Tag: Aufmerksamkeit
In Kürze:
- Ein Handy fesselt die Aufmerksamkeit seiner Benutzer und kann langfristig die Eltern-Kind-Bindung stören.
- Verbringen die Eltern viel Zeit am Smartphone und fühlen sich Kinder häufig ignoriert, kann dies zu unsicheren Bindungsmustern führen, welche die mentale Gesundheit langfristig belasten.
- Oft merken Eltern nicht, dass sie die Kommunikationsversuche ihrer Kinder nicht wahrnehmen. Einige Tipps können dem abhelfen.
Die Kosten der Ablenkung durch das Handy
Eine „neue Form der sozialen Vernachlässigung“
Die langfristigen Auswirkungen unsicherer Bindung
Tipps, um die Eltern-Kind-Bindung zu stärken
- Überprüfe ich bei Gesprächen häufig meine Benachrichtigungen?
- Greife ich in Momenten der Langeweile oder Stille zum Handy?
- Höre ich nur halb zu, wenn mein Kind etwas erzählen möchte?
- Grenzen für die Gerätenutzung setzen, insbesondere für Eltern, die von zu Hause aus arbeiten.
- Handyfreie Zeiten schaffen – während der Mahlzeiten, bei Familienaktivitäten und auf Autofahrten.
- Bei Aktivitäten mit dem eigenen Kind unnötige Unterbrechungen durch das Handy beschränken.
Ehrliche Kommunikation entscheidend
In Kürze:
- Tagebuchschreiben kann uns helfen, belastende Erlebnisse zu verarbeiten und unseren Kopf frei zu bekommen.
- Vier Techniken sind hilfreich, um den größtmöglichen Nutzen aus dem Tagebuchschreiben zu ziehen.
- Dazu zählen Emotionen benennen, Details aufs Papier auslagern, über uns in der dritten Person schreiben und schwierige Situationen in eine Geschichte verwandeln.
- Wer mit dem Schreiben eines Tagebuchs anfangen möchte, kann neben den vier Techniken auch auf einige Tricks zurückgreifen.
1. Gefühle und Empfindungen benennen
2. Unerledigtes aufschreiben
3. Über sich in der dritten Person schreiben
4. Eine Geschichte erzählen
Was Sie heute Abend schreiben könnten
1. Zum Einstieg: Sich eine positive Zukunft vorstellen
2. Bei emotionaler Belastung: Exzessives Schreiben nutzen
3. Um gut einzuschlafen: Eine Aufgabenliste aufschreiben
Muster: Wie ein Eintrag aussehen könnte
- Ein paar Zeilen über ein Ereignis Ihres Tages, eher wie eine Szene als wie eine Zusammenfassung geschrieben.
- Ein Gefühl, das Sie erlebt haben, und Ihre Vermutung, warum es da ist.
- Fünf Dinge, die Sie morgen erledigen müssen, jedes davon so konkret, dass Sie sich den Ablauf klar vorstellen können.
- Eine Sache, und sei sie noch so klein, die gut gelaufen ist – als Übung in Dankbarkeit.
In Kürze:
- Manipulation funktioniert besonders gut dort, wo sie an ein echtes menschliches Bedürfnis anschließt.
- Je stärker ein Feindbild emotionalisiert wird, desto weniger wird die Frage gestellt, ob die Darstellung überhaupt noch differenziert ist.
- Ein einziges Wort kann einen Menschen zum Helden machen oder zum Feind erklären, doch rhetorische Waffen funktionieren nicht ohne den Empfänger.
- Die Frage „Wer sagt eigentlich, dass es nur diese beiden Möglichkeiten gibt?“ gehört zu den wichtigsten Werkzeugen gegen Manipulation.
Die Illusion der neutralen Sprache
Worte lösen Gefühle aus
- „Wir müssen handeln, bevor es zu spät ist.“
- „Unsere Sicherheit ist gefährdet.“
- „Wenn wir jetzt nicht reagieren, droht uns …“
Der Feind als rhetorisches Werkzeug
- „Die anderen sind schuld.“
- „Die Eliten verstehen die Menschen nicht.“
- „Die Ausländer nehmen uns etwas weg.“
- „Die Medien belügen uns.“
- „Die Politiker kümmern sich nur um sich selbst.“
„Wir“ und „die“

„Wir“ und „die“ erzeugen automatisch eine Trennung, egal ob die Betroffenen Personen zugestimmt haben, oder nicht.
Foto: hachiware
Wiederholung erzeugt Vertrautheit
Framing beginnt schon bei der Überschrift
- „Regierung reagiert auf Proteste.“
- „Regierung kämpft gegen Protestbewegung.“
- „Protestbewegung stellt Regierung unter Druck.“
Die Macht der Auslassung
Die scheinbare Alternative
- „Entweder wir handeln jetzt – oder wir riskieren das Chaos.“
- „Entweder du bist für unsere Maßnahmen – oder du unterstützt die anderen.“
- „Entweder Sicherheit oder Freiheit.“
Etiketten statt Argumente

