Eugen Polanski sah in Freiburg ein ganz schwaches Spiel seines Teams. - Foto: Harry Langer/dpa
HEUTE12:14 Uhr
Noch einmal richtig Sommer – bis 30 Grad möglich
Zu Wochenbeginn wird es noch einmal warm bis heiß in Deutschland. Der Wetterdienst erwartet im Südwesten bis 27 Grad, am Dienstag am Oberrhein bis 30 Grad. Danach folgen wechselhaftes und kühleres Wetter, Regen und Schauer. Im Nordwesten ist mehr Niederschlag zu erwarten als im Süden oder Südosten.
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HEUTE12:11 Uhr
Linienbus fährt gegen Baum: Elf teils schwer Verletzte in Berlin
Bei einem Unfall mit einem Linienbus in Berlin-Neukölln sind am Samstagabend elf Menschen teils erheblich verletzt worden. Ein Mensch kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus, drei weitere wurden als schwerverletzt eingestuft. Der Bus fuhr gegen einen Baum neben einer Straße, die Ursache ist unklar.
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HEUTE11:50 Uhr
Frankreich entschuldigt sich bei den USA
Frankreichs UN-Vertretung bedauert einen kritischen Kommentar zum US-Abstimmungsverhalten vom 24. Juli gegen die Verlängerung des Mandats von UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk. Damit besänftigt Paris einen seit Juli schwelenden Streit mit den USA. Die Meinungsverschiedenheit stünde weder einem engen Dialog mit den USA im Weg, noch würden sie die Allianz beider Länder in Frage stellen. Washington begrüßte die Erklärung.
UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk.
Foto: Salvatore Di Nolfi/Keystone/dpa
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HEUTE11:39 Uhr
230 Menschen wegen Waldbrands auf kroatischer Insel Brac evakuiert
Wegen eines Waldbrands sind auf der kroatischen Insel Brac etwa 230 Bewohner und Touristen in Sicherheit gebracht werden. Das Feuer sei weiterhin „aktiv“, die Situation habe sich „nach einer extrem schwierigen Nacht“ am Morgen verbessert. Laut Feuerwehr seien zwei Menschen leicht verletzt, es gebe Schäden an Fassaden von Gebäuden. Es brannte auf etwa 3.500 Hektar, rund 220 Feuerwehrleute sind im Einsatz.
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HEUTE11:10 Uhr
Berliner BSW-Spitzenkandidat verteidigt Zusammenarbeit mit AfD in Sachsen-Anhalt
Eine Woche vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin nennt der dortige BSW-Spitzenkandidat Alexander King die Schnittmengen zwischen seiner Partei und der AfD als „überschaubar“. Zugleich verteidigte er Sondierungen und sachliche Zusammenarbeit beider Parteien in Sachsen-Anhalt. Er selbst lehne die AfD-Politik der „Remigration“ ebenso ab wie die Pläne für die Mieten- und Sozialpolitik.
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HEUTE11:01 Uhr
Polanski nicht mehr Trainer bei Gladbach
Borussia Mönchengladbach hat sich nach nur drei Spieltagen in der Fußball-Bundesliga von Trainer Eugen Polanski getrennt. Das bestätigte der Club einen Tag nach der 0:5-Niederlage beim SC Freiburg.
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HEUTE10:59 Uhr
Bauministerin verteidigt Wohngeld-Kürzungen
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) verteidigt die geplanten Kürzungen beim Wohngeld. Der Bundeshaushalt stehe insgesamt unter besonders großem Konsolidierungsdruck, das gehe auch an ihrem Ministerium nicht vorbei. Für Nachbesserungen im parlamentarischen Verfahren ist sie offen.
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HEUTE10:22 Uhr
Chile: Mehr als 280 Festnahmen bei Demonstrationen
Bei Demonstrationen zum Gedenken an die Opfer der Pinochet-Diktatursind in Chile 284 Menschen festgenommen worden. Erstmals gab es in diesem Jahr keine offiziellen Gedenkveranstaltungen. Bei den Protesten warfen Demonstranten mit Steinen und Stöcken nach Sicherheitskräften. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. Laut Sicherheitsministers Arrau gab es 198 „Gewaltvorfälle“.
Am 11. September 2026 kam es in Santiago zu Zusammenstößen zwischen der Bereitschaftspolizei und Demonstranten während eines Marsches für die Opfer der Diktatur von Augusto Pinochet (1973–1990) anlässlich des 53. Jahrestags des Staatsstreichs, durch den Pinochet an die Macht gekommen war.
Foto: Javier Torres/AFP via Getty Images
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HEUTE10:12 Uhr
Richterbund fordert Streichung der Weisungsbefugnis gegenüber Staatsanwaltschaften
Nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt fordert der Deutsche Richterbund eine Abschaffung der Weisungsbefugnis von Justizministerien gegenüber Staatsanwaltschaften. Bislang eröffne das Gesetz den Justizministerien die Möglichkeit, „bis in einzelne Strafverfahren hineinzuregieren“. Politische Eingriffe in Strafverfahren sollten verhindert werden.
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HEUTE9:51 Uhr
Feuerwehr rettet Möwe von Rheinbrücke: Einsatz mit spontanem Applaus
In Mainz hat die Feuerwehr eine in einem Stahlseil verfangene Möwe mit einer Drehleiter vom Ausleger einer Rhein-Brücke gerettet. Für die von vielen Passanten verfolgte Rettungsaktion wurde am Samstagabend auch die Brücke zeitweise gesperrt. Es gab „spontanen Applaus“ nach der Befreiung – die Möwe flog unverletzt davon.
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HEUTE9:05 Uhr
Bilger plant keinen neuen Anlauf für Pkw-Maut
Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) plant derzeit keinen neuen Anlauf für eine Pkw-Maut. Sein Fokus liege darauf, die vielen Infrastrukturmilliarden aus dem Sondervermögen in die Umsetzung zu bringen und die Finanzierung für die Zukunft sicherzustellen. Bilger war an den früheren Plänen der Pkw-Maut unter dem damaligen Verkehrsminister Andreas Scheuer beteiligt.
Steffen Bilger (Archiv)
Foto: via dts Nachrichtenagentur
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HEUTE8:36 Uhr
Mehr als 7.000 Ebola-Fälle in der DR Kongo
Bei der schwersten Ebola-Epidemie in der Geschichte der DR Kongo sind seit Mitte Mai 7.022 Ebola-Fälle registriert. 3.400 Infizierte starben. Die Regierung geht davon aus, dass die Ausbreitung der Epidemie ihren Höhepunkt bereits überschritten haben könnte.
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HEUTE7:47 Uhr
Auf geht’s zur Wiesn: Bier, Schampus, Sicherheit
Am 19. September beginnt das Münchner Oktoberfest. In den 16 Festtagen werden rund 6 Millionen Besucher erwartet. Die Maß kostet 14,80 bis 15,90 Euro, es gibt auch kostenloses Trinkwasser. Erstmals wird OB Dominik Krause (Grüne) die erste Maß anzapfen. Rund 600 Polizeibeamte sind im Einsatz. Ein neues Koordinierungs- und Beobachtungszentrum sowie Videoüberwachung sollen Überfüllung und andere Probleme verhindern.
Am Samstag beginnt das Münchner Oktoberfest. (Archivbild)
Foto: Felix Hörhager/dpa
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HEUTE7:31 Uhr
US-Armee setzt Seeblockade durch – 100 Schiffe in zwei Monaten gestoppt
Die US-Armee hat laut CENTCOM im Zuge ihrer Seeblockade iranischer Häfen in den vergangenen zwei Monaten rund 100 Handelsschiffe gestoppt: „Kein einziges Schiff hat die Blockade ohne die Genehmigung der US-Streitkräfte passiert“. In dieser Woche verstärkten beide Seiten ihre Angriffe. Die USA beschossen mehrere iranische Öltanker, der Iran attackierte am Mittwoch nach eigenen Angaben 20 Schiffe bei deren Versuch, die Straße von Hormus zu durchqueren.
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HEUTE7:14 Uhr
Huthis weiten Angriffe gegen Saudi-Arabien aus
Die pro-iranischen Huthis haben einen Armeestützpunkt im Süden Saudi-Arabiens mit Drohnen und Raketen angegriffen. Die jemenitischen Regierungstruppen meldeten derweil Angriffe auf Huthi-Stellungen. Laut dem Jemen kontrollieren die Huthi nun weite Teile des Jemen, die Hauptstadt Sanaa sowie die Meerenge Bab al-Mandab, die den Golf von Aden mit dem Roten Meer verbindet. Seit Juli wurden laut UNO mindestens 76.000 Menschen vertrieben.
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HEUTE7:06 Uhr
Für Besucher geöffnet: Es ist Tag des offenen Denkmals
Beim Tag des offenen Denkmals öffnen am Sonntag bundesweit mehr als 6.000 Denkmäler und historische Gebäude ihre Türen. Besonders im Fokus steht in diesem Jahr Bamberg, wo auch die Eröffnungsveranstaltung stattfindet. Allein in dieser Stadt öffnen über 50 Denkmäler und Bauwerke.
Auch das Bamberger Rathaus wird am Denkmaltag geöffnet. (Archivbild)
Foto: Pia Bayer/dpa
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HEUTE6:31 Uhr
Kommunalwahl in Niedersachsen
Heute werden in Niedersachsen 2.200 Kommunalparlamente, Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte sowie Landräte und hauptamtliche Bürgermeister gewählt. Bei der Kommunalwahl 2021 wurde die CDU landesweit stärkste Kraft vor SPD und Grünen. Wahlergebnisse werden zunächst örtlich und regional ermittelt, ein vorläufiges Landesergebnis liegt erst am Montagmorgen vor.
Mindestens sechs Tote bei neuem Fährunglück vor Indonesiens Küste
Bei einem Fährunglück vor der Küste Indonesiens sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen; 115 wurden gerettet. Noch über 120 Passagiere werden vermisst. Behindert werden die Rettungsarbeiten von schlechtem Wetter und 2,5 Meter hohen Wellen.
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HEUTE6:15 Uhr
Bilger: Für Wiedereinführung von Familienreservierung
Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) drängt laut einem Bericht auf die Wiedereinführung der abgeschafften vergünstigten Familienreservierung in Fernverkehrszügen. Ein generelles Tempolimits auf deutschen Autobahnen lehnt er ab. Viele Menschen würden schon heute mit dem Tempomat oder wegen der Spritpreise freiwillig langsamer fahren. Auch bei der Verkehrssicherheit sehe er „keinen nennenswerten Effekt“.
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HEUTE5:40 Uhr
Enges Rennen zwischen Mitte-Rechts-Bündnis und Linken bei Wahl in Schweden erwartet
Schweden wählt ein neues Parlament, die Wahllokale öffnen um 8 Uhr. Das regierende Mitte-Rechts-Bündnis und die von den Sozialdemokraten angeführten Opposition liegen in Umfragen nahezu gleichauf. Der konservative Regierungschef Ulf Kristersson führt eine Minderheitsregierung, die im Parlament auf die Stimmen der Schwedendemokraten (rund 20 Prozent) angewiesen ist. Künftig wollen diese mitregieren und fordern Ministerposten.
Im Zentrum von Stockholm, Schweden, sind am 7. September 2026 Wahlplakate mit dem Vorsitzenden der Schwedendemokraten, Jimmie Åkesson (r), und Kandidaten anderer politischer Parteien zu sehen.
Foto: Jonathan Nackstrand/AFP via Getty Images
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HEUTE5:20 Uhr
Entgleister Zug in Frankreich: Ermittler sehen keine Hinweise auf einen Anschlag
Nach dem Entgleisen eines TER-Regionalzug mit 186 Passagieren in Nordwestfrankreich gehen die Ermittler nicht von einem Anschlag aus. Es gab 44 Verletzte. Auf der Strecke sei ein Schienenteil gefunden worden, erklärte Staatsanwalt Gallois. Der Präsident der Region Normandie, Hervé Morin, sagte, es sei von einem „kriminellen Akt“ auszugehen. Das 250 bis 300 Kilogramm schwere Schienenstück sei nicht „einfach so auf die Gleise gelangt“.
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HEUTE5:07 Uhr
Libyen weist CNN-Bericht zu ukrainischer Nutzung von Stützpunkt zurück
Libyens Regierung hat einen CNN-Bericht zurückgewiesen, wonach sie der Ukraine die Nutzung eines Armeestützpunkts für Angriffe auf Schiffe der russischen Schattenflotte erlaubt habe. Libyens Verteidigungsministerium weise „kategorisch die Existenz jeglicher Vereinbarung, Abmachung oder Abstimmung zurück, die die Nutzung“ dieses Stützpunkts ermöglichen würde. CNN berichtete, dass seit Ende 2025 ukrainische Drohnenbediener im Nordwesten Libyens im Einsatz seien.
Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) plant derzeit keinen neuen Anlauf für eine Pkw-Maut. - Foto: via dts Nachrichtenagentur
HEUTE9:05 Uhr
Bilger plant keinen neuen Anlauf für Pkw-Maut
Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) plant derzeit keinen neuen Anlauf für eine Pkw-Maut. Sein Fokus liege darauf, die vielen Infrastrukturmilliarden aus dem Sondervermögen in die Umsetzung zu bringen und die Finanzierung für die Zukunft sicherzustellen. Bilger war an den früheren Plänen der Pkw-Maut unter dem damaligen Verkehrsminister Andreas Scheuer beteiligt.
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HEUTE8:36 Uhr
Mehr als 7.000 Ebola-Fälle in der DR Kongo
Bei der schwersten Ebola-Epidemie in der Geschichte der DR Kongo sind seit Mitte Mai 7.022 Ebola-Fälle registriert. 3.400 Infizierte starben. Die Regierung geht davon aus, dass die Ausbreitung der Epidemie ihren Höhepunkt bereits überschritten haben könnte.
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HEUTE7:47 Uhr
Auf geht’s zur Wiesn: Bier, Schampus, Sicherheit
Am 19. September beginnt das Münchner Oktoberfest. In den 16 Festtagen werden rund 6 Millionen Besucher erwartet. Die Maß kostet 14,80 bis 15,90 Euro, es gibt auch kostenloses Trinkwasser. Erstmals wird OB Dominik Krause (Grüne) die erste Maß anzapfen. Rund 600 Polizeibeamte sind im Einsatz. Ein neues Koordinierungs- und Beobachtungszentrum sowie Videoüberwachung sollen Überfüllung und andere Probleme verhindern.
Am Samstag beginnt das Münchner Oktoberfest. (Archivbild)
Foto: Felix Hörhager/dpa
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HEUTE7:31 Uhr
US-Armee setzt Seeblockade durch – 100 Schiffe in zwei Monaten gestoppt
Die US-Armee hat laut CENTCOM im Zuge ihrer Seeblockade iranischer Häfen in den vergangenen zwei Monaten rund 100 Handelsschiffe gestoppt: „Kein einziges Schiff hat die Blockade ohne die Genehmigung der US-Streitkräfte passiert“. In dieser Woche verstärkten beide Seiten ihre Angriffe. Die USA beschossen mehrere iranische Öltanker, der Iran attackierte am Mittwoch nach eigenen Angaben 20 Schiffe bei deren Versuch, die Straße von Hormus zu durchqueren.
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HEUTE7:14 Uhr
Huthis weiten Angriffe gegen Saudi-Arabien aus
Die pro-iranischen Huthis haben einen Armeestützpunkt im Süden Saudi-Arabiens mit Drohnen und Raketen angegriffen. Die jemenitischen Regierungstruppen meldeten derweil Angriffe auf Huthi-Stellungen. Laut dem Jemen kontrollieren die Huthi nun weite Teile des Jemen, die Hauptstadt Sanaa sowie die Meerenge Bab al-Mandab, die den Golf von Aden mit dem Roten Meer verbindet. Seit Juli wurden laut UNO mindestens 76.000 Menschen vertrieben.
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HEUTE7:06 Uhr
Für Besucher geöffnet: Es ist Tag des offenen Denkmals
Beim Tag des offenen Denkmals öffnen am Sonntag bundesweit mehr als 6.000 Denkmäler und historische Gebäude ihre Türen. Besonders im Fokus steht in diesem Jahr Bamberg, wo auch die Eröffnungsveranstaltung stattfindet. Allein in dieser Stadt öffnen über 50 Denkmäler und Bauwerke.
Auch das Bamberger Rathaus wird am Denkmaltag geöffnet. (Archivbild)
Foto: Pia Bayer/dpa
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HEUTE6:31 Uhr
Kommunalwahl in Niedersachsen
Heute werden in Niedersachsen 2.200 Kommunalparlamente, Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte sowie Landräte und hauptamtliche Bürgermeister gewählt. Bei der Kommunalwahl 2021 wurde die CDU landesweit stärkste Kraft vor SPD und Grünen. Wahlergebnisse werden zunächst örtlich und regional ermittelt, ein vorläufiges Landesergebnis liegt erst am Montagmorgen vor.
Mindestens ein Toter bei neuem Fährunglück vor Indonesiens Küste
Bei einem Fährunglück vor der Küste Indonesiens ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen; 115 wurden gerettet. Noch fast 130 Passagiere werden vermisst. Behindert werden die Rettungsarbeiten von schlechtem Wetter und 2,5 Meter hohen Wellen.
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HEUTE6:15 Uhr
Bilger: Für Wiedereinführung von Familienreservierung
Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) drängt laut einem Bericht auf die Wiedereinführung der abgeschafften vergünstigten Familienreservierung in Fernverkehrszügen. Ein generelles Tempolimits auf deutschen Autobahnen lehnt er ab. Viele Menschen würden schon heute mit dem Tempomat oder wegen der Spritpreise freiwillig langsamer fahren. Auch bei der Verkehrssicherheit sehe er „keinen nennenswerten Effekt“.
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HEUTE5:40 Uhr
Enges Rennen zwischen Mitte-Rechts-Bündnis und Linken bei Wahl in Schweden erwartet
Schweden wählt ein neues Parlament, die Wahllokale öffnen um 8 Uhr. Das regierende Mitte-Rechts-Bündnis und die von den Sozialdemokraten angeführten Opposition liegen in Umfragen nahezu gleichauf. Der konservative Regierungschef Ulf Kristersson führt eine Minderheitsregierung, die im Parlament auf die Stimmen der Schwedendemokraten (rund 20 Prozent) angewiesen ist. Künftig wollen diese mitregieren und fordern Ministerposten.
Im Zentrum von Stockholm, Schweden, sind am 7. September 2026 Wahlplakate mit dem Vorsitzenden der Schwedendemokraten, Jimmie Åkesson (r), und Kandidaten anderer politischer Parteien zu sehen.
Foto: Jonathan Nackstrand/AFP via Getty Images
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HEUTE5:20 Uhr
Entgleister Zug in Frankreich: Ermittler sehen keine Hinweise auf einen Anschlag
Nach dem Entgleisen eines TER-Regionalzug mit 186 Passagieren in Nordwestfrankreich gehen die Ermittler nicht von einem Anschlag aus. Es gab 44 Verletzte. Auf der Strecke sei ein Schienenteil gefunden worden, erklärte Staatsanwalt Gallois. Der Präsident der Region Normandie, Hervé Morin, sagte, es sei von einem „kriminellen Akt“ auszugehen. Das 250 bis 300 Kilogramm schwere Schienenstück sei nicht „einfach so auf die Gleise gelangt“.
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HEUTE5:07 Uhr
Libyen weist CNN-Bericht zu angeblicher Erlaubnis für ukrainische Nutzung von Stützpunkt zurück
Libyens Regierung hat einen CNN-Bericht zurückgewiesen, wonach sie der Ukraine die Nutzung eines Armeestützpunkts für Angriffe auf Schiffe der russischen Schattenflotte erlaubt habe. Libyens Verteidigungsministerium weise „kategorisch die Existenz jeglicher Vereinbarung, Abmachung oder Abstimmung zurück, die die Nutzung“ dieses Stützpunkts ermöglichen würde. CNN berichtete, dass seit Ende 2025 ukrainische Drohnenbediener im Nordwesten Libyens im Einsatz seien.
Auch das Bamberger Rathaus wird am Denkmaltag geöffnet. (Archivbild) - Foto: Pia Bayer/dpa
HEUTE7:47 Uhr
Auf geht’s zur Wiesn: Bier, Schampus, Sicherheit
Am 19. September beginnt das Münchner Oktoberfest. In den 16 Festtagen werden rund 6 Millionen Besucher erwartet. Die Maß kostet 14,80 bis 15,90 Euro, es gibt auch kostenloses Trinkwasser. Erstmals wird OB Dominik Krause (Grüne) die erste Maß anzapfen. Rund 600 Polizeibeamte sind im Einsatz. Ein neues Koordinierungs- und Beobachtungszentrum sowie Videoüberwachung sollen Überfüllung und andere Probleme verhindern.
Am Samstag beginnt das Münchner Oktoberfest. (Archivbild)
Foto: Felix Hörhager/dpa
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HEUTE7:31 Uhr
US-Armee setzt Seeblockade durch – 100 Schiffe in zwei Monaten gestoppt
Die US-Armee hat laut CENTCOM im Zuge ihrer Seeblockade iranischer Häfen in den vergangenen zwei Monaten rund 100 Handelsschiffe gestoppt: „Kein einziges Schiff hat die Blockade ohne die Genehmigung der US-Streitkräfte passiert“. In dieser Woche verstärkten beide Seiten ihre Angriffe. Die USA beschossen mehrere iranische Öltanker, der Iran attackierte am Mittwoch nach eigenen Angaben 20 Schiffe bei deren Versuch, die Straße von Hormus zu durchqueren.
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HEUTE7:14 Uhr
Huthis dehnen Angriffe gegen Saudi-Arabien aus
Die pro-iranischen Huthis haben einen Armeestützpunkt im Süden Saudi-Arabiens mit Drohnen und Raketen angegriffen. Die jemenitischen Regierungstruppen meldeten derweil Angriffe auf Huthi-Stellungen. Laut dem Jemen kontrollieren die Huthi nun weite Teile des Jemen, die Hauptstadt Sanaa sowie die Meerenge Bab al-Mandab, die den Golf von Aden mit dem Roten Meer verbindet. Seit Juli wurden laut UNO mindestens 76.000 Menschen vertrieben.
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Beim Tag des offenen Denkmals öffnen am Sonntag bundesweit mehr als 6.000 Denkmäler und historische Gebäude ihre Türen. Besonders im Fokus steht in diesem Jahr Bamberg, wo auch die Eröffnungsveranstaltung stattfindet. Allein in dieser Stadt öffnen über 50 Denkmäler und Bauwerke.
Auch das Bamberger Rathaus wird am Denkmaltag geöffnet. (Archivbild)
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HEUTE6:31 Uhr
Kommunalwahl in Niedersachsen
Heute werden in Niedersachsen 2.200 Kommunalparlamente, Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte sowie Landräte und hauptamtliche Bürgermeister gewählt. Bei der Kommunalwahl 2021 wurde die CDU landesweit stärkste Kraft vor SPD und Grünen. Wahlergebnisse werden zunächst örtlich und regional ermittelt, ein vorläufiges Landesergebnis liegt erst am Montagmorgen vor.
Rettungskräfte: Kontakt zu Fähre in Indonesien mit mehr als 240 Insassen abgebrochen
In Indonesien haben die Behörden den Kontakt zu dem Schiff „Virgo Transport 8“ mit 243 Menschen an Bord verloren. Es war bei schlechtem Wetter auf dem Weg von Java zu einer anderen Stadt. Such- und Rettungskräfte sind unterwegs. Nach unterschiedlichen Quellen wurden 53 oder 115 Menschen von anderen Schiffen in Sicherheit gebracht.
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HEUTE6:15 Uhr
Bilger: Für Wiedereinführung von Familienreservierung
Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) drängt laut einem Bericht auf die Wiedereinführung der abgeschafften vergünstigten Familienreservierung in Fernverkehrszügen. Ein generelles Tempolimits auf deutschen Autobahnen lehnt er ab. Viele Menschen würden schon heute mit dem Tempomat oder wegen der Spritpreise freiwillig langsamer fahren. Auch bei der Verkehrssicherheit sehe er „keinen nennenswerten Effekt“.
