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10. Juni: Verzicht auf CDU-Spitzenkandidatur | Umbauplan von VW | Giftige Schlangen entkommen

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Wegner verzichtet auf Spitzkandidatur

Kai Wegner, Berlins regierender Bürgermeister, verzichtet auf die Spitzenkandidatur der CDU bei der Wahl im September in Berlin. Grund hierfür ist die anhaltende Kritik an seinem Verhalten während des Stromausfalls im Januar. Nachdem bereits die Junge Union seinen Rücktritt gefordert hatte, tun dies nun auch andere CDU-Mitglieder in einem offenen Brief. Die CDU liegt in Umfragen auf Platz vier.

Umbaupläne bei VW

Volkswagen plant, die Modellpalette deutlich zu reduzieren und die Produktionskapazität von derzeit zwölf auf künftig neun Millionen Fahrzeuge pro Jahr zu senken. Zu möglichen Werksschließungen oder weiterem Stellenabbau hat sich der Konzern nicht geäußert. Laut Medienberichten könnten davon weltweit bis zu 100.000 Arbeitsplätze und vier Werke in Deutschland betroffen sein.

Krankenkassenreform beschlossen

Hintereinander haben Bundestag und Bundesrat das umstrittene Sparpaket beschlossen. Dieses soll die gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2027 um 18,8 Milliarden Euro entlasten. Vorgesehen sind Ausgabenbremsen bei Ärzten, Kliniken, Apotheken und Pharmafirmen sowie höhere Zuzahlungen für Versicherte. Gegen diese Einschnitte gibt es seit Wochen heftige Proteste.

Ryanair-Flug muss umkehren

Ein Ryanair-Flug von Thessaloniki nach München musste kurz nach dem Start umkehren. Eine Fensterscheibe war zerbrochen und ein Passagier ragte mit Kopf und Schultern aus dem Fenster. Mitreisende hielten ihn fest, während Sauerstoffmasken herabfielen. Der Mann wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. Vermutlich war ein Trümmerteil aus einem Triebwerk die Ursache.

Giftige Schlangen entkommen

In der südchinesischen Provinz Guangxi haben sintflutartige Regenfälle zu schweren Überschwemmungen geführt. Dabei wurde eine Schlangenfarm zerstört und 800 bis 900 giftige Schlangen entkamen. In den sozialen Medien kursieren Videos, die diese gefährlichen Szenen zeigen. Guangxi gilt als Zentrum der kommerziellen Schlangenzucht in China.
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Drohnenabwehr und Datenspeicherung: Bundespolizei soll mehr Befugnisse bekommen

Im Kampf gegen Schwerkriminelle und Cyberangriffe soll die Bundespolizei eine Reihe neuer Befugnisse bekommen, insbesondere zur Erhebung von Daten oder dem Einsatz von Kamera-Drohnen.
Der Bundestag beschloss mit Stimmen der Regierungsfraktionen Union und SPD dazu am Freitag eine Reform des Bundespolizeigesetzes.
Demnach dürfen die Beamten künftig eigene Drohnen zur Überwachung und Aufklärung einsetzen. Zugleich können sie Flugkörper durch technische Maßnahmen wie elektromagnetische Impulse, GPS-Störungen oder physische Eingriffe selbst abwehren.
Das geltende Bundespolizeigesetz stammt zum überwiegenden Teil noch aus dem Jahr 1994 und bedürfe „einer umfassenden Modernisierung“, heißt es im Gesetzentwurf. Täterinnen und Täter kommunizierten heutzutage verschlüsselt und nutzten Cloud- und Onlinedienste. Daher müssten die Polizeibehörden mit „zeitgemäßen und modernen Befugnissen“ ausgestattet werden.
Dies gilt insbesondere für den Bereich der Telekommunikation. Daher soll die die Bundespolizei personenbezogene Daten künftig leichter erheben, speichern und weiterverarbeiten dürfen.
Die Überwachung von Telekommunikation einschließlich der sogenannten Quellen-TKÜ (Quellen-Telekommunikationsüberwachung) – also das heimliche Mitlesen von Kommunikation direkt am Endgerät vor der Verschlüsselung – soll ebenso erleichtert werden wie die Identifizierung und Lokalisierung von Mobilfunkkarten und -endgeräten.
Auch soll die Bundespolizei künftig selbst Abschiebehaft bei Gericht beantragen können. Das betrifft laut Bundesinnenministerium vollziehbar ausreisepflichtige Menschen ohne Duldung.
So soll verhindert werden, dass aufgegriffene Personen wieder entlassen werden und untertauchen. In Waffen- und Messerverbotszonen soll die Bundespolizei in Zukunft verdachtsunabhängige Kontrollen durchführen können.
Zugleich sollen mit dem Gesetzentwurf Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zur Erhebung von Daten umgesetzt werden, die etwa durch den Einsatz verdeckter Ermittlungsmaßnahmen erhoben wurden. Nun muss sich nach der Sommerpause noch der Bundesrat mit dem Gesetzentwurf befassen und zustimmen.(afp/red)
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WM-Viertelfinale: Festnahmen in Düsseldorf und London nach Ausschreitungen


In Kürze:

  • Frankreich blieb nach dem WM-Viertelfinale Marokkos trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen weitgehend von größeren Ausschreitungen verschont.
  • Lediglich bei Grenoble wurden zwei Personen festgenommen; eine Schießerei in Marseille stand nach bisherigen Erkenntnissen nicht im Zusammenhang mit dem Spiel.
  • In Düsseldorf und London kam es dagegen zu Ausschreitungen mit verletzten Polizeibeamten und mehreren Festnahmen.

 
Trotz des Ausscheidens der marokkanischen Fußball-Nationalmannschaft im Viertelfinale der FIFA-WM 2006 in Foxborough sind Ausschreitungen in Frankreich weitgehend ausgeblieben. Allerdings gab es Vorfälle in Düsseldorf und London, bei denen Polizeibeamte verletzt wurden und es zu Festnahmen kam.
In Frankreich hatten viele Gemeinden schon im Vorfeld der Weltmeisterschaft rigorose Sicherheitsvorschriften erlassen, um Krawalle zu verhindern. Zu solchen war es in mehreren Großstädten am Rande der WM 2022 in Katar gekommen. Auch das Finale der Champions League 2026, in dem Paris Saint-Germain den Titel geholt hatte, war von Ausschreitungen begleitet.

Heikle historische Beziehungen zwischen Marokko und Frankreich

Lediglich im Raum Grenoble, einem der Schwerpunkte der Ausschreitungen nach dem Champions-League-Finale, soll es zwei Festnahmen nach Gewalttaten gegeben haben. In Aulnoye-Aymeries starb ein 17-jähriges Mädchen, das während einer Siegesfeier von einem Lkw gestürzt war. Der Fahrer wurde wegen des Verdachts des Fahrens unter Alkoholeinfluss festgenommen. Eine Schießerei mit vier Verletzten in Marseille, als in Schwarz gekleidete Unbekannte während der Spielübertragung eine Imbissbar stürmten, hatte keinen Bezug auf das sogenannte Hochrisikospiel.
In Frankreich leben zwei Millionen Menschen mit marokkanischer Familiengeschichte. Paris hatte seit dem 19. Jahrhundert versucht, die Oberhoheit über die Maghreb-Region zu erlangen. Frankreich und Spanien teilten Marokko in Protektorate auf. Beide Länder schlugen Berberaufstände nieder, Frankreich verbannte noch 1953 Sultan Mohammed V. ins Exil.
Die Fremdherrschaft ist zwar im kollektiven Gedächtnis der marokkanischen Gemeinschaft präsent. Allerdings war die Wiederherstellung der Unabhängigkeit – anders als in Algerien – nicht von einem blutigen Kolonialkrieg begleitet. Im Jahr 1956 erlangte Marokko seine Souveränität, der seit 1961 regierende König Hassan II. bemühte sich um eine enge Zusammenarbeit mit Frankreich und der Europäischen Gemeinschaft.

Mehrere Gemeinden in Frankreich trafen Vorkehrungen im Vorfeld des Marokko-Spiels

Frankreichs Gemeinden hatten versucht, möglichen Ausschreitungen durch unterschiedliche Maßnahmen von vornherein entgegenzuwirken. So hatte Clermont-Ferrand für die Zeit der WM Ausgangsbeschränkungen verhängt. An Tagen mit Hochrisikospielen schränkte man temporär auch den ÖPNV ein. Paris untersagte große Public-Viewing-Veranstaltungen und genehmigte lediglich kleinere lokale Veranstaltungen.
In Düsseldorf soll es allerdings im Anschluss an die Viertelfinalbegegnung zu Würfen mit Böllern, Flaschen und teilweise auch Molotowcocktails gekommen sein. Entlang einer Fanmeile in Oberbilk hatten 1.500 Fußballbegeisterte erst friedlich gefeiert. Später soll die Stimmung jedoch teilweise gekippt sein und es sei zu den Ausschreitungen gekommen. Drei Polizeibeamte seien dabei verletzt worden. Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Es kam zu zwei Festnahmen.
Auch in London kam es zu einem Fall der „gewaltsamen Unruhestiftung“. Dabei soll ein Polizeibeamter verletzt worden sein. Die Einsatzkräfte nahmen vier Personen fest. Bilder in sozialen Medien zeigten einige Dutzende Personen in der Edgware Road nahe dem Hyde Park.
Diese warfen Flaschen und andere Gegenstände in Richtung der Polizei. Außerdem bewarfen die als Fußballfans eingeordneten Personen die Beamten mit Feuerwerkskörpern. Polizeiangaben zufolge kam es zu den Zusammenstößen, nachdem einige Personen begonnen hatten, den Straßenverkehr zu behindern.
 
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Kassenreform, Heizungsgesetz, Recht auf Reparatur – Die Beschlüsse im Bundesrat

Der Bundesrat hat sich in seiner Sitzung am Freitag mit zahlreichen Gesetzentwürfen der Bundesregierung befasst. Darunter waren wichtige Vorhaben wie das umstrittene Sparprogramm für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) oder das neue Heizungsgesetz. Hinzu kamen eigene Initiativen aus den Bundesländern. Ein Überblick über die Beschlüsse der Länderkammer:

Gesetzliche Krankenversicherung

Die Länderkammer gab endgültig grünes Licht für die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Damit will die Bundesregierung die Ausgaben im Gesundheitssystem bremsen. Das hoch umstrittene Sparprogramm ist für Versicherte, Krankenhäuser und Ärzte mit schmerzlichen Einschnitten verbunden.
Mehrere Bundesländer kritisierten insbesondere, dass Tarifsteigerungen für Beschäftigte im Gesundheitsbereich nicht mehr vollständig ausgeglichen werden sollen. Mit ihrem Versuch, den Vermittlungsausschuss anzurufen, scheiterten sie aber.

Neues Heizungsgesetz

Nach der Verabschiedung im Bundestag winkte der Bundesrat das sogenannte Gebäudemodernisierungsgesetz durch. Die Vorgaben für den Heizungstausch des alten Heizungsgesetzes der Ampel-Koalition entfallen damit künftig weitgehend. Weiterbetrieb und Neueinbau von Öl- und Gasheizungen bleiben so langfristig möglich.
Von nun an neu eingebaute fossile Heizungen müssen aber ab 2029 zu zehn Prozent mit erneuerbaren Brennstoffen betrieben werden, bis 2040 steigt dieser Anteil auf 60 Prozent. Außerdem müssen Anbieter von Heizbrennstoffen bis 2045 vollständig auf nicht-fossile Materialien umstellen. Umweltverbände halten die Neuregelung gleichwohl für ungeeignet, um die deutschen Klimaziele zu erreichen.

Recht auf Reparatur

Verbraucherinnen und Verbraucher sollen künftig ein Recht auf Reparatur bei Geräten wie Smartphones, Waschmaschinen und Kühlschränken haben. Der Bundesrat stimmte dazu für einen Gesetzentwurf der Regierung. Demnach sollen Hersteller künftig verpflichtet werden, bestimmte Produkte mehrere Jahre zu einem „angemessenen“ Preis zu reparieren.
Bisher haben Verbraucherinnen und Verbraucher nur im Rahmen des zweijährigen Gewährleistungsrechts Anspruch auf Reparatur. Die neue Regelung soll nun für alle Produkte gelten, für die Hersteller bereits nach derzeitiger Rechtslage Ersatzteile für eine bestimmte Zeit vorrätig halten müssen.

Vorrang für Infrastruktur

Wichtige Infrastrukturprojekte haben in Deutschland künftig Priorität und sollen so schneller geplant und genehmigt werden. Der Bundesrat gab am Freitag grünes Licht für das sogenannte Infrastruktur-Zukunftsgesetz.
Darunter fallen etwa der Neubau von Autobahnen, Bahn-Projekte, der Ersatz maroder Brücken oder Maßnahmen zum Hochwasser- und Küstenschutz.

Diäten-Erhöhung ausgesetzt

Die Erhöhung der Abgeordnetendiäten im Bundestag hat in der Vergangenheit immer wieder eine große Debatte ausgelöst – nach einigem Hin und Her fällt die eigentlich in diesem Jahr vorgesehene Erhöhung nun aus. Bundestag und Bundesrat billigten am Freitag einen entsprechenden Gesetzentwurf.
Abgeordnete hätten ab 1. Juli 4,2 Prozent mehr Geld bekommen. Die Entschädigung wäre damit um knapp 500 Euro auf 12.330,48 Euro gestiegen.

Spritpreis-Deckel

Das Saarland und Mecklenburg-Vorpommern scheiterten im Bundesrat mit ihrem Vorschlag, flexible Höchstpreise für Benzin, Diesel und Heizöl staatlich festzulegen. Im Plenum der Länderkammer fand dieses sogenannte Luxemburger Modell keine Mehrheit.

Missbräuchliche Vaterschaftsanerkennung

Der Bundesrat billigte ein Gesetz gegen eine missbräuchliche Anerkennung von Vaterschaften ausländischer Kinder.
Nach den von der Bundesregierung vorgelegten Plänen soll damit verhindert werden, dass Männer deutscher Staatsangehörigkeit die Vaterschaft für ein ausländisches Kind nur deshalb anerkennen, um diesem zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit oder von Sozialleistungen zu verhelfen.

„Nur Ja heißt Ja“-Regelung

Die Bundesländer setzen sich für die Einführung einer Konsensregelung im Sexualstrafrecht nach dem Prinzip „Nur Ja heißt Ja“ ein. Auf Initiative Hamburgs fasste der Bundesrat eine entsprechende Entschließung.
Ein konsensbasiertes Modell führe zu einem besseren Schutz der sexuellen Selbstbestimmung, argumentieren die Länder. Für eine solche Neuregelung setzt sich auch Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) ein.

Bewahrung der Schulpflicht

Angesichts von Plänen der AfD zur Aufweichung der Schulpflicht setzt sich der Bundesrat für deren Erhalt ein. In einer Entschließung fordert die Länderkammer die Bundesregierung auf, „allen Vorhaben entgegenzutreten, die die allgemeine Schulpflicht als tragendes Prinzip des deutschen Bildungssystems schwächen könnten“.
Die AfD in Sachsen-Anhalt will in Anlehnung an das österreichische Modell „eine Wahlfreiheit zwischen Schul- und Hausunterricht schaffen“.

Existenzrechts Israels

Auf Initiative von Hessen brachte der Bundesrat einen Gesetzentwurf auf den Weg, um die Leugnung des Existenzrechts Israels unter Strafe zu stellen.
Die derzeit in Betracht kommenden Strafvorschriften seien nicht ausreichend, heißt es in der Begründung zu dem Gesetzentwurf, zu dem sich nun Bundesregierung und Bundestag positionieren können.

