Categories
deutschland ticker

Deutscher Städtetag fordert „Milliardensummen“ für Schutz gegen die Hitze


  • Städtetag: Kommunen können Herausforderungen nicht alleine bewältigen.
  • Schuchardt fordert eine dauerhafte Mitfinanzierung von Schutzkonzepten durch Bund und Länder.
  • Bundesumweltminister Schneider sieht mit Blick auf Sondervermögen die Finanzierung von Maßnahmen gesichert.
  • Linksfraktion will Pflegeheime hitzefest machen.

Angesichts des  hochsommerlichen Wetters mit Temperaturen über 35 Grad hat der Deutsche Städtetag Bund und Länder aufgefordert, sogenannte  Klimaanpassungsmaßnahmen der Kommunen stärker finanziell zu unterstützen. Klimaanpassung sei „existenziell für unsere Zukunft“, sagte Hauptgeschäftsführer Christian Schuchardt dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Für die Städte sei dies eine Daueraufgabe für Jahrzehnte. „Unterm Strich reden wir da über Milliardensummen bundesweit, die investiert werden müssen.“

Böden entsiegeln, mehr Grün in Städten

Die Städte könnten die Herausforderungen nicht alleine stemmen, sagte Schuchardt. Mit den herkömmlichen Finanzierungsstrukturen werde dies nicht gelingen. „Deshalb ist klar: Wir müssen uns ganz grundsätzlich anschauen, wie die notwendigen Investitionen für Klimaschutz und Klimaanpassung organisiert werden“, fügte der Hauptgeschäftsführer des Städtetags hinzu.
Den Kommunen geht es den Angaben zufolge vorwiegend darum, „dass die Umsetzung von kommunalen Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepten dauerhaft und planbar von Bund und Ländern mitfinanziert wird“. Als Beispiele nannte Schuchardt Hitzevorsorgemaßnahmen wie die Entsiegelung von Böden und mehr Grün in den Städten.
Mehr Hitzeschutz, vor allem in Pflegeheimen, fordert die Linke-Bundestagsfraktion. „Für viele ist Hitze unangenehm. Für pflegebedürftige Menschen kann sie lebensgefährlich sein“, sagte die Linken-Pflegepolitikerin Evelyn Schötz der Nachrichtenagentur AFP. Das Robert Koch-Institut (RKI) gehe von mehr als 5.000 Hitzetoten im vergangenen Monat aus. Besonders betroffen seien Menschen über 75 Jahre. Die Pflegeheime hierzulande seien nicht ausreichend vorbereitet.
„Das Wissen, wie man ältere und pflegebedürftige Menschen besser vor Hitze schützen kann, ist längst da“, betonte Schötz. So gebe es bereits bundeseinheitliche Empfehlungen für Hitzeschutzpläne in Pflegeeinrichtungen. „Woran es mangelt, sind die Voraussetzungen, dieses Wissen auch umzusetzen. Doch der Schutz der Schwächsten darf nicht vom Geldbeutel einer Pflegeeinrichtung abhängen.“

Linke: Bei Hitze weniger Arbeiten

Die Linksfraktion fordert deshalb, Pflegeheime „hitzefest“ zu machen. Die Länder müssten Investitionen in Verschattung, Kühlung und klimaresiliente Gebäude finanzieren. Dabei dürften aber keine zusätzlichen Kosten für die Bewohner entstehen. „Hitzeschutz ist eine öffentliche Aufgabe und darf nicht über höhere Eigenanteile finanziert werden“, erklärt die Fraktion. Zudem soll die Bundesregierung für einen besseren Schutz von im Freien arbeitenden Menschen sorgen. Die Linksfraktion fordert unter anderem auch eine geringere Arbeitszeit bei hohen Temperaturen, schreibt die „Tagesschau“ auf ihrer Internetseite.
Umweltminister Carsten Schneider (SPD) hatte am Montag, 27. Juli, in einem Interview mit dem „Deutschlandfunk“ die Ansicht vertreten, dass die Finanzierung von Schutzmaßnahmen gesichert sei. Dabei verwies er darauf, dass der Bund den Ländern und Kommunen zu Beginn der Legislaturperiode 100 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen für Infrastruktur zur Verfügung gestellt habe. Das wird sukzessive bis 2040 bereitgestellt, jährlich rund 8,3 Milliarden Euro.
Fünf Milliarden Euro sollten nach Auffassung der Bundestagsfraktion der Grünen für Hitzeschutzmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden. „Unser Land ist noch immer nicht ausreichend auf ständig neue und länger andauernde Hitzerekorde vorbereitet“, zitiert die „Tagesschau“ die Fraktionsvizevorsitzende Julia Verlinden. Es könnten “viele grüne Oasen deutschlandweit entstehen“, die „wirksame Abkühlung für Menschen und Tiere ermöglichen“.
Die AfD-Bundestagsfraktion steht den Hitzeschutzplänen des Bundes kritisch gegenüber. Als der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) 2023 einen nationalen Hitzeschutzplan ankündigte, der dann auch kam, sprach der Bundestagsabgeordnete Martin Sichert von einer „ideologisch verblendeten Klimarettungspolitik“. Sie koste die Menschen nur Geld und Freiheit.
(Mit Texten der Nachrichtenagenturen)
 
Categories
ticker

23.07.2026 | Messerattacke in Einkaufszentrum | Google erhält 890-Millionen-Euro-Strafe

HEUTE13:33 Uhr

Waldbrand bei Madrid

Nach der Evakuierung mehrerer Gemeinden südwestlich von Madrid wegen eines Waldbrandes können die meisten Bewohner in ihre Häuser zurückkehren. Zwar war das Feuer am Morgen noch nicht eingedämmt, die Einsatzkräfte beschrieben den Verlauf der Brandbekämpfung aber als „sehr positiv“.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE13:20 Uhr

Messerattacke in Einkaufszentrum – Frau in Brand gesetzt

Ein 54 Jahre alter Mann hat eine 46-jährige Frau im Stuttgarter Einkaufszentrum Milaneo mit einem Messer angegriffen und anschließend in Brand gesetzt. Das teilte die Polizei in Stuttgart mit. Er wurde festgenommen. Die Frau wurde schwer verletzt.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE13:06 Uhr

20.000 Touristen wegen Brandes an Atlantikküste evakuiert

Wegen eines sich weiter ausdehnenden Waldbrandes an der französischen Atlantikküste bei Bordeaux sind inzwischen fast 20.000 Menschen vorsorglich evakuiert worden. Betroffen seien vor allem Urlauber von zahlreichen Ferienzentren und Campingplätzen, teilte die Präfektur des Departements Gironde mit. Der Brand dehnte sich auf eine Fläche von 2.400 Hektar aus, 500 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Die Lage sei weiterhin ungünstig.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE12:25 Uhr

Google soll Millionen-Strafe zahlen

Die EU-Kommission hat wegen Wettbewerbsverstößen Strafen in Höhe von 890 Millionen Euro gegen Google verhängt. Dabei geht zum einen um die Bevorteilung eigener Dienste bei Suchanfragen, zum anderen darum, App-Entwickler auf Android-Telefonen in ihrer Kommunikation mit Kunden einzuschränken.
Googles Anzeigenerlöse sind der Geldbringer des Internet-Konzerns. (Archivbild)

Googles Anzeigenerlöse sind der Geldbringer des Internet-Konzerns. (Archivbild)

Foto: Andrej Sokolow/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE12:21 Uhr

Verdächtiger festgenommen

In Bayern ist ein 51-jähriger Geschäftsmann getötet worden. Ein 37-Jähriger wurde am 20. Juli unter dringendem Tatverdacht vorläufig festgenommen und befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft, wie Sprecher von Polizei und Staatsanwaltschaft heute sagten. Laut bisherigen Ermittlungen führten der Beschuldigte und das Opfer eine geschäftliche Beziehung.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE12:11 Uhr

„Überlange“ Arbeitszeit

In Deutschland haben 2025 rund 7 Prozent der rund 30 Millionen Vollzeiterwerbstätigen gewöhnlich 49 Stunden und mehr pro Woche gearbeitet. Dies gelte als „überlange Arbeitszeit“, teilte das Statistische Bundesamt mit. Am häufigsten sind das Selbstständige mit Beschäftigten (44 Prozent) und Solo-Selbstständige (23 Prozent) – bei vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern waren es 4 Prozent.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE11:53 Uhr

Mehr Neuwagen in der EU verkauft

Der Absatz von Neuwagen in der EU hat im ersten Halbjahr deutlich zugelegt. Auch dank eines starken Plus im Juni von 13,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der Neuzulassungen von Januar bis Juli um 5,7 Prozent. Das teilte der europäische Herstellerverband Acea mit. Jedes fünfte Auto ist ein E-Auto.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE11:34 Uhr

UNO: Debatte um Guterres-Nachfolge

Sechs Kandidaten für die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres liefern sich heute in New York 90 min eine öffentliche Debatte. Mit dabei: Fifa-Chef Gianni Infantino, die frühere chilenische Präsidentin Michelle Bachelet und der Argentinier Rafael Grossi (IAEA). Auf der UN-Webseite ist ein Livestream angekündigt.

