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Was Holzfässer über Handel und Schifffahrt verraten


In Kürze:

  • Rund 90 Prozent aller Waren werden zumindest streckenweise in Containern transportiert. Früher übernahmen Holzfässer diese Funktion.
  • Holzfässer transportierten nicht nur Waren, sondern auch Informationen über ihren Inhalt, Eigentümer und ihre Geschichte.
  • Allein im 12. und 13. Jahrhundert stammten vier von fünf Fässern von westdeutschen Küfern.
  • Unter Tausenden Markierungen führen historische Fässer unter anderem zu einem deutschen Plantagenbesitzer – und dem Schiff, dass kurz vor dem Ziel versank.

 
Holz ist eines der ältesten Materialien, aus denen Menschen Gegenstände für ihren Alltag hergestellt haben. Dazu gehört auch das Fass, welches mindestens seit der Antike im Einsatz war, aber spätestens im Spätmittelalter für den Handel und den Warentransport unverzichtbar wurde.
Sie ermöglichten die Lagerung und Konservierung großer Mengen an Produkten sowie deren Transport über weite Strecken. Bier, Heringe und andere Waren waren so länger lagerbar, wodurch Händler größere und weiter entfernte Märkte bedienen konnten. Dies wiederum förderte die regionale Spezialisierung und den überregionalen Handel mit regionalen Waren. Es ist daher wenig verwunderlich, dass Holzfässer in Städten vor über 700 Jahren ein vertrauter Anblick – waren und bis ins 19. Jahrhundert blieben.

Noch im 19. Jahrhundert prägten Holzfässer das Bild vieler Städte.

Foto: Campwillowlake/iStock

Sie waren so verbreitet und nützlich, dass sie sogar Eingang in die Sprache fanden. So drücken Redewendungen im Niederländischen, Englischen und Deutschen Vorstellungen von Wert, Gefahr und Wandel der Fässer aus:
  • „wat in het vat zit verzuurt niet“ (Was im Fass ist, wird nicht sauer)
  • „een vat vol tegenstrijdigheden“ (ein Fass voller Widersprüche)
  • „like shooting fish in a barrel“ (wie Fische im Fass fangen, also ein Kinderspiel)
  • „an empty barrel makes the most noise“ (Ein leeres Fass macht am meisten Lärm)
  • ein Fass aufmachen
  • das schlägt dem Fass den Boden aus
  • Was zuerst ins Fass kommt, darnach schmeckt alles weitere
„Ich stelle mir das Fass gerne als den Seecontainer des Spätmittelalters vor“, erklärt Jeroen Oosterbaan, Doktorand für Archäologie an der Universität Leiden in den Niederlanden. „Sie machten den Frachttransport in großem Maßstab billiger und effizienter.“
Und als solche mussten die Transportbehälter doch spannende Informationen über die Vergangenheit bergen, oder?

Holzfässer aus deutschen Werkstätten

Trotz ihres häufigen Vorkommens und ihren breiten Nutzungsmöglichkeiten haben Holzfässer bislang überraschend wenig Beachtung von Wissenschaftlern erhalten. Um dies zu ändern, untersuchte Oosterbaan im Rahmen seiner Doktorarbeit sechs Jahre lang zahlreiche niederländische Fässer, die zwischen dem Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit (1300–1800) im Einsatz waren.
Sein Augenmerk lag dabei auf dem gesamten Lebenszyklus der Transportbehälter: von der Herstellung und Nutzung bis zu den alternativen Wiederverwendungen und ihren aussagekräftigen Markierungen. Dabei berücksichtigte der Archäologe nicht nur den Gegenstand selbst, sondern auch schriftliche Quellen.
So fand er zunächst heraus, dass das Binden eines Fasses durch die sogenannten Küfer geschätzte 9 Stunden dauerte, wobei auf höchste Qualität geachtet werden musste. Denn schlecht gearbeitete Holzfässer konnten bei der finalen Abnahme durchfallen und durften so nicht für den Warentransport verwendet werden.
Handwerker, die Holzfässer herstellen

Handwerker, die Fässer herstellen, werden Küfer, Böttcher oder Fassbinder genannt.

