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Mehr Strom: EU will Länder schneller elektrifizieren


In Kürze:

  • Die EU-Kommission will den Anteil an Strom beim gesamten Endenergieverbrauch deutlich erhöhen.
  • In den nächsten 4 Jahren soll dieser von 23 auf 32 Prozent ansteigen.
  • Die EU plant, ihren Elektrifizierungsplan voraussichtlich in den nächsten Tagen vorzustellen.
  • Der EU-Energiekommissar spricht von einer Elektrifizierungsrevolution und fordert unter anderem mehr Wind- und Solarparks.

 
Die EU-Kommission strebt in den Mitgliedsländern in allen verschiedenen Sektoren eine Erhöhung des Anteils von Strom aus „erneuerbaren“ Energiequellen an. Damit soll sichergestellt werden, dass die EU ihre Klima- und Energieziele erreicht.
Der Fortschritt ist aktuell jedoch langsam. Im vergangenen Jahr stammten 47,3 Prozent des in der Europäischen Union erzeugten Stroms von den Erneuerbaren. Dies entspricht nur einem minimalen Anstieg gegenüber 2024, wo der Anteil bei 47,2 Prozent lag. Zu den Erneuerbaren zählen vor allem die Windkraft und die Solarenergie, aber auch Wasserkraft, Biomasse und Geothermie.

Von 23 auf 32 Prozent in vier Jahren?

Beim Endenergieverbrauch, also der gesamten Energie, die private Haushalte, Industrie und Gewerbe sowie Verkehr für Heizung, Strom oder Kraftstoffe beziehen, dominieren weiterhin fossile Brennstoffe. Hier beträgt die Verstromung insgesamt 23 Prozent.
Statt mit Strom in Form von Elektrofahrzeugen fahren die meisten Fahrzeuge in der EU noch mit Benzin oder Diesel. Bei der Wärmeerzeugung dominieren im Bestand weiterhin Gas- und Ölheizungen. Auch im Stromerzeugungssektor selbst füllen die fossilen Quellen die Lücken, wenn die wetterabhängigen Stromquellen Windkraft und Solar zu wenig Energie bereitstellen.
Milliarden-Misere durch Erneuerbare: So teuer war die EEG-Vergütungen für den Steuerzahler

Windkraft und Photovoltaik spielen beim EU-Elektrifizierungsplan weiterhin eine wichtige Rolle.

Foto: lovelyday12/iStock

Schon bis 2030 plant die EU diesen Verstromungsanteil auf 32 Prozent zu erhöhen. Das will die EU vor allem mit dem Deal für eine saubere Industrie und dem Aktionsplan für erschwingliche Energie erreichen. Ersterer hat zum Ziel die Industrie der EU auf möglichst saubere Energien umzustellen und zu dekarbonisieren sowie ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Der Aktionsplan für erschwingliche Energie dient als Ergänzung und soll die Energiewende beschleunigen und die Energiepreise senken.

Neue internationale Plattform gegründet

Die EU-Kommission hat zusammen mit nicht-europäischen Staaten, der Internationalen Energieagentur und der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien am 23. Juni 2026 die weltweite Initiative „Electrify Now“ gestartet.
Dabei handelt es sich um eine globale Plattform mit dem Ziel, die Elektrifizierung an die Spitze der internationalen Agenda zu bringen. Das tangiert die Klimafrage, aber ebenso die Energiesicherheit, die Wettbewerbsstrategie und die wirtschaftlichen Potenziale.
Das Ziel der teilnehmenden Staaten ist die Erhöhung der Elektrifizierung auf 35 Prozent des Endenergiebedarfs bis zum Jahr 2035. Dabei stellt sich die Frage, inwiefern eine höhere Elektrifizierung den Bedarf an fossilen Energiequellen tatsächlich reduzieren kann. Denn ein höherer Strombedarf kann eine höhere Verstromungsintensität von Kohle und Erdgas bedeuten, sofern die Erneuerbaren nicht in höherem Maß zulegen.

Wie kann die Umsetzung aussehen?

Die EU plant, ihren Elektrifizierungsplan voraussichtlich in den nächsten Tagen vorzustellen. Wie genau die Umsetzung aussieht, soll wohl dann ersichtlicher werden.
In der Praxis bedeutet der EU-Elektrifizierungsplan die Ausweitung von Wärmepumpen und E-Fahrzeugen. Zwar sind ihre Absatzzahlen inzwischen auf konkurrenzfähigem Niveau mit fossilen Varianten, im Gesamtbestand spielen sie allerdings noch eine Nebenrolle.
Im Weiteren ist für die EU-Kommission auch das Preisverhältnis zwischen Strom und Gas ein Thema. Aktuell ist die Stromsteuer pro Kilowattstunde (kWh) in den meisten EU-Mitgliedsländern höher als die Gassteuer. So auch in Deutschland: Beim Gas beträgt die Energiesteuer oder Gassteuer 0,55 Cent pro kWh, die Stromsteuer liegt hingegen bei 2,05 Cent, also rund dem 3,7-Fachen.
Unklar ist zudem, in welchem Bereich sich der Stromanteil bis 2040 befinden soll.

EU-Energiekommissar spricht von Elektrifizierungsrevolution

„Es ist an der Zeit, dass Europa seinen Kurs ändert“, schrieb EU-Energiekommissar Dan Jørgensen in einem Gastbeitrag im „Handelsblatt“. „Wenn es eine Lehre aus der derzeitigen Krise zu ziehen gibt, dann die, dass Europa ohne Energieunabhängigkeit nicht wirklich unabhängig sein kann.“ Damit meinte er die durch den Irankrieg und die damit verbundene Sperrung der Straße von Hormus gestiegenen Energiepreise.
Einen entscheidenden Anteil auf dem Weg zu einer Energieunabhängigkeit sprach er der europäischen Bevölkerung zu. Durch ihre Entscheidung zu einem E-Auto oder einer Wärmepumpe sinke der direkte Bedarf an fossilen Brennstoffen.
„In ganz Europa sehen wir die ersten Anzeichen einer Elektrifizierungsrevolution“, sagte er. Dabei verwies er darauf, dass im ersten Quartal 2026 EU-weit mehr als 500.000 Elektroautos zugelassen wurden. Im selben Zeitraum lag allein in Frankreich, Deutschland und Polen der Absatz von Wärmepumpen bei über 400.000.
Als konkrete Schritte fordert er den Bau weiterer Wind- und Solarparks und in Ländern mit Kernenergie die Entwicklung der nächsten Generation von Kernkraftwerken. Darüber hinaus müsste es laut dem Energiekommissar Investitionen für den Ausbau der Stromnetze sowie Stromspeichersysteme geben.
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DFB einig mit Klopp – aber Red Bull kürt den Bundestrainer

Spätestens nach der Grundsatzvereinbarung mit den DFB-Bossen beim New Yorker Gipfeltreffen erklärt Jürgen Klopp die Fußball-WM in der Finalwoche nicht mehr als TV-Experte, sondern schon als Bundestrainer.
Als „Fortbildung in Sachen Weltklassefußball“ hatte der 59-Jährige seinen Job bei MagentaTV beschrieben. Jetzt ist sie zur idealen Vorbereitung für die große Aufgabe geworden, die Nationalmannschaft wieder auf Weltniveau zu hieven.
Dass Klopp als DFB-Chefcoach mit deutlich mehr Macht als Vorgänger Julian Nagelsmann die Zukunft gestalten kann, ist seit dem Wochenende klar. Wenn auch mit einem Vorbehalt: Der Deutsche Fußball-Bund und Klopp sind sich bis auf Detailfragen über eine Zusammenarbeit bis zur WM 2030 einig – aber den nächsten Bundestrainer kürt Red Bull. Und das in Person von Oliver Mintzlaff.

DFB-Bosse erzielen Einigung auf potenziellen Vertrag

In heller Hose, Sneakern, braungebrannt und die Sonnenbrille ins Shirt gesteckt – so lässig und energiegeladen zugleich kam Klopp mit Berater Marc Kosicke zur bahnbrechenden Gesprächsrunde mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf (65) und Vizepräsident Hans-Joachim Watzke (67) in einem Hotel am John F. Kennedy Airport.
Die „Bild“-Zeitung veröffentlichte Bilder. Über vier Stunden dauerte das offensichtlich intensive Meeting. Als Ergebnis sehen sich beide Parteien kurz vor der Ziellinie. „Bei dem konstruktiven Austausch wurde eine Verständigung über wesentliche Eckpunkte eines potenziellen Vertrages erzielt“, teilte der DFB mit. Und: „Die Gespräche werden in der kommenden Woche fortgesetzt.“
Der Zug zur Nagelsmann-Nachfolge scheint nicht mehr zu bremsen. Oder? „Beide Seiten sind zuversichtlich, dass die Verhandlungen – vorbehaltlich einer Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull – letztlich erfolgreich abgeschlossen werden können“, stand noch in der Sieben-Zeilen-Mitteilung.

Red Bull und Mintzlaff am Zug: Geht mehr Publicity?

Klopp ist als „Head of Global Soccer“ bis 2029 an den Getränke-Multi gebunden. Der DFB hat Druck aufgebaut. Die andere Lesart der Mitteilung ist: Klopp wird zum Bundestrainer von Red Bulls Gnaden. Kann es mehr Publicity und Anerkennung für die Österreicher und Geschäftsführer Mintzlaff geben?
Der Mann, den in Deutschland alle als langjährigen Macher bei RB Leipzig kennen, nimmt nun eine Schlüsselrolle ein. Alle Augen auf ihn. „Ich weiß, dass ihm der deutsche Fußball am Herzen liegt“, sagte Klopp über Mintzlaff.
Der war übrigens nach dem WM-Flop 2022 ein Mitglied jener namhaften Task Force, die Neuendorf und Watzke anschließend im DFB installierten. Jetzt könnte der mächtige Entscheider bei Red Bull einen wertvollen Beitrag nachreichen.

Klopp als Markenbotschafter – da murrt die Amateur-Basis

Ein Lösungsansatz lautet, dass Klopp als Markenbotschafter mit Red Bull verbunden bleibt. Ein Konstrukt, das den Amateurvertretern im DFB nicht behagt. Sie wollen Red Bull nicht die Tür zur Nationalmannschaft öffnen.
Entscheidend ist aber die Haltung in der Gesellschafterversammlung und dem Aufsichtsrat der DFB GmbH und Co. KG, die eine Klopp-Anstellung letztendlich absegnen muss.
Maßgebliche Landesverbandspräsidenten wie etwa Ralph-Uwe Schaffert (Norddeutscher Verband), Peter Frymuth (Westdeutscher Verband), Hermann Winkler (Sachsen) oder auch Christoph Kern (Bayern) gehören dem Gremium an. Und sie stehen weiter fest zu Neuendorfs Klopp-Plänen, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.
Der Präsident informiert die DFB-Gremien „fortlaufend“. In einer Sitzung wurde Neuendorf ein erheblicher Verhandlungsspielraum für einen Deal mit Klopp eingeräumt, wenn auch „nicht um jeden Preis“, wie zu hören war.
Das wie auch immer ausgestaltete Go von Red Bull wird zeitnah erwartet. Auch Mintzlaff soll nach New York reisen, wo Klopp gerade residiert. Und dann hätte sich am Ende Geschichte wiederholt. Wieder hätte bei der Verpflichtung eines Jürgen K. als Bundestrainer ein Hauptakt in New York gespielt.
Als 2004 nach dem Vorrunden-Aus bei der EM in Portugal die Nachfolge von Rudi Völler zu regeln war, flogen der damalige DFB-Chef Gerhard Mayer-Vorfelder und Generalsekretär Horst R. Schmidt – wie jetzt Neuendorf und Watzke – aus Frankfurt in die US-Metropole zu Geheimverhandlungen mit Jürgen Klinsmann.

Jürgen K. erklärt Jürgen K. den Bundestrainer-Job

Das Anforderungsprofil für einen Nationaltrainer skizzierte in diesen WM-Tagen nun ausgerechnet Klinsmann. Der 61-Jährige, verantwortlich für das deutsche WM-Sommermärchen 2006, benannte unter anderem ein Leitmotiv für den Nationaltrainer-Posten: „Im Grunde bist du ein Menschen-Manager.“
Genau das gilt als eine große Gabe des Trainers Klopp. Dieser hat bei Borussia Dortmund und dem FC Liverpool als Vereinscoach bewiesen, dass er Teams zu Titeln führen kann und insbesondere auch aus Spielern alles herausholt.

EM-Perspektivkader, Kapitän, Torwart, Pressing-Fußball

Bis Klopp mit der Nationalmannschaft loslegen kann, dauert es freilich noch zehn Wochen. Dann startet in Herzogenaurach die Vorbereitung auf die ersten Länderspiele nach der WM; ein knackiges Programm mit vier Partien innerhalb von zehn Tagen gegen die Niederlande, Serbien und zweimal Griechenland.
Dann wird sich weisen, welche Schlüsse Klopp aus seiner Tätigkeit als TV-Experte bei der WM für den Wiederaufbau der DFB-Auswahl gezogen hat. Wie sieht sein Perspektivkader für die EM 2028 aus? Welche Ü30-Akteure haben noch eine Zukunft? Joshua Kimmich? Antonio Rüdiger? Serge Gnabry?
Wer wird sein Kapitän? Wer ist die Nummer eins im Tor? Welchen Fußball lässt Klopp spielen? Power-Pressing und Umschalten statt eines statischen Ballbesitzfußballs? „Der deutsche Fußball steht jetzt natürlich an einem Wendepunkt. Wir müssen jetzt Dinge grundlegend verändern“, sagte Klopp nach dem WM-Aus der deutschen Titelträumer gegen Paraguay. Da sprach noch der TV-Experte zum Publikum – und nicht der nächste Bundestrainer.(dpa/red)
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12.07.2026 | Sachsens Ministerpräsident gegen 35-Stunden-Woche | Katar verurteilt iranische Angriffe auf Golfstaaten

HEUTE13:46 Uhr

Evers plant Krisenzentrum für Berlins Stromsicherheit

Der designierte Spitzenkandidat der Berliner CDU zur Abgeordnetenhauswahl, Stefan Evers, will künftigen Brandanschlägen auf die Berliner Stromversorgung mit einem Lagezentrum für Krisenfälle vorbeugen und für Umschichtungen im Haushalt eintreten. „Ich werde alles tun, eine linksgrüne Regierung in Berlin zu verhindern.“

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HEUTE13:30 Uhr

Katar verurteilt iranische Angriffe auf Golfstaaten

Katar hat die jüngsten iranischen Angriffe auf das Golfemirat und andere Länder in der Region „auf das Schärfste“ verurteilt. Die Angriffe stellten eine „gefährliche Eskalation“ dar, so das Außenministerium in Doha. Die USA starteten neue Angriffe auf den Iran, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus unter Beschuss genommen hatten.

