Tag: Import
In Kürze:
- Das EU-Handelsdefizit mit China erreicht 359,9 Milliarden Euro.
- Die EU-Importe von Plug-in-Hybridfahrzeugen aus China stiegen im ersten Halbjahr 2026 um 162 Prozent.
- Brüssel verhängte Antidumpingzölle von 4,3 bis 45,3 Prozent auf chinesische Pkw- und Leicht-Lkw-Reifen und 60 bis 67,6 Prozent auf Polyamidgarne.
- Die CO₂-Grenzabgabe CBAM soll auf weitere Produktgruppen ausgeweitet werden.
EU verschärfte Importüberwachung
Brüssel sieht Überkapazitäten als Ursache
Maschinen und Fahrzeuge besonders betroffen
Importe von Plug-in-Hybridfahrzeugen steigen
Zölle zielen auf Importe, die EU-Herstellern nachweislich schaden
Marktanteil europäischer Unternehmen in China schrumpft
CO₂-Grenzregelungen könnten sich auf die Kosten chinesischer Waren auswirken
In Kürze:
- USA wollen mit Sanktionen und einer Seeblockade den Druck auf Teheran erhöhen.
- Zum Umgang mit China hält sich die US-Regierung bislang zurück, droht aber mit wirtschaftlichen Konsequenzen für Länder, die Iran unterstützen.
- China bleibt der mit Abstand wichtigste Abnehmer iranischen Öls: Etwa 90 Prozent der iranischen Ölexporte gehen nach China.
- Peking fordert diplomatische Gespräche anstelle weiterer Sanktionen.
Gespräche über China nur unter vier Augen
Iranische Öllieferungen nach China gehen zurück
Chinesische Raffinerien im Visier
Abrechnung in Yuan und Schattennetzwerke
In Kürze:
- Die deutschen Gasspeicher sind so leer wie selten zu dieser Zeit. Bereits jetzt zeichnet sich eine Gasmangellage im kommenden Winter ab.
- Weltpolitische Krisen erschweren die Wiederbefüllung und gefährden das Geschäftsmodell der Speicherbetreiber.
- Deutschland bezieht selbst kein Gas aus Russland, erhält aber dennoch über Umwege russisches Gas. Diese Importe fallen ab Januar 2027 weg.
- Einheimisches Gas könnte Deutschland für Jahrzehnte versorgen, die Förderung bleibt jedoch verboten.
- Zugleich setzt die Methanverordnung der EU die Versorgungssicherheit unter Druck.
- Die USA seien bereit, Europa zu versorgen, aber nicht unter derart „verrückten“ Bedingungen.

Die Temperaturen im Juni 2026 überstiegen das langfristige Mittel um +0,46 Grad Celsius. Der kurzfristige Abkühlungstrend bleibt weiter intakt, der langfristige Trend liegt unverändert bei +0,16 Grad Celsius pro Jahrzehnt, wobei die aktuell Temperaturabweichung leicht über dem Erwartungswert liegt.
Die Befüllung der deutschen Gasspeicher bis zur Heizsaison wird schwierig
„Die derzeitigen Preisentwicklungen setzen kaum Anreize zur Einspeicherung von Gas und gefährden damit die Versorgungssicherheit für den kommenden Winter.“
Gasmangellage schon heute absehbar?
Deutschland bezieht immer noch relevante Mengen Gas aus Russland

Tägliche Gasimporte Deutschlands nach Ländern. Der Direktimport aus Russland (grau) wurde 2022 eingestellt. Parallel dazu ist die Gesamtimportmenge (orange) erheblich gesunken. LNG (rosa) ist seither die viertwichtigste Bezugsquelle – ein Teil dessen stammt über Umwege dennoch aus Russland.
Foto: Bundesnetzagentur

Monatliche LNG-Importe aus Russland ausgewählter Länder in Milliarden Kubikmetern. Seit Januar 2021 hat sich das Gesamtvolumen erhöht, sowohl in Summe für Belgien, die Niederlande und Frankreich als auch für Europa insgesamt.