Für den Bau guter Fässer griffen die Handwerker fast ausschließlich auf eine Holzart zurück: die Eiche. Ihr Holz war für gute Spaltbarkeit und Flexibilität bekannt und verlieh gleichzeitig dem Inhalt keinen unerwünschten Geschmack.
Oosterbaan entdeckt, dass das Material für die im Flusshandel verwendeten Eichenbehälter aus dem Maastal und dem Rheinland kamen, während Fässer für den Seehandel aus norddeutschen, baltischen oder polnischen Hölzern gefertigt waren. Allein im 12. und 13. Jahrhundert waren vier von fünf Fässern von westdeutschen Küfern gefertigt worden.

Gepackt nach Vorschrift

Nach der Fertigung der Behälter folgte ihre Befüllung. Doch ihr Einsatz im nationalen und internationalen Handel war bis ins Detail geregelt. Historische Vorschriften legten unter anderem fest, wie Heringe in einem Fass gelagert werden mussten oder wie viel Bier ein Behälter fassen durfte.
Letzteres kontrollierten spezielle Inspektoren in sogenannten Waaghäusern, welche sich meist neben den Rathäusern oder in den Häfen befanden und die mit den dafür notwendigen Messinstrumente ausgestattet waren.
„Wir lieben unsere Regeln wirklich, nicht wahr? In dieser Hinsicht war es früher nicht viel anders“, sagt Oosterbaan.
Der wachsende Handel hinterließ auch Spuren im Stadtbild, denn große Fässer konnten voll beladen mehr als 300 Kilogramm wiegen. Dieses enorme Gewicht machte sie zu schwer, um von Hand bewegt zu werden. Daher kamen in großen Hafenstädten spezielle Kräne zum Einsatz, die bis heute als „Weinkräne“ bekannt sind.

Mehr Holzfässer, mehr Wissen

Oosterbaans Forschung wurde durch die wachsende Zahl von Fässern ermöglicht, die Archäologen in den letzten Jahrzehnten entdeckt haben. Grund dafür sind unter anderem Bauarbeiten in historischen Stadtkernen sowie verbesserte Sonartechnologie auf See, wodurch immer mehr Schiffswracks entdeckt werden.
Bei organischen Gegenständen entscheidet zudem das umgebende Milieu über den Erhaltungszustand und den möglichen Informationsgewinn. So konserviert eine dauerhaft feuchte Umgebung, während Holz in normalen Böden verrottet. Im Vergleich zu Deutschland liegen in den Niederlanden damit allgemein günstigere Bedingungen vor.
„Wir leben in einem großen, feuchten Delta. In vielerlei Hinsicht sitzen wir auf einer Goldmine“, sagt Oosterbaan. „Kaum ein Monat vergeht, ohne dass irgendwo in den Niederlanden ein Fass ausgegraben wird.“
Außerdem verdanken viele Fässer ihr Überdauern einem zweiten Leben als Senkgruben oder Brunnen. Indem man mehrere Behälter übereinander stapelte, schuf man stabile Brunnenschächte, die jahrhundertelang im Boden vergraben waren. Zudem waren Holzfässer meist für den einmaligen Gebrauch bestimmt und so nur für einen kurzen Zeitraum in Benutzung.
Holzfässer gab es schon bei den Römern – und wurde auch da als Brunnen wiederverwendet

Ein Holzfass, das in einem römisches Kastell ein zweites Leben als Brunnen bekam.

