Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass spielerische Aktivitäten Erwachsenen helfen können, Stress abzubauen und soziale Bindungen zu stärken. - Foto: monkeybusinessimages/iStock
Kinder verbringen einen großen Teil ihrer Zeit mit Spielen. Und das zu Recht. Laut dem National Institute for Play (NIP) mit Sitz in Kalifornien ist „das Spielen entscheidend dafür, wie sich Menschen und andere Spezies entwickeln, funktionieren und innovativ sind“.
Das NIP erklärt, dass das Spielen tief in unseren Nervenstrukturen verankert ist. Es ist fest in unserer Biologie verwurzelt. Affektive Neurowissenschaftler haben sieben primäre emotionale Systeme identifiziert, mit denen wir geboren werden. Dazu gehört auch das Spielen. Spielkreisläufe im Mittelhirn aktivieren weitreichende neuronale Netzwerke und stärken somit die neuronalen Verbindungen, die mit Sozialisation, Bewegung und emotionaler Regulierung zusammenhängen.
Das Gehirn entwickelt sich spielend
Für Kinder ist die Spielzeit entscheidend für ihre Entwicklung und ihr Lernen – vom Kleinkind bis in die Jugend hinein und darüber hinaus. Spielen hilft Säuglingen dabei, ihre Koordination und ihre Blickverfolgungsfähigkeiten zu entwickeln, während Kleinkinder dadurch sowohl körperliche als auch emotionale Widerstandsfähigkeit aufbauen. Kinder, denen beim Spielen ein angemessenes Maß an Freiheit gewährt wird, entwickeln zudem Kreativität. Denn ihre grenzenlose Vorstellungskraft kann dann frei schweifen und sie können an allem in ihrer Umgebung Spaß haben. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Förderung spielerischer Neugier die Lernergebnisse verbessert, während ein Mangel an Spiel mit emotionalen und Verhaltensproblemen in Verbindung gebracht wird.
Durch Fantasie und Spiel beginnen Kinder, die Welt zu begreifen, zu träumen, zu gestalten und zu experimentieren. Sie lernen, dass einige der wichtigsten menschlichen Aktivitäten Dinge sind, die wir um ihrer selbst willen tun – aus purer Freude daran und nicht unbedingt, um praktische Ergebnisse zu erzielen. Das Spielen weckt zudem Interessen und Neigungen, die den Charakter prägen und sich zu lebenslangen Beschäftigungen oder sogar Berufen entwickeln können. Das Kind, das sich leidenschaftlich für Ritterspiele begeistert, studiert später vielleicht Geschichte, während dasjenige, das von Legosteinen fasziniert ist, einen Weg in Richtung Ingenieurwesen einschlägt. Auf diese Weise kann das Spielen zu einem Torzur Berufung werden.
Auch Erwachsene dürfen spielen
Aber nicht nur Kinder brauchen Verspieltheit in ihrem Leben. Die biologische Veranlagung zum Spielen verschwindet nicht einfach mit dem Alter; wir alle brauchen ein gewisses Maß an Spaß im Leben. Das NIP stellt fest: „Spielen ist ein grundlegender biologischer, psychologischer und sozialer Mechanismus, der prägt, wie wir über die gesamte Lebensspanne hinweg lernen, uns anpassen, Beziehungen knüpfen und uns entfalten. […] Wenn Spielen fehlt oder dauerhaft unterdrückt wird, sehen Forscher einen Zusammenhang zwischen diesem Mangel und Depressionen, einer beeinträchtigten sozialen Entwicklung sowie Schwierigkeiten bei der Emotionsregulation und beim Lernen.“
Die konkreten Vorteile für Erwachsene sind vielfältig. Unter anderem regt das Spielen die Kreativität an, baut stressbedingte Anspannung ab, verbessert die Gehirnfunktion und vertieft die Beziehungen zu anderen.
In seinem Buch „Essentialism: The Disciplined Pursuit of Less“ („Essentialismus: Die konsequente Suche nach Weniger“) empfiehlt der US-amerikanische Autor und Unternehmensstratege Greg McKeown Erwachsenen, insbesondere Berufstätigen, regelmäßig Zeit zum Spielen einzuplanen. Dazu müssen wir die Vorstellung ablehnen, dass Spielen trivial sei – ein Konzept, das wir uns aneignen, wenn wir die Kindheit hinter uns lassen.
Warum legt McKeown so großen Wert auf das Spielen? Zum einen hilft es uns, neue Denkweisen zu entwickeln. Das kann uns dabei unterstützen, Probleme zu lösen und in jedem Unterfangen herausragende Leistungen zu erbringen. McKeown schrieb über eine Studie mit Grizzlybären, die ergab, dass die Bären, die am meisten spielten, im Allgemeinen am längsten überlebten, da das Spielen sie darauf vorbereitet hatte, kreativ zu denken und Probleme zu lösen. Das Gleiche gilt für uns.
McKeown schreibt: „Spielen erweitert unseren Horizont auf eine Weise, die es uns ermöglicht, Neues zu erkunden: neue Ideen zu entwickeln oder alte Ideen in einem neuen Licht zu betrachten. Es macht uns neugieriger, aufgeschlossener für Neues und engagierter.“
Spielen ermöglicht es Menschen jeden Alters, neue Fähigkeiten zu erlernen, und fördert gleichzeitig Experimentierfreude und lebenslange Neugier.
Foto: Jevtic/iStock
Spielen für mehr Wohlbefinden
Aristoteles sagte bekanntlich: „Wir arbeiten, um Muße zu haben.“ Spiel und Muße sind zwar etwas unterschiedliche Kategorien, stehen aber in Zusammenhang, da beide als Ziel der Arbeit verstanden werden können – und nicht nur als Pausen von der Arbeit. Aristoteles vertritt hier die Ansicht, dass die wichtigsten, zutiefst menschlichen Dinge, die wir tun – zum Beispiel nach Wahrheit streben, mit anderen in Verbindung treten oder Schönheit schätzen –, nicht direkt mit den praktischen Aspekten der Arbeit verbunden sind. Vielmehr arbeiten wir, um die Möglichkeit zu haben, uns diesen befreienden, humanisierenden Aktivitäten zu widmen.
Das Spiel – auch wenn es weniger ernst ist als das, was Aristoteles als „Muße“ betrachtete – hilft uns dennoch dabei, uns daran zu erinnern, dass das Leben mehr zu bieten hat, als nur Ein- und Ausstempeln und sich anschließend auf das Sofa fallen zu lassen.
Beim Spielen geraten wir oft in einen „Flow-Zustand“, in dem die Zeit verschwindet und praktische Sorgen, Nöte und Ziele in den Hintergrund treten. Wir sind, wie ein Kind, einfach nur lebendig.
Spielen ist keine Frage des Alters.
Foto: koldo studio/iStock
Auch der gemeinschaftliche Aspekt des Spielens verdient besondere Beachtung. Die Teilnahme an interaktiven, unbeschwerten Aktivitäten bietet etwas, das eine Familie oder eine Gruppe von Freunden gemeinsam erleben kann. Aufgrund dieser Interaktivität entstehen durch das Spielen viel leichter Bindungen als durch das gemeinsame Starren auf einen Bildschirm oder, was wahrscheinlicher ist, auf getrennte Bildschirme.
Wie könnte das in der Praxis aussehen? Hier ein paar Ideen:
Organisieren Sie einen Spieleabend mit der Familie oder Freunden.
Verbringen Sie Zeit nicht nur damit, Ihre Kinder oder Enkelkinder zu beobachten, sondern tatsächlich mit ihnen zu spielen.
Nehmen Sie eine Sportart wieder auf, die Sie in Ihrer Jugend ausgeübt haben, oder probieren Sie eine neue aus.
Nehmen Sie sich Zeit, einfach nur mit jemandem, den Sie lieben, zusammen zu sein – ganz ohne geplante Aktivitäten – und schauen Sie, was Ihnen gemeinsam einfällt.
Probieren Sie ein neues Hobby oder Handwerk aus.
Spielen oder hören Sie Musik.
Erkunden Sie die Natur.
Erzählen Sie sich Geschichten und lachen Sie gemeinsam.
Spielen ist die wilde Welt, in der man sich skurrilen und unnötigen Dingen hingibt – was sich letztlich doch als ziemlich notwendig für unser Wohlbefinden herausstellt. Ein gewisses Maß an Freude an den Dingen um ihrer selbst willen, einfach das Leben durch Aktivitäten zu genießen, die Freude bereiten, bleibt unser ganzes Leben lang unverzichtbar.
Bei der Vergabe von Trassen im deutschen Schienennetz entstehen regelmäßig Konflikte. (Archivbild) - Foto: Jan Woitas/dpa
Die Deutsche Bahn muss nach einem Beschluss der Bundesnetzagentur ihren Wettbewerbern auf bestimmten Strecken mehr Platz machen – und geht nun gerichtlich gegen diese Entscheidung vor.
Die für die Infrastruktur zuständige Bahn-Tochter DB InfraGo werde vor dem Verwaltungsgericht Köln ein Eilverfahren gegen den Beschluss anstreben, teilte der bundeseigene Konzern mit. Ziel sei es, „die rechtliche Grundlage, Verhältnismäßigkeit und praktische Umsetzbarkeit der behördlichen Anordnungen gerichtlich klären zu lassen“.
Worum geht es?
Hintergrund des Streits ist ein möglicher neuer Konkurrent der Bahn im Fernverkehr: Das italienische Verkehrsunternehmen Italo hat angekündigt, ab 2028 in den deutschen Markt einsteigen zu wollen und nimmt dabei zunächst zwei Hauptkorridore in den Blick: München-Köln-Dortmund und München-Berlin-Hamburg.
Italo hatte dafür Beschwerde bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) gegen die Art und Weise eingelegt, wie die ohnehin begrenzten Schienenkapazitäten in Deutschland vergeben werden. Das italienische Unternehmen wollte damit erreichen, dass die Rahmenbedingungen für neue Wettbewerber verbessert werden.
Wie hat die Bundesnetzagentur entschieden?
Die Bundesnetzagentur hat daraufhin entschieden, dass die für die Vergabe der Trassen zuständige InfraGo auf bestimmten Strecken mindestens ein Viertel der Kapazitäten an Wettbewerber vergeben muss. Das gilt demnach nur für stark ausgelastete Korridore mit ausgewiesenen Kapazitätsobergrenzen, wie es etwa für die Knoten München und Frankfurt geplant ist.
