Categories
ausland ticker

Ceuta: Spanien will 500 Minderjährige aufs Festland bringen

Nach der Massenankunft von Migranten Ende Juli in Ceuta will Spanien rund 500 besonders schutzbedürftige unbegleitete Minderjährige auf das Festland bringen. Integrationsministerin Elma Saiz bestätigte im Interview des Radiosenders RNE entsprechende Medienberichte.
Die Zentralregierung in Madrid arbeite gemeinsam mit den Behörden der Nordafrika-Exklave sowie mit den Regionalregierungen des Landes an einer solchen Lösung, sagte sie.
Die Kinder sollen von Kinderschutzorganisationen in geeigneten Einrichtungen auf dem Festland betreut werden. Vorgesehen ist nach Medienberichten „die verbindliche und solidarische Aufnahme von Minderjährigen durch alle Regionen“ Spaniens sowie auch die Unterbringung in Pflegefamilien. Die Zahl von rund 500 Minderjährigen ist demnach vorläufig und kann sich noch ändern.
Saiz sagte, sie könne noch keine Einzelheiten zu dem Vorhaben nennen. Bei allen Maßnahmen müsse aber das „übergeordnete Interesse des Kindes“ geschützt werden. Ceuta werde dabei mit 25 Millionen Euro unterstützt. Zudem habe Spanien bei der EU Nothilfemittel beantragt.

In Ceuta bleibt die Lage angespannt

Seit der Massenankunft Ende Juli hat die spanische Nationalpolizei in Ceuta 2.168 unbegleitete Minderjährige identifiziert und den Behörden der Exklave übergeben, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete.
Ende Juli waren Schätzungen zufolge bis zu 80.000 Migranten nach Ceuta gelangt. Die meisten schafften es schwimmend in die Exklave an der Straße von Gibraltar.
Kurz darauf kehrte die große Mehrheit wieder nach Marokko zurück. Nach der jüngsten offiziellen Bilanz wurden 83 Leichen im Meer geborgen. Nichtregierungsorganisationen schätzen die Zahl der Todesopfer allerdings auf weit über hundert.
Nach Angaben von Innenminister Fernando Grande-Marlaska halten sich derzeit noch rund 5.000 Migranten in Ceuta auf. Die Versorgung und Unterbringung dieser Menschen, die nicht nur aus Marokko, sondern unter anderem auch aus Ländern südlich der Sahara stammen, stellt die Behörden weiterhin vor große Herausforderungen. Besonders groß ist die Sorge um die zurückgebliebenen unbegleiteten Minderjährigen, darunter viele Mädchen. (dpa/red)
Categories
ausland ticker

Aufatmen in Ceuta: Trotz Netz-Aufrufen kein neuer Ansturm

Der befürchtete neue Ansturm von Migranten auf die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta ist ausgeblieben. Trotz Aufrufen in Online-Netzwerken, erneut wie schon Ende Juli in Massen die Grenze zu überwinden, blieb die Lage am Wochenende ruhig. Spanien und vor allem Marokko hatten ihre Sicherheitsvorkehrungen im Vorfeld deutlich verstärkt.
Zwar wurden rund 300 Migranten, die mutmaßlich zur Exklave wollten, von Sicherheitskräften nahe der rund 20 Kilometer entfernten Grenzstadt Fnideq gestoppt, wie Medien unter Berufung auf marokkanische Behörden berichteten. Diese Zahl ist aber Alltag.
Entsprechend bilanzierte die Zeitung „El Mundo“: „Das Regime von König Mohammed VI. hat ein derart massives Sicherheitsaufgebot an der Grenze aufgefahren, dass so wenige Maghrebiner wie seit langem nicht mehr versucht haben, nach Spanien zu gelangen.“

Massiver Einsatz von Polizei und Armee an der Grenze zwischen Marokko und Spanien am 15. August 2026 in Fnideq (Castillejos), Marokko.

Foto: Adri Salido/Getty Images

Angst vor Chaos, dann Aufatmen

Die Erleichterung in Ceuta war groß. „Die Exklave atmete am Samstag auf“, berichteten die Zeitung „El Correo“ und andere spanische Medien unisono. Eine ältere Anwohnerin sagte im Fernsehen: „Uns fällt ein Stein vom Herzen. Viele hier hatten große Angst, dass sich das Chaos wiederholt.“
Ende Juli waren Schätzungen zufolge bis zu 80.000 Migranten nach Ceuta gelangt, von denen kurz darauf die meisten wieder nach Marokko zurückkehrten.
Den Eindruck einer weitgehend entspannten Lage bestätigte auch ein dpa-Reporter vor Ort. Im Stadtzentrum sei so etwas wie heile Welt. „Man sieht nur gelegentlich Polizei und Militär, die patrouillieren.“ Nur in den Außenbezirken seien größere Gruppen junger Migranten zu sehen, erzählte er. Auch am Sonntag sei es ruhig gewesen.
Marokkanische Sicherheitskräfte waren Augenzeugen zufolge rund um Ceuta und auch an der Grenze zur zweiten spanischen Exklave Melilla mit einem Großaufgebot im Einsatz – und verhinderten mögliche Grenzübertritte bereits weit vor der Grenze.

Panzer der spanischen Armee am 15. August 2026 am Grenzzaun zwischen Marokko und der spanischen nordafrikanischen Enklave Ceuta.

Foto: Jorge Guerrero/AFP via Getty Images

Nach Angaben marokkanischer Sicherheitskreise wurden dort 294 Menschen festgenommen, darunter 248 aus Ländern südlich der Sahara sowie 46 Marokkaner.
Zudem seien mindestens 61 weitere Personen wegen des Verdachts festgenommen worden, in sozialen Netzwerken zu irregulärer Migration aufgerufen oder diese gefördert zu haben.

Stacheldraht, Wasserwerfer und Patrouillenboote

Mit der Verstärkung der Sicherheitsvorkehrungen wollten die Behörden beider Länder verhindern, dass sich die Ereignisse von Ende Juli wiederholen, als nach verschiedenen Schätzungen Zehntausende Migranten nach Ceuta gelangten.
Spaniens Innenminister Fernando Grande-Marlaska hatte dieser Tage vor dem Hintergrund der neuen Sorgen erneut betont, die damalige Massenankunft sei ein „außergewöhnliches“ Ereignis gewesen, das sich nicht wiederholen werde.
In Fnideq errichetete Marokko laut RTVE unter anderem zusätzliche Sperren aus Stacheldraht und NATO-Draht. Patrouillenboote überwachten die Küste, Wasserwerfer standen an der Grenze bereit. Zudem wurden auf den Zufahrtsstraßen zahlreiche Kontrollstellen eingerichtet.

Schlüsselrolle Marokkos rückt in den Fokus

Auch Spanien hatte die Sicherheitsvorkehrungen deutlich erhöht. In Ceuta sind inzwischen 880 Beamte der Nationalpolizei im Einsatz – 270 mehr als noch Ende Juli. Unterstützt werden sie von rund 2.000 Soldaten und mehr als 700 Beamten der militärisch organisierten Polizeieinheit Guardia Civil.
Nach Einschätzung von Sicherheitskreisen unterstreicht der ausgebliebene Ansturm die zentrale Rolle Marokkos bei der Kontrolle irregulärer Migration in Richtung Europa.
„Das zeigt, dass Rabat irreguläre Migration stoppen kann, wenn es das will“, zitierte „El País“ einen ranghohen Polizeibeamten. „Marokko zeigt seine ganze Macht als Grenzwächter Ceutas“, titelte das Blatt.
Nach spanischen Angaben halten sich derzeit noch rund 5.000 Migranten in Ceuta auf.

Nach spanischen Angaben halten sich derzeit noch rund 5.000 Migranten in Ceuta auf.

Foto: Sven Kaeuler/dpa

Rückkehr zur Normalität braucht Zeit

Der Ansturm vor gut zwei Wochen gilt als beispiellos. Vor allem am 30. Juli waren Zehntausende Migranten meist schwimmend nach Ceuta gelangt. Nach der jüngsten offiziellen Mitteilung Madrids wurden im Meer 83 Leichen geborgen. NGOs schätzen die Zahl der Todesopfer auf weit über hundert.
Die meisten Ankömmlinge kehrten nach Angaben der spanischen Regierung innerhalb weniger Stunden oder Tage nach Marokko zurück. Nach Angaben von Innenminister Grande-Marlaska halten sich derzeit noch rund 5.000 Migranten in Ceuta auf. Es werde noch etwas Zeit dauern, bis die Exklave wieder vollständig zur Normalität zurückkehre, räumte er ein. (dpa/red)
Categories
ausland ticker

Rund 300 Migranten im Norden Marokkos nahe Grenze zu Ceuta festgenommen

Zwei Wochen nach dem Massenandrang von Migranten in die spanische Exklave Ceuta sind im Norden Marokkos fast 300 Migranten festgenommen worden.
294 Menschen, die meisten von ihnen Bürger aus Ländern südlich der Sahara, seien am Samstag nahe der Grenze zu Ceuta von marokkanischen Sicherheitskräften abgefangen worden, berichtete das Nachrichtenportal „Le360“.

Gerücht zu Grenzöffnung erneut aufgekommen

Ein Behördenvertreter sprach von einer „Routinemaßnahme zur Verhinderung von Versuchen der irregulären Migration“ in Richtung Ceuta. Die Migranten wurden auf einem bewaldeten Hügel oberhalb der Stadt Fnideq aufgegriffen.

Massiver Einsatz von Polizei und Armee an der Grenze zwischen Marokko und Spanien am 15. August 2026 in Fnideq (Castillejos), Marokko. Die Befürchtungen vor einem zweiten Ansturm von Migranten auf Ceuta haben sich verstärkt, nachdem in den sozialen Medien anonyme Aufrufe und falsche Gerüchte verbreitet wurden, wonach die Grenze zu Marokko geöffnet werde.

Foto: Adri Salido/Getty Images

Die marokkanischen Behörden hatten am Mittwoch angesichts von Falschmeldungen im Internet Maßnahmen angekündigt, um zu verhindern, dass erneut größere Gruppen von Migranten versuchen, nach Ceuta zu gelangen.
In den online verbreiteten Beiträgen wurde das Gerücht verbreitet, dass die Grenze nach Ceuta am Samstag geöffnet werde.

60 Festnahmen wegen Online-Gerüchten

Laut den Portalen „Le360“ und „Hespress“ wurden in den vergangenen Tagen in Marokko mehr als 60 Menschen festgenommen hätten, denen vorgeworfen wird, in Onlinenetzwerken „zur irregulären Migration anzustiften oder diese zu fördern“.
Vor rund zwei Wochen hatten nach Angaben der spanischen Behörden etwa 72.000 Menschen die neben Marokko gelegene Exklave Ceuta auf dem Landweg oder schwimmend erreicht. Der Großteil von ihnen wurde in das nordafrikanische Land zurückgebracht.
Während des Ansturms der Migranten kamen nach offiziellen Angaben 91 Menschen ums Leben. Die Menschenrechtsgruppe AMDH geht hingegen von mindestens 141 Toten aus. (afp/red)
Categories
ausland ticker

Ceuta rüstet sich gegen neuen Migrantenansturm – Grenze massiv gesichert

Nach Aufrufen in sozialen Netzwerken zu einem erneuten massenhaften Migrantenansturm auf Ceuta an diesem Wochenende haben Spanien und vor allem Marokko ihre Sicherheitsvorkehrungen an der Grenze zur spanischen Nordafrika-Exklave deutlich verstärkt. Am Grenzübergang in Ceuta war es jedoch morgens ruhig, wie ein dpa-Reporter vor Ort berichtete. Gleiches meldeten der staatliche Fernsehsender RTVE und andere spanische Medien aus der Exklave.
Die Behörden beider Länder wollen verhindern, dass sich die Ereignisse von Ende Juli wiederholen, als nach verschiedenen Schätzungen bis zu 80.000 Migranten nach Ceuta gelangten. Der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska betonte dieser Tage erneut, die damalige Massenankunft sei ein „außergewöhnliches“ Ereignis gewesen, das sich nicht wiederholen werde.
Vor wenigen Tagen hatte das Innenministerium in Marokko mitgeteilt, man habe eine Gruppe von Menschen festgenommen, die im Verdacht stehen, zu neuen Versuchen der illegalen Einreise in die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla angestiftet zu haben. In sozialen Medien kursierten Aufrufe zu gemeinsamen Massenüberquerungen am 15. August. Man habe jedoch alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um illegale Grenzübertritte zu verhindern.

Stacheldraht, Wasserwerfer und Patrouillenboote

Vor allem auf der marokkanischen Seite der Grenze wurden die Sicherheitsmaßnahmen in den vergangenen Tagen deutlich verschärft, wie RTVE berichtete. In der Grenzstadt Fnideq errichteten die Behörden demnach zusätzliche Sperren aus Stacheldraht und Nato-Draht.
Patrouillenboote überwachen laut RTVE die Küste, Wasserwerfer stehen an der Grenze bereit. Zudem gebe es zahlreiche Kontrollstellen auf den Zufahrtsstraßen. In Ceuta sind derweil 880 Beamte der spanischen Nationalpolizei im Einsatz, 270 mehr als noch Ende Juli. Sie werden von rund 2.000 Soldaten und 700 Beamten der Polizeieinheit Guardia Civil unterstützt.
In den sozialen Netzwerke kursierten Aufrufe zu einem neuen Ansturm auf die Exklave.

In den sozialen Netzwerke kursierten Aufrufe zu einem neuen Ansturm auf die Exklave.

Foto: Sven Kaeuler/dpa

Rückkehr zur Normalität braucht Zeit

Der Ansturm vor rund zwei Wochen war beispiellos. Vor allem am 30. Juli waren Zehntausende Migranten meist schwimmend nach Ceuta gelangt. Bei dem Versuch kamen Dutzende ums Leben: Nach der jüngsten offiziellen Mitteilung Madrids wurden im Meer 83 Leichen geborgen, Nichtregierungsorganisationen schätzen die Zahl der Todesopfer auf weit über hundert.
Die meisten Ankömmlinge kehrten nach Angaben der spanischen Regierung innerhalb weniger Stunden oder Tage nach Marokko zurück. Nach Angaben von Minister Grande-Marlaska halten sich derzeit noch rund 5.000 Migranten in Ceuta auf. Es werde noch etwas Zeit dauern, bis man zur totalen Normalität zurückkehrt, räumte er ein. (dpa/red)
Categories
deutschland ticker

14. August: Waldbrände in Deutschland | Mutmaßliche IS-Mitglieder festgenommen | Massenandrang auf Ceuta befürchtet

An dieser Stelle wird ein Video von Youtube angezeigt. Bitte akzeptieren Sie mit einem Klick auf den folgenden Button die Marketing-Cookies, um das Video anzusehen.

