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TICKER Fußball-WM: Neueste Entwicklungen um Kimmich & Co.


Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 01:30 Uhr: Kolumbien gegen Portugal in Miami, USA
  • 01:30 Uhr: Demokratische Republik Kongo gegen Usbekistan in Atlanta, USA
  • 04:00 Uhr: Jordanien gegen Argentinien in Dallas, USA
  • 04:00 Uhr: Algerien gegen Österreich in Kansas City, USA (Übertragung: ZDF) – letztes Spiel der Vorrunde
  • 21:00 Uhr: Südafrika gegen Kanada in Los Angeles, USA (Übertragung: ARD) – erstes Sechzehntelfinale
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Montag, den 29. Juni, um 22:30 Uhr gegen Paraguay statt.

 
HEUTE8:56 Uhr

Gruppenplatzierungen und weiterer Turnierverlauf stehen fest

Spielbaum der WM 2026 (Stand 28.6.): Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Montag, 29.6., statt.

Spielbaum der WM 2026: Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Montag, 29.6., statt. In Boston tritt die DFB-Elf 22:30 Uhr deutscher Zeit gegen Paraquay an.

Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock

 
HEUTE6:21 Uhr

Österreich zittert kurz

Mit dem vor dem Spiel von vielen erwarteten Unentschieden haben sich Österreich und Algerien ihren Platz im Sechzehntelfinale der Fußball-WM gesichert. Vor 69.045 Zuschauern endete das Spiel 3:3.
Mit der ersten guten Chance des Spiels ging Österreich zunächst durch Marko Arnautovic in Führung (28.). Nun waren die Algerier gefordert, eine Niederlage hätte schließlich das Aus bedeutet. Und in der Tat drängten die Nordafrikaner auf den Ausgleich. Diesen erzielte Rafik Belghali (45.) mit einem starken Solo-Schuss kurz vor Abpfiff der ersten Halbzeit.
In der zweiten Halbzeit stand Österreich wieder unter Druck. Ein weiteres Gegentor und das Team Austria hätte die Heimreise antreten müssen. Doch die Österreicher kamen gut aus der Kabine und gingen schnell wieder durch Marcel Sabitzer in Führung (55.). Jetzt war es wieder Algerien, das gefordert war – und das durch Riyad Mahrez erneut lieferte (60.). Zum Ende hin überschlugen sich die Ereignisse: Erst traf Algerien, erneut durch Riyad Mahrez (90.+3), doch der neu eingewechselte Sasa Kalajdzic konterte schnell Österreichs Schock (90.+6).
 
 

Ergebnisse der Grupp J: Argentinien sichert sich mit drei Siegen Tabellenplatz 1. Österreich dank des besseren Torverhältnisses Platz 2. Algerien ist ebenfalls weiter.

Foto: ts/Epoch Times

 
HEUTE6:13 Uhr

Argentinien feiert WM-Jubiläumssieg

Mit Lionel Messi als treffsicherer Joker hat Argentinien einen Jubiläumssieg gefeiert. Der Titelverteidiger setzte sich zum WM-Gruppenabschluss trotz einer XXL-Rotation in der Startelf gegen Jordanien mit 3:1 (2:0) durch und holte seinen 50. Sieg bei Fußball-Weltmeisterschaften. Erfolgreicher sind in der WM-Geschichte nur Rekordweltmeister Brasilien (78) und Deutschland (70).
Den Führungstreffer erzielte Giovani Lo Celso (19.) im Messi-Stil mit links und einem Freistoß-Schlenzer in den Winkel. Es war zugleich das erste argentinische Tor bei dieser WM, das nicht von Messi erzielt wurde. Noch in der ersten Halbzeit legte Lautaro Martínez (31.) per Foulelfmeter nach.
Die zweite Halbzeit hatte gerade begonnen, da forderten die Fans mit „Messi, Messi“-Rufen die Einwechslung ihres Lieblings. Zunächst aber erzielte Neuling Jordanien sein Anschlusstor durch Musa Al-Taamari (55.) zum 1:2. Nach einer Stunde kam dann Messi ins Spiel und schoss 15 Minuten vor Ende der Partie (80.) das entscheidende Tor zum 3:1-Sieg.
 
HEUTE3:43 Uhr

Kongo besiegt Usbekistan

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat Kongo das Spiel gedreht und Usbekistan mit einem 3:1-Sieg aus dem Turnier geworfen. Zunächst hatte Usbekistan in Atlanta den besseren Start und Eldor Shomurodov sorgte für den Führungstreffer zum 0:1 (10.). Trotz einiger Chancen und Gelber Karten verlief die restliche Halbzeit torlos.
In der zweiten Halbzeit visierte Kongo den Ausgleich an und das Spielgeschehen ereignete sich vermehrt in der Spielfeldhälfte der Usbeken. Yoane Wissa erzielte dann das ersehnte Ausgleichtor für Kongo (68.) und leitete damit die Wende ein. Schließlich folgten zwei weitere Tore durch Fiston Mayele (78.) und erneut Yoane Wissa (90.+1).
Mit seinem Sieg sicherte sich Kongo Platz 3 der Gruppe K und schoss Usbekistan aus der Fußball-WM 2026. In der selben Gruppe belegt Kolumbien den ersten Platz vor dem WM-Favoriten Portugal.
 

Ergebnisse der Gruppe K: Ein torloses Unentschieden gegen Portugal hält Kolumbien auf Tabellenplatz 1. Außerdem weiter sind Portugal und die Demokratische Republik Kongo.

Foto: ts/Epoch Times

 
HEUTE3:36 Uhr

Portugal verpasst Gruppensieg mit 0:0

WM-Mitfavorit Portugal und Kolumbien haben sich mit einem 0:0-Unentschieden getrennt. Die Partie begann lebhaft, mit einem Kolumbien, das früh Druck ausübte und durch Jhon Córdoba die erste gute Chance hatte. Portugal antwortete mit einem gefährlichen Vorstoß über Joao Félix, dessen Abschluss jedoch knapp über das Tor ging.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Kolumbien den Druck und kam durch Luis Suárez und James Rodríguez zu weiteren Gelegenheiten. Portugals Torhüter Diogo Costa zeigte jedoch eine starke Leistung und hielt sein Team im Spiel. Auf der anderen Seite verpasste Cristiano Ronaldo eine gute Möglichkeit, als er aus einer Abseitsposition heraus knapp das Tor verfehlte. Trotz intensiver Bemühungen auf beiden Seiten blieb es am Ende beim torlosen Unentschieden.
Für beide war schon vorher ein Weiterkommen sicher. Nun geht aber Kolumbien als Gruppenerster ins Sechzehntelfinale gegen Ghana, während Portugal sich als Gruppenzweiter mit Kroatien auseinandersetzen muss.
 
HEUTE1:14 Uhr

2:0 für England gegen Panama

Bei der Fußball-WM hat zum Abschluss der Gruppe L England gegen Panama mit 2:0 gewonnen. Die Partie begann mit wenigen Chancen auf beiden Seiten. England dominierte zwar das Spielgeschehen, konnte jedoch in der ersten Halbzeit keine entscheidenden Akzente setzen. Panama verteidigte engagiert und ließ den Favoriten kaum zur Entfaltung kommen.
In der zweiten Halbzeit erhöhte England das Tempo und wurde schließlich belohnt. Nach einer Ecke von Bukayo Saka kam der Ball zu Jude Bellingham, der aus kurzer Distanz zum 1:0 traf (62.). Wenig später (67.) legte Harry Kane per Kopfball das 2:0 nach. Panama versuchte, zurück ins Spiel zu finden, blieb jedoch in der Offensive meistens harmlos.
Ein Weiterkommen von England und Ghana war bereits sicher. Nun zieht England als Gruppenerster, Kroatien als Gruppenzweiter ins Sechzehntelfinale. Ghana ist Gruppendritter, aber dank eines Sieges und eines Unentschiedens sicher weiter. Panama scheidet als Gruppenletzter aus.
 

Ergebnisse der Gruppe L: England, Kroatien und Ghana sichern sich den Einzug ins Sechzehntelfinale. Panama verlässt sieg- und torlos das Turnier.

Foto: ts/Epochtimes

 
HEUTE1:08 Uhr

2:1 zwischen Kroatien und Ghana

Kroatien folgt Ghana in die K.o.-Phase der WM 2026 und verlängert die Nationalmannschaftskarriere von Altstar Luka Modrić um mindestens ein weiteres Spiel. Vor 68.324 Zuschauern in Philadelphia erzielten Petar Sucic (31.) und Nikola Vlasic (83.) nach Vorlage von Modric die Treffer für den Favoriten. Derrick Luckassen (73.) hatte zwischenzeitlich für Ghana ausgeglichen.
Die Auswahl von Trainer Zlatko Dalic gewann das letzte Spiel der Vorrunde gegen Ghana mit 2:1 (1:0) und qualifizierte sich als Gruppenzweiter hinter England für das Sechzehntelfinale. Der viermalige Afrikameister hatte schon vor dem Anpfiff sein Ticket für die Alles-oder-Nichts-Spiele sicher. Für Kroatien folgt nun ein Duell mit Portugal und Cristiano Ronaldo.
 
GESTERN21:31 Uhr

Schweden trainiert – vor eingestürzter Tribüne

Die Schweden trainieren derzeit im Dallas Stadion des FC Dalles in Dalles. Sie konnten des gesamten Platz nutzen – doch in Hintergrund ist zu sehen, dass eine Tribüne eingestürzt ist. Verletzt wurde niemand.
Das Stadion befindet sich derzeit im Umbau und wird für 182 Millionen Dollar (rund 160 Mill. Euro) renoviert. Vermutet wird durch den Manager der schwedischen Nationalmannschaft, dass etwas abgerissen werden sollte und in die falsche Richtung gefallen ist. 

Die schwedischen Spieler trainieren im FC Dallas Stadiom (Toyota Stadion) in Dallas.

Foto: Paul Ellis/AFP via Getty Images

 
GESTERN17:43 Uhr

Völler verbreitet Zuversicht vor Paraguay

DFB-Sportdirektor Rudi Völler richtet den Fokus zum Start in die K.o.-Phase alleine auf den nächsten Gegner Paraguay.
„Jetzt geht die WM richtig los! Und der Glaube ist da, dass wir alles rausholen, dass wir absolut ans Limit gehen, ein richtig gutes Spiel machen und natürlich in die nächste Runde einziehen“, sagte der 66-Jährige zum Sechzehntelfinale der Fußball-Nationalmannschaft am Montag in Foxborough: „Das ist ein K.o.-Spiel: Runde weiter oder nach Hause fahren.“
Mit anschließenden Top-Gegnern wie dem möglichen Achtelfinalgegner Frankreich, der Niederlande (Viertelfinale) und Spanien (Halbfinale) mochte sich Völler in Winston-Salem noch nicht beschäftigen.
Er traut dem DFB-Team trotz des Stimmungsdämpfers beim 1:2 im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador alles zu in Amerika. „Wir haben eine Mannschaft, die an richtig guten Tagen, wenn sie wirklich am Limit ist, jeden schlagen kann.“
 
GESTERN14:23 Uhr

US-Bundesbehörden beschlagnahmen fast 400 illegale WM-Internetstreams

Wie das US-Justizministerium mitteilte, haben die US-Bundesbehörden fast 400 Internetseiten beschlagnahmt, die illegal die FIFA-Weltmeisterschaftsfinals streamten und damit gegen das Urheberrecht verstießen.
„Die unerlaubte Übertragung von Spielen der Weltmeisterschaft verstößt gegen geistige Eigentumsrechte und fördert kriminelle Organisationen“, sagte Ivan Arvelo, Direktor des Nationalen Koordinierungszentrums für geistige Eigentumsrechte.
Laut dem US-Justizministerium wurden Server und Domains in Peru und Bulgarien ins Visier genommen. Beide Länder sind bekannte Zentren der Online-Piraterie und stehen im Verdacht, mit illegalen Streaming-Angeboten für Spiele der Weltmeisterschaft in Verbindung zu stehen. Weitere Operationen fanden in Kroatien, Rumänien, Polen und Kolumbien statt.
„Wenn Sie Ihr Netzwerk für illegale Streaming-Seiten öffnen, gehen Sie ein erhebliches Risiko ein“, sagte Eric Weindorf, Sonderagent und Leiter des Washingtoner Feldbüros der US-Einwanderungs- und Zollbehörde.
 
GESTERN10:25 Uhr

Trinkpausen sorgen für Debatte

Erholungspausen auch bei 20 Grad, Pfiffe von den Rängen, aber auch Fürsprecher. Die Trinkpausen bei dieser WM sorgen für Diskussionen.
Der eigentliche Grundgedanke ist der Schutz der Fußballer. Die Debatte entzündet sich unter anderem an der Festlegung, dass die Pausen bei dieser Weltmeisterschaft für jedes Spiel gelten – egal ob die Temperatur 35 oder 20 Grad beträgt.
Neben dem eigentlichen Sinn, dem Trinken, ist die Unterbrechung für viele Trainer eine willkommene Möglichkeit, kurz mit den Spielern zu reden, sie zu motivieren, zu beruhigen oder taktische Dinge anzusprechen. Bundestrainer Julian Nagelsmann nutzte sie nach dem zwischenzeitlichen 1:1 gegen Curaçao im ersten deutschen Spiel bei dieser WM, um seine Mannschaft zu ordnen.
Bundestrainer Julian Nagelsmann (M/r) nutzte die Trinkpause, um taktische Dinge zu erklären. (Archiv)

Bundestrainer Julian Nagelsmann (M/r) nutzte die Trinkpause, um taktische Dinge zu erklären. (Archivbild)

Foto: Federico Gambarini/dpa

Die meisten Coaches bei der WM befürworten die Pausen oder beschweren sich zumindest nicht darüber. „Es ist wie ein kleiner Timeout und es macht es leichter, den Spielern Anweisungen zu geben“, sagte Algeriens Trainer Vladimir Petkovic. Unter anderem Österreichs Coach Ralf Rangnick und Belgiens Trainer Rudi Garcia äußerten sich ebenfalls positiv.
Nagelsmann kam die Unterbrechung im Curaçao-Spiel zwar entgegen, generell sieht er aber nur begrenzte Einfluss-Möglichkeiten. „Du kannst in den drei Minuten keine komplette taktische Analyse machen“, erklärte der 38-Jährige. „Es bleiben nur 30, 40 Sekunden Zeit, einzugreifen. Aber die Zeit reicht nicht, um etwas komplett umzustellen.“
Werbepause für TV-Sender
Dass die Pausen auch gemacht werden, wenn es gar nicht heiß ist, sorgt für große Kritik. Ein Vorwurf: Es geht mal wieder nur ums Geldverdienen. Wenn Pause ist, kann man Werbung machen.
Das britische TV-Netzwerk ITV erwartet die kommerziell erfolgreichste Fußballübertragung seiner Geschichte. Die Werbeeinnahmen sind 30 Prozent höher als bei der EM 2024. In den USA werden Werbeblöcke gezeigt, die Pausen werden von Unternehmen „präsentiert“. In der ARD, dem ZDF und Magenta TV zeigen auch die Rechteinhaber in Deutschland im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten Werbung in den Unterbrechungen.
 
GESTERN7:09 Uhr

Siegtor in den letzten Minuten aberkannt

Das Spiel zwischen Ägypten und Iran endet mit einem 1:1-Unentschieden. Im WM-Stadion von Seattle traf zunächst Mahmoud Saber für Ägypten (5.) und wenig später Ramin Rezaeian für den Iran (14.). Mehdi Taremi scheiterte zudem mit einem Foulelfmeter an Ägyptens Torwart Ufa Schobeir (11.).
In der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit schoss Shoja Khalilzadeh dann das vermeintliche Tor zum 2:1 für den Iran. Nach einer Videoüberprüfung zogen die Schiedsrichter den Treffer zurück, da sich Khalilzadeh im Abseits befand.

Ergebnisse der Gruppe G: Belgien und Ägypten sind sicher weiter, Neuseeland sicher ausgeschieden. Iran kann noch hoffen.

Foto: ts/Epoch Times

 
GESTERN7:04 Uhr

Belgien gewinnt 5:1 gegen Neuseeland

Belgiens Fußballer haben ein Aus in der Gruppe G dank Doppeltorschütze Leandro Trossard abgewendet und den Einzug in die Runde der letzten 32 geschafft. Das Team um Starspieler Kevin De Bruyne gewann in Vancouver ungefährdet mit 5:1 (1:0) gegen Neuseeland.
Doppeltorschütze Trossard (28./50.), De Bruyne (66.), Romelu Lukaku (86.) und Alexis Saelemaekers (90.+4) sorgten mit ihren Treffern für den Erfolg der Belgier vor 52.497 Zuschauern. Elijah Just (84.) konnte zumindest den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:3 für die Neuseeländer erzielen.
 
GESTERN6:00 Uhr

Deutschland spielt gegen Paraguay

Die deutsche Elf trifft bei der WM im Sechzehntelfinale auf Paraguay. Durch den Sieg Spaniens gegen Uruguay herrscht für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann nun endgültig Klarheit über den Gegner im ersten K.-o.-Duell. Das Spiel gegen die Südamerikaner findet am Montagabend um 22:30 Uhr nahe Boston statt.
Das bislang letzte WM-Duell zwischen den beiden Nationen gab es bei der Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea. Damals siegte Deutschland im Achtelfinale dank eines späten Treffers von Oliver Neuville mit 1:0.

Oliver Neuville im Duell mit zwei Fußballern aus Paraguay bei der WM 2002.

Foto: Sandra Behne/Bongarts/Getty Images

Für die Verteilung der Gruppendritten gab es aufgrund des komplexen WM-Modus insgesamt 495 Szenarien – alle verbliebenen ergeben nun schon vor Abschluss der kompletten Vorrunde Paraguay als deutschen Gegner. Schottland und Schweden fielen als letzte mögliche Alternativen heraus.
Außerdem steht der weitere Weg durch das Turnier bei einem möglichen Sieg schon fest. Sollte Deutschland weiterkommen, geht es gegen den Sieger der Partie zwischen Topfavorit Frankreich und Schweden, die am Dienstag um 23:00 Uhr in East Rutherford, USA, aufeinandertreffen.
 
GESTERN4:17 Uhr

Unentschieden im zweiten Duell der Gruppe H

In der zweiten Partie der Gruppe H hatten die Zuschauer in Houston, USA, wenig zu jubeln. Der afrikanische Inselstaat Kap Verde beendete das Spiel gegen Saudi-Arabien mit einem 0:0-Unentschieden. Damit gelang Kap Verde, einem Land mit nur 600.000 Einwohnern, die Sensation: Sie stehen in der K.-o.-Runde.
Zum Abschluss von WM-Gruppe H ist Spanien auf Platz 1, Kap Verde nach drei Unentschieden auf Platz 2, Uruguay landet auf Platz 3 ohne Chancen auf ein Weiterkommen, für Saudi-Arabien ist die WM als Gruppenletzter ebenfalls vorbei.

Ergebnisse der Gruppe H: Spanien und Kap Verde schaffen den Einzug in die K.o-Phase. Uruguay und Saudi-Arabien sind ausgeschieden.

Foto: ts/Epoch Times

 
GESTERN4:14 Uhr

Spanien gewinnt mühevoll

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat sich Spanien am Abend nur mit viel Mühe und mit einem 1:0 gegen Uruguay durchgesetzt. Die La Roja starteten stark, setzten Uruguay von Beginn an unter Druck und dominierten das Spielgeschehen. Der entscheidende Treffer fiel jedoch erst zum Ende der ersten Halbzeit durch Alex Baena (42.).
In der zweiten Halbzeit erhöhte Uruguay den Druck und spielte offensiver, um den Ausgleich zu erzwingen. Doch die Spanier verteidigten geschickt und ließen kaum Chancen zu. In der Schlussphase des Spiels wurde Agustin Canobbio nach einem rüden Foulspiel mit der Roten Karte des Feldes verwiesen, was die Hoffnungen Uruguays weiter schmälerte.
 
GESTERN0:05 Uhr

Spiele am Samstag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 02:00 Uhr: Uruguay gegen Spanien in Guadalajara, Mexiko
  • 02:00 Uhr: Kap Verde gegen Saudi-Arabien in Houston, USA
  • 05:00 Uhr: Neuseeland gegen Belgien in Vancouver, Kanada
  • 05:00 Uhr: Ägypten gegen Iran in Seattle, USA
  • 23:00 Uhr: Panama gegen England in New York, USA
  • 23:00 Uhr: Kroatien gegen Ghana in Philadelphia, USA
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Montag, den 29. Juni, um 22:30 Uhr gegen Paraguay statt.
 
26. Juni23:10 Uhr

Senegal besiegt Irak mit 5:0

Mit einem Sieg hat Senegal seine Chance auf den Einzug in die K.-o.-Phase der Fußball-WM deutlich verbessert und das Turnier für Irak vorzeitig beendet. In Überzahl kamen die Westafrikaner beim 5:0 (1:0) zu ihrem ersten Erfolg bei der Weltmeisterschaft und dürfen auf einen Platz im Sechzehntelfinale hoffen.
Vor 43.036 Zuschauern erzielten Habib Diarra (4.), Ismaila Sarr (56.), Pape Gueye (59./71.) und Iliman Ndiaye (82.) die Tore für den ursprünglichen Afrika-Cup-Gewinner, dem der Titel mehrere Wochen nach dem siegreichen Skandal-Finale gegen Marokko vom Kontinentalverband aberkannt worden war.
Für die Iraker, die nach einer frühen Roten Karte für Rebin Sulaka (14.) lange in Unterzahl spielen mussten, endete die zweite WM-Teilnahme nach 1986 genauso wie die Premiere vor 40 Jahren: Sie müssen nach drei Vorrunden-Niederlagen ohne Erfolgserlebnis die Heimreise antreten.

Erbegnisse der Gruppe I: Frankreich überholt Norwegen dank einen 4:1 gegen die Skandinavier. Beide Mannschaften sind weiter. Senegal hat es nicht mehr selbst in der Hand. Für den Irak ist die WM beendet.

Foto: ts/Epoch Times

 
26. Juni22:00 Uhr

Dembélé-Hattrick schockt Norwegen

Frankreich dominiert dank Dembélés Effizienz das Spiel und gewinnt 4:1 gegen Norwegen. Die Nordmänner, ohne den in der Startelf stehenden Erling Haaland, zeigten sich defensiv anfällig, konnten aber durch Aasgaard kurzzeitig verkürzen.
Für die Équipe Tricolore war das Tor von Ousmane Dembélé ein Traumstart (7.) und brachte Frankreich früh in Führung. Wenig später folgte das nächste Tor: Erneut bediente Real-Madrid-Star Kylian Mbappé seinen Teamkollegen Dembélé, der den Ball im Tor versenkte (20.). Bereits eine Minute später kam die Antwort der Norweger mit einem Treffer von Thelo Aasgaard (21.). Doch noch in der ersten Halbzeit folgte das dritte Tor Frankreichs durch Dembélé (32.).
In der zweiten Halbzeit schaltete die Équipe Tricolore spürbar einen Gang zurück, behielt aber die Kontrolle über das Geschehen. Die Norweger zeigten dennoch großen Kampfgeist, jedoch ohne Tore erzielen zu können. Als sich alle bereits an das 3:1 glaubten, schlugen die Franzosen noch einmal zu und Désiré Doué erzielte das 4:1 (90+4).
 
26. Juni17:04 Uhr

Nagelsmann plant keine Kimmich-Versetzung ins Mittelfeld

Julian Nagelsmann plant nach der ersten Niederlage der Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft keine radikalen Umbauten. Der Bundestrainer schloss nach dem 1:2 gegen Ecuador im für die Tabelle nicht mehr wichtigen letzten Gruppenspiel vor allem eine Versetzung von Kapitän Joshua Kimmich ins Mittelfeld für das erste K.-o.-Spiel am Montag in der Runde der letzten 32 aus. Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha haben weiter sein Vertrauen.
„Ich will auf Felix und Pavlo nicht verzichten. Ich finde, dass sie es gut machen. Im Fußball kann man nichts ausschließen, aber ein Wechsel ist akut nicht geplant“, sagte Nagelsmann bei der Pressekonferenz in East Rutherford mit Blick auf das Sechzehntelfinale gegen einen noch nicht feststehenden Gruppendritten. Kimmich selbst sagte dazu: „Das ist einzig und alleine die Entscheidung des Trainers. Und wo er das Gefühl hat, wo ich am besten weiterhelfen kann. Da spiele ich dann.“

Julian Nagelsmann, Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft, verlässt nach der 1:2-Niederlage das Spielfeld in East Rutherford, New Jersey.

Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

 
26. Juni16:57 Uhr

Wie Nagelsmann das Zauberduo „Wusiala“ starkredet

Er kommt einfach nicht, der große „Wusiala“-Moment. Bei der Heim-Europameisterschaft 2024 legten Jamal Musiala und Florian Wirtz als erste Torschützen einen Knallstart hin. Im Zusammenspiel zauberten sie und ergänzten sich fast schon blind. Deutschland feierte ein neues, junges Zauber-Duo. Und zwei Jahre später? Geht das Warten auch nach dem dritten WM-Spiel und dem tabellarisch folgenlosen 1:2 gegen Ecuador weiter.
Die beiden Offensivstars finden nicht in den erhofften Turnier-Flow. Auch wenn der Bundestrainer im Endspielstadion vor den Toren New Yorks lauten Zweifeln an den kreativen Dribblern verbal energisch entgegentrat. Julian Nagelsmann glaubt fest daran, dass es in der K.-o.-Phase klick macht bei „Wusiala“.
Zum 23 Jahre alten Liverpool-Star Wirtz (44 Länderspiele/11 Tore) sagte Nagelsmann: „Flo war sehr bemüht, hat Gas gegeben. Es fehlt das Fortune in der einen oder anderen Situation. Es fehlt ihm so ein bisschen das Tor, die Dosenöffner-Aktion. Aber das wird kommen, ganz sicher.“
Zum ebenfalls 23 Jahre alten Bayern-Ass Musiala, der in der WM-Saison monatelang verletzt ausgefallen war, äußerte der Bundestrainer: „Bei Jamal, da geht es nur um Rhythmus. Er war über ein Jahr weg bei uns. Ihm müssen wir Rhythmus geben. Wir wissen alle, was für Fähigkeiten er hat. Das müssen wir alle gemeinsam aus ihm rauskitzeln – er auch. Er hat ja schon getroffen.“ Beim 7:1 gegen Curaçao. „Er muss an sich glauben und nicht so viel nachdenken.“

Jamal Musiala (r.) aus Deutschland feiert gemeinsam mit seinen Teamkollegen Joshua Kimmich (m.) und Florian Wirtz (l.) das vierte Tor seiner Mannschaft während des internationalen Freundschaftsspiels zwischen Deutschland und Finnland am 31. Mai 2026 in Mainz, Deutschland.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

 
26. Juni6:14 Uhr

Türkei besiegt USA knapp

Die Türkei hat im Spiel gegen die USA kurz vor Abpfiff der Partie das 3:2 erzielen können. In der Partie gerieten die Türken früh in Rückstand, als Auston Trusty den Ball ins Tor beförderte (3.). Doch die Mannschaft von Vincenzo Montella zeigte Kampfgeist und glich wenig später aus durch Arda Güler aus (10.). Noch in der ersten Halbzeit gingen die Türken dann durch Baris Yilmaz in Führung (31.).
Zu Beginn der zweiten Halbzeit erzielte die USA durch Sebastian Berhalter den Ausgleich (49.). In der Nachspielzeit gelang Kaan Ayhan den entscheidenden Treffer für die Türkei (90+8). Trotz des Sieges ist das WM der Türkei längst besiegelt, während die USA trotz Niederlage Erster der Gruppe D ist.
Im parallelen Spiel zwischen Paraguay und Australien – ebenfalls aus der Gruppe D – gab es ein 0:0 Unentschieden. Australien ist mit einem Sieg, einer Niederlage und einem Unentschieden als Gruppenzweiter fix. Ob es für Paraguay als Dritter der Gruppe bei der WM weitergeht, ist noch offen.
 
26. Juni3:12 Uhr

Japan sichert zweiten Platz gegen Schweden

In der Nacht hat sich Japan durch ein 1:1 im Duell mit Schweden den zweiten Platz in Gruppe F und somit den direkten Einzug in die K.o.-Runde gesichert. Im Parallelspiel hat die Niederlande ihre Pflichtaufgabe gegen Tunesien mit 3:1 erledigt und den 1. Platz in der Gruppe verteidigt.
Im Spiel Japan gegen Schweden tasteten sich beide Mannschaften zunächst ab und wollten keine Fehler machen. In der ersten Halbzeit gab es wenige klare Torchancen. Nach der Halbzeitpause nahm das Spiel an Fahrt auf. In Führung ging dann Japan durch Daizen Maeda (56.). Schweden ließ sich davon nicht beirren und glich wenig später aus durch Anthony Elanga aus (62.). Trotz Bemühungen bliebt das restliche Spiel torlos.
Trotz des Unentschiedens zieht auch Schweden als einer der besten Gruppendritten in das Sechzehntelfinale ein. In der Partie Niederlande gegen Tunesien stand das Ausscheiden in der Gruppenphase für die Nordafrikaner schon vor dem letzten Gruppenspiel fest. Für die Niederlande geht es in der ersten K.o.-Runde am Dienstag (30.6.) gegen Marokko.
 
26. Juni0:05 Uhr

Spiele am Freitag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 01:00 Uhr: Tunesien gegen Niederlande in Kansas City, USA
  • 01:00 Uhr: Japan gegen Schweden in Dallas, USA
  • 04:00 Uhr: Türkei gegen USA in Los Angeles, USA
  • 04:00 Uhr: Paraguay gegen Australien in San Francisco
  • 21:00 Uhr: Norwegen gegen Frankreich in Boston, USA
  • 21:00 Uhr: Senegal gegen Irak in Toronto, Kanada
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Montag, den 29. Juni, um 22:30 Uhr statt. Der Gegner ist derzeit noch unbekannt.
 
25. Juni23:59 Uhr

Deutschland 1:2 Ecuador / Curaçao 0:2 Elfenbeinküste

Deutschland hat sein letztes Gruppenspiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Ecuador mit 1:2 verloren. Die Partie begann mit einem schnellen Treffer von Leroy Sané (2.), der nach einer Vorlage von Florian Wirtz per Linksschuss traf. Es war laut diverser Statistik-Experten der früheste deutsche Treffer bei einer WM seit 1934. Doch Ecuador ließ sich nicht beirren und glich bereits wenig später durch Nilson Angulo aus (9.).
Während für Deutschland schon vor dem Fußballabend ein Weiterkommen sicher war, musste Ecuador gewinnen, um das Sechzehntelfinale zu erreichen. Die Südamerikaner präsentierten sich flink, kraftvoll und bereiteten den Deutschen zunehmende Sorgen. Auch der in der zweiten Halbzeit wieder eingewechselte „Joker“ Deniz Undav konnte nicht punkten. Stattdessen erhöhte Ecuador den Druck und belohnte sich mit dem Siegtreffer (78.).
In der parallel in Gruppe E ausgetragenen Partie gewann die Elfenbeinküste gegen Curacao mit 2:0. Deutschland ist trotzdem Sieger der Gruppe E. Außerdem kommt die Elfenbeinküste als Gruppenzweiter in die K.-o.-Runde. Ecuador ist mit vier Punkten auf Platz 3 der Tabelle ebenfalls gut genug für ein Weiterkommen, Curaçao scheidet aus.

