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Malariafälle in Frankfurt: Untersuchungen ausgeweitet

Nach den jüngsten Malariafällen nahe dem Frankfurter Flughafen weitet das Gesundheitsamt seine Untersuchungen aus.
Seine am Abend des 15. September frei geschaltete Hotline wird „rege genutzt, pro Stunde gehen fünf bis zehn Anrufe ein“, wie die Behörde in Hessens größter Stadt dpa mitteilte.
Die anrufenden Bürger „machen sich Sorgen“, ergänzte das Gesundheitsamt. Es gebe viele Fragen zu Prävention und Mückenschutz. Vermutet wird eine am Airport eingeschleppte infizierte Mücke.
„Das Gesundheitsamt erweitert sein aktives Mückenmonitoring am Flughafen nun auch konkret in Schwanheim“, hieß es weiter.

Zwei frühere Todesfälle

Nach mehreren Malaria-Erkrankungen von Mitarbeitern des Frankfurter Flughafens mit zwei Todesfällen im Sommer wurden am Dienstag zwei Fälle bei Bewohnern des nahegelegenen Stadtteils Schwanheim bekannt.
Beide befinden sich in medizinischer Behandlung. Sie hatten laut Gesundheitsamt keine Auslandsreisen gemacht.
Es handele sich bei den neuen Erkrankungen wie bei den vorherigen Fällen um Malaria tropica – die gefährlichste Variante der Krankheit, sagte das Gesundheitsamt. Ob es einen Zusammenhang mit den bereits bekannten Fällen gebe, werde noch untersucht.
Eine solche Infektion bei Anwohnern eines Flughafens ist nach den Worten von Behördenleiter Peter Tinnemann in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland nicht bekanntgeworden.

Bürger sollen bei ungewöhnliche Symptomen Arzt aufsuchen

Bürger sollten sich der Behörde zufolge keine Sorgen machen, bei ungewöhnlichen Symptomen aber einen Arzt aufsuchen. Von Mensch zu Mensch werde Malaria nicht übertragen. Die Hotline des Frankfurter Gesundheitsamtes ist unter 069/212-30030 zu erreichen.
Sechs Fälle von Malariainfektionen bei Mitarbeitern des Flughafens waren bereits Ende August bekanntgeworden. Zwei Menschen starben – einer Anfang Juli, der andere im August. (dpa/red)

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