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Grippe: Was von Tamiflu geblieben ist


In Kürze:

  • Das Grippemedikament Tamiflu verkürzt Beschwerden einer Influenza im Mittel von 7 auf 6,3 Tage.
  • 2026 zeigte eine Studie eine erhöhte Sterblichkeit bei lebensgefährlichen Verläufen. Für schwer kranke Patienten wird das Medikament dennoch weiterhin empfohlen.
  • Neben Ruhe, Schlaf und ausreichend Trinken haben sich in der Praxis Pflanzentinkturen bewährt, die an Symptome und Schwere angepasst werden können
  • Die Selbstbehandlung hat Grenzen, wenn etwa Atemnot, Brustschmerzen oder eine deutliche Verschlechterung nach anfänglicher Besserung hinzukommen.

 
Wenn die Grippe wieder umgeht, taucht regelmäßig auch ein alter Bekannter auf: Tamiflu mit dem Wirkstoff Oseltamivir. Viele werden sich noch an die Vogelgrippe und später an die Schweinegrippe erinnern.
Damals lagerten Regierungen Millionen Dosen antiviraler Medikamente ein. Zeitweise entstand der Eindruck, mit Tamiflu hätte man eine entscheidende Waffe gegen eine drohende Grippepandemie gefunden. Später stellte man wieder einmal fest, dass die Bilanz mehr als ernüchternd ist.
Eine Auswertung der vollständigen klinischen Studienberichte ergab bei Erwachsenen mit unkomplizierter Influenza eine Verkürzung der Beschwerden um durchschnittlich 16,8 Stunden. Stunden, nicht Tage. Statt sieben Tagen waren es im Mittel etwa 6,3 Tage. Bei Krankenhauseinweisungen zeigte sich kein signifikanter Vorteil. Übelkeit und Erbrechen traten unter Oseltamivir zudem häufiger auf.
Die Geschichte hinter diesen Zahlen ist mindestens ebenso interessant wie das Ergebnis.

Unveröffentlichte Daten und angepriesene Wirksamkeit

Tom Jefferson, Peter Doshi und Kollegen von Cochrane mussten jahrelang darum kämpfen, überhaupt an die vollständigen klinischen Studienberichte heranzukommen. Der schweizerische Pharmakonzern Roche hatte 2009 zugesagt, vollständige Berichte bereitzustellen; noch 2012 warteten die Forscher darauf. Erst 2013 erhielten sie schließlich Zugang zu praktisch dem gesamten Studienprogramm.
Peter Gøtzsche, damals Leiter des Nordic Cochrane Centre, wurde noch deutlicher. Er fragte öffentlich, warum europäische Regierungen Roche nicht verklagten, um das für die Tamiflu-Bevorratung ausgegebene Geld zurückzufordern, und schlug einen Boykott von Roche-Produkten vor, solange die fehlenden Daten nicht veröffentlicht würden.
Roche Holding AG ist der Hersteller von Tamiflu

Logo und Firmenschild am Hauptsitz der Roche Holding AG am 11. April 2025 in Basel, Schweiz.

Foto: Sedat Suna/Getty Images

Das ist für mich einer der entscheidenden Punkte dieser Geschichte: Staaten kauften für enorme Summen ein Medikament auf Vorrat, während unabhängige Forscher jahrelang keinen vollständigen Einblick in die Datengrundlage erhielten.
Noch bemerkenswerter liest sich rückblickend eine alte Seite der Bundesregierung zur Pandemievorbereitung. Dort heißt es zu Tamiflu und Relenza, diese Medikamente würden bei einer lebensgefährlichen Grippe die Sterblichkeit „erheblich“ mindern. Das steht bis heute auf der Internetseite der Bundesregierung. 2026 bekam dieser Satz eine ganz neue Bedeutung.

Mit Tamiflu stirbt’s sich schneller?

Im Sommer 2026 wurden Ergebnisse aus REMAP-CAP veröffentlicht, einer internationalen randomisierten Plattformstudie. 442 kritisch kranke Patienten ab zwölf Jahren mit bestätigter Influenza wurden auf drei Gruppen verteilt: fünf Tage Oseltamivir, zehn Tage Oseltamivir oder keine antivirale Behandlung.
Nach 90 Tagen waren ohne antivirales Mittel 17 von 124 Patienten gestorben, also 13,7 Prozent. Nach fünf Tagen Oseltamivir waren es 32 von 162, entsprechend 19,8 Prozent. In der Gruppe mit zehn Tagen Oseltamivir lag die Sterblichkeit bei 19,4 Prozent.
Beide Oseltamivir-Arme erreichten die vorher festgelegte Grenze für Unterlegenheit, worauf die weitere Aufnahme von Patienten gestoppt wurde. Die statistisch berechnete Wahrscheinlichkeit für einen Schaden lag in beiden Oseltamivir-Gruppen bei etwa 98 Prozent. Da liegt die Schlagzeile „Mit Tamiflu stirbt’s sich schneller“ natürlich auf der Hand.
Verpackung des Medikaments Tamiflu

Eine Frau hält am 22. Juli 2009 in einer Apotheke in Paris eine Packung des Medikaments Tamiflu in die Kamera.

