Categories
deutschland ticker

30. Juni: Streit um Höcke-Interview | Deutschland ist raus | Tanken wird teurer

An dieser Stelle wird ein Video von Youtube angezeigt. Bitte akzeptieren Sie mit einem Klick auf den folgenden Button die Marketing-Cookies, um das Video anzusehen.

Streit um Höcke-Interview

Die Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen hat den YouTuber Ben Berndt aufgefordert, ein Interview mit dem AfD-Politiker Björn Höcke nachträglich zu ändern. Zudem soll er seine rund 300 Interviews auf journalistische Sorgfalt prüfen. Berndt argumentiert, er arbeite ausdrücklich nicht als Journalist, und lehnt Änderungen ab. Sein Anwalt Joachim Steinhöfel kündigt einen Musterprozess an, der die Befugnisse der Landesmedienanstalten klären soll.

Deutschland ist raus

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft fährt bei der WM schon nach der ersten K.-o.-Runde nach Hause. Für Ärger sorgt ein aberkanntes Tor von Jonathan Tah wegen eines angeblichen Foulspiels. Mannschaftskapitän Joshua Kimmich schließt nach der dritten enttäuschenden Weltmeisterschaft in Serie einen Rücktritt aus. Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann will weitermachen.

Tanken wird teurer

Nach zwei Monaten läuft der Tankrabatt aus. Für Kraftstoff, der am 1. Juli aus der Raffinerie oder dem Tanklager kommt, gilt wieder die alte, höhere Steuer. Der Tankstellenverband bft erwartet, dass sich das an den Zapfsäulen morgen Mittag bemerkbar macht. Den Bund kostete der Tankrabatt rund 1,6 Milliarden Euro.

Sorgerechtsstreit

Nach dem tödlichen Schusswaffenangriff in einer Mutter-Kind-Wohngruppe in Stade ist die Trauer groß. Unter den Opfern sind zwei Mitarbeiter der Einrichtung sowie drei Mitarbeiter des Jugendamtes der Region Hannover. Nach ersten Erkenntnissen hatten alle sechs einen Termin mit dem mutmaßlichen Täter. Dabei sollte es um das Sorgerecht für dessen drei Monate alte Tochter gehen.

London bittet Asylbewerber zur Kasse

Großbritannien will sein Einwanderungs- und Asylrecht verschärfen. Ein Gesetzentwurf sieht vor, dass anerkannte Asylbewerber künftig staatliche Unterstützung zurückzahlen müssen, wenn sie genug verdienen. Das kann umgerechnet bis zu rund 12.000 Euro sein.
 
Categories
etplus ticker

Deutschland gegen Paraguay unterlegen?


In Kürze:

  • Für Deutschland geht es am Montagabend um 22:30 Uhr deutscher Zeit in Boston gegen Paraguay. Das ZDF überträgt live.
  • Erstmals findet im Rahmen einer Fußball-WM ein Sechzehntelfinale statt. Dadurch umfasst die K.-o.-Phase maximal 5 statt 4 Spiele.
  • Die DFB-Elf kommt mit 6 Punkten als Gruppenerster aus der Vorrunde, schwächelte jedoch zuletzt gegen Ecuador. (1:2).
  • Paraguay schloss die Gruppe D mit 4 Punkten aus je einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage als Gruppendritter ab.
  • Laut Rudi Völler „müssen [wir] uns keine Sorgen machen“. Andere Fußballexperten warnen vor den „Weiß-Roten“ aus Südamerika.

 
82.500 Zuschauer fasst das für Fußball umgebaute Stadion der NFL-„Boston Gunners“ in Foxborough, einem Vorort von Boston im US-Bundesstaat Massachusetts. Damit ist es genauso groß wie das Westfalenstadion in Dortmund. Hier treffen am Montag um 22:30 Uhr deutscher Zeit – das ist 16:30 Uhr Ortszeit – Paraguay und Deutschland aufeinander.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 28.6.): Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Montag, 29.6., statt.

Spielbaum der WM 2026 nach Ende der Gruppenphase: Gewinnt Deutschland gegen Paraguay, kommt der nächste Gegner aus einem Nachbarland.

Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock

Um es gleich vorwegzusagen: „La Albirroja“ – die Nationalelf von Paraguay – ist keine Top-Mannschaft und gilt als chancenlos für den Titel der Fußball-WM. Für ihre Verhältnisse sind die „Weiß-Roten“ genannten Nationalspieler des kleinen südamerikanischen Landes mit dem Einzug ins Sechzehntelfinale schon weit gekommen.
Wenn dennoch namhafte deutsche Fußballreporter und Fußballexperten vor diesem Team warnen, dann sagt das mehr über den Zustand der deutschen Mannschaft aus als über die Südamerikaner.

Harte Erinnerung, zarte Gegenwart

Dass die DFB-Elf Probleme hat, zeigt sich in Aussagen, die man so gar nicht über eine deutsche Nationalmannschaft kennt. So berichtete etwa die BILD, „Ein Großteil der Mannschaft habe große Probleme, gegen physisch starke Spieler in den Zweikämpfen zu bestehen“.
Doch auch international treibt die Spielweise von Kimmich und Co. ungewohnte Blüten: Die Deutsche Nationalelf wird in anderen Sprachen auch „Panzer“ – auf Deutsch – genannt, in Anlehnung an die stumpfe Wirksamkeit eines Panzers, der stur geradeaus über ein Schlachtfeld fährt, ohne sich unterwegs aufhalten zu lassen. Damit sind wir namenstechnisch nicht weit entfernt von der schottischen „Tartan Army“, der haitianischen „Grenadiere“ und den „Blauen Samurai“ aus Japan. Anders als in diesen Ländern kennt hierzulande jedoch kaum einer den Spitznamen, geschweige denn verwendet ihn.
Auf den Fußball übertragen heißt dies: Die deutschen Spieler haben generell den Ruf, mit überlegener Kraft, technischer Effizienz und hoher Disziplin auch überlegene Gegner bezwingen zu können.
Unvergessen in der Fußballgeschichte bleibt die Szene, in der Bastian „Schweini“ Schweinsteiger im WM-Finale 2014 eine blutende Platzwunde unter dem rechten Auge erlitt, am Spielfeldrand notdürftig genäht wurde, auf das Feld zurückkehrte und Deutschland zum Weltmeistertitel führte. „Schweinis“ unermüdlicher Kampfgeist mit dem blutenden Gesicht im Finale gilt bis heute als symbolisch für die Stärke deutscher Nationalmannschaften schlechthin.
Und jetzt? Der Bundestrainer Julian Nagelsmann jammerte nach dem verlorenen Gruppenspiel gegen Ecuador: „Körperlichkeit ist schwer zu trainieren. Wir müssen den Ball früher spielen, um Zweikämpfen aus dem Weg zu gehen.“ Ungeachtet der Vieldeutigkeit von „Körperlichkeit“ meint Nagelsmann damit wohl: Die Jungs sind nicht fit genug und physisch anderen Mannschaften unterlegen. Die Zahlen unterstützen dies. Laut dem Fußballportal „90min“ hatten gegen Ecuador sieben Feldspieler eine negative Zweikampfbilanz.

„Kinder-Fußball“ statt unbändiger Siegeswille gegen Ecuador

Woran mangelt es – etwa im Vergleich zur Mannschaft von 2014? Toni Kroos, einer der Helden von damals, bemängelt: „Es muss eklig sein, gegen uns zu spielen, dass wir in der Lage sind, gut und eklig zu verteidigen. Das machen wir noch nicht.“ Und weiter: „Wir brauchen [Stürmer Jamal] Musiala und [Mittelfeldspieler Florian] Wirtz in Topform – Das haben wir nicht.“ Wenn sich nicht beides ändere, gehe es nicht mehr lange gut, ist Kroos überzeugt, der Kraft und Kampfgeist vermisst.
Der langjährige Bundesliga-Reporter Carlos Ubina stellte in einem Beitrag „Schwächen in allen Mannschaftsteilen“ fest. „Torwart, Abwehr, Mittelfeld, Angriff – überall haperte es.“ Und er ist mit dieser Einschätzung nicht allein:
Nationalspieler Deniz Undav, Profispieler beim VfB-Stuttgart, gab nach dem verlorenen Spiel gegen Ecuador zu, dass die deutsche Mannschaft auch ein mentales Problem habe: „Ich hatte das Gefühl, dass sie [die Ecuadorianer] es mehr wollten als wir, die waren griffiger. Bei denen ging es noch um alles. Und ja, daraus müssen wir lernen“, wird Undav von der Stuttgarter Zeitung zitiert.
Deniz Undav (#26) traf gegen die Elfenbeinküste doppelt. Nach der Niederlage gegen Ecuador sprach der Stürmer des VfB Stuttgart von einem mentalen Problem in der Mannschaft.

Deniz Undav (#26) traf gegen die Elfenbeinküste doppelt. Nach der Niederlage gegen Ecuador sprach der Stürmer des VfB Stuttgart von einem mentalen Problem in der Mannschaft.

Foto: Cole Burston/AFP via Getty Images

Markus Babbel, ehemaliger deutscher Nationalspieler, geht sogar so weit, der aktuellen DFB-Elf vorzuhalten: „Das ist so ein bisschen Kinder-Fußball.“ Seine Begründung: „Wir können als Mannschaft nicht verteidigen. Das liegt aber nicht an den Abwehrspielern, sondern am Kollektiv. Uns fehlt leider die Spielkontrolle und ein besseres Defensivverhalten. Wenn du jedes Mal ein, zwei Gegentore bekommst, dann hast du keine Chance, weit zu kommen.“

Paraguay für Deutschland schon immer ein starker Gegner

Nur etwa 7 Millionen Menschen wohnen in Paraguay. Kein Wunder, dass der Dschungel- und Steppenstaat eher selten an Fußballweltmeisterschaften teilnimmt. Das letzte Mal war im Jahr 2010, als die damalige Mannschaft in Südafrika den Einzug ins Viertelfinale schaffte. Nun spielt Paraguay wieder auf der großen Fußballweltbühne mit.
Als es noch kein Sechzehntelfinale gab, und das Achtelfinale direkt auf die Gruppenspiele folgte, traten Deutschland und Paraguay schon einmal bei einer WM gegeneinander an: 2002 in Südkorea. Erst zwei Minuten vor Spielende gelang damals Oliver Neuville der Siegtreffer zum 1:0. In einem Freundschaftsspiel im Jahr 2013 in Kaiserslautern lag die deutsche Mannschaft sogar früh mit 0:2 zurück. Mit Müh und Not schaffte sie es am Ende 3:3.

DFB-Elf „klar favorisiert“

Dennoch gibt sich die ARD-Sportschau überzeugt, dass das deutsche Team dieses Mal „klar favorisiert“ sei, „zumal die Südamerikaner mit personellen Problemen zu kämpfen haben“. Aber haben wir das nicht auch?
Richtig ist, dass sich der als Profi in England unter Vertrag stehende Verteidiger Omar Alderete gegen Australien eine Verletzung zugezogen hat. Ob er am Montag antreten kann, ist noch unklar. Der 1,90 Meter große Alderete ist einer der wenigen seiner Mannschaft, der die Deutschen kennt. Von Oktober 2020 bis August 2022 stand er bei Hertha BSC unter Vertrag und trat für 17 Spiele in der Bundesliga an.
Auch der Einsatz von Ramón Sosa, der in England für Nottingham Forest unter Vertrag steht, ist noch unklar. Er hatte sich bereits in den ersten Minuten beim Auftaktspiel gegen die USA eine Knöchelverletzung zugezogen. Seine aktuelle körperliche Verfassung liege derzeit bei sechzig Prozent, berichtete die größte paraguayische Tageszeitung „ABC Color“.

Paraguay geschwächt aber optimistisch

Und dann noch ein „erzwungener“ Ausfall: Das Glanzlicht der „Albirroja“ ist der Mittelfeldspieler Diego Gómez. Er hat jeweils gegen die USA und gegen Australien eine Gelbe Karte kassiert. Da das Spiel gegen Australien das letzte Gruppenspiel war, bedeutet dies für Gómez laut Regeln der Internationalen Fußballorganisation FIFA, dass er für das nächste Spiel – und das ist gegen Deutschland – gesperrt ist.
Zwei andere paraguayische Spieler mit Gelber Karte wurden für das Spiel gegen Deutschland wieder freigegeben. Grund: Beide erhielten in den ersten beiden Gruppenspielen eine Gelbe Karte und waren deshalb für das letzte Gruppenspiel gegen Australien gesperrt. Nach einem gesperrten Spiel werden die Gelben Karten gelöscht.
Paraguays Spieler posieren für ein Mannschaftsfoto for dem Gruppenspiel gegen die USA.

Paraguays Spieler posieren für ein Mannschaftsfoto vor dem Gruppenspiel gegen die USA.

Foto: Patrick T. Fallon/AFP via Getty Images

Insgesamt war die Vorrunde für die Mannschaft von der Südhalbkugel nicht sonderlich erfolgreich. Paraguay schaffte es als siebtbester Drittplatzierter nur knapp, sich zu qualifizieren.
In seinen Gruppenspielen patzte es mit 1:4 gegen die mittelmäßige US-Mannschaft. Gegen das stärkere Team aus Australien, das sich Platz zwei der Gruppe D erspielte, gelang ein glanzloses 0:0-Unentschieden. Lediglich gegen die ebenbürtige Türkei setzte sich Paraguay mit einem 1:0-Sieg durch.