Waldbrände in Deutschland

Die Waldbrandlage hat sich im Saarland, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen zugespitzt. Besonders dramatisch war die Situation in Hürtgenwald. Über 2.000 Menschen wurden evakuiert. Es kamen auch Löschhubschrauber und zwei Pionierpanzer zum Einsatz. Vor allem von alter Munition geht eine hohe Gefahr aus. Die örtlichen Behörden meldeten heute Mittag, dass sich die Lage bei schwächerem Wind entspannt habe.

Beschäftigungstiefstand in der Autoindustrie

Die deutsche Autoindustrie hat so wenig Beschäftigte wie seit 2005 nicht mehr. Zum Ende des ersten Halbjahres 2026 waren in der Branche 42.300 Menschen weniger beschäftigt als noch ein Jahr zuvor. Mit rund 906.000 Beschäftigten ist die Automobilindustrie nach dem Maschinenbau die zweitgrößte Branche Deutschlands.

Mutmaßliche IS-Mitglieder festgenommen

In Sachsen wurden zwei Männer wegen des Verdachts auf IS-Mitgliedschaft festgenommen. Sie sollen zwischen 2016 und 2017 als Kämpfer für die Terrororganisation aktiv gewesen sein. Bei den Durchsuchungen wurden elektronische Geräte und Dokumente sichergestellt.

Massenandrang auf Ceuta befürchtet

In den sozialen Medien sind zuletzt vermehrt arabische Beiträge erschienen, die auf einen Massenandrang morgen, am 15. August, in Ceuta hinweisen. Bei dem Andrang Ende Juli sind Dutzende Menschen gestorben. Zwar kehrte der Großteil der über 70.000 Menschen zurück, die Situation vor Ort bleibt jedoch angespannt.

Strafmündigkeit herabgesetzt

Schweden hat das Alter der Strafmündigkeit von 15 auf 14 Jahre gesenkt. Damit sind Haftstrafen von bis zu 18 Jahren für Personen unter 18 Jahren möglich. Dies ist eine Reaktion auf die zunehmende Gewalt, da Banden immer häufiger Minderjährige unter 15 Jahren für Anschläge rekrutieren.
 
Categories
ausland ticker

Neuer Massenandrang auf Ceuta am 15. August befürchtet


In Kürze:

  • In sozialen Medien kursieren erneut Hinweise auf einen möglichen Massenansturm auf die spanische Exklave Ceuta.
  • Mehrere Facebook- und WhatsApp-Gruppen verweisen auf den 15. August und die marokkanische Grenzstadt Fnideq.
  • Die spanischen Sicherheitsbehörden rechnen nicht mit einem Andrang im Ausmaß der Ereignisse von Ende Juli, bleiben aber in erhöhter Alarmbereitschaft.
  • Bei dem damaligen Massenansturm gelangten rund 72.000 Menschen nach Ceuta; mehr als 70 Menschen kamen ums Leben.

Bei Spaniens Sicherheitskräften steigt die Anspannung mit Blick auf das kommende Wochenende. Knapp zwei Wochen nach dem Versuch mehrerer zehntausend Menschen, auf dem Seeweg in die spanische Exklave Ceuta zu gelangen, verdichten sich Hinweise auf einen neuerlichen Ansturm.
In sozialen Medien tauchten während der vergangenen Tage vermehrt Beiträge in arabischer Sprache auf, die Begriffe wie „15. August“ und „Fnideq“ enthielten. Dabei handelt es sich um die Nachbarstadt des auf dem afrikanischen Kontinent gelegenen Ceuta.

Ceuta-Memes und Debatte um 15. August in sozialen Medien

Die Zeitung „El País“ hat Zugang zu fünf Facebook-Gruppen mit insgesamt fast 400.000 Mitgliedern und neun WhatsApp-Gruppen mit mehreren hundert Mitgliedern erlangt. Dort finden sich Texte, Bilder und Memes, die auf einen möglichen Versuch hindeuten, von Marokko aus Ceuta zu erreichen. Auch auf Instagram seien vereinzelte Posts zu finden, die entsprechende Andeutungen enthalten. Da die großen Social-Media-Plattformen nach den Ereignissen von Ende Juli die Regeln verschärft haben, werden offene Aufrufe zum irregulären Grenzübertritt entfernt.
Allerdings diskutieren Nutzer über mögliche Versuche – aber auch über Risiken, die damit verbunden seien. Bei der bisher letzten kollektiven Bemühung, nach Ceuta zu gelangen, starben mehr als 70 Menschen. Gespräche, die sich vor allem zwischen jungen Marokkanern abspielen, bewegen sich zwischen Aufbruchsstimmung und Skepsis.
Personen, die zum Versuch des Grenzübertritts aufrufen, werden nach genauen Details zu deren Plan gefragt. Nutzer verlangen nach Fotos, Videos oder Kontakten. Die verklausulierten Aufrufe könnten nach Einschätzung von Sicherheitsbehörden dazu führen, dass sich junge Menschen nach Fnideq begeben. Dort würden sie versuchen, sich einen Platz in einem Boot zu erkaufen, das die Überfahrt verspricht.

Ereignisse von Ende Juli haben Skepsis verstärkt

Zwar rechnen spanische Einsatzkräfte nicht mehr mit einem Ansturm in einer Größenordnung wie Ende Juli. Im Vorfeld dieses massenhaften Versuchs, Ceuta zu erreichen, hatten sich Falschinformationen wie ein Lauffeuer verbreitet. Diese reichten vom bloßen Gerücht, dass Ceuta „offen“ sei, bis hin zu unzutreffenden Interpretationen eines Urteils des spanischen Obersten Gerichtshofs.
Dieser hatte die Rechte von Schutzsuchenden, die schwimmend in die Exklave gelangen, auf ein geordnetes Verfahren unterstrichen. In sozialen Medien und Messengergruppen stellten Nutzer dies als vermeintlich sicheren Weg zum Bleiberecht dar. Auch jetzt machen Nachrichten die Runde, die den Eindruck erwecken sollen, das Erreichen Ceutas sei unproblematisch und öffne die Tür in ein besseres Leben.
Die Erfahrungen von Ende Juli sind jedoch nicht ohne Wirkung geblieben. Dutzende Menschen sind gestorben, der größte Teil der mehr als 70.000 Einwanderungswilligen ist zurückgekehrt. Nur noch etwa 3.000 bis 5.000 von ihnen sollen sich in Ceuta befinden, darunter bis zu 1.000 unbegleitete Minderjährige. Eine Bleibeperspektive haben voraussichtlich auch sie nicht.

Guardia Civil in Ceuta vor dem Wochenende in Alarmbereitschaft

Dies führt zu weitverbreiteter Skepsis – was einen wesentlichen Unterschied zur Lage vor zwei Wochen darstellt. Junge Menschen stellen Fragen nach vermissten Verwandten, Preisen oder den Gefahren aufblasbarer Boote auf dem Meer.
Die Sicherheitskräfte sind dennoch in Alarmbereitschaft. Die Guardia Civil stellt in einem Bericht fest, dass seit Ende Juli/Anfang August „in sozialen Medien Aufrufe junger Marokkaner kursieren“. Diese sollen um das Vorhaben kreisen, „um den 15. August herum einen weiteren Masseneintritt in Ceuta zu versuchen“. Außerdem kursierte Faktencheckern zufolge bis vor kurzem noch eine Falschmeldung, wonach Spanien am kommenden Samstag die Grenzen öffnen würde.
„Euronews“ zufolge ist diesmal auch von einem entschlosseneren Eingreifen Marokkos gegen mögliche irreguläre Grenzübertritte auszugehen. Die Ereignisse von Ende Juli haben die bilateralen Beziehungen zwischen Marokko und Spanien schwer belastet. Auch in Rabat hat man kein Interesse an einer weiteren Eintrübung.

Marokko dürfte stärker eingreifen

Spanische Sicherheitsbehörden und Nachrichtendienste bestehen auf ihren Angaben, die Regierung über den geplanten Grenzübertritt im Vorfeld informiert zu haben. Allerdings räumen sie ein, dessen Ausmaß selbst unterschätzt zu haben.
Fallweise klangen aber auch Vorwürfe an Marokko an, wonach man in Rabat darüber informiert gewesen sei, dass mehrere Tausend Menschen einen Aufbruch nach Ceuta planen. Man habe die Informationen aber nicht an Spanien weitergegeben. Die Regierung in Madrid hingegen betont, zumindest die Zusammenarbeit mit Marokko bei der Bewältigung der Krise habe einwandfrei funktioniert.
Categories
ausland ticker

Schweden besorgt wegen Spaniens Legalisierung irregulärer Migranten


In Kürze:

  • Schwedens Premierminister Ulf Kristersson warnt vor neuen Migrationsbewegungen infolge der spanischen Regularisierung.
  • Spanien ermöglicht bestimmten irregulär aufhältigen Drittstaatsangehörigen einen legalen Aufenthalts- und Arbeitsstatus.
  • Ursprünglich rechnete die Regierung mit rund 500.000 Antragstellern; zuletzt wurden deutlich höhere Zahlen erwartet.
  • Nach dem Migrationsdruck auf die spanische Exklave Ceuta verschärften mehrere EU-Staaten ihre Grenzkontrollen.

 
Am Dienstag, 11. August, hat Schwedens Premierminister Ulf Kristersson in einem Interview die sogenannte Regularisierung der spanischen Regierung scharf kritisiert. Die am 14. April in Kraft getretene Amnestieregelung für bestimmte irregulär im Land befindliche Drittstaatsangehörige sei eine „sehr schlechte Idee“, so Kristersson.
In dem Gespräch mit der „Financial Times“ erklärte er, die Legalisierung des Aufenthaltsstatus für die Begünstigten könne innereuropäische Migrationsbewegungen wie im Jahr 2015 auslösen. Kristersson, der Umfragen zufolge bei den Reichstagswahlen in Schweden am 13. September um seine Wiederwahl bangen muss, sprach von einem „ziemlich großen Aufschrei“ infolge der spanischen Regelung während des jüngsten EU-Gipfels.

Regularisierung in Spanien gilt nicht für Ceuta-Migranten

Am 4. August hatten die EU-Innenminister eine strengere Kontrolle der Außengrenzen und schnellere Ausweisungen gefordert. Zudem verlangten sie effektivere Maßnahmen gegen Schleusernetzwerke. Das Treffen der Innenminister stand unter dem Eindruck des Versuchs mehrerer zehntausend Menschen, von Marokko aus in die auf dem afrikanischen Kontinent gelegene spanische Exklave Ceuta zu gelangen. Dabei starben 75 Menschen.
Viele von ihnen hatten ein Urteil des spanischen Obersten Gerichtshofs in Madrid über Verfahrensgarantien für Asylsuchende als Bleiberechtsgarantie missdeutet. Falschnachrichten in sozialen Medien hatten dies begünstigt. Spanien gewährte keinem der Asylsuchenden in Ceuta eine Weiterreise. Für die Exklave gelten Sonderregelungen, die vom Schengen-System abweichen und eine solche Zurückweisung ermöglichen. Außerdem gilt die spanische Amnestieregelung nicht für Migranten in Ceuta.
Kristersson erklärte, er habe Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez gegenüber seine Missbilligung der Amnestieregelung zum Ausdruck gebracht. Diese könne eine „ernste Bedrohung des Schengen-Raums“ nach sich ziehen. Man wisse, so der schwedische Ministerpräsident, „aus Erfahrung, dass viele Menschen, die nach Europa kommen, in den Norden gehen“. Dies sei auch 2015 der Fall gewesen.

Deutlich höhere Zahl an Anträgen als erwartet

Von der Amnestieregelung können Angehörige von Drittstaaten Gebrauch machen, die sich vor dem 31. Dezember 2025 mindestens fünf Monate ununterbrochen in Spanien aufgehalten haben. Auch Asylsuchende, die vor Ende des Vorjahres ihren Antrag gestellt hatten, können eine sogenannte Regularisierung beantragen.
Ebenfalls von der Regularisierung profitieren sollen minderjährige Kinder von Antragstellern, sofern sie sich in Spanien aufhalten. Legalisiert werden kann der Status nur von Personen, die keine Vorstrafen aufweisen und nicht als Gefahr für die öffentliche Ordnung gelten. Ziel der Regelung ist es, Schwarzarbeit zu bekämpfen und legale, sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse zu schaffen. Regelungen dieser Art hatte es in Spanien bereits mehrfach gegeben.
Hatte die spanische Regierung zunächst mit etwa 500.000 Antragstellern gerechnet, zeichnete sich zuletzt eine deutlich höhere Zahl ab. Ende Juni 2026 endete die Frist zur Antragstellung. Die spanische Regularisierung ermöglicht lediglich die Legalisierung des Aufenthalts in Spanien einschließlich eines Aufenthaltstitels und des Zugangs zum Arbeitsmarkt. Von der Regularisierung sollen hauptsächlich Einwanderer aus Marokko, Algerien, dem Senegal und lateinamerikanischen Staaten profitieren, die undokumentiert beschäftigt werden.

Regularisierung schafft nur Aufenthaltstitel für Spanien

Eine spätere räumliche Mobilität innerhalb des Schengen-Raums ist damit nicht garantiert. Die aufgrund der Regularisierung erteilten vorübergehenden Aufenthaltsgenehmigungen lassen sich nach einem Jahr in eine reguläre Aufenthaltserlaubnis umwandeln. Der legale Status ermöglicht es den Begünstigten, innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen für bis zu 90 Tage im gesamten Schengen-Raum zu reisen.
Über das Ausmaß der Weiterwanderung legalisierter Drittstaatsangehöriger aus Spanien in andere EU-Mitgliedstaaten liegen derzeit keine belastbaren amtlichen Statistiken vor. Weder Spanien noch die EU führen gesonderte Mobilitätsdaten für die Gruppe der von der Regularisierung Begünstigten. Italien hat am 31. Juli angesichts der Lage in Ceuta eine einmonatige Aussetzung bestimmter Schengen-Regelungen gegenüber Spanien angekündigt. Frankreich kündigte eine Verschärfung der Grenzkontrollen an.
Categories
ausland gesellschaft ticker

Ceuta: Präsident will Migranten bis zur Ausweisung internieren

Nach dem Massenandrang von Migranten in die spanische Exklave Ceuta will der örtliche Präsident Juan Jesús Vivas die verbliebenen Migranten bis zu ihrer Ausweisung internieren.
In einer Art „Abschiebezentrum für Ausländer“ sollten „diese Menschen untergebracht und eingesperrt bleiben“, sagte Vivas am Montag bei einer Pressekonferenz. Die Lage vor Ort sei „unhaltbar“ und „inakzeptabel“.

Bewegungsfreiheit soll eingeschränkt werden

Vivas forderte, die Bewegungsfreiheit der verbliebenen Migranten müsse „eingeschränkt werden, bis ihre Abschiebungen bearbeitet und abgeschlossen sind“.
Er verlangte „dringend“ einen „staatlichen Plan, der darauf abzielt, in Ceuta wieder Normalität herzustellen“.