Foto: Miguel Medina/AFP via Getty Images

So pauschal sollte man es dennoch nicht auf jeden Grippepatienten übertragen. Hier wurden kritisch kranke Patienten untersucht, die intensivmedizinische Organunterstützung benötigten. Die Behandlung erfolgte in einer fortgeschrittenen Krankheitsphase. Außerdem liegt die Arbeit derzeit als Preprint vor und ist noch nicht „regulär begutachtet“, wie es offiziell heißt.
Allerdings: in dieser randomisierten Untersuchung starben unter Oseltamivir mehr kritisch kranke Influenza-Patienten als ohne antivirale Behandlung. Ausgerechnet dort also, wo man sich von einem antiviralen Medikament einen besonders relevanten Nutzen wünschen würde.
Interessant ist zudem, die US-Gesundheitsbehörde CDC empfahl noch im März 2026 Oseltamivir als bevorzugtes antivirales Mittel für hospitalisierte Influenza-Patienten. Diese Empfehlung erschien vor Veröffentlichung der neuen REMAP-CAP-Daten. Man darf gespannt sein, welche Konsequenzen daraus gezogen werden.

Tamiflu, Politik und ein alter Bekannter

Bei Tamiflu stößt man schnell noch auf eine andere Geschichte – und manche Leser werden sich sicher noch erinnern. Der Wirkstoff wurde von Gilead Sciences entwickelt und an Roche lizenziert. Vorsitzender des Aufsichtsrates von Gilead war ab 1997 Donald Rumsfeld. 2001 wechselte er als Verteidigungsminister in die Regierung von George W. Bush, behielt aber eine erhebliche Beteiligung an Gilead.
Zeitgenössische Berichte schätzten den Wert seiner Gilead-Anteile auf fünf bis 25 Millionen Dollar. Das US-Verteidigungsministerium bestellte 2005 Tamiflu im Wert von 58 Millionen Dollar. Rumsfeld erklärte sich bei Gilead betreffenden Entscheidungen für befangen. Ein Urteil bleibt jedem selbst überlassen. Zumindest zeigt es ziemlich anschaulich, wie Politik, staatliche Beschaffung und wirtschaftliche Interessen miteinander verwoben sein können.
Eine kleine historische Fußnote sei mir noch erlaubt. Rumsfeld war damals Verteidigungsminister; seit September 2025 darf sein Amtsnachfolger offiziell zusätzlich den Titel „Secretary of War“, also Kriegsminister, führen. Der gesetzliche Name „Department of Defense“ besteht weiterhin. Nun ja, manchmal kann man das Offensichtliche eben nicht verbergen.

Der ehemalige US-Präsident George W. Bush (m.) zusammen mit dem ehemaligen Verteidigungsminister Donald Rumsfeld im Jahr 2019 beim Gedenktag an die 9/11-Anschläge.

Foto: Mandel Ngan/AFP via Getty Images

Und die WHO? Auch dort lohnt der Blick hinter die Kulissen. Eine Untersuchung des British Medical Journal und des Bureau of Investigative Journalism zeigte 2010, dass Experten, die an der Pandemieplanung und an Empfehlungen beteiligt waren, finanzielle Beziehungen zu Herstellern antiviraler Medikamente und Impfstoffe hatten. Ein Autor einer WHO-Leitlinie zur antiviralen Behandlung hatte gleichzeitig bezahlte Tätigkeiten für Roche ausgeübt. Jefferson und Doshi kritisierten anschließend ausdrücklich die langfristigen Beziehungen der WHO zur Pharmaindustrie und die mangelnde Offenlegung solcher Interessenkonflikte.
Auch daraus folgt nicht der Beweis, dass Empfehlungen gekauft wurden. Aber es zeigt ein deutliches „Geschmäckle“, wie man im Schwäbischen zu sagen pflegt. Und angesichts dieser Tatsachen braucht man sich in den oberen Politik-Etagen über schwindendes Vertrauen nicht zu wundern.