António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, spricht während der 76. Generaldebatte der UN-Vollversammlung.

Foto: Eaeduardo Munoz/Pool Reuters/AP/dpa/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:56 Uhr

Weniger Wohnungen gebaut

In Deutschland werden 2026 geschätzt 185.000 Wohnungen fertig – das sind weniger als gedacht. 2027 wird mit 10.000 Einheiten mehr gerechnet. Das zeigen Prognosen der Forschergruppe Euroconstruct. Für den europäischen Wohnungsbau erwarten sie in Ländern wie Spanien, Frankreich und Großbritannien einen stärkeren Wohnungsbau als hierzulande.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:42 Uhr

Easyjet verzeichnet Gewinneinbruch von 70 Prozent

Der Gewinn der britische Airline Easyjet brach im 2. Quartal um 70 Prozent auf 85 Millionen Pfund (knapp 100 Millionen Euro) vor Steuern ein. Gründe seien die gestiegenen Treibstoffpreise und weniger Fluggäste in den Nahen Osten.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:05 Uhr

Pilot mit Übelkeit: Passagiermaschine muss zwischenlanden

Wegen Gesundheitsproblemen des Piloten musste eine Typ Boeing 737 Max 8 der polnischen Fluggesellschaft Lot auf dem Rückflug von Mallorca in Italien zwischenlanden. Die Besatzung löste kurz nach 4:00 Uhr Alarm aus und landete etwa eine halbe Stunde später sicher auf dem Flughafen Mailand-Malpensa.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE9:58 Uhr

Telefónica Deutschland baut Stellen ab

O2 Telefónica hatte im Januar 6.820 Vollzeitstellen – bis Ende 2026 sollen bis zu 1.100 und etwa 60 der rund 800 Shops wegfallen. Für die Beschäftigten liegen Abfindungen und andere Angebote bereit, damit sie freiwillig gehen. Nächstes Jahr soll es eine zweite Phase Kostensenkungen geben.
Das Logo bleibt zwar groß hängen an der Münchner Deutschlandzentrale, die Gesamtzahl der Belegschaft wird aber kleiner. (Archivbild)

Das Logo bleibt zwar groß hängen an der Münchner Deutschlandzentrale, die Gesamtzahl der Belegschaft wird aber kleiner. (Archivbild)

Foto: Sven Hoppe/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE9:16 Uhr

Etwas weniger Alleinerziehende in Deutschland

Im Jahr 2025 lebten rund 1,62 Millionen Alleinerziehende in Deutschland, meldet das Statistische Bundesamt nach Erstergebnissen des Mikrozensus. Damit gab es in knapp jeder fünften (19,4 Prozent) Familie mit Kindern unter 18 Jahren nur ein Elternteil. Verglichen mit 2015 sind es etwas weniger geworden.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:57 Uhr

Studentenproteste in Indien, Prüfung für Modi

Indiens Regierungschef Narendra Modi greift erstmals in die Bildungsskandale ein: Für Fälle, in denen Prüfungsaufgaben vorab bekannt werden, sollen Schnellgerichte eingerichtet werden. Seit Tagen protestieren meist junge Menschen auf den Straßen, sie fordern den Rücktritt von Bildungsminister Dharmendra Pradhan. Es gab gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei.
HEUTE8:42 Uhr

Ölpreise steigen wieder

Der Ölpreis für die Sorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im September stieg erstmals seit Anfang Juni über 96 US-Dollar je Barrel (84 Euro). Das liegt noch weit unter den rund 126 Dollar (110 Euro), die Ende April erreicht wurde. Damals hatte der Irankrieg durch die USA und Israel den Preis stark nach oben getrieben. 

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:27 Uhr

Google-Mutter will 200 Milliarden in KI-Rechenzentren stecken

Googles Mutterkonzern Alphabet will in diesem Jahr rund 200 Milliarden US-Dollar (175 Mrd. Euro) für KI-Infrastruktur ausgeben – mehr als zuvor angegeben. Das zweite Quartal schloss der Konzern mit einem Gewinn von 112,1 Milliarden Dollar (98 Mrd. Euro) ab. Im Kerngeschäft mit Werbung rund um die Google-Suchmaschine stieg der Umsatz im Jahresvergleich um fast 17 Prozent.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:14 Uhr

Gespräch von Lawrow und Rubio bei ASEAN-Treffen

Der russische Außenminister Sergej Lawrow warnte die USA vor weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine. Im Gespräch mit US-Kollegen Marco Rubio nannte Russland anhaltende Waffenlieferungen „inakzeptabel“ und sprach von „einer destabilisierenden Politik der europäischen Länder“. Die russische Seite sei zu einer „politisch-diplomatischen Lösung des Konflikts bereit“, so Lawrow.

Außenminister treffen sich am 23. Juli 2026 in Pasay, Metro Manila, beim ASEAN-Regionalforum. Dieses findet im Rahmen des Außenministertreffens der Vereinigung südostasiatischer Staaten statt.

Foto: Brendan Smialowsko/POOL/AFP via Getty Images

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:02 Uhr

Huthi beschießen Öltanker

Nur wenige Tage nach der Verkündung einer Seeblockade hat die mit dem iran verbündete jemenitische Huthi-Miliz im Roten Meer zwei saudiarabische Öltanker beschossen. Aus Saudi-Arabien hieß es, ein Schiff sei getroffen worden und ein Feuer an Bord ausgebrochen. Die US-Armee flog derweil die zwölfte Nacht in Folge Angriffe auf Ziele im Iran.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:47 Uhr

Neues Atomabkommen

Die USA und Saudi-Arabien haben ein Atomabkommen sowie ein Sicherheitsabkommen unterzeichnet. Sie sollen die rechtliche Grundlage für eine jahrzehntelange Partnerschaft schaffen, die wirtschaftliche und strategische Prioritäten vorantreibt – einschließlich der nuklearen Nichtverbreitung. Laut US-Energieminister Chris Wright sei sichergestellt, dass Saudi-Arabien keine Atomwaffen herstellen werde.
Saudi-Arabien treibt die Pläne für sein Atomprogramm seit Jahren voran. (Archivbild)

Saudi-Arabien treibt die Pläne für sein Atomprogramm seit Jahren voran. (Archivbild)

Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:45 Uhr

Mehr Zuwanderer in der EU berufstätig

Das Centre for Research and Analysis of Migration des privaten Wirtschaftsforschungsinstituts Rockwool Foundation Berlin hat ermittelt, dass in der EU im Jahr 2025 der Anteil der erwerbstätigen Zuwanderer von 67,8 auf 68,2 Prozent gestiegen ist. In Deutschland liegt die Beschäftigungsquote von Nicht-EU-Zuwanderern bei 66,1 Prozent.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:21 Uhr

Eine Billion Dollar fürs Pentagon 2027

Das US-Repräsentantenhaus billigte die aktuelle Verteidigungsstrategie gebilligt. Vorgesehen sind für 2027 Rekord-Haushaltsmittel von 1,15 Billionen Dollar (etwa eine Billion Euro) für das Pentagon. Mit dem Geld auch eine Sold-Erhöhung für die Militärangehörigen von 5 bis 7 Prozent sowie der Raketenabwehrschirm des Landes ermöglicht werden. Der Senat muss noch zustimmen.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:09 Uhr

Haushaltsplan USA

Das US-Repräsentantenhaus hat einen Haushaltsplan von 95 Milliarden Dollar (knapp 83 Mrd. Euro) verabschiedet. 73 Milliarden Dollar (rund 64 Mrd. Euro) des damit verabschiedeten Rahmenplans für den Bundeshaushalt sind für Militär und Geheimdienste gedacht.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE6:56 Uhr

Waldbrände bei Madrid

Im Südwesten von Madrid evakuierten die Behörden mehrere Gemeinden wegen eines Waldbrandes. Der spanischen Guardia Civil zufolge wurden auch mehrere Verkehrsachsen gesperrt. Der größte Waldbrand mit 32.000 verwüstetem Land brennt derzeit auf der anderen Seite Madrids in der Provinz Guadalajara.
Über dem Horizont steigt Rauch auf, während sich ein Waldbrand in der Nähe von Condemios de Arriba in der spanischen Provinz Guadalajara weiter ausbreitet.