Tausende Migranten in Ceuta

Zahlen der spanischen Regierung zufolge hatten Ende Juli rund 72.000 Menschen die an Marokko grenzende spanische Exklave Ceuta auf dem Landweg oder schwimmend erreicht. Nach Angaben der Regierung in Madrid befinden sich noch knapp 2.000 Migranten in Ceuta.
Der Präsident der Exklave bezifferte die Zahl der verbliebenen Migranten hingegen auf 8.000 bis 11.000. In Ceuta leben etwa 84.000 Menschen.

Mehr Polizei und Soldaten

Der für die Beziehungen zu den Regionen des Landes zuständige spanische Minister Ángel Víctor Torres versicherte der Bevölkerung Ceutas, dass die Zahl der Polizisten und Soldaten in der Exklave erhöht worden sei.
Er betonte zugleich, dass die Zusammenführung minderjähriger Migranten mit ihren Familien Priorität habe. Eine mögliche Ausweisung erwähnte er dabei nicht.

Versorgungslage angespannt

Die in Ceuta verbliebenen Migranten, unter ihnen Hunderte unbegleitete Minderjährige, haben Schwierigkeiten, Zugang zu Nahrung, Wasser, Unterkunft und sanitären Einrichtungen zu erhalten.
Ihre Zukunft hat einen Konflikt zwischen der sozialistischen Regierung Spaniens und den von der konservativen Volkspartei (PP) und der Vox regierten Regionen ausgelöst. (afp/red)
Categories
gesellschaft ticker

Ceuta und die Israel-These: Massive Kritik an ARD-Journalist Georg Restle


In Kürze:

  • Georg Restle teilte auf X eine These, wonach der Massenandrang von Migranten auf Ceuta Teil einer geopolitischen Strategie Marokkos, Israels und der USA gewesen sein könnte.
  • Darauf folgten deutliche Kritik auf X und eine Beschwerde beim WDR gegen den ARD-Journalisten.
  • Politiker und ein Mitglied des WDR-Rundfunkrats werfen Restle vor, eine unbelegte Theorie zu verbreiten und damit die Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu beschädigen.

 
Die Diskussion um den Migrantenandrang auf die spanische Exklave Ceuta hat inzwischen auch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk erreicht. ARD-Journalist Georg Restle teilte auf der Plattform X einen Beitrag, in dem die These vertreten wird, der Massenandrang könne Teil einer größeren geopolitischen Strategie von Marokko, Israel und den USA gewesen sein.
Der Beitrag stellt dabei einen Zusammenhang mit den Abraham-Abkommen her und greift die These auf, die Aktion in Ceuta habe dazu dienen können, politischen Druck auf Europa auszuüben, eine europäische Regierung zu schwächen, Europa zu spalten sowie Völkerrecht und Menschenrechte zu untergraben.
Georg Restle postet auf X: „Ceuta war weder eine echte humanitäre Krise noch Teil eines antikolonialen Kampfes, sondern Teil der Bemühungen des immer stärker werdenden US-israelisch-marokkanischen Bündnisses (…), eine progressive europäische Regierung zu schwächen, Europa zu spalten und das Völkerrecht zu untergraben.“

Mit Klick auf den folgenden Button stimmen Sie zu, dass der Inhalt von twitter geladen wird.

Zunes: Ceuta als geopolitische Strategie

Restles Post zitierte die zusammenfassenden Schlussworte aus einer verlinkten Analyse des US-amerikanischen Politikwissenschaftlers Stephen Zunes in „The Nation“ mit der Überschrift „The Real Story Behind the Human Wave That Entered Ceuta“. In dem Artikel vertritt Zunes die These, der Massenandrang auf die spanische Enklave gehe auf eine Absprache zwischen Israel, den USA und Marokko zurück.
Die Menschenmassen, „die nach Ceuta strömten“, hätten nicht aus verzweifelten Flüchtlingen bestanden, schreibt Zunes, Professor an der University of San Francisco, der auf Nahostpolitik und US-Außenpolitik spezialisiert ist.
Zunes zufolge zeigten Videos, dass „keiner von ihnen“ Taschen bei sich getragen habe. Zudem seien viele Menschen in organisierten Lkw-Ladungen antransportiert und von marokkanischen Grenzbeamten durchgewinkt worden. Und weiter: „Das gleichzeitige Erscheinen Zehntausender Menschen an der Grenze erforderte zweifellos einen enormen logistischen Aufwand.“
Nach dem Teilen und Zitieren des Artikels sieht sich Restle, der über Jahre das ARD-Politikmagazin „Monitor“ prägte und seit 2024 ARD-Korrespondent in Nairobi ist, nicht nur mit zahlreichen kritischen Kommentaren unter seinem Post, sondern auch mit dem Vorwurf des Antisemitismus konfrontiert.

Auf X hagelt es Kritik: Vorwurf der „kognitiven Fehlleistung“

Karoline Preisler (FDP) kommentierte Restles Beitrag mit einem Aluhut-Meme und der Aussage: „Der Jude ist an allem schuld. Lalalalala. Der Jude ist an allem schuld. Lalalalala. Leute! Achtung! Georg Restle ist einer ganz großen Sache auf der Spur. Wirklich!“

Mit Klick auf den folgenden Button stimmen Sie zu, dass der Inhalt von twitter geladen wird.

Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, fragte Restle via X, ob er „irgendeinen Beweis für diese wilden Behauptungen“ habe, „oder sind Fakten mittlerweile obsolet?“.
Ulf Poschardt, Journalist und ehemaliger Chefredakteur der WELT, kommentierte den Beitrag ebenfalls scharf. Er schrieb: „Der linke Antisemitismus ist der endgültige Offenbarungseid dieses Milieus.“
Noch schärfer wurde Jan Jacobi, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Potsdam. Er kommentierte ebenfalls via X, sollte Restle seine Aussage tatsächlich ernst meinen, handele es sich um eine „bedenkliche funktionelle kognitive Fehlleistung“, und fragte anschließend: „Was sagt der Rundfunkrat dazu?“

Beschwerde bei WDR-Programmdirektorin

Auch im WDR-Rundfunkrat ist der Fall inzwischen Thema. Ein Mitglied des Gremiums hat beim Sender eine Beschwerde gegen Restle eingereicht. In einem Brief an WDR-Programmdirektorin Andrea Schafarczyk fordert Felix Schotland, Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln, eine Stellungnahme zu Restles Post.
In dem von der „Jüdischen Allgemeinen“ im Wortlaut veröffentlichten Beschwerdebrief kritisiert Schotland, dass eine derart weitreichende geopolitische Behauptung ohne nachvollziehbare Einordnung oder erkennbare Distanzierung verbreitet werde und dies das Vertrauen in die journalistische Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit des WDR beschädige.
„Unabhängig davon, ob Herr Restle dies als persönliche Meinungsäußerung versteht, wird er von der Öffentlichkeit als Repräsentant des WDR wahrgenommen“, moniert Schotland. Sein Brief sei als „persönliche Beschwerde“ zu verstehen. Der Beitrag von Restle habe ihn bestürzt.

Migration als Druckmittel?

Der WDR hatte Anfang August darüber berichtet, ob Marokko den Massenandrang auf Ceuta zumindest zugelassen oder als politisches Druckmittel gegenüber Spanien eingesetzt haben könnte. In einem Beitrag des Senders hieß es, marokkanische Behörden hätten Menschen offenbar nicht am Grenzübertritt gehindert. Daraus ergab sich der Verdacht, Marokko könnte Migration als Druckmittel gegenüber Spanien genutzt haben.
Laut der Nachrichtenagentur Reuters legen Erkenntnisse spanischer Nachrichtendienste nahe, dass Marokko den massenhaften Zustrom zwar ermöglicht, aber nicht selbst organisiert habe. Gelockerte Grenzkontrollen hätten den Ansturm begünstigt.
Davon zu unterscheiden ist die weitergehende Behauptung, Marokko habe dabei gemeinsam mit Israel und den USA gehandelt und den Massenandrang als Teil einer abgestimmten geopolitischen Strategie geplant. Für eine solche Beteiligung Israels oder der USA liegen nach der derzeit dargestellten Quellenlage keine entsprechenden Belege vor.
Die Beziehungen zwischen den USA, Israel und Marokko haben sich seit dem 2020 geschlossenen Normalisierungsabkommen im Rahmen der Abraham-Abkommen deutlich intensiviert. Dazu gehören auch engere sicherheitspolitische und militärische Beziehungen, über die vielfach berichtet wurde. Ein Zusammenhang zwischen dieser Kooperation und den Ereignissen in Ceuta ist damit jedoch nicht belegt.
Categories
deutschland ticker

Gewerkschaft der Polizei: Ceuta-Migrationsansturm könnte hybrider Angriff gewesen sein

In der vergangenen Woche hatten kurzzeitig rund 72.000 Menschen die Grenze von Marokko zur spanischen Exklave Ceuta überwunden. Rund 70.000 von ihnen sollen inzwischen nach Marokko zurückgekehrt sein. Es wurden bisher 75 Tote unter den Migranten gezählt. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert Konsequenzen aus diesem Vorfall. Dazu befragte Epoch Times Andreas Roßkopf, Vorsitzender der GdP im Bereich Bundespolizei und Zoll.
Herr Roßkopf, Sie fordern Konsequenzen nach dem Vorfall in Ceuta. Sie warnen als Gewerkschaft vor einem möglichen Zuwachs illegaler Einreise nach Deutschland. Wie hängt das eine mit dem anderen zusammen?
Man darf nicht vergessen: Wir haben an den europäischen Außengrenzen und unter der Beteiligung aller EU-Länder das sogenannte Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) eingeführt – ein System, das zwei Jahre lang vorbereitet wurde und nun in Kraft getreten ist. Das heißt, die EU-Länder haben sich darauf geeinigt, den europäischen Außengrenzschutz zu verstärken und gemeinschaftlich zu betreiben. Außerdem sollen die Verteilungsschlüssel und die sozialen Kriterien in den Ländern angeglichen werden, damit EU-weit ein einheitlicher Standard für Asylsuchende besteht. Nach dem Vorfall in Ceuta mussten wir jedoch feststellen, dass das GEAS-System noch nicht funktioniert. Denn Spanien schien plötzlich überfordert zu sein. Die EU hat sehr lange gebraucht, um geschlossen zu handeln. Gestern fand daher eine Innenministerkonferenz der EU-Länder statt.

An dieser Stelle wird ein Video von Youtube angezeigt. Bitte akzeptieren Sie mit einem Klick auf den folgenden Button die Marketing-Cookies, um das Video anzusehen.