Deutschland und die „Zwei-Klassen-Impfung“

Damit noch nicht genug: 2009 gab es ein weiteres bemerkenswertes Schauspiel. Für die Bevölkerung hatten die Bundesländer 50 Millionen Dosen Pandemrix von GlaxoSmithKline bestellt. Pandemrix enthielt den Wirkverstärker AS03.
Gleichzeitig hatte der Bund für bestimmte staatliche Bereiche Celvapan von Baxter beschafft, einen Impfstoff ohne Wirkverstärker. Vorgesehen war er unter anderem für hohe Beamte, Regierung, Bundeswehr, Bundespolizei und Angehörige von Krisenstäben. Prompt machte der Begriff „Zwei-Klassen-Impfung“ die Runde.
Die Bundesregierung widersprach natürlich dem Eindruck, Minister bekämen einen vermeintlich besseren Impfstoff. Angela Merkel sollte Pandemrix erhalten, wie die übrige Bevölkerung und ließ sich später (angeblich) bei ihrem Hausarzt mit Pandemrix impfen. Ich werde mich hüten, dies offiziell zu bezweifeln.
Jedenfalls war damit die Frage einer persönlichen Sonderbehandlung der Kanzlerin beantwortet. Das grundsätzliche Kommunikationsproblem blieb jedoch bestehen: Mitten in einer Impfkampagne erfuhr die Bevölkerung, dass für Teile des Staatsapparates ein anders zusammengesetzter Impfstoff vorgesehen war. Es bedarf keiner Verschwörungstheorie, um zu verstehen, was eine solche „Konstellation“ für das Vertrauen bedeutet.
Zwei Jahre später erhielt die Geschichte noch einen Nachklapp. Die Europäische Arzneimittelagentur beschränkte Pandemrix für Kinder und Jugendliche, nachdem Untersuchungen aus Finnland und Schweden einen Zusammenhang mit Narkolepsie gezeigt hatten. Das Risiko lag dort sechs- bis 13-fach höher, entsprechend etwa drei bis sieben zusätzlichen Fällen pro 100.000 Geimpften.
Das konnte man offiziell im Jahr 2009 noch nicht wissen. Natürlich. Gerade deshalb sollte staatliche Gesundheitskommunikation meines Erachtens mit Gewissheiten vorsichtig umgehen. So jedenfalls zum „politischen Teil“. Für einen Menschen mit 39 Grad Fieber stellt sich ohnehin eine ganz andere Frage: Was mache ich jetzt?

Eine echte Grippe ist keine Erkältung

Eine gewöhnliche Erkältung beginnt häufig langsam. Der Hals kratzt, die Nase läuft, später kommt Husten hinzu. Eine Influenza kann innerhalb weniger Stunden mit Fieber, Frösteln, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen und einem ausgeprägten Krankheitsgefühl zuschlagen. Manche Patienten können fast auf die Stunde genau sagen, wann es sie „umgehauen“ hat.
In dieser Situation halte ich wenig davon, das Fieber sofort wegzudrücken, Schmerzmittel zu nehmen und so weiterzumachen wie zuvor. Ruhe und Schlaf gehören für mich zur Therapie erster Klasse. Das gilt erst recht für Sport. Nach einem fieberhaften Infekt sollte man nicht auch vorschnell wieder trainieren.

Bei Heilpflanzen bevorzuge ich Tinkturen

Eine meiner klassischen Heilpflanzen bei fieberhaften Infekten ist die Holunderblüte. Auch Lindenblüten verwende ich gerne. Natürlich funktioniert der klassische Tee: Holunderblüten mit heißem Wasser übergießen, etwa zehn Minuten ziehen lassen, warm trinken – und anschließend möglichst ins Bett.
In meiner Praxis setze ich allerdings überwiegend auf Tinkturen. Diese sind konzentrierter, unkompliziert einzunehmen und lassen sich sehr gut kombinieren. Vor allem kann ich die Häufigkeit der Einnahme an die Stärke der Beschwerden anpassen.
Wenn die Grippe umgeht und jemand merkt: „Da kommt etwas, der Hals kratzt“, nehme ich bei den von mir verwendeten Erkältungs- und Grippetinkturen häufig zunächst zweimal täglich etwa 15 Tropfen.

Die Heilkraft des Holunder hilft bei Virenerkrankungen.

Foto: Animaflora/iStock

Hat ein Patient dagegen bereits Fieber, Gliederschmerzen und das typische ausgeprägte Krankheitsgefühl, gebe ich entsprechende Tinkturen bei Erwachsenen durchaus alle drei Stunden mit jeweils etwa 15 bis 20 Tropfen. Je nach Pflanze, Präparat und Situation kann ich in der Praxis auch darüber hinausgehen. Das ist ausdrücklich kein Universalschema für jede Pflanzentinktur. Konzentrationen, Gegenanzeigen und mögliche Wechselwirkungen unterscheiden sich.
Meist kombiniere ich zwei oder drei Pflanzen. Holunder- und Lindenblüte passen bei einem fieberhaften Infekt sehr gut zusammen. Kommt Husten hinzu, wähle ich eine weitere Pflanze passend zum Hustenbild. Bei trockenem Reizhusten benötige ich etwas anderes als bei zähem Schleim oder entzündeten Bronchien. Das ist für mich praktische Phytotherapie: wenige Mittel, die zum Patienten und zur jeweiligen Phase der Erkrankung passen.
Solche Tinkturen bekommt man in Apotheken. Es gibt tatsächlich noch Apotheken, die Tinkturen selbst herstellen und individuelle Rezepturen anfertigen. Man muss sie nur suchen. Und ich finde, solche Apotheken sollte man unterstützen.