Diese sogenannte Wettbewerbsklausel gilt der BNetzA zufolge aber nur für Unternehmen, die einen vertakteten Verkehr anbieten. „Das bedeutet im Grundsatz, dass die Verbindung mindestens viermal täglich in zweistündigem Abstand zur gleichen Minute angeboten wird“, teilte die Behörde mit.
Warum klagt die Bahn?
Die Bahn kritisiert, dass die Trassenvergabe durch den Beschluss deutlich komplizierter werden könnte. Die Verkehrsunternehmen melden jedes Jahr bei DB InfraGo die Trassen an, auf denen sie während einer Fahrplanperiode unterwegs sein wollen.
Immer wieder kommt es dabei zu Konflikten, denn die Kapazitäten sind eng begrenzt – Fern-, Nah- und Güterverkehr teilen sich in Deutschland dasselbe Schienennetz.
Für den Netzfahrplan 2026 etwa musste die DB InfraGo eigenen Angaben zufolge deshalb mehr als 5.600 Konflikte regeln. Das sei in den meisten Fällen auch gelungen, heißt es im Konzern. Die Kompromisse seien vor allem dadurch ermöglicht worden, dass Anbieter von vertakteten Verkehren ihren Takt aufgegeben haben, so dass auf der jeweiligen Trasse zeitliche Verschiebungen möglich wurden.
Doch mit der Wettbewerbsklausel der BNetzA hätten Fernverkehrsunternehmen keine Motivation mehr, den Takt aufzugeben. Schließlich sehe der Beschluss vor, dass nur vertaktete Verkehre bei der Vergabe der Trassen zum Zug kommen können. Kompromisse würden dadurch deutlich erschwert.
Wäre mehr Wettbewerb im Fernverkehr nicht gut für die Fahrgäste?
Der Fernverkehr in Deutschland wird zu 95 Prozent von der Deutschen Bahn dominiert. Der bekannteste Wettbewerber ist das Münchner Unternehmen Flix, das für 2028 ebenfalls eine neue Offensive im Fernverkehr angekündigt hat – mit Dutzenden neuen Zügen und Verbindungen. Ein weiterer Konkurrent, so die Hoffnung, könnte dafür sorgen, dass die Fahrpreise sinken und sich die Qualität erhöht.
In der Branche gibt es allerdings auch Befürchtungen. So warnt etwa der Bundesverband Schienennahverkehr, dass der Konflikt um Trassen am Ende zulasten des Regionalverkehrs gehen und damit die Anbindung insbesondere ländlicher Regionen gefährden könnte.
„Ein gut organisierter Wettbewerb muss auch ein gutes Angebot auf den weniger nachgefragten Verbindungen fernab der großen Städte sicherstellen“, teilte der Geschäftsführer des Interessenverbands Allianz pro Schiene, Dirk Flege, mit. Ein besseres Angebot im Fernverkehr bekämen die Fahrgäste nur, wenn der Bund den Wettbewerb ordne und ihm klare Regeln gebe.
Wie geht es nun weiter?
Bis zu einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts bleibt der Beschluss der BNetzA bestehen. Wann ein Urteil im Eilverfahren fällt, ist völlig offen. Inwiefern Italo seinen Markteinstieg von der BNetzA-Entscheidung beziehungsweise dem Urteil des VG Köln abhängig macht, ist nicht bekannt. (dpa/red)
Wer vom Ziel nicht weiß, kann den Weg nicht haben, wird im selben Kreis all sein Leben traben; kommt am Ende hin, wo er hergerückt, hat der Menge Sinn nur noch mehr zerstückt.
Wer vom Ziel nichts kennt, kann’s doch heut erfahren; wenn es ihn nur brennt nach dem Göttlich-Wahren; wenn in Eitelkeit er nicht ganz versunken und vom Wein der Zeit nicht bis oben trunken.
Denn zu fragen ist nach den stillen Dingen, und zu wagen ist, will man Licht erringen; wer nicht suchen kann, wie nur je ein Freier, bleibt im Trugesbann siebenfacher Schleier.
Blick auf den Eingang der Warburg-Bank. - Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
Erstmals soll eine Vertreterin des Staates im Zuge des Cum-Ex-Skandals vor Gericht. Das Oberlandesgericht (OLG) Köln ließ die Anklage gegen die Hamburger Finanzbeamtin Daniela P. wegen Beihilfe zur versuchten Steuerhinterziehung zu, wie eine Gerichtssprecherin am Freitag bestätigte.
Zunächst hatte der WDR darüber berichtet. P. steht demnach im Verdacht, der Hamburger Warburg-Bank geholfen zu haben, zu Unrecht vereinnahmtes Steuergeld zunächst zu behalten.
Die Warburg-Bank war jahrelang an Cum-Ex-Geschäften beteiligt gewesen. Mit dem Verschieben von Aktien wurden dabei die Behörden ausgetrickst, so dass nicht gezahlte Kapitalertragsteuern zurückerstattet wurden.
Ab 2016 stand im Raum, dass die Bank zu Unrecht eingestrichene Gelder zurückzahlen muss. Die Kölner Staatsanwaltschaft wirft der Finanzbeamtin P. vor, als Sachgebietsleiterin im hamburgischen Finanzamt für Großunternehmen versucht zu haben, dies zu verhindern.
Laut der Anklageschrift, welche im Juni vergangenen Jahres eingereicht wurde, soll P. unter anderem ihren Vorgesetzten unvollständige und teils falsche Informationen geliefert haben. Das Landgericht Bonn ließ die Anklage jedoch nicht zu. Es liege „keine ausreichende Wahrscheinlichkeit“ vor, dass P. sich strafbar gemacht habe, zitierte der WDR aus der Entscheidung vom März.
Das Oberlandesgericht widersprach dem mit einem Beschluss vom Montag. „Anders als das Landgericht hat der Senat nach Aktenlage und deren vorläufiger Bewertung einen hinreichenden Tatverdacht, der für die Eröffnung des Hauptverfahrens erforderlich ist, als gegeben angesehen“, erklärte die Gerichtssprecherin. Es handele sich um eine „komplexe Beweislage“, die gerichtlich zu bewerten sei.
Hinter dem Cum-Ex-Skandal steht das womöglich umfassendste System der Steuerhinterziehung in der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Die Praxis war seit Anfang der 2000er Jahre bei vielen Banken im In- und Ausland üblich.
2021 bestätigte der BGH, dass sie strafbar ist. Es gab in dem Zusammenhang schon mehrere Verurteilungen anderer Angeklagter. Bislang wurden aber ausschließlich Banken und ihre Mitarbeiter belangt.
Der Hamburger Cum-Ex-Skandal rund um die Warburg-Bank reicht ohnehin bereits in die Politik hinein, denn sie betrifft auch den damaligen Ersten Bürgermeister der Hansestadt und späteren Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).
Er hatte den Chef der Bank, Christian Olearius, mehrmals getroffen. An den Inhalt der Gespräche habe er aber keine Erinnerung, sagte Scholz in einem entsprechenden Untersuchungsausschuss.(afp/red)
Team-Freiheit-Gründerin Frauke Petry (l.) und Vorsitzender Thomas L. Kemmerich bei der Vorstellung der Wahlplakate für die anstehende Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 10.08.26. - Foto: Bildschirmfoto via „Team Freiheit“
Mit den Slogans für seine Werbekampagne zur anstehenden Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat das Team Freiheit für Wirbel unter den politischen Mitbewerbern gesorgt.
Mit provokanten Sprüchen wie „Ganz Mecklenburg-Vorpommern hasst das Finanzamt“, „Staats-abtragend“ oder „Steuern sind Raub“ zeigt sich die Kleinpartei um die ehemalige AfD-Politikerin Frauke Petry und den kurzzeitigen thüringischen FDP-Ministerpräsidenten Thomas L. Kemmerich libertär und antietatistisch.
Mitglieder der Schweriner Regierungsparteien SPD und Linke reagierten darauf mit scharfer Kritik.
Hennis Herbst, Vorsitzender des Landesverbandes der Linken in Mecklenburg-Vorpommern, warf dem Verein vor, mit seiner Wahlkampagne das Finanzamt als Feindbild zu „markieren“ und Hass gegen den Staat und die Menschen, die für ihn arbeiten, zu säen. Er erklärte zudem, dass das Team Freiheit damit zeige, dass es eine „Klientelpartei von Superreichen“ sei.
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Gegenüber Epoch Times erklärte Petry, die Reaktion der Mitbewerber bestätige den Spruch „getroffene Hunde bellen“. Im Internet hingegen gebe es viel Zuspruch, was zeige, dass man offenbar einen Nerv getroffen habe. „Ich glaube, wir sprechen einfach aus, was eine ganze Reihe von Wählern denkt.“
Für Kemmerich sei man auch eine „Klientelpartei“. „Und zwar für die Leistungsträger der Gesellschaft. Die haben keine Lobby mehr. Rechts und links wird in deren Taschen gegriffen und das Symptom dafür ist halt das Finanzamt.“
Team Freiheit will AfD unterstützen
Laut Petry sei das Team Freiheit die einzige Partei in Deutschland, die sich dem Staat kritisch widmet. „Früher haben das mal die Linken gemacht, aber nur, solange sie selbst nicht in Amt und Würden waren.“ Inzwischen würden sie den Staat als Machtinstrument gegen die Bürger missbrauchen.
„Wir kennen etliche Mitarbeiter verschiedener Finanzämter. Die finden die Kampagne großartig, weil sie ausreichend Humor haben, um zu verstehen, worum es dabei geht.“
In Mecklenburg-Vorpommern seien die Regierungsparteien aufgrund massiver Affären aufgefallen, über die man reden müsse. „Ob es sich um verbrannte Steuerakten handelt, die Stiftung von Frau Schwesig oder Projekte in Schwerin, wo ein CDU-SPD-Geklüngel herrscht.“
Petry befürchtet, dass sich trotz einer AfD, die in Mecklenburg-Vorpommern in Umfragen über 30 Prozent erreicht, nichts ändern würde, wenn niemand mit ihr zusammenarbeitet. Daher zeigt sie sich offen für eine Unterstützung der AfD: „Deswegen ist einer unserer Slogans auch ‚Brandmauer weg‘.“
Sie zeigt sich kämpferisch, was einen möglichen Wahlerfolg betrifft: „Es heißt, man braucht 50.000 Stimmen für die Fünf-Prozent-Hürde und wir kämpfen um jede einzelne.“
In der INSA-Umfrage Anfang August liegt die AfD in dem nördlichen Bundesland mit 36 Prozent als stärkste Partei vor der SPD mit 29 Prozent. Die Linke folgt mit 11 Prozent, die CDU mit 10 Prozent. Die Grünen stehen bei 5 Prozent und FDP sowie das BSW würden unter der Fünf-Prozent-Hürde bleiben.