Die marokkanische Regierung macht Falschinformationen in den sozialen Medien und die Aktivitäten von Schleusern für den Massenzustrom nach Ceuta verantwortlich. Der CDU-Geheimdienstexperte Marc Henrichmann schließt einen hybriden Angriff auf die EU nicht aus. Dies würde Migration zu einer politischen Waffe machen. Zudem steht im Raum, dass Russland den Ansturm durch Social-Media-Bots initiiert hat, um die EU unter Druck zu setzen. Welche Erklärung halten Sie für plausibel?
Aus unserer Sicht sind das bisher nur Spekulationen. Doch wir kennen solche Situationen aus dem Jahr 2015 und den darauffolgenden Jahren. Damals hatten wir bereits eine hybride Kriegsführung aus dem russischen Raum. Damals wurden gezielt Menschen dabei unterstützt, illegal nach Deutschland einzureisen, wobei die Täterstaaten teilweise eigene Grenzkontrollen aufhoben. Es ging sogar so weit, dass den illegalen Einwanderern die Flüge bezahlt wurden, um sie über die Ostgrenze Polens in die EU einzuschleusen. Der Verdacht liegt nahe, dass Ähnliches jetzt in Marokko geschehen ist. Länder versuchen, mithilfe von Migrationsbewegungen Druck auf die EU auszuüben und uns unsere Schwäche im Bereich des EU-Außengrenzschutzes vor Augen zu führen. Wir können davon ausgehen, dass diese Art der hybriden Kriegsführung auch heute noch betrieben wird.
Nun ist es jedoch nicht ohne Weiteres möglich, von Ceuta in den Schengen-Raum einzudringen. Könnte dies jedoch an anderen Stellen der EU-Außengrenze passieren?
In den Jahren von 2015 bis 2021/22 haben wir das in den osteuropäischen Ländern der EU besonders deutlich erlebt. Das kann jederzeit wieder passieren. Deshalb hat die EU das einheitliche GEAS-Asylsystem eingeführt. Man hat sich auch darauf geeinigt, die EU-Grenzschutzagentur Frontex zu verstärken und ihr mehr Einflussmöglichkeiten an den Außengrenzen zu geben. Der erste Test für das neue EU-Asylsystem, der Migrationsansturm in Ceuta, hat jedoch gezeigt, dass die EU-Länder noch viel zu tun haben.
Es hieß nach dem EU-Innenministertreffen, dass die Kommunikation verbessert und die sozialen Medien besser überwacht werden sollen. Wird das ausreichen, um eine solche Situation in Zukunft zu verhindern?
Dafür ist ein umfangreiches Maßnahmenpaket nötig. Dazu gehört selbstverständlich die Überwachung der Social-Media-Kanäle. Denn darüber wird sehr viel gesteuert. Wir wissen aus den Medien und von den Menschen, die unerlaubt zu uns kommen, dass sie soziale Medien sehr stark als Informationsquelle nutzen. Das funktioniert dann wie ein Lauffeuer. Solche Plattformen müssen überwacht werden. Es geht aber auch darum, Frontex zu verstärken und vieles mehr. Zudem muss die Attraktivität der EU-Länder für illegale Migration gesenkt werden. Wir benötigen menschenwürdige Standards, die völlig in Ordnung sind. Aber wir müssen von diesem Luxusstandard für Migranten und Asylsuchende herunterkommen. Wir benötigen einheitliche Standards in allen EU-Ländern für Menschen, die Asyl suchen. Zudem müssen wir im Bereich der Abschiebungen und Rückführungen viel stärker werden. Das heißt, wir müssen mit Dritt- oder Herkunftsstaaten Aufnahmevereinbarungen treffen, um Menschen schnell wieder abschieben zu können, deren Asylverfahren negativ beschieden wurde oder bei denen von vornherein klar ist, dass sie nicht aufgenommen werden können. GEAS soll helfen die EU-Außengrenze besser zu schützen. Denn die Binnengrenzkontrollen in Deutschland dürfen kein Dauerzustand bleiben. Die Reisefreiheit in unserem Schengenraum, das Überschreiten der Grenzen, ohne dass man es merkt, muss wieder zur Selbstverständlichkeit werden.
Spanien steht wegen seines Umgangs mit der Situation und seiner Migrationspolitik in der Kritik. Der sozialistischen Regierung unter Führung von Pedro Sánchez wird vorgeworfen, mit dem Start eines Programms zur Legalisierung des Aufenthaltsstatus für illegal eingereiste Migranten Flüchtlinge in Ceuta ermutigt zu haben. Was halten Sie von diesem Vorwurf? Ist solch eine Politik tatsächlich ein Pull-Faktor?
Natürlich sind das Pull-Faktoren. Man muss da aber sehr sensibel und auch sehr genau hinschauen. Diese Dinge, die Sie gerade angesprochen haben, verbreiten sich unter den Menschen, die unerlaubt in die EU kommen wollen, sehr schnell. Wir müssen hier sehr konsequent sein. Das heißt, alle 27 EU-Staaten müssen an einem Strang ziehen. Dann kann es natürlich nicht sein, dass das eine oder andere Land Versprechungen macht oder Hoffnungen weckt, solche Dinge einzuführen. Wir haben einen sozialen Standard. Wir haben klare Regeln für Asyl- und Schutzsuchende. Diese müssen aber überall gleich sein. Da darf auch kein Land ausscheren.
Warum wollen die Menschen immer noch in großen Teilen nach Deutschland, obwohl sich hier schon etwas verändert hat?
Ja, es hat sich etwas verändert. Die Frage ist: Hat sich genug verändert? Ist die Situation hier nicht immer noch um einiges besser als in den EU-Nachbarstaaten? Haben wir einen einheitlichen Standard? Haben wir einen einheitlichen Verteilungsschlüssel? Natürlich zieht Deutschland durch die jahrelange Aufnahme von Migranten immer noch weitere Menschen an. Viele haben schon Verwandte, Bekannte oder Familienangehörige in Deutschland. Das darf aber kein Grund sein. Wir müssen ganz klar über den EU-Verteilungsschlüssel und eine flächendeckende Verteilung der Asylantragsteller sprechen. Wir müssen die Länder, die an den EU-Außengrenzen liegen, wie beispielsweise Italien, Griechenland und Spanien, besser unterstützen. Es darf nicht sein, dass allein der Anspruch und Wille der Menschen, die nach Europa kommen, entscheidend sind. Es muss vielmehr klar sein, dass die EU entscheidet, wer wo untergebracht wird und wo das Asylverfahren letztendlich durchgeführt wird.
Seit über einem Jahr ist die neue schwarz-rote Regierung im Amt. Das Innenministerium wird seitdem von einem CSU-Politiker geführt. Welche Auswirkungen hatte das auf die Arbeit der Bundespolizei?
Unter Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) gibt es ganz klare Vorgaben, was den Umgang mit illegaler Migration angeht. Wir haben die Grenzkontrollen auf die gesamten Binnengrenzen Deutschlands ausgeweitet. Wir haben jetzt feste taktische und rechtliche Säulen für die Kontrollen und haben sie professionalisiert. Beim Thema Abschiebungen und Rückführungen sind wir wieder klarer und haben jetzt eindeutige Kriterien, um Menschen an den Grenzen abzuweisen. Allerdings müssen wir aufpassen, dass es nicht zu einer dauerhaften Überlastung der Bundespolizei kommt.
Seit 2018 fordern wir den Aufbau einer modernen, flexiblen Grenzpolizei mit moderner Drohnentechnik und schnellen Fahndungsfahrzeugen. Wir benötigen aber auch sogenannte Bürofahrzeuge, in denen wir Grenzübertrittsfälle bereits an den Grenzen selbst bearbeiten können. Außerdem fehlen eine Kennzeichenerfassungstechnik und mobile Kontrollstellen in modularer Bauweise, die wir innerhalb weniger Tage verlegen können, da 80 bis 90 Prozent der illegalen Einwanderer über Schleuser nach Deutschland kommen. Die Schleuserorganisationen sind hochprofessionell und erkennen innerhalb weniger Stunden, wo wir Kontrollstellen betreiben.
Die Grenzkontrollen haben Wirkung gezeigt. Allein schon gegenüber unseren EU-Nachbarn. Diese haben unmittelbar nach der Ausweitung unserer Grenzkontrollen damit begonnen, ihre Außengrenzen Richtung Osten zu verstärken. Auch hat sich damals in den sozialen Medien schnell herumgesprochen, dass Deutschland seine Grenzkontrollen verschärft hat und nicht mehr jeden, der ohne Berechtigung zur Einreise zu uns kommt, einreisen lässt. Nun ist es aber auch an der Zeit, diese stichprobenartigen Kontrollen modern und flexibel zu gestalten, sodass die Belastung für die Bundespolizei sukzessive reduziert werden kann.
Vielen Dank für das Interview!
Das Interview führte Erik Rusch.
Categories
ausland ticker

Präsident von Ceuta: Lage für angekommene Kinder „unhaltbar“

Nach dem Massenandrang von Migranten ist die Lage für die angekommenen Kinder in der spanischen Exklave Ceuta nach den Worten des örtlichen Präsidenten „unhaltbar“.
Derzeit liege die Auslastung der Aufnahmezentren für Minderjährige in Ceuta um 2.600 Prozent über der Kapazitätsgrenze.
Das sagt der Präsident von Ceuta, Juan Jesús Vivas, am Mittwoch dem spanischen Fernsehen. Er schätzte die Zahl der Minderjährigen auf etwa 1.100. Die Situation sei „absolut unhaltbar“.

Bislang 528 Minderjährige registriert

Ceuta habe „keinerlei zusätzlichen Platz“ und stehe unter „sehr starkem Druck“, die Minderjährigen aufzunehmen, sagte der Präfekt der Region, Miguel Ángel Pérez Triano. Nach Angaben des Präfekten hat die spanische Polizei bislang 528 Minderjährige registriert, die anschließend in Aufnahmeeinrichtungen kamen.
Die NGO Save the Children hatte am Montag auf die Überbelegung der Aufnahmezentren für Kinder hingewiesen. Sie erklärte, dass in Ceuta derzeit derzeit etwa 1.000 Kinder betreut würden – und damit weit mehr, als das System mit seinen etwa 100 Plätzen eigentlich ermögliche.

Ceuta bittet andere Regionen um Hilfe

Ceutas Präsident bat den Rest Spaniens um Hilfe bei der Bewältigung der Situation der Minderjährigen. „Ceuta befindet sich in einer extrem prekären Lage, und wir rufen um Hilfe.“
Spanischem Recht zufolge müssen sich die übrigen Regionen an der Aufnahme von Minderjährigen aus besonders stark betroffenen Gebieten beteiligen. Dies stößt aber auf Widerstand bei Regionen, die von der oppositionellen konservativen Volkspartei PP regiert werden – teilweise zusammen mit der Partei Vox.
Zahlen der spanischen Regierung zufolge hatten in der vergangenen Woche rund 72.000 Menschen Ceuta teils schwimmend erreicht, die meisten kehrten nach Marokko zurück.
Am Dienstag befanden sich demnach noch rund 2.000 dieser Migranten in Ceuta. 79 Menschen kamen laut den spanischen Angaben ums Leben. Marokkos Innenministerium sprach am Sonntag in einer ersten offiziellen Reaktion von elf Toten. (afp/red)
Categories
deutschland ticker

4. August: 43 Prozent für Kanzlerwechsel | Kernkraftwerk-Abschaltung | Machtwort zum Rentenpaket

An dieser Stelle wird ein Video von Youtube angezeigt. Bitte akzeptieren Sie mit einem Klick auf den folgenden Button die Marketing-Cookies, um das Video anzusehen.

43 Prozent für Kanzlerwechsel

Laut einer Forsa-Umfrage halten 43 Prozent der Befragten einen Kanzlerwechsel für sinnvoll. Besonders Bürger im Westen zeigen mehr Bereitschaft für einen Kanzlertausch. Zugleich ist etwa die Hälfte der Deutschen der Meinung, dass die Union auch mit einem anderen Kandidaten als Merz nicht mehr Zustimmung bekommen würde.

Kernkraftwerk-Abschaltung

In Ungarn ist ein politischer Streit über eine mögliche Energiekrise entbrannt. Hintergrund ist die geplante vorübergehende Abschaltung des einzigen Kernkraftwerks des Landes. Ministerpräsident Magyar wirft seinem Vorgänger Versäumnisse vor. Orbáns Partei Fidesz sieht hingegen die Verantwortung bei der aktuellen Regierung.

Machtwort zum Rentenpaket

Unionsfraktionschef Thorsten Frei hat im Streit um die „Rente mit 63“ Änderungsforderungen zurückgewiesen. Er sehe keinen Verhandlungsspielraum für Forderungen aus der eigenen Fraktion, und hofft, insbesondere die Ministerpräsidenten aus Ostdeutschland umstimmen zu können.

Mögliche Mittäter vom CSD-Anschlag

Der Innenausschuss berät heute über den CSD-Anschlag. Im Mittelpunkt stehen unter anderem das Vorgehen der Sicherheitsbehörden und mögliche Konsequenzen. Zugleich prüfen die Ermittler neue Spuren sowie Hinweise auf weitere Beteiligte, darunter ungewöhnliche Bewegungsdaten des Tatfahrzeugs.

Migration als Waffe

Der Vorsitzende zur Beaufsichtigung der deutschen Geheimdienste schließt einen hybriden Angriff auf die EU als Ursache für den Migranten-Ansturm in Ceuta nicht aus. Andere Länder hätten bereits Erfahrung mit „Migration als Waffe“. Deutschland müsse von Balten, Polen und Skandinavien lernen.

Heftige Unwetter erwartet

Nach hohen Temperaturen bis zu 38 Grad in vielen Regionen Deutschlands, warnt der Deutsche Wetterdienst vor Unwettern. Örtlich können Starkregen, Hagel und orkanartige Sturmböen auftreten. Details zu örtlichen Besonderheiten finden Sie auf unserer Webseite.
 
Categories
ausland ticker

Ceuta-Krise: EU zeigt Solidarität mit Spanien nach Massenandrang auf Ceuta

Nach dem Massenandrang von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta haben die EU-Länder in einer Krisensitzung Einigkeit demonstriert. „Es gab in der Runde volle Solidarität mit Spanien“, sagte EU-Innenkommissar Magnus Brunner nach einer Videokonferenz der EU-Innenminister am Dienstag, den 4. August.
Die Vorfälle hatten zuvor einen Streit zwischen Spanien auf der einen Seite und EU-Ländern mit einer harten Linie gegen Migranten auf der anderen Seite ausgelöst.

EU sieht Sicherheit der Außengrenzen getestet

Der Andrang auf Ceuta sei ein „Test für die Sicherheit der europäischen Außengrenzen“ gewesen, sagte Brunner. Europa habe diesen Test „für den Moment definitiv bestanden“.
Keiner der Migranten sei von Ceuta auf das spanische Festland gelangt. Das teilte auch das spanische Innenministerium mit.
Spanien gehört zum Schengen-Raum, in dem Menschen grundsätzlich ohne Grenzkontrollen reisen können. Für Ceuta und die zweite spanische Exklave Melilla gelten jedoch Sonderregelungen: Dort finden weiterhin Grenzkontrollen statt.

Kritik an Spaniens Migrationspolitik

Zuvor hatten mehrere Staaten Spanien schwere Vorwürfe gemacht, darunter Italien und Dänemark. Der dänische Migrationsminister Morten Bödskov sagte nach der Videokonferenz jedoch, sein Land sei „sehr zufrieden“ damit, wie Spanien auf den Massenandrang reagiert habe.
Der italienische Außenminister Antonio Tajani hatte vor der Krisensitzung in einem Interview mit der Zeitung „Corriere della Sera“ die spanische Migrationspolitik kritisiert. Diese sei im Vergleich zu anderen EU-Staaten zu offen und „gescheitert“. Italien habe das Recht, „zusätzliche Maßnahmen“ zu fordern, „um sicherzustellen, dass so etwas nicht wieder passiert“.
Italien hatte als Reaktion auf die Krise in Ceuta vorübergehend Grenzkontrollen eingeführt. Zudem hatte Rom gefordert, Spanien aus dem Schengen-Raum auszuschließen. Ein solcher Schritt ist rechtlich jedoch nicht möglich.

EU will Streit in Krisen vermeiden

Die 27 EU-Mitgliedsstaaten wollen öffentliche Konfrontationen wie im Fall Ceuta künftig vermeiden. Der Rat der Mitgliedsländer teilte nach der Krisensitzung mit, die „Kommunikation in Krisenzeiten“ könne durch frühzeitige Absprachen verbessert werden und solle künftig „kohärenter“ sein.
Sowohl Spanien als auch eine Gruppe von 22 EU-Staaten – darunter Italien, Dänemark, Deutschland und Ungarn – hatten in Schreiben an die irische EU-Ratspräsidentschaft die Dringlichkeitssitzung der Innenminister gefordert.

Tausende Migranten erreichten Ceuta

Nach aktualisierten Zahlen der spanischen Regierung hatten rund 72.000 Menschen Ceuta erreicht, teilweise schwimmend. Die meisten seien inzwischen nach Marokko zurückgekehrt. Am Dienstag befanden sich demnach noch rund 2000 Migranten in Ceuta.
Nach spanischen Angaben kamen 72 Menschen ums Leben, als sie versuchten, die Exklave zu erreichen.
Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez erklärte, seine Regierung habe die Situation „innerhalb von weniger als 48 Stunden“ unter Kontrolle gebracht. Zugleich warf er seinen EU-Kollegen vor, „egoistisch“ und „polarisierend“ reagiert zu haben. Der spanische EU-Botschafter habe nach Diplomatenangaben in einer Sondersitzung in Brüssel seine „Frustration über den Mangel an Solidarität“ der anderen EU-Länder zum Ausdruck gebracht.

Forderungen nach mehr Macht für Frontex

In der Debatte um die europäische Migrationspolitik forderte der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber (CSU), mehr Befugnisse für die europäische Grenzschutzbehörde Frontex. Im Zweifel müsse Frontex das „Kommando übernehmen können“.
Weber warf Spanien vor, in Ceuta keine Unterstützung von europäischen Grenzbeamten angefordert zu haben.
Die EU hatte ihre Migrationspolitik in den vergangenen Monaten bereits verschärft. So wurde den Mitgliedsstaaten erlaubt, abgelehnte Asylbewerber in sogenannte Rückführungszentren außerhalb der EU-Grenzen zu schicken.

Marokko weist Verantwortung zurück

Marokko wies unterdessen eine Verantwortung für den Massenandrang auf Ceuta zurück. Die Zahl der Migranten sei so stark angewachsen, dass die marokkanischen Sicherheitskräfte ihnen nicht mehr hätten entgegentreten können, sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter in Rabat.
„Es ist zu einfach zu sagen, dass die marokkanischen Sicherheitskräfte einfach hätten Gewalt einsetzen können, um sie zu stoppen.“
Der marokkanische Regierungssprecher verwies stattdessen auf ein spanisches Gerichtsurteil, wonach über den Seeweg ankommende Migranten nicht ohne Weiteres sofort abgeschoben werden dürfen. Die marokkanische Regierung habe Madrid darauf hingewiesen, dass dieses Urteil Probleme verursachen werde – „und es hat für Probleme gesorgt“.
Die spanische Regierung widersprach dieser Darstellung. Es habe „nie irgendwelche Hinweise, irgendwelche Berichte“ gegeben, die vor dem Ausmaß des beispiellosen Vorfalls gewarnt hätten, sagte eine Regierungssprecherin in Madrid.