Über dem Horizont steigt Rauch auf, während sich ein Waldbrand in der Nähe von Condemios de Arriba in der spanischen Provinz Guadalajara weiter ausbreitet.

Foto: Manu Fernandez/AP/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE6:23 Uhr

Keine gemeinsame Brückeneröffnung

Die kanadische Regierung hat die geplante gemeinsame Eröffnung einer Hängebrücke zwischen Windsor und Detroit abgesagt. Grund sind die neuen US-Zölle auf einige Waren aus Kanada. Die rund vier Milliarden Euro Brücke soll am Montag für den Verkehr freigegeben werden und wurde komplett von Kanada finanziert.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE6:19 Uhr

Knapp 150 Menschen mit elektronischer Fußfessel überwacht

147 Menschen tragen Ende Juni in Deutschland eine elektronische Fußfessel, so das hessische Justizministerium. 128 davon waren verurteilte Straftäter, die die Fußfessel im Rahmen der Führungsaufsicht trugen, 18 auf Grundlage der Polizeigesetze der Länder. Eine Person trug diese aufgrund des Aufenthaltsgesetzes.
In Hessen befindet sich die Überwachungsstelle für Fußfesseln in Deutschland. (Symbolbild)

In Hessen befindet sich die Überwachungsstelle für Fußfesseln in Deutschland. (Symbolbild)

Foto: Andreas Arnold/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE6:13 Uhr

Thailand baut Grenzzaun mit Kambodscha

Nach den schweren Grenzgefechten mit dem Nachbarn Kambodscha im Jahr 2025 hat das Militär von Thailand die ersten 1,3 Kilometer eines dauerhaften Grenzzauns errichtet. Weitere 7 Kilometer sind geplant, ein durchgehender Zaun entlang der über 800 Kilometer langen Grenze jedoch nicht.
Mit Material der Nachrichtenagenturen
 

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

Categories
ticker

23.07.2026 | Polizei-Großeinsatz in Stuttgart | Google erhält 890-Millionen-Euro-Strafe | Pilot mit Übelkeit – Flugzeug muss zwischenlanden

HEUTE12:50 Uhr

Großeinsatz in Stuttgart

In Stuttgart läuft ein Großeinsatz der Polizei. Im Einkaufszentrum Milaneo in der Innenstadt wurde eine 46 jährige Frau schwer verletzt. Der Täter ist flüchtig. „Wir gehen derzeit davon aus, dass sie mit einem Messer verletzt wurde“, sagte ein Polizeisprecher der „BILD“. Der Täter konnte zunächst flüchten, wurde dann aber gefasst.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE12:25 Uhr

Google soll Millionen-Strafe zahlen

Die EU-Kommission hat wegen Wettbewerbsverstößen Strafen in Höhe von 890 Millionen Euro gegen Google verhängt. Dabei geht zum einen um die Bevorteilung eigener Dienste bei Suchanfragen, zum anderen darum, App-Entwickler auf Android-Telefonen in ihrer Kommunikation mit Kunden einzuschränken.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE12:21 Uhr

Verdächtiger festgenommen

In Bayern ist ein 51-jähriger Geschäftsmann getötet worden. Ein 37-Jähriger wurde am 20. Juli unter dringendem Tatverdacht vorläufig festgenommen und befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft, wie Sprecher von Polizei und Staatsanwaltschaft heute sagten. Laut bisherigen Ermittlungen führten der Beschuldigte und das Opfer eine geschäftliche Beziehung.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE12:11 Uhr

„Überlange“ Arbeitszeit

In Deutschland haben 2025 rund 7 Prozent der rund 30 Millionen Vollzeiterwerbstätigen gewöhnlich 49 Stunden und mehr pro Woche gearbeitet. Dies gelte als „überlange Arbeitszeit“, teilte das Statistische Bundesamt mit. Am häufigsten sind das Selbstständige mit Beschäftigten (44 Prozent) und Solo-Selbstständige (23 Prozent) – bei vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern waren es 4 Prozent.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE11:53 Uhr

Mehr Neuwagen in der EU verkauft

Der Absatz von Neuwagen in der EU hat im ersten Halbjahr deutlich zugelegt. Auch dank eines starken Plus im Juni von 13,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der Neuzulassungen von Januar bis Juli um 5,7 Prozent. Das teilte der europäische Herstellerverband Acea mit. Jedes fünfte Auto ist ein E-Auto.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE11:34 Uhr

UNO: Debatte um Guterres-Nachfolge

Sechs Kandidaten für die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres liefern sich heute in New York 90 min eine öffentliche Debatte. Mit dabei: Fifa-Chef Gianni Infantino, die frühere chilenische Präsidentin Michelle Bachelet und der Argentinier Rafael Grossi (IAEA). Auf der UN-Webseite ist ein Livestream angekündigt.

António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, spricht während der 76. Generaldebatte der UN-Vollversammlung.

Foto: Eaeduardo Munoz/Pool Reuters/AP/dpa/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:56 Uhr

Weniger Wohnungen gebaut

In Deutschland werden 2026 geschätzt 185.000 Wohnungen fertig – das sind weniger als gedacht. 2027 wird mit 10.000 Einheiten mehr gerechnet. Das zeigen Prognosen der Forschergruppe Euroconstruct. Für den europäischen Wohnungsbau erwarten sie in Ländern wie Spanien, Frankreich und Großbritannien einen stärkeren Wohnungsbau als hierzulande.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:42 Uhr

Easyjet verzeichnet Gewinneinbruch von 70 Prozent

Der Gewinn der britische Airline Easyjet brach im 2. Quartal um 70 Prozent auf 85 Millionen Pfund (knapp 100 Millionen Euro) vor Steuern ein. Gründe seien die gestiegenen Treibstoffpreise und weniger Fluggäste in den Nahen Osten.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:05 Uhr

Pilot mit Übelkeit: Passagiermaschine muss zwischenlanden

Wegen Gesundheitsproblemen des Piloten musste eine Typ Boeing 737 Max 8 der polnischen Fluggesellschaft Lot auf dem Rückflug von Mallorca in Italien zwischenlanden. Die Besatzung löste kurz nach 4:00 Uhr Alarm aus und landete etwa eine halbe Stunde später sicher auf dem Flughafen Mailand-Malpensa.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE9:58 Uhr

Telefónica Deutschland baut Stellen ab

O2 Telefónica hatte im Januar 6.820 Vollzeitstellen – bis Ende 2026 sollen bis zu 1.100 und etwa 60 der rund 800 Shops wegfallen. Für die Beschäftigten liegen Abfindungen und andere Angebote bereit, damit sie freiwillig gehen. Nächstes Jahr soll es eine zweite Phase Kostensenkungen geben.
Das Logo bleibt zwar groß hängen an der Münchner Deutschlandzentrale, die Gesamtzahl der Belegschaft wird aber kleiner. (Archivbild)

Das Logo bleibt zwar groß hängen an der Münchner Deutschlandzentrale, die Gesamtzahl der Belegschaft wird aber kleiner. (Archivbild)

Foto: Sven Hoppe/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE9:16 Uhr

Etwas weniger Alleinerziehende in Deutschland

Im Jahr 2025 lebten rund 1,62 Millionen Alleinerziehende in Deutschland, meldet das Statistische Bundesamt nach Erstergebnissen des Mikrozensus. Damit gab es in knapp jeder fünften (19,4 Prozent) Familie mit Kindern unter 18 Jahren nur ein Elternteil. Verglichen mit 2015 sind es etwas weniger geworden.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE9:06 Uhr

10.000 Touristen wegen Brandes an Atlantikküste evakuiert

Wegen eines sich weiter ausdehnenden Waldbrandes an der französischen Atlantikküste bei Bordeaux sind inzwischen 10.000 Touristen vorsorglich evakuiert worden. Betroffen seien Urlauber von acht Ferienzentren und drei Campingplätzen, zudem etwa 1.000 Bewohner verschiedener Orte.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:57 Uhr

Studentenproteste in Indien, Prüfung für Modi

Indiens Regierungschef Narendra Modi greift erstmals in die Bildungsskandale ein: Für Fälle, in denen Prüfungsaufgaben vorab bekannt werden, sollen Schnellgerichte eingerichtet werden. Seit Tagen protestieren meist junge Menschen auf den Straßen, sie fordern den Rücktritt von Bildungsminister Dharmendra Pradhan. Es gab gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei.
HEUTE8:42 Uhr

Ölpreise steigen wieder

Der Ölpreis für die Sorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im September stieg erstmals seit Anfang Juni über 96 US-Dollar je Barrel (84 Euro). Das liegt noch weit unter den rund 126 Dollar (110 Euro), die Ende April erreicht wurde. Damals hatte der Irankrieg durch die USA und Israel den Preis stark nach oben getrieben. 