Am Montag (10.8.) stellte der Verein „Team Freiheit“ seine Wahlplakate für die anstehende Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern vor. Die verwendeten Slogans zogen massive Kritik der Schweriner Regierungsparteien SPD und Linke nach sich. Darüber sprachen wir mit dem Vereinsvorsitzenden Thomas L. Kemmerich und der Vereinsgründerin Frauke Petry.
Zwei Besatzungsmitglieder stehen am Deck eines spanischen Marineschiffes im Hafen von Ferrol. - Foto: Kiko Delgado/dpa
In Kürze:
Chinas SAIC plant in Spanien ein großes Werk für Elektroautos – direkt an einem wichtigenMarinehafen.
Spanische Sicherheitsexperten warnen vor möglichen Risiken durch Spionage, Sabotage für die militärische Infrastruktur.
Ein NATO-Berater mahnt Europa, strategische Abhängigkeiten durch chinesische Investitionen nicht zu unterschätzen.
Der staatliche chinesische Autokonzern SAIC baut seine Präsenz in Europa weiter aus. Wie „La Voz de Galicia“ im Mai berichtete, wird der Elektroautobauer in mehreren Phasen seine erste Fabrik in Europa errichten. Der Konzern plant, in einer ersten Phase etwa 200 Millionen Euro in die Standorte in Ferrol und As Pontes zu investieren.
Im Jahr 2028 sollen laut „Euractiv“ die Baumaßnahmen abgeschlossen sein.
SAIC bald Tür an Tür mit staatlichem Rüstungsriesen Navantia?
Der Standort im Außenhafen von Ferrol in der Region Galizien hat in spanischen Sicherheitskreisen Bedenken hervorgerufen. In unmittelbarer Nähe befindet sich sensible militärische Infrastruktur. Die Bucht von Ferrol ist ein bedeutender spanischer Marinestützpunkt. Schon jetzt liegen dort fünf Fregatten des Typs F-100, die regelmäßig an NATO-Einsätzen teilnehmen.
Dazu kommt der staatliche Rüstungskonzern Navantia, der unter anderem moderne Kriegsschiffe für die spanische Marine baut.
Das geplante SAIC-Gelände befindet sich an der Hafeneinfahrt und damit an einer Route, die auch spanische Marineschiffe auf dem Weg in den Atlantik nutzen.
Der Hafen von Ferrol wird sowohl militärisch als auch zivil genutzt. Im Juni hatte SAIC ein Logistikschiff entsandt, um die Infrastruktur des Hafens mit Blick auf die geplante Investition zu begutachten.
Investition in Spanien ruft Argwohn in Sicherheitskreisen hervor
Während sich die Regionalregierung über die Aussicht auf Steuereinnahmen und neue Arbeitsplätze freut, hat das spanische Institut für Strategische Studien (IEEE) Bedenken geäußert. In einem kürzlich veröffentlichten Papier warnt der vom Verteidigungsministerium finanzierte Thinktank vor wachsendem Einfluss des kommunistischen Regimes in Peking auf Europa.
Chinesische Seestreitkräfte, so heißt es darin, könnten Handelshäfen in aller Welt für Spionage und Sabotage nutzen. Außerdem sei die chinesische Präsenz an solchen Orten auch mit potenziellen militärischen Nutzungsmöglichkeiten verbunden. Der Verfasser des Papiers, Abel Romero Junquera, spricht von der Möglichkeit, „Einfluss und Kontrolle über Hafenterminals auf der ganzen Welt“ auszuüben.
Stellen des Regimes könnten die Hafeninfrastruktur auch „für Spionage und die Beschaffung von Geheimdienstinformationen“ nutzen. Ferner wäre China potenziell in einer besseren Lage, die zivilen und militärischen Aktivitäten Dritter auszuspionieren.
Sicherheitsfrage: Bleibt Spanien im Krisenfall handlungsfähig?
Gegenüber „Euractiv“ erklärte ein NATO-Sprecher, im Bündnis sei man sich Risiken dieser Art bewusst. China versuche fortlaufend, strategische Vorteile zu erlangen. Institutionelle Kooperationsvereinbarungen mit staatlich kontrollierten oder verbundenen Einrichtungen spielten dabei eine bedeutende Rolle.
Auch Spanien, so bemerkte Verteidigungs- und Sicherheitsexperte António Brás Monteiro gegenüber dem Medium, verfüge über rechtliche Mechanismen zur Überprüfung ausländischer Investitionen mit potenziell sensiblen Nebeneffekten auf kritische Infrastruktur und nationale Sicherheit. Die Herausforderung bestehe jedoch darin, die Mechanismen auf dem neuesten Stand zu halten.
Allerdings, so Monteiro, bewerteten europäische Regierungen strategische Investitionen „oft als isolierte geschäftliche Transaktionen“. Eines Tages stünden sie jedoch infolge eines kumulativen Effekts in Abhängigkeiten, die gegen sie instrumentalisiert werden könnten. Spanien müsse sich die Frage stellen:
„Wenn Europa morgen mit einer schweren Sicherheitskrise konfrontiert wäre, hätte Spanien dann weiterhin vollständige operative Freiheit über diese Infrastruktur?“
Regionalregierung stuft SAIC-Investition als „strategisches Industrieprojekt“ ein
Die galizische Regionalregierung hat das Vorhaben als „strategisches Industrieprojekt“ eingestuft und das Genehmigungsverfahren beschleunigt. Regionalpräsident Alfonso Rueda begrüßte das Vorhaben als wichtig, um der drohenden Deindustrialisierung der Region entgegenzuwirken.
Angesichts der Kritik aus Sicherheitskreisen erklärte Rueda, er sei „schockiert“ über die Berichte. Gleichzeitig lässt der Politiker der konservativen PP Zweifel an der Substanz der geäußerten Bedenken erkennen:
„Es ist ein wenig überraschend, dass zum jetzigen Zeitpunkt das größte Risiko für die nationale Sicherheit von einem Automobilwerk ausgehen soll, das sich in Ferrol ansiedeln will.“
Digitaler Kontakt ersetzt keine echte Bindung – wie tief die Kluft zwischen Online-Freunden und echter Gesundheit wirklich ist, überraschte selbst die Forschenden. - Foto: Visions/ iStock
Wer gute Freundschaften pflegt und enge soziale Bindungen hat, dem geht es einer aktuellen Studie zufolge sowohl körperlich als auch psychisch besser. Zu diesem Ergebnis kommen Forschende der Kütahya Health Sciences University in der Türkei. Der Einfluss guter familiärer Beziehungen in der Kindheit auf das Wohlbefinden falle dagegen schwächer aus, schreibt das Team um Veli Durmus im Fachjournal „Journal of Mental Health“.
Für die Untersuchung wurden die Angaben von 204.907 Menschen ab 18 Jahren ausgewertet. Die Daten stammen aus der ersten Phase der sogenannten Global Flourishing Study (GFS), für die Menschen aus 22 Ländern in Europa, Amerika, Asien, Ozeanien, dem Nahen Osten und Afrika zu Faktoren für ein gelingendes Leben befragt wurden.
Am zufriedensten mit ihren Freundschaften und Beziehungen scheinen laut der Studie die Menschen in Indonesien zu sein, in Japan hingegen wurden die niedrigsten Werte ermittelt. Die Teilnehmenden bewerteten selbst, wie zufrieden sie mit ihren Freundschaften, ihren Beziehungen und ihrer psychischen sowie körperlichen Gesundheit sind. Die Forschenden berücksichtigten daneben auch das Einkommen und den Bildungsstand der Befragten.
Diejenigen, die am zufriedensten mit ihren Freundschaften und Beziehungen waren, berichteten auch am häufigsten von einer insgesamt besseren psychischen und körperlichen Gesundheit. Wer die Beziehungen zu seinen Eltern in der Kindheit als positiv erinnert, zeigte ähnliche Ergebnisse, jedoch schwächer ausgeprägt. Der Einfluss von Beziehungen in der Kindheit sei nicht unveränderlich, betont Durmus. Freundschaften, Partnerschaften und andere soziale Kontakte könnten die Wirkung früherer Erfahrungen im weiteren Leben verstärken oder abschwächen.
Durmus zieht daraus den Schluss, „dass Beziehungen in der Kindheit zwar eine Rolle spielen, jedoch kein vollständiges Bild wiedergeben“. Das soziale Umfeld eines Menschen verändere sich im Laufe des Lebens ständig und Freundschaften, Partnerschaften und andere Beziehungen könnten den Einfluss früherer Erfahrungen verstärken oder abmildern, erklärte der Wissenschaftler. Er fordert die Politik auf, den Einfluss dieser emotionalen und sozialen Bindungen auf die psychische und körperliche Gesundheit zu berücksichtigen, wenn Strategien für die Gesundheitspolitik entwickelt werden.
Gute soziale Beziehungen seien eine „universelle Säule“ des Wohlbefindens, resümiert die Studie. Die Aussagekraft der Ergebnisse ist jedoch begrenzt, weil die Daten lediglich auf Selbstauskünften beruhen. Sie spiegeln damit die subjektive Einschätzung der Befragten wider. (dpa/red)
Die Einsatzkräfte bekämpften die Flammen in verschiedenen Gebieten gleichzeitig. - Foto: Jacob King/PA Wire/dpa
In Kürze:
Waldbrand bedroht die Eifel: Die Gemeinde Hürtgenwald wurde wegen eines sich ausbreitenden Waldbrandes evakuiert.
MehrereBrandherde: Auch im Saarland, in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt kämpfen Einsatzkräfte gegen größere Wald- und Flächenbrände.
Hohe Waldbrandgefahr: Für zahlreiche Regionen Deutschlands wird angesichts von Hitze und Trockenheit eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr erwartet.
Am Freitag, 14. August, hat sich die Waldbrandlage in Deutschland an mehreren Stellen zugespitzt.
Ein Fokus liegt dabei auf die Gemeinde Hürtgenwald in der Eifel in Nordrhein-Westfalen.
Aber auch im Saarland, in Niedersachsen und in Sachsen-Anhalt sind Feuerwehren gegen größere Wald- und Flächenbrände im Einsatz.
Dazu kommt eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr in mehreren weiteren Bundesländern.
Flammen rücken bis auf 400 Meter an Ortsteil heran
Beim großen Waldbrand bei Hürtgenwald leitete die zuständige Feuerwehr am frühen Morgen von Freitag, 14. August, die Evakuierung des Ortsteil Gey ein. Zuvor hatte sich nach Angaben der Polizei der Wind gedreht und die Lage vor der von 1.800 Menschen bewohnten Ortschaft verschärft. Der Waldbrand hatte sich weiter in Richtung Gey ausgebreitet und kam bereits auf etwa 400 Meter heran.
