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Klimafreundliches Schulessen: Nicht alle Schüler sind begeistert

Geschmack, Sättigung und Vertrautheit spielen eine zentrale Rolle dabei, wie Schüler klimafreundlichere Schulmahlzeiten beurteilen. Das zeigt eine Studie der Universität Göteborg.
Die befragten Schüler standen einer Reduzierung des Fleischanteils in bekannten Gerichten etwas positiver gegenüber als zusätzlichen vollständig vegetarischen Tagen, die an schwedischen Schulen zunehmend eingeführt werden. In Gruppengesprächen wurde zugleich deutlich, dass Fleisch für viele als selbstverständlicher Bestandteil einer vollwertigen und sättigenden Mahlzeit gilt.
Laut der Hauptautorin Monica Hunsberger, Dozentin für Public Health an der Sahlgrenska-Akademie der Universität Göteborg, akzeptierten die Schüler vegetarische Gerichte eher, wenn diese vertrauten Speisen ähnelten.
„Vor allem achten sie darauf, ob das Essen gut schmeckt, ob sie satt werden und ob es ihnen vertraut ist“, sagte sie der schwedischen Ausgabe der Epoch Times.
Die Forscher stellten fest, dass Fleisch ersetzt werden konnte, sofern die Schüler keinen Unterschied bemerkten.
„Wir haben festgestellt, dass Schüler vegetarische Alternativen akzeptieren können, wenn diese gut schmecken und an gewöhnliche Gerichte erinnern. Spaghetti mit Hackfleischsoße sind dafür ein gutes Beispiel“, erklärte Hunsberger.
Wurde das Hackfleisch durch einen vegetarischen Ersatz ausgetauscht und dieser wie gewohnt gewürzt, aßen die Schüler ungefähr genauso viel. Die Forscher erfassten dazu die ausgegebenen Essensmengen und die anschließend weggeworfenen Reste.
Die sechs teilnehmenden Schulen verzichteten teilweise vollständig auf tierische Zutaten, während sie in anderen Fällen lediglich deren Anteil reduzierten.

Studie zeigt geteilte Meinungen

Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Appetite“ veröffentlicht und in der schwedischen Kommune Lund durchgeführt. Im Herbst 2021 nahmen Schüler der Klassenstufen vier bis neun an sechs Schulen an einer Befragung teil. In die Hauptanalyse flossen die Antworten von 1.268 Schülern ein. Zusätzlich führten die Forscher Gruppengespräche mit 20 Schülern aus zwei Schulen.
Dabei zeigte sich, dass praktische Aspekte für die Schüler wichtiger waren als die Klimabilanz einzelner Lebensmittel. Sie sprachen beispielsweise darüber, ob die Nudeln richtig gekocht waren, ob die Suppe ausreichend sättigte und ob Brot oder Soße zum Essen angeboten wurden.
Die Ergebnisse zeichnen insgesamt ein uneinheitliches Bild: Rund vier von zehn Schülern standen klimafreundlicheren Schulmahlzeiten neutral gegenüber. Von den übrigen Befragten war ungefähr die Hälfte positiv und die andere Hälfte negativ eingestellt, wobei die ablehnende Gruppe etwas größer war.
Schüler, die nach eigenen Angaben bei der Essenswahl auf Klimaschutz achten, bewerteten klimafreundliche Mahlzeiten deutlich positiver. Dasselbe galt für Schüler, die bereits vegetarische Gerichte in der Schule wählten. Mädchen zeigten sich ebenfalls aufgeschlossener als Jungen. Das Wissen über die Klimafolgen von Lebensmitteln allein hatte dagegen nur begrenzten Einfluss auf die Einstellung.