Bundesnetzagentur als KI-Anlaufstelle

Die Bundesnetzagentur wird die zentrale Anlaufstelle und Aufsichtsbehörde für den Bereich Künstliche Intelligenz (KI). Ein Anlauf mehrerer Bundesländer, um mehr Zuständigkeiten in den Bereich der Länder zu bringen, scheiterte im Bundesrat.
Ein Gesetz zur Umsetzung einer EU-Verordnung, die nationale Zuständigkeiten und Aufsichtsstrukturen für KI und Vorgaben aus der EU fordert, ist damit verabschiedet.(afp/red)
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Wegner verzichtet auf CDU-Spitzenkandidatur in Berlin: Kreisvorsitzende wollen Evers

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) verzichtet auf die Spitzenkandidatur bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus im September.
Der 53-Jährige begründete dies am Freitag damit, wegen der anhaltenden Kritik an seiner Kommunikation beim Stromausfall im Januar nicht mehr bei der Bevölkerung mit seinen Themen durchzukommen. Deshalb werde er den Kreisvorsitzenden der Berliner CDU am Freitagabend den Verzicht auf die Spitzenkandidatur erklären.

Berliner CDU-Kreisvorsitzende wollen Evers als Spitzenkandidat

Stefan Evers (Archiv)

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Die CDU in Berlin will mit dem bisherigen Finanz- und Kultursenator Stefan Evers als neuem Spitzenkandidaten in die Wahl zum Abgeordnetenhaus im September ziehen.
Unter den zwölf Kreisvorsitzenden sei Evers der ausgemachte Kandidat für die Nachfolge des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) als Spitzenmann, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Freitag aus Reihen der Kreisvorsitzenden. Diese wollen am Abend mit Wegner über dessen Nachfolge beraten.
Nach der Jungen Union fordern nun auch CDU-Mitglieder den Rückzug von Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU). In einem offenen Brief fordern die Berliner CDU-Mitglieder, dass Wegner die CDU nicht wie geplant in die Abgeordnetenhauswahl im September führt, wie das Portal Table Briefings am Donnerstagabend berichtete. „Wir schreiben nicht gegen die Union – wir schreiben, weil wir sie schützen wollen“, heißt es demnach in dem Entwurf des Briefs.
Initiator des offenen Briefs sei der Berliner Investor und Kuratoriumsmitglied des Start-up-Verbands, Christian Miele. In dem Brief werde Wegner aufgefordert, sein Amt als Regierender Bürgermeister unverzüglich aufzugeben und auf die Spitzenkandidatur für die Abgeordnetenhauswahl zu verzichten. „Elf Wochen reichen für einen glaubwürdigen Neustart“, heißt es demnach mit Blick auf den Wahltermin.
Wegner war in den Wochen nach dem Stromausfall vom Jahresbeginn immer wieder mit Unwahrheiten und Widersprüchen zu seinen Aussagen zu dem ersten Tag des Stromausfalls konfrontiert worden. Zuletzt kam heraus, dass er anders als von ihm behauptet nicht am Tag des Stromausfalls direkt zu telefonieren begonnen hatte. Am Freitagabend wollen sich nun die Kreisvorsitzenden der CDU treffen.
In Berlin wird am 20. September ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Einer kürzlich veröffentlichten Umfrage zufolge liegt die CDU nur noch auf Platz vier hinter der Linkspartei, den Grünen und der AfD – der Abstand zwischen den Parteien ist aber nur gering. (afp/red)
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Verzicht auf 500 Euro pro Monat: Warum Abgeordnete nun nicht mehr Geld bekommen

Was sind Diäten und seit wann gibt es sie?

Der Name leitet sich aus dem französischen „diète“ für Parlament oder Versammlung ab. Vor 1906 war die Mitgliedschaft in einem Parlament in Deutschland ein Ehrenamt, seitdem bekommen die Abgeordneten für die Ausübung ihres Mandats eine Entschädigung, die Verdienstausfälle ausgleichen und die Unabhängigkeit der Volksvertreter sicherstellen soll.

Wie hoch sind die Diäten und wie werden sie angepasst?

Jeder Abgeordnete erhält aktuell 11.833,47 Euro pro Monat. Im Jahr 2014 wurde das Abgeordnetengesetz umfassend geändert. Seitdem gilt das Einkommen von Bundesrichterinnen und Bundesrichtern als Bezugsgröße. Die Diäten wurden damals kräftig erhöht, außerdem wurde ein Automatismus zur jährlichen Erhöhung jeweils zum 1. Juli eingeführt.
Seit 2016 sind die Diäten dabei an die allgemeine Verdienstentwicklung für Beschäftigte in Deutschland gekoppelt. Grundlage dafür ist die Entwicklung des Nominallohnindex, den das Statistische Bundesamt ermittelt.

Wie hoch wäre die Erhöhung in diesem Jahr ausgefallen?

Abgeordnete hätten zum 1. Juli 4,2 Prozent mehr Geld bekommen. Die Entschädigung wäre damit um knapp 500 Euro auf 12.330,48 Euro gestiegen.

Warum fällt die Erhöhung nun aus?

Die schwierige Wirtschaftslage und geplante harte Einschnitte durch Reformen und Sparmaßnahmen der Regierung hatten im Frühjahr eine Debatte über eine Aussetzung der Diätenerhöhung ausgelöst. Anfang Mai sprach sich auch SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf dafür aus. Um „Glaubwürdigkeit und Vertrauen“ zurückzugewinnen, könne die Politik nicht „auf der einen Seite schmerzhafte Sparpakete schnüren und auf der anderen Seite bei uns selbst die Diäten unentwegt weiter“ erhöhen, sagte er.
Zögerlich zeigte sich zunächst noch die Union. Fraktionschef Jens Spahn (CDU) lenkte aber nach zwei Wochen ein. Auch er verwies dann auf zusätzliche Belastungen für die Bürger, etwa durch die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung. Spahn plädierte aber dafür, nach der einmaligen Aussetzung wieder zu dem Automatismus der Diätenanpassung zurückzukehren. „Denn es ist ein Wert an sich, dass wir nicht jedes Jahr politisch darüber entscheiden.“

Worauf verweist nun das Gesetz?

Die Vorlage der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD verweist nun auf eine „Sondersituation“ durch die „herausfordernde Wirtschafts- und die angespannte Haushaltslage“, die durch den Iran-Krieg nochmals verschärft worden sei. Es sei das „richtige Signal“ in diesen „herausfordernden Zeiten“, die Abgeordnetenentschädigung ausnahmsweise nicht zu erhöhen.

Wie viel Geld wird damit gespart?

Der Bundestag hat 630 Abgeordnete. Da es bis Juli 2027 zwölf Monate keine Erhöhung gibt, beträgt die Einsparung knapp 3,8 Millionen Euro.
Allerdings ist der Sparbetrag noch höher: Denn mit den Diäten steigt auch die Altersentschädigung für ehemalige Bundestagsabgeordnete und Hinterbliebene, was nun gleichfalls ausfällt. Eine Summe konnte der Bundestag hierzu auf AFP-Anfrage zunächst nicht nennen.

Warum kam es nun doch zunächst zu einer Erhöhung?

Bis das Koalitionsgesetz zur Aussetzung in Kraft ist, läuft der Prozess zur Auszahlung der erhöhten Diäten bereits, die immer vorab für den Folgemonat ausgezahlt werden. Die Abgeordneten haben also bereits Anfang Juli den erhöhten Betrag von 12.330,48 Euro erhalten.
Dies wird im Folgemonat August aber wieder rückgängig gemacht: Dann gibt es nur 11.336,46 Euro. Ab September wird dann wieder der bisher reguläre Betrag ohne Erhöhung von 11.833,47 Euro gezahlt. Dies wäre auch der Basiswert für jede weitere Erhöhung ab Juli 2027.

Fällt dieses Jahr auch die Erhöhung der steuerfreien Aufwandspauschale aus?

Nein. Diese ist schon erfolgt, da die Pauschale immer zum 1. Januar an die Lebenshaltungskosten angepasst wird. Sie liegt aktuell bei 5467,27 Euro monatlich. Daraus bestreiten die Abgeordneten etwa die Kosten für Wahlkreisbüros oder einen Zweitwohnsitz in Berlin.
Für die Gehälter von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stehen für jeden Abgeordneten aktuell monatlich maximal 27.396 Euro zur Verfügung. Diese Summe erhalten die Abgeordneten aber nicht selbst, sondern die Gehälter werden direkt durch die Bundestagsverwaltung gezahlt.

Gibt es weitere Forderungen nach Solidaritätsbeiträgen der Abgeordneten?

Die von der Regierung eingesetzte Reformkommission zur Altersversorgung empfiehlt, Abgeordnete in das System der gesetzlichen Rente einzubeziehen.
Bisher erhalten sie deutlich höhere Altersbezüge. Die Abschaffung dieses Sonderstatus wurde in der Debatte insbesondere aus SPD, Grünen und Linken ausdrücklich befürwortet. AfD und Linke kritisierten auch generell den Mechanismus automatischer Diätenerhöhungen.(afp/red)
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7 Tipps bei Hitze: Fit und gesund durch den Sommer


In Kürze:

  • Hitze erzeugt immer wieder Schlagzeilen und belastet unseren Körper. Panik ist jedoch nicht hilfreich.
  • Verschiedene Personengruppen bedürfen tatsächlich des Schutzes. Für viele andere genügt ein gesunder Menschenverstand.
  • Der Körper ist kein Gerät, das man nur kühlen muss. Er ist ein Regulationssystem.
  • Dieses System kann man überfordern durch zu viel Sonne, unangepasste Ernährung, falsche Medikamenteneinstellung, Alkohol oder Bewegungsmangel.
  • Man kann es aber auch unterstützen, und zwar durch Flüssigkeit, Mineralstoffe, Schatten, Schlaf, leichte Kost und Wasseranwendungen.

 
Kaum steigen in Deutschland die Temperaturen, beginnt ein merkwürdiges Schauspiel. Der Wetterbericht klingt zumindest in weiten Teilen plötzlich wie eine Katastrophenschutzübung, Nachrichtensendungen arbeiten mit dramatischer Kulisse und aus einem heißen Sommertag wird in kürzester Zeit ein gesellschaftlicher Belastungstest.
Man darf sich schon wundern: Dieselben Menschen, die bei 35 Grad in Deutschland den Ausnahmezustand ausrufen, fliegen zwei Wochen später nach Spanien, Griechenland oder in die Türkei, setzen sich mit Sonnenhut und Sangria an den Pool und nennen es Erholung. Dieselbe Hitze, die am Mittelmeer Urlaub heißt, wird hierzulande zur Vorstufe des Jüngsten Gerichts erklärt.
Natürlich: Hitze ist kein Spaß. 35 oder 40 Grad sind für den Organismus eine Herausforderung. Wer draußen arbeitet, alt, krank oder pflegebedürftig ist, braucht Schutz, Aufmerksamkeit und praktische Hilfe. Aber genau hier beginnt das Problem. Zwischen berechtigter Vorsicht und öffentlicher Hitzedramaturgie liegt inzwischen ein erheblicher Unterschied.

Beim Umgang mit Sonnenschein gilt schlicht „gesunder Menschenverstand“, auch im Urlaub.

Foto: Viktor_Gladkov/iStock

Wer wirklich gefährdet ist

Hitze kann gefährlich werden, vor allem für ältere Menschen. Mit zunehmendem Alter lässt das Durstgefühl nach. Die Nieren arbeiten nicht mehr so belastbar wie früher. Viele Ältere trinken ohnehin zu wenig. Dazu kommen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Übergewicht, Atemwegserkrankungen oder eine eingeschränkte Mobilität.
Das Ergebnis sieht man dann nicht in Schlagzeilen, sondern in Praxen, in Pflegeheimen und in Notaufnahmen: Schwindel, Schwäche, Verwirrtheit, Kreislaufentgleisungen, Verstopfung, Harnwegsprobleme, Nierenbelastung und Stürze. Bei längeren Hitzewellen kann es auch zu einer Übersterblichkeit kommen.
Das betrifft nicht den gesunden 30-Jährigen, der sich über den heißen Asphalt beschwert, sondern den 82-Jährigen im schlecht gelüfteten Dachgeschoss, der kaum Durst verspürt und „nicht dauernd zur Toilette laufen“ möchte. Gerade deshalb benötigen wir weniger Panik und mehr konkrete Gesundheitskompetenz.

Medikamente und Hitze: Ein unterschätztes Thema

Ein besonders wichtiger Punkt sind Medikamente. Vor allem wer dauerhaft Arzneimittel einnimmt, sollte an heißen Tagen nicht einfach weitermachen wie immer. Besonders beachtet werden sollten Entwässerungsmittel, in der Fachsprache Diuretika genannt. Sie können bei Hitze den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust verstärken. Wer ohnehin zu wenig trinkt, kann dadurch schneller in eine Kreislauf- oder Nierenbelastung geraten.
Auch Blutdruckmedikamente können bei hohen Temperaturen anders wirken. Wärme erweitert die Gefäße, um den Wärmetransport zu maximieren. Der Blutdruck kann dadurch zusätzlich absinken. Dann kommt es leichter zu Schwindel, Schwäche, Benommenheit oder auch zu Stürzen.
Wichtig sind zudem Medikamente mit anticholinerger Wirkung. Dazu zählen manche Mittel gegen Blasenbeschwerden, bestimmte Psychopharmaka, ältere Allergiemittel, Schlafmittel und einige Präparate gegen Übelkeit. Diese können das Schwitzen vermindern oder auch die Temperaturregulation stören.
Unser Körper verfügt über verschiedenen Methoden, die Temperatur zu regulieren.

Unser Körper verfügt über verschiedenen Methoden, die Temperatur zu regulieren.

Foto: ts/Epoch Times nach ttsz/iStock

Und auch Beruhigungsmittel, starke Schmerzmittel, Opioide und manche Parkinsonmedikamente oder Psychopharmaka können bei Hitze problematisch werden, weil sie Wachheit, Kreislauf und Reaktionsfähigkeit beeinflussen.
Diabetiker sollten zusätzlich bedenken, dass Insulin und manche Teststreifen hitzeempfindlich sind. Auch der Blutzucker kann bei Hitze unberechenbarer reagieren, besonders wenn weniger gegessen, mehr geschwitzt oder unregelmäßig getrunken wird.
Die einfache Regel lautet: Wer Medikamente nimmt und bei Hitze ungewöhnlich müde, verwirrt, wackelig, kurzatmig, benommen oder auffällig schwach wird, sollte das nicht als „normalen Sommertag“ abtun – also Vorsicht.

Trinken, aber richtig

Der wichtigste Hitzeschutz ist ziemlich banal: trinken, bevor der Durst kommt. Gerade ältere Menschen können sich auf ihr Durstgefühl nicht immer verlassen. Sinnvoll ist es, morgens eine Trinkmenge sichtbar bereitzustellen. Geeignet sind Wasser, Mineralwasser, verdünnte Säfte oder ungesüßte Kräutertees.
Wer stark schwitzt, benötigt nicht nur Flüssigkeit, sondern auch Mineralstoffe. Eine Brühe, mineralstoffreiches Wasser, leicht gesalzene Speisen oder eine Prise Salz in der Mahlzeit sind sinnvoll.
Aber auch hier gilt: nicht blind nach Schema. Wer an schwerer Herz- oder Nierenerkrankung leidet, sollte die Trinkmenge individuell abklären. Zu wenig ist schlecht, aber zu viel kann in bestimmten Fällen ebenfalls problematisch werden.
Alkohol ist bei Hitze dagegen keine gute Idee. Das Glas Bier „gegen den Durst“ gehört zu den alten Klassikern, ist aber nicht sinnvoll. Alkohol fördert letztlich den Flüssigkeitsverlust, belastet Kreislauf und Schlaf und macht den Körper bei Hitze nicht gerade widerstandsfähiger.
Bei Hitze sollte ausreichend Wasser getrunken werden

Besonders Ältere sollten im Sommer darauf achten, dass sie genug Wasser trinken, auch wenn sie nicht durstig sind.

