Der Landtag von Sachsen-Anhalt in Magdeburg. - Foto: Matthias Kehrein/Epoch Times
In Kürze:
CDU-KommunalpolitikerBerndPrange hat der AfD insgesamt 10.000 Euro gespendet und seine Entscheidung öffentlich begründet.
Der Bürgermeister der Gemeinde AltmärkischeHöhe kündigte an, bei der Landtagswahl am 6. September die AfD zu wählen.
Die CDU Sachsen-Anhalt bezeichnet den Vorgang als „sehrschwerwiegend“; der Kreisvorstand könnte ein Parteiausschlussverfahren beantragen.
Hintergrund ist auch der Streit über die sogenannte Brandmauer zu AfD und Linken sowie die schwierige Ausgangslage vor der Landtagswahl.
Mit zwei Spenden an die AfD in Höhe von insgesamt 10.000 Euro und einem offenen Brief hat ein Kommunalpolitiker der CDU in Sachsen-Anhalt zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl für Aufsehen gesorgt. Der CDU-Kreistagsabgeordnete und Bürgermeister der Gemeinde Altmärkische Höhe, Bernd Prange, hat die Zuwendung an die konkurrierende Partei selbst bekanntgegeben.
Die AfD hat auf ihrem X-Profil das Schreiben Pranges dokumentiert. Dieses hatte er „an die CDU Sachsen-Anhalt, an die Vorsitzenden, den Landesvorstand und die Mitglieder der CDU Sachsen-Anhalt sowie an die Öffentlichkeit“ adressiert.
Der Fuhrunternehmer ist ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde mit knapp 2.000 Einwohnern, die Teil der Verbandsgemeinde Seehausen (Altmark) im Landkreis Stendal ist. Im Oktober 2023 wurde er mit 100 Prozent der Stimmen als einziger Kandidat für sieben Jahre im Amt bestätigt.
Prange wünscht sich absolute AfD-Mehrheit – um „Kurswechsel der CDU“ zu erzwingen
In seinem Schreiben äußerte Prange, seine Entscheidung sei ein „bewusster, nach reiflicher Überlegung gefasster Schritt aus tiefer Sorge um unser Land“ gewesen. Zudem kündigte er an, bei der Landtagswahl am 6. September nicht für seine eigene Partei, sondern für die AfD stimmen zu wollen. Dies begründete er damit, dass Ministerpräsident Sven Schulze seiner Auffassung nach „den Weg zur Einbindung linker Kräfte bereits eingeschlagen“ habe und davon nicht mehr abrücken wolle.
Zudem verlieh er seiner Hoffnung Ausdruck, dass „mit mir auch viele andere Konservative“ die Partei wählen würden. Würde es der AfD gelingen, eine absolute Mehrheit zu erringen, so seine Überzeugung, würde dies die CDU zu einer Kursänderung zwingen.
Zuvor hatte Prange erklärt, seine „konservativen Werte“ seien unter anderem „Leistung, Ordnung, Sicherheit, nationale Souveränität, wirtschaftliche Vernunft und der Schutz der kulturellen Identität“. Diese sehe er in der CDU immer weniger vertreten.
„Gute und konstruktive“ Zusammenarbeit im Kreistag gelobt
Stattdessen warf er seiner Partei vor, die „Brandmauer zur AfD immer höher zu ziehen“. Gleichzeitig werde eine Zusammenarbeit mit „linken und linksradikalen Kräften akzeptiert oder sogar forciert“. Dies rufe in ihm Angst hervor, dass „Teile der CDU dieses Land und ihre eigene Partei an die Linken verraten und verkaufen“.
Eine absolute Mehrheit für die AfD bei der Landtagswahl werde nach seiner Überzeugung hingegen die „Brandmauer“ beenden. Dann, so erläuterte Prange weiter, werde es der Partei gelingen, sich gegen den „Linkskurs“ zu wehren und Bundeskanzler Friedrich Merz abzusetzen. Diesen bezeichnete der Verfasser des offenen Briefes als „Symbol einer Führung, die den konservativen Kern der CDU preisgibt“.
Prange verwies zudem auf eine „gute und konstruktive“ Zusammenarbeit der CDU mit der AfD-Fraktion im Kreistag Stendal. Gemeinsam habe man, so heißt es weiter, „bereits mehrfach konkreten Schaden durch linke Initiativen abwenden“ können. Die Zusammenarbeit mit allen Fraktionen im Kreistag beruhe „auf Gemeinsamkeiten und dem Willen zum Erhalt unserer Heimat – nicht auf ideologischer Feindschaft“.
Kreisvorstand könnte schon bald Parteiausschlussverfahren gegen Prange beantragen
Der Vorstoß wird für Prange voraussichtlich innerparteiliche Konsequenzen haben. Es sei „niemand gezwungen, Mitglied unserer Partei zu bleiben, wenn er ihre politischen Grundüberzeugungen nicht mehr teilt“, erklärte Mario Karschunke, der Generalsekretär der CDU Sachsen-Anhalt. Der Vorgang sei „sehr schwerwiegend“, heißt es in einer Mitteilung. Sollte sich die Spende bestätigen, habe sie „parteirechtliche Bedeutung“.
Wie der MDR berichtet, will sich der zuständige Kreisvorstand Stendal bei seiner nächsten Sitzung mit der Spende, die vonseiten der AfD bereits bestätigt wurde, befassen. Nach Angaben der Partei könnte es dabei auch um ein Parteiausschlussverfahren gehen.
Prange, der laut der „Mitteldeutschen Zeitung“ seit 35 Jahren Mitglied der CDU sei, wird eigenen Angaben zufolge die Partei nicht von sich aus verlassen. Gegenüber dem Medium erklärte er: „Das ist nicht mein Thema.“
Die letzte Umfrage von pollytix, die am 12. August veröffentlicht wurde, ergab, dass die CDU mit 23 Prozent abgeschlagen hinter der AfD mit 43 Prozent lag.
Sollte die AfD die absolute Mehrheit verfehlen, müsste Ministerpräsident Sven Schulze voraussichtlich einen Pakt mit der Linkspartei schließen, um im Amt bleiben zu können. In der CDU gelten sowohl gegenüber der AfD als auch der Linken Unvereinbarkeitsbeschlüsse.
Frühere Spitzenpolitiker der Union in Sachsen-Anhalt warnen vor Abreden mit Linken
Schulze hatte zuletzt mehrfach betont, keine Minister der Linken in sein Kabinett aufzunehmen. Um wichtige Beschlüsse wie solche zum Landeshaushalt durchzubringen, bräuchte Schulze aber deren Stimmen – was Zugeständnisse erforderlich machen würde.
Zuletzt hatten zwei frühere CDU-Landeschefs, Karl-Heinz Daehre und Gerd Gies, in einem offenen Brief vor einem neuen „Magdeburger Modell“ gewarnt.
Die Tolerierung einer CDU-geführten Regierung durch die Linke werde zum Ende der CDU führen, hieß es in dem Schreiben. Wörtlich erklärten die beiden Altpolitiker:
„Unsere Partei – die Partei von Adenauer, Herwegen, Erhard und Kohl – die immer für Freiheit, Demokratie und Wohlstand für alle stand, wird in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.“
Werden CDU-Politiker nach der Wahl zur AfD übertreten – oder umgekehrt?
Einzelne Kreisverbände der CDU wie jener im Landkreis Harz haben bereits mehrfach gefordert, die „Brandmauer“-Politik gegenüber der AfD zu beenden. Mehrheitsfähig war diese Position jedoch auch im Landesverband Sachsen-Anhalt nicht – obwohl dieser als konservativ gilt.
Allerdings ist nicht abzuschätzen, welche Dynamik mögliche Abreden mit der Linken herbeiführen würden. Vor allem unter älteren Unionspolitikern in Sachsen-Anhalt gilt eine Zusammenarbeit mit diesen als tabu.
Es ist nicht absehbar, ob es für die AfD zu einer absolute Mehrheit reichen wird. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hatte erklärt, nur in diesem Fall für das Amt des Ministerpräsidenten zur Verfügung zu stehen.
Ohne Namen zu nennen, hält der MDR auch Übertritte nach der Wahl aus der CDU-Fraktion in die AfD, jedoch noch mehr in der Gegenrichtung für möglich. Dies hätten „Insider“ dem Sender anvertraut und von bis zu zehn möglichen „Überläufern“ gesprochen.
Der AfD-Landesverband galt Ende der 2010er-Jahre als stark zerstritten. Die Erfolge der vergangenen Jahre scheinen jedoch zu mehr Geschlossenheit beizutragen. Dennoch soll es unter der Oberfläche noch Konfliktpotenziale geben.
Ukrainische und deutsche Soldaten bei der Ausbildung am Flugabwehrraketensystem „Patriot“ (Symbolbild). - Foto: Jens Büttner/dpa
Mehr als 80 ukrainische Soldaten, die in Deutschland für den Krieg in der Ukraine ausgebildet werden, sind seit 2022 allein in Sachsen-Anhalt von ihrem Übungsgelände geflohen. Deutschlandweit sollen es mehrere Hundert Fälle sein, zeigen aktuelle Recherchen der Wochenzeitung „Die Zeit“ am Donnerstag.
Die Männer gelten nach ukrainischem Recht als Deserteure. Ihnen drohen zu Hause bis zu zwölf Jahre Haft. Viele Deserteure haben sich in der Ukraine nicht freiwillig zur Armee gemeldet, sie wurden zwangsrekrutiert.
Als sie zur Ausbildung auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow in Sachsen-Anhalt entsandt wurden, nutzten sie die Gelegenheit zur Flucht.
Bisher rund 29.000 ukrainische Soldaten in Deutschland ausgebildet
Anders als Ukrainer, die nach Deutschland fliehen, fallen ukrainische Soldaten in Deutschland nicht unter Paragraf 24 des deutschen Aufenthaltsgesetzes. Das sieht Schutz vor, wenn jemand aus der „Ukraine vertrieben“ wurde. Das aber gilt nicht für Soldaten, die von ihrer Regierung nach Deutschland entsandt wurden.
Seit dem Beginn des Ukrainekrieges im Februar 2022 haben rund 29.000 ukrainische Soldaten eine mehrwöchige Ausbildung in Deutschland durchlaufen. Anfangs kamen hochmotivierte, erfahrene Soldaten an, die auf den unterschiedlichen Übungsplätzen in Deutschland den Umgang mit Haubitzen und Panzern lernten.
Da die Ukraine kaum noch Freiwillige für den Kampf gegen Russland findet, werden zunehmend Männer eingezogen, die unerfahren sind und nicht kämpfen wollen. (dts/red)
US-Präsident Trump will ein hervorragendes Verhältnis zu Nordkoreas Machthaber Kim haben. (Archivbild) - Foto: Evan Vucci/AP/dpa
In Kürze
Trump plant ein neues Treffen mit Kim Jong-un.
Nordkoreas Atomprogramm bleibt ein zentrales Sicherheitsproblem.
Die USA und Südkorea reduzieren gemeinsame Militärübungen.
US-Präsident Donald Trump plant, noch in diesem Jahr sich mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un zu treffen. Gleichzeitig wächst in Washington und bei den Verbündeten in der Region die Sorge über das wachsende nordkoreanische Atomwaffenprogramm.
„Er hat 57 sehr mächtige Atomwaffen“, sagte Trump vor Reportern. „Wir hätten niemals zulassen dürfen, dass es dazu kommt. Wenn ich Präsident gewesen wäre, hätte ich es nicht zugelassen, aber er hat sie.“
Trump bestätigt geplantes Treffen mit Kim
Auf die Frage eines Reporters, ob er Kim noch in diesem Jahr treffen werde, antwortete Trump knapp: „Ja, das werde ich.“
Während seiner ersten Amtszeit war Trump dreimal mit Kim zusammengetroffen. Auch in seiner zweiten Amtszeit hat er wiederholt den Wunsch nach einem persönlichen Treffen geäußert. Bisher waren entsprechende Versuche jedoch erfolglos.
Kims Schwester Kim Yo-jong wies unterdessen Trumps Aussage zurück, wonach es Anfang der Woche Kontakte zwischen Washington und dem nordkoreanischen Regime gegeben habe. Gleichzeitig ließ sie erkennen, dass Pjöngjang einem direkten Austausch zwischen Trump und Kim weiterhin offen gegenüberstehe.
„Ich weiß nichts darüber“, sagte Kim Yo-jong. „Es muss die einzige Angelegenheit sein, die die Außenpolitik der obersten Führung betrifft und von der ich nichts weiß.“ Zugleich betonte sie: „Unser Staatsoberhaupt hat gute Erinnerungen und persönliche Gefühle gegenüber Trump. Die Beziehung zwischen den beiden Staatschefs ist ausgezeichnet.“
Später wurde Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus gefragt, ob die Denuklearisierung Nordkoreas weiterhin sein Ziel sei. Der Präsident sagte, er wolle „nicht darüber sprechen“.
