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Tagebuchschreiben: 4 Methoden, die Ihr Gehirn positiv verändern können


In Kürze:

  • Tagebuchschreiben kann uns helfen, belastende Erlebnisse zu verarbeiten und unseren Kopf frei zu bekommen.
  • Vier Techniken sind hilfreich, um den größtmöglichen Nutzen aus dem Tagebuchschreiben zu ziehen.
  • Dazu zählen Emotionen benennen, Details aufs Papier auslagern, über uns in der dritten Person schreiben und schwierige Situationen in eine Geschichte verwandeln.
  • Wer mit dem Schreiben eines Tagebuchs anfangen möchte, kann neben den vier Techniken auch auf einige Tricks zurückgreifen.

 
Nehmen Sie sich heute Abend 10 Minuten Zeit und schreiben Sie darüber, was Sie gerade belastet. Diese ganz gewöhnlich klingende Sache kann eine außergewöhnliche Wirkung haben.
Laut einer Studie, die mehrere Untersuchungen zusammenfasst, suchten Menschen, die drei Tage lang ausführlich über ihre traumatischen Erlebnisse geschrieben hatten, in den folgenden Monaten seltener einen Arzt auf als Personen, die über belanglose Themen geschrieben hatten. Niemand änderte seine Ernährung. Niemand begann, Sport zu treiben. Das Einzige, was sich änderte, war das, was sie zu Papier brachten.
Wie können also ein Stift und ein leeres Blatt Papier einen solchen Unterschied bewirken? Hier sind vier Wege, wie das Tagebuchschreiben dem Geist zugutekommt.

1. Gefühle und Empfindungen benennen

Wenn ein unangenehmes Gefühl aufkommt, versuchen viele von uns, es zu verdrängen, es sich auszureden oder es durch Geschäftigkeit zu betäuben. Der bessere Ansatz ist jedoch, dieses Gefühl stattdessen beim Namen zu nennen.
Man könnte annehmen, dass das Benennen oder das Verharren bei einer negativen Emotion diese verstärkt. Forscher der University of California-Los Angeles stellten jedoch das Gegenteil fest.
Ihnen zufolge beruhigt es das Alarmsystem des Gehirns, die Amygdala, wenn wir unsere Emotionen benennen. Auch aktiviert es eine Region hinter der Stirn, die das logische Denken und die Rationalität reguliert.
Mit anderen Worten: Wenn wir eine Emotion in Worte fassen, ermöglicht es dem rationalen Verstand, die Emotion besser zu kontrollieren. Wissenschaftler bezeichnen dies als „Affekt-Labeling“: Man fühlt etwas, benennt es, und dieses Gefühl lässt nach.
Die Forschungsergebnisse stehen im Einklang mit einer langjährigen Tradition zahlreicher Philosophien und Religionen, die zur Selbstbeobachtung aufrufen. Wenn man etwas fühlt, sollte man innehalten, darüber nachdenken und es identifizieren. Das hilft, die Emotion zu verarbeiten.
Das ist der Kern des Tagebuchschreibens. In vielerlei Hinsicht ist das Tagebuchschreiben Affekt-Labeling auf einer ganzen Seite, statt komprimiert in einem einzigen Wort.

