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Nordirland: 2.000 Menschen blockieren umstrittene Parade des Oranier-Ordens

In der nordirischen Stadt Portadown haben rund 2000 Menschen eine kurz zuvor genehmigte umstrittene Parade des protestantischen Oranier-Ordens blockiert.
Sie marschierten am Sonntagmorgen im Gebiet der Garvaghy Road in einem katholischen Viertel der Stadt auf, um die geplante Kundgebung der Protestanten zu verhindern. Ein Gericht hatte dem Oranier-Orden in der Nacht zum Sonntag die Parade genehmigt.
In der südwestlich von Belfast gelegenen Stadt herrschte ein großes Sicherheitsaufgebot. Die Polizei stoppte die Teilnehmer der Oranier-Parade vorerst in einem Gemeindesaal, wie ein AFP-Reporter berichtete.

Am Morgen des 27. September 2026 versammelt sich eine Gruppe von Demonstranten, um die Garvaghy Road in Portadown, Nordirland, zu blockieren und so zu verhindern, dass ein Umzug der Orange Order auf dieser Strecke durch das überwiegend nationalistische Stadtviertel zieht.

Foto: Paul Faith/AFP via Getty Images

1990 gab es hier Straßenschlachten

Im zu Großbritannien gehörenden Nordirland herrschte drei Jahrzehnte lang ein blutiger Konflikt zwischen überwiegend katholischen, pro-irischen Republikanern und protestantischen, pro-britischen Unionisten. Die Garvaghy Road in Portadown war Ende der 1990er Jahre ein Schauplatz von Straßenschlachten.
Mehr als 3.500 Menschen starben, bis sich beide Seiten im Karfreitagsabkommen 1998 auf eine gemeinsame Verwaltung Nordirlands einigten. Die im selben Jahr eingerichtete unabhängige Behörde zur Regulierung umstrittener Umzüge, die Parades Commission, untersagte dem Oranier-Orden seitdem, durch die Garvaghy Road zu marschieren.
In diesem Jahr erteilte die Kommission erstmals wieder 35 Teilnehmern des Ordens die Genehmigung, am Sonntagmorgen schweigend und ohne Musikkapelle oder Anhänger die Garvaghy Road in Portadown entlangzuziehen. Der Oranier-Orden ist eine Gruppe vorwiegend radikaler pro-britischer Protestanten in Nordirland.
Ein Richter des High Court in Belfast setzte die Entscheidung der Kommission am Samstag vorübergehend außer Kraft und warnte, dass der langanhaltende Streit sich in ganz Nordirland ausweiten könnte. Kurz vor Mitternacht hob jedoch ein aus drei Richtern bestehendes Berufungsgericht die einstweilige Verfügung auf.

Polizeifahrzeuge sperren am 27. September 2026 in Portadown, Nordirland, die Straße. Der langjährige Streit um die Parade hatte bereits in der Vergangenheit zu konfessionellen Ausschreitungen geführt, die bis in die Zeit des Nordirlandkonflikts zurückreichen.

Foto: Charles McQuillan/Getty Images

Premier rief zu Ruhe auf

Der britische Premier Andy Burnham rief beide Seiten zur Ruhe auf. In einem BBC-Interview sagte er, in Nordirland seien „große Fortschritte“ erzielt worden und es dürfte nicht „wieder rückwärts“ gehen.
Die nordirische Ministerpräsidentin Michelle O’Neill von der pro-irischen Partei Sinn Fein verurteilte die Gerichtsentscheidung zur Genehmigung des Marsches.
„Unsere Botschaft heute Abend ist klar: Es gibt kein Zurück. Nicht morgen. Niemals“, sagte O’Neill. Sie unterstütze „das Recht der Anwohner der Garvaghy Road, gegen diesen unerwünschten konfessionellen Marsch zu protestieren“. (afp/red)
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Papstjubel im laizistischen Frankreich: Katholiken erobern die Champs-Elysées

Dort, wo am Nationalfeiertag die Panzer rollen und wo Frankreich seine Nationalmannschaften feiert, jubelten am 26. September hunderttausende Menschen Papst Leo XIV. zu. Ein Meer aus gelb-weißen Fähnchen – die Farben des Vatikans – wogte über den Köpfen der Menge, als der 71-Jährige im Papamobil über die Champs-Elysées fuhr.
Beifall und „Leo, Leo“-Rufe erklangen über dem Prachtboulevard – und das in der sonst so weltlichen Hauptstadt des laizistischen Frankreichs, wo Kirche und Staat strenger getrennt sind als anderswo.

Gebet für den Frieden

Insgesamt 800.000 Menschen feierten die Messe mit dem Papst – deutlich mehr als erwartet. „Wir sind da, um mit dem Papst für den Frieden zu beten“, sagte die 44 Jahre alte Magali Huret, die mit ihren drei Kindern in Pfadfinderkleidung auf die Champs-Elysées gekommen war. „Ich wünsche mir, dass er uns im Glauben stärkt, vor allem die Jugend“, sagte der 77 Jahre alte Didier Bonnefoi, der schon Stunden vor Beginn der Messe  aus Versailles angereist war.
Am Rand der Champs-Elysées ließen sich vor der Messe zahlreiche Familien und Gruppen zum Picknick nieder, während auf den Großbildschirmen Gebetstexte und Interviews gezeigt wurden.
Papst Leo winkt der Menschenmenge auf den Champs-Élysées.

Papst Leo winkt der Menschenmenge auf den Champs-Élysées.

Foto: Emma Da Silva/AP/dpa

Schon vor Beginn des viertägigen Besuchs hatten sich die französischen Bischöfe überrascht gezeigt über das unerwartet hohe Interesse am Papst. „Es gibt eine Begeisterung im ganzen Land, nicht nur bei den Katholiken“, sagte der apostolische Nuntius Celestino Migliore.
Ursprünglich waren andere Orte für die Papstmesse im Gespräch gewesen, die sich dann aber als zu klein erwiesen. Schließlich entschied man sich für die Place de la Concorde – wo während der Französischen Revolution die Guillotine stand – und die daran anschließenden Champs-Elysées.
Die große Messe mitten im Zentrum von Paris löste auch kritische Nachfragen aus, ob dies mit dem französischen Laizismus zu vereinbaren sei. Ja, das sei es – so lange es genehmigt sei und die öffentliche Ordnung nicht störe, sagte der Pariser Erzbischof Laurent Ulrich.
An der Messe nahmen auch mehrere Präsidentschaftskandidaten teil, unter ihnen Marine Le Pen. Präsident Emmanuel Macron hingegen ließ sich durch Premierminister Sébastien Lecornu und seine Frau Brigitte vertreten. Einen Grund dafür gab er nicht an.
Der Elysée betonte, dass es bei der Planung des Besuchs keine Unstimmigkeiten gegeben haben. Allerdings hatte der Vatikan mehrere Elemente abgelehnt, die aus der Papst-Visite einen pompösen Staatsbesuch gemacht hätten.

Wandlung zu einer „Kirche der Überzeugung“

Wie in anderen europäischen Ländern auch geht es mit der katholischen Kirche in Frankreich seit Jahren bergab: Im Jahr 2000 wurden noch 380.000 Kinder getauft, 2024 waren es noch 150.000. Insgesamt bezeichnen sich noch 46 Prozent der Franzosen als katholisch, bei den 18- bis 24-Jährigen sind es allerdings nur 23 Prozent.
Dabei gibt es seit einigen Jahren aber auch den Trend, dass sich immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene taufen lassen. Die Kirche in Frankreich werde zunehmend zu einer „Kirche der Überzeugung“, sagt der Theologe Olric de Gélis.
Leo XIV. beobachtet diese Entwicklung aufmerksam. Vor Beginn der Messe traf er mit mehreren jungen Menschen zusammen, die sich im Erwachsenenalter zur Taufe entschlossen hatten. Er rief dazu auf, diese Menschen auch nach der Taufe in den Gemeinden zu begleiten und zu integrieren.

Am 27. September 2026 in Lourdes, Frankreich. Papst Leo XIV. stattet vom 25. bis 28. September Frankreich seinen ersten offiziellen Besuch ab, mit Stationen in Paris, Lourdes und Metz. Die Reise ist der erste päpstliche Besuch im Land seit dem Besuch von Benedikt XVI. im Jahr 2008.

Foto: Tom Nicholson/Getty Images

Messe im Pilgerort Lourdes

Für viele französische Katholiken, die sich in ihrem Alltag bisweilen als Minderheit vorkommen, war die Messe auf den Champs-Elysées ein großes Gemeinschaftserlebnis.
„Es ist ein wichtiger Moment für uns, von so vielen Menschen umgeben zu sein, deren Glauben wir teilen“, sagte die 29 Jahre alte Jeanne de Montagnac, die mit ihrem Mann und ihrer zweijährigen Tochter zur Messe gekommen war. „Sie wird sich nicht daran erinnern, aber wir sind froh, das mit ihr zusammen zu erleben“, fügte sie hinzu.
Am Sonntag strömten erneut zahlreiche begeisterte Menschen zu einer Freiluftmesse mit dem Papst im Pilgerort Lourdes. Am dritten Tag des Papst-Besuchs stand allerdings auch ein Thema an, das für viele Katholiken sehr schmerzlich ist: der sexuelle Missbrauch von Minderjährigen, deren Zahl eine unabhängige Kommission auf 330.000 Betroffene seit 1950 geschätzt hat.
Viele hofften darauf, dass der Papst bei seinem Treffen mit mehreren Missbrauchsopfern klare Worte finden würde, um die Verantwortung der Kirche anzuerkennen und den Opfern Wiedergutmachung in Aussicht zu stellen. (afp/red)
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Italien führt Verbot der Gesichtsverschleierung an Schulen ein


In Kürze:

  • Wer sich an das Verschleierungsverbot an italienischen Schulen nicht hält, muss mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro rechnen.
  • Die Begrenzung für ausländische Schüler in Klassen gilt nur unter bestimmten Voraussetzungen.
  • Auch in anderen europäischen Ländern gelten Verbote und Einschränkungen.
  • In mehreren Bundesländern gelten Verbote, in manchen gibt es aber kein gesetzliches Verbot.

 
Die italienische Regierung hat ein Verschleierungsverbot an Schulen des Landes beschlossen. Ein entsprechendes Dekret hat der Ministerrat unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni am Donnerstag, 24. September, verabschiedet. Das berichtet das italienische Politikportal „Pagella Politica“, das nach eigenen Angaben Einsicht in das noch nicht offiziell veröffentlichte Dekret hat. Das Dekret muss nun noch vom Parlament innerhalb von 60 Tagen in ein Gesetz umgewandelt werden.

Der bisherige Bildungsweg ist entscheidend

Demnach ist eine Teilnahme an schulischen oder außerschulischen Veranstaltungen mit verhülltem Gesicht verboten. Das Dekret nennt keine konkreten Kleidungsstücke wie Burka oder Niqab. Es betont jedoch, dass Personen, die an schulischen Aktivitäten teilnehmen, zu erkennen sein müssen. Verstöße werden mit Geldbußen zwischen 200 und 1.000 Euro geahndet. Bei Minderjährigen wird die Geldbuße gegen die Eltern verhängt.
Des Weiteren führt die Regierung eine 30-Prozent-Grenze ein, um den Anteil ausländischer Schüler, die erst kürzlich in das italienische Schulsystem aufgenommen wurden, innerhalb der Klassen zu begrenzen. Vorgesehen ist auch eine mögliche Umverteilung der Schüler auf benachbarte Schulen, wenn diese Grenze nicht eingehalten werden kann. Ausländische Eltern können bei Bedarf an kostenlosen Italienischkursen teilnehmen.
Das Dekret sieht allerdings keine pauschale Begrenzung auf 30 Prozent ausländische Schüler pro Klasse vor. Die Grenze gilt vielmehr nur für bestimmte Schüler anderer Nationalitäten. Entscheidend sind dabei Kriterien wie die Geburt in Italien und der bisherige Bildungsweg. In der Grundschule werden etwa Kinder nicht berücksichtigt, die in Italien geboren wurden oder mindestens zwei Jahre eine italienische Vorschule besucht haben. In der Sekundarstufe gilt die Grenze für Schüler, die nicht mindestens drei Jahre italienische Schulen besucht haben.

In Portugal drohen bis zu 3.000 Euro Bußgeld

Italien hat bereits seit 1975 Vorschriften gegen die Verdeckung des Gesichts. Der italienische Staatsrat entschied allerdings 2008, dass eine religiös begründete Vollverschleierung unter Umständen einen „berechtigten Grund“ darstellen kann. Das neue Schulverbot könnte deshalb rechtlich relevant werden.
Verbote der Gesichtsverhüllung gelten auch in anderen europäischen Ländern. In Portugal ist ein entsprechendes Gesetz Mitte August in Kraft getreten. Bei Verstößen drohen bis zu 3.000 Euro Bußgeld. Ausnahmen gelten wie in Italien unter anderem aus gesundheitlichen Gründen.
Bereits 2011 trat in Frankreich das im Jahr zuvor beschlossene Verbot der Verhüllung des Gesichts im öffentlichen Raum in Kraft. Es umfasst auch Vollverschleierungen wie Burka und Niqab.
2023 rückten zwei Kleidungsstücke in den Mittelpunkt einer Debatte über religiöse Symbole an öffentlichen Schulen. Konkret handelt es sich um die Abaya, ein langes, den Körper weitgehend bedeckendes Gewand, das Frauen tragen, sowie den Qamis, ein ebenfalls langes Kleidungsstück für Männer. Der damalige Bildungsminister Gabriel Attal untersagte das Tragen von Abayas und Qamis an öffentlichen Schulen. Seiner Auffassung nach könne es eine religiöse Zugehörigkeit zum Ausdruck bringen. Der französische Staatsrat (Conseil d’État) lehnte am 7. September 2023 einen Eilantrag gegen die Regelung ab und sah in ihr keine offensichtlich rechtswidrige Verletzung grundlegender Rechte.