Trump betonte stattdessen das persönliche Verhältnis zu Kim: „Ich habe ein gutes Verhältnis zu Kim Jong-un. Er mag mich. Ich habe mich einfach sehr gut mit ihm verstanden. Wir hatten großartige Treffen.“
Kim Yo Jong, die Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un. (Archivbild)
Foto: 朝鮮通信社/KCNA via KNS/AP/dpa
USA und Südkorea reduzieren Militärübungen
Südkorea und die USA haben ihr jährliches Militärmanöver „Ulchi Freedom Shield“ verkleinert. Zudem wurden einige Feldübungen, die in dieser Woche begonnen hatten, reduziert, nachdem Trump das Pentagon angewiesen hatte, die Übungen zu verkürzen.
Als Grund verwies Trump auf die Haltung Südkoreas zum Irankrieg. „Ich war nicht glücklich, als Südkorea sagte, dass es nicht daran interessiert sei, uns bei der Straße von Hormus zu helfen“, sagte Trump. Zugleich erklärte er, die Militärübungen seien angesichts seines Verhältnisses nicht angemessen. „Ich empfand es als sehr beleidigend, eine massive Militärübung abzuhalten, wenn jemand während meiner Amtszeit ausgesprochen kooperativ war.“
Die Übungen sollen nun bis zum 21. August laufen und damit sechs Tage früher enden als ursprünglich geplant. Die beiden Verbündeten vereinbarten außerdem, gemeinsame Feldmanöver in kleinerem Umfang durchzuführen.
Im März hatten die USA, Südkorea und Japan dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine gemeinsame Erklärung zu Nordkoreas Atomwaffenprogramm vorgelegt.
Darin bekräftigten die drei Länder ihr Ziel einer vollständigen Denuklearisierung Nordkoreas. Sie warnten zugleich, dass das nordkoreanische Atomprogramm die Sicherheit in der Region gefährde.
„Nordkorea baut sein illegales Atomprogramm weiter aus“, heißt es in dem Schreiben.
Zudem verweist der Brief auf Hinweise, dass der Atomreaktor in Yongbyon weiterhin betrieben wird und dort Aktivitäten zur Wiederaufbereitung stattfinden. Auch die Urananreicherungsanlagen des Landes würden ausgebaut. Ferner weist das Schreiben auf Bemühungen Nordkoreas hin, ein atomgetriebenes U-Boot zu entwickeln.
Sorge über Zusammenarbeit mit Russland
Die drei Unterzeichnerstaaten äußerten zudem „ernste Besorgnis“ über die zunehmende militärische Zusammenarbeit zwischen Nordkorea und Russland. Besonders kritisch sehen sie den Transfer ballistischer Raketen und anderer Waffen, der nach ihrer Einschätzung direkt gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verstößt.
Im Baltikum übernehmen Kampfjets aus Nato-Staaten die Luftraumüberwachung. (Archivbild) - Foto: Mindaugas Kulbis/AP
In Kürze:
Eine größere NATO-Luftoperation fand am 18. August über Nordpolen und dem Baltikum statt.
Beteiligt waren unter anderem US- und norwegische Kampfflugzeuge, ein AWACS-Flugzeug sowie Tankflugzeuge.
Die NATO betont den defensiven Charakter der Aktivitäten.
Die Nähe zu Kaliningrad macht die Operation militärisch und politisch besonders sensibel.
Ungewöhnliche Luftaktivitäten über Nordpolen und dem Baltikum haben am Dienstag, 18. August, Aufmerksamkeit erregt. Wie die Fachpublikation „Itamilradar“ berichtet, war eine größere Anzahl an NATO-Militärflugzeugen über dem Gebiet zu beobachten. Einige sollen auch in der Nähe der russischen Exklave Kaliningrad unterwegs gewesen sein.
Beteiligt waren unter anderem US-amerikanische und norwegische Kampfflugzeuge. Das Portal nennt ein NATO-E-3A-AWACS, eine US-amerikanische EA-37B Compass Call, das US-Army-Aufklärungsflugzeug ARTEMIS sowie mehrere Tankflugzeuge. Zudem waren polnische Bodentruppen in die Übung eingebunden.
NATO betont defensiven Charakter der Operation
Dem Bericht zufolge ging es um die Zusammenführung unterschiedlicher militärischer Fähigkeiten in einem Szenario. So waren Kräfte aus den Bereichen Aufklärung, Führung und Kontrolle, elektronische Kampfführung, Jagdflugzeuge und Luftbetankung daran beteiligt. Dazu kamen die Bodentruppen.
Die Aktivitäten gingen deutlich über das hinaus, was üblicherweise mit einzelnen Routineflügen verbunden ist. Sie erweckten eher den Eindruck einer komplexen Einsatzsimulation. Die USA leiteten den Einsatz, weitere operative Einzelheiten gab das Bündnis aus Sicherheitsgründen nicht bekannt.
Allerdings betonte die NATO den defensiven Charakter der Operation. Aus dem NATO Allied Air Command hieß es, die Bündnispartner „verbessern kontinuierlich ihre Verteidigungsfähigkeiten“. Übungen dieser Art hatte das Bündnis bereits mehrfach durchgeführt. Häufig waren sie im Vorfeld angekündigt worden. Das ukrainische Portal „Militarnyi“ ordnet das Simulationsgeschehen in einen Zusammenhang mit der „Poker 2025“-Übung der französischen Nuklearstreitkräfte ein.
Nähe zu Kaliningrad macht NATO-Aktivitäten sensibel
Russische Medien berichteten über die Aktivitäten bislang zurückhaltend. Die Nachrichtenagentur „TASS“ zitierte am Dienstag eine „Quelle der europäischen Flugsicherheit“, mit der man gesprochen habe. Anschließend zählte TASS auf, um welche Flugzeuge es sich konkret gehandelt habe.
Die Nähe zur russischen Exklave Kaliningrad verleiht jeder größeren NATO-Aktivität in diesem Bereich einen politisch und militärisch sensiblen Charakter. Die Exklave ist vollständig von litauischem und polnischem Hoheitsgebiet und damit NATO-Territorium umgeben. Russland hat das Gebiet durch ein hohes Aufgebot an Luftverteidigungskräften, Raketenbasen und elektronischen Kampffähigkeiten gesichert.
Zuletzt hatten die Spannungen rund um die Region zugenommen. Russland und die NATO beschuldigen einander wechselseitig, rund um Kaliningrad eine Provokation inszenieren zu wollen, um damit einen Angriff zu rechtfertigen. Die Zusammensetzung der Kräfte bei der Übung am Dienstag demonstrierte Fähigkeiten, die in einem Konflikt mit einem hochgerüsteten Gegner im Ostseeraum benötigt würden.
Kein Hinweis auf Angriffssimulation durch NATO
Allerdings deutet derzeit nichts darauf hin, dass die NATO damit einen Angriff auf Kaliningrad simuliert hätte. Auch von russischer Seite gibt es bislang keine Aussagen, die in diese Richtung gingen. Allerdings nimmt man im Kreml die zunehmende Präsenz und Aktivität von NATO-Kräften vor der eigenen Westgrenze generell als Bedrohung wahr.
Die größere Luftoperation vom Dienstag hat jedoch eine Vorgeschichte. In den vergangenen Jahren hatte es mehrere militärische Aktivitäten und Zwischenfälle gegeben, die den Ereignissen vorausgingen. Vom 3. bis 14. August fand in Lettland die NATO-Übung „Baltic Trust 26“ statt. An dieser beteiligten sich rund 650 Soldaten aus Bündnisstaaten sowie der Ukraine, Australien und Japan.
Ein Schwerpunkt der Übung lag auf dem Aufspüren, Identifizieren und Abwehren von Drohnen. Auf diese Weise reagierte das Bündnis auf Bedrohungen durch unbemannte Fluggeräte, die Lufträume verletzen und militärische Infrastruktur gefährden könnten. Die NATO-Ostflanke gilt diesbezüglich als besonders gefährdetes Territorium.
EA-37B Compass Call als besondere Komponente
Schon im August 2024 fingen polnische F-16 eine russische Il-20-Aufklärungsmaschine ab. Der Vorfall soll sich über der Ostsee abgespielt haben – 60 Kilometer nördlich des polnischen Luftraums. Im April dieses Jahres soll es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen sein. Am 14. August schossen NATO-Kampfflugzeuge über Lettland eine fremde Drohne ab.
Seit dem Frühjahr verstärken Polen und die baltischen Staaten den Schutz ihrer kritischen Infrastruktur – etwa von Dämmen, Kraftwerken oder der Gasinfrastruktur. Zur Begründung verwiesen sie auf mögliche Sabotageaktionen oder angeblich drohende False-Flag-Szenarien.
Als besonders bemerkenswert gilt der Einsatz der Plattform EA-37B Compass Call bei der Übung. Diese ist auf elektronische Kampfführung spezialisiert und kann gegnerische Kommunikations-, Radar- und Navigationssysteme beeinträchtigen. Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass im Zuge der Übung tatsächlich russische Systeme gestört worden seien.
Am 13. August 2026 evakuieren Bootsführer Menschen während eines Waldbrands mit kleinen Booten, während in der Nähe des Dorfes Siviri in Nordgriechenland eine Rauchwolke in den Himmel aufsteigt (Symbolbild). - Foto: Vasilis Ververidis/AFP via Getty Images
Griechenland baut ein landesweites Netz zur Früherkennung von Waldbränden an wichtigen archäologischen Stätten.
Diese Anlagen sollen mögliche Brände frühzeitig erkennen und der Feuerwehr in Echtzeit Bilder und Daten liefern. Dies berichtet die Athener Zeitung „Kathimerini“ unter Berufung auf das Umwelt- und Bürgerschutzministerium.
Acht der Systeme sind bereits in Betrieb. Sie überwachen unter anderem die berühmten archäologischen Stätten von Olympia, Mykene und Epidauros.
Touristen in Athen bei ihrem Besuch des Parthenon-Tempels auf dem Akropolis-Hügel.
Foto: Angelos Tzortzinis/dpa
Wie hilfreich die Technik sein kann, zeigte sich am 31. Juli: Damals wurde ein Brand bei Mykene von dem Überwachungssystem erkannt. Um 9:44 Uhr löste es nach Angaben der Behörden automatisch Alarm aus und übermittelte Bilder und weitere Informationen an das zuständige Kontrollzentrum.
Der Brand konnte daraufhin rasch gelöscht werden, berichtete das Nachrichtenportal Flash.gr. In den kommenden Wochen sollen sechs weitere Anlagen in Betrieb gehen, unter anderem in der archäologischen Stätte rund um die Akropolis von Athen sowie in Knossos auf Kreta.
Die Anlagen verfügen über optische und Wärmebildkameras, teilweise mit einem Rundumblick von 360 Grad. Schwenk- und neigbare Kameras ermöglichen eine gezielte Überwachung verdächtiger Bereiche. An ausgewählten Standorten sollen zudem mobile Löschkanonen eine erste Brandbekämpfung ermöglichen.
Das Projekt ist Teil des griechischen Zivilschutzprogramms „Aigis“ und wird aus Mitteln des EU-Aufbau- und Resilienzfonds finanziert. Ziel ist es, Brände an besonders wertvollen Kultur- und Naturstätten möglichst früh zu erkennen und dadurch die Reaktionszeit der Einsatzkräfte zu verkürzen. (dpa/red)
Bis Kinderarztpraxen die U10 als Kassenleistung anbieten, wird es noch einige Monate dauern. - Foto: Britta Pedersen/zb/dpa
Neun- bis Zehnjährige sollen künftig eine neue Vorsorgeuntersuchung, bekannt als U-Untersuchung, beim Kinderarzt als Kassenleistung bekommen.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), der festlegt, welche medizinischen Leistungen gesetzlich Krankenversicherte in Anspruch nehmen können, hat die sogenannte U10 beschlossen. Untersucht werden sollen insbesondere ein mögliches Übergewicht, die körperliche Aktivität, die Bildschirmzeit und psychische Auffälligkeiten.
„Speziell für Kinder im Alter zwischen 9 und 10 Jahren weisen Studienergebnisse auf besondere Risiken hin“, teilte G-BA-Mitglied Bernhard van Treeck mit. Zu viel Handyzeit etwa könne zu Sprachentwicklungs- und Konzentrationsstörungen führen.
Bewegungsmangel könne Übergewicht begünstigen. Die U10 ermögliche, zu untersuchen, ob sich das Kind altersgerecht entwickele oder es Hinweise auf Erkrankungen beziehungsweise besondere Risiken gebe.
Auch eine Impfberatung steht laut G-BA auf dem Plan, vor allem um die Quoten der HPV-Impfung (Humane Papillomviren) zu erhöhen.
Bis zur Umsetzung dauert es noch
Bislang gab es nach Angaben des Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit (BIÖG) für Kinder in Deutschland folgende Untersuchungen als Kassenleistung.
U1 bis U3 finden in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt statt, U4 bis U6 bis zu Vollendung des ersten Lebensjahres, U7 bis U9 bis kurz nach dem 5. Geburtstag. Die Jugenduntersuchungen gehen dann erst wieder ab dem Alter von 12 Jahren los.
Bis Kinderarztpraxen die U10 als Kassenleistung anbieten, wird es noch einige Monate dauern. Zunächst müssen die Beschlüsse dem Bundesgesundheitsministerium vorgelegt werden. Gibt es keine Einwände, werden sie im Bundesanzeiger veröffentlicht und treten in Kraft.
