In Kürze:
- Mit Erfindung des Generators im 19. Jahrhunderten wurden erneuerbare Energien zur Stromerzeugung genutzt.
- Schon tausende Jahre zuvor nutzten die Menschen die Energie der Natur.
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Wind- und Wasserkraft trieben damals wie heute Segelschiffe an und bewässerten Felder.
- Vor der ersten photoelektrischen Solarzelle nutzte man das Sonnenlicht passiv oder lenkte es mit Spiegeln und Linsen.
- Die mit Abstand älteste Form der erneuerbaren Energie ist das gezielte Verbrennen von Biomasse.
Bei dem Begriff „erneuerbare“ Energien denkt man automatisch zuerst an Photovoltaik- oder Windkraftanlagen. Dabei werden das Sonnenlicht oder die Windenergie in der Atmosphäre in elektrische Energie umgewandelt. Diese modernen Formen der Energiegewinnung existieren seit ein paar Jahrzehnten – könnte man zumindest meinen. Tatsächlich reicht ihre Geschichte viel weiter zurück.
Windstrom anno 1887
Das erste Mal, dass Windenergie in elektrische Energie umgewandelt wurde, reicht mindestens zurück bis zum Jahr 1887. Diese Pionierarbeit leistete der Schotte James Blyth. Er war Elektroingenieur und Wissenschaftler am Anderson’s College, der heutigen University of Strathclyde in Glasgow.
Damals
konstruierte Blyth eine Art Windkraftanlage mit vier je rund vier Meter langen Armen mit Stoffsegeln. Die zentrale Drehachse trieb einen Dynamo an, der Strom erzeugte und direkt eine Batterie auflud. Damit beleuchtete er sein Ferienhaus – das weltweit erste Haus, das mit Windstrom versorgt wurde. Seiner Beschreibung zufolge erzeugte die Turbine bei „mäßiger Brise“ genug Strom, um zehn 25-Volt-Glühbirnen zu betreiben. Ebenso konnte er damit eine kleine Drehbank antreiben.
James Blyths Windkraftanlage im Jahr 1891. Nach technischen Verbesserungen erzeugte sie mehr Strom, als sein Ferienhaus benötigte. Eine zweite Anlage, gebaut im Jahr 1895 in der Heilanstalt Montrose, lieferte 30 Jahre lang Strom. Foto: gemeinfrei
Plan des Windrades zur Stromerzeugung von Josef Friedlaender vor der Elektrischen Ausstellung im Wiener Prater (Rotunde) 1883.
Ein Westernwindrad steht vor Windturbinen in einem Windpark in der Nähe von Darling, Südafrika
Foto: Rodger Bosch/AFP via Getty Images
Andere Quellen
sehen die erste elektrische Windkraftanlage beim österreichischen Erfinder Josef Friedländer. Er soll schon im Jahr 1883 auf der Internationalen Elektrizitätsausstellung in Wien ein Windrad zur Stromerzeugung präsentiert haben.
Das Prinzip ist hier im Groben das gleiche: Ein Windrad vom Bautyp Halladay – auch als Western-Windrad bekannt – mit 6,6 Meter Durchmesser trieb einen Dynamo an, der den erzeugten Strom in Batterien einspeiste. Die erste Nutzung des Windes reicht indes noch weiter zurück. Auch das Windrad ist erheblich älter.
Vor dem Windrad war das Segel
Eine bekannte frühzeitliche Anwendung der Windkraft sind auch
Windmühlen zum Mahlen von Getreide. Die ältesten stammen aus Nashtifan, Persien. Sie reichen nachweislich bis ins 7. Jahrhundert zurück und
funktionieren noch heute.
Windmühlen prägen die niederländische Landschaft.
Die ältesten bekannten Windmühlen stehen in Nashtifan, im heutigen Iran, und drehen sich seit nunmehr 7.000 Jahren.
Das Segelschiff „Alexander von Humboldt II“ fährt unter seinen grünen Segeln in Bremerhaven ein.
Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Etwa seit 200 v. Chr. setzten Landwirte in China windbetriebene Wasserpumpen ein, um ihre Felder besser zu bewässern. In den folgenden Jahrhunderten wendeten auch andere Nationen windbetriebene Wasserpumpen an. Weltweit sind schätzungsweise noch mehr als eine Million derartiger Pumpen im Einsatz.
Schon vor der ersten Windkraftmaschine nutzten Menschen Windenergie für die
Segelschifffahrt. Seit mindestens
7.000 Jahren spannen Menschen Segel auf, um ihre Boote anzutreiben. Das macht die Windenergie zu einer der ältesten Formen erneuerbarer Energien. Obwohl die meisten Schiffe heute inzwischen mit verschiedenen Motoren fahren, existieren noch zahlreiche kleine und große Segelschiffe, die sich direkt
vom Wind antreiben lassen.
Warum heißen erneuerbare Energien erneuerbare Energien?
Physikalisch betrachtet, kann Energie weder verbraucht noch erzeugt, sondern lediglich umgewandelt werden. Da sie nicht verloren gehen kann, kann sie auch nicht erneuerbar im eigentlichen Wortsinn sein. Der Begriff bezieht vielmehr eine zeitliche Komponente ein.
Erneuerbare Energiequellen sind demnach solche, die, gemessen am menschlichen Zeithorizont, praktisch unerschöpflich zur Verfügung stehen. Sie erneuern sich auf natürliche Weise und stehen – wenn auch teilweise mit Unterbrechungen – ohne menschliches Zutun zur Verfügung. Zu diesen Energiequellen zählen Sonnenlicht, Wind, Wasser (aus Regen, Seen und Flüssen), nachwachsende Biomasse, Erdwärme und Gezeiten.
Demgegenüber stehen fossile Energiequellen, die als begrenzt und endlich gelten. Technisch korrekt ist dies nicht, denn Erdöl, Erdgas, Kohle und Torf entstehen durch Ablagerung abgestorbener Pflanzen und Tiere in Sedimentschichten der Erde. Solange Pflanzen und Tiere leben und sterben, bilden sich fossile Energiequellen ebenfalls neu.
Da sich dieser Prozess jedoch über einen Zeitraum von Millionen Jahren erstreckt und die menschliche Nutzung die Neubildung übersteigt, wird nicht von erneuerbar gesprochen. Da auch Bäume mitunter über Generationen wachsen, wird über ihre Nachhaltigkeit im Energiesektor gestritten.
Wie das Sonnenlicht die Welt unter Spannung setzt
Heute kennen wir die blauen Solarmodule mit den großen Zellen auf Hausdächern oder auf Feldern. Die Photovoltaik, also die Stromerzeugung aus dem Sonnenlicht, ist aktuell die am schnellsten ausgebaute Energiequelle auf dem Planeten – und eine sehr junge. Auf dem Massenmarkt verbreite sie sich erst seit rund 30 Jahren.
Die Entstehungsgeschichte der Lichtverstromung
reicht jedoch ebenfalls bis ins 19. Jahrhundert zurück. Die erste funktionsfähige Solarzelle hat der US-amerikanische Erfinder Charles Fritts im Jahr 1883 gebaut. Während heutige Solarzellen meist aus Silizium bestehen, verwendete Fritts eine Selen-Schicht sowie eine dünne Goldbeschichtung.
Der Wirkungsgrad war damals mit rund einem Prozent weitaus niedriger als bei
heutigen Solarzellen mit über 20 Prozent.
Mehrschichtzellen im Labor erreichen bereits bis zu 47,6 Prozent und die rechnerisch-theoretische Grenze wurde zuletzt auf 66 Prozent
angehoben.
