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Schotten, Norweger und Federvieh schreiben WM-Geschichte

Ob auf Rolltreppen oder an Statuen, in Stadien oder sogar im Parlament – die Fußballfans aus aller Welt hinterlassen deutliche Spuren bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in Nordamerika. Eine garantiert unvollständige Übersicht der Fan-Momente aus der WM-Vorrunde haben wir für Sie zusammengestellt.

„Ohne Schottland keine Party“ – Fangemeinde feiert in Boston

28 Jahre mussten schottische Fans darauf warten, ihre Mannschaft bei einer Weltmeisterschaft anzufeuern. Die Freude der Fans ist groß. Sie machen daraus eine riesige Party. In Boston zog die „Tartan Army“ ein, die Fangemeinde der schottischen Fußballnationalmannschaft, benannt nach den von vielen Anhängern getragenen Kilts mit dem berühmten Tartanmuster.
Zehntausende Mitglieder reisten mit Dudelsäcken und (Verkehrs-)Kegel nach Massachusetts, wobei ihre Anzahl in den Medien von 20.000 bis zu 50.000 reichte. Plus mindestens eine Ente. Bei einer Fan-Parade der „Tartan Army“ am 18. Juni 2026 in der Innenstadt von Providence, USA, watschelte Ente Donny vor den Dudelsackspielern her.
„Wir sind seit über 30 Jahren hier und haben so etwas noch nie erlebt“, sagte Noelle Somers, Geschäftsführerin der Hennessy´Bar im Zentrum von Boston, gegenüber dem „Boston Globe“. Die Fans hatten die Biervorräte leergetrunken. Der Umsatz vom St. Patrick´s Day – dem größten irisch-amerikanischen Volksfest der Stadt – sei verdreifacht worden. Das Trinkgeld nach stundenlangem Gelage sei großzügig und die Stimmung energiegeladen gewesen. „Sie haben den Spaß zurückgebracht, der verloren gegangen war“, so Somers.
Doch die Schotten beschränkten sich weder auf Boston noch ließen sie sich von Wasserwegen abhalten. Lautstark machten sie auch in Miami und von Ausflugsbooten auf sich aufmerksam.
Schottische Fans in Miami Beach.

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Entlang ihres Weges krönten die Fans gemäß ihrer schottischen Art diverse Statuen symbolisch mit einem Verkehrskegel, als Zeichen: „Du bist jetzt einer von uns“.  Von dieser außergewöhnlichen Geste blieb auch die Statue von Georg Washington in der Nähe des Fenway-Parks, Baseballstadion und Heimspielstätte der Boston Red Sox, nicht verschont.

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Selbst die brasilianische Mannschaft zollte der fröhlichen Stimmung der „Tartan Army“, die trotz Niederlage ihrer Mannschaft am 25. Juni im Miami-Stadion ungebrochen war, ihren Respekt. Nach dem 3:0-Sieg applaudierten die Spieler für die schottischen Fans.

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Dankbarkeit der Schotten

Aus Dank für die Gastfreundschaft richtete sich Martin Riddell, der Vorsitzende der schottischen Fangemeinde, mit einer einseitigen Anzeige im „The Herald“ an die Stadt Boston. Darin hieß es:
Liebes Boston,
vielen Dank, dass ihr uns mit offenen Armen, offenen Bars und offenem Geist empfangen habt. Wo immer wir hinkommen, haben wir Tartan, Dudelsäcke, Farbe, Verkehrskegel und eine Party im Gepäck. Eure Einwohner, Barkeeper, Baseballstadien, Ordnungskräfte und alle anderen waren von unserer Ankunft bis zum Abschied so freundlich zu uns. Boston, du hast uns aufgenommen wie längst verlorene Cousins, die unangekündigt auftauchten, dein ganzes Bier tranken, deine Statuen dekorierten und trotzdem willkommen sind.
Ihr seid alle herzlich zu uns eingeladen, um diese Party fortzusetzen. Wir haben gern gemeinsam Erinnerungen geschaffen. Die Geschichten werden in Boston und Schottland über Generationen hinweg weitergegeben werden. Bis zum nächsten Mal, Boston.
Ohne Schottland keine Party.
Tartan Army

Ruder-Kult aus Norwegen greift um sich

Legendär für diese Fußball-WM ist auch das Trockenrudern der norwegischen Fans – egal, ob auf den Rängen im Stadion, auf der Straße oder der Rolltreppe.

Norwegische Fans feuern ihre Mannschaft beim Spiel gegen Frankreich im Boston Stadium am 26. Juni 2026 an.

Foto: Buda Mendes/Getty Images

Nach dem Sieg gegen Senegal setzt sich der gesamte Kader auf den Rasen und rudert mit den Fans im Stadion.

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Auch heftiger Regen kann sie nicht abhalten:

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Die Geste greift um sich und wird auch anderenorts praktiziert:
Auf der Rolltreppe:

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In der U-Bahn

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Am Arbeitsplatz

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Im Pflegeheim in Norwegen

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Im Kindergarten

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In der Politik

Mitglieder des norwegischen Parlaments vollführen die „Wikinger-Ruderbewegung“ im Storting in Oslo am 18. Juni 2026.

Foto: Håkon Mosvold Larsen/NTB/AFP via Getty Images

 
Während eines Kulturaustauschs in Boston bringt ein Norweger einem Polizisten und einem England-Fan das Rudern bei.

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Tierische Momente

Aber nicht nur die Ente Donny der Schotten wurde während der Fußball-WM berühmt. In Mexiko dreht sich alles um die Peking-Ente Merlin, genauer gesagt den Peking-Erpel. Er ist das inoffizielle Maskottchen der Nationalmannschaft und wurde sogar von Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum zur morgendlichen Pressekonferenz in den Nationalpalast eingeladen.