Unterschiedliche Regelungen in den Bundesländern

Auch in Österreich gelten landesweit entsprechende Verbote. In Dänemark gilt seit 2018 ein im Strafgesetzbuch verankertes Verbot für den öffentlichen Raum. In den Niederlanden trat 2019 ein auf bestimmte Bereiche beschränktes Verbot in Kraft. Es gilt unter anderem in Schulen, Krankenhäusern, öffentlichen Gebäuden und im öffentlichen Nahverkehr. Nach einer Volksabstimmung im Jahr 2021 ist das Tragen gesichtsverhüllender Kleidung in der Öffentlichkeit auch in der Schweiz untersagt.
In Deutschland gibt es kein bundesweites Verbot der Gesichtsverhüllung an Schulen, da das Schulwesen in die Zuständigkeit der Bundesländer fällt. In mehreren Bundesländern ist die Verhüllung des Gesichts im Unterricht oder bei Schulveranstaltungen jedoch untersagt. Dazu zählen Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg und Schleswig-Holstein. In Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz gelten ebenfalls entsprechende Regelungen. In Nordrhein-Westfalen gibt es dagegen kein ausdrückliches gesetzliches Verbot. Die Verhüllung des Gesichts kann dort jedoch wegen der damit verbundenen Beeinträchtigung der Kommunikation unzulässig sein.
In den ostdeutschen Bundesländern Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gibt es derzeit kein gesetzlich geregeltes Verbot für Schüler.
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Trump lehnt Irans Forderungen ab – Streit um angereichertes Uran


In Kürze:

  • Trump lehnt Irans Vorschlag zur Beendigung des Krieges ab.
  • Beide Seiten streiten über die Straße von Hormus und Irans Nuklearbestände.
  • Trump erwartet nach den US-Zwischenwahlen eine Einigung mit Iran.

 
Ungeachtet der Ablehnung eines iranischen Vorschlags durch US-Präsident Donald Trump beharrt der Iran auf seinen Bedingungen für eine Wiederöffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen. „Unsere Bedingungen sind klar, und jeder Schritt in Richtung einer Wiederöffnung der Straße von Hormus ist abhängig von der Erfüllung dieser Bedingungen“, sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Sonntag dem staatlichen Rundfunksender Irib. „Wir werden nicht von ihnen abweichen.“
Der Iran habe „die erste Reaktion des US-Präsidenten gesehen, aber bislang wurde uns nichts von den Vermittlern mitgeteilt“, sagte Araghtschi weiter. Teheran warte darauf, „dass die Vermittler uns die endgültigen Positionen übermitteln, und auf deren Grundlage werden wir entscheiden“, fügte er hinzu.
Araghtschi hatte dem US-Gesandten Steve Witkoff am Dienstag, 22. September sieben Bedingungen für ein Ende des Krieges und die Wiederöffnung der Meerenge übermittelt. Dazu gehören nach iranischen Angaben eine Einstellung aller Kampfhandlungen in der Region – also auch im Libanon – sowie die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte, die Aufhebung von Sanktionen gegen iranisches Öl sowie ein Ende der US-Seeblockade iranischer Häfen.
Trump sagte zu den Bedingungen Teherans am Samstag: „Ich weise ihren Vorschlag zurück“.  „Sie wollen ein Abkommen schließen, und ich finde, das ist in Ordnung“. Er schließe selbst gerne Abkommen, fügte Trump hinzu. Uneinig sind sich die Parteien jedoch darüber, wie mit Irans Nuklearbeständen umgegangen werden soll.

Streit um angereichertes Uran

Die USA fordern, dass Iran seine angereicherten Uranbestände vollständig vernichtet oder außer Landes schafft. Teheran hingegen pocht auf sein Recht, im Rahmen des Atomwaffensperrvertrags Nukleartechnologie für „friedliche Zwecke“ zu nutzen. Inspektoren der Vereinten Nationen beklagen jedoch seit Langem, dass Iran ihnen den Zugang zu seinen Atomanlagen verweigert.
Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian sagte am 24. September, Teheran sei bereit, seinen Uranbestand zu verdünnen. Nach iranischen Angaben ist das Uran derzeit auf 60 Prozent angereichert – ein Anreicherungsgrad, der nur einen Schritt von der 90-Prozent-Schwelle entfernt ist, die für die Herstellung einer Atomwaffe als erforderlich gilt. In einem Interview mit „Fox News“ bestritt Pezeshkian erneut, dass Teheran eine Atomwaffe anstrebe.

Trump erwartet Einigung nach den US-Wahlen

Für die Vereinigten Staaten blieb der Umgang mit dem angereicherten Uran jedoch ein zentraler Streitpunkt. In seiner Rede vor den Vereinten Nationen am 22. September sagte Trump, er erwarte, dass kurz nach den bevorstehenden Zwischenwahlen eine Einigung mit Iran erzielt werde.
Trump bezeichnete dies als eine wichtige Entscheidung. Es gehe darum, ob die Führung in Teheran den Wiederaufbau des Landes ermöglichen könne oder ob Iran „keine Überlebenschance“ habe.
 
Mit Material von AFP
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Trump Rejects Iran’s Latest Peace Proposal“. (deutsche Bearbeitung: zk)
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Nach Zwangsräumung von Wohnung einer 87-Jährigen: Protestcamp in Madrid

Zehntausende Menschen haben in Madrid für das Recht auf Wohnen und gegen Zwangsräumungen demonstriert.
Der Protest stand unter dem Motto „Ni una Maricarmen más“ („Keine weitere Maricarmen“) und richtete sich vor allem gegen die Zwangsräumung einer 87-Jährigen, die nach 70 Jahren aus ihrer Wohnung in der spanischen Hauptstadt vertrieben worden war.
Das Innenministerium sprach von rund 25.000 Teilnehmern, die Veranstalter vom Mieterverband „Sindicato de Inquilinas“ von 300.000.

Die Zwangsräumung beschäftigt viele Spanier

Der Fall der 87-jährigen Maricarmen hatte in Spanien große Aufmerksamkeit ausgelöst. Sie war 1956 mit ihren Eltern in die Wohnung im Madrider Stadtteil Retiro eingezogen und hatte später den Mietvertrag übernommen.
Nachdem das Gebäude an ein Immobilienunternehmen verkauft worden war, sollte sie ausziehen, weil ihr alter Mietvertrag beendet werden sollte. Am Mittwoch wurde sie nach mehreren gescheiterten Räumungsversuchen schließlich aus der Wohnung gebracht und anschließend ins Krankenhaus eingeliefert.
„Ich habe es nicht geschafft, mein Haus zu verteidigen, aber ich habe dafür gekämpft, dass die anderen lernen, für ihres zu kämpfen“, sagte Maricarmen in einer über den Mieterverband verbreiteten Botschaft. Im Interview des TV-Senders RTVE sagte sie: „Bitte, kämpft weiter“.
Die Rentnerin ist in ihrer Mobilität eingeschränkt und hat einen Behinderungsgrad von 50 Prozent. Trotz ihrer Situation wolle sie weiter für das Recht auf Wohnen kämpfen, sagte sie.

Demonstranten bauten Protestcamp auf

Nach Abschluss der Demonstration errichteten Teilnehmer auf der Puerta del Sol ein Protestcamp mit Dutzenden Zelten. Hunderte bereiteten sich in ausgelassener Stimmung darauf vor, die Nacht dort auf dem dicht gefüllten Platz zu verbringen.
Hunderte Menschen hätten in Zelten auf dem bei Touristen sehr beliebten Platz übernachtet, berichtete ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP am Sonntagmorgen. Ohne einzugreifen, hatte die Polizei dabei zugesehen, wie die Menschen in der Nacht Dutzende Zelte vor dem Sitz der Regionalregierung von Madrid aufbauten.
Die Zeitung „El País“ berichtete am frühen Morgen, dass die Zahl der Zelte auf rund 150 angestiegen sei. Die Nachrichtenagentur EFE gab die Zahl der Zelte mit etwa 100 an.
„Ich sehe eine sehr düstere Zukunft für uns alle. Umso schöner ist es, dass wir hier alle gemeinsam dafür eintreten, dass jeder von uns ein Zuhause haben möchte“, sagte eine junge Demonstratin zu RTVE.

Demonstranten bauen Zelte auf, während sie im Rahmen einer Protestaktion gegen Zwangsräumungen und die Wohnungskrise vor dem Sitz der Regionalregierung von Madrid auf der Puerta del Sol in Madrid am 26. September 2026 campieren.

Foto: Oscar Del Pozo/AFP via Getty Images

„Es ist Zeit, die Spielregeln zu ändern“, sagte die 47-jährige Psychologin Maria Juarez, die unter den Demonstrierenden war, AFP. „Die Menschen werden nicht gehen, bis sich etwas ein für alle Mal ändert“, betonte sie.
Die Demonstranten machen sowohl die linke Zentralregierung von Pedro Sánchez als auch konservative Regionalregierungen wie jene von Isabel Díaz Ayuso in Madrid für die Wohnungsnot verantwortlich.
Sie fordern unter anderem die automatische Verlängerung von Mietverträgen auf unbestimmte Zeit, einen besseren Schutz vor Zwangsräumungen, eine Einfrierung der Mieten sowie eine Reform des Mietrechts, die Zeitmietverträge und die Vermietung von Zimmern stärker reguliert.

Wohnungsenteignungen gefordert

Die ranghohe Politikerin der linken Partei Podemos und Europaabgeordnete Irene Montero forderte die Enteignung von 650.000 Wohnungen, die sich nach ihren Worten im Besitz von sogenannten „Geierfonds“ befinden, um sie für sozialen Wohnraum zu nutzen.
An dem Marsch von der Puerta del Sol zum Kongressgebäude beteiligten sich Menschen verschiedener Generationen. Ganze Familien, Jugendliche und Rentner gingen gemeinsam durch das Zentrum der Hauptstadt.
Größere Kundgebungen gab es gleichzeitig in elf anderen Städten Spaniens. In den vergangenen Tagen hatte es bereits landesweit erste Demonstrationen gegeben.
Unter dem Eindruck der Proteste arbeitet die Regierung daran, am 29. September im Ministerrat ein neues Gesetzesdekret zur Wohnungspolitik zu verabschieden. Vorgesehen sind unter anderem Maßnahmen gegen Zwangsräumungen.
Das Real Decreto-ley hätte unmittelbar Gesetzeskraft, müsste anschließend aber binnen 30 Tagen vom Parlament abgesegnet werden. Die Regierung verhandelt derzeit noch mit mehreren Parteien über die nötige Mehrheit. (dpa/red)
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27.09.2026 | Diebe erbeuten 6.000 Liter Diesel in Bremen | Schwerer Herbststurm über New York | Sprengstoff-Vorfall nahe britischen Luftwaffenstützpunkt

HEUTE12:32 Uhr

„Keine anderen Pläne“: Ministerpräsident Wüst will in NRW bleiben

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) schließt einen Wechsel in die Bundespolitik aus. Er trete bei der nordrhein-westfälischen Landtagswahl im kommenden Jahr für die volle fünfjährige Legislaturperiode an. Wüst wird immer wieder als möglicher parteiinterner Nachfolgekandidat für Friedrich Merz gehandelt.

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HEUTE12:26 Uhr

Aus Lastwagen und Kran abgezapft: Diebe erbeuten 6.000 Liter Diesel in Bremen

6.000 Liter Diesel haben Diebe auf einem Firmengelände eines Logistikunternehmen in Bremen aus abgestellten Fahrzeugen gestohlen. Laut Polizei pumpten sie den Kraftstoff aus mehreren Lastwagen und einem Kran. Der Schaden liege bei „deutlich“ mehr als 10.000 Euro. Die Beamten gehen davon aus, dass die bislang unbekannten Dieseldiebe mit entsprechenden Fahrzeugen oder Behältern anrückten. Die Täter brachen demnach in der Nacht zu Samstag ein Zugangstor auf.

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HEUTE12:19 Uhr

Berlin-Marathon – Assefa verpasst Weltrekord

Die Äthiopierin Tigst Assefa hat beim Marathon in Berlin den Weltrekord knapp verpasst. Sie hatte auf dem letzten Kilometer plötzlich mit Krämpfen zu tun und lief trotzdem in 2:11:04 Stunden Streckenrekord sowie die drittschnellste Zeit in der Geschichte. Der Frauen-Weltrekord liegt bei 2:09:56 Stunden. Bei den Männern siegte Guye Adola aus Äthiopien nach der verletzungsbedingten Absage des Weltrekordlers Sabastian Sawe in 2:02:50 Stunden.
Gewinnt mit Krämpfen und verpasst knapp den Weltrekord: Tigst Assefa beim Berlin Marathon.

Gewinnt mit Krämpfen und verpasst knapp den Weltrekord: Tigst Assefa beim Berlin Marathon.

Foto: Andreas Gora/dpa

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HEUTE11:39 Uhr

„Größerer Vorfall“ in der Nähe des britischen Luftwaffenstützpunkts Fairford

In England wurden mehrere Männer verhaftet und einige Gebäude nach einem „größeren Vorfall“ in der Nähe des Luftwaffenstützpunkts Fairford evakuiert. Sie wurden wegen Verdacht der Sprengstoffgesetze festgenommen. Bombenexperten des Militär sind vor Ort. Offen ist, ob der Vorfall direkt mit dem Luftwaffenstützpunkt RAF Fairford verbunden ist, dieser wird sowohl von Großbritannien als auch von den USA genutzt.

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HEUTE11:35 Uhr

Nach Wahl in Berlin: SPD stimmt für Sondierungen mit Linkspartei und Grünen

Der SPD-Landesvorstand Berlin stimmte nach Parteiangaben am Samstagabend für Gespräche mit Linkspartei und Grünen. Die Linke hatte zugestimmt, die Grünen signalisierten Bereitschaft. In Teilen von SPD und Grünen gibt es Vorbehalte gegen ein mögliches Bündnis mit der Linken. Rechnerisch möglich wäre auch eine Dreierkoalition unter CDU-Führung mit Grünen und SPD. CDU-Landeschef und Spitzenkandidat Stefan Evers bekräftigte erneut die Bereitschaft zu einer „Regierung der politische Mitte“.
HEUTE11:18 Uhr

Neues Software-Problem bei Boeing 737 Max

Boeing hat einen neuen Software-Fehler bei einigen 737 Max-Flugzeugen gefunden: Nach einem abgebrochenen Landeversuch könnte zunächst die automatisierte vertikale Navigation bei weiteren Anläufen nicht zur Verfügung steht. Stattdessen könnten sie nur auf eine niedrigere Automatisierungsstufe zugreifen. Laut Boeing besteht kein Sicherheitsrisiko, ein Software-Update ist in Arbeit. Die FAA prüft, die Zahl der betroffenen Maschinen unklar.