Die USA sicherten sich als eine der ersten Nationen den Einzug ins Sechzehntelfinale. Australien belegt dank des besseren Torverhältnisses Rang 2 der Gruppe D. Auch Paraguay ist weiter und trifft im 3. Spiel der K.-o.-Phase auf Deutschland.

Foto: ts/Epoch Times

„ABC Color“ gibt sich dennoch optimistisch vor dem Spiel gegen Deutschland: „Auch wenn der europäische Gigant mit seinen Toren Angst und Schrecken verbreitet, ist er nach der Niederlage gegen Ecuador angeschlagen und hat damit gezeigt, dass er nicht unbesiegbar ist.“

Rudi Völler: „Müssen uns keine Sorgen machen“

Angesprochen auf die körperliche Verfassung der deutschen Nationalelf sagte der ehemalige Nationalspieler und DFB-Sportdirektor Rudi Völler am 27. Juni in den USA vor der Presse: „Ich glaube nicht, dass wir uns darüber Sorgen machen müssen.“
Am Montag werde das Spiel gegen Paraguay „ganz anders sein“ als gegen Ecuador. „Da geht es um alles. Wir wissen auch, dass es gegen eine Mannschaft geht, die tief steht und sehr körperlich agiert. Aber wir haben auch Spieler im Kader, die das absolut gewohnt sind, wie zum Beispiel Flo[rian Wirtz] oder Kai [Havertz], die werden richtig gut dagegenhalten“, ist sich Völler sicher.
Rudi Völler wurde mit der deutschen Nationalelf 1990 Weltmeister bei der WM in Italien. Gehen wir also davon aus, dass sein Optimismus für Montag fundiert ist.
Categories
ticker

TICKER Fußball-WM: Neueste Entwicklungen um Kimmich & Co.


Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 01:00 Uhr: Panama gegen Kroatien in Toronto, Kanada
  • 04:00 Uhr: Kolumbien gegen Demokratische Republik Kongo in Guadalajara, Mexiko (Übertragung: ARD)
  • 21:00 Uhr: Schweiz gegen Kanada in Vancouver, Kanada (Übertragung: ARD)
  • 21:00 Uhr: Bosnien-Herzegowina gegen Katar in Seattle, USA
  • 00:00 Uhr: Schottland gegen Brasilien in Miami, USA
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am morgigen Donnerstag, dem 25.06., um 22:00 Uhr gegen Ecuador statt.

 
GESTERN23:18 Uhr

Für Bosnien-Herzegowina geht der Traum weiter

Mit einem Sieg gegen Katar hat sich Bosnien-Herzegowina den Traum von der K.o.-Runde bei der WM erfüllt. Die Mannschaft von Trainer und Ex-Bundesligaprofi Sergej Barbarez bezwang den Außenseiter aus dem Emirat mit 3:1 (2:1).
Vor 66.925 Zuschauern in Seattle sorgten Kerim Alajbegovic (29.), Sultan Al-Brake per Eigentor (34.) und Ermin Mahmic (80.) für die Tore der Bosnier, die zum zweiten Mal nach 2014 bei einer Weltmeisterschaft dabei sind.
Die Mannschaft um den 40 Jahre alten Stürmerstar Edin Dzeko liegt in der Abschlusstabelle von Gruppe B auf Rang drei. Die nun vier Punkte werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit reichen, um als einer der acht besten Gruppendritten weiterzukommen. Katar ist dagegen ausgeschieden und wartet weiter auf den ersten Sieg bei einer WM.
 
GESTERN23:07 Uhr

Schweiz gewinnt gegen Kanada

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat die Schweiz gegen Gastgeberland Kanada mit 2:1 gewonnen und damit die Vorrunde auf Platz 1 der Tabelle von Gruppe B abgeschlossen. Kanada ist trotz der Niederlage Gruppenzweiter und zieht ebenfalls sicher ins Sechzehntelfinale ein.
Die Partie Schweiz gegen Kanada begann nach einer torlosen ersten Halbzeit mit einem schnellen Tor der Schweiz durch Ruben Vargas (46.). Wenig später baute Johan Manzambi die Führung der Schweiz auf 2:0 aus (57.). Kanada kämpfte sich jedoch zurück ins Spiel, als Promise David ein Tor erzielte (76.). Trotz intensiver Bemühungen gelang es Kanada nicht mehr, den Ausgleich zu erzielen.
 
GESTERN18:54 Uhr

Klopp lobt deutsche Mannschaft: „Fußball spielen können wir“

Startrainer Jürgen Klopp ist vom bisherigen Auftreten der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM angetan, sieht defensiv aber auch noch Steigerungspotenzial.
„Wir haben gesehen: Fußball spielen können wir. Ich mag die Art und Weise, wie wir spielen. Wir haben verschiedene Abläufe“, sagte der 59-Jährige bei einem Besuch des Adidas Home of Soccer, einem Fantreff in New York. „Defensiv können wir gern noch ein bisschen mehr Griff kriegen. Dann kann es weit gehen bei diesem Turnier.“ Klopp lobte besonders den Teamgeist der DFB-Auswahl.
Auch Sami Khedira, Weltmeister von 2014, hob die Widerstandsfähigkeit des DFB-Teams hervor. Er zollte sowohl der Mannschaft als auch Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der Medienrunde am Hudson River ein „großes Lob“.
Ob Nagelsmann angesichts des bereits feststehenden Gruppensiegs beim Vorrundenabschluss gegen Ecuador am Donnerstag in East Rutherford rotieren sollte? Das müsse der Trainer entscheiden, betonte Klopp. „Meine Meinung war immer: Niemand weiß so gut über meine Mannschaft Bescheid wie ich. In dem Fall weiß niemand so gut Bescheid über die Mannschaft wie Julian. Er wird die richtige Entscheidung treffen.“
Es gebe für „alles Argumente“. Was man nicht außer Acht lassen dürfe: „Ecuador spielt um alles“, sagte er. „Die haben richtig gut gespielt. Die treffen nur die Kiste nicht bisher. Wir sollten nicht davon ausgehen, dass das ein Leben lang so bleibt. Da müssen wir schon arbeiten.“
 
GESTERN14:26 Uhr

Elefant in Kölner Zoo tippt vor drittem Deutschland-Spiel auf Ecuador

Vor dem dritten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft am Donnerstagabend hat der Elefantenbulle Tarak im Kölner Zoo auf einen Sieg von Ecuador getippt. Der Tipp des Tierorakels fand heute morgen gut sichtbar für die Zoobesucher im Bullenbereich der Elefantenanlage statt, wie der Kölner Zoo mitteilte.
Der viereinhalb Tonnen schwere Elefantenbulle musste sich demnach wie bereits zuvor zwischen drei Fußbällen entscheiden – einem schwarz-rot-goldenen, einem mit den Farben Ecuadors und einem neutralen für Unentschieden.
Den Ball mit Deutschlandflagge habe Tarak als letztes ausgewählt, teilte der Zoo weiter mit. Tarak hatte bei den zwei ersten Gruppenspielen mit seinem Tipp auf die deutsche Elf jeweils richtig gelegen.
 
GESTERN10:02 Uhr

Mexiko-Stadt verbietet vor WM-Spiel teilweise den Alkoholverkauf

Vor dem letzten Gruppenspiel von Gastgeber Mexiko bei der Fußball-WM gegen Tschechien verbietet die Hauptstadt Mexiko-Stadt teilweise den Verkauf von Alkohol. Die Regelung gelte von Mittwochnachmittag bis Donnerstagmorgen (Ortszeit). Das teilte die Stadtverwaltung mit.
Betroffen sind unter anderem Supermärkte und Lebensmittelläden in der Innenstadt. Alkoholkonsum in Restaurants und Bars bleibt erlaubt.
Das Verbot gilt in der Gegend um das Unabhängigkeitsmonument Ángel de la Independencia sowie dem historischen Zentrum mit dem zentralen Platz Zócalo. Dort gibt es ein Fan-Fest mit Großbildleinwänden. Alkoholkonsum auf öffentlichen Straßen ist in Mexiko-Stadt bereits untersagt.
Beim mexikanischen Sieg gegen Südkorea in der vergangenen Woche feierten laut Behörden rund 400.000 Menschen am Ángel de la Independencia, weitere 200.000 auf dem Zócalo. Größere Verletzungen oder Schäden gab es nicht. Reinigungskräfte sammelten anschließend rund 40 Tonnen Müll ein.
Mexiko trifft heute um 19:00 Uhr Ortszeit (Donnerstag, 3:00 Uhr MESZ) auf Tschechien. Die mexikanische Auswahl steht bereits als Gruppensieger fest.
 
GESTERN6:09 Uhr

Kolumbien gewinnt dank Munoz

1:0 lautet der Endstand im Spiel zwischen Kolumbien und der Demokratischen Republik Kongo. Die Partie begann mit einem hohen Tempo der Kolumbianer, die in den ersten 20 Minuten das Spiel dominierten. Ein Abseitstor des Kolumbianers Daniel Munoz wurde jedoch nicht anerkannt. Nach der Trinkpause verlor Kolumbien etwas an Schwung, doch die Afrikaner konnte keine Tore erzielen.
In der zweiten Halbzeit versuchten die Kongolesen, mehr Druck aufzubauen, doch es fehlte ihnen an Durchschlagskraft. Kolumbien kontrollierte nach dem 1:0 von Munoz (76.) das Spielgeschehen. Die Einwechslungen auf beiden Seiten brachten keine Wende.
Mit diesem Sieg hat Kolumbien die K.o.-Phase der Weltmeisterschaft erreicht. Am letzten Spieltag geht es am Sonntag gegen Portugal um den Gruppensieg. Die DR Kongo hingegen muss im letzten Gruppenspiel gewinnen, um sich die Möglichkeit auf das Weiterkommen zu bewahren.

Daniel Munoz (#2) schoss für Kolumbien zwei Tore, stand jedoch einmal im Abseits.

Foto: Luke Hales/Getty Images

 
GESTERN3:11 Uhr

Kroatien siegt, Panama fliegt

Kroatien hat sich gegen Panama mit 1:0 durchgesetzt. In der ersten Halbzeit präsentierte sich Panama überraschend stark und hatte durch Rodriguez die beste Möglichkeit, in Führung zu gehen. Kroatien tat sich dagegen schwer, Lösungen gegen die Abwehr der Mittelamerikaner zu finden.
Nach der Pause erhöhte Kroatien den Druck und wurde durch den Treffer von Ante Budimir belohnt (54). Panama gab sich nicht geschlagen, drängte auf den Ausgleich und übte viel Druck auf Kroatien aus – doch vergeblich.
Am Ende reichte der knappe Vorsprung für Kroatien, um die drei Punkte zu sichern. Für beide Teams war es ein wichtiges Spiel, da eine Niederlage das vorzeitige Ausscheiden bedeutet hätte. Für Kroatien besteht also noch Hoffnung auf ein Weiterkommen in der Weltmeisterschaft, während für Panama Schluss ist.
 
23. Juni21:56 Uhr

England gegen Ghana in Boston

Erneut gab es bei der Fußball-WM ein Unentschieden: dieses Mal zwischen England und Ghana. Die erste Halbzeit war geprägt von einem hohen Ballbesitzanteil der Engländer, die jedoch kaum zu klaren Torchancen kamen. Ghana verteidigte geschickt und setzte auf schnelle Konter.
In der zweiten Halbzeit erhöhte England den Druck und kam durch Kane und Saka zu weiteren Chancen, die jedoch auch nicht zu etwas Zählbarem führten. Ghana blieb durch Konter gefährlich und hätte beinahe durch Adu die Führung erzielt, doch der Schiedsrichter entschied auf Abseits.
England verpasste damit die Chance, sich vorzeitig den Gruppensieg zu sichern, während Ghana eher zufrieden ist. Beide Teams haben nun die Möglichkeit, im letzten Gruppenspiel das Weiterkommen in die K.O.-Phase perfekt zu machen.

Harry Kane (#9) und seine englischen Teamkollegen hatten sich beim Spiel gegen Ghana einen anderen Spielstand erhofft.

Foto: Mauro Pimentel/AFP via Getty Images

Reece James (#24) von England verhindert einen siegriechen Torschuss durch Antoine Semenyo (#11) von Ghana.

Foto: Buda Mendes/Getty Images

 
23. Juni21:11 Uhr

Portugal schlägt Usbekistan souverän

Portugal hat mit einem souveränen 5:0 gegen Usbekistan gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Roberto Martinez bestimmte die Begegnung von Beginn an und setzte den WM-Neuling früh unter Druck – etwa durch ein Tor von Cristiano Ronaldo (6.). Nur elf Minuten später erhöhte Nuno Mendes mit einem direkt verwandelten Freistoß auf 2:0 (17.).
Usbekistan fand kaum Wege, sich aus der portugiesischen Dominanz zu befreien. Ein vermeintlicher Anschlusstreffer durch Azizjon Ganiev wurde nach einer Videoüberprüfung wegen eines vorangegangenen Fouls aberkannt. Kurz vor der Pause sorgte Ronaldo mit seinem zweiten Treffer des Abends für die Vorentscheidung (39.). Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierte Portugal das Geschehen. Ein Eigentor von Abduqodir Khusanov führte zum 4:0 (60.). Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Rafael Leao (87.).
Mit dem klaren Erfolg verschafft sich Portugal eine deutlich bessere Ausgangslage für das abschließende Gruppenspiel, während Usbekistan nach der zweiten Niederlage im Turnierverlauf weiter unter Druck steht.

Joao Cancelo (#20, Portugal) wird von Abbosbek Fayzullaev (#22, Usbekistan) gefoult. Infolgedessen wird das von Azizjon Ganiev (#19, Usbekistan) erzielte Tor nach Videoüberprüfung aberkannt.