Eine saubere Sache

Die japanischen Fans hingegen haben sich indes des Rufs als Saubermacher verdient gemacht – und inzwischen andere damit angesteckt. Für die Japaner ist es indes kein Novum: Schon bei der WM 2018 griffen sie zum blauen Sack.
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Nach Transplantation von Kronprinzessin Mette-Marit: Organspende wieder im Fokus


In Kürze:

  • Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen erhielt am 17. Juni 2026 erfolgreich eine Spenderlunge.
  • Die kurze Wartezeit auf ein Spenderorgan löste Spekulationen über eine mögliche Bevorzugung aus.
  • Fachleute betonen, dass die Organvergabe nach medizinischen Kriterien und nicht nach Reihenfolge erfolgt.
  • Die Transplantation könnte auch in Deutschland die Debatte über die Widerspruchslösung erneut in den Fokus rücken.

 
Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit hat sich am Mittwoch, 17. Juni, einer Lungentransplantation unterzogen. Dies teilte das Königshaus in einer Presseerklärung mit. Dem verantwortlichen Leiter der Thoraxchirurgie am Rikshospitalet in Oslo, Arnt Fiane, zufolge war der Eingriff „bisher erfolgreich“. Mette-Marit wird allerdings für mehrere Wochen im Krankenhaus bleiben müssen.
Im Jahr 2018 hatten Ärzte bei der Monarchin in spe eine Lungenfibrose diagnostiziert. Die unheilbare Krankheit führt zu Narbenbildung in der Lunge und dadurch zu Atemnot.
Zuletzt hatte sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert. Mette-Marit musste wegen ihres Gesundheitszustands schon seit Jahren ihr Programm stark zurückfahren und mehrfach Auszeiten nehmen. Zuletzt musste sie bei öffentlichen Terminen ein mobiles Sauerstoffgerät tragen.

Fachleute weisen Vorwurf der Bevorzugung zurück

Der Umstand, dass der Hof erst Anfang Juni mitgeteilt hatte, dass die Kronprinzessin auf die Warteliste für eine Organtransplantation gekommen war, nachdem sich ihr Gesundheitszustand stark verschlechtert hatte, hat für Diskussionen gesorgt.
Bereits am 17. Juni – zwölf Tage später – hatte sie eine neue Lunge. Dies hatte unter anderem für Debatten über eine mögliche Bevorzugung der königlichen Familie gesorgt.
Dieser Einschätzung traten Fachärzte wie Olav Kåre Refvem, Lungenspezialist und Berater bei der norwegischen Herz- und Lungenorganisation LHL, entgegen. Gegenüber der Tageszeitung „Verdens Gang“ äußerte dieser:
„Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass sich jemand in der Warteschlange vorgedrängelt hat. Das glaube ich absolut nicht.“

Der Chefarzt und Lungenfacharzt Are Holm steht vor einer Abbildung einer Lungenfibrose, als er am 5. Juni 2026 im Universitätsklinikum Oslo – Rikshospitalet in Oslo – vor der Presse spricht, nachdem bekannt gegeben wurde, dass die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt wurde.

Foto: Lise Åserud/NTB/AFP via Getty Images/Norway OUT

Zudem sei der Zeitpunkt der Registrierung auf der Liste nicht der einzige Faktor, der darüber entscheide, bei wem der Eingriff zuerst vorgenommen werde, sagte Marthe Gundersen, gesundheitliche Fachberaterin bei LHL, gegenüber dem Medium. Stattdessen gehe es auch um Faktoren wie Blutgruppe, Körpergröße, Vorerkrankungen, den Schweregrad der Erkrankung und die Verfügbarkeit passender Spenderlungen.
Norwegen ist zudem Mitglied im Organpool Scandiatransplant. Diesem gehören auch noch Schweden, Finnland, Dänemark, Island und Estland an. Der größere Pool an verfügbaren Organen innerhalb dieses Verbunds macht in vielen Fällen Eingriffe schneller durchführbar.
Die Operation wird normalerweise nur als letztes Mittel in Betracht gezogen, wenn die Lebenserwartung der Patientin oder des Patienten ohne Transplantation auf nur noch ein bis zwei Jahre geschätzt wird.

Lauterbach will nicht, dass Organe „verloren gehen“

Die Nachrichten aus Norwegen könnten auch die Debatte über Organspenden in Deutschland wieder aufflammen lassen. Derzeit warten hier etwa 8.000 Menschen auf ein Spenderorgan. Generell gilt die Zahl der verfügbaren Organe als zu niedrig. Daher gerät die derzeit geltende Zustimmungslösung bei manchen Gesundheitspolitikern in die Kritik.
Derzeit gilt nur derjenige als Organspender, der bereits zu Lebzeiten im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte einer Organentnahme zugestimmt hat. Dokumentieren lässt sich dieser Wille unter anderem über einen Organspendeausweis oder eine Patientenverfügung. Möglich ist auch, dass eine andere Person benannt wird, die diese Entscheidung dann treffen soll.
Die derzeitige Regelung gilt seit 2020, da die Alternative einer Widerspruchslösung keine parlamentarische Mehrheit gefunden hat.
Einer der vehementesten Verfechter einer solchen Lösung ist der ehemalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).
Es gebe eine „hohe Spendenbereitschaft in Deutschland“. Das zeige die Zustimmung von fast 90 Prozent der zuletzt Registrierten, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe), als er seine langjährige Forderung erneuerte. Diese hohe Bereitschaft werde aber „nicht realisiert, die Organe gehen verloren“.
Bei einer Widerspruchslösung gelten Erwachsene so lange als potenzielle Organspender, bis sie dem aktiv widersprechen. Um die derzeit geltende Regelung zu flankieren, tritt Lauterbach dafür ein, Bürger in regelmäßigen Abständen auf die Möglichkeit anzusprechen, sich als Organspender eintragen zu lassen.

Kirchen und Stiftung Patientenschutz lehnen Widerspruchslösung ab

Kritiker hingegen betrachten die Idee einer Widerspruchslösung als Verletzung des Selbstbestimmungsrechts. Sie betonen, die Entscheidung über Organspenden müsse eine ausdrücklich erklärte persönliche Zustimmung bleiben. Ein Automatismus wäre damit nicht vereinbar.
Gegen eine Widerspruchslösung spricht sich etwa die Deutsche Stiftung Patientenschutz aus. Sie drängt unter anderem darauf, die im Jahr 2020 beschlossenen Vorhaben wie die Schaffung eines bundesweiten Onlinespenderregisters, das alle freiwilligen Spender umfasst, umzusetzen.
Die Evangelische und die Katholische Kirche lehnen die Widerspruchslösung auch ausdrücklich ab.