Deutschland konnte das Momentum aus dem 7:1 gegen Curacao nicht mitnehmen, bleibt aber Gruppenerster. Die Elfenbeinküste ist ebenfalls sicher weiter, auch Ecuador hat gute Chancen als einer der acht besten Gruppendritter in die K.o.-Phase einzuziehen.

Foto: ts/Epoch Times

 
25. Juni15:50 Uhr

Reaktionen von Fans

 
25. Juni13:02 Uhr

Gündogan kritisiert TV-Experten

Der frühere Fußball-Nationalelfkapitän Ilkay Gündogan sieht den Einfluss von Expertenmeinungen kritisch. „Manche wollen heute selbst die Stars sein. Für Spieler kann das Folgen haben“, so Gündogan. Unsachliche Kritiken würden ihn ärgern. „Sie ziehen Spieler runter, besonders, wenn sie sensibel sind. Und glauben Sie mir: Viele von uns Fußballern sind sensibel.“
Die Äußerung von TV-Experte Jürgen Klopp in Richtung Bundestrainer Julian Nagelsmann zu WM-Beginn, Nagelsmann würde „noch“ die Aufstellung machen, empfand Gündogan als „flapsigen Spruch“ und „etwas unglücklich“. Aber: „Anders als Spieler dürfen Trainer nicht zu sensibel sein. Julian ist das nicht“, so Gündogan.
Gündogan führte die Elf des Deutschen Fußball-Bundes bei der EM 2024 in Deutschland an.
 
25. Juni9:35 Uhr

Undav bleibt Joker

Julian Nagelsmann wird gegen Ecuador die Startelf lediglich auf zwei Positionen verändern. „Wir werden die Wechsel vornehmen, die wir müssen“, kündigte der Bundestrainer an.
Antonio Rüdiger wird im Abwehrzentrum Nico Schlotterbeck ersetzen, für den das Turnier nach einer schweren Bänderverletzung am linken Fuß vorzeitig beendet ist.
David Raum ersetzt auf der linken Außenverteidigerposition Nathaniel Brown. Der Frankfurter klagt über muskuläre Probleme an den Adduktoren und absolvierte beim Abschlusstraining in Winston-Salem ein individuelles Programm. Für Rüdiger und Raum ist es jeweils der erste WM-Einsatz in der Startformation.
Der dreifache Torschütze Undav soll wie zuvor wieder Schwung von der Bank bringen. „Im Laufe des Spiels werden wir wieder versuchen, gute Entscheidungen zu treffen“, sagte Nagelsmann zu Wechseln.
Stürmer der deutschen Elf: Deniz Undav

Deniz Undav beim Freundschaftsspiel gegen Finnland am 31. Mai 2026.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

Der 29-jährige Undav, der die Pressekonferenz gemeinsam mit Nagelsmann bestritt, akzeptiert seine Joker-Rolle, wie er erklärte. „Wenn ich unzufrieden wäre, wäre ich nicht hier“, sagte der Stürmer des VfB Stuttgart. Jeder Spieler kenne seine Rolle: „Ich bin zweimal von der Bank gekommen – und wir haben die Spiele gewonnen. Wichtig ist, dass wir als Mannschaft so weit wie möglich kommen.“
Trotz seiner nur 58 Minuten mischt Undav mit seinen drei Treffern unter den Toptorjägern der WM mit. Angeführt wird die Torschützenliste von Weltmeister Lionel Messi mit fünf Treffern. Auch Undav ist von dem Argentinier begeistert, der gestern 39 wurde. „Ich genieße seine Spiele. Er läuft zwar nur noch sieben oder acht Kilometer im Spiel. Aber was er mit dem Ball macht, ist überragend.“
 
25. Juni8:01 Uhr

Südafrika feiert und feiert und feiert

Nach dem historischen Einzug in die K.-o.-Phase der WM gab es bei Südafrikas Fußballern kein Halten mehr. Trainer Hugo Broos sank überwältigt auf die Knie, seine Schützlinge tanzten auf dem Rasen ausgelassen eine Polonaise.
„Das ist ein sehr emotionaler Moment. Ich habe immer an diese Mannschaft geglaubt. Selbst in den vergangenen Wochen, als die Kritik sehr, sehr hart war“, sagte Trainer Broos.
Die Zusammenarbeit mit den Spielern sei für ihn „vielleicht etwas Einzigartiges. Ich bin zwar der Trainer, aber eigentlich auch nicht. Ich sehe mich eher als ihren Freund. Es ist eine fantastische Beziehung“, schilderte Broos das Verhältnis und stellte fest: „Ich denke, was wir bisher geleistet haben, ist schon ein kleines Wunder.“

Die südafrikanischen Spieler grüßen die Fans, als sie nach dem 1:0-Sieg gegen die Republik Korea am 24. Juni 2026 im Monterrey-Stadion in Guadalupe, Mexiko, den Platz verlassen.

Foto: David Ramos/Getty Images

 
25. Juni5:22 Uhr

Mexiko schießt Tschechien ins Aus

Tschechien hat sein letztes Vorrundenspiel mit 3:0 verloren. Gegner Mexiko stand schon vorher als Sieger von Gruppe A fest und hatte es in der Partie während der ersten Halbzeit ruhig angehen lassen. Tschechien hingegen musste gewinnen, um sich eine Chance auf das Weiterkommen zu bewahren, konnte jedoch keine hochkarätigen Chancen herausspielen.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Tschechien den Druck, was Mexiko die Möglichkeit gab, Fehler auszunutzen. So brachte Mateo Chavez die Mexikaner spät in Führung (55.), nachdem Tschechien den Ball auf Höhe der Mittellinie verlor. Mexiko nutzte die sich bietenden Räume weiter aus und erhöhte durch Julian Quinones auf 2:0 (61.). Kurz vor dem Schlusspfiff setzte Alvaro Fidalgo den Schlusspunkt und traf zum 3:0-Endstand (90+4.).
Mexiko wird damit am 30. Juni gegen einen Drittplatzierten aus den Gruppen C, E, F, H oder I antreten. Zudem ist in Gruppe A Südafrika als Zweiter sicher und damit ebenfalls im Sechzehntelfinale. Südkorea muss dagegen als Dritter auf ein Weiterkommen hoffen. Für Tschechien ist die WM schon sicher zu Ende.
 

Platzierungen der Gruppe A: Mexiko und Südafrika sind sicher weiter und bestreiten am 28. Juni um 21:00 Uhr in Los Angeles das erste Sechzehntelfinale. Südkorea muss für das Weiterkommen auf Schützenhilfe aus anderen Gruppen hoffen. Von zwölf Gruppendritten kommen nur acht weiter.

Foto: ts/Epoch Times

 
25. Juni5:10 Uhr

Historisch: Südafrika übersteht erstmals WM-Vorrunde

Südafrika hat bei seiner vierten WM-Teilnahme erstmals die K.-o.-Phase erreicht und damit nationale Fußball-Geschichte geschrieben. Das Team des belgischen Trainers Hugo Broos gewann das letzte Vorrundenspiel gegen Südkorea mit 1:0 (0:0) und schloss die Gruppe A als Zweiter ab.
Die Ausgangslage war klar: Den Asiaten reichte ein Remis zum sicheren Weiterkommen. Südafrika dagegen musste voll auf Sieg spielen. Den besseren Start erwischte Südkorea, doch trotz mehrerer Chancen erzielten die Südkoreaner um Bayern-Profi Min-jae Kim kein Tor. Die erste Halbzeit verlief insgesamt torlos.
In der zweiten Halbzeit verlief das Spiel aus der Südkoreaner trotz Auswechslungen weiterhin müde. Stattdessen blieb Südafrika am Drücker und belohnte sich nach gut einer Stunde. Vor 51.243 Zuschauern in Monterrey sorgte Thapelo Maseko mit seinem Treffer in der 63. Minute für grenzenlosen Jubel bei Bafana Bafana.
Im Sechzehntelfinale trifft Südafrika am Sonntag in Inglewood bei Los Angeles auf Co-Gastgeber Kanada. Südkorea beendete die Vorrunde mit drei Punkten auf Rang drei und muss jetzt um das Weiterkommen zittern.
 
25. Juni2:18 Uhr

Marokko besiegt Haiti

Die Partie Marokko gegen Haiti begann mit einem überraschenden Führungstreffer für Haiti, als Lenny Joseph mit der Hacke traf (10.). Marokko glich durch Achraf Hakimi aus, der nach einem abgefälschten Schuss über die Torlinie drückte (39.). Kurz vor der Halbzeitpause gelang Haiti erneut die Führung durch Wilson Isidor (43.). Doch Marokko ließ sich nicht beirren und glich noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch Ismael Saibari aus (45+1.).
In der zweiten Halbzeit übernahm Marokko zunehmend die Kontrolle. Soufiane Rahimi brachte die Nordafrikaner dann erstmals in Führung (78.). Den Schlusspunkt setzte Gessime Yassine in der 89. Minute. Trotz des doch am Ende deutlichen Sieges reichte es für Marokko nur für den zweiten Platz in der Gruppe und einen Punktegleichstand mit Brasilien. Für Haiti ist dagegen die WM beendet.
 

Platzierungen der Gruppe C: Brasilien und Marokko stehen sicher im Sechzehntelfinale. Schottland kann hoffen. Haiti ist raus.

Foto: ts/Epoch Times

 
25. Juni2:11 Uhr

Brasilien durch Sieg gegen WM-Liebling Gruppenerster

Brasilien hat souverän mit 3:0 gegen Schottland gewonnen und sich somit den Gruppensieg in Gruppe C gesichert. Bereits früh nutzte Vinicius Junior einen Fehler der Schotten aus und brachte die Selecao in Führung (7.). Kurz vor der Halbzeit erhöhte Vinicius Junior per Kopf nach einer Flanke auf 2:0 (45+3.).
In der zweiten Halbzeit setzte Brasilien seinen dominanten Auftritt fort. Matheus Cunha traf nach einem sehenswerten Spielzug zum 3:0 (60.). Die Schotten hatten kaum Chancen und konnten die brasilianische Abwehr nicht in Bedrängnis bringen. Superstar Neymar feierte nach 981 Tagen sein Comeback im Nationalteam und wurde in der 76. Minute eingewechselt.
 
25. Juni0:05 Uhr

Spiele am Donnerstag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 00:00 Uhr: Schottland gegen Brasilien in Miami, USA
  • 00:00 Uhr: Marokko gegen Haiti in Atlanta, USA
  • 03:00 Uhr: Tschechien gegen Mexiko in Mexiko-Stadt
  • 03:00 Uhr: Südafrika gegen Südkorea in Monterrey, Mexiko
  • 22:00 Uhr: Ecuador gegen Deutschland in New York, USA
  • 22:00 Uhr: Curaçao gegen Elfenbeinküste in Philadelphia, USA
 
24. Juni23:02 Uhr

Schweiz ist Gruppensieger

Die Schweiz hat Kanada in Gruppe B mit 2:1 besiegt und sich damit den Gruppensieg gesichert. Durch den Erfolg darf die Nati in die K.-o.-Phase einziehen und spielt am 3. Juli (Gegner noch unbekannt), während Kanada seine WM-Reise mit einem Spiel gegen Südafrika am 28. Juni fortsetzt. Auch für Bosnien-Herzegowina geht es in das Sechzehntelfinale, nicht aber für Katar.

Silvan Widmer (#3) und seine Schweizer Teamkollegen haben sich mit einem 2:1 gegen Kanada in die K.o.-Runde geschossen.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

Die Ergebnisse der Gruppe B.

Foto: ts/Epoch Times

 
24. Juni23:54 Uhr

Klopp über deutsche Elf: „Fußball spielen können wir“

Startrainer Jürgen Klopp ist vom bisherigen Auftreten der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM angetan, sieht defensiv aber auch noch Steigerungspotenzial.
„Wir haben gesehen: Fußball spielen können wir. Ich mag die Art und Weise, wie wir spielen. Wir haben verschiedene Abläufe“, sagte der 59-Jährige bei einem Besuch des Adidas Home of Soccer, einem Fantreff in New York. „Defensiv können wir gern noch ein bisschen mehr Griff kriegen. Dann kann es weit gehen bei diesem Turnier.“ Klopp lobte besonders den Teamgeist der DFB-Auswahl.
Auch Sami Khedira, Weltmeister von 2014, hob die Widerstandsfähigkeit des DFB-Teams hervor. Er zollte sowohl der Mannschaft als auch Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der Medienrunde am Hudson River ein „großes Lob“.
Ob Nagelsmann angesichts des bereits feststehenden Gruppensiegs beim Vorrundenabschluss gegen Ecuador heute rotieren sollte? Das müsse der Trainer entscheiden, betonte Klopp. „Meine Meinung war immer: Niemand weiß so gut über meine Mannschaft Bescheid wie ich. In dem Fall weiß niemand so gut Bescheid über die Mannschaft wie Julian. Er wird die richtige Entscheidung treffen.“
Jürgen Klopp (r.) beim Plausch mit 2014er-Weltmeister Sami Khedira.

Jürgen Klopp (r.) beim Plausch mit 2014er-Weltmeister Sami Khedira.

Foto: Federico Gambarini/dpa

 
(Mit Material der Nachrichtenagenturen.)
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TICKER Fußball-WM: Neueste Entwicklungen um Kimmich & Co.


Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 01:30 Uhr: Kolumbien gegen Portugal in Miami, USA
  • 01:30 Uhr: Demokratische Republik Kongo gegen Usbekistan in Atlanta, USA
  • 04:00 Uhr: Jordanien gegen Argentinien in Dallas, USA
  • 04:00 Uhr: Algerien gegen Österreich in Kansas City, USA (Übertragung: ZDF) – letztes Spiel der Vorrunde
  • 21:00 Uhr: Südafrika gegen Kanada in Los Angeles, USA (Übertragung: ARD)
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Montag, den 29. Juni, um 22:30 Uhr gegen Paraguay statt.

 
HEUTE6:21 Uhr

Österreich zittert kurz

Mit dem vor dem Spiel von vielen erwarteten Unentschieden haben sich Österreich und Algerien ihren Platz im Sechzehntelfinale der Fußball-WM gesichert. Vor 69.045 Zuschauern endete das Spiel 3:3.
Mit der ersten guten Chance des Spiels ging Österreich zunächst durch Marko Arnautovic in Führung (28.). Nun waren die Algerier gefordert, eine Niederlage hätte schließlich das Aus bedeutet. Und in der Tat drängten die Nordafrikaner auf den Ausgleich. Diesen erzielte Rafik Belghali (45.) mit einem starken Solo-Schuss kurz vor Abpfiff der ersten Halbzeit.
In der zweiten Halbzeit stand Österreich wieder unter Druck. Ein weiteres Gegentor und das Team Austria hätte die Heimreise antreten müssen. Doch die Österreicher kamen gut aus der Kabine und gingen schnell wieder durch Marcel Sabitzer in Führung (55.). Jetzt war es wieder Algerien, das gefordert war – und das durch Riyad Mahrez erneut lieferte (60.). Zum Ende hin überschlugen sich die Ereignisse: Erst traf Algerien, erneut durch Riyad Mahrez (90.+3), doch der neu eingewechselte Sasa Kalajdzic konterte schnell Österreichs Schock (90.+6).
 
 

Ergebnisse der Grupp J: Argentinien sichert sich mit drei Siegen Tabellenplatz 1. Österreich dank des besseren Torverhältnisses Platz 2. Algerien ist ebenfalls weiter.

Foto: ts/Epoch Times

 
HEUTE6:13 Uhr

Argentinien feiert WM-Jubiläumssieg

Mit Lionel Messi als treffsicherer Joker hat Argentinien einen Jubiläumssieg gefeiert. Der Titelverteidiger setzte sich zum WM-Gruppenabschluss trotz einer XXL-Rotation in der Startelf gegen Jordanien mit 3:1 (2:0) durch und holte seinen 50. Sieg bei Fußball-Weltmeisterschaften. Erfolgreicher sind in der WM-Geschichte nur Rekordweltmeister Brasilien (78) und Deutschland (70).
Den Führungstreffer erzielte Giovani Lo Celso (19.) im Messi-Stil mit links und einem Freistoß-Schlenzer in den Winkel. Es war zugleich das erste argentinische Tor bei dieser WM, das nicht von Messi erzielt wurde. Noch in der ersten Halbzeit legte Lautaro Martínez (31.) per Foulelfmeter nach.
Die zweite Halbzeit hatte gerade begonnen, da forderten die Fans mit „Messi, Messi“-Rufen die Einwechslung ihres Lieblings. Zunächst aber erzielte Neuling Jordanien sein Anschlusstor durch Musa Al-Taamari (55.) zum 1:2. Nach einer Stunde kam dann Messi ins Spiel und schoss 15 Minuten vor Ende der Partie (80.) das entscheidende Tor zum 3:1-Sieg.
 
HEUTE3:43 Uhr

Kongo besiegt Usbekistan

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat Kongo das Spiel gedreht und Usbekistan mit einem 3:1-Sieg aus dem Turnier geworfen. Zunächst hatte Usbekistan in Atlanta den besseren Start und Eldor Shomurodov sorgte für den Führungstreffer zum 0:1 (10.). Trotz einiger Chancen und Gelber Karten verlief die restliche Halbzeit torlos.
In der zweiten Halbzeit visierte Kongo den Ausgleich an und das Spielgeschehen ereignete sich vermehrt in der Spielfeldhälfte der Usbeken. Yoane Wissa erzielte dann das ersehnte Ausgleichtor für Kongo (68.) und leitete damit die Wende ein. Schließlich folgten zwei weitere Tore durch Fiston Mayele (78.) und erneut Yoane Wissa (90.+1).
Mit seinem Sieg sicherte sich Kongo Platz 3 der Gruppe K und schoss Usbekistan aus der Fußball-WM 2026. In der selben Gruppe belegt Kolumbien den ersten Platz vor dem WM-Favoriten Portugal.
 

Ergebnisse der Gruppe K: Ein torloses Unentschieden gegen Portugal hält Kolumbien auf Tabellenplatz 1. Außerdem weiter sind Portugal und die Demokratische Republik Kongo.

Foto: ts/Epoch Times

 
HEUTE3:36 Uhr

Portugal verpasst Gruppensieg mit 0:0

WM-Mitfavorit Portugal und Kolumbien haben sich mit einem 0:0-Unentschieden getrennt. Die Partie begann lebhaft, mit einem Kolumbien, das früh Druck ausübte und durch Jhon Córdoba die erste gute Chance hatte. Portugal antwortete mit einem gefährlichen Vorstoß über Joao Félix, dessen Abschluss jedoch knapp über das Tor ging.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Kolumbien den Druck und kam durch Luis Suárez und James Rodríguez zu weiteren Gelegenheiten. Portugals Torhüter Diogo Costa zeigte jedoch eine starke Leistung und hielt sein Team im Spiel. Auf der anderen Seite verpasste Cristiano Ronaldo eine gute Möglichkeit, als er aus einer Abseitsposition heraus knapp das Tor verfehlte. Trotz intensiver Bemühungen auf beiden Seiten blieb es am Ende beim torlosen Unentschieden.
Für beide war schon vorher ein Weiterkommen sicher. Nun geht aber Kolumbien als Gruppenerster ins Sechzehntelfinale gegen Ghana, während Portugal sich als Gruppenzweiter mit Kroatien auseinandersetzen muss.
 
HEUTE1:14 Uhr

2:0 für England gegen Panama

Bei der Fußball-WM hat zum Abschluss der Gruppe L England gegen Panama mit 2:0 gewonnen. Die Partie begann mit wenigen Chancen auf beiden Seiten. England dominierte zwar das Spielgeschehen, konnte jedoch in der ersten Halbzeit keine entscheidenden Akzente setzen. Panama verteidigte engagiert und ließ den Favoriten kaum zur Entfaltung kommen.
In der zweiten Halbzeit erhöhte England das Tempo und wurde schließlich belohnt. Nach einer Ecke von Bukayo Saka kam der Ball zu Jude Bellingham, der aus kurzer Distanz zum 1:0 traf (62.). Wenig später (67.) legte Harry Kane per Kopfball das 2:0 nach. Panama versuchte, zurück ins Spiel zu finden, blieb jedoch in der Offensive meistens harmlos.
Ein Weiterkommen von England und Ghana war bereits sicher. Nun zieht England als Gruppenerster, Kroatien als Gruppenzweiter ins Sechzehntelfinale. Ghana ist Gruppendritter, aber dank eines Sieges und eines Unentschiedens sicher weiter. Panama scheidet als Gruppenletzter aus.
 

Ergebnisse der Gruppe L: England, Kroatien und Ghana sichern sich den Einzug ins Sechzehntelfinale. Panama verlässt sieg- und torlos das Turnier.

Foto: ts/Epochtimes

 
HEUTE1:08 Uhr

2:1 zwischen Kroatien und Ghana

Kroatien folgt Ghana in die K.o.-Phase der WM 2026 und verlängert die Nationalmannschaftskarriere von Altstar Luka Modrić um mindestens ein weiteres Spiel. Vor 68.324 Zuschauern in Philadelphia erzielten Petar Sucic (31.) und Nikola Vlasic (83.) nach Vorlage von Modric die Treffer für den Favoriten. Derrick Luckassen (73.) hatte zwischenzeitlich für Ghana ausgeglichen.
Die Auswahl von Trainer Zlatko Dalic gewann das letzte Spiel der Vorrunde gegen Ghana mit 2:1 (1:0) und qualifizierte sich als Gruppenzweiter hinter England für das Sechzehntelfinale. Der viermalige Afrikameister hatte schon vor dem Anpfiff sein Ticket für die Alles-oder-Nichts-Spiele sicher. Für Kroatien folgt nun ein Duell mit Portugal und Cristiano Ronaldo.
 
GESTERN21:31 Uhr

Schweden trainiert – vor eingestürzter Tribüne

Die Schweden trainieren derzeit im Dallas Stadion des FC Dalles in Dalles. Sie konnten des gesamten Platz nutzen – doch in Hintergrund ist zu sehen, dass eine Tribüne eingestürzt ist. Verletzt wurde niemand.
Das Stadion befindet sich derzeit im Umbau und wird für 182 Millionen Dollar (rund 160 Mill. Euro) renoviert. Vermutet wird durch den Manager der schwedischen Nationalmannschaft, dass etwas abgerissen werden sollte und in die falsche Richtung gefallen ist. 

Die schwedischen Spieler trainieren im FC Dallas Stadiom (Toyota Stadion) in Dallas.

Foto: Paul Ellis/AFP via Getty Images

 
GESTERN17:43 Uhr

Völler verbreitet Zuversicht vor Paraguay

DFB-Sportdirektor Rudi Völler richtet den Fokus zum Start in die K.o.-Phase alleine auf den nächsten Gegner Paraguay.
„Jetzt geht die WM richtig los! Und der Glaube ist da, dass wir alles rausholen, dass wir absolut ans Limit gehen, ein richtig gutes Spiel machen und natürlich in die nächste Runde einziehen“, sagte der 66-Jährige zum Sechzehntelfinale der Fußball-Nationalmannschaft am Montag in Foxborough: „Das ist ein K.o.-Spiel: Runde weiter oder nach Hause fahren.“
Mit anschließenden Top-Gegnern wie dem möglichen Achtelfinalgegner Frankreich, der Niederlande (Viertelfinale) und Spanien (Halbfinale) mochte sich Völler in Winston-Salem noch nicht beschäftigen.
Er traut dem DFB-Team trotz des Stimmungsdämpfers beim 1:2 im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador alles zu in Amerika. „Wir haben eine Mannschaft, die an richtig guten Tagen, wenn sie wirklich am Limit ist, jeden schlagen kann.“
 
GESTERN14:23 Uhr

US-Bundesbehörden beschlagnahmen fast 400 illegale WM-Internetstreams

Wie das US-Justizministerium mitteilte, haben die US-Bundesbehörden fast 400 Internetseiten beschlagnahmt, die illegal die FIFA-Weltmeisterschaftsfinals streamten und damit gegen das Urheberrecht verstießen.
„Die unerlaubte Übertragung von Spielen der Weltmeisterschaft verstößt gegen geistige Eigentumsrechte und fördert kriminelle Organisationen“, sagte Ivan Arvelo, Direktor des Nationalen Koordinierungszentrums für geistige Eigentumsrechte.
Laut dem US-Justizministerium wurden Server und Domains in Peru und Bulgarien ins Visier genommen. Beide Länder sind bekannte Zentren der Online-Piraterie und stehen im Verdacht, mit illegalen Streaming-Angeboten für Spiele der Weltmeisterschaft in Verbindung zu stehen. Weitere Operationen fanden in Kroatien, Rumänien, Polen und Kolumbien statt.
„Wenn Sie Ihr Netzwerk für illegale Streaming-Seiten öffnen, gehen Sie ein erhebliches Risiko ein“, sagte Eric Weindorf, Sonderagent und Leiter des Washingtoner Feldbüros der US-Einwanderungs- und Zollbehörde.
 
GESTERN10:25 Uhr

Trinkpausen sorgen für Debatte

Erholungspausen auch bei 20 Grad, Pfiffe von den Rängen, aber auch Fürsprecher. Die Trinkpausen bei dieser WM sorgen für Diskussionen.
Der eigentliche Grundgedanke ist der Schutz der Fußballer. Die Debatte entzündet sich unter anderem an der Festlegung, dass die Pausen bei dieser Weltmeisterschaft für jedes Spiel gelten – egal ob die Temperatur 35 oder 20 Grad beträgt.
Neben dem eigentlichen Sinn, dem Trinken, ist die Unterbrechung für viele Trainer eine willkommene Möglichkeit, kurz mit den Spielern zu reden, sie zu motivieren, zu beruhigen oder taktische Dinge anzusprechen. Bundestrainer Julian Nagelsmann nutzte sie nach dem zwischenzeitlichen 1:1 gegen Curaçao im ersten deutschen Spiel bei dieser WM, um seine Mannschaft zu ordnen.
Bundestrainer Julian Nagelsmann (M/r) nutzte die Trinkpause, um taktische Dinge zu erklären. (Archiv)

Bundestrainer Julian Nagelsmann (M/r) nutzte die Trinkpause, um taktische Dinge zu erklären. (Archivbild)

Foto: Federico Gambarini/dpa

Die meisten Coaches bei der WM befürworten die Pausen oder beschweren sich zumindest nicht darüber. „Es ist wie ein kleiner Timeout und es macht es leichter, den Spielern Anweisungen zu geben“, sagte Algeriens Trainer Vladimir Petkovic. Unter anderem Österreichs Coach Ralf Rangnick und Belgiens Trainer Rudi Garcia äußerten sich ebenfalls positiv.
Nagelsmann kam die Unterbrechung im Curaçao-Spiel zwar entgegen, generell sieht er aber nur begrenzte Einfluss-Möglichkeiten. „Du kannst in den drei Minuten keine komplette taktische Analyse machen“, erklärte der 38-Jährige. „Es bleiben nur 30, 40 Sekunden Zeit, einzugreifen. Aber die Zeit reicht nicht, um etwas komplett umzustellen.“
Werbepause für TV-Sender
Dass die Pausen auch gemacht werden, wenn es gar nicht heiß ist, sorgt für große Kritik. Ein Vorwurf: Es geht mal wieder nur ums Geldverdienen. Wenn Pause ist, kann man Werbung machen.
Das britische TV-Netzwerk ITV erwartet die kommerziell erfolgreichste Fußballübertragung seiner Geschichte. Die Werbeeinnahmen sind 30 Prozent höher als bei der EM 2024. In den USA werden Werbeblöcke gezeigt, die Pausen werden von Unternehmen „präsentiert“. In der ARD, dem ZDF und Magenta TV zeigen auch die Rechteinhaber in Deutschland im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten Werbung in den Unterbrechungen.
 
GESTERN7:09 Uhr

Siegtor in den letzten Minuten aberkannt

Das Spiel zwischen Ägypten und Iran endet mit einem 1:1-Unentschieden. Im WM-Stadion von Seattle traf zunächst Mahmoud Saber für Ägypten (5.) und wenig später Ramin Rezaeian für den Iran (14.). Mehdi Taremi scheiterte zudem mit einem Foulelfmeter an Ägyptens Torwart Ufa Schobeir (11.).
In der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit schoss Shoja Khalilzadeh dann das vermeintliche Tor zum 2:1 für den Iran. Nach einer Videoüberprüfung zogen die Schiedsrichter den Treffer zurück, da sich Khalilzadeh im Abseits befand.

Ergebnisse der Gruppe G: Belgien und Ägypten sind sicher weiter, Neuseeland sicher ausgeschieden. Iran kann noch hoffen.

Foto: ts/Epoch Times

 
GESTERN7:04 Uhr

Belgien gewinnt 5:1 gegen Neuseeland

Belgiens Fußballer haben ein Aus in der Gruppe G dank Doppeltorschütze Leandro Trossard abgewendet und den Einzug in die Runde der letzten 32 geschafft. Das Team um Starspieler Kevin De Bruyne gewann in Vancouver ungefährdet mit 5:1 (1:0) gegen Neuseeland.
Doppeltorschütze Trossard (28./50.), De Bruyne (66.), Romelu Lukaku (86.) und Alexis Saelemaekers (90.+4) sorgten mit ihren Treffern für den Erfolg der Belgier vor 52.497 Zuschauern. Elijah Just (84.) konnte zumindest den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:3 für die Neuseeländer erzielen.
 
GESTERN6:00 Uhr

Deutschland spielt gegen Paraguay

Die deutsche Elf trifft bei der WM im Sechzehntelfinale auf Paraguay. Durch den Sieg Spaniens gegen Uruguay herrscht für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann nun endgültig Klarheit über den Gegner im ersten K.-o.-Duell. Das Spiel gegen die Südamerikaner findet am Montagabend um 22:30 Uhr nahe Boston statt.
Das bislang letzte WM-Duell zwischen den beiden Nationen gab es bei der Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea. Damals siegte Deutschland im Achtelfinale dank eines späten Treffers von Oliver Neuville mit 1:0.

Oliver Neuville im Duell mit zwei Fußballern aus Paraguay bei der WM 2002.

