1. August 2026: An der Seegrenze zwischen der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika und Marokko werden schwimmende Barrieren installiert. - Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
HEUTE8:53 Uhr
Niedriger Donau-Pegelstand: Ungarn schaltet sein KKW ab
Wegen weiter sinkender Donaupegel wird Ungarns Kernkraftwerk in Paks am 3. August erstmals seit 44 Jahren vollständig abgeschaltet. In der Nacht zum 2. August wurde bereits einer der letzten beiden Reaktoren heruntergefahren, die Leistung des Kraftwerks sank auf 240 Megawatt. Das KKW deckt 40 Prozent des ungarischen Strombedarfs.
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HEUTE8:42 Uhr
Vor Ceuta: Seebarrieren installiert
An der Seegrenze zwischen der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika und Marokko sind schwimmende Barrieren installiert wurden. Sie sollen weitere illegale Migrationsbewegungen erschweren.
„The Sopranos“: Vincent Pastore mit 80 Jahren gestorben
US-Schauspieler Vincent Pastore (Mafia-Kult-Serie „The Sopranos“) ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Pastore kam 1946 in New York auf die Welt, er stammte aus einer US-italienischen Familie. Er war Soldat bei der US-Marine und Nachtclub-Besitzer, bevor er Schauspieler wurde. In „The Sopranos“ spielte er einen Mafioso, der Informant für die US-Bundespolizei FBI wird.
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HEUTE8:19 Uhr
Kolumbien: 14 Verletzte bei Sprengstoffanschlag auf Polizeiwache
Sechs Tage vor der Vereidigung des neuen kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella wurden bei einem Lkw-Sprengstoffanschlag mindestens 14 Menschen verletzt. Dieser detonierte vor einer Polizeiwache in der Stadt Cucutá. Die Regierung machte die Guerrilla-Gruppe ELN verantwortlich und setzte mehr als 56.000 Euro für Hinweise zur Ergreifung der Täter aus.
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HEUTE7:49 Uhr
Moskau meldet 635 abgefangene Drohnen aus der Ukraine
In mehr als einem Dutzend Regionen haben die russischen Streitkräfte in der Nacht 635 ukrainische Drohnen „abgefangen und zerstört“, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Behörden in der Region Saratow im Südwesten Russlands meldeten, dass bei einem ukrainischen Drohnenangriff zwei Menschen getötet worden seien. Die Region liegt über 700 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.
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HEUTE7:02 Uhr
EU-Dringlichkeitssitzung zum Streit um Migrationskrise in Ceuta
Die Krise in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika führt zu einem schwerem Streit in der EU, für den 4. August ist eine Dringlichkeitssitzung angesetzt. 22 EU-Staaten kritisieren Spaniens Migrationspolitik – Spaniens sozialistischer Regierungschef Pedro Sánchez spricht von einer „egoistischen“ und „rechtswidrigen“ Reaktion. Wadephul fordert absolute Priorität des Grenzschutz, Klingbeil Solidarität mit Spanien.
Die FDP erreichte in der aktuelle INSA-Umfrage erstmals seit anderthalb Jahren wieder die Fünf-Prozent-Hürde. Im „Sonntagstrend“ klettern die Liberalen um einen Punkt auf fünf Prozent. Unverändert bleiben: AfD mit 28 Prozent, CDU/CSU bei 21 Prozent, Grüne mit 14 Prozent, SPD mit 12 Prozent und Linke mit 11 Prozent. Das BSW erreichte 4 Prozent.
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HEUTE5:40 Uhr
Zwei Deutsche starben – Absturz von Kleinflugzeug in Peru
Beim Absturz eines Kleinflugzeugs von AeroDiana sind in Peru 13 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch zwei Deutsche. Die Cessna Caravan C-208 stürzte kurz nach dem Start zu einen Rundflug über die Nazca-Linien ab. Das Verkehrsministeriums bestätigte den Tod von sieben Italienern, zwei Deutschen und zwei Spaniern. Die Opfer waren zwischen 24 und 78 Jahre alt.
Trump: Neue Angriffe auf den Iran vorerst ausgesetzt
Die USA verzichten laut US-Präsident Donald Trump vorübergehend auf weitere Angriffe auf den Iran. Die USA seien vom Iran und von weiteren Ländern in der Region darum gebeten worden, weil sich eine neue Vereinbarung abzeichne, schrieb Trump auf Truth Social. Ein solcher Deal müsse aber schnell erzielt werden. Auch Israel verzichte vorerst auf Angriffe.
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HEUTE2:44 Uhr
Russische Behörden: Drei Tote bei Explosion in Moskau
Bei einem Bombenanschlag in einem italienischen Restaurant am Kudrinskaja-Platz in Moskau sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. 21 weitere sind verletzt. Das Nationale Anti-Terror-Komitee teilte mit, dass eine Frau mit einem Sprengsatz das Restaurant betreten wollte. Die Explosion tötete demnach die Frau, den Sicherheitsmann und einen Besucher des Restaurants.
Mahjong Spielübersicht. - Foto: Illustration The Epoch Times, Shutterstock
Während viele Menschen im Alter mit Einsamkeit und einem kleiner werdenden sozialen Umfeld kämpfen, entsteht in den USA eine ungewöhnliche Gemeinschaft rund um ein jahrhundertealtes Spiel aus China: Mahjong. In einem Vorort von Memphis treffen sich Frauen regelmäßig zum gemeinsamen Spielen, Lachen und Austauschen – nicht nur wegen der Spielsteine, sondern vor allem wegen der Verbindung untereinander.
Es ist ein Donnerstagnachmittag in einem Barbecue-Restaurant. Dutzende Frauen sitzen an Tischen, vor sich Reihen kleiner Spielsteine, und legen konzentriert Muster. Sie lachen, sprechen miteinander und bleiben ständig in Bewegung. „Lunch and Play“ nennt die Gruppe MahJ Squad 901 dieses gemeinsame Ritual.
Gegründet wurde die Gemeinschaft von den Schwestern Patricia Ford und Sandy Sissom kurz nach der Corona-Pandemie in der Nähe von Memphis. „Wir haben einfach angefangen zu spielen, und die Runde wurde immer größer und größer“, sagt Sissom. Heute bringen sie Mahjong auch anderen Menschen in der gesamten Region Mid-South näher.
Der Anstoß dafür kam aus einer persönlichen Erfahrung innerhalb der eigenen Familie. Die Schwestern beobachteten, wie ihre Mutter im Alter immer mehr Freunde verlor. „Wenn man älter wird, wird der Kreis kleiner“, sagt Sissom. Deshalb wollten sie eine Gemeinschaft schaffen, die groß und vielfältig genug ist, damit niemand das Gefühl hat, am Ende allein zurückzubleiben.
Mahjong ist dabei weniger das eigentliche Ziel als vielmehr das verbindende Element. Das Spiel schafft einen festen Anlass für regelmäßige Treffen, gemeinsame Erlebnisse und neue soziale Kontakte.
Mahjong – ausgesprochen etwa „Ma-dschong“ – entstand im China des 19. Jahrhunderts, vermutlich in der Region um Ningbo und Shanghai gegen Ende der Qing-Dynastie. Der Name bedeutet wörtlich „Sperling“. Einer verbreiteten Erklärung zufolge geht die Bezeichnung auf das Geräusch der Spielsteine beim Mischen zurück, das an das Klappern und Zwitschern einer aufgescheuchten Spatzenschar erinnert.
Mitglieder des MAHJ Squad 901 spielen Mahjong in einem Gemischtwarenladen in Memphis, Tennessee. Die Gruppe wurde von zwei Schwestern nach der COVID-19-Pandemie gegründet, um soziale Kontakte zu etablieren.
Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Patricia Ford, Jacki Thrapp/The Epoch Times
In Memphis wird allerdings nicht die klassische chinesische Variante gespielt, sondern American Mah Jongg, eine im 20. Jahrhundert in den USA entwickelte Form des Spiels. Sie unterscheidet sich unter anderem durch zusätzliche Jokersteine und eine jährlich wechselnde Spielkarte, auf der die gültigen Gewinnkombinationen festgelegt sind. Gespielt wird in der Regel zu viert. Ziel ist es, eine Hand aus 14 Steinen zusammenzustellen, die exakt einer der vorgegebenen Kombinationen auf der Karte entspricht.
Was zunächst einfach klingt, erfordert viel Übung und Konzentration. Da die Karte jedes Frühjahr erneuert wird, können sich die Spielerinnen nicht dauerhaft auf einmal gelernte Muster verlassen. Mit jeder neuen Saison müssen sie neue Kombinationen verstehen, Strategien anpassen und sich wieder auf die veränderten Regeln einstellen.
Ordnung aus dem Chaos
Am Anfang jeder Partie steht der sogenannte „Charleston“: Dabei geben die Spielerinnen reihum nicht benötigte Steine weiter – drei nach rechts, drei an die gegenüberliegende Spielerin und drei nach links. Dieses kreisförmige Tauschen dient dazu, die eigene Hand zu ordnen und erste Strategien zu entwickeln, bevor der eigentliche Wettkampf mit Ziehen und Ablegen der Steine beginnt.
Wer als Erste eine gültige Kombination vervollständigt, ruft „Mahjong“ und gewinnt die Runde. Spielerinnen vergleichen das Spiel häufig mit einer Mischung aus Schach, Bridge und Rommé – kombiniert mit der sozialen Atmosphäre eines regelmäßigen Treffens, bei dem Strategie, Austausch und Geselligkeit zusammenkommen.
Die Schauspielerin Julia Roberts, die Mahjong bereits lange vor dem aktuellen Trend für sich entdeckte, beschrieb den Reiz des Spiels einmal als den Versuch, aus zufällig gezogenen Steinen Ordnung zu schaffen. Da sich die Spielsituation mit jedem Zug verändert, erfordert jede Runde neue Entscheidungen, Anpassungsfähigkeit und Konzentration.
Mahjong-Spielerinnen in einem Restaurant in Memphis, Tennesse, am 19.Juni 2026.
Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Patricia Ford, Jacki Thrapp/The Epoch Times
Mahjong hat Amerika schon einmal erobert
Dass ausgerechnet Mahjong diese Rolle übernimmt, ist in den USA nicht neu. Als das Spiel in den 1920er-Jahren nach Amerika gelangte, löste es eine landesweite Begeisterung aus, die den heutigen Aufschwung noch deutlich übertraf.
Joseph Park Babcock, ein Vertreter des Ölkonzerns Standard Oil, gehörte zu den Personen, die Mahjong in den Vereinigten Staaten populär machten. Er vereinfachte die Regeln für amerikanische Spieler und trug dazu bei, dass das Spiel schnell in wohlhabenden Gesellschaftskreisen Fuß fasste. Selbst im Weißen Haus spielten Präsident Warren G. Harding und seine Frau Mahjong.
Auch in Hollywood fand das Spiel Anhänger. Berichten zufolge gehörten Stummfilmstars wie Mildred Davis und Bessie Love zu den begeisterten Spielerinnen. In Los Angeles veranstaltete ein Gastronom für seine prominenten Gäste sogar eigene „Mahjong-Tees“, für die sie zeitgenössischen Berichten zufolge teilweise ihre Studioverpflichtungen unterbrachen.
Der Import nahm bald enorme Ausmaße an. Im Jahr 1923 waren Mahjong-Sets aus Shanghai das sechstgrößte Exportgut der Stadt in die Vereinigten Staaten. Die Nachfrage war so hoch, dass sogar Rinderknochen aus Kansas und Chicago nach China geliefert wurden, um daraus Spielsteine für den amerikanischen Markt herzustellen.
Der Revenue Act von 1924 belegte Mahjong-Sets mit einer zehnprozentigen Steuer. Diese Maßnahme sorgte für Unmut in der Branche. Die Bostoner Spielefirma Hillson legte sogar eine Petition dagegen ein – jedoch ohne Erfolg.
Doch die große Mahjong-Welle verschwand fast so schnell, wie sie entstanden war. Mit dem Börsencrash von 1929 und der folgenden Weltwirtschaftskrise verlor das Spiel seinen Status als gesellschaftliches Symbol der Wohlhabenden. Teure Spielsets und aufwendige Mahjong-Abende passten nicht mehr in eine Zeit wirtschaftlicher Unsicherheit.
Mahjong verschwand jedoch nie vollständig. Es überlebte in kleineren Gemeinschaften, besonders unter jüdischen Frauen in New York. Dort wurde es nicht als vorübergehender Trend, sondern als soziales Ritual über Generationen hinweg weitergegeben. Man traf sich regelmäßig, spielte gemeinsam, tauschte sich aus und pflegte Freundschaften.
Die Rückkehr
Nach der Corona-Pandemie nahm die Begeisterung für Mahjong erneut zu. Gruppen wie jene in Memphis trafen offenbar ein Bedürfnis vieler Frauen, ihre sozialen Kontakte wieder auszubauen und regelmäßige persönliche Begegnungen zurück in ihren Alltag zu holen.
Im April 2026 ermittelte die Spieleplattform Bam Good Time anhand öffentlicher Verzeichnisse 1.026 Mahjong-Clubs in den gesamten Vereinigten Staaten. Private Spielrunden und kleinere Gruppen dürften in dieser Zahl allerdings nicht vollständig erfasst sein.
Neben dem sozialen Aspekt bietet Mahjong auch eine geistige Herausforderung. Eine im Jahr 2020 veröffentlichte Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass ältere Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung nach zwölf Wochen regelmäßigem Mahjong-Spielen bei Tests zu exekutiven Funktionen bessere Ergebnisse erzielten als eine Vergleichsgruppe.
Mit der wachsenden Popularität entdecken auch Händler und Luxusmarken das Potenzial des Spiels. Marken wie Tiffany & Co., Prada und Coach bieten eigene Mahjong-Sets an. Hermès verkaufte beispielsweise Sets aus Palisanderholz und Kalbsleder für 42.000 US-Dollar. Louis Vuitton bietet ein handgefertigtes „Vanity Mahjong“-Set aus Corian und Holz für rund 63.000 US-Dollar an, das ausschließlich über einen Concierge-Service erhältlich ist.
Für die Freude am Spiel ist solcher Luxus jedoch nicht notwendig. Ein ansprechendes Set für vier Personen ist in den USA bereits ab etwa 50 US-Dollar und in Deutschland ab etwa 40 Euro erhältlich. Der eigentliche Wert von Mahjong liegt ohnehin weniger im Material der Steine als in der Regelmäßigkeit, mit der Menschen zusammenkommen.
„Es ist nicht nur etwas für alte Damen“, sagt Sissom und lacht. „Wir bringen es vielen jungen Frauen bei.“
Jüngere Spielerinnen lernen die Regeln von erfahrenen Mahjong-Spielerinnen, neue Teilnehmerinnen kommen hinzu – und aus einem einfachen Treffen an einem Donnerstagnachmittag entsteht allmählich ein festes Ritual.
Auch in Deutschland gibt es Freunde des chinesischen Gesellschaftsspiels Mahjong (oder auch Mah-Jongg geschrieben).
Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Mahjong in Deutschland
Viele Menschen in Deutschland verbinden mit Mahjong vor allem ein Computerspiel, bei dem gleiche Steine paarweise vom Bildschirm entfernt werden. Mit dem traditionellen Mahjong, das von vier Personen mit Spielsteinen gespielt wird, hat diese digitale Variante jedoch nur wenig gemeinsam.
In Deutschland ist Mahjong bislang vor allem durch Vereine, Regionalgruppen und den Turnierbetrieb sichtbar. Seit 2002 gibt es die Deutsche Mah-Jongg Liga, die neue Spielrunden fördern und verschiedene Spielvarianten vermitteln möchte. Eine mit den USA vergleichbare Welle gemeinschaftlicher Mahjong-Treffen ist derzeit zwar nicht erkennbar, aber auch nicht ausgeschlossen – denn private Spielrunden erscheinen in keiner offiziellen Statistik.
Ob die neue amerikanische Begeisterung für Mahjong auch nach Deutschland überspringt, bleibt abzuwarten. Gesellschaftsspiele erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit, und für eine Partie braucht es nicht viel: vier Spieler, einen Satz Steine und die Bereitschaft, einige Stunden gemeinsam ohne Bildschirm zu verbringen.
In East Memphis wird derweil weiter gemischt, getauscht und überlegt. Aus den Steinen entstehen neue Kombinationen – und aus einzelnen Spielerinnen wächst eine Gemeinschaft.
An der Seegrenze zwischen der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika und Marokko sind schwimmende Barrieren installiert wurden – das Bild wurde am 1. August 2026 vom Stadtrand der marokkanischen Stadt Fnideq im Norden Marokkos aus aufgenommen. - Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
Die Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika hat zu schwerem Streit in der EU geführt. Die EU-Innenminister werden sich am Dienstag in einer Dringlichkeitssitzung mit den „Entwicklungen in Ceuta“ befassen, wie die irische EU-Ratspräsidentschaft im Onlinedienst X ankündigte.