Streit um Ursachen und Abkommen mit Marokko

Spaniens Regierungschef Sánchez und EU-Kommissar Brunner äußerten die Vermutung, der Massenandrang sei durch von „Menschenhändlern“ verbreitete Falschinformationen in Onlinenetzwerken ausgelöst worden. Diese hätten ein Gerichtsurteil absichtlich falsch ausgelegt.
Die EU verhandelt derzeit über eine Neuauflage des Partnerschaftsabkommens mit Marokko, das auch den Umgang mit Migration umfasst. Die EU unterstützt Marokko und andere nordafrikanische Staaten seit Jahren finanziell bei Grenzkontrollen und im Kampf gegen Schmuggler.
Brunner sagte nach der Sondersitzung, Spanien erhalte weiterhin EU-Mittel für die Grenzsicherung in Ceuta. (afp/red)
Categories
ticker

04.08.2026 | Luxushotel Adlon in Berlin soll verkauft werden | 62.400 gefälschte Energydrinks entdeckt | Zahl der Asylanträge im Juli halbiert

HEUTE13:54 Uhr

Luxushotel Adlon in Berlin soll verkauft werden

Das Berliner Hotel Adlon soll für mindestens 280 Millionen Euro verkauft werden. Der Pachtvertrag mit Kempinski besteht bis Ende 2032. Hinter dem Hotel steht ein von der Jagdfeld-Gruppe gemanagten Fundus-Fonds 31. Dessen über 4.000 Anleger stimmen derzeit über den Verkauf ab.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE13:41 Uhr

ifo-Institut: Arbeitnehmer stärker unter Druck

ifo zufolge berichten 38 Prozent von rund 1.000 befragten Personalverantwortlichen über höhere Arbeitsbelastung in den vergangenen zwölf Monaten. 51 Prozent sprechen von mehr mentaler Belastung und Stress. Als Ursachen sehen sie wirtschaftliche Unsicherheit, Veränderungsprozesse im Unternehmen, hohe Arbeitsmengen, Zeitdruck sowie Personalengpässe.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE13:29 Uhr

157 Migranten nach Bootsbrand gerettet

Nach einem Bootsbrand sind im Ärmelkanal sind 157 Migranten gerettet worden. Laut der französischen Küstenbehörde Prémar brannte der Motor, die Flammen griffen auf das Boot über. Die Menschen seien daraufhin ins Wasser gesprungen. Französische und britische Schiffe hätten die Menschen aufgenommen.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE13:14 Uhr

Ebola-Medikamentenstudien starten

In der Demokratischen Republik Kongo haben Medikamente- und Impfstoffstudien gegen Ebola begonnen. In den Tests sind bislang 75 Menschen einbezogen. Die WHO rechnet in mehreren Monaten mit Medikamenten und Impfstoffen für alle Patienten. Impfstofftestes mit gesunden Freiwilligen Staren in Großbritannien, Kanada folgt. Bisher starben rund 1.700 Menschen an Ebola.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE12:51 Uhr

Urteil gegen Apple: Ersatzgerät im Rahmen der Gewährleistung muss fabrikneu sein

Wer ein neues Apple-Smartphone oder -Tablet kauft und kurz darauf einen Mangel feststellt, darf bei einer Neulieferung ein fabrikneues Gerät erwarten. Das entschied das Landgericht München I (Az. 29 U 4451/23e). Ausgelieferte und zurückgegebene Geräte gelten nicht als neu. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und gilt nicht für generalüberholte Geräte.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE12:34 Uhr

Zahl der Asylanträge im Juli nahezu halbiert

Im Juli stellten in Deutschland 4.311 Personen einen Erstantrag auf Asyl. Das berichtet die „BILD“ unter Berufung auf Daten des Bundesinnenministeriums. Es seien nahezu halb so viele wie vor einem Jahr. Im Juli 2025 waren es 8.230 und im Juli 2024 über 18.500 Anträge. 

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE12:15 Uhr

Ukraine fängt 117 Drohnen ab

Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, dass Russland in der Nacht 136 Drohnen in Richtung Ukraine geschickt habe. 117 von ihnen seien abgefangen worden. Bei Angriffen kamen vier Menschen ums Leben, meldet die örtliche Militärverwaltung in Sumy.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE12:11 Uhr

62.400 gefälschte Energydrinks bei Lkw-Kontrolle in Hessen entdeckt

Der Zoll hat Mitte Juli bei einer Lastwagenkontrolle Zehntausende gefälschte Energydrink-Dosen beschlagnahmt. Farben und Logos der Dosen seien im Stil bekannter Getränkemarken gestaltet gewesen. Die in Afghanistan hergestellte Sendung war für Frankreich bestimmt. Sie wird auch einen Verkaufswert von etwa hunderttausend Euro geschätzt.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE11:43 Uhr

Bericht: Bundesregierung erwägt komplette Staatsübernahme bei KNDS

Nach dem vorerst gescheiterten Börsengang des Panzerherstellers KNDS verhandeln Unternehmen, Bund und Eigentümer über Alternativen. Möglich ist laut „Handelsblatt“ eine komplette staatliche Übernahme durch Deutschland und Frankreich zu je 50 Prozent. Die Familien Bode und Braunbehrens würden eine Rückkaufoption für 20 Prozent der Anteile erhalten.
Der deutsche Staat beteiligt sich am Panzerbauer KNDS. (Archivbild)

Der deutsche Staat beteiligt sich am Panzerbauer KNDS.

Foto: Sven Hoppe/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE11:13 Uhr

Massenhafter Schwarzhandel mit Kaminen: Urteil rechtskräftig

Das Urteil gegen zwei frühere Unternehmenschefs wegen des Schwarzverkaufs von rund 250 Kaminen aus Firmenbeständen ist rechtskräftig. Das Landgericht Osnabrück wies ihre Revision zurück. Die Männer wurden zu Bewährungsstrafen verurteilt, der älter Mann muss zudem eine Geldstrafe von 720.000 Euro zahlen. 

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:51 Uhr

Höhere Ölpreise verhelfen zu hohen Quartalsgewinnen bei Ölkonzern

Die stark gestiegenen Ölpreise haben den Gewinn des britischen Mineralölkonzerns BP im zweiten Quartal auf 3,9 Milliarden Dollar verdoppelt. Der saudi-arabische Ölriese Aramco steigerte seinen Gewinn um 44 Prozent auf 32,7 Milliarden Dollar verglichen mit dem 2. Quartal 2025. Auch Shell, ExxonMobil und Chevron meldeten hohe Gewinne.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:26 Uhr

Niedriger Lufthansa-Gewinn – 750 Millionen Euro Mehrkosten für Kerosin

Trotz gestiegener Umsätze hat die Lufthansa im zweiten Quartal deutlich weniger verdient. Der operative Gewinn sank gegenüber dem Vorjahresquartal um fast 56 Prozentpunkte auf 383 Millionen Euro, die Treibstoffkosten lagen rund 750 Millionen Euro höher. Grund dafür sind „geopolitische Unsicherheiten“. Der Umsatz stieg auf 11,1 Milliarden Euro (+8 Prozent).
Lufthansa verbucht im zweiten Quartal infolge der stark gestiegenen Kerosinpreise einen herben Gewinneinbruch.

Lufthansa verbucht im zweiten Quartal infolge der stark gestiegenen Kerosinpreise einen herben Gewinneinbruch.

Foto: Hannes P. Albert/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:10 Uhr

Neue Angriffe nahe Moskau

Bei ukrainischen Drohnenangriffen in der Region Moskau sind laut russischen Behörden fünf Menschen getötet und zehn verletzt worden. 320 Drohnen wurden abgefangen. Erneut wurde ein Lager des Online-Versandhändlers Wildberries attackiert. Die Feuerwehr meldete mehrere Brände.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:00 Uhr

Drei Festnahmen nach tödlichen Schüssen in NRW

Nach tödlichen Schüssen auf einen 37-Jährigen in Wassenberg infolge eines mutmaßlichen Mordauftrags sind drei Verdächtige festgenommen worden. Gegen zwei 23-Jährige ergingen Haftbefehle wegen Mordes, gegen einen 26-Jährigen ein Haftbefehl wegen des Verdachts der Anstiftung zum Mord. Alle kamen in U-Haft.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE9:45 Uhr

Pläne für neuen Zivildienst

Unionsfraktionschef Thorsten Frei bestätigt Pläne der Bundesregierung für einen neuen Zivildienst. Dieser wäre bei einer Wiedereinführung der Wehrpflicht als Ersatzdienst nötig. Das Familienministerium bereite sich derzeit auf verschiedene Szenarien vor. Vorgestellt werden soll das Vorhaben nach der Sommerpause.

Ein Stand der Bundeswehr wirbt am 11. Juni 2026 auf der Luft- und Raumfahrtmesse ILA Berlin 2026 in Schönefeld für Karrieremöglichkeiten und die Rekrutierung neuer Soldaten.

Foto: Sean Gallup/Getty Images

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE9:26 Uhr

Immer mehr Brauereien schließen

In Deutschland gaben 2025 weitere 53 Brauereien auf, derzeit brauen noch 1.415 Betriebe Bier. Mehr als die Hälfte waren zuletzt kleine Brauereien mit einer jährlich erzeugten Menge Bier von maximal 100.000 Litern. Der Bierabsatz sank um 6 Prozent. Die meisten Brauereien gibt es in Bayern.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:55 Uhr

Jeder achte Erwachsene in Deutschland hält Kryptowährungen

Rund 9 Millionen Erwachsene besitzen hierzulande Kryptowährungen, das sind 12,8 Prozent der Bevölkerung ab 18 Jahren. Das ergab eine YouGov-Umfrage von BearingPoint. Zwei Drittel der Befragten lehnt einen Kauf auch künftig ab. Die Besitzer sind im Durchschnitt männlich und jung. Fast jeder Dritte stufte diese Währungen primär als hochspekulatives Produkt ein.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:36 Uhr

Wegen Vulkanausbruchs zweithöchste Warnstufe in Guatemala ausgerufen

Nach dem Ausbruch des Fuego-Vulkan gilt in Guatemala die zweithöchste Warnstufe Orange. Katastrophenschützer evakuierten erste Dörfer, mehrere Schulen blieben geschlossen. Der gefährliche Volcán de Fuego (Feuervulkan) stieß Lava, Gas und Asche rund vier bis fünf Kilometer in die Höhe. Die Aschewolken dehnen sich aktuell etwa 60 Kilometer in westlicher Richtung aus und könnten den Flugverkehr beeinträchtigen. 

Der Vulkan Fuego bricht am 3. August 2026 65 Kilometer südwestlich von Guatemala-Stadt aus. 2018 waren bei einem Ausbruch mindestens 215 Menschen ums Leben gekommen und ähnlich viele als vermisst gemeldet worden.

Foto: Johan Ordonez/AFP via Getty Images

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:12 Uhr

Ökonom: Niedrigwasser könnte Wirtschaftswachstum zunichte machen

Das Niedrigwasser deutscher Flüsse könnte das Wirtschaftswachstum laut IW in diesem Jahr um 0,4 Prozentpunkte drücken. Wegen geringerer Beladung der Schiffe kommen Waren nicht an, in Köln ist die Schifffahrt eingestellt. Zuletzt legte Deutschlands BIP im zweiten Quartal um 0,2 Prozent zum Vorquartal zu.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:56 Uhr

Polizeigewerkschaft fordert Aufrüstung an deutschen Grenzen

Nach dem Massenansturm auf Ceuta fordert GdP-Chef Andreas Roßkopf Konsequenzen für Deutschland. Die Bundespolizei sollte zu einer modernen, flexiblen Grenzpolizei werden. Er verlangt technische Aufrüstung, weniger Anreize für die Migration nach Deutschland und mehr Abschiebungen von Menschen ohne Bleiberecht. 

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:36 Uhr

Waldbrand nahe deutscher Grenze breitet sich weiter aus

Ein Waldbrand nahe Oostrum in den Niederlanden unweit der Grenze zu NRW ist weiter nicht unter Kontrolle. Die Flammen in einem Naturschutzgebiet hätten sich in der Nacht weiter ausgebreitet. Mittlerweile seien 100 Hektar betroffen. Ein Campingplatz wurde geräumt, der Zugverkehr eingestellt.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:25 Uhr

Brasilianischer Bandenkrieg in Bolivien: Neun Tote

In Bolivien sind binnen fünf Tagen neun Menschen getötet worden – vermutlich im Drogenkrieg brasilianischer Banden. Die Taten hätten in der Region Santa Cruz stattgefunden. Laut Innenministerium kämpfen die Banden um einen „Drogenkorridor“ ins Ausland. Täter seien Auftragsmörder, unter den Opfern auch ein Polizist.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE6:28 Uhr

Apple entfernte kurz Telegram aus iPhone-App-Store

Wegen Verbreitung von Kinderpornografie hat Apple die App Telegram für kurze Zeit aus der Download-Plattform für seine iPhones entfernt. Sie wurde wieder zugelassen, nachdem Telegram die Inhalte entfernte und den Nutzer von der Plattform verbannte.
Russland blockiert die Nutzung von Telegram stark. (Archivbild)

Auch Russland und die Ukraine nutzen.

Foto: Fabian Sommer/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE6:21 Uhr

Österreich für Asylverfahren außerhalb der EU

Österreichs Innenminister Gerhard Karner drängt nach den Szenen in Ceuta auf Asylverfahren außerhalb der EU. Der EU-Asylpakt schaffe dafür die rechtlichen Möglichkeiten. Den Worten müssten nun Taten folgen. „Rückkehrzentren“ für abgelehnte Asylbewerber und Asylverfahren in Staaten außerhalb Europas könnten die Verbreitung von Falschmeldungen und Schleuserkriminalität verhindern.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE5:44 Uhr

Vor Krisensitzung der Innenminister

Vor der EU-Sitzung zu den massenhaften Übertritten nach Ceuta rief EU-Kommissar Magnus Brunner die Mitgliedsländer zur Geschlossenheit auf. Er sagte, die EU habe den Härtetest bestanden, da niemand in den Schengenraum gelangt sei. Laut der spanischen Regierung kehrten fast alle der Zehntausenden mittlerweile wieder zurück.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE5:30 Uhr

Finanzminister will Steuerregeln für Bitcoin ändern

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant, die einjährige steuerfreie Haltefrist für Bitcoin und andere Kryptowährungen abzuschaffen. Gewinne sollen wie Aktienerlöse besteuert werden. Ob CDU/CSU den Vorschlag unterstützen, ist offen. Insgesamt gibt es knapp 9 Millionen Krypto-Besitzer in Deutschland.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

Categories
ticker

04.08.2026 | 62.400 gefälschte Energydrinks entdeckt | Zahl der Asylanträge im Juli halbiert | Klingbeil will Steuern für Bitcoin ändern

HEUTE12:34 Uhr

Zahl der Asylanträge im Juli nahezu halbiert

Im Juli stellten in Deutschland 4.311 Personen einen Erstantrag auf Asyl. Das berichtet die „BILD“ unter Berufung auf Daten des Bundesinnenministeriums. Es seien nahezu halb so viele wie vor einem Jahr. Im Juli 2025 waren es 8.230 und im Juli 2024 über 18.500 Anträge. 