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Eine fraktionsübergreifende Gruppe von Bundestagsabgeordneten aus Union, SPD, Grünen und Linken hatte Anfang Mai einen neuen Anlauf gestartet, die Widerspruchslösung bei der Organspende zu verankern.
(Mit Material der Nachrichtenagenturen)
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Kronprinzessin Mette-Marit hat neue Lunge erhalten

Die schwer kranke norwegische Kronprinzessin Mette-Marit (52) hat eine neue Lunge bekommen. Das teilte das norwegische Königshaus mit. „Die Lungentransplantation ist so weit erfolgreich verlaufen“, zitierte das norwegische Königshaus Abteilungsleiter Arnt Fiane vom Universitätskrankenhaus in Oslo.
Die Kronprinzessin werde jetzt für mehrere Wochen im Krankenhaus bleiben müssen – erst bei ihrer Entlassung sei das nächste Update zu erwarten. Ihr Mann, Kronprinz Haakon, werde sein Programm in nächster Zeit weiter anpassen, um seiner Frau beistehen zu können.
Mette-Marit litt unter einer schweren Lungenfibrose – ihr war es in den vergangenen Monaten immer schlechter gegangen. Vor einigen Wochen hatte der Hof mitgeteilt, dass die Kronprinzessin auf die Warteliste für eine neue Lunge gesetzt worden war. Nun ging es anscheinend sehr schnell.

Kurzfristige Entscheidung über Eingriff

Spenderlungen sind rar, daher wird über solch einen Eingriff sehr kurzfristig entschieden. Bei einer Lungenfibrose bilden sich Narben im Lungengewebe, was Atemnot, Kurzatmigkeit und Husten verursachen kann. Die Krankheit gilt als nicht heilbar.
Die Krankheit hat Konsequenzen für die gesamte Kronprinzenfamilie. So wird das Kronprinzenpaar nicht wie geplant im August seine silberne Hochzeit feiern. Kronprinz Haakon hatte wegen seiner kranken Frau in letzter Zeit immer wieder Termine abgesagt und zuletzt auch eine Reise deshalb verkürzt.
Aus Sorge um ihre Mutter war zudem die Tochter der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Prinzessin Ingrid Alexandra, vorläufig aus Australien nach Hause zurückgekommen. Seit dem vergangenen Sommer studiert sie an der Universität von Sydney internationale Beziehungen und politische Ökonomie.

Krankheit und Skandale

Zusätzlich zu ihrer Krankheit belasten mehrere Skandale die Kronprinzessin. Durch die Veröffentlichungen im Fall Jeffrey Epstein war Mette-Marits frühere Freundschaft zu dem Sexualstraftäter bekanntgeworden.
In einem Fernsehinterview sagte sie in diesem Frühjahr, Epstein habe sie manipuliert und getäuscht. Von seinen Verbrechen habe sie nichts gewusst. Viele ihrer Landsleute nahmen ihr das enge Verhältnis zu dem Sexualstraftäter sehr übel.
Sorgen macht Mette-Marit auch ihr Sohn aus einer früheren Beziehung. Am Montag wurde Marius Borg Høiby unter anderem wegen zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht zu vier Jahren Haft verurteilt.
Er hatte in den vergangenen Monaten immer wieder versucht, aus der Untersuchungshaft freizukommen – es sei unerträglich, nicht bei seiner kranken Mutter sein zu können, argumentierte er. Das Kronprinzenpaar hat außerdem zwei gemeinsame Kinder: Erbprinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus. (dpa/red)
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Sorge um Mette-Marit: Kronprinz Haakon passt Terminkalender an

Der norwegische Kronprinz Haakon wird seine öffentlichen Auftritte in nächster Zeit reduzieren.
Wie das Königshaus am Dienstag mitteilte, möchte der Thronfolger mehr Zeit mit seiner erkrankten Ehefrau verbringen.

Haakon sagt Termine ab

Aufgrund des gesundheitlichen Zustands der Kronprinzessin wird der Terminkalender des Thronfolgers flexibel angepasst.
Haakon hatte bereits am Freitag die wöchentliche Kabinettssitzung ausgelassen und sagte auch die für Dienstag und Mittwoch geplanten offiziellen Auftritte ab.

Verschlechterung bei Mette-Marit

Die 52-jährige Kronprinzessin leidet an einer seltenen Form von Lungenfibrose, die schwere Atembeschwerden verursacht.
Da sich ihr Zustand zuletzt stark verschlechtert hat, steht sie nun auf der Warteliste für eine Spenderlunge. Eine solche Transplantation wird medizinisch in der Regel als letztes Mittel in Betracht gezogen. (afp/red)
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Vergewaltigungsprozess: Vier Jahre Haft für Marius Borg Høiby

Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Hoiby, ist wegen Vergewaltigung zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Ein Gericht in Oslo befand den 29-Jährigen am Montag wegen zwei der vier ihm zur Last gelegten Vergewaltigungen schuldig. In das Hafturteil flossen außerdem Gewalt gegen eine seiner früheren Freundinnen, Drohungen sowie Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung ein.
Das Urteil trifft Hoiby und seine Mutter in einer schwierigen Zeit: Mette-Marit, bei der 2018 eine seltene Form von Lungenfibrose diagnostiziert worden war, wartet derzeit auf eine Spender-Lunge. Der Gesundheitszustand der 52-Jährigen hatte sich jüngst deutlich verschlechtert. Hoibys Verteidiger war dennoch mit dem Antrag gescheitert, seinen Mandanten vor der Urteilsverkündung aus der Untersuchungshaft zu entlassen.
Hoiby hatte im Februar und März wegen 40 Anklagepunkten vor Gericht gestanden, unter anderem wegen der Vergewaltigung von vier Frauen, die zum Tatzeitpunkt schliefen oder bewusstlos waren. Zudem wurde dem 29-Jährige zur Last gelegt, mehrere Ex-Freundinnen körperlich und psychisch misshandelt zu haben.
Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre und sieben Monate Haft für Hoiby gefordert. Sein Verteidiger verlangte dagegen Freispruch bei den am schwersten wiegenden Anklagepunkten.
Hoiby ist Mette-Marits Sohn aus einer früheren Beziehung vor ihrer Hochzeit mit Kronprinz Haakon. Er gehört formell nicht dem Königshaus an. (afp/red)
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Vierter Anlauf zum zweiten Testflug deutscher Rakete

