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Bayern-Star Kane mit Goldenem Schuh ausgezeichnet

In Anwesenheit seiner stolzen Familie ist Stürmerstar Harry Kane vom FC Bayern München zum zweiten Mal in seiner Fußball-Karriere mit dem Goldenen Schuh für den besten Torschützen Europas ausgezeichnet worden. Der 33-Jährige bekam die Trophäe in einem feierlichen Rahmen im Vereinsmuseum der Bayern in der Allianz Arena überreicht.
Er fühle sich sehr wohl in München, sagte Kane. Es stecke viel Arbeit in so einer Auszeichnung. „Die letzte Saison war herausragend und ich bin sehr stolz. Es war die beste Saison meiner bisherigen Karriere.“
Kanes Frau, seine Kinder, seine Eltern und sein Bruder saßen wie die komplette Bayern-Führungsriege und Trainer Vincent Kompany in den ersten beiden Reihen und applaudierten.

Tonis Laudatio sorgt für Erheiterung

Die Laudatio hielt Luca Toni, Ex-Bayern-Star und 2006 Weltmeister mit Italien. „Lieber Harry, du bist eine Maschine, eine Tormaschine“, sagte der 49-Jährige, der mit seiner Rede auf Englisch und mit starkem italienischem Akzent für mehrere Schmunzler sorgte. Kane hätte es auch verdient, noch den Ballon d’Or für den besten Fußballer der Welt zu bekommen, meinte Toni.
Kane erzielte in der abgelaufenen Saison 36 Bundesliga-Treffer und war damit der erfolgreichste Torschütze in den europäischen Topligen. Bereits 2023/2024, in seiner Premierensaison für die Bayern, hatte er 36 Liga-Tore erzielt und dafür den Goldenen Schuh bekommen.
Auch Gerd Müller (1970 und 1972) und Robert Lewandowski (2021 und 2022) war es einst gelungen, die Trophäe während ihrer Zeit beim deutschen Rekordmeister gleich zweimal zu gewinnen.

Pflichtspielstart am Samstag in Dortmund

Mit dem Supercup bei Vizemeister Borussia Dortmund beginnt für Kane und die Bayern am Samstag (20.30 Uhr/Sat.1 und Sky) die neue Pflichtspielsaison.
Der Vertrag des englischen Nationalmannschaftskapitäns bei den Münchnern läuft noch bis zum 30. Juni 2027. Anfang der Woche hatte er bereits zeitnahe Gespräche über eine mögliche Verlängerung angekündigt.
Beim 4:2-Sieg im Testspiel bei Zweitligist 1. FC Heidenheim am Dienstag hatte Kane einen 30-minütigen Einsatz für die Bayern gegeben. Der Angreifer sowie die Franzosen Michael Olise und Dayot Upamecano waren zuvor als letzte WM-Rückkehrer wieder ins Mannschaftstraining der Münchner eingestiegen. (dpa/red)
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Der Musiala-Schock: Wie geht es weiter mit dem Fußball-Star?

Fußball-Deutschland sorgt sich um Bayern-Star Jamal Musiala. Nach seinem zweiten Zusammenbruch auf dem Feld innerhalb von vier Tagen macht der 23-Jährige in einem Instagram-Beitrag eine „neurologische Dysfunktion“ und „temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen“ öffentlich. Fans fragen sich, was diese Diagnose für den Profi selbst, für den FC Bayern und die Nationalmannschaft bedeutet.
Beim Rekordmeister aus München rechnet man fest damit, dass Musiala seine Karriere fortsetzen kann. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Verein erfuhr, gebe es aktuell keine Hinweise, dass Musiala nicht weiter auf Weltklasseniveau Fußball spielen könne. Wie es kurzfristig nach den beiden Vorfällen weitergeht für den Offensivspieler, ist aber zunächst unklar.
Bei vielen überwiegt der Schreck, auf Musialas Beitrag reagierten zahlreiche Kollegen wie Thomas Müller, Manuel Neuer und Dayot Upamecano. Man sei „im Moment ehrlich gesagt ziemlich sprachlos“, sagte Vereinspatron Uli Hoeneß im RTL/Sky-Interview. „Wir haben uns darauf nicht vorbereiten können und wir müssen erst lernen, mit dieser Situation umzugehen.“ Hoeneß betonte, es gebe eine „bedingungslose Unterstützung für Jamal in jeder Hinsicht“.
Immerhin lassen Aussagen von Medizinern hoffen, dass Musialas Erkrankung therapier- und heilbar ist und keine Folgeschäden drohen. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Musialas Absencen:

Woran leidet Musiala?