Während mehrere EU-Mitgliedstaaten die spanische Regierung kritisierten, warf Spaniens sozialistischer Regierungschef Pedro Sánchez einigen EU-Ländern eine „egoistische“ und „rechtswidrige“ Reaktion vor.
Spitzen gegen spanische Regierung
Die Dringlichkeitssitzung der EU-Innenminister wurde auf der einen Seite von Sánchez, auf der anderen Seite von den Staats- und -Regierungschefs von 22 der 27 EU-Mitglieder gefordert. In einem gemeinsamen Schreiben der 22 Staats- und -Regierungschefs hieß es, die jüngsten Geschehnisse in der an Marokko angrenzenden spanischen Exklave Ceuta erforderten eine „unverzügliche und koordinierte europäische Antwort“.
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Spanische Sicherheitskräfte eskortieren Migranten am 1. August 2026 an der Grenze zwischen Ceuta und Marokko in der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika.
Foto: Henry Nicholls / AFP via Getty Images
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1. August 2026: An der Seegrenze zwischen der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika und Marokko werden schwimmende Barrieren installiert.
Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
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Marokkanische Sicherheitskräfte geraten am 31. Juli 2026 in der Nähe der Stadt Fnideq an der marokkanisch-spanischen Grenze mit Migranten aneinander, die versuchen, illegal die Grenze zu übertreten.
Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
Es dürfe nicht zugelassen werden, „dass massenhafte und unkontrollierte Grenzübertritte, die Instrumentalisierung von Migration oder andere hybride Bedrohungen den Eindruck erwecken, es sei möglich, illegal in die Europäische Union einzureisen“.
Zudem dürfe nicht zugelassen werden, „dass eine illegale Einreise anschließend in einen legalen Aufenthalt übergehen kann“, hieß es in dem Schreiben, das auch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unterzeichnet war. Dies kann als Spitze gegen die spanische Regierung verstanden werden, die im Frühjahr damit begonnen hatte, hunderttausenden irregulär Eingereisten eine Aufenthaltsgenehmigung zu erteilen.
Initiiert wurde der Brief von der italienischen Ministerpräsidentin Georgia Meloni und ihrer dänischen Kollegin Mette Frederiksen. Auch die Regierungen von Ungarn, Schweden und Polen zählten zu den Unterzeichnern, nicht jedoch die von Spaniens Nachbarländer Frankreich und Portugal.
Meloni fordert Aussetzen der Schengen-Regeln mit Spanien
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßte den Vorstoß. Es müsse ein Prozess eingeleitet werden, „um unsere europäische Widerstandsfähigkeit zu stärken“, erklärte sie. Zugleich verwies die Kommissionspräsidentin ebenso wie die spanische Regierung darauf, dass „keine einzige Person das spanische Festland oder den übrigen Teil der EU erreicht hat“.
Meloni schrieb im Onlinedienst X, die von Italien vertretene Linie werde „von einer immer größeren Zahl“ europäischer Länder geteilt.
Am 30. Juli hatte Meloni ein Aussetzen der Schengen-Regeln mit Spanien ins Gespräch gebracht. Unterstützung erhielt sie von Finnland und Dänemark. Italien führte schließlich für zunächst einen Monat wieder Kontrollen im Flug- und Schiffsverkehr mit Spanien ein.
Sánchez warnt vor egoistischer Reaktion der EU
Madrid bezeichnete Drohungen anderer Länder mit einem Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum als „demagogisch“. Von der Nachrichtenagentur AFP befragte Juristen erklärten, eine solche Maßnahme sei nach geltendem EU-Recht nicht möglich. Für Ceuta gilt die Freizügigkeit des sonstigen Schengen-Raums nicht.
Spaniens Regierungschef Sánchez forderte seinerseits angesichts der europäischen Kritik am Umgang seines Landes mit der Krise in Ceuta eine Sondersitzung der EU-Innenminister.
In einem Brief an die Spitzen der europäischen Institutionen schrieb der Sozialist, „im gegenwärtigen internationalen Kontext“ könne sich die EU eine „egoistische, spaltende und rechtswidrige Reaktion“ nicht leisten. Die spanische Linksregierung fährt in der Migrationspolitik einen liberalen Kurs.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) rief die EU-Kommission dazu auf, dem Schutz der Außengrenzen absolute Priorität einzuräumen. „Die Lage in Ceuta in den vergangenen Tagen war ein absoluter Stresstest, den wir bestanden haben“, sagte Wadephul der „Bild am Sonntag“. „Die Situation hat gerade auch die Anfälligkeit Europas gezeigt.“
„Ich erwarte daher, dass die EU-Kommission dem Schutz der Außengrenzen absolute Priorität einräumt, um das Schengen-System offener EU-Binnengrenzen nicht weiter zu gefährden“, sagte der Außenminister. Die Krise zeige auch wie wichtig es sei, „gemeinsam schnell gegen Falschinformationen vorzugehen, die Menschenleben gefährden und die tragischerweise auch dutzende Menschenleben in und um Ceuta gefordert haben“.
Wadephul betonte in der „Bild am Sonntag“, dass eine effektive Migrationspolitik nicht ohne Drittstaaten funktioniere. „Um illegale Migration zu kontrollieren brauchen wir Partner außerhalb Europas, wie in diesem Fall Marokko. Spanien und Marokko haben es gemeinsam geschafft, diese Krise, die auch in Europa logischerweise größte Sorgen ausgelöst hat, schnell zu lösen. Das begrüße ich sehr.“
Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil forderte Solidarität mit Spanien. Ceuta sei „Ziel einer offenbar gesteuerten Migrationsbewegung“ geworden, erklärte Klingbeil am Samstag in Berlin. Die Menschen seien instrumentalisiert worden „in dem Versuch, Europa zu spalten“. Deshalb stehe „die Geschlossenheit Europas und die Solidarität mit Spanien jetzt an erster Stelle“.
Er forderte, genau zu klären, „was zu dieser Bewegung geführt hat und wer dafür verantwortlich war“. Zudem verwies der SPD-Chef darauf, dass viele Kritiker Spaniens bewusst ignorierten, „dass von Ceuta aus keine Einreise ohne Grenzkontrollen auf das europäische Festland möglich ist“.
60.000 Menschen stürmten Ceuta – Sánchez macht „Schleusermafia“ verantwortlich
Auslöser des Streits war die Ankunft zehntausender Migranten in Ceuta. Im Verlauf der Woche waren bis zu 60.000 Menschen von Marokko auf dem Land- oder Seeweg in das Gebiet gekommen, wie der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska vor Ort sagte.
Es gab chaotische Szenen, mindestens 67 Migranten kamen nach Angaben der spanischen Regierung auf dem Weg nach Ceuta ums Leben. Nach Angaben des spanischen Innenministeriums kehrte mittlerweile „fast die Gesamtheit“ der angekommenen Migranten nach Marokko zurück.
Reporter der Nachrichtenagentur AFP sahen, wie weitere zumeist junge Migranten am Samstagmorgen unter Beobachtung der Sicherheitskräfte die Grenze nach Marokko überquerten. Laut dem spanischen Innenministerium wurde im Meer vor Ceuta eine etwa 500 Meter lange schwimmende Barriere ausgelegt.
Was genau den Ansturm der Migranten auslöste, war weiterhin unklar. Die marokkanischen Behörden gaben keine offizielle Erklärung dazu ab. Sánchez machte von der „Schleusermafia“ verbreitete Gerüchte über eine angeblich geöffnete Grenze für die Geschehnisse verantwortlich. (afp/dpa/red)
An der Seegrenze zwischen der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika und Marokko sind schwimmende Barrieren installiert wurden – das Bild wurde am 1. August 2026 vom Stadtrand der marokkanischen Stadt Fnideq im Norden Marokkos aus aufgenommen. - Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
Die Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika hat zu schwerem Streit in der EU geführt. Die EU-Innenminister werden sich am Dienstag in einer Dringlichkeitssitzung mit den „Entwicklungen in Ceuta“ befassen, wie die irische EU-Ratspräsidentschaft im Onlinedienst X ankündigte.
Während mehrere EU-Mitgliedstaaten die spanische Regierung kritisierten, warf Spaniens sozialistischer Regierungschef Pedro Sánchez einigen EU-Ländern eine „egoistische“ und „rechtswidrige“ Reaktion vor.
Spitzen gegen spanische Regierung
Die Dringlichkeitssitzung der EU-Innenminister wurde auf der einen Seite von Sánchez, auf der anderen Seite von den Staats- und -Regierungschefs von 22 der 27 EU-Mitglieder gefordert. In einem gemeinsamen Schreiben der 22 Staats- und -Regierungschefs hieß es, die jüngsten Geschehnisse in der an Marokko angrenzenden spanischen Exklave Ceuta erforderten eine „unverzügliche und koordinierte europäische Antwort“.
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Spanische Sicherheitskräfte eskortieren Migranten am 1. August 2026 an der Grenze zwischen Ceuta und Marokko in der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika.
Foto: Henry Nicholls / AFP via Getty Images
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1. August 2026: An der Seegrenze werden schwimmende Barrieren installiert.
Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
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Spanische Soldaten bewachen Migranten in Ceuta, bevor sie zurück eskortiert werden.
Foto: Jorge Guerrero/AFP via Getty Images
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Am 1. August 2026 überqueren Migranten den Grenzübergang zwischen Ceuta und Marokko in Ceuta.
Foto: Henry Nicholls/AFP via Getty Images
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Marokkanische Sicherheitskräfte geraten am 31. Juli 2026 in der Nähe der Stadt Fnideq an der marokkanisch-spanischen Grenze mit Migranten aneinander, die versuchen, illegal die Grenze zu übertreten.
Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
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Am 31. Juli 2026: Wasserwerfer im Einsatz auf marokkanischer Seite.
Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
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Migranten am 1. August 2026 entlang der Küste in der Nähe des Grenzzauns – aufgenommen aus Ceuta.
Foto: Henry Nicholls/AFP via Getty Images
Es dürfe nicht zugelassen werden, „dass massenhafte und unkontrollierte Grenzübertritte, die Instrumentalisierung von Migration oder andere hybride Bedrohungen den Eindruck erwecken, es sei möglich, illegal in die Europäische Union einzureisen“.
Zudem dürfe nicht zugelassen werden, „dass eine illegale Einreise anschließend in einen legalen Aufenthalt übergehen kann“, hieß es in dem Schreiben, das auch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unterzeichnet war. Dies kann als Spitze gegen die spanische Regierung verstanden werden, die im Frühjahr damit begonnen hatte, hunderttausenden irregulär Eingereisten eine Aufenthaltsgenehmigung zu erteilen.
Initiiert wurde der Brief von der italienischen Ministerpräsidentin Georgia Meloni und ihrer dänischen Kollegin Mette Frederiksen. Auch die Regierungen von Ungarn, Schweden und Polen zählten zu den Unterzeichnern, nicht jedoch die von Spaniens Nachbarländer Frankreich und Portugal.
Meloni fordert Aussetzen der Schengen-Regeln mit Spanien
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßte den Vorstoß. Es müsse ein Prozess eingeleitet werden, „um unsere europäische Widerstandsfähigkeit zu stärken“, erklärte sie. Zugleich verwies die Kommissionspräsidentin ebenso wie die spanische Regierung darauf, dass „keine einzige Person das spanische Festland oder den übrigen Teil der EU erreicht hat“.
Meloni schrieb im Onlinedienst X, die von Italien vertretene Linie werde „von einer immer größeren Zahl“ europäischer Länder geteilt.
Am 30. Juli hatte Meloni ein Aussetzen der Schengen-Regeln mit Spanien ins Gespräch gebracht. Unterstützung erhielt sie von Finnland und Dänemark. Italien führte schließlich für zunächst einen Monat wieder Kontrollen im Flug- und Schiffsverkehr mit Spanien ein.
Sánchez warnt vor egoistischer Reaktion der EU
Madrid bezeichnete Drohungen anderer Länder mit einem Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum als „demagogisch“. Von der Nachrichtenagentur AFP befragte Juristen erklärten, eine solche Maßnahme sei nach geltendem EU-Recht nicht möglich. Für Ceuta gilt die Freizügigkeit des sonstigen Schengen-Raums nicht.
Spaniens Regierungschef Sánchez forderte seinerseits angesichts der europäischen Kritik am Umgang seines Landes mit der Krise in Ceuta eine Sondersitzung der EU-Innenminister.
In einem Brief an die Spitzen der europäischen Institutionen schrieb der Sozialist, „im gegenwärtigen internationalen Kontext“ könne sich die EU eine „egoistische, spaltende und rechtswidrige Reaktion“ nicht leisten. Die spanische Linksregierung fährt in der Migrationspolitik einen liberalen Kurs.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) rief die EU-Kommission dazu auf, dem Schutz der Außengrenzen absolute Priorität einzuräumen. „Die Lage in Ceuta in den vergangenen Tagen war ein absoluter Stresstest, den wir bestanden haben“, sagte Wadephul der „Bild am Sonntag“. „Die Situation hat gerade auch die Anfälligkeit Europas gezeigt.“
„Ich erwarte daher, dass die EU-Kommission dem Schutz der Außengrenzen absolute Priorität einräumt, um das Schengen-System offener EU-Binnengrenzen nicht weiter zu gefährden“, sagte der Außenminister. Die Krise zeige auch wie wichtig es sei, „gemeinsam schnell gegen Falschinformationen vorzugehen, die Menschenleben gefährden und die tragischerweise auch dutzende Menschenleben in und um Ceuta gefordert haben“.
Wadephul betonte in der „Bild am Sonntag“, dass eine effektive Migrationspolitik nicht ohne Drittstaaten funktioniere. „Um illegale Migration zu kontrollieren brauchen wir Partner außerhalb Europas, wie in diesem Fall Marokko. Spanien und Marokko haben es gemeinsam geschafft, diese Krise, die auch in Europa logischerweise größte Sorgen ausgelöst hat, schnell zu lösen. Das begrüße ich sehr.“
Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil forderte Solidarität mit Spanien. Ceuta sei „Ziel einer offenbar gesteuerten Migrationsbewegung“ geworden, erklärte Klingbeil am Samstag in Berlin. Die Menschen seien instrumentalisiert worden „in dem Versuch, Europa zu spalten“. Deshalb stehe „die Geschlossenheit Europas und die Solidarität mit Spanien jetzt an erster Stelle“.
Er forderte, genau zu klären, „was zu dieser Bewegung geführt hat und wer dafür verantwortlich war“. Zudem verwies der SPD-Chef darauf, dass viele Kritiker Spaniens bewusst ignorierten, „dass von Ceuta aus keine Einreise ohne Grenzkontrollen auf das europäische Festland möglich ist“.
60.000 Menschen stürmten Ceuta – Sánchez macht „Schleusermafia“ verantwortlich
Auslöser des Streits war die Ankunft zehntausender Migranten in Ceuta. Im Verlauf der Woche waren bis zu 60.000 Menschen von Marokko auf dem Land- oder Seeweg in das Gebiet gekommen, wie der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska vor Ort sagte.
Es gab chaotische Szenen, mindestens 67 Migranten kamen nach Angaben der spanischen Regierung auf dem Weg nach Ceuta ums Leben. Nach Angaben des spanischen Innenministeriums kehrte mittlerweile „fast die Gesamtheit“ der angekommenen Migranten nach Marokko zurück.
Reporter der Nachrichtenagentur AFP sahen, wie weitere zumeist junge Migranten am Samstagmorgen unter Beobachtung der Sicherheitskräfte die Grenze nach Marokko überquerten. Laut dem spanischen Innenministerium wurde im Meer vor Ceuta eine etwa 500 Meter lange schwimmende Barriere ausgelegt.
Was genau den Ansturm der Migranten auslöste, war weiterhin unklar. Die marokkanischen Behörden gaben keine offizielle Erklärung dazu ab. Sánchez machte von der „Schleusermafia“ verbreitete Gerüchte über eine angeblich geöffnete Grenze für die Geschehnisse verantwortlich. (afp/dpa/red)
An der Seegrenze zwischen der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika und Marokko sind schwimmende Barrieren installiert wurden – das Bild wurde am 1. August 2026 vom Stadtrand der marokkanischen Stadt Fnideq im Norden Marokkos aus aufgenommen. - Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
Die Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika hat zu schwerem Streit in der EU geführt. Die EU-Innenminister werden sich am Dienstag in einer Dringlichkeitssitzung mit den „Entwicklungen in Ceuta“ befassen, wie die irische EU-Ratspräsidentschaft im Onlinedienst X ankündigte.