Fieber nicht nur als Zahl betrachten

Auch Fieber würde ich nicht automatisch bekämpfen. Es gehört zunächst zur Reaktion des Organismus auf die Infektion. Entscheidend sind Höhe und Dauer, Allgemeinzustand, Alter und Begleiterkrankungen.
Ausreichend Flüssigkeit ist wichtig; Wasser, Tee oder eine gute Brühe reichen meist aus. Und wenn der Appetit fehlt, lässt man das Essen einfach sein. Brühe, Äpfel usw. sind vollkommen ausreichend. Der Kranke sagt einem, wonach ihm verlangt.
Natürlich hat die Selbstbehandlung Grenzen. Atemnot, Brustschmerzen, Kreislaufprobleme, Bewusstseinsstörungen, ungewöhnliche Benommenheit oder eine deutliche Verschlechterung nach anfänglicher Besserung sollten abgeklärt werden.

Fieber ist zunächst einmal ein Zeichen dafür, dass der Körper auf etwas Ungewolltes reagiert.

Foto: Elena Perova/iStock

Was also ist von Tamiflu geblieben?

Bei unkomplizierter Influenza ein überschaubarer Effekt auf die Dauer der Beschwerden: knapp 17 Stunden. Bei kritisch kranken Patienten liegt seit 2026 dagegen erstmals ein randomisiertes Ergebnis vor, das keinen Überlebensvorteil, sondern ein ernstes Schadenssignal zeigt.
Für den Alltag bleiben daneben erstaunlich einfache Dinge wichtig: früh reagieren, ins Bett gehen, schlafen, ausreichend trinken, den Verlauf beobachten und passende Heilpflanzen einsetzen. Bei mir sind das häufig zwei oder drei Tinkturen, auf das jeweilige Beschwerdebild abgestimmt.
Vielleicht ist genau das die eigentliche Lehre aus der Tamiflu-Geschichte: Große Versprechen beeindrucken. Für den Patienten zählt am Ende jedoch etwas anderes: Wie groß ist der Nutzen tatsächlich und was kann ich konkret tun, wenn ich krank bin?
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Kein Impfstoff, 90 % Sterblichkeit: Warum die neue Ebola-Variante dennoch keine globale Pandemie wird

In Kürze:

  • Alle paar Jahre sorgt ein Ebola-Ausbruch für Schlagzeilen, doch das Virus blieb trotz hoher Sterblichkeit weitgehend auf Afrika beschränkt.
  • Anders als bei COVID-19 oder Grippe überträgt es sich nicht über die Luft, sondern nur durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten, weshalb Ausbrüche meist lokal begrenzt bleiben.
  • Der aktuelle Ausbruch wird durch die seltene Bundibugyo-Variante verursacht, für die es keine Impfstoffe gibt. Das Risiko außerhalb Afrikas ist jedoch sehr gering.

 
Alle paar Jahre macht ein tödlicher Ebola-Ausbruch internationale Schlagzeilen. Allerdings blieb das Virus trotz seiner Gefährlichkeit weitgehend auf Afrika beschränkt und hat sich nie groß auf andere Teile der Welt ausgebreitet.