Foto: Charlotte Wilson/Getty Images

Cristiano Ronaldo (l.) und sein Teamkollege Nuno Mendes (r.) beim Spiel gegen Usbekistan.

Foto: Ronaldo Schemidt/AFP via Getty Images

 
23. Juni11:07 Uhr

Nagelsmann: „Wir wollen das Spiel gegen Ecuador gewinnen“

Deutschland war bei allen zuvor 20 WM-Teilnahmen in 92 Jahren noch nie vor dem letzten Gruppenspiel ganz sicher Erster. Dass nun auch nur einer mit den Gedanken schon zum ersten Zwischenrunden-Duell in Foxborough abdriftet, will Nagelsmann vermeiden.
„Wir versuchen, uns auf unseren Weg zu konzentrieren. Wir versuchen, ein paar kleine Dinge anzupassen. Und wenn man sich ernsthaft auf das nächste Spiel vorbereitet, ist man auch auf die K.-o.-Spiele vorbereitet“, beschrieb der 38-Jährige sein Konzept.
„Wir wollen das Spiel gegen Ecuador gewinnen. Wir werden sehen, wer unser nächster Gegner ist, und das bereiten wir vor“, sagte Nagelsmann.
Erst am späten Samstagabend wird wohl feststehen, wer tatsächlich der erste K.o.-Gegner ist. Ungewöhnlich spät. Für eine seriöse Vorbereitung im Nagelsmann-Stil ist das fast zu spät. Schottland, Paraguay oder Australien sind die wahrscheinlichsten Optionen. Doch vorerst geht es gegen Ecuador.

Ein Bus mit dem deutschen Nationaltrainer Julian Nagelsmann (l) neben Rudi Völler, dem Sportdirektor des DFB, und den Spielern der deutschen Nationalmannschaft fährt am 20. Juni 2026 zum Toronto Stadium.

Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

 
23. Juni10:04 Uhr

Antonio Rüdiger kommt statt Schlotterbeck

Wenn die deutschen Fußballer am 25. Juni im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador spielen, wird nach dem Aus von Schlotterbeck der Mann mit der Nummer 2 – Antonio Rüdiger – seinen Platz im Finalstadion von East Rutherford einnehmen.
Bundestrainer Julian Nagelsmann lobte Rüdiger explizit nach dem 45-Minuten-Einsatz gegen die Ivorer: „Antonio, finde ich, hat es gut gemacht, sehr konzentriert. Es war nicht leicht, wenn du so ins Spiel reinkommst. Es so gut zu machen, finde ich super, wenn du diesen krassen Spielrhythmus aus den letzten zwei, drei Wochen nicht hast.“
Jetzt muss der robuste Zweikämpfer schnell den WM-Rhythmus aufnehmen. „Als Fußballer ist es nicht einfach, auf der Bank zu sitzen“, sagte der jahrelang als Stammspieler gesetzte Vize-Kapitän. Seine Rückstufung hatte er klaglos hingenommen. „Es sei den Jungs gegönnt“, sagte er mit Blick auf die Konkurrenten Tah und Schlotterbeck.
Innerhalb der Mannschaft ist Rüdiger anerkannt. Joshua Kimmich hielt beim Start ins WM-Jahr im März ein Plädoyer für ihn. „Ich habe manchmal das Gefühl, wir in Deutschland vergessen, was der Toni die letzten drei, vier Jahre abgeliefert hat“, sagte Kimmich mit Blick auf dessen Leistungen und Status bei Real Madrid.
 
23. Juni7:03 Uhr

Algerien dreht das Spiel

Jordanien hat am zweiten Spieltag der Gruppe J 1:2 gegen Algerien verloren und ist damit aus dem Turnier ausgeschieden. Zunächst ging Jordanien durch Nizar Al-Rashdan in Führung (36.). Nach einem misslungenen Seitenwechsel und einer ungewollten Vorlage gelang Algerien in der zweiten Halbzeit die Wende.
Die Wüstenfüchse zeigten sich nach der Pause entschlossen und drängten auf den Ausgleich, der durch Nadhir Benbouali per Kopf erfolgte (69.). In den Schlussminuten erhöhte Algerien den Druck weiter und Amine Gouiri drehte schließlich das Spiel zugunsten der Algerier mit seinem Tor (82.).
Jordanien steht nach der Niederlage als Gruppenletzter mit 0 Punkten fest. Argentinien führt die Gruppe als sicherer Gruppensieger mit sechs Punkten an, dahinter folgen Österreich und Algerien mit jeweils drei Punkten. Am letzten Spieltag trifft Jordanien am Sonntag auf Argentinien – Algerien spielt zeitgleich gegen Österreich.
 
23. Juni4:13 Uhr

Norwegen vorzeitig weiter

Norwegen hat sich gegen den Senegal mit 3:2 durchgesetzt und feiert den zweiten Sieg bei diesem Turnier. Die Skandinavier gingen kurz vor der Halbzeitpause durch Marcus Holmgren Pedersen in Führung (43.).
In der zweiten Halbzeit erhöhte Erling Haaland auf 2:0 (48.). Senegal verkürzte wenig später durch Ismaila Sarr (53.), der nach einem Pass von Mane den Ball ins Netz beförderte. Doch Norwegen ließ sich nicht beirren und stellte flugs den alten Abstand wieder her (58.).
Es war erneut Haaland, der einen Abpraller nutze und den Ball ins Tor beförderte. Im weiteren Verlauf des Spiels versuchte Senegal, den Druck zu erhöhen. Zwar gelang Ismaila Sarr der Anschlusstreffer zum 3:2 (90+3) – doch das reichte nicht zum Sieg.
Damit hat Norwegens Fußball-Nationalteam bei der WM vorzeitig die K.-o.-Runde erreicht. Beim letzten Vorrundenspiel gegen Frankreich müssen sie gewinnen, um Platz 1 in der Gruppe I zu sichern. In dem Duell geht es auch um den möglichen deutschen Achtelfinal-Gegner. Senegal indes droht nach der zweiten Niederlage das Aus.
 
23. Juni2:54 Uhr

Historisches Regenduell zwischen Frankreich und Irak mit 3:0 beendet

Bei der Fußball-WM hat Frankreich sich in einem Regenduell mit 3:0 gegen den Irak durchgesetzt. Wegen zwischenzeitlichem Gewitter war die Partie zwei Stunden lang unterbrochen und das Stadion vorübergehend geräumt worden.
Die Partie begann mit einem dominanten Auftritt der Franzosen, die von Beginn an Druck aufbauten. Der Irak hatte Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden und musste sich gegen die Angriffe der „Équipe Tricolore“ behaupten, was nicht immer gelang. Kylian Mbappé eröffnete den Torreigen mit einem kraftvollen Schuss aus der Distanz (14.). Nach der Trinkpause in der ersten Halbzeit zeigte der Irak eine kurze Phase der Besserung, konnte jedoch keine nennenswerten Chancen herausspielen.
Wegen eines drohenden Gewitters wurde das Spiel zur Halbzeit zunächst für 30 Minuten unterbrochen. Die Fans wurden aufgefordert, ihre Plätze zu verlassen und in geschützten Stadion-Bereichen Unterschlupf zu suchen.
In den USA gilt: Eine Sportveranstaltung wird für 30 Minuten unterbrochen, sobald ein Blitz in einem Umkreis von etwa 15 Kilometern einschlägt. Bei jedem weiteren Blitzschlag kommen weitere 30 Minuten hinzu. So dauerte es in Philadelphia letztlich mehr als zwei Stunden, bis es auf dem Rasen weiterging.
Nach der XXL-Halbzeitpause verpasste der neue irakische Torhüter Ahmed Basil den Ball nach einem missglückten Rückpass, was Mbappé in ein Tor verwandelte (54.). Wenig später (66.) machte Dembélé den Deckel drauf zum 3:0-Endstand. Der Sieg bringt Frankreich einem Gruppensieg von Gruppe I große Schritte weiter, während der Irak nach der zweiten Niederlage in der Gruppenphase unter Druck steht.
 
23. Juni0:05 Uhr

Spiele am Dienstag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 02:00 Uhr: Norwegen gegen Senegal in New York, USA
  • 05:00 Uhr: Jordanien gegen Algerien in San Francisco, USA (Übertragung: ZDF)
  • 19:00 Uhr: Portugal gegen Usbekistan in Houston, USA (Übertragung: ARD)
  • 22:00 Uhr: England gegen Ghana in Boston, USA (Übertragung: ARD)
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Donnerstag, dem 25.06., um 22:00 Uhr gegen Ecuador statt.
 
22. Juni21:21 Uhr

Messi alleiniger WM-Rekordtorschütze

Lionel Messi ist zum alleinigen Rekordtorschützen der Fußball-Weltmeisterschaft aufgestiegen. Der argentinische Offensivstar erzielte im zweiten Gruppenspiel gegen Österreich zwei Tore (18. WM-Treffer) und überholte damit den deutschen Ex-Weltmeister Miroslav Klose (16. WM-Treffer).
Einen noch größeren Erfolg winkt nur Kylian Mbappé: Der Franzose erzielte bislang 14 WM-Tore. Mbappé ist elf Jahre jünger und hat wohl mindestens noch ein weiteres Turnier vor sich, während Messi seine sechste und letzte Weltmeisterschaft spielt. Der argentinische Kapitän wird in zwei Tagen 39 Jahre alt.

Lionel Messi (#10, Argentinien) im Zweikampf mit Nicolas Seiwald (#6, Österreich) und Xaver Schlager (#4) während des WM-Gruppenspiels J zwischen Argentinien und Österreich am 22. Juni 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas.

Foto: Francois Nel/Getty Images

Klose hatte sich schon vor Turnierstart quasi damit abgefunden, die Bestmarke zu verlieren. „Ich rechne damit, dass mein Rekord in diesem Turnier fällt“, hatte der heutige Trainer des Zweitligisten 1. FC Nürnberg der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt. „Durch das größere Teilnehmerfeld gibt es mehr Spiele und damit mehr Möglichkeiten, Tore zu schießen.“
 
22. Juni21:05 Uhr

2:0 – Argentinien besiegt Österreich dank Messis Rekordtoren

In seinem zweiten Gruppenspiel der Fußball-WM 2026 hat sich Argentinien mit 2:0 gegen Österreich durchgesetzt. Die Führung erzielte Lionel Messi, der aus dem Rückraum flach ins linke Eck traf (39.). Zuvor hatte Messi bereits in der 9. Minute einen Elfmeter verschossen.

Lionel Messi (#10) von Argentinien jubelt über sein Tor zum 2:0 für sein Team im WM-Gruppenspiel J zwischen Argentinien und Österreich am 22. Juni 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas.

Foto: Stacy Revere/Getty Images

Die Partie begann mit hohem Tempo, und Argentinien übernahm schnell die Kontrolle. Österreich zeigte sich jedoch kämpferisch und hielt gut dagegen. Trotz einiger guter Chancen auf beiden Seiten blieb es zur Halbzeit bei der knappen 0:1-Führung für die Südamerikaner. In der zweiten Hälfte versuchte Österreich, den Druck zu erhöhen, doch die argentinische Abwehr stand sicher.

Lionel Messi (Nr. 10, verdeckt) von Argentinien jubelt mit seinen Teamkollegen nach seinem Tor zum 2:0 im WM-Gruppenspiel J zwischen Argentinien und Österreich am 22. Juni 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas. 

Foto: Stacy Revere/Getty Images

In der Schlussphase verwalteten die Argentinier ihre Führung clever und ließen den Ball in den eigenen Reihen laufen, während Österreich vergeblich auf die zündende Idee wartete. Trotz der Bemühungen gelang es den Österreichern nicht, den Ausgleich zu erzielen. In der Nachspielzeit sorgte erneut Messi für die Entscheidung (90+5), der damit bislang alle fünf argentinischen Tore bei diesem Turnier erzielt hat.

Lionel Messi (#10) und die argentinischen Spieler applaudieren den Fans nach dem 2:0-Sieg der Mannschaft im WM-Gruppenspiel J zwischen Argentinien und Österreich am 22. Juni 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas.

Foto: Francois Nel/Getty Images

 
22. Juni18:47 Uhr

Unwetterwarnung auch vor Norwegen-Spiel

Ebenso warnt der US-Wetterdienst vor Hochwasser vor dem Norwegenspiel. Das WM-Gruppenspiel zwischen Norwegen und Senegal findet am Dienstagnacht um 2:00 Uhr statt. Für das Gebiet rund um das Stadion, das sich in East Rutherford befindet, wurden starker Regen und mögliche Überschwemmungen vorhergesagt.
Die Warnung gilt für Teile von New York City und New Jersey. Es schließt auch das Gebiet um das Stadion ein, in dem am 19. Juli das WM-Finale steigen soll.
 
22. Juni18:45 Uhr

Mehrere WM-Spiele wegen Unwetter gefährdet

Kurz vor dem Spiel zwischen Frankreich und dem Irak in Philadelphia gibt es eine akute Unwetterwarnung. Der US-Sender CBS berichtet, es könnte zu einer kurzfristigen Absage oder Verschiebung kommen. Genau über dem Lincoln Financial Field in Philadelphia sei eine Unwetterfront vohergesagt worden. Dort findet heute das zweite Gruppenspiel der beiden Teams  um 23:00 Uhr statt.
Die Meteorologen warnen vor „zerstörerischen Winden, heftigen Blitzen und der Gefahr vereinzelter Tornados“. Das Risiko für die Durchführung unter freiem Himmel sei unmöglich. Sowohl für die Teams als auch für die Fans sei dies zu gefährlich. Starkregen und Sturzfluten seien möglich und der Flugverkehr könnte beeinträchtigt sein. Die FIFA überlegt deshalb auch, das offizielle Rahmenprogramm in der Stadt abzusagen – etwa das Public Viewing.
 