Foto: IEEFA
Gas-Notfallreserve ab 1. Januar 2027 geplant …
… aber Fracking bleibt verboten
- die Technik der Förderung des Schiefergases aus mehr als 1.000 Meter Tiefe eine Gefährdung des Grundwassers (bis zu 100 Meter Tiefe) ausschließt,
- das Erdbebenrisiko beim Fracking um ein Vielfaches niedriger ist als bei der herkömmlichen Erdgasförderung,
- Deutschland eine förderbare Gesamtmenge von 1.000 Milliarden Kubikmetern aufweist, was einer Förderdauer von 50 Jahren bei einer jährlichen Fördermenge von 20 Milliarden Kubikmetern entspricht,
- deutlich kostengünstiger wäre als der heutige Weltmarktpreis.
Verschärft ein Erdgaslieferstopp wegen der EU-Methanverordnung die Gasmangellage?
In Kürze:
- Plattform für Warenlieferungen nach Kuba eingestellt
- Hintergrund: US-Sanktionen und wirtschaftlicher Druck
- Bereits bezahlte Bestellungen sollen versendet werden
US-Sanktionen, GAESA und wirtschaftlicher Druck auf Kuba

Solarmodul-Fachleute heben am 13. April 2026 ein Solarmodul auf das Dach eines Mehrfamilienhauses in Matanzas, Kuba.
Foto: AFP via Getty Images
Verschärfter US-Druck auf Kuba und Ölversorgung
In Kürze:
- Die Bundesnetzagentur bestätigt die neuen Netzreservekapazitäten von 7.407 Megawatt und 8.274 MW für 2028/2029.
- Auffällig ist ein Anstieg, der allerdings noch im Rahmen der vergangenen Jahre liegt.
- Die Energiebehörde begründet die Anstiege mit den immer höheren Strommengen, die die Netze transportieren müssen.
- Die Kraftwerksreserve ist für Netzengpässe und Phasen mit Strommangel gedacht.
- Mehr als ein Drittel der Reservekraftwerke befindet sich im Ausland.
Reserve steigt, aber keine Rekordwerte
Wann die Reserve nötig ist
Netzausbau schleift
Reserve teils im Ausland
Deutschland nicht autark?
In Kürze:
- Der Selbstversorgungsgrad liegt in Deutschland bei maximal 89 Prozent.
- Bei Milch, Kartoffeln und Zuckerrüben ist Deutschland innerhalb der EU top.
- EU-Vorgaben werden hierzulande besonders strikt ausgelegt.
Zuckerrüben und Kartoffeln weit über dem Eigenbedarf
Rukwied bemängelt strenge Vorgaben
In Kürze:
- Der Selbstversorgungsgrad liegt in Deutschland bei maximal 89 Prozent.
- Bei Milch, Kartoffeln und Zuckerrüben ist Deutschland innerhalb der EU top.
- EU-Vorgaben werden hierzulande besonders strikt ausgelegt.
Zuckerrüben und Kartoffeln weit über dem Eigenbedarf
Rukwied bemängelt strenge Vorgaben
In Kürze:
- Zollsenkung: Agrar- und Industriegeräte künftig meist 15 Prozent
- Anreizsystem: geringere Zölle bei hohem US-Stahlanteil
- Laufzeit: Regelung gilt bis 31. Dezember 2027
Mobile Industrieausrüstung betroffen

Stahlproduktion. Archivbild.
Foto: Roland Weihrauch/dpa/dpa
Begründung von Trump
In Kürze:
- Wegen der hohen Zölle in den USA entwickelt China neue Strategien für den Automarkt.
- Analysten: China hat Führungsrolle bei E-Fahrzeugen mit vielen Mitteln erzwungen.
- USA sehen Software in chinesischen Fahrzeugen als Bedrohung an.
- Chinesische Autohersteller könnten zur Gefahr für die US-Produktion werden.