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE12:15 Uhr

Ukraine fängt 117 Drohnen ab

Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, dass Russland in der Nacht 136 Drohnen in Richtung Ukraine geschickt habe. 117 von ihnen seien abgefangen worden. Bei Angriffen kamen vier Menschen ums Leben, meldet die örtliche Militärverwaltung in Sumy.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE12:11 Uhr

62.400 gefälschte Energydrinks bei Lkw-Kontrolle in Hessen entdeckt

Der Zoll hat Mitte Juli bei einer Lastwagenkontrolle Zehntausende gefälschte Energydrink-Dosen beschlagnahmt. Farben und Logos der Dosen seien im Stil bekannter Getränkemarken gestaltet gewesen. Die in Afghanistan hergestellte Sendung war für Frankreich bestimmt. Sie wird auch einen Verkaufswert von etwa hunderttausend Euro geschätzt.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE11:43 Uhr

Bericht: Bundesregierung erwägt komplette Staatsübernahme bei KNDS

Nach dem vorerst gescheiterten Börsengang des Panzerherstellers KNDS verhandeln Unternehmen, Bund und Eigentümer über Alternativen. Möglich ist laut „Handelsblatt“ eine komplette staatliche Übernahme durch Deutschland und Frankreich zu je 50 Prozent. Die Familien Bode und Braunbehrens würden eine Rückkaufoption für 20 Prozent der Anteile erhalten.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE11:13 Uhr

Massenhafter Schwarzhandel mit Kaminen: Urteil rechtskräftig

Das Urteil gegen zwei frühere Unternehmenschefs wegen des Schwarzverkaufs von rund 250 Kaminen aus Firmenbeständen ist rechtskräftig. Das Landgericht Osnabrück wies ihre Revision zurück. Die Männer wurden zu Bewährungsstrafen verurteilt, der älter Mann muss zudem eine Geldstrafe von 720.000 Euro zahlen. 

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:51 Uhr

Höhere Ölpreise verhelfen zu hohen Quartalsgewinnen bei Ölkonzern

Die stark gestiegenen Ölpreise haben den Gewinn des britischen Mineralölkonzerns BP im zweiten Quartal auf 3,9 Milliarden Dollar verdoppelt. Der saudi-arabische Ölriese Aramco steigerte seinen Gewinn um 44 Prozent auf 32,7 Milliarden Dollar verglichen mit dem 2. Quartal 2025. Auch Shell, ExxonMobil und Chevron meldeten hohe Gewinne.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:26 Uhr

Niedriger Lufthansa-Gewinn – 750 Millionen Euro Mehrkosten für Kerosin

Trotz gestiegener Umsätze hat die Lufthansa im zweiten Quartal deutlich weniger verdient. Der operative Gewinn sank gegenüber dem Vorjahresquartal um fast 56 Prozentpunkte auf 383 Millionen Euro, die Treibstoffkosten lagen rund 750 Millionen Euro höher. Grund dafür sind „geopolitische Unsicherheiten“. Der Umsatz stieg auf 11,1 Milliarden Euro (+8 Prozent).
Lufthansa verbucht im zweiten Quartal infolge der stark gestiegenen Kerosinpreise einen herben Gewinneinbruch.

Lufthansa verbucht im zweiten Quartal infolge der stark gestiegenen Kerosinpreise einen herben Gewinneinbruch.

Foto: Hannes P. Albert/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:10 Uhr

Neue Angriffe nahe Moskau

Bei ukrainischen Drohnenangriffen in der Region Moskau sind laut russischen Behörden fünf Menschen getötet und zehn verletzt worden. 320 Drohnen wurden abgefangen. Erneut wurde ein Lager des Online-Versandhändlers Wildberries attackiert. Die Feuerwehr meldete mehrere Brände.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:00 Uhr

Drei Festnahmen nach tödlichen Schüssen in NRW

Nach tödlichen Schüssen auf einen 37-Jährigen in Wassenberg infolge eines mutmaßlichen Mordauftrags sind drei Verdächtige festgenommen worden. Gegen zwei 23-Jährige ergingen Haftbefehle wegen Mordes, gegen einen 26-Jährigen ein Haftbefehl wegen des Verdachts der Anstiftung zum Mord. Alle kamen in U-Haft.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE9:45 Uhr

Pläne für neuen Zivildienst

Unionsfraktionschef Thorsten Frei bestätigt Pläne der Bundesregierung für einen neuen Zivildienst. Dieser wäre bei einer Wiedereinführung der Wehrpflicht als Ersatzdienst nötig. Das Familienministerium bereite sich derzeit auf verschiedene Szenarien vor. Vorgestellt werden soll das Vorhaben nach der Sommerpause.

Ein Stand der Bundeswehr wirbt am 11. Juni 2026 auf der Luft- und Raumfahrtmesse ILA Berlin 2026 in Schönefeld für Karrieremöglichkeiten und die Rekrutierung neuer Soldaten.

Foto: Sean Gallup/Getty Images

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE9:26 Uhr

Immer mehr Brauereien schließen

In Deutschland gaben 2025 weitere 53 Brauereien auf, derzeit brauen noch 1.415 Betriebe Bier. Mehr als die Hälfte waren zuletzt kleine Brauereien mit einer jährlich erzeugten Menge Bier von maximal 100.000 Litern. Der Bierabsatz sank um 6 Prozent. Die meisten Brauereien gibt es in Bayern.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:55 Uhr

Jeder achte Erwachsene in Deutschland hält Kryptowährungen

Rund 9 Millionen Erwachsene besitzen hierzulande Kryptowährungen, das sind 12,8 Prozent der Bevölkerung ab 18 Jahren. Das ergab eine YouGov-Umfrage von BearingPoint. Zwei Drittel der Befragten lehnt einen Kauf auch künftig ab. Die Besitzer sind im Durchschnitt männlich und jung. Fast jeder Dritte stufte diese Währungen primär als hochspekulatives Produkt ein.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:36 Uhr

Wegen Vulkanausbruchs zweithöchste Warnstufe in Guatemala ausgerufen

Nach dem Ausbruch des Fuego-Vulkan gilt in Guatemala die zweithöchste Warnstufe Orange. Katastrophenschützer evakuierten erste Dörfer, mehrere Schulen blieben geschlossen. Der gefährliche Volcán de Fuego (Feuervulkan) stieß Lava, Gas und Asche rund vier bis fünf Kilometer in die Höhe. Die Aschewolken dehnen sich aktuell etwa 60 Kilometer in westlicher Richtung aus und könnten den Flugverkehr beeinträchtigen. 

Der Vulkan Fuego bricht am 3. August 2026 65 Kilometer südwestlich von Guatemala-Stadt aus. 2018 waren bei einem Ausbruch mindestens 215 Menschen ums Leben gekommen und ähnlich viele als vermisst gemeldet worden.

Foto: Johan Ordonez/AFP via Getty Images

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:12 Uhr

Ökonom: Niedrigwasser könnte Wirtschaftswachstum zunichte machen

Das Niedrigwasser deutscher Flüsse könnte das Wirtschaftswachstum laut IW in diesem Jahr um 0,4 Prozentpunkte drücken. Wegen geringerer Beladung der Schiffe kommen Waren nicht an, in Köln ist die Schifffahrt eingestellt. Zuletzt legte Deutschlands BIP im zweiten Quartal um 0,2 Prozent zum Vorquartal zu.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:56 Uhr

Polizeigewerkschaft fordert Aufrüstung an deutschen Grenzen

Nach dem Massenansturm auf Ceuta fordert GdP-Chef Andreas Roßkopf Konsequenzen für Deutschland. Die Bundespolizei sollte zu einer modernen, flexiblen Grenzpolizei werden. Er verlangt technische Aufrüstung, weniger Anreize für die Migration nach Deutschland und mehr Abschiebungen von Menschen ohne Bleiberecht. 

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:36 Uhr

Waldbrand nahe deutscher Grenze breitet sich weiter aus

Ein Waldbrand nahe Oostrum in den Niederlanden unweit der Grenze zu NRW ist weiter nicht unter Kontrolle. Die Flammen in einem Naturschutzgebiet hätten sich in der Nacht weiter ausgebreitet. Mittlerweile seien 100 Hektar betroffen. Ein Campingplatz wurde geräumt, der Zugverkehr eingestellt.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:25 Uhr

Brasilianischer Bandenkrieg in Bolivien: Neun Tote

In Bolivien sind binnen fünf Tagen neun Menschen getötet worden – vermutlich im Drogenkrieg brasilianischer Banden. Die Taten hätten in der Region Santa Cruz stattgefunden. Laut Innenministerium kämpfen die Banden um einen „Drogenkorridor“ ins Ausland. Täter seien Auftragsmörder, unter den Opfern auch ein Polizist.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE6:28 Uhr

Apple entfernte kurz Telegram aus iPhone-App-Store

Wegen Verbreitung von Kinderpornografie hat Apple die App Telegram für kurze Zeit aus der Download-Plattform für seine iPhones entfernt. Sie wurde wieder zugelassen, nachdem Telegram die Inhalte entfernte und den Nutzer von der Plattform verbannte.
Russland blockiert die Nutzung von Telegram stark. (Archivbild)

Auch Russland und die Ukraine nutzen.

Foto: Fabian Sommer/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE6:21 Uhr

Österreich für Asylverfahren außerhalb der EU

Österreichs Innenminister Gerhard Karner drängt nach den Szenen in Ceuta auf Asylverfahren außerhalb der EU. Der EU-Asylpakt schaffe dafür die rechtlichen Möglichkeiten. Den Worten müssten nun Taten folgen. „Rückkehrzentren“ für abgelehnte Asylbewerber und Asylverfahren in Staaten außerhalb Europas könnten die Verbreitung von Falschmeldungen und Schleuserkriminalität verhindern.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE5:44 Uhr

Vor Krisensitzung der Innenminister

Vor der EU-Sitzung zu den massenhaften Übertritten nach Ceuta rief EU-Kommissar Magnus Brunner die Mitgliedsländer zur Geschlossenheit auf. Er sagte, die EU habe den Härtetest bestanden, da niemand in den Schengenraum gelangt sei. Laut der spanischen Regierung kehrten fast alle der Zehntausenden mittlerweile wieder zurück.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE5:30 Uhr

Finanzminister will Steuerregeln für Bitcoin ändern

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant, die einjährige steuerfreie Haltefrist für Bitcoin und andere Kryptowährungen abzuschaffen. Gewinne sollen wie Aktienerlöse besteuert werden. Ob CDU/CSU den Vorschlag unterstützen, ist offen. Insgesamt gibt es knapp 9 Millionen Krypto-Besitzer in Deutschland.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

Categories
ticker

04.08.2026 | 62.400 gefälschte Energydrinks entdeckt | GdP fordert Aufrüstung an deutschen Grenzen | Klingbeil will Steuern für Bitcoin ändern

HEUTE12:15 Uhr

Ukraine fängt 117 Drohnen ab

Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, dass Russland in der Nacht 136 Drohnen in Richtung Ukraine geschickt habe. 117 von ihnen seien abgefangen worden. Bei Angriffen kamen vier Menschen ums Leben, meldet die örtliche Militärverwaltung in Sumy.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE12:11 Uhr

62.400 gefälschte Energydrinks bei Lkw-Kontrolle in Hessen entdeckt

Der Zoll hat Mitte Juli bei einer Lastwagenkontrolle Zehntausende gefälschte Energydrink-Dosen beschlagnahmt. Farben und Logos der Dosen seien im Stil bekannter Getränkemarken gestaltet gewesen. Die in Afghanistan hergestellte Sendung war für Frankreich bestimmt. Sie wird auch einen Verkaufswert von etwa hunderttausend Euro geschätzt.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE11:43 Uhr

Bericht: Bundesregierung erwägt komplette Staatsübernahme bei KNDS

Nach dem vorerst gescheiterten Börsengang des Panzerherstellers KNDS verhandeln Unternehmen, Bund und Eigentümer über Alternativen. Möglich ist laut „Handelsblatt“ eine komplette staatliche Übernahme durch Deutschland und Frankreich zu je 50 Prozent. Die Familien Bode und Braunbehrens würden eine Rückkaufoption für 20 Prozent der Anteile erhalten.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE11:13 Uhr

Massenhafter Schwarzhandel mit Kaminen: Urteil rechtskräftig

Das Urteil gegen zwei frühere Unternehmenschefs wegen des Schwarzverkaufs von rund 250 Kaminen aus Firmenbeständen ist rechtskräftig. Das Landgericht Osnabrück wies ihre Revision zurück. Die Männer wurden zu Bewährungsstrafen verurteilt, der älter Mann muss zudem eine Geldstrafe von 720.000 Euro zahlen. 

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:51 Uhr

Höhere Ölpreise verhelfen zu hohen Quartalsgewinnen bei Ölkonzern

Die stark gestiegenen Ölpreise haben den Gewinn des britischen Mineralölkonzerns BP im zweiten Quartal auf 3,9 Milliarden Dollar verdoppelt. Der saudi-arabische Ölriese Aramco steigerte seinen Gewinn um 44 Prozent auf 32,7 Milliarden Dollar verglichen mit dem 2. Quartal 2025. Auch Shell, ExxonMobil und Chevron meldeten hohe Gewinne.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:26 Uhr

Niedriger Lufthansa-Gewinn – 750 Millionen Euro Mehrkosten für Kerosin

Trotz gestiegener Umsätze hat die Lufthansa im zweiten Quartal deutlich weniger verdient. Der operative Gewinn sank gegenüber dem Vorjahresquartal um fast 56 Prozentpunkte auf 383 Millionen Euro, die Treibstoffkosten lagen rund 750 Millionen Euro höher. Grund dafür sind „geopolitische Unsicherheiten“. Der Umsatz stieg auf 11,1 Milliarden Euro (+8 Prozent).
Lufthansa verbucht im zweiten Quartal infolge der stark gestiegenen Kerosinpreise einen herben Gewinneinbruch.

Lufthansa verbucht im zweiten Quartal infolge der stark gestiegenen Kerosinpreise einen herben Gewinneinbruch.