22. Juni15:57 Uhr

Schlotterbeck über sein WM-Aus

Nico Schlotterbeck hat auf seinem Instagram-Account bei seinen Fans um Verständnis gebeten. „Ich brauche noch etwas Zeit, um das Ganze zu verarbeiten.“ Nach Bekanntwerden seines verletzungsbedingten WM-Aus habe er noch „keine ausführlichen Worte“ gefunden.
Die deutschen Fußball-Fans fordert er aber auf, die DFB-Elf weiter anzufeuern. „Was jetzt zählt, ist die Mannschaft“, schrieb der Dortmunder Innenverteidiger weiter. Demnach verdiene das deutsche Team „die volle Unterstützung aller Deutschen“.
„Lasst uns zusammenstehen und zeigen, dass wir in guten wie in schwierigen Momenten hinter dieser deutschen Mannschaft stehen und sie auf ihrem Weg zum WM-Titel unterstützen!“
 

Mit Klick auf den folgenden Button stimmen Sie zu, dass der Inhalt von instagram geladen wird.

Julian Nagelsmann musste die bittere Nachricht vom Ausfall seines starken Aufbauspielers in der Abwehr hinnehmen – ein Turnierschock auch für den Bundestrainer. „Schlotti wird uns auf dem Platz als herausragender Verteidiger sehr fehlen, vor allem auch sein exzellenter Spielaufbau. Es hätte seine WM werden können“, äußerte Nagelsmann.
Schlotterbeck will nicht nach Dortmund abreisen, sondern im WM-Quartier in den USA bleiben. „Das spricht für unseren Teamgeist“, sagte Sportdirektor Rudi Völler. Auch Nagelsmann sieht die Botschaft: „Es ist ein schönes Zeichen, dass er zunächst hier im Mannschaftskreis bleibt, denn er hat auch neben dem Platz Einfluss.“
 
22. Juni13:40 Uhr

WM-Aus für Schlotterbeck

Nico Schlotterbeck fällt laut Medienberichten für den Rest der WM aus. Der Innenverteidiger von Borussia Dortmund hat sich im Spiel gegen die Elfenbeinküste einen Bänderriss im linken Sprunggelenk zugezogen und wird der Deutschen Nationalmannschaft damit nicht mehr zur Verfügung stehen.
Der Ausfall trifft das Team hart, da Schlotterbeck als Stammkraft im Spielaufbau und einziger Linksfuß in der Innenverteidigung eingeplant war. Für das Gruppenspiel gegen Ecuador rückt nun vor allem Antonio Rüdiger in den Fokus der Startelf.
Musste gegen die Elfenbeinküste vorzeitig runter und kann bei der WM nicht mehr spielen: Nico Schlotterbeck.

Musste gegen die Elfenbeinküste vorzeitig runter und kann bei der WM nicht mehr spielen: Nico Schlotterbeck.

Foto: Tom Weller/dpa

 
22. Juni10:40 Uhr

Undav: Joker oder Startelf?

Deniz Undav hat sich bei der WM als wirkungsvoller Joker der Deutschen Nationalmannschaft etabliert. Mit starken Werten in seinen bisherigen Einsätzen drängt der Stürmer des VfB Stuttgart zunehmend in die Startelf und sorgt für eine breite Debatte über seine Rolle im Team. Fans, Experten und Mitspieler sehen in ihm aktuell einen der formstärksten deutschen Offensivspieler des Turniers.
Bundestrainer Julian Nagelsmann steht damit vor einer Grundsatzentscheidung: weiter auf Undav als „Impact-Spieler“ von der Bank setzen oder ihn aufgrund seiner aktuellen Form von Beginn an bringen.
Während einige Argumente für die bewährte Joker-Rolle sprechen, etwa frische Impulse in der zweiten Halbzeit, spricht seine Effizienz und Torgefahr auch klar für einen Startelfeinsatz. Vor dem Gruppenspiel gegen Ecuador wird intern über mögliche Anpassungen in der Offensive diskutiert.
Alle lieben Deniz Undav.

Alle lieben Deniz Undav.

Foto: Christian Charisius/dpa

 
22. Juni7:00 Uhr

Darum darf Nagelsmann keinen Feldspieler mehr nachholen

Aus deutscher Sicht sorgt weiterhin die Verletzung von Nico Schlotterbeck für Sorgen. Einen Tag nach dem 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste lag noch keine genaue Diagnose vor. Sollte der Innenverteidiger für den Rest des Turniers ausfallen, kann Bundestrainer Julian Nagelsmann keinen Ersatzspieler nachnominieren. Laut FIFA-Regeln dürfen verletzte Feldspieler nur bis 24 Stunden vor dem ersten Turnierspiel ersetzt werden – diese Frist ist bereits abgelaufen.

Sollte Schlotterbeck langfristig ausfallen, muss Deutschland mit dem bestehenden Kader weitermachen. Dieser würde sich dann auf 22 Feldspieler und drei Torhüter reduzieren. Eine Ausnahme gelten nur für Torhüter: Bei einem Ausfall könnte weiterhin ein Ersatz nachberufen werden. Dafür steht bereits Jonas Urbig bereit.

Julian Nagelsmann war nach Schiedsrichter-Entscheidungen erzürnt.

Julian Nagelsmann war nach Schiedsrichter-Entscheidungen erzürnt.

Foto: Christian Charisius/dpa

 
22. Juni5:09 Uhr

Ägypten feiert gegen Neuseeland ersten WM-Sieg

Ägypten hat bei der Fußball-WM Geschichte geschrieben und mit einem 3:1 gegen Neuseeland den ersten WM-Sieg der Verbandsgeschichte gefeiert. Dabei begann die Partie aus ägyptischer Sicht alles andere als optimal. Finn Surman brachte Neuseeland nach einer Ecke mit 1:0 in Führung (15.). Die Nordafrikaner hatten lange Probleme, die kompakte Defensive der „All Whites“ zu knacken.
Nach der Pause drehte Ägypten jedoch auf. Mostafa Zico köpfte nach einer Flanke von Mohamed Hany zum 1:1 (58.). Wenig später sorgte Starspieler Mohamed Salah mit einem präzisen Abschluss für die Führung (67.). Nach einer Ecke von Salah machte Trezeguet mit einem Kopfball zum 3:1 alles klar (82.). Ägypten übernimmt mit dem Sieg und vier Punkten die Tabellenführung in Gruppe G. Iran und Belgien folgen mit jeweils zwei Zählern, Neuseeland bleibt bei einem Punkt.
Kapitän Taremi hatte nach dem Spiel zwei Botschaften, die ihm wichtig waren.

Kapitän Taremi hatte nach dem Spiel zwei Botschaften, die ihm wichtig waren.

Foto: Andre Penner/AP/dpa

 
22. Juni2:09 Uhr

Uruguay und Kap Verde trennen sich 2:2

Uruguay und Kap Verde haben sich bei der Fußball-WM mit 2:2 getrennt. Kap Verde erwischte den besseren Start: Kevin Pina brachte den Außenseiter mit einem Freistoß aus rund 30 Metern in Führung (21.).
Uruguay antwortete kurz vor der Pause durch Maxi Araujo (44.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte drehte Agustin Canobbio die Partie und sorgte für die 2:1-Führung der Südamerikaner (45+6).
Nach dem Seitenwechsel schlug Kap Verde zurück. Helio Varela nutzte einen Fehler in der uruguayischen Defensive und erhöhte auf 2:2 (61.). Uruguay glaubte in der 68. Minute bereits an die erneute Führung, doch ein Treffer wurde nach Video-Überprüfung wegen Abseits aberkannt.
Beide Mannschaften hatten in der Schlussphase weitere Chancen, konnten den Siegtreffer jedoch nicht mehr erzielen. So blieb es bei einem 2:2-Unentschieden.
Der Außenseiter jubelt: Kevin Pina (Nr. 6) und seine Teamkollegen feiern das erste Tor in der WM-Geschichte Kap Verdes.

Der Außenseiter jubelt: Kevin Pina (Nr. 6) und seine Teamkollegen feiern das erste Tor in der WM-Geschichte Kap Verdes.

Foto: Lynne Sladky/AP/dpa

 
22. Juni0:05 Uhr

Spiele am Montag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 03:00 Uhr: Neuseeland gegen Ägypten in Vancouver, Kanada
  • 19:00 Uhr: Argentinien gegen Österreich in Arlington, USA
  • 23:00 Uhr: Frankreich gegen Irak in Philadelphia, USA
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Donnerstag, dem 25.06., um 22:00 Uhr gegen Ecuador statt.
 
21. Juni21:54 Uhr

Drama in LA: Belgien und Iran enden torlos

Im zweiten Spiel der Gruppe G bei der Weltmeisterschaft 2026 trennten sich die Nationalmannschaften von Belgien und dem Iran in Los Angeles nach einer packenden ersten Halbzeit vorerst unentschieden. Nachdem beide Teams mit Remis in das Turnier gestartet waren, standen beide Seiten unter erheblichem Zugzwang.
Belgien dominierte trotz des Ausfalls von Jérémy Doku das Mittelfeld, fand jedoch gegen die disziplinierte iranische Defensive kaum Lösungen. Der Iran setzte Nadelstiche und erzielte durch Mehdi Taremi nach einer Freistoßvariante vermeintlich die Führung (25.), die jedoch nach Video-Überprüfung wegen Abseits und Behinderung zurückgenommen wurde. Belgien erhöhte vor der Pause den Druck, blieb aber ohne Torerfolg, wodurch es beim 0:0 zur Halbzeit blieb.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Belgien das Tempo. Die beste Chance vergab Maxim De Cuyper in der 59. Minute, dessen gefährlicher Schuss vom iranischen Gegenspieler mit einer Parade entschärft wurde. In der 67. Minute schwächte sich Belgien selbst, als Nathan Ngoy nach einer Notbremse die Rote Karte sah. Trotz der Unterzahl blieben die Belgier spielbestimmend, verloren aber an Durchschlagskraft. Der Iran verteidigte das Unentschieden mit großem läuferischen Einsatz und sicherte sich so einen wertvollen Punkt.

Der iranische Stürmer (#9), Mehdi Taremi, und der belgische Mittelfeldspieler (#7), Kevin De Bruyne.

Foto: Patrick T. Fallon/AFP via Getty Images

Der iranische Verteidiger (#2), Saleh Hardani, und der belgische Verteidiger (#5), Maxim De Cuyper, kämpfen um den Ball.

Foto: Etienne Laurent/AFP via Getty Images

 
21. Juni21:02 Uhr

Belgien und Iran: Erste Partie gegeneinander

Belgien gilt trotz des holprigen Starts als klarer Favorit. Die KI-Modelle prognostizieren einen Sieg für die „Roten Teufel“ aufgrund der deutlich höheren Kaderqualität und Breite der Bank. Die Daten-Analyse von Experten deutet auf eine torarme Partie hin (eine Wahrscheinlichkeit von 66 Prozent für „Unter 2,5 Tore“). Es wird erwartet, dass der Iran extrem tief stehen und verteidigen wird.

Gesamtansicht vor dem Spiel der Gruppe G der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Belgien und dem Iran im Los Angeles Stadium am 21. Juni 2026 in Inglewood, Kalifornien.

Foto: Harry How/Getty Images

 
21. Juni20:06 Uhr

Spaniens demontiert Saudi-Arabien mit 4:0

Mit einer fulminanten Offensiv-Show überrollte die Selección chancenlose Saudi-Araber bereits in der ersten Halbzeit durch ein Tor von Lamine Yamal (10.) und einen Doppelpack von Mikel Oyarzabal (21./24.).
Nach dem Seitenwechsel schaltete der Europameister zwar merklich einen Gang zurück, schraubte das Ergebnis durch ein Eigentor der Saudis (49.) dennoch auf ein hochverdientes 4:0. Ein spätes fünftes Tor durch Ferran Torres wurde kurz vor dem Abpfiff nach einer hauchdünnen Video-Entscheidung zurückgenommen.

Rodri (Nr. 16) und die spanischen Spieler applaudieren den Fans nach dem 4:0-Sieg ihrer Mannschaft im Spiel der Gruppe H der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien im Atlanta Stadium am 21. Juni 2026 in Atlanta, Georgia.

Foto: Mattia Ozbot/Getty Images

Ein spanischer Fan posiert vor dem Spiel der Gruppe H der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien am 21. Juni 2026 im Atlanta Stadium in Atlanta, Georgia, für Fotos.

Foto: Justin Setterfield/Getty Images

Der spanische Stürmer Nr. 10, Dani Olmo (l.), kämpft am 21. Juni 2026 im Atlanta Stadium in Atlanta beim Fußballspiel der Gruppe H der Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien mit dem saudischen Verteidiger (#5), Hassan Al-Tambakti, um den Ball.

Foto: Roberto Schmidt/AFP via Getty Images

 
21. Juni17:32 Uhr

Wiedergutmachung der „La Roja“ oder die nächste Überraschung der Falken?