Danach wird innerhalb von 6 Monaten festgelegt, wie viel Geld Ärztinnen und Ärzte für die Untersuchung bekommen. Erst dann kann die U10 als Kassenleistung angeboten werden. (dpa/red)
Medizinischer Dienst: Jahresstatistik 2025 zur Begutachtung von Behandlungsfehlern am 20. August 2026. - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Der Medizinische Dienst hat im Jahr 2025 bundesweit insgesamt 11.735 fachärztliche Gutachten zu vermuteten Behandlungsfehlern erstellt. Das teilte die Organisation in Berlin mit.
In jedem vierten Fall (3.098 Fälle) stellten die Gutachter einen Behandlungsfehler mit Schaden fest. In 2.700 Fällen war der Fehler ursächlich für den erlittenen Schaden. In 97 Fällen hat der Fehler zum Tod geführt oder wesentlich dazu beigetragen.
Die Begutachtungszahlen zeigen nur einen kleinen Ausschnitt des tatsächlichen Fehlergeschehens, es wird von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen.
Wissenschaftliche Untersuchungen gehen davon aus, dass es bei etwa zwei bis vier Prozent der stationären Behandlungen zu vermeidbaren Schadensereignissen kommt. Auf Deutschland übertragen entspricht das einer Größenordnung von rund 350.000 bis 700.000 Ereignissen pro Jahr. Unsichere Versorgung verursacht nicht nur unnötiges menschliches Leid, sondern auch erhebliche Kosten.
Die OECD schätzt, dass in hochentwickelten Ländern rund 15 Prozent der Kosten der stationären Versorgung für die Folgen vermeidbarer Schadensereignisse aufgewendet werden.
Überträgt man diesen Schätzwert auf die Krankenhausausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland, ergibt sich für 2025 eine Größenordnung von rund 16,7 Milliarden Euro.
Stefan Gronemeyer, Vorstandsvorsitzender des Medizinischen Dienstes Bund, sagte, dass mehr Patientensicherheit auch eine Frage der Wirtschaftlichkeit des Gesundheitswesens sei. „Jeder vermeidbare Schaden, den wir verhindern, bedeutet weniger Leid und vermeidet zugleich unnötige Folgekosten.“
In der Jahresstatistik 2025 stuften die Gutachter 150 Fälle (2024: 134) als sogenannte „Never Events“ ein. Dazu zählen schwerwiegende Medikationsfehler, unbeabsichtigt im Körper zurückgebliebene Fremdkörper nach Operationen wie Tupfer o.ä., Patienten- und Seitenverwechslungen, die zu erheblichen Schäden führen können.
Zwei Drittel aller erhobenen Behandlungsfehlervorwürfe beziehen sich auf Leistungen in der stationären Versorgung, zumeist in Krankenhäusern (7.633 Fälle). Ein Drittel (4.073 Fälle) entfällt auf den ambulanten Bereich.
Betrachtet man die Fachgebiete, ergibt sich folgendes Bild: 29,6 Prozent der Vorwürfe (3.476 Fälle) betreffen die Orthopädie und Unfallchirurgie; 10,6 Prozent die Innere Medizin und Allgemeinmedizin (1.246 Fälle); 9,4 Prozent die Frauenheilkunde und Geburtshilfe (1.099 Fälle).
8,9 Prozent der Fälle gab es in der Zahnmedizin (1.043 Fälle) und 8,2 Prozent in der Allgemein- und Viszeralchirurgie (961 Fälle). 6,6 Prozent der Vorwürfe beziehen sich auf Pflege (776 Fälle). 26,7 Prozent der Vorwürfe entfallen auf 29 weitere Fachgebiete (3.134 Fälle).
In der Jahresstatistik 2025 sind 11.735 Verdachtsfälle zu knapp 1.000 verschiedenen Diagnosen erfasst. Die Vorwürfe betreffen fehlerhafte Behandlungen bei Hüft- und Kniegelenksverschleiß, Knochenbrüchen, Gallensteinen, Zahnwurzelbehandlungen und vieles andere mehr. (dts/red)
So idyllisch: Der „Nyhavn“ in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen ist bei Touristen beliebt. (Archivbild) - Foto: Francoise Hauser/dpa-tmn
Dänemark ist als Reiseziel beliebt wie nie und besonders bei Deutschen weiter hoch im Kurs. Im ersten Halbjahr 2026 verzeichneten etwa Hotels, Ferienhäuser und Campingplätze eine Rekordzahl an Übernachtungen von Touristen.
Während knapp die Hälfte der rund 26 Millionen Übernachtungen (2025: rund 25,5 Mio) auf Dänen entfällt, halten unter den ausländischen Gästen besonders die Deutschen Dänemark die Treue.
Mehr Deutsche, Norweger, Schweden
Mehr als 7,5 Millionen Übernachtungen zwischen Januar und Juni wurden laut Zahlen des dänischen Statistikamts von deutschen Urlaubern gebucht – ein leichter Anstieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 (rund 7,4 Millionen).
„Neben den deutschen Gästen, die für den weit größten Anteil der ausländischen Übernachtungen stehen, können wir sehen, dass auch Gäste aus Norwegen und Schweden nach schwächeren Jahren wieder zurück nach Dänemark finden“, sagte Lars Bertolt Winther.
Winther ist Tourismus-Chef beim Wirtschaftsverband Dansk Industri, der Nachrichtenagentur Ritzau. Auch aus den USA kommen demnach mehr Touristen in das skandinavische Land.
Deutsche Sommerferien wirken sich auf Übernachtungen aus
Für das zweite Halbjahr rechnen die Statistiker bislang mit einem ähnlichen Niveau wie 2025. Die Buchungen für Juli seien aber im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, hieß es.
„Dieser Anstieg ist vor allem auf ein Plus von 12 Prozent bei den Buchungen deutscher Touristen zurückzuführen, da in vielen deutschen Bundesländern die Sommerferien früher begonnen haben“, berichtete das dänische Statistikamt. „Aus demselben Grund dürften die Buchungen für August zurückgegangen sein.“ (dpa/red)
Das für 2035 geplante Verbrenner-Aus für Neuwagen findet wenig Zustimmung in Deutschland. - Foto: Victor Golmer /iStock
HEUTE11:11 Uhr
Spahn gibt auch Vorsitz von CDU Münsterland ab
Nach dem Unions-Fraktionsvorsitz will Jens Spahn (CDU) auch in seiner Heimat den Vorsitz des CDU-Bezirks Münsterland abgeben. „Ich habe mich entschieden, nicht erneut für den Vorsitz der CDU-Münsterland zu kandidieren“, sagte Spahn den „Westfälischen Nachrichten“. Im Juli hatte Spahn noch eine erneute Kandidatur angekündigt.
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HEUTE10:32 Uhr
Waldbrand im Hohen Venn: Deutsche Feuerwehrleute ziehen ab
Deutsche Feuerwehrleute beenden ihren Einsatz auf dem 3.000-Hektar-großen Waldbrand in Belgien; belgische Freiwillige Feuerwehren sollen sie ersetzen. Es wird weiterhin die oberste Vegetations- und Humusschicht abgetragen, um brennbares Material zu entfernen. Das Feuer ist vollständig eingekreist. Es kann noch Wochen oder Monate dauern, die unterirdischen Brände in dem Torfmoor zu löschen.
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HEUTE10:22 Uhr
Klimaphänomen El Niño: Für 80 Prozent von Honduras Dürre-Alarm ausgerufen
Honduras hat für 80 Prozent des Landes einen Dürre-Alarm ausgerufen. 234 der 298 Gemeinden seien von niedrigen Wasserständen, Ernteausfällen und Vieh-Sterben betroffen. In 75 Gebieten gilt Alarmstufe Rot, darunter in der Hauptstadt Tegucigalpa. Die Krise soll bis März oder April 2027 dauern und im Zusammenhang mit dem aktuellen El Niño stehen.
Ein Mann füllt aufgrund der mangelhaften Wasserversorgung in der Region Trinkwasser in Plastikfässer – in einem Haus in Tegucigalpa am 19. August 2026.
Foto: Orlando Sierra/AFP via Getty Images
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HEUTE10:15 Uhr
Frankfurter Justiz erhebt Anklage gegen mutmaßliche Cum-Ex-Täter
Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat vier Männer – zwei Briten, einen Deutsche und einen US-Bürger – wegen schwerer Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Cum-Ex-Geschäften angeklagt. Sie sollen 2008 eine Cum-Ex-Handelsstrategie mit DAX-Werten entwickelt, genehmigt und umgesetzt und damit einen Steuerschaden von 20 Millionen Euro erzeugt haben.
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HEUTE9:53 Uhr
USA und Kanada melden Fortschritte in Handelsverhandlungen
Die USA und Kanada sehen Fortschritte: Laut US-Präsident Donald Trump gibt es einen „Deal“, es müssten nur noch die Unterlagen finalisiert werden. Ähnlich äußerte sich Kanadas Premierminister Mark Carney. Ottawa strebt niedrigere Zölle auf Autos, Stahl, Aluminium, Kupfer und Holzprodukte an. Die USA sucht Lösungen für ihre Landwirte und alkoholische Getränke.
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HEUTE9:43 Uhr
ADAC: Deutlich weniger Neuwagen für unter 20.000 Euro
Neuwagen unter 20.000 Euro werden seltener. Laut ADAC gibt es derzeit auf den deutschen Markt nur 16 Modelle. 2021 waren es demnach noch 35. Kein günstiges Modell stammt von einem deutschen Hersteller. Erstmals sind drei Modelle vollelektrisch.
Fünf Monate nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz verzeichnen CDU und SPD Verluste. Laut Infratest dimap käme die CDU auf 28 Prozent (-3 Prozentpunkte), die SPD steht bei 19 Prozent (-6). Die AfD steigt um 4,5 Zähler auf 24 Prozent. Die grünen kämen auf 11 (+3), die Linke auf 5 (damals 4,4), FDP und Freie Wähler auf je 3 Prozent.
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HEUTE9:20 Uhr
Neue gegenseitige Angriffe von Russland und Ukraine
In der Nacht hat Russland erneut Wohngebiete und Lagerhallen in Kiew und Umgebung angegriffen; es habe mindestens 12 Tote und 33 Verletzte gegeben. Russland meldete rund 250 ukrainische Drohnen in der Region Moskau. Polen mobilisierte seine Luftverteidigung. In Rumänien stiegen zwei spanische NATO-Kampfjets auf. Eine Drohne stürzte in Rumänien in einem unbewohnten Gebiet im Kreis Tulcea ab.
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HEUTE8:53 Uhr
Unruhe bei der BSW Thüringen
Katja Wolf, Chefin des Thüringer BSW-Landesverbandes, kritisiert Sahra Wagenknecht: mit der Annäherung an die AfD sei eine Grenze überschritten. Für das BSW könne es keine Verbrüderung mit der AfD geben, eine Duldung des AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund in Sachsen-Anhalt lehnt sie ab. Gleiches gilt für eine Forderung von Wagenknecht nach Einsetzung einer Expertenregierung in Thüringen.
Katja Wolf (Archiv)
Foto: via dts Nachrichtenagentur
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HEUTE8:44 Uhr
Geschäft für Hotels und Gastronomie schrumpft
In der ersten Jahreshälfte fielen im Gastgewerbe in Deutschland preisbereinigt die Umsätze verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 5,2 Prozent. Da gleichzeitig Preiserhöhungen durchgesetzt wurden, stieg der nominale Umsatz um 2,1 Prozent. Gaststätten und Restaurants: Umsatz -5,7 Prozent, Hotels -3,2 Prozent.
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HEUTE8:30 Uhr
Deutsche Exporte legen im ersten Halbjahr zu
Im 1. Halbjahr stiegen die deutsche Exporte auf einen Wert von 817,8 Milliarden Euro (+3,9 Prozent als im 1. HJ 2025). Nach Deutschland importiert wurden Waren im Wert von 712,1 Milliarden Euro (+4,7 Prozent). An der Spitze der Ex- und Importe lagen Waren aus China, gefolgt von den USA und den Niederlanden. Am meisten exportiert wurden Autos und Kfz-Teile, Maschinen und DV-Geräte, elektrische und optische Erzeugnisse
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HEUTE8:04 Uhr
Evergrande-Gründer in China zu lebenslanger Haft verurteilt
Korruption, Finanzbetrug, Untreue und Unterschlagung: Der Gründer des insolventen chinesischen Immobilienriesen Evergrande, Xu Jiayin, ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Sein Eigentum wird beschlagnahmt. Evergrande und seine Immobiliensparte müssen umgerechnet rund 2 Milliarden Euro zahlen. Fünf weitere ranghohe Manager erhielten zwischen 6 und 18 Jahren Haft. 2021 meldete Evergrande Insolvenz an.
Gebäude des chinesischen Baukonzerns Country Garden Holdings in Zhengzhou, in der Provinz Henan. Der Immobilienkonzern ist massiv verschuldet, die Angst vor einem Zusammenbruch (ähnlich dem seines Konkurrenten Evergrande) wächst.