Wer Unordnung in Schubladen steckt, hat nur oberflächlich Ordnung, aber immer noch einen Berg ungewaschener Wäsche. Analog verhält es sich mit Menschen: Das Stecken in Schubladen sortiert, aber ersetzt nicht die inhaltliche Auseinandersetzung.
Foto: pcruciatti
Empörung als Geschäftsmodell
Die psychologische Schwachstelle: unser Bedürfnis nach Gewissheit
Rhetorische Waffen funktionieren nicht ohne den Empfänger

Wahlplakate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt (Archiv)
Foto: via dts Nachrichtenagentur
Wenn Kritik zum Angriff erklärt wird
Wie man sich gegen sprachliche Manipulation schützt
- Was wird behauptet? Kann ich die konkrete Aussage in einem einzigen Satz formulieren?
- Welche Gefühle soll ich gerade empfinden? Angst? Wut? Empörung? Stolz? Verachtung? Hoffnung?
- Welche Informationen fehlen? Was müsste ich wissen, um das Thema tatsächlich beurteilen zu können?
- Welche Alternativen werden nicht erwähnt? Gibt es tatsächlich nur zwei Möglichkeiten?
- Würde ich dieselbe Aussage akzeptieren, wenn sie von der politischen Gegenseite käme?
Die Verantwortung der Politik

„Ich habe einen Traum…“ Bereits im Mai 1957, sechs Jahre vor seiner bekanntesten Rede, sprach Martin Luther King, Jr. (1929–1968) in Washington D.C. vor tausenden Menschen.
Foto: Hulton Archive/Getty Images
Die Verantwortung der Medien
- Woher stammt eine Information?
- Was ist gesichert?
- Was ist Interpretation?
- Was ist noch unklar?
- Welche Gegenargumente existieren?
Fazit: Worte sind keine harmlosen Werkzeuge
Freiheit beginnt im eigenen Denken
In Kürze:
- Analoges Spielzeug beflügelt die Fantasie und lässt Kinder mit der Welt interagieren.
- Es trainiert nicht nur räumliches Denken, sondern auch erzählerische Fähigkeiten.
- Traditionelles Spielzeug fördert auch die sogenannte innerlich gelenkte Aufmerksamkeit – ein Hilfsmittel, um Selbstbestimmung zu entwickeln – und die Impulskontrolle.
- Um diese Vorteile zu nutzen, braucht es nur wenig Spielzeug – Hauptsache, es ist einfach und ermöglicht freies Spielen.
Jedes Spielzeug fördert etwas anderes
Räumliches Denken lernen

Foto: galina-kovalenko/iStock
Die Welt beschreiben lernen

Foto: FamVeld/iStock
Welten erschaffen lernen

Foto: romrodinka/iStock
Die Aufmerksamkeit lenken lernen
- Man kann sie von innen steuern, zum Beispiel wenn ein Kind selbst entscheidet, was es in die Hand nimmt und erkundet.
- Sie kann von außen gesteuert werden – etwas blinkt, piept oder bewegt sich, und die Aufmerksamkeit des Kindes wandert automatisch dorthin.
Impulse kontrollieren lernen
Mittels des Körpers denken
Weniger ist mehr
In Kürze:
- Moderne Schuhe sorgen dafür, dass unsere Fußmuskeln weniger beansprucht werden, was sie schwächer macht.
- Barfußlaufen kann aber nicht nur die Muskeln direkt am Fußskelett stärken, sondern auch das Gleichgewicht und eine gesunde Körperhaltung fördern.
- Da Füße zahlreichen Nervenrezeptoren haben, die ständig mit dem Gehirn kommunizieren, beruhigt das Barfußlaufen das Nervensystem, sorgt für Entspannung und steigert die Konzentration.
- Wer immer in Schuhen unterwegs ist, sollte es beim Barfußlaufen langsam angehen lassen und es mit einem weichen Untergrund wie etwa Gras oder Sand anfangen.
Stärkere Füße
Ein ruhigeres, schärferes Gehirn
Ein entspannterer Körper und weniger Entzündungen
Macht die Oberfläche einen Unterschied?
Gras
Sand
Waldboden
Tipps für die ersten Schritte
- das Gefühl unter den Füßen,
- die Atmung,
- ob sich die Schultern entspannen,
- ob die Gedanken zur Ruhe kommen.
- diabetische Neuropathie,
- schwere Fußdeformitäten,
- schwere Arthritis,
- Osteoporose mit hohem Frakturrisiko,
- einige Gleichgewichtsstörungen.
Barfußlaufen ist kein Allheilmittel
In Kürze:
- Ob wir etwas für richtig halten, basiert selten auf Fakten, sondern oft darauf, wer etwas sagt – und wie oft wir es schon gehört haben.
- Ein Algorithmus muss unsere Gedanken nicht lesen, er beobachtet unser Verhalten. Aus tausenden kleiner Verhaltensmuster entsteht ein erstaunlich präzises Persönlichkeitsprofil.
- Psychische Widerstandskraft beginnt daher mit bewusster Mediennutzung. Oft reichen bereits wenige Minuten Abstand, um einen Beitrag deutlich kritischer zu betrachten.
Unser Gehirn liebt einfache Lösungen
- Wie viele Menschen teilen einen Beitrag?
- Wie viele Likes hat ein Video?
- Wer hat den Inhalt veröffentlicht?
- Passt die Botschaft zu dem, was ich ohnehin glaube?
Aufmerksamkeit ist die eigentliche Währung