Foto: Photodjo/iStock

Leicht essen, klug lüften, Bewegung dosieren

Auch die Ernährung spielt eine Rolle. Große, schwere Mahlzeiten zwingen den Körper zur Verdauungsarbeit, während er eigentlich mit Temperaturregulation beschäftigt ist. Besser sind leichte, wasserreiche Lebensmittel: Gurken, Melonen, Beeren, Salate, gedünstetes Gemüse, Suppen, leichte Eiweißquellen.
Auch die Wohnung sollte man nicht gegen den gesunden Menschenverstand behandeln, sondern morgens und spät abends lüften und tagsüber Fenster, Vorhänge und Rollläden schließen. Das klingt banal, wird aber erstaunlich oft falsch gemacht. Wer mittags die heiße Luft hereinlässt, darf sich abends nicht wundern, wenn das Schlafzimmer zur Backstube wird.
Bewegung bleibt wichtig. Der Körper braucht Muskelarbeit, Durchblutung und Kreislaufreize. Aber die Mittagshitze ist nicht der Zeitpunkt für Heldentaten. Spaziergänge früh morgens oder abends, leichte Gymnastik, kurze Wege im Schatten – das reicht oftmals. Gerade ältere Menschen bauen bei längerer Inaktivität schnell ab. Kreislauf, Muskulatur, Stoffwechsel und Stimmung hängen enger zusammen, als viele glauben.

Kneipp im Schnellverfahren: Das kalte Armbad

Und dann gibt es die alten Naturheilverfahren. Ein Klassiker ist das kalte Armbad nach Kneipp. Dafür lässt man kaltes Wasser ins Waschbecken laufen und taucht beide Unterarme ein, von den Händen bis etwa zu den Ellenbogen – so lange, bis es deutlich kalt wird, aber nicht schmerzhaft. Danach die Arme nicht abtrocknen, sondern das Wasser nur abstreifen. Die Hände dürfen abgetrocknet werden.
Wer es noch einfacher möchte, nimmt einen Eiswürfel und reibt damit im Wechsel beide Unterarme ab: von der Hand Richtung Ellenbogen und wieder zurück. Ein Eiswürfel reicht. Danach das Wasser ebenfalls nur abstreifen.
Warum nicht trockenrubbeln? Weil der Kältereiz weiterwirken soll. Der kurze Reiz zieht die Gefäße zunächst zusammen. Danach folgt eine reaktive Durchblutung. Der Körper antwortet. Er reguliert. Genau darum geht es bei Kneipp: nicht unterdrücken, sondern Reaktionsfähigkeit trainieren.
Besonders hilfreich ist das bei schwerem Kopf, müden Augen, innerer Unruhe, geistiger Überhitzung, leichter Kreislaufträgheit oder nach langer Bildschirmarbeit. In der Naturheilkunde spricht man hier auch von Ableitung. Wenn „alles oben sitzt“ – Druck, Gedanken, Hitzegefühl et cetera –, kann der Reiz an den Unterarmen helfen, dies abzuleiten.

Ein Eiswürfel über den Unterarm gerieben hilft, Wärme abzuleiten.

Foto: Tatiana/iStock

Der Reiz muss zum Menschen passen

Heute ist das Eisbaden nach Wim Hof modern. Für manche ist das durchaus reizvoll. Für viele ist es schlicht zu viel. Ein untrainierter Organismus benötigt keinen Kälteschock, sondern einen passenden Reiz. Alles andere ist so, als würde man einem Menschen ohne Lauferfahrung empfehlen, morgen einen Marathon zu laufen.
Kneipp war da klüger. Er wusste, dass man den Patienten nicht mit Härte gewinnt, sondern mit einem Reiz, den der Körper beantworten kann. Man beginnt mild, beobachtet die Reaktion und steigert nur dann, wenn der Organismus gut reagiert.
Das ist überhaupt der entscheidende Punkt beim Thema Hitze: Der Körper ist kein defektes Gerät, das man nur kühlen muss. Er ist ein Regulationssystem. Und dieses System kann man überfordern durch zu viel Sonne, zu wenig Flüssigkeit, falsche Medikamenteneinstellung, Alkohol, schlechte Nächte oder Bewegungsmangel. Man kann es aber auch unterstützen durch Flüssigkeit, Mineralstoffe, Schatten, Schlaf, leichte Kost und Wasseranwendungen.

Fazit

Was wir nicht benötigen, ist betreutes Denken im Halbstundentakt, verbunden mit „Hitzepanik“. Ich erlebe derzeit Menschen, die bereits 26 Grad als Hitze empfinden. Klar: Hitze kann gefährlich sein – aber 26 Grad? Der Körper kann mit Hitze umgehen. Man sollte ihn dabei unterstützen und ihm nicht schon morgens einreden, dass der Tag kaum zu überleben ist.
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Neues Heizungsgesetz bringt alte Freiheiten und neue Kosten


In Kürze:

  • Die Bundesregierung hat das Gebäudeenergiegesetz durch das Gebäudemodernisierungsgesetz ersetzt.
  • Hauseigentümer dürfen künftig wieder frei über die Art ihrer Heizungsanlage entscheiden.
  • Bei neuen fossilen Heizanlagen müssen Vermieter tiefer in die Tasche greifen.
  • Auch Mieter betroffen – durch eventuelles Weiterreichen der Mehrkosten und Verknappung von Mietraum.
  • „Bio-Treppe“ und „Grüngasquote“ lösen die 65-Prozent-Regelung ab.

Das „Heizungsgesetz“ der früheren Ampel-Regierung ist bald Geschichte. Der Bundestag hat das neue Gebäudemodernisierungsgesetz beschlossen. Damit kippt die schwarz-rote Koalition zentrale Regelungen des bestehenden Gesetzes. Die Reform sollte am Freitag auch den Bundesrat passieren.
Unions-Fraktionsvize Sepp Müller sagte, Menschen hätten wieder Freiheit im Heizungskeller: „Wir ersetzen Bevormundung durch Wahlfreiheit.“ Scharfe Kritik kam aus der Opposition.
Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge sagte. „Diese Reform ist ein Brandbeschleuniger für die Klimakrise. Es ist völlig zukunftsvergessen, dass CDU und SPD wieder auf klimaschädliche Öl- und Gasheizungen setzen.“
Auch Umweltverbände warnen vor Rückschritten beim Klimaschutz und einer Kostenfalle für Mieterinnen und Mieter, wenn Vermieter neue Gasheizungen einbauen.

Kein „Reinregieren“ mehr?

„Mit dem bürokratischen Reinregieren in den Heizungskeller muss Schluss sein“ – so stand es im Wahlprogramm der Union. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte mit Blick auf die bestehenden Regelungen von einem „Zwang zur Wärmepumpe“ gesprochen.
Es solle nun Technologieoffenheit geben. Der CDU-Politiker Lars Rohwer sagte, die Koalition beende Habecks „Heizungsmurks“.
„Der Eigentümer hat wieder Entscheidungsfreiheit, welche Heizungsoption er wählen möchte“, heißt es im Gesetzentwurf. Reiche sagte, auch in Zukunft werde die Wärmepumpe eine dominierende Technologie bleiben. Bisher aber gebe es eine Zurückhaltung bei Investitionen.

Eckpunkte des geplanten Gebäudemodernisierungsgesetzes im Überblick.

Foto: Epoch Times

Es trifft zunächst Vermieter

Die neue Version des Heizungsgesetzes nimmt Vermieter ab 2028 verstärkt in die Pflicht, sofern sie sich im Rahmen einer Neuinstallation für eine fossil betriebene Heizanlage entscheiden. Laut SPD-Fraktionschef Matthias Miersch sollen sie dann „künftig ökonomisch die Verantwortung übernehmen“.
So hat sich die Regierungskoalition aus Union und SPD darauf geeinigt, dass Vermieter in diesem Fall künftig die Kosten der Netzentgelte und des Brennstoffs zur Hälfte mittragen müssen, bei den fossilen und biogenen Brennstoffen jedoch nur die Mehrkosten. Dadurch bleibt der erneute Griff zu einer neuen fossilen Heizung zwar erlaubt, wird jedoch finanziell unattraktiver.
Konkret sollen sich Vermieter künftig beim Neueinbau einer Gas- oder Ölheizung erstmals hälftig an den Nebenkosten beteiligen, die für das Heizen anfallen. Dazu zählen:
  • CO₂-Preis,
  • Gasnetzentgelte,
  • Mehrkosten für biogene Anteile.
Von der Reform seien rund 5,5 Millionen Vermieter in Deutschland betroffen. Die meisten davon sind Kleinvermieter, die nur eine oder zwei einfache Wohnungen besitzen. Insgesamt befinden sich rund 16 Millionen Wohnungen in privater Hand. Das sind 64 Prozent, also knapp zwei Drittel, des gesamten deutschen Mietwohnungsbestandes.

Wirklich eine Entlastung für Mieter?

Miersch betonte, dass die Bemühungen zum Klimaschutz für die Mieter bezahlbar bleiben müssten. „Wir konnten erreichen, die Kostenrisiken bei CO₂, Netzentgelten und Biogas konsequent zu halbieren“, so der Fraktionschef.
Den reinen Grundpreis für den fossilen Brennstoff, also den eigentlichen Gas- oder Ölpreis, bezahlt weiterhin vollständig der Mieter. Im Grundpreis ist allerdings der CO₂-Preis bereits enthalten, sodass der Mieter diesen zunächst voll bezahlt. Im Nachhinein erstattet der Vermieter dem Mieter die Hälfte des in der Abrechnung bezahlten Klimazuschlags. Die Mehrkosten für biogene Anteile entstehen aus der Erfüllung weiterer gesetzlicher Pflichten im Rahmen der Gesetzesänderung.
Die Aufteilung der Kosten zwischen Mieter und Vermieter klingt zunächst nach einer Entlastung. Laut dem zentralen Immobilienverband Haus & Grund löst sie das Grundproblem jedoch nicht. Dipl.-Ing. Corinna Kodim, Geschäftsführerin des Bereichs Energie, Umwelt, Technik, teilte der Epoch Times hierzu mit:
„Die Kosten entstehen durch staatliche Regulierung, steigende CO₂-Preise und teurere Brennstoffe. Am Ende wird Wohnen trotzdem teurer.“
Mit anderen Worten: Eine Entlastung der Mieter ist gleichzeitig eine Mehrbelastung für den Vermieter. Es ist daher anzunehmen, dass viele Vermieter die entstehenden Mehrkosten letztlich an den Mieter weiterreichen, etwa indirekt durch eine Mieterhöhung, sodass am Ende eher keine Entlastung, sondern nur eine geringere Steigerung erfolge.
Die Verteuerung ergebe sich laut Kodim „entweder über steigende Betriebskosten, über notwendige Investitionen in andere teure Heizungsoptionen oder über eine geringere Investitionsfähigkeit der Eigentümer“. Sie sieht das Risiko, dass sich private Vermieter aus dem Markt zurückziehen. Das könne den privaten Mietwohnungssektor unmittelbar schwächen.
Zugleich ist unklar, wie sich die Mehrkosten entwickeln. Faktoren hierfür sind die künftige Höhe der Nebenkosten. Vor allem die tatsächliche Entwicklung des CO₂-Preises ist ungewiss, da dieser ab dem kommenden Jahr vom nationalen in den europäischen Emissionshandel übergeht.

Was gilt für Hauseigentümer?

Eigenheimbesitzer, die selbst in ihrer Immobilie wohnen, tragen die anfallenden Heiz- und Zusatzkosten ohnehin komplett. Sie dürfen sich wieder die Heizanlage ihrer Wahl aussuchen. Wird es eine fossile Neuinstallation, müssen Eigenheimbesitzer die sogenannte Bio-Treppe einhalten, die im Artikel später dargestellt wird.
Entscheidet sich der Immobilieneigentümer hingegen für den Umstieg auf das Heizen mit erneuerbaren Energien, kann er auch künftig die staatlichen Förderungen beantragen. Grundsätzlich steht jedem Eigentümer ein Basiszuschuss von 30 Prozent der Gesamtkosten zu – unabhängig vom Einkommen. Für effizientere Erdwärmepumpen und Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel sind weitere 5 Prozent möglich – der sogenannte Effizienzbonus.
Nochmals 30 Prozent Zuschuss stehen für einkommensschwache Haushalte mit einem Jahreseinkommen von unter 40.000 Euro bereit. Vor Steuerabzug entspricht das in etwa 50.000 Euro brutto. Zusammen mit der Grundförderung können Immobilienbesitzer so 65 Prozent der Anlagekosten durch Zuschüsse finanzieren.
Ferner gibt es den sogenannten Geschwindigkeitsbonus von 20 Prozent bis Ende 2025. In den Folgejahren reduziert sich dieser stufenweise. In Summe ergeben diese Boni 85 Prozent. Die maximal mögliche Förderquote beträgt jedoch 70 Prozent.
Heizungsgesetz, Förderung, Wärmepumpe

Die staatlichen Förderungen für Wärmepumpen in der Übersicht.

Foto: mf/Epoch Times

Neben der Förderung für den Heizungstausch können Immobilienbesitzer weitere Förderungen für zusätzliche Effizienzmaßnahmen beantragen. Darunter fallen etwa die Dämmung des Gebäudes oder der Einbau energieeffizienterer Türen und Fenster. Die Fördersätze liegen hier bei 15 Prozent. Förderanträge können bei der staatlichen Förderbank KfW eingereicht werden – auch rückwirkend für bereits begonnene Vorhaben.
Dennoch müssen Hauseigentümer zunächst für die gesamten Kosten selbst aufkommen, sowohl beim Einbau einer Wärmepumpe als auch bei weiteren Maßnahmen. Je nach Art der Anlage liegen diese bei mehreren Zehntausend Euro, im Bereich der energetischen Sanierung auch darüber. Erst wenn die Bauarbeiten abgeschlossen und alle Nachweise geprüft sind, können sich Eigentümer den zutreffenden Anteil erstatten lassen.

Technologieoffene Wahl – mit Bedingungen

„Künftig können neben der Wärmepumpe, Fernwärme, hybriden Heizungsmodellen und Biomasseheizung weiterhin auch Gas- und Ölheizungen eingebaut werden“, heißt es in einem Eckpunktepapier der Union. Dadurch wolle man den Bürgern bei der Heizungswahl mehr Selbstbestimmung geben. „Wir stärken ihre Entscheidungsfreiheit und Eigenverantwortung, denn die Eigentümer wissen am besten, was in ihren Heizungskeller passt.“
Zudem soll das Heizungsgesetz künftig weniger bürokratisch sein. Das zeigt sich mit der Streichung der Paragrafen 71 bis 71p. Sie bildeten den Kern der Pflicht zum Einbau von Heizungen mit mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien.
„Auch Betriebsverbote für bestimmte Heizungsarten streichen wir“, hat die Union im Entwurf mitgeteilt. Somit soll ebenso der Paragraf 72 des GEG wegfallen. Dieser verlangt die Austauschpflicht für alte Heizkessel. Demnach dürfen Öl- und Gasheizungen, die vor dem 1. Januar 1991 eingebaut wurden, nicht mehr betrieben werden. Für Heizkessel, die nach diesem Datum installiert wurden, gilt eine maximale Betriebsdauer von 30 Jahren. Das GModG streicht diese Begrenzung.
Das weitere Vorgehen ist damit grundsätzlich wieder technologieoffen. Der Bauherr besitzt somit hier wieder mehr Freiheit, die allerdings bedingt ist. Denn das Heizen mit fossilen Brennstoffen wird teurer, wie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bereits angekündigt hat.

Mehr Planungssicherheit?