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HEUTE11:01 Uhr

Französischer Senat wird zur Hälfte neu gewählt

Sieben Monate vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich wird der Senat zur Hälfte neu gewählt. Rund 93.500 Kommunal- und Regionalpolitiker stimmen über 178 Sitze ab. Derzeit ist die Parlamentskammer konservativ dominiert, Républicains sind mit 131 Mitgliedern die mit Abstand größte Gruppe. Das Lager von Präsident Macron verfügt derzeit über 19 Sitze im Senat. Die entscheidende Frage ist, ob das RN auf genügend Sitze kommt, um erstmals eine Fraktion im Senat bilden zu können. Nötig wären dafür zehn Sitze, bislang hat der RN drei Sitze.

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HEUTE10:21 Uhr

Gegendemonstranten blockieren Oranier-Parade in Nordirland

Hunderte Gegendemonstranten haben eine Parade des protestantischen Oranier-Ordens in einem überwiegend katholischen Teil der nordirischen Stadt Portadown blockiert. Erstmals seit den 1990er-Jahren hatte die zuständige Parades Commission zuvor den Marsch entlang der Garvaghy Road erlaubt. Die nordirische Regierungschefin, Michelle O’Neill, rief bei X zu „Ruhe auf allen Seiten“ auf.
Gegendemonstranten blockieren die Garvaghy Road - die Parade konnte deshalb zunächst nicht starten.

Gegendemonstranten blockieren die Garvaghy Road – die Parade konnte deshalb zunächst nicht starten.

Foto: Peter Morrison/PA Wire/dpa

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HEUTE9:43 Uhr

Oman ruft Konfliktparteien zur Zurückhaltung auf

Der Oman rief bei der UN-Generaldebatte in New York die Konfliktparteien im Nahen und Mittleren Osten zu Zurückhaltung und Dialog auf. Er bot sich erneut als Vermittler an. Die Beteiligten sollten ihre Streitigkeiten durch „Zurückhaltung und Weitsicht“ sowie politische Gespräche beilegen, sagte Außenminister Badr al-Busaidi. Der Oman werde seine Bemühungen um die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus fortsetzen.

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HEUTE9:32 Uhr

Iran-Sanktionen: US-Finanzminister sieht Erfolge bei wirtschaftlicher Isolierung

US-Finanzminister Scott Bessent sieht nach eigenen Angaben Erfolge bei der wirtschaftlichen Isolierung des Iran. Die Türkei und Oman stoppten Flüge der privaten iranischen Fluggesellschaft Mahan Air, VAE alle Flüge iranischer Airlines. Zudem blockierte die VAE-Zentralbank Transaktionen von Filialen der iranischen Bank Melli. Die Türkei entzog vergangene Woche der iranischen Bank Mellat die Lizenz. Die USA drohten mit einem Ausschluss aus dem Dollarsystem.

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HEUTE9:15 Uhr

Südafrika: 27 Tote bei zwei Schusswaffenangriffen bei Johannesburg und in Kapstadt

Bei zwei Schusswaffenangriffen in Südafrika sind 27 Menschen getötet und zahlreiche weitere Menschen verletzt worden. In einer Bar westlich von Johannesburg seien 17 Menschen getötet und 15 weitere verletzt worden, die acht Täter flohen. In einem weiteren Angriff in einem Nachtclub in der Nähe von Kapstadt gab es 10 Tote und 11 Verletzte. Die Motive sind unklar.

Anwohner in der Nähe eines Fahrzeugs, das einem der Opfer gehörte und am 23. September 2026 am Tatort einer Massenerschießung im Stadtteil Ziko in KwaMakhutha südlich von Durban von unbekannten Bewaffneten in Brand gesetzt wurde. Bewaffnete Männer stürmten ein Haus und töteten elf Menschen.

Foto: Rajesh Jantilal/AFP via Getty Images

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HEUTE8:57 Uhr

Stichwahlen um kommunale Spitzenposten in Niedersachsen

Zwei Wochen nach der Kommunalwahl in Niedersachsen finden heute Stichwahlen um Oberbürgermeisterposten und andere Spitzenämter statt. In Hannover tritt Grünen-Amtsinhaber Belit Onay gegen SPD-Kandidat Axel von der Ohe an. In der Stichwahl der Region Hannover treffen Eva Bender (SPD) und Oliver Junk (CDU) aufeinander. Auch Braunschweig und Oldenburg wählen ihre Oberbürgermeister.

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HEUTE8:37 Uhr

EU stellt 710 Millionen Euro für weltweite Krisenhilfe bereit

Die EU stellt 710 Millionen Euro für Krisenhilfe bereit. Rund 380 Millionen Euro gehen in Maßnahmen im Zusammenhang mit Migration in Afrika südlich der Sahara. Weitere 252 Millionen Euro sind für Nothilfe bei Konflikten, Vertreibungen, Epidemien und Naturkatastrophen bestimmt – davon 97 Millionen Euro für Subsahara, 103 Millionen Euro für Palästinensergebiete und den Libanon sowie 52 Millionen Euro für die Ukraine.

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HEUTE7:58 Uhr

Reisebus auf A96 umgekippt – zwei Tote und mehrere Verletzte

Auf der Autobahn 96 bei Buchloe im Ostallgäu ist ein Reisebus umgekippt, zwei Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Mehrere Menschen seien verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher.

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HEUTE7:38 Uhr

Patent-Urteil: Apple soll 5,7 Milliarden Dollar zahlen

Apple soll nach einem Urteil von US-Geschworenen gut 5,7 Milliarden Dollar wegen der Verletzung von zwei Patenten zahlen. In dem Prozess warf das Unternehmen Taction Technology dem Konzern vor, seine Technologie in der „Taptic Engine“ zu nutzen, die zum Beispiel die Vibrationsalarme im iPhone und der Computer-Uhr Apple Watch auslöst.  Apple kündigte Berufung an.
2014: Mit der Apple Watch eroberte Tim Cook den Wearables-Markt.

2014: Mit der Apple Watch eroberte Tim Cook den Wearables-Markt.

Foto: picture alliance/dpa

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HEUTE7:19 Uhr

Nach Huthi-Angriffen: Schulen in Riad stellen für eine Woche auf Fernunterricht um

In Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad sind Eltern informiert worden, dass der schulische Unterricht ihrer Kinder für eine Woche auf Fernunterricht umgestellt wird. Ein offizieller Grund wurde nicht mitgeteilt. Saudi-Arabien wird fast täglich von der pro-iranischen Huthi-Miliz im Jemen angegriffen; es werden Drohnen und ballistische Raketen abgefangen.

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HEUTE6:48 Uhr

Bis zu 31 Grad: Altweibersommer

Die kommenden Tage bringen Höchstwerte von bis zu 31 Grad im Südwesten; im Süden soll es freundlicher werden als im Norden, wo zeitweise dichtere Wolken erwartet werden. Laut Wetterdienst gibt es Temperaturen von 22 bis 29 Grad im Süden und 21 bis 27 Grad im Norden. Regen ist nicht in Sicht. Der Altweibersommer hält voraussichtlich bis zur Wochenmitte an. Danach nehmen Schauer und Gewitter von Westen her allmählich zu.

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HEUTE6:29 Uhr

Herbststurm wütet über Nordosten der USA – mindestens ein Todesopfer

Herbststurm forderte im Nordosten der USA bisher mindestens ein Todesopfer – im New Yorker Stadtteil Brooklyn starb ein 56-jähriger Mann durch einen umstürzenden Baum getroffen. Hunderte Flüge wurden gestrichen, Zehntausende Menschen waren ohne Strom. Für die kommenden Tagen warnen Behörden New Jersey und Long Island vor starkem Wind, Überschwemmungen, hohen Wellen und heftigen Regenfälle mit bis zu 150 Liter Regen pro Quadratmeter.

Während eines „Nor’easter“-Sturms – so genannt wegen seiner nordöstlichen Winde – in Scituate, Massachusetts, am 26. September 2026 schlagen Wellen gegen die Küste.  

Foto: Joseph Prezioso/AFP via Getty Images

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HEUTE6:09 Uhr

Kassen warnen vor Pflege-Blockade – „Geld alle“

Die Pflegekassen ermahnen die SPD, die angekündigte Pflegereform nicht zu blockieren – es sei in wenigen Monaten schlichtweg das Geld alle. Immer neue SPD-Vorschläge gefährdeten die finanzielle Stabilität der Pflegeversicherung und die Versorgungssicherheit für Millionen Pflegebedürftige. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hatte Änderungen an Reformplänen von Gesundheitsminister Carsten Linnemann gefordert und mit Blockade gedroht.

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HEUTE5:45 Uhr

Union 10 Prozentpunkte hinter der AfD

CDU und CSU sind in der aktuellen INSA-Umfrage bundesweit auf 19 Prozent (-1) gefallen und erreichen damit ihren niedrigsten in dieser Legislaturperiode gemessenen Wert. Die AfD kommt unverändert auf 29 Prozent. SPD und Grüne erreichen 14 beziehungsweise 15 Prozent (jeweils +1). Die Linke 10 Prozent (-1), FDP 4 Prozent (-1), BSW 3 Prozent (+/-0).
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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27.09.2026 | Dieseldiebe erbeuten 6.000 Liter Diesel in Bremen | Schwerer Herbststurm über New York | Sprengstoff-Vorfall nahe britischen Luftwaffenstützpunkt

HEUTE12:32 Uhr

„Keine anderen Pläne“: Ministerpräsident Wüst will in NRW bleiben

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) schließt einen Wechsel in die Bundespolitik aus. Er trete bei der nordrhein-westfälischen Landtagswahl im kommenden Jahr für die volle fünfjährige Legislaturperiode an. Wüst wird immer wieder als möglicher parteiinterner Nachfolgekandidat für Friedrich Merz gehandelt.

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HEUTE12:26 Uhr

Aus Lastwagen und Kran abgezapft: Dieseldiebe erbeuten 6.000 Liter Diesel in Bremen

6.000 Liter Diesel haben Diebe auf einem Firmengelände eines Logistikunternehmen in Bremen aus abgestellten Fahrzeugen gestohlen. Laut Polizei pumpten sie den Kraftstoff aus mehreren Lastwagen und einem Kran. Der Schaden liege bei „deutlich“ mehr als 10.000 Euro. Die Beamten gehen davon aus, dass die bislang unbekannten Dieseldiebe mit entsprechenden Fahrzeugen oder Behältern anrückten. Die Täter brachen demnach in der Nacht zu Samstag ein Zugangstor auf.

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HEUTE12:19 Uhr

Berlin-Marathon – Assefa verpasst Weltrekord

Die Äthiopierin Tigst Assefa hat beim Marathon in Berlin den Weltrekord knapp verpasst. Sie hatte auf dem letzten Kilometer plötzlich mit Krämpfen zu tun und lief trotzdem in 2:11:04 Stunden Streckenrekord sowie die drittschnellste Zeit in der Geschichte. Der Frauen-Weltrekord liegt bei 2:09:56 Stunden. Bei den Männern siegte Guye Adola aus Äthiopien nach der verletzungsbedingten Absage des Weltrekordlers Sabastian Sawe in 2:02:50 Stunden.
Gewinnt mit Krämpfen und verpasst knapp den Weltrekord: Tigst Assefa beim Berlin Marathon.

Gewinnt mit Krämpfen und verpasst knapp den Weltrekord: Tigst Assefa beim Berlin Marathon.

Foto: Andreas Gora/dpa

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HEUTE11:39 Uhr

„Größerer Vorfall“ in der Nähe des britischen Luftwaffenstützpunkts Fairford

In England wurden mehrere Männer verhaftet und einige Gebäude nach einem „größeren Vorfall“ in der Nähe des Luftwaffenstützpunkts Fairford evakuiert. Sie wurden wegen Verdacht der Sprengstoffgesetze festgenommen. Bombenexperten des Militär sind vor Ort. Offen ist, ob der Vorfall direkt mit dem Luftwaffenstützpunkt RAF Fairford verbunden ist, dieser wird sowohl von Großbritannien als auch von den USA genutzt.

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HEUTE11:35 Uhr

Nach Wahl in Berlin: SPD stimmt für Sondierungen mit Linkspartei und Grünen

Der SPD-Landesvorstand Berlin stimmte nach Parteiangaben am Samstagabend für Gespräche mit Linkspartei und Grünen. Die Linke hatte zugestimmt, die Grünen signalisierten Bereitschaft. In Teilen von SPD und Grünen gibt es Vorbehalte gegen ein mögliches Bündnis mit der Linken. Rechnerisch möglich wäre auch eine Dreierkoalition unter CDU-Führung mit Grünen und SPD. CDU-Landeschef und Spitzenkandidat Stefan Evers bekräftigte erneut die Bereitschaft zu einer „Regierung der politische Mitte“.
HEUTE11:18 Uhr

Neues Software-Problem bei Boeing 737 Max

Boeing hat einen neuen Software-Fehler bei einigen 737 Max-Flugzeugen gefunden: Nach einem abgebrochenen Landeversuch könnte zunächst die automatisierte vertikale Navigation bei weiteren Anläufen nicht zur Verfügung steht. Stattdessen könnten sie nur auf eine niedrigere Automatisierungsstufe zugreifen. Laut Boeing besteht kein Sicherheitsrisiko, ein Software-Update ist in Arbeit. Die FAA prüft, die Zahl der betroffenen Maschinen unklar.

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HEUTE11:01 Uhr

Französischer Senat wird zur Hälfte neu gewählt

Sieben Monate vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich wird der Senat zur Hälfte neu gewählt. Rund 93.500 Kommunal- und Regionalpolitiker stimmen über 178 Sitze ab. Derzeit ist die Parlamentskammer konservativ dominiert, Républicains sind mit 131 Mitgliedern die mit Abstand größte Gruppe. Das Lager von Präsident Macron verfügt derzeit über 19 Sitze im Senat. Die entscheidende Frage ist, ob das RN auf genügend Sitze kommt, um erstmals eine Fraktion im Senat bilden zu können. Nötig wären dafür zehn Sitze, bislang hat der RN drei Sitze.