Ordnung in Tausende Markierungen bringen

Mit den Fässern blieben auch unscheinbare, aber sehr interessante Spuren erhalten: eingeritzte Markierungen. Einige von ihnen stammten nachweislich von den Küfern, während andere mit Qualitätskontrolle, Eigentumsverhältnissen oder den darin gelagerten Produkten in Verbindung standen. Nicht selten besaßen Behälter mehrere Markierungen.
Ein anschließender Abgleich mit historischen Quellen wie den Archiven von Küferzünften, Zollregister und anderen Dokumenten brachte Oosterbaan schließlich wertvolle Hinweise auf den Handel vor mehreren hundert Jahren. Zu den tausenden Fassmarkierungen, die er zusammentrug, gehörten:
  • Konstruktionsmarkierungen: sie wurden von den Küfern angebracht, um den Zusammenbau der Fässer zu erleichtern
  • Küfermarkierungen: damit konnten die Handwerker identifiziert werden, die das jeweilige Fass bauten
  • Zulassungs- oder Ablehnungszeichen: vor ihrem Einsatz wurden neue, aber auch wiederverwendete Fässer auf ihre Norm geprüft und entsprechend gekennzeichnet. Abgelehnte Fässer konnten anschließend ausgebessert werden.
  • Inhaltsmarkierungen: Auf einigen Fässern waren Zeichen angebracht, die Auskunft über den Inhalt gaben. Waren diese mit Fisch befüllt, verwiesen die Markierungen auf das Fangdatum. Auch die Ware wurde von Inspektoren auf die richtige Ladung und Qualität geprüft und mit Zulassungs- oder Ablehnungszeichen versehen.
  • Identifikationszeichen: sie gaben an, welcher Person oder welchem Unternehmen die gefüllten Fässer gehören – ein Zeichen, das besonders für Biertransporte wichtig war
  • Zählmarken: diese einfachen Strichlisten dienten der Mengenüberwachung, die für die korrekte Abrechnung und Steuererhebung, zum Beispiel von alkoholischen Getränken, wichtig waren
  • persönliche Markierungen: sie sind mit heutigen Unterschriften gleichzusetzen und stammen meist von Händlern oder Haushalten
Markierungen auf Holzfässer

Auswahl von Markierungen die auf Fässern aus dem Schiffswrack „Burgzand Noord 4“ gefunden wurden.

Zusammen mit den archäologischen Funden bieten sie einen lebhaften Einblick in den Handel vor hunderten Jahren. „Schriftliche Quellen zeigen vor allem, wie das auf dem Papier aussah. Die Archäologie ermöglicht es uns, hinzuzufügen, wie es in der Praxis war“, so Oosterbaan.

„Die Vorsteher der Küfer- und Weinhändlerzunft“, gemalt von Gerbrand van den Eeckhout (1621–1674).

Die Untersuchung der Fassmarkierungen brachte jedoch eine Überraschung mit sich.

Eine unerwartete Entdeckung

Die Gewässer der Niederlande sind übersät mit Schiffswracks, was angesichts der dominierenden Stellung des Landes bezüglich Handel und Schifffahrt im 17. und 18. Jahrhundert nicht verwunderlich ist. Dies gilt auch für die Reede von Texel. Schätzungen zufolge gingen in diesem Gebiet vom 16. bis zum 18. Jahrhundert zwischen 500 und 1.000 Schiffe verloren. Eines davon ist das 1984 entdeckte Wrack „Burgzand Noord 4“.
In dessen Laderaum befanden sich zahlreiche Fässer mit Kaffeebohnen, einem typischen Produkt aus den niederländischen Plantagenkolonien. Auch diese untersuchte Oosterbaan im Rahmen seiner Arbeit und entdeckte dabei vielversprechend Fassmarkierungen. War es möglich, mehr zu der Ladung herauszufinden – etwa ihrem Besitzer oder dem Unglücksschiff, das sie geladen hatte.
„Das war eine dieser Nebenbeschäftigungen, denen ich einfach nicht widerstehen konnte“, sagt Oosterbaan.
Und tatsächlich wurde der Archäologe fündig. Auf vier Holzfässern entdeckte er die Buchstaben „MSP“, die er Matheus Sigismundus Pallak (1709–1767) zuordnen konnte, einem deutschen Kaffeeplantagenbesitzer in Südamerika. Über ihn war bekannt, dass ein Schiff namens „’t Hart“ von Südamerika aus in See stach, um die begehrte Ware von den niederländischen Kolonien nach Europa zu bringen.

Eine ehemalige Kaffeeplantage in Suriname, wo auch Matheus Sigismundus Pallak Abbaugebiete besaß.