Die voraussichtlich wegfallende 65-Prozent-Regelung sieht aktuell noch vor, dass jede neu eingebaute Heizung in Neubauten zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden muss. Ab 1. Juli 2026 hätte sie auch für alle Gebäude in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern gegriffen. Laut Branchenfachverbänden verschiebt sie sich zunächst aufgrund einer Änderung des aktuellen GEG um vier Monate auf den 1. November. Das soll für Rechtssicherheit bis zum Inkrafttreten des GModG sorgen.
Aus Sicht von Haus & Grund wird es mit der neuen Reform jedoch nicht wirklich besser. Im Gegenteil, sie bringe „mehr Verunsicherung“. „Eigentümer müssen Investitionsentscheidungen über Heizungen, Dämmung und energetische Sanierung für 20 bis 30 Jahre treffen“, erklärte Kodim. „Wenn sich Regeln, Förderbedingungen, Kostenverteilungen und politische Leitplanken ständig ändern, steigt das Risiko, die falsche Entscheidung zu treffen.“ Das führe nicht automatisch zu mehr Klimaschutz, sondern häufig zu Investitionszurückhaltung.
Besonders dieser starke Fokus der ehemaligen Ampelkoalition auf möglichst nur Wärmepumpen war heftig umstritten und hat viele Verbraucher verunsichert. Anfang 2024 bewirkte diese Politik das Gegenteil ihrer Zielsetzung. Es kam zu Rekordabsätzen bei Öl- und Gasheizungen, während sich der Absatz von Wärmepumpen reduzierte.

Bio-Treppe ab 2029

Entscheidet sich der Immobilienbesitzer künftig erneut für eine neue Öl- oder Gasheizung, gelten zusätzlich festgelegte Vorgaben zum Einsatz klimafreundlicher Brennstoffe. Diese soll der Anlagenbetreiber dem herkömmlichen Brennstoff beimischen. Die Höhe des Beimischungsanteils ist durch die sogenannte Bio-Treppe definiert. Sie soll ab Anfang 2029 gelten.
Diese Treppe beinhaltet vier Stufen, die die Beimischungen von Biomethan, Wasserstoff, Wasserstoffderivaten sowie synthetischem Methan oder Bioöl vorschreiben. Diese Biostoffe sind meist teurer als normales Erdgas oder Heizöl.
Aus dem jüngsten Referentenentwurf der Bundesregierung geht hervor, dass die erste Stufe der Bio-Treppe ab 1. Januar 2029 greift. Der Gesetzgeber verlangt hier einen Anteil von mindestens 10 Prozent. Nur ein Jahr später sollen es schon mindestens 15 Prozent sein. Ab dem 1. Januar 2035 folgt eine Erhöhung auf mindestens 30 Prozent und ab 2040 auf mindestens 60 Prozent.
Bis 2045 wäre dann in diesem Übergangsprozess ein vollständiger Umstieg auf einen 100-Prozent-Anteil möglich. Bestehende Anlagen sind hiervon zunächst nicht betroffen. Bei den ersten drei der vier Stufen sollen sich Mieter und Vermieter je zur Hälfte den für diese biogenen Brennstoffe anfallenden Preisbestandteil aufteilen. Die Mehrkosten oberhalb von 30 Prozent, also ab der vierten Stufe, soll vollständig der Vermieter tragen.
Heizungsgesetz, Bio-Treppe, Biotreppe

Die ersten vier Stufen der Bio-Treppe des Gebäudemodernisierungsgesetzes sind im jüngsten Entwurf der Bundesregierung bereits festgelegt.

Foto: mf/Epoch Times

Grüngasquote

Eine weitere kostentreibende Regelung stellt die sogenannte Grüngasquote – oder Grünölquote – im GModG dar. Im Gegensatz zur Bio-Treppe gilt sie bei allen Heizanlagen, also auch den bestehenden fossilen. Hierbei sind Gaslieferanten verpflichtet, den Anteil erneuerbarer Gase wie Biomethan und Wasserstoff im Netz schrittweise zu erhöhen. Ähnliches gilt für Öllieferanten.
Die Bundesregierung will sie ab 2028 in Kraft treten lassen. Wie hoch die Anteile der beigemischten biogenen Brennstoffe sein sollen, ist noch nicht bekannt.
Dieser Artikel wurde am 12. Mai 2026 aktualisiert, um zu verdeutlichen, dass sich der Artikel auf einen Entwurf bezieht. Die finale Gesetztesfassung kann davon abweichen. Epoch Times wird weiter darüber berichten.
 
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WM verbindet Fans aus aller Welt: Fans von Gastfreundschaft begeistert


In Kürze:

  • Spielerisch sind die USA im Achtelfinale ausgeschieden. Als WM-Gastgeber spielen sie aber weiter an der Weltspitze.
  • Über eine Million Fans erleben ein vielseitiges Land mit großen Stadien, Städten und Events – und teils hohen Preisen.
  • Essen, Gastfreundschaft und regionale Besonderheiten sorgen für vielfach bleibende Eindrücke bei Gästen und Einheimischen
  • Die Weltmeisterschaft stärkt kulturelle Verbindungen zwischen Fußballfans aus aller Welt.

 
Von Hummerbrötchen und Barbecue bis zu beeindruckenden Skylines und riesigen Stadien: Fußballfans aus aller Welt entdecken die besondere Atmosphäre in den USA. In der „Stadt der brüderlichen Liebe“ – Philadelphia – trafen Anhänger der größten und leidenschaftlichsten Rivalitäten des Weltfußballs in einer FIFA-Fanzone zusammen, um gemeinsam ein Bier zu trinken, zu feiern und bei einem lockeren Fußballspiel neue Freundschaften zu schließen.
Rory Prenter aus Belfast in Nordirland trug stolz ein US-Trikot, als er bei einem WM-Fan-Fest gemeinsam mit seinem Vater Paul, seinen Brüdern Patrick und Oliver sowie neu gewonnenen internationalen Freunden an einem Mini-Fußballspiel teilnahm. „Es ist unglaublich“, sagte Rory, der zusammen mit seinem Bruder Oliver im Nachwuchsbereich für Nordirland spielt. „Ich liebe es hier.“
Obwohl sich Nordirland nicht für das Turnier qualifizieren konnte, genießen die Prenters die WM-Atmosphäre in den USA. Vater Paul zeigte sich besonders beeindruckt davon, wie eine Metropole mit riesigen Wolkenkratzern und beeindruckender Größe gleichzeitig so herzlich und persönlich wirken könne.
„Clare und ich haben unseren Kindern vor Jahren versprochen, dass wir eines Tages für eine Weltmeisterschaft irgendwohin reisen würden“, sagte er gegenüber der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times. „Ich bin froh, dass wir uns für diese entschieden haben.“
Am 30. Juni verbrachte die Familie im Philadelphia FIFA-Fan-Festival im Lemon Hill Park einen unvergesslichen Tag. Die kostenlose Veranstaltung bot zahlreiche Fußballspiele, interaktive Simulatoren, Live-Unterhaltung und Übertragungen der WM-Partien auf großen Bildschirmen – ein Treffpunkt für Fans aus aller Welt.

(V. l. n. r.) Paul, Clare, Patrick, Oliver und Rory Prenter berichten nach einem Kleinfeld-Fußballspiel beim FIFA Fan Festival in Philadelphia am 30. Juni 2026 von ihren Erlebnissen während ihrer USA-Reise. Rory und Oliver spielen im Nachwuchsbereich für ihre Heimat Nordirland.

Foto: Aaron Gifford/The Epoch Times

Die Prenters gehören zu den Millionen Besuchern, die anlässlich der WM-Spiele und der zahlreichen Veranstaltungen in die Vereinigten Staaten reisen. Ihre Geschichte steht stellvertretend für unzählige Erlebnisse von Reisenden aus aller Welt, die von ihren Entdeckungen in Amerika berichten – und davon, wie sehr sie ganze Städte und deren besondere Atmosphäre schätzen und teilweise regelrecht ins Herz schließen.
In den sozialen Medien verbreiten sich zahlreiche Beiträge ausländischer Fans, die von typisch amerikanischen Erlebnissen begeistert sind: vom texanischen Barbecue, über die gigantischen Reisezentren von Buc-ee’s und riesige Einkaufswelten bis hin zu außergewöhnlich großen Essensportionen – samt Ranch-Dressing – und beeindruckenden Stadien.

Nicht nur die USA: Auch Fans hinterlassen bleibenden Eindruck

Halvor Francke und drei seiner Söhne waren in ihren norwegischen Nationaltrikots unterwegs, als sie in Philadelphia einen Touristenbus bestiegen. Für umgerechnet 4,40 Euro konnten Fahrgäste den ganzen Tag unbegrenzt mitfahren. Zum Vergleich: In Berlin kostet ein Tagesticket das Doppelte. Zuvor hatte die Familie bereits New York City und Boston besucht, wo sie das Spiel Norwegen gegen Frankreich verfolgte. Ihr letzter Stopp führte sie nach Washington, um dort die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli mitzuerleben.
„Boston kann man hervorragend zu Fuß erkunden und die Stadt hat tatsächlich ein eher europäisches Flair“, sagte Francke gegenüber der Epoch Times. „Außerdem gibt es dort wirklich sehr freundliche Menschen.“
Boston entwickelte sich auch für eine andere Fangruppe zur Lieblingsstadt in den USA: die schottische Tartan Army. Zwar schieden die Schotten bereits in der Gruppenphase aus, doch ihre Fans verwandelten „Beantown“ mit Dudelsäcken, Kilts und ausgelassener Stimmung in eine große Fußballparty. Pubs wie der Sam Adams Taproom waren erfüllt von Gesängen und feiernden Fans unterschiedlicher Nationen. Zahlreiche Statuen wurden mit Verkehrshütchen geschmückt, während Straßen spontan zu Fanmeilen und Paraderouten wurden. Die Stadt schloss ihre Besucher schließlich ins Herz – und Bostons Bürgermeisterin Michelle Wu ernannte Glasgow zur neuen Partnerstadt, was die Schotten ihrerseits unterstützen.
Zurück in Philadelphia zeigte sich Francke begeistert vom sonnigen Wetter und den warmen Temperaturen. Auch der Regen während des Spiels konnte seine Stimmung nicht trüben. Die amerikanischen Stadien seien deutlich größer als alles, was er aus Norwegen und England kenne, und auch die gesamte Show rund um die Spiele sei etwas, an das man sich erst gewöhnen müsse, sagte er.
„In Europa sorgen die Fans selbst für die Unterhaltung – hier braucht es keine Unterstützung“, erklärte er. Dort würden Anhänger Gesänge anstimmen und Vereinslieder singen, die teilweise seit mehr als hundert Jahren bestehen. „Hier ist es etwas stärker inszeniert. Auf der großen Anzeigetafel erscheint zum Beispiel eine Aufforderung wie: ‚Macht Lärm.‘“
Auch ihre norwegischen Landsleute ließen sich nicht lange bitten und sorgten selbst für Unterhaltung. Die reisende nordische Fangruppe wurde weltweit bekannt, indem sie an verschiedenen Orten in den Gastgeberstädten auftauchte – unter anderem am Times Square in New York City – und dort ihren inzwischen legendären „Ro!“-Rudergesang aufführte.
„Es ist anders hier, aber wirklich schön“, sagte Francke. „Amerika war großartig.“
Auch Besucher Alejandro Barrantes sammelte in New York City und Miami unvergessliche Eindrücke. Zusätzlich wird er die WM-Austragungsorte Philadelphia und Dallas besuchen.
Barrantes stammt aus Kolumbien und lebt in Mexiko. Er sagte, dass er sich vorstellen könne, eines Tages in den Vereinigten Staaten zu leben und zu arbeiten. Viele Menschen in Lateinamerika, erklärte er, sähen die USA als ein Land voller Möglichkeiten.
„Man kann alles erreichen, was man möchte, und man spürt diese Energie, dass man tatsächlich dazu fähig ist“, sagte er gegenüber der Epoch Times während seines Aufenthalts in New York City. „Genau das ist die größte Magie dieser Stadt.“

Fußball und Kulinarik

Die Möglichkeit, Amerika zu besuchen und Teil des globalen Turniers zu sein, lockte auch Besucher an, die nicht ihrer eigenen Nationalmannschaft folgten.
David Ozga, professioneller Trainer und ehemaliger Spieler des polnischen Vereins Górnik Zabrze, reiste gemeinsam mit seiner Frau Patricia aus Polen in die Region Philadelphia, um mit amerikanischen Verwandten die Weltmeisterschaft zu feiern. Sie unterstützten Frankreich, nachdem Polen an der Qualifikation für das Turnier gescheitert ist.
Die Familie nutzte die Gelegenheit, die historische erste Hauptstadt der Vereinigten Staaten kennenzulernen. Dazu gehörte auch ein Besuch der berühmten 72 steinernen „Rocky Steps“ am Philadelphia Museum of Art sowie die erste Kostprobe eines klassischen Philly Cheesesteaks.
„Fettig“, sagte Patricia Ozga gegenüber der Epoch Times, „aber gut.“
David Ozga freute sich außerdem über die Nachricht, dass Robert Lewandowski, der als einer der größten polnischen Fußballspieler aller Zeiten gilt, zu Chicago Fire in die Major League Soccer wechseln könnte. Dies stärke die Verbindung vieler Polen zu den Vereinigten Staaten, sagte er – besonders in einer Stadt mit einer großen polnischstämmigen Gemeinschaft.
„Ich habe es hier geliebt“, sagte er. „Alles daran.“

Die Familie Ozga aus Zabrze in Polen feiert gemeinsam mit Verwandten aus New Jersey die Weltmeisterschaft beim FIFA Fan Festival in Philadelphia am 30. Juni 2026. David Ozga ist professioneller Trainer und ehemaliger Spieler des polnischen Fußballvereins Górnik Zabrze.

Foto: Aaron Gifford/The Epoch Times

Francke wiederum erklärte, Boston sei bislang seine Lieblingsstadt in den USA gewesen. Besonders die Hummerbrötchen hätten für ihn zu den besten kulinarischen Entdeckungen der Reise gehört.
Cheesesteaks und Hummerbrötchen dabei stehen stellvertretend für eine weitere große Überraschung vieler europäischer Besucher: die amerikanische Küche. Ob Waffle House, Chick-fil-A oder ein typisch amerikanischer Barbecue-Stand – zahlreiche Touristen schwärmten in sozialen Medien von Speisen, die für viele Amerikaner zum Alltag gehören. Besonders beeindruckt zeigten sie sich von den großen Portionen, den intensiven Geschmäckern und der Qualität der Gerichte.
Als die Gruppenphase endete und viele Fans die Heimreise antraten, wollten sie ein Stück amerikanische Esskultur mit nach Hause nehmen. Die US-Transportsicherheitsbehörde TSA veröffentlichte sogar Hinweise dazu, wie ausländische Reisende Ranch-Dressing sicher durch die Flughafenkontrolle bringen können. Gleichzeitig zeigten Videos in sozialen Medien britische Besucher, die in ihren heimischen Gärten mit Gewürzmischungen grillten, die sie aus Texas mitgebracht hatten. – Ein Geheimtipp der Amerikaner: Ranch-Dressing kann man selbst machen.

