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TICKER Fußball-WM: Neueste Entwicklungen um Kimmich & Co.


Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 01:30 Uhr: Kolumbien gegen Portugal in Miami, USA
  • 01:30 Uhr: Demokratische Republik Kongo gegen Usbekistan in Atlanta, USA
  • 04:00 Uhr: Jordanien gegen Argentinien in Dallas, USA
  • 04:00 Uhr: Algerien gegen Österreich in Kansas City, USA (Übertragung: ZDF) – letztes Spiel der Vorrunde
  • 21:00 Uhr: Südafrika gegen Kanada in Los Angeles, USA (Übertragung: ARD) – erstes Sechzehntelfinale
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Montag, den 29. Juni, um 22:30 Uhr gegen Paraguay statt.

 
HEUTE8:56 Uhr

Gruppenplatzierungen und weiterer Turnierverlauf stehen fest

Spielbaum der WM 2026 (Stand 28.6.): Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Montag, 29.6., statt.

Spielbaum der WM 2026: Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Montag, 29.6., statt. In Boston tritt die DFB-Elf 22:30 Uhr deutscher Zeit gegen Paraquay an.

Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock

 
HEUTE6:21 Uhr

Österreich zittert kurz

Mit dem vor dem Spiel von vielen erwarteten Unentschieden haben sich Österreich und Algerien ihren Platz im Sechzehntelfinale der Fußball-WM gesichert. Vor 69.045 Zuschauern endete das Spiel 3:3.
Mit der ersten guten Chance des Spiels ging Österreich zunächst durch Marko Arnautovic in Führung (28.). Nun waren die Algerier gefordert, eine Niederlage hätte schließlich das Aus bedeutet. Und in der Tat drängten die Nordafrikaner auf den Ausgleich. Diesen erzielte Rafik Belghali (45.) mit einem starken Solo-Schuss kurz vor Abpfiff der ersten Halbzeit.
In der zweiten Halbzeit stand Österreich wieder unter Druck. Ein weiteres Gegentor und das Team Austria hätte die Heimreise antreten müssen. Doch die Österreicher kamen gut aus der Kabine und gingen schnell wieder durch Marcel Sabitzer in Führung (55.). Jetzt war es wieder Algerien, das gefordert war – und das durch Riyad Mahrez erneut lieferte (60.). Zum Ende hin überschlugen sich die Ereignisse: Erst traf Algerien, erneut durch Riyad Mahrez (90.+3), doch der neu eingewechselte Sasa Kalajdzic konterte schnell Österreichs Schock (90.+6).
 
 

Ergebnisse der Grupp J: Argentinien sichert sich mit drei Siegen Tabellenplatz 1. Österreich dank des besseren Torverhältnisses Platz 2. Algerien ist ebenfalls weiter.

Foto: ts/Epoch Times

 
HEUTE6:13 Uhr

Argentinien feiert WM-Jubiläumssieg

Mit Lionel Messi als treffsicherer Joker hat Argentinien einen Jubiläumssieg gefeiert. Der Titelverteidiger setzte sich zum WM-Gruppenabschluss trotz einer XXL-Rotation in der Startelf gegen Jordanien mit 3:1 (2:0) durch und holte seinen 50. Sieg bei Fußball-Weltmeisterschaften. Erfolgreicher sind in der WM-Geschichte nur Rekordweltmeister Brasilien (78) und Deutschland (70).
Den Führungstreffer erzielte Giovani Lo Celso (19.) im Messi-Stil mit links und einem Freistoß-Schlenzer in den Winkel. Es war zugleich das erste argentinische Tor bei dieser WM, das nicht von Messi erzielt wurde. Noch in der ersten Halbzeit legte Lautaro Martínez (31.) per Foulelfmeter nach.
Die zweite Halbzeit hatte gerade begonnen, da forderten die Fans mit „Messi, Messi“-Rufen die Einwechslung ihres Lieblings. Zunächst aber erzielte Neuling Jordanien sein Anschlusstor durch Musa Al-Taamari (55.) zum 1:2. Nach einer Stunde kam dann Messi ins Spiel und schoss 15 Minuten vor Ende der Partie (80.) das entscheidende Tor zum 3:1-Sieg.
 
HEUTE3:43 Uhr

Kongo besiegt Usbekistan

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat Kongo das Spiel gedreht und Usbekistan mit einem 3:1-Sieg aus dem Turnier geworfen. Zunächst hatte Usbekistan in Atlanta den besseren Start und Eldor Shomurodov sorgte für den Führungstreffer zum 0:1 (10.). Trotz einiger Chancen und Gelber Karten verlief die restliche Halbzeit torlos.
In der zweiten Halbzeit visierte Kongo den Ausgleich an und das Spielgeschehen ereignete sich vermehrt in der Spielfeldhälfte der Usbeken. Yoane Wissa erzielte dann das ersehnte Ausgleichtor für Kongo (68.) und leitete damit die Wende ein. Schließlich folgten zwei weitere Tore durch Fiston Mayele (78.) und erneut Yoane Wissa (90.+1).
Mit seinem Sieg sicherte sich Kongo Platz 3 der Gruppe K und schoss Usbekistan aus der Fußball-WM 2026. In der selben Gruppe belegt Kolumbien den ersten Platz vor dem WM-Favoriten Portugal.
 

Ergebnisse der Gruppe K: Ein torloses Unentschieden gegen Portugal hält Kolumbien auf Tabellenplatz 1. Außerdem weiter sind Portugal und die Demokratische Republik Kongo.

Foto: ts/Epoch Times

 
HEUTE3:36 Uhr

Portugal verpasst Gruppensieg mit 0:0

WM-Mitfavorit Portugal und Kolumbien haben sich mit einem 0:0-Unentschieden getrennt. Die Partie begann lebhaft, mit einem Kolumbien, das früh Druck ausübte und durch Jhon Córdoba die erste gute Chance hatte. Portugal antwortete mit einem gefährlichen Vorstoß über Joao Félix, dessen Abschluss jedoch knapp über das Tor ging.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Kolumbien den Druck und kam durch Luis Suárez und James Rodríguez zu weiteren Gelegenheiten. Portugals Torhüter Diogo Costa zeigte jedoch eine starke Leistung und hielt sein Team im Spiel. Auf der anderen Seite verpasste Cristiano Ronaldo eine gute Möglichkeit, als er aus einer Abseitsposition heraus knapp das Tor verfehlte. Trotz intensiver Bemühungen auf beiden Seiten blieb es am Ende beim torlosen Unentschieden.
Für beide war schon vorher ein Weiterkommen sicher. Nun geht aber Kolumbien als Gruppenerster ins Sechzehntelfinale gegen Ghana, während Portugal sich als Gruppenzweiter mit Kroatien auseinandersetzen muss.
 
HEUTE1:14 Uhr

2:0 für England gegen Panama

Bei der Fußball-WM hat zum Abschluss der Gruppe L England gegen Panama mit 2:0 gewonnen. Die Partie begann mit wenigen Chancen auf beiden Seiten. England dominierte zwar das Spielgeschehen, konnte jedoch in der ersten Halbzeit keine entscheidenden Akzente setzen. Panama verteidigte engagiert und ließ den Favoriten kaum zur Entfaltung kommen.
In der zweiten Halbzeit erhöhte England das Tempo und wurde schließlich belohnt. Nach einer Ecke von Bukayo Saka kam der Ball zu Jude Bellingham, der aus kurzer Distanz zum 1:0 traf (62.). Wenig später (67.) legte Harry Kane per Kopfball das 2:0 nach. Panama versuchte, zurück ins Spiel zu finden, blieb jedoch in der Offensive meistens harmlos.
Ein Weiterkommen von England und Ghana war bereits sicher. Nun zieht England als Gruppenerster, Kroatien als Gruppenzweiter ins Sechzehntelfinale. Ghana ist Gruppendritter, aber dank eines Sieges und eines Unentschiedens sicher weiter. Panama scheidet als Gruppenletzter aus.
 

Ergebnisse der Gruppe L: England, Kroatien und Ghana sichern sich den Einzug ins Sechzehntelfinale. Panama verlässt sieg- und torlos das Turnier.

Foto: ts/Epochtimes

 
HEUTE1:08 Uhr

2:1 zwischen Kroatien und Ghana

Kroatien folgt Ghana in die K.o.-Phase der WM 2026 und verlängert die Nationalmannschaftskarriere von Altstar Luka Modrić um mindestens ein weiteres Spiel. Vor 68.324 Zuschauern in Philadelphia erzielten Petar Sucic (31.) und Nikola Vlasic (83.) nach Vorlage von Modric die Treffer für den Favoriten. Derrick Luckassen (73.) hatte zwischenzeitlich für Ghana ausgeglichen.
Die Auswahl von Trainer Zlatko Dalic gewann das letzte Spiel der Vorrunde gegen Ghana mit 2:1 (1:0) und qualifizierte sich als Gruppenzweiter hinter England für das Sechzehntelfinale. Der viermalige Afrikameister hatte schon vor dem Anpfiff sein Ticket für die Alles-oder-Nichts-Spiele sicher. Für Kroatien folgt nun ein Duell mit Portugal und Cristiano Ronaldo.
 
GESTERN21:31 Uhr

Schweden trainiert – vor eingestürzter Tribüne

Die Schweden trainieren derzeit im Dallas Stadion des FC Dalles in Dalles. Sie konnten des gesamten Platz nutzen – doch in Hintergrund ist zu sehen, dass eine Tribüne eingestürzt ist. Verletzt wurde niemand.
Das Stadion befindet sich derzeit im Umbau und wird für 182 Millionen Dollar (rund 160 Mill. Euro) renoviert. Vermutet wird durch den Manager der schwedischen Nationalmannschaft, dass etwas abgerissen werden sollte und in die falsche Richtung gefallen ist. 

Die schwedischen Spieler trainieren im FC Dallas Stadiom (Toyota Stadion) in Dallas.

Foto: Paul Ellis/AFP via Getty Images

 
GESTERN17:43 Uhr

Völler verbreitet Zuversicht vor Paraguay

DFB-Sportdirektor Rudi Völler richtet den Fokus zum Start in die K.o.-Phase alleine auf den nächsten Gegner Paraguay.
„Jetzt geht die WM richtig los! Und der Glaube ist da, dass wir alles rausholen, dass wir absolut ans Limit gehen, ein richtig gutes Spiel machen und natürlich in die nächste Runde einziehen“, sagte der 66-Jährige zum Sechzehntelfinale der Fußball-Nationalmannschaft am Montag in Foxborough: „Das ist ein K.o.-Spiel: Runde weiter oder nach Hause fahren.“
Mit anschließenden Top-Gegnern wie dem möglichen Achtelfinalgegner Frankreich, der Niederlande (Viertelfinale) und Spanien (Halbfinale) mochte sich Völler in Winston-Salem noch nicht beschäftigen.
Er traut dem DFB-Team trotz des Stimmungsdämpfers beim 1:2 im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador alles zu in Amerika. „Wir haben eine Mannschaft, die an richtig guten Tagen, wenn sie wirklich am Limit ist, jeden schlagen kann.“
 
GESTERN14:23 Uhr

US-Bundesbehörden beschlagnahmen fast 400 illegale WM-Internetstreams

Wie das US-Justizministerium mitteilte, haben die US-Bundesbehörden fast 400 Internetseiten beschlagnahmt, die illegal die FIFA-Weltmeisterschaftsfinals streamten und damit gegen das Urheberrecht verstießen.
„Die unerlaubte Übertragung von Spielen der Weltmeisterschaft verstößt gegen geistige Eigentumsrechte und fördert kriminelle Organisationen“, sagte Ivan Arvelo, Direktor des Nationalen Koordinierungszentrums für geistige Eigentumsrechte.
Laut dem US-Justizministerium wurden Server und Domains in Peru und Bulgarien ins Visier genommen. Beide Länder sind bekannte Zentren der Online-Piraterie und stehen im Verdacht, mit illegalen Streaming-Angeboten für Spiele der Weltmeisterschaft in Verbindung zu stehen. Weitere Operationen fanden in Kroatien, Rumänien, Polen und Kolumbien statt.
„Wenn Sie Ihr Netzwerk für illegale Streaming-Seiten öffnen, gehen Sie ein erhebliches Risiko ein“, sagte Eric Weindorf, Sonderagent und Leiter des Washingtoner Feldbüros der US-Einwanderungs- und Zollbehörde.
 
GESTERN10:25 Uhr

Trinkpausen sorgen für Debatte

Erholungspausen auch bei 20 Grad, Pfiffe von den Rängen, aber auch Fürsprecher. Die Trinkpausen bei dieser WM sorgen für Diskussionen.
Der eigentliche Grundgedanke ist der Schutz der Fußballer. Die Debatte entzündet sich unter anderem an der Festlegung, dass die Pausen bei dieser Weltmeisterschaft für jedes Spiel gelten – egal ob die Temperatur 35 oder 20 Grad beträgt.
Neben dem eigentlichen Sinn, dem Trinken, ist die Unterbrechung für viele Trainer eine willkommene Möglichkeit, kurz mit den Spielern zu reden, sie zu motivieren, zu beruhigen oder taktische Dinge anzusprechen. Bundestrainer Julian Nagelsmann nutzte sie nach dem zwischenzeitlichen 1:1 gegen Curaçao im ersten deutschen Spiel bei dieser WM, um seine Mannschaft zu ordnen.
Bundestrainer Julian Nagelsmann (M/r) nutzte die Trinkpause, um taktische Dinge zu erklären. (Archiv)

Bundestrainer Julian Nagelsmann (M/r) nutzte die Trinkpause, um taktische Dinge zu erklären. (Archivbild)

Foto: Federico Gambarini/dpa

Die meisten Coaches bei der WM befürworten die Pausen oder beschweren sich zumindest nicht darüber. „Es ist wie ein kleiner Timeout und es macht es leichter, den Spielern Anweisungen zu geben“, sagte Algeriens Trainer Vladimir Petkovic. Unter anderem Österreichs Coach Ralf Rangnick und Belgiens Trainer Rudi Garcia äußerten sich ebenfalls positiv.
Nagelsmann kam die Unterbrechung im Curaçao-Spiel zwar entgegen, generell sieht er aber nur begrenzte Einfluss-Möglichkeiten. „Du kannst in den drei Minuten keine komplette taktische Analyse machen“, erklärte der 38-Jährige. „Es bleiben nur 30, 40 Sekunden Zeit, einzugreifen. Aber die Zeit reicht nicht, um etwas komplett umzustellen.“
Werbepause für TV-Sender
Dass die Pausen auch gemacht werden, wenn es gar nicht heiß ist, sorgt für große Kritik. Ein Vorwurf: Es geht mal wieder nur ums Geldverdienen. Wenn Pause ist, kann man Werbung machen.
Das britische TV-Netzwerk ITV erwartet die kommerziell erfolgreichste Fußballübertragung seiner Geschichte. Die Werbeeinnahmen sind 30 Prozent höher als bei der EM 2024. In den USA werden Werbeblöcke gezeigt, die Pausen werden von Unternehmen „präsentiert“. In der ARD, dem ZDF und Magenta TV zeigen auch die Rechteinhaber in Deutschland im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten Werbung in den Unterbrechungen.
 
GESTERN7:09 Uhr

Siegtor in den letzten Minuten aberkannt

Das Spiel zwischen Ägypten und Iran endet mit einem 1:1-Unentschieden. Im WM-Stadion von Seattle traf zunächst Mahmoud Saber für Ägypten (5.) und wenig später Ramin Rezaeian für den Iran (14.). Mehdi Taremi scheiterte zudem mit einem Foulelfmeter an Ägyptens Torwart Ufa Schobeir (11.).
In der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit schoss Shoja Khalilzadeh dann das vermeintliche Tor zum 2:1 für den Iran. Nach einer Videoüberprüfung zogen die Schiedsrichter den Treffer zurück, da sich Khalilzadeh im Abseits befand.

Ergebnisse der Gruppe G: Belgien und Ägypten sind sicher weiter, Neuseeland sicher ausgeschieden. Iran kann noch hoffen.

Foto: ts/Epoch Times

 
GESTERN7:04 Uhr

Belgien gewinnt 5:1 gegen Neuseeland

Belgiens Fußballer haben ein Aus in der Gruppe G dank Doppeltorschütze Leandro Trossard abgewendet und den Einzug in die Runde der letzten 32 geschafft. Das Team um Starspieler Kevin De Bruyne gewann in Vancouver ungefährdet mit 5:1 (1:0) gegen Neuseeland.
Doppeltorschütze Trossard (28./50.), De Bruyne (66.), Romelu Lukaku (86.) und Alexis Saelemaekers (90.+4) sorgten mit ihren Treffern für den Erfolg der Belgier vor 52.497 Zuschauern. Elijah Just (84.) konnte zumindest den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:3 für die Neuseeländer erzielen.
 
GESTERN6:00 Uhr

Deutschland spielt gegen Paraguay

Die deutsche Elf trifft bei der WM im Sechzehntelfinale auf Paraguay. Durch den Sieg Spaniens gegen Uruguay herrscht für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann nun endgültig Klarheit über den Gegner im ersten K.-o.-Duell. Das Spiel gegen die Südamerikaner findet am Montagabend um 22:30 Uhr nahe Boston statt.
Das bislang letzte WM-Duell zwischen den beiden Nationen gab es bei der Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea. Damals siegte Deutschland im Achtelfinale dank eines späten Treffers von Oliver Neuville mit 1:0.

Oliver Neuville im Duell mit zwei Fußballern aus Paraguay bei der WM 2002.

Foto: Sandra Behne/Bongarts/Getty Images

Für die Verteilung der Gruppendritten gab es aufgrund des komplexen WM-Modus insgesamt 495 Szenarien – alle verbliebenen ergeben nun schon vor Abschluss der kompletten Vorrunde Paraguay als deutschen Gegner. Schottland und Schweden fielen als letzte mögliche Alternativen heraus.
Außerdem steht der weitere Weg durch das Turnier bei einem möglichen Sieg schon fest. Sollte Deutschland weiterkommen, geht es gegen den Sieger der Partie zwischen Topfavorit Frankreich und Schweden, die am Dienstag um 23:00 Uhr in East Rutherford, USA, aufeinandertreffen.
 
GESTERN4:17 Uhr

Unentschieden im zweiten Duell der Gruppe H

In der zweiten Partie der Gruppe H hatten die Zuschauer in Houston, USA, wenig zu jubeln. Der afrikanische Inselstaat Kap Verde beendete das Spiel gegen Saudi-Arabien mit einem 0:0-Unentschieden. Damit gelang Kap Verde, einem Land mit nur 600.000 Einwohnern, die Sensation: Sie stehen in der K.-o.-Runde.
Zum Abschluss von WM-Gruppe H ist Spanien auf Platz 1, Kap Verde nach drei Unentschieden auf Platz 2, Uruguay landet auf Platz 3 ohne Chancen auf ein Weiterkommen, für Saudi-Arabien ist die WM als Gruppenletzter ebenfalls vorbei.

Ergebnisse der Gruppe H: Spanien und Kap Verde schaffen den Einzug in die K.o-Phase. Uruguay und Saudi-Arabien sind ausgeschieden.

Foto: ts/Epoch Times

 
GESTERN4:14 Uhr

Spanien gewinnt mühevoll

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat sich Spanien am Abend nur mit viel Mühe und mit einem 1:0 gegen Uruguay durchgesetzt. Die La Roja starteten stark, setzten Uruguay von Beginn an unter Druck und dominierten das Spielgeschehen. Der entscheidende Treffer fiel jedoch erst zum Ende der ersten Halbzeit durch Alex Baena (42.).
In der zweiten Halbzeit erhöhte Uruguay den Druck und spielte offensiver, um den Ausgleich zu erzwingen. Doch die Spanier verteidigten geschickt und ließen kaum Chancen zu. In der Schlussphase des Spiels wurde Agustin Canobbio nach einem rüden Foulspiel mit der Roten Karte des Feldes verwiesen, was die Hoffnungen Uruguays weiter schmälerte.
 
GESTERN0:05 Uhr

Spiele am Samstag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 02:00 Uhr: Uruguay gegen Spanien in Guadalajara, Mexiko
  • 02:00 Uhr: Kap Verde gegen Saudi-Arabien in Houston, USA
  • 05:00 Uhr: Neuseeland gegen Belgien in Vancouver, Kanada
  • 05:00 Uhr: Ägypten gegen Iran in Seattle, USA
  • 23:00 Uhr: Panama gegen England in New York, USA
  • 23:00 Uhr: Kroatien gegen Ghana in Philadelphia, USA
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Montag, den 29. Juni, um 22:30 Uhr gegen Paraguay statt.
 
26. Juni23:10 Uhr

Senegal besiegt Irak mit 5:0

Mit einem Sieg hat Senegal seine Chance auf den Einzug in die K.-o.-Phase der Fußball-WM deutlich verbessert und das Turnier für Irak vorzeitig beendet. In Überzahl kamen die Westafrikaner beim 5:0 (1:0) zu ihrem ersten Erfolg bei der Weltmeisterschaft und dürfen auf einen Platz im Sechzehntelfinale hoffen.
Vor 43.036 Zuschauern erzielten Habib Diarra (4.), Ismaila Sarr (56.), Pape Gueye (59./71.) und Iliman Ndiaye (82.) die Tore für den ursprünglichen Afrika-Cup-Gewinner, dem der Titel mehrere Wochen nach dem siegreichen Skandal-Finale gegen Marokko vom Kontinentalverband aberkannt worden war.
Für die Iraker, die nach einer frühen Roten Karte für Rebin Sulaka (14.) lange in Unterzahl spielen mussten, endete die zweite WM-Teilnahme nach 1986 genauso wie die Premiere vor 40 Jahren: Sie müssen nach drei Vorrunden-Niederlagen ohne Erfolgserlebnis die Heimreise antreten.

Erbegnisse der Gruppe I: Frankreich überholt Norwegen dank einen 4:1 gegen die Skandinavier. Beide Mannschaften sind weiter. Senegal hat es nicht mehr selbst in der Hand. Für den Irak ist die WM beendet.

Foto: ts/Epoch Times

 
26. Juni22:00 Uhr

Dembélé-Hattrick schockt Norwegen

Frankreich dominiert dank Dembélés Effizienz das Spiel und gewinnt 4:1 gegen Norwegen. Die Nordmänner, ohne den in der Startelf stehenden Erling Haaland, zeigten sich defensiv anfällig, konnten aber durch Aasgaard kurzzeitig verkürzen.
Für die Équipe Tricolore war das Tor von Ousmane Dembélé ein Traumstart (7.) und brachte Frankreich früh in Führung. Wenig später folgte das nächste Tor: Erneut bediente Real-Madrid-Star Kylian Mbappé seinen Teamkollegen Dembélé, der den Ball im Tor versenkte (20.). Bereits eine Minute später kam die Antwort der Norweger mit einem Treffer von Thelo Aasgaard (21.). Doch noch in der ersten Halbzeit folgte das dritte Tor Frankreichs durch Dembélé (32.).
In der zweiten Halbzeit schaltete die Équipe Tricolore spürbar einen Gang zurück, behielt aber die Kontrolle über das Geschehen. Die Norweger zeigten dennoch großen Kampfgeist, jedoch ohne Tore erzielen zu können. Als sich alle bereits an das 3:1 glaubten, schlugen die Franzosen noch einmal zu und Désiré Doué erzielte das 4:1 (90+4).
 
26. Juni17:04 Uhr

Nagelsmann plant keine Kimmich-Versetzung ins Mittelfeld

Julian Nagelsmann plant nach der ersten Niederlage der Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft keine radikalen Umbauten. Der Bundestrainer schloss nach dem 1:2 gegen Ecuador im für die Tabelle nicht mehr wichtigen letzten Gruppenspiel vor allem eine Versetzung von Kapitän Joshua Kimmich ins Mittelfeld für das erste K.-o.-Spiel am Montag in der Runde der letzten 32 aus. Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha haben weiter sein Vertrauen.
„Ich will auf Felix und Pavlo nicht verzichten. Ich finde, dass sie es gut machen. Im Fußball kann man nichts ausschließen, aber ein Wechsel ist akut nicht geplant“, sagte Nagelsmann bei der Pressekonferenz in East Rutherford mit Blick auf das Sechzehntelfinale gegen einen noch nicht feststehenden Gruppendritten. Kimmich selbst sagte dazu: „Das ist einzig und alleine die Entscheidung des Trainers. Und wo er das Gefühl hat, wo ich am besten weiterhelfen kann. Da spiele ich dann.“

Julian Nagelsmann, Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft, verlässt nach der 1:2-Niederlage das Spielfeld in East Rutherford, New Jersey.

Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

 
26. Juni16:57 Uhr

Wie Nagelsmann das Zauberduo „Wusiala“ starkredet

Er kommt einfach nicht, der große „Wusiala“-Moment. Bei der Heim-Europameisterschaft 2024 legten Jamal Musiala und Florian Wirtz als erste Torschützen einen Knallstart hin. Im Zusammenspiel zauberten sie und ergänzten sich fast schon blind. Deutschland feierte ein neues, junges Zauber-Duo. Und zwei Jahre später? Geht das Warten auch nach dem dritten WM-Spiel und dem tabellarisch folgenlosen 1:2 gegen Ecuador weiter.
Die beiden Offensivstars finden nicht in den erhofften Turnier-Flow. Auch wenn der Bundestrainer im Endspielstadion vor den Toren New Yorks lauten Zweifeln an den kreativen Dribblern verbal energisch entgegentrat. Julian Nagelsmann glaubt fest daran, dass es in der K.-o.-Phase klick macht bei „Wusiala“.
Zum 23 Jahre alten Liverpool-Star Wirtz (44 Länderspiele/11 Tore) sagte Nagelsmann: „Flo war sehr bemüht, hat Gas gegeben. Es fehlt das Fortune in der einen oder anderen Situation. Es fehlt ihm so ein bisschen das Tor, die Dosenöffner-Aktion. Aber das wird kommen, ganz sicher.“
Zum ebenfalls 23 Jahre alten Bayern-Ass Musiala, der in der WM-Saison monatelang verletzt ausgefallen war, äußerte der Bundestrainer: „Bei Jamal, da geht es nur um Rhythmus. Er war über ein Jahr weg bei uns. Ihm müssen wir Rhythmus geben. Wir wissen alle, was für Fähigkeiten er hat. Das müssen wir alle gemeinsam aus ihm rauskitzeln – er auch. Er hat ja schon getroffen.“ Beim 7:1 gegen Curaçao. „Er muss an sich glauben und nicht so viel nachdenken.“

Jamal Musiala (r.) aus Deutschland feiert gemeinsam mit seinen Teamkollegen Joshua Kimmich (m.) und Florian Wirtz (l.) das vierte Tor seiner Mannschaft während des internationalen Freundschaftsspiels zwischen Deutschland und Finnland am 31. Mai 2026 in Mainz, Deutschland.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

 
26. Juni6:14 Uhr

Türkei besiegt USA knapp

Die Türkei hat im Spiel gegen die USA kurz vor Abpfiff der Partie das 3:2 erzielen können. In der Partie gerieten die Türken früh in Rückstand, als Auston Trusty den Ball ins Tor beförderte (3.). Doch die Mannschaft von Vincenzo Montella zeigte Kampfgeist und glich wenig später aus durch Arda Güler aus (10.). Noch in der ersten Halbzeit gingen die Türken dann durch Baris Yilmaz in Führung (31.).
Zu Beginn der zweiten Halbzeit erzielte die USA durch Sebastian Berhalter den Ausgleich (49.). In der Nachspielzeit gelang Kaan Ayhan den entscheidenden Treffer für die Türkei (90+8). Trotz des Sieges ist das WM der Türkei längst besiegelt, während die USA trotz Niederlage Erster der Gruppe D ist.
Im parallelen Spiel zwischen Paraguay und Australien – ebenfalls aus der Gruppe D – gab es ein 0:0 Unentschieden. Australien ist mit einem Sieg, einer Niederlage und einem Unentschieden als Gruppenzweiter fix. Ob es für Paraguay als Dritter der Gruppe bei der WM weitergeht, ist noch offen.
 
26. Juni3:12 Uhr

Japan sichert zweiten Platz gegen Schweden

In der Nacht hat sich Japan durch ein 1:1 im Duell mit Schweden den zweiten Platz in Gruppe F und somit den direkten Einzug in die K.o.-Runde gesichert. Im Parallelspiel hat die Niederlande ihre Pflichtaufgabe gegen Tunesien mit 3:1 erledigt und den 1. Platz in der Gruppe verteidigt.
Im Spiel Japan gegen Schweden tasteten sich beide Mannschaften zunächst ab und wollten keine Fehler machen. In der ersten Halbzeit gab es wenige klare Torchancen. Nach der Halbzeitpause nahm das Spiel an Fahrt auf. In Führung ging dann Japan durch Daizen Maeda (56.). Schweden ließ sich davon nicht beirren und glich wenig später aus durch Anthony Elanga aus (62.). Trotz Bemühungen bliebt das restliche Spiel torlos.
Trotz des Unentschiedens zieht auch Schweden als einer der besten Gruppendritten in das Sechzehntelfinale ein. In der Partie Niederlande gegen Tunesien stand das Ausscheiden in der Gruppenphase für die Nordafrikaner schon vor dem letzten Gruppenspiel fest. Für die Niederlande geht es in der ersten K.o.-Runde am Dienstag (30.6.) gegen Marokko.
 
26. Juni0:05 Uhr

Spiele am Freitag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 01:00 Uhr: Tunesien gegen Niederlande in Kansas City, USA
  • 01:00 Uhr: Japan gegen Schweden in Dallas, USA
  • 04:00 Uhr: Türkei gegen USA in Los Angeles, USA
  • 04:00 Uhr: Paraguay gegen Australien in San Francisco
  • 21:00 Uhr: Norwegen gegen Frankreich in Boston, USA
  • 21:00 Uhr: Senegal gegen Irak in Toronto, Kanada
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Montag, den 29. Juni, um 22:30 Uhr statt. Der Gegner ist derzeit noch unbekannt.
 
25. Juni23:59 Uhr

Deutschland 1:2 Ecuador / Curaçao 0:2 Elfenbeinküste

Deutschland hat sein letztes Gruppenspiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Ecuador mit 1:2 verloren. Die Partie begann mit einem schnellen Treffer von Leroy Sané (2.), der nach einer Vorlage von Florian Wirtz per Linksschuss traf. Es war laut diverser Statistik-Experten der früheste deutsche Treffer bei einer WM seit 1934. Doch Ecuador ließ sich nicht beirren und glich bereits wenig später durch Nilson Angulo aus (9.).
Während für Deutschland schon vor dem Fußballabend ein Weiterkommen sicher war, musste Ecuador gewinnen, um das Sechzehntelfinale zu erreichen. Die Südamerikaner präsentierten sich flink, kraftvoll und bereiteten den Deutschen zunehmende Sorgen. Auch der in der zweiten Halbzeit wieder eingewechselte „Joker“ Deniz Undav konnte nicht punkten. Stattdessen erhöhte Ecuador den Druck und belohnte sich mit dem Siegtreffer (78.).
In der parallel in Gruppe E ausgetragenen Partie gewann die Elfenbeinküste gegen Curacao mit 2:0. Deutschland ist trotzdem Sieger der Gruppe E. Außerdem kommt die Elfenbeinküste als Gruppenzweiter in die K.-o.-Runde. Ecuador ist mit vier Punkten auf Platz 3 der Tabelle ebenfalls gut genug für ein Weiterkommen, Curaçao scheidet aus.

Deutschland konnte das Momentum aus dem 7:1 gegen Curacao nicht mitnehmen, bleibt aber Gruppenerster. Die Elfenbeinküste ist ebenfalls sicher weiter, auch Ecuador hat gute Chancen als einer der acht besten Gruppendritter in die K.o.-Phase einzuziehen.

Foto: ts/Epoch Times

 
25. Juni15:50 Uhr

Reaktionen von Fans

 
25. Juni13:02 Uhr

Gündogan kritisiert TV-Experten

Der frühere Fußball-Nationalelfkapitän Ilkay Gündogan sieht den Einfluss von Expertenmeinungen kritisch. „Manche wollen heute selbst die Stars sein. Für Spieler kann das Folgen haben“, so Gündogan. Unsachliche Kritiken würden ihn ärgern. „Sie ziehen Spieler runter, besonders, wenn sie sensibel sind. Und glauben Sie mir: Viele von uns Fußballern sind sensibel.“
Die Äußerung von TV-Experte Jürgen Klopp in Richtung Bundestrainer Julian Nagelsmann zu WM-Beginn, Nagelsmann würde „noch“ die Aufstellung machen, empfand Gündogan als „flapsigen Spruch“ und „etwas unglücklich“. Aber: „Anders als Spieler dürfen Trainer nicht zu sensibel sein. Julian ist das nicht“, so Gündogan.
Gündogan führte die Elf des Deutschen Fußball-Bundes bei der EM 2024 in Deutschland an.
 
25. Juni9:35 Uhr

Undav bleibt Joker

Julian Nagelsmann wird gegen Ecuador die Startelf lediglich auf zwei Positionen verändern. „Wir werden die Wechsel vornehmen, die wir müssen“, kündigte der Bundestrainer an.
Antonio Rüdiger wird im Abwehrzentrum Nico Schlotterbeck ersetzen, für den das Turnier nach einer schweren Bänderverletzung am linken Fuß vorzeitig beendet ist.
David Raum ersetzt auf der linken Außenverteidigerposition Nathaniel Brown. Der Frankfurter klagt über muskuläre Probleme an den Adduktoren und absolvierte beim Abschlusstraining in Winston-Salem ein individuelles Programm. Für Rüdiger und Raum ist es jeweils der erste WM-Einsatz in der Startformation.
Der dreifache Torschütze Undav soll wie zuvor wieder Schwung von der Bank bringen. „Im Laufe des Spiels werden wir wieder versuchen, gute Entscheidungen zu treffen“, sagte Nagelsmann zu Wechseln.
Stürmer der deutschen Elf: Deniz Undav

Deniz Undav beim Freundschaftsspiel gegen Finnland am 31. Mai 2026.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

Der 29-jährige Undav, der die Pressekonferenz gemeinsam mit Nagelsmann bestritt, akzeptiert seine Joker-Rolle, wie er erklärte. „Wenn ich unzufrieden wäre, wäre ich nicht hier“, sagte der Stürmer des VfB Stuttgart. Jeder Spieler kenne seine Rolle: „Ich bin zweimal von der Bank gekommen – und wir haben die Spiele gewonnen. Wichtig ist, dass wir als Mannschaft so weit wie möglich kommen.“
Trotz seiner nur 58 Minuten mischt Undav mit seinen drei Treffern unter den Toptorjägern der WM mit. Angeführt wird die Torschützenliste von Weltmeister Lionel Messi mit fünf Treffern. Auch Undav ist von dem Argentinier begeistert, der gestern 39 wurde. „Ich genieße seine Spiele. Er läuft zwar nur noch sieben oder acht Kilometer im Spiel. Aber was er mit dem Ball macht, ist überragend.“
 
25. Juni8:01 Uhr

Südafrika feiert und feiert und feiert

Nach dem historischen Einzug in die K.-o.-Phase der WM gab es bei Südafrikas Fußballern kein Halten mehr. Trainer Hugo Broos sank überwältigt auf die Knie, seine Schützlinge tanzten auf dem Rasen ausgelassen eine Polonaise.
„Das ist ein sehr emotionaler Moment. Ich habe immer an diese Mannschaft geglaubt. Selbst in den vergangenen Wochen, als die Kritik sehr, sehr hart war“, sagte Trainer Broos.
Die Zusammenarbeit mit den Spielern sei für ihn „vielleicht etwas Einzigartiges. Ich bin zwar der Trainer, aber eigentlich auch nicht. Ich sehe mich eher als ihren Freund. Es ist eine fantastische Beziehung“, schilderte Broos das Verhältnis und stellte fest: „Ich denke, was wir bisher geleistet haben, ist schon ein kleines Wunder.“

Die südafrikanischen Spieler grüßen die Fans, als sie nach dem 1:0-Sieg gegen die Republik Korea am 24. Juni 2026 im Monterrey-Stadion in Guadalupe, Mexiko, den Platz verlassen.

Foto: David Ramos/Getty Images

 
25. Juni5:22 Uhr

Mexiko schießt Tschechien ins Aus

Tschechien hat sein letztes Vorrundenspiel mit 3:0 verloren. Gegner Mexiko stand schon vorher als Sieger von Gruppe A fest und hatte es in der Partie während der ersten Halbzeit ruhig angehen lassen. Tschechien hingegen musste gewinnen, um sich eine Chance auf das Weiterkommen zu bewahren, konnte jedoch keine hochkarätigen Chancen herausspielen.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Tschechien den Druck, was Mexiko die Möglichkeit gab, Fehler auszunutzen. So brachte Mateo Chavez die Mexikaner spät in Führung (55.), nachdem Tschechien den Ball auf Höhe der Mittellinie verlor. Mexiko nutzte die sich bietenden Räume weiter aus und erhöhte durch Julian Quinones auf 2:0 (61.). Kurz vor dem Schlusspfiff setzte Alvaro Fidalgo den Schlusspunkt und traf zum 3:0-Endstand (90+4.).
Mexiko wird damit am 30. Juni gegen einen Drittplatzierten aus den Gruppen C, E, F, H oder I antreten. Zudem ist in Gruppe A Südafrika als Zweiter sicher und damit ebenfalls im Sechzehntelfinale. Südkorea muss dagegen als Dritter auf ein Weiterkommen hoffen. Für Tschechien ist die WM schon sicher zu Ende.
 

Platzierungen der Gruppe A: Mexiko und Südafrika sind sicher weiter und bestreiten am 28. Juni um 21:00 Uhr in Los Angeles das erste Sechzehntelfinale. Südkorea muss für das Weiterkommen auf Schützenhilfe aus anderen Gruppen hoffen. Von zwölf Gruppendritten kommen nur acht weiter.

Foto: ts/Epoch Times

 
25. Juni5:10 Uhr

Historisch: Südafrika übersteht erstmals WM-Vorrunde

Südafrika hat bei seiner vierten WM-Teilnahme erstmals die K.-o.-Phase erreicht und damit nationale Fußball-Geschichte geschrieben. Das Team des belgischen Trainers Hugo Broos gewann das letzte Vorrundenspiel gegen Südkorea mit 1:0 (0:0) und schloss die Gruppe A als Zweiter ab.
Die Ausgangslage war klar: Den Asiaten reichte ein Remis zum sicheren Weiterkommen. Südafrika dagegen musste voll auf Sieg spielen. Den besseren Start erwischte Südkorea, doch trotz mehrerer Chancen erzielten die Südkoreaner um Bayern-Profi Min-jae Kim kein Tor. Die erste Halbzeit verlief insgesamt torlos.
In der zweiten Halbzeit verlief das Spiel aus der Südkoreaner trotz Auswechslungen weiterhin müde. Stattdessen blieb Südafrika am Drücker und belohnte sich nach gut einer Stunde. Vor 51.243 Zuschauern in Monterrey sorgte Thapelo Maseko mit seinem Treffer in der 63. Minute für grenzenlosen Jubel bei Bafana Bafana.
Im Sechzehntelfinale trifft Südafrika am Sonntag in Inglewood bei Los Angeles auf Co-Gastgeber Kanada. Südkorea beendete die Vorrunde mit drei Punkten auf Rang drei und muss jetzt um das Weiterkommen zittern.
 
25. Juni2:18 Uhr

Marokko besiegt Haiti

Die Partie Marokko gegen Haiti begann mit einem überraschenden Führungstreffer für Haiti, als Lenny Joseph mit der Hacke traf (10.). Marokko glich durch Achraf Hakimi aus, der nach einem abgefälschten Schuss über die Torlinie drückte (39.). Kurz vor der Halbzeitpause gelang Haiti erneut die Führung durch Wilson Isidor (43.). Doch Marokko ließ sich nicht beirren und glich noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch Ismael Saibari aus (45+1.).
In der zweiten Halbzeit übernahm Marokko zunehmend die Kontrolle. Soufiane Rahimi brachte die Nordafrikaner dann erstmals in Führung (78.). Den Schlusspunkt setzte Gessime Yassine in der 89. Minute. Trotz des doch am Ende deutlichen Sieges reichte es für Marokko nur für den zweiten Platz in der Gruppe und einen Punktegleichstand mit Brasilien. Für Haiti ist dagegen die WM beendet.
 

Platzierungen der Gruppe C: Brasilien und Marokko stehen sicher im Sechzehntelfinale. Schottland kann hoffen. Haiti ist raus.

Foto: ts/Epoch Times

 
25. Juni2:11 Uhr

Brasilien durch Sieg gegen WM-Liebling Gruppenerster

Brasilien hat souverän mit 3:0 gegen Schottland gewonnen und sich somit den Gruppensieg in Gruppe C gesichert. Bereits früh nutzte Vinicius Junior einen Fehler der Schotten aus und brachte die Selecao in Führung (7.). Kurz vor der Halbzeit erhöhte Vinicius Junior per Kopf nach einer Flanke auf 2:0 (45+3.).
In der zweiten Halbzeit setzte Brasilien seinen dominanten Auftritt fort. Matheus Cunha traf nach einem sehenswerten Spielzug zum 3:0 (60.). Die Schotten hatten kaum Chancen und konnten die brasilianische Abwehr nicht in Bedrängnis bringen. Superstar Neymar feierte nach 981 Tagen sein Comeback im Nationalteam und wurde in der 76. Minute eingewechselt.
 
25. Juni0:05 Uhr

Spiele am Donnerstag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 00:00 Uhr: Schottland gegen Brasilien in Miami, USA
  • 00:00 Uhr: Marokko gegen Haiti in Atlanta, USA
  • 03:00 Uhr: Tschechien gegen Mexiko in Mexiko-Stadt
  • 03:00 Uhr: Südafrika gegen Südkorea in Monterrey, Mexiko
  • 22:00 Uhr: Ecuador gegen Deutschland in New York, USA
  • 22:00 Uhr: Curaçao gegen Elfenbeinküste in Philadelphia, USA
 
24. Juni23:02 Uhr

Schweiz ist Gruppensieger

Die Schweiz hat Kanada in Gruppe B mit 2:1 besiegt und sich damit den Gruppensieg gesichert. Durch den Erfolg darf die Nati in die K.-o.-Phase einziehen und spielt am 3. Juli (Gegner noch unbekannt), während Kanada seine WM-Reise mit einem Spiel gegen Südafrika am 28. Juni fortsetzt. Auch für Bosnien-Herzegowina geht es in das Sechzehntelfinale, nicht aber für Katar.

Silvan Widmer (#3) und seine Schweizer Teamkollegen haben sich mit einem 2:1 gegen Kanada in die K.o.-Runde geschossen.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

Die Ergebnisse der Gruppe B.

Foto: ts/Epoch Times

 
24. Juni23:54 Uhr

Klopp über deutsche Elf: „Fußball spielen können wir“

Startrainer Jürgen Klopp ist vom bisherigen Auftreten der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM angetan, sieht defensiv aber auch noch Steigerungspotenzial.
„Wir haben gesehen: Fußball spielen können wir. Ich mag die Art und Weise, wie wir spielen. Wir haben verschiedene Abläufe“, sagte der 59-Jährige bei einem Besuch des Adidas Home of Soccer, einem Fantreff in New York. „Defensiv können wir gern noch ein bisschen mehr Griff kriegen. Dann kann es weit gehen bei diesem Turnier.“ Klopp lobte besonders den Teamgeist der DFB-Auswahl.
Auch Sami Khedira, Weltmeister von 2014, hob die Widerstandsfähigkeit des DFB-Teams hervor. Er zollte sowohl der Mannschaft als auch Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der Medienrunde am Hudson River ein „großes Lob“.
Ob Nagelsmann angesichts des bereits feststehenden Gruppensiegs beim Vorrundenabschluss gegen Ecuador heute rotieren sollte? Das müsse der Trainer entscheiden, betonte Klopp. „Meine Meinung war immer: Niemand weiß so gut über meine Mannschaft Bescheid wie ich. In dem Fall weiß niemand so gut Bescheid über die Mannschaft wie Julian. Er wird die richtige Entscheidung treffen.“
Jürgen Klopp (r.) beim Plausch mit 2014er-Weltmeister Sami Khedira.

Jürgen Klopp (r.) beim Plausch mit 2014er-Weltmeister Sami Khedira.

Foto: Federico Gambarini/dpa

 
(Mit Material der Nachrichtenagenturen.)
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TICKER Fußball-WM: Neueste Entwicklungen um Kimmich & Co.


Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 01:30 Uhr: Kolumbien gegen Portugal in Miami, USA
  • 01:30 Uhr: Demokratische Republik Kongo gegen Usbekistan in Atlanta, USA
  • 04:00 Uhr: Jordanien gegen Argentinien in Dallas, USA
  • 04:00 Uhr: Algerien gegen Österreich in Kansas City, USA (Übertragung: ZDF) – letztes Spiel der Vorrunde
  • 21:00 Uhr: Südafrika gegen Kanada in Los Angeles, USA (Übertragung: ARD)
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Montag, den 29. Juni, um 22:30 Uhr gegen Paraguay statt.

 
HEUTE6:21 Uhr

Österreich zittert kurz

Mit dem vor dem Spiel von vielen erwarteten Unentschieden haben sich Österreich und Algerien ihren Platz im Sechzehntelfinale der Fußball-WM gesichert. Vor 69.045 Zuschauern endete das Spiel 3:3.
Mit der ersten guten Chance des Spiels ging Österreich zunächst durch Marko Arnautovic in Führung (28.). Nun waren die Algerier gefordert, eine Niederlage hätte schließlich das Aus bedeutet. Und in der Tat drängten die Nordafrikaner auf den Ausgleich. Diesen erzielte Rafik Belghali (45.) mit einem starken Solo-Schuss kurz vor Abpfiff der ersten Halbzeit.
In der zweiten Halbzeit stand Österreich wieder unter Druck. Ein weiteres Gegentor und das Team Austria hätte die Heimreise antreten müssen. Doch die Österreicher kamen gut aus der Kabine und gingen schnell wieder durch Marcel Sabitzer in Führung (55.). Jetzt war es wieder Algerien, das gefordert war – und das durch Riyad Mahrez erneut lieferte (60.). Zum Ende hin überschlugen sich die Ereignisse: Erst traf Algerien, erneut durch Riyad Mahrez (90.+3), doch der neu eingewechselte Sasa Kalajdzic konterte schnell Österreichs Schock (90.+6).
 
 

Ergebnisse der Grupp J: Argentinien sichert sich mit drei Siegen Tabellenplatz 1. Österreich dank des besseren Torverhältnisses Platz 2. Algerien ist ebenfalls weiter.

Foto: ts/Epoch Times

 
HEUTE6:13 Uhr

Argentinien feiert WM-Jubiläumssieg

Mit Lionel Messi als treffsicherer Joker hat Argentinien einen Jubiläumssieg gefeiert. Der Titelverteidiger setzte sich zum WM-Gruppenabschluss trotz einer XXL-Rotation in der Startelf gegen Jordanien mit 3:1 (2:0) durch und holte seinen 50. Sieg bei Fußball-Weltmeisterschaften. Erfolgreicher sind in der WM-Geschichte nur Rekordweltmeister Brasilien (78) und Deutschland (70).
Den Führungstreffer erzielte Giovani Lo Celso (19.) im Messi-Stil mit links und einem Freistoß-Schlenzer in den Winkel. Es war zugleich das erste argentinische Tor bei dieser WM, das nicht von Messi erzielt wurde. Noch in der ersten Halbzeit legte Lautaro Martínez (31.) per Foulelfmeter nach.
Die zweite Halbzeit hatte gerade begonnen, da forderten die Fans mit „Messi, Messi“-Rufen die Einwechslung ihres Lieblings. Zunächst aber erzielte Neuling Jordanien sein Anschlusstor durch Musa Al-Taamari (55.) zum 1:2. Nach einer Stunde kam dann Messi ins Spiel und schoss 15 Minuten vor Ende der Partie (80.) das entscheidende Tor zum 3:1-Sieg.
 
HEUTE3:43 Uhr

Kongo besiegt Usbekistan

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat Kongo das Spiel gedreht und Usbekistan mit einem 3:1-Sieg aus dem Turnier geworfen. Zunächst hatte Usbekistan in Atlanta den besseren Start und Eldor Shomurodov sorgte für den Führungstreffer zum 0:1 (10.). Trotz einiger Chancen und Gelber Karten verlief die restliche Halbzeit torlos.
In der zweiten Halbzeit visierte Kongo den Ausgleich an und das Spielgeschehen ereignete sich vermehrt in der Spielfeldhälfte der Usbeken. Yoane Wissa erzielte dann das ersehnte Ausgleichtor für Kongo (68.) und leitete damit die Wende ein. Schließlich folgten zwei weitere Tore durch Fiston Mayele (78.) und erneut Yoane Wissa (90.+1).
Mit seinem Sieg sicherte sich Kongo Platz 3 der Gruppe K und schoss Usbekistan aus der Fußball-WM 2026. In der selben Gruppe belegt Kolumbien den ersten Platz vor dem WM-Favoriten Portugal.
 

Ergebnisse der Gruppe K: Ein torloses Unentschieden gegen Portugal hält Kolumbien auf Tabellenplatz 1. Außerdem weiter sind Portugal und die Demokratische Republik Kongo.

Foto: ts/Epoch Times

 
HEUTE3:36 Uhr

Portugal verpasst Gruppensieg mit 0:0

WM-Mitfavorit Portugal und Kolumbien haben sich mit einem 0:0-Unentschieden getrennt. Die Partie begann lebhaft, mit einem Kolumbien, das früh Druck ausübte und durch Jhon Córdoba die erste gute Chance hatte. Portugal antwortete mit einem gefährlichen Vorstoß über Joao Félix, dessen Abschluss jedoch knapp über das Tor ging.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Kolumbien den Druck und kam durch Luis Suárez und James Rodríguez zu weiteren Gelegenheiten. Portugals Torhüter Diogo Costa zeigte jedoch eine starke Leistung und hielt sein Team im Spiel. Auf der anderen Seite verpasste Cristiano Ronaldo eine gute Möglichkeit, als er aus einer Abseitsposition heraus knapp das Tor verfehlte. Trotz intensiver Bemühungen auf beiden Seiten blieb es am Ende beim torlosen Unentschieden.
Für beide war schon vorher ein Weiterkommen sicher. Nun geht aber Kolumbien als Gruppenerster ins Sechzehntelfinale gegen Ghana, während Portugal sich als Gruppenzweiter mit Kroatien auseinandersetzen muss.
 
HEUTE1:14 Uhr

2:0 für England gegen Panama

Bei der Fußball-WM hat zum Abschluss der Gruppe L England gegen Panama mit 2:0 gewonnen. Die Partie begann mit wenigen Chancen auf beiden Seiten. England dominierte zwar das Spielgeschehen, konnte jedoch in der ersten Halbzeit keine entscheidenden Akzente setzen. Panama verteidigte engagiert und ließ den Favoriten kaum zur Entfaltung kommen.
In der zweiten Halbzeit erhöhte England das Tempo und wurde schließlich belohnt. Nach einer Ecke von Bukayo Saka kam der Ball zu Jude Bellingham, der aus kurzer Distanz zum 1:0 traf (62.). Wenig später (67.) legte Harry Kane per Kopfball das 2:0 nach. Panama versuchte, zurück ins Spiel zu finden, blieb jedoch in der Offensive meistens harmlos.
Ein Weiterkommen von England und Ghana war bereits sicher. Nun zieht England als Gruppenerster, Kroatien als Gruppenzweiter ins Sechzehntelfinale. Ghana ist Gruppendritter, aber dank eines Sieges und eines Unentschiedens sicher weiter. Panama scheidet als Gruppenletzter aus.
 

Ergebnisse der Gruppe L: England, Kroatien und Ghana sichern sich den Einzug ins Sechzehntelfinale. Panama verlässt sieg- und torlos das Turnier.