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:27 Uhr

Google-Mutter will 200 Milliarden in KI-Rechenzentren stecken

Googles Mutterkonzern Alphabet will in diesem Jahr rund 200 Milliarden US-Dollar (175 Mrd. Euro) für KI-Infrastruktur ausgeben – mehr als zuvor angegeben. Das zweite Quartal schloss der Konzern mit einem Gewinn von 112,1 Milliarden Dollar (98 Mrd. Euro) ab. Im Kerngeschäft mit Werbung rund um die Google-Suchmaschine stieg der Umsatz im Jahresvergleich um fast 17 Prozent.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:14 Uhr

Gespräch von Lawrow und Rubio bei ASEAN-Treffen

Der russische Außenminister Sergej Lawrow warnte die USA vor weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine. Im Gespräch mit US-Kollegen Marco Rubio nannte Russland anhaltende Waffenlieferungen „inakzeptabel“ und sprach von „einer destabilisierenden Politik der europäischen Länder“. Die russische Seite sei zu einer „politisch-diplomatischen Lösung des Konflikts bereit“, so Lawrow.

Außenminister treffen sich am 23. Juli 2026 in Pasay, Metro Manila, beim ASEAN-Regionalforum. Dieses findet im Rahmen des Außenministertreffens der Vereinigung südostasiatischer Staaten statt.

Foto: Brendan Smialowsko/POOL/AFP via Getty Images

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:02 Uhr

Huthi beschießen Öltanker

Nur wenige Tage nach der Verkündung einer Seeblockade hat die mit dem iran verbündete jemenitische Huthi-Miliz im Roten Meer zwei saudiarabische Öltanker beschossen. Aus Saudi-Arabien hieß es, ein Schiff sei getroffen worden und ein Feuer an Bord ausgebrochen. Die US-Armee flog derweil die zwölfte Nacht in Folge Angriffe auf Ziele im Iran.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:47 Uhr

Neues Atomabkommen

Die USA und Saudi-Arabien haben ein Atomabkommen sowie ein Sicherheitsabkommen unterzeichnet. Sie sollen die rechtliche Grundlage für eine jahrzehntelange Partnerschaft schaffen, die wirtschaftliche und strategische Prioritäten vorantreibt – einschließlich der nuklearen Nichtverbreitung. Laut US-Energieminister Chris Wright sei sichergestellt, dass Saudi-Arabien keine Atomwaffen herstellen werde.
Saudi-Arabien treibt die Pläne für sein Atomprogramm seit Jahren voran. (Archivbild)

Saudi-Arabien treibt die Pläne für sein Atomprogramm seit Jahren voran. (Archivbild)

Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:45 Uhr

Mehr Zuwanderer in der EU berufstätig

Das Centre for Research and Analysis of Migration des privaten Wirtschaftsforschungsinstituts Rockwool Foundation Berlin hat ermittelt, dass in der EU im Jahr 2025 der Anteil der erwerbstätigen Zuwanderer von 67,8 auf 68,2 Prozent gestiegen ist. In Deutschland liegt die Beschäftigungsquote von Nicht-EU-Zuwanderern bei 66,1 Prozent.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:21 Uhr

Eine Billion Dollar fürs Pentagon 2027

Das US-Repräsentantenhaus billigte die aktuelle Verteidigungsstrategie gebilligt. Vorgesehen sind für 2027 Rekord-Haushaltsmittel von 1,15 Billionen Dollar (etwa eine Billion Euro) für das Pentagon. Mit dem Geld auch eine Sold-Erhöhung für die Militärangehörigen von 5 bis 7 Prozent sowie der Raketenabwehrschirm des Landes ermöglicht werden. Der Senat muss noch zustimmen.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:09 Uhr

Haushaltsplan USA

Das US-Repräsentantenhaus hat einen Haushaltsplan von 95 Milliarden Dollar (knapp 83 Mrd. Euro) verabschiedet. 73 Milliarden Dollar (rund 64 Mrd. Euro) des damit verabschiedeten Rahmenplans für den Bundeshaushalt sind für Militär und Geheimdienste gedacht.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE6:56 Uhr

Waldbrände bei Madrid

Im Südwesten von Madrid evakuierten die Behörden mehrere Gemeinden wegen eines Waldbrandes. Der spanischen Guardia Civil zufolge wurden auch mehrere Verkehrsachsen gesperrt. Der größte Waldbrand mit 32.000 verwüstetem Land brennt derzeit auf der anderen Seite Madrids in der Provinz Guadalajara.
Über dem Horizont steigt Rauch auf, während sich ein Waldbrand in der Nähe von Condemios de Arriba in der spanischen Provinz Guadalajara weiter ausbreitet.

Über dem Horizont steigt Rauch auf, während sich ein Waldbrand in der Nähe von Condemios de Arriba in der spanischen Provinz Guadalajara weiter ausbreitet.

Foto: Manu Fernandez/AP/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE6:23 Uhr

Keine gemeinsame Brückeneröffnung

Die kanadische Regierung hat die geplante gemeinsame Eröffnung einer Hängebrücke zwischen Windsor und Detroit abgesagt. Grund sind die neuen US-Zölle auf einige Waren aus Kanada. Die rund vier Milliarden Euro Brücke soll am Montag für den Verkehr freigegeben werden und wurde komplett von Kanada finanziert.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE6:19 Uhr

Knapp 150 Menschen mit elektronischer Fußfessel überwacht

147 Menschen tragen Ende Juni in Deutschland eine elektronische Fußfessel, so das hessische Justizministerium. 128 davon waren verurteilte Straftäter, die die Fußfessel im Rahmen der Führungsaufsicht trugen, 18 auf Grundlage der Polizeigesetze der Länder. Eine Person trug diese aufgrund des Aufenthaltsgesetzes.
In Hessen befindet sich die Überwachungsstelle für Fußfesseln in Deutschland. (Symbolbild)

In Hessen befindet sich die Überwachungsstelle für Fußfesseln in Deutschland. (Symbolbild)

Foto: Andreas Arnold/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE6:13 Uhr

Thailand baut Grenzzaun mit Kambodscha

Nach den schweren Grenzgefechten mit dem Nachbarn Kambodscha im Jahr 2025 hat das Militär von Thailand die ersten 1,3 Kilometer eines dauerhaften Grenzzauns errichtet. Weitere 7 Kilometer sind geplant, ein durchgehender Zaun entlang der über 800 Kilometer langen Grenze jedoch nicht.
Mit Material der Nachrichtenagenturen
 

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

Categories
ticker

23.07.2026 | Google soll 890 Millionen Euro Strafe zahlen | Debatte um Guterres-Nachfolge | Pilot mit Übelkeit – Flugzeug muss zwischenlanden

HEUTE12:25 Uhr

Google soll Millionen-Strafe zahlen

Die EU-Kommission hat wegen Wettbewerbsverstößen Strafen in Höhe von 890 Millionen Euro gegen Google verhängt. Dabei geht zum einen um die Bevorteilung eigener Dienste bei Suchanfragen, zum anderen darum, App-Entwickler auf Android-Telefonen in ihrer Kommunikation mit Kunden einzuschränken.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE12:21 Uhr

Verdächtiger festgenommen

In Bayern ist ein 51-jähriger Geschäftsmann getötet worden. Ein 37-Jähriger wurde am 20. Juli unter dringendem Tatverdacht vorläufig festgenommen und befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft, wie Sprecher von Polizei und Staatsanwaltschaft heute sagten. Laut bisherigen Ermittlungen führten der Beschuldigte und das Opfer eine geschäftliche Beziehung.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE12:11 Uhr

„Überlange“ Arbeitszeit

In Deutschland haben 2025 rund 7 Prozent der rund 30 Millionen Vollzeiterwerbstätigen gewöhnlich 49 Stunden und mehr pro Woche gearbeitet. Dies gelte als „überlange Arbeitszeit“, teilte das Statistische Bundesamt mit. Am häufigsten sind das Selbstständige mit Beschäftigten (44 Prozent) und Solo-Selbstständige (23 Prozent) – bei vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern waren es 4 Prozent.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE11:53 Uhr

Mehr Neuwagen in der EU verkauft

Der Absatz von Neuwagen in der EU hat im ersten Halbjahr deutlich zugelegt. Auch dank eines starken Plus im Juni von 13,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der Neuzulassungen von Januar bis Juli um 5,7 Prozent. Das teilte der europäische Herstellerverband Acea mit. Jedes fünfte Auto ist ein E-Auto.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE11:34 Uhr

UNO: Debatte um Guterres-Nachfolge

Sechs Kandidaten für die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres liefern sich heute in New York 90 min eine öffentliche Debatte. Mit dabei: Fifa-Chef Gianni Infantino, die frühere chilenische Präsidentin Michelle Bachelet und der Argentinier Rafael Grossi (IAEA). Auf der UN-Webseite ist ein Livestream angekündigt.