Foto: Sandra Behne/Bongarts/Getty Images

Für die Verteilung der Gruppendritten gab es aufgrund des komplexen WM-Modus insgesamt 495 Szenarien – alle verbliebenen ergeben nun schon vor Abschluss der kompletten Vorrunde Paraguay als deutschen Gegner. Schottland und Schweden fielen als letzte mögliche Alternativen heraus.
Außerdem steht der weitere Weg durch das Turnier bei einem möglichen Sieg schon fest. Sollte Deutschland weiterkommen, geht es gegen den Sieger der Partie zwischen Topfavorit Frankreich und Schweden, die am Dienstag um 23:00 Uhr in East Rutherford, USA, aufeinandertreffen.
 
GESTERN4:17 Uhr

Unentschieden im zweiten Duell der Gruppe H

In der zweiten Partie der Gruppe H hatten die Zuschauer in Houston, USA, wenig zu jubeln. Der afrikanische Inselstaat Kap Verde beendete das Spiel gegen Saudi-Arabien mit einem 0:0-Unentschieden. Damit gelang Kap Verde, einem Land mit nur 600.000 Einwohnern, die Sensation: Sie stehen in der K.-o.-Runde.
Zum Abschluss von WM-Gruppe H ist Spanien auf Platz 1, Kap Verde nach drei Unentschieden auf Platz 2, Uruguay landet auf Platz 3 ohne Chancen auf ein Weiterkommen, für Saudi-Arabien ist die WM als Gruppenletzter ebenfalls vorbei.

Ergebnisse der Gruppe H: Spanien und Kap Verde schaffen den Einzug in die K.o-Phase. Uruguay und Saudi-Arabien sind ausgeschieden.

Foto: ts/Epoch Times

 
GESTERN4:14 Uhr

Spanien gewinnt mühevoll

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat sich Spanien am Abend nur mit viel Mühe und mit einem 1:0 gegen Uruguay durchgesetzt. Die La Roja starteten stark, setzten Uruguay von Beginn an unter Druck und dominierten das Spielgeschehen. Der entscheidende Treffer fiel jedoch erst zum Ende der ersten Halbzeit durch Alex Baena (42.).
In der zweiten Halbzeit erhöhte Uruguay den Druck und spielte offensiver, um den Ausgleich zu erzwingen. Doch die Spanier verteidigten geschickt und ließen kaum Chancen zu. In der Schlussphase des Spiels wurde Agustin Canobbio nach einem rüden Foulspiel mit der Roten Karte des Feldes verwiesen, was die Hoffnungen Uruguays weiter schmälerte.
 
GESTERN0:05 Uhr

Spiele am Samstag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 02:00 Uhr: Uruguay gegen Spanien in Guadalajara, Mexiko
  • 02:00 Uhr: Kap Verde gegen Saudi-Arabien in Houston, USA
  • 05:00 Uhr: Neuseeland gegen Belgien in Vancouver, Kanada
  • 05:00 Uhr: Ägypten gegen Iran in Seattle, USA
  • 23:00 Uhr: Panama gegen England in New York, USA
  • 23:00 Uhr: Kroatien gegen Ghana in Philadelphia, USA
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Montag, den 29. Juni, um 22:30 Uhr gegen Paraguay statt.
 
26. Juni23:10 Uhr

Senegal besiegt Irak mit 5:0

Mit einem Sieg hat Senegal seine Chance auf den Einzug in die K.-o.-Phase der Fußball-WM deutlich verbessert und das Turnier für Irak vorzeitig beendet. In Überzahl kamen die Westafrikaner beim 5:0 (1:0) zu ihrem ersten Erfolg bei der Weltmeisterschaft und dürfen auf einen Platz im Sechzehntelfinale hoffen.
Vor 43.036 Zuschauern erzielten Habib Diarra (4.), Ismaila Sarr (56.), Pape Gueye (59./71.) und Iliman Ndiaye (82.) die Tore für den ursprünglichen Afrika-Cup-Gewinner, dem der Titel mehrere Wochen nach dem siegreichen Skandal-Finale gegen Marokko vom Kontinentalverband aberkannt worden war.
Für die Iraker, die nach einer frühen Roten Karte für Rebin Sulaka (14.) lange in Unterzahl spielen mussten, endete die zweite WM-Teilnahme nach 1986 genauso wie die Premiere vor 40 Jahren: Sie müssen nach drei Vorrunden-Niederlagen ohne Erfolgserlebnis die Heimreise antreten.

Erbegnisse der Gruppe I: Frankreich überholt Norwegen dank einen 4:1 gegen die Skandinavier. Beide Mannschaften sind weiter. Senegal hat es nicht mehr selbst in der Hand. Für den Irak ist die WM beendet.

Foto: ts/Epoch Times

 
26. Juni22:00 Uhr

Dembélé-Hattrick schockt Norwegen

Frankreich dominiert dank Dembélés Effizienz das Spiel und gewinnt 4:1 gegen Norwegen. Die Nordmänner, ohne den in der Startelf stehenden Erling Haaland, zeigten sich defensiv anfällig, konnten aber durch Aasgaard kurzzeitig verkürzen.
Für die Équipe Tricolore war das Tor von Ousmane Dembélé ein Traumstart (7.) und brachte Frankreich früh in Führung. Wenig später folgte das nächste Tor: Erneut bediente Real-Madrid-Star Kylian Mbappé seinen Teamkollegen Dembélé, der den Ball im Tor versenkte (20.). Bereits eine Minute später kam die Antwort der Norweger mit einem Treffer von Thelo Aasgaard (21.). Doch noch in der ersten Halbzeit folgte das dritte Tor Frankreichs durch Dembélé (32.).
In der zweiten Halbzeit schaltete die Équipe Tricolore spürbar einen Gang zurück, behielt aber die Kontrolle über das Geschehen. Die Norweger zeigten dennoch großen Kampfgeist, jedoch ohne Tore erzielen zu können. Als sich alle bereits an das 3:1 glaubten, schlugen die Franzosen noch einmal zu und Désiré Doué erzielte das 4:1 (90+4).
 
26. Juni17:04 Uhr

Nagelsmann plant keine Kimmich-Versetzung ins Mittelfeld

Julian Nagelsmann plant nach der ersten Niederlage der Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft keine radikalen Umbauten. Der Bundestrainer schloss nach dem 1:2 gegen Ecuador im für die Tabelle nicht mehr wichtigen letzten Gruppenspiel vor allem eine Versetzung von Kapitän Joshua Kimmich ins Mittelfeld für das erste K.-o.-Spiel am Montag in der Runde der letzten 32 aus. Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha haben weiter sein Vertrauen.
„Ich will auf Felix und Pavlo nicht verzichten. Ich finde, dass sie es gut machen. Im Fußball kann man nichts ausschließen, aber ein Wechsel ist akut nicht geplant“, sagte Nagelsmann bei der Pressekonferenz in East Rutherford mit Blick auf das Sechzehntelfinale gegen einen noch nicht feststehenden Gruppendritten. Kimmich selbst sagte dazu: „Das ist einzig und alleine die Entscheidung des Trainers. Und wo er das Gefühl hat, wo ich am besten weiterhelfen kann. Da spiele ich dann.“

Julian Nagelsmann, Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft, verlässt nach der 1:2-Niederlage das Spielfeld in East Rutherford, New Jersey.

Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

 
26. Juni16:57 Uhr

Wie Nagelsmann das Zauberduo „Wusiala“ starkredet

Er kommt einfach nicht, der große „Wusiala“-Moment. Bei der Heim-Europameisterschaft 2024 legten Jamal Musiala und Florian Wirtz als erste Torschützen einen Knallstart hin. Im Zusammenspiel zauberten sie und ergänzten sich fast schon blind. Deutschland feierte ein neues, junges Zauber-Duo. Und zwei Jahre später? Geht das Warten auch nach dem dritten WM-Spiel und dem tabellarisch folgenlosen 1:2 gegen Ecuador weiter.
Die beiden Offensivstars finden nicht in den erhofften Turnier-Flow. Auch wenn der Bundestrainer im Endspielstadion vor den Toren New Yorks lauten Zweifeln an den kreativen Dribblern verbal energisch entgegentrat. Julian Nagelsmann glaubt fest daran, dass es in der K.-o.-Phase klick macht bei „Wusiala“.
Zum 23 Jahre alten Liverpool-Star Wirtz (44 Länderspiele/11 Tore) sagte Nagelsmann: „Flo war sehr bemüht, hat Gas gegeben. Es fehlt das Fortune in der einen oder anderen Situation. Es fehlt ihm so ein bisschen das Tor, die Dosenöffner-Aktion. Aber das wird kommen, ganz sicher.“
Zum ebenfalls 23 Jahre alten Bayern-Ass Musiala, der in der WM-Saison monatelang verletzt ausgefallen war, äußerte der Bundestrainer: „Bei Jamal, da geht es nur um Rhythmus. Er war über ein Jahr weg bei uns. Ihm müssen wir Rhythmus geben. Wir wissen alle, was für Fähigkeiten er hat. Das müssen wir alle gemeinsam aus ihm rauskitzeln – er auch. Er hat ja schon getroffen.“ Beim 7:1 gegen Curaçao. „Er muss an sich glauben und nicht so viel nachdenken.“

Jamal Musiala (r.) aus Deutschland feiert gemeinsam mit seinen Teamkollegen Joshua Kimmich (m.) und Florian Wirtz (l.) das vierte Tor seiner Mannschaft während des internationalen Freundschaftsspiels zwischen Deutschland und Finnland am 31. Mai 2026 in Mainz, Deutschland.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

 
26. Juni6:14 Uhr

Türkei besiegt USA knapp

Die Türkei hat im Spiel gegen die USA kurz vor Abpfiff der Partie das 3:2 erzielen können. In der Partie gerieten die Türken früh in Rückstand, als Auston Trusty den Ball ins Tor beförderte (3.). Doch die Mannschaft von Vincenzo Montella zeigte Kampfgeist und glich wenig später aus durch Arda Güler aus (10.). Noch in der ersten Halbzeit gingen die Türken dann durch Baris Yilmaz in Führung (31.).
Zu Beginn der zweiten Halbzeit erzielte die USA durch Sebastian Berhalter den Ausgleich (49.). In der Nachspielzeit gelang Kaan Ayhan den entscheidenden Treffer für die Türkei (90+8). Trotz des Sieges ist das WM der Türkei längst besiegelt, während die USA trotz Niederlage Erster der Gruppe D ist.
Im parallelen Spiel zwischen Paraguay und Australien – ebenfalls aus der Gruppe D – gab es ein 0:0 Unentschieden. Australien ist mit einem Sieg, einer Niederlage und einem Unentschieden als Gruppenzweiter fix. Ob es für Paraguay als Dritter der Gruppe bei der WM weitergeht, ist noch offen.
 
26. Juni3:12 Uhr

Japan sichert zweiten Platz gegen Schweden

In der Nacht hat sich Japan durch ein 1:1 im Duell mit Schweden den zweiten Platz in Gruppe F und somit den direkten Einzug in die K.o.-Runde gesichert. Im Parallelspiel hat die Niederlande ihre Pflichtaufgabe gegen Tunesien mit 3:1 erledigt und den 1. Platz in der Gruppe verteidigt.
Im Spiel Japan gegen Schweden tasteten sich beide Mannschaften zunächst ab und wollten keine Fehler machen. In der ersten Halbzeit gab es wenige klare Torchancen. Nach der Halbzeitpause nahm das Spiel an Fahrt auf. In Führung ging dann Japan durch Daizen Maeda (56.). Schweden ließ sich davon nicht beirren und glich wenig später aus durch Anthony Elanga aus (62.). Trotz Bemühungen bliebt das restliche Spiel torlos.
Trotz des Unentschiedens zieht auch Schweden als einer der besten Gruppendritten in das Sechzehntelfinale ein. In der Partie Niederlande gegen Tunesien stand das Ausscheiden in der Gruppenphase für die Nordafrikaner schon vor dem letzten Gruppenspiel fest. Für die Niederlande geht es in der ersten K.o.-Runde am Dienstag (30.6.) gegen Marokko.
 
26. Juni0:05 Uhr

Spiele am Freitag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 01:00 Uhr: Tunesien gegen Niederlande in Kansas City, USA
  • 01:00 Uhr: Japan gegen Schweden in Dallas, USA
  • 04:00 Uhr: Türkei gegen USA in Los Angeles, USA
  • 04:00 Uhr: Paraguay gegen Australien in San Francisco
  • 21:00 Uhr: Norwegen gegen Frankreich in Boston, USA
  • 21:00 Uhr: Senegal gegen Irak in Toronto, Kanada
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Montag, den 29. Juni, um 22:30 Uhr statt. Der Gegner ist derzeit noch unbekannt.
 
25. Juni23:59 Uhr

Deutschland 1:2 Ecuador / Curaçao 0:2 Elfenbeinküste

Deutschland hat sein letztes Gruppenspiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Ecuador mit 1:2 verloren. Die Partie begann mit einem schnellen Treffer von Leroy Sané (2.), der nach einer Vorlage von Florian Wirtz per Linksschuss traf. Es war laut diverser Statistik-Experten der früheste deutsche Treffer bei einer WM seit 1934. Doch Ecuador ließ sich nicht beirren und glich bereits wenig später durch Nilson Angulo aus (9.).
Während für Deutschland schon vor dem Fußballabend ein Weiterkommen sicher war, musste Ecuador gewinnen, um das Sechzehntelfinale zu erreichen. Die Südamerikaner präsentierten sich flink, kraftvoll und bereiteten den Deutschen zunehmende Sorgen. Auch der in der zweiten Halbzeit wieder eingewechselte „Joker“ Deniz Undav konnte nicht punkten. Stattdessen erhöhte Ecuador den Druck und belohnte sich mit dem Siegtreffer (78.).
In der parallel in Gruppe E ausgetragenen Partie gewann die Elfenbeinküste gegen Curacao mit 2:0. Deutschland ist trotzdem Sieger der Gruppe E. Außerdem kommt die Elfenbeinküste als Gruppenzweiter in die K.-o.-Runde. Ecuador ist mit vier Punkten auf Platz 3 der Tabelle ebenfalls gut genug für ein Weiterkommen, Curaçao scheidet aus.

Deutschland konnte das Momentum aus dem 7:1 gegen Curacao nicht mitnehmen, bleibt aber Gruppenerster. Die Elfenbeinküste ist ebenfalls sicher weiter, auch Ecuador hat gute Chancen als einer der acht besten Gruppendritter in die K.o.-Phase einzuziehen.

Foto: ts/Epoch Times

 
25. Juni15:50 Uhr

Reaktionen von Fans

 
25. Juni13:02 Uhr

Gündogan kritisiert TV-Experten

Der frühere Fußball-Nationalelfkapitän Ilkay Gündogan sieht den Einfluss von Expertenmeinungen kritisch. „Manche wollen heute selbst die Stars sein. Für Spieler kann das Folgen haben“, so Gündogan. Unsachliche Kritiken würden ihn ärgern. „Sie ziehen Spieler runter, besonders, wenn sie sensibel sind. Und glauben Sie mir: Viele von uns Fußballern sind sensibel.“
Die Äußerung von TV-Experte Jürgen Klopp in Richtung Bundestrainer Julian Nagelsmann zu WM-Beginn, Nagelsmann würde „noch“ die Aufstellung machen, empfand Gündogan als „flapsigen Spruch“ und „etwas unglücklich“. Aber: „Anders als Spieler dürfen Trainer nicht zu sensibel sein. Julian ist das nicht“, so Gündogan.
Gündogan führte die Elf des Deutschen Fußball-Bundes bei der EM 2024 in Deutschland an.
 
25. Juni9:35 Uhr

Undav bleibt Joker

Julian Nagelsmann wird gegen Ecuador die Startelf lediglich auf zwei Positionen verändern. „Wir werden die Wechsel vornehmen, die wir müssen“, kündigte der Bundestrainer an.
Antonio Rüdiger wird im Abwehrzentrum Nico Schlotterbeck ersetzen, für den das Turnier nach einer schweren Bänderverletzung am linken Fuß vorzeitig beendet ist.
David Raum ersetzt auf der linken Außenverteidigerposition Nathaniel Brown. Der Frankfurter klagt über muskuläre Probleme an den Adduktoren und absolvierte beim Abschlusstraining in Winston-Salem ein individuelles Programm. Für Rüdiger und Raum ist es jeweils der erste WM-Einsatz in der Startformation.
Der dreifache Torschütze Undav soll wie zuvor wieder Schwung von der Bank bringen. „Im Laufe des Spiels werden wir wieder versuchen, gute Entscheidungen zu treffen“, sagte Nagelsmann zu Wechseln.
Stürmer der deutschen Elf: Deniz Undav

Deniz Undav beim Freundschaftsspiel gegen Finnland am 31. Mai 2026.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

Der 29-jährige Undav, der die Pressekonferenz gemeinsam mit Nagelsmann bestritt, akzeptiert seine Joker-Rolle, wie er erklärte. „Wenn ich unzufrieden wäre, wäre ich nicht hier“, sagte der Stürmer des VfB Stuttgart. Jeder Spieler kenne seine Rolle: „Ich bin zweimal von der Bank gekommen – und wir haben die Spiele gewonnen. Wichtig ist, dass wir als Mannschaft so weit wie möglich kommen.“
Trotz seiner nur 58 Minuten mischt Undav mit seinen drei Treffern unter den Toptorjägern der WM mit. Angeführt wird die Torschützenliste von Weltmeister Lionel Messi mit fünf Treffern. Auch Undav ist von dem Argentinier begeistert, der gestern 39 wurde. „Ich genieße seine Spiele. Er läuft zwar nur noch sieben oder acht Kilometer im Spiel. Aber was er mit dem Ball macht, ist überragend.“
 
25. Juni8:01 Uhr

Südafrika feiert und feiert und feiert

Nach dem historischen Einzug in die K.-o.-Phase der WM gab es bei Südafrikas Fußballern kein Halten mehr. Trainer Hugo Broos sank überwältigt auf die Knie, seine Schützlinge tanzten auf dem Rasen ausgelassen eine Polonaise.
„Das ist ein sehr emotionaler Moment. Ich habe immer an diese Mannschaft geglaubt. Selbst in den vergangenen Wochen, als die Kritik sehr, sehr hart war“, sagte Trainer Broos.
Die Zusammenarbeit mit den Spielern sei für ihn „vielleicht etwas Einzigartiges. Ich bin zwar der Trainer, aber eigentlich auch nicht. Ich sehe mich eher als ihren Freund. Es ist eine fantastische Beziehung“, schilderte Broos das Verhältnis und stellte fest: „Ich denke, was wir bisher geleistet haben, ist schon ein kleines Wunder.“

Die südafrikanischen Spieler grüßen die Fans, als sie nach dem 1:0-Sieg gegen die Republik Korea am 24. Juni 2026 im Monterrey-Stadion in Guadalupe, Mexiko, den Platz verlassen.

Foto: David Ramos/Getty Images

 
25. Juni5:22 Uhr

Mexiko schießt Tschechien ins Aus

Tschechien hat sein letztes Vorrundenspiel mit 3:0 verloren. Gegner Mexiko stand schon vorher als Sieger von Gruppe A fest und hatte es in der Partie während der ersten Halbzeit ruhig angehen lassen. Tschechien hingegen musste gewinnen, um sich eine Chance auf das Weiterkommen zu bewahren, konnte jedoch keine hochkarätigen Chancen herausspielen.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Tschechien den Druck, was Mexiko die Möglichkeit gab, Fehler auszunutzen. So brachte Mateo Chavez die Mexikaner spät in Führung (55.), nachdem Tschechien den Ball auf Höhe der Mittellinie verlor. Mexiko nutzte die sich bietenden Räume weiter aus und erhöhte durch Julian Quinones auf 2:0 (61.). Kurz vor dem Schlusspfiff setzte Alvaro Fidalgo den Schlusspunkt und traf zum 3:0-Endstand (90+4.).
Mexiko wird damit am 30. Juni gegen einen Drittplatzierten aus den Gruppen C, E, F, H oder I antreten. Zudem ist in Gruppe A Südafrika als Zweiter sicher und damit ebenfalls im Sechzehntelfinale. Südkorea muss dagegen als Dritter auf ein Weiterkommen hoffen. Für Tschechien ist die WM schon sicher zu Ende.
 

Platzierungen der Gruppe A: Mexiko und Südafrika sind sicher weiter und bestreiten am 28. Juni um 21:00 Uhr in Los Angeles das erste Sechzehntelfinale. Südkorea muss für das Weiterkommen auf Schützenhilfe aus anderen Gruppen hoffen. Von zwölf Gruppendritten kommen nur acht weiter.

Foto: ts/Epoch Times

 
25. Juni5:10 Uhr

Historisch: Südafrika übersteht erstmals WM-Vorrunde

Südafrika hat bei seiner vierten WM-Teilnahme erstmals die K.-o.-Phase erreicht und damit nationale Fußball-Geschichte geschrieben. Das Team des belgischen Trainers Hugo Broos gewann das letzte Vorrundenspiel gegen Südkorea mit 1:0 (0:0) und schloss die Gruppe A als Zweiter ab.
Die Ausgangslage war klar: Den Asiaten reichte ein Remis zum sicheren Weiterkommen. Südafrika dagegen musste voll auf Sieg spielen. Den besseren Start erwischte Südkorea, doch trotz mehrerer Chancen erzielten die Südkoreaner um Bayern-Profi Min-jae Kim kein Tor. Die erste Halbzeit verlief insgesamt torlos.
In der zweiten Halbzeit verlief das Spiel aus der Südkoreaner trotz Auswechslungen weiterhin müde. Stattdessen blieb Südafrika am Drücker und belohnte sich nach gut einer Stunde. Vor 51.243 Zuschauern in Monterrey sorgte Thapelo Maseko mit seinem Treffer in der 63. Minute für grenzenlosen Jubel bei Bafana Bafana.
Im Sechzehntelfinale trifft Südafrika am Sonntag in Inglewood bei Los Angeles auf Co-Gastgeber Kanada. Südkorea beendete die Vorrunde mit drei Punkten auf Rang drei und muss jetzt um das Weiterkommen zittern.
 
25. Juni2:18 Uhr

Marokko besiegt Haiti

Die Partie Marokko gegen Haiti begann mit einem überraschenden Führungstreffer für Haiti, als Lenny Joseph mit der Hacke traf (10.). Marokko glich durch Achraf Hakimi aus, der nach einem abgefälschten Schuss über die Torlinie drückte (39.). Kurz vor der Halbzeitpause gelang Haiti erneut die Führung durch Wilson Isidor (43.). Doch Marokko ließ sich nicht beirren und glich noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch Ismael Saibari aus (45+1.).
In der zweiten Halbzeit übernahm Marokko zunehmend die Kontrolle. Soufiane Rahimi brachte die Nordafrikaner dann erstmals in Führung (78.). Den Schlusspunkt setzte Gessime Yassine in der 89. Minute. Trotz des doch am Ende deutlichen Sieges reichte es für Marokko nur für den zweiten Platz in der Gruppe und einen Punktegleichstand mit Brasilien. Für Haiti ist dagegen die WM beendet.
 

Platzierungen der Gruppe C: Brasilien und Marokko stehen sicher im Sechzehntelfinale. Schottland kann hoffen. Haiti ist raus.

Foto: ts/Epoch Times

 
25. Juni2:11 Uhr

Brasilien durch Sieg gegen WM-Liebling Gruppenerster

Brasilien hat souverän mit 3:0 gegen Schottland gewonnen und sich somit den Gruppensieg in Gruppe C gesichert. Bereits früh nutzte Vinicius Junior einen Fehler der Schotten aus und brachte die Selecao in Führung (7.). Kurz vor der Halbzeit erhöhte Vinicius Junior per Kopf nach einer Flanke auf 2:0 (45+3.).
In der zweiten Halbzeit setzte Brasilien seinen dominanten Auftritt fort. Matheus Cunha traf nach einem sehenswerten Spielzug zum 3:0 (60.). Die Schotten hatten kaum Chancen und konnten die brasilianische Abwehr nicht in Bedrängnis bringen. Superstar Neymar feierte nach 981 Tagen sein Comeback im Nationalteam und wurde in der 76. Minute eingewechselt.
 
25. Juni0:05 Uhr

Spiele am Donnerstag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 00:00 Uhr: Schottland gegen Brasilien in Miami, USA
  • 00:00 Uhr: Marokko gegen Haiti in Atlanta, USA
  • 03:00 Uhr: Tschechien gegen Mexiko in Mexiko-Stadt
  • 03:00 Uhr: Südafrika gegen Südkorea in Monterrey, Mexiko
  • 22:00 Uhr: Ecuador gegen Deutschland in New York, USA
  • 22:00 Uhr: Curaçao gegen Elfenbeinküste in Philadelphia, USA
 
24. Juni23:02 Uhr

Schweiz ist Gruppensieger

Die Schweiz hat Kanada in Gruppe B mit 2:1 besiegt und sich damit den Gruppensieg gesichert. Durch den Erfolg darf die Nati in die K.-o.-Phase einziehen und spielt am 3. Juli (Gegner noch unbekannt), während Kanada seine WM-Reise mit einem Spiel gegen Südafrika am 28. Juni fortsetzt. Auch für Bosnien-Herzegowina geht es in das Sechzehntelfinale, nicht aber für Katar.

Silvan Widmer (#3) und seine Schweizer Teamkollegen haben sich mit einem 2:1 gegen Kanada in die K.o.-Runde geschossen.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

Die Ergebnisse der Gruppe B.

Foto: ts/Epoch Times

 
24. Juni23:54 Uhr

Klopp über deutsche Elf: „Fußball spielen können wir“

Startrainer Jürgen Klopp ist vom bisherigen Auftreten der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM angetan, sieht defensiv aber auch noch Steigerungspotenzial.
„Wir haben gesehen: Fußball spielen können wir. Ich mag die Art und Weise, wie wir spielen. Wir haben verschiedene Abläufe“, sagte der 59-Jährige bei einem Besuch des Adidas Home of Soccer, einem Fantreff in New York. „Defensiv können wir gern noch ein bisschen mehr Griff kriegen. Dann kann es weit gehen bei diesem Turnier.“ Klopp lobte besonders den Teamgeist der DFB-Auswahl.
Auch Sami Khedira, Weltmeister von 2014, hob die Widerstandsfähigkeit des DFB-Teams hervor. Er zollte sowohl der Mannschaft als auch Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der Medienrunde am Hudson River ein „großes Lob“.
Ob Nagelsmann angesichts des bereits feststehenden Gruppensiegs beim Vorrundenabschluss gegen Ecuador heute rotieren sollte? Das müsse der Trainer entscheiden, betonte Klopp. „Meine Meinung war immer: Niemand weiß so gut über meine Mannschaft Bescheid wie ich. In dem Fall weiß niemand so gut Bescheid über die Mannschaft wie Julian. Er wird die richtige Entscheidung treffen.“
Jürgen Klopp (r.) beim Plausch mit 2014er-Weltmeister Sami Khedira.

Jürgen Klopp (r.) beim Plausch mit 2014er-Weltmeister Sami Khedira.

Foto: Federico Gambarini/dpa

 
(Mit Material der Nachrichtenagenturen.)
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TICKER Fußball-WM: Neueste Entwicklungen um Kimmich & Co.


Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 00:00 Uhr: Schottland gegen Brasilien in Miami, USA
  • 00:00 Uhr: Marokko gegen Haiti in Atlanta, USA
  • 03:00 Uhr: Tschechien gegen Mexiko in Mexiko-Stadt
  • 03:00 Uhr: Südafrika gegen Südkorea in Monterrey, Mexiko
  • 22:00 Uhr: Ecuador gegen Deutschland in New York, USA (Übertragung: ARD)
  • 22:00 Uhr: Curaçao gegen Elfenbeinküste in Philadelphia, USA

HEUTE15:50 Uhr

Einige Reaktionen von Fans

 
HEUTE13:02 Uhr

Gündogan kritisiert TV-Experten

Der frühere Fußball-Nationalelfkapitän Ilkay Gündogan sieht den Einfluss von Expertenmeinungen kritisch. „Manche wollen heute selbst die Stars sein. Für Spieler kann das Folgen haben“, so Gündogan. Unsachliche Kritiken würden ihn ärgern. „Sie ziehen Spieler runter, besonders, wenn sie sensibel sind. Und glauben Sie mir: Viele von uns Fußballern sind sensibel.“
Die Äußerung von TV-Experte Jürgen Klopp in Richtung Bundestrainer Julian Nagelsmann zu WM-Beginn, Nagelsmann würde „noch“ die Aufstellung machen, empfand Gündogan als „flapsigen Spruch“ und „etwas unglücklich“. Aber: „Anders als Spieler dürfen Trainer nicht zu sensibel sein. Julian ist das nicht“, so Gündogan.
Gündogan führte die Elf des Deutschen Fußball-Bundes bei der EM 2024 in Deutschland an.
 
HEUTE9:35 Uhr

Undav bleibt Joker

Julian Nagelsmann wird gegen Ecuador die Startelf lediglich auf zwei Positionen verändern. „Wir werden die Wechsel vornehmen, die wir müssen“, kündigte der Bundestrainer an.
Antonio Rüdiger wird im Abwehrzentrum Nico Schlotterbeck ersetzen, für den das Turnier nach einer schweren Bänderverletzung am linken Fuß vorzeitig beendet ist.
David Raum ersetzt auf der linken Außenverteidigerposition Nathaniel Brown. Der Frankfurter klagt über muskuläre Probleme an den Adduktoren und absolvierte beim Abschlusstraining in Winston-Salem ein individuelles Programm. Für Rüdiger und Raum ist es jeweils der erste WM-Einsatz in der Startformation.
Der dreifache Torschütze Undav soll wie zuvor wieder Schwung von der Bank bringen. „Im Laufe des Spiels werden wir wieder versuchen, gute Entscheidungen zu treffen“, sagte Nagelsmann zu Wechseln.
Der 29-jährige Undav, der die Pressekonferenz gemeinsam mit Nagelsmann bestritt, akzeptiert seine Joker-Rolle, wie er erklärte. „Wenn ich unzufrieden wäre, wäre ich nicht hier“, sagte der Stürmer des VfB Stuttgart. Jeder Spieler kenne seine Rolle: „Ich bin zweimal von der Bank gekommen – und wir haben die Spiele gewonnen. Wichtig ist, dass wir als Mannschaft so weit wie möglich kommen.“
Trotz seiner nur 58 Minuten mischt Undav mit seinen drei Treffern unter den Toptorjägern der WM mit. Angeführt wird die Torschützenliste von Weltmeister Lionel Messi mit fünf Treffern. Auch Undav ist von dem Argentinier begeistert, der gestern 39 wurde. „Ich genieße seine Spiele. Er läuft zwar nur noch sieben oder acht Kilometer im Spiel. Aber was er mit dem Ball macht, ist überragend.“
 
HEUTE8:01 Uhr

Südafrika feiert und feiert und feiert

Nach dem historischen Einzug in die K.-o.-Phase der WM gab es bei Südafrikas Fußballern kein Halten mehr. Trainer Hugo Broos sank überwältigt auf die Knie, seine Schützlinge tanzten auf dem Rasen ausgelassen eine Polonaise.
„Das ist ein sehr emotionaler Moment. Ich habe immer an diese Mannschaft geglaubt. Selbst in den vergangenen Wochen, als die Kritik sehr, sehr hart war“, sagte Trainer Broos.
Die Zusammenarbeit mit den Spielern sei für ihn „vielleicht etwas Einzigartiges. Ich bin zwar der Trainer, aber eigentlich auch nicht. Ich sehe mich eher als ihren Freund. Es ist eine fantastische Beziehung“, schilderte Broos das Verhältnis und stellte fest: „Ich denke, was wir bisher geleistet haben, ist schon ein kleines Wunder.“

Die südafrikanischen Spieler grüßen die Fans, als sie nach dem 1:0-Sieg gegen die Republik Korea am 24. Juni 2026 im Monterrey-Stadion in Guadalupe, Mexiko, den Platz verlassen.