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HEUTE12:59 Uhr

Mehrere Paragleitunfälle

In den Alpen ist es zu mehreren, teilweise tödlichen Unfällen mit Gleitschirmen gekommen. Im österreichischen Tirol krachte eine junge Frau aus Hessen gegen einen Baum und starb. In Südtirol kam ein italienischer Pilot während eines Tandemflugs ums Leben. Außerdem verunfallten zwei junge deutsche Paragleitpiloten in Österreich sowie einer bei Garmisch-Partenkirchen.

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HEUTE12:24 Uhr

Waldbrand in Andalusien weitgehend unter Kontrolle – erste Evakuierte kehren zurück

Mit einem Großaufgebot hat die Feuerwehr den Waldbrand im Süden Spaniens unter Kontrolle gebracht. Etwa 500 Feuerwehrleute sowie Soldaten und mehr als 20 Löschflugzeuge waren im Einsatz.  Es gab 12 Tote, rund 6.600 Hektar Land sind verbrannt. Ursache war möglicherweise eine abgerissene Stromleitung, die in ausgetrocknete Vegetation fiel.

Vor Häusern in Almocaizar in der Provinz Almería. Die Behörden halten die Zahl der Todesopfer weiterhin bei 12 und wiesen darauf hin, dass die Zahl der Vermissten erst dann feststeht, wenn die Obduktionen und die Identifizierung abgeschlossen sind.

Foto: Jose Jordan/AFP via Getty Images

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HEUTE11:51 Uhr

Im Südwesten wieder warm

Für den Sonntag sagte der Deutsche Wetterdienst Temperaturen von 25 bis 31 Grad Celsius für den Norden und Nordosten und 29 bis 35 Grad für den Rest des Landes voraus. Am wärmsten sollte es im Südwesten werden. Am Montag und Dienstag sollte es in den Tallagen im Südwesten sogar bis zu 36 Grad warm werden. Vereinzelte Gewitter und Schauer seien zum Wochenende hin nicht ausgeschlossen.

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HEUTE11:19 Uhr

Sachsens Ministerpräsident gegen 35-Stunden-Woche

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer fordert größere Anstrengungen zur Steigerung der Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland – auch von Arbeitnehmern. „Die 35-Stunden-Woche passt nicht mehr in diese Zeit“, sagte der CDU-Politiker der „Welt“. „Gleiches Geld, aber ein paar Stunden mehr arbeiten in den kommenden fünf Jahren, ist doch viel besser, als den Arbeitsplatz zu verlieren.“

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HEUTE11:13 Uhr

Hitzewelle treibt Absatz von Klimaanlagen in die Höhe

23,4 Prozent der Haushalte verfügten über eine Klimaanlage, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage von Verivox. Vor einem Jahr waren es knapp 18 Prozent. Fast 25 Prozent planen einen Kauf. Mobile Geräte dominierten: 69,2 Prozent nutzten einen „Monoblock“, bei dem die warme Luft über einen Abluftschlauch nach draußen geleitet wird.

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HEUTE10:57 Uhr

Vorbehalte in Ost-SPD gegen Rentenpläne der Bundesregierung

In der SPD vor allem in Ostdeutschland gibt es weiterhin massive Vorbehalten gegen die Rentenpläne der Bundesregierung. Vor allem der Vorschlag, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen, wird kritisiert.

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HEUTE10:25 Uhr

Züge auf Strecke Köln-Düsseldorf fahren wieder

Nach einem Brand in einem Kabelschacht der Deutschen Bahn bei Leverkusen fahren die Züge auf der betroffenen Strecke wieder. Die Reparaturen wurden am frühen Samstagabend beendet und die Strecke ist seitdem wieder freigegeben. Der Staatsschutz ermittelt in dem Fall wegen eines möglichen Anschlags, da im Internet ein mutmaßliches Bekennerschreiben veröffentlicht wurde.

Nach dem Brand war die Bahnstrecke gesperrt.

Foto: Patrick Schüller/dpa

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HEUTE10:02 Uhr

99 Badetote im Juni – vor allem Männer

Mindestens 99 Menschen sind im Juni in Deutschland ertrunken – so viele wie seit 2003 nicht mehr. Mehr als 90 Prozent von ihnen waren männlich, 35 von ihnen älter als 50, so die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Die meisten tödlichen Badeunfälle passierten in Seen (55 Tote) und Flüssen (21).

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HEUTE9:33 Uhr

Tod von britischer Ex-Ministerin – 28-Jähriger festgenommen

Nach dem Tod der britischen Ex-Ministerin Ann Widdecombe (78) ist ein Mann wegen Mordverdachts festgenommen worden. Bei dem Verdächtigen handele es sich um einen 28-jährigen Briten, teilte die Polizei mit. Er sei in South Yorkshire festgenommen worden. Widdecombe saß von 1987 bis 2010 für die Konservativen im Parlament, 2019 schloss sie sich der Partei Reform UK an.

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HEUTE9:00 Uhr

US-Senator Lindsey Graham gestorben

US-Senator Lindsey Graham ist im Alter von 71 Jahren nach „kurzer und plötzlichen Krankheit“ gestorben, teilt sein Büros mit. Er strebte im November eine fünfte Amtszeit an. Graham war eines der bekanntesten Mitglieder des Senats. Er kehrte nach US-Medienberichten gerade von einer Reise aus der Ukraine zurück und vertrat eine harte Linie gegenüber Russland sowie dem Iran.

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HEUTE8:09 Uhr

Feuerwehren: Brauchen mehr Technik gegen Waldbrände

Feuerwehren in Deutschland dringen auf mehr Investitionen in Fahrzeuge und Technik, um besser gegen Feuer in Wäldern und im Gelände gewappnet zu sein. Insbesondere Spezialfahrzeuge wie Löschroboter sowie Löschflugzeuge seien notwendig. Das fordert der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands, Karl-Heinz Banse.
Der Löschroboter wurde von einer deutschen Firma entwickelt.

Dieser Löschroboter wurde von einer deutschen Firma entwickelt (Symbolbild).

Foto: Hendrik Schmidt/dpa

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HEUTE7:22 Uhr

Studie: Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit

Bei Einführung eines Tempolimits von 130 Kilometern pro Stunde auf deutschen Autobahnen könnte einer Studie der Björn Steiger Stiftung zufolge die Zahl der Unfallopfer um 70 bis 90 pro Jahr gesenkt werden. Das entspricht 3 Prozent aller Unfalltoten. Autobahnen sind laut ADAC-Einschätzung die sichersten Straßen in Deutschland.

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HEUTE7:02 Uhr

Gespräche über Simson-Sonderstatus mit der EU

Bisher können in der DDR-Zeit gebaute Simson-Mopeds – Schwalbe, Star, Sperber oder S50/51 – mit Tempo 60 fahren, weil eine Sonderregelung im Einigungsvertrag das ermöglicht. Simson-Reimporte dürfen nur 45 Kilometer pro Stunde fahren. Ministerpräsident Mario Voigt plädiert bei der EU für eine Anpassung an 60 Stundenkilometer.
Gibt es einen Tempo-Sonderstatus auch für Simson-Reimporte?

Gibt es einen Tempo-Sonderstatus auch für Simson-Reimporte? Thüringen führt Gespräche (Symbolbild).

Foto: Patrick Pleul/dpa

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HEUTE6:29 Uhr

Sonntagstrend: Union legt leicht zu – AfD bleibt stärkste Kraft

Die Union hat im aktuellen Sonntagstrend leicht zugelegt. Laut INSA, das die Umfrage wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erstellt, steigerten sich CDU/CSU um einen Punkt auf 22 Prozent. Stärkste Kraft bleibt die AfD mit 28 Prozent (-1).  SPD und Grüne folgen mit je 12 Prozent (-1), die Linke liegt bei 11 Prozent (+1). BSW und FDP bleiben jeweils bei 4 Prozent .

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HEUTE6:15 Uhr

US-Militär: Rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen

Die US-Armee hat bei neuen Attacken auf den Iran rund 140 militärische Ziele angegriffen. Dazu gehörten iranische Raketen- und Drohnenstellungen sowie Munitionsdepots, teilte das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM mit. Die US-Angriffe erfolgten, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus angegriffen hatten.
HEUTE6:00 Uhr

Iran schließt Straße von Hormus „bis auf Weiteres“

Die iranischen Revolutionsgarden verkündeten die Sperrung der Straße von Hormus verkündet. Dies gelte „bis auf Weiteres“. Zuvor hätten sie Warnschüsse auf ein Schiff abgefeuert, das eine „nicht genehmigte Route“ befahren habe. Das Schiff sei von Warnschüssen getroffen und angehalten worden. Die Revolutionsgarden drohten mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion.

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HEUTE5:35 Uhr

Schüsse bei Salsa-Festival

Bei einem Schusswaffenvorfall in Toronto bei einem Salsa-Festival sind zwei Menschen getötet worden. Mindestens vier weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der mutmaßliche Täter sei auf der Flucht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen
 

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US-Senator Lindsey Graham gestorben – Merz: Er war ein Freund Deutschlands

Der prominente US-Senator Lindsey Graham ist tot. Der eng mit US-Präsident Donald Trump verbündete republikanische Politiker sei am Samstagabend (Ortszeit) mit 71 Jahren nach „kurzer und plötzlicher Krankheit“ gestorben, teilte sein Büro mit.
Seine Familie bedanke sich „bei allen, die für sie beten“. Sie bitte „um Respekt für ihr Privatleben in dieser extrem schwierigen Zeit“.

Trump, Rutte und Merz würdigen Graham

Trump würdigte den aus South Carolina stammenden Graham als „einen der großartigsten Menschen und Senatoren, die ich je gekannt habe“. Er sei ein „wahrer amerikanischer Patriot“ gewesen, schrieb der US-Präsident im Onlinedienst Truth Social. Der Gouverneur von South Carolina, Henry McMaster, bezeichnete Graham als „unersetzlich“.
Graham galt als erfahrener Außenpolitiker (Archivbild).

Graham galt als erfahrener Außenpolitiker (Archivbild).

Foto: Greg Nash/Pool The Hill/AP/dpa

NATO-Generalsekretär Mark Rutte sprach den Angehörigen und Mitarbeitern Grahams sein Mitgefühl aus. Auch er selbst werde den US-Politiker „innigst vermissen“. „So traurig, vom plötzlichen Tod von meinem Freund Lindsey Graham zu hören“, erklärte Rutte am Sonntag im Onlinedienst X.
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz würdigte den Senator als Unterstützer Deutschlands und der NATO. „US-Senator Lindsey Graham war ein wahrer Freund und ein Partner Deutschlands im transatlantischen Bündnis“, erklärte Merz am Sonntag im Onlinedienst X.
„Mehr als vier Jahrzehnte haben wir Seite an Seite gestanden. Ich werde ihn vermissen“, fügte der Kanzler hinzu. Merz veröffentlichte seine Kondolenz-Botschaft sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch. Dazu stellte er ein Schwarz-Weiß-Foto, das ihn lachend im Austausch mit Graham zeigt.
Der israelische Präsident Isaac Herzog äußerte sich erschüttert über den Tod des US-Senators. Graham sei einer der führenden Verfechter „der US-israelischen Partnerschaft“ gewesen.

Reaktionen von EU und Ukraine

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen würdigte den verstorbenen US-Senator für seinen Einsatz für die Ukraine. „Senator Graham hat bis zum Schluss gekämpft, um den Kampf der Ukraine für Freiheit zu unterstützen und die Kosten von Russlands Angriffskrieg in die Höhe zu treiben“, erklärte von der Leyen am Sonntag im Onlinedienst X.
So habe der US-Senator sich „unermüdlich“ für schärfere Sanktionen gegen Moskau eingesetzt und sich dabei eng mit der Europäischen Union abgestimmt. Die Kommissionschefin erklärte weiter, mit Graham sei ein „entschlossener und furchtloser Anführer“ gestorben. „Er wird sehr vermisst werden“, fügte von der Leyen hinzu.
Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj äußerte sich „zutiefst betrübt“ über den Tod des US-Senators Lindsey Graham. Er würdigte seinen Einsatz für die Ukraine. „Amerika und die Welt haben einen entschlossenen Anführer verloren.“ Selenskyj hatte Graham vor zwei Tagen noch in Kiew empfangen.

Graham war ein langjähriger Politiker

Graham wurde 1994 erstmals in das US-Repräsentantenhaus gewählt. 2002 zog er in den Senat ein und wurde seitdem drei Mal wiedergewählt. Zuletzt war er Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Senats.
Graham war auch häufig bei der Münchner Sicherheitskonferenz zu Gast. Im Februar trat er am Rande der Konferenz bei einer Großveranstaltung der iranischen Exil-Opposition auf. Graham vertrat in der Außenpolitik eine harte Linie gegenüber Russland und dem Iran. (afp/red)
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Schwermetalle in Boden und Gärten: Wie viel Metall ist „zu viel“?