Während mehrere EU-Mitgliedstaaten die spanische Regierung kritisierten, warf Spaniens sozialistischer Regierungschef Pedro Sánchez einigen EU-Ländern eine „egoistische“ und „rechtswidrige“ Reaktion vor.
Spitzen gegen spanische Regierung
Die Dringlichkeitssitzung der EU-Innenminister wurde auf der einen Seite von Sánchez, auf der anderen Seite von den Staats- und -Regierungschefs von 22 der 27 EU-Mitglieder gefordert. In einem gemeinsamen Schreiben der 22 Staats- und -Regierungschefs hieß es, die jüngsten Geschehnisse in der an Marokko angrenzenden spanischen Exklave Ceuta erforderten eine „unverzügliche und koordinierte europäische Antwort“.
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Spanische Sicherheitskräfte eskortieren Migranten am 1. August 2026 an der Grenze zwischen Ceuta und Marokko in der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika.
Foto: Henry Nicholls / AFP via Getty Images
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1. August 2026: An der Seegrenze werden schwimmende Barrieren installiert.
Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
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Spanische Soldaten bewachen Migranten in Ceuta, bevor sie zurück eskortiert werden.
Foto: Jorge Guerrero/AFP via Getty Images
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Am 1. August 2026 überqueren Migranten den Grenzübergang zwischen Ceuta und Marokko in Ceuta.
Foto: Henry Nicholls/AFP via Getty Images
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Marokkanische Sicherheitskräfte geraten am 31. Juli 2026 in der Nähe der Stadt Fnideq an der marokkanisch-spanischen Grenze mit Migranten aneinander, die versuchen, illegal die Grenze zu übertreten.
Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
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Am 31. Juli 2026: Wasserwerfer im Einsatz auf marokkanischer Seite.
Foto: Abdel Majid Bziouat/AFP via Getty Images
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Migranten am 1. August 2026 entlang der Küste in der Nähe des Grenzzauns – aufgenommen aus Ceuta.
Foto: Henry Nicholls/AFP via Getty Images
Es dürfe nicht zugelassen werden, „dass massenhafte und unkontrollierte Grenzübertritte, die Instrumentalisierung von Migration oder andere hybride Bedrohungen den Eindruck erwecken, es sei möglich, illegal in die Europäische Union einzureisen“.
Zudem dürfe nicht zugelassen werden, „dass eine illegale Einreise anschließend in einen legalen Aufenthalt übergehen kann“, hieß es in dem Schreiben, das auch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unterzeichnet war. Dies kann als Spitze gegen die spanische Regierung verstanden werden, die im Frühjahr damit begonnen hatte, hunderttausenden irregulär Eingereisten eine Aufenthaltsgenehmigung zu erteilen.
Initiiert wurde der Brief von der italienischen Ministerpräsidentin Georgia Meloni und ihrer dänischen Kollegin Mette Frederiksen. Auch die Regierungen von Ungarn, Schweden und Polen zählten zu den Unterzeichnern, nicht jedoch die von Spaniens Nachbarländer Frankreich und Portugal.
Meloni fordert Aussetzen der Schengen-Regeln mit Spanien
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßte den Vorstoß. Es müsse ein Prozess eingeleitet werden, „um unsere europäische Widerstandsfähigkeit zu stärken“, erklärte sie. Zugleich verwies die Kommissionspräsidentin ebenso wie die spanische Regierung darauf, dass „keine einzige Person das spanische Festland oder den übrigen Teil der EU erreicht hat“.
Meloni schrieb im Onlinedienst X, die von Italien vertretene Linie werde „von einer immer größeren Zahl“ europäischer Länder geteilt.
Am 30. Juli hatte Meloni ein Aussetzen der Schengen-Regeln mit Spanien ins Gespräch gebracht. Unterstützung erhielt sie von Finnland und Dänemark. Italien führte schließlich für zunächst einen Monat wieder Kontrollen im Flug- und Schiffsverkehr mit Spanien ein.
Sánchez warnt vor egoistischer Reaktion der EU
Madrid bezeichnete Drohungen anderer Länder mit einem Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum als „demagogisch“. Von der Nachrichtenagentur AFP befragte Juristen erklärten, eine solche Maßnahme sei nach geltendem EU-Recht nicht möglich. Für Ceuta gilt die Freizügigkeit des sonstigen Schengen-Raums nicht.
Spaniens Regierungschef Sánchez forderte seinerseits angesichts der europäischen Kritik am Umgang seines Landes mit der Krise in Ceuta eine Sondersitzung der EU-Innenminister.
In einem Brief an die Spitzen der europäischen Institutionen schrieb der Sozialist, „im gegenwärtigen internationalen Kontext“ könne sich die EU eine „egoistische, spaltende und rechtswidrige Reaktion“ nicht leisten. Die spanische Linksregierung fährt in der Migrationspolitik einen liberalen Kurs.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) rief die EU-Kommission dazu auf, dem Schutz der Außengrenzen absolute Priorität einzuräumen. „Die Lage in Ceuta in den vergangenen Tagen war ein absoluter Stresstest, den wir bestanden haben“, sagte Wadephul der „Bild am Sonntag“. „Die Situation hat gerade auch die Anfälligkeit Europas gezeigt.“
„Ich erwarte daher, dass die EU-Kommission dem Schutz der Außengrenzen absolute Priorität einräumt, um das Schengen-System offener EU-Binnengrenzen nicht weiter zu gefährden“, sagte der Außenminister. Die Krise zeige auch wie wichtig es sei, „gemeinsam schnell gegen Falschinformationen vorzugehen, die Menschenleben gefährden und die tragischerweise auch dutzende Menschenleben in und um Ceuta gefordert haben“.
Wadephul betonte in der „Bild am Sonntag“, dass eine effektive Migrationspolitik nicht ohne Drittstaaten funktioniere. „Um illegale Migration zu kontrollieren brauchen wir Partner außerhalb Europas, wie in diesem Fall Marokko. Spanien und Marokko haben es gemeinsam geschafft, diese Krise, die auch in Europa logischerweise größte Sorgen ausgelöst hat, schnell zu lösen. Das begrüße ich sehr.“
Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil forderte Solidarität mit Spanien. Ceuta sei „Ziel einer offenbar gesteuerten Migrationsbewegung“ geworden, erklärte Klingbeil am Samstag in Berlin. Die Menschen seien instrumentalisiert worden „in dem Versuch, Europa zu spalten“. Deshalb stehe „die Geschlossenheit Europas und die Solidarität mit Spanien jetzt an erster Stelle“.
Er forderte, genau zu klären, „was zu dieser Bewegung geführt hat und wer dafür verantwortlich war“. Zudem verwies der SPD-Chef darauf, dass viele Kritiker Spaniens bewusst ignorierten, „dass von Ceuta aus keine Einreise ohne Grenzkontrollen auf das europäische Festland möglich ist“.
60.000 Menschen stürmten Ceuta – Sánchez macht „Schleusermafia“ verantwortlich
Auslöser des Streits war die Ankunft zehntausender Migranten in Ceuta. Im Verlauf der Woche waren bis zu 60.000 Menschen von Marokko auf dem Land- oder Seeweg in das Gebiet gekommen, wie der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska vor Ort sagte.
Es gab chaotische Szenen, mindestens 67 Migranten kamen nach Angaben der spanischen Regierung auf dem Weg nach Ceuta ums Leben. Nach Angaben des spanischen Innenministeriums kehrte mittlerweile „fast die Gesamtheit“ der angekommenen Migranten nach Marokko zurück.
Reporter der Nachrichtenagentur AFP sahen, wie weitere zumeist junge Migranten am Samstagmorgen unter Beobachtung der Sicherheitskräfte die Grenze nach Marokko überquerten. Laut dem spanischen Innenministerium wurde im Meer vor Ceuta eine etwa 500 Meter lange schwimmende Barriere ausgelegt.
Was genau den Ansturm der Migranten auslöste, war weiterhin unklar. Die marokkanischen Behörden gaben keine offizielle Erklärung dazu ab. Sánchez machte von der „Schleusermafia“ verbreitete Gerüchte über eine angeblich geöffnete Grenze für die Geschehnisse verantwortlich. (afp/dpa/red)
Das Gesetz sieht vor, dass unter Voraussetzungen wieder neue Gasheizungen eingebaut dürfen. (Symbolbild) - Foto: Sina Schuldt/dpa
Die Deutsche Umwelthilfe will das neue Heizungsgesetz vor dem Bundesverfassungsgericht kippen. Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz sagte dpa: „Jetzt wissen wir, wie dieses Gesetz final aussieht. Unser Anwalt Remo Klinger arbeitet nun die Verfassungsbeschwerde aus. Wir werden im September so weit sein, dass wir sie beim Bundesverfassungsgericht einreichen.“
Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz – so der offizielle Name – wurde in der vergangenen Woche im Bundesgesetzblatt verkündet.
„Das Schwerwiegendste ist: Das Ziel der Klimaneutralität 2045 kann mit diesem Gesetz nicht erreicht werden“, sagte Metz. „Nach 2044 wird nach wie vor der Einbau von Öl- und Gasheizungen möglich sein wird. Dieses Verbot ist gefallen. Das gab es vorher im Gebäudeenergiegesetz.“
Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz sieht vor, dass neben einer Wärmepumpe, einem Fernwärmeanschluss, hybriden Heizungsmodellen oder einer Biomasseheizung weiterhin auch neue Gas- und Ölheizungen eingebaut werden können – Voraussetzung ist, dass diese ab 1. Januar 2029 einen schrittweise zunehmenden Anteil CO2-neutraler Brennstoffe wie Biomethan nutzen.
Für bestehende Heizungen soll von 2028 an eine „Grüngasquote“ eingeführt werden. Diese soll anfangs bis zu ein Prozent betragen – Details sind aber unklar.
Der Kern des von der Ampel-Regierung beschlossenen früheren Heizungsgesetzes fiel weg, nämlich dass jede neu eingebaute Heizung mit 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden sollte.
Zum neuen Heizungsgesetz wurden auch von anderen Verbänden sowie Experten verfassungsrechtliche Bedenken geäußert.
„Unbekannte Kosten“ bei Biogasen
„Mieterinnen und Mieter haben keinerlei Entscheidungsfreiheit darüber, welche Technologie in ihren Keller eingebaut wird“, sagte Metz. „Das Gesetz eröffnet wieder die Möglichkeit, Öl- und Gasheizungen einzubauen, mit unbekannten Kosten, die auf die Menschen zukommen.“
Er bezog sich dabei auf die sogenannte Biotreppe. Diese sieht vor, dass zunehmend Biogase verwendet werden müssen. „Das kann sehr teuer werden – weil nicht klar ist, ob diese Biogase überhaupt zur Verfügung stehen werden. Die Biotreppe ist auch nur bis 2040 geregelt. Alles Weitere bleibt offen und unklar.“
Eine wesentliche Rolle bei der Verfassungsbeschwerde werde der Grundgesetz-Artikel 20a spielen, sagte Metz. „Wenn die Klimaneutralität im Gebäudesektor verfehlt wird, wird insgesamt die Zielerreichung infrage gestellt, weil der Gebäudesektor ein wesentlicher Sektor ist.“
Das Gebäudemodernisierungsgesetz sei das Herzstück der Gebäudepolitik. „Der Artikel 20a wird infrage gestellt und damit die Freiheit der zukünftigen Generationen.“
Der Grundgesetz-Artikel 20a besagt, dass der Staat „auch in Verantwortung für die künftigen Generationen“ die natürlichen Lebensgrundlagen schützt.
In einem ersten Schritt müsse das Bundesverfassungsgericht die Beschwerde zur Entscheidung annehmen, sagte Metz. „Davon gehen wir aus. Bei einer Verfassungsbeschwerde zum Tempolimit war dies zwar nicht der Fall, weil die damaligen Beschwerdeführer nur auf eine einzelne Maßnahme klagten. Das Gebäudemodernisierungsgesetz aber bezieht sich auf den gesamten Gebäudesektor mit sehr vielen CO2-Emissionen. Und es bedeutet einen deutlichen Rückschritt beim Klimaschutz, der so nicht zulässig ist.“
Falls die Beschwerde zur Entscheidung angenommen werde, dauere es bei optimistischer Schätzung ein Jahr oder anderthalb Jahre, bis es zu einer Entscheidung komme. „Wenn wir Erfolg haben, erklärt das Bundesverfassungsgericht das Gesetz oder Teile davon für verfassungswidrig. Das Gesetz müsste nachgebessert werden.“
Das Bundesverfassungsgericht entschied 2021 in einem wegweisenden Urteil, Artikel 20a verpflichte den Staat zum Klimaschutz. Das Gericht stellte fest: Einschneidende Schritte zur Senkung von schädlichen Treibhausgasemissionen dürfen nicht zulasten der jungen Generation auf die lange Bank geschoben werden.
Das Gericht trug der Bundesregierung auf, das Klimaschutzgesetz nachzubessern. Die Umwelthilfe hatte Verfassungsbeschwerden von jungen Menschen sowie vom Klimawandel Betroffenen aus dem Ausland unterstützt. Der Anwalt Klinger hatte die Kläger vertreten. (dpa/red)
Von den alten Griechen inspiriert: Die Villa Kérylos in Beaulieu-sur-Mer bei Nizza. - Foto: Alpes Maritimes/iStock
Inmitten von Glanz und Glamour der französischen Riviera wirkt die Villa Kérylos wie ein seltener Vogel – im wahrsten Sinne des Wortes, denn „kérylos“ bedeutet „Meerschwalbe“ oder „Eisvogel“ und gilt in der griechischen Mythologie als gutes Omen.
Das außergewöhnliche Gebäude in Beaulieu-sur-Mer bei Nizza entsprang einer Zusammenarbeit zwischen dem Mäzen Théodore Reinach (1860–1928) und seinem Freund, dem Architekten Emmanuel Pontremoli (1865–1956), der auch an archäologischen Ausgrabungsstätten tätig war. Der in Frankreich in einer jüdischen Familie geborene Reinach war eine vielseitige Persönlichkeit. Er war Archäologe, Historiker, Jurist, Mathematiker, Musikwissenschaftler und Numismatiker, kannte sich also auf dem Gebiet von Münzen aus. Sein Schwerpunkt lag jedoch auf der Erforschung des antiken Griechenlands.
Die zwischen 1902 und 1908 als Ferienhaus erbaute weiß verputzte Villa ist ein Ort mit besonderer Ausstrahlung. Das Gebäude wirkt wie eine griechische Residenz aus hellenistischer Zeit. Es vereint den Komfort und die Bautechniken der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, einer Epoche, die in Frankreich als Belle Époque (schöne Epoche) bekannt ist.
Die Villa Kérylos ist ein „Gesamtkunstwerk“. Die Architektur, die Gärten und die Einrichtung erinnern an die Adelshäuser der Insel Delos aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. Die Inneneinrichtung umfasst zeitgemäße Fresken, Mosaike, Textilien, Geschirr und Möbel sowie eine Sammlung von Antiquitäten und die großflächige Verwendung von Marmor, Bronzen und Edelhölzern. Die meisten Möbel wurden von Reinach nach historischen Vorbildern entworfen. Der Tischler Louis-François Bettenfeld setzte die Entwürfe um.
Nach Reinachs Tod wurde die Villa dem Institut de France vermacht. Es gab jedoch eine Bedingung: Seine Nachkommen durften dort weiterhin wohnen. Im Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten die Nationalsozialisten das Haus. Sie deportierten seinen Sohn Julien, der in der Villa lebte, in das Konzentrationslager Bergen-Belsen und vernichteten Reinachs Aufzeichnungen. Der Gärtner brachte die Einrichtungsgegenstände zur sicheren Aufbewahrung in ein Museum. Julien überlebte, doch Reinachs anderer Sohn Léon, die Schwiegertochter und ihre beiden Kinder kamen in Auschwitz ums Leben.
Nach dem Krieg wurde die Villa an die Familie Reinach zurückgegeben, die sie bis Mitte der 1960er-Jahre weiter bewohnte. 1966 stellte die französische Regierung das Gebäude unter Denkmalschutz. Heute ist die Villa als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich und ermöglicht einen besonderen Einblick in ihre bewegte Geschichte.
Die Wände des beeindruckenden „Andron“, des Empfangsraums für Männer, sind mit italienischem Marmor verkleidet. Am hinteren Ende des Salons befindet sich ein Hausaltar aus Carrara-Marmor, der als Ort für Opfergaben diente. Das Mosaik im Raum zeigt die berühmte Legende von Theseus, der den Minotaurus tötet.
Die Räume im Erdgeschoss verteilen sich um einen offenen Innenhof mit einer Säulenreihe, die den Hof umsäumt. Dieses Element war ein wesentlicher Bestandteil antiker griechischer Häuser und sorgte für Licht und Luftzirkulation. Hier befinden sich ein Dutzend dorische Säulen aus Carrara-Marmor und sechs Wandfresken. Mediterrane Pflanzen verleihen dem Raum eine besondere Atmosphäre.