Geringe Übertragbarkeit

Alle bekannten Ebolaviren, die beim Menschen Krankheiten auslösen können, kommen in Afrika vor, sagte Dr. John Schieffelin, Leiter der Abteilung für pädiatrische Infektionskrankheiten an der Tulane University School of Medicine, gegenüber der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times.
„Nach dem heutigen Wissensstand ist es unwahrscheinlich, dass sie in Zukunft außerhalb Afrikas auftreten werden“, es sei denn, es käme zu größeren und häufigeren Ausbrüchen, sagte Schieffelin.
Das Ebolavirus stammt wahrscheinlich von Viren in Fledermäusen. Wissenschaftler haben genetisches Material von Ebolaviren in Fledermäusen nachgewiesen, die spezifisch für Afrika sind.
Im Gegensatz zu Erkrankungen wie COVID-19 und Influenza wird Ebola nicht über Aerosole übertragen, sondern durch direkten menschlichen Kontakt und Körperflüssigkeiten wie Erbrochenes, Speichel, Blut und kontaminierte Kleidung.
Daher beschränkten sich die Ausbrüche meist auf enge Kontaktpersonen und medizinisches Fachpersonal und weiteten sich nicht auf die allgemeine Bevölkerung aus. Die Ausbrüche ereignen sich oft in ländlichen Gebieten.
Einheimische infizieren sich vor allem durch den Verzehr von Buschfleisch, bei der Pflege kranker Menschen oder durch bestimmte Bestattungsrituale.
„Ich war in der Region. Es ist ein sehr, sehr armer Teil der Welt“, sagte Dr. John Sinnott, medizinischer Direktor für globale Gesundheit am Tampa General Hospital, gegenüber der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times.
Dr. Georges C. Benjamin, CEO der American Public Health Association, sagte: „Morgens gehen Frauen oft hinaus und finden tote Tiere auf dem Boden, die sie als Fleisch verwerten. Das nennt man Buschfleisch.“
Er erklärte gegenüber der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times, dass die Wahrscheinlichkeit eines großen Ebola-Ausbruchs in den Vereinigten Staaten sehr gering sei: „Die Wahrscheinlichkeit, dass wir einen Fall haben werden, ist mäßig.“

Schon ein einziger Fall ist schwerwiegend

Im Gegensatz zu SARS-CoV-2, das moderate oder leichte Verläufe verursachen oder Menschen sogar asymptomatisch infizieren kann, ist Ebola viel virulenter.
„Schon die Feststellung eines einzigen Ebola-Falls reicht aus, um einen Ausbruch zu erklären“, sagte Dr. Jennifer Serwanga, Immunologin und stellvertretende Forschungsdirektorin am Uganda Virus Research Institute, gegenüber Epoch Times.
Ebola hat eine hohe Sterblichkeitsrate von bis zu 90 Prozent, sodass nur wenige Menschen überleben, die ihre Immunität gegen das Virus weitergeben.
Da Fälle zudem oft in ländlichen Gebieten auftreten, können neue Ausbrüche an Orten auftreten, an denen das Virus zuvor noch nie aufgetreten ist und sich somit keine Herdenimmunität gebildet hat.
„Ebola unterscheidet sich von Masern oder Grippe“, sagte Sinnott. „Es lebt nicht dauerhaft in menschlichen Populationen. Stattdessen springt es – wiederholt – von Tieren auf Menschen über, verbreitet sich durch Kontakt bei der Pflege und Trauerarbeit und verschwindet dann wieder.“
Sobald Ebolaviren Menschen infizieren, vermehren sie sich laut Untersuchungen rasch mit großer Anzahl in den Immunzellen, was eine verstärkte Immunreaktion auslöst und einen Zytokinsturm verursacht.
„Ebola unterscheidet sich stark von allen anderen Viruserkrankungen“, sagte Serwanga. „Es zerstört alle Organe und führt dazu, dass fast alle Organe zu bluten beginnen.“
Das Virus verursacht Risse in den Blutgefäßen, was zu inneren und äußeren Blutungen führt.
Es ist vor allem deshalb so schwer übertragbar, weil Menschen selten damit in Kontakt kommen. Aber sobald man ihm ausgesetzt ist, kann es leicht zu einer Infektion kommen.
„Ebola produziert sehr viel Körperflüssigkeit. […] Es ist so viel, dass sich Menschen bei direktem Kontakt ziemlich leicht anstecken“, sagte Benjamin.
Mitarbeiter des Gesundheitswesens wurden in der Vergangenheit beispielsweise nicht bei der Versorgung der Patienten angesteckt, sondern beim Ausziehen der Schutzkleidung, sagte er.
Es gibt verschiedene Viren, die Ebola auslösen können.
Seit dem großen Ebola-Ausbruch von 2014 bis 2016 wurden Impfstoffe und antivirale Medikamente entwickelt. Für das Bundibugyo-Virus, das den aktuellen Ausbruch verursacht hat, gibt es jedoch keine verfügbaren Behandlungen oder Impfstoffe.