In der Nacht hat die Dunkelheit die Brandbekämpfung aus der Luft eingeschränkt. Ein Löschhubschrauber kam zum Einsatz. Einsatzkräfte beschrieben die Situation als unübersichtlich. Der Landkreis Düren berief einen Krisenstab ein, der die Lage im Blick behalten soll.
Aufgrund der anhaltenden Gefahr forderten die zuständigen Behörden die Bewohner der Ortschaft dazu auf, ihre Häuser zu verlassen. Sie sollten nur die wichtigsten Gegenstände wie Ausweisdokumente oder dringend benötigte Medikamente mitnehmen. Am Freitagmorgen hieß es, die Evakuierung sei abgeschlossen.
Waldbrände in mehreren Bundesländern
Hürtgenwalds Bürgermeister, Stephan Cranen, sprach gegenüber dem WDR von einer Evakuierung, die „vorsichtshalber“ angeordnet worden sei. Von drei Bränden sei es gelungen, zwei in den Griff zu bekommen. Allerdings habe der dritte sich „in der Nacht leider noch weiter ausgebreitet Richtung Gey und auch Richtung des alten Munitionslagers in Düren“. Man hoffe jedoch, die Lage jetzt in den Griff zu bekommen.
Die Behörden veranlassten außerdem die Sperre mehrerer Straßen und Waldgebiete.
Hürtgenwald ist unterdessen nicht die einzige von Waldbränden betroffene Gemeinde.
So standen dem „Deutschlandfunk“ zufolge bei Ottweiler in Saarland am Freitagmorgen noch bis zu 10 Hektar Wald in Flammen. Vier der mehreren hundert im Einsatz befindlichen Feuerwehrleute mussten wegen der Belastung durch Rauch und Hitze medizinisch behandelt werden.
Autobahn A1 in Richtung Bremen mehrere Stunden gesperrt
In Benneckenstein im Harz in Sachsen-Anhalt konnten die Einsatzkräfte am Donnerstag mit 250 Mann und einem Löschfahrzeug einen größeren Waldbrand unter Kontrolle bekommen. Auch eine Rauchwarnung ist mittlerweile aufgehoben. Allerdings ist davon auszugehen, dass in den kommenden Tagen noch Nachlöscharbeiten erforderlich sein werden.
In Magdeburg-Cracau wurde eine Rauchwarnung im Zusammenhang mit dem Brand eines Getreidefelds erlassen.
Für mehrere Stunden musste am Donnerstag laut „buchholz-aktuell.de“ die Autobahn A1 in Richtung Bremen zwischen dem Buchholzer Dreieck und Rade gesperrt werden.
Grund dafür war eine Brandentwicklung am Seitenstreifen, die in weiterer Folge auf angrenzende Waldflächen übergriff. Mehr als 100 Feuerwehrleute bekämpften den Brand auf einer Fläche von etwa 5.000 Quadratmetern.
Hitze und Trockenheit können auch am Wochenende Brände begünstigen
Für das Wochenende sind weitere Brände zu befürchten, in zahlreichen Regionen Deutschlands ist von einer erheblichen Waldbrandgefahr auszugehen.
In NRW, dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gilt die Lage als angespannt.
In nahezu allen Teilen von Niedersachsen wurde am Donnerstag die zweithöchste Warnstufe ausgerufen. Lediglich an der Küste und in Teilen des Harzes geht man von einem geringeren Risiko aus.
In vielen Teilen Deutschlands werden am Wochenende noch einmal Temperaturen zwischen 32 und 39 Grad erwartet.
Einige Regionen rechnen mit Gewittern, die Blitzschlag als zusätzlichen Risikofaktor für Waldbrände schaffen.
Für Samstag sind in einigen Regionen höchste Warnstufe möglich. In Baden-Württemberg wiesen dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge zuletzt sämtliche 61 erfassten Stationen mindestens die dritthöchste Gefahrenstufe auf.
Auch Bayern und auch die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg sind von erhöhter Gefahr betroffen. Eine hohe Warnstufe bedeutet nicht automatisch, dass bereits Brände ausgebrochen sind. Sie beschreibt eine abstrakte Gefahrenlage. Davon sind konkrete Gefahren- oder Evakuierungslagen zu unterscheiden.
Angesichts der hohen Zahl an Waldbränden sprach sich Esra Limbacher, einer der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, in der „Rheinischen Post“ für eine „Bundesfeuerwehr“ aus.
Diese solle den regionalen Einheiten als Unterstützungseinheit für besonders große Waldbrände zur Verfügung stehen. Limbacher gehört zu den Autoren des jüngst vorgelegten Hitzeschutzplans der SPD – und die Idee ist auch in diesem bereits verankert.
Hans-Jürgen Wilhelm von der Stiftung Altenhof kritisiert die geplante Pflege-Reform als reines Spargesetz. Er fordert mehr Flexibilität, alternative Wohnformen und weniger starre Vorgaben in der Pflege.
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Pro Asyl kritisiert die Bundesregierung zum fünften Jahrestag der Taliban-Machtübernahme wegen widerrufener Aufnahmezusagen für gefährdete Afghanen. Die Menschenrechtsorganisation fordert, Zusagen einzuhalten und Abschiebungen nach Afghanistan zu stoppen. Die Lage im Land sei dramatisch.
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Finanzminister Lars Klingbeil will den Steuerfreibetrag für Mitarbeiterrabatte streichen. Betroffen sind etwa Beschäftigte, die Produkte ihres Arbeitgebers günstiger kaufen. Der Staat könnte dadurch rund 240 Millionen Euro jährlich sparen. Gegen die Pläne gibt es Kritik.
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Weniger Unternehmensinsolvenzen im Mai
Im Mai 2026 wurden in Deutschland 1.995 Unternehmensinsolvenzen registriert, 2,0 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Von Januar bis Mai stieg die Zahl jedoch um 4,9 Prozent auf 10.546 Fälle. Besonders betroffen waren Verkehr, Gastgewerbe und Bau.
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Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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HEUTE9:15 Uhr
Hawaii ruft wegen Tropensturm Notstand aus
Hawaii hat wegen des herannahenden Tropensturms „Lala“ den Notstand ausgerufen. Der Sturm könnte sich vor der Insel Hawaii zu einem Hurrikan verstärken. Erwartet werden schwere Regenfälle und starke Böen, ein direkter Landgang ist aber nicht prognostiziert.
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HEUTE9:00 Uhr
Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Juni gesunken
Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte lagen im Juni 13,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Besonders stark sanken die Preise für Milch, Schlachtschweine und Kartoffeln. Gegenüber Mai gingen die Preise insgesamt um 1,7 Prozent zurück.
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HEUTE8:35 Uhr
Mehrere Verletzte bei Hochhausbrand in Berlin – dramatische Evakuierung
Bei einem Hochhausbrand in Berlin-Friedrichshain sind mehrere Menschen verletzt worden. Das Feuer brach im elften Stock aus und breitete sich aus. Mehr als 130 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz.
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HEUTE8:07 Uhr
USA bekräftigen Japans Anspruch auf Kurilen
US-Botschafter George Glass hat Japans Anspruch auf die umstrittenen Nördlichen Territorien bekräftigt. Hintergrund ist ein Besuch von Wladimir Putin auf der zu den Kurilen gehörenden Insel Iturup. Japan bezeichnete die Visite als „inakzeptabel“.
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HEUTE7:37 Uhr
Waldbrand bedroht Touristenort in Kroatien – Einheimische und Urlauber evakuiert
Ein außer Kontrolle geratener Waldbrand hat in Kroatien den Urlaubsort Lokva Rogoznica bedroht. Einheimische und Urlauber wurden evakuiert, erste Häuser brannten bereits. Rund 150 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen, die durch starken Wind weiter angefacht wurden.
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HEUTE7:10 Uhr
Ätna-Ausbruch auf Sizilien: Airport Catania wieder gesperrt
Der Ausbruch des Ätna legt den Flughafen Catania erneut lahm. Bis Samstag um 2 Uhr sind keine Starts und Landungen möglich. Seit Beginn des Ausbruchs wurden Hunderte Flüge gestrichen, verspätet oder umgeleitet.
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HEUTE7:00 Uhr
Farage erklärt sich vorab zum Wahlsieger
Nigel Farage hat sich noch vor der offiziellen Verkündung zum Sieger der Nachwahl in Clacton erklärt. Wegen einer angeblichen Drohung will er der Ergebnisverkündung fernbleiben. Als Konkurrent gilt der Spaßkandidat Count Binface.
Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage kehrt wieder ins Parlament zurück.
Foto: Joe Giddens/PA Wire/dpa
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HEUTE6:50 Uhr
„Beispielloser“ Starkregen: Mindestens vier Tote bei Unwettern in Japan
Durch „beispiellosen“ Starkregen sind im Osten Japans mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Besonders betroffen ist die Region Chiba, wo erstmals die höchste Warnstufe ausgerufen wurde. Tausende Reisende saßen am Flughafen Tokio-Narita fest, während Überschwemmungen und Erdrutsche große Schäden verursachten.
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HEUTE6:23 Uhr
Angriffe verschärfen Krise in Hormus
Kurz vor Ablauf der Waffenruhe zwischen den USA und Iran wurden zwei Schiffe eines emiratischen Ölkonzerns in der Straße von Hormus angegriffen. Die VAE machen Iran verantwortlich. Zugleich laufen Verhandlungen über eine Verlängerung der Waffenruhe und eine Öffnung der wichtigen Meerenge.
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HEUTE6:15 Uhr
Luftalarm in Lettland: Kampfjets schießen Drohne ab
Eine ausländische Drohne ist in den lettischen Luftraum eingedrungen und von Kampfjets eines NATO-Partnerstaats abgeschossen worden. Lettlands Militär vermutet einen Zusammenhang mit russischer elektronischer Kampfführung. Die genaue Herkunft der Drohne ist bislang unklar.
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HEUTE6:00 Uhr
USA drohen Iran mit Wirtschaftsisolation „wie sie die Welt noch nicht gesehen hat“
Die USA drohen Iran mit einer beispiellosen wirtschaftlichen Isolation. Finanzminister Scott Bessent kündigt neue Maßnahmen an, die den Zugang zu iranischen Häfen und Finanzströmen einschränken sollen. Vizepräsident JD Vance nennt niedrige Ölpreise und die Verhinderung einer iranischen Atombombe als Hauptziele.