Positiv überrascht

Frankreichs 3:0-Sieg gegen Schweden am 30. Juni konnte Axel Insulanders Begeisterung für seine WM-Reise nicht schmälern. Der einzige Kritikpunkt des Schweden war der öffentliche Nahverkehr zu den Spielstätten, der deutlich teurer sei und längere Fußwege erfordere als in Europa. Überrascht zeigte er sich auch über die hohen Kosten in den großen amerikanischen Städten, die er besucht hatte – insbesondere für Hotels, Essen und Transport. Und er ist nicht der Einzige.
Nicolás Martinez, ein kolumbianischer Staatsbürger und früherer USA-Besucher, stellte ebenfalls fest, dass die Preise seit seiner letzten Reise deutlich gestiegen seien, vor allem bei Bier. Im Stadion Santa Clara nahe San Francisco kostete der halbe Liter Gerstensaft umgerechnet knapp 20 Euro.
Dennoch sei es beeindruckend, so viel Begeisterung, Fankultur und internationale Vielfalt in Restaurants und auf öffentlichen Plätzen zu erleben, sagte Martinez.
Insulander betonte wiederum, dass die Menschen in allen drei Städten äußerst freundlich gewesen seien. Besonders Boston und Philadelphia hätten ihn positiv überrascht.
„Boston fühlte sich anders an. Es war ruhiger, würde ich sagen – zumindest im Vergleich zu New York“, sagte Insulander gegenüber der Epoch Times. „Philadelphia war ebenfalls eine schöne Überraschung. Ich dachte, es würde vielleicht mehr Armut geben und eine ganz andere Atmosphäre haben.“

Das Beste daraus machen

Auch negative Erlebnisse konnten die Begeisterung mancher Besucher nicht trüben. Tara, ein kambodschanischer Reisender, der nur seinen Vornamen nannte, fiel auf einen gefälschten Online-Ticketanbieter herein, der Karten für das Spiel Portugal gegen Usbekistan anbot. Trotzdem machten er und seine Familie das Beste aus ihrer Reise durch die USA und besuchten Texas, Washington und New York City.
Besonders beeindruckt zeigten sie sich von der Sicherheit und der umfangreichen Organisation, die oft unbemerkt bleibe. Während der gesamten Reise hätten sie sich sicher, willkommen und gut aufgehoben gefühlt.
„Ich liebe das Essen hier“, sagte Taras Sohn Drago gegenüber der Epoch Times in New York City.

Zuschauer versammeln sich vor dem MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey, vor dem FIFA-WM-Spiel zwischen Frankreich und Schweden am 30. Juni 2026. Frankreich besiegte Schweden mit 3:0.

Foto: Samira Bouaou/The Epoch Times

Nicht nur die großen Metropolen zogen internationale Besucher an. Freundschaftsspiele vor dem Turnier führten Fans auch in weniger bekannte Regionen wie Oxford in Mississippi und Auburn in Alabama.
11 der 16 Austragungsorte verteilten sich über die 48 zusammenhängenden US-Bundesstaaten. Daher entschieden sich viele Besucher, für mehrere Wochen Autos zu mieten. Zwischen den Spielen erkundeten sie Nationalparks, Strände, historische Sehenswürdigkeiten und die Einkaufstempel.
Ein australischer Besucher schrieb in sozialen Medien, dass ein Strand in Florida, den er besucht hatte, mit den schönsten Stränden seines Heimatlandes mithalten könne.
Als die Tartan Army Boston verlassen musste, um Brasilien in Miami zu unterstützen, dokumentierten die schottischen Fans ihren Roadtrip entlang der Ostküste. Sie hielten fest, wann sie die Mason-Dixon-Linie – eine historische Grenze zwischen den Nord- und Südstaaten der USA – überquerten und besuchten Sehenswürdigkeiten wie die historische Festung Fort Sumter bevor sie schließlich South Beach und Little Havana in Miami mit derselben ausgelassenen Stimmung eroberten, die sie zuvor in Boston verbreitet hatten.

Mehr als nur Fußball: Die Gastgeberrolle der Städte

Auch wenn die Vereinigten Staaten nicht über dieselbe jahrhundertealte Geschichte und traditionelle Prachtentfaltung wie viele andere Nationen verfügen, hätten sie es geschafft, eine eigene Identität für ein besonderes und komfortables Weltmeisterschaftserlebnis zu entwickeln, so die Besucher. Entscheidend sei dabei, wie stark sich amerikanische Städte von europäischen und lateinamerikanischen Metropolen unterscheiden, sagte Maurice Smith, ein in Atlanta ansässiger Experte für Reise- und Gastgewerbestrategien, gegenüber Epoch Times.
Als Beispiel nannte er seine Heimatstadt Atlanta.
Die außerhalb der WM unter dem Namen Mercedes-Benz-Stadion bekannte Spielstätte etwa biete ein außergewöhnliches Zusammenspiel aus Architektur, moderner Technologie und vielfältigen gastronomischen Angeboten, das weltweit seinesgleichen suche, erklärte Smith gegenüber der Epoch Times.
„Das Stadion kann selbst Teil des Erlebnisses werden – nicht nur der Ort, an dem das Spiel stattfindet“, sagte er.
Die Verkehrsplaner in Atlanta und den anderen Gastgeberstädten seien sich bewusst gewesen, dass internationale Fans auf zuverlässige und einfach verständliche Bus- und Bahnverbindungen angewiesen sind. Deshalb sei frühzeitig dafür gesorgt worden, möglichst viele Kräfte zu bündeln. Zusätzlich hätten zahlreiche amerikanische Fahrdienstanbieter geholfen, mögliche Lücken im Verkehrssystem zu schließen.
Auch Polizei und Sicherheitskräfte hätten eine wichtige Rolle gespielt. Sie seien präsent gewesen, ohne einschüchternd zu wirken, und hätten gemeinsam mit Verkehrspersonal und Mitarbeitern aus dem Gastgewerbe als freundliche Ansprechpartner und Botschafter der Städte fungiert, sagte Smith.
„Für Besucher aus anderen Ländern kann sichtbare Unterstützung während eines Großereignisses entscheidend sein, damit eine Stadt leichter verständlich und zugänglich wirkt. Es geht nicht nur um Sicherheit – es geht auch um Orientierung“, erklärte er.
„Meine wichtigste Erkenntnis ist, dass WM-Besucher nicht nur das Spiel bewerten, sondern das gesamte Erlebnis einer Stadt. Stadien sorgen für den ersten Wow-Effekt, aber Essen, Verkehr, Sicherheit, Service und lokale Kultur entscheiden darüber, ob Menschen mit einem positiven Eindruck nach Hause zurückkehren.“
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „How America Won the Hearts of World Cup Soccer Fans“. (Deutsche Bearbeitung: zk,ts)
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Flutkatastrophe in China: 900 Schlangen nach Dammbrüchen entkommen

Sintflutartige Regenfälle haben in der südchinesischen Region Guangxi verheerende Überschwemmungen ausgelöst. Neben zerstörten Straßen, Stromausfällen und blockierten Versorgungsketten, spitzt sich die Lage in der Region nun durch einen ungewöhnlichen Vorfall dramatisch zu: Nach der Zerstörung einer Schlangenfarm sind Hunderte giftige Schlangen entkommen.

Seit dem 4. Juli leidet die Region unter historisch außergewöhnlich starken Niederschlägen, die auf den Taifun „Maysak“ zurückzuführen sind.

Mehrere Stauseen liefen über oder erlitten Dammbrüche. Besonders kritisch war die Lage am Liulan-Stausee in der Nähe der Stadt Hengzhou. Die dortigen Dammbrüche führten zu einer großflächigen Überflutung der flussabwärts gelegenen Dörfer.

Aufgrund der Überschwemmungen wurde am 6. Juli eine Schlangenfarm im Dorf Dengwei in der Gemeinde Yunbiao komplett von den Fluten zerstört.

Laut der ersten Schätzungen der lokalen Dorfverwaltung sind dabei etwa 800 bis 900 giftige Schlangen entkommen und wurden durch das Hochwasser in die umliegenden Wohngebiete gespült. Zudem droht in einer weiteren nahe gelegenen Zuchtanlage der Ausbruch von rund 1.000 Kobras, was zu einer Warnung der Behörden geführt hat, und die Sorgen unter den Einwohnern verstärkt hat.

Schlangen dringen in Wohnhäuser ein

In den sozialen Netzwerken kursieren virale Videos und Fotos, die das Ausmaß der Bedrohung zeigen. Einige zeigen, wie Schlangen im Hochwasser treiben. Andere zeigen, wie Bewohner versuchen, Schlangen mit Keschern oder ihren bloßen Händen zu fangen.

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Ein besonders dramatisches Video zeigt, wie Bewohner im ersten Stock ihres Hauses festsitzen, während eine Kobra versucht, über die halb unter Wasser stehende Treppe in die Wohnräume zu gelangen.

Die Angst der Menschen ist begründet, da es bereits zu schweren Vorfällen kam. Am Abend des 6. Juli wurde eine Frau mittleren Alters in der Gemeinde Yunbiao von einer Schlange gebissen.

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Da die Straßen durch Schlamm und Geröll blockiert und die Kommunikationsnetze zusammengebrochen waren, gestaltete sich der Transport ins Krankenhaus äußerst schwierig. Trotz mehrerer Rettungsversuche verstarb die Frau schließlich in der Klinik.

Ein weiterer Dorfbewohner wurde am Folgetag beim Aufräumen von Treibgut in den rechten Zeigefinger gebissen. Er beschrieb das Tier als „schwarz mit flachem Kopf“, was auf eine Kobra hindeutet.

Aus Angst vor dem Gift versuchte der Mann zunächst, die Wunde selbst auszusaugen. Er konnte später von Rettungskräften evakuiert werden und erhielt im Krankenhaus ein Antiserum.

Eine Frau steht vor ihrem Haus in Gantang, nachdem dieses überflutet wurde, als am 9. Juli 2026 in der Region Guangxi im Südwesten Chinas ein nahe gelegener Stausee brach.

Foto: Greg Baker / AFP via Getty Images

Eine Frau trägt im Rahmen einer Aufräumaktion in Gantang Stühle entlang einer Straße, nachdem die Ortschaft am 9. Juli 2026 durch den Dammbruch eines nahe gelegenen Stausees in der Region Guangxi im Südwesten Chinas überflutet worden war.

Foto: Greg Baker/ AFP via Getty Images

Ein Vater beobachtet, wie Kinder vor einem Haus in Gantang bei Kerzenschein zu Abend essen, nachdem am 9. Juli 2026 durch Hochwasser aus einem gebrochenen Stausee in der Region Guangxi im Südwesten Chinas die Stromversorgung unterbrochen worden war.

Foto: Greg Baker / AFP via Getty Images

Guangxi: Das globale Zentrum der Schlangenzucht

Guangxi ist eine Region im Süden Chinas, die an Vietnam grenzt. Aufgrund seines subtropischen Klimas hat sich die Region seit den 1980er-Jahren zum weltweit größten Zentrum für die kommerzielle Schlangenzucht entwickelt.

Mit einem Bestand von über 30 Millionen Schlangen kontrolliert die Region rund 80 Prozent des chinesischen Marktes. Die Tiere werden dort im großen Stil als Rohstofflieferanten für die traditionelle Medizin, die Lederindustrie und die Gastronomie gezüchtet.

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Bundestag beschließt umstrittene Krankenkassenreform – jetzt Bundesrat am Zug

Der Bundestag hat das umstrittene Sparpaket der schwarz-roten Koalition für stabile Krankenkassenbeiträge beschlossen. Für das Gesetz stimmten 319 Abgeordnete, es gab 286 Nein-Stimmen und vier Enthaltungen. Nun soll im Laufe des Tages auch der Bundesrat abschließend über die Reform befinden, die angesichts von Milliardendefiziten massive Einschnitte bei den Kassenleistungen sowie zusätzliche Kosten für Versicherte vorsieht.
Das Paket sieht Milliarden-Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken, Apotheken und Pharmabranche vor – aber auch höhere Zuzahlungen und Einschnitte für Versicherte. Dies soll die gesetzlichen Krankenkassen im kommenden Jahr in Milliardenhöhe entlasten und neue Erhöhungen der Zusatzbeiträge verhindern.
Parallel zum Bundestag fand am Freitagvormittag bereits die Debatte im Bundesrat über die Reform statt. Die Länder hatten zuvor einer nötigen Fristverkürzung zugestimmt, damit das Gesetz noch am Freitag endgültig im parlamentarischen Verfahren verabschiedet werden kann.
Mehrere Länder übten in der Debatte Kritik an der Reform. Das Saarland, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen kündigten dabei an, den Vermittlungsausschuss anzurufen. Schließen sich nicht noch deutlich mehr Länder an, würde dies aber scheitern und das Gesetz könnte angenommen werden.
Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sagte zuvor in der Debatte: „Wir wollen künftig mit dem Geld auskommen, das wir haben, und nur noch das bezahlen, was nutzt.“ Ohne die Reform drohe 2027 eine Beitragserhöhung von einem Prozentpunkt.
Von der Opposition kam Kritik. Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann sagte, das mit heißer Nadel gestrickte Gesetz schone die eigentlichen Kostentreiber. „Es wird keine Beitragsstabilität geben, sondern Krankenhausinsolvenzen, überlastete Hausärzte und verratene Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten.“ Linke-Fraktionschefin Heidi Reichinnek sagte: „Sie gefährden mit diesem Gesetz Menschenleben.“ Nicole Hess (AfD) sagte: „Das ist keine Reform, das ist eine Einladung zum Rückzug aus der Versorgung.“
Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) begrüßte den Beschluss als „gute Nachricht für unsere 75 Millionen Versicherten“. Zwar enthalte das Gesetz „viele Härten“, es lege aber die Grundlage für stabile Kassenbeiträge, erklärte der Vorstandsvorsitzende Oliver Blatt. Es sei gut, dass die Koalition „hier Handlungsfähigkeit bewiesen“ habe. Blatt kritisierte, einige Gegner der Reform seien in den vergangenen Monaten „mit haltlosen Schreckensszenarien und Angstmacherei übers Ziel hinausgeschossen“.

Milliarden-Sparziel noch erhöht

Warken hatte das Sparziel für 2027 angesichts zuletzt rasanter steigender Ausgaben noch auf 18,8 Milliarden Euro heraufgesetzt. Die neue Lücke werde mit dem nun vorliegenden Entwurf geschlossen, sagte sie. Inwiefern auch noch ein etwas größerer Puffer für Unwägbarkeiten geschaffen wird, war zunächst unklar.
Der Entwurf war zuletzt in mehreren Punkten verändert worden. Dabei wurden Belastungen für Versicherte teils abgemildert. So werden die Zuzahlungen von mindestens 5 und höchstens 10 Euro für Medikamente auf 7,50 bis 15 Euro angehoben. Gestrichen wurde aber, dass die Zuzahlungen danach auch jährlich angepasst werden sollen. Die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern wird eingeschränkt, nun aber mit weiter gefassten Ausnahmen. Erhalten bleiben soll sie etwa für Eltern von Kindern unter zwölf Jahren statt unter sieben Jahren.

Mehr Steuergeld als zunächst geplant

Für künftig nicht mehr frei mitversicherte Partner sollen Kassenmitglieder ab 2028 einen Beitragszuschlag von 2,5 Prozent zahlen. Entschieden wurde auch, mehr Steuergeld bereitzustellen als zunächst vorgesehen. So soll der reguläre Bundeszuschuss von 14,5 Milliarden Euro 2027 noch um 1,35 Milliarden sinken statt um zwei Milliarden Euro. Die Zahlungen des Bundes für die Krankenkosten von Grundsicherungsbeziehern werden 2027 um eine Milliarde Euro erhöht. Änderungen gab es auch bei geplanten Preisabschlägen für Pharmahersteller.
Generell zielt das Gesetz darauf, Anstiege der Vergütungen bei allen Erbringern von Leistungen wie Ärzten und Kliniken zu begrenzen. Gestrichen werden sollen etwa auch homöopathische Leistungen auf Kassenkosten. Gegen Einschnitte gibt es seit Wochen heftige Proteste und Warnungen vor Verschlechterungen der Versorgung aus dem gesamten Gesundheitswesen. Kanzler Friedrich Merz (CDU) hatte deutlich gemacht, dass das Paket den Auftakt für eine Reihe großer Reformen der schwarz-roten Koalition in diesem Jahr bilden soll. (dpa/afp)
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Marode Brücken: Experten halten hohe Kosten für vermeidbar

Ob die Bonner Nordbrücke, die Rahmede-Talbrücke der A45 oder die Ringbahnbrücke in Berlin: Immer wieder wurden zuletzt zentrale Verkehrsbrücken plötzlich gesperrt – oder stürzten im Fall der Carolabrücke in Dresden sogar ein. Deutschland kümmere sich zu wenig um die Instandhaltung von Brücken, kritisierte Steffen Marx von der Technischen Universität Dresden.
„Die Pflege von Brücken ist vergleichbar mit dem Zähneputzen: Wenn ich einen Tag meine Zähne nicht putze, ist das nicht so schlimm.“ Eine Brücke halte es gut aus, wenn sie ein Jahr lang nicht gepflegt werde. „Wenn ich mich aber 30 Jahre lang nicht um die Instandhaltung kümmere – wie in Deutschland geschehen – dann beschleunigt sich der Schadensfortschritt.“
Aufsehen erregte etwa die Ringbahnbrücke der Berliner Stadtautobahn. Wegen Schäden im Tragwerk wurde sie im Frühjahr 2025 kurzfristig gesperrt und abgerissen. Der millionenschwere Neubau soll in der ersten Jahreshälfte 2027 fertig sein. Aktuell werden dafür Stahlüberbauten eingehoben.