Foto: David Ramos/Getty Images

 
HEUTE5:22 Uhr

Mexiko schießt Tschechien ins Aus

Tschechien hat sein letztes Vorrundenspiel mit 3:0 verloren. Gegner Mexiko stand schon vorher als Sieger von Gruppe A fest und hatte es in der Partie während der ersten Halbzeit ruhig angehen lassen. Tschechien hingegen musste gewinnen, um sich eine Chance auf das Weiterkommen zu bewahren, konnte jedoch keine hochkarätigen Chancen herausspielen.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Tschechien den Druck, was Mexiko die Möglichkeit gab, Fehler auszunutzen. So brachte Mateo Chavez die Mexikaner spät in Führung (55.), nachdem Tschechien den Ball auf Höhe der Mittellinie verlor. Mexiko nutzte die sich bietenden Räume weiter aus und erhöhte durch Julian Quinones auf 2:0 (61.). Kurz vor dem Schlusspfiff setzte Alvaro Fidalgo den Schlusspunkt und traf zum 3:0-Endstand (90+4.).
Mexiko wird damit am 30. Juni gegen einen Drittplatzierten aus den Gruppen C, E, F, H oder I antreten. Zudem ist in Gruppe A Südafrika als Zweiter sicher und damit ebenfalls im Sechzehntelfinale. Südkorea muss dagegen als Dritter auf ein Weiterkommen hoffen. Für Tschechien ist die WM schon sicher zu Ende.
 

Platzierungen der Gruppe A: Mexiko und Südafrika sind sicher weiter und bestreiten am 28. Juni um 21:00 Uhr in Los Angeles das erste Sechzehntelfinale. Südkorea muss für das Weiterkommen auf Schützenhilfe aus anderen Gruppen hoffen. Von zwölf Gruppendritten kommen nur acht weiter.

Foto: ts/Epoch Times

 
HEUTE5:10 Uhr

Historisch: Südafrika übersteht erstmals WM-Vorrunde

Südafrika hat bei seiner vierten WM-Teilnahme erstmals die K.-o.-Phase erreicht und damit nationale Fußball-Geschichte geschrieben. Das Team des belgischen Trainers Hugo Broos gewann das letzte Vorrundenspiel gegen Südkorea mit 1:0 (0:0) und schloss die Gruppe A als Zweiter ab.
Die Ausgangslage war klar: Den Asiaten reichte ein Remis zum sicheren Weiterkommen. Südafrika dagegen musste voll auf Sieg spielen. Den besseren Start erwischte Südkorea, doch trotz mehrerer Chancen erzielten die Südkoreaner um Bayern-Profi Min-jae Kim kein Tor. Die erste Halbzeit verlief insgesamt torlos.
In der zweiten Halbzeit verlief das Spiel aus der Südkoreaner trotz Auswechslungen weiterhin müde. Stattdessen blieb Südafrika am Drücker und belohnte sich nach gut einer Stunde. Vor 51.243 Zuschauern in Monterrey sorgte Thapelo Maseko mit seinem Treffer in der 63. Minute für grenzenlosen Jubel bei Bafana Bafana.
Im Sechzehntelfinale trifft Südafrika am Sonntag in Inglewood bei Los Angeles auf Co-Gastgeber Kanada. Südkorea beendete die Vorrunde mit drei Punkten auf Rang drei und muss jetzt um das Weiterkommen zittern.
 
HEUTE2:18 Uhr

Marokko besiegt Haiti

Die Partie Marokko gegen Haiti begann mit einem überraschenden Führungstreffer für Haiti, als Lenny Joseph mit der Hacke traf (10.). Marokko glich durch Achraf Hakimi aus, der nach einem abgefälschten Schuss über die Torlinie drückte (39.). Kurz vor der Halbzeitpause gelang Haiti erneut die Führung durch Wilson Isidor (43.). Doch Marokko ließ sich nicht beirren und glich noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch Ismael Saibari aus (45+1.).
In der zweiten Halbzeit übernahm Marokko zunehmend die Kontrolle. Soufiane Rahimi brachte die Nordafrikaner dann erstmals in Führung (78.). Den Schlusspunkt setzte Gessime Yassine in der 89. Minute. Trotz des doch am Ende deutlichen Sieges reichte es für Marokko nur für den zweiten Platz in der Gruppe und einen Punktegleichstand mit Brasilien. Für Haiti ist dagegen die WM beendet.
 

Platzierungen der Gruppe C: Brasilien und Marokko stehen sicher im Sechzehntelfinale. Schottland kann hoffen. Haiti ist raus.

Foto: ts/Epoch Times

 
HEUTE2:11 Uhr

Brasilien durch Sieg gegen WM-Liebling Gruppenerster

Brasilien hat souverän mit 3:0 gegen Schottland gewonnen und sich somit den Gruppensieg in Gruppe C gesichert. Bereits früh nutzte Vinicius Junior einen Fehler der Schotten aus und brachte die Selecao in Führung (7.). Kurz vor der Halbzeit erhöhte Vinicius Junior per Kopf nach einer Flanke auf 2:0 (45+3.).
In der zweiten Halbzeit setzte Brasilien seinen dominanten Auftritt fort. Matheus Cunha traf nach einem sehenswerten Spielzug zum 3:0 (60.). Die Schotten hatten kaum Chancen und konnten die brasilianische Abwehr nicht in Bedrängnis bringen. Superstar Neymar feierte nach 981 Tagen sein Comeback im Nationalteam und wurde in der 76. Minute eingewechselt.
 
GESTERN23:02 Uhr

Schweiz ist Gruppensieger

Die Schweiz hat Kanada in Gruppe B mit 2:1 besiegt und sich damit den Gruppensieg gesichert. Durch den Erfolg darf die Nati in die K.-o.-Phase einziehen und spielt am 3. Juli (Gegner noch unbekannt), während Kanada seine WM-Reise mit einem Spiel gegen Südafrika am 28. Juni fortsetzt. Auch für Bosnien-Herzegowina geht es in das Sechzehntelfinale, nicht aber für Katar.

Silvan Widmer (#3) und seine Schweizer Teamkollegen haben sich mit einem 2:1 gegen Kanada in die K.o.-Runde geschossen.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

 

Platzierungen der Gruppe B: Schweiz, Kanada sowie Bosnien und Herzegowina sind weiter. Für Katar ist die WM 2026 spielerisch beendet.

Foto: ts/Epoch Times

 
GESTERN23:54 Uhr

Klopp über deutsche Elf: „Fußball spielen können wir“

Startrainer Jürgen Klopp ist vom bisherigen Auftreten der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM angetan, sieht defensiv aber auch noch Steigerungspotenzial.
„Wir haben gesehen: Fußball spielen können wir. Ich mag die Art und Weise, wie wir spielen. Wir haben verschiedene Abläufe“, sagte der 59-Jährige bei einem Besuch des Adidas Home of Soccer, einem Fantreff in New York. „Defensiv können wir gern noch ein bisschen mehr Griff kriegen. Dann kann es weit gehen bei diesem Turnier.“ Klopp lobte besonders den Teamgeist der DFB-Auswahl.
Auch Sami Khedira, Weltmeister von 2014, hob die Widerstandsfähigkeit des DFB-Teams hervor. Er zollte sowohl der Mannschaft als auch Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der Medienrunde am Hudson River ein „großes Lob“.
Ob Nagelsmann angesichts des bereits feststehenden Gruppensiegs beim Vorrundenabschluss gegen Ecuador heute rotieren sollte? Das müsse der Trainer entscheiden, betonte Klopp. „Meine Meinung war immer: Niemand weiß so gut über meine Mannschaft Bescheid wie ich. In dem Fall weiß niemand so gut Bescheid über die Mannschaft wie Julian. Er wird die richtige Entscheidung treffen.“
Jürgen Klopp (r.) beim Plausch mit 2014er-Weltmeister Sami Khedira.

Jürgen Klopp (r.) beim Plausch mit 2014er-Weltmeister Sami Khedira.

Foto: Federico Gambarini/dpa

 
(Mit Material der Nachrichtenagenturen.)
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TICKER Fußball-WM: Neueste Entwicklungen um Kimmich & Co.


Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 01:00 Uhr: Panama gegen Kroatien in Toronto, Kanada
  • 04:00 Uhr: Kolumbien gegen Demokratische Republik Kongo in Guadalajara, Mexiko (Übertragung: ARD)
  • 21:00 Uhr: Schweiz gegen Kanada in Vancouver, Kanada (Übertragung: ARD)
  • 21:00 Uhr: Bosnien-Herzegowina gegen Katar in Seattle, USA
  • 00:00 Uhr: Schottland gegen Brasilien in Miami, USA
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am morgigen Donnerstag, dem 25.06., um 22:00 Uhr gegen Ecuador statt.

 
GESTERN23:18 Uhr

Für Bosnien-Herzegowina geht der Traum weiter

Mit einem Sieg gegen Katar hat sich Bosnien-Herzegowina den Traum von der K.o.-Runde bei der WM erfüllt. Die Mannschaft von Trainer und Ex-Bundesligaprofi Sergej Barbarez bezwang den Außenseiter aus dem Emirat mit 3:1 (2:1).
Vor 66.925 Zuschauern in Seattle sorgten Kerim Alajbegovic (29.), Sultan Al-Brake per Eigentor (34.) und Ermin Mahmic (80.) für die Tore der Bosnier, die zum zweiten Mal nach 2014 bei einer Weltmeisterschaft dabei sind.
Die Mannschaft um den 40 Jahre alten Stürmerstar Edin Dzeko liegt in der Abschlusstabelle von Gruppe B auf Rang drei. Die nun vier Punkte werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit reichen, um als einer der acht besten Gruppendritten weiterzukommen. Katar ist dagegen ausgeschieden und wartet weiter auf den ersten Sieg bei einer WM.
 
GESTERN23:07 Uhr

Schweiz gewinnt gegen Kanada

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat die Schweiz gegen Gastgeberland Kanada mit 2:1 gewonnen und damit die Vorrunde auf Platz 1 der Tabelle von Gruppe B abgeschlossen. Kanada ist trotz der Niederlage Gruppenzweiter und zieht ebenfalls sicher ins Sechzehntelfinale ein.
Die Partie Schweiz gegen Kanada begann nach einer torlosen ersten Halbzeit mit einem schnellen Tor der Schweiz durch Ruben Vargas (46.). Wenig später baute Johan Manzambi die Führung der Schweiz auf 2:0 aus (57.). Kanada kämpfte sich jedoch zurück ins Spiel, als Promise David ein Tor erzielte (76.). Trotz intensiver Bemühungen gelang es Kanada nicht mehr, den Ausgleich zu erzielen.
 
GESTERN18:54 Uhr

Klopp lobt deutsche Mannschaft: „Fußball spielen können wir“

Startrainer Jürgen Klopp ist vom bisherigen Auftreten der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM angetan, sieht defensiv aber auch noch Steigerungspotenzial.
„Wir haben gesehen: Fußball spielen können wir. Ich mag die Art und Weise, wie wir spielen. Wir haben verschiedene Abläufe“, sagte der 59-Jährige bei einem Besuch des Adidas Home of Soccer, einem Fantreff in New York. „Defensiv können wir gern noch ein bisschen mehr Griff kriegen. Dann kann es weit gehen bei diesem Turnier.“ Klopp lobte besonders den Teamgeist der DFB-Auswahl.
Auch Sami Khedira, Weltmeister von 2014, hob die Widerstandsfähigkeit des DFB-Teams hervor. Er zollte sowohl der Mannschaft als auch Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der Medienrunde am Hudson River ein „großes Lob“.
Ob Nagelsmann angesichts des bereits feststehenden Gruppensiegs beim Vorrundenabschluss gegen Ecuador am Donnerstag in East Rutherford rotieren sollte? Das müsse der Trainer entscheiden, betonte Klopp. „Meine Meinung war immer: Niemand weiß so gut über meine Mannschaft Bescheid wie ich. In dem Fall weiß niemand so gut Bescheid über die Mannschaft wie Julian. Er wird die richtige Entscheidung treffen.“
Es gebe für „alles Argumente“. Was man nicht außer Acht lassen dürfe: „Ecuador spielt um alles“, sagte er. „Die haben richtig gut gespielt. Die treffen nur die Kiste nicht bisher. Wir sollten nicht davon ausgehen, dass das ein Leben lang so bleibt. Da müssen wir schon arbeiten.“
 
GESTERN14:26 Uhr

Elefant in Kölner Zoo tippt vor drittem Deutschland-Spiel auf Ecuador

Vor dem dritten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft am Donnerstagabend hat der Elefantenbulle Tarak im Kölner Zoo auf einen Sieg von Ecuador getippt. Der Tipp des Tierorakels fand heute morgen gut sichtbar für die Zoobesucher im Bullenbereich der Elefantenanlage statt, wie der Kölner Zoo mitteilte.
Der viereinhalb Tonnen schwere Elefantenbulle musste sich demnach wie bereits zuvor zwischen drei Fußbällen entscheiden – einem schwarz-rot-goldenen, einem mit den Farben Ecuadors und einem neutralen für Unentschieden.
Den Ball mit Deutschlandflagge habe Tarak als letztes ausgewählt, teilte der Zoo weiter mit. Tarak hatte bei den zwei ersten Gruppenspielen mit seinem Tipp auf die deutsche Elf jeweils richtig gelegen.
 
GESTERN10:02 Uhr

Mexiko-Stadt verbietet vor WM-Spiel teilweise den Alkoholverkauf

Vor dem letzten Gruppenspiel von Gastgeber Mexiko bei der Fußball-WM gegen Tschechien verbietet die Hauptstadt Mexiko-Stadt teilweise den Verkauf von Alkohol. Die Regelung gelte von Mittwochnachmittag bis Donnerstagmorgen (Ortszeit). Das teilte die Stadtverwaltung mit.
Betroffen sind unter anderem Supermärkte und Lebensmittelläden in der Innenstadt. Alkoholkonsum in Restaurants und Bars bleibt erlaubt.
Das Verbot gilt in der Gegend um das Unabhängigkeitsmonument Ángel de la Independencia sowie dem historischen Zentrum mit dem zentralen Platz Zócalo. Dort gibt es ein Fan-Fest mit Großbildleinwänden. Alkoholkonsum auf öffentlichen Straßen ist in Mexiko-Stadt bereits untersagt.
Beim mexikanischen Sieg gegen Südkorea in der vergangenen Woche feierten laut Behörden rund 400.000 Menschen am Ángel de la Independencia, weitere 200.000 auf dem Zócalo. Größere Verletzungen oder Schäden gab es nicht. Reinigungskräfte sammelten anschließend rund 40 Tonnen Müll ein.
Mexiko trifft heute um 19:00 Uhr Ortszeit (Donnerstag, 3:00 Uhr MESZ) auf Tschechien. Die mexikanische Auswahl steht bereits als Gruppensieger fest.
 
GESTERN6:09 Uhr

Kolumbien gewinnt dank Munoz

1:0 lautet der Endstand im Spiel zwischen Kolumbien und der Demokratischen Republik Kongo. Die Partie begann mit einem hohen Tempo der Kolumbianer, die in den ersten 20 Minuten das Spiel dominierten. Ein Abseitstor des Kolumbianers Daniel Munoz wurde jedoch nicht anerkannt. Nach der Trinkpause verlor Kolumbien etwas an Schwung, doch die Afrikaner konnte keine Tore erzielen.
In der zweiten Halbzeit versuchten die Kongolesen, mehr Druck aufzubauen, doch es fehlte ihnen an Durchschlagskraft. Kolumbien kontrollierte nach dem 1:0 von Munoz (76.) das Spielgeschehen. Die Einwechslungen auf beiden Seiten brachten keine Wende.
Mit diesem Sieg hat Kolumbien die K.o.-Phase der Weltmeisterschaft erreicht. Am letzten Spieltag geht es am Sonntag gegen Portugal um den Gruppensieg. Die DR Kongo hingegen muss im letzten Gruppenspiel gewinnen, um sich die Möglichkeit auf das Weiterkommen zu bewahren.

Daniel Munoz (#2) schoss für Kolumbien zwei Tore, stand jedoch einmal im Abseits.

Foto: Luke Hales/Getty Images

 
GESTERN3:11 Uhr

Kroatien siegt, Panama fliegt

Kroatien hat sich gegen Panama mit 1:0 durchgesetzt. In der ersten Halbzeit präsentierte sich Panama überraschend stark und hatte durch Rodriguez die beste Möglichkeit, in Führung zu gehen. Kroatien tat sich dagegen schwer, Lösungen gegen die Abwehr der Mittelamerikaner zu finden.
Nach der Pause erhöhte Kroatien den Druck und wurde durch den Treffer von Ante Budimir belohnt (54). Panama gab sich nicht geschlagen, drängte auf den Ausgleich und übte viel Druck auf Kroatien aus – doch vergeblich.
Am Ende reichte der knappe Vorsprung für Kroatien, um die drei Punkte zu sichern. Für beide Teams war es ein wichtiges Spiel, da eine Niederlage das vorzeitige Ausscheiden bedeutet hätte. Für Kroatien besteht also noch Hoffnung auf ein Weiterkommen in der Weltmeisterschaft, während für Panama Schluss ist.
 
23. Juni21:56 Uhr

England gegen Ghana in Boston

Erneut gab es bei der Fußball-WM ein Unentschieden: dieses Mal zwischen England und Ghana. Die erste Halbzeit war geprägt von einem hohen Ballbesitzanteil der Engländer, die jedoch kaum zu klaren Torchancen kamen. Ghana verteidigte geschickt und setzte auf schnelle Konter.
In der zweiten Halbzeit erhöhte England den Druck und kam durch Kane und Saka zu weiteren Chancen, die jedoch auch nicht zu etwas Zählbarem führten. Ghana blieb durch Konter gefährlich und hätte beinahe durch Adu die Führung erzielt, doch der Schiedsrichter entschied auf Abseits.
England verpasste damit die Chance, sich vorzeitig den Gruppensieg zu sichern, während Ghana eher zufrieden ist. Beide Teams haben nun die Möglichkeit, im letzten Gruppenspiel das Weiterkommen in die K.O.-Phase perfekt zu machen.

Harry Kane (#9) und seine englischen Teamkollegen hatten sich beim Spiel gegen Ghana einen anderen Spielstand erhofft.

Foto: Mauro Pimentel/AFP via Getty Images

Reece James (#24) von England verhindert einen siegriechen Torschuss durch Antoine Semenyo (#11) von Ghana.

Foto: Buda Mendes/Getty Images

 
23. Juni21:11 Uhr

Portugal schlägt Usbekistan souverän

Portugal hat mit einem souveränen 5:0 gegen Usbekistan gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Roberto Martinez bestimmte die Begegnung von Beginn an und setzte den WM-Neuling früh unter Druck – etwa durch ein Tor von Cristiano Ronaldo (6.). Nur elf Minuten später erhöhte Nuno Mendes mit einem direkt verwandelten Freistoß auf 2:0 (17.).
Usbekistan fand kaum Wege, sich aus der portugiesischen Dominanz zu befreien. Ein vermeintlicher Anschlusstreffer durch Azizjon Ganiev wurde nach einer Videoüberprüfung wegen eines vorangegangenen Fouls aberkannt. Kurz vor der Pause sorgte Ronaldo mit seinem zweiten Treffer des Abends für die Vorentscheidung (39.). Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierte Portugal das Geschehen. Ein Eigentor von Abduqodir Khusanov führte zum 4:0 (60.). Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Rafael Leao (87.).
Mit dem klaren Erfolg verschafft sich Portugal eine deutlich bessere Ausgangslage für das abschließende Gruppenspiel, während Usbekistan nach der zweiten Niederlage im Turnierverlauf weiter unter Druck steht.

Joao Cancelo (#20, Portugal) wird von Abbosbek Fayzullaev (#22, Usbekistan) gefoult. Infolgedessen wird das von Azizjon Ganiev (#19, Usbekistan) erzielte Tor nach Videoüberprüfung aberkannt.

Foto: Charlotte Wilson/Getty Images

Cristiano Ronaldo (l.) und sein Teamkollege Nuno Mendes (r.) beim Spiel gegen Usbekistan.

Foto: Ronaldo Schemidt/AFP via Getty Images

 
23. Juni11:07 Uhr

Nagelsmann: „Wir wollen das Spiel gegen Ecuador gewinnen“

Deutschland war bei allen zuvor 20 WM-Teilnahmen in 92 Jahren noch nie vor dem letzten Gruppenspiel ganz sicher Erster. Dass nun auch nur einer mit den Gedanken schon zum ersten Zwischenrunden-Duell in Foxborough abdriftet, will Nagelsmann vermeiden.
„Wir versuchen, uns auf unseren Weg zu konzentrieren. Wir versuchen, ein paar kleine Dinge anzupassen. Und wenn man sich ernsthaft auf das nächste Spiel vorbereitet, ist man auch auf die K.-o.-Spiele vorbereitet“, beschrieb der 38-Jährige sein Konzept.
„Wir wollen das Spiel gegen Ecuador gewinnen. Wir werden sehen, wer unser nächster Gegner ist, und das bereiten wir vor“, sagte Nagelsmann.
Erst am späten Samstagabend wird wohl feststehen, wer tatsächlich der erste K.o.-Gegner ist. Ungewöhnlich spät. Für eine seriöse Vorbereitung im Nagelsmann-Stil ist das fast zu spät. Schottland, Paraguay oder Australien sind die wahrscheinlichsten Optionen. Doch vorerst geht es gegen Ecuador.

Ein Bus mit dem deutschen Nationaltrainer Julian Nagelsmann (l) neben Rudi Völler, dem Sportdirektor des DFB, und den Spielern der deutschen Nationalmannschaft fährt am 20. Juni 2026 zum Toronto Stadium.

Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

 
23. Juni10:04 Uhr

Antonio Rüdiger kommt statt Schlotterbeck

Wenn die deutschen Fußballer am 25. Juni im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador spielen, wird nach dem Aus von Schlotterbeck der Mann mit der Nummer 2 – Antonio Rüdiger – seinen Platz im Finalstadion von East Rutherford einnehmen.
Bundestrainer Julian Nagelsmann lobte Rüdiger explizit nach dem 45-Minuten-Einsatz gegen die Ivorer: „Antonio, finde ich, hat es gut gemacht, sehr konzentriert. Es war nicht leicht, wenn du so ins Spiel reinkommst. Es so gut zu machen, finde ich super, wenn du diesen krassen Spielrhythmus aus den letzten zwei, drei Wochen nicht hast.“
Jetzt muss der robuste Zweikämpfer schnell den WM-Rhythmus aufnehmen. „Als Fußballer ist es nicht einfach, auf der Bank zu sitzen“, sagte der jahrelang als Stammspieler gesetzte Vize-Kapitän. Seine Rückstufung hatte er klaglos hingenommen. „Es sei den Jungs gegönnt“, sagte er mit Blick auf die Konkurrenten Tah und Schlotterbeck.
Innerhalb der Mannschaft ist Rüdiger anerkannt. Joshua Kimmich hielt beim Start ins WM-Jahr im März ein Plädoyer für ihn. „Ich habe manchmal das Gefühl, wir in Deutschland vergessen, was der Toni die letzten drei, vier Jahre abgeliefert hat“, sagte Kimmich mit Blick auf dessen Leistungen und Status bei Real Madrid.
 
23. Juni7:03 Uhr

Algerien dreht das Spiel

Jordanien hat am zweiten Spieltag der Gruppe J 1:2 gegen Algerien verloren und ist damit aus dem Turnier ausgeschieden. Zunächst ging Jordanien durch Nizar Al-Rashdan in Führung (36.). Nach einem misslungenen Seitenwechsel und einer ungewollten Vorlage gelang Algerien in der zweiten Halbzeit die Wende.
Die Wüstenfüchse zeigten sich nach der Pause entschlossen und drängten auf den Ausgleich, der durch Nadhir Benbouali per Kopf erfolgte (69.). In den Schlussminuten erhöhte Algerien den Druck weiter und Amine Gouiri drehte schließlich das Spiel zugunsten der Algerier mit seinem Tor (82.).
Jordanien steht nach der Niederlage als Gruppenletzter mit 0 Punkten fest. Argentinien führt die Gruppe als sicherer Gruppensieger mit sechs Punkten an, dahinter folgen Österreich und Algerien mit jeweils drei Punkten. Am letzten Spieltag trifft Jordanien am Sonntag auf Argentinien – Algerien spielt zeitgleich gegen Österreich.
 
23. Juni4:13 Uhr

Norwegen vorzeitig weiter

Norwegen hat sich gegen den Senegal mit 3:2 durchgesetzt und feiert den zweiten Sieg bei diesem Turnier. Die Skandinavier gingen kurz vor der Halbzeitpause durch Marcus Holmgren Pedersen in Führung (43.).
In der zweiten Halbzeit erhöhte Erling Haaland auf 2:0 (48.). Senegal verkürzte wenig später durch Ismaila Sarr (53.), der nach einem Pass von Mane den Ball ins Netz beförderte. Doch Norwegen ließ sich nicht beirren und stellte flugs den alten Abstand wieder her (58.).
Es war erneut Haaland, der einen Abpraller nutze und den Ball ins Tor beförderte. Im weiteren Verlauf des Spiels versuchte Senegal, den Druck zu erhöhen. Zwar gelang Ismaila Sarr der Anschlusstreffer zum 3:2 (90+3) – doch das reichte nicht zum Sieg.
Damit hat Norwegens Fußball-Nationalteam bei der WM vorzeitig die K.-o.-Runde erreicht. Beim letzten Vorrundenspiel gegen Frankreich müssen sie gewinnen, um Platz 1 in der Gruppe I zu sichern. In dem Duell geht es auch um den möglichen deutschen Achtelfinal-Gegner. Senegal indes droht nach der zweiten Niederlage das Aus.
 
23. Juni2:54 Uhr

Historisches Regenduell zwischen Frankreich und Irak mit 3:0 beendet

Bei der Fußball-WM hat Frankreich sich in einem Regenduell mit 3:0 gegen den Irak durchgesetzt. Wegen zwischenzeitlichem Gewitter war die Partie zwei Stunden lang unterbrochen und das Stadion vorübergehend geräumt worden.
Die Partie begann mit einem dominanten Auftritt der Franzosen, die von Beginn an Druck aufbauten. Der Irak hatte Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden und musste sich gegen die Angriffe der „Équipe Tricolore“ behaupten, was nicht immer gelang. Kylian Mbappé eröffnete den Torreigen mit einem kraftvollen Schuss aus der Distanz (14.). Nach der Trinkpause in der ersten Halbzeit zeigte der Irak eine kurze Phase der Besserung, konnte jedoch keine nennenswerten Chancen herausspielen.
Wegen eines drohenden Gewitters wurde das Spiel zur Halbzeit zunächst für 30 Minuten unterbrochen. Die Fans wurden aufgefordert, ihre Plätze zu verlassen und in geschützten Stadion-Bereichen Unterschlupf zu suchen.
In den USA gilt: Eine Sportveranstaltung wird für 30 Minuten unterbrochen, sobald ein Blitz in einem Umkreis von etwa 15 Kilometern einschlägt. Bei jedem weiteren Blitzschlag kommen weitere 30 Minuten hinzu. So dauerte es in Philadelphia letztlich mehr als zwei Stunden, bis es auf dem Rasen weiterging.
Nach der XXL-Halbzeitpause verpasste der neue irakische Torhüter Ahmed Basil den Ball nach einem missglückten Rückpass, was Mbappé in ein Tor verwandelte (54.). Wenig später (66.) machte Dembélé den Deckel drauf zum 3:0-Endstand. Der Sieg bringt Frankreich einem Gruppensieg von Gruppe I große Schritte weiter, während der Irak nach der zweiten Niederlage in der Gruppenphase unter Druck steht.
 
23. Juni0:05 Uhr

Spiele am Dienstag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 02:00 Uhr: Norwegen gegen Senegal in New York, USA
  • 05:00 Uhr: Jordanien gegen Algerien in San Francisco, USA (Übertragung: ZDF)
  • 19:00 Uhr: Portugal gegen Usbekistan in Houston, USA (Übertragung: ARD)
  • 22:00 Uhr: England gegen Ghana in Boston, USA (Übertragung: ARD)
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Donnerstag, dem 25.06., um 22:00 Uhr gegen Ecuador statt.
 
22. Juni21:21 Uhr

Messi alleiniger WM-Rekordtorschütze

Lionel Messi ist zum alleinigen Rekordtorschützen der Fußball-Weltmeisterschaft aufgestiegen. Der argentinische Offensivstar erzielte im zweiten Gruppenspiel gegen Österreich zwei Tore (18. WM-Treffer) und überholte damit den deutschen Ex-Weltmeister Miroslav Klose (16. WM-Treffer).
Einen noch größeren Erfolg winkt nur Kylian Mbappé: Der Franzose erzielte bislang 14 WM-Tore. Mbappé ist elf Jahre jünger und hat wohl mindestens noch ein weiteres Turnier vor sich, während Messi seine sechste und letzte Weltmeisterschaft spielt. Der argentinische Kapitän wird in zwei Tagen 39 Jahre alt.

Lionel Messi (#10, Argentinien) im Zweikampf mit Nicolas Seiwald (#6, Österreich) und Xaver Schlager (#4) während des WM-Gruppenspiels J zwischen Argentinien und Österreich am 22. Juni 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas.

Foto: Francois Nel/Getty Images

Klose hatte sich schon vor Turnierstart quasi damit abgefunden, die Bestmarke zu verlieren. „Ich rechne damit, dass mein Rekord in diesem Turnier fällt“, hatte der heutige Trainer des Zweitligisten 1. FC Nürnberg der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt. „Durch das größere Teilnehmerfeld gibt es mehr Spiele und damit mehr Möglichkeiten, Tore zu schießen.“
 
22. Juni21:05 Uhr

2:0 – Argentinien besiegt Österreich dank Messis Rekordtoren

In seinem zweiten Gruppenspiel der Fußball-WM 2026 hat sich Argentinien mit 2:0 gegen Österreich durchgesetzt. Die Führung erzielte Lionel Messi, der aus dem Rückraum flach ins linke Eck traf (39.). Zuvor hatte Messi bereits in der 9. Minute einen Elfmeter verschossen.