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HEUTE10:21 Uhr

Gegendemonstranten blockieren Oranier-Parade in Nordirland

Hunderte Gegendemonstranten haben eine Parade des protestantischen Oranier-Ordens in einem überwiegend katholischen Teil der nordirischen Stadt Portadown blockiert. Erstmals seit den 1990er-Jahren hatte die zuständige Parades Commission zuvor den Marsch entlang der Garvaghy Road erlaubt. Die nordirische Regierungschefin, Michelle O’Neill, rief bei X zu „Ruhe auf allen Seiten“ auf.
Gegendemonstranten blockieren die Garvaghy Road - die Parade konnte deshalb zunächst nicht starten.

Gegendemonstranten blockieren die Garvaghy Road – die Parade konnte deshalb zunächst nicht starten.

Foto: Peter Morrison/PA Wire/dpa

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HEUTE9:43 Uhr

Oman ruft Konfliktparteien zur Zurückhaltung auf

Der Oman rief bei der UN-Generaldebatte in New York die Konfliktparteien im Nahen und Mittleren Osten zu Zurückhaltung und Dialog auf. Er bot sich erneut als Vermittler an. Die Beteiligten sollten ihre Streitigkeiten durch „Zurückhaltung und Weitsicht“ sowie politische Gespräche beilegen, sagte Außenminister Badr al-Busaidi. Der Oman werde seine Bemühungen um die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus fortsetzen.

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HEUTE9:32 Uhr

Iran-Sanktionen: US-Finanzminister sieht Erfolge bei wirtschaftlicher Isolierung

US-Finanzminister Scott Bessent sieht nach eigenen Angaben Erfolge bei der wirtschaftlichen Isolierung des Iran. Die Türkei und Oman stoppten Flüge der privaten iranischen Fluggesellschaft Mahan Air, VAE alle Flüge iranischer Airlines. Zudem blockierte die VAE-Zentralbank Transaktionen von Filialen der iranischen Bank Melli. Die Türkei entzog vergangene Woche der iranischen Bank Mellat die Lizenz. Die USA drohten mit einem Ausschluss aus dem Dollarsystem.

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HEUTE9:15 Uhr

Südafrika: 27 Tote bei zwei Schusswaffenangriffen bei Johannesburg und in Kapstadt

Bei zwei Schusswaffenangriffen in Südafrika sind 27 Menschen getötet und zahlreiche weitere Menschen verletzt worden. In einer Bar westlich von Johannesburg seien 17 Menschen getötet und 15 weitere verletzt worden, die acht Täter flohen. In einem weiteren Angriff in einem Nachtclub in der Nähe von Kapstadt gab es 10 Tote und 11 Verletzte. Die Motive sind unklar.

Anwohner in der Nähe eines Fahrzeugs, das einem der Opfer gehörte und am 23. September 2026 am Tatort einer Massenerschießung im Stadtteil Ziko in KwaMakhutha südlich von Durban von unbekannten Bewaffneten in Brand gesetzt wurde. Bewaffnete Männer stürmten ein Haus und töteten elf Menschen.

Foto: Rajesh Jantilal/AFP via Getty Images

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HEUTE8:57 Uhr

Stichwahlen um kommunale Spitzenposten in Niedersachsen

Zwei Wochen nach der Kommunalwahl in Niedersachsen finden heute Stichwahlen um Oberbürgermeisterposten und andere Spitzenämter statt. In Hannover tritt Grünen-Amtsinhaber Belit Onay gegen SPD-Kandidat Axel von der Ohe an. In der Stichwahl der Region Hannover treffen Eva Bender (SPD) und Oliver Junk (CDU) aufeinander. Auch Braunschweig und Oldenburg wählen ihre Oberbürgermeister.

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HEUTE8:37 Uhr

EU stellt 710 Millionen Euro für weltweite Krisenhilfe bereit

Die EU stellt 710 Millionen Euro für Krisenhilfe bereit. Rund 380 Millionen Euro gehen in Maßnahmen im Zusammenhang mit Migration in Afrika südlich der Sahara. Weitere 252 Millionen Euro sind für Nothilfe bei Konflikten, Vertreibungen, Epidemien und Naturkatastrophen bestimmt – davon 97 Millionen Euro für Subsahara, 103 Millionen Euro für Palästinensergebiete und den Libanon sowie 52 Millionen Euro für die Ukraine.

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HEUTE7:58 Uhr

Reisebus auf A96 umgekippt – zwei Tote und mehrere Verletzte

Auf der Autobahn 96 bei Buchloe im Ostallgäu ist ein Reisebus umgekippt, zwei Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Mehrere Menschen seien verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher.

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HEUTE7:38 Uhr

Patent-Urteil: Apple soll 5,7 Milliarden Dollar zahlen

Apple soll nach einem Urteil von US-Geschworenen gut 5,7 Milliarden Dollar wegen der Verletzung von zwei Patenten zahlen. In dem Prozess warf das Unternehmen Taction Technology dem Konzern vor, seine Technologie in der „Taptic Engine“ zu nutzen, die zum Beispiel die Vibrationsalarme im iPhone und der Computer-Uhr Apple Watch auslöst.  Apple kündigte Berufung an.
2014: Mit der Apple Watch eroberte Tim Cook den Wearables-Markt.

2014: Mit der Apple Watch eroberte Tim Cook den Wearables-Markt.

Foto: picture alliance/dpa

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HEUTE7:19 Uhr

Nach Huthi-Angriffen: Schulen in Riad stellen für eine Woche auf Fernunterricht um

In Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad sind Eltern informiert worden, dass der schulische Unterricht ihrer Kinder für eine Woche auf Fernunterricht umgestellt wird. Ein offizieller Grund wurde nicht mitgeteilt. Saudi-Arabien wird fast täglich von der pro-iranischen Huthi-Miliz im Jemen angegriffen; es werden Drohnen und ballistische Raketen abgefangen.

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HEUTE6:48 Uhr

Bis zu 31 Grad: Altweibersommer

Die kommenden Tage bringen Höchstwerte von bis zu 31 Grad im Südwesten; im Süden soll es freundlicher werden als im Norden, wo zeitweise dichtere Wolken erwartet werden. Laut Wetterdienst gibt es Temperaturen von 22 bis 29 Grad im Süden und 21 bis 27 Grad im Norden. Regen ist nicht in Sicht. Der Altweibersommer hält voraussichtlich bis zur Wochenmitte an. Danach nehmen Schauer und Gewitter von Westen her allmählich zu.

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HEUTE6:29 Uhr

Herbststurm wütet über Nordosten der USA – mindestens ein Todesopfer

Herbststurm forderte im Nordosten der USA bisher mindestens ein Todesopfer – im New Yorker Stadtteil Brooklyn starb ein 56-jähriger Mann durch einen umstürzenden Baum getroffen. Hunderte Flüge wurden gestrichen, Zehntausende Menschen waren ohne Strom. Für die kommenden Tagen warnen Behörden New Jersey und Long Island vor starkem Wind, Überschwemmungen, hohen Wellen und heftigen Regenfälle mit bis zu 150 Liter Regen pro Quadratmeter.

Während eines „Nor’easter“-Sturms – so genannt wegen seiner nordöstlichen Winde – in Scituate, Massachusetts, am 26. September 2026 schlagen Wellen gegen die Küste.  

Foto: Joseph Prezioso/AFP via Getty Images

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HEUTE6:09 Uhr

Kassen warnen vor Pflege-Blockade – „Geld alle“

Die Pflegekassen ermahnen die SPD, die angekündigte Pflegereform nicht zu blockieren – es sei in wenigen Monaten schlichtweg das Geld alle. Immer neue SPD-Vorschläge gefährdeten die finanzielle Stabilität der Pflegeversicherung und die Versorgungssicherheit für Millionen Pflegebedürftige. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hatte Änderungen an Reformplänen von Gesundheitsminister Carsten Linnemann gefordert und mit Blockade gedroht.

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HEUTE5:45 Uhr

Union 10 Prozentpunkte hinter der AfD

CDU und CSU sind in der aktuellen INSA-Umfrage bundesweit auf 19 Prozent (-1) gefallen und erreichen damit ihren niedrigsten in dieser Legislaturperiode gemessenen Wert. Die AfD kommt unverändert auf 29 Prozent. SPD und Grüne erreichen 14 beziehungsweise 15 Prozent (jeweils +1). Die Linke 10 Prozent (-1), FDP 4 Prozent (-1), BSW 3 Prozent (+/-0).
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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Zehntausende demonstrieren bei DGB-Aktionstag gegen Sozialkürzungen

Zehntausende Menschen haben am Samstag in 15 deutschen Großstädten gegen die Kürzung von Sozialleistungen protestiert. Zu dem bundesweiten Aktionstag hatten der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und seine Mitgliedsgewerkschaften aufgerufen. Diese sprachen im Anschluss von rund 175.000 Teilnehmern.
Von den Demonstrationen und Kundgebungen sollte laut DGB „ein deutliches Zeichen für einen starken Sozialstaat, sichere Arbeitsplätze, gute Arbeitsbedingungen und den Schutz von Arbeitnehmerrechten“ ausgehen.

DGB-Chefin in Essen

Veranstaltungen fanden unter anderem in Bremen, Hamburg, Leipzig, Essen, Magdeburg, Nürnberg und Stuttgart statt. Die Aktion stand unter dem Motto: „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“
Wie hier in Stuttgart demonstrierten bundesweit Zehntausende für einen starken Sozialstaat.

Wie hier in Stuttgart demonstrierten bundesweit Zehntausende für einen starken Sozialstaat.

Foto: Enrique Kaczor/dpa

DGB-Chefin Yasmin Fahimi hielt bei der Kundgebung in Essen eine Rede. Darin kritisierte sie laut DGB unter anderem Forderungen nach längeren Arbeitszeiten und einer Aufweichung des Acht-Stunden-Tages. „Wir lassen uns nicht einfach nehmen, was wir in vielen Jahren an sozialen Standards aufgebaut haben“, sagte sie demnach. „Das alles ist hart verdient.“
Die DGB-Vorsitzende verteidigte den Angaben zufolge außerdem die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren. Menschen, die so lange Beiträge gezahlt hätten, müssten ohne Abschläge in Rente gehen können.

Ver.di und Linke beteiligen sich

Der Vorsitzende der Dienstleitungsgewerkschaft ver.di, Frank Werneke, sprach auf der Kundgebung in Frankfurt am Main. In seiner Rede kritisierte er ein „Eindreschen auf Arbeitnehmerinnenrechte und Sozialstaat“ und forderte ein „Schluss mit dem Klassenkampf von oben“.
Die Angriffe reichten von der Abschaffung des Acht-Stunden-Tags über Krankschreibungen mit Attestpflicht vom ersten Tag an bis zur massiven Ausweitung der sachgrundlosen Befristungen.
Die Linke beteiligte sich an der Aktion und wollte diese Parteiangaben zufolge „mit eigenen Blöcken, Zubringer-Demonstrationen und Redebeiträgen“ unterstützen. „Wir stellen uns gegen jede Kürzung bei Gesundheit, Lohn und Rente, gegen die explodierenden Preise“, erklärte vorab Linken-Chefin Ines Schwerdtner. „Wir wollen die Merz-Agenda stoppen.“ (afp/red)
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Niedrigere Spritpreise, Alkoholverbot an Bahnhöfen: Das ändert sich im Oktober


In Kürze:

  • Führungszeugnisse können ab Oktober auch digital beantragt werden.
  • Hecken dürfen wieder geschnitten werden.
  • EU untersagt Verwendung mancher Ewigkeitschemikalien.
  • Mehr Geld für Dachdecker und Gerüstbauer.

 
Im Oktober kommt das Alkoholverbot an Bahnhöfen, Kraftstoff soll wieder billiger werden, außerdem endet die Sommerzeit. Nachfolgend ein Blick auf die Neuerungen im kommenden Monat.

Tanken soll wieder billiger werden

Nach monatelangem Frust an der Zapfsäule gibt es für Autofahrer einen Lichtblick: Vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember soll die Energiesteuer auf Diesel und Benzin um rund 14 Cent pro Liter gesenkt werden. Einschließlich Mehrwertsteuer ergibt sich laut Regierung eine Entlastung von rund 17 Cent pro Liter. Bundestag und Bundesrat brachten dies unmittelbar vor dem letzten Septemberwochenende auf den Weg. Bereits im Frühjahr hatte es einen zweimonatigen Tankrabatt gegeben.

Alkoholverbot an Bahnhöfen

Bis Mitte Oktober soll an allen 5.400 Bahnhöfen in Deutschland ein Alkoholverbot eingeführt werden. Die Deutsche Bahn hatte im September mit der Anpassung der Hausordnungen in einigen Bahnhöfen begonnen. Inzwischen ist der Konsum von Alkohol etwa am Berliner Hauptbahnhof sowie an den Bahnhöfen in Kiel und Braunschweig verboten. Ausgenommen von dem Verbot bleibt der Ausschank in der Bahnhofsgastronomie. Auch das Mitführen von verschlossenen alkoholischen Getränken in Taschen bleibt erlaubt. Die Einhaltung sollen DB-Sicherheitskräfte und Bundespolizei überwachen. Bei Verstößen drohen Platzverweise und Hausverbote.

Elektronische Speicherung von Vollmachten und Verfügungen

Ab dem 1. Oktober können auf Wunsch der Vollmachtgeber elektronische Abschriften von Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen und Patientenverfügungen im Zentralen Vorsorgeregister (ZVR) der Bundesnotarkammer hinterlegt werden. Bislang können für registrierte Vorsorgeverfügungen nur wesentliche Angaben im Register eingetragen werden. Die Vorsorgedokumente selbst sind jedoch nicht einsehbar. Künftig kann etwa ein Arzt eine Patientenverfügung sofort elektronisch abrufen und entsprechend handeln. Die Registrierung im ZVR ist nach Angaben der Bundesnotarkammer kostenlos.

Elektronischer Immobilienhandel

Auch der Kauf und Verkauf von Immobilien wird digitaler. Künftig sollen Notare, Gerichte und Behörden die erforderlichen Dokumente und Daten vollständig elektronisch austauschen können. Papierunterlagen und Postwege sollen dadurch weitgehend entfallen. Die entsprechenden Regelungen beschloss der Bundestag in diesem Jahr. Ab dem 1. Januar 2027 wird der elektronische Austausch bundesweit Pflicht.