Foto: STR/AFP via Getty Images
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HEUTE7:53 Uhr
Kindesmissbrauch: Neue Vorwürfe gegen Chirurgen in Frankreich
Nach seiner Verurteilung zu 20 Jahren Haft werden dem inhaftierten Chirurgen Joël Le Scouarnec (75) weitere 40 sexuelle Übergriffe und zehn Vergewaltigungen vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Die Vorwürfe betreffen 48 Opfer in den Jahren 1987 bis 2017 und sind noch nicht verjährt.
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HEUTE7:49 Uhr
US-Staatsverschuldung erstmals über 40 Billionen Dollar
Die Staatsverschuldung der USA ist laut dem Finanzministerium erstmals auf 40,05 Billionen Dollar (rund 34 Billionen Euro) gestiegen – höher als prognostiziert. Grund dafür sind unter anderem die Zollpolitik, Zahlungsverpflichtungen bei sozialer Sicherheit und Gesundheitsversorgung sowie steigende Zinskosten.
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HEUTE7:34 Uhr
„Politbarometer“: AfD weiter klar vorn – Grüne legen zu
Die AfD ist mit 27 Prozent (-1) im aktuellen ZDF-„Politbarometer“ in der Wählergunst klar vorn geblieben. CDU/CSU erreichen 22 Prozent (-1), die Grünen 14 Prozent (+1). Für SPD (12), Linke (12) und FDP (4) ergeben sich keine Veränderungen. Die sonstigen Parteien kommen auf 9 Prozent (+1).
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HEUTE7:21 Uhr
Sachsens Wirtschaftsminister: VW-Werk in Zwickau produktiver als andere
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) sieht für Volkswagen eine gute Zukunft in Zwickau-Mosel: „Zwickau ist 30 Prozent produktiver als das zweitbeste Fahrzeugproduktionswerk in Deutschland“. Die Senkung der Fabrikkosten sei 2025 erreicht worden, 2026 liege der Standort auf Zielkurs. Bei vergleichbarer Rechnung sei die Arbeitsproduktivität höher als im VW-Werk Bratislava. VW-Chef Oliver Blume besucht das Werk in der kommenden Woche.
Das Werk von Volkswagen in Zwickau (Sachsen). Hier werden ausschließlich Elektroautos hergestellt.
Foto: Spitzt-Foto/iStock
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HEUTE7:11 Uhr
Gasspeicher: Verbraucherschützer warnen vor steigenden Gaspreise
Angesichts der geringen Füllstände der Gasspeicher warnt die Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, Ramona Pop, vor steigenden Preisen für Gaskunden. Verbraucher sollten jetzt prüfen, ob ihr Vertrag über den Winter hinaus eine Preisbindung vorsieht. Auch ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter sei für Haushalte in der Grundversorgung hilfreich.
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HEUTE6:46 Uhr
Bauernverband warnt vor Putins Einfluss auf den Weizenmarkt
Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, wirft Russland vor, „Weizen als strategische Waffe gegen Deutschland, gegen Europa und die USA“, zu nutzen. Aggressive Preispolitik und große Exportmengen drückten die Weltmarktpreise – dadurch würden hiesige Bauern nichts verdienen. Rukwied fordert die Politik zum Handeln auf.
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HEUTE6:25 Uhr
China droht der EU im Streit um JD.com
China droht der EU wegen ihrer Untersuchung zur geplanten Übernahme der MediaMarkt-Saturn-Mutter Ceconomy durch den chinesischen Onlinehändler JD.com und verbot, die EU bei bestimmten Auskunftsersuchen in China zu unterstützen. Das Justizministerium warf Brüssel vor, umfangreiche und unnötige Informationen verlangt zu haben. Brüssel prüft, ob JD.com Subventionen wie günstige Finanzierungen, Steuervergünstigungen und Zuschüsse erhalten hat, die den Wettbewerb verzerren könnten.
MediaMarktSaturn ist Europas größter Elektronikfachhändler und nach Amazon, Otto und Zalando viertgrößter Onlineshop in Deutschland.
Foto: Creativebird/iStock
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HEUTE6:12 Uhr
Neuer Waldbrand nahe Madrid ausgebrochen
50 Kilometer westlich von Madrid ist erneut ein Feuer ausgebrochen, Behörden ordneten die Evakuierung einiger Häuser des Ortes Aldea del Fresno an. Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten. Neun Löschflugzeuge waren im Einsatz, starker Wind fachte die Flammen an.
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HEUTE5:29 Uhr
Grüne fordern Drohnen-Gipfel im Kanzleramt
Die Grünen fordern nach dem Leipzig-Vorfall einen Drohnen-Gipfel im Kanzleramt, an dem alle Zuständigen aus Bund und Ländern teilnehmen. Sie werfen Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) „Symbolpolitik“ vor und wollen, dass grundsätzlich die Bundespolizei für Überwachung und Abwehr von Drohnen zuständig sein soll.
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HEUTE5:02 Uhr
Berichte: Harry und Meghan vor Rückzug nach Großbritannien
Der britische Prinz Harry und seine Frau Meghan planen Medienberichten zufolge, noch in diesem Monat nach Großbritannien zurückzukehren. Eine offizielle Bestätigung des Paares oder Königspalastes gab es zunächst nicht. Sie sagten sich 2020 von ihren royalen Pflichten los und zogen mit ihren Kindern nach Kalifornien. 2025 äußerte Harry den Wunsch nach einer Aussöhnung.
Welche Rolle spielen Harry und Meghan künftig im Königshaus? (Archivbild)
Foto: Amy Katz/ZUMA Press Wire/dpa
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HEUTE4:55 Uhr
Libanon liefert Assad-General nach Syrien aus
Der Libanon hat den ehemaligen syrischen General Adel Issa an Syrien ausgeliefert. Ihm werden unter anderem Mord und Folter vorgeworfen, gegen Issa lag ein Haftbefehl vor. Grundlage war ein Justizabkommens von 1951 zwischen Beirut und Damaskus.
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HEUTE4:37 Uhr
Klimaschutz: Kleingärtnerverband will Förderung vom Bund
Stefan Grundei, Geschäftsführer des Bundesverbands der Kleingartenvereine fordert von der Bundesregierung mehr Einsatz für den Erhalt und Ausbau von Kleingärten und Geld im nächsten Haushalt. Sie seien ein Teil der Infrastruktur und wichtig für Biodiversität, Naherholung und eine Kühlung der Städte. Ein Förderprogramm war aus den Bundeshaushalten 2025 und 2026 gestrichen worden.
Trumps Kurs gegen den Iran nimmt neue Formen an. - Foto: Anna Moneymaker/Getty Images
In Kürze
Trump droht mit maximalen wirtschaftlichen Maßnahmen gegen Iran.
Unterstützer Irans sollen mit schweren wirtschaftlichen Konsequenzen rechnen.
USA wollen Isolation und Blockade in der Straße von Hormus verstärken.
Die USA verschärfen ihren Kurs gegenüber dem Iran drastisch. US-Präsident Donald Trump kündigte am Mittwoch einen umfassenden „Wirtschaftskrieg“ gegen die Islamische Republik an und drohte zugleich mit einer beispiellosen wirtschaftlichen Isolation des Landes.
„Niemand hat der Islamischen Republik Iran eine größere Gelegenheit gegeben, eine Einigung zu erzielen, als ich. TRAGISCHERWEISE haben sie es versäumt, sie zu nutzen“, schrieb Trump in einem Beitrag auf Truth Social. „Daher kündige ich heute die HÄRTESTE WIRTSCHAFTLICHE OPERATION AN, DIE JEMALS GEGEN EIN LAND DURCHGEFÜHRT WURDE!“
Trump machte zugleich deutlich, dass es aus seiner Sicht nicht bei einzelnen Sanktionen bleiben soll. „Dies bedeutet Wirtschaftskrieg und Isolation in einem beispiellosen Ausmaß“, schrieb er.
Trump richtete seine Warnung dabei nicht nur an den Iran selbst. Auch ausländische Staaten sollen ins Visier der USA geraten, wenn ihre Finanzinstitute, Unternehmen, Flughäfen oder staatlichen Einrichtungen Teheran wirtschaftlich unterstützen oder dem Land auf andere Weise „irgendeine Art von Lebensader“ zur Verfügung stellen.
Für solche Unterstützung stellte Trump massive wirtschaftliche Konsequenzen in Aussicht. Als mögliche Ziele nannte er unter anderem „Ölschmuggel, Swap-Linien, Bargeldtransfers, Wechselstuben, Schiffsregister [und] Tarnfirmen“.
Ein Mann passiert am 24. Juli 2026 ein Wandbild von Ajatollah Ali Chamenei in Teheran. Iran meldete Drohnenangriffe auf US-Militärziele in Bahrain und Jordanien.
Foto: AFP via Getty Images
Trump: „Dies wird ein wirtschaftlicher D-Day sein“
Trump nannte dabei keine konkreten Länder, die von den angedrohten Maßnahmen betroffen sein könnten. Stattdessen richtete er eine deutliche Warnung an mögliche Unterstützer des Iran: Ihr „wisst, wer ihr seid“.
„Dies wird ein WIRTSCHAFTLICHER D-DAY sein, und wir brauchen alle unsere Verbündeten an der Seite der Vereinigten Staaten von Amerika, um die Bedrohung durch den Iran zu isolieren und zu besiegen. Diese Wahnsinnigen sind am Ende, und diese HISTORISCHEN MASSNAHMEN werden sie und ihre Fähigkeit, weltweit Terror zu verbreiten, lähmen“, so Trump.
Zugleich wiederholte der Präsident seine Einschätzung, dass die militärischen und wirtschaftlichen Fähigkeiten des Iran bereits weitgehend geschwächt seien. „Ihre Marine ist verschwunden, ihre Luftwaffe ist zerstört, ihre Militärfabriken liegen in Trümmern, ihre Währung ist wertlos, und ihr Land hängt an einem seidenen Faden“, schrieb Trump.
Trump bekräftigte zugleich, dass der Iran aus seiner Sicht niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangen dürfe. Die umfangreichen US-Militäroperationen in der Region hätten in den vergangenen Monaten nach seinen Angaben vor allem das Ziel verfolgt, das Atomprogramm des Terrorismus unterstützenden Regimes zu beenden.
Der nun angekündigte Kurs kommt zu einem Zeitpunkt, an dem diplomatische Bemühungen zwischen den Konfliktparteien wiederholt gescheitert sind. Beide Seiten werfen sich dabei Verstöße gegen bestehende Vereinbarungen und Verträge vor.
Die US-Regierung hatte einen verschärften wirtschaftlichen Kurs gegenüber Teheran bereits seit Längerem angekündigt. Finanzminister Scott Bessent sagte am Donnerstag in der Sendung „Rob Schmitt Tonight“ von „Newsmax“, Trump habe das US-Finanzministerium angewiesen, „maximalen Druck auf das iranische Regime auszuüben“.
Bessent kündigt wirtschaftliche Isolation und Blockade an
Bessent kündigte dabei eine Kombination aus wirtschaftlichem Druck und einer verschärften Blockade an. „Es wird eine Kombination aus wirtschaftlicher Isolation sein, wie die Welt sie noch nie zuvor gesehen hat, und der fortgesetzten Blockade in der Straße von Hormus, die verhindern wird, dass irgendetwas in die iranischen Häfen hinein- oder aus ihnen herausgelangt“, sagte er.
Der Kurswechsel der US-Regierung folgt auf die Ankündigung der Vereinigten Arabischen Emirate, den Handel mit dem Iran einzustellen. Zuvor hatten iranische Truppen nach Angaben der Regierung zwei Raketen auf das Land abgefeuert.
Die gegenseitige Abneigung zwischen den Anhängern der deutschen Parteien hat seit 2020 deutlich zugenommen. Das zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Auswertung der Dresdner Niederlassung des ifo-Instituts.
Die gegenseitige Abneigung wachse vor allem zwischen den Anhängern der etablierten Parteien, insbesondere zwischen Union und Grünen, sagte ifo-Forscherin Klara Lehmann.
„Anders als häufig vermutet, geht der Anstieg jedoch nicht direkt auf die AfD zurück.“ In Ostdeutschland ist der Anstieg der Abneigung zwischen den Parteilagern ähnlich ausgeprägt wie im Westen.
Rund die Hälfte der stärkeren Abneigung seit 2020 entfällt der Analyse zufolge auf das Verhältnis zwischen Union und Grünen, ein weiteres Fünftel auf die Abkühlung zwischen Union und SPD.
Was den Anstieg nach 2020 ausgelöst habe, ließe sich nicht abschließend klären. Es fielen mehrere Entwicklungen zeitlich zusammen, darunter die Covid-19-Pandemie, der Ukrainekrieg und der Bruch der Ampelkoalition, so Lehmann.
Die Auswertung untersucht, wie stark Anhänger die eigene Partei bevorzugen und andere Parteien ablehnen, unabhängig davon, wie weit ihre Sachpositionen auseinanderliegen.