Lionel Messi (#10) von Argentinien jubelt über sein Tor zum 2:0 für sein Team im WM-Gruppenspiel J zwischen Argentinien und Österreich am 22. Juni 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas.

Foto: Stacy Revere/Getty Images

Die Partie begann mit hohem Tempo, und Argentinien übernahm schnell die Kontrolle. Österreich zeigte sich jedoch kämpferisch und hielt gut dagegen. Trotz einiger guter Chancen auf beiden Seiten blieb es zur Halbzeit bei der knappen 0:1-Führung für die Südamerikaner. In der zweiten Hälfte versuchte Österreich, den Druck zu erhöhen, doch die argentinische Abwehr stand sicher.

Lionel Messi (Nr. 10, verdeckt) von Argentinien jubelt mit seinen Teamkollegen nach seinem Tor zum 2:0 im WM-Gruppenspiel J zwischen Argentinien und Österreich am 22. Juni 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas. 

Foto: Stacy Revere/Getty Images

In der Schlussphase verwalteten die Argentinier ihre Führung clever und ließen den Ball in den eigenen Reihen laufen, während Österreich vergeblich auf die zündende Idee wartete. Trotz der Bemühungen gelang es den Österreichern nicht, den Ausgleich zu erzielen. In der Nachspielzeit sorgte erneut Messi für die Entscheidung (90+5), der damit bislang alle fünf argentinischen Tore bei diesem Turnier erzielt hat.

Lionel Messi (#10) und die argentinischen Spieler applaudieren den Fans nach dem 2:0-Sieg der Mannschaft im WM-Gruppenspiel J zwischen Argentinien und Österreich am 22. Juni 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas.

Foto: Francois Nel/Getty Images

 
22. Juni18:47 Uhr

Unwetterwarnung auch vor Norwegen-Spiel

Ebenso warnt der US-Wetterdienst vor Hochwasser vor dem Norwegenspiel. Das WM-Gruppenspiel zwischen Norwegen und Senegal findet am Dienstagnacht um 2:00 Uhr statt. Für das Gebiet rund um das Stadion, das sich in East Rutherford befindet, wurden starker Regen und mögliche Überschwemmungen vorhergesagt.
Die Warnung gilt für Teile von New York City und New Jersey. Es schließt auch das Gebiet um das Stadion ein, in dem am 19. Juli das WM-Finale steigen soll.
 
22. Juni18:45 Uhr

Mehrere WM-Spiele wegen Unwetter gefährdet

Kurz vor dem Spiel zwischen Frankreich und dem Irak in Philadelphia gibt es eine akute Unwetterwarnung. Der US-Sender CBS berichtet, es könnte zu einer kurzfristigen Absage oder Verschiebung kommen. Genau über dem Lincoln Financial Field in Philadelphia sei eine Unwetterfront vohergesagt worden. Dort findet heute das zweite Gruppenspiel der beiden Teams  um 23:00 Uhr statt.
Die Meteorologen warnen vor „zerstörerischen Winden, heftigen Blitzen und der Gefahr vereinzelter Tornados“. Das Risiko für die Durchführung unter freiem Himmel sei unmöglich. Sowohl für die Teams als auch für die Fans sei dies zu gefährlich. Starkregen und Sturzfluten seien möglich und der Flugverkehr könnte beeinträchtigt sein. Die FIFA überlegt deshalb auch, das offizielle Rahmenprogramm in der Stadt abzusagen – etwa das Public Viewing.
 
22. Juni15:57 Uhr

Schlotterbeck über sein WM-Aus

Nico Schlotterbeck hat auf seinem Instagram-Account bei seinen Fans um Verständnis gebeten. „Ich brauche noch etwas Zeit, um das Ganze zu verarbeiten.“ Nach Bekanntwerden seines verletzungsbedingten WM-Aus habe er noch „keine ausführlichen Worte“ gefunden.
Die deutschen Fußball-Fans fordert er aber auf, die DFB-Elf weiter anzufeuern. „Was jetzt zählt, ist die Mannschaft“, schrieb der Dortmunder Innenverteidiger weiter. Demnach verdiene das deutsche Team „die volle Unterstützung aller Deutschen“.
„Lasst uns zusammenstehen und zeigen, dass wir in guten wie in schwierigen Momenten hinter dieser deutschen Mannschaft stehen und sie auf ihrem Weg zum WM-Titel unterstützen!“
 

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Julian Nagelsmann musste die bittere Nachricht vom Ausfall seines starken Aufbauspielers in der Abwehr hinnehmen – ein Turnierschock auch für den Bundestrainer. „Schlotti wird uns auf dem Platz als herausragender Verteidiger sehr fehlen, vor allem auch sein exzellenter Spielaufbau. Es hätte seine WM werden können“, äußerte Nagelsmann.
Schlotterbeck will nicht nach Dortmund abreisen, sondern im WM-Quartier in den USA bleiben. „Das spricht für unseren Teamgeist“, sagte Sportdirektor Rudi Völler. Auch Nagelsmann sieht die Botschaft: „Es ist ein schönes Zeichen, dass er zunächst hier im Mannschaftskreis bleibt, denn er hat auch neben dem Platz Einfluss.“
 
22. Juni13:40 Uhr

WM-Aus für Schlotterbeck

Nico Schlotterbeck fällt laut Medienberichten für den Rest der WM aus. Der Innenverteidiger von Borussia Dortmund hat sich im Spiel gegen die Elfenbeinküste einen Bänderriss im linken Sprunggelenk zugezogen und wird der Deutschen Nationalmannschaft damit nicht mehr zur Verfügung stehen.
Der Ausfall trifft das Team hart, da Schlotterbeck als Stammkraft im Spielaufbau und einziger Linksfuß in der Innenverteidigung eingeplant war. Für das Gruppenspiel gegen Ecuador rückt nun vor allem Antonio Rüdiger in den Fokus der Startelf.
Musste gegen die Elfenbeinküste vorzeitig runter und kann bei der WM nicht mehr spielen: Nico Schlotterbeck.

Musste gegen die Elfenbeinküste vorzeitig runter und kann bei der WM nicht mehr spielen: Nico Schlotterbeck.

Foto: Tom Weller/dpa

 
22. Juni10:40 Uhr

Undav: Joker oder Startelf?

Deniz Undav hat sich bei der WM als wirkungsvoller Joker der Deutschen Nationalmannschaft etabliert. Mit starken Werten in seinen bisherigen Einsätzen drängt der Stürmer des VfB Stuttgart zunehmend in die Startelf und sorgt für eine breite Debatte über seine Rolle im Team. Fans, Experten und Mitspieler sehen in ihm aktuell einen der formstärksten deutschen Offensivspieler des Turniers.
Bundestrainer Julian Nagelsmann steht damit vor einer Grundsatzentscheidung: weiter auf Undav als „Impact-Spieler“ von der Bank setzen oder ihn aufgrund seiner aktuellen Form von Beginn an bringen.
Während einige Argumente für die bewährte Joker-Rolle sprechen, etwa frische Impulse in der zweiten Halbzeit, spricht seine Effizienz und Torgefahr auch klar für einen Startelfeinsatz. Vor dem Gruppenspiel gegen Ecuador wird intern über mögliche Anpassungen in der Offensive diskutiert.
Alle lieben Deniz Undav.

Alle lieben Deniz Undav.

Foto: Christian Charisius/dpa

 
22. Juni7:00 Uhr

Darum darf Nagelsmann keinen Feldspieler mehr nachholen

Aus deutscher Sicht sorgt weiterhin die Verletzung von Nico Schlotterbeck für Sorgen. Einen Tag nach dem 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste lag noch keine genaue Diagnose vor. Sollte der Innenverteidiger für den Rest des Turniers ausfallen, kann Bundestrainer Julian Nagelsmann keinen Ersatzspieler nachnominieren. Laut FIFA-Regeln dürfen verletzte Feldspieler nur bis 24 Stunden vor dem ersten Turnierspiel ersetzt werden – diese Frist ist bereits abgelaufen.

Sollte Schlotterbeck langfristig ausfallen, muss Deutschland mit dem bestehenden Kader weitermachen. Dieser würde sich dann auf 22 Feldspieler und drei Torhüter reduzieren. Eine Ausnahme gelten nur für Torhüter: Bei einem Ausfall könnte weiterhin ein Ersatz nachberufen werden. Dafür steht bereits Jonas Urbig bereit.

Julian Nagelsmann war nach Schiedsrichter-Entscheidungen erzürnt.

Julian Nagelsmann war nach Schiedsrichter-Entscheidungen erzürnt.

Foto: Christian Charisius/dpa

 
22. Juni5:09 Uhr

Ägypten feiert gegen Neuseeland ersten WM-Sieg

Ägypten hat bei der Fußball-WM Geschichte geschrieben und mit einem 3:1 gegen Neuseeland den ersten WM-Sieg der Verbandsgeschichte gefeiert. Dabei begann die Partie aus ägyptischer Sicht alles andere als optimal. Finn Surman brachte Neuseeland nach einer Ecke mit 1:0 in Führung (15.). Die Nordafrikaner hatten lange Probleme, die kompakte Defensive der „All Whites“ zu knacken.
Nach der Pause drehte Ägypten jedoch auf. Mostafa Zico köpfte nach einer Flanke von Mohamed Hany zum 1:1 (58.). Wenig später sorgte Starspieler Mohamed Salah mit einem präzisen Abschluss für die Führung (67.). Nach einer Ecke von Salah machte Trezeguet mit einem Kopfball zum 3:1 alles klar (82.). Ägypten übernimmt mit dem Sieg und vier Punkten die Tabellenführung in Gruppe G. Iran und Belgien folgen mit jeweils zwei Zählern, Neuseeland bleibt bei einem Punkt.
Kapitän Taremi hatte nach dem Spiel zwei Botschaften, die ihm wichtig waren.

Kapitän Taremi hatte nach dem Spiel zwei Botschaften, die ihm wichtig waren.

Foto: Andre Penner/AP/dpa

 
22. Juni2:09 Uhr

Uruguay und Kap Verde trennen sich 2:2

Uruguay und Kap Verde haben sich bei der Fußball-WM mit 2:2 getrennt. Kap Verde erwischte den besseren Start: Kevin Pina brachte den Außenseiter mit einem Freistoß aus rund 30 Metern in Führung (21.).
Uruguay antwortete kurz vor der Pause durch Maxi Araujo (44.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte drehte Agustin Canobbio die Partie und sorgte für die 2:1-Führung der Südamerikaner (45+6).
Nach dem Seitenwechsel schlug Kap Verde zurück. Helio Varela nutzte einen Fehler in der uruguayischen Defensive und erhöhte auf 2:2 (61.). Uruguay glaubte in der 68. Minute bereits an die erneute Führung, doch ein Treffer wurde nach Video-Überprüfung wegen Abseits aberkannt.
Beide Mannschaften hatten in der Schlussphase weitere Chancen, konnten den Siegtreffer jedoch nicht mehr erzielen. So blieb es bei einem 2:2-Unentschieden.
Der Außenseiter jubelt: Kevin Pina (Nr. 6) und seine Teamkollegen feiern das erste Tor in der WM-Geschichte Kap Verdes.

Der Außenseiter jubelt: Kevin Pina (Nr. 6) und seine Teamkollegen feiern das erste Tor in der WM-Geschichte Kap Verdes.

Foto: Lynne Sladky/AP/dpa

 
22. Juni0:05 Uhr

Spiele am Montag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 03:00 Uhr: Neuseeland gegen Ägypten in Vancouver, Kanada
  • 19:00 Uhr: Argentinien gegen Österreich in Arlington, USA
  • 23:00 Uhr: Frankreich gegen Irak in Philadelphia, USA
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Donnerstag, dem 25.06., um 22:00 Uhr gegen Ecuador statt.
 
21. Juni21:54 Uhr

Drama in LA: Belgien und Iran enden torlos

Im zweiten Spiel der Gruppe G bei der Weltmeisterschaft 2026 trennten sich die Nationalmannschaften von Belgien und dem Iran in Los Angeles nach einer packenden ersten Halbzeit vorerst unentschieden. Nachdem beide Teams mit Remis in das Turnier gestartet waren, standen beide Seiten unter erheblichem Zugzwang.
Belgien dominierte trotz des Ausfalls von Jérémy Doku das Mittelfeld, fand jedoch gegen die disziplinierte iranische Defensive kaum Lösungen. Der Iran setzte Nadelstiche und erzielte durch Mehdi Taremi nach einer Freistoßvariante vermeintlich die Führung (25.), die jedoch nach Video-Überprüfung wegen Abseits und Behinderung zurückgenommen wurde. Belgien erhöhte vor der Pause den Druck, blieb aber ohne Torerfolg, wodurch es beim 0:0 zur Halbzeit blieb.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Belgien das Tempo. Die beste Chance vergab Maxim De Cuyper in der 59. Minute, dessen gefährlicher Schuss vom iranischen Gegenspieler mit einer Parade entschärft wurde. In der 67. Minute schwächte sich Belgien selbst, als Nathan Ngoy nach einer Notbremse die Rote Karte sah. Trotz der Unterzahl blieben die Belgier spielbestimmend, verloren aber an Durchschlagskraft. Der Iran verteidigte das Unentschieden mit großem läuferischen Einsatz und sicherte sich so einen wertvollen Punkt.

Der iranische Stürmer (#9), Mehdi Taremi, und der belgische Mittelfeldspieler (#7), Kevin De Bruyne.

Foto: Patrick T. Fallon/AFP via Getty Images

Der iranische Verteidiger (#2), Saleh Hardani, und der belgische Verteidiger (#5), Maxim De Cuyper, kämpfen um den Ball.

Foto: Etienne Laurent/AFP via Getty Images

 
21. Juni21:02 Uhr

Belgien und Iran: Erste Partie gegeneinander

Belgien gilt trotz des holprigen Starts als klarer Favorit. Die KI-Modelle prognostizieren einen Sieg für die „Roten Teufel“ aufgrund der deutlich höheren Kaderqualität und Breite der Bank. Die Daten-Analyse von Experten deutet auf eine torarme Partie hin (eine Wahrscheinlichkeit von 66 Prozent für „Unter 2,5 Tore“). Es wird erwartet, dass der Iran extrem tief stehen und verteidigen wird.

Gesamtansicht vor dem Spiel der Gruppe G der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Belgien und dem Iran im Los Angeles Stadium am 21. Juni 2026 in Inglewood, Kalifornien.

Foto: Harry How/Getty Images

 
21. Juni20:06 Uhr

Spaniens demontiert Saudi-Arabien mit 4:0

Mit einer fulminanten Offensiv-Show überrollte die Selección chancenlose Saudi-Araber bereits in der ersten Halbzeit durch ein Tor von Lamine Yamal (10.) und einen Doppelpack von Mikel Oyarzabal (21./24.).
Nach dem Seitenwechsel schaltete der Europameister zwar merklich einen Gang zurück, schraubte das Ergebnis durch ein Eigentor der Saudis (49.) dennoch auf ein hochverdientes 4:0. Ein spätes fünftes Tor durch Ferran Torres wurde kurz vor dem Abpfiff nach einer hauchdünnen Video-Entscheidung zurückgenommen.

Rodri (Nr. 16) und die spanischen Spieler applaudieren den Fans nach dem 4:0-Sieg ihrer Mannschaft im Spiel der Gruppe H der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien im Atlanta Stadium am 21. Juni 2026 in Atlanta, Georgia.

Foto: Mattia Ozbot/Getty Images

Ein spanischer Fan posiert vor dem Spiel der Gruppe H der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien am 21. Juni 2026 im Atlanta Stadium in Atlanta, Georgia, für Fotos.

Foto: Justin Setterfield/Getty Images

Der spanische Stürmer Nr. 10, Dani Olmo (l.), kämpft am 21. Juni 2026 im Atlanta Stadium in Atlanta beim Fußballspiel der Gruppe H der Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien mit dem saudischen Verteidiger (#5), Hassan Al-Tambakti, um den Ball.

Foto: Roberto Schmidt/AFP via Getty Images

 
21. Juni17:32 Uhr

Wiedergutmachung der „La Roja“ oder die nächste Überraschung der Falken?

Spanien, als Europameister und einer der Turnierfavoriten, startete mit einem enttäuschenden Unentschieden gegen Kap Verde – ein schwacher Auftakt für die hochklassig besetzte Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente.
Die „La Roja“ dominiert normalerweise durch Ballbesitz, starkes Mittelfeld und junge Talente wie Lamine Yamal, der voraussichtlich von Beginn an spielen wird. Gegen Saudi-Arabien wird ein aggressiver, torhungriger Auftritt erwartet, um die Frustration loszuwerden und die Gruppe anzuführen.
Saudi-Arabien holte einen respektablen Punkt gegen Uruguay (1:1) und zeigt sich kampfstark. Die Mannschaft unter Trainer Georgios Donis setzt auf kompakte Defensive und Konter, bleibt aber offensiv limitiert. Historisch haben die Saudis gegen europäische Teams bei WM-Spielen große Probleme (10 Niederlagen aus 11 Spielen).

Fans strömen vor dem Spiel der Gruppe H der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien am 21. Juni 2026 im Atlanta Stadium in Atlanta, Georgia, zum Stadion.

Foto: Justin Setterfield/Getty Images

Die spanischen Spieler wärmen sich vor dem Fußballspiel der Gruppe H der Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien im Atlanta Stadium in Atlanta am 21. Juni 2026 auf.

Foto: Roberto Schmidt/AFP via Getty Images

Die Spieler Saudi-Arabiens wärmen sich vor dem Spiel der Gruppe H der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien im Atlanta Stadium am 21. Juni 2026 in Atlanta, Georgia, auf.

Foto: Buda Mendes/Getty Images

 
21. Juni14:01 Uhr

„Ohne Furcht auftreten“

Heute spielt Kap Verde gegen den ehemaligen Weltmeister und Copa-America-Sieger Uruguay. Die „Blauen Haie“ galten als Außenseiter in ihrer Gruppe mit Spanien, Uruguay und Saudi-Arabien. Gegen Spanien erspielten sie ein vielbeachtetes 0:0.
„Das Geheimnis ist ganz einfach: Unsere größte Stärke ist der Zusammenhalt in der Mannschaft“, sagte Mittelfeldspieler Kevin Pina laut FIFA. „Wir sind alle entspannt. Wir kennen unsere Qualität und wissen, was wir tun.“
„Nach dem ersten Spiel haben wir gemerkt: Das ist nichts Außergewöhnliches, davor muss man keine Angst haben“, so Pina. „Klar, da stehen Spieler mit enormer Qualität auf dem Rasen. Aber sobald du den Platz betrittst, sind alle gleich. Am Ende entscheidet, wer es mehr will – wer bereit ist, für die Sache alles zu geben.“
Cheftrainer Bubista sagte: „Wir sind nicht hergekommen, um nur dabei zu sein. Wir sind gekommen, um zu konkurrieren. Mein Team hat keinen Grund, nervös zu sein.“ Ihr Ziel sei, ohne Furcht aufzutreten, ganz gleich, wer ihnen gegenüberstehe.

Der spanische Spieler Pedri (Nr. 20) wird von Kevin Pina (Nr. 6) aus Kap Verde während des Spiels Spanien und Kap Verde im Atlanta Stadium am 15. Juni 2026 in Atlanta, Georgia, zu Fall gebracht.

Foto: Florencia Tan Jun/Getty Images

 
21. Juni8:28 Uhr

Neuer Nationalheld in Curaçao: Der alles-haltende Torwart

Der Torwart von Curaçao hat im WM-Spiel gegen Ecuador alles gehalten, was auf seinen Kasten kommt. Nach 15 Paraden steigt eine ganz besondere Party. Den ersten WM-Punkt ihrer Geschichte feierten die Karibik-Kicker erst überschwänglich mit ihren Fans im Stadion und danach ausgelassen mit dem niederländischen Königspaar König Willem-Alexander und Königin Máxima in der Kabine. Als König der Niederlande ist Willem-Alexander zugleich Staatsoberhaupt aller Länder des Königreichs – Curaçao gehört dazu.
Schon nach dem 1:7 im ersten Spiel gegen Deutschland hatte sich ein Traum von Room erfüllt, als er sich das Trikot von Manuel Neuer sicherte. In der Vergangenheit hatte er schon einmal das Shirt mit Lionel Messi getauscht. „Jetzt habe ich das Messi-Trikot und das Neuer-Trikot. Mehr kann ich nicht erreichen“, sagte die neue Torwart-Ikone.

Eloy Room #1 aus Curaçao dankt den Fans nach dem 0:0-Unentschieden im Spiel zwischen Ecuador und Curaçao im Kansas City Stadium am 20. Juni 2026 in Kansas City, Missouri.

Foto: Charlotte Wilson/Getty Images

 
21. Juli7:55 Uhr

Japan gewinnt 4:0 gegen Tunesien

Japan hat sein zweites Gruppenspiel gegen Tunesien mit 4:0 gewonnen und damit einen großen Schritt Richtung Sechzehntelfinale gemacht. Früh ging Japan durch Daichi Kamada in Führung (4.), der den Ball mit der Hacke ins Tor beförderte. Ayase Ueda erhöhte auf 2:0, nachdem er sich an der Strafraumecke durchsetzte (31.).
In der zweiten Halbzeit dominierte Japan weiterhin das Spielgeschehen. Junya Ito erzielte das 3:0, als er nach einem perfekten Pass alleine vor dem tunesischen Torhüter auftauchte und souverän abschloss (69.). Den Schlusspunkt setzte erneut Ueda mit einem Kopfball (84.).
Tunesien fand kaum Mittel gegen die kompakte Defensive der Japaner und konnte sich nur selten in gefährliche Abschlusspositionen bringen. Damit half auch der kurzfristige Trainerwechsel nichts: Für Tunesien und Coach Hervé Renard ist die Fußball-WM 2026 vorzeitig beendet.
 
21. Juni6:15 Uhr

DFB sorgt sich um Schlotterbeck

Nico Schlotterbeck: Der Innenverteidiger verletzte sich im Spiel gegen die Elfenbeinküste am Sprunggelenk und musste nach rund 15 Minuten ausgewechselt werden. Laut Nagelsmann besteht der Verdacht auf eine Innenbandverletzung, eine genaue Diagnose soll ein MRT bringen.
Wie schwer ist Nico Schlotterbeck (m) verletzt?

Wie schwer ist Nico Schlotterbeck (m) verletzt?

Foto: Jan Woitas/dpa

21. Juli5:10 Uhr

Unentschieden von Curaçao hilft Deutsche Elf

Das sensationelle 0:0 des WM-Debütanten Curaçao gegen Ecuador macht Deutschland bereits vor dem letzten Gruppenspiel uneinholbar zum Sieger der Gruppe E. Der Punkt für das Unentschieden gegen Ecuador sorgt nicht nur für deutsche Planungssicherheit, sondern auch für eine der großen Geschichten dieser WM.
Torwart Eloy Room von Curaçao verhinderte mit starken Paraden den möglichen Sieg der Südamerikaner und avancierte zum Helden des Außenseiters. Der 37-Jährige, eigentlich Zweitligaprofi in den USA, wurde nach Abpfiff von seinen Mitspielern gefeiert und sorgt auch in sozialen Medien für viel Aufmerksamkeit.
Der Torhüter von Curaçao, Eloy Room (l), und der Torhüter von Ecuador, Hernán Galindez, umarmen sich nach dem WM-Gruppenspiel.

Der Torhüter von Curaçao, Eloy Room (l.), und der Torhüter von Ecuador, Hernán Galindez (r.), umarmen sich nach dem WM-Gruppenspiel.

Foto: Reed Hoffmann/AP/dpa

 
21. Juli4:01 Uhr

Deutschland vorzeitig Gruppensieger

Deutschland ist bereits vor dem letzten Gruppenspiel als Gruppensieger durch. Grund dafür ist das 0:0 zwischen Curaçao und Ecuador, das der DFB-Elf rechnerisch Platz 1 nicht mehr nehmen kann. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann steht nach dem 2:1 gegen die Elfenbeinküste bei 6 Punkten.
Trotz einer möglichen Niederlage gegen Ecuador im letzten Gruppenspiel am Donnerstag (22:00 Uhr MESZ) bleibt Deutschland aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs gegen die Elfenbeinküste Gruppenerster.
Ausblick K.o.-Phase:
  • Sechzehntelfinale: 29. Juni (22:30 Uhr MESZ) in Foxborough gegen einen der besten Gruppendritten
  • Achtelfinale: 4. Juli (23:00 Uhr MESZ) in Philadelphia gegen den Sieger aus Gruppe I
  • Viertelfinale: 9. Juli in Foxborough
  • Halbfinale: 14. Juli in Arlington
  • Finale: 19. Juli in East Rutherford
Deutschland hat damit eine günstige Ausgangslage und kennt bereits den kompletten möglichen Turnierpfad bis ins Finale.
Der frühere Bremer Tahith Chong wehrte sich mit Curaçao tapfer.

Der frühere Bremer Tahith Chong wehrte sich mit Curaçao tapfer.

Foto: Charlie Riedel/AP/dpa

 
20. Juni0:05 Uhr

Spiele am Sonntag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 02:00 Uhr: Ecuador gegen Curaçao in Kansas City, USA
  • 06:00 Uhr: Tunesien gegen Japan in Monterrey, Mexiko
  • 18:00 Uhr: Spanien gegen Saudi-Arabien in Atlanta, USA
  • 21:00 Uhr: Belgien gegen Iran in Philadelphia, USA
  • 00:00 Uhr: Uruguay gegen Kap Verde in Miami, USA
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Donnerstag, dem 25.06., um 22:00 Uhr gegen Ecuador statt.
 
21. Juli0:01 Uhr

Deutschland hat gewonnen

Bei der Fußball-WM hat Deutschland gegen die Elfenbeinküste mit 2:1 gewonnen. Nachdem die Anfangsphase schnell und stark umkämpft war, brachte Deutschland den Ball in der ersten Halbzeit zweimal ins gegnerische Netz, wobei beide Treffer nicht gegeben wurden. Das erste Tor war ungültig, da es ein Foul gegen den Torwart gab, das zweite wegen einem Offensivfoul – dieses wurde erst 10 Sekunden später abgepfiffen. Stattdessen ging die Elfenbeinküste in der ersten Halbzeit durch Franck Kessié (30.) in Führung.
Das deutsche Team reagierte zunächst lange Zeit konsterniert, bevor Deniz Undav den Ausgleich erzielen konnte (68.). Und Undav war es auch, der in der Nachspielzeit den Siegtreffer brachte (90+4). Damit ist Deutschland erst das zweite Team bei dieser WM, das einen Rückstand gedreht hat.
„Ich versuche einfach, meinen Job zu machen“, sagte Undav bei einer späteren Pressekonferenz dazu.
 
20. Juni21:06 Uhr

Nagelsmann setzt auf die 7:1-Siegerelf mit Sané

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft beginnt im zweiten WM-Spiel gegen die Elfenbeinküste mit der Siegerelf vom 7:1 gegen Curaçao. Auch der kritisierte Flügelstürmer Leroy Sané zählt in Toronto wieder zur Formation. Mit einem Sieg gegen die Ivorer, die ihre erste Partie in Gruppe E gegen Ecuador mit 1:0 gewonnen hatten, kann die DFB-Elf vorzeitig den Einzug in die K.-o.-Phase perfekt machen.
Nagelsmann hatte bei der Pressekonferenz zum Spiel ein Plädoyer für den 30 Jahre alten Sané gehalten. „Ich wüsste jetzt nicht, warum ich ihn nicht spielen lassen soll. Ich bin keiner, der sich treiben lässt von irgendwelchen Meinungen von außen. Sondern wir haben eine Meinung im Trainerteam, eine Meinung in der Mannschaft und auch Dinge gesehen auf dem Feld, die sehr gut waren.“
Die Fans sind unterwegs ins Stadion – in Toronto leben mehr als 100.000 Menschen mit deutscher Abstammung.

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20. Juni21:05 Uhr

Niederlande gegen Schweden: 5:1

Die Niederlande ging in Houston im Spiel gegen Schweden früh durch Brian Brobbey mit 2:0 in Führung (5./17.). In der zweiten Halbzeit fiel das erste Tor bereits nach zwei Minuten durch Cody Gakpo – erneut durch die Niederlande (47.). Wenig später setzte Gakpo mit einem weiteren Treffer nach (54.). Fünf Minuten später gelang den Schweden durch Anthony Elanga den Rückstand auf 4:1 zu verkürzen (59.). Kurz vor dem Abpfiff traf noch einmal die Niederlande (89.), und zwar Crysencio Summerville.

Fans der niederländischen Nationalmannschaft feiern das zweite Tor im Houston Stadium am 20. Juni 2026 in Houston, Texas.

Foto: Alex Slitz/Getty Images

Die Niederländer zeigten sich über weite Strecken des Spiels dominant und nutzten die Schwächen in der schwedischen Defensive konsequent aus. Die Skandinavier gaben nicht auf und versuchten, durch schnelle Umschaltmomente zum Erfolg zu kommen. Letztlich reichte es jedoch nicht, um die gut organisierte Abwehr der Niederländer ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.
In der Tabelle von WM-Gruppe F sind die Niederländer nach nunmehr zwei Spielen mit vier Punkten auf Platz 1, dahinter kommen die Schweden mit drei Punkten. Japan und Tunesien haben jeweils erst eine Partie absolviert, sie sind derzeit mit einem bzw. null Punkten auf Platz 3 und 4 – haben aber theoretisch noch alle Möglichkeiten.

Brian Brobbey (#19) aus den Niederlanden jubelt nach dem zweiten Tor seiner Mannschaft beim Spiel zwischen den Niederlanden und Schweden im Houston Stadium am 20. Juni 2026 in Houston, Texas.