2. Unerledigtes aufschreiben

Das Gehirn tut sich schwer damit, Dinge unvollendet zu lassen. Die Nachricht, auf die man antworten muss. Die Rechnung, die man immer wieder vergisst. Das, was man hätte sagen sollen, aber es nicht tat. Diese unvollendeten Aufgaben beschäftigen uns im Hintergrund, laufen in einer Endlosschleife und konkurrieren um unsere Aufmerksamkeit.
In einer Studie aus dem Jahr 2011 baten Forscher die Teilnehmer, an Aufgaben zu denken, die ihnen wichtig waren und in den nächsten Tagen erledigt werden mussten. Dieses Nachdenken lenkte die Teilnehmer stark ab. Das führte dazu, dass die Probanden bei einem Lesetest, der nichts mit ihren unerledigten Aufgaben zu tun hatte, schlechter abschnitten.
Das war jedoch nur die Hälfte des Experiments. Später ließen die Forscher die Teilnehmer einen klaren Plan aufschreiben, in dem sie festhielten, wann, wo und wie sie jede Aufgabe erledigen würden. Dabei zeigte sich, dass die ablenkenden, aufdringlichen Gedanken durch das Aufschreiben des Plans abnahmen oder verschwanden.
Der Effekt war am stärksten, wenn die Personen Pläne machten, die sie auch wirklich umsetzen wollten – ein vager Plan führte nicht zu derselben Erleichterung. Deshalb fühlt es sich so befreiend an, seine Sorgen zu Papier zu bringen. Das Problem ist zwar noch nicht gelöst, aber man muss es nicht im Kopf behalten. Psychologen nennen dies „kognitives Auslagern“.
Dabei hilft es, die Notiz so präzise wie möglich aufzuschreiben. Denn eine allgemeine Erinnerung wie „das Problem mit der Rechnung nachverfolgen“ kann immer wieder durch den Kopf kreisen. Hingegen gibt der Eintrag „Dienstag um 10 Uhr die Bank wegen der Zahlung anrufen“ der Aufgabe einen klaren Zeitpunkt, Ort und nächsten Schritt.

3. Über sich in der dritten Person schreiben

Wenn man über seine Emotionen oder Schwierigkeiten schreibt, hilft es, sich mit dem Namen anzusprechen, anstatt in der ersten Person über sich selbst zu schreiben.
Das ist so, als würde man über einen Freund sprechen. Anstatt „Ich war wegen des Treffens nervös“, schreibt man „[Der eigene Name] war wegen des Treffens nervös“.
Es ist nur eine kleine Änderung in der Wortwahl, aber Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass der Wechsel vom „Ich“ zu dem eigenen Namen die Perspektive verändern kann.
Der Psychologe Ethan Kross testete dies in sieben Experimenten. In einem davon mussten die Teilnehmer eine Rede halten, ohne sich vorher darauf vorbereiten zu können – für die meisten Menschen ein Albtraum. Dieser Versuchsaufbau ist ein klassischer und sicherer Weg, Stress auszulösen. Interessanterweise waren diejenigen, die sich selbst mit ihrem Namen ansprachen, gelassener, zeigten eine bessere Leistung und verbrachten anschließend weniger Zeit damit, sich selbst Vorwürfe zu machen.
Eine weitere Studie ergab, dass in dem Moment, in dem die Probanden von „ich“ zu ihrem eigenen Namen wechselten, das Stresssignal im Gehirn innerhalb von etwa einer Sekunde abfiel. Es kostete sie keinerlei zusätzliche geistige Anstrengung, sondern lediglich ein wenig Selbstdistanzierung.

4. Eine Geschichte erzählen

Wenn wir an unser Leben denken, steigt uns nicht eine Liste von Fakten in den Kopf. Vielmehr erinnern wir uns an unser Leben, als sei es eine Geschichte. Und wie wir uns diese Geschichte erzählen, spielt eine Rolle.
Das ermittelte der Psychologe Dan McAdams von der US-amerikanischen Northwestern University in einer Untersuchung aus dem Jahr 2013. Demnach sind Personen, die Geschichten über Lebensereignisse erzählen, die sich von negativ zu positiv entwickeln – wie zum Beispiel ein Misserfolg, aus dem sie etwas gelernt haben, oder ein Tiefpunkt, der zu etwas geführt hat –, tendenziell glücklicher und gesünder.
Personen, die ihre Geschichten umgekehrt erzählen, bei denen gute Dinge in schlechte übergehen, geht es tendenziell schlechter.
Das bedeutet nicht, dass man beim Tagebuchschreiben ein schmerzhaftes Ereignis künstlich in ein glückliches verwandeln oder so tun sollte, als sei alles in Ordnung. Vielmehr geht es darum, sich zu erlauben, über das reine emotionale Ventilieren hinauszugehen und zu fragen, was das Ereignis bedeutet.
Indem man eine schwierige Erfahrung in eine Geschichte verwandelt, kann man Ursachen und Folgen miteinander verknüpfen und der Erfahrung einen Sinn geben.