In Kürze:

  • Zahlreiche Böden sind durch Schwermetalle belastet, auch in Deutschland. Teils stammen sie aus der Natur, teils vom Menschen.
  • Einige Stoffe wie Eisen und Kupfer sind in geringen Mengen für unsere Gesundheit wichtig. Andere, wie Arsen oder Cadmium, sind schon in kleinen Mengen schädlich.
  • Im Regelfall werden die Gesamtkonzentrationen gemessen, doch nicht alles, was im Boden ist, kann freigesetzt werden.
  • Teure Sanierungen, etwa durch Bodenaustausch, könnten durch Beachtung der sogenannten Bioverfügbarkeit reduziert werden.
  • Im Garten kann die Auswahl der richtigen Obst- und Gemüsesorten die Belastung für den Menschen senken.

 
In vielen Köpfen hat sich festgesetzt: Schwermetalle sind böse und müssen weg. Boden wird ausgetauscht und als Sondermüll deklariert. Es wird teuer saniert, was mit Cadmium oder Blei, Kobalt oder Arsen, Kupfer oder Zink belastet sind. Dabei sind Kupfer und Zink sogar in geringen Mengen lebenswichtig für den menschlichen Körper. Kobalt auch.
Die Frage, die gestellt werden muss, ist daher: Wie viel Metall ist „zu viel“? Denn entscheidend ist nicht nur die bloße Masse der Metalle, sondern ihre biologische Verfügbarkeit.
Zu diesem Ergebnis kam der Professor Willie Peijnenburg von der Universität Leiden und dem Nationalen Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt in den Niederlanden. Er sagte:
„Metallverschmutzung im Boden ist ein echtes globales Problem, aber Entscheidungen über Lebensmittelsicherheit, Aufräumarbeiten und Wiederverwendung von Land müssen auf dem Teil der Metalle basieren, den Organismen wirklich aufnehmen können, nicht nur auf den Zahlen in den Schlagzeilen.“
Im Boden würden Schwermetalle oft in großen Mengen gemessen. Deutschland ist hier keine Ausnahme. Doch das Risiko, das Menschen, die Umwelt und Feldfrüchte dadurch tatsächlich haben, werde oft überschätzt, so der Chemiker und Umwelttoxikologe.

Bodenchemie rückt ins Zentrum

An vielen Orten gebe es hohe Belastungswerte, so Peijnenburg. Jedoch sei die biologische Gefahr gering, da die Metalle fest an Bodenpartikel gebunden seien, auf die Organismen nicht leicht zugreifen können. Teilweise seien sie auch in mineralischen Formen eingeschlossen.
An anderen Orten könnten hingegen bereits geringe Schwermetallbelastungen zum Thema werden, wenn die Bodenchemie Metalle mobil macht und diese leicht von Nutzpflanzen oder Bodenlebewesen aufgenommen werden.
Das Risiko hängt stark vom pH-Wert des Bodens, seiner mineralischen Zusammensetzung, organischen Substanzen, den Sauerstoffbedingungen und der Aktivität der Mikroorganismen ab. Dabei agieren Humusböden anders als Sand-, Ton- oder Lehmboden.
Der Forscher durchforstete die Fachliteratur zu zahlreichen chemischen und biologischen Methoden, um diese komplexe Chemie in praktikable Daten zu verwandeln. Anhand der Ergebnisse früherer Pflanzenwachstumstests, Regenwürmern, mikrobiellen und auch Enzymaktivitätsmessungen ordnete er ein, welche Bodenmetalle tatsächlich aufgenommen werden.

Was sind Schwermetalle?

Chemisch gesehen sind Schwermetalle Stoffe mit relativ hoher Dichte, von, in der Regel, über 5 Gramm pro Kubikzentimeter. Eine einheitliche Definition gibt es nicht. Im Zusammenhang mit Medizin und Umwelt sind hingegen oft Metalle gemeint, die in höheren Mengen gesundheitsschädlich oder belastend sein können.
Im Allgemeinen werden Blei, Cadmium, Chrom, Kobalt, Kupfer, Nickel, Quecksilber, Zink sowie Arsen als Schwermetalle betrachtet. Chemisch gesehen ist Arsen ein Halbmetall, wird aber oft im gleichen Atemzug mit Schwermetallen genannt. Auch Gold, Eisen, Uran und Bismut werden hinzugezählt.
Forscher vieler Nationen und Institute beschäftigen sich mit diesen Themen, darunter die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit den gesundheitlichen Wirkungen, die Giftstoffagentur der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde mit den toxikologischen Profilen, die Internationale Krebsforschungsagentur der WHO mit der Krebsrisikoeinstufung, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit in Bezug auf Ernährung und zulässige Grenzwerte sowie die US-Umweltbehörde mit der industriellen Nutzung und der Exposition.
Nicht alle Schwermetalle sind dabei grundsätzlich schädlich, einige sind sogar essenziell für den Menschen: Eisen, Zink, Kupfer, Mangan und Kobalt werden in kleinen Mengen vom menschlichen Körper benötigt. Problematischer sind Blei, Quecksilber und Cadmium, die bereits in geringen Mengen als gesundheitlich bedenklich gelten.

Intelligente Sanierung soll Kosten sparen

Peijnenburg kam zu dem Fazit, dass die Konzentration auf die Bioverfügbarkeit zu intelligenterer Sanierung führen kann. Er sieht die Vorteile auch in realistischeren Bodenstandards, einem besseren Schutz der Ernährungssicherheit und der Gesundheit des Ökosystems.
Er plädiert für den Einsatz von Bioverfügbarkeitstests, um unnötigen Bodenaushub bei Projekten zur städtischen Flächenentwicklung zu vermeiden. Ein von ihm erstellter Entscheidungsbaum soll Praktikern und Politikern die künftigen Risikobewertungen erleichtern.
„Ziel war es, jahrzehntelange Forschung in eine praktische Toolbox zu übersetzen, die Wissenschaftler, Berater und Regulierungsbehörden tatsächlich in diesem Bereich anwenden können“, sagt er.

Blei auf Salat, Arsen im Reis

Welche Auswirkungen sind bekannt? Cadmium ist im Boden relativ mobil, in sauren Böden stärker löslich und für Pflanzen verfügbar. Blei wird hingegen nur sehr gering von Pflanzenwurzeln aufgenommen. Das Problem von bleibelasteten Nahrungsmitteln ist oft eher ein Staubproblem und damit ein Luftproblem. So können etwa Blattsalate durch Staub höher mit Blei belastet sein. Das hat auch historische Gründe.
In Deutschland wurde verbleites Benzin 1988 und bleihaltiges Superbenzin 1996 verboten, in der EU kam das endgültige Verbot im Jahr 2000. Seither hat sich die Belastung vor allem für städtische Kleingärtner verringert.
Kupfer bindet sich seinerseits stark an Humus, ist dann aber nur gering mobil. Von Pflanzen wird Kupfer nur geringfügig aufgenommen, allerdings schädigt es in hohen Mengen Bodenmikroorganismen und Regenwürmer. Blei und Kupfer werden überwiegend im Oberboden fest gebunden und verbleiben dort über eine lange Zeit, teils Jahrzehnte.
Gefährlich bleibt Arsen, das sich einerseits an Eisenoxide bindet und andererseits bei Sauerstoffmangel aktiver werden kann. Es ist stark abhängig von Redoxbedingungen, Phosphat und dem Wasserstand. Das Problem ist besonders im Reisanbau bekannt, wo Felder längere Zeit unter Wasser stehen. Dort kann es von Pflanzen aufgenommen werden oder auch ins Grundwasser gelangen.

Drei konkrete Beispiele: Cadmium, Blei, Arsen

Was tun, wenn man einen Garten hat? Ein Blick auf drei belastende Schwermetalle.
Cadmium als Lebensmittelproblem
Cadmium nehmen Menschen am häufigsten über Tabakrauch auf. Es ist aber auch in Farben und Akkus enthalten. Es wird nur sehr langsam ausgeschieden und reichert sich im Körper an. Es schädigt Nieren und führt langfristig zur Entkalkung von Knochen (Osteoporose, Knochenbrüche).
Prinzipiell können fast alle Pflanzen Cadmium aufnehmen. Viele Pflanzen „halten“ das Cadmium jedoch in den Wurzeln fest und transportieren es nur begrenzt in die Früchte. Eine der Pflanzen, die am stärksten Cadmium aufnimmt, ist Tabak. Es folgen Blattgemüse wie Salat oder Spinat, Kohlarten, Sellerie – und auch Sonnenblumen. Bei Getreide und Obst sind die Cadmiumgehalte meist sehr niedrig.
Obwohl die Bioverfügbarkeit von Cadmium in sauren Böden höher ist, sind so auch Kulturheidelbeeren kaum betroffen. Die Beeren enthalten in der Regel nur geringe Mengen. In den Blättern ist mehr zu finden.
Tipp für den Garten: Höhere Cadmiumwerte im Boden können durch Untersuchungen von Bodenproben in einem Umwelt- oder Landwirtschaftslabor festgestellt werden. Wenn gegeben, lohnt es sich, am Boden-pH-Wert anzusetzen. Ein pH-Wert im neutralen Bereich von etwa 6,5 bis 7 und eine passende Bepflanzung können das gesundheitliche Risiko reduzieren.
Blei – mögliche Altlast in Stadtgärten
Blei, das in alten Wasserleitungen vorkommt, in Batterien, Farben und auch Munition, ist giftig für das Nervensystem und das Gehirn. Es kann bei Kindern zu Entwicklungsschäden im Gehirn führen.
Humus und Tonminerale binden Blei sehr gut, das bedeutet aber nicht, dass Kompost grundsätzlich Blei enthält. Nur dann, wenn das Ausgangsmaterial belastet war – durch Straßenstaub, Industrie oder belastete Pflanzenreste –, kann auch der Kompost erhöhte Bleigehalte haben.
Pflanzen können geringe Mengen Blei aufnehmen, allerdings wird es stark in der Wurzel zurückgehalten und nur schlecht über das Leitgewebe der Pflanze transportiert. Höhere Gehalte finden sich in Salaten und Kräutern, hier jedoch vor allem aufgrund Staubbelastung über die Luft, mittlere in Möhren, Rote Bete oder Sellerie, sehr geringe in Früchten wie Äpfeln, Birnen, Tomaten oder Gurken.
Tipp für den Garten: In älteren innerstädtischen Gärten oder in der Nähe ehemaliger Industrieanlagen gibt es häufig noch erhöhte Bleigehalte. Sie stammen aus den 1950er- bis 1980er-Jahren. Der Gemüseanbau ist hier nur bedingt empfehlenswert, ein Obstgarten ist weniger empfindlich.
Arsen und das Sauerstoffproblem
Arsen kommt natürlich in manchen Gesteinen sowie im Grundwasser vor und ist sehr giftig. Zu Arsenvergiftungen kommt es eher in der Industrie oder bei der Verarbeitung von Erzen. Es kann auch in historischen Holzschutzmitteln vorkommen.
Arsen reagiert stark auf Sauerstoffverhältnisse und damit anders als andere Schwermetalle. Es bindet sich zeitweise vor allem an Eisen- und Aluminiumoxide. Mobiler wird es, wenn ein Boden längere Zeit überflutet ist. Dann werden Eisenoxide chemisch reduziert und das gebundene Eisen wird frei. Daher spielt Arsen in Reisfeldern eine besondere Rolle. Auch bei starker Düngung mit Phosphor kann Arsen verdrängt werden, dann steigt ebenfalls die Konzentration im Boden.
Pflanzen wie Kartoffeln, Weizen, Mais oder Obst nehmen meist deutlich weniger auf. In Früchte gelangt Arsen nur selten. Im Boden hemmt Arsen Enzyme und Bakterien, Pilze und Regenwürmer.
Tipp für den Garten: Auf dauerhaft feuchten Böden baut sich schlecht Gemüse und Obst an. Wer damit zu kämpfen hat, könnte mit Hochbeeten und anderer Erde arbeiten oder überlegen, ob er den Boden trockenlegen kann.
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12.07.2026 | Sachsens Ministerpräsident gegen 35-Stunden-Woche | Züge auf Strecke Köln-Düsseldorf fahren wieder

HEUTE11:19 Uhr

Sachsens Ministerpräsident gegen 35-Stunden-Woche

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer fordert größere Anstrengungen zur Steigerung der Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland – auch von Arbeitnehmern. „Die 35-Stunden-Woche passt nicht mehr in diese Zeit“, sagte der CDU-Politiker der „Welt“. „Gleiches Geld, aber ein paar Stunden mehr arbeiten in den kommenden fünf Jahren, ist doch viel besser, als den Arbeitsplatz zu verlieren.“

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HEUTE11:13 Uhr

Hitzewelle treibt Absatz von Klimaanlagen in die Höhe

23,4 Prozent der Haushalte verfügten über eine Klimaanlage, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage von Verivox. Vor einem Jahr waren es knapp 18 Prozent. Fast 25 Prozent planen einen Kauf. Mobile Geräte dominierten: 69,2 Prozent nutzten einen „Monoblock“, bei dem die warme Luft über einen Abluftschlauch nach draußen geleitet wird.

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HEUTE10:57 Uhr

Vorbehalte in Ost-SPD gegen Rentenpläne der Bundesregierung

In der SPD vor allem in Ostdeutschland gibt es weiterhin massive Vorbehalten gegen die Rentenpläne der Bundesregierung. Vor allem der Vorschlag, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen, wird kritisiert.

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HEUTE10:25 Uhr

Züge auf Strecke Köln-Düsseldorf fahren wieder

Nach einem Brand in einem Kabelschacht der Deutschen Bahn bei Leverkusen fahren die Züge auf der betroffenen Strecke wieder. Die Reparaturen wurden am frühen Samstagabend beendet und die Strecke ist seitdem wieder freigegeben. Der Staatsschutz ermittelt in dem Fall wegen eines möglichen Anschlags, da im Internet ein mutmaßliches Bekennerschreiben veröffentlicht wurde.

Nach dem Brand war die Bahnstrecke gesperrt.

Foto: Patrick Schüller/dpa

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HEUTE10:02 Uhr

99 Badetote im Juni – vor allem Männer

Mindestens 99 Menschen sind im Juni in Deutschland ertrunken – so viele wie seit 2003 nicht mehr. Mehr als 90 Prozent von ihnen waren männlich, 35 von ihnen älter als 50, so die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Die meisten tödlichen Badeunfälle passierten in Seen (55 Tote) und Flüssen (21).