Das mysteriöse Bundibugyo

Der aktuelle Ausbruch wird durch eine seltene Art des Ebolavirus namens Bundibugyo verursacht, benannt nach dem Ort des ersten Ausbruchs im Jahr 2007.
Das Bundibugyo-Virus unterscheidet sich genetisch zu etwa 30 Prozent von anderen Ebolaviren, und vieles ist noch unbekannt. Obwohl häufigere Ebolaviren bei Ratten nachgewiesen wurden, wurde Bundibugyo bei Tieren laut Forschungen noch nicht gefunden.
„Die Ungewissheit ist die größte Sorge“, sagte Schieffelin. „Was das klinische Erscheinungsbild angeht, haben wir nicht viele Informationen. Dies ist erst der dritte Ausbruch des Bundibugyo-Virus, bei dem bisher weniger als 200 Fälle identifiziert wurden.“
Der neue Ausbruch wurde mit fast zweimonatiger Verspätung gemeldet, ähnlich wie bei früheren Bundibugyo-Ausbrüchen in den Jahren 2007 und 2012, bei denen die Erkennung jeweils mehr als einen Monat dauerte.
Wenn Ebola in Gebieten ausbricht, in denen es zuvor noch nicht aufgetreten ist, kann es zu Verzögerungen von Wochen bis Monaten kommen. In Gebieten, in denen es endemisch ist, wird es in der Regel schneller erkannt.
Dieser neue Ausbruchsort war in der Vergangenheit bereits ein Epizentrum für andere Ebola-Ausbrüche. Dennoch testeten die lokalen Behörden die ersten Fälle nicht auf das Bundibugyo-Virus – und verpassten so die frühe Erkennung.
Die frühen Symptome von Ebola können einer Vielzahl verschiedener Erkrankungen ähneln, was ebenfalls zur Verzögerung bei der Erkennung beiträgt, sagte Sinnott.
„Ebola trägt eine Maske“, sagte Sinnott. „Die ersten Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen und Erbrechen ähneln sehr stark denen von Malaria, Typhus, einer Lebensmittelvergiftung oder Schwangerschaftskomplikationen. Deshalb wird die Krankheit oft zu spät erkannt – und das Virus hat sich bereits weiter ausgebreitet.“

Das Unvorhersehbare

Serwanga, deren Heimatland Uganda an den Kongo grenzt, wo der aktuelle Ausbruch seinen Ursprung hat, sagte, dass die ugandischen Behörden wachsam seien.
„Der Kongo ist ein Nachbarland Ugandas, daher sind wir besorgt. Normalerweise gibt es einen Personenverkehr zwischen den Ländern, aber an der Grenze wurden einige Vorschriften erlassen, um den Personenverkehr von und nach Uganda zu minimieren“, sagte sie.
„Wir hatten zwei bestätigte Fälle, die alle aus dem Kongo stammten, und es wurden einige Maßnahmen ergriffen. Bisher haben wir keine neuen Fälle festgestellt.“
Die Herausforderung bei der Eindämmung von Ausbrüchen bestehe darin, sicherzustellen, dass ausreichende Ressourcen zur Verfügung stünden, sagte Schieffelin.
Die Weltgesundheitsorganisation ist jedoch durch den Hantavirusausbruch und den Rückzug der US-Agentur für internationale Entwicklung stark ausgelastet. Dadurch wurden laut Schieffelin die Erkennung, Nachverfolgung und Eindämmung des neuen Ebola-Ausbruchs beeinträchtigt.
Nach den Sorgen um das Hantavirus vor einigen Wochen zieht nun das Ebolavirus die Aufmerksamkeit auf sich. Es taucht immer wieder ein neuer Ausbruch auf.
Benjamin wies auf die Tatsache hin, dass sich die Welt verändere und vieles unvorhersehbar sei. „Die Menschen leben in einer dynamischen Welt“, sagte er.

 
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Yes, Ebola Virus Is Deadly. But Here’s Why You Don’t Need to Worry“. (deutsche Bearbeitung: vm)
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Universität: Erster Impfstoff von KI entwickelt

Britische Forscher haben mithilfe „Künstlicher Intelligenz“ (KI) einen Impfstoff entwickelt, der gegen ein breites Spektrum von Viren schützen und künftige Pandemien verhindern soll. Das Team der Universität Cambridge spricht von einem grundlegend neuen Ansatz.
Erstmals wurde demnach ein zentraler Bestandteil eines Impfstoffs vollständig von einer KI entworfen, wie die BBC berichtet. Das Präparat ziele auf alle Coronaviren ab, einschließlich aller Covid-Varianten und solcher Viren, die von Tieren auf den Menschen übergehen könnten.
Die Arbeit befindet sich allerdings noch in einem frühen Stadium. Parallel dazu arbeiten die Wissenschaftler bereits an Impfstoffen gegen Grippe und Ebola – auch hier soll KI zum Einsatz kommen.
Impfstoffe trainieren das Immunsystem, Erreger zu erkennen und abzuwehren. Viele Viren verändern jedoch ständig ihr Erscheinungsbild, sodass Impfstoffe schnell wirkungslos werden. Der neue Ansatz soll diesem Problem begegnen.
„Wir sind immer einen Schritt hinterher“, sagte Professor Jonathan Heeney von der Universität Cambridge laut BBC-Bericht. „Unser Ziel ist es, der Entwicklung voraus zu sein.“ Die KI ermögliche es, Impfstoffe zu entwickeln, die auch vor neu auftretenden Erregern schützen. (dts/red)
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Hantavirus: Worauf man achten sollte, um eine Erkrankung zu vermeiden


In Kürze:

  • Mäuse und Ratten gelten als Hauptüberträger des Hantavirus.
  • Lebensbedrohliche Erkrankungen von Herz, Lunge oder Nieren sind möglich.
  • Das aktuell in den Fokus gerückte Andes-Virus war hauptsächlich in Lateinamerika verbreitet.