Der „Oikos“ ist ein Raum, der den Künsten gewidmet ist. Sein Stuckfries mit Flachreliefs zeigt Musikinstrumente und eine Reihe ausgefallener Theatermasken, die ein wesentlicher Bestandteil antiker griechischer Aufführungen waren. Ein Schrank aus Zitronenholz (ganz rechts) verbirgt ein Miniaturklappklavier, das zwar nicht der damaligen Zeit entspricht, aber auf Wunsch von Reinachs Frau hinzugefügt wurde.
Bei der Explosion in Moskau wurden mehrere Menschen getötet. - Foto: Sergei Vedyashkin/Moscow News Agency/AP/dpa
HEUTE6:52 Uhr
FDP erstmals wieder bei 5 Prozent
Die FDP erreichte in der aktuelle INSA-Umfrage erstmals seit anderthalb Jahren wieder die Fünf-Prozent-Hürde. Im „Sonntagstrend“ klettern die Liberalen um einen Punkt auf fünf Prozent. Unverändert bleiben: AfD mit 28 Prozent, CDU/CSU bei 21 Prozent, Grüne mit 14 Prozent, SPD mit 12 Prozent und Linke mit 11 Prozent. Das BSW erreichte 4 Prozent.
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HEUTE5:40 Uhr
Zwei Deutsche starben – Absturz von Kleinflugzeug in Peru
Beim Absturz eines Kleinflugzeugs von AeroDiana sind in Peru 13 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch zwei Deutsche. Die Cessna Caravan C-208 stürzte kurz nach dem Start zu einen Rundflug über die Nazca-Linien ab. Das Verkehrsministeriums bestätigte den Tod von sieben Italienern, zwei Deutschen und zwei Spaniern. Die Opfer waren zwischen 24 und 78 Jahre alt.
Trump: Neue Angriffe auf den Iran vorerst ausgesetzt
Die USA verzichten laut US-Präsident Donald Trump vorübergehend auf weitere Angriffe auf den Iran. Die USA seien vom Iran und von weiteren Ländern in der Region darum gebeten worden, weil sich eine neue Vereinbarung abzeichne, schrieb Trump auf Truth Social. Ein solcher Deal müsse aber schnell erzielt werden. Auch Israel verzichte vorerst auf Angriffe.
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HEUTE2:44 Uhr
Russische Behörden: Drei Tote bei Explosion in Moskau
Bei einem Bombenanschlag in einem italienischen Restaurant am Kudrinskaja-Platz in Moskau sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. 21 weitere sind verletzt. Das Nationale Anti-Terror-Komitee teilte mit, dass eine Frau mit einem Sprengsatz das Restaurant betreten wollte. Die Explosion tötete demnach die Frau, den Sicherheitsmann und einen Besucher des Restaurants.
Spanische Sicherheitskräfte eskortieren Migranten am 1. August 2026 zum Grenzübergang zwischen Ceuta und Marokko in der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika. Die meisten der 60.000 Migranten, die aus dem benachbarten Marokko nach Ceuta kamen waren, sind zurückgekehrt. - Foto: Henry Nicholls/AFP via Getty Images
HEUTE7:02 Uhr
EU-Dringlichkeitssitzung zum Streit um Migrationskrise in Ceuta
Die Krise in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika führt zu einem schwerem Streit in der EU, für den 4. August ist eine Dringlichkeitssitzung angesetzt. 22 EU-Staaten kritisieren Spaniens Migrationspolitik – Spaniens sozialistischer Regierungschef Pedro Sánchez spricht von einer „egoistischen“ und „rechtswidrigen“ Reaktion. Wadephul fordert absolute Priorität des Grenzschutz, Klingbeil Solidarität mit Spanien.
Die FDP erreichte in der aktuelle INSA-Umfrage erstmals seit anderthalb Jahren wieder die Fünf-Prozent-Hürde. Im „Sonntagstrend“ klettern die Liberalen um einen Punkt auf fünf Prozent. Unverändert bleiben: AfD mit 28 Prozent, CDU/CSU bei 21 Prozent, Grüne mit 14 Prozent, SPD mit 12 Prozent und Linke mit 11 Prozent. Das BSW erreichte 4 Prozent.
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Zwei Deutsche starben – Absturz von Kleinflugzeug in Peru
Beim Absturz eines Kleinflugzeugs von AeroDiana sind in Peru 13 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch zwei Deutsche. Die Cessna Caravan C-208 stürzte kurz nach dem Start zu einen Rundflug über die Nazca-Linien ab. Das Verkehrsministeriums bestätigte den Tod von sieben Italienern, zwei Deutschen und zwei Spaniern. Die Opfer waren zwischen 24 und 78 Jahre alt.
Trump: Neue Angriffe auf den Iran vorerst ausgesetzt
Die USA verzichten laut US-Präsident Donald Trump vorübergehend auf weitere Angriffe auf den Iran. Die USA seien vom Iran und von weiteren Ländern in der Region darum gebeten worden, weil sich eine neue Vereinbarung abzeichne, schrieb Trump auf Truth Social. Ein solcher Deal müsse aber schnell erzielt werden. Auch Israel verzichte vorerst auf Angriffe.
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Russische Behörden: Drei Tote bei Explosion in Moskau
Bei einem Bombenanschlag in einem italienischen Restaurant am Kudrinskaja-Platz in Moskau sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. 21 weitere sind verletzt. Das Nationale Anti-Terror-Komitee teilte mit, dass eine Frau mit einem Sprengsatz das Restaurant betreten wollte. Die Explosion tötete demnach die Frau, den Sicherheitsmann und einen Besucher des Restaurants.
US-Präsident Donald Trump am 31. Juli 2026 während einer Kabinettssitzung in Camp David in Maryland, flankiert von Außenminister Marco Rubio (l) und Verteidigungsminister Pete Hegseth (r). - Foto: Aaron Schwartz/AFP via Getty Images
Präsident Donald Trump erklärte am 1. August, dass die Vereinigten Staaten alle noch ausstehenden Angriffe auf den Iran aussetzen, damit dessen Führung „rasch ein Abkommen abschließen“ könne.
Angesichts der Drohungen beider Seiten mit unmittelbar bevorstehenden Angriffen erklärte Trump kurz nach 22 Uhr Ostküstenzeit in einem Beitrag, dass die USA auf Bitten des Irans und anderer Länder des Nahen Ostens vorerst „von jeglichen Angriffen absehen“ würden.
„Aufgrund dieser Bitte habe ich zugestimmt, zum künftigen Wohl der WELT und ebenso zum Fortbestand eines erfolgreichen und prosperierenden Irans den Angriff auszusetzen, sofern es gelingt, rasch eine Einigung zu erzielen“, sagte der Präsident.
Iran muss sich an die Bedingungen halten
Trump erklärte, die Vereinigten Staaten seien weiterhin „bereit zum Angriff auf die Islamische Republik Iran – mit einem Ausmaß an militärischem Terror, Stärke und Macht, wie es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gesehen wurde“.
Der Iran müsse nachweisen, dass er sich an die Vorgaben des aktuellen Abkommens halte, so Trump. Dazu gehörten die sofortige und vollständige Öffnung der Straße von Hormus für den internationalen Seeverkehr sowie ein „Ende der nuklearen Bedrohung durch den Iran“.
Er sagte, Israel habe zugestimmt, keinen Angriff zu starten, sofern der Iran die Bedingungen des Abkommens einhält.
Mit diesem Foto wurde Nirmal Purja 2019 schlagartig berühmt: Bergsteiger stehen auf dem Mount Everest Schlange. - Foto: Nirmal Purja/Nimsdai Project Possible/AP/dpa
Als erster Mensch hatte er alle Achttausender innerhalb einer Saison bestiegen. Jetzt ist der nepalesischstämmige Extremsportler Nirmal Purja nach Angaben seiner Firma tot.
Alle Mitglieder seiner Gruppe starben nach einem schweren Lawinenunglück am Donnerstag am Broad Peak – ein Berg mit rund 8.050 Metern Höhe – in Pakistan, bestätigte der Alpine Club Pakistan dpa am Samstagabend.
„In tiefer Trauer und mit unermesslichem Herzschmerz bestätigen wir, dass Nirmal Purja in tragischer Weise sein Leben nach der Lawine am Broad Peak verloren hat“, erklärte Purjas Unternehmen Elite Expeditions.
Purja auf dem Gipfel des Mt. Everest. (Archivbild)
Foto: Nirmal Purja/PA Wire/dpa
Rekordbergsteiger aus Netflix-Doku
„Der tragische Tod von sechs Nepalesen und vier weiteren ausländischen Bergsteigern, darunter Weltrekordhalter Nirmal Purja, im pakistanischen Karakorum-Gebirge, schockiert uns“, schrieb der nepalesische Premier Balendra Shah auf Facebook.
Auch Bergsteiger Reinhold Messner würdigte Purja: „Was bleibt, ist nicht nur die Trauer über seinen Tod, sondern auch die Erinnerung an ein Leben, das er in vollen Zügen gelebt hat“, schrieb er auf Instagram. Es sei ein Privileg, ihn gekannt zu haben.
Die zehnköpfige Expedition sei von Nirmal Purja, dem bekannten nepalesischstämmigen Alpinisten mit britischer Staatsangehörigkeit, geleitet worden, hieß es vom ACP. Purja – auch bekannt unter dem Namen Nims Dai – machte unter anderem international Schlagzeilen, nachdem er 2019 in Rekordzeit alle 14 Achttausender innerhalb von sieben Monaten erklommen hatte. Im August 2023 wurde sein Rekord von einer Norwegerin und einem Nepalesen im Team übertroffen.
In einer Mischung aus Trotz und Selbstbewusstsein nannte Purja seine damalige Mission „Project Possible“ (Projekt Möglich). „Als ich von dem Projekt erzählte, haben die Leute gelacht“, sagte er damals der dpa in Nepals Hauptstadt Kathmandu. „Sie sagten, das wäre nicht möglich.“
Nach einem Lawinenabgang werden zehn Bergsteiger im pakistanischen Karakorum-Gebirge vermisst. (Symbolbild)
Foto: Olivier Matthys/EPA/dpa
Netflix-Produktion machte ihn weltweit bekannt
Die Netflix-Produktion „14 Peaks: Nothing is Impossible“ widmet sich seiner Leistung. Sie zeigt die extremen Wetterbedingungen, denen Bergsteiger in den Höhen ausgesetzt sind und handelt von dem Balanceakt zwischen Leben und Tod bei Purjas Extrem-Expedition.
Zuvor veröffentlichte er unter dem Namen Nimsdai Purja eine Autobiografie, die zum Bestseller wurde. Eine deutsche Fassung erschien im Jahr 2022 unter dem Titel „Jenseits des Möglichen: 1 Mann, 6 Weltrekorde, 14 Achttausender“.
Nirmal Purja hat den Mount Everest und die dreizehn anderen Achttausender der Welt in sieben Monaten bestiegen. (Archivbild)
Foto: Prakash Mathema/AFP/dpa
Den Broad Peak zu besteigen sei ursprünglich nicht Teil seines Plans gewesen, schrieb Purja am Montag auf der Plattform X. Nach einer Besteigung des Gasherbrum II – einem weiteren pakistanischen Achttausender – fehle ihm lediglich die Besteigung des Broad Peak, um der erste Mensch zu sein, der alle 14 Achttausender ohne Sauerstoff zweimal bestiegen habe, schrieb er.
Die britische BBC berichtete, dass Purja seine Liebe zum Bergsteigen während seiner Zeit als Elitesoldat der britischen Marine fand. Er sei von Königin Elizabeth II. 2018 ausgezeichnet worden. Auch sein Vater und ältere Brüder seien bereits Teil der britischen Streitkräfte gewesen, berichtet der Sender.
Laura Dahlmeier starb in der gleichen Region
Vor fast genau einem Jahr kam die Deutsche Laura Dahlmeier am 28. Juli 2025 beim Bergsteigen am Laila Peak ums Leben. Die Unglücksorte liegen nah beieinander.
Die 31-jährige ausgebildete Bergführerin war mit ihrer Seilpartnerin unterwegs, als sie beim Abstieg auf einer Höhe von 5.700 Metern von einem Steinschlag am Kopf getroffen wurde. Sie war mutmaßlich sofort tot.
Trotz umgehend eingeleiteter Rettungsmaßnahmen konnte aufgrund der anhaltenden Steinschlaggefahr und schwieriger Wetterbedingungen niemand zu ihr vordringen.
Die Rettungsaktion wurde schließlich eingestellt, da es Dahlmeiers ausdrücklicher und niedergeschriebener Wille war, dass in einem solchen Fall niemand sein Leben riskieren dürfe, um sie zu bergen. Ihr Leichnam verblieb am Berg, wo sie ihre letzte Ruhestätte fand.
Gedenken an Laura Dahlmeier.
Foto: Str/dpa
Suche nach Purja
2021 gelang Purja gemeinsam mit neun weiteren Nepalesen die erste Winterbesteigung des K2 an der Grenze zwischen Pakistan und China. Einem größeren Publikum wurde der Bergsteiger 2021 durch eine Netflix-Dokumentation bekannt.
Vor seinem letzten Aufstieg schrieb Purja vor einigen Tagen im Onlinedienst X: „Broad Peak, ich bitte um nichts weiter als einen sicheren Aufstieg und eine sichere Rückkehr.“
Der Broad Peak ist der zwölfthöchste Berg der Erde und liegt im Karakorum-Gebirge auf der Grenze zwischen Pakistan und China. Die Region im hohen Norden Pakistans zieht jährlich viele internationale Bergsteiger-Expeditionen an.
Die Einsatzkräfte hatten am Samstag laut Polizeiangaben erneut nach den verbliebenen Vermissten gesucht, nachdem die Suche am Vortag wegen schwieriger Wetterbedingungen in dem „äußerst herausfordernden Gebiet“ unterbrochen worden war. Zum Einsatz kamen unter anderem Hubschrauber der Armee.
Bergretter bereiten sich am Freitag auf eine Suchmission am Broad Peak vor. (Handout)
Foto: Uncredited/Alpine Club of Pakistan/AP/dpa
Die Lawine hatte die Expeditionsteilnehmer am Donnerstag erfasst, als die Gruppe in rund 6600 Metern Höhe zum Gipfel des Broad Peak aufstieg. Nach Angaben von Naila Kiani vom pakistanischen Alpinismus-Verein ACP deuten Daten der Ortungsgeräte darauf hin, dass die Bergsteiger mehrere hundert Meter den Hang hinabgeschleudert wurden.
Als Achttausender sei der Broad Peak ein schwieriger Berg und es habe auch in der Vergangenheit immer wieder Unfälle dort gegeben, sagt Irfanullah Baig, ein pakistanischer Bergsteiger.
„Die Temperaturen in den Ortschaften am Fuß der Berge steigen auf 40 Grad. Damit gibt es keine stabile Schneedecke mehr und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Schneeschmelze jederzeit Lawinen auslöst“, sagte der Fachmann. (dpa/afp/red)
Mit diesem Foto wurde Nirmal Purja 2019 schlagartig berühmt: Bergsteiger stehen auf dem Mount Everest Schlange. - Foto: Nirmal Purja/Nimsdai Project Possible/AP/dpa
Als erster Mensch hatte er alle Achttausender innerhalb einer Saison bestiegen. Jetzt ist der nepalesischstämmige Extremsportler Nirmal Purja nach Angaben seiner Firma tot.
Alle Mitglieder seiner Gruppe starben nach einem schweren Lawinenunglück am Donnerstag am Broad Peak – ein Berg mit rund 8.050 Metern Höhe – in Pakistan, bestätigte der Alpine Club Pakistan dpa am Samstagabend.
„In tiefer Trauer und mit unermesslichem Herzschmerz bestätigen wir, dass Nirmal Purja in tragischer Weise sein Leben nach der Lawine am Broad Peak verloren hat“, erklärte Purjas Unternehmen Elite Expeditions.
Purja auf dem Gipfel des Mt. Everest. (Archivbild)
Foto: Nirmal Purja/PA Wire/dpa
Rekordbergsteiger aus Netflix-Doku
„Der tragische Tod von sechs Nepalesen und vier weiteren ausländischen Bergsteigern, darunter Weltrekordhalter Nirmal Purja, im pakistanischen Karakorum-Gebirge, schockiert uns“, schrieb der nepalesische Premier Balendra Shah auf Facebook.
Auch Bergsteiger Reinhold Messner würdigte Purja: „Was bleibt, ist nicht nur die Trauer über seinen Tod, sondern auch die Erinnerung an ein Leben, das er in vollen Zügen gelebt hat“, schrieb er auf Instagram. Es sei ein Privileg, ihn gekannt zu haben.