Die Autoren schreiben einen etablierten Polarisierungsindex auf Basis des GESIS-Politbarometers bis 2024 fort. Die Erhebungen umfassen die Sympathiebewertungen für Parteien auf einer Skala von 0 bis 10 und die jeweils angegebene Wahlabsicht.
Rund 65 Prozent des Anstiegs seit 2013 entfallen auf eine echte Verschärfung der Abneigung (Animositätseffekt), nur 35 Prozent auf veränderte Stimmengewichte (Gewichtungseffekt).
Im Osten steigt der Index etwas stärker, das ist allerdings vor allem ein rechnerischer Effekt aufgrund der dort anderen Parteienlandschaft. Die tatsächliche Zunahme der gegenseitigen Ablehnung ist in Ost und West gleich groß. (dts/red)
Das für 2035 geplante Verbrenner-Aus für Neuwagen findet wenig Zustimmung in Deutschland. - Foto: Victor Golmer /iStock
HEUTE9:43 Uhr
ADAC: Deutlich weniger Neuwagen für unter 20.000 Euro
Neuwagen unter 20.000 Euro werden seltener. Laut ADAC gibt es derzeit auf den deutschen Markt nur 16 Modelle. 2021 waren es demnach noch 35. Kein günstiges Modell stammt von einem deutschen Hersteller. Erstmals sind drei Modelle vollelektrisch.
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HEUTE9:33 Uhr
Rheinland-Pfalz: Starke Verluste für CDU und SPD
Fünf Monate nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz verzeichnen CDU und SPD Verluste. Laut Infratest dimap käme die CDU auf 28 Prozent (-3 Prozentpunkte), die SPD steht bei 19 Prozent (-6). Die AfD steigt um 4,5 Zähler auf 24 Prozent. Die grünen kämen auf 11 (+3), die Linke auf 5 (damals 4,4), FDP und Freie Wähler auf je 3 Prozent.
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HEUTE9:20 Uhr
Neue gegenseitige Angriffe von Russland und Ukraine
In der Nacht hat Russland erneut Wohngebiete und Lagerhallen in Kiew und Umgebung angegriffen; es habe mindestens 12 Tote und 33 Verletzte gegeben. Russland meldete rund 250 ukrainische Drohnen in der Region Moskau. Polen mobilisierte seine Luftverteidigung. In Rumänien stiegen zwei spanische NATO-Kampfjets auf. Eine Drohne stürzte in Rumänien in einem unbewohnten Gebiet im Kreis Tulcea ab.
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HEUTE8:53 Uhr
Unruhe bei der BSW Thüringen
Katja Wolf, Chefin des Thüringer BSW-Landesverbandes, kritisiert Sahra Wagenknecht: mit der Annäherung an die AfD sei eine Grenze überschritten. Für das BSW könne es keine Verbrüderung mit der AfD geben, eine Duldung des AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund in Sachsen-Anhalt lehnt sie ab. Gleiches gilt für eine Forderung von Wagenknecht nach Einsetzung einer Expertenregierung in Thüringen.
Katja Wolf (Archiv)
Foto: via dts Nachrichtenagentur
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HEUTE8:44 Uhr
Geschäft für Hotels und Gastronomie schrumpft
In der ersten Jahreshälfte fielen im Gastgewerbe in Deutschland preisbereinigt die Umsätze verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 5,2 Prozent. Da gleichzeitig Preiserhöhungen durchgesetzt wurden, stieg der nominale Umsatz um 2,1 Prozent. Gaststätten und Restaurants: Umsatz -5,7 Prozent, Hotels -3,2 Prozent.
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HEUTE8:30 Uhr
Deutsche Exporte legen im ersten Halbjahr zu
Im 1. Halbjahr stiegen die deutsche Exporte auf einen Wert von 817,8 Milliarden Euro (+3,9 Prozent als im 1. HJ 2025). Nach Deutschland importiert wurden Waren im Wert von 712,1 Milliarden Euro (+4,7 Prozent). An der Spitze der Ex- und Importe lagen Waren aus China, gefolgt von den USA und den Niederlanden. Am meisten exportiert wurden Autos und Kfz-Teile, Maschinen und DV-Geräte, elektrische und optische Erzeugnisse
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HEUTE8:04 Uhr
Evergrande-Gründer in China zu lebenslanger Haft verurteilt
Korruption, Finanzbetrug, Untreue und Unterschlagung: Der Gründer des insolventen chinesischen Immobilienriesen Evergrande, Xu Jiayin, ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Sein Eigentum wird beschlagnahmt. Evergrande und seine Immobiliensparte müssen umgerechnet rund 2 Milliarden Euro zahlen. Fünf weitere ranghohe Manager erhielten zwischen 6 und 18 Jahren Haft. 2021 meldete Evergrande Insolvenz an.
Gebäude des chinesischen Baukonzerns Country Garden Holdings in Zhengzhou, in der Provinz Henan. Der Immobilienkonzern ist massiv verschuldet, die Angst vor einem Zusammenbruch (ähnlich dem seines Konkurrenten Evergrande) wächst.
Foto: STR/AFP via Getty Images
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HEUTE7:53 Uhr
Kindesmissbrauch: Neue Vorwürfe gegen Chirurgen in Frankreich
Nach seiner Verurteilung zu 20 Jahren Haft werden dem inhaftierten Chirurgen Joël Le Scouarnec (75) weitere 40 sexuelle Übergriffe und zehn Vergewaltigungen vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Die Vorwürfe betreffen 48 Opfer in den Jahren 1987 bis 2017 und sind noch nicht verjährt.
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HEUTE7:49 Uhr
US-Staatsverschuldung erstmals über 40 Billionen Dollar
Die Staatsverschuldung der USA ist laut dem Finanzministerium erstmals auf 40,05 Billionen Dollar (rund 34 Billionen Euro) gestiegen – höher als prognostiziert. Grund dafür sind unter anderem die Zollpolitik, Zahlungsverpflichtungen bei sozialer Sicherheit und Gesundheitsversorgung sowie steigende Zinskosten.
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HEUTE7:34 Uhr
„Politbarometer“: AfD weiter klar vorn – Grüne legen zu
Die AfD ist mit 27 Prozent (-1) im aktuellen ZDF-„Politbarometer“ in der Wählergunst klar vorn geblieben. CDU/CSU erreichen 22 Prozent (-1), die Grünen 14 Prozent (+1). Für SPD (12), Linke (12) und FDP (4) ergeben sich keine Veränderungen. Die sonstigen Parteien kommen auf 9 Prozent (+1).
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HEUTE7:21 Uhr
Sachsens Wirtschaftsminister: VW-Werk in Zwickau produktiver als andere
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) sieht für Volkswagen eine gute Zukunft in Zwickau-Mosel: „Zwickau ist 30 Prozent produktiver als das zweitbeste Fahrzeugproduktionswerk in Deutschland“. Die Senkung der Fabrikkosten sei 2025 erreicht worden, 2026 liege der Standort auf Zielkurs. Bei vergleichbarer Rechnung sei die Arbeitsproduktivität höher als im VW-Werk Bratislava. VW-Chef Oliver Blume besucht das Werk in der kommenden Woche.
Das Werk von Volkswagen in Zwickau (Sachsen). Hier werden ausschließlich Elektroautos hergestellt.
Foto: Spitzt-Foto/iStock
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HEUTE7:11 Uhr
Gasspeicher: Verbraucherschützer warnen vor steigenden Gaspreise
Angesichts der geringen Füllstände der Gasspeicher warnt die Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, Ramona Pop, vor steigenden Preisen für Gaskunden. Verbraucher sollten jetzt prüfen, ob ihr Vertrag über den Winter hinaus eine Preisbindung vorsieht. Auch ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter sei für Haushalte in der Grundversorgung hilfreich.
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HEUTE6:46 Uhr
Bauernverband warnt vor Putins Einfluss auf den Weizenmarkt
Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, wirft Russland vor, „Weizen als strategische Waffe gegen Deutschland, gegen Europa und die USA“, zu nutzen. Aggressive Preispolitik und große Exportmengen drückten die Weltmarktpreise – dadurch würden hiesige Bauern nichts verdienen. Rukwied fordert die Politik zum Handeln auf.
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HEUTE6:25 Uhr
China droht der EU im Streit um JD.com
China droht der EU wegen ihrer Untersuchung zur geplanten Übernahme der MediaMarkt-Saturn-Mutter Ceconomy durch den chinesischen Onlinehändler JD.com und verbot, die EU bei bestimmten Auskunftsersuchen in China zu unterstützen. Das Justizministerium warf Brüssel vor, umfangreiche und unnötige Informationen verlangt zu haben. Brüssel prüft, ob JD.com Subventionen wie günstige Finanzierungen, Steuervergünstigungen und Zuschüsse erhalten hat, die den Wettbewerb verzerren könnten.
MediaMarktSaturn ist Europas größter Elektronikfachhändler und nach Amazon, Otto und Zalando viertgrößter Onlineshop in Deutschland.
Foto: Creativebird/iStock
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HEUTE6:12 Uhr
Neuer Waldbrand nahe Madrid ausgebrochen
50 Kilometer westlich von Madrid ist erneut ein Feuer ausgebrochen, Behörden ordneten die Evakuierung einiger Häuser des Ortes Aldea del Fresno an. Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten. Neun Löschflugzeuge waren im Einsatz, starker Wind fachte die Flammen an.
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HEUTE5:29 Uhr
Grüne fordern Drohnen-Gipfel im Kanzleramt
Die Grünen fordern nach dem Leipzig-Vorfall einen Drohnen-Gipfel im Kanzleramt, an dem alle Zuständigen aus Bund und Ländern teilnehmen. Sie werfen Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) „Symbolpolitik“ vor und wollen, dass grundsätzlich die Bundespolizei für Überwachung und Abwehr von Drohnen zuständig sein soll.
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HEUTE5:02 Uhr
Berichte: Harry und Meghan vor Rückzug nach Großbritannien
Der britische Prinz Harry und seine Frau Meghan planen Medienberichten zufolge, noch in diesem Monat nach Großbritannien zurückzukehren. Eine offizielle Bestätigung des Paares oder Königspalastes gab es zunächst nicht. Sie sagten sich 2020 von ihren royalen Pflichten los und zogen mit ihren Kindern nach Kalifornien. 2025 äußerte Harry den Wunsch nach einer Aussöhnung.
Welche Rolle spielen Harry und Meghan künftig im Königshaus? (Archivbild)
Foto: Amy Katz/ZUMA Press Wire/dpa
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HEUTE4:55 Uhr
Libanon liefert Assad-General nach Syrien aus
Der Libanon hat den ehemaligen syrischen General Adel Issa an Syrien ausgeliefert. Ihm werden unter anderem Mord und Folter vorgeworfen, gegen Issa lag ein Haftbefehl vor. Grundlage war ein Justizabkommens von 1951 zwischen Beirut und Damaskus.
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HEUTE4:37 Uhr
Klimaschutz: Kleingärtnerverband will Förderung vom Bund
Stefan Grundei, Geschäftsführer des Bundesverbands der Kleingartenvereine fordert von der Bundesregierung mehr Einsatz für den Erhalt und Ausbau von Kleingärten und Geld im nächsten Haushalt. Sie seien ein Teil der Infrastruktur und wichtig für Biodiversität, Naherholung und eine Kühlung der Städte. Ein Förderprogramm war aus den Bundeshaushalten 2025 und 2026 gestrichen worden.
Die große Mehrheit der Bürger lehnt die von der Bundesregierung geplante Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 ab. Im ZDF-„Politbarometer“ sprachen sich 75 Prozent der Befragten gegen die Abschaffung aus, nur 20 Prozent finden sie richtig. Die restlichen fünf Prozent waren unentschlossen.
Unter allen Parteien gab es ebenfalls Mehrheiten gegen die Abschaffung. Dabei reichten die Werte von 88 Prozent bei der Linken über 67 Prozent bei der Union bis zu 55 Prozent bei der FDP, die sich gegen ein Ende der „Rente mit 63“ aussprachen.
Deren Abschaffung wurde von einer von der Regierung eingesetzten Reformkommission empfohlen, die Bundesregierung will dies übernehmen. Die Rente ab 45 Beitragsjahren konnte ursprünglich ab einem Alter von 63 Jahren in Anspruch genommen werden. Das Mindestalter steigt schrittweise auf 65 Jahre an, derzeit sind es etwa 64,5 Jahre.
Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, läge die AfD laut „Politbarometer“ mit 27 Prozent weiterhin vorne. Die Partei würde im Vergleich zur letzten Erhebung Ende Juli eine Prozentpunkt verlieren.
Für die Union geht es ebenfalls um einen Punkt auf 22 Prozent nach unten. Die Grünen können sich hingegen leicht um einen Punkt verbessern und werden jetzt bei 14 Prozent gesehen.
Die SPD und die Linke verharren bei zwölf Prozent. Die FDP wäre mit vier Prozent weiterhin nicht im Bundestag vertreten. Alle anderen Parteien kämen zusammen auf 9 Prozent, darunter wäre keine Partei, die mindestens drei Prozent erreichen würde. Die aktuelle schwarz-rote Koalition hätte weiter keine Mehrheit.