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HEUTE9:33 Uhr

Tod von britischer Ex-Ministerin – 28-Jähriger festgenommen

Nach dem Tod der britischen Ex-Ministerin Ann Widdecombe (78) ist ein Mann wegen Mordverdachts festgenommen worden. Bei dem Verdächtigen handele es sich um einen 28-jährigen Briten, teilte die Polizei mit. Er sei in South Yorkshire festgenommen worden. Widdecombe saß von 1987 bis 2010 für die Konservativen im Parlament, 2019 schloss sie sich der Partei Reform UK an.

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HEUTE9:00 Uhr

US-Senator Lindsey Graham gestorben

US-Senator Lindsey Graham ist im Alter von 71 Jahren nach „kurzer und plötzlichen Krankheit“ gestorben, teilt sein Büros mit. Er strebte im November eine fünfte Amtszeit an. Graham war eines der bekanntesten Mitglieder des Senats. Er kehrte nach US-Medienberichten gerade von einer Reise aus der Ukraine zurück und vertrat eine harte Linie gegenüber Russland sowie dem Iran.

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HEUTE8:09 Uhr

Feuerwehren: Brauchen mehr Technik gegen Waldbrände

Feuerwehren in Deutschland dringen auf mehr Investitionen in Fahrzeuge und Technik, um besser gegen Feuer in Wäldern und im Gelände gewappnet zu sein. Insbesondere Spezialfahrzeuge wie Löschroboter sowie Löschflugzeuge seien notwendig. Das fordert der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands, Karl-Heinz Banse.
Der Löschroboter wurde von einer deutschen Firma entwickelt.

Dieser Löschroboter wurde von einer deutschen Firma entwickelt (Symbolbild).

Foto: Hendrik Schmidt/dpa

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HEUTE7:22 Uhr

Studie: Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit

Bei Einführung eines Tempolimits von 130 Kilometern pro Stunde auf deutschen Autobahnen könnte einer Studie der Björn Steiger Stiftung zufolge die Zahl der Unfallopfer um 70 bis 90 pro Jahr gesenkt werden. Das entspricht 3 Prozent aller Unfalltoten. Autobahnen sind laut ADAC-Einschätzung die sichersten Straßen in Deutschland.

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HEUTE7:02 Uhr

Gespräche über Simson-Sonderstatus mit der EU

Bisher können in der DDR-Zeit gebaute Simson-Mopeds – Schwalbe, Star, Sperber oder S50/51 – mit Tempo 60 fahren, weil eine Sonderregelung im Einigungsvertrag das ermöglicht. Simson-Reimporte dürfen nur 45 Kilometer pro Stunde fahren. Ministerpräsident Mario Voigt plädiert bei der EU für eine Anpassung an 60 Stundenkilometer.
Gibt es einen Tempo-Sonderstatus auch für Simson-Reimporte?

Gibt es einen Tempo-Sonderstatus auch für Simson-Reimporte? Thüringen führt Gespräche (Symbolbild).

Foto: Patrick Pleul/dpa

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HEUTE6:29 Uhr

Sonntagstrend: Union legt leicht zu – AfD bleibt stärkste Kraft

Die Union hat im aktuellen Sonntagstrend leicht zugelegt. Laut INSA, das die Umfrage wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erstellt, steigerten sich CDU/CSU um einen Punkt auf 22 Prozent. Stärkste Kraft bleibt die AfD mit 28 Prozent (-1).  SPD und Grüne folgen mit je 12 Prozent (-1), die Linke liegt bei 11 Prozent (+1). BSW und FDP bleiben jeweils bei 4 Prozent .

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HEUTE6:15 Uhr

US-Militär: Rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen

Die US-Armee hat bei neuen Attacken auf den Iran rund 140 militärische Ziele angegriffen. Dazu gehörten iranische Raketen- und Drohnenstellungen sowie Munitionsdepots, teilte das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM mit. Die US-Angriffe erfolgten, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus angegriffen hatten.
HEUTE6:00 Uhr

Iran schließt Straße von Hormus „bis auf Weiteres“

Die iranischen Revolutionsgarden verkündeten die Sperrung der Straße von Hormus verkündet. Dies gelte „bis auf Weiteres“. Zuvor hätten sie Warnschüsse auf ein Schiff abgefeuert, das eine „nicht genehmigte Route“ befahren habe. Das Schiff sei von Warnschüssen getroffen und angehalten worden. Die Revolutionsgarden drohten mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion.

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HEUTE5:35 Uhr

Schüsse bei Salsa-Festival

Bei einem Schusswaffenvorfall in Toronto bei einem Salsa-Festival sind zwei Menschen getötet worden. Mindestens vier weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der mutmaßliche Täter sei auf der Flucht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen
 

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12.07.2026 | Züge auf Strecke Köln-Düsseldorf fahren wieder | 99 Badetote im Juni – vor allem Männer | Gespräche über Simson-Sonderstatus mit der EU

HEUTE10:57 Uhr

Vorbehalte in Ost-SPD gegen Rentenpläne der Bundesregierung

In der SPD vor allem in Ostdeutschland gibt es weiterhin massive Vorbehalten gegen die Rentenpläne der Bundesregierung. Vor allem der Vorschlag, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen, wird kritisiert.

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HEUTE10:25 Uhr

Züge auf Strecke Köln-Düsseldorf fahren wieder

Nach einem Brand in einem Kabelschacht der Deutschen Bahn bei Leverkusen fahren die Züge auf der betroffenen Strecke wieder. Die Reparaturen wurden am frühen Samstagabend beendet und die Strecke ist seitdem wieder freigegeben. Der Staatsschutz ermittelt in dem Fall wegen eines möglichen Anschlags, da im Internet ein mutmaßliches Bekennerschreiben veröffentlicht wurde.

Nach dem Brand war die Bahnstrecke gesperrt.

Foto: Patrick Schüller/dpa

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HEUTE10:02 Uhr

99 Badetote im Juni – vor allem Männer

Mindestens 99 Menschen sind im Juni in Deutschland ertrunken – so viele wie seit 2003 nicht mehr. Mehr als 90 Prozent von ihnen waren männlich, 35 von ihnen älter als 50, so die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Die meisten tödlichen Badeunfälle passierten in Seen (55 Tote) und Flüssen (21).

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HEUTE9:33 Uhr

Tod von britischer Ex-Ministerin – 28-Jähriger festgenommen

Nach dem Tod der britischen Ex-Ministerin Ann Widdecombe (78) ist ein Mann wegen Mordverdachts festgenommen worden. Bei dem Verdächtigen handele es sich um einen 28-jährigen Briten, teilte die Polizei mit. Er sei in South Yorkshire festgenommen worden. Widdecombe saß von 1987 bis 2010 für die Konservativen im Parlament, 2019 schloss sie sich der Partei Reform UK an.

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HEUTE9:00 Uhr

US-Senator Lindsey Graham gestorben

US-Senator Lindsey Graham ist im Alter von 71 Jahren nach „kurzer und plötzlichen Krankheit“ gestorben, teilt sein Büros mit. Er strebte im November eine fünfte Amtszeit an. Graham war eines der bekanntesten Mitglieder des Senats. Er kehrte nach US-Medienberichten gerade von einer Reise aus der Ukraine zurück und vertrat eine harte Linie gegenüber Russland sowie dem Iran.

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HEUTE8:09 Uhr

Feuerwehren: Brauchen mehr Technik gegen Waldbrände

Feuerwehren in Deutschland dringen auf mehr Investitionen in Fahrzeuge und Technik, um besser gegen Feuer in Wäldern und im Gelände gewappnet zu sein. Insbesondere Spezialfahrzeuge wie Löschroboter sowie Löschflugzeuge seien notwendig. Das fordert der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands, Karl-Heinz Banse.
Der Löschroboter wurde von einer deutschen Firma entwickelt.

Dieser Löschroboter wurde von einer deutschen Firma entwickelt (Symbolbild).

Foto: Hendrik Schmidt/dpa

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HEUTE7:22 Uhr

Studie: Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit

Bei Einführung eines Tempolimits von 130 Kilometern pro Stunde auf deutschen Autobahnen könnte einer Studie der Björn Steiger Stiftung zufolge die Zahl der Unfallopfer um 70 bis 90 pro Jahr gesenkt werden. Das entspricht 3 Prozent aller Unfalltoten. Autobahnen sind laut ADAC-Einschätzung die sichersten Straßen in Deutschland.

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HEUTE7:02 Uhr

Gespräche über Simson-Sonderstatus mit der EU

Bisher können in der DDR-Zeit gebaute Simson-Mopeds – Schwalbe, Star, Sperber oder S50/51 – mit Tempo 60 fahren, weil eine Sonderregelung im Einigungsvertrag das ermöglicht. Simson-Reimporte dürfen nur 45 Kilometer pro Stunde fahren. Ministerpräsident Mario Voigt plädiert bei der EU für eine Anpassung an 60 Stundenkilometer.
Gibt es einen Tempo-Sonderstatus auch für Simson-Reimporte?

Gibt es einen Tempo-Sonderstatus auch für Simson-Reimporte? Thüringen führt Gespräche (Symbolbild).

Foto: Patrick Pleul/dpa

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HEUTE6:29 Uhr

Sonntagstrend: Union legt leicht zu – AfD bleibt stärkste Kraft

Die Union hat im aktuellen Sonntagstrend leicht zugelegt. Laut INSA, das die Umfrage wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erstellt, steigerten sich CDU/CSU um einen Punkt auf 22 Prozent. Stärkste Kraft bleibt die AfD mit 28 Prozent (-1).  SPD und Grüne folgen mit je 12 Prozent (-1), die Linke liegt bei 11 Prozent (+1). BSW und FDP bleiben jeweils bei 4 Prozent .

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HEUTE6:15 Uhr

US-Militär: Rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen

Die US-Armee hat bei neuen Attacken auf den Iran rund 140 militärische Ziele angegriffen. Dazu gehörten iranische Raketen- und Drohnenstellungen sowie Munitionsdepots, teilte das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM mit. Die US-Angriffe erfolgten, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus angegriffen hatten.
HEUTE6:00 Uhr

Iran schließt Straße von Hormus „bis auf Weiteres“

Die iranischen Revolutionsgarden verkündeten die Sperrung der Straße von Hormus verkündet. Dies gelte „bis auf Weiteres“. Zuvor hätten sie Warnschüsse auf ein Schiff abgefeuert, das eine „nicht genehmigte Route“ befahren habe. Das Schiff sei von Warnschüssen getroffen und angehalten worden. Die Revolutionsgarden drohten mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion.

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HEUTE5:35 Uhr

Schüsse bei Salsa-Festival

Bei einem Schusswaffenvorfall in Toronto bei einem Salsa-Festival sind zwei Menschen getötet worden. Mindestens vier weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der mutmaßliche Täter sei auf der Flucht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen
 

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12.07.2026 | 99 Badetote im Juni – vor allem Männer | Gespräche über Simson-Sonderstatus mit der EU | Iran schließt Straße von Hormus

HEUTE10:25 Uhr

Züge auf Strecke Köln-Düsseldorf fahren wieder

Nach einem Brand in einem Kabelschacht der Deutschen Bahn bei Leverkusen fahren die Züge auf der betroffenen Strecke wieder. Die Reparaturen wurden am frühen Samstagabend beendet und die Strecke ist seitdem wieder freigegeben. Der Staatsschutz ermittelt in dem Fall wegen eines möglichen Anschlags, da im Internet ein mutmaßliches Bekennerschreiben veröffentlicht wurde.

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99 Badetote im Juni – vor allem Männer

Mindestens 99 Menschen sind im Juni in Deutschland ertrunken – so viele wie seit 2003 nicht mehr. Mehr als 90 Prozent von ihnen waren männlich, 35 von ihnen älter als 50, so die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Die meisten tödlichen Badeunfälle passierten in Seen (55 Tote) und Flüssen (21).

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HEUTE9:33 Uhr

Tod von britischer Ex-Ministerin – 28-Jähriger festgenommen

Nach dem Tod der britischen Ex-Ministerin Ann Widdecombe (78) ist ein Mann wegen Mordverdachts festgenommen worden. Bei dem Verdächtigen handele es sich um einen 28-jährigen Briten, teilte die Polizei mit. Er sei in South Yorkshire festgenommen worden. Widdecombe saß von 1987 bis 2010 für die Konservativen im Parlament, 2019 schloss sie sich der Partei Reform UK an.

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HEUTE9:00 Uhr

US-Senator Lindsey Graham gestorben

US-Senator Lindsey Graham ist im Alter von 71 Jahren nach „kurzer und plötzlichen Krankheit“ gestorben, teilt sein Büros mit. Er strebte im November eine fünfte Amtszeit an. Graham war eines der bekanntesten Mitglieder des Senats. Er kehrte nach US-Medienberichten gerade von einer Reise aus der Ukraine zurück und vertrat eine harte Linie gegenüber Russland sowie dem Iran.

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HEUTE8:09 Uhr

Feuerwehren: Brauchen mehr Technik gegen Waldbrände

Feuerwehren in Deutschland dringen auf mehr Investitionen in Fahrzeuge und Technik, um besser gegen Feuer in Wäldern und im Gelände gewappnet zu sein. Insbesondere Spezialfahrzeuge wie Löschroboter sowie Löschflugzeuge seien notwendig. Das fordert der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands, Karl-Heinz Banse.
Der Löschroboter wurde von einer deutschen Firma entwickelt.

Dieser Löschroboter wurde von einer deutschen Firma entwickelt (Symbolbild).

Foto: Hendrik Schmidt/dpa

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HEUTE7:22 Uhr

Studie: Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit

Bei Einführung eines Tempolimits von 130 Kilometern pro Stunde auf deutschen Autobahnen könnte einer Studie der Björn Steiger Stiftung zufolge die Zahl der Unfallopfer um 70 bis 90 pro Jahr gesenkt werden. Das entspricht 3 Prozent aller Unfalltoten. Autobahnen sind laut ADAC-Einschätzung die sichersten Straßen in Deutschland.