António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, spricht während der 76. Generaldebatte der UN-Vollversammlung.

Foto: Eaeduardo Munoz/Pool Reuters/AP/dpa/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:56 Uhr

Weniger Wohnungen gebaut

In Deutschland werden 2026 geschätzt 185.000 Wohnungen fertig – das sind weniger als gedacht. 2027 wird mit 10.000 Einheiten mehr gerechnet. Das zeigen Prognosen der Forschergruppe Euroconstruct. Für den europäischen Wohnungsbau erwarten sie in Ländern wie Spanien, Frankreich und Großbritannien einen stärkeren Wohnungsbau als hierzulande.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:42 Uhr

Easyjet verzeichnet Gewinneinbruch von 70 Prozent

Der Gewinn der britische Airline Easyjet brach im 2. Quartal um 70 Prozent auf 85 Millionen Pfund (knapp 100 Millionen Euro) vor Steuern ein. Gründe seien die gestiegenen Treibstoffpreise und weniger Fluggäste in den Nahen Osten.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:05 Uhr

Pilot mit Übelkeit: Passagiermaschine muss zwischenlanden

Wegen Gesundheitsproblemen des Piloten musste eine Typ Boeing 737 Max 8 der polnischen Fluggesellschaft Lot auf dem Rückflug von Mallorca in Italien zwischenlanden. Die Besatzung löste kurz nach 4:00 Uhr Alarm aus und landete etwa eine halbe Stunde später sicher auf dem Flughafen Mailand-Malpensa.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE9:58 Uhr

Telefónica Deutschland baut Stellen ab

O2 Telefónica hatte im Januar 6.820 Vollzeitstellen – bis Ende 2026 sollen bis zu 1.100 und etwa 60 der rund 800 Shops wegfallen. Für die Beschäftigten liegen Abfindungen und andere Angebote bereit, damit sie freiwillig gehen. Nächstes Jahr soll es eine zweite Phase Kostensenkungen geben.
Das Logo bleibt zwar groß hängen an der Münchner Deutschlandzentrale, die Gesamtzahl der Belegschaft wird aber kleiner. (Archivbild)

Das Logo bleibt zwar groß hängen an der Münchner Deutschlandzentrale, die Gesamtzahl der Belegschaft wird aber kleiner. (Archivbild)

Foto: Sven Hoppe/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE9:16 Uhr

Etwas weniger Alleinerziehende in Deutschland

Im Jahr 2025 lebten rund 1,62 Millionen Alleinerziehende in Deutschland, meldet das Statistische Bundesamt nach Erstergebnissen des Mikrozensus. Damit gab es in knapp jeder fünften (19,4 Prozent) Familie mit Kindern unter 18 Jahren nur ein Elternteil. Verglichen mit 2015 sind es etwas weniger geworden.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE9:06 Uhr

10.000 Touristen wegen Brandes an Atlantikküste evakuiert

Wegen eines sich weiter ausdehnenden Waldbrandes an der französischen Atlantikküste bei Bordeaux sind inzwischen 10.000 Touristen vorsorglich evakuiert worden. Betroffen seien Urlauber von acht Ferienzentren und drei Campingplätzen, zudem etwa 1.000 Bewohner verschiedener Orte.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:57 Uhr

Studentenproteste in Indien, Prüfung für Modi

Indiens Regierungschef Narendra Modi greift erstmals in die Bildungsskandale ein: Für Fälle, in denen Prüfungsaufgaben vorab bekannt werden, sollen Schnellgerichte eingerichtet werden. Seit Tagen protestieren meist junge Menschen auf den Straßen, sie fordern den Rücktritt von Bildungsminister Dharmendra Pradhan. Es gab gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei.
HEUTE8:42 Uhr

Ölpreise steigen wieder

Der Ölpreis für die Sorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im September stieg erstmals seit Anfang Juni über 96 US-Dollar je Barrel (84 Euro). Das liegt noch weit unter den rund 126 Dollar (110 Euro), die Ende April erreicht wurde. Damals hatte der Irankrieg durch die USA und Israel den Preis stark nach oben getrieben. 

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:27 Uhr

Google-Mutter will 200 Milliarden in KI-Rechenzentren stecken

Googles Mutterkonzern Alphabet will in diesem Jahr rund 200 Milliarden US-Dollar (175 Mrd. Euro) für KI-Infrastruktur ausgeben – mehr als zuvor angegeben. Das zweite Quartal schloss der Konzern mit einem Gewinn von 112,1 Milliarden Dollar (98 Mrd. Euro) ab. Im Kerngeschäft mit Werbung rund um die Google-Suchmaschine stieg der Umsatz im Jahresvergleich um fast 17 Prozent.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:14 Uhr

Gespräch von Lawrow und Rubio bei ASEAN-Treffen

Der russische Außenminister Sergej Lawrow warnte die USA vor weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine. Im Gespräch mit US-Kollegen Marco Rubio nannte Russland anhaltende Waffenlieferungen „inakzeptabel“ und sprach von „einer destabilisierenden Politik der europäischen Länder“. Die russische Seite sei zu einer „politisch-diplomatischen Lösung des Konflikts bereit“, so Lawrow.

Außenminister treffen sich am 23. Juli 2026 in Pasay, Metro Manila, beim ASEAN-Regionalforum. Dieses findet im Rahmen des Außenministertreffens der Vereinigung südostasiatischer Staaten statt.

Foto: Brendan Smialowsko/POOL/AFP via Getty Images

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:02 Uhr

Huthi beschießen Öltanker

Nur wenige Tage nach der Verkündung einer Seeblockade hat die mit dem iran verbündete jemenitische Huthi-Miliz im Roten Meer zwei saudiarabische Öltanker beschossen. Aus Saudi-Arabien hieß es, ein Schiff sei getroffen worden und ein Feuer an Bord ausgebrochen. Die US-Armee flog derweil die zwölfte Nacht in Folge Angriffe auf Ziele im Iran.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:47 Uhr

Neues Atomabkommen

Die USA und Saudi-Arabien haben ein Atomabkommen sowie ein Sicherheitsabkommen unterzeichnet. Sie sollen die rechtliche Grundlage für eine jahrzehntelange Partnerschaft schaffen, die wirtschaftliche und strategische Prioritäten vorantreibt – einschließlich der nuklearen Nichtverbreitung. Laut US-Energieminister Chris Wright sei sichergestellt, dass Saudi-Arabien keine Atomwaffen herstellen werde.
Saudi-Arabien treibt die Pläne für sein Atomprogramm seit Jahren voran. (Archivbild)

Saudi-Arabien treibt die Pläne für sein Atomprogramm seit Jahren voran. (Archivbild)

Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:45 Uhr

Mehr Zuwanderer in der EU berufstätig

Das Centre for Research and Analysis of Migration des privaten Wirtschaftsforschungsinstituts Rockwool Foundation Berlin hat ermittelt, dass in der EU im Jahr 2025 der Anteil der erwerbstätigen Zuwanderer von 67,8 auf 68,2 Prozent gestiegen ist. In Deutschland liegt die Beschäftigungsquote von Nicht-EU-Zuwanderern bei 66,1 Prozent.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:21 Uhr

Eine Billion Dollar fürs Pentagon 2027

Das US-Repräsentantenhaus billigte die aktuelle Verteidigungsstrategie gebilligt. Vorgesehen sind für 2027 Rekord-Haushaltsmittel von 1,15 Billionen Dollar (etwa eine Billion Euro) für das Pentagon. Mit dem Geld auch eine Sold-Erhöhung für die Militärangehörigen von 5 bis 7 Prozent sowie der Raketenabwehrschirm des Landes ermöglicht werden. Der Senat muss noch zustimmen.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:09 Uhr

Haushaltsplan USA

Das US-Repräsentantenhaus hat einen Haushaltsplan von 95 Milliarden Dollar (knapp 83 Mrd. Euro) verabschiedet. 73 Milliarden Dollar (rund 64 Mrd. Euro) des damit verabschiedeten Rahmenplans für den Bundeshaushalt sind für Militär und Geheimdienste gedacht.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE6:56 Uhr

Waldbrände bei Madrid

Im Südwesten von Madrid evakuierten die Behörden mehrere Gemeinden wegen eines Waldbrandes. Der spanischen Guardia Civil zufolge wurden auch mehrere Verkehrsachsen gesperrt. Der größte Waldbrand mit 32.000 verwüstetem Land brennt derzeit auf der anderen Seite Madrids in der Provinz Guadalajara.
Über dem Horizont steigt Rauch auf, während sich ein Waldbrand in der Nähe von Condemios de Arriba in der spanischen Provinz Guadalajara weiter ausbreitet.