EU-Verbot von Ewigkeitschemikalien

Seit Oktober 2024 gilt eine EU-Verordnung, die schrittweise den Einsatz bestimmter per- und polyfluorierter Alkylverbindungen (PFAS) einschränkt. Diese Stoffe sind biologisch nicht abbaubar und werden deshalb auch Ewigkeitschemikalien genannt. Ab dem 10. Oktober wird die Verwendung bestimmter Stoffe in Textilien, Leder- und Schuhwaren, in Papierverpackungen für Lebensmittel wie Pizzakartons sowie in verschiedenen Kosmetika verboten.

Zeitumstellung

Ende Oktober wird die Uhr umgestellt. Die Winterzeit beginnt in der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober, um 3.00 Uhr morgens werden die Uhren dann um eine Stunde zurückgedreht. Diese Nacht ist also eine Stunde länger. Im Anschluss an die Zeitumstellung wird es morgens früher hell, während die Sonne am Nachmittag früher untergeht.

Heckenschnitt-Verbot endet

Am 30. September läuft die im Bundesnaturschutzgesetz geregelte jährliche Schonzeit für Hecken und andere Gehölze aus. Ab dem 1. Oktober dürfen Hecken demnach wieder zurückgeschnitten werden. Ab dem 1. März des kommenden Jahres gilt dann wieder die Schonzeit, die dem Artenschutz dienen soll.

Microsoft stellt Support für bestimmte Produkte ein

Für zahlreiche Microsoft-Produkte und -Dienste endet im Oktober der Support. Ein wichtiger Termin für Nutzer ist der 13. Oktober: An diesem Tag endet unter anderem der Support für Office 2021 sowie für Windows 11 Home und Pro in der Version 24H2. Daneben stellt Microsoft den Support für eine Reihe von Unternehmensprodukten, Entwicklerwerkzeugen und Azure-Diensten ein. Danach gibt es für diese Produkte keine Sicherheitsupdates und keinen technischen Support mehr.

Digitales Führungszeugnis

Wer ein Führungszeugnis benötigt, kann es ab dem 1. Oktober auch digital beantragen und elektronisch ausstellen lassen. Es kann aber auch weiterhin persönlich bei einer Meldebehörde beantragt und in Papierform ausgestellt werden. Die Gebühr beträgt in beiden Fällen 13 Euro. Kostenlos ist es, wenn es für die Ausübung eines Ehrenamts benötigt wird.

Mehr Lohn für Dachdecker und Gerüstbauer

Laut einer Tarifeinigung der IG BAU mit den Arbeitgeberverbänden aus dem Jahr 2024 steigen die Tariflöhne für Dachdecker im Oktober dieses Jahres um 3,4 Prozent. Die Ausbildungsvergütung steigt um 50 Euro für Auszubildende im ersten und zweiten Lehrjahr und um 60 Euro im dritten Lehrjahr. Auch die Ecklöhne für Gerüstbauer steigen einer Einigung aus dem vergangenen Jahr zufolge um 4,4 Prozent.

Zwangsvollstreckung digitaler

Ab Oktober wird auch die Zwangsvollstreckung digitaler. So sollen künftig Gerichte, Gerichtsvollzieher, Anwälte, Behörden und Banken Dokumente in deutlich größerem Umfang elektronisch austauschen. Unter anderem müssen Kreditinstitute einen sicheren digitalen Übermittlungsweg für Pfändungs- und Überweisungsbeschlüsse bereitstellen. Der Bundestag hatte im März eine entsprechende Gesetzesänderung beschlossen. Die Neuregelung soll Papier einsparen und die beteiligten Stellen dazu anhalten, stärker digital zusammenzuarbeiten.

Heizperiode beginnt

Sie ist zwar nicht gesetzlich festgelegt, doch in vielen Mietverhältnissen gilt der Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 30. April als Heizperiode. In dieser Zeit muss der Vermieter grundsätzlich dafür sorgen, dass die Wohnung ausreichend beheizbar ist. Das gilt auch bei niedrigen Temperaturen außerhalb dieses Zeitraums.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen
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75 Jahre Wächter des Grundgesetzes: Was das Bundesverfassungsgericht besonders macht

Das mächtigste Gericht der Bundesrepublik wird 75 Jahre alt. Das Bundesverfassungsgericht begeht am 28. September seinen Geburtstag mit einem Festakt in Karlsruhe, zu dem auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eingeladen sind.
Seine Gründung 1951 war ein radikaler Umbruch – denn „Karlsruhe“ kontrolliert die Verfassungstreue der staatlichen Gewalt selber. Seine Entscheidungen sind nicht anfechtbar. Fragen und Antworten:

Welche Aufgaben hat das Gericht?

Bürger, die ihre Grundrechte durch die öffentliche Gewalt verletzt sehen, können sich mit einer Verfassungsbeschwerde direkt an das Gericht wenden. Zuvor müssen sie den Rechtsweg ausgeschöpft, sich also an die erst zuständigen Fachgerichte gewandt haben.
Verfassungsbeschwerden sind die mit Abstand häufigste Verfahrensart in Karlsruhe. Mehr als 4700 gingen nach Gerichtsangaben beispielsweise im vergangenen Jahr ein.
Das Gericht entscheidet außerdem in Streitigkeiten zwischen Bund und Ländern oder anderen staatlichen Organen über ihre Rechte und Pflichten, also zum Beispiel zwischen dem Bundestag und der Bundesregierung.
Diese sowie die Landesregierungen können sich an die Richter wenden, um Gesetze auf ihre Verfassungsmäßigkeit überprüfen zu lassen. Auch andere Gerichte können das tun, wenn sie eine Regelung für unvereinbar mit dem Grundgesetz halten. Verfassungswidrige Gesetze kann Karlsruhe für nichtig erklären.
Außerdem ist das Verfassungsgericht mit Wahlprüfungsbeschwerden nach Bundestags- oder Europawahlen befasst. Es kann politische Parteien verbieten und verfassungswidrige Entscheidungen anderer Gerichte aufheben. Über diese muss dann neu verhandelt werden. Das Verfassungsgericht kann außerdem feststellen, dass eine staatliche Maßnahme gegenüber Bürgern gegen das Grundgesetz verstößt.

Wie ist es organisiert?

Das Bundesverfassungsgericht ist das höchste deutsche Gericht und zugleich ein Verfassungsorgan. Damit ist es unabhängig von den anderen Verfassungsorganen Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung und Bundespräsident. Außerdem sind seine Aufgaben und sein Aufbau im Grundgesetz festgelegt.

Polizisten vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.

Foto: Thomas Kienzle/AFP via Getty Images

Darin steht unter anderem, dass es zwei Senate mit jeweils acht Richterinnen oder Richtern gibt, die je zur Hälfte vom Bundestag und vom Bundesrat gewählt werden. Ihre Amtszeit dauert höchstens zwölf Jahre beziehungsweise bis zu ihrem 68. Geburtstag. Sie können nicht wiedergewählt werden.
Bis vor Kurzem war diese Struktur noch nicht im Grundgesetz geregelt. Erst vor anderthalb Jahren beschloss der Bundestag, weitere Regelungen für das Verfassungsgericht darin aufzunehmen. Das soll das Gericht selbst schützen – vor politischer Einflussnahme. (afp/red)
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Reisebus auf A96 umgekippt – zwei Tote und mehrere Verletzte

Bei einem Unfall mit einem Reisebus auf der Autobahn 96 im Ostallgäu hat es Polizeiangaben zufolge zwei Tote und zahlreiche Verletzte gegeben. Der Unfall ereignete sich am frühen Morgen um kurz nach 6:00 Uhr auf der A96 bei Buchloe-Ost.
Der Reisebus sei in der Nähe von Buchloe im Ostallgäu nach rechts abgekommen und umgekippt, teilte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag mit. Den Angaben zufolge handelt es sich um einen Bus eines Reiseunternehmens mit 40 bis 50 philippinischen Staatsangehörigen darin.
Nach Angaben der Polizeisprecherin gab es „zahlreiche Leichtverletzte“. Ein großes Aufgebot an Einsatzkräften sei vor Ort und die Autobahn sei in beide Richtungen gesperrt.
Nach ersten Informationen gab es etwa 25 Leichtverletzte, während zwei Personen am Unfallort verstarben. Ein weiterer Mensch schwebt in Lebensgefahr.
Die Autobahn in Richtung München wurde gesperrt, und Rettungsfahrzeuge waren zwischen den Anschlussstellen Buchloe-Ost und Landsberg am Lech-West im Einsatz. Die Sperrung solle bis 11 Uhr andauern.

Immer wieder schwere Unfälle mit Reisebussen

Erst kürzlich starben fünf Menschen bei einem Unfall eines niederländischen Busses in der Schweiz. Drei weitere wurden schwer, sieben mittelschwer und 30 leicht verletzt, wie die Kantonspolizei Graubünden am 10. September berichtete.
Der Bus prallte gegen eine Leitplanke und kam dann rechts von der Straße ab. Er kippte um und blieb auf der Seite liegen. Die Unfallstelle befand sich an der Ausfahrt einer etwa 200 Meter langen Baustelle.
Bei einem Unfall auf der A3 bei Wörth an der Donau (Landkreis Regensburg) wurden am 6. September 30 Menschen verletzt – 15 von ihnen saßen in einem Reisebus, sie erlitten leichte Verletzungen. Ein Wagen war laut Polizeiangaben auf den Reisebus und ein weiteres Fahrzeug in stockendem Verkehr aufgefahren. (dpa/red)
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OpenAI setzt KI-Training nach neuem Zwischenfall aus

Der ChatGPT-Entwickler OpenAI hat nach einem neuen Zwischenfall das Training seiner leistungsstärksten KI-Modelle ausgesetzt. Bei dem Vorfall schaffte es ein KI-Modell in einem Test, Antworten von einem externen Chatbot zu bekommen, obwohl es eigentlich keinen Internet-Zugang haben sollte.
Die Software habe jedoch eine Lücke in den Netzwerk-Einstellungen gefunden und ausgenutzt, wie OpenAI in einem Blogeintrag berichtete. Das Training solle nun erst wieder aufgenommen werden, wenn man sich sicher sei, dass die Lücke geschlossen ist.
Der Zwischenfall sei zwar weniger gravierend als einige frühere, betonte OpenAI. Allerdings sei er der erste, seit die Sicherheitsvorkehrungen nach der Hacking-Attacke von OpenAI-Software auf die KI-Firma Hugging Face verschärft worden waren. Man sehe das als wichtigen Hinweis darauf, wo weitere Nachbesserungen notwendig seien.

Umweg zum Chatbot

In dem Test-Szenario bekam das getestete KI-Modell den Auftrag, auf Grundlage von Hinweisen Informationen über eine Person zu finden, die einen Blogpost veröffentlicht habe. Dafür konnte es auf eine Web-Imitation in einer abgeschirmten Testumgebung zurückgreifen.
Nachdem die Suche dort ergebnislos geblieben war, versuchte die KI jedoch dem OpenAI-Bericht zufolge, Anfragen unter anderem bei Google zu starten. Das schlug wie geplant fehl.
Aber dem KI-Modell fiel dabei auf, dass es über den sogenannten DNS-Resolver der Testumgebung Anfragen an einen Chatbot im offenen Internet stellen kann. DNS-Resolver übertragen Domain-Namen, die man als Nutzer in Browser eintippt, in aus Zahlen bestehende IP-Adressen, unter denen Websites zu finden sind. OpenAI stoppte den Test, nachdem die Kommunikation über die Lücke aufgefallen war.

Nutzer-Bilder und Regierungs-Websites

Zuletzt wurden mehrere neue Zwischenfälle mit KI von OpenAI bekannt. Dazu gehört, dass sie 53 Mal von Nutzern hochgeladene Bilder auf Online-Plattformen platzierte. Die Links dazu seien nicht öffentlich gewesen, erklärte OpenAI.
Ein Großteil sei bereits wieder entfernt worden und man arbeite mit den Plattformen daran, auch den Rest zu löschen. Es ist aber der erste bekanntgewordene Vorfall, bei dem auch Daten von OpenAI-Nutzern betroffen waren.
Wenig später wurde zudem bekannt, dass automatisierte KI-Agenten von OpenAI auch auf mehreren Webseiten der US-Regierung aktiv waren. So habe die Software auf der Seite einer Statistikbehörde mit Hilfe von im Netz entdeckten Logindaten auf öffentlich zugängliche Informationen zugegriffen, teilte OpenAI nach einem Bericht der KI-Forschungsfirma Transluce mit.
Auf der Seite der Börsenaufsicht SEC seien ebenfalls öffentlich zugängliche Informationen kopiert worden. Beim US-Bildungsministerium versuchte die KI-Software laut Transluce vergeblich, sich in Daten der Bürgerrechtsabteilung zu hacken, wie die „New York Times“ berichtete. Sogenannte KI-Agenten sollen im Auftrag von Nutzern eigenständig Aufgaben erfüllen.

„Dutzende“ Betroffene

Derweil deutet sich an, dass noch viele weitere Enthüllungen um eigenständige Hacking-Aktivitäten der KI von OpenAI folgen könnten. Man habe „Dutzende“ Organisationen informiert, mit deren Webseiten Software von OpenAI auf ungeplante Weise „interagiert“ habe, teilte die KI-Firma mit.
„Einige der betroffenen Webseiten werden von Regierungen, Universitäten, Behörden und anderen Institutionen betrieben“, hieß es. Man überlasse es ihnen, die Vorfälle öffentlich zu machen.
Zuletzt hatte die Regierung Australiens mit der Mitteilung für Schlagzeilen gesorgt, dass KI von OpenAI in eine Website des australischen Gesundheitssystems eingedrungen war.
In dem bisher aufsehenerregendsten Fall brach Künstliche Intelligenz des ChatGPT-Entwicklers aus einer abgesicherten Testumgebung aus und drang ungeplant in Computer einer anderen KI-Firma ein, der Plattform Hugging Face. (dpa/red)
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Kassen warnen vor Pflege-Blockade – „Geld alle“

Die Pflegekassen ermahnen die SPD, die angekündigte Pflegereform nicht zu blockieren. „Nicht zu handeln, wäre fatal“, sagte der Chef des Kassen-Spitzenverbandes, Oliver Blatt, dpa. „Die Pflegereform muss jetzt in den Deutschen Bundestag kommen.“
Ähnlich äußerte sich die Bevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege, Katrin Staffler (CSU). SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hatte Änderungen an Reformplänen von Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) gefordert und mit Blockade gedroht.
Blatt bekräftigte: „In der Pflege herrscht Alarmstufe Rot.“ Dass die Pflege bis Ende des Jahres ein Defizit von 4,4 Milliarden Euro anhäufen werde, sei lange bekannt. „In wenigen Monaten ist das Geld schlichtweg alle.“ Sein Appell richte sich „aktuell insbesondere an die SPD“, sagte Blatt.