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Enges Rennen zwischen Mitte-Rechts-Bündnis und Linken bei Wahl in Schweden erwartet
Schweden wählt ein neues Parlament, die Wahllokale öffnen um 8 Uhr. Das regierende Mitte-Rechts-Bündnis und die von den Sozialdemokraten angeführten Opposition liegen in Umfragen nahezu gleichauf. Der konservative Regierungschef Ulf Kristersson führt eine Minderheitsregierung, die im Parlament auf die Stimmen der Schwedendemokraten (rund 20 Prozent) angewiesen ist. Künftig wollen diese mitregieren und fordern Ministerposten.
Im Zentrum von Stockholm, Schweden, sind am 7. September 2026 Wahlplakate mit dem Vorsitzenden der Schwedendemokraten, Jimmie Åkesson (r), und Kandidaten anderer politischer Parteien zu sehen.
Foto: Jonathan Nackstrand/AFP via Getty Images
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HEUTE5:20 Uhr
Entgleister Zug in Frankreich: Ermittler sehen keine Hinweise auf einen Anschlag
Nach dem Entgleisen eines TER-Regionalzug mit 186 Passagieren in Nordwestfrankreich gehen die Ermittler nicht von einem Anschlag aus. Es gab 44 Verletzte. Auf der Strecke sei ein Schienenteil gefunden worden, erklärte Staatsanwalt Gallois. Der Präsident der Region Normandie, Hervé Morin, sagte, es sei von einem „kriminellen Akt“ auszugehen. Das 250 bis 300 Kilogramm schwere Schienenstück sei nicht „einfach so auf die Gleise gelangt“.
Wahlplakate am 7. September 2026 in der Stockholmer Innenstadt. Zu sehen ist darauf die Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei, Magdalena Andersson (2.l), und andere Kandidaten. Die schwedischen Parlamentswahlen finden am 13. September statt. - Foto: Jonathan Nackstrand/AFP via Getty Images
Es ist eine Richtungswahl – und sie wird voraussichtlich eng. Am Sonntag entscheiden die Schweden, ob die Mitte-Rechts-Regierung im Amt bleibt oder die von den Sozialdemokraten angeführte Opposition übernimmt.
Der klare Umfrage-Vorsprung des Oppositionsbündnisses ist in den vergangenen Wochen geschrumpft. „Es bleibt spannend“, sagt der Politikwissenschaftler Jan Teorell von der Universität Stockholm.
In drei Umfragen der vergangenen Woche kamen die vier Parteien des Oppositionsbündnisses zusammen auf rund 50 Prozent der Stimmen, die vier Parteien der Rechten auf etwa 47 Prozent.
Weniger Schießereien, wachsende Wirtschaft
Der konservative Regierungschef Ulf Kristersson „kam mit einem Programm an die Macht, das sich vor allem auf die Verbrechensbekämpfung und die Senkung der Energiepreise konzentrierte“, sagt der Politologe. „Doch die Kriminalität und die Benzinpreise sind gesunken, und diese Themen haben daher nicht mehr die Priorität bei den Wählern.“
Die Regierung habe „wirklich gute Arbeit geleistet“, sagt der 35-jährige Geschäftsmann Filip Lundin. Es gebe jetzt „weniger Schießereien, und die Wirtschaft wächst“.
Im Zentrum von Stockholm, Schweden, sind am 7. September 2026 Wahlplakate mit dem Vorsitzenden der Schwedendemokraten, Jimmie Åkesson (r), und Kandidaten anderer politischer Parteien zu sehen.
Foto: Jonathan Nackstrand/AFP via Getty Images
Die wirtschaftliche Ungleichheit in der Bevölkerung wird in Schweden größer. Die Linke möchte mit höheren Steuern für Banken und Spitzenverdiener dagegen angehen, um in Gesundheit und Bildung investieren zu können und ärmere Haushalte angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten zu entlasten.
Das überzeugt Hanna Justine Hallbo. „Ich glaube, dass sich Schweden verändert hat und viel stärker gespalten ist. Die Gesundheitsversorgung und die soziale Absicherung haben sich in den vergangenen Jahren verschlechtert“, sagt die 46-Jährige, die in der Modebranche arbeitet.
Bei der Wahl des Reichstags gehe es darum, „was für ein Land Schweden sein soll“, sagt die Oppositionsführerin und frühere Regierungschefin Magdalena Andersson von den Sozialdemokraten.
Derzeit führt Regierungschef Kristersson eine Minderheitsregierung an, die im Parlament auf die Stimmen der Schwedendemokraten angewiesen ist.
Mit dieser Rolle wollen sie sich nach der Wahl nicht mehr begnügen: Sie wollen zum ersten Mal mitregieren und fordern Ministerposten. In Umfragen kommen sie auf rund 20 Prozent der Stimmen.
Kristersson hat den Schwedendemokraten das Ressort für Einwanderung in Aussicht gestellt, sollte er erneut regieren. Die Schwedendemokraten versprechen den Wählern die niedrigsten Benzinpreise und die geringste Zuwanderung in Europa sowie eine Reform der zahnärztlichen Versorgung.
Jimmie Åkesson, Vorsitzender der Schwedendemokraten, sagte im Wahlkampf der Nachrichtenagentur AFP, er sei nicht von dem Argument überzeugt, dass die Migrationspolitik gelockert werden müsse, um genug Arbeitskräfte in der Gesundheitsbranche zu haben.
Diejenigen, die nach Schweden einwanderten, müssten auch gesundheitlich versorgt und sozial abgesichert werden, sagte Akesson. „Statistisch gesehen haben sie oft größere Bedürfnisse als die im Land geborenen.“
Der Politikprofessor Tommy Möller von der Universität Stockholm beobachtet beim Thema Migration Verschiebungen in der öffentlichen Debatte. Er verweist darauf, dass die Zentrumspartei wie auch die Grünen offen für mehr Einwanderung werben.
In früheren Jahren sei dies hingegen nicht „opportun“ gewesen, weil die Stimmung im Land so migrationskritisch gewesen sei. Grüne wie Zentrumspartei gehören dem von den Sozialdemokraten angeführten Oppositionsbündnis an.
Möller weist auch darauf hin, dass die Regierung trotz ihres generell weiterhin harten Kurses gegen Migration zuletzt eine Konzession machte – bei der Abschiebung von als Kindern eingewanderten Erwachsenen.
Im Juni hob die Regierung unter dem Druck der vielfachen Kritik an diesen Abschiebungen das Alter an, von dem an diese jungen Migrantinnen und Migranten als volljährig gelten – von 18 auf 21 Jahre. Die Schwedendemokraten stimmten der Änderung zu.
Außenpolitik: Wenig Unterschiede von Regierung und Opposition
In Verteidigungsfragen sind sich Regierung und Opposition weitgehend einig. In diesem Bereich sei bei einer linksgerichteten Regierung kein Kurswechsel zu erwarten, sagt der Politologe Teorell voraus. „Aber es gäbe höhere Steuern und mehr Investitionen in das Sozialsystem.“
Schweden ist 2024 der NATO beigetreten. Seither rüstet das Land massiv auf und baut den Zivilschutz aus. Stockholm macht Moskau für Cyberangriffe, Desinformation und Geheimdienstoperationen sowie für Vorfälle mit Drohnen und Kampfflugzeugen über der Ostsee verantwortlich.
Wenige Tage vor der Wahl enthüllte die Extremismus-Beobachtungsstelle Expo, dass eine Mitarbeiterin der Schwedendemokraten im Parlament jahrelang prorussische Propaganda verbreitete.
Kristersson, der in seiner Amtszeit eine Reihe von Skandalen überstand, reagierte scharf. „Wir befinden uns mitten in einem Krieg in Europa“, sagte er der Zeitung „Aftonbladet“. „Wir können nicht zulassen, dass Leute, die prorussische Narrative verbreiten, im Parlament arbeiten.“ (afp/red)
Elektroautos sollen bald mit leistungsstarken Natrium-Ionen-Batterien fahren. - Foto: Hendrik Schmidt/dpa
In Kürze:
Natrium-Ionen-Batterien auf Kochsalzbasis stehen kurz vor der Massenproduktion.
Natrium kommt in großem Umfang auch in Deutschland und anderen EU-Ländern vor.
Der Abbau von Salz gilt als weniger umweltschädlich.
China will noch in diesem Jahr ein Auto mit Natrium-Ionen-Batterie auf den Markt bringen.
Seit mehreren Jahren dreht sich die Entwicklung von Elektroautos um die Verfügbarkeit von Lithium für die Herstellung effizienter Batterien. Derzeit findet jedoch eine technische Entwicklung statt, die sowohl den Markt als auch das angespannte Machtverhältnis verändern könnte, das im Wettlauf um das Mineral entstanden ist.
Chance für Europa im weltweiten Wettbewerb
Natrium-Ionen-Batterien auf Basis von Kochsalz stehen laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Batteriezellforschung und -produktion (FFB) kurz vor der industriellen Massenproduktion. Dies könnte eine Chance für Europa sein, seine Position im globalen Wettbewerb um Batterien und wichtige Rohstoffe zu verbessern.
„Natrium-Ionen-Batterien werden bereits produziert und weisen eine ordentliche Leistung auf“, sagt Rickard Arvidsson, Dozent für Umweltsystemanalyse an der Technischen Hochschule Chalmers im schwedischen Göteborg.
In der Forschung laufen derzeit mehrere Entwicklungsprojekte, die dazu beitragen könnten, Europa bei den für die Batterien der Zukunft benötigten Mineralien unabhängiger zu machen. Dies wäre möglich, da Natrium an mehreren Orten auf dem Kontinent in großen Mengen vorkommt. Abbauorte sind Zechstein (Deutschland), Kłodawa (Polen), Twente (Niederlande) sowie das britische Cheshire.
„Es ist generell sinnvoll, Massenprodukte auf reichlich vorhandene Ressourcen in der näheren Umgebung zu stützen, damit man sich im besten Fall selbst versorgen kann, was in diesem Fall möglich sein könnte“, so Arvidsson.
Der entscheidende strategische Vorteil der Natrium-Ionen-Technologie liegt nicht in einer überlegenen Energiedichte – hier hinkt die Technologie noch hinterher –, sondern in der Vereinfachung der Rohstoffbasis. Natrium ist das siebthäufigste Element in der Erdkruste und kommt fast überall auf der Erde in praktisch unbegrenzten Mengen vor, hauptsächlich als Bestandteil von gewöhnlichem Kochsalz. Der Rohstoff ist weit verbreitet und kann vergleichsweise einfach gewonnen werden.
Bürokratie und Trägheit: Europas Unternehmen im Hintertreffen
In einer Natrium-Ionen-Batterie übernehmen Natrium-Ionen die Funktion, die in Lithium-Ionen-Batterien Lithium-Ionen übernehmen. Doch auch das Anodenmaterial Hartkohle kann innerhalb der EU hergestellt werden. Laut Arvidsson seien die Batterien kostengünstiger zu produzieren und böten eine bessere Kältebeständigkeit. Zudem lässt sich Aluminium als Stromkollektor verwenden. Das bringe weitere Kostenvorteile, da Lithiumzellen teureres Kupfer erforderten.
Forscher der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) haben Natrium-Ionen-Batterien mit Lithium-Ionen-Batterien von Tesla verglichen. Die Ergebnisse haben in der Branche Aufmerksamkeit erregt, da viele überzeugt sind, dass die Leistung und die Fertigungsqualität der Natrium-Ionen-Batterien im Vergleich zu den etablierten Lithium-Ionen-Batterien bereits recht wettbewerbsfähig sind.
Uwe Sauer ist einer der führenden deutschen Forscher auf dem Gebiet der Batterietechnik und der elektrochemischen Energiespeicherung und arbeitet an der RWTH. Er führt aus, dass China eine herausragende Position in diesem Bereich einnimmt, da sich das Land frühzeitig in der Wertschöpfungskette für Lithium-Batterien positioniert hat. Hingegen seien europäische Unternehmen aufgrund von Bürokratie, Trägheit und falscher Ausrichtung ins Hintertreffen geraten. „China war klug genug, schnell weltweit Vereinbarungen zu schließen, um die Kontrolle über die Wertschöpfungsketten zu erlangen“, sagt Sauer gegenüber Epoch Times.
Die Lithiumproduktion konzentriert sich auf wenige Länder – Australien, Chile und China. Fast die gesamte australische Produktion gelangt zur Weiterverarbeitung per Schiff nach China. Das verschafft China einen strukturellen Einfluss auf die globale Batterie-Wertschöpfungskette.
Globaler Batteriemarkt um 20 Prozent gewachsen
Die EU-Kommission betrachtet Chinas Dominanz über Teile der Rohstoff- und Batteriekette als strategisches Problem. In China werden heute rund 85 Prozent der weltweit produzierten Lithium-Ionen-Batterien hergestellt – eine zentrale Technologie für die Elektrifizierung des Verkehrssektors in Europa. Der globale Batteriemarkt wuchs im vergangenen Jahr um 20 Prozent auf 150 Milliarden Dollar. Damit hat sich Chinas Bedeutung für die grüne Wende weiter erhöht.
In ihrer Rede zur Lage der EU 2022 stellte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fest, dass China die globale Verarbeitungsindustrie kontrolliert. „Fast 90 Prozent der seltenen Erden und 60 Prozent des Lithiums werden in China verarbeitet“, sagte sie seinerzeit.
In der Rede kündigte sie auch eine EU-Verordnung über kritische Rohstoffe (European Critical Raw Materials Act) an. Ziel ist es, eine europäische Wertschöpfungskette vom Bergbau über die Aufbereitung bis zum Recycling aufzubauen. Die EU-Kommission und die Internationale Energieagentur (IEA) heben dabei das Recycling und die Wiederverwendbarkeit von Lösungen für Batterien und Mineralien als einen Weg hervor, die Abhängigkeit Europas zu verringern und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. So soll bis 2030 mindestens 25 Prozent des jährlichen Bedarfs der EU an kritischen Rohstoffen durch Recycling gedeckt werden.
Als weitere Möglichkeit zur Verringerung der Abhängigkeit verweist die Kommission auch auf die schwedischen Mineralvorkommen. Schweden ist eines der wichtigsten Bergbauländer der EU und verfügt über Kobalt, Graphit und verschiedene Seltene Erden. Ein verstärkter Abbau könnte sowohl Einnahmen als auch Arbeitsplätze schaffen, insbesondere in dünn besiedelten Gebieten.
Auch die Grünen befürworten inzwischen einen Ausbau des Bergbaus in Schweden. Hauptargument ist dabei, dass dies neben einer Verringerung der Abhängigkeit von Rohstoffen auch für die Klimawende erforderlich sei. In einem Interview mit „Affärsvärlden“ sagte die wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen, Janine Alm Ericson, dass man „wahrscheinlich“ weitere Bergwerke eröffnen müsse. Diese müssten dann aber stets einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen werden.
Der Abbau von Salz gilt als weniger umweltschädlich im Vergleich zum Abbau von Kupfer, Lithium oder Kohle. Beim sogenannten Lösungsabbau wird Wasser in das Salzlager gepumpt, wo sich das Mineral auflöst. Die konzentrierte Salzlösung wird dann nach oben gepumpt. Wenn Salzlake austritt, können die Chloridwerte im Grundwasser, in Gewässern und auf landwirtschaftlichen Flächen stark ansteigen.
Rickard Arvidsson sieht große Chancen in der Natrium-Ionen-Technologie. Politik und Industrie müssten sich nun rasch entscheiden, um von den genannten Vorteilen auch zu profitieren, zumal auch China begonnen hat, auf diese Technologie zu setzen. Die Entwicklung wird vor allem von Herstellern wie CATL und BYD vorangetrieben. Im vergangenen Februar stellten CATL und Changan Automobile einen Pkw vor, der als das weltweit erste seriengefertigte Elektroauto mit Natrium-Ionen-Batterie beschrieben wurde. Die Batterie hat eine Kapazität von etwa 45 Kilowattstunden und soll laut der chinesischen CLTC-Messung eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern bieten.
Die Batterien erreichen 175 Wattstunden pro Kilogramm (Wh/kg). Das liegt auf dem niedrigeren Leistungsniveau moderner Lithium-Ionen-Batterien vom Typ LFP. Das Modell Changan Nevo A06 soll auf der Naxtra-Batterie von CATL basieren und noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.
Der Vorstandsvorsitzende der Naval Group und der Generaldirektor der schwedischen Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial unterzeichnen am 31. August 2026 Dokumente, im Beisein des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem schwedischen Ministerpräsidenten Ulf Kristersson zusehen. - Foto: Ludovic MARIN / AFP via Getty Images
Schweden hat vier französische Fregatten im Wert von 4,3 Milliarden Euro bestellt. Die schwedische Regierung unterzeichnete am Montag in Stockholm im Beisein des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und des schwedischen Regierungschefs Ulf Kristersson einen entsprechenden Vertrag.
Die Zeremonie fand an Bord der französischen Fregatte Amiral Ronarc’h statt, die zur selben Klasse zählt wie die von Schweden bestellten Schiffe des französischen Unternehmens Naval Group.
Das erste Exemplar soll 2030 geliefert werden. Macrons Besuch in Schweden stehe für eine „neue Etappe“ in der Verteidigungszusammenarbeit, betonte das französische Präsidialamt. Frankreich hatte seinerseits im Dezember zwei Aufklärungsflugzeuge vom Typ GlobalEye des schwedischen Herstellers Saab für mehr als eine Milliarde Euro bestellt.
Engere Verteidigungszusammenarbeit
Die Verteidigungsminister beider Länder, Catherine Vautrin und Pal Jonson, unterzeichneten außerdem einen Vertrag über eine engere Verteidigungszusammenarbeit.
Macron und Kristersson wollten anschließend an Bord der Fregatte ein Zweiergespräch führen. Anschließend ist eine Begegnung Macrons mit dem schwedischen König Carl XVI. Gustav geplant.
Schweden zählt neben Deutschland zu den acht Ländern, mit denen Frankreich bei der nuklearen Abschreckung enger zusammenarbeiten will. Das erste Treffen der Beteiligten fand im April unter französisch-schwedischem Vorsitz statt. Frankreich will sich zudem an den Nato-Einheiten beteiligen, die unter schwedischem Kommando in Finnland stationiert werden. (afp/red)
Weder Mundschutz noch Mindestabstand waren in Schweden während der Coronazeit Pflicht. Mit dem neuen Gesetzespaket könnte ein Schwedischer Sonderweg enden. - Foto: iStock/HAKINMHAN
In Kürze:
Neue Pandemigesetze sollen schnellere Eingriffe ermöglichen.
Restaurants könnten geschlossen, Demonstrationen und Menschenansammlungen verboten werden.
Gesundheitskontrollen, Quarantäne und Zwangstests sollen möglich werden.
Schweden beabsichtigt, sich besser auf künftige Pandemien vorzubereiten. Dafür plant die Regierung neue gesetzliche Möglichkeiten, um bei einer schweren Ausbreitung von Infektionskrankheiten schneller und gezielter eingreifen zu können.
So sollen bei einer neuen Pandemie unter anderem Restaurants geschlossen, Menschenansammlungen begrenzt und Gesundheitskontrollen an der Grenze eingeführt werden können.
Sozialminister Jakob Forssmed (KD, Christdemokraten) stellt dazu ein umfassendes Gesetzespaket vor. Hintergrund sind die Erfahrungen mit der COVID-19-Pandemie und die Kritik der Corona-Kommission am damaligen Umgang mit der Krise.
Die Kommission kam unter anderem zu dem Schluss, dass die Maßnahmen nicht ausreichten, zu spät ergriffen wurden und nicht wirkungsvoll genug waren. Laut Jakob Forssmed wurde zudem deutlich, dass der Regierung die rechtlichen Möglichkeiten fehlten, um einzugreifen, als die Infektionsausbreitung ihren Höhepunkt erreicht hatte. Er sagte:
„Die Frage ist nicht, ob wir eine neue Pandemie erleben werden, sondern wann. Und wenn es so weit ist, müssen wir besser vorbereitet sein als 2020.“
Die umfassendste Änderung ist ein gänzlich neues Gesetz über besondere Einschränkungen zur Verhinderung der Ausbreitung von Infektionskrankheiten. Es soll in außergewöhnlichen Situationen aktiviert werden können, wenn sich eine für die Gesellschaft gefährliche Krankheit ausbreitet.
Im äußersten Fall soll eine Person isoliert oder in eine andere Umgebung verlegt werden können, um zu verhindern, dass sie andere ansteckt.
Die Regierung soll dann beispielsweise festlegen können, wie viele Personen an einer Versammlung teilnehmen oder eine bestimmte Einrichtung besuchen dürfen. Auch eingeschränkte Öffnungszeiten sollen angeordnet werden können.
Während Corona blieben Geschäfte und Restaurants in Schweden weitgehend geöffnet. Mit dem neuen Gesetzespaket können auch Lockdowns in der Gastronomie erfolgen.
Foto: iStock/Anthony Racano
In besonders schwerwiegenden Situationen soll die Regierung noch weitergehende Maßnahmen ergreifen können.
Dazu könnte es beispielsweise gehören, Demonstrationen und Menschenansammlungen zu verbieten sowie Restaurants, Kultureinrichtungen und ähnliche Einrichtungen zu schließen.
Diese Möglichkeiten bedeuten weitreichende Eingriffe in die Freiheits- und Grundrechte der Menschen. Deshalb möchte die Regierung dem Reichstag eine klare Kontrollfunktion einräumen.
Beschlossene Vorschriften sollen dem Reichstag so schnell wie möglich, spätestens jedoch innerhalb von zwei Wochen, vorgelegt werden. Für die weitreichendsten Maßnahmen, insbesondere Verbote, soll eine zusätzliche parlamentarische Kontrolle gelten.
Das ist wichtig, damit keine strengeren Maßnahmen ergriffen werden als unbedingt notwendig.
Eine weitere Neuerung ist die sogenannte Unterbringung aus Gründen des Infektionsschutzes. Die Maßnahme richtet sich an spezielle Einrichtungen für ältere Menschen und soll eingesetzt werden können, um die Ausbreitung gefährlicher Infektionskrankheiten unter besonders gefährdeten Personen zu verhindern.
Im äußersten Fall soll eine Person isoliert oder in eine andere Umgebung verlegt werden können, um zu verhindern, dass sie andere ansteckt.
Menschen in Schweden während der Coronazeit.
Foto: JONATHAN NACKSTRAND/AFP über Getty Images
Die Erfahrungen aus der COVID-Pandemie spielen bei dem Vorschlag eine wichtige Rolle. Die Corona-Kommission stellte fest, dass Schweden daran scheiterte, ältere Menschen und andere besonders gefährdete Gruppen zu schützen. Jakob Forssmed erklärte:
„Dies soll als äußerste Schutzmaßnahme verstanden werden, wenn andere Maßnahmen nicht ausreichen.“
Änderungen beim Infektionsschutz
Die Regierung schlägt außerdem Änderungen am bestehenden Infektionsschutzgesetz vor. Bei einer sehr umfangreichen Ausbreitung von Infektionen sollen Ärzte und Infektionsschutzärzte von bestimmten Pflichten befreit werden können, jeden einzelnen Krankheitsfall zu untersuchen und individuelle Verhaltensvorschriften zu erteilen.
Die Idee dahinter ist, dass die Ressourcen des Gesundheitswesens in einer solchen Situation stattdessen beispielsweise auf Tests und andere Maßnahmen des Infektionsschutzes konzentriert werden können.
Gleichzeitig soll die schwedische Gesundheitsbehörde größere Möglichkeiten erhalten, Gesundheitskontrollen bei Personen anzuordnen, die nach Schweden einreisen.