Über dem Horizont steigt Rauch auf, während sich ein Waldbrand in der Nähe von Condemios de Arriba in der spanischen Provinz Guadalajara weiter ausbreitet.

Foto: Manu Fernandez/AP/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE6:23 Uhr

Keine gemeinsame Brückeneröffnung

Die kanadische Regierung hat die geplante gemeinsame Eröffnung einer Hängebrücke zwischen Windsor und Detroit abgesagt. Grund sind die neuen US-Zölle auf einige Waren aus Kanada. Die rund vier Milliarden Euro Brücke soll am Montag für den Verkehr freigegeben werden und wurde komplett von Kanada finanziert.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE6:19 Uhr

Knapp 150 Menschen mit elektronischer Fußfessel überwacht

147 Menschen tragen Ende Juni in Deutschland eine elektronische Fußfessel, so das hessische Justizministerium. 128 davon waren verurteilte Straftäter, die die Fußfessel im Rahmen der Führungsaufsicht trugen, 18 auf Grundlage der Polizeigesetze der Länder. Eine Person trug diese aufgrund des Aufenthaltsgesetzes.
In Hessen befindet sich die Überwachungsstelle für Fußfesseln in Deutschland. (Symbolbild)

In Hessen befindet sich die Überwachungsstelle für Fußfesseln in Deutschland. (Symbolbild)

Foto: Andreas Arnold/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE6:13 Uhr

Thailand baut Grenzzaun mit Kambodscha

Nach den schweren Grenzgefechten mit dem Nachbarn Kambodscha im Jahr 2025 hat das Militär von Thailand die ersten 1,3 Kilometer eines dauerhaften Grenzzauns errichtet. Weitere 7 Kilometer sind geplant, ein durchgehender Zaun entlang der über 800 Kilometer langen Grenze jedoch nicht.
Mit Material der Nachrichtenagenturen
 

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

Categories
ticker wirtschaft

Handwerk drängt auf Abschaffung des „Sonntagsbackverbots“

Das Handwerk drängt auf eine schnelle Abschaffung des „Sonntagsbackverbots“. „Im Koalitionsvertrag steht, dass für Bäcker und Konditoren das Sonntagsbackverbot aufgehoben wird. Bitte umsetzen“, sagte Handwerkspräsident Jörg Dittrich.
„Ich verstehe nicht, warum wir immer noch weiter darüber diskutieren. Es ist eine große Ungerechtigkeit, dass Backstationen an der Tankstelle sonntags Teiglinge aufbacken dürfen und dem Handwerksbäcker erklärt wird: Du darfst es nicht, weil du Bäcker bist.“

Arbeitszeitgesetz erlaubt nur drei Stunden, um  Backwaren herzustellen

Es werde mit zweierlei Maß gemessen, sagte Dittrich. „Es soll mir bitte keiner erzählen, dass die Zukunft Deutschlands davon abhängt, ob einige Hundert Menschen sonntags einige Stunden arbeiten. Zumal viele Beschäftigte diese Zeiten bewusst wählen, weil sie dafür gute Zuschläge erhalten und mehr Geld verdienen, und dafür beispielsweise an einem anderen Tag frei haben.“
Nach dem Arbeitszeitgesetz dürfen Bäckereien bisher an Sonn- und Feiertagen nur bis zu drei Stunden Backwaren herstellen und an diesem Tag verkaufen.
Im Koalitionsvertrag heißt es, der sogenannte Ausnahmekatalog im Arbeitszeitgesetz für Sonn- und Feiertagsbeschäftigung solle um das Bäckereihandwerk erweitert werde. Die Spitzen der Koalition hatten Anfang Juli vereinbart, dass die Änderungen für Bäckereien zum 1. Januar 2027 in Kraft treten sollen.

Noch keine genauen Pläne

Bisher fehlt ein Gesetzentwurf. Mitte Juni war ein erster Entwurf zur Änderung des Arbeitszeitgesetzes aus dem zuständigen Arbeitsministerium durchgesickert.
Demnach sollen Beschäftigte an Sonn- und Feiertagen künftig bis zu fünf Stunden für die Herstellung von Backwaren sowie bis zu drei Stunden für das Austragen und Ausfahren eingesetzt werden können.
Aus Kreisen des Ministeriums wurde darauf verwiesen, dass der bekanntgewordene Entwurf in einem frühen Stadium sei und im Haus noch abgestimmt werde. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks hatte kritisierte, es drohe erneut eine Sonderregelung mit andauernden Wettbewerbsnachteilen.

Handwerkspräsident: Arbeitszeiten flexibler gestalten

CDU, CSU und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, für mehr Flexibilität „die Möglichkeit einer wöchentlichen anstatt einer täglichen Höchstarbeitszeit“ zu schaffen. Gewerkschaften lehnen eine Abschaffung des Acht-Stunden-Tags vehement ab. Sie warnen etwa vor einer Aufweichung des Gesundheitsschutzes.
„Niemand möchte den generellen Acht-Stunden-Tag abschaffen“, sagte Dittrich. „Aber in Zeiten von Digitalisierung, Work-Life-Balance und Disruption in vielen Bereichen muss es aus meiner Sicht doch machbar sein, Betrieben und Beschäftigten mehr Flexibilität einzuräumen und ihnen die Chance zu geben, neue Modelle auszuprobieren.“ Der Acht-Stunden-Tag solle erhalten bleiben, aber es müsse mehr Flexibilität geben.
„Gesundheitsschutz wird ab einer gewissen Grenze ein Totschlagargument gegen Veränderungen“, sagte der Handwerkspräsident. „Auch eine monotone Tätigkeit kann bereits nach kurzer Zeit zu Belastungen führen. Pauschal den Gesundheitsschutz als Argument ins Feld zu führen, greift heutzutage zu kurz.“ (dpa/red)
Categories
etplus gesellschaft meinung ticker

„Genug gearbeitet“ – Meetings: Wenn Anwesenheit mit Fortschritt verwechselt wird

„Wir müssen uns dazu nochmal zusammensetzen.“ Manchmal ist dieser Satz sinnvoll. Oft ist er ein Symptom. Denn viele Meetings entstehen nicht, weil ein Gespräch nötig ist, sondern weil eine Entscheidung fehlt.
Meetings sind teuer. Nicht nur wegen der Stunden. Sie kosten Aufmerksamkeit, Vorbereitung, Nachbereitung und oft auch Frustration. Besonders dann, wenn am Ende alle das Gefühl haben: Wir haben geredet, aber nichts bewegt.
In vielen Organisationen wird Anwesenheit mit Beteiligung verwechselt. Wer dabei ist, war eingebunden. Wer etwas gesagt hat, hat beigetragen. Wer lange diskutiert hat, hat gründlich gearbeitet. Leider stimmt das nicht automatisch.
Ein wirksames Meeting braucht einen Zweck. Und dieser Zweck muss vor Beginn klar sein:
  • Wollen wir informieren? Dann braucht es vielleicht gar kein Meeting.
  • Wollen wir klären? Dann braucht es gute Fragen und die richtigen Personen.
  • Wollen wir entscheiden? Dann braucht es Entscheidungskompetenz im Raum.
Ein Geschäftsführer führte einen einfachen Satz ein: „Ohne Ziel keine Einladung.“ Anfangs wirkte das hart. Nach einigen Wochen wurde es befreiend. Menschen sagten Termine ab, wenn sie keinen Beitrag leisten konnten. Abstimmungen wurden schriftlich vorbereitet. Entscheidungsmeetings endeten mit klaren Verantwortlichkeiten.
Genug gearbeitet. Meetings dürfen kein Aufenthaltsraum für unklare Verantwortung sein.
Drei Regeln verändern Meetingkultur schnell:
  • Am Anfang steht der Satz: „Am Ende dieses Termins ist geklärt …“
  • Während des Termins darf jemand sagen: „Das führt gerade nicht zum Ziel.“
  • Am Ende stehen drei Punkte: Entscheidung, Verantwortung, nächster Termin oder bewusst kein Termin.
Das klingt schlicht. Genau deshalb wirkt es. Meetingqualität entsteht nicht durch mehr Methoden, sondern durch Disziplin.
Spannend wird es bei wiederkehrenden Runden. Viele existieren, weil sie immer existiert haben. Ein guter Test: Lassen Sie eine wiederkehrende Runde einmal ausfallen und fragen Sie danach, was wirklich gefehlt hat. Wenn nichts fehlt, war das Meeting kein Führungsinstrument, sondern ein Ritual ohne Wirkung.
Natürlich brauchen Teams Austausch. Aber Austausch ohne Ergebnis darf nicht den Kalender dominieren. Sonst entsteht die absurde Situation, dass Menschen tagsüber über Arbeit sprechen und abends die Arbeit erledigen.
Genug gearbeitet. Welche Besprechung in Ihrem Kalender müsste morgen beweisen, dass sie ihren Platz verdient?
Rolf Hempel | www.b-steps.de/summit | b-steps summit
Categories
deutschland ticker

Steuern, Rente, Pflege: Koalitionsausschuss ringt um großes Reformpaket


In Kürze:

  • Die Koalition berät über ein umfassendes Reformpaket mit Steuer-, Renten- und Arbeitsmarktreformen.
  • Größter Streitpunkt bleibt die Finanzierung der geplanten Steuerentlastungen ab 2027.
  • Auch bei Arbeitszeit, Pflege und Gesundheit bestehen noch offene Fragen zwischen Union und SPD.
  • Ziel ist eine Einigung möglichst noch vor der parlamentarischen Sommerpause.