Klimafreundliches Schulessen: Forscher warnen vor Eisenmangel bei Mädchen

Neben der Klimabilanz muss auch der Nährstoffgehalt der Mahlzeiten berücksichtigt werden. Die Doktorandin Mari Wollmar untersuchte in einer 2025 veröffentlichten Dissertation an der Universität Göteborg unter anderem, wie klimafreundliche Schulmahlzeiten den Eisenbedarf von Schülern decken können.
„Sojabasierte Gerichte enthalten viel Eisen, aber der Körper kann davon nur etwa 3 Prozent aufnehmen. Für Mädchen mit einem hohen Eisenbedarf ist das besonders problematisch“, erklärte sie bei der Vorstellung ihrer Arbeit.
Keines der 76 untersuchten Schulmenüs enthielt ausreichend bioverfügbares Eisen, um den erhöhten Bedarf von Mädchen im Teenageralter zu decken. Zum Vergleich: Bei Gerichten auf Rindfleischbasis kann der Körper etwa 14 Prozent des enthaltenen Eisens aufnehmen. Diese haben allerdings die größte Klimabelastung.
Klimafreundliche Schulmahlzeiten müssen auch den Eisenbedarf von Jugendlichen decken – besonders den von Mädchen im Teenageralter. (Symbolbild) Foto: Lordn / iStock

Klimafreundliche Schulmahlzeiten müssen auch den Eisenbedarf von Jugendlichen decken – besonders den von Mädchen im Teenageralter. (Symbolbild)

Foto: Lordn / iStock

Wollmar wies zudem darauf hin, dass Frauen im Allgemeinen weniger äßen als Männer und deshalb weniger Spielraum hätten, um eine unzureichende Nährstoffzufuhr auszugleichen. Besonders körperlich aktive Frauen nähmen häufig weniger Energie auf, als sie benötigten, was sich auch auf die Versorgung mit Mikronährstoffen wie Eisen auswirken könne.

Pflanzliche Ernährung erfordert sorgfältige Planung

Hanna Eneroth, Ernährungswissenschaftlerin und Postdoktorandin am Institut für Energie und Technik der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften (SLU), betont, dass das Risiko einer unzureichenden Nährstoffversorgung davon abhänge, welche Lebensmittel weggelassen und wodurch sie ersetzt werden.
„Wir Ernährungswissenschaftler sprechen häufig von Personengruppen, bei denen das Risiko einer unzureichenden Versorgung mit bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen besteht“, sagte sie der Epoch Times.
Wer auf Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte verzichte, habe es schwerer, bestimmte Vitamine und Mineralstoffe in ausreichender Menge aufzunehmen. Entscheidend sei jedoch, welche Alternativen auf dem Speiseplan stünden.
Eine gut geplante Ernährung mit Bohnen, Linsen, Nüssen, Samen, Vollkornprodukten, angereicherten Getränken sowie einer abwechslungsreichen Auswahl an Obst und Gemüse könne eine gesunde Grundlage bilden.
Eneroth betonte, dass Veganer und Vegetarier insbesondere auf eine ausreichende Versorgung mit Eisen, Vitamin D, Selen, Jod, Vitamin B12 und Kalzium achten sollten.

Weniger Fleisch, ohne mehr Lebensmittel zu verschwenden

In der Studie der Universität Göteborg untersuchte Hunsberger, ob Schulen den Anteil von Zutaten mit hoher Klimabelastung reduzieren können. Dabei geht es häufig um weniger Fleisch. Entsprechende Veränderungen haben sich schrittweise mit der Weiterentwicklung der Ernährungsempfehlungen der schwedischen Lebensmittelbehörde vollzogen.
Dass die Schüler von den klimafreundlicheren Mahlzeiten ungefähr genauso viel aßen wie von den herkömmlichen Gerichten, ist nach Einschätzung der Forscher ein wichtiges Ergebnis. Kommunen könnten dadurch die durch Schulessen verursachten Emissionen senken, ohne das Risiko zu erhöhen, dass mehr Schüler das Mittagessen auslassen.
„Viele Schulküchen passen bereits ihre Rezepte an, um Zutaten mit einem hohen CO₂-Fußabdruck zu reduzieren, und bieten gleichzeitig einen hohen Anteil vegetarischer Gerichte an“, sagte Erik André, Mitautor der Studie, Doktorand an der Technischen Hochschule Chalmers und Mitarbeiter der Stadt Göteborg.
Die Untersuchung deute darauf hin, dass solche Rezeptanpassungen eine sinnvolle Ergänzung sein könnten, um die Klimabelastung zu verringern und zugleich sicherzustellen, dass den Schülern das Essen schmeckt.
Für Schulküchen geht es demnach nicht allein darum, Fleisch durch pflanzliche Zutaten zu ersetzen. Entscheidend sind Mahlzeiten, die den Schülern schmecken und gleichzeitig ihren Nährstoffbedarf decken.
„Die Schule trägt die Verantwortung dafür, nährstoffgerechte Mahlzeiten anzubieten – auch wenn diese klimafreundlich sind. Wir brauchen Lösungen, die sowohl das Klima als auch die Gesundheit und die unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen berücksichtigen“, sagte Wollmar.
 