Foto: Gert-Jan van Vliet/iStock

Ein Abgleich der Daten von Wrack „Burgzand Noord 4“ mit den historischen Überlieferungen von „’t Hart“ ergab schließlich nicht nur Übereinstimmungen in der Ladung und den Fassmarkierungen, sondern auch der Bauzeit, Bauart und Größe der Schiffe.
Auf diese Entdeckung sollen bald weitere Untersuchungen folgen. So will Oosterbaan künftig das Schiff und dessen Zusammenhang mit der niederländischen Geschichte der Sklaverei weiter erforschen. Was als Untersuchung von Fässern begann, hat zu neuen Geschichten über Handel, Seefahrt und die Menschen hinter dieser Geschichte geführt.
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Nach mutmaßlichem Mega-Datenleck: China verschärft Sicherheitsmaßnahmen


In Kürze:

  • Ein mutmaßliches Datenleck in einem Supercomputer-Zentrum zeigt, wie empfindlich Peking auf Risiken für sensible Informationen reagiert.
  • Die KPCh verschärft daraufhin die Sicherheitsvorgaben: Mobiltelefone verschwinden aus Büros, besonders sensible Abläufe werden offline abgewickelt.
  • Die Maßnahmen reichen inzwischen über Zentralbehörden hinaus und deuten auf einen breiteren Kurs der digitalen Abschottung.

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Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) hat die Sicherheitsvorgaben für Behörden deutlich verschärft. Anlass sind Berichte über einen Hackerangriff auf ein wichtiges nationales Supercomputer-Zentrum, bei dem große Mengen sensibler Daten abgeflossen sein könnten, wie Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, sagen.
Die neuen Regeln reichen von Handyverboten in Büros bis zu strengeren Vorgaben für vernetzte Geräte. Analysten und Insider sehen darin eine klare Verschärfung von Pekings Bemühungen, Datenabflüsse zu verhindern – aus Sorge vor Cyberangriffen von außen ebenso wie vor Risiken aus dem Inneren.
Mehrere in China ansässige Insider sprachen aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen nur unter Zusicherung von Anonymität mit The Epoch Times.

Mobiltelefone aus den Büros, sensible Arbeit offline

Eine mit den Abläufen des Regimes vertraute Person sagte der Zeitung, dass das Generalbüro des Staatsrats vor Kurzem eine Reihe neuer Anweisungen erlassen hat, um die Informationssicherheit weiter zu verschärfen.
Nach den neuen Vorgaben müssen Mitarbeiter ihre Mobiltelefone vor dem Betreten der Büroräume ausschalten oder stummschalten und in signalabschirmenden Schließfächern an den Gebäudeeingängen abgeben. Zusätzliche Kontrollen sollen verhindern, dass Beschäftigte Zweitgeräte verborgen mit sich führen.
In den Büros soll die Kommunikation über Festnetztelefone laufen. Drucker und andere Endgeräte dürfen nicht direkt mit dem Netzwerk verbunden werden.
Eine zweite Quelle, die in einer Behörde mit besonders sensiblen Aufgaben arbeitet, sagte gegenüber Epoch Times, dass die Sicherheitsvorgaben in Bereichen mit Bezug auf Außenpolitik und Landesverteidigung nochmals verschärft worden seien. Dort würden Systeme eingesetzt, die Mobilfunksignale aufspüren. Bestimmte Vorgänge müssten außerdem vollständig offline abgewickelt werden.
„Die Behörden haben wiederholt betont, dass interne Arbeit in einer ,abgekoppelten‘ Umgebung erfolgen muss“, sagte die Quelle. Einige besonders sensible Computer dürften inzwischen nicht einmal mehr mit internen Netzwerken verbunden werden und müssten als vollständig isolierte Rechner betrieben werden.
Parallel dazu werden in mehreren Regionen erweiterte Schulungen zur Cybersicherheit eingeführt. Dabei geht es unter anderem darum, Phishing-E-Mails zu erkennen und die Nutzung virtueller privater Netzwerke (VPN) einzuschränken, wie aus Angaben von Beamten und internen Mitteilungen hervorgeht.