Waldbrand im Hürtgenwald: Ortsteil Gey evakuiert - Foto: Federico Gambarini/dpa
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Ein sich rasend schnell ausbreitender Waldbrand hat bei Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen fast 2000 Menschen in die Flucht getrieben und einen Großeinsatz mit hunderten Helfern ausgelöst. Wegen der herannahenden Flammen räumten die Behörden in der Nacht zu Freitag den Ortsteil Gey mit etwa 1800 Einwohnern, wie der Kreis Düren und die Gemeinde Hürtgenwald mitteilten. Der am Donnerstag ausgebrochene Waldbrand weitete sich demnach inzwischen auf eine Fläche von rund 300 Hektar aus.
Lage in Hürtgenwald stabilisiert sich
Am Freitag entspannte sich die Lage nach Angaben der örtlichen Behörden etwas. Zusätzliche Evakuierungen seien „erstmal“ nicht nötig, sagte der Dürener Landrat Ralf Nolten vor Ort. Das gelte, solange der Wind nicht wieder auffrische. Das Brandgeschehen beschränke sich derzeit auf den bereits betroffenen Bereich.
Im Zentrum des Brandes sei inzwischen alles „heruntergebrannt“. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich laut Nolten darauf, das Feuer an den Flanken einzudämmen und heiße Glutnester im Boden zu bekämpfen. Der Einsatz werde jedoch noch längere Zeit dauern: „Wir sind noch lange nicht durch.“
Erschwert werden die Löscharbeiten durch Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg. Im Laufe der Nacht habe es immer wieder „geknallt“, sagte Nolten. Im Hürtgenwald südöstlich von Aachen hatten während des Zweiten Weltkriegs schwere Kämpfe stattgefunden.
Mehr als 200 Kräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Bundeswehr und weiteren Organisationen waren am Freitag im Einsatz. Hubschrauber unterstützten die Brandbekämpfung durch Wasserabwürfe aus der Luft, drei weitere Helikopter der Bundeswehr und des Landes befanden sich nach Behördenangaben auf dem Weg. Auch zwei Panzer der Bundeswehr waren demnach im Einsatz. In den brennenden Wald wurden in der Nacht zudem Schneisen gezogen, um die weitere Ausbreitung der Flammen einzudämmen.
„Die Löscharbeiten laufen auf Hochtouren“, erklärte der Landkreis in Düren. Die Situation sei „dynamisch und abhängig von der Richtung des Windes“. Für die Betroffenen wurden Anlaufstellen in einer Grundschule und einem Sportheim eingerichtet. Evakuierte sollten nur das Nötigste mitnehmen, hieß es in der Nacht. Der Kreis richtete einen Krisenstab ein. Bereits am Vortag war eine Großschadenslage ausgerufen worden.
Löschhubschrauber holten den Behörden zufolge Wasser aus umliegenden Talsperren und aus einem großen Becken. „Landwirte helfen und besorgen Wasser“, hieß es vom Kreis. Auch Forstarbeiter seien im Brandeinsatz.
Ein Löschhubschrauber bekämpft am Donnerstagabend die Flammen des Waldbrandes Nahe Hürtgenwald.
Foto: Jan Ohmen/dpa
Spezialeinheiten aus ganz NRW
Die Einsatzleitung zog Kräfte aus ganz Nordrhein-Westfalen zusammen, auch ein spezielles Landes-Waldbrandbekämpfungsmodul der Feuerwehren war im Einsatz. Nach Angaben der Feuerwehr Düsseldorf besteht es aus zwölf Fahrzeugen mit 32 Einsatzkräften. Das Modul war zuletzt unter anderem bei Waldbränden in Spanien und den Niederlanden im Einsatz.
Der Berufsfeuerwehr Düsseldorf zufolge aktivierte der Kreis Düren am Freitag darüber hinaus ein spezielles Landeskonzept zur überregionalen Unterstützung. Feuerwehrkräfte aus der Landeshauptstadt sowie dem Kreis Mettmann und dem Rhein-Kreis Neuss machten sich daraufhin auf den Weg.
Die Landespolizei entsandte vier Wasserwerfer zur Unterstützung der Löscharbeiten ins Brandgebiet, wie die Beamten in Köln am Freitag mitteilten. Dort standen demnach auch zwei Hundertschaften der Bereitschaftspolizei für Absperr- und Verkehrslenkungsmaßnahmen bereit. Im Löscheinsatz befanden sich demnach zwei Polizeihubschrauber, zwei weitere Hubschrauber von Landes- und Bundespolizei waren verfügbar.
Der Waldbrand im Hürtgenwald bei Düren südwestlich von Köln war am Donnerstag ausgebrochen. Zunächst hatten sich die Flammen auf 25 Hektar ausgebreitet, bevor sich die Entwicklung bei böigen Winden in der Nacht massiv beschleunigte. Aufgrund der sich nähernden Flammen mussten die Bewohner von Gey dann in der Nacht ihre Häuser und Wohnungen verlassen.
Der Brand hat bereits rund 25 Hektar Wald in Beschlag genommen.
Foto: Nord-West-Media TV/dpa
Auch Möhnesee von Waldbrand betroffen
Bundesweit kämpfen Einsatzkräfte bei anhaltend heißem und trockenem Wetter seit Tagen gegen zahlreiche Wald- und Flächenbrände. In weiten Teilen des Landes herrschen aktuell Temperaturen von weit mehr als 30 Grad. Die Hitzewelle dauerte laut Wetterdienst noch bis zum Wochenende.
Auch am Möhnesee bei Soest in Nordrhein-Westfalen kämpfen Helfer die ganze Nacht über weiter gegen einen größeren Waldbrand. Nach Angaben der örtlichen Feuerwehren waren dabei etwa 100 Helfer verschiedener Organisationen im Einsatz und verhinderten eine weitere Ausbreitung. Die Bedingungen im Brandgebiet seien schwierig, hieß es. Ein sicherer Einsatz sei dort aufgrund der Topografie und massiv geschädigter Bäume nicht möglich gewesen, teils müsse auch der Waldboden umgegraben werden. (afp/red)
Flammen schlagen im Hürtgenwald hoch. - Foto: Jan Ohmen/dpa
Diese Nacht wird Patrick Koch nie vergessen. Ununterbrochen hat er mit einem Traktor Wasser angeliefert, um die Feuerwehr bei der Bekämpfung des Waldbrands im Hürtgenwald zu unterstützen. Das Wasser holte er in einem Fass aus einer Talsperre. Und dann immer auf die Flammenwand zu. Was das für ein Gefühl war? „Das war Wahnsinn“, sagt der 31-Jährige, der für ein Tiefbauunternehmen arbeitet. „Noch nie erlebt so was. Und auch nie damit gerechnet, dass das hier direkt bei uns vor der Tür ist.“
Er habe überall Glutnester gesehen und „sehr viele Flammen“. Durch den Rauch gab es nur eingeschränkte Sicht. Alles, was man gesehen habe, seien die Rauchschwaden und die lodernden Flammen gewesen. „Und dazwischen die Lichter der Traktoren und Feuerwehrautos.“ Seine Freundin habe zu Hause aus dem Fenster beobachten können, wie sich der Brand ausgebreitet habe. „Die hat sich natürlich Sorgen gemacht.“ Und er, wie hat er sich gefühlt? Er zuckt mit den Schultern. „Man macht einfach seine Arbeit und versucht zu helfen. Man will ja auch seine Heimat irgendwie retten.“
Die Lage im Hürtgenwald war in der Nacht dramatisch, und sie ist es auch noch am nächsten Morgen. Gegen 7.30 Uhr fährt ein Radfahrer durch den Ortsteil Großhau. Plötzlich biegt er um eine Ecke – und sieht vor sich einen Panzer durch ein verschlafenes Sträßchen rollen. Sofort bremst der Radler scharf ab und zückt das Handy für ein Video.
Guten Morgen, sind bei Freunden untergekommen. Mittlerweile ist die Artillerie angekommen. #Hürtgenwald bin froh, mal 3h Schlaf bekommen zu haben 🫠. Verschafft mir mal einen Überblick. Schaut nicht gut aus, zu sehen. pic.twitter.com/FefsAhPAxq
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Der Wald ist vermint – Hinterlassenschaft einer Schlacht
Die Panzer seien nötig, um Schneisen in den Wald zu schlagen, erklärt der Dürener Landrat Ralf Nolten (CDU). Der Hürtgenwald ist ein sehr großer und alter Wald. Eine zusätzliche Schwierigkeit ergibt sich dadurch, dass überall Kriegs-Hinterlassenschaften zu finden sind. Im Herbst 1944 tobte hier eine der für die Amerikaner verlustreichsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs. Der als Reporter mitreisende Schriftsteller Ernest Hemingway („Der alte Mann und das Meer“) fühlte sich durch die schroffe Landschaft an Illustrationen aus Grimms Märchen erinnert, „nur viel dunkler“.
Archivbild eines eingesetzten Pionierpanzers. Dieser bietet Schutz vor Kriegsaltlasten und unterstützt die Einsatzkräfte beim Kampf gegen den Waldbrand.
Foto: SASCHA SCHUERMANN / AFP über Getty Images
Auf den Gesteinsblöcken der Bunker wachsen heute Farne und Bäume, aber unter der Erde liegen Granaten und Munition. Helfer berichten, dass in der Nacht immer wieder Explosionen aus der Richtung des Brands zu hören waren. „Wir haben auch die Schläge gehört, hier ist Munition in der Nacht auch hochgegangen“, bestätigt Nolten. Dazu seien starke, wechselnde Winde gekommen. „Wir mussten uns streckenweise zurückziehen, damit einzelne Einheiten nicht eingekesselt wurden.“
Das Kernproblem: Zunächst sei die Feuerwalze Richtung Westen gerollt, dann in Richtung Norden, dann Osten. „Und dann wirklich den Hang runter auf die Ortschaft zu“, schildert Nolten. „Und dann mussten wir evakuieren.“ Nur noch etwa 250 Meter sei das Feuer gegen Morgen vom Ortsteil Gey mit 2.300 Bewohnern entfernt gewesen. Deshalb habe unbedingt gehandelt werden müssen.