Dieser Artikel erschien im Original auf epochtimes.se unter dem Titel „Klimatsmart skolmat möter blandade reaktioner“. (deutsche Bearbeitung: vm)
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Natrium-Ionen-Batterien: Europas Chance auf mehr Rohstoffunabhängigkeit


In Kürze:

  • Natrium-Ionen-Batterien auf Kochsalzbasis stehen kurz vor der Massenproduktion.
  • Natrium kommt in großem Umfang auch in Deutschland und anderen EU-Ländern vor.
  • Der Abbau von Salz gilt als weniger umweltschädlich.
  • China will noch in diesem Jahr ein Auto mit Natrium-Ionen-Batterie auf den Markt bringen.

 
Seit mehreren Jahren dreht sich die Entwicklung von Elektroautos um die Verfügbarkeit von Lithium für die Herstellung effizienter Batterien. Derzeit findet jedoch eine technische Entwicklung statt, die sowohl den Markt als auch das angespannte Machtverhältnis verändern könnte, das im Wettlauf um das Mineral entstanden ist.

Chance für Europa im weltweiten Wettbewerb

Natrium-Ionen-Batterien auf Basis von Kochsalz stehen laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Batteriezellforschung und -produktion (FFB) kurz vor der industriellen Massenproduktion. Dies könnte eine Chance für Europa sein, seine Position im globalen Wettbewerb um Batterien und wichtige Rohstoffe zu verbessern.
„Natrium-Ionen-Batterien werden bereits produziert und weisen eine ordentliche Leistung auf“, sagt Rickard Arvidsson, Dozent für Umweltsystemanalyse an der Technischen Hochschule Chalmers im schwedischen Göteborg.
In der Forschung laufen derzeit mehrere Entwicklungsprojekte, die dazu beitragen könnten, Europa bei den für die Batterien der Zukunft benötigten Mineralien unabhängiger zu machen. Dies wäre möglich, da Natrium an mehreren Orten auf dem Kontinent in großen Mengen vorkommt. Abbauorte sind Zechstein (Deutschland), Kłodawa (Polen), Twente (Niederlande) sowie das britische Cheshire.
„Es ist generell sinnvoll, Massenprodukte auf reichlich vorhandene Ressourcen in der näheren Umgebung zu stützen, damit man sich im besten Fall selbst versorgen kann, was in diesem Fall möglich sein könnte“, so Arvidsson.
Der entscheidende strategische Vorteil der Natrium-Ionen-Technologie liegt nicht in einer überlegenen Energiedichte – hier hinkt die Technologie noch hinterher –, sondern in der Vereinfachung der Rohstoffbasis. Natrium ist das siebthäufigste Element in der Erdkruste und kommt fast überall auf der Erde in praktisch unbegrenzten Mengen vor, hauptsächlich als Bestandteil von gewöhnlichem Kochsalz. Der Rohstoff ist weit verbreitet und kann vergleichsweise einfach gewonnen werden.