Was Sie heute Abend schreiben könnten

Wir haben gerade vier Techniken besprochen – Benennen, Auslagern, Distanzieren und narrative Struktur. Man kann sie alle in einem kurzen Eintrag vor dem Schlafengehen nutzen.
Und je nachdem, was man braucht, könnte man heute Abend wie folgt vorgehen.

1. Zum Einstieg: Sich eine positive Zukunft vorstellen

Es gibt ein Stichwort namens „das bestmögliche Ich“. Dabei schreibt man darüber, wie das eigene Leben so gut wie realistisch möglich verlaufen kann. Demnach kann man über die Arbeit, seine Beziehungen und seine Gesundheit schreiben. 
Es geht aber nicht um magisches Denken, sondern darum, sich eine sinnvolle und erreichbare Zukunft vorzustellen. Das steigert zuverlässig den Optimismus und das Wohlbefinden.

2. Bei emotionaler Belastung: Exzessives Schreiben nutzen

Wenn einen etwas belastet, kann Pennebakers Methode helfen. Dabei schreibt man an vier aufeinanderfolgenden Tagen 15 bis 20 Minuten lang, ohne innezuhalten, um Rechtschreibfehler zu korrigieren oder den Text schöner klingen zu lassen. Man geht einfach direkt auf das ein, was einen beschäftigt. 
Am ersten Tag fühlt man sich vielleicht zunächst schlechter. Das ist jedoch normal. In den darauffolgenden Tagen steigen der Durchblick und die Erkenntnisse. 
Am letzten Tag sollte man versuchen, alles zusammenzufassen. Denn Personen, die zu dem Schluss kommen: „Das ist der Grund, warum es passiert ist, und das hat sich dadurch verändert“, sind diejenigen, denen es besser geht.

3. Um gut einzuschlafen: Eine Aufgabenliste aufschreiben

Wenn man nach einem anstrengenden Tag einfach nur einschlafen möchte, sollte man die Gefühle beiseite schieben und eine Aufgabenliste für den darauffolgenden Tag aufschreiben. Dabei sollte man sich fünf Minuten Zeit nehmen und so konkret sein wie möglich. Das Papier bewahrt die Details über Nacht für einen auf.

Muster: Wie ein Eintrag aussehen könnte

Hier ist eine Vorlage, an der Sie sich orientieren können. Nehmen Sie sich 5 bis 10 Minuten Zeit, um eine Seite zu füllen:
  • Ein paar Zeilen über ein Ereignis Ihres Tages, eher wie eine Szene als wie eine Zusammenfassung geschrieben.
  • Ein Gefühl, das Sie erlebt haben, und Ihre Vermutung, warum es da ist.
  • Fünf Dinge, die Sie morgen erledigen müssen, jedes davon so konkret, dass Sie sich den Ablauf klar vorstellen können.
  • Eine Sache, und sei sie noch so klein, die gut gelaufen ist – als Übung in Dankbarkeit.
 
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Journaling Can Change Your Brain—Here Are 4 Ways to Do It“ (redaktionelle Bearbeitung: as)
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Warum Knochen- und Muskelschwund nicht nur eine Folge des Alterns sind


In Kürze:

  • Osteoporose und Sarkopenie – also Knochen- und Muskelschwund – nehmen bereits in jüngeren Jahren ihren Anfang.
  • Knochen und Muskeln wachsen durch Belastung. Fehlt diese, verkümmern sie.
  • Auch die Biochemie von Knochen und Muskeln bestimmt, ob sie schwinden oder wachsen.
  • Doch gesunde Knochen und Muskeln brauchen nicht nur Sport und eine gute Ernährung, sondern auch Energie in den Zellen.

