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„Team Freiheit“-Wahlkampagne stößt auf Kritik: „Haben offenbar einen Nerv getroffen“

Mit den Slogans für seine Werbekampagne zur anstehenden Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat das Team Freiheit für Wirbel unter den politischen Mitbewerbern gesorgt.
Mit provokanten Sprüchen wie „Ganz Mecklenburg-Vorpommern hasst das Finanzamt“, „Staats-abtragend“ oder „Steuern sind Raub“ zeigt sich die Kleinpartei um die ehemalige AfD-Politikerin Frauke Petry und den kurzzeitigen thüringischen FDP-Ministerpräsidenten Thomas L. Kemmerich libertär und antietatistisch.
Mitglieder der Schweriner Regierungsparteien SPD und Linke reagierten darauf mit scharfer Kritik.
Hennis Herbst, Vorsitzender des Landesverbandes der Linken in Mecklenburg-Vorpommern, warf dem Verein vor, mit seiner Wahlkampagne das Finanzamt als Feindbild zu „markieren“ und Hass gegen den Staat und die Menschen, die für ihn arbeiten, zu säen. Er erklärte zudem, dass das Team Freiheit damit zeige, dass es eine „Klientelpartei von Superreichen“ sei.

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Gegenüber Epoch Times erklärte Petry, die Reaktion der Mitbewerber bestätige den Spruch „getroffene Hunde bellen“. Im Internet hingegen gebe es viel Zuspruch, was zeige, dass man offenbar einen Nerv getroffen habe. „Ich glaube, wir sprechen einfach aus, was eine ganze Reihe von Wählern denkt.“
Für Kemmerich sei man auch eine „Klientelpartei“. „Und zwar für die Leistungsträger der Gesellschaft. Die haben keine Lobby mehr. Rechts und links wird in deren Taschen gegriffen und das Symptom dafür ist halt das Finanzamt.“

Team Freiheit will AfD unterstützen

Laut Petry sei das Team Freiheit die einzige Partei in Deutschland, die sich dem Staat kritisch widmet. „Früher haben das mal die Linken gemacht, aber nur, solange sie selbst nicht in Amt und Würden waren.“ Inzwischen würden sie den Staat als Machtinstrument gegen die Bürger missbrauchen.
„Wir kennen etliche Mitarbeiter verschiedener Finanzämter. Die finden die Kampagne großartig, weil sie ausreichend Humor haben, um zu verstehen, worum es dabei geht.“
In Mecklenburg-Vorpommern seien die Regierungsparteien aufgrund massiver Affären aufgefallen, über die man reden müsse. „Ob es sich um verbrannte Steuerakten handelt, die Stiftung von Frau Schwesig oder Projekte in Schwerin, wo ein CDU-SPD-Geklüngel herrscht.“
Petry befürchtet, dass sich trotz einer AfD, die in Mecklenburg-Vorpommern in Umfragen über 30 Prozent erreicht, nichts ändern würde, wenn niemand mit ihr zusammenarbeitet. Daher zeigt sie sich offen für eine Unterstützung der AfD: „Deswegen ist einer unserer Slogans auch ‚Brandmauer weg‘.“
Sie zeigt sich kämpferisch, was einen möglichen Wahlerfolg betrifft: „Es heißt, man braucht 50.000 Stimmen für die Fünf-Prozent-Hürde und wir kämpfen um jede einzelne.“
In der INSA-Umfrage Anfang August liegt die AfD in dem nördlichen Bundesland mit 36 Prozent als stärkste Partei vor der SPD mit 29 Prozent. Die Linke folgt mit 11 Prozent, die CDU mit 10 Prozent. Die Grünen stehen bei 5 Prozent und FDP sowie das BSW würden unter der Fünf-Prozent-Hürde bleiben.
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Petry zu „Team Freiheit“-Wahlkampagne: „Haben offenbar einen Nerv getroffen“

Am Montag (10.8.) stellte der Verein „Team Freiheit“ seine Wahlplakate für die anstehende Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern vor. Die verwendeten Slogans zogen massive Kritik der Schweriner Regierungsparteien SPD und Linke nach sich. Darüber sprachen wir mit dem Vereinsvorsitzenden Thomas L. Kemmerich und der Vereinsgründerin Frauke Petry.
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20.000 Euro für Hinweise zu gestohlenem Keltengoldschatz von Manching

Im Fall des vor mehr als drei Jahren aus einem Museum im bayerischen Manching gestohlenen historischen keltischen Goldschatzes ist eine Belohnung von 20.000 Euro für Hinweise zu dessen Verbleib ausgelobt worden.
Es werde weiterhin nach den fehlenden Teilen des Schatzes gesucht, teilte das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) am Montag, 18. Mai, in München mit.
Der rund 2000 Jahre alte Goldschatz war im November 2022 aus dem Kelten- und Römermuseum Manching gestohlen worden.

Hunderte Goldmünzen verschwunden

Ein Teil der Beute konnte später gefunden werden, der größte Teil fehlt aber weiterhin. Dabei handelt es sich unter anderem um 411 Goldmünzen mit einem geschätzten Gewicht von rund drei Kilogramm.
Die nun ausgelobte Belohnung setzt sich den Angaben zufolge aus Beiträgen des Landeskriminalamts, der Archäologischen Staatssammlung München sowie des Zweckverbands Kelten- und Römermuseum Manching zusammen.

Ermittler prüfen neue Hinweise

Anfang Mai hatten Kunstfahnder des bayerischen LKA das Haus und ein Nebengebäude des Hauptverdächtigen in einem Dorf bei Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern mithilfe von Röntgen- und Radartechnik durchsucht.
Der vermisste Goldschatz wurde jedoch nicht gefunden. Laut LKA hatten neue Erkenntnisse den Verdacht erhärtet, dass der Hauptverdächtige unterstützt von seiner Lebensgefährtin einen Großteil der Beute „professionell versteckt“ haben könnte.
Der mutmaßliche Haupttäter und drei mutmaßliche Komplizen in Alter zwischen damals 44 und 52 Jahren waren im Juli 2025 vom Landgericht Ingolstadt wegen des Schatzdiebstahls und mehrerer weiterer Einbrüche zu Haftstrafen zwischen knapp fünf und elf Jahren verurteilt worden.
Das Urteil gegen den Hauptverdächtigen ist noch nicht rechtskräftig.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass drei der vier Beschuldigten am 22. November 2022 nachts in das Kelten-Römer-Museum in Manching eingebrochen waren und den dort aufbewahrten Goldmünzenschatz aus der Keltenzeit gestohlen hatten.
Die mehr als 480 Münzen hatten ein Gesamtgewicht von rund 3,7 Kilogramm.
Der Materialwert des 1999 gefundenen historischen Schatzes lag bei etwa 1,3 Millionen Euro. Von den Münzen tauchten nach der Festnahme der Verdächtigen im Juli 2023 nur etwa 500 Gramm in eingeschmolzener Form wieder auf.
Ermittelt wird auch gegen die Lebensgefährtin des Hauptverdächtigen. Sie soll nach LKA-Angaben mehrfach angeboten haben, beim Absetzen eingeschmolzenen Golds zu helfen. Auch soll sie häufiger Bargeld aus krimineller Herkunft von ihrem Freund bekommen haben. (afp/red)