Große Unternehmen sind geduldig
China exportierte 2025 sieben Millionen Fahrzeuge
Rasante Entwicklungen
US-Regierung erlässt einschränkende Bestimmungen
USA-Mexiko-Kanada-Abkommen wird überprüft
Unternehmen ändern ihre Strategie
Neue chinesische Marken als Gefahr für den US-Markt
In Kürze:
- Die neue Euro-7-Norm verschärft die Emissionsvorgaben erneut.
- Die Deutsche Automobil Treuhand schätzt die Auswirkung auf den Gebrauchtwagenmarkt als eher gering ein.
- Das Interesse an Fahrzeugen der Euro-6-Norm könnte sogar steigen.
- Ein weiterer Experte erwartet, dass die Euro‑7‑Norm die Preisunterschiede zwischen Emissionsklassen vergrößert.
Gebrauchtwagenkäufer orientieren sich an anderen Kriterien
Gebrauchte E-Fahrzeuge sind gefragt
Strengere Abgasnormen vergrößern Preisunterschiede
In Kürze:
- E20 soll die Kraftstoffemissionen weiter senken.
- Bioethanol unterliegt nicht der CO₂-Bepreisung.
- Deutschland ist beim Bioethanol in hohem Maße auf Importe angewiesen.
- Der VCD hält die Elektromobilität für die saubere Energieform.
Politisch neu, technisch schon länger im Fokus
VDA: E20 eröffnet eine klare Perspektive
Verband sieht eine positive Umweltbilanz
VCD: Biokraftstoffe sind „Augenwischerei“
In Kürze:
- China sucht dringend neue Ölimporte wegen Störungen im Persischen Golf.
- Handel und Industrie leiden unter steigenden Kosten und Lieferausfällen.
- Schifffahrt und Häfen melden massive Verzögerungen und Staus.
Schock im globalen Schiffsverkehr trifft China
Erste Auswirkungen auf Energie, Strom und Industrie
Staatliche Reaktion und diplomatische Offensive
Umstrukturierung der Ölimporte unter Einschränkungen
Belastung für Handel, Häfen und Exportwirtschaft
Steigende Kosten für die Schifffahrt
Vor seiner Reise nach China in der nächsten Woche hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu Realismus im Umgang mit Peking aufgerufen. „Machen wir uns bitte auch keine Illusionen“, sagte Merz beim CDU-Parteitag am Freitag in Stuttgart.
China sei ein wichtiger Wirtschaftspartner, erhebe aber den Anspruch, „eine neue multilaterale Ordnung nach eigenen Regeln zu definieren“. Meinungs-, Religions- und Pressefreiheit kämen „in diesem Verständnis nicht vor“. Der Besuch in der Volksrepublik findet vom 24. bis 26. Februar statt, fast zehn Monate nach Merz’ Amtsantritt.
Außenpolitik sei heute auch „Außenwirtschaftspolitik“, betonte der Kanzler. „Wir brauchen Wirtschaftsbeziehungen in die ganze Welt. Und dazu zählt natürlich auch ein Land wie China.“
Deshalb werde er auch von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet. Unter ihnen sind auch Vertreter wichtiger deutscher Autobauer, die auf dem chinesischen Markt zunehmend unter Druck geraten, während Chinas Hersteller insbesondere von E-Autos massiv auf den europäischen Markt drängen.
Der Expertenkreis geht davon aus, dass Merz bei seiner China-Reise wohl einige heikle Themen bewältigen muss.
Handelsungleichgewicht
China ist Deutschlands wichtigster Handelspartner, die Bilanz ist jedoch höchst unausgewogen: Chinas Exporte nach Deutschland übersteigen die Importe deutlich.
Nach Angaben des Statistisches Bundesamt stiegen die Importe aus China 2025 um 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 170,6 Milliarden Euro. Die Exporte nach China gingen hingegen um 9,7 Prozent auf 81,3 Milliarden Euro zurück. Der Importüberschuss weitete sich damit um mehr als 22 Milliarden Euro auf rund 89 Milliarden Euro aus.