Mitten in der Nacht stand die Polizei vor der Tür
Mitten in der Nacht klingelte die Polizei die Leute aus dem Bett. Der Landrat weiß von keiner einzigen Person, die den Anweisungen nicht sofort Folge geleistet hätte. Verweigerer, mit denen sich die Behörden bei Evakuierungen für Bombenentschärfungen etwa in Köln regelmäßig herumschlagen müssen, gab es demnach nicht. „Wenn Sie die Feuerwand gesehen haben – die Bäume haben hier schon ihre Höhe, und dann brennt’s nochmal 18 Meter über die Krone – wenn Sie das gesehen haben, dann gehen Sie. Dann fangen Sie nicht an zu diskutieren.“
Die Evakuierten wurden zunächst in einer Schule untergebracht. Manche wandten sich hinterher noch an Polizei und Feuerwehr, um ihre Katze aus dem Haus zu holen oder wichtige Medikamente.
Ein Löschhubschrauber bekämpft am Donnerstagabend die Flammen des Waldbrandes Nahe Hürtgenwald.
Foto: Jan Ohmen/dpa
Auch Stephan Cranen, Bürgermeister von Hürtgenwald, bestätigt, dass die Bewohner sehr verständnisvoll gewesen seien. Während hinter ihm die Rauchwolken aufsteigen und ein Löschhubschrauber zu seiner nächsten Runde losfliegt, rekapituliert er kurz die vergangenen Tage: „Es hat sich immer weiter ausgebreitet, dieses Feuer hier.“ Es sei für ihn ein Bild der Erleichterung, dass er nun den Löschhubschrauber sehe. „Ich hoffe, dass wir das jetzt in den Griff kriegen. Es ist wichtig, dass der Ortschaft nichts passiert. Der Wald, das ist ärgerlich, aber die Orte..! Das wäre nochmal eine ganz andere Dimension.“
Das Dumme ist: Es ist „Red Flag Day“ heute
Wie geht es jetzt weiter? Nolten: „Im Laufe des Nachmittags rechnen wir damit, dass aufgrund der steigenden Temperaturen wieder eine gewisse Thermik entsteht, und das kann dazu führen, dass wir wieder ein Anfachen, ein Aufflammen von einzelnen Feuern haben.“
Das Dumme sei, dass das alles an einem „Red Flag Day“ stattfinde, sagt Feuerwehrsprecher Peter Berndgen. Feuerwehrleute hätten nicht gerne Temperaturen von mehr als 30 Grad und starke, wechselnde Winde. „Leider haben wir heute genau einen solchen Tag.“ Deswegen seien Prognosen auch so schwierig. „Wir stellen uns auf alle Szenarien ein.“
Am Vormittag wird die ärztliche Betreuungsstelle für Einwohner aus Gey geräumt – der Ascheregen war zu stark geworden. Zu diesem Zeitpunkt deuten die Zeichen nicht darauf hin, dass der Brand von Hürtgenwald unter Kontrolle ist. (dpa/red)
Feuerwehrfahrzeuge stehen am 13. August 2026 nahe eines Waldbrandes in Dannes, Nordfrankreich. 230 Feuerwehrleute sind im Einsatz. - Foto: Sameer Al-DOUMY / AFP via Getty Images
Im Südwesten Frankreichs hat ein neuer Waldbrand 1100 Hektar Land erfasst. Die Ausbreitung des am Donnerstag in einem Kiefernwald im Département Landes ausgebrochenen Feuers sei zwar „gebremst“ worden, erklärte Feuerwehrchef Arnaud Fabre am Freitag. Der Präfekt des Départements, Gilles Clavreul, warnte jedoch angesichts von Temperaturvorhersagen von 36 Grad Celsius, bei der Brandbekämpfung seien die „nächsten 15 Stunden entscheidend“.
Der Brand, dessen Ursache noch unklar ist, hatte sich am Abend aufgrund wechselnder Winde sehr schnell ausgebreitet. Insgesamt 525 Menschen wurden bisher vor den Flammen in Sicherheit gebracht. Clavreul zufolge waren rund 500 Feuerwehrleute im Einsatz.
Bislang wurde den Behörden zufolge kein Wohnhaus zerstört, auch wenn manche nur wenige Dutzend Meter von dem Feuer entfernt sind. Eine mögliche Verbesserung der Wetterbedingungen ist für Samstag angekündigt.
Frankreich leidet derzeit, wie viele andere Länder in Europa, unter extremer Hitze. Zuletzt loderten in dem Land zahlreiche große Brände. Besonders stark betroffen war das Département Gironde, wo Behördenangaben zufolge der größte Waldbrand in dem Land seit 1949 wütete.
Die französischen Behörden nahmen am Donnerstag einen 15-jährigen Jugendlichen fest, der verdächtigt wird, einen Waldbrand nahe Bordeaux gelegt zu haben, bei dem zwei Feuerwehrleute ums Leben kamen. Gegen den Jugendlichen seien Ermittlungen eingeleitet worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Ermittlerkreisen. Der Verdächtige wurde demnach in Jugendhaft genommen.
Europa ist der Kontinent, der sich weltweit am schnellsten erwärmt. Die Monate Juni und Juli waren in Westeuropa laut dem EU-Beobachtungsprogramm Copernicus so heiß wie nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Frankreich und Spanien erlebten Ende Juli die schlimmsten Waldbrände seit langem. (afp/red)
Der Einsatz sei «dramatisch» gewesen, Menschen standen am Fenster und drohten zu springen, sagte ein Feuerwehrsprecher. - Foto: Christophe Gateau/dpa
Ein dramatischer Wohnungsbrand in Berlin-Friedrichshain ist am Morgen glimpflich ausgegangen. Eine Person habe bei Eintreffen der Feuerwehrkräfte schon auf dem Fensterbrett des betroffenen Hochhauses gesessen, hinter ihr schwarzer Rauch, sagte Feuerwehrsprecher Adrian Wenzel. Da die Drehleiter nicht bis in den 11. Stock, sondern nur etwa bis in den 9. Stock reichte, musste die Person in den etwa ein bis zwei Quadratmeter großen Drehleiterkorb springen. Dort sei sie von Feuerwehrleuten aufgefangen worden.
Auf einem Video eines Bewohners war zu sehen, wie Teile der Fassade nach unten fielen. Er filmte auch den Drehleiterkorb und den Moment des Sprungs – auf den Bildern ist der Korb von unten zu sehen und wie beim Aufkommen der Person wackelt. Kurz darauf ist zu hören, wie Leute „Ja“ und „Jawoll“ rufen, einige klatschen. In dem Drehleiterkorb, der anschließend nach unten gelassen wird, ist eine Frau zu erkennen.
„Das war wirklich auf Messers Schneide“, sagte Feuerwehrsprecher Adrian Wenzel. Es hätte auch leicht zu einem großen Unglück kommen können. Die Frau sei leicht verletzt worden.
Eine Person habe bei Eintreffen der Feuerwehrkräfte schon auf dem Fensterbrett gesessen, hinter ihr schwarzer Rauch, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.
Foto: Christophe Gateau/dpa
13 Menschen leicht verletzt
Insgesamt wurden Wenzel zufolge 13 Menschen leicht verletzt, 5 von ihnen wurden per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Auch ein Rettungshubschrauber stand bereit, wurde aber nicht für den Transport benötigt. Viele Menschen wurden durch das Treppenhaus nach draußen geführt.
Das Feuer war am frühen Morgen gegen 6.27 Uhr auf dem Balkon einer Wohnung im 11. Stock in der Straße der Pariser Kommune ausgebrochen, nahe dem Berliner Ostbahnhof. Sehr schnell habe das Feuer auf die Wohnung übergegriffen, sagte Wenzel. Insgesamt hat das Wohnhaus 21 Stockwerke. Am Vormittag wurden 113 Menschen durch die Feuerwehr betreut. Es würden etwaige Verletzungen abgeklärt, es sei aber auch Kräfte für eine psychosoziale Betreuung vor Ort, unter anderem durch das Bezirksamt, das sich auch um die Unterbringung derjenigen kümmere, deren Wohnungen nicht mehr bewohnbar seien.
Der Brand war am Vormittag gelöscht, Nachlöscharbeiten liefen aber noch. Der Einsatz sei „dramatisch“ gewesen, sagte Wenzel. „Das muss man nicht alle Tage erleben.“ Auch Sprungpolster hatte die Feuerwehr vor Ort.
Der Rauch hatte sich in dem Hochhaus stark ausgebreitet. Es gebe Nachlöscharbeiten und umfangreiche Kontroll- und Belüftungsmaßnahmen, sagte Wenzel. Die Feuerwehr ist mit mehr als 130 Einsatzkräften vor Ort. Brände in Hochhäusern seien immer herausfordernd, auch weil Material in hohe Stockwerke gebracht und viele Menschen in Sicherheit gebracht werden müssen, sagte Wenzel.
Die Straße der Pariser Kommune wurde zwischen An der Ostbahn und Rüdersdorfer Straße in beide Richtungen gesperrt. Die Polizei bat darum, den Bereich weiträumig zu umfahren.
Zweiter Brand bindet weitere Kräfte
Herausfordernd war für die Feuerwehr auch, dass es am frühen Morgen einen weiteren Großeinsatz gab: Im Märkischen Viertel war im 4. Stock eines zehngeschossigen Wohnhauses ein Feuer ausgebrochen. Bei Eintreffen der Feuerwehr hatte der Brand auf das darüberliegende Geschoss übergegriffen. Dort wurden etwa 70 Personen aus dem Gebäude geführt. Eine Person wurde leicht verletzt.
Insgesamt seien 300 Kräfte der Berliner Feuerwehr durch die beiden Einsätze gebunden gewesen, weshalb die Freiwilligen Feuerwehren für weitere, kleinere Einsätze dazugerufen wurden. (dpa/red)
Behörden haben in den frühen Morgenstunden rund 1.800 Menschen zur Evakuierung ihrer Häuser aufgefordert, nachdem sich ein Waldbrand im Westen nahe der belgischen Grenze ausgebreitet hatte.
Die Bewohner mussten das Dorf Gey im Kreis Düren unverzüglich verlassen und sich zu einer nahegelegenen Notunterkunft begeben, teilten Gemeindevertreter in einer Erklärung um 4 Uhr morgens mit.
Waldbrand im Hürtgenwald: Ortsteil Gey evakuiert - Foto: Federico Gambarini/dpa
Ein sich rasend schnell ausbreitender Waldbrand hat bei Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen fast 2000 Menschen in die Flucht getrieben und einen Großeinsatz mit hunderten Helfern ausgelöst. Wegen der herannahenden Flammen räumten die Behörden in der Nacht zu Freitag den Ortsteil Gey mit etwa 1800 Einwohnern, wie der Kreis Düren und die Gemeinde Hürtgenwald mitteilten. Der am Donnerstag ausgebrochene Waldbrand weitete sich demnach inzwischen auf eine Fläche von rund 300 Hektar aus.