Spanien, als Europameister und einer der Turnierfavoriten, startete mit einem enttäuschenden Unentschieden gegen Kap Verde – ein schwacher Auftakt für die hochklassig besetzte Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente.
Die „La Roja“ dominiert normalerweise durch Ballbesitz, starkes Mittelfeld und junge Talente wie Lamine Yamal, der voraussichtlich von Beginn an spielen wird. Gegen Saudi-Arabien wird ein aggressiver, torhungriger Auftritt erwartet, um die Frustration loszuwerden und die Gruppe anzuführen.
Saudi-Arabien holte einen respektablen Punkt gegen Uruguay (1:1) und zeigt sich kampfstark. Die Mannschaft unter Trainer Georgios Donis setzt auf kompakte Defensive und Konter, bleibt aber offensiv limitiert. Historisch haben die Saudis gegen europäische Teams bei WM-Spielen große Probleme (10 Niederlagen aus 11 Spielen).

Fans strömen vor dem Spiel der Gruppe H der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien am 21. Juni 2026 im Atlanta Stadium in Atlanta, Georgia, zum Stadion.

Foto: Justin Setterfield/Getty Images

Die spanischen Spieler wärmen sich vor dem Fußballspiel der Gruppe H der Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien im Atlanta Stadium in Atlanta am 21. Juni 2026 auf.

Foto: Roberto Schmidt/AFP via Getty Images

Die Spieler Saudi-Arabiens wärmen sich vor dem Spiel der Gruppe H der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien im Atlanta Stadium am 21. Juni 2026 in Atlanta, Georgia, auf.

Foto: Buda Mendes/Getty Images

 
21. Juni14:01 Uhr

„Ohne Furcht auftreten“

Heute spielt Kap Verde gegen den ehemaligen Weltmeister und Copa-America-Sieger Uruguay. Die „Blauen Haie“ galten als Außenseiter in ihrer Gruppe mit Spanien, Uruguay und Saudi-Arabien. Gegen Spanien erspielten sie ein vielbeachtetes 0:0.
„Das Geheimnis ist ganz einfach: Unsere größte Stärke ist der Zusammenhalt in der Mannschaft“, sagte Mittelfeldspieler Kevin Pina laut FIFA. „Wir sind alle entspannt. Wir kennen unsere Qualität und wissen, was wir tun.“
„Nach dem ersten Spiel haben wir gemerkt: Das ist nichts Außergewöhnliches, davor muss man keine Angst haben“, so Pina. „Klar, da stehen Spieler mit enormer Qualität auf dem Rasen. Aber sobald du den Platz betrittst, sind alle gleich. Am Ende entscheidet, wer es mehr will – wer bereit ist, für die Sache alles zu geben.“
Cheftrainer Bubista sagte: „Wir sind nicht hergekommen, um nur dabei zu sein. Wir sind gekommen, um zu konkurrieren. Mein Team hat keinen Grund, nervös zu sein.“ Ihr Ziel sei, ohne Furcht aufzutreten, ganz gleich, wer ihnen gegenüberstehe.

Der spanische Spieler Pedri (Nr. 20) wird von Kevin Pina (Nr. 6) aus Kap Verde während des Spiels Spanien und Kap Verde im Atlanta Stadium am 15. Juni 2026 in Atlanta, Georgia, zu Fall gebracht.

Foto: Florencia Tan Jun/Getty Images

 
21. Juni8:28 Uhr

Neuer Nationalheld in Curaçao: Der alles-haltende Torwart

Der Torwart von Curaçao hat im WM-Spiel gegen Ecuador alles gehalten, was auf seinen Kasten kommt. Nach 15 Paraden steigt eine ganz besondere Party. Den ersten WM-Punkt ihrer Geschichte feierten die Karibik-Kicker erst überschwänglich mit ihren Fans im Stadion und danach ausgelassen mit dem niederländischen Königspaar König Willem-Alexander und Königin Máxima in der Kabine. Als König der Niederlande ist Willem-Alexander zugleich Staatsoberhaupt aller Länder des Königreichs – Curaçao gehört dazu.
Schon nach dem 1:7 im ersten Spiel gegen Deutschland hatte sich ein Traum von Room erfüllt, als er sich das Trikot von Manuel Neuer sicherte. In der Vergangenheit hatte er schon einmal das Shirt mit Lionel Messi getauscht. „Jetzt habe ich das Messi-Trikot und das Neuer-Trikot. Mehr kann ich nicht erreichen“, sagte die neue Torwart-Ikone.

Eloy Room #1 aus Curaçao dankt den Fans nach dem 0:0-Unentschieden im Spiel zwischen Ecuador und Curaçao im Kansas City Stadium am 20. Juni 2026 in Kansas City, Missouri.

Foto: Charlotte Wilson/Getty Images

 
21. Juli7:55 Uhr

Japan gewinnt 4:0 gegen Tunesien

Japan hat sein zweites Gruppenspiel gegen Tunesien mit 4:0 gewonnen und damit einen großen Schritt Richtung Sechzehntelfinale gemacht. Früh ging Japan durch Daichi Kamada in Führung (4.), der den Ball mit der Hacke ins Tor beförderte. Ayase Ueda erhöhte auf 2:0, nachdem er sich an der Strafraumecke durchsetzte (31.).
In der zweiten Halbzeit dominierte Japan weiterhin das Spielgeschehen. Junya Ito erzielte das 3:0, als er nach einem perfekten Pass alleine vor dem tunesischen Torhüter auftauchte und souverän abschloss (69.). Den Schlusspunkt setzte erneut Ueda mit einem Kopfball (84.).
Tunesien fand kaum Mittel gegen die kompakte Defensive der Japaner und konnte sich nur selten in gefährliche Abschlusspositionen bringen. Damit half auch der kurzfristige Trainerwechsel nichts: Für Tunesien und Coach Hervé Renard ist die Fußball-WM 2026 vorzeitig beendet.
 
21. Juni6:15 Uhr

DFB sorgt sich um Schlotterbeck

Nico Schlotterbeck: Der Innenverteidiger verletzte sich im Spiel gegen die Elfenbeinküste am Sprunggelenk und musste nach rund 15 Minuten ausgewechselt werden. Laut Nagelsmann besteht der Verdacht auf eine Innenbandverletzung, eine genaue Diagnose soll ein MRT bringen.
Wie schwer ist Nico Schlotterbeck (m) verletzt?

Wie schwer ist Nico Schlotterbeck (m) verletzt?

Foto: Jan Woitas/dpa

21. Juli5:10 Uhr

Unentschieden von Curaçao hilft Deutsche Elf

Das sensationelle 0:0 des WM-Debütanten Curaçao gegen Ecuador macht Deutschland bereits vor dem letzten Gruppenspiel uneinholbar zum Sieger der Gruppe E. Der Punkt für das Unentschieden gegen Ecuador sorgt nicht nur für deutsche Planungssicherheit, sondern auch für eine der großen Geschichten dieser WM.
Torwart Eloy Room von Curaçao verhinderte mit starken Paraden den möglichen Sieg der Südamerikaner und avancierte zum Helden des Außenseiters. Der 37-Jährige, eigentlich Zweitligaprofi in den USA, wurde nach Abpfiff von seinen Mitspielern gefeiert und sorgt auch in sozialen Medien für viel Aufmerksamkeit.
Der Torhüter von Curaçao, Eloy Room (l), und der Torhüter von Ecuador, Hernán Galindez, umarmen sich nach dem WM-Gruppenspiel.

Der Torhüter von Curaçao, Eloy Room (l.), und der Torhüter von Ecuador, Hernán Galindez (r.), umarmen sich nach dem WM-Gruppenspiel.

Foto: Reed Hoffmann/AP/dpa

 
21. Juli4:01 Uhr

Deutschland vorzeitig Gruppensieger

Deutschland ist bereits vor dem letzten Gruppenspiel als Gruppensieger durch. Grund dafür ist das 0:0 zwischen Curaçao und Ecuador, das der DFB-Elf rechnerisch Platz 1 nicht mehr nehmen kann. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann steht nach dem 2:1 gegen die Elfenbeinküste bei 6 Punkten.
Trotz einer möglichen Niederlage gegen Ecuador im letzten Gruppenspiel am Donnerstag (22:00 Uhr MESZ) bleibt Deutschland aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs gegen die Elfenbeinküste Gruppenerster.
Ausblick K.o.-Phase:
  • Sechzehntelfinale: 29. Juni (22:30 Uhr MESZ) in Foxborough gegen einen der besten Gruppendritten
  • Achtelfinale: 4. Juli (23:00 Uhr MESZ) in Philadelphia gegen den Sieger aus Gruppe I
  • Viertelfinale: 9. Juli in Foxborough
  • Halbfinale: 14. Juli in Arlington
  • Finale: 19. Juli in East Rutherford
Deutschland hat damit eine günstige Ausgangslage und kennt bereits den kompletten möglichen Turnierpfad bis ins Finale.
Der frühere Bremer Tahith Chong wehrte sich mit Curaçao tapfer.

Der frühere Bremer Tahith Chong wehrte sich mit Curaçao tapfer.

Foto: Charlie Riedel/AP/dpa

 
20. Juni0:05 Uhr

Spiele am Sonntag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 02:00 Uhr: Ecuador gegen Curaçao in Kansas City, USA
  • 06:00 Uhr: Tunesien gegen Japan in Monterrey, Mexiko
  • 18:00 Uhr: Spanien gegen Saudi-Arabien in Atlanta, USA
  • 21:00 Uhr: Belgien gegen Iran in Philadelphia, USA
  • 00:00 Uhr: Uruguay gegen Kap Verde in Miami, USA
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Donnerstag, dem 25.06., um 22:00 Uhr gegen Ecuador statt.
 
21. Juli0:01 Uhr

Deutschland hat gewonnen

Bei der Fußball-WM hat Deutschland gegen die Elfenbeinküste mit 2:1 gewonnen. Nachdem die Anfangsphase schnell und stark umkämpft war, brachte Deutschland den Ball in der ersten Halbzeit zweimal ins gegnerische Netz, wobei beide Treffer nicht gegeben wurden. Das erste Tor war ungültig, da es ein Foul gegen den Torwart gab, das zweite wegen einem Offensivfoul – dieses wurde erst 10 Sekunden später abgepfiffen. Stattdessen ging die Elfenbeinküste in der ersten Halbzeit durch Franck Kessié (30.) in Führung.
Das deutsche Team reagierte zunächst lange Zeit konsterniert, bevor Deniz Undav den Ausgleich erzielen konnte (68.). Und Undav war es auch, der in der Nachspielzeit den Siegtreffer brachte (90+4). Damit ist Deutschland erst das zweite Team bei dieser WM, das einen Rückstand gedreht hat.
„Ich versuche einfach, meinen Job zu machen“, sagte Undav bei einer späteren Pressekonferenz dazu.
 
20. Juni21:06 Uhr

Nagelsmann setzt auf die 7:1-Siegerelf mit Sané

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft beginnt im zweiten WM-Spiel gegen die Elfenbeinküste mit der Siegerelf vom 7:1 gegen Curaçao. Auch der kritisierte Flügelstürmer Leroy Sané zählt in Toronto wieder zur Formation. Mit einem Sieg gegen die Ivorer, die ihre erste Partie in Gruppe E gegen Ecuador mit 1:0 gewonnen hatten, kann die DFB-Elf vorzeitig den Einzug in die K.-o.-Phase perfekt machen.
Nagelsmann hatte bei der Pressekonferenz zum Spiel ein Plädoyer für den 30 Jahre alten Sané gehalten. „Ich wüsste jetzt nicht, warum ich ihn nicht spielen lassen soll. Ich bin keiner, der sich treiben lässt von irgendwelchen Meinungen von außen. Sondern wir haben eine Meinung im Trainerteam, eine Meinung in der Mannschaft und auch Dinge gesehen auf dem Feld, die sehr gut waren.“
Die Fans sind unterwegs ins Stadion – in Toronto leben mehr als 100.000 Menschen mit deutscher Abstammung.

Mit Klick auf den folgenden Button stimmen Sie zu, dass der Inhalt von twitter geladen wird.

 
20. Juni21:05 Uhr

Niederlande gegen Schweden: 5:1

Die Niederlande ging in Houston im Spiel gegen Schweden früh durch Brian Brobbey mit 2:0 in Führung (5./17.). In der zweiten Halbzeit fiel das erste Tor bereits nach zwei Minuten durch Cody Gakpo – erneut durch die Niederlande (47.). Wenig später setzte Gakpo mit einem weiteren Treffer nach (54.). Fünf Minuten später gelang den Schweden durch Anthony Elanga den Rückstand auf 4:1 zu verkürzen (59.). Kurz vor dem Abpfiff traf noch einmal die Niederlande (89.), und zwar Crysencio Summerville.

Fans der niederländischen Nationalmannschaft feiern das zweite Tor im Houston Stadium am 20. Juni 2026 in Houston, Texas.

Foto: Alex Slitz/Getty Images

Die Niederländer zeigten sich über weite Strecken des Spiels dominant und nutzten die Schwächen in der schwedischen Defensive konsequent aus. Die Skandinavier gaben nicht auf und versuchten, durch schnelle Umschaltmomente zum Erfolg zu kommen. Letztlich reichte es jedoch nicht, um die gut organisierte Abwehr der Niederländer ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.
In der Tabelle von WM-Gruppe F sind die Niederländer nach nunmehr zwei Spielen mit vier Punkten auf Platz 1, dahinter kommen die Schweden mit drei Punkten. Japan und Tunesien haben jeweils erst eine Partie absolviert, sie sind derzeit mit einem bzw. null Punkten auf Platz 3 und 4 – haben aber theoretisch noch alle Möglichkeiten.