Derzeit ist dafür erforderlich, dass ein Ausbruch einer für die Gesellschaft gefährlichen Krankheit bereits stattgefunden hat. Nach dem neuen Vorschlag soll es künftig ausreichen, dass ein begründeter Anlass zu der Annahme besteht, dass ein solcher Ausbruch vorliegt.
Die Kontrollen sollen zudem auf Reisende aus Gebieten ausgeweitet werden können, die enge Verbindungen zu einem betroffenen Gebiet haben.
Eine Gesundheitskontrolle kann unter anderem Fragen zum Gesundheitszustand der Person und zu einem möglichen Kontakt mit einer Infektion umfassen. Bei Verdacht auf eine Infektion kann die Person aufgefordert werden, sich einer ärztlichen Untersuchung und einem Test zu unterziehen.
Weigert sich die Person, können weitere Maßnahmen angeordnet werden, darunter eine Quarantäne oder eine zwangsweise Testung.
Mehr Verantwortung für die Regionen
Auch die Regionen erhalten eine klarere Verantwortung für die Vorsorge und sollen koordinierte Pläne für Epidemien und Pandemien erstellen.
Die neuen Regelungen sollen am 1. April 2027 in Kraft treten.
Empfang von "gleichgesinnten" Regierungschefs für Beratung über EU-Finanzrahmen am 27.08.2026 - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Die Nettozahler der Europäischen Union halten den Vorschlag der EU-Kommission für den Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) von 2028 bis 2034 in Höhe von insgesamt knapp zwei Billionen Euro für zu teuer.
„In einer Zeit, in der praktisch alle Mitgliedstaaten schmerzhafte Haushaltskonsolidierungen vornehmen, kann der EU-Haushalt keine Ausnahme bilden“, schreiben die Staats- und Regierungschefs von Dänemark, Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Finnland und Schweden in einer gemeinsamen Erklärung.
Um zu einem akzeptablen Kompromiss zu gelangen, müsse der Vorschlag der Kommission in ausgewogener Weise um mehrere hundert Milliarden Euro reduziert werden. Der EU-Haushalt solle lediglich moderat wachsen und stärker auf Sicherheit, Verteidigung, Wettbewerbsfähigkeit, Migration und Souveränität ausgerichtet werden.
„Mit einem Haushalt des 20. Jahrhunderts werden wir den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht begegnen können“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz nach den Beratungen mit mehreren der beteiligten Regierungschefs im Kanzleramt. Die sechs Länder finanzieren zusammen rund 40 Prozent des EU-Haushalts. „Wir sind nicht geizig“, so Merz. Es gehe vielmehr darum, den Haushalt zu modernisieren und finanzierbar zu halten.
Der Bundeskanzler Österreichs, Christian Stocker, ergänzte, er könne den Bürgern in seiner Heimat nicht erklären, dass in Brüssel über den größten Haushalt aller Zeiten diskutiert werde, während zu Hause die Budgets gekürzt werden müssten.
Petteri Orpo, Ministerpräsident von Finnland, betonte, man verlange keine kleinere Europäische Union: „Wir möchten, dass Europa Entscheidungen trifft und seine Ressourcen auf die Prioritäten fokussiert, die am wichtigsten sind.“ Mette Frederiksen, Ministerpräsidentin von Dänemark, erklärte, deswegen müsse der EU-Haushalt eine Priorität auf Sicherheit und Verteidigung legen, weiterhin starke Unterstützung für die Ukraine liefern und die Außengrenzen schützen.
Zu den Beratungen waren Frederiksen, Orpo und Stocker nach Berlin gereist. Die Regierungschefs der Niederlande und Schwedens waren per Video zugeschaltet. Die Gruppe wolle ihre Abstimmung fortsetzen und mit einer gemeinsamen Position in die entscheidenden Verhandlungen im Herbst gehen, sagte Merz.
In ihrer gemeinsamen Erklärung lehnten die sechs Staaten zudem eine neue gemeinsame Schuldenaufnahme der EU ab. Diese sei keine Lösung für die haushaltspolitischen Herausforderungen und keine Alternative zu Strukturreformen.
Darüber hinaus fordern sie, den EU-Haushalt sowohl in seiner Architektur als auch in der Mittelverteilung grundlegend zu reformieren. Zudem erwarten die Geberländer von den EU-Institutionen, dass sie ihre Aufgaben mit dem bestehenden Personalbestand bewältigen.
Gleichzeitig brauche es einen effizienten, sozial verantwortungsvollen und unternehmensfreundlichen Rechts- und Regulierungsrahmen, der den ökologischen Wandel der Volkswirtschaften systematisch priorisiert – insbesondere durch die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren.
„Die Achtung der gemeinsamen Werte und der Rechtsstaatlichkeit muss eine grundlegende Voraussetzung für den Zugang zu jeglicher europäischen Finanzierung sein“, heißt es in der Erklärung weiter.
Merz hatte den bisherigen Haushaltsentwurf bereits Ende Juli als „unbezahlbar und unausgewogen“ bezeichnet. Den „Sparsamen“ stehen mehr als 15 sogenannte „Freunde der Kohäsion“ gegenüber, darunter Italien, Spanien und Polen, die für ein größeres Budget und den Erhalt bisheriger Förderschwerpunkte eintreten.
Die nächste wichtige Verhandlungsrunde ist beim EU-Gipfel im Oktober geplant. Irland, das derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, soll bis dahin einen neuen Vorschlag vorlegen. Eine Einigung über den Finanzrahmen soll möglichst noch in diesem Jahr erzielt werden.(afp/dts/red)
Die Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein, Manuela Schwesig. - Foto: Matthias Kehrein/Epoch Times
HEUTE12:57 Uhr
Schwesig will nicht SPD-Chefin werden
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig weist eigene Ambitionen auf den Parteivorsitz zurück. Sie will am 20. September für das Amt der Ministerpräsidentin kandidieren. Schwesig unterstützt die SPD-Chefs Lars Klingbeil und Bärbel Bas und hat nicht vor, Parteivorsitzende zu werden.
Manuela Schwesig (SPD, Mecklenburg-Vorpommern) bei der Ministerpräsidentenkonferenz im Bundesrat am 25.06.2026.
Foto: Matthias Kehrein/Epoch Times
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HEUTE12:40 Uhr
Mehr als 1.300 falsche Nachweise über Masernimpfung: Anklage gegen Arzt aus Bayern
Die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg klagt einen Arzt aus dem bayerischen Landkreis Landshut an: er habe die Gesundheitsbehörden bewusst über Impfungen getäuscht. Er soll zwischen 2022 und 2025 über 1.300 Masern-Mumps-Röteln-Impfungen in Impfpässe seiner Patienten eingetragen haben, ohne diese zu verabreichen. Der Arzt legte ein Geständnis ab. Seit Juni 2025 besteht ein vorläufiges Berufsverbot.
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HEUTE12:22 Uhr
Kraftfahrt-Bundesamt: Digitaler Führerschein kommt Ende des Jahres
Ende dieses Jahres will das Kraftfahrt-Bundesamt den digitalen Führerschein einführen, er soll in der i-Kfz-App des Amtes angezeigt werden. Die App ist derzeit auf mehr als zwei Millionen Mobiltelefonen installiert. Zulassungen und Abmeldungen von Fahrzeugen über Online-Portale der Städte und Kreise nehmen zu.
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HEUTE12:12 Uhr
Bedeutung von KI bei Cyberattacken nimmt weiter zu
KI sei „geradezu ein Booster hinsichtlich der Bedrohungslage“ von Behörden und Unternehmen, sagte Verfassungsschutzpräsident Sinan Selen bei der Vorstellung der Wirtschaftsschutzstudie 2026 in Berlin. Cyberangriffe nähmen in Quantität und Qualität zu, die Erkennbarkeit aufwendiger und schwieriger. Beeindruckend sei vor allem die Geschwindigkeit, mit der sich die Wirtschaft umstellen müsse und mit der sich auch die Sicherheitsabteilungen neu orientieren müssten.
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HEUTE11:52 Uhr
Zuckersteuer: Getränke mit Süßstoff laut Klingbeil doch nicht betroffen
Im Streit um die geplante Zuckersteuer hat Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) heute klargestellt, dass mit Süßstoff versetzte Getränke nicht betroffen sind. Auch Milchmischgetränke sind nach AFP-Informationen ausgenommen. Die Getränkeindustrie macht mobil gegen die Steuer.
VW-Konzernchef Oliver Blume stellt sich heute den Fragen der Belegschaft im Werk Emden. Für die Werke Emden, Zwickau und Hannover gibt es noch keine „wettbewerbsfähige Belegung“ für die 2030er Jahre. Schließungen seien nicht entschieden. In Emden baut VW – ebenso wie in Zwickau – ausschließlich E-Autos wie den ID.7, hier arbeiten rund 7.700 Beschäftigte.
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HEUTE11:15 Uhr
Gamescom gestartet
Die weltgrößte Computerspiel- und Videospiel-Messe Gamescom hat mit einem starken Aussteller-Plus einen Rekordwert verbucht. Wie die Veranstalter nach dem Start des fünftägigen Events in Köln mitteilten, sind mehr als 1.700 Firmen, Verbände und andere Organisationen präsent.
Es kann losgehen: Hunderttausende Besucher werden bis Sonntag durch die Kölner Messehallen strömen.
Foto: Wolf von Dewitz/dpa
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HEUTE10:54 Uhr
Bundesforschungsministerin Bär hält Bundesregierung für „extrem stabil“
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) hält den Zustand der Bundesregierung nach eigenen Angaben für „extrem stabil“. „Die Stimmung untereinander ist gut. Auch dieser unbedingte Wille, gemeinsam was zu machen“, sagte Bär am Rande der Kabinettsklausur in Neuhardenberg dem Sender Phoenix.
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HEUTE10:42 Uhr
GdP-Vize Hüber ist zurückgetreten
Der stellvertretende Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Sven Hüber tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Grund seien „mehrere von mir angestrengte rechtliche und gerichtliche Prüfungen gegen erhobene mediale verunglimpfende und rufmordähnliche Vorwürfe vor meinem Dienst in der Bundespolizei und vor der GdP“, sagte Hüber.
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HEUTE10:22 Uhr
Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens an Malaria gestorben
Ein Fraport-Mitarbeiter ist nach einer Malaria-Infektion gestorben. Ursache der Infektion sollen importierte Mücken sein. Insgesamt sechs Mitarbeiter haben sich infiziert. Die Mücke könnte im Juli im Frachtraum eines Flugzeugs mitgereist sein. Alle weiteren Infizierten befinden sich in medizinischer Behandlung. Es seien Mückenfallen aufgestellt und auch Mücken gefangen worden; sie werden labortechnisch untersucht.
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HEUTE9:43 Uhr
Ungarns neue Regierung stuft Russland als „Bedrohung“ ein
Die neue ungarische Regierung hält Russland für eine „Bedrohung“. Das geht aus einem UN-Dokument hervor, das Ministerpräsident Peter Magyar unterzeichnete und Richtlinien für die ungarische Delegation darstellt. Darin heißt es: „Ungarn verurteilt die russische militärische Aggression.“ Budapest lehnt eigene Waffenlieferungen an die Ukraine ab und eine beschleunigte Aufnahme des Landes in die EU.
Der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar am 2. Juni 2026 im Rahmen seines ersten offiziellen Besuchs in Berlin.
Foto: Tobias Schwarz/AFP via Getty Images
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HEUTE9:22 Uhr
Wirtschaftszeitung: Japan will neue Ölpipelines in der Golfregion unterstützen
Japan will zur Sicherung seiner Energieversorgung neue Ölpipelines in Saudi-Arabien und anderen Ländern der Golfregion unterstützen und die Atomkraft im eigenen Land „maximieren“. Ziel ist, Alternativen zur Straße von Hormus zu entwickeln. Das Land ist stark von Öllieferungen aus dem arabischen Raum abhängig, hat seine Ölreserven angezapft und Importe aus anderen Ländern erhöht.
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HEUTE9:10 Uhr
Weitere Festnahme nach tödlichem Schul-Angriff in Schweden
In Schweden ist nach dem Schul-Angriff ein weiterer Mann festgenommen worden, der der Beihilfe zum Mord sowie zum versuchten Mord verdächtigt wird. Bis Donnerstag 12:00 Uhr muss die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob gegen den Mann Untersuchungshaft beantragt wird. Der mutmaßliche 18 Jahre alte Täter sitzt seit 23. August in Untersuchungshaft.
Ukraine startet neue Welle von Drohnenangriffen auf Russland
Bei ukrainischen Drohnenangriffen sind in Russland zwei Menschen ums Leben gekommen. Laut dem Verteidigungsministeriums wurden in der Nacht 426 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Auch Moskau war Ziel der Angriffe. In der Region Tambow wurde ein weiteres Lager des Online-Versandhändlers Wildberries in Brand gesetzt, es brennt auf 100.000 Quadratmeter.
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HEUTE8:45 Uhr
Kettenkarussell bleibt stehen: Fahrgäste in Hamburg aus 25 Metern Höhe gerettet
Anderthalb Stunden haben auf dem Hamburger Volksfest Dom Fahrgäste eines kaputten Kettenkarussells in 25 Metern Höhe ausharren müssen, bis die Feuerwehr sie sicher zu Boden brachte. Es gelang dann, dass Karussell wieder in Bewegung zu setzen. Keiner der Fahrgäste benötigte ärztliche Hilfe.
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HEUTE8:36 Uhr
Erbschaft- und Schenkungsteuer erreicht neuen Rekord
Deutsche Finanzämter setzten 2025 Erbschaft- und Schenkungsteuer in Höhe von 21,4 Milliarden Euro fest, 60,8 Prozent mehr als 2024. Die Steuer bei großen Vermögensübertragungen hat sich mehr als verdoppelt (+146,8 Prozent). Die festgesetzte Erbschaftsteuer erhöhte sich im Jahr 2025 auf 13,3 Milliarden Euro (+57,1 Prozent). Die Schenkungsteuer stieg auf 8,1 Milliarden Euro (+67,3 Prozent). Vor allem ist Betriebsvermögen betroffen, Eigentum an Grund und Boden, Bankguthaben, Wertpapiere, Anteile und Genussscheine.
Südkorea schickt wegen russischer Militärflugzeuge Kampfjets los
Russische Militärflugzeuge sind nach Angaben Seouls in die südkoreanische Luftverteidigungszone eingedrungen. Als Reaktion habe die Luftwaffe Kampfjets losgeschickt. Der südkoreanische Luftraum wurde nicht verletzt .
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HEUTE7:22 Uhr
Creditreform warnt vor Überschuldungswelle
Die Zahl der überschuldeten Verbraucher in Deutschland dürfte laut der Wirtschaftsauskunftei Creditreform 2026 weiter steigen. Die Unionsfraktion setzt vor allem auf steuerliche Entlastungen. Der Grünen-Verbraucherpolitiker Till Steffen dringt auf einen Ausbau der Schuldnerberatung: „Wenn jeder zwölfte Erwachsene überschuldet ist, Tendenz stark steigend, ist das dramatisch“.
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HEUTE6:54 Uhr
Über 100 Gefährder mit Doppelpass in Deutschland
In Deutschland leben laut Innenministeriums 104 religiös motivierte Gefährder, die neben der deutschen noch eine weitere Staatsangehörigkeit besitzen. Das geht aus einer Aufstellung hervor, die AfD-Fraktionsvize Sebastian Münzenmaier abgefragt hat. Demnach besitzen 26 Menschen auch den türkischen, 16 den marokkanischen und elf den libanesischen Pass. Der AfD-Politiker forderte eine Reform des Staatsangehörigkeitsrechts und den Entzug der deutschen Staatsangehörigkeit bei Gefährdern mit Doppelpass.
Gefährder könnten mit einer elektronischen Fußfessel überwacht werden, schlägt Innenminister Dobrindt vor. (Symbolbild)
Foto: Julian Stratenschulte/dpa
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HEUTE6:42 Uhr
Prien erwägt Alleingang bei Mindestalter für soziale Medien
Familienministerin Karin Prien (CDU) will ein Mindestalter von 13 Jahren für soziale Medien zügig voranbringen und schließt dabei einen nationalen Alleingang nicht aus. Sie fordert eine „Altersüberprüfung, die datensparsam, sicher und im Einklang mit europäischen Datenschutzstandards funktioniert“. Ein pauschales Verbot für alle digitalen Angebote lehnt sie ab und schlägt einen „gesetzlichen Erlaubnisvorbehalt“ vor.
Der Chef der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, rechnet trotz der geplanten Pflegereform mit Beitragssteigerungen in der Sozialen Pflegeversicherung. Um die Pflegeversicherung zu entlasten, solle der Bund die sechs Milliarden Euro zurückzahlen, die er den Pflegekassen während der Corona-Pandemie entzogen habe. Auch bei der monatlichen Pauschale für Verbrauchshilfsmittel könne gespart werden.
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HEUTE6:32 Uhr
El Niño: Auch Panama und El Salvador rufen Dürre-Alarm aus
Panama und El Salvador haben einen Dürre-Alarm ausgerufen. Sie machen den gegenwärtigen El Niño verantwortlich und wollen vorbereitet sein. Zentralamerika leidet derzeit unter starker Trockenheit, auch Honduras hatte vergangene Woche für 80 Prozent seines Staatsgebiets Alarm gegeben. Der Schiffsverkehr durch den Panamakanal wurde eingeschränkt.
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HEUTE5:45 Uhr
Schleswig-Holsteiner gewinnt Eurojackpot
Ein Glückspilz aus Schleswig-Holstein hat den Eurojackpot geknackt und 39.496.021,60 Euro gewonnen. Erst Anfang August hatte ein Lottospieler aus NRW den Eurojackpot geknackt und mehr als 32 Millionen Euro gewonnen.
Andrang am Flughafen Frankfurt. (Symbolbild) - Foto: Andreas Arnold/dpa
HEUTE12:40 Uhr
Mehr als 1.300 falsche Nachweise über Masernimpfung: Anklage gegen Arzt aus Bayern
Die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg klagt einen Arzt aus dem bayerischen Landkreis Landshut an: er habe die Gesundheitsbehörden bewusst über Impfungen getäuscht. Er soll zwischen 2022 und 2025 über 1.300 Masern-Mumps-Röteln-Impfungen in Impfpässe seiner Patienten eingetragen haben, ohne diese zu verabreichen. Der Arzt legte ein Geständnis ab. Seit Juni 2025 besteht ein vorläufiges Berufsverbot.
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Deutsche Finanzämter setzten 2025 Erbschaft- und Schenkungsteuer in Höhe von 21,4 Milliarden Euro fest, 60,8 Prozent mehr als 2024. Die Steuer bei großen Vermögensübertragungen hat sich mehr als verdoppelt (+146,8 Prozent). Die festgesetzte Erbschaftsteuer erhöhte sich im Jahr 2025 auf 13,3 Milliarden Euro (+57,1 Prozent). Die Schenkungsteuer stieg auf 8,1 Milliarden Euro (+67,3 Prozent). Vor allem ist Betriebsvermögen betroffen, Eigentum an Grund und Boden, Bankguthaben, Wertpapiere, Anteile und Genussscheine.
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Russische Militärflugzeuge sind nach Angaben Seouls in die südkoreanische Luftverteidigungszone eingedrungen. Als Reaktion habe die Luftwaffe Kampfjets losgeschickt. Der südkoreanische Luftraum wurde nicht verletzt .
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HEUTE7:22 Uhr
Creditreform warnt vor Überschuldungswelle
Die Zahl der überschuldeten Verbraucher in Deutschland dürfte laut der Wirtschaftsauskunftei Creditreform 2026 weiter steigen. Die Unionsfraktion setzt vor allem auf steuerliche Entlastungen. Der Grünen-Verbraucherpolitiker Till Steffen dringt auf einen Ausbau der Schuldnerberatung: „Wenn jeder zwölfte Erwachsene überschuldet ist, Tendenz stark steigend, ist das dramatisch“.
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HEUTE6:54 Uhr
Über 100 Gefährder mit Doppelpass in Deutschland
In Deutschland leben laut Innenministeriums 104 religiös motivierte Gefährder, die neben der deutschen noch eine weitere Staatsangehörigkeit besitzen. Das geht aus einer Aufstellung hervor, die AfD-Fraktionsvize Sebastian Münzenmaier abgefragt hat. Demnach besitzen 26 Menschen auch den türkischen, 16 den marokkanischen und elf den libanesischen Pass. Der AfD-Politiker forderte eine Reform des Staatsangehörigkeitsrechts und den Entzug der deutschen Staatsangehörigkeit bei Gefährdern mit Doppelpass.
Gefährder könnten mit einer elektronischen Fußfessel überwacht werden, schlägt Innenminister Dobrindt vor. (Symbolbild)
Foto: Julian Stratenschulte/dpa
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HEUTE6:42 Uhr
Prien erwägt Alleingang bei Mindestalter für soziale Medien
Familienministerin Karin Prien (CDU) will ein Mindestalter von 13 Jahren für soziale Medien zügig voranbringen und schließt dabei einen nationalen Alleingang nicht aus. Sie fordert eine „Altersüberprüfung, die datensparsam, sicher und im Einklang mit europäischen Datenschutzstandards funktioniert“. Ein pauschales Verbot für alle digitalen Angebote lehnt sie ab und schlägt einen „gesetzlichen Erlaubnisvorbehalt“ vor.
Der Chef der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, rechnet trotz der geplanten Pflegereform mit Beitragssteigerungen in der Sozialen Pflegeversicherung. Um die Pflegeversicherung zu entlasten, solle der Bund die sechs Milliarden Euro zurückzahlen, die er den Pflegekassen während der Corona-Pandemie entzogen habe. Auch bei der monatlichen Pauschale für Verbrauchshilfsmittel könne gespart werden.
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HEUTE6:32 Uhr
El Niño: Auch Panama und El Salvador rufen Dürre-Alarm aus
Panama und El Salvador haben einen Dürre-Alarm ausgerufen. Sie machen den gegenwärtigen El Niño verantwortlich und wollen vorbereitet sein. Zentralamerika leidet derzeit unter starker Trockenheit, auch Honduras hatte vergangene Woche für 80 Prozent seines Staatsgebiets Alarm gegeben. Der Schiffsverkehr durch den Panamakanal wurde eingeschränkt.
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HEUTE5:45 Uhr
Schleswig-Holsteiner gewinnt Eurojackpot
Ein Glückspilz aus Schleswig-Holstein hat den Eurojackpot geknackt und 39.496.021,60 Euro gewonnen. Erst Anfang August hatte ein Lottospieler aus NRW den Eurojackpot geknackt und mehr als 32 Millionen Euro gewonnen.
Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson und die Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei, Magdalena Andersson, besuchen am 22. August 2026 die provisorische Gedenkstätte vor einer Schule in Fagersta in Mittelschweden. - Foto: Magnus Lejhall/TT NEWS AGENCY/AFP via Getty Images
HEUTE9:43 Uhr
Ungarns neue Regierung stuft Russland als „Bedrohung“ ein
Die neue ungarische Regierung hält Russland für eine „Bedrohung“. Das geht aus einem UN-Dokument hervor, das Ministerpräsident Peter Magyar unterzeichnete und Richtlinien für die ungarische Delegation darstellt. Darin heißt es: „Ungarn verurteilt die russische militärische Aggression.“ Budapest lehnt eigene Waffenlieferungen an die Ukraine ab und eine beschleunigte Aufnahme des Landes in die EU.
Der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar am 2. Juni 2026 im Rahmen seines ersten offiziellen Besuchs in Berlin.
Foto: Tobias Schwarz/AFP via Getty Images
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HEUTE9:22 Uhr
Wirtschaftszeitung: Japan will neue Ölpipelines in der Golfregion unterstützen
Japan will zur Sicherung seiner Energieversorgung neue Ölpipelines in Saudi-Arabien und anderen Ländern der Golfregion unterstützen und die Atomkraft im eigenen Land „maximieren“. Ziel ist, Alternativen zur Straße von Hormus zu entwickeln. Das Land ist stark von Öllieferungen aus dem arabischen Raum abhängig, hat seine Ölreserven angezapft und Importe aus anderen Ländern erhöht.