Foto: ts/Epochtimes

 
HEUTE1:08 Uhr

2:1 zwischen Kroatien und Ghana

Kroatien folgt Ghana in die K.o.-Phase der WM 2026 und verlängert die Nationalmannschaftskarriere von Altstar Luka Modrić um mindestens ein weiteres Spiel. Vor 68.324 Zuschauern in Philadelphia erzielten Petar Sucic (31.) und Nikola Vlasic (83.) nach Vorlage von Modric die Treffer für den Favoriten. Derrick Luckassen (73.) hatte zwischenzeitlich für Ghana ausgeglichen.
Die Auswahl von Trainer Zlatko Dalic gewann das letzte Spiel der Vorrunde gegen Ghana mit 2:1 (1:0) und qualifizierte sich als Gruppenzweiter hinter England für das Sechzehntelfinale. Der viermalige Afrikameister hatte schon vor dem Anpfiff sein Ticket für die Alles-oder-Nichts-Spiele sicher. Für Kroatien folgt nun ein Duell mit Portugal und Cristiano Ronaldo.
 
GESTERN21:31 Uhr

Schweden trainiert – vor eingestürzter Tribüne

Die Schweden trainieren derzeit im Dallas Stadion des FC Dalles in Dalles. Sie konnten des gesamten Platz nutzen – doch in Hintergrund ist zu sehen, dass eine Tribüne eingestürzt ist. Verletzt wurde niemand.
Das Stadion befindet sich derzeit im Umbau und wird für 182 Millionen Dollar (rund 160 Mill. Euro) renoviert. Vermutet wird durch den Manager der schwedischen Nationalmannschaft, dass etwas abgerissen werden sollte und in die falsche Richtung gefallen ist. 

Die schwedischen Spieler trainieren im FC Dallas Stadiom (Toyota Stadion) in Dallas.

Foto: Paul Ellis/AFP via Getty Images

 
GESTERN17:43 Uhr

Völler verbreitet Zuversicht vor Paraguay

DFB-Sportdirektor Rudi Völler richtet den Fokus zum Start in die K.o.-Phase alleine auf den nächsten Gegner Paraguay.
„Jetzt geht die WM richtig los! Und der Glaube ist da, dass wir alles rausholen, dass wir absolut ans Limit gehen, ein richtig gutes Spiel machen und natürlich in die nächste Runde einziehen“, sagte der 66-Jährige zum Sechzehntelfinale der Fußball-Nationalmannschaft am Montag in Foxborough: „Das ist ein K.o.-Spiel: Runde weiter oder nach Hause fahren.“
Mit anschließenden Top-Gegnern wie dem möglichen Achtelfinalgegner Frankreich, der Niederlande (Viertelfinale) und Spanien (Halbfinale) mochte sich Völler in Winston-Salem noch nicht beschäftigen.
Er traut dem DFB-Team trotz des Stimmungsdämpfers beim 1:2 im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador alles zu in Amerika. „Wir haben eine Mannschaft, die an richtig guten Tagen, wenn sie wirklich am Limit ist, jeden schlagen kann.“
 
GESTERN14:23 Uhr

US-Bundesbehörden beschlagnahmen fast 400 illegale WM-Internetstreams

Wie das US-Justizministerium mitteilte, haben die US-Bundesbehörden fast 400 Internetseiten beschlagnahmt, die illegal die FIFA-Weltmeisterschaftsfinals streamten und damit gegen das Urheberrecht verstießen.
„Die unerlaubte Übertragung von Spielen der Weltmeisterschaft verstößt gegen geistige Eigentumsrechte und fördert kriminelle Organisationen“, sagte Ivan Arvelo, Direktor des Nationalen Koordinierungszentrums für geistige Eigentumsrechte.
Laut dem US-Justizministerium wurden Server und Domains in Peru und Bulgarien ins Visier genommen. Beide Länder sind bekannte Zentren der Online-Piraterie und stehen im Verdacht, mit illegalen Streaming-Angeboten für Spiele der Weltmeisterschaft in Verbindung zu stehen. Weitere Operationen fanden in Kroatien, Rumänien, Polen und Kolumbien statt.
„Wenn Sie Ihr Netzwerk für illegale Streaming-Seiten öffnen, gehen Sie ein erhebliches Risiko ein“, sagte Eric Weindorf, Sonderagent und Leiter des Washingtoner Feldbüros der US-Einwanderungs- und Zollbehörde.
 
GESTERN10:25 Uhr

Trinkpausen sorgen für Debatte

Erholungspausen auch bei 20 Grad, Pfiffe von den Rängen, aber auch Fürsprecher. Die Trinkpausen bei dieser WM sorgen für Diskussionen.
Der eigentliche Grundgedanke ist der Schutz der Fußballer. Die Debatte entzündet sich unter anderem an der Festlegung, dass die Pausen bei dieser Weltmeisterschaft für jedes Spiel gelten – egal ob die Temperatur 35 oder 20 Grad beträgt.
Neben dem eigentlichen Sinn, dem Trinken, ist die Unterbrechung für viele Trainer eine willkommene Möglichkeit, kurz mit den Spielern zu reden, sie zu motivieren, zu beruhigen oder taktische Dinge anzusprechen. Bundestrainer Julian Nagelsmann nutzte sie nach dem zwischenzeitlichen 1:1 gegen Curaçao im ersten deutschen Spiel bei dieser WM, um seine Mannschaft zu ordnen.
Bundestrainer Julian Nagelsmann (M/r) nutzte die Trinkpause, um taktische Dinge zu erklären. (Archiv)

Bundestrainer Julian Nagelsmann (M/r) nutzte die Trinkpause, um taktische Dinge zu erklären. (Archivbild)

Foto: Federico Gambarini/dpa

Die meisten Coaches bei der WM befürworten die Pausen oder beschweren sich zumindest nicht darüber. „Es ist wie ein kleiner Timeout und es macht es leichter, den Spielern Anweisungen zu geben“, sagte Algeriens Trainer Vladimir Petkovic. Unter anderem Österreichs Coach Ralf Rangnick und Belgiens Trainer Rudi Garcia äußerten sich ebenfalls positiv.
Nagelsmann kam die Unterbrechung im Curaçao-Spiel zwar entgegen, generell sieht er aber nur begrenzte Einfluss-Möglichkeiten. „Du kannst in den drei Minuten keine komplette taktische Analyse machen“, erklärte der 38-Jährige. „Es bleiben nur 30, 40 Sekunden Zeit, einzugreifen. Aber die Zeit reicht nicht, um etwas komplett umzustellen.“
Werbepause für TV-Sender
Dass die Pausen auch gemacht werden, wenn es gar nicht heiß ist, sorgt für große Kritik. Ein Vorwurf: Es geht mal wieder nur ums Geldverdienen. Wenn Pause ist, kann man Werbung machen.
Das britische TV-Netzwerk ITV erwartet die kommerziell erfolgreichste Fußballübertragung seiner Geschichte. Die Werbeeinnahmen sind 30 Prozent höher als bei der EM 2024. In den USA werden Werbeblöcke gezeigt, die Pausen werden von Unternehmen „präsentiert“. In der ARD, dem ZDF und Magenta TV zeigen auch die Rechteinhaber in Deutschland im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten Werbung in den Unterbrechungen.
 
GESTERN7:09 Uhr

Siegtor in den letzten Minuten aberkannt

Das Spiel zwischen Ägypten und Iran endet mit einem 1:1-Unentschieden. Im WM-Stadion von Seattle traf zunächst Mahmoud Saber für Ägypten (5.) und wenig später Ramin Rezaeian für den Iran (14.). Mehdi Taremi scheiterte zudem mit einem Foulelfmeter an Ägyptens Torwart Ufa Schobeir (11.).
In der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit schoss Shoja Khalilzadeh dann das vermeintliche Tor zum 2:1 für den Iran. Nach einer Videoüberprüfung zogen die Schiedsrichter den Treffer zurück, da sich Khalilzadeh im Abseits befand.

Ergebnisse der Gruppe G: Belgien und Ägypten sind sicher weiter, Neuseeland sicher ausgeschieden. Iran kann noch hoffen.

Foto: ts/Epoch Times

 
GESTERN7:04 Uhr

Belgien gewinnt 5:1 gegen Neuseeland

Belgiens Fußballer haben ein Aus in der Gruppe G dank Doppeltorschütze Leandro Trossard abgewendet und den Einzug in die Runde der letzten 32 geschafft. Das Team um Starspieler Kevin De Bruyne gewann in Vancouver ungefährdet mit 5:1 (1:0) gegen Neuseeland.
Doppeltorschütze Trossard (28./50.), De Bruyne (66.), Romelu Lukaku (86.) und Alexis Saelemaekers (90.+4) sorgten mit ihren Treffern für den Erfolg der Belgier vor 52.497 Zuschauern. Elijah Just (84.) konnte zumindest den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:3 für die Neuseeländer erzielen.
 
GESTERN6:00 Uhr

Deutschland spielt gegen Paraguay

Die deutsche Elf trifft bei der WM im Sechzehntelfinale auf Paraguay. Durch den Sieg Spaniens gegen Uruguay herrscht für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann nun endgültig Klarheit über den Gegner im ersten K.-o.-Duell. Das Spiel gegen die Südamerikaner findet am Montagabend um 22:30 Uhr nahe Boston statt.
Das bislang letzte WM-Duell zwischen den beiden Nationen gab es bei der Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea. Damals siegte Deutschland im Achtelfinale dank eines späten Treffers von Oliver Neuville mit 1:0.

Oliver Neuville im Duell mit zwei Fußballern aus Paraguay bei der WM 2002.

Foto: Sandra Behne/Bongarts/Getty Images

Für die Verteilung der Gruppendritten gab es aufgrund des komplexen WM-Modus insgesamt 495 Szenarien – alle verbliebenen ergeben nun schon vor Abschluss der kompletten Vorrunde Paraguay als deutschen Gegner. Schottland und Schweden fielen als letzte mögliche Alternativen heraus.
Außerdem steht der weitere Weg durch das Turnier bei einem möglichen Sieg schon fest. Sollte Deutschland weiterkommen, geht es gegen den Sieger der Partie zwischen Topfavorit Frankreich und Schweden, die am Dienstag um 23:00 Uhr in East Rutherford, USA, aufeinandertreffen.
 
GESTERN4:17 Uhr

Unentschieden im zweiten Duell der Gruppe H

In der zweiten Partie der Gruppe H hatten die Zuschauer in Houston, USA, wenig zu jubeln. Der afrikanische Inselstaat Kap Verde beendete das Spiel gegen Saudi-Arabien mit einem 0:0-Unentschieden. Damit gelang Kap Verde, einem Land mit nur 600.000 Einwohnern, die Sensation: Sie stehen in der K.-o.-Runde.
Zum Abschluss von WM-Gruppe H ist Spanien auf Platz 1, Kap Verde nach drei Unentschieden auf Platz 2, Uruguay landet auf Platz 3 ohne Chancen auf ein Weiterkommen, für Saudi-Arabien ist die WM als Gruppenletzter ebenfalls vorbei.

Ergebnisse der Gruppe H: Spanien und Kap Verde schaffen den Einzug in die K.o-Phase. Uruguay und Saudi-Arabien sind ausgeschieden.

Foto: ts/Epoch Times

 
GESTERN4:14 Uhr

Spanien gewinnt mühevoll

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat sich Spanien am Abend nur mit viel Mühe und mit einem 1:0 gegen Uruguay durchgesetzt. Die La Roja starteten stark, setzten Uruguay von Beginn an unter Druck und dominierten das Spielgeschehen. Der entscheidende Treffer fiel jedoch erst zum Ende der ersten Halbzeit durch Alex Baena (42.).
In der zweiten Halbzeit erhöhte Uruguay den Druck und spielte offensiver, um den Ausgleich zu erzwingen. Doch die Spanier verteidigten geschickt und ließen kaum Chancen zu. In der Schlussphase des Spiels wurde Agustin Canobbio nach einem rüden Foulspiel mit der Roten Karte des Feldes verwiesen, was die Hoffnungen Uruguays weiter schmälerte.
 
GESTERN0:05 Uhr

Spiele am Samstag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 02:00 Uhr: Uruguay gegen Spanien in Guadalajara, Mexiko
  • 02:00 Uhr: Kap Verde gegen Saudi-Arabien in Houston, USA
  • 05:00 Uhr: Neuseeland gegen Belgien in Vancouver, Kanada
  • 05:00 Uhr: Ägypten gegen Iran in Seattle, USA
  • 23:00 Uhr: Panama gegen England in New York, USA
  • 23:00 Uhr: Kroatien gegen Ghana in Philadelphia, USA
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Montag, den 29. Juni, um 22:30 Uhr gegen Paraguay statt.
 
26. Juni23:10 Uhr

Senegal besiegt Irak mit 5:0

Mit einem Sieg hat Senegal seine Chance auf den Einzug in die K.-o.-Phase der Fußball-WM deutlich verbessert und das Turnier für Irak vorzeitig beendet. In Überzahl kamen die Westafrikaner beim 5:0 (1:0) zu ihrem ersten Erfolg bei der Weltmeisterschaft und dürfen auf einen Platz im Sechzehntelfinale hoffen.
Vor 43.036 Zuschauern erzielten Habib Diarra (4.), Ismaila Sarr (56.), Pape Gueye (59./71.) und Iliman Ndiaye (82.) die Tore für den ursprünglichen Afrika-Cup-Gewinner, dem der Titel mehrere Wochen nach dem siegreichen Skandal-Finale gegen Marokko vom Kontinentalverband aberkannt worden war.
Für die Iraker, die nach einer frühen Roten Karte für Rebin Sulaka (14.) lange in Unterzahl spielen mussten, endete die zweite WM-Teilnahme nach 1986 genauso wie die Premiere vor 40 Jahren: Sie müssen nach drei Vorrunden-Niederlagen ohne Erfolgserlebnis die Heimreise antreten.

Erbegnisse der Gruppe I: Frankreich überholt Norwegen dank einen 4:1 gegen die Skandinavier. Beide Mannschaften sind weiter. Senegal hat es nicht mehr selbst in der Hand. Für den Irak ist die WM beendet.

Foto: ts/Epoch Times

 
26. Juni22:00 Uhr

Dembélé-Hattrick schockt Norwegen

Frankreich dominiert dank Dembélés Effizienz das Spiel und gewinnt 4:1 gegen Norwegen. Die Nordmänner, ohne den in der Startelf stehenden Erling Haaland, zeigten sich defensiv anfällig, konnten aber durch Aasgaard kurzzeitig verkürzen.
Für die Équipe Tricolore war das Tor von Ousmane Dembélé ein Traumstart (7.) und brachte Frankreich früh in Führung. Wenig später folgte das nächste Tor: Erneut bediente Real-Madrid-Star Kylian Mbappé seinen Teamkollegen Dembélé, der den Ball im Tor versenkte (20.). Bereits eine Minute später kam die Antwort der Norweger mit einem Treffer von Thelo Aasgaard (21.). Doch noch in der ersten Halbzeit folgte das dritte Tor Frankreichs durch Dembélé (32.).
In der zweiten Halbzeit schaltete die Équipe Tricolore spürbar einen Gang zurück, behielt aber die Kontrolle über das Geschehen. Die Norweger zeigten dennoch großen Kampfgeist, jedoch ohne Tore erzielen zu können. Als sich alle bereits an das 3:1 glaubten, schlugen die Franzosen noch einmal zu und Désiré Doué erzielte das 4:1 (90+4).
 
26. Juni17:04 Uhr

Nagelsmann plant keine Kimmich-Versetzung ins Mittelfeld

Julian Nagelsmann plant nach der ersten Niederlage der Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft keine radikalen Umbauten. Der Bundestrainer schloss nach dem 1:2 gegen Ecuador im für die Tabelle nicht mehr wichtigen letzten Gruppenspiel vor allem eine Versetzung von Kapitän Joshua Kimmich ins Mittelfeld für das erste K.-o.-Spiel am Montag in der Runde der letzten 32 aus. Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha haben weiter sein Vertrauen.
„Ich will auf Felix und Pavlo nicht verzichten. Ich finde, dass sie es gut machen. Im Fußball kann man nichts ausschließen, aber ein Wechsel ist akut nicht geplant“, sagte Nagelsmann bei der Pressekonferenz in East Rutherford mit Blick auf das Sechzehntelfinale gegen einen noch nicht feststehenden Gruppendritten. Kimmich selbst sagte dazu: „Das ist einzig und alleine die Entscheidung des Trainers. Und wo er das Gefühl hat, wo ich am besten weiterhelfen kann. Da spiele ich dann.“

Julian Nagelsmann, Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft, verlässt nach der 1:2-Niederlage das Spielfeld in East Rutherford, New Jersey.

Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

 
26. Juni16:57 Uhr

Wie Nagelsmann das Zauberduo „Wusiala“ starkredet

Er kommt einfach nicht, der große „Wusiala“-Moment. Bei der Heim-Europameisterschaft 2024 legten Jamal Musiala und Florian Wirtz als erste Torschützen einen Knallstart hin. Im Zusammenspiel zauberten sie und ergänzten sich fast schon blind. Deutschland feierte ein neues, junges Zauber-Duo. Und zwei Jahre später? Geht das Warten auch nach dem dritten WM-Spiel und dem tabellarisch folgenlosen 1:2 gegen Ecuador weiter.
Die beiden Offensivstars finden nicht in den erhofften Turnier-Flow. Auch wenn der Bundestrainer im Endspielstadion vor den Toren New Yorks lauten Zweifeln an den kreativen Dribblern verbal energisch entgegentrat. Julian Nagelsmann glaubt fest daran, dass es in der K.-o.-Phase klick macht bei „Wusiala“.
Zum 23 Jahre alten Liverpool-Star Wirtz (44 Länderspiele/11 Tore) sagte Nagelsmann: „Flo war sehr bemüht, hat Gas gegeben. Es fehlt das Fortune in der einen oder anderen Situation. Es fehlt ihm so ein bisschen das Tor, die Dosenöffner-Aktion. Aber das wird kommen, ganz sicher.“
Zum ebenfalls 23 Jahre alten Bayern-Ass Musiala, der in der WM-Saison monatelang verletzt ausgefallen war, äußerte der Bundestrainer: „Bei Jamal, da geht es nur um Rhythmus. Er war über ein Jahr weg bei uns. Ihm müssen wir Rhythmus geben. Wir wissen alle, was für Fähigkeiten er hat. Das müssen wir alle gemeinsam aus ihm rauskitzeln – er auch. Er hat ja schon getroffen.“ Beim 7:1 gegen Curaçao. „Er muss an sich glauben und nicht so viel nachdenken.“

Jamal Musiala (r.) aus Deutschland feiert gemeinsam mit seinen Teamkollegen Joshua Kimmich (m.) und Florian Wirtz (l.) das vierte Tor seiner Mannschaft während des internationalen Freundschaftsspiels zwischen Deutschland und Finnland am 31. Mai 2026 in Mainz, Deutschland.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

 
26. Juni6:14 Uhr

Türkei besiegt USA knapp

Die Türkei hat im Spiel gegen die USA kurz vor Abpfiff der Partie das 3:2 erzielen können. In der Partie gerieten die Türken früh in Rückstand, als Auston Trusty den Ball ins Tor beförderte (3.). Doch die Mannschaft von Vincenzo Montella zeigte Kampfgeist und glich wenig später aus durch Arda Güler aus (10.). Noch in der ersten Halbzeit gingen die Türken dann durch Baris Yilmaz in Führung (31.).
Zu Beginn der zweiten Halbzeit erzielte die USA durch Sebastian Berhalter den Ausgleich (49.). In der Nachspielzeit gelang Kaan Ayhan den entscheidenden Treffer für die Türkei (90+8). Trotz des Sieges ist das WM der Türkei längst besiegelt, während die USA trotz Niederlage Erster der Gruppe D ist.
Im parallelen Spiel zwischen Paraguay und Australien – ebenfalls aus der Gruppe D – gab es ein 0:0 Unentschieden. Australien ist mit einem Sieg, einer Niederlage und einem Unentschieden als Gruppenzweiter fix. Ob es für Paraguay als Dritter der Gruppe bei der WM weitergeht, ist noch offen.
 
26. Juni3:12 Uhr

Japan sichert zweiten Platz gegen Schweden

In der Nacht hat sich Japan durch ein 1:1 im Duell mit Schweden den zweiten Platz in Gruppe F und somit den direkten Einzug in die K.o.-Runde gesichert. Im Parallelspiel hat die Niederlande ihre Pflichtaufgabe gegen Tunesien mit 3:1 erledigt und den 1. Platz in der Gruppe verteidigt.
Im Spiel Japan gegen Schweden tasteten sich beide Mannschaften zunächst ab und wollten keine Fehler machen. In der ersten Halbzeit gab es wenige klare Torchancen. Nach der Halbzeitpause nahm das Spiel an Fahrt auf. In Führung ging dann Japan durch Daizen Maeda (56.). Schweden ließ sich davon nicht beirren und glich wenig später aus durch Anthony Elanga aus (62.). Trotz Bemühungen bliebt das restliche Spiel torlos.
Trotz des Unentschiedens zieht auch Schweden als einer der besten Gruppendritten in das Sechzehntelfinale ein. In der Partie Niederlande gegen Tunesien stand das Ausscheiden in der Gruppenphase für die Nordafrikaner schon vor dem letzten Gruppenspiel fest. Für die Niederlande geht es in der ersten K.o.-Runde am Dienstag (30.6.) gegen Marokko.
 
26. Juni0:05 Uhr

Spiele am Freitag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 01:00 Uhr: Tunesien gegen Niederlande in Kansas City, USA
  • 01:00 Uhr: Japan gegen Schweden in Dallas, USA
  • 04:00 Uhr: Türkei gegen USA in Los Angeles, USA
  • 04:00 Uhr: Paraguay gegen Australien in San Francisco
  • 21:00 Uhr: Norwegen gegen Frankreich in Boston, USA
  • 21:00 Uhr: Senegal gegen Irak in Toronto, Kanada
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am Montag, den 29. Juni, um 22:30 Uhr statt. Der Gegner ist derzeit noch unbekannt.
 
25. Juni23:59 Uhr

Deutschland 1:2 Ecuador / Curaçao 0:2 Elfenbeinküste

Deutschland hat sein letztes Gruppenspiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Ecuador mit 1:2 verloren. Die Partie begann mit einem schnellen Treffer von Leroy Sané (2.), der nach einer Vorlage von Florian Wirtz per Linksschuss traf. Es war laut diverser Statistik-Experten der früheste deutsche Treffer bei einer WM seit 1934. Doch Ecuador ließ sich nicht beirren und glich bereits wenig später durch Nilson Angulo aus (9.).
Während für Deutschland schon vor dem Fußballabend ein Weiterkommen sicher war, musste Ecuador gewinnen, um das Sechzehntelfinale zu erreichen. Die Südamerikaner präsentierten sich flink, kraftvoll und bereiteten den Deutschen zunehmende Sorgen. Auch der in der zweiten Halbzeit wieder eingewechselte „Joker“ Deniz Undav konnte nicht punkten. Stattdessen erhöhte Ecuador den Druck und belohnte sich mit dem Siegtreffer (78.).
In der parallel in Gruppe E ausgetragenen Partie gewann die Elfenbeinküste gegen Curacao mit 2:0. Deutschland ist trotzdem Sieger der Gruppe E. Außerdem kommt die Elfenbeinküste als Gruppenzweiter in die K.-o.-Runde. Ecuador ist mit vier Punkten auf Platz 3 der Tabelle ebenfalls gut genug für ein Weiterkommen, Curaçao scheidet aus.

Deutschland konnte das Momentum aus dem 7:1 gegen Curacao nicht mitnehmen, bleibt aber Gruppenerster. Die Elfenbeinküste ist ebenfalls sicher weiter, auch Ecuador hat gute Chancen als einer der acht besten Gruppendritter in die K.o.-Phase einzuziehen.

Foto: ts/Epoch Times

 
25. Juni15:50 Uhr

Reaktionen von Fans

 
25. Juni13:02 Uhr

Gündogan kritisiert TV-Experten

Der frühere Fußball-Nationalelfkapitän Ilkay Gündogan sieht den Einfluss von Expertenmeinungen kritisch. „Manche wollen heute selbst die Stars sein. Für Spieler kann das Folgen haben“, so Gündogan. Unsachliche Kritiken würden ihn ärgern. „Sie ziehen Spieler runter, besonders, wenn sie sensibel sind. Und glauben Sie mir: Viele von uns Fußballern sind sensibel.“
Die Äußerung von TV-Experte Jürgen Klopp in Richtung Bundestrainer Julian Nagelsmann zu WM-Beginn, Nagelsmann würde „noch“ die Aufstellung machen, empfand Gündogan als „flapsigen Spruch“ und „etwas unglücklich“. Aber: „Anders als Spieler dürfen Trainer nicht zu sensibel sein. Julian ist das nicht“, so Gündogan.
Gündogan führte die Elf des Deutschen Fußball-Bundes bei der EM 2024 in Deutschland an.
 
25. Juni9:35 Uhr

Undav bleibt Joker

Julian Nagelsmann wird gegen Ecuador die Startelf lediglich auf zwei Positionen verändern. „Wir werden die Wechsel vornehmen, die wir müssen“, kündigte der Bundestrainer an.
Antonio Rüdiger wird im Abwehrzentrum Nico Schlotterbeck ersetzen, für den das Turnier nach einer schweren Bänderverletzung am linken Fuß vorzeitig beendet ist.
David Raum ersetzt auf der linken Außenverteidigerposition Nathaniel Brown. Der Frankfurter klagt über muskuläre Probleme an den Adduktoren und absolvierte beim Abschlusstraining in Winston-Salem ein individuelles Programm. Für Rüdiger und Raum ist es jeweils der erste WM-Einsatz in der Startformation.
Der dreifache Torschütze Undav soll wie zuvor wieder Schwung von der Bank bringen. „Im Laufe des Spiels werden wir wieder versuchen, gute Entscheidungen zu treffen“, sagte Nagelsmann zu Wechseln.
Stürmer der deutschen Elf: Deniz Undav

Deniz Undav beim Freundschaftsspiel gegen Finnland am 31. Mai 2026.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

Der 29-jährige Undav, der die Pressekonferenz gemeinsam mit Nagelsmann bestritt, akzeptiert seine Joker-Rolle, wie er erklärte. „Wenn ich unzufrieden wäre, wäre ich nicht hier“, sagte der Stürmer des VfB Stuttgart. Jeder Spieler kenne seine Rolle: „Ich bin zweimal von der Bank gekommen – und wir haben die Spiele gewonnen. Wichtig ist, dass wir als Mannschaft so weit wie möglich kommen.“
Trotz seiner nur 58 Minuten mischt Undav mit seinen drei Treffern unter den Toptorjägern der WM mit. Angeführt wird die Torschützenliste von Weltmeister Lionel Messi mit fünf Treffern. Auch Undav ist von dem Argentinier begeistert, der gestern 39 wurde. „Ich genieße seine Spiele. Er läuft zwar nur noch sieben oder acht Kilometer im Spiel. Aber was er mit dem Ball macht, ist überragend.“
 
25. Juni8:01 Uhr

Südafrika feiert und feiert und feiert

Nach dem historischen Einzug in die K.-o.-Phase der WM gab es bei Südafrikas Fußballern kein Halten mehr. Trainer Hugo Broos sank überwältigt auf die Knie, seine Schützlinge tanzten auf dem Rasen ausgelassen eine Polonaise.
„Das ist ein sehr emotionaler Moment. Ich habe immer an diese Mannschaft geglaubt. Selbst in den vergangenen Wochen, als die Kritik sehr, sehr hart war“, sagte Trainer Broos.
Die Zusammenarbeit mit den Spielern sei für ihn „vielleicht etwas Einzigartiges. Ich bin zwar der Trainer, aber eigentlich auch nicht. Ich sehe mich eher als ihren Freund. Es ist eine fantastische Beziehung“, schilderte Broos das Verhältnis und stellte fest: „Ich denke, was wir bisher geleistet haben, ist schon ein kleines Wunder.“

Die südafrikanischen Spieler grüßen die Fans, als sie nach dem 1:0-Sieg gegen die Republik Korea am 24. Juni 2026 im Monterrey-Stadion in Guadalupe, Mexiko, den Platz verlassen.