Bürokratie und Trägheit: Europas Unternehmen im Hintertreffen

In einer Natrium-Ionen-Batterie übernehmen Natrium-Ionen die Funktion, die in Lithium-Ionen-Batterien Lithium-Ionen übernehmen. Doch auch das Anodenmaterial Hartkohle kann innerhalb der EU hergestellt werden. Laut Arvidsson seien die Batterien kostengünstiger zu produzieren und böten eine bessere Kältebeständigkeit. Zudem lässt sich Aluminium als Stromkollektor verwenden. Das bringe weitere Kostenvorteile, da Lithiumzellen teureres Kupfer erforderten.
Forscher der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) haben Natrium-Ionen-Batterien mit Lithium-Ionen-Batterien von Tesla verglichen. Die Ergebnisse haben in der Branche Aufmerksamkeit erregt, da viele überzeugt sind, dass die Leistung und die Fertigungsqualität der Natrium-Ionen-Batterien im Vergleich zu den etablierten Lithium-Ionen-Batterien bereits recht wettbewerbsfähig sind.
Uwe Sauer ist einer der führenden deutschen Forscher auf dem Gebiet der Batterietechnik und der elektrochemischen Energiespeicherung und arbeitet an der RWTH. Er führt aus, dass China eine herausragende Position in diesem Bereich einnimmt, da sich das Land frühzeitig in der Wertschöpfungskette für Lithium-Batterien positioniert hat. Hingegen seien europäische Unternehmen aufgrund von Bürokratie, Trägheit und falscher Ausrichtung ins Hintertreffen geraten. „China war klug genug, schnell weltweit Vereinbarungen zu schließen, um die Kontrolle über die Wertschöpfungsketten zu erlangen“, sagt Sauer gegenüber Epoch Times.
Die Lithiumproduktion konzentriert sich auf wenige Länder – Australien, Chile und China. Fast die gesamte australische Produktion gelangt zur Weiterverarbeitung per Schiff nach China. Das verschafft China einen strukturellen Einfluss auf die globale Batterie-Wertschöpfungskette.

Globaler Batteriemarkt um 20 Prozent gewachsen

Die EU-Kommission betrachtet Chinas Dominanz über Teile der Rohstoff- und Batteriekette als strategisches Problem. In China werden heute rund 85 Prozent der weltweit produzierten Lithium-Ionen-Batterien hergestellt – eine zentrale Technologie für die Elektrifizierung des Verkehrssektors in Europa. Der globale Batteriemarkt wuchs im vergangenen Jahr um 20 Prozent auf 150 Milliarden Dollar. Damit hat sich Chinas Bedeutung für die grüne Wende weiter erhöht.
In ihrer Rede zur Lage der EU 2022 stellte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fest, dass China die globale Verarbeitungsindustrie kontrolliert. „Fast 90 Prozent der seltenen Erden und 60 Prozent des Lithiums werden in China verarbeitet“, sagte sie seinerzeit.
In der Rede kündigte sie auch eine EU-Verordnung über kritische Rohstoffe (European Critical Raw Materials Act) an. Ziel ist es, eine europäische Wertschöpfungskette vom Bergbau über die Aufbereitung bis zum Recycling aufzubauen. Die EU-Kommission und die Internationale Energieagentur (IEA) heben dabei das Recycling und die Wiederverwendbarkeit von Lösungen für Batterien und Mineralien als einen Weg hervor, die Abhängigkeit Europas zu verringern und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. So soll bis 2030 mindestens 25 Prozent des jährlichen Bedarfs der EU an kritischen Rohstoffen durch Recycling gedeckt werden.
Als weitere Möglichkeit zur Verringerung der Abhängigkeit verweist die Kommission auch auf die schwedischen Mineralvorkommen. Schweden ist eines der wichtigsten Bergbauländer der EU und verfügt über Kobalt, Graphit und verschiedene Seltene Erden. Ein verstärkter Abbau könnte sowohl Einnahmen als auch Arbeitsplätze schaffen, insbesondere in dünn besiedelten Gebieten.