Foto: Molly Darlington/Getty Images

 
20. Juni19:14 Uhr

Der Brief eines ivorischen Fußballers

Es sind die schönen, aber auch die traurigen Momente im Leben, die einen Menschen prägen. Das weiß auch Yan Diomande von der Elfenbeinküste. Der 19-Jährige, der heute gegen Deutschland und früher bei RB Leipzig spielte, verlor 2025 seine kleine Schwester Roxane. Kurz vor dem Beginn der WM schrieb Diomande einen offenen Brief an seine verstorbene Schwester.
„Weißt du noch, als mir jemand ein gefälschtes United-Trikot geschenkt hat und ich mit dem schwarzen Filzstift ‚Ronaldo 7‘ auf den Rücken geschrieben habe? Wir kannten weder Armut noch Reichtum. Wir kannten nur das Glück“, erinnert sich Diomande. „Du warst derjenige, der immer daran geglaubt hat, dass ich der nächste Cristiano werden könnte, während alle anderen gelacht haben.“
Sie war die größte Unterstützerin ihres Bruders. Zwar wurde er von großen Vereinen zu Probetrainings eingeladen, doch nie unter Vertrag genommen. Wie Diomande in seinem Brief schreibt, lehnten ihn viele ab, ohne einen Grund zu nennen. Trotzdem glaubte seine kleine Schwester weiter fest an seinen Erfolg. Und sie sollte recht behalten. „Wir haben es geschafft! Alles, was du gesagt hast, ist eingetroffen. […] Dein Bruder spielt für die Elfenbeinküste,“, schreibt Diomande.
Noch immer schmerzt den ivorischen Fußballer der Verlust seiner Schwester. Doch er hat sich eines zum Ziel gemacht: „Ich versuche, Gottes Plan zu vertrauen. […] Alles, was ich auf dem Fußballplatz tue, tue ich für dich“, so Diomande.
„Ich will nicht reich sein. Ich sehe, was es mit Menschen macht, sogar mit der Familie. […] Ich werde genau das tun, was du vorhergesagt hast, ich schwöre es. Noch bevor ich richtige Fußballschuhe hatte, hast du allen erzählt: ‚Mein Bruder wird der Größte der Welt werden.‘ Ich werde beweisen, dass du Recht hattest […]“, beendet Diomande seinen Brief.
Yan Diomande erlöste Leipzig mit der Führung.

Yan Diomande spielte in der vergangenen Saison für RB Leipzig.

Foto: Jan Woitas/dpa

 
20. Juni15:33 Uhr

Gündogan verteidigt Sané

Der frühere Fußball-Nationalelfkapitän Ilkay Gündogan ärgert sich über die Kritik an Nationalspieler Leroy Sané. „Ich glaube, die Leute verstehen Leroy nicht. Und ich glaube, dass sie ihm Unrecht tun“, schreibt der 35-Jährige in seiner Kolumne für den „Spiegel“.
Nach dem 7:1 der DFB-Elf zum WM-Auftakt gegen Curaçao hatte es Debatten darüber gegeben, ob Sané aus der Startelf genommen werden sollte. „Leroy polarisiert. Das verstehe ich. Aber als Spieler ist es mental unheimlich schwer, damit umzugehen“, so Gündogan.
Oft habe Sané das Gefühl, dass die Leute nur darauf warteten, dass er etwas falschmache. Gündogan sagte, er merke, dass Sané mental nicht immer so frei sei, wie er es für sein assoziatives Spiel bräuchte.
Sané brauche die Freiheit, Fehler machen zu dürfen. „Aber wenn ständig die Angst mitspielt, dass nach dem ersten Fehler im Spiel sofort wieder Kritik aufkommt: Wie soll Leroy da dauerhaft funktionieren?“, fragte Gündogan.
Gündogan und Sané spielten ab 2016 bei Manchester City und später in der Nationalelf zusammen. Gündogan führte die Elf des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bei der EM 2024 in Deutschland an. Er hat 82 Länderspiele absolviert und an vier großen Turnieren für den DFB teilgenommen.
 
20. Juni11:11 Uhr

Wieder Gebete nach dem Spiel

Das Gebet der Fußballer aus Deutschland und Curaçao nach dem Abpfiff der Partie am letzten Sonntag sorgte für Freude und Überraschung. Ungeachtet der teils negativen Reaktionen kündigte der Bayern-Spieler Jonathan Tah in einem Interview an, dass er und sein Teamkollege Felix Nmecha weiter mit ihren Gegner nach dem Spiel beten wollen.
Auch für das Spiel gegen die Elfenbeinküste ist dies geplant – jenem Land, aus dem der Vater von Jonathan Tah gebürtig stammt. Entstanden sei das Ritual nach dem letzten Testspiel der Weltmeisterschaft gegen die USA.

Jonathan Tah vor dem Qualifikationsspiel zur Weltmeisterschaft 2026 zwischen Luxemburg und Deutschland am 14. November 2025.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

„Felix hat mich angesprochen, ob ich Bock hätte, weil wir im Privaten öfter mal gemeinsam beten, oder Zeit zusammen verbringen und darüber sprechen. Er kannte einen Spieler von da und hat dann gesagt: ‚Lass uns das wieder nach dem Spiel machen.‘ Ich bin dabei und wir werden das auch weiter fortführen.“
Tah begründet sein Vorhaben mit einer positiven Botschaft an die Welt. „Weil es, glaube ich, ein schönes Zeichen ist. Dass es am Ende – auch wenn die WM so präsent ist gerade – um noch mehr geht als Fußball. Es geht um Liebe, es geht um Nächstenliebe. Es geht um Frieden. Dankbarkeit. Das sind die Werte, die wir nach außen vermitteln wollen“, so Tah.
 
20. Juni10:50 Uhr

Deutscher Schiri bekommt Hilfe – wegen Krämpfen

In der Nachspielzeit kam es in der Partie zwischen USA und Australien zu einem kurzen Schockmoment. Der 45-jährige deutsche Schiedsrichter Felix Zwayers saß auf dem Rasen des Stadions in Seattle und ließ sich von den Profis Krämpfe aus der linken Wade drücken. Als er wieder aufstehen und die Partie regulär beenden konnte, klatschten die 66.925 Fans voller Respekt.
Wie es nun für den erfahrenen Schiedsrichter aus Berlin weiter geht und ob es sich nur um Krämpfe oder gar eine Verletzung handelte, ist offen. Für Zwayer war der Vorfall besonders ärgerlich, weil er mit seinem WM-Debüt den 2:0-Erfolg der USA zuvor souverän geleitet hatte.
Zwar verteilte der deutsche Schiedsrichter sieben Gelbe Karten und damit mehr als jeder Referee bei diesem WM-Turnier zuvor – jedoch verschaffte er sich mit einer klaren Linie Respekt bei den Profis.
Fußball-WM: Schiri bei Spiel zwischen USA und Australien mit Krampf

Der australische Fußballer Aiden O’Neill (#13) hilft dem am Boden liegenden deutschen Schiedsrichter Felix Zwayer beim Lösen seines Krampfes.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

 
20. Juni7:34 Uhr

Deutscher Kapitän Kimmich gibt Ausblick auf heutiges Vorrundenspiel

Heute Abend um 22:00 Uhr bestreitet Deutschland sein zweites Vorrundenspiel gegen die Elfenbeinküste. Im Vorfeld sprach Joshua Kimmich, der Kapitän der Deutschen Nationalmannschaft über den kommenden Gegner.
So visiert die Deutsche Elf ihren nächsten Sieg an, um weiter an der Tabellenspitze von Gruppe E zu bleiben. Das dies gegen „die Elefanten“ nicht einfach wird, wissen die Fußballer um Kimmich. Besonders einen Spieler der Elfenbeinküste hebt der Kapitän lobend hervor: Yan Diomande vom RB Leipzig.
„Ich habe ziemlich früh in der Saison schon einiges von David Raum über ihn gehört. Er hat eine überragende Saison gespielt, obwohl es bei Leipzig nicht immer konstant bergauf ging. Trotzdem hat er immer konstant gut gespielt und sehr spektakuläre Leistungen gebracht. Gerade sein Dribbling ist schon außergewöhnlich […]“, so Kimmich laut FIFA.
Dennoch zeigt sich Kimmich optimistisch, dass die Deutsche Elf im Vergleich zur Weltmeisterschaft 2018 stärker abschneidet.

Joshua Kimmich beim Freundschaftsspiel gegen Finnland am 31. Mai 2026.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

 
20. Juni7:11 Uhr

Paraguay bezwingt die Türkei

Trotz langer Überzahl nach einer frühen Roten Karte hat die Türkei ihr WM-Gruppenspiel gegen Paraguay mit 0:1 verloren und ist nach zwei Niederlagen vorzeitig ausgeschieden. Torschütze Matías Galarza traf früh (2.) zur frühen Führung für Paraguay.
Nachdem Miguel Almirón wegen einer neuen Regel die Rote Karte sah, musste Paraguay die gesamte zweite Hälfte in Unterzahl spielen. Die Türkei erhöhte danach deutlich den Druck, konnte aber keine Tore erzielen. Paraguay verteidigte leidenschaftlich und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.
Für die Mannschaft von Trainer Vincenzo Montella ist die erste WM-Teilnahme seit 2002 damit früh beendet und eine große Enttäuschung. Paraguay hingegen hält sich durch den Sieg im Rennen um das Sechzehntelfinale.
Die Türkei um Merih Demiral hadert.

Die Türkei um Merih Demiral hadert.

Foto: Eugene Hoshiko/AP/dpa

 
20. Juni6:13 Uhr

Historische Rote Karte wegen neuer Mund-Regel

Paraguays Miguel Almirón hat bei der Fußball-WM eine historische Rote Karte erhalten. Der Schiedsrichter verwies ihn erstmals wegen einer neuen FIFA-Regel des Feldes, nachdem er in einem Disput mit einem Gegner die Hand vor den Mund gehalten hatte, um seine Worte zu verdecken.
Der Videoassistent meldete die Szene, woraufhin der Schiedsrichter eingriff und den Platzverweis aussprach. Die Aktion gilt als erster Anwendungsfall der neu eingeführten Regel, die diskriminierendes oder schwer überprüfbares Verhalten in solchen Situationen verhindern soll.
Miguel Almirón hielt sich die Hand vor dem Mund und flog dafür vom Platz.

Miguel Almirón hielt sich die Hand vor dem Mund und flog dafür vom Platz.

Foto: Jeff Chiu/AP/dpa

 
20. Juni4:30 Uhr

Brasilien schlägt Haiti

Brasilien hat bei der WM den ersten Sieg gefeiert und mit einem 3:0 gegen Haiti die Weichen Richtung Sechzehntelfinale gestellt. Nach dem enttäuschenden 1:1 zum Auftakt gegen Marokko stand die Seleção unter Druck, lieferte aber vor allem in der ersten Halbzeit eine überzeugende Leistung ab.
Gewinner der Partie war Ex-Bundesliga-Profi Matheus Cunha, der mit einem Doppelpack (23./36.) die Führung ermöglichte. Kurz vor der Pause erhöhte Vinícius Júnior auf 3:0 (45+3). Haiti, erstmals seit 1974 wieder bei einer Weltmeisterschaft vertreten, hielt anfangs engagiert dagegen, konnte die individuelle Klasse der Brasilianer jedoch nicht ausgleichen.
Nach der Vorentscheidung in der ersten Halbzeit kontrollierte das Team von Trainer Carlo Ancelotti die Partie weitgehend souverän. Einziger Wermutstropfen für Brasilien: Barça-Star Raphinha musste kurz vor der Halbzeit wegen Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden. Mit vier Punkten aus zwei Spielen bleibt Brasilien auf Kurs Richtung K.o.-Runde, während für Haiti nach der zweiten Niederlage das WM-Aus feststeht.
Der Brasilianer Matheus Cunha feiert gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen den Führungstreffer seiner Mannschaft gegen Haiti bei der Fußball-WM.

Der Brasilianer Matheus Cunha feiert gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen den Führungstreffer seiner Mannschaft gegen Haiti bei der Fußball-WM.

Foto: Petr David Josek/AP/dpa

Brasiliens Offensiv-Ass Raphinha musste angeschlagen raus.

Brasiliens Offensiv-Ass Raphinha musste angeschlagen raus.

Foto: Matt Slocum/AP/dpa

 
20. Juni4:10 Uhr

Iran protestiert gegen FIFA-Reisebeschränkungen

Der iranische Fußballverband hat die FIFA scharf kritisiert und wegen Einschränkungen seiner Nationalmannschaft eine formelle Beschwerde angekündigt. Verbandschef Hedajat Mombeini sprach von einer Missachtung von Regeln und warnte vor einem „dunklen Fleck“ in der WM-Geschichte.
Hintergrund ist, dass der Iran laut Verband erst einen Tag vor dem Gruppenspiel gegen Belgien in die USA einreisen darf. Ein früherer Antrag sei abgelehnt worden, das Team müsse entsprechend kurzfristig nach Los Angeles reisen.
Die FIFA verweist auf ihre Turnierregeln, die eine Anreise meist erst am Vortag eines Spiels vorsehen, in Ausnahmefällen jedoch auch frühere Reisen erlauben. Auch politische Spannungen und Visa-Regelungen spielen in der Organisation der iranischen WM-Teilnahme eine Rolle.
Gianni Infantino bekräftigt beim FIFA-Kongress, dass der Iran bei der WM dabei sein soll.

Gianni Infantino bekräftigt beim FIFA-Kongress, dass der Iran bei der WM dabei sein soll.

Foto: Darryl Dyck/The Canadian Press/AP/dpa

 
20. Juni4:00 Uhr

Ismael Saibari glänzt bei WM – Bayern-Interesse und Zukunftsfragen ausgeblendet

Ismael Saibari hat sich bei der Fußball-WM mit seinem nächsten Treffer weiter in den Fokus gespielt, bleibt bei Fragen zu seiner Zukunft aber zurückhaltend. Nach dem 1:0-Sieg gegen Schottland sprach der Marokkaner von einem persönlichen Karrierehöhepunkt und zeigte sich vor allem glücklich über seine ersten WM-Tore.
Bereits zum Auftakt hatte Saibari beim 1:1 gegen Brasilien getroffen und damit seine starke Turnierform bestätigt. Ob er als „Entdeckung der WM“ gelte, ließ er offen und verwies auf die Bewertung durch andere.
Parallel wächst das Interesse großer Vereine. Der FC Bayern München soll den Offensivspieler der PSV Eindhoven schon länger beobachten, Medien berichten sogar von einem bereits absolvierten und bestandenen Medizincheck während des Turniers. Eine offizielle Bestätigung steht jedoch noch aus.
Marokkos Ismael Saibari soll vor einem Wechsel zum FC Bayern stehen.

Marokkos Ismael Saibari soll vor einem Wechsel zum FC Bayern stehen.

Foto: Charles Krupa/AP/dpa

 
20. Juni2:15 Uhr

Marokko schlägt Schottland 1:0

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat Marokko Schottland mit 1:0 besiegt. Die Entscheidung fiel früh durch Ismael Saibari (2.). Marokko kontrollierte anschließend vor allem die erste Halbzeit und erspielte sich weitere Möglichkeiten, ohne die Führung auszubauen. Schottland kam offensiv kaum zur Geltung und blieb lange weitgehend harmlos.
Nach der Pause steigerten sich die Schotten deutlich und erarbeiteten sich mehrere Chancen. Besonders Scott McTominay hatte den Ausgleich auf dem Fuß, zudem sorgte eine strittige Szene im Strafraum für Diskussionen, als ein möglicher Elfmeter nicht gegeben wurde. Marokko verteidigte die Führung jedoch konsequent und brachte den knappen Sieg über die Zeit.
Bei fast jedem Ballkontakt ausgebuht: Marokkos Achraf Hakimi (r).

Bei fast jedem Ballkontakt ausgebuht: Marokkos Achraf Hakimi (r).

Foto: Martin Rickett/PA Wire/dpa

 
20. Juni0:10 Uhr

USA schlagen Australien 2:0 – zweiter Sieg im zweiten WM-Gruppenspiel

Die USA haben bei der Fußball-WM auch ihr zweites Gruppenspiel gewonnen und Australien in Seattle mit 2:0 besiegt. Australien geriet mit einem Eigentor früh ins Hintertreffen (11.). Anschließend kontrollierte die US-Auswahl das Spielgeschehen über weite Strecken, während Australien offensiv kaum Akzente setzen konnte. Kurz vor der Pause erhöhte die Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino auf 2:0 (43.). Weil zunächst ein Abseits vermutet wurde, wurde das Tor erst nach Video-Überprüfung bestätigt.
Im zweiten Durchgang kam Australien etwas besser ins Spiel und sorgte durch Nestory Irankunda für mehr Tempo – doch nicht für Tore. Die USA verteidigten die Führung souverän und sicherten sich den zweiten Sieg im zweiten Spiel.
Der US-Amerikaner Weston McKennie jubelt nach dem Sieg seiner Mannschaft gegen Australien bei der Fußball-WM.

Der US-Amerikaner Weston McKennie jubelt nach dem Sieg seiner Mannschaft gegen Australien bei der Fußball-WM.

Foto: Manu Fernandez/AP/dpa

 
20. Juni0:05 Uhr

Spiele am Samstag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 00:00 Uhr: Schottland gegen Marokko in Boston, USA
  • 02:30 Uhr: Brasilien gegen Haiti in Philadelphia, USA
  • 05:00 Uhr: Türkei gegen Paraguay in San Francisco, USA
  • 19:00 Uhr: Niederlande gegen Schweden in Houston, USA
  • 22:00 Uhr: Deutschland gegen Elfenbeinküste in Toronto, Kanada
 
(Mit Material der Nachrichtenagenturen.)
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etplus gesellschaft

Roboterhunde: Bei der WM großflächig im Einsatz


In Kürze:

  • Roboterhunde unterstützen Polizisten und Sicherheitskräfte bei der WM.
  • USA: Bereits 1.500 Robo-Hunde im Einsatz.
  • Die größten potenziellen Sicherheitsbedrohungen gehen von Drohnen aus.

 
Die diesjährige Weltmeisterschaft stellt aufgrund ihrer Größe und ihres Umfangs eine bisher nicht bekannte Herausforderung für die Sicherheitsbehörden der drei Gastgeberländer USA, Kanada und Mexiko dar. „Es ist eine unglaubliche Herausforderung, wenn ich daran denke, was die örtlichen Strafverfolgungsbehörden in diesen 40 Tagen bewältigen müssen. Das ist beispiellos“, sagte Andrew Giuliani, Leiter der Taskforce „FIFA-Weltmeisterschaft 2026“ des Weißen Hauses, in einem Interview mit dem amerikanischen Sportmedium „ESPN“. An dem Turnier nehmen 48 Nationalmannschaften teil, die in 16 Städten 104 Spiele bestreiten. Es werden Millionen Fans erwartet.

„Potenziell gefährliche Situationen erkennen“

Eine Schießerei am 6. Juni in der Nähe des englischen WM-Quartiers in Kansas City, bei der neun Menschen verletzt wurden, dient als Beweis für verstärkte Sicherheitsmaßnahmen. Unterstützung für ihre Aufgabe bekommen die Polizisten und Sicherheitskräfte nun mittels modernster Technik. An einigen Austragungsstätten werden sogenannte Roboterhunde eingesetzt.

In den USA werden vierbeinige Roboter der Firma Boston Dynamics die Sicherheitskräfte unterstützen. Der Name des künstlichen Vierbeiners lautet „Spot“ (entdecken/aufspüren). Auf der Website des Unternehmens erfährt man, dass „Spot in Fabrikhallen, auf Baustellen oder in Forschungslabors“ eingesetzt werden könne. Der kleine Roboter sei eine „dynamische Sensorplattform“, die etwa „potenziell gefährliche Situationen“ erkennen könne. Auf diese Weise werde das Securityteam „vor Gefahren geschützt“, so Boston Dynamics. Die Firma gehört mittlerweile zum südkoreanischen Konzern Hyundai. So könne Spot etwa von gefährlichen Bereichen Livevideos an die Sicherheitskräfte senden, damit diese die Lage einschätzen können, bevor sie sich bestimmten Orten nähern. Spot verfügt über eine 360-Grad-Kamera und über Sensoren, die akustische, thermische und chemische Anomalien erkennen können.

Keine Gesichtserkennungsfunktionen

Der Aktionsradius des künstlichen Hundes reicht nach Firmenangaben von 2 Metern bis zu 1.000 Kilometern. Dabei arbeite Spot autonom. Der Roboter „lädt sich selbstständig auf, plant seine Route dynamisch um neue Hindernisse herum“ und richte sich auch selbst wieder auf, wenn er umfällt. Mittlerweile seien bereits 1.500 solcher Roboter im Einsatz.

Ein Unternehmenssprecher von Hyundai wird von der texanischen Nachrichtenplattform „Chron“ mit den Worten zitiert, dass Spot an ausgewählten WM-Austragungsorten eingesetzt werde, um Sicherheitskontrollen im Außenbereich durchzuführen. So sollen die Roboter „das Sicherheitspersonal bei der Untersuchung verdächtiger Pakete oder anderer potenziell gefährlicher Materialien unterstützen“. Anders als in einigen sozialen Medien dargestellt, verfügen die Roboter Angaben von Hyundai zufolge „jedoch nicht über Gesichtserkennungsfunktionen“.

Ein Roboterhund vom Typ „Cyberdog“ des chinesischen Herstellers Xiaomi wird während eines PR-Termins in der Hamburger Innenstadt von Hund Addi beschnüffelt.

Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Wie verhalten bei einer Begegnung?

Bislang wurden laut „Chron“ die Hunderoboter bereits für Sicherheitspatrouillen in belebten Bereichen, zur Lagebeurteilung bei Unfällen mit gefährlichen Chemikalien oder Strahlung sowie für Such- und Rettungszwecke eingesetzt. Auch zum Aufspüren von Sprengstoff würden sich die künstlichen Hunde eignen. Der größte Vorteil dieser neuen Technik dürfte darin bestehen, dass die „Hunde“ in unübersichtlichen Gebieten, in denen Menschen an ihre physischen Möglichkeiten stoßen, operieren können.

Auch wenn man sich beim Anblick so eines Metallhundes irritiert, bedroht oder gar gefährdet fühle, sei es nicht erlaubt, der Maschine den eigenen Unmut spüren zu lassen, etwa per Fußtritt, zitiert Patrick Reitler für Epoch Times eine Ministeriumssprecherin aus Baden-Württemberg. Die Sprecherin mahnt:
„Ein bedrohliches Aussehen des Roboterhundes allein berechtigt Passanten nicht zur Beschädigung der Sache.“

Mexiko setzt auch auf Robo-Cops

Auch Mexiko hat angekündigt, an bestimmten Spielstätten eigene Roboterhunde einzusetzen. Wie die auf IT-Nachrichten spezialisierte Heise Mediengruppe bereits Anfang des Jahres berichtete, habe die Stadtverwaltung von Guadalupe in Mexiko beschlossen, eine Robotereinheit „K9-X“ einzusetzen. Details dazu seien indes nicht bekannt gemacht worden.

K9 – englisch ausgesprochen klingt es wie das englische Wort „canine“ für „Hund“ – ist eine internationale Abkürzung für Polizeihunde. In Kombination mit dem X steht K9-X für Einsatzhunde mit einer hochspeziellen Verwendung. Der Heise-Journalist Oliver Bünte schließt daraus, dass diese allgemeine Abkürzung in Mexiko für Roboterhunde verwendet wird. Er vermutet zudem, dass es sich um Roboterhunde des Typs „Go2“ des chinesischen Robotikunternehmens Unitree handelt, die über sehr ähnliche Fähigkeiten verfügen wie jene von Hyundai.

Wie die texanische Medienplattform weiter berichtet, werden Roboterhunde „bei Sportveranstaltungen allmählich zu einem vertrauten Anblick“. Sie hätten bereits bei Cricketspielen in England und bei den Spielen des Footballteams „Falcons“ im Mercedes-Benz Stadium in Atlanta, Georgia, für Sicherheit gesorgt.

WM-Gastgeberland im Krieg mit teilnehmender Nation

„Außerdem werden riesige Röntgen-Lkw und Tausende von KI-gesteuerten Kameras in öffentlichen Bereichen im Einsatz sein“, berichtete am 8. Juni das amerikanische Wochenmagazin „Newsweek“. Eine der „größten potenziellen Sicherheitsbedrohungen geht von Drohnen aus“, schreibt das Blatt weiter. Über Stadien und Fanmeilen seien Drohnen strikt verboten worden.

Die amerikanischen Sicherheitsbehörden würden auch „die verschärften geopolitischen Spannungen, darunter den anhaltenden Krieg mit dem Iran“, im Blick behalten. Für die Amerikaner ist diese Situation heikel. Es ist das erste Mal, dass sich ein WM-Gastgeberland im Krieg mit einer teilnehmenden Nation befindet.

Das IT-Unternehmen Diprotec GmbH in Herne bewertet in einem Beitrag auf seiner Website den Einsatz der Robo-Hunde bei der WM als „ein klares Indiz für den Fortschritt und die Bereitschaft […], moderne und effektive Lösungen im Bereich der Sicherheit zu nutzen“. Auch wenn diese Roboterhunde unbewaffnet seien, „fungieren sie als strategische Partner der Polizei und erhöhen die Sicherheit der Teilnehmer und Besucher der FIFA WM 2026 signifikant“, so die Einschätzung der IT-Experten.

Es wird zudem angenommen, dass die Verschmelzung von Spitzensport und hochmoderner Technologie „richtungsweisend für kommende Veranstaltungen dieser Art“ sei. Denn auf diese Weise werde „nicht nur die Sicherheit auf dem Spielfeld, sondern auch von Fans und Besuchern auf ein neues Level gehoben“, so Diprotec.

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ausland

Drohung mit Angriffen auf WM: Iran-nahe Gruppe will FBI-Drohnen gehackt haben

Eine Iran-nahe Hackergruppe reklamiert für sich, Drohnen-Daten der US-Bundespolizei FBI erlangt zu haben, die sie für Angriffe auf die Fußball-Weltmeisterschaft nutzen könnte.
Die auf die Beobachtung islamistischer Plattformen spezialisierte US-Firma Site veröffentlichte am Freitag eine Erklärung der Gruppe Handala. Darin führen die Hacker an, sie hätten schon „seit Monaten“ Zugriff auf „jedes Bild und jeden Verdächtigen“, die von den sogenannten FPV-Drohnen des FBI erfasst worden seien.
Laut Handala stammen die Daten der Drohnen unter anderem aus Gesichtserkennungssoftware und der Erfassung von Kfz-Kennzeichen. „Erhöht besser Eure Sicherheit für die WM, wir mögen manche dieser Teams überhaupt nicht“, wurde die Handala-Erklärung zitiert. „FPVs sind überall; Ihr könnt nie wissen, wann eine davon vielleicht in Eurem Mannschaftsbus landet“.
FPV steht für „First Person View“. Diese Drohnen sind mit einer Bordkamera ausgestattet, die Live-Bilder an den Piloten am Boden streamt. Dieser kann damit die Drohne aus der Perspektive der Kamera steuern – so als ob er sich selbst in der Drohne befände. Dies erhöht die Präzision beim Auskundschaften von Zielen wie auch von Angriffen.
Das FBI setzt Drohnen rund um die WM-Stadien ein, um diese gegen das Eindringen unbefugter Fluggeräte zu schützen. Das  Mammutturnier mit Mannschaften aus 48 Ländern, das in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird, hatte am Donnerstag begonnen.
Handala verbreitete auch Bilder, die von den angeblich gehackten Drohnen stammen sollen. Site bestritt jedoch, dass die Aufnahmen tatsächlich von dort stammen. So wurde der Firma zufolge eines der von Handala gezeigten Videos von einer Softwareplattform im Dezember 2024 produziert, um eine Technologie der US-Polizei zur Kontrolle von Tornado-Schäden zu illustrieren.
Handala hatte im März bereits Cyberangriffe auf die US-Unternehmen Stryker und Verifone für sich beansprucht. Die Gruppierung bezeichnete dies als Vergeltung für den Angriff vom 28. Februar auf eine Grundschule im Iran zu Beginn des US-israelischen Krieges gegen das Land. Dabei waren nach nicht überprüfbaren Angaben des Iran mehr als 175 Menschen getötet worden.
Auch reklamierte Handala im März für sich, das private E-Mail-Konto von FBI-Chef Kash Patel gehackt haben. Auf von der Gruppe verbreiteten privaten Fotos war Patel unter anderem mit Zigarren zu sehen. Das US-Außenministerium hat eine Belohnung von bis zu zehn Millionen Dollar (8,6 Millionen Euro) für Hinweise zur Ergreifung von Handala-Mitgliedern ausgesetzt.(afp/red)
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deutschland

11. Juni: Ethikrat gegen Mindestalter | Sozialausgaben bremsen Wachstum | Geheime Hormus-Operation

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Ethikrat gegen Mindestalter

Statt eines gesetzlichen Mindestalters für Soziale Medien und pauschaler Verbote setzt der Ethikrat auf ein umfassenderes Schutzkonzept. Eine wichtige Grundlage dafür sei bereits das EU-Gesetz für digitale Dienste. Zudem empfiehlt der Ethikrat, die private Nutzung digitaler Geräte an Schulen weitgehend einzuschränken. Das ist in einigen Ländern schon Praxis.

Sozialausgaben bremsen Wachstum

Rente, Gesundheit und Pflege: Deutschland zahlt einer Studie zufolge in allen Sozialversicherungen überdurchschnittlich viel. Dies hemme das Wachstum, dennoch würden nur mittelmäßige Ergebnisse erzielt. Wenn die Koalition die Sozialsysteme retten wolle, müsse sie noch vor der Sommerpause grundlegende Reformen anstoßen, so das Ergebnis der Wirtschaftsinitiative INSM.

Merz wirbt für weitere Reformen

Bundeskanzler Friedrich Merz hat zu weiteren Reformen in Deutschland aufgerufen. Das Land müsse seine wirtschaftliche Stärke sichern, die Verteidigungsfähigkeit ausbauen und auf den demografischen Wandel reagieren. Die Aussagen machte er in seiner Regierungserklärung zum bevorstehenden EU-Gipfel. Scharfe Kritik kam aus Opposition und Koalition.

Mexiko eröffnet Fußball-WM

Heute beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft im berühmten Aztekenstadion von Mexiko-Stadt. Die Eröffnungszeremonie wird um 19:30 Uhr übertragen, anschließend spielen als erstes Mexiko und Südafrika gegeneinander. Schwer bewaffnete Polizeieinheiten und die Nationalgarde sichern das Stadion ab. Das zweite Vorrunden-Spiel ist heute Nacht zwischen Südkorea und Tschechien angesetzt.

Geheime Hormus-Operation

US-Präsident Donald Trump hat eine seit dem Vormonat laufende, bislang geheime US-Militärmission öffentlich gemacht. Durch die Operation konnten mehr als 200 Handelsschiffe mit über 100 Millionen Barrel Öl die Straße von Hormus sicher passieren. Dies habe laut Trump zur Stabilisierung der globalen Ölpreise in den vergangenen Wochen beigetragen.
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ausland

USA wollen Grenzzaun zu Mexiko bis Ende 2027 vollenden


In Kürze:

  • Die US-Regierung will die Hauptbefestigung an der Grenze zu Mexiko bis Ende 2027 fertigstellen.
  • Für den Ausbau des Grenzzauns und weiterer Grenzsicherungsmaßnahmen stehen 46,5 Milliarden US-Dollar bereit.
  • Die Zahl irregulärer Grenzübertritte an der Südgrenze ist laut US-Behörden deutlich zurückgegangen.
  • Grenzschutzchef Rodney Scott lobt die Zusammenarbeit mit Mexiko als so gut wie nie zuvor.