 
Der Abbau von Knochen, Muskeln und Kraft gehört zu den folgenschwersten Aspekten des Alterns. Denn Gebrechlichkeit ist einer der stärksten Prädiktoren für Pflegebedürftigkeit und Tod nach dem 65. Lebensjahr. 
Doch glücklicherweise kann man diesem Abbau sehr gut entgegenwirken und ihn sogar umkehren. Personen, die ihre muskuloskelettale Kraft erhalten, sind laut Studien weitaus besser in der Lage, auch vieles andere länger zu bewahren: Unabhängigkeit, Gleichgewicht, Stoffwechsel und sogar die kognitive Widerstandsfähigkeit, die sich aus körperlicher Leistungsfähigkeit ergibt.
Um diesen Verfall umzukehren, bedarf es einer umfassenderen Perspektive. In meiner Praxis prüfe ich jeden Patienten anhand des ACES-Modells für Gesundheit und Medizin. Dieses Modell beschreibt vier Dimensionen, die beeinflussen, wie der Körper im Laufe der Zeit seine Struktur bewahrt oder verliert – Anatomie, Chemie, Energie und Seele.
Knochen- und Muskelschwund ist selten auf ein Versagen in nur einer dieser Dimensionen zurückzuführen. Die Behandlung von nur einer oder zwei Dimensionen – hier ein Rezept, dort ein Nahrungsergänzungsmittel – kann oftmals nicht verhindern, dass viele ältere Patienten immer wieder stürzen und Belastungen des Alltags nicht mehr gewachsen sind.

Anatomie: Der Körper wird durch das geformt, was man von ihm verlangt

Knochen und Muskeln sind lebendes Gewebe und reagieren direkt auf Belastung: Widerstand, Stöße und Gewicht, die das Gewebe wirklich herausfordern.
Nimmt man das weg, erhalten die Osteoblasten – die Zellen, die Knochen aufbauen – einfach keinen Befehl mehr, zu arbeiten.
Für die Muskeln gilt dieselbe Regel, mit einer gravierenden Ergänzung: Der Körper baut aktiv Gewebe ab, das er als entbehrlich einstuft. Ab etwa dem 40. Lebensjahr werden die Muskeln zunehmend unempfänglich für die Signale, die sie einst aufgebaut haben, wie etwa Bewegung oder Protein aus der Nahrung. Dieses Phänomen wird in der Fachsprache als anabole Resistenz beschrieben. 
Das bedeutet vereinfacht, dass dasselbe Protein und Training, die mit 30 noch zum Muskelaufbau führten, mit 60 nicht mehr ausreichen. Wer den Reiz nicht verstärkt, verliert jedes Jahr ein wenig mehr an Muskelmasse.
Das moderne Leben beschleunigt all diese physiologischen Veränderungen. Der durchschnittliche Erwachsene sitzt heute ungefähr zehn Stunden pro Tag. Die Hüftbeuger verkürzen sich, die Gesäßmuskeln werden inaktiv, der obere Rücken rundet sich nach vorne und die hintere Muskelkette, also die gesamte Muskulatur der Körperrückseite – das strukturelle Rückgrat der menschlichen Bewegung sozusagen –, verkümmert.

Tipps, was Sie tun können

Geben Sie Ihrem Skelett und Ihren Muskeln einen Anreiz, zu bleiben. Für die meisten Erwachsenen heißt das: Krafttraining zwei- bis dreimal pro Woche. Das bedeutet,  große Muskelgruppen mit einem sinnvollen Gewicht, gepaart mit einer leichten Stoßbelastung, zu trainieren. Selbst etwas so Einfaches wie auf den Zehenspitzen oder Fersen stehen, kann den Knochen dazu anregt, sich zu erneuern. 
Sie müssen die Belastung im Laufe der Zeit steigern, denn Muskeln und Knochen passen sich an den Reiz an, nicht an Wiederholungen. Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Krafttraining haben, beginnen Sie unter Anleitung eines Trainers oder Physiotherapeuten, der Ihnen sichere Übungen empfehlen kann.

Chemie: Was Ihr Blut Ihnen verrät

Die Biochemie von Knochen und Muskeln wird selten eingehend untersucht – da sie normalerweise über die Standard-Laboruntersuchungen hinausgeht.