Foto: David Ramos/Getty Images

 
25. Juni5:22 Uhr

Mexiko schießt Tschechien ins Aus

Tschechien hat sein letztes Vorrundenspiel mit 3:0 verloren. Gegner Mexiko stand schon vorher als Sieger von Gruppe A fest und hatte es in der Partie während der ersten Halbzeit ruhig angehen lassen. Tschechien hingegen musste gewinnen, um sich eine Chance auf das Weiterkommen zu bewahren, konnte jedoch keine hochkarätigen Chancen herausspielen.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Tschechien den Druck, was Mexiko die Möglichkeit gab, Fehler auszunutzen. So brachte Mateo Chavez die Mexikaner spät in Führung (55.), nachdem Tschechien den Ball auf Höhe der Mittellinie verlor. Mexiko nutzte die sich bietenden Räume weiter aus und erhöhte durch Julian Quinones auf 2:0 (61.). Kurz vor dem Schlusspfiff setzte Alvaro Fidalgo den Schlusspunkt und traf zum 3:0-Endstand (90+4.).
Mexiko wird damit am 30. Juni gegen einen Drittplatzierten aus den Gruppen C, E, F, H oder I antreten. Zudem ist in Gruppe A Südafrika als Zweiter sicher und damit ebenfalls im Sechzehntelfinale. Südkorea muss dagegen als Dritter auf ein Weiterkommen hoffen. Für Tschechien ist die WM schon sicher zu Ende.
 

Platzierungen der Gruppe A: Mexiko und Südafrika sind sicher weiter und bestreiten am 28. Juni um 21:00 Uhr in Los Angeles das erste Sechzehntelfinale. Südkorea muss für das Weiterkommen auf Schützenhilfe aus anderen Gruppen hoffen. Von zwölf Gruppendritten kommen nur acht weiter.

Foto: ts/Epoch Times

 
25. Juni5:10 Uhr

Historisch: Südafrika übersteht erstmals WM-Vorrunde

Südafrika hat bei seiner vierten WM-Teilnahme erstmals die K.-o.-Phase erreicht und damit nationale Fußball-Geschichte geschrieben. Das Team des belgischen Trainers Hugo Broos gewann das letzte Vorrundenspiel gegen Südkorea mit 1:0 (0:0) und schloss die Gruppe A als Zweiter ab.
Die Ausgangslage war klar: Den Asiaten reichte ein Remis zum sicheren Weiterkommen. Südafrika dagegen musste voll auf Sieg spielen. Den besseren Start erwischte Südkorea, doch trotz mehrerer Chancen erzielten die Südkoreaner um Bayern-Profi Min-jae Kim kein Tor. Die erste Halbzeit verlief insgesamt torlos.
In der zweiten Halbzeit verlief das Spiel aus der Südkoreaner trotz Auswechslungen weiterhin müde. Stattdessen blieb Südafrika am Drücker und belohnte sich nach gut einer Stunde. Vor 51.243 Zuschauern in Monterrey sorgte Thapelo Maseko mit seinem Treffer in der 63. Minute für grenzenlosen Jubel bei Bafana Bafana.
Im Sechzehntelfinale trifft Südafrika am Sonntag in Inglewood bei Los Angeles auf Co-Gastgeber Kanada. Südkorea beendete die Vorrunde mit drei Punkten auf Rang drei und muss jetzt um das Weiterkommen zittern.
 
25. Juni2:18 Uhr

Marokko besiegt Haiti

Die Partie Marokko gegen Haiti begann mit einem überraschenden Führungstreffer für Haiti, als Lenny Joseph mit der Hacke traf (10.). Marokko glich durch Achraf Hakimi aus, der nach einem abgefälschten Schuss über die Torlinie drückte (39.). Kurz vor der Halbzeitpause gelang Haiti erneut die Führung durch Wilson Isidor (43.). Doch Marokko ließ sich nicht beirren und glich noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch Ismael Saibari aus (45+1.).
In der zweiten Halbzeit übernahm Marokko zunehmend die Kontrolle. Soufiane Rahimi brachte die Nordafrikaner dann erstmals in Führung (78.). Den Schlusspunkt setzte Gessime Yassine in der 89. Minute. Trotz des doch am Ende deutlichen Sieges reichte es für Marokko nur für den zweiten Platz in der Gruppe und einen Punktegleichstand mit Brasilien. Für Haiti ist dagegen die WM beendet.
 

Platzierungen der Gruppe C: Brasilien und Marokko stehen sicher im Sechzehntelfinale. Schottland kann hoffen. Haiti ist raus.

Foto: ts/Epoch Times

 
25. Juni2:11 Uhr

Brasilien durch Sieg gegen WM-Liebling Gruppenerster

Brasilien hat souverän mit 3:0 gegen Schottland gewonnen und sich somit den Gruppensieg in Gruppe C gesichert. Bereits früh nutzte Vinicius Junior einen Fehler der Schotten aus und brachte die Selecao in Führung (7.). Kurz vor der Halbzeit erhöhte Vinicius Junior per Kopf nach einer Flanke auf 2:0 (45+3.).
In der zweiten Halbzeit setzte Brasilien seinen dominanten Auftritt fort. Matheus Cunha traf nach einem sehenswerten Spielzug zum 3:0 (60.). Die Schotten hatten kaum Chancen und konnten die brasilianische Abwehr nicht in Bedrängnis bringen. Superstar Neymar feierte nach 981 Tagen sein Comeback im Nationalteam und wurde in der 76. Minute eingewechselt.
 
25. Juni0:05 Uhr

Spiele am Donnerstag

Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 00:00 Uhr: Schottland gegen Brasilien in Miami, USA
  • 00:00 Uhr: Marokko gegen Haiti in Atlanta, USA
  • 03:00 Uhr: Tschechien gegen Mexiko in Mexiko-Stadt
  • 03:00 Uhr: Südafrika gegen Südkorea in Monterrey, Mexiko
  • 22:00 Uhr: Ecuador gegen Deutschland in New York, USA
  • 22:00 Uhr: Curaçao gegen Elfenbeinküste in Philadelphia, USA
 
24. Juni23:02 Uhr

Schweiz ist Gruppensieger

Die Schweiz hat Kanada in Gruppe B mit 2:1 besiegt und sich damit den Gruppensieg gesichert. Durch den Erfolg darf die Nati in die K.-o.-Phase einziehen und spielt am 3. Juli (Gegner noch unbekannt), während Kanada seine WM-Reise mit einem Spiel gegen Südafrika am 28. Juni fortsetzt. Auch für Bosnien-Herzegowina geht es in das Sechzehntelfinale, nicht aber für Katar.

Silvan Widmer (#3) und seine Schweizer Teamkollegen haben sich mit einem 2:1 gegen Kanada in die K.o.-Runde geschossen.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

Die Ergebnisse der Gruppe B.

Foto: ts/Epoch Times

 
24. Juni23:54 Uhr

Klopp über deutsche Elf: „Fußball spielen können wir“

Startrainer Jürgen Klopp ist vom bisherigen Auftreten der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM angetan, sieht defensiv aber auch noch Steigerungspotenzial.
„Wir haben gesehen: Fußball spielen können wir. Ich mag die Art und Weise, wie wir spielen. Wir haben verschiedene Abläufe“, sagte der 59-Jährige bei einem Besuch des Adidas Home of Soccer, einem Fantreff in New York. „Defensiv können wir gern noch ein bisschen mehr Griff kriegen. Dann kann es weit gehen bei diesem Turnier.“ Klopp lobte besonders den Teamgeist der DFB-Auswahl.
Auch Sami Khedira, Weltmeister von 2014, hob die Widerstandsfähigkeit des DFB-Teams hervor. Er zollte sowohl der Mannschaft als auch Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der Medienrunde am Hudson River ein „großes Lob“.
Ob Nagelsmann angesichts des bereits feststehenden Gruppensiegs beim Vorrundenabschluss gegen Ecuador heute rotieren sollte? Das müsse der Trainer entscheiden, betonte Klopp. „Meine Meinung war immer: Niemand weiß so gut über meine Mannschaft Bescheid wie ich. In dem Fall weiß niemand so gut Bescheid über die Mannschaft wie Julian. Er wird die richtige Entscheidung treffen.“
Jürgen Klopp (r.) beim Plausch mit 2014er-Weltmeister Sami Khedira.

Jürgen Klopp (r.) beim Plausch mit 2014er-Weltmeister Sami Khedira.

Foto: Federico Gambarini/dpa

 
(Mit Material der Nachrichtenagenturen.)
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TICKER Fußball-WM: Neueste Entwicklungen um Kimmich & Co.


Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) gegeneinander an:
  • 00:00 Uhr: Schottland gegen Brasilien in Miami, USA
  • 00:00 Uhr: Marokko gegen Haiti in Atlanta, USA
  • 03:00 Uhr: Tschechien gegen Mexiko in Mexiko-Stadt
  • 03:00 Uhr: Südafrika gegen Südkorea in Monterrey, Mexiko
  • 22:00 Uhr: Ecuador gegen Deutschland in New York, USA (Übertragung: ARD)
  • 22:00 Uhr: Curaçao gegen Elfenbeinküste in Philadelphia, USA

HEUTE15:50 Uhr

Einige Reaktionen von Fans

 
HEUTE13:02 Uhr

Gündogan kritisiert TV-Experten

Der frühere Fußball-Nationalelfkapitän Ilkay Gündogan sieht den Einfluss von Expertenmeinungen kritisch. „Manche wollen heute selbst die Stars sein. Für Spieler kann das Folgen haben“, so Gündogan. Unsachliche Kritiken würden ihn ärgern. „Sie ziehen Spieler runter, besonders, wenn sie sensibel sind. Und glauben Sie mir: Viele von uns Fußballern sind sensibel.“
Die Äußerung von TV-Experte Jürgen Klopp in Richtung Bundestrainer Julian Nagelsmann zu WM-Beginn, Nagelsmann würde „noch“ die Aufstellung machen, empfand Gündogan als „flapsigen Spruch“ und „etwas unglücklich“. Aber: „Anders als Spieler dürfen Trainer nicht zu sensibel sein. Julian ist das nicht“, so Gündogan.
Gündogan führte die Elf des Deutschen Fußball-Bundes bei der EM 2024 in Deutschland an.
 
HEUTE9:35 Uhr

Undav bleibt Joker

Julian Nagelsmann wird gegen Ecuador die Startelf lediglich auf zwei Positionen verändern. „Wir werden die Wechsel vornehmen, die wir müssen“, kündigte der Bundestrainer an.
Antonio Rüdiger wird im Abwehrzentrum Nico Schlotterbeck ersetzen, für den das Turnier nach einer schweren Bänderverletzung am linken Fuß vorzeitig beendet ist.
David Raum ersetzt auf der linken Außenverteidigerposition Nathaniel Brown. Der Frankfurter klagt über muskuläre Probleme an den Adduktoren und absolvierte beim Abschlusstraining in Winston-Salem ein individuelles Programm. Für Rüdiger und Raum ist es jeweils der erste WM-Einsatz in der Startformation.
Der dreifache Torschütze Undav soll wie zuvor wieder Schwung von der Bank bringen. „Im Laufe des Spiels werden wir wieder versuchen, gute Entscheidungen zu treffen“, sagte Nagelsmann zu Wechseln.
Der 29-jährige Undav, der die Pressekonferenz gemeinsam mit Nagelsmann bestritt, akzeptiert seine Joker-Rolle, wie er erklärte. „Wenn ich unzufrieden wäre, wäre ich nicht hier“, sagte der Stürmer des VfB Stuttgart. Jeder Spieler kenne seine Rolle: „Ich bin zweimal von der Bank gekommen – und wir haben die Spiele gewonnen. Wichtig ist, dass wir als Mannschaft so weit wie möglich kommen.“
Trotz seiner nur 58 Minuten mischt Undav mit seinen drei Treffern unter den Toptorjägern der WM mit. Angeführt wird die Torschützenliste von Weltmeister Lionel Messi mit fünf Treffern. Auch Undav ist von dem Argentinier begeistert, der gestern 39 wurde. „Ich genieße seine Spiele. Er läuft zwar nur noch sieben oder acht Kilometer im Spiel. Aber was er mit dem Ball macht, ist überragend.“
 
HEUTE8:01 Uhr

Südafrika feiert und feiert und feiert

Nach dem historischen Einzug in die K.-o.-Phase der WM gab es bei Südafrikas Fußballern kein Halten mehr. Trainer Hugo Broos sank überwältigt auf die Knie, seine Schützlinge tanzten auf dem Rasen ausgelassen eine Polonaise.
„Das ist ein sehr emotionaler Moment. Ich habe immer an diese Mannschaft geglaubt. Selbst in den vergangenen Wochen, als die Kritik sehr, sehr hart war“, sagte Trainer Broos.
Die Zusammenarbeit mit den Spielern sei für ihn „vielleicht etwas Einzigartiges. Ich bin zwar der Trainer, aber eigentlich auch nicht. Ich sehe mich eher als ihren Freund. Es ist eine fantastische Beziehung“, schilderte Broos das Verhältnis und stellte fest: „Ich denke, was wir bisher geleistet haben, ist schon ein kleines Wunder.“

Die südafrikanischen Spieler grüßen die Fans, als sie nach dem 1:0-Sieg gegen die Republik Korea am 24. Juni 2026 im Monterrey-Stadion in Guadalupe, Mexiko, den Platz verlassen.

Foto: David Ramos/Getty Images

 
HEUTE5:22 Uhr

Mexiko schießt Tschechien ins Aus

Tschechien hat sein letztes Vorrundenspiel mit 3:0 verloren. Gegner Mexiko stand schon vorher als Sieger von Gruppe A fest und hatte es in der Partie während der ersten Halbzeit ruhig angehen lassen. Tschechien hingegen musste gewinnen, um sich eine Chance auf das Weiterkommen zu bewahren, konnte jedoch keine hochkarätigen Chancen herausspielen.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Tschechien den Druck, was Mexiko die Möglichkeit gab, Fehler auszunutzen. So brachte Mateo Chavez die Mexikaner spät in Führung (55.), nachdem Tschechien den Ball auf Höhe der Mittellinie verlor. Mexiko nutzte die sich bietenden Räume weiter aus und erhöhte durch Julian Quinones auf 2:0 (61.). Kurz vor dem Schlusspfiff setzte Alvaro Fidalgo den Schlusspunkt und traf zum 3:0-Endstand (90+4.).
Mexiko wird damit am 30. Juni gegen einen Drittplatzierten aus den Gruppen C, E, F, H oder I antreten. Zudem ist in Gruppe A Südafrika als Zweiter sicher und damit ebenfalls im Sechzehntelfinale. Südkorea muss dagegen als Dritter auf ein Weiterkommen hoffen. Für Tschechien ist die WM schon sicher zu Ende.
 

Platzierungen der Gruppe A: Mexiko und Südafrika sind sicher weiter und bestreiten am 28. Juni um 21:00 Uhr in Los Angeles das erste Sechzehntelfinale. Südkorea muss für das Weiterkommen auf Schützenhilfe aus anderen Gruppen hoffen. Von zwölf Gruppendritten kommen nur acht weiter.

Foto: ts/Epoch Times

 
HEUTE5:10 Uhr

Historisch: Südafrika übersteht erstmals WM-Vorrunde

Südafrika hat bei seiner vierten WM-Teilnahme erstmals die K.-o.-Phase erreicht und damit nationale Fußball-Geschichte geschrieben. Das Team des belgischen Trainers Hugo Broos gewann das letzte Vorrundenspiel gegen Südkorea mit 1:0 (0:0) und schloss die Gruppe A als Zweiter ab.
Die Ausgangslage war klar: Den Asiaten reichte ein Remis zum sicheren Weiterkommen. Südafrika dagegen musste voll auf Sieg spielen. Den besseren Start erwischte Südkorea, doch trotz mehrerer Chancen erzielten die Südkoreaner um Bayern-Profi Min-jae Kim kein Tor. Die erste Halbzeit verlief insgesamt torlos.
In der zweiten Halbzeit verlief das Spiel aus der Südkoreaner trotz Auswechslungen weiterhin müde. Stattdessen blieb Südafrika am Drücker und belohnte sich nach gut einer Stunde. Vor 51.243 Zuschauern in Monterrey sorgte Thapelo Maseko mit seinem Treffer in der 63. Minute für grenzenlosen Jubel bei Bafana Bafana.
Im Sechzehntelfinale trifft Südafrika am Sonntag in Inglewood bei Los Angeles auf Co-Gastgeber Kanada. Südkorea beendete die Vorrunde mit drei Punkten auf Rang drei und muss jetzt um das Weiterkommen zittern.
 
HEUTE2:18 Uhr

Marokko besiegt Haiti

Die Partie Marokko gegen Haiti begann mit einem überraschenden Führungstreffer für Haiti, als Lenny Joseph mit der Hacke traf (10.). Marokko glich durch Achraf Hakimi aus, der nach einem abgefälschten Schuss über die Torlinie drückte (39.). Kurz vor der Halbzeitpause gelang Haiti erneut die Führung durch Wilson Isidor (43.). Doch Marokko ließ sich nicht beirren und glich noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch Ismael Saibari aus (45+1.).
In der zweiten Halbzeit übernahm Marokko zunehmend die Kontrolle. Soufiane Rahimi brachte die Nordafrikaner dann erstmals in Führung (78.). Den Schlusspunkt setzte Gessime Yassine in der 89. Minute. Trotz des doch am Ende deutlichen Sieges reichte es für Marokko nur für den zweiten Platz in der Gruppe und einen Punktegleichstand mit Brasilien. Für Haiti ist dagegen die WM beendet.
 

Platzierungen der Gruppe C: Brasilien und Marokko stehen sicher im Sechzehntelfinale. Schottland kann hoffen. Haiti ist raus.

Foto: ts/Epoch Times

 
HEUTE2:11 Uhr

Brasilien durch Sieg gegen WM-Liebling Gruppenerster

Brasilien hat souverän mit 3:0 gegen Schottland gewonnen und sich somit den Gruppensieg in Gruppe C gesichert. Bereits früh nutzte Vinicius Junior einen Fehler der Schotten aus und brachte die Selecao in Führung (7.). Kurz vor der Halbzeit erhöhte Vinicius Junior per Kopf nach einer Flanke auf 2:0 (45+3.).
In der zweiten Halbzeit setzte Brasilien seinen dominanten Auftritt fort. Matheus Cunha traf nach einem sehenswerten Spielzug zum 3:0 (60.). Die Schotten hatten kaum Chancen und konnten die brasilianische Abwehr nicht in Bedrängnis bringen. Superstar Neymar feierte nach 981 Tagen sein Comeback im Nationalteam und wurde in der 76. Minute eingewechselt.
 
GESTERN23:02 Uhr

Schweiz ist Gruppensieger

Die Schweiz hat Kanada in Gruppe B mit 2:1 besiegt und sich damit den Gruppensieg gesichert. Durch den Erfolg darf die Nati in die K.-o.-Phase einziehen und spielt am 3. Juli (Gegner noch unbekannt), während Kanada seine WM-Reise mit einem Spiel gegen Südafrika am 28. Juni fortsetzt. Auch für Bosnien-Herzegowina geht es in das Sechzehntelfinale, nicht aber für Katar.

Silvan Widmer (#3) und seine Schweizer Teamkollegen haben sich mit einem 2:1 gegen Kanada in die K.o.-Runde geschossen.

Foto: Alex Grimm/Getty Images

 

Platzierungen der Gruppe B: Schweiz, Kanada sowie Bosnien und Herzegowina sind weiter. Für Katar ist die WM 2026 spielerisch beendet.

Foto: ts/Epoch Times

 
GESTERN23:54 Uhr

Klopp über deutsche Elf: „Fußball spielen können wir“

Startrainer Jürgen Klopp ist vom bisherigen Auftreten der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM angetan, sieht defensiv aber auch noch Steigerungspotenzial.
„Wir haben gesehen: Fußball spielen können wir. Ich mag die Art und Weise, wie wir spielen. Wir haben verschiedene Abläufe“, sagte der 59-Jährige bei einem Besuch des Adidas Home of Soccer, einem Fantreff in New York. „Defensiv können wir gern noch ein bisschen mehr Griff kriegen. Dann kann es weit gehen bei diesem Turnier.“ Klopp lobte besonders den Teamgeist der DFB-Auswahl.
Auch Sami Khedira, Weltmeister von 2014, hob die Widerstandsfähigkeit des DFB-Teams hervor. Er zollte sowohl der Mannschaft als auch Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der Medienrunde am Hudson River ein „großes Lob“.
Ob Nagelsmann angesichts des bereits feststehenden Gruppensiegs beim Vorrundenabschluss gegen Ecuador heute rotieren sollte? Das müsse der Trainer entscheiden, betonte Klopp. „Meine Meinung war immer: Niemand weiß so gut über meine Mannschaft Bescheid wie ich. In dem Fall weiß niemand so gut Bescheid über die Mannschaft wie Julian. Er wird die richtige Entscheidung treffen.“
Jürgen Klopp (r.) beim Plausch mit 2014er-Weltmeister Sami Khedira.

Jürgen Klopp (r.) beim Plausch mit 2014er-Weltmeister Sami Khedira.

Foto: Federico Gambarini/dpa

 
(Mit Material der Nachrichtenagenturen.)
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Chinas Spionagekrieg gegen den Westen eskaliert

Seit Jahrzehnten nutzt China seinen Zugang zu westlichen Märkten, Technologien sowie akademischen und wissenschaftlichen Einrichtungen, um seine Wirtschaft aufzubauen und seinen mittlerweile beeindruckenden Technologiesektor auszubauen. Vieles davon geschah durch gegenseitige Vereinbarungen, manches jedoch durch heimliche Machenschaften, Diebstahl, Bestechung und Spionage.

Die „Five Eyes“ schlagen Alarm

Heute warnen Geheimdienste der „Five Eyes“-Allianz – bestehend aus den USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland – dass Peking sowohl den Umfang als auch die Professionalität seiner Spionageoperationen drastisch ausgeweitet hat. Jüngste gemeinsame Warnungen deuten darauf hin, dass Chinas Geheimdienstapparat sich nicht mehr ausschließlich auf den Diebstahl von Technologie und Geschäftsgeheimnissen konzentriert.
Zunehmend richten sich Pekings Spionageaktivitäten gegen Regierungsmitarbeiter, Militärangehörige, kritische Infrastruktur, Telekommunikationsnetze und sogar gegen Privatpersonen, die über nützliche Zugänge oder Informationen verfügen.
Das Ergebnis ist eine anhaltende Geheimdienstkampagne, wie sie seit dem Kalten Krieg nicht mehr zu beobachten war.
Im Juni 2026 gab das Five-Eyes-Bündnis eine seltene gemeinsame Warnung heraus, wonach chinesische Geheimdienste über LinkedIn, Indeed, Upwork und andere berufliche Netzwerkplattformen aggressiv nach Informanten suchen. Geheimdienstvertreter berichten, dass chinesische Agenten sich als Personalvermittler, Berater, Thinktank-Mitarbeiter und Forschungsunternehmen ausgeben, um Personen mit Zugang zu sensiblen Informationen ausfindig zu machen.
Dem gemeinsamen Bericht zufolge gehören zu den Zielen Personal im Verteidigungssektor, Außenpolitikexperten, Militärangehörige, Auftragnehmer der Regierung, Journalisten, Wissenschaftler und Mitarbeiter von Thinktanks. Das Ziel ist klar: der Erwerb vertraulicher militärischer, politischer, wirtschaftlicher und technologischer Informationen, die Peking einen strategischen Vorteil verschaffen können.
Britische Geheimdienstmitarbeiter berichten, dass Tausende Personen mit Verbindungen zum Parlament, zum öffentlichen Dienst und zu Verteidigungseinrichtungen auf diese Weise angesprochen wurden.
Sie haben richtig gelesen: Tausende.

Pekings bevorzugte Methoden

Chinas Geheimdienstmodell unterscheidet sich von der traditionellen Spionage nach sowjetischem Vorbild.
Anstatt sich hauptsächlich auf professionelle Geheimdienstmitarbeiter zu verlassen, setzt Peking auf ein breit gefächertes Netzwerk, das Geheimdienste, militärische Organisationen, staatliche Unternehmen, Universitäten, Tarnfirmen, Cybereinheiten und Akteure aus der Privatwirtschaft umfasst.
Die Strategie ist einfach: Informationen aus Tausenden Quellen sammeln und diese zu verwertbaren Erkenntnissen zusammenführen.
Dieser Ansatz umfasst fortlaufende Versuche, durch Cyberangriffe in staatliche und private Netzwerke einzudringen, den Diebstahl geistigen Eigentums sowie die Anwerbung von Insidern. Wie oben erwähnt, umfasst er auch die bekannte Praxis der Informationsbeschaffung im akademischen und Forschungsbereich, Einflussoperationen und die Überwachung chinesischer Gemeinschaften im Ausland sowie die Nutzung beruflicher Netzwerkplattformen.