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HEUTE9:10 Uhr
Weitere Festnahme nach tödlichem Schul-Angriff in Schweden
In Schweden ist nach dem Schul-Angriff ein weiterer Mann festgenommen worden, der der Beihilfe zum Mord sowie zum versuchten Mord verdächtigt wird. Bis Donnerstag 12:00 Uhr muss die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob gegen den Mann Untersuchungshaft beantragt wird. Der mutmaßliche 18 Jahre alte Täter sitzt seit 23. August in Untersuchungshaft.
Ukraine startet neue Welle von Drohnenangriffen auf Russland
Bei ukrainischen Drohnenangriffen sind in Russland zwei Menschen ums Leben gekommen. Laut dem Verteidigungsministeriums wurden in der Nacht 426 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Auch Moskau war Ziel der Angriffe. In der Region Tambow wurde ein weiteres Lager des Online-Versandhändlers Wildberries in Brand gesetzt, es brennt auf 100.000 Quadratmeter.
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HEUTE8:45 Uhr
Kettenkarussell bleibt stehen: Fahrgäste in Hamburg aus 25 Metern Höhe gerettet
Anderthalb Stunden haben auf dem Hamburger Volksfest Dom Fahrgäste eines kaputten Kettenkarussells in 25 Metern Höhe ausharren müssen, bis die Feuerwehr sie sicher zu Boden brachte. Es gelang dann, dass Karussell wieder in Bewegung zu setzen. Keiner der Fahrgäste benötigte ärztliche Hilfe.
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HEUTE8:36 Uhr
Erbschaft- und Schenkungsteuer erreicht neuen Rekord
Deutsche Finanzämter setzten 2025 Erbschaft- und Schenkungsteuer in Höhe von 21,4 Milliarden Euro fest, 60,8 Prozent mehr als 2024. Die Steuer bei großen Vermögensübertragungen hat sich mehr als verdoppelt (+146,8 Prozent). Die festgesetzte Erbschaftsteuer erhöhte sich im Jahr 2025 auf 13,3 Milliarden Euro (+57,1 Prozent). Die Schenkungsteuer stieg auf 8,1 Milliarden Euro (+67,3 Prozent). Vor allem ist Betriebsvermögen betroffen, Eigentum an Grund und Boden, Bankguthaben, Wertpapiere, Anteile und Genussscheine.
Südkorea schickt wegen russischer Militärflugzeuge Kampfjets los
Russische Militärflugzeuge sind nach Angaben Seouls in die südkoreanische Luftverteidigungszone eingedrungen. Als Reaktion habe die Luftwaffe Kampfjets losgeschickt. Der südkoreanische Luftraum wurde nicht verletzt .
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HEUTE7:22 Uhr
Creditreform warnt vor Überschuldungswelle
Die Zahl der überschuldeten Verbraucher in Deutschland dürfte laut der Wirtschaftsauskunftei Creditreform 2026 weiter steigen. Die Unionsfraktion setzt vor allem auf steuerliche Entlastungen. Der Grünen-Verbraucherpolitiker Till Steffen dringt auf einen Ausbau der Schuldnerberatung: „Wenn jeder zwölfte Erwachsene überschuldet ist, Tendenz stark steigend, ist das dramatisch“.
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HEUTE6:54 Uhr
Über 100 Gefährder mit Doppelpass in Deutschland
In Deutschland leben laut Innenministeriums 104 religiös motivierte Gefährder, die neben der deutschen noch eine weitere Staatsangehörigkeit besitzen. Das geht aus einer Aufstellung hervor, die AfD-Fraktionsvize Sebastian Münzenmaier abgefragt hat. Demnach besitzen 26 Menschen auch den türkischen, 16 den marokkanischen und elf den libanesischen Pass. Der AfD-Politiker forderte eine Reform des Staatsangehörigkeitsrechts und den Entzug der deutschen Staatsangehörigkeit bei Gefährdern mit Doppelpass.
Gefährder könnten mit einer elektronischen Fußfessel überwacht werden, schlägt Innenminister Dobrindt vor. (Symbolbild)
Foto: Julian Stratenschulte/dpa
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HEUTE6:42 Uhr
Prien erwägt Alleingang bei Mindestalter für soziale Medien
Familienministerin Karin Prien (CDU) will ein Mindestalter von 13 Jahren für soziale Medien zügig voranbringen und schließt dabei einen nationalen Alleingang nicht aus. Sie fordert eine „Altersüberprüfung, die datensparsam, sicher und im Einklang mit europäischen Datenschutzstandards funktioniert“. Ein pauschales Verbot für alle digitalen Angebote lehnt sie ab und schlägt einen „gesetzlichen Erlaubnisvorbehalt“ vor.
Der Chef der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, rechnet trotz der geplanten Pflegereform mit Beitragssteigerungen in der Sozialen Pflegeversicherung. Um die Pflegeversicherung zu entlasten, solle der Bund die sechs Milliarden Euro zurückzahlen, die er den Pflegekassen während der Corona-Pandemie entzogen habe. Auch bei der monatlichen Pauschale für Verbrauchshilfsmittel könne gespart werden.
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El Niño: Auch Panama und El Salvador rufen Dürre-Alarm aus
Panama und El Salvador haben einen Dürre-Alarm ausgerufen. Sie machen den gegenwärtigen El Niño verantwortlich und wollen vorbereitet sein. Zentralamerika leidet derzeit unter starker Trockenheit, auch Honduras hatte vergangene Woche für 80 Prozent seines Staatsgebiets Alarm gegeben. Der Schiffsverkehr durch den Panamakanal wurde eingeschränkt.
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Schleswig-Holsteiner gewinnt Eurojackpot
Ein Glückspilz aus Schleswig-Holstein hat den Eurojackpot geknackt und 39.496.021,60 Euro gewonnen. Erst Anfang August hatte ein Lottospieler aus NRW den Eurojackpot geknackt und mehr als 32 Millionen Euro gewonnen.
Polizei und Rettungskräfte rückten am Freitag zu einer Schule im schwedischen Fagersta aus. - Foto: Fredrik Sandberg/TT News Agency/AP/dpa
Nach einem Schwert-Angriff an einer Schule in der schwedischen Kleinstadt Fagersta mit einer Toten und drei Verletzten hat die Polizei am Wochenende weiter zu den Hintergründen der Gewalttat ermittelt.
Bei dem Todesopfer habe es sich um eine 17-jährige Schülerin gehandelt, teilte die schwedische Polizei am Samstag mit. Das Motiv für den Angriff war weiterhin unklar. Der schwedische Regierungschef Ulf Kristersson gedachte am Tatort der Opfer.
Ein Angreifer verletzte an der Schule mehrere Menschen, eine Person starb.
Foto: Fredrik Sandberg/TT News Agency/AP/dpa
Die Ermittlungen zum Tathergang liefen auf Hochtouren, erklärte die Polizei. Es gab demnach Durchsuchungen an zwei verschiedenen Adressen, die mit dem Täter in Verbindung stehen.
Angriff am Gymnasium in Fagersta
Am Freitag war ein 18-Jähriger mit einem Schwert in das Gymnasium in Fagersta eingedrungen und hatte eine Schülerin getötet und drei weitere Menschen verletzt. Der Angreifer wurde von der Polizei angeschossen und festgenommen.
Zwei Schüler im Alter von zwölf und 17 Jahren wurden bei dem Angriff schwer verletzt, wie die Region Västmanland mitteilte. Einer von ihnen musste notoperiert werden. Zu dem dritten Verletzten gab es zunächst keine Informationen.
Schwedischen Medienberichten zufolge handelte es sich bei dem Täter um einen ehemaligen Schüler der Schule, der wegen Körperverletzung vorbestraft war. Er habe einen Helm getragen sowie ein Schwert bei sich gehabt.
Das erinnert an einen rassistisch motivierten Angriff in einer Schule im Jahr 2015 im westschwedischen Trollhättan, bei dem ein 21-Jähriger mit einem Schwert drei Menschen getötet hatte.
Ein Tiktok-Konto, das Berichten zufolge dem Angreifer in Fagersta gehörte, wurde laut Medienangaben von der Polizei untersucht. Das Konto wurde gelöscht. Die Nachrichtenagentur AFP konnte es vor der Löschung einsehen. Es enthielt mehrere Videos, die sich auf Angriffe auf Schulen bezogen. Der letzte Beitrag zeigte das Foto eines Schwertes.
Regierungschef Ulf Kristersson (l) und die Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei, Magdalena Andersson, gedachten der Opfer.
Foto: Magnus Lejhall/TT News Agency/AP/dpa
Trauer in der Stadt
In der Nähe der Schule legten Menschen am Samstag Blumen und Kerzen nieder. Dort gedachte Schwedens Regierungschef Kristersson am Morgen gemeinsam mit der sozialdemokratischen Oppositionschefin Magdalena Andersson der Opfer.
Minnea, eine Schülerin des Gymnasiums, sagte dem schwedischen Sender SVT, es sei „schrecklich, sich vorzustellen, dass jemand, mit dem man am selben Tisch saß, mit dem man gesprochen hat, plötzlich tot ist“.
In Schweden hatte es in den vergangenen Jahren mehrere Angriffe auf Schulen gegeben. Im Februar 2025 war ein 35-jähriger ehemaliger Schüler in ein Bildungszentrum für Erwachsene in der Stadt Örebro eingedrungen und hatte zehn Menschen und sich selbst erschossen. Es war der schlimmste Schusswaffenangriff in der Geschichte Schwedens.
Die Polizei teilte damals mit, der Täter habe aufgrund finanzieller und psychischer Probleme seinem Leben ein Ende setzen wollen. 2022 hatte ein 18-jähriger Schüler an einer Schule in Malmö zwei Lehrerinnen erstochen. (afp/red)
Polizei und Rettungskräfte rückten am Nachmittag zu einer Schule im schwedischen Fagersta aus. - Foto: Fredrik Sandberg/TT News Agency/AP/dpa
Schock kurz nach den Sommerferien: An einer Schule in Schweden hat eine Person mit einem Schwert mindestens zwei Menschen verletzt. Nach Informationen des schwedischen Rundfunks soll es sich um zwei minderjährige Jungen handeln.
Zu dem Vorfall kam es in der Stadt Fagersta nordwestlich von Stockholm. Der mutmaßliche Täter – laut Medien ein Mann – befindet sich nach Angaben der Kommune in Polizeigewahrsam.
Laut Boulevardmedien hat die Polizei dem Angreifer ins Bein geschossen. Informationen des schwedischen Rundfunks zufolge soll es sich bei dem Angreifer um einen 18 Jahre alten früheren Schüler der weiterführenden Schule handeln.
Einen endgültigen Überblick über die Anzahl der Verletzten sowie die Art der Verletzungen gab es am Abend noch nicht. „Wir haben zwei Schwerverletzte aufgenommen“, sagte Jonas Cederberg, Gesundheitsdirektor der Region Västmanland, dem schwedischen Rundfunk. Eine weitere Person werde mit leichten Verletzungen behandelt.
Schüler berichtet von dramatischen Szenen
Ein Schüler erzählte dem schwedischen Fernsehen, er habe gesehen, wie der Angreifer einen Mitschüler in den Arm gestochen habe. „Sein ganzer Arm war voller Blut, er sagte: Ruft die Polizei! Ruft die Polizei!“ Plötzlich seien alle gerannt. „Ich fühle mich nicht sicher“, sagte ein anderer Schüler. „Und ich bin traurig.“
Der Alarm war um 14.00 Uhr eingegangen. Medien berichteten von mehreren Rettungswagen und einem Polizeihubschrauber am Einsatzort. Die Polizei durchsuchte das Gebäude, befragte Zeugen und führte eine technische Untersuchung durch. „Wir werden auch prüfen, ob es möglicherweise Kameraaufnahmen gibt, die für die Ermittlungen hilfreich sein könnten“, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur TT.
Die Schülerinnen und Schüler, die sich nach der Tat noch in der Schule befanden, durften das Gebäude laut Medienberichten stundenlang nicht verlassen. Besorgte Eltern warteten auf dem Schulhof, manche weinten nach Angaben des Fernsehsenders SVT. „Man ist unruhig“, sagte eine Frau, deren Tochter am Nachmittag in der Schule ausharren musste, einer Reporterin.
Das Mädchen habe sehr viel Angst, es gehe ihr schlecht. Gegen 18 Uhr gab die Kommune Entwarnung. Eltern könnten ihre Kinder nun abholen, hieß es in einer Mitteilung. Auch in anderen Kindergärten und Schulen in der Umgebung hatten Kinder aus Sicherheitsgründen zunächst bleiben müssen.
„Schreckliche Nachrichten“: Reaktionen auf den Angriff
Schwedens Regierungschef Ulf Kristersson schrieb in einer SMS an den Fernsehsender SVT, man wisse noch nicht, was hinter der Tat stecke, „aber wir wissen, dass die Polizei sehr intensiv arbeitet“. Justizminister Gunnar Strömmer sagte dem schwedischen Fernsehen: „Die Regierung steht in engem Kontakt mit der Polizei und verfolgt die Entwicklungen laufend.“
Auch die Chefin der schwedischen Sozialdemokraten, Magdalena Andersson, kommentierte den Vorfall. Bei der Plattform X schrieb sie: „Schreckliche Nachrichten aus Fagersta. Meine Gedanken sind bei den Betroffenen und allen, die davon berührt sind.“ Ganz Schweden stehe in dieser schweren Stunde an der Seite von Fagersta.
Bei der Schule handelt es sich den Angaben zufolge um eine weiterführende Schule in der Kommune Fagersta mit rund 500 Schülerinnen und Schülern.(dpa/red)
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Waldbrände in Deutschland
Die Waldbrandlage hat sich im Saarland, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen zugespitzt. Besonders dramatisch war die Situation in Hürtgenwald. Über 2.000 Menschen wurden evakuiert. Es kamen auch Löschhubschrauber und zwei Pionierpanzer zum Einsatz. Vor allem von alter Munition geht eine hohe Gefahr aus. Die örtlichen Behörden meldeten heute Mittag, dass sich die Lage bei schwächerem Wind entspannt habe.
Die deutsche Autoindustrie hat so wenig Beschäftigte wie seit 2005 nicht mehr. Zum Ende des ersten Halbjahres 2026 waren in der Branche 42.300 Menschen weniger beschäftigt als noch ein Jahr zuvor. Mit rund 906.000 Beschäftigten ist die Automobilindustrie nach dem Maschinenbau die zweitgrößte Branche Deutschlands.
In Sachsen wurden zwei Männer wegen des Verdachts auf IS-Mitgliedschaft festgenommen. Sie sollen zwischen 2016 und 2017 als Kämpfer für die Terrororganisation aktiv gewesen sein. Bei den Durchsuchungen wurden elektronische Geräte und Dokumente sichergestellt.
Massenandrang auf Ceuta befürchtet
In den sozialen Medien sind zuletzt vermehrt arabische Beiträge erschienen, die auf einen Massenandrang morgen, am 15. August, in Ceuta hinweisen. Bei dem Andrang Ende Juli sind Dutzende Menschen gestorben. Zwar kehrte der Großteil der über 70.000 Menschen zurück, die Situation vor Ort bleibt jedoch angespannt.
Schweden hat das Alter der Strafmündigkeit von 15 auf 14 Jahre gesenkt. Damit sind Haftstrafen von bis zu 18 Jahren für Personen unter 18 Jahren möglich. Dies ist eine Reaktion auf die zunehmende Gewalt, da Banden immer häufiger Minderjährige unter 15 Jahren für Anschläge rekrutieren.
Wir alle treffen im Leben viele verschiedene Entscheidungen. Manchmal ändern wir unseren Weg, manche gehen aber auch immer denselben. - Foto: LeManna/iStock
Gebt mir eine Kristallkugel, und ich werde vorhersagen, welche Entscheidungen die heutigen schwedischen Schüler beim Wechsel in die Oberstufe später im Leben treffen werden. Es geht um ihr Studium, ihre Arbeitsplätze, ihre Rentenentwicklung und nicht zuletzt ihr zukünftiges Wahlverhalten. Natürlich handelt es sich dabei nur um grobe Trends auf Makroebene, und es gibt Einzelpersonen, die aus dem Muster ausbrechen. Das war schon immer so. Doch die Grundzüge scheinen sowohl in Schweden als auch in Finnland, zwei vergleichbaren Ländern mit ähnlichen Schulsystemen, dieselben zu sein. Interessant ist, dass sich diese Trends offenbar im letzten Jahrzehnt, vielleicht sogar noch länger, gehalten haben.
Der erste Trend
Dieser betrifft die Wahl des Gymnasialzweigs. Als besonders anspruchsvoll gelten die Gymnasialzweige Naturwissenschaften und Technik. In Finnland sind es die Fächer „Mathematik für Fortgeschrittene“ und „Physik“, die die höchsten Anforderungen stellen.
Neben den auf ein Hochschulstudium vorbereitenden Zweigen gibt es in Schweden berufsbildende Gymnasien und in Finnland entsprechende Berufsschulen. In Schweden besteht der Ausbildungsgang „Pflege und Betreuung“ zu etwa 14 Prozent aus Männern und zu 86 Prozent aus Frauen. Der Ausbildungsgang „Elektrotechnik und Energie“ weist 96 Prozent Männer und nur 4 Prozent Frauen auf. Die berufliche Bildung der Sekundarstufe II in Finnland weist entsprechende Unterschiede auf: 15–20 Prozent Männer und 80–85 Prozent Frauen im Bereich des Sozial- und Gesundheitswesens. In den technischen Berufsausbildungen sind etwa 75–80 Prozent Männer und 20–25 Prozent Frauen. Auch die Ausbildungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) werden von Männern dominiert: 75 Prozent.
Nach dem hochschulvorbereitenden Gymnasium nehmen etwa 70–85 Prozent der Schüler in Schweden und 75–85 Prozent in Finnland ein Studium an einer Universität oder Hochschule auf. Die übrigen treten direkt ins Berufsleben ein, wobei etwa drei Viertel im privaten Sektor und ein Viertel im öffentlichen Sektor arbeiten.
Aus internationaler Sicht gehören sowohl Schweden als auch Finnland zu den OECD-Ländern mit der stärksten geschlechtsspezifischen Segregation bei der Berufswahl. Gleichzeitig gehören sie aber auch zu den Ländern mit der größten Gleichstellung beim Bildungsniveau. Das bedeutet, dass die geschlechtsspezifischen Unterschiede in erster Linie damit zusammenhängen, welche Ausbildungsgänge die Menschen wählen – und nicht mit dem Zugang zu Bildung.
In Finnland absolvieren weniger Männer eine Ausbildung im Gesundheitswesen als in Schweden, während in Schweden etwas mehr Frauen eine technische Ausbildung absolvieren als in Finnland. Dennoch ist die Geschlechterverteilung deutlich ungleicher als in vielen südeuropäischen Ländern. Dies wird gemeinhin als das nordische Gleichstellungsparadoxon bezeichnet und stellt ein interessantes Forschungsgebiet dar.
Junge schwedische Absolventen im Sommer 2017.
Foto: HasseChr/iStock
Die Wahl des Arbeitsplatzes
Bei der Berufswahl sowie der Lohn- und Rentenentwicklung zeigen sich ebenfalls Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Nach dem Abschluss einer Ausbildung im Gesundheitswesen arbeitet der Großteil der Absolventen sowohl in Schweden als auch in Finnland im öffentlichen Sektor. In Schweden ist diese Dominanz am größten: Über 80 Prozent sind im öffentlichen Sektor tätig. Ärzte beider Geschlechter arbeiten etwas häufiger im privaten Sektor: 20–30 Prozent in beiden Ländern.
Es ist überraschend, dass das Wahlverhalten so stark von Geschlecht und Tätigkeit im öffentlichen oder privaten Sektor abhängt.
In den Bereichen Technik und Informations- und Kommunikationstechnologie zeigt sich ein gegenteiliges Bild: Diplom-Ingenieure und Technologie-Magister arbeiten sowohl in Schweden als auch in Finnland zu 85–90 Prozent im privaten Sektor, unter anderem in der Industrie, in Technologieunternehmen, in der IT, in Beratungsunternehmen und in der Telekommunikation. Der öffentliche Sektor umfasst das Verteidigungswesen, Universitäten sowie staatliche und kommunale Behörden. Etwa 4–5 Prozent der Absolventen sind Diplom-Ingenieure.
Das Gehaltsniveau liegt im öffentlichen Sektor im Allgemeinen niedriger, während die Privatwirtschaft je nach Branche deutlich höhere Gehälter für Hochqualifizierte sowie größere Möglichkeiten zum Branchen- oder Unternehmenswechsel bietet, wodurch sich andere Aufstiegsmöglichkeiten ergeben. Entsprechend verläuft natürlich auch die Rentenentwicklung anders: Die Männer und die wenigen Frauen, die in der Privatwirtschaft tätig sind, können tendenziell mit höheren Einkommen und damit auch besseren Renten rechnen. Die Frauen und die wenigen Männer, die sich für das Gesundheits- und Pflegewesen – oder den Lehrerberuf, der mit dem Gesundheitswesen vergleichbar ist – entschieden haben, arbeiten dagegen in stark regulierten Vergütungssystemen mit geringeren Aufstiegsmöglichkeiten und vergleichsweise niedrigeren Renten, obwohl die Studiendauer bei akademischen Berufen ähnlich lang sein kann.
Pia Heikkilä vom „Hufvudstadsbladet“, der auflagenstärksten schwedischsprachigen Tageszeitung in Finnland, sieht Gefahren darin, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung bestimmte Bereiche meidet. Denn es geht potenzielles Fachwissen verloren, wenn das Geschlecht die Berufswahl bestimmt. Der dadurch segregierte Arbeitsmarkt ist weniger flexibel und trägt zum Lohngefälle zwischen Frauen und Männern bei. Da weniger Frauen IT und Technik studieren, haben sie weniger Einfluss auf die rasante digitale Entwicklung, auch im Bereich der KI, während gleichzeitig Kindern, Patienten und Senioren männliche Pädagogen und Pflegekräfte fehlen. Ihre Schlussfolgerungen sind zutreffend und verdienen sowohl in Schweden als auch in Finnland Beachtung.
Betrachten wir die Unterschiede bei den nationalen Wahlen auf allen drei Ebenen: Laut dem schwedischen Statistikamt (SCB) wählt eine deutliche Mehrheit der Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Schweden die linken Parteien. Da der öffentliche Sektor stark von Frauen dominiert wird, ist dies ein deutliches Muster.
In Finnland verteilen sich die Stimmen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst ziemlich gleichmäßig auf die Sozialdemokratische Partei Finnlands (SDP) und die Nationale Sammlungspartei (KOK), gefolgt von den Grünen, der Linkspartei sowie den kleineren Parteien. Blockübergreifende Regierungen sind eher die Regel als die Ausnahme.
In Schweden tendieren die Beschäftigten im privaten Sektor und Unternehmer größtenteils zu den Moderaten, dicht gefolgt von den Schwedendemokraten und den Sozialdemokraten. Die Zentrumspartei genießt unter Unternehmern nach wie vor eine stärkere Unterstützung als in vielen anderen Gruppen, doch historisch gesehen hat die Partei ihre frühere Sonderstellung eingebüßt. Gleichzeitig gewinnen die Schwedendemokraten bei den Kleinunternehmern an Boden.
Was bedeutet dies langfristig für die Entwicklung dieser Länder? Was bedeutet es für den Fachkräftemangel im Vergleich zum Mangel an hochtechnologischen Fachkräften, für die Ambivalenz der freien Wahl und für den Grundsatz, dass jeder Einzelne das Recht auf Wahlfreiheit und Selbstverwirklichung hat?