Mehr als 200 Kräfte von Feuerwehr, Technischen Hilfswerk, Bundeswehr und weiteren Organisationen waren am Freitag im Einsatz. Hubschrauber unterstützten die Brandbekämpfung durch Wasserabwürfe aus der Luft, drei weitere Helikopter der Bundeswehr und des Landes befanden sich nach Behördenangaben auf dem Weg. Auch zwei Panzer der Bundeswehr waren demnach im Einsatz. In den brennenden Wald wurden in der Nacht zudem Schneisen gezogen, um die weitere Ausbreitung der Flammen einzudämmen.
„Die Löscharbeiten laufen auf Hochtouren“, erklärte der Landkreis in Düren. Die Situation sei „dynamisch und abhängig von der Richtung des Windes“. Für die Betroffenen wurden Anlaufstellen in einer Grundschule und einem Sportheim eingerichtet. Evakuierte sollten nur das Nötigste mitnehmen, hieß es in der Nacht. Der Kreis richtete einen Krisenstab ein. Bereits am Vortag war eine Großschadenslage ausgerufen worden.
Löschhubschrauber holten den Behörden zufolge Wasser aus umliegenden Talsperren und aus einem großen Becken. „Landwirte helfen und besorgen Wasser“, hieß es vom Kreis. Auch Forstarbeiter seien im Brandeinsatz.
Ein Löschhubschrauber bekämpft am Donnerstagabend die Flammen des Waldbrandes Nahe Hürtgenwald.
Foto: Jan Ohmen/dpa
Spezialeinheiten aus ganz NRW
Die Einsatzleitung zog Kräfte aus ganz Nordrhein-Westfalen zusammen, auch ein spezielles Landes-Waldbrandbekämpfungsmodul der Feuerwehren war im Einsatz. Nach Angaben der Feuerwehr Düsseldorf besteht es aus zwölf Fahrzeugen mit 32 Einsatzkräften. Das Modul war zuletzt unter anderem bei Waldbränden in Spanien und den Niederlanden im Einsatz.
Der Berufsfeuerwehr Düsseldorf zufolge aktivierte der Kreis Düren am Freitag darüber hinaus ein spezielles Landeskonzept zur überregionalen Unterstützung. Feuerwehrkräfte aus der Landeshauptstadt sowie dem Kreis Mettmann und dem Rhein-Kreis Neuss machten sich daraufhin auf den Weg.
Die Landespolizei entsandte vier Wasserwerfer zur Unterstützung der Löscharbeiten ins Brandgebiet, wie die Beamten in Köln am Freitag mitteilten. Dort standen demnach auch zwei Hundertschaften der Bereitschaftspolizei für Absperr- und Verkehrslenkungsmaßnahmen bereit. Im Löscheinsatz befanden sich demnach auch zwei Polizeihubschrauber, zwei weitere Huschrauber von Landes- und Bundespolizei waren verfügbar.
Der Waldbrand im Hürtgenwald bei Düren südwestlich von Köln war am Donnerstag ausgebrochen. Zunächst hatten sich die Flammen auf 25 Hektar ausgebreitet, bevor sich die Entwicklung bei böigen Winden in der Nacht massiv beschleunigte. Aufgrund der sich nähernden Flammen mussten die Bewohner von Gey dann in der Nacht ihre Häuser und Wohnungen verlassen.
Der Brand hat bereits rund 25 Hektar Wald in Beschlag genommen.
Foto: Nord-West-Media TV/dpa
Auch Möhnesee von Waldbrand betroffen
Bundesweit kämpfen Einsatzkräfte bei anhaltend heißem und trockenem Wetter seit Tagen gegen zahlreiche Wald- und Flächenbrände. In weiten Teilen des Landes herrschen aktuell Temperaturen von weit mehr als 30 Grad. Die Hitzewelle dauerte laut Wetterdienst noch bis zum Wochenende.
Auch am Möhnesee bei Soest in Nordrhein-Westfalen kämpfen Helfer die ganze Nacht über weiter gegen einen größeren Waldbrand. Nach Angaben der örtlichen Feuerwehren waren dabei etwa 100 Helfer verschiedener Organisationen im Einsatz und verhinderten eine weitere Ausbreitung. Die Bedingungen im Brandgebiet seien schwierig, hieß es. Ein sicherer Einsatz sei dort aufgrund der Topografie und massiv geschädigter Bäume nicht möglich gewesen, teils müsse auch der Waldboden umgegraben werden. (afp/red)
Waldbrand im Hürtgenwald: Ortsteil Gey evakuiert - Foto: Federico Gambarini/dpa
Ein sich rasend schnell ausbreitender Waldbrand hat bei Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen fast 2000 Menschen in die Flucht getrieben und einen Großeinsatz mit hunderten Helfern ausgelöst. Wegen der herannahenden Flammen räumten die Behörden in der Nacht zu Freitag den Ortsteil Gey mit etwa 1800 Einwohnern, wie der Kreis Düren und die Gemeinde Hürtgenwald mitteilten. Der am Donnerstag ausgebrochene Waldbrand weitete sich demnach inzwischen auf eine Fläche von rund 300 Hektar aus.
Mehr als 200 Kräfte von Feuerwehr, Technischen Hilfswerk, Bundeswehr und weiteren Organisationen waren am Freitag im Einsatz. Hubschrauber unterstützten die Brandbekämpfung durch Wasserabwürfe aus der Luft, drei weitere Helikopter der Bundeswehr und des Landes befanden sich nach Behördenangaben auf dem Weg. Auch zwei Panzer der Bundeswehr waren demnach im Einsatz. In den brennenden Wald wurden in der Nacht zudem Schneisen gezogen, um die weitere Ausbreitung der Flammen einzudämmen.
„Die Löscharbeiten laufen auf Hochtouren“, erklärte der Landkreis in Düren. Die Situation sei „dynamisch und abhängig von der Richtung des Windes“. Für die Betroffenen wurden Anlaufstellen in einer Grundschule und einem Sportheim eingerichtet. Evakuierte sollten nur das Nötigste mitnehmen, hieß es in der Nacht. Der Kreis richtete einen Krisenstab ein. Bereits am Vortag war eine Großschadenslage ausgerufen worden.
Löschhubschrauber holten den Behörden zufolge Wasser aus umliegenden Talsperren und aus einem großen Becken. „Landwirte helfen und besorgen Wasser“, hieß es vom Kreis. Auch Forstarbeiter seien im Brandeinsatz.
Ein Löschhubschrauber bekämpft am Donnerstagabend die Flammen des Waldbrandes Nahe Hürtgenwald.
Foto: Jan Ohmen/dpa
Spezialeinheiten aus ganz NRW
Die Einsatzleitung zog Kräfte aus ganz Nordrhein-Westfalen zusammen, auch ein spezielles Landes-Waldbrandbekämpfungsmodul der Feuerwehren war im Einsatz. Nach Angaben der Feuerwehr Düsseldorf besteht es aus zwölf Fahrzeugen mit 32 Einsatzkräften. Das Modul war zuletzt unter anderem bei Waldbränden in Spanien und den Niederlanden im Einsatz.
Der Berufsfeuerwehr Düsseldorf zufolge aktivierte der Kreis Düren am Freitag darüber hinaus ein spezielles Landeskonzept zur überregionalen Unterstützung. Feuerwehrkräfte aus der Landeshauptstadt sowie dem Kreis Mettmann und dem Rhein-Kreis Neuss machten sich daraufhin auf den Weg.
Die Landespolizei entsandte vier Wasserwerfer zur Unterstützung der Löscharbeiten ins Brandgebiet, wie die Beamten in Köln am Freitag mitteilten. Dort standen demnach auch zwei Hundertschaften der Bereitschaftspolizei für Absperr- und Verkehrslenkungsmaßnahmen bereit. Im Löscheinsatz befanden sich demnach auch zwei Polizeihubschrauber, zwei weitere Huschrauber von Landes- und Bundespolizei waren verfügbar.
Der Waldbrand im Hürtgenwald bei Düren südwestlich von Köln war am Donnerstag ausgebrochen. Zunächst hatten sich die Flammen auf 25 Hektar ausgebreitet, bevor sich die Entwicklung bei böigen Winden in der Nacht massiv beschleunigte. Aufgrund der sich nähernden Flammen mussten die Bewohner von Gey dann in der Nacht ihre Häuser und Wohnungen verlassen.
Der Brand hat bereits rund 25 Hektar Wald in Beschlag genommen.
Foto: Nord-West-Media TV/dpa
Auch Möhnesee von Waldbrand betroffen
Bundesweit kämpfen Einsatzkräfte bei anhaltend heißem und trockenem Wetter seit Tagen gegen zahlreiche Wald- und Flächenbrände. In weiten Teilen des Landes herrschen aktuell Temperaturen von weit mehr als 30 Grad. Die Hitzewelle dauerte laut Wetterdienst noch bis zum Wochenende.
Auch am Möhnesee bei Soest in Nordrhein-Westfalen kämpfen Helfer die ganze Nacht über weiter gegen einen größeren Waldbrand. Nach Angaben der örtlichen Feuerwehren waren dabei etwa 100 Helfer verschiedener Organisationen im Einsatz und verhinderten eine weitere Ausbreitung. Die Bedingungen im Brandgebiet seien schwierig, hieß es. Ein sicherer Einsatz sei dort aufgrund der Topografie und massiv geschädigter Bäume nicht möglich gewesen, teils müsse auch der Waldboden umgegraben werden. (afp/red)
Gemüse auf einem Wochenmarkt: Die Erzeugerpreise sind weiterhin auf hohem Niveau. - Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
HEUTE10:24 Uhr
Deutscher Wanderer in Österreich bei Absturz schwer verletzt
In Tirol sind zwei Deutsche bei Bergtouren verunglückt. Ein 66-Jähriger stürzte beim Abstieg in Nesselwängle schwer und wurde per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Ein 36-Jähriger kam im Zillertal ums Leben.
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HEUTE10:15 Uhr
Toter Buckelwal vom Greifswalder Bodden wird heute obduziert
Der am Greifswalder Bodden tot entdeckte Buckelwal soll heute obduziert werden. Der rund sieben Meter lange Kadaver wird zunächst per Kran aus dem Wasser gehoben. Experten wollen die Todesursache klären. In den vergangenen Wochen wurden mehrere Wale gesichtet.