Nach monatelangen Verzögerungen will das bayerische Raumfahrt-Start-Up Isar Aerospace seine Rakete zum zweiten Testflug abheben lassen. Das Zeitfenster für den Start vom norwegischen Weltraumbahnhof Andøya auf der gleichnamigen Insel öffnet sich an diesem Montagabend, wie das in Ottobrunn bei München ansässige Unternehmen mitteilte.
Die „Spectrum“ genannte Rakete soll nach der Serienreife Satelliten in erdnahe Umlaufbahnen befördern. Isar Aerospace hatte sich zum Ziel gesetzt, die Rakete schneller für die kommerzielle Raumfahrt tauglich zu machen als das von US-Milliardär Elon Musk kontrollierte Unternehmen Space X, welches vier Testflüge benötigt hatte.

Die Hindernisse bisher: technische Probleme und ein Fischer

Die Spectrum-Rakete war im Frühjahr vergangenen Jahres zu ihrem ersten Testflug gestartet und nach 30 Sekunden ins Meer gestürzt. Der zweite Start war ursprünglich für Januar geplant, wurde jedoch wegen eines defekten Ventils verschoben.
Im März kam ein norwegischer Fischer dazwischen, der mit seinem Boot die Sicherheitszone vor der Insel nicht rechtzeitig verlassen hatte. Ein dritter Anlauf im April wurde wegen eines lecken Druckbehälters verschoben. Für den neuerlichen Versuch hat die Rakete wieder fünf Minisatelliten und ein wissenschaftliches Experiment an Bord.
Derzeit werden europäische Satelliten zum Großteil von SpaceX ins All befördert, da es keine vergleichbare Rakete aus heimischer Produktion gibt. Isar Aerospace will die technologische Abhängigkeit von den USA in dieser Hinsicht verringern und plant die Produktion von bis zu 40 Raketen im Jahr. (dpa/red)
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Mehr Gewalt durch Kinder: Schweden will Strafmündigkeit auf 14 Jahre senken


In Kürze:

  • Die geplante Herabsetzung des Strafalters auf 13 Jahre war nicht durchsetzbar.
  • Schweden steht bei Bombenanschlägen und Schießereien europaweit mit an der Spitze.
  • Netzwerke heuern Jugendliche ab elf Jahren für kriminelle Taten an.
  • 18-jähriger Norweger sollte 25.000 Euro für einen Auftragsmord bekommen.

 
Die schwedische Regierung hat Pläne angekündigt, das Alter der Strafmündigkeit auf 14 Jahre zu senken. Abgerückt ist sie hingegen von dem Vorhaben, gewalttätige Straftäter bereits ab 13 Jahren in speziellen Hafteinrichtungen unterzubringen.

Tausende Bandenmitglieder

Anfang des Monats wollte der schwedische Justizminister Gunnar Strömmer das Alter von 15 auf 13 Jahre senken. Am 11. Juni erklärte er jedoch, es gebe dafür im Parlament keine ausreichende Unterstützung. „Wir werden daher vorschlagen, das Alter der Strafmündigkeit auf 14 statt auf 13 Jahre zu senken“, sagte Strömmer vor Journalisten.
Derzeit werden Personen unter 15 Jahren, die im Verdacht stehen, eine schwere Straftat begangen zu haben, in eine von den Sozialdiensten betriebene Jugendeinrichtung eingewiesen. Zu einer Gefängnisstrafe können sie nicht verurteilt werden. Strömmer gab an, dass im Jahr 2025 mehr als 50 Kinder unter 15 Jahren im Verdacht standen, einen Mord oder versuchten Mord begangen zu haben.
In den vergangenen 20 Jahren erlebte Schweden einen starken Anstieg der Bandenkriminalität und der drogenbezogenen Gewalt. Das Land weist inzwischen eine der höchsten Raten an Schießereien und Bombenanschlägen in Europa auf, wobei Dutzende dieser Taten von Minderjährigen verübt wurden. Die schwedische Polizei schätzt die Anzahl der aktiven Bandenmitglieder auf 17.500. Hinzu kommen etwa 50.000 Personen, die in loser Verbindung zu diesen Gruppen stehen.
Magnus Lindgren, ehemaliger Polizeichef der Provinz Uppsala und derzeitiger Generalsekretär der Stiftung „Safer Sweden“, erklärte im vergangenen Jahr gegenüber Epoch Times, dass es in Schweden etwa 15.000 „hochgefährliche Kriminelle“ gebe. Diese verteilten sich zu gleichen Teilen auf Rockergruppen, Fußballhooligans und Kriminelle aus rund 60 Vierteln mit hoher Kriminalitätsrate.
Banden der organisierten Kriminalität, wie das „Foxtrot-Netzwerk“, nutzten dabei soziale Medien, um Jugendliche für Gewalttaten – darunter Bombenanschläge und Morde – zu rekrutieren. Darunter befänden sich auch Elfjährige.

