in Vorleistung zu treten und die laufenden Unterhaltskosten der Bergung in den kommenden sechs Jahren mit 50 Millionen Euro jährlich allein zu finanzieren. Danach soll mit den Ländern über eine solidarische Lastenteilung verhandelt werden.
Die Experten in Rostock koordinieren nicht nur die anstehenden Pilotbergungen in Mecklenburg-Vorpommern in der Wismarbucht, sondern treiben auch die Entwicklung moderner Unterwasser-Roboter voran. Weiterhin bereitet das Kompetenzzentrum den Einsatz einer schwimmenden Verbrennungsplattform vor.
Entsorgung auf dem offenen Meer
Die spezialisierten Roboter greifen die Altmunition vom Meeresboden auf und heben sie auf die Plattform. Dort wird das Material vollautomatisch durch Maschinen zerlegt. Anschließend wird der Sprengstoff an Bord bei hohen Temperaturen verbrannt. Damit keine giftigen Gase in die Luft entweichen, wirken Spezialfilter dem entgegen. Das übrig gebliebene Metall wird recycelt.
Mit dieser Lösung gehen allerdings auch Sicherheitsrisiken einher. Auf dem offenen Meer ist eine solche Industrieplattform ein mögliches Angriffsziel. Experten der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) warnen in einer Studie unter anderem vor Sabotage oder Angriffen aus der Luft.
Weiterhin stellen Unfälle eine zusätzliche Bedrohung dar. Beispielsweise könnte ein manövrierunfähiger Frachter die Verbrennungsplattform rammen. Nautische Experten der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) weisen darauf hin, dass ein solcher Zusammenstoß gravierende Folgen haben könnte.
Risiko Metall im Salzwasser
Die Metallhüllen der Munition in den Risikogebieten sind fast vollständig korrodiert.
Das giftige Sprengstoffpulver liegt offen im Wasser und löst sich langsam auf. Der weiße Phosphor vor Usedom sieht im nassen Zustand wie Bernstein aus. Wenn Spaziergänger ihn beispielsweise aufsammeln und er trocknet, kann er sich von selbst entzünden.
Forscher des Thünen-Instituts für Fischereiökologie untersuchten im DAIMON-Projekt, wie sich das Gift auf Tiere auswirkt. Sie fanden heraus, dass Fische aus den betroffenen Gebieten viermal häufiger an Tumoren erkranken. Die Schadstoffe werden ebenfalls von Muscheln aufgenommen, wodurch das Gift damit auch in die Nahrungskette gelangt.
Baden in der Ostsee noch möglich?
Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel messen die Wasserqualität regelmäßig. In einer im Fachmagazin Chemosphere veröffentlichten Arbeit schätzten sie, dass in der südwestlichen Ostsee bereits mehrere tausend Kilogramm der Chemikalien im Wasser schweben. Dennoch gibt das Umweltbundesamt Entwarnung für Badegäste, da sich die Schadstoffe bei der Größe der Ostsee verdünnen. Jedoch können nach Ansicht von Experten Schadstoffe zukünftig auch in die menschliche Nahrungskette gelangen. Dazu schreibt das Bundesumweltministerium:
„Diese Gefahr für die Umwelt nimmt von Jahr zu Jahr zu. Das ist insbesondere in der Ostsee ein Problem, weil sich ihr Wasser – durch den vergleichsweise kleinen Anschluss an Nordsee und Atlantik über den Skagerrak – nur etwa alle 100 Jahre austauscht. Dadurch steigt die Konzentration von Schadstoffen im Wasser der Ostsee mit der Zeit immer mehr.“
177.000 Industriearbeitsplätze in einem Jahr weg
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
Sechs Soldaten bei Blitzeinschlag verletzt
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
Genossenschaftsbanken verbessern Sicherungssystem
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
Verurteilte Rechtsextremistin Liebich nach Deutschland ausgeliefert
Waldbrand südlich von Paris eingedämmt
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
Waldbrand in Müritz-Nationalpark breitet sich weiter aus
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
Bolivianer im Ukrainekrieg? Behörden kündigen Untersuchung an
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
Drehbuchautoren klagen gegen Übernahme
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
Wohnen kostet Studenten 54 Prozent ihres Einkommens
USA weiten Sanktionen gegen Irans Ölsektor aus
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
Großbrand in Schweinemastanlage: 20.000 Tiere tot
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
Überschuldung am häufigsten durch Erkrankung ausgelöst
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
4 von 5 Hauseigentümer für Versicherungspflicht gegen Hochwasser
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
Bär am Kühlschrank
SPD-Wirtschaftsforum für leistungsorientierte Bezahlung für Beamte
Macron gedenkt Lkw-Anschlag in Nizza
Erneute Gewitter in Sachsen und im Süden erwartet
Mehr Menschen wollen eine Klimaanlage anschaffen
Kokain und Pistole bei Razzien wegen JVA Rheinbach gefunden
Lebensmittelpreise in Deutschland seit 2020 um über 36 Prozent gestiegen
London kündigt nächtliche Social-Media-Sperre für 16- und 17-Jährige an
Merz auf der Sommerpressekonferenz
Thailand prüft Regeln für Vergnügungsstätten
Chinas Wirtschaftswachstum auf niedrigstem Stand seit mehr als drei Jahren
ePA soll für Impfungen ausgebaut werden
Warken: „Zukunft ist digital“
- Das US-Repräsentantenhaus stimmt mit 308 zu 117 Stimmen für eine dauerhafte Sommerzeit.
- Der „Sunshine Protection Act“ beendet die Umstellung zwischen Sommer- und Normalzeit.
- Der Gesetzentwurf muss noch den Senat passieren und könnte anschließend Präsident Donald Trump vorgelegt werden.
Befürworter wollen Ende der Zeitumstellung
US-Senat.
Foto: Stefan Zaklin/Getty Images
Frühere Initiative scheiterte
Die Entscheidung liegt beim Senat
Finanziert vor allem aus CO2-Zertifikaten
Ausgaben von je rund 40 Milliarden Euro vorgesehen
Gelder für den normalen Haushalt?
Genossenschaftsbanken verbessern Sicherungssystem
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
Verurteilte Rechtsextremistin Liebich nach Deutschland ausgeliefert
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
Waldbrand südlich von Paris eingedämmt
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
Waldbrand in Müritz-Nationalpark breitet sich weiter aus
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
Bolivianer im Ukrainekrieg? Behörden kündigen Untersuchung an
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
Drehbuchautoren klagen gegen Übernahme
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
Wohnen kostet Studenten 54 Prozent ihres Einkommens
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
USA weiten Sanktionen gegen Irans Ölsektor aus
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
Großbrand in Schweinemastanlage: 20.000 Tiere tot
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
Überschuldung am häufigsten durch Erkrankung ausgelöst
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
4 von 5 Hauseigentümer für Versicherungspflicht gegen Hochwasser
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?












