 
Für die Koalition in Berlin geht es ab Mittwoch, dem 1. Juli, um einen Befreiungsschlag. Noch vor der parlamentarischen Sommerpause wollen Union und SPD ein umfassendes Reformpaket auf den Weg bringen, dafür wird der Koalitionsausschuss zusammentreten. Die Verhandler wollen kein Ergebnis übers Knie brechen, sodass ein Abschluss bereits am Mittwoch oder in der Nacht zum Donnerstag nicht garantiert ist. In einigen Bereichen bestehen weiterhin erhebliche Differenzen zwischen den Koalitionspartnern.
Mehrere Themen hatten die Koalitionsspitzen in den vergangenen Monaten beschäftigt. Nun hofft man auf einen Durchbruch.

Steuerreform

Zu den heikelsten Aufgaben der Koalition gehört eine Steuerreform. Ab dem 1. Januar 2027 will Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) vor allem kleinere und mittlere Einkommen entlasten. Die Union unterstützt dieses Vorhaben. Klingbeil soll dem Koalitionsausschuss zwei Pakete vorlegen – mit Steuerentlastungen in unterschiedlicher Höhe.
Ein Paket umfasst rund 28 Milliarden Euro und soll jährliche Entlastungen von etwa 800 bis 900 Euro bei Einkommen zwischen 40.000 und 60.000 Euro ermöglichen. Die Steuerentlastung würde bei Singles bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 140.000 Euro greifen.
Ein kleineres Paket würde Entlastungen von rund 17 Milliarden Euro umfassen und nur bis zu einem Einkommen von etwa 115.000 Euro wirken. Zudem wären die Entlastungen für kleinere und mittlere Einkommen etwa halb so hoch. In beiden Varianten soll der Grundfreibetrag steigen – von derzeit 12.348 Euro auf 12.900 oder 13.084 Euro.
Der zentrale Streitpunkt zwischen den Koalitionspartnern bleibt die Gegenfinanzierung. Neue Schulden schließt Klingbeil aus, sodass andere Wege gefunden werden müssen, um die Maßnahmen zu finanzieren. Die SPD will dabei vor allem Besserverdienende stärker belasten, etwa über einen höheren Spitzensteuersatz und eine Anhebung der Reichensteuer.
Teile der Partei fordern zusätzlich eine Vermögensteuer oder Änderungen bei der Erbschaftsteuer; dafür wurde unter anderem das Konzept eines „Lebensfreibetrages“ vorgeschlagen. Weitere Optionen wären eine Erhöhung der Mehrwertsteuer, Subventionskürzungen oder zusätzliche Einsparungen im Haushalt.
Die Entschlossenheit, eine Lösung zu finden, ist vorhanden. Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte im Vorfeld, man wolle ein „großes Paket“ schnüren. SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese erklärte gegenüber der „Rheinischen Post“, man wolle „bei zentralen Themen über die Ziellinie kommen“.
Innerhalb der SPD gibt es zudem Druck von Abgeordneten, die eine stärkere Besteuerung hoher Vermögen bis hin zu einer einmaligen Vermögensabgabe fordern. Dies entspreche auch den Erwartungen der Wählerschaft, heißt es in einem Impulspapier mehrerer SPD-Abgeordneter.
Die Union lehnt das „FairErben“-Konzept der SPD ab und spricht sich gegen Verschärfungen bei der Erbschaftsteuer sowie gegen zusätzliche Vermögensabgaben aus. Zuletzt hatte Generalsekretär Carsten Linnemann jedoch eine Ausweitung der Spitzen- oder Reichensteuer nicht ausgeschlossen.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte eine „Glättung“ des Spitzensteuersatzes ebenso wenig ausgeschlossen wie eine vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags, die möglicherweise ohnehin vom Bundesverfassungsgericht gefordert werden könnte. Insgesamt will die Union jedoch vermeiden, dass das Steuerpaket als Umverteilungsmaßnahme wahrgenommen wird; im Vordergrund sollen Entlastung und Wachstumsimpulse stehen.

Änderungen bei der Arbeitszeit

Ein weiteres Thema, dem sich der Koalitionsausschuss widmen wird, ist die Arbeitszeit. Im Koalitionsvertrag ist eine Flexibilisierung in diesem Bereich vereinbart. Die bisherige Regelung mit einer täglichen Höchstarbeitszeit von acht Stunden soll durch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit ersetzt werden.
Die Gruppe um Annika Klose hat in ihrem Reform-Impulspapier jedoch eine Absage erteilt, die „zu längeren Arbeitszeiten, einer Abschwächung des Kündigungsschutzes, Einschränkungen des Streikrechts oder der Einführung von Karenztagen im Krankheitsfall“ führen würden. Die Union hatte entsprechende Einschränkungen bei der Lohnfortzahlung ebenfalls ins Spiel gebracht. Auch aus den Gewerkschaften kamen erhebliche Vorbehalte gegen die geplanten Liberalisierungen im Arbeitsrecht.
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hatte auf dem DGB-Bundeskongress im Mai ebenfalls erklärt, die SPD hätte das Thema „gar nicht erst anfassen“ wollen. Der Koalitionsvertrag sehe jedoch eine solche Liberalisierung vor. Deshalb hat Bas in ihrem Entwurf längere tägliche Arbeitszeiten von Regelungen in Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen abhängig gemacht. Zudem will sie möglichem Missbrauch durch eine Pflicht zur elektronischen Arbeitszeiterfassung entgegenwirken.

Rente

Bei der Rente haben Merz und Bas angekündigt, die in der Vorwoche vorgelegten Reformvorschläge der Rentenkommission ohne wesentliche Änderungen umsetzen zu wollen. Kritik kommt aus einigen SPD-Landesverbänden, unter anderem von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Sie stößt sich vor allem an der geplanten Abschaffung der vorzeitigen abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte. Dieses System soll nach den Vorschlägen der Kommission durch regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen und eine individuelle Frühverrentung im Bedarfsfall ersetzt werden.
Das Umlagesystem soll um eine kapitalgedeckte Zusatzsäule ergänzt werden. Zudem soll das Renteneintrittsalter ab 2031 an die Entwicklung der Lebenserwartung gekoppelt werden. Dies würde möglicherweise bis zur Jahrhundertwende eine „Rente mit 70“ bedeuten. In der Koalition herrscht grundsätzlich Konsens über die Umsetzung der Vorschläge zum Rentensystem. Ministerin Bas erklärte, das Paket sei als „Gesamtkunstwerk“ konzipiert und werde als solches umgesetzt. Es werde „kein Rosinenpicken“ geben.