Mehr Befugnisse für die Polizei

Die anonym agierenden Anwerber schalten Anzeigen in speziellen Gruppen sozialer Medien und bieten Geldzahlungen über Banking-Apps an. Die EU-Strafverfolgungsbehörde Europol rief im April 2025 die Einsatzgruppe „GRIMM“ ins Leben. Damit will sie gegen das sogenannte „Violence-as-a-Service“-Modell (Gewalt als Dienstleistung) vorgehen. Dabei sollen nach Angaben der Behörde häufig „junge Täter“ zum Einsatz kommen.
Nach den Wahlen im Jahr 2022 bildete Ulf Kristersson, Vorsitzender der konservativ-liberalen Moderaten, eine Regierung, der auch die Christdemokraten und die Liberalen angehören. Sie stützt sich jedoch maßgeblich auf die rechten Schwedendemokraten. Diese waren im Wahlkampf gegen Einwanderung und für eine härtere Strafjustiz eingetreten.
Die Regierung Kristersson reformierte das schwedische Strafrechtssystem grundlegend. So räumte sie der Polizei mehr Befugnisse ein und bestrafte Gewaltverbrechen härter. Den neuen Plänen zufolge sollen diesbezüglich verurteilte 14-Jährige in speziellen Hafteinrichtungen untergebracht werden.
Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes empfiehlt, das Mindestalter für die Strafmündigkeit auf nicht weniger als 14 Jahre festzulegen. Dies entspricht dem Durchschnitt in der Europäischen Union.
Schwedische Netzwerke der organisierten Kriminalität sind auch in Dänemark, Norwegen und Finnland sowie in den Niederlanden und Belgien aktiv. In den beiden letztgenannten Ländern befinden sich mit Rotterdam und Antwerpen die beiden wichtigsten Häfen für die Einfuhr von in Frachtgut versteckten Drogen.
Am 12. März 2025 verhängte das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums Sanktionen gegen Rawa Majid, den mutmaßlichen Anführer des „Foxtrot-Netzwerks“. Es handelt sich dabei um eine der größten Gruppierungen der organisierten Kriminalität in Schweden.

„Ich dachte, sie würden mich umbringen“

Laut OFAC handelte die Bande mit Drogen. Zudem soll sie im Auftrag der iranischen Regierung Anschläge auf Israelis und Juden in Europa verübt haben.
Die Polizei nahm im März 2025 den norwegischen Jugendlichen Johannes Natland im englischen Huddersfield fest. Er steht derzeit in London vor Gericht; dort plädierte er im Verfahren wegen Verschwörung zum Mord im Auftrag des Foxtrot-Netzwerks auf „nicht schuldig“. Natland, der zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt war, war bei seiner Festnahme im Besitz von zwei Handfeuerwaffen sowie 17 Schuss Munition. Er gab zu, dass die Waffen ihm gehörten.
Wie die BBC berichtete, sagte Natland diese Woche vor Gericht aus. Demnach seien ihm 25.000 Euro für einen Auftragsmord angeboten worden. Er habe jedoch geplant, sich selbst in den Fuß zu schießen, um sich der Tat zu entziehen. „Ich dachte, wenn ich ablehne, gerate ich in große Gefahr – sie würden meiner Familie etwas antun“, sagte Natland. „Ich dachte, sie würden mich umbringen.“ Epoch Times bat Natlands Anwalt, Paul Hynes, um eine Stellungnahme, erhielt jedoch bisher keine Antwort.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Sweden Plans to Lower Criminal Age to 14 Amid Rise in Violent Crime by Children“. (deutsche Bearbeitung: os)
 
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Darf Høiby nach Hause? Höhere Instanz soll Entscheidung prüfen

Ein Gericht will den Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit aus der Untersuchungshaft entlassen, damit dieser bei seiner schwer kranken Mutter sein kann.
Damit gaben die Richter in Oslo einem Antrag von Marius Borg Høiby am Montagabend statt. Gegen die Entscheidung legte die Staatsanwaltschaft jedoch umgehend Berufung mit aufschiebender Wirkung ein. Høiby muss deshalb in U-Haft bleiben, bis eine höhere Instanz den Fall geprüft hat.
Die Polizei hatte sich zuvor gegen eine Freilassung ausgesprochen. Das Gericht sah das anders: „Die Fortsetzung der Inhaftierung wäre nicht nur für Høiby, sondern auch für seine Mutter in der ohnehin schwierigen Lage, in der sie sich befinden, sehr belastend“, zitierte die Zeitung „Verdens Gang“ das Gericht.
In einer Woche wird das Urteil im Vergewaltigungsprozess gegen den 29-Jährigen verkündet. Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre und sieben Monate Gefängnis gefordert, die Verteidigung einen Freispruch von den schwersten Vorwürfen – vier Fällen von Vergewaltigung.
„Da drinnen zu sitzen, während Mama so krank ist, ist nicht auszuhalten“, sagte Høiby bei dem Gerichtstermin in Oslo laut der Zeitung „Verdens Gang“.
Es sei sehr hart für ihn, seiner Mutter in ihrer Situation nicht beistehen zu können. Vor Gericht beteuerte der Norweger, dass er jetzt „niemals etwas tun würde, dass die Situation verschlimmert. Das ist undenkbar für mich.“
Ein Bild aus glücklicheren Zeiten: Mette-Marit (links) und ihr Sohn Marius. (Archivbild)

Ein Bild aus glücklicheren Zeiten: Mette-Marit (links) und ihr Sohn Marius. (Archivbild)

Foto: Vegard Wivestad Grott/NTB SCANPIX/EPA/dpa

Høiby: Jeder Besuch von Mama im Gefängnis könnte der letzte sein

Zuvor hatte Høiby das Gefängnis am Montag Medienberichten zufolge für einige Stunden verlassen dürfen, um an einem Informationstreffen zum Gesundheitszustand der Kronprinzessin teilzunehmen. Dieser hatte sich nach Angaben des norwegischen Hofs in letzter Zeit erneut drastisch verschlechtert.
Wegen ihrer „lebensbedrohlichen chronischen Lungenkrankheit“ sei Mette-Marit nun auf eine Warteliste für eine Transplantation gekommen, hieß es am Freitag. Bereits im Dezember hatte das Königshaus mitgeteilt, dass die Kronprinzessin eine neue Lunge braucht. Sie leidet an der unheilbaren Krankheit Lungenfibrose. Im Alltag benutzt sie inzwischen ein Sauerstoffgerät.
Das Informationstreffen habe am Sitz der Kronprinzenfamilie, Schloss Skaugum, stattgefunden, sagte Høiby laut „Verdens Gang“ vor Gericht: „Mama zu Hause zu sehen war ein ganz anderes Erlebnis, als sie im Gefängnis in Oslo zu sehen. Das war eine ganz andere Mama, das war unglaublich gut zu sehen.“
Am Sonntag hatte Mette-Marit ihren ältesten Sohn gemeinsam mit ihrem Mann Haakon in der Haft besucht. „Jeder Sonntag, an dem wir uns sehen, kann das letzte Mal sein, dass wir uns sehen“, sagte Høiby den Angaben zufolge.