Bei der Beurteilung nach Sympathie und Leistung liegt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) weiter auf Platz eins: Er wird auf der Skala von plus fünf bis minus fünf mit einem Durchschnittswert von 1,3 beurteilt (Ende Juli waren es noch 1,5).
Es folgen Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) mit 0,9 (0,9) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) mit 0,1 (0,1).
Danach kommt – bereits im Negativbereich – Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) mit minus 0,4, gefolgt von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) und CSU-Chef Markus Söder mit jeweils unverändert mit minus 0,6. Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) und Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek verharren beide bei minus 0,8.
Einen neuen persönlichen Negativrekord verzeichnet demnach Kanzler Friedrich Merz (CDU) mit minus 1,9 (vorher minus 1,5). Schlusslicht bleibt AfD-Chefin Alice Weidel mit minus 2,5 (vorher minus 2,4).
Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen befragte für das „Politbarometer“ vom 17. bis 19. August 1.319 zufällig ausgewählte Wahlberechtigten telefonisch und online. Die statistische Fehlerquote wurde mit zwei bis drei Prozentpunkten angegeben. (afp/red)
An Reformbemühungen hat es in den vergangenen Jahren in den Schulen nicht gemangelt, aber viele Probleme bleiben. (Symbolbild) - Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Bei schulischer und beruflicher Bildung schneiden junge Frauen oft besser ab als junge Männer. Dieser „Gender Education Gap“ zeigt sich unter anderem bei Schulabschlüssen und bei Abschlussquoten an Hochschulen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Im Abgangsjahr 2024 waren unter den 258.300 Absolventen mit Allgemeiner Hochschulreife an allgemeinbildenden Schulen 55 Prozent Frauen und 45 Prozent Männer.
Je geringer der formale Schulabschluss, desto stärker kehrt sich das Geschlechterverhältnis um: Unter den 133.100 Absolventen mit Erstem Schulabschluss waren 59 Prozent Männer und 41 Prozent Frauen. Der Erste Schulabschluss ist ein allgemeinbildender Abschluss der Sekundarstufe I, der üblicherweise am Ende der 9. Klasse erworben werden kann.
Einen Mittleren Schulabschluss machten 344.200 Absolventen allgemeinbildender Schulen, darunter 51 Prozent Männer und 49 Prozent Frauen. Dieser Abschluss wird üblicherweise am Ende der 10. Klasse in der Sekundarstufe I erworben.
Auch bei den Wiederholern zeigt sich ein Unterschied zwischen den Geschlechtern. Im Schuljahr 2024/2025 wiederholten 148.100 Schüler eine Klassenstufe, 56 Prozent davon waren männlich und 44 Prozent weiblich.
Junge Männer neigen eher dazu, vergleichsweise früh von der Schule abzugehen und auch im Anschluss nicht in eine Aus- oder Weiterbildung zu starten.
Im Jahr 2025 hatten 15 Prozent der Männer im Alter von 18 bis 24 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung maximal einen Ersten oder Mittleren Schulabschluss und waren nicht in Aus- oder Weiterbildung. Unter Frauen im selben Alter traf dies auf elf Prozent zu.
Mehr ausländische Jugendliche
Die Diskrepanz zwischen den Geschlechtern ist in den letzten Jahren größer geworden: Zehn Jahre zuvor hatte der Anteil unter Frauen und Männern bei je zehn Prozent gelegen. Diese Entwicklung lässt sich teilweise auf den gestiegenen Anteil der ausländischen Bevölkerung in dieser Altersgruppe zurückführen, der von zwölf Prozent auf 17 Prozent angestiegen ist.
Junge Menschen dieser Bevölkerungsgruppe sind häufiger nicht in Schul-, Aus- oder Weiterbildung. Im Jahr 2025 hatte gut ein Drittel (34 Prozent) der ausländischen jungen Männer keine abgeschlossene Berufsausbildung, maximal einen Ersten oder Mittleren Schulabschluss und befand sich nicht in Aus- oder Weiterbildung.
Zehn Jahre zuvor traf dies noch auf knapp ein Viertel (24 Prozent) zu. Unter den ausländischen Frauen in der Altersgruppe ist der Anteil niedriger und im selben Zeitraum moderater gestiegen: von 22 Prozent auf 26 Prozent.
Studentinnen schließen ihr Bachelorstudium häufiger erfolgreich innerhalb von acht Semestern ab als Studenten. Gut ein Drittel (34 Prozent) der Studienanfängerinnen mit Beginn des Studiums im Jahr 2020 schlossen ihr Bachelorstudium nach acht Semestern ab. Bei Männern lag die Abschlussquote bei einem Viertel (25 Prozent).
Auch bei den Masterstudiengängen lag die Abschlussquote der Studienanfängerinnen von 2020 mit 53 Prozent nach sechs Semestern über der ihrer männlichen Kommilitonen (48 Prozent), der Abstand zwischen Frauen und Männern war aber geringer als bei den Bachelorstudiengängen.
Bei Studiengängen mit Staatsexamen war die Abschlussquote unter Frauen ebenfalls höher als bei Männern. Aufgrund der längeren Regelstudienzeit werden hier erfolgreiche Abschlüsse nach zwölf Semestern betrachtet.
35 Prozent der Studentinnen, die 2018 ihr Studium begannen, erlangten innerhalb von zwölf Semestern ihr Staatsexamen. Bei Männern waren es 24 Prozent. (dts/red)
Die Zahl der Filialen, in denen man ein Augenscreening machen kann, soll von 8 auf 30 erweitert werden. (Archivbild) - Foto: Christoph Reichwein/dpa
Trotz anstehender Prozesse zu Gesundheitsdienstleistungen möchte die Drogeriemarktkette dm ihr Angebot ausbauen – und auf den Bereich Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausweiten.
„Das ist die häufigste Todesursache in Deutschland“, sagte Sebastian Bayer, Geschäftsführer Marketing + Beschaffung.
Mittlerweile sei die technologische Entwicklung so weit, dass man mit Sensorik viele Vitaldaten und Parameter ohne größeren Aufwand zuverlässig erfassen könne. Dafür reiche es beispielsweise, sich angezogen in eine Kabine zu stellen.
Einen genauen Termin für die Einführung eines solchen Angebots nannte Bayer nicht. „Ich gehe aber davon aus, dass wir noch in diesem Kalenderjahr an den Start gehen.“ Unklar blieb zunächst auch, mit welchen Partner das Karlsruher Unternehmen hierbei zusammenarbeiten möchte.
Vor rund einem Jahr hatte dm angefangen, in ausgewählten Pilotfilialen Haut- und Blutanalysen oder Augenscreenings anzubieten.
Bei den Augenscreenings geht Bayer zufolge schon bald eine zweite Testphase los: Sowohl in ländlichen Regionen in Schleswig-Holstein, in denen es vergleichsweise wenige Augenärzte gebe, als auch in Großstädten wolle dm schauen, wie das Angebot dort jeweils angenommen wird.
Die Zahl der Filialen, die ein solches Augenscreening anbieten, solle von derzeit 8 auf 30 steigen. Die Umbauarbeiten seien für Ende August und September geplant.
Die Analyse von Blutwerten sei im Moment ausgesetzt, habe sich aber als ein relevantes Angebot für Kunden erwiesen, sagte Bayer. „Das will dm stärker selbst in die Hand nehmen.“ Mit Blick auf die Hautuntersuchungen gehe es aktuell vor allem darum, die Vermittlung an einen Online-Hautarzt zu verbessern.
Verbände von Haut- und Augenärzten hatten die Angebote kritisiert. Die Wettbewerbszentrale ist sogar wegen des Augenscreenings vor Gericht gezogen.
Der Verein, der unter anderem Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft vertritt, verlangt unter anderem, dass dm in den Filialen kein Augenscreening zur Feststellung von Augenkrankheiten durch Menschen durchführen lässt, die keine Ärzte sind, und solche Angebote nicht bewirbt.
Am 9. September will hierzu das Landesgericht Karlsruhe verhandeln. Am Düsseldorfer Landgericht ist im November ein weiterer Prozess angesetzt. Dort geht es um den Kooperationspartner von dm. (dpa/red)
Die Zahl der Filialen, in denen man ein Augenscreening machen kann, soll von 8 auf 30 erweitert werden. (Archivbild) - Foto: Christoph Reichwein/dpa
Trotz anstehender Prozesse zu Gesundheitsdienstleistungen möchte die Drogeriemarktkette dm ihr Angebot ausbauen – und auf den Bereich Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausweiten.
„Das ist die häufigste Todesursache in Deutschland“, sagte Sebastian Bayer, Geschäftsführer Marketing + Beschaffung.
Mittlerweile sei die technologische Entwicklung so weit, dass man mit Sensorik viele Vitaldaten und Parameter ohne größeren Aufwand zuverlässig erfassen könne. Dafür reiche es beispielsweise, sich angezogen in eine Kabine zu stellen.
Einen genauen Termin für die Einführung eines solchen Angebots nannte Bayer nicht. „Ich gehe aber davon aus, dass wir noch in diesem Kalenderjahr an den Start gehen.“ Unklar blieb zunächst auch, mit welchen Partner das Karlsruher Unternehmen hierbei zusammenarbeiten möchte.
Vor rund einem Jahr hatte dm angefangen, in ausgewählten Pilotfilialen Haut- und Blutanalysen oder Augenscreenings anzubieten.
Bei den Augenscreenings geht Bayer zufolge schon bald eine zweite Testphase los: Sowohl in ländlichen Regionen in Schleswig-Holstein, in denen es vergleichsweise wenige Augenärzte gebe, als auch in Großstädten wolle dm schauen, wie das Angebot dort jeweils angenommen wird.
Die Zahl der Filialen, die ein solches Augenscreening anbieten, solle von derzeit 8 auf 30 steigen. Die Umbauarbeiten seien für Ende August und September geplant.
Die Analyse von Blutwerten sei im Moment ausgesetzt, habe sich aber als ein relevantes Angebot für Kunden erwiesen, sagte Bayer. „Das will dm stärker selbst in die Hand nehmen.“ Mit Blick auf die Hautuntersuchungen gehe es aktuell vor allem darum, die Vermittlung an einen Online-Hautarzt zu verbessern.
Verbände von Haut- und Augenärzten hatten die Angebote kritisiert. Die Wettbewerbszentrale ist sogar wegen des Augenscreenings vor Gericht gezogen.
Der Verein, der unter anderem Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft vertritt, verlangt unter anderem, dass dm in den Filialen kein Augenscreening zur Feststellung von Augenkrankheiten durch Menschen durchführen lässt, die keine Ärzte sind, und solche Angebote nicht bewirbt.
Am 9. September will hierzu das Landesgericht Karlsruhe verhandeln. Am Düsseldorfer Landgericht ist im November ein weiterer Prozess angesetzt. Dort geht es um den Kooperationspartner von dm. (dpa/red)
Die Grünen wollen, dass grundsätzlich die Bundespolizei für Überwachung und Abwehr von Drohnen zuständig ist. - Foto: via dts Nachrichtenagentur
HEUTE8:04 Uhr
Evergrande-Gründer in China zu lebenslanger Haft verurteilt
Korruption, Finanzbetrug, Untreue und Unterschlagung: Der Gründer des insolventen chinesischen Immobilienriesen Evergrande, Xu Jiayin, ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Sein Eigentum wird beschlagnahmt. Evergrande und seine Immobiliensparte müssen umgerechnet rund 2 Milliarden Euro zahlen. Fünf weitere ranghohe Manager erhielten zwischen 6 und 18 Jahren Haft. 2021 meldete Evergrande Insolvenz an.
Gebäude des chinesischen Baukonzerns Country Garden Holdings in Zhengzhou, in der Provinz Henan. Der Immobilienkonzern ist massiv verschuldet, die Angst vor einem Zusammenbruch (ähnlich dem seines Konkurrenten Evergrande) wächst.
Foto: STR/AFP via Getty Images
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HEUTE7:53 Uhr
Kindesmissbrauch: Neue Vorwürfe gegen Chirurgen in Frankreich
Nach seiner Verurteilung zu 20 Jahren Haft werden dem inhaftierten Chirurgen Joël Le Scouarnec (75) weitere 40 sexuelle Übergriffe und zehn Vergewaltigungen vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Die Vorwürfe betreffen 48 Opfer in den Jahren 1987 bis 2017 und sind noch nicht verjährt.
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HEUTE7:49 Uhr
US-Staatsverschuldung erstmals über 40 Billionen Dollar
Die Staatsverschuldung der USA ist laut dem Finanzministerium erstmals auf 40,05 Billionen Dollar (rund 34 Billionen Euro) gestiegen – höher als prognostiziert. Grund dafür sind unter anderem die Zollpolitik, Zahlungsverpflichtungen bei sozialer Sicherheit und Gesundheitsversorgung sowie steigende Zinskosten.
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HEUTE7:34 Uhr
„Politbarometer“: AfD weiter klar vorn – Grüne legen zu
Die AfD ist mit 27 Prozent (-1) im aktuellen ZDF-„Politbarometer“ in der Wählergunst klar vorn geblieben. CDU/CSU erreichen 22 Prozent (-1), die Grünen 14 Prozent (+1). Für SPD (12), Linke (12) und FDP (4) ergeben sich keine Veränderungen. Die sonstigen Parteien kommen auf 9 Prozent (+1).