Die zehnköpfige Expedition sei von Nirmal Purja, dem bekannten nepalesischstämmigen Alpinisten mit britischer Staatsangehörigkeit, geleitet worden, hieß es vom ACP. Purja – auch bekannt unter dem Namen Nims Dai – machte unter anderem international Schlagzeilen, nachdem er 2019 in Rekordzeit alle 14 Achttausender innerhalb von sieben Monaten erklommen hatte. Im August 2023 wurde sein Rekord von einer Norwegerin und einem Nepalesen im Team übertroffen.
In einer Mischung aus Trotz und Selbstbewusstsein nannte Purja seine damalige Mission „Project Possible“ (Projekt Möglich). „Als ich von dem Projekt erzählte, haben die Leute gelacht“, sagte er damals der dpa in Nepals Hauptstadt Kathmandu. „Sie sagten, das wäre nicht möglich.“
Nach einem Lawinenabgang werden zehn Bergsteiger im pakistanischen Karakorum-Gebirge vermisst. (Symbolbild)
Foto: Olivier Matthys/EPA/dpa
Netflix-Produktion machte ihn weltweit bekannt
Die Netflix-Produktion „14 Peaks: Nothing is Impossible“ widmet sich seiner Leistung. Sie zeigt die extremen Wetterbedingungen, denen Bergsteiger in den Höhen ausgesetzt sind und handelt von dem Balanceakt zwischen Leben und Tod bei Purjas Extrem-Expedition.
Zuvor veröffentlichte er unter dem Namen Nimsdai Purja eine Autobiografie, die zum Bestseller wurde. Eine deutsche Fassung erschien im Jahr 2022 unter dem Titel „Jenseits des Möglichen: 1 Mann, 6 Weltrekorde, 14 Achttausender“.
Nirmal Purja hat den Mount Everest und die dreizehn anderen Achttausender der Welt in sieben Monaten bestiegen. (Archivbild)
Foto: Prakash Mathema/AFP/dpa
Den Broad Peak zu besteigen sei ursprünglich nicht Teil seines Plans gewesen, schrieb Purja am Montag auf der Plattform X. Nach einer Besteigung des Gasherbrum II – einem weiteren pakistanischen Achttausender – fehle ihm lediglich die Besteigung des Broad Peak, um der erste Mensch zu sein, der alle 14 Achttausender ohne Sauerstoff zweimal bestiegen habe, schrieb er.
Die britische BBC berichtete, dass Purja seine Liebe zum Bergsteigen während seiner Zeit als Elitesoldat der britischen Marine fand. Er sei von Königin Elizabeth II. 2018 ausgezeichnet worden. Auch sein Vater und ältere Brüder seien bereits Teil der britischen Streitkräfte gewesen, berichtet der Sender.
Laura Dahlmeier starb in der gleichen Region
Vor fast genau einem Jahr kam die Deutsche Laura Dahlmeier am 28. Juli 2025 beim Bergsteigen am Laila Peak ums Leben. Die Unglücksorte liegen nah beieinander.
Die 31-jährige ausgebildete Bergführerin war mit ihrer Seilpartnerin unterwegs, als sie beim Abstieg auf einer Höhe von 5.700 Metern von einem Steinschlag am Kopf getroffen wurde. Sie war mutmaßlich sofort tot.
Trotz umgehend eingeleiteter Rettungsmaßnahmen konnte aufgrund der anhaltenden Steinschlaggefahr und schwieriger Wetterbedingungen niemand zu ihr vordringen.
Die Rettungsaktion wurde schließlich eingestellt, da es Dahlmeiers ausdrücklicher und niedergeschriebener Wille war, dass in einem solchen Fall niemand sein Leben riskieren dürfe, um sie zu bergen. Ihr Leichnam verblieb am Berg, wo sie ihre letzte Ruhestätte fand.
Gedenken an Laura Dahlmeier.
Foto: Str/dpa
Suche nach Purja
2021 gelang Purja gemeinsam mit neun weiteren Nepalesen die erste Winterbesteigung des K2 an der Grenze zwischen Pakistan und China. Einem größeren Publikum wurde der Bergsteiger 2021 durch eine Netflix-Dokumentation bekannt.
Vor seinem letzten Aufstieg schrieb Purja vor einigen Tagen im Onlinedienst X: „Broad Peak, ich bitte um nichts weiter als einen sicheren Aufstieg und eine sichere Rückkehr.“
Der Broad Peak ist der zwölfthöchste Berg der Erde und liegt im Karakorum-Gebirge auf der Grenze zwischen Pakistan und China. Die Region im hohen Norden Pakistans zieht jährlich viele internationale Bergsteiger-Expeditionen an.
Die Einsatzkräfte hatten am Samstag laut Polizeiangaben erneut nach den verbliebenen Vermissten gesucht, nachdem die Suche am Vortag wegen schwieriger Wetterbedingungen in dem „äußerst herausfordernden Gebiet“ unterbrochen worden war. Zum Einsatz kamen unter anderem Hubschrauber der Armee.
Bergretter bereiten sich am Freitag auf eine Suchmission am Broad Peak vor. (Handout)
Foto: Uncredited/Alpine Club of Pakistan/AP/dpa
Die Lawine hatte die Expeditionsteilnehmer am Donnerstag erfasst, als die Gruppe in rund 6600 Metern Höhe zum Gipfel des Broad Peak aufstieg. Nach Angaben von Naila Kiani vom pakistanischen Alpinismus-Verein ACP deuten Daten der Ortungsgeräte darauf hin, dass die Bergsteiger mehrere hundert Meter den Hang hinabgeschleudert wurden.
Als Achttausender sei der Broad Peak ein schwieriger Berg und es habe auch in der Vergangenheit immer wieder Unfälle dort gegeben, sagt Irfanullah Baig, ein pakistanischer Bergsteiger.
„Die Temperaturen in den Ortschaften am Fuß der Berge steigen auf 40 Grad. Damit gibt es keine stabile Schneedecke mehr und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Schneeschmelze jederzeit Lawinen auslöst“, sagte der Fachmann. (dpa/afp/red)
Der Glaube an den Fortbestand der Bundesregierung ist gering. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA für die „Bild am Sonntag“ gaben 57 Prozent der Befragten an, mit einem vorzeitigen Regierungsende zu rechnen.
29 Prozent erwarten, die Regierung werde bis zum regulären Ende der Wahlperiode 2029 durchhalten. 14 Prozent machten keine Angabe.
Gleichzeitig ist das Vertrauen in die Regierung gering, kurzfristig Reformen umzusetzen. Lediglich 25 Prozent der Befragten trauen der Bundesregierung zu, noch in diesem Jahr wichtige Reformen abzuschließen. 65 Prozent glauben nicht daran, dass dies gelingt, 10 Prozent machten keine Angabe.
Größter Handlungsbedarf ist die Rente
Den größten Handlungsbedarf sehen die Deutschen bei den Themen Rente (64 Prozent), Wirtschaft (63 Prozent) und Gesundheit (62 Prozent). Dahinter folgen innere Sicherheit (54 Prozent) und Migration (53 Prozent).
Für die „Bild am Sonntag“ hatte das Meinungsforschungsinstitut INSA 1.002 Personen am 30. und 31. Juli 2026 gefragt: „Trauen Sie der neubesetzten Bundesregierung zu, noch in diesem Jahr wichtige Reformen umzusetzen?“
(eher) ja: 25 Prozent (eher) nein: 65 Prozent weiß nicht / keine Angabe: 10 Prozent
„In welchen der folgenden Themengebiete ist Ihrer Meinung nach der Handlungsbedarf der Bundesregierung derzeit besonders groß? Sie können bis zu 5 Themen angeben.“
Rente: 64 Prozent Wirtschaft: 63 Prozent Gesundheit: 62 Prozent Innere Sicherheit: 54 Prozent Migration: 53 Prozent in keinem davon: 2 Prozent weiß nicht / keine Angabe: 4 Prozent
„Hält die aktuelle Bundesregierung Ihrer Meinung nach bis zum regulären Ende der Wahlperiode 2029?“
(eher) ja: 29 Prozent (eher) nein: 57 Prozent weiß nicht / keine Angabe: 14 Prozent. (dts/red)
An vier Abenden laden Schauspieler Dieter Hallervorden und Ministerpräsident Sven Schulze vor der Landtagswahl zum Gespräch. - Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Der Schauspieler Dieter „Didi“ Hallervorden sorgt mit einem Kabarettauftritt bei Wahlkampfveranstaltungen von Sachsen-Anhalts CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze für Wirbel.
Nach Veranstaltungen in Halle und Magdeburg in den vergangenen Tagen gehe es wie geplant nächste Woche in Dessau und Naumburg weiter, sagte der Generalsekretär des CDU-Landesverbands, Mario Karschunke, dpa.
Die Veranstaltungen seien sehr gut gebucht. Für Dessau am Montag gebe es rund 600 Anmeldungen.
Gemeinsam auf einer Bühne: Ministerpräsident und Schauspieler
Bei dem Gesprächsformat mit dem Titel „Kultur braucht Freiheit“ stehen der Schauspieler und der Ministerpräsident gemeinsam mit einer Moderatorin auf der Bühne.
Es geht um den persönlichen Begriff von Freiheit, was eine lebendige Demokratie braucht und welche Rolle Kunst, Meinungsfreiheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt spielen.
Schauspieler Dieter Hallervorden unterstützt die CDU in Sachsen-Anhalt, kritisiert sie aber auch.
Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Hallervorden bringt musikalische Beiträge mit und legt den Fokus stark auf Frieden. Die aktuelle Verteidigungs- und Rüstungspolitik lehnt der 90-Jährige ab. Auch auf die von ihm bereits früher kritisierte Israel-Politik nimmt er Bezug: In einem Hintergrundvideo zu einer Gesangseinlage von ihm ist kurz ein Foto einer Demonstration mit dem Schriftzug „Stoppt den Völkermord in Gaza“ zu sehen.
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann sagte dazu der „Bild“: „Für die CDU Deutschlands ganz klar: Es gibt keinen Völkermord in Gaza, wir stehen an der Seite Israels und der Ukraine im Kampf gegen den Terror und Aggression.“
Sie sagte weiter: „Wir stehen für Freiheit und wollen uns verteidigen können, damit wir es nicht müssen. Daran wird sich nichts ändern. Wir stehen zur Meinungs- und Kunstfreiheit, doch auch hier gibt es Grenzen – mindestens aber muss die Kunst mit deutlichem Widerspruch leben.“
Sven Schulze hatte schon in der Magdeburger Veranstaltung am Mittwoch auf der Bühne mit Blick auf sich selbst rhetorisch gefragt: „Kann der denn eine Veranstaltung machen, wo der Dieter Hallervorden denn so ein Lied singt? Ich sage ja, weil das ist eigentlich das, was ich mir vorstelle. Ich möchte kein Land haben und kein Land regieren als Ministerpräsident, wo ich das Gefühl habe, hoffentlich sprechen sie alle das, was ich sage. Sondern ich möchte schon auch Gegenrede haben.“
Der CDU-Landesverband erklärt: „Die Veranstaltung war bewusst als Gesprächsformat angelegt. Sie sollte zeigen, dass Menschen trotz unterschiedlicher Auffassungen respektvoll miteinander im Gespräch bleiben können.“
Und: „Wir dürfen das Streiten nicht verlernen – unterschiedliche Auffassungen müssen nebeneinanderstehen können, ohne dass der Respekt füreinander verloren geht.“ Das bedeute nicht, dass sich Schulze oder die CDU Sachsen-Anhalt jede dort geäußerte Meinung zu eigen machten.
Sven Schulze am 20.07.2026.
Foto: via dts Nachrichtenagentur
CDU: Hallervorden bot Schulze Unterstützung an
Laut CDU kam Hallervorden mit dem Wunsch auf Schulze zu, ihn im Wahlkampf zu unterstützen. „Dabei war von Anfang an klar, dass Herr Hallervorden als Künstler – in Sachsen-Anhalt geboren – seine eigenen Texte und Inhalte verantwortet und sich diese nicht vorgeben lässt.“
Der Landesverband macht klar: „Die politischen Positionen der CDU Sachsen-Anhalt ergeben sich aus ihren Beschlüssen und den Aussagen ihrer Verantwortungsträger und nicht aus künstlerischen Beiträgen von Gästen einer Veranstaltung.“
Hallervorden will die absolute Mehrheit der AfD verhindern
Hallervorden mischt im Wahlkampf mit, um eine AfD-Regierung zu verhindern. „Wenn SPD, Grüne und FDP an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, kann die AfD bereits mit 40 Prozent die absolute Mehrheit erreichen. Das möchte ich unbedingt verhindern“, hatte er Anfang der Woche dpa gesagt.
Fünf Wochen vor der Wahl führt die Partei dort laut Umfragen deutlich vor der derzeit regierenden CDU und den anderen Parteien.
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund in Sachsen-Anhalt. Die AfD liegt derzeit in den Umfragen vor den Landtagswahlen im September mit großem Vorsprung in Führung.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
Kampagne mit anderen Kulturschaffenden
Gemeinsam mit anderen Kulturschaffenden, wie Tatort-Schauspieler Axel Prahl und Komiker Oliver Kalkofe, hat der 1935 in Dessau geborene Hallervorden eine Kampagne ins Leben gerufen. Sie empfiehlt Wählern, ihr Kreuz bei CDU, SPD, FDP, Grünen oder Linken zu setzen.
In seinem bei der CDU-Veranstaltung vorgetragenen Lied wendet sich Hallervorden an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD): „Wenn ihr glaubt, dass Krieg sich lohnt, kämpft doch dort, wo keiner wohnt. Kämpft gefälligst auf dem Mond!“, heißt es im Song.
Beim Auftritt in Halle erklärte der Künstler dem Publikum: „Ich würde, wenn das hier Bundesebene wäre, für Friedrich Merz keine Reklame machen, das ist hier bei Sven anders.“ (dpa/red)
Noch immer gibt es viele offene Fragen zum Wal Timmy/Hope. Eigentlich waren sich die meisten Experten und die Öffentlichkeit sicher, dass der an der dänischen Küste vor Anholt gefundene tote Wal Timmy war. Der an dem Tier angebrachte Tracker soll geborgen worden sein, der Vergleich von Aufnahmen der Fluke war demnach eindeutig und auch Dr. Anne Herrschaft, eine Tierärztin der Rettungsini…
Der Stich von Hans Sebald Beham zeigt Herakles bei seiner letzten Aufgabe: der Beschaffung des Höllenhundes Kerberos. - Foto: gemeinfrei
In Kürze:
Der Tod ist für viele Menschen einer der gefürchtetsten Dinge überhaupt.
Mit seiner erfolgreichen Reise in die Unterwelt und zurück zeigt der griechische Held Herakles jedoch, dass wahrer Mut und eine gute Seele stärker als die Dunkelheit sein kann.
Ähnlich wie Jesus und Tolkiens Hobbit Bilbo erlangt er nicht nur Bekanntheit, sondern auch Erkenntnis und Weisheit.
Wir sind nun bei der zwölften und letzten Aufgabe des Herakles angelangt. Mit ihr erreicht der gesamte Zyklus seinen dunkelsten und gefährlichsten Punkt. Doch der griechische Held wurde mit den früheren Aufgaben ideal darauf vorbereitet. Alles zu den vorhergehenden elf Aufgaben und was Herakles aus ihnen lernte, finden Sie hier.
Er hat Sümpfe, Berge, Wüsten, fremde Königreiche, den Rand der bekannten Welt und den Garten der Unsterblichkeit bereist. Doch nun muss er noch weiter gehen. Seine finale Prüfung besteht nicht darin, sich einem Ungeheuer in der Welt zu stellen oder ein heiliges Objekt aus deren Randgebieten zurückzuholen. Er muss in den Hades selbst hinabsteigen und Kerberos, den Höllenhund, in das Reich der Lebenden bringen.
Die ultimative Grenze
Deshalb ist die zwölfte Aufgabe so entscheidend. Sie ist nicht bloß ein weiteres Abenteuer, sondern der logische Höhepunkt all dessen, was ihr vorausging. Der Held muss sich nun einem Ungeheuer vor den Toren der Unterwelt und damit buchstäblich dem Tod selbst stellen.
In den Hades einzutreten und zurückzukehren, klingt bereits fast unmöglich. Doch seinen Wächter herauszuholen, ist noch außergewöhnlicher. Seit Zeus den Kosmos ordnete, war die Grenze zwischen den Lebenden und den Toten eines seiner unantastbaren Gesetze gewesen. Herakles’ Erfolg verleiht ihm daher die Aura einesjenigen, der das Unmögliche vollbringt.