 
Die US-Regierung will den Grenzzaun entlang der Südgrenze des Landes bis zum Ende des nächsten Jahres fertigstellen. Das erklärte der Beauftragte für die Zoll- und Grenzschutzbehörde der USA (CBP), Rodney Scott. In Washington, D.C. erklärte Scott am Dienstag, 9. Juni, vor dem Think-Tank Center for Immigration Studies, die primäre Grenzbefestigung „wird bis Ende 2027 fertig sein“.
Es gebe noch „ein paar Lücken“. Der Grenzzaun wird sich von San Diego bis nach Texas nahe dem Golf von Amerika erstrecken. Es werde nur in Bereichen keine Befestigung geben, „wo wir nach gewissenhafter Erwägung davon ausgehen können, dass wir sie nicht brauchen“.
Als Beispiel dafür nennt er den Big Bend National Park. Dieser sei eine „besonders abgelegene Gegend“ mit „einigen sehr, sehr hohen Klippen“. Diese ließen die Errichtung des Grenzzauns nicht zu. Andere Teile der Anlage, darunter eine Nebenmauer und eine Barriere im Rio Grande, würden bis Juli oder August 2028 fertiggestellt sein.

Ein zentrales Trump-Wahlversprechen

Die Kosten für die Fertigstellung des Grenzzauns werden auf 20 bis 25 Milliarden US-Dollar geschätzt, dazu kommen jährliche Instandhaltungskosten in dreistelliger Millionenhöhe. Der Bau der Befestigung gehört jedoch seit 2015 zu den zentralen Wahlversprechen von US-Präsident Donald Trump und ist für seine Wählerbasis von erheblicher Bedeutung.
Der Zweck des Grenzzauns, der auch mit modernsten elektronischen Überwachungsanlagen ausgestattet sein soll, sei die Verhinderung irregulärer Migration und des Schmuggels von Drogen. Scott warnt, dass Drogenschmuggler und Menschenhändler dennoch nach Wegen suchen werden, um die Barriere zu umgehen.
„Sie versuchen, durch Tunnelsperren zu umgehen, das gehört zu ihrem Geschäftsmodell. Und auch Drohnen machen es ihnen einfacher. Sie schmuggeln ihre Drogen mit Drohnen.“

Finanzierung durch „One Big Beautiful Bill Act” sichergestellt

Am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit im Januar 2025 unterzeichnete Präsident Trump eine Exekutivanordnung zum Grenzzaun. Diese erteilte dem Kriegsministerium und der Homeland Security einen Auftrag. Dieser besteht darin, „alle geeigneten Maßnahmen zu ergreifen, um temporäre und dauerhafte physische Barrieren zu errichten und zu festigen, die eine vollständige operative Kontrolle über die Südgrenze sicherstellen“.
Grundlage für die Finanzierung ist der am 4. Juli des Vorjahres in Kraft getretene „One Big Beautiful Bill Act“. Dieses vom Kongress verabschiedete Gesetzespaket sieht für Agenden rund um den Grenzzaun einen Etat von 46,5 Milliarden US-Dollar vor.
Den Daten der CBP zufolge sei die Zahl irregulärer Grenzübertritte im Big-Bend-Bereich zuletzt deutlich gesunken. So habe es zwischen den Haushaltsjahren 2023 und 2025 um 74 Prozent weniger Aufgriffe gegeben. Auch autonome Überwachungstürme hätten den unerlaubten Grenzverkehr deutlich reduziert.

Zahl irregulärer Einreisen auch schon vor Fertigstellung des Grenzzauns gesunken

Im Vormonat veröffentlichte das CBP Daten, wonach es ein ganzes Jahr keine Freilassungen an der Südgrenze gegeben habe. Zudem sei die Zahl der Aufgriffe auf den niedrigsten Stand seit mehr als drei Jahrzehnten gefallen. Im April habe es 8.943 Aufgriffe entlang der Südwestgrenze gegeben. Gegenüber dem monatlichen Schnitt der Ära von Trump-Vorgänger Joe Biden sei dies ein Rückgang von 94 Prozent.
Allein im April 2024 seien 68.000 aufgegriffene Grenzgänger aus dem Gewahrsam entlang der Südgrenze entlassen worden. Dem sogenannten Grenzzaren Tom Homan zufolge sei es seit Beginn der zweiten Amtszeit von Trump auch gelungen, mehr als 800.000 ausreisepflichtige Nichtstaatsbürger aus dem Land zu entfernen.
Rodney Scott lobte am Dienstag auch die Zusammenarbeit mit Mexiko an der Südgrenze der USA. Obwohl sich die Beziehungen zwischen den Nachbarländern in den letzten Monaten abgekühlt hatten, sei Mexiko „kooperativer“ als je zuvor, erklärte der Zoll- und Grenzschutzkommissar.
 
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Toulouse verhängt Ausgangssperre für Jugendliche bei manchen WM-Spielen

Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen während mehrerer WM-Spiele in der südfranzösischen Stadt Toulouse nicht ohne Begleitung eines Erwachsenen das Haus verlassen. Grund dafür sei das Risiko von Ausschreitungen, erklärte der Mitte-Rechts-Bürgermeister Jean-Luc Moudenc am Donnerstag, 11. Juni.

Toulouse verhängt Ausgangssperre bei WM-Spielen

Er verwies auf die Unruhen nach dem Champions-League-Sieg von Paris Saint-Germain am 30. Mai. Die Ausgangssperre gilt zwischen 22.00 und 5.00 Uhr und betrifft nur WM-Spiele, bei denen Frankreich, Tunesien oder Marokko mitspielen.
Diese Maßnahme solle die Minderjährigen und zugleich die Einwohner der Stadt schützen, betonte der Bürgermeister mit Blick auf den Anstieg von Jugendkriminalität in der viertgrößten Stadt Frankreichs.
Der Bürgermeister der zentralfranzösischen Stadt Clermont-Ferrand hatte zuvor eine ähnliche Ausgangssperre für bestimmte WM-Spiele verhängt. Frankreich spielt am Dienstag zuerst gegen Senegal.

900 Festnahmen und zwei Tote nach PSG-Feiern

Bei Ausschreitungen am Rande der Feiern zum Champions-League-Sieg von Paris Saint-Germain waren knapp 900 Menschen festgenommen worden. Zwei Menschen, die in die Seine stürzten, kamen ums Leben.
Ein Motorradfahrer verunglückte tödlich, als er in eine Straßensperre aus Betonblöcken fuhr. Etwa 180 Menschen wurden verletzt, viele von ihnen durch Feuerwerkskörper.  (afp/red)
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Merz vor EU-Gipfel: Fokus auf Wachstum, Sicherheit und ein starkes Europa


In Kürze:

  • Merz stimmt Bundestag auf Europäischen Rat am 18. und 19. Juni ein.
  • Bundesregierung sieht Deutschland vor wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen.
  • EU soll ihre Wettbewerbsfähigkeit, Souveränität und Widerstandsfähigkeit stärken.
  • Opposition kritisiert Wirtschafts-, Sozial- und Außenpolitik der Regierung.

 
Im Bundestag hat Bundeskanzler Friedrich Merz am Donnerstag, 11. Juni, eine Regierungserklärung anlässlich einer bevorstehenden Ratssitzung abgegeben. Der Europäische Rat wird am 18. und 19. Juni in Brüssel tagen. Die Lage in der Ukraine und im Nahen Osten wird der vorläufigen Tagesordnung zufolge ebenso eine Rolle spielen wie der Mehrjährige Finanzrahmen der EU (MFR) von 2028 bis 2034.
Dazu wird es um die Themenkomplexe Migration und GEAS, ökonomische Herausforderungen, Verteidigungspolitik und Sicherheit sowie illegale Drogen gehen. Neben den Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten werden auch Ratspräsident António Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dem Treffen beiwohnen.

Merz sieht Erfolgspotenziale bei Start-ups und im Technologiebereich

Am Beginn seiner Regierungserklärung wurde Bundeskanzler Friedrich Merz zunächst von einer Mikrofonpanne ausgebremst, die jedoch rasch behoben werden konnte. Anschließend zeichnete er das Bild eines Landes, das angesichts geopolitischer Spannungen, technologischer Konkurrenz und demografischer Veränderungen vor tiefgreifenden Herausforderungen stehe. Zugleich verwies er auf bestehende deutsche Erfolgsgeschichten, an die angeknüpft werden könnten.
Als Beleg für die wirtschaftliche Stärke Deutschlands verwies Merz auf ein Umsatzplus von 19 Prozent sowie 10.000 neue Arbeitsplätze in der Luft- und Raumfahrtindustrie. Zudem seien im vergangenen Jahr mehr als 3.500 Start-ups gegründet worden – ein Anstieg um 30 Prozent. Angesichts der aktuellen Herausforderungen könne Deutschland entweder am Status quo festhalten oder seine Stärken nutzen, um sich neu aufzustellen. Für Letzteres habe sich die Bundesregierung entschieden.
Die Regierung habe bereits wichtige Weichen gestellt und werde diesen Kurs fortsetzen, betonte der Kanzler. Wie auch Redner von Union und SPD würdigte er das Gipfeltreffen der Regierungsspitzen mit Vertretern von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Verbänden am Mittwoch in Berlin. Das Treffen habe einen konstruktiven Dialog und die Bereitschaft zu gemeinsamen Lösungen erkennen lassen.

Wirtschaftliches Fundament für das kommende Jahrzehnt sichern

Merz räumte ein, dass weiterhin Unternehmen schließen und Arbeitsplätze verloren gehen würden. Umso wichtiger sei es, das wirtschaftliche Fundament Deutschlands für mindestens das kommende Jahrzehnt zu stärken, betonte er.
Zugleich verwies der Kanzler auf die europäische Dimension der aktuellen Herausforderungen. Beim bevorstehenden Europäischen Rat werde es auch darum gehen, die Handlungsfähigkeit der EU zu stärken. Europa müsse seine „Souveränität und Widerstandsfähigkeit“ ausbauen und seinen Platz in der internationalen Ordnung behaupten.
Zu den Schwerpunkten, die er in Brüssel setzen wolle, zählte Merz das Bekenntnis zu einem offenen und fairen Welthandel. Dieser sei ein wichtiger Motor für Wohlstand und Wachstum in Deutschland und Europa. Zugleich müsse die EU ihre Interessen entschlossen verteidigen, wenn andere Staaten gemeinsame Regeln nicht einhielten.

Kanzler sieht Deutschland auf Kurs zur europäischen Spitze

Beim Ausbau und der Diversifizierung internationaler Handelsbeziehungen sieht Merz Deutschland und Europa auf einem guten Weg. Er verwies auf Handelsabkommen mit Mexiko und den Mercosur-Staaten sowie auf laufende Verhandlungen mit Indien, Indonesien, Malaysia und den Philippinen. Auch die Ratifizierung der im vergangenen Jahr vereinbarten Zollregelung mit den USA befinde sich nach seinen Worten „auf der Zielgeraden“. Er rechne mit einer Zustimmung des Europäischen Parlaments und im Gegenzug mit dem Bekenntnis der USA zur vollständigen Umsetzung der Vereinbarung.
Auf europäischer Ebene kündigte Merz an, sich weiterhin für den Abbau von Bürokratie und Regulierung einzusetzen. Als Erfolg nannte er Erleichterungen für den deutschen Maschinenbau bei der Umsetzung der europäischen KI-Regeln. Die Wettbewerbsagenda müsse nun konsequent nach dem vereinbarten Fahrplan umgesetzt werden. Deutschland werde dabei als Antreiber und Taktgeber auf Fortschritte drängen.
Beim Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) ab 2028 sprach sich Merz für eine grundlegende Modernisierung des EU-Haushalts aus. Es seien gemeinsame Investitionen in Verteidigung, Wettbewerbsfähigkeit und europäische Souveränität erforderlich. Gleichzeitig müsse eine übermäßige Verschuldung auf EU-Ebene unterbleiben.

Merz sieht GEAS als Beleg für die europäische Migrationswende

In Bezug auf die Ukraine bekräftigte Merz das Ziel eines „gerechten und dauerhaften Friedens“, der zugleich europäische Sicherheitsinteressen wahre. Die Bundesregierung werde die Ukraine weiterhin unterstützen, „so lange, wie es notwendig ist“, sagte er und stellte zudem eine spätere EU-Beitrittsperspektive in Aussicht.
Darüber hinaus erklärte Merz seine grundsätzliche Bereitschaft, sich an einer Sicherung der Straße von Hormus zu beteiligen, sofern die Voraussetzungen dafür gegeben seien.
Das Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) bezeichnete der Kanzler als wichtigen Fortschritt. Die „Migrationswende“ zeige sich dadurch bereits sowohl in Deutschland als auch in Europa.
Sowohl im eigenen Land als auch in der EU gehe die Zahl irregulärer Einreisen zurück. Der Erfolg, den die gemeinsamen asylpolitischen Bemühungen auf europäischer Ebene bewirkt hätten, zeige: „Politik kann Regeln so ändern, dass sich die Situation verbessert.“

Opposition kritisiert Regierungspolitik – Koalition verteidigt Kurs

Im Rahmen der Aussprache zeichnete AfD-Fraktionschefin Alice Weidel ein deutlich pessimistisches Bild der Lage. Sie verwies auf Arbeitsplatzverluste, Unternehmensinsolvenzen und weiterhin hohe Asylzahlen. Zudem kritisierte sie die Ukraine-Politik der Bundesregierung und sprach von einer Fortsetzung der „Massenmigration“.
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch warnte davor, Deutschland schlechtzureden. Europa blicke weiterhin auf Deutschland. Er sprach sich für einen Ausgleich zwischen Reformen und sozialer Gerechtigkeit aus und warb für eine stärkere europäische Industriepolitik. Auch er betonte, das Treffen mit den Sozialpartnern gebe Anlass zu Optimismus für Kompromisse, die das Land voranbringen könnten.
Die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Britta Haßelmann, warf der Bundesregierung vor, viele Erwartungen geweckt, bislang aber zu wenig geliefert zu haben. Reformen müssten ausgewogen sein und dürften den gesellschaftlichen Zusammenhalt nicht gefährden.
Unionsfraktionschef Jens Spahn verteidigte den eingeschlagenen Kurs. Deutschland müsse seine sozialen Sicherungssysteme reformieren und die Ausgaben stärker an den Einnahmen ausrichten. Ziel sei wirtschaftliches Wachstum statt bloßer Umverteilung. Auch er verwies auf das Treffen mit den Sozialpartnern und äußerte die Erwartung einer „Einigung in der Mitte“ im Reformprozess.
Der Vorsitzende der Linksfraktion, Sören Pellmann, kritisierte die aus seiner Sicht zu starke Fokussierung auf militärische Lösungen. Er forderte stattdessen höhere Investitionen in Bildung, Infrastruktur und soziale Sicherung anstelle weiterer Aufrüstung.
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WM-Fanmeile als Streitpunkt: Tränengas gegen Lehrerprotest in Mexiko

Zehn Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft ist die Polizei in Mexiko mit Tränengas gegen Demonstranten vorgegangen.
Der gewaltsame Einsatz erfolgte laut AFP-Korrespondenten am 1. Juni bei Protesten von Lehrern, die in der Hauptstadt Mexiko-Stadt eine bessere Bezahlung forderten. Die Demonstranten schossen daraufhin Feuerwerkskörper auf die Einsatzkräfte ab.

Lehrer nehmen am 1. Juni 2026 in Mexiko-Stadt an einer Protestkundgebung im Vorfeld der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 teil.

Foto: Alfredo Estrella/AFP via Getty Images

Mit dem Tränengas-Einsatz sollte offenbar verhindert werden, dass die Demonstranten zum zentralen Zócalo-Platz vordringen, wo während der WM ein großes Fan-Fest geplant ist. Die Aufbauten für die in unmittelbarer Nähe zum Regierungspalast gelegenen Fan-Zone mit riesiger Leinwand sind seit Tagen im Gange.
Bei der Demonstration am Montag durchbrachen einige Lehrer die Metall-Absperrung um den Platz. Daraufhin setzte die Polizei Tränengas ein.
„Diese Veranstaltung muss abgesagt werden“, forderte der Gewerkschaftsvertreter Filiberto Frausto mit Blick auf das Fan-Fest. „Unser Anliegen sollte viel wichtiger sein als ein bisschen Ablenkung und Spaß.“
Die Fußball-WM findet in diesem Jahr in den USA, Mexiko und Kanada statt. Das Auftaktspiel steigt am 11. Juni in Mexiko-Stadt, dabei stehen sich die einheimische Nationalmannschaft und Südafrika gegenüber. (afp/red)
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wirtschaft

Fußball-WM: Kein Bier-Boom – aber Trikot-Absatzrekord erwartet

Gut zwei Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Kanda, Mexiko und den USA rückt das Großereignis auch für die Wirtschaft näher:
Der Sportartikelhersteller Adidas rechnet rund um die WM mit Absatzrekorden bei allen Produkten. Die deutschen Brauereien sehen sich „gut vorbereitet“, erwarten aber keinen Bier-Boom.
Die Weltmeisterschaft beginnt am 11. Juni, das Finale findet am 19. Juli statt.

Handel setzt auf „Sommermärchen“

Der Adidas-Konzern rechnet mit kräftigem Rückenwind durch die WM: „Ich erwarte, dass dies unsere weltweit größte WM aller Zeiten wird, was Trikot-, Ball- und Schuhverkäufe angeht“, sagte Fußball-Chef Sam Handy dem „Handelsblatt“. Der Konzern erwarte mehr als eine Milliarde Euro als direkten WM-Effekt.
Wie das „Handelsblatt“ am Mittwoch, 27. Mai, weiter berichtete, erhofft sich auch der Sportfachhandel Impulse. „Unsere Erwartungen an die WM sind groß“, sagte Intersport-Deutschlandchef Alexander von Preen der Zeitung. „Wir hoffen auf ein weiteres Sommermärchen.“
Das neue blaue Auswärtstrikot der deutschen Mannschaft sei sehr gefragt. „Es entwickelt sich zu einem richtigen modischen Accessoire.“ Bei der EM 2024 hätten die Intersport-Händler etwa 500.000 Trikots verkauft. „Wenn Deutschland weit kommt, können wir das übertreffen.“

Kein Absatzgarant für Brauereien

Die deutschen Brauereien blicken vorsichtig optimistisch auf die Weltmeisterschaft. Zwar könne die WM die Nachfrage im Sommer ankurbeln.
„Allerdings zeigen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, dass sportliche Großereignisse längst kein automatischer Absatzgarant mehr sind“, sagte eine Sprecherin des Brauer-Bundes der „Rheinischen Post“ vom Mittwoch. Schon die Heim-EM 2024 habe nur begrenzte Effekte gebracht.
Entscheidend für den Absatz „bleiben deshalb die allgemeine Konsumstimmung sowie Faktoren wie Wetter und der sportliche Erfolg der deutschen Nationalmannschaft“, sagte die Sprecherin weiter. Eine „Herausforderung“ nannte sie die teils späten Anstoßzeiten.

Public-Viewing-Regeln werden begrüßt

Die Public-Viewing-Regeln während der WM begrüßte der Brauer-Bund: „Das schafft Planungssicherheit für Gastronomie, Veranstalter und Brauereien und ermöglicht Fans trotz Zeitverschiebung das gemeinsame Fußballerlebnis.“
Das Bundeskabinett hatte kürzlich die nötigen Ausnahmen von den normalerweise geltenden Lärmschutzregeln beschlossen. Damit können Städte und Gemeinden öffentliche Übertragungen von Spielen auch nach 22.00 Uhr ermöglichen. (afp/red)
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Neffe von Drogenbaron „El Chapo“ in Mexiko festgenommen

Mehr als neun Jahre nach der Auslieferung von Joaquín „El Chapo“ Guzmán in die USA ist ein Neffe des mexikanischen Drogenbosses festgenommen worden.
Wie das mexikanische Innenministerium am Dienstag mitteilte, wurde der Mann im Bundesstaat Sonora an der Grenze zu den USA gefasst. Isai N. war nach Informationen mexikanischer Medien bereits vor Jahren einmal festgenommen worden.

„El Chapo“ Guzmán im Hochsicherheitsgefängnis

„El Chapo“ Guzmán war lange Chef des berüchtigten Sinaloa-Kartells. Er wurde 2017 an die USA ausgeliefert, nachdem er zweimal aus mexikanischen Gefängnissen entkommen war.
In den USA wurde er unter anderem wegen Drogenhandels und Geldwäsche zu lebenslanger Haft verurteilt. Er verbüßt seine Strafe in einem Hochsicherheitsgefängnis im Bundesstaat Colorado.
Nach Angaben des US-Justizministeriums schmuggelte das Sinaloa-Kartell über Jahrzehnte hunderte Tonnen Kokain, Heroin, Methamphetamine und Marihuana in die USA. Anfang Mai hatte Guzmán bei einem US-Bundesgericht eine Verlegung nach Mexiko beantragt. (afp/red)
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EU und Mexiko unterzeichnen Handelsabkommen

Die EU und Mexiko haben nach zehnjährigen Verhandlungen die modernisierte Fassung ihres Handels- und Partnerschaftsabkommens aus dem Jahr 2000 unterzeichnet. Zum Abschluss eines bilateralen Gipfeltreffens in Mexiko-Stadt bekannten sich beide Seiten zum Multilateralismus.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa reisten als Teil einer größeren EU-Delegation in die mexikanische Hauptstadt. Dort trafen sie sich mit der linksgerichteten Präsidentin Claudia Sheinbaum.
Angesichts der protektionistischen Handelspolitik der USA unter der Regierung von Präsident Donald Trump und weiterer globaler Herausforderungen wollen die EU und Mexiko ihre Handelspartner diversifizieren. Das erste Gipfeltreffen seit zehn Jahren zwischen der EU und der zweitgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas soll zu einer Vertiefung der bilateralen Beziehungen führen.
„In einer Zeit, die von zunehmenden Turbulenzen und tiefgreifenden Veränderungen geprägt ist, haben wir uns entschlossen, die Bindungen unserer strategischen Partnerschaft auszubauen, zu vertiefen und zu aktualisieren“, heißt es in der gemeinsamen Abschlusserklärung des Gipfeltreffens.

Mexiko ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in Lateinamerika

Die EU und Mexiko bilden gemeinsam einen Markt mit mehr als 580 Millionen Menschen. Mit dem modernisierten Abkommen hebt Mexiko fast alle bestehenden Zölle auf EU-Einfuhren auf. Zudem werden bürokratische Handelshemmnisse beseitigt und zahlreiche Herkunftsangaben geschützt. Ebenso soll der Zugang zu öffentlichen Aufträgen erleichtert werden. Das Abkommen umfasst nun auch den digitalen Handel.
Neben Handelsfragen umfasst das globale Abkommen auch Regelungen zu Themen wie Klimawandel, Menschenrechten und internationaler Zusammenarbeit. Unterzeichnet wurde auch ein Interimshandelsabkommen. Nach Beendigung des vollständigen Ratifizierungsprozesses innerhalb der EU soll es dann durch das Globalabkommen ersetzt werden.
Mexiko ist der elftgrößte Handelspartner der EU und Deutschlands wichtiger Handelspartner in Lateinamerika. Das jährliche bilaterale Handelsvolumen zwischen der Europäischen Union und Mexiko beträgt rund 86 Milliarden Euro. Rund 53 Milliarden davon entfallen auf EU-Ausfuhren nach Mexiko und fast 34 Milliarden auf Einfuhren aus dem lateinamerikanischen Land. (dpa/red)
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vital wissen

30.000 Jahre älter als Gizeh? Alltag und Archäologie in Visoko


In Kürze:

  • Die Pyramiden der Ägypter und der Maya gehören zu den bekanntesten ihrer Art, sind weltweit aber nicht die einzigen.
  • Auch in Europa gibt es Pyramiden, unter anderem in Italien und Frankreich – und womöglich in Bosnien.
  • Die sogenannten bosnischen Pyramiden sollen mehrere Zehntausend Jahre älter sein als jene in Gizeh, Chichén Itzá oder Teotihuacán.
  • Widersprüchliche Forschungsergebnisse und umstrittene Deutung tun dem Tourismus in Visoko keinen Abbruch.

Die Anfahrt ist genauso unspektakulär wie der erste Eindruck: sanfte Hügel und grüne Hänge, an die über Jahrhunderte die Häuser eines bosnischen Städtchens geklebt wurden. Über der betulichen Szene thront einem grünen Kegel gleich der bewaldete Visočica-Hügel. Für Dr. Sam Osmanagić ist er mehr: konkret die „Pyramide der Sonne“ und womöglich die älteste Pyramide der Welt. Die These des Entdeckers: Es handle sich nicht um einen natürlichen Hügel, sondern um ein von Menschen geschaffenes Bauwerk, das im Laufe von Jahrtausenden überwuchert wurde.

Ein Hügel wird zur Sensation

Als Semir Osmanagić Mitte der 2000er-Jahre verkündete, die bewaldeten Hügel rund um Visoko seien in Wahrheit gigantische, von Menschen geschaffene Pyramiden, war die Reaktion gespalten. Für die einen war es eine archäologische Sensation, für die anderen ein spektakulärer Irrtum.
Heute ist die kleine Stadt südlich von Sarajevo ein Pilgerort für Neugierige, Skeptiker und Überzeugte gleichermaßen. Reisebusse rollen an, Freiwillige graben, Besucher lauschen Führungen, in denen von uralten Zivilisationen, energetischen Feldern und verborgenen Kräften die Rede ist. Und von den Ergebnissen zahlreicher Studien, die „Dr. Sam“, wie Osmanagić hier genannt wird, immer wieder auf eigene Kosten in Auftrag gegeben hat. Taucht er auf, wird er gefeiert wie ein Star. Mit Hut, sandfarbener Outdoorkleidung und gebräunten Lachfältchen entspricht er einer Balkanversion von Indiana Jones.
So ist er auch dieses Mal schnell von einer Traube Menschen umringt. Viele bedanken sich bei ihm, stellen ihm Fragen und fast alle wollen ein Foto oder Selfie mit ihm machen. Sein Händedruck ist fest. Er schildert den Moment seiner „Entdeckung“ wie folgt: „Der Kompass zeigte mir, dass diese Seiten perfekt mit den Himmelsrichtungen Osten, Westen, Norden und Süden übereinstimmten. Für mich war das genug. Ich wusste, dass es sich um ein künstliches Bauwerk handelte.“

Dr. Sam und die Entdeckung von Visoko

Für ihn ist klar: Was hier liegt, sei vergleichbar mit den ebenfalls zugewucherten Pyramiden in Mexiko oder China. Nur größer. Die bosnische „Pyramide der Sonne“ ist laut Osmanagić rund 220 Meter hoch und damit höher als die wohl berühmteste Cheops-Pyramide, die mit ihren ursprünglich 146 Metern – heute knapp 10 Meter weniger – als höchste antike Pyramide gilt.
Zwischen zwei Schichten beziehungsweise Blöcken wurden fossile Rückstände gefunden, die auf ungefähr 34.000 Jahre geschätzt wurden und dem Alter der Pyramiden entsprechen sollen. Damit hätte Osmanagić in Bosnien und Herzegowina die weltweit ältesten Pyramiden gefunden. Und damit wäre auch Osmanagićs These bestätigt, dass es bereits viel früher hoch entwickelte Zivilisationen gab.
Osmanagić, der seit über 40 Jahren zu Pyramidenkulturen, Megalithanlagen und heiliger Geometrie forscht, hat mittlerweile mehr als zwanzig Bücher sowie über dreißig begutachtete Forschungsartikel veröffentlicht. Der wissenschaftliche Widerstand bleibt bis heute ungebrochen. Die European Association of Archaeologists erklärte bereits früh, es gebe keinerlei belastbare Beweise für künstlich errichtete Pyramiden. Viele Geologen sehen in den Formationen natürliche Sedimenthügel, entstanden durch tektonische Prozesse und Erosion.

Eine Wanderung auf die Spitze – oder den Gipfel?

Auf die Spitze der Pyramide der Sonne führt ein teils steiler Wanderweg. Er beginnt in der Altstadt und dauert – je nach Puste – bis zu einer Stunde. Unterwegs läuft man durch Waldstücke, vorbei an freigelegten symmetrischen Steinplatten und kleineren Grabungsstellen.
Auf dem Gipfel liegen die Überreste der alten Königsfestung Visoki Fortress. Diese Ruinen aus dem 14. Jahrhundert werden immer wieder als Begründung genannt, warum die Pyramide nicht komplett freigelegt werden darf. Grabungen am Hügel könnten mittelalterliche Schichten oder andere „echte“ archäologische Funde beschädigen, heißt es.
Der eigentliche Kern der bosnischen Pyramiden liegt jedoch nicht auf dem Hügel, sondern darunter.

Der Weg in die Tiefe

Ins „Innere der Pyramide“ führen die Ravne-Tunnel, schmale Gänge aus Erde, Kies und Holzstreben. Obwohl an den Wänden und auf dem Boden Feuchtigkeit zu sehen ist, ist kein muffiger Geruch wahrnehmbar. Stattdessen atmet man in den wohltemperierten Gängen eine klare Luft ein, selbst in den hinteren Tunneln. Die Schritte hallen hier leise wider. Besucher sprechen automatisch leiser, Männer eine halbe Oktave tiefer.
Das Tunnelsystem erstreckt sich über mehrere Kilometer – ein Labyrinth aus Gängen, Kreuzungen und Kammern. Bislang sind davon rund 3,6 Kilometer freigelegt. Laut Osmanagić sollen es insgesamt über 100 Kilometer auf sieben Ebenen sein. Man geht gebückt, dann wieder aufrecht, vorbei an verschlossenen Seitenwegen, kleinen Kammern, die als Meditationsräume gekennzeichnet sind, und auffallend glatten Wänden.
Nach wenigen Minuten verändert sich die Wahrnehmung. Geräusche verschwinden. Gespräche werden leiser. Manche Besucher setzen sich einfach an die Wand und schließen die Augen. Der Rummel um diesen sagenumwobenen Ort hat auch in den Köpfen seine Spuren hinterlassen.

Heilung unter der Erde?