Die wissenschaftliche Grundlage für die erste Solarzelle ist wiederum fast 50 Jahre älter und geht zurück auf die Formulierung des photoelektrischen Effekts im Jahr 1839 durch Alexandre Edmond Becquerel. Dem französischen Physiker gelang diese Entdeckung bereits im Alter von nur 19 Jahren. Er stellte fest, dass bestimmte Materialien eine elektrische Spannung erzeugen, wenn Licht auf sie fällt. Die erste verwendbare Silizium-Solarzelle
entwickelten Forscher der Bell-Labore 1954.
Lange vor Photovoltaikanlagen nutzten die Menschen Spiegel und Linsen, um ihre Häuser zu beleuchten. Dasselbe Prinzip lenkt im Inneren der Reichtagskuppel Licht in den darunter liegenden Sitzungssaal des Deutschen Bundestages.
Der Physiker Alexandre-Edmond Becquerel (1820–1891) entdeckte im Alter von 19 Jahren den photoelektrischen Effekt und legte damit den Grundstein heutiger Solarzellen. Portrait gedruckt von Charles-Jérémie Fuhr (1832–1875) nach einer Lithografie von Pierre Petit (1832-1885).
Grafische Darstellung des Aufbaus einer Einzelsolarzelle und einer Tandemsolarzelle sowie deren Lichtspektrennutzung.
Vor der Solarzelle nutzten die Menschen das Sonnenlicht ausschließlich entweder passiv oder mithilfe von Spiegeln. Passiv bedeutet, dass man ein Gebäude gezielt nach Süden ausrichtet, so dass die Sonnenstrahlen in der Übergangs- und Winterzeit die Wohnräume erwärmen können. Die im Sommer hochstehende Sonne soll dabei jedoch nicht in die Wohnräume gelangen, was durch die Bauform erreicht werden kann.
Um Sonnenlicht gezielt in Innenräume zu lenken, nutzte man Spiegel. Ebenso wurden mehrere Spiegel oder Linsen genutzt, um durch gebündeltes Sonnenlicht zu heizen oder ein Feuer zu entzünden.
Heutzutage hat das elektrische Licht diese Technik nahezu überall ersetzt, da es dauerhaft zur Verfügung steht. Zudem ist es einfacher, ein Feuer mit einem Feuerzeug oder einem Streichholz zu entzünden. Gebündeltes Sonnenlicht findet heute allerdings weiterhin Anwendungsgebiete – allen voran
bei solarthermischen Anlagen.
Vom Fluss zum Stromfluss
Bei der Nutzung von erneuerbaren Energien darf auch die Wasserkraft nicht fehlen. Einige wenige Länder
versorgen sich heute zu 100 Prozent oder zu einem Großteil durch sie, indem sie meist aufgestautes Flusswasser über eine Turbine fließen lassen, die durchgehend Strom erzeugen kann. Dazu gehören Norwegen, Island und Bhutan.
Der historische Ursprung der Wasserkraftverstromung führt uns wiederum in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der viktorianischer Erfinder und Ingenieur William Armstrong
errichtete im Jahr 1870 das erste Wasserkraftwerk der Welt. Es entstand direkt an seinem Familienanwesen Cragside in der Nähe der britischen Stadt Rothbury. Wasser aus einem künstlichen See trieb eine Turbine und einen Dynamo an, die Strom erzeugte. Dies
versorgte verschiedene elektrische Verbraucher auf dem Anwesen wie Kohlebogenlampen im Jahr 1878.
Nur rund zehn Jahre später kamen auch auf der anderen Seite des Atlantiks die ersten Wasserkraftwerke zum Einsatz. Um 1880
generierte ein durch eine Wasserturbine angetriebener Dynamo in der Stadt Grand Rapids im US-Bundesstaat Michigan Strom für ein Theater und eine Geschäftsfassade. Im darauffolgenden Jahr lieferte ein Dynamo, der mit einer Turbine einer Wassermühle verbunden war, Strom für Straßenlaternen in der Stadt Niagara Falls im US-Bundesstaat New York. Mit der Zeit entstanden mehr und größere Anlagen.