Diese Kombination aus Archivfotos, die am 7. Mai 2026 erstellt und am 2. März 2026 aufgenommen wurden, zeigt Bill Yuen Chung Biu (l.) und Peter Wai Chi Leung, die beide wegen Beihilfe für den Geheimdienst von Hongkong angeklagt sind.

Foto: Carlos Jasso/AFP via Getty Images

Das breite Spektrum dieser Aktivitäten ermöglicht es Peking, riesige Mengen an Informationen zu sammeln und gleichzeitig eine glaubwürdige Abstreitbarkeit aufrechtzuerhalten.

Kritische Infrastruktur als primäres Ziel von „Volt Typhoon“

Die vielleicht besorgniserregendste Entwicklung betrifft Chinas Eindringen in die westliche kritische Infrastruktur.
US-Geheimdienste, darunter das FBI, die NSA und die CISA, haben gewarnt, dass eine von China staatlich geförderte Hackergruppe namens „Volt Typhoon“ mindestens fünf Jahre lang Zugriff auf Teile der amerikanischen kritischen Infrastruktur hatte, bevor sie entdeckt wurde.
Die Ziele erstrecken sich Berichten zufolge über das gesamte Spektrum von Industrie, Vertrieb und weiteren Bereichen. Dazu gehören Luftfahrt, Bahnverkehr, Seeverkehr, Pipelines, Kommunikationssysteme und die Wasserversorgung.
Was Volt Typhoon besonders alarmierend macht, ist die Einschätzung der Behörden, dass die Operation über die reine Informationsbeschaffung hinausgeht. US-Behörden gehen davon aus, dass sich die Hacker möglicherweise bereits in den Infrastrukturnetzwerken „positioniert haben“, um diese im Falle einer zukünftigen Krise oder eines Konflikts potenziell lahmzulegen.
Dies stellt eine erhebliche Eskalation gegenüber herkömmlicher Spionage dar.
Im Jahr 2023 machte Microsoft die Gruppe Volt Typhoon erstmals öffentlich bekannt.
Die Gruppe nutzte sogenannte „Living-off-the-Land“-Techniken, was bedeutet, dass sie sich auf legitime Admin-Tools stützte, die bereits in den Netzwerken der Opfer vorhanden waren, anstatt leicht nachweisbare Malware einzusetzen.
Dieser Ansatz ermöglichte es den Akteuren, über lange Zeiträume unentdeckt zu bleiben, während sie Informationen sammelten und sich langfristigen Zugriff verschafften. Guam, Standort wichtiger US-Militäreinrichtungen und Kommunikationsinfrastruktur im Pazifik, gehörte zu den bekannt gemachten Zielen.
Eine weitere, mit China verbundene Operation, bekannt als „Salt Typhoon“, konzentrierte sich Berichten zufolge auf Telekommunikationsnetze.
Sicherheitsexperten und Geheimdienstmitarbeiter bringen die Kampagne mit groß angelegten Spionageaktivitäten gegen die Kommunikationsinfrastruktur in Verbindung. Berichten zufolge zielte die Operation darauf ab, Zugang zu sensiblen Telekommunikationsdaten zu erlangen, darunter auch zur Kommunikation von Regierungsvertretern und Entscheidungsträgern.

Ein Fahndungsplakat des FBI zeigt Mitarbeiter des chinesischen Technologieunternehmens Anxun (i-Soon) Information Technology Co., Ltd., die mutmaßlich auf Anweisung und in enger Abstimmung mit dem chinesischen Ministerium für Staatssicherheit und dem Ministerium für öffentliche Sicherheit Angriffe auf Opfer weltweit verübt haben sollen.

Foto: FBI

Analysten beschreiben „Salt Typhoon“ als eine der umfangreichsten Cyberspionagekampagnen, die jemals gegen westliche Kommunikationsnetzwerke gerichtet waren.

Online-Rekrutierungsmaßnahmen

Die jüngste Sorge betrifft Chinas Nutzung sozialer und beruflicher Netzwerke.
Laut den Five-Eyes-Geheimdiensten geben sich chinesische Militärgeheimdienstler zunehmend als Personalvermittler aus, die Beratungsaufträge, Forschungsaufträge oder politische Analyseprojekte anbieten. Die ersten Anfragen wirken harmlos. Im Laufe der Zeit werden die Zielpersonen dazu verleitet, immer sensiblere Informationen preiszugeben.
Beamte beschreiben dies als ein hochskalierbares Modell, das in der Lage ist, Tausende potenzielle Quellen gleichzeitig zu erreichen.
Die Belege für Chinas umfassende Spionagekampagnen stammen aus mehreren Quellen, wobei Regierungen zunehmend länderübergreifende Warnungen herausgeben.
Staatliche Geheimdienste haben gemeinsame Warnungen herausgegeben. Cybersicherheitsfirmen, darunter Microsoft, haben unabhängig voneinander Einbrüche dokumentiert. Strafrechtliche Verfahren haben Rekrutierungsnetzwerke und Spionageaktivitäten aufgedeckt. Technische forensische Untersuchungen führen die Operationen auf Infrastrukturen und Methoden zurück, die mit vom chinesischen Staat unterstützten Akteuren in Verbindung stehen.

Was wird dagegen unternommen?

Westliche Regierungen haben reagiert, indem sie ihre Cyberabwehr verstärkt, den Austausch von Geheimdienstinformationen intensiviert, Technologietransfers eingeschränkt, Exportkontrollen verschärft und Spionagefälle strafrechtlich verfolgt haben.
Das Five-Eyes-Bündnis tritt zunehmend öffentlich auf, um chinesische Operationen offenzulegen. Die Geheimdienste scheinen davon auszugehen, dass eine öffentliche Zuschreibung für Peking Kosten verursacht und potenziellen Zielen hilft, Rekrutierungsversuche zu erkennen, bevor Schaden entsteht.
Wird genug getan, um Chinas Eindringen und seinen Zugang zu kritischen Geheimdienstinformationen, fortschrittlichen Technologien und anderen sensiblen Bereichen einzudämmen?
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt lautet die Antwort: „Nein.“

Wird dies zu einem Krieg führen?

Sind Chinas umfangreiche Spionageaktivitäten ein Vorbote eines Krieges?
Nicht unbedingt. Spionage ist ein normaler Bestandteil des internationalen Wettbewerbs, und jede Großmacht betreibt sie in gewissem Maße.
Chinas Eindringen in kritische Infrastrukturen erhöht jedoch den Einsatz. Wenn die Geheimdienste recht haben, dass einige Operationen darauf abzielen, Störungen im Falle einer Taiwan-Krise vorzubereiten, verschwimmt die Grenze zwischen Spionage und Konflikt.
Das derzeitige Risiko eines direkten militärischen Konflikts zwischen China und den USA ist nach wie vor relativ gering, ist jedoch höher als jemals in den vergangenen Jahrzehnten. Die meisten Analysten halten Cyberoperationen, wirtschaftlichen Zwang, technologischen Wettbewerb und Druck über Stellvertreter für weit wahrscheinlicher als einen offenen Krieg.
Dennoch ist die Lektion klar. Pekings Geheimdienstkampagne wird immer umfassender, tiefgreifender und ehrgeiziger. Die Warnung der Five Eyes legt nahe, dass westliche Regierungen die chinesische Spionageaktivitäten zunehmend nicht mehr als eine Ansammlung isolierter Vorfälle betrachten, sondern als langfristige strategische Bemühung, die darauf abzielt, das Kräfteverhältnis zugunsten Chinas zu verschieben.
Ist eine tiefgreifende und koordinierte Reaktion der westlichen Nationen wahrscheinlich?
Vielleicht nicht, aber sie erscheint notwendiger denn je.
Der Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „China’s Expanding Spy War Against the West“. (deutsche Bearbeitung: ks)
 
 
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G7-Länder streben Obergrenze für Importe seltener Erden aus China an

Um das Risiko der Erpressbarkeit durch Länder wie China zu verringern, wollen die G7-Staaten Obergrenzen für die Einfuhr bestimmter Rohstoffe erreichen.
Ziel sei es, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten außerhalb der G7 und ihrer Partnerländer bei seltenen Erden und Permanentmagneten bis 2030 auf unter 60 Prozent zu senken, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung beim G7-Gipfel im französischen Évian. Anschließend solle schnellstmöglich auf die Zielmarke von 50 Prozent hingearbeitet werden.
China – bei vielen dieser Rohstoffe beherrscht das Land den Weltmarkt – wurde nicht ausdrücklich in der Erklärung erwähnt.
Seltene Erden und leistungsstarke Magnete werden etwa in der Industrie sowie der Hightech- und Rüstungsbranche benötigt. Seltene Erden stecken in Bildschirmen von Smartphones oder Fernsehern, aber auch in den Antrieben für Elektromotoren, Halbleitern oder Turbinen.

China hat Exportkontrollen

China hatte im April 2025 Exportkontrollen verhängt. Die Maßnahme wurde als Vergeltungsmaßnahme für die Zoll-Politik von US-Präsident Donald Trump verstanden, die China besonders stark traf.
Offiziell begründet China das Vorgehen damit, dass diese Rohstoffe sogenannte Güter mit doppeltem Verwendungszweck seien – also sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können.
Insgesamt gibt es 17 Metalle, die wegen ihrer chemischen Zusammensetzung in der Gruppe der seltenen Erden zusammengefasst sind. Seltene Erden sind, anders als ihr Name vermuten lässt, nicht unbedingt selten. Die Herausforderung beim Abbau ist, diese in ausreichend hoher Konzentration zu finden und möglichst kostengünstig zu fördern.

China ist Spezialist bei der Förderung

In China kommen die Bodenschätze häufig vor. Das Land hat sich auf die Gewinnung spezialisiert und durch sein günstiges Angebot auf dem Weltmarkt nahezu ein Monopol aufgebaut. Daneben produzieren auch Brasilien, Indien oder Australien seltene Erden.
In der Europäischen Union gilt schon ein Gesetz zum Thema Rohstoffe. Es nennt sowohl kritische als auch strategische Rohstoffe, die für grüne und digitale Technologien sowie für die Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie essenziell sind.
Die EU soll demnach spätestens 2030 nicht mehr als 65 Prozent ihres jährlichen Bedarfs an einem strategischen Rohstoff in jedem relevanten Verarbeitungsstadium aus einem einzigen Nicht-EU-Land beziehen.
Aus EU-Kreisen hieß es, die EU werde ihre Gesetzgebung vermutlich nicht überarbeiten müssen, da die G7-Einigung nur einen deutlich engeren Bereich als die Gesamtheit der kritischen Rohstoffe betreffe. Zudem: Die G7-Ziele seien nicht verbindlich. (dpa/red)
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G7-Sanktionen gegen Russland – Macron spricht von „strategischem Erwachen“

Die USA und die anderen G7-Staaten wollen mit zusätzlichem Druck auf Russland die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges intensivieren.
In einer Erklärung der Staats- und Regierungschefs vom Gipfeltreffen im französischen Évian heißt es, man werde die Sanktionen verschärfen, auch im Öl- und Gassektor. Zudem habe man vereinbart, die Lieferung von weitreichenden Waffen und Luftverteidigungskapazitäten auszuweiten.

Macron spricht von „strategischem Erwachen“

Mit dem Ausbau der Unterstützung soll nach Angaben der G7 die neue Dynamik unterstützt werden, die in den vergangenen Monaten durch ukrainische Fortschritte an der Front entstanden ist. Zudem wird von einem „richtigen Zeitpunkt“ nach dem US-Deal mit dem Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus gesprochen.
Neben zusätzlichen Waffen versprechen die G7-Staaten der Ukraine in der Erklärung auch zusätzliche Unterstützung, um den kommenden Winter zu bewältigen. Darüber hinaus sichern sie dem Land zu, die Vergabe von Lizenzen für eine Steigerung der militärischen Produktion zu prüfen.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnete den Gipfel als „Moment des strategischen Erwachens“. Gemeinsam hätten sich die USA, Kanada, Japan und die Europäer dazu entschlossen, der Ukraine zur Seite zu stehen, sagte er in einer Ansprache auf Instagram.

Merz ist optimistisch, es gebe eine „Chance auf Frieden“

Bereits vor der Veröffentlichung des Textes hatten sich Gipfelteilnehmer wie Bundeskanzler Friedrich Merz sehr zufrieden mit den Gesprächen zum Ukrainekrieg gezeigt. Zum Auftreten von US-Präsident Donald Trump sagte Merz, er habe diesen „sehr kooperativ gesehen“.
Deswegen sei er zu einem gewissen Grad optimistisch, dass Europäer und Amerikaner nun zusammen alles unternehmen, um den Krieg zu beenden. Der Kanzler sprach von einem „Tag der Hoffnung“ und sagte zur aktuellen Lage der Ukraine: „Das kann vielleicht erstmals eine Chance auf einen Frieden eröffnen.“
Neben Trump und Merz nahmen an den Beratungen bei dem G7-Gipfel führender westlicher Demokratien in Frankreich die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan sowie die EU-Spitzen teil. Der ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj war als Gast eingeladen. (dpa/red)
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Die Mächtigsten der Welt wollen die globale wirtschaftliche Zusammenarbeit vorantreiben


In Kürze:

  • Évian ist zum zweiten Mal Schauplatz eines Gipfels der Mächtigsten der Welt
  • Krieg und wirtschaftliche Zusammenarbeit sind Hauptthemen der Gespräche
  • Fast 20.000 Sicherheitskräfte sollen den Schutz der Teilnehmer gewährleisten
  • Tausende bei Protesten gegen G-7-Gipfel in Genf
  • Schweiz beklagt hohe Sicherheitskosten

 
Präsident Donald Trump will am Montagnachmittag im französischen Évian eintreffen, um am G-7-Gipfel teilzunehmen. Das teilte das Weiße Haus mit. Demnach sind dort auch gesonderte Treffen mit führenden Politikern aus dem Nahen Osten geplant.

Trump will weltweites Wirtschaftswachstum fördern

Die Gespräche finden zu einem Zeitpunkt statt, an dem die USA und der Iran – unter Vermittlung Pakistans – offenbar Fortschritte bei der Finalisierung eines Friedensabkommens erzielen, schreibt die englischsprachige Epoch Times. Dieses sieht auch vor, dass der Iran in den kommenden Tagen sein Nuklearmaterial übergibt.
Zur Sprache sollen hochrangigen Regierungsvertretern zufolge auch der Ukraine-Krieg und das Friedensabkommen für den Gazastreifen kommen. Außerdem sind Gespräche zwischen dem Libanon und Israel vorgesehen.
Trump, der am 14. Juni, seinen 80. Geburtstag gefeiert hat, trifft am Montagabend zunächst mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zwecks bilateraler Gespräche zusammen. Anschließend wird er sich den übrigen G7-Staats- und Regierungschefs für die offizielle Begrüßung und das Arbeitsessen anschließen.
Bilaterale Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sind nicht geplant, wenngleich die beiden Staats- und Regierungschefs am Rande des Gipfels zusammentreffen könnten.

Drei Tage werden die Staats- und Regierungschefs am Genfer See tagen.

Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

Den Nachmittag sowie den Mittwochvormittag wird Trump anschließend mit den Staats- und Regierungschefs der G7 sowie mit Partnerländern verbringen. Zu den G7 gehören neben den USA Großbritannien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien und Japan. Im Mittelpunkt steht dabei die Beratung über für beide Seiten vorteilhafte internationale Investitionspartnerschaften. Dabei wird der US-Präsident die führenden Industrienationen voraussichtlich dazu aufrufen, weltweites Wirtschaftswachstum „durch den Abbau bürokratischer Hürden und ein reichhaltiges Energieangebot“ zu fördern, wie ein hochrangiger Regierungsvertreter mitteilte.
Dazu kommen Themen wie die Förderung von Innovationen und die Widerstandsfähigkeit von Lieferketten sowie ein verstärktes Vorgehen gegen illegale Einwanderung und Drogenschmuggel. Zudem wird er unter anderem für den Einsatz von KI-Technologien werben, bei deren Entwicklung die USA weltweit führend sind.
Macron hat insgesamt 16 Nationen zur Teilnahme an dem Gipfel eingeladen.

Macron für ausgewogenere Volkswirtschaften

Am letzten Tag des Gipfels will Trump zu bilateralen Gesprächen mit dem ägyptischen Präsidenten Abd al-Fattah al-Sisi und dem indischen Premierminister Narendra Modi zusammentreffen. Mit Letzterem sind Gespräche über ein möglicherweise kurz vor dem Abschluss stehenden bilateralen Handelsabkommen vorgesehen.
Frankreich hatte im Vorfeld des Gipfels erklärt, dass es die Diskussion über globale wirtschaftliche Zusammenarbeit vorantreiben wolle. Damit setzt das Land seine Bemühungen fort, „eine starke industrielle Basis in Europa wiederherzustellen und den Handel sowohl mit China als auch mit den Vereinigten Staaten ins Gleichgewicht zu bringen“. Macron erklärte in einem Beitrag auf X:
„Indem wir ausgewogenere Volkswirtschaften aufbauen, schaffen wir die Voraussetzungen für nachhaltiges, stabiles und gemeinsames Wachstum.“
Ein US-Regierungsvertreter äußerte sich am Samstag gegenüber Reportern und bezeichnete es als sehr klug und angemessen, dass Frankreich das Thema der globalen Ungleichgewichte auf die G7-Agenda gesetzt habe. Dies sei ein Aspekt, bei dessen Bewältigung Trump seit Jahren weltweit vorangegangen sei – zeitweise sogar im Alleingang.
Die USA seien bereit, mit anderen Ländern zusammenzuarbeiten, um die globalen Handelsungleichgewichte zu beheben. Diese würden vor allem durch Länder mit großen Überschüssen wie China, aber auch durch die Europäische Union verursacht, in die US-Produktionskapazitäten verlagert worden waren, bevor Trump nach seinem Amtsantritt Druck ausgeübt hatte.

Höchste Sicherheitsvorkehrungen

Nach dem Gipfel wird Trump am Mittwochabend an einem Abendessen mit Macron im Schloss von Versailles bei Paris teilnehmen, um den 250. Jahrestag der US-Unabhängigkeit zu würdigen, bevor er nach Washington zurückkehrt. Die USA werden am 1. Januar 2027 die rotierende G7-Präsidentschaft übernehmen.
Kurz vor Beginn des G-7-Gipfels in Frankreich hat es am Sonntag im schweizerischen Genf eine Großdemonstration gegen den G-7-Gipfel gegeben. Unter Berufung auf Polizeiangaben berichtet die „Tagesschau“ von bis zu 50.000 Teilnehmern, die gegen die Politik der sieben mächtigen Industrienationen auf die Straße gingen. Zur Koalition der G7-Gegner zählen unter anderem propalästinensische und antikapitalistische Aktivisten, berichten Agenturen.
Mehrere Nichtregierungsorganisationen prangern das Fehlen international bedeutender Themen beim G-7-Gipfel an. Dazu gehöre der Kampf gegen die Folgen des Klimawandels oder die Solidarität mit Entwicklungsländern. Auch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und die extreme Konzentration des Reichtums stünden nicht auf der Tagesordnung, kritisieren sie.
 

2003 waren Gerhard Schröder (r.) und Frankreichs Präsident Jacques Chirac vereint mit ihrem „Nein“ gegen den Irakkrieg.

Foto: GERARD FOUET/AFP/Getty Images

Schweiz trägt Sicherheitsrisiko

Die Proteste finden in Genf statt, weil dort ab Montag die Staats- und Regierungschefs der G7-Mitgliedsländer und der fünf Gaststaaten eintreffen. Von Genf in der Schweiz bis zum französischen Évian-les-Bains am französischen Südufer des Genfer Sees sind es knapp 45 Kilometer. Die Schweiz, die offiziell nicht am Gipfel teilnimmt, muss trotzdem hohe Sicherheitskosten aufbringen. Auf französischer Seite sind etwa 16.000 Sicherheitskräfte und Feuerwehrleute im Einsatz. Die Schweiz beteiligt sich mit etwa 4.000 Soldaten an der Absicherung. Auch am Genfer Flughafen gelten erhöhte Sicherheitsvorkehrungen.
In Genf hatten in den vergangenen Tagen zahlreiche Geschäfte ihre Schaufenster mit Sperrholzplatten wegen befürchteter Ausschreitungen bei den Protesten der G7-Gegner geschützt. Das Uni-Krankenhaus baute Zelte auf, um möglicherweise Verletzte schnell versorgen zu können. Ein ursprünglich geplanter Gegengipfel im französischen Annemasse war wegen der hohen Sicherheitsauflagen abgesagt worden.

Fünf weitere Länder bei einigen Programmteilen dabei

In der Schweiz ist der G8-Gipfel in Évian von 2003 (damals noch mit Russland) in schlechter Erinnerung geblieben. Da das kleine Kurstädchen am Genfer See wie ein Bunker abgeriegelt war, verlagerten sich die Proteste in die schweizer Städte Lausanne und Genf.  Demonstranten lieferten sich heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei. Zahlreiche Geschäfte wurden verwüstet. Die Schäden wurden auf etwa sechs Millionen Schweizer Franken geschätzt. Bis heute fordert die Schweiz vergeblich Entschädigungszahlungen. Als Geste wurde der Schweizer Bundespräsident, Guy Parmelin, zu einem Abendessen des Gipfels geladen.
Zu einigen Programmteilen des bis Mittwoch dauernden Gipfels sind auch die Staats- und Regierungschefs der Partnerländer Brasilien, Südkorea, Ägypten, Indien und Kenia eingeladen. Dies soll der Kritik den Wind aus den Segeln zu nehmen, die G7-Gruppe sei eine elitäre Gruppe, die über die Köpfe anderer hinweg entscheide.
Die Staats- und Regierungschefs residieren während des Gipfels alle in derselben Luxusherberge, vermelden Agenturen. Das Hôtel Royal am Südufer des Genfer Sees ist nach 2003 zum zweiten Mal Schauplatz eines Gipfeltreffens der Mächtigen. Damals übernachteten in den größten Suiten des Hauses auf der fünften Etage der damalige US-Präsident George Bush, Frankreichs Präsident Jacques Chirac sowie der russische Präsident Wladimir Putin. Damals spaltete der Irakkrieg die Gipfelteilnehmer. Bei der Verteilung der Zimmer wurde nicht lange gefackelt: „Putin im Ostflügel, Bush im Westflügel und Chirac in der Mitte“, sagt Roger Mercier, damals Chef des Unternehmens Évian Resort. Das Luxushotel bereitet sich seit etwa einem Jahr auf das G7-Gipfeltreffen vor.

Vorbereitungen laufen seit einem Jahr

Seinen Namen verdankt das Hotel dem britischen König Eduard VII., für den von Beginn an eine Suite reserviert war. Das Hotel eröffnete 1909, doch der König starb ein Jahr später, ohne dort gewesen zu sein. Nach Angaben des Hotels mieteten sich in den folgenden Jahren zahlreiche Prominente ein. Dazu gehörten die US-Schauspielerin Rita Hayworth, Beatles-Schlagzeuger Ringo Starr oder die britische Königin Elizabeth II. Der französische Schriftsteller Marcel Proust soll dort einige Kapitel seines Buchs „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ geschrieben haben.
(Mit Material der Nachrichtenagenturen)
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G7-Gipel: Die Mächtigsten der Welt wollen die globale wirtschaftliche Zusammenarbeit vorantreiben


In Kürze:

  • Évian ist zum zweiten Mal Schauplatz eines Gipfels der Mächtigsten der Welt
  • Krieg und wirtschaftliche Zusammenarbeit sind Hauptthemen der Gespräche
  • Fast 20.000 Sicherheitskräfte sollen den Schutz der Teilnehmer gewährleisten
  • Tausende bei Protesten gegen G-7-Gipfel in Genf
  • Schweiz beklagt hohe Sicherheitskosten

 
Präsident Donald Trump will am Montagnachmittag im französischen Évian eintreffen, um am G-7-Gipfel teilzunehmen. Das teilte das Weiße Haus mit. Demnach sind dort auch gesonderte Treffen mit führenden Politikern aus dem Nahen Osten geplant.

Trump will weltweites Wirtschaftswachstum fördern

Die Gespräche finden zu einem Zeitpunkt statt, an dem die USA und der Iran – unter Vermittlung Pakistans – offenbar Fortschritte bei der Finalisierung eines Friedensabkommens erzielen, schreibt die englischsprachige Epoch Times. Dieses sieht auch vor, dass der Iran in den kommenden Tagen sein Nuklearmaterial übergibt.
Zur Sprache sollen hochrangigen Regierungsvertretern zufolge auch der Ukraine-Krieg und das Friedensabkommen für den Gazastreifen kommen. Außerdem sind Gespräche zwischen dem Libanon und Israel vorgesehen.
Trump, der am 14. Juni, seinen 80. Geburtstag gefeiert hat, trifft am Montagabend zunächst mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zwecks bilateraler Gespräche zusammen. Anschließend wird er sich den übrigen G7-Staats- und Regierungschefs für die offizielle Begrüßung und das Arbeitsessen anschließen.
Bilaterale Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sind nicht geplant, wenngleich die beiden Staats- und Regierungschefs am Rande des Gipfels zusammentreffen könnten.

Drei Tage werden die Staats- und Regierungschefs am Genfer See tagen.

Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

Den Nachmittag sowie den Mittwochvormittag wird Trump anschließend mit den Staats- und Regierungschefs der G7 sowie mit Partnerländern verbringen. Zu den G7 gehören neben den USA Großbritannien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien und Japan. Im Mittelpunkt steht dabei die Beratung über für beide Seiten vorteilhafte internationale Investitionspartnerschaften. Dabei wird der US-Präsident die führenden Industrienationen voraussichtlich dazu aufrufen, weltweites Wirtschaftswachstum „durch den Abbau bürokratischer Hürden und ein reichhaltiges Energieangebot“ zu fördern, wie ein hochrangiger Regierungsvertreter mitteilte.
Dazu kommen Themen wie die Förderung von Innovationen und die Widerstandsfähigkeit von Lieferketten sowie ein verstärktes Vorgehen gegen illegale Einwanderung und Drogenschmuggel. Zudem wird er unter anderem für den Einsatz von KI-Technologien werben, bei deren Entwicklung die USA weltweit führend sind.
Macron hat insgesamt 16 Nationen zur Teilnahme an dem Gipfel eingeladen.