Brian Brobbey (#19) aus den Niederlanden jubelt nach dem zweiten Tor seiner Mannschaft beim Spiel zwischen den Niederlanden und Schweden im Houston Stadium am 20. Juni 2026 in Houston, Texas.

Foto: Molly Darlington/Getty Images

 
20. Juni19:14 Uhr

Der Brief eines ivorischen Fußballers

Es sind die schönen, aber auch die traurigen Momente im Leben, die einen Menschen prägen. Das weiß auch Yan Diomande von der Elfenbeinküste. Der 19-Jährige, der heute gegen Deutschland und früher bei RB Leipzig spielte, verlor 2025 seine kleine Schwester Roxane. Kurz vor dem Beginn der WM schrieb Diomande einen offenen Brief an seine verstorbene Schwester.
„Weißt du noch, als mir jemand ein gefälschtes United-Trikot geschenkt hat und ich mit dem schwarzen Filzstift ‚Ronaldo 7‘ auf den Rücken geschrieben habe? Wir kannten weder Armut noch Reichtum. Wir kannten nur das Glück“, erinnert sich Diomande. „Du warst derjenige, der immer daran geglaubt hat, dass ich der nächste Cristiano werden könnte, während alle anderen gelacht haben.“
Sie war die größte Unterstützerin ihres Bruders. Zwar wurde er von großen Vereinen zu Probetrainings eingeladen, doch nie unter Vertrag genommen. Wie Diomande in seinem Brief schreibt, lehnten ihn viele ab, ohne einen Grund zu nennen. Trotzdem glaubte seine kleine Schwester weiter fest an seinen Erfolg. Und sie sollte recht behalten. „Wir haben es geschafft! Alles, was du gesagt hast, ist eingetroffen. […] Dein Bruder spielt für die Elfenbeinküste,“, schreibt Diomande.
Noch immer schmerzt den ivorischen Fußballer der Verlust seiner Schwester. Doch er hat sich eines zum Ziel gemacht: „Ich versuche, Gottes Plan zu vertrauen. […] Alles, was ich auf dem Fußballplatz tue, tue ich für dich“, so Diomande.
„Ich will nicht reich sein. Ich sehe, was es mit Menschen macht, sogar mit der Familie. […] Ich werde genau das tun, was du vorhergesagt hast, ich schwöre es. Noch bevor ich richtige Fußballschuhe hatte, hast du allen erzählt: ‚Mein Bruder wird der Größte der Welt werden.‘ Ich werde beweisen, dass du Recht hattest […]“, beendet Diomande seinen Brief.
Yan Diomande erlöste Leipzig mit der Führung.

Yan Diomande spielte in der vergangenen Saison für RB Leipzig.

Foto: Jan Woitas/dpa

 
20. Juni15:33 Uhr

Gündogan verteidigt Sané

Der frühere Fußball-Nationalelfkapitän Ilkay Gündogan ärgert sich über die Kritik an Nationalspieler Leroy Sané. „Ich glaube, die Leute verstehen Leroy nicht. Und ich glaube, dass sie ihm Unrecht tun“, schreibt der 35-Jährige in seiner Kolumne für den „Spiegel“.
Nach dem 7:1 der DFB-Elf zum WM-Auftakt gegen Curaçao hatte es Debatten darüber gegeben, ob Sané aus der Startelf genommen werden sollte. „Leroy polarisiert. Das verstehe ich. Aber als Spieler ist es mental unheimlich schwer, damit umzugehen“, so Gündogan.
Oft habe Sané das Gefühl, dass die Leute nur darauf warteten, dass er etwas falschmache. Gündogan sagte, er merke, dass Sané mental nicht immer so frei sei, wie er es für sein assoziatives Spiel bräuchte.
Sané brauche die Freiheit, Fehler machen zu dürfen. „Aber wenn ständig die Angst mitspielt, dass nach dem ersten Fehler im Spiel sofort wieder Kritik aufkommt: Wie soll Leroy da dauerhaft funktionieren?“, fragte Gündogan.
Gündogan und Sané spielten ab 2016 bei Manchester City und später in der Nationalelf zusammen. Gündogan führte die Elf des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bei der EM 2024 in Deutschland an. Er hat 82 Länderspiele absolviert und an vier großen Turnieren für den DFB teilgenommen.
 
20. Juni11:11 Uhr

Wieder Gebete nach dem Spiel

Das Gebet der Fußballer aus Deutschland und Curaçao nach dem Abpfiff der Partie am letzten Sonntag sorgte für Freude und Überraschung. Ungeachtet der teils negativen Reaktionen kündigte der Bayern-Spieler Jonathan Tah in einem Interview an, dass er und sein Teamkollege Felix Nmecha weiter mit ihren Gegner nach dem Spiel beten wollen.
Auch für das Spiel gegen die Elfenbeinküste ist dies geplant – jenem Land, aus dem der Vater von Jonathan Tah gebürtig stammt. Entstanden sei das Ritual nach dem letzten Testspiel der Weltmeisterschaft gegen die USA.

Jonathan Tah vor dem Qualifikationsspiel zur Weltmeisterschaft 2026 zwischen Luxemburg und Deutschland am 14. November 2025.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

„Felix hat mich angesprochen, ob ich Bock hätte, weil wir im Privaten öfter mal gemeinsam beten, oder Zeit zusammen verbringen und darüber sprechen. Er kannte einen Spieler von da und hat dann gesagt: ‚Lass uns das wieder nach dem Spiel machen.‘ Ich bin dabei und wir werden das auch weiter fortführen.“
Tah begründet sein Vorhaben mit einer positiven Botschaft an die Welt. „Weil es, glaube ich, ein schönes Zeichen ist. Dass es am Ende – auch wenn die WM so präsent ist gerade – um noch mehr geht als Fußball. Es geht um Liebe, es geht um Nächstenliebe. Es geht um Frieden. Dankbarkeit. Das sind die Werte, die wir nach außen vermitteln wollen“, so Tah.
 
20. Juni10:50 Uhr

Deutscher Schiri bekommt Hilfe – wegen Krämpfen

In der Nachspielzeit kam es in der Partie zwischen USA und Australien zu einem kurzen Schockmoment. Der 45-jährige deutsche Schiedsrichter Felix Zwayers saß auf dem Rasen des Stadions in Seattle und ließ sich von den Profis Krämpfe aus der linken Wade drücken. Als er wieder aufstehen und die Partie regulär beenden konnte, klatschten die 66.925 Fans voller Respekt.
Wie es nun für den erfahrenen Schiedsrichter aus Berlin weiter geht und ob es sich nur um Krämpfe oder gar eine Verletzung handelte, ist offen. Für Zwayer war der Vorfall besonders ärgerlich, weil er mit seinem WM-Debüt den 2:0-Erfolg der USA zuvor souverän geleitet hatte.
Zwar verteilte der deutsche Schiedsrichter sieben Gelbe Karten und damit mehr als jeder Referee bei diesem WM-Turnier zuvor – jedoch verschaffte er sich mit einer klaren Linie Respekt bei den Profis.
Fußball-WM: Schiri bei Spiel zwischen USA und Australien mit Krampf

Der australische Fußballer Aiden O’Neill (#13) hilft dem am Boden liegenden deutschen Schiedsrichter Felix Zwayer beim Lösen seines Krampfes.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

 
20. Juni7:34 Uhr

Deutscher Kapitän Kimmich gibt Ausblick auf heutiges Vorrundenspiel

Heute Abend um 22:00 Uhr bestreitet Deutschland sein zweites Vorrundenspiel gegen die Elfenbeinküste. Im Vorfeld sprach Joshua Kimmich, der Kapitän der Deutschen Nationalmannschaft über den kommenden Gegner.
So visiert die Deutsche Elf ihren nächsten Sieg an, um weiter an der Tabellenspitze von Gruppe E zu bleiben. Das dies gegen „die Elefanten“ nicht einfach wird, wissen die Fußballer um Kimmich. Besonders einen Spieler der Elfenbeinküste hebt der Kapitän lobend hervor: Yan Diomande vom RB Leipzig.
„Ich habe ziemlich früh in der Saison schon einiges von David Raum über ihn gehört. Er hat eine überragende Saison gespielt, obwohl es bei Leipzig nicht immer konstant bergauf ging. Trotzdem hat er immer konstant gut gespielt und sehr spektakuläre Leistungen gebracht. Gerade sein Dribbling ist schon außergewöhnlich […]“, so Kimmich laut FIFA.
Dennoch zeigt sich Kimmich optimistisch, dass die Deutsche Elf im Vergleich zur Weltmeisterschaft 2018 stärker abschneidet.

Joshua Kimmich beim Freundschaftsspiel gegen Finnland am 31. Mai 2026.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

 
20. Juni7:11 Uhr

Paraguay bezwingt die Türkei

Trotz langer Überzahl nach einer frühen Roten Karte hat die Türkei ihr WM-Gruppenspiel gegen Paraguay mit 0:1 verloren und ist nach zwei Niederlagen vorzeitig ausgeschieden. Torschütze Matías Galarza traf früh (2.) zur frühen Führung für Paraguay.
Nachdem Miguel Almirón wegen einer neuen Regel die Rote Karte sah, musste Paraguay die gesamte zweite Hälfte in Unterzahl spielen. Die Türkei erhöhte danach deutlich den Druck, konnte aber keine Tore erzielen. Paraguay verteidigte leidenschaftlich und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.
Für die Mannschaft von Trainer Vincenzo Montella ist die erste WM-Teilnahme seit 2002 damit früh beendet und eine große Enttäuschung. Paraguay hingegen hält sich durch den Sieg im Rennen um das Sechzehntelfinale.
Die Türkei um Merih Demiral hadert.

Die Türkei um Merih Demiral hadert.

Foto: Eugene Hoshiko/AP/dpa

 
20. Juni6:13 Uhr

Historische Rote Karte wegen neuer Mund-Regel

Paraguays Miguel Almirón hat bei der Fußball-WM eine historische Rote Karte erhalten. Der Schiedsrichter verwies ihn erstmals wegen einer neuen FIFA-Regel des Feldes, nachdem er in einem Disput mit einem Gegner die Hand vor den Mund gehalten hatte, um seine Worte zu verdecken.
Der Videoassistent meldete die Szene, woraufhin der Schiedsrichter eingriff und den Platzverweis aussprach. Die Aktion gilt als erster Anwendungsfall der neu eingeführten Regel, die diskriminierendes oder schwer überprüfbares Verhalten in solchen Situationen verhindern soll.
Miguel Almirón hielt sich die Hand vor dem Mund und flog dafür vom Platz.

Miguel Almirón hielt sich die Hand vor dem Mund und flog dafür vom Platz.

Foto: Jeff Chiu/AP/dpa

 
20. Juni4:30 Uhr

Brasilien schlägt Haiti

Brasilien hat bei der WM den ersten Sieg gefeiert und mit einem 3:0 gegen Haiti die Weichen Richtung Sechzehntelfinale gestellt. Nach dem enttäuschenden 1:1 zum Auftakt gegen Marokko stand die Seleção unter Druck, lieferte aber vor allem in der ersten Halbzeit eine überzeugende Leistung ab.
Gewinner der Partie war Ex-Bundesliga-Profi Matheus Cunha, der mit einem Doppelpack (23./36.) die Führung ermöglichte. Kurz vor der Pause erhöhte Vinícius Júnior auf 3:0 (45+3). Haiti, erstmals seit 1974 wieder bei einer Weltmeisterschaft vertreten, hielt anfangs engagiert dagegen, konnte die individuelle Klasse der Brasilianer jedoch nicht ausgleichen.
Nach der Vorentscheidung in der ersten Halbzeit kontrollierte das Team von Trainer Carlo Ancelotti die Partie weitgehend souverän. Einziger Wermutstropfen für Brasilien: Barça-Star Raphinha musste kurz vor der Halbzeit wegen Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden. Mit vier Punkten aus zwei Spielen bleibt Brasilien auf Kurs Richtung K.o.-Runde, während für Haiti nach der zweiten Niederlage das WM-Aus feststeht.
Der Brasilianer Matheus Cunha feiert gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen den Führungstreffer seiner Mannschaft gegen Haiti bei der Fußball-WM.

Der Brasilianer Matheus Cunha feiert gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen den Führungstreffer seiner Mannschaft gegen Haiti bei der Fußball-WM.

Foto: Petr David Josek/AP/dpa

Brasiliens Offensiv-Ass Raphinha musste angeschlagen raus.

Brasiliens Offensiv-Ass Raphinha musste angeschlagen raus.

Foto: Matt Slocum/AP/dpa

 
20. Juni4:10 Uhr

Iran protestiert gegen FIFA-Reisebeschränkungen

Der iranische Fußballverband hat die FIFA scharf kritisiert und wegen Einschränkungen seiner Nationalmannschaft eine formelle Beschwerde angekündigt. Verbandschef Hedajat Mombeini sprach von einer Missachtung von Regeln und warnte vor einem „dunklen Fleck“ in der WM-Geschichte.
Hintergrund ist, dass der Iran laut Verband erst einen Tag vor dem Gruppenspiel gegen Belgien in die USA einreisen darf. Ein früherer Antrag sei abgelehnt worden, das Team müsse entsprechend kurzfristig nach Los Angeles reisen.
Die FIFA verweist auf ihre Turnierregeln, die eine Anreise meist erst am Vortag eines Spiels vorsehen, in Ausnahmefällen jedoch auch frühere Reisen erlauben. Auch politische Spannungen und Visa-Regelungen spielen in der Organisation der iranischen WM-Teilnahme eine Rolle.
Gianni Infantino bekräftigt beim FIFA-Kongress, dass der Iran bei der WM dabei sein soll.