Schon lange vor der Elektrifizierung der Wasserkraft nutzte man fließendes Wasser, um kinetische in mechanische Energie umzuwandeln. Vor mehr als 2.000 Jahren
nutzten die Menschen die Wasserkraft in der Landwirtschaft in Form von wasserbetriebenen Schöpfwerken. Dabei beförderten Eimerketten oder -räder das Flusswasser auf höher gelegene Ebenen, um etwa Felder leichter zu bewässern.
Später entwickelten die Menschen Wasserräder und Wassermühlen, um Getreide zu Mehl zu mahlen. Von einstmals rund 50.000 Wind- und Wassermühlen befinden sich heute in Deutschland
laut der Deutschen UNESCO-Kommission nur noch rund 50 im Betrieb und erhalten das traditionelle Müllerhandwerk. Auch an vielen historischen Standorten arbeiten heute elektrisch betriebene Maschinen.
Nachbau eines historischen Wasserschöpfrades an der Regnitz im mittelfränkischen Möhrendorf.
Nachbau einer Donauschiffsmühle im Mühlenmuseum Gifhorn.
Foto: Susanne Ausic/Epoch Times
Mechanische Arbeit verrichteten Wasserräder schon lange bevor es elektrischen Strom gab, wie hier an der Hexenlochmühle im Schwarzwald in Süddeutschland.
Foto: Conny Pokorny/iStock
Wassermühle in der Stadt Lüdinghausen im Münsterland, die im Mittelalter erstmals erwähnt wurde. Auch an historischen Standorten mahlen heute weitgehend elektrische Maschinen.
Die älteste erneuerbare Energie
Wie schon erwähnt, nutzen die Menschen seit Jahrtausenden die Wasser- und die Windkraft. Bei der Frage nach der ältesten erneuerbaren Energie scheiden jedoch beide klar aus. Denn um ein Vielfaches älter ist die Nutzung von Biomasse, die ebenfalls zu den erneuerbaren Energien zählt.
Heutige Biomassekraftwerke wenden wie alle thermischen Kraftwerke das Dampfprinzip an. Zunächst
verbrennen die Betreiber solcher Anlagen organische Stoffe. Die entstehende Wärme erzeugt Dampf, der eine Turbine antreibt. Diese setzt einen Generator in Bewegung, der Strom erzeugt und ins Stromnetz einspeisen kann. Im Jahr 2023 hatte Biomasse einen Anteil von
acht Prozent an der weltweiten Stromerzeugung. In Deutschland lag der Biomasse-Anteil in der öffentlichen Stromerzeugung im vergangenen Jahr bei
8,7 Prozent.
Diese Art der Stromgewinnung geht ebenfalls auf das 19. Jahrhundert zurück. Spätestens seit 1889 nutzen Menschen Biomasse wie Holzabfälle auch zur Stromgewinnung. Dies
geschah damals mit einem dampfbetriebenen Stromgenerator in der kanadischen Stadt Calgary. Der Unternehmer Peter Prince erkannte, dass die Abfallprodukte seines Sägewerks verbrannt werden konnten, um einen dampfbetriebenen Stromgenerator
anzutreiben. So installierte er einen Dampfgenerator mit 75 Kilowatt (kW), der das Sägewerk und umliegende Beleuchtung in der Stadt versorgte.
Der Mensch verwendet Holz und andere biologische Materialien jedoch mindestens seit zehntausenden Jahren zum Verbrennen. Feuer brachte
Licht und Wärme und konnte zum Kochen von Nahrungsmitteln verwendet werden. Diese kontrollierte Verwendung gilt als eine der wichtigsten frühen Entdeckungen der Menschheit und als älteste Nutzung erneuerbarer Energien.
Laut archäologischen Funden konnten schon die
Neandertaler, die lange vor unserer Zivilisation – vor rund 40.000 bis 400.000 Jahren – gelebt haben, Feuer durch das Verbrennen von Holz
nutzen. Ein Fund aus Israel datiert gezielt verbranntes Holz sogar auf eine Zeit vor rund 790.000 Jahren. Somit geht die Feuerbeherrschung auf noch frühere Menschen zurück.