Høiby blitzte mit früherem Antrag bei Gericht ab

Die Freilassung aus der U-Haft mit einer elektronischen Fußfessel hatte Høiby bereits im Mai beantragt – ohne Erfolg. Damals ging die Sache bis vor das höchste norwegische Gericht. Den neuen Antrag hatten die Verteidiger mit Mette-Marits verändertem Gesundheitszustand begründet.
Der Sohn der Kronprinzessin sitzt seit Anfang Februar in Untersuchungshaft. Er hatte mehrfach gegen ein Kontaktverbot gegenüber einer Ex-Freundin verstoßen, die auch als mutmaßliches Opfer im Prozess gegen ihn ausgesagt hatte. Høiby bestreitet, dass Wiederholungsgefahr bestehen könnte.
Seine Ex-Freundin scheint das nicht so zu sehen: Mehrere Personen in Høibys Umfeld hätten in letzter Zeit versucht, ihre Mandantin dazu zu bewegen, das Kontaktverbot aufheben zu lassen, sagte die Anwältin der Ex-Freundin, Mette Yvonne Larsen, der Zeitung „Aftenposten“. „Sie hat gesagt, dass sie das Kontaktverbot aufrechterhalten möchte“, sagte Larsen der Zeitung. (dpa/red)
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Arzt: Mette-Marits Lungenkrankheit „deutlich verschlechtert“

Die Lungenkrankheit der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit hat sich im Laufe des vergangenen halben Jahres deutlich verschlechtert. Deshalb sei sie nun auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gekommen, sagte der Lungenfacharzt vom Osloer Universitätskrankenhaus Are Holm bei einer Pressekonferenz, die der Sender NRK live übertrug.
Um auf die Liste für eine Spender-Lunge zu kommen, müsse die Lebenserwartung der Patienten „als Faustregel“ bei etwa einem Jahr liegen, sagte Holm. Gleichzeitig müsse man gesund genug sein, um den Eingriff zu verkraften und anschließend eine gute Prognose zu haben.
Der Mediziner betonte, dass Mette-Marit nicht gegenüber anderen Patienten auf der Warteliste bevorzugt werde. „Wir priorisieren immer denjenigen, der am kränksten ist – denjenigen, der keine Zeit hat, zu warten“, sagte der Lungenspezialist.

Lungenfibrose ist eine unheilbare Krankheit

Die 52-jährige Mette-Marit leidet an Lungenfibrose. Dabei vernarbt das Gewebe des Organs immer stärker und die Atmung wird erschwert. Die Krankheit ist nicht heilbar, ihr Voranschreiten kann jedoch durch Medikamente oder Bekämpfung der Ursachen verzögert werden. Manchmal benötigen die Patienten eine neue Lunge.
„Im letzten halben Jahr hat sich ihre Lungenfibrose deutlich verschlechtert“, sagte Mette-Marits Arzt. Es sei viel mehr Narbengewebe gekommen. „Bei Lungenfunktions-Übungen sehen wir, dass ihre Leistung allein in den letzten drei Monaten beträchtlich gefallen ist. Das ist gefährlich“
Lungenfibrose ist ein Sammelbegriff, der verschiedene Erkrankungen umfasst. Zu den möglichen Auslösern zählen unter anderem Lungenkrankheiten, Allergene, rheumatoide Arthritis und Medikamente.
Allen Erkrankungen gemeinsam ist eine chronische Entzündung des Lungengewebes, das dabei zunehmend vernarbt. Dadurch kann Sauerstoff immer schlechter von den Lungenbläschen aufgenommen werden und in den Blutkreislauf gelangen.
Es kommt zunächst bei körperlicher Belastung zu trockenem Reizhusten und Atemnot durch erschwertes Einatmen, später geschieht dies auch im Ruhezustand.

Warteliste für Lungen-OP in Norwegen derzeit kurz

Mette-Marits Arzt sagte, dass in Norwegen im Durchschnitt etwa 30 bis 35 Lungentransplantationen jährlich stattfinden. Wie lange die Wartezeit für eine neue Lunge betrage, könne er nicht sagen. Das hänge unter anderem davon ab, ob die Blutgruppe und die Größe der Lunge des Spenders und der Empfängerin übereinstimmten. Momentan sei die Warteliste in Norwegen kurz, so Holm.
Risiken bestehen Experten zufolge sowohl während als auch nach der Transplantation. Die schwerwiegendste Komplikation ist, dass der Körper die Spender-Lunge abstoßen könnte.
Deshalb müssen Patientinnen und Patienten nach solch einer Operation ihr Leben lang Medikamente nehmen, die das körpereigene Abwehrsystem unterdrücken, und sich regelmäßig medizinischen Kontrollen unterziehen.

Krankheit hat Auswirkungen auf Familie

Während sie auf eine neue Lunge warte, werde die Kronprinzessin ihr offizielles Programm nicht wie gewohnt durchführen können, teilte der Hof mit. Auch für die Kronprinzenfamilie habe Mette-Marits Gesundheitszustand Konsequenzen. So werde das Kronprinzenpaar nicht wie geplant im August seine silberne Hochzeit feiern.
Kronprinz Haakon (52) werde längere Reisen begrenzen, um mehr Zeit mit seiner Frau zu verbringen. Erst kürzlich hatte Haakon eine Japan-Reise abgebrochen, um Mette-Marit am Donnerstag ins Krankenhaus zu begleiten.
Prinzessin Ingrid Alexandra (22), die Tochter von Mette-Marit und Haakon, ist von ihrem Auslandsaufenthalt an der Universität Sydney zurück nach Oslo gereist, um näher bei ihrer Familie zu sein. Ihr Bruder, Prinz Sverre Magnus (20), soll dem Hof zufolge wie geplant ab Herbst an einer Universität in Europa studieren. Jedoch wolle er nach Hause kommen, wenn „die Situation es erfordere“.
Mette-Marits Sohn aus einer früheren Beziehung, Marius Borg Høiby, hat wegen der schweren Lungenkrankheit seiner Mutter die Entlassung aus der Untersuchungshaft beantragt. Das teilte der Anwalt des 29-Jährigen der Nachrichtenagentur NTB mit. Høiby ist unter anderem wegen vier Vergewaltigungen angeklagt und sitzt seit Februar in Untersuchungshaft. Sein Urteil wird am 15. Juni erwartet. (dpa/red)
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Norwegens Königin Sonja aus Krankenhaus entlassen