Foto: Hannes P. Albert/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:10 Uhr

Neue Angriffe nahe Moskau

Bei ukrainischen Drohnenangriffen in der Region Moskau sind laut russischen Behörden fünf Menschen getötet und zehn verletzt worden. 320 Drohnen wurden abgefangen. Erneut wurde ein Lager des Online-Versandhändlers Wildberries attackiert. Die Feuerwehr meldete mehrere Brände.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:00 Uhr

Drei Festnahmen nach tödlichen Schüssen in NRW

Nach tödlichen Schüssen auf einen 37-Jährigen in Wassenberg infolge eines mutmaßlichen Mordauftrags sind drei Verdächtige festgenommen worden. Gegen zwei 23-Jährige ergingen Haftbefehle wegen Mordes, gegen einen 26-Jährigen ein Haftbefehl wegen des Verdachts der Anstiftung zum Mord. Alle kamen in U-Haft.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE9:45 Uhr

Pläne für neuen Zivildienst

Unionsfraktionschef Thorsten Frei bestätigt Pläne der Bundesregierung für einen neuen Zivildienst. Dieser wäre bei einer Wiedereinführung der Wehrpflicht als Ersatzdienst nötig. Das Familienministerium bereite sich derzeit auf verschiedene Szenarien vor. Vorgestellt werden soll das Vorhaben nach der Sommerpause.

Ein Stand der Bundeswehr wirbt am 11. Juni 2026 auf der Luft- und Raumfahrtmesse ILA Berlin 2026 in Schönefeld für Karrieremöglichkeiten und die Rekrutierung neuer Soldaten.

Foto: Sean Gallup/Getty Images

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE9:26 Uhr

Immer mehr Brauereien schließen

In Deutschland gaben 2025 weitere 53 Brauereien auf, derzeit brauen noch 1.415 Betriebe Bier. Mehr als die Hälfte waren zuletzt kleine Brauereien mit einer jährlich erzeugten Menge Bier von maximal 100.000 Litern. Der Bierabsatz sank um 6 Prozent. Die meisten Brauereien gibt es in Bayern.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:55 Uhr

Jeder achte Erwachsene in Deutschland hält Kryptowährungen

Rund 9 Millionen Erwachsene besitzen hierzulande Kryptowährungen, das sind 12,8 Prozent der Bevölkerung ab 18 Jahren. Das ergab eine YouGov-Umfrage von BearingPoint. Zwei Drittel der Befragten lehnt einen Kauf auch künftig ab. Die Besitzer sind im Durchschnitt männlich und jung. Fast jeder Dritte stufte diese Währungen primär als hochspekulatives Produkt ein.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:36 Uhr

Wegen Vulkanausbruchs zweithöchste Warnstufe in Guatemala ausgerufen

Nach dem Ausbruch des Fuego-Vulkan gilt in Guatemala die zweithöchste Warnstufe Orange. Katastrophenschützer evakuierten erste Dörfer, mehrere Schulen blieben geschlossen. Der gefährliche Volcán de Fuego (Feuervulkan) stieß Lava, Gas und Asche rund vier bis fünf Kilometer in die Höhe. Die Aschewolken dehnen sich aktuell etwa 60 Kilometer in westlicher Richtung aus und könnten den Flugverkehr beeinträchtigen. 

Der Vulkan Fuego bricht am 3. August 2026 65 Kilometer südwestlich von Guatemala-Stadt aus. 2018 waren bei einem Ausbruch mindestens 215 Menschen ums Leben gekommen und ähnlich viele als vermisst gemeldet worden.

Foto: Johan Ordonez/AFP via Getty Images

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:12 Uhr

Ökonom: Niedrigwasser könnte Wirtschaftswachstum zunichte machen

Das Niedrigwasser deutscher Flüsse könnte das Wirtschaftswachstum laut IW in diesem Jahr um 0,4 Prozentpunkte drücken. Wegen geringerer Beladung der Schiffe kommen Waren nicht an, in Köln ist die Schifffahrt eingestellt. Zuletzt legte Deutschlands BIP im zweiten Quartal um 0,2 Prozent zum Vorquartal zu.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:56 Uhr

Polizeigewerkschaft fordert Aufrüstung an deutschen Grenzen

Nach dem Massenansturm auf Ceuta fordert GdP-Chef Andreas Roßkopf Konsequenzen für Deutschland. Die Bundespolizei sollte zu einer modernen, flexiblen Grenzpolizei werden. Er verlangt technische Aufrüstung, weniger Anreize für die Migration nach Deutschland und mehr Abschiebungen von Menschen ohne Bleiberecht. 

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:36 Uhr

Waldbrand nahe deutscher Grenze breitet sich weiter aus

Ein Waldbrand nahe Oostrum in den Niederlanden unweit der Grenze zu NRW ist weiter nicht unter Kontrolle. Die Flammen in einem Naturschutzgebiet hätten sich in der Nacht weiter ausgebreitet. Mittlerweile seien 100 Hektar betroffen. Ein Campingplatz wurde geräumt, der Zugverkehr eingestellt.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:25 Uhr

Brasilianischer Bandenkrieg in Bolivien: Neun Tote

In Bolivien sind binnen fünf Tagen neun Menschen getötet worden – vermutlich im Drogenkrieg brasilianischer Banden. Die Taten hätten in der Region Santa Cruz stattgefunden. Laut Innenministerium kämpfen die Banden um einen „Drogenkorridor“ ins Ausland. Täter seien Auftragsmörder, unter den Opfern auch ein Polizist.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE6:28 Uhr

Apple entfernte kurz Telegram aus iPhone-App-Store

Wegen Verbreitung von Kinderpornografie hat Apple die App Telegram für kurze Zeit aus der Download-Plattform für seine iPhones entfernt. Sie wurde wieder zugelassen, nachdem Telegram die Inhalte entfernte und den Nutzer von der Plattform verbannte.
Russland blockiert die Nutzung von Telegram stark. (Archivbild)

Auch Russland und die Ukraine nutzen.

Foto: Fabian Sommer/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE6:21 Uhr

Österreich für Asylverfahren außerhalb der EU

Österreichs Innenminister Gerhard Karner drängt nach den Szenen in Ceuta auf Asylverfahren außerhalb der EU. Der EU-Asylpakt schaffe dafür die rechtlichen Möglichkeiten. Den Worten müssten nun Taten folgen. „Rückkehrzentren“ für abgelehnte Asylbewerber und Asylverfahren in Staaten außerhalb Europas könnten die Verbreitung von Falschmeldungen und Schleuserkriminalität verhindern.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE5:44 Uhr

Vor Krisensitzung der Innenminister

Vor der EU-Sitzung zu den massenhaften Übertritten nach Ceuta rief EU-Kommissar Magnus Brunner die Mitgliedsländer zur Geschlossenheit auf. Er sagte, die EU habe den Härtetest bestanden, da niemand in den Schengenraum gelangt sei. Laut der spanischen Regierung kehrten fast alle der Zehntausenden mittlerweile wieder zurück.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE5:30 Uhr

Finanzminister will Steuerregeln für Bitcoin ändern

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant, die einjährige steuerfreie Haltefrist für Bitcoin und andere Kryptowährungen abzuschaffen. Gewinne sollen wie Aktienerlöse besteuert werden. Ob CDU/CSU den Vorschlag unterstützen, ist offen. Insgesamt gibt es knapp 9 Millionen Krypto-Besitzer in Deutschland.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

Categories
ticker

04.08.2026 | Pläne für neuen Zivildienst | GdP fordert Aufrüstung an deutschen Grenzen | Klingbeil will Steuern für Bitcoin ändern

HEUTE10:26 Uhr

Niedriger Lufthansa-Gewinn – 750 Millionen Euro Mehrkosten für Kerosin

Trotz gestiegener Umsätze hat die Lufthansa im zweiten Quartal deutlich weniger verdient. Der operative Gewinn sank gegenüber dem Vorjahresquartal um fast 56 Prozentpunkte auf 383 Millionen Euro, die Treibstoffkosten lagen rund 750 Millionen Euro höher. Grund dafür sind „geopolitische Unsicherheiten“. Der Umsatz stieg auf 11,1 Milliarden Euro (+8 Prozent).

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:10 Uhr

Neue Angriffe nahe Moskau und auf die Ukraine

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der Region Moskau sind laut russischen Behörden fünf Menschen getötet und zehn verletzt worden. Erneut wurde ein Lager des Online-Versandhändlers Wildberries attackiert. Die Feuerwehr meldete mehrere Brände. In der Ukraine kamen bei russischen Angriffen mit Gleitbomben vier Menschen ums Leben, meldet die örtliche Militärverwaltung in Sumy.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE10:00 Uhr

Drei Festnahmen nach tödlichen Schüssen in NRW

Nach tödlichen Schüssen auf einen 37-Jährigen in Wassenberg infolge eines mutmaßlichen Mordauftrags sind drei Verdächtige festgenommen worden. Gegen zwei 23-Jährige ergingen Haftbefehle wegen Mordes, gegen einen 26-Jährigen ein Haftbefehl wegen des Verdachts der Anstiftung zum Mord. Alle kamen in U-Haft.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE9:45 Uhr

Pläne für neuen Zivildienst

Unionsfraktionschef Thorsten Frei bestätigt Pläne der Bundesregierung für einen neuen Zivildienst. Dieser wäre bei einer Wiedereinführung der Wehrpflicht als Ersatzdienst nötig. Das Familienministerium bereite sich derzeit auf verschiedene Szenarien vor. Vorgestellt werden soll das Vorhaben nach der Sommerpause.

Ein Stand der Bundeswehr wirbt am 11. Juni 2026 auf der Luft- und Raumfahrtmesse ILA Berlin 2026 in Schönefeld für Karrieremöglichkeiten und die Rekrutierung neuer Soldaten.

Foto: Sean Gallup/Getty Images

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE9:26 Uhr

Immer mehr Brauereien schließen

In Deutschland gaben 2025 weitere 53 Brauereien auf, derzeit brauen noch 1.415 Betriebe Bier. Mehr als die Hälfte waren zuletzt kleine Brauereien mit einer jährlich erzeugten Menge Bier von maximal 100.000 Litern. Der Bierabsatz sank um 6 Prozent. Die meisten Brauereien gibt es in Bayern.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:55 Uhr

Jeder achte Erwachsene in Deutschland hält Kryptowährungen

Rund 9 Millionen Erwachsene besitzen hierzulande Kryptowährungen, das sind 12,8 Prozent der Bevölkerung ab 18 Jahren. Das ergab eine YouGov-Umfrage von BearingPoint. Zwei Drittel der Befragten lehnt einen Kauf auch künftig ab. Die Besitzer sind im Durchschnitt männlich und jung. Fast jeder Dritte stufte diese Währungen primär als hochspekulatives Produkt ein.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:36 Uhr

Wegen Vulkanausbruchs zweithöchste Warnstufe in Guatemala ausgerufen

Nach dem Ausbruch des Fuego-Vulkan gilt in Guatemala landesweit die zweithöchste Warnstufe Orange. Katastrophenschützer evakuierten zwei Dörfer, mehrere Schulen blieben geschlossen, eine Straße wurde gesperrt. Der gefährliche Volcán de Fuego (Feuervulkan) stieß Lava, Gas und Asche aus. 

Der Vulkan Fuego bricht am 3. August 2026 65 Kilometer südwestlich von Guatemala-Stadt aus. 2018 waren bei einem Ausbruch mindestens 215 Menschen ums Leben gekommen und ähnlich viele als vermisst gemeldet worden.

Foto: Johan Ordonez/AFP via Getty Images

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE8:12 Uhr

Ökonom: Niedrigwasser könnte Wirtschaftswachstum zunichte machen

Das Niedrigwasser deutscher Flüsse könnte das Wirtschaftswachstum laut IW in diesem Jahr um 0,4 Prozentpunkte drücken. Wegen geringerer Beladung der Schiffe kommen Waren nicht an, in Köln ist die Schifffahrt eingestellt. Zuletzt legte Deutschlands BIP im zweiten Quartal um 0,2 Prozent zum Vorquartal zu.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:56 Uhr

Polizeigewerkschaft fordert Aufrüstung an deutschen Grenzen

Nach dem Massenansturm auf Ceuta fordert GdP-Chef Andreas Roßkopf Konsequenzen für Deutschland. Die Bundespolizei sollte zu einer modernen, flexiblen Grenzpolizei werden. Er verlangt technische Aufrüstung, weniger Anreize für die Migration nach Deutschland und mehr Abschiebungen von Menschen ohne Bleiberecht. 

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:36 Uhr

Waldbrand nahe deutscher Grenze breitet sich weiter aus

Ein Waldbrand nahe Oostrum in den Niederlanden unweit der Grenze zu NRW ist weiter nicht unter Kontrolle. Die Flammen in einem Naturschutzgebiet hätten sich in der Nacht weiter ausgebreitet. Mittlerweile seien 100 Hektar betroffen. Ein Campingplatz wurde geräumt, der Zugverkehr eingestellt.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE7:25 Uhr

Brasilianischer Bandenkrieg in Bolivien: Neun Tote

In Bolivien sind binnen fünf Tagen neun Menschen getötet worden – vermutlich im Drogenkrieg brasilianischer Banden. Die Taten hätten in der Region Santa Cruz stattgefunden. Laut Innenministerium kämpfen die Banden um einen „Drogenkorridor“ ins Ausland. Täter seien Auftragsmörder, unter den Opfern auch ein Polizist.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE6:28 Uhr

Apple entfernte kurz Telegram aus iPhone-App-Store

Wegen Verbreitung von Kinderpornografie hat Apple die App Telegram für kurze Zeit aus der Download-Plattform für seine iPhones entfernt. Sie wurde wieder zugelassen, nachdem Telegram die Inhalte entfernte und den Nutzer von der Plattform verbannte.
Russland blockiert die Nutzung von Telegram stark. (Archivbild)

Auch Russland und die Ukraine nutzen.