Reparatur viel teurer als Pflege

Verglichen mit den Kosten für die Pflege müsse man das Vielfache investieren, um eine Brücke zu reparieren oder neu zu bauen, sagte Marx, Direktor am Institut für Massivbau der TU. Ein defekter Abfluss zum Beispiel sei leicht auszubessern. Passiere das aber nicht, durchfeuchte die Brücke, der Stahl roste, und es werde viel aufwendiger und teurer, den Schaden zu beseitigen.
Meist erfolgt eine Vollsperrung dann plötzlich, weil erhebliche Schäden entdeckt werden und Experten Einsturzgefahr bescheinigen. Fahrbahn, Fuß- und Radwege der Bonner Nordbrücke dürfen seit Anfang Juni nicht mehr genutzt werden.
2025 traf es die Ringbahnbrücke in Berlin, 2024 die Elbbrücke in Bad Schandau, 2021 die Rahmede-Talbrücke im Sauerland. Mit der Carolabrücke stürzte vor etwa zwei Jahren gar eine Brücke im laufenden Betrieb ein.
„Der Zustand vieler vielbefahrener Brücken in Deutschland ist kritisch“, sagte Martin Claßen von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH). Das gelte insbesondere im Autobahnnetz. „Die aktuelle Situation ist kein plötzliches Problem, sondern das Ergebnis einer langfristigen Entwicklung.“

Strategie „build and forget“

Viele Brücken seien nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut worden und auf eine Nutzungsdauer von 80 Jahren ausgelegt, sagte Marx. Oft seien sie für eine andere Belastung geplant gewesen. „Wir haben heute viel mehr Schwerlastverkehr und Verkehr insgesamt als in der Zeit, zu der viele Brücken geplant und gebaut wurden.“
Danach sei auf eine Erhaltungsstrategie gesetzt worden, die man „build and forget“ („bau es und vergiss es“) nennen könne, meinte Marx. „Die Brücken werden gebaut, aber dann nicht gepflegt.“ Es fänden lediglich die gesetzlich vorgeschriebenen Inspektionen alle sechs Jahre statt. „Deshalb kommt nun eine große Welle von Brücken in schlechtem Zustand auf uns zu.“
Bei so vielen Brücken in sehr schlechtem Zustand wiederum gebe es zwangsläufig einige, die in noch schlechterem Zustand seien als ohnehin angenommen – Einstürze seien irgendwann nahezu unvermeidbar.
Die Carolabrücke sei seit dem Zweiten Weltkrieg aber die erste Brücke, die im laufenden Betrieb eingestürzt sei. Ursache seien versteckte Drahtbrüche im Inneren gewesen – bei den Inspektionen habe man sie nicht sehen können.
Das Verkehrsministerium hatte unter der Ampel-Regierung von SPD, Grünen und FDP 4.000 Brücken von Autobahnen erfasst, die für den Verkehr besonders wichtig, aber modernisierungsbedürftig sind. Sie sollen binnen weniger Jahre saniert oder erneuert werden – ein Ziel, an dem auch die aktuelle Bundesregierung festhält.

Neubau wäre oft gar nicht nötig

Unter Modernisierung verstehe die Regierung allerdings größtenteils den Abriss und Neubau, meinte Marx. Dabei könne etwa die Hälfte der Brücken, die abgerissen würden, saniert werden – was erheblich Kosten spare.
„Die relevanten Teile müssen repariert werden, aber die Brücke muss nicht nagelneu aussehen.“ Auch Claßen ist überzeugt, dass nicht jede Brücke sofort ersetzt werden muss. „Bei vielen Bauwerken kann eine intelligente Zustandsbewertung helfen, Maßnahmen effizient zu staffeln.“
Beim Ersatz von Brücken wiederum liege die größte Herausforderung oft bei Planung, Genehmigung und Vergabe. Ein wichtiger Hebel seien sogenannte funktionale Ausschreibungen: „Statt Projekte bis ins letzte Detail vorzudefinieren, sollte stärker beschrieben werden, welche Funktion ein Bauwerk erfüllen muss. Das schafft Raum für innovative und effizientere Lösungen.“
Zudem brauche es mehr Standardisierung und Modularisierung. „Viele Brücken werden noch immer als Einzelprojekte behandelt“, sagte Claßen. Dabei gebe es technisch ausgereifte Schnellbauansätze, mit denen Bauzeiten – und damit auch Sperrzeiten – drastisch reduziert werden könnten.
Wichtig sei zudem, die bestehenden Überwachungsstrategien für Brücken zu verbessern, sagte Claßen. Und: trotz aller Mängel und Verbesserungsmöglichkeiten: „Das Risiko eines unerwarteten Einsturzes bleibt in Deutschland insgesamt gering.“ (dpa/red)
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VW-Zukunftsplan 2030: Umbau schürt neue Sorgen um Jobs und Werke


In Kürze:

  • Volkswagen will seine Modellpalette bis 2030 um bis zu 50 Prozent verkleinern und Produktionskapazitäten reduzieren.
  • Berichte über bis zu 100.000 wegfallende Arbeitsplätze und vier gefährdete Werke sind bislang nicht offiziell bestätigt.
  • Betriebsrat, IG Metall und das Land Niedersachsen lehnen mögliche Werksschließungen ab und verlangen mehr Transparenz.

 
Der sogenannte Zukunftsplan des Volkswagen-Konzerns sorgt weiterhin für Spekulationen und Unsicherheit in der Belegschaft und Politik. Am Donnerstag, 9. Juli, hat VW ein Strategiepapier „Zielbild 2030“ vorgestellt. Dieses skizziert, wie der Konzern in einem härter werdenden globalen Umfeld seine Wettbewerbsfähigkeit sichern und seine Technologieführerschaft bewahren will.
Der Automobil-Weltkonzern will deutlich schlanker, effizienter und wettbewerbsfähiger werden. Man will zentrale Technologiefelder harmonisieren, Synergien verstärken und Parallelstrukturen abbauen. Die Rede ist auch von einer Anpassung der Produktionskapazitäten an die veränderte Marktlage und dem verstärkten Wettbewerb.
Konzernchef Oliver Blume sprach von der „umfassendsten Neuausrichtung der Konzerngeschichte“. Der Vorstand übernehme damit „Verantwortung für die nachhaltige Zukunft des Unternehmens – in einer Zeit, in der die Automobilindustrie weltweit stark unter Druck steht“, so Blume weiter. „Wir begrenzen Risiken, erschließen neue Chancen aus eigener Stärke und setzen ein klares Zeichen für Aufbruch am Wirtschaftsstandort Deutschland.“

Volkswagen will die Produktpalette deutlich verschlanken

Der Kern der Umbaupläne ist eine drastische Vereinfachung. Die VW-Führung will die Modellpalette um bis zu 50 Prozent reduzieren. Die Breite des Angebots an Varianten und Ausstattung soll sogar um bis zu 75 Prozent sinken. Statt wie ursprünglich bei rund 12 Millionen soll die Produktionskapazität künftig auf 9 Millionen Fahrzeuge pro Jahr sinken.
Der Konzern plant weiter eine Zusammenführung von Plattformen, Software und Elektronikarchitekturen. Außerdem soll eine Straffung des Beteiligungsportfolios und der Führungsstrukturen erfolgen.
VW verweist auf dauerhaft hohe Kosten, eine schwächere Nachfrage und einen zunehmenden Wettbewerb – insbesondere aus China. Dazu kommen Zollkonflikte und geopolitische Unsicherheiten, die für ein deutlich verändertes Marktumfeld sorgen. Das bisherige Geschäftsmodell ist nach Überzeugung des Vorstandes in dieser Form nicht mehr wettbewerbsfähig. Die Produkte von Volkswagen seien zwar gefragt. Allerdings verdient man damit nicht ausreichend Geld.

Gewerkschaft geht bei Jobabbau von bis zu 50.000 Stellen aus – doch nun ist von mehr die Rede

Bislang hat Vorstandschef Oliver Blume viel vom Abbau von Überkapazitäten gesprochen. Allerdings hielt er sich mit Blick auf mögliche Werksschließungen oder einen zusätzlichen Stellenabbau bedeckt. Solche Fragen wolle man erst nach der Sommerpause erörtern. Schon jetzt zeichnet sich jedoch ab, dass die Planungen auf der Grundlage von 50.000 Arbeitsplätzen weniger erfolgen.
Bis 2030 soll es gemäß der Vereinbarung mit den Gewerkschaften von Ende 2024 einen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und eine Schließung deutscher Standorte geben. Ausnahme ist demnach lediglich Osnabrück, wo ein Ende der Produktion für 2027 geplant ist. Mittlerweile seien jedoch, so berichtet der NDR, noch deutlich weitreichendere Sparmaßnahmen im Gespräch.
Diese könnten weltweit bis zu 100.000 der derzeit 657.000 Arbeitsplätze betreffen – und vier Werke in Deutschland. Als besonders gefährdet gelten die Standorte Hannover, Emden, Zwickau und das von Audi betriebene Werk in Neckarsulm. Eine offizielle Bestätigung möglicher Schließungen gibt es jedoch bislang nicht.

Betriebsrat fordert von VW-Vorstand klare Aussagen

Ebenfalls Gegenstand von Spekulationen ist die Frage nach einer möglichen organisatorischen Neuordnung der Kernmarke Volkswagen. Der BR deutet eine mögliche Ausgliederung von Teilen der Komponentenfertigung aus der bestehenden Konzernstruktur an. Diese könnte die Konzernführung in eigenständige Gesellschaften überführen – und damit potenziell Mitbestimmungsrechte und die Sperrminorität des Landes Niedersachsen unterlaufen.
Eine wie auch immer geartete Bestätigung hinsichtlich solcher Überlegungen gibt es vonseiten des Konzerns nicht. Der Betriebsrat spricht jedoch schon jetzt von „mangelnder Transparenz“. Dessen Vorsitzende Daniela Cavallo wirft dem Vorstand einen „respektlosen Umgang“ mit der Belegschaft vor. Sollte der VW-Vorstand keine klaren Aussagen zu den unbestätigten Meldungen treffen, werde es nach der Sommerpause konzernweite außerordentliche Betriebsversammlungen geben.
Die IG Metall kündigt ebenfalls umfassenden Widerstand gegen mögliche Werksschließungen und eine Ausweitung des Stellenabbaus an. Bereits jetzt gibt es an mehreren VW-Standorten Proteste der Metallarbeitergewerkschaft. Thorsten Gröger, Verhandlungsführer für den Haustarifvertrag und Bezirksleiter der IG Metall für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, betonte, es gebe „klügere Lösungen als Werksschließungen“.

Ministerpräsident für Volkswagen-Umbau ohne Werksschließungen

Die Gewerkschaft stehe hinter den Vorstellungen des Vorstandes über innovative Produkte, Qualitätsziele, weniger Bürokratie und Synergien. Auch am Abbau unnötiger Doppelstrukturen sei man interessiert. Insofern trage man das „Zielbild 2030“ mit. Allerdings beharre man auf die „kluge Nutzung die gemeinsamen Stärke“ und der Einhaltung von Investitionszusagen. Gröger äußerte in einer Erklärung zu jüngsten Protesten:
„Das Signal des heutigen Tages ist klar: Wir werden uns mit aller Kraft gegen jeden Angriff auf die Mitbestimmung, die Belegschaften des Volkswagen-Konzerns und unsere Werke wehren.“
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies wandte sich ebenfalls gegen Werksschließungen. Diese seien „keine Zukunftsstrategie“, äußerte er im Anschluss an die Aufsichtsratssitzung. Volkswagen müsse durch wettbewerbsfähige Produkte, Innovationen und eine konsequente Nutzung von Synergien eine Stärkung erfahren. Das Land Niedersachsen hält 20 Prozent der Stimmrechte und verfügt zusammen mit den Arbeitnehmervertretern über einen weitreichenden Einfluss im Aufsichtsrat.
(Mit Material der Nachrichtenagenturen)
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Fenster bricht – Ryanair-Maschine nach München kehrt um

Eine Ryanair-Maschine auf dem Weg von Thessaloniki nach München ist nach einem Zwischenfall kurz nach dem Start zum Flughafen zurückgekehrt. Während des Fluges sei ein Knall zu hören gewesen, dann sei eine Fensterscheibe zerbrochen, sagte eine Passagierin der Deutschen Presse-Agentur. Mitreisende hätten den neben der beschädigten Scheibe sitzenden Passagier festgehalten.
„Sein Kopf und seine Schultern ragten aus dem zerbrochenen Fenster heraus“, sagte eine weitere Augenzeugin im griechischen Rundfunk ERT. Andere Passagiere hätten den Mann zurückziehen können. In der Kabine fielen Sauerstoffmasken herab, wie auf Fotos und Videos in sozialen Netzwerk zu sehen ist.
Der Pilot habe daraufhin den Flug abgebrochen und sei zum Flughafen Thessaloniki zurückgekehrt, berichtete die Passagierin. Der Rückflug habe nach dem Zwischenfall noch etwa 20 Minuten gedauert.
Der Passagier, der neben der beschädigten Scheibe gesessen haben soll, sei vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus in Thessaloniki gebracht worden, berichtete der griechische Rundfunk. Den Informationen zufolge stammt der Mann aus Serbien.
Eine offizielle Stellungnahme von Ryanair oder den zuständigen Behörden zu dem Vorfall lag zunächst nicht vor. Ermittlungen seien aufgenommen worden, berichtete ERT. (dpa/red)
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Bundesrat: Initiative für Preisdeckel bei Kraftstoffen

Das Saarland und Mecklenburg-Vorpommern wollen am Freitag im Bundesrat vorschlagen, flexible Höchstpreise für Benzin, Diesel und Heizöl staatlich festzulegen.
Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger sagte dem Sender Welt TV zu der Initiative, sie sei „sehr dafür“, sich dieses Luxemburger Modell noch mal genau anzugucken. „Das, was dort gut funktioniert, das kann ja für uns auch ein gutes Modell sein.“

Vorbild Luxemburg

In Luxemburg legt das zuständige Ministerium nach Angaben des Bundesrates mehrmals pro Woche einheitliche Höchstpreise für die Kraftstoffarten und Tankstellen fest.
Unternehmen, die gegen die Vorgaben verstoßen, müssen mit Sanktionen rechnen.

Kritik am Tankrabatt

Rehlinger sagte Welt TV mit Blick auf den Ende Juni ausgelaufenen Tankrabatt: „Mit dem guten Steuergeld einfach nur die Gewinne der Mineralölkonzerne ein bisschen zu erhalten und für die Verbraucherinnen und Verbraucher runterzusubventionieren, kann ja nicht dauerhaft die Lösung sein.“
Der Staat müsse vorher ansetzen. „Es darf erst gar nicht dazu kommen.“
Sie halte das Luxemburger Modell für „vertretbar“. Luxemburg „ist ja auch nicht wegen seiner sozialistischen Umtriebe bekannt“, sagte Rehlinger.
Mit dem Tankrabatt hatte die Bundesregierung im Mai und Juni die Steuern auf Kraftstoffe um rund 17 Cent pro Liter gesenkt. Das kostete den Staat geschätzt rund 1,6 Milliarden Euro. (afp/red)
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Hessen: Mann soll Mutter im Beisein der Großmutter angezündet haben

Im mittelhessischen Hünfelden soll ein Mann nach Polizeiangaben seine 76-jährige Mutter im Rahmen eines Streites angegriffen und angezündet haben. Die Frau sei noch vor Ort an ihren Verletzungen gestorben, teilte die Polizei mit.
Der 45-jährige Tatverdächtige sei zunächst vom Tatort geflüchtet. Im Rahmen einer Fahndung, bei der auch ein Polizeihubschrauber, Polizeihunde sowie eine Einheit des hessischen Polizeipräsidiums zum Einsatz kamen, sei der Mann am Abend gefunden und festgenommen worden.