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Gespräche über Simson-Sonderstatus mit der EU

Bisher können in der DDR-Zeit gebaute Simson-Mopeds – Schwalbe, Star, Sperber oder S50/51 – mit Tempo 60 fahren, weil eine Sonderregelung im Einigungsvertrag das ermöglicht. Simson-Reimporte dürfen nur 45 Kilometer pro Stunde fahren. Ministerpräsident Mario Voigt plädiert bei der EU für eine Anpassung an 60 Stundenkilometer.
Gibt es einen Tempo-Sonderstatus auch für Simson-Reimporte?

Gibt es einen Tempo-Sonderstatus auch für Simson-Reimporte? Thüringen führt Gespräche (Symbolbild).

Foto: Patrick Pleul/dpa

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Sonntagstrend: Union legt leicht zu – AfD bleibt stärkste Kraft

Die Union hat im aktuellen Sonntagstrend leicht zugelegt. Laut INSA, das die Umfrage wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erstellt, steigerten sich CDU/CSU um einen Punkt auf 22 Prozent. Stärkste Kraft bleibt die AfD mit 28 Prozent (-1).  SPD und Grüne folgen mit je 12 Prozent (-1), die Linke liegt bei 11 Prozent (+1). BSW und FDP bleiben jeweils bei 4 Prozent .

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US-Militär: Rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen

Die US-Armee hat bei neuen Attacken auf den Iran rund 140 militärische Ziele angegriffen. Dazu gehörten iranische Raketen- und Drohnenstellungen sowie Munitionsdepots, teilte das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM mit. Die US-Angriffe erfolgten, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus angegriffen hatten.

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Iran schließt Straße von Hormus „bis auf Weiteres“

Die iranischen Revolutionsgarden verkündeten die Sperrung der Straße von Hormus verkündet. Dies gelte „bis auf Weiteres“. Zuvor hätten sie Warnschüsse auf ein Schiff abgefeuert, das eine „nicht genehmigte Route“ befahren habe. Das Schiff sei von Warnschüssen getroffen und angehalten worden. Die Revolutionsgarden drohten mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion.

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HEUTE5:35 Uhr

Schüsse bei Salsa-Festival

Bei einem Schusswaffenvorfall in Toronto bei einem Salsa-Festival sind zwei Menschen getötet worden. Mindestens vier weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der mutmaßliche Täter sei auf der Flucht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen
 

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US-Senator Lindsey Graham gestorben

Der prominente US-Senator Lindsey Graham ist tot. Der eng mit US-Präsident Donald Trump verbündete republikanische Politiker sei am Samstagabend (Ortszeit) mit 71 Jahren nach „kurzer und plötzlicher Krankheit“ gestorben, teilte sein Büro mit.
Seine Familie bedanke sich „bei allen, die für sie beten“. Sie bitte „um Respekt für ihr Privatleben in dieser extrem schwierigen Zeit“.

Trump würdigt Graham

Trump würdigte den aus South Carolina stammenden Graham als „einen der großartigsten Menschen und Senatoren, die ich je gekannt habe“. Er sei ein „wahrer amerikanischer Patriot“ gewesen, schrieb der US-Präsident im Onlinedienst Truth Social. Der Gouverneur von South Carolina, Henry McMaster, bezeichnete Graham als „unersetzlich“.
Der israelische Präsident Isaac Herzog äußerte sich erschüttert über den Tod des US-Senators. Graham sei einer der führenden Verfechter „der US-israelischen Partnerschaft“ gewesen.
Graham galt als erfahrener Außenpolitiker (Archivbild).

Graham galt als erfahrener Außenpolitiker (Archivbild).

Foto: Greg Nash/Pool The Hill/AP/dpa

Graham wurde 1994 erstmals in das US-Repräsentantenhaus gewählt. 2002 zog er in den Senat ein und wurde seitdem drei Mal wiedergewählt. Zuletzt war er Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Senats.
Graham war auch häufig bei der Münchner Sicherheitskonferenz zu Gast. Im Februar trat er am Rande der Konferenz bei einer Großveranstaltung der iranischen Exil-Opposition auf. Graham vertrat in der Außenpolitik eine harte Linie gegenüber Russland und dem Iran. (afp/red)
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„Citizen Vigilante“: Warum die FSK den Film nur fürs Kino freigibt


In Kürze:

  • Die FSK hat „Citizen Vigilante“ für Kinovorführungen ab 18 Jahren freigegeben.
  • Für die Veröffentlichung im Home-Entertainment-Bereich erhielt der Film kein Kennzeichen, da eine Jugendgefährdung nicht ausgeschlossen werden konnte.
  • Regisseur Uwe Boll kritisiert die Entscheidung.

 
Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) hat dem 2026 erschienenen Film „Citizen Vigilante“ von Uwe Boll ein Kennzeichen für die Kinoauswertung erteilt. Wie das Gremium Anfang der Woche entschied, dürfen deutsche Kinos die Produktion einem Publikum ab 18 Jahren zeigen. Bolls Unternehmen hatte zuvor eine entsprechende Freigabe für die Veröffentlichung im Kino beantragt.

FSK: Jugendgefährdung bei „Citizen Vigilante“ nicht auszuschließen

Wie die FSK mitteilt, hat der Appellationsausschuss für den Bereich Home Entertainment jedoch kein Kennzeichen erteilt. Dafür ist ein separates Prüfverfahren erforderlich. Streaming-Anbieter können Erwachsenen Filme ohne Kennzeichnung auf eigenes rechtliches Risiko zugänglich machen. Erst bei einer möglichen Indizierung durch die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz würden weitergehende Abgabe-, Werbe- und Vertriebsbeschränkungen gelten.
Eine Einstufung für den Home-Entertainment-Bereich erhielt „Citizen Vigilante“ nicht, weil der Appellationsausschuss eine einfache Jugendgefährdung durch den Film nicht ausschließen konnte. Nach Paragraf 14 des Jugendschutzgesetzes wird zwischen einfacher und schwerer Jugendgefährdung unterschieden.
Für Kinofilme ist grundsätzlich nur dann kein Kennzeichen vorgesehen, wenn sie aufgrund entsprechender Fachgutachten als schwer jugendgefährdend eingestuft werden müssten. Im Bereich Home Entertainment gelten aus Sicht des Jugendschutzes strengere Maßstäbe. Da Filme dort leichter in den privaten Bereich gelangen können, reicht bereits eine einfache Jugendgefährdung aus, um kein Kennzeichen zu erhalten.

Produktion könnte „Desensibilisierung oder Desorientierung Jugendlicher“ bewirken

Der Appellationsausschuss der FSK konnte eine einfache Jugendgefährdung nicht ausschließen. Begründet wurde dies damit, dass „Citizen Vigilante“ nach Einschätzung des Gremiums „Gewaltsequenzen eindrücklich bebildert und vertont und Selbstjustiz als probates Mittel gegen kriminelle Gewalt inszeniert“. Dadurch könne eine Desensibilisierung oder Desorientierung Jugendlicher nicht ausgeschlossen werden.
Der in Kroatien gedrehte Film „Citizen Vigilante“ wird vielfach als Adaption bekannter Selbstjustiz-Thriller wie „Death Wish“ eingeordnet. Der US-Verleiher Quiver vertreibt die Produktion in den USA. Der nach Vorwürfen psychischer und sexueller Gewalt öffentlich umstrittene US-Schauspieler Armie Hammer spielt darin einen wohlhabenden Amerikaner. Dieser kommt zu der Überzeugung, dass der Rechtsstaat nicht mehr in der Lage sei, Kriminalität und Korruption ausreichend zu bekämpfen. Daraufhin entscheidet er sich, Selbstjustiz gegen Kriminelle und korrupte Beamte auszuüben.
Auffällig ist, dass schwere Gewaltkriminalität im Film überwiegend Einwanderern zugeschrieben wird. Regisseur Boll erklärte selbst, dass diese Darstellung aus seiner Sicht nicht zufällig sei. In einem offenen Brief an mehrere Selbstkontrollorgane der Filmbranche nahm er Bezug auf einen Vergewaltigungsfall an einer durch Alkohol in ihrer Urteilsfähigkeit beeinträchtigten 15-Jährigen in Hamburg. Im anschließenden Prozess erhielten mehrere Angeklagte, von denen einige keine deutsche Staatsangehörigkeit besaßen, Bewährungsstrafen.

Regisseur Boll macht „alte woke Liberale“ für teilweise Freigabe-Verweigerung verantwortlich

Boll betrachtet diesen Fall offenbar als beispielhaft für die Situation in Europa. In einer Einblendung widmet er „Citizen Vigilante“ den „tausenden Opfern von Mord und Vergewaltigung in Europa“, die „von unseren Politikern, unserer Polizei und unseren Gerichten betrogen werden“. Zudem stellt der Regisseur eine mögliche Fortsetzung mit einem Schwerpunkt auf Europa in Aussicht.
Eine Anleitung oder Inspiration für rassistisch motivierte Gewalttaten sieht Boll in seinem Film dennoch nicht. Der Hauptcharakter werde nicht als klassische Identifikationsfigur dargestellt. Stattdessen erscheine er als „ein egoistischer und sehr reicher Geschäftsmann, der quasi aus Langeweile anfängt, die Justiz in die eigenen Hände zu nehmen“.
Der Regisseur zeigt sich trotz der Freigabe für Kinoaufführungen weiterhin unzufrieden. Er kritisiert die Entscheidung der Kommission und macht auf X deren Mitglieder dafür verantwortlich, dass der Film keine Freigabe für den Home-Entertainment-Bereich erhalten hat. Der Weg zu Streaming, Fernsehen und Blu-ray bleibt für „Citizen Vigilante“ in Deutschland damit weiterhin erschwert.
Auf Fachportalen wie „Rotten Tomatoes“ gehen die Einschätzungen weiterhin deutlich auseinander. Unter professionellen Filmkritikern erhielt „Citizen Vigilante“ mit 6 Prozent eine der niedrigsten Bewertungen der dort besprochenen Filme.
Vince Mancini vom „Content Report“ schreibt beispielsweise, den Film als „faschistische Propaganda“ zu bezeichnen, würde eine „Herabwürdigung kompetenter Propagandisten“ darstellen. Historische Werke wie „The Birth of a Nation“ oder „Triumph des Willens“ hätten trotz ihrer problematischen Botschaften einen künstlerischen Anspruch gehabt.

Kritiken von „Citizen Vigilante“ gehen weit auseinander

Demgegenüber erreicht der Film unter mehr als 2.500 Publikumsrezensionen eine Bewertung von 92 Prozent. Viele der positiven Bewertungen beziehen sich vor allem auf die politische Botschaft des Films und weniger auf künstlerische Kriterien. Zudem gibt es keine Rezension aus der sogenannten Verified Audience – also von Nutzern, deren Kinobesuch nachweislich bestätigt wurde. Möglich ist daher, dass sich unter den Rezensenten auch Personen befinden, die den Film über das Angebot Elon Musks 48 Stunden lang auf X ansehen konnten.
Doch auch im rechtskonservativen Spektrum selbst polarisiert „Citizen Vigilante“. Auf X feiern Nutzer den Film, weil er aus ihrer Sicht „die Wahrheit“ ausspreche oder eine realistische Beschreibung gesellschaftlicher Entwicklungen liefere. David Boos vom „Leo Magazin“ ordnet den Film hingegen kritisch ein und stellt ihn in eine Reihe mit den „Ausländer raus“-Gesängen von Sylt oder Hitler-Provokationen von Kanye West. Er argumentiert, der Film könne der konservativen Rechten eher schaden. Boos schreibt auf seinem Blog:
„Das Einfache, das Niedrige, das Geschmacklose, das Hässliche – das kommt nicht von Gott. Das alles ist abstoßend, und es kann keinen überraschen, wenn speziell junge Menschen, die nach Sinn und Schönheit im Leben suchen, sich von dieser Rechten in Abscheu abwenden.“
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Iran greift Katar, VAE, Bahrain und Kuwait an – Straße von Hormus geschlossen

Bereits zum dritten Mal binnen einer Woche hat das US-Militär in der Nacht militärische Ziele im Iran angegriffen. Die Attacke sei eine Reaktion auf einen Angriff der Iranischen Revolutionsgarden auf das unter zyprischer Flagge fahrende Containerschiff „GFS Galaxy“ in der Straße von Hormus. Das teilte das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM auf der Plattform X mit.
Irans Revolutionsgarden erklärten zuvor, Warnschüsse auf ein Schiff abgegeben zu haben, das die maritime Sicherheit gefährdet habe. Mehrere Schiffe hätten versucht, eine nicht genehmigte Route zu befahren und Aufforderungen der Revolutionsgarden ignoriert, ihre Route zu korrigieren, teilten diese auf Telegram mit. Daher werde die Straße von Hormus bis auf weiteres und bis zum Ende der US-amerikanischen Eingriffe in der Region geschlossen bleiben. Die Durchfahrt sei verboten.
Die Hoffnung auf eine baldige Einigung über einen geordneten Schiffsverkehr in der Meerenge dürfte sich damit zunächst zerschlagen haben. Aussicht auf eine Entspannung der Lage am Golf gibt es vorerst nicht.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und Katar wurde am Sonntag Alarm ausgelöst. Die VAE wurden nach eigenen Angaben mit Raketen angegriffen. In Katars Hauptstadt Doha waren Explosionen zu hören, wie AFP-Journalisten berichteten.
In Jordanien sind am Sonntagmorgen nach Armeeangaben drei iranische Raketen eingeschlagen. Es sei niemand verletzt worden, teilte das Militär mit. Entstanden sei nur ein geringer Sachschaden.