Für Osmanagić ist das alles kein Zufall. Er beschreibt die Tunnel als Ort besonderer Energie, als Raum der Regeneration. Tatsächlich existieren Messungen bezüglich Luftqualität und negativen Ionen innerhalb der Tunnel. Die Stiftung von Osmanagić verweist auf ihrer Website auf Werte von bis zu 43.000 negativen Ionen pro Kubikzentimeter Luft – deutlich mehr als in gewöhnlichen Waldgebieten.
In den Tunneln wurden zudem mehrere riesige, ovale Steine gefunden. Je weiter man in das Tunnelsystem hineinläuft, desto größer werden diese Megalithen – der bisher größte Stein wiegt um die 25 Tonnen. In jeden der Steine sind verschiedene Symbole oder Runenzeichen eingeritzt. Röntgenaufnahmen hätten gezeigt, erzählen die Guides an diesen Stopps, dass sich im Inneren Quarzkristalle befinden.
Zusammen mit der hohen Anzahl an negativen Ionen werde ein messbares elektromagnetisches Feld erzeugt, das die Luft energetisch reinigt. Wenn alles stimmt, müssen sich die vermessenen Effekte der Cheopspyramide hinten anstellen.
Bis heute lockt die vermeintlich antike Heilmethode Kranke aus dem ganzen Land und aller Welt für Heilsitzungen in die Tunnel. Atmen, hoffen, heilen. Die Tunnel sind gut gefüllt. Niemand drängelt. Die Atmosphäre ist ungewöhnlich friedlich. Die gemeinsame Idee vereint ebenso wie die leisen Zweifel, die bei dem einen oder anderen vielleicht bleiben.

Ein Wirtschaftswunder für Visoko

Besonders stolz ist Osmanagić auf das, was rund um die Ausgrabungen entstanden ist. „Vor zehn Jahren war dies sumpfiges Land voller Müll“, erzählt er und zeigt auf den gepflegten Archäologischen Park rund um die Tunneleingänge. „Wir haben alles selbst aufgebaut. Ohne staatliche Gelder, ohne EU-Unterstützung.“
Kinder spielen auf den grünen Wiesen, kleine Gruppen sitzen unter Bäumen, ein Pärchen lässt die Füße im Bachlauf baumeln, weiter hinten wird die Musikanlage auf einer kleinen Bühne aufgebaut. Hier sieht man keinen einzigen, der in sein Handy starrt. Tatsächlich beschäftigt die Stiftung heute laut eigenen Angaben rund 65 Mitarbeiter: Führer, Archäologen, Arbeiter, Bürokräfte. Es finden Kongresse, Konzerte und Vorträge statt. Für Tennisstar Novak Đoković, der 2022 ein Tenniszentrum auf dem Gelände des Archäologischen Parks eröffnete, ist dieser Platz der „Himmel auf Erden“.
Finanziert werde alles durch Eintrittsgelder, seine Bücher und den Souvenirverkauf. Auch der Ort Visoko profitiert. Amira, deren alteingesessene Familie Gästezimmer („mit Pyramidenblick“) vermietet, erzählt, dass eine Familie aus Kanada, die im letzten Jahr eine Woche lang täglich die Tunnel mit ihrer kranken Tochter besucht hat, jetzt wieder kommt: diesmal für drei Wochen. „Die werden schon wissen, warum“, lacht sie und ergänzt: „Auch bevor Dr. Sam hierherkam und die Pyramiden und Tunnel freilegte, erzählten schon unsere Ältesten, dass da was los ist mit dem Visoko-Hügel. Wir stehen hier alle hinter ihm. Wer heilt, hat recht, oder?“
Für Kenan, der in einem Restaurant am idyllischen Flussufer mit Blick auf den Hügel von Visoko arbeitet, ist die Sache ebenfalls klar: keine Pyramide. „Dann hätten sie sie doch längst vollständig freigelegt“, erklärt uns der junge Mann achselzuckend. Osmanagić selbst sieht seine Erfolgsgeschichte von Widerständen begleitet. Universitäten und Museen hätten ihn von Anfang an abgelehnt. „Sie sagten: Keine Pharaonen in Bosnien. Deshalb auch keine Pyramiden in Bosnien.“

Keine Pharaonen in Bosnien?

Im Eingangsbereich des Archäologischen Parks weht eine blaue Flagge im Wind. Darauf stehen drei Worte: „Ljubav. Mir. Sloboda.“ – „Liebe. Frieden. Freiheit.“ – das sind Begriffe, die in Visoko noch häufiger fallen als wissenschaftliche oder archäologische Fachbegriffe.
Das erinnert irgendwie an das zentrale Prinzip der ägyptischen Pharaonen, die sich als Hüter der Ma’at sahen: Wahrheit, Gerechtigkeit, Ordnung, Harmonie und Gleichgewicht. Sie mussten Chaos, Isfet, bekämpfen und kosmische sowie gesellschaftliche Balance wahren. Unter südamerikanischen Pyramidenbauern galten wiederum Ayni und Munay als direktere Analogie zu Liebe und Frieden, was seinerseits Verbindungen nahelegt.
Veranstaltungstipp: Sommersonnenwende bei den bosnischen Pyramiden
Vom 14. bis 24. Juni 2026 findet in Visoko erneut das „Summer Solstice Festival“ rund um die bosnischen Pyramiden statt. Auf dem Programm stehen Vorträge, geführte Touren durch die Ravne-Tunnel, Meditationen, Yoga-Sessions und Konzerte im Park Ravne 2. Als Sprecher angekündigt sind unter anderem Semir Osmanagić sowie internationale Autoren und Grenzwissenschaftler. Weitere Informationen und das vollständige Programm gibt es hier.
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wirtschaft

EU und Mexiko unterzeichnen erweitertes Handelsabkommen

Die Europäische Union und Mexiko unterzeichnen am Freitag, 22. Mai (21:00 Uhr MESZ), in Mexiko-Stadt eine erweiterte Fassung ihres bestehenden Handelsabkommens.

Treffen nach mehr als zehn Jahren

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa werden dafür in der mexikanischen Hauptstadt mit Staatschefin Claudia Sheinbaum zusammentreffen. Es ist der achte EU-Mexiko-Gipfel überhaupt und der erste seit mehr als zehn Jahren.
Beide Seiten bemühen sich angesichts der US-Zollpolitik um den Ausbau ihrer Handelsbeziehungen mit anderen Ländern und Regionen.

Zölle auf EU-Produkte sollen fallen

Schon im Januar des vergangenen Jahres hatten die EU und Mexiko ihre Verhandlungen über eine Neufassung des Handelsabkommens aus dem Jahr 2000 grundsätzlich abgeschlossen, seitdem wurden noch juristische Details geklärt.
Die Neufassung sieht unter anderem vor, dass Zölle von bis zu 100 Prozent auf wichtige EU-Exportprodukte wie Käse, Nudeln und Konfitüren wegfallen. (afp/red)
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gesellschaft

67-Jährige nach Angriff von Kuhherde in Tirol gestorben

Eine Frau ist in Österreich beim Angriff einer Kuhherde ums Leben gekommen.
Die 67-Jährige und ihr 65 Jahre alter Mann seien am Sonntag in Tirol von den Kühen attackiert worden, teilte die Polizei mit. Der 65-Jährige sei mit schweren Verletzungen per Hubschrauber in eine Klinik geflogen worden.
Nach Polizeiangaben befanden sich dutzende Kühe mehrerer Bauern zusammen auf der Weide.
Bereits im September wurde ein 85-Jähriger beim Wandern in Österreich von einer Kuhherde attackiert, er starb kurz darauf im Krankenhaus.
Im Sommer 2024 war eine Frau, die zwei kleine Hunden dabei hatte, beim Wandern im Bundesland Salzburg von einer Kuhherde angegriffen und getötet worden.
Ähnliche Vorfälle gab es auch schon 2017 und 2014. Damals hatten die österreichischen Behörden Tipps zum richtigen Umgang mit Weidetieren herausgegeben: Wanderer sollen Abstand halten und ihre Hunde an der kurzen Leine führen. Im Falle eines Angriffs sollen Hunde aber sofort von der Leine gelassen werden. (afp/red)
bfi
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ausland china

Trotz Zöllen: Chinesische E-Autobauer planen langfristige US-Strategie


In Kürze:

  • Wegen der hohen Zölle in den USA entwickelt China neue Strategien für den Automarkt.
  • Analysten: China hat Führungsrolle bei E-Fahrzeugen mit vielen Mitteln erzwungen.
  • USA sehen Software in chinesischen Fahrzeugen als Bedrohung an.
  • Chinesische Autohersteller könnten zur Gefahr für die US-Produktion werden.

 
Chinesische Hersteller von Elektrofahrzeugen scheinen aufgrund von Zöllen, politischer Überwachung, Softwarebeschränkungen und Handelsspannungen weitgehend vom US-Markt ausgeschlossen zu sein. Branchenanalysten gehen jedoch davon aus, dass viele von ihnen weiterhin eine langfristige Strategie für einen späteren Markteintritt verfolgen.

Große Unternehmen sind geduldig

Diese Strategie ähnelt dem schrittweisen Aufstieg japanischer und koreanischer Automobilhersteller wie Toyota und Hyundai in den USA. Sie erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Druck auf chinesische Automobilhersteller zunimmt, im Ausland zu expandieren.
„Chinesische Automobilhersteller verfolgen wahrscheinlich eine langfristige Strategie. Große Unternehmen sind geduldig genug, um eine schrittweise Expansion über ein Jahrzehnt oder länger anzustreben“, erklärte Stephanie Brinley, leitende Automobilanalystin bei S&P Global Mobility’s Auto Intelligence Service, gegenüber der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times.
Die Toyota Motor Corporation kündigte 1985 den Bau eines Werks in Kentucky an. 1988 baute der Automobilhersteller seine Produktion in den USA aus und begann dort mit der Fertigung des Modells Camry. Die Hyundai Motor Manufacturing Alabama nahm 2005 die Produktion auf, nachdem der Mutterkonzern bereits 1986 in den US-Markt eingetreten war und später seine Fertigungspräsenz in den Vereinigten Staaten weiter ausgebaut hatte.
Laut Brinley könnte es bei chinesischen Elektroautoherstellern zwar schneller gehen als bei Toyota oder Hyundai, dennoch werde ein bedeutender Ausbau im US-Markt voraussichtlich mehrere Jahre dauern.

China exportierte 2025 sieben Millionen Fahrzeuge

Chinesische Marken hätten einen „langfristigen Plan und eine langfristige Strategie zur Expansion auf globalen Märkten“. Doch könnten sie auch „mehr produzieren, als sie auf ihrem Heimatmarkt verkaufen können. Daher müssen sie in andere Märkte exportieren.“
Laut dem globalen Energiebericht der Internationalen Energieagentur vom 20. April 2026 machten Elektrofahrzeuge 2025 erstmals mehr als die Hälfte aller jährlichen Autoverkäufe in China aus.
Wie Daten des chinesischen Automobilherstellerverbands zeigen, exportierte das Land im vergangenen Jahr sieben Millionen Fahrzeuge. Das entspricht einem Plus von fast 21 Prozent gegenüber 2024. Die Exporte von Elektrofahrzeugen, Plug-in-Hybriden und Brennstoffzellenfahrzeugen haben sich mehr als verdoppelt und erreichten 2,615 Millionen Einheiten.
Peking fördert im Rahmen einer umfassenden Industriestrategie seit Jahren den Fahrzeugexport, insbesondere im Bereich der Elektromobilität. Ein Strategiepapier des chinesischen Handelsministeriums aus dem Jahr 2009 bezeichnete dies als „Schlüsselfaktor für die Transformation des chinesischen Außenhandelsmodells“.
Im Juni 2023 verlängerte China die Steuerbefreiungen für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben bis 2027. Damit soll das Wachstum des Marktes für Elektrofahrzeuge weiter unterstützt werden.
„China hat sich nicht natürlich zur Führungsnation bei Elektroautos entwickelt. Es hat sich diesen Vorsprung mit staatlicher Steuerung, Größe und Kontrolle der Lieferkette regelrecht erarbeitet und liegt nun deutlich vor den USA“, sagte Lauren Fix, Autoanalystin und Gründerin von Car Coach Reports, gegenüber Epoch Times.

Rasante Entwicklungen

Fix erklärte, chinesische Autohersteller würden sich rasant von günstigen Kleinwagen hin zu SUVs und sogar Pick-ups für Exportmärkte entwickeln, „um höhere Gewinnmargen und eine Nachfrage nach amerikanischem Vorbild zu erzielen“.
Die Beijing Auto Show, die vom 25. April bis 4. Mai 2026 stattfand, präsentierte eine Vielzahl elektrischer SUVs und größerer Modelle chinesischer Hersteller. Der Automobilkonzern Geely stellte den Zeekr 8X vor, einen luxuriösen Plug-in-Hybrid-SUV, der mit dem Porsche Cayenne konkurrieren soll.
Yijing, ein Joint Venture für Elektrofahrzeuge zwischen Dongfeng Motor Corp. und Huawei, präsentierte den sechssitzigen SUV X9. BYD hob in seiner Pressemitteilung vom 24. April die SUV-Varianten Fangchengbao Formula X und Yuan Plus hervor.
Brinley erklärte, der Trend zu größeren SUVs und einem markanteren Fahrzeugdesign spiegele möglicherweise sowohl veränderte Verbraucherpräferenzen in China als auch umfassendere globale Ambitionen wider, anstatt ausschließlich auf den US-Markt ausgerichtet zu sein. Zudem führte sie aus, dass die verbesserte Batteriereichweite den Druck auf stark aerodynamische Designs verringert habe. Dies ermögliche den Herstellern mehr Flexibilität bei der Entwicklung größerer Fahrzeuge und entspreche zugleich den sich wandelnden Kundenwünschen.
Trotz ihrer globalen Expansionsbestrebungen sehen sich chinesische Automobilhersteller in den USA weiterhin erheblichen Hindernissen gegenüber. Die USA erheben derzeit gemäß Abschnitt 301 des Handelsgesetzes einen 100-prozentigen Zoll auf chinesische Elektrofahrzeuge.

US-Regierung erlässt einschränkende Bestimmungen

Washington hat zudem aus Gründen der nationalen Sicherheit Maßnahmen ergriffen, um chinesische Fahrzeugtechnologie zu blockieren. Im Januar verabschiedete das US-Handelsministerium endgültige Bestimmungen, die die Einfuhr und den Verkauf bestimmter vernetzter Fahrzeuge sowie zugehöriger Software oder Hardware mit Verbindungen zu China oder Russland einschränken.
Offizielle Stellen erklärten, die Technologie könne es ausländischen Unternehmen ermöglichen, sensible Daten zu sammeln oder aus der Ferne auf Fahrzeuge in den USA zuzugreifen. Die Regelungen traten am 17. März 2025 in Kraft.
Der Kongress erwägt zudem weitere Verschärfungen. Am 29. April brachten die Senatoren Bernie Moreno und Elissa Slotkin einen Gesetzentwurf ein, der die Importbestimmungen für chinesische Pkw in den USA weiter verschärfen soll. Slotkin erklärte am selben Tag in einem Facebook-Post, dass chinesische Fahrzeuge sowohl ein wirtschaftliches als auch ein nationales Sicherheitsrisiko darstellten.
„Wir müssen jetzt handeln und die richtigen Entscheidungen treffen“, sagte sie. „Die Strategie der Kommunistischen Partei Chinas, ihre Produkte massiv zu subventionieren, die Konkurrenz zu unterbieten und anschließend ein Monopol in diesem Sektor zu errichten, gefährdet die Automobilindustrie Michigans und Millionen von Arbeitnehmern.“

USA-Mexiko-Kanada-Abkommen wird überprüft

In einer Rede vor dem Detroit Economic Club im Januar erklärte US-Präsident Donald Trump, er sei grundsätzlich offen dafür, dass chinesische Autohersteller Fabriken in den USA errichteten, sofern dadurch amerikanische Arbeitsplätze geschaffen würden. Trump wird am 14. und 15. Mai in Peking erwartet. Dort dürfte er mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping auch über Handels- und Technologiefragen sprechen.
Die Handelsregeln in Nordamerika erschweren den Marktzugang zusätzlich. Nach dem United States-Mexico-Canada Agreement (USMCA) müssen Fahrzeuge strenge regionale Produktionsanforderungen erfüllen, um zollfrei importiert werden zu können. So schreibt das Abkommen vor, dass 75 Prozent der Fahrzeugkomponenten aus Nordamerika stammen müssen. Zudem muss ein erheblicher Teil der Produktion von Arbeitnehmern erfolgen, die mindestens 16 US-Dollar pro Stunde verdienen.
Das USMCA steht derzeit zur Überprüfung an. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer geht davon aus, dass sich die Verhandlungen über eine Verlängerung über den 1. Juli hinausziehen könnten. Stephanie Brinley erklärte dazu, dass Washington voraussichtlich strengere Anforderungen an die regionale Wertschöpfung und die Arbeitsbedingungen stellen werde. Noch größere Hürden könnten jedoch die Softwarebeschränkungen darstellen. „Das ist eine Hürde“, sagte sie. „Ich weiß nicht, wie sie diese überwinden wollen.“
Die neuen Vorgaben würden chinesische Autohersteller dazu zwingen, zentrale Softwaresysteme eigens für den US-Markt neu zu entwickeln. Das erhöhe die Kosten und schwäche einen ihrer wichtigsten Wettbewerbsvorteile, erläuterte Brinley. „Um ein Fahrzeug einer chinesischen Marke in den USA zu verkaufen, muss man im Grunde die gesamte Software neu entwickeln. Man kann nicht einfach das autonome Fahrsystem, das derzeit in einem BYD-Fahrzeug eingesetzt wird, in ein Modell für den US-Markt übernehmen“, sagte sie. „Wenn der Vorteil darin besteht, dass chinesische Fahrzeuge günstiger und damit zu niedrigeren Preisen angeboten werden können, wird dieser Preisunterschied deutlich geringer ausfallen.“

Unternehmen ändern ihre Strategie

Obwohl der direkte Zugang zum US-Markt weiterhin eingeschränkt ist, bauen chinesische Autohersteller ihre Aktivitäten in anderen Teilen Nordamerikas aus.
Ein Bericht von Benchmark Mineral Intelligence vom 4. März zeigt, dass chinesische Elektrofahrzeuge in den USA weniger als ein Prozent der Verkäufe ausmachen. In Mexiko stellt sich die Lage jedoch anders dar: Dort entfielen im vergangenen Jahr 89 Prozent der verkauften Elektroautos auf chinesische Hersteller.
Kyle Peacock, Geschäftsführer von Peacock Tariff Consulting, erklärte gegenüber der Epoch Times, dass Zölle direkte Importe zwar erschwerten, chinesische Unternehmen jedoch nicht zwangsläufig aufhielten. „Sie halten die Autos fern, nicht die Unternehmen“, sagte Peacock. „Die Unternehmen selbst ändern einfach ihre Strategie.“
Auf die Frage, ob Mexiko oder Kanada als Hintertür zum US-Markt dienen könnten, sagte Peacock: „Dasselbe Elektrofahrzeug aus Mexiko wird mit etwa 2,7 Prozent besteuert, aus Kanada hingegen mit null Prozent. Um jedoch von den niedrigen Zollsätzen des USMCA-Abkommens zu profitieren, müssen 75 Prozent der Fahrzeugkomponenten aus Nordamerika stammen. Batterien und Teile dürfen nicht nach China zurückverfolgt werden können.“
„Ein chinesischer Autohersteller kann also Mexiko oder Kanada nutzen, aber nur, wenn er tatsächlich den Großteil seiner Lieferkette dorthin verlagert“, so Peacock. „Das ist teuer und zeitaufwendig.“
Lauren Fix erklärte, Kanada könne potenziell als Drehscheibe für chinesische Autohersteller dienen. Sie warnte jedoch, dass der politische Druck aus Washington, D.C. wahrscheinlich zunehmen würde, sollten in China produzierte Fahrzeuge über kanadische Montagewerke in die USA gelangen.
Im Januar unterzeichneten Ottawa und Peking ein Abkommen, das die kanadischen Zölle auf eine begrenzte Zahl chinesischer Elektrofahrzeugimporte von 100 Prozent auf 6,1 Prozent senkte. Zugleich erlaubt Kanada die Einfuhr von bis zu 49.000 Fahrzeugen im ersten Jahr. In den kommenden fünf Jahren soll diese Quote schrittweise auf rund 70.000 Fahrzeuge pro Jahr steigen.

Neue chinesische Marken als Gefahr für den US-Markt

Unabhängig davon haben die kanadischen Behörden am 1. März ein Genehmigungssystem eingeführt, das die Einfuhr von bis zu 24.500 in China hergestellten Elektrofahrzeugen zu einem niedrigeren Zollsatz bis einschließlich August ermöglicht. Die von Global Affairs Canada ausgestellten Genehmigungen sind 60 Tage gültig. Voraussetzung ist, dass die Importeure in Kanada ansässige Automobilhersteller oder autorisierte Vertreter sind und die geltenden Sicherheitsstandards einhalten.
Branchenanalysten warnen, dass chinesische Autohersteller den US-Markt erheblich verändern könnten, falls die Marktzugangsbarrieren sinken. „Wenn chinesische Autohersteller in den US-Markt eintreten, wird sich die Preisgestaltung über Nacht verändern“, sagte Lauren Fix. Sie fügte hinzu, dass chinesische Unternehmen die „Detroit Three“ – Ford Motor Company, General Motors und Stellantis – dazu zwingen könnten, entweder ihre Gewinnmargen zu senken oder ihre Effizienz und Innovationskraft zu steigern.
„Ein solcher Druck würde einen regelrechten technologischen Wettlauf auslösen. Er würde jedoch auch die amerikanische Fertigungsindustrie, Zulieferernetzwerke und gewerkschaftlich organisierte Arbeitsplätze gefährden. Genau deshalb werden die politischen Entscheidungsträger nicht tatenlos zusehen, wie die Profitabilität der Branche unter Druck gerät.“
Stephanie Brinley warnte zudem davor, chinesische Autohersteller als homogene Gruppe zu betrachten. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass der US-Markt drei oder vier neue chinesische Marken verkraften könnte“, sagte sie. „Der Markt ist gesättigt. Der Einstieg in den US-Markt ist nichts für schwache Nerven.“
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Chinese EV Makers Playing Long Game for US Market, Analysts Say“. (deutsche Bearbeitung: os) 
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Die Gesichter, die zur WM bleiben sollen

Für viele deutsche Fußballfans dürfte Guadalajara zunächst nur ein Name im WM-Spielplan sein. Mexikos zweitgrößte Stadt liegt im westlichen Bundesstaat Jalisco. Sie ist bekannt für Mariachi-Musik, Tequila und Bauwerke aus der Kolonialzeit. Im Sommer 2026 soll das Stadion Estadio Guadalajara vier Spiele der Fußball-WM austragen.

Wer heute durch Teile des Zentrums geht, sieht auch eine andere Seite der Stadt.

Mexikos Krise im Straßenbild

An Säulen, Pollern und Laternen hängen Plakate mit Gesichtern. Einige sind frisch angebracht, andere an den Rändern eingerissen oder von Sonne und Regen ausgeblichen. Sie zeigen Jugendliche, junge Männer und Frauen sowie ältere Menschen. Darunter stehen Name, Alter, letzter bekannter Aufenthaltsort, Kleidung, besondere Merkmale, Kontaktdaten und oft ein QR-Code. Darüber meist ein Wort: „Desaparecido“ oder „Desaparecida“ – auf Deutsch: verschwunden oder vermisst.

Die Plakate verweisen auf eine Krise, die Mexiko seit Jahren prägt. Laut einem Bericht von Amnesty International vom März 2026 betrug die Zahl der Verschwundenen und Vermissten in Mexiko im Dezember 2025 rund 133.500 – ein Anstieg von 10,5 Prozent im Vergleich zu dem vorherigen Jahr. Amnesty verweist zugleich auf Angriffe auf Aktivisten und Angehörige, die nach Vermissten suchten. Im Jahr 2025 wurden laut der Menschenrechtsorganisation sechs von ihnen ermordet.

Im Bundesstaat Jalisco ist diese Krise besonders sichtbar. Die offiziellen Vermisstenregister ändern sich laufend; staatliche und nationale Zahlen decken sich nicht immer. Im Zentrum von Guadalajara braucht es jedoch keine Fahndungsportale, um die Dimension zu ahnen. Dort hängen die Gesichter der Vermissten an vielen Orten.

Warum Menschen verschwinden

Die Gründe, warum Menschen verschwinden, unterscheiden sich von Fall zu Fall. Berichte in lokalen Medien beschreiben Entführungen, Erpressungen, Menschenhandel, Gewalt gegen Frauen, Kartellkonflikte, Zwangsrekrutierung und Verwechslungen. Viele Angehörige beklagen zudem, dass Behörden spät reagieren und Ermittlungen kaum vorankommen.

Besonders deutlich zeigt sich in Jalisco das Problem der Zwangsrekrutierung. Fachleute bezeichnen den Bundesstaat wegen seiner Lage, seiner wirtschaftlichen Bedeutung und der starken Präsenz organisierter Kriminalität als „Epizentrum“ für die Rekrutierung junger Menschen, wie die spanische Nachrichtenagentur EFE im Oktober 2025 berichtete. Alejandra Guillén, eine Wissenschaftlerin an der Universität ITESO, sprach gegenüber EFE von einem „Korridor der Verschwundenen“, der Guadalajara mit anderen Regionen Jaliscos verbinde.

Die Anwerbung wirkt oft harmlos. Lokale Medien berichten über angebliche Jobangebote, WhatsApp-Nachrichten, Kontakte über soziale Medien und Chats in Videospielen, über die Minderjährige und junge Erwachsene erreicht werden. Betroffen sind Jugendliche, Arbeiter, Fahrer oder junge Männer, die auf ein Angebot reagieren, das zunächst wie eine Gelegenheit aussieht, etwas Geld zu verdienen.

Auf einer Farm in El Salto, nahe Guadalajara im mexikanischen Bundesstaat Jalisco, wurden im Mai 2020 Überreste von mindestens 25 Menschen in einem illegalen Massengrab gefunden.

Foto: Ulises Ruiz/AFP über Getty Images

In Jalisco ist  das Cártel Jalisco Nueva Generación beheimatet, eines der mächtigsten kriminellen Netzwerke Mexikos. Nicht jeder Vermisstenfall lässt sich einem Drogenkartell zuordnen. Doch Guadalajara liegt in einem Bundesstaat, in dem kriminelle Gruppen, korrupte und überforderte Behörden eng nebeneinander existieren.

Die US-Drogenbehörde DEA beschreibt das Kartell als Organisation, die neben Drogenhandel auch mit Geldwäsche, Waffenschmuggel, Menschenhandel, Erpressung und anderen illegalen Geschäften verbunden ist.

In solchen Strukturen kann Verschwindenlassen zu einem Mittel der Kontrolle werden. Es schüchtert Familien ein, erschwert Ermittlungen und entzieht Angehörigen einen Ort, an dem sie trauern könnten.

Der Streit um Sichtbarkeit

Die Vermisstenplakate heißen in Mexiko „fichas de búsqueda“ oder „cédulas de búsqueda“. Das mexikanische Protokoll für nationale Fahndungsmeldungen sieht vor, dass solche Anzeigen öffentlich und landesweit über verfügbare Kanäle verbreitet werden.

Doch in Guadalajara erledigen das nicht allein Behörden.

Angehörige und sogenannte Suchkollektive kleben die Plakate selbst. Besonders sichtbar ist „Luz de Esperanza“ („Licht der Hoffnung“), eine Gruppe Angehöriger und Unterstützer vermisster Menschen. Anfang 2023 berichtete „El Informador“, die Stadt Guadalajara habe nach Absprachen mit dem Kollektiv Suchanzeigen in mindestens 14 kommunalen Zahlstellen angebracht — städtischen Büros, in denen Bürger Gebühren und Abgaben bezahlen.

Viele Aktionen bleiben dennoch Sache der Familien. Sie ziehen durch Stadtteile, Parks und Geschäftsstraßen und bringen Hunderte oder Tausende Plakate an. Denn jedes Foto an einer Säule könnte zu einem Hinweis führen. Vor allem sorgt es dafür, dass ein Name sichtbar bleibt, der sonst in einer Akte verschwinden könnte.

Doch der Streit beginnt bei der Frage, wo die Plakate hängen dürfen: an gut sichtbaren Orten, an denen viele Menschen vorbeikommen — oder nur dort, wo sie Behörden und Geschäftsleute sie wenig stören.

Der öffentliche mexikanische Fernsehsender „UDG TV“ berichtete im Juli 2025, dass Luz de Esperanza befürchte, dass Gemeinden vor der Fußball-WM 2026 den Druck auf Familien erhöhen könnten.

Héctor Flores González, Mitgründer des Kollektivs, sagte dem Sender, in Guadalajara und der benachbarten Stadt Tlaquepaque gebe es Widerstand gegen das Anbringen der Suchplakate. Teils werde mit dem Image der Stadt, Geschäftsinteressen oder Tourismus argumentiert.

Im März 2026 berichtete die Rechercheplattform „A dónde van los desaparecidos“, die auf das Thema der Verschwundenen in Mexiko fokussiert ist, Angehörige und Kollektivs hätten eine Gesetzesinitiative in Jalisco kritisiert, die das Anbringen von Vermisstenplakate auf „nicht verbotene öffentliche Räume“ beschränken könnte. Die Familien fürchten, dass eine Regelung zum Schutz der Plakate am Ende dazu genutzt werden könnte, ihre Verbreitung einzuschränken.

Wo ein Plakat hängt, entscheidet auch darüber, wie sichtbar die Krise bleibt. Eine Stadt, die sich auf internationale Gäste vorbereitet, findet einen Umgang damit, dass nicht nur Stadien, historische Plätze und mexikanische Kultur zu ihrem Image gehören, sondern auch die Gesichter der Menschen, die von ihren Familien gesucht werden.

Was hat das mit Deutschland zu tun?

Für Deutschland ist das Thema der Vermissten in Mexiko über die WM hinaus relevant. Der illegale Drogenhandel verbindet Lateinamerika, Nordamerika und europäische Absatzmärkte. Europol und die EU-Drogenagentur schätzten den illegalen Drogenmarkt in der Europäischen Union auf Grundlage von Daten aus dem Jahr 2021 auf über 30 Milliarden Euro. Der Markt gilt als wichtige Einnahmequelle für organisierte Kriminalität.

Deutschland ist Teil dieses Marktes. Das Bundeskriminalamt registrierte 2024 insgesamt 30.996 Kokain-Delikte. Im selben Jahr wurden in Deutschland 24 Tonnen Kokain sichergestellt. Das BKA bezeichnet Kokain als eine der gefährlichsten und zugleich profitabelsten illegalen Drogenarten auf dem deutschen Markt.

Auf dem illegalen Drogenmarkt in Europa werden Gewinne erwirtschaftet, von denen kriminelle Netzwerke leben. Diese Gewinne stärken Strukturen, die in Mexiko nicht nur schmuggeln, sondern auch erpressen, rekrutieren, Gewalt ausüben und Menschen verschwinden lassen.

Wenn 2026 Fans nach Guadalajara reisen, werden viele von ihnen eine Stadt mit Musik, Geschichte, moderner Infrastruktur und Fußballtradition erleben.

An manchen Säulen werden auch Gesichter hängen. Für die Familien sind sie kein Störbild. Sie sind der Versuch, ihre Angehörigen sichtbar zu halten.

Wer die Plakate sieht, sieht auch eine Wirklichkeit, die in keinem WM-Spielplan steht.