Weitere Erneuerbare
Zu den erneuerbaren Energien gehören überdies noch die Geothermie, sprich Erdwärme sowie Erdkühle, und die Meeresenergie aus Gezeiten und Wellen. Diese Energiequellen tragen kaum zur Stromerzeugung bei.
Weltweit gibt es derzeit lediglich zwei Gezeitenkraftwerke – in Frankreich und Südkorea – mit Nennleistungen über 200 Megawatt (MW). Mit großem Abstand folgt eine inzwischen stillgelegte 20-MW-Anlage in Kanada, alle übrigen sind kleiner. Projekte mit bis über 80 Gigawatt Nennleistung wurden in der Vergangenheit geplant, aufgrund ungewisser Umweltauswirkungen aber bislang nicht realisiert.
Die „Moinho de Maré de Corroios“, an der Mündung des Tejo in Portugal ist einer der am besten erhaltenen Gezeitenmühle der Welt. Sie wurde 1403 erbaut und war bis Ende der 1970er Jahre kommerziell in Betrieb.
Auch geothermische Kraftwerke weisen im Regelfall Nennleistungen im zwei- oder niedrigen dreistelligen Megawatt-Bereich auf. Ihre Standorte beschränken sich jedoch nicht auf die Küste. So war die Geothermie 2025 mit rund
0,5 Prozent an der weltweiten Stromproduktion vertreten. In einzelnen Ländern, einschließlich Kenia, Island und Neuseeland, liegt ihr Anteil an der Stromerzeugung bei 15 bis 45 Prozent.
Das erste Geothermie-Kraftwerk
entstand 1904 im italienischen Ortsteil
Larderello und betrieb zunächst nur fünf Lampen, kommerziell lief es ab 1913 mit einer Leistung von 250 kW.
Ein Geothermie-Kraftwerk in Neuseeland. Das Kraftwerk wird unter Ausnutzung der Erdwärme zur Stromerzeugung in der Taupo-Vulkanzone betrieben.
Geothermie wurde lange vor Ihre Elektrifizierung in Form von Themalquellen und -bädern genutzt. Eines der bekanntesten ist die Blaue Lagune auf Island.
Ein mit Erde und Gras bedecktes Haus nutzt sowohl Erdwärme im Winter als auch Erdkühle im Sommer.
Die Erdwärme, also die Wärme unter dem Erdboden, wird auch heute noch als Wärmequelle genutzt. Gerade in den kälteren Monaten ist es unter der Erde einige Grad Celsius wärmer als an der Oberfläche. Diese Erdwärme nutzen heute
Wärmepumpen mit einer Erdsonde oder Erdkollektoren. Doch bereits Anfang des 20. Jahrhunderts nutzten die Menschen Erdwärme zum Heizen ihrer Gebäude. Das älteste bekannte geothermische Nahwärmesystem ist seit 1332 in
Chaudes-Aigues („heiße Quellen“) in Frankreich in Betrieb.
Lange vor ihrer Elektrifizierung heizte Geothermie zudem die Badeorte der Menschen und es entstanden Siedlungen direkt an den heißen Quellen. Diese Orte begeistern die Menschen mindestens seit der Eisenzeit. Die Römer integrierten die Thermalbäder fest in ihrer Kultur. Auch in der heutigen Zeit sind weltweit vielerorts Thermalbäder in Betrieb.
Zur Geothermie zählt jegliche Nutzung der Erdwärme – und Erdkühle. Analog zur direkten Nutzung oberflächennaher Erdwärme zur Heizung im Winter kann man, wenn der Untergrund im Sommer kühler ist, Gebäude kühlen. Oftmals liegt die Bodentemperatur stabil zwischen 10 und 18 Grad Celsius. Dazu versenken die Menschen bereits seit der Steinzeit ihre Hütten oder andere Wohnbauten (teilweise) im Erdboden.