Schäden an Containerschiff – Besatzungsmitglied vermisst

Ein ziviles Besatzungsmitglied der „GFS Galaxy“ wird laut CENTCOM vermisst. Das Schiff sei wegen eines Feuers an Bord sowie erheblicher Schäden im Maschinenraum nicht in der Lage, seine Reise fortzusetzen.
Nach Angaben der britischen Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO wurde das Containerschiff östlich des Omans in der Straße von Hormus beschädigt. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen. Die Besatzung sei von Bord gegangen und in ein Rettungsboot gestiegen, ein indisches Crewmitglied wird vermisst. Der iranische Angriff erfolgte demnach etwa 17 Kilometer vor der Küste des Oman.
Das indische Außenministerium nannte den Vorfall „zutiefst beunruhigend“ und forderte ein Ende der Angriffe auf Handelsschiffe in der Region.

CENTCOM: Iran verstößt gegen Rahmenabkommen

Der Iran habe mit dem Angriff auf das Schiff eine weitere Gelegenheit verpasst, sich an das Mitte Juni mit den USA ausgehandelte Rahmenabkommen zu halten, hieß es in der Mitteilung von CENTCOM weiter. Teheran habe versagt.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth teilte auf X mit, der Iran habe eine schlechte Entscheidung getroffen. „Jetzt muss er dafür bezahlen.“
Iranische Medien wie der englischsprachige Sender „Press TV“ berichteten über Explosionen in der Hafenstadt Buschehr und anderen Orten im Süden des Landes entlang des Persischen Golfs.
Vertreter aus Washington und Teheran einigten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen soll. Darin war vereinbart worden, innerhalb von 60 Tagen einen endgültigen Deal auszuhandeln. Es beinhaltet auch die Forderung nach einer Öffnung der Straße von Hormus. Seit Anfang April galt zudem eine Waffenruhe.

Verhandlungen Oman-Iran über Schifffahrtstraße

Vertreter des Irans und des Omans verhandeln in der omanischen Hauptstadt Maskat über eine Regelung des Schiffsverkehrs. Auf omanischer Seite führte Außenminister Badr al-Busaidi die Gespräche, auf iranischer der Außenminister Abbas Araghtschi.
Das omanische Außenministerium teilte mit, die Gespräche würden auf technischer und politischer Ebene weiterlaufen.
Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran sieht vor, dass Teheran sich mit dem Oman in Abstimmung mit den Anrainerstaaten über die künftige Verwaltung der Meerenge einigen soll. US-Präsident Trump hatte eine Maut dabei mehrfach als inakzeptabel bezeichnet. (dpa/afp/red)
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USA greifen erneut Iran an – Straße von Hormus geschlossen

Bereits zum dritten Mal binnen einer Woche hat das US-Militär in der Nacht militärische Ziele im Iran angegriffen. Die Attacke sei eine Reaktion auf einen Angriff der Iranischen Revolutionsgarden auf das unter zyprischer Flagge fahrende Containerschiff „GFS Galaxy“ in der Straße von Hormus. Das teilte das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM auf der Plattform X mit.
Irans Revolutionsgarden erklärten zuvor, Warnschüsse auf ein Schiff abgegeben zu haben, das die maritime Sicherheit gefährdet habe. Mehrere Schiffe hätten versucht, eine nicht genehmigte Route zu befahren und Aufforderungen der Revolutionsgarden ignoriert, ihre Route zu korrigieren, teilten diese auf Telegram mit. Daher werde die Straße von Hormus bis auf weiteres und bis zum Ende der US-amerikanischen Eingriffe in der Region geschlossen bleiben. Die Durchfahrt sei verboten.
Die Hoffnung auf eine baldige Einigung über einen geordneten Schiffsverkehr in der Meerenge dürfte sich damit zunächst zerschlagen haben. Aussicht auf eine Entspannung der Lage am Golf gibt es vorerst nicht.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und Katar wurde am Sonntag Alarm ausgelöst. Die VAE wurden nach eigenen Angaben mit Raketen angegriffen. In Katars Hauptstadt Doha waren Explosionen zu hören, wie AFP-Journalisten berichteten.

Schäden an Containerschiff – Besatzungsmitglied vermisst

Ein ziviles Besatzungsmitglied der „GFS Galaxy“ wird laut CENTCOM vermisst. Das Schiff sei wegen eines Feuers an Bord sowie erheblicher Schäden im Maschinenraum nicht in der Lage, seine Reise fortzusetzen.
Nach Angaben der britischen Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO wurde ein Containerschiff östlich des Omans in der Straße von Hormus beschädigt. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen. Die Behörden untersuchten den Fall. Ob es sich bei dem Schiff um die „GFS Galaxy“ handelt, war zunächst unklar.

CENTCOM: Iran verstößt gegen Rahmenabkommen

Der Iran habe mit dem Angriff auf das Schiff eine weitere Gelegenheit verpasst, sich an das Mitte Juni mit den USA ausgehandelte Rahmenabkommen zu halten, hieß es in der Mitteilung von CENTCOM weiter. Teheran habe versagt.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth teilte auf X mit, der Iran habe eine schlechte Entscheidung getroffen. „Jetzt muss er dafür bezahlen.“
Iranische Medien wie der englischsprachige Sender „Press TV“ berichteten über Explosionen in der Hafenstadt Buschehr und anderen Orten im Süden des Landes entlang des Persischen Golfs.
Vertreter aus Washington und Teheran einigten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen soll. Darin war vereinbart worden, innerhalb von 60 Tagen einen endgültigen Deal auszuhandeln. Es beinhaltet auch die Forderung nach einer Öffnung der Straße von Hormus. Seit Anfang April galt zudem eine Waffenruhe.

Verhandlungen Oman-Iran über Schifffahrtstraße

Vertreter des Irans und des Omans verhandeln in der omanischen Hauptstadt Maskat über eine Regelung des Schiffsverkehrs. Auf omanischer Seite führte Außenminister Badr al-Busaidi die Gespräche, auf iranischer der Außenminister Abbas Araghtschi.
Das omanische Außenministerium teilte mit, die Gespräche würden auf technischer und politischer Ebene weiterlaufen.
Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran sieht vor, dass Teheran sich mit dem Oman in Abstimmung mit den Anrainerstaaten über die künftige Verwaltung der Meerenge einigen soll. US-Präsident Trump hatte eine Maut dabei mehrfach als inakzeptabel bezeichnet. (dpa/afp/red)
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12.07.2026 | US-Senator Lindsey Graham gestorben | Gespräche über Simson-Sonderstatus mit der EU | Iran schließt Straße von Hormus

HEUTE9:00 Uhr

US-Senator Lindsey Graham gestorben

US-Senator Lindsey Graham ist im Alter von 71 Jahren nach „kurzer und plötzlichen Krankheit“ gestorben, teilt sein Büros mit. Er strebte im November eine fünfte Amtszeit an. Graham war eines der bekanntesten Mitglieder des Senats und galt als wichtige Stimme der Republikaner in Fragen der Verteidigung und internationalen Angelegenheiten.

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HEUTE8:09 Uhr

Feuerwehren: Brauchen mehr Technik gegen Waldbrände

Feuerwehren in Deutschland dringen auf mehr Investitionen in Fahrzeuge und Technik, um besser gegen Feuer in Wäldern und im Gelände gewappnet zu sein. Insbesondere Spezialfahrzeuge wie Löschroboter sowie Löschflugzeuge seien notwendig. Das fordert der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands, Karl-Heinz Banse.
Der Löschroboter wurde von einer deutschen Firma entwickelt.

Dieser Löschroboter wurde von einer deutschen Firma entwickelt (Symbolbild).

Foto: Hendrik Schmidt/dpa

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HEUTE7:22 Uhr

Studie: Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit

Bei Einführung eines Tempolimits von 130 Kilometern pro Stunde auf deutschen Autobahnen könnte einer Studie der Björn Steiger Stiftung zufolge die Zahl der Unfallopfer um 70 bis 90 pro Jahr gesenkt werden. Das entspricht 3 Prozent aller Unfalltoten. Autobahnen sind laut ADAC-Einschätzung die sichersten Straßen in Deutschland.

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HEUTE7:02 Uhr

Gespräche über Simson-Sonderstatus mit der EU

Bisher können in der DDR-Zeit gebaute Simson-Mopeds – Schwalbe, Star, Sperber oder S50/51 – mit Tempo 60 fahren, weil eine Sonderregelung im Einigungsvertrag das ermöglicht. Simson-Reimporte dürfen nur 45 Kilometer pro Stunde fahren. Ministerpräsident Mario Voigt plädiert bei der EU für eine Anpassung an 60 Stundenkilometer.
Gibt es einen Tempo-Sonderstatus auch für Simson-Reimporte?

Gibt es einen Tempo-Sonderstatus auch für Simson-Reimporte? Thüringen führt Gespräche (Symbolbild).

Foto: Patrick Pleul/dpa

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HEUTE6:29 Uhr

Sonntagstrend: Union legt leicht zu – AfD bleibt stärkste Kraft

Die Union hat im aktuellen Sonntagstrend leicht zugelegt. Laut INSA, das die Umfrage wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erstellt, steigerten sich CDU/CSU um einen Punkt auf 22 Prozent. Stärkste Kraft bleibt die AfD mit 28 Prozent (-1).  SPD und Grüne folgen mit je 12 Prozent (-1), die Linke liegt bei 11 Prozent (+1). BSW und FDP bleiben jeweils bei 4 Prozent .

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HEUTE6:15 Uhr

US-Militär: Rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen

Die US-Armee hat bei neuen Attacken auf den Iran rund 140 militärische Ziele angegriffen. Dazu gehörten iranische Raketen- und Drohnenstellungen sowie Munitionsdepots, teilte das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM mit. Die US-Angriffe erfolgten, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus angegriffen hatten.

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HEUTE6:00 Uhr

Iran schließt Straße von Hormus „bis auf Weiteres“

Die iranischen Revolutionsgarden verkündeten die Sperrung der Straße von Hormus verkündet. Dies gelte „bis auf Weiteres“. Zuvor hätten sie Warnschüsse auf ein Schiff abgefeuert, das eine „nicht genehmigte Route“ befahren habe. Das Schiff sei von Warnschüssen getroffen und angehalten worden. Die Revolutionsgarden drohten mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion.

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HEUTE5:35 Uhr

Schüsse bei Salsa-Festival

Bei einem Schusswaffenvorfall in Toronto bei einem Salsa-Festival sind zwei Menschen getötet worden. Mindestens vier weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der mutmaßliche Täter sei auf der Flucht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen
 

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12.07.2026 | Schüsse bei Salsa-Festival | Gespräche über Simson-Sonderstatus mit der EU | Iran schließt Straße von Hormus

HEUTE7:02 Uhr

Gespräche über Simson-Sonderstatus mit der EU

Bisher können in der DDR-Zeit gebaute Simson-Mopeds – Schwalbe, Star, Sperber oder S50/51 – mit Tempo 60 fahren, weil eine Sonderregelung im Einigungsvertrag das ermöglicht. Simson-Reimporte dürfen nur 45 Kilometer pro Stunde fahren. Ministerpräsident Mario Voigt plädiert bei der EU für eine Anpassung an 60 Stundenkilometer.

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HEUTE6:29 Uhr

Sonntagstrend: Union legt leicht zu – AfD bleibt stärkste Kraft

Die Union hat im aktuellen Sonntagstrend leicht zugelegt. Laut INSA, das die Umfrage wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erstellt, steigerten sich CDU/CSU um einen Punkt auf 22 Prozent. Stärkste Kraft bleibt die AfD mit 28 Prozent (-1).  SPD und Grüne folgen mit je 12 Prozent (-1), die Linke liegt bei 11 Prozent (+1). BSW und FDP bleiben jeweils bei 4 Prozent .

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US-Militär: Rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen

Die US-Armee hat bei neuen Attacken auf den Iran rund 140 militärische Ziele angegriffen. Dazu gehörten iranische Raketen- und Drohnenstellungen sowie Munitionsdepots, teilte das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM mit. Die US-Angriffe auf den Iran erfolgten, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus angegriffen hatten.

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Iran schließt Straße von Hormus „bis auf Weiteres“

Die iranischen Revolutionsgarden verkündeten die Sperrung der Straße von Hormus verkündet. Dies gelte „bis auf Weiteres“. Zuvor hätten sie Warnschüsse auf ein Schiff abgefeuert, das eine „nicht genehmigte Route“ befahren habe. Das Schiff sei von Warnschüssen getroffen und angehalten worden. Die Revolutionsgarden drohten zudem mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion.

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Schüsse bei Salsa-Festival

Bei einem Schusswaffenvorfall in Toronto bei einem Salsa-Festival sind zwei Menschen getötet worden. Mindestens vier weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der mutmaßliche Täter sei auf der Flucht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen
 

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Charlie-Kirk-Prozess: Ex-Partner belastet mutmaßlichen Schützen schwer

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In Kürze:

  • Die Voranhörung im Mordfall Charlie Kirk ist beendet. Richter Tony Graf Jr. entscheidet nach den Schlussvorträgen am 1. September, ob der Fall zum Hauptverfahren zugelassen wird.
  • Ein früherer Lebensgefährte des Angeklagten, Tyler Robinson, belastete diesen schwer. Zudem präsentierte die Staatsanwaltschaft Überwachungsvideos, DNA-Spuren und Textnachrichten als Beweismittel.
  • Die Anklage sieht ein ideologische Motive für die Tat. Die Verteidigung bestreitet die Aussagekraft mehrerer Beweise und wendet sich gegen die Verwendung von Aussagen vom Hörensagen.

 
In der Voranhörung zur Anklage gegen den 23-jährigen Tyler Robinson hat dessen früherer Zimmergenosse und Lebensgefährte Lance Twiggs diesen schwer belastet. Robinson steht unter Verdacht, am 10. September des Vorjahres den konservativen Influencer Charlie Kirk während einer Veranstaltung an der Utah Valley University ermordet zu haben.
Am Freitag, 10. Juli, ist die Beweisaufnahme im sogenannten “Preliminary Hearing” (Voranhörung)  im Utah County Historic Courthouse in Provo, Utah, zu Ende gegangen. Für 1. September 2026 ist ein weiterer Termin für die Schlussvorträge angesetzt. Anschließend soll Richter Tony Graf Jr. darüber entscheiden, ob die Anklage zugelassen wird.