Schwedens Grüne für Ausbau des Bergbaus

Auch die Grünen befürworten inzwischen einen Ausbau des Bergbaus in Schweden. Hauptargument ist dabei, dass dies neben einer Verringerung der Abhängigkeit von Rohstoffen auch für die Klimawende erforderlich sei. In einem Interview mit „Affärsvärlden“ sagte die wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen, Janine Alm Ericson, dass man „wahrscheinlich“ weitere Bergwerke eröffnen müsse. Diese müssten dann aber stets einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen werden.
Der Abbau von Salz gilt als weniger umweltschädlich im Vergleich zum Abbau von Kupfer, Lithium oder Kohle. Beim sogenannten Lösungsabbau wird Wasser in das Salzlager gepumpt, wo sich das Mineral auflöst. Die konzentrierte Salzlösung wird dann nach oben gepumpt. Wenn Salzlake austritt, können die Chloridwerte im Grundwasser, in Gewässern und auf landwirtschaftlichen Flächen stark ansteigen.
Rickard Arvidsson sieht große Chancen in der Natrium-Ionen-Technologie. Politik und Industrie müssten sich nun rasch entscheiden, um von den genannten Vorteilen auch zu profitieren, zumal auch China begonnen hat, auf diese Technologie zu setzen. Die Entwicklung wird vor allem von Herstellern wie CATL und BYD vorangetrieben. Im vergangenen Februar stellten CATL und Changan Automobile einen Pkw vor, der als das weltweit erste seriengefertigte Elektroauto mit Natrium-Ionen-Batterie beschrieben wurde. Die Batterie hat eine Kapazität von etwa 45 Kilowattstunden und soll laut der chinesischen CLTC-Messung eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern bieten.
Die Batterien erreichen 175 Wattstunden pro Kilogramm (Wh/kg). Das liegt auf dem niedrigeren Leistungsniveau moderner Lithium-Ionen-Batterien vom Typ LFP. Das Modell Changan Nevo A06 soll auf der Naxtra-Batterie von CATL basieren und noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.
Dieser Artikel erschien im Original auf epochtimes.se unter dem Titel „Nya batterier kan minska Europas beroende av råvaror“ (deutsche Bearbeitung: os)
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Selbstfahrender Bus kracht am ersten Einsatztag in Göteborg mit Straßenbahn zusammen

Gleich am ersten Tag seines Einsatzes mit Fahrgästen ist ein autonom fahrender Bus im schwedischen Göteborg mit einer Straßenbahn zusammengekracht.

Straßenbahn fuhr auf Bus auf

Wie die Verkehrsbetriebe am Montag mitteilten, „bremste der selbstfahrende Bus mit Passagieren an Bord und von hinten fuhr eine Straßenbahn auf“. Es habe keine Verletzten gegeben.
Der Bus war zwar schon seit Ende März im Zentrum von Göteborg unterwegs, aber Montag war der erste Tag für Fahrten mit Passagieren. Ein Fahrer war mit an Bord, um eingreifen zu können. Der Bus wurde nun zur Inspektion gebracht.

Testbetrieb bis 2027 genehmigt

Die schwedische Verkehrsbehörde hatte grünes Licht für den Testbetrieb mit Passagieren bis Ende Juli 2027 gegeben.
Selbstfahrende Busse und Shuttles in Europa fahren mit lokalen Erlaubnissen, von Stadt zu Stadt, oft auch auf privaten Straßen.
Die EU hat noch keine europaweite Erlaubnis für autonom fahrenden öffentlichen Nahverkehr oder Taxis ohne Fahrer erteilt. (afp/red)
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Bahn plant Direktzug von Berlin nach Oslo

Die Deutsche Bahn will gemeinsam mit den beiden Staatsbahnen in Norwegen und Dänemark eine Direktverbindung von Berlin bis hoch hinauf nach Skandinavien aufnehmen.
Über Hamburg, Kopenhagen, Malmö und Göteborg fahren die Züge ab dem Sommer 2028 bis in die norwegische Hauptstadt Oslo.
„Wir bringen gleich drei Hauptstädte über die Schiene zusammen“, sagte Fernverkehrsvorstand Michael Peterson den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Mit rund 1.000 Kilometern Länge werde die Verbindung eine der längsten in Europa sein. Zwei Zugpaare täglich sollen die Strecke in 14 bis 15 Stunden bewältigen.
Eingesetzt wird laut Bahn der neue ICE L, der mit einem bodennahen Einstieg komfortabler gestaltet ist als andere Baureihen.
Die Direktverbindung gehört zu zehn Pilotprojekten der EU-Kommission, die den grenzüberschreitenden Verkehr ausbauen will. (dts/red)