Macron für ausgewogenere Volkswirtschaften

Am letzten Tag des Gipfels will Trump zu bilateralen Gesprächen mit dem ägyptischen Präsidenten Abd al-Fattah al-Sisi und dem indischen Premierminister Narendra Modi zusammentreffen. Mit Letzterem sind Gespräche über ein möglicherweise kurz vor dem Abschluss stehenden bilateralen Handelsabkommen vorgesehen.
Frankreich hatte im Vorfeld des Gipfels erklärt, dass es die Diskussion über globale wirtschaftliche Zusammenarbeit vorantreiben wolle. Damit setzt das Land seine Bemühungen fort, „eine starke industrielle Basis in Europa wiederherzustellen und den Handel sowohl mit China als auch mit den Vereinigten Staaten ins Gleichgewicht zu bringen“. Macron erklärte in einem Beitrag auf X:
„Indem wir ausgewogenere Volkswirtschaften aufbauen, schaffen wir die Voraussetzungen für nachhaltiges, stabiles und gemeinsames Wachstum.“
Ein US-Regierungsvertreter äußerte sich am Samstag gegenüber Reportern und bezeichnete es als sehr klug und angemessen, dass Frankreich das Thema der globalen Ungleichgewichte auf die G7-Agenda gesetzt habe. Dies sei ein Aspekt, bei dessen Bewältigung Trump seit Jahren weltweit vorangegangen sei – zeitweise sogar im Alleingang.
Die USA seien bereit, mit anderen Ländern zusammenzuarbeiten, um die globalen Handelsungleichgewichte zu beheben. Diese würden vor allem durch Länder mit großen Überschüssen wie China, aber auch durch die Europäische Union verursacht, in die US-Produktionskapazitäten verlagert worden waren, bevor Trump nach seinem Amtsantritt Druck ausgeübt hatte.

Höchste Sicherheitsvorkehrungen

Nach dem Gipfel wird Trump am Mittwochabend an einem Abendessen mit Macron im Schloss von Versailles bei Paris teilnehmen, um den 250. Jahrestag der US-Unabhängigkeit zu würdigen, bevor er nach Washington zurückkehrt. Die USA werden am 1. Januar 2027 die rotierende G7-Präsidentschaft übernehmen.
Kurz vor Beginn des G-7-Gipfels in Frankreich hat es am Sonntag im schweizerischen Genf eine Großdemonstration gegen den G-7-Gipfel gegeben. Unter Berufung auf Polizeiangaben berichtet die „Tagesschau“ von bis zu 50.000 Teilnehmern, die gegen die Politik der sieben mächtigen Industrienationen auf die Straße gingen. Zur Koalition der G7-Gegner zählen unter anderem propalästinensische und antikapitalistische Aktivisten, berichten Agenturen.
Mehrere Nichtregierungsorganisationen prangern das Fehlen international bedeutender Themen beim G-7-Gipfel an. Dazu gehöre der Kampf gegen die Folgen des Klimawandels oder die Solidarität mit Entwicklungsländern. Auch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und die extreme Konzentration des Reichtums stünden nicht auf der Tagesordnung, kritisieren sie.
 

2003 waren Gerhard Schröder (r.) und Frankreichs Präsident Jacques Chirac vereint mit ihrem „Nein“ gegen den Irakkrieg.

Foto: GERARD FOUET/AFP/Getty Images

Schweiz trägt Sicherheitsrisiko

Die Proteste finden in Genf statt, weil dort ab Montag die Staats- und Regierungschefs der G7-Mitgliedsländer und der fünf Gaststaaten eintreffen. Von Genf in der Schweiz bis zum französischen Évian-les-Bains am französischen Südufer des Genfer Sees sind es knapp 45 Kilometer. Die Schweiz, die offiziell nicht am Gipfel teilnimmt, muss trotzdem hohe Sicherheitskosten aufbringen. Auf französischer Seite sind etwa 16.000 Sicherheitskräfte und Feuerwehrleute im Einsatz. Die Schweiz beteiligt sich mit etwa 4.000 Soldaten an der Absicherung. Auch am Genfer Flughafen gelten erhöhte Sicherheitsvorkehrungen.
In Genf hatten in den vergangenen Tagen zahlreiche Geschäfte ihre Schaufenster mit Sperrholzplatten wegen befürchteter Ausschreitungen bei den Protesten der G7-Gegner geschützt. Das Uni-Krankenhaus baute Zelte auf, um möglicherweise Verletzte schnell versorgen zu können. Ein ursprünglich geplanter Gegengipfel im französischen Annemasse war wegen der hohen Sicherheitsauflagen abgesagt worden.

Fünf weitere Länder bei einigen Programmteilen dabei

In der Schweiz ist der G8-Gipfel in Évian von 2003 (damals noch mit Russland) in schlechter Erinnerung geblieben. Da das kleine Kurstädchen am Genfer See wie ein Bunker abgeriegelt war, verlagerten sich die Proteste in die schweizer Städte Lausanne und Genf.  Demonstranten lieferten sich heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei. Zahlreiche Geschäfte wurden verwüstet. Die Schäden wurden auf etwa sechs Millionen Schweizer Franken geschätzt. Bis heute fordert die Schweiz vergeblich Entschädigungszahlungen. Als Geste wurde der Schweizer Bundespräsident, Guy Parmelin, zu einem Abendessen des Gipfels geladen.
Zu einigen Programmteilen des bis Mittwoch dauernden Gipfels sind auch die Staats- und Regierungschefs der Partnerländer Brasilien, Südkorea, Ägypten, Indien und Kenia eingeladen. Dies soll der Kritik den Wind aus den Segeln zu nehmen, die G7-Gruppe sei eine elitäre Gruppe, die über die Köpfe anderer hinweg entscheide.
Die Staats- und Regierungschefs residieren während des Gipfels alle in derselben Luxusherberge, vermelden Agenturen. Das Hôtel Royal am Südufer des Genfer Sees ist nach 2003 zum zweiten Mal Schauplatz eines Gipfeltreffens der Mächtigen. Damals übernachteten in den größten Suiten des Hauses auf der fünften Etage der damalige US-Präsident George Bush, Frankreichs Präsident Jacques Chirac sowie der russische Präsident Wladimir Putin. Damals spaltete der Irakkrieg die Gipfelteilnehmer. Bei der Verteilung der Zimmer wurde nicht lange gefackelt: „Putin im Ostflügel, Bush im Westflügel und Chirac in der Mitte“, sagt Roger Mercier, damals Chef des Unternehmens Évian Resort. Das Luxushotel bereitet sich seit etwa einem Jahr auf das G7-Gipfeltreffen vor.

Vorbereitungen laufen seit einem Jahr

Seinen Namen verdankt das Hotel dem britischen König Eduard VII., für den von Beginn an eine Suite reserviert war. Das Hotel eröffnete 1909, doch der König starb ein Jahr später, ohne dort gewesen zu sein. Nach Angaben des Hotels mieteten sich in den folgenden Jahren zahlreiche Prominente ein. Dazu gehörten die US-Schauspielerin Rita Hayworth, Beatles-Schlagzeuger Ringo Starr oder die britische Königin Elizabeth II. Der französische Schriftsteller Marcel Proust soll dort einige Kapitel seines Buchs „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ geschrieben haben.
(Mit Material der Nachrichtenagenturen)
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Drohung mit Angriffen auf WM: Iran-nahe Gruppe will FBI-Drohnen gehackt haben

Eine Iran-nahe Hackergruppe reklamiert für sich, Drohnen-Daten der US-Bundespolizei FBI erlangt zu haben, die sie für Angriffe auf die Fußball-Weltmeisterschaft nutzen könnte.
Die auf die Beobachtung islamistischer Plattformen spezialisierte US-Firma Site veröffentlichte am Freitag eine Erklärung der Gruppe Handala. Darin führen die Hacker an, sie hätten schon „seit Monaten“ Zugriff auf „jedes Bild und jeden Verdächtigen“, die von den sogenannten FPV-Drohnen des FBI erfasst worden seien.
Laut Handala stammen die Daten der Drohnen unter anderem aus Gesichtserkennungssoftware und der Erfassung von Kfz-Kennzeichen. „Erhöht besser Eure Sicherheit für die WM, wir mögen manche dieser Teams überhaupt nicht“, wurde die Handala-Erklärung zitiert. „FPVs sind überall; Ihr könnt nie wissen, wann eine davon vielleicht in Eurem Mannschaftsbus landet“.
FPV steht für „First Person View“. Diese Drohnen sind mit einer Bordkamera ausgestattet, die Live-Bilder an den Piloten am Boden streamt. Dieser kann damit die Drohne aus der Perspektive der Kamera steuern – so als ob er sich selbst in der Drohne befände. Dies erhöht die Präzision beim Auskundschaften von Zielen wie auch von Angriffen.
Das FBI setzt Drohnen rund um die WM-Stadien ein, um diese gegen das Eindringen unbefugter Fluggeräte zu schützen. Das  Mammutturnier mit Mannschaften aus 48 Ländern, das in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird, hatte am Donnerstag begonnen.
Handala verbreitete auch Bilder, die von den angeblich gehackten Drohnen stammen sollen. Site bestritt jedoch, dass die Aufnahmen tatsächlich von dort stammen. So wurde der Firma zufolge eines der von Handala gezeigten Videos von einer Softwareplattform im Dezember 2024 produziert, um eine Technologie der US-Polizei zur Kontrolle von Tornado-Schäden zu illustrieren.
Handala hatte im März bereits Cyberangriffe auf die US-Unternehmen Stryker und Verifone für sich beansprucht. Die Gruppierung bezeichnete dies als Vergeltung für den Angriff vom 28. Februar auf eine Grundschule im Iran zu Beginn des US-israelischen Krieges gegen das Land. Dabei waren nach nicht überprüfbaren Angaben des Iran mehr als 175 Menschen getötet worden.
Auch reklamierte Handala im März für sich, das private E-Mail-Konto von FBI-Chef Kash Patel gehackt haben. Auf von der Gruppe verbreiteten privaten Fotos war Patel unter anderem mit Zigarren zu sehen. Das US-Außenministerium hat eine Belohnung von bis zu zehn Millionen Dollar (8,6 Millionen Euro) für Hinweise zur Ergreifung von Handala-Mitgliedern ausgesetzt.(afp/red)
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Toulouse verhängt Ausgangssperre für Jugendliche bei manchen WM-Spielen

Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen während mehrerer WM-Spiele in der südfranzösischen Stadt Toulouse nicht ohne Begleitung eines Erwachsenen das Haus verlassen. Grund dafür sei das Risiko von Ausschreitungen, erklärte der Mitte-Rechts-Bürgermeister Jean-Luc Moudenc am Donnerstag, 11. Juni.

Toulouse verhängt Ausgangssperre bei WM-Spielen

Er verwies auf die Unruhen nach dem Champions-League-Sieg von Paris Saint-Germain am 30. Mai. Die Ausgangssperre gilt zwischen 22.00 und 5.00 Uhr und betrifft nur WM-Spiele, bei denen Frankreich, Tunesien oder Marokko mitspielen.
Diese Maßnahme solle die Minderjährigen und zugleich die Einwohner der Stadt schützen, betonte der Bürgermeister mit Blick auf den Anstieg von Jugendkriminalität in der viertgrößten Stadt Frankreichs.
Der Bürgermeister der zentralfranzösischen Stadt Clermont-Ferrand hatte zuvor eine ähnliche Ausgangssperre für bestimmte WM-Spiele verhängt. Frankreich spielt am Dienstag zuerst gegen Senegal.

900 Festnahmen und zwei Tote nach PSG-Feiern

Bei Ausschreitungen am Rande der Feiern zum Champions-League-Sieg von Paris Saint-Germain waren knapp 900 Menschen festgenommen worden. Zwei Menschen, die in die Seine stürzten, kamen ums Leben.
Ein Motorradfahrer verunglückte tödlich, als er in eine Straßensperre aus Betonblöcken fuhr. Etwa 180 Menschen wurden verletzt, viele von ihnen durch Feuerwerkskörper.  (afp/red)
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gesellschaft

Verkäufer von „Suizid-Sets“ im Internet bekennt sich in Kanada schuldig

„Ich bekenne mich schuldig“, sagte Kenneth Law, ein ehemaliger Koch, am Freitag vor einem Gericht in Newmarket in der kanadischen Provinz Ontario. Der 60-Jährige sah sich 14 Anklagen wegen Beihilfe und Empfehlung zum Suizid gegenüber. 14 zunächst erhobene Mordanklagen waren wieder zurückgezogen worden.
Der Angeklagte hatte Hunderte von Paketen mit einer legalen Substanz verschickt, die ab einer bestimmten Dosis tödlich sein kann.
Law befand sich mit seinen Anwälten in einem abgetrennten Bereich des Gerichtssaals. Er räumte vor dem Gericht ein, Pakete an Hunderte Menschen in mehreren Ländern verschickt zu haben, darunter Australien, Frankreich, Belgien und Großbritannien.

Umfang der Taten

Das Strafmaß wird zu einem späteren Zeitpunkt,voraussichtlich im September, festgelegt. Rechtsexperten betonten, dass die Anstiftung zum Suizid ein schweres Verbrechen ist und Law eine Haftstrafe von zehn bis 20 Jahren drohen könnte.
„Angesichts der abscheulichen Natur dieses Verbrechens wäre ich überrascht, wenn Kenneth Law nicht eine ziemlich hohe Strafe erhalten würde“, erklärte Robert Currie, Rechtsprofessor an der Universität Dalhousie in Halifax.
Nach Angaben der kanadischen Polizei hatte Law von 2020 bis zu seiner Festnahme im Jahr 2023 mehr als 1200 sogenannte Suizid-Sets an Empfänger in etwa 40 Ländern verschickt. Ihm wird zudem vorgeworfen, mehrere Onlineforen betrieben zu haben, in denen er jungen Menschen in Not Ratschläge zum Suizid gab. Die bekannt gewordenen Einzelheiten dazu lösten öffentlich Empörung aus.
In Kanada steht Laws Handeln in Verbindung mit dem Tod von 14 Menschen, die zwischen 16 und 36 Jahre alt waren. Im Ausland soll es noch viele weitere Fälle geben. Allein in Großbritannien werden nach Angaben der Behörde für Verbrechensbekämpfung (NCA) 112 Todesfälle mit Laws Aktivitäten in Verbindung gebracht. Laut der Polizei in Großbritannien bestellten dort mindestens 272 Menschen Produkte über Laws Websites. 88 von ihnen starben.
In Italien wurden neun Käufer ermittelt, von denen mindestens einer starb. Auch in den USA, Australien und Neuseeland ermittelten die Beamten.
In seinem Heimatland sah sich Law 14 Anklagen wegen Mordes sowie weiteren 14 Anklagen wegen Beihilfe und Empfehlung zum Suizid gegenüber. Nach Angaben von Laws Verteidiger und den Angehörigen seiner Opfer hat die Staatsanwaltschaft die Mordanklagen zurückgezogen. Grund ist nach Angaben des Rechtsprofessors Currie eine Rechtslücke. Im Gegenzug sollte sich Law bei den weniger schweren Straftaten schuldig bekennen.

Enttäuschung der Opferfamilien

Die Nachricht, dass Law in Kanada nicht wegen Mordes angeklagt ist, war für einige Familien der Opfer eine Enttäuschung. Leonardo Bedoya, dessen 18-jährige Tochter Jeshennia Bedoya Lopez im Jahr 2022 mit mutmaßlicher Hilfe von Law Suizid begangen hatte, äußerte sich im kanadischen Sender CTV wütend: „Er ist ein Mörder. Ein Serienmörder. Man sollte ihn wie einen Mörder behandeln.“
Der Brite David Parfett, dessen Sohn Thomas 22 Jahre alt war, als er sich 2021 mit mutmaßlich von Law bereitgestellten Materialien das Leben nahm, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die kanadischen Behörden ließen eine Gelegenheit verstreichen, die Schwere von Laws Verhalten festzustellen.
„Hätte (Law) keine detaillierten Anweisungen dazu gegeben, wie man sich das Leben nimmt, wäre mein Sohn wahrscheinlich noch am Leben. Für mich ist es Mord“, sagte Parfett.
Die britische Staatsanwaltschaft informierte unterdessen am Freitag die Hinterbliebenen, dass in Großbritannien in dem Fall keine Anklage erhoben werde. In einer gemeinsamen Erklärung der NCA und der Staatsanwaltschaft hieß es: „Großbritannien ist weltweit das einzige Land, dessen Ermittlungen so detailliert sind, dass sie in die kanadische Strafverfolgung einfließen können.“
Die NCA erklärte, sie untersuche 112 Todesfälle in Großbritannien, die mit Law in Verbindung stehen. Parfett sagte mit Blick auf die Entscheidung: „Ich bin wütend, aber nicht überrascht“. (afp/red)
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Studie: China will systematisch Einfluss in G7-Staaten ausbauen

China versucht einer Studie zufolge, mit einer langfristig angelegten Strategie seinen Einfluss in den G7-Staaten auszubauen.
Die im kanadischen Montréal ansässige Denkfabrik MIGS verwies in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht auf ein Netzwerk von mehr als 2.000 Organisationen, über das Peking zu diesem Zweck politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche und gesellschaftliche Kanäle nutze.

„Systematische und anpassungsfähige“ Strategie

Unter der Führung der Abteilung für Einheitsfrontarbeit der Kommunistischen Partei (UFWD) setze China auf eine „systematische und anpassungsfähige“ Strategie, die legitime und verdeckte Aktivitäten vermische, heißt es in dem Bericht.
Die Strategie sei im „normalen Funktionieren offener Gesellschaften“ verankert und nutze deren Schwachstellen aus.
Das chinesische Netzwerk umfasse Berufsverbände, Studierendengruppen, Kulturorganisationen und Medienplattformen, schreiben die Autoren des Papiers. Allein in den USA habe das Netzwerk mehr als 900 Organisationen.
Diese seien „nicht von Natur aus illegal“. Ihre Wirkung entfalteten sie aber dadurch, dass sie politische Debatten prägten, öffentliche Diskurse beeinflussten und in manchen Fällen Zugang zu strategischen Vorteilen erleichterten.
MIGS bezeichnet das Vorgehen Pekings als „kollektive Herausforderung für demokratische Regierungsführung, Souveränität und die Integrität der öffentlichen Debatte in den G7-Staaten“.
Um der Einflussnahme aus China zu begegnen, schlägt das Forschungszentrum unter anderem einen Koordinierungsmechanismus gegen Einmischung, ein gemeinsames Register mit Organisationen und Personen aus dem chinesischen Einflussnetzwerk sowie eine Angleichung der Gesetzgebung in den betroffenen Staaten vor.
Die Staats- und Regierungschefs der G7 kommen Mitte Juni im ostfranzösischen Evian zusammen. Frankreich hatte im Januar von Kanada den Vorsitz der Gruppe übernommen, zu der auch die USA, Japan, Deutschland, Großbritannien und Italien gehören. (afp/red)
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27. Mai: Neuer Gas-Deal mit Kanada | Wirtschaftswachstum nimmt ab | Wohnen hat jetzt Vorfahrt

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Neuer Gas-Deal mit Kanada

Deutschland hat mit einem kanadischen Unternehmen eine Absichtserklärung zu einem Mega-LNG-Deal unterzeichnet. Geplant ist eine Lieferung, die den Jahresbedarf von bis zu einer Million Haushalten decken kann. Aktuell wird das Erdgas dort hauptsächlich über hydraulisches Fracking gewonnen. Die Lieferungen sollen Anfang der 2030er Jahre starten und 20 Jahre lang erfolgen.

Wirtschaftswachstum nimmt ab

Top-Ökonomen erwarten, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr nur um 0,5 Prozent wächst. Bisher rechneten sie mit 0,9 Prozent. Die Wirtschaftsweisen empfehlen daher Reformen im Pflege- und Gesundheitssystem, damit die Sozialabgaben nicht auf 50 Prozent steigen.

Aktive Cyberabwehr

Um Cyberangriffe abzuwehren, will die Bundesregierung der Polizei und dem Bundesamt für IT-Sicherheit neue Befugnisse erteilen. So soll es beispielsweise erlaubt sein, Datenverkehr umzuleiten oder zu blockieren. Zudem könnten IT-Systeme künftig stillgelegt sowie Daten gelöscht oder verändert werden. Diese Befugnisse dienen allein der Gefahrenabwehr und nicht der Strafverfolgung.

Wohnen hat jetzt Vorfahrt

Das Bundeskabinett hat eine Reform des Baugesetzbuchs beschlossen. Ziel ist, Bauprojekte im Wohnungsbau schneller voranzubringen. Kommunen wird zudem mehr Handlungsmacht im Umgang mit Schrottimmobilien gegeben. Auch soll es weniger Umweltprüfungen geben. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund begrüßt das Vorhaben, kritisiert aber die Frist von zwei Jahren für Bebauungsplanverfahren.

Autonomes Fahren

Mercedes-Benz will sein hochautomatisiertes Fahrsystem ab 2027 deutschlandweit anbieten. Es soll bei Geschwindigkeiten von bis zu 95 km/h eingesetzt werden können. Dabei übernimmt das Fahrzeug zeitweilig die Aufgabe vom Fahrer. Dieser soll dann TV schauen, das Handy nutzen oder eine Zeitung lesen können. Seit 2017 gibt es die rechtliche Grundlage zum Betrieb solcher Systeme.
 
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Kanada und Deutschland bauen Energie- und Rüstungsallianz aus


In Kürze:

  • Deutschland und Kanada haben eine Absichtserklärung für langfristige LNG–Lieferungen unterzeichnet.
  • Die verstaatlichte Sefe soll ab den frühen 2030er–Jahren jährlich bis zu 1 Million Tonnen LNG aus Kanada beziehen.
  • Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius warb in Kanada zugleich für deutsche U-Boote.
  • Hintergrund der Gespräche sind NATO–Aufrüstung und Energiesicherheit und eine stärkere Diversifizierung der Energieversorgung.

 
Bei seinem Besuch in Kanada hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius am Mittwoch, 27. Mai, Gespräche mit dem kanadischen Verteidigungsminister David McGuinty sowie Premierminister Mark Carney geführt. Zu den Gesprächsthemen gehörten Fragen der kollektiven Sicherheit, Rüstungskooperationen, die Unterstützung der Ukraine und der bevorstehende NATO-Gipfel.
Zudem haben Deutschland und Kanada eine Absichtserklärung über einen künftigen Bezug von verflüssigtem Erdgas (LNG) über einen 20-Jahres-Vertrag unterzeichnet.
Die 2022 von Deutschland verstaatlichte Gazprom-Tochter Sefe soll demnach über das geplante Exportterminal Ksi Lisims an der Nordwestküste Kanadas jährlich bis zu 1 Million Tonnen LNG beziehen.
Deutschland beabsichtigt, unter dem Eindruck multipler Krisen in den vergangenen Jahren, die erhebliche Preissteigerungen verursacht hatten, seine Energieversorgung zu diversifizieren.

Beginn der LNG-Einfuhr ab 2030er-Jahren

Die USA blieben ungeachtet des 20-Jahres-Vertrages der bedeutsamste Lieferant für verflüssigtes Erdgas. Rund 96 Prozent der LNG-Lieferungen stammen von dort, Katar liefert den zweitgrößten Anteil.
Seit dem Ukrainekrieg steht das Land vor der Herausforderung, wegfallende russische Lieferungen auszugleichen.
Der Bundesnetzagentur zufolge hat Deutschland im Vorjahr rund 1.031 Terawattstunden (TWh) Gas importiert – aus Pipelines oder als LNG auf dem Seeweg.
Derzeit fördert Deutschland weniger als 4 Prozent seines Erdgases selbst.
Die Einfuhr kanadischen LNG durch Sefe könnte in den frühen 2030er-Jahren beginnen.

Deutscher U-Boot-Bauer hofft nach Norwegen-Auftrag auf Folgegeschäft

Neben der Energieversorgung war auch die Aufrüstung ein Thema beim Besuch von Pistorius. Es war bereits der zweite Besuch des Ministers in Kanada innerhalb von sieben Monaten.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hatte im Mai das Land besucht, um Möglichkeiten einer stärkeren Kooperation in mehreren Wirtschaftsbereichen zu erörtern. Sowohl in Deutschland als auch in Kanada ist der Unmut in den politischen Führungsetagen über US-Präsident Donald Trump groß. Dieser hatte die Verbündeten mehrfach unmissverständlich dazu aufgefordert, mehr Eigenverantwortung im Bereich der Verteidigungspolitik zu übernehmen.
Das deutsche Rüstungsunternehmen TKMS hat sich nach einem erfolgreichen Geschäft mit Norwegen erhofft, für sein neues U-Boot vom Typ 212 CD auch in Kanada Abnehmer zu finden. Immerhin steht auch dieses Land vor der Herausforderung, seine U-Boot-Flotte erneuern zu müssen, um die NATO-Vorgaben zu erfüllen.
Anfang Juli wird in Istanbul der diesjährige NATO-Gipfel stattfinden. Kanada hinkt dem 5-Prozent-Ziel des Bündnisses weit hinterher.
Der Ankauf von zwölf neuen U-Booten, deren Gesamtkaufpreis bereits im Vorfeld auf etwa 37 Milliarden Euro geschätzt worden war, würde da einen bedeutsamen Schritt markieren. Am Rande eines Besuchs der kanadischen Rüstungs- und Sicherheitskonferenz CANSEC hat Pistorius die Vorzüge des deutschen Modells gewürdigt.

Noch keine Entscheidung über U-Boote für Kanada – Konkurrenz aus Südkorea

Norwegens Verteidigungsminister Tore Sandvik hat zusammen mit Pistorius in Kanada die Werbetrommel für das deutsche Produkt gerührt.
Dabei hat er auch eine stärkere Abstimmung der Waffensysteme der NATO-Partner aufeinander angemahnt: „Waffen müssen kompatibel sein unter Partnerländern, wir müssen die gleichen Waffensysteme kaufen.“
Allerdings hat auch ein Anbieter aus Südkorea U-Boot-Lieferungen angeboten – und dabei Vorteile beim Lieferzeitpunkt und möglicherweise auch beim Preis in Aussicht gestellt.
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Deutschland und Kanada schließen Gasabkommen über 20 Jahre

Deutschland und Kanada haben einen Gas-Deal vereinbart, der in den 2030er und 2040er Jahre LNG in die Bundesrepublik bringen soll. Damit könnten hunderttausende Haushalte versorgt werden.
Die bundeseigene Sefe habe habe mit dem kanadischen Unternehmen Ksi Lisims LNG eine Absichtserklärung über die jährliche Lieferung von einer Million Tonnen Flüssigerdgas unterzeichnet, teilte das Wirtschaftsministerium am Mittwoch, 27. Mai, mit.