Bevollmächtigte: Gefahr für Versorgung

Unterstützung für die SPD kommt von ver.di. „Die SPD greift die massive Kritik an der geplanten Pflegereform auf, das begrüßen wir sehr“, sagte ver.di-Vorstandsmitglied Sylvia Bühler der dpa. Reformen seien nötig, die die Menschen nicht weiter belasteten.
Auch Deutschlands oberste Verbraucherschützerin Ramona Pop mahnte weitergehende Beratungen der Koalition zur Reform an. Die bisherigen Pläne der Bundesregierung stärkten nicht die pflegerische Versorgung, sondern schwächten sie.
„Leistungen zu kürzen, Kosten auf Pflegebedürftige und Angehörige abzuwälzen und zentrale Versprechen aus dem Koalitionsvertrag hinauszuzögern, wie die Begrenzung der Eigenanteile für Pflegeheimbewohner, sind der falsche Weg“, betonte die Vorständin des Verbraucherzentrale-Bundesverbandes (vzbv) gegenüber der „Rheinischen Post“.
Die Pflege-Bevollmächtigte Staffler kritisierte: „Immer neue Vorschläge der SPD verzögern die dringend nötige Pflegereform.“ Das gefährde die finanzielle Stabilität der Pflegeversicherung und damit die Versorgungssicherheit für Millionen Pflegebedürftige. Die Reform müsse zeitnah ins Kabinett.
Die Arbeiten an einer Strukturreform liefen parallel. Für die private Krankenversicherung warf PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther der SPD „ideologische Forderungen“ vor, mit denen sie die dringend notwendige Reform blockiere.
Der Chef des gesetzlichen Kassenverbands, Blatt, sagte: „Wenn diese mit einer Blockade droht, um Leistungskürzungen zu vermeiden, dann stelle ich fest, dass der Schlüssel für eine gerechtere Lösung im SPD-geführten Finanzministerium liegt.“ Blatt erneuerte die Forderung der Kassen, sogenannte versicherungsfremde Leistungen wie Rentenbeiträge für pflegende Angehörige aus Steuermitteln zu finanzieren. Allein dabei gehe es um fünf Milliarden Euro.

„Privatversicherte müssen Beitrag leisten“

Linnemann hatte angekündigt, seine Reformpläne in der kommenden Woche ins Kabinett zu bringen. Doch SPD-Fraktionschef Miersch sagte der „Bild“: „Ein reines Kürzungspaket macht die SPD-Bundestagsfraktion so nicht mit.“ Es fehlten die notwendigen Strukturreformen. Das könne und müsse sich noch ändern.
Miersch betonte, die Reform müsse Pflege als Aufgabe der ganzen Gesellschaft begreifen. „Deshalb müssen dazu auch Privatversicherte ihren gerechten Beitrag leisten.“ Dafür erwarte er „konkrete Vorschläge“.

Saarland konkretisiert Preisdeckel

Auch die SPD-Vorstellungen für einen Preisdeckel für die steigenden Eigenanteile im Heim nehmen Gestalt an. So schlägt das Saarland ein zweistufiges Modell vor.
In Stufe eins soll der Anteil der Betroffenen auf maximal 1.500 Euro begrenzt werden. Dann sollen die Eigenanteilskosten durch Zuschüsse unter 1.500 Euro fallen. Der Vorschlag ist in einem Brief von Saar-Gesundheitsminister Magnus Jung (SPD) an seine Länderkollegen enthalten, der der dpa vorliegt. Die ARD berichtete zuerst über das Konzept.
Im Juli waren die Eigenanteile allein für die Pflege im Heim auf im Schnitt 3.364 Euro im Monat in Deutschland gestiegen.
Kanzleramtschefin Nina Warken (CDU), von der Linnemann das Gesundheitsressort übernommen hat, hatte Pläne vorgelegt, bei denen es vor allem um Einsparungen ging.
Neben Einsparungen bei Zuschlägen, die bei den Eigenanteilen Entlastung bringen sollen, waren Einschränkungen bei der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern und strengere Einstufungen in Pflegegrade enthalten.
Linnemann sagte vor wenigen Tagen bei seinen jüngsten Ankündigungen zur Pflege im Bundestag, fürs nächste Jahr müssten Milliarden eingespart werden. Reformbedarf bestreitet auch die SPD nicht. (dpa/red)
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Wie Menschen nach den schwersten Krisen wieder leben lernen

Eine Alarmsirene schrillt durch die nächtliche Stille. Von ihrer Wohnung aus sieht Valentina Leuchtspuren am Nachthimmel. Dann ein Knall. Eine Druckwelle lässt ihr Haus erzittern. Diesmal ist der Einschlag näher an ihrem Wohnblock herangekommen. Erst am nächsten Morgen wird das Ausmaß der Zerstörung sichtbar: In dem südlichen Vorort von Kyjiw wurden vier Häuser getroffen.
Solche Raketenangriffe hätten in den vergangenen vier Jahren immer wieder stattgefunden, erzählte die 75-jährige Ukrainerin. Gewöhnen könne sie sich daran trotzdem nicht. „Man weiß nicht, ob man selbst oder die eigene Familie morgen noch am Leben sein werden“, sagt sie.
Auch für ihre Bekannte und Nachbarin Karolina ist seit Februar 2022 eine „vertraute Welt zusammengebrochen“. Einfachste Dinge, wie Brot, Milch und Reinigungsmittel, die sie zuvor selbstverständlich genommen hatte, waren auf einmal nicht mehr ausreichend verfügbar. Ohne Strom funktioniert der Alltag nicht mehr und die Sorge um die Sicherheit ihrer Familie wird zum ständigen Begleiter.

Über 6.000 Lebensgeschichten, ein Krisenmodell

Schwere Schicksalsschläge – ob ausgelöst durch einen Krieg, eine schwere Krankheit, eine lebenslange Behinderung oder den Verlust eines geliebten Menschen – können jeden von uns schlagartig treffen. Viele verlieren sich in Trauer, Wut und Hoffnungslosigkeit. Andere finden nach einer schmerzvollen Phase den Weg ins Leben zurück. Wie gelingt ihnen das?
Bestsellerautorin und Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. Erika Schuchardt beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit der Frage, wie Menschen Krisen erleben, bewältigen und daraus neue Perspektiven für ihr Leben entwickeln können.
Mehr als 6.000 Lebensgeschichten weltweit hat sie analysiert und stellt fest: Menschen, die eine „Lebensbruchkrise“ erleben – eine Krise, die unerwartet eintritt – durchlaufen im Kern einen vergleichbaren Prozess.
Aus den wiederkehrenden Mustern entwickelte Schuchardt ein Krisenkomplementärmodell mit acht Phasen. Es soll Menschen in Krisen helfen, zu verstehen, was mit ihnen geschieht – und zeigen, wie Betroffene mit einer angemessenen Begleitung Schritt für Schritt wieder ins Leben zurückfinden können.
Schuchardt erklärt: Wenn eine Krise schlagartig eintritt, gerät der Betroffene zunächst in einen Schockzustand (Phase 1). Er versucht mit aller Kraft die Krise zu verleugnen.
Lässt sich die Realität nicht mehr verdrängen, folgt die Konfrontation mit der Gewissheit (Phase 2). Der Betroffene scheint auf dem ersten Blick bereit zu sein die Wahrheit anzunehmen, lebt allerdings weiterhin mit der Hoffnung, die Krise sei nur ein Irrtum.

Die Schockmomente und was daraus folgt

Für Karolina reiht sich ein Schockmoment nach dem nächsten. Sie verlor mit Ausbruch des Krieges ihre Arbeit. Innerhalb eines einzigen Morgens sei ihr „Gefühl von Sicherheit zerstört“ gewesen, erzählte sie.
Wenige Wochen später erreichte sie die nächste schlechte Nachricht: Die Region, in der ihre Eltern lebten, wurde von russischen Truppen besetzt. Es gab keine Möglichkeit sie zu kontaktieren.
Zu wissen, dass sie selbst nichts tun und die Situation ihrer Familie nicht habe kontrollieren können, habe bei ihr eine schwere, überwältigende Verzweiflung auslöst, erzählte die 47-Jährige.
In dieser Zeit wurde für Valentina und Karolina die Spiritualität zu einem wichtigen Halt.
Die Ukrainerinnen praktizieren Falun Gong, auch Falun Dafa genannt – eine buddhistische Meditationsschule, die Lehren zur Selbstverbesserung mit meditativen Übungen verbindet. Sie lehrt die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht.

Karolina findet in ihrem Glauben und in den meditativen Übungen von Falun Gong Ruhe und Kraft.

Foto: Privat

Karolina und ihr Mann bei einer meditativen Übung von Falun Gong.

Foto: Privat

Diese Prinzipien und die innere Ruhe, die Karolina in der Meditation findet, haben ihr geholfen Ursache und Wirkung besser zu verstehen. Sie lernt die Dinge so anzunehmen, wie sie kommen und zu akzeptieren, dass sie das, was ihr und ihrer Familie im Krieg widerfährt, nicht kontrollieren kann – und muss.

Glaube als Anker

Dass Spiritualität Menschen gerade in schweren Krisen Halt, Mut und Zuversicht gibt, hat Schuchardt bei der Auswertung der Lebensgeschichten immer wieder beobachtet. Manche fanden in der Krise wieder zurück zu ihrem Glauben – und zu Gott.
Anders könne es bei Menschen aussehen, die keinen Glauben haben, erklärte Schuchardt. Ihnen fehle möglicherweise etwas, worauf sie vertrauen und woran sie festhalten könnten.
Und weiter: „Die Fragen und die Verzweiflung, die in ihm entstehen, müssen irgendwohin. Sie können sich nach außen richten – als Aggression gegenüber Mitmenschen.“ Die Phase der Aggression (Phase 3) sei ihrer Analyse zufolge für den Betroffenen zentral und die Voraussetzung für die Weiterverarbeitung der Krise.
Doch letztlich liege laut Schuchardt die Lösung nicht „im Außen“. „Das allergrößte Problem scheint mir zu sein, dass viele Menschen nicht die Kraft haben, sich selbst die entscheidenden Fragen zu stellen. Sie suchen die Antworten in der Flucht.“
Schuchardt nannte ein Beispiel: So liefen Erkrankte von Arzt zu Arzt, von Therapie zu Therapie, betrieben „Ärzte-Shopping“ oder „Wundershopping“ auf der Suche nach dem einen Weg, der sie endlich gesund machen soll.

Die entscheidenden Fragen

Die entscheidende Wendung könne aus ihrer Sicht mit der folgenden Haltung beginnen: „Ich bin vielleicht nicht gesund – dennoch muss ich innerlich heil werden.“
Das aber bedeute Stille, Einkehr und die Auseinandersetzung mit sich selbst. Meditationspraktiken, wie sie Karolina und Valentina praktizieren, könnten einen solchen Raum schaffen, erklärte die Krisenexpertin. Aber auch hier gilt laut Schuchardt, sich von der Forderung „Mach mich gesund“ zu lösen.
Die Bestsellerautorin empfiehlt Betroffenen sich mit den folgenden Fragen auseinanderzusetzen: „Wozu habe ich diese Erfahrung gemacht? Was will sie mir sagen? Und wohin will ich mit dieser neuen Erfahrung gehen?“

Wenn Gesund-Sein ansteckt

Eine erfolgreiche Krisenverarbeitung ist nach Schuchardts Komplementärmodell stets eng mit dem sozialen Umfeld und der Gesellschaft verknüpft. „Es gibt ein ansteckendes Gesund-Sein von Krisen betroffener Menschen. Komplementär gibt es ein ansteigendes Kranksein nicht betroffener Menschen“, sagt sie.
Damit ist gemeint, dass Menschen, die eine ernsthafte Krise durchlebt und bewältigt haben, eine besondere Art von Gesund-Sein ausstrahlen. Damit ist nicht die körperliche Gesundheit gemeint, sondern die innere Kraft, Weisheit und Zuversicht, die diese Person im Prozess der Krisenverarbeitung erlangt hat. Dieses „Gesund-Sein“ kann ansteckend wirken: Es inspiriert andere, zeigt Hoffnung und Möglichkeiten auf.
Andersherum könnten das Umfeld, die Angehörigen und Freunde das „Kranksein“ verstärken und so zum Problem für den Betroffenen werden, zum Beispiel durch soziale Ausgrenzung, fehlende Teilnahme oder auch durch Mitleid statt echter Begegnung.
Ein Krieg ist ein kollektives Schicksal, das viele Menschen miteinander teilen und verbinden. In so einer Situation finden Menschen in der „gegenseitigen Unterstützung und in der Gemeinschaft überhaupt die einzige Überlebenschance“, erklärte Schuchardt weiter.

Ein Blick, ein Lächeln

Die Solidarität haben auch Valentina und Karolina im Krieg erlebt. Der Krieg habe die Menschen gezwungen, innezuhalten und einander wirklich anzusehen, erzählte Karolina. Das Miteinander habe sich verändert, Menschen haben sich verändert. Aus Eile und Hektik seiensind mehr Menschlichkeit, Wärme und Hilfsbereitschaft entstanden. Oft brauche es dafür nicht mehr als einen Blick, ein paar Worte oder ein Lächeln.
Die 47-Jährige schlussfolgert: „Die Menschen mögen in diesem Krieg ihre Häuser, ihr früheres Leben und manche ihre Angehörigen verloren haben. Doch viele entdecken den Wert des Lebens neu, der nicht mehr nur an materiellen Dingen gemessen werden kann.“
Das könne Valentina auch bestätigen. „Es gibt Kraft, zu wissen, dass Menschen da sind, die einem zuhören, helfen und in schwierigen Zeiten beistehen“, sagt sie. Die 75-Jährige ist überzeugt, dass Menschen, die einen festen spirituellen Halt und einen moralischen Kompass haben, die Kraft finden, aufrichtig an andere zu denken und sich um die Menschen in ihrem Umfeld zu kümmern.