Norwegens Königin Sonja ist nach einer Nacht im Krankenhaus wegen Herzproblemen wieder zu Hause. „So weit ich weiß, fühlt sie sich viel besser“, sagte ihr Ehemann, König Harald V., am Donnerstag, 28. Mai während einer Reise vor Journalisten.

Königin Sonja nach Klinikaufenthalt besser

Der 89-jährige Monarch zeigte sich zugleich sehr besorgt über den Zustand seiner lungenkranken Schwiegertochter, Kronprinzessin Mette-Marit.
Die 88-jährige Königin Sonja war am Mittwoch zur Beobachtung in eine Klinik in der Hauptstadt Oslo gebracht worden.
Dort werde sie „einige Tage“ lang bleiben, teilte der königliche Palast mit. König Harald sagte nun jedoch, seine Frau sei „auf dem Weg nach Hause“.
Der Monarch, der selbst gesundheitlich angeschlagen ist und auf Gehhilfen angewiesen ist, reist derzeit durch Norwegen.
Königin Sonja war am Sonntag wegen Vorhofflimmerns und Herzinsuffizienz krankgeschrieben worden. Ihr war im Januar ein Herzschrittmacher eingesetzt worden.

Sorge um Kronprinzessin Mette-Marit

Über seine Schwiegertochter Mette-Marit sagte König Harald, diese sei „ernsthaft krank“. „Daran gibt es keinen Zweifel“, sagte er vor Journalisten und fügte hinzu, dies sei „sehr traurig“.
Kronprinz Haakon hatte am Dienstag gesagt, Mette-Marits Zustand habe sich „in jüngster Zeit deutlich verschlechtert“. Er mache sich „Sorgen um ihre Gesundheit“.
Mette-Marit hatte 2018 bekannt gegeben, dass sie an einer seltenen Form von Lungenfibrose leidet, einer unheilbaren Krankheit. Diese führt zu Narbenbildung in der Lunge und damit zu Atemnot.
Kürzlich hatte sich die 52-Jährige erstmals öffentlich mit einem Sauerstoffgerät gezeigt. Ende Dezember hatte der Palast erklärt, dass sich Mette-Marit vermutlich in absehbarer Zeit einer Lungentransplantation unterziehen müsse.

Gesundheitliche und private Belastungen

„Sie nutzt täglich Sauerstoff, und das hilft ein wenig, aber es ist offensichtlich keine ganz zufriedenstellende Lösung“, sagte der 52-jährige Kronprinz.
Hinter Mette-Marit, die Haakon 2001 geheiratet hatte, liegen schwierige Monate. Ihr Sohn Marius Borg Hoiby, der aus einer früheren Beziehung stammt, musste sich wegen Vergewaltigungsvorwürfen vor Gericht verantworten.
Das Urteil gegen ihn wird für Mitte Juni erwartet. Die Kronprinzessin steht zudem wegen ihrer jahrelangen Freundschaft mit dem inzwischen verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein unter Druck. (afp/red)
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Norwegen rückt unter Frankreichs nuklearen Schutzschirm

Norwegen rückt unter den atomaren Schutzschirm Frankreichs, den das Land auf Verbündete in Europa ausdehnen will. „Sie haben zugestimmt, dass Norwegen sich dem anschließt, was wir als vorgelagerte nukleare Abschreckung bezeichnet haben“, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei einem Besuch von Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre in Paris.
„Norwegen, ein wichtiger geografischer und strategischer Partner, mit dem wir bereits eng zusammengearbeitet haben, um das Bündnisgebiet vor äußeren Bedrohungen zu schützen, wird für diese vorgelagerte Abschreckung einen erheblichen Mehrwert darstellen“, sagte Macron.
Beide Länder vereinbarten außerdem ein Verteidigungsabkommen mit einer Beistandsklausel im Falle eines Angriffs. Der Schritt erfolge angesichts des Bewusstseins, dass Europa für seine eigene Sicherheit stärker selbst sorgen müsse.

Macron bot Ausbau atomarer Abschreckung an

Norwegens Ministerpräsident Støre hob die Initiative Macrons zur Ausweitung der nuklearen Abschreckung Frankreichs auf Europa hervor. Dennoch werde die Abschreckung im Wesentlichen weiter durch die NATO gewährleistet. Die USA hätten zugesichert, weiter den atomaren Schutz für Europa sicherzustellen.
Macron hatte Anfang März einen Ausbau von Frankreichs atomarer Abschreckung und deren Ausdehnung auf Verbündete in Europa angekündigt.
Zunächst reagierten acht Länder positiv auf das französische Angebot, neben Deutschland waren dies Polen, die Niederlande, Belgien, Griechenland, Schweden und Dänemark. Mit Großbritannien hatte Frankreich bereits eine engere Koordination bei der atomaren Verteidigung vereinbart.