Vitamin D

Der optimale Serumspiegel von Vitamin D liegt zwischen 30 und 50 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml). Unterhalb dieses Wertes stockt die Kalziumaufnahme. Um die Funktion des Bewegungsapparats aufrechtzuerhalten, empfehle ich allerdings 50 bis 80 ng/ml.
Schnell zuckende Fasern brauchen Vitamin D. Mit ihm sind sie schnell und stark genug, um uns aufzufangen, wenn wir stolpern. Deshalb äußert sich ein Vitamin-D-Mangel nicht nur in Knochenschwund, sondern auch in echter Muskelschwäche und -unsicherheit, was zu einem deutlich höheren Sturzrisiko führt.

Vitamin K2 

Vitamin K2 leitet Kalzium in die Knochen und weg von den Blutgefäßen. Ein Patient, der Kalzium und Vitamin D ohne K2 einnimmt, baut möglicherweise schwache Knochen auf und lässt gleichzeitig seine Arterien verkalken.

Magnesium

Der Körper benötigt Magnesium, um Vitamin D zu aktivieren und Muskeln anzuspannen. Gleichzeitig hilft Magnesium, den Spiegel des Hormons Parathormon zu regulieren, der den Kalzium- und Phosphatstoffwechsel steuert. 
Ein subtiler Mangel äußert sich in Krämpfen, unruhigem Schlaf und unerklärlicher Müdigkeit.

Protein

Protein brauchen wir, um die Muskelmasse zu erhalten. Erwachsene über 40 benötigen etwa 1,2 bis 1,5 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Dabei ist nicht nur die Gesamtzufuhr wichtig, sondern auch, dass wir das Protein über den Tag verteilt und nicht in einer großen Mahlzeit aufnehmen.

Hormone

Hormone sind für den Erhalt von Knochen und Muskeln unerlässlich, nehmen aber im mittleren Alter ab. Dazu gehören unter anderem IGF-1 (insulinähnlicher Wachstumsfaktor 1), Wachstumshormon, DHEA (Baustein für die Produktion wichtiger männlicher und weiblicher Sexualhormone, darunter Testosteron und Östrogen) sowie Schilddrüsenhormone.
Den Hormonhaushalt zu bestimmen und – sofern klinisch angebracht – wiederherzustellen, kann zu Ergebnissen führen, die kein Trainingsprogramm allein erreichen kann.

Tipps, was Sie tun können

Bitten Sie Ihren Arzt um eine Untersuchung, die über das Wesentliche hinausgeht: Vitamin D, Magnesium (idealerweise Magnesium in den roten Blutkörperchen) und, je nach Ihrer Krankengeschichte, die relevanten Hormone. 
Beziehen Sie den Großteil Ihres Proteins aus proteinreichen Vollwertnahrungsmitteln. Eine gute Quelle sind unter anderem
  • Eier,
  • Geflügel, 
  • Rinderfleisch, 
  • frischer oder konservierter Thunfisch oder Lachs,
  • griechischer Joghurt. 
Essen Sie bei jeder Mahlzeit proteinreiche Lebensmittel und versuchen Sie nicht, die benötigte tägliche Proteinmenge nur bei einer Mahlzeit zu sich zu nehmen.
Betrachten Sie Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin D und K2 sowie Magnesium als gezielte Korrektur gemessener Mangelzustände und nicht als wahlloses Einnehmen von Tabletten. Gehen Sie eine Hormontherapie als eine sorgfältige Entscheidung an, die Sie gemeinsam mit einem sachkundigen Arzt treffen.