Von der Krise zur Chance: Eine App

Einen Kompass für Menschen in Krisen möchte Schuchardt mit einem neuen Projekt anbieten. Dafür will sie Lebensgeschichten aus aller Welt aufbereiten, aktualisieren und als App für alle zugänglich machen – sie nennt diese „Schuchardt Navi – Krise: Chance Erfolg-Biografien“. Ihr Ziel: Menschen dabei zu helfen, ihren Weg „von der Krise zur Chance“ zu finden.
Den positiven Blick hat auch Karolina trotz des Krieges und der ungewissen Zukunft nicht verloren. „Wenn ein Mensch erkennt, dass er durch eine schwere Zeit gegangen ist und daran nicht zerbrochen ist, entsteht eine unerschütterliche Ruhe. Er hat nichts mehr zu fürchten und muss sich an nichts verzweifelt festklammern“, sagt die 47-Jährige.
Materieller Verlust könne all das Oberflächliche wegnehmen und einen Menschen mit seinem wahren inneren Wert konfrontieren. In dieser ungewohnten Leere könne aber gleichzeitig eine wichtige Erkenntnis entstehen: „Das Wertvollste in uns bleibt unberührt.“
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Statt ÖPNV-Tarifdschungel: Fahrscheine für 15 oder 60 Minuten?

Nimmt man eine Einzelfahrt von Zone M bis Zone 4 oder für die Ringe 1 und 2? Reicht das Ticket AB bis zum Flughafen, oder braucht es noch eins für C? Und wie viele Halte gelten eigentlich noch als günstige Kurzstrecke?
Wenn es ums Bus- und Bahnfahren im Nahverkehr geht, rätseln oft nicht nur Touristen, welcher Tarif wohl der richtige und günstigste ist – und steigen dann vielleicht nicht ein. Die Verbraucherzentralen fordern jetzt ein einfaches Preismodell für alle, die nur ab und zu fahren und kein Deutschlandticket nutzen.
Die Chefin des Bundesverbands, Ramona Pop, sagte dpa: „Wer in Deutschland Bus und Bahn nutzt, braucht ein Tarifsystem, das überall gleich funktioniert.“
Das Deutschlandticket sei ein erfolgreicher Anfang, um den Tarifdschungel zu beenden. Das brauche es auch für gelegentliche Nutzer, die weiterhin vor einem unübersichtlichen Flickenteppich aus Verbundgrenzen, Tarifzonen und Ticketangeboten stünden.

Nur noch fünf Ticketarten – nach Fahrtzeit

Die Verbraucherschützer schlagen daher ein Preismodell vor, das sich allein an der „genutzten Zeit“ auf Basis des Fahrplans orientiert.
Konkret sollte es nur noch fünf Ticket-Arten geben – für 15 Minuten, 30 Minuten, 60 Minuten, 120 Minuten und für 24 Stunden. Dieser Tarifansatz sei einheitlich nutzbar, intuitiv und leicht verständlich, heißt es in einem Positionspapier. Das Prinzip müsse von Fahrgästen einmal verstanden werden und könnte dann überall gelten.
„Gerade in Zeiten steigender Spritpreise brauchen Verbraucherinnen und Verbraucher attraktive Alternativen zum Auto“, sagte Pop. Das System sollte digital, aber auch analog etwa mit Fahrscheinautomaten nutzbar sein.
Damit würde der öffentliche Nahverkehr auch für Menschen deutlich einfacher, die nur ab und zu Busse und Bahnen nutzen und auch kein Abo abschließen möchten.
Das 2023 eingeführte Deutschlandticket ist vor allem für Pendler und Vielfahrer interessant und hat inzwischen 14,5 Millionen Kunden. Es ermöglicht Fahrten in allen Bussen und Bahnen des Regional- und Nahverkehrs in Deutschland, ganz unabhängig von Tarifbestimmungen. Es wird als monatlich kündbares Abo angeboten und kostet seit Jahresbeginn 63 Euro im Monat.

Wie viel kostet das D-Ticket im nächsten Jahr?

Für das nächste Jahr soll der Preis erstmals nach einem neuen Index errechnet werden, der Personal-, Energie- und andere Kosten enthält. Eine Bekanntgabe des Preises für 2027 wird demnächst erwartet.
Verbraucherverbände warnten schon mehrfach vor einer weiteren starken Anhebung, nachdem der Preis von zuerst 49 Euro bereits auf 58 Euro und aktuell auf 63 Euro hochgesetzt wurde.
Der Preis des Deutschlandtickets für 2027 wird bald ermittelt. (Archivbild)

Der Preis des Deutschlandtickets für 2027 wird bald ermittelt. (Archivbild)

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Allerdings schlagen die gestiegenen Energiepreise auch bei den Verkehrsunternehmen mit ihren Bussen, Zügen, Straßenbahnen und U-Bahnen durch. Da das Deutschlandticket immer noch günstiger ist als übliche regionale Pendler-Abos, schießen Bund und Länder schon jeweils 1,5 Milliarden Euro im Jahr als Ausgleich für Einnahmeausfälle bei Verkehrsunternehmen zu.
Als Flatrate-Angebot, mit dem man sich nicht um Tarifzonen kümmern muss, ist das Deutschlandticket Vorbild für den Vorschlag der Verbraucherzentralen – nur eben nicht gleich für mindestens einen Monat.
Die fünf Ticket-Stufen von 15 Minuten bis 24 Stunden ermöglichten eine ausreichende Differenzierung für unterschiedliche Mobilitätsbedürfnisse, heißt es in dem Positionspapier. Die Fahrtzeit sei, anders als die Strecke oder die Zahl der durchquerten Tarifräume, in der Regel bekannt. Das mache die Wahl des richtigen Tickets auch intuitiver.
Preise nennen die Verbraucherzentralen in ihrem Vorschlag nicht – das neue Modell könne aber insgesamt „erlösneutral“ ausgestaltet werden, also auf dem Niveau der heutigen Fahrpreiseinnahmen.

Mögliche Preise für die fünf Ticket-Arten

In einem für das Konzept in Auftrag gegebenen Gutachten gibt es dazu eine Modellierung auf Basis der Preise von 2026 und mit dem Hinweis, dass dies bei einer möglichen späteren Einführung anzupassen wäre. Demnach könnte ein Ticket für 15 Minuten 2,50 Euro kosten, für 30 Minuten 3,50 Euro, für 60 Minuten 5,00 Euro, für 120 Minuten 6,50 Euro und für 24 Stunden 14,50 Euro.
Ein Ermäßigungstarif könnte jeweils die Hälfte kosten. Und berechnet würde die Fahrtzeit jeweils nach dem Fahrplan, so dass Kunden nicht mehr bezahlen müssen, wenn es Verspätungen oder Ausfälle gibt.
Möglich sei auch, es für flexible digitale Zahlmethoden zu verwenden, die es in einigen Regionen auch schon gibt – indem man sich zum Beispiel per App selbst ein- und auscheckt und der günstigste Fahrpreis dann automatisch berechnet wird. (dpa/red)
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Nach der Rettung von Wal Timmy: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Bürgermeister


In Kürze:

  • Gegen Sven Partheil-Böhnke laufen mehrere strafrechtliche Ermittlungen.
  • Im Fokus stehen E-Mails, ein behaupteter Hackerangriff und ein Vorfall mit einem Radfahrer.
  • Der Hauptausschuss untersagte dem Bürgermeister vorläufig die Führung der Dienstgeschäfte.

 
Durch den Buckelwal Timmy erlangte der Ostseeort Niendorf bundesweit Bekanntheit. Nun sorgt der örtliche Bürgermeister erneut für Schlagzeilen. Timmy strandete in der Nacht zum 23. März dieses Jahres auf einer Sandbank vor Niendorf, das zur Gemeinde Timmendorfer Strand gehört. In die Rettungsaktionen war damals auch Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke eingebunden. Gegen den 57-Jährigen ermittelt nun die Staatsanwaltschaft wegen mehrerer Vorwürfe. Wie die „BILD“ berichtet, geriet der FDP-Politiker während der Rettungsmaßnahmen mit dem Meeresbiologen Robert Marc Lehmann aneinander.

Täuschte der Bürgermeister eine Straftat vor?

Bürgermeister Partheil-Böhnke warf Lehmann, der als „Wal-Flüsterer“ bekannt ist, mehrere Fehler vor. Im Verlauf der Rettungsaktion trennten sich die Wege der beiden schließlich. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber „BILD“ erklärte, soll sich Partheil-Böhnke in E-Mails „abwertend über einen Meeresbiologen geäußert“ haben. Gegen den Bürgermeister wird deshalb wegen des Verdachts der Beleidigung ermittelt.
Der Beschuldigte wies die Vorwürfe zurück und bestritt, die E-Mails selbst verschickt zu haben. Stattdessen erklärte er, das Rathaus sei Ziel eines Hackerangriffs geworden. Bei der Untersuchung der Rathausrechner und der Auswertung seines Handys fanden sich bislang jedoch keine Hinweise, die diese Darstellung stützen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt deshalb auch wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat. Hinzu kommen Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue, da die Untersuchungen zu dem angeblichen Hackerangriff erhebliche Kosten verursacht haben sollen.

Hauptausschuss untersagt Bürgermeister die Führung der Dienstgeschäfte

Wie die Zeitung weiter berichtet, geriet der Bürgermeister im Juni zudem mit einem Radfahrer in Streit. Partheil-Böhnke habe den Mann auf der Niendorfer Strandpromenade angehalten und von ihm ein Bußgeld kassieren wollen. In der darauffolgenden Auseinandersetzung soll er dem Radfahrer ein Glas Wein über die Kleidung geschüttet haben. Zu den bestehenden Vorwürfen kommt damit der Verdacht der Erpressung, der Nötigung und der Amtsanmaßung hinzu.
Die Kreisverwaltung Ostholstein leitete daraufhin Mitte Juli ein Disziplinarverfahren gegen den 57-Jährigen ein. Auch der elfköpfige Hauptausschuss von Timmendorfer Strand zog Konsequenzen und stellte den Rathauschef einstimmig frei. „Das Verbot umfasst sämtliche mit dem Amt des Bürgermeisters verbundenen Dienstgeschäfte, Aufgaben und dienstlichen Befugnisse“, heißt es in einer Mitteilung. Die Amtsgeschäfte führt bis zur Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr Partheil-Böhnkes Stellvertreter Nils Hopp (Bürger Bündnis Neue Perspektive, BBNP).
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Riesen-Protest gegen Zwangsräumung einer 87-Jährigen in Madrid

Zehntausende Menschen haben in Madrid für das Recht auf Wohnen und gegen Zwangsräumungen demonstriert.
Der Protest stand unter dem Motto „Ni una Maricarmen más“ („Keine weitere Maricarmen“) und richtete sich vor allem gegen die Zwangsräumung einer 87-Jährigen, die nach 70 Jahren aus ihrer Wohnung in der spanischen Hauptstadt vertrieben worden war.
Das Innenministerium sprach von rund 25.000 Teilnehmern, die Veranstalter vom Mieterverband „Sindicato de Inquilinas“ von 300.000.

Die Zwangsräumung beschäftigt viele Spanier

Der Fall der 87-jährigen Maricarmen hatte in Spanien große Aufmerksamkeit ausgelöst. Sie war 1956 mit ihren Eltern in die Wohnung im Madrider Stadtteil Retiro eingezogen und hatte später den Mietvertrag übernommen.
Nachdem das Gebäude an ein Immobilienunternehmen verkauft worden war, sollte sie ausziehen, weil ihr alter Mietvertrag beendet werden sollte. Am Mittwoch wurde sie nach mehreren gescheiterten Räumungsversuchen schließlich aus der Wohnung gebracht und anschließend ins Krankenhaus eingeliefert.
„Ich habe es nicht geschafft, mein Haus zu verteidigen, aber ich habe dafür gekämpft, dass die anderen lernen, für ihres zu kämpfen“, sagte Maricarmen in einer über den Mieterverband verbreiteten Botschaft. Im Interview des TV-Senders RTVE sagte sie: „Bitte, kämpft weiter“.
Die Rentnerin ist in ihrer Mobilität eingeschränkt und hat einen Behinderungsgrad von 50 Prozent. Trotz ihrer Situation wolle sie weiter für das Recht auf Wohnen kämpfen, sagte sie.

Demonstranten wollten Nacht in Protestcamp verbringen

Nach Abschluss der Demonstration errichteten Teilnehmer auf der Puerta del Sol ein Protestcamp mit Dutzenden Zelten. Hunderte bereiteten sich in ausgelassener Stimmung darauf vor, die Nacht dort auf dem dicht gefüllten Platz zu verbringen.
„Ich sehe eine sehr düstere Zukunft für uns alle. Umso schöner ist es, dass wir hier alle gemeinsam dafür eintreten, dass jeder von uns ein Zuhause haben möchte“, sagte eine junge Demonstratin zu RTVE.

Demonstranten bauen Zelte auf, während sie im Rahmen einer Protestaktion gegen Zwangsräumungen und die Wohnungskrise vor dem Sitz der Regionalregierung von Madrid auf der Puerta del Sol in Madrid am 26. September 2026 campieren.

Foto: Oscar Del Pozo/AFP via Getty Images

Die Demonstranten machen sowohl die linke Zentralregierung von Pedro Sánchez als auch konservative Regionalregierungen wie jene von Isabel Díaz Ayuso in Madrid für die Wohnungsnot verantwortlich.
Sie fordern unter anderem die automatische Verlängerung von Mietverträgen auf unbestimmte Zeit, einen besseren Schutz vor Zwangsräumungen, eine Einfrierung der Mieten sowie eine Reform des Mietrechts, die Zeitmietverträge und die Vermietung von Zimmern stärker reguliert.