Gianni Infantino bekräftigt beim FIFA-Kongress, dass der Iran bei der WM dabei sein soll.

Foto: Darryl Dyck/The Canadian Press/AP/dpa

 
20. Juni4:00 Uhr

Ismael Saibari glänzt bei WM – Bayern-Interesse und Zukunftsfragen ausgeblendet

Ismael Saibari hat sich bei der Fußball-WM mit seinem nächsten Treffer weiter in den Fokus gespielt, bleibt bei Fragen zu seiner Zukunft aber zurückhaltend. Nach dem 1:0-Sieg gegen Schottland sprach der Marokkaner von einem persönlichen Karrierehöhepunkt und zeigte sich vor allem glücklich über seine ersten WM-Tore.
Bereits zum Auftakt hatte Saibari beim 1:1 gegen Brasilien getroffen und damit seine starke Turnierform bestätigt. Ob er als „Entdeckung der WM“ gelte, ließ er offen und verwies auf die Bewertung durch andere.
Parallel wächst das Interesse großer Vereine. Der FC Bayern München soll den Offensivspieler der PSV Eindhoven schon länger beobachten, Medien berichten sogar von einem bereits absolvierten und bestandenen Medizincheck während des Turniers. Eine offizielle Bestätigung steht jedoch noch aus.
Marokkos Ismael Saibari soll vor einem Wechsel zum FC Bayern stehen.

Marokkos Ismael Saibari soll vor einem Wechsel zum FC Bayern stehen.

Foto: Charles Krupa/AP/dpa

 
20. Juni2:15 Uhr

Marokko schlägt Schottland 1:0

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat Marokko Schottland mit 1:0 besiegt. Die Entscheidung fiel früh durch Ismael Saibari (2.). Marokko kontrollierte anschließend vor allem die erste Halbzeit und erspielte sich weitere Möglichkeiten, ohne die Führung auszubauen. Schottland kam offensiv kaum zur Geltung und blieb lange weitgehend harmlos.
Nach der Pause steigerten sich die Schotten deutlich und erarbeiteten sich mehrere Chancen. Besonders Scott McTominay hatte den Ausgleich auf dem Fuß, zudem sorgte eine strittige Szene im Strafraum für Diskussionen, als ein möglicher Elfmeter nicht gegeben wurde. Marokko verteidigte die Führung jedoch konsequent und brachte den knappen Sieg über die Zeit.
Bei fast jedem Ballkontakt ausgebuht: Marokkos Achraf Hakimi (r).

Bei fast jedem Ballkontakt ausgebuht: Marokkos Achraf Hakimi (r).

Foto: Martin Rickett/PA Wire/dpa

 
20. Juni0:10 Uhr

USA schlagen Australien 2:0 – zweiter Sieg im zweiten WM-Gruppenspiel

Die USA haben bei der Fußball-WM auch ihr zweites Gruppenspiel gewonnen und Australien in Seattle mit 2:0 besiegt. Australien geriet mit einem Eigentor früh ins Hintertreffen (11.). Anschließend kontrollierte die US-Auswahl das Spielgeschehen über weite Strecken, während Australien offensiv kaum Akzente setzen konnte. Kurz vor der Pause erhöhte die Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino auf 2:0 (43.). Weil zunächst ein Abseits vermutet wurde, wurde das Tor erst nach Video-Überprüfung bestätigt.
Im zweiten Durchgang kam Australien etwas besser ins Spiel und sorgte durch Nestory Irankunda für mehr Tempo – doch nicht für Tore. Die USA verteidigten die Führung souverän und sicherten sich den zweiten Sieg im zweiten Spiel.
Der US-Amerikaner Weston McKennie jubelt nach dem Sieg seiner Mannschaft gegen Australien bei der Fußball-WM.

Der US-Amerikaner Weston McKennie jubelt nach dem Sieg seiner Mannschaft gegen Australien bei der Fußball-WM.

Foto: Manu Fernandez/AP/dpa

 
20. Juni0:05 Uhr

Spiele am Samstag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 00:00 Uhr: Schottland gegen Marokko in Boston, USA
  • 02:30 Uhr: Brasilien gegen Haiti in Philadelphia, USA
  • 05:00 Uhr: Türkei gegen Paraguay in San Francisco, USA
  • 19:00 Uhr: Niederlande gegen Schweden in Houston, USA
  • 22:00 Uhr: Deutschland gegen Elfenbeinküste in Toronto, Kanada
 
(Mit Material der Nachrichtenagenturen.)
Categories
etplus ticker

Ecuador spielt um Alles oder Nichts – Deutschland schon sicher


In Kürze:

  • Am späten Donnerstagabend trifft die spitznamenlose DFB-Elf auf „La Tricolor“ aus Ecuador. Die ARD überträgt live.
  • Für beide Nationalmannschaften ist es das dritte Vorrundenspiel dieser WM und die dritte Begegnung überhaupt.
  • Die bisherigen Spiele gingen mit 3:0 und 4:2 an Deutschland. Weltklassespieler und Bundesligisten auf ecuadorianischer Seite sollen eine erneute Niederlage verhindern.
  • Für das Andenland ist es die letzte Chance in die K.-o.-Phase einzuziehen. Deutschland ist bereits weiter.

 
Die deutsche Nationalmannschaft kann am Donnerstag um 22:00 Uhr deutscher Zeit entspannt ihr drittes Gruppenspiel gegen Ecuador antreten. Nach den beiden Siegen gegen Curaçao (7:1) und gegen die Elfenbeinküste (2:1) hat die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann den ersten Platz in Gruppe E bereits sicher.
Dabei kam ihr auch das schlechte Abschneiden Ecuadors zugute, das vor einer Kulisse von 70.000 Fans im Stadion von Kansas City völlig überraschend gegen Curaçao mit einem 0:0 scheiterte. Damit hat das Andenland lediglich einen Punkt auf dem Konto und steht gegen die deutsche Mannschaft enorm unter Druck.
Deutschland wiederum kann sich mental bereits auf das Sechzehntelfinale gegen unbekannt am Montag, 29. Juni, vorbereiten.

Ecuador muss gewinnen

Erstmals an einer WM teilgenommen hat die ecuadorianische Fußballmannschaft 2002. Ihr bestes Ergebnis erzielte die nach den drei Farben Gelb, Blau und Rot der Nationalfahne benannte „La Tricolor“ oder kurz „Tri“ bei der WM 2006 in Deutschland mit dem Erreichen des Achtelfinales (0:1 gegen England). 2010 und 2018 hat sie sich nicht für die WM qualifiziert.
Tatsächlich geht Ecuador im aktuellen Turnier mit nur einem Punkt aus zwei Spieltagen und damit ohne Spielraum für Fehler in das alles entscheidende Vorrundenspiel. Bei einem Unentschieden wäre das Ausscheiden wahrscheinlicher als das Weiterkommen.
Bei der WM 2006 in Deutschland überzeugte Ecuador mit einem 2:0 gegen Polen im Vorrundenspiel in Gelsenkirchen.

Bei der WM 2006 in Deutschland überzeugte Ecuador mit einem 2:0 gegen Polen im Vorrundenspiel in Gelsenkirchen.

Foto: Janek Skarzynski/AFP via Getty Images

Die Situation ist auch deshalb besorgniserregend, da die „Tri“ ihren beiden vorangegangenen Gegnern auf dem Spielfeld statistisch überlegen war, aber zu keinem Erfolg gelangte. Gegen Curaçao kamen die Ecuadorianer auf 65 Prozent Ballbesitz. Gegen die Elfenbeinküste war die Statistik ausgeglichener.
Die größte ecuadorianische Tageszeitung „El Universo“ schreibt: „Ecuador muss gegen Deutschland gewinnen, um die schlechteste WM-Bilanz seiner Geschichte zu verhindern.“ Das Land durchlebe gerade eine der heikelsten Phasen seiner WM-Geschichte.“

Verantwortung beim Trainer, Fans sauer

Bei der Pressekonferenz nach dem 0:0 gegen Curaçao erklärte Trainer Sebastián Beccacece gegenüber der Zeitung „El Comercio“, die Verantwortung „für diese beiden miserablen Ergebnisse“ liege „vollständig bei ihm“. Gegen Curaçao hätte Ecuador „gewinnen müssen, und das haben wir nicht geschafft“, so der aus Argentinien stammende Trainer. Besonders beliebt ist er bei den Fans der Mannschaft nicht.
Ecuadors argentinischer Cheftrainer Sebastián Beccacece beim Spiel gegen Curaçao. Das Unentschieden sicherte seiner Mannschaft den ersten und bislang einzigen Punkt in der Vorrunde. Ein Ergebnis, mit dem weder Trainer noch Fans zufrieden sind.

Ecuadors argentinischer Cheftrainer Sebastián Beccacece beim Spiel gegen Curaçao. Das Unentschieden sicherte seiner Mannschaft den ersten und bislang einzigen Punkt in der Vorrunde. Ein Ergebnis, mit dem weder Trainer noch Fans zufrieden sind.

Foto: Juan Mabromata/AFP via Getty Images

Gleichzeitig verteidigte er seine Spieler und betonte, dass die ecuadorianische Nationalmannschaft noch eine weitere Chance habe, sich zu qualifizieren. Das hieße, gegen Deutschland zu gewinnen.
Auf Social-Media-Plattformen hätten sich die Kritiken an Baccacece gehäuft. Zum Beispiel sei bedauert worden, dass eine Generation, die von vielen als eine der besten in der Geschichte des ecuadorianischen Fußballs angesehen werde, ihr Potenzial bei der Weltmeisterschaft nicht ausspielen könne.

Drei Bundesligastars in den Anden

Die derzeitige Enttäuschung der Fans ist nachvollziehbar, wenn man sich vor Augen hält, dass sich die Ecuadorianer in der Qualifikationsrunde für die WM hinter Argentinien auf Platz zwei gespielt haben. Auch das ist kein Wunder, denn Teil der Mannschaft sind zwei Starverteidiger: Willian Pacho und Piero Hincapié. Pacho und Hincapié kennen sich bestens. Beide spielten in ihrer Jugend bei dem ecuadorianischen Club Independiente del Valle. Und beide spielten auch in der Bundesliga.
Willian Pacho stand zunächst bei Royal Antwerpen unter Vertrag, in der Saison 2023/24 bei Eintracht Frankfurt. Dort absolvierte er 33 Bundesligaspiele. Eintracht-Trainer Dino Toppmöller attestierte ihm damals „Weltklassepotenzial“. Er gilt in der Fußballwelt als einer der „erfolgreichsten Verteidiger seiner Generation“, ergänzte die „Frankfurter Rundschau“.
Aktuell steht der 1,88 Meter große Fußballer – für eine Ablösesumme von 40 Millionen Euro – bei Paris St. Germain unter Vertrag und gewann in diesem Jahr mit seiner Mannschaft die Champions League. Im Finale in Budapest spielte Pacho ausgerechnet gegen seinen Landsmann Piero Hincapié, der für den englischen Club FC Arsenal antritt. Nach dem Abpfiff wurde Pacho vom europäischen Fußballverband UEFA zum Spieler des Spiels gekürt – eine Auszeichnung, die seinen herausragenden Auftritt im Champions-League-Endspiel unterstrich. Er verfügt über Zweikampfstärke und Übersicht in der Defensive und im Mittelfeld.
Piero Hincapié steht seinerseits nur noch wenige Tage bis zum 30. Juni bei Bayer 04 Leverkusen unter Vertrag. Seit dem vergangenen Jahr ist er bereits an den FC Arsenal ausgeliehen. Wie „BILD“ im März berichtete, wird Hincapié für 52 Millionen Euro vom FC Arsenal übernommen. Aus finanziellen Gründen konnten die Leverkusener den Topspieler nicht länger halten, wird Sport-Chef Simon Rolfes zitiert.
Als weiteres Ass in der Abwehr wird Pervis Estupiñán zu sehen sein. Er spielt seit 2025 für den AC Mailand. Mit Pacho, Hincapié und Estupiñán stehen in der ecuadorianischen Mannschaft somit drei Weltklassespieler hinten, die versuchen, es den deutschen Stürmern sehr schwer zu machen, ein Tor zu erzielen. Im Sturm der Ecuadorianer soll hingegen der Bundesligaspieler Jeremy Arévalo für Tore sorgen. Der 21-Jährige steht seit Januar dieses Jahres bis 2031 beim VfB Stuttgart unter Vertrag.