Gesundheit und Pflege

In den Bereichen Gesundheit und Pflege gibt es teilweise noch Gesprächsbedarf. Das geplante Spargesetz zugunsten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist jedoch bereits im Bundestag. Hier geht es in erster Linie darum, die erforderliche Parlamentsmehrheit für dessen Beschluss noch vor der Sommerpause sicherzustellen. Ziel des Vorhabens ist es, die Beiträge stabil zu halten.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hatte vor einer möglichen Finanzierungslücke in der gesetzlichen Krankenversicherung von rund 44 Milliarden Euro bis 2030 gewarnt. Schon im kommenden Jahr drohe ein Defizit von 19 Milliarden Euro.
Warken betonte, die Koalition wolle sich am Prinzip der „einnahmenorientierten Ausgabenpolitik“ orientieren. Der Bund würde die Kassen perspektivisch entlasten, etwa durch die schrittweise Übernahme der Kosten für die Gesundheitsversorgung von Grundsicherungsempfängern. Diese sind derzeit als versicherungsfremde Leistungen von den Versicherten zu tragen. Die SPD wird den Entwurf laut Gesundheitssprecher Christos Pantazis mittragen, allerdings werde man darauf achten, dass die Versorgung der Patienten nicht beeinträchtigt werde.
Zu den geplanten Maßnahmen gehören unter anderem höhere Abschläge für die Pharmaindustrie, höhere Selbstbehalte beim Zahnersatz, die Mitversicherung des Ehepartners nur noch gegen einen Zusatzbeitrag sowie Einschnitte bei Sondervergütungen für Ärzte und Kliniken. Eine weitere Neuerung ist die Einführung von Teilkrankschreibungen und Teilkrankengeld.
Vor erheblichen Herausforderungen steht die Koalition auch im Bereich der Pflege, wo der von den Betroffenen zu tragenden Eigenanteil bereits seit Längerem steigt. Im Koalitionsvertrag ist zwar das Ziel einer Begrenzung vorgesehen, allerdings deutet wenig darauf hin, dass dies angesichts der Kostenentwicklung realistisch ist.
Die Bundesregierung strebt das sogenannte Pflegeneuordnungsgesetz an. Dieses soll die soziale Pflegeversicherung finanziell stabilisieren und gleichzeitig die Leistungen neu ordnen. Statt eines Ausbaus stehen dabei Einsparungen auf dem Programm. Um die Einnahmen zu erhöhen, will man die Beitragsbemessungsgrenze erhöhen – wie auch den Beitrag für Kinderlose. Darüber hinaus fasst der Bund einen Mechanismus ins Auge, der die regulären Pflegeleistungen jährlich an die Inflation anpasst.
Aber auch der Zugang zu Pflegeleistungen als solcher könnte künftiger schwieriger werden. So ist angedacht, die Voraussetzungen für die Erlangung von Pflegegraden zu verschärfen. Sozialverbände wie der VdK oder Dienste wie die AWO warnen deshalb bereits jetzt vor möglichen Nachteilen für zehntausende potenziell Pflegebedürftige. Auch die Rentenversicherungsbeiträge, die von den Pflegekassen für pflegende Angehörige übernommen werden, könnten sinken. Zudem stehen zeitlich gestaffelte oder reduzierte Auszahlungen beim Pflegegeld und bei den Entlastungsbeiträgen zur Debatte.

Bürokratie

Beide Koalitionspartner haben bereits im Koalitionsvertrag angekündigt, wirksame Maßnahmen zu treffen, um die Wirtschaft vom Wachstumshemmnis Bürokratie zu entlasten. Dies soll unter anderem durch weniger Berichtspflichten sowie schnellere Planungs- und einfachere Genehmigungsverfahren erreicht werden. Zudem sollen weitere Behördengänge digitalisiert werden. Hier besteht weitgehender Konsens, allerdings stammt ein erheblicher Teil der Vorgaben aus Brüssel. Die Bundesregierung kann entsprechend nur eingeschränkt selbst handeln und ist darauf angewiesen, in Brüssel erfolgreich Einfluss zu nehmen.
Ob und inwieweit im Koalitionsausschuss noch weitere Themen zur Sprache kommen, wird sich zeigen. Von der Zukunft des BAföG bis zur Änderung des Wahlrechts besteht in mehreren Bereichen Gesprächsbedarf. Die SPD fordert hier beispielsweise Parität, was in der Union auf Ablehnung stößt.
(Mit Material der Nachrichtenagenturen)
Categories
wirtschaft

IW: Deutschland fehlen bis 2036 rund 4,3 Millionen Arbeitskräfte

Die Lücke zwischen ausscheidenden Babyboomern und jungen, neuen Arbeitskräften könnte in den kommenden zehn Jahren deutlich größer werden als bislang angenommen.
Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, über die die „Rheinische Post“ (Samstagausgabe) berichtet.

Lücke wird immer größer

Nach der Vorausberechnung des Instituts wird die Lücke im Jahr 2036 bei rund 4,3 Millionen Arbeitskräften liegen. Noch vor zwei Jahren hatte das Institut diese Differenz zwischen ausscheidenden und neuen Arbeitskräften noch mit knapp drei Millionen beziffert.
Sie ist demnach nach aktuellen Daten gut 1,3 Millionen größer als 2024 geschätzt.
Der Prognoseanstieg ist eine Folge einer neuen Bevölkerungsvorausberechnung, die auf neueren Daten des Statistischen Bundesamts beruht. Danach hat sich der demografische Ausblick für Deutschland verschlechtert.
So sinkt nach den neuen Daten der Bevölkerungsstand bis 2045 um 2,9 Prozent auf etwa 81,1 Millionen Personen. In der vorherigen Prognose aus dem Jahr 2024 war das IW noch von einem moderaten Wachstum bis 2040 ausgegangen.

Arbeiten muss attraktiver werden

In dem neuen IW-Bericht heißt es, bis 2036 würden lediglich 9,8 Millionen Personen das erwerbsfähige Alter erreichen. Auf Basis der Bevölkerungsprognose resultiere somit eine Lücke von 4,3 Millionen Personen.
Das Erwerbspersonenpotenzial sinke bis 2036 von 55 Millionen im Jahr 2025 um 6,9 Prozent auf 51,2 Millionen Personen. Langfristig gehe das Erwerbspersonenpotenzial bis 2045 um 8,3 Prozent auf 50,4 Millionen Personen zurück.
Die Politik müsse daher mehr tun, um das Arbeitskräftepotenzial zu erhöhen. Die Anwerbung ausländischer Fachkräfte sei noch ausbaufähig. Im Inland gebe es ungenutztes Potenzial vor allem bei ausländischen Frauen. Zudem müsse die Pro-Kopf-Arbeitszeit gesteigert werden. Während Deutschland im internationalen Vergleich bereits eine hohe Erwerbsbeteiligung aufweise, sei dafür die Pro-Kopf-Arbeitszeit gering, so das arbeitgebernahe Institut.
Arbeiten müsse attraktiver werden. Von zentraler Bedeutung sei dabei die Frage, inwieweit sich Arbeiten lohne.
Selbst die meisten Vollzeitbeschäftigten könnten sich eine Ausweitung ihrer Arbeitszeit vorstellen, wenn die Belastung mit Steuern und Sozialbeiträgen geringer wäre, schreibt das Institut. (dts/red)
Categories
deutschland

Wirtschaft drängt auf Wochenarbeitszeit statt Acht-Stunden-Tag

Von der Gastronomie bis zum Veranstaltungsmanagement: Unter dem Motto „Wochenarbeitszeit jetzt!“ fordern 14 Wirtschaftsverbände eine rasche Reform des Arbeitszeitgesetzes.
Dies ermögliche Betrieben und Beschäftigten mehr Gestaltungsspielraum, hieß es in dem Verbändeaufruf vom 2. Juni. Die Umstellung von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit sei im Koalitionsvertrag vereinbart worden und werde jetzt gebraucht.

Derzeit bis 10 Stunden Arbeit täglich möglich

Deutschland stehe wirtschaftlich unter erheblichem Druck, argumentierten die Verbände: „Faktisch kein Wachstum, dafür steigende Kosten durch Inflation, Steuern und Abgaben sowie Bürokratie belasten den Wirtschaftsstandort Deutschland.“
Die Reform des Arbeitszeitgesetzes könnte „einen Beitrag dazu leisten, Produktivität und Beschäftigungsbedingungen gleichermaßen zu verbessern“.
Aktuell gilt eine tägliche Höchstarbeitszeit von acht Stunden, die auf zehn Stunden verlängert werden kann.
Die Bundesregierung plant stattdessen eine wöchentliche Höchstarbeitszeit. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) will dazu im Juni einen Gesetzentwurf vorlegen. Die Koalition wolle „insbesondere für Familien die Arbeitszeit flexibler machen“, sagte Bas dazu kürzlich.

Mehr Freiheit oder mehr Belastung?

Die Verbände betonten in ihrem Aufruf, es gehe nicht um mehr Arbeit, sondern „mehr Freiheit bei der Verteilung von Arbeitszeit“. Im Fokus stünden sowohl die Bewältigung von Auftragsspitzen und Krisenintervention als auch schlichtweg die bessere Vereinbarkeit von Familie, Ehrenamt, Pflege und Beruf.
Die Kampagne „Wochenarbeitszeit jetzt!“ hatte der Hotel- und Gaststättenverband gestartet. Weitere Verbände der Tourismuswirtschaft sowie der Veranstaltungs- und Messewirtschaft schlossen sich an.
Die Gewerkschaften lehnen die Reform ab. Das aktuelle Arbeitszeitgesetz sichere die Gesundheit der Beschäftigten, argumentieren sie. Ziel der Arbeitgeber sei es, „ihre Beschäftigten nach Belieben einzusetzen“. (afp/red)