Das Smartphone und die sozialen Medien fesseln die Aufmerksamkeit vieler Menschen.
Foto: Visions/iStock
Der Dopamin-Effekt
Der Vergleich macht unglücklich

Das, was wir in den sozialen Medien zu sehen bekommen, muss nicht immer die Realität sein.
Foto: Aziz Shamuratov/iStock
Der Algorithmus kennt uns besser, als wir glauben
- welche Beiträge wir länger ansehen,
- welche Videos wir bis zum Ende anschauen,
- worauf wir klicken,
- welche Themen uns emotional bewegen,
- mit welchen Personen wir interagieren.
Wiederholung schafft Glaubwürdigkeit
Geschäftsmodelle mit Vertrauen und Angst

Influencer verkaufen selten nur Produkte. Sie verkaufen Beziehungen und bauen Vertrauen auf.
Foto: pondsaksit/iStock
Die Macht der Empörung
Digitale Selbstverteidigung
- Wer profitiert davon, dass ich diesen Beitrag glaube?
- Welche Gefühle löst der Inhalt in mir aus?
- Wird mit Angst oder Empörung gearbeitet?
- Werden Quellen genannt?
- Gibt es nachvollziehbare Belege?
- Würde ich denselben Inhalt auch glauben, wenn er meiner eigenen Meinung widersprechen würde?
- Benachrichtigungen reduzieren.
- Bildschirmzeiten begrenzen.
- Mehrere Informationsquellen nutzen.
- Regelmäßig digitale Pausen einlegen.
- Emotionale Inhalte nicht sofort teilen.
- Vor dem Kommentieren kurz innehalten.
Fazit