Wenig Erfahrung miteinander

Was beide Nationalmannschaften eint, ist wenig Erfahrung miteinander. Insgesamt gab es erst zwei Begegnungen zwischen „La Tricolor“ und der DFB-Elf, die als einzige Mannschaft dieser WM keinen offiziellen Spitznamen hat.
Bei der WM 2006 in Deutschland gewann die DFB-Elf in der Gruppenphase mit 3:0 gegen Ecuador. Die Tore erzielten damals Miroslav Klose (4. und 44.) sowie Lukas Podolski (57.). Im Mai 2013 kam es in den USA zu einem Freundschaftsspiel beider Mannschaften. Vor 5.000 Zuschauern gelangen den Ecuadorianern damals zwei Treffer gegen den deutschen Torwart René Adler. Zugleich kassierten sie vier Treffer – 2 x Podolski, 2 x Bender –, sodass es am Ende 4:2 stand.
Doch Bundestrainer Julian Nagelsmann tut gut daran, sich weder dank des bisherigen deutschen Erfolgs zurückzulehnen noch auf die Mathematik zu verlassen. Er sagte nüchtern vor der Presse: „Der nächste Schritt ist jetzt, das Spiel gegen Ecuador zu gewinnen und dann die Aufgaben abzuarbeiten, die vor uns liegen.“

Zwei vage Prognosen

Der ehemalige Weltmeister Lothar Matthäus denkt in eine ähnliche Richtung und gibt Nagelsmann den Rat: „Man sollte einen Rhythmus und Kern beibehalten. Jetzt im Spiel gegen Ecuador keine Experimente machen. Das wäre der falsche Ansatz.“
Allerdings, ganz ohne „Umbau“ der Deutschland-Elf kommt Nagelsmann nicht aus. Innenverteidiger Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund hat sich im Spiel gegen die Elfenbeinküste einen Innenbandriss im linken Sprunggelenk zugezogen. Er fällt für die restliche WM-Spielzeit aus und muss ersetzt werden. Er ist nach Lennart Karl, der sich kurz vor WM-Beginn verletzt hatte, der zweite Ausfall für die deutsche Mannschaft.
Weil es bei Ecuador um alles geht und Deutschland sich teilweise neu aufstellen muss, wird allgemein mit einem knappen Ergebnis gerechnet. Was früher ein tierisches Orakel war, ist heute die KI – und die sagt einen 2:1-Sieg für die DFB-Elf voraus. Ginge man allein von den Zahlen der bisherigen Länderspiele aus, müsste das kommende Spiel mit einem 5:4 ebenso knapp an Deutschland gehen.
Die Prognose für den WM-Auftakt der Deutschen von Andreas Rettig, Chef des Deutschen Fußballbundes, lautete übrigens „Sieg, aber nicht 5:0“ – in beiden Punkten sollte er recht behalten. Was von aktuellen Vorhersagen zu halten ist, wissen wir kurz nach Mitternacht.
Categories
wissen

WM-Auftakt für Deutschland: David gegen Goliath?


In Kürze:

  • WM-Auftakt: Am Sonntagabend, 19:00 Uhr deutscher Zeit, muss sich die DFB-Elf erstmals beweisen.
  • Hoffnung und Erwartung: Immer wenn die deutsche Nationalmannschaft Weltmeister wurde, siegte sie im ersten Spiel.
  • Der Gegner: auf dem Papier Curaçao, auf dem Rasen Niederländer mit Bundesliga-Erfahrung.
  • Die Deutsche Elf: trumpft mit viel Erfahrung und dem schnellsten Tor der Nationalmannschaft.

 
Auftaktspiele sind immer besonders spannend, da sich historisch gesehen dort schon andeutet, ob die eigene Mannschaft eine erhöhte Chance auf den WM-Titel hat oder nicht. Bei allen vier WM-Titeln, die Deutschland 1954, 1974, 1990 und 2014 holte, gewann die Nationalelf im ersten Spiel.
Insgesamt nahm Deutschland 20 Mal an einer Fußball-WM teil. Und 13 Mal siegte sie im ersten Gruppenspiel. Entsprechend hoch sind die Erwartungen auch dieses Mal wieder.

Was von Curaçao zu erwarten ist

Der Gegner Curaçao ist zwar das kleinste „Land“, das sich jemals für eine Fußball-WM qualifiziert hat. Mit 156.000 Einwohnern entspricht die Bevölkerung der von Heidelberg. Aber die Nationalelf der karibischen Insel hat es in sich.
Denn die meisten Spieler sind in den Niederlanden geboren und stehen dort bei namhaften Vereinen in der höchsten Fußballliga „Eredivisie“ unter Vertrag. Insofern trifft die Deutsche Elf auf einen „holländischen“ Gegner auf hohem Niveau.
V.l.n.r: #11 Jeremy Antonisse, #20 Joshua Brenet, #02 Shurandy Sambo, #14 Kenji Gorre, #15 Ar'jany Martha, #16 Jearl Margaritha, #06 Godfried Roemeratoe, #19 Gervane Kastaneer, #04 Roshon van Eijma, #26 Trevor Doornbusch und #03 Jurien Gaari vor dem Länderspiel Curaçao – Aruba Anfang etwa eine Woche knapp zwei Wochen vor ihrem WM-Auftakt.

V.l.n.r: #11 Jeremy Antonisse, #20 Joshua Brenet, #2 Shurandy Sambo, #14 Kenji Gorre, #15 Ar’jany Martha, #16 Jearl Margaritha, #6 Godfried Roemeratoe, #19 Gervane Kastaneer, #4 Roshon van Eijma, #26 Trevor Doornbusch und #3 Jurien Gaari vor dem Länderspiel Curaçao – Aruba, knapp zwei Wochen vor ihrem WM-Auftakt.

Foto: Pong Pong/AFP via Getty Images

Hintergrund: Curaçao ist nur für die FIFA eine eigene „Nation“. Bei der Insel vor der Küste Venezuelas handelt es sich um einen Teil des ehemaligen Kolonialgebiets der Niederlande, die „Niederländischen Antillen“.
Diese wurden im Jahr 2010 aufgelöst, Curaçao erhielt den Status einer „Autonomieregion“ und blieb damit ein niederländisches Überseegebiet. Allerdings wurde die Insel mit ihrem Autonomiestatus nicht Teil der EU, woraus der Anspruch auf eine eigene Teilnahme an der WM abgeleitet wurde.
Außerdem bemerkenswert: Curaçao bestritt die vorangegangene WM-Qualifikation von Nord-, Zentralamerika und der Karibik ohne eine einzige Niederlage und wurde im dortigen Gruppenspiel Erster. Alleine diese Leistung offenbart: geografisch mag Curaçao ein Zwerg sein; in der Fußballwelt aber hat es sich im Jahr 2025 Achtung und Aufmerksamkeit erspielt.

Curaçao mit Ex-Bundesligaprofis

Einige Fußballprofis spielen mittlerweile nicht nur in den Niederlanden, sondern auch in der Türkei, der Schweiz, in den USA – und in Deutschland. Zudem sind vier ehemalige Bundesligaprofis Teil der Mannschaft der WM. Am bekanntesten dürfte der Spieler mit dem deutschen Vornamen sein: Jürgen Locadia.
Er kickte in der Saison 2019/2020 bei TSG Hoffenheim. Derzeit steht der 32-jährige Locadia bei „Miami FC“ unter Vertrag. Mit bisher 132 Toren, die der Stürmer Locadia im Laufe seiner Karriere erzielt hat, dürfte er auch im Spiel gegen die deutsche Elf eine Schlüsselposition einnehmen.
Mit Tahith Chong tritt ein weiterer Bundesligabekannter an. Er spielte in der Saison 2020/21 für Werder Bremen und stand dort mit im DFB-Pokal-Halbfinale. Der Offensivmann Chong steht derzeit bei Sheffield United unter Vertrag.
Während der Qualifikationsrunde der Nationalmannschaft von Curaçao für die Fußball-WM hatte Chong mit zwei Toren in einem entscheidenden Spiel gegen Jamaika maßgeblichen Anteil am Weiterkommen des Inselstaates.
Die anderen beiden Spieler der Bundesliga sind die beiden Abwehrspieler Riechedly Bazoer, ehemals VfL Wolfsburg, und Joshua Brenet, der wiederum für die TSG Hoffenheim spielte.
 
Ohne Bundesliga-Erfahrung, aber als herausragend in der Verteidigung gilt zudem der 1,85 Meter große Armando Obispo von der PSV Eindhoven. Seine Stärke: Kopfbälle. Sie dürften den deutschen Stürmern Kopfzerbrechen bereiten. Obispo gehörte in früheren Jahren der niederländischen Nachwuchsnationalmannschaft an, entschloss sich dann aber, für Curaçao in der Nationalelf zu spielen.

Trainer mit viel Erfahrung und einer klaren Strategie

Mit dem 78-jährigen Niederländer Dick Advocaat hat Curaçaos Nationalelf eine Trainerlegende für sich gewonnen – und erreicht einen weiteren Superlativ: Dick Advocaat ist der älteste Trainer einer Nationalmannschaft bei einer Fußball-WM.
Advocaat trainierte bereits die niederländische und die belgische Nationalmannschaft. In Deutschland ist der Niederländer auch in der Bundesliga bekannt. In der Saison 2004/2005 trainierte er Borussia Mönchengladbach.
 
In seiner Rolle als Chef-Coach für Curaçao fiel bisher auf, dass er die Insel-Mannschaft vor allem auf Verteidigung ausrichtet und eher Spieler für die Defensive als für den Sturm aufstellt. Wie die Qualifikationsrunde gezeigt hat, setzt der niederländische Coach mit seiner Mannschaft darauf, den Gegner vor dem eigenen Tor zu entnerven und dann mit einem schnellen Konterspiel über die Außenflügel ein Tor zu erzielen.
Advocaat wird in den Medien mit den Worten zitiert:
„Wir wollen es jedem Gegner so schwer wie möglich machen. Und wir sind sicherlich nicht chancenlos.“
Und weiter: „Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen. Jeder kann überraschen.“

Die Deutsche Nationalelf: Alte Hasen auf dem Rasen

Die deutschen Kicker sind bekannt für ihr diszipliniertes Spiel. Mit dem erfahrenen 40-jährigen Torwart Manuel Neuer hat die Nationalelf nicht nur einen Weltmeister im Nationalteam, sondern einen extrem erfahrenen dazu. Der Mann mit der Nummer 1 absolvierte bereits über 120 Spiele für die deutsche Nationalmannschaft.
Ewig in Erinnerung bleibt sein Einsatz bei der WM 2014 in Brasilien. Im Finale glänzte er gegen Argentinien durch seine spektakuläre Strafraumbeherrschung sowie durch angstfrei-riskante Aktionen. Berühmt wurde eine Szene, in der der argentinische Superstar Lionel Messi plötzlich völlig frei vor Neuer auftauchte. Der deutsche Torhüter baute sich extrem groß auf und verleitete Messi so dazu, am Tor vorbeizuschießen.
Bleibt für die Nationalelf zu hoffen, dass Neuer dieses Jahr an seine damalige Form anschließen kann. Dafür, dass der „letzte Mann“ nicht zu häufig gefordert wird, sollen die Defensivspieler Joshua Kimmich, Jonathan Tah (FC Bayern München) und Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund) sorgen.

26 Spieler bilden die Deutsche Nationalmannschaft.

Foto: Epoch Times mit Material von Getty Images

Der aus Baden-Württemberg stammende 31-jährige Kimmich führt die Mannschaft als Kapitän. Seine klassische Rolle ist die Raumbeherrschung des Mittelfelds sowie in der Defensive rechts außen. Seit mehr als zehn Jahren ist Kimmich Stammspieler beim FC Bayern München und mit über 100 Spielen für die Nationalmannschaft ebenfalls einer der alten Hasen auf dem Rasen.

Das schnellste Tor des deutschen Fußballs

Für den Sturm hat Bundestrainer Julian Nagelsmann vor allem vier international erfahrene Spieler mit in die USA genommen: Kai Havertz, der derzeit bei dem Londoner Verein FC Arsenal kickt, und Nick Woltemate, der ebenfalls in England bei Newcastle United spielt. Hinzu kommen die beiden Bundesligaspieler Deniz Undav vom VfB Stuttgart und Maximilian Beier von Borussia Dortmund.
Unterstützung für den Sturm sollen die Asse des Teams bringen, die Offensiv-Mittelfeldspieler und „Flügelstürmer“ wie Jamal Musiala vom FC Bayern München, Florian Wirtz, derzeit beim FC Liverpool, zuvor Bayer Leverkusen, und Leroy Sané der bei Galatasaray Istanbul unter Vertrag steht.
Musiala hat für seinen Stammverein bereits 70 Tore und für die Nationalmannschaft 7 Tore erzielt. Florian Wirtz kommt trotz seiner Mittelfeldposition auf 35 Tore, davon 9 für die deutsche Nationalelf. Spektakulär wurde sein Treffer im März 2024, als er nach nur 7,92 Sekunden gegen Frankreich traf und damit den Rekord aufstellte, das schnellste Länderspieltor der deutschen Fußballgeschichte erzielt zu haben.
Leroy Sané hat bisher als Profifußballer mehr als 150 Tore erzielt. Für Deutschland war er 76 Mal im Einsatz und schoss 26 Tore. Seine Fußballkarriere begann er 2015 bei Schalke 04.

DFB dämpft Euphorie

„Bei aller Euphorie, die mit einem Sieg gegen Curaçao einhergeht: Mal so eben hergespielt wird keine Mannschaft bei der WM. Das muss man mal deutlich sagen“, sagte der Chef des Deutschen Fußballbundes, Andreas Rettig
Zwar sei er davon überzeugt, dass die Mannschaft ihr Auftaktspiel gewinnen werde. Aber Rettig warnte davor, schon jetzt einen Spielstand von 5:0 für Deutschland zu prognostizieren.
Bei derart großer DFB-Anti-Euphorie bietet sich die Gelegenheit an, an den legendären Bundestrainer Sepp Herberger zu erinnern, der die deutsche Nationalmannschaft 1954 zum sensationellen WM-Triumph in Bern geführt hatte. Von ihm sind jene tiefgründigen Aussagen überliefert, die auch allen, die keine Fußballkenner sind, erklären, wie man gewinnt:
„Elf Freunde müsst ihr sein.“
und
„Das Runde muss in das Eckige.“
Bezüglich Letzterem bleibt zu ergänzen: am besten öfter ins gegnerische als ins eigene. In diesem Sinne wünschen wir der Deutschen Nationalmannschaft viel Erfolg.