Lebensgefährte: Robinson hat Schüsse auf Charlie Kirk gestanden

Dann erst können eine formelle Anklage und das eigentliche Verfahren stattfinden, in dem es um Schuld oder Unschuld des Angeklagten geht. Derzeit entscheidet der Richter lediglich um eine hinreichende Beweisdichte für eine Anklage – also einen „Probable Cause“. Die mehrtägige Voranhörung vor dem Fourth District Court in Provo diente demnach ausschließlich der Prüfung, ob genügend Beweise für ein Hauptverfahren gegen Tyler Robinson vorliegen. Robinson selbst hat sich bislang noch nicht zu den Tatvorwürfen geäußert.
Der bisherige Anklagevorwurf lautet auf erschwerten Mord. Im Fall einer Verurteilung droht Robinson die Todesstrafe. Er soll – was in der Anhörung zur Sprache gekommen ist – gegenüber Dritten die Tat gestanden haben. Einer davon soll sein Vater gewesen sein, der ihn auf Videoaufnahmen erkannt und dazu überredet haben soll, sich zu stellen.
Ein anderer sei Lance Twiggs selbst. Im Zuge der Beweisaufnahme nahm das Gericht ein Video in Augenschein, in dem dieser sich gegenüber der Polizei geäußert hatte. Robinson habe Twiggs nach der Tat weinend erklärt, er bereue diese und wünschte, er hätte sie nicht begangen. Auch präsentierte die Staatsanwaltschaft Textnachrichten, die das Paar miteinander ausgetauscht hatte.

Tatverdächtiger soll „zu viel Hass“ als Tatmotiv genannt haben

In einer davon hatte Twiggs Robinson mit dem mutmaßlichen Mord an Kirk die Frage gestellt: „Du warst doch nicht der, der das getan hat, oder?!“ Daraufhin habe dieser geantwortet: „Ich war es. Es tut mir leid.“ Auch seinem Vater gegenüber soll er die Tat eingeräumt und darüber gesprochen haben, sich das Leben zu nehmen. Dieser konnte seinen Sohn mithilfe eines Geistlichen davon abbringen.
Seinem Vater gegenüber soll Robinson als Begründung geäußert haben, es gebe „zu viel Böses“ und Kirk verbreite „zu viel Hass“. Auch in den Nachrichten an Twiggs habe der Angeklagte geschrieben:
„Ich habe genug von diesem Hass. Mancher Hass kann nicht wegverhandelt werden.“
Kirk galt als vehementer Gegner identitätspolitischer Anliegen der LGBTQ*-Community. Bei Robinsons Lebensgefährten handelt es sich um eine Transgender-Person im Übergangsprozess, bisweilen nannte Lance Twiggs sich auch „Luna“. Derzeit ist der frühere Lebensgefährte von Robinson an einem entfernten Ort untergebracht. Obwohl es keine Hinweise darauf gibt, dass Twiggs in die Planungen des mutmaßlichen Mordes eingeweiht war, gilt er in seiner früheren Umgebung als nicht sicher.

Robinson soll LGBTQ*-Themen kaum angesprochen haben

Die Staatsanwaltschaft sieht ein mögliches ideologisches Motiv für die Tat. Twiggs erklärte, Robinson habe vor der Tat kaum über Politik oder LGBTQ*-Themen gesprochen. Auch Charlie Kirk habe er nie in besonderer Weise erwähnt. Die Aussagen von Twiggs gelten als Zeugenaussagen „vom Hörensagen“. Im Voranhörungsverfahren können solche in Utah im Vorverfahren verwertet werden, wenn sie als „verlässlich“ erscheinen. Im Hauptverfahren müsste die Staatsanwaltschaft jedoch auch andere Beweise präsentieren.
Dazu gehören Aufnahmen von Überwachungsvideos, welche die Anklage erstmals in diesem Verfahrensstadium vorlegte. Diese sollen Robinson am Tattag im zeitlichen Umfeld der tödlichen Schüsse zeigen. Eines lasse den Verdächtigen bei seiner Ankunft auf dem Campus erkennen. Spätere dokumentierten dessen Aufenthalt, einen Kleidungswechsel, einen Aufenthalt auf dem Dach des Losee Centers kurz vor der Tat sowie dessen Flucht.
Robinson soll nach der Tat in ein Waldstück gelaufen sein. Dort hatten Einsatzkräfte später ein Gewehr gefunden. An mehreren Gegenständen seien auch DNA-Spuren gefunden worden, die mit Robinson und Twiggs übereinstimmen. Eines davon sei ein Handtuch gewesen, das um das sichergestellte Gewehr gewickelt gewesen sei. Dazu komme ein Schraubenzieher in der Nähe des mutmaßlichen Schützenstandes auf dem Dach. Die Verteidigung versuchte, die Aussagekraft der DNA-Analysen anzuzweifeln und verwies auf modernere Untersuchungsmethoden.

Gravuren auf Patronen als mögliche Indizien für ideologisches Motiv für Mord an Charlie Kirk

Am Tatort fanden die Ermittler auch Patronen mit eingravierten Botschaften. Diese enthielten unter anderem antifaschistische Bezüge wie Anspielungen auf das Lied „Bella Ciao“. Dazu kamen Hinweise auf das Computerspiel „Hell divers 2“ und provokante Texte. Auch diese wertete die Anklagebehörde als Hinweis auf eine mögliche ideologische Motivation des Täters. Die Schüsse fielen, als Kirk gerade eine Frage nach „transsexuellen Tätern bei Amokläufen mit Waffen“ gestellt wurde.
Die Verteidigung wandte sich gegen die DNA-Beweise und die Verwendung von Aussagen „vom Hörensagen“. Zudem verlangte sie einen Ausschluss der Öffentlichkeit von Teilen der Aussage. Der Richter folgte den meisten Anträgen nicht. Allerdings untersagte er die Übertragung weiterer Beweisstücke, als es versehentlich einen persönlichen Brief Robinsons in den Livestream schaffte.
 
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Rente und Pension – Wie groß sind die Unterschiede?

Renten und Pensionen in Deutschland unterscheiden sich erheblich – nicht nur hinsichtlich der durchschnittlichen Höhe. Eine neue Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags für die Linke zeigt die großen Unterschiede.
Der durchschnittliche Zahlbetrag bei den rund 20 Millionen Altersrentnern lag Ende 2024 bei 1.154 Euro im Monat. Die 1,4 Millionen Pensionäre des öffentlichen Dienstes erhielten Anfang 2025 ein durchschnittliches Ruhegehalt von 3.416 Euro brutto im Monat.
Beide Systeme seien so unterschiedlich, dass ein Vergleich von Beamtenversorgung und der Rentenversicherung „nur schwer möglich“ sei, stellt der Parlamentsdienst fest.
Die von der Linken-Rentenexpertin Sarah Vollath erbetene Aufstellung gibt einen Überblick über die Rentenansprüche von Beschäftigten und die Versorgungsleistungen des öffentlichen Dienstes.

Was Beschäftigte und Beamte im Alter bekommen

Die Zahlen zeigen: Rund 60 Prozent der gut 1,3 Millionen ehemaligen Beamten und Richter kommen auf monatliche Ruhegehaltsbezüge von mindestens 3.000 Euro brutto. Brutto heißt dabei vor Steuern sowie vor den eigenen Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung.
8 Prozent, 111.206 Menschen, bekommen über 5.000 Euro brutto monatlich. Nur rund 7 Prozent landen bei maximal 2.000 Euro (Stand 2025).
Dagegen liegen rund 37 Prozent der Altersrenten der gesetzlichen Versicherten unter 900 Euro (2025). Etwa 17 Prozent der Rentenzahlbeträge liegen zwischen 900 und 1.200 Euro – die mit 3,2 Millionen größte Gruppe.
Rund 16 Prozent machen Beträge zwischen 1.200 und 1.500 Euro pro Monat aus, knapp 13 Prozent 1.500 bis 1.800 und 17 Prozent 1.800 Euro und mehr. Diese Werte ergeben sich vor Steuern, aber nach Abzug von Krankenkassen- und Pflegebeitrag.

Gutachter: Leistungen nicht vergleichbar

Die unabhängigen Gutachter des Bundestags weisen unter Berufung auf das Bundessozialgericht darauf hin, dass wegen der großen Unterschiede zwischen den beiden Systemen von vornherein keine „leistungsbezogene Vergleichbarkeit“ bestehe.
Beamte haben demnach in der Regel einen vollständigen Erwerbslebenslauf. Anders viele Rentner: In den Zahlen sind beispielsweise auch die Renten ehemaliger Minijobber oder von Müttern mit Job-Unterbrechungen enthalten.
Heterogene Erwerbsbiografien führten „zu systematisch niedrigeren Durchschnittswerten“, so die Wissenschaftlichen Dienste. Einem „steuerfinanzierten Vollversorgungssystem“ stehe ein beitragsfinanziertes Solidarsystem gegenüber. Mögliche weitere Einkünfte von Menschen mit Minirenten gehen dabei nicht in die genannten Rentenhöhen ein.

Linke kritisiert Beamtenversorgung als Privileg

Die Linke-Politikerin Vollath kritisierte „das Privileg der Beamtenversorgung“. Die Rentenkommission hätte die „Gerechtigkeitslücke“ zwischen Beamten und Beschäftigten schließen müssen.
Das Gremium hatte im Auftrag der schwarz-roten Bundesregierung eine Blaupause für eine große Rentenreform vorgelegt. Die Kommission tritt zwar für das Leitbild einer Erwerbstätigenversicherung ein, aber gegen eine baldige Einbeziehung der Beamten.
Vollath hat auch nachgerechnet, wie lange ein Beschäftigter für eine monatliche Rente in Höhe des durchschnittlichen Beamtenruhegehalts arbeiten müsste, wenn er durchschnittlich verdient – Ergebnis: 80 Jahre. (dpa/red)
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„Systemsprenger“: Für sie gibt es keine hundertprozentige Lösung

Fünf vor sechs müssen sie aufstehen. Dann gibt es erst mal Frühsport. In erster Linie Liegestützen und Kniebeugen. Die Rede ist von Kindern und Jugendlichen im sogenannten „Trainingscamp“ im hessischen Diemelstadt.
Die Pädagogen dieser stationären Jugendhilfeeinrichtung sagen über die jungen Menschen, die zu ihnen kommen: Sie reagieren „auf Einmischungen von Eltern, Lehrern oder Erziehern misstrauisch, verängstigt, aggressiv und ablehnend“. Sie hätten „eine Richtung eingeschlagen, die sie selbst und andere in große Schwierigkeiten gebracht haben“. Dazu zählen Raubüberfälle, Drogen, Alkoholdelikte, Lügen, Erpressung von Mitschülern, Schule schwänzen und teils schwere Körperverletzungen an anderen.

Wenn alle Versuche scheitern

Für diese Gruppe Kinder und Jugendliche hat sich der Begriff „Systemsprenger“ eingebürgert. Inspiriert hat ihn der Erziehungswissenschaftler Menno Baumann, Professor für Intensivpädagogik an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf, der im Jahr 2010 das Buch „Kinder, die Systeme sprengen“ veröffentlichte. Der Untertitel des Buches sagt schon alles über den Inhalt aus: „Wenn Jugendliche und Erziehungshilfe aneinander scheitern“.
Es geht um Kinder und Teenager, die „durch keine pädagogische oder therapeutische Maßnahme erreichbar erscheinen“ und die somit das therapeutische System „sprengen“.
Nicht immer richtet sich der Zorn und die Frustration der Jugendlichen gegen andere, sondern auch gegen sich selbst. Baumann schildert in seiner Studie einen besonders extremen Fall der Selbstverletzung, den ihm eine Gruppenleiterin einer Kinder- und Jugendwohngruppe berichtet hat.
Ein Junge hatte sich das Bein gebrochen. „Eines Tages stand er – wir haben da hinten einen Anbau mit einem Flachdach – und da stand er oben auf dem Dach. Und dann haben wir gesagt: ‚Komm runter‘, ne, ‚wir stellen dir jetzt ne Leiter wieder ran, und ich möchte, dass du hier wieder runter kommst,‘ und dann ist er mit einem Doppelsalto mit dem gebrochenen Bein im Gips vom Dach gesprungen. So nach dem Motto: ‚Ihr könnt mir gar nichts!‘“

Foto: mactrunk/iStock

Angststörungen, Depression, Überaktivität

„Puzzle Inklusion“, ein privater pädagogischer Dienstleister in Hannover für Kinder, junge Erwachsene und deren Eltern, erklärt das Phänomen folgendermaßen: „Systemsprenger“ hätten „oft tiefe Bindungsprobleme, geringe Frustrationstoleranz und zeigen Ablehnung gegenüber Autoritäten.“
Als mögliche Gründe und Hintergründe für deren Verhalten führen die Pädagogen an: familiäre Belastungen wie häusliche Gewalt, Vernachlässigung oder Suchterkrankungen. Hinzu kämen Missbrauch, Trennung von Bezugspersonen, ADHS, Depressionen, geringe Kontakte zu anderen und fehlende Freizeitangebote.
Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) berichtet in einem Faktenpapier aus dem Jahr 2020 zu „Psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen“ davon, dass in dieser Altersgruppe am häufigsten Angststörungen, Depression, Überaktivität sowie dauerhaft aufsässiges und aggressives Verhalten auftrete.
Die BPtK verweist zudem auf eine nicht näher genannte deutsche Studie mit 2.500 Befragten. Diese habe ergeben, dass „fast die Hälfte der Jugendlichen über 14 Jahre ein belastendes Kindheitserlebnis“ gehabt hätten, „zum Beispiel die Scheidung der Eltern oder Alkoholkonsum und Drogenmissbrauch in der Familie“. Etwa 10 Prozent der Befragten hätten „von mehr als vier belastenden Erfahrungen in der Kindheit“ berichtet.
Jungen vor dem 15. Lebensjahr seien häufiger psychisch krank als Mädchen. Sie erkrankten „viereinhalbmal so häufig an ADHS, sie neigen stärker zu aggressivem und oppositionellem Verhalten, sie schwänzen häufiger die Schule oder laufen von zu Hause weg. Sie sind auch häufiger suchtkrank“, so die Psychotherapeutenkammer.