Kerberos, der dreiköpfige Hund des Hades, ist kein gewöhnlicher Wachhund. Er ist das Wesen, das den Zutritt zur Unterwelt gewährt, aber eine Flucht verhindert. Mit anderen Worten: Er setzt das endgültige Gesetz der sterblichen Existenz durch. Jeder darf in den Tod eintreten, doch niemand darf ihn verlassen.
Marmorstatue von Gott Hades mit seinem dreiköpfigen Hund Kerberos.
Noch etwas verleiht der Aufgabe eine besondere Schwere. Von Herakles wird nicht verlangt, Kerberos zu töten. Er soll auch nicht den Hades vernichten oder die Unterwelt umstürzen. Ihm wird befohlen, das Reich zu betreten, aus dem kein Lebender zurückkehren soll, dessen Wächter zu bezwingen und diesen vorübergehend ins Licht zu bringen.
Ringen mit dem Tod
Was bedeutet das? Es bedeutet, dass es sich hierbei nicht um eine Rebellion gegen den Tod im eigentlichen Sinne handelt. Herakles darf nicht den Tod selbst vernichten. Er muss sich der tiefsten Grenze des menschlichen Lebens stellen, ohne die Struktur des Kosmos zu zerstören.
Tatsächlich gestattet der gleichnamige Totengott Hades selbst diesen Versuch. Allerdings stellt er eine Bedingung: Herakles muss Kerberos ohne Waffen bezwingen. Das ist entscheidend, denn es bedeutet, dass die Befreiung der Seele nicht von irgendeiner Technologie, einem Instrument oder einer äußeren Macht abhängt.
Während all seiner Aufgaben spielten Herakles’ Waffen eine wichtige Rolle. Sein Bogen und seine vergifteten Pfeile, seine Keule – sie ermöglichten ihm zahlreiche Siege. Ohne diese üblichen Mittel muss der Held den Wächter der Toten allein durch die Kraft seiner Seele bezwingen. Dies ist die endgültige Läuterung des Heldentums. Damit ist die Aufgabe nicht nur körperlicher, sondern auch geistiger Natur.
„Herkules und Cerberus“ von dem flämischen Maler Peter Paul Rubens (1577–1640).
Symbolisch gehört diese Aufgabe zum Tierkreiszeichen Fische, das mit Auflösung, Opfer, Mitgefühl und dem Überschreiten von Grenzen verbunden ist. Die Fische sind Wasser in seiner geheimnisvollsten Form: das weite ozeanische Reich, in dem sich Formen auflösen und die Seele sich dem nähert, was jenseits der gewöhnlichen Identität liegt. Es ist das Zeichen des Endes, aber auch der Transzendenz.
Seine beiden, in entgegengesetzte Richtungen schwimmenden Fische, deuten auf das letzte Paradoxon des Zyklus hin: Abstieg und Aufstieg, Tod und Rückkehr, Auflösung und Erneuerung.
Es ist auch bemerkenswert, dass der Fisch zum Symbol der frühen Christen wurde. Ihre zentrale Person – Jesus Christus – stieg ebenfalls in den Tod und, in der Sprache des Glaubensbekenntnisses, in die Hölle selbst hinab. In der christlichen Tradition wird dies zur „Höllenfahrt“: der Sieg des Lebens, das in das Reich des Todes eintritt.
Die zwölfte Aufgabe von Herakles ist mit dem Wasserzeichen Fische verbunden.
Wie passend also, dass die 12. Aufgabe den Abstieg in die Unterwelt beinhaltet. Der gesamte Zyklus der Aufgaben hat sich von der Durchsetzung zur Hingabe, von der Kraft zur Weisheit, von der Eroberung zum Übergang bewegt. Es begann im Zeichen des Löwen mit heldenhaftem Mut und endet im Zeichen der Fische mit Kerberos und der Begegnung des Todes. Dazwischen steht die gesamte Erziehung der Seele.
Deshalb ist die Symbolik der Fische so treffend. Wasser steht seit jeher für Tiefe, Gefühl, Auflösung, Geheimnis und die verborgenen Strömungen des Innenlebens. Traditionell liegt das tiefste Leben der Seele nicht im Kalkül oder im Kopf, sondern im Herzen – dem Sitz von Mut, Trauer, Mitgefühl und Liebe.
Wenn der Zyklus also sein Ende erreicht, wird Herakles nicht nur in seiner Kraft oder seinem Verstand auf die Probe gestellt, sondern in den Tiefen seines Herzens. Er muss das Reich betreten, in dem sich alle menschlichen Abwehrmechanismen auflösen und in dem nur der tiefste Mut der Seele Bestand haben kann.
Reich der Wahrheit
Der Mythos erzählt uns auch, dass Herakles vor seinem Abstieg in die Eleusinischen Mysterien eingeweiht wird. Dieses Detail lässt sich leicht übersehen, ist aber von tiefgreifender Bedeutung.
Die Mysterien befassten sich mit Tod, Wiedergeburt und der Hoffnung, dass die Existenz nicht durch den Verfall des Sterblichen erschöpft sei. Herakles kann den Hades nicht einfach als roher Abenteurer betreten. Er muss rituell und spirituell auf die Begegnung vorbereitet werden.
Und wir sollten das hier eingebettete weibliche Lebensprinzip nicht übersehen. Einerseits unternimmt Herakles die Aufgaben wegen der Feindschaft von Göttermutter Hera. Andererseits wird sein Eintritt in den Hades durch die Demeter und Persephone geweihten Mysterien vorbereitet.
Darstellung der Eleusinischen Mysterien auf einer Votivtafel aus Eleusis, Griechenland,
Persephone, die Königin der Unterwelt, ist nicht bloß die Gattin des Hades, sondern die Göttin der Rückkehr, der jahreszeitlichen Erneuerung und des aus der Dunkelheit hervorgehenden Lebens. Herakles’ Initiation stellt ihn daher nicht nur unter das Zeichen des Todes, sondern auch unter das der möglichen Wiedergeburt.
Auch dies unterscheidet die letzte Aufgabe von den früheren. Kraft mag einen Menschen durch viele Gefahren bringen, doch sie allein kann ihn nicht auf den Tod vorbereiten. Dazu ist eine Bewusstseinsveränderung erforderlich, eine Läuterung des Blicks und die Erkenntnis, dass die Unterwelt nicht bloß ein Ort des Grauens ist, sondern ein Reich tiefer Wahrheit.
Die Schatten der Unterwelt
Als Herakles den Hades betritt, begegnet er somit nicht nur der Dunkelheit, sondern auch Erinnerungen, Leid und den ungelösten Lasten des menschlichen Lebens. In einigen Überlieferungen trifft er die Schatten der Toten, darunter auch Figuren aus anderen Mythen.
Er rettet den in der Unterwelt gefangenen Theseus, nachdem dieser törichterweise versucht hatte, Persephone zu entführen. Der Kontrast ist aufschlussreich. Theseus steigt aus Überheblichkeit hinab – Herakles auf Befehl mit Erlaubnis, Disziplin und Zielstrebigkeit. Es besteht ein großer Unterschied zwischen einem Eindringen in die Unterwelt und dem rechtmäßigen Betreten derselben.
Künstlerische Darstellung des Königspaares der Unterwelt: der Totengott Hades (l.), die Fruchtbarkeitsgöttin Persephone (r.) und der dreiköpfige Wachhund Kerberos (u.).
Dies ist eine weitere zentrale Lehre dieser Aufgabe. Herakles stürmt den Hades nicht als Eindringling. Er stürzt den König nicht. Er respektiert die Ordnung des Ortes, auch wenn er vorübergehend dessen Grenze überschreitet. Seine Größe liegt nicht darin, die kosmische Struktur zu durchbrechen, sondern sich durch sie hindurchzubewegen. Wieder einmal zerstört der Sohn des Zeus die Ordnung nicht, sondern erfüllt sie.
Vielleicht noch bedeutender ist, dass er Meleager begegnet, einem der wenigen Schatten, die nicht vor ihm fliehen. Meleager ist unter tragischen Umständen gestorben, und seine Geschichte rührt Herakles zu Tränen. Es ist einer der seltenen Momente in der mythischen Überlieferung, in denen die Trauer des Helden so offen zum Ausdruck kommt. Ihre Begegnung hat Konsequenzen – dazu später mehr.
Anerkennung und Disziplin bringen Wohlwollen
Nun tritt Herakles vor Hades und Persephone und bittet den Gott der Unterwelt um Erlaubnis, Kerberos vorübergehend in die Oberwelt mitnehmen zu dürfen. Damit erkennt Herakles die gesetzmäßige Struktur des Kosmos an. Zeus herrscht über den Himmel; Poseidon über das Meer; Hades über die Toten. Jedes Reich hat seine eigene Grenze, und selbst der größte aller Helden muss diese anerkennen.
Hier vermittelt uns der Mythos etwas ganz anderes als der berühmte Abstieg des Orpheus. Orpheus bewegt die Herrscher der Toten durch Schönheit, Musik und Trauer. Sein Gesang mildert die Unterwelt. Herakles singt nicht. Er überzeugt nicht durch Kunst. Seine Vorgehensweise ist eine andere: Einweihung, Mut, Disziplin und rechtmäßige Bitte.
Dennoch ist die Begegnung nicht ohne Wunder. In einer Version des Mythos empfängt Persephone Herakles „wie einen Bruder“. Dieser Satz ist durchaus bemerkenswert, wenn man darüber nachdenkt.
Der Meistersänger Orpheus (l.) begab sich in die Unterwelt, um seine geliebte Frau Eurydike (r.) zurück in das Reich der Lebenden zu holen.
Im Reich des Todes, wo alle gewöhnlichen menschlichen Bindungen aufgelöst sind, wird der Held nicht als Eindringling, sondern fast wie ein Verwandter empfangen. Das ist sicherlich mehr als bloße Höflichkeit. Der Held wurde durch die eleusinischen Mysterien vorbereitet, und nun erkennt Persephone in ihm jemanden, der das Reich zu Recht betreten hat.
Dabei nimmt sie in unterschiedlichen Versionen des Mythos verschiedene Rollen ein. In einer greift Persephone ein und bittet darum, den Hirten des Hades namens Menoetes zu verschonen, mit dem Herakles ringt und ihm die Rippen bricht. Nach einer anderen ist es der Gunst Persephones zu verdanken, dass Herakles den gefesselten Kerberos in Empfang nimmt und ihn ans Tageslicht bringt.
So kehrt das weibliche Prinzip im entscheidenden Moment zurück. Die Feindschaft der Hera, der Königin des Himmels, trieb Herakles in die Aufgaben. Das Wohlwollen von Persephone, der Königin der Unterwelt, ermöglicht es ihm, sie zu vollenden.
Dies ist eine der großen Symmetrien der Geschichte. Am Anfang widersetzt sich ihm eine Göttin. Am Ende nimmt ihn eine Göttin auf. Eine Königin treibt ihn ins Leid; eine andere Königin ermöglicht seine Rückkehr und Befreiung vom Leid. Die Unterwelt ist also nicht einfach nur ein Ort des Grauens. Sie ist auch der Ort, an dem Urteil, Barmherzigkeit, Erinnerung und verborgene Verwandtschaft offenbart werden.
Nicht alle Ängste sind echt
Während seiner Reise durch die Unterwelt wird Herakles von Hermes und Athene unterstützt oder geführt. Auch dies ist von Bedeutung. Hermes ist der Seelenführer, der Gott, der sich zwischen den Welten bewegt und Grenzen überschreitet, die andere nicht überschreiten können.
Athene steht für Weisheit, Klarheit und göttliche Strategie. Ihre Anwesenheit deutet darauf hin, dass der Abstieg in den Tod sowohl Führung als auch Weisheit erfordert. Mut allein reicht nicht aus. Man muss wissen, wie man hinüberkommt und wie man sich nicht verirrt.
Eine Version besitzt ein weiteres, aufschlussreiches Detail. Als Herakles im Hades die Gorgone Medusa erblickt, zieht er sein Schwert. Doch Hermes erklärt ihm, dass sie nur ein leeres Phantom sei.
Die Gorgone Medusa, gemalt von Caravaggio (1571–1610).
Selbst in der Unterwelt muss der Held also echte Gefahr von schemenhafter Angst unterscheiden. Nicht jeder Schrecken, der vor uns erscheint, hat Substanz. Manche sind nur Phantome des Geistes. Anderen, wie Kerberos, muss man sich tatsächlich stellen.
Das besiegte Böse im Dienst des Guten
Und nun steht Herakles vor dem monströsen Kerberos mit seinen drei Köpfen, die für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stehen und damit für die Zeit selbst, die alles verschlingt. Doch Kerberos ist mehr als nur ein Symbol. Er ist die knurrende, gefräßige Realität des Todes.
Herakles packt ihn. Das Bild gehört zu den eindrucksvollsten der gesamten Mythologie: Der Held, gehüllt in sein magisches Löwenfell, ringt mit bloßen Händen gegen den Höllenhund. Hier bilden die erste und die letzte Aufgabe einen Kreis. Das Löwenfell, das er zu Beginn des Zyklus errungen hat, schützt ihn am Ende.
Anders als hier dargestellt, durfte Herakles keine Waffen einsetzen, um den Höllenhund Kerberos zu bezwingen.
Und das ist besonders passend, da Kerberos, die Hydra und der Nemeische Löwe alle in der einen oder anderen Form zur selben monströsen Familie von Typhon und Echidna gehören – dem Geschlecht des Chaos.
So wird ein besiegtes Ungeheuer zum Schutz vor einem anderen. Das Böse, einmal bezwungen, wird in den Dienst des Guten gestellt. Der Mut, mit dem die Reise begann, wird zur Rüstung, durch die Herakles ihren Höhepunkt überlebt. Nichts, was wirklich gelernt wurde, ist verschwendet, denn frühere Siege werden zu späteren Schutzmaßnahmen.
Konfrontation mit dem Tod
Dennoch ist der Kampf schrecklich – Kerberos beißt wild zu. Dieser Punkt ist bedeutend, denn Herakles ist nicht immun gegen die Gewalt des Todes, nur weil er ein Held ist. Er leidet unter der Begegnung und wird verwundet. Der Held überlebt nicht, indem er so tut, als sei der Tod harmlos, sondern indem er aushält und sich ihm nicht ergibt. Das ist vielleicht die tiefste Lehre dieser Szene.
Mut ist keine Unverwundbarkeit. Er ist die Fähigkeit, präsent zu bleiben, wenn das, was wir am meisten fürchten, seine Zähne in uns versenkt. Schließlich bezwingt Herakles Kerberos und zerrt ihn nach oben in das Reich der Lebenden. Für einen Moment wird der Tod – unsere ultimative Dunkelheit – ins Licht gebracht.
Die Wirkung auf König Eurystheus ist fast komisch, aber auch tiefgründig. Der König, der sich die unmöglichen Aufgaben ausgedacht hatte, um Herakles zu vernichten, kann den Anblick ihrer Erfüllung nicht ertragen und versteckt sich. Der Mann, der den Abstieg befohlen hat, kann die Rückkehr nicht ertragen. Das ist eine der Ironien der Aufgaben: Diejenigen, die beiläufig die Konfrontation mit den ultimativen Realitäten fordern, sind oft selbst nicht in der Lage, sich diesen Realitäten zu stellen.
Aus Angst vor Kerberos sprang König Eurystheus in ein riesiges Gefäß und versteckte sich darin.
Herakles hingegen hat direkt in die Unterwelt geblickt und ist zurückgekehrt. Doch er behält Kerberos nicht: Herakles bringt den Hund zurück zum Hades. Der Tod ist nicht abgeschafft. Die Grenze bleibt bestehen und der Kosmos nicht auf den Kopf gestellt. Kerberos nimmt seine eigentliche Funktion als Wächter der Toten wieder auf. Und doch hat sich alles verändert.
Obwohl der Tod Tod bleibt, hat Herakles gezeigt, dass man ihm ins Auge sehen kann. Er hat die Sterblichkeit nicht zerstört, aber er hat ihr den absoluten Schrecken genommen. Er ist in den Ort eingetreten, von dem niemand zurückkehren soll, und ist wieder hervorgegangen – nicht unversehrt, aber unbesiegt.
Lehre des Lebens
Und so verhält es sich auch mit uns. Der Mensch kann dem Tod weder durch Kraft noch durch Technologie, Reichtum oder Ansehen entkommen. Nackt kommen wir auf die Welt, wie Hiob sagt, und nackt müssen wir sie wieder verlassen.
Doch die Tatsache des Todes muss das Leben nicht zwangsläufig sinnlos machen. Im Gegenteil: Richtig verstanden, verleiht der Tod dem Leben Dringlichkeit, Ernsthaftigkeit und Gestalt. Er stellt die Frage, welche Art von Seele wir formen, bevor wir die letzte Schwelle überschreiten.