Schweden und Finnland sind nicht das autokratische China oder kommunistische Diktaturen, in denen die familiäre Herkunft und der Bedarf des Staates an hochtechnologischen Ausbildungen und fachkundigen Fachkräften die Zulassung zu Ausbildungsgängen bestimmen könnten. Doch auch in demokratischen Ländern kann der Staat die Studienplätze in Ausbildungsgängen für Berufe mit hohem Arbeitskräftebedarf erhöhen und ebenso beschließen, die Plätze in gefragten Ausbildungsgängen für Berufe zu reduzieren, bei denen eine verstärkte Ausbildung von der Gesellschaft nicht als Priorität angesehen wird.
Der Staat soll in einer Demokratie die freie Wahl der Schüler oder Studenten nicht lenken, kann aber vielleicht durch Anreize einen größeren Teil von ihnen in Mangelberufe und hochtechnologische Fachrichtungen lenken. Dies erfordert jedoch andere Wahlmöglichkeiten als die derzeitigen Entscheidungen in der Oberstufe. Wir müssen zudem berücksichtigen, wie KI die Spielregeln verändert. Bestimmte Berufe könnten dezimiert oder ersetzt werden, während Handwerksberufe, Pflegeberufe und die Medizin stets handwerkliches Geschick und berufliche Fachkompetenz erfordern werden. Eine solche Steuerung birgt zudem die Gefahr, dass Schüler von den Geisteswissenschaften und den bildenden Künsten abgehalten werden, die seit der Antike als Garanten einer kulturell und gesellschaftlich hochstehenden Gesellschaft gelten.
Tragen die Wahl der Oberstufe und des Berufs sowie künftige Arbeitsplätze im öffentlichen oder privaten Sektor zu einer zunehmenden Polarisierung in Schweden und Finnland bei? Gibt es einen Einfluss auf das Wahlverhalten, der sich von dem in den mittel- oder südeuropäischen Ländern und wahrscheinlich auch von der Entwicklung in Norwegen und Dänemark unterscheidet?
Es ist überraschend, dass das Wahlverhalten so stark nach Geschlecht und Tätigkeit im öffentlichen oder privaten Sektor gespalten ist. Schweden nimmt dabei aufgrund der langen Regierungszeit der Sozialdemokraten eine besondere Stellung ein. Vor der bevorstehenden Wahl hält die SAP zudem eine Einparteienregierung für möglich, die sich im Parlament auf wechselnde Mehrheiten stützen würde. Dass eine solche Regierung vermutlich schwächer ist als eine Mehrheitsregierung, versteht sich von selbst, doch mit Blockaden und roten Linien entstehen Probleme, ebenso wie durch die Polarisierung in der heutigen schwedischen Gesellschaft.
Das Wahlsystem mit den von den Parteihierarchien aufgestellten Listen ist an sich schon ein demokratisches Problem. In einigen vergleichbaren europäischen Ländern ermöglichen stärker personenbezogene Wahlsysteme eine größere persönliche Rechenschaftspflicht der gewählten Abgeordneten. Dort können Wähler stärker über die persönliche Unterstützung einzelner Kandidaten Einfluss auf die Zusammensetzung des Parlaments nehmen, anstatt ausschließlich über von den Parteien vorgegebene Listen.
2018: Polizisten patrouillieren vor einem Internetcafé in Malmö, nachdem bei einer Schießerei im Umfeld rivalisierender Banden mehrere Menschen verletzt und drei getötet wurden. - Foto: Johan Nilsson/TT News Agency/AFP via Getty Images
In Schweden hat das Parlament dafür gestimmt, das Alter der Strafmündigkeit von 15 auf 14 Jahre zu senken. Für das Gesetz sprachen sich 281 Abgeordnete aus – darunter auch die oppositionellen Sozialdemokraten. 66 Abgeordnete votierten dagegen.
Das Parlament beschloss zudem, die Strafmilderung für Jugendliche zu streichen. Jugendliche unter 18 Jahren können nun zu Haftstrafen von bis zu 18 Jahren verurteilt werden. Das Gesetz tritt am 10. September in Kraft – und damit drei Tage vor der Parlamentswahl in dem skandinavischen Land.
2022: In Malmö ging ein Bus in Flammen auf, nachdem Unbekannte ein brennendes Objekt auf das Fahrzeug geworfen hatten.
Foto: Johan Nilsson/TT NEWS AGENCY/AP/dpa
Jugendliche drohen härtere Strafen
Eigentlich wollte die Mitte-Rechts-Regierung von Ministerpräsident Ulf Kristersson straffällig gewordene Kinder bereits ab dem Alter von 13 Jahren inhaftieren. Dabei ging es um Jugendliche, die des Mordes oder anderer schwerer Straftaten beschuldigt werden. Sie musste diesen Vorschlag jedoch im Juni zurückziehen, da sie im Parlament dafür keine Mehrheit fand.
Die Regierung des seit 2022 amtierenden Ministerpräsidenten Kristersson wird von den Schwedendemokraten unterstützt. Sie hat bereits mehrere derartige Maßnahmen auf den Weg gebracht. Kristersson hatte unter anderem die grassierende Bandengewalt in Schweden auf eine „verantwortungslose Einwanderungspolitik und eine gescheiterte Integration“ zurückgeführt. Seitdem wurden der Polizei erweiterte Befugnisse eingeräumt und härtere Maßnahmen zur Bekämpfung von Jugendkriminalität eingeführt.
Banden rekrutieren immer jüngere Täter
Schweden kämpft seit mehr als zehn Jahren gegen zunehmende Gewalt im Zusammenhang mit der organisierten Kriminalität. Hauptsächlich ist diese auf Konflikte zwischen rivalisierenden Banden und Kämpfe um die Kontrolle des Drogenmarktes zurückzuführen. Die Banden rekrutieren zunehmend Minderjährige unter 15 Jahren für Anschläge und Schusswaffenangriffe, da ihnen bisher im Falle einer Festnahme keine Haftstrafe drohte. (afp/red)
Irreguläre Migranten in Spanien. - Foto: Iván Zambrano / Europa Press/EUROPA PRESS/dpa
In Kürze:
Schwedens Premierminister UlfKristersson warnt vor neuen Migrationsbewegungen infolge der spanischen Regularisierung.
Spanien ermöglicht bestimmten irregulär aufhältigen Drittstaatsangehörigen einen legalen Aufenthalts- und Arbeitsstatus.
Ursprünglich rechnete die Regierung mit rund 500.000 Antragstellern; zuletzt wurden deutlich höhere Zahlen erwartet.
Nach dem Migrationsdruck auf die spanische Exklave Ceuta verschärften mehrere EU-Staaten ihre Grenzkontrollen.
Am Dienstag, 11. August, hat Schwedens Premierminister Ulf Kristersson in einem Interview die sogenannte Regularisierung der spanischen Regierung scharf kritisiert. Die am 14. April in Kraft getretene Amnestieregelung für bestimmte irregulär im Land befindliche Drittstaatsangehörige sei eine „sehr schlechte Idee“, so Kristersson.
In dem Gespräch mit der „Financial Times“ erklärte er, die Legalisierung des Aufenthaltsstatus für die Begünstigten könne innereuropäische Migrationsbewegungen wie im Jahr 2015 auslösen. Kristersson, der Umfragen zufolge bei den Reichstagswahlen in Schweden am 13. September um seine Wiederwahl bangen muss, sprach von einem „ziemlich großen Aufschrei“ infolge der spanischen Regelung während des jüngsten EU-Gipfels.
Regularisierung in Spanien gilt nicht für Ceuta-Migranten
Am 4. August hatten die EU-Innenminister eine strengere Kontrolle der Außengrenzen und schnellere Ausweisungen gefordert. Zudem verlangten sie effektivere Maßnahmen gegen Schleusernetzwerke. Das Treffen der Innenminister stand unter dem Eindruck des Versuchs mehrerer zehntausend Menschen, von Marokko aus in die auf dem afrikanischen Kontinent gelegene spanische Exklave Ceuta zu gelangen. Dabei starben 75 Menschen.
Viele von ihnen hatten ein Urteil des spanischen Obersten Gerichtshofs in Madrid über Verfahrensgarantien für Asylsuchende als Bleiberechtsgarantie missdeutet. Falschnachrichten in sozialen Medien hatten dies begünstigt. Spanien gewährte keinem der Asylsuchenden in Ceuta eine Weiterreise. Für die Exklave gelten Sonderregelungen, die vom Schengen-System abweichen und eine solche Zurückweisung ermöglichen. Außerdem gilt die spanische Amnestieregelung nicht für Migranten in Ceuta.
Kristersson erklärte, er habe Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez gegenüber seine Missbilligung der Amnestieregelung zum Ausdruck gebracht. Diese könne eine „ernste Bedrohung des Schengen-Raums“ nach sich ziehen. Man wisse, so der schwedische Ministerpräsident, „aus Erfahrung, dass viele Menschen, die nach Europa kommen, in den Norden gehen“. Dies sei auch 2015 der Fall gewesen.
Deutlich höhere Zahl an Anträgen als erwartet
Von der Amnestieregelung können Angehörige von Drittstaaten Gebrauch machen, die sich vor dem 31. Dezember 2025 mindestens fünf Monate ununterbrochen in Spanien aufgehalten haben. Auch Asylsuchende, die vor Ende des Vorjahres ihren Antrag gestellt hatten, können eine sogenannte Regularisierung beantragen.
Ebenfalls von der Regularisierung profitieren sollen minderjährige Kinder von Antragstellern, sofern sie sich in Spanien aufhalten. Legalisiert werden kann der Status nur von Personen, die keine Vorstrafen aufweisen und nicht als Gefahr für die öffentliche Ordnung gelten. Ziel der Regelung ist es, Schwarzarbeit zu bekämpfen und legale, sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse zu schaffen. Regelungen dieser Art hatte es in Spanien bereits mehrfach gegeben.
Hatte die spanische Regierung zunächst mit etwa 500.000 Antragstellern gerechnet, zeichnete sich zuletzt eine deutlich höhere Zahl ab. Ende Juni 2026 endete die Frist zur Antragstellung. Die spanische Regularisierung ermöglicht lediglich die Legalisierung des Aufenthalts in Spanien einschließlich eines Aufenthaltstitels und des Zugangs zum Arbeitsmarkt. Von der Regularisierung sollen hauptsächlich Einwanderer aus Marokko, Algerien, dem Senegal und lateinamerikanischen Staaten profitieren, die undokumentiert beschäftigt werden.
Regularisierung schafft nur Aufenthaltstitel für Spanien
Eine spätere räumliche Mobilität innerhalb des Schengen-Raums ist damit nicht garantiert. Die aufgrund der Regularisierung erteilten vorübergehenden Aufenthaltsgenehmigungen lassen sich nach einem Jahr in eine reguläre Aufenthaltserlaubnis umwandeln. Der legale Status ermöglicht es den Begünstigten, innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen für bis zu 90 Tage im gesamten Schengen-Raum zu reisen.
Über das Ausmaß der Weiterwanderung legalisierter Drittstaatsangehöriger aus Spanien in andere EU-Mitgliedstaaten liegen derzeit keine belastbaren amtlichen Statistiken vor. Weder Spanien noch die EU führen gesonderte Mobilitätsdaten für die Gruppe der von der Regularisierung Begünstigten. Italien hat am 31. Juli angesichts der Lage in Ceuta eine einmonatige Aussetzung bestimmter Schengen-Regelungen gegenüber Spanien angekündigt. Frankreich kündigte eine Verschärfung der Grenzkontrollen an.
Erst vor wenigen Wochen trat die EU-Asylreform in Kraft. - Foto: Marcos Moreno/EUROPA PRESS/dpa
Zehntausende Menschen drängen irregulär in die spanische Exklave Ceuta auf dem afrikanischen Kontinent und stürzen das Land in eine Krise. Aus anderen EU-Ländern hagelt es Kritik an Spanien. Angebote der Unterstützung kommen stattdessen ausgerechnet aus dem Vereinigten Königreich.
Dabei sollte die vor wenigen Wochen in Kraft getretene EU-Asylreform (Geas) eigentlich für mehr Zusammenarbeit und Solidarität zwischen den Mitgliedsländern sorgen – stattdessen fordern manche Regierungen sogar Konsequenzen für Spanien als Teil des kontrollfreien Schengen-Raums. Geht das? Und welche Möglichkeiten hat Spanien nach den neuen Asylregeln? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:
Was ist der Schengen-Raum?
Der Schengen-Raum ist ein Gebiet in Europa, in dem Menschen grundsätzlich ohne Grenzkontrollen reisen können. Derzeit gehören 25 der 27 EU-Länder dazu, sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz. Die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla – in die ebenfalls Migranten eindrangen – gehören nicht zum Schengen-Raum.
Kann Spanien aus dem Schengen-Raum ausgeschlossen werden?
Die Bilder der Menschenmassen in Ceuta haben sich gerade verbreitet, da werden in anderen EU-Ländern Forderungen nach harten Konsequenzen laut. So bringt Italiens rechte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni mit einem Post auf der Plattform X den Ausschluss des Landes aus dem kontrollfreien Raum ins Spiel.
Dafür bekommt sie Zuspruch der finnischen Innenministerin Mari Rantanen: Sie schrieb auf X, Länder, die nicht in der Lage seien, die Grenzen zu schützen, könnten nicht Mitglieder des Schengen-Raums sein. Auch AfD-Chefin Alice Weidel wirft dieses Szenario auf.
Doch der dauerhafte Ausschluss eines Landes aus dem Schengen-Raum gegen dessen Willen ist in den EU-Regeln schlicht nicht vorgesehen. Der ehemalige EU-Außenbeauftragte und Spanier Josep Borrell schreibt dazu auf X: „Nach EU-Recht darf kein Mitgliedstaat die Teilnahme eines anderen Mitgliedstaats am Schengen-Raum einseitig aussetzen.“
Was ist mit Grenzkontrollen?
Statt einem Ausschluss Spaniens verweisen mehrere EU-Länder auf die Möglichkeit, das kontrollfreie Reisen im Schengen-Raum weiter einzuschränken und mehr Binnengrenzkontrollen einzuführen – wie Deutschland sie bereits praktiziert.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) kündigt mit Verweis auf Ceuta sogar an, die umstrittenen Kontrollen der Bundesrepublik an den Grenzen zu verlängern. Auch Frankreich hat bereits angekündigt, seine seit Jahren bestehenden Kontrollen an der Grenze zu Spanien zu verstärken.
Was in den Reaktionen in den Hintergrund tritt: Die Migranten befinden sich weder im Schengen-Raum noch auf europäischem Festland. Sollten sie versuchen, das Mittelmeer zu überqueren, würden sie zunächst an einer EU-Außengrenze ankommen – in Binnengrenzkontrollen können sie also zunächst gar nicht geraten.
Laut EU-Kommission gibt es aber bisher ohnehin keine Anzeichen dafür, dass die Flüchtlinge diesen Versuch unternehmen. „Wir haben bislang keinerlei Weiterbewegungen von Ceuta aus auf das spanische Festland oder in andere Mitgliedstaaten gesehen“, sagte eine hochrangige EU-Beamtin.
Die spanischen Behörden kontrollierten die Außengrenzen, um sicherzustellen, dass es keine solchen Weiterbewegungen gebe. Darüber hinaus deutet derzeit nichts darauf hin, dass die spanischen Behörden die Menschen aufs Festland bringen wollen.
Was muss Spanien nach EU-Regeln machen?
Spanien soll nach den EU-Asylregeln zunächst dafür sorgen, dass Asylbewerber nicht weiterziehen und die Schutzersuchen vor Ort prüfen. Da die EU Marokko als sicheres Herkunftsland betrachtet, gibt es dafür insbesondere die Möglichkeiten der beschleunigten Grenzverfahren. Diese sind auf zwölf Wochen beschränkt und sollen schnellere Abschiebungen ermöglichen.
Die europäische Asylreform (Geas) sieht im Falle von Massenmigration zudem einen Krisenmechanismus vor. Der soll explizit auch greifen, wenn ein Drittstaat Migranten zu politischen Zwecken instrumentalisiert.
Die spanische Regierung könnte um Hilfe bitten. Dann sollten sich die 27 EU-Länder der Idee zufolge solidarisch zeigen, Asylsuchende fair untereinander verteilen und die europäische Grenzregion mit Ressourcen unterstützen, um Asylanträge schneller zu bearbeiten.
Was bedeutet die Krise für die EU-Asylreform?
Doch statt Angeboten der Unterstützung hagelt aus anderen Mitgliedsländern bisher vor allem Kritik. Bundeskanzler Friedrich Merz forderte die spanische Regierung auf, die Situation schnellstmöglich wieder in den Griff zu bekommen. „Der Schutz der Außengrenzen der Europäischen Union ist entscheidend für die Bekämpfung illegaler Migration“, betonte der CDU-Politiker. Ähnlich äußerten sich die Regierungsspitzen anderer Mitgliedsländer.
Das neue EU-Asylsystem steht damit nur sieben Wochen nach seinem Start unter Druck. Eigentlich sollte es einen jahrelangen Streit zwischen den Mitgliedsländern beenden. Staaten mit besonders vielen Ankünften von Flüchtlingen – also Spanien, Zypern, Italien und Griechenland – sollten ihre Außengrenzen besser schützen und Asylanträge möglichst an den Grenzen abwickeln.
Da sie damit verhindern, dass Flüchtlinge etwa nach Deutschland, Österreich oder Frankreich weiterziehen, haben sie Anspruch auf Unterstützung der anderen EU-Länder. Doch der Fall Spanien zeigt, dass diese gegenseitige Solidarität auf wackligen Beinen stehen könnte.
Wieso steht Spaniens Migrationspolitik ohnehin in der Kritik?
Schon vor der Krise in Ceuta war die spanische Migrationspolitik manchen Regierungen in der EU ein Dorn im Auge. Vor einigen Monaten leitete Spanien als Maßnahme gegen den Arbeitskräftemangel die Legalisierung von rund 500.000 irregulären Migranten ein. Profitieren sollen davon Asylbewerber, die ihren Antrag vor Ende 2025 gestellt haben – keine Neuankömmlinge.
Die deutsche Bundesregierung hatte dazu mitgeteilt, dass sie das Modell nicht als Vorbild sehe. Angesichts der Bemühungen auf EU-Ebene, unerwünschte irreguläre Migration einzudämmen, sorgte die Maßnahme auch in Brüssel für Stirnrunzeln. (dpa/red)
Gesamtansicht vor dem Gruppenspiel der Gruppe B zwischen der Schweiz und Kanada im BC Place Vancouver am 24. Juni 2026 in Vancouver. - Foto: Fran Santiago/Getty Images
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
01:00 Uhr: Panama gegen Kroatien in Toronto, Kanada
04:00 Uhr: Kolumbien gegen Demokratische Republik Kongo in Guadalajara, Mexiko (Übertragung: ARD)
21:00 Uhr: Schweiz gegen Kanada in Vancouver, Kanada (Übertragung: ARD)
21:00 Uhr: Bosnien-Herzegowina gegen Katar in Seattle, USA
00:00 Uhr: Schottland gegen Brasilien in Miami, USA
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am morgigen Donnerstag, dem 25.06., um 22:00 Uhr gegen Ecuador statt.
Mit einem Sieg gegen Katar hat sich Bosnien-Herzegowina den Traum von der K.o.-Runde bei der WM erfüllt. Die Mannschaft von Trainer und Ex-Bundesligaprofi Sergej Barbarez bezwang den Außenseiter aus dem Emirat mit 3:1 (2:1).
Vor 66.925 Zuschauern in Seattle sorgten Kerim Alajbegovic (29.), Sultan Al-Brake per Eigentor (34.) und Ermin Mahmic (80.) für die Tore der Bosnier, die zum zweiten Mal nach 2014 bei einer Weltmeisterschaft dabei sind.
Die Mannschaft um den 40 Jahre alten Stürmerstar Edin Dzeko liegt in der Abschlusstabelle von Gruppe B auf Rang drei. Die nun vier Punkte werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit reichen, um als einer der acht besten Gruppendritten weiterzukommen. Katar ist dagegen ausgeschieden und wartet weiter auf den ersten Sieg bei einer WM.
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Der eine hat den Ball, der andere will ihn: Esmir Bajraktarevic (#20, Bosnien und Herzegowina) fordert Akram Afif
Foto: #11, Katar heraus. Richard Heathcote/Getty Images
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Hassan Alhaydos (#10, Katar) blieb einsamer und einmaliger Torschütze seiner Mannschaft im Spiel gegen Bosnien und Herzegowina.
Foto: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images
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Trotz Überzahl erfolgreich: Ermin Mahmic (#26, Bosnien und Herzegowina) traf zum 3:1-Endstand gegen Katar.
Foto: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images
GESTERN23:07 Uhr
Schweiz gewinnt gegen Kanada
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat die Schweiz gegen Gastgeberland Kanada mit 2:1 gewonnen und damit die Vorrunde auf Platz 1 der Tabelle von Gruppe B abgeschlossen. Kanada ist trotz der Niederlage Gruppenzweiter und zieht ebenfalls sicher ins Sechzehntelfinale ein.
Die Partie Schweiz gegen Kanada begann nach einer torlosen ersten Halbzeit mit einem schnellen Tor der Schweiz durch Ruben Vargas (46.). Wenig später baute Johan Manzambi die Führung der Schweiz auf 2:0 aus (57.). Kanada kämpfte sich jedoch zurück ins Spiel, als Promise David ein Tor erzielte (76.). Trotz intensiver Bemühungen gelang es Kanada nicht mehr, den Ausgleich zu erzielen.
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Ein Stadion ganz in rot: Die Schweiz und Kanada traten in Vancouver, Kanada, ihr letztes Gruppenspiel an. Die Eidgenossen sicherten sich mit einem 2:1-Sieg den ersten Gruppenplatz, Kanada ist ebenfalls weiter.
Foto: Fran Santiago/Getty Images)
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Hat er noch? Hat er noch!: Der Schweizer Torwart Gregor Kobel (#1) pariert Cyle Larin (#9, Kanada).
Foto: Fran Santiago/Getty Images
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Nur fliegen ist schöner?
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Abwehr und Torwart ausgespielt: Ruben Vargas (#17, Schweiz) erzielte den Auftakttreffer für das Alpenland.
Foto: Fran Santiago/Getty Images
GESTERN18:54 Uhr
Klopp lobt deutsche Mannschaft: „Fußball spielen können wir“
Startrainer Jürgen Klopp ist vom bisherigen Auftreten der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM angetan, sieht defensiv aber auch noch Steigerungspotenzial.
„Wir haben gesehen: Fußball spielen können wir. Ich mag die Art und Weise, wie wir spielen. Wir haben verschiedene Abläufe“, sagte der 59-Jährige bei einem Besuch des Adidas Home of Soccer, einem Fantreff in New York. „Defensiv können wir gern noch ein bisschen mehr Griff kriegen. Dann kann es weit gehen bei diesem Turnier.“ Klopp lobte besonders den Teamgeist der DFB-Auswahl.
Auch Sami Khedira, Weltmeister von 2014, hob die Widerstandsfähigkeit des DFB-Teams hervor. Er zollte sowohl der Mannschaft als auch Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der Medienrunde am Hudson River ein „großes Lob“.
Ob Nagelsmann angesichts des bereits feststehenden Gruppensiegs beim Vorrundenabschluss gegen Ecuador am Donnerstag in East Rutherford rotieren sollte? Das müsse der Trainer entscheiden, betonte Klopp. „Meine Meinung war immer: Niemand weiß so gut über meine Mannschaft Bescheid wie ich. In dem Fall weiß niemand so gut Bescheid über die Mannschaft wie Julian. Er wird die richtige Entscheidung treffen.“
Es gebe für „alles Argumente“. Was man nicht außer Acht lassen dürfe: „Ecuador spielt um alles“, sagte er. „Die haben richtig gut gespielt. Die treffen nur die Kiste nicht bisher. Wir sollten nicht davon ausgehen, dass das ein Leben lang so bleibt. Da müssen wir schon arbeiten.“
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Jürgen Klopp (r.) beim Plausch mit 2014er-Weltmeister Sami Khedira.