103-jährige Großmutter muss schwer verletzt ins Krankenhaus

Den Angaben zufolge waren die Beamten zunächst am frühen Abend zu einem Brand in einem Wohnhaus im Hünfeldener Ortsteil Kirberg gerufen worden. Vor Ort sei die leblose 76-jährige Frau aufgefunden worden.
Die 103 Jahre alte Großmutter des Mannes, die sich ebenfalls vor Ort aufhielt, sei zudem mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Sie soll bei dem mutmaßlichen Tötungsdelikt auch anwesend gewesen sein.
Die Umstände und Hintergründe der Tat seien noch offen und Gegenstand der Ermittlungen, erklärte die Polizei. Weitere Auskünfte können zum jetzigen Zeitpunkt nicht gegeben werden. So blieb zunächst offen, welcher Art die Verletzungen der 103-Jährigen waren.
Vor Ort waren am Abend zahlreiche Beamte im Einsatz. Sie sperrten unter anderem eine Straße ab, an dem Wohnhaus wurden Spuren gesichert. Die Gemeinde Kirberg hat rund 2.400 Einwohner und liegt im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg. (dpa/red)
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Müde trotz Schlaf? Warum Kaffee das Problem nur noch schlimmer macht und was Sie besser machen können

Acht Stunden Schlaf, ein gesundes Frühstück – und trotzdem fühlt sich der Kopf schon mittags an wie Watte? Bevor Sie den Griff zur dritten Tasse Kaffee mit dem Alter oder dem stressigen Job entschuldigen, lohnt es sich, einen Blick auf die unsichtbare Chemie unseres Körpers zu werfen.

Mineralstoffe sind die heimlichen Motoren unseres Körpers. Sie kurbeln jene Enzyme an, die Nahrung überhaupt erst in Energie umwandeln. Sie regulieren die Kommunikation zwischen den Zellen, wirken an der Steuerung der Genexpression – also der Aktivierung unserer Erbanlagen – mit und halten Stresshormone in Schach. Doch was passiert eigentlich, wenn unseren Zellen dieser Treibstoff ausgeht?

Wenn den zellulären Kraftwerken der Saft ausgeht

Um das zu verstehen, müssen wir tief in unsere Biologie eintauchen – genauer gesagt in die Mitochondrien. Diese winzigen Kraftwerke der Zellen wandeln Nährstoffe in ATP (Adenosintriphosphat) um, die universelle Energiewährung unseres Körpers.

Fehlen Mineralstoffe, gerät dieser Prozess ins Stocken. Das Tückische daran: Ein solcher Mangel äußert sich selten in einem einzigen, dramatischen Symptom. Er zeigt sich schleichend in verschiedenen Bereichen, was zu mehreren diffusen Beschwerden führt:

  • Anhaltende Müdigkeit, die auch durch langes Ausschlafen nicht verschwindet
  • Der berüchtigte „Brain Fog“ (Benommenheit und Konzentrationsschwäche)
  • Schlechter Schlaf trotz tiefer Erschöpfung
  • Ein träges Immunsystem, das jeden Infekt mitnimmt
  • Muskelkrämpfe, Stimmungsschwankungen und eine niedrige Stresstoleranz

In der klassischen Schulmedizin werden diese Symptome meist einzeln betrachtet. Mediziner aus der funktionellen Medizin – ein Ansatz, der die Ursachen chronischer Beschwerden ganzheitlich ergründet – erkennen darin jedoch häufig ein klassisches Muster für eine unzureichende Nährstoffversorgung.

Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachmagazin „Nutrients“ bestätigt, dass Mitochondrien weit mehr sind als stumpfe Energieproduzenten: Sie steuern die gesamte zelluläre Kommunikation. Dafür sind sie zwingend auf das Zusammenspiel von Vitaminen und Mineralstoffen angewiesen.

Wer sich primär von hochverarbeiteten Lebensmitteln ernährt und frische Vollwertkost links liegen lässt, manövriert sich schnell in einen Teufelskreis: Genau dann, wenn der Körper unter Stress nach Nährstoffen schreit, bekommt er nur „leere“ Kalorien geliefert.

Die üblichen Verdächtigen: Wo es am häufigsten hakt

Zwar ist jeder Körper anders, doch in den Praxen zeigt sich eine klare Tendenz. „Wenn ich die drei oder vier wichtigsten Baustellen nennen müsste, wären das Eisen, Magnesium, Zink und Kupfer“, sagt Dr. Aaron Erez, Spezialist für funktionelle Medizin.

Besonders beim Magnesium zeigt sich in der Bevölkerung eine chronische Unterversorgung. Auch wenn ein akut lebensbedrohlicher Mangel selten ist, erreichen viele Menschen nicht die optimalen Werte. Das Problem: Unser moderner, chronischer Stress frisst Magnesium regelrecht auf. Akuter Stress bringt die Nieren über Adrenalin dazu, Magnesium vermehrt auszuscheiden, während dauerhaft erhöhtes Cortisol dafür sorgt, dass die internen Speicher chronisch erschöpft werden.

Auch die anderen Mitspieler sind essenziell: Zink hält die Immunabwehr aufrecht, während Kupfer für den Eisenstoffwechsel und die zelluläre Energiegewinnung unentbehrlich ist. Fehlt es hier an Balance, läuft der gesamte Organismus im Notbetrieb.

Der Weg aus der Müdigkeitsfalle

Wer den Verdacht hat, dass die eigenen Batterien leer sind, sollte allerdings nicht blind zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen.

„Ich kann den Menschen nur ans Herz legen, ihren Nährstoffstatus genau analysieren zu lassen, um echte Daten zu haben“, rät Dr. Erez. Ein umfassendes, spezielles Blutbild beim Arzt ist der sicherste Weg, um die Milligrammdefizite gezielt auszugleichen und den inneren Motor wieder zum Laufen zu bringen.

So kann die Lücke geschlossen werden

Bei der ausreichenden Versorgung mit Mineralstoffen geht es nicht nur darum, was man isst. Der Körper muss sie auch aufnehmen und verwerten können. Da Mineralstoffe in Synergie zusammenwirken, bietet eine vielfältige Auswahl an vollwertigen Nahrungsmitteln das beste Spektrum.

Auch bei mineralstoffreicher Ernährung nützt es wenig, wenn der Darm die Nährstoffe nicht aufnehmen kann. Magensäure, Entzündungen im Darm und Medikamente wie PPI spielen dabei eine große Rolle.

Foto: IMG visuals characters/iStock

Ernährung

Bryan Quoc Le, der in Lebensmittelwissenschaft und -technologie promoviert hat und als Lebensmittelwissenschaftler und Berater tätig ist, empfiehlt, mehr Obst und Gemüse zu essen – „den Regenbogen zu essen“ – und vorrangig auf regionale, saisonale Produkte zu setzen. Regionale Produkte, die gerade Saison haben, werden oft erst dann geerntet, wenn sie ihren optimalen Reifegrad erreicht haben, merkte Le an. „Das ist der ideale Zeitpunkt, an dem Obst und Gemüse ihren Mineralstoffgehalt maximieren“, sagte er.
Le wies außerdem darauf hin, dass auch die Art der Zubereitung Einfluss darauf hat, wie gut die Nährstoffe für den Körper verfügbar sind.
Der Verzehr fermentierter Lebensmittel ist eine zu selten genutzte Möglichkeit, Mineralstoffe besser verfügbar zu machen. Der Fermentationsprozess hilft dabei, die pflanzlichen Strukturen aufzubrechen, die es dem Körper sonst erschweren, auf die Mineralstoffe zuzugreifen.
„Der menschliche Körper ist eigentlich recht schlecht darin, rohe pflanzliche Strukturen aufzubrechen und die darin gebundenen Mineralstoffe aufzunehmen“, sagte Le und fügte hinzu: „Aber Fermentationsprozesse sind in der Lage, diese aufzuspalten. Wenn wir diese Lebensmittel dann konsumieren, nimmt unser Körper die freigesetzten Stoffe viel leichter auf. So schließt sich der Kreislauf.“
Eine weitere, oft übersehene Mineralstoffquelle sind die Schalen und Häute von Obst und Gemüse, in denen sich die Mikronährstoffe tendenziell anreichern. „Die Schale einer Kartoffel ist beispielsweise sehr reich an Kalium“, sagte Le. Er empfiehlt, Schalen nach Möglichkeit mitzuessen – idealerweise von Bio-Produkten, da sich synthetische Pestizide ebenfalls vor allem in den äußeren Schichten anlagern.

Aufnahme

Es spielt keine Rolle, wie viele Mineralstoffe in der Nahrung enthalten sind, wenn der Darm sie nicht resorbieren kann. Dabei spielt die Magensäure eine entscheidende Rolle. Sie aktiviert die Verdauungsenzyme, die die Nahrung aufspalten und Mineralstoffe zur Aufnahme erst freisetzen.
Bei einem langfristig zu niedrigen Säuregehalt wird dieser Prozess ineffektiv. Dies gilt insbesondere für Menschen, die Protonenpumpenhemmer (PPI) einnehmen, eine weit verbreitete Klasse säurereduzierender Medikamente.
„PPI senken den Säuregehalt tatsächlich so stark, dass man jene Mineralstoffe nicht mehr richtig aufspaltet und aufnimmt, die man eigentlich bräuchte“, sagte Erez.
Er wies außerdem darauf hin, dass die Magensäureproduktion mit zunehmendem Alter auf natürliche Weise abnimmt, was teilweise erklärt, warum Mineralstoffmängel bei älteren Erwachsenen häufiger auftreten.
Ein weiterer wichtiger Faktor, der die Mineralstoffaufnahme massiv beeinträchtigen kann, sind Entzündungen im Verdauungstrakt, wie Untersuchungen zeigen. „Es ist erstaunlich, wie stark dies die Aufnahme von Mineralstoffen beeinflusst“, sagte Le.
Wenn das Darmgewebe entzündet ist, räumt der Körper der Geweberegeneration Vorrang vor der Nährstoffaufnahme ein. „Wenn Ihre Darmzellen und Ihr Darmgewebe geschwächt oder gestresst sind, haben sie kein Interesse daran, weitere Stoffe einzuschleusen“, erklärte er.
Le rät dazu, entzündungsfördernde Lebensmittel wie hochverarbeitete Produkte sowie Alkohol strikt zu reduzieren. „Alkohol verträgt sich überhaupt nicht mit der Mineralstoffaufnahme“, sagte er. „Wenn man Alkohol trinkt, werden viele Mineralstoffe beschleunigt ausgeschieden.
Es ist für Leber und Magen eine enorme Belastung, diese toxische Belastung und die Nährstoffverarbeitung gleichzeitig zu bewältigen.“ Auch Lebensstilfaktoren wie Stressbewältigung und Schlafhygiene tragen dazu bei, Entzündungen im Körper in Schach zu halten.
Ein weiterer wichtiger Faktor: Manchmal kann der Körper einen bestimmten Nährstoff nur eingeschränkt aufnehmen, wenn gleichzeitig große Mengen eines anderen Elements vorhanden sind, da diese um dieselben Transportwege im Darm konkurrieren.
Das ist selten ein Problem, wenn man seine Mineralstoffe über eine ausgewogene Vollwertkost zu sich nimmt, kann aber bei unbedacht hochdosierten Einzelpräparaten zu einem Ungleichgewicht führen.

Nahrungsergänzung

Einfach hochdosierte Mineralstoffe oder andere Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen, ohne das eigene Blutbild zu kennen, kann schnell neue Probleme schaffen. Manchmal ist das für den Regelkreis des Körpers genauso ungünstig wie der ursprüngliche Mangel selbst.
Eine Kategorie, die in diesem Bereich zunehmend Beachtung findet, sind Fulvosäuren und Huminstoffe – Verbindungen, die aus zersetzter organischer Substanz im Boden stammen.
Da sie über die moderne Nahrung nur schwer in nennenswerten Mengen aufgenommen werden können, werden sie in der Regel in Form von Tropfen, Pulver oder Kapseln angeboten.
Forschungsergebnisse, die 2025 in der Fachzeitschrift „Antioxidants“ veröffentlicht wurden, deuten darauf hin, dass Huminstoffe die Nährstoffaufnahme bei Pflanzen signifikant verbessern können. Doch die Belege für die Wirksamkeit und Sicherheit beim Menschen sind nach wie vor begrenzt.
Vorerst ist es am besten, auf eine solide Ernährungsgrundlage zu achten, die Darmgesundheit zu unterstützen und die Lebensstilfaktoren zu optimieren. Nahrungsergänzungsmittel sollten idealerweise nur bei nachgewiesenem Bedarf oder auf gezielte Anweisung eines Arztes eingenommen werden.
Der Schlüssel zur Zellgesundheit liegt nach wie vor in dem, was wir auf unseren Teller legen. Wenn Mineralstoffe der Motor unseres Körpers sind, dann sind nährstoffreiche Lebensmittel der Kraftstoff erster Wahl.
Wie Le es treffend formulierte: „Ein Einkauf auf dem Bauernmarkt ist ein hervorragender erster Schritt.“

 
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „How Mineral Deficiencies Can Lead to Fatigue and Brain Fog“. (deutsche Bearbeitung: vm)
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Fake-Klimaanlagen: So vermeiden Sie einen teuren Fehlkauf


In Kürze:

  • Billigwaren werden oft als Qualitätsprodukte beworben.
  • Preise können mehr als zehnmal so hoch sein.
  • Käufer können anhand klarer Merkmale dubiose Produkte, aber auch seriöse Händler erkennen.
  • Wer schon einen Fehlkauf getätigt hat, kann unter anderem das Widerrufsrecht nutzen.

Ende Juni erlebte Deutschland eine Hitzewelle mit mancherorts rund 40 Grad Celsius. Mit der Temperatur ist gleichermaßen die Nachfrage nach Kühlung deutlich angestiegen. Auch in den kommenden Tagen und Wochen sind wieder hochsommerliche Temperaturen möglich.
Viele Menschen suchen daher dieser Tage im Internet nach einem passenden Klimagerät.

Warnung vor überteuerten Billigprodukten

Doch hier ist Vorsicht geboten. In vielen Onlineshops tummelt sich eine Flut von Händlern, von denen einige die Gunst der Stunde – und das Bedürfnis der Verbraucher – ausnutzen. Mit überteuerten Produkten wollen sie schnelles Geld verdienen. Gerade wenn die Klimaanlagen der seriösen Händler ausverkauft sind, rücken plötzlich fragwürdige Angebote weiter in den Mittelpunkt.
Die Verbraucherzentrale warnt vor deutlich zu teuren Klimageräten. Billigwaren erwecken durch ihr Auftreten auf seriösen Online-Marktplätzen den Anschein, Qualitätsprodukte zu sein.
Für Klimageräte, die chinesische Händler teils für wenige Euro anbieten, verlangen manche Händler auf seriösen Online-Marktplätzen teilweise Preise im Bereich von 60 bis 70 Euro. Ebenso hat die Verbraucherzentrale ein Klimagerät entdeckt, das im Großhandel für rund 12 Euro zu erwerben ist, im Onlineshop aber knapp 138 Euro kostet.