 
Der Ausbruch des Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff MV „Hondius“ füllt seit einigen Tagen die Schlagzeilen in den Medien. Was ist über das Virus bekannt und wie kann es zu einer Ansteckung kommen?

Das Risiko für die öffentliche Gesundheit ist gering

Die Weltgesundheitsorganisation bestätigte kürzlich, dass es sich um die Variante Andes handelt. Sie sei der einzige Hantavirustyp, der von Mensch zu Mensch übertragbar sei. Das Risiko für die öffentliche Gesundheit wird jedoch weiterhin als gering eingeschätzt.
Was sind Hantaviren und wie wirken sie sich auf den Menschen aus?
Das Hantavirus ist ein winziges Virus mit einem Durchmesser von etwa 100 Nanometern. Es ist so klein, dass tausend davon auf die Breite eines menschlichen Haares passen würden.
Hantaviren sind eine Virusgattung aus der Familie der Hantaviridae (früher Bunyaviridae) und werden hauptsächlich von Nagetieren, insbesondere Mäusen und Ratten, übertragen. In Nordamerika gelten Hirschmäuse als die häufigsten Überträger.
Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch Kontakt mit infiziertem Nagetierurin, -kot oder -speichel oder durch Einatmen von mit diesen Ausscheidungen kontaminierten Aerosolen. Weltweit sind mehr als 50 Arten bekannt.
Eine Infektion kann zwei unterschiedliche Krankheitsbilder hervorrufen: das Hantavirus-Pulmonalsyndrom (HPS), das zu lebensbedrohlichen Lungen- und Herzproblemen führt, und das Hämorrhagische Fieber mit renalem Syndrom (HFRS), eine schwere Nierenerkrankung.
Es gibt bislang keine spezifische Behandlung für eine Hantavirusinfektion. Das antivirale Medikament Ribavirin hat sich zwar bei der Variante mit Nierenversagen laut Forschungen als hilfreich erwiesen, jedoch nicht bei HPS.
Von allen bekannten Stämmen ist nur beim Andes-Virus eine potenzielle Übertragung von Mensch zu Mensch dokumentiert. Doch selbst dann erfordert die Ansteckung in der Regel engen, längeren Kontakt und ist selten.

2019 gab es elf Tote in Patagonien

Vor dem erneuten Ausbruch war das Andes-Virus auf Teile Lateinamerikas, insbesondere Argentinien, beschränkt. Einer der größten gemeldeten Ausbrüche des Andes-Virus ereignete sich zwischen Ende 2018 und Anfang 2019 in Epuyén, einem Dorf mit rund 2.000 Einwohnern in Patagonien, Argentinien. Es gab 29 bestätigte Krankheitsfälle, darunter elf Todesfälle. Bislang ist dies der bekannteste Ausbruch mit der Übertragung von Mensch zu Mensch. Im Fall der MV „Hondius“ vermuten Experten der Weltgesundheitsorganisation, dass sich der erste Passagier, der mutmaßlich an dem Hantavirus starb, wahrscheinlich in dem südamerikanischen Land infiziert hat. Beim Betreten des Schiffes verbreitete er das Virus dann unter den anderen Passagieren.
In Argentinien liegt die Sterblichkeitsrate bei HPS bei bis zu 50 Prozent. Die Behörden dämmten die Ausbreitung durch strenge Quarantänemaßnahmen, Kontaktverfolgung, Isolation enger Kontaktpersonen und aktive Überwachung ein. Diese Maßnahmen erinnern an die Reaktion des öffentlichen Gesundheitswesens während der COVID-19-Pandemie.
Dr. Tyler B. Evans, Facharzt für Infektionskrankheiten und öffentliches Gesundheitswesen und erster leitender Amtsarzt von New York City während der COVID-19-Pandemie, sagte gegenüber der Epoch Times, die Gefahr eines Schiffes wie der MV „Hondius“ bestehe darin, dass es sich um ein kleines Expeditionsschiff handele, das in einigen der entlegensten Gewässer der Erde operiere.
Da sich nur ein Arzt an Bord befinde und abgelegene Orte mit minimaler medizinischer Infrastruktur angelaufen würden, bestehe die Reaktion im Falle einer kritischen Erkrankung nicht in einer schnellen Verlegung in einen nahe gelegenen Hafen mit modernen Einrichtungen, so Evans. „Es handelt sich um eine Evakuierung über mehrere Tage, die Erkrankte möglicherweise nicht überleben.“
HPS beginnt typischerweise mit grippeähnlichen Symptomen. Die Inkubationszeit – die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten der Symptome – beträgt bis zu acht Wochen. Die meisten Symptome treten etwa zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung auf.