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HEUTE7:21 Uhr
Sachsens Wirtschaftsminister: VW-Werk in Zwickau produktiver als andere
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) sieht für Volkswagen eine gute Zukunft in Zwickau-Mosel: „Zwickau ist 30 Prozent produktiver als das zweitbeste Fahrzeugproduktionswerk in Deutschland“. Die Senkung der Fabrikkosten sei 2025 erreicht worden, 2026 liege der Standort auf Zielkurs. Bei vergleichbarer Rechnung sei die Arbeitsproduktivität höher als im VW-Werk Bratislava. VW-Chef Oliver Blume besucht das Werk in der kommenden Woche.
Das Werk von Volkswagen in Zwickau (Sachsen). Hier werden ausschließlich Elektroautos hergestellt.
Foto: Spitzt-Foto/iStock
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HEUTE7:11 Uhr
Gasspeicher: Verbraucherschützer warnen vor steigenden Gaspreise
Angesichts der geringen Füllstände der Gasspeicher warnt die Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, Ramona Pop, vor steigenden Preisen für Gaskunden. Verbraucher sollten jetzt prüfen, ob ihr Vertrag über den Winter hinaus eine Preisbindung vorsieht. Auch ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter sei für Haushalte in der Grundversorgung hilfreich.
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HEUTE6:46 Uhr
Bauernverband warnt vor Putins Einfluss auf den Weizenmarkt
Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, wirft Russland vor, „Weizen als strategische Waffe gegen Deutschland, gegen Europa und die USA“, zu nutzen. Aggressive Preispolitik und große Exportmengen drückten die Weltmarktpreise – dadurch würden hiesige Bauern nichts verdienen. Rukwied fordert die Politik zum Handeln auf.
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HEUTE6:25 Uhr
China droht der EU im Streit um JD.com
China droht der EU wegen ihrer Untersuchung zur geplanten Übernahme der MediaMarkt-Saturn-Mutter Ceconomy durch den chinesischen Onlinehändler JD.com und verbot, die EU bei bestimmten Auskunftsersuchen in China zu unterstützen. Das Justizministerium warf Brüssel vor, umfangreiche und unnötige Informationen verlangt zu haben. Brüssel prüft, ob JD.com Subventionen wie günstige Finanzierungen, Steuervergünstigungen und Zuschüsse erhalten hat, die den Wettbewerb verzerren könnten.
MediaMarktSaturn ist Europas größter Elektronikfachhändler und nach Amazon, Otto und Zalando viertgrößter Onlineshop in Deutschland.
Foto: Creativebird/iStock
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HEUTE6:12 Uhr
Neuer Waldbrand nahe Madrid ausgebrochen
50 Kilometer westlich von Madrid ist erneut ein Feuer ausgebrochen, Behörden ordneten die Evakuierung einiger Häuser des Ortes Aldea del Fresno an. Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten. Neun Löschflugzeuge waren im Einsatz, starker Wind fachte die Flammen an.
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HEUTE5:29 Uhr
Grüne fordern Drohnen-Gipfel im Kanzleramt
Die Grünen fordern nach dem Leipzig-Vorfall einen Drohnen-Gipfel im Kanzleramt, an dem alle Zuständigen aus Bund und Ländern teilnehmen. Sie werfen Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) „Symbolpolitik“ vor und wollen, dass grundsätzlich die Bundespolizei für Überwachung und Abwehr von Drohnen zuständig sein soll.
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HEUTE5:02 Uhr
Berichte: Harry und Meghan vor Rückzug nach Großbritannien
Der britische Prinz Harry und seine Frau Meghan planen Medienberichten zufolge, noch in diesem Monat nach Großbritannien zurückzukehren. Eine offizielle Bestätigung des Paares oder Königspalastes gab es zunächst nicht. Sie sagten sich 2020 von ihren royalen Pflichten los und zogen mit ihren Kindern nach Kalifornien. 2025 äußerte Harry den Wunsch nach einer Aussöhnung.
Welche Rolle spielen Harry und Meghan künftig im Königshaus? (Archivbild)
Foto: Amy Katz/ZUMA Press Wire/dpa
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HEUTE4:55 Uhr
Libanon liefert Assad-General nach Syrien aus
Der Libanon hat den ehemaligen syrischen General Adel Issa an Syrien ausgeliefert. Ihm werden unter anderem Mord und Folter vorgeworfen, gegen Issa lag ein Haftbefehl vor. Grundlage war ein Justizabkommens von 1951 zwischen Beirut und Damaskus.
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HEUTE4:37 Uhr
Klimaschutz: Kleingärtnerverband will Förderung vom Bund
Stefan Grundei, Geschäftsführer des Bundesverbands der Kleingartenvereine fordert von der Bundesregierung mehr Einsatz für den Erhalt und Ausbau von Kleingärten und Geld im nächsten Haushalt. Sie seien ein Teil der Infrastruktur und wichtig für Biodiversität, Naherholung und eine Kühlung der Städte. Ein Förderprogramm war aus den Bundeshaushalten 2025 und 2026 gestrichen worden.
Das Great Barrier Reef gilt als eines der größten Naturwunder der Erde. - Foto: Uncredited/Kyodo News via AP/dpa
In Kürze:
Das Australische Institut für Meereswissenschaften hat einen neuen Bericht zum Zustand des Great Barrier Reef veröffentlicht.
Es ist die Rede von Anzeichen einer Erholung nach vorheriger Massenkorallenbleiche.
Riffforscher Prof. Peter Ridd hält das für eine Untertreibung und sieht das Great Barrier Reef in bestem Zustand.
Er erklärt den natürlichen Zyklus des Riffs und dass Korallen überhaupt kein Problem mit wärmerem Wasser haben.
Das berühmte Great Barrier Reef an der australischen Nordostküste gilt als Naturwunder. „Es ist so groß wie Italien und liegt weit entfernt von einer sehr dünn besiedelten Küste“, teilte Peter Ridd der Epoch Times mit. Er ist Physiker, Riffforscher, Autor und ehemaliger Professor der James Cook Universität in Australien.
Der Druck durch Tourismus ist an weiten Teilen des Riffs verschwindend gering und es liegt vollständig in einem Nationalpark. Laut Ridd ist das Riff das „wohl unberührteste Gebiet der Erde“.
Das Great Barrier Reef liegt im Nordosten Australiens, besteht aus Tausenden einzelnen Riffen und erstreckt sich über eine Länge, so groß wie Kalifornien oder Italien.
Kürzlich veröffentlichte das Australische Institut für Meereswissenschaften einen neuen Bericht zum Zustand des Riffs. Darin ist die Rede von vielversprechenden Anzeichen einer Erholung nach einer Massenkorallenbleiche im Jahr 2024.
Allgemein wird gesagt, dass der Klimawandel die größte Bedrohung für das Great Barrier Reef darstellt. Steigende Meerestemperaturen würden immer häufiger zu massiven Korallenbleichen führen. Dabei stoßen die Korallen lebenswichtige Algen ab, wodurch sie absterben.
Die Wirklichkeit sieht etwas anders aus: Bei zu warmem Wasser tauschen die Korallen die in ihnen lebenden bunten Algen aus, die sie zum Überleben benötigen. Als Folge verlieren die Korallen – über kurz oder lang – ihre Farbe, daher der Begriff Korallenbleiche. Eine bleiche Koralle stirbt also nicht zwangsläufig, mitunter wechselt sie nur ihre Untermieter.
Laut dem australischen Institut unterliegt das Riff somit Zyklen von Schädigung und Erholung. Diese drohen die farbenprächtigen Korallengärten in von Algen dominierte Meereslandschaften zu verwandeln – und dann wieder zurück. Die Forscher geben jedoch an, dass diese Zyklen immer unbeständiger werden, je mehr sich unsere Welt erwärmt.
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Entwicklung der durchschnittlichen Korallenabdeckung (blaue Linie) für das nördliche Great Barrier Reef basierend auf Manta-Abschleppuntersuchungen.
Ridd hingegen betrachtet die Rede von „Anzeichen einer Erholung“ als untertrieben. Er teilte mit:
„Das Riff erfreut sich bester Gesundheit – in den vergangenen sechs Jahren gab es mehr Korallen als in jedem der vorangegangenen 35 Jahre. Das ist ein unglaublich gutes ‚Anzeichen‘.“
Bleichen doch nicht tödlich für Korallen?
Dabei wies Ridd auf die Warmwasser-Bleichereignisse in den Jahren 2016, 2017, 2020, 2022, 2024 und 2025 hin. Diese hätten das Great Barrier Reef eigentlich „verwüsten“ müssen. Letztlich weist es jedoch laut dem Physiker „einen Rekordbestand an Korallen auf“.
„Das bedeutet, dass bei diesen Bleichereignissen nicht viele Korallen abgestorben sein können“, so Ridd. „Selbst die am schnellsten wachsenden Korallen benötigen mindestens 5 bis 10 Jahre, um nachzuwachsen.“ Demnach dürfte es jetzt nur noch wenige Korallen dort geben. „Stattdessen verzeichnen wir Rekordmengen.“
Der Australier Prof. Peter Ridd stellt die Lage des Great Barrier Reef vor.
Beim Blick auf die neuesten Entwicklungen des Riffs fällt auf, dass beim nördlichen und mittleren Teil des Riffs die Korallenbedeckung zugenommen hat. Sie befindet sich auf hohem Niveau. Anders erscheint hingegen die jüngste Entwicklung im südlichen Riff. Hier zeigen die Daten einen weiteren Rückgang der Korallenbedeckung.
Ridd widersprach dem jedoch: „Im Süden ist die Korallenbedeckung nicht weiter zurückgegangen. Sie ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen, nachdem die Korallenbestände viele Jahre lang rapide zugenommen hatten. Das ist typisch für die Funktionsweise des Great Barrier Reef.“
Er erklärte, dass das Riff durch tropische Wirbelstürme und Ausbrüche von Dornenkronenseesternen riesige Mengen an Korallen verlieren könnten.
„Beides ist völlig natürlich. Dann erholt es sich wieder. Wiederholt man das eine Million Jahre lang, erhält man das Great Barrier Reef“, so Ridd.
Er teilte mit, dass das Great Barrier Reef aus rund 3.000 einzelnen Riffen besteht. „Jede Region, jeder Sektor durchläuft diese enormen Schwankungen über Zeiträume von Jahren bis Jahrzehnten.“
Aus Sicht von Ridd begründet sich der jüngste Korallenverlust im Süden größtenteils durch Dornenkronenseesterne. „Aber es wird sich wieder erholen“, schätzt der Physiker. Er merkte an, dass bisher keines der 3.000 einzelnen Riffe verloren gegangen seien. „Alle weisen blühende Korallen auf. Keine einzige Art ist ausgestorben.“
„Zyklen von Absterben und Nachwachsen sind für das Great Barrier Reef ganz normal, ergänzte Ridd. „Aber da es in jedem Jahr immer einen Teil des Great Barrier Reef gibt, der Korallen verloren hat, können die Katastrophenpropheten die Welt immer wieder mit einer Untergangsgeschichte täuschen. Sie sind Meister der Meinungsmache.“
Aus seiner Sicht sei es erschütternd, dass viele wissenschaftliche Institutionen weltweit davon überzeugt sind, dass das Riff am Rande des Untergangs steht. Zahlreiche Medien berichten entsprechend.
Steigende Temperaturen eher von Vorteil
Zudem sagte Ridd, dass sich Korallen an gar nichts anpassen müssten. Auch nicht an einen wärmer werdenden Ozean. Er verwies hierbei auf das sogenannte „Korallendreieck“ rund um Indonesien und Papua-Neuguinea. Es ist das Gebiet der Welt mit den am schnellsten wachsenden und artenreichsten Korallen. „Dieses Gebiet wird auch als ‚Indo-Pazifischer Warmpool‘ bezeichnet, da es sich um das Gebiet mit dem wärmsten Ozean der Erde handelt“, schilderte er.
Dieselben Korallenarten würden zu einem großen Teil auch im Great Barrier Reef vorkommen. Somit seien laut Ridd langsam steigende Temperaturen, wie wir sie in den letzten Jahrzehnten beobachtet haben, für das Great Barrier Reef eher von Vorteil als von Nachteil.
Dennoch erwartet Ridd, dass es in einigen Jahren weniger Korallen geben wird. Dies begründet er jedoch damit, dass das Riff aktuell Rekordmengen an Korallen aufweist und mit dem erwähnten natürlichen Zyklus. Nach der Verringerung der Korallen werde sich der Bestand aber erneut erholen.
„Auf lange Sicht wird es dem Great Barrier Reef gut gehen. Die Korallen werden wahrscheinlich etwas schneller wachsen, wenn sich die Welt weiter erwärmt – Korallen mögen es heiß“, teilte der Riffforscher mit.