Wie man dubiose Angebote erkennt

Bei manchen Angeboten gelangt man auf eine eigens für den Vertrieb des Gerätes eingerichtete Webseite. Oftmals klingt die Webseiten-Adresse ähnlich wie die eines seriösen Herstellers, hat mit diesem aber nichts zu tun.
In manchen Fällen enthält der Link bestimmte sogenannte Affiliate- und Tracking-Parameter. Dazu zählen unter anderem Sequenzen wie „?Affid“, „s1–s5“ oder „_ef_transaction_id“. Diese deuten auf möglicherweise aggressive Marketingmethoden oder unter Umständen auch Betrug hin.

Dubiose Werbung für überteuerte Klimageräte ist derzeit häufig im Internet zu sehen.

Besonders verdächtig wird es, wenn die Webseite unrealistische Versprechen wie „minutenschnelle“ Kühlung mitteilt, oder dass „absolut keine Installation“ nötig wäre. Weitere Argumente können ebenso ein vergleichsweise geringerer Strombedarf oder ein äußerst leiser Geräuschpegel sein.
Manche dieser Portale stellen zudem eine emotionale Geschichte des Entwicklers des Wundergerätes dar, um die Verbraucher zum Kauf zu motivieren. Zudem sind einige Top-Rezensionen zum Produkt von angeblichen Kunden aufgelistet. Die vielen Vorteile klingen zu gut, um wahr zu sein.
Die Anbieter haben sogar oft einen Schritt weiter gedacht, um skeptische Verbraucher doch noch zu überzeugen, die das Produkt auf einem Vergleichsportal suchen. So werden die Klimaanlagen auf scheinbaren Verbraucherseiten und über KI-generierte Videos ebenfalls positiv beworben.

Fake-Shop-Finder nutzen

Wer sich weiterhin unsicher ist, ob ein Onlineshop seriös ist, dem bietet die Verbraucherzentrale den sogenannten Fake-Shop-Finder an.
Auf dieser Webseite kann der Verbraucher die kopierte Webadresse (URL) in das mittig positionierte Feld einfügen. Anschließend muss man nur noch auf „Shop-URL prüfen“ klicken. Kurz darauf erscheint die Einschätzung der Verbraucherzentrale in Form einer Ampel.
Manche Geräte, die ein Hersteller als Klimaanlage oder Luftkühler bewirbt, sind in Wirklichkeit nur einfache, aber oftmals teure Ventilatoren. Sie saugen lediglich die Raumluft an und geben sie ungekühlt wieder ab.

Was tun, wenn Sie kürzlich ein Fake-Produkt bestellt haben?

Wer inzwischen in diesen Tagen ein Klimagerät erhalten hat, das die Werbeversprechen nicht erfüllen konnte, sollte schnell handeln. Der Käufer kann hierbei vom gesetzlichen Widerrufsrecht Gebrauch machen. Das bedeutet, dass der Käufer bis 14 Tage nach Erhalt der Ware das Recht hat, von seiner Bestellung zurückzutreten – ohne Angabe von Gründen.
Dabei muss der Käufer dies dem Händler aktiv mitteilen. Ausreichend ist schon die Kontaktaufnahme per E-Mail. Ebenso kann der Käufer auch das vom Händler mitgelieferte Widerrufsformular nutzen.
Bei bereits getätigter Zahlung sollte der Käufer versuchen, die Zahlung rückgängig zu machen. Im Falle einer Zahlung mit Kreditkarte ist ein sogenanntes Chargeback-Verfahren, also eine Rücküberweisung, möglich.

Woran man ein seriöses Angebot erkennt

Ein seriöses Angebot kann man als Verbraucher an realistischen Angaben erkennen, wenn der Anbieter technische Daten angibt. Dazu zählen unter anderem die Kühlleistung in Kilowatt (kW), die Energieeffizienzklasse – möglichst A+ oder besser –, oder der Schallpegel in Dezibel (dB).
Positiv sind zudem die Angabe der für die Anlage geeigneten Raumgröße sowie der SEER-Wert. Dieser beschreibt das Energieeffizienzverhältnis und gibt an, wie effizient eine Klimaanlage im Kühlbetrieb arbeitet. Hat eine Klimaanlage auch eine Heizfunktion, ist die Angabe des sogenannten SCOP-Wertes seriös. Dieser steht für die Effizienz der Klimaanlage im Heizbetrieb.
Neben den Angaben zum Produkt sollte auch der Onlineshop seriös auftreten. Hierzu gehört zunächst ein vollständiges Impressum mit deutscher Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse.
Sind auf der Webseite Kundenrezensionen aufgeführt, sollten nicht alle das Produkt überschwänglich loben. Manche sollten auch schlicht sein oder eine kritische Betrachtungsweise beinhalten. Ebenso wirkt ein direkter Verweis auf eine allgemein bekannte Bewertungsplattform wie Trustpilot seriös.
Die Preise sollten transparent sein und keine versteckten Gebühren enthalten. Bei der Zahlungsart sollte Vorkasse per Überweisung vermieden werden. Sichere Zahlungen erfolgen per Rechnung, PayPal, Kreditkarte oder einer Ratenzahlung mit Käuferschutz.

Was ist beim Fachbetrieb zu beachten?

Wenn die Installation der Klimaanlage aufwendiger ist und dies ein Fachbetrieb übernimmt, sollte dieser eine zulässige Zertifizierung besitzen. Das gibt gleichzeitig die Sicherheit, dass die Anlage optimal funktioniert.
Ebenso hat man jemanden an der Hand, wenn die Klimaanlage im Laufe der Jahre mal streikt. Der Betrieb sollte sich jedoch in der nahen Umgebung befinden. Manche Fachbetriebe bieten gleich einen Wartungsvertrag an. Das kann die Lebensdauer der Anlage deutlich erhöhen.
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Zwölf Tote bei Waldbrand in Andalusien – Stromleitung vermutlich Auslöser

Bei einem schweren Waldbrand im südspanischen Andalusien sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Wie die Regionalregierung am Freitagmorgen mitteilte, brach das Feuer am Donnerstagnachmittag in der Nähe von Almería aus.
Einige der Opfer wurden tot in ihren Autos entdeckt. Zudem wurden mehrere Menschen verletzt. Ursache des Brandes war womöglich eine abgerissene Stromleitung, die in völlig ausgetrocknete Vegetation fiel.

150 Notrufe eingegangen

Die Rettungskräfte erhielten nach eigenen Angaben „mehr als 150 Anrufe von Bürgern, die den Brand meldeten“. In diesen ersten Schilderungen „gaben Zeugen an, dass ein herabgefallenes Kabel den Brand ausgelöst habe“.
Das Unglück habe sich an einer Fernstraße ereignet, die Flammen hätten sich „rasch auf das Waldgebiet nahe der Straße ausgebreitet“. Bestätigt werden konnten diese Berichte der Anrufer nach Behördenangaben zunächst nicht.

„Beispiellose Tragödie“

Der regionale Katastrophenschutzchef Antonio Sanz sprach von einer „beispiellosen Tragödie“. Die ganze Nacht kämpften rund 150 Feuerwehrleute gegen die Flammen an.
Dutzende Menschen mussten den Angaben zufolge evakuiert werden. Rund 50 von ihnen fanden Schutz in einem zur Notunterkunft umfunktionierten Kulturzentrum.
Die Regionalbehörden lösten Notfallalarm aus und kündigten an, dass auch eine auf derartige Krisensituationen trainierte Spezialeinheit der Armee „in den kommenden Stunden“ vor Ort sein werde.
Mehrere Straßen rund um den besonders betroffenen Ort Bédar wurden gesperrt.

Sánchez: „Tiefe Trauer“

„Tiefe Trauer und Bestürzung über die verheerenden Folgen des Brandes in der Provinz Almería“, erklärte Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez. Im Onlinedienst X rief er die Bevölkerung in der Region zugleich zu „großer Vorsicht“ auf.
Nach Angaben des Europäischen Waldbrandinformationssystems fielen 2025 in Spanien mehr als 393.000 Hektar Land den Flammen zum Opfer. Das waren die schwersten Brände in der jüngeren Geschichte des Landes.
Bei den mehr als 8000 Bränden im vergangenen Jahr kamen nach Angaben des Innenministeriums acht Menschen ums Leben – nun sind es in nur einem Brand mindestens zwölf Todesopfer. (afp/red)
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Gegen Einsamkeit: Chinesische Firma stellt menschenähnlichen „emotionalen“ Roboter als täglichen Begleiter vor

Ein lebensechter Roboter, der zuhört, spricht und Augenkontakt hält, als Lösung für einsame und depressive Menschen? In China ist das angeblich keine Science-Fiction mehr.
Ende Juni stellte UBTECH, Chinas führender Hersteller von humanoiden Robotern, seine neue Produktlinie UWORLD U1 vor. Das Unternehmen präsentierte auf einer Pressekonferenz in der südchinesischen Metropole Shenzhen eine Reihe von bionischen Robotern in realistischer Menschenform, die für den Verbrauchermarkt in Massenproduktion hergestellt werden sollen.

Begleitroboter mit emotionaler KI

Diese Roboter sind als emotionale Begleiter für den privaten täglichen Gebrauch konzipiert und ausschließlich für Erwachsene bestimmt. Dafür seien die Roboter mit emotional getriebenen Large Language Models (LLM) ausgestattet.
Auf der Pressekonferenz wurden mehr als 50 Modelle bionischer humanoider Roboter mit unterschiedlichem Aussehen präsentiert.
Die „männliche“ Variante heißt „Ling Ye“. Sie ist 183 Zentimeter groß und wiegt 42 Kilogramm. Das weibliche Modell heißt „Xiao You“, ist 168 Zentimeter groß und wiegt 35,2 Kilogramm.
Laut UBTECH sollen für die Haut ein lebensechtes Material aus Silikon und Ton verwendet werden. Nach mehr als zehn Präzisionsfärbungen sind nicht nur Poren, Fingerabdrücke und Kapillaren deutlich zu erkennen, sondern die Haut soll sich geschmeidig und elastisch anfühlen.
Die Firma verspricht, dass die Roboter, auch lebenden oder verstorbenen Personen, was Aussehen, Stimme und Charakter angeht, nachempfunden werden können. Das könnten Prominente, ein verschiedenes Familienmitglied oder sogar der Kunde selbst sein.
Seit der Bekanntgabe der Produktlinie Anfang Juni wurden laut dem Unternehmen über alle Vertriebskanäle bis zur Pressekonferenz am 30. Juni 13.361 Einheiten vorbestellt.
James Zhou, der CEO von UBTECH, erklärte, dass sein Unternehmen im vergangenen Jahr insgesamt 1.079 humanoide Roboter in voller Größe ausgeliefert habe. Mit der Einführung der U1-Serie werde dieses Volumen innerhalb eines Monats um das Zehnfache übertroffen.

Eine Frau (links) interagiert mit dem humanoiden Roboter U1 von UWORLD, einer Marke von UBTECH Robotics, während dieser am 30. Juni 2026 in Shenzhen, China, vorgestellt wird.

Foto: ADEK BERRY / AFP via Getty Images

Bis zu 130.000 Euro pro Roboter

Die Preise für die Roboter der U1-Serie haben es in sich.
Das Einstiegsmodell U1 Lite ist ein reiner Oberkörper und für den Einsatz als Tischbegleitung oder am Empfang gedacht. Der Verkaufspreis beträgt 119.800 Yuan (circa 15.500 Euro).
Das Vollkörpermodell U1 Pro soll rund 169.800 Yuan (circa 22.000 Euro) kosten. Mit 88 Freiheitsgraden soll es 90 Prozent der grundlegenden menschlichen Bewegungen nachahmen können.
Das hochdynamische Modell U1 Ultra ist am teuersten: Die Damenversion kostet 880.000 Yuan (circa 113.600 Euro) und die Herrenversion sogar 990.000 Yuan (circa 127.900 Euro).
Laut UBTECH soll die Ultraversion sogar anspruchsvolle Tanzbewegungen nachahmen können. Zudem verfüge es über eine LMM-Technologie für emotionale Langzeitbegleitung, die mehr als 20 subtile menschliche Gefühlszustände mit einer Genauigkeit von über 90 Prozent erkennen und im Laufe der Zeit die Vorlieben ihres Besitzers lernen könne.

Ein Begleiter mit einer Ladezeit von 4 Stunden

Der Roboter soll über eine bionische Halswirbelsäule mit permanenter Selbstarretierung verfügen. Das bedeutet, dass der Kopf nicht plötzlich nach unten fällt, wenn er entladen ist, sondern in aufrechter Haltung verharrt.
Warum wurde diese Funktion entwickelt? Weil der U1-Roboter mit einer Akkuladung nur 2 bis 4 Stunden durchhält. Wenn dieser sich plötzlich nicht mehr bewegt, kann sich der Kunde zumindest damit trösten, dass der Roboter selbst mit leerer Batterie noch relativ menschlich aussieht.
Die kurze Lebensdauer der U1-Roboter hat eine Diskussion in den chinesischen sozialen Medien hervorgerufen. Daraufhin erklärte UBTECH am 6. Juli in chinesischen Medien, dass dies bei humanoiden Robotern branchenweit üblich ist. Außerdem seien die Roboter als emotionale Begleiter vorgesehen und „nicht als Freund, Freundin oder Partner“.
Zudem verfügt der U1 weder über Fähigkeiten als Haushaltshilfe, noch ist er in der Lage, Treppen zu steigen. Das heißt, dass man einen über 40 Kilogramm schweren KI-Begleiter selbst die Treppe hinauftragen muss, wenn man in einer Wohnung ohne Aufzug wohnt.

Versprechen von Datenschutz

UBTECH betont, bei U1 eine dreistufige Datenschutzarchitektur eingerichtet zu haben. Demnach werden Daten lokal verschlüsselt und gespeichert und nicht in die Cloud hochgeladen.
Einige chinesische Kommentatoren machen sich jedoch darüber lustig: Wer kann unter Chinas weit verbreitetem Überwachungssystem garantieren, dass die Roboterbegleiter nicht heimlich die Beschwerden ihres Besitzers über das Regime an die Behörden weiterleiten?
Laut dem Jahresabschluss 2025 von UBTECH belief sich der Gesamtumsatz des Unternehmens auf 2 Milliarden Yuan (rund 260 Millionen Euro). Dies entspricht einem Anstieg von 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig belief sich der Nettoverlust für das Jahr auf 790 Millionen Yuan (rund 102 Millionen Euro).
Mit der U1-Serie scheint das im Jahr 2012 gegründete Unternehmen sein Glück auf dem Markt der emotionalen und psychologischen Begleitung zu versuchen. Eine Studie der chinesischen Branchenplattform China IRN zeigte, dass das Marktvolumen für KI-basierte emotionale Begleitung in China im Jahr 2028 voraussichtlich 59,5 Milliarden Yuan (circa 7,7 Milliarden Euro) überschreiten wird.

Roboterboom in China

In China boomt der Einsatz von Robotern in verschiedenen Branchen.
In mehreren chinesischen Städten wie Changsha, Shenzhen und Hangzhou wurden in den vergangenen Monaten „Verkehrsroboter” eingesetzt, die helfen sollen, den Verkehr zu lenken. Dies wurde als Fortschritt der „intelligenten Verkehrssteuerung“ gefeiert. Videos zeigen jedoch, dass die Roboter oft von mehreren Mitarbeitern begleitet werden, die sie steuern, stützen oder im Falle einer Panne wegtragen müssen. Einige betrachten die Roboter bisher als teure Propaganda statt echter Innovation.
Der Roboterhersteller Pudu Robotics aus Shenzhen hat angekündigt, 2027 das erste „Hotel mit umfassendem Roboterservice“ in China zu eröffnen. In diesem sollen Roboter in allen Bereichen des Gasterlebnisses zum Einsatz kommen: von der Rezeption über den Zimmerservice und die Reinigung bis hin zur Zubereitung von Speisen und der Gästebetreuung. Ob die Roboter dort von echten Mitarbeitern begleitet werden, ist unbekannt.