Auch inländische Smartphones geraten in den Blick

Ein pensionierter Beamter sagte Epoch Times, dass das Ausmaß der jüngsten Maßnahmen auf eine spürbare Veränderung hindeute.
„Sicherheitskontrollen gab es schon immer, aber ihre Durchsetzung wurde klar verschärft“, sagte er. „Schon vor einem Jahrzehnt gab es Einschränkungen für die Nutzung von iPhones in Büros, doch mit der Zeit wurde das weniger streng gehandhabt. Nun wurde das Verbot wieder eingeführt und auch auf inländische Geräte ausgeweitet.“
Dass nun auch in China hergestellte Smartphones einbezogen werden, zeige die wachsende Sorge vor möglichen Schwachstellen, sagte der frühere Beamte. Selbst im Inland entwickelte Betriebssysteme könnten Sicherheitsrisiken bergen.
Offenbar betrachten Funktionäre des Regimes moderne Smartphones, die über Kameras, Mikrofone und Sensoren Daten erfassen können, als nur schwer vollständig abzusichern.

Bericht über den Vorfall in Tianjin erhöht den Druck

Dem verschärften Kurs ging ein CNN-Bericht vom 8. April voraus. Darin hieß es, das Nationale Supercomputer-Zentrum in Tianjin sei Ziel eines größeren Cyberangriffs geworden, bei dem mehr als 10 Petabyte an Daten abgeflossen sein könnten.
Laut dem Bericht könnten die kompromittierten Daten hochsensible Informationen zur Raketenentwicklung, zur Luft- und Raumfahrtforschung sowie zu Simulationen der Kernfusion umfassen. Das chinesische Regime hat sich zu dem Vorfall bislang nicht öffentlich geäußert.
Das Nationale Supercomputer-Zentrum reagierte nicht auf eine Anfrage von The Epoch Times.
Ein in Nanjing ansässiger Netzwerktechniker sagte Epoch Times, das im CNN-Bericht geschilderte Ausmaß des mutmaßlichen Datenabflusses deute auf die Möglichkeit einer Beteiligung von Insidern hin.
„Einrichtungen wie Supercomputer-Zentren verfügen in der Regel über mehrere Ebenen der Authentifizierung und Warnsysteme, sodass ein direkter externer Eindringversuch äußerst schwierig ist“, sagte der Ingenieur.
„Wenn mobile Geräte kompromittiert wurden, könnten sie als Zwischenstation dienen, um Daten zu sammeln oder weiterzuleiten.“
Smartphones, die mit Schadsoftware infiziert sind, können laut dem Ingenieur auch als Überwachungswerkzeuge dienen und Hackern Zugriff auf Kameras, Mikrofone und andere Sensoren ermöglichen. Selbst die alltägliche Kommunikation könne zu aufschlussreichen Erkenntnissen verdichtet werden.

Die Kontrollen reichen inzwischen über die Zentralbehörden hinaus

Die Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen beschränkt sich nicht auf die Zentralbehörden der KPCh. Auch lokale Regierungen und Telekommunikationsanbieter im ganzen Land haben zuletzt entsprechende Mitteilungen herausgegeben. Demnach müssen Unternehmen für grenzüberschreitende Netzverbindungen eine Genehmigung einholen.
Zudem hat das Regime Kampagnen gestartet, um nicht genehmigte internationale Datenverbindungen aufzuspüren und abzuschalten.
Der Netzwerktechniker sagte, diese Schritte sprächen für einen breiter angelegten Versuch, die Anbindung an externe Netzwerke zu verringern.
„Die Verantwortlichen sorgen sich um Schwachstellen in VPNs und um die Nutzung ausländischer digitaler Werkzeuge durch internes Personal“, sagte er. „Indem sie nicht genehmigte grenzüberschreitende Verbindungen einschränken, versuchen sie das Risiko eines nach außen gerichteten Datenabflusses zu minimieren.“
Insgesamt deuten die Maßnahmen darauf hin, dass Peking nicht nur auf einen mutmaßlichen Einzelfall reagiert, sondern sensible Bereiche des Staatsapparats umfassender abschottet.