Lieferungen sollen über Jahrzehnte laufen

Die Lieferungen sollen Anfang der 2030er Jahre beginnen und über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren erfolgen.
Diese Vereinbarung sei „mehr als ein weiterer Liefervertrag – sie ist Ausdruck einer strategischen Partnerschaft zwischen Deutschland und Kanada im Bereich der Energieversorgung“, sagte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU).
Durch eine engere Zusammenarbeit diversifiziere man Beschaffungswege und mache die Volkswirtschaften widerstandsfähiger gegenüber globalen Risiken.

Projekt setzt auf erneuerbare Wasserkraft

Die Vereinbarung markiert die erste langfristige LNG-Partnerschaft von SEFE mit einem kanadischen Lieferanten. Das Projekt Ksi Lisims LNG vor der Nordwestküste British Columbias soll vollständig elektrisch betriebene Verflüssigungsanlagen haben, die mit erneuerbarer Wasserkraft versorgt werden.
Die Absichtserklärung wurde in der kanadischen Botschaft in Berlin unterzeichnet, in Anwesenheit der kanadischen Botschafterin Vera Alexander sowie Vertretern des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, wie es hieß.
Mit der geplanten jährlichen Lieferung von einer Million Tonnen Flüssigerdgas kann man nach Branchenschätzungen den aktuellen Gasbedarf von rund 700.000 bis etwa einer Million Haushalte decken. (dts/red)
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Fußball-WM: Kein Bier-Boom – aber Trikot-Absatzrekord erwartet

Gut zwei Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Kanda, Mexiko und den USA rückt das Großereignis auch für die Wirtschaft näher:
Der Sportartikelhersteller Adidas rechnet rund um die WM mit Absatzrekorden bei allen Produkten. Die deutschen Brauereien sehen sich „gut vorbereitet“, erwarten aber keinen Bier-Boom.
Die Weltmeisterschaft beginnt am 11. Juni, das Finale findet am 19. Juli statt.

Handel setzt auf „Sommermärchen“

Der Adidas-Konzern rechnet mit kräftigem Rückenwind durch die WM: „Ich erwarte, dass dies unsere weltweit größte WM aller Zeiten wird, was Trikot-, Ball- und Schuhverkäufe angeht“, sagte Fußball-Chef Sam Handy dem „Handelsblatt“. Der Konzern erwarte mehr als eine Milliarde Euro als direkten WM-Effekt.
Wie das „Handelsblatt“ am Mittwoch, 27. Mai, weiter berichtete, erhofft sich auch der Sportfachhandel Impulse. „Unsere Erwartungen an die WM sind groß“, sagte Intersport-Deutschlandchef Alexander von Preen der Zeitung. „Wir hoffen auf ein weiteres Sommermärchen.“
Das neue blaue Auswärtstrikot der deutschen Mannschaft sei sehr gefragt. „Es entwickelt sich zu einem richtigen modischen Accessoire.“ Bei der EM 2024 hätten die Intersport-Händler etwa 500.000 Trikots verkauft. „Wenn Deutschland weit kommt, können wir das übertreffen.“

Kein Absatzgarant für Brauereien

Die deutschen Brauereien blicken vorsichtig optimistisch auf die Weltmeisterschaft. Zwar könne die WM die Nachfrage im Sommer ankurbeln.
„Allerdings zeigen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, dass sportliche Großereignisse längst kein automatischer Absatzgarant mehr sind“, sagte eine Sprecherin des Brauer-Bundes der „Rheinischen Post“ vom Mittwoch. Schon die Heim-EM 2024 habe nur begrenzte Effekte gebracht.
Entscheidend für den Absatz „bleiben deshalb die allgemeine Konsumstimmung sowie Faktoren wie Wetter und der sportliche Erfolg der deutschen Nationalmannschaft“, sagte die Sprecherin weiter. Eine „Herausforderung“ nannte sie die teils späten Anstoßzeiten.

Public-Viewing-Regeln werden begrüßt

Die Public-Viewing-Regeln während der WM begrüßte der Brauer-Bund: „Das schafft Planungssicherheit für Gastronomie, Veranstalter und Brauereien und ermöglicht Fans trotz Zeitverschiebung das gemeinsame Fußballerlebnis.“
Das Bundeskabinett hatte kürzlich die nötigen Ausnahmen von den normalerweise geltenden Lärmschutzregeln beschlossen. Damit können Städte und Gemeinden öffentliche Übertragungen von Spielen auch nach 22.00 Uhr ermöglichen. (afp/red)
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Kanada: Kritik an säkularer Auslegung von Justiz und Verfassung


In Kürze:

  • Redner kritisieren die zunehmende staatliche Macht und sehen religiöse Freiheiten unter Druck.
  • Sie werfen der Justiz vor, die ursprüngliche religiöse Grundlage des Charta-Textes zu unterlaufen.
  • Ohne göttliche oder religiöse Leitprinzipien könnte der Staat zur obersten Autorität werden.
  • Ex-Premierminister Peckford fordert dazu auf, unbeirrt an der Verfassung festzuhalten.

 
Der ehemalige Premierminister von Neufundland, Brian Peckford, wirft den kanadischen Gerichten vor, sie würden „versuchen, unsere Nation zu säkularisieren“. Dabei gäben sie den ursprünglichen Rahmen der Charta auf, der seiner Auffassung nach in „der Vorherrschaft Gottes und der Rechtsstaatlichkeit“ verankert sei. Der 83-Jährige ist der letzte noch lebende „First Minister“, der an der Ausarbeitung der kanadischen Verfassung von 1982 beteiligt war.

Kritik an der Auslegung der Charta durch Gerichte

„Was ist aus Gott geworden?“, fragte Peckford die Zuhörer auf der vom „Council of Alberta Lawyers“ am 16. Mai in Calgary ausgerichteten Konferenz „Dominion of Canada“. „Am häufigsten verletzt werden die Vorherrschaft Gottes und die Rechtsstaatlichkeit – jene Worte, die den Auftakt der Charta bilden. Wir bezeichneten sie nicht als Präambel. Es waren die einleitenden Worte, die als Rahmen für die Auslegung der übrigen Verfassung dienen sollten.“
Die Charta der Rechte und Freiheiten ist Teil des umfassenderen Verfassungsgesetzes, das 1982 verabschiedet wurde. Peckford erklärte, dass aus seiner Sicht viele moderne Gerichtsentscheidungen und Interpretationen die Bedeutung der Charta – so, wie er und andere sie konzipiert hatten – ignorierten und „gekapert“ hätten.
„Sie haben sie in vielen späteren Entscheidungen ignoriert“, kritisierte er. Stattdessen hätten sie eine „Doktrin des lebenden Baumes“ (Living Tree Doctrine) übernommen. Dies sehe er als Teil eines Versuchs, „unsere Nation zu säkularisieren“. (Anm. d. Red.: Die „Doktrin des lebenden Baumes“ ist eine Methode der Verfassungsauslegung, bei der die Verfassung im Laufe der Zeit weiterentwickelt wird, ohne ihren Grundcharakter zu verlieren.)
Peckford führte aus, dass die Verfassung nach dem Willen ihrer Verfasser durch Änderungen gewählter Amtsträger weiterentwickelt werden sollte, nicht durch abweichende richterliche Interpretationen. Als Beispiel für eine aus seiner Sicht problematische Auslegung nannte er die Rechtsprechung zur Beihilfe zum Suizid. „Die gesamte Frage des Rechts auf Beihilfe zum Suizid beruht auf einer Interpretation nach der ‚Doktrin des lebenden Baumes‘. Dies widerspricht dem verfassungsrechtlichen Grundverständnis, das auf der Vorrangstellung Gottes fußt“, so der Politiker.

Kritik am Machtzuwachs des Staates

Die „Conference for Dominion of Canada“ konzentrierte sich auf Kanadas christliche, rechtliche und gesellschaftliche Wurzeln. Neben Peckford traten dort Pastoren, Historiker, Aktivisten und Juristen auf.
Im Verlauf der Veranstaltung argumentierten die Redner, dass die Aushöhlung der Vorrangstellung Gottes – wie sie in den einleitenden Worten der Charta verankert sei – zu einem Machtzuwachs des Staates führe und das moralische Gefüge der Gesellschaft zersetze.
„Regime, die die Existenz Gottes geleugnet und einer atheistischen oder strikt säkularistischen Philosophie gefolgt sind, haben am wenigsten Achtung vor den Menschenrechten gezeigt“, erklärte der ehemalige Reformabgeordnete Eric Lowther und verwies dabei auf Gräueltaten marxistischer Regime. „Wenn kein Gott anerkannt wird, kann der Staat allzu leicht selbst zu Gott werden – mit entsetzlichen Folgen“, fügte er hinzu. Die Vorrangstellung Gottes sei ein Prinzip, dem Gerichte und das Parlament in ihren Entscheidungen zunehmend weniger Gewicht beimaßen.
Seine Bedenken teilte Pastor Tim Stephens. Er merkte an, dass der Staat durch seine Rolle als Schiedsrichter des Pluralismus zu viel Macht an sich reiße. „Wo religiöser Pluralismus herrscht, nimmt der Staat eine Position der Neutralität ein“, sagte Stephens. „Das Problem dabei ist jedoch, dass der Staat dadurch keineswegs neutral wird. In einem solchen Szenario wird der Staat faktisch zu Gott; er nimmt die höchste Stellung ein“, fügte er hinzu.
Stephens führte aus, dass die kanadische Gesellschaft bereits klare Trennlinien zwischen Kirche und Staat ziehe, dabei jedoch weiterhin innerhalb eines christlich geprägten moralischen und rechtlichen Rahmens agiere. „Es gab eine Zusammenarbeit, doch es herrschte keinerlei Verwirrung“, sagte Stephens.
Der Rechtsanwalt Roger Song unternahm einen historischen Exkurs, um den Vorrang Gottes im kanadischen Rechtsrahmen zu begründen. Dabei verwies er auf Bezüge zu Gott in der Magna Carta, im englischen Common Law sowie in der britischen Monarchie selbst.

Warnung vor einer „Tyrannei des Bösen“

„Der Gott, auf den die kanadische Verfassung Bezug nimmt, ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs“, erklärte Song. „Jener Gott, der das Universum und die Menschheit nach seinem Ebenbild erschuf – als Mann und Frau.“ Er merkte jedoch an, dass dieses Verständnis schrittweise aufgegeben worden sei. Als Beispiel führte er eine Entscheidung des Berufungsgerichts von British Columbia aus dem Jahr 1999 an. Dort habe Richterin Mary Southin im Fall R. v. Sharpe ausgeführt, dass „die Worte vom Vorrang Gottes in der Charta zu einem toten Buchstaben geworden sind“.
Song weiter: „Die Richter sowohl des Obersten Gerichtshofs von Kanada als auch der nachgeordneten Gerichte lehnen den Vorrang der Autorität Gottes und des göttlichen Rechts in unserer Verfassung sowie in ihren eigenen richterlichen Entscheidungen offen und unverblümt ab.“ Er äußerte die Überzeugung, dass eine Nation, sobald sie Gott als Grundlage für Demokratie und Recht aufgebe, unter „die Tyrannei des Bösen“ geraten könne.
Unter Verweis auf eigene Erfahrungen während seiner Kindheit im kommunistischen China beschrieb Song entsprechende Entwicklungen. Dort seien Menschen darauf verpflichtet worden, eine Partei und deren Führungspersonen zu verehren. „Während meiner gesamten schulischen und akademischen Laufbahn – von der Grundschule bis zum Jurastudium in China – wurde ich darauf konditioniert, an den Vorrang der Kommunistischen Partei Chinas und ihres großen Führers zu glauben“, berichtete er.

Rolle der Juristen in der Pandemiedebatte

Der ebenfalls als Redner auftretende Autor Michael Wagner zog Parallelen dazu, wie das kanadische Justizwesen säkulare Entwicklungen aus den Vereinigten Staaten übernehme. Dabei verwies er auf zwei wegweisende Urteile des US-Obersten Gerichtshofs, durch die das Schulgebet und das Bibellesen aus öffentlichen Schulen verbannt wurden. „Kanada ist Teil der westlichen Zivilisation, die von biblischen Werten geprägt war und ist“, sagte Wagner. Im Verlauf seiner Rede verwies er auf Gerichtsurteile aus den vergangenen Jahrzehnten, die seiner Ansicht nach „das Christentum aus den öffentlichen Schulen Ontarios verdrängt haben“.
Der Rechtsanwalt Leighton Gray erklärte, dass sich juristische Institutionen zunehmend vom Konzept der „biblischen Gerechtigkeit“ hin zu „sozialer Gerechtigkeit“ bewegt hätten. Er forderte einen entschiedeneren Widerstand gegen Säkularisierung und staatliche Eingriffe in die Freiheit. „Wir hätten dort auf den Zinnen stehen und die Gesellschaft schützen sollen“, sagte Gray dem Publikum. Zudem merkte er an, dass Juristen während der Pandemiebeschränkungen nicht hätten schweigen dürfen.
Der Jurist Grant Abraham sagte, Kanada sei in eine Phase des „Postnationalismus“ eingetreten. „Die einfachste Art zu erklären, was Postnationalismus bedeutet, ist: Er steht für den Tod Kanadas“, so Abraham. „Dies sei eine gezielte Entwicklung, um das Fundament dieser Nation zu zersetzen.“
Er und die Aktivistin Faytene Grasseschi erklärten übereinstimmend, dass ein wesentlicher Teil der Gegenwehr gegen diese Entwicklung darin bestehe, den Fokus auf Alberta zu richten. Die Provinz werde dabei als entscheidend für den Widerstand gegen Kanadas Abgleiten in Säkularismus und Postnationalismus gesehen. „Alberta ist der letzte Brückenkopf für die Befreiung des übrigen Kanadas“, betonte Abraham. Grasseschi bezeichnete die Provinz als „Epizentrum des Kampfes für viele der Werte, die uns am Herzen liegen – Glaube, Familie, Freiheit“.

Anerkennung der „Hoheit Gottes“ in der Gesellschaft

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand nicht die Frage einer möglichen Abspaltung Albertas. In den vergangenen Jahren hatte die Provinz eine Reihe politischer Maßnahmen und Gesetze zu zentralen gesellschaftlichen Themen verabschiedet, darunter unter anderem die Begrenzung der Euthanasie-Richtlinien der Bundesregierung sowie Regelungen im Bereich medizinischer Eingriffe bei Minderjährigen.
Im Verlauf der Konferenz betonten die Redner – unabhängig von ihren jeweiligen Glaubensüberzeugungen und trotz ihrer Kritik an einer aus ihrer Sicht zunehmenden Säkularisierung und staatlichen Einflussnahme –, dass sie keine Theokratie anstrebten. Vielmehr sprachen sie sich für eine klare Trennung von Kirche und Staat aus. „Wir wollen nicht, dass die Kirche dem Volk ihre Gesetze und Vorschriften aufzwingt“, betonte Pastor Stephens.
Ihnen gehe es stattdessen darum, die demokratische und verfassungsrechtliche Ordnung – so wie sie sie verstehen – zu stärken und in einen übergeordneten moralischen Rahmen zu stellen, der auf dem Glauben an Gott beruht. Dieser solle die künftige Ausrichtung des Landes sowie die Auslegung von Recht und Verfassung leiten, ohne individuelle Glaubensüberzeugungen zu reglementieren.
Peckford betonte, dass es sich aus seiner Sicht weniger um eine politische als vielmehr um eine grundlegende gesellschaftliche und spirituelle Frage handele. „Hoffnung für unser Land kann sich nur daraus ergeben, dass unsere Nation Buße tut und zu Gott zurückfindet“, sagte er. „Es ist unsere Aufgabe als Kanadier, die Hoheit Gottes anzuerkennen, unbeirrt an der Verfassung festzuhalten und für unsere Nation zu beten.“
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „‚What Happened to God?‘: Speakers Say Supremacy of God Being Replaced in Canada’s Judiciary“. (deutsche Bearbeitung: os)
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Trotz Zöllen: Chinesische E-Autobauer planen langfristige US-Strategie


In Kürze:

  • Wegen der hohen Zölle in den USA entwickelt China neue Strategien für den Automarkt.
  • Analysten: China hat Führungsrolle bei E-Fahrzeugen mit vielen Mitteln erzwungen.
  • USA sehen Software in chinesischen Fahrzeugen als Bedrohung an.
  • Chinesische Autohersteller könnten zur Gefahr für die US-Produktion werden.

 
Chinesische Hersteller von Elektrofahrzeugen scheinen aufgrund von Zöllen, politischer Überwachung, Softwarebeschränkungen und Handelsspannungen weitgehend vom US-Markt ausgeschlossen zu sein. Branchenanalysten gehen jedoch davon aus, dass viele von ihnen weiterhin eine langfristige Strategie für einen späteren Markteintritt verfolgen.

Große Unternehmen sind geduldig

Diese Strategie ähnelt dem schrittweisen Aufstieg japanischer und koreanischer Automobilhersteller wie Toyota und Hyundai in den USA. Sie erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Druck auf chinesische Automobilhersteller zunimmt, im Ausland zu expandieren.
„Chinesische Automobilhersteller verfolgen wahrscheinlich eine langfristige Strategie. Große Unternehmen sind geduldig genug, um eine schrittweise Expansion über ein Jahrzehnt oder länger anzustreben“, erklärte Stephanie Brinley, leitende Automobilanalystin bei S&P Global Mobility’s Auto Intelligence Service, gegenüber der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times.
Die Toyota Motor Corporation kündigte 1985 den Bau eines Werks in Kentucky an. 1988 baute der Automobilhersteller seine Produktion in den USA aus und begann dort mit der Fertigung des Modells Camry. Die Hyundai Motor Manufacturing Alabama nahm 2005 die Produktion auf, nachdem der Mutterkonzern bereits 1986 in den US-Markt eingetreten war und später seine Fertigungspräsenz in den Vereinigten Staaten weiter ausgebaut hatte.
Laut Brinley könnte es bei chinesischen Elektroautoherstellern zwar schneller gehen als bei Toyota oder Hyundai, dennoch werde ein bedeutender Ausbau im US-Markt voraussichtlich mehrere Jahre dauern.

China exportierte 2025 sieben Millionen Fahrzeuge

Chinesische Marken hätten einen „langfristigen Plan und eine langfristige Strategie zur Expansion auf globalen Märkten“. Doch könnten sie auch „mehr produzieren, als sie auf ihrem Heimatmarkt verkaufen können. Daher müssen sie in andere Märkte exportieren.“
Laut dem globalen Energiebericht der Internationalen Energieagentur vom 20. April 2026 machten Elektrofahrzeuge 2025 erstmals mehr als die Hälfte aller jährlichen Autoverkäufe in China aus.
Wie Daten des chinesischen Automobilherstellerverbands zeigen, exportierte das Land im vergangenen Jahr sieben Millionen Fahrzeuge. Das entspricht einem Plus von fast 21 Prozent gegenüber 2024. Die Exporte von Elektrofahrzeugen, Plug-in-Hybriden und Brennstoffzellenfahrzeugen haben sich mehr als verdoppelt und erreichten 2,615 Millionen Einheiten.
Peking fördert im Rahmen einer umfassenden Industriestrategie seit Jahren den Fahrzeugexport, insbesondere im Bereich der Elektromobilität. Ein Strategiepapier des chinesischen Handelsministeriums aus dem Jahr 2009 bezeichnete dies als „Schlüsselfaktor für die Transformation des chinesischen Außenhandelsmodells“.
Im Juni 2023 verlängerte China die Steuerbefreiungen für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben bis 2027. Damit soll das Wachstum des Marktes für Elektrofahrzeuge weiter unterstützt werden.
„China hat sich nicht natürlich zur Führungsnation bei Elektroautos entwickelt. Es hat sich diesen Vorsprung mit staatlicher Steuerung, Größe und Kontrolle der Lieferkette regelrecht erarbeitet und liegt nun deutlich vor den USA“, sagte Lauren Fix, Autoanalystin und Gründerin von Car Coach Reports, gegenüber Epoch Times.

Rasante Entwicklungen

Fix erklärte, chinesische Autohersteller würden sich rasant von günstigen Kleinwagen hin zu SUVs und sogar Pick-ups für Exportmärkte entwickeln, „um höhere Gewinnmargen und eine Nachfrage nach amerikanischem Vorbild zu erzielen“.
Die Beijing Auto Show, die vom 25. April bis 4. Mai 2026 stattfand, präsentierte eine Vielzahl elektrischer SUVs und größerer Modelle chinesischer Hersteller. Der Automobilkonzern Geely stellte den Zeekr 8X vor, einen luxuriösen Plug-in-Hybrid-SUV, der mit dem Porsche Cayenne konkurrieren soll.
Yijing, ein Joint Venture für Elektrofahrzeuge zwischen Dongfeng Motor Corp. und Huawei, präsentierte den sechssitzigen SUV X9. BYD hob in seiner Pressemitteilung vom 24. April die SUV-Varianten Fangchengbao Formula X und Yuan Plus hervor.
Brinley erklärte, der Trend zu größeren SUVs und einem markanteren Fahrzeugdesign spiegele möglicherweise sowohl veränderte Verbraucherpräferenzen in China als auch umfassendere globale Ambitionen wider, anstatt ausschließlich auf den US-Markt ausgerichtet zu sein. Zudem führte sie aus, dass die verbesserte Batteriereichweite den Druck auf stark aerodynamische Designs verringert habe. Dies ermögliche den Herstellern mehr Flexibilität bei der Entwicklung größerer Fahrzeuge und entspreche zugleich den sich wandelnden Kundenwünschen.
Trotz ihrer globalen Expansionsbestrebungen sehen sich chinesische Automobilhersteller in den USA weiterhin erheblichen Hindernissen gegenüber. Die USA erheben derzeit gemäß Abschnitt 301 des Handelsgesetzes einen 100-prozentigen Zoll auf chinesische Elektrofahrzeuge.

US-Regierung erlässt einschränkende Bestimmungen

Washington hat zudem aus Gründen der nationalen Sicherheit Maßnahmen ergriffen, um chinesische Fahrzeugtechnologie zu blockieren. Im Januar verabschiedete das US-Handelsministerium endgültige Bestimmungen, die die Einfuhr und den Verkauf bestimmter vernetzter Fahrzeuge sowie zugehöriger Software oder Hardware mit Verbindungen zu China oder Russland einschränken.
Offizielle Stellen erklärten, die Technologie könne es ausländischen Unternehmen ermöglichen, sensible Daten zu sammeln oder aus der Ferne auf Fahrzeuge in den USA zuzugreifen. Die Regelungen traten am 17. März 2025 in Kraft.
Der Kongress erwägt zudem weitere Verschärfungen. Am 29. April brachten die Senatoren Bernie Moreno und Elissa Slotkin einen Gesetzentwurf ein, der die Importbestimmungen für chinesische Pkw in den USA weiter verschärfen soll. Slotkin erklärte am selben Tag in einem Facebook-Post, dass chinesische Fahrzeuge sowohl ein wirtschaftliches als auch ein nationales Sicherheitsrisiko darstellten.
„Wir müssen jetzt handeln und die richtigen Entscheidungen treffen“, sagte sie. „Die Strategie der Kommunistischen Partei Chinas, ihre Produkte massiv zu subventionieren, die Konkurrenz zu unterbieten und anschließend ein Monopol in diesem Sektor zu errichten, gefährdet die Automobilindustrie Michigans und Millionen von Arbeitnehmern.“

USA-Mexiko-Kanada-Abkommen wird überprüft

In einer Rede vor dem Detroit Economic Club im Januar erklärte US-Präsident Donald Trump, er sei grundsätzlich offen dafür, dass chinesische Autohersteller Fabriken in den USA errichteten, sofern dadurch amerikanische Arbeitsplätze geschaffen würden. Trump wird am 14. und 15. Mai in Peking erwartet. Dort dürfte er mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping auch über Handels- und Technologiefragen sprechen.
Die Handelsregeln in Nordamerika erschweren den Marktzugang zusätzlich. Nach dem United States-Mexico-Canada Agreement (USMCA) müssen Fahrzeuge strenge regionale Produktionsanforderungen erfüllen, um zollfrei importiert werden zu können. So schreibt das Abkommen vor, dass 75 Prozent der Fahrzeugkomponenten aus Nordamerika stammen müssen. Zudem muss ein erheblicher Teil der Produktion von Arbeitnehmern erfolgen, die mindestens 16 US-Dollar pro Stunde verdienen.
Das USMCA steht derzeit zur Überprüfung an. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer geht davon aus, dass sich die Verhandlungen über eine Verlängerung über den 1. Juli hinausziehen könnten. Stephanie Brinley erklärte dazu, dass Washington voraussichtlich strengere Anforderungen an die regionale Wertschöpfung und die Arbeitsbedingungen stellen werde. Noch größere Hürden könnten jedoch die Softwarebeschränkungen darstellen. „Das ist eine Hürde“, sagte sie. „Ich weiß nicht, wie sie diese überwinden wollen.“
Die neuen Vorgaben würden chinesische Autohersteller dazu zwingen, zentrale Softwaresysteme eigens für den US-Markt neu zu entwickeln. Das erhöhe die Kosten und schwäche einen ihrer wichtigsten Wettbewerbsvorteile, erläuterte Brinley. „Um ein Fahrzeug einer chinesischen Marke in den USA zu verkaufen, muss man im Grunde die gesamte Software neu entwickeln. Man kann nicht einfach das autonome Fahrsystem, das derzeit in einem BYD-Fahrzeug eingesetzt wird, in ein Modell für den US-Markt übernehmen“, sagte sie. „Wenn der Vorteil darin besteht, dass chinesische Fahrzeuge günstiger und damit zu niedrigeren Preisen angeboten werden können, wird dieser Preisunterschied deutlich geringer ausfallen.“

Unternehmen ändern ihre Strategie

Obwohl der direkte Zugang zum US-Markt weiterhin eingeschränkt ist, bauen chinesische Autohersteller ihre Aktivitäten in anderen Teilen Nordamerikas aus.
Ein Bericht von Benchmark Mineral Intelligence vom 4. März zeigt, dass chinesische Elektrofahrzeuge in den USA weniger als ein Prozent der Verkäufe ausmachen. In Mexiko stellt sich die Lage jedoch anders dar: Dort entfielen im vergangenen Jahr 89 Prozent der verkauften Elektroautos auf chinesische Hersteller.
Kyle Peacock, Geschäftsführer von Peacock Tariff Consulting, erklärte gegenüber der Epoch Times, dass Zölle direkte Importe zwar erschwerten, chinesische Unternehmen jedoch nicht zwangsläufig aufhielten. „Sie halten die Autos fern, nicht die Unternehmen“, sagte Peacock. „Die Unternehmen selbst ändern einfach ihre Strategie.“
Auf die Frage, ob Mexiko oder Kanada als Hintertür zum US-Markt dienen könnten, sagte Peacock: „Dasselbe Elektrofahrzeug aus Mexiko wird mit etwa 2,7 Prozent besteuert, aus Kanada hingegen mit null Prozent. Um jedoch von den niedrigen Zollsätzen des USMCA-Abkommens zu profitieren, müssen 75 Prozent der Fahrzeugkomponenten aus Nordamerika stammen. Batterien und Teile dürfen nicht nach China zurückverfolgt werden können.“
„Ein chinesischer Autohersteller kann also Mexiko oder Kanada nutzen, aber nur, wenn er tatsächlich den Großteil seiner Lieferkette dorthin verlagert“, so Peacock. „Das ist teuer und zeitaufwendig.“
Lauren Fix erklärte, Kanada könne potenziell als Drehscheibe für chinesische Autohersteller dienen. Sie warnte jedoch, dass der politische Druck aus Washington, D.C. wahrscheinlich zunehmen würde, sollten in China produzierte Fahrzeuge über kanadische Montagewerke in die USA gelangen.
Im Januar unterzeichneten Ottawa und Peking ein Abkommen, das die kanadischen Zölle auf eine begrenzte Zahl chinesischer Elektrofahrzeugimporte von 100 Prozent auf 6,1 Prozent senkte. Zugleich erlaubt Kanada die Einfuhr von bis zu 49.000 Fahrzeugen im ersten Jahr. In den kommenden fünf Jahren soll diese Quote schrittweise auf rund 70.000 Fahrzeuge pro Jahr steigen.