Foto: Fabian Sommer/dpa

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE6:21 Uhr

Österreich für Asylverfahren außerhalb der EU

Österreichs Innenminister Gerhard Karner drängt nach den Szenen in Ceuta auf Asylverfahren außerhalb der EU. Der EU-Asylpakt schaffe dafür die rechtlichen Möglichkeiten. Den Worten müssten nun Taten folgen. „Rückkehrzentren“ für abgelehnte Asylbewerber und Asylverfahren in Staaten außerhalb Europas könnten die Verbreitung von Falschmeldungen und Schleuserkriminalität verhindern.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE5:44 Uhr

Vor Krisensitzung der Innenminister

Vor der EU-Sitzung zu den massenhaften Übertritten nach Ceuta rief EU-Kommissar Magnus Brunner die Mitgliedsländer zur Geschlossenheit auf. Er sagte, die EU habe den Härtetest bestanden, da niemand in den Schengenraum gelangt sei. Laut der spanischen Regierung kehrten fast alle der Zehntausenden mittlerweile wieder zurück.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE5:30 Uhr

Finanzminister will Steuerregeln für Bitcoin ändern

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant, die einjährige steuerfreie Haltefrist für Bitcoin und andere Kryptowährungen abzuschaffen. Gewinne sollen wie Aktienerlöse besteuert werden. Ob CDU/CSU den Vorschlag unterstützen, ist offen. Insgesamt gibt es knapp 9 Millionen Krypto-Besitzer in Deutschland.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

Categories
ausland etplus ticker

Die Ceuta-Krise ist nicht neu: Von ersten Übertritten zum Zusammenbruch der Grenzkontrolle


In Kürze:

  • Bereits seit Mitte Juli gab es Versuche von Migrantengruppen, die Grenze zu Ceuta zu überwinden.
  • Die Masseneinreise fiel zeitlich mit offiziellen Feierlichkeiten in Marokko zusammen.
  • Die Krise verschärfte die diplomatischen Spannungen zwischen Spanien, Marokko und Algerien.

 
Die Krise von Ceuta Ende Juli/Anfang August entstand nicht plötzlich. Bereits seit Mitte Juli nahmen die Versuche von Migrantengruppen zu, an der Grenze zwischen Spanien und Marokko schwimmend nach Ceuta zu gelangen. Die spanischsprachige Ausgabe der Epoch Times berichtet von mehreren Vorfällen im Vorfeld:
  • Am 12. Juli begaben sich rund 50 junge Marokkaner ins Meer, um Ceuta zu erreichen. Laut dem Medium „Achamal Press“ griff die Königlich Marokkanische Marine ein und fing einen Großteil der Gruppe ab.
  • Während der spanischen Siegesfeiern zur Fußball-WM am 20. Juli versuchten rund 200 Menschen, Ceuta zu erreichen. Marokkos Marine setzte drei Boote ein, um diejenigen abzufangen, die sich bereits im Wasser befanden. Einem Teil gelang es, spanisches Hoheitsgebiet zu erreichen.
  • In der Nacht vom 24. auf den 25. Juli registrierten die Behörden etwa 170 Einreiseversuche, darunter auch Menschen aus Ländern südlich der Sahara. Es wurden sowohl Gruppen abgefangen, die sich noch auf die Abfahrt vorbereiteten, als auch solche, die sich bereits im Meer befanden.
  • Am Wochenende des 27./28. Juli berichteten marokkanische Medien von rund 200 weiteren Menschen. Mehr als hundert sollen Ceuta erreicht haben, während andere abgefangen wurden.
Am 30. Juli erreichte die Entwicklung ihren Höhepunkt.

Fünf Kilometer lange Menschenkolonne

Die nationale spanische Polizeigewerkschaft JUPOL erklärte auf der Plattform X, sie habe seit Tagen davor gewarnt, dass an der Grenze in Ceuta nicht genügend Polizeikräfte präsent seien. Die derzeitige Personalausstattung reiche nicht aus, um die Situation zu bewältigen, hieß es damals. Ähnliche Warnungen gab es auch von der spanischen Guardia Civil.
Bereits in den frühen Morgenstunden des 30. Juli bewegten sich Tausende Menschen aus verschiedenen Teilen von Fnideq, einer marokkanischen Stadt direkt an der Grenze zur spanischen Exklave Ceuta, zu Fuß, auf Motorrädern und in Autos in Richtung Ceuta.
Nach Angaben der spanischen Nachrichtenagentur EFE bildete sich auf der Straße zwischen dem Ortszentrum und der spanischen Grenze eine etwa fünf Kilometer lange Menschenkolonne. Zahlreiche junge Männer überwanden Schutzbarrieren, die zu diesem Zeitpunkt nicht bewacht waren, während sich einige der marokkanischen Kräfte angesichts des Vorrückens der Menschenmenge zurückzogen.
Mit Schwimmreifen über die Grenze

Mit Schwimmreifen über die Grenze.

Foto: Marcos Moreno/EUROPA PRESS/dpa

Die von EFE befragten marokkanischen Beamten erklärten, sie wüssten nicht, wodurch diese Menschenansammlung ausgelöst worden sei. Die Bewegung wies ungewöhnliche Merkmale auf: Tausende Menschen aus verschiedenen Orten bewegten sich nahezu gleichzeitig auf bestimmte Abschnitte der Grenze zu.
Gegen 12:30 Uhr kam es zu einer ersten Einreisewelle, ab etwa 15:30 Uhr zu einer weiteren. Viele umgingen den Wellenbrecher von Tarajal über das Meer, während andere im Bereich des Zollübergangs die Grenze überquerten.
Unter den Eingereisten befanden sich junge Männer, Frauen, Familien und kleine Kinder. Die spanischen Sicherheitskräfte wiesen sie von der Straße weg, um zu verhindern, dass der Grenzübergang vollständig blockiert wurde.

Ceuta-Präsident: 60.000 illegale Einwanderer bei rund 83.000 Einwohnern

„Wir stehen vor einer Situation eines absoluten humanitären und sozialen Notstands“, sagte der Präsident der Enklave, Juan Jesús Vivas. Er forderte die spanische Regierung auf, einen Notstand von nationalem Interesse auszurufen und eine einheitliche Einsatzleitung einzurichten, um die Reaktion zu koordinieren.
Das Innenministerium hatte diese Möglichkeit jedoch mit dem Hinweis abgelehnt, dass die spanische Gesetzgebung eine solche Regelung nicht für Migrationskrisen vorsehe, sondern für bestimmte Natur- oder Technologierisiken wie Überschwemmungen, Erdbeben oder Waldbrände. Vivas schätzte später, dass rund 60.000 Migranten aus Marokko eingereist seien – die Stadt hat etwa 83.000 Einwohner.
Zur aktuellen Lage berichtet die spanische Nachrichtenagentur EFE, dass sich trotz der Rückkehr Tausender Menschen nach Marokko noch immer kleine Gruppen von Migranten in Ceuta aufhielten, die sich weigerten, freiwillig zurückzukehren.
Ihre Präsenz sei vor allem in Randgebieten und bewaldeten Zonen sichtbar, allerdings seien auch Gruppen in einigen Straßen des Stadtzentrums festgestellt worden. Polizeiquellen erklärten, es sei schwierig zu berechnen, wie viele Personen sich noch in der Stadt befänden, da sie sich in kleinen Gruppen von drei bis fünf Personen bewegten.
Am 2. August registrierte die Polizei etwa 73.500 Ausreisen nach Marokko, wies jedoch darauf hin, dass diese Zahl Einreisen aus den Vortagen sowie mehrfach erfasste Personen enthalten könne.

Die Rolle von Marokko

In den Wochen zuvor hatten marokkanische Sicherheitskräfte mehrfach eingegriffen, um kollektive Übertrittsversuche zu stoppen: Marokko setzte Schiffe der Königlich Marokkanischen Marine ein, fing Personen ab, die sich auf die Abfahrt vorbereiteten, und nahm andere fest, die sich bereits im Meer befanden.
Bereits im Januar hatte die Königlich Marokkanische Gendarmerie rund 140 Personen auf der Autobahn zwischen Larache und Tanger abgefangen, bevor sie Fnideq erreichen konnten. Die Behörden bezeichneten den Einsatz als vorbeugende Maßnahme gegen einen möglichen kollektiven Übertrittsversuch.
Im entscheidenden Moment Ende Juli fiel die Reaktion jedoch anders aus: Marokkanische Sicherheitskräfte griffen nicht ein. EFE berichtete, die Krise habe mit einem stetigen Zustrom junger Menschen begonnen, die seit Wochenbeginn versucht hätten, schwimmend nach Ceuta zu gelangen, ohne dass die marokkanischen Sicherheitskräfte dies verhindert hätten.

Spanische Sicherheitskräfte eskortieren Migranten am 1. August 2026 an der Grenze zwischen Ceuta und Marokko in der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika.

Foto: Henry Nicholls / AFP via Getty Images

Geopolitische Komponenten

Die Masseneinreise begann am 30. Juli und fiel zeitlich mit den offiziellen Feierlichkeiten zum Thronjubiläum von König Mohammed VI. zusammen. Einige der traditionellen Zeremonien vom 29. bis 31. Juli fanden zudem in der Stadt Tétouan statt. Diese befindet sich rund 30 Kilometer südlich von Ceuta.
Rubén Pulido, ein Analyst für Migrationsthemen und ehemaliger Kommunikationsdirektor einer Fraktion im andalusischen Parlament, analysierte aktuelle marokkanische Medienberichte und öffentliche Debatten. In der spanischen Epoch Times bezeichnet er die Debatte als „aufgeheizt“. In der marokkanischen Debatte wird gegenüber Spanien häufig der historische Anspruch erhoben, Ceuta und Melilla gehörten seit Jahrhunderten zu Marokko – eine Darstellung, die Spanien zurückweist.
Debattiert werde zudem eine weitere regionale Dimension mit Bezug auf einen diplomatischen Rivalen Marokkos: Algerien. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez reiste am 20. Juli nach Algerien und traf sich mit Präsident Abdelmadjid Tebboune.
Beide Regierungen kündigten den Beginn einer neuen Phase ihrer Beziehungen an und vereinbarten für Oktober ein hochrangiges Treffen. Nähere sich Madrid nun Algerien an, könnte dies Marokko vor den Kopf stoßen, so Pulido.
 
Der Artikel erschien im Original auf epochtimes.es unter dem Titel „De los primeros cruces al colapso: cómo se gestó la crisis migratoria de Ceuta“. (deutsche Bearbeitung ks)
Categories
ticker

04.08.2026 | EU-Krisensitzung zu Ceuta | Klingbeil will Steuerregeln für Bitcoin ändern | Österreich für Asylverfahren außerhalb der EU

HEUTE6:28 Uhr

Apple entfernte kurz Telegram aus iPhone-App-Store

Wegen Verbreitung von Kinderpornografie hat Apple die App Telegram für kurze Zeit aus der Download-Plattform für seine iPhones entfernt. Sie wurde wieder zugelassen, nachdem Telegram die Inhalte entfernte und den Nutzer von der Plattform verbannte.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE6:21 Uhr

Österreich für Asylverfahren außerhalb der EU

Österreichs Innenminister Gerhard Karner drängt nach den Szenen in Ceuta auf Asylverfahren außerhalb der EU. Der EU-Asylpakt schaffe dafür die rechtlichen Möglichkeiten. Den Worten müssten nun Taten folgen. „Rückkehrzentren“ für abgelehnte Asylbewerber und Asylverfahren in Staaten außerhalb Europas könnten die Verbreitung von Falschmeldungen und Schleuserkriminalität verhindern.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE5:44 Uhr

Vor Krisensitzung der Innenminister

Vor der EU-Sitzung zu den massenhaften Übertritten nach Ceuta rief EU-Kommissar Magnus Brunner die Mitgliedsländer zur Geschlossenheit auf. Er sagte, die EU habe den Härtetest bestanden, da niemand in den Schengenraum gelangt sei. Laut der spanischen Regierung kehrten fast alle der Zehntausenden mittlerweile wieder zurück.

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

HEUTE5:30 Uhr

Finanzminister will Steuerregeln für Bitcoin ändern

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant, die einjährige steuerfreie Haltefrist für Bitcoin und andere Kryptowährungen abzuschaffen. Gewinne sollen wie Aktienerlöse besteuert werden. Ob CDU/CSU den Vorschlag unterstützen, ist offen. Insgesamt gibt es knapp 9 Millionen Krypto-Besitzer in Deutschland.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

Wollen Sie hierzu mehr erfahren?

Categories
ausland ticker

Madrid bestreitet Warnung des Geheimdienstes vor Ceuta-Krise

Nach dem Ansturm Zehntausender Migranten auf die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta hat die Regierung in Madrid Vorwürfe zurückgewiesen, sie habe Warnungen des Geheimdienstes CNI vor einer Massenankunft ignoriert.
Man habe keine Geheimdienstberichte erhalten, die vor einer Migrationskrise dieses Ausmaßes gewarnt hätten, hieß es. Gleichzeitig dauern in Ceuta die Unterbringung und Rückführung verbliebener Migranten sowie die Suche nach weiteren Todesopfern an. Nach Angaben des Innenministeriums in Madrid wurden bislang 72 Leichen geborgen.
Der Sprecher der oppositionellen konservativen Volkspartei (PP), Miguel Tellado, sagte, es sei kaum vorstellbar, dass der CNI von der bevorstehenden „Menschenwelle“ nichts gewusst habe. Auch der Radiosender Cadena Ser berichtete von „mehrfachen Warnungen“. Regierungssprecherin Elma Saiz entgegnete: „Mit einem derart beispiellosen Ereignis hatte niemand gerechnet.“
Vor allem am Donnerstag waren Zehntausende von Marokko aus irregulär nach Ceuta gelangt – die meisten schwimmend, andere kletterten über den sechs Meter hohen Grenzzaun.
Die genaue Zahl ist weiter unklar. Regionalpräsident Juan Jesús Vivas sprach nun von 80.000 Ankünften, nachdem er zuvor von 60.000 ausgegangen war. Madrid hält an der Schätzung von 50.000 fest. Marokko teilte mit, rund 40.000 Migranten hätten Ceuta erreichen wollen.

Tausende Migranten halten sich noch in Ceuta auf

Unterschiedliche Angaben gibt es auch zur Zahl der vor allem vor der Küste der Exklave an der Straße von Gibraltar ums Leben gekommenen Migranten. Während Madrid weiterhin von 72 Todesopfern spricht, erklären Vertreter der konservativen Regionalregierung, es gebe mindestens 88 Leichen.
Nach übereinstimmenden Behördenangaben ist der größte Teil der Migranten bereits nach Marokko zurückgekehrt. Nach Schätzung der Regionalregierung halten sich jedoch noch 3.000 bis 5.000 Menschen in Ceuta auf. Die Lage habe sich zwar beruhigt, von Normalität könne aber keine Rede sein, sagte Vivas.
Die Zentralregierung beziffert derweil die Zahl der verbliebenen Migranten auf rund 2.500 und teilt mit, die Rückführungsaktionen seien noch nicht zu Ende.

Aufnahmezentren überlastet

Besonders angespannt bleibt die Situation bei unbegleiteten Minderjährigen. Ceuta betreut seit dem Ansturm nach eigenen Angaben mindestens 862 Kinder und Jugendliche, obwohl regulär nur 29 Plätze zur Verfügung stehen. Deshalb werden zusätzliche Unterkünfte in umfunktionierten Gebäuden eingerichtet.
Auch das Aufnahmezentrum CETI für Erwachsene ist nach Angaben der Regionalregierung in Ceuta nicht erst seit dem Ansturm völlig überlastet. Es bietet Platz für rund 600 Menschen. Vor dem Gelände halten sich den Angaben zufolge etwa 1.000 weitere Migranten in provisorischen Lagern auf. (dpa/red)