Energie: Die Kraft zum Wiederaufbau

Selbst ein makelloses Training und eine perfekte Ernährung können scheitern, wenn dem Körper die zelluläre Energie fehlt, um darauf zu reagieren. Der Aufbau von Knochen und Muskeln ist stoffwechseltechnisch aufwendig und hängt von gesunden Mitochondrien ab – den Kraftwerken unserer Zellen.
Personen mit chronischer Müdigkeit, anhaltenden postviralen Syndromen oder erheblicher toxischer Belastung verlieren laut Untersuchungen schneller an Muskel- und Knochenmasse. Das kommt dadurch, dass die zelluläre Energie für deren Wiederaufbau beeinträchtigt ist.
Der Wiederaufbau findet im Schlaf statt, denn der Körper schüttet Wachstumshormone vor allem im Tiefschlaf aus. Genau während dieser Zeit baut der Körper Muskelproteine auf, baut altes Knochengewebe ab und ersetzt es durch neues.
Sechs Stunden Schlaf können nicht das leisten, was acht Stunden ermöglichen, ganz gleich, wie diszipliniert Ihr Training auch sein mag.

Tipps, was Sie tun können

Stellen Sie sicher, dass sie ausreichend schlafen: 
  • Halten Sie regelmäßige Schlafenszeiten ein, 
  • sorgen Sie für ein dunkles und kühles Schlafzimmer,
  • verzichten Sie spätabends auf Bildschirme und auf Alkohol, da beides den Tiefschlaf beeinträchtigt. 
Wenn Ihre Müdigkeit in keinem Verhältnis zu Ihrem Leben zu stehen scheint, nehmen Sie sie ernst, anstatt sie einfach zu ignorieren. Fragen Sie Ihren Arzt zusätzlich nach Schilddrüsen-, Eisen- und B12-Werten sowie – sofern Ihre Vorgeschichte dies nahelegt – nach umweltbedingten und stoffwechselbedingten Faktoren.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Why Bone and Muscle Loss Is More Than Just Aging“ (redaktionelle Bearbeitung: as)
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Caritas warnt vor Mehrbelastung in der Pflege durch Warken-Reform

Vor dem Hintergrund einer Reform der Pflegeversicherung warnt die Caritas vor einer noch stärkeren Belastung von Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen.
„Bei der stationären Pflege muss die Ministerin dafür Sorge tragen, dass die finanzielle Belastung für die Pflegebedürftigen nicht noch weiter steigt“, sagte Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa den Zeitungen der Mediengruppe Bayern.

Eigenanteile könnten später sinken

„Aktuell wird diskutiert, die Eigenanteile erst nach 18 Monaten Aufenthalt in einer Einrichtung zu senken, statt wie bisher nach zwölf Monaten. Das würde zwar der Pflegeversicherung kurzfristig Kosten ersparen, dauerhaft aber das Stufenmodell der Entlastung diskreditieren, das schon heute vielen als ungenügend gilt.“
Mitte Mai will Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) einen Entwurf zur Reform der Pflegeversicherung vorlegen.
Welskop-Deffaa befürchtet falsche Anreize: „Die Neuregelung würde den Anreiz erhöhen, vorhandenes Vermögen vor Eintritt des Pflegefalls an Kinder und Enkel zu verschenken, wie es Ratgeber regelmäßig empfehlen. Die Loyalität der Versicherten mit ihrer solidarischen Pflegeversicherung darf durch Anreizeffekte dieser Art nicht aufs Spiel gesetzt werden.“

Entlastung für Angehörige gefordert

Zudem forderte sie, pflegende Familienangehörige zu entlasten: „Die allermeisten Leistungen für Pflegebedürftige werden immer noch in der Familie erbracht.“ Diese Verantwortungsbereitschaft von pflegenden Angehörigen müsse unbedingt geschützt werden.
„Bei der Reform der Pflegeversicherung darf es auf keinen Fall zu Verschlechterungen bei der beitragsfreien Familienmitversicherung, der nach Kinderzahl gestaffelten Beitragshöhe und der Übernahme der Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige kommen.“
„Die Pflegeversicherung ist eine Teilleistungsversicherung, die sich signifikant auf die familiäre Generationensolidarität stützt“, so Welskop-Deffaa.
„Hier erinnern wir daran, dass das Bundesverfassungsgericht wiederholt klargestellt hat, dass der `generative Beitrag` in der Pflegeversicherung stärker berücksichtigt werden muss als in den anderen Zweigen der Sozialversicherung.“ (dts/red)