Der Fußballprofi brach sowohl im Testspiel gegen Leipzig am Samstag als auch drei Tage später in Heidenheim zusammen. Nach einer kurzen Behandlung auf dem Platz konnte er alleine vom Feld gehen. Kurz darauf teilte Musiala dann am Dienstagabend mit: „Es wurden bei mir temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen festgestellt, welche auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen sind. Diese können zu den zuletzt vorgekommenen Momenten führen, wie gegen Leipzig oder auch jetzt in Heidenheim.“

Was sind Absencen und wie gefährlich sind sie?

Absencen sind eine Form epileptischer Anfälle und treten zumeist im Kindheits- oder Jugendalter auf. Patienten erleben dabei Blackouts von wenigen Sekunden – Musiala wirkte während der beiden Partien kurz weggetreten. Anders als bei anderen epileptischen Anfällen, die mit Stürzen und Muskelzuckungen des ganzen Körpers einhergehen, kommt es bei Absencen nicht zu Folgeschäden des Gehirns, wie der Neurologe Peter Berlit der dpa schilderte. Musiala selbst hatte geschrieben: „Das Wichtigste zuerst – mir geht es gut!“ Über die Anfälle hinaus bestehe kein gesundheitliches Risiko, ergänzte der Fußballer.

Kann man mit Absencen überhaupt Profifußballer sein?

Beim FC Bayern gehen sie zumindest davon aus. Dem Vernehmen nach gibt es aktuell keine Hinweise, dass Musiala ein Karriereende droht. Professor Berlit, der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), macht dem Fußballer ebenfalls Hoffnung. „Man kann ganz allgemein sagen, dass etwa 80 bis 90 Prozent aller Betroffenen durch Medikamente heilbar sind“, sagte er. Dies treffe grundsätzlich auch auf Profifußballer zu. „Da man das in aller Regel medikamentös in den Griff bekommt, gilt das natürlich genauso für Sportler: Wenn keine Anfälle mehr auftreten, ist man voll einsetzbar.“

Wie lange hat Musiala bereits diese Absencen?

Das gaben der Spieler und der Verein zunächst nicht konkret bekannt. „Wir sind ja schon länger über die Probleme informiert“, verriet Ehrenpräsident Hoeneß dann in einem RTL/Sky-Interview. Der Vorfall gegen Leipzig sei der erste gewesen „auf dem Platz und für jeden sichtbar“. Unklar blieb dabei, ob es zuvor schon zu Anfällen abseits der Öffentlichkeit, etwas im Training, gekommen war. Ob Musiala möglicherweise schon seit Jahren Absencen habe, ist nicht bekannt.

Warum kam der Profi überhaupt in den Tests zum Einsatz?

Wie aus dem Verein zu hören war, sei der Einsatz Musialas völlig unbedenklich und ärztlich umfangreich abgesprochen gewesen. Die Münchner scheinen dann aber überrascht worden zu sein davon, dass sich die Absence so schnell wiederholt. „Wir haben mit allem gerechnet, nur nicht mit der Häufung dieser Probleme“, sagte Hoeneß. „Es ist ein Drama, vor allem für den Jamal.“

Kann Musiala dennoch aktuell weiter spielen?

Auch dazu gibt es vorerst keine konkreten Prognosen. „Jetzt mit diesen zwei Vorfällen am Samstag und gestern ist es natürlich schon ein Problem, in erster Linie natürlich für den Menschen Jamal“, sagte Hoeneß. Die Bayern müssen entscheiden, ob sie Musiala zum Start in die Saison aufstellen können. Am Samstag steigt in Dortmund der Supercup, knapp eine Woche später folgt daheim in der Allianz Arena der Bundesliga-Auftakt gegen Stuttgart. Trainer Vincent Kompany sprach noch nicht über seine Pläne für die zwei Partien.

Und was ist mit der Nationalmannschaft?

Der Deutschen Fußball-Bund (DFB) äußerte sich nicht nach den beiden Absencen seines Auswahlspielers. Nach dem WM-Debakel steht das erste Länderspiel der Nations League am 24. September in den Niederlanden an – eine Woche davor wird Bundestrainer Jürgen Klopp seinen Kader nominieren. (dpa/red)
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Torhüterin Johannes patzt doppelt: Supercup für FC Bayern

Die Fußballerinnen des FC Bayern haben zum dritten Mal in Folge den Supercup gegen den VfL Wolfsburg gewonnen – mit unfreiwilliger Mithilfe der gegnerischen Torhüterin.
Beim 3:0 (2:0)-Sieg des Doublegewinners gegen den Vizemeister in Ingolstadt sah die 25-jährige Stina Johannes bei den beiden ersten Toren ganz schlecht aus.
Nach einem Kopfball von Jovana Damnjanovic (32. Minute) verbuchte Johannes ein kurioses Eigentor nach Videobeweis. Beim Freistoßtreffer von Klara Bühl (45.+4) patzte die VfL-Torhüterin ebenfalls.
Vor 8.689 Zuschauern machte Nationalstürmerin Bühl mit dem 3:0 keine Minute nach Wiederanpfiff alles klar für den Favoriten.
Klara Bühl (Mitte) glänzte beim Supercup in Ingolstadt.