Neue chinesische Marken als Gefahr für den US-Markt

Unabhängig davon haben die kanadischen Behörden am 1. März ein Genehmigungssystem eingeführt, das die Einfuhr von bis zu 24.500 in China hergestellten Elektrofahrzeugen zu einem niedrigeren Zollsatz bis einschließlich August ermöglicht. Die von Global Affairs Canada ausgestellten Genehmigungen sind 60 Tage gültig. Voraussetzung ist, dass die Importeure in Kanada ansässige Automobilhersteller oder autorisierte Vertreter sind und die geltenden Sicherheitsstandards einhalten.
Branchenanalysten warnen, dass chinesische Autohersteller den US-Markt erheblich verändern könnten, falls die Marktzugangsbarrieren sinken. „Wenn chinesische Autohersteller in den US-Markt eintreten, wird sich die Preisgestaltung über Nacht verändern“, sagte Lauren Fix. Sie fügte hinzu, dass chinesische Unternehmen die „Detroit Three“ – Ford Motor Company, General Motors und Stellantis – dazu zwingen könnten, entweder ihre Gewinnmargen zu senken oder ihre Effizienz und Innovationskraft zu steigern.
„Ein solcher Druck würde einen regelrechten technologischen Wettlauf auslösen. Er würde jedoch auch die amerikanische Fertigungsindustrie, Zulieferernetzwerke und gewerkschaftlich organisierte Arbeitsplätze gefährden. Genau deshalb werden die politischen Entscheidungsträger nicht tatenlos zusehen, wie die Profitabilität der Branche unter Druck gerät.“
Stephanie Brinley warnte zudem davor, chinesische Autohersteller als homogene Gruppe zu betrachten. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass der US-Markt drei oder vier neue chinesische Marken verkraften könnte“, sagte sie. „Der Markt ist gesättigt. Der Einstieg in den US-Markt ist nichts für schwache Nerven.“
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Chinese EV Makers Playing Long Game for US Market, Analysts Say“. (deutsche Bearbeitung: os) 
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Shen Yuns Rückkehr nach Bombendrohungen: Neue Aufführungen in Toronto


In Kürze:

  • Sechs Vorstellungen in Toronto wurden zuvor wegen Drohungen abgesagt.
  • Polizei sieht keine glaubwürdige Gefahr, Ermittlungen laufen
  • Juni-Termine mit verstärkten Sicherheitsmaßnahmen bestätigt

 
Nach sechs abgesagten Vorstellungen Ende März und Anfang April infolge von Bombendrohungen gegen das Theater kehrt Shen Yun Performing Arts nach Toronto zurück. Im Juni wird das US-amerikanische Tanzensemble sein Programm „China vor dem Kommunismus“ im Four Seasons Centre in Toronto aufführen. Damit erhalten auch Tausende wartende Karteninhaber doch noch die Gelegenheit, die Aufführungen zu besuchen. Obwohl die Polizei von Toronto die Drohungen als unbegründet einstufte, wurden die Vorstellungen von der Theaterleitung im März vorsorglich abgesagt.
Die Vorfälle in Toronto ähneln mehr als 150 weiteren Bedrohungen, denen das in New York ansässige Ensemble für klassischen chinesischen Tanz in den vergangenen zwei Jahren ausgesetzt war. Auch die anschließenden Veranstaltungen in Vancouver Mitte April wurden durch Bombendrohungen überschattet. Die Polizei von Vancouver teilte mit, dass die verwendete Droh-E-Mail-Adresse identisch mit jener aus Toronto gewesen sei; zudem sei die zugehörige Telefonnummer in China registriert.

Erhöhte Sicherheitsstufe für Shows vom 26. bis 28. Juni

Der Falun Dafa Verein von Toronto, der lokale Veranstalter von Shen Yun, teilte mit, dass die Aufführungen nach der Bestätigung der Polizei, dass die Bombendrohungen nicht glaubwürdig seien, unter zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen stattfinden werden. Das Four Seasons Centre for the Performing Arts und der Veranstalter hätten sich auf verstärkte Schutzvorkehrungen verständigt, darunter Metalldetektortore, K-9-Einheiten, Polizeipatrouillen vor Ort sowie ein professionelles Sicherheitsteam, um einen sicheren Ablauf der Juni-Aufführungen zu gewährleisten.
Die verschobenen Vorstellungen sollen vom 26. bis 28. Juni nachgeholt werden. Ticketinhaber der ursprünglich ausgefallenen Termine vom 29. März bis 5. April würden für die Umbuchung kontaktiert. Weitere Informationen seien über die angegebene Website verfügbar, heißt es seitens des Veranstalters.
„Shen Yun Performing Arts ist weithin und international für seine Präsentation von klassischem chinesischem Tanz und Musik anerkannt, die ein reiches kulturelles Erbe durch künstlerische Darbietung zum Leben erweckt“, so der Verein in einer Erklärung. Weiter hieß es dort: „Die Rückkehr des Unternehmens nach Toronto außerhalb seines regulären Tourneeplans spiegelt ein starkes Engagement für das Publikum in dieser Stadt wider.“

Toronto, 29. März 2026: Der konservative Abgeordnete Roman Baber mit einem Shen-Yun-Programmheft vor dem Four Seasons Centre for the Performing Arts neben einem Shen-Yun-Moderator.

Foto: Epoch Times

Shen Yun wurde 2006 von führenden klassischen chinesischen Künstlern gegründet, um die traditionelle Kultur Chinas wiederzubeleben. Seither tritt das Ensemble weltweit unter dem Motto „China vor dem Kommunismus“ auf.
Die Künstler des Ensembles praktizieren Falun Dafa, auch bekannt als Falun Gong, eine spirituelle Meditationspraxis, die in China einst wegen ihrer gesundheitlichen Vorteile öffentlich anerkannt wurde. Laut chinesischen Regierungsstatistiken sollen in den 1990er-Jahren rund 70 bis 100 Millionen Menschen diese Praxis ausgeübt haben. Später wurde sie vom kommunistischen Regime als Bedrohung eingestuft und ab 1999 zur Zielscheibe staatlicher Verfolgung.

Immer wieder Störversuche

Die Absage der geplanten Vorstellungen im Four Seasons Centre war auch für Shen Yun eine Premiere. Die Organisatoren und Künstler bestätigten, dass in vergleichbaren Bedrohungslagen die Aufführungen bislang stets stattgefunden hätten, nachdem die Polizei Ermittlungen durchgeführt und die Bombendrohungen als unbegründet eingestuft hatte. Die Canadian Opera Company, der das Theater gehört und die es betreibt, erklärte, die Entscheidung zur Absage der Vorstellungen sei „aus reiner Vorsicht“ getroffen worden.
Ein Plakat von Shen Yun Performing Arts vor dem Four Seasons Centre in Toronto am 2. April 2026. Foto: Teng Dongyu/The Epoch Times

Ein Plakat von Shen Yun Performing Arts vor dem Four Seasons Centre in Toronto am 2. April 2026.

Foto: Teng Dongyu/Epoch Times

„Die Kommunistische Partei Chinas setzt Drohungen und Zwang ein, um die Menschen davon abzuhalten, unsere Aufführungen zu sehen. Wenn man zulässt, dass solche Druckversuche Erfolg haben, wird dies nur zu weiteren Einmischungen ermutigen“, sagte Jared Ren, Solotänzer von Shen Yun, am 2. April auf einer Pressekonferenz in Toronto nach den ersten beiden Absagen von geplanten Shows.
Laut den lokalen Organisatoren gab es in den vergangenen zwei Jahren Dutzende von falschen Bombendrohungen gegen Shen Yun in Kanada.

Ermittlungen zur Bombendrohung von Vancouver

Erst kürzlich erhielt das Queen Elizabeth Theatre in Vancouver ebenfalls eine per E-Mail versandte Bombendrohung, kurz vor den für den 8. bis 12. April geplanten Shen-Yun-Aufführungen. In der Nachricht hieß es, dass eine „große Menge“ Sprengstoff im Theater platziert worden sei und gezündet werde, falls die Vorstellungen nicht abgesagt würden.
Die Polizei von Vancouver teilte mit, dass die Drohung nach einer Untersuchung als „unbegründet“ eingestuft wurde. Die Vorstellungen von Shen Yun Performing Arts fanden daraufhin planmäßig statt, wie ein Polizeisprecher bestätigte.
Die Cybercrime-Einheit der Polizei habe zudem festgestellt, dass die mit der verwendeten E-Mail-Adresse verknüpfte Telefonnummer in China registriert sei, wie die lokalen Organisatoren berichteten. Dieselbe E-Mail-Adresse sei auch im Zusammenhang mit Drohungen gegen Shen-Yun-Veranstaltungen in Toronto genutzt worden.
Bereits im vergangenen Jahr habe das taiwanesische Kriminalamt eine ähnliche E-Mail-Adresse im Zusammenhang mit Bombendrohungen gegen Theater untersucht und die Spur bis in die Region Xi’an in Zentralchina zurückverfolgt. In Taiwan seien laut Berichten der englischsprachigen Epoch Times mindestens 17 Droh-E-Mails an Behörden und Veranstaltungsorte in mehreren Städten gesendet worden, um Aufführungen zu verhindern.

Die Spur führt nach China

Nach der Absage der Veranstaltungen in Toronto soll der Absender der E-Mail zwei weitere Nachrichten an die lokalen Organisatoren geschickt haben, in denen er nach eigenen Angaben seinen „Erfolg“ hervorhob und zugleich Verbindungen zur Kommunistischen Partei Chinas erwähnte.
In einer am 3. April an den Moderator der Show gesendeten E-Mail in chinesischer Sprache heißt es: „Der Vorfall im Toronto Four Seasons war mein erfolgreichster … Haha!“ Zudem wird geschrieben: „Kanada ist kaum ernst zu nehmen … nicht einmal die Kommunistische Partei meines Heimatlandes konnte den Shen-Yun-Moderator zum Weinen bringen, und ich habe es tatsächlich geschafft.“
Die Polizei von Toronto bestätigte, dass die Bombendrohungen im Four Seasons Centre unbegründet waren. Der Vorfall werde weiterhin untersucht, wie gegenüber der Epoch Times mitgeteilt wurde.
Der konservative Abgeordnete Costas Menegakis (2. v. l.) und der ehemalige konservative Abgeordnete Colin Carrie (r.) überreichen den Gastgebern von Shen Yun am 28. März 2026 im Four Seasons Centre for the Performing Arts in Toronto eine Urkunde. Foto: Epoch Times

Der konservative Abgeordnete Costas Menegakis (2. v. l.) und der ehemalige konservative Abgeordnete Colin Carrie (r.) überreichen den Gastgebern von Shen Yun am 28. März 2026 im Four Seasons Centre for the Performing Arts in Toronto eine Urkunde.

Foto: Epoch Times

Mehrere kanadische Abgeordnete verurteilten die Einmischungsversuche gegen Shen Yun in Kanada und forderten die Wiederaufnahme der Aufführungen. „Die Kanadier sollten darüber sehr besorgt sein“, sagte der konservative Abgeordnete Garnett Genuis gegenüber der Epoch Times. „Es ist entscheidend, darüber zu sprechen und sicherzustellen, dass solche Veranstaltungen künftig nicht mehr abgesagt werden.“
Die liberale Abgeordnete Judy Sgro verurteilte das „eskalierende Muster ausländischer Einschüchterungsversuche“ auf kanadischem Boden. In einer Erklärung sagte sie: „Diese Organisation ist Ziel einer koordinierten Kampagne von Drohungen geworden, darunter falsche Bombendrohungen. Einige davon konnten auf Akteure zurückgeführt werden, die mit der Kommunistischen Partei Chinas in Verbindung stehen.“
Die Tickets für die neu angesetzten Shen-Yun-Aufführungen im Juni in Toronto sind über die offizielle Website erhältlich. Es handelt sich dabei um die letzten Termine der Shen-Yun-Welttournee 2026.

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Der Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Shen Yun Returning to Toronto After China-Linked Bomb Threats Cancelled 6 Shows“. (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung sm)
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Bombendrohung in Toronto: Bekenner beruft sich nach Shen-Yun-Absage auf KP Chinas

Der Absender von per E-Mail versandten Bombendrohungen an ein Theater in Toronto prahlte damit, Verbindungen zum kommunistischen Regime in China zu haben. Dies geht aus zwei kürzlich veröffentlichten E-Mails hervor, die beim Veranstalter von Shen Yun Performing Arts eingegangen sind.
Nach zwei nahezu ausverkauften Aufführungen am Vortag hat das Theater Four Seasons Centre for the Performing Arts in der kanadischen Großstadt am 29. März eine Veranstaltung des US-Ensembles für klassischen chinesischen Tanz Shen Yun abgesagt.
Grund dafür war eine per E-Mail eingegangene Bombendrohung gegen das Theater von einem Absender mit chinesischem Namen. Die Polizei konnte jedoch keine reale Bedrohung feststellen.
Das Four Seasons Centre entschied sich auch für die Absage der fünf nachfolgenden Veranstaltungen. Diese hätten vom 30. März bis zum 5. April stattfinden sollen.
Der lokale Veranstalter von Shen Yun hatte zuvor vergeblich versucht, das Theater umzustimmen. Er hatte den Verantwortlichen dargelegt, dass eine solche falsche Bombendrohung eine gängige Masche der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) sei. Deren Ziel bestehe darin, die Aufführungen von Shen Yun zu unterdrücken. Er erklärte auch, dass in allen früheren Bedrohungsfällen die Veranstaltungen nach Entwarnung der Polizei fortgesetzt werden konnten.

1. April 2026: Zuschauer warten vergeblich vor dem Four Seasons Centre for the Performing Arts in Toronto. Die dortige Shen-Yun-Aufführung wurde aufgrund einer falschen Bombendrohung abgesagt.

Foto: Teng Dongyu/Epoch Times

Neue E-Mails vom Verfasser der Drohschreiben

Nun tauchten zwei weitere E-Mails des gleichen Absenders auf. Sie wurden dem Veranstalter, der Falun Dafa Association of Toronto, zugestellt. Darin prahlt der Absender mit seinen Verbindungen zur KPCh.
Joel Chipkar, Sprecher der Falun Dafa Association of Canada, sagte: „Diese zwei neuen E-Mails zeigen, wie der Absender zugibt, dass die Drohungen gegen das Four Seasons Centre Täuschungen waren – was auch die Polizei vor Ort feststellte – und sie mit der Kommunistischen Partei Chinas in Verbindung standen.“
Das im Bundesstaat New York ansässige Shen Yun wurde 2006 von einer Gruppe klassischer chinesischer Künstler gegründet. Die Mission des Ensembles für klassischen chinesischen Tanz und Musik ist die Wiederbelebung der traditionellen Kultur Chinas.
Nach Angaben des Ensembles praktizieren seine Künstler Falun Gong, auch bekannt als Falun Dafa. Diese spirituelle Disziplin basiert auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht und wird seit 1999 von der KPCh in China verfolgt.

Abgesagte Shows von Shen Yun in Toronto wegen einer falschen Bombendrohung.

Foto: Bildschirmfoto shenyun.com

Weltweite Kampagne der Einschüchterung

Die erste Droh-E-Mail ging am 29. März um 12:55 Uhr Ortszeit ein, kurz vor Veranstaltungsbeginn um 14 Uhr. Mehrere Mitarbeiter des Four Seasons Centre hatten diese von einem Gmail-Konto mit einem in chinesischen Schriftzeichen geschriebenen chinesischen Namen erhalten.
Aus Sicherheitsgründen wurde das Publikum evakuiert und die Polizei alarmiert. Diese bestätigte kurz nach ihrem Eintreffen, dass keine glaubwürdige Bedrohung vorliege. Dennoch wurde die Aufführung vom Theater abgesagt.
Der Text der Droh-E-Mail war auf Schwedisch verfasst. Darin hieß es: „Viele Sprengkörper wurden im Four-Seasons-Theater und im Parlament in Kanada platziert. Wenn die Shen-Yun-Aufführung nicht abgesagt wird und weiterhin gezeigt wird, sind Explosionen im Parlament und im Four-Seasons-Theater geplant.“
Wie bereits in vielen früheren Fällen von E-Mail-Drohungen gegen Shen Yun wurden europäische Sprachen verwendet. Im vergangenen Jahr erhielt das Living Arts Centre in Mississauga etwa eine E-Mail-Drohung auf Tschechisch. Die Veranstaltungen an jenem Spielort wurden fortgesetzt, nachdem die Polizei bestätigt hatte, dass die Bombendrohung nicht glaubwürdig war.
Der Shen-Yun-Veranstalter legte Beweise dafür vor, dass dasselbe E-Mail-Konto verwendet wurde, um Drohungen an mehrere Veranstaltungsorte weltweit zu senden.
So wurden Theater in Birmingham, Großbritannien; Rouen, Frankreich; Busan, Südkorea, und anderen Orten bedroht. Dasselbe Konto sei auch für eine Bedrohung im Januar in Kanadas Hauptstadt verwendet worden. Darin sei gewarnt worden, dass das Parlament in Ottawa bombardiert werde, falls Shen Yun in Kanada auftreten sollte.
Im vergangenen Jahr wurden E-Mail-Drohungen gegen die Veranstaltungsorte von Shen Yun in Taiwan untersucht. Die dortige Kriminalpolizei konnte die E-Mail bis in die Großstadt Xi’an in Zentralchina zurückverfolgen.

Täter macht sich über Kanada lustig

Der Veranstalter in Toronto erklärte, dass in den vergangenen zwei Jahren weltweit 150 Bedrohungen gegen Shen-Yun-Aufführungen eingegangen seien. Jedes Mal hätten die Vorstellungen jedoch fortgesetzt werden können, nachdem die Polizei Entwarnung gegeben hatte.
In der am 3. April beim Toronto-Veranstalter eingegangenen E-Mail in chinesischer Sprache hieß es: „Der Vorfall im Toronto Four Seasons Centre war mein erfolgreichster … Haha!“ In der E-Mail bezeichnete der Absender die KPCh als sein „Mutterland“ und beschimpfte kanadische Politiker als „unbedeutend“.
„Ich denke, dass Kanadas unbedeutende Politiker vollkommen belanglos sind. … Kanada ist es kaum wert, ernst genommen zu werden. … Nicht einmal die Kommunistische Partei meines Mutterlandes konnte den Shen-Yun-Moderator zum Weinen bringen, doch ich habe es tatsächlich geschafft“, heißt es in der E-Mail.
Eine weitere E-Mail, die wenige Minuten später vom selben Absender gesendet wurde, prahlte erneut mit der Sabotage: „Hahaha! Was könnt ihr mir schon anhaben!? Hahaha! Die Polizei auf der ganzen Welt sind wie Hunde … sie rennen auf meinen Befehl überall herum! Hahaha!“
Die Polizei von Toronto teilte der Epoch Times mit, dass die Angelegenheit untersucht werde.

Konsulate üben Druck auf Spielstätten aus

Die Aufführungen von Shen Yun finden unter dem Motto „China vor dem Kommunismus“ statt. Es gibt viele dokumentierte Fälle, in denen die KPCh im Laufe der Jahre Shen Yun ins Visier genommen hat.
Im Jahr 2024 erhielten zwei chinesische Agenten in den Vereinigten Staaten Gefängnisstrafen, nachdem sie versucht hatten, einen Mitarbeiter der US-Steuerbehörde IRS zu bestechen, um eine Untersuchung gegen Shen Yun einzuleiten.
Chinesische Konsulate üben zudem oft Druck auf Spielstätten weltweit aus, um Buchungen von Shen Yun zu stornieren. Grzegorz Grabowski, Präsident des Kultur- und Kongresszentrums Jordanki in Torun, Polen, sagte gegenüber Epoch Times im Jahr 2024, dass er eine solche Anfrage in jenem Jahr abgelehnt habe.
Er habe dem chinesischen Konsul, der ihn in dieser Angelegenheit besucht hatte, mitgeteilt, dass er den Vertrag für die Aufführung von Shen Yun an seinem Zentrum nicht kündigen werde.

Wiederaufnahme der Toronto-Vorstellungen gefordert

Der Veranstalter von Shen Yun in Toronto bittet nun das Four Seasons Centre, die Shen-Yun-Aufführungen neu anzusetzen, damit Kanadier, die Tickets gekauft haben, die Möglichkeit erhalten, die Aufführungen zu sehen.
„Wenn die Polizei entscheidet, dass kein Risiko für die öffentliche Sicherheit besteht, muss das Recht der Kanadier, Vorstellungen zu besuchen, gewahrt bleiben, auch wenn die Kommunistische Partei Chinas dies missbilligt“, sagte Chipkar von der Falun Dafa Association of Canada.
„Wir fordern das Four Seasons Centre auf, bei Bedrohungslagen gemäß den branchenüblichen Standards zu reagieren und das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückzugewinnen, indem es Shen Yun wieder einlädt.“
In der vergangenen Woche veröffentlichte die Canadian Opera Co., die das Theater besitzt und betreibt, eine Erklärung zur Absage der Shows. Darin wurde erklärt, dass man „aus einem Übermaß an Vorsicht“ gehandelt habe.
Das Four Seasons Centre und die Canadian Opera Co. reagierten nicht auf Anfragen der Epoch Times zur Stellungnahme. Ebenso hielten sich das Büro des kanadischen Premierministers und das kanadische Außenministerium bedeckt.
Die auf nationaler Ebene zuständige Royal Canadian Mounted Police verwies die Anfrage zur Stellungnahme an die lokal zuständige Polizeibehörde.

Abgeordneter fordert „Aufschrei der Empörung“

Der Abgeordnete Garnett Genuis erklärte gegenüber NTD, einem Schwestermedium der Epoch Times, dass er den Organisatoren der Show mitgeteilt habe, er werde sich „lautstark zu diesem Thema äußern“.
Er sagte, dass er besorgt darüber sei, dass eine künstlerische Darbietung in Kanada aufgrund von Drohungen abgesagt werde. „Es ist wirklich empörend, dass diese anonymen Drohungen in der Lage waren, eine Kunst- und Kulturvorstellung in diesem Land zu stoppen, und ich denke, wir sollten einen Aufschrei der Empörung hören“, so Genuis.
„Wir wissen, dass Shen Yun vor Herausforderungen steht, nicht weil es unter Kanadiern umstritten ist, sondern weil eine ausländische Regierung es nicht mag.“
Die Abgeordnete Judy Sgro erklärte in einer Stellungnahme, sie verurteile das „eskalierende Muster der aus dem Ausland gesteuerten Einschüchterung, das hier auf kanadischem Boden stattfindet“.
„Diese Organisation wurde Ziel einer koordinierten Kampagne von Drohungen, einschließlich falscher Bombendrohungen, von denen einige zu Akteuren zurückverfolgt wurden, die mit der Kommunistischen Partei Chinas in Verbindung stehen“, sagte Sgro am 3. April.
„Sie stellen einen bewussten Versuch dar, einzuschüchtern, zum Schweigen zu bringen und die rechtmäßige kulturelle Ausdrucksform in Kanada zu stören.“
Der Abgeordnete Marc Dalton sagte, die falschen Bombendrohungen seien eine „weltweite Taktik, um die Aufführungen von Shen Yun zu sabotieren“, und forderte das Four Seasons Centre auf, die Wiederaufnahme der Shows im Theater zu gestatten.
„Angesichts der Tatsache, dass die Polizei von Toronto erklärt hat, dass Bombendrohungen gegen […] Shen Yun unbegründet sind und als böswilliger Unfug erscheinen, hoffe ich, dass das Four Seasons Centre die Fortsetzung der verbleibenden Produktionen zulassen wird“, sagte er am 2. April.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Emails Show Shen Yun Threat Sender Boasted of CCP Links After Toronto Show Cancellations“. (deutsche Bearbeitung: sm)