Billy the Kid in den Jahren 1879–80.

Foto: Gemeinfrei

„Billy the Kid“ und „Schinderhannes”

Systemsprenger sind keine Erscheinung der Neuzeit. Sie hat es offenbar schon immer gegeben. Die bekanntesten Beispiele dafür sind die Wildwest-Banditen „Bill the Kid“ und „Sundance Kid“ aus dem 19. Jahrhundert. Alleine der Zusatz „Kid“ verweist schon darauf, dass es sich bei diesen Gesetzlosen um Jugendliche gehandelt hat.
„Billy the Kid“ wurde nach zahlreichen Raubüberfällen und Morden mit rund 21 Jahren aus einem Hinterhalt erschossen. „Sundance Kid“ wurde zwar etwa 40 Jahre alt, verbüßte seine erste Haftstrafe aber bereits mit 20 Jahren.
Als deutsches Beispiel kann Johannes Bückler, besser bekannt unter dem Beinamen „Schinderhannes“, angeführt werden. Er wurde 1803 mit rund 24 Jahren hingerichtet, nachdem er zuvor im Hunsrück mindestens 211 Straftaten – von Diebstählen, Erpressungen bis zu mörderischen Raubüberfällen – begangen hatte. Er wurde mit etwa 16 Jahren erstmals wegen Diebstahls verhaftet.

Psychologischer Support für Pädagogen

Zurück in die Gegenwart. Baumann zufolge stellt die Altersgruppe der 13- bis 16-Jährigen „den mit Abstand größten Block“ unter den Systemsprengern. Er habe aber bereits für seine 2010-Studie mit 11- bis 13-jährigen Jugendlichen zu tun gehabt.
Für den Professor sei der Begriff „Systemsprenger“ keine Bezeichnung für ein Kind oder einen Jugendlichen mit bestimmten Eigenschaften. Sondern es ginge vielmehr um das „Prozessgeschehen“.
„Der Kinder- und Jugendhilfe gelingt es nicht, mit einem jungen Menschen ein Angebotsformat zu finden, das von allen Beteiligten als hilfreich angesehen wird“, so Baumann.
Wenn das System aber das Problem sein soll, was muss sich dann nach Meinung des Experten ändern?
Überraschenderweise nennt Baumann im Gespräch mit LOOP Kinderhilfe nicht an erster Stelle die Betroffenen, sondern die Pädagogen:
„Wir müssen in der Jugendhilfe viel, viel mehr in Mitarbeitersicherung, in emotionalen und psychologischen Support unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen investieren. Das muss der wesentliche Schwerpunkt sein“, so der Pädagoge. Die Fachberatung und das Coaching müssten „anders werden“, damit die Betreuer „in ihrer psychischen Gesundheit und ihrer Belastbarkeit“ erhalten werden.

Yuliia Kaveshnikova/iStock

Kein „Export“ von Problemfällen

Und es bedürfe Baumanns Aussage nach einer „stärkeren Regionalisierung“. Er kritisiert, dass etwa im Jahr 2022 in Schleswig-Holstein für 6.500 Heimplätze 5.500 Kinder aus anderen Bundesländern zugewiesen wurden.
Er sagt: „Lasst uns den Import-/Export-Wahnsinn beenden und lasst uns stärker in die Regionalisierung gehen, zumindest in der Verantwortung. Es kann Sinn machen, ein Kind auch mal weiter weg unterzubringen, aber die Verantwortlichkeit muss in der Region bleiben“, so der Wissenschaftler. Dafür brauche es bessere Strukturen bei Jugendämtern und Jugendhilfeträgern.

Individuelle Betreuung oder Gemeinschaft?

Und er fügt hinzu: „Wir brauchen nicht mehr Spezialangebote, die bestimmte Phänomene bearbeiten.“ Vielmehr würden Pädagogen gebraucht, die bereit seien, „sich auf diesen einen Menschen einzulassen, der da vor ihnen steht. Wir brauchen mehr Individualität für den einzelnen Menschen“, fordert Baumann.
Das privat betriebene „Trainingscamp“ Diemelstadt verfolgt laut ihrer Website einen einzigartigen Ansatz mit jenen Jugendlichen, die oft nur noch die Wahl haben: Gefängnis oder Diemelstadt. Die Einrichtung in Nordhessen befindet sich abseits von größeren Ortschaften und ist umgeben von Wald und landwirtschaftlichen Flächen. „Diese Lage entlastet von vielen negativen Versuchungen und Gelegenheiten größere Städte“, beschreiben die Betreiber ihr Bootcamp.
Zwanzig Therapieplätze gibt es dort, ausschließlich für männliche Jugendliche, die für sechs Monate an dem Trainingsprogramm teilnehmen. Unterricht gibt es nicht, aber ein straffes Sportprogramm, Arbeitsprojekte, Gemeinschaftsleben sowie „Rituale“, mit denen Grenzen gesetzt werden.

Boxen und Mannschaftssport sollen helfen

So sollen etwa mittels Boxen und Mannschaftssportarten Disziplin und Fair Play vermittelt werden. Die „aggressiven Impulse“ der Jugendlichen sollen dadurch abgebaut werden. Als weiteres Ziel wird angegeben, „lernen Regeln einzuhalten, diszipliniert zu trainieren“ und sportliche Gegner zu respektieren.
Und dann? Viele der Jugendlichen hätten am Ende der Zeit im Trainingscamp „das Gefühl, fit und leistungsfähig zu sein. Sie sind motiviert, sich weiteren Herausforderungen zu stellen, ihre Schule wieder aufzunehmen, eine Ausbildung zu machen, die Situation in der Familie wieder zu verbessern“, beschreiben die Betreiber ihre Arbeit.

Foto: Yuliia Kaveshnikova/iStock

„Erfolg ist eine Treppe, keine Tür“

Und dennoch werden laut einem Bericht von „RTL Hessen“ 50 Prozent rückfällig, wenn sie das Camp verlassen haben. Aber eine Rückfallquote von 50 Prozent ließe sich unterschiedlich bewerten: als Erfolg angesichts der Schwere der Fälle, mit denen die Einrichtung arbeitet, oder als Hinweis auf die Grenzen des Ansatzes.
Und in keiner Gesellschaft dieser Welt gelingt es, alle „verhaltensauffälligen“ Kinder und Teenager entsprechend ihren Bedürfnissen erfolgreich zu betreuen oder zu therapieren. Weder in der Vergangenheit noch in der Gegenwart oder in der Zukunft.
Wie mit dieser offenbar unlösbaren Situation umgegangen werden kann, dazu hatte etwa die 2007 verstorbene amerikanische Motivationstrainerin Dottie Walters eine klare Meinung: „Erfolg ist eine Treppe, keine Tür.“
Kummertelefon für Eltern:
Unter 0800 111 0550 erhalten Eltern kostenlose Beratung bei Erziehungsfragen.
Kummertelefon für Kinder und Jugendliche:
Unter 116 111 finden Kinder und Jugendliche ein offenes Ohr, wenn sie zu Hause Gewalt erleben oder andere Sorgen haben. Kostenlos und anonym.
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12.07.2026 | Schüsse bei Salsa-Festival | Union legt leicht zu | Iran schließt Straße von Hormus

HEUTE6:29 Uhr

Sonntagstrend: Union legt leicht zu – AfD bleibt stärkste Kraft

Die Union hat im aktuellen Sonntagstrend leicht zugelegt. Laut INSA, das die Umfrage wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erstellt, steigerten sich CDU/CSU um einen Punkt auf 22 Prozent. Stärkste Kraft bleibt die AfD mit 28 Prozent (-1).  SPD und Grüne folgen mit je 12 Prozent (-1), die Linke liegt bei 11 Prozent (+1). BSW und FDP bleiben jeweils bei 4 Prozent .

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US-Militär: Rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen

Die US-Armee hat bei neuen Attacken auf den Iran rund 140 militärische Ziele angegriffen. Dazu gehörten iranische Raketen- und Drohnenstellungen sowie Munitionsdepots, teilte das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM mit. Die US-Angriffe auf den Iran erfolgten, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus angegriffen hatten.

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Iran schließt Straße von Hormus „bis auf Weiteres“

Die iranischen Revolutionsgarden verkündeten die Sperrung der Straße von Hormus verkündet. Dies gelte „bis auf Weiteres“. Zuvor hätten sie Warnschüsse auf ein Schiff abgefeuert, das eine „nicht genehmigte Route“ befahren habe. Das Schiff sei von Warnschüssen getroffen und angehalten worden. Die Revolutionsgarden drohten zudem mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion.

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Schüsse bei Salsa-Festival

Bei einem Schusswaffenvorfall in Toronto bei einem Salsa-Festival sind zwei Menschen getötet worden. Mindestens vier weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der mutmaßliche Täter sei auf der Flucht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.
 
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12.07.2026 | Schüsse bei Salsa-Festival | US-Militär: Rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen

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Die US-Armee hat bei neuen Attacken auf den Iran rund 140 militärische Ziele angegriffen. Dazu gehörten iranische Raketen- und Drohnenstellungen sowie Munitionsdepots, teilte das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM mit. Die US-Angriffe auf den Iran erfolgten, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus angegriffen hatten.
 

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Iran schließt Straße von Hormus „bis auf Weiteres“

Die iranischen Revolutionsgarden verkündeten die Sperrung der Straße von Hormus verkündet. Dies gelte „bis auf Weiteres“. Zuvor hätten sie Warnschüsse auf ein Schiff abgefeuert, das eine „nicht genehmigte Route“ befahren habe. Das Schiff sei von Warnschüssen getroffen und angehalten worden. Die Revolutionsgarden drohten zudem mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion.
 

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Bei einem Schusswaffenvorfall in Toronto bei einem Salsa-Festival sind zwei Menschen getötet worden. Mindestens vier weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der mutmaßliche Täter sei auf der Flucht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.
 
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Fliegende Kirschkerne und eine Diesellok am Seil

111 Menschen haben gemeinsam eine Diesellok samt zwei Waggons 111 Meter weit an Seilen gezogen. Der kollektive Kraftakt während des Brezelfests in Speyer hat nach Angaben der Organisatoren unfallfrei geklappt.
Auch andernorts in Deutschland gab es kuriose Veranstaltungen: Im hessischen Witzenhausen spuckten Hunderte Teilnehmer Kirschkerne um die Wette und in Plau am See kämpften 22 Teams um den Titel der kreativsten „Badewanne“.

Muskelkraft gegen Lok

„In gut zwei Minuten war die Lok im Ziel. Jeder war überrascht, wie schnell das Ganze funktioniert hat“, berichtete der Vorsitzende des Verkehrsvereins Speyer, Uwe Wöhlert, dpa.
Mit dabei waren 19 Teams aus der Region, von Gewichthebern und Ringern bis zu Stadtwerken und Verwaltung. Die Lok und die Waggons zusammen wogen den Angaben zufolge 111 Tonnen.
Es gab zwei je 50 Meter lange Seile, die über den Schultern der Teilnehmer lagen. Die 111 Menschen liefen teils im Gleisbett. Es sei niemand gestürzt oder gestolpert, sagte Wöhlert.
Die Organisatoren hatten das Muskelkraft-Event als Weltrekordversuch angemeldet. Geplant ist ein Eintrag beim Rekordinstitut für Deutschland (RID). Ein Notar hat das Geschehen verfolgt.

30 Meter lange Spuckebahn in Hessen gebaut

Ähnlich ambitioniert, aber unter ganz anderen Vorzeichen traten im hessischen Witzenhausen Hunderte Kinder, Frauen und Männer im Kirschsteinweitspucken gegeneinander an. Die Sieger dürfen sich Deutsche Meister in der Disziplin nennen.
Das Reglement sieht vor, dass das Spucken „ausschließlich mit dem bloßen Mund“ erfolgt. „Jegliche Hilfsmittel oder Veränderungen am Kirschstein sind nicht gestattet“, heißt es dort.
Der verwendete Kirschstein muss aus den zur Verfügung gestellten Kirschen stammen. Jeder Teilnehmer hat drei Spuckversuche. Es zählt nicht das erste Aufkommen, sondern der Punkt, an dem der Stein liegenbleibt.
Das Reglement sieht vor, dass das Spucken «ausschließlich mit dem bloßen Mund» erfolgt.

Das Reglement sieht vor, dass das Spucken „ausschließlich mit dem bloßen Mund“ erfolgt.

Foto: Kai Moorschlatt/dpa

Seit 1985 finden die Deutschen Meisterschaften im Kirschsteinweitspucken schon in Witzenhausen im Rahmen der jährlichen Kesperkirmes statt. Den Titel als Deutsche Meisterin beim Kirschsteinweitspucken verteidigte Frederike Brübach – mit mehr als zwölf Metern.

Buntes Badewannen-Rennen in Plau am See

Deutlich bunter ging es in Plau am See (Mecklenburg-Vorpommern) zu, wo sich die Elde wieder in eine Rennstrecke für auffällig geschmückte Boote verwandelte.
Bei sommerlichen Temperaturen bis zu 29 Grad traten 22 Teams mit ihren „Badewannen“, meist schwimmfähigen Plattformen, gegeneinander an und kämpften unter anderem um den Titel der kreativsten Kreation.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der traditionellen Badewannenrallye stellten sich sowohl der Wertung der Besucher als auch einer Jury.

Die Teilnehmer der traditionellen Badewannenrallye stellten sich sowohl der Wertung der Besucher als auch einer Jury.

Foto: Philip Dulian/dpa

Die Teilnehmer der traditionellen Badewannenrallye stellten sich dabei sowohl der Wertung der Besucher als auch einer Jury. Die Rallye fand in diesem Jahr zum 32. Mal statt.
Gepaddelt wurde auf einer Strecke von etwa 500 Metern zwischen der Plauer Schleuse und der historischen Hubbrücke. Am Abend sollten die Teilnehmer dann noch ausgezeichnet werden. (dpa/red)