Foto: Federico Gambarini/dpa
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Jürgen Klopp ist von der DFB-Auswahl bei der WM bisher angetan.
Foto: Federico Gambarini/dpa
GESTERN14:26 Uhr
Elefant in Kölner Zoo tippt vor drittem Deutschland-Spiel auf Ecuador
Vor dem dritten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft am Donnerstagabend hat der Elefantenbulle Tarak im Kölner Zoo auf einen Sieg von Ecuador getippt. Der Tipp des Tierorakels fand heute morgen gut sichtbar für die Zoobesucher im Bullenbereich der Elefantenanlage statt, wie der Kölner Zoo mitteilte.
Der viereinhalb Tonnen schwere Elefantenbulle musste sich demnach wie bereits zuvor zwischen drei Fußbällen entscheiden – einem schwarz-rot-goldenen, einem mit den Farben Ecuadors und einem neutralen für Unentschieden.
Den Ball mit Deutschlandflagge habe Tarak als letztes ausgewählt, teilte der Zoo weiter mit. Tarak hatte bei den zwei ersten Gruppenspielen mit seinem Tipp auf die deutsche Elf jeweils richtig gelegen.
GESTERN10:02 Uhr
Mexiko-Stadt verbietet vor WM-Spiel teilweise den Alkoholverkauf
Vor dem letzten Gruppenspiel von Gastgeber Mexiko bei der Fußball-WM gegen Tschechien verbietet die Hauptstadt Mexiko-Stadt teilweise den Verkauf von Alkohol. Die Regelung gelte von Mittwochnachmittag bis Donnerstagmorgen (Ortszeit). Das teilte die Stadtverwaltung mit.
Betroffen sind unter anderem Supermärkte und Lebensmittelläden in der Innenstadt. Alkoholkonsum in Restaurants und Bars bleibt erlaubt.
Das Verbot gilt in der Gegend um das Unabhängigkeitsmonument Ángel de la Independencia sowie dem historischen Zentrum mit dem zentralen Platz Zócalo. Dort gibt es ein Fan-Fest mit Großbildleinwänden. Alkoholkonsum auf öffentlichen Straßen ist in Mexiko-Stadt bereits untersagt.
Beim mexikanischen Sieg gegen Südkorea in der vergangenen Woche feierten laut Behörden rund 400.000 Menschen am Ángel de la Independencia, weitere 200.000 auf dem Zócalo. Größere Verletzungen oder Schäden gab es nicht. Reinigungskräfte sammelten anschließend rund 40 Tonnen Müll ein.
Mexiko trifft heute um 19:00 Uhr Ortszeit (Donnerstag, 3:00 Uhr MESZ) auf Tschechien. Die mexikanische Auswahl steht bereits als Gruppensieger fest.
GESTERN6:09 Uhr
Kolumbien gewinnt dank Munoz
1:0 lautet der Endstand im Spiel zwischen Kolumbien und der Demokratischen Republik Kongo. Die Partie begann mit einem hohen Tempo der Kolumbianer, die in den ersten 20 Minuten das Spiel dominierten. Ein Abseitstor des Kolumbianers Daniel Munoz wurde jedoch nicht anerkannt. Nach der Trinkpause verlor Kolumbien etwas an Schwung, doch die Afrikaner konnte keine Tore erzielen.
In der zweiten Halbzeit versuchten die Kongolesen, mehr Druck aufzubauen, doch es fehlte ihnen an Durchschlagskraft. Kolumbien kontrollierte nach dem 1:0 von Munoz (76.) das Spielgeschehen. Die Einwechslungen auf beiden Seiten brachten keine Wende.
Mit diesem Sieg hat Kolumbien die K.o.-Phase der Weltmeisterschaft erreicht. Am letzten Spieltag geht es am Sonntag gegen Portugal um den Gruppensieg. Die DR Kongo hingegen muss im letzten Gruppenspiel gewinnen, um sich die Möglichkeit auf das Weiterkommen zu bewahren.
Daniel Munoz (#2) schoss für Kolumbien zwei Tore, stand jedoch einmal im Abseits.
Foto: Luke Hales/Getty Images
GESTERN3:11 Uhr
Kroatien siegt, Panama fliegt
Kroatien hat sich gegen Panama mit 1:0 durchgesetzt. In der ersten Halbzeit präsentierte sich Panama überraschend stark und hatte durch Rodriguez die beste Möglichkeit, in Führung zu gehen. Kroatien tat sich dagegen schwer, Lösungen gegen die Abwehr der Mittelamerikaner zu finden.
Nach der Pause erhöhte Kroatien den Druck und wurde durch den Treffer von Ante Budimir belohnt (54). Panama gab sich nicht geschlagen, drängte auf den Ausgleich und übte viel Druck auf Kroatien aus – doch vergeblich.
Am Ende reichte der knappe Vorsprung für Kroatien, um die drei Punkte zu sichern. Für beide Teams war es ein wichtiges Spiel, da eine Niederlage das vorzeitige Ausscheiden bedeutet hätte. Für Kroatien besteht also noch Hoffnung auf ein Weiterkommen in der Weltmeisterschaft, während für Panama Schluss ist.
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Kroatiens Torwart Dominik Livakovic (#1), verhindert ein Tor von Panamas Mittelfeldspieler Carlos Harvey (#14).
Foto: Cole Burston/AFP via Getty Images
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Ante Budimir (#11) Kroatien, erzielte das einzige Tor der Partie.
Foto: Michael Reaves/Getty Images
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Luka Modric (#10) Kroatien, trat in Toronto zu seinem 200. Länderspiel auf den Rasen. Seine Teamkollegen feierten ihn gebührend.
Foto: Michael Reaves/Getty Images
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Luka Modric (#10) Kroatien, trat in Toronto zu seinem 200. Länderspiel auf den Rasen. Seine Teamkollegen feierten ihn gebührend.
Foto: Megan Briggs/Getty Images
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Marijan Kustic, Präsident des Kroatischen Fußballverbands, überreichte Luka Modric ein Trikot zu seinem Länderspieljubiläum.
Foto: Megan Briggs/Getty Images
23. Juni21:56 Uhr
England gegen Ghana in Boston
Erneut gab es bei der Fußball-WM ein Unentschieden: dieses Mal zwischen England und Ghana. Die erste Halbzeit war geprägt von einem hohen Ballbesitzanteil der Engländer, die jedoch kaum zu klaren Torchancen kamen. Ghana verteidigte geschickt und setzte auf schnelle Konter.
In der zweiten Halbzeit erhöhte England den Druck und kam durch Kane und Saka zu weiteren Chancen, die jedoch auch nicht zu etwas Zählbarem führten. Ghana blieb durch Konter gefährlich und hätte beinahe durch Adu die Führung erzielt, doch der Schiedsrichter entschied auf Abseits.
England verpasste damit die Chance, sich vorzeitig den Gruppensieg zu sichern, während Ghana eher zufrieden ist. Beide Teams haben nun die Möglichkeit, im letzten Gruppenspiel das Weiterkommen in die K.O.-Phase perfekt zu machen.
Harry Kane (#9) und seine englischen Teamkollegen hatten sich beim Spiel gegen Ghana einen anderen Spielstand erhofft.
Foto: Mauro Pimentel/AFP via Getty Images
Reece James (#24) von England verhindert einen siegriechen Torschuss durch Antoine Semenyo (#11) von Ghana.
Foto: Buda Mendes/Getty Images
23. Juni21:11 Uhr
Portugal schlägt Usbekistan souverän
Portugal hat mit einem souveränen 5:0 gegen Usbekistan gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Roberto Martinez bestimmte die Begegnung von Beginn an und setzte den WM-Neuling früh unter Druck – etwa durch ein Tor von Cristiano Ronaldo (6.). Nur elf Minuten später erhöhte Nuno Mendes mit einem direkt verwandelten Freistoß auf 2:0 (17.).
Usbekistan fand kaum Wege, sich aus der portugiesischen Dominanz zu befreien. Ein vermeintlicher Anschlusstreffer durch Azizjon Ganiev wurde nach einer Videoüberprüfung wegen eines vorangegangenen Fouls aberkannt. Kurz vor der Pause sorgte Ronaldo mit seinem zweiten Treffer des Abends für die Vorentscheidung (39.). Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierte Portugal das Geschehen. Ein Eigentor von Abduqodir Khusanov führte zum 4:0 (60.). Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Rafael Leao (87.).
Mit dem klaren Erfolg verschafft sich Portugal eine deutlich bessere Ausgangslage für das abschließende Gruppenspiel, während Usbekistan nach der zweiten Niederlage im Turnierverlauf weiter unter Druck steht.
Joao Cancelo (#20, Portugal) wird von Abbosbek Fayzullaev (#22, Usbekistan) gefoult. Infolgedessen wird das von Azizjon Ganiev (#19, Usbekistan) erzielte Tor nach Videoüberprüfung aberkannt.
Foto: Charlotte Wilson/Getty Images
Cristiano Ronaldo (l.) und sein Teamkollege Nuno Mendes (r.) beim Spiel gegen Usbekistan.
Foto: Ronaldo Schemidt/AFP via Getty Images
23. Juni11:07 Uhr
Nagelsmann: „Wir wollen das Spiel gegen Ecuador gewinnen“
Deutschland war bei allen zuvor 20 WM-Teilnahmen in 92 Jahren noch nie vor dem letzten Gruppenspiel ganz sicher Erster. Dass nun auch nur einer mit den Gedanken schon zum ersten Zwischenrunden-Duell in Foxborough abdriftet, will Nagelsmann vermeiden.
„Wir versuchen, uns auf unseren Weg zu konzentrieren. Wir versuchen, ein paar kleine Dinge anzupassen. Und wenn man sich ernsthaft auf das nächste Spiel vorbereitet, ist man auch auf die K.-o.-Spiele vorbereitet“, beschrieb der 38-Jährige sein Konzept.
„Wir wollen das Spiel gegen Ecuador gewinnen. Wir werden sehen, wer unser nächster Gegner ist, und das bereiten wir vor“, sagte Nagelsmann.
Erst am späten Samstagabend wird wohl feststehen, wer tatsächlich der erste K.o.-Gegner ist. Ungewöhnlich spät. Für eine seriöse Vorbereitung im Nagelsmann-Stil ist das fast zu spät. Schottland, Paraguay oder Australien sind die wahrscheinlichsten Optionen. Doch vorerst geht es gegen Ecuador.
Ein Bus mit dem deutschen Nationaltrainer Julian Nagelsmann (l) neben Rudi Völler, dem Sportdirektor des DFB, und den Spielern der deutschen Nationalmannschaft fährt am 20. Juni 2026 zum Toronto Stadium.
Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
23. Juni10:04 Uhr
Antonio Rüdiger kommt statt Schlotterbeck
Wenn die deutschen Fußballer am 25. Juni im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador spielen, wird nach dem Aus von Schlotterbeck der Mann mit der Nummer 2 – Antonio Rüdiger – seinen Platz im Finalstadion von East Rutherford einnehmen.
Bundestrainer Julian Nagelsmann lobte Rüdiger explizit nach dem 45-Minuten-Einsatz gegen die Ivorer: „Antonio, finde ich, hat es gut gemacht, sehr konzentriert. Es war nicht leicht, wenn du so ins Spiel reinkommst. Es so gut zu machen, finde ich super, wenn du diesen krassen Spielrhythmus aus den letzten zwei, drei Wochen nicht hast.“
Jetzt muss der robuste Zweikämpfer schnell den WM-Rhythmus aufnehmen. „Als Fußballer ist es nicht einfach, auf der Bank zu sitzen“, sagte der jahrelang als Stammspieler gesetzte Vize-Kapitän. Seine Rückstufung hatte er klaglos hingenommen. „Es sei den Jungs gegönnt“, sagte er mit Blick auf die Konkurrenten Tah und Schlotterbeck.
Innerhalb der Mannschaft ist Rüdiger anerkannt. Joshua Kimmich hielt beim Start ins WM-Jahr im März ein Plädoyer für ihn. „Ich habe manchmal das Gefühl, wir in Deutschland vergessen, was der Toni die letzten drei, vier Jahre abgeliefert hat“, sagte Kimmich mit Blick auf dessen Leistungen und Status bei Real Madrid.
23. Juni7:03 Uhr
Algerien dreht das Spiel
Jordanien hat am zweiten Spieltag der Gruppe J 1:2 gegen Algerien verloren und ist damit aus dem Turnier ausgeschieden. Zunächst ging Jordanien durch Nizar Al-Rashdan in Führung (36.). Nach einem misslungenen Seitenwechsel und einer ungewollten Vorlage gelang Algerien in der zweiten Halbzeit die Wende.
Die Wüstenfüchse zeigten sich nach der Pause entschlossen und drängten auf den Ausgleich, der durch Nadhir Benbouali per Kopf erfolgte (69.). In den Schlussminuten erhöhte Algerien den Druck weiter und Amine Gouiri drehte schließlich das Spiel zugunsten der Algerier mit seinem Tor (82.).
Jordanien steht nach der Niederlage als Gruppenletzter mit 0 Punkten fest. Argentinien führt die Gruppe als sicherer Gruppensieger mit sechs Punkten an, dahinter folgen Österreich und Algerien mit jeweils drei Punkten. Am letzten Spieltag trifft Jordanien am Sonntag auf Argentinien – Algerien spielt zeitgleich gegen Österreich.
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Mit seinem Tor sorgte der jordanische Spieler Nizar Alrashdan (#21) für die 1:0-Führung.
Foto: Stu Forster/Getty Images
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Die Fußballer von Jordanien feierten das Tor von Nizar Alrashdan zusammen mit ihm.
Foto: Stu Forster/Getty Images
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In der zweiten Halbzeit drehte Algerien auf. Nadhir Benbouali (#12) erzielte das Ausgleichtor zum 1:1.
Foto: Stu Forster/Getty Images
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Amine Gouiri (#9) von Algerien legte nach und erzielte das 2:1.
Foto: Stu Forster/Getty Images
23. Juni4:13 Uhr
Norwegen vorzeitig weiter
Norwegen hat sich gegen den Senegal mit 3:2 durchgesetzt und feiert den zweiten Sieg bei diesem Turnier. Die Skandinavier gingen kurz vor der Halbzeitpause durch Marcus Holmgren Pedersen in Führung (43.).
In der zweiten Halbzeit erhöhte Erling Haaland auf 2:0 (48.). Senegal verkürzte wenig später durch Ismaila Sarr (53.), der nach einem Pass von Mane den Ball ins Netz beförderte. Doch Norwegen ließ sich nicht beirren und stellte flugs den alten Abstand wieder her (58.).
Es war erneut Haaland, der einen Abpraller nutze und den Ball ins Tor beförderte. Im weiteren Verlauf des Spiels versuchte Senegal, den Druck zu erhöhen. Zwar gelang Ismaila Sarr der Anschlusstreffer zum 3:2 (90+3) – doch das reichte nicht zum Sieg.
Damit hat Norwegens Fußball-Nationalteam bei der WM vorzeitig die K.-o.-Runde erreicht. Beim letzten Vorrundenspiel gegen Frankreich müssen sie gewinnen, um Platz 1 in der Gruppe I zu sichern. In dem Duell geht es auch um den möglichen deutschen Achtelfinal-Gegner. Senegal indes droht nach der zweiten Niederlage das Aus.
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In der 13. Minute kam Marcus Holmgren Pedersen (#16) für den verletzten BVB-Profi Julian Ryerson aufs Feld und erzielte eine halbe Stunde später das erste Tor für Norwegen.
Foto: Buda Mendes/Getty Images
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Norwegens Shooting-Star Erling Haaland (m.) legte mit einem Doppelpack nach und machte den Einzug ins Sechzehntelfinale perfekt.
Foto: Al Bello/Getty Images
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Volle Kraft voraus: Die norwegischen Fans ruderten für ihr Team zur Unterstützung.
Foto: Justin Setterfield/Getty Images
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Was die Fans können, können auch die Fußballer: Gemeinsam ruderten sie ins sichere Sechzehntelfinale.
Foto: Justin Setterfield/Getty Images
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Die Freude über den Einzug in die K.o.-Phase war bei den norwegischen Fans deutlich zu spüren.
Foto: Buda Mendes/Getty Images
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Für Senegal und seine Fans könnte die Weltmeisterschaft dagegen bald zu Ende sein.
Foto: Al Bello/Getty Images
23. Juni2:54 Uhr
Historisches Regenduell zwischen Frankreich und Irak mit 3:0 beendet
Bei der Fußball-WM hat Frankreich sich in einem Regenduell mit 3:0 gegen den Irak durchgesetzt. Wegen zwischenzeitlichem Gewitter war die Partie zwei Stunden lang unterbrochen und das Stadion vorübergehend geräumt worden.
Die Partie begann mit einem dominanten Auftritt der Franzosen, die von Beginn an Druck aufbauten. Der Irak hatte Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden und musste sich gegen die Angriffe der „Équipe Tricolore“ behaupten, was nicht immer gelang. Kylian Mbappé eröffnete den Torreigen mit einem kraftvollen Schuss aus der Distanz (14.). Nach der Trinkpause in der ersten Halbzeit zeigte der Irak eine kurze Phase der Besserung, konnte jedoch keine nennenswerten Chancen herausspielen.
Wegen eines drohenden Gewitters wurde das Spiel zur Halbzeit zunächst für 30 Minuten unterbrochen. Die Fans wurden aufgefordert, ihre Plätze zu verlassen und in geschützten Stadion-Bereichen Unterschlupf zu suchen.
In den USA gilt: Eine Sportveranstaltung wird für 30 Minuten unterbrochen, sobald ein Blitz in einem Umkreis von etwa 15 Kilometern einschlägt. Bei jedem weiteren Blitzschlag kommen weitere 30 Minuten hinzu. So dauerte es in Philadelphia letztlich mehr als zwei Stunden, bis es auf dem Rasen weiterging.
Nach der XXL-Halbzeitpause verpasste der neue irakische Torhüter Ahmed Basil den Ball nach einem missglückten Rückpass, was Mbappé in ein Tor verwandelte (54.). Wenig später (66.) machte Dembélé den Deckel drauf zum 3:0-Endstand. Der Sieg bringt Frankreich einem Gruppensieg von Gruppe I große Schritte weiter, während der Irak nach der zweiten Niederlage in der Gruppenphase unter Druck steht.
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Abkühlung zur Erwärmung: Bereits vor dem Anpfiff der Partie zwischen Frankreich und Irak regnete es kräftig.
Foto: Dan Mullan/Getty Images
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Kylian Mbappé (#10) aus Frankreich wird von Hussein Ali (#3) aus dem Irak gestoppt.
Foto: Kevin C. Cox/Getty Images
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Akam Hashim (#5) aus dem Irak kontrolliert den Ball gegen Bradley Barcola (#12) aus Frankreich während der Regen-Partie.
Foto: Kevin C. Cox/Getty Images
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Die Fußballfans mussten zwei Stunden warten, bis die zweite Halbzeit angepfiffen wurde.
Foto: Roberto Schmidt/AFP via Getty Images
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Die XXL-Halbzeitpause war sehr zur Unfreude der Zuschauer.
Foto: Dan Mullan/Getty Images
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So leer war ein Fußballstadion zur Halbzeit selten.
Foto: Darrian Traynor/Getty Images
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Wegen eines drohenden Gewitters wurden alle Zuschauer gebeten, die sicheren und überdachten Stadionbereiche aufzusuchen.
Foto: Darrian Traynor/Getty Images
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Regen und Gewitter konnten die Freude bei den französischen Fußballfans nicht trüben.
Foto: Darrian Traynor/Getty Images
23. Juni0:05 Uhr
Spiele am Dienstag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
02:00 Uhr: Norwegen gegen Senegal in New York, USA
05:00 Uhr: Jordanien gegen Algerien in San Francisco, USA (Übertragung: ZDF)
19:00 Uhr: Portugal gegen Usbekistan in Houston, USA (Übertragung: ARD)
22:00 Uhr: England gegen Ghana in Boston, USA (Übertragung: ARD)
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Donnerstag, dem 25.06., um 22:00 Uhr gegen Ecuador statt.
22. Juni21:21 Uhr
Messi alleiniger WM-Rekordtorschütze
Lionel Messi ist zum alleinigen Rekordtorschützen der Fußball-Weltmeisterschaft aufgestiegen. Der argentinische Offensivstar erzielte im zweiten Gruppenspiel gegen Österreich zwei Tore (18. WM-Treffer) und überholte damit den deutschen Ex-Weltmeister Miroslav Klose (16. WM-Treffer).
Einen noch größeren Erfolg winkt nur Kylian Mbappé: Der Franzose erzielte bislang 14 WM-Tore. Mbappé ist elf Jahre jünger und hat wohl mindestens noch ein weiteres Turnier vor sich, während Messi seine sechste und letzte Weltmeisterschaft spielt. Der argentinische Kapitän wird in zwei Tagen 39 Jahre alt.
Lionel Messi (#10, Argentinien) im Zweikampf mit Nicolas Seiwald (#6, Österreich) und Xaver Schlager (#4) während des WM-Gruppenspiels J zwischen Argentinien und Österreich am 22. Juni 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas.
Foto: Francois Nel/Getty Images
Klose hatte sich schon vor Turnierstart quasi damit abgefunden, die Bestmarke zu verlieren. „Ich rechne damit, dass mein Rekord in diesem Turnier fällt“, hatte der heutige Trainer des Zweitligisten 1. FC Nürnberg der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt. „Durch das größere Teilnehmerfeld gibt es mehr Spiele und damit mehr Möglichkeiten, Tore zu schießen.“
22. Juni21:05 Uhr
2:0 – Argentinien besiegt Österreich dank Messis Rekordtoren
In seinem zweiten Gruppenspiel der Fußball-WM 2026 hat sich Argentinien mit 2:0 gegen Österreich durchgesetzt. Die Führung erzielte Lionel Messi, der aus dem Rückraum flach ins linke Eck traf (39.). Zuvor hatte Messi bereits in der 9. Minute einen Elfmeter verschossen.
Lionel Messi (#10) von Argentinien jubelt über sein Tor zum 2:0 für sein Team im WM-Gruppenspiel J zwischen Argentinien und Österreich am 22. Juni 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas.
Foto: Stacy Revere/Getty Images
Die Partie begann mit hohem Tempo, und Argentinien übernahm schnell die Kontrolle. Österreich zeigte sich jedoch kämpferisch und hielt gut dagegen. Trotz einiger guter Chancen auf beiden Seiten blieb es zur Halbzeit bei der knappen 0:1-Führung für die Südamerikaner. In der zweiten Hälfte versuchte Österreich, den Druck zu erhöhen, doch die argentinische Abwehr stand sicher.
Lionel Messi (Nr. 10, verdeckt) von Argentinien jubelt mit seinen Teamkollegen nach seinem Tor zum 2:0 im WM-Gruppenspiel J zwischen Argentinien und Österreich am 22. Juni 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas.
Foto: Stacy Revere/Getty Images
In der Schlussphase verwalteten die Argentinier ihre Führung clever und ließen den Ball in den eigenen Reihen laufen, während Österreich vergeblich auf die zündende Idee wartete. Trotz der Bemühungen gelang es den Österreichern nicht, den Ausgleich zu erzielen. In der Nachspielzeit sorgte erneut Messi für die Entscheidung (90+5), der damit bislang alle fünf argentinischen Tore bei diesem Turnier erzielt hat.
Lionel Messi (#10) und die argentinischen Spieler applaudieren den Fans nach dem 2:0-Sieg der Mannschaft im WM-Gruppenspiel J zwischen Argentinien und Österreich am 22. Juni 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas.
Foto: Francois Nel/Getty Images
22. Juni18:47 Uhr
Unwetterwarnung auch vor Norwegen-Spiel
Ebenso warnt der US-Wetterdienst vor Hochwasser vor dem Norwegenspiel. Das WM-Gruppenspiel zwischen Norwegen und Senegal findet am Dienstagnacht um 2:00 Uhr statt. Für das Gebiet rund um das Stadion, das sich in East Rutherford befindet, wurden starker Regen und mögliche Überschwemmungen vorhergesagt.