Französische Atomübungen mit Partnern

Wie Macron im März erläuterte, könne die Ausdehnung von Frankreichs nuklearem Schutzschirm beinhalten, dass Partner an den französischen Atomübungen teilnehmen könnten. Außerdem könnten vorübergehend strategische Elemente zu den Verbündeten verlegt werden.
In der EU ist Frankreich seit dem EU-Austritt Großbritanniens 2020 die einzig verbliebene Atommacht. Laut dem Friedensforschungsinstitut Sipri besitzt das Land 290 der weltweit etwa 12.200 Atomwaffen und ist damit nach Russland, den USA und China die viertgrößte Atommacht. (dpa/red)
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Norwegens Kronprinz in Sorge um lungenkranke Frau Mette-Marit

Besorgt hat sich Kronprinz Haakon über den Gesundheitszustand seiner Ehefrau Mette-Marit geäußert, die an einer unheilbaren Lungenkrankheit leidet.

„Die Kronprinzessin ist schwer krank, und ich finde, dass sich ihr Zustand in jüngster Zeit deutlich verschlechtert hat“, sagte Haakon am Dienstag, 26. Mai bei einer Pressekonferenz. Er mache sich „Sorgen um ihre Gesundheit“.

Mette-Marit leidet an schwerer Lungenfibrose

Mette-Marit hatte 2018 bekannt gegeben, dass sie an einer seltenen Form von Lungenfibrose leidet, einer unheilbaren Krankheit. Diese führt zu Narbenbildung in der Lunge und damit zu Atemnot.
Die 52-jährige Mette-Marit setze inzwischen im Alltag auf ein Sauerstoffgerät, das ihr etwas Erleichterung verschaffe, berichtete der Kronprinz. „Aber natürlich ist das keine vollkommen befriedigende Lösung.“
Ende Dezember hatte der Palast erklärt, dass sich Mette-Marit vermutlich in absehbarer Zeit einer Lungentransplantation unterziehen müsse.

Persönliche Skandale belasten Kronprinzessin Mette-Marit

In den vergangenen Monaten hatte sich Mette-Marits Sohn Marius Borg Hoiby, der aus einer früheren Beziehung stammt, wegen Vergewaltigungsvorwürfen vor Gericht verantworten müssen. Das Urteil gegen ihn wird für Mitte Juni erwartet.
Die Kronprinzessin steht zudem wegen ihrer jahrelangen Freundschaft mit dem inzwischen verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein unter Druck.
In Ende Januar veröffentlichten Ermittlungsakten zum Fall Epstein tauchte Mette-Marits Name häufig auf. Inhalt und Tonfall eines E-Mail-Wechsels der beiden zwischen 2011 bis 2014 deuten auf eine gewisse Vertrautheit hin. (afp/red)
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Norwegen stoppt mutmaßliche Satellitenspionage: Chinesin festgenommen


In Kürze:

  • Festnahme wegen Verdacht auf Satellitenspionage
  • Geplante Empfangsanlage für sensible Daten entdeckt und gestoppt
  • Ermittlungen gegen weitere Beteiligte laufen

 
In Norwegen haben die Behörden eine chinesische Staatsbürgerin wegen des Verdachts auf Spionage festgenommen. Die Festnahme erfolgte am Donnerstag im Zusammenhang mit dem Vorwurf, sie habe versucht, eine Anlage zur Erfassung sensibler Satellitendaten einzurichten.
Der norwegische Inlandsnachrichtendienst PST teilte mit, dass der Fall mit einer mutmaßlichen Operation in Verbindung stehe, bei der ein in Norwegen registriertes Unternehmen als Tarnfirma für einen chinesischen staatlichen Akteur genutzt worden sei.
Laut PST wird geprüft, ob die Frau versucht hat, eine Empfangsstation zu installieren, die Daten von Satelliten in polaren Umlaufbahnen aufzeichnen kann. Diese Daten könnten demnach „grundlegende norwegische Interessen schädigen, wenn sie einem ausländischen Staat zugänglich werden“, erklärte PST-Staatsanwalt Thomas Blom.

Durchsuchungen in Nord- und Südnorwegen

Im Zuge der Ermittlungen durchsuchte die Polizei zwei Standorte. Einer davon befand sich auf einer Insel im Norden Norwegens, wo sich auch das Andøya Spaceport befindet, ein wichtiger Standort für europäische Raumfahrtaktivitäten.
Der zweite Durchsuchungsort lag in Innlandet im Süden des Landes. Die Behörden gaben an, dass der betreffende Satellitenempfänger beschlagnahmt wurde und die geplanten Installationsarbeiten gestoppt wurden.
Außerdem teilte die Polizei mit, dass im selben Ermittlungsverfahren mehrere weitere Personen angeklagt wurden. Details zu deren Identität, Nationalität oder möglichen Festnahmen wurden jedoch nicht veröffentlicht.

Bewertung der Behörden

Der CEO von Andøya Space, Ketil Olsen, stellte klar, dass das Unternehmen keinerlei Verbindung zu der festgenommenen Person habe. Zudem habe man „keine Aktivitäten im Zusammenhang mit diesem Fall im Bereich der eigenen Operationen festgestellt“.
Laut Polizei besteht der Verdacht der Beteiligung an einem Versuch der schweren Spionage gegen norwegische Staatsgeheimnisse. Die Ermittlungen dauern an.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Norwegian Police Arrest a Chinese Citizen on Spying Allegations“. (deutsche Bearbeitung zk)
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Bahn plant Direktzug von Berlin nach Oslo

Die Deutsche Bahn will gemeinsam mit den beiden Staatsbahnen in Norwegen und Dänemark eine Direktverbindung von Berlin bis hoch hinauf nach Skandinavien aufnehmen.
Über Hamburg, Kopenhagen, Malmö und Göteborg fahren die Züge ab dem Sommer 2028 bis in die norwegische Hauptstadt Oslo.
„Wir bringen gleich drei Hauptstädte über die Schiene zusammen“, sagte Fernverkehrsvorstand Michael Peterson den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Mit rund 1.000 Kilometern Länge werde die Verbindung eine der längsten in Europa sein. Zwei Zugpaare täglich sollen die Strecke in 14 bis 15 Stunden bewältigen.
Eingesetzt wird laut Bahn der neue ICE L, der mit einem bodennahen Einstieg komfortabler gestaltet ist als andere Baureihen.
Die Direktverbindung gehört zu zehn Pilotprojekten der EU-Kommission, die den grenzüberschreitenden Verkehr ausbauen will. (dts/red)