Vom Lieferanten zum Konkurrenten
Zudem hat sich in den vergangenen Jahren verändert, welche Waren Deutschland und Europa aus China beziehen. Das Land war als klassisches Schwellenland lange auf arbeitsintensive Exportgüter spezialisiert, mittlerweile hat es jedoch technologisch aufgeholt und Deutschland in manchen Bereichen überholt.
In traditionellen Exportsektoren der deutschen Wirtschaft wie im Maschinen- und Fahrzeugbau sind chinesische Unternehmen mittlerweile leistungsstarke Konkurrenten – nicht selten mit preislichen Vorteilen.
Wettbewerbsverzerrung
Wirtschaftswissenschaftler sind sich weitgehend einig, dass Chinas Erfolg auch auf gezielter Wettbewerbsverzerrung beruht. „Die chinesische Währung ist gegenüber dem Euro deutlich unterbewertet, zudem subventioniert China seine Wirtschaft stärker als jedes andere Land“, erklärt etwa das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW): „Chinesische Waren werden dadurch künstlich verbilligt – in Deutschland wie auf dem Weltmarkt.“
„Die aktuellen Zahlen sind ein deutlicher Warnhinweis“, betont etwa der Chef des Maschinenbauverbandes VDMA, Thilo Brodtmann mit Blick auf die Außenwirtschaftsdaten des vergangenen Jahres. Merz müsse die Wettbewerbsverzerrungen in China klar adressieren.
Zollstreitigkeiten
Die EU hat unter Verweis auf unfaire chinesische Subventionen Zölle auf eine Reihe von Produkten aus der Volksrepublik verhängt, darunter Elektroautos und Stahlprodukte. Zudem wurden chinesische Unternehmen von öffentlichen Aufträgen für medizinische Geräte ausgeschlossen. China nennt diese Maßnahmen protektionistisch und leitete eigene „Anti-Dumping-Untersuchungen“ in mehreren Bereichen ein. Die Lage hat sich inzwischen wieder leicht entspannt.
Abhängigkeit bei Rohstoffen
Peking führte Exportbeschränkungen für Seltene Erden und andere wichtige Rohstoffe ein, unter denen auch europäische Unternehmen leiden, etwa in der Autoindustrie.
Mikko Huotari, Direktor der China-Denkfabrik Merics, sieht hier große Risiken für Deutschland. Peking habe „gelernt, wie sehr dies ein Mittel ist, um politische Ziele zu erreichen“, sagte er. „Derzeit besteht eines ihrer politischen Ziele darin, Deutschland zu einer pragmatischen und wirtschaftsorientierten Beziehung zu bewegen.“
Russland, Menschenrechte, USA
Neben wirtschaftlichen Fragen werde Merz voraussichtlich den Einfluss Chinas auf Russland ansprechen, sagte Vize-Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin.
Zu der „ganzen Bandbreite der Themen“ bei Merz‘ China-Besuch gehöre „natürlich auch die Menschenrechtslage“, sagte Hille weiter.
„Der Einsatz für die universelle Geltung der Menschenrechte wird dort als Einmischung in die inneren Angelegenheiten zurückgewiesen“, warnte Merz jedoch auf dem CDU-Parteitag. Er warb deshalb auch dafür, weiter mit den USA auf der Basis gemeinsamer Werte dieser Haltung „etwas Besseres entgegenzusetzen“.
Der Kanzler soll in Peking zunächst am Mittwoch von Ministerpräsident Li Qiang empfangen werden, kündigte Hille an. Danach sei ein Gespräch und Abendessen mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping geplant.
Im Rahmen seiner Reise besucht Merz den Angaben der Bundesregierung zufolge auch die Verbotene Stadt in Peking. Zudem ist in der Hauptstadt ein Besuch bei Mercedes Benz geplant, in Hangzhou anschließend Besuche bei Siemens Energy und dem Robotik-Unternehmen Unitree. (afp/dts/lw)









