Die Warnung gilt für Teile von New York City und New Jersey. Es schließt auch das Gebiet um das Stadion ein, in dem am 19. Juli das WM-Finale steigen soll.
22. Juni18:45 Uhr
Mehrere WM-Spiele wegen Unwetter gefährdet
Kurz vor dem Spiel zwischen Frankreich und dem Irak in Philadelphia gibt es eine akute Unwetterwarnung. Der US-Sender CBS berichtet, es könnte zu einer kurzfristigen Absage oder Verschiebung kommen. Genau über dem Lincoln Financial Field in Philadelphia sei eine Unwetterfront vohergesagt worden. Dort findet heute das zweite Gruppenspiel der beiden Teams um 23:00 Uhr statt.
Die Meteorologen warnen vor „zerstörerischen Winden, heftigen Blitzen und der Gefahr vereinzelter Tornados“. Das Risiko für die Durchführung unter freiem Himmel sei unmöglich. Sowohl für die Teams als auch für die Fans sei dies zu gefährlich. Starkregen und Sturzfluten seien möglich und der Flugverkehr könnte beeinträchtigt sein. Die FIFA überlegt deshalb auch, das offizielle Rahmenprogramm in der Stadt abzusagen – etwa das Public Viewing.
22. Juni15:57 Uhr
Schlotterbeck über sein WM-Aus
Nico Schlotterbeck hat auf seinem Instagram-Account bei seinen Fans um Verständnis gebeten. „Ich brauche noch etwas Zeit, um das Ganze zu verarbeiten.“ Nach Bekanntwerden seines verletzungsbedingten WM-Aus habe er noch „keine ausführlichen Worte“ gefunden.
Die deutschen Fußball-Fans fordert er aber auf, die DFB-Elf weiter anzufeuern. „Was jetzt zählt, ist die Mannschaft“, schrieb der Dortmunder Innenverteidiger weiter. Demnach verdiene das deutsche Team „die volle Unterstützung aller Deutschen“.
„Lasst uns zusammenstehen und zeigen, dass wir in guten wie in schwierigen Momenten hinter dieser deutschen Mannschaft stehen und sie auf ihrem Weg zum WM-Titel unterstützen!“
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Julian Nagelsmann musste die bittere Nachricht vom Ausfall seines starken Aufbauspielers in der Abwehr hinnehmen – ein Turnierschock auch für den Bundestrainer. „Schlotti wird uns auf dem Platz als herausragender Verteidiger sehr fehlen, vor allem auch sein exzellenter Spielaufbau. Es hätte seine WM werden können“, äußerte Nagelsmann.
Schlotterbeck will nicht nach Dortmund abreisen, sondern im WM-Quartier in den USA bleiben. „Das spricht für unseren Teamgeist“, sagte Sportdirektor Rudi Völler. Auch Nagelsmann sieht die Botschaft: „Es ist ein schönes Zeichen, dass er zunächst hier im Mannschaftskreis bleibt, denn er hat auch neben dem Platz Einfluss.“
22. Juni13:40 Uhr
WM-Aus für Schlotterbeck
Nico Schlotterbeck fällt laut Medienberichten für den Rest der WM aus. Der Innenverteidiger von Borussia Dortmund hat sich im Spiel gegen die Elfenbeinküste einen Bänderriss im linken Sprunggelenk zugezogen und wird der Deutschen Nationalmannschaft damit nicht mehr zur Verfügung stehen.
Der Ausfall trifft das Team hart, da Schlotterbeck als Stammkraft im Spielaufbau und einziger Linksfuß in der Innenverteidigung eingeplant war. Für das Gruppenspiel gegen Ecuador rückt nun vor allem Antonio Rüdiger in den Fokus der Startelf.
Musste gegen die Elfenbeinküste vorzeitig runter und kann bei der WM nicht mehr spielen: Nico Schlotterbeck.
Foto: Tom Weller/dpa
22. Juni10:40 Uhr
Undav: Joker oder Startelf?
Deniz Undav hat sich bei der WM als wirkungsvoller Joker der Deutschen Nationalmannschaft etabliert. Mit starken Werten in seinen bisherigen Einsätzen drängt der Stürmer des VfB Stuttgart zunehmend in die Startelf und sorgt für eine breite Debatte über seine Rolle im Team. Fans, Experten und Mitspieler sehen in ihm aktuell einen der formstärksten deutschen Offensivspieler des Turniers.
Bundestrainer Julian Nagelsmann steht damit vor einer Grundsatzentscheidung: weiter auf Undav als „Impact-Spieler“ von der Bank setzen oder ihn aufgrund seiner aktuellen Form von Beginn an bringen.
Während einige Argumente für die bewährte Joker-Rolle sprechen, etwa frische Impulse in der zweiten Halbzeit, spricht seine Effizienz und Torgefahr auch klar für einen Startelfeinsatz. Vor dem Gruppenspiel gegen Ecuador wird intern über mögliche Anpassungen in der Offensive diskutiert.
Alle lieben Deniz Undav.
Foto: Christian Charisius/dpa
22. Juni7:00 Uhr
Darum darf Nagelsmann keinen Feldspieler mehr nachholen
Aus deutscher Sicht sorgt weiterhin die Verletzung von Nico Schlotterbeck für Sorgen. Einen Tag nach dem 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste lag noch keine genaue Diagnose vor. Sollte der Innenverteidiger für den Rest des Turniers ausfallen, kann Bundestrainer Julian Nagelsmann keinen Ersatzspieler nachnominieren. Laut FIFA-Regeln dürfen verletzte Feldspieler nur bis 24 Stunden vor dem ersten Turnierspiel ersetzt werden – diese Frist ist bereits abgelaufen.
Sollte Schlotterbeck langfristig ausfallen, muss Deutschland mit dem bestehenden Kader weitermachen. Dieser würde sich dann auf 22 Feldspieler und drei Torhüter reduzieren. Eine Ausnahme gelten nur für Torhüter: Bei einem Ausfall könnte weiterhin ein Ersatz nachberufen werden. Dafür steht bereits Jonas Urbig bereit.
Julian Nagelsmann war nach Schiedsrichter-Entscheidungen erzürnt.
Foto: Christian Charisius/dpa
22. Juni5:09 Uhr
Ägypten feiert gegen Neuseeland ersten WM-Sieg
Ägypten hat bei der Fußball-WM Geschichte geschrieben und mit einem 3:1 gegen Neuseeland den ersten WM-Sieg der Verbandsgeschichte gefeiert. Dabei begann die Partie aus ägyptischer Sicht alles andere als optimal. Finn Surman brachte Neuseeland nach einer Ecke mit 1:0 in Führung (15.). Die Nordafrikaner hatten lange Probleme, die kompakte Defensive der „All Whites“ zu knacken.
Nach der Pause drehte Ägypten jedoch auf. Mostafa Zico köpfte nach einer Flanke von Mohamed Hany zum 1:1 (58.). Wenig später sorgte Starspieler Mohamed Salah mit einem präzisen Abschluss für die Führung (67.). Nach einer Ecke von Salah machte Trezeguet mit einem Kopfball zum 3:1 alles klar (82.). Ägypten übernimmt mit dem Sieg und vier Punkten die Tabellenführung in Gruppe G. Iran und Belgien folgen mit jeweils zwei Zählern, Neuseeland bleibt bei einem Punkt.
Kapitän Taremi hatte nach dem Spiel zwei Botschaften, die ihm wichtig waren.
Foto: Andre Penner/AP/dpa
22. Juni2:09 Uhr
Uruguay und Kap Verde trennen sich 2:2
Uruguay und Kap Verde haben sich bei der Fußball-WM mit 2:2 getrennt. Kap Verde erwischte den besseren Start: Kevin Pina brachte den Außenseiter mit einem Freistoß aus rund 30 Metern in Führung (21.).
Uruguay antwortete kurz vor der Pause durch Maxi Araujo (44.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte drehte Agustin Canobbio die Partie und sorgte für die 2:1-Führung der Südamerikaner (45+6).
Nach dem Seitenwechsel schlug Kap Verde zurück. Helio Varela nutzte einen Fehler in der uruguayischen Defensive und erhöhte auf 2:2 (61.). Uruguay glaubte in der 68. Minute bereits an die erneute Führung, doch ein Treffer wurde nach Video-Überprüfung wegen Abseits aberkannt.
Beide Mannschaften hatten in der Schlussphase weitere Chancen, konnten den Siegtreffer jedoch nicht mehr erzielen. So blieb es bei einem 2:2-Unentschieden.
Der Außenseiter jubelt: Kevin Pina (Nr. 6) und seine Teamkollegen feiern das erste Tor in der WM-Geschichte Kap Verdes.
Foto: Lynne Sladky/AP/dpa
22. Juni0:05 Uhr
Spiele am Montag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
03:00 Uhr: Neuseeland gegen Ägypten in Vancouver, Kanada
19:00 Uhr: Argentinien gegen Österreich in Arlington, USA
23:00 Uhr: Frankreich gegen Irak in Philadelphia, USA
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Donnerstag, dem 25.06., um 22:00 Uhr gegen Ecuador statt.
21. Juni21:54 Uhr
Drama in LA: Belgien und Iran enden torlos
Im zweiten Spiel der Gruppe G bei der Weltmeisterschaft 2026 trennten sich die Nationalmannschaften von Belgien und dem Iran in Los Angeles nach einer packenden ersten Halbzeit vorerst unentschieden. Nachdem beide Teams mit Remis in das Turnier gestartet waren, standen beide Seiten unter erheblichem Zugzwang.
Belgien dominierte trotz des Ausfalls von Jérémy Doku das Mittelfeld, fand jedoch gegen die disziplinierte iranische Defensive kaum Lösungen. Der Iran setzte Nadelstiche und erzielte durch Mehdi Taremi nach einer Freistoßvariante vermeintlich die Führung (25.), die jedoch nach Video-Überprüfung wegen Abseits und Behinderung zurückgenommen wurde. Belgien erhöhte vor der Pause den Druck, blieb aber ohne Torerfolg, wodurch es beim 0:0 zur Halbzeit blieb.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Belgien das Tempo. Die beste Chance vergab Maxim De Cuyper in der 59. Minute, dessen gefährlicher Schuss vom iranischen Gegenspieler mit einer Parade entschärft wurde. In der 67. Minute schwächte sich Belgien selbst, als Nathan Ngoy nach einer Notbremse die Rote Karte sah. Trotz der Unterzahl blieben die Belgier spielbestimmend, verloren aber an Durchschlagskraft. Der Iran verteidigte das Unentschieden mit großem läuferischen Einsatz und sicherte sich so einen wertvollen Punkt.
Der iranische Stürmer (#9), Mehdi Taremi, und der belgische Mittelfeldspieler (#7), Kevin De Bruyne.
Foto: Patrick T. Fallon/AFP via Getty Images
Der iranische Verteidiger (#2), Saleh Hardani, und der belgische Verteidiger (#5), Maxim De Cuyper, kämpfen um den Ball.
Foto: Etienne Laurent/AFP via Getty Images
21. Juni21:02 Uhr
Belgien und Iran: Erste Partie gegeneinander
Belgien gilt trotz des holprigen Starts als klarer Favorit. Die KI-Modelle prognostizieren einen Sieg für die „Roten Teufel“ aufgrund der deutlich höheren Kaderqualität und Breite der Bank. Die Daten-Analyse von Experten deutet auf eine torarme Partie hin (eine Wahrscheinlichkeit von 66 Prozent für „Unter 2,5 Tore“). Es wird erwartet, dass der Iran extrem tief stehen und verteidigen wird.
Gesamtansicht vor dem Spiel der Gruppe G der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Belgien und dem Iran im Los Angeles Stadium am 21. Juni 2026 in Inglewood, Kalifornien.
Foto: Harry How/Getty Images
21. Juni20:06 Uhr
Spaniens demontiert Saudi-Arabien mit 4:0
Mit einer fulminanten Offensiv-Show überrollte die Selección chancenlose Saudi-Araber bereits in der ersten Halbzeit durch ein Tor von Lamine Yamal (10.) und einen Doppelpack von Mikel Oyarzabal (21./24.).
Nach dem Seitenwechsel schaltete der Europameister zwar merklich einen Gang zurück, schraubte das Ergebnis durch ein Eigentor der Saudis (49.) dennoch auf ein hochverdientes 4:0. Ein spätes fünftes Tor durch Ferran Torres wurde kurz vor dem Abpfiff nach einer hauchdünnen Video-Entscheidung zurückgenommen.
Rodri (Nr. 16) und die spanischen Spieler applaudieren den Fans nach dem 4:0-Sieg ihrer Mannschaft im Spiel der Gruppe H der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien im Atlanta Stadium am 21. Juni 2026 in Atlanta, Georgia.
Foto: Mattia Ozbot/Getty Images
Ein spanischer Fan posiert vor dem Spiel der Gruppe H der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien am 21. Juni 2026 im Atlanta Stadium in Atlanta, Georgia, für Fotos.
Foto: Justin Setterfield/Getty Images
Der spanische Stürmer Nr. 10, Dani Olmo (l.), kämpft am 21. Juni 2026 im Atlanta Stadium in Atlanta beim Fußballspiel der Gruppe H der Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien mit dem saudischen Verteidiger (#5), Hassan Al-Tambakti, um den Ball.
Foto: Roberto Schmidt/AFP via Getty Images
21. Juni17:32 Uhr
Wiedergutmachung der „La Roja“ oder die nächste Überraschung der Falken?
Spanien, als Europameister und einer der Turnierfavoriten, startete mit einem enttäuschenden Unentschieden gegen Kap Verde – ein schwacher Auftakt für die hochklassig besetzte Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente.
Die „La Roja“ dominiert normalerweise durch Ballbesitz, starkes Mittelfeld und junge Talente wie Lamine Yamal, der voraussichtlich von Beginn an spielen wird. Gegen Saudi-Arabien wird ein aggressiver, torhungriger Auftritt erwartet, um die Frustration loszuwerden und die Gruppe anzuführen.
Saudi-Arabien holte einen respektablen Punkt gegen Uruguay (1:1) und zeigt sich kampfstark. Die Mannschaft unter Trainer Georgios Donis setzt auf kompakte Defensive und Konter, bleibt aber offensiv limitiert. Historisch haben die Saudis gegen europäische Teams bei WM-Spielen große Probleme (10 Niederlagen aus 11 Spielen).
Fans strömen vor dem Spiel der Gruppe H der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien am 21. Juni 2026 im Atlanta Stadium in Atlanta, Georgia, zum Stadion.
Foto: Justin Setterfield/Getty Images
Die spanischen Spieler wärmen sich vor dem Fußballspiel der Gruppe H der Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien im Atlanta Stadium in Atlanta am 21. Juni 2026 auf.
Foto: Roberto Schmidt/AFP via Getty Images
Die Spieler Saudi-Arabiens wärmen sich vor dem Spiel der Gruppe H der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien im Atlanta Stadium am 21. Juni 2026 in Atlanta, Georgia, auf.
Foto: Buda Mendes/Getty Images
21. Juni14:01 Uhr
„Ohne Furcht auftreten“
Heute spielt Kap Verde gegen den ehemaligen Weltmeister und Copa-America-Sieger Uruguay. Die „Blauen Haie“ galten als Außenseiter in ihrer Gruppe mit Spanien, Uruguay und Saudi-Arabien. Gegen Spanien erspielten sie ein vielbeachtetes 0:0.
„Das Geheimnis ist ganz einfach: Unsere größte Stärke ist der Zusammenhalt in der Mannschaft“, sagte Mittelfeldspieler Kevin Pina laut FIFA. „Wir sind alle entspannt. Wir kennen unsere Qualität und wissen, was wir tun.“
„Nach dem ersten Spiel haben wir gemerkt: Das ist nichts Außergewöhnliches, davor muss man keine Angst haben“, so Pina. „Klar, da stehen Spieler mit enormer Qualität auf dem Rasen. Aber sobald du den Platz betrittst, sind alle gleich. Am Ende entscheidet, wer es mehr will – wer bereit ist, für die Sache alles zu geben.“
Cheftrainer Bubista sagte: „Wir sind nicht hergekommen, um nur dabei zu sein. Wir sind gekommen, um zu konkurrieren. Mein Team hat keinen Grund, nervös zu sein.“ Ihr Ziel sei, ohne Furcht aufzutreten, ganz gleich, wer ihnen gegenüberstehe.
Der spanische Spieler Pedri (Nr. 20) wird von Kevin Pina (Nr. 6) aus Kap Verde während des Spiels Spanien und Kap Verde im Atlanta Stadium am 15. Juni 2026 in Atlanta, Georgia, zu Fall gebracht.
Foto: Florencia Tan Jun/Getty Images
21. Juni8:28 Uhr
Neuer Nationalheld in Curaçao: Der alles-haltende Torwart
Der Torwart von Curaçao hat im WM-Spiel gegen Ecuador alles gehalten, was auf seinen Kasten kommt. Nach 15 Paraden steigt eine ganz besondere Party. Den ersten WM-Punkt ihrer Geschichte feierten die Karibik-Kicker erst überschwänglich mit ihren Fans im Stadion und danach ausgelassen mit dem niederländischen Königspaar König Willem-Alexander und Königin Máxima in der Kabine. Als König der Niederlande ist Willem-Alexander zugleich Staatsoberhaupt aller Länder des Königreichs – Curaçao gehört dazu.
Schon nach dem 1:7 im ersten Spiel gegen Deutschland hatte sich ein Traum von Room erfüllt, als er sich das Trikot von Manuel Neuer sicherte. In der Vergangenheit hatte er schon einmal das Shirt mit Lionel Messi getauscht. „Jetzt habe ich das Messi-Trikot und das Neuer-Trikot. Mehr kann ich nicht erreichen“, sagte die neue Torwart-Ikone.
Eloy Room #1 aus Curaçao dankt den Fans nach dem 0:0-Unentschieden im Spiel zwischen Ecuador und Curaçao im Kansas City Stadium am 20. Juni 2026 in Kansas City, Missouri.
Foto: Charlotte Wilson/Getty Images
21. Juli7:55 Uhr
Japan gewinnt 4:0 gegen Tunesien
Japan hat sein zweites Gruppenspiel gegen Tunesien mit 4:0 gewonnen und damit einen großen Schritt Richtung Sechzehntelfinale gemacht. Früh ging Japan durch Daichi Kamada in Führung (4.), der den Ball mit der Hacke ins Tor beförderte. Ayase Ueda erhöhte auf 2:0, nachdem er sich an der Strafraumecke durchsetzte (31.).
In der zweiten Halbzeit dominierte Japan weiterhin das Spielgeschehen. Junya Ito erzielte das 3:0, als er nach einem perfekten Pass alleine vor dem tunesischen Torhüter auftauchte und souverän abschloss (69.). Den Schlusspunkt setzte erneut Ueda mit einem Kopfball (84.).
Tunesien fand kaum Mittel gegen die kompakte Defensive der Japaner und konnte sich nur selten in gefährliche Abschlusspositionen bringen. Damit half auch der kurzfristige Trainerwechsel nichts: Für Tunesien und Coach Hervé Renard ist die Fußball-WM 2026 vorzeitig beendet.
21. Juni6:15 Uhr
DFB sorgt sich um Schlotterbeck
Nico Schlotterbeck: Der Innenverteidiger verletzte sich im Spiel gegen die Elfenbeinküste am Sprunggelenk und musste nach rund 15 Minuten ausgewechselt werden. Laut Nagelsmann besteht der Verdacht auf eine Innenbandverletzung, eine genaue Diagnose soll ein MRT bringen.
Wie schwer ist Nico Schlotterbeck (m) verletzt?
Foto: Jan Woitas/dpa
21. Juli5:10 Uhr
Unentschieden von Curaçao hilft Deutsche Elf
Das sensationelle 0:0 des WM-Debütanten Curaçao gegen Ecuador macht Deutschland bereits vor dem letzten Gruppenspiel uneinholbar zum Sieger der Gruppe E. Der Punkt für das Unentschieden gegen Ecuador sorgt nicht nur für deutsche Planungssicherheit, sondern auch für eine der großen Geschichten dieser WM.
Torwart Eloy Room von Curaçao verhinderte mit starken Paraden den möglichen Sieg der Südamerikaner und avancierte zum Helden des Außenseiters. Der 37-Jährige, eigentlich Zweitligaprofi in den USA, wurde nach Abpfiff von seinen Mitspielern gefeiert und sorgt auch in sozialen Medien für viel Aufmerksamkeit.
Der Torhüter von Curaçao, Eloy Room (l.), und der Torhüter von Ecuador, Hernán Galindez (r.), umarmen sich nach dem WM-Gruppenspiel.
Foto: Reed Hoffmann/AP/dpa
21. Juli4:01 Uhr
Deutschland vorzeitig Gruppensieger
Deutschland ist bereits vor dem letzten Gruppenspiel als Gruppensieger durch. Grund dafür ist das 0:0 zwischen Curaçao und Ecuador, das der DFB-Elf rechnerisch Platz 1 nicht mehr nehmen kann. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann steht nach dem 2:1 gegen die Elfenbeinküste bei 6 Punkten.
Trotz einer möglichen Niederlage gegen Ecuador im letzten Gruppenspiel am Donnerstag (22:00 Uhr MESZ) bleibt Deutschland aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs gegen die Elfenbeinküste Gruppenerster.
Ausblick K.o.-Phase:
Sechzehntelfinale: 29. Juni (22:30 Uhr MESZ) in Foxborough gegen einen der besten Gruppendritten
Achtelfinale: 4. Juli (23:00 Uhr MESZ) in Philadelphia gegen den Sieger aus Gruppe I
Viertelfinale: 9. Juli in Foxborough
Halbfinale: 14. Juli in Arlington
Finale: 19. Juli in East Rutherford
Deutschland hat damit eine günstige Ausgangslage und kennt bereits den kompletten möglichen Turnierpfad bis ins Finale.
Der frühere Bremer Tahith Chong wehrte sich mit Curaçao tapfer.
Foto: Charlie Riedel/AP/dpa
20. Juni0:05 Uhr
Spiele am Sonntag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
02:00 Uhr: Ecuador gegen Curaçao in Kansas City, USA
06:00 Uhr: Tunesien gegen Japan in Monterrey, Mexiko
18:00 Uhr: Spanien gegen Saudi-Arabien in Atlanta, USA
21:00 Uhr: Belgien gegen Iran in Philadelphia, USA
00:00 Uhr: Uruguay gegen Kap Verde in Miami, USA
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Donnerstag, dem 25.06., um 22:00 Uhr gegen Ecuador statt.
21. Juli0:01 Uhr
Deutschland hat gewonnen
Bei der Fußball-WM hat Deutschland gegen die Elfenbeinküste mit 2:1 gewonnen. Nachdem die Anfangsphase schnell und stark umkämpft war, brachte Deutschland den Ball in der ersten Halbzeit zweimal ins gegnerische Netz, wobei beide Treffer nicht gegeben wurden. Das erste Tor war ungültig, da es ein Foul gegen den Torwart gab, das zweite wegen einem Offensivfoul – dieses wurde erst 10 Sekunden später abgepfiffen. Stattdessen ging die Elfenbeinküste in der ersten Halbzeit durch Franck Kessié (30.) in Führung.
Das deutsche Team reagierte zunächst lange Zeit konsterniert, bevor Deniz Undav den Ausgleich erzielen konnte (68.). Und Undav war es auch, der in der Nachspielzeit den Siegtreffer brachte (90+4). Damit ist Deutschland erst das zweite Team bei dieser WM, das einen Rückstand gedreht hat.
„Ich versuche einfach, meinen Job zu machen“, sagte Undav bei einer späteren Pressekonferenz dazu.