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HEUTE10:05 Uhr
US-Firmen werden Cyberangriffe auf Online-Kriminelle erlaubt
Die US-Regierung will Unternehmen künftig offensive Cyberangriffe gegen kriminelle Hacker erlauben. Unter staatlicher Aufsicht sollen Firmen deren Aktivitäten aktiv stören dürfen. Experten warnen jedoch, dass sich Verbindungen zu Staaten wie Russland oder China schwer erkennen lassen.
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HEUTE9:55 Uhr
Cum-Ex-Affäre: Finanzbeamtin muss vor Gericht
Das Oberlandesgericht Köln hat die Anklage gegen eine Hamburger Finanzbeamtin in der Cum-Ex-Affäre um die Warburg Bank zugelassen. Ihr wird Beihilfe zur Steuerhinterziehung vorgeworfen. Damit kommt der Fall vor das Landgericht Bonn.
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HEUTE9:23 Uhr
Weniger Unternehmensinsolvenzen im Mai
Im Mai 2026 wurden in Deutschland 1.995 Unternehmensinsolvenzen registriert, 2,0 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Von Januar bis Mai stieg die Zahl jedoch um 4,9 Prozent auf 10.546 Fälle. Besonders betroffen waren Verkehr, Gastgewerbe und Bau.
Die Unternehmen im Gastgewerbe konnten ihre Umsätze zuletzt meist nur noch wegen der gestiegenen Preise steigern. Preisbereinigt verzeichneten sie hingegen einen Rückgang der Erlöse.
Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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Hawaii ruft wegen Tropensturm Notstand aus
Hawaii hat wegen des herannahenden Tropensturms „Lala“ den Notstand ausgerufen. Der Sturm könnte sich vor der Insel Hawaii zu einem Hurrikan verstärken. Erwartet werden schwere Regenfälle und starke Böen, ein direkter Landgang ist aber nicht prognostiziert.
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Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte lagen im Juni 13,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Besonders stark sanken die Preise für Milch, Schlachtschweine und Kartoffeln. Gegenüber Mai gingen die Preise insgesamt um 1,7 Prozent zurück.
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Durch „beispiellosen“ Starkregen sind im Osten Japans mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Besonders betroffen ist die Region Chiba, wo erstmals die höchste Warnstufe ausgerufen wurde. Tausende Reisende saßen am Flughafen Tokio-Narita fest, während Überschwemmungen und Erdrutsche große Schäden verursachten.
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Angriffe verschärfen Krise in Hormus
Kurz vor Ablauf der Waffenruhe zwischen den USA und Iran wurden zwei Schiffe eines emiratischen Ölkonzerns in der Straße von Hormus angegriffen. Die VAE machen Iran verantwortlich. Zugleich laufen Verhandlungen über eine Verlängerung der Waffenruhe und eine Öffnung der wichtigen Meerenge.
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Luftalarm in Lettland: Kampfjets schießen Drohne ab
Eine ausländische Drohne ist in den lettischen Luftraum eingedrungen und von Kampfjets eines NATO-Partnerstaats abgeschossen worden. Lettlands Militär vermutet einen Zusammenhang mit russischer elektronischer Kampfführung. Die genaue Herkunft der Drohne ist bislang unklar.
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USA drohen Iran mit Wirtschaftsisolation „wie sie die Welt noch nicht gesehen hat“
Die USA drohen Iran mit einer beispiellosen wirtschaftlichen Isolation. Finanzminister Scott Bessent kündigt neue Maßnahmen an, die den Zugang zu iranischen Häfen und Finanzströmen einschränken sollen. Vizepräsident JD Vance nennt niedrige Ölpreise und die Verhinderung einer iranischen Atombombe als Hauptziele.
Autoindustrie. (Archivbild) - Foto: Daniel Josling/dpa
Zum Ende des 1. Halbjahres 2026 haben 42.300 weniger Beschäftigte in der Automobilindustrie als noch ein Jahr zuvor gearbeitet. Das entsprach einem Rückgang von 5,8 Prozent – so hoch wie in keiner anderen großen Industriebranche mit mehr als 200.000 Beschäftigten, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte.
Mit 691.500 hat die Zahl der Beschäftigten in der Automobilindustrie einen weiteren Tiefstand erreicht: Seit 2005 waren noch nie weniger Menschen in der Branche beschäftigt. Dennoch bleibt die Automobilindustrie gemessen an der Beschäftigtenzahl die zweitgrößte Industriebranche nach dem Maschinenbau mit 905.900 Beschäftigten zum Ende des 1. Halbjahres 2026.
Zum Vergleich: Im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt waren 5,29 Millionen Beschäftigte tätig. Dies entsprach einem Rückgang von 144.100 oder 2,7 Prozent binnen eines Jahres.
Innerhalb der Automobilindustrie haben die Autohersteller sowie die Zulieferer von Teilen und Zubehör Stellen abgebaut. Bei den Zulieferern von Karosserien, Aufbauten und Anhängern nahm hingegen zum Ende des 1. Halbjahres 2026 die Zahl der Beschäftigten zu. Im Bereich der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenmotoren waren mit insgesamt 429.200 Beschäftigten zum Ende des 1. Halbjahres 6,1 Prozent weniger Personen beschäftigt als ein Jahr zuvor.
Im Zulieferbereich der Herstellung von Teilen und Zubehör für Kraftwagen betrug der Beschäftigtenrückgang 7,6 Prozent auf zuletzt 219.500. In der kleineren Zulieferbranche der Herstellung von Karosserien, Aufbauten und Anhängern stieg die Zahl der Beschäftigten um 10,0 Prozent auf 42.800.
Weitere Zulieferer außerhalb der Automobilindustrie, wie zum Beispiel in der Herstellung und Runderneuerung von Bereifungen, wurden in der Auswertung nicht berücksichtigt.
Die europäische Automobilindustrie. (Archivbild)
Foto: Jörg Sarbach/dpa
Auch andere Branchen verlieren Jobs
Nicht nur in der Automobilindustrie wurden Stellen abgebaut, auch in anderen großen Industriebranchen ging die Zahl der Beschäftigten zuletzt zurück. In der Herstellung von Metallerzeugnissen sank sie binnen eines Jahres um 3,8 Prozent auf 471.700 zum Ende des 1. Halbjahres 2026. In der Metallerzeugung und -bearbeitung ging die Beschäftigtenzahl im selben Zeitraum um 3,7 Prozent zurück auf 207.200. Höher als im Durchschnitt fiel der Beschäftigtenrückgang auch in der chemischen Industrie (-3,6 Prozent auf 312.000) sowie in der Herstellung von elektrischer Ausrüstung (-3,4 Prozent auf 374.500) aus.
Die Zahl der Beschäftigten im Maschinenbau sank binnen eines Jahres um 2,7 Prozent und damit so stark wie in der gesamten Industrie: Hier waren Ende des 1. Halbjahres 2026 rund 905.900 Personen beschäftigt. In der Kunststoffindustrie (-2,2 Prozent auf 311.800), in der Nahrungsmittelindustrie (-1,3 Prozent auf 503.400) sowie in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (-1,0 Prozent auf 307.100) war der Beschäftigtenrückgang unterdurchschnittlich, so das Statistikamt. (dts/red)
Gemüse auf einem Wochenmarkt: Die Erzeugerpreise sind weiterhin auf hohem Niveau. - Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
HEUTE9:23 Uhr
Weniger Unternehmensinsolvenzen im Mai
Im Mai 2026 wurden in Deutschland 1.995 Unternehmensinsolvenzen registriert, 2,0 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Von Januar bis Mai stieg die Zahl jedoch um 4,9 Prozent auf 10.546 Fälle. Besonders betroffen waren Verkehr, Gastgewerbe und Bau.
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HEUTE9:15 Uhr
Hawaii ruft wegen Tropensturm Notstand aus
Hawaii hat wegen des herannahenden Tropensturms „Lala“ den Notstand ausgerufen. Der Sturm könnte sich vor der Insel Hawaii zu einem Hurrikan verstärken. Erwartet werden schwere Regenfälle und starke Böen, ein direkter Landgang ist aber nicht prognostiziert.
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HEUTE9:00 Uhr
Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Juni gesunken
Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte lagen im Juni 13,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Besonders stark sanken die Preise für Milch, Schlachtschweine und Kartoffeln. Gegenüber Mai gingen die Preise insgesamt um 1,7 Prozent zurück.
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HEUTE8:35 Uhr
Mehrere Verletzte bei Hochhausbrand in Berlin – dramatische Evakuierung
Bei einem Hochhausbrand in Berlin-Friedrichshain sind mehrere Menschen verletzt worden. Das Feuer brach im elften Stock aus und breitete sich aus. Mehr als 130 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz.
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HEUTE8:07 Uhr
USA bekräftigen Japans Anspruch auf Kurilen
US-Botschafter George Glass hat Japans Anspruch auf die umstrittenen Nördlichen Territorien bekräftigt. Hintergrund ist ein Besuch von Wladimir Putin auf der zu den Kurilen gehörenden Insel Iturup. Japan bezeichnete die Visite als „inakzeptabel“.
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HEUTE7:37 Uhr
Waldbrand bedroht Touristenort in Kroatien – Einheimische und Urlauber evakuiert
Ein außer Kontrolle geratener Waldbrand hat in Kroatien den Urlaubsort Lokva Rogoznica bedroht. Einheimische und Urlauber wurden evakuiert, erste Häuser brannten bereits. Rund 150 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen, die durch starken Wind weiter angefacht wurden.
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HEUTE7:10 Uhr
Ätna-Ausbruch auf Sizilien: Airport Catania wieder gesperrt
Der Ausbruch des Ätna legt den Flughafen Catania erneut lahm. Bis Samstag um 2 Uhr sind keine Starts und Landungen möglich. Seit Beginn des Ausbruchs wurden Hunderte Flüge gestrichen, verspätet oder umgeleitet.
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HEUTE7:00 Uhr
Farage erklärt sich vorab zum Wahlsieger
Nigel Farage hat sich noch vor der offiziellen Verkündung zum Sieger der Nachwahl in Clacton erklärt. Wegen einer angeblichen Drohung will er der Ergebnisverkündung fernbleiben. Als Konkurrent gilt der Spaßkandidat Count Binface.
Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage kehrt wieder ins Parlament zurück.
Foto: Joe Giddens/PA Wire/dpa
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HEUTE6:50 Uhr
„Beispielloser“ Starkregen: Mindestens vier Tote bei Unwettern in Japan
Durch „beispiellosen“ Starkregen sind im Osten Japans mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Besonders betroffen ist die Region Chiba, wo erstmals die höchste Warnstufe ausgerufen wurde. Tausende Reisende saßen am Flughafen Tokio-Narita fest, während Überschwemmungen und Erdrutsche große Schäden verursachten.
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