Die Auseinandersetzung mit der Natur, stille Besinnung und bedeutungsvolle persönliche Begegnungen tragen alle zu einem erfüllten Leben bei. - Foto: anatoliy_gleb/iStock
In den USA werden mehr Selbsthilfebücher veröffentlicht als in irgend einem anderen Land der Welt. Bücher wie Stephen Coveys „Die 7 Wege zur Effektivität“ (Originaltitel: „The 7 Habits of Highly Effective People“) und Dale Carnegies „Wie man Freunde gewinnt“ (Originaltitel: „How to Win Friends and Influence People“) sind zu Klassikern geworden.
Auch beim Thema Selbsthilfe-Podcasts – sei es zu Themen wie Motivation, persönliches Wachstum oder mentale Gesundheit – sind die USA weltweit führend. Grund genug, einmal über den großen Teich zu schauen und nach entscheidenden Gemeinsamkeiten zu suchen.
Von der Kolonialzeit bis heute haben Amerikaner nach Wegen gesucht, sich selbst zu verbessern – nach Tipps und Lebenshacks, um große und kleine Probleme zu lösen, schlechte Gewohnheiten abzulegen und gute zu entwickeln – und natürlich auch, um mehr Güter, Geld, Selbstvertrauen, inneren Frieden und mehr zu erlangen. Hinter all dem steckt ein großes Menschenziel: glücklicher zu werden.
Aber was, wenn uns in der heutigen Zeit genau ein entscheidender Baustein zum Glück fehlt – manche würden sogar sagen: der entscheidende? Es lohnt sich, hier einmal genauer hinzuschauen.
Professor Brooks Lebensrätsel
Arthur C. Brooks, Autor, Podcaster und Harvard-Professor, hat jahrelang das Glück erforscht – was es bedeutet und wie Menschen es erlangen. Er unterrichtet Studierende zum Thema Glück, hat Bücher darüber geschrieben und das Thema so gründlich erforscht, dass er sich selbst „der Glücksprofessor“ nennt.
Laut seiner Vorstellung und gemäß seines Lebenswerks sagt Brooks: „Lassen Sie mich Glück definieren. Glück selbst ist eine Kombination aus der Freude am eigenen Leben, der Zufriedenheit mit den eigenen Errungenschaften, aber vor allem dem Wissen um den Sinn der eigenen Existenz – dem ‚Warum‘ des Lebens.“
Er berichtete, dass er seinen Studierenden seit Jahren ein kleines Rätsel aufgibt. Damit will er prüfen, ob sie den Sinn ihres Lebens kennen. Es ist ein Zwei-Fragen-Test, den man – wie er sagt – besteht, wenn man Antworten hat, und den man nicht besteht, wenn man antwortet: „Über diese Fragen habe ich noch nie nachgedacht“ oder „Diese Fragen haben keine Antworten.“ Hier sind Professor Brooks Fragen:
„Warum leben Sie?“
„Wofür würden Sie Ihr Leben geben?“
Brooks erklärt: „Wenn Sie Antworten auf diese Fragen haben, ist das gut. Wenn nicht, ist das ein Problem, denn dann sind Sie orientierungslos. Sie kennen den Sinn Ihres Lebens nicht. Sie werden unglücklich sein.“
Was die Daten und die Wissenschaft sagen
Anschließend zeigt Brooks seinem Londoner Publikum eine Grafik mit dem Anteil junger Erwachsener, die in einer Umfrage Folgendes erklärten: „Mein Leben fühlt sich sinnlos an.“ Die Zahlen haben sich zwischen 1990 und 2020 praktisch verdoppelt – auf 30 Prozent bei jungen Frauen und 20 Prozent bei Männern.
In einem früheren Online-Artikel, „Warum sich Ihr ‚perfektes‘ Leben so leer anfühlt“, verwies Brooks auf entsprechende Ergebnisse einer aktuellen Glücksumfrage. Er wies zudem darauf hin, dass sich die Symptome schwerer Depressionen von 2005 bis 2019 nahezu verdreifacht hätten. Nach COVID-19, so Brooks, hätten sich die Probleme nur noch verschärft.
Starke soziale Beziehungen zählen beständig zu den wichtigsten Faktoren für langfristiges Wohlbefinden und Lebenszufriedenheit.
Foto: Jose Calsina
Nicht nur das: Ein erheblicher Anteil derjenigen, die ihr Leben als sinnlos bezeichneten, gehörte zu den Strebsamen, zu einigen der klügsten und begabtesten ihrer Generation. Sie jagten Erfolg und Anerkennung nach – ohne wirklich zu wissen, worin der eigentliche Sinn dieses Wettlaufs bestand.
Dinge lieben, Menschen benutzen, sich selbst anbeten
In seiner Rede erklärt Brooks die komplexe Beziehung zwischen der linken und der rechten Gehirnhälfte: Erstere kümmert sich um das „Wie“ und „Was“ des Lebens, letztere um einfache Fragen mit komplexen Antworten wie Liebe, Sinn und Mysterium.
Brooks argumentiert dann, dass unsere Handys und Bildschirme die linke Gehirnhälfte ansprechen, wodurch die rechte weitgehend vernachlässigt wird. Darin sieht er einen Grund, warum heute so viele Menschen – besonders jene, die mit dem Handy aufgewachsen sind – die Orientierung verloren haben. Vertieft in ihre Bildschirme haben sie die Impulse der rechten Gehirnhälfte zugunsten der linken zurückgedrängt.
Brooks schließt mit dem, was die Gesellschaft mit ihrem technologischen Ballast als Erfolgsformel ansieht: Dinge lieben, Menschen benutzen, sich selbst anbeten. Dies, so sagt er, sei die gefälschte Formel. Anders ausgedrückt: Die Maschinen, die wir benutzen, machen uns selbst zu einer Art Maschine.
Die richtige Formel für ein sinnerfülltes und glückliches Leben, so Brooks, kehrt diese Schlussfolgerungen radikal um: Dinge benutzen, Menschen lieben, das Göttliche anbeten.
Das Geheimnis der zwei Fragen
Betrachtet man Brooks‘ erste Frage genau, erkennt man, dass sie eingegrenzt ist. Sie fragt nicht nach dem Sinn des Lebens im Allgemeinen, sondern nach dem Sinn des eigenen Lebens.
Brooks erzählt die Geschichte seines Sohnes Carlos, der während der Highschool orientierungslos war und täglich stundenlang auf seinem Handy scrollte. Ermutigt von seinem Vater, verzichtete Carlos aufs College und arbeitete stattdessen monatelang auf einer Farm, bevor er zum Marine Corps ging.
Mit 23 Jahren war er verheiratet, hatte einen Sohn und einen stärkeren Glauben sowie die Überzeugung entwickelt, dass er dazu bestimmt sei, anderen zu dienen – angefangen bei seiner Familie.
Wer Schwierigkeiten hat, die Frage „Warum leben Sie?“ zu beantworten, dem könnte es helfen, zunächst die zweite Frage anzugehen: „Wofür würden Sie Ihr Leben geben?“ Ein Ehemann oder eine Ehefrau würde – wie Brooks es formuliert – bereitwillig und sogar glücklich für den Ehepartner sterben. Die meisten Eltern würden für ihr Kind sterben. Soldaten haben im Laufe der Geschichte ihr Leben für ihre Kameraden gegeben. Wir lesen Geschichten von Menschen, die ihr Leben riskierten oder verloren, um Fremde vor Feuer oder Ertrinken zu retten.
Finden wir heraus, für wen oder was wir sterben würden, haben wir einen wichtigen ersten Schritt getan, um zu bekräftigen, wofür wir leben.
Viele Menschen finden einen tieferen Sinn im Leben, indem sie sich um Familienmitglieder kümmern und in zukünftige Generationen investieren.
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Klopfe an, und eine Tür wird sich öffnen
In seinem Vortrag sagt Brooks seinem Publikum, dass es in unserem Zeitalter der Leere und der Bildschirme junge Menschen tiefgreifend beeinflussen kann, diese beiden Fragen zu stellen und bewusst nach Antworten zu suchen.
Dieser konstruktive Zusammenstoß drängt den Suchenden dazu, sich wieder mit der rechten Gehirnhälfte zu beschäftigen und in ihr Reich des Staunens und Mysteriums einzutreten – das Wesen von Philosophie, Poesie und Glauben. Die Fragen zu stellen, insbesondere die erste, ist für ein sinnerfülltes und wirklich glückliches Leben fast ebenso wichtig wie sie zu beantworten.
Als ich einer befreundeten Autorin, die weniger als halb so alt ist wie ich, von dem Zwei-Fragen-Quiz erzählte, kam sie sofort zu demselben Schluss. „Ich habe viele Freunde, die sich diese Fragen nie stellen“, sagte sie. „Sie fragen nie, was sie hier tun oder was der Sinn ist. Sie gleiten einfach durch ihre Tage, ohne nach dem Warum zu fragen.“
In seiner Arbeit als Professor sieht Brooks täglich den Schaden, den selbst kluge junge Menschen erleiden – die Depression, die Angst, die Leere –, weil sie nie über ihren letztendlichen Lebenszweck nachgedacht haben. Für sie, wie auch für den Rest von uns, können die Fragen wie eine Lesebrille wirken – nicht für gedruckten Text, sondern um uns selbst und die Menschen und Ereignisse um uns herum besser zu verstehen.
Brooks auf dem Jakobsweg
Diese Suche kann folglich unser Leben bereichern. In seinem neu erschienenen Buch „The Meaning of Your Life: Finding Purpose in an Age of Emptiness“ (dt. etwa: Der Sinn deines Lebens: Wie man in einer Zeit der Leere Bestimmung findet) spricht Brooks davon, wie er beim Wandern auf dem Jakobsweg in Spanien nach dem Sinn seines eigenen Lebens suchte. Jenem uralten Netz von Pfaden und Wegen folgten im Laufe der Jahrhunderte unzählige Pilger zum Schrein des Heiligen Jakobus. Auch heute noch ist dieser Pilgerweg außerordentlich beliebt.
Über diese Wanderung schreibt Brooks sinngemäß: Wer den Sinn seines Lebens finden wolle, müsse das Leben wie den Jakobsweg behandeln – als eine Pilgerreise, die Geist und Herz öffnet. Lebe man auf diese Weise, gewinne das eigene Leben an Offenheit und Verletzlichkeit. Dann finde einen der eigene Lebenssinn.
Sucht nach dem Sinn, und ihr werdet wahres Glück finden.
Eine Impfspritze mit Moderna wird aufgezogen (Symbolbild). - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Den US-Pharmakonzernen Merck und Moderna ist möglicherweise ein Durchbruch bei mRNA-Impfstoffen gegen Krebs gelungen.
Die letzte Phase der klinischen Studien zu einem therapeutischen Impfstoff für Patienten mit schwarzem Hautkrebs im fortgeschrittenen Stadium habe positive Ergebnisse gezeigt, teilten die Unternehmen am Mittwoch mit.
„Dies ist die erste Bekanntgabe von positiven Phase-3-Ergebnissen für eine mRNA-basierte Krebstherapie“, hieß es in der gemeinsamen Erklärung.
mRNA-Therapie gegen Krebs
Forscher arbeiten schon seit Längerem an der Entwicklung von mRNA-Therapien gegen Krebs. Der neue Impfstoff namens Intismeran Autogene basiert auf derselben Technologie, die auch den Covid-19-Impfstoffen zugrunde liegt. Anders als vorbeugende Impfstoffe werden therapeutische Impfstoffe hingegen zur Behandlung bereits bestehender Erkrankungen genutzt.
Intismeran Autogene in Kombination mit Pembrolizumab – ein Immuntherapeutikum und die derzeitige Standardtherapie bei schwarzem Hautkrebs – verhindere das Wiederauftreten von Melanomen und die Ausbreitung des Krebses auf andere Organe, erklärten die US-Unternehmen.
Die Studie dauerte etwa ein Jahr. Dabei wurden 1137 Patienten nach der operativen Entfernung ihrer Tumore in zufällige Gruppen aufgeteilt. Zwei Drittel von ihnen bekamen die neue Therapie in Kombination mit Pembrolizumab, die anderen wurden ausschließlich mit Pembrolizumab behandelt.
„Intismeran in Kombination mit Pembrolizumab hat das Potenzial, ein neues Behandlungsparadigma in der adjuvanten Melanomtherapie zu etablieren und dazu beizutragen, dass Patienten länger krebsfrei bleiben“, sagte Studienleiterin Georgina Long.
Die medizinische Direktorin des Melanoma Institute Australia sprach von einem „Meilenstein in der adjuvanten Behandlung“ von schwarzem Hautkrebs.
Die Pharma-Konzerne kündigten an, ihre Ergebnisse auf einer bevorstehenden internationalen Konferenz vorzustellen und Anträge auf Zulassung bei den zuständigen Aufsichtsbehörden einzureichen. Die Nachricht ließ die Moderna-Aktie um 128 Prozent auf 143 Dollar (rund 123 Euro) steigen. Die Merck-Aktie legte um mehr als zehn Prozent auf 149,50 Dollar zu.
Das Melanom, auch als schwarzer Hautkrebs bekannt, ist eine der gefährlichsten Formen von Hautkrebs. Im Jahr 2022 wurden weltweit mehr als 330.000 neue Fälle diagnostiziert. (afp/red)