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Joshua Kimmich (#6) wird von Yan Diomande (#11) aus der Elfenbeinküste attackiert.
Foto: Megan Briggs/Getty Images
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Schiedsrichter Juan Gabriel Benitez.
Foto: Robert Cianflone/Getty Images
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Erste Chance – und gleich ein Tor: Die Elfenbeinküste jubelt über das 1:0.
Foto: Christian Charisius/dpa
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Manuel Neuer (#1) nach dem ersten Tor der Elfenbeinküste am 20. Juni 2026 in Toronto, Ontario.
Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
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Aleksandar Pavlovic (#5) aus Deutschland im Zweikampf mit Christ Inao Oulai (#26) aus der Elfenbeinküste.
Foto: Robert Cianflone/Getty Images
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Wie schwer ist Nico Schlotterbeck (m) verletzt?
Foto: Jan Woitas/dpa
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Engagiert, aber glücklos: Leroy Sané.
Foto: Tom Weller/dpa
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Fans in Toronto.
Foto: Cole Burston/AFP via Getty Images
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Julian Nagelsmann, Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft im Toronto Stadium am 20. Juni 2026 in Toronto, Ontario.
Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
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Die deutschen Spieler am 20. Juni 2026 in Toronto, Ontario.
Foto: Megan Briggs/Getty Images
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Spieler der Elfenbeinküste am 20. Juni 2026 in Toronto.
Foto: Megan Briggs/Getty Images
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Spieler und Schiedsrichter stellen sich vor dem Spiel zwischen Deutschland und der Elfenbeinküste im Toronto Stadium am 20. Juni 2026 in Toronto, Ontario, auf.
Foto: Megan Briggs/Getty Images
20. Juni21:06 Uhr
Nagelsmann setzt auf die 7:1-Siegerelf mit Sané
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft beginnt im zweiten WM-Spiel gegen die Elfenbeinküste mit der Siegerelf vom 7:1 gegen Curaçao. Auch der kritisierte Flügelstürmer Leroy Sané zählt in Toronto wieder zur Formation. Mit einem Sieg gegen die Ivorer, die ihre erste Partie in Gruppe E gegen Ecuador mit 1:0 gewonnen hatten, kann die DFB-Elf vorzeitig den Einzug in die K.-o.-Phase perfekt machen.
Nagelsmann hatte bei der Pressekonferenz zum Spiel ein Plädoyer für den 30 Jahre alten Sané gehalten. „Ich wüsste jetzt nicht, warum ich ihn nicht spielen lassen soll. Ich bin keiner, der sich treiben lässt von irgendwelchen Meinungen von außen. Sondern wir haben eine Meinung im Trainerteam, eine Meinung in der Mannschaft und auch Dinge gesehen auf dem Feld, die sehr gut waren.“
Die Fans sind unterwegs ins Stadion – in Toronto leben mehr als 100.000 Menschen mit deutscher Abstammung.
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20. Juni21:05 Uhr
Niederlande gegen Schweden: 5:1
Die Niederlande ging in Houston im Spiel gegen Schweden früh durch Brian Brobbey mit 2:0 in Führung (5./17.). In der zweiten Halbzeit fiel das erste Tor bereits nach zwei Minuten durch Cody Gakpo – erneut durch die Niederlande (47.). Wenig später setzte Gakpo mit einem weiteren Treffer nach (54.). Fünf Minuten später gelang den Schweden durch Anthony Elanga den Rückstand auf 4:1 zu verkürzen (59.). Kurz vor dem Abpfiff traf noch einmal die Niederlande (89.), und zwar Crysencio Summerville.
Fans der niederländischen Nationalmannschaft feiern das zweite Tor im Houston Stadium am 20. Juni 2026 in Houston, Texas.
Foto: Alex Slitz/Getty Images
Die Niederländer zeigten sich über weite Strecken des Spiels dominant und nutzten die Schwächen in der schwedischen Defensive konsequent aus. Die Skandinavier gaben nicht auf und versuchten, durch schnelle Umschaltmomente zum Erfolg zu kommen. Letztlich reichte es jedoch nicht, um die gut organisierte Abwehr der Niederländer ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.
In der Tabelle von WM-Gruppe F sind die Niederländer nach nunmehr zwei Spielen mit vier Punkten auf Platz 1, dahinter kommen die Schweden mit drei Punkten. Japan und Tunesien haben jeweils erst eine Partie absolviert, sie sind derzeit mit einem bzw. null Punkten auf Platz 3 und 4 – haben aber theoretisch noch alle Möglichkeiten.
Brian Brobbey (#19) aus den Niederlanden jubelt nach dem zweiten Tor seiner Mannschaft beim Spiel zwischen den Niederlanden und Schweden im Houston Stadium am 20. Juni 2026 in Houston, Texas.
Foto: Molly Darlington/Getty Images
20. Juni19:14 Uhr
Der Brief eines ivorischen Fußballers
Es sind die schönen, aber auch die traurigen Momente im Leben, die einen Menschen prägen. Das weiß auch Yan Diomande von der Elfenbeinküste. Der 19-Jährige, der heute gegen Deutschland und früher bei RB Leipzig spielte, verlor 2025 seine kleine Schwester Roxane. Kurz vor dem Beginn der WM schrieb Diomande einen offenen Brief an seine verstorbene Schwester.
„Weißt du noch, als mir jemand ein gefälschtes United-Trikot geschenkt hat und ich mit dem schwarzen Filzstift ‚Ronaldo 7‘ auf den Rücken geschrieben habe? Wir kannten weder Armut noch Reichtum. Wir kannten nur das Glück“, erinnert sich Diomande. „Du warst derjenige, der immer daran geglaubt hat, dass ich der nächste Cristiano werden könnte, während alle anderen gelacht haben.“
Sie war die größte Unterstützerin ihres Bruders. Zwar wurde er von großen Vereinen zu Probetrainings eingeladen, doch nie unter Vertrag genommen. Wie Diomande in seinem Brief schreibt, lehnten ihn viele ab, ohne einen Grund zu nennen. Trotzdem glaubte seine kleine Schwester weiter fest an seinen Erfolg. Und sie sollte recht behalten. „Wir haben es geschafft! Alles, was du gesagt hast, ist eingetroffen. […] Dein Bruder spielt für die Elfenbeinküste,“, schreibt Diomande.
Noch immer schmerzt den ivorischen Fußballer der Verlust seiner Schwester. Doch er hat sich eines zum Ziel gemacht: „Ich versuche, Gottes Plan zu vertrauen. […] Alles, was ich auf dem Fußballplatz tue, tue ich für dich“, so Diomande.
„Ich will nicht reich sein. Ich sehe, was es mit Menschen macht, sogar mit der Familie. […] Ich werde genau das tun, was du vorhergesagt hast, ich schwöre es. Noch bevor ich richtige Fußballschuhe hatte, hast du allen erzählt: ‚Mein Bruder wird der Größte der Welt werden.‘ Ich werde beweisen, dass du Recht hattest […]“, beendet Diomande seinen Brief.
Yan Diomande spielte in der vergangenen Saison für RB Leipzig.
Foto: Jan Woitas/dpa
20. Juni15:33 Uhr
Gündogan verteidigt Sané
Der frühere Fußball-Nationalelfkapitän Ilkay Gündogan ärgert sich über die Kritik an Nationalspieler Leroy Sané. „Ich glaube, die Leute verstehen Leroy nicht. Und ich glaube, dass sie ihm Unrecht tun“, schreibt der 35-Jährige in seiner Kolumne für den „Spiegel“.
Nach dem 7:1 der DFB-Elf zum WM-Auftakt gegen Curaçao hatte es Debatten darüber gegeben, ob Sané aus der Startelf genommen werden sollte. „Leroy polarisiert. Das verstehe ich. Aber als Spieler ist es mental unheimlich schwer, damit umzugehen“, so Gündogan.
Oft habe Sané das Gefühl, dass die Leute nur darauf warteten, dass er etwas falschmache. Gündogan sagte, er merke, dass Sané mental nicht immer so frei sei, wie er es für sein assoziatives Spiel bräuchte.
Sané brauche die Freiheit, Fehler machen zu dürfen. „Aber wenn ständig die Angst mitspielt, dass nach dem ersten Fehler im Spiel sofort wieder Kritik aufkommt: Wie soll Leroy da dauerhaft funktionieren?“, fragte Gündogan.
Gündogan und Sané spielten ab 2016 bei Manchester City und später in der Nationalelf zusammen. Gündogan führte die Elf des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bei der EM 2024 in Deutschland an. Er hat 82 Länderspiele absolviert und an vier großen Turnieren für den DFB teilgenommen.
20. Juni11:11 Uhr
Wieder Gebete nach dem Spiel
Das Gebet der Fußballer aus Deutschland und Curaçao nach dem Abpfiff der Partie am letzten Sonntag sorgte für Freude und Überraschung. Ungeachtet der teils negativen Reaktionen kündigte der Bayern-Spieler Jonathan Tah in einem Interview an, dass er und sein Teamkollege Felix Nmecha weiter mit ihren Gegner nach dem Spiel beten wollen.
Auch für das Spiel gegen die Elfenbeinküste ist dies geplant – jenem Land, aus dem der Vater von Jonathan Tah gebürtig stammt. Entstanden sei das Ritual nach dem letzten Testspiel der Weltmeisterschaft gegen die USA.
Jonathan Tah vor dem Qualifikationsspiel zur Weltmeisterschaft 2026 zwischen Luxemburg und Deutschland am 14. November 2025.
Foto: Alex Grimm/Getty Images
„Felix hat mich angesprochen, ob ich Bock hätte, weil wir im Privaten öfter mal gemeinsam beten, oder Zeit zusammen verbringen und darüber sprechen. Er kannte einen Spieler von da und hat dann gesagt: ‚Lass uns das wieder nach dem Spiel machen.‘ Ich bin dabei und wir werden das auch weiter fortführen.“
Tah begründet sein Vorhaben mit einer positiven Botschaft an die Welt. „Weil es, glaube ich, ein schönes Zeichen ist. Dass es am Ende – auch wenn die WM so präsent ist gerade – um noch mehr geht als Fußball. Es geht um Liebe, es geht um Nächstenliebe. Es geht um Frieden. Dankbarkeit. Das sind die Werte, die wir nach außen vermitteln wollen“, so Tah.
In der Nachspielzeit kam es in der Partie zwischen USA und Australien zu einem kurzen Schockmoment. Der 45-jährige deutsche Schiedsrichter Felix Zwayers saß auf dem Rasen des Stadions in Seattle und ließ sich von den Profis Krämpfe aus der linken Wade drücken. Als er wieder aufstehen und die Partie regulär beenden konnte, klatschten die 66.925 Fans voller Respekt.
Wie es nun für den erfahrenen Schiedsrichter aus Berlin weiter geht und ob es sich nur um Krämpfe oder gar eine Verletzung handelte, ist offen. Für Zwayer war der Vorfall besonders ärgerlich, weil er mit seinem WM-Debüt den 2:0-Erfolg der USA zuvor souverän geleitet hatte.
Zwar verteilte der deutsche Schiedsrichter sieben Gelbe Karten und damit mehr als jeder Referee bei diesem WM-Turnier zuvor – jedoch verschaffte er sich mit einer klaren Linie Respekt bei den Profis.
Der australische Fußballer Aiden O’Neill (#13) hilft dem am Boden liegenden deutschen Schiedsrichter Felix Zwayer beim Lösen seines Krampfes.
Foto: Alex Grimm/Getty Images
20. Juni7:34 Uhr
Deutscher Kapitän Kimmich gibt Ausblick auf heutiges Vorrundenspiel
Heute Abend um 22:00 Uhr bestreitet Deutschland sein zweites Vorrundenspiel gegen die Elfenbeinküste. Im Vorfeld sprach Joshua Kimmich, der Kapitän der Deutschen Nationalmannschaft über den kommenden Gegner.
So visiert die Deutsche Elf ihren nächsten Sieg an, um weiter an der Tabellenspitze von Gruppe E zu bleiben. Das dies gegen „die Elefanten“ nicht einfach wird, wissen die Fußballer um Kimmich. Besonders einen Spieler der Elfenbeinküste hebt der Kapitän lobend hervor: Yan Diomande vom RB Leipzig.
„Ich habe ziemlich früh in der Saison schon einiges von David Raum über ihn gehört. Er hat eine überragende Saison gespielt, obwohl es bei Leipzig nicht immer konstant bergauf ging. Trotzdem hat er immer konstant gut gespielt und sehr spektakuläre Leistungen gebracht. Gerade sein Dribbling ist schon außergewöhnlich […]“, so Kimmich laut FIFA.
Dennoch zeigt sich Kimmich optimistisch, dass die Deutsche Elf im Vergleich zur Weltmeisterschaft 2018 stärker abschneidet.
Joshua Kimmich beim Freundschaftsspiel gegen Finnland am 31. Mai 2026.
Foto: Alex Grimm/Getty Images
20. Juni7:11 Uhr
Paraguay bezwingt die Türkei
Trotz langer Überzahl nach einer frühen Roten Karte hat die Türkei ihr WM-Gruppenspiel gegen Paraguay mit 0:1 verloren und ist nach zwei Niederlagen vorzeitig ausgeschieden. Torschütze Matías Galarza traf früh (2.) zur frühen Führung für Paraguay.
Nachdem Miguel Almirón wegen einer neuen Regel die Rote Karte sah, musste Paraguay die gesamte zweite Hälfte in Unterzahl spielen. Die Türkei erhöhte danach deutlich den Druck, konnte aber keine Tore erzielen. Paraguay verteidigte leidenschaftlich und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.
Für die Mannschaft von Trainer Vincenzo Montella ist die erste WM-Teilnahme seit 2002 damit früh beendet und eine große Enttäuschung. Paraguay hingegen hält sich durch den Sieg im Rennen um das Sechzehntelfinale.
Die Türkei um Merih Demiral hadert.
Foto: Eugene Hoshiko/AP/dpa
20. Juni6:13 Uhr
Historische Rote Karte wegen neuer Mund-Regel
Paraguays Miguel Almirón hat bei der Fußball-WM eine historische Rote Karte erhalten. Der Schiedsrichter verwies ihn erstmals wegen einer neuen FIFA-Regel des Feldes, nachdem er in einem Disput mit einem Gegner die Hand vor den Mund gehalten hatte, um seine Worte zu verdecken.
Der Videoassistent meldete die Szene, woraufhin der Schiedsrichter eingriff und den Platzverweis aussprach. Die Aktion gilt als erster Anwendungsfall der neu eingeführten Regel, die diskriminierendes oder schwer überprüfbares Verhalten in solchen Situationen verhindern soll.
Miguel Almirón hielt sich die Hand vor dem Mund und flog dafür vom Platz.
Foto: Jeff Chiu/AP/dpa
20. Juni4:30 Uhr
Brasilien schlägt Haiti
Brasilien hat bei der WM den ersten Sieg gefeiert und mit einem 3:0 gegen Haiti die Weichen Richtung Sechzehntelfinale gestellt. Nach dem enttäuschenden 1:1 zum Auftakt gegen Marokko stand die Seleção unter Druck, lieferte aber vor allem in der ersten Halbzeit eine überzeugende Leistung ab.
Gewinner der Partie war Ex-Bundesliga-Profi Matheus Cunha, der mit einem Doppelpack (23./36.) die Führung ermöglichte. Kurz vor der Pause erhöhte Vinícius Júnior auf 3:0 (45+3). Haiti, erstmals seit 1974 wieder bei einer Weltmeisterschaft vertreten, hielt anfangs engagiert dagegen, konnte die individuelle Klasse der Brasilianer jedoch nicht ausgleichen.
Nach der Vorentscheidung in der ersten Halbzeit kontrollierte das Team von Trainer Carlo Ancelotti die Partie weitgehend souverän. Einziger Wermutstropfen für Brasilien: Barça-Star Raphinha musste kurz vor der Halbzeit wegen Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden. Mit vier Punkten aus zwei Spielen bleibt Brasilien auf Kurs Richtung K.o.-Runde, während für Haiti nach der zweiten Niederlage das WM-Aus feststeht.
Der Brasilianer Matheus Cunha feiert gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen den Führungstreffer seiner Mannschaft gegen Haiti bei der Fußball-WM.
Foto: Petr David Josek/AP/dpa
Brasiliens Offensiv-Ass Raphinha musste angeschlagen raus.
Foto: Matt Slocum/AP/dpa
20. Juni4:10 Uhr
Iran protestiert gegen FIFA-Reisebeschränkungen
Der iranische Fußballverband hat die FIFA scharf kritisiert und wegen Einschränkungen seiner Nationalmannschaft eine formelle Beschwerde angekündigt. Verbandschef Hedajat Mombeini sprach von einer Missachtung von Regeln und warnte vor einem „dunklen Fleck“ in der WM-Geschichte.
Hintergrund ist, dass der Iran laut Verband erst einen Tag vor dem Gruppenspiel gegen Belgien in die USA einreisen darf. Ein früherer Antrag sei abgelehnt worden, das Team müsse entsprechend kurzfristig nach Los Angeles reisen.
Die FIFA verweist auf ihre Turnierregeln, die eine Anreise meist erst am Vortag eines Spiels vorsehen, in Ausnahmefällen jedoch auch frühere Reisen erlauben. Auch politische Spannungen und Visa-Regelungen spielen in der Organisation der iranischen WM-Teilnahme eine Rolle.
Gianni Infantino bekräftigt beim FIFA-Kongress, dass der Iran bei der WM dabei sein soll.
Foto: Darryl Dyck/The Canadian Press/AP/dpa
20. Juni4:00 Uhr
Ismael Saibari glänzt bei WM – Bayern-Interesse und Zukunftsfragen ausgeblendet
Ismael Saibari hat sich bei der Fußball-WM mit seinem nächsten Treffer weiter in den Fokus gespielt, bleibt bei Fragen zu seiner Zukunft aber zurückhaltend. Nach dem 1:0-Sieg gegen Schottland sprach der Marokkaner von einem persönlichen Karrierehöhepunkt und zeigte sich vor allem glücklich über seine ersten WM-Tore.
Bereits zum Auftakt hatte Saibari beim 1:1 gegen Brasilien getroffen und damit seine starke Turnierform bestätigt. Ob er als „Entdeckung der WM“ gelte, ließ er offen und verwies auf die Bewertung durch andere.
Parallel wächst das Interesse großer Vereine. Der FC Bayern München soll den Offensivspieler der PSV Eindhoven schon länger beobachten, Medien berichten sogar von einem bereits absolvierten und bestandenen Medizincheck während des Turniers. Eine offizielle Bestätigung steht jedoch noch aus.
Marokkos Ismael Saibari soll vor einem Wechsel zum FC Bayern stehen.
Foto: Charles Krupa/AP/dpa
20. Juni2:15 Uhr
Marokko schlägt Schottland 1:0
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat Marokko Schottland mit 1:0 besiegt. Die Entscheidung fiel früh durch Ismael Saibari (2.). Marokko kontrollierte anschließend vor allem die erste Halbzeit und erspielte sich weitere Möglichkeiten, ohne die Führung auszubauen. Schottland kam offensiv kaum zur Geltung und blieb lange weitgehend harmlos.
Nach der Pause steigerten sich die Schotten deutlich und erarbeiteten sich mehrere Chancen. Besonders Scott McTominay hatte den Ausgleich auf dem Fuß, zudem sorgte eine strittige Szene im Strafraum für Diskussionen, als ein möglicher Elfmeter nicht gegeben wurde. Marokko verteidigte die Führung jedoch konsequent und brachte den knappen Sieg über die Zeit.
Bei fast jedem Ballkontakt ausgebuht: Marokkos Achraf Hakimi (r).
Foto: Martin Rickett/PA Wire/dpa
20. Juni0:10 Uhr
USA schlagen Australien 2:0 – zweiter Sieg im zweiten WM-Gruppenspiel
Die USA haben bei der Fußball-WM auch ihr zweites Gruppenspiel gewonnen und Australien in Seattle mit 2:0 besiegt. Australien geriet mit einem Eigentor früh ins Hintertreffen (11.). Anschließend kontrollierte die US-Auswahl das Spielgeschehen über weite Strecken, während Australien offensiv kaum Akzente setzen konnte. Kurz vor der Pause erhöhte die Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino auf 2:0 (43.). Weil zunächst ein Abseits vermutet wurde, wurde das Tor erst nach Video-Überprüfung bestätigt.
Im zweiten Durchgang kam Australien etwas besser ins Spiel und sorgte durch Nestory Irankunda für mehr Tempo – doch nicht für Tore. Die USA verteidigten die Führung souverän und sicherten sich den zweiten Sieg im zweiten Spiel.
Der US-Amerikaner Weston McKennie jubelt nach dem Sieg seiner Mannschaft gegen Australien bei der Fußball-WM.
Foto: Manu Fernandez/AP/dpa
20. Juni0:05 Uhr
Spiele am Samstag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
00:00 Uhr: Schottland gegen Marokko in Boston, USA
02:30 Uhr: Brasilien gegen Haiti in Philadelphia, USA
05:00 Uhr: Türkei gegen Paraguay in San Francisco, USA
19:00 Uhr: Niederlande gegen Schweden in Houston, USA
22:00 Uhr: Deutschland gegen Elfenbeinküste in Toronto, Kanada
Deutsche Rente nach schwedischem Vorbild? Das könnte künftig zumindest teilweise der Fall sein. (Symbolbild) - Foto: Steffen Trumpf/dpa
Alle an den Kapitalmarkt: Das praktiziert Schweden schon lange. In Deutschland empfiehlt die Rentenkommission der Regierung nun eine neue Kapitalsäule in der Rente.
Beiträge von Arbeitgebern und Beschäftigten sollen „nach schwedischem Vorbild“ zentral verwaltet und am Kapitalmarkt angelegt werden. Deshalb ein Blick auf die Rente in Schweden:
Das schwedische Modell der „Prämienrente“
Die Rentenversicherten sind dort gezwungen, einen Teil ihres Einkommens zu investieren – über die sogenannte Prämienrente.
Zwar fließt der Großteil des schwedischen Rentenbeitrags – 16 von 18,5 Prozent – ähnlich wie in Deutschland in eine klassische umlagefinanzierte Rente. Die übrigen 2,5 Prozent gehen in die Prämienrente: Das Geld wird in Fonds angelegt, die die Schweden selbst auswählen können.
Wer sich nicht aktiv für einen Fonds entscheidet – und das ist oft der Fall -, dessen Einkünfte landen automatisch im staatlichen Standardfonds. Daneben gibt es viele weitere zugelassene Alternativen, aus denen sich die Schweden bedienen können.
Auch wenn er zwischendurch – etwa in der Finanzkrise – Einbrüche verbucht hat, hat sich vor allem die Investition in den staatlichen Fonds AP7 Såfa in der Vergangenheit für die Schweden ausgezahlt. Der Fonds investiert global, setzt auch auf Derivate und hat vergleichsweise niedrige Gebühren.
Solange der oder die Rentenversicherte jung ist, wird das Geld komplett in Aktien angelegt – später steigt der Anteil festverzinslicher Papiere, um das Risiko zu verringern.
Eine größere Debatte über die Risiken der Geldanlage gibt es in Schweden nicht: Das Vertrauen in den Staat ist relativ groß.
Alle können selbst entscheiden, wann sie in Rente gehen
In Schweden gibt es kein reguläres Renteneintrittsalter – alle können ab einem gewissen Alter selbst entscheiden, wann sie in Rente gehen.
Aktuell ist das etwa für die Jahrgänge ab 1963 frühestens mit 64 Jahren möglich. Die Zahl ist an die Lebenserwartung gekoppelt, wird also perspektivisch weiter steigen. In der Regel fällt die Rente umso höher aus, je mehr jemand verdient und je später die Person in Rente geht.
In Schweden zahlen alle ins Rentensystem ein – auch Selbstständige, wie es in Deutschland nun ebenfalls diskutiert wird, aber auch Beamte, was die Kommission hierzulande nicht vorschlägt. (dpa/red)