Klara Bühl (Mitte) glänzte beim Supercup in Ingolstadt.

Foto: Peter Kneffel/dpa

Gwinn und Bühl noch nicht im Kader

Zwei Wochen vor dem Bundesliga-Start saßen bei München die verletzten Nationalspielerinnen Giulia Gwinn, Lena Oberdorf und Franziska Kett draußen.
Das galt auch für DFB-Stürmerin Giovanna Hoffmann, die nach ihrem Wechsel von RB Leipzig zu Wolfsburg noch ihren Kreuzbandriss auskurieren muss. Die erst am Donnerstag verpflichtete Ex-Frankfurterin Lara Prasnikar (zuletzt Utah Royals FC/USA) kam nach einer guten Stunde, als alles gelaufen war. Chelsea-Leihgabe Mara Alber fehlte noch im VfL-Kader.
Erstmals seit vielen Jahren spielten die Wolfsburgerinnen ohne die zu Borussia Dortmund gewechselte Alexandra Popp um einen Titel. Trainer Stephan Lerch hatte die Bayern zum klaren Favoriten erklärt.
Nach zuletzt vier Meisterschaftstriumphen, zwei DFB-Pokalsiegen und zwei Supercup-Erfolgen der Bayern-Frauen in Serie waren die Rollen klar verteilt.
Torhüterin Johannes vom VfL Wolfsburg erwischte keinen guten Tag.

Torhüterin Johannes vom VfL Wolfsburg erwischte keinen guten Tag.

Foto: Peter Kneffel/dpa

Flügelstürmerin Cora Zicai macht Druck

Doch die VfL-Frauen zeigten schon in den Anfangsminuten, wo der Gegner verwundbar war. Linksaußen Cora Zicai tankte sich mehrfach durch, und die rechte Außenbahn beackerte die inzwischen 35 Jahre alte Kapitänin Svenja Huth hartnäckig.
Vor den Augen von Bundestrainer Christian Wück agierte der FC Bayern im Spielaufbau zunächst zu hektisch und ungenau. Die Offensive mit Linda Dallmann, Klara Bühl, Pernille Harder und Damnjanovic rannte sich immer wieder fest – bekam dann aber unverhofft Unterstützung.
Die fünffache Nationalspielerin Johannes fing zwar einen Kopfball von Damnjanovic, prallte aber gegen Pfosten und stand dann mit dem Ball plötzlich hinter der Linie – wie die Torlinientechnologie ermittelte.
Bei Bühls Freistoß ging der Ball an allem im Strafraum vorbei – auch an Johannes, die zu spät reagierte. So brachte sich Wolfsburg um eine gute Anfangsphase – und praktisch auch um den Titel. Im zweiten Durchgang zeigten sich die Bayern spielerisch und körperlich überlegen. (dpa/red)
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Wechsel von Nathaniel Brown zum FC Bayern perfekt

Der Wechsel von Fußball-Nationalspieler Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt zum FC Bayern ist laut einem Medienbericht perfekt.
Wie der Pay-TV-Sender Sky meldete, erhält der 23 Jahre alte Linksverteidiger in München einen Vertrag über fünf Jahre. Als Ablösesumme wurden 55 Millionen Euro genannt. Eine Bestätigung des Transfers durch die Clubs lag zunächst nicht vor.
Browns Vertrag bei der Eintracht war bis Sommer 2030 datiert. Den Hessen hatte er sich 2024 vom 1. FC Nürnberg kommend angeschlossen.
Der mögliche Transfer des Nationalteam-Aufsteigers fällt mitten in die Weltmeisterschaft, bei der Brown für Furore sorgt. Gegen Ecuador fehlt der siebenmalige Nationalspieler aber wegen Adduktorenproblemen.

Erstes Länderspieltor bei der WM

„Nene“, wie Brown auch bei der Nationalmannschaft von allen genannt wird, hatte beim 7:1-Turbostart gegen Curaçao für seinen eigenen ersten großen WM-Moment gesorgt. Und das gleich bei der Premiere.
„Ich kann das gar nicht beschreiben, ich bin einfach in die Ecke gerannt“, sagte er zum Jubel nach seinem ersten Tor im Nationaltrikot.
Brown hatte erst im Oktober sein Debüt im Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann gefeiert. Nach nur fünf Länderspielen erkämpfte er sich den Platz in der WM-Startformation.
Der Linksverteidiger, der im vergangenen Jahr noch mit der U21-Nationalmannschaft bei der EM teilnahm, rechtfertigte bislang das Vertrauen des Bundestrainers. (dpa/red)