Ein bewusster Umgang mit sozialen Medien kann helfen, weniger beeinflusst zu werden.
Foto: champpixs/iStock
In Kürze:
- In einem Experiment schnitten Studenten, die ein Lehrbuch selbst lasen, bei einem anschließenden Test über das Gelernte besser ab als Studenten, die den gleichen Abschnitt hörten.
- Laut einer anderen Untersuchung hilft die taktile Stimulation beim Medium Buch dabei, dass die Gedanken nicht so leicht abschweifen.
- Doch auch die Art des Stoffs zählt: Hörbücher eignen sich gut für lockere Geschichten – bei schwerem Stoff hilft der gedruckte Text laut den Untersuchungen bei der Konzentration.
- Wie viel man schließlich im Kopf behält, kommt aber nicht direkt auf das Format an, sondern auf die eigene Aufmerksamkeit.
Die Studenten glaubten, dass sie lernten
Abschweifende Gedanken
Argumente für das Hörbuch
Leichte Kost oder schwerer Stoff?
Doppelte Reize – kaum Nutzen
Eine letzte Variable
In Kürze:
- Meditation hilft nicht nur bei Stress, sondern hat auch positive Wirkungen auf den ganzen Körper.
- Das Gehirn profitiert davon, wobei sich unter anderem Konzentration, Gedächtnis und emotionale Regulation verbessern.
- Ähnlich wie Beten erfüllt Meditation einen Menschen mit einem Gefühl der Ehrfurcht und Demut, was eine positive Einstellung zum Leben fördert.
- Es gibt einige Tipps, die Anfängern helfen können, sich die heilende Wirkung der Meditation leichter zunutze zu machen.
Meditation – ein Balsam fürs Gehirn
Mit Antidepressiva vergleichbar
Beruhigt das Herz und lindert Schmerzen
Das Gebet ist eine Form der Meditation
In die Stille: Tipps für Anfänger
- kontrolliertes Atmen,
- das schrittweise Ausblenden abschweifender Gedanken,
- das Erreichen eines ruhigen, klaren Geisteszustands.
Der Duft von Schokolade erleichtert das Training
- dunkler Schokolade,
- Milchschokolade,
- Wasser (bei einer Kontrollgruppe).
Dunkle Schokolade hatte die stärkere Wirkung
Die psychologische Wirkung von Düften
Teil eines umfassenderen Musters
- Pfefferminze steht mit erhöhter Aufmerksamkeit und Ausdauer in Verbindung.
- Lavendel fördert die Entspannung.
- Zitrusdüfte werden mit einer verbesserten Stimmung und Motivation assoziiert.
- Ammoniak steht mit einem gesteigerten Fokus bei hochintensiven Sportarten in Verbindung.
In Kürze:
- Umfassende neurologische Studien zeigen, dass die Natur das Gehirn ruhiger und ausgeglichener macht.
- Die Wirkung beginnt über die Augen und weitet sich über das Nervensystem auf den ganzen Körper aus.
- Selbst Zimmerpflanzen, Pflanzenwände, natürliches Licht oder Bilder mit Naturmotiven haben eine positive Wirkung auf das Gehirn.
- Es könnte der Gehirngesundheit der Bevölkerung zugute kommen, wenn Städteplaner die Natur in den städtischen Alltag integrieren.
Eine schrittweise Abfolge hin zur Ruhe
Erste Ebene: Was unsere Augen tun
Zweite Stufe: Was unsere Stressreaktion tut
Dritte Ebene: Was unsere Aufmerksamkeit und innere Stimme tun
- lang andauernde Konzentration,
- das Lösen von Problemen,
- das Fällen von Entscheidungen,
- das Aufrechterhalten der Aufmerksamkeit.
Echte Natur schlägt virtuelle Realität
Natur: Mehr als nur ein Wellness-Trend
- von Bäumen gesäumte Straßen,
- grüne Korridore,
- Stadtparks,
- natürliche Elemente, die in die Wege eingebunden sind, die Menschen auf dem Weg von zu Hause zur Arbeit, zur Schule oder zu anderen täglichen Aktivitäten zurücklegen.
Frau Simon, ab welchem Alter sollten Kinder laut dem Ethikrat Zugang zu den sozialen Medien bekommen? Was halten Sie von einem Social-Media-Verbot, wie es in anderen Ländern umgesetzt wurde?
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Generative KI erleichtert das Vortäuschen von Identitäten. Dadurch werden Anbahnungsversuche Erwachsener bei Kindern mit sexueller Absicht, das sogenannte Cybergrooming, schwerer oder gar nicht mehr erkennbar. Welche Schutzmechanismen schlägt der Ethikrat vor und inwiefern sind Gesetzgeber und Plattformbetreiber hier gefordert?
Wo sind Plattformbetreiber und wo ist der Gesetzgeber gefordert?
Das erfordert jedoch Einstimmigkeit unter den Mitgliedstaaten. Ist es nicht sicherer, auch eine nationale Lösung zu finden? Oder würde diese nicht weit genug gehen?
Die einfache Möglichkeit, pornografische Bilder mithilfe von Deepfake-Technologie erstellen zu können, kann dazu führen, dass Kinder selbst diese nutzen, um andere Kinder zu mobben. Wie bewertet der Ethikrat diese Gefahren und wie kann dem vorgebeugt werden?
Wie wichtig ist ein gesamtgesellschaftlicher Ansatz beim Umgang mit Social-Media-Plattformen und generativer KI? Wie stark sind Elternhäuser und Bildungseinrichtungen gefordert, Medienkompetenz zu fördern?
Wie würden Sie die aktuelle Situation einschätzen? Halten Sie unsere Kinder und Jugendlichen in dieser Hinsicht für fit? Oder haben Sie den Eindruck, dass diese Gefahren und Risiken noch gar nicht abschätzbar sind und noch viel Aufklärungsarbeit und Bewusstmachung nötig ist?
Was genau schwebt Ihnen vor, wenn Sie vorschlagen, die digitalen Umwelten umzugestalten?
Vielen Dank für das Gespräch.
Helfen und kognitive Funktionen
- formelle Freiwilligenarbeit, beispielsweise für religiöse, bildungsbezogene, gesundheitsbezogene oder andere gemeinnützige Organisationen
- informelle Hilfe wie die Unterstützung von Freunden, Nachbarn oder Verwandten, die nicht im selben Haushalt leben
Konstantes Engagement und bequeme Zeiteinteilung wichtig
Wie Helfen hilft
- die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse, das Stresshormonsystem zur Stressregulation
- das sympathische Nervensystem, das den Körper bei Stress und Gefahr auf eine Kampf- oder Fluchtreaktion vorbereitet und dabei hilft, das innere Gleichgewicht aufrechtzuerhalten
- das Immunsystem, das vor Krankheiten und Entzündungen schützt


























































