Wohnungsenteignungen gefordert

Die ranghohe Politikerin der linken Partei Podemos und Europaabgeordnete Irene Montero forderte die Enteignung von 650.000 Wohnungen, die sich nach ihren Worten im Besitz von sogenannten „Geierfonds“ befinden, um sie für sozialen Wohnraum zu nutzen.
An dem Marsch von der Puerta del Sol zum Kongressgebäude beteiligten sich Menschen verschiedener Generationen. Ganze Familien, Jugendliche und Rentner gingen gemeinsam durch das Zentrum der Hauptstadt.
Größere Kundgebungen gab es gleichzeitig in elf anderen Städten Spaniens. In den vergangenen Tagen hatte es bereits landesweit erste Demonstrationen gegeben.
Unter dem Eindruck der Proteste arbeitet die Regierung daran, am 29. September im Ministerrat ein neues Gesetzesdekret zur Wohnungspolitik zu verabschieden. Vorgesehen sind unter anderem Maßnahmen gegen Zwangsräumungen.
Das Real Decreto-ley hätte unmittelbar Gesetzeskraft, müsste anschließend aber binnen 30 Tagen vom Parlament abgesegnet werden. Die Regierung verhandelt derzeit noch mit mehreren Parteien über die nötige Mehrheit. (dpa/red)
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So geht es mit Münchens Olympia-Bewerbung weiter

München soll es richten. Mit der bayerischen Landeshauptstadt geht Deutschland ins Rennen um die Bewerbung für Olympia und Paralympics für die Jahre 2036, 2040 oder 2044.
Nach dem gewonnenen Duell mit Köln-Rhein-Ruhr am Samstag in Baden-Baden müssen sich Sport und Politik nun für den globalen Wettstreit wappnen. Das Ziel ist erstmals seit 1972 wieder die Ausrichtung von Olympischen Spielen in Deutschland.

Vor welchen Hürden steht die Münchner Bewerbung?

In allererster Linie geht es darum, sich international in eine gute Position zu bringen. „Wir müssen quasi ab morgen loslegen“, sagte Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) nach dem DOSB-Entscheid vor dem Hintergrund, dass schon für 2036 eine Vergabe an die drittgrößte Stadt Deutschlands möglich ist.
Der Kern der Bewerbung soll so bleiben, auch an den vorgesehenen Wettkampfstätten wollen die Verantwortlichen nicht rütteln. Mit Ausnahme von Fußballspielen in Stuttgart und der Segelwettbewerbe in Kiel sollen sämtliche Events in Bayern stattfinden.
DOSB-Präsident Thomas Weikert sieht die Münchner Olympia-Bewerbung auch international mit guten Chancen.

DOSB-Präsident Thomas Weikert sieht die Münchner Olympia-Bewerbung auch international mit guten Chancen.

Foto: Marijan Murat/dpa

Das Konzept wollen die Verantwortlichen aber weiter verbessern und optimieren – und sich möglicherweise etwas von den nationalen Kontrahenten Köln-Rhein-Ruhr, Berlin und Hamburg abschauen.
„Erst mal ist das Konzept München maßgebend. Natürlich wird es bei den anderen Konzepten Ideen geben, die vielleicht in München noch nicht vorhanden sind“, sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert und fügte hinzu: „Wir wollen ja eine maximal gute Bewerbung haben, damit wir international eben eine Chance haben, die Spiele hierherzuholen.“
Dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) muss Deutschland Detailpläne und finanzielle Garantien vorlegen, bevor die erste Vorauswahl für die Vergabe der Sommerspiele 2036 im März 2027 abgeschlossen sein soll.
Die nächste Phase strategischer Verhandlungen würde dann bis Ende 2028 laufen, ehe in den letzten Monaten bis zur entscheidenden IOC-Session Mitte 2029 nur noch die aussichtsreichsten Kandidaten im Rennen verbleiben.

Wie sieht es mit der Finanzierung aus?

Krause geht von Kosten in Höhe von rund zehn Milliarden Euro aus. „Fünf Milliarden Eventkosten und fünf Milliarden Infrastrukturkosten, wobei es bei den Eventkosten so ist, dass die sich in der Vergangenheit – soweit ich weiß – selbst getragen haben“, sagte der Grünen-Politiker.
Für die Stadt München seien vor allem die Infrastrukturkosten relevant. „Sprich das olympische Dorf, der Ausbau des ÖPNV“, erklärte Krause.
Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause hofft auf Unterstützung durch den Bund.

Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause hofft auf Unterstützung durch den Bund.

Foto: Marijan Murat/dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach von mehreren Finanzierungssäulen. „Das ist das Sponsoring, das ist die Stadt, das ist das Land und dann am Ende auch der Bund.“ Mit dem Bund wolle man nun schnellstmöglich reden, „inwiefern er sich auch beteiligen wird“, sagte Krause.
„Denn wir können mit den Infrastrukturplanungen nicht warten, bis die Entscheidung des IOC gefallen ist, sondern wir müssen jetzt eigentlich loslaufen.“ Gut für München: Die aktuelle schwarz-rote Bundesregierung unterstützt eine deutsche Olympia-Bewerbung.

Wer sind die Konkurrenten von München?

Die Hauptkonkurrenten dürften aus Europa kommen. Denn Deutschland will dann mit einer Bewerbung überzeugen, wenn das IOC die Sommerspiele an einen europäischen Bewerber vergibt. Möglich ist 2029 auch eine Doppelvergabe für 2036 und 2040 an Asien und Europa.
Neben München haben Budapest und Istanbul Olympia-Pläne – auch Madrid, der Norden Großbritanniens und Italien mit der Toskana prüfen einen Anlauf.
Doch offen ist, ob die genannten Kandidaten auch tatsächlich dann ins Rennen um die Vergabe gehen und ihre Pläne konkretisieren – oder sich frühzeitig von der Idee verabschieden. Aus Asien gelten Indien und Katar als mögliche Bewerber.

Wie stehen die Chancen im internationalen Wettstreit?

Das ist noch relativ offen. Bislang lässt sich das IOC nicht in die Karten schauen – zumal die Konkurrenz ja noch nicht feststeht. Der DOSB rechnet sich durchaus große Chancen auf den Zuschlag aus.
„Der Standort Deutschland ist auch im IOC bekannt als guter Standort, um es ganz bescheiden zu formulieren“, sagte Weikert und fügte hinzu: „Wir können mit unserer Bewerbung ein Angebot machen – und wir haben ein gutes Angebot.“ Wie das IOC dann aber entscheidet, könne man „nur schwer beeinflussen“, so der 64-Jährige. (dpa/red)
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27.09.2026 | Schwerer Herbststurm über New York | Stichwahlen in Niedersachsen | Union 10 Prozentpunkte hinter der AfD

HEUTE8:57 Uhr

Stichwahlen um kommunale Spitzenposten in Niedersachsen

Zwei Wochen nach der Kommunalwahl in Niedersachsen finden heute Stichwahlen um Oberbürgermeisterposten und andere Spitzenämter statt. In Hannover tritt Grünen-Amtsinhaber Belit Onay gegen SPD-Kandidat Axel von der Ohe an. In der Stichwahl der Region Hannover treffen Eva Bender (SPD) und Oliver Junk (CDU) aufeinander. Auch Braunschweig und Oldenburg wählen ihre Oberbürgermeister.

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HEUTE8:37 Uhr

EU stellt 710 Millionen Euro für weltweite Krisenhilfe bereit

Die EU stellt 710 Millionen Euro für Krisenhilfe bereit. Rund 380 Millionen Euro gehen in Maßnahmen im Zusammenhang mit Migration in Afrika südlich der Sahara. Weitere 252 Millionen Euro sind für Nothilfe bei Konflikten, Vertreibungen, Epidemien und Naturkatastrophen bestimmt – davon 97 Millionen Euro für Subsahara, 103 Millionen Euro für Palästinensergebiete und den Libanon sowie 52 Millionen Euro für die Ukraine.

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HEUTE7:58 Uhr

Reisebus auf A96 umgekippt – zwei Tote und mehrere Verletzte

Auf der Autobahn 96 bei Buchloe im Ostallgäu ist ein Reisebus umgekippt, zwei Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Mehrere Menschen seien verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher.

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HEUTE7:38 Uhr

Patent-Urteil: Apple soll 5,7 Milliarden Dollar zahlen

Apple soll nach einem Urteil von US-Geschworenen gut 5,7 Milliarden Dollar wegen der Verletzung von zwei Patenten zahlen. In dem Prozess warf das Unternehmen Taction Technology dem Konzern vor, seine Technologie in der „Taptic Engine“ zu nutzen, die zum Beispiel die Vibrationsalarme im iPhone und der Computer-Uhr Apple Watch auslöst.  Apple kündigte Berufung an.
2014: Mit der Apple Watch eroberte Tim Cook den Wearables-Markt.

2014: Mit der Apple Watch eroberte Tim Cook den Wearables-Markt.

Foto: picture alliance/dpa

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HEUTE7:19 Uhr

Nach Huthi-Angriffen: Schulen in Riad stellen für eine Woche auf Fernunterricht um

In Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad sind Eltern informiert worden, dass der schulische Unterricht ihrer Kinder für eine Woche auf Fernunterricht umgestellt wird. Ein offizieller Grund wurde nicht mitgeteilt. Saudi-Arabien wird fast täglich von der pro-iranischen Huthi-Miliz im Jemen angegriffen; es werden Drohnen und ballistische Raketen abgefangen.

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HEUTE6:48 Uhr

Bis zu 31 Grad: Altweibersommer

Die kommenden Tage bringen Höchstwerte von bis zu 31 Grad im Südwesten; im Süden soll es freundlicher werden als im Norden, wo zeitweise dichtere Wolken erwartet werden. Laut Wetterdienst gibt es Temperaturen von 22 bis 29 Grad im Süden und 21 bis 27 Grad im Norden. Regen ist nicht in Sicht. Der Altweibersommer hält voraussichtlich bis zur Wochenmitte an. Danach nehmen Schauer und Gewitter von Westen her allmählich zu.

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HEUTE6:29 Uhr

Schwerer Herbststurm wütet über Nordosten der USA – mindestens ein Todesopfer

Herbststurm forderte im Nordosten der USA bisher mindestens ein Todesopfer – im New Yorker Stadtteil Brooklyn starb ein 56-jähriger Mann durch einen umstürzenden Baum getroffen. Hunderte Flüge wurden gestrichen, Zehntausende Menschen waren ohne Strom. Für die kommenden Tagen warnen Behörden New Jersey und Long Island vor starkem Wind, Überschwemmungen, hohen Wellen und heftigen Regenfälle mit bis zu 150 Liter Regen pro Quadratmeter.

Während eines „Nor’easter“-Sturms – so genannt wegen seiner nordöstlichen Winde – in Scituate, Massachusetts, am 26. September 2026 schlagen Wellen gegen die Küste.  

Foto: Joseph Prezioso/AFP via Getty Images

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HEUTE6:09 Uhr

Kassen warnen vor Pflege-Blockade – „Geld alle“

Die Pflegekassen ermahnen die SPD, die angekündigte Pflegereform nicht zu blockieren – es sei in wenigen Monaten schlichtweg das Geld alle. Immer neue SPD-Vorschläge gefährdeten die finanzielle Stabilität der Pflegeversicherung und die Versorgungssicherheit für Millionen Pflegebedürftige. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hatte Änderungen an Reformplänen von Gesundheitsminister Carsten Linnemann gefordert und mit Blockade gedroht.

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HEUTE5:45 Uhr

Union 10 Prozentpunkte hinter der AfD

CDU und CSU sind in der aktuellen INSA-Umfrage bundesweit auf 19 Prozent (-1) gefallen und erreichen damit ihren niedrigsten in dieser Legislaturperiode gemessenen Wert. Die AfD kommt unverändert auf 29 Prozent. SPD und Grüne erreichen 14 beziehungsweise 15 Prozent (jeweils +1). Die Linke 10 Prozent (-1), FDP 4 Prozent (-1), BSW 3 Prozent (+/-0).
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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27.09.2026 | Schwerer Herbststurm über New York | Kassen warnen vor SPD-Pflege-Blockade | Union 10 Prozentpunkte hinter der AfD

HEUTE6:48 Uhr

Bis zu 31 Grad: Altweibersommer

Die kommenden Tage bringen Höchstwerte von bis zu 31 Grad im Südwesten; im Süden soll es freundlicher werden als im Norden, wo zeitweise dichtere Wolken erwartet werden. Laut Wetterdienst gibt es Temperaturen von 22 bis 29 Grad im Süden und 21 bis 27 Grad im Norden. Regen ist nicht in Sicht. Der Altweibersommer hält voraussichtlich bis zur Wochenmitte an. Danach nehmen Schauer und Gewitter von Westen her allmählich zu.

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Schwerer Herbststurm wütet über Nordosten der USA – mindestens ein Todesopfer

Herbststurm forderte im Nordosten der USA bisher mindestens ein Todesopfer – im New Yorker Stadtteil Brooklyn starb ein 56-jähriger Mann durch einen umstürzenden Baum getroffen. Hunderte Flüge wurden gestrichen, Zehntausende Menschen waren ohne Strom. Für die kommenden Tagen warnen Behörden New Jersey und Long Island vor starkem Wind, Überschwemmungen, hohen Wellen und heftigen Regenfälle mit bis zu 150 Liter Regen pro Quadratmeter.

Während eines „Nor’easter“-Sturms – so genannt wegen seiner nordöstlichen Winde – in Scituate, Massachusetts, am 26. September 2026 schlagen Wellen gegen die Küste.  

Foto: Joseph Prezioso/AFP via Getty Images

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Die Pflegekassen ermahnen die SPD, die angekündigte Pflegereform nicht zu blockieren – es sei in wenigen Monaten schlichtweg das Geld alle. Immer neue SPD-Vorschläge gefährdeten die finanzielle Stabilität der Pflegeversicherung und die Versorgungssicherheit für Millionen Pflegebedürftige. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hatte Änderungen an Reformplänen von Gesundheitsminister Carsten Linnemann gefordert und mit Blockade gedroht.

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Union 10 Prozentpunkte hinter der AfD

CDU und CSU sind in der aktuellen INSA-Umfrage bundesweit auf 19 Prozent (-1) gefallen und erreichen damit ihren niedrigsten in dieser Legislaturperiode gemessenen Wert. Die AfD kommt unverändert auf 29 Prozent. SPD und Grüne erreichen 14 beziehungsweise 15 Prozent (jeweils +1). Die Linke 10 Prozent (-1), FDP 4 Prozent (-1), BSW 3 Prozent (+/-0).
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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