Deshalb rundet die letzte Aufgabe den gesamten Herakles-Zyklus so perfekt ab. Die erste Aufgabe, der Nemeische Löwe, lehrte Herakles, sich der Angst zu stellen und sie in Schutz zu verwandeln. Seine letzte Aufgabe lehrt, sich dem Tod zu stellen und mit tieferer Erkenntnis zurückzukehren. Dazwischen liegen sämtliche Formen der Unordnung: Chaos, Begierde, Wut, Verderben, gebrochenes Vertrauen und die Bürde des Durchhaltens. Jede Prüfung hat eine bestimmte Fähigkeit geschult und vereint sie in einer einzigen Prüfung.
Herakles nach der Vollendung seiner zwölf Aufgaben.
Auch der christliche Anklang sollte uns nicht entgehen, obwohl der Mythos griechisch bleibt. Herakles’ Abstieg in den Hades erinnert unweigerlich an das spätere christliche Bild von Christus, der in die Hölle hinabsteigt und sie besiegt.
Aber der Unterschied ist wichtig: Herakles erlöst nicht alle Seelen und besiegt den Tod nicht im christlichen Sinne. Doch das Muster ist aufschlussreich. Ein göttlicher Sohn steigt hinab in das Reich des Todes, stellt sich dessen Macht entgegen und kehrt ins Licht zurück. Der Mythos dringt hier in den Bereich der Theologie vor.
Wenn Mut den Tod überwindet
Kerberos kehrt in den Hades zurück. Herakles kehrt ins Leben zurück. Der Kosmos bleibt geordnet. Doch der Held hat sich verändert. Er hat die dunkelste Schwelle überschritten und entdeckt, dass die Seele, gestärkt durch Mut und geläutert durch Leiden, vor dem Tor des Todes nicht zusammenbrechen muss. Er hat die Entwicklung der Seele von roher Kraft hin zu geistigem Mut vollzogen.
Gleichzeitig ist diese letzte Aufgabe für Herakles ein Vorbote seines eigenen Schicksals. Er wird nicht bloß ein Held großer Taten bleiben. Zurück in der Oberwelt löst er das Versprechen ein, das er Meleager im Hades gab: dessen Schwester Deianira zu heiraten.
Doch die in der Unterwelt gewählte Frau wird später zur Verursacherin von Herakles’ Tod werden, indem sie ihm unwissentlich ein vergiftetes Hemd reicht. Der Held, den letztlich kein Ungeheuer und kein Mensch besiegen kann, wird durch die Täuschung, die aus dem vergifteten Erbe seiner eigenen vergangenen Gewalt herrührt, zu Fall gebracht. Sein Vater Zeus erhebt ihn zu sich auf den Olymp und macht ihn unsterblich.
Das Hemd, das ihm seine Frau Deianira auf Raten des Kentauren Nessos überreichte, war mit dem Gift der Hydra eingerieben. Ohne es zu wissen, tötete sie damit ihren Herakles.
Der endgültige Sieg ist also weder Besitz noch Herrschaft oder gar Flucht. Es ist die Rückkehr – die Rückkehr des Helden, der die Dunkelheit gesehen, die Ordnung des Kosmos geehrt und die Erkenntnis erlangt hat, dass der Tod zwar real ist, aber nicht über den Mut herrscht. Vielleicht ist das der Grund, warum dieses Muster bis heute so aktuell bleibt.
J. R. R. Tolkien hat es in Bilbos großem Abenteuer perfekt auf den Punkt gebracht: „Hin und zurück“. Der Held muss die vertraute Welt verlassen, durch die Dunkelheit gehen und verändert zurückkehren – und dabei nicht nur das Überleben, sondern auch Weisheit mitbringen.
Organisiert Europas Widerstand: UEFA-Boss Ceferin. (Archivbild) - Foto: Tom Weller/dpa
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Erdbeben bei Neapel: 26 Verletzte und Gebäudeschäden
Bei dem Erdbeben der Stärkt 4,7 in den Phlegräischen Feldern sind mindestens 26 Menschen verletzt worden. Mehrere Gebäude stürzten ein, es gab Erdrutsche. Rund 300 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, teilweise ist die Stromversorgung ist unterbrochen. Es folgten Dutzende Nachbeben. Es war das stärksten Beben in der Region seit mehreren Jahrzehnten.
Sondersitzung der EU-Innenminister zur Ceuta-Krise am Dienstag
Die EU-Innenminister werden sich am Dienstag in einer Dringlichkeitssitzung mit der durch die Ankunft zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta ausgelösten Krise befassen. Die irische EU-Ratspräsidentschaft kündigte heute im Onlinedienst X an, die Minister würden sich in einer Videokonferenz mit den „Entwicklungen in Ceuta“ befassen.
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300.000 Teilnehmer bei CSD in Hamburg
Rund 300.000 Menschen haben heute an der Demonstration zum Christopher Street Day (CSD) in Hamburg teilgenommen. Das teilten Polizei und Veranstalter am Nachmittag übereinstimmend mit. Beide sprachen von einem sehr friedlichen Verlauf der Großveranstaltung. Bei der Teilnehmerzahl handele es sich um einen neuen Rekord, sagte ein Sprecher der Veranstalter.
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Trotz wochenlanger Bemühungen bekommt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ebola-Ausbruch in Zentralafrika nicht unter Kontrolle – im Gegenteil. Die Lage verschärfe sich in der Demokratischen Republik Kongo weiter, und das Risiko einer Ausbreitung in Nachbarländer steige, teilte die WHO mit. Der Ausbruch sein inzwischen der größte, den das Land je erlebt habe.
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Lebensgefahr nach Unwetter: Sächsische Schweiz gesperrt
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Foto: Sebastian Kahnert/dpa
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Bundesumweltminister Carsten Schneider warnt davor, durch ständige Diskussionen über die AfD deren Aufmerksamkeit zu erhöhen. Er setzt auf sachliche Politik und demokratische Kandidaten vor Ort. Umfragen seien keine sicheren Wahlergebnisse.
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Erdbeben der Stärke 4,7 erschüttert Vulkanregion bei Neapel
Ein Erdbeben der Stärke 4,7 hat die Phlegräischen Felder bei Neapel erschüttert. Verletzte oder größere Schäden wurden zunächst nicht gemeldet. Es kam zu Stromausfällen, kleineren Schäden und Feuerwehreinsätzen in der Region.
Die Region Neapel ist von einem Erdbeben erschüttert worden. Dort befindet sich ein Supervulkan, die Phlegräischen Felder. (Archivfoto)
Foto: Christoph Sator/dpa
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Suche nach Extremsportlern in Pakistan: Drei Tote gefunden
Nach einer Lawine am Broad Peak in Pakistan sind mindestens drei Mitglieder einer internationalen Expedition ums Leben gekommen. Auch Extrembergsteiger Nirmal Purja gehört zum Team. Rettungskräfte suchen weiter nach den vermissten Alpinisten.
Nirmal Purja hatte in Rekordzeit alle 14 Achttausender weltweit innerhalb von sieben Monaten erklommen. Er leitete die Expedition in Pakistan. (Archivbild)
Foto: Prakash Mathema/AFP/dpa
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Güntzler räumt Fehler bei Absage des Verkehrsministerpostens ein
CDU-Politiker Fritz Güntzler hat seine kurzfristige Absage des Verkehrsministerpostens als Fehler bezeichnet und sich entschuldigt. Er räumte ein, Kanzler Friedrich Merz in Schwierigkeiten gebracht zu haben. Grund sei seine Überforderung und Zweifel an der eigenen Eignung gewesen.
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Google nimmt eine neue KI-Funktion in Google Earth vorerst zurück. Nutzer konnten Satellitenbilder mit KI verändern, was Experten wegen möglicher Desinformation kritisierten. Der Konzern will nun zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen entwickeln.
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Thüringens Verfassungsschutzchef Stephan Kramer hält eine lückenlose Überwachung aller Gefährder in Deutschland für unmöglich. Er fordert mehr Prävention, digitale Spurenauswertung und strengere Maßnahmen gegen Radikalisierung.
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Feuer in Moskauer Basilius-Kathedrale gelöscht
In der Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz in Moskau ist ein Feuer ausgebrochen. Der Brand im Büro des Direktors konnte laut russischen Behörden rasch gelöscht werden. Verletzt wurde niemand. Zur Brandursache lagen zunächst keine Informationen vor.
Die Basilius-Kathedrale im Stadtzentrum von Moskau am 23. Juni 2025.
Foto: Alexander Nemenov/afp via Getty Images
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Trotz stark gestiegener Benzinpreise plant die Bundesregierung derzeit keine neuen Entlastungen für Autofahrer. Unionsfraktionsvize Sepp Müller regte lediglich an, weitere Ölmengen aus der Reserve freizugeben. Das Wirtschaftsministerium will die Preisentwicklung weiter beobachten und nach dem Sommer beraten.
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Venezuela und Aruba nehmen Linienflüge wieder auf
Zwischen Venezuela und Aruba verkehren nach mehr als sieben Jahren wieder Linienflüge. Arubas Verkehrsminister Wendrick Cicilia kündigte an, dass die Verbindungen ab Samstag schrittweise wieder aufgenommen werden. Die Flugstrecke war seit 2019 auf Anordnung von Venezuelas Ex-Staatschef Nicolás Maduro ausgesetzt.
Soziale Medien, Fachtexte und Nachrichten haben sich durch KI-generierte Inhalte in jüngster Zeit massiv und rasant verändert.
Da generierte Texte auf Wahrscheinlichkeiten statt auf Verständnis beruhen, wiederholen viele Beiträge ähnliche Strukturen, ähnliche Ratschläge und ähnliche Formulierungen.
Die Fülle an KI-Inhalten bewirkt zweierlei: Die Ergebnisse sind schön, aber unvollständig und die Trainingsdaten werden immer schlechter.
In der Folge verlieren Menschen und Maschine gleichermaßen den Bezug zur Realität.
Können Sie unterscheiden, was echt oder generiert ist? Probieren Sie es aus, in unserem kleinen Quiz am Ende des Artikels.
Eine nie endende Flut von mit Künstlicher Intelligenz generierten Inhalten verändert derzeit das Internet. Nicht nur beeinflusst dies auch die Art und Weise, wie Menschen mit Informationen interagieren, sondern es passiert schneller als jemals zuvor.
Egal, ob Zusammenfassungen, Nachrichten, Beiträge in sozialen Netzwerken oder wissenschaftliche Arbeiten: Wissenschaftler bringen die schiere Menge an maschinell erstellten Materialien mit einem Anstieg der „kognitiven Auslagerung“ in Verbindung. Bei diesem Phänomen überlassen Menschen kritisches Denken und Überprüfungen automatisierten Systemen.
Eine Analyse aus dem Jahr 2024 beschäftigte sich mit dem Einfluss von KI-Tools auf genau diese geistige Auslagerung. Sie ergab eine „signifikant negative Korrelation“ zwischen der häufigen Nutzung von KI-Tools und der Fähigkeit zu kritischem Denken bei Menschen aller Altersgruppen und Bildungshintergründen. Michael Gerlich von der Swiss Business School (SBS) in London kommt darin zu dem Schluss, dass gerade jüngere Altersgruppen eine höhere Abhängigkeit von KI-Modellen aufwiesen – und zugleich niedrigere Werte beim kritischen Denken erzielten.
Menge mit Glaubwürdigkeit verwechselt
Möglicherweise noch beunruhigender ist eine neue Studie vom Mai 2026 im Auftrag der internationalen PR- und Kommunikationsagentur Pangram. Die vom Marktforschungsinstitut YouGov durchgeführte Studie zeigte, dass lediglich 55 Prozent der Generation Z (18 bis 28 Jahre) irreführendes KI-Material identifizieren konnten. In den älteren Altersgruppen war diese Zahl noch niedriger.
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Auswirkungen der Waldbrände in Kalifornien? Nein, ein KI-generiertes Bild …
Foto: gemeinfrei
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… Tatsächlich näherte sich kein Feuer dem berühmten Schriftzug (Stern) näher als rund 5 Kilometer. Die großen Brände wüteten in mehr als 15 beziehungsweise über 20 Kilometer Entfernung.
Das Bild eines angeblichen, beschädigten israelischen Kampfjets tauchte erstmals im Juni 2025 im Internet auf …
Foto: gemeinfrei
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… Es erinnert an eine F-35 Lightning II des US-amerikanischen Herstellers Lockheed Martin …
Foto: WoodysPhotos/iStock
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… Die ist mit mit rund 11 Meter Spannweite und knapp 16 Meter Länge jedoch erheblich kleiner als der angebliche Jet.
Foto: John Thys via Getty Images
Das Problem liegt indes nicht im Erkennen einzelner falscher Inhalte, sondern in deren Fülle. Javi Pérez, Herausgeber von KI-gestützten Websites zur Verbraucheraufklärung, sagte dazu gegenüber Epoch Times:
„KI-generierte Beiträge und Kommentare können die öffentliche Wahrnehmung verzerrt darstellen, insbesondere wenn Volumen mit Glaubwürdigkeit verwechselt wird.“
„Wenn ein Nutzer Dutzende ähnlicher Beiträge über ein Produkt, einen Trend, eine politische Behauptung, ein Gesundheitsthema oder ein Finanzthema sieht, geht er möglicherweise davon aus, dass breite Übereinstimmung herrscht“, so Pérez weiter.
Pérez warnt insbesondere davor, dass KI-Inhalte das Volumen dessen erhöhen würden, was er als „selbstbewusste Gleichförmigkeit“ im Internet bezeichnet.
„Viele Artikel und Beiträge wiederholen mittlerweile ähnliche Strukturen, ähnliche Ratschläge und ähnliche Formulierungen. Bei Lesern kann dies den Eindruck erwecken, dass bei einem Thema mehr Konsens oder Gewissheit besteht, als es tatsächlich der Fall ist, denn sie sehen dieselben Ideen immer wieder wiederholt in vielen Quellen“, sagte Pérez.
„Das Risiko besteht darin, dass die Menschen nicht mehr wissen, welche Inhalte überprüft wurden.“
„In Bereichen wie Finanzen, Gesundheit, Recht, Bildung oder Nachrichten müssen Leser wissen, ob Behauptungen anhand von Primärquellen überprüft, kürzlich aktualisiert und von jemandem bearbeitet wurden, der rechenschaftspflichtig ist“, so Pérez weiter.
Die Epoch Times sprach auch mit KI-Strategieberater Armand Cucciniello III. Dieser erklärte, dass KI-generierte Inhalte nicht nur verändern, wie wir Informationen konsumieren. Er sagte auch, dass diese ändern, wie schnell wir sie verarbeiten und ihnen vertrauen.
„Wir bewegen uns weg vom bewussten Lesen hin zu einem schnellen Überfliegen von geschliffenen Zusammenfassungen, Kommentaren, Kurzvideos und KI-gestützten Inhalten, die auf Geschwindigkeit und Interaktion ausgelegt sind“, sagte er.
Als jemand, der im „U.S.-amerikanischen nationalen Sicherheitsumfeld“ gearbeitet habe, sagte Cucciniello, sei eine seiner größten Sorgen, dass KI-Systeme „unbeabsichtigt große Mengen ungenauer oder bewusst manipulierter Inhalte einfach durch Wiederholung und Skalierung verstärken können“.
Er sagte auch, er glaube, dass das große Volumen an KI-generierten Inhalten einen realen Druck auf das öffentliche Vertrauen ausübe.
„Wenn Leser in mehreren Quellen auf fast identische Formulierungen oder Interpretationen stoßen, ist es nur natürlich zu hinterfragen, ob die Informationen unabhängig berichtet oder einfach neu verpackt wurden“, sagte er.
Zwischen Herausforderung und Ermüdung
Carl Stroud, ein PR-Experte bei der Agentur Smoking Gun, sagte, er habe ebenfalls miterlebt, wie KI-Inhalte einen Tribut von der Öffentlichkeit fordern.
„Das grundlegende Bedürfnis des Publikums hat sich nicht verändert: Die Menschen wollen dem vertrauen, was sie lesen“, sagte Stroud der Epoch Times. Und weiter:
„Was sich geändert hat, ist, wie viel schwieriger dieses Urteil geworden ist.
„KI-generierte Inhalte, Zusammenfassungen und minderwertiger ‚Slop‘ (Inhaltsmüll) haben das Informationsumfeld lauter, flacher und verwirrender gemacht, sodass das Publikum jetzt versucht herauszufinden, ob es eine Originalberichterstattung liest, aufgewärmte Inhalte oder etwas, das niemals hätte veröffentlicht werden dürfen.“
Abgesehen von sozialen Medien und der akademischen Welt wurden nur wenige Branchen so hart von KI-generierter Fehlinformation getroffen wie die Nachrichten. Stroud, der zwei Jahrzehnte in britischen Medienkreisen, in Redaktionen und im Journalismus verbracht hat, sagte, er sehe, dass KI-Inhalte zu einer Ermüdung bei Lesern führen, die nach präzisen Informationen suchen.