Verschiedene Symptome

Das Gefährliche an dieser Krankheit ist ihr rasanter Verlauf. „Es können Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie Husten auftreten, die einige Tage bis zu einer Woche anhalten können“, erklärte Dr. Andrew Handel, Spezialist für pädiatrische Infektionskrankheiten am Stony Brook Children’s Hospital in New York, gegenüber Epoch Times. „Die größte Gefahr bei Hantaviren geht jedoch vom kardiopulmonalen Syndrom aus, das zu einem raschen Kreislaufkollaps führen kann.“
Wenn dieser Kollaps eintritt, ist die Sterblichkeitsrate innerhalb der ersten 24 Stunden hoch, so Handel. Im weiteren Verlauf kann es rasch zu einer Flüssigkeitsansammlung in der Lunge kommen. Wird sie nicht behandelt, kann sie zu Atemversagen führen.
HFRS hingegen äußert sich durch Symptome wie Fieber, Hautrötung, Kopfschmerzen, Nierenprobleme, Blutungen unter der Haut oder aus anderen Körperöffnungen und in schweren Fällen durch Schock.
Für die Bevölkerung stellen Hantaviren ein geringes Risiko dar. In den Vereinigten Staaten werden jährlich zwischen 15 und 50 Fälle registriert. In Asien und Europa ist HFRS häufiger. Das gilt vor allem für Länder wie China, Korea und Russland, wo jährlich Tausende Fälle gemeldet werden. Im Jahr 2023 wurden in Europa laut European Centre for Disease Prevention and Control 1.885 Fälle von Hantavirusinfektionen gemeldet.
Das Virus benötigt bestimmte Bedingungen, um Menschen zu infizieren. Dazu gehört etwa das Einatmen von infektiösen Aerosolpartikeln über einen längeren Zeitraum. Allerdings tragen die meisten Nagetierpopulationen das Virus nicht und wenige Menschen kommen regelmäßig mit Nagetieren in Berührung, was das Gesamtrisiko weiter reduziert.
Wer jedoch in ländlichen Gebieten, auf Bauernhöfen, in Hütten oder in Regionen mit hohem Nagetieraufkommen lebt, erhöht sein Expositionsrisiko.
Der Schlüssel zur Vorbeugung liegt darin, den Kontakt mit Nagetieren zu minimieren. Die wichtigste Maßnahme ist, Nagetiere vom eigenen Zuhause und Arbeitsplatz fernzuhalten. Löcher und Spalten sollten abgedichtet, Lebensmittel in luftdichten Behältern aufbewahrt werden. Um zu verhindern, dass sich die Nager einnisten, sollte man Unrat entfernen.

Hanta ist in Deutschland meldepflichtig

Beim Reinigen von mit Nagetierkot verunreinigten Bereichen ist es wichtig, nicht zu fegen oder zu saugen, da dies das Virus in die Luft wirbeln kann. Stattdessen sollte man zunächst gründlich lüften. Desinfektionsmittel und feuchte Tücher werden zum Reinigen empfohlen. Dabei sollte man Handschuhe und eine Maske tragen, um das Einatmen oder den Kontakt mit Viren zu vermeiden.
Auch das Robert Koch‑Institut (RKI) weist darauf hin, dass Hantaviren in der Umwelt mehrere Wochen lang überleben können. Menschen benötigen deshalb keinen direkten Kontakt zu infizierten Nagern, um sich anzustecken. Wer im Keller oder Schuppen arbeitet oder Feuerholz umschichtet, kann dabei mit virushaltigem Material in Berührung kommen.
Laut RKI steigt das Infektionsrisiko, wenn verletzte Haut mit kontaminiertem Staub oder anderen belasteten Materialien in Kontakt kommt. Auch der Verzehr von Lebensmitteln, die mit Ausscheidungen infizierter Nagetiere verunreinigt wurden, kann eine Ansteckung auslösen.
Kinder erkranken sehr selten, haben aber ebenso wie Menschen mit einem geschwächten Immunsystem bei Kontakt mit Nagetieren ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.
In Deutschland ist eine Hantaviruserkrankung meldepflichtig. Im Süden und Westen Deutschlands dient laut RKI die Rötelmaus als Zwischenwirt, in Nord- und Ostdeutschland wird die Brandmaus mit den Infektionen in Verbindung gebracht.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Hantavirus: A Rare yet Deadly Virus Strikes Cruise Ship — What to Watch Out For“. (deutsche Bearbeitung: os)
(Mit Material der Nachrichtenagenturen)