„Ermüdung ist gefährlich, denn wenn Menschen sich überfordert fühlen, klinken sie sich entweder aus oder lassen sich leichter in die Irre führen“, sagte er.
Bezug zur Realität verloren
Ashutosh Khulbe, Gründer von RawPickAI, testet KI-Werkzeuge beruflich – etwa drei bis vier neue pro Woche.
„Was mir in meiner Ecke des Internets am meisten auffällt, ist, dass sich mittlerweile alles gleich anhört. Wirklich unheimlich gleich“, sagte er der Epoch Times. „Ich würde schätzen, dass zu diesem Zeitpunkt 70 bis 80 [Prozent] der Artikel über die ‚besten KI-Werkzeuge‘ KI-generiert sind.“
„Es entsteht diese seltsame Rückkopplungsschleife, in der KI Rezensionen auf der Grundlage dessen schreibt, was andere KIs bereits geschrieben haben, Leser davon ausgehen, dass ein Konsens besteht, und die tatsächliche Erfahrung bei der Nutzung dieser Werkzeuge begraben wird.“
Als Beispiel führt er seinen Test eines Schreibprogramms an, das Hunderte von positiven Bewertungen im Internet hatte, in der kostenlosen Version jedoch unbrauchbar war.
„Man konnte nicht einmal einen Absatz beenden, bevor man ans Limit stieß“, sagte er. „Aber viel Glück dabei, diese Information in einer Google-Suche zu finden.“
Besonders besorgt sei er jedoch darüber, wie sich die Informationsverzerrung auf die Öffentlichkeit auswirke:
„KI-Inhalte sind durchweg positiv gefärbt, weil sie mit Marketingseiten und Affiliate-Bewertungen trainiert wurden. Niemand trainiert Modelle mit ‚Ich habe das zwei Wochen lang ausprobiert, und es war beschissen‘. Das negative Signal verschwindet also einfach aus dem Internet.“
Die Auswirkungen des Booms von KI-Inhalten lassen sich mittlerweile in dem beobachten, was manche als „KI-Psychose“ oder eine Trennung von der Realität bezeichnen.
Obwohl es sich nicht um eine klinische Diagnose handelt, ist der Begriff zu einer populären Sammelbezeichnung geworden, um zu beschreiben, wenn KI eine ungewöhnliche, fixe oder sogar wahnhafte Wahrnehmung von etwas in der realen Welt verstärkt.
„KI-Psychose“ und unrealistische Erwartungen
Menschen mit psychischen Erkrankungen könnten anfällig dafür sein, eine „KI-Psychose“ zu entwickeln, aber es ist nicht auf diese Bevölkerungsgruppe beschränkt, so Dr. Ragy Girgis, Professor für Klinische Psychiatrie an der Columbia University und dem New York State Psychiatric Institute.
„Das Phänomen der KI-Psychose ist quantitativ neu und könnte sehr gefährlich sein, aber qualitativ ist es dem sehr ähnlich, was seit Jahrzehnten, seit dem Aufkommen des Internets, passiert“, sagte Prof. Girgis im März während eines Interviews mit der National Academy of Medicine.
Während das Versinken in Online-Themen durch Link-Hopping kein neues Phänomen sei, würden KI und große Sprachmodelle dieses Problem extrem verstärken, warnt Prof. Girgis. Das enge Nachahmen menschlicher Intelligenz durch moderne KI-Modelle mache es für Menschen leichter, deren Inhalte zu verinnerlichen.
Und die Beweise zeigen sich in fast jeder Ecke des täglichen Lebens, manchmal in Form von unrealistischen Erwartungen.
„Eine der größten Veränderungen, die ich durch die Sättigung mit KI-Inhalten gesehen habe, ist das Aufkommen von ‚synthetischen Erwartungen‘, insbesondere in der Schönheitsbranche“, sagte Justin Killingsworth, Gründer von The Color Bar, gegenüber Epoch Times.
„Als jemand, der mit Salons und kundenorientierten Beautymarken arbeitet, sehe ich immer mehr Kunden, die KI-generierte Inspirationsfotos mitbringen, die nicht widerspiegeln, was bei einem echten Menschen realistisch machbar ist.“
„Stylisten müssen zunehmend nicht nur als Künstler, sondern auch als Aufklärer und emotionale Übersetzer agieren, indem sie ihren Kunden helfen, zu verstehen, was realistisch machbar ist, während sie gleichzeitig deren Selbstvertrauen und Vertrauen wahren.“
Letztes Jahr zeigte eine Analyse des Microsoft AI for Good Lab, dass Menschen ein KI-generiertes Bild in 62 Prozent der Fälle korrekt identifizieren konnten. Das liegt in etwa in der Größenordnung vergleichbarer Umfragen und zeigt, wie leicht wir uns überlisten lassen.
Für Cucciniello liegt die Gefahr vor allem darin, „hochgradig effizient zu werden, Informationen schnell zu konsumieren, während man weniger Zeit damit verbringt, sich mit Mehrdeutigkeiten, Nuancen oder konkurrierenden Standpunkten auseinanderzusetzen.“
Pérez stimmte dem zu.
„Langfristig besteht die Gefahr, dass die Menschen entweder zu vertrauensselig oder zu zynisch werden“, sagte er.
Er erklärte: „Einige werden alles glauben, was wie geleckt aussieht. Andere werden davon ausgehen, dass alles im Internet künstlich ist – und aufhören, auch legitimen Informationen zu vertrauen. Beide Ergebnisse schwächen das kritische Denken.“
Und wie sieht es mit Ihnen aus? Können Sie erkennen, welche Fotos echt sind und welche von KI erstellt wurden? Testen Sie Ihr Gespür. Die Auflösung nach jedem Bild gibt Gewissheit.
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10 Bilder, 1 Frage: Sind die folgenden Aufnahmen KI-generiert oder echt? Und woran kann man es erkennen?
Foto: ts/Epoch Times
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KI oder Echt? Wenn Sie glauben, es zu wissen, blättern Sie zum nächsten Bild für die Auflösung.
Foto: Chris Hayes/gemeinfrei
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Dieses Bild ist KI-generiert. Ein Indiz sind die Füße, die weder wirklich zu den Flossen einer Meeresschildkröte noch den Lauffüßen einer Landschildkröte passen wollen.
Foto: Chris Hayes/gemeinfrei
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KI oder Echt?
Foto: Sonny Tumbelaka/AFP via Getty Images
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Dieses Bild ist echt. Hier untersucht ein indonesischer Taucher der Naturschutzorganisation „The Nature Conservancy“ ein künstliches Korallenriff auf Nusa Penida vor der Insel Bali. Das Weihnachtsmannkostüm erklärt sich aufgrund des Datums: Dezember 2009.
Dieses Bild ist KI-generiert. Indizien stecken in Details: Die Dame hält ihr Handy mit sechs Fingern und der Sprühstrahl tritt abgewinkelt aus der Düse. Auch die Schrift am linken Schultergurt der Polizeiweste ist unleserlich, typisch für KI.
Foto: Mike Goad/gemeinfrei
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KI oder Echt?
Foto: Lindell Dillon/gemeinfrei
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Dieses Bild ist KI-generiert. Mögliche Indizien sind: einzelne brennende Grashalme und brennendes Gras ohne verkohlten Boden sowie fehlende Sauerstoffflaschen.
Foto: Lindell Dillon/gemeinfrei
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KI oder Echt?
Foto: Ishara S. Kodikara/AFP via Getty Images
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Dieses Bild ist echt und zeigt zwei Grau- beziehungsweise Fleckschnabelpelikane (Pelecanus philippensis) am Ufer eines künstlichen Sees in Colombo, Sri Lanka.
Foto: Ishara S. Kodikara/AFP via Getty Images
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KI oder Echt?
Foto: Fabrice Coffrini/AFP via Getty Images
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Das Bild ist echt. Es zeigt den letzten Akt einer Protestaktion während einer Pressekonferenz des Weltfußballverbands im Juli 2015. Wegen Korruptionsvorwürfen ließ der britische Comedian Simon Brodkin falsche Dollarscheine über den damaligen FIFA-Präsident Sepp Blatter regnen.
Foto: Fabrice Coffrini/AFP via Getty Images
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KI oder Echt?
Foto: Dennis Sylvester Hurd/gemeinfrei
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Dieses Bild ist KI generiert. Den Beweis liefert der Hintergrund: Der Schatten des Zauns verläuft in verschiedene Richtungen, als ob die Sonne nur weniger Meter statt Millionen Kilometer entfernt wäre.
Foto: Dennis Sylvester Hurd/gemeinfrei
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KI oder Echt?
Foto: FPG/Archive Photos/Getty Images
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Dieses Bild ist echt und schon 30 Jahre alt. Mögliche KI-Anzeichen wie fehlende Haare sind der Machart und Farbe des Leopardenfell-Huts geschuldet. Auch die eintönige Gleichheit von Kleid und Blazer sind auf den Stoff zurückzuführen.
Dieses Bild ist KI-generiert. Löwinnen tragen weder Bart noch Halskrause, wer den vier Großkatzen in die Augen sieht, sieht nichts – die Pupillen fehlen, und der Junglöwe links hat eine fünfte (und sechste) Pfote am Bauch.
Irans Raketen stellen eine große Bedrohung für die mit den USA verbündeten Staaten am Persischen Golf dar. (Symbolbild) - Foto: Vahid Salemi/AP/dpa
Im Iran-Krieg stehen die Zeichen auf eine nochmalige Eskalation: US-Präsident Donald Trump hat Teheran mit neuen heftigen Angriffen gedroht. „Wir werden ihn ganz hart angehen“, sagte Trump bei einer Kabinettssitzung in Camp David über den Iran. Das iranische Militär warnte am Samstag die Verbündeten Washingtons vor den „Flammen des Krieges“. US-Vertretungen in mehreren Hauptstädten riefen US-Bürger auf, eine Ausreise aus der Region zu erwägen.
Trump sagte über die Führung in Teheran weiter, diese werde irgendwann sagen: „Das halten wir einfach nicht mehr aus.“ Das „Wall Street Journal“ berichtete unter Berufung auf US-Regierungsvertreter, Trump habe einen neuen Angriff angeordnet, der Teheran zur Aufgabe bewegen solle und bereits am Wochenende beginnen könnte. Laut dem Sender CBS News planten die USA und Israel Angriffe auf iranische Ölraffinerien und Kraftwerke. Trump habe dafür allerdings noch kein grünes Licht gegeben.
Das iranische Militär warf Washington seinerseits vor, „rasch den Weg einer Eskalation der Spannungen im regionalen Krieg“ zu beschreiten. „Jedes Land, das dem verbrecherischen und aggressiven Amerika als Schutzschild dient, wird von den Flammen des Krieges erfasst werden“, erklärte General Ali Abdollahi laut dem staatlichen iranischen Fernsehen.
Die US-Vertretungen im Irak, in Israel und Jordanien warnten vor diesem Hintergrund vor einer möglichen Eskalation. US-Bürger müssten mit Flugausfällen, zeitweiligen Luftraumsperrungen und Reisebehinderungen rechnen. In Jordanien sollten sie US-Militärstützpunkte meiden, die zuletzt von iranischen Raketen angegriffen wurden. In Israel wurden sie aufgefordert, den nächstgelegenen Schutzraum ausfindig zu machen.
Nach einer mehrtägigen Kampfpause hatten die USA und der Iran in dieser Woche einander erneut angegriffen. In der Nacht zum Samstag wurden jedoch keine neuen Angriffe gemeldet.
Vor der Küste des Oman wurde unterdessen nach Angaben der britischen Schifffahrtsbehörde UKMTO ein Tanker von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen. Das Schiff meldete Schäden im Maschinenraum. Wer für den Angriff rund 23 Kilometer nordöstlich von Lima im Golf von Oman verantwortlich war, blieb unklar.
Die zwischen den Küsten des Oman und des Iran gelegene Straße von Hormus ist einer der zentralen Streitpunkte des Kriegs. Der Iran besteht darauf, dass Schiffe eine von ihm vorgegebene Route nutzen und Transitgebühren entrichten. Nach einer vorübergehenden Entspannung hatte Teheran die für den Handel mit Öl und Flüssiggas wichtige Meerenge zuletzt de facto wieder geschlossen. Die USA erneuerten daraufhin ihre Blockade iranischer Häfen.
Am Donnerstag hatten die USA den Iran nach fast einwöchiger Pause mit einer Angriffswelle überzogen. Iranische Raketen richteten sich anschließend erneut gegen Jordanien. Kuwait meldete einen Angriff auf das Gebäude einer chinesischen Firma. In Ägypten traf eine Drohne einen Flüssiggastanker und löste einen Brand aus. Kairo hat bislang niemanden dafür verantwortlich gemacht.
Der Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen. Teheran reagierte seither mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Ziele in der Region. Ein Mitte Juni geschlossenes Rahmenabkommen führte nicht zu dem angestrebten Friedensschluss. Mitte Juli nahmen die USA ihre Angriffe dann wieder auf. (afp/red)
Die UEFA um Präsident Aleksander Ceferin (links) greift FIFA-Präsident Gianni Infantino heftig an. (Archivbild) - Foto: Robert Michael/dpa
„Die derzeitige Führung der FIFA hat nicht nur das Vertrauen der UEFA verloren, sondern auch das vieler anderer Mitglieder der Fußball-Familie“, erklärte der europäische Fußballverband UEFA am Samstag.
Die UEFA begrüßte zwar, dass die FIFA ihre Pläne für den Einstieg privater Investoren in eine neue Gesellschaft zur Vermarktung der Weltmeisterschaft und anderer Turniere aufgegeben hatte. Zugleich rechnete sie jedoch ungewöhnlich scharf mit dem 56-jährigen Schweizer ab.
Infantino habe bei seiner Kandidatur für das Amt des FIFA-Präsidenten 2016 Transparenz versprochen und den Mitgliedsverbänden versichert, das Geld der FIFA sei „euer Geld“ und nicht das Geld des Präsidenten, erklärte die UEFA. „Beide Versprechen hat er nicht eingehalten.“
Die UEFA warf Infantino vor, er habe den Einstieg von privaten Investoren „ausgeheckt und durchzudrücken versucht“. Sie schrieb von einem „schäbigen, in Hinterzimmern vereinbarten und undurchsichtigen Geschäft“, das alles andere als transparent gewesen sei. Bei Rücklagen von mehr als fünf Milliarden Dollar (4,3 Milliarden Euro) habe die Fifa-Führung zudem versäumt, das Geld der Mitgliedsverbände zum Nutzen des Fußballs einzusetzen.
Infantinos Pläne sahen die Gründung einer Tochtergesellschaft namens FIFA Forward Enterprise (FFE) vor. Diese sollte künftig die kommerziellen Rechte an Wettbewerben wie der Fußball-WM und der Klub-WM verwalten. Private Investoren sollten Minderheitsanteile erwerben können. Die Fifa sollte auf Grundlage einer Bewertung der Gesellschaft von 20 Milliarden Dollar bis zu 4,2 Milliarden Dollar einnehmen.
Die UEFA hatte wegen der Pläne mit einem Boykott der WM gedroht. Alle 55 europäischen Mitgliedsverbände lehnten die Pläne nach Angaben des Verbands „unmissverständlich“ ab. Auch die asiatische Konföderation AFC beklagte, nicht konsultiert worden zu sein. Der nord- und mittelamerikanische Verband Concacaf äußerte sich „zutiefst besorgt“ über das fehlende ordnungsgemäße Verfahren.
Am Samstag erklärte Infantino schließlich, der Vorschlag werde „nicht weiterverfolgt“. Die UEFA ließ diesen Rückzieher aber nicht als Wiedergutmachung gelten. Der Vorschlag sei von den Verbänden, „deren Aufgabe es ist, den Fußball zu schützen“, einhellig abgelehnt worden, erklärte sie.
Zuvor war bereits Infantinos führender Berater Carlos Cordeiro zurückgetreten. Er bezeichnete das Vorhaben als „ein schlechtes Geschäft für die Fifa-Mitgliedsverbände, ein schlechtes Geschäft für den Fußball und ein schlechtes Geschäft für die langfristige Zukunft des Sports“.
Als möglicher Großinvestor war die Beteiligungsgesellschaft Thrive Eternal genannt worden. Sie wurde von Joshua Kushner gegründet – er ist der Bruder von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump. Infantinos enge Beziehungen zu Trump hatten bereits während der jüngsten Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